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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Hilfseinsätze und das danach.
BealinHi ihr,
ich wollte mal fragen was ihr in meiner momentan situation machen würdet.
Ich bin an der Uniklinik angestellt und bin Helfer im THW. So nun kam es das ich am 27.11. alamiert wurde und nach Ochtrup gefahren bin. Bin dann bis Dienstag nacht da geblieben.
Hatte dann am Mittwoch meinen Ruhetag und bin heute wieder arbeiten gegangen.
So und dann kamm der hammer mein Chef wirft mir vor das er ja keinen Beweis hätte das ich da war und solang er auch nichts bekommt sind die 3 Tage Unentschuldigt und das bedeutet das ich jenachdem auch die Konsequenzen tragen darf. :mad:
Das bedeutet dann sowas wie Abmahnung oder noch mehr.
BeowulfBesorg dir die Beweise.
BealinHab ich ja schon alles in die wege geleitet nur dann auch noch mit sowas zu kommen wie man hätte es ja vorher mit ihm absprechen müssen und so.
Sorry aber wie soll ich das? Soll ich mir nen Wahrsager schnappen und fragen ob in den nächsten tagen, wochen oder jahren ein Einsatz für mich kommt und es dann mit meinem Chef abklären?
ApexGenerell muss man das schon im Vorraus abklären, ob der Arbeitgeber einen für eventuelle Hilfseinsätze freistellt. Wenn nicht, wechselt man entweder den Arbeitgeber (haha) oder man nimmt das so hin und beschränkt sich mit seinem ehrenamtlichen Engagement auf seine Freizeit.
MagnusCaudar(Bw"Besorg dir die Beweise."

Kurz , Situationsgerecht und eindeutig ... Da kann ich mich nur anschliessen
Black ReaperIch weiß ja nich, ob sich's hier um ehrenamtliches Engagement handelt... Wenn nicht, sieht's wahrscheinlich noch anders aus... Müsst man dann differenziert betrachten...

Das nur als Anmerkung...

Gruß,

Black Reaper
ange gardienGrundsätzlich sind Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, ehrenamtliche Angehörige von Hilfsorganisationen für Einsätze frei zu stellen.
Soweit die Theorie. Das ein Chef im "real life" letztendlich am längeren Hebel sitzt steht auf einem anderen Blatt...

Deshalb empfiehlt es sich immer vorher anzufragen wie das im Ernstfall so aussieht.
Im Deinem Fall bleibt wirklich nur Beweise vorlegen ( ein Schreiben deiner Deinststelle dürfte reichen ) und zu versuchen mit deinem Chef sachlich zu reden.
Wenn ich deinen Beitrag richtig gelesen habe, dürfte die Sache nach Vorlage eines Beweises gegessen sein.
Ich wünsch dir auf alle Fälle viel Glück.
Apex[QUOTE]Grundsätzlich sind Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, ehrenamtliche Angehörige von Hilfsorganisationen für Einsätze frei zu stellen.
Soweit die Theorie.[/QUOTE]

Ja, das ist arbeitsrechtlich immer so eine Sache. Es kommt immer drauf an, was man arbeitet und wo. Ich hatte im Personalrat mal ein Fall wo ein Kamerad von der freiwilligen Feuerwehr auch nicht freigestellt wurde zu Einsätzen, mit der einfachen Begründung, dass er als Bademeister im Sommer unabkömmlich ist. Da war arbeitsrechtlich nichts zu machen, da auch die Begründung sehr leicht nachzuvollziehen ist. Also Lücken gibt es da massenhaft für den Arbeitgeber.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i]
[B]Grundsätzlich sind Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, ehrenamtliche Angehörige von Hilfsorganisationen für Einsätze frei zu stellen.
Soweit die Theorie. [/B][/QUOTE]


Ja, soweit die Therorie! In meiner Zeit als Helferschaftsführerin in einer HiOrg habe ich mich ständig mit Arbeitgebern in der Wolle gehabt deshalb.

Was ich in dem Kontext als den allergrößten Hohn überhaupt empfand, das war die Tatsache, daß mir der Zugführer der Feuerwehr erzählte, daß ausgerechnet die zuständige Stadtverwaltung es grundsätzlich nicht genehmigen würde, daß ihre Mitarbeiter in der Dienstzeit im Einsatzfall mit ausrücken...

Was soll man dazu noch sagen? Gott und die Welt sind sich am beschweren, daß sich niemand mehr für irgendwas ehrenamtlich engagieren will, und da stellen sich ausgerechnet die Nutznießer quer. Warum die Stadt Nutznießer ist? Ganz einfach: Wenn sich keiner mehr z.B. in der Feuerwehr ehrenamtlich engagieren würde, in einer Stadt, die keine hauptamtliche Feuerwehr hat, dann müßte eine hauptamtliche Wehr (denn mit der Pflichtwehr, das wird eh nix...) eingerichtet werden, die um ein vielfaches teurer wäre, als wenn die Stadt ihre Bediensteten im Einsatzfalle freistellen würde.
EmporialHallo Bealin,

bist du ggf. im THW dienstverpflichtet? Dann bist du aus dem Schneider.

Auf jedem Fall steht allen Arbeitgebern, der Dienstausfall zu, dann wieder auch nur bis zu einer bestimmten Summe.

Ich bin selbst in der Feuerwehr und merke das sich die Unternehmen den Luxus ehrenamtliche Helfer zu haben nicht mehr leisten möchten, das gleiche gilt für Reservisten die einmal im Jahr ne Übung fahren.

Man ist als ehrenamtlicher doch irgendwie der doppelt gearschte. Echt traurig.
In anderen Ländern wird die Mitgliedschaft bei Feuerwehr, Reserve bzw. NG hochangesehen und hat auch steuerliche Vorteile.
Emporial[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B]
Was soll man dazu noch sagen? Gott und die Welt sind sich am beschweren, daß sich niemand mehr für irgendwas ehrenamtlich engagieren will, und da stellen sich ausgerechnet die Nutznießer quer. Warum die Stadt Nutznießer ist? Ganz einfach: Wenn sich keiner mehr z.B. in der Feuerwehr ehrenamtlich engagieren würde, in einer Stadt, die keine hauptamtliche Feuerwehr hat, dann müßte eine hauptamtliche Wehr (denn mit der Pflichtwehr, das wird eh nix...) eingerichtet werden, die um ein vielfaches teurer wäre, als wenn die Stadt ihre Bediensteten im Einsatzfalle freistellen würde. [/B][/QUOTE]

Genau so ist es. Die Stadt und der Kreis versucht uns, als Feuerwehrleute auch auszunutzen und zu verarschen.

Beim Hochwasser-Einsatz genauso, man sollte tatsächlich ohne Verdienstausfall an die Elbe fahren. Ne echte Frechheit, woanders wird das Geld verplemmpert.

Die Konsequenzen habe ich daraus gezogen.
TiberonMir scheint es eher so, als wolle der Chef bloß Chef spielen und das THW ist lediglich der Aufhänger. Mir fiele jetzt nichts direkt ein, doch kann man das Verlangen des Chefs vielleicht auch anders befriedigen, um seine Ruhe zu haben.
EmporialDann ist dieser Chef, als Chef nicht geeignet.

Für solche Fragen dann direkt ans Personalbüro, auch was die Sache mit dem Verdienstausfall für die Firma etc. angeht.
hagzissa13@ Tiberon:

Ich kann nicht beurteilen, ob es sich in diesem speziellen Fall lediglich um einen Chef handelt, der so eine Aktion braucht, da er sich sonst keinen Respekt verschaffen kann vor seinen "Untergebenen", [i]aber[/i] mein oben angeführtes Beispiel zeigt, daß es sich in solchen Fällen (leider) nicht nur um Einzelfälle handelt von Leuten, die das für ihr Ego brauchen... Es ist einfach das Problem, daß gerade die öffentlichen Arbeitgeber in solchen Fällen nicht von der Wand bis zur Tapete denken und das alle anderen Arbeitgeber einfach verdammt egoistisch sind. Man läßt die Leute nicht gehen bei Einsätzen, schreit aber laut, wenn es in der eigenen Hütte brennt oder das Wasser im Keller steht. Für mich ist das ein schönes Beispiel für die Armseeligkeit dieser Gesellschaft.

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