| Vengadiel | . |
| Nebelwanderer | Denke es gibt mehrere Gründe. Sicher ist die finanzielle Kraft und Ausstattung der Eltern eines der Hauptkriterien. Wer wer mehr Geld für seine Kinder investieren kann als andere hat, ermöglicht ihnen eben durchweg höhere und damit länger zu finanzierende Bildungswege. Kann man dann noch Lehrmittel und Zusatzhilfen (Nachhilfe etc.) anbieten, erwirbt das Kind natürlich Vorteile gegenüber anderen. Es geht ja schon soweit das Eltern die sich leisten können, alternative Schulangebote in Betracht ziehen, und diese sind qualitativ oft besser. Meine ehemalige Englischlehrerin war jahrelang an so einer privaten Einrichtung. Ob das Kind dann sein Potential nutzen kann, aufgrund von Intelligenz, Auffassungsgabe und Einstellung, ist ein anderes Feld Aber es hat schon bessere Startvorraussetzungen als die Kinder finanziell schlechter ausgestatteter Eltern. Zwar kann man das als Klassentrennung im Bildungsystem sehen, aber das Bestreben der Eltern ihren Nachkommen beste Chancen zu gewähren kann doch niemand ihnen übelnehmen. Langfristig muss aber Ziel sein, die Qualität der gemeinschaftlich finanzierten Bildungsangebote zu erhöhen. Den ein wachsende Kluft zwischen Arm und Reich in der Bildung erzeugt irgendwann zuviel sozialen Sprengstoff. Aber dafür müsste man jeden Menschen im Bildungsystem als einzelnes förderungswürdiges Wesen Wesen sehen, ohne Rücksicht auf Herkunft und soziales Umfeld. Aber davon ist man in unserer vom Lobbyismus geprägten Zeit weit entfernt. Solange der Zugang zu grundlegenden Bedürfnissen mit subjektiv bewerteten Dingen wie Geld bewertet wird, im Hinblick was dieses Wesen damit für das System leisten kann, wird sich daran nichts ändern. Solang jemand solche perversen Fragen stellt: [I]"Was kostet uns ein Schüler? Was kostet uns ein Student? Lohnt sich das im Hinblick auf das Gemein-(System-)wohl? Profitiert meine Gruppe davon, wenn Kinder der anderen eine Ausbildung/ein Studium ermöglicht wird"[/I] werden immer Teile der Gesellschaft benachteiligt werden. greetz |
| paranuit | dass sich so schnell was bei der studie geändert hat, liegt nicht daran, dass die bildung plötzlich besser oder die schüler klüger und gerechter behandelt worden sind. man hat die testfragen lang genug studiert und lässt alles pauken, was bei pisa gefragt wird. man ist eigentlich nur pisa-test angepasster geworden. |
| Darket | Da es, so war es jedenfalls vor einigen Jahren, den Schulen überlassen bleibt welche Schüler an der Studie teilnehmen, erübrigt sich eigentlich jede weitere Debatte über die Representativität der Studie. |
| alfirin | Mit Motivation hat das nicht immer unbedingt was zu tun. Es wurde ja auch gesagt, dass Schüler den gleichen Wissenstands in den Tests hatten; kamen sie aus einer reichen Familie waren sie auf dem Gymnasium, kamen sie aus einer armen Familie waren sie auf der Hauptschule. Das sollte zu denken geben. Hier wurden einfach die sozialen Schichten getrennt, unahängig vom Bildungsstand. Man kommt ja heute nur auf Empfehlung auf ein Gymnasium. Und es ist leider so, dass Kinder aus den sozialen Brennpunkten weniger Empfehlungen bekommen. Bei uns im Gymnasium damals konnte man die "Armen" an einer Hand abzählen. Von daher bin ich unbedingt für eine sofortige Reform des Schulsystems nach dem Vorbild von Finnland: Hier gehen alle Kinder 9 Jahre in die selbe Schule. Erst danach wird getrennt: Entweder man macht Abitur oder man geht auf eine Praxisorientierte Berufsschule. Schüler werden also erst mit 15/16 Jahren sortiert, nicht mit 10, wie es in Deutschland der Fall ist. Und alle sind zu diesem Zeitpunkt auf dem selben Bildungsstand. Wenn jemand Probleme hat, wird er gefördert. Kein Wunder also, dass Finnland bei Pisa immer gewinnt. |
| Darket | Es ist unsinnig auf andere Länder zu zeigen und zu behaupten deren Bildungssystem sei 1:! auf ein anderes Land übertragbar. Finland hat eine andere Bevölkerungsstruktur, eine andere soziale und wirtschaftliche Situation als Deutschland. Was irgendwo funktioniert, klappt hier deshalb noch lange nicht. |
| BlackDragon | Und es ist mal wieder soweit: die neueste PISA-Studie ist raus und wird - wie es schon fast Tradition ist - zum Spielball der verschiedenen Interessensvertreter. Es wundert mich kaum mehr, dass diese Studie, die ungefähr so wissenschaftlich und repräsentativ ist, als wäre sie von der Zeitung, die ebenfalls vier große Buchstaben im Namen trägt, entwickelt worden, so viele selbsternannte Fachleute vor die Kameras lockt und je nach den jeweiligen Zielvorstellungen ausgeschlachtet wird. Die Realität sieht anders aus: Die PISA-Studie wird in Fachkreisen größtenteils als - gelinde gesagt - fragwürdig angesehen. Es handelt sich eben doch nur um den berühmten Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen. Weder wird dem Einschulungsalter, der Dauer der Schulzeit oder dem Schulplan, noch dem jeweiligen Bildungssystem oder dem Föderalismus Rechnung getragen. Generell haben wir in Deutschland ein zwar Reformbedürftiges, aber dennoch gutes Schulsystem. Die Dualität zwischen Ausbildung und höherer Bildung ist wunderbar und zieht sogar hin und wieder den ein und anderen neidischen Blick unserer europäischen Nachbarn auf sich. Das dreigliedrige Schulsystem ist gut, wird aber leider heute von der falschen Seite aufgezäumt: Heute ist das Gymnasium nur noch ein wenig über dem Leistungs- und Intelligenzdurchschnitt, die Realschule darunter und die Hauptschule zu einer Abschiebeanstalt für aussichtslose Fälle verkommen. Was hier geändert werden muss, ist die Praxis, nicht die Theorie. Zur Einführung eines "Bildungssystems nach finnischem Vorbild" (Blubb!) habe ich in etwa die gleiche Einstellung wie Darket - wenn wir das finnische Schulsystem erfolgreich kopieren wollten, müssten wir das Wirtschaftssystem, die sozialen Gegebenheiten, die komplette Ökonomie und am besten auch noch gleich die Finnen mit übernehmen... Wenn auch ebenfalls fehlerbeladen, halte ich die TIMSS-Studie für ein wenig aussagekräftiger. |
| gekitsu | ist ja alles schoen und gut - aber dass jetzt wieder dicke am schulsystem rumgeschraubt werden soll, in der hoffnung, danach werde alles gut, halte ich fuer schwachsinnig. damit wird doch nicht im ansatz das problem bekaempft, dass das gut "bildung" in verschiedenen umfeldern verschiedene wertigkeiten hat. ich habs erlebt, dass eltern eigentlich nicht wollten, dass ihr kind aufs gymnasium geht, trotz dass die leistungen klassenoberkante waren. ich kann in sachen umfeld nur fuer mich sprechen: ich bin mit massenweise buechern um mich rum aufgewachsen, vater abitur, mutter realschulabschluss... bildung hat in meinem familienumfeld immer eine hohe wertigkeit gehabt. wenn ich meine lage da mit gleichaltrigen verglichen habe, da wurden die "halt in die schule geschickt" und damit wars gut und diese unangenehme sache "bildung" war erledigt und abgehakt. mir kommts so vor, als sei dieses allgemeine desinteresse, das nicht-"wissen wollen", eher mehr geworden in den letzten jahren. das problem des fehlenden interesses und der fehlenden "wertigkeit" der bildung kann man nicht loesen, indem man gross am schulsystem aendert. auch ganztagsschulen halte ich da fuer eine loesung am problem vorbei. |
| Stonehenge | [QUOTE][i]Original geschrieben von alfirin [/i] [B] Von daher bin ich unbedingt für eine sofortige Reform des Schulsystems nach dem Vorbild von Finnland: Hier gehen alle Kinder 9 Jahre in die selbe Schule. Erst danach wird getrennt: Entweder man macht Abitur oder man geht auf eine Praxisorientierte Berufsschule. Schüler werden also erst mit 15/16 Jahren sortiert, nicht mit 10, wie es in Deutschland der Fall ist. Und alle sind zu diesem Zeitpunkt auf dem selben Bildungsstand. Wenn jemand Probleme hat, wird er gefördert. Kein Wunder also, dass Finnland bei Pisa immer gewinnt. [/B][/QUOTE] Lustig, daß ausgerechnet Finnland gewinnt :) Die Finnen hatten nämlich anno dozumal ein nicht eben gutes Schulsystem, haben sich vor der Reformierung dann das Bildungssystem der DDR genau angeschaut und in einer vom ideologischen Ballast befreiten Form so ziemlich übernommen. Jetzt soll aber niemand sagen, die Bundesrepublik hätte diese Chance nicht nach 1989/90 auch gehabt... Gruß Stone |
| Nigtcrawler | Vielleicht sollten sie erst einmal die Lehrer genauer unter die Lupe nehmen, bevor sie das ganze Bildungssystem reformieren. Mir ist klar, dass dieses auch unbedingt erneuert gehört, aber bei den Lehrern müsste man anfangen. Wenn ich mir die Lehrer an meiner Schule ansehe, kann ich teilweise nur den Kopf schütteln. Es gibt haufenweise Mathelehrer, die nicht richtig rechnen und nicht richtig erklären können. Viele Eltern müssen sich dann nach der Schule mit den Kindern hinsetzen und die Arbeit der Lehrer machen, da diese nicht dazu fähig sind, Dinge begreiflich rüberzubringen. Wenn das Kind allerdings das Gymnasium besucht und die Eltern beide 'nur' die Hauptschule gemacht haben, dann klappt das mit dem gemeinsamen Lernen auch nur eine kurze Zeit lang. Dann müssen Nachhilfelehrer her, aber die Wenigsten Leute können sich die auf Dauer leisten. Ich wohne in Bayern und da soll es laut der Studie ja am meisten auseinander klaffen. Ich sollte es vielleicht nicht laut sagen, aber in Bayern ist es auch so, dass vor allem die Leute Erfolg haben, die in der CSU sind. Wenn die Eltern in der CSU, vielleicht sogar aktiv sind, hat das Kind eine größere Chance die Schule 'unversehrt' hinter sich zu bringen. Es ist also nicht nur eine Frage des Geldes! Ebenso ist dieses absolut nicht fertig durchdachte G-8 eine schlechte Idee. Die Sechstklässler haben mehr Nachmittagstunterricht als die 10.Klässler, es sind teilweise noch keine Bücher vorhanden und auch die Lehrer werden immer leichter reizbar. Dadurch werden die Kinder einem noch größeren Druck ausgesetzt. Der ist vielleicht nicht ganz so schlimm wie der, der von Mitschülern heraufbeschwört wird, aber wenn man beiden zusammen ausgesetzt ist, kann man sich nicht mehr richtig konzentrieren, hat riesige Prüfungsangst etc. was folglich den Noten schadet und wenn dann niemand und/oder kein Geld für Nachhilfe etc. vorhanden ist, kann man das auch nur schwer wieder ausbaden, der Druck wächst, man rutscht noch mehr ab ... Das ist ein richtiger Teufelskreis. Nigtcrawler |
| gekitsu | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nigtcrawler [/i] [B]Ich sollte es vielleicht nicht laut sagen, aber in Bayern ist es auch so, dass vor allem die Leute Erfolg haben, die in der CSU sind. Wenn die Eltern in der CSU, vielleicht sogar aktiv sind, hat das Kind eine größere Chance die Schule 'unversehrt' hinter sich zu bringen.[/B][/QUOTE] auch wenn ich dir bezueglich g8 voll zustimme, kann ich das definitiv nicht unterschreiben. ich bin auch aus bayern - und hab im gymnasium wenn ueberhaupt einen zusammenhang zwischen "alltag" und politischer ausrichtung, dann eher andersrum mitgekriegt. als "schwarzer" stand ich in der schule eigentlich fast grundsaetzlich gegen die mehrheit der klasse. von den lehrern ganz zu schweigen. konservative lehrer waren und sind auch hier in bayern die ausnahme. insbesondere mit geschichte/sozialkunde/deutschlehrern hab ich schlechte erfahrungen gemacht: mengenweise relikte der 68er, die komischerweise nur ueber die haelfte des stoffes neutral referieren konnten. die krone war dann, als mir ein deutschlehrer (nicht privat im uebrigen, sondern in einer inhaltlichen diskussion im unterricht) mitteilte, dass wenn wir die gesellschaft irgendwie retten wollen, wir zu den sozialistischen idealen zurueckkehren muessten, weil alles andere in der entmenschlichung des menschen ende... |
| paranuit | nightcrawler und gekitsu vielleicht ist grund eurer meinungsverschiedenheit nur, dass ihr beide dazu neigt ein ganzes bundesland zu pauschalisieren. ich kann mir nicht vorstellen, dass es an baiern an schulen überwiegend linke lehrer und schüler gibt (das war vielleicht an dieser einen schule so, wenn überhaupt, dazu müsste man erst mal wissen, was alle lehrer oder schüler denken, befragt hast du sie sicherlich nicht?) das gleiche gilt für die csu-mitgliedschaft der eltern in bezug auf die bevorteilung von schülern. |
| gekitsu | sicher, da hast recht. :) mir ist das von nightcrawler nur etwas aufgestossen, weils sich grad wieder anohoerte wie die platte vom erzreaktionaeren bayern, wo es ausser vetternwirtschaft nix gibt. daher meine persoenlichen erfahrungen - womit zumindest der anspruch der allgemeinen gueltigkeit von nightcrawlers ausfuehrungen zur csu widerlegt waeren. ;) |
| Schwarzer Prinz | quatsch, arm o. reich. jeder deutsche bürger mit zumindest hauptschulabschluß kann an einer abend schule sein abi machen....und es kostet ( jedenfalls als ich es gemacht hatte ) lediglich die fahrtkosten u. die paar bücher die man selber zahlen muß, das wird einem die bildung wohl wert sein. und wie ich auch an den azubis auf der firma sehe, die sind keine analphabeten. daher halte ich auch das argument der firmen, sie würden keine geeigneten azubis kriegen ( alle zu dumm, zu faul etc. ) für schwachsinn. |
| paranuit | gekitsu na das ist dir auf jeden fall gelungen.;) schwrzer prinz: darum geht es meiner meinung nach nicht vorrangig. das abi lässt sich später nachholen. während andere, die ihr abi bereits in der tasche haben, schon studieren und schon allein einen zeitlichen vorteil genießen. davon abgesehen glauben viele leute, die durch bedingungen ihres umfeldes mitbedingt, gerade mal einen hauptschulabschluss haben, oder vielleicht nicht mal den, nicht mehr daran, dass sie fähig sind, die bildung aufzuholen. sie erfahren sich als dumm und prägen ihr selbstbild in dieser hinsicht. außerdem dürfte einem hauptschulabsolventen auch ein später nachzuholendes abitur wesentlich schwerer fallen, als einem realschulasolventen. ich bin mir sicher, dass jemand, der in seiner schulzeit nicht die Rechtschreibung und die Bruchrechnung beherrschen gelernt hat, dort gut mithalten kann. |
| Black Reaper | [QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i] [B]Es ist unsinnig auf andere Länder zu zeigen und zu behaupten deren Bildungssystem sei 1:! auf ein anderes Land übertragbar. Finland hat eine andere Bevölkerungsstruktur, eine andere soziale und wirtschaftliche Situation als Deutschland. Was irgendwo funktioniert, klappt hier deshalb noch lange nicht. [/B][/QUOTE] Alles richtig... Aber Finnland hat ein Schulsystem, das trotzdem sehr viel besser ist, und das unabhängig von der Bevölkerungsstruktur... Anhand der neuen Erkenntnisse der Verhaltens- und Lernforschung gemessen ist das deutsche System eins der schlechtesten und das finnische sehr gut wie auch sinnvoll... Stress wird beispielsweise durch Klausuren und Noten-Druck erzeugt... Hier ab der 3. Klasse standardisiert, aber in Finnland meines Wissens ab der 8. oder 9. Klasse... Und wie kommt's, dass die Kinder da nicht dümmer sind als hier, wo sie doch nicht kontrolliert werden? Ganz einfach, sie lernen ab der ersten Klasse, bzw. schon im Kindergarten Selbsteinschätzung und können auch ihr Lerntempo selbst bestimmen... So kann beispielsweise Zeit, die für ein Fach gebraucht wird, für ein anderes aufgewendet werden, in dem Betreffende/r leistungsschwächer ist. Hier hätte dieses Verhalten einen schlichten Anschiss zur Folge, weil man sich ja mit "fachfremden Aktivitäten" die Zeit vertreibt... Abgesehen davon ist die Schule dort oben sehr viel liberaler und somit sehr viel angenehmer als hier... Da wird der kindliche Lerntrieb noch unterstützt anstatt ihn wie hier auszumerzen, damit's auch ja in's Unterrichtsschema passt... So macht man Kinder faul, denn Lernen wird nicht als schön, sondern als unangenehm empfunden, wie fast jede Arbeit... Soviel erstmal dazu, aktuell hab ich ein wenig Zeitdruck... Bei weiterem Interesse stehe ich gerne zur Verfügung... Gruß, Black Reaper |
| Schwarzer Prinz | [QUOTE][i] darum geht es meiner meinung nach nicht vorrangig. das abi lässt sich später nachholen. während andere, die ihr abi bereits in der tasche haben, schon studieren und schon allein einen zeitlichen vorteil genießen. davon abgesehen glauben viele leute, die durch bedingungen ihres umfeldes mitbedingt, gerade mal einen hauptschulabschluss haben, oder vielleicht nicht mal den, nicht mehr daran, dass sie fähig sind, die bildung aufzuholen. sie erfahren sich als dumm und prägen ihr selbstbild in dieser hinsicht. außerdem dürfte einem hauptschulabsolventen auch ein später nachzuholendes abitur wesentlich schwerer fallen, als einem realschulasolventen. ich bin mir sicher, dass jemand, der in seiner schulzeit nicht die Rechtschreibung und die Bruchrechnung beherrschen gelernt hat, dort gut mithalten kann. [/B][/QUOTE] mag sein, naja es wird einem ja auch net alles auf goldenen tablets serviert ( wie viele heutzutage zu meinen scheinen ). man muß schon was tun, lernen etc. in büchereien gibt es genug bücher zu allen möglichen themen. ich habe auch mathe mit 2 büchern aus der bücherei gelernt ( als beispiel ).... aber letzlich muß jeder selber wissen, was er tut. den ganzen tag tv glotzen oder lernen ;) ich halte es da eher mit computerspielen, die mich immer ablenken, naja :( |
| Nigtcrawler | @ Gekitsu und paranuit Schon möglich, dass es in anderen Gegenden in Bayern anders ist. ^^ Es ist nur so, dass es in meiner Gegend auf den Dörfern und in den Kleinstadtschulen eben doch so ist (zumindest auf meiner Schule). Vielleicht liegt mein 'CSU-Mitglieder-werden-besser-behandelt'-Empfinden ja darin, dass ich mit meinem erzkonservativen Direktor und einem noch konservativeren Lehrer (beide überzeugt CSU-Mitglieder) keine allzuguten Erfahrungen gemacht habe, und dass in den ganzen Käffern um mich herum vor allem Konservative rumlaufen... Klar gibt es auch genügend Lehrer die anders sind, aber vor allem an die Direktorenposten kommen fast ausschließlich CSU-Mitglieder. Ich verweiße auf den Streit an einer Nürnberger Schule, wer neuer Rektor wird. Der bei weitem weniger qualifizierte 'CSU-ler' wurde genommen, der andere 'Nicht-CSU-ler' eben nicht. Aber auch da gibt es Ausnahmen, ... aber wie sagt man so schön: Ausnahmen bestätigen die Regel... :p Und das mit der 'Vetterleswirtschaft' ... es gibt sie (nicht nur in Bayern) wahrscheinlich vor allem in Dörfern und vielleicht noch in Kleinstädten. In großen Städten dürfte das mittlerweile kein großes Thema mehr sein. Wobei der mit Beziehungen natürlich schon größere Chancen hat ... ;) |
| Finn | Tja das böse deutsche Schulsystem dessen Mühlen mich immer noch mahlen. Allerdings möcht ich doch sagen das es eine Gesamtschulmühle ist, deren Schüler sich nicht nur aus den besser verdienenden zusammensetzt und die dennoch einen sehr hohen Bildunsstand hervorbringt. Es gibt sie nämlich, diese alternativen zu der deutschen Schuldreifaltigkeit. Allerdings sind diese nicht sehr gern von unseren christlichen Demokraten gesehen. Wir wollen ja nicht das unsere "unteren" Schichten plötzlich zu denken anfangen und wir auf unsere schönen Arbeitskräfte verzichten müssen die uns doch soviel schönes Geld in die Kassen spülen und noch nicht mal murren, weil sie häufig nicht ausgebildet genug sind um zu erkennen das sie betrogen werden. |
| Darket | [QUOTE]Aber Finnland hat ein Schulsystem, das trotzdem sehr viel besser ist, und das unabhängig von der Bevölkerungsstruktur... Anhand der neuen Erkenntnisse der Verhaltens- und Lernforschung gemessen ist das deutsche System eins der schlechtesten und das finnische sehr gut wie auch sinnvoll... Stress wird beispielsweise durch Klausuren und Noten-Druck erzeugt... Hier ab der 3. Klasse standardisiert, aber in Finnland meines Wissens ab der 8. oder 9. Klasse...[/QUOTE] Möglich, allerdings ändert es nichts daran, dass es fern jeder Realität ist das finnische Schulsystem als per se gut und das deutsche umgekehrt als schlecht darzustellen. Wie Blackdragon schon anmerkte (der Mann ist vom Fach ;) ), das deutsche System ist nicht zwingend ganz schlecht, es gibt nur einige Punkte, an denen nachgebessert werden muss. Ein wichtiger ist ein gutes Vorschulsystem. Ich habe selbst kürzlich miterleben dürfen, wie wirkungsvoll so etwas ist. Ein anderer Punkt ist, gänzlich unabhängig vom eigentlichen Bildungssystem, der Arbeitsmarkt. Dieses Land entwickelt sich hin zur totalen Hightech- und Dienstleistungsgesellschaft. Das hat zur Folge, dass reale Arbeitsmarktchancen vom Schulabschluss abhängen. Da die Tendenz dazu geht eigentlich nur noch Abiturienten einzustellen (in Zeiten, in denen Aldi nur noch Leute mit Abi zur Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann ausbildet...), das widerum führt dazu, dass mehr Leute überhaupt Abitur machen wollen, was widerum dazu führt, dass mehr und mehr Menschen auf die Gymnasien strömen, deren persönliche Qualifikation dafür nicht ausreicht, was widerum ganz klar die Anforderungen und damit die Qualität der Ausbildung bremst. Dem kann nur entgegengewirkt werden, indem, wie es ja schon geschieht, ein generelles Niveau von übergeordneter Stelle festgelegt wird. Das ist zwar wirksam um die Qualität in etwa zu halten, jedoch leider nicht die Lösung aller Probleme. Ein weiterer Punkt, den ich allein von Berufs wegen so sehe ist der, dass Pädagogen in diesem Lande einfach gnadenlos unterbezahlt sind. Die wichtigsten Lernphasen von Kindern sind etwa zwischen 2 und 5 Jahren anzusiedeln. Erzieher sind die hierzulande am schlechtesten bezahlten Pädagogen überhaupt (das Einsteigseinkommen für die, die gerade aus der Ausbildung kommen, liegt bei ca. 1100 Euro :rolleyes: ). Auf diese Weise bekommt man keine hochqualifizierten Fachkräfte, was sich widerum beim Bildungsstand bemerkbar macht. Bevor man das gesamte Schulsystem auseinander nimmt, ist es sehr viel sinnvoller mal zu schauen was das bestehende System in der Effizienz eigentlich hemmt. |
| Jahwe | [QUOTE][i]Original geschrieben von BlackDragon [/i] [B]Und es ist mal wieder soweit: die neueste PISA-Studie ist raus und wird - wie es schon fast Tradition ist - zum Spielball der verschiedenen Interessensvertreter. Es wundert mich kaum mehr, dass diese Studie, die ungefähr so wissenschaftlich und repräsentativ ist, als wäre sie von der Zeitung, die ebenfalls vier große Buchstaben im Namen trägt, entwickelt worden, so viele selbsternannte Fachleute vor die Kameras lockt und je nach den jeweiligen Zielvorstellungen ausgeschlachtet wird. [/B][/QUOTE] Sehr schön :D |
| Kampfsau | [QUOTE]Mit Motivation hat das nicht immer unbedingt was zu tun. Es wurde ja auch gesagt, dass Schüler den gleichen Wissenstands in den Tests hatten; kamen sie aus einer reichen Familie waren sie auf dem Gymnasium, kamen sie aus einer armen Familie waren sie auf der Hauptschule. Das sollte zu denken geben. Hier wurden einfach die sozialen Schichten getrennt, unahängig vom Bildungsstand. Man kommt ja heute nur auf Empfehlung auf ein Gymnasium. Und es ist leider so, dass Kinder aus den sozialen Brennpunkten weniger Empfehlungen bekommen. Bei uns im Gymnasium damals konnte man die "Armen" an einer Hand abzählen.[/QUOTE] Also ich gehe auch aufs Gymnasium und komme aus geordneten Verhältnissen.Ich muss aber sagen,dass manche die in meine Kurse gehen,eigentlich nur mittelmäßige oder schlechte Leistungen bringen.Andererseits gibt es Realschüler die sich in der Oberstufe ganz gut bewähren.Das schlauste Mädchen das ich kenne kommt aber aus einer nicht ganz so gut betuchten Familie. Andererseits sind die allerbesten Schüler schon von Anfang an auf dem Gymnasium gewesen und haben Klassen übersprungen. Aber ich denke mal während der Schulzeit ist das nicht wirklich ungerecht.Der Lehrer gibt dir Noten und beurteilt nach deinen Leistungen.Diese Bewertung kann man manchmal kritisieren.Die Empfehlungen sind aber nicht bindent.Du kannst dein Kind trotzdem auf eine andere als die empfohlende Schulform schicken. Doch ich denke es gibt keinen Lehrer der sagt,"Der dort sieht aus als käme er aus armen Verhältnissen und deswegen werde ich ihn trotz guter Leistungen auf eine niedrigere Schulform schicken." Ich saß damals auch mit einer Realschulempfehlung im Gymnasium.Ich habe nie Nachhilfe genommen,mein Vater hat mir auch nie geholfen(ich hatte keine Lust weil er immer so schnell die Geduld verlor).Ich hatte nur die Notizen aus meinen Blättern und die Schulbücher. Wenn man etwas schlauer ist,dann kann man auch alleine damit lernen. [QUOTE]Vielleicht sollten sie erst einmal die Lehrer genauer unter die Lupe nehmen, bevor sie das ganze Bildungssystem reformieren[/QUOTE] Die müssen auch immer für alles herhalten.Ich habe aber nur Gymnasiallehrer,ich weiß nicht inwieweit deren Ausbildung sich unterscheidet.Aber ich viele begreifen ja auch recht schnell. Das Problem ist,es gib zuwenig Lehrer und Klassenräume. Nicht selten sitzt man mit 30 Leuten in einem Klassenraum. Und manche Schüler sind richtig dumm und verstehen nichtmal die simpelsten Zusammenhänge.Ich fände es nicht gerecht immer anderen die Schuld zu geben.Ich denke teilweise auch ewig über Probleme nach,frage Freunde und Mitschüler wenn ich nicht verstanden habe,meistens komme ich aber schon alleine auf die Lösung. Das ist doch auch ein Teil der Intelligenz,wie man selber Zusammenhänge erschließen kann und nicht erst alles von anderen in mundgerechte Portionen vorgekaut bekommen. In der Oberstufe und später an der Universität muss man viel selbstständiger arbeiten |
| Erbin der Asche | leider ´habe ich momentan nicht die Zeit mich hier wirklich zu diesem Thema ausfürlich zu äußern. nur eins möchte ich sagen, mein Schultag beginnt um 8 und endet ca. um 22.30 abends. mit allem hausaufgaben zusätzliches lernen, vorbereiten ect.ect. und da gibt es wirklich noch leute die mich( jetzt etwas speziel zus ein) als einen pisaidioten abstempelt. ich finde das eine bodenlose frechheit... |
| gekitsu | weder die arbeitszeit noch die aufgewendete muehe oder sonstwas sind entscheidend - entscheidend ist, was zum schluss dabei rauskommt. |