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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Todesstrafe wirklich eine Strafe?
EskarinaIch habe im Fernsehen gerade einen Beitrag über die Todesstrafer gesehen.
Ich bin der Meinung, daß es keine Strafe ist, sondern eine Erlösung, bzw. ein frühzeitiger Übergang in ein anderes, (vielleicht) besseres Leben.
Wie seht ihr das?
HarbistaEinerseits ist die Todesstrafe im Gegensatz zur lebenslänglichen wirklich keine Strafe, sondern eine Erlösung - besonders in den USA, wo man in der Regel nicht vorzeitig aus dem Knast entlassen wird.

Andererseits gehört menschliches Ungeziefer vernichtet, damit es keinen Schaden mehr anrichten kann - besonders in der BRD, wo fast jeder Psychopath früher oder später wieder freikommt.
tränensogich persönlich würde todesstrafe eher mit rache gleichsetzen und finde sie ist sehr weit entfernt von einer wirklichen strafe. für mich bedeudet strafe etwas, was diesem menschen weh tut, worüber er nachdenken kann,....
und wem ist durch todesstrafe schon geholfen? ein mörder, der dann getötet wird muss doch so viel weniger leiden, als einer, der in den knast kommt und dort sämtliche schikanen über sich ergehen lassen muss.... und das kann ja wohl nicht der sinn sein....
TanfanaKann mich der Mehrheit nur anschließen.. Je nach Typ und Art des Verbrechens ist der Tod keine Strafe, sondern eine Erlösung.
Thanateros"Die Todesstrafe stellt sicher, dass sich der Mensch das beim nächsten Mal sehr genau überlegt"(frei übersetzt) - Clever, clever, die kleine Britney :D

Ich denke, dass die Todesstrafe keine echte Strafe ist, durchaus aber die meist vielen Jahre, die die Verurteilten im Gefängnis sitzen...mitunter 20 Jahre auf seinen Tod zu warten, zu wissen, jedesmal, wenn der Wärter kommt, könnte es das letzte Mal sein...DAS nenne ich durchaus eine Strafe...
Urmelist ne schwierige frage. eigentlich is es keine wirklich strafe. die leute habens dann halt hinter sich und müssen nicht mehr die peinigungen durch ihre mithäftlinge oder so ergehen lassen.
und ich glaub, wenn man wirklich 20 jahre in der todeszelle sitzt, ist es einem irgendwann egal, dass man dort auf die spritze wartet... und lässt man sie leben bis ans ende ihrer tage in ihrer zelle, leben sie auf kosten des kleinen mannes. sowas find ich dann auch zum kotzen.
solche leute - die es wirklich verdient haben - sollten rest ihres lebens in den steinbruch kommen. morgens nen salzhering, abends nen glas wasser - und den ganzen tag in sengender hitze ackern. :mad:
DavidDie Gefahr bei einem Inhafierten, sagen wir einmal Mörder, ist ja, dass er ausbricht, aus verzwickten Rechts gründen entlasen wird (...). Und dann kann er wieder Leutchen meucheln, wenn er es so will.
Will man also die Verurteilten bestrafen oder die Gefahr aus dem Weg schaffen?
Denn der Tod ist sicherlich keine Art, wie man Jemanden bestrafen kann.
SintraIch sehe die Todesstrafe allerdings auch nicht als eine Bestrafung, eher als eine Erlösung... wie sollen die Verbrecher begreifen was sie getan haben wenn sie keine Angst davor haben, nicht zu wissen was sie in den nächsten Jahren im Gefängnis erwartet, wie sie den Tag verbringen sollen. Weil sie so langsam in den Wahnsinn verfallen, weil der Gefängnis alttag zermürbend ist.

Dann ist die Todesstrafe wirklich eher eine Erlösung, so können sie sich aus der eigentlichen Strafe entziehen. Obwohl sie es verdient hätten.

Ethisch gesehen wäre es auch nicht gerechtfertig den Verbrechern das anzutun was sie ihren Opfern angetan haben, trotzdem wäre ich in manchen Fällen dafür. Ein Vergewaltiger der Vergewaltigt wird... oder so was.
ange gardienOb die Todesstrafe eine Erlösung ist oder nicht hängt wohl vom Verurteilten selbst ab. Manche haben panische Angst vor dem Tod, anderen ist es egal ob sie leben oder nicht, oder sie sehnen den Tod sogar herbei.

Gründsätzlich denke ich auch das lebenslänglich Knast ( wirklich lebenslänglich ) eine schlimmere Strafe ist.
Todesstrafe hat für mich etwas mit Rache zu tun, wobei ich Rache in diesem Fall als legitim ansehe.
Wenn mir jemand einen Menschen nimmt den ich über alles liebe (durch ein Verbrechen, nicht durch eine Unfall ), dann will ich den Täter tot sehen. Das bringt mir den geliebten Menschen zwar nicht zurück, aber es würde mir ein wenig helfen meinen inneren Frieden zu finden.
Deshalb finde ich auch das bei einem verurteilten Täter die Angehörigen des Opfers, und kein Gericht entscheiden sollten ob Tod oder Gefängnis. Schließlich wurde deren Leben genauso zerstört.
Die Praxis in den USA, mit diesen langen Wartezeiten, finde ich nicht gut, wobei die Todesstrafe dort für mich durch und durch rassistisch ist. Arm + farbig = Todesstrafe, reich + weiss = Knast. Kommt da drüben wohl sehr oft vor.
Unser Rechtssystem ( Freigang für Triebtäter, lächerlich geringe Strafen für Kinderschänder und Vergewaltiger ) finde ich aber mindestens genauso schlimm.
White_FangDie Todesstrafe ist eine Strafe, einfach deshalb weil sie als Reaktion der Justiz auf ein bewiesenes Verprechen erfolgt.

Allgemein ist die Todesstrafe primitv, und auf Rache begründe, und so etwas wie "legitime Rache" halte ich ja für einen schlechten Witz.
daimosAn alle, die die Todesstrafe als Erlösung sehen:

Nur weil ihr einen auf melancholisch machen wollt, müsst ihr nicht solche menschenverachtenden Aussagen hier tätigen! Wie krank muss man sein, um in einem organisierten, von Staat und Justiz abgesegneten Mord, einer Hinrichtung (!), eine "Erlösung" zu sehen?

Entweder ihr seid noch mächtig in oder vor der Pubertät, dann wünsch ich noch ein frohes Erwachsenwerden, oder ihr seid schon reif, was man angesichts solcher Gedanken allerdings auch nicht glauben kann.

Mir geht das nicht in den Kopf wie man so beschränkt sein kann!
Habt ihr ein Mal an die Angehörigen gedacht, die die Gefangenen vielleicht noch sehen möchten? Frauen, Männer, Söhne, Töchter?
Habt ihr ein Mal an die mögliche Unschuld gedacht, die nach einer Hinrichtung zwecklos ist? Wen will man diese schwere Schuld eines Fehlurteils, eine "falschen Mords" auflasten?

Das Leben ist doch das höchste Gut in unserer Welt und ich halte diese Hinrichtungen, diese geplanten Morde des Staates für Relikte aus dem tiefsten Mittelalter. Fühlen sich die Befürworter in dieser Zeit etwa richtig aufgehoben?
ange gardienWenn jemand genau weiss das er den Rest seines Lebens in Haft verbringt, das können je nach Alter ja noch viele Jahrzehnte sein, kann der Tod durchaus als Erlösung erscheinen. Wie ich schon schrieb hängt das von der jeweiligen Einstellung des Menschen ab.
Die Todesstrafe kann eine Möglichkeit sein sehr schlimme Verbrechen zu ahnden. Ob sie gerecht ist oder nicht, darüber lässt sich trefflich streiten. Vor allem die Gefahr das eventuell ein Unschuldiger hingerichtet wird ist sehr groß.
Aber Leute die sich unter gewissen Umständen für diese Form der Strafe aussprechen als vorpupertär und beschränkt zu bezeichnen zeugt doch von einer gewissen Unfähigkeit sich einmal in die Lage eines Verbrechensopfers und seiner Angehörigen zu versetzen. Und zeigt ein nicht unerhebliches Maß an kalter Arroganz auf.
White_FangKalte Arroganz tötet niemanden. Der Irrglaube, die Emotionalität von Opfern würde eine Hinrichtung rechtfertigen schon.
Ich finde es immer wieder erstaunlich wenn sich gerade Menschen die keine "Opfer" sind, im Namen der Opfer für eine Todesstrafe aussprechen. (Allgemein, nicht auf dich bezogen, angel)

Außerdem hat daimos, nicht behauptet jeder Befürworter der Todesstrafe wäre pupertär, sondern bereits im ersten Satz seines Posts, seine Adressaten bekannt geben.
Black RatIch bin grad dabei für meinen Berufschulunterricht einen sagen wir mal Vortrag (voraussichtliche Rededauer 1 Stunde) über die Todesstrafe zu erarbeiten. Gemeinsam mit einem Partner.

In den USA ist ja das Gesetz zur humanitären Hinrichtung durch die Giftspritze erlassen. In Deutschland ist die Todesstrafe abgeschafft, laut Art. 102 GG. In anderen Ländern werden Menschen öffentlich hingerichtet, z.B. durch Steinigung.
Auf todesstrafe.de kann man sich informieren, über Hinrichtungen der letzten Tage (mit Archiv), Geschichte, in welchen Ländern sie noch angewandt wird...

Persönlich bin ich erschrocken, darüber wie die Menschen sich herausnehmen Gott zu spielen. Dies tun wir durch alle Strafen, ganz besonders aber durch die Todesstrafe.Wie kann ein anderer Mensch über die "Erlösung" wie ihr es nanntet, eines anderen Menschen entscheiden? Damit tötet er ihn, entscheidet über sein Leben. Der, der hingerichtet werden soll begeht ja keinen Suizid, kann damit seinen Tod auch nicht als Erlösung ansehen (obwohl einige dies sicher auch tun).
Trotzdem, hierbei wird über seinen Kopf hinaus entschieden und zwar über sein höchstes Gut: sein Leben. Vielleicht hat dieser Verbrecher Lebensmut und hat seinen Fehler eingesehen. Auch wenn er es nicht einsieht oder vielleicht psychisch krank ist, hat niemand das Recht ihn umzubringen. Bitte bedenkt, was immer ein Mensch auch getan hat, er bleibt doch ein Mensch. Natürlich ist es eine Strafe, nämlich die unmöglichste von allen.

Welchen Menschen würdet ihr denn die Todesstrafe geben: Mördern (Aug um Aug..) oder Vergewiltigern vielleicht oder auch wie´s in anderen (meist sehr religiösen) Ländern der Fall ist: den Ehebrechern? Wenn nicht, was wär dann eine geeignetere Strafe für solche Leute?
ange gardien[QUOTE]Kalte Arroganz tötet niemanden. [/QUOTE]

Kalte Arroganz ist die Vorstufe der Gleichgültigkeit, des Wegsehens. Und das tötet mehr als alles andere auf der Welt...
White_FangAm meisten tötet wohl das Prinzip der Rache. Auge um Auge Zahn um Zahn, hat fast alle Verbrechen der Menschheit verursacht.
Und Kalte Arroganz, ist eben nur eine Vorstufe, während trivial Rache, das Endprodukt verquerer Moral ist.
kryadie todesstrafe ist meiner meinung nach keine strafe.
ganz einfach aus dem grund, weil man nicht daraus lernt. man ist naemlich tot. ja so irgendwie. und was ist mit denen, die es bevorzugen nicht auf dieser welt zu leben? ja lebenslaenglich ist ein scheiss hingegen. ich weiss nicht, ich bin gegen beides. wenn man "erloest" werden will, kann man immer noch selbst die sache in die hand nehmen :-)
DarayUm auf die Eröffnungsfrage zu antworten:

Ob der Tod eine Strafe ist, das hängt primär vom Betrachter ab.

Betrachter 1: Der Sträfling. Für ihn ist es dann eine Strafe, wenn er (so dumm das klingt) keine Lust hat zu sterben.

Betrachter 2: Die Strafenden (z.B. Angehörige der Opfer, Allgemeinheit, aber auch Staat). Für sie ist es dann eine Strafe, wenn sie das Gefühl haben, dem Sträfling ein Wiederholen seines "Verbrechens" zu erschweren.

Alleine von diesen verschiedenen Ansichten ist es abhängig, ob es eine Strafe ist oder nicht. Es ist also durchaus möglich, dass es für den Sträfling keine Strafe ist, die Strafenden aber befriedigt sind und umgekehrt.

Es ist eine Frage der Erfahrungswelt und daher kann man keine "richtige" Antwort zu dieser Frage formulieren.

Das vor mir noch niemand auf diese Tatsache hingewiesen hat, verwundert mich "in der Rubrik Platz der Philosophen" doch sehr...
SolPreto[QUOTE][i]Original geschrieben von Eskarina [/i]
[B]Ich bin der Meinung, daß es keine Strafe ist, sondern eine Erlösung, bzw. ein frühzeitiger Übergang in ein anderes, (vielleicht) besseres Leben.
Wie seht ihr das? [/B][/QUOTE]

Typisch für alle die Glauben ist, zu glauben, das die die nicht glauben, unrecht haben.

Stell dir folgendes vor:
Wenn du stirbst, machst du nicht die Augen zu, denn du siehst nichtmal mehr die Dunkelheit. Wenn du stirbst, bist du tot und es kommt nichts mehr. Garnichts. Und alles Potential, alles Leben das du noch gehabt haben könntest ist verschwendet, wie Saft den man den Ausguß runterschüttet.

Deine These ist genauso unwiederlegbar und unbeweisbar wie meine, aber wenn du auch nur die theoretische möglichkeit anerkennst, das ich recht habe... Der tod ist das Letzte. Wie kann man nur jemanden Töten?

Eine Fliege, die in einem Glas voller Cola gelandet ist, strampelt solange, bis sie tot ist (hab ich glaubich schonmal geschrieben) Wenn also jede Faser unseres Körpers nicht sterben will, sich an dieses Leben klammert, wieso denkt ihr dann alle das noch etwas kommt?

Sicher, eigentlich ist es keine Strafe. Denn wenn man Tot ist, wie soll man denn dann noch Strafe fühlen? Aber andererseits ist es auch die sinnloseste Strafe, weil man niewieder dazu kommen wird, zu bereuen. Denn man ist tot.
ApexYep Nix ein ähnlicher Gedanke kam mir hier auch schon. Warum machen wir den ganzen Scheiß mit den Menschenrechten eigendlich? Ein paar Steine auf den Typ oder ne Kugel in den Kopf und gut is. :rolleyes:

Vor allem dies hat mich doch schon etwas geschockt:

[QUOTE]Andererseits gehört menschliches Ungeziefer vernichtet, damit es keinen Schaden mehr anrichten kann[/QUOTE]

Das kenn ich doch irgendwoher...achja man hat ja schonmal ein Insektenvernichtungsmittel eingesetzt um menschliches Ungeziefer zu Vernichten. :mad:

Die Frage ob die Todesstrafe eine Erlösung ist halte ich im Grunde schon für Inhuman, denn diese Frage impliziert, dass das Leben eines Kriminellen eine "lebensunwertes" Leben ist (kennen wir auch oder?), dies aber kann allein der Straftäter für sich alleine entscheiden.
Insofern kann es auch keine richtige Antwort auf die Frage "Ist der Tod eine Erlösung?" geben , denn es gibt zu viele mögliche Antworten welche sich aufgrund unterschiedlichster Weltanschauungen ergeben.

Zur Todesstrafe gab es hier schon diverse Threats und meine Meinung dazu ahbe ich immer wieder abgegeben. Und ich werde es hier auch gerne wieder machen:

Kein Mensch hat das Recht, einem anderen Menschen das Leben zu nehmen.
Miau[QUOTE]Kein Mensch hat das Recht einem anderen das Leben zu nehmen[/QUOTE]

@Apex


Leider gibt es aber immer wieder schlimme Schlingel, die gegen Regel Nr. 1 verstoßen.
drainDie Todesstrafe sehe ich garnicht als Erlösung, sondern als inhumanste Bestrafung überhaupt, wenn man bedenkt was diese Menschen (denn das sind auch noch sie trotz ihres Verbrechens) für Ängste im Todestrakt ausstehen müssen ... während sie in ihrer Kammer alleine und hilflos auf den TagX warten, was ja einige Monate ... wenn nicht sogar Jahre andauern kann.

Der Tod ist vielleicht für einige Menschen ein Ausweg, weil sie ihn selbst gewählt haben ... aber diese verurteilten Menschen haben keine Entscheidungsgewalt darüber.

OK manchmal verspüre ich auch diesen Hass gegen Gewaltverbrecher, doch dann halte ich mir vor Augen, daß ich keinen Deut besser währe als sie ... wenn ich über ihr Leben richten würde.
Dr.Jackal[QUOTE][i]Original geschrieben von Urmel [/i]
[B]des kleinen mannes. sowas find ich dann auch zum kotzen.
solche leute - die es wirklich verdient haben - sollten rest ihres lebens in den steinbruch kommen. morgens nen salzhering, abends nen glas wasser - und den ganzen tag in sengender hitze ackern. :mad: [/B][/QUOTE]

Du magst die Totenkopf SS, was?

Oder um es anders zu sagen: was meinst du wie damals in der Zeit unter Adolf mit Leuten umgegangen wurde die es "verdient haben" (also weil sie zum Beispiel Demokraten oder Parasiten waren)? Genauso wurden doch die allermeisten KZ-Häftlinge ermordet, nicht durch die Gaskammer, sondern durch Hunger, Erschöpfung und Krankheiten.

Todesstrafe als solches ist sowohl aus prakischen Gründen (höhere Kosten, mehr Sicherheitsmassnahmen, Möglichkeit Unschuldige hinzurichten) als auch aus moralischen Gründen absolut auszuschliessen, egal für welches auch noch so grausame Verbrechen sie gedacht is.

Der Grundsatz unseres Strafsystemes ist eben [u]nicht[/u] den Täter zu bestrafen, sondern in zu resozialisieren.
Yoshi87der tod ist nur eine erläsung und in der hinsicht keine strafe.. ausser der tod würde durch schmerzhafte methoden erfolgen.. wie rädern oder vierteilen
Apex@Jackal

Volle Zustimmung!

@Miau

jeder Mensch aht aber auch das Recht zu leben, egal was er getan hat. Nur weil jemand die regeln bricht gibt das der Gesellschaft kein Recht dies auch zu tun, indem sie diesem Menschen Gewalt antut.
MiauDr. Jackal
[QUOTE]Der Grundsatz unseres Rechtssystems ..........ist den Täter zu sozialisieren.[/QUOTE]
Genau das ist der verhängnisvolle Irrtum - ich denke nur an die vielen Kindermörder und Serienvergewaltiger, denen immer wieder ein Persilschein ausgestellt wurde, damit sie anschließend wieder ihrem Hobby nachgehen durften.

In einem anständigen Rechtssystem würde der Schutz der Gesellschaft oben an stehen und nicht die sogenannte Resozialisierung.

@Apex
Es wäre angenehm, wenn nicht ständig bei allen möglichen Fragen das 3. Reich bemüht würde.
Manchmal wundert es mich fast, daß wir noch sagen dürfen, daß 2x2 = 4 ist, denn Hitler dürfte seine Panzer nach derselben Methode gezählt haben.

[COLOR=firebrick]MIAU ![/COLOR]
ApexIch kann auch gerne Kambodscha, Türkei, Weißrussland etc. anführen. Aber das 3. Reich war halt DAS System welches die Todesstrafe perfektioniert und ziemlich inflationär gebraucht hat. Und Entschuldigung aber ein Vergleich von Menschen mit Insekten die es gilt zu vernichten schreit geradezu nach einem solchen Vergleich.

Im übrigen durfte ich mich letztens mit ein paar Aufsehern unterhalten die in einer Anstalt für Straftäter (Drogenabhängige, Triebtäter etc.) arbeiten. diese sagen das die Triebtäter eigendlich so gut wie nie entlassen werden, bzw. es in den letzten 10 Jahren nur 3 gab welche als erfolgreich therapiert entlassen werden konnten (lange nach der Verbüßung der Haftstrafe) diese sind seitdem auch nicht wieder auffällig geworden. Geflüchtet ist in den letzten 20 Jahren nur einer, dieser wurde nach ein paar Stunden gestellt.

Ein anständiges Rechtssystem versucht seine Bürger zu schützen ja, aber das schafft man nicht durch wegsperren und verdrängen von gesellschaftlichen Problemen.
Dr.JackalSchön wenn Leute von Dingen reden, von dennen sie keine Ahnung haben... natürlich wird so ein Täter auf eine Andere Art und Weise behandelt, als ein Einbrecher oder sogar ein Mörder. Jemand der seine Taten deswegen begeht, weil er krank ist, der wird auch in Deutschland nicht einfach freigelasen, das ist genau so ein moderner Mythos, wie dass Lebenslänglich 15 Jahre bedeutet. Jemand Krankes wird im Grundsatz behandelt, manchmal kann es etwas bringen, manchmal nicht. Dort wo eine Therapie wohl niemals erfolgreich sein kann, da wird derjenige wohl bis an sein Lebensende hinter Mauern eingeschlossen bleben. Aber nicht aus Strafe, sondern weil man das Beste für ihn und die Gesellschaft tun will. Ich finde den Gedancken, dass man Menschen immer als Menschen sehen muss und nicht als Tiere oder Monster, sehr, sehr wichtig.
So ein populistisches Gerede von "Täterschutz geht in Deutschland vor Opferschuz" entbehrt einfach jeglicher Grundlage. Natürlich gibt es Fälle in denenn Fehler gemacht werden und die nicht sonderlich rühmlich für unser Rechtssystem sind, welch ein Narr wäre ich wenn ich dieses bestreiten würde. Aber Fehler könenn IMMER passieren, genauso wie durch zu viel Milde weitere Menschen zu Schaden kommen können, so kann durch viel Härte auch eine Viehlzahl an Unschuldigen zu Schaden kommen.
So blebt für mich nur die Wahl nach einem möglichst gutem Ausgleich, der [u]nicht[/U] die Grundlagen unserer Verfassung, nämlich die Menschenrechte, verletzt und konterkariert. Ich habe den Glauben, dass grade der Staat mit gutem Beispiel vorrangehen muss und nicht das Menschliche Leben herabwürdigen darf. Wenn sich soetwas ersteinmal in die Köpfe der Menschen eingearbeitet hat, dan wird es mehr Gewalt mit Todesfolge in Deutschland geben, als je zuvor, nicht trotz, sondern wegen der Todesstrafe.

[i]Es gibt Grenzen die man niemals überschreiten sollte.[/i]

Edit: Mist Apex war fixer -,-
Miau@Dr. J.
Dein letzter Satz ist eine reine apodiktische Behauptung.
Dürften wir mal um den Nachweis bitten?

[COLOR=firebrick]MIAU ![/COLOR]
Dr.JackalSiehe USA, da kann man sehen, was passiert wenn das menschliche Leben mit offiziellem Segen auslöschbar ist.
Sobald man aufhört das Menschliche Leben als unantastbar anzusehen, hat man eine Grenze überschritten, die man nicht überschreiten darf.
Pluna_X[QUOTE][i]Original geschrieben von Eskarina [/i]
[B]Ich habe im Fernsehen gerade einen Beitrag über die Todesstrafer gesehen.
Ich bin der Meinung, daß es keine Strafe ist, sondern eine Erlösung, bzw. ein frühzeitiger Übergang in ein anderes, (vielleicht) besseres Leben.
Wie seht ihr das? [/B][/QUOTE]

Der To ist wohl mer eine Erlösung alös Strafe.
Man bedenke bei wehm die Todesstrafe ausgesprochen wird... solche menchen sollten Leiden spüren was sie ihren opfern angetan ham mit der Todesstrafe kommt er zu gut davon und die Quallen fahlen in hinsicht der Tat echt zu milde aus....
Naja da sieht man mal wieder das die meisen Rechtssytem zu harmlos sind...
Miau@PLUNA X

Verzeih', daß ich beim Lesen Deines Beitrages etwas schmunzeln mußte...

Wir wollen nicht Grausamkeit um Grausamkeit vergelten, das macht die Welt nur schlechter.

Aber ich würde es begrüßen, wenn absolut asoziale Elemente aus Gründen des Gesellschaftsschutzes für immer ausgeschlossen würden; so würde ich beispielsweise sogenannte "Menschen", die andere vor U-Bahnen stoßen, als ein dermaßen hohes Risiko für die Gemeinschaft ansehen, daß sie nie wieder auf freien Fuß kommen dürften.
Und ich würde es durchaus als adäquat ansehen, wenn man sie im Gefängnis nicht gerade mit Wohltaten verwöhnt.

[COLOR=firebrick]MIAU ![/COLOR]
ArataryaDie Todesstrafe. Sie wird von Richtern und Geschworenen verhängt. Und viele sehen sie als gerecht an.
Ich finde es wirklich widerwärtig. Für mich sind diese Leute keinen Dolt besser als die Verbrecher, die wegen eines Tötungsdeliktes verurteilt wurden.
Ich finde, dass alle "Menschen" die töten die gleichen Ungeheuer sind. Die Beweggründe sidn egal, es zählt nur der Augenblick.
Pluna_XLebenslang in Knast? weiste wie gut es einen da geht, na gut man ist nicht wirklich frei aber wer is das schon....
Die haben Ihre warme Mahlzeit, Kontakt nach ausen, TV,...
Durch den Tod werden solche Misbildungen der Gesselschaft in meinen augen nicht bestraft sie ham es hintersich darüber nachzudenken, denn hinterbliebenen in die augen zu schauen,... Sie haben auch nicht in geringster weise die Schmerzen die die Opfer(oder Angehörige) haben/hatten...

Harte Strafarbeit, Einzelhaft(und garkein Kontakt zu andren) oder keine Vergünstigungen(Wie TV, Zeitschriften/Bücher,...) sowas solte ansatz von Strafen für Vergewaltiger, Kindrschänder, (Massen)Mörder,... sein.


Mal zum Thema Strafe....

Diese Woche kahm be Anatomie folgender fall:
Ein frau kam zur Polizei und hat denn Dorfarzt der Vergewaltigung bezichtigt...
An ende is raugekommen er wars...
Und das nicht nur bei ihr das noch bei sener frau und bei seiner 13 Jährigen tochter und ein paar weiteren Frauen... Um sie willig zu machen hat er sie Unter Drogen gesetzt...
Anklage war an ende nun Mehrfacher Vergewaltigung, Mißbrauch von Artzneimitteln(Betäubungsmitteln), falch Aussage unter Eid und Verschleirung(hat seine Blutproben gefällcht die ihn wegen DNA test genommen wurden).

Was bekam er?
6 Jahre ohne Bewährung(2005 wieder raus)...

Er hat noch sein Arztposten, darf in großen Krankenhäusern auch schwere Medikamente verteilen(durch eine bescheiniung) und das halbe Dorf wird auch weiterhin zu ihn gehen...
White_Fang[QUOTE][i]Original geschrieben von Miau [/i]
Aber ich würde es begrüßen, wenn absolut asoziale Elemente aus Gründen des Gesellschaftsschutzes für immer ausgeschlossen würden.[/QUOTE]

Und ich würde es begrüßen, wenn die Gründe die zur Entstehung von asozialen Elementen in der Gesellschaft beitragen eleminiert werden. Gesellschaftsbedingte Phänomene wie Kriminalität sollte auch innerhalb einer Gesellschaft bekämpft werden, und Resozialisierung ist dafür ein effektives Mittel.
Black RatApplaus für White_Fang! (Also meine Zustimmung haste)

@Miau:
Was siehst du denn als asozial an? Diese sache liegt im Auge des Betrachters. Was wäre, wenn man bsw. unsere Lebenseinstellung und unsere Art zu leben (auf eine Definition will ich jetzt nicht hinaus, aber wenn wir schon alle hier auf dem Board gelandet sind, muss uns ja doch was verbinden) als asozial ansehen würde? Dann hätten wir wohl auch den Tod verdient, weil wir ja so schlimme und asoziale Menschen sind. Mit deinen Worten hast du andere Menschen wirklich herabgewürdigt. Deine Würde ist nicht mehr Wert, wie die eines anderen.

@Pluna_X:
Ins Gefängnis kann man heute so schnell kommen und es passiert auch noch das ein Unschuldiger dort hinein gelangt. Für den ist es bestimmt toll in völliger Abgeschiedenheit vegetierenzu müssen, obwohl er nischt getan hat. Wie sollen denn Straftäter erkennen, dass sie etwas falsch gemacht haben, wenn man ihnen nicht den Spiegel vor die Nase hält.

Was sich allerdings in unserem Staate verbessern könnte, ist die Betreuung der Opfer und der Angehörigen. Das ist so´n Ding, dass ich mir wünschen würde.
Pluna_XAlso Lieber keinen in den Knast stecken oder einfach dennen die in Knast sind weiter ihren luxus lassen...

Ich bin der Ansicht wenn die Strafen härter wären würde es auch mehr abschrecken...
White_Fang@Pluna_X

Erstens, geht es hier nicht um die Alternative: Entweder alle Umbringen oder alle frei lassen
Zweitens, schrecken Strafen so gut wie nie ab, denn entweder geschehen Taten im Affekt heraus, und da sind Rationale Überlegungen ohnehin nicht vorhanden, oder der Täter plant seine Tat, dann geht es selbstverständlich davon aus, nicht gefasst zu werden, denn ansonsten würde er die Tat ja nicht begehen.
Amaterasu[QUOTE]Auch in Deutschland sollte man zur Todesstrafe zurückkehren und sich so dieser Unmenschen entledigen[/QUOTE]

Na das sind aber harte Worte ô_ô!
Ich würde das Wort "Unmensch" nicht so leicht in den Mund nehmen. Für mich gibt es keine Unmenschen, selbst die schrecklichsten Verbrecher, Mörder, Vergewaltiger, Psychopathen sind Menschen, mit allen Rechten die ein Mensch besitzt. Diese Menschen sind ja nicht ohne Grund so "böse" oder "schlecht" wie sie sind. Sie sind krank, wurden selbst misshandelt und/oder haben die fürchterlichsten Dinge gesehen. Natürlich ist das nicht unbedingt eine Entschuldigung für die Taten aber kann man sie deswegen einfach umbringen? Beiseiteschaffen wie Abfall? Immerhin ist das unser Abfall, von der Gesellschaft geschaffen, zur Gesellschaft dazugehörend. Wenn wir uns alle "unbequemen" Menschen vom Hals schaffen in dem wir sie umbringen (wie Schlachtfieh) dann denke ich ist die Grenze zu weiteren Morden im Namen der Menschheit sehr dünn.
Ich denke auch das wir einen Serienmörder nach 15 Jahren Gefängnis nicht einfach wieder auf freien Fuß setzen können aber umbringen wäre zu einfach. Der Mensch hat immer die Neigung sich seiner Probleme auf möglichst schnelle und unkomplizierte Art zu entledigen aber das würde in diesem Fall bedeuten das wir alle zu Mördern werden.
Apex[QUOTE]Gewisse Menschen haben ihr Recht auf Leben verspielt und sind in dieser Gesellschaft nicht mehr erwünscht.[/QUOTE]

ich persönlich bin ja der Meinung das man sein Recht zu leben nicht verwirken kann, da man als Mensch immer durch seine Grundrechte geschützt wird (zumindest in Deutschland), welche nicht verwirkt werden können.

[QUOTE]Es wäre doch ein Unding, wenn jemand erst fünf Kinder tötet, dann ein paar Jahre ins Gefängnis und anschließend in die Psychatrie kommt.[/QUOTE]

Dies halte ich für genau die richtige Vorgehensweise, ich weiß gar net was daran so empörend sein soll.

[QUOTE]So einer muss einen fairen Prozess bekommen und anschließend aufgehängt werden.[/QUOTE]

Ähm LOL?

Ansonsten stimme ich Amaterasu zu, die Gesellschaft hat kein Recht jemanden zu ermorden und sich damit vor ihrer Verantwortung zu drücken.
Telecaster@White Fang
Eine Gruppe von Straftätern hast Du aber (absichtlich) vergessen:

Diejenigen, die niemals straffällig werden, weil sie Angst vor Strafe haben.

Nicht alle sind so bar jeden Unrechtsbewußtseins, wie der Typ der mich seinerzeit mit vorgehaltener Pistole überfiel. Als ihn die Polizei einen halben Tag später hatte und mir zwecks Identifizierung vorführte (es war Freitagnachmittag), da rief er quer durch den Flur des Polizeigebäudes:
"Ich brauche aber meinen Bundeswehrausweis zurück, da ich am Montag wieder in die Kaserne muß."
Alles lachte, mir lief ein Schauder über den Rücken, bar jeden Unrechtsbewußtseins, eine unzivilisierte Bestie.
Bei der Gerichtsverhandlung fünf Monate später saß in der hintersten Zuschauerreihe weinend seine hochschwangere Freundin.
Woraus man ersehen kann, daß auch die einfachsten Figuren zum Bummsen nie zu dumm sind.
White_Fang[QUOTE][i]Original geschrieben von Telecaster [/i]
[B]@White Fang

Eine Gruppe von Straftätern hast Du aber (absichtlich) vergessen:

Diejenigen, die niemals straffällig werden, weil sie Angst vor Strafe haben.
[/QUOTE]

Zuerst einmal, sind Menschen die keine Straftaten begangen haben auch keine Straftäter. Dann ist es überhaupt nicht klar, ob es solche Menschen überhaupt gibt, denn letzten Endes kann man nicht sagen, weshalb ein Mensch etwas nicht tut.
Aber allgemein, schrecken Strafen möglicherweise, aber sie schrecken nicht ab. Die Todesstrafe ist im Bereich der Kaptialverbrechen zuzuordnen, und Menschen die eine derartige Qualität an Straftaten verüben, haben wohl eine asoziale Persönlichkeitsstruktur. (Nebst in den meisten fällen, geistige Defekte) Wenn also, das einzige was einem Menschen vom begehen von Kaptialverbrechen abhält die Angst vor der Strafe ist, wird er sich Gelegenheiten suchen, oder sie früher oder später zufällig finden, in denen er meint, der Strafverfolgung entgehen zu können. Und letzten Endes, ist es keine Lösung, durch Angst Menschen zu einem sozialen Verhalten zu zwingen, sonder wichtig sollte es sein, die angeboren moralischen Schranken von Menschen zu kultivieren.
Telecaster@White Fang

Natürlich sind Kurzhaarige keine Langhaarigen , die sich nur die Haare abgeschnitten haben, meine Sentenz war spaßig gemeint.
Aber wenn Du schreibst, daß wir die "angeborenen moralischen Schranken der Menschen kultivieren" sollten, so begibst Du Dich aufs Feld der Ideologie, d.h. Du wilslt den Menschen nach der Idee formen und nicht umgekehrt.
Hattest Du jemals mit kleinen , richtig kleinen Kindern zu tun?
Die haben keine angeborenen moralischen Schranken, die sind wie Wilde, die kultiviert werden müssen.
Lies mal "Der Herr der Fliegen", da gibt es an[COLOR=darkblue]erzogene[/COLOR] Schranken, die erstaunlich schnell fallen.
AmaterasuSchön das mir nach einer Stunde auffällt das mein Beitrag von vorhin ziemlich am Thema vorbei geht <_<*
Nja, um dann nochmal meine Meinung kundzutun hier jetzt passend zum Threadthema^^:
Ich bin mir nicht sicher ob man den Tod als Strafe sehen kann. Vielleicht für Menschen die sehr an ihrem Leben hängen aber was für ein Leben hat ein Mensch noch der soviel schreckliches getan hat? Vielleicht ist der Tod daher eher eine Erlösung von den Qualen des Lebens (und besonders der Gefängnishaft). Was ich aber eindeutig als Strafe sehen würde, ist das ewig lange Warten auf den Tod. Am Beispiel der USA sieht man ja, dass die Häftlinge teilweise über Jahrzehnte hinweg auf die Erfüllung der verhängten Strafe warten müssen. Das kann zur ungeheuren psychischen Belastung werden.
Der Tod ist (meiner Meinung nach) eher die Erlösung aus der Enge der Gefangenschaft.
decay73Seit wann ist denn die Todesstrafe billiger?

Jedenfalls, wenn man möglichst Irrtümer vermeiden will...
Apex[QUOTE]Warum soll ich nicht das Leben eines Mörders vernichten, um Millionen andere zu verbessern?![/QUOTE]

Weil niemand das Recht dazu hat jemand anderem sein Leben zu nehmen?
Amaterasu[QUOTE]Es kostet Unmengen Geld, solche Leute 15 Jahre einzusperren und anschließend Resozialisierungsversuche zu starten[/QUOTE]

Also bringen wir sie um weil sie uns auf Dauer zu teuer sind?
<_< Nunja, wenn man es so sieht... dann müsste man nur bedenken das wir mehr Arbeitslose als Gewaltverbrecher haben die uns doppelt bis dreifach soviel kosten ... da eröffnen sich ganz neue Wege zur Senkung der Arbeitslosenquote *lach*
Entschuldigung aber irgendwie finde ich diesen Einwand ziemlich ... albern^^*. Der Staat könnte viel mehr Geld an anderer Stelle sparen...
Aber wenn man es mal vom Kostenpunkt sieht, würde man das deutsche Volk auffordern jeder 25 Euro zu zahlen damit ein medienbekannter Sexualverbrecher hingerichtet werden kann, ich bin mir sicher das die Beteiligungsrate enorm wäre. Würde man allerdings einen Aufruf starten 25 Euro für die Operation von blinden Kindern in Afrika zu zahlen, die Beteiligungsrate wäre umso niedriger...
ApexDas Grundgesetz lässt dies aber nicht zu. Auch in Notwehr darf man eine hilflose Person nicht töten und die Todesstrafe als "Notwehr" zu deklarieren halte ich persönlich für mehr als geschmacklos.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von AeOn [/i]
[B]Ein Strick ist billiger, als einen Jahrzehnte lang durchzufüttern.
[/B][/QUOTE]

Das ist natürlich logisch, aber wenn du das, was ich geschrieben habe, vollständig gelesen hättest, wäre dir vielleicht aufgefallen, daß es so einfach nunmal nicht ist.
In den USA pranktiziert man die Todesstrafe, und die ist auch dort verdammt teuer, aufwenig und immer wieder sterben auch dort unschuldige. Das kann ja wohl nicht Sinn der Todesstrafe sein.


Ich halte diese Art derr Strafe weder (zumindest in allen Fällen) für eine gerechte Strafe, noch steht sie einer humanen, zivilisierten Gesellschaft gut zu Gesicht.
Denn im wesentlichen ist es nichts anderes als staatlich organisierte Gruppenrache. Und oft genug nicht einmal die Rache der betroffenen Angehörigen (sie stehen dem ganzen oft genug skeptisch gegenüber und werden oft nach der Liquidierung des Verbrechers zu Todesstrafen-Gegnern), sondern von einem unbeteiligten Mob, der meint, er wüßte genau was zu tun ist, um den Angehörigen zu "helfen" und ihnen Genugtuung zu verschaffen. Nur interessanter Weise funktioniert das nicht wirklich.
(Selbst das alttestamentarische "Auge um Auge, Zahn um Zahn" kann nicht so gedeutet werden, jemanden umzubrigen).

Wenn wir eine Gesellschaft wollen, in der es vielleicht irgendwann einmal besser wird, die Menschen nicht nur ihren Rachegelüsten und anderen niederen Instikten folgen, dann ist die Todesstrafe wohl der falscheste Weg, von dessen Inhumanität v.a. aufgrund unschuldig Verurteilter ganz zu schweigen.


[i]decay[/i]
MenedemosEigentlich ist das ein richtiges Kaiser-Thema...
Amaterasu[QUOTE]@ Amaterasu: Es geht mir um Mörder, also um Leute, die selbst getötet haben.[/QUOTE]

Ist mir schon klar^^. Finde nur, dass die Kostenfrag in der Entscheidung um eine Menschenleben nichts zu suchen haben sollten. Egal um welches Menschenleben es sich handelt.
TelecasterSchon interessant zu sehen, wie viele verschiedene Aspekte dieses Thema abwirft.
Das Rechtssystem der späteren Bundesrepublik Deutschland beginnt übrigens mit einem seltsamen Auftakt:
nicht nur bei den Nürnberger Prozessen wurden 1946, also immerhin ein Jahr nach Kriegsende, Todesurteile ausgesprochen und vollstreckt, es ging noch jahrelang so weiter (Landshut), von der Justiz der DDR ganz zu schweigen.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von AeOn [/i]
[B]Eine bessere Gesellschaft liegt nicht in der Natur der Masse, denn dafür wäre verzichten von Nöten. Die Todesstrafe würde die extremen Fälle der schlechten Gesellschaft eliminieren, ob sie zu einer besseren Gesellschaft beiträgt, will ich nicht behaupten, aber zu einer sichereren allemal. Und gerechter könnte man sie auch machen, sofern das gesparte Geld sinnvoll eingesetzt würde. Ich weiß, dass das brutal klingt.
[/B][/QUOTE]

Wenn eine bessere Gesellschaft nicht in der Natur der Masse liegt frage ich mich aber, warum wir nicht immer noch ähnlich wie im Mittelalter leben. Irgendwie hat es die Masse anscheinend schon geschafft, etwass besseres hinzubekommen, und nicht nur auf technischem Gebiet.

Und ob die Gesellschaft dann sicherer wäre, wage ich mal zu bezweifeln. Es ist noch nie der Nachweis erbracht worden, daß es durch Einführung der Todesstrafe weniger schwere Verbrechen gibt. Eher das Gegenteil ist der Fall, was vielleicht in einer allgemeinen Verrohung der Sitten liegt, wenn der Staat anfängt, zu morden.

Und Geld spielt hier keine wirkliche Rolle. Es ist schlicht eine Frage des Willens, ob man z.B. unterentwickelten Staaten wirklich hilft, oder ob man sie weiter mit Hilfe der Weltbank etc. ausnimmt.
Das eine hat mit dem anderen jedenfalls nun wirklich nichts zu tun...


[i]decay[/i]
Telecaster@decay
Was war denn am Mittelalter auszusetzen?
Es war eine relativ ruhige Zeit, die Menschen wußten, wo ihr Platz im Leben war, für alles Notwendige war gesorgt. Die einzige große Bedrohung stellten die Pestepidemien dar.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von AeOn [/i]
[B]Sicherer wäre sie. Beispiel: Vor einigen Jahren ist doch mal ein Mörder ausgebrochen (ich weiß nicht mehr, wie es genau war), hat auf der Flucht noch einige Menschen getötet und wurde dann in einem Haus von der Polizei gestellt. Wäre er hingerichtet worden, hätten diese Menschen nicht sterben müssen. Das nur als Beispiel, warum es sicherer wäre.[/b][/quote]
Das sage mal (wenn du es noch konntest) den unschuldig hingerichteten.
Laut dem "Death Penalty Information Center" seit 1973 waren es 116 Menschen.
Natürlich muß man dafür sogen, daß solche Verbrecherr nicht ausbrechen können, aber in Zeiten modernster Überwachungstechniken dürfte das weder schwer noch teuer sein.

[b][quote]Der Wille wird in diesem Fall vom Geld bestimmt. "Man würde ja helfen, aber das kostet doch so viel und der Staat ist eh schon so hoch verschuldet." [/B][/QUOTE]
Und wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Alles immer ausschließlich am Geld festzumachen, halte ich für eine der widerwärtigsten Erscheinungen der heutigen Gesellschaft.


[i]decay[/i]
ApexIm übrigen würde ich mich mal für eine Statistik über Gefängnisausbrüche von Schwerstkriminellen so in den letzten 10 Jahren interessieren, würde mich doch sehr überraschen wenn das mehr als n halbes Dutzend wären. Hmm muß ich mal suchen sowas gibts bestimmt...
TelecasterMan könnte das Threadle ja auch mal umformulieren:

"Für wie viele unter uns ist die Lebensstrafe zu ertragen" oder so ähnlich.

Leute , seht alles locker, es gibt bestimmt viel mehr Menschen, denen das Leben eine arge Bürde ist und die richtig froh wären, wenn man ihnen die vielen Entscheidungen im Kampf ums Dasein in einer Anstalt abnehmen würde.

Todesstrafe ja, nein, ist doch wurscht, die Erde dreht sich weiter, in Rußland gibt es sie, in den USA auch, bei uns und in Luxemburg nimmer.

Wen wird das in 100 Jahren kümmern?

Oder anders gefragt, was wird von uns auf die Nachwelt überkommen?

Was?
thassalaich bin nicht für die todesstrafe.
für mich ist lebenslänglich hinter gittern, ne total strenge verwahrung, schlimmer als einn schneller tod durch ne giftspritze. es ist schon billiger, aber schau an, wenn er lebenslänglich im knast hockt, dann sitzt der da und wartet auf seinen tod, das ist viel schlimmer (meiner meinung nach), als wenn man ne spritze bekommt. ausserdem meine die spritze, das dauert nur wenige min und man ist tot. es ist nicht mal ein schmerzhafter tod. diese leute haben einen viel schmerzhafteren tod verdient als ne lumpige giftspritze. ausserdem ist man in der verwahrung in seinen gedanken gefangen. man weiss, man sieht die aussenwelt nie mehr. weisst du was das fürn alptraum sein mag?! ich spreche hier nicht von verwahrung mit tv und solchem scheiss, ich spreche von hartem gefängnisalltag ohne tv, nur mit essen und leben hinter gittern, dann denkt man vielleicht nach, über das, was man getan hat. aber wenn man hingerichtet wird, ist man tot und man bereut die tat vielleicht nicht mal. siehe timothy mcveigh. der hat nichts bereut und war der attentäter von oklahoma... der hat ne bombe gelegt und viele getötet. und wurde hingerichtet und musste nicht mal grossartig drüber nachdenken, was er getan hat... für die angehörigen mag das vielleicht eine erleichterung sein, dass der täter tot ist, aber das macht ja das opfer auch nicht wieder lebendig bzw das verändert die tatsache ja auch nicht, dass das opfer vergewaltigt wurde. ich befürworte hier eine harte strafe....! wie gesagt, lebenslänglich unter harten bedingungen. vergewaltiger sollten kastriert werden. ist grausam, aber sie habens verdient, sie zerstören damit das leben eines menschen bzw die psyche und man ist lange in psychiatrien, etc.
ausserdem werden werden auch viele unschuldige hingerichtet. für mich hat nicht der mensch über leben und tod zu bestimmen, sondern eine höhere macht hat zu bestimmen, nicht wir menschen. ich denke, jeder wird einmal vor einem "gericht" stehen, wo er dann für seine taten oder "sünden" verantwortlich sein muss. ist meine ansicht.
ich bin kein vorbildskatholik. ich glaube einfach an eine höhere macht und die bestimmt.... und nicht der mensch, der das gefühl hat, hier auf erden gott zu spielen! nur weil der täter das gefühl hatte, gott zu spielen, muss doch die justiz nicht auch noch das gefühl haben, ja wir spielen jetzt auch gott, wir richten ihn hin? so nach dem motto: er hat leute umgebracht, vergewaltigt, was auch immer, jetzt soll er hingerichtet werden und ein problem weniger!'' toll.....

man sollte einfach ganz krass durchgreifen... aber nicht mit mord. doch was die justiz da tut, ist mord. genauso wie der täter gemordet hat...

ja ich weiss, meine meinung ist ziemlich hart.. aber ich stehe dazu.
thassala
Apex[QUOTE]in Rußland gibt es sie[/QUOTE]

Soweit ich weiß hat Russland die Todesstrafe, zumindest im zivilen Bereich, abgeschafft...wies im militärischen aussieht weiß ich nicht so genau.

[QUOTE]ich spreche von hartem gefängnisalltag ohne tv, nur mit essen und leben hinter gittern[/QUOTE]

In unserem Rechtsstaat hat jeder Mensch das Recht auf freie Information. Dies bedeutet, dass jeder Mensch zumindest das Recht auf ein Radio oder eine Tageszeitung hat, auch jemand der im Gefängnis sitzt. Immerhin hat ein Straftäter ja auch noch das Wahlrecht und um wählen zu können muß man sich informieren...
Fernsehen stellt meines Wissens häufig eine Hafterleichterung bei guter Führung dar...ansosnten gibt es nur den Gemeinschaftsfernseher...

[QUOTE]vergewaltiger sollten kastriert werden.[/QUOTE]

Kein Mensch (und der Staat erst Recht nicht) hat das Recht einem Menschen Gewalt anzutun. Wenn Kastration, dann nur auf eigenen Wunsch des Straftäters, wobei eine solche nicht viel bringen wird, denn Sex spielt sich in erster Linie im Kopf ab nicht da unten...
Telecaster@Apex

[QUOTE]Sex spielt sich im Kopf ab[/QUOTE]

Was für ein lieblicher Trost für die Vergewaltigten ! ! !

In welchem Paralleluniversum solche Ansichten auch immer daheim sein mögen, könnte man mir mal 'ne Ansichtskarte schicken?

:) :rolleyes: :o
decay73Nunja, ich habe wenig Lust mich endlos zu streiten. Denn wir werden hier wohl keinen gemeinsamen Nenner finden.
Du würdest sie lieber hinrichten, weil es keinen Cent kosten darf, ich halte das für einen zivilsierten Menschen nicht würdig.

Nur eines steht für mich noch im Raum: Bisher ist es noch nicht gelungen, die Anzahl schwerer Starftaten mittels der Todesstrafe zu verringern. Eher sind sie angestiegen.

[quote]Die besonders abschreckende Wirkung, die der Todesstrafe immer wieder zugeschrieben wird, ist selbst im 21. Jahrhundert ein Mythos. Nie wurde bewiesen, dass die mögliche Verhängung eines Todesurteils Menschen davon abhält, Straftaten zu begehen. Im Gegenteil - die Todesstrafe wirkt brutalisierend.
[i](Quelle: ai)[/i][/quote]

Das kann ja der Sinn irgendwie auch nicht sein...
Telecaster@Wem der Schuh paßt

Diese Behauptung, daß Strafen niemanden abschrecken, halte ich für das Seltsamste, was ich so bislang gelesen habe.
Natürlich stellt sich niemand der Polizei und sagt:
"Ich hätte heute nachmittag jemanden umgebracht oder eine Bank überfallen, aber die Aussicht auf Strafe hat mich davon abgehalten."
KnochentänzerinMeiner meinung nach ist die Todesstrafe keine wirkliche Strafe. Ich mein, der Täter is dann zwar weg und wird garantiert nicht wieder Straftätig aber (das klingt jetzt 'n bisschen krass) wenn er tot is, ist er tot. Was macht ihm das dann?? Gar nix, er is halt einfach tot...

Ich wär für lebenslängliche (und damit mein ich bis man eines natürlichen Todes stierbt) Gefängnisstrafen wenn man etwas wirklich schlimmes verbrochen hat.

Die paar Jahre die man für z.B. vergewaltigung bekommt...der kerl sitzt 10 Jahr, kommt raus und macht munter weiter...das is doch das letzte!
h3artl3ss[QUOTE][i]Original geschrieben von Telecaster [/i]
[B]Was für ein lieblicher Trost für die Vergewaltigten ! ! !

In welchem Paralleluniversum solche Ansichten auch immer daheim sein mögen, könnte man mir mal 'ne Ansichtskarte schicken?[/B][/QUOTE]

Nun, niemand wird abstreiten können, dass auch ein kastrierter Kinderschänder einem Kind auf sexueller Ebene sehr viel antun kann. Mal ganz platt formuliert: Nur, weil er sein männlichstes Stück nicht mehr benutzen kann, heißt das noch lange nicht, dass er unschädlich ist. Insofern muss eine Kastration in der Tat nichts bringen.


[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i]
[B]Du würdest sie lieber hinrichten, weil es keinen Cent kosten darf, ich halte das für einen zivilsierten Menschen nicht würdig.[/b][/quote]

Viele behaupten sogar, die Todesstrafe sei teurer als lebenslange Inhaftierung. Das halte ich persönlich sogar für sehr wahrscheinlich, weil Todesstrafprozesse sehr aufwendig und kostspielig sind (Gerichtsverfahren, Anwälte, Privatdetektive, DNA Tests, Berufungen, Geschworene etc.). Man vergesse nicht die Kosten für die Spritze...
Pluna_X[QUOTE][i]Original geschrieben von AeOn [/i]
[B]Halte ich für unwahrscheinlich. Auch wenn er zu lebenslanger Haft verurteilt wird, fallen die Kosten vor dem Strafantritt an, danach sogar noch weitere, denn der Täter muss durchgefüttert werden. [/B][/QUOTE]

Genau und die andren sachen, bis auf de spritze, fallen so oder so an...
crimson deathfalls ich lebenslänglich bekommen würde, würde ich mich auch lieber umbringen lassen (gegebenenfalls auch selber umbringen), bevor ich mein restliches leben in einer 15qm Zelle sitzt, die ich dann auch noch mit nem halben dutzend Ar...l... teilen muss. Außerdem kann ich mir auch nicht vorstellen, dass so kleinigkeiten (die aber ziemlich viel bedeuten), wie gutes Essen, sauberkeit, od. einfach ruhe dort in Massen vorhanden ist.
Man sollte sich mal vorstellen, wie das wäre mit (z.B.:) mitte 20 lebenslänglich zu bekommen. Da is das leben auch schon so gut wie vorbei ....


[QUOTE]Meiner meinung nach ist die Todesstrafe keine wirkliche Strafe. Ich mein, der Täter is dann zwar weg und wird garantiert nicht wieder Straftätig aber (das klingt jetzt 'n bisschen krass) wenn er tot is, ist er tot. Was macht ihm das dann?? Gar nix, er is halt einfach tot...[/QUOTE]

Stimmt, aber die Strafen sind sowieso meisten falsch. z.B.: bekommen haupsächlich mörder todesstrafen, aber was hat das Opfer davon, dass davon sowieso nichts mehr mitkriegt?? Vergewaltiger, od. menschen die andere verstümmeln, folter, versuchen jem. umzubringen usw., sind meistens nach ein paar jahren wieder frei und könnten danach einfach weiter machen, wie zuvor, aber ihr Opfer werden noch jahre danach, an den Folgen der Tat, leiden müssen. Wo is da die Gerechtigkeit??

Außerdem:
Habt ihr gewusst, dass im Mittelalter Diebe gehangt wurden, aber mörder (meistens) nur mit einer Geldstarfe davonkamen.
R@PHHallo,

Wenn man sich die Welt in unserer Zeit mal genauer ansieht würde ich sagen es ist eigentlich eine vorzeitige Erlösung dennoch, bin ich gegen die Todesstrafe da sie meiner meinung nach nicht wirklich menschengerecht ist.
Ausserdem kann man ja auch nicht sagen was nach dem Tod kommt, es kann besser oder schlechter sein!

mfg. Raph
sulucnumoHIch hab das jetzt nicht alles gelesen, gebe aber trotzdem mal meinen Senf dazu ;D.
Wenn die Todesstrafe eine Erlösung ist, dann vermutlich eine Erlösung für die Gesellschaft, von dem Verurteilten. Klingt das jetzt als sei ich ein Befürworter? Bin ich nicht. Ich denk bloß nicht, dass die Justiz mit der Todesstrafe bezweckt den Täter zu befreien, sondern eher die Welt von ihm zu erlösen. Einen anderen Zweck kann diese Strafe gar nicht haben. Ich glaube nicht (wie gewisse Pop"musikerinnen"), dass der Täter nach der Todesstrafe was dazu gelernt hat ^^* Wenn man jemanden umbringt, tut man das in den meisten Fällen um ihn loszuwerden. Irgendwie erinnert mich das an "Frankenstein", obwohl das natürlich was ganz anderes ist...Ich finde die Todesstrafe jedenfalls absolut unangemessen für eine Gesellschaft, die sich für modern und fortschrittlich hält. Ein großer gesellschaftlicher Widerspruch, wie so oft in den USA.(Huch..wieder mal von Thema abgewichen?)
nebeltaucherDie Todesstrafe ist meiner Ansicht nach nur ein Weg in eine andere Epoche für eine Seele. Es ist keine Strafe. (aber trotzdem primitiv) Strafe ist es lebenslänglich zu bekommen!
godess of fireDie Todesstrafe ( wie schon oft gesagt) ist keine Strafe!
Ich bin der Meinung, das ein Täter so bestraft werden muss wie er es dem anderen Menschen auch angetan hat.

ein vergewaltiger müsste man kastrieren.
ein mörder sollte jemanden verlieren, der ihm am wichtigsten ist.
da trifft man diese Menschen wo es ihnen am meisten weh tut. an den eigenen Gefühlen.
Black RatVielleicht sollte man sich über die Bedeutung einer Strafe an sich erst mal Gedanken machen. Zu was soll sie dienen:

- Vergeltung (ein Ausgleich für die begangene Tat)
oder
- Abschreckung (so das andere von der begehung selbiger Taten abgehalten werden)
oder
- als staatliche Strafe (sozusagen als Machtausdruck des Staates, symbolisch gesehen)

oder, oder, oder.

Weitere Interpretationen sind möglich.

Was möchte man nun mit der Exekution bewirken?

Ich finde es ist schon eine Strafe, wenn jemand durch eine andere Hand für seine Verbrechen getötet wird. Das ist ja auch wesentlich einfacher, als sich an eine Resozialisierung oder an eine Therapie des Täters heranzuwagen...
Wolfswelpe[url]http://www.bendecho.de/pics_details.php?cat=14&pic=10&seiten=2[/url]
Cerridwenmeiner meinung nach ist die todesstrafe die perverseste scheiße die sich je ein mensch ausgedacht hat.
wie kann sich der staat/ein mensch/was auch immmer das recht heraus nehmen über das leben anderer zu bestimmen???
:mad:

*pfui,pfui,pfui* kranke scheiße!!!
ThanaterosSpeziell, seit dem verhinderten Selbstmörder, der sich von nem Zug hat überfahren lassen wollen, die Todesstrafe angedroht wird, bin ich der Meinung, das die Todesstrafe nur dann eine echte Strafe ist, wenn zum Ende eine Begnadigung folgt.
Jeden Tag zu wissen, gleich kann jemand kommen, über 20 und mehr Jahre, dürfte schlimmer sein als der Tod selbst.
Wenn aber die Begnadigung sicher ist, macht die Todesstrafe ja keinen sinn mehr....
Tiia[QUOTE][i]Original geschrieben von Thanateros [/i]
[B]
Wenn aber die Begnadigung sicher ist, macht die Todesstrafe ja keinen sinn mehr.... [/B][/QUOTE]

genau das ist es... das leiden derer besteht ja wirklich in der tag täglichen ungewissheit was kommen mag und ob es noch ein morgen gibt.

der vorteil..wenn man es so nenne mag.. liegt aber darin das leute in der todeszelle weder recht bald auf freien fuß kommen noch großartig verhätschelt werden wie es in den meisten deutschen gefängnissen an der tagesordnung ist. in vielen ländern ist es bestimmt ne strafe auch nur einen tag im gefängnis zu hocken aber in deutschland nicht und wenn ich wüsste das der möder eines von mir geliebten menschen da auch noch alle möglichkeiten bekommt damit er es nachher nicht so schwer hat wieder zur gesellschaft zu hören...dann ist es mir doch lieber der staat entscheidet das dieser tag nichtmehr kommt.
Apex[QUOTE]dann ist es mir doch lieber der staat entscheidet das dieser tag nichtmehr kommt.[/QUOTE]

Mit welchem Recht sollte er dies tun?

Also mir ist es lieber wenn ein Straftäter nach seinem Vollzug sich wieder möglichst schnell in die Gesellschaft einfügen kann und so zu einem produktiven Mitglied derselben wird, anstatt gar keine andere Möglichkeit zu haben als wieder kriminell zu werden. Bei lebenslang Inhaftierten (Sicherheitsverwahrung, besondere Schwere der Schuld etc.) sollte ein Mensch trotzdem die möglichkeit bekommen zu arbeiten oder sich in irgendeiner Art und Weise künstlerisch zu betätigen, davon haben sowohl der Straftäter als auch die Gesellschaft einen Nutzen.
Tiia[QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i]
[B]Mit welchem Recht sollte er dies tun?

Also mir ist es lieber wenn ein Straftäter nach seinem Vollzug sich wieder möglichst schnell in die Gesellschaft einfügen kann und so zu einem produktiven Mitglied derselben wird, anstatt gar keine andere Möglichkeit zu haben als wieder kriminell zu werden. Bei lebenslang Inhaftierten (Sicherheitsverwahrung, besondere Schwere der Schuld etc.) sollte ein Mensch trotzdem die möglichkeit bekommen zu arbeiten oder sich in irgendeiner Art und Weise künstlerisch zu betätigen, davon haben sowohl der Straftäter als auch die Gesellschaft einen Nutzen. [/B][/QUOTE]

vom prinzip stimme ich dir zu... ich meinte auch keine "kleinkriminellen"!! das man bei denen sagt sie sollen bzw. können da arbeiten gehen find ich ok..klar..davon haben beide seiten was. aber wenn ich mir so manches kranke geschöpf in unseren anstalten anschaue..und weiß das sein leben u.a. mit meinen steuerabgaben finanziert wird.. bin ich dann doch nicht so begeistert und würde mich als hinterbliebener wahrscheinlich auch etwas verar**** vorkommen... wenn sich um soetwas mehr gekümmert wird als um die angehörigen. wiegesagt immer dieses "der arme konnte ja nichts dafür..der wurde als kind von den eltern geschlagen etc" das ist keine ausrede denn dann wäre die menschheit wohl schon längst ausgerottet.
Nepenthes alataIch hab net alles gelesen, nur Ausschnitte überflogen.

Ich bin Gegner der Todesstrafe. Das Justizsystem in den USA ist anders wie in Deutschland. Der Angeklagte wird nicht durch Richter verurteilt, die ja eigentlich unbefangen sein sollte. Nein, sie werden durch die Menschen verurteilt, die in der Jury sitzen. Und ich würde sagen, dass sie leichter beeinflussbar sind wie Richter (sollte zumindest so sein). Der Verurteilte wird ohne Begründung von der Jury verurteilt. Dadurch ist die Chance höher, dass ein des Mordes Angeklagter unschuldig verurteilt wird. Hier liegt das Problem der Todesstrafe - eine Gefängnisstrafe ist umkehrbar, eine Todesstrafe nicht. Es ist erwiesen, dass Angeklagte später für unschuldig befunden worden sind, diese jedoch schon über den Jordan gegangen sind (bitte fragt mich jetzt nicht nach Nachweisen - habe vor einigen Jahren nen Artikel darüber gelesen in einem durchaus seriösen Magazin).
Ich denke, die Todestrafe ist auch mehr ne Erlösung. Die Verurteilten warten ja teilweise jahrelang auf ihre Hinrichtung, was eine Erlösung das sein muss wenn es endlich soweit ist. Es ist meiner Meinung nach auch lachhaft, dass Vergewaltiger und ähnliche kranke Menschen zu Gefängnisstrafen verurteilt werden und lediglioch Mörder hingerichtet werden.
Die moralische Seite ist denke ich auch recht bedenklich. Ich würde sagen, dass wir Menschen nicht über Tod und Leben entscheiden dürfen sollten.
dudditsIch finde die Todesstrafe total unmoralisch, weil man sich aufs gleiche Niveau, wie der mörder setzt. Außerdem ist die lebenslange Strafe viel gerechter.
Dazu rate ich euch das Buch " The Green mile" von meinem Liblingsautor S.King zu lesen, obwohl die meisten von euch wahrscheinlich den Film schon 100 mal gesehen haben. Das Buch ist nämlich viel emotionaler.
Tiia[QUOTE][i]Original geschrieben von duddits [/i]
[B]...viel gerechter... [/B][/QUOTE]


in welchem zusammenhang??? das was sie im vorfeld getan haben war auch nicht unbedingt gerecht... und fair schonmal garnicht...
TrauerwesenIch nehme an, duddits meint, dass die Todesstrafe ihren Zweck nicht erfüllt, da sie ja keine sonderliche Qual mehr darstellt, wie es z.b. ein Gefängnisaufenthalt wäre.

Prinzipiell sehe ich das in etwa genauso, wobei das Leben lassen für mich wohl angenehmer wäre als den Rest des Lebens in einer kleinen Zelle zu verbringen.

Ein Kinderschänder o.ä. soll den Rest seines lebens in der Zelle sitzen und über seine Tat nachdenken!!!

Trotzdem finde ich die Todesstrafe unmoralisch, denn es werden mit zweierlei Mass gemessen. Man kann jemanden nichts unmoralisches antun, nur weil er es auch tat....
Gothicgirl21Ich bin gegen die todesstafe, da schlies ich mich vielen an. Derjenige wo zb. ein kind getötet hat, oder andere grausamme sachen gehört meiner meinung nach lebenslänglich in den knast. Und da kann er schmorren. Am besten jeden tag über die tat nachdenken... besser als wen er dan erlösst wird, auf die sanfte weise. Derjenige sollte besser noch ein langes elendiges leben führen und dan unter schmerzen sterben.
mefisto@Schatzgothicgirl21: Volle Zustimmung, man sollte vielleicht auch mal über Zwangsarbeit nachdenken ...
Apex[QUOTE]Volle Zustimmung, man sollte vielleicht auch mal über Zwangsarbeit nachdenken ...[/QUOTE]

Eine solche würde im krassen Gegensatz zum Grundgesetz stehen.
crimson death^ Stimmt zwar, allerdings sollte man das auch mal anders betrachten:
Soll den ein Kinderschänder, der (meistens eh nicht) sein restliches Leben (od. für ein paar Jahre) eingesperrt wird, für seine Verbrechen auch noch belohnt werden, in dem man ihn dort gratis - auf Kosten der Steuerzahler - "wohnen" lässt und ihn auch noch durchfütter und seine Hosen bügelt??

Zwangsarbeit wäre - für schwere Vergehen - sicherlich sinnvoll. Außerdem würde das noch ein Grund mehr sein, der solche Menschen vor ihren Taten absschrecken könnte.
Darüberhinaus sollten solche Menschen der Gesellschaft etwas zurück geben, nachdem sie sie schon "beschädigt" haben.
mefisto@Apex: Wir kennen alle ja das liebe Grundgesetz, wenn ich es durchblättere: Alle Menschen sind gleich, keine Benachteiligung wegen Aussehen und Weltanschanung, Jeder kann den Beruf wählen den er will und so weiter und sofort: Rechte soweit das Auge reicht, und ich blättere gerne drinne, denn ich lese gerne alte Märchenbücher ...
Lästerndes ElendsgemächtDie Todesstrafe soll nicht bestrafen, sondern andere vor den zu bestrafenden schützen.
Wir sind PapstFür Uns stellt die Todesstrafe nur einen simplen Versuch der Rache da, zu den meist ungebildete und zornige Menschen greifen.
Nach den langen Jahren in Einzelhaft wird der Tod als eine Art der Erlösung empfunden und auch herbeigesehnt.
Die Umwandlung in eine lebenslange Einzelhaft ist Bestrafung genug und finanziell kostengünstiger.
Tsafried[QUOTE][i]Original geschrieben von godess of fire [/i]
[B]ein mörder sollte jemanden verlieren, der ihm am wichtigsten ist.
da trifft man diese Menschen wo es ihnen am meisten weh tut. an den eigenen Gefühlen. [/B][/QUOTE]

also wirklich, soll ich umgebracht werden weil mein bruder einen menschen getötet hat?? das ist ja wohl einfach pervers, ich hoffe das meintest du nicht ernst... nein, jemanden zu strafen weil sein freund/bekannter/verwandter was ausgefressen hat... wo bitteschön sind wir?? warum nicht gleich jeden töten der ihn gekannt hat? innerhalb kürzester zeit wird unsere ach so liebe, ach so heile welt nur noch aus mördern bestehen...
illuminatIch selbst würde die Geotine der lebenslangen Haftstrafe wohl auch vorziehen.
Wird vielleicht auch bald so sein, wenn die Insassen keine guten 0 EUR Jobber abgeben. Die Gefängnisse sind immer gefragter bei den Jugendlichen und die herrschende Armut kommt auch noch dazu.
nebeltaucher[QUOTE][i]Original geschrieben von illuminat [/i]
[B]Ich selbst würde die Geotine der lebenslangen Haftstrafe wohl auch vorziehen.[/B][/QUOTE]
Wieso das denn? Mit der Guillotine machts - zack - knack - tot. Im Gefängniss hat man dann doch ewig Zeit sich mit schönen Sachen wie Malen, Meditation und Körpertraining vertreiben? Irgendwann wird man vielleicht zu "sich selbst finden"? Ich mein das jetzt ernst!
illuminatEs kommt natürlich immer darauf an, wie die Gefängnisse aussehen die zur Auswahl stehen. Die Alternative einer Todesstrafe ist sicherlich kein 5 Sterne Aufenthalt. Und Zwangsarbeit für vater Staat? - ich will den 1 EUR Jobbern nicht die Arbeit wegnehmen.
Sicherlich könnte man die Bibel übersetzen oder an neuen Verschwörungstheorien arbeiten, aber was bringt das schon, wenn man nichtmal weiß, ob es jemals jemand lesen wird.

Die Gedanken sind frei, in Gefängnissen würde eine Manipulation aber zuerst legitimiert und bevor ich ein Leben als Laborratte friste...
nebeltaucher[QUOTE][i]Original geschrieben von illuminat [/i]
[B]Sicherlich könnte man die Bibel übersetzen oder an neuen Verschwörungstheorien arbeiten, aber was bringt das schon, wenn man nichtmal weiß, ob es jemals jemand lesen wird.[/B][/QUOTE]
Man kann doch selbst ein Buch darüber schreiben, wie es in einem Gefängniss ist. Genug Schreibstoff würde man haben. Und das kann man dann ja auch veröffentlichen.
Aber ich will jetzt nicht von der Topic ablenken.
Der neunte Tag[I][FONT=arial]*Bin ganz klarer Todesstrafegegner*

[url]http://www.todesstrafe-usa.de/stimmen.htm[/url]
(informativ)

auf dieser Internetseite hat man die Möglichkeit einem, im Todestrakt Sitzendem/er Briefe zu schreiben.

Ich selbst machs auch.Schreibe monatlich einem Mann, der in Oklahoma sitzt.
Außerordentlich komisches Gefühl, anfangs,
mit einem möglichen Serienmörder zu verkehren,

aber woher wollen wir denn schon wissen,was die Menschen in ihrer freien Zeit tun,
mit denen wir täglich zu tun haben...[/FONT] [/I]

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