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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Friedens-Nobelpreis
uthoHeute vekündete die Nobel-Komission den "Gewinner" des diesjährigen Friedens-Nobelpreises .
Mohamed Elbaradei und die IAEA (International Atomic Energy Agency) .
Ich finde es wirklich bemerkenswert das Herr Elbaradei und seine Organisation ausgezeichnet werden .
Die Neugier lässt mich fragen welche Meinungen es hier zu dieser Entscheidung gibt . - Ist die IAEA ein würdiger Preisträger ?
HalbMondAuf jeden Fall wieder einmal eine sehr politische, aus aktuellem Anlass getroffene Entscheidung - deswegen aber trotzdem vertretbar ...
auch wenn es sicher einen Haufen Organisationen und Einzelpersonen gibt, die idealistischer handeln, allerdings nicht so oft von Medien erwähnt werden ...
---
Allerdings gibt es in der Friedens-Nobelpreisgeschichte einige viel gravierendere Fehltritte, siehe Arafat ...
Drascirhö ich finde das diese organisation nicht wirklich etwas für den frieden tut und sich auch nich wirklich diesem preis als würdig erwiesen hat.


[QUOTE]Allerdings gibt es in der Friedens-Nobelpreisgeschichte einige viel gravierendere Fehltritte, siehe Arafat ...[/QUOTE]
HalbMond



er hat sich doch damals für den frieden eingesetzt.
BeowulfFür den Frieden einsetzten ist eine sehr dehnbare Angelegenheit. Saddahm Hussein hat sich ja auch für den Frieden eingesetzt, in dem er den Irak stabilisierte.
Und ich finde Baradei hat Annerkennung verdient. Ob es ein Friedensnobelpreis sein muss, ist eine andere Sache.
ApexNie vergessen, dass Arafat seinen Preis nicht alleine bekommen aht. Der Preis ging damals an Arafat, Peres und Rabin. Und mti den dreien aht der Friedensprozess auch gut geklappt...bis dann Rabin...aber der Rest is ja Geschichte...

Den Nobelpreis finde ich dieses Jahr gut vergeben, er sollte ja im Zusammehang mit dem Atombombenabwurf von vor 60 Jahren stehen.
HalbMondAuch nicht vergessen, dass der Friedensprozess erst wieder in Gang gekommen ist, nachdem Arafat von uns gegangen ist ---
Ich muss zugeben, bei ihm war ich mir nie ganz sicher wann er für sein Volk und wann für seine eigene person gekämpft hat...
Einen Frieden-Nobelpreisträger stelle ich mir mit meinem naiven Idealismus doch etwas anders vor...
hagzissa13Mit dem (Friedens-)Nobelpreis verbinde ich eigentlich ein wenig mehr, als das, was der ein oder andere geleistet hat, der für diesen nominiert wurde.
DrascirApex
[QUOTE]Den Nobelpreis finde ich dieses Jahr gut vergeben, er sollte ja im Zusammehang mit dem Atombombenabwurf von vor 60 Jahren stehen. [/QUOTE]


was hat den bitte der atombombenabwurf von vor 60 jahren mit dem friedensnobelpreis zu tun??

ich bin ja auch der meinung solange es noch krieg auf der welt gibt hat dieser preis keinerlei wert
ApexGanz einfach, man wollte mit dem Preis dieses Jahr ein Zeichen gegen die atomare Rüstung setzen. Ob die IAEA den jetzt wirklich verdient hat darüber kann man streiten, da sie ja die zivile Nutzung der Atomenergie fördert (wodurch Länder in aller Regel ja danna uch Zugang zu Atomwaffen bekommen).

Der Preis hat insofern einen Wert, als das er die Leute in ihrem Ansinnen bestärkt gegen Krieg in der Welt zu kämpfen. Man zeichnet Organisatoren und Menschen aus, welche entscheident dazu beigetragen haben Feindbilder abzuschaffen und Konflikte zu lösen. Damit schafft man Vorbilder und schafft einen Anreiz es diesen Leuten gleich zu tun.
uthoIn meinen Augen ist der Friedens-Nobelpreis eine Farce , inszeniert für die Medien der Welt . Wenn so Leute wie Henry Kissinger "Das Öl ist zu wichtig es den Arabern zu überlassen" den Friedenspreis kriegen kann das Ganze doch nur ne politische Verarsche sein .

Zusätzlich macht der Preis die IAEA doch zur Klatsche der USA - mit der sie die nukleare Doppelgleisigkeit auf die Spitze treiben wollen . Wenn die IAEA wirklich ernsthaft daran interessiert wäre die Verbreitung von Kernwaffen einzuschränken , würde sie sich mit den enormen Arsenal von Israel befassen . - Dieses wird aber auf impertinente Weise ignoriert .

Unter Anderem deshalb fällt es mir schwer dieser Preisvergabe irgend etwas positives abzugewinnen .
Darket[QUOTE] Wenn die IAEA wirklich ernsthaft daran interessiert wäre die Verbreitung von Kernwaffen einzuschränken , würde sie sich mit den enormen Arsenal von Israel befassen . - Dieses wird aber auf impertinente Weise ignoriert .[/QUOTE]
Einerseits ja, weil der Staat Israel bis heute nicht zugegeben hat Atomwaffen zu besitzen (was mit der Drohung diese im Falle eine Chemiewaffenangriffes seitens des Irak kurz vor Kriegsbeghinn irgendwie fast schon lächerlich wirkt) und andererseits nein, weil man im Falle Israel nicht wirklich davon ausgehen muss, dass die Israelis Atomwaffen verbreiten werden.
uthoGab es da nich vor n paar Jahren n paar Berichte (im Zusammenhang mit dem zur Landung gezwungenen US-Spionage-Flugzeug) das die Israelis Microelektronische Steuerelemente (Schalter die in Implosions-Kernwaffen verwendet werden können) aus US Produktion , an China verkauft hätte ?
China soll diese Teile nachgebaut und an Nord Korea und Pakistan (weiter an IRAN) verkauft haben .

Hätte der Fall Vanunu (!) in irgend nem anderen Staat (z.B. Lybien) stattgefunden , hätte es ein internationales Hallo sonder Gleichen gegeben , aber da es Israel war - wird dieser Fall , trotz seiner Wiedersprüche gegen eine Vielzahl von internationalen Gesetzen und Menschenrechten , ignoriert .

Und nebenbei - wenn ein so friedliebendes Land wie der Haganah-Staat Israel Massenvernichtungswaffen hortet - darf man sich nicht wundern wenn die Nachbaren versuchen gleichzuziehen .
Wenn heutzutage jedes Schulkind in der westlichen Welt verklickert kriegt das die nukleare Abschreckung (Mutual Assured Destruction/MAD) das einzige war was die Menschheit davor bewahrte das der Kalte Krieg heiß wurde - wie will man dann nen Staat erklären das zwar seine Feinde Kernwaffen haben dürfen , er jedoch nicht ?

Das ist eine Doppelmoral , die Leuten wie den islamistischen Demagogen nur noch mehr willige "Freihetskämpfer" in die Arme treibt .
DarketNaja, ich bin wahrlich kein Freund israelischer Innen- Außen- und "Sicherheits"politik, von daher teile ich Deine Ansichten. Hier geht es um die Atomaufsicht und diese arbeitet selbstverständlich nicht achso neutral, wenn man über Israel stillschweigend hinweggeht. Keine Ahnung ob die Israelis irgendetwas an China verkauft haben, allerdings kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der Staat ISrael Atomwaffenmaterial an seine ihm, gelinde gesagt wenig freundlich gesonnenen Nachbarn liefert.
Ob sie generell welche besitzen sollten ist ein anderes Thema, wenns nach mir ginge, hätte niemand welche von den Dingern, aber leider wiegt meine Meinung geopolitisch nicht allzuviel. ;)
Dirtydevil1981Also wirklich verdient hat den Friedensnobelpreis doch damals Mutter Theresa. Zumindest sehe ich das so. Ich bin einfach nicht der Meinung das noch amtierende Politiker so einen Preis verdient haben. Immerhin sollte es ihre Hauptaufgabe sein für Frieden zu sorgen. Den Friedensnobelpreis sollte man doch aus gütigkeit und nächstenliebe bekommen. Für den körperlichen Einsatz den man gebracht hat. Den durch Reden hilft man doch nicht mehr als durch taten. Oder?
Drascirjeder verdammte kleinstaat im mittleren o0sten hat atomwaffen.doch sorichtig drum kümmern tut sich keiner da man ja angst hat das die fantiker gleich den heiligenkrieg gegen das entsprechende land ausrufen.

einen friedensnobelpreis sollte eigentlich garnicht geben.da mit den andren preisen ja große naturwissenschafftliche taten honoriert werden.

was die liebe mutter theresa angeht so glaube ich das sie auch schon für genug andre preise nominiert worden ist.


"der schlaue mann redet nicht sondern genießt seinen erfolg"
adenauer
uthoIch könnte mal n bisschen zum Thema Kernwaffen unken .
Viele Analysten sind der Meinung das die modernen Nuklearwaffen einsetzbar geworden sind . - Diese Ansicht des Pentagons basiert auf einer simplen Überlegung : wenn niemand merkt das Nukes eingesetzt werden , beschwert sich auch niemand . In den vergangenen 20 Jahren haben alle großen Atommächte viel Geld in Miniaturisierung investiert , mit Erfolg .
Heutzutage sind die kleinsten Atomsprengköpfe im Bereich um 0,2 - 0,3 Kilotonnen (TNT) . Die stärkste konventionelle Bombe (Daisy Cutter) kann bis zu 0,5 Kt .

Durch die speziellen Bedingungen des Kampfes gegen Partisanen die sich in Tunneln und Bunkern verstecken drängt sich für die US Strategen der Einsatz von nuklear bestückten Cruise Missles gradezu auf ; denn bei unterirdischen Zündungen sind diese neuen Nukes fast sauber . - Damit - nach deren Denkweise - legitim .

Von da her fürchte ich der nächste kriegsmäßige Einsatz von Kernwaffen ist näher als der Letzte .
BeowulfDie USA haben 1994 die sogenannte Spratt-Furse Amendements erlassen, der die Entwicklung von Atomwaffen mit weniger als 5 Kilotonnen (Mini-Nukes) verbietet.
2004 wurde dass zwar aufgelöst, jedoch ist die Herstellung von Mini-Nukes soweit ich weiß weiterhin verboten. 2005 hat der Kongreß der relativ kleinen Lobby für Mini-Nukes einen Strich durch die Rechnung gemacht in dem sie die Mittel strichen.
Ob sich Mini-Nukes waffentechnisch überhaupt durchsetzten ist auch die Frage. Denn sie sind verhältnismäßig teuer, haben großen Kollateralschaden, und konventionelle Bomben sind in einigen Bereichen einfach effektiver. Zum Beispiel sind konventionell Bunkerbust meines Wissens nach, atomaren immer noch überlegen, da flexibler, genauer, billiger, etc pp. (Was natürlich auch daran liegen könnte dass seit 10 Jahren nicht mehr so richtig an Mini-Nukes geforscht wurde).
Wollte ich nur anmerken, da das Stichwort schon gefallen ist.
Und ich persönlich denke, dass es ohne die IAEA einige Atomwaffenprogramme mehr auf Erden geben würde.
darkEMYRalso die usa kan sich ja mal ganz hinten anstellen
...die ganze welt kontrollieren und ordnen wollen und selbst??
die amerikaner sind vorreiter,nein spitzenreiter im einsatz von abc-waffen
wo bleiben die inspektoren?
auf jeden fall arbeitet die IAEO meiner meinung nach recht zuverlässig (siehe Irak)

@ drascir: nicht jeder kleinstaat im mittl. Osten hat atomwaffen
das sind gerade mal drei (indien,Israel,Pakistan)

heilige kriege ruft im mittleren osten NIEMAND aus (die einzigen die das tun sind die amis (georgies feldzüge sind ja seiner ansicht nach alle gottgewollt) und die medien, um zu stigmatisieren)

Heiliger Krieg: Begriff aus der Zeit der (christlichen!) Kreuzfahrer

Jihad: arab.: etwas mit ganzem Herzen, mit vollem einsatz tun (das kann sowohl ein gebet sein, als auch einer alten frau über die straße helfen als auch selbstverteidigung bei angriff)...aber eines heißt jihad NIE: Heiliger Krieg!
HalbMondDschihad bedeutet sowas wie "das Bemühen auf dem Wege Gottes"
aber das ist ja eigentlich auch ziemlich egal - wichtiger ist, was die Leute darunter verstehen, und mit Selbstverteildigung hat das nicht mehr viel zu tun ...

Ich kann Georgie und seine dumme Imperialismuspolitik auch nicht ausstehen, und du kannst mich jetzt dafür schelten, trotzdem fühle ich mich sicherer mit einer Atommacht USA als mit Atommächten Iran, Lybien etc.

Die IAEA ist also als solches schon sinnvoll, aber für nen Nobelpreis hättes meines erachtens trotzdem nicht reichen dürfen...

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