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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Gesetze gegen "Stalker"
Creobotrakam just im radio: die gesetzeslage gegen stalker und für opfer soll verbessert werden.

da solche leut (in der hauptsache männer) mir eh gewaltig auf den keks gehen, ist das ja nur begrüssenswert und überfällig. ich bin mal gespannt, ob es nur wieder ein wischiwaschi-gesetz wird oder wirklich etwas taugt.
nur wird wahrscheinlich auch wieder das persönlichkeitsrecht dazwischen gehen, oder irgendwas in der richtung.
wie weit darf/muss/sollte man bei sowas gehen können?
MontroseWie wird verhindert, daß jemand als Stalker verurteilt wird, obwohl er nur unglücklich verliebt und vielleicht ungeschickt war. Bereits ein Liebesbrief gilt ja bereits als Stalking. Auch normales Verhalten wird hier plötzlich zum Straftatbestand. Erschwert solch ein Gesetz, das bislang normales Verhalten kriminalisiert, nicht den Umgang zwischen Mann und Frau?

Der Täter leidet in irgendeiner Weise auch. Wie wird ihm geholfen? Desweiteren, wie wird der Täter davor bewahrt, selbst zum Opfer von Hetzjagden zu werden, weil sich plötzlich andere (Männer) als "Beschützer" aufspielen?

Wie wird verhindert, daß Frauen, die Rache üben oder einfach nur Männer, denen sie überdrüssig wurden, abservieren wollen, dieses Gesetz mißbrauchen. Sexualgesetze werden ja bereits jetzt in vielen Scheidungsklagen mißbraucht, indem die Frau einfach mal dem Mann Kindesmißbrauch anhängt.

Schließlich: was trägt dieses Gesetz zum sozialen Frieden bei? Einem bestimmten Menschentypus wird erleichtert, andere in eine Falle zu locken. Männer müssen sich, wenn sie sich für eine Frau interessieren, immer einen Zeugen mitnehmen, um im Fall des Falles nicht als Dumme dazustehen. Enttäuschung, Wut und Trauer...normale Gefühle, dürfen nicht mehr ausgedrückt werden, weil das schon als Delikt gewertet wird. Dieses Gesetz trägt zum sozialen Frieden nichts bei, sondern läßt viele unverstandene und verbitterte Menschen zurück.

Besser als eine Kriminalisierung wäre es, die Moderation auszubauen. Täter und Opfer zu konfrontieren, eine Aussprache zu ermöglichen. Diese Vorgehensweise hätte mehrere Vorteile:

1. Beide Seiten werden nicht dazu ermuntert zu lügen, wie das bei üblichen Strafverfahren leicht der Fall ist. Sondern man kann sich ehrlich austauschen.

2. Für den Täter ist eine freundliche und verständnisvolle Absage, möglicherweise in Verbindung mit einer Selbsthilfegruppe, akzeptabler, verhindert Verbitterung und ermöglicht so, daß er neues Verhalten aufbauen kann. Wenn man hingegen einfach nur niedergenüppelt wird, entsteht daraus keine neue Einsicht, sondern schafft eine Antihaltung.

3. Auch für das Opfer besteht dann auch noch die Möglichkeit, zu verzeihen, zumal wenn das Opfer vielleicht doch noch Gefühle für den Täter hegt. Auch wenn das jetzt überhaupt nicht in die political correctness paßt: .... manchmal sind die Beziehungen und Trennungswünsche so eindeutig auch wieder nicht.


Das Stalking-Gesetz wird nur Nachteile bringen. Die andere Art von schlimmen Männer, die Frauen was vorgaukeln, poppen und dann hängenlassen, wird ohnehin von keinem deutschen Gesetz erfaßt. Nüchtern betrachtet hat bislang überhaupt kein deutsches Gesetz auf diesem Gebiet irgendwas dazu beigetragen, daß Männer und Frauen besser geschützt wären.

Wie schon gesagt: Lösungen miteinander statt gegeneinander zu suchen, wäre der bessere Weg.
Any Body... gesetzesentwürfe, die emotionen egal in welcher art in die schranken weisen sollen... ich halte diesen für unnötig...und unwirksam...
TheTurningPointIch kann nur Montrose und Any Body zu 100 Prozent zustimmen. Solche Gesetze führen nur dazu, dass die Kluft zwischen den Menschen noch größer wird.

Ich halte sie nicht nur für unnötig und unwirksam, sondern sogar für sehr gefährlich. :mad:
ange gardienIch sehe das auch so. Gegen Psychoterror, Drohungen oder Sachbeschädigungen gibt es bereits Gesetze. Den Stalkingopfern wäre schon geholfen wenn man diese auch anwenden bzw. konsequent durchsetzen würde.

Das Problem ( nicht nur beim Stalking ) sind nicht zu lasche Gesetze, sondern eine zu lasche Anwendung dieser Gesetze.
herbstliebe[QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i]
[B]Ich sehe das auch so. Gegen Psychoterror, Drohungen oder Sachbeschädigungen gibt es bereits Gesetze. Den Stalkingopfern wäre schon geholfen wenn man diese auch anwenden bzw. konsequent durchsetzen würde.
[/B][/QUOTE]

das stimmt überhaupt nicht. erstens, bräuchte man sich dann keine gedanken über neue gesetze machen und zweitens... wenn du mal mit einem stalker liiert warst und der dir probleme bereitet, kannst du zwar die polizei rufen, die denjenigen dann aus deiner nähe entfernt, aber das auch nur bis zum nächsten mal.

ich verstehe die bedenken von montrose. aber wegen einem gewissen teil der nation, der die neuen gesetze missbrauchen könnte, kann man unmöglich die wirklich betroffenen benachteiligen.

was, wenn eine moderation nicht greift, weil sich die beteiligten gar nicht kennen.

ausserdem schrecken entsprechende gesetze einen eventuell verletzten/verlassenen davon ab, zu einem stalker zu mutieren.

[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]Ich kann nur Montrose und Any Body zu 100 Prozent zustimmen. Solche Gesetze führen nur dazu, dass die Kluft zwischen den Menschen noch größer wird.
[/B][/QUOTE]

je grösser, je besser! zumindest was hier opfer und täter betrifft!
NecridStaking ist definitiv ein großes Problem. ber ob das Gesetz wirklich so desaströs ist, wie hier vermutet, kann ich nicht beurteilen, ich kenne es ja nicht. Weiß jemand, wo man nachlesen kann, was sich konkret ändert?
herbstliebedas kannst du hier nachlesen.

http://www.bmj.bund.de/enid/b7c9d9fea24f12c84702bf5bec65e854,0/Reden___Vortraege/Alfred_Hartenbach_ij.html

[SIZE=1]sorry, der link liess sich nicht in html einbauen. eventuell kopieren und im browser einsetzen. [/SIZE]
Prisoner[QUOTE]Wie wird verhindert, daß jemand als Stalker verurteilt wird, obwohl er nur unglücklich verliebt und vielleicht ungeschickt war. Bereits ein Liebesbrief gilt ja bereits als Stalking. Auch normales Verhalten wird hier plötzlich zum Straftatbestand. Erschwert solch ein Gesetz, das bislang normales Verhalten kriminalisiert, nicht den Umgang zwischen Mann und Frau?"[/QUOTE]

Was ist Normales Verhalten?
Und wenn ein Mann einen Liebesbrief schreibt braucht es sicher nichts zu befürchten, es sei denn in diesem sogenannten Liebesbrief steht: "Ich muss dich haben...entweder ich oder niemand." oder "Ich bring mich um, wenn du mich verlässt."
Das ist kein normaler Umgang zwischen Mann und Frau.

Es gibt Männer die meinen das "Nein" einer Frau in ein "Ja" verwandeln zu können. Sie sehen es sogar als geschlechtstypische Erwartung an den Mann an..."zu erobern".

Man muss die Grenzen eines Menschen akzeptieren. Und dauernde (ungewollte!) Telefonanrufe, ständige (ungewollte!) Annährungsversuche sind eindeutig eine Missachtunng dieser Grenze, der menschlichen Würde à la "Ich will meinen Willen durchsetzen, was du willst, und ob du es überhaupt willst, ist mir egal".

Und das Problem ist das solches nicht genug krimalisiert wird. Der Poli
zei bleibt nichts anderes übrig als zu sagen: "Wir können nichts tun, solange nichts passiert ist." Einen Monat später ist diese Frau dann tod...

[QUOTE]Wie wird verhindert, daß Frauen, die Rache üben oder einfach nur Männer, denen sie überdrüssig wurden, abservieren wollen, dieses Gesetz mißbrauchen. Sexualgesetze werden ja bereits jetzt in vielen Scheidungsklagen mißbraucht, indem die Frau einfach mal dem Mann Kindesmißbrauch anhängt.[/QUOTE]

Heißt das, das man diese Gesetze einfach abschaffen sollte. Das kann auch nicht die Lösung sein. Mit Vergewaltigung ist es ja das selbe. Klar, gibts Frauen die es aus Rache machen. Aber es gibt noch mehr tatsächliche Opfer denen nicht geglaubt wird oder wo die Beweise einfach nicht ausreichen. Ein Beispiel: Eine Frau wird vergewaltigt, traut sich aus Scham nicht rechtzeitig zum Arzt, denkt vielleicht noch es wäre ihre Schuld. Der Arzt kann nichts gravierendes mehr feststellen. Wenn es keine Zeugen gab, steht Aussage gegen Aussage. Und gerade wenn der Täter, Freund oder Ex-Ehemann war, stehen die Chancen auf eine Verurteilung schlecht.
MontroseIch würde allen hier mal empfehlen, denn link von Herbstliebe zu lesen. Das steht zum Beispiel:

[QUOTE]Der vorgelegte Entwurf ist nach meiner Auffassung verfassungsrechtlich bedenklich. Er enthält eine Vielzahl wenig bestimmter Rechtsbegriffe, die in dieser Häufung mit dem verfassungsrechtlichen Bestimmtheitsgebot in Konflikt geraten. Wegen dieser mangelnden Bestimmtheit des Tatbestandes hat auch die Presse den vergangenen Tagen sehr deutlich gemacht, dass sie diesen Entwurf nicht will und große Probleme damit hat. [/QUOTE]Was ist Stalking????

Zitat:
[QUOTE]und zwar vornehmlich bei den Berufsgruppen, die in ihrer Arbeit mit dem Schutz von Stalking-Opfern befasst sind.[/QUOTE]Wer vertritt die Stalking-Täter? Diese Leute haben möglicherweise psychische Probleme. Oder aber es gibt tatsächlich in der Beziehung problematische Punkte, an denen auch das Opfer beteiligt ist.

[QUOTE]erstens, bräuchte man sich dann keine gedanken über neue gesetze machen [/QUOTE]Das ist ein falsches Argument. Wenn man etwas in Erwägung zieht, heißt das noch lange nicht, daß es notwendig ist.
Im übrigen werden solche Gesetze auch aus politischen Gründen lanciert. Daß zum Beispiel derzeit Frauenhäusern das Geld gekürzt wird .... also Schutz scheinbar erhöht und gleichzeitig vermindert wird ... das scheint niemandem aufzufallen.
Mit gesetzgeberischem Aktionismus wird oft verschleiert, daß man in Wirklichkeit etwas nimmt anstatt zu geben.

[QUOTE]aber wegen einem gewissen teil der nation, der die neuen gesetze missbrauchen könnte, kann man unmöglich die wirklich betroffenen benachteiligen.[/QUOTE]Woher willst Du wissen, wieviele das sind, die das Gesetz mißbrauchen. Mißbrauchen "können" tun solch ein Gesetz genau 80 Mio Deutsche, also jeder.

[QUOTE]Staking ist definitiv ein großes Problem. ber ob das Gesetz wirklich so desaströs ist, wie hier vermutet, kann ich nicht beurteilen, ich kenne es ja nicht. Weiß jemand, wo man nachlesen kann, was sich konkret ändert?[/QUOTE]Woher weißt Du, daß das ein großes Problem ist, wenn Du gar nicht weißt, worum es geht? Bist Du auch ein Opfer der Sensationspresse?

[QUOTE]was, wenn eine moderation nicht greift, weil sich die beteiligten gar nicht kennen.[/QUOTE]Ob sich zwei kennen oder nicht, tut doch nichts zur Sache.
Der Punkt ist, daß man es erst mal mit einem Gespräch, und erst anschließend mit dem großen Hammer versuchen sollte.

[QUOTE]ausserdem schrecken entsprechende gesetze einen eventuell verletzten/verlassenen davon ab, zu einem stalker zu mutieren.[/QUOTE]Warum willst Du einen verletzen/verlassenen "schrecken". Ich verstehe Deine Logik nicht. Jemandem, dem es schlecht geht, der bekommt erst recht eine drauf, oder wie?
Ich finde dieses Haßbild, daß da aufgebaut wird, ethisch falsch. Warum versucht man nicht, einem verletzten/verlassenen zu helfen?

[QUOTE]wenn du mal mit einem stalker liiert warst[/QUOTE]Wie sieht denn so eine Liason aus? Wie erklärst Du Dir es, daß sich eine Frau genau solch einen Typen raussucht, um sich dann anschließend zu beklagen, daß er das ist, was er ist?

[QUOTE]kannst du zwar die polizei rufen, die denjenigen dann aus deiner nähe entfernt, aber das auch nur bis zum nächsten mal.[/QUOTE]Ich bin kein Jurist, aber da gibt es doch sowas wie eine "richterliche Verfügung", daß man jetzt schon eine Person unter Androhung von einer hohen Geldstrafe aus dem Umfeld einer Person verbannen kann. Es gibt bereits jetzt Möglichkeiten, Stalker auszubremsen.

[QUOTE]Und wenn ein Mann einen Liebesbrief schreibt braucht es sicher nichts zu befürchten, es sei denn in diesem sogenannten Liebesbrief steht: "Ich muss dich haben...entweder ich oder niemand." oder "Ich bring mich um, wenn du mich verlässt."
Das ist kein normaler Umgang zwischen Mann und Frau. [/QUOTE]Vieles was sich in Beziehungen abspielt, ist nicht normal. Wenn Deine "Normalität" gelten würde, dann hätte wahrscheinlich jedes Paar Beleidigungsklagen am Hals, weil jedem mal was rausrutscht.

Ist das denn nicht gefährlich, wenn sich die Öffentlichkeit und der Staat in Beziehungen reindrängt um vorzuschreiben, was normal ist??

Deine Beispiele eines Briefes sind harmlos. Wenn jemand sagt, er bringt sich um, wo soll da das Problem sein? Die Frau kann es ignorieren oder den Psychiater anrufen, um einen Suizidversuch zu vereiteln. Wenn sie darüberhinausgehende psychische Probleme bekommt, dann ist das ihre Sache. Sorry, sind unsere Frauen heute wirklich so schwach?

[QUOTE]Es gibt Männer die meinen das "Nein" einer Frau in ein "Ja" verwandeln zu können.[/QUOTE]Und was machst Du, wenn frau beides gleichzeitig signalisiert?

[QUOTE]Sie sehen es sogar als geschlechtstypische Erwartung an den Mann an..."zu erobern".[/QUOTE]Es ist der Normalfall, daß Frauen einen Mann erst mal auf die Probe stellen, indem sie sich bedeckt geben. In meinem Bekanntenkreis sind etliche Beziehungen, bei denen die Frau den Mann erst mal ein bißchen auflaufen ließ.
Ich wüßte mal gerne, was Deine geschlechtstypische Erwartung ist. Deine Scheibe hört sich in meinen Ohren sehr theoretisch und weltfremd an.

[QUOTE]Man muss die Grenzen eines Menschen akzeptieren. Und dauernde (ungewollte!) Telefonanrufe, ständige (ungewollte!) Annährungsversuche sind eindeutig eine Missachtunng dieser Grenze, der menschlichen Würde à la "Ich will meinen Willen durchsetzen, was du willst, und ob du es überhaupt willst, ist mir egal".[/QUOTE]Das ist richtig. Die Frage ist nur: was ist "dauernd" und "ständig"? Kannst Du mir den genauen Zeitpunkt angeben, ab dem man bei einer Frau sagen kann: es hat keinen Wert, es bringt nichts mehr?

[QUOTE]Und das Problem ist das solches nicht genug krimalisiert wird. Der Polizei bleibt nichts anderes übrig als zu sagen: "Wir können nichts tun, solange nichts passiert ist." Einen Monat später ist diese Frau dann tod...[/QUOTE]Welche Frau ist tot? Wie heißt sie, wo ist das passiert? Schau mal, Du erfindest hier Märchen, um andere Leute aufzuhetzen. Ist nicht Deine Handlungsweise kriminell?

[QUOTE]Ein Beispiel: Eine Frau wird vergewaltigt, traut sich aus Scham nicht rechtzeitig zum Arzt, denkt vielleicht noch es wäre ihre Schuld. Der Arzt kann nichts gravierendes mehr feststellen. Wenn es keine Zeugen gab, steht Aussage gegen Aussage. Und gerade wenn der Täter, Freund oder Ex-Ehemann war, stehen die Chancen auf eine Verurteilung schlecht.[/QUOTE]
Ja und was ist die Lösung? Das plötzlich jeder x-Beliebige ohne Beweise verurteilt werden kann?
Dann könnte ich ja einfach behaupten: Prisoner, Du hast die C. vergewaltigt. Die gibt das zwar nicht zu, weil sie Scham hat, und finden tut man auch nichts mehr, und außerdem will sie den ganzen Ärger mit Gericht usw. nicht. Aber egal, der Prisoner ist ein Vergewaltiger, den bringen wir ins Gefängnis. Und nun?

Was Ihr nicht kapiert: bei einem fairen Verfahren muß man immer beide Seiten im Auge behalten. Von vorneweg die eine Seite zu ergreifen, hat nichts mit Recht zu tun, sondern ist Lynchjustiz.

Und dann ist da noch die andere Frage: Gibt es nicht viele andere Tatbestände wie Ehebruch, die eine schwere seelische Grausamkeit darstellen, aber nicht bestaft werden. Warum wird das eine bestraft und das andere nicht?
herbstliebeich hab ein echtes problem damit, deine zusammengewürfelten zitate auseinander zu halten!

[QUOTE] [i]Original geschrieben von Montrose [/i]
Woher willst Du wissen, wieviele das sind, die das Gesetz mißbrauchen. Mißbrauchen "können" tun solch ein Gesetz genau 80 Mio Deutsche, also jeder. [/QUOTE]

80 mio soll wohl die einwohnerzahl deutschlands darstellen. überdenk diese aussage besser nochmal.

[QUOTE] Ob sich zwei kennen oder nicht, tut doch nichts zur Sache. Der Punkt ist, daß man es erst mal mit einem Gespräch, und erst anschließend mit dem großen Hammer versuchen sollte. [/QUOTE]

warum tut es nichts zur sache?

[QUOTE] Warum willst Du einen verletzen/verlassenen "schrecken". Ich verstehe Deine Logik nicht. Jemandem, dem es schlecht geht, der bekommt erst recht eine drauf, oder wie? [/QUOTE]

ich kann dir auch nicht ganz folgen.

schrecken im sinne von abschrecken. angst vor strafe, weil man etwas unrechtes tut. du verstehst? was hat das mit "einen drauf" zu tun?

[QUOTE] Ich finde dieses Haßbild, daß da aufgebaut wird, ethisch falsch. Warum versucht man nicht, einem verletzten/verlassenen zu helfen? [/QUOTE]

hast du eine vorstellung von dem hassbild, das einstalker aufbauen kann? nicht nur in sich!

[QUOTE]Wie sieht denn so eine Liason aus? Wie erklärst Du Dir es, daß sich eine Frau genau solch einen Typen raussucht, um sich dann anschließend zu beklagen, daß er das ist, was er ist? [/QUOTE]

ich erklär mir gar nichts. menschen sind einfach zu verschieden, um hier pauschal drauf antworten zu können. wenn sich die frau unwissentlich einen mörder anlacht ist sie wohl auch selbst schuld, wenn sie mal irgendwo tot aufgefunden wird, oder was? gilt bei dir auch das prinzip, die frau, die mit kurzem rock läuft ist selbst schuld, wenn sie vergewaltigt wird? grundsätzlich kann ich dazu nur sagen, dass niemand beim kennen lernen wissen kann, wer sein gegenüber ist. mir ist niemand bekannt, der die psyche eines anderen zu 100% kennt.

[QUOTE] Ich bin kein Jurist, aber da gibt es doch sowas wie eine "richterliche Verfügung", daß man jetzt schon eine Person unter Androhung von einer hohen Geldstrafe aus dem Umfeld einer Person verbannen kann. Es gibt bereits jetzt Möglichkeiten, Stalker auszubremsen. [/QUOTE]

du musst kein jurist sein um zu wissen, dass ein stück papier nicht vor schaden bewahren kann.

[QUOTE]unter Androhung von einer hohen Geldstrafe [/QUOTE]

so viel zum (ab)schrecken. ;)

[QUOTE] Wenn sie darüberhinausgehende psychische Probleme bekommt, dann ist das ihre Sache. Sorry, sind unsere Frauen heute wirklich so schwach? [/QUOTE]

du bist so einfühlsam. es gibt immernoch schwache frauen, klar. ebenso wie männer. was genau hat schwäche damit zu tun?

[QUOTE]Was Ihr nicht kapiert: bei einem fairen Verfahren muß man immer beide Seiten im Auge behalten. Von vorneweg die eine Seite zu ergreifen, hat nichts mit Recht zu tun, sondern ist Lynchjustiz. [/QUOTE]

du kannst etwas neutral betrachten, wenn du nicht im spiel steckst.

[QUOTE]Und dann ist da noch die andere Frage: Gibt es nicht viele andere Tatbestände wie Ehebruch, die eine schwere seelische Grausamkeit darstellen, aber nicht bestaft werden. Warum wird das eine bestraft und das andere nicht? [/QUOTE]

du könntest für diese fragestellung ja einen neuen thread eröffnen.

im übrigen wäre es ganz schön, wenn wir mal vom "geprellten liebhaber image" abkommen könnten, dass ein stalker hier überwiegend zu haben scheint.
Any Body.. durch diese neue diskussion um den oder die stalker mache ich mir gedanken darum, ab wann jemand ein entsprechendes urteil von einer anderen person erhält - die abgrenzung halte ich für sehr schwierig.

... denke ich darüber nach, dass meine besten freunde, zumindest die ich so bezeichnen würde, relativ viele nachrichten von mir erhalten, dann flösst mir dieser gesetzentwurf die gedanken ein, dass sie sich möglicherweise belästigt fühlen könnten, mich möglicherweise als einen solchen bezeichnen könnten...

... die berichte im fernsehen, die als beispiel für die befürwortung des gesetzentwurfes dienten, zeigten die vielen liebesbriefe, die getrockneten rosen, welche die "verfolgte" fein säuberlich abgelegt hatte um dagegen gerichtlich vorzugehen...

.. wer sagt einem, dass diese liebesbriefe, rosen nicht doch irgendwie aus einer zeit stammen, in der beide möglicherweise glücklich vereint waren und das neue gesetz jemanden möglicherweise verurteilen würde, der einst geliebt hatte und nun sich nicht entlieben kann?

... vielleicht ist es eine warnung für diejenigen, die beabsichtigen, eine verlorene beziehung nicht aufzugeben, vielleicht aber auch nicht... ich frage mich bei diesen ganzen gesetzen, wer steigt da wirklich noch durch und wessen wahrheit ist diejenige, die eine verurteilung nach diesem gesetz befürwortet?

... ratlose grüße...
Any B.
Lunar Light@montrose:

das sind in der tat interessante aspekte, die bedacht werden sollten. dennoch muss den opfern irgendwie geholfen werden. ich hatte bereits das "vergnügen", und dabei handelte es sich um einen vergleichsweise harmlosen fall (wenn ich es genau nehme, waren es sogar 2 fälle). wenn man permanent verfolgt wird, so dass man an jeder ecke diesen menschen vermutet, ständig herzrasen hat und sich kaum noch auf die straße traut... hälst du das für zumutbar? das problem ist auch, dass solche menschen nicht auf "freundliche absagen" reagieren - im gegenteil. wegen eines liebesbriefs wird hier mit sicherheit niemand probleme bekommen. und ein neues gesetz musste definitiv her, denn sonst greift die polizei erst ein, wenn wirklich etwas passiert ist.
Dark BraveDas mit den Stalkern und den Gesetzen ist ganz einfach:
wenn man weiss, wer der Stalker ist, sucht man am Besten ein EU-Land, wo es strenge Gesetze gegen Stalker gibt und verklagt den dort. Der Stalker wird dann per europäischem Haftbefehl in das EU-Land ausgeliefert.

So einfach ist das.

Wenn man sich das mal so durch den Kopf gehen lässt, kann der EU-Haftbefehl auch zu etwas nützlich sein ....
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Prisoner [/i]
Und wenn ein Mann einen Liebesbrief schreibt braucht es sicher nichts zu befürchten, es sei denn in diesem sogenannten Liebesbrief steht: "Ich muss dich haben...entweder ich oder niemand." oder "Ich bring mich um, wenn du mich verlässt." [/QUOTE]In jedem zweiten Liebesbrief stehen Sätze wie "Ich kann ohne Dich nicht leben" oder "Ich liebe nur Dich". Ist das nicht fast dasselbe? Werden jetzt alle Leute, die Erich Fromm noch nicht kennen, zu Verbrechern?

[QUOTE]Es gibt Männer die meinen das "Nein" einer Frau in ein "Ja" verwandeln zu können. Sie sehen es sogar als geschlechtstypische Erwartung an den Mann an..."zu erobern". [/QUOTE]Diese Sichtweise wird von der Werbung rund um die Uhr propagiert, also kann sie doch nicht falsch sein. :rolleyes:

Gerade heute habe ich erst wieder ein Lied im Radio gehört, in dem eine Frau sang, dass der Mann doch nicht so dumm sein soll, weil das Nein einer Frau doch eigentlich ein Ja ist. (Das Textzitat schenke ich mir lieber, weil ich sonst mit ein paar Tausend Euro Strafe rechnen muss. :eek: )

[QUOTE]Man muss die Grenzen eines Menschen akzeptieren. Und dauernde (ungewollte!) Telefonanrufe, ständige (ungewollte!) Annährungsversuche sind eindeutig eine Missachtunng dieser Grenze, der menschlichen Würde [/QUOTE]Da sollte man doch erst mal bei den diversen Klassenlotterien und Versicherungen anfangen ...
Ich stimme dir ja zu, aber Äußerungen wie von Creobotra "da solche leut (in der hauptsache männer) mir eh gewaltig auf den keks gehen, ist das ja nur begrüssenswert und überfällig" deuten den zu befürchtenden Missbrauch schon an. Warum sich erst bemühen, Probleme durch Kommunikation miteinander zu klären, wenn man doch bald die Gelegenheit hat, alle Leute, die einem "gewaltig auf den keks gehen", in Gefängnisse und KZs abschieben zu können ...

[QUOTE]Der Polizei bleibt nichts anderes übrig als zu sagen: "Wir können nichts tun, solange nichts passiert ist." Einen Monat später ist diese Frau dann tod... [/QUOTE]Ich befürchte, wenn ein solches Gesetz kommt, dann wird es nicht mehr einen Monat lang dauern, sondern viel schneller gehen ...

[QUOTE][i]Original geschrieben von herbstliebe [/i]
ausserdem schrecken entsprechende gesetze einen eventuell verletzten/verlassenen davon ab, zu einem stalker zu mutieren. [/QUOTE]Ja, wahrscheinlich wird er dann gleich zu härteren Mitteln greifen. Als Körperverletzer und Totschläger wird man wenigstens im Knast nicht als Weichei betrachtet ...

[QUOTE]schrecken im sinne von abschrecken. angst vor strafe, weil man etwas unrechtes tut. du verstehst? [/QUOTE]Und was bewirkt Strafe außer Eskalation des Hasses? Das Problem wird so lange gedeckelt, bis es nicht mehr zu deckeln ist und mit einem großen Knall explodiert.

[QUOTE]hast du eine vorstellung von dem hassbild, das ein stalker aufbauen kann? [/QUOTE]Ist das stärker als der Hass, den Leute verbreiten, die gezielt und planmäßig ihren Reichtum und ihre Macht auf Hass und Zwietracht unter den Menschen aufbauen?

[QUOTE]grundsätzlich kann ich dazu nur sagen, dass niemand beim kennen lernen wissen kann, wer sein gegenüber ist. mir ist niemand bekannt, der die psyche eines anderen zu 100% kennt. [/QUOTE]Es gibt allerdings einige Erfahrungswerte zum allgemeinen Verhalten von Menschen (und Tieren gleichermaßen). Einer davon ist, dass Menschen (und Tiere) um so aggressiver werden, je mehr sie in die Enge getrieben werden. Das trifft auch auf Opfer und Täter in verschiedenen Situationen zu.

[QUOTE]im übrigen wäre es ganz schön, wenn wir mal vom "geprellten liebhaber image" abkommen könnten, dass ein stalker hier überwiegend zu haben scheint. [/QUOTE]Es gibt bestimmt noch viele andere Ursachen, warum jemand mehrfach einen Anderen anruft, obwohl dieser das nicht möchte, zum Beispiel, wenn die letzten 3 Monate Lohnzahlung noch ausstehen und die Familie nichts mehr zum Knabbern hat ...

Aber wozu sich mit Ursachen befassen? Ab ins Lager mit diesen Leuten, und gut iss. :mad:
_____
[b]"Wenn Ihr Eure Augen nicht braucht um zu sehen,
werdet Ihr Sie brauchen um zu weinen."[/b]
(Jean Paul Sartre)
herbstliebe[quote]
In jedem zweiten Liebesbrief stehen Sätze wie "Ich kann ohne Dich nicht leben" oder "Ich liebe nur Dich". Ist das nicht fast dasselbe? Werden jetzt alle Leute, die Erich Fromm noch nicht kennen, zu Verbrechern?
[/quote]

ich empfehle dir, mal den post von lunar light durchzulesen.

[quote]
Es gibt Männer die meinen das "Nein" einer Frau in ein "Ja" verwandeln zu können. Sie sehen es sogar als geschlechtstypische Erwartung an den Mann an..."zu erobern".
[/quote]
[quote]
Diese Sichtweise wird von der Werbung rund um die Uhr propagiert, also kann sie doch nicht falsch sein.
[/quote]

na das ist doch mal ein guter ansatz für die nächste vergewaltigung. kinderschokolade ist ja auch so gesund!

[quote]
in Gefängnisse und KZs abschieben zu können ...
[/quote]

ich glaub dir geht's zu gut! ich kann im eingangspost nichts von KZ lesen, auch nichts, was auf eine solche auslegung hinweist. ich würd mich an deiner stelle mal ein wenig mit deinen emotionalen ergüssen zurückhalten! unterschwellig andere als nazis zu bezeichnen... schäm dich!

[quote]
Ich befürchte, wenn ein solches Gesetz kommt, dann wird es nicht mehr einen Monat lang dauern, sondern viel schneller gehen ...

Ja, wahrscheinlich wird er dann gleich zu härteren Mitteln greifen. Als Körperverletzer und Totschläger wird man wenigstens im Knast nicht als Weichei betrachtet ...
[/quote]

ja klar, es gibt ja auch kaum ladendiebe, weil ein grosser bankraub im knast wenigstens für mehr ansehen sorgt. meinst du nicht auch, es würde mehr diebe geben, wenn es keine gesetze gegen diebstahl gäbe?

[quote]
Und was bewirkt Strafe außer Eskalation des Hasses? Das Problem wird so lange gedeckelt, bis es nicht mehr zu deckeln ist und mit einem großen Knall explodiert.
[/quote]

ach so? hm... vielleicht sind ja die gesetze überhaupt an allem schuld. deiner denkweise zu folge, sind wohl die leute, die heute schon totschlagen, nur totschläger, weil die gesetze gebieten, gefälligst gravierende straftaten zu begehen.

[quote]
Ist das stärker als der Hass, den Leute verbreiten, die gezielt und planmäßig ihren Reichtum und ihre Macht auf Hass und Zwietracht unter den Menschen aufbauen?
[/quote]

??? was hat das jetzt mit dem thema zu tun?

[quote]
Es gibt allerdings einige Erfahrungswerte zum allgemeinen Verhalten von Menschen (und Tieren gleichermaßen). Einer davon ist, dass Menschen (und Tiere) um so aggressiver werden, je mehr sie in die Enge getrieben werden. Das trifft auch auf Opfer und Täter in verschiedenen Situationen zu.
[/quote]

erfahrungswerte zum allgemeinen verhalten von menschen helfen mir auch nicht, wenn ich jemanden kennen lerne und der zeigt erst später sein "wahres gesicht". selbst menschen, die psychologische gutachten für gerichte erstellen, können sich irren.

[quote]
Es gibt bestimmt noch viele andere Ursachen, warum jemand mehrfach einen Anderen anruft, obwohl dieser das nicht möchte, zum Beispiel, wenn die letzten 3 Monate Lohnzahlung noch ausstehen und die Familie nichts mehr zum Knabbern hat ...

Aber wozu sich mit Ursachen befassen? Ab ins Lager mit diesen Leuten, und gut iss.
[/quote]

mir kommen die tränen! eine etwas realistischere argumentation käm echt gut.
Tiberon[QUOTE][b]im übrigen wäre es ganz schön, wenn wir mal vom "geprellten liebhaber image" abkommen könnten, dass ein stalker hier überwiegend zu haben scheint. [/B][/QUOTE]
Das ist allemal besser, als 'Verlassene' zu kriminalisieren.
Warum sollte man auch Menschen, die "ganz unten" sind (und der 'Stalker' dürfte nie freiwillig in seiner Position sein) per Gesetz niederknüppeln.

[quote]wenn man permanent verfolgt wird, so dass man an jeder ecke diesen menschen vermutet, ständig herzrasen hat und sich kaum noch auf die straße traut... hälst du das für zumutbar?[/quote]
Nichts für ungut, doch muß man sich, wenn man Verstecken "spielt", wunder, wenn man gesucht wird?


[quote]und ein neues gesetz musste definitiv her, denn sonst greift die polizei erst ein, wenn wirklich etwas passiert ist.[/quote]
Genau!
Brecht dem Bastard die Beine!
Warum?
Äh .. wer weiß, wird schon passen ...
OdessaWenn mich jemand "ständig anruft" und ich das nicht will (ich hatte so eine Situation zwei mal) - eine simple Anzeige bei der Polizei (10 Min.) und zeitgleich, mit dieser Anzeige, der Rufnummernwechsel binnen 24 Std. Das ist sogar kostenlos, wenn man die Polizeianzeige vorlegen kann, zumindest war es das vor 3 Jahren, als ich die Situation hatte.

Wenn mir jemand auflauert, vor meiner Wohnung und Arbeit rumlungert (hatte ich einmal) - sh. Anzeige plus Verfügung von wegen "nicht näher als 100 Meter". Wenn es ein Gewalttäter ist/Psychopath.... dann hab ich so und so relativ wenig Chancen, denn der Typ wird sich weder an alte noch an neue ("schärfere") Gesetze halten. Ich sehe da nicht wirklich viel Chancen, denn Psychopathen sind sowohl vernünftigen Gesprächen als Verfügungen nicht zugänglich.

Wenn mir jemand 100e von emails schreibt - einfach löschen oder noch effektiver: eine neue emailadresse zulegen. Oder den emailprovider des Täters anschreiben, den Tatbestand schildern und der Typ wird von selbst gesperrt. Nach dem 5. mal wird einem "normalen" Stalker (sh. Psychopathen) das zu dumm und er kapiert, daß er unerwünscht ist.

Im Prinzip sehe ich das ein bisschen ähnlich wie Montrose und TTP: wo ist die Grenze zwischen schlichtem "ausdauerndem Werben" und "Belästigen", wer legt die fest? Das kann ja nur jede Frau bzw. jeder umworbene Mann selbst tun.

Dem einen ist es schon "lästig", wenn man ihn alle 4 Monate ein mal anruft...der Nächste wirft einem vor, man wäre "wohl nicht an ihm interessiert", weil man nicht täglich "zurückruft". Die eine Frau brüstet sich damit, daß ihr "ein Typ täglich nachläuft, der steht sogar vor meiner Wohnung, was bin ich super wenn ich so begehrt bin", die andere ist schon paranoid wenn ein Mensch sie nur zwei mal im Monat anschreibt und fragt, wie es ihr geht ("Was willst Du von mir? Wieso denkst Du es wäre etwas? Was hast Du über mich gehört, warum schreibst Du mir?" usw. usw.).

Der eine Mann/eine Frau hat eine Mauer um sich herum gezogen, schreibt einem emails und pn, in denen er/sie immer wieder sinngemäß anklingen lässt "ich möchte ja so gerne... aber ich kann nicht. Ich bin so gefangen in mir selbst. Auf mich muß man zukommen wie ein Orkan, ich kann nicht von alleine aktiv werden" usw., und das heißt für mich: ich werde mich immer wieder mal von alleine melden, um ihm/ihr zu zeigen daß ich die Mauer übersteigen werde. Der Eine findet das also toll und freut sich drüber - aber der Nächste fühlt sich dadurch "bedroht" oder belästigt, wenn man ihm zwei mal im Jahr einen Brief schreibt - weil er zwar gerne jammert über seine Einsamkeit, aber sie doch nicht ändern will und eigentlich nur die Bestätigung seiner Meinung über die "schlechte Menschheit, die ihn immer im Stich lässt" will.

Die Eine jammert, daß sie vergessen wird und man sich nicht genug um sie kümmert, weil man nicht zwei mal am Tag anruft und nachfragt, wie es ihr geht - die Nächste empfindet es als "störend", wenn man nach 6 Monaten des Stillschweigens "schon" anfragt, ob alles okay ist. Und manche sind dermaßen launisch, daß sich diese "Gesetzmässigkeiten" von Tag zu Tag ändern. Was heute noch als "Wie schön daß Du sogar 5 mal am Tag anrufst weil Du Dich sorgst" belobhudelt wird, kann schon morgen zum "es geht Dich einen Dreck an wieso ich mich nach den 5 täglichen Telefonaten dann 5 Monate lang gar nicht mehr gemeldet habe bei Dir, also belästige mich nicht" werden und somit den Freund/die Freundin zum "Stalker" mutieren lassen.

Und woher bitte weiß "Mitmensch" dann, bei so dermaßen differenten und auch sich selbst widersprechenden "Reaktionen", was nun genau gewünscht ist, wann Kontakt "erlaubt" ist und wann er eine "Belästigung" darstellt?

Die Psychopathen gibt es nämlich auf beiden Seiten. Und das macht eine "eindeutige" Gesetzeslage so schwierig, wie bei allem Zwischenmenschlichem....

Meine Schlußfolgerung aus zig Kontakten mit Menschen und auch als "Stalkingopfer": ich pflege Kontakte langsam aber sicher nur noch per Internet und Telefon. Also mittels Medien, die ich einfach abstellen bzw. "ändern" (sh. Rufnummer) kann. Mich persönlich treffen - das gestehe ich mittlerweile nur noch einer Handvoll Menschen zu. Die ich kenne und denen ich vertraue. Ich bin mittlerweile in dieser kontaktgestörten und reichlich kommunikationsunfähigen deutschen Gesellschaft so dermaßen verunsichert, daß ich meine ursprünglich offene und vertrauensvolle Art als "unpassend", "nervig" und "unerwünscht" betrachte und von daher den Kontakt mit Deutschen meide.

Denn jeder Kontakt kann zum Straftatbestand werden :(
Darket[QUOTE]Nach dem 5. mal wird einem "normalen" Stalker (sh. Psychopathen) das zu dumm und er kapiert, daß er unerwünscht ist[/QUOTE]
Demist zumindest bei echten Stalkern nicht so. Die sind garnicht unbedingt physisch gefährlich und wissen oft selbst um das was sie tun, sind aber quasi süchtig danach und können garnicht aufhören.
OdessaHör sofort auf, mir hinterherzustalken! :D

Ich weiß nicht Darket, ob man das generell so sagen kann... ich meinte mit Psychopathen wirklich "seelisch Kranke", die nicht mal den Inhalt einer Verfügung erfassen könnten/würden, weil sie so ..gefangen sind in ihrem Wahn, ihr "Objekt", ihr anvisiertes, zu "beglücken"...diese Menschen gehören in eine Therapie, und dahin muß man sie erstmal bringen.

Jemand, der weiß was er tut, wenn er stalkt - der weiß doch auch, daß er sich immense Strafen einhandeln wird, wenn er nicht aufhört mit dem Auflauern und Telefonterror.... ?
DarketAber das ist ihnen in aller Regel egal. Ok, ich ziehe mein spärliches Wissen aus einer Reportage, die ich neulich zu diesem Thema gesehen habe, die dort vorgestellten Stalker waren alle von der Sorte, die genau wussten, dass das was sie tun im Grunde falsch ist. Auch die Konsequenzen nehmen sie billigend in Kauf. Die haben da einen Familienvater vorgestellt, der den Liebhaber seiner Frau totgeschlagen hat. Der meinte er hätte genau gewusst was er tat, konnte aber trotzdem nicht damit aufhören.

edit: *Ilo weiterstalk*
DarketIch glaube im Endeffekt soll es darum gehen der Polizei mehr Handlungsspielraum im Umgang mit Stalkern zu gewähren, da bisher teilweise die Problematik existiert, dass selbst die Männer in grün wenig zum Schutz der Opfer tun können.
Dennoch bringt das natürlich eventuell die von Monty eingangs beschriebenen Konsequenzen mit sich.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von herbstliebe [/i]
ich empfehle dir, mal den post von lunar light durchzulesen. [/QUOTE]Zu den Ursachen von Stalking ist dort auch nichts gesagt. Und zu der Beschwichtigung "wegen eines liebesbriefs wird hier mit sicherheit niemand probleme bekommen" kann ich nur entgegnen, dass Menschen heute schon wegen ganz anderer [URL=http://www.heise.de/newsticker/meldung/58666]Nichtigkeiten[/URL] Probleme bekommen ... :(

[QUOTE]--------------------------------------------------------------------------------
Diese Sichtweise wird von der Werbung rund um die Uhr propagiert, also kann sie doch nicht falsch sein.
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na das ist doch mal ein guter ansatz für die nächste vergewaltigung. kinderschokolade ist ja auch so gesund! [/QUOTE]Apropos Schokolade: Mir ist bisher nur ein einziger Fall aus Tschechien bekannt, wo die Verherrlichung einer Straftat in der Werbung mit einer empfindlichen Geldbuße bestraft wurde. Hierzulande darf sich die Großindustrie nahezu alles erlauben. Und dann wundert man sich, dass die tagtägliche Missachtung und Herabwürdigung von Menschen (insbesondere von Frauen und Kindern) irgendwann auf die Medienkonsumenten abfärbt?

[QUOTE]ich kann im eingangspost nichts von KZ lesen, auch nichts, was auf eine solche auslegung hinweist. ich würd mich an deiner stelle mal ein wenig mit deinen emotionalen ergüssen zurückhalten! unterschwellig andere als nazis zu bezeichnen... [/QUOTE]Ich bezeichne niemanden unterschwellig als Nazi. Ich versuche nur deutlich zu machen, dass durch Fahrlässigkeit und Oberflächlichkeit beim Schnell-Durchboxen von neuen Gesetzen menschenfeindlichen Diktaturen ein fruchtbarer Boden bereitet wird. Wenn sich dann niemand mehr gegen die ungezügelte Diktatoren-Willkür wehren kann, weil ja alles fein gesetzlich abgesichert ist, dann ist das Geheule groß.
Wie Montrose schon schrieb: "Was Ihr nicht kapiert: bei einem fairen Verfahren muß man immer beide Seiten im Auge behalten. Von vorneweg die eine Seite zu ergreifen, hat nichts mit Recht zu tun, sondern ist Lynchjustiz."

[QUOTE]vielleicht sind ja die gesetze überhaupt an allem schuld. deiner denkweise zu folge, sind wohl die leute, die heute schon totschlagen, nur totschläger, weil die gesetze gebieten, gefälligst gravierende straftaten zu begehen. [/QUOTE]In gewissem Sinne: Ja. Statt irgendwo 1000 Euro zu klauen, sollte man lieber [URL=http://www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg_id=7829302&forum_id=77221]den Steuerzahlern ganz legal zweieinhalb Millionen Euro stehlen.[/URL] Statt beim Arbeitsamt mit der Axt in den Tisch zu hauen, sollte man sich lieber bei einem Sicherheitsdienst bewerben und ganz legal Iraker oder Afghanen killen ...

[QUOTE]--------------------------------------------------------------------------------
Ist das stärker als der Hass, den Leute verbreiten, die gezielt und planmäßig ihren Reichtum und ihre Macht auf Hass und Zwietracht unter den Menschen aufbauen?
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??? was hat das jetzt mit dem thema zu tun? [/QUOTE]Von der erfolgreichen Salami-Taktik hängt es schließlich ab, ob die Ziele und Pläne erreicht werden.

[QUOTE]erfahrungswerte zum allgemeinen verhalten von menschen helfen mir auch nicht, wenn ich jemanden kennen lerne und der zeigt erst später sein "wahres gesicht". [/QUOTE]Vielleicht war er ja am Anfang ganz normal und ist erst im Laufe der Beziehung zum Stalker geworden? Menschen entwickeln sich ...

[QUOTE]selbst menschen, die psychologische gutachten für gerichte erstellen, können sich irren. [/QUOTE]Das Verhalten von Menschen hängt eben auch zum großen Teil von den Umgebungsbedingungen ab. Wenn der Psychologe ein freundlicher Mensch ist, wird sich der Patient ihm gegenüber auch freundlich verhalten. Wenn er nach der Entlassung von allen Leuten als Psychopath angesehen wird, dann verhält er sich eben auch wie ein solcher. Wie man in den Wald hineinruft ...
Darum gehe ich davon aus, dass die Einrichtung der neuen Schublade "Stalker" eher destruktiv ist.

[QUOTE]mir kommen die tränen! eine etwas realistischere argumentation käm echt gut. [/QUOTE]Ich zitiere den von dir verlinkten Herrn Staatssekretär Alfred Hartenbach:
[b]"Es ist in der gesetzgeberischen Praxis allerdings nicht immer ganz einfach, diese Grundsätze auszubuchstabieren, zumal jede einzelne Erweiterung staatlicher Befugnisse für sich alleine betrachtet unbedenklich erscheinen mag, im Zusammenspiel mit anderen Regelungen aber durchaus zu weit gehen kann."[/b]

Ansonsten empfehle ich dir den von dir verlinkten Text zur Lektüre, auch wenn er nur den juristischen Teil der Problematik betrachtet, die m.E. noch eine ganze Menge andere Komponenten hat, die von Odessa und Montrose schon teilweise angesprochen wurden.
TheTurningPoint... zu den [b]anderen Regelungen[/b] gehören zum Beispiel [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=46483]die hier diskutierten ...[/URL]
demelzaHallo, ich war gespannt, was aus einem anfangs interessanten Thread werden würde, und ich muß sagen, daß ich erschrak was ich hier alles so lesen mußte. Nach meinem Empfinden waren Darket und Odessa die einzigen, die explizit auf das Thema eingingen, während andere zum Diskutieren einen haufen Beispiele herangezogen haben, die damit soviel Ähnlichkeit haben wie Äpfel mit Birnen. Seltsam, wie gerade bei diesem Thema von der Mehrheit versucht wird, Verständnis für den Stalker zu wecken. Daß so ein Psychoterror für den Verfolgten gewiß nicht lustig ist, kann jeder an diesem Link nachlesen:

[url]http://www.ciao.de/Stalking__Test_2919011[/url]

In den Kommentaren stand noch folgendes: "Dann ist es ja noch gut ausgegangen. In manchen Ländern ist Stalking bereits ein eigener Straftatbestand. In Deutschland läuft glaube ich gerade eine Gesetzesinitiative, wonach die Tat dann 'Schwere Belästigung' heißen soll."
Creobotra[QUOTE]Hallo, ich war gespannt, was aus einem anfangs interessanten Thread werden würde, und ich muß sagen, daß ich erschrak was ich hier alles so lesen mußte. Nach meinem Empfinden waren Darket und Odessa die einzigen, die explizit auf das Thema eingingen, während andere zum Diskutieren einen haufen Beispiele herangezogen haben, die damit soviel Ähnlichkeit haben wie Äpfel mit Birnen. Seltsam, wie gerade bei diesem Thema von der Mehrheit versucht wird, Verständnis für den Stalker zu wecken. [/QUOTE]


mir gings grad auch so. ich muss mir das alles nochmal genauer durchlesen...
aber prinzipiell:
genau das meinte ich mit "nicht wischi-waschi-gesetzen", dass neue gesetze der realität gerecht werden, möglichen missbrauch unterbinden kann und ein wirksamen schutz der opfer UND einen beurteilung und mögl psychologische betreung der täter , wie das bei anderen straftaten mit psychologischen hintergrund gang und gebe ist. die täter einfahc nur allein zu lassen ist auch nicht der beste weg. nur muss es eben klar sein, dass es NICHT in ordnung ist.
es gibt natürlich alle möglichen graustufen dazwischen, von "sich immer mal wieder melden" über "nervende belästigung" bis "krankhaftem psychoterror" gibts vermutlich vieles, das hängt dann auch vom einzelfall ab.

@turningpoint: ich bezog mich mit "auf den keks gehen" schon auf konkrete fälle, die ich aus erster hand kenn und nicht aus dem fernsehen, wie manch andere.
dass, wie montrose meint, eine gesetzliche regelung beide seiten berücksichtigen muss, sowie die beweislage untersucht werden muss, setzt ich einfach vorraus, das ist, was ich eben unter "nicht wischi-waschi-gesetzen" versteh.
MontroseDas Stalker-Gesetz müßte mit einer entsprechenden Ermahnung an Frauen verbunden werden, daß der Staat nicht der Aufräumer sein kann dafür, was manche Frauen anrichten, sondern daß sie auch ihr eigenes Verhalten mal hinterfragen. Wenn Herbstliebe mit "Beispielen" daherkommt, dann kenne ich nämlich auch manche "Beispiele", wo von Frauen Fieses arrangiert wurde, in einer Art Mitnahme- und Wegwerfmentalität.

Das Thema Stalking ist viel zu eng gefaßt. Es geht viel prinzipieller darum, wie wir uns in der Gesellschaft das Verhältnis von Mann und Frau vorstellen. Einerseits werden Frauen in den Medien als Ware angepriesen .... und preisen sich ja selbst durch ihre Bekleidung als Objekt an (derzeit hängt ja bei jeder zweiten Frau der halbe Hintern raus) und andererseits wollen die Frauen geschützt sein. Und schließlich ist ja auch der Mann austauschbar auf allen Gebieten...ob im Beruf oder in Partnerschaft. In Deutschland gibt es keine Menschen mehr, sondern nur noch Objekte.

Und dann sagen die Frauen.... das ist ja wohl meine Sache, ob ich "spiele" oder sonstwie mich lockend verhalte.... im Zweifelsfall trägt der Mann die Verantwortung.

Ich frage mich, ob es nicht den Charakter von deutschen Frauen verdirbt, wenn sie ständig gesagt bekommen: Männer sind an allem schuld, und du bist immer nur Opfer. Wie lernen Frauen eigentlich heutzutage noch, Verantwortung zu tragen?
Stonehenge[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]
Wenn mir jemand 100e von emails schreibt - einfach löschen oder noch effektiver: eine neue emailadresse zulegen. Oder den emailprovider des Täters anschreiben, den Tatbestand schildern und der Typ wird von selbst gesperrt. Nach dem 5. mal wird einem "normalen" Stalker (sh. Psychopathen) das zu dumm und er kapiert, daß er unerwünscht ist.
[/B][/QUOTE]

Das wäre mir alles viel zu aufwendig. Im Gegensatz zum handelsüblichem Spam bleibt nämlich die Absendemailadresse eines "Belästigers" normalerweise konstant. Es genügt also ein einziger Eintrag in das Killfile oder den Mailfilter und die Mails des unerwünschten Verehrers landen zukünftig in einem separaten Ordner, dem Spam-Abklingbecken oder meinetwegen gleich an /dev/Null :)
Voraussetzung dafür ist lediglich, ein vernünftiges Mailprogramm zu benutzen (aber sogar bei web-gmx sollte das funktionieren).

Bei ständigen unerwünschten Papierbriefen ist es sehr praktisch einen eigenen Holzofen oder ~herd zu besitzen, da kann man die zusammen mit dem ganzen Werbemüll zum Anfeuern verwenden.

Gruß
Stone
Creobotra[QUOTE]Das Thema Stalking ist viel zu eng gefaßt.[/QUOTE]

ähm, mir gings eigentlich um das thema stalking, bzw die gesetztlichen regelungen die getroffen werden sollten/könnten/müssen und nicht um eine bestandsanalyse der menschlichen gesellschaft.
und ich geh mal davon aus, dass es eben ein stalker ist, der [I]warum auch immer[/I] psychologischen druck auf eine person ausübt.

natürlich gibts auch immer auch genügend gegenbeispiele und männer und frauen schenken sich bei dem thema zwischenmenschlicher beziehungen nichts, im positiven wie auch im negativen sinne.
mrs.yearning[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
Das Stalker-Gesetz müßte mit einer entsprechenden Ermahnung an Frauen verbunden werden, daß der Staat nicht der Aufräumer sein kann dafür, was manche Frauen anrichten, sondern daß sie auch ihr eigenes Verhalten mal hinterfragen. [/QUOTE]
Super Idee...passend zu jedem Gesetz müssen die Opfer ermahnt werden, weil es ohne Opfer ja schließlich keine Täter gäbe...

[QUOTE]...und preisen sich ja selbst durch ihre Bekleidung als Objekt an (derzeit hängt ja bei jeder zweiten Frau der halbe Hintern raus) und andererseits wollen die Frauen geschützt sein. [/QUOTE]
Nicht das schon wieder. Die Vergewaltigungsopfer sind auch immer unpassend gekleidet...

[QUOTE]Und dann sagen die Frauen.... das ist ja wohl meine Sache, ob ich "spiele" oder sonstwie mich lockend verhalte.... im Zweifelsfall trägt der Mann die Verantwortung.[/QUOTE]
Was ist mit den Frauen, die sich nicht "lockend" verhalten und nicht "spielen"? Pech gehabt? Hat sich der Stalker hier einfach nur vertan? Oder ist begriffsstutzig? Oder akzeptiert kein Nein?

[QUOTE]Ich frage mich, ob es nicht den Charakter von deutschen Frauen verdirbt, wenn sie ständig gesagt bekommen: Männer sind an allem schuld, und du bist immer nur Opfer. Wie lernen Frauen eigentlich heutzutage noch, Verantwortung zu tragen?[/QUOTE]
...durch Selbstverteidigungskurse und bewaffneten Widerstand? Selbstjustiz?

Wenn Menschen verantwortungsvoll miteinander umgehen könnten, wären Gesetze wohl überflüssig.
moreVielleicht sollten wir Frauen in Zukunft auch wieder Schleier tragen, oder diese netten Ganzkörperverhüllungen aus dem Orient? Aber dann bitte nur die schönen Frauen...

Was ich eigentlich sagen wollte ist, dass ich Darket zustimmen will (was ist in mich gefahren?!)
[QUOTE]Ich glaube im Endeffekt soll es darum gehen der Polizei mehr Handlungsspielraum im Umgang mit Stalkern zu gewähren, da bisher teilweise die Problematik existiert, dass selbst die Männer in grün wenig zum Schutz der Opfer tun können.[/QUOTE]

Ich kenne das Stalking-Problem aus eigener leidvoller Erfahrung. Meine Mutter hat sich vor 6 Jahren von unserem Stiefvater getrennt aufgrund seiner nicht zu kontrollierenden Alkoholsucht.
Als er die ganze Wohnung randaliert hatte und viele Möbel beschädigt hatte hatten wir endlich die Handhabe ihn durch die Polizei für 24Stunden aus dem Haus zu bekommen.
In dieser Zeit hatte meine Mutter Zeit in ein Frauenhaus zu flüchten.
Mittels Anwalt konnten wir den Mann aus dem Haus bekommen, dass er für zwei Wochen (nach dem er von der Polizei zurückgebracht wurde) besetzt hielt und sich damit beschäftigte das Mobilar zu zerstören.
Danach war der Terror jedoch nicht vorbei, er schlich sich Nächtens ums Haus, klopfte die Fenster ab, rief unentwegt an und drohte den kleinen Bruder zu entführen und unseren Hund zu vergiften. Die Polizei hatte keine Handhabe, weil ja nichts passiert war...
Die ganze Familie war in Panik. Er fuhr mindestens zehn Mal am Tag an unserem Haus vorbei und das Monatelang. Irgendwann hat er es von selbst geschnallt, die Schalfstörungen meiner Mutter sind erst nach einem Umzug verschwunden.

Man sollte auch mal in Betracht ziehen, dass dieses Problem nicht nur die zwei Personen betreffen, sondern auch Dritte, die an der ganzen Situation nicht beteiligt sind.

Und an unseren lieben Chauvis, meine Mutter hat sich sicherlich nicht im Mini auf der Veranda präsentiert...
Tiberon[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
[B]Vielleicht sollten wir Frauen in Zukunft auch wieder Schleier tragen, oder diese netten Ganzkörperverhüllungen aus dem Orient? Aber dann bitte nur die schönen Frauen...[/B][/QUOTE]
Es geht bei diesem Punkt (der sehr wichtig ist) um das Frauenbild ganz allgemein.
Niemand wird vernünftig begründen können, daß ein Schleier notwendig oder vernünftig wäre; was es auch nicht ist. Doch das Frauenbild in der Öffentlichkeit ist erschreckend! Von einer Emanzipation kann man in gewisser Hinsicht kaum noch reden - auch wenn das mitunter als "Freiheit" bezeichnet wird.
Wie das vermeindliche Opfer sich dann darstellt, ist beinahe nebensächlich, wenn ein Bild der Frau vorherrscht, welches eben diese schlicht als Objekt betrachtet.
Dies wäre dann eine Facette, der man Beáchtung schenken sollte.

Die(eine) andere ist - und das sage ich nicht gerne - daß viele Frauen garnicht gleichberechtigt sein wollen.
Man heult und jammert und redet usw. doch wenn es um verantwortungsbewußtes Handeln geht, sind 95% der Frauen, die ich kenne, ganz auf einmal wieder die "armen schutzbedürftigen Wesen", die doch nur und bloß nicht und was kann ich denn dafür und wie konnte das nur passieren ...
moreIch denke die Diskussion über die Kleidung einer Frau geht etwas vom Thema ab.
Ich bin der Meinung, und bitte korrigiert micht, dass vor allem Frauen und Männer die Opfer von Stalking werden (Stars und Sternchen mal davon ausgenommen) die lange in Beziehungen waren, sich trennen oder Scheiden lassen, und in diesem Fall die Männer und Frauen nicht mit der neuen Lebenssituation umgehen können.
Und- was das brisante daran ist, sich für ihre verschmäte Liebe rächen wollen. Das hat oft noch sehr wenig mit dem zurück-wollen zu tun. Es ist den meisten Stalkern durchaus bewusst, dass ihre Opfer ihre Handlungen nicht wollen.

Was ich noch sagen wollte, es gibt auch männliche Opfer und weibliche Täter, ich hab das Gefühl hier denken alle in Schubladen. Es ist garnicht mal so selten, dass Frauen ihre Ex-Lover terrorisieren, Autos zerkratzen, ect. Nur wird dies, oft nur belächelt, ist aber ebenso gefährlich.
Odessa---
Was ich noch sagen wollte, es gibt auch männliche Opfer und weibliche Täter, ich hab das Gefühl hier denken alle in Schubladen. Es ist garnicht mal so selten, dass Frauen ihre Ex-Lover terrorisieren, Autos zerkratzen, ect. Nur wird dies, oft nur belächelt, ist aber ebenso gefährlich.
----

Völlig richtig. Ich fürchte Frauen in allem so viel mehr als Männer, denn in ihrem Hass und ihrer beleidigt-eifersüchtigen Rachsucht sind Frauen zu weit schlimmerem Stalking als Männer fähig.

Wie schon erwähnt, besagte Frau, die mich stalkte, schreckte nicht mal davor zurück, meinen Abfall zu durchwühlen auf ihrer bizarren Suche nach "meiner Nähe"... Männliche Stalker begnügen sich wenigstens noch mit so niveauvollen Dingen wie BH´s oder Strümpfen... *ok, kleiner gag, sorry*...
Dark Brave[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]---
Was ich noch sagen wollte, es gibt auch männliche Opfer und weibliche Täter, ich hab das Gefühl hier denken alle in Schubladen. Es ist garnicht mal so selten, dass Frauen ihre Ex-Lover terrorisieren, Autos zerkratzen, ect. Nur wird dies, oft nur belächelt, ist aber ebenso gefährlich.
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Völlig richtig. Ich fürchte Frauen in allem so viel mehr als Männer, denn in ihrem Hass und ihrer beleidigt-eifersüchtigen Rachsucht sind Frauen zu weit schlimmerem Stalking als Männer fähig.
[/B][/QUOTE]


Oh ja, da kann ich Lieder davon singen. Was meine Ex damals aufgeführt hat, dieser ganze Telefon-, SMS- und Email - Terror war echt das Letzte!! Das war ein nicht mit Worten zu beschreibender Psychoterror, mit Morddrohungen (Totschlag durch Bratpfanne), ect ...

Und das ging monatelang, die hat keine Ruhe gegeben, ich hatte eine Zeit lang echt Angst vor dieser Ziege, denn ich weiss, zu was die fähig ist, dieses gehässige, intrigante und verlogene Miststück :mad: :mad: :mad: ...


okay, mehr schreib ich jetzt besser nicht .... :( :( :( :(

Jaja, das war noch die Zeit, wo ich noch dumm, gutgläubig und naiv war, aber das hat sich ja dann gottseidank geändert (wer weiss, wie lange ich sonst noch gelebt hätte) :mad:
Odessa----
(Totschlag durch Bratpfanne), ect ...
----

Sorry, aber das ist jetzt einfach....es macht mich lächeln (nicht wegen der Drohung, Gott bewahre, die ist natürlich furchtbar...es liest sich aber einfach so - trocken-witzig, irgendwie).

Und, wie bist Du die Dame dann losgeworden? Also ihren Stalking-Terror?
Dark Brave[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]----
(Totschlag durch Bratpfanne), ect ...
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Sorry, aber das ist jetzt einfach....es macht mich lächeln (nicht wegen der Drohung, Gott bewahre, die ist natürlich furchtbar...es liest sich aber einfach so - trocken-witzig, irgendwie).

Und, wie bist Du die Dame dann losgeworden? Also ihren Stalking-Terror? [/B][/QUOTE]

Es ist ja auch an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten, dieser ganze Zirkus ...

wie ich sie los geworden bin? Gute Frage, das ganze hat sich zwar im Laufe der Zeit gelegt, aber 100% los bin ich sie noch heute nicht, Worte wie "lass mich bitte in Ruhe" gehören nicht zu ihrem Wortschatz ...
Obwohl ich heute eher selten von ihr eine SMS bekomme (die letzte war am 5. April, an meinem Geburtstag), auf die ich nicht antworte, ist die noch heute ein Problem, eben weil ich weiss, zu was die Fähig ist ... (Gott bewahre, wenn die vom EU-Haftbefehl Wind bekommt...)

Ich rechne ständig damit, dass sie auch wieder anrufen wird, wegen derer schieb ich irgendwann noch Paranoias ....

Und auch rechne ich damit, dass sie die erstbeste Gelegenheit nutzen wird, um mein Leben zu zerstören, da ich damals nicht so gespurt habe wie sie es wollte ...
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
ähm, mir gings eigentlich um das thema stalking, bzw die gesetztlichen regelungen die getroffen werden sollten/könnten/müssen und nicht um eine bestandsanalyse der menschlichen gesellschaft. [/QUOTE]Wie in der Krankenpflege ist es vorteilhaft, erst einmal zu analysieren, was dem Patienten eigentlich fehlt, bevor man ihn mit den falschen Medikamenten und Heilmethoden zu Tode kuriert. Und noch besser als einen Kranken zu heilen ist es, vorzubeugen, dass dieser gar nicht erst krank wird. Auf das Thema bezogen heißt das, Maßnahmen zu ergreifen, dass Menschen gar nicht erst dazu getrieben werden, andere Menschen massiv zu belästigen. Und diese Maßnahmen sehe ich in allen möglichen Bereichen der Gesellschaft, aber am allerwenigsten in der Strafgesetzgebung.

[QUOTE]und ich geh mal davon aus, dass es eben ein stalker ist, der [I]warum auch immer[/I] psychologischen druck auf eine person ausübt.[/QUOTE]Und ich sehe es so, dass hier Menschen, die einmal die falschen Mittel anwenden, um ihre Probleme lösen zu wollen, zeitlebens als Verbrecher abgestempelt werden, statt ihnen bessere Wege zu zeigen, mit ihren Problemen umzugehen. Aber den meisten Leuten fällt nichts anderes als Gewalt ein, um Gewalt verhindern zu wollen. :(

[QUOTE]natürlich gibts auch immer auch genügend gegenbeispiele und männer und frauen schenken sich bei dem thema zwischenmenschlicher beziehungen nichts, im positiven wie auch im negativen sinne. [/QUOTE]Bezüglich Männer/Frauen hast du Recht, wobei positive Beispiele leider immer seltener zu werden scheinen.
Ein Vorschlag von mir ist, Wege zur einvernehmlichen Lösung von Problemen (z.B. Trennungen) viel stärker in den Medien zu publizieren. Stattdessen ist in den Medien fast nur noch Mord und Totschlag zu erleben, nur unterbrochen von (nicht weniger menschenverachtenden) Werbebeiträgen.

Die Ursache von "Stalking" liegt m.E. in den meisten Fällen darin, dass Menschen angeschafft werden wie Klamotten, und wenn sie nicht mehr passen, dann werden sie wie diese weggeworfen oder anderweitig aus dem Wege geräumt. Aber Menschen sind, verdammt noch mal, keine Klamotten, sondern [b]LEBEWESEN ![/b]
(Im von more geschilderten Fall ist es etwas anders, aber ähnlich. Da wird der Mensch eben von der "Genussmittel"-Industrie als Zielobjekt angeschafft und dann weggeworfen und aus dem Weg geräumt.)
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
Ein Vorschlag von mir ist, Wege zur einvernehmlichen Lösung von Problemen (z.B. Trennungen) viel stärker in den Medien zu publizieren. Stattdessen ist in den Medien fast nur noch Mord und Totschlag zu erleben, nur unterbrochen von (nicht weniger menschenverachtenden) Werbebeiträgen.[/QUOTE]

das wär ne gute sache. die ursache, die jemand zu so einer handlung treibt, sind ja soziale, gesellschaftliche dinge und da sollten diese probleme auch zu lösen versucht werden. gesetztlich, wie montrose das schrieb, hat da nichts zu suchen.
menschen in eine gewisse reife zu führen, um mit solchen dingen umgehen zu können, wäre sinnvoll.
nur [B]wenn[/B] dann jemand sowas macht, sollten vernünftige gesetze zur hand sein, mit denen auch etwas bewirkt werden kann und nicht erst, wenns zu spät ist. die meisten stalker beschränken sich ja eben auf zermürbende drohungen, weil sie genau wissen, dass die polizei ihnen nichts oder nur beschränkt was kann.
ConsciouslyIch bin ziemlich erstaunt, was für Gesetze es doch gibt...ok in gewisser Hinsicht ist doch ein Gesetz solcher Art durchaus sinnvoll. Wenn eine Person von einer anderen Person kontinuierlich psychisch terrorisiert wird und keine einzige ruhige Minute hat und die paranoia schiebt, irgendwo zu erahnen, dass der vermeidliche Täte hinter einr Ecke stehen könnte, dann heisse ich so ein Gestz herzlich Willkommen. Aber nicht immer steht der Täter oder die Täterin mit ner Bratpfanne, oder mit dem was weis ich im Wohnzimmer und droht ihm oder ihr. Stellt euch mal vor: Mann und Frau verlieben sich, erleben eine gewisse schöne Zeit, haben viel spass. Jetzt hat sich der Mann ein gemeines Biest als Freundin "angeschafft" die die Männer ansich nicht leiden kann und sich daran ergötzt männer leiden zu sehen...also macht sie ohne triftigen Grund schluss, er kann es nicht verstehen und will sie zurück, denn sie ist ja die grosse Liebe schlechthin. Jetzt erfährt sie von dem "Stalker-Gesetz" und mach Anzeige bei der Polizei gegen ihren Ex-Freund und der bekommt ne saftige Geldbuse, oder kommt wenn es ganz schlimm läuft in den Knast. Zusätzlich kann ja die Ex-Freundin noch duch die angeblichen psychischen Problelme Schmerzensgeld verlangen und den "Täter" nicht nur menschlich, sondern auch finanziell ruinieren. Es ist zwar jetzt ins extreme hochgerechnet, aber erkennt ihr die Lücken in diesem Gesetz? Klar gibt es Fälle in dem so ein Gesetz angebracht ist, aber die Gefahr so ein Gesetz zu missbrauchen um andere zu schaden ist zu gross.

tststs in zukunft muss ich aupassen nicht eingesperrt zu werden, wenn ich zu meiner Freundin " Ich vermisse dich sage"
Creobotra@Consciously: so ohne weiteres geht das dann doch nicht, es muss ja erst mal überprüft werden, ob das so stimmt.
wenn man was aus diesen ganzen prozessen wegen sexueller belästigung lernen kann, ist es sein leben mit der kamera festzuhalten (siehe Big Brother ;-)
Montrose[QUOTE]so ohne weiteres geht das dann doch nicht, es muss ja erst mal überprüft werden, ob das so stimmt.[/QUOTE]
Das ist die Frage nach der Beweislast. Nehmen wir mal an, A wirft B irgendetwas vor. Dann gibt es zwei Möglichkeiten:

1. A muß beweisen, daß sein Vorwurf zutrifft, B wartet ab.
2. B muß beweisen, daß der Vorwurf von A ungerechtfertigt ist.

Und genau das ist es ja, was ich befürchte: daß mit einer gesellschaftlichen Scharfmache die Version 2 sich durchsetzt. Daß jemand eine andere Person verurteilen lassen kann, ohne Beweise zu erbringen. Die Version 2. war ja genau das Modell von Prisoner: ich werfe jemandem etwas vor, und der muß dann seine Unschuld beweisen. Diese Beweisumkehr (Variante 2.) kann Situationen schaffen, in denen sich ein Unschuldiger nicht mehr wehren kann.

Wie willst Du, Creobotra, zum Beispiel beweisen, daß Du eine bestimmte Person nicht verfolgt hast. Du müßtest ja für die letzten Wochen ein lückenloses Alibi aufweisen können. Und das ist unmöglich. Es findet sich bestimmt ein Zeitpunkt, an dem sich eine Lücke findet ..... und für diese Lücke könnte man Dir alles mögliche vorwerfen .... Du könntest die falschen Vorwürfe nicht entkräften.

Übrigens ist das Problem nicht theoretischer, sondern praktischer Natur. In den Prozessen "Worms" und "Speyer" (der SPIEGEL berichtete neulich darüber) hatten zur heißen Phase der Hexenjagd gegen angebliche Kinderschänder Erzieher und Pädagogen Kinder solange manipuliert, bis die Kinder behaupteten, sie seien von ihren Eltern und Großeltern (!) mißbraucht worden. Das Gericht konnte eindeutig nachweisen, daß diese Vorwürfe falsch und manipuliert waren. Selbsternannte "Experten" hatte aus Profilierungssucht ein Lügennetz gesponnen.
Wie der SPIEGEL berichtete, sind die unschuldig angeklagten Familien zerstört.

Man kann sich viele Situationen vorstellen, in denen durch gezielte Verleumdungen jemand "abgeschossen" werden soll. Die Studierende mit der schlechten Note, einfach nur so Haß, einen berechtigten Vorwurf entkräften ..... die Menschen sind einfach nun mal so, daß sie lügen. Menschen (Männer und Frauen) lügen wie gedruckt, sie intrigieren, sie spielen ihre "Spielchen". Punkt.

Und es ist nicht Aufgabe des Gesetzgebers, in solchen Lügenspielchen Partei zu ergreifen.

Was tatsächliche Opfer betrifft: gerade diese haben Beweise, gerade diese müßten ein Interesse haben, daß ihr Anliegen nicht durch eine politisch motivierte Hexenjagd mißbraucht wird, daß sie ihre Glaubwürdigkeit verlieren.

Wenn eine Gesetz geschaffen wird, das so zu Mißbrauch einlädt, beschädigt dies das Anliegen der tatsächlichen Opfer mehr als daß es ihnen nützt. Die bisherige Gesetzgebung ist ausreichend und gut.
mrs.yearning[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
Auf das Thema bezogen heißt das, Maßnahmen zu ergreifen, dass Menschen gar nicht erst dazu getrieben werden, andere Menschen massiv zu belästigen. Und diese Maßnahmen sehe ich in allen möglichen Bereichen der Gesellschaft, aber am allerwenigsten in der Strafgesetzgebung.[/QUOTE]

Wer treibt diese Menschen dazu, andere massiv zu belästigen? Die Gesellschaft?
Warum stalken dann nicht alle?
Vielleicht ist das Nachdenken über "Gesetze für Stalker" eine Maßnahme, die verdeutlichen soll, dass stalking [b]KEIN KAVALIERSDELIKT[/b] ist, wie das hier teilweise dargestellt wird (zumindest kommt das bei mir teilweise so an).?

Stalking ist eine Form der (psychischen) Gewalt gegenüber der Zielperson (nenne ich geschlechtsunspezifisch jetzt einfach mal so). Telefonterror, Klingelstreiche, Briefe usw. sind da noch harmlos - so mancher Stalker wird erst richtig fies, wenn er/sie merkt oder gesagt bekommt, dass das ganze keinen Eindruck macht und dann kann es mit Sachbeschädigungen und lebensbedrohenden Aktionen weitergehen.

[QUOTE]
Und ich sehe es so, dass hier Menschen, die einmal die falschen Mittel anwenden, um ihre Probleme lösen zu wollen, zeitlebens als Verbrecher abgestempelt werden, statt ihnen bessere Wege zu zeigen, mit ihren Problemen umzugehen. Aber den meisten Leuten fällt nichts anderes als Gewalt ein, um Gewalt verhindern zu wollen. :(
[/QUOTE]

Ein anderer Blickwinkel oder nur ein weiteres Horrorszenario:
Die Zielperson ist nervlich am Ende, weil der Stalker immer massiver und unverschämter wird (Sachbeschädigungen, durchgeschnittene Bremsleitungen, etc.). Wie lange kann die Zielperson so weitermachen? Bis sie zeitlebens stärkere psychische Schäden hat? Wird "sie" vielleicht ihrerseits zu nicht legalen Mitteln greifen, aus dem Affekt?

[QUOTE]
Ein Vorschlag von mir ist, Wege zur einvernehmlichen Lösung von Problemen (z.B. Trennungen) viel stärker in den Medien zu publizieren. Stattdessen ist in den Medien fast nur noch Mord und Totschlag zu erleben, nur unterbrochen von (nicht weniger menschenverachtenden) Werbebeiträgen.[/QUOTE]

Die Frage wäre, ob sich das die potentiellen Stalker auch ansehen.
Konfliktlösung. Wäre mein Vorschlag zur Benennung einer jährlich altersgerecht angepassten Unterrichtsreihe (für "Oldies" eine bundesweite Nachschulung), weil das für die Medien vielleicht nicht reißerisch genug wäre.
...obwohl, so eine Art "Super Nanny für Beziehungsgeschädigte"...käme auf einen Versuch an.

[QUOTE] Die Ursache von "Stalking" liegt m.E. in den meisten Fällen darin, dass Menschen angeschafft werden wie Klamotten, und wenn sie nicht mehr passen, dann werden sie wie diese weggeworfen oder anderweitig aus dem Wege geräumt. Aber Menschen sind, verdammt noch mal, keine Klamotten, sondern [b]LEBEWESEN ![/b][/QUOTE]

Das kann ein Grund sein. Sicherlich verurteilenswert, dennoch keine Entschuldigung für Stalking. Andere Gründe: Verlustängste, Angst vor Einsamkeit usw...
Trotz allem gehören zu einer Beziehung immer noch zwei und wenn einer davon nicht will dann muss der andere das akzeptieren.

Die Beweislast ist bei dem ganzen allerdings ein nicht zu unterschätzendes Problem - auch für "tatsächliche" Opfer, weil Stalker vielleicht gerade nicht so ganz zurechnungsfähig aber dennoch nicht unbedingt blöd sind.

[b]Ich plädiere für verminderte Zurechnungsfähigkeit für frisch Verliebte und frisch Getrennte, verbunden mit gesetzlich verankerter sofortiger Psychotherapie bei Eintritt in den jeweiligen Gefühlszustand![/b] :D scnr
moreDie Ursache von Stalking muss aber doch nicht immer Beziehungsende sein!
Was ist mit Personen die von Fremden verfolgt werden? Hatte ich letzings nicht etwas über eine Lehrerin in Hannover gelesen, die von einem heimlichen Verehrer terrorisiert wird, sogar mit dem Tod bedroht wurde?
mrs.yearning[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
Die Ursache von Stalking muss aber doch nicht immer Beziehungsende sein![/QUOTE]

Stimmt. Stars & Sternchen sind auch immer wieder beliebte Opfer.
Ab und zu eben auch eine arme Socke, die zur falschen Zeit am falschen Ort ist...
moreIch meine die Diskussion wird hier doch nur darauf beschränkt, dass sich ein Pärchen trennt und einer von Beiden darauf Rache nimmt, meist ist ja sowieso die Frau schuld... ect.
Ich finde in diese Diskussion sollten noch ganz andere Aspekte mit einfliesen, wie gesagt, mir geht da nicht um die Stars und Sternchen, die sind ja oft sowieso durch Personenschützer geschützt.
Mir gehts vor allem um Familien und die sog. armen Socken!

Also, was tun wenn der verlassene Vater/die verlassene Mutter mit Kindesentführung droht, um politisch korrekt zu sein, evt sogar ins Ausland.

Was ist eigentlich mit jungen Deutsch/Türken, die sich nicht zwangsverheiraten wollen? Die von ihren Familien verfolgt werden.

Was ist mit der jungen Lehrerin, die von einem unbekannten Verehrer in Todesangst getrieben wird...?

Und was ist mit dem bösen Nachbarn, der einfach nur seinem verhassten Grundstücksgegenüber das Leben zur Hölle machen möchte?

Bisher konnte die Polizei nicht eingreifen. Darum ist es m.E. durchaus wichtig, das hier der Polizei mehr Handlungsspielraum gegeben wird.
Montrose[QUOTE]Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------
Die Ursache von "Stalking" liegt m.E. in den meisten Fällen darin, dass Menschen angeschafft werden wie Klamotten, und wenn sie nicht mehr passen, dann werden sie wie diese weggeworfen oder anderweitig aus dem Wege geräumt. Aber Menschen sind, verdammt noch mal, keine Klamotten, sondern LEBEWESEN !
--------------------------------------------------------------------------------



Das kann ein Grund sein. Sicherlich verurteilenswert, dennoch keine Entschuldigung für Stalking. Andere Gründe: Verlustängste, Angst vor Einsamkeit usw...
Trotz allem gehören zu einer Beziehung immer noch zwei und wenn einer davon nicht will dann muss der andere das akzeptieren.[/QUOTE]

Das ist doch nun aber ein Widerspruch in sich: einerseits, wie Du im letzten Satz schreibst, ist Beziehung Privatsache, andererseits ist sie es nicht, sondern wird von staatlichen Institutionen überwacht.

Dann verstehe ich auch nichrt den Satz "Muß der andere das akzeptieren". Warum sollte der Wunsch nach einer Trennung einen höheren Stellenwert haben als der Wunsch, beisammenzubleiben?

Und auch "dennoch keine Entschuldigung für Stalking" wenn jemand mit dem anderen verachtenswert umgeht? Und Verlustängste sollen etwas Böses, Anklagenswertes sein?
Ihr habt wirklich ein sehr merkwürdiges Weltbild. Bei Euch wird Arschloch-Verhalten staatlich geschützt, und jemand, der Arschloch-Verhalten anprangert, wird als Täter gebrandmarkt.

Warum sollte der Schmerz eines Gestalkten einen höheren Wert haben als der Schmerz eines Verlassenen?

Ist das denn wirklich gut, was Ihr da behauptet? Ich finde nicht. Sondern es ist Ausdruck von dem Interesse bestimmter Personenkreise, für nichts mehr Verantwortung zu übernehmen. Man kann tun und lassen, was man will, denn immer der andere ist schuld.

Ich finde es nach wie vor besser, ja regelrecht zwingend, daß bei einer Stalking-Sache beide Seiten an einen Tisch sitzen MÜSSEN, um erst mal abzuklären, was überhaupt Sache ist. Und erst anschließend kann man über die Schuldfrage reden.

Ihr wißt ja vielleicht, wie geschiedene Väter oft von ihren Ex-Frauen gequält werden, daß sie de Kinder nicht sehen dürfen usw.. Wenn so ein Mann dann verzweifelt vor der Haustür wartet, ist für Euch die Sache klar: Belästigung. Für mich ist die Sache nicht klar.

Man könnte es auch so ausdrücken: manche Leute sind so Scheiße drauf, daß sie eigentlich froh sein müßten, noch gestalkt zu werden. :D
MontroseMan könnte Stalking als eine Art Selbstjustiz verstehen. Weil es Untaten gibt, die vom Gesetzgeber nicht erfaßt werden, versuchen manche eben, selbst Gerechtigkeit zu schaffen.

Man könnte die Gesetze ja auch dahingehend verändern, daß Verlassene und Verarschte auf's Gericht gehen und ihrerseits die Institutionen für sich arbeiten lassen. Sozusage Gesetze FÜR Stalker. :cool:
moreMontrose, es gibt aber genausoviele Väter, denen die Kinder jahrelang scheiß-egal sind und die Kinder nur dazu instrumentalisieren um ihre Frauen zu quälen! Ich finde egal in welchem Fall, die Kinder müssen genaus geschützt werden wie die evt. Stalking-Opfer, sie können am Wenigsten dafür!

Und ich lege die Hand dafür ins Feuer, der Ex meiner Mutter, genau der Alkoholiker benutzt das Kind/meinen Bruder an den Wochenenden nur dafür sich bei dem 6-Jährigen über meine Mutter auszukotzen! Das aller gefährlichste daran, er fährt mit dem Kind in die Kneipe und danach besoffen nach Hause! Solange ihm die Polizei nicht beim betrunken Autofahren erwischt ist das kein Tatbestand und das Kind ist weiterhin jedes zweite Wochenende in Lebensgefahr!
Da geht es nur zweitrangig um den Zwist dieses Mannes und meiner Mutter, da geht es in erster Linie um das Kind.

Ausserdem finde ich, sollte man hier mal von dem lästigen Männchen/Weibchen-Schema abkommen, sonst dreht man sich ja nur im Kreis.
Ich finde man sollte Stalking einen Stellenwert wie Mobbing einräumen. Beides sind sehr undefinierbare Begriffe, die den Opfern aber in jedem Fall extremen Schaden zufügen können. Teilweise sind die Grenzen sowieso fließend.
DarketWieso reden wir hier von einem männlich-weiblichen Konflikt? Es ist richtig, dass in etwa 70% aller Fälle ein Mann eine Frau stalkt, aber 70% bedeutet 70 von hundert, was ist mit den anderen 30?
moreHab ich doch vorher auch schon gesagt, Frauen sind nicht besser, drum kann ich es auch nimmer hören, wenn der Mann als der Arme Verlassene hingestellt wird, der seinen Frust und seine Verlassenheitsängste in dem kompensieren muss, dass er seiner Ex nachstellt.
Es ist umgekehrt genauso. Ausserdem geht es in den meisten Fällen eher um die Lust an der Rache als um den Wunsch des zurückeroberns.
Also kein Männchen-Weibchen-Konflikt, sondern eher: Wie sollte ein Mensch mit seinen Rachegelüsten umgehen. Und wie wird der/die Verlassene mit der neuen Situation fertig?

Getrennt wurde sich auch schon vor Millionen Jahren und vor Millionen Jahren wurde auch gestalkt. Es ist kein Problem der modernen Weg-werf-Gesellschaft, sondern ein Problem wie man mit seinem Frust umgeht.
mrs.yearning[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
Warum sollte der Wunsch nach einer Trennung einen höheren Stellenwert haben als der Wunsch, beisammenzubleiben?[/QUOTE]

OK. Von der Priorität her den gleichen Stellenwert, aber mit unterschiedlichen Inhalten.
Besser? Wie könnte die Zukunftsprognose für so eine Beziehung lauten und welche Qualität hat eine gewaltsam aufrechtgehaltene Beziehung?

[QUOTE] Bei Euch wird Arschloch-Verhalten staatlich geschützt, und jemand, der Arschloch-Verhalten anprangert, wird als Täter gebrandmarkt.[/QUOTE]

Wieso gehst du einzig und allein davon aus, dass ausschließlich der/die "Bestalkte" ein Arschloch-Verhalten (um in deinem Jargon zu bleiben) zeigt?

[QUOTE] Ich finde es nach wie vor besser, ja regelrecht zwingend, daß bei einer Stalking-Sache beide Seiten an einen Tisch sitzen MÜSSEN, um erst mal abzuklären, was überhaupt Sache ist. Und erst anschließend kann man über die Schuldfrage reden. [/QUOTE]

Um mal von dem Beziehungsquark wegzukommen: Und was bringt das in dem Beispiel von more genannten Beispiel mit der von einem Unbekannten bedrohten Lehrerin?

[i]Dass nicht die bloße Behauptung zur Verurteilung reichen darf, setze ich voraus.[/i]
Aber Stalking könnte auf diese Art ein legales Druckinstrument werden...für mehr Kommunikation?
Legale Selbstjustiz oder billige Ausrede? [i]...im Sinne von "ich wollte ja nur reden und hab Dingens deshalb das Leben zur Hölle gemacht"...[/i]
Wieviel Stalking wäre denn in Ordnung um ein (wiederholtes) Gespräch zu erzwingen?

Stalking weist doch eigentlich auch darauf hin, dass zwischen den Beteiligten die Kommunikation bereits erheblich gestört ist (aus welchen Gründen und von welcher Seite auch immer) und sich die Agressionen andere Ausdrucksmöglichkeiten suchen.

[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
Es ist kein Problem der modernen Weg-werf-Gesellschaft, sondern ein Problem wie man mit seinem Frust umgeht.[/QUOTE]

Sehe ich genauso und Stalking kann keine Lösung sein.
Montrose[QUOTE]Stalking weist doch eigentlich auch darauf hin, dass zwischen den Beteiligten die Kommunikation bereits erheblich gestört ist (aus welchen Gründen und von welcher Seite auch immer) und sich die Agressionen andere Ausdrucksmöglichkeiten suchen.[/QUOTE]
Die erste Frage ist, ob die ursprüngliche Intention wirklich Aggressionen sind. Der psychologische Mechanismus dürfte beim Stalking = "Anschleichen" zunächst einmal ein ganz anderer sein.

1. Für den Stalker ist irgendetwas aus der Kontrolle geraten.

2. Der Stalker hat anscheinend noch nicht die Abschieds- und Trauerphase eingeleitet, sondern er glaubt, noch irgendetwas ändern zu können. Da kommen dann solche Gedanken wie "Wenn ich doch nur nochmals eine Chance bekäme, meine gute Seite darzustellen".

3. Der Stalker glaubt, daß er bei direkter Ansprache mit Aggression rechnen muß. Davor hat er angst. Deshalb geht er auch den Umweg des Stalking anstatt es direkt zu versuchen.

Stalking ist was anderes als jemanden direkt zu verprügeln oder zu vergewaltigen etc. Genau dieses Ausweichen ist es, das überhaupt die Frage nach einem neuen Gesetz entstehen läßt. Denn die "direkten" Methoden stehen ja längst unter Strafe.

4. Der Stalker ist zu stolz es mal mit einem Kniefall zu probieren. Wobei das manche natürlich auch versuchen mit Liebesbriefen usw.. Prinzipiell kann man nicht sagen, daß das nichts bringt. Wobei aber die gestalkte Person meist Vorbehalte hat und der Stalker im Sinne von 3. auch nicht souverän ist. Folge: ansatzweise vielleicht sogar sinnvolle Vermittlungsversuche scheitern und treiben die Spirale der Enttäuschung nach oben.

5. Der Stalker handelt aus einer isolierten Lage heraus, die es ihm nicht ermöglichen, andere Lebensperspektiven und Ziele aufzubauen.

Verbleiben wir mal bei dieser Situation: es ist für den Stalker ein unlösbarer Konflikt entstanden. Er kann nicht loslassen, kann aber die Person auch nicht mit guten Mitteln zurückgewinnen. Daraus resultiert:

6. Das Bemühen des Stalkers richtig sich zunehmend in erster Linie darauf, Kontrolle zurückzuerhalten. Es gibt verschiedene Stufen der Kontrolle:

a. Beobachten, um kognitive Dissonanz zu reduzieren. Der Stalker vermutet z.B. andere Männer im Spiel usw. Was ihn quält, ist das Nichtwissen. Hätte er Wissen darüber, würden ihn nicht tausend Phantasien quälen...auch solche, die ihm vorgaukeln, er hätte noch eine Chance. Sondern er könnte eine sachgemäßere Entscheidung treffen.

b. Beeinflussen. Die positiven Beeinflussungen wie Liebesbriefe, Blumen usw. werden von der gestalkten Person wahrscheinlich deshalb als störend empfunden, weil es die Person als Einengung eigener Möglichkeiten sieht. Wenn eine Frau z.B. einen neuen Liebhaber ansteuert, dann könnte der Anschein, da sei noch ein anderer im Spiel (der Stalker) ihre Bemühungen verhindern.
Dieser Gedanke mag manchen jetzt komisch erscheinen. Ich versuch jedoch eine Erklärung zu finden, warum auch positive Beeinflussungen wie Geschenke als lästig empfunden werden. Sie könnten ja einfach stillschwiegend im Papierkorb landen oder an Absender zurück.

Die negative Beeinflussung oder Drohung resultiert aus der Überzeugung, die andere Person habe dem Stalker soviel Leid zugefügt, daß er berechtigt sei, gegen die andere Person vorzugehen. Im Vordergrund steht hier ein ---in manchen Fälllen vielleicht sogar berechtigtes ---- Gerechtigkeitsempfinden.

LÖSUNGEN
1. Ich bin der Meinung, daß der Stalker ein Recht auf eine höfliche Verabschiedung haben sollte. Wenn der Stalker nun seinerseits zum Monster verklärt wird, beschumpfen und gesellschaftlich ruiniert wird, dann schießt meines Erachtens die Gesellschaft mit ihrer Reaktion über.

2. In gewisser Weise wäre es auch fair, dem Stalker die Gründe zu nennen, warum er als Person (und nicht nur sein Verhalten) unerwünscht sind, wie er im sozialen Netz der betroffenen Person eingeordnet wurde und wird, welche Rolle er spielte und was die auslösenden Momente einer möglichen Änderung seines Status waren. Es würde diese falsche Landkarte im Hirn des Stalkers, dieses Nichtwissen und daraus resultierende falsche Phantasien, korrigieren.

3. Die Darlegung muß durch die bestalkte Person und nicht durch Institutionen erfolgen. Und dies aus mehreren Gründen:

a. Die bestalkte Person wird damit auf ihre eigenen Verantwortung hingewiesen, möglicherweise zu der Situation selbst beigetragen zu haben. Oft ist es eben definitiv nicht so, daß das Opfer den Täter einfach ignoriert, sondern ihrerseits falsche Signale aussendet.

b. Eine kollektive Hexenjagd wird unterbunden. Wenn empfohlen wird, ein Opfer solle möglichst viele Bekannte auf ihre Situation aufmerksam machen, so ist dies ein Bruch mit der rechtsstaatlichen Ordnung. Der Staat wird damit selbst zum Anstifter von Straftaten, weil erstens der Ruf des Stalkers zu stark geschädigt wird und zweitens "Beschützer" sich zu strafbaren Rachefeldzügen aufgefordert sehen.

c. Ein direkter Austausch erhöht die Glaubwürdigkeit der Distanzabsichten des Opfers, während die Gewalt von Institutionen vom Stalker als etwas Fremdes, gar nichts mit der Sache im Zuammenhang stehendes empfunden wird.

4. Von einer gestörten Kommunikation muß defintiv ausgegangen werden. Deshalb sollten Pädagogen, Psychologen, Berater, Mediatoren die Aussprache moderieren und sich --- neutral!!! --- zum Sprachrohr der Parteien machen. Unter neutral ist gemeint, daß der Mediator nicht von vornherein den Stalker als "Du da, du Schuldiger" anspricht, und auch politisch nicht korrekte Ansichten des Opfers wie "eigentlich war die Beziehung lange Zeit schön, bis dann eben..." ausdrückt.
Das wäre der elementare Unterschied zum Gerichtsverfahren. Im Gerichtsverfahren müssen beide Parteien zwangsweise eine Rolle spielen, die destruktiv ist, nämlich den anderen mit Schmutz bewerfen, damit der Prozess gewonnen und die Anwaltsgebühren nichtbezahlt werden müssen. Das Strafrecht bietet bei zwischenmenschlichen Konflikten überhaupt keine Handhabe, sondern verschlimmert die Situation nur. Ebenso ist es falsch, die Parteien grundsätzlich zu trennen, weil die Trennung ein staatlich-willkürlich und parteiisch-einseitiger Akt ist, welche dem Respekt gegenüber dem Stalker und dem Opfer als Menschen, die ihre Wünsche und Ziele ausdrücken wollen und dürfen, gegenübersteht. Der Staat überfordert sich, wenn er ausdrücken will, was doch nur die Beteiligten ausdrücken können.

Die Gesetzesvorschläge der SPD zur Sache finde ich menschenverachtend und dem Geist des Grundgesetzes zuwiderlaufend. Das Recht ist kein Maschinengewehr, mit dem man andere umbringt, sondern es soll, wenn schon keine guten, so doch für alle Parteien annehmbare Lösungen finden.

Ziel der Mediation ist es, eine gütliche Trennung zu finden. Wenn der Stalker als Mensch respektiert wird, sinkt die Wahrscheinlichkeit, daß aus Ohnmacht und (gerechtfertigter) Wut über Einseitigkeit die Gewaltspirale ansteigt.

Ziel dieser Mediation muß es auch sein, praktische Dinge wie zum Beispiel bei Mitbetroffenheit von Kindern das Besuchsrecht usw. zu regeln.

5. Schärfere Maßnahmen sollten nur dann ergriffen werden, wenn zwei frühere Vermittlungsbemühungen gescheitert sind, aber nicht von vornherein. Bei Stalking oder "unzumutbarer Belästigung" gleich mit der Höchststrafe zu drohen verkennt die Komplexität menschlicher Beziehungen, die kein Richter auf den ersten Blick erkennen kann (schon gar nicht in Strafverfahren, in denen die Wahrheit üblicherweise verzerrt dargestellt wird).Außerdem nimmt übermäßige Strafe beiden Parteien die Chance einer guten Lösung und kann deshalb weder im Sinne des Stalkers noch im Sinne der bestalkten Person sein.

Beim Scheitern der Bemühungen greifen die üblichen Gesetze. So zum Beispiel eine richterliche Verfügung. Weiter oben wurde gesagt, daß es sich dabei "nur" um Geldstrafe handle. Das ist insofern eine unglückliche Aussage, weil es um Geldsummen in fünfstelliger Höhe im gehobenen Bereich geht, also faktisch um den finanziellen Ruin des Beklagten. Das kann eine schlimmere Strafe als Haft sein.

Das derzeit angepeilte Straßmaß von 2 Jahren ist deutlich zu hoch. Ein Stalker würde dann im gleichen Maße wie ein Vergewaltiger oder einer, der dem anderen ein Gliemaß verstümmelt, bestraft. Das ist unverhältnismäßig und ungerecht. Es kann nicht sein, daß Presse und Regierungsparteien in Anstachelung niedriger Instinkte in der Bevölkerung (also faktisch Straftatbestand der Volksverhetzung) zu Hexenjagden gegen Menschen in psychischen Konfliktsituationen aufrufen.

Man könnte allerdings prüfen, inwiefern zivilrechtliche Schritte gegen Stalking erweitert werden könnten.


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Copyright: [SIZE=1]wer das hier kopieren will, bitte erst per PN fragen. Ich glaube nämlich, daß dies hier einer der ganz wenigen allgemein zugänglichen Texte ist, welche das Thema halbwegs sachgerecht darstellen.[/SIZE]
mrs.yearning[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
1. Für den Stalker ist irgendetwas aus der Kontrolle geraten.[/QUOTE]
Das trifft es und dafür können unterschiedlichste Gründe vorliegen.

Für die stalkende Person entsteht ein Konflikt durch Kontrollverslust.
Übrig bleiben oder entwickeln sich diverse (ggf. falsche) Hoffnungen, Ängste und Aggressionen. Durch Beobachten und Beeinflussen (Geschenke / Drohungen) hofft diese Person die Kontrolle zurückzubekommen. Soweit stimmen wir wohl überein.

Zu Punkt 6.b möchte ich anmerken, dass die Nichtannahme bzw. die Rücksendung der „positiven“ Beeinflussungsversuche aus diversen Gründen sinnvoller sein kann, als eine Entsorgung im Papierkorb. Z. B.
[list]
[*]bringt dies die Ablehnung offensichtlicher zum Ausdruck
[*]kann unerwünschten Wiederholungsversuchen verbeugen
[*]verdeutlicht Unbestechlichkeit/Unkäuflichkeit
[*]ist umweltfreundlicher...:eek:
[/list]

[i]...gegen unerwünschte Werbung im Briefkasten kann man sich leichter wehren...[/i]

Bei deinen Lösungsvorschlägen fiel mir als erstes ein, dass der Thread umbenannt werden müsste: „Gesetze [u]für[/u] Stalker“.

Nach deinen Ausführungen soll der Stalker das Recht auf eine höfliche Verabschiedung haben und die bestalkte Person muss sich dafür rechtfertigen, warum sie keinen Kontakt zum Stalker (in welcher Form auch immer) wünscht. Zudem muss diese beweisen, dass sie bestalkt wird, was sie allerdings niemandem sagen darf (zum Schutze des Stalkers). Wer bestalkt wird, hat also definitiv selbst schuld und muss gute Nerven haben, wenn er/sie es wagen sollte, sich dagegen wehren zu wollen.

[QUOTE]Ziel der Mediation ist es, eine gütliche Trennung zu finden. Wenn der Stalker als Mensch respektiert wird, sinkt die Wahrscheinlichkeit, daß aus Ohnmacht und (gerechtfertigter) Wut über Einseitigkeit die Gewaltspirale ansteigt. [/QUOTE]

Eine gütliche Einigung ist immer gut, kann allerdings nur dann erfolgen, wenn die bestalkte Person auch als Mensch respektiert wird...

[QUOTE]Ziel dieser Mediation muß es auch sein, praktische Dinge wie zum Beispiel bei Mitbetroffenheit von Kindern das Besuchsrecht usw. zu regeln.[/QUOTE]

praktische Dinge...sollte es in dieser Mediation nicht um Stalking gehen?
Stalking - Ein Druckmittel für alle möglichen Belange...aber das hatte ich ja bereits in einem vorherigen Beitrag befürchtet.
Montrose[QUOTE]und die bestalkte Person muss sich dafür rechtfertigen, warum sie keinen Kontakt zum Stalker (in welcher Form auch immer) wünscht.[/QUOTE]Es geht nicht um Rechtfertigung, sondern um Begründung. Wenn die Personen einander kennen, halte ich das für normal.

[QUOTE]Zudem muss diese beweisen, dass sie bestalkt wird,[/QUOTE]Das versteht sich von selbst. Muß ich jetzt zum dritten Mal ausführen, daß es ohne Beweise keine Verurteilung geben darf? Ist das denn so schwer zu verstehen?

[QUOTE]was sie allerdings niemandem sagen darf (zum Schutze des Stalkers).[/QUOTE]Es geht nicht darum, ob sie es sagen darf .... das machen Leute ja ohnehin, daß sie alles rumerzählen. Es geht darum, daß durch eine explizite behördliche Aufforderung zum Erzählen plötzlich Leute den falschen Eindruck bekommen könnten, sie dürften jetzt Polizei spielen und ihrerseits Gewalt ausüben.

[QUOTE]Wer bestalkt wird, hat also definitiv selbst schuld[/QUOTE]Das habe ich nirgends behauptet. Es gibt solche und solche Fälle. Manche werden wirklich bestalkt, manche bringen diese Gerüchte in Umlauf, um Rache zu üben oder jemanden fertigzumachen.

[QUOTE]dass der Thread umbenannt werden müsste: „Gesetze für Stalker“.[/QUOTE]Nein, der thread müßte lauten "Maßnahmen für ein faires Verfahren und gegen ungerechtfertigte Verurteilungen."

Nochmals, auch wenn das anscheinend sehr sehr schwer für Euch zu begreifen ist: in jedem Verfahren gibt es nicht nur Ankläger, sondern auch Verteidiger. Es müssen zwangsläufig immer beide Seiten gehört werden. Was die Presse und Politik in den letzten Wochen betrieben hat, war eine einseitige Hetze mit rührigen Fallgeschichten. Da haben dann Frauen, die von ihrem Ex "belästigt" wurden, in der BILD-Zeitung was vorgeschluchzt. Und natürlich waren alle Leser empört und wollten den Bösewicht gleich totschlagen.

Aber was ist die Wahrheit???? In diesen Fallgeschichten werden ja auch viele Dinge ausgeblendet, die nicht in das billige "Gut-Böse-Schema" passen. Wie würden die Geschichten denn aussehen, wenn sie von der anderen Seite geschrieben und in der BILD-Zeitung veröffentlicht würden? Es gibt immer zwei Seiten der Medaille.

[QUOTE]Stalking - Ein Druckmittel für alle möglichen Belange...aber das hatte ich ja bereits in einem vorherigen Beitrag befürchtet.[/QUOTE]Jemandem Stalking vorzuwerfen ..... ein Vorwurf, gegen den man sich fast nicht wehren kann, auch wenn man unschuldig ist..... als Druckmittel und Racheinstrument und sonstige alle möglichen Belangen für "Opfer" zu benutzen..... der Staat als Butler und Rächer für private Fehden...... so nicht!
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von mrs.yearning [/i]
... Stalking kann keine Lösung sein. [/QUOTE]Da stimme ich mit dir überein. Und gerade deshalb geht es mir darum, nicht Stalking erst zu provozieren und dann zu bestrafen, sondern von vornherein nach Wegen zu suchen, dass möglichst Stalking gar nicht erst praktiziert wird, also vorzubeugen. Um das zu können, reicht die Betrachtung des [b]Symptoms[/b] Stalking allein nicht aus. Es müssen unvoreingenommen die [b]Ursachen[/b] betrachtet werden, die zu Stalking führen können, ohne gleich jemandem Schuld zuzuweisen.

Was die vermuteten Ursachen und möglichen Lösungen betrifft, schließe ich mich im wesentlichen Montrose an.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
5. Der Stalker handelt aus einer isolierten Lage heraus, die es ihm nicht ermöglichen, andere Lebensperspektiven und Ziele aufzubauen.
... es ist für den Stalker ein unlösbarer Konflikt entstanden. Er kann nicht loslassen, kann aber die Person auch nicht mit guten Mitteln zurückgewinnen. [/QUOTE]Das ist für mich die wichtigste der genannten Ursachen: die scheinbar ausweglose Lage.

Ich möchte in der folgenden Betrachtung den späteren Stalker erst einmal als den Abgewiesenen bezeichnen. In den meisten (auch den von more genannten) Fällen geht es darum, dass Jemand (mit mehr oder weniger tauglichen Mitteln) nach Kommunikation sucht, um eine Beziehung (welcher Art auch immer) aufrecht zu erhalten oder aufzubauen. Der Andere ist an dieser Beziehung nicht (mehr) interessiert und ignoriert ihn oder weist ihn ab. Solange nicht klar und deutlich kommuniziert wird, dass man an der Beziehung nicht (mehr) interessiert ist, wird der Abgewiesene vermutlich keine Ruhe geben, weil er immer noch auf die Beziehung hofft: [QUOTE]Der Stalker vermutet z.B. andere Männer im Spiel usw. Was ihn quält, ist das Nichtwissen. Hätte er Wissen darüber, würden ihn nicht tausend Phantasien quälen...auch solche, die ihm vorgaukeln, er hätte noch eine Chance. Sondern er könnte eine sachgemäßere Entscheidung treffen. [/QUOTE]Sobald der Abweisende bereit ist, klar und deutlich zu kommunizieren, hilft er dem Abgewiesenen, sachgemäßere Entscheidungen zu treffen.

[QUOTE]LÖSUNGEN
1. Ich bin der Meinung, daß der Stalker ein Recht auf eine höfliche Verabschiedung haben sollte. [/QUOTE]Eine höfliche Verabschiedung gibt dem Abgewiesenen die Möglichkeit, in Würde aus der Beziehung herauszugehen, und sich nicht als der Verstoßene, Weggeworfene, Beschuldigte zu fühlen. Wenn eine Beziehung auseinandergeht, dann ist meist nicht nur Einer schuld. Warum muss denn überhaupt Jemand schuld sein? Oftmals gehen Beziehungen auseinander, weil die Partner einfach nicht zueinander passen, sich nicht wirklich lieben oder aus irgendwelchen ganz anderen Gründen. Warum also sollte der Abgewiesene nicht das Recht auf eine vernünftige Kommunikation und eine höfliche Verabschiedung haben?

[QUOTE]3. Die Darlegung muß durch die bestalkte Person und nicht durch Institutionen erfolgen ...
a. Die bestalkte Person wird damit auf ihre eigenen Verantwortung hingewiesen, möglicherweise zu der Situation selbst beigetragen zu haben. Oft ist es eben definitiv nicht so, daß das Opfer den Täter einfach ignoriert, sondern ihrerseits falsche Signale aussendet. [/QUOTE]Und meist werden diese falschen Signale unbewusst ausgesandt. Es geht also auch hier nicht um Schuldzuweisung, sondern um die Klärung der Sachlage im friedlichen Miteinander.

[QUOTE]Ziel der Mediation ist es, eine gütliche Trennung zu finden. Wenn der Stalker als Mensch respektiert wird, sinkt die Wahrscheinlichkeit, daß aus Ohnmacht und (gerechtfertigter) Wut über Einseitigkeit die Gewaltspirale ansteigt. [/QUOTE]Mit anderen Worten: Ziel ist es, dass [b]beide[/b] Seiten in Würde aus der Beziehung herausgehen können und Wege finden, damit umzugehen. Je mehr (für Beide annehmbare) Wege aus der obengenannten (scheinbar) ausweglosen Situation gezeigt werden, desto besser.

[QUOTE][i]Original geschrieben von mrs.yearning [/i]
Zu Punkt 6.b möchte ich anmerken, dass die Nichtannahme bzw. die Rücksendung der „positiven“ Beeinflussungsversuche aus diversen Gründen sinnvoller sein kann, als eine Entsorgung im Papierkorb. [/QUOTE]Ich finde beide Versionen nicht so gut. Warum nicht die Blumen annehmen und das als Anlass für ein klärendes Gespräch nehmen?

[QUOTE]Bei deinen Lösungsvorschlägen fiel mir als erstes ein, dass der Thread umbenannt werden müsste: „Gesetze für Stalker“. [/QUOTE]Mein Vorschlag wäre "Was tun gegen Stalking?"
1. Würde das klarstellen, dass Gesetze nicht der einzige und beste Lösungsweg sein müssen, und
2. Würde das zeigen, dass nicht gegen Menschen vorgegangen werden sollte, sondern gegen unerwünschtes Verhalten.

[QUOTE]Nach deinen Ausführungen soll der Stalker das Recht auf eine höfliche Verabschiedung haben und die bestalkte Person muss sich dafür rechtfertigen, warum sie keinen Kontakt zum Stalker (in welcher Form auch immer) wünscht. [/QUOTE]Ich war vor Jahren selbst einmal in der Situation des Abgewiesenen, und meine Versuche, Geschenke zu machen und immer in der Nähe des geliebten Mädchens zu sein könnte man böswilligerweise als Stalking bezeichnen (Los, steinigt mich :rolleyes: ). Das geliebte Mädchen hat mir einen Brief geschrieben, sich bedankt, mir höflich aber eindeutig klargemacht, dass sie an einer Beziehung mit mir nicht interessiert ist, mir ein paar wertvolle Tips für den weiteren Lebensweg gegeben und mir noch Alles Gute für die Zukunft gewünscht.
Das gab mir die Gewissheit, alles mir Mögliche getan zu haben um sie für mich gewinnen zu können, und ich habe sie trotz der Abweisung in lieber Erinnerung behalten ...

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