| TwilightSun | Ich hatte innerlich eigentlich schon wieder mit dem Thema abgeschlossen und es als leeres Gerede beiseite gelegt, aber da mein Geschichtslehrer heute wieder damit anfing, habe ich es für mich noch einmal aufgerollt und würde gerne ein paar Meinungen dazu hören. Es geht darum, dass unsere Schulleitung in Erwägung zieht, unsere Abizeitung zu zensieren. Als Grund dafür geben sie uns an, dass es nicht tragbar sei, wenn Lehrer von Schülern als "verwirrt", "etwas vertrottelt" u.ä. bezeichnet würden, ebenso seien Kommentare bezüglich einer "langweiligen Unterrichtsgestaltung" nicht zu akzeptieren. Das verkündete uns unser Geschichtslehrer schon im Dezember in Form einer Liste, auf der alle unerwünschte Begriffe standen. Dadurch wurden sie natürlich völlig aus ihrem Kontext gerissen, so dass es nicht mehr möglich war, ihren eigentlichen Sinn nachzuvollziehen. Daraufhin entbrannte eine heftige Diskussion, an der ich mich schon damals intensiv beteiligt habe. Ich versuchte, meinem Lehrer zu erklären, dass es nicht in unserem Interesse ist, irgendwelchen Lehrern unter die Gürtellinie zu treten, sie persönlich zu beleidigen oder anzugreifen. Vielmehr geht es uns und mir darum, dass wir es als unser Recht ansehen, in unserer Abizeitung, die für uns ein Resumee der letzten neun Jahre auf dieser Schule darstellt, ebenso negative Aspekte ansprechen zu dürfen wie die positiven. Wie gesagt geht es mir dabei um Kritik am Unterricht und um gewisse Eigenarten meiner Lehrer [U]während[/U] dem Unterricht, nicht um meine Lehrer als Menschen, da ich mir nicht anmaßen möchte, darüber zu urteilen. Unser Lehrer hält uns jetzt vor, wir würden die Abizeitung nur als Mittel nutzen, um mit unseren Lehrern abrechnen zu können und sie nach Lust und Laune zu beleidigen, ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen. Er unterstellte uns, wir seien nicht in der Lage, mit unseren Lehrern über eine etwaige ungerechte Behandlung zu sprechen während wir noch im Unterricht mit ihnen konfrontiert würden. Dies zog er als Grund heran, um uns mangelnde Zivilcourage zu unterstellen. (In diesem Zusammenhang stellte er einen in meinen Augen ziemlich üblen Vergleich an, den ich hier aber fürs erste unerwähnt lassen möchte, da er mit der Sache an sich nichts zu tun hat) Heute morgen flammte diese Diskussion wieder auf, indem besagter Lehrer uns etwas über das Strafmaß für Beleidigungen erzählte. Ich erwiderte darauf nur, dass ich mich nicht zensieren lassen würde. Dies kommentierte er mit einem "wenn es dir das wert ist, dafür ein Jahr im Gefängnis zu sitzen", was ich dann doch als etwas albern und unverhältnismäßig empfand. Ich versuchte, ihm noch einmal zu erklären, dass es nicht unsere Absicht sei, irgendjemanden zu beleidigen oder persönlich anzugreifen, ich es mir aber nicht verbieten lassen würde, auch negative Aspekte meiner Schulzeit anzusprechen, weil diese für mich ebenso dazugehören wie die positiven. Letztendlich wird es wohl darauf hinauslaufen, dass ich noch einmal zu einem Gespräch mit besagtem Lehrer und einem weiteren (der die Sache ähnlich wie ich sehen dürfte) gebeten werde, um es zu klären. Ich weiß, dass es Schulen gibt, an denen es durchaus üblich ist, eine Zensur an der Abizeitung vorzunehmen und rigoros alles Negative zu streichen. Inwieweit haben Schulen dafür eine rechtliche Grundlage? Ist es wirklich legitim, zu der Meinung der Schulleitung konträr stehende Ansichten zu verbieten? Habt ihr irgendwelche Erfahrungen gemacht mit so etwas und wie seid ihr damit umgegangen? Wäre schön, ein paar Meinungen dazu zu hören, da ich mich etwas konfus fühle, was dieses Thema betrifft. Twi |
| Darket | *lol* Du kennst meine Meinung zu dem Thema, aber nochmal generell: Die Schule als solche hat keinerlei Handhabe, solltet ihr das Ding ausdrücklich außerhalb der Schule verbreiten. Sehr wohl eine Möglichkeit haben die jeweiligen Lehrer. "vertrottelt" stellt eine Beleidigung dar und kann meines wissens sowohl straf- wie zivilrechtlich geahndet werden, da die Beleidigung durch die Verbreitung von Schriften geschieht, und da ist Dein Geschichtslehrer falsch informiert, kann diese mit bis zu [B]zwei[/B] Jahren Freiheitsentzug geahndet werden. Allerdings ist das natürlich pure Theorie und ich zweifle sehr stark daran, dass es Richter gib, die bei einer solchen Klage nicht anfangen zu lachen, aber man soll ja niemals nie sagen. Gegen die "langweilige Unterrichtsgestaltung" lässt sich absolut nichts sagen. Es stellt eine Meinungsäußerungdar, die die betreffende PErson in keiner Weise diffamiert, sie ist offensichtlich subjektiv. Mit Abizeitungen verhält es sich generell wie mit allen Schülerzeitungen, der Verkauf INNERHALB der Schule darf unter gewissen Bedingungen verboten werden. Außerhalb der Schule darf meines Wissens nach (war mal an der Gründung einer Schülerzeitung beteiligt) alles vertrieben werden, was nicht gegen geltendes Recht verstößt. Also am besten gut informieren was zulässig ist und das dann bis hart an die Grenze ausnutzen. Ich empfehle eine Umfrage unter den Lehrern, wer für und wer gegen eine Zensur ist und diese danach mit Namensnennung zu veröffentlichen (müsst natürlich vorher sagen, dass das zur VEröffentlichung gedacht ist), sowas allein ist schon ein ganz legaler Schlag ins Gesicht. P.S. Laut Caras Richtlinien gelten wir hier jetzt wieder als verheiratet :D |
| Gr. Gaulichter | ich habe eine idee: da satire und karikaturen kunst sind, sofern sie keine schmähkritik enthalten, macht doch einfach sowas. gg.grüße |
| Haevion | [QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i] [B]Die Schule als solche hat keinerlei Handhabe, solltet ihr das Ding ausdrücklich außerhalb der Schule verbreiten.[/B][/QUOTE] Das sage bitte mal unserer Schule, die gegen diverse Schüler in den vergangenen Jahren geklagt - und natürlich gewonnen hat. :) |
| Darket | Es kommt immer drauf an was da verbreitet wurde. Sollte gegen geltendes Recht verstoßen worden sein, ist das natürlich so oder so zu ahnden. [QUOTE]ich habe eine idee: da satire und karikaturen kunst sind, sofern sie keine schmähkritik enthalten, macht doch einfach sowas.[/QUOTE] Jep, oder man macht bedeutungsschwangere Andeutungen. Statt: "Unterricht bei Lehrer X war sterbenslangweilig" lieber "Der Unterricht bei Lehrer X war offenbar von Ludwig Uhland inspiriert" Ok, aber welcher Abiturjahrgang versteht das... :rolleyes: |
| TwilightSun | [QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i] [B] Statt: "Unterricht bei Lehrer X war sterbenslangweilig" lieber "Der Unterricht bei Lehrer X war offenbar von Ludwig Uhland inspiriert" Ok, aber welcher Abiturjahrgang versteht das... :rolleyes: [/B][/QUOTE] Das ist ja das Problem. (mal ganz davon abgesehen das ich auch nicht weiß, wer Ludwig Uhland ist ;) ) Natürlich kann man das Ganze so gestalten, dass es auf den ersten Blick nicht als Kritik wirkt, aber 90% unseres Jahrgangs würde sie eben auch auf den zweiten, dritten und vierten Blick nicht kapieren. Und nur für mich und ein paar wenige Mitschüler zu schreiben empfinde ich auch als relativ sinnlos, da es den Zweck einer Abizeitung verfehlt. Mir wurde ja schon bei meinen Kursberichten gesagt, ich solle das doch sprachlich etwas umgestalten, damit es nicht so extrem aus den restlichen heraussticht. :rolleyes: Ich habe ja noch die Hoffnung, einen Mittelweg finden zu können mit unserem Lehrer. Auch wenn er momentan nicht unbedingt so wirkt, als sei er kompromissbereit... [QUOTE]P.S. Laut Caras Richtlinien gelten wir hier jetzt wieder als verheiratet [/QUOTE] Das war mein erster Gedanke, als ich gesehen habe, dass du etwas geschrieben hast :D |
| Klinischtot | Hallo ich war auch einige Jahre in der Schülerzeitung und als damalige Chefredaktuerin hatte ich auch so meine Probleme damit das Lehrer sowas nicht ab konnten. Wir ahebn einfach weiter gemacht und keine Namen genannt wir haben für die bestimmten Lehrer eine Art Comic Figur mit dem Karaktar und halt der Art des einzelnen Lehrer entwickelt so das es teilweise als sehr lustig genommen wurde und die Lehrer hinterher auch nix mehr dagegen hatten. |
| Mondgeist | Nun, bei uns gab es Zitate, dagegen konnte auch kein Lehrer was sagen. Ich meine grad bei langweilig: Lehrer x sagte "bla bla bla" Schueler z und y schliefen bereits, am hinteren Tisch wurde Skat gespielt,... Solche Szenen kennt jeder und vor allem, jeder der mal den Unterricht bei dem Lehrer mitgemacht hat, der weisz worum es geht und wird lachen und alle anderen werdens sicher auch kapieren. Ihr muesst dann nur aus jedem Unterrichtsbereich jemanden holen, der mal gewisse Szenen protokolliert. |
| Pallor | Tja ich wollte in meinem Kursbericht über den Geschichts LK mit folgendem Satz, über die Alkoholsucht meiner Lehrerin informieren: Frau H.(übrigens die Schwester der Berühmten Talkmasterin und Buchautorin aus dem ZdF) hat größere Metha(nohl) Physische Probleme im Untericht .... Tja wurde leider gestrichten, und zwar nicht von den Lehrern sondern von der Zeitungs Redaktion, sie meineten das man das nicht so sagen kann. Obwohl es der Wahrheit entsprach(die Lehrerin lag betrunken bei der Stufenfahrt unter dem Tisch...). Ich wäre auch bereit gewesen vor Gericht zu erscheinen, aber oft haben Mitschüler zugrosse Angst. Pendark |
| Mondgeist | Da ist doch glatt mal die Frage angebracht, wer solchen Lehrern erlaubt zu unterrichten? Alkohol- oder Drogenkonsum der den Schuelern sichtbar ist, sollte zu Entlassungen fuehren, sowas darf unmoeglich Vorbild fuer die Schueler sein. Wir hatten auch so einen Fall, wobei ich fuer den Mann noch Verstaendnis hatte. Er hatte seine Frau durch einen Unfall verloren und wurde daraufhin zu einem Alkoholiker. Naja.. |
| Darket | [QUOTE]mal ganz davon abgesehen das ich auch nicht weiß, wer Ludwig Uhland ist [/QUOTE] [I]Wenn alles schläft und einer spricht, So nennt man dieses Unterricht [/I] -Ludwig Uhland ;) |
| Pallor | Mondgeist, ich würde so vielen Lehren und Erziehern die Lizens abnehmen. Leider wird es zu häufig gemacht, und sehr oft werden solche Missstände angeprangter z.b. iun den AbiZeitungen aber das wird zensiert oder belächelt... Pendark |
| Darket | [QUOTE]Mondgeist, ich würde so vielen Lehren und Erziehern die Lizens abnehmen.[/QUOTE] Lizenz schreibt man mit Z ;) Nein, Spaß bei Seite, wir reden hier gerade immernoch über Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst, oder habe ich mich verguckt? Nein? Gut, und hier wird über die Abnahme von Lizenzen gesprochen? *Beamtengesetz durchblätter* Hmmmm seltsam. Würdest Du dass bitte ein wenig ausformulieren? Meinst Du Pädagogen sollten aus öffentlichen Anstellungsverhältnissen leichter entfernt werden können, so sie sich denn größere Fehltritte zu Schulden kommen lassen? Wenn ja sind wir da durchaus einer Meinung, wenn nein überdenke doch bitte was Du da schreibst und ob ein Lizensierungsverfahren wie bei Juristen oder Ärzten tatsächlich die Intention Deiner Aussage ist, wenn ja: :D :rolleyes: :D |
| Pallor | "Die Lizens entzeiehn" ist ein gengier Ausdruck dafür jemanden ein Berufsverbot auszusprechen. Wörtlich wie du schon sagtest in diesem Fall nicht zunehmen, aber sicherlich verständlich mit etwas gutem Willen ;). Und mir geht es nicht darum auf Lehrer einzuschlagen und sie alle zu entlassen, sondern sowohl eine gute Ausbildung wie auch ein gutes Arbeiten für Lehrer zu ermöglichen. Das sieht in meinen AUgen grosse Hilfestellungen und verbesserungen des Systems vor. Wichtig ist aber auch immer eine einführung Demokratische Struckturen an Schulen. Und genau an dieser Stelle ist dies auch für diese Disskusion relevant, denn wir erleben hier wie ein Hierachisch Diktatorisches System sich gegen freien Medien ausspricht. Dies geschieht damit sich die Unterdrücker "Lehrer/Schulleiter" selbst schützen, und möglichst den Weg des geringsten Wiederstands gehen indem sie Probleme verschweigen. Bei meinem Beispiel wäre ich aber sofort dafür die Lehrein aus dem Unterricht zu entfernen denn sowohl der Unterricht als auch die Anzahl der Stunden(1/3 fanden nicht statt) haben sehr unter ihrem Alkohol Problem gelitten. Gruss, Pendark |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Gr. Gaulichter [/i] [B]ich habe eine idee: da satire und karikaturen kunst sind, sofern sie keine schmähkritik enthalten, macht doch einfach sowas. [/B][/QUOTE]Eben. Wenn in der Abi-Zeitung Begriffe wie "langweilig" usw. auftauchen, dann scheint mir diese Zeitung auch recht langweilig zu sein. :D |
| Mondgeist | Demokratie an Schulen *g* Naja, ich bin nicht sicher ob das ein machbares oder sinnvolles Konzept ist. Schueler haben selten einen objektiven Blick und viele wuerde auch am Liebsten die Lehrer rauswerfen, die einen anspruchsvollen Unterricht machen und von Schuelern etwas mehr verlangen. Die beliebtesten Lehrer sind auch haeufig diejenigen, die die besten Noten geben. Das ist in meinen Augen kein Kriterium und wuerde die Bildung verschlechtern. Was allerdings sinnvoll ist, sind vielleicht Konzepte, wie man sie aus Walldorfschulen (hab ich das richtig geschrieben?) kennt. Etwas dezentraler und weniger auf Notengebung und stupides Auswendiglernen fixiert geben sie den Schuelern ein Gemeinschaftsgefuehl und vor allem praktischen Bezug zu ihrem Unterrichtsstoff. Sicherlich sind einige Konzepte auch dort fehl am Platze, aber nichtsdestoweniger haben gerade Wolldorfschueler eine deutlich bessere Ethik vorzuweisen, als vergleichbare Schueler aus allgemeinen Schulen, auch die Art, wie sie mit dem erlernten umgehen ist haeufig besser. Durch die Wegnahme des Druckes sind sie auf der anderen Seite nur schlecht auf die berufliche Realitaet vorbereitet. Ein Mittelweg aus beidem koennte aber unserSchulsystem verbessern. |
| Pallor | Ein Demokratisches Land braucht Demokratische Bürger, und wie willst du diese erhalten wenn sowohl die Familien wie auch die Ausbildung Hierchisch Diktatorisch betrieben werden? Und sag mir einen Menschen der nicht Subjektiv wählt? Also steht dieses recht doch auch den Schülern zu oder? Und die Waldorf Schule halte ich nicht als sagen wir mal, ideale oder bessere Schulform, denn ich kenne sehr viele Besucher die gerade keine bessere Ethik haben. Auch halte ich die Antisemitischen ausprägungen dort für stark bedenklich, ABER als Ansatz kann man sicherlich darüber nachdenken. Aber wenn auch in einer Waldorf Schule nicht die Schüler mehr eingebunden werden und wirckliche Macht bekommen , können sie niemals wircklich Demokratisch werden. Pendark |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mondgeist [/i] [B]Solche Szenen kennt jeder und vor allem, ...[/B][/QUOTE] Ich nicht. Ist das mal wieder so ein Thread, wo sich Kinder von der Verantwortung irgendetwas tun zu müssen freisprechen wollen? [quote]Er unterstellte uns, wir seien nicht in der Lage, mit unseren Lehrern über eine etwaige ungerechte Behandlung zu sprechen während wir noch im Unterricht mit ihnen konfrontiert würden. Dies zog er als Grund heran, um uns mangelnde Zivilcourage zu unterstellen.[/quote] Was, soweit es sich mir darstellt, auch nicht völlig aus der Luft gegriffen scheint. Aber es sind bestimmt, wie immer, die dummen, blöden Lehrer Schuld ... an was auch immer ... |
| Mondgeist | Oh bitte, sasz in deiner ganzen Schulzeit jeder brav und fein und hoerte voellig interessiert dem Lehrer zu? Niemand redete mit dem anderen? Niemand hat gegaehnt? Keiner war gelangweilt? Brave Musterschueler ueberall? >Ist das mal wieder so ein Thread, wo sich Kinder von der Verantwortung irgendetwas tun zu müssen freisprechen wollen? Oh bitte! Schon zu meiner Schulzeit war der Unterricht nicht gerade Zeitgemaesz, im Gegenteil, es war grauenvoll, wie wenig Lehrer doch daran interessiert waren den Schuelern den Unterricht interessant zu gestalten. Irgendwelche monoton schwafelnde Gestalten, die nur mit sehr viel Koffein ueberhaupt wach zu ueberstehen waren verkauften einem im Lehrstil vergangener Jahrhunderte den ohnehin schon vom Auswendiggelernten gepraegten Stoff. Sicherlich war immer die grosze Beteiligung am Unterricht gefragt, aber wenn man mal eine Meinung vertrat, die dem Lehrer nicht passte gabs auch was auf den Deckel. Was meint ihr wie unbeliebt ich am Ende bei der Lehrerschaft war, weil ich meine Meinung dazu aeuszerte? Verantwortung haben Schueler nicht, ihnen wird gesagt, was sie zu tun haben. Natuerlich ist auch das wieder kein allgemeingueltige Aussage und die Lehrer, die guten Unterricht machen und diejenigen die schlehcten gestalten halten sich die Wage. Nichtsdestotrotz haben Lehrer sich die Kritik der Schueler gefallen zu lassen und vor allem sollten sie es sich in gewissen Punkten zu Herzen nehmen! Dasselbe gilt fuer Professoren, die zum Teil noch langweiliger sind. Was die Demokratie in Schulen angeht, so spreche ich Schuelern bis zu einem gewissen Alter die Faehigkeit ab so zu entscheiden, wie es fuer ihre berufliche Zukunft am sinnvollsten ist. Ich halte auch nichts davon 16 jaehrigen das Wahlrecht zu ermoeglichen. Die Frage ob ein 16 jaehriger nicht eventuell besser entscheiden mag, als ein Erwachsener, wenn er sich informiert hat eruebrigt sich natuerlich. Auszerdem lernt niemand Demokratie, auch durch die direkte Anwendung nicht, denn Demokratie wuerde erfordern, dass man sich mit jedem Thema, ueber das man abstimmt, sehr gruendlich befasst. Wenn man das nicht tut, stimmt man einfach fuer die Meinung von Representanten. Diese Tendez fuehrt dann zu sowas, was wir haben, eine repraesentative "Demokratie", also ein System, wo ein paar hansel irgendwas reden, was keinen interessiert, und wo alle nein oder ja und Amen sagen. Auch ein demokratischer Ansatz in der Schule wird daran nichts aendern, in meinen Augen wird das nur die Schulbildung verschlechtern. Und im Uebrigen... Die Antiautoritaere Erziehung hat zu den heutigen Missstaenden gefuehrt! |
| Darket | [QUOTE]Ein Demokratisches Land braucht Demokratische Bürger, und wie willst du diese erhalten wenn sowohl die Familien wie auch die Ausbildung Hierchisch Diktatorisch betrieben werden?[/QUOTE] Ich stimme Pallor dahingehden zu, ich habe die letzten beiden Jahre meiner Schulzeit in der Schülervertretung gesessen und ich weiß was da so passiert. U.a. war ich im Bezirksschülerausschuss, *lol* dat war lustig. Jeden Monat Tagung im Bezirksrathaus, in nem richtig wichtig aussehenden Sitzungssaal, mit Vorsitzenden, Protokollanten und Abstimmungen über Themen, die wirklich mal wichtig waren. Naja, ich bin so lange hingegangen und hab eifrig mitgestimmt und mich beteiligt bis ich festgestellt habe worüber wir da eigentlich abstimmen. Über Vorschläge, ja ob wir dem Senat dieses und jenes vorschlagen wollen. Irgendwie war mir das zu dämlich, weil die Abstimmungsprotokolle auf dem Schreibtisch von irgendeinem bedeutungslosen Beamten vergammelt sind. Die Mitbestimmung an Schulen und auch auf höheren Ebenen ist blanker Hohn. Das hat nichtmal etwas damit zu tun, dass man unbedingt jemandem eins reinwürgen möchte, bei mir war das in keiner Weise erforderlich, ich hatte prima Lehrer und eine Schulleitung, die mich und meine Position immer respektiert hat, aber das dann Mitbestimmung zu nennen ist zynisch. Tiberon, keiner behauptet die Lehrer seien an allem Schuld, aber es wird doch noch erlaubt sein einiges, was so passiert in Frage zu stellen. |
| Tiberon | Doch, denn lese ich hier (es gibt ja noch andere Threads, die in diese Richtung gehen), ist es genau das. Der Lehrer hier, der Lehrer da ... uswusf Ich kann im Nachhinein sagen, daß, auch wenn die Lehrer wirklich allerletzte Wahl sind, der Schüler immernoch selbst entscheiden kann, ob er was lernt oder nicht. Meine Russischlehrerin ist an pädagogischer Inkompetenz kaum zu unterbieten gewesen - hätte ich mich aber beteiligt, wäre nun nicht ihr Unterricht besser, wahrscheinlich wäre ich aber über meine 3 hinausgekommen. Was gefehlt hat und was imo auch hier fehlt ist fast immer einfach nur Disziplin! Aber heulen wir lieber etwas rum und nennen den Lehrer langweilig, als den eigenen Arsch in Bewegung zu setzen. |
| Pallor | Die Antiauthopritäre Erziehung hat zu keinen mir bekannten Missständen geführt, maximal meinst du die Abwesenheit von Erziehung. Die Schichten die "Missratende" Kinder in grosser Stückzahl produzieren, haben nichts von Antiauthoritärer Erziehung jemals gehört. Und natürlich kann man Demokratie erlernen, und Demokratie heisst auch nicht das man sich über alles informieren muss. Demokratie heisst das man seine Macht erkennt durch Wahlen etwas zu bewegen. Mehr nicht und weniger auch nicht. Wenn für Kinder schon früh spührbar wird das sie Verantwortung haben durch ihre Wahlen, und diese auch etwas bewegen können(dafür sind gerade so kleine Komplexe wie Elternhaus oder Schule geeignet), ist die Sinnhaftigkeit von Demokratie bewiesen. Falls nun aber weiter Diktatorisch Erzogen wird, werden weiterhin Kinder für Unmündig gehalten und unser System wird mehr und mehr Undemokratisch. Daher muss dieser teufelskreis aufgebrochen werden und Kinder richtig verantwortunsgbewusst erzogen werden. Denn Demokratie basiert darauf das ALLE Teile mitbestimmen dürfen, jede einschränkung aus welchen Gründen auch immer ist Undemokratisch und Menschenverachtend. Pendark |
| Darket | [QUOTE]Doch, denn lese ich hier (es gibt ja noch andere Threads, die in diese Richtung gehen), ist es genau das. Der Lehrer hier, der Lehrer da ... uswusf[/QUOTE] Liegt eventuell daran, dass es hier doch mehr Schüler als Lehrer gibt. Ich gedenke und hoffe ab diesem Jahr auf Lehramt zu studieren und ich persönlich habe in den letzten drei Jahren in der Schule begriffen, dass der Mensch da vorne nicht mein Feind sein muss. Ich hatte allerdings auch das Glück mich allen blendend zu verstehen (meist besser als mit meinen Mitschülern :rolleyes: ), aber ich hätte keinen Moment gezögert zu kämpfen, wenn ich mich ungerecht behandelt gefühlt hätte. Ich habe Lehrer erlebt, die ganz offensichtlich aus purem Sadismus bei ihrem Job geblieben sind und ich bin irgendwann aufgestanden als es mir zu viel wurde und ich denke so sollte es auch sein. Ein Schulkamerad kam für sich irgenwann zu dem Schluss, das die Schule dem Zweck dient zu lernen mit einem vorgesetzten Personen umzugehen. Ich glaube er hat teilweise recht, aber man kann das auf verschiedene Arten tun und das beste ist die jeweilige Methode dem Gegenüber anzupassen. Im konkreten Fall bilde ich mir ein die Threaderstellerin ganz gut zu kennen (laut modeativer Richtlinie gelten wir in diesem Thread bereits als verheiratet :D ) und ich bin mir ziemlich sicher, dass es ihr nicht darum geht sich grundlos über irgendwen aufzuregen, mit dem sie auch vernünftig hätte reden können (und dabei ist die Messlatte relativ hoch anzusetzen), von daher glaube ich nicht, dass dies hier grundlos steht. |
| TwilightSun | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tiberon [/i] [B] Aber es sind bestimmt, wie immer, die dummen, blöden Lehrer Schuld ... an was auch immer ... [/B][/QUOTE] Die Intention dieses Threads war eigentlich eine andere, aber scheinbar scheinen Menschen, deren Schulzeit eine gewisse Zeit zurückliegt, des öfteren das Verlangen zu haben, Schülern grundsätzlich erstmal vorzuwerfen, sie seien faul, undiszipliniert und wären nicht in Ansätzen in der Lage, auch das eigene Handeln zu reflektieren und anerkennen zu können, das man sich selbst nicht ständig optimal verhält. Mir geht es nicht darum zu sagen, die Lehrer sind schuld an allem und ich suche in ihrem langweiligen Unterricht den Grund für schlechte Noten etc. Ich gehöre zu den Besten unseres Jahrgangs und verspüre nicht im Geringsten das Bedürfnis, die Schuld für eine verhauene Klausur dem Lehrer zuzuschreiben, sondern kann, ob du das glauben möchtest oder nicht, durchaus sehen, dass ich nicht ausreichend gelernt habe und ähnliches. Ich bin in der Lage, mir eigenständig zu erarbeiten, was ich brauche und ich erwarte von einem Lehrer mit Sicherheit nicht, dass er sich vorne hinstellt und meinen Alleinunterhalter spielt. Was ich aber erwarte ist, dass ein Lehrer in der Lage ist, Fragen zu beantworten und eine im Großen und Ganzen leitende Rolle zu übernehmen. Ich halte es für einen schlechten und langweiligen Unterricht, wenn sich ein Lehrer hinsetzt, Zeitung liest und nicht ansprechbar für seine Schüler ist, kurzum, der einfach nicht als Lehrer fungiert, sondern seine Zeit absitzt und sich mit privaten Dingen beschäftigt. Und bei so etwas nehme ich mir das Recht heraus, meine Meinung dazu zu sagen und ich persönlich weiß nicht, was das damit zu tun haben soll, dass ich im Lehrer eine Rechtfertigung für meine Faulheit suche. [QUOTE]Was, soweit es sich mir darstellt, auch nicht völlig aus der Luft gegriffen scheint.[/QUOTE] Ist es, zumindest meines Erachtens, schon. Wenn mir etwas nicht passt, ich etwas als unfair empfinde oder ähnliches, gehe ich natürlich zum betreffenden Lehrer und diskutiere das mit ihm aus, sei das Ergebnis nun zufriedenstellend oder nicht. Ich habe eigentlich zu jedem meiner Lehrer ein sehr gutes Verhältnis und ich bin in der Lage, Kritik konstruktiv anzubringen. Es gibt allerdings Situationen, in denen ich das Verhalten eines Lehrer für völlig indiskutabel halte, das ihm gegenüber ansprechen möchte und er mir eindeutig das Gefühl gibt, dass er sich für meine Sicht der Dinge nicht interessiert und es völlig irrelevant ist, da seine eigene Meinung die einzig richtige ist. Und das ist für mich der Punkt, an dem ich sage, dass ich das schriftlich festhalten und in Form einer Abizeitung oder ähnlichem publik machen möchte. Und ich empfinde es als richtig, so zu verfahren, wenn er mir das Gefühl gibt, dass das der einzige Weg ist, um von ihm wahrgenommen zu werden. Unsere Schulleitung betont ständig wieder, wie wichtig es ihr ist, uns zu selbstständig denkenden Menschen zu erziehen, die sich eine eigene Meinung bilden können etc. Wenn sie dann nicht damit umgehen können, dass wir das lernen und es vielleicht auch ihnen gegenüber anwenden, empfinde ich das als absolut armselig, als erwachsener Mensch nicht mit der Kritik von Schülern umgehen zu können. |
| japanfreak | An unserer schule gibt es ein "schülerparlament" sie können ein bisschen mit dem überschussgeld herumblödlen und anträge stellen wei: bei regen ist das schulhausbetreten erlaubt..usw. find ich noch gut..aus jeder klasse ein vertreter.... is zwar nicht sooo mächtig aber doch ein weg die schule zu beeinflussen |
| Pallor | Imoment ist alles was man als SV veranstallten kann lächerlich. Glaub mir ich war selbst in der SV und du kannst nichts auf demokratischen Wegen bewircken. Wir hatten das Glück eine atraktive SV sprecherin zu haben, die es schafte auf "APO" ;) Wegen unsere Lehrer zu Kompromisse zu bewegen. Daher ist das eher Augenwischereri als echte Emanzipation der Schüler. Pendark |
| trostlos | zensur ist verboten! das einzige, was die schulleitung tun kann ist, euch zu verbieten, die abizeitung auf dem schulgelände zu verkaufen. gilt auch für schülerzeitungen. |
| David v. Weber | nicht so zwangsläufig... in baxern beispielsweise gilt erst nach einer kürzlichen gesetzesänderung wahlweise die pressefreiheit... [URL=http://www.bayern.landtag.de/index_7136.jsp]Link[/URL] |
| Tiberon | @ TwilightSun & Darket Ich nehm das einfach mal so hin. |
| shameofthefate | auch hier mein senf...... schreibt einfach "unserer Meinung nach ist es vorgekommen das manche angestellte dieser Schule" oder so..... wenn ihr sowas reinbringt und auf namen verzichtet kann mn es nicht zensieren da es eine nicht persönlich verletzende Meinungsäußerung ist.... |