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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Altenpflege
disturbedHallo an alle,

mal eine Frage, die mich schon ziemlich lange beschäftigt.

Was stellt sich der Mensch vor, wenn jemand sagt er arbeite in einem Altenheim?

Würde mich nur mal interessieren.

Ich bin darauf gekommen, weil ich heute ein gespräch mithörte in dem es darum ging, das Angehörige einer pflegebedürftigen Frau sagten, das sie sehr viel abgenommen hätte und das es so aussehen würde, als läße man sie hier " verhungern"!
Glaubt ihr das so was möglich ist?
AlienSexFiend...in der Alten"pflege" ist heutzutage leider alles möglich...
NnordyNatürlich ist das möglich!!!!! Eine Pflegekraft auf 30 Alte - mach das mal. Außerdem sind da ja auch Menschen dabei, die noch mehr medizinische Versorgung benötigen (wozu man eigentlich eine Krankenpflegekraft einstellen muß, denn Altenpfleger können und dürfen best. Sachen gar nicht machen - müssen sie aber teilweise, wenn das Heim keine Fachkraft anstellt) und zeitintensiver sind. Da kann ich mir durchaus vorstellen, daß vergessen wird, daß Herr S. noch kein Abendessen hatte...
Der Pflegenotstand in Deutschland hängt u.a. daran, daß niemand mehr den Job bei der miesen Bezahlung machen will. Berufung hin oder her - davon kann ich meine Familie nicht ernähren. Von der psychischen und physischen Belastung mal ganz abgesehen...
Betet, daß wir niemals alt werden.
Lady Morguenatürlich ist das möglich. kommt auf die kompetenz des heims an.
vielleicht is es aber auch "nur" der körperliche abbau eines menschen (der evtl. sogar die nahrung verweigert). ich seh es leider selber zur zeit an meiner oma, die seit einer woche in einem altenpflegeheim ist, da wir den pflegeaufwand zu hause nicht mehr bewältigen können. sie nimmt kaum noch nahrung zu sich und da nützt es auch nix wenn wir oder das pflegepersonal es ihr nahelegen, man kann sie schließlich nicht zwingen.
meine familie und ich entdecken viele parallelen zu den letzten tagen meiner anderen oma die im feb. gestorben ist. dadurch sind wir natürlich sensibilisiert zur zeit, sprich was uns vorher nicht so arg aufgefallen ist(seien es auch noch so kleinigkeiten), weil man noch die hoffnung hatte das es in so kurzer zeit nicht so schlimm kommen würde, weil man es einfach nicht wahr haben wollte, nehmen wir heute schon als die ersten warnsignale wahr. es ist so, dass beim körperlichen abbau, das gesicht sehr stark einfällt, alles etwas knöchern, fast skelettartig wird.

dazu müsste man aber den allgemeinzustand der pflegebedürftigen dame wissen(was bei einem aufgeschnappten gespräch natürlich nicht immer möglich ist). wenn es ihr soweit ganz gut geht, kann es durchaus sein, dass das heim sie vernachlässigt oder wenn es ihr ohne hin schon sehr sehr schlecht geht, wär es auch durchaus möglich, dass es eben abbau ist und die angehörigen es, so wie wir vor 3 monaten, einfach nicht wahr haben wollten...

in jedem fall sollte man die augen offen halten und evtl. den hausarzt einschalten, der überpüfen soll ob eine unterernährung vorliegt.
Gnom1218Es muß nicht unbedingt an der mangelnden Pflege liegen. Ne Freundin von mir arbeitet bei mir zu Hause im Altenheim. Sie erzählt oft davon, daß ältere Menschen dort einigermaßen fit hinkommen, aber halt teilweise von ihren Verwandten "abgeschoben" worden sind. Sie würden dann oft ihren Lebenswillen verlieren und eben rapide abbauen. Natürlich tut der Notstand im Pflegebereich noch einiges dazu...
Tiberon...
in jedem Fall sollte man seine Oma nicht in ein Altenheim stecken
...
herz23Eine Freundin von mir macht ein Praktikum im Altenheim und ganz ehrlich, die Storys, die sie jeden Tag auf dem Tisch legt sind paradisisch.
Im Altenheim wo sie arbeitet haben die Senioren Mittags ein Menü wie im Restaurant, erst eine Vorsuppe, dann ein ganz equisites (sorry, wenns falsch geschrieben ist) Hauptgericht und jeden Tag auch einen Vrozüglichen Nachtisch, an dem ich mich auch schon laben durfte.

Jeden Tag bringt sie Essenreste mit nach Hause, weil so viel gekocht und gebacken wird.
Sie sagt auch das alles da in Massen ist und mehr als Lecker.
Gestern erst brachte sie ein ganzes Tablett selbst gemachtes Tiramisu mit, ich muss sagen, das war noch leckerer, als meines!!

Auch die Zimmer sind dort wohl sehr geräumig und schön hell.
Sie sagt, dort leben die Senioren wie Könige.

Aber um mal auf den Gewichtsverlust zu kommen:

Sie sagte auch, das die Senioren nicht viel essen, auch wenn mehr als reichlich da ist.
Sie essen langsam und wenig, um so älter sie werden.
Sie sagt, es sei schade um das gute viele Essen.

Aber das Altenheim habe keine Schuld daran, das so viele alte Menschen immer weniger essen.
NnordyEs gibt solche und solche Heime. Kann auch sein daß deine Freundin in einem Heim für Privatpatienten arbeitet - oder eben für gut betuchte ältere Leute, denen geht's in der Regel ganz gut.
Richtig ist, daß alte Leute weniger essen, das ist auch ganz normal. Ich würde allerdings nicht behaupten, daß sie das tun, um älter zu werden (wer sagt das?), sondern eben weil der Magen anders arbeitet und weil sie naturgemäß weniger Kalorien verbrauchen als ein aktiver (= junger, berufstätiger, sportbetreibender) jüngerer Mensch.
@Tiberon: Manchmal geht es nicht anders. WEnn ein alter Mensch pflegebedürftig wird, und zwar richtig schlimm, kann es die Familie häufig nicht leisten, ihn angemessen zu pflegen. Wenn jemand z.B. nach Schlaganfall nicht mehr allein aufstehen, sich nicht mehr waschen, allein aufs Klo gehen kann, wenn er Spritzen braucht, einen Katheter usw., ist dies meist zu viel für die Angehörigen. Es gibt zwar Pflegedienste, aber ich kann es verstehen, wenn Leute nach einiger Zeit sagen, daß es nicht mehr geht. Es ist auch eine ungeheure Belastung. Klar, abschieben finde ich auch nicht ok. Aber in solchen Fällen wie einer Pflegestufe 2 oder 3 habe ich dafür vollstes Verständnis, gerade auch dann, wenn die Kinder alle berufstätig sind und der Ehepartner verstorben ist...
Aber wie gesagt, es gibt super Altersheime und es gibt ganz entsetzliche, wobei letztere leider häufiger vorkommen...
TiberonInakzeptabel.
Es mag sicherlich Zustände geben, mit denen ein Nichtarzt, oder Nichtkrankenpfleger nicht mehr umgehen kann. Doch schau mal in ein Altenheim ... die Leute da sind einfach nur alt und leiden an den 'üblichen' Gebrechen. Ist es in Ordnung, seine Mutter ins Heim zu stecken, weil sie vom Aufstehen bis zum Frühstückstisch mehr als 5 Minuten brauch?
Meine Urgroßmutter hatte 2 oder 3 Schlaganfälle und natürlich ist es eine Belastung gewesen. Ich sehe aber keinen Grund, Menschen, denen man viel bis alles zu verdanken hat, in eine Vorstufe des Friedhofs zu schicken, um dann jeden 2. Samstag mal für eine viertel Stunde vorbeizuschaun.
NnordyIch kenne aus der Heimpflege nur Fälle, in denen es wirklich schlimm war. Ich kann es verstehen, wenn jemand nach mehreren Jahren nicht mehr kann. Du kannst niemals weg, weil Du die Verantwortung für den Menschen hast, der regelmäßig gepflegt werden muß. Natürlich ist es nicht ok, wenn man die Oma, bloß weil sie langsamer ist, ins Heim abschiebt. Wir haben unsere Oma auch 3 Jahre zu Hause gepflegt, aber wenigstens konnte sie bis kurz vor ihrem Tod auch noch allein aufstehen usw. Aber wie gesagt, bei einer Pflegestufe 2-3 kann ein (gutes!) Altenheim einfach eine bessere Versorgung gewährleisten. Es liegt dann in der Verantwortung der Kinder, ein entsprechendes Heim zu suchen und die kranke Person nicht ins nächstbeste abzuschieben, ganz klar.

Es gibt solche Pflegeheime, wie sie von herz23 geschildert wurden, selten, aber doch. Ich persönlich finde das betreute Wohnen eine akzeptable Lösung, denn dort sind auch Ärzte und Pflegepersonal anwesend, so daß, auch wenn jemand sich verletzt, sofort die nötige Versorgung gewährleistet ist.

Frag doch mal die Leute, warum sie ihre Eltern und Großeltern abschieben. Es sind immer die gleichen Gründe: Egoismus und Ablehnen einer Verantwortung. DAs ist schlimm, aber das ist unsere Gesellschaft. Demnächst - wenns nach der JU geht - kriegen alte Menschen kein neues Hüftgelenk mehr, weil sie ja eh bald abnippeln. Das ist die Einstellung unserer jungen, leistungsbezogenen GEsellschaft zu alten Menschen. Wer alt ist, hat keinen Wert mehr. In anderen Kulturen sind die Alten aufgrund ihrer WEisheit hoch angesehen, aber in den Industrieländern ist Jugend Trumpf. Das ist, wie man sieht, v.a. ein gesellschaftliches Problem...
DarketDer Zustand in dem die Altenpflege in Deutschland teilweise ist, ist schockierend, noch schockierender ist teilweise allerdings was für Leute auf die alten Menschen losgelassen werden. Ein Freund von mir musste vor einigen Monaten im Rahmen seiner Schulausbildung ein Praktikum in einem seniorenheim machen. Er hat dabei eines Tages ein Zimmer betreten, in dem ein Pfleger damit beschäftigt war eine etwa 90jährige Frau zu schlagen. Er hat ihn dann angezeigt, ist vom Heim ausdrücklich belobigt worden, aber allein die Tatsache, dass das passiert findeich schockierend.
Tiberon[QUOTE][i]Original geschrieben von Nnordy [/i]
[B]Frag doch mal die Leute, warum sie ihre Eltern und Großeltern abschieben. Es sind immer die gleichen Gründe: Egoismus und Ablehnen einer Verantwortung.[/B][/QUOTE]Und genau deswegen ist es auch inakzeptabel. Bei uns warens afair 4 Jahre, in denen immer jemand zu Hause sein mußte. Ich kenn Pflegestufen nicht, doch weiß ich wie's ausschaut, wenn ein Mensch den einen Tag deinen Namen zwar weiß, ihn aber nicht aussprechen kann, am nächsten deinen Namen nicht mehr weiß, am übernächsten geistig in Topform ist, aber kaum einen Teil des Körpers unter Kontrolle hat, usw ..

Ja, es ist schlimm.
Es kann doch nicht angehn, daß ich wegen so einem verhuzelten Menschen auf meine Freizeit verzichte, oder gar beruflich zurückstecke und so die Beförderung vom popeligen Angestellten zum popeligen Angestellten verpasse ... :mad:

Nein, ich bin der Meinung, man hat nicht die Verantwortung, ein passendes Heim zu finden, sondern den alten Menschen nach Hause zu holen.
NnordyDas ehrt Dich, aber wie bereits geschildert: Das findest Du nur noch in 20% der Fälle. Krempel unsere Gesellschaft um - das wäre in meinen Augen der einzige Weg, um an den Mißständen etwas zu ändern.

Ab Pflegestufe 2 kannst Du davon ausgehen daß der betroffene Mensch professionelle Versorgung durch einen Pflegedienst braucht. Pflegestufe 3 ist zumeist so, daß der Patient zu Hause an medizinischen Geräten hängt (z.B. Beatmungsgeräte) die nur von Fachpersonal bedient werden können. - Im übrigen muß es nicht unbedingt besser sein, wenn der alte Mensch zu Hause ist. Ich hab von meinem Mann, der in der Heimpflege tätig ist, da schon Storys mitbekommen, die mir die Haare zu BErge stehen lassen. Da liegt die Mutter 20 Jahre im gleichen Bett, wird nie umgelagert, und es kam, wie es kommen mußte: Der ganze hintere Teil der Dame war ein einziger großer Dekubitus, die Schmerzen müssen unvorstellbar gewesen sein...
CaranaldionWie Nnordy schon erwähnte, es gibt solche und solche Heime bzw. Pflegeeinrichtungen allgemein.
Problematisch ist m.E. auch, dass sich die Pflegeeinrichtungen untereinandernciht grün sind. Ich habe meinen Zivildienst in einem Altenheim geleistet, und habe jetzt drei Jahre Krankenpflegeausbildung hinter mir. In den Altenheimen wird gewettert, daß die Menschen in den Krankenhäusern "herunterkommen" oder vernachlässigt werden, und umgekehrt genauso .
Ich muss gestehen , als ich Tiberion's Ausspruch von der "Vorstufe zum Friedhof" las, hab ich mir erstmal furchtbar aufgeregt. Denke ich aber sachlich darüber nach, muss ich ihm im Kernpunkt recht geben . In den Fällen, wo der/die Pflegebedürftige abgeschoben wird, ist das durchaus der Fall. Und dann ist "jeden 2. Samstag" noch oft, was Besuche angeht. In meinen 12 Monaten Zivildienst dort habe ich Bewohner erlebt, die in diesen 12 Monaten kein einziges Mal besucht hatten. Weder an Feiertagen, noch sonst...

Nichtsdestotrotz befürworte ich Altenheime oder Pflegeheime. Manche Erkrankungen können einfach nicht zu Hause versorgt werden, auch wenn 24 h/d jemand anwesend ist. Menschen, die auf künstliche Beatmung angewiesen sind z.B. , die findet man nicht nur in Pflegeheimen .

Altenheimbewohner, die noch relativ fit und auch geistig klar im Kopf waren, haben mir auch erzählt, sie seihen freiwillig und teilweise auch gegen den Willen ihrer Angehörigen ins Altenheim gegangen, um einer Isolation vorzubeugen, und auch , um eine Art Sicherheit zu haben, wie sie sagten.

@ Darket
Weisst du, was mit dem Pfleger geschah ? Leider fliegen solche Monster nur aus der einen Stelle raus, finden aber wieder woanders eine Anstellung.
TiberonNun, das Altenheim welches mir bekannt ist fällt wohl unter die Kategorie "solche".
Denn meine zweite Urgroßmutter lag (von der Verwandschaft in s Heim gesteckt) dort mal über Stunden in eine leeren Badewanne - ein Vergnügen, auf das selbst ich mit meinen 26 Jahren nur allzu gern verzichte.
Von daher stammt auch mein Eindruck, daß die meisten Rentner dorthin einfach 'abgeschoben' werden.

Und wie was ändern?
Was willst du ändern, bei einer Welt, in der man ob der ersten Falten ins Dellirium fällt und sich 60jährige noch einer Schönheits-OP unterziehen??
Black Reaper[QUOTE][i]Original geschrieben von Tiberon [/i]
[B]...
in jedem Fall sollte man seine Oma nicht in ein Altenheim stecken
... [/B][/QUOTE]

Glaubst du, das finden die Angehörigen lustig? :mad:

Glaube mir, mein Opa liegt im Altenheim, weil man ihn zuhause nicht mehr versorgen konnte, der konnte für sich selbst nicht mehr sorgen, brauchte im Prinzip laufend jemanden, der sofort zur Stelle sein konnte. Das konnte nur seine Frau auch nicht mehr leisten, zuden kommt auch sie kaum noch aus der Wohnung raus... Er musste einfach in ein Heim, weil es die Angehöhrigen nicht mehr schaffen konnten...

Da von "in ein Heim stecken" zu reden empfinde ich als Beleidigung. Wenn ich etwas falsch interpretiert habe, so äußert es bitte.

Gruß,

Black Reaper
Darket@Cara
Ich hab keine Ahung, er ist da wohl rausgeflogen, aber da mein Kumpel auch nur nen paar Wochen da war, hab ich keine weiteren Infos
Tiberon@Black Reaper: bei vielen merkt man das schlechte Gewissen, wenn man auf dieses Thema zu sprechen kommt - und dann bleibt mir nicht, als anzunehmen, es hätte auch andere Möglichkeiten gegeben. Was soll man auch von Leuten halten, die nicht mehr in den Spiegel schauen können, weil sie ihre Eltern oder Großeltern ins Heim gesteckt haben...
the_illusion[QUOTE][i]Original geschrieben von Tiberon [/i]
[B]...
in jedem Fall sollte man seine Oma nicht in ein Altenheim stecken
... [/B][/QUOTE]


es gibt auch alte leute, die freiwillig in ein altenheim gehen!
eigentlich haben die meisten nur dort chancen, kontakte zu knüpfen. denk mal nach, wie oft eine alte person, die nicht mehr gut gehen kann, aus dem haus kommt und andere leute trifft...
also grundsätzlich finde ich altenheime nicht schlecht. nur würde ich die alte person selbst eintscheiden lassen, ob sie es will oder nicht.
ancient[QUOTE]als läße man sie hier " verhungern"!Glaubt ihr das so was möglich ist? [/QUOTE]

die fragestellung ist schon mal völlig falsch. :(

richtig wäre gewesen: ist es möglich...das im heim xyz...leute kein essen bekommen.;)

grad in der altenpflege sind da starke differenzierungen angebracht. obwohl ich auch gern verallgemeinere...:rolleyes: in diesem fall ist es aber sehr wichtig die nicht zu tun.

also erstmal verdient man in der altenpflege nicht ganz so wenig wie hier geschrieben wird. die altenpflegeszene boomt grad...
es fehlen nur ausgebildete pfleger überall.
ich möcht nicht mal sagen...das die leute grundsätzlich immer überfordert sind...eher ist es so...das vom pflegepersonal nur ein geringer teil für den job geegnet ist. viele machen den job nur...um überhaupt eine einnahmequelle zu haben
die belastungen eines pflegers werden dabei meist unterschätzt. solch "ausraster" wie von darket beschrieben...sind meist die folge. andererseits gibts umgedreht mindestens genausoviele übergriffe. es muß also keineswegs immer "der arme patient" heißen...
es gibt viele gründe...die zu überreaktion führen z.b. persönl. probs...unsymphatie...stress...interne machtspielchen...usw usw

das leute...die mal nen praktikum machen und nur mal kurz in den beruf riechen...alles in frage stellen ist normal und wohl in jedem job so. das die beschriebene szene so ausartete ist natürlich bedauerlich.

normal müßten pfleger alle paar jahre einen anderen job zwischendurch machen. somit würde die routine nicht ganz so dramatisch die menschlichkeit in den hintergrund drängen.

jeder beruf der mit leid zu tun hat...muß irgendwie verarbeitet werden. egal ob pflegepersonal...arzt...feuerwehrmann...polizist...jeder mußt irgendwie abschalten können. daraus stumpft man einfach nach einer gewissen zeit ab...und empfindungen werden nur noch wenig wahrgenommen.

die eingangsfrage von disturbed ist somit nicht pauschal so zu beantworten. die einfache antwort wäre: ja. so etwas ist in jedem heim der welt möglich.
menschen sind keine roboter und fehler sind nunmal immer drin. sicher sind die auswirkungen bei jedem beruf andere. ebenso ist es deutlich von den mir obig genannten gründen abhängig.

gehabt euch wohl
ancient
Caranaldion[QUOTE][i]Original geschrieben von Tiberon [/i]
Und wie was ändern?
Was willst du ändern, bei einer Welt, in der man ob der ersten Falten ins Dellirium fällt und sich 60jährige noch einer Schönheits-OP unterziehen??[/QUOTE]

Ich fang bei mir an. Ich arbeite in dem Métier, und hab daher eine Chance, was zu ändern .
Ich setze manche Prioritäten anders, als es vielleicht "üblich" ist, und bin damit auch schon öfetrs angeeckt. Bemerkenswerterweise bei solchen Kolleginnen, bei denen derjenige am "besten" arbeitet, der am Schnellsten ist. glücklicherweise habe ich auch Kollegen, die kein Problem damit haben, wenn z.B. das Essen anreichen mal 20 Minuten oder auch eine halbe stunde dauert.

Aber mehr als bei einem selber anfangen oder in seinem (Arbeits)Umfeld kann man leider nicht tun, und vielleicht müssten Änderungen von seiten des Gesetzgebers her.
Es gibt Ein Krankenpflegegesetz, daß die Ausbildung und einiges andere regelt.
Das paradoxe und in meinen Augen hirnrissige ist:
§1 des Krankenpflegegesetzes schützt [u]ausschliesslich[/u] die Berufs[b]bezeichnung[/b] !! D.h. sich "krankenpfleger" oder "krankenschwester" nennen darf man nur nach der entsprechenden Ausbildung, für die arbeit an sich braucht man keinerlei Ausbildung, von dingen im Rahmen von behandlungspflege (SPritzen, Medikamente etc.) abgesehen.
Da kann ich mcih wirklich nur noch an den Kopf fassen
disturbed[QUOTE][i]Original geschrieben von ancient [/i]
[B]

also erstmal verdient man in der altenpflege nicht ganz so wenig wie hier geschrieben wird. die altenpflegeszene boomt grad...
es fehlen nur ausgebildete pfleger überall.
ancient [/B][/QUOTE]

Also ich kann mir nicht vorstellen, das die Altnepflegeszene boomt.
Meine Mutter ( seit übr 10 Jahren in der Altenpflege tätig) hatte sehr große Probleme einen Job zu finden. Sie kündigte in eine Heim, wo sie knapp 9 Jahre gearbeitet hatte. Sie macht ihr Exsamen und aufgrund zu weniger Bezahlung, kündigte sie. Sie fand gerade mal eine Stelle.
disturbed[QUOTE][i]Original geschrieben von Tiberon [/i]
[B]Inakzeptabel.
Ich sehe aber keinen Grund, Menschen, denen man viel bis alles zu verdanken hat, in eine Vorstufe des Friedhofs zu schicken, um dann jeden 2. Samstag mal für eine viertel Stunde vorbeizuschaun. [/B][/QUOTE]

Um sie in eine " Vorstufe des Friedhofes " zu schicken? Sag mal, was soll das denn sein? Schon mal daran gedacht, das es ihr da vielleicht besser geht? Sprich vorbeugung zur Sozialen Isolation und medizinische Versorgung. Also so was ärgert mich wirklich.

Natürlich gibt es heime in denen nicht sehr gut gepflegt wird, aber man kann es sich ja vorher anschauen und sich genügend Info´s über das Heim holen. Und mal ganz ehrlich: Glaubst du, das deine Kinder dich pflegen werden, wenn du mal ein paar Schlaganfälle hast?
MacIch war zusammen mit meinem vorbereitenden Praktikum fast ein Jahr im OP einer Augenklinik als Zivi und bin jetzt seit November in der Ausbildung zum Rettungsassistenten (mit Kliniks- und Wachenpraktika).

Mein persönliches Fazit, entweder ist genug Geld da um Uroma oder Opa in ein Superaltersheim zu schicken oder sie kommen in der 2. Klasse unter. Und selbst aus den teuren Altersheimen haben wir schon Leute rausgeholt, da schüttelst du echt nur noch mit dem Kopf.

Ich habe einfach zu viele ältere Menschen gesehen die kurz nach einem Kliniks- oder Heimaufenthalt so krass rapide abbauten um die chronische und systematische Vernachlässigung zu igonieren.

Symptomatisch ist für mich das Bild einer geriatrischen Rehaklinik....du kommst rein und hast stumme, stupide vor sich hin schauende alte Menschen um einen Tisch aufgebaut. Wenn sich überhaupt mal jemand vom Pflegepersonal aus ihrem persönlichen Zimmerchen herausbewegt bekommst du schon als Aussenstehender das Gefühl das sie jeden der Patienten als unangemessene Belastung empfinden, ich mag mir gar nicht vorstellen wie das die Patienten empfinden, die ja eigentlich im Vordergrund stehen sollten.


Ich habe auch schon super Altenpfleger(innen) erlebt die notfallmässig fitter waren als unser DAD und sich hingebungsvoll um ihre Patienten gekümmert haben......und in der Nachtschicht alleine das komplette Heim hatten mit 45-60 Menschen.

Es kommt immer, egal in welchem medizinisch/pflegerischen Bereich auf die Menschen an die dort arbeiten. Die Arbeit an sich macht mir wahnsinnig viel Spass. Es ist das Personal das mir wieder und wieder die Nerven raubt, eben weil das Essen zureichen länger dauert, ich zwei oder dreimal dem Patienten erkläre weil ers nicht verstanden hat oder äusserst kritisch meinen RettAss frage warum der Betrunkenen unbedingt in die Psychiatrie muss.


Und wenn ich mir meine Klasse anschaue und die Auswahlkritierien für den RettAss und das Bild auf die Altenpflege übertrage wundere ich mich über gar nichts mehr sondern beschliesse das ich weder meiner Oma noch meiner Mutter das selbe angedeihen lasse wie meiner Uroma. Ob das Bestand haben kann weiss ich nicht, vielleicht kann ich es mir wenn es soweit ist einfach finanziell nicht leisten soviel Zeit privat in ihre Pflege zu investieren.....vielleicht benötigen sie ärztliche Versorgung die nur in der Klinik oder dem Heim geboten werden kann, aber selbst dann halte ich die Feder in der Hand und werde kritisch kontrollieren wie es ihnen geht und ob die Versorgung stimmt.

Das kann jeder, man muss sich nur dieser patriarchialisch, ärztlich-medizischen Herrschaftskultur widersetzen und dem Pflegepersonal klar machen wer die letztliche Kontrolle hat.


Mac
Tiberon[QUOTE][i]Original geschrieben von disturbed [/i]
[B]Um sie in eine " Vorstufe des Friedhofes " zu schicken? Sag mal, was soll das denn sein? Schon mal daran gedacht, das es ihr da vielleicht besser geht? Sprich vorbeugung zur Sozialen Isolation und medizinische Versorgung. Also so was ärgert mich wirklich.[/B][/QUOTE]Man, bleib locker
Wenn du deine Mutter in ein Heim steckst, wo die Rentner alle durch nen immergrünen Garten hopsen, will ich nichts gesagt haben - ich, wobei mein Erfahrungshorizont diesbezüglich nicht besonders groß ist, kenne auch nur das von Mac geschilderte Szenario:
Alte Menschen sitzen 'leblos' in einem häßlichen Haus und gucken die Wand an.

Wobei mir unter dem Gesichtspunkt des derzeitigen Werteverständnises der Gesellschaft (Stichwort jung, dynamisch ...) auch das beste Heim mehr so vorkommt wie "Aus den Augen, aus dem Sinn", da man in der Silikonverpesteten Welt verschrumpelte Gesichter, deren Träger man auch noch stehend verfolgen kann, nicht ertragen zu können scheint.
disturbed[QUOTE][i]Original geschrieben von Tiberon [/i]
[B]Man, bleib locker..........

wobei mein Erfahrungshorizont diesbezüglich nicht besonders groß ist, kenne auch nur das von Mac geschilderte Szenario:
Alte Menschen sitzen 'leblos' in einem häßlichen Haus und gucken die Wand an.

. [/B][/QUOTE]

Tut mir leid, aber bei so einem satz kann ich nicht locker bleiben.

Ich sage ja nicht, das es nur sehr gute Heime oder sehr schlechte Heime gibt. Ich wollte nur wissen, was die meißten Menschen, die nicht im Pflegeberuf arbeiten, für eine Vorstellung von Altenheimen haben
ancient[QUOTE]Also ich kann mir nicht vorstellen, das die Altnepflegeszene boomt.[/QUOTE]

sicher mag das regional verschieden sein...hier in berlin werden jedenfalls derartig viele pfleger gesucht...das das aa diesen beruf derzeit als fast einzigen noch fördert bzw. umschulungen finanziert.
hagzissa13Ich habe schon sooo viele Patienten aus Altersheimen gesehen... da wird mir Angst und Bange bei der Aussicht, daß das Alter auch an mir nicht spurlos vorbeigeht...

Ich sah ungepflegte Menschen, kachektisch und derart ausgetrocknet, daß die Hautfalten wie in Stein gemeißelt stehen blieben und das Suchen einer Vene zur Verabreichung von Flüssigkeit zur Totour wurde...

Doch findet sich dann ein williges Venchen und transfundiert man die Patienten wieder etwas auf mit Flüssigkeit, voila! Wer hätte das gedacht: Sie klaren auf und sind plötzlich nicht mehr apathisch sonden durchaus ansprechbar...
... man munkelt, daß die Tatsache, daß man ältere Menschen häufig dazu annimieren muß, genügend zu trinken, geschickt genutzt wird, indem man eben NICHT darauf achtet, wieviel die Patienten trinken, denn apathische Patienten sind einfacher zu führen als aufmüpfige lebensbejahende Geschöpfe.


Natürlich darf man auch nicht vergessen, wie die Situation in der Pflege aussieht: Um möglichst effizient und kostendeckend arbeiten zu können, verzichtet man auf Personal.... VIEL Personal.
Das Pflegepersonal ist häufig absolut unterbesetzt und durch das Arbeitsaufkommen total überfordert. Doch es wird nicht nur zahlenmäßig Personal gespart, sondern man geht auch dazu über, möglichst wenige qualifizierte Kräfte ein zu setzen, denn die sind teurer als unqualifizierte. Da aber zu wenig qualifiziertes Personal zur Verfügung steht, werden häufig Tätigkeiten, die nur von qualifiziertem Personal durchgeführt werden dürften, auch von den anderen durchgeführt, was eine zusätzliche Gefahr birgt.


Das medizinische System bräuchte mehr Geld... das ist das Problem...
Die Menschen werden immer älter und damit steigt der Bedarf an medizinischer Versorgung auf diesem Gebiet. Das läßt sich nicht wegdiskutieren...


@Raven:

Deine Oma ist bei weitem kein Einzelfall... wohl eher der Regelfall...



Liebe Grüße
Hagzissa

- per aspera ad astra -
disturbed[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B]Ich habe schon sooo viele Patienten aus Altersheimen gesehen... da wird mir Angst und Bange bei der Aussicht, daß das Alter auch an mir nicht spurlos vorbeigeht...



Ich sah ungepflegte Menschen, kachektisch und derart ausgetrocknet, daß die Hautfalten wie in Stein gemeißelt stehen blieben und das Suchen einer Vene zur Verabreichung von Flüssigkeit zur Totour wurde...

[/B][/QUOTE]

Nun ich denke das das alter an niemanden spurlos vorbeigeht. Ist ja auch ganz klar.


Das du Menschen gesehen hast, die an unterernährt und augetrocknet waren, ist wohl kein seltenes Bild. Viele Menschen wollen auch gar nicht mehr leben und verweigern jegliche Flüssigkeitszuführ. das ist normal. Den reinzwingen kannst du es dennen ja nicht!
TiberonJa aber warum?
Ich finde es ganz und garnicht normal, daß alte Leute keine Lust am Leben mehr haben.
Das liegt auch nur dran, daß man sie in Heime steckt als wären sie nicht mehr Teil dieser Welt.
Es ist ganz normal, daß man im Alter mit diversen "Ausfallerscheinungen" zu kämpfen hat (hab ich mit 26 ja schon) - doch atestiert man einem Menschen, den man ins Altersheim steckt quasi Nutzlosigkeit. (Ich spreche nicht von offensichtlichen Pflegefällen, die ohne ärtzliche Behandlung nicht mehr lange überleben)
Kein Wunder, daß da der eine oder andere zum Strick greift.
disturbed@Mystian

Ich hoffe du bist nicht wirklich der aufgeführten meinung?
Aber ich glaube das du es nicht bist. Was du schriebst ist die traugrige Wahrheit ( zu wenig Personal, zu wenig Geld).


Aber was mich interessiert ist: Glaubt jeder, das Altenheime
wie es Tiberon beschrieben hat, eine " Vorstufe des Friedhofes" ist? Glaubt ihr, es gibt nur schlechte Altenheim und Pfleger? Was denkt man bei dem Wort Altenheim?
BlackTristaniaalso wenn ich das Wort Altenheim höre, denk ich als erstes an meine Arbeit:) ich mache ein einjähriges Vorpraktikum im Altenheim und beginne im September die Ausbildung zur Altenpflegerin.
Wenn ich Altenheim höre, möchte ich ein anderes Bild vor mir haben, als das, was der Realität entspricht. Ich denke an Einrichtungen, in denen eine familiäre, liebevolle Atmosphäre herrscht und in denen man Zeit für die Bewohner hat. Denke daran, wie viel beser es den Einzelen gehen könnte, wenn man wenigstens ein wenig Zeit hätte ihnen zuzuhören. Ich habe großen Respekt vor alten Menschen, vor dem, was sie in ihrem Leben geleistet und durchlebt haben. Und dann verbringen sie ihre letzten Jahre auf solche Weise. Und das traurige ist, dass es nicht beser sondern immer schlimmer wird. ich möchte nicht alt werden, nicht in ein Heim müssen. Bin jetzt zwanzig und in der Pflege soll immer mehr gespart werden, wo soll das noch enden?
Werden wir, wenn wir einmal pflegebedürftig sind in einem weissgestrichenen Kämmerchen liegen und nur noch an die Wand starren, ab und zu kommt mal Einer vorbei steckt seinen Kopf zur Tür rein und kuckt ob wir noch leben..
Aber man muss auch dazu sagen, es ist nicht jedes Heim gleich, einige haben auch Beschäftigungsangebote und bemühen sich wirklich um das Wohlergehen der Bewohner.
Es ist schon traurig, wenn die Bewohner für ein Lächeln unendlich dankbar sind.
Zum Tema "warten auf den Tod". ich denke, dass es schon Bewohner gibt, die ihren Tod sehnsüchtig erwarten. Wenn eine alte Frau, die geistig noch fit ist und durch einen Sturz nicht mehr laufen kann, jegliche Nahrungsaufnahme verweigert und sagt, der Herrgott warte auf sie, denke ich nicht, dass sie noch leben will. Was hat eine pflegebedürftige Person, die durch welche Umstände auch immer, regungslos ans Bett gefesselt ist nicht merh reden und sich mitteilen, kaum noch etwas um sich ehrum wahrnehmen kann noch vom Leben? Wenn man mal überlegt, dass eine solche pflegebedürftige Person im Alter von sagen wir mal 40 oder 50 Jahren noch gut 30 Jahre vor sich haben kann, sich ihr Zustand nicht verbessern wird...Wozu dann noch am Leben erhalten...
ich denke, dass das Wohlbefinden der Bewohner auch viel von den Angehörigen abhängt, Viele fühlen sich von der Familie abgeschoben kucken täglich aus dem Fenster und warten auf Besuch, dann werden sie Abends ins Bett gebracht und es war wieder keiner da. Andere, die regelmässig Besuch von ihren Verwanden und Bekannten haben, sind viel zufriedener und finden sich fiehl schneller mit ihrer Situation ab. Es ist halt leider nicht immer möglich pflegebedürftige, alte Menschen zu Hause zu pflegen.
LG
BlackTristania
Caranaldion[QUOTE][i]Original geschrieben von BlackTristania [/i]
Was hat eine pflegebedürftige Person, die durch welche Umstände auch immer, regungslos ans Bett gefesselt ist nicht merh reden und sich mitteilen, kaum noch etwas um sich ehrum wahrnehmen kann noch vom Leben? [/quote]

Woher weisst du, dass sie kaum mehr etwas um sich herum wahrnimmt? Nur weil sie sich nicht mehr mitteilen kann heisst das nicht, dass sie auch nichts mehr mitbekommt.

[Quote]
Wenn man mal überlegt, dass eine solche pflegebedürftige Person im Alter von sagen wir mal 40 oder 50 Jahren noch gut 30 Jahre vor sich haben kann, sich ihr Zustand nicht verbessern wird...Wozu dann noch am Leben erhalten...[/quote]

Ziemlich dünnes Eis, wenn der/die Betroffene seine/ihre Meinung dazu nicht mehr äussern kann, sowohl in die eine als auch in die andere Richtung.
TiberonNun ich habe wie schon geschrieben nur Erfahrung mit einem Altenheim und bin eben deswegen nicht allzugut darauf zu sprechen, obgleich mir durchaus bewußt ist, daß es auch Heime gibt, in denen sehr gute Rahmenbedingungen gegeben sind.

Mir ist da auch grad noch als Gedanke gekommen, daß es natürlich auch an den Kindern und Enkeln liegt, den die müßten täglich(?), auf jeden Fall aber oft kommen. Und das fällt dem einen oder anderen bestimmt nicht soo leicht ;):(
Denn was nützt das beste Heim, wenn man, wie von Caranaldion geschildert, nie besucht wird ...
NachtvagabundAlso ich habe mal in einem Heim für geistig behinderte gearbeitet, in dem viele "alte" waren und habe schon viele Einblicke in verschiedene Pflegeeinrichtungen bekommen.
Ich weiss nicht wieso, aber es gibt wirklich riesige Unterschiede.
An manchen Tagen habe ich die Bewohner des Heims wirklich beneidet. Sie kannten es nicht anders. Hatten all ihre Freunde um sich, waren fröhlich, hatte nette Bezugspersonen in Form von engagiertem Personal.
Es gibt aber auch das genaue Gegenteil. Triste Bauten, unmotiviertes, rumschreiendes Personal. Das da auch die Bewohner weniger Lust haben, ist klar.
Da sollte mal nachkontrolliert werden, aber in Zeiten von Kürzungen im sozialen Bereich und sonst überall ist es wahrscheinlich zuviel verlangt, zu kontrollieren, dass die Schwachen der Gesellschaft ein würdiges Leben haben.
BlackTristania@Caranaldion,
Es ist mir schon klar, dass die pflegebedürftige Person nicht nur weil sie sich nicht mehr äussern kann, nichts mehr mitbekommt.Aber es gibt eben Personen, deren Gehirn nicht mehr arbeiten kann(durch welche Ursache auch immer) und die dann wirklich nichts mehr mitbekommen. ich bin kein Arzt und masse mir nicht an darüber zu urteilen. Aber es gibt Personen, bei denen der Arzt eine solche Diagnose stellt, diese habe ich gemeint! Habe mich wahrscheinlich etwas undeutlich ausgedrückt.

Natürlich ist das dünnes Eis, ist halt meine Meinung. ich möchte unter solchen Umständen halt nicht mehr am Leben erhalten werden. Da hat wohl Jeder seine eigene Meinung dazu.

LG
BlackTristania
disturbedIch danke euch für die vielen antworten und meinungen und sichtweisen die ihr mir gegeben habt. Aber ich mußte bei manchen Texten schon schlucken. Ich wußte das man bei dem Wort Altenheim nocht gleich positiv denket, aber das so viele menchen so schlechte erfahrungen gemacht haben hat mich schockiert. Ist sehr interessant gewesen, mal die sichweise anderer zu ´hören, die nicht im Pflegeberuf arbeiten.
minddiverMoin Moin ! Ich arbeite als Haustechniker in einem privaten Altenheim mit 25 Bewohnern und muß sagen: Es geht auch anders ! Geschultes Personal (das sich auch die Zeit für Gespräche nimmt) , hervorragende Ausstattung der Zimmer (alles Einzelzimmer mit Pflegebetten und eigenem Bad) und Pflegebäder , hauseigene Küche (kein Kantinenessen) , nah am Stadtzentrum aber mit viel grün (großer Garten mit Teichanlage) , regelmäßige Veranstaltungen (Bastelnachmittage,Gesangskreise,Turnen,Ausflüge) , hauseigener Friseursalon , etc.etc. ! Wo der Haken ist ?!? Mein Arbeitgeber kann sich durch diese überdurchschnittlich hohen Kosten keine goldene Nase verdienen und das ist es worum sich heute alles dreht !
BlackTristaniaich sag ja auch nicht, das alles schlecht ist! Bei uns im Heim werden auch Ausflüge gemacht, es gibt viele Veranstaltungen, Einzelzimmer haben ein eigenes Bad, die Einrichtung der Zimmer geht größstenteils, eigene Küche ist auch vorhanden usw.

Was mich so stört, dass man so wenig Zeit für die Pflege und Betreuung Einzelner hat, dass das Waschen, Esseneingeben usw so schnell gehen muss. Wenn man mal überlegt, dass es durchaus"normal" ist, dass man ca 15 Bewohner in Etwa 2 Stunden fürs Bett fertig machen soll, bleiben 8(!!!) Minuten pro Person, zwischendurch natürlich noch auf Glocke gehen...
:eek:
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von disturbed [/i]
[B]...als läße man sie hier " verhungern"!
Glaubt ihr das so was möglich ist? [/B][/QUOTE]

Dazu ein einfaches

[b]N E I N [/b]
FayveMein Vater arbeitet in einem Altenheim
und das was er von da erzählt ist nicht besonders toll

Mein Vater arbeitet schon sehr lange im Altenheim
und wenn er dann immer mit früher vergleicht.
Als er Angefangen hat hatten alle soviel Zeit für die alten Leute
das man mit den Bewohnern reden konnte und rausgehen konnte
wenig Arbeit für gutes Geld
-Früher

Jetzt hat alles ins Gegenteil gewechselt.
Keine Zeit ,kein Personal und kein Geld.
Manchmal kommt mir das so vor als ob man da die Menschen nur
noch am Leben erhalten würde.
Ich denke durch bessere Behandlung könnten auch gewisse
Karnkeheiten verhindert werden(bsp.: AltersDemenz).

Die Zukunft sieht auch nicht rosig aus.

Klar gibt es auch Unterschiede vor allem zwischen privaten
und städtischen Altenheimen.
In den Privaten ergeht es den Leuten meist besser als in
städtischen.
Weil der Stadt das Geld fehlt ,ich glaube das ist in ganz Deutschland so.
Ich glaube es gibt auch mehr staädtische Altenheime als Private.

so das wars fürs erste..:D
DonnOehm... dann beschmutze ich hier mal das Nest...

Altenpfleger koennen sehr wohl wesentlich mehr leisten, als sie jetzt tun. Nur dann muessen sie halt wirklich nur 30 Minuten Pause machen und nicht 60. Und sich endlich mal ansehen, wie man einen Computer bedient - dann dauert auch das Schreiben von Pflegeplanungen nich tso lange. Man muss sich die Arbeit ausserdem einteilen. Man muss eben nicht alle Bewohner vor dem Fruehstueck gewaschen haben. Man kann, wenn eine Bewohnerin vor dem Spiegel sitzt und sich schoen macht, rausgehen und wem anders helfen. Wenn meine lieben Kolleginnen lieber Kuchenrezepte austauschen als sich um die Leute zu kuemmern ("wieso das denn? Wir sind Pflegekraefte und nicht die Therapie..."), haette ich mich auch mal ganz gerne aufgeregt...

Andererseits muss man allerdings sagen, dasss wirklich immer mehr gekuerzt wird und meine Chefin mitlerweile nicht mehr weiss, wie sie nen vernuenftigen Dienstplan zusammenstellen soll. Nur das staendige Geweine geht einem doch ab und an auf den Keks...

Und es ist ganz gut moeglich, dass jemand total abmagert und verfaellt, sobald er im Heim ist. Ein Heim kann das Zuhause nicht ersetzen, also geben sich viele auf. Und wir koennen niemanden zum Essen zwingen (Trinken ist idR etwas einfacher, aber auch da gibt es Grenzen). Und wir wollen es auch gar nicht. Es liegt an uns, die Wuerde des Menschen zu bewahren...
Fayvenagut mehr Computereinastz würde vileicht ein wenig Zeit sparen, aber in anderen Bereichen kann man wohl eher nichts machen .
Man ist ja schon an der Grenze angelangt.

Vileicht ist es in anderen Altenheimen anders.
BlackTristaniaman könnte mehr tun, mehr Überstunden machen, wäre wohl die Einzigste Möglichkeit. Wenn man schon mehr als gelegentlich auf die Pause verzichtet um seine Arbeit machen zu können. Wir haben einen Pc und der wird auch benutzt aber Dokus abzeichenen muss man halt z.B. per Hand. Ich weiss nciht , wie das anderswo is, bei uns gibt es für Pflegeplanungen usw Vordrucke und die werden dann per Hand ausgefüllt, ginge mit dem Pc währscheinlich auch nicht schneller.
Es ist schwer, meiner Meinung nach sind die Grenzen schon erreicht.
Donn, dein letzter Absatz trifft es sehr gut.
Dei Würde des Menschen ist ein sehr schwieriges Thema, aber es ist ja rechtlich genau abgesteckt, was sein darf und was nicht. Und dann sind da ja noch die Ärzte die entscheiden, ob eine Nahrungssonde gelegt werden soll oder nicht.
Schwierig finde ich auch die Sache mit den Fixierungen.
Nicht alle Pfleger/inen sind gleic und nicht allen geht es umbedingt an erster Stelle um das Wohl der ewohner, da hast du auch recht.
Donn@Fayve:

Es ging mir mit dem PC eher darum, dass meine lieben Kolleginnen jedesmal, wenn sie eine simple Massnahme verlaengern mussten, immer gleich ne halbe Schicht dafuer gebraucht haben, weil sie nie wussten, wie der PC zu bediehnen sei... und das selbst dann, wenn sie am Tag vorher schon drann gearbeitet hatten... Von Pflegeplanungen mal ganz zu schweigen. Wenn man sich nur 5 Minuten am Tag mal etwas mit dem PC beschaefftigt, dann sollte man eigentlich genuegend Uebung damit haben...

Und abgesehen davon: Wenn man viel Zeit haette, mal nen Bewohner zu baden, dann aber sagt "och ne, wir haben doch heute schon so viele durchs Wasser gezogen" und dann bis zum Schichtwechsel mehr oder weniger Daeumchen dreht nach dem Motto "lass mal die Spaetschicht machen", dann aber meckern, wenn man selber Spaetdienst hat, weil man mit 3 Leuten nur am rennen sei und dann auch noch dieses staendige Gebade... da passt doch irgendwo was nicht, oder? Und bei einer Uebergabe muessen eigentlich nur zwei Personen anwesend sein. Der Rest kann auch was nuetzliches machen, anstatt im Dienstzimmer zu sitzen und Gummibaeren zu vernichten.

Kann auch sein, dass ich in nem Heim gearbeitet habe, wo die gesammelten Trantueten waren, glaub ich aber nicht wirklich (wobei wir auch wirklich klasse Leute hatten... aber auch einen echten Pflegedrachen).
FayveDas stimmt schon,
das sind sogar noch Verbesserungsvorschläge die auch praktisch machbar sind.

Aber leider auch nur minimal.
Caranaldion[QUOTE][i]Original geschrieben von Donn [/i]
Kann auch sein, dass ich in nem Heim gearbeitet habe, wo die gesammelten Trantueten waren, glaub ich aber nicht wirklich (wobei wir auch wirklich klasse Leute hatten... aber auch einen echten Pflegedrachen). [/QUOTE]

Nein, ich kann Deine Beobachtungen nach einem Jahr Altenheim und drei Jahren Krankenhaus teilen und bestätigen, vor allem, was diese "Doppelmoral" angeht: Wenn man denn mal Zeit hat, lieber Däumchen drehen anstatt die Zeit sinnvol verwenden, und sich auf der anderen Seite aber beschweren, daß man zu nix kommt. Natürlich ist das nicht in jedem Pflegeheim oder krankenhaus/station so, aber ich habe es öfter als das Gegenteil beobachtet.
DianiraAuch ich bin als Altenpflegerin tätig, und ich denke, dass Gewichtsverlust schon möglich ist, aber das muss nicht am Essen liegen!
Die meisten älteren Menschen haben vieel Krankheiten (Multimorbidität) und einige Krankheitsbilder führen auch zu Gewichtsverlust auch wenn der alte Mensch guten Appetit zeigt und die Mahlzeiten komplett zu sich nimmt! Jedoch essen viele Menschen allgemein nicht mehr so viel weil Hunger- und Durstgefühl herabgesetzt ist!

Auch bewegen sich viele alte Menschen nicht mehr so viel, weil viele sich auch nicht mehr so gut bewegen können, dadurch schwindet natürlich auch die Muskelkraft, und das kann auch zu Gewichtsverlust, weil weniger Muskelmasse, auch die Knochendichte / - stärke nimmt ab.

Es sind viele Faktoren, die einen Gewichtsverlust bedingen!

Das Schlimme ist nur, dass die Medien das immer gleich so auslegen, als würde es in Senioren- und Pflegeheimen nichts zu essen geben! :(

Gruss Dianira
DonnWenn ich mir mal nen kleinen Kalauer leisten darf:

Bei dem Frass, den es bei uns im Heim gab, wuerde ich auch das Essen einstellen. Zumal wenn es passiert ist...
QuendelIch arbeite als Hauswirtschafterin in einem Alten- und Pflegeheim,da bekomme ich von der Pflege nur am Rande etwas mit. Im Moment wird bei uns alles umgestellt.
Die ganzheitliche Betreuung der älteren Menschen ist mittlerweile in vielen Einrichtungen zum erklärten Leitbild geworden. Daraus ergibt sich,dass all in der Einrichtung arbeitenden Berufsgruppen gemeinsame Ziele verfolgen. Die Kundenorientierung- in der Regel der älteren Menschen, aber auch die Angehörigen_ steht im Mittelpunkt der Dienstleistung. Damit die Berufsgruppen sinnvoll zusammenarbeiten,mithin gleiche Ziele verfolgen, ist eine systematische Einführung von Qualitätsmanagment notwendig. Die gemeinsame Qualitätsplanung beinhaltet zum Beispiel die Ausgestaltung des Speiseplanes, die Anzahl der Mahlzeiten pro Tag, die Ausreichende Versorgung mit Getränken und Obst, die Durchführung von Aktionstagen oder auch Aktionswochen (z.B. die Fußballeuropameisterschaft gemeinsam ansehen) . Nicht zu vergessen ist eine Ermittlung der Kundenanforderungen. Lieblingsgerichte und besondere Vorlieben sollten deshalb schon beim Aufnahmegespräch erfragt werden. Sinnvoll ist, die Angehörigen hier miteinzubeziehen. Im Rahmen der Qualitätslenkung werden regelmäßig Mitarbeiter gespräche geführt,Arbeitsabläufe festgelegt. Schulungen durchgeführt uvm. Für eine Überprüfung der Qualität sind Checklisten das geeignete Intrument. Mit ihrer Hilfe wird nicht nur die ernährungsphysiologische Qualität der Speisen ermittelt. Auch die Zufriedenheit der Bewohner sollte damit regelmäßig erfragt werden.
In einem Qualitätshandbuch werden die Verantwortlichkeiten festgelegt,wichtige Arbeitsanweisungen beschrieben, Schnittstellen benannt und Przesse und Arbeitsanweisungen beschrieben, Schnittstellen benannt und Prozesse und Arbeitsorganisationen sauber von einander getrennt. Gerade in Einrichtungen der Altenpflege sind die Berufsgruppen aufeinander angewiesen. So kann ein Teil der älteren Menschen seine Mahlzeitenselbständig verzehren, andere benötigen Unterstützung. Das Darreichen kann in diesem Fall nur durch die Pflegekräfte erfolgen. Die Mahlzeiten müssen dafür durch die hauswirtschaftlichen Fachkräfte entsprechend vorbereitet sein,so dass keine Komplikationen auftreten. Und auch um eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu gewährleisten,müssen beide, die Hauswirtschaft und die Plege, Hand in Hand arbeiten. Je klarer diese Zusammenarbeit geregelt ist,desto leichter fällt es, eine qualitativ hochwertige Leistung ganz im Sinne der Senioren zu erbringen.
disturbed[QUOTE][i]Original geschrieben von BlackTristania [/i]
[B]man könnte mehr tun, mehr Überstunden machen, wäre wohl die Einzigste Möglichkeit. Wenn man schon mehr als gelegentlich auf die Pause verzichtet um seine Arbeit machen zu können.
[/B][/QUOTE]

Ich weiß nicht ob du das ernst meinst, was du da geschrieben hast, aber ich kann mir es wirklich nicht vorstellen.
Als Pflger hast du genau 30 Minuten Pause und manchmal kannst du die nicht mal machen, weil irgendetwas dazwischen kommt.
Und Überstunden machen ist auch nicht möglich. Manche haben an die 150 überstunden und die können keine mehr machen.
MissCantervilleIch kann mir auch nicht vorstellen, daß Du das Ernst meinst, von wegen Überstunden machen.
Auch ein Pflegeberufler hat ein Anrecht auf Privatleben. Ich bin selbst Krankenschwester, Überstunden sind der Regelfall. Ich habe vor gut 4 Jahren in einem kleinen 400 Betten Krankenhaus gearbeitet, und irgendwann hieß es von der Pflegedienstleitung "wir dürfen keine Überstunden mehr aufschreiben" Nach dem hauseigenen Motto, die Ordensschwestern kriegen ja auch kein Geld und arbeiten rund um die Uhr, dann könnten das doch alle machen. Im Dienste der Barmherzigkeit.
HALLO???
Aber es geht ja um die Altenheime. Nur, was hat man denn früher mit seinen Angehörigen gemacht? So lange ist das noch garnicht her, die (Pardon) "Alten" blieben im Hause der Familie bis zum Tod. Man ist einfach so gestorben. Medizinische Versorgung gab es nicht wie heute, die Leute wurden auch nicht so alt, wir kennen ja jetzt das Problem.
Ich denke das Problem liegt größtenteils an der Politik. Es redet keiner davon, ALT sein ist schrecklich. Es wird verdrängt. Ein Politiker macht sich keine Sorgen, der kann sich sein eigene Krankenschwester leisten. Da werden mal schnell die Pflegestufen erfunden und damit ist das Problem gelöst. Toll!
Ich würde in naher Zukunft auch gerne die Weiterbildung machen, um eventuell Stationsleitung in einem Altenpflegheim zu werden. Leider muß ich aber auch erkennen, so viele tolle Ideen sind nicht realisierbar. Ich hätte auch gerne mehr mit den Alten Leutchen gemacht, seien es Spiele, Beschäftigung, raus fahren......
Das kann man vergessen. Dafür braucht man Personal, Kosten steigen etc...
Warum werden wohl im Fernseher nur schöne Krankenhäuser gezeigt, supernette Ärzte, Schwestern die auch in ihrer Privatzeit um die Patienten herum schwirren??? Mir wird so schlecht. Klar, ein Altenpflegeheim im TV, nein Danke.
Komisch nur, andere Länder schaffen das doch auch irgendwie, zum Teil wesentlich besser.
Meine Freundin ging vor einem Jahr nach Norwegen in ein Pflegeheim; von den Bedingungen kann man hier nur träumen, als Pflegepersonal oder Heimbewohner.
Tja, Herr Schröder und Co, wie machen Die das bloß...
disturbed@misscanterville,

dein Text trifft genau ins schwarze. Ich schließe mich deiner Meinung an. Ich arbeite selbst im Altneheim und weiß, das viele Ideen und Vorschläge, sich mit den Menschen zu beschäftigen, nicht realisirbar sind.
Nur michärgert es, das manche angehörige nicht sehen was wir für eine arbeit haben: Immer sollen wir nur zeit haben für ihre angehörige und immer nur " die mama braucht die, die mama braucht das und jenes"
Ich finde es nicht in Ordnung, das menschen sagen: Och , die altenpfleger könnten ruhig mal mehr arbeiten!"
Am liebsten wäre es mir, wenn sie ihre omas und opas mal selber pflegen würden, dann wüßten sie was es für eine arbeit ist!
enolA[QUOTE]Manche haben an die 150 überstunden und die können keine mehr machen. [/B][/QUOTE]

klar können die Schwestern und Pfleger Überstunden machen, nur werden die weder ausgezahlt noch gibt es Freizeitausgleich. So ist da zumindest bei uns gewesen.... :/
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von disturbed [/i]
[B]... als läße man sie hier " verhungern"!
Glaubt ihr das so was möglich ist? [/B][/QUOTE]

Nein !
ist hierzulande nicht möglich.
Donn[QUOTE][i]Original geschrieben von Fuck up Evil [/i]
[B]Nein !
ist hierzulande nicht möglich. [/B][/QUOTE]

Sicher? Tut mir leid, aber es gibt Altenheime, wo mal vergessen wird, jemanden das Essen zu reichen, weil man anderswo beschäftigt ist.
Und wenn jemand verhungern WILL, dann kann man da schon gar nichts machen. Neueste Rechtsprechung hin oder her (seit Januar soll ja eine Mindestversorgung mit Nahrung und Getränken garantiert werden - ich möchte nur gerne wissen, wie man das machen soll).
Bloody AngelMan verzeihe mir das ich jetzt nicht alles durchgeleen habe.
Zum Thema:
Als Ausenstehender mag es schockierend wirken wie es in Altenheimen zugeht oder wie manche Heimwohner dort "aussehen", besonders für Angehörige. Aber man muss auch bedenken das viele Sachen auch von dem Alter her kommen, z.B das abnehmen und so weiter. Jeder der über die "bösen" Altenpfleger/Krankenpfleger meckert sollte doch bitte sich erstmal ein genaues Bild davon machen und nicht von "ich habe gehört" aus urteilen. Soziale Berufe sind sehr hart und man braucht sehr viel idealismus um dort arbeiten zu können. Klar gibt es auch hier wieder schlechte Ausnahmen aber die gibt es ja bekannterweise überall.
Zum Thema das es fehlt an qualifizierten Pflegekräfte kann ich nur sagen das ich seid letztem Jahr ausgebildeter Krankenpfleger bin und seidem ne Stelle suche, sei es im Krankenhaus, Altenheim oder Ambulanten Pflege. Der Trend geht eben dazu das wegen kostengründen einfach nur angelernte oder Alten/Krankenpflegehelfer eingestellt werden und besonders bei uns in der Gegend aus dem Osten, Tschechien usw. Qualifizierte Leute werden gebraucht aber keiner will sie finanzieren.

So long
Tiberon[QUOTE][B]... und besonders bei uns in der Gegend aus dem Osten, Tschechien usw. Qualifizierte Leute werden gebraucht aber keiner will sie finanzieren.[/B][/QUOTE]*hüstel* o_O
Augenblickeich habe 2 jahre in 2 verschiednen gearbeitet.

Ich habe kirchen leute gesehen die unter aller sau *sind*
ich habe Personnal gesehen das unter aller sau *sind*
Habe geshen was das für eine scheisse abgeht.

Habe menschne kennegelernt die den Job SEHR gut machen und besser geht es nicht.
Habe selbstmord erlebt habe personnal geshehn das OK ist.
Menschen die asozial sind halt Fast alles.

Solange man den kinder vorgaukelt das sind alte menschen werden solche dumme menschen weiterhin in solchen berufen arbeiten.

und es als routine betrachten das es ware ist.

jeder sollte sich mal folgendes vorstellen:

Freitag morgen man geht zur arbeit, abends geht man aus, sammstag um 5 uhr kommt man heim müde erschöpft kalt will ins bett.
Jetzt liegt man da geil was? schöööön.
punkt 5:59 geht die tür auf 2 pfleger stehen da machen licht an fenster auf, ziehen die bettdecke weg.

das inerhalb von 45 secunden.
man wird aus dem bett gehoben, ins bad gebracht dort nackt unter der dusche, warmes wasser aber nach dem erlebten fühlt man halt kälte. 5 minuteneinseifen , trocknen enden der nacken feucht die ohren feucht ekelhaft.
man wird angezogen di eaugen brenen .
frühstück, es ist 6:10 uhr wenn man das schaft so eine tag zu erleben dann hat man in ungefäir die vorstellungen was alte menschen die keinen freiraum haben sich fühlen.
und bedenkt ihr seit fit.
Aes war ein test macht das mal 1 woche 2 -3-4 dann ist der sinn tief drin .

Indem bereich MUSS VIEL GETAN werden.
es sidn zuviele falsche RATEN drin.

aber es geht um Geld.

3500€ und merh im monat für was?
kartoffelbrei? salat?

es hat sich mancheiner dumm und dämlcih verdiennt

Ich habe aufgehört weil ich zuletzt mit kinder arbeitet muste die zumsterbengeboren sind erwachsen mesnchen im alter von 16 -39 im körper eines kindes im alter von 6-10 .


Das problem hierin GERMANY GELD GELD GELD die politiker kassieren das volk zahlt und leiert mekcert aua warum geht es uns so schlecht naja selber schuld

habe nicht alles gelesen aber ich weiss was ich erlebt habe und gesehn habe.
und es gibt so vieles das noch nicht ans licht gekommen ist.

es arbeiten zuviel anfänger da, die keinlust haben MIT MENSCHEN Zu arbeiten bzw sie zu pflegen

allei die heimleitungen 2 ärsche und 4 schlampen habe ich kennen gelernt, eine sogar die 10 alte menschen in ein 20 qm raum GELAGERT HATTE.
10 mal 3500 € = 35000 im monat oder?

2 leute die morgens und abends da waren, der rest selebr denken..


Augenblicke
Black Reaper[QUOTE][i]Original geschrieben von Donn [/i]
[B]Sicher? Tut mir leid, aber es gibt Altenheime, wo mal vergessen wird, jemanden das Essen zu reichen, weil man anderswo beschäftigt ist.
Und wenn jemand verhungern WILL, dann kann man da schon gar nichts machen. Neueste Rechtsprechung hin oder her (seit Januar soll ja eine Mindestversorgung mit Nahrung und Getränken garantiert werden - ich möchte nur gerne wissen, wie man das machen soll). [/B][/QUOTE]

Die Frage stellt sich auch mir. Ich habe mein Sozialpraktikum im Altenwohnheim gemacht und da hatten wir eine Bewohnerin, die hat schlichtweg etwa 23 Stunden täglich geschlafen... Die ist beim Essen eingepennt, da konnte weder ich, noch eine richtige Pflegekraft irgendwas ausrichten. (Nebenbei: Die Verwandten ham sich aufgeregt, wir würden uns nur nicht genug um die Frau kümmern etc. blabla). Die einzige Möglichkeit, eine Mindestversorgung zu garantieren, ist also eine Magensonde, und die wird nur im Krankenhaus gelegt, falls die /der Betroffene wirklich kurz vorm verhungern/verdursten ist...
RedNinjaich habe kürzlich selbst die erfahrung gemacht, das senioren in pflegeheimen vernachlässigt werden. wenn du eben falls mehr informationen da zu möchtest empfehle ich dir die seite: [url]http://www.seniorentreff.de/diskussion/archiv6/a1153.html[/url]

[COLOR=crimson]cu red[/COLOR]
AngelSanctuaryIch weiß nicht, ob das hier "hinten" noch aktuell ist, aber auf der ersten Seite ging es um die Frage pflegebedürftige Leute abgeben, ja oder nein.

Ich bin auch der Meinung, dass man, so lange es möglich ist, seine Eltern bzw. Großeltern pflegen sollte. Aber es kann auch immer wieder dazu kommen, dass man es einfach nicht mehr packt.
Ein Beispiel ist die Familie meines Freundes. Die Großmutter hatte Krebs und ist nun auch leder daran verstorben. Sie lebte schon immer bei der Familie im Haus (weils auch ihr Haus war). So war sie nie alleine mit ihrer Krankheit. Alle haben sich um sie gekümmert und geschaut, dass es ihr gut geht. Als der Krebs dann im Endstation war, war es ein Glücksfall, dass man sie nicht weg geben musste. Ihre Tochter (also die mutter meines Freundes) hat spontan Urlaub bekommen, mein Freund war mit Glück auch zu hause und der jüngere Sohn hatte Ferien. So konnten sie sich alle der alten Dame widmen und sich die letzten Tage um sie kümmern.
Hätte die Sterbephase aber wesentlich länger gedauert als ca,2 Wochen, hätten sie die Großmutter weggeben müssen, auch wenn sie nicht gewollt hätten. Weil die Tochter wieder abreiten muss, der Jüngere zur Schule und der Ältere zum Zivildienst.

Ich will damit nur sagen, manchmal geht es nicht anders, ob man will oder nicht, weil das Geld für die Versorgung flattert ja auch nicht von alleine ins Haus....
sportygirlmuss hier mal eingreifen:

ich selber habe im letzten jahr ein praktikum in einem altersheim absolviert, zur selben zeit habe ich ausserhalb meine grossmutter gepflegt, die stark unter alzheimer gelitten hat...

und ich bin definitiv zum schluss gekommen, dass ich eine frau mit einer solchen krankheit niemals ! mehr zu hause pflegen würde. das hat vielleicht damit zu tun, dass sie relativ weit weg gewohnt hat aber trotzdem...es tut diesen alten leuten nicht gut, wenn sie alleine zu hause rumhocken, im altersheim haben sie ein mindestmass an gesellschaft, medizinische versorgung und drei regelmässige mahlzeiten am tag. sofern es der personalbestand zulässt wird auch etwas zur aktivierung der leute getan, sprich spaziergänge, spiele, konzerte...in dem heim, in dem ich gearbeitet habe, gabs den ganzen morgen ergotherapie, zwar sind nicht alle senioren freiwillig gegangen aber wenn sie erstmal da waren, hat es ihnen meistens gefallen...

klar gibt es auch negativpunkte: zum beispiel hat man einer frau, die suizidal war (gibt es offenbar auch im alter) statt einem psychologen einfach psychopharmaka verschrieben und sie im bett liegen gelassen. auch dinge wie anziehen und duschen haben oft wir übernommen, obwohl es die leute noch hätten selbermachen können...

ein ganz grosser kritikpunkt für mich ist nicht, dass man die leute abschiebt, sondern dass man sie in gewissen heimen (felix-platter spital in basel zum beispiel-ist ein übergangsheim) einfach mit medikamenten ruhigstellt und zwar derart ruhigstellt, dass sie in der höchsten pflegestufe ankommen. meine grossmutter war gegen ende ihres lebens dort und wäre wirklich beinahe verhungert, wenn wir nicht gewesen wäre. nicht aus boshaftigkeit ist das geschehen sondern, weil man sie dermassen sediert hat (mit einem hochpotenten neuroleptikum, das sogar mich umgehauen hat), dass sie nicht mehr essen konnte...

die ganze sache ist wirklich abhängig vom personal und vor allem auch vom behandelnden arzt, glaube ich. werden die bedürfnisse dieser alten menschen noch wahrgenommen, ist ein heim sicher nicht schlecht...ist dies nicht der fall, ist ein heim ein alptraum...

grüessli sporty
IndianAltenpflege hängt nicht an Menschlichkeit sondern am Mammon fest und wer was anderes sagt der Lügt oder glaubt noch an Märchen...
AlienSexFiend[QUOTE][i]Original geschrieben von sportygirl [/i]
[B] zum beispiel hat man einer frau, die suizidal war (gibt es offenbar auch im alter) [/B][/QUOTE]

...aber hallo, und wie es das im Alter gibt...erade bei älteren Frauen hat es im Vergleich zu jungen Menschen drastisch zugenommen eben wegen der Alterseinsamkeit...so ein Heim ersetzt halt nicht eben mal eine Familie, darüber sollte man sich im Klaren sein...und vor allem kann ich echt nur raten, sich die in Frage kommenden Heime alle vorher in Ruhe anzusehen, mit Angehörigen von Menschen, die bereits dort leben zu reden...es ist echt zum Kotzen, was sich heutzutage alles "Heim" nennen darf...
Sirikithich würde mal sagen, meistens schiebt man ja keine fitten alten ab, sondern menschen, die vom pflegerischen aufwand ein negeborenes übertreffen, und zudem noch ein wesentlich höheres technisches wissen erfordern (medikamentgabe, lagerung etc) natürlich ist es nixcht fein ihnen gegenüber, aber wie soll ottonormal-berufstätiger-laie mit familie das bewältigen? zeitlich wie nervlich wie finanziell?
womöglich 24h/tag für den alten da sein, sein eigenes leben (und womöglich noch das der familie) aufgeben, um den elternteil zu pflegen? ist das wirklich zumutbar?
ich finde nicht.

und solange unsere senoiren kein unkompliziertes, sozialverträgliches frühableben, am besten mit eintritt in rentenalter, praktizieren, wird es dieses proibalm immer geben und altersheime eine notwenigkeit bleiben.

und was die pflege anbelangt: der öffentliche dienst spart-am personal, die CDU will wochenend-und nachtzuschläge kürzen, und heime können sich auch nicht so viel personal leisten, wie sie für wirklich gute pflege nötig wäre.
boomen tut der sekttor nun wirklich nicht, es ist zwar ein wachstumsmarkt, aber es fehklt der gewinnbringende absatz. ein frtreund, examinirter pfleger mit sanikurs, hat jedenfalls im bayerischen raum weder regulär noch in der geriatrie was gefunden, und im KH, in dem meine mutter arbeitet, werden zeitverträge auch nicht mehr verlängert....
Pseudo-Gruftiiiich habe eine ausbildung zur altenpflegehelferin. trotzdem wollt ich noch nebenbei nächstes jahr eine ausbildung zur arzthelferin machen. altenpflege ist zwar mein traumberuf, aber kein mensch kann diesen beruf sein leben lang (gut) ausüben.

bis ich nächstes jahr eine ausbildungsstelle finde, wollte ich mich eigentlich um meine wohnung kümmern (da ist einiges zu machen). trotzdem habe ich einen 1€ job angenommen, und zwar weil ich begeistert war, dass es echt ein altenheim gibt, das eine stelle als "altenbetreuerin" anbietet. ich wollte immer altenpflegerin werden, habe es auch gemacht (ausbildung), habe mich aber wie die meisten leute die den beruf ausüben jedesmal darüber geärgert, das man nie zeit findet, um sich mal mit dem menschen zu beschäftigen. höchstens mal ein smalltalk und das auch nur, wenn du dich auf deine gute pflege konzentrieren und du dich noch dabei mit dem bewohner unterhalten kannst (können ja nicht alle, wobei dann wohl dieser beruf nichts für solche leute ist, wurde mir gesagt). und jetzt habe ich tatsächlich die chance, alles mögliche mit den alten menschen zu machen, alles was sie sich nur wünschen, ohne immer daran denken zu müssen, was ich noch alles gleich machen muss. wahnsinn:)

und ich bin sogar nicht die einzige in dem heim *totalbegeistertbin*
Nnordy[QUOTE]ich würde mal sagen, meistens schiebt man ja keine fitten alten ab, sondern menschen, die vom pflegerischen aufwand ein negeborenes übertreffen, und zudem noch ein wesentlich höheres technisches wissen erfordern (medikamentgabe, lagerung etc) natürlich ist es nixcht fein ihnen gegenüber, aber wie soll ottonormal-berufstätiger-laie mit familie das bewältigen? zeitlich wie nervlich wie finanziell?womöglich 24h/tag für den alten da sein, sein eigenes leben (und womöglich noch das der familie) aufgeben, um den elternteil zu pflegen? ist das wirklich zumutbar?
[/QUOTE]

Sirikith, es tut mir leid, aber Deine These ist falsch. Es ist mitnichten so, daß nur 'unfitte' alte Menschen abgeschoben werden. Oft ist es vielmehr so: Kaum vergißt die Oma mal, daß sie erst vor 3 Tagen einkaufen war, wird sie abgeschoben. Schnell ins Heim, und am besten in eins, das nicht viel kostet. Häufig ist es so, daß alte Menschen, dergestalt entwurzelt, in einem Heim nicht mehr lange leben, sondern schnell dahinwelken und schließlich sterben. Natürlich gibt es auch alte Leute, die freiwillig in ein Heim gehen 'um der Familie nicht zur Last zu fallen'.
Und zu Deiner Frage: Wie soll Otto-Normalverbraucher... Mal anders gefragt: Wie haben die Eltern von Otto-Normalverbraucher es anno dazumal geschafft, ihn zu bekommen, großzuziehen, die nervliche und finanzielle Belastung??? HALLO????? Wenn Du schon davon ausgehst, daß es in Heimen nur alte Leute gibt auf dem STand von Neugeborenen - dann lasse bitte nicht außer Acht, daß diese alten Leute vor Jahr und Tag auch alles für ihre Kinder getan haben. Trotz eigenen Lebens. Ich finde es verlogen, dann bspw. zu argumentieren, eigene Kinder seien was ganz anderes. Sind sie nicht.
Natürlich wird es immer Situationen geben, in denen die Pflege eines alten Menschen zu Hause nicht möglich ist. Aber sie einfach nur abzuschieben, weil man selbst zu faul ist oder weil es einen so unangenehm daran erinnert, daß man selbst sterblich und vielleicht in 20, 30, 40 Jahren genauso ist - das ist echt daneben. Außerdem bekommt man Geld von der Pflegekasse für einen pflegebedürftigen Menschen, und zwar nicht zu knapp. Und es gibt mobile Pflegedienste, die einem helfen, wenn es um fachliche Dinge geht. Es ist alles eine hauptsächliche Frage des Willens. Und der ist bei vielen einfach nicht vorhanden.
sportygirl@Nnordy: ich möchte auf deine argumentation nicht allzustark eingehen...ich wünsche dir nur mal eine alte Frau, die stark pflegebedürftig ist und zu hause wohnt als nachbarin. ich wünsch dir nicht mal, dass du sie pflegen musst aber die angst und die verantwortung, die du da trägst ist extrem...wenns dann noch deine grossmutter ist...
der job ist megamässig anstrengend sag ich dir...

grüessli sporty
Sirikithund ich sage trotzdem, ich verstehe jeden, der sich das nicht aufbürden will....ich würde mit mitte vierzeig, fünfzig den stress auch nicht mehr haben wollen, sdenn es ist einfach verantwortung, bne menge davon, für eine manchmal ganz schön lange zeit...
und ich verstehe auch leute, die nicht damit klarkommen, mit siechtum konfrontiert zu werden-ich werd ja schon depressibv, wenn ich einen tag im krankenhaus sein muss-ich kann das einfach nicht, ich wäre für einen pflegerschen besuch definitiv nicht altruistisch genug, und es würde mich psychisch kaputt machen.


wenn der alte mensch noch halbwegs fit ist, und eben keiner pflege bedarf, finde ich abschieben auch nicht ok, aber das sich jemand, der womäöglich schon mehrere kinder grossgezogen hat, dann später unbedingt noch um die eltern küümmern soll, sehe ich jetzt nicht unbedingt als muss.
Caranaldion[QUOTE][i]Original geschrieben von Indian [/i]
Altenpflege hängt nicht an Menschlichkeit sondern am Mammon fest und wer was anderes sagt der Lügt oder glaubt noch an Märchen... [/QUOTE]

Holla, da fühle ich mich aber mal glatt angesprochen, denn ich sage, dass Altenpflege bzw. die Pflege von Menschen allgemein sehr wohl an Menschlichkeit hängt (natürlich nicht ausschliesslich, die Finanzierung von Pflege spielt eine Rolle).
Magst Du mir etwas genauer erklären, wo ich nun lüge ?
Nnordy@sportygirl: Meine Oma war Pflegestufe 2 und wir haben sie zu Hause gepflegt, 3 Jahre lang...
Nebenbei hab ich auch mal ein paar Monate in der mobilen Krankenpflege gearbeitet und hatte dort ebenfalls Patienten bis Pflegestufe 3... Ich weiß also schon, wovon ich rede, keine Angst. Ich kenne sowohl den 'Job', wie Du es nennst, als auch die familiäre Seite. Und trotzdem stehe ich zu jedem Wort, das ich geschrieben habe. Schade, daß Du nicht darauf eingehen willst.

@Cara: 100% Zustimmung. Ich bin auch gespannt, wie wir jetzt der Lüge überführt werden sollen.
MacWir sollten hier in Deutschland sofort und umgehend Modellaltenheime aus der Schweiz und Frankreich übernehmen in denen Kindergarten und Altenheim gekoppelt ist.

Unsere Nachkommen müssen von der Pike auf lernen das alt werden mit allen Begleiterscheinungen normal und OKAY ist! Erbrochenes? Nicht schön aber gehört dazu. Machen Kinder auch gerne. Künstlicher Darmausgang? Bitte nicht beim Essen zeigen. Danach aber schon. Dazu dann noch vernünftiges Pflegepersonal und ausschliesslicher Träger muss der Bund sein! Private Pflegeheime, Rettungsdienste etc. gehören abgeschafft!

Senioren wollen nicht ständig nur auf Senioren hocken! Das frustriert und deprimiert und ich kanns nachvollziehen. Ich hab geriatrische Stationen gesehen wo alle nur noch aufs Sterben gewartet haben. Das Pflegepersonal hat das absolut forciert. Ich hab Angehörige gesehen die dem Arzt (der in der dritten Überstunde war) Inkompetenz vorgeworfen haben weil die 86-jährige Mutter mit Schlaganfall !und! Infarkt 'beschlossen' hatte das es langsam Zeit ist zu sterben. Und ich habe immer noch die Worte einer Patientin im Ohr um die ich mich fast zwei Wochen auf Pflegestation gekümmert habe und die mir später in der Notaufnahme wieder begegnete. Versammelte Mannschaft, Pfleger, Retter, Notarzt, Notaufnahmechef, Internist und Praktikaten, die alle um diese körperlich rapide abbauende aber geistige absolut fitte Dame (@sirkith!) herum standen. [i]"Ach lasst mich doch endlich sterben..."[/i] Es haben alle betreten geschaut. Es hat keiner eine Antwort gewusst. [b]Es gab keine Entgegnung mehr![/b] Nicht in dieser Gesellschaft in der ihre Angehörigen sie alle paar Monate mal kurz besuchten....

Sterben, Leben. Alt werden. Das gehört verdammich alles dazu. Die Bürger müssen zwangsverpflichtet werden sich um ihre Eltern- und Großelterngenerationen zu kümmern. Bis es alle kapiert haben. [i]Bis es endlich akzeptiert wird alt zu sein[/i]! Und Senioren ausschliesslich freiwillig ins Heim wollen und nicht weil die Kinder "gut zu geredet" haben. Bis diese menschenverachtende und an Zynismus nicht zu übertreffende Heuchelei aufgehört hat zu existieren. Leben darf nicht um JEDEN Preis erhalten werden.


[QUOTE][i]Original geschrieben von AlienSexFiend [/i]
[B]...aber hallo, und wie es das im Alter gibt...erade bei älteren Frauen hat es im Vergleich zu jungen Menschen drastisch zugenommen eben wegen der Alterseinsamkeit... [/B][/QUOTE]

Nicht nur zugenommen! Die Suizidkurve verweist ganz klar auf einen Altersgipfel zwischen 45 bis 55 (eher Männer) und ab 65 nochmal. Und das seit Jahrzehnten schon.

Junge Menschen drohen an bzw. begehen sogenannten Parasuizid, d.h. ein Suizidversuch mit dem Ziel aufgehalten zu werden und damit Aufmerksamkeit zu erregen. Über die entsprechende Sensibilität mit der die Bevölkerung mit diesem Thema umgeht ereifere ich mich hier nicht das würde zu weit OT führen.


Grußle,
Mac
Mindsoldierhmm.. ich mache zur zeit meinen Zivildienst in einem Altenheim.. Ich mache dort den "Sozialdienst".. dass heisst ich muss einerseits unsere Leutchen da zum Arzt, zum Einkauf, ins Krankehaus etc. begleiten und sie zum anderen eben auch "beschäftigen", mit Spielen, Gesprächen, Spaziergängen und solchen dingen.
Alles in allem ist das eigentlich ein schöner Job. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich vom "Pflege"personal reichlich wenig begeistert bin.
Wenn ich mich auf den Pflegestationen in unsrem Heim umgucke und da sehe, wie das Personal auf dem Balkon sitzt und sich unterhält, wo 5m weiter eine Dame um Hilfe ruft, weil die dringen zur Toilette muss ... und nichts geschieht, da frage ich mich wofür diese Leute den Job machen.
Um mal bei diesem Beispiel zu bleiben. Ich kann verstehen, dass diese Dame sich nicht vollmachen möchte, wenn sie aber nunmal im Rollstuhl sitzt und alleine nicht zur Toilette gehen kann muss ihr geholfen werden, ein bisschen würde sollte man den Menschen lassen finde ich. Ehrlich gesagt, möchte ich kein Pfleger sein, sozialen Kontakt mit den Bewohnern Pflegen ist eine schöne sache, ich bin mir sicher, wenn man es kann (ich könnte es nicht und bewundere Menschen, die diese Arbeit -gut- machen) ist sicher auch der Pflegeberuf schön.
Aber so wie es zur Zeit aussieht, Personalmangel, und das Personal was da ist ist einfach.. ich sag mal "nicht nett" zu den Menschen, will ich niemals in ein Altenheim kommen. In dieser hinsicht kann ich auch die Suizidgedanken mancher Bewohner gut verstehen. Man wird grob gesagt, wie "Arbeit" behandelt und nicht wie ein Mensch der Hilfe braucht. Ich denke, dass ist irgendwie der Falsche ansatz für diesen Job...

Hmm.. ich glaube ich bin ein bisschen vom Thema abgekommen, aber ich wollte das einfach mal sagen..

Gruß vom
Soldier
Sirikith@ Mac: warum sprichst du mit dem einen satz jeetzt konkret mich an? verstehe ich nicht ganz....

dem was du zum thema: "leben nicht um jeden preis erhalten" sagst, muss ich absolut beipflichten....jedes menschen würde ist unantastbar, daraus muss aber auch folgen, dass jeder das recht auf einen würdigen tod hat. insofern bin ich auch ein absoluter befürworter der aktiven sterbehilfe, solange eine eindeutige willensentscheidung des patienten vorliegt


aber ich bin immer noch der meinung, dass viele einfach mit der PFLEGE (nicht nur zeitweilige betreuung) eines alten menschen, der dies wirklich sehr nötig hat, überfordert sind, und dass man das daher nicht generell verlangen kann....
ich möchte ja nicht wissen, wie viele alte menschen dann doch von ihren pflegern ins jenseits begördert werden, und ich bezweifle mal stark, dass das in den meisten fällen auf wunsch des betroffenen geschieht.
Darket[QUOTE]Altenpflege hängt nicht an Menschlichkeit sondern am Mammon fest und wer was anderes sagt der Lügt oder glaubt noch an Märchen...[/QUOTE]
Dies ist ein Diskussionsforum. In einem solchen wird diskutiert (sagt der Name schon, gelle?). Eine solche Aussage ist nicht Teil einer Diskussion, sie zeugt allenfalls von einem sehr schlechten Diskussionsverhalten. Wenn Du also diese Ansicht vertrittst, dann sei so gut und führe ein wenig aus weshalb, sonst wird das leider niemand ernst nehmen.
Bloody AngelAlso ich habe im August in einem Altenheim zu arbeiten begonnen als Examinierter Krankenpfleger und habe es gerade mal 6 Wochen ausgehalten, danach bin ich zum Pflegedienstleiter und hab um meine Kündigung gebeten.
Warum?
Ich habe sowas von schlecht verdient, als examinierter Krankenpfleger im Westen habe ich gerade mal 1050 Euro Netto noch rausbekommen, hab dafür aber voll durchgearbeitet ( 5 von 6 Wochenenden habe ich gearbeitet). Ich hatte nach dem ersten Monat über 25 Std Überstunden.
Die Arbeitsbedingungen waren grauenhaft, zuwenig qualifiziertes Personal und der Träger hat schwerstpflegefälle der Pflegestufe 3a aufgenommen obwohl das Heim dafür nicht ausgestattet war (es bringt ja Geld). Das sah dann z.B so aus das im Spätdienst ich mit einer Helferin alleine für knapp 25 Leute zuständig war (davon 4 Komapatienten, 7 bettlägrige Patienten und der Rest war Demenz oder Altsheimer erkrankt, nur 3 Bewohner waren noch "fit"). Ich glaube die meisten können sich vorstellen was das für eine Arbeit war. Nach 6 Wochen war ich körperlich und geistig total am Ende und musste aufgeben da ich nicht bereit war die Verantwortung zu übernehmen und ich konnte es auch mit meinem Gewissen nicht mehr vereinbaren. Ich habe jeden Tag ca mind. 1Std länger gearbeitet da ich kein Mensch bin der Punkt Dienstzeitende alles stehn und liegen lassen kann. In den 6 Wochen wo ich dort gearbeitet habe haben 5 weitere Mitarbeiter gekündigt, zwei meiner Vorgänger sind sogar in Psychiatrischer Behandlung.
Nach dem erlebten muss ich sagen das ich in kein Altenheim möchte.
LivingDeadZogi@Zu wenig Personal: Also ich denke es liegt nicht hauptsächlich daran, dass es zu wenig Personal gibt, dass die Leute net optimal verpflegt werden, sondern daran, dass viele sich oft und gerne nen Krankenschein holen.
Was ich da schon für Geschichten gehört hab...
Manche arbeiten so lange bis verlängert wird, dann gibet nen Krankenschein für längere Zeit, dann wieder n bissl Arbeiten und wieder Krankenschein...
Ich frag mich echt warum man bei sowas nicht einführt, dass die geschmissen werden....naja...

Da wo ich mein Praktikum gemacht hab, waren immer 2 Fachkräfte auf Station. Und dann halt 3 bis 4 Pfleger verteilt...hinten, mitte und vorne...Und es gab extra Hauswirtschaftlerinnen, die dafür gesorgt haben, dass jeder sein Essen kriegt...Haben auch ne eigene Großküche..
Außerdem wurden Aktivitäten, wie Gymnastik, Kochen, Malen, Basteln, Chor, Dementenbetreuung usw..angeboten. Ab und an gibt es auch mal ein Fest oder nen Ausflug. Und es gibt viele Ehrenamtliche Mitarbeiter, die dann Zeit mit einzelnen verbringen und ansonsten gibt es noch den sozialen Dienst, der das Leben im Altersheim abwechslungsreicher gestaltet. Dann gab es auf jeder Station noch einen Aufhentalsraum, wo die Bewohner zusammen sitzen konnten. Spiele spielen, Tv gucken, singen, sich unterhalten usw..
Einen Garten mit Parkanlage zum spazieren gehen gibt es da auch...Auf zwei Stationen gab es zu dem auch Tiere..
Aber ist ja net überall so....

@Tiberon: Du solltest mal in einem Altersheim arbeiten um mal die Vielfalt der Pflegefälle zu sehen. Teils sind da Schlaganfallpatienten noch harmlos, denn die können teilweise noch ein paar Dinge selbst...

Aber sicherlich hab ich auch Leute gesehen, wo ich mich gefragt hab, warum die im Altersheim sitzen. Da find ich es auch nicht so ganz ok.
Und ich muss auch sagen, dass ich selber nie ein Pflegefall werden möchte.

Aber dennoch..stell dir mal vor...du bist schon alt ( so an die 75), körperliche Kraft lässt nach, hast keine Kinder und deine Frau wird zum schweren Pflegefall. Was machst du dann? Du kannst die Pflege nicht übernehmen..wer macht das dann???? Wer wäscht, duscht sie, bringt sie auf die Toilette und sorgt für sonstige Transfere? Wer lagert alle 2 Stunden und auch in der Nacht???? Du?
Was machst du, wenn deine Frau nen Zuckerschock bekommt? Wenn sie Warnvorstellungen mitten in der Nacht bekommt? Wer zieht die Thrombosestrümpfe an? usw usw...
Da muss dann aufjedenfall n Pfleger her und der müsste eigentlich fast 24 Stunden am Tag da sein. Aber ich glaub nicht, dass es so einen Pfleger gibt..es sei denn, er zieht bei dir ein.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von LivingDeadZogi [/i]
[B]@Zu wenig Personal: Also ich denke es liegt nicht hauptsächlich daran, dass es zu wenig Personal gibt, dass die Leute net optimal verpflegt werden, sondern daran, dass viele sich oft und gerne nen Krankenschein holen.
[/B][/QUOTE]


Es stimmt, daß der Krankenstand sehr hoch ist, doch muß man sich auch die Frage stellen WARUM! Ganz einfach: Wenn die Leute sich nicht "krank arbeiten" müßten (Überstunden, zu viel Arbeit für zu wenig Personal pro Schicht), dann wären sie nicht krank. Daß die physische und psychische Belastung zu höheren Krankenständen führt, ist mir mehr als einleuchtend und ich weiß, wovon ich rede...


[quote][b]Da wo ich mein Praktikum gemacht hab, waren immer 2 Fachkräfte auf Station. Und dann halt 3 bis 4 Pfleger verteilt...hinten, mitte und vorne...Und es gab extra Hauswirtschaftlerinnen, die dafür gesorgt haben, dass jeder sein Essen kriegt...Haben auch ne eigene Großküche..[/quote][/b]

Schön! Aber leider die Ausnahme!
Mach noch ein paar Praktika in anderen Häusern und schreibe Deine Erfahrungen hier nochmal auf. Ich bin gespannt! ;)
Das Problem ist, daß es durchaus Häuser gibt, an denen die Menschen liebevoll gepflegt werden und man in Würde alt werden und Sterben kann, doch meist sind das Häuser, die wirklich richtig teuer sind und DAS kann sich nur eine Minderheit der Menschen in diesem Land leisten.
LivingDeadZogiDie Sache ist ja die, dass sie nicht krank sind, sondern nur so tun, weil sie auch ohne Arbeiten gehen Geld verdienen können, das sie mit festem Vertrag nicht so einfach zu kündigen sind.

Die meissten arbeiten meisst nur so lang gut, bis sie einen Festvertrag haben und dann fängt es plötzlich mit dem krank feiern an.

Z.B. eine...die war ja angeblich krank...aber tatsächlich war es so, dass sie in Berlin feiern war und noch nicht zurück wollte. Leider hatte sie vergessen, dass die Telefonnummer mit angezeigt wird.

Und andere sind angeblich schwerkrank, aber gehen am Wochenende einen saufen.

Solche Leute meine ich...

Und Personalmangel gibt es auch, weil nur so und so viele eingestellt werden können und wenn dann welche Dauerkrank sind, fehlen diese Leute und neue können nicht eingestellt werden. Und gerade die, wo man weiß, die können diesen Beruf nicht mehr ausüben (Bandscheibenvorfall usw..)...statt sie den Posten frei machen, damit andere arbeiten können...nein Krankenschein Krankenschein und nochmals Krankenschein...

Meine Mom arbeitet da auch schon 6 Jahre und war insgesamt 1 Woche krank.

Naja egal..

Sicherlich sind die Häuser nicht alle gleich. Aber von denen hier in Beckum und drumherum höre ich nur gutes. Man muss sich die Heime halt auch mal anschauen und sich wenn Möglich auch über andere informieren.

Und da wo ich Praktikum gemacht hab, da waren Leute die es selbst finanziert haben und auch Leute ohne finanzielle Mittel. Wo der Staat es halt bezahlt hat.
hagzissa13Ich will nicht abstreiten, daß es solche "Kollegenschweine" gibt, [u]aber[/u] das ist [u]nicht[/u] die Regel und sicherlich in jedem Berufszweig an zu treffen.

Fakt ist, daß der Krankenstand in den letzten Jahren immer mehr zurückgegangen ist, da die Menschen Angst um ihren Arbeitsplatz haben.

Ich habe schon in sehr vielen verschiedenen Einrichtungen gearbeitet während der Jahre meines Studiums und habe natürlich auch sehe konträhre Erfahrungen gesammelt, aber [u]insgesamt[/u] überwiegen die oben dargestellten Erfahrungen.

Und die erwähnten Probleme betreffen ja nicht nur die Pflegschaft, sondern auch uns Ärzte. Auch bei uns ist der Krankenstand sehr hoch, die Leute arbeiten teilweise 80 - 90 Stunden in der Woche, das kann nicht gesund sein.


Ich weiß, daß es Stationen gibt, wo man sich "die Eier schaukelt", keine Frage, aber das sind absolute Ausnahmen. Die Regel sieht anders aus, was auch der Grund ist, warum wir alle streiken!


[b]Pflegschaft wie Ärzte - WIR SIND ÜBERARBEITET! [/b]


Wir haben die Verantwortung für MENSCHENLEBEN und arbeiten teilweise 36 (!!!) Stunden am Stück. Dann fühlst du Dich wie besoffen und dann möchte ich auch kein Patient mehr sein.
So funktioniert das einfach nicht.

Mein Mann (Krankenpfleger) hat in 3-4 Monaten über 100 (!!!) Überstunden gesammelt. Der kommt nach Hause, dem brennen die Füße. Der ist im Nachtdienst z.T allein für 24 Patienten zuständig, von denen die meisten multimorbide, bettlägerig und darüber hinaus noch isoliert sind. Der kommt nach Hause und ist fertig wie ein Marathonläufer.

Nee, das kann nicht normal sein.... Wir sind doch keine Maschinen...
LivingDeadZogiDas das kein Zustand sein sollte / darf ich völlig klar. Meine Mom hat auch soviele Überstunden, dass sich reich wäre, wenn sie die ausbezahlt bekommen würde. Aber abfeiern kann man auch net, weil ja ständig die Hälfte der Leute "krank sind"...

Und ich denke das "krank feiern" ist eine große Ursache, warum einem zuviel zugemutet wird. Es gibt sogar Zeiten wo meine Mom ohne freien Tag 2 Wochen lang durcharbeiten muss...Darf ja eigentlich gar net...

Würde man die Dauerkranken entlassen und dafür andere einstellen (die dann hoffentlich nicht immer blau machen), dann wäre mehr Entlastung da. Nur können die mit Festvertrag net einfach gekündigt werden und somit auch keine neuen eingestellt werden.

Aber das ein Arzt soviel arbeiten muss hätt ich och net gedacht. Die Ärzte hier arbeiten an 4 Tagen in der Woche + Hausbesuche...
Oder meinsu im Krankenhaus!?
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von LivingDeadZogi [/i]
[B]
Aber das ein Arzt soviel arbeiten muss hätt ich och net gedacht. Die Ärzte hier arbeiten an 4 Tagen in der Woche + Hausbesuche...
Oder meinsu im Krankenhaus!? [/B][/QUOTE]


Ja, ich meine uns Ärzte im Krankenhaus.
Nnordy@krank feiern: Mein Mann hat mit einem akuten Meniskus noch 2 Wochen gearbeitet. Das hatte zur Folge, daß der Meniskus dann mehr oder weniger komplett raus mußte. Seitdem ist das Bein nicht mehr so belastbar und Sport machen ist auch passé.
Er ist mit akut entzündetem Kiefer arbeiten gegangen und hat sich mit Schmerztabletten über Wasser gehalten.
Er ist mit starker Erkältung und Fieber arbeiten gegangen.
Und nach seinem Bandscheibenvorfall, der nicht operiert wurde, ist er - statt zur Krankengymnastik - nach 1 Woche wieder schuften gegangen.
Soviel zum "krank feiern".
In all den jahren in seiner derzeitigen Arbeitsstelle (8 an der Zahl) gab es genau 1 (in Worten: EINE) Kollegin, die so etwas gemacht hat. Und diejenigen, die wirklich häufig krank sind, haben zumeist Burn-Out oder halt eben die Bandscheibe.
Das nur mal als Gegenbeispiel zu dem, was Du beschreibst oder vermutet hast, LivingDeadZogi.
LivingDeadZogiNee ich vermute das nicht..es ist so..aber ich rede hier nur von einem Altenheim und ich gehe davon aus, dass es nicht nur hier in dem einen vorkommt, dass viele ohne krank zu sein, ständig krank sind..

Und ich verstehe auch nicht, warum Leute, die eigentlich nicht mehr diesen Beruf ausüben können oder sollten, sich nicht lieber was anderes suchen, statt immer Krankenschein nachzuschieben.
Denn so ist die Stelle zwar besetzt, aber es wird nicht gearbeitet = es geht auf die Kosten der Alten Leute, die dadurch immer weniger betreut werden können.

Bei dem Altenheim das ich meine ist z.b. ein Fall..Eine ist ständig in Kur und Behandlung und hin und her..kann diese schwere Arbeit eigentlich nicht mehr verrichten...Und eine andere hat noch keinen Festvertrag und würde gerne ganz dort arbeiten. Geht aber nur, wenn die die nu Dauerkrankgeschrieben ist kündigt.
Ist doch irgendwie bescheuert!?
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von LivingDeadZogi [/i]
[B]Und ich verstehe auch nicht, warum Leute, die eigentlich nicht mehr diesen Beruf ausüben können oder sollten, sich nicht lieber was anderes suchen, statt immer Krankenschein nachzuschieben.
Denn so ist die Stelle zwar besetzt, aber es wird nicht gearbeitet = es geht auf die Kosten der Alten Leute, die dadurch immer weniger betreut werden können.
[/B][/QUOTE]



Pflegekräfte sind doch kein menschliches Arbeitsmaterial, das man nach Lust und Laune verschleißen kann und wenn man es sich dann aufgrund übelster Arbeitsbedingungen hat kaputt arbeiten lassen, mustert man es eben aus?! Was ist denn das bitteschön für eine Scheiße? :eek:


Sorry, aber da geht mir die Hutschnur hoch...


Die Leute machen zum überwiegenden Teil ihre Arbeit verdammt gerne und reißen sich wahrlich den Arsch auf, aber um wirklich gut arbeiten zu können, braucht es schon akzeptable Arbeitsbedingungen.
Darket[QUOTE]Sorry, aber da geht mir die Hutschnur hoch...[/QUOTE]
Nicht nur Dir... :rolleyes:

[QUOTE]Die meissten arbeiten meisst nur so lang gut, bis sie einen Festvertrag haben und dann fängt es plötzlich mit dem krank feiern an.[/QUOTE]
Die meisten arbeiten ohne einen Festvertrag auch bei Krankheit durch, weil sie gern einen Festvertrag hätten und den nicht kriegen, wenn sie mal das Pech haben wegen Krankheit zwei Wochen fehlen zu müssen! Wenn Du ne Festeinstellung erstmal hast, siehst Du es logischer Weise nicht ein mit 39 Fieber noch zur Arbeit zu kommen...

Pflege- und Betreuungspersonal ist in diesem Lande generell massiv unterbezahlt und dennoch viel zu wenig vorhanden. Sorry, aber wer 36 Stunden am Stück schuftet (so viel wie andere in einer Woche...), Wochenend- und NAchtdienste schiebt und ganz nebenbei noch ein Wasserträger dieser Gesellschaft ist, und dafür am Monatsende 1300 Euronen auf seinem Konto vorfindet, ist per se erstmal frustriert. Frustration führt nicht zwingend zu Krankheit, aber der Stress, den die Arbeit mit sich bringt unter Garantie, zusätzlich das psychische Bewusstsein, dass Deine Arbeit von der Gesellschaft kein Stück honoriert wird, weil dann "irgendwelche" Leute, die mal irgendwo ein Praktikum gemacht haben daherkommen und behaupten sie wären ja alle faule Säcke, weil der Begriff "Burn out" ihrer Meinung nach eine Analogie zu "Fauler Sack" ist.
NnordyNebenbei sind sowohl Bandscheibenvorfall als auch Burn-Out bei Pflegepersonal nicht als Umschulungsgrund akzeptiert, da zu häufig. Ist also nix mit - mal schnell 'ne neue Arbeit suchen. Und wie gesagt - für viele ist es eben nicht nur ein Job, sondern eine Berufung. Die wechselt man nicht wie andere die Hose.
LivingDeadZogi@hagzissa: Ein Altenheim ist dazu da die alten Leute die dort wohnen und dafür bezahlen zu pflegen, zu unterstützen und zu betreuuen. Und wenn eine Pflegekraft dies aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kann, fehlt diese Kraft = Pflege, Unterstützung und Betreuung wird weniger bzw. alles muss schneller gehen.
Und es ist ja nicht immer so, dass dann nur eine Pflegekraft fehlt...des öfteren fehlen gleich mehrere. Und das kann es jawohl auch nicht sein oder?

Ich sag ja nichts, wenn jemand eine Operation hatte, man sich für den Heilungsprozess schont und dann wieder normal arbeiten geht.
Aber wenn jemand soo krank ist, dass er über Jahre krank geschrieben wird / ist, dann kann ich nicht verstehen, warum man sich keine Arbeit sucht, die man körperlich noch verrichten kann.
1. macht man sich selber noch mehr kaputt (für wie man sagte, wenig Geld) , 2. müssen dadurch andere mehr arbeiten, 3. wird alles hektischer und 4. können andere, die auch gern dort arbeiten wollen, nicht dort arbeiten. Höchstens mal als Krankenvertretung.

Außerdem hat man in der Pflege auch eine Verantwortung. Da pflegt dann nu wer, der eigentlich nicht schwer heben soll, hebt dann eine alte Dame hoch, kriegt aufeinmal schwere Schmerzen und lässt die Dame fallen und die hat dann einen Knochenbruch, der bei alten Menschen nicht mehr so gut verheilt, wie bei jungen..
Ist jetzt nur mal ein Beispiel...


@Darket: Ich rede nicht von den Leuten, die tatsächlich krank sind, sondern von denen die ständig krank sind ohne krank zu sein...

Und Fachkräfte, vor allem die, die Nachtschicht machen verdienen soweit ich weiß ein bissl mehr als eine normale Pflegekraft...
Aber das es dennoch zu wenig ist, das weiß man und find ich auch nicht in Ordnung.

Achja und das was ich hier "behaupte" sind nicht nur Eindrücke meines Praktikums, sondern auch die Erfahrungen meiner Mitschüler, die auch alle in der Altenpflege ein Praktikum gemacht haben. Meine Mom, meine Cousine und eine sehr gute Freundin haben mir auch schon sehr viel berichtet und die arbeiten in verschiedenen Einrichtungen.

Und die Burn Out Krankheit kenne ich, da jemand aus meiner Familie seit ca. 2 Jahren darunter leidet und auch schon für längere Zeit in der Psychiatrie deswegen war, sowie in der Kur.
Und sie hat es nicht bekommen, weil irgendwer sie nicht für das was sie getan hat honoriert hat, sondern, weil sie sich mehr zugemutet / aufgelastet hat als sie konnte. Momentan bekommt sie Stromschläge in den Kopf, in der Hoffnung, dass es Besserung bringt.


@Nnordy: Aber dann verstehe ich nicht, warum jemand der schon einen Bandscheibenvorfall hatte nicht mehr eingestellt wird!?
Und ich verstehe auch nicht, wie man mit mehreren Bandscheibenvorfällen noch schwere Arbeit tätigt. Also mir persönlich wäre das zu Riskant. Mein Freund hatte wie gesagt auch schon zwei Bandscheibenvorfälle und hat bis heute ständig Schmerzen in den Beinen und im Rücken. Vor allem wenn er kalt wird oder wenn er mal was schwereres gehoben hat.

Und ob man den Beruf nun gerne macht oder nicht...erreicht es nicht irgendwann mal einen Punkt, dass einem die eigene Gesundheit und Mobilität wichtiger ist???

Und der Zeitmangel durch weniger Pflegekräfte ist ja auch mit ein Grund, weshalb Dinge wie Bandscheibenvorfälle usw. auftreten. Weil man hat nicht die Zeit um die Hilfsmittel einzusetzen = körperschonend zu arbeiten.
Dirtydevil1981Das viele Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen häufiger mal krank sind kann auch daran liegen, dass die Arbeit nunmal wirklich schwer ist. Meine Tante ist auch Altenpflegerin und sie ist zwar groß aber schmächtig. Wenn ich manchmal sehe was für gewaltige Körper sie bewegen muss um diese Waschen und Pflegen zu können oder ums sie ins Bett zu bringen staune ich. Mein Rücken hätte das keine zwei Wochen mitgemacht. Ich bewundere Leute sowie so die so einen Job ausüben können. Es mag zwar auch schlechte Pfleger/innen bzw. Pflegeheime geben aber das kann man in meinen Augen nicht pauschlisieren. Das ist doch überall anders. Und da wo ich lebe befindet sich wirklich ein sehr schönes tolles Altenheim wo sich gut um die Menschen gekümmert wird und wo sie gut versorgt sind, wo sogar noch, wenn möglich kleine Ausflüge und Feste veranstaltet werden.

Ach und diesen typischen Leute, die ständig Krank feiern, die gibt es in jedem beruf.
Darket[QUOTE]Ich rede nicht von den Leuten, die tatsächlich krank sind, sondern von denen die ständig krank sind ohne krank zu sein...[/QUOTE]
Wenn Du dabei allerdings ausgerechnet von Pflegeberufen ausgeht, frage ich mich weshalb gerade dort so viele langfristig krank sind. Die Problematik des "Krankfeierns" existiert im gesamten Berufsalltag, es kommt vor, klar, hab ich auch schon getan, wer nicht? Wenn wir hier allerdings auf eine spezielle Berufsgruppe zielen, muss es einen Grund geben und den kann ich nur im jeweiligen Arbeitsumfeld ausmachen.

[QUOTE]Und Fachkräfte, vor allem die, die Nachtschicht machen verdienen soweit ich weiß ein bissl mehr als eine normale Pflegekraft...[/QUOTE]
Nachtschichten gehören in diesem Beruf zur Tagesordnung, di waren durchaus mal übern Daumen eingerechnet, lass es 150 Euro mehr sein. Das gilt allerdings vornehmlich für solche, die gerade eingestellt werden, wer das Glück hat seit 15 Jahren einen Arbeitsvertrag zu haben, verdient doch einiges mehr.


[QUOTE]Achja und das was ich hier "behaupte" sind nicht nur Eindrücke meines Praktikums, sondern auch die Erfahrungen meiner Mitschüler, die auch alle in der Altenpflege ein Praktikum gemacht haben. Meine Mom, meine Cousine und eine sehr gute Freundin haben mir auch schon sehr viel berichtet und die arbeiten in verschiedenen Einrichtungen.[/QUOTE]
Ich kann aus eigener Erfahrung generell nur über Behinderteneinrichtungen sprechen und so saumäßig wie diese bisweilen auch geführt werden, ich hatte interessanter Weise immer mit den selben Personen zu tun, teilweise vier, fünf mal pro Woche...
Was ich damit sagen will: Weder Deine noch meine Eindrücke haben einen Anspruch darauf representativ zu sein.


[QUOTE]Und die Burn Out Krankheit kenne ich, da jemand aus meiner Familie seit ca. 2 Jahren darunter leidet und auch schon für längere Zeit in der Psychiatrie deswegen war, sowie in der Kur.[/QUOTE]
Burn out war ein Beispiel, das, was ich dazu sagen kann ist, dass Pflege- und Betreuungskräfte ein nicht ganz unerhebliches Zahnrad in unserem gesellschaftlichen Motor sind. Kein Mensch wählt einen solchen Beruf, weil er ja so dolle bezahlt wird, da steckt eigentlich immer ein gutes Stück Idealismus mit drin. Idealismus kann man allerdings nur aufrecht erhalten, so lange man das Gefühl hat für voll genommen zu werden und ein Nettogehalt von 1200 Euro bei einer mal günstig kalkulierten Wochenarbeitszeit von 50 Stunden, ist nicht unbedingt die Form von Anerkennung, die diesen Menschen zusteht. Motivation ist ein erheblicher Faktor zur Bestimmung der Produktivität. Motivation fehlt genau dort, wo jemand mit zwei Kindern diese kaum noch zu Gesicht bekommt, weil er ohne Ende Schichten schiebt und sich dennoch Gedanken machen muss, ob eine Woche Griechenlandurlaub mit der Familie(irgendwann möchte man sie ja auch mal sehen) überhaupt finanzierbar ist.
Ich lerne selbst so einen so scheiße undankbaren Beruf und es gibt die Momente, in denen ich mich frage, ob mein persönlicher Idealismus, den ich ganz sicher mitbringe ausreicht, um die nächsten 40 Jahre für einen Hungerlohn daran mitwirke, dass diese Gesellschaft nicht völlig vor die Hunde geht.
hagzissa13@ LivingDeadZogi :


Ey, also jetzt krieg' ich echt gleich Plack! :mad:


Natürlich sollen alle Hilfebedürftigen optimal gepflegt werden! Das möchten die Helfenden doch auch, darum haben sie sich für diesen Beruf entschieden, aber dafür ist es nunmal wichtig Voraussetzungen zu schaffen, die das auch zulassen! Aber diese Voraussetzungen sind eben nicht gegeben und lassen sich auch durch ständig neuausgebildetes "nachwachsendes" Personal nicht beheben. Die Ausbildung ist zu teuer, um die Leute so zu verschleißen (abgesehen vom ethischen Aspekt). Und wer, der halbwegs geradeaus denken kann, würde bei Deinem Arbeitsplatzkonzept überhaupt noch die Ausbildung machen wollen? Ist das denn so schwer zu kapieren? Anscheinend schon!


Wie lange hast du denn bisher in dem Job gearbeitet, abgesehen von den 2 Wochen Praktikum? Noch gar nicht? Und schon garnicht über längere Zeit? Hab' ich mir gedacht!
Dirtydevil1981[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B]
Ey, also jetzt krieg' ich echt gleich Plack! :mad:
[/B][/QUOTE]

Dann freut sich dein Zahnarzt :D gibt arbeit :D

sorry für den doofen Kommentar, aber der saß so locker das ich mir den nicht verkneifen konnte.
LivingDeadZogi@Darket: Ja sicher gibet überall die, die gerne bezahlt werden, ohne arbeiten zu gehen...Aber das Thema hier ist halt Altenpflege..daher beziehe ich es halt nur darauf...

Und klar gibt es Gründe...entweder man ist wirklich krank oder man ist faul. Und wer die Arbeit nicht verkraftet (psychisch, wie auch physisch) sollte es in meinen Augen halt lassen. Schadet doch nur beiden Parteien.

@Hagzissa: Mein Praktikum ging 6 Wochen...gehört zu meiner Ausbildung..und nun stehen nochmals 6 Wochen in einer Behinderteneinrichtung an.
Sind zwar keine 10 Jahre, aber aufjedenfall genug Zeit um mitreden zu können. Habe viel gesehen, gehört und selbst erlebt.

Und ich bin und bleib der Meinung, dass die die diesen Beruf psychisch wie physisch nicht mehr machen können, ständig (über Monate und Jahre hinweg) krankgeschrieben sind, lieber was anderes machen sollten, damit andere, die da noch psychisch wie physisch fit sind helfen können. Weil solang der Arbeitsplatz nicht frei wird, kann auch keiner vergeben werden.
Man stelle sich vor jeder würd das machen..

Und wegen solchen Leutem mit Dauerurlaub müssen andere ständig einspringen, haben so gut wie keine Freizeit mehr und kriegens nichtmals ausgezahlt, noch kann man es abfeiern...Normalerweise , so weit ich weiß, darf man nicht mehr als 10 Tage durcharbeiten ohne freien Tag..aber man muss, weil halt so viele krank sind...

Und dies war nun mein letzter Kommentar...hab keine Lust mich ständig zu wiederholen ;)
NnordyIch frage mich, warum mein Mann dann so oft 12 Tage am Stück arbeiten muß - mit einer 75% Stelle... Sorry, Zogi, aber von 6 Wochen und auch von ein paar Berichten kann man nicht mal im Ansatz ermessen, was hierzulande in der Pflege WIRKLICH abgeht. So kaputt mein Mann körperlich auch davon schon ist, so kann er doch nicht davon lassen. Er ist ein super Pfleger, seine Patienten lieben ihn, und er reißt sich gern täglich den Arsch für sie auf. Auf Kosten seiner eigenen Gesundheit, bisweilen. Das kann man wohl als Normalsterblicher auch nicht verstehen, aber wie gesagt: Auch für meinen Mann ist sein Job eine Berufung. Ich wünsche DIr, daß Du später auch mal einen Job findest der nicht nur eben das ist, sondern eine Berufung. Dann wirst Du vielleicht verstehen, das man diese nicht einfach ablegt wie ein altes Hemd, eigene Gesundheit hin oder her. Darüber hinaus arbeitet er in der mobilen Pflege, und da bist Du noch viel gearschter als im KH oder in einem Heim, da bei den Leuten zu Hause nicht immer Pflegebetten bzw. 'Hilfsmittel' zur Verfügung stehen. Und selbst mit HIlfsmitteln bedeutet es einen Kraftakt, einen 120 kg schweren Patienten zu drehen oder hochzuheben.

und wie gesagt: Versuch doch mal als ausgebrannte Pflegekraft einen anderen Job zu finden. Was denn für einen, bitteschön? Weils ja auch so unheimlich viele freie Jobs gibt die nur drauf warten daß ein ausgedienter Krankenpfleger kommt... Ehrlich, so einfach ist es nicht. Und wie gesagt, burn-out, Bandscheibe u.ä. garantieren in anderen Berufsgruppen zwar eine Umschulung, mitnichten aber im Pflegebereich. Daher ist es, wenn Du den Job hinschmeißt, mit der sicherste Weg in ein schönes neues Leben mit Hartz IV.
Darket[QUOTE]Ja sicher gibet überall die, die gerne bezahlt werden, ohne arbeiten zu gehen...Aber das Thema hier ist halt Altenpflege..daher beziehe ich es halt nur darauf...[/QUOTE]
Was mir impliziert, dass Du entweder viel lieber über die faulen Säcke, die gern krankfeiern reden würdest oder die Behauptung aufstellst, Pflegekräfte seien fauler als "Ottonormalarbeitnehmer".
In ersterem Falle: Wir haben hier gerade so einen hübschen Thread über "Sozialschmarotzer". In dem zweiten Fall gilt das von mir und anderen hier gesagte.

[QUOTE]Und wer die Arbeit nicht verkraftet (psychisch, wie auch physisch) sollte es in meinen Augen halt lassen. Schadet doch nur beiden Parteien.[/QUOTE]
Bullshit! Wie Nnordy schon sagte: Du kannst ja mal probieren Dich mit Anfang/Mitte 40 als examinierter berufserfahrener Krankenpfleger irgendwo zu bewerben, viel Freude... :rolleyes:

[QUOTE]damit andere, die da noch psychisch wie physisch fit sind helfen können[/QUOTE]
Den möchte ich sehen, der seinen Job hinschmeißt, damit andere auch mal können und man selbst kann ja auf Hartz4 gehen, was soll denn der Unsinn? Wer krank ist, ist krank-punkt. Wer nicht krank ist und trotzdem krank macht (ewig geht das selbst hierzulande nicht mehr, Dauerkrankheit ist auch laut diverser Arbeitsgerichte ein Kündigungsgrund), ist so gesehen ersteinmal jemand, der das System ausnutzt, stellt sich mir die Frage nach der Rechtmäßigkeit. Jemand, der mal eben drei Monate am Stück krankgeschrieben ist, geht nicht alle drei Tage zum Arzt und sagt "Ich hab Kopfschmerzen.". So jemand hat in aller Regel einen Grund, ebenso wie die Leute, die längere Zeit auf Kur gehen, die werden ärztlich verschrieben und mal eben so kriegt man sowas nicht.
Jemand, dem die Motivation fehlt, macht eher immer mal ne Woche krank.

[QUOTE]und nun stehen nochmals 6 Wochen in einer Behinderteneinrichtung an.[/QUOTE]
Ganz und gar Offtopic: Viel Spaß, lohnt sich wirklich ;)

[QUOTE]Und dies war nun mein letzter Kommentar...hab keine Lust mich ständig zu wiederholen [/QUOTE]
Es ist ein bißchen lächerlich seine Argumente in einer Diskussion ungeachtet derer der anderen Seite ständig zu wiederholen und sich dann, auf diese Wiederholung berufend, aus ebenjener Diskussion zurückzuziehen.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i]
[B]Es ist ein bißchen lächerlich seine Argumente in einer Diskussion ungeachtet derer der anderen Seite ständig zu wiederholen und sich dann, auf diese Wiederholung berufend, aus ebenjener Diskussion zurückzuziehen. [/B][/QUOTE]


Absolut meine Meinung!

... aber vielleicht geht dann endlich mein Blutdruck mal wieder runter... ;)
Turricandas klingt ja sehr abfällig hier. Ich habe lange Zeit in der Altenpflege gearbeitet, es ist ein Knochenjob, das kann ich sagen.

Macht das mal: Morgens um 6h fängt der Dienst an, man geht zu Frau A, weckt sie leise auf, die meckert, hat schlecht geschlafen, nörgelt rum, die holt man aus dem Bett, kann sich selbst kaum noch bewegen nach 2 Schlaganfällen, bringt sie ins Badezimmer, drückt ihr nen Waschlappen in die Hand und gibt ihr zu verstehen, sie möge sich doch bitte oben rum selbst waschen. Legt ihr die Klingel hin, und verläßt das Bad - das Zimmer. Geht zum nächsten, Herrn B, weckt auch ihn, der kann sich selbst waschen, zieht die Vorhänge auf, es klingelt, Frau C. ist wach geworden, wie jeden morgen um 6:10h, will gewaschen werden, will noch weg, da ruft Frau D, hallo, hallo, kommt den hier keiner. Man vertröstet Herrn B ein wenig und flitzt ruckzuck zu Frau D, begrüßt sie, holt sie aus dem Bett, bringt sie samt Rollstuhl ins Bad, wäscht sie oben rum, putzt ihr die Zähne, da klingelt Frau A ausch schon wieder. Die Zeit ist knapp, es ist erst 6:20h, Herr E klingelt ebenfalls, Morgentoilette, Herr F, ruft auf dem Flur im Bademantel: Haben sie mich etwa vergessen? Man wäscht Frau A ratzfatz den Rücken, da kommt sie nicht selbst ran, bringt sie auf Toilette und flitzt wieder zu Herrn B, der im Badezimmer aktiv ist, macht ihm das Bett, räumft im Zimmer auf, flitzt weiter zu Herrn F und mit ihm ins Zimmer, wäscht ihn unten rum, weil er das nicht mehr so gut kann, pflegt seinen Katheter mit Seitenausgang - vertröstet ihn wieder, flitzt wieder zurück zu Frau A und holt diese vom Klo und wäscht sie unten rum.

Naja und immer so weiter. Und das machste allein. Das hab ich Jahre lang gemacht, jeden morgen meine 20 Leute. Das schafft einen. Das kann aber glauben. Sicherlich gibt es da immer wieder Leute, die meinen, man macht ja nix, aber da stehste irgendwann drüber und denkst, lass sie reden, sie haben ja keine Ahnung, was hier so zu tun ist. Man muss enorm schnell sein und gut managen können. Denn immer wieder gibt es mal Zwischenfälle, wenn Herr G sich zum Beispiel übergeben muss, dann mußte über Haustelefon weiter unten oder oben anrufen und Dir schnell ne Hilfe besorgen,was auch nicht immer leicht ist, denn gerade morgens, brennt die Luft. Da haste dann noch Leute, denen mußte mit nem Lifter aus dem Bett helfen und das alles, muss innerhalb von Sekunden laufen sonst kommste mit der gesamten Tagesplanung durcheinander.
Pseudo-Gruftiiiich arbeite auch nur aus langeweile (und damit ich nächstes jahr VIELLEICHT meine ausbildung/mein examen in dem betrieb machen kann, da die nur azubis einstellen, die sie schon vorher gekannt haben) als 50%ige altenpflegehelferin. inklusive nachtdienste, wochenendarbeit und bald kommen wohl bei mir auch die mindestens 60 bis zu 120 überstunden (die nicht bezahlt werden, aber diese zahl ist mir sicher, da es keine einzige person bei uns gibt, die nicht unter 60 überstunden hat!!!), da in meinem betrieb extremster personalmangel herrscht. dafür bekomme ich 700 euro netto, was mir grad noch so reicht. allerdings ab januar wohl nicht mehr, da mein mitbewohner auszieht und ich die ganze miete von 490 euro allein zahlen darf. wills auf jeden fall mit nem arbeitserhöhungsantrag (oder wie auch immer das heisst) probieren, damit ich als 75%ige kraft eingesetzt werde. 100%ige kräfte gibt es bei uns ja nicht, da die 75%igen kräfte genausoviel arbeiten wie 100%ige, man sie aber eben für die überstunden nicht bezahlen muss. mittlerweile darf ich mich nicht mal auf die tage freuen, wo ich eigentlich frei kriegen sollte, da ich praktisch schon damit rechnen muss, dass ich ja sowieso wieder zum einspringen angerufen werde. am liebsten würde ich einfach nicht ans telefon gehen, aber erstens hat mein mitbewohner ein faxgerät (mist:/) und zweitens müsste dann jemand anders einspringen. und die überstunden immer auf null haben, obwohl andere teilweise 120 haben macht sich auch nicht sonderlich gut.



soviel meinerseits dazu.

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