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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Warum immer die Schleimer?
versprengterWarum kriegen in der Arbeit immer die Schleimer den Wunschurlaub?
Oder plötzlich Sonderurlaub, weil der Hamster gestorben ist.
Warum sitzen beim Betriebsfest immer die grössten Ärsche
um die Chefs herum?
Warum sind dies ausnahmslos Menschen, deren Arbeitsleistung
geradezu lächerlich ist?
Was ist das für ein Phänomen?
LaChatteDie erste Frage wär mal - ist es tatsächlich so?

Ich habe in meinen doch unterdessen einigermassen umfangreichen Erfahrungen dies nicht oder nur selten erlebt - und wenns denn so war, dann darum, weil die Chefs selbst Schleimer waren. Zum Glück ists eine Minderheit...
versprengter@LC

Früher habe ich es nie geglaubt, oder glauben wolle,
ich war ziemlich naiv.
Aber ist wirklich so.
Manche von den Leuten, die immer um irgendwelche
tatsächlichen und angeblichen Leitwölfe herumschwirren
sind relativ ok, aber sie checken nicht, dass es auch
eine Frage der eigenen Würde ist, sich etwas anders zu
geben.......
Mir kommt es so vor, dass manche Leute vielleicht in ihren
Familien eine gewisse Prägung zur Autorität hatten,
was so falsch nicht ist,
allerdings können sie nominelle von natürlicher Autorität
nicht unterscheiden, was ich für einen Mangel halte.

Ich hatte mal einen Chef, der vielleicht aufgrund
seiner Ausbildung auf diesen Posten gekommen ist
oder weil er vielleicht einmal "dran war",
allerdings ist er so führungsschwach, dass die Firma
darunter leidet. Er hat keine natürliche Autorität.
Er wünscht sich, dass alles "von selber" läuft und
manchmal spielt er Leute gegenseitig aus.
Das ist das, was ich nominelle Autorität nenne.
LaChatteDie Leute versammeln immer ähnliche Charaktere um sich... und wenn rund um den Chef Schleimer sind, lässt das eher Rückschlüsse auf den Charakter dieses bestimmten Chefs zu, als Rückschlüsse auf Chefs und Untergebene im Allgemeinen.

Ich finds auch nicht schlecht, einen wirklich tollen Menschen als Vorbild zu haben und loyal zu sein - ich mag meinen Chef wirklich, und ich verehre ihn als einen Menschen, der von Null auf eine Firma aufgebaut hat und erfolgreich führt. Das ist eine Leistung, die mir grossen Respekt abfordert. Schleime ich nun, wenn ich ihn nicht hasse, blöd finde, gegen ihn bin?
Rasputin@versprengter: laß mich raten.... Du wohnst bzw arbeitest in Süddeutschland :? :lol:
versprengterLC

einverstanden, wenn ich mich mit meinem Chef identifizieren kann,
marschiere ich auch für ihn oder sie.
Leider ist das nicht unbedingt Teil der Ausbildung für Führungskräfte.
Nun, da wären wir wieder beim Thema nominelle Autorität.
vielleicht ist das auch falsch verstandene Demokratie,
wenn jeder mitreden darf, auch der, der keinen Zugang
zur Führung hat.
Denn "Charisma" kann man halt nicht lernen.
Die meisten Chefs denen ich begegnet bin,
hatten mehr so ein Raiffeisenbankimage, also gar keins....
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von versprengter [/i]
[B]LC

Raiffeisenbankimage, also gar keins.... [/B][/QUOTE]

Was ist an Raiffeisenbanken falsch? Bei mir haben die ein SEHR gutes Image... auf alle Fälle ein besseres als Joe Ackermann mit seinem Victory-Zeichen...;)

[QUOTE]Denn "Charisma" kann man halt nicht lernen.[/QUOTE]

Ein bisschen schon, aber es wird zugegebenermassen nicht genug gelehrt... und ein Talent zu sein, hilft natürlich enorm.. ist aber auch nicht anders als das Talent, Musik zu machen ---> Begabung plus sinnvolle und regelmässige Übung machens.

[QUOTE]vielleicht ist das auch falsch verstandene Demokratie,[/QUOTE]

Demokratische Unternehmen? Wäre sicher interessant, aber sehr sehr schwer, das aufzubauen..

Fredmund Malik schreibt in "Führen, leisten, leben" (sehr empfehlenswertes Buch!!): "Ein guter Chef fragt alle Mitarbeiter "Wie sehen Sie diese Situation? Welche Auswirkungen hätte das auf Ihre Arbeit?" - und wenn er alle gefragt hat, trifft er die Entscheidungen ALLEIN. - Find ich einen guten Ansatz:)
cocrea[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte zum Schleimer-Phänomen [/i]
[B]Die erste Frage wär mal - ist es tatsächlich so?
und wenns denn so war, dann darum, weil die Chefs selbst Schleimer waren. Zum Glück ists eine Minderheit... [/B][/QUOTE]

es ist tatsächlich so, dass wir, die industrialisierten westler, zu über 95% in einer meist ungesund hierarchisierten narzissgesellschaft, in einer multisuchtgesellschaft, leben.
narzissen pflegen ein falsches selbst, eine kunstpersönlichkeit, pseudomensch mit fassade. obernarzissen bedürfen der schleimer geradezu.

[COLOR=seagreen]Keiner der Zuhörer wunderte sich über Hitlers Grandiosität, als er Ende Juni 1930 im Braunen Haus eine Rede hielt und dabei sagte: "Und somit proklamiere ich jetzt für mich ... den Anspruch auf politische Unfehlbarkeit." S. 83[/COLOR]
quelle: »Der Fremde in uns« Arno Grün, Klett-Cotta Verlag, 2000, ISBN 3-608-94282-3

das problem ist nicht hitler (oder sonst ein diktator-chef-ehegespons), sondern die sichnichtwunderer, die nichtaufbegehrer, die abgestumpften.

[COLOR=skyblue]Unsere Generation wird nicht so sehr die Untaten böser Menschen zu beklagen haben, als vielmehr das erschreckende Schweigen der Guten. Martin Luther King

Die Welt wird nicht bedroht, von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen. Albert Einstein[/COLOR]

wie hieß der autor von NIETEN IN NADELSTREIFEN?
das volk/belegschaft hat die politiker/chefs, die es verdient. (stimmt das?)

lg, cocrea

versprengter, nimmst du es rl unwidersprochen hin, dass IMMER die schleimer ... sich die dicksten brocken holen, oder benutzt du das internet als dampfablassventil.
cocrea[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Demokratische Unternehmen? Wäre sicher interessant, aber sehr sehr schwer, das aufzubauen.. [/B][/QUOTE]

das zauberwort heißt [SIZE=4]heterarchie vs. hierar(s)chie[/SIZE]. doch wer kennt es?
und an dem grad der unwissenheit erkennest du die sch...leimqualität.

demo-kratie ist meist nix anderes als schleimer aller länder ... (ach hätt ich das jetzt nicht sagen dürfen, sch....leim)

[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Fredmund Malik schreibt in "Führen, leisten, leben" (sehr empfehlenswertes Buch!!): "Ein guter Chef fragt alle Mitarbeiter "Wie sehen Sie diese Situation? Welche Auswirkungen hätte das auf Ihre Arbeit?" - und wenn er alle gefragt hat, trifft er die Entscheidungen ALLEIN. - Find ich einen guten Ansatz:) [/B][/QUOTE]

ich bitte um das fortführende zitat, wo drin steht, dass der chef allein entscheidet.
es ist ein teilheterarischer ansatz, den malik vorstellt. und wenns brennt ist hierarchie die beste aller regierungsformen. und zwar die hierarchie des feuerbeauftragten, das muss nicht der chef vons janze sein, sondern der der am dransten ist - und am meisten natürliche autorität besitzt.

int. fakt:
ein forscher von wildpferden hat ff festgestellt:

zur leitstute wird FRAU/pferd nicht gewählt, sondern ganz natürlich, weil es von herdenseite keine einwände, sondern rundweg zustimmung gibt, WENN
zwei voraussetzungen erfüllt sind:

a) das tier am meisten von allen bei sich ist, in sich ruht, einen kern hat
b) das tier am umsichtigsten ist, den größten radius für die gesamte herde ausmachen kann, voraussicht hat, weise ist. (ältestenqualität bei den ureinwohnern. senatsgedanke)

die demo-wahl nach einer schleimerparade (sprich wahlkampf falscher versprechungen) ist eine farce - angesichts der naturkratie unter pf-ERDEn.

lg, cocrea
MissPanWie LaChatte schon so schön bemerkte, hängt es sicher stark vom Chef ab, wie hoch tatsächlich erbrachte Arbeitsleistungen bewertet werden.
Wenn dieser statt Leistung eher soziale Kompetenz favorisiert, kannst Du Dich zwar totschuften, wirst aber kein Schulterklopfen ernten, wenn Du Dich nicht
entsprechend verhälst.

Sinnvoll wäre es, statt die Nicht-Leistung der Kollegen an die große Glocke zu hängen, lieber immer mal wieder mit einem freundlichen Lächeln auf Deine Glanzleistungen hinzuweisen.

Menschen, die sich nicht durch Leistung hervortun, müßen zwangsläufig schleimen, um ihre Anstellung in irgendeiner Form zu rechtfertigen.

Und wenn es Dir so wichtig ist, bei Deinem Chef zu punkten, dann setze Dich doch beim nächsten Betriebsfest einfach mit an den Schleimertisch. ;)
LaChatte[QUOTE]ich bitte um das fortführende zitat, wo drin steht, dass der chef allein entscheidet. [/QUOTE]

Ist aus dem Kopf und frei zitiert - aber es steht drin. Malik bringt den amerikanischen Präsidenten Truman als Beispiel für diesen Führungsstil.

[QUOTE]demo-kratie ist meist nix anderes als schleimer aller länder ... (ach hätt ich das jetzt nicht sagen dürfen, sch....leim)[/QUOTE]

Sowas verdient den Namen "Demokratie" nciht wirklich...

[QUOTE]Sinnvoll wäre es, statt die Nicht-Leistung der Kollegen an die große Glocke zu hängen, lieber immer mal wieder mit einem freundlichen Lächeln auf Deine Glanzleistungen hinzuweisen.[/QUOTE]
... und ab und zu mal ein Lächeln oder ein fröhliches "Guten Morgen!" von sich zu geben, ist noch lange nicht geschleimt - sondern einfach freundlich...:)
versprengter@Miss Pan

[QUOTE]soziale Kompetenz [/QUOTE]

tja, das ist die Frage, wie man das definiert........


auf ein Büchlein sei noch hingewiesen


Judith Mair - Schluss mit Lustig

[IMG]http://images-eu.amazon.com/images/P/3821839627.03.MZZZZZZZ.jpg[/IMG]
versprengterNachtrag:


Judith Mair

Judith Mair, geboren 1972, ist Gründerin und Chefin des Gestaltungs-Büros Mair u.a. in Köln. Ihre Geschäftsprinzipien: strikte Regeln, verbindliche Arbeitszeiten, Arbeitskleidung. »Duzen« und das Benutzen von Trendbegriffen wie »innovativ«, »kreativ« oder »interdisziplinär« in den Unternehmensräumen sind tabu. »Bei uns ist Arbeit eben noch Arbeit.«

Veröffentlichungen:
Im Oktober 2002 erscheint ihr Titel Schluß mit lustig! bei Eichborn.


[url]http://www.eichborn.de/s2/default.asp?id=12&autornr=8842[/url]
MissPanEs gab mal ein schönes Buch (Autor und Titel hab ich wie gewöhnlich vergessen), daß sich mit der Kompetenz bzw. Inkompetenz beschäftigte.
Der Autor vertritt die Meinung, daß man nur solange aufsteigen kann, bis man seine persönliche Stufe der Inkompetenz erreicht hat.
Was dann wohl bedeutet, daß viele Posten schlicht mit den falschen Menschen besetzt sind, die auf einer niedrigeren Stufe durchaus wertvolle Arbeit leisten könnten. Dazu zählen dann eben auch "unfähige" Chefs.
cocrea[QUOTE][i]Original BUCHTIPP von versprengter [/i]
[B] Judith Mair - Schluss mit Lustig
[IMG]http://images-eu.amazon.com/images/P/3821839627.03.MZZZZZZZ.jpg[/IMG] [/B][/QUOTE]

dazu eine amazon-leserrezension: [I]
Ich bin ebenfalls für Leistung und Disziplin im Berufsleben, aber was Frau Mair in ihrer Firma betreibt, kann man nur als Schikane der Angestellten bezeichnen.

Kein vernünftiger Arbeitnehmer wird etwas dagegen haben, wenn private Telefonate reglementiert werden oder eine Firmenkleidung verlangt wird, aber Frau Mair reglementiert Dinge, die auch eine Chefin nichts angehen, etwa privatere Gespräche am Arbeitsplatz. Selbst für geringe Vergehen werden Konsequenzen angedroht. In Österreich hätte diese Dame sicher schon Probleme mit den Arbeitnehmervertretungen bekommen.

Ihre Einstellung zu den Mitarbeitern verrät schon die Firmenbezeichnung "Mair u. a.". Die Mitarbeiter, die ihr die Arbeit erledigen, sind nur "u.a." und sie ist die Chefin, die anordnet und bis ins Private gehende Vorschriften macht und schon bei relativ geringen Vergehen, die nirgendwo anders stören würden, arbeitsrechtliche Schritte setzt.

Auch wenn sich die Zahl der Mehrdienstleistungen in Grenzen hält, in der Firma ist man länger als daheim bei der Familie. Daher ist auch das Arbeitsklima wichtig.

Weiters sieht es jeder Arbeitnehmer gern, wenn man seine Leistung schätzt und ihn daher motiviert.

Das Buch ist für jeden künftigen Chef und Vorgesetzten eine Anleitung, wie er seine Mitarbeiter NICHT führen soll, will er keine hohe Fluktuation riskieren.

Als Arbeitnehmerin und Interessensvertreterin sowie Absolventin von Führungs- und Managementkursen war ich erschüttert, was heutzutage teilweise unter "Führung" verstanden wird. Mich wundert, dass derartige Arbeitsverträge in der Bundesrepublik möglich sind.

Dieses Buch ist absolut nicht empfehlenswert[/I]

gruß, cocrea (u.a.)

anmerkung: ich hab mir das buch nicht vorgemerkt. für mich ist es ein rückfall/bläh-doyer in die vollhierar(s)ch-iiiieh. und die hat was, sie scheint das leben so viel einfach zu gestalten. vor allem das ´mair u.a.´ kann mich nicht überzeugen.
LaChatte[QUOTE]Der Autor vertritt die Meinung, daß man nur solange aufsteigen kann, bis man seine persönliche Stufe der Inkompetenz erreicht hat. [/QUOTE]

Meinst du das Peter-Prinzip!

[QUOTE]Judith Mair, geboren 1972, ist Gründerin und Chefin des Gestaltungs-Büros Mair u.a. in Köln. Ihre Geschäftsprinzipien: strikte Regeln, verbindliche Arbeitszeiten, Arbeitskleidung. »Duzen« und das Benutzen von Trendbegriffen wie »innovativ«, »kreativ« oder »interdisziplinär« in den Unternehmensräumen sind tabu. »Bei uns ist Arbeit eben noch Arbeit.«[/QUOTE]

Ich hab mal ein ausführliches Interview mit ihr gelesen... und die Dame erschien mir durchaus vernünftig und human - und ja, ist ist Chefin einer Firma... klar. und die andern sind ihre Untergebenen, auch klar - nur - wems nicht passt, angestellt zu sein, soll doch ein eigenes Unternehmen gründen oder von der Fürsorge leben?

Dass Trendwörter verboten ist, ist vernünftig, denn meist haben die eh null Inhalt - sich nicht zu duzen, ja, warum nicht?

Sie wehrt sich vor allem gegen den Trend, der aus dem ARbeitsplatz einen Abenteuerspielplatz machen will - sie geht davon aus, mit Erwachsenen, verantwortlichen Menschen zuammen zu arbeiten, die Freude haben an ihrer Tätigkeit, und nicht mit Mimöschen, die ständig Streicheleinheiten brauchen - ich find sie gut, diese Frau.
MissPan[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Meinst du das Peter-Prinzip!



[/B][/QUOTE]

Jawolla - genau das Buch meinte ich.
Was würde ich ohne meine Gedankenstütze tun... Dankeschön! ;)
shiphrahhey, das ist doch mal ein guter thread....

Peter-Prinzip trifft alle Schleimer irgendwann, ich habe es zu oft miterlebt. Oute mich mich ungern und hier erst recht nicht, weil es für mich keine Bedeutung hat, aber ich bein durch meinen Job im Rahmen eines Aufsichtsratsmandats regelmäßig über 4 Jahre mit den hohen Herren mehrer Großbanken zusammen gekommen und ich habe mehr gehen sehen und kommen sehen, als man es glauben mag. Und die Kriterien waren in den seltensten Fällen den Vorständen zuzumusten. Die Leute werden hin- und hergeschoben, bis man ihnen letztendlich für viel Geld einen Vorstandsposten in einer Sparkasse im Osten schmackhaft machenkonnte, damit sie nicht moch mehr Mist anstellen können. Besonders bei Filialen fällt das immer schön auf. Ich war 13 Jahre in dieser Bank und irgendwann stumpft man fast dagegegen ab, jedenfalls weiß man, dass Tantiemen und Gehälter ab einer gewissen Höhe (PP) wenig mit Leistung zu tun haben. Die besten sitzen meist auf Bereichsleiterebene und dort wird dann Leistung geboten um hochzukommen. Ist man dann da, geht es nur noch um Kontakte für den nächsten Aufstieg....
Das ist eine plakative Schilderung und auch nicht repräsentativ, jedoch üblich.

Zur Ursprungsfrage.....
da fiel mir sofort ein Zitat von Freud ein, genau kriege ich es nicht mehr hin, aber sinngemäß:

"gegen Kritik können wir uns wehren, gegen Lob sind wir machtlos..."

Die Schleimer, wenn es wirklich welche sind, sind deshalb Schleimer, weil sie damit Erfolg haben und den haben sie bei den größten Pfeifen, so halten sie sich gegenseitig hoch. Je kompetenter, je weniger anfällig für SchleimerLob ....
Allanon[QUOTE][i]Original geschrieben von versprengter [/i]
[B]Warum kriegen in der Arbeit immer die Schleimer den Wunschurlaub?
Oder plötzlich Sonderurlaub, weil der Hamster gestorben ist.
Warum sitzen beim Betriebsfest immer die grössten Ärsche
um die Chefs herum?
Warum sind dies ausnahmslos Menschen, deren Arbeitsleistung
geradezu lächerlich ist?
Was ist das für ein Phänomen? [/B][/QUOTE]

Ist es tätsächlich immer so? Ist es nicht desöfteren nur der Neid, weil man im Moment die Position abgegen hat, bzw. man sie sich selber wünscht?

Ruhen wir uns nicht all zu oft auf dieser Behauptung aus, um uns unsere eigene Faulheit oder Inkompetenz nicht eingestehen zu müssen? Neigt der Mensch im Grunde nicht ohnehin dazu, sich der Situation anzupassen, wenn er sich einen Vorteil davon verspricht?
LaChatteNoch ein kleiner Buchtipp "der kleine Macciavelli" von äääh--- weiss nicht mehr - allerdings analysiert er auf höchst amüsante Weise die Machtpolitik in Unternehmungen... und der Autor, der das durchaus ernst meinte, gab als Kommentar zum Buch "es ist echt schwierig, zu dem Thema KEINE Satire zu schreiben...:D

[QUOTE]Neigt der Mensch im Grunde nicht ohnehin dazu, sich der Situation anzupassen, wenn er sich einen Vorteil davon verspricht?[/QUOTE]

Das ist ja auch gar nicht schlecht... nur sind die Strukturen schlecht, also ungünstig organisiert...
MissPan[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Noch ein kleiner Buchtipp "der kleine Macciavelli" von äääh--- weiss nicht mehr - [/B][/QUOTE]

Peter Noll/ Hans R.Bachmann - sind wir jetzt quitt? ;)
LaChatte@Missi

Ich würd sagen, zu zweit sind wir ECHT GEBILDET!!!!:D

[QUOTE]jedenfalls weiß man, dass Tantiemen und Gehälter ab einer gewissen Höhe (PP) wenig mit Leistung zu tun haben. [/QUOTE]

Was muss ich tun, um einen solchen Job zu bekommen? Ich würde gern mal für viel Geld wenig tun...
MissPan[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]@Missi

Ich würd sagen, zu zweit sind wir ECHT GEBILDET!!!!:D [/B][/QUOTE]

wie hiro sagen würde:

*löööölchen* :D


[B][QUOTE]
Was muss ich tun, um einen solchen Job zu bekommen? Ich würde gern mal für viel Geld wenig tun... [/B][/QUOTE]

Hier!! Ich bitte auch!!! *zappel*
ich mach auch mehr als ein bißchen, wenn´s sein muß - oder aber noch weniger, sonst werd ich den job wohl schneller los, als mir lieb ist.

;)
LaChatteVielleicht müssten wir ja wirklich mal den Kurs "Erfolgreich schleimen in drei Tagen - mit einem wunderschönen Diplom auf Büttenpapier zum Aufhängen" besuchen...

Andererseits - in einer solchen Umgebung, wo Schleimen das Hauptqualifikationskriterium ist, würde ich wohl nach spätestens einem halben Jahr entweder Magengeschwüre oder eine ausgewachsene Depression kriegen...:eek:
MissPan[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Vielleicht müssten wir ja wirklich mal den Kurs "Erfolgreich schleimen in drei Tagen - mit einem wunderschönen Diplom auf Büttenpapier zum Aufhängen" besuchen...[/B][/QUOTE]

hätte ich gar kein problem damit, immerhin kann man sich hier on board bestens darauf vorbereiten. ;)

[B][QUOTE] Andererseits - in einer solchen Umgebung, wo Schleimen das Hauptqualifikationskriterium ist, würde ich wohl nach spätestens einem halben Jahr entweder Magengeschwüre oder eine ausgewachsene Depression kriegen...:eek: [/B][/QUOTE]

hmm, wenn ich sonst den lieben langen tag nichts anderes tun müßte, wäre das im gegensatz zu meinem derzeitigen job (schleimen ohne nennenswerten effekt beim gehalt) wohl eher eine erholung. :D
LaChatteSagen wir - wenn ich ein eigenes, abschliessbares Büro hätte und immer mit gaaanz wichtigen Sachen gaaaanz allein beschäftigt wäre, dann gings - und das Schleimen auf die Kaffeepause beschränkt bliebe...:cool:
IsegrinnsNun , ich möchte auch mal meine Senf dazu abgeben . Es gab da mal eine Simpsons-Folge .... Zitat:


"Wie nennt man es wenn eine Person trotz mangelnder Eignung einen Posten bekommt" - "Kommunismus"

Noch Fragen ?

Ernsthaft :
in unseren heiligen Hallen ist das auch so , egal wie sehr man sich den Ar*** abarbeitet , es werden immer die Leute belohnt , die sich drücken und lieber ´ne Runde schleimen gehen .
Sei es die Lehrstellenvergabe oder die Festeinstellung mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag . Viel dagegen unternehmen ist auch mangels EINHEIT nicht wirklich ´ne Option , leider ! Ähnlich ist es wenn (An-)Verwandte beschäftigt werden ....
Egal , anderes Thema -- selbes Schema , siehe oben !

So , das wars !
*wiederinfeuchtesDomizilzurückkrauch*
CagliostroLaChatte

ich will kein eigenes Büro,


sondern einen eigenen Kühlschrank *g*
Cagliostro[QUOTE]anmerkung: ich hab mir das buch nicht vorgemerkt. für mich ist es ein rückfall/bläh-doyer in die vollhierar(s)ch-iiiieh. und die hat was, sie scheint das leben so viel einfach zu gestalten. vor allem das ´mair u.a.´ kann mich nicht überzeugen.[/QUOTE]


@Cocrea


Nach meiner unmassgeblichen Berufserfahrung
sammelt sich in flachen Hirarchien immer eine Art
Fäulnisbewohnertypus..............
Straffe und klare Hirarchien machen das Leben einfacher,
weil klar umrissen ist, was wann wie und warum zu tun ist.
Mein persönliches Empfinden war bei der Bundeswehr
meistens weit weniger gestört, als in depperten Lifestylefirmen
für die ich arbeiten musste....
Flache Hirachien bieten viel Platz für sozialen Sadismus
mancher Zeitgenossen,
Menschen mit deren eigenen Mitteln zu quälen
fällt hierbei leichter, bei der Bundeswehr gibt's wenigstens
noch den Wehrbeauftragten.
In Lifestylefirmen gibt es den 12-Stunden tag, inkl. Selbst
ausbeutung.
"Aber wir haben doch so ne tolle Espressomaschine in
unserer chillout-lounge, da kannst du nicht schon nach
8 Stunden nach Hause gehen!"
cocrea[QUOTE][i]Original geschrieben von Cagliostro [/i]
[B]@Nach meiner Berufserfahrung sammelt sich in flachen Hirarchien immer eine Art
Fäulnisbewohnertypus.............. [/B][/QUOTE]
interessant, was du beobachtet hast.

bitte definiere den ausdruck ´flache hierarchie´

ich geh davon aus, dass der fäulnisbewohnertyp im ansatz genauso in der straffen hierarchie vorhanden ist, nur er wird schon vor aufkeimen wegrasiert.
die kath. kirche, das militär und der autoritäre chef, der patriarch, hat sich meist der mittel angst und einschüchterung befleißigt. beide sind kein guter nährboden für das ausleben des schattens.

die flachhierarchie als übergangsstadium zu einer heterarchie bringt unangenehme dinge zum vorschein, die schon vorher da waren.

die methode deckel zu, affe tot (oder wie das kind reagiert: hände vor die augen, dann ist das monster garnicht da) ist ´aufgeschoben, doch nicht aufgehoben´.

ich bitte um eine weitere definition von: ´sozialer Sadismus´
tolle Espressomaschine lädt ein zur 12-std. selbstausbeutung.

gruß, cocrea
alphaquadrantmeint ihr man kann aus seiner haut schlüpfen ß

habe wohl auch die feststellung gemacht, dass es besser
ist eine art schleimer zu sein o. auch einer dieser dämlichen
dauer grins u. scheiß freundlich typen.

leider habe ich ein problem damit, da es meiner natur nicht
entspricht. evtl. gibt´s ja günstige bücher/ratgeber wo man das
lernen kann ?

das meine ich ernst, da ich sonst doch rel. schwarz für meine
zukunft sehe.

bzw. fällt mir auch ein anderes problem ein:

was ist wenn man mit der schleimerei grad ean jemanden
gerät der solch verhalten haßt bzw. acuh mal kritik vertragen
kann oder soagr wünscht ? solche soll es ja auch noch geben ?
meist ist es ja so wie man es dann macht falsch:(
Any Bodymachtschiebereien.. jemanden nach dem mund reden und die worte so lange herumdrehen, bis sie vorteilhaft zum eigenen wohle verwendet werden können...

wenn sich erst einmal das vertrauen erschlichen wurde, so daß einem das recht gewährt wird, über andere zu maßregeln, intrigen zu spinnen um somit zum zeitvertrieb etwas zum spielen zu haben... dann haben diejenigen, die nicht geschleimt haben, verloren..
LegionasAntwort auf deine Frage ist weil Sie die grösste Klappe haben. Die können einen das blaue vom Himmel lügen und reden reden reden... Förmlich überrennen mit ihren ach so wichtigen Argumenten. Deshalb lassen sich die Chefs da breit schlagen.

Wenn du nicht ein bisschen schleimst verlierst du, überall!
Is leider so.

Bloody
Greets

Legionas
cocrea[QUOTE][i]Original geschrieben von Legionas [/i]
[B]Wenn du nicht ein bisschen schleimst verlierst du, überall!
Is leider so. [/B] [/QUOTE]

@ legionas,
ein satz aus dem bilderbuch der indoktrination, des angepasstseins, des selbstverrats.
würdest du dich als geschickten schleimer (speichellecker) bezeichnen?
wenn schon, denn schon.

sich eigene gedanken und einen authentischen stil zu leisten, IST LUXUS
und evolutionär NOT-WENDIG. und luxus kostet. es gibt, welche, die auf luxus bestehen.

ich stell mir jeanne d´arc grad als a...kriecherin vor. die geschicht und auch ihre persönliche geschichte wären dann wohl anders verlaufen.

gibt es jemand unter den mitlesern, die weder ´tod noch teufel´ fürchten.

buchempfehlung:
Arno Grün, Verrat am Selbst, München 1986, dtv
Arno Grün, Der Wahnsinn der Normalität, München 19??, dtv

Arno Grün, Prof. für Psychologie, kam mit obigen Büchern in USA, wo er zuletzt
gelehrt hat, NICHT AN, weil dort eine ziemlich geschlossene ´spassgesellschaft´ vorherrscht, die super gut träniert ist im nicht hinschauen (= passives schleimen), die sich unsinnige terrorbekämpfung aufschwatzen lässt, die sogar per gewünschtem wahlkreuz schleimt.
die verlernt hat, aktivisitisch gegen imperialistische kriegspläne ihrer regierung zu protestieren.
Als Arno Grün, in die schweiz übersiedelt (er stammt aus dtschl, emigrierte in der nazizeit), in europa über den Wahnsinn der Normalität, Angepasstheit, schleimerei schrieb, wurde es in ´Der Spiegel´ rezensiert - und vom lesepublikum gelesen.
mir waren seine bücher ein genuss, wenn sie auch voller bitterer wahrheiten sind.
dem schleimanteil im leser ein graus.

sein buch "DER FREMDE IN UNS" über die hintergründe, die ein volk von schleimern und abnickern dazu bewegt hat, ganz nach wunsch zu rufen: wir wollen kanonen, statt butter, ist er mit dem sophie-scholl-preis ausgezeichnet worden.

zitat daraus:
[B]Keiner der Zuhörer wunderte sich über Hitlers Grandiosität, als er Ende Juni 1930 im Braunen Haus eine Rede hielt und dabei sagte: "Und somit proklamiere ich jetzt für mich ... den Anspruch auf politische Unfehlbarkeit." S. 83[/B]
ein beispiel für passive schleimerei.

noch ein beispielzitat daraus:
[B]"Menschen übernehmen die Werte ihrer Peiniger aus Angst vor dem Terror, den ein Erleben eigener Impulse nach sich ziehen würde." S. 14[/B]

in usa wird in laboren am ewig ´glücklich´ gemachten menschen gebastelt, es handelt sich dabei um den perfekten schleimer (ein bisschen reicht dafür nicht aus), anders genannt auch zombie bzw. bewusstseinskontrolliert. es gab darüber schon science fiction filme. wieviel faction ist es schon?

leselink in englischer sprache
[url]www.greatmystery.org/marianne-part1.html[/url] und part2
interview mit marianne williamson (spirituelle aktivistin) über die heilung amerikas

gruß cocrea
LaChatte@hierarchie

ich bekomme etwas den Eindruck, dass hier Hierarchien vor allem als Machtmittel, Unterdrückungsmittel und solches wahrgenommen werden - allerdings ist mehr Macht auch immer mit mehr Verantwortung verbunden.

Der Firmeninhaber hat Macht über seine Angestellten und darf diesen gewisse Dinge wie Arbeitszeiten, Kleidung, Pausenordnung und ähnliches vorschreiben, während er selbst tun und lassen kann, was er will.

Wenns aber mal zu Problemen, sagen wir einem Gerichtsfall kommt, sind dann aber die kleinen Angestellten fein raus, und der Chef muss sich vor Gericht verantworten und die Konsequenzen tragen...

Hierarchien sind an sich nichts schlechtes - man denke nur an die natürliche Hierarchie Eltern-Kind - aber der Umgang mit ihnen kann sehr wohl gut oder schlecht sein - bzw dienlich oder undienlich.
Legionas@Corea

Nein würde ich nicht da ich selbst nicht schleime aber es wird mir immer wieder so gesagt.

Bloody
Greets Legionas
Cagliostro@Cocrea


Nun, es ist mir gelungen den Moloch Bundeswehr zu überleben...
Dort geht es halt um "Befehl" und "Gehorsam".....
Zwei Begriffe, die wohl dank Adolf ziemlich in Verruf geraten sind.
Nun, diese Begrifflichkeiten aus einer straffen und einfach, damit
durchschaubaren Hirarchie sind eingägig und nachvollziehbar
und sind sie das nicht, kann man in der Demokratie den
Befehl verweigern (was ich übrigens mehrmals praktiziert habe).
Stringente hirarchische Formen kann man, weil sie so herrlich
eindimensional sind unterlaufen, stören und abblocken.
Die Waffengleichheit ist einigermassen ausgeglichen.

Bei einer flachen Hirarchie ist es anders.
Weshalb sie auch überall eingeführt wird.
Wenn Aufgaben und Kompetenzen nicht eindeutig sind,
gibt es immer Spielraum für die Verantwortlichen, damit
Schindluder zu treiben.

Wenn Gruppenleiter einigermassen kumpelhaft auftreten
traut man sich gar nicht nein zu sagen, wenn sie um
Überstunden u.Ä. werben.
Das NEIN-sagen wird letztlich durch flache Hirarchien unterbunden,
weil allerlei soziale Kontrolle ausgeübt wird, damit Leute
nicht von ihren Rechten gebrauch machen: Urlaub, 40h-Woche
usw.
Diese soziale Kontrolle nennt man üblicherweise
Sozialkompetenz.
Wenn das Kompetenz ist, wenn Menschen wissen,
wann sie besser kuschen sollen, dann Gute Nacht
Soziale Marktwirtschaft.
Noch leben wir in der Bundesrepublik Deutschland,
aber lasst zwei, drei Jahre vergehen,
dann heisst unser Land arbeitspolitisch
Burundi oder Kongo.
Dort ist die Leibeigenschaft nämlich noch nicht aufgehoben...
Any Bodykönnte aber auch einverleibt werden von der VR China oder auch Taiwan, schaut man sich an, wie sich diese mit den Vereinigten Staaten um die Vorherrschaft in Europa (wirtschaftlich) prügeln.

...
LaChatte- "flache Hierarchien" sollte man aber nicht mit "unklaren Kompetenzen" gleichsetzen - unklare Kompetenzen, egal in was für einer oder keiner Hierarchie, sind immer Grund für Chaos.
hagzissa13...weil Schleimer in der Lage sind, den Vorgesetzten eben "ein zu schleimen", ihm Honig um den Bart zu schmieren. Meist sind es die, die dem Chef nach dessen Mund reden, sich eben "lieb Kind" machen. Für alle Außenstehenden (i.d.R.) gut zu erkennen, daß der "Schleimer" nur auf "Eigennutz" aus ist und nicht deshalb zum Chef so lieb und nett ist, weil er ihm einfach besonders sympathisch ist. Alles reine Berechnung...

Und warum scheint der Chef es nicht zu merken? Weil er sich geschmeichelt fühlt. Er genießt dieses augenscheinliche Gefühl, "ein gutes Verhältnis zum Mitarbeiter zu haben", was ihn in seiner Position als Chef positiv bestärkt, gerade was den Umgang mit den Mitarbeitern angeht. Und diesem einen, der sowieso immer so nett ist, dem kann man als "guter, netter Chef" doch nichts abschlagen, oder?


Mechanismus ist klar, aber schwer zu durchbrechen, da eine kritische Selbstreflektion des Chefs nötig wäre....



Hagzissa
illuminatDas ganze Leben ist ein Schauspiel. Man muss eben versuchen ein Leben lang authentisch rüberzukommen. Ich betrachte es in gewissem Maße als verarschen und finds lustig, wenn selbst der Chef sowas nicht merkt. Small Talk ist Übungssache und wird immer entscheidender in einer welt die von vernetzten firmen lebt.

Klar ist es schade, dass irgendwie jeder den andern bescheißt, aber das ganze is so simpel. man muss sich nicht verstellen um gut rüberzukommen, es reicht wenn man alles geschickt in szene setzen kann. Man sollte es sich wirklich mehr vorstellen wie ein schachspiel in dem man seine geistige fähigkeit nutzen kann um den gegner so lange in trügerischer sicherheit zu wägen um ihn dann mit einem geschickt inszenierten zug schachmatt zu setzen. am besten geht das wenn man von vornherein ehrlich spielt, daher auch nicht schleimen sondern nur umformulieren ;) so erwarten eine keinen bösen überraschungen ;)
AsheCorvenIch bin nicht für irgendwelche Spielchen. Mein ding ist es da offen zu sein und das sind auch viele meiner Kollegen. Da fallen dann dem chef gegenüber auch mal harte Worte wenn er auf dem Holzweg ist. Aber er vertraut uns auch und weis das wenn es drauf ankommt wir genau wissen was unser Job ist und vorallem vertritt er die entscheidungen von uns auch vor den Kunden auch wenn er nicht 100 % dahinter gestanden war. Ich habe ihn auch mal gefragt als er einige dinge meiner vorgehensweise kritisierte ob er der Meinung ist das ich nichtmehr voll hinter den Zielen des Unternehmens stehe. Ist für mich kein Problem, ich mag offene Karten ...

[QUOTE][i]Original geschrieben von illuminat [/i]
[B]Das ganze Leben ist ein Schauspiel. Man muss eben versuchen ein Leben lang authentisch rüberzukommen. Ich betrachte es in gewissem Maße als verarschen und finds lustig, wenn selbst der Chef sowas nicht merkt. Small Talk ist Übungssache und wird immer entscheidender in einer welt die von vernetzten firmen lebt.

Klar ist es schade, dass irgendwie jeder den andern bescheißt, aber das ganze is so simpel. man muss sich nicht verstellen um gut rüberzukommen, es reicht wenn man alles geschickt in szene setzen kann. Man sollte es sich wirklich mehr vorstellen wie ein schachspiel in dem man seine geistige fähigkeit nutzen kann um den gegner so lange in trügerischer sicherheit zu wägen um ihn dann mit einem geschickt inszenierten zug schachmatt zu setzen. am besten geht das wenn man von vornherein ehrlich spielt, daher auch nicht schleimen sondern nur umformulieren ;) so erwarten eine keinen bösen überraschungen ;) [/B][/QUOTE]
ConsciouslyEin Unternehmen die Schleimer zulässt, hängt (wie oben beschrieben) von der Führungskraft/kräfte ab ob dieser oder diese es zulassen. Ein Chef, der Wert auf Leistung, Höflichkeit und gewissee Kompetenzen setzt, wird sicherlich nicht zulassen, dass solche "Schmarotzer" das Arbeitsklima gänzlich zerstören. Dagegen gibt es durchaus Firmen, die darauf spezialisiert sind Schleimer auszubilden oder gar einzustellen...wie schon LaChatte erwähnt hat Vielleicht müssen wir ja wirklich mal den Kurs "Erfolgreich schleimen in drei Tagen"....besuchen.

Schleimen heisst ja insbesondere, sich gut darstellen zu wollen und gleichzeitig andere Personen de "im Weg stehen" auzumerzen. Diesbezüglich kenne ich ein Fall von meinem Vater:

Mein Vater (Dipl. Ing für Feinelektronik...bin mir nicht ganz sicher ob das so heisst...(FH) )hat vor ca 20-25 Jahren bei der Fa. BGS (Beta Gamma Service) in meiner Heimatstadt angefangen zu arbeiten. Da er in dieser Firma noch neu und die Arbeit dort noch nicht geläufig war, musste er sich dementsprechend von ganz unten hoch arbeiten. Dies hat er auch mit Bravour gemeistert, ohne...jetzt kommts...in irgendeiner Weise zu schleimen. Nur mit hilfe von Höflichkeit, Wissen und..na ja ich sag mal mit einer Portion "Schlagfertigkeit". Er war bis letztes Jahr als Strahlungsbeauftragter Tätig und sorgte auch dafür dass die Kundenwünsche strikt eingehalten wuden. Dementsprechend waren Kundengespräche von hohem Wert. Da den Kunden seine sowohl sozialen als auch fachlichen Kompetenzen auffielen, war er natürlich auch bei denen sehr gewünscht und haben auch immer nach ihm gefragt. Direkt unter ihm war ein amerikanischer Mitarbeiter, der ihm sein Posten streitig machen wollte, bzw. war schlicht und einfach "scharf" auf den Job von meinem Vater. Dieser hat sich dann beim Chef der Firma beschwert, dass angelblich mein Vater nicht in der Lage war seine Aufgaben gewissenhaft zu erledigen. Dann kann ich mir durchaus vorstellen, dass dieser besagte Mitarbeiter tatsächlich Fälle genannt hat, die evtl. in der Tat nicht gut abgelaufen war. Da der Chef zwar fachlich ein Ass, aber menschlich ein Arschloch ist und scheinbar auf Schleimer steht, war es nicht zu wundern, dass es zwischen Meinem Vater und seinem Chef zu großem Streitigkeiten kam, das bis zm Arbeitsgericht verhandelt wurde.

Durch diese unfairen Vorwürfe und den Mobbingattacken, war schließlich aus Psychischen Gründen mein Vater zu Hause krank geschrieben. Diese jahr hat er weil es nicht mehr anders ging, bei seiner alten firma wieder angefangen. Bei dem Wiedereinstellungsgespräch, hat sein Chef u. a. erwähnt, dass er 15 Jahre den falschen Job ausgeübt hätte...da könnt ihr euch vorstellen wie am boden zerstört mein Vater war und dementsprchend Krokodilstränen bekommen hat. Jetzt hat er ein neuen Arbeitsvertrag bekommen, um quasi ihn noch so lange zu ertragen, bis er in Rente geht. Falls irgendeiner meinen sollte dass er was anderes suchen sollte, dem sage ich nur men Vater ist knapp 60 Jahre und mit dem Alter ist es gänzlich oder fast unmöglich etwas zu finden.

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