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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Gewalt verschafft Respekt ?!?
entropie...alleine die Tatsache, dass diese Aussage eines linken Skins entstammt :rolleyes: ...
und es ging nich darum, dass Respekt vor weiterer Gewaltanwendung entsteht, sonderm vor dem Hintergrund, beziehungsweise den Absichten/der Meinung des Gewaltanwenders

meiner Meinung nach verschafft Gewalt höchstens Angst, aber weder Einsicht, noch Verständnis, geschweigedenn Respekt oder Achtung ... von Gegengewalt ganz zu schweigen...

oder ?!?
ZeetHell entropie,

wenn ich das richtig verstanden habe, dann mochtest du wissen, ob Gewalt Respekt einbringt!?

Für mich persönlich liegt die Antwort ganz klar auf der Hand. Für mich ist körperliche Gewalt ein Zeichen von schwäche. Wer bei jeder Kleinigkeit dazu neigt körperliche Gewalt anzuwenden, der ist echt arm dran. Wenn ich leute sehe, die für jeden, entschuldigt den Ausdruck, scheiß zuschlagen müssen, dann zeugt das für mich von geistiger Schwäche. Es ist keine Lösung Gewalt anzuwenden, weil man damit wohl kaum so etwas wie Einsicht erreichen wird. Eher werden so Reaktionen wie Trotz und Gegengewalt eintreten. Respekt wird nicht erreicht indem man sich körperlich durchsetzt. Mit dem Kopf erreicht man weitaus mehr als mit den Muskeln. Das soll jetzt keine Anschuldigung oder Unterstellung an jemanden sein, aber für mich sind Personen die sich nur körperlich durchzusetzen wissen nicht ganz im Vollbesitz ihrer geistigen Stärke. Also ich bringe "gewalttätigen" Menschen alles andere als Pespekt entgegen.

dunkle Grüße

Zeet
NightclawGewalt ist für mich ein Zeichen von Dummheit und der unfähigkeit verbaler Kommunikation. Ebenso die mangelnde Intelligenz des Anwendenden. Wobei ich damit die Art meine welche in Prügeleien etc "praktiziert" wird.
Wer zuschlägt ist dumm. Und hat nie gelernt was es heißt andere zu akzeptieren. Allerdings nur wenn die Ursache ungerechtfertigt ist. Wenn man jedoch provoziert wurde bekommt das ganze ein anderes Bild. Denn machmal könnte mir bei einem Punk der die große Fresse hat schonmal die Hand ausrutschen.
Und wenn jene Person mich als Unbeteiligten in Probleme reinzieht und ich deswegen was abkriege wofür ich nichtmal was kann das ist bei mir auch schluß und die Person bekommt eine gelangt. Doch um die Meinung einer Person zu ändern ist Gewalt gänzlich fehl am Platz. Das hat keinen Erfolg.

mfg Nightclaw
LaChatteWenn man Angst und Respekt gleichsetzt, hat er eben schon recht... denn auf einen bösen, gefährlichen Typen muss man mehr Rücksicht nehmen als auf einen schwachen Unterhund.

Aber grundsätzlich sehe ich Gewalt, wie meine "VorschreiberInnen", als die letzte Kommunikationsmöglichkeit, die noch bleibt, wenn alles andere nichts mehr hilft. Da ist nur zu bedauern, dass viele Menschen nie lernen, effizient verbal zu kommunizieren, und so zu Schlägern werden.
LaChatteNein, ist doch eine Tatsache: auf die lauten, dummen, doofen Aggressiven wird doch automatisch mehr Rücksicht genommen im Sinn von "Wir machen ja, was du willst, sei einfach wieder lieb". Das war jetzt im Sinne des Schlägers gedacht. Und wenn du nur die zwei Alternativen hast "Ich mach Randale" oder "ich bleib schön still, weil mir die anderen intellektuell, moralisch, finanziell etc sowieso überlegen sind" habe ich ein gewisses Verständnis für alle, die die erste Alternative wählen. Was aber keine Entschuldigung ist.

Und gewalttätiges, aggressives Verhalten ist sehr wohl eine Kommunikationsform, auch wenn oft eine ungünstige, wenn sie nicht zum Ziel führt. Und gut eingesetztes aggressives Verhalten kann sehr effizient sein, ist aber mit Vorsicht zu geniessen und benutzen.

Und natürlich kannst du einen Dummschwätzer einfach stehen lassen - wenn die Situation so einfach ist, hast du Glück gehabt. Oft genug kommt man aber in die Situation, dass man sich berufs- oder sonstwie bedingt einfach mit einem solchen Menschen beschäftigen MUSS, wenn du mit ihm zusammen ein Problem lösen MUSST... Und da braucht es oft Kommunikationsstrategien, in denen es wichtig ist, die eigene Macht zu zeigen, damit der andere einfach mal kuscht und still ist - und dann kann man dann vernünftig reden miteinander. Vorher oft nicht. Gewalttätiges Verhalten beinhaltet ja nicht nur Prügeln, sondern das ganze Repertoire an Gesten, Blicken, Körperhaltungen, die einer Prügelei in der Regel vorausgehen.

Ich bin nicht für Gewalt, aber ich bin dafür, alle Kommunikationswerkzeuge sinnvoll und angemessen einzusetzen.

Gewalt allein, und nur Gewalt, dürfte in den seltensten Fällen eine langfristige Lösung eines Problems bringen.
NachtelbinIch denke, man kann gewalttätige Menschen nicht einfach verurteilen, wie das hier zum teil ein wenig geschehen ist..

z.B. hier: "Gewalt ist für mich ein Zeichen von Dummheit und der unfähigkeit verbaler Kommunikation. Ebenso die mangelnde Intelligenz des Anwendenden. Wobei ich damit die Art meine welche in Prügeleien etc "praktiziert" wird.
Wer zuschlägt ist dumm. "

Unfähigkeit verbaler Kommunikation mag ja zutreffen, aber mangelnde Intelligenz, Dummheit?

Das wage ich sehr stark zu bezweifeln.

Zudem muss man sich fragen, [I]woher[/I] denn diese unfähigkeit zu normaler Kommunikation stammen mag..und ob es nicht weniger die Unfähigkeit als der Unwille zur Kommunikation ist?

Vorweg: Ich persönlich sehe Gewalt nie als Lösung an, weder für mich persönlich, noch kann ich es bei anderen tolerieren. Dennoch sollte man nicht gleichsetzten, dass jeder Schläger dumm ist..

Ich habe neulich eine Dokumentation über junge Schlägerinnen gesehen - für sie war es Aggressionsabbau.

Aggressionsabbau, den jeder von uns ab und zu benötigt, lediglich sind von diesen Mädchen die Wege, die die meisten benutzen um ihre Aggessionen loszuwerden niemals in erwägung gezogen worden. Schlichtweg, weil sie sie nicht kannten. Bei vielen von ihnen ist es sozusagen "in die Wiege gelegt worden", dass sie später Schlagen werden, denn sie sind damit aufgewachsen, haben es als normal empfunden, die Prügel die sie einsteckten, an andere weiterzugeben. Sie haben es zu Hause und in ihrem Umfeld immer wieder erlebt, und JA in dieser Welt zählt nun mal der am meisten, der die meiste Angst erzeugt...denn da geht die Gleichung tatsächlich auf: Angst=Respekt. Auch wenn es nur deshalb ist, weil man überleben möchte und diese Leute eigentlich hasst.

Es ist durchaus irgendwie vergleichbar zu der Ebene, auf der "zivilisierte" Konkurrenzkämpfe ausgetragen werden..auch der verhasste Chef meint sich "Respekt" verschaffen zu müssen, indem er fiese Aufgaben verteilt..sicher, es ist nicht die Art von Aufrichtigem, ehrlichem Respekt - es ist sozusagen "negativer" Respekt, aber das macht für diejenigen, die ihn bekommen keinen großen unterschied, lediglich diejenigen, die Respekt zollen wissen, dass es nicht "ehrlicher" Respekt ist, sonder Respekt aus Angst/ oder Abhängigkeit.

Zurück zu den Schlägern...ist durch durch diese Übertragung auf "akzeptiertere" Prozesse ihre Motivation erkennbarer?

Ich will hier nicht die Schläger in Schutz nehmen..dennoch ist es für mich nachvollziehbar, wie jemand in diesen Kreis hineingeraten kann, bzw. wie sich Schläger meiner Meinung nach das Wort "Respekt" definieren. Respekt=gefürchtet werden, nichts selbst befürchten müssen..angst verbreiten ( s.o.)

Und diese beiden unterschiedlichen Respektarten sind einfach nicht gleichzusetzen!

Ich sprach oben von Extremfällen - es mag auch "zwischenstufen" geben, Gelegenheitsschläger, welche, die nur unter Alkoholeinfluss zuschlagen..(wobei letzteres für mich nicht in die selbe Kategorie fällt, da da wohl eher die Bedürfnisse durchkommen, die sonst unterdrückt werden). Und immer ist, wenn es das Motiv "Respektverschaffung" hat, damit obiger denkprozess verbunden, meine ich.

Abgesehen davon gibt es natürlich auch Leute, die einfach aus Spaß schlagen, nicht um Aggressionen abzubauen oder sich zu profilieren - ich denke diese sind für mich noch am schlimmsten, da einfach aus Jux und Dollerei losgeprügelt wird - ein Problem haben sicherlich alle, das ist klar.
Ich wollte mit meine Posting auch lediglich die möglichen Motivationen und die unterscheidlichen Respektsvorstellungen herausheben, nicht die Schläger verteidigen.

Gruß, die Nachtelbin
LaChatte[QUOTE]es gibt (fast) immer mehr als 2 möglichkeiten.[/QUOTE]

Wie schon Nachtelbin gesagt hat - viele Menschen kennen nur diese Möglichkeiten, und sie sollen daher nicht verurteilt werden. Eine Schulung in emotionaler Intelligenz kann da Wunder wirken...

Und wie willst du "aggressives Verhalten" und "Gewalt" voneinander trennen? Ist ein leichter Rempler schon Gewalt, oder noch nicht? Oder die Andeutung einer Ohrfeige? Oder ist es Gewalt, einen persönlichen Gegenstand unerlaubterweise vom Tisch eines Arbeitskollegen nehmen, und zB seine auf einem Foto abgebildete Frau zu verspotten? Ich finde die Grenzziehung hier dermassen schwierig, dass ich lieber gar keine mache.
LaChatteManche Leute verstehen offenbar wirklich keine andere Sprache. Also: zuerst mal aggressiv sein, bis man sicher ist, dass der andere zuhört, und dann ganz friedlich das Problem zu lösen beginnen...

Aber echter Respekt kommt nicht aus Gewalt, sondern aus Autorität, Fachkompetenz, und liebevollem Verhalten.
Demionwas ist echter Respekt? was wäre dann unechter Respekt? oder was ist überhaupt vor jemanden Respekt haben?
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von anyone [/i]
[B]--------------------------------------------------------------------------------
Original geschrieben von LaChatte
......einfach mit einem solchen Menschen beschäftigen MUSS, wenn du mit ihm zusammen ein Problem lösen MUSST...
--------------------------------------------------------------------------------
das ist aber ein ganz anderes feld...
gerade hier denke ich, dass aggressives verhalten vielleicht manchmal sein "muss" - aber gewalt?[/B][/QUOTE]Da fällt mir eine Geschichte ein, die mir selbst während meinem Armeedienst passiert ist. Da war es eben so, daß man quasi zusammen "eingesperrt" war, daß ein "Aus dem Wege gehen" nicht so ohne weiteres möglich war. Und da gab es jemanden, dem es offenbar Wohlbehagen bereitete, mich zu reizen, zu schikanieren, anzurempeln usw. Ich war eben der Kleine. Eines Tages schienen die Rempeleien wieder mal kein Ende zu nehmen und es hatte sich schon allerhand Wut in mir angesammelt. Als ich nach mehr als zehnmaliger Androhung, daß ich mal zurückschlagen würde, immer noch nur weitere Rempeleien und breites Grinsen erntete, habe ich dann irgendwann das breite Grinsen mit einem Schlag beendet.
Offenbar hat dieser Mensch eben keine andere Sprache verstanden, denn ab diesem Moment war Ruhe und das Problem hatte sich gelöst.
kelkan@LaChatte

[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]

Und wie willst du "aggressives Verhalten" und "Gewalt" voneinander trennen? Ist ein leichter Rempler schon Gewalt, oder noch nicht? Oder die Andeutung einer Ohrfeige? Oder ist es Gewalt, einen persönlichen Gegenstand unerlaubterweise vom Tisch eines Arbeitskollegen nehmen, und zB seine auf einem Foto abgebildete Frau zu verspotten? Ich finde die Grenzziehung hier dermassen schwierig, dass ich lieber gar keine mache. [/B][/QUOTE]

Mit verlaub und in aller Ruhe, das ist kein Standpunkt. Ich würd mich freuen, wenn du den versuch einer definition wirklich wagen würdest. was ist gewalt, was ist aggression? vielleicht gibt es ja mal überlegungen, die angestellt werden können, unabhängig davon ob es konkrete beispiele gibt. zumal du gewalt und aggression wenn nicht zugeneigt, dann doch auch nicht ablehnend gegenüber stehst. Es wäre jedenfalls mutiger, als andere für die beantwortung deiner fragen in irgendeinerweise und nachträglich zu kritisieren. Verstehe mich nicht falsch, ich will dich gar nicht provozieren,
sondern eher ermuntern - zu was, s. o.
:)

Und was die Herkunft oder das Zustandekommen und die Bedeutung von Respekt anbelangt, schlag doch einfach mal nach. es gibt so schriftgüter, die beim definieren gute Dienste leisten - und ich mein das jetzt nicht wertend;)
LaChatteAlso, dann definiere ich mal:

Aggression ist Energie und Kraft, die man beliebig lenken und benutzen kann. Ein Sportler im Wettkampf kann sehr aggressiv sein, ohne gleichzeitig gewalttätig zu sein, als Beispiel

Gewalt ist die Absicht, mit der wir unsere Handlungen lenken. Wenn ich jemandem schaden will und diese Absicht in die Tat umsetzte - egal wie, egal mit welchem Effekt - ist es für mich Gewalt.
Mahsheed"Gewalt. (Zwang; violentia, coactio, vis) ist das Erleiden einer äußeren körperl. Einwirkung unter Widerstreben des Willens. Beeinträchtigt wird durch sie nicht die innere Entscheidung des Willens, sondern deren Ausführung (vgl. Freiheit): Was der Wille erstrebt, kann er nicht ausführen; was von anderen Fähigkeiten, denen sonst der Wille befiehlt, ausgeführt wird, daran hat der Wille keinen Anteil " (Aus einem Lexikon der christlichen Moral)

Gewalt kann unterschiedlich definiert werden. Gemein ist allen Definitionen, die ich bisher las, dass sie die physische als auch psychische Komponente einbeziehen. LaChatte spricht in diesem Sinne davon, dass es keine starren Grenzen zwischen Noch-Aggression und Schon-Gewalt (oder geschauspielerter Aggression/Gewalt) gibt.

Ob es sich um Gewalt handelt, hängt damit zusammen, ob der Ausübende sie so meint und davon ob der, gegen den sich eine Handlung richtet, diese so empfindet. Sie ist also schwer auszumachen, denn was als "Einwirkung unter Widerstreben des Willens" gemeint und empfunden wird, kann von außen schwer nachvollzogen werden.

Weiter im christlich-moralischem Sinne gedacht, ist jede Form der Gewalt negativ behaftet, und könnte nie zu "wirklichem" Respekt führen, wird durch sie schließlich "nicht die innere Entscheidung des Willens, sondern deren Ausführung" beeinträchtigt.

Die "Wirklichkeit" setzt sich nun aus mehreren Sichtweisen zusammen; die christlich-moralische ist nur eine von vielen; und findet erst Recht nicht immer Zuspruch, Verwendung und Beachtung. Im "wahren Leben" setzt sich beinahe NUR durch, wer Gewaltbereitschaft ganz deutlich demonstriert, wenn die Gesellschaftsform es so verlangt.

Das klingt zu hart?

Ich komme darauf, weil wie oben erwähnt, keine Abgrenzung von Gewalt und Aggression stattfinden kann, und weil die psychische Komponente einbezogen wurde. Die in unseren Breiten hauptsächlich zur Gewalt- und Aggressionsausübung befleißigt wird, da die physische Komponente durch die Rechtssprechung mit der Androhung von Gegengewalt eingedämmt wird.

Zu psychischer Gewalt gehören so viele Formen des (kommunikativen) Umgangs ... Denn Aggressivität versteckt sich hinter so vielem ... Wohl weil sie auch den meisten Menschen und Tieren eigen ist, notwendigerweise, evolutionsbedingt.

~~~

Gesponnen:

Statt das "Antiaging-Gen" zu beschwören, sollten sich die Forscher aufmachen dieses "Aggro-Gen" umzuformen ... Und heimlich ein Gewaltgegenmittel unter allen Menschen zu verteilen --- auch wieder eine Form der Gewalt? Betrug wäre es wohl eher, Betrug um den freien Willen, durch Gewalt Respekt zu erlangen.

Würde es dann noch Kriege geben?

Vielleicht, denn Gewaltausübung oder Gewaltandrohung muss nicht mit Angst- und Aggressionsgefühlen vollzogen werden. Sie kann ganz rational betrachtet werden.

Ich denke, Politiker haben keine Angst, keinen Respekt vor der angedrohten Gewalt und sie sind sich bewusst, dass die Politiker der Gegenseite ebensowenig Angst besitzen (Was die Bevölkerung denkt und fühlt, spielt für sie keine Rolle, außer jene, dass die Bevölkerung des Gegnerlandes ihre Regierung duch jene erzeugte Angst unter Druck setzen könnte.)

In der Außenpolitik wird Gewalt mit der Nüchternheit einer mathematischen Aufgabe unter Beachtung eigener und feindlicher Ressourcen betrachtet, die sich im Laufe der Zeit als Endlosrechnung entpuppt.

Eine "Gewalt-Gen"- Manipulation würde bei den Menschen nicht reichen ... Sie müssten auch noch ein "Mehr-Emotionalität-Gen" eingepflanzt bekommen ...

Also, wenn ich´s mir recht überlege ... wäre es - so lächerlich es auch klingen mag - doch vernünftiger gewesen, Menschen hätten erst mal versucht, ihre restanimalischen Triebe in den Griff zu bekommen, anstatt die Forschung nun verzweifelt darauf verschwenden zu müssen, einen Ausfluchtsplaneten wie den Mars zu finden, weil die Erde zum sondermüllhaltigem Schlachtfeld machtgeiler Egomaneneliten geworden ist.

Was hätten wir glücklich sein können, wenn schon seit Beginn der industriellen Revolution unser "Zufriedenheits-Gen" genmanipulativ betont worden wäre...
kelkan@LaChatte: du gibst dir aber mühe!

@Mahsheed:
ich habe hier noch eine nicht-christliche definition:

"Gewalt, (von ahd. waltan "herrschen"), die Anwendung von phys. u. psych. Zwang a) als Ausdruck von Aggressivität b) als legitimes oder als unrechtmäßiges Mittel zur Begründung, Aufrechterhaltung oder zur Überwindung bestimmter Macht- u. Herrschaftsverhältnisse"

@LaChatte:
Dein Sportler kann sich also nicht aggressiv verhalten, weil keine Gewalt folgt .

Weiter ist die Absicht die du Ansprichst, "lediglich" Aggressivität... denn Dir stehen ja keine "Zwangsinstrumente" zur Verfügung, also keine körperlichen, geistigen, psychischen, physischen oder sonstigen Mittel des Zwangs.

...also irgendwie bei Deiner Definition alles seltsam vertauscht....


:)
LaChatte@kelkan

deine Definition betraf doch die Gewalt? Und Gewalt ist eine Möglichkeit unter mehreren, Aggression zu leben. Auch ein Sportler zB in einem Laufwettbewerb, ohne Körperkontakt (naja, theoretisch) kann sich sagen "ich gewinne, ich bin der schnellste, ich mach sie alle fertig...", doch damit manipuliert er nicht den freien Willen der anderen Läufer. Eine Schülerin kann die aus Aggression resultierende Energie dafür nutzen, sich gut auf eine Prüfung vorzubereiten. Ein Hausmann kann sie nutzen, den besten Apfelkuchen der Stadt zu kreieren. Alles gewaltfrei, aber alles mit Aggression (von lat. aggredi, "auf etwas zugehen"). Ich hab mich da ganz persönlich von der Defintion verabschiedet, die Aggressivität automatisch mit Gewalt verbindet. Es ist einfach nicht das Gleiche.

Gewalt hat für mich doch immer mit der bewussten oder unbewussten Absicht zu tun, jemandem zu schaden. Und ich würde hier die Betonung auf die ABSICHT legen - die meisten Sünden werden schliesslich nur darum nicht begangen, weil die Leute sich nicht trauen, und nicht aus ethischen Überlegungen heraus;)
kelkan@Chatte:
ich stimme dir zu, dass Aggression nicht zwangsweise in Gewalt anderen gegenüber münden muss.
Und ich will jetzt auch gar nicht Aggression werten (wobei ich mir nicht vorstellen kann, daß der aggressive Apfelkuchen wirklich schmeckt , schmunzel!)

Aber umgekehrt hob meine Definition darauf ab, daß Gewalt nicht ohne Aggression funktioniert. Da der Sportler keine Gewalt anwendet (Sinn von Sport als Gewaltvermeidung), finde ich dein beispiel mit dem sportler problematisch.

Daß Aggression von lat. aggredi (auf etw. zugehen) kommt ist interessant.
Legt nämlich die Frage nach dem wie nahe.
Zweitens habe ich unter Aggression die Bedeutung "Feindseligkeit" gefunden; ich kann einem Apfelkuchen gegenüber keine Feindseligkeit entdecken oder empfinden. :D

Wenn Du nochmal meine Definition ansiehst, stellst Du fest, daß tatsächlich zwischen Aggression und Gewalt unterschieden wird.
Ausgehend davon "springt" die Absicht zu kurz, weil eine mögliche Ursache-Wirkungsbeziehung vorliegt mit der Aggression (führt zur Absicht) als Ursache und der Gewalt als Wirkung. Somit kann logischerweise die Absicht noch nicht Gewalt sein.

Wie steht es denn nun mit dem Respekt?
:)
entropie[QUOTE]wenn ich das richtig verstanden habe, dann mochtest du wissen, ob Gewalt Respekt einbringt!?[/QUOTE]

@Zeet 'schuldigung, hab ich überlesen oder vergessen zu antworten *sich hundertausendmal entschuldigt*

ob man sich mit Gewalt Respekt für seine Ansichten verschaffen kann und eben nich nur Respekt in dem Sinne, dass der Andere klein bei gibt sondern, dass er überzeugt ist von dem, was ihm quasie mit Gewalt zu vermittel versuch wurde...
cloudtheoretische begegnet realer Gewalt
LordBelialGewalt verschafft eindeutig respekt... manchen Menschen reicht es schon zu denken, das derjenige Gewalttätig ist, um einen Mordsrespekt vor demjenigen zu haben... kenn ich. In unserem Kaff hier denkt jeder ich wäre wer weiss was für einer, Knast hier,Knast da... usw.

Es ist aber einfach schwer irgendjemanden kennenzulernen (z.B. ne Frau/Freundin) und der dann klarzumachen, das man nicht im Knast wegen Mord gesessen hat und und und...

Aber, Gewalt verschafft eindeutig Respekt, wenn auch manchmal zu viel... :(

In diesem Sinne...
ProserpineVerwechselst du Respekt mit Angst? Wenn ich einen Menschen respektiere, dann achte ich ihn. In meiner Familie (besonders väterlicherseits) war Gewalt (egal ob psychischer oder physischer Natur) "Erziehungsmittel" und das letzte was ich habe ist Respekt vor meinem Vater. Früher hatte ich Angst, höllische Angst, aber seit einiger Zeit erntet er die Früchte seiner Saat, er ist Luft für mich.
-> Gewalt erzeugt Gegengewalt oder Angst, aber keinen Respekt.
SeteshGewalt ist die Macht der Ohnmächtigen.
pulSar[color=99FFcc]
ich schliesse mich an. ECHTEN respekt niemals!

jedoch

[b]ich befürchte und wage erkannt zu haben[/b]

dass wir in einer welt von schier allgegenwärtiger unterbutterung und auch unterdrückung leben (oft auf subtiler nicht gleich auf massiv präsenter ebene!)

wir halten und für zivilisiert und doch ist unsere gesellschaft eine, die oft dem djungel sehr nahe kommt. will meinen .. immer näher!

[b]ALLE GEGEN ALLE.... und der stärkere gewinnt![/b]
der mit dem härteren schlag (auf der strase)...
der mit dem besseren anwalt (hinterm schreibtisch).
mit dem dickeren konto (beides dazu noch nicht selten auf "der balz")
den besseren bombern (golbal)


[b]KÖRPERLICHE gewalt ist wohl die offentsichtlichste und dumpfeste zugleich.[/b]
und leider..
unter affen schafft sie tatsächlich respekt!
affen kennen keinen anderen respekt! und affen hinterfragen nicht.
sie sind in ihrer affenwelt groß geworden und man kann ihnen ihre entwicklung nicht mal übel nehmen....
(das vokabular soll zum denken anregen)

gewalt kann aber auch ne anzeige wegen körperverletzung verschaffen statt respekt... dann wird die dumpfe gewalt durch die nächst höhrere übertrumpft.


die angst um den arbeitsplatz ist irgendwann gewalt. wenn sie ermöglicht, dass humakapital jede order von oben ausführt...
die angst vor gericht ist irgendwann gewalt, wenn david gegen goliath aussagt...
fressen und gefressen werden.
gehorchen oder aussortiert werden.
welches system wenn nicht gewalt liegt dem zugrunde?


auch gefühle -- oft auch unter dem schön deckmäntelchen der "liebe" pervertiert -- mutieren mitunter zu gewalt...
subtil... und doch bis zu körperlichen symtomen...
klar.. die mensch-maschine hat ja oft nie was anderes gelernt...


[b]gewalt nährt gegengewalt ... der kampf um das sagen... uralt...
gewalt nährt fucht!
der oder die unterlegene wird gehorsam..

manche verwechseln das mit respekt![/b]

respekt.. echter respekt.. ist sher sehr sehr selten (geworden)


gewalt ist extrem manigfaltig und allgegenwärtig..
leider...

als abschluss:
EXEKUTIVE, Legislative, Judikative...
RESPEKTIEREN wir diesen staat?
oder fürchten wir seine gewalt?

und....
macht das im endeffekt einen unterschied?
[/color]
Kampfsau[QUOTE]Statt das "Antiaging-Gen" zu beschwören, sollten sich die Forscher aufmachen dieses "Aggro-Gen" umzuformen ... Und heimlich ein Gewaltgegenmittel unter allen Menschen zu verteilen --- auch wieder eine Form der Gewalt? Betrug wäre es wohl eher, Betrug um den freien Willen, durch Gewalt Respekt zu erlangen.

Würde es dann noch Kriege geben?[/QUOTE]

wahrscheinlich würde es keine Kriege geben,aber es würde auch keine Menschen geben.Ich denke Gewalt ist mit den ureigenen Instinkten des Egoismuses und des Überlebens verbunden.
Wenn man darüber nachdenkt kann man sich selber oft nur durch die Benachteiligung anderer in einen Vorteil bringen,der auch das eigene Überleben sichern können.Z.B. in Dürren.Als im 30jährigen Krieg die Nahrungsmittel knapp wurden,wurde um alles bekämpft.Es wurden Zweckgemeinschaften gebildet und am Ende hat der überlebt der am skrupelosesten und egoistischsten war.Es wurden schon Gruppen gebildet aber diese agierten gegen andere Gruppen.

[QUOTE]und leider.. unter affen schafft sie tatsächlich respekt! affen kennen keinen anderen respekt! und affen hinterfragen nicht. sie sind in ihrer affenwelt groß geworden und man kann ihnen ihre entwicklung nicht mal übel nehmen.... (das vokabular soll zum denken anregen)

gewalt kann aber auch ne anzeige wegen körperverletzung verschaffen statt respekt... dann wird die dumpfe gewalt durch die nächst höhrere übertrumpft.[/QUOTE]

Ich weiß das Gewalt dumm ist.Aber vor Dummheit ist man nunmal nicht geschützt und sie betrifft einen auch.

Ein körperlich schwacher Mensch kann noch soviel reden.Im Moment der Gewalt hat nur der Stärkere die Macht.Da denkt man nicht an Anwälte,an Strafanzeigen.Da denkt man an sein Leben
und seine körperliche Unversehrtheit und an nichts anderes.

Ein Schlag kann dem Schläger teuer zu stehen kommen.Aber was passiert wenn er dir den Unterkiefer zertrümmert und du nicht richtig essen oder reden kannst.Wenn er dir die Kniescheibe kaputttritt ,so das du nicht mehr richtig laufen kannst und dich übel zusammenschlägt.Wenn er dich unglücklich trifft und du im Rollstuhl landest.Der Angreifer kommt dann ein paar Jahre in einen Knast,ist eventuell sowieso arbeitslos und zahlt nichts an dich.Dann bist du bis ans Ende deines Lebens gezeichnet und der Täter kommt relativ leicht davon.Davon gibt es schon etliche Fälle.
Besonders schlimm ist das mit Minderjährigen.

Also jeder sollte in der Lage sein physische Gewalt anzuwenden und bereit sein,diese auch zu nutzen.Es ist einfach reiner Selbstschutz und zerstört die kurzfristige auf Gewalt aufgebaute Macht des Angreifers über dich.

Ausserdem ist körperliche Gewalt irgendwie so direkt und ehrlich.
Ich krieg lieber eins in die Fresse als die seelischen Grausamkeiten irgendwelcher Sadisten zu ertragen.Wenn man es genau sieht.
Die einfache Form der Gewalt hat uns fast über unsere gesammte Evolution begleitet.Warum soll sich nur anhand einer kurzfristigen Gesellschaftsform wie der unsrigen,einfach so aus unserem Leben ausklinken?

Es wäre einfach dumm zu behaupten wir werden nie wieder mit ihr konfrontiert.Wie sehr man auch an den Verstand einzelner Leute appelliert.Obwohl ich bei manchen Leuten die Motivation verstehe,die sonst keine Macht in irgendeiner Form hätten.

Ideale ohne Kraft sind ein nichts.Und Kraft ohne Ideale sind ein Chaos.Man muss sich selber Kraft erhalten um mit ihr gegen andere Mächte zu bestehen um seine Ideale zu verteidigen.Warum kann die U.S.A. sich alles erlauben,obwohl alle wissen das was sie tun falsch ist?Weil sie die Macht haben.Es ist traurig aber eben die Realität.Mein Freund ist auch ein Pazifist und ein richtig guter Kerl.Nur ist er auch ziemlich weich.
Andere erkannten das und prügelten auf ihn ein.Aber manchmal konnte ich ihm helfen.Mit Gewalt.Mit manchen Leuten kann man einfach nur so komunizieren

Ich würde niemals jemanden angreifen und doch würde ich jeden Schlagen der sich an mir oder meinen Freunden vergreift.
LordBelialGut, meinetwegen auch Angst! In gewissen Aspekten ist das ja auch dasselbe... :rolleyes:

Aber auch Menschen die Angst haben, begegnen einem mit Freundlichkeit (wenn auch nur aus dem Grund, das sie Angst haben ich könnte sie töten, wenn sie mich ignorieren...:confused: )
ChaoskopfSowie TurningPoints beispiel. Wenn die Schlange zuschnappt langen die wenigsten ein zweites mal hin
Lady ArmitageAlso, ich denke, wer körperliche Gewalt anwenden muss, der ist schon ein wirklich armes Würstchen, es geht ja auch psychisch *wahnsinnig lach*
Ne, also, ich bin gegen Gewalt. Schon allein wegen meinem netten kleinen Fanclub, der mich ganz gerne mal durch die STadt jegt... *drop* DIe sind viel stärker als ich *heul* Aber ich hab ihnen gesagt ich zeig sie an und jetzt lassen sie mich in ruhe, toll, oder?
Aber dummerweise funktioniert das nicht immer... gewalttätige Menschen erzeugen nur angst, aber keinen respekt, jedenfalls nicht bei mir. Das mit der Angst ist aber verdammt schlimm, es kann ja auch passieren, das einer ständig unter der Gewalt anderer leidet und das macht auf Dauer einfach psychisch labil.

Was aber, meiner Meinung nach, noch schlimmer ist, ist, wenn sich der Vater in einer Familie durch Gewalt Respekt verschaffen will. Und leider gibt es viele Familien wo Prügel an der Tagesordnung steht... Und Angst davor nach Hause zu kommen, das kanns ja auch nicht sein.
LordBelialIch bin auch nicht gewalttätig aber die Leute denken das von mir... ich kanns nicht ändern... LEIDER
R@PHHallo,

Naja damit hast du schon recht, aber leider ist es teilweise doch so. Zum Beispiel bei uns im Dorf... Naja, da bin ich froh das ich fast keinen Respekt hab, habe aber auch nicht viel mit den Leuten zu tun!

mfg. Raph

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