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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Drakonischere Strafen
nocturnusMich wundert es immer wieder , wie inkonsequent die Gesetze im endeffekt sind , sowohl innerhalb Deutschlands als auch International .

In deutschland kriegt ein Verbrecher für schwere Körperverletzung die zum Tod geführt hat nur 3-5 Jahre , manchmal wenn der Richter streng ist bis zu 8 Jahre als Höchststrafe , wenn er unter irgendwelchen einflüssen wie Alkohol oder Drogen gestanden hat , meist wird dieser dann auch dach 2/3 der abgesessenen Zeit wieder raus gelassen .

Wenn dir jemand das Fahrrad stiehlt , Drogen verkauft , oder dich einfach mal so zusammenschlägt passiert meist gar nichts .

Sollte man vielleicht die Gesetze wieder „drakonisieren“ , denn so wie es zur Zeit gang und gebe ist , fühlt man sich als Normalbürger in der Öffentlichkeit oft bedroht

Mfg
Apex[QUOTE]Sollte man vielleicht die Gesetze wieder „drakonisieren“ , denn so wie es zur Zeit gang und gebe ist , fühlt man sich als Normalbürger in der Öffentlichkeit oft bedroht[/QUOTE]

Würde dies etwas helfen? Würden solche Straftaten sonst nicht geschehen? Achja, die Antwort "Abschreckung" lass ich nicht so einfach gelten *g* das drakonische Methoden nichts helfen weiß man ja aus Erfahrung.
B.O.F.H.sowas ähnliches hatten wir letztens
[URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=45948]Link[/URL]
fraeulein grauich fühl' mich definitiv nicht bedroht, weder in der öffentlichkeit noch sonstwo- das ist doch alles nur stimmungsmache. kleinkriminalität lässt sich nunmal auch mit abschreckung nicht bekämpfen- muss man das rad eben an einem gut einzusehenden ort abstellen, hm? gelegenheit macht ja bekanntlich liebe- öh, diebe..
gewalt- und die sogenannten hassverbrechen könnten aber schon mit härteren strafen belegt werden- und sei es nur, um sie von eben z.b. fahrraddiebstählen und verkehrssünden abzugrenzen.
nocturnusGut , insgesamt mien ich nun nicht gaaaaaaaaaaaanz harte strafen , aber wenn schwerstverbrechen nur mit "geringfügigen" strafen belegt werden frag ich mich manchmal , wo die Gerechtigkeit bleibt .

Ich möchte mal ein besonders krasses Beispiel anführen , wo mir persöhnlich die spucke weg blieb :

Ein mehrfach vorbestrafter jugendlicher ca.17 jahre alt damals , unter anderem wegen diebstahl , raubüberfall , körperverletzung etc. etc . , ging in eine spielhalle und zerrte eine ältere frau auf die toilette im Keller . Dort fesselte er sie und verletzte sie ( nicht schwer aber immerhin ) . Schließlich vergewaltigte er sie .
Die frau konnte sich erst stunden danach aus den fesseln befreien .

Dieser "jugendliche2 hat 1 1/2 jahre auf BEWÄHRUNG bekommen , durfte also weiterhin frei herumlaufen ....
da soll mir doch einer sagen das wär gerecht .

Ich lasse natürlich die antworten gelten , dass er noch unter das jugendlichen strafgesetz fällt oder dies nur ein Einzellfall sei .
Dazu muss ich jedoch sagen , dass im normalen gesetz für Erwachsene ähnlich realitätsferne Strafen verhängt werden und das nicht als Einzelfall sonder öfter als man glauben mag .

Falls ihr nun sagt ich hätte keine Ahnung , in meinem bekanntenkreis befinden sich mehrere Strafrichter , von denen ich sowas aus erster hand höre , tag füt tag .

Zum thema bedroht fühlen :
Ich persöhnlich mach mir schon so einiege gedanke , wenn ich teureres Gerät mit mir führe ( wie I pod) , welches man offensichtlich sehen kann , ob die 3 seltsahm aussehenden Jugendlichen nicht vielleicht lust hätten mich heute mal abzuziehen . Oder ein andern mal , ob ich es besser nicht lasse mir ein neues fahrrad mit nem 100 euro schlos kaufe , da das sowieso in n paar tagen geklaut ist ( selbst in den reicheren und besser situierten vierteln der Stadt )

p.s. Auf abschreckung hab ich eigendlich net angespielt
illuminatWenn es dir um solche Beispiele geht, dann sollte man vielleicht einfach die Gefahr einer Wiederholung größer einschätzen. Ich finde es auch ungerechtfertigt, wenn Körperverletzung ohne einleuchtendes Motiv nicht eingesperrt wird, sondern auch morgen noch weiterschlagen darf. Solche Gewaltverherrlichenden Typen machen doch als schlechtes Vorbild unsere Gesellschaft kaputt.
Nicht ganz so moralisch verwerflich aber immernoch eine Frechheit sind die Strafen der Wirtschaftskriminalität. Wer andern das Leben ruiniert muss vielleicht einen Teil seines Reichtums abgeben, aber hat im endeffekt noch immer mehr gewonnen als verloren und wird somit nicht aufhören.

Alltägliche Vergehen wie der Mett-Skandal, falsches Wechselgeld, oder vermisste Post lassen sich nicht durch gesetze verhindern. auch die stärkere kontrolle bringt nichts. und härtere Strafen sind aufgrund der geringen Gefährdung eben "ungerechtfertigt" - aber der Täter handelt auch nur nach dem Prinzip "kleinvieh macht auch mist"

Richtig beknackt finde ich in dem Zusammenhang die Bestrafung von "Terroristen" bzw. "Anstiftern" die ne Gruppe zum boykott mobilisiert haben. Anstatt jeden der echten Täter für sein dummes gehorchen verantwortlich zu machen bekommt der Anstifter absolut unrealistische Freiheitsstrafen von mindestens 100 Jahren - oft auch Tausend. Als ob nicht der rangniedrigere morgen genau an dem Punkt weitermachen würde. Und darum ist organisiertes Verbrechen auch so lukrativ - hauptsache am Ende gibts nen Buhmann. Das der Richter das Täter ist ist sowieso unrealistisch..
RurounIBei erwiesener schuld -ich mein eindeutig anhand dna oder ähnlichem- fänd ichs nicht unrecht die missetäter an armen und beinen aufgehängt der gesellschaft zu präsentieren, nach 2 oder 3 tagen wenn er nich schon gestorben ist könnt ma ihm ja dann den gnadenstoss versetzen. wie gesagt, bezieht sich auf Verbrechen die einen oder mehrere menschen "in ihrer körperlichen und geistigen entwicklung" massiv beeinträchtigen.
bevors jemand falsch versteht oder verstehen will bitte erst nochmal lesen und dann antworten.
ich bin mir bewusst das ich damit diskussionen auslösen werde, aber das is halt meine meinung...
die verbrechen die ich meine sind vergewaltigung , mord etc....

das kann aber nur die symptombekämpfung sein, als erstes sollte man mal die Ursacxhen für solche Verbrechen bekämpfen, aber da das niemand tut wirds das wohl immer geben....
Montrose[QUOTE]nach 2 oder 3 tagen wenn er nich schon gestorben ist könnt ....die einen oder mehrere menschen "in ihrer körperlichen und geistigen entwicklung" massiv beeinträchtigen.
[/QUOTE]Dann machst Du Dich selbst zum Straftäter. Denn Du würdest für kleine Vergehen Menschen gleich umbringen.

Was unterscheidet Dich dann von einem Mörder?



Prinzipiell verstehe ich allerdings auch nicht so ganz, wie Wiederholungstäter immer wieder davonkommen. Das bestärkt diese Leute ja nur, daß sie mit ihrem Unrecht Recht bekommen, unangreifbar sind, daß ihr böses Tun in Wirklichkeit gar nicht böse ist.

Vermutlich sind die Richter so milde, weil sie aus dem gehobenen Bürgertum stammen. Für einen Bürger kann eine geringfügige Strafe bereits das Ende seiner Karriere, seines Lebenslaufes, seines Einkommens bedeuten. Deshalb gehen die Richter davon aus, daß bereits kleine Strafen großen Schaden anrichten können, und sind deshalb vorsichtig.

Viele Straftäter haben aber überhaupt nichts zu verlieren. Selbst die paar Tagessätze Geldstrafe fallen entweder gering aus, weil die Straftäter eh arbeitslos sind und die Tagessätze damit äußerst gering bemessen wurden. Oder sie holen sie mit dem nächsten Verbrechen locker wieder rein.

Eine straffere Anbindung von Straftätern an die Gesellschaftsordnung ... das muß ja nicht unbedingt Gefängnis sein, aber Dienste/Arbeiten für die Allgemeinheit .... wäre begrüßenswert.
SenecaUnser Strafrecht ist global betrachtet deshalb so milde, weil es auf dem Gedanken der Resozialisierung, nicht der Rache beruht...

In der Praxis versagt diese Gedanke allerdings komlett...!

Aber geneugenommen bin ich froh darüber, und würde auch keine Verschärfung forden...!

In den USA hatte ich bestimmt schon 1-2 Jahre im Knast zugebracht, für "Jugendsünden" deren Anzeige hier jeder Staatsanwalt in den Papierkorb schmeisst...!
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Unser Strafrecht ist global betrachtet deshalb so milde, weil es auf dem Gedanken der Resozialisierung, nicht der Rache beruht...
[/B][/QUOTE]

Das ist auch gut so. Rache hat bei der Strafbemessung nichts zu suchen, denn dann wäre eine Gleichbehandlung nicht mehr gewährleistet und womöglich Selbsatjustiz Tür und Tor geöffnet.

Zudem versagt Rache bei der Prävention von Straftaten noch eher als Resozialisierung...
RurounI@ montrose :
nur für dich:
[QUOTE]die verbrechen die ich meine sind vergewaltigung , mord etc....[/QUOTE]

gut dann lass ma se halt 2 wochen hängen, is ja nich so dass dadurch die seuchengefahr steigt...

ich seh das nicht als rache, jedem zeigen was passiert, dann lassen sies vielleicht, weiterhin -wie ich auch in meim beitrag geschrieben hab- sollte man die ursache bekämpfen...

is es so schwer...
Apex[QUOTE]die verbrechen die ich meine sind vergewaltigung , mord etc....[/QUOTE]

Das macht es nicht wirklich besser. Leibesstrafen sind unzivilisiert und Mittel einer repressiven Staatsform. In einem Rechtsstaat sollte man nicht einmal dran denken solche mittelalterlichen Methoden, welche jenseits von jeglicher Vernunft liegen, einzusetzen.
RurounIund wie siehst Du das mit der TAT????
wollt ihr das eure Kinder, nicht nur kinder frauen freundinnen usw. vergewaltigt, misshandelt oder noch schlimmer behandelt werden?
och, ich hatte bock dazu, ich komm ja eh nur für 3 jahre in knast, wenn überhaupt, danach kann ichs ja nochmal probieren, is ja eh ned so schlimm, und dann nochmal und nochmal....

bei aller toleranz, diesen abschaum will und werde ich niemals dulden...

@ apex
is ja keine leibesstrafe sondern eine ENTleibungsstrafe :cool:
ApexVon wollen kann keine rede sein, aber wenn du dich aufregst das sowas passiert dann denke drüber nach wie man es verhindern kann und nicht darüber wie du deine sadistischen Rachegelüste befriedigen kannst.
Für mich sind Leute, welche solche Strafen fordern, nicht besser als Vergewaltiger oder Mörder, sondern gehören in genau die selbe Sparte.
RurounI@ apex
und dann halt auch nochmal nur für dich:
[QUOTE]das kann aber nur die symptombekämpfung sein, als erstes sollte man mal die Ursacxhen für solche Verbrechen bekämpfen, aber da das niemand tut wirds das wohl immer geben....[/QUOTE]
und
[QUOTE]sollte man die ursache bekämpfen...[/QUOTE]

wie will man denn verhindern das jemand etwas ausprobiert oder seinen wasweissichdurchwas fehlgesteuerten trieben folgt?
Drogen? (tschuldigung MEDIKAMENTE) wegsperren? Pranger???
lass mich überlegen Pranger, kost am wenigsten und is recht effektiv, auch das hat die zeit gezeigt...
ApexEine Ersttat kann man nie verhindern, aber es bringt nichts die ganze Tat durch drakonische Strafen noch zu verschlimmern. Denn eine solche nützt weder mir noch dem Opfer, dem Täter oder der Gesellschaft.
Im Gegenteil, es würde uns in eine Zustand der Repression und des Terrors zurückstürzen wie ihn Deutschland seit dem Ende der NS-Diktatur nicht mehr gesehen hat.
Es gibt viele Möglichkeiten der Prävention von Straftaten, wenn man diese in einem Gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang sieht. Die Forschung nach den Ursachen von solchen kriminellen Gesellschaftsphänomenen benötigt allerdings Zeit. Und die anschließende Umsetzung der Ergebnisse auch. Kein hoher Preis wenn ich dafür keine Angst vorm Staat oder besser gesagt dem Mob haben muss.
illuminatAlso gegen die Todesstrafe bin ich eigentlich schon, und gegen Verstöße gegen das Grundrecht (auch und vor allem vom Staat als legitime Handlung heruntergespielt) erst recht.
Ich finde diese Leute sollten je nach Härte der Straftat Sozialarbeit leisten in gewissem Zeitlichen und Anstrengendem Maßstab.
Wenn man das mal effektiv organisieren würde, könnte unser Staat bestimmt einiges dazuverdienen und ein Teil davon würde als anerkennung auch an die Insassen zurückgegeben. Wäre ein Teil der Umsozialisierung - dass ihnen das Gefühl verliehen wird, vom Staat eben nicht nur als missetäter hingestellt zu werden, sondern dass man halt auch recht normal - auf dem Bau oder so - arbeiten kann. Wäre dann bei Dieben z.B. als Handlungsmaßnahme sicherlich effektiv. Man muss eben gucken, welche Straftaten wodurch ausgelöst werden.
Vergewaltiger, mutwillige mörder sowie totschlag sollte lebenslang arbeiten - was darunter kommt ist ansichtssache. Strafen mit Geld zu bewerkstelligen hat selten Sinn, dann sollte es zumindest Sozialarbeit sein. Stellt euch doch mal einen Politiker bei der Stadtreinigung vor ;) besser als aufhängen und vor wiederholung gewahrt ;) vor allem bei kapitalverbrechen - kein geld der welt kann es wert sein im öffentlichen dienst drecksarbeit zu leisten und so einen teil seiner schuld wirklich symbolisch zu begleichen.

Mord zu legitimieren kann kein Mittel sein, Mord zu verhindern. Genausowenig würde es sinn machen, einen Vergewaltiger zu po**en, oder jemanden regelmäßig zu peitschen.
Stellt euch vor, ihr werdet mit einer Waffe bedroht und gleichzeitig brüllt dich dieser jemand an "Du sollst nicht töten! und das Zielen auf Menschen ist verboten!" - welcher normalsterbliche Verstand kann diese Aussage logisch zuordnen?
RurounIMan könnte ja zum beispiel die neueren straftäter dazu benutzen die alten auf und abzuhängen...

nun gut, es wurde nach der meinung der Threadteilnehmer gefragt, ich hab se kundgetan...

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