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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Bücher zur Kindererziehung
Tiiaok... wenn man Kinder bekommt und vielleicht auch noch das erste...dann kann ich ja verstehen wenn sich Eltern Gedanken machen... wenn sie sich bestimmt Zeitschriften oder Bücher kaufen. Aber das in der Bahn war doch noch ne Klasse besser.

Vor mir saß ein Mann.. schätzungsweise mitte 30... zwei riesen Bücher auf dem Schoß und in dem einen am lesen und markieren und sich ständig Notzien an den Rand am schreiben. Bei dem einen Buch konnte ich nachher die Seitenzahl lesen... 1458 Seiten über das für und wider von Stoffwindeln etc. ( das andere Buch war mind. genauso dick ).

Zuerst hab ich mich ja nur gefragt wer sich bitte eine solche Mühe macht diese dicken Wälzer zu schreiben.. doch dann fragte ich mich was sind das für Leute die meinen das sie dannach die perfekten Kinder erziehen könnten? Als wenn man bei Kindern nach nem Leitfaden vorgehen kann und alles ist super *kopfschüttel*

Dann hörte ich wie dir Frau neben ihm auf einmal meinte "ihr erstes?" er schaute sie an und antwortete "nein... wir haben schon eins...aber er ist ein wenig stur... zuviel eigener Wille ist schlecht". Sie schaute ihn mind. so fassungslos an wie ich.
TanfanaBitte? Eigener Wille ist schlecht???? Wo sind wir denn hier gelandet?
Der sollte sich nen Roboter kaufen... oder nen Hund...

Ich als Mama kann nur sagen;
Egal was man macht, Fehler sind da immer bei.
Man kann nix perfekt machen und auch die Kinder
können einfach nicht "funktionieren" denn es sind Menschen!

*aufreg
Tiiadas mit dem Hund hab ich mir auch gedacht.. mir aber meinen Kommentar verkniffen. das man Wünsche hat wie Kinder vielleicht nicht werden sollen.. ok... aber das man sie so erziehen möchte das sie einem nach der Pfeife tanzen??? :q
moreIch denke Ratgeber können sicherlich auch nützlich sein, jedoch sollte man bedenken dass jedes Kind seinen eigenen Charakter hat und sich nicht einfach nach einem Buch ausrichten lässt.
AlienSexFiend...ich habe selbst si einen Ratgeber hier stehen ("Jedes Kind kann schlafen lernen") und das ganze - man wird es sich wohl denken können - bei (m)einem ersten Kind...;)

...in so manchen Fällen können solche Ratgeber doch ganz hilfreich sein, gerade dann, wenn man merkt, dass man etwas falsch gemacht hat (in unserem Fall einen sowohl für das Kind als auch mich auf Dauer ungünstigen Schlafrhythmus, bei dem meine Kleine nachts oft wach wird um ein Fläschchen zu trinken) und selbst nicht mehr so aus dieser Situation raus kommt...

...das sind aber Dinge, die nichts mit Willen, den ich vom Kind unterdrücken möchte...vielmehr ist es einfach eine dumme Angewohnheit, die sie nacht immer aufwachen lässt und es wird letztendlich auch in ihrem Sinne sein, wenn sie wieder durchschlafen kann...

...zum Thema eigener Wille ist ja schon alles gesagt worden...
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Tiia [/i]
Vor mir saß ein Mann.. schätzungsweise mitte 30... zwei riesen Bücher auf dem Schoß und in dem einen am lesen und markieren und sich ständig Notzien an den Rand am schreiben. Bei dem einen Buch konnte ich nachher die Seitenzahl lesen... 1458 Seiten über das für und wider von Stoffwindeln etc. ( das andere Buch war mind. genauso dick ). [/QUOTE]Die [URL=http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3442127262]kleinen Büchlein,[/URL] in denen es um grundsätzliche Einstellungen zu Kindern (und Menschen überhaupt) geht, haben es oft viel mehr in sich, als die dicken Wälzer, in denen akribisch-bürokratisch Statistiken aufbereitet werden. :rolleyes:
swanheartum ehrlich zu sein... mit kindererzeihung hab ich nicht soooooooooo viel am hut. bin halt erst 17. aber die erfahrungen, die ich als betreuerin bei den ferienspielen und ähnlichen angeboten in einem jugendhaus gemacht habe waren durchweg positiv gerade weil die kinder (vom kindergartenalter bis ca. 12 jahre) einen eigenen willen haben. natürlich wäre es oft streßfreier, wenn sie einfach "so funktionieren" würden, aber die zwerge müssen doch auch lernen sich zu behaupten (mit worten). ich finde es immer schlimm zu sehen, wie die kinder, die keinen eigenen willen haben unglücklich sind und nicht ausgelassen spielen können, weil sie von wem auch immer zu irgendwelchen aktivitäten gezwungen werden auf die sie eigentlich gar keine lust haben.
belladonnaAlso ich habe zwei Kinder. So ganz dicke Erziehungsratgeber habe ich nie gelesen. Ich habe hier zu Hause: "Jedes Kind kann Regeln lernen" da halte ich mich aber nicht total strickt dran, aber ein paar Tipps waren ganz nützlich, dann hat meine Schwiegermutter mir "Das große ADS-Buch" geschenkt, weil da bei meinem Sohn der Verdacht besteht. Aber das lasse ich gerade von einem Kinderpsychologen klären. Mein Mann hat noch so ein Buch speziell für Väter und dann habe ich noch "Kinder spielerisch zur Ruhe führen" das habe ich wegen meinem Sohn gekauft, der sehr unruhig ist und es schwer hat sich in der Schule zu konzentrieren. Aber in all die Bücher schau ich selten rein. Das mit dem "spielerisch zur Ruhe führen" habe ich mangels eigener Ruhe irgendwie noch nie auf die Reihe gekriegt.

Erziehungsratgeber sind wie TheTurningPoint schon meinte meistens dann ganz nützlich, wenn es sich nicht um superdicke Wälzer handelt. In einer Elternzeitschrift habe ich auch mal gelesen, daß Erziehungsratgeber was für masochistisch veranlagte Eltern wären. Was da von den Eltern manchmal verlangt wird, das läßt sich in der Praxis einfach mal gar nicht umsetzen und gibt den Eltern das Gefühl ständig alles falsch zu machen und zu versagen. Geht mir gerade in Bezug auf meinen Sohn auch ständig so. Aber wenn ich´s genau betrachte, mache ich das mit der Erziehung ganz gut. Meine Tochter ist insgesamt ruhiger und "pflegeleichter". Aber sie hat einen sehr starken Willen. Den versuche ich aber nicht zu brechen, ich bin sehr stolz auf ihre Durchsetzungskraft. Es gibt Dinge, da muß ich dann sehr genau abwägen ob es wirklich nötig ist, meine Forderung durchzusetzen. Manchmal muß ich schon stur bleiben, das ist dann wegen ihrer Sturheit sehr anstrengend, aber es gibt auch Situationen wo ich ihr durchaus nachgeben kann.
Meine Eltern waren immer wahnsinnig autoritär. Das war einerseits ja recht bequem, weil sie alle Entscheidungen für mich getroffen haben und ich mich nur führen lassen mußte, aber jetzt als Erwachsene muß ich erstmal anfangen zu lernen mich durchzusetzen und die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Das möchte ich meinen Kindern ersparen und darum lasse ich sie auch mal selbständig Entscheidungen treffen.

Keine Ahnung was der Typ in der Bahn mit "zu viel eigener Wille ist nicht gut" gemeint hat. Vielleicht hat er ja wirklich ein extrem eigensinniges Kind. Meine Nachbarin hat einen Sohn, der sie regelrecht erpresst. Wenn sie nicht mit ihm in einem Bett schläft, dann steckt er sich den Finger in den Hals und kotzt sein Bett voll. Oder er kotzt die Wände der Wohnung voll, wenn er seinen Willen nicht bekommt. Das riecht schon etwas unangenehm dort, weil er das sehr, sehr oft tut. Da würde ich vielleicht auch anfangen dicke Erziehungsratgeber zu wälzen?
NecridDas neue Kind von dem Mann im Anfangspost tut mir leid. Es wird ohne innere Freiheit aufwachsen. Wie soll dieser Mensch je in seinem Leben glücklich werden können?
XSeelenschreiXein Roboter wär da echt angebrachter... den könnte der Vater dann nach einem möglichst dicken Wälzer programieren und die Sache wäre erledigt...
Aber mal davon abgesehen: man stelle sich ein perfektes Kind vor... Wie hat das denn dann auszusehen? Was darf es tun und was nicht? Und es sind ja auch diese kleinen Fehler, die Eltern bei der Erziehung passieren, die den Charakter des Kindes mitformen..
TheTurningPoint@ XSeelenschreiX:

Schau dir mal den Film "A.I. - Künstliche Intelligenz" an. Da ist ein fehlerloses Roboter-Kind zu erleben, und die Probleme, die es damit gibt. Dabei stellt sich die Frage "Was macht einen Menschen aus?" Mir ist der Film ziemlich nahe gegangen.
Tiiaegal was der mann ( und der weibliche anhang wahrscheinlich auch ) versuchen werden.. das kind wird nie so perfekt sein wie sie es gerne hätten. ich denke sogar das kinder denen man gänzlich versucht ihren willen zu nehmen oder ihn zu brechen... irgendwann anfangen zu rebellieren und vielleicht in weit schlimmeren ausmaß als normal.

wie gesagt... gegen so kleine tipps und ratgeber habe ich ja nichts.. möchte mich auch garnicht davon frei sprechen das ich zu gegebener zeit nicht auch dazu greifen würde :) nur in solchen wälzern die antwort auf alle fragen und einen leitfaden für das kind von der geburt zum erwachsen werden zu finden... das ist doch unnormal *find*

der kleine wurm ist nichtmal auf der welt und seine eltern haben schon beschlossen das er sich nie so entwickeln darf wie er möchte solange es nicht als pädagogisch ratsam eingestuft wird. der vater war ja selbst schon die musikinstrumente am rausschreiben die besonders geeignet sind :eek:
amisiIch meine das perfekt Kind zu kennen. Ok, inzwischen ist sie kein Kind mehr. Aber immernoch perfekt. Keine Anhung, wie ihre Eltern das gemacht haben.
Nicht, dass ich in meinem Alter Ahung von Kindererziehung hätte, aber was man da zur Zeit so sieht von wegen "Supernanny" kann doch nicht richtig sein?! Naja, richtig ist vielleicht das falsche Wort, aber dass damit Kinder glücklich und gesund großwerden sollen, ist doch recht fragwürdig.
Ich finde Erziehungsratgeber generell nicht verkehrt (es sei denn, der Titel lautet "so erziehe ich meine Kind zum pflegeleichten Superhirn mit Ruhigsei-Garantie). Schlimm ist es nur, wenn die Eltern solche Bücher nicht als Ratgeber sondern als Bibel verstehen und jeden noch so kleinen Punkt umsetzten.
Meine Eltern haben mich ohne Gebrauchsanweiseung -meiner Meinung nach nicht schlecht- erzogen. Klar, wenn das Kind jetzt ADS oder sonst was hat, dann sollte man sich darüber auch informieren. Aber viele Bücher erfinden auch ständig neue Störungen:
Vor Lesen des pseudowissentschaftlichen Ratgebers ist es nur ein stilles, etwas schüchternes Mädchen. Danch kann man der Freundin beim Kaffeklatsch erzählen, dass die Tochter unter depressiven Verstimmungen und Minderwertigkeiteskomplexen leidet..Oder noch schlimmer: Das ganze umgekehrt. Ach was, ihr Kind ist ganz normal. Das kriegen sie auf jeden Fall ganz schnell wieder in Ordnung.
Mein Vorschlag wäre, einen Ratgeber rauszubringen, wie man richtig mit Ratgebern umgeht.
*mein Senf* :rolleyes:
TajelaDas ist fast das Schlimmste, was Elrtern ihren Kindern antun können.
Dass man immer mal Fehler macht bei der Kindererziehung ist ganz klar, schließlich ist niemand perfekt.
Aber den eigenen Willen, eine eigene Meinung unterdrücken zu wollen und sein Kind zur Marionette zu erziehen ist absolut verwerflich.
Diese Menschen werden wahrscheinlich auch als Erwachsene niemals richtig sein wie sie wirklich sind, weil sie immer unter irgendwelchen Zwängen stehen, weil sie einfach gelernt haben, zu folgen, anstatt eigene Meinungen und Ideen zu entwicklen.
Ich weiß nicht, ob man so wirklich glücklich sein kann.
Und obwohl ich keine Kinder habe, bezweifle ich, dass es mich als Mutter glücklich machen würde, mir einen Opportunisten ohne eigenständige Persönlichkeit heran zu ziehen.
amisiNaja, kommt drauf an, wie weit der eigene Wille geht.
Ich meine, dass das Kind trotzdem lernen sollte , erstmal zuzuhören, was man jetzt eigentlich von ihm will.
Und so blöd es auch klingt, manchmal weiß der Erwachsene es eben besser und denkt sich schon was bei seinen Verboten, dass das Kind zwar nich einsehen will aber zu akzeptierne hat. Dafür haben Kinder ihre Eltern, dass sie bei Sachen, die die KLeinen noch nicht beurteieln können die Fäden in die Hand nehmen.

Und ein eigener Wille muss auch nicht gleich bedeuten, dass das Kind im Laden seine Eltern anschreit "ich will aber jetzt..".
AirOmg *gg*
Also, als angehender Erzieher geb ich mal meine Fach- Meinung Kund:D
In jedem Alter gibt es eine gewisse Stufe der Entwicklung. Es ist richtig in diesen Entwicklungsphasen die eigenen Entscheidungen der Kinder einzudämmen weil es sonst passieren kann das die Kids sonst später KEINE a/Autorität anerkennen und unsoziales verhalten an den tag legen.

*g* 1400 und wieviele Seiten?- Naja, ok*g* boah gleich lach ich laut los. Es macht in der Entwicklung eines Kindes zwar einen riesen Unterschied ob es Stoff- oder Einmalwindel bekommt. Aber, sorry, ein Buck wo man sich einen Bruch hebt gibt es nicht mal in der Fachliteratur für Erzieher, glaub ic.

Wenn der Typ wirklich versucht ein perfektes Kind zu erziehen, wird er am Ende nut enttäuscht sein. In der Regel tritt genau das Gegenteil ein.


Air
PallorUminterpretations Vorschläge:

Der Mann wollte sagen:
"Zuviel Egoismus ist für ein Kind schlecht"

Und der Begriff Freiheit und eigener Wille wird hier doch arg strapaziert ohne das er mit INhalt gefüllt wird.

Eigener Wille bedeutet nicht das Menschen willkürlich Egoistisch Handeln dürfen/sollen.

Wir leben in einer Gesellschaft die ununterbrochen uns die bewusste rationale Entscheidung(FReiheit) abnimmt, dies meist aber so unterbewusst das wir uns gegen die Repressionen kaum wehren können.

Wie früh schon eine z.b. die Werbung Kinder als Opfer auserkohren hat, oder speziele Supermarkt Platzierungen auf Kinder ausgerichtet sind.

An dieser Stelle hat der Staat und die Eltern eine Verantwortung für diese Kinder zu übernehmen, und das bedeutet einschränkungen auf Materieler Ebene und Verzicht diesen Kindern beizubringen und sie zu einem selbstbestimmten Wesen zu erziehen.

Und diese Erziehung funktioniert nicht, wie hier oft angenommen wird über "Verbote" sondern vor allem einer Vorbilds und Ausstatungs funktion. Kindererziehung heisst immer sich selbst mitzubilden und mit zustärken.

Wirckliche Freiheit ist in dieser Gesellschaft sicherlich bei nichtmal 5% der Menschen vorhanden, die sich Systemkritisch verhalten, der Rest ergeht sich in einer Scheinfreiheit dem Konsum(Auch dem Werte KOnsum).
Und genau bei der Gesellschaft hört auch die "Schuld" Frage für Eltern auf, Kinder werden nicht nur durch die Eltern erzogen sondern durch alles in ihrer Umwelt.(Dazu gehören andere Kinder, Erwachsene, Vorbilder, Tiere, Natur etc.) Selbst wenn Eltern theoretisch alles richtig machen(wir gehen dabei von einem richtig aus), so ist nicht gegeben das das Kind sich richtig(wieder unter vorbehalt) entwickelt.

Das einzige was man von Eltern verlangen kann ist Liebe, Fürsorge und vor allem dem Kind possitive EIndrücke und Übungen zu vermitteln, mit dennen das Kind eigenständig die Welt erforschen kann.

Dazu braucht man nichteinmal einen Erziehunsgratgeber...

Pendark

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