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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Was man in den Wald reinwirft ...
Tiberon... kommt nicht wieder raus.
Zumindest nicht von alleine.
Ich fahr nun, seitdem ich ein Fahrrad mein eigen nenne, wirklich wieder sehr gern im Wald spazieren, doch kommt mir die Galle hoch, wenn ich da irgendwo im Gras ne olle Flasche sehe, oder ne leere Nimm2-Tüte, oder ...
Inzwischen habe ich [b]immer[/b] eine Plastetüte dabei und brauch idR keine dreiviertel Stunde um die vollzubekommen (also so richtig bis obenhin). Dabei mach ich mir noch nichtmal die Mühe und suche. Nein, ich pack nur ein, was mir im Weg liegt.
Wer macht sowas?
Echt, ich komm da einfach nicht mit.
Ich kanns nachvollziehen, wenn man ein Bonbonpapier wegwirft - gut, ich kanns nicht nachvollziehn, aber ich kenn dafür dann wenigstens einen Namen - Faulheit!
Doch wo mein Hirn nicht mal ansatzweise hintersteigt, ist, wenn ich mitten im Wald 4[b]![/b] Tüten Altglas finde. Welcher Spinner macht sich die Mühe und schleppt 4 Tüten Müll in den tiesten Wald, um die da liegenzulassen? Wenns Brennstäbe wären, könnt man ja noch sagen, daß man sowas eben nicht in den Hausmüll packt, aber Glas!?
Genausowenig versteh ich, wenn hinter einer Gartenanlage Müll liegt. Da fahrn die Typen raus ins Grüne und was machen die?
Ihrem Betonloch entflohen haben sie nix besseres zu tun, als ihren Schrott übern Zaun zu werfen. Na hauptsache der Rasen ist getrimmt und moosfrei.
Das ist doch echt total bekloppt.
Wenn meine Tüte halbvoll ist, wünsche ich mir jedesmal, so einen 'Wegwerfer' auf frischer Tat zu ertappen, damit er dann (mit gebrochenen Fingern) den Mist wieder in die Stadt schleppen kann, denn Glas wird schwer.
Also hab ich was verpasst?
Solang ich denken kann, wurde der Müll, der bei einem Ausflug, oder sonstwas halt anfällt, in einer eigens für diesen Zweck mitgenommenen Tüte wieder mitgenommen. Nicht vergraben, nicht im Gebüsch versteckt und schon garnicht einfach liegengelassen.
Ich könnt einfach nur sinnlos rumjammern und ich tus auch.
Leute, an keinem Baum steht [i]"Müll bitte hier abladen"[/i].
Spart euch den beschwerlichen Weg in die Natur, denn viele abgeschiedene Orte sind nochnichtmal mit dem Kfz erreichbar.
Vor jedem Haus allerdings stehen so große Kisten. Auch wenn die, für Deutschland untypisch, häufig nur recht spärlich beschriftet sind, DA gehört der Müll rein. Macht dem Märchen vom 'beschwerlichen Müll rausbringen' ein Ende und nutzt die graue Tonne in eurer Einfahrt, dann ist das nichtmehr so aufwendig, wie der Weg zur 6km entfernten Eiche.



Also, wie kann man dieses Verhalten erklären?

PS: wer sich hierdurch angesprochen fühlt, darf das mit den Fingern als Drohung verstehen, und sollte in freier Natur das Wegwerfen jedwelcher Sachen unterlassen, wenn ich in der Nähe bin. (Schwarz gekleidet; rot-schwarzes Fahrrad; rechtes Hosenbein hochgekrempelt bis zur BW-Stiefeloberkante)
Bürgermeister@Tiberon Ich kann dich nur zu gut verstehen. Ich fahre selbst gerne Fahrrad und auch mit Vorliebe durch den Wald. Ich hab da auch schon einen alten Autositz gesehen und der lag bestimmt 500m von einem Feldweg weg. Ich weiß zwar, das der mit Sicherheit nicht da wächst, aber ich kann mir auch nicht vorstellen, das einer diesen Feldweg runterbretter und dann noch 500m in den Wald geht um den Sitz da zu entsorgen.
ValravenTja, dieses Verhalten generell ist mir auch nicht so verständlich - ist aber sicherlich konform mit dem generellen menschlichen Verhalten, nicht an die Folgen zu denken. Ob die Leute ihren Garten bepflanzen und die Bäume u. Sträucher nur nen halben Meter auseinander setzen, um sie in 5 Jahren dann komplett wieder umsetzen oder fällen zu müssen, oder ob Industrie etc. Verschmutzungen produzieren ohne an den Folgen sonderlich interessiert zu sein.... ist wohl dieses Schema "Hat in meiner Lebenszeit wenig negative Folgen für mich selbst, also egal".

Oder eben das "Nicht nachdenken", viele sind sich wohl nicht bewusst, was sie tun, oder bedenken nicht, wie sich das summiert.

Ich hab auch schon dutzende von Kaugummis ins Gebüsch gespuckt oder "Kleinzeug" wie extrem gefüllte Taschentücher aus dem Autofenster geworfen, aber ich käme nie auf die Idee, meinen Plastikmüll im Wald abzuladen oder an den Straßenrand zu werfen.

Viele Raucher stehen auch gerne direkt neben einem extra für Kippen aufgestellten Behälter und werfen die Dinger trotzdem auf den Bahnsteig.... meines Erachtens auch keine Bosheit oder nicht mal ein bewußtes Tun, sondern einfach Versunkenheit in Gedanken, Egozentrik, Unbekümmertheit ? .....
GrauerWolfJa, es ist grausig. War am Sonntag auf dem Königssee, das reinste Gewässer in Deutschland. Man fährt mit dem Elektroboot bis St. Bartholomä, geht dort spazieren und fährt mit dem nächsten oder übernächsten Boot wieder zurück.
Das kleine Stück Land dort zwischen Bootsanlegestelle und Watzmannmassiv macht einen dermaßen erhabenen Eindruck, daß ich nicht mal gewagt habe, auch nur an eine Zigarette zu denken...
Wandele so mit den Kindern am kristallklaren Seewasser vor mich hin und was dümpelt da an einer Baumwurzel vor sich hin?
Eine Plastikflasche, wie könnt es anders sein.

Nicht die Sprache, nicht der aufrechte Gang unterscheidet den Menschen von den Tieren, sondern die Tatsache, daß diese keinen Müll produzieren und schon gar nicht in der Landschaft liegenlassen.
certezzaden frust kann ich nur zu gut verstehen. ich bin auch oft "outdoor" unterwegs, ob mit rad, mit boot oder zu fuss. aber eine mülltüte hat man immer dabei. sicher klappt die - zuhause penibel geführte - mülltrennung dann nicht immer, aber ich werfe nicht mal eine zigarettenkippe irgendwo in die umwelt.
im sommer waren wir an einem wunderschönen baggersee - die besten plätze und der weg zum wasser -voller scherben, dosen etc., sodass wir nicht mal die hunde frei laufen lassen konnten.
das einzige, was dagagen hilft, ist ständiges, reden, ermahnen, aufmerksam machen, vorbild sein ....
SenecaMüll in der Natur offenbart Desinteresse, denn man müllt nicht zu, was einem am Herzen liegt.
Nach einem Artikel von Robin Wood - der auf einer Untersuchung Marburger Erziehungswissenschaftler bei 2.500 Schülern beruhte - ist in der jungen Generation eine tiefgreifende Naturentfremdung festzustellen. Obwohl der weitaus größte Teil der Schüler angab, nicht ohne Wald auskommen zu können, verfügten nur wenige über ausreichende Artenkenntnisse. Der Hälfte fiel auf Anhieb kein einziges Erlebnis im oder mit dem Wald ein. Die Natur stellt zwar einen hohen Wert bei der Jugend dar, wird aber als krasser Gegensatz zur Menschenwelt betrachtet!
Sobald in irgendeiner Weise Naturnutzung oder Beeinflussung einer Landschaft ins Gespräch kamen, war der Begriff »Natur« in den Augen der Schüler nicht mehr angebracht. Der Mensch wurde ganz klar als der größte Feind der Natur definiert, niemals als Teil des Ganzen! Dennoch waren die meisten der Ansicht, man müsse der bedrohten Natur helfen - beispielsweise mit Pflanzaktionen oder Nistkästen für Vögel.

Die heutige Jugend ist sehr zwiespältig. Einerseits verfügt sie über ein umfangreiches Wissen bezüglich der Zusammenhänge in der Welt und hat durchaus die gleichen grundlegenden Werte, die wahrscheinlich jede lebensfähige Gesellschaft kennzeichnen. So stehen z.B. Gesundheit, harmonisches Familienleben, (geistige) Liebe und Hilfsbereitschaft ganz oben. Daneben jedoch haben die Verlockungen der modernen Konsumgesellschaft einen nicht zu übersehenden Einfluss auf sehr viele Jugendliche.
Mode- und Musikgeschmack oder gar materieller Besitz sind oftmals entscheidender für Beziehungen als gute Charaktereigenschaften. Die Beschäftigung mit den virtuellen Welten aus Computer und Fernsehen beansprucht sehr viel Zeit und verhindert so Erlebnisse draußen in der Natur, aber auch im Umgang mit anderen Menschen. Möglicherweise rückt das Weltbild der Jugend dadurch zunehmend von der Wirklichkeit ab.
Neben den oben genannten Werten nehmen »Freiheit« (im Sinne von »alles tun dürfen, was man will«) und »Spaß« (nach Freizeitforscher Opaschowski im Sinne von »Lebensfreude, Lust und Motivation« und nicht von »Oberflächlichkeit«!) einen ebenso hohen Rang ein.
Mehr als die Hälfte der Jugendlichen denkt durchaus über Gott und andere tiefgehende Sinnfragen nach. Die meisten möchten gern an Gott oder eine Religion glauben - »weil der technische Fortschritt zwar coole Computerspiele ermöglicht hat, aber kein Mittel gegen die Dumpfheit, die sich nach den Schein-Erlebnissen einer Computer-Nacht im Kopf einstellt« - um es an einem Beispiel zu verdeutlichen.
Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verlangen zu wenig »echte« Aufgaben von den Jugendlichen, so dass sie nur unzureichend »echte« Erfahrungen sammeln könnten.
Aufgrund der vorverdauten, oberflächlichen und viel zu reichlichen »Medienkost« sind sie kaum in der Lage, geistige Tiefe zu finden und miteinander über gehaltvolle Themen zu reden. Offensichtlich führt das traditionsarme Leben und die häufig stattfindende Trennung der Generationen in vielen Lebensbereichen zur Bildung einer eigenständigen, scheinbar unkomplizierteren Jugend-Kultur neben der Kultur der Erwachsenen.
die schier unglaublich weitgestreuten Möglichkeiten unserer Welt und die Schnelligkeit der gesellschaftlichen Veränderungen überforden die jungen Menschen offenbar.
Der angeborene Eigennutz des Menschen (im Sinne eines vorteilhaften Überlebenswillens)wird durch die einseitige Leistungsgesellschaft bereits in der Schule zu stark gefördert. Sie kann in Selbstsucht umschlagen und so die anfangs genannten grundlegenden Werte zugunsten nachrangiger Werte wie »Freiheit« oder »Fun« deutlich abschwächen.

Offensichtlich wird die heutige Jugend mehr als früher zwischen ihren Vorstellungen und den Ansprüchen der Erwachsenenwelt zerrieben.

Um den Sprung wieder zurück zur Naturentfremdung zu kriegen - Mir fiel in den Letzten Jahren auf das sämtliche Naturschutzorganisationen, aber auch Natursportvereine (also Sportler die ihren Sport in der Natur betreiben) regelrecht vergreisen, auf der anderen Seite die Zahl von Kindern über 100 Kilogram beständig zunimmt.

Auf der eine Seite gelten Metzger und Jäger als Mörder, auf der andern werden nur zu gerne BicMacs verdrückt.
Der Bezug zur eigen Evolutinären Herkunft, sowie das Verständniss woher all die Konsumgüter kommen, die wir tagtäglich umsetzen scheint zu schwinden, obwohl das theoretische Wissen durchaus besteht!

Diese Naturentfremdung, die ihre Wurzeln offenbar in den 90ern Jahren des letzten Jahrhunderts hat, lässt in mir gewisse Zeifel aufkommen, ob die Erhaltung der letzten paar Flecken Naturlandschaft, oder der in den 80ern renaturierten Landschaft, auch langfristig noch von allgemeinem Interesse ist.
Tiberonhmm, also Entfremdung ..
Mags auch sein, daß die Herkunft eine Rolle spielt?
Also Stadt bzw. Land
Denn wo ich so drüber nachdenke, finde ich diese Massen an Müll im heimatlichen Schiefergebirge nicht. Gut, da liegt auch Müll rum, aber erstens nicht in den Massen, wie hier in der von mir angeprangerten Jenaer Umgebung und zweitens ist das dann weniger Hausmüll, als vielmehr Sachen, die nichtmal der Sperrmüll mitnimmt - also tote Tiere, verrostete Traktoren, alte Reifen und sowas.
Und, ohne das ich die Müllproblematik einzig auf Kinder/Jugendliche schieben will, aber wie bringt man denen denn ein entsprechendes Bewußtsein bei? Mir hat nie jemand gesagt, ich sei Teil der Welt, trotzdem stell ich das nicht in Frage. Was zum Geier ist denn in den 90ern passiert ? (ausser das ich mein Führerschein gemacht habe)


Ach, nur so am Rande, und auch wenns albern ist, aber die Formulierung "letztes Jahrhundert" versetzt mir irgendwie einen Stich. Kann man damit nicht bis 2050 oder so warten? ;)
Seneca@ Tiberon

Zumindest in der damaligen Westzone hat man in den 80ern sehr viel Geld und Zeit in den Naturschutz gesteckt, auch in die Sensibilisierung der damaligen Schüler, da man dort noch am ehesten auf einen nachhaltigen Effekt hoffte.
Wir haben viel Zeit in Schul-Naturprojekte gesteckt...kein Wunder, war doch fast jeder jüngere Lehrer ein Ex-Hippie oder Partei-Grüner.

In den 90ern fiel das EDV und Internetfieber zunehmend über die Jugendlichen und jungen Erwachsenen her...!
SiriusEs ist in der Tat ärgerlich, wie manche Mitmenschen die Natur zumüllen. Hier in Berlin haben wir ja sowieso ein großes Müllproblem, in so ziemlich jeder Grünanlage liegen weggeworfene Verpackungen, Müllsäcke mit Hausmüll (da hat wohl jemand die Mülltonne nicht gefunden) und natürlich auch gerne mal alte Kühlschränke, Waschmaschinen, verrostete Öfen, kaputte Fahrräder usw. usw.
Es ist ganz merkwürdig, irgendjemand schmeißt in dunkler Nacht etwas hin und sofort scheinen alle Leute, die das Zeug dann dort herumliegen sehen, zu denken, das es sich an dieser Stelle um einen neuen Müllabladeplatz handelt und schmeißen ihren Krempel noch dazu, bis irgendwann ein so auffälliger Berg entsteht, das die BSR mit nem großen LKW kommen muß und den ganzen Mist einsammelt.
In der Umgebung der meiner Kleingartenanlage ist es ganz schlimm, offenbar haben es sich einige Leute zum Hobby gemacht, die grüne Oase im Häusermeer zu verschandeln - ihr könnt euch nicht vorstellen, was da schon alles herumliegt.
Die Anwohner sehen natürlich nichts oder wollen nichts sehen, aber regen sich natürlich ständig über den herumliegenden Müll auf und das die BSR das ganze gefälligst kostenlos zu entsorgen habe... Mittlerweile haben einige Leute aus dem Kleingartenverein beschlossen, sich auf die Lauer zu legen bzw. öfter mal auch abends und Nachts zu patroullieren, damit endlich mal jemand auf frischer Tat ertappt wird.
BürgermeisterIn dem Dorf, in dem meine Eltern leben, kommt einmal im Monat so ein Umweltmobil, in dem man sein Sondermüll (Altöl, Farbe, Batterien etc.) kostenlos entsorgen kann und wenn ich dann sehe, das rücksichtslose Zeitgenossen trotz des Umweltmolbils Kanister mit Altöl oder Autobatterien in den Wald stellen, kann man wohl nicht von Naturentfremdung reden. Das scheint dann ehr so zu sein, das die Natur ein "übel" ist, das "vernichtet " werden muß.
AllanonDer Umgang mit der Natur ist eine reine Sache der Erziehung und des damit erlernten Bewußtseins für die Natur.

Nur wenn die Eltern rechtzeitig ihr Kind mit der Schönheit der Natur und mit den Regeln der Umwelt vertraut machen, besteht die große Chance, daß sich dieses Wissen und das Bewußtsein von Generation zu Generation weiterträgt.

Leider sind manche Völker mit anderen Problemen, wie z.B. dem täglichen Überlebenskampf aufgrund Hunger und Krankheiten, beschäftigt, so daß der Umweltschutz nie einen Platz auf ihrer Prioritätenskala gefunden hat.

Dies zeigt wiederrum, wie die meisten wichtigen Probleme unserer Menschheit, eng miteinander verbunden sind und wir sie zusammen anpacken müssen.

P.S.: Wenn nun manche Angehörige eines solchen Volkes nun nach Deutschland gekommen sind, so scheint es noch eine Weile zu dauern, bis sie in diesem Bereich durch unsere Gesellschaft erzogen worden sind.
TiberonAlso ich denke nicht, daß man daraus ein ethnisches Problem machen kann. Völker die nicht wissen, das man kein Müll in die Natur wirft - also das klingt einfach albern und hat imo keinen wirklichen Realitätsbezug.
coxaaaich stimme allanon zu, dass es grösstenteils erziehungssache ist. am besten merke ich das immer an mir selbst. mein vater ist biolehrer, hobbyimker und mitglieder im landesbund für vogelschutz. da hab ich schon einiges in sachen umweltschutz und -bewusstsein mitgenommen.
MenedemosAlso ich habe von meinen Eltern beizeiten gelernt, daß man keinen Müll auf die Straße und schon gar nicht in Grünflächen wirft und habe es deshalb immer so gehalten.
Und ich behaupte, wer das so lernt, praktiziert es auch, und wer es nicht gelernt hat, eben nicht.
Leider gibt es sehr viele unzivilisierte Menschen, die dergleichen weder je gelernt haben, noch an ihre Kinder weitergeben.

Und was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.
Allanon[QUOTE][i]Original geschrieben von Tiberon [/i]
[B]Also ich denke nicht, daß man daraus ein ethnisches Problem machen kann. Völker die nicht wissen, das man kein Müll in die Natur wirft - also das klingt einfach albern und hat imo keinen wirklichen Realitätsbezug. [/B][/QUOTE]

Ich habe nicht gesagt, daß es ein ethnisches Problem ist, sondern daß die Probleme manch anderer Völker für sie selber schwerwiegender sind als das Problem Umweltverschmutzung.

D.h. ergo nicht, daß sie sich nicht darüber bewußt sind, daß man keinen Müll in die Natur werfen sollte, sondern einfach nur, daß ihre Prioritätenskala anders aussieht. Und wenn du mal in ärmeren Ländern gewesen bist, so hast du sicher feststellen können, daß es dort mit dem Umweltschutz oft nicht soweit her ist und es dort auch mit Sicherheit an den notwendigen gesetzlichen Grundlagen und Konsequenzen fehlt.

Für uns, die wir in einem System voller Hülle und Fülle leben, ist es ein einfaches das Problem Umweltschutz mit dem Problem Hunger in der Welt gleichzusetzen. Für die betroffenen Menschen/Länder ist das aber, aus Gründen des Selbsterhaltungstriebs, eben nicht so. Ob das nun richtig oder falsch ist, sei hierbei mal offen gelassen.

Und wenn du diese These albern findest, dann begründe sie doch bitte sachlich, damit ich mich mit deiner Argumentation auseinandersetzen kann und nicht nur meine Warte vertreten muß. Denn vielleicht nennst du mir Punkte, die ich so bisher nicht gesehen habe.;)
Seneca@ Allanon

Müllprobleme sind ein Produkt und gleichzeitig ein Zeichenn einer Gesellschaftlichen und Wirtschaftlichen Entwicklungstufe.
Jene "Völker" die tatsächlich um ihr überleben kämpfen, hinterlassen keinen Müll.
Weder Yanonami noch Bushmänner kaufen Plastikverpackte Fertiggerichte bei Wal Mart.

Die Müllberge entstehen erst, wenn man solchen Kulturen plötzlich mit unseren Konsumgütern bombardiert.

Müll ist kein Armuts, sondern ein Überflussprodukt.
coxaaaich hab auch den eindruck bekommen, beweisen kann ich es allerdings nicht, ist mehr meine subjektive sicht, dass menschen in armen ländern sich besser um ihre umwelt kümmern als wir es tun. der müll kommt dann erst mit grossen industrie anlange etc
Dark_RacerMüll ist heute vor allem ein großer Wirtschaftsfaktor, weshalb man ihn ja auch durch das halbe Land karrt.:mad:

Man baut kommunale Müllverbrennungsanlagen, die dann nach dem Bau nur zu 50% ausgelastet sind. Die Zeche zahlt dann am Ende der Gebührenzahler mit seiner Abrechnung. Ein Beispiel:

In unserem Landkreis ist es nachgewiesen, daß das Müllaufkommen in den vergangenen 10 Jahren um rund 40% gesunken ist. Trotzdem beschließt der Kreis auf einer seiner letzten Sitzungen eine Gebührenanhebung um etwa 5%. Wie paßt das denn zusammen, und wo bleibt da die Motivation der Menschen, weiterhin Müllvermeidung zu betreiben? Umgekehrt würde das wohl eher klappen, wenn der Müllvermeider dies auch an seinem Gebührenbescheid sehen könnte, daß er für seine Mühen belohnt wird!

Nächster Punkt ist die Regelungswut Deutscher Bürokraten des Schlages eines Herrn Trittin. Mal ehrlich, wer blickt denn da noch durch? Fakt ist doch bislang lediglich, daß man für all und jeden Mist erst einmal Geld auf den Tisch legen muß, sonst nix.
rainravenja, aber es ist wirklich so. Wer schon mal in Griechenland oder in Spanien neben der Straße gehalten hat, um ein Panorama zu fotografieren oder per Rad oder zu Fuß unterwegs war, tut sich schwer, das Panoramabild mit dem blauen Meer und den Bäumen OHNE die danebenliegenden Plastiktüten, Essensreste und was weiß ich noch zu fotografieren. So sehr ich die Vegetation dort liebe, es gab da Stellen mitten im Gebirge und Wald, wo ich keinen Baum zum Pipimachen fand, weil ich mich so ekelte, da dort vom benutzten Kondom über Babywindeln bis zum halben Huhn und Fischskelett (was macht der Fisch im Gebirgswald? Erzählt mir nichts von Artenwanderung, ja??) alles herumlag.


Doch wie soll man anderen, südlicheren Ländern ein anderes verständnis von Natur und Umwelt verklickern, wenn sie ihre Hunde
und Katzen verwahrlosen lassen, Vögel in winzige Käfige sperren und ihre wundervolle Landschaft zumüllen? Die wissen ja noch nicht mal, was Pfandflaschen sind! Und vermutlich haben sie einfach "andere Probleme".

Doch wir können bei uns anfangen. Ich weiß auch nicht, wem der Weg in den Wald kürzer und einfacher erscheint als der Weg zum Wertstoffhof. Wenn man schon Betten, Autoreifen oder Fernseher entsorgen möchte, dann doch nicht im Wald! Ist das eine kultische Handlung oder sowas? War das früher so üblich? Verrottet doch alles, oder was? Erklärt doch mal diesen Schwachköpfen den Unterschied zwischen einem Apfelbutzen, und einem Küchenherd, der eine verrottet und der andere verrostet, das ist nicht dasselbe.

Aber wenn ich schon nicht nachts im Wald auf der Lauer liegen kann, dann ist zumindest das mit der Sammeltüte eine gute Idee.


T.R.
Allanon[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]@ Allanon

Müllprobleme sind ein Produkt und gleichzeitig ein Zeichenn einer Gesellschaftlichen und Wirtschaftlichen Entwicklungstufe.
Jene "Völker" die tatsächlich um ihr überleben kämpfen, hinterlassen keinen Müll.
Weder Yanonami noch Bushmänner kaufen Plastikverpackte Fertiggerichte bei Wal Mart.

Die Müllberge entstehen erst, wenn man solchen Kulturen plötzlich mit unseren Konsumgütern bombardiert.

Müll ist kein Armuts, sondern ein Überflussprodukt. [/B][/QUOTE]

Guter Einwand, habe meine zuvor getätigte Äußerung zu allgemein gehalten. Natürlich hast du recht im Bezug auf Völker, die sich noch im ganzen als Teil der Natur sehen und auch noch die Fähigkeit, aber auch die Möglichkeit besitzen, sich selbst aus der Natur heraus zu ernähren.

Dies gilt aber nicht (wie in Afrika) für alle Regionen dieser Welt, wo diese Resourcen nicht vorhanden sind.

Und wenn ich mich an die Eindrücke in Mexiko oder Marokko erinnere, so waren diese im Bezug auf Umweltschutz und Abfallbeseitigung eher negativ. Und beide Länder sind inzwischen fähig diese Konsumgüter selbst herzustellen. Leider hat sich dort aber noch kein ausreichendes Bewußtsein gebildet, daß sich auch mit der Beseitigung des resultierenden Mülls beschäftigt.

Letzlich bleibt aber natürlich der Fakt, daß jeder, egal welcher ethnischer Herkunft, dieses Bewußtsein erlangen kann. Es müssen nur Menschen präsent sein, welche diesem Menschen dieses Bewußtsein vorleben und vermitteln.
=> Erziehung ist das Schlüsselwort!!!
GrauerWolfTja, die liebe Erziehung.
Was nutzt es, wenn die Sanktionen gegen Null gehen?
Was nutzt es, wenn die Drohung mit der Polizei einen
Lachkrampf produziert (bestenfalls)?
Was nutzt es, wenn man die innere Verschmutzung bei den
Menschen hinnehmen muß?

Das vertrackte an der Situation ist, daß die Menschen auf der einen Seite vom Sozial- und Steuerstaat gegängelt werden, bis es quietscht und andererseits die sogenannten Rechte des Individuums so hochgelobt werden. Das erste ist falsch und wird mit dem zweiten bemäntelt , dann benehmen sich die Leute leider wie Sau, weil das anscheinend ihr letztmögliches Ventil zur individuellen Selbstentfaltung ist.
Und wenn irgendjemand die Zügel etwas straffer fassen möchte
(in Singapur kostet ein fortgeworfener Kaugummi 100 Dollar), dann kommen wieder unserer ungewaschenen Linksliberalen und zetern : "Der Adolf lugt um die Ecke."

Also bleibt alles so wie es ist.

Vermöbel die Leute im Wald nach Herzenslust, mein lieber Tiberon, meinen Segen gibt es gratis.
Aber laß Dich nicht erwischen, dann drohen Dir Zivilklagen, die Dich unglücklich bis ans Lebensende machen.
Beispiele findest Du genügend in der Tagespresse
(Z.B. der OB in Dessau)


:(
Allanon[QUOTE][i]Original geschrieben von GrauerWolf [/i]
[B]Tja, die liebe Erziehung.
Was nutzt es, wenn die Sanktionen gegen Null gehen?
Was nutzt es, wenn die Drohung mit der Polizei einen
Lachkrampf produziert (bestenfalls)?
Was nutzt es, wenn man die innere Verschmutzung bei den
Menschen hinnehmen muß?

:( [/B][/QUOTE]

Wie schon gesagt wurde, was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr.

Die Menschen, sollen die Umwelt achten und nach Regeln zu deren Schutz leben aus ihrem eigenen Bewußtsein heraus und nicht der Regeln und Gesetze wegen.

Wer das wegen der Gesetze tut und der Angst bei einem öffentlichen Fehlverhalten einen bösen Blick zu kassieren, dem fehlt leider das Bewußtsein. Das sind dann auch die Menschen, welche sich bei nächster Gelegenheit (z.B. bei einem Urlaubsaufenthalt in Mallorca) völlig daneben benehmen, denn da fühl ich mich anonym und hier tun es ja alle.
TiberonTja, das mit dem Bewußtsein klingt gut, doch find ich die 100$ Strafe auch nicht schlecht (zumal das beim [i]Hans[/i] bestimmt Wikung zeigt), wobei sich da aber natürlich die Frage stellt, obs mitten im Wald noch Angst vor den Ordnungshütern gäbe.

Und, Allanon, gegen die Idee mit dem ethnischen Hintergrund mußte ich mich nur stellen, da ich fürchtete, es würde sowas wie "Diese ***** [Nichtdeutschen] machen unseren schönen Wald dreckig" kommen.
Da's darauf aber nicht hinauslief ...
Inwieweit andere Völker ihr Land sauberhalten weiß ich nun garnicht, bzw. fiel mir Dänemark wie auch Schweden in dieser Hinsicht äußerst positiv auf.
Allanon[QUOTE][i]Original geschrieben von Tiberon [/i]
[B]Tja, das mit dem Bewußtsein klingt gut, doch find ich die 100$ Strafe auch nicht schlecht (zumal das beim [i]Hans[/i] bestimmt Wikung zeigt), wobei sich da aber natürlich die Frage stellt, obs mitten im Wald noch Angst vor den Ordnungshütern gäbe.

[/B][/QUOTE]

Diese Strafzumessungen gibt es bei uns auch, allerdings gilt hier:

"Wo kein Kläger, da kein Richter"

und da die Umweltsünder zumeist anonym bleiben, kann auch keine Strafverfolgung erfolgen. Und Spaziergänger die solche Missetaten beobachten, rufen so gut wie nie 110, um eine solche Strafverfolgung zu erreichen, denn man ist zwar entrüstet über das Verhalten desjenigen, aber man fühlt sich nicht direkt betroffen. Würde jemand beleidigt, dann erfolgt sehr schnell der Anruf.

Richtig ist aber natürlich auch, daß manch einer denken wird: "Ach bis die Polizei mal da ist, da ist der Markt eh schon verlaufen!" Erhält die Polizei allerdings auch keine Nachricht darüber, kann man in Zukunft auch nicht präventiv tätig werden.
IanCurtisBei uns is in der Nähe ein alte Pechofen ,mitten im Wald,der is auch immer ordendlich mit Müllsäcken zugestellt.Und da stehen schon Mülltonnen,aber der Müll liegt trotzdem daneben.
Kaijaumweltverschmuzung ist echt eine frechheit,vorallem im wald.ein bisschen mehr respekt gegenüber dem einzigen stück natur was wir noch in unserer nähe haben wäre nicht schlecht aber das kann man wohl von den meisten egoistischen jugentlichen wohl kaum erwarten. einmal war ich mit freunden in der stadt und da sprach uns eine frau von greenpeace und und freute sich das wir ihr so zuhörten,da sie meistens nur beschimpft wird oder die leute ihr nicht zuhören wollen. man muss ja nicht spenden aber man kann wenigstens zuhören. :rolleyes:

aber wenn man so wie ein bekannter im wald einen solatenhelm aus dem 1 weltkrieg findet ist es nicht schlecht. :D

und weil er so vorbildlich ist hat er den helm natürlich mitgenommen. :D
Ãðàô ËÿãóøIch habe mal bei einer Radeltour in einem Waldpavillion fast direkt an der Bundesstraße mal Halt gemacht, und da war ein Schild mit grausigen Bildern und einer Warnung, keinen Müll in den Wald zu werfen - die Bilder zeigten, was es für die Tiere bedeuten kann - wenn ein Fuchs oder Wildschwein versucht in eine Verpackung oder ne Metalldose mit dem Maul reinzukommen (aus Interesse, oder wegen den Essensresten), dann kann er sich meistens nicht davon befreien, und bleibt eventuell auch mit dem ganzen Kopf da drinne!!!:( Was für ihn nichts anderes heißt, als langsamer quallvoller Tod an Hunger, dazugerechnet kommt die furchtbare Panik nichts zu sehen und völlig ausgeliefert zu sein...:(
So, und neulich ging ich in der Stadt nachts spazieren, und sah auf einmal im Busch, in der Dunkelheit so eine weiße Verpackung, wie die rumgehüpft ist, am Anfang wollte ich weglaufen, und das Erlebnis im Gruselthread bei NW reintippen, überwand mich jedoch, ging näher ran, und sah einen kleinen Igel mit dem Köpfchen in SO EINER SCHEIßBEFICKTEN BEPISSTEN MCDONALDSTRINKVERPACKUNG!!!:mad: und der hat ziemlich verbittert gekämpft, kann mir vorstellen, was so ein kleines Wesen da empfindet... ja, hab's halt runtergenommen, der ist dann abgehauen...

Was ich zu der "armes Land/reiches Land"Frage sagen kann:
Die DDR hat zwar durch die Braunkohleverbrennung die Luft aufs übelste verpestet, hat jedoch fleißig Müll getrennt und hatte ein gutes Pfandsystem - wohl nicht nur aus Liebe zur Umwelt, aber auch wegen dem Rohstoffmangel:rolleyes: . Irgendwo ist es aber auch eine Kulturfrage, nicht nur die der Wirtschaft.

hm, heute sind vielleicht die damaligen Benutzer dieses Threads eh schon im Sarg...:rolleyes:
Gnom1218Kann mich nur anschließen. Ich mache, wenn Zeit ist, ab und zu mal einen Waldlauf. Und da habe ich unter anderem schon RAIDER- (jetzt Twixx) und uralte Banjo-Verpackungen gefunden . Raider heißt ja schon bestimmt 15 Jahre Twixx, wenn nicht noch länger. Und die verpackung war nicht al ausgebleicht. Da kann man mal sehen, wie lange sowas die Natur verunstaltet.

Aber ich mußte das schon selber miterleben, wie dumm die Leute sind. Wir waren auf nem Rastplatz und ein Bekannter von mir hat sein Dreck einfach ins Gebüsch geworfen, anstatt zwei Meter zum Mülleimer zu laufen. Nach "gutem Zureden" meinerseits hat er es dann aber wieder aufgehoben und doch noch richtig entsorgt.

Die Leute sind einfach zu bequem oder zu sorglos oder was weiß ich. Könnte mich nur darüber aufregen.
Dirtydevil1981Soll ich euch mal aufzählen was es kostet diesen "wilden Müll" wie es genannt wird zu beseitigen.

Ich arbeite ja im Öffentlichen Dienst, genau gesehen auf einem Baubetriebshof.

Für die beseitigung von Müll wird im Jahr (und diese Gemeinde hat nur 28000 Einwohner) über 250.00,00 € ausgeben. Da fallen ja nicht nur die Beseitigung an, nein es kommt ja auch noch die Entsorgung dazu. Und ihr glaubt gar nicht was manche Leute alles weg schmeißen. Das sind nicht nur Bonbontüten oder Schokoriegelverpackung, nein dazu gehören Altölkanister, tote Tiere (und ich meine keine Katzen sondern größere Tiere), alte Sofas, sogar einen alten PKW Anhänger mussten wir mal beseitigen.

Ich finde das so schrecklich. Seitdem ich hier arbeite bin ich sehr pingelig was sowas angeht. Ich kann nicht verstehen warum leute einfach ihren aschenbecher oder sonst was einfach auf der Straße ausleeren. Ich könnte dann richtig sauer werden, und wenn Freunde von mir dieses tuen wollen bin ich arsch und drohe mit einer Anzeige. Ich seh nicht ein das ich das bezahlen muss, wenn andere Leute zu faul sind das in einen Mülleimer zu werfen. Natürlich find ich es für die Umwelt genau so scheiße. Altölkanister gehören doch wohl nicht in den Wald und es gibt Firmen die Altöl umsonst annehmen und dieses weiter verwerten.

Es ist einfach nur traurig.
The ArcherLasst die Kinder ran!
Als ich 12 Jahre alt war, gab es in unserer Schule einen "Waldtag": jedes Kind bekam Handschuhe und einen Müllbeutel und ab ging es in den Wald zum Müllaufsammeln. Wir fanden alles mögliche, und bei abgelegten Kühlschränken wurden die Lehrer informiert, die sich um die Entsorgung kümmerten.

Solch ein Projekt hat allerlei Vorteile:
- es macht den Wald sauber
- die Reinigung kostet die Stadt nichts
- den Kindern wird der Blick geschärft für Umweltsünden

Ich hatte immer gehofft, dass dieses Beispiel Schule machen würde, statt dessen wurde es bei uns nur ein einziges Mal durchgeführt.
Seneca...als ich noch Soldat war, sind wir einmal im Jahr in Zugstärke ausgerückt, um eine nahegelegens Naherholungsgebiet zu entmüllen...!

Heute hat die BW für so was keine Ressourcen mehr, die werden Komplett in Auslandseinsätze gesteckt...!
Ãðàô ËÿãóøWir mussten auch in der sechsten Klasse so eine Waldentmüllung machen, und später machte ich sowas paar mal alleine, weil Mithelfer konnte ich nicht einmal unter Greenpeace finden...
Und Internet gab mir die Info, vonwegen Deutschland ist sehr mülltrennungsfreundlich, außerdem gibt es solche spezielle Fließbandanlagen mit einem Sensor und sonen Greifarmen, der das ganze trennt, und angeblich ist sowas weit verbreitet, woran ich allerdings nicht glaube.
Ich mache grade eine Rap-Platte, sie heißt "Ökoloflow", und da gibt es auch ein Lied über den Müll, der Refrain geht so:
Und nun wird es Zeit Müll getrennt zu entsorgen,
die Umwelt zu schonen mit der Technik von Morgen -
son Teil, das nen Eimer in drei Teile teilt -
für Papier, Organik, samt Plaste mit Metall
Sowas gibt es auch, glaube ich, im Baumarkt. Ansonsten kenne ich das so, das viele Kinder sehr aufmerksam den Erwachsenen zuhören, sie erkennen bloß zu oft, dass diese meistens Müll erzählen. Aber wenn man ohne Zeigefingermentalität sowas den jungen Leuten rüberbringt, dann zeigen sie sehr viel Interesse und Bereitschaft. So eine CD ist ein Weg das ganze sympathisch rüberzubringen. Naja.
Dirtydevil1981Das mit der Schüleraktion finde ich ist ne tolle idee, vielleicht sollte ich das mal vorschlagen. Wäre einfach toll wenn nicht soviel Geld dafür ausgegeben werden müsste.
BeowulfAls ich vor ein paar Tagen im Wald joggte, kam ich auf folgendes Gedankenkonstrukt:
Ich glaube die Leute werfen den Müll in den Wald, weil es falsch ist. Und unser (Kom-)postmodernes Gehirn ist darauf konditioniert dass das Falsche immer bequemer ist als das Richtige. Wenn also ein Mensch direkt neben einer Müllsammelstelle wohnt, aber 50 km vom nächsten Wald entfernt, wird er immer den Wald als Müllplatz bevorzugen. Eine Art urbaner Instinkt.
Die Lösung ist daher denkbar einfach: Man erklärt sämtliche Waldflächen zu Müllhalden und sämtliche Müllhalden zu Müllverbotene Zonen. Da es nun verboten, und somit falsch ist, Müll auf Müllhalden zu werfen, wird der moderne Homo Sapiens nicht widerstehen können, seinen Müll nur da und nirgendwo sonst hinzuwerfen.
kyo_samaich hab mir darüber schon sooo oft gedanken gemacht... ich wohne hier wirklich in einer sehr "bewaldeten" gegend (grüne grenze zwischen bayern und hessen :D ), und hier ist es so oft so, dass die leute ihren gesammelten scheiss einfach irgendwo im wald neben der strasse abladen. komplette müllsäcke, sperrmüll, waschmaschinen (!!! das muss man sich mal geben)...

ich glaube da würde auch eventuell vom himmel fallendes hirn wenig nützen... die leute haben so wenig bezug zur natur in der sie leben, unglaublich... ich denke, mancher städter wäre in diesen belangen das bessere landei...

ich glaube, das einzige was da noch helfen würde wären höhere strafen von seiten des gesetzgebers (oder försters, wenn zufällig keiner hischaut... dubdidum...). die meisten werden es ja machen, weil der müll nach gewicht bezahlt werden muss, aber (soweit ich das weiss) ist das hier überhaupt nicht so... und trotzdem, selbst dann.... anbstatt nachzudenken, warum müll so abgerechnet wird, produziert man genausoviel weiter wie früher, und schmeisst das ganze dann in den nächstbesten wald, um ja nicht den (hoffentlich doch vorhanden) denkapparat einschalten zu müssen...

früher haben wir mit der schule auch immer solche müllaufräumaktionen gemacht, aber das bringt eh nix... 2 monate später schaut alles wieder genauso aus...

bla...

~
Sirikithdas einzioge, was ich in der freien natur entsorge, sind tempos und apfelbutzen- beides aus natürlichen rohstoffen mit hgeringer halbwertszeit, und biologisch abbaubar....den rest nehm ich iweder mit zum auto und klopp den in die tnne.

für leute, di ihren krempel liegen lassen, oder gar absichtlich ins grüne karren, hab ich null verständnis....

wobei, das wäre doch mal n netter ansatz für nen ein euro-job: waldentrümpler....
BeowulfAlso die Halbwertszeit von Papiertaschentücher würde mich jetzt doch interessieren.
Sirikithnaja, nachdem sie aus zellstoff sind, sollten sie in max zwei jahren komplett zersetzt sein....
BeowulfMit der Halbwertszeit kann man nicht angeben wann etwas komplett zersetzt ist, sondern nur wann es zur Hälfte zersetzt ist. Eigentlich gibt man das auch (fast) nur bei radioaktiven Stoffen an, wann also die Hälfte der radioaktiven Kerne zerfallen ist.
Da bei einer Halbwertszeit immer nur die Hälfte, zerfällt, und dann auch nur die Hälfte der Hälfte etc, dürfte dein Taschentuch eigentlich niemals zersetzt sein, weil es unendlich viele Hälften gibt. Oder ist es gar radioaktiv?
Na ja, kleine Exkursion.
The Archer[QUOTE][i]Original geschrieben von kyo_sama [/i]
[B]früher haben wir mit der schule auch immer solche müllaufräumaktionen gemacht, aber das bringt eh nix... 2 monate später schaut alles wieder genauso aus...

bla...

~ [/B][/QUOTE]
Dann führst du es halt alle 2 Monate durch!
Sirikithhalbwertszeit gibts eigentlich bei allen zerfallsprozessen....allerdings bei molekularen...normale verrottung fällt nicht drunter, aber der scherzhafte inhalt des posts kam wohl via pc nicht so ganz rüber....
hab ja viel bio in der schule und im studium, insofern tat auflärung an mir in der hinsicht ja eigentlich nicht not
BeowulfAch das war scherzhaft. Dann nehme ich alles zurück.
Dirtydevil1981aber auch wenn Tempos schnell verrotten find ich es trotzdem ekelig, wenn Leute überall ihre Rotzfahnen hinwerfen. Wie wäre es wenn man die einsteckt und die Zuhause auch einfach mit in die Tonne kloppt. Es ist zwar nicht schön sie in der Tasche zu haben, aber irgendwo in der freien landschaft oder im wald sieht das auch nicht grad hübsch aus.
Tiberon[QUOTE][i]Original geschrieben von Sirikith [/i]
[B]naja, nachdem sie aus zellstoff sind, sollten sie in max zwei jahren komplett zersetzt sein.... [/B][/QUOTE]Super, dann liegt dein Scheiß nur zwei Jahre rum. Dafür verdienst du einen Orden ...

Laß dich nicht von mir erwischen!
rainravenIch finde es vor allem deswegen eklig, weil ich denke, die in der Natur rumliegenden Tempotücher wurden eben nun mal nicht für die Nase benützt, sondern für andere "Geschäfte", deshalb wollen die Leute sie wohl auch nicht mehr einstecken...Und wenn ich dann so durch ein heideähnliches Naturschutzgebiet gehe, das auch zum Baden und Sonnen freigegeben ist und alle zwei
Meter liegt ein Tempo am Boden, dann denke ich mir schon so meinen Teil...

Gut, das ist im Vergleich zu Waschmaschinen oder Autobatterien ein geringes Übel, aber eklig trotzdem.

Und ich verstehe es weiterhin nicht. Ist denn der Weg in den Wald schneller und weniger mühsam (wohl kaum?) als der zum Wertstoffhof? Oder kostet bei so einem Wertstoffhof das Entsorgen von sperrigen Gegenständen etwas und im Wald geht das gratis? Oder gibt es nicht überall Wertstoffhöfe?

Ich als Stadtkind habe zwei solche in der Nähe und käme erst gar nicht auf die Idee, daß mein Müll im Wald was zu suchen hat. Vor allem hat doch jedes Wohnhaus heute zehn verschiedene Tonnen unten stehen zur Entsorgung aller möglichen Abfallfraktionen.
Der Wald ist das Zuhause vieler Tiere. Und wieso sollte ich meinen Abfall in ein fremdes Zuhause schmeißen? Wir wollen doch auch nicht, daß eine Horde Wildschweine bei uns in der Wohnung ihren Dreck hinterläßt,. Aber genau das sollte die Strafe sein für so Umweltsünder...;)

Man muß ja nicht mal so weit gehen. Es hatte sich so eingebürgert, daß bei uns im Hof in einer Ecke immer (verbotenerweise) Sperrmüll rumlag und bald auch ganz normaler Hausmüll dazukam. ICH WEISS NICHT, WIESO, wenn zwei Meter weiter das Tonnenhaus ist?!
Und die Hausmeister mußten immer den Sperrmüllabholer kommen lassen und sicher auch bezahlen. Erst ein Verbotsschild an der Stelle hat dem Müllabladen schließlich Einhalt geboten.
Sirikithich dachte dabei eigentlich wirklich nur an die schneuztücher, die ich beim waldlauf gelegentlich verwende...und da ist der weg zur tonne tatsächlich einiges weiter....

nun gut, dass jemand, der sich in freier wildbahn erleichtert, [I]das[/I] tuch nicht mitnehmen will, seh ich ein...aber das kann man dann ja gut verstecken.


und ich will ja nichts sagen, aber laub oder totes holz liegt auch ne weile rum, bis es vermodert...und "belastet" die umwelt genauso sehr wie ein papiertaschentuch....insofern finde ich wirklich nichts dabei, meine taschentücher an ort und stelle wegzuwerfen anstatt sie ne dreiviertelstunde lang in der hand zu halten, bis ich wieder am auto bin (ich hab nur sehr seltzen kleidung mit taschen....)
Ãðàô Ëÿãóø[QUOTE]Das mit der Schüleraktion finde ich ist ne tolle idee, vielleicht sollte ich das mal vorschlagen. Wäre einfach toll wenn nicht soviel Geld dafür ausgegeben werden müsste.[/QUOTE]
Eh? Wo wird denn da Geld ausgegeben? Tritt da nicht eher das Gegenteil ein?
[QUOTE]Die Lösung ist daher denkbar einfach: Man erklärt sämtliche Waldflächen zu Müllhalden und sämtliche Müllhalden zu Müllverbotene Zonen. [/QUOTE]
Genau! Und dazu dreht man ein paar Gangter-rap-Videos auf MTV, wie irgendwelche dunkle kapuzige Gestalten aus dem tiefsten Untergrund so um die Mitternacht ihren Müll verbrecherisch in die Tonnen entsorgen! Das werden die ganzen "Kids" aus rebelliösen Gründen schon imitieren.
[QUOTE]aber auch wenn Tempos schnell verrotten find ich es trotzdem ekelig, wenn Leute überall ihre Rotzfahnen hinwerfen. Wie wäre es wenn man die einsteckt und die Zuhause auch einfach mit in die Tonne kloppt[/QUOTE]
Aber so ist es doch viel direkter an der Natur dran, also man sollte es schon eingraben oder so, aber Tonne ist schon etwas zu umweltentfremdlich. Die Müllbearbeiter werden's ja auch nur irgendwo eingraben oder auf den Kompost werfen.
[QUOTE]Vor allem hat doch jedes Wohnhaus heute zehn verschiedene Tonnen unten stehen zur Entsorgung aller möglichen Abfallfraktionen.[/QUOTE]
Hat mir auch heute so ein Penner gesagt, er meinte sogar, es gäbe die Komposttonnen, wo man organische Reste reinschmeißt, und die dann zur Erde werden, sowas habe ich aber noch nie gesehen...
Aber dass jedes Haus, und auf jeden Fall jede Schule einen Komposter haben sollte, ist sehr sinnvoll, auch aus pädagogischen Gründen. Man soll es nur sympathisch darstellen, und was ist charismatischer,als ein sportlicher intilligenter Gruftie-Rapper?
rainraven:(
Wenn man aber aus irgendeinem Grund dann die Biotonnen aus dem verschlossenen Müllhäuschen rausstellt , so daß nicht nur die beschlüsselten Hausbewohner, sondern JEDER da ran kann und diese Biotonen dann für seinen Nicht-Bio-Abfall benützt und Plastiktüten mit Hausmüll da reinwirft, dann weiß ich aber auch nicht mehr, was das soll...:(


Und sollte ich mal das so dringende Bedürfnis haben, den Waldboden zu bewässern und es ist kein Mülleimer in der Nähe, habe ich in der Tat kein Problem damit, ein mit ein paar Tropfen Pipi benetztes Tempotuch wieder in mene Hosentasche zu stecken und mit zum nächsten Müll zu nehmen. Ist schließlich weniger eklig als voller Rotz. :) Man darf nur nicht vergessen, es halt dann zuhause wegzuschmeißen...
Die Alternative wäre dann, es etwas im Boden zu vergraben oder mit Blättern zu bedecken (macht die Katze ja auch so mit ihrem Pipi ;) ), damit wenigstens nicht jeder Waldbesucher gleich drüber stolpert...
Dirtydevil1981Original geschrieben von Ãðàô Ëÿãóø
Eh? Wo wird denn da Geld ausgegeben? Tritt da nicht eher das Gegenteil ein?

Ich meinte das Geld auf das Jahr verteilt, ich rede ja nicht von Kosten die täglich sondern jährlich entstehen. Zudem können Schüler schlecht fahrzeuge oder sondermüll wie altöl oder andern scheiß entsorgen, ich denke nicht das sie dafür ausgerüstet sind. Und bei der Entsorgung entstehen nunmal kosten.
De_GwendolineLeider findet das bei uns im wald, bzw. auch umgebung zu häufig vor.

Ich frage mich jedesmal: "Welchen sinn gibt es dafür" ?

Auf der anderen Seite, ich mag die Natur, aber! :

Wenn ich mein "Friteusen-Öl" entfernen will, muss ich das im Keller im speziellen Behälter aufbewahren und anschließend ein Wagen rufen, der das dann für ca. 30 euro oder mehr, kommt drauf an abholt.
Ok. um die Umwelt nicht zu verschmutzen, hab ich die Frituese weggeschmissen. :)

Ich kann auch nur immer wieder sagen, Werft den Müll dorthin, wo er auch hingehört!

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