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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Apocalypse Deutschland --> Apocalypse der westlichen Zivilisation
MondgeistSchauen wir uns mal um...

Deutschland ist pleite.
Deutschland verschuldet sich sekuendlich ueber alle Maszen.
Deutschland hat eine riesige Arbeitslosenquote.
Deutschland zahlt der EU Geld, damit sie dem Ausland Geld zahlt, damit diese wiederum deutschen Firmen die Abwanderung schmackhaft machen koennen.
Deutsche Firmen wandern ab.

Die Menschen sind durch Arbeitslosigkeit verunsichert.
Also kaufen sie weniger.
Weil sie weniger kaufen haben die Firmen weniger Einnahmen.
Diese Fehleinnahmen werden durch Arbeitsplatzabbau wieder ausgeglichen.
Noch mehr Menschen sind arbeitslos und noch weniger koennen einkaufen.
...

Deutschland ist eine alternde Gesellschaft.
Deutschland ist ein Geburtenfeindliches Land.
Dadurch steigt die Zahl derer, die Rente wollen und die Zahl derer, die sie zahlen sinkt.
Da Deutschland verschuldet ist, kann der Staat bereits jetzt kaum sein Soll erfuellen.
Bald wird das Rentensystem zusammenbrechen.
5 Millionen offizielle Arbeitslose.
Wer haellt das Elend auf?

CDU Regierung mit Kohl war an der Macht, SPD hatte die Macht im Bundesrat. Mit Lafontaine und Schroeder wurde die Politik der CDU blockiert.
Nun hat Schroeder die Macht im Bundestag und die CDU den Bundesrat.
Nun wird Schroeder blockiert.
Es kann nichts mehr entschieden werden.

Der angelsaechsische Kapitalismus obsiegte ueber den Kommunismus, aber wer obsiegt nun ueber diese Form des Kapitalismus?
Da die Unternehmen fuer ihre Mitarbeiter keine Verantwortung kennen, sondern rein an Rendite und Cashflow orientiert sind demontieren sie das Land. Sie ersetzen die theoretischen Demokratiemodelle durch eine Form von Oligarchie, die einigen wenigen nicht transparenten Reichen die Macht in Form von Geld ueberantwortet.
Die Religionen werden zunehmend radikaler, es wird also auf der spirituellen moralischen Ebene wenig entgegen gesetzt. Waehrend bis zum Kalten Krieg nocht klare Grenzen und Feinde existierten sind heute Terrorismus und Selbstmordattentate die Angriffsfaktoren, die Unsicherheit streuen. Denn der Feind ist in den eigenen Reihen zu suchen.
Auf diese Weise ist ein Polizeistaat vonnoeten, der auch zusehends geschaffen wird.
Dadurch sinkt die freie Entscheidungsfaehigkeit, der Mensch fuehlt sich beengt.

Hinzu kommt, dass die Medien Stueck fuer Stueck den Menschen verdummen und insbesondere sein Meinungsbild praegen.
Die Bildung geht weltweit zurueck und die Kriminalitaet steigt.

In Deutschland wird dadurch abgelenkt, dass man immer und immer wieder die Schuldfrage klaert. Die USA ziehen in den Krieg, China unterdrueckt seine Einwohner, gleichzeitig wird ein Pseudoboom angesetzt, der alle von der Unfreiheit ablenkt und und und.

Und ueber allem schwebt das Damoklesschwert der schwindenden Erdoelreserven.
Das Klima veraendert sich zusehends, Arten sterben aus, die Meere sind ueberfischt, Gentechnologie hat noch unabsehbare Auswirkungen, die Informationsflut ueberfordert den MEnschen, dessen Entwicklung nicht mehr Schritt haelt.

Und wenn man jemanden danach fragt ob er bereit waere an einer Loesung zu arbeiten hoert man einstimmig:

NEIN!

Produzieren wir unseren eigenen Untergang?
Sind wir noch zu retten?
Wollen wir das ueberhaupt?
Der_Philosoph[QUOTE]
Deutschland ist pleite.
Deutschland verschuldet sich sekuendlich über alle Maße.
[...]
Produzieren wir unseren eigenen Untergang?
Sind wir noch zu retten?
Wollen wir das ueberhaupt?[/QUOTE]

Lieber Mondgeist!

Du hast zu Anfang genau die richtige Ursache erkannt und aufgezeigt!
Und ja, wir sterben. Wir sind nicht mehr zu retten, wenn wir uns selbst nicht retten wollen.

Ich will UNS retten!! Uns, ob du es bist, ich, alle da draußen, auch wenn sie mich alle verdammt scheisse behandeln und ich sie hasse! Trotzdem!

Kennst du den Plan "Deutschland muss sterben"? (Germany must perish)
Haben die Alliierten entworfen, neben einigen anderen Schmankerl...heute ist es so weit...dekadent, ob arm ob reich, geistig tot...Volk der Denker und Dichter? Tüftler und Erfinder? Wir haben es so nötig, [B]dass wir eine [URL=http://spreeblick.com/blog/index.php?p=841]Werbekampagne für Deutschland[/URL] produzieren müssen[/B], weil wir eigentlich so am Ende sind!! Und warum? "Um ausländische Investoren anzulocken."

Erst wird uns das Geld aus der Tasche gezogen (es geht nicht um Steuern, es geht um das Zins"spiel", welches auch den Staat und einfach [B]jeden[/B] in die Knechtschaft getrieben hat, in die Zins-Knechtschaft.) und dann suchen wir wie ein Bettlerjunge nach Spenden!

[COLOR=purple]Ich suche Menschen, die sich das nicht mehr gefallen lassen wollen!...[/COLOR]
CrazyivanAlso mal der Reihe nach ein paar Kommentare dazu:
Die sinkende Geburtenrate ist ja eigentlich dadurch zu erklären das Kinder nicht als Altersvorsorge benötigt werden. Wie sollte man das ändern ?

Das Problem in der Politik ist wohl das unter Umständen wichtige Änderungen auch dadurch verhindert werden ,dass eine Partei ihre Wiederwahl sichern will oder eben wie von dir erwähnt duch gegenseitige Blockade durch die Parteien.

Zum Thema Kapitalismus. Wer Geld hat ,will mehr.Daran is wohl nichts zu ändern. Wer schon viel geld hat ,hat auch keine großen Probleme es zu vermehren.

Die ganzen Probleme zu lösen ist meiner Meinung nach unmöglich, da man bei der Lösung eines Problems mindestens mit einem Neuen konfrontiert wird.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Crazyivan [/i]
[B]Also mal der Reihe nach ein paar Kommentare dazu:
Die sinkende Geburtenrate ist ja eigentlich dadurch zu erklären das Kinder nicht als Altersvorsorge benötigt werden. Wie sollte man das ändern ?[/B][/QUOTE]

Werden sie aber dringend, Einige haben das nur noch nicht verstanden...!!!

[quote]Zum Thema Kapitalismus. Wer Geld hat ,will mehr.Daran is wohl nichts zu ändern. Wer schon viel geld hat ,hat auch keine großen Probleme es zu vermehren.[/quote]

So ein Quatsch, Leute die nur Zahlen auf ihrem Konto hinterherhecheln, sind weder ein Problem, noch eine treibenden Kraft...Das Geld ist nur Arbeitsmittel, man strebt im allgemeinen nach dem, was dieses Geld möglich macht, nicht nach den Scheinen selbst...!

Das Bild vom geldgeilen Kapitalisten mit "Geldspeicher" ist obsolet, richtige "Kapitalisten" haben extreme Schulden, da Millionen auf Konten nicht arbeiten können...

Auch Kapitalisten haben Visionen, Geld ist nur das Mittel um diese zu erfüllen, Geld und Arbeitszeit, auch die eigene...!

Im Übrigen kenne ich kaum Unternehmer, die es in die Riege der sogenannten "Kapitalisten" geschafft haben bei denen der persönlicher Wohlstand nicht völlig in gerechter Relation zu ihren Leistungen steht...!

Politiker, Banken und Manager seien hiervon ausgenommen...!
Crazyivan[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Werden sie aber dringend, Einige haben das nur noch nicht verstanden...!!! [/B][/QUOTE]

War vielleicht etwas schlecht formuliert. Es ist schon klar das diejenigen die arbeiten die Renten finanzieren aber der übliche Gedanke is nunmal "Rente zahlt der Staat". Ich hatte eigentlich eher gemeint das Kinder in der Regel nicht mehr direkt für die Eltern sorgen müssen, wie es früher üblich war.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Crazyivan [/i]
[B]War vielleicht etwas schlecht formuliert. Es ist schon klar das diejenigen die arbeiten die Renten finanzieren aber der übliche Gedanke is nunmal "Rente zahlt der Staat". Ich hatte eigentlich eher gemeint das Kinder in der Regel nicht mehr direkt für die Eltern sorgen müssen, wie es früher üblich war. [/B][/QUOTE]

Das ist ebenfalls falsch ,denn Verwandte könne sehgr wohl für Pflegekosten und UNterhalt herangezogen werden...

Bis zu ihrem Tod kostete die Unterbringung und Pflege unserer schwerdementen Großmutter ca. 1700 Euro im Monat...!
Besonder wenn man den Eltern mehr gewähren will, als das was der Staat an Leistungen übriggelassen hat, kommt man um Zuzahlungen nicht herum...!
CrazyivanDer Staat trägt meines Wissens aber zumindest noch einen Teil der Kosten. Man braucht heutzutage bestimmt keine 10 Kinder um sein Überleben zu sichern.
SenecaDas was die Kranken- und Pflegekassen (nicht der Staat) zahlen, läuft eher auf "Sterbehilfe" hinaus...!
Teiweise werden alten Menschen sogar Operationen oder Prothesen verweigert, weil es sich ja Aufgrund des Alters nicht mehr lohnt...Nein, leider kein Einzelfall mehr...!

PS ...wer kann sich denn auch 10 Kinder überhaupt leisten...???
Zumindest wenn man nicht unter eine gewissen Standart fallen will...???
CrazyivanUnd schon sind wir wieder beim eigentlichen Problem.
Die naheliegende Lösung eines Problems wirft ein neues Problem auf.
Du musst dein späteres Leben quasi durch deine Kinder mitfinanzieren. Da sich nur wenige viele Kinder leisten können werden die meisten es bevorzugen ihren Lebensstandard zu halten statt viele Kinder in die Welt zu setzen.
illuminatDas ist vielleicht auch ein Grund, weshalb der Zugriff auf meine Signaturlinks jeden Monat steigt ;) Die Menschen spalten sich in grundsätzlich 3 Gruppen.
Es gibt die erfolgreichen Kapitalisten, ziehen Firmen hoch die irgendwo mit Ungerechtigkeit Geld erwirtschaften. Dann gibts die Politiker und Beamte, die meinen Demokratie bringt was und sie können die Welt verändern. Und dann gibts noch die verarmende "Unterschicht" die sich keine DVBT leisten kann, sich mit Jamba Werbung rumplagt, Bier säuft...

Naja, das ganze macht eben naiv und eintönig. Durch die weltweite Globalisierung - insbesondere die EU und somit den Euro - ist das gesamte Währungssystem jetzt vom Dollar abhängig der sich widerum auf das Erdöl bezieht. 75% der damaligen Goldreserven lagern inzwischen in den Amerikanischen Zentralbanken und wurden im Ausland ebenfalls durch wertlose grüne Dollar ausgetauscht. Jetzt sind alle vom Ölmarkt abhängig der eine Weitere Produktionssteigerung nicht mitmacht und somit hofft die ganze Welt auf einen verzweifelten Aufschwung.

In Amerika wurden jetzt glücklicherweise noch ein paar Erdgasfelder entdeckt, dessen Abbau den Amis einerseits zu einem vorrübergehenden Konjunkturanstieg verhilft, andererseits den Treibhauseffekt ein paar Jahre hinauszögert. Allerdings ist der Abbau in Stadtnähe von den Anwohnern oft nicht geduldet.

Die Amerikanischen Banken mit ihrem reellen Reichtum können es sich inzwischen leisten, sich an ausländischen Fonds zu beteiligen und haben somit kaum noch selbstkosten. Teilweise werden dann öffentliche Einrichtungen privatisiert und eine Ratenzahlung an die US Notenbank findet statt. Bald wird die Autobahnsarnierung von Privatunternehmen finanziert die dadurch Anteile unserer Autobahn bekommen...
Die staatlichen Sparkassen werden ebenfalls bald aufgegeben. Die Börse ist zusammengebrochen und fällt nun ebenfalls in Private Hände.
Die EU schreibt uns immer mehr sonderbare Paragraphen vor die uns Stück für Stück entmündigen und immer mehr als uneffektive Maschinen dastehen lassen.

Vielen Dank an alle die bis zum Ende gelesen haben.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von illuminat [/i]
[B]Es gibt die erfolgreichen Kapitalisten, ziehen Firmen hoch die irgendwo mit Ungerechtigkeit Geld erwirtschaften.[/B][/QUOTE]

Klar, die Welt besteht ausschließlich aus gemeinen Unternehmern....!
Erstaunlich Wie fein Sie diferrenzieren können Monseieur...!
Zieh mal die roten Socken aus, und leg den Joint weg...!
Hohl dir stattdesen eine Gewerbebeschein und leg mal los...!
SenecaPS: Erste Lektion WiWi...die Wirtschaft bewegt sich in Zyklen, es gibt eine ständigen Wechsel von Boom, Stagnation und Depression...das ist nicht erst seit heute so, und frühere Weltwirtschaftkrisen waren weit schlimmer...!

Was soll das Gejammer...???
m0rtis[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Klar, die Welt besteht ausschließlich aus gemeinen Unternehmern....!
Erstaunlich Wie fein Sie diferrenzieren können Monseieur...!
Zieh mal die roten Socken aus, und leg den Joint weg...!
Hohl dir stattdesen eine Gewerbebeschein und leg mal los...! [/B][/QUOTE]
Großartiger Beitrag, Spitzenklasse.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
PS: Erste Lektion WiWi...die Wirtschaft bewegt sich in Zyklen, es gibt eine ständigen Wechsel von Boom, Stagnation und Depression...das ist nicht erst seit heute so, und frühere Weltwirtschaftkrisen waren weit schlimmer...!

Was soll das Gejammer...???[/quote]
Expansion, Hochkonjunktur, Rezession, Depression - so heißt's.
Dieses ganze Muster ist auch wunderbar, in der Theorie jedenfalls. Demnach warten auf uns goldene Jahre, erfüllt von Reichtum und Konsum.
Ein kleiner Faktor ist dabei jedoch nicht berücksichtigt: [url=http://www.naila.de/demo.pdf]Die Demographische Entwicklung[/url]
Wurde aber auch im ersten Beitrag schon erwähnt.

So, nun ziehe ich meine roten Socken an.
:rolleyes:
SonnenfürstLustig.

Meiner Meinung nach haben wir hier in Deutschland an massives Problem an Miesmacherei, Rumunkerei und übertriebenem Sozialgetue.
Daraus ergeben sich Mißtrauen - völlig egal, ob es sich dabei um den ausbeuterischen Unternehmer oder den faulen gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer handelt - und Stillstand.
Hinzu kommt, daß sich dieser übertriebene Sozialstaat mittlerweile als Hemmschuh des wirtschaftlichen Fortschritts erweist.
MondgeistAlso liebe Senece, so einfach, wie du das darstellst ist es ja nun auch wieder nicht.
Und die roten Socken... Wie stehts mit deinen gelben?
Und der Joint... Ist das weisze Pulverchen besser, ja?

Also, ich bin nun alles andere, als ein verkappter Kommunist und dennoch ist doch die Lage des bald weltweiten Kapitalismusmodells eher erschreckend.

Die Herrschaft ueber Politik und Wirtschaft liegt in der Tat eher bei den sogenannten Kapitalisten, als bei echten Industriellen oder Buergerlichen.
Hier lieber nochmal eine Begriffsdefinition, damit es keine Missverstaendnisse gibt.
Mit Industriellen meine ich Menschen, die Ihr Geld darueber finanzieren, dass sie ein reeles Gut produzieren (die Quants beispielsweise sind Industrielle, da sie maszgeblich mit BMW eine Wertschaffung generieren). Man koennte hier noch Dienstleister hinzuziehen, wenn dies in groszem Masze geschieht. Bill Gates beispielsweise ist sowohl Dienstleister, als auch Industrieller.
Mit Buergerlichen meine ich den Mittelstand, Dienstleister, Ladenbesitzer, Selbststaendige, bis zu einem gewissen Masze eben. Eine rein klassische Definition.
Und Kapitalisten waeren dann diejenigen, die mit dem Kapital, also der monetaeren Grundlage handeln ohne den Besitz dahinter zu kennen oder sich darum zu kuemmern.
Nehmen wir doch General Motors. Dieser Konzern macht einen Groszteil seines Umsatzes mit Geldgeschaeften, die herstellung von Autos oder die Verwaltung von Immobilien ist da nur ein kleiner Teil des Ganzen.
Desweiteren haben wir gerade Investmentfonds, Banken, Hedge Fonts und weisz der Geier nicht mehr.
Das waeren Kapitalisten - und das ist nicht notwendigerweise rein auf Einzelpersonen beschraenkt, sondern auf das ganze Umfeld.

Heutzutage werden an den Boersen Unternehmen zum Teil voellig unter ihrem Wert gehandelt und andere so sehr aufgebauscht, dass die echte Grundlage kaum dem finanziellen Wert hinterherhoppeln kann.

Innerhalb von Minuten werden Milliarden hin und her geschoben und dadurch entstehen noch mehr Milliarden. Das ist reines Geld, Zahlen, Banker fassen das Geld nicht einmal an, ich bezweifle auch, dass sie sich real etwas darunter vorstellen koennen, es wird einfach nur von einem Punkt zum anderen Geschoben.
Die meisten Unternehmen fungieren auf Pump - nichts anderes sind Aktien oder auch Staatsanleihen. Es ist geliehens Geld, das Zinsen abwerfen sollte.
Wenn man Geld aufs Konto legt, so kann eine Inflation den Wert des Geldes mindern, bei Aktien sind es halt schlechte Konjunktur und aehnliches.

Der Unterschied zum so genannten rheinischen Kapitalismus ist einfach der, dass beim Modell Deutschland eine gewisse Unabhaengigkeit gegenueber der Finanzwelt geherrscht hat. Es waren Mittel- und langfristige Ziele, die wichtig waren, weniger die Kurzfristigen. Das wurde unter anderem durch die sogenannte Deutschland AG gesichert, d.h. jeder besasz jeden. Das hatte entscheidende Nachteile unter anderem zum Teil fehlende Realitaetsnaehe und damit Entscheidungen, die keinen Umsatz brachten. Andererseits wurde die Substanz der Unternehmen nicht Tagesentscheidungen unterworfen.
Durch die Orientierung am angelsaechsischen Modell ist nun ein Unternehmen kurzfristigen Entscheidungen unterworfen, da sie anhand ihres Cashflows und der Rentabilitaet unterworfen sind.

Warum glaubt ihr bleiben Unternehmen, wie VW, BMW oder Porsche haeufig rentabel, Opel und Daimler jedoch bekommen Probleme?
BMW gehoert, ebenso, wie Porsche zum Groszteil noch Privathand. D.h. es gibt eine Kontrollinstanz, die genau sagen kann: So nicht Freundchen! (dass auch da Fehlentscheidungen getroffen werden zeigt die Uebernahme von Rover durch BMW, aber es war eine langfristige Planung, die dahinter stand und das Unternehmen ist nicht in ernsthaften Schwierigkeiten)
VW ist ein Sonderfall, der es aufgrund der Gesetzlage dem Management erlaubt sehr unabhaengig zu agieren. Einmal, weil niemand im Aktienrecht mehr als 20 % Aktien erwerben darf, was dazu fuehrt, dass die Fluktuationen nicht so grosz sind, da Hedge Fonts und aehnliches kein Interesse an der Uebernahme und Zerschlagung eines solchen Konzerns haben (einfach weil sie nie genug Aktien fuer eine solche Aktion zusammenbekaemen) und zum anderen, weil das Land Niedersachsen mit 20% Stimmen ein VetoRecht hat gegen unliebsame Entscheidungen des Managements.
Opel musste die Entscheidung von GM tragen, dass es in seine Autos Ausschussteile von amerikanischen Teilen von GM in seine Autos einbauen musste. Dadurch wurde der Ruf demontiert und das Auto bueszte an Qualitaet ein. Gleichzeitig wurde Opel extrem unflexibel, weil es keine Entscheidungen ohne GM treffen durfte.
Und Daimler... Wenn wir uns Schrempp ansehen so zeigt sich doch sehr deutlich, dass er sich stark an kurzfristigen Entscheidungen klammern muss um seinen Stuhl zu behalten.
Ihm wurde die Uebernahme von Chrysler angelastet. Sicher, der Konzern machte rote Zahlen, natuerlich, sonst haette er der Fusion nicht zugestimmt. Das Daimlermanagement musste den Konzern erst sanieren, ehe er rentabel werden konnte - jetzt ist Chrysler das Zugpferd des Gesamtkonzerns. Was ich damit zeigen will ist, dass Schrempp eine langfristige Entscheidung traf, die jetzt erst Fruechte traegt. Dennoch wird er staendig demontiert von irgendwelchen Finanzanalysten. Wenn so ein Mann, wie er staendig um seinen Stuhl fuerchten muss, dann werden die Entscheidungen schlechter und kurzfristiger.

All das ist natuerlich nun simplifiziert, soll aber zeigen, dass auf diese Weise die Substanz unserer Gesellschaft demontiert wird.
Das meiste Geld ist mit Geldgeschaeften zu machen. Nur... Wenn niemand mehr produziert und damit einen echten Wert schafft sind auch Gelder nur noch Zahlen und irgendwann nichts mehr wert. Das traurige ist, dass unser System eine Aenderung nicht erlaubt!
Wenn heute ein Finanzier sich sagt: Ich entscheide langfristig. Dann ist er sofort weg vom Tisch, weil der Rest der Bankiers kurzfristig denkt und damit Geld macht.
Da die Industrie ausverkauft wird gibt es kaum noch Moeglichkeit fuer Industrielle und Manager diesen Prozess zu regulieren.
Die Regierungen sind so hoch verschuldet, dass sich auch Politiker es nicht mehr erlauben koennen dagegenzusteuern! Denn sie sind abhaengig von Tagesentscheidungen. Es werden im Osten Immobilien zum Spottpreis verkauft, damit die Staedte sich nur einen Tag lang finanzieren zu koennen!
Frankfurt nimmt taeglich ueber 1.000.000 Euro Kredit auf, nur um Zinsen tilgen zu koennen.

Selbst Privatleute verschulden sich zusehends.

Ich stoppe hier mal.

Ueber geringe Geburtenzahlen will ich hier gar nicht erst reden.

Das ist doch kein System. Der Kommunismus brach deshalb zusammen, weil ein Alternativsystem bereitstand! Der Kapitalismus hoerte sich fuer viele gut an und sie wollten es machen.
Meine Theorie ist, dass wenn es heutzutage ein funktionierendes Gegensystem, eine Alternative zum Kapitalismus gaebe, dass dann auch der Kapitalismus in unser jetzigen Form sofort zusammenbrechen wuerde!
Nur es gibt eben keine funktionierende Alternative!
Diese muss geschaffen werden!
MondgeistWas waere eine Loesung?

Wenn Unternehmen zu 50% Investoren und 50% den Arbeitnehmern gehoerten, dann waere auf der einen Seite durch die Investoren gesichert, dass genuegend Rentabilitaet eines Unternehmens vorhanden waere und durch die Arbeitnehmervertreter waere gesichert, dass sich das Unternehmen nicht durch reine Entlassungen rentabel machen wuerde. Zudem haette das den angenehmen Nebeneffekt, dass die Produktivitaet steigen wuerde, da jeder ja an den Anteilen am Unternehmen verdient, auch die Arbeiter.
Es waere eine Kontrolle moeglich.

Geldgeschaefte muessten entscheidend reguliert werden und auch der maximale Besitz.
Wozu braucht ein Mensch 40 Milliarden Euro?

Renten sollten nur noch an die ausgezahlt werden, die Kinder hatten. Und zwar nach der Anzahl der Kinder gestaffelt.
Denn unser Rentensystem funktioniert so, dass die Kinder die Renten der Alten zahlen und wenn jemand zwei Kinder in die Welt setzte hat er fuer sich und seine Partnerin je einen Nachfolger geschaffen - das finde ich ok!

Politik sollte reguliert werden! D.h. einmal sollte klar gemacht werden, wer welche Entscheidungen treffen darf, also klare Trennung von Bund, Laender und Kommunen. Des Weiteren ist eine unabhaengige Kontrollinstanz zu waehlen, die dafuer sorgt, dass die Verschuldung nicht steigt!
Es sollte einen Maximalsatz fuer jede Kommune, etc. geben, wie viele Schulden sie insgesamt haben darf (gemessen z.B. an den Steuereinnahmen).
Keine doppelten Aemter mehr in der Politik und keine ewigen Renten. Desweiteren sollte eine Maximaldauer von zwei Legislaturperioden fuer ein politisches Amt gelten!

Europa... Ich bin ein Europafeind, das sollte weg. Aber auch hier sollte Europa Grenzen gesetzt werden! Die staendige Aufnahme Zahlungsunfaehiger Mitglieder bringt Europa nicht weiter. Auszerdem sollte es sich auf seinen Kulturraum begrenzen, d.h. insbesondere KEINE Aufnahme der Tuerkei! Auch keine privilegierte Partnerschaft!

Politiker sollten direkt gewaehlt werden und sie sollten jede Ihrer Entscheidungen tranzparent machen! Ein Wahlkreis sollte die Chance erhalten einen Politiker fuer Fehlverhalten abzustrafen!

Das Programm der oeffentlich rechtlichen sollte wieder der politischen und anderweitigen Bildung zugewand werden! Kein Fuszball, keine sinnlosen Talkshows und Soaps (aber auch keine Dauerbeschallung von Bundestagsdebatten), sondern bildendes Programm.
Die Schulen muessen sich auch wieder an alten Wertvorstellungen ausrichten.
Was ist falsch an Puenktlichkeit, Ordentlichkeit, Verlaesslichkeit?
Insbesondere muss auch eine gute Relation zwischen Geistes- und naturwissenschaftlichen/Ingenieurswissenschaftlichen Faechern her. Nicht 10 Stunden Kunst und 1 Stunde Physik die Woche!

Das Beamtentum sollte nur noch auf folgende Bereiche beschraenkt werden:
Bundeswehr, Polizei, Feuerwehr und andere Berufe, wo ein erhoehtes Unfall- oder Lebensrisiko besteht.
D.h. Angestellte in Aemtern oder Schulen (Lehrer) muessen gute Arbeit leisten um ihren Job zu behalten. Es kann nicht sein, dass Lehrer als Alkoholiker noch lehren duerfen!!!

Die Universitaeten sind Forschungseinrichtungen, als solche sollten sie auch gelten. D.h. nur, wer wirklich in der Forschung taetig sein will sollte dort studieren duerfen - aber jeder Ausgebildete sollte dann auch die Moeglichkeit bekommen direkt uebernommen zu werden. D.h. Bedarfsausbildung.

Fuer eine wirtschaftsnahe Ausbildung gibt es Fhs oder Berufsakademien! Der Standard sollte dort angehoben werden und die Ausbildung den allgemeingueltigen Stand repraesentieren. Aber! Die Wirtschaft muss hier selbst auch mitausbilden. Nur, wenn diese klar zeigt, was der derzeitige Bedarf ist, kann auch sinnvoll ausgebildet werden.
Gleichzeitig muessen Unis und Fhs sehr dicht zusammenarbeiten. An der Uni wird fuer morgen gelehrt, an der Fh sollte fuer heute gelehrt werden. Nur wenn man den Studenten beides aufzeigt koennen sinnvolle Entscheidungen getroffen werden!

Was mir auch sehr am Herzen liegt: Opfer-, nicht Taeterschutz. Aber das ist eine andere Seite.

Hab ich was vergessen?
oskadisGähn.

Wie wäre es denn das Land andere Wege zu Wohlstand finden würde als die althergebrachten?

Deutschland ist ein Produktionsland - und das sollte überdacht werden. In der heutigen globalen Welt gibt es Länder die weitaus billiger produzieren , oft auf Kosten von Qualität. Und ehrlich gesagt: den meisten Konsumenten ist die Qualität Sch***egal. Hauptsache das gekaufte Teil hält ein weilchen. Dann wird wieder billig eingekauft.

Die Zeiten wo "haltbares" gekauft wurde und wo "solide" Produkte den Ton angaben ist vorbei, auch wenn ich persönlich oben genannte Einstellung ganz und gar nicht teile. Und für Massenproduktion sind die Kosten in Deutschland zu hoch.

Wenn ich mir dann das Gejammer um die Produktionskosten anhöre gehe ich auf die Palme. Wie soll ein Land, bei dem die Temperaturen für ein Paar Monate im Jahr unter Null sind mit Ländern konkurrieren wo das nicht der Fall ist? Wo ein Einwohner mit ner Schale Reis und nem Holzdach über dem Kopf (über)leben kann werden Kosten bestimmt niedriger sein als in einem Land wo etwas stabileres als Dach benötigt wird, dazu ein Feuer und ne Decke bzw wärmende Kleidung. Das war jetzt überspitzt, aber ich hoffe ihr seht was ich meine.

Gruß

~Oskadis~
MondgeistTolle Idee! Durch die Verlagerung der Produktion in anderer Länder wird es dort irgendwann das Leben auch wieder teurer, dadurch, dass hier aber gleichzeitig abgebaut wird, wird es hier wieder billiger.

Das ist doch ein alberner Kreislauf. Wir sollten unsere Verantwortung als Gesellschaft erkennen und uns nicht kurzfristigen Entscheidungen bäugen. Das zeigt nur, dass die Lernfähigkeit der Menschen begrenzt ist! Und deine Argumentetion (die im Übrigen auch keine Alternativen aufzeigt) ist ein gutes Beispiel dafür!
Seneca@ Mondgeist

Ich danke für die dargebrachte differenzierte Denkweise...ich selbst kann es nämlich langsam nicht mehr hören, das jeder erfogreicher Unternehmer gleich zum Ausbeuter oder Verbrrecher abgestempelt wird, der seine Wohlstand auf dem Rücken anderer verdient...
wenn nämlich unsere Arbeiter so viel zeit investieren würde, wie die meisten Geschäftsführer, hätten wir längst die 80-90 Stunden Woche.

Selbst Marx wusste schon, das auch der Sozialismus nur auf Basis einer gesunden Wirtschaft gegründet werden kann, in der Werte geschaffen werden, anstatt Kapitalerträge abzuschöpfen...
Eine gesunde Firma ist da nichts anderes, der Großteil der Gewinne muss reinvestiert werden, um am Markt zu bleiben.
Wenn sich Anteilseigner nur die Taschen vollmachen, geht der Laden irgenwann den Bach herunter...

Im allgemeinen Diskussionsverlauf kommt es aber immer wieder zu der Verwechslung zwischen Unternehmern und "Kapitalisten".

Ich durfte mir in meiner Jugend auch oft anhören, was für ein Schwein mein Vater sei, nur aufgrund der Tatsache das meine Familie offensichtlich überdurchschnittlich reich ist, und eine AG unseren Familiennamen trägt...Was der Mann dafür allerdings alles geleistet, aufgegeben, geopfert und durchgemacht hat, das sieht keiner...!

Im übrigen sind meine Socken schwarz...!
MondgeistNaja, Teile meiner Familie sind auch überdurchschnittlich reich, andere sind es nicht.

Mir geht es hier gar nicht um eine allgemeine Kapitalismuskritik. Denn Kapitalismus ist in gesunden Maszen eben gesund!!!

Aber die Auswüchse, die das ganze mittlerweile nimmt, die sind nicht mehr schön. Denn diese Form des unkontrollierten Kapitalismus gräbt sich selbst die Basis weg.

Ich habe andererseits groszen Respekt vor Leuten, wie Schrempp (auch wenn ich nicht immer einer Meinung mit ihm bin), die wirklich hart arbeiten für ihr Geld.

Ist gar keine Frage!
Black Reaper[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
@ Mondgeist

Ich danke für die dargebrachte differenzierte Denkweise...ich selbst kann es nämlich langsam nicht mehr hören, das jeder erfogreicher Unternehmer gleich zum Ausbeuter oder Verbrrecher abgestempelt wird, der seine Wohlstand auf dem Rücken anderer verdient...
wenn nämlich unsere Arbeiter so viel zeit investieren würde, wie die meisten Geschäftsführer, hätten wir längst die 80-90 Stunden Woche. [/QUOTE]

Ich möchte ebenfalls meine Zustimmung und Unterstützung dieser Aussage bekunden... Beispielsweise der Manager von Porsche (um eine große international renommierte Firma zu nennen) ordentliches Gehalt kriegt, dann halte ich das, angesichts seiner Leistung (den Karren Porsche aus dem Dreck zu ziehen) für absolut gerecht...

[QUOTE]Selbst Marx wusste schon, das auch der Sozialismus nur auf Basis einer gesunden Wirtschaft gegründet werden kann, in der Werte geschaffen werden, anstatt Kapitalerträge abzuschöpfen...
Eine gesunde Firma ist da nichts anderes, der Großteil der Gewinne muss reinvestiert werden, um am Markt zu bleiben.
Wenn sich Anteilseigner nur die Taschen vollmachen, geht der Laden irgenwann den Bach herunter...[/QUOTE]

Passt zu obigem Teil... Gegenbeispiele gibt's zuhauf, BMW und Daimler sind da Kandidaten... Auf viele (relativ gesehen) trifft das vielleicht zu (zumindest bei öffentlich-medial wahrgenommenen), aber es sollten, wie ich nocheinmal betonen möchte, nicht alle Manager oder Führungskräfte in einen Topf geworfen werden...

[QUOTE]Im allgemeinen Diskussionsverlauf kommt es aber immer wieder zu der Verwechslung zwischen Unternehmern und "Kapitalisten".

Ich durfte mir in meiner Jugend auch oft anhören, was für ein Schwein mein Vater sei, nur aufgrund der Tatsache das meine Familie offensichtlich überdurchschnittlich reich ist, und eine AG unseren Familiennamen trägt...Was der Mann dafür allerdings alles geleistet, aufgegeben, geopfert und durchgemacht hat, das sieht keiner...!
[/QUOTE]

Ich denke, jeder Berufsstand hat mit Vorurteilen zu kämpfen (die meist einen kleinen Teil Wahrheit zu Grunde haben, aber in vielen Fällen einfach daneben sind... Was glaubst du, muss ich ständig über Beamte hören, auch wenn ich bei meinem Vater (Prorektor einer Uni) das exakte Gegenteil erlebe... Ergo: Nicht weiter dran stören... Mein Vater weiß, was er leistet...
Demon17Es ist doch ganz einfach, wir senken die Lohnkosten, erhöhen die Exportquote und arbeiten bis 80 in 1€ Jobs 60 Std. die Woche. Das entlastet dann auch die Rentenkassen. Bei Einführung der Rentenversicherung erlebte nur ein Bruchteil das Rentenalter. Es ging um die letzten paar Monate. Die Überalterung der Gesellschaft liegt doch in erster Linie am medizinischen Fortschritt. Deshalb brauchen wir die kostendynamische Prvate Krankenversicherung für Rentner, die auch die steigenden Behandlungskosten an die Versicherten weitergeben. Wem das Geld ausgeht, der entlastet die RV und senkt die Lohnnebenkosten. Ich meine wenn mittellose Arbeitslose die seit 30-40 Jahren sinkende Zahl der Selbstständigen aufstocken müssen, wobei sich dann die meisten dauerhaft selbst ruinieren, können wir die Studenten gleich für Stipendien für Professoren zu Kasse bitten, damit diese sich auf längere Bildungsurlaube konzentrieren können, damit endlich die Qualität von Forschung und Lehre steigt. Dann müssen wir nur noch die Steuerausfälle durch die Entlastung der Großkonzerne, die inzwischen unter US-amerikanischem Niveau liegt durch eine Bratfettsteuer gegenfinanzieren, damit endlich diese dreisten Kapitalisten in den Pommesbuden zur Kasse gebeten werden. Auch die wiedereinführung der Kinderarbeit wäre zu erwägen, bei einem niedrigen Lohnniveau oder gar der Zahlung von Lehrgeld würde auch das die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft stärken. Ganz abgesehen von der Entlastung defizitärer Bildungdsetats. Außerdem wird die schulische Ausbildung durch Praktika sowieso schon weitgehend in die letzten Betriebe verlegt. Weiter so und warum nicht eigentlich umgekehrt. Vieles läßt sich auch mit Piktogrammen visuell vermitteln. Damit könnten dann auch "Experten" wie Schröder und Klemens eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik betreiben.:D

never surrender

demon17
Seneca@ Demon17

Das war aber teilweise schon wein wenig Ironisch, auch wenn Du den Punkt sehr gut getroffen hast...!

Was Nur wenige bisher kappiert haben...vielen US-Amerikanern geht es mittlerweile ohne Sozialstaat besser, denn trotz der gewaltigen Scheere die dort zwischen arm und reich klafft, schaffen es dort mehr ohne staatliche Hilfe über die Runden zu kommen, als bei uns...!
Zudem ist es in den USA auch viel einfacher, auf eigene Rechnung zu arbeiten, wegen eines viel einfacheren Steuersystems, und viel geringeren Hürden wenn es um Betriebsgründungen geht.

Zudem, haben die Amis ein geradezu revolutionäres Subventionssystem eingeführt...bei denen werden nicht etwa sie Firmen subventioniert, sonder jene Bürger, deren Einkommen nicht ausreicht...die bekommen einen Zuschuss vom Staat...

Hier ja nicht denkbar...entweder man verdient 800 Brutto oder bezieht Stütze...dazwischen gibt es Nichts...!
Ein Auskommen bietet beides nicht...!
Demon17@Seneca,

ében, das die Wirtschaft auch mit einer hohen Analphabetenrate wächst, dafür ist die USA das beste Beispiel. Doch leider werden wir diese paradiesischen Zustände auch bei Zuwanderung noch so vieler preisgünstiger Arbeitskräfte nicht erreichen, da bei uns die Beamtenquote viel zu hoch ist und gerade die Zuwanderung einen wilkommenen Anlaß böte diese weiter zu erhöhen. Ebenso wie Hartz vier uns zahlreiche sichere Jobs in der nun aufgeblähten Arbeitslosenverwaltung bescherte, zu geringfügigen Mehrkosten von ca. 13 Milliarden €, bei stark verminderter Leistung der Arbeitslosenversicherung versteht sich. Ich hoffe Du erkennst jetzt die Überlegenheit der sozialen Marktwirtschaft. Merke, je umfangreicher das Antragswesen, desto größer das Stellenwachstum. Ich sehe darin einen wesentlichen Beitrag zur sozialen Sicherung breiter Kreise der Bevölkerung. Schließlich basierte Kapitalismus schon immer auf Krediten und der Staat kann gar nicht pleite gehen wir mir der damalige Professor für politische Ökonomie an der UNI-Bielefeld versicherte, womit wiederum das überlegene ökonomische Verständnis der Pommesbuden-Kapitalisten bewiesen wäre und wir sie schon aus Gerechtigkeitsgründen stärker an den Kosten des großunternehmensfreundlichen Sozialstaates beteiligen müssen. Andererseits hat der Prof. ja recht, in Zeiten des Bargeldlosen Zahlungverkehrs, kann die Währung ja gar nicht schneller inflationieren, als der Staat neues drucken kann. Er braucht ja nur noch ein paar Nullen dranzuhängen. Das läßt sich EDV-technisch problemlos bewältigen und brächte endlich wieder Leben in diese Branche.

never surrender

demon17
MondgeistDemon, du machst mir die Ernstahftigkeit meines Anliegens kaputt :-)

Naja mal abgesehen davon, dass ich hoffe, dass das alles hier nur so vor Sarkasmus tropft...

Die USA sind in meinen Augen ein hundsmiserables Beispiel und ein sehr gutes.
Sie sind deswegen ein gutes Beispiel, weil sie es einem einfach Mann noch erlauben sich von unten nach oben zu kämpfen, das berühmte "Vom Tellerwäscher zum Millionär..." In Deutschland bastelst du dir Beziehungen ohne Ende (Was nicht heiszen soll, dass das im Amiland nicht hilft) um überhaupt erst nicht durchs Netz zu fallen.
Aber die Schere zwischen Arm und Reich ist doch extrem hoch. Es gibt auch dort die vielgerühmten Leute, die drei Jobs brauchen, nur um sich selbst ernähren zu können, von ihrer Familie ganz zu schweigen.

Das Bevölkerungswachstum gibt es im Amiland allerdings noch, was unter anderem daran liegt, dass die Bildung nicht so sonderlich hoch ist - High Schools sei Dank!

Kommen wir doch mal zur Rente und zur Lebensarbeitszeit. Die Erhöhung des Arbeitesalter auf 65 oder 80 bringt es nicht! Die Leute werden doch heute schon mit 50 auf die Strasze gesetzt, weil sie angeblich zu alt sind! Es wird auch keinen signifikanten Unterschied geben, wenn man das Rentenalter erhöht.

Das System an sich müsste überdacht werden. Arbeiten sollte ein Mensch, so lange er kann! Wenn sich jemand mit 50 zur Ruhe setzen kann, weil er genug Geld verdiente, prima! Wenn er nicht genug Geld hat, dann ist doch wohl das Arbeiten an sich das Beste, was geschehen kann. Einmal sind die Leute dadurch beschäftigt (und was glaubt ihr, wie viel Altersdebilität entsteht, weil die Leute halt einfach nichts mehr tun und kein Ziel mehr haben) und auf der anderen Seite liegen sie niemandem auf der Tasche. Was sinnvoll wäre ist eine Art Teilrente. Altersteilzeitarbeit und Unterstützung durch eigene Rentenfonds.
Wer nachweislich nicht mehr arbeiten kann bezieht eine Pflegerente - und auch da heiszt es dann noch nicht:"Auf ins Alters- oder Pflegeheim", sondern betreutes Wohnen.

Was unser Steuersystem angeht: Weg mit den subventionen! Wir brauchen in meinen Augen nur zwei Subventionen:
In die Bildung
In die Familie
Kindergeld ist notwendig, da Kinder ein Beitrag zur Erhaltung der Gesellschaft sind! Und Bildung... da müssen wir uns nicht drüber streiten (übrigens beinhaltet das für mich auch Forschung).

Der Rest muss weg! Wenn man Ruszfilter in Autos haben will, dann erhöht man eben die Steuer für Autos ohne signifikant.

-weg mit der Kirchensteuer
-Senkung der Lohnnebenkosten:
-weg mit der staatlichen Rentenabgabe
-weg mit einer Arbeitslosenabgabe
-weg mit Arbeitslosengeld, Sozialhilfe und ähnlichem
-weg mit endlosen Vorschriften zur Firmengründung
-senkung der allgemeinen Lohnsteuer, vor allem aber einen einheitlichen Steuersatz für alle Verdienste!
-keine Steuerschlupflöcher mehr
-Einführung von drei Steuern:
-Einkommens/Lohnsteuer diese gilt für Privatpersonen, wie auch Unternehmen, etc. und wird vom Bund festgesetzt und eingefordert
-Mehrwertsteuer - wird eigenverantwortlich von den Ländern erhoben und festgesetzt.
-Gewerbesteuer/Grundsteuer - die verwaltet jede Gemeinde selbst und kann sie daher auch festlegen. Die Gewerbesteuer gilt auch wieder für jeden, der im Umkreis der Gemeinde wohnt. Die Verwaltungskosten trägt die Gemeinde. Das ist ihre Einnahmequelle.

Durch diese klare Trennung der Steuern haben Bund, Länder und Kommunen eigenständig die Möglichkeit etwas einzunehmen, es wird nicht ewig hin und her geschoben und Bürokratie generiert und vor allem können nun die Länder, ebenso, wie die Kommunen miteinander konkurrieren. Bei der Steuer muss man aber mal schauen, dass sie sinnvoll aufgeteilt wird. Ich hab nicht die übersicht wodurch mehr Geld in die Kassen flieszt, Mehrwertsteuer oder Einkommenssteuer.

Übrigens... Jeder, der hier in diesem Lande arbeitet oder etwas verkauft, der muss HIER seine Steuern zahlen. Der viel gerühmte Pole, der billiger arbeitet als der Deutsche tut dies auch nur deswegen, weil er zu den Konditionen seines Heimatlandes arbeitet und nicht zu unseren. Und das ist einfach nur dämlich!

Was hier noch nicht geklärt ist, was geschieht mit arbeitslosen? Sie müssen für ihr Geld arbeiten, sehr einfach. Jeder hat die Möglichkeit Geld zurückzulegen in guten Zeiten, dafür muss der Staat nicht aufkommen und schon gar nicht der arbeitende Bürger. Wenn die Bürokratie fällt ist die Schaffung von Arbeit sicher nicht mehr so schwierig und insbesondere ist einem dann auch kein Job mehr zu schade.
oskadisMondgeist, in deinen Ausführungen sehe ich das 19. Jahrhundert wieder auferstehen.

Ich gehe auch mal davon aus, daß du voraussetzt, daß alle Menschen für das gemeine Wohl arbeiten und solche Kleinigkeiten wie Korruption und "in die eigene Tasche" Wirtschaften niemandem durch den Kopf geht.

Denn viele Ideen möchten gut sein, doch ich denke, daß so einiges so nicht realisierbar ist ohne einen guten Teil der Bevölkerung in die Misere zu treiben.

Was ich mit "weg von der Produktion" gemeint habe ist nicht das ausverlagern derselben. Da merkt man wieder wie festgefahren deine Gedanken sind. Es geht darum, wenn produziert wird, Dinge zu produzieren, die sonst woanders so nicht machbar sind. Oder man muß eben Forschungsmäßig immer die Nase vorn haben und als erste Neuerungen herstellen um dann fast sofort zum nächsten überzugehen, weil die Neuerung nicht mehr neu ist und andere Länder schon Kopien herstellen (vergiß das Patentrecht - die Chinesen scheren sich einen Dreck darum).

Eine Alternative wäre natürlich der Dienstleistungssektor. Hier ist Deutschland also sowas von MAU! Dabei ist das eine Branche wo sich sehr wohl Geld machen läßt. Dienstleistungen sind nämlich nicht nur Haushaltswirtschaft oder Transportwesen - darunter fallen auch IT Dienste, ITC Dienste, usw usf. Ich kenne diese Struktur leider nur aus einem Land, den Niederlanden. Dabei ist der größte Auftraggeber eben Firmen/Personen in Deutschland (ein Grund warum es den Niederländern zZ auch nicht allzurosig geht - aber es geht ihnen besser als uns).

So. Hoffe das war jetzt klar genug. Ich denke die Deutsche Wirtschaft ist unbalanciert - kaum binnenmarkt, fast alles Export - kaum Dienstleistungssektor, voll auf Produktion gerichtet. Und da wundert Ihr euch, daß es uns schlecht geht?

Gruß

~Oskadis~
MondgeistHm, naja, so einfach ist es ja nun auch wieder nicht.

In meinen Augen ist die Gesamteinstellung einfach falsch. Und ja, ich denke, dass geregelt werden sollte, dass die Menschen am Gemeinwohl arbeiten.

Dass jeder gegen jeden antritt ist zwar toll und schön, führt aber nur zu Elend und zum Recht des Stärkeren.

Und IT Dienste.... Die Chinesen mögen sich um Patente einen Dreck scheren, aber hier im Westen darf man nichts wiederbenutzen, weil irgendwer es irgendwo mal patentiert hat. Und das Gesetz für Softwarepatente ist auch in Europa kurz vor der Vollendung.

Das Patentrecht an sich (und auch die Missachtung durch die Chinesen) basiert einzig und allein auf einem fehlenden Gemeinschaftsverständnis. Jeder will den gröszten Teil vom Kuchen, den bekommt aber eben nur einer.

Und nehmen wir doch mal die Forschung, die du ansprichst. Weiszt du, wie viele Jahrzehnte und Milliarden in der Forschung für schwere deutsche Maschinen oder von mir aus auch im Transrapit stecken? Die Deutschen haben investiert, die Chinesen haben für weitaus weniger Geld und Zeit kopiert und das wars.
Eine solche Art der Forschung lässt sich für niemanden lange genug durchhalten.

Da sieht man im Übringen wieder die Kurzsichtigkeit gerade auch der Industrie, die ihr ganzes Know-How wider besseren Wissens nach China transferiert hat und nun mit chinesischer Konkurrez konfrontiert ist, die dieselben Produkte für weniger Geld anbietet.

So ein System auch noch als gut anzusehen halte ich persönlich für ein wenig daneben gegriffen.

Es ist gut für diejenigen, die daraus ihre Profite ziehen, aber über 99% der Menschen sind das eben nicht.

Im Übrigen habe ich auch einmal argumentiert, wie du. Allerdings halte ich mittlerweile immer weniger davon, denn wir sägen auf diese Weise stetig an dem Ast, auf dem wir sitzen und das nicht nur auf die Umwelt bezogen.

Mir geht es um einen Richtungswechsel in der Denkweise der Menschen, denn der ist wichtig!
B.O.F.H.Also ich freue mich auf den Flair der Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts, die Leute haben gelebt und gefeiert als ob es kein morgen gäbe, bis zum großen Knall eben.

KartoffelnvomFeldklaumafia
m0rtis[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Ich durfte mir in meiner Jugend auch oft anhören, was für ein Schwein mein Vater sei, nur aufgrund der Tatsache das meine Familie offensichtlich überdurchschnittlich reich ist, und eine AG unseren Familiennamen trägt...Was der Mann dafür allerdings alles geleistet, aufgegeben, geopfert und durchgemacht hat, das sieht keiner...!
[/B][/QUOTE]

Jemanden so zu bezeichnen, ist natürlich nicht in Ordnung.

Aber dein Vater ist dann wohl ein erfolgreicher Kapitalist, der mittels künstlich geschaffener Werte Geld verdient, das es nicht geben sollte. Toll ist er in meinen Augen damit nicht.
Wenn er so unheimlich viel Kraft hat und solch' schreckliche Entbehrungen zu ertragen imstande ist, könnte es wirklich nicht schaden, seine Energie in die Verbesserung der Gesamtsituation zu stecken und nicht nur auf die Anhäufung eigenen Reichtums.



Vorbildlich ist dieser Satz:
[QUOTE][i]Original geschrieben von Mondgeist [/i][b]
So ein System auch noch als gut anzusehen halte ich persönlich für ein wenig daneben gegriffen.

Es ist gut für diejenigen, die daraus ihre Profite ziehen, aber über 99% der Menschen sind das eben nicht.[/b][/quote]
oskadisDann eben mal Zeit, daß ein Paar mehr Menschen sich den Arsch aufreißen und etwas für ihren persönlichen Reichtum tun.

Sorry für die derbe Sprache - aber manch Gejammer geht mir auf den Nerv.

Mal was davon gehört, daß Neid des Menschen schlechtester Freund sei?

Es hat immer unternehmungsfreudige Menschen gegeben, die für die Früchte ihrer Arbeit beneidet worden sind. Sie konnten für ihr Umfeld so viel tun wie sie wollten das war immer egal. Es wurde NUR auf ihr GELD geschielt.

Und nur, weil es wie überall ein Paar Egoisten gibt, die Raffgierig alles verschlingen und nichts für andere tun, sollen Unternehmer generell "Kapitalisten" sein, die "nichts" für die Allgemeinheit tun?

Augen auf und etwas besser hingucken!


Gruß

~Oskadis~
oskadis[QUOTE][i]Original geschrieben von Mondgeist [/i]
[B]
Und IT Dienste.... Die Chinesen mögen sich um Patente einen Dreck scheren, aber hier im Westen darf man nichts wiederbenutzen, weil irgendwer es irgendwo mal patentiert hat. Und das Gesetz für Softwarepatente ist auch in Europa kurz vor der Vollendung.

Das Patentrecht an sich (und auch die Missachtung durch die Chinesen) basiert einzig und allein auf einem fehlenden Gemeinschaftsverständnis. Jeder will den gröszten Teil vom Kuchen, den bekommt aber eben nur einer.

[/B][/QUOTE]

Du irrst. Das Kopieren in China beruht auf einer kulturell bedingte andere Ansicht von Geistigem Eigentum - und die ist älter als der Kommunismus dort.

Alles was ich tue ist mir die Realitäten im heutigen Weltgefüge anzusehen und mir zu überlegen wie man sich anpassen kann und was für Möglichkeiten es gibt.

Wirtschaft schert sich nicht viel um eine Grundeinstellung. Wirtschaft ist immer im Fluß und im Idealfall paßt sie sich jedesmal den veränderten Gegebenheiten neu an.

Diese Flexibilität gibt es natürlich nicht in so extremem Maße, aber hier in Deutschland scheint sie mir manchmal total verknöchert zu sein. Null Fähigkeit nach positiven Lösungen zu suchen, die allen was nutzen, sondern immer weiter kürzen, sparen, entlassen. Hauptsache Geld aus dem Wirtschaftskreislauf rausnehmen, damit es uns allen noch schlechter geht und immer schön in derselben Schiene fahren. Was Neues könnte ja verheerend sein!

Aber egal.

Dein Idealismus in Ehren Mondgeist, aber die Zeit, die es für eine Änderung der Grundeinstellung bedarf ist einfach zu lang. Es wäre erstrebenswert, aber nebenher muß anderes geschehen.

Gruß

~Oskadis~
Mondgeist-Dann eben mal Zeit, daß ein Paar mehr Menschen sich den Arsch aufreißen und etwas für ihren persönlichen Reichtum tun.

Höhö ich erinnere mich denselben Satz noch vor mehrere Monaten selbst losgelassen zu haben. Leider ist das bei weitem in diesem Lande nicht mehr so einfach, wie es sich bei dir anhört!

Nehmen wir doch mal die liebe Stahlbranche...
Durch den Pauschalkauf, den die Chinesen auf dem Rohstahlmarkt begonnen haben sind die Preise für Stahl so hoch geschnellt, dass deutsche Unternehmen reihum pleite gehen. Die beiden Stahlriesen: Salzgitter AG und Thyssen-Krupp entlassen Mitarbeiter stapelweise.
Na nun nimm mal einen leitenden Angestellten, der mit einer 60 Stunden Woche noch gut fährt. Er reiszt sich seinen Arsch auf um seinen Job zu sichern. Leider macht das Werk dicht und er sitzt auf der Strasze. Sagen wir mal, er ist zwischen 45-55 Jahre alt. Glaubst du allen ernstes den stellt noch wer ein? Er mag noch so ein exzellenter Mann sein, er wurde a) entlassen und ist b) zu alt.

Was soll er machen? Eine Pommesbude eröffnen? Dazu braucht es Startkapitel, das bekommt er nur, wenn er Kredite aufnimmt, dadurch verliert er dann sein Haus, weil kein Schwein heutzutage Geld ausgeben will. In den besten Jahren, verschuldet und perspektivlos. Tolle Lebensgeschichte.
Und eine andere ist auch sehr exzellent. Nimm einen Studenten, lass ihn sein Studium (Keine Geisteswissenschaft oder BWL) mit sehr guter Note abgeschlossen haben, er hat sich auch den Arsch aufgerissen, hat nebenher gearbeitet, Auslandspraktikum, etc. Weiszt du, was man dem sagt, wenn er sich bewirbt: Du hast keine Berufserfahrung, sorry.
Auch eine tolle Perspektive!

Das hat mit "Sich den Arsch aufreiszen" absolut nichts zu tun. Blosz, weil ein paar Schwachköpfe meinen auf dem Elend anderer aufzubauen heiszt dies noch lange nicht, dass das ein allgemein zu akzeptierendes Schicksal ist.

Ich frage dich mal, wie lange warst du arbeitslos (zur Information, ich war es bisher noch nicht)?

Ich achte durchaus, wenn jemand in der Lage ist sein Geld zu verdienen, wenn jemand sehr viel dafür tut. Aber es sind nicht notwendigerweise diejenigen, die das Geld verdienen, die es dann am Ende erhalten! Im Übrigen neigen die dann auch dazu sich im Falle der Gemeinschaft völlig opportunistisch zu verhalten.

-Und nur, weil es wie überall ein Paar Egoisten gibt, die Raffgierig alles verschlingen und nichts für andere tun, sollen Unternehmer generell "Kapitalisten" sein, die "nichts" für die Allgemeinheit tun?

Hab ich nie behauptet, im Gegenteil, ich habe differenziert. Und es sind nicht ein paar, es ist ein sehr groszer Haufen!
B.O.F.H.Meine Prognose für die Bundestagswahl 2006

Schwarz gelb gewinnt, Ob Frau Merkel oder Herr Stoiber Kanzler werden, ist egal, sie werden folgendes umsetzten

[list]
[*]Abschaffung von ALG II und Sozialhilfe, ALG I gibt's nur noch 3 Monate
[*]Einführung der PKW-Maut
[*]Guido Westerwelle wird Wirtschaftsminister
[*]Abschaffung der gesetzlichen Krankenversicherung
[*]Abschaffung der Recntenversicherung
[*]Damit wird die BA langsam überflüssig
[*]Kauf neuer Panzer, Flugzeuge, Gewehre
[/list]

wird fortgesetzt

Nachtijallickhördirtrapsenmafia
MondgeistIdealismus ist etwas wodurch Änderungen erst entstehen können. Ich halte nichts davon mich mit dem Status quo abzufinden und davon auszugehen um dann wieder nur Flickarbeit zu leisten.

Es bedarf einer Änderung im Gesamten und nicht winziger Teilaspekte. Denn genau das macht unsere Regierung gerade.

Und was die Chinesen anbetrifft... In meinen Augen ist es ein Fehlen von Gemeinschaftsverständnis, ein Fehlen von Rücksicht und Bereitschaft sich gegenüber anderen einwandfrei zu verhalten.
Chinesen häuten auch Tiere bei lebendigem Leibe und lassen den restlichen Körper weiterleben.
Das mag kulturell bedingt sein, macht es aber dennoch in meinen Augen nicht entschuldbar.
oskadisSchön. So löst man Probleme - indem man die eigene Moral anderen aufzwingt.

Naja - jedem das seine.

Gruß

~Oskadis~
B.O.F.H.[QUOTE][i]Original geschrieben von B.O.F.H. [/i]
[B]Meine Prognose für die Bundestagswahl 2006

Schwarz gelb gewinnt, Ob Frau Merkel oder Herr Stoiber Kanzler werden, ist egal, sie werden folgendes umsetzten

Fortsetzung von oben

[list]
[*]Einführung einer Fahrradsteuer, wegen den vielen Unfällen und so
[*]Abschaffung des Kindergeldes
[*]Wiedereinführung der 18 Monate Wehrpflicht
[*]Teilnahme am nächsten Krieg in Nahost
[*]evtl. wird der Katholizismus wieder Staatsreligion
[/list]

wird fortgesetzt

Nachtijallickhördirtrapsenmafia [/B][/QUOTE]
Demon17Also ich bin echt keine Fan der CDU oder FDP. Aber nach dem was die jetzige Koalition abliefert, so nach dem Motto kostspielig aber dafür unsozial, kann ich nur sagen mir graut vor gar nichts mehr. So richtig Ahnung von Wirtschaft haben die zwar auch nicht, denn sie bedienen auch nur ihre Klientel. Aber die Priorität für Arbeitsplätze sehe ich halt nicht in allen Entscheidungen der jetzigen Koalition. Ich meine wir liegen am Ende des Wachstums in Westeuropa, das sollte uns zu denken geben. Patentrezepte gibt es nicht, es geht um o,5-bis 1% Wirtschaftswachstum mehr oder weniger. Zur Zeit wachsen nur die Bürokratien und das kann es nun echt nicht sein.

Oh iss mir schlecht...

demon17:rolleyes:
MondgeistHm, naja, ich bezweifle, dass es unter Merkel besser wird. Wenn die CDU einen starken Kandidaten hätte... Der könnte die Länder hinter sich bringen, aber das geht mit Merkel nicht, weil schon zur Zeit jeder Länderfürst macht, was er will.
Ich bin für Wulff!
B.O.F.H.[QUOTE]Zur Zeit wachsen nur die Bürokratien und das kann es nun echt nicht sein.[/QUOTE]

Sind doch auch Arbeitsplätze, "Arbeit hat Vorfahrt"- Es lebe die Bürokratie!

Nee, im Ernst, weder Rot Grün noch Schwarz Gelb ist ernsthaft wählbar geschweige denn eine Alternative.

Ich glaube ich werde irgendwas kleines wählen, ob es Sinn macht oder nicht, auf keinen Fall etablierte "Volksparteien" die von der Realität des Volkes weit entfernt sind.

Protestwählermafia
Demon17Das hab ich letztes mal gemacht und dann noch gesplittet, hat aber auch nichts genützt.:(
MondgeistMuahaha... Das bringt doch nichts. Erinnert ihr euch nicht, was Müntefering sagte, als die Wähler aus Protest in Sachsen NPD wählten?

"Der Wähler ist Schuld, die Politik trägt dafür keine Verantwortung."

Von Einsicht keine Spur.
B.O.F.H.Es bringt aber auch nichts, die "großen" Parteien zu wählen, das einzige was sich ändert ist die Farbe und die Gesichter. Steuern erhöhen werden sie alle, bis zum erbrechen, die kriegen den Hals halt nicht voll...
MondgeistAha... Da stehen wir also zwischen zwei Alternativen, die beide nix bringen *g*, also doch Reps wählen, was?
TaurynHallo,

Meiner Meinung nach liegt eines der Probleme warum in diesem Land nichts mehr l�uft einfach in der Einstellung: "Ich, ich, ich!"
Es gibt Leute die haben gl�ck, werden in reiche Familien hineingeboren und �bernehmen die Firma des Vaters, o.�.
Andere bauen eine eigene Existenz auf: entweder sie haben gl�ck und ihre Firma kann sich am Markt durchsetzen oder sie haben pech und sind pleite. Oder man wird in eine arme Familie hineingeboren, aufgrund sozialer Probleme lernt man nichts/bekommt keine Arbeit/etc. Pech gehabt. Vielleicht hat man gl�ck und kann f�r einen Euro arbeiten (was ich f�r absolut l�cherlich halte; da bring Schwarzarbeit wesentlich mehr, obwohl sie illegal ist!). Der Erfolg dieser Ein-Euro-Jobs ist ja auch nicht gerade �berw�ltigend.
Um zur eigentlichen Aussage zu kommen: Keine Gesellschaft kann �ber kurz oder lang �berleben, wenn nicht jeder das bekommt, was er braucht. Wenn nicht die Reichen den Armen geben, sodass sich alle irgendwo in der "Mitte" treffen. Jemand der viel Geld hat kann auch mehr bezahlen als jemand der an allen Ecken und Enden sparen und nachz�hlen muss. Er hat die Verantwortung f�r jene mit zu sorgen, denen es aufgrund von Geburt, Herkunft oder einfach Gl�ck nicht so gut geht. Klar, dass wird den Reichen nicht freuen, und der Arme denkt wahrscheinlich er bek�me Allmosen, aber insgesammt denke ich, dass es dann ein wenig besser w�rde: Einfach nur Verantwortung f�r den Schwachen �bernhemen und ihm helfen.

Ich denke, dass eine allgemeine staatliche Versorgung (Rente, Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Gesundheit, etc.) das beste w�re. Jeder muss einbezahlen. Der Reiche mehr, der Arme weniger, sodass es nicht so ist, dass in den Kassen nur das wenige Geld der Armen liegt, dass aber f�r viele reichen muss. Gemeinnutz vor Eigennutz!

Weiter oben im Thread hab ich gelesen, dass nur diejenigen Rente bekommen, die auch Kinder haben. Was machen dann die die keine Kinder bekommen k�nnen, da sie biologisch einfach nicht in der Lage dazu sind (Pech gehabt?). Ich glaube aber, dass war nicht so gemeint.
Ich pers�nlich halte ja den Generationenvertrag f�r problematisch, da ihn die demographische Entwicklung einfach problematisch macht. Jeder sorgt f�r sich selbst vor, er arbeitet also f�r seine Rente. Es gibt ein gesetzliches Rentenmindestalter, welches nur unterschritten werden darf, wenn k�rperlich einfach die Vorraussetzungen fehlen. F�r alle, wird ein zus�tzlicher Rententopf angelegt (diesmal darf kein Geld entnommen werden, sondern alles muss drinbleiben), der diejendigen unterst�tzt, deren private Rentenversorgung aufgrund niedrigen Gehaltes oder zu hohen Alters gef�hrdet ist.

Au�erdem w�rde ich f�r jede staatliche Leistung (mit Ausnahmen) eine Gegenleistung verlangen: Arbeit. Wenn man Sozialhilfe bekommen will und keine Arbeit hat muss man sich f�r gewisse Arbeiten zur Verf�gung stellen (Parkanlagen s�ubern, Stra�en fegen, etc.), denn w�rden Personen die das System ausnutzen bemerken, dass man nur f�r eine Gegenleistung etwas bekommt (ein �berlebensminnimum erh�lt nat�rlich jeder).

Ein Land, das kaum Ressourcen hat braucht andere Dinge die es verkaufen kann: Wissen, Dienstleistungen. Doch im Angesicht der verrotenden Schulen (juhu! Unsere wird renoviert, nachdem bald 30 Jahre kein Streich an ihr getan wurde...), schlechter Ausstattung und unkompetenten Lehrern, ist hier viel Nachholbedarf. Lehrer sollten einfach, wie die meisten, nach Leistung und nicht nach "Beamtentum" bezahlt werden. In der Wirtschaft wird man ja auch hinausgeworfen, wenn man Mist baut...

Irgendwo weiter oben wurde der Vorschlag gemacht, dass 50% eines Unternehmens den Arbeitnehmern geh�rhen sollte: Richtig! Denn wenn man zu 50% f�r sein eigenes Unternehmen verantwortlcih ist arbeitet man produktiver, l�nger und mit gr��erem Elan, denn man arbeitet direkt an seinem eigenen Kapital.

Das Firmen-An-Die-Wand-Fahren-Und-Abfindung-Daf�r-Einstreichen geh�rt st�rker unter Strafe gestellt als es bisher ist. So werden z.B. Firmen bankrott gewirtschaftet und die Einzelteile derselben extrem gewinnbringend in alle Welt verkauft und das Ursprungsland (in diesem Falle Deutschland) bleibt auf der Strecke.

Egal ob Schwarz/Rot/Gelb/Gr�n/Braun/..., alle Parteien schielen doch nur nach der eigenen Wiederwahl (das Wahlkasperletheater in Schleswig-Holtstein ist ein tolles Beispiel daf�r, wie in Deutschladn politik gemacht wird) und haben die N�te, W�nsche und �ngste der Menschen l�ngst aus den Augen verlohren, was auch daran liegen mag, dass in den Parlamenten zu viele junge und unerfahrene Abgeordnete sitzen, die kaum Einblick, �berblick und Verst�ndnis f�r den modernen Arbeitsmarkt und die Welt da drau�en haben (ihr Engagement in Ehren, aber sollte beispielsweise ein Wehrdienstverweigerer Verteidigungsminister werden? Man sollte seine F�higkeiten und Kenntnisse einsch�tzen k�nnen und dann handeln).
Auch die Leichenflickerei, die von der jetzigen Regierung betrieben wird taug t doch zu nichts: etwas Totes kann man nicht wieder lebendig machen. Ein absoluter Neuanfang w�re das beste.

Aber vieleicht gibts ja bald nen Atomkrieg, wenn man mitansehen muss wie sich die USA und Nordkorea bekriegen... (das war jetzt sarkastisch gemeint).

Aber irgendwie erinnert mich diese ganze Diskussion sehr an ein Rollenspiel (ich kann zwar nur die ungef�hre Weltbeschreibung, aber die ist daf�r sehr passend) "Shadowrun": Das Gro�kapital hat die Demokratie aufgekauft, stellt Privatarmeen auf und �bernimmt alle Funktionen der ehemaligen Staaten. Das Ziel? Kapital!

Denn kann ein Staat seinem Souver�n noch dienen, wenn er hoffnungslos �berschuldet und damit von seinen Gl�uigern abh�ngig ist?

Das wars von mir...

Tauryn
Black Reaper[QUOTE][i]Original geschrieben von Mondgeist [/i]
[B]Aha... Da stehen wir also zwischen zwei Alternativen, die beide nix bringen *g*, also doch Reps wählen, was? [/B][/QUOTE]

WASG? Schon mal gehört? Die Ursprungs-SPD... zumindest vom Ansatz her in meinen Augen ganz unterstützenswert... allerdings hab ich mich noch nicht groß in ihr Programm eingelesen, so dass ich nur den allerersten Eindruck nennen kann...

Passend dazu ein Zitat einer mir unbekannten Person:
"Der letzte echte Sozi war Karl Liebknecht und der hat seinen eigenen Verein aufgemacht..." :rolleyes:
B.O.F.H.Die WASG ist meiner Meinung nach durchaus einer Überlegung wert, mal sehen was in NRW rauskommt, aber wie ich meien Volk kenne, werden sie sich nur anstatt für Krebs eben für die Pest entscheiden.

Nebenbei glaube ich, daß die Zukunft nicht von oder immer weniger von Politikern gemacht wird, sondern von Technikern, Ingenieuren, Architekten und Künstlern. Früher oder später haben wir hier eh amerikanische Verhältnisse, soll heißen zwei große Parteien, eine konservative, eine weniger konservative.
NixProduzieren wir unseren eigenen Untergang?
Wenn irgendwann alles das meinen: Ja. Zweifellos.
Aber ich hoffe, dass es auch in absehbarer Zeit noch genügend Menschen gibt, die nach intensiver Spiegel-Lektüre (ich lese ihn jede Woche) nicht gleich in hysterisches Kreischen ausbrechen. Die Realität war schon immer bitter.
Besser wäre es, sich selbst zu fragen, was man tun kann, um das alte Schiff wieder flottzukriegen.
Any Body[QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i]
...Besser wäre es, sich selbst zu fragen, was man tun kann, um das alte Schiff wieder flottzukriegen. [/QUOTE]

Seneca hatte es innerhalb diesen Thema's bereits angerissen, eine Alternative wäre und ist möglicherweise, die Gründung eines eigenen Unternehmens.. Ansätze mit der "ICH-AG" oder dem "Überbrückungsgeld"-Zuschüssen wurden von Seiten der Regierung gestartet.

Mich belastet die derzeitige Situation der hohen Arbeitslosenzahlen, der abschwächenden Konjunktur enorm, dass ich sogar im Urlaub kaum abschalten kann um den Kopf frei zu bekommen. ...

In diesem Zusammenhang würde es mich interessieren, wie viele von euch Leserinnen & Lesern eine "ICH-AG" oder das "Überbrückungsgeld" in Anspruch nehmen um auf eigenen Füßen stehen zu lernen - Vielleicht hilft es anderen Mut zu fassen, eben diesen oder jenen Schritt auch zu gehen, wenn Erfolgserlebnisse anstelle von Hilfslosigkeit kommuniziert und veröffentlicht werden?

Wäre zumindest dankbar wenn es dererlei einmal zu lesen geben würde...

nächtliche Grüße
Any B.
B.O.F.H.es nützen die tollsten Ich-AG's nichts, wenn die Leute kein Geld in der Tasche haben um es auszugeben. Es mangelt schlicht und ergreifend an der Binnennachfrage, steht ja lang und breit in Blättern aller Couleur. Wenn dann e demnächst die Märchensteuer erhöht wird, Energiepreise steigen, die PKW-Maut kommt (sie wird kommen, egal wer am Ruder ist), wird die Binnennachfrage noch weiter sinken. Weiß jemand wieviel Ich-AG's schon wieder pleite sind? Das oben genannte sind nur ein paar Probleme innerhalb dieses Landes, da unsere Wirtschaft aber nicht losglöst vom Weltmarkt ist (wir sind ja angeblich Exportweltmeister) spielen noch vielmehr Faktoren eine Rolle. Dazu ein interessanter Artikel im letzten FREITAG

[URL=http://www.freitag.de/2005/20/05200301.php]Mr. Greenspan und der deutsche Weg - WACHSTUMSMASCHINE USA[/URL]
MontroseJetzt, wo die SPD endlich den richtigen Kurs fand, muß sie abtreten. Ich bedaure das und hoffe, daß die CDU klug genug ist (wenngleich unter anderem Etikett), dieselbe Richtung weiterzuverfolgen. Die eingeleiteten Maßnahmen:

- stärkere Beobachtung von langzeitarbeitslosen
- Transparenz von Managergehältern
- Ausweitung von Kindertagesstätten

.... sind nämlich exakt die richtige Marschrichtung.

Das Problem der bisherigen Politik war, daß nichts getan wurde. Ein ständiges Hin und Her ohne konsequente Fortschritte. Wenn man aber ein paar vernünftige Ziele trittsicher und geradlinig umsetzt, dann stellen sich auch wieder Erfolge ein.
B.O.F.H......Märchensteuererhöhung
.....PKW-Maut
.....Gift für die Konjunktur......weiter so!
Any BodyB.O.F.H.

... eigentlich wollte ich eher ein paar positivere Beispiele aufgezeigt bekommen, statt diese ewigliche Miesmacherei zu lesen - davon gibt es überwiegend täglich neuen Lesestoff an anderen Quellen...

... einfach mal etwas anderes lesen als dieses gemütsbelastende politische Gerede - ist es wirklich zu viel verlangt?

nächtliche Grüße
Any B.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von B.O.F.H. [/i]
[B]es nützen die tollsten Ich-AG's nichts, wenn die Leute kein Geld in der Tasche haben um es auszugeben. Es mangelt schlicht und ergreifend an der Binnennachfrage, steht ja lang und breit in Blättern aller Couleur. Wenn dann e demnächst die Märchensteuer erhöht wird, Energiepreise steigen, die PKW-Maut kommt (sie wird kommen, egal wer am Ruder ist), wird die Binnennachfrage noch weiter sinken. Weiß jemand wieviel Ich-AG's schon wieder pleite sind? Das oben genannte sind nur ein paar Probleme innerhalb dieses Landes, da unsere Wirtschaft aber nicht losglöst vom Weltmarkt ist (wir sind ja angeblich Exportweltmeister) spielen noch vielmehr Faktoren eine Rolle. Dazu ein interessanter Artikel im letzten FREITAG

[URL=http://www.freitag.de/2005/20/05200301.php]Mr. Greenspan und der deutsche Weg - WACHSTUMSMASCHINE USA[/URL] [/B][/QUOTE]

Die Nachfage ist ernorm, alleine im Subkulturmillieu "Gothic" werden mittlerweile Millionenumsätze gemacht, man braucht nur ein waches Auge, um das richtige Produkt zum richtigen Trend anzubieten...
Und das beste daran... die Leute wollen das oft überteuerte Zeug unbeding haben...weiß der Teufel warum...ich sehe also keine Schwäche in der Nachfrage. Die existiert nur im Bereich der Konsumgüter und Alltagsdientleistungen....Flexible Angebotsumstellung ist der Schlüssel...!
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
ich sehe also keine Schwäche in der Nachfrage. Die existiert nur im Bereich der Konsumgüter und Alltagsdientleistungen....Flexible Angebotsumstellung ist der Schlüssel...! [/QUOTE]Auch wenn das vielleicht sarkastisch gemeint war, genau darin sehe ich einen Weg aus der Krise: Steigerung der (Lebens-)Qualität statt quantitatives Wachstum um jeden Preis.
Nichtsdestotrotz braucht es dazu ein gewisses Maß an Kaufkraft.
B.O.F.H.@TTP sehe ich auch so, und die Kaufkraft muß vor allem bei den kleinen Einkommen wieder hergestellt werden. Das heißt, Steuern runter.

@Any Body positive Beispiele würde ich auch gern bringen, aber die Realität sieht nun mal so aus.
Ich persönlich habe nichts gegen die PKW-Maut, meiner Meinung nach ist die überfällig, man darf sich dann aber nicht wundern, daß z.B. Pendler weniger Geld haben um es anderswo auszugeben, ebenso Märchsteuererhöhung.

Worauf ich hinaus will, ist, was wollen wir eigentlich für eine Wirtschafts- und Gesellschaftsform? Meiner Meinung nach gleichen wir uns den USA an, langsam aber stetig. Hat Vor- und Nachteile. Deren Wirtschaft brummt (noch) soziale Sicherung ist aber jedermanns Eigenverantwortung. Was interessiert mich Deine Rente oder ob die Oma nebenan mit fünfundsiebzig vielleicht noch arbeiten muß bis sie einfach tot umfällt. Was besser ist, sei dahingestellt, muß jeder selbst mit sich ausmachen.

KeineAhnungmafia

P.S. Aber ab Herbst wird alles besser:D
MondgeistNunja... Ich bezweifle ernsthaft, dass Merkel und Westerwelle irgendetwas bewirken koennen.
Wenn wir mal von einem Positivfall ausgehen, dann wird zumindest Westerwelle durch Gerhard in seiner eigenen Partei gestuerzt und erholt sich nicht wieder.
Merkel wird nun zwar ausgerufen, aber das bedeutet noch lange nicht, dass die Ministerpräsidenten hinter ihr stehen. Stoiber sitzt allemal noch in ihrem Kabinett als Superminister. Und das ist kein Lafontaine, der den Schwanz einzieht, wenn es allzu brenzlig wird.

Die SPD hatte mit einer Blockade durch eine Fremdpartei zu kämpfen, die CDU ist ja nichtmal intern eins.

Hinzu kommt noch, dass Merkel einen Amerikanahen Kurs fahren wird, der in meinen Augen total falsch ist, denn wir sind durch die EU bereits zu sehr eingebunden.
Auszenpolitisch gelang Schröder die Balance zwischen Frankreich, GB und Russland exzellent. Er musste dafür allerdings die Amis vergraulen und gegenüber Frankreich so manches einstecken. Und Merkel? Wer nichteinmal Koch überzeugen kann, der wird mit den Putins und Chiracs der Weltgemeinschaft ale mal nicht klar kommen.

Und Innenpolitisch... Welche Aussagen hat denn die CDU bisher getroffen? Pro-Atom und das nichtmal in der Form, dass sie neue Werke schaffen wollen, sondern, dass sie die altersschwachen weiterführen.

Und unsere Gesundheitsreform und auch Hartz4 haben Merkel und Co mitgetragen, was jeder fröhlich vergisst.

Ich bezweifle ernsthaft, dass Merkel irgendwas bewirken kann. CDU und FDP vielleicht, aber nicht mit diesen Spitzenpolitikern. Aber ich werde sie dennoch wählen. Je schneller Deutschland kaputt geht, desto schneller kann man einen Neuanfang wagen!

:mad:
SenecaWie haben schon eine PKW Maut, man nennt sie Kraftfahrzeugsteuer...!
B.O.F.H.meinste...da hast Du aber die Rechnung ohne die Politik gemacht. Meiner Meinung nach wird die PKW-Maut kommen, ist nur noch eine Frage der Zeit. Der Staat wäre echt blöd, wenn er sich die Kohle entgehen lassen würde, außerdem ist das Maut System, also diese Mautbrücken, die Autokennzeichen per Videoanalyse erkennen können, für Geschwindigkeiten bis 200 km/h ausgelegt, ein Schelm wer böses dabei denkt. MAllein mit der LKW-Maut werden bisher monatlich ca. 220 Millionen €uranten eingenommen, und es zahlen ja llängst nicht alle. Nee, nee, die PKW-Maut kommt sicher, egal welche Frabe hier Politik spielt.
Tapio Bearking[QUOTE]Allein mit der LKW-Maut werden bisher monatlich ca. 220 Millionen €uranten eingenommen[/QUOTE]

Jaha... wenn es da nicht den Passus gäbe, das von den Mauteinnahmen die Steuern auf LKWs zurückgezahlt werden sollen, wie es neulich auf heise zu lesen war...
B.O.F.H.echt, ich mein, ist das schon in Sack und Tüten? Bitte mal verlinken den Artikel!

Trotzdem, ich bleibe dabei, PKW-Maut wird kommen, ich sehe schon den empörten Aufschrei der BLÖD vor mir:D
Tapio BearkingHier: [URL=http://www.heise.de/newsticker/meldung/59716]LKW Maut: Erster Widerspruch[/URL]

[QUOTE]Dabei soll den Spediteuren bis zu einer Obergrenze von 600 Millionen Euro die gezahlte Mineralölsteuer als Mautkompensation zurückgezahlt werden.[/QUOTE]
B.O.F.H.naja, so kann man auch Geld in den Sand setzen, aber es hat ein paar Arbeitsplätze gebracht und das Verkehrsministerium stellt vielleicht noch ein paar Leute ein, die die Rückzahlung dann überwachen, berechnen, ausführen.

SozialistwasArbeitschafftmafia:rolleyes:
MontroseEinerseits will der Bund sparen und Ausgaben begrenzen. Dazu muß er Steuern und Abgaben hochschrauben (Mehrwertsteuererhöhung ist im Gespräch).
Andererseits soll durch Senkung von Lohnsteuern und Lohnnebenkosten die Kaufkraft und Schaffung von Arbeitsplätzen angekurbelt werden.

Das ist ein Widerspruch. Man kann doch unmöglich beides wollen: Geld sparen und auf Geld verzichten.


Vielleicht sollte der Staat die zweite Schiene fahren, um die Dynamik der Gesellschaft zu erhöhen. Müßte man dann der Staatsverschuldung mit Inflationsmaßnahmen entgegentreten, wäre das auch nicht schlimm. Viele Güter sind eh viel zu billig.

Hoffentlich tritt die Europäische Verfassug nicht in kraft. Das Elend beginnt ja überhaupt erst mit dieser blödsinnigen Europäischen Union, weil die einzelnen Staaten nicht mehr flexibel nach ihren Bedürfnissen handeln können, sondern sich an fremdbestimmte Kriterien orientieren müssen.

Falsch an Hartz IV ist die Haftung bei Arbeitslosigkeit mit für die eigene Altersversorgung notwendigem Vermögen. Die SPD wollte damit die (gescheiterte) bürgerliche Mitte ins Armenhaus der Nation drücken. Das ist staatsschädlich und muß dringend korrigiert werden. Ansonsten waren einige Maßnahmen von Hartz IV auch richtig.
Goat93Ich hab die Beiträge jetzt nur überflogen, aber habe dabei nirgends die aktuelle Lage der Wirtschaft wirklich gefunden.

Daher wollte ich gern anmerken, das wir zwar immer mehr
Arbeitslose haben und die Firmen weiter mit Auslands-
verschiebungen drohen, aber es eher so aussieht, das
die Wirtschaft sich im Moment auf einem aufsteigenden
Ast befindet.
So haben so einige Firmen mehr wie 100% Gewinn verzeichnet.
Dieses geht dann oftmals mit Arbeitsplatzverschiebung und
Arbeitsplatzabbau Hand in Hand, aber die Gewinnquote
ist trotzdem irre hoch.
Dazu kommt noch, das die Kaufkraft zwar generell angeblich
zurückgeht, aber die Leute gehen immer sorgloser mit ihrem
Geld um und die Verschuldung wird einen ja geradezu
aufgezwungen bzw. beigebracht.
Montrose[QUOTE]So haben so einige Firmen mehr wie 100% Gewinn verzeichnet.
Dieses geht dann oftmals mit Arbeitsplatzverschiebung und
Arbeitsplatzabbau Hand in Hand, aber die Gewinnquote
ist trotzdem irre hoch.[/QUOTE]Und wer hat den Nutzen von einer "irre hohen Gewinnquote"? Wenn die Menschen arbeitslos sind und kein Einkommen haben, nützt ihnen der Profit der Firmen nichts. Sie verarmen.


[QUOTE]Dazu kommt noch, das die Kaufkraft zwar generell angeblich
zurückgeht, aber die Leute gehen immer sorgloser mit ihrem
Geld um und die Verschuldung wird einen ja geradezu
aufgezwungen bzw. beigebracht.[/QUOTE]Die Menschen gehen nicht sorgloser um, sondern die Leute müssen Miete, Nahrungsmittel, Kleidung kaufen.

Ich hab ein bißchen den Verdacht, Du hast das mit der Wirtschaft nicht so ganz kapiert, Goat93.

Es ist nun mal nicht so, daß man sich als Erwachsener nachts mit einer Schürze unter den Mond stellt und wartet, bis die Sterntaler vom Himmel fallen.

Das ist ähnlich wie mit der Geschichte vom Klapperstorch.... in Wirklichkeit ist alles ein bißchen anders. ;)

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