| TulpenDompteur | Hallöchen liebe Studierende und zukünftig Studierende! Wer kennt dieses Problem von euch nicht, sich durch den Dschungel der tausend Formulare zu kämpfen, Belege sammeln... Ein größeres Problem hat man, wenn man dem zweiten Elternteil hinterher rennen muss, damit die Unterlagen vollständig sind und derjenige irgendwo am Arsch der Welt wohnt. ...und irgendwas fehlt letzendlich IMMER (laut BAföG-Amt). Umso frustrierter ist man, wenn die Kommilitonen längst ihr Geld haben und selbst schaut man in die Röhre. Dieses Thema habe ich für diejenigen angelegt die Erfahrungen in der Hinsicht haben und vielleicht auch Tipps und Tricks kennen um sie den anderen zur Verfügung zu stellen! Ich rate euch auf jeden Fall nicht aufzugeben und immer und immer wieder dort anzurufen - das ist ganz wichtig! Denn so müssen die deine Akte wieder rauskramen und erinnern sich quasi "Da war doch was". Für die "Klugscheißer" (nicht negativ gemeint): Ja, ich weiß dass der Öffentliche Dienst lange braucht und immer mehr Stellen gestrichen werden. Ich selbst war im Öffentlichen Dienst und weiß dass es auch [COLOR=crimson][B]anders[/B][/COLOR] geht und schließlich geht es hier um euer Geld! (Ich habe im Forum kein Thema gefunden, dass dem nahe kommt und entschuldige mich im Voraus wenn die der Fall sein sollte.) |
| more | Hi, ich habe mehrere Jahre wärend meiner Studienzeit BaFöG bekommen, aber ich denke es ist nicht einfach dir Tipps zu geben, weil die Regelungen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Ich habe damals in Bayern studiert. Da mein Vater Beamter war (Eisenbahn) wurde meinem Antrag nicht stattgegeben, da er angeblich zuviel verdient, obwohl er schon lange in Pension war. Da meine Mutter auch noch ein Haus hatte (die Schulden die noch auf dem Haus waren interessieren da kein Schwein) viel ich auch raus. Die letzte Möglichkeit für mich hieß da "Meister-BaFöG" (gibts nicht nur in Bayern). Dieses Geld wir unabhängig vom Einkommen der Eltern ausgezahlt, da man einen Teil davon als zinsfreies Darlehen wieder zurückbezahlen muss. Es gibt für das Meister-BaFöG auch noch einen Darlehens-Teilerlass wenn man beim Studienabschluss unter den besten drei Absolventen ist. Ich haben das Glück oder auch das Pech mein BaFöG (ca. 15.000 DM) garnicht zurück-zahlen zu müssen, da ich leider in meinem studierten Beruf keine Stelle gefunden habe und ich jetzt viel weniger verdiene, als ich normalerweise durch das Studium verdienen sollte. Also, wer kein normales BaFöG bekommt, dem sei das Meister-BaFöG angeraten, da es sehr viel schneller genehmigt und ausbezahlt wird. |
| Mondgeist | Hm, naja, ich persoenlich halte nicht viel vom Schuldenmachen. Aber mal abgesehen davon wird das Bafoeg System sich sehr wahrscheinlich bald aendern, wenn die Laender sich dazu entschlieszen sollten Studiengebuehren umzusetzen. Denn sie muessen garantieren, dass auch "arme" Studenten studieren koennen und das geht nur ueber ein ausgekluegeltes Foerderungs- und Kreditsystem. Da Bafoeg da schon einige Jaehrchen an Erfahrung mitbringt, wird es mit Sicherheit einbezogen. |
| Gr. Gaulichter | wenn es sehr viel zoff mit dem einen elternteil gibt - z.b. wenn sich die familie zerstritten hat oder scheidungskinder BAföG beantragen, dann sollte man dem elternteil einen brief per einschreiben und rückkarte senden, in dem man ihm eine frist setzt, in der auskunft erteilt werden muss (auf die gesetze hinweisen - oder das beiblatt beilegen). wenn keine antwort kommt, zum amt gehen, die sache schildern und versuchen, das amt davon zu überzeugen, dass sie nun am zuge sind, die geforderten informationen einzuholen. das amt hat nicht nur die möglichkeit, die person direkt anzuschreiben, sondern es kann sich zusätzlich vom finanzamt die infos besorgen bzw. hat derart großen rechtsbeistand, dass auch eine klage kein problem darstellen sollte - außer für den studenten ein zeitliches. denn so eine klage dauert lange. im zweifelsfall hat das elternteil sehr viel einkommen und student muss dann dem unterhalt hinterherrennen - im zweifelsfall wieder mit einer klage, die dauert. in der zwischenzeit sind zwei jahre vergangen und ihr habt eh keinen bock mehr aufs studieren. und wenn das amt in vorleistung getreten ist, dann wird es arg, wenn man unterhalt vom elternteil bekommen kann. denn dann muss man auch noch ans amt zurückzahlen und seinen lebensunterhalt während des studiums finanzieren. gg.grüße |
| more | Naja von "Schuldenmachen" kann man beim Meister-BaFöG nicht sprechen. Ich hatte auch erst Hemmungen, schon allein das Wort Darlehen ist ja schon sehr negativ und man denkt gleich an Verschuldung. So eng ist das aber nicht, erstens werden die ersten Ansprüche von der Behörde erst nach fünf Jahren nach Abschluss des Studiums fällig, dann sollte man schon ein gefestigtes Einkommen haben und möglicherweise eine feste Anstellung, zweitens ist es ja Zinslos bzw. zu einem verschwindend geringen Zinssatz, drittens kann man seine Raten selbst bestimmen (mind. 10Euro im Monat) und letztens, sollte man, wie ich, nicht zahlen können aus diversen Gründen verfällt der Rückforderungsanspruch nach 11 Jahren nach Ende des Studiums. Ich denke auch das Meister-BaFöG ist eine sehr sinnvolle Einrichtung. Vor allem, das monatliche BaFöG ist schon sehr hoch, also ich konnte davon gut über die Runden kommen. Meine Kommilitonin konnte sich sogar soviel davon ansparen, dass sie ein Viertel des erhaltenen Geldes angelegt hat, damit sie es später beim zurückzahlen gleich mit den erhaltenen Zinsen zurückgeben kann. |
| TulpenDompteur | @Gr. Gaulichter: Das mit dem Elternteil ist so'ne Sache. Ich z.B. setze immer eine Frist, nur wir sie meist nicht eingehalten. Und das mit dem zum-Amt-gehen etc. ....naja. (Für mich ist es eh nicht zutreffend, da ich in Österreich studier und die Zuständigkeit für Österreich in München liegt) Aber die im BAföG-Amt wimmeln einen da ziemlich ab und ich kann wirklich sehr hartnäckig sein. Ich habe zumindest seit heute ein Licht am Ende des Tunnels gesehen, da mir gesagt wurde, dass ich ENDLICH Ende des Monats BAföG bekomme! Ich habe drei Kreuze gemacht! Aber das Thema ist ja nicht nur für mich wichtig, sondern vorwiegend für andere die Tipps brauchen. |