| Tom_Palm | Ungültigwähler sind eine relativ wenig beachtete Protestgruppe. Sie partizipieren zwar an der Wahl verzichten aber auf eine gültige Stimmabgabe. Stattdessen „verschönern“ sie den Wahlschein, wie sie sagen, zumeist mit dem „ganz großen Kreuz“ vereinzelt auch mit Sprüchen, Karikaturen oder einer Scheibe Käse. Dabei handelt es sich keineswegs um eine Randgruppe. Bei der letzten bundesweiten Wahl, der Europawahl im vergangenen Jahr stieg der Anteil ungültiger Stimmen in allen Bundesländern stark. In Mecklenburg-Vorpommern (mit 5,3%), dem Saarland (mit 6,6%) oder Sachsen-Anhalt (mit 6,7%) würde die Gruppe der Ungültigwähler mit Leichtigkeit die 5% Hürde überspringen. In der Wahrnehmung der Menschen in diesem Land gilt diese Gruppe zumeist einfach als zu dumm – dabei wählt die Mehrheit der Ungültigwähler voller Absicht ungültig. Grund genug diese Gruppe genauer zu betrachten. Die Internetseite [url]http://www.ungueltigwaehler.de[/url] gibt allen Ungültigwählern die Chance zum Coming Out. Die als Instrument für eine Uni-Abschlussarbeit gestartete Website ruft alle Ungültigwähler auf, ihre Gründe für die Entwertung des Stimmzettels anzugeben und bietet reichlich Information zum Thema. |
| ange gardien | Ein Bayer hätte es ja mal fast geschafft... |
| Lesbia | mh... Also, wenn ich wählen müsste (hab noch ein paar Jährchen Zeit...) würde ich auch ungültig wählen. Wen von den Deppen kann man denn mit gutem Gewissen die Regierungsgewalt übertragen? Wirklich dumm sind nur die, die überhaupt nicht zur Wahl gehen. |
| Trinity Goth | Wenn 'der Bayer' Kanzler wird, dann sollten wir uns alle schonmal eine Flinte kaufen. Als ob Ratzinger nicht schon schlimm genug wäre. Was die die NRW Wahl angeht, die Auswahl war wirklich nicht besonders, so ungefähr wie Cholera und Pest. Ich habe letzte Woche schon per Briefwahl gewählt. Ich habe mich entschlossen einer kleineren Partei meine Stimme zu geben und das ist die Art meines Protests. Gruß Trin |
| Dark Luzifer | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lesbia [/i] [B]mh... Also, wenn ich wählen müsste (hab noch ein paar Jährchen Zeit...) würde ich auch ungültig wählen. Wen von den Deppen kann man denn mit gutem Gewissen die Regierungsgewalt übertragen? Wirklich dumm sind nur die, die überhaupt nicht zur Wahl gehen. [/B][/QUOTE] Wo ist der Unterschied zwischen ungültig- und garnicht wählen? In beiden Fällen wird die Stimme nicht gewertet. Somit hilft man nebenbei möglichen gesetzeswidrigen Parteien. |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Dark Luzifer [/i] [B]Wo ist der Unterschied zwischen ungültig- und garnicht wählen? In beiden Fällen wird die Stimme nicht gewertet. Somit hilft man nebenbei möglichen gesetzeswidrigen Parteien. [/B][/QUOTE] So weit ich das weiß ist deine Aussage nicht richtig. Die ungültige Stimme wird zwar keiner Partei zugerechnet, aber sie wird als Stimmabgabe gezählt. Somit unterstützt man nur dann, wenn man nicht wählen geht, eventuell eine Partei, die man nicht mag. |
| Lesbia | Für jede Stimme bei einer Wahl gibt es für die gewählte Partei Geld. Das Geld von denen, die gar nicht zur Wahl gehen, wird unter den Parteien einfach aufgeteilt. Das Geld derer, die ungültig wählen, darf nicht an Parteien ausgeteilt werden. Somit tut man denen damit mehr weh.;) |
| Anakin | Nach der Wende (hier in Arm-Ossi-Land), hab ich 13 Jahre nicht gewählt. Wen oder was soll man wählen? Das geringste Übel? Als Politiker sollte man uneigennützige Vernunft oder wenigstens ein Volkswirtschaft/Betriebswirtschaft-Studium besitzen. Brot und Spiele für das dumme Volk. Aber wo bleibt das Brot? Und das Volk benimmt sich wie eine Herde Lämminge: Jeder ist sich selbst der Nächste. Sei nicht feige, lass mich hinter'm Baum! Protest immer schön friedlich, dann ändert sich nix. Oh, ich oute mich gerade als Unzufriedener. Hoffentlich merkt das niemand. Kritik ist ja uncool, eigentlich ist doch alles schön bunt. Anakin |
| nachtgeburt | Hmmm, entweder man wählt das geringste übel oder man wählt ungültig. Nicht wählen wird auch als stumme zustimmung gesehen. |
| Celesta | ach Gott ja.. und alle sind ja so unglücklich mit der politischen Lage.. und seine Stimme ungültig zu machen ist ja geradezu eine weltverändernde Aktion, die gepriesen sein sollte.. Ja mein Gott, wir sind nicht im Paradies, unsere Politiker korrupt und alle anderen heimsen sich unser Geld ein.. und? Ist das ein Grund mit dieser verdrossen Miene durch die Gegend zu laufen und am besten gar nix mehr zu tun, weil man ja eh nichts ändern kann? Also was mich betrifft, so wähle ich das mindere Übel.. denn wenn man sich mal ein wenig für Politik interessieren würde, könnte man ja auch mal erkennen wie viel schlimmer es noch kommen könnte, wenn manche parteien (besonders die eine große schwarze) das erreichen würden was sie vorhaben.. Ich will hier wirklich niemanden diffamieren, aber solangsam bin ich der scheinbar ewig andauernden Diskussion mit ach so politikverdrossenen, aber auch verblendeten traditionell wählenden Bürgern müde. Alle können sich nur beschweren, aber weiß denn bitte jemand wie wir aus diesem Dilemma entfliehen können? Ich möchte jetzt allerdings keine utopischen Modelle hören wie Anarchie oder Kommunismus.. Entschuldigt meine Wut, es ist schon spät Gruß Celesta |
| Lesbia | Natürlich ist das ungültig Wählen keine wirkliche Lösung! Sagt doch auch niemand. Und mit Politikverdrossenheit hat das meiner Ansicht nach nichts zutun. Das wäre nämlich gar nicht zur Wahl zu gehen... Was das mit dem rauskommen aus dem Dilemma betrifft... Das weiß niemand so ganz genau. |
| Soulraptor | Also bei allen "Räte"-Wahlen ist es so, dass man gleich die NPD dafür ankreuzen könnte. Vielen Dank ihr ach so protestiernden Nichtwähler. Sollte die NPD nur mal mit einem Sitz in nen Tag kommen, dann haben die einfach so mal ebend 10 Sitze. Leute geht wählen!! Wählt das kleinere Übel (auch nicht Spaßparteien, das kommt aufs gleiche raus), aber wählt was! P.S.: Ich bin ja auch dafür, dass es nen extra "Ich enthalte mich" Kreis gibt, der die STimme wirklich nicht zählen lässt, aber das gibt es nunmal noch nicht. |
| Gr. Gaulichter | ein "ungültig"-wähler wird als mensch betrachtet, der sich zwar für politik interessiert, der aber im momentanen angebot keine partei findet, die er als wählbar erachtet. ...in der DDR hat man die leute fast schon zur ausübung ihrer "demokratischen" pflicht gezwungen... wer nicht "wählen" war, bekam besuch und ein "freundliches" gespräch... gg.grüße |
| Josef K. | Es treten bei dieser Wahl 18 Parteien an. Leider glauben viele Personen, daß es in Deutschland nur eine Handvoll "demokratischer " Parteien und darüberhinaus eine weitere Handvoll links- und rechtsradikaler Parteien gäbe. Das ist grundweg falsch. Die neosozialistische Gutmenschenpresse berichtet bei Wahlen natürlich nur von den großen Machtkartellen und diskriminiert kleine (und häufig weitaus demokratischere Parteien) mit der abwertenden und undifferenzierten Bezeichnung "Sonstige". Häufig werden exemplarisch "Spaßparteien" porträtiert, um jede Wahlalternative per se der Lächerlichkeit preiszugeben. Dabei sind Wahlen häufig ein wesentliche finanzielle Einnahmequelle der verschiegenen und benachteiligten Parteien. Die Wahlkampfkostenerstattung ermöglicht es ihnen, die nächsten Jahre in bescheidenem Maße auf sich aufmerksam zu machen, Handzettel zu drucken, Porto, Telefongebühren und die Serverkosten für die Homepage zu bezahlen, und somit ein klein wenig auf sich selbst und ihre (häufig erstaunlich guten) Wahlprogramme hinzuweisen. Auch das ist ein wichtiger Aspekt einer echten Demokratie. Die Kostenerstattung bekommen sie aber nur, wenn der Stimmenanteil mindestens 0,5 % beträgt. Die undemokratische 5%-Hürde werden diese Parteien in der Regel nicht nehmen können, die 0,5%-Hürde aber wohl. Ungeachtet dessen die Binsenweisheit: Wenn alle Nichtwähler ihre Stimme einer nicht etablierten Partei geben würden, dürfte diese Partei die Wahl gewinnen. Also ran an die Urne ;) [QUOTE]Als Politiker sollte man uneigennützige Vernunft oder wenigstens ein Volkswirtschaft/Betriebswirtschaft-Studium besitzen.[/QUOTE] Ich persönlich plädiere auch für einen Qualifikationsnachweis als Vorraussetzung zum Erwerb des passiven Wahlrechts. Fachliche Kompetenz und persönlliche Integrität sollten dabei Mindestanforderungen darstellen. Diese Art "politischer Führerschein" sollte es in mehreren Klassen geben (wie im Starßenverkehr für verschiedene Fahrzeuge), z.B. für Komunalpolitik, Landespolitik, Bundespolitik... Aber dieses Elitendenken wird ja vom Durchschnitts-Blödzeitungsleser und den sozialistischen Protagonisten des kollektivistischen Einheitsmenschen abgelehnt. Anstatt seiner besten Köpfe läßt sich das Volk von korrupten und unfähigen Machtpolitikern repräsentieren und verraten. Die nie vom Volk bestätigte "Verfassungsordnung" will es so. |
| B.O.F.H. | NICHT WÄHLEN GEFÄHRDET IHRE ZUKUNFT...... ......., SONDERN ES SIND DIE GEWÄHLTEN POLITIKER. :D |
| xxxzinixxx | [QUOTE][i]Original geschrieben von Josef K. [/i] [B]Aber dieses Elitendenken wird ja vom Durchschnitts-Blödzeitungsleser und den sozialistischen Protagonisten des kollektivistischen Einheitsmenschen abgelehnt. Anstatt seiner besten Köpfe läßt sich das Volk von korrupten und unfähigen Machtpolitikern repräsentieren und verraten. Die nie vom Volk bestätigte "Verfassungsordnung" will es so. [/B][/QUOTE] für diesen absatz brauche ich mal eben eine genauere inhaltsangabe... der durchschnitts-bildzeitungsleser ist ein gegner elitären denkens? sozialistische protagonisten wollen kollektive einheitsmenschen? die regierung ist korrupt und unfähig? sie wurde wissentlich vom volk als so geartet gewählt? niemand wollte im grunde die bestehende verfassungsordnung? in der verfassungsordnung, die das volk nie persönlich bestätigte, steht, das all dies (aufgrund der wahl?), dann eben so in ordnung ist und die regierung so sein darf, wie du sie beschreibst? ich muß bei der aufforderung (protest?) zu wählen, womöglich eine (bestimmte?) der nicht-etablierten parteien, plötzlich an diese kleine, einst sicherlich ebenso materiell benachteiligte partei denken, die strümpfestrickend und ganz locker zu den "oberen zehntausend" stieß... ungültig zu wählen ist für dermaßen politikverdrossene doch wohl die bessere alternative...!? es ist also demokratisch, wenn auch kleine parteien, bis zu 0,5 % wähler, geld bekommen, aber es ist nicht demokratisch, wenn nicht jede partei in den bundestag kommt? hmmm... warum dürfen die eigentlich nicht? was würde denn passieren, wenn diese 18 zugelassenen parteien dann vielleicht sogar ALLE ein wörtchen mitzureden hätten? |
| Dark Luzifer | [QUOTE]was würde denn passieren, wenn diese 18 zugelassenen parteien dann vielleicht sogar ALLE ein wörtchen mitzureden hätten?[/QUOTE] Es ist schon bei 5 Parteien schwer eine Einigung zu finden. Mistens wird diskutiert und verändert, viel Wartezeit und das Ergebnis ist nicht viel besser als am Anfang. Jetzt stell dir vor was passiert, wenn sich 18 Parteien in (wie ich es sehe) mind. 4 verschiedene Gruppen aufteilen??? |
| xxxzinixxx | [QUOTE][i]Original geschrieben von Dark Luzifer [/i] [B]Jetzt stell dir vor was passiert, wenn sich 18 Parteien in (wie ich es sehe) mind. 4 verschiedene Gruppen aufteilen??? [/B][/QUOTE] das tu ich lieber nich... ;) |
| Darket | Hmmmm die sog. kleinen Parteien lassen sich doch meist folgendermaßen kategoriesieren: extrem rechts, extrem links, religiös-fundamentalistisch, Klientelpartei und Spaßpartei. Ich finde keine davon besonders erfreulich, am ehesten noch letztere (Die PARTEI *weglach*). Mir fallen kaum kleinere Parteien ein, die diesem Bild nicht entsprechen, korrigiere mich bitte so ich irre. |
| B.O.F.H. | Sich für das sog. kleinere Übel zu entscheiden ist aber auf Dauer auch sinnlos, wie man ja sieht ändert sich seit Jahren nur die Farbe. Der Bürger hat die Wahl zwischen Pest oder Cholera. Das ist ungefähr so, als ob man in's Restaurant geht und fragt: "Herr Ober, wovon wird mir denn am langsamsten schlecht?" |
| xxxzinixxx | genau genommen ist sogar das ganze leben sinnlos... |
| Josef K. | [QUOTE]Hmmmm die sog. kleinen Parteien lassen sich doch meist folgendermaßen kategoriesieren: extrem rechts, extrem links, religiös-fundamentalistisch, Klientelpartei und Spaßpartei. [/QUOTE] Diese Ausage bestätigt nur meine Einschätzung bezüglich der Medienpropaganda zugunsten der Großparteien. [QUOTE]korrigiere mich bitte so ich irre.[/QUOTE] Ich will keine Wahlwerbung für die [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96dp]ödp[/URL] machen, weil ich nicht alle Ansichten teile.. Auch die [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Familienpartei]Familienpartei[/URL] ist sicherlich nicht fundamental-religiös, extremistisch oder Spaßpartei. Leider scheinen Familien in Deutschland aber tatsächlich zu einer Minderheit bzw. Klientel zu werden, was man durchaus kritisch sehen darf ;) Aber die beiden Parteien wollen ja ohnehin fusionieren Mir persönlich fehlt übrigens eine wirklich freiheitliche Partei auf dem Wahlzettel (die Kapitalistische Partei gibt es ja leider nicht mehr) [QUOTE]Es ist schon bei 5 Parteien schwer eine Einigung zu finden. Mistens wird diskutiert und verändert, viel Wartezeit und das Ergebnis ist nicht viel besser als am Anfang.[/QUOTE] Parteien, die nur 1 oder 2 Vertreter entsenden, werden halt überstimmt, wenn sich die großen einigen (Entscheidungen müssen schließlich nicht einstimmig gefällt werden. Es reicht in der Regel die absolute Mehrheit). Dennoch können die kleinen Parteien auf Mißstände aufmerksam machen , kritisieren und Anträge einreichen. Ich halte das für demokratischer, als ein 2-Parteien- oder 4-Parteien-Plenum. Im übrigen braucht man auch ohne 5-Prozent-Blockade eine Mindestanzahl an Stimmen, um einen Sitz zu ergattern (ich weiß jetzt nicht, wieviel das in NRW sind- in Sachsen sind es z.B. etwa 0,8% der Stimmen) ----------------- [QUOTE]der durchschnitts-bildzeitungsleser ist ein gegner elitären denkens? [/QUOTE] Das liegt in der Natur der Sache [QUOTE]sozialistische protagonisten wollen kollektive einheitsmenschen? [/QUOTE] Das liegt in der Natur der Sache [QUOTE]die regierung ist korrupt und unfähig?[/QUOTE] Das liegt in der Natu.. ähem *räusper* korrupt: Man schaue sich bloß mal die vielen Spendenaffären und Skandälchen der jüngeren Geschichte an unfähig: Man schaue sich bloß mal unseren Staatshaushalt an (von der Rentenkasse oder der wuchernden Bürokratie fange ich erst gar nicht an) [QUOTE]sie wurde wissentlich vom volk als so geartet gewählt? [/QUOTE] Das Prinzip des kleineren Übels. Es gibt natürlich auch die schon erwähnten Nicht- und Ungültigwähler, die sich aber auch nicht rausreden können, weil ihr Verhalten ja auch Einfluß auf die Sitzverteilung hat. [QUOTE]niemand wollte im grunde die bestehende verfassungsordnung?[/QUOTE] Zumindest wurde das Volk nicht gefragt [QUOTE]in der verfassungsordnung, die das volk nie persönlich bestätigte, steht, das all dies (aufgrund der wahl?), dann eben so in ordnung ist und die regierung so sein darf, wie du sie beschreibst?[/QUOTE] Das Grundgesetz verhindert es zumindest nicht. Einige "Fehler" der Weimarer Verfassung hat man beseitigt, und dafür neue Fehler konstruiert. |
| xxxzinixxx | [QUOTE]Diese Ausage bestätigt nur meine Einschätzung bezüglich der Medienpropaganda zugunsten der Großparteien.[/QUOTE] wie profitieren großparteien durch welche medienpropanganda? ödp/familienpartei scheint mir übrigens schon etwas extremistisch zu sein... nur vielleicht in anderen, unauffälligeren bereichen... so... mittig...? [QUOTE]Mir persönlich fehlt übrigens eine wirklich freiheitliche Partei auf dem Wahlzettel (die Kapitalistische Partei gibt es ja leider nicht mehr[/QUOTE] kapitalismus=freiheitlich? [QUOTE]Entscheidungen müssen schließlich nicht einstimmig gefällt werden. Es reicht in der Regel die absolute Mehrheit[/QUOTE] absolute mehrheiten zu bekommen hört sich hier auch sehr einfach an... ZU einfach, wie ich meine...! jeder antrag, jede kritik wird wochenlang debattiert! warum ist es natürlich, daß der durchschnitts-bildzeitungsleser gegen elitäres denken ist? warum ist es natürlich, daß sozialistische protagonisten kollektive einheitsmenschen wollen? korrupte regierung: wirklich immer nur die regierung? immer nur die politik? oder ist es da nur einfach am praktischten und wirkungsvollsten zu verlautbaren? wie siehts denn damit wohl so in der wirtschaft aus? hier hättest du deinen standart-satz gerne fortführen können... allerdings nicht so dermaßen einschränkend... unfähige regierung: wer IST fähig? [QUOTE]Es gibt natürlich auch die schon erwähnten Nicht- und Ungültigwähler, die sich aber auch nicht rausreden können, weil ihr Verhalten ja auch Einfluß auf die Sitzverteilung hat.[/QUOTE] wie würde ein sitz besetzt werden, der von ungültig-wählern gewonnen würde? [QUOTE]Zumindest wurde das Volk nicht gefragt[/QUOTE] du bist für volksentscheide? möchtest den durchschnitts-was-auch-immer-menschen entscheiden lassen? erstaunlich... [QUOTE]Einige "Fehler" der Weimarer Verfassung hat man beseitigt, und dafür neue Fehler konstruiert.[/QUOTE] hört sich nach einer absolut lupenreinen vergangenheit an, die du da für politiker forderst... "aus fehlern wird man klug, drum macht man nie genug" ;) --------- hey, odessa! *wink*:) ist DAS denn noch kapitalistisch??? was passiert mit den großkonzernen? |
| Darket | @JosefK Ok, stimmt die ödp hatte ich vergessen, zugegeben. Die Familienpartei ist für mich eine Klientelpartei (nicht unbedingt die schlechteste), da die gesellschaftliche Entwicklung in die Richtung geht, dass die Bedeutung der Familie abnimmt (ob das nun gut oder schlecht ist, sei dahingestellt). Allerdings muss auch ich mir bei solcher Behauptung die Frage gefallen lassen welche Partei eben keine Klientelpartei ist. ;) Aber wenn von 18 Parteien 5 etabliert sind (mehr oder weniger) und von den restlichen 13 gerade mal zwei (wenn überhaupt) nicht zu den von mir genannten zählen, widerlegt das zwar die Absolutheit meiner Aussage, nicht aber die Problematik, die ich damit zum Ausdruck bringen wollte. Im übrigen bin ich der Meinung, dass eigentlich JEDE demokratische Partei in den Parlamenten eine Bereicherung ist. Ich bin ja schon dankbar darum, dass wir mehr als zwei ernsthafte Parteien haben, aber vier oder fünf halte ich dennoch eigentlich für zu wenig. |
| Dark Luzifer | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]--- Mir persönlich fehlt übrigens eine wirklich freiheitliche Partei auf dem Wahlzettel (die Kapitalistische Partei gibt es ja leider nicht mehr) --- Die Aversion und ich wollen eine gründen :D . Zumindest eine "der Art" - freiheitlich, den Mittelstand fördernd, den Arbeiter und Bauern aber zuvorderst endlich wieder zu einem "gesunden" KapitalismusWohlstand verhelfen wollend (war das ein deutscher Satz? Ich hoffe...). Wir sind für Programmpunkte dankbar, bei einigen Punkten können wir uns nämlich ned so wirklich einigen ;-) [/B][/QUOTE] Oh cool. Und ich will eine Partei gründen die eine dritten Tag als Wochenende einführt, dafür sollten die meisten Unternehmen sechs Tage arbeiten. Das führt zu einer Verdopplung der Arbeitsplätze. Wollen wir uns nicht zusammentun??? ;) |
| Josef K. | @ Darket [QUOTE]Aber wenn von 18 Parteien 5 etabliert sind (mehr oder weniger) und von den restlichen 13 gerade mal zwei (wenn überhaupt) nicht zu den von mir genannten zählen, widerlegt das zwar die Absolutheit meiner Aussage, nicht aber die Problematik, die ich damit zum Ausdruck bringen wollte.[/QUOTE] 1. ) Es gibt in Deutschland deutlich mehr als 18 Parteien (darunter auch genügend "ernsthafte) Nur weil das Wahlprozedere in NRW die meisten Parteien vom Kandidieren faktisch ausschließt, heißt das nicht, daß es diese Parteien nicht gibt 2.) Die beiden von mir erwähnten Parteien waren nur beispielhaft herausgegriffen, weil ich deren Programme gut genug kenne (vor allem das der ödp) und somit selbst von der Ernsthaftigkeít überzeugt bin. Ansonsten darf man gerne selbst mal in der Parteienlandschaft recherchieren: [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_politischen_Parteien_in_Deutschland[/url] [QUOTE]Im übrigen bin ich der Meinung, dass eigentlich JEDE demokratische Partei in den Parlamenten eine Bereicherung ist. [/QUOTE] sehe ich auch so @ xxxzinixxx [QUOTE]kapitalismus=freiheitlich?[/QUOTE] [url]http://www.ef-magazin.de/Archiv/Warum-ef-magazin/warum-ef-magazin.html[/url] Ansonsten möchte ich nicht wieder eine Grundsatzdebatte über den ach so üblen Kapitalismus anfangen, der die westliche Welt zum Armenhaus gemacht hat - ganz im Gegensatz zu den reichen afrikanischen Diktaturen oder den wohlhabenden kommunistischen Ländern, wie z.B. Kuba oder Nordkorea :D @ Odessa [QUOTE]Die Aversion und ich wollen eine gründen . Zumindest eine "der Art" - freiheitlich, den Mittelstand fördernd, den Arbeiter und Bauern aber zuvorderst endlich wieder zu einem "gesunden" KapitalismusWohlstand verhelfen wollend [/QUOTE] Sehr schön ;) [QUOTE]Wir sind für Programmpunkte dankbar, bei einigen Punkten können wir uns nämlich ned so wirklich einigen ;-)[/QUOTE] Laßt Euch einfach von Hayek inspirieren [url]http://www.hayek.de/start.html[/url] |
| Latrizia | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lesbia [/i] [B]mh... Also, wenn ich wählen müsste (hab noch ein paar Jährchen Zeit...) würde ich auch ungültig wählen. Wen von den Deppen kann man denn mit gutem Gewissen die Regierungsgewalt übertragen? Wirklich dumm sind nur die, die überhaupt nicht zur Wahl gehen. [/B][/QUOTE] ich glaube nicht, dass es viel klüger ist den wahlzettel ungültig zu machen :rolleyes: nächstes jahr darf ich dann auch zur wahl antreten, werde mich allerdings tatsächlich richtig beteiligen. ich möchte später nicht zu denen gehören, die sich zwar beschweren, aber selbst nichts für ihre meinung tun. allerdings ist die frage, wer nun das beste konzept hat sehr berechtigt. und so werde ich wohl vorher gründlich darüber nachdenken müssen *seuftz* ;) |
| Tapio Bearking | Also ich wähle schon seit fünf Jahren und jedes Jahr PDS. Die sind zwar auch kein Highlight aber im Vergleich zu den Großen und zur [B]N[/B]ichtsnutz[B]P[/B]artei[B]D[/B]eutschlands immer noch das kleinste Übel. Interessant wäre die Gründung einer Reformpartei, wie bei [URL=http://www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg_id=8025610&forum_id=78905]Heise[/URL] schon einmal angedacht. |
| xxxzinixxx | [QUOTE][i]Original geschrieben von Josef K. [/i] [B][url]http://www.ef-magazin.de/Archiv/Warum-ef-magazin/warum-ef-magazin.html[/url] Ansonsten möchte ich nicht wieder eine Grundsatzdebatte über den ach so üblen Kapitalismus anfangen, der die westliche Welt zum Armenhaus gemacht hat - ganz im Gegensatz zu den reichen afrikanischen Diktaturen oder den wohlhabenden kommunistischen Ländern, wie z.B. Kuba oder Nordkorea :D [/b][/QUOTE] so sehr habe ich schon lange nicht mehr schmunzeln müssen... außer über das neue arbeitsamt-logo vielleicht... naja, jedenfalls danke für die erheiterung durch dieses [i]ef[/i]-magazin! ich kenne diese seltsamen grundsatzvorurteile und -verleumdungen ebenso zur genüge wie du, weshalb ich DEINE version hier auch nicht einfach so im raume stehen lassen wollte, weil sie einfach nur einseitig ist. sehr einprägsam und einfach natürlich für deine "durchschnitts-blödzeitungsleser", die man damit vielleicht noch optimal anheizen kann, aber irgendwann, vielleicht gerade da, auch etwas überstrapazierend und langweilig. ach ja, und danke auch, das du nicht mehr auf die anderen fragen antwortest, denn es ist auf dauer doch recht ermüdend, sich ständig mit so rein wirtschaftlich denkenden menschen beschäftigen zu müssen. |
| Josef K. | @ Tapio Bearking [QUOTE]Also ich wähle schon seit fünf Jahren und jedes Jahr PDS. Die sind zwar auch kein Highlight aber im Vergleich zu den Großen und zur NichtsnutzParteiDeutschlands immer noch das kleinste Übel.[/QUOTE] Gegen das "kleinste Übel" hab ich vor 15 Jahren mein Leben riskiert. Und heute wird man von den Mördern und Folterknechten von einst beleidigt und verleumdet. @ xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx [QUOTE]ach ja, und danke auch, das du nicht mehr auf die anderen fragen antwortest, denn es ist auf dauer doch recht ermüdend, sich ständig mit so rein wirtschaftlich denkenden menschen beschäftigen zu müssen.[/QUOTE] Natürlich. |
| xxxzinixxx | MEIN name ist xxxzinixxx... und DEIN standartsatz war: "das liegt in der natur der sache"... |
| Lesbia | oh ja, will mit gründen! Ich bin für den umweltschutz und die familienpolitik zuständig!!! *g* Das Problem bei unserem Parteiensystem ist, dass keiner sich eine wirkliche Reform traut, weil sie alle Angst haben, nicht wieder gewählt zu werden. Das heißt jetzt nicht, dass ich ein anderes system, wie Diktatur oder so, besser finde. Is halt so... |
| Nix | In der Tat mache ich meine Stimme schon seitdem ich Wahllokale besuchen darf ungültig. Es liegt doch auf der Hand, dass die zur Wahl angetreten Parteien im Prozentsatz ihres letztlichen Abschneidens bei der Wahl von einer nicht abgegebenen Stimme profitieren. Dabei will ich nicht falsch verstanden werden: ich halte durchaus viel von Politik, nur eben nicht von den - derzeitigen - Politikern. Um als Spitzenkandidat seiner Partei vorgeschlagen zu werden, muss man einfach unbedingt ein charakterloses Arschloch und ein machtgeiler zynischer Schleimer sein. Eine ungültige Stimme ist ein Statement, an dem die Herrschenden nicht vorbeikommen. Was soll ich machen? Ich bin wirklich gegen alle... und will mich bei dem Thema auch gar nicht aufregen. Ich wäre für eine gnadenlose Direktwahl. Diese sog. mittelbare Demokratie finde ich mittlerweile zum Kotzen. Ferner wäre ich auch für ein Bürgerbegehren zur Absetzung amtierender Kanzler und sogar einzelner Minister. Klar wäre das ein administrativer Hemmschuh, aber die Demokratie ist in diesem Lande ohnehin in der Sackgasse. So darf es nicht weiter gehen. |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von Josef K. [/i] [B] Gegen das "kleinste Übel" hab ich vor 15 Jahren mein Leben riskiert. Und heute wird man von den Mördern und Folterknechten von einst beleidigt und verleumdet. [/B][/QUOTE] Verzeih, wenn ich einfach nur lache. Was hast du denn schon im Jahre 1990 riskiert? Manchmal ist es besser, man hält die Klappe. Wer sich hier im Osten alles als Verfolgter, Widerstandskämpfer u.ä. aufspielen darf, ist irre. Angesichts solcher Sprüche brauche ich echt einen Eimer. Hättest du wenigstens "vor 16 Jahren" geschrieben, dann hätte ich mich mit einem Augenrollen begnügt. :mad: PS: Die Russen sind nicht mehr im Keller. |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tapio Bearking [/i] [B]Also ich wähle schon seit fünf Jahren und jedes Jahr PDS. Die sind zwar auch kein Highlight aber im Vergleich zu den Großen und zur [B]N[/B]ichtsnutz[B]P[/B]artei[B]D[/B]eutschlands immer noch das kleinste Übel.[/quote] Nur dass die PDS hauptsächlich aus idealistischen, selbstgerechten Spinnern und umgedrehten Dunkelroten besteht, die neuerdings auf Marktwirtschaft machen. Eine Partei ohne echte Ziele und Perspektiven, die den Kapitalismus verdammt, aber seine Errungenschaften in vollen Zügen genießt. Luftschlösser lassen sich schlecht finanzieren. [quote][B]Interessant wäre die Gründung einer Reformpartei, wie bei [URL=http://www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg_id=8025610&forum_id=78905]Heise[/URL] schon einmal angedacht. [/B][/QUOTE] Ich weiß nicht, ob noch eine Partei die Lösung ist. Noch ein Haufen von Schwätzern, der nichts richtet... In meinen Augen ist das Modell "Demokratie" gescheitert. So scheints, dass Deutschland tatsächlich aus drei Sorten von Intellektuellen besteht: die ersten tragen weiße Socken zu ihren Jeans, die zweiten regen sich darüber auf und die dritten lästern über diejenigen, die sich über die Sockenträger aufregen. Die ersten sind die Wähler, die zweiten die Politiker und die dritten die Mitglieder einer neuen "Reformpartei". Hier lässt sich nichts mehr reformieren und Politik ist nur eine armselige Seifenoper ohne echte Stars, aber dafür mit jeder Menge Plotholes und Schund. |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von Latrizia [/i] [B]ich glaube nicht, dass es viel klüger ist den wahlzettel ungültig zu machen :rolleyes: [/B][/QUOTE] Weil Du in Mathe gefehlt hast oder eine Partei für wählbar hältst. Gegen letzteres wäre nichts einzuwenden. Von klug kann in diesem Zusammenhang auch nicht die Rede sein. Eher von wählerischer Notwehr. :rolleyes: |
| Josef K. | @ Nix [QUOTE]Verzeih, wenn ich einfach nur lache. Was hast du denn schon im Jahre 1990 riskiert? Manchmal ist es besser, man hält die Klappe. Wer sich hier im Osten alles als Verfolgter, Widerstandskämpfer u.ä. aufspielen darf, ist irre. Angesichts solcher Sprüche brauche ich echt einen Eimer. Hättest du wenigstens "vor 16 Jahren" geschrieben, dann hätte ich mich mit einem Augenrollen begnügt.[/QUOTE] Paß mal auf [I] *Beleidigung editiert von Darket* [/I] Wenn Du hier haarspalterisch der Frage nach 15 , 15,5 oder 16 Jahren nachgehst, schlägst Du all jenen ins Gesicht, die sich einst für [I] *Beleidigung editiert von Darket* [/I] Dich in Gefahr begeben haben. Die Angelegenheit hätte nämlich auch wie in Rumänien - oder kürzlich Usbekistan - ablaufen können. Ein Schlachten! Du kennst weder meine Biographie noch die damalige Situation. Deshalb wäre es gut, wenn DU gefälligst Deine Klappe halten würdest. Klaro? Sonst bringe ich Dich mal mit ein paar Systemopfern (z.B. meiner Familie) zusammen, die nicht so freundlich und verständnisvoll auf Dein dämliches Gesülze reagiert, wie ich. Ich gebe zu, daß wir damals wirklich irre waren. Schließlich haben wir Leuten wie Dir die Möglichkeit zur Meinungsäußerung erkämpft. Um uns nun beschimpfen zu lassen :mad: |
| Darket | So und jetzt kommen wir alle mal wieder runter. Josef K.'s Zorn kann ich voll und ganz nachfühlen, dennoch wäre ich dankbar, wenn man sich bei aller Emotionalität Beleidigendem enthalten könnte (siehe PN). @Nix In meinen Augen verdienen diejenigen, die dafür eingetreten sind ein Unrechtsregime wie die DDR zweifelsfrei eines war den allergrößten Respekt, völlig unabhängig davon welches Risiko (ob Freiheit, Leben oder Perspektive) sie dabei eingegangen sind. Josef K. hat hier desöfteren angedeutet, dass er damals gegen dieses Regime gekämpft hat, ihm da irgendetwas zu unterstellen, weil er statt 16 15 geschrieben hat, finde ich völlig daneben und irgendwelche, auch angedeuteten Seitenhiebe dieser Art möchte ich von niemandem nocheinmal lesen müssen. Und zum Thema: [QUOTE]Ich weiß nicht, ob noch eine Partei die Lösung ist. Noch ein Haufen von Schwätzern, der nichts richtet... In meinen Augen ist das Modell "Demokratie" gescheitert.[/QUOTE] *Blub* Was für ein Standardsatz im frustrierten Deutschland. Langsam macht es mir Angst wieviele Leute auf die Demokratie schimpfen ohne sich bewusst zu sein was sie damit eigentlich ausdrücken wollen....Anfang der 30er Jahre lief das doch so ähnlich, das Ergebnis kennen wir ja... :rolleyes: Wieso macht nicht mal jemand Alternativvorschläge, wenn ihm sein Wahlrecht, die Möglichkeit zur freien Meinungsäußerung und die anderen Grundrechte achso sehr auf die Nerven gehen? Gruß Darket |
| Dark Luzifer | Wenn ihr schon über die DDR schimpft, solltet ihr das Buch "Die heile Welt der Diktatur" lesen. Viele meiner Lehrer können es empfählen, um einen besseren Einblick für die Vorgänge der DDR zu kriegen. Natürlich gibt es auch Menschen die anders empfinden. |
| Trinity Goth | Der West PDS kann man eigendlich nur vorwerfen, dass sie die Linksextremisten unterstützen und das ist schon schlimm genug. Kommunstische Parteien hat es immer gegeben und sollte es auch immer geben. Hier im Ruhrgebiet gibt es eine kommustische Tradition, die nix mit der ehemaligen SED zu tun hat, außer einer kommustische Gesinnung, die in Grundzüge nicht schlecht ist, schließlich auch die SPD aus der linken Ecke, leider haben die das nur inzwischen komplett vergessen. Also Kommunismus als solches ungleich böse - Sozialismus ist übel das stimmt. Ich profezeihe euch das heute abend wahrscheinlich Rüttgers sprich die CDU an der Macht ist - ich hab das so im Gefühl. @Nix: Wenn das Modell Demokratie ausgedient hat - was dann? Anarchie? Echter Kommunismus (kein Sozialismus) wär schön, aber da müßte ein Gehirnwäsche beim Menschen vorausgehen. Gruß Trin |
| Lesbia | Das problem ist bei allem, dass es in den grundzügen alles ganz toll ist. was in der praksis dann aber draus gemacht wird ist wieder eine andere sache. es sind halt alles nur menschen, die auch ihre eigenen fehler haben. Jo, der Rüdgers is es geworden. War irgendwie auch klar. |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von Josef K. [/i] [B]@ Nix Sonst bringe ich Dich mal mit ein paar Systemopfern (z.B. meiner Familie) zusammen, die nicht so freundlich und verständnisvoll auf Dein dämliches Gesülze reagiert, wie ich. [/B][/QUOTE] Ach ja? Mein Vater hat sieben Jahre lang in Berlin-Hohenschönhausen und in Bautzen eingesessen. D U musst mir gar nichts erzählen. Seine damalige Frau und sein Sohn (mein Halbbruder) kehrten ihm während seiner Haft den Rücken. Wenn Leute in Deiner Familie gelitten haben, heißt das nicht, dass Du selbst ein Held warst. Dein entsprechendes Gesülze geht mir ebenfalls auf die Nerven, mit bestem Dank zurück. Dank Deiner Beleidigungsorgie bist Du ab jetzt auf Igno, so muss ich nichts mehr von Dir lesen. [B]@Trinity Goth[/B] Ich weiß es nicht. Vielleicht ist alles möglich. Dass die SED zumindest am Ende mit einem (klassischen) Kommunismus überhaupt nichts mehr zu tun hatte, steht außer Frage. Die BRD sieht sich selbst auch als sozialen Rechtsstaat an. Zweifel sind auch hier angebracht. Fest steht doch jedenfalls, dass es zum Wählen Vernunft braucht. Das Wahlvolk in diesem Lande ist aber zum Stimmvieh verkommen und es fühlt sich sauwohl dabei. Ein Übermaß an politischer Desinformation (Parteien) und medialer Manipulation (vor allem TV) lässt Wahlalternativen schrumpfen und macht eine vernünftige Wahlentscheidung schwer. Immer nur das kleinste Übel zu wählen verbessert die Situation nicht. [B]@Darket[/B] Ich gehe davon aus, dass nicht jeder Deiner ungezählten Beiträge frei von Standardsätzen ist. Insofern: *BLUB* (Ich will mir die Mühe sparen und Beispiele zitieren, es gibt sie.) :( Noch eins: [quote]Wieso macht nicht mal jemand Alternativvorschläge, wenn ihm sein Wahlrecht, die Möglichkeit zur freien Meinungsäußerung und die anderen Grundrechte achso sehr auf die Nerven gehen?[/quote] Billigste Polemik. Das ist weder das Thema noch hat jemand dergleichen behauptet. Aber das politische Zentrum der degenerierten Bundesrepublik hat so entschieden. :rolleyes: |
| Celesta | tja.. und jetzt is der Rüttgers an der Macht in NRW.. toll aber es wird sich ja nichts ändern in der Politik bis auf die Farbe.. dass nun vielen Jugendlichen die Zukunft genommen wird, bloss weil ihre Elter nicht son fettes Portemmonaie haben ist ja auch vollkommen nebensächlich.. Ich fand die Wahl heute einfach nur erschreckend.. da sieht man mal wieder, dass die Menschen einfach zu wenig aufgeklärt sind um ihnen einen wahlzettel in die Hand drücken zu können. Es geht dieses Mal leider nicht nur darum, welcher Politiker jetzt mehr Geld kriegt, diese Wahlen werden schlicht und ergreifend unterschätzt.. Wenn die CDU das durchkriegt, was sie will (und das ist leider seeehr seehr wahrscheinlich), dann hocken Frauen nur noch am Herd, die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer, und die zukunft eines jeden Menschen hängt von dem Einkommen der Eltern ab.. und auch wenn es keiner glauben mag, die Programme der Parteien sind unglaublich unterschiedlich.. und ich bin ehrlich gesagt unglaublich sauer auf alle CDU- Wähler.. wenn sie wenigstens nur ihr eigenes Grab schaufeln würden.. ok.. naja.. jetzt kann man auch nix mehr ändern.. ich hoffe nur dass nrw aus seiner lethargie aufwacht und sich wenigstens in demonstrationen äußern wird :mad: celesta |
| Trinity Goth | @Nix: Die Demokratie als Staatsform funktioniert eigendlich immer noch - nur Deutschland ist keine richtige Demokratie, dass ist unser Problem. Das bißchen Mitbestimmung was wir haben ist unzureichend. Wir durften ja nicht mal über die EU Verfassung abstimmen. 'Unsere' Politiker vertrauen uns nicht, meinen wir wären nicht mündig. Klar man erzieht sein Volk nicht zur Mündigkeit, wenn man alleine die Macht will. Schön auch wenn man als Politiker den Industriellen den Arsch wischt, man hat nie Geldsorgen. Die Probleme unserer Gesellschaft heißen grenzenlosen Machtgeilheit und ungebremster Kapitalismus, alles aus dem Gleichgewicht geraten weil es die Bedrohung durch den Osten nicht mehr gibt. Gruß Trin |
| decay73 | [i][b][center]"Wahlen sind schon ein komisches Ding: Du brauchst dir nur die Gesichter anzugucken von dem, was da zur Wahl marschiert, um zu erkennen, dass keiner zur Wahl geht, weil er wirklich etwas von Politik oder den Politikern verstünde. Und trotzdem marschiert alles zur Wahl. Es ist schon komisch..."[/i][/center][/b] [SIZE=1](Sawaki Kodo Roshi)[/SIZE] ;) |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von Trinity Goth [/i] [B]@Nix: Die Demokratie als Staatsform funktioniert eigendlich immer noch - nur Deutschland ist keine richtige Demokratie, dass ist unser Problem. [/B][/QUOTE] Genauso sehe ich das auch. Leider will die Mehrheit davon nichts hören. |
| Darket | Hmmmm ergo gibt es ein besser funktionierendes demokratisches System als das der Bundesrepublik. Jetzt macht ihr mich neugierig. Gibt es Staaten, die ansatzweise mit der BRD vergleichbar sind (Größe, Gesellschaftsform, Wirtschaftssystem, etc.), die solcherlei praktizieren. Oder gibt es bahnbrechende Ideen zur Reformierung der Demokratie in Deutschland von Menschen, denen leider keiner zuhört? Würde mich ehrlich (und frei von Zynismus, der meinen Beiträgen bisweilen anhaftet) interessieren. |
| Trinity Goth | @Darket: Die Schweiz hat hat zum Beispiel noch einen meiner Meinung nach besseren Ansatz von Demokratie. Alle Länder, die über die EU Verfassung abstimmen konnten haben definitiv auch mehr Gefühl für Demokratie. Gruß Trin |
| Darket | Ich bin kein Freund von Volksentscheiden, sind zumindest jedenfalls eine zweischneidige Geschichte. Wenn man eine Partei wählt, wählt man ein Programm (inwieweit die sich daran halten sei dahingestellt), wenn man aber über etwas konkretes und wichtiges abstimmt, ist es für Populisten und Demagogen wirklich sehr einfach. Die Union hat damals laut geschrien man solle das Volk über den EU-beitrtitt der Türkei befragen. Klar haben sie es vorgeschlagen, weil sie wussten welches Ergebnis sie damit kriegen und, dass es ihnen in die Hände spielen wird. In solchen Fragen werden nie alle Seiten beleuchtet und die Abstimmung ist mit der Frage. "Wollt ihr, dass all die Türken nach D-Land kommen?" eigentlich schon entschieden. |
| scorpio666 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i] [B]Ich bin kein Freund von Volksentscheiden, sind zumindest jedenfalls eine zweischneidige Geschichte. Wenn man eine Partei wählt, wählt man ein Programm (inwieweit die sich daran halten sei dahingestellt), wenn man aber über etwas konkretes und wichtiges abstimmt, ist es für Populisten und Demagogen wirklich sehr einfach. Die Union hat damals laut geschrien man solle das Volk über den EU-beitrtitt der Türkei befragen. Klar haben sie es vorgeschlagen, weil sie wussten welches Ergebnis sie damit kriegen und, dass es ihnen in die Hände spielen wird. In solchen Fragen werden nie alle Seiten beleuchtet und die Abstimmung ist mit der Frage. "Wollt ihr, dass all die Türken nach D-Land kommen?" eigentlich schon entschieden. [/B][/QUOTE] Aber genau das ist Demokratie. Wenn die Mehrheit eines Volkes einer solchen Meinung ist,dann ist dies nunmal so. Alles andere ist eine Entmündigung von Bürgern. Und wenn man sie für so dumm hält, das sie sich selber schaden würden,liesse man sie selbst entscheiden,dann müßte man konsequenterweise auch ihr Wahlrecht aberkennen. Und genau dieses führt doch zu Politikverdrossenheit, da einfach über die Köpfe hinweg entschieden wird, und sich quasi niemand mehr von den sogenannten Volksvertretern ernsthaft wahrgenommen fühlt. |
| Trinity Goth | In einer Demokratie entscheidet die Mehrheit auch, wenn es manchmal unangenehm sein kann für die Herrschenden und die die anderer Meinung sind. Hier gilt es mit wirklichen Argumenten zu überzeugen. In einer solchen Demokratie muss das Volk zur Politikmündigkeit erzogen werden, sprich zum selbstständigen Denken, dann ist auch keine Protestwahl mehr nötig. So ein System wär durchaus machbar. Um mal mein Lieblingsepos zu zitieren ;) 'My alligiance is to democracy to the republic.' Gruß Trin |
| Lesbia | @ Nix: Warum habe mer denn keine richtige Demoktratie? *dummfrag* |
| ange gardien | *mich reindrängel und für nix antworte* Weil wir nicht die Möglichkeit haben über wichtige Entscheidungen, die mehr oder weniger unsere Zukunft betreffen, direkt abzustimmen. Z.B. Die Einführung des Euro, Der Ausstieg aus der Atomkraft, Die EU-Erweiterung, Die EU-Verfassung usw. Wir dürfen alle 4 Jahre wählen gehen und damit mehr oder weniger die grobe Richtung bestimmen, in die es geht. Aber das wars dann auch schon. In anderen Ländern haben die Bürger über Volksentscheide viel mehr Mitspracherechte. So ein Volksentscheid setzt aber voraus das die Menschen umfassend, in alle Richtungen über Vor- u. Nachteile und die Konsequenzen eines "ja" oder "nein" informiert werden. Das ist eine Menge Arbeit und man müsste vielleicht auch ein wenig mehr für die (politische) Bildung tun. Außerdem besteht die Gefahr das das Volk nicht so abstimmt wie es die Regierung gerne hätte. Deshalb fürchten ( viele ) deutsche Politiker so etwas wie der Teufel das Weihwasser - und belassen es lieber bei etwas "Demokratie light". |
| Soulraptor | Komisch dass hier viele ein direkte Demokratie wollen. Ich bin dagegen. Sonst könnte man gleich dem Springerverlag die Regierung übergeben. |
| ange gardien | Genau hier liegt die Herausforderung. Warum geben Politiker der "Bild" oder "Bild am Sonntag" überhaupt Interviews und werten diese Blätter damit auf? Warum wird nicht mehr für politische Bildung oder Bildung überhaupt getan? Weil der wirklich mündige und aufgeklärte Bürger von der Politik gar nicht gewollt ist. Sogar die öffentl. rechtlichen Sender werden qualitativ immer schlechter. Da steckt meiner Auffassung nach doch eindeutig System dahinter. Noch nie war unsere Gesellschaft so unpolitisch wie heute. Wenn ich an den Rummel denke den die Volkszählung in den 80er Jahren verursacht hat. Heute werden die Daten freiwillig heraus gegeben damit man im Supermarkt 1,5% Rabatt kriegt und wir bekommen Pässe mit biometrischen Daten usw. usw. - und kein Hahn kräht danach. Und das sind nur zwei Beispiele. Eine direkte Demokratie mit Volksentscheiden wäre fair und wenn falsch, d. h. mit negativen Folgen, abgestimmt wird sind die Bürger eben selbst Schuld und können es nicht mehr auf Politiker schieben. |
| Josef K. | [QUOTE] Komisch dass hier viele ein direkte Demokratie wollen. Ich bin dagegen. Sonst könnte man gleich dem Springerverlag die Regierung übergeben.i[/QUOTE] Deine Aussage impliziert, daß unsere Abgeordneten fähiger und kompetenter, weitsichtiger und verantwortunsgvoller seien, als die Schlagwortpresse. Wenn dem so wäre, ginge es Deutschland bedeutend besser. Wenn schon repräsentative Demokratie, sollten die Repräsentanten auch die fähigsten Köpfe des Volkes ein, weshalb ich - mal wieder - einen entspreechnden Qualifikations- und Befähigungsnachweis (Politi-Führerschein) beführworte. Gleichwohl muß es bei wesentlichen, grundlegenden Fragen die Möglichkeit einer Volksabstimmung geben. Nicht unbedingt bei der Neugestaltung des Ehegattensplittings oder des Immisionsschutzgesetzes, wohl aber bei Dingen wie z.B. der EU-Verfassung. Das setzt voraus, daß die Politiker nicht einfach mal so über das Volk hinwegentscheiden, sondern Überzeugungs- und AufklärungsARBEIT leisten müssen. Das hat den Vorteil, daß eine Mehrheitsentscheidung des Volkes auch von diesem aktzeptiert wird. PS: Die Springer-Presse hat schon so manchen Politiker aus dem Amt gedrängt, und so manchen in die Verantwortung hineingeschrieben. Mehr noch. Es ist nachgewiesen, daß wichtige Gesetzesvorlagen aufgrund von befürchteten und tatsächlichen Hetzkampagnen der Boulevardpresse (zunächst) wieder fallengelassen wurden (z.B. die PKW-Maut). Schlimm... |
| Darket | [QUOTE],dann müßte man konsequenterweise auch ihr Wahlrecht aberkennen. [/QUOTE] "Das beste Argument gegen die Demokratie ist ein fünfminütiges Gespräch mit einem x-beliebigen Wähler." -Winston Churchill :rolleyes: |
| Pallor | @ Darket: Titus Livius: Buch 9 Kapitel 19 "während es viele Römer gegebn hätte, dem Alexander ebenbürtig an Ruhm wie an Größe ihrer Leistungen, von dennen jeder seinem Schicksal gemäß am Leben bleiben oder dem Tod hätte finden können, ohne das der Bestand des Staates gefährdet wurde." Demokratie funktioniert aber nur, wenn das Volk gebildet wird und es sich frei entfalten kann, weder durch die Materielen Güter noch durch Gewalt beschränkt. Wenn du etwas besseres weiss als diese Staatsform so nenne sie, konstruktiv werden statt nur destruktiv Zitate bringen. Pallor |
| Darket | Um mal ein weiteres Zitat achso destruktiver Art anzubringen: Ein politischer Aktivist aus Brandenbur sagte mal vor Gericht: "Wenn man dem Volk die Fähigkeit abspricht eine Satire zu erkennen, kann man ihm auch gleich das Wahlrecht absprechen." Ich glaube er hatte recht... :rolleyes: |
| Pallor | Darket Satire kannst du verwenden soviel du willst, nur sollte dir klar sein was Satire ist. Wenn du in einem Text zuvor die Demokratie und die Volksentscheidungen angezweifelt hast, kann ich nicht erkennen das du nun Satire benutzt haben solltest. Noch ein Zitat zum schluss: "Für oder Gegen Demokratie, Darket?" Pallor 26.5.05 Pallor |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von Soulraptor [/i] [B] Sonst könnte man gleich dem Springerverlag die Regierung übergeben. [/B][/QUOTE] Aufwachen! :) OMG [B]@ange gardien:[/B] Danke. Optimal auf den Punkt gebracht. Ein Argument, dass gegen eine direktere Demokratie häufig gebracht wird, sind höhere Kosten. Im Hinblick auf Kasperveranstaltungen wie die Sozialwahl, die den Steuerzahler jedoch auch Hunderttausende kostet, kann das aber kein ernstzunehmendes Argument sein. Poltitische Spitzenämter dürfen zwischen den Wahlperioden nicht länger tabu für das Wahlvolk sein. Politiker, die sich nicht bewährt haben, müssen auch wieder abwählbar sein. |
| Lesbia | ah... Danke, jetzt weiß ichs auch *freu* Mit den Politikern ist da Prob, dass gar keine gescheiteren aufkommen können, weil die ollen ja auch immer irgendwie die neuen bestimmen. Und wenn du in einer Partei hoch kommen willst, musst du ein ganz großes A****loch sein... Ohne partei hat man ja glei gar keine Chance |