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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Hartz-IV-Reform
2378[url]http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,308279,00.html[/url]

Wenn ich das lese, dann frage ich mich wie so manche Leute nach der Reform noch über die Runden kommen sollen. Ich glaube nicht daran, dass dadurch unsere Arbeitslosenzahlen runtergehen, sehe aber die Chance für eine noch größere Verarmung und etwas ganz gefährliches, jeder wird bestraft der es wagte zu sparen.

2378
MissPan- zyn on-

ist doch eine tolle idee!
da generell jeder arbeitslose nur zu faul ist, sich einen neuen job zu suchen, werden diese kürzungen sicher dafür sorgen, daß dieses arbeitsscheue pack sich endlich einen der zigtausend freien arbeitsplätze schnappt.

- zyn off-
JulyaHabe mir gerade den Artikel durchgelesen und ich muß sagen, daß das Geschriebene einem wirklich Angst machen kann!
Solche Aktionen verursachen eine negative Stimmung in der Bevölkerung und viele haben wahrscheinlich einafch nur noch Angst um ihre Zukunft.

Das Ganze hat nichts mehr mit sozialer Gerechtigkeit zu tun!
MissPan[QUOTE][i]Original geschrieben von Julya [/i]
[B]
Das Ganze hat nichts mehr mit sozialer Gerechtigkeit zu tun! [/B][/QUOTE]

darum geht es wohl auch nicht mehr. es geht nur noch um die frage der finanzierbarkeit. und wenn dafür ein paar über die klinge springen müßen... die herren in den gutbezahlten positionen juckt´s nicht. die werden schließlich nie in diese verlegenheit kommen.

mir ist auch rätselhaft, wie bei all diesen hiobsbotschaften die wirtschaft wieder in schwung kommen soll. der (noch-arbeitende) normalverdiener wird doch eher dazu animiert, das geld zusammenzuhalten, auch wenn sich langsam die frage stellt, ob das überhaupt noch sinn macht.
Julya[QUOTE][i]Original geschrieben von MissPan [/i]
auch wenn sich langsam die frage stellt, ob das überhaupt noch sinn macht.[/QUOTE]


Das ist es eben. Es wird vermittelt, daß man, egal, was man macht, hinterher der Doofe ist.
Ob man nun sein ganzes Leben gearbeitet und eingezahlt ist und aufgrund eines Schicksalsschlages arbeitslos wird, ob man jahrelang studiert und auf etwas hingearbeitet hat, oder ob man stinkfaul ist - jeder bekommt das gleiche! Seeeehr gerecht! :mad:

Daß man, wenn man arbeitslos wird, keinen Porsche und keine Villa braucht und da ein wenig sparen und neu kalkulieren muß, dürfte jeder verstehen, aber daß Lebensversicherungen verkauft werden müssen und man bis zur Armutsgrenze abrutschen [b]muß[/b], ist ein Armutszeugnis für all jene Bestimmer in der Regierung, die noch nie mit 20 Euro in der Woche leben mussten!

Neben all der Ohnmacht kommt dann auch noch Wut dazu und das ist ja das, was auch schon vorsichtig befürchtet wird (auf der letzten Seite des Artikels): 'Armenaufstände'!
Mich würde es nicht wundern!
Gr. Gaulichtererspartes wird schon jetzt bei alten leuten dafür verwendet, anfallende kosten von heimunterbringung und pflege zu bezahlen. selbst omas sauer erspartes zur finanzierung der särge für sie und opa muss herhalten.

die bestattungskosten werden dann auf die restlichen familienmitglieder umgelagert, die genug geld haben. nur leider sind es in deutschland nicht 4,.. mio arbeitslose, sondern schätzungsweise 8 mio. bei der offiziellen zahl werden viele gruppen herausgenommen. das heißt, dass auch enkel und weiter entfernte verwandte aufkommen sollen. darüber hinaus ist der bevölkerungszuwachs in deutschland was geburten angeht regressiv. die folge davon ist, dass immer weniger viel-verdienende immer mehr kosten tragen müssen.


peinlich für diese regierung ist, dass sie das wohlergehen der hiesigen bürger nur an den arbeitslosenzahlen festmacht. aber ist natürlich ganz klar, warum: cdu/csu und fdp nutzen das skrupellos und mit dem wissen, dass das nicht alles ist, um wohlergehen zu festigen, dazu aus, front gegen diese regierung zu machen. die spd/grünen sind nun also im zugzwang: sie müssen die zahl senken, weil die bekloppten (sorry) wähler zu doof (sorry) sind, um zu sehen, dass sich an der senkung der zahlen durch Hartz nichts ändern wird.

"jeder job wird zumutbar" - was soll denn das heißen? ein job ist ein job und ist demnach zumutbar. irgendwer macht ihn jetzt und mutet ihn sich momentan zu. was dieser satz vielleicht sagen will: heute kannst du 150.000 euro im jahr verdienen und morgen lebst du auf 20 qm.

nun kann man vermuten, dass, wenn die wirtschaft neue arbeitsstellen schafft, diese von der bezahlung nur ein my über dem selbsterhaltungssatz liegen werden. wenn es heißt, jeder job sei zumutbar: sind dann auch jobs mit noch geringerer bezahlung zumutbar? woher kommt dann das fehlende geld zur selbsterhaltung? weiß das wer?

wenn nun also ein akademiker treppen putzen geht, dann nimmt er einem treppenputzer den job weg. der akademiker muss also dafür sorgen, dass er möglichst schnell einen besseren job bekommt (wenn er überhaupt will).

diese reform scheint auch ein gutes mittel, um die massenhaft leer stehenden plattenbauten der ddr neu zu füllen. sie werden noch mehr zu menschenverwarungs-zentren, denn wirtschaft wird sich dort nicht ansiedeln: es fehlt das kapital, der erwerbende mensch, der sein geld zu kaufhof und co. bringt, in diesen ballungszentren.

auch zwischenmenschlich scheint wohl damit einiges im argen zu liegen: wenn jemand 10 stunden lang arbeitet und damit aber nur sein halbes wohl verdient (weil er z.b. seine frau mitfinanziert), dann werden womöglich sich einige sagen: ich verdiene dann lieber für mich allein oder suche mir jemanden mit arbeit. für die arbeitslose frau wird sich finanziell wohl kaum etwas ändern. aber sozial gesehen wird sie "verdingt", also es werden soziale schubladen geschaffen.

im wesentlichen verständlich finde ich, dass man einem menschen sein leben am existenzminimum errechnen kann. jeder benötigt dazu die selbe höhe geld. das verdienstorientierte arbeitslosengeld diente wohl nur dazu, den lebensstandard aufrecht zu erhalten. aber es trägt auch dazu bei, den arbeitslosen in deutschland zu halten, dem das empfinden von "ich bin so und soviel wert" erhalten wird. müsste sich ein akademiker mit einem treppenputzer (wie ist denn eigentlich das fachwort dafür?) auf eine stufe stellen, würde er sich fragen, warum seine arbeitskraft nun nicht mehr soviel wert sei. das widerspricht sich mit der bezahlung im job, wo eben die akademikerarbeit mehr wert war, als die andere.

nun noch die arbeitsplätze: in erster linie sind es großunternehmen, die von steuerlichen begünstigungen profitieren. mittel- und kleinständische unternehmen werden wohl weiterhin nicht entlastet. eben diese können dann also höchstens jobs schaffen, die geringe bezahlung bieten. das ist fatal, da diese firmen gegen die großen, welche die akademiker und eben auch den fortschritt bestimmen, mithalten müssen. das geht zu lasten der arbeitnehmer der mittleren und kleinen unternehmen: sie müssen viel und hart arbeiten, um ihre firma zu sichern.

...

grüße dunkel
gg
TheTurningPointKomisch ...

Warum lese ich da immer [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=752083#post752083][b] HATZ, FEAR ?[/b][/URL]
Dark_RacerIch habe die Befürchtung, daß sich da ein ganz übler, sozialer Sprecgstoff draus entwickeln könnte!

Ein heute arbeitender Mensch wird dazu aufgefordert und angehalten, für seine Altersvorsorge privat vorzusorgen. Viele Leute tun dies durch Abschlüsse von Lebensversicherungen. Wird dieser Mensch nach langer Berufstätigkeit nun arbeitslos, so muß er diese Verträge auflösen, wodurch ihm eh schon mal viel Geld flöten geht, da der Rückkaufwert eines solchen Vertrages niemals die eingezahle Summe ergibt. Haus und Hof, das Ersparte, alles geht also den Bach herunter. Vorstellbar ist durchaus, daß manch einer da mal durchdrehen kann, wenn er nicht mehr weis, wovon er morgen seine Familie ernähren soll!

Dieser Staat ist in meinen Augen nix mehr wert, da sich alles nur noch ums Geld dreht. Der Mensch und dessen Schicksal ist heute keinen Pfifferling mehr wert! Statt die Leute in die Pflicht zu nehmen, die es finanziell leisten können, wird genau diesen Leuten das Geld in den Hintern geblasen, damit die paar Arbeitsplätze in Deutschland noch ein paar Jährchen bleiben. Am Ende wird dann doch verlagert.:mad:
Any BodyDen einleitenden Satz zu diesem Thema kann ich ebenfalls unterstreichen. Eine Reform ist notwendig, damit sich am Arbeitsmarkt etwas bewegt. Das Gemeinwohl wie das Wohl des Einzelnen, die unterschiedlichen Märkte auf regionaler, nationaler wie auch internationaler Ebene greifen ineinander.

Auf Einzelschicksale wird vermutlich zukünftig bei Inkrafttreten der neuen Hartz IV Reform noch weniger Rücksicht genommen werden können, da die Kassen leer sind - wo also Geld herbekommen, wenn die Reservetöpfe der kurz-und mittelfristigen Vermögenswerte leer sind?

Lebensversicherungen lassen sich noch am schwersten auflösen, und wenn auch nur vor Ablauf der Frist die Summe, die vom Staat freigegeben wird. .. Dass bei Umsetzung der Hartz IV Reform verlangt wird, dieses Guthaben aufzulösen ist verständlich, denn eigentlich ist es ja ein Vermögenswert. Aus näherem Umfeld ist mir bekannt, dass auch verlangt wurde, sich die Rente vorzeitig auszahlen zu lassen, um weiterhin Unterstützung vom Arbeitsamt erhalten zu können. Die Bindung der betroffenen Familienteile, so mir bekannt, wurde dadurch noch störker. Doch ich komme vom Thema ab.

Was einerseits eine derartige Umsetzung wie die Hartz IV Reform notwendig macht sind, so denke ich, leere Kassen, die im Laufe der Jahre auch nicht unbedingt voller wurden, egal welche Regierung.

Der so dringend notwendige wirtschaftliche Aufschwung will, so verlautet es aus der Presse, einfach nicht kommen, die Prognosen über die Jahresberichte der einstigen Zugpferde der Deutschen Wirtschaft wecken auch nicht unbedingt positive Stimmung. ( -->[url=http://www.handelsblatt.de/pshb/fn/relhbi/sfn/buildhbi/GoPage/200012,200038/SH/0/depot/0/index.html]Linkverweis[/url]

Betrachtet man sich selbst nur als einen Stecknadelkopf innerhalb der Gesamtdeutschen Wirtschaft, wie wichtig ist dann das
Wissen, welches man in der Vergangenheit erworben hat um einer Tätigkeit nachgehen und ausüben zu können wirklich? Vieles ist erlernbar, sofern man es denn wirklich will -

Am Existenzminimum oder unterhalb dessen leben zu müssen halte ich für unzumutbar, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass es für einen Menschen auf Dauer erträglich sein kann, ohne dass dieser den Sinn des Lebens ansich verliert ...
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Any Body [/i]
[B]Auf Einzelschicksale wird vermutlich zukünftig bei Inkrafttreten der neuen Hartz IV Reform noch weniger Rücksicht genommen werden können, da die Kassen leer sind [/B][/QUOTE]Sorry, aber wenn ich sowas lese, dann könnte ich ausflippen ...

Was ist denn nun wichtiger - [b]Menschenleben[/b] (die du lapidar "Einzelschicksale" nennst)
[b]oder DAS SCHEISS GELD ?[/b]

[QUOTE][B]wo also Geld herbekommen, wenn die Reservetöpfe der kurz-und mittelfristigen Vermögenswerte leer sind? [/B][/QUOTE]Vermögenswerte entstehen garantiert nicht dadurch, dass du den Armen das Letzte das sie noch haben auch noch wegnimmst. Werte entstehen nur durch wertschöpfende [b]Arbeit.[/b] Also kommt es darauf an, wertschöpfende [b]Arbeit[/b] zu organisieren, und nicht darauf, Geld hin und her zu schieben und das Geld-hin-und-her-Schieben peinlichst-bürokratisch-genau doppelt und dreifach zu erfassen.

Um zu (über-)leben, brauchen die Menschen zuallererst Nahrung, Wohnung, Kleidung, Kommunikation und medizinische Betreuung. Und wenn der Staat das mit den vorhandenen Mitteln nicht realisieren kann, dann sollte er sich mit seinen Forderungen zuerst an diejenigen wenden, die die Preise für Nahrung, Wohnung, Kleidung, Kommunikation und medizinische Betreuung künstlich in die Höhe treiben! :mad:

[QUOTE][B]Der so dringend notwendige wirtschaftliche Aufschwung will, so verlautet es aus der Presse, einfach nicht kommen [/B][/QUOTE]Wenn die Mehrzahl der Leute nichts mehr hat und darum nichts mehr kaufen [b]kann,[/b] woher soll da ein wirtschaftlicher Aufschwung kommen?
Mögliche Alternativen wurden hier in den Nachtwelten und anderswo schon des öfteren diskutiert.
Einige Anregungen hat auch der bisherige Bundespräsident Johannes Rau [URL=http://www.bundespraesident.de/top/dokumente/Rede/ix_94871.htm]in seiner letzten "Berliner Rede"[/URL] gegeben.

[QUOTE][B]Betrachtet man sich selbst nur als einen Stecknadelkopf innerhalb der Gesamtdeutschen Wirtschaft, wie wichtig ist dann das Wissen, welches man in der Vergangenheit erworben hat um einer Tätigkeit nachgehen und ausüben zu können wirklich? Vieles ist erlernbar, sofern man es denn wirklich will - [/B][/QUOTE]Ja, und was nützt dir das Gelernte, wenn man nicht bereit ist, dir für dessen Nutzung wenigstens so viel Ausgleich zu geben, daß du davon einigermaßen leben kannst?

[QUOTE][B]Am Existenzminimum oder unterhalb dessen leben zu müssen halte ich für unzumutbar, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass es für einen Menschen auf Dauer erträglich sein kann, ohne dass dieser den Sinn des Lebens ansich verliert ... [/B][/QUOTE]Wieso dann dein sinnloses Geschwafel darüber, daß "auf Einzelschicksale" - sprich [b]Menschenleben[/b] - "zukünftig weniger Rücksicht genommen werden könne"?
Any Body... wenn mein Geschwafel eh sinnlos war, dann hat eine Fortsetzung dessen wenig Sinn, denke ich ...
2378[quote]
Um zu (über-)leben, brauchen die Menschen zuallererst Nahrung, Wohnung, Kleidung, Kommunikation und medizinische Betreuung. Und wenn der Staat das mit den vorhandenen Mitteln nicht realisieren kann, dann sollte er sich mit seinen Forderungen zuerst an diejenigen wenden, die die Preise für Nahrung, Wohnung, Kleidung, Kommunikation und medizinische Betreuung künstlich in die Höhe treiben!
[/quote]
sorry, aber das was für gerade heutzutage für nahrung zahlen müssen ist der reinste witz. in den letzen jahren ging es immer mehr zurück, was jeder jedes jahr für seine lebensmittel zahlt... auch daran kann es nicht liegen...

Irgenwo ist ein rießiger Denkfehler in diesem System... in dem Alten wie auch in dem was eingeführt werden soll.
Bis zu Harzt IV hat es sich wenigstens bezahlt gemacht, dass man z.B. eine gute Ausbildung hatte usw. - jetzt wird hier jeder nach einem Jahr Arbeitslosigkeit auf die selbe STufe mit jemanden gesetzt, der nie eine Ausbildung hatte.

Fast glaube ich, ist ein Sozialsystem komplett falsch - es entmündigt den Bürger indirekt und jeder schreit nur noch, dass er Hilfe haben will, dann muss es alles kollabieren. Selbst mal was zu machen... das wird selten.

Wenn mein erspartes wenigstens mit zu meiner Rente reichen würde und cih sovoiel ansparen dürfte, dann wüsste ich wofür. Notfalls kann ich mir damit später meine Pflege finanzieren, aber selbst das ist verboten - die Folge wird eine nicht abzusehende Altersarmut sein...
MissPan[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B] die Folge wird eine nicht abzusehende Altersarmut sein... [/B][/QUOTE]

was den heutigen politikern aber reichlich egal sein dürfte, weil sie bis dahin schon ihren verdienten(?) ruhestand genießen werden.

mir ist ehrlich gesagt schleierhaft, wie ich von meinem gehalt noch geld für die altersvorsorge abzwacken soll, zumal das, wie schon erwähnt wurde, ja auch ein sinnloses unterfangen zu sein scheint - denn wer kann heute noch behaupten, daß sein job sicher ist?

wie mein kollege neulich nach erhalt der vorberechnung seiner zu erwartenden rente meinte: "ich glaube, ich kaufe mir demnächst ein messingschild mit meinem namen und reserviere mir schon mal einen schönen platz unter der brücke."
2378Ich denke manchmal wäre vieles einfacher wenn man ein neues System für die Politiker einführen würden.

Solange sie Abgeordnete sind bekommen sie wunder schöne Diäten - die dürften gerne sogar noch etwas höher sein, aber sobald sie nicht mehr das sind, sind sie normale ARbeitnehmer - ihre Rente ist also nicht gesichert und sie könnten genauso arbeitslos werden wie der Rest in Deutschland und dann würde man sich überlegen, ob man sowas einführt und auch wie weit man am Renten - und Krankenkassenesystem sparen will.
LaChatteDass jeder Arbeitslose nach einer gewissen Zeit gleich viel verdient, scheint mir noch einleuchtend zu sein... allerdings bin ich nicht damit einverstanden, dass es am Schluss gleich WENIG für alle ist. Wie soll eine Wirtschaft auf Touren kommen, wenn niemand mehr Geld ausgibt?

Die niedrigsten Löhne zu erhöhen, ist ein Motor für die Wirtschaft - denn wer statt 800 Euro 1000 Euro bekommt, wird die zusätzlichen 200 Euro mit grösster Wahrscheinlichkeit in Umlauf bringen... wenn der Grossverdiener statt 10'000 Euro 10'200 Euro mehr bekommt, wandern diese zusätzlichen Euro mit ebensogrosser Wahrscheinlichkeit auf ein Sparkonto, wo sie vergammeln.

[QUOTE]die Folge wird eine nicht abzusehende Altersarmut sein...[/QUOTE]

Offenbar kann Frau Schröder, die Mutter des Bundeskanzlers, auch nur darum einigermassen überleben, weil ihr Sohn so nett ist und sie unterstützt... sonst wäre sie kaum in der Lage, auch nur ihren Hunger zu stillen. Ich weiss echt nicht, was ich davon halten soll, es scheint mir so krank zu sein...

[QUOTE]Fast glaube ich, ist ein Sozialsystem komplett falsch - es entmündigt den Bürger indirekt und jeder schreit nur noch, dass er Hilfe haben will, dann muss es alles kollabieren. Selbst mal was zu machen... das wird selten. [/QUOTE]

Richtig. Allerdings muss Initiative auch belohnt werden. Ein böses Wort sagt, dass Bill Gates in der Schweiz nie möglich gewesen wäre, da sein allererster Arbeitsraum keine eigene Toilette hatte... und in der Schweiz ist das absolute Vorschrift. In Deutschland wirds in Bezug auf Bürokratie ähnlich sein, nehm ich mal an.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]sorry, aber das was für gerade heutzutage für nahrung zahlen müssen ist der reinste witz. in den letzen jahren ging es immer mehr zurück, was jeder jedes jahr für seine lebensmittel zahlt... [/B][/QUOTE]@ 2378:
Möglicherweise hast du übersehen, daß sich das Währungszeichen hinter den Beträgen verändert hat. :rolleyes:

@ LaChatte:
Wir sind wieder mal einer Meinung ...
Scientist[i]Die Klage über die Schärfe des Wettbewerbes ist in Wirklichkeit meist nur eine Klage über den Mangel an Einfällen.[/i]
Walther Rathenau

In diesem Thread ist übrigens schon einmal recht ausführlich darüber diskutiert worden, was uns in Zukunft noch alles erwarten könnte.
[url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=24616&perpage=15&pagenumber=1[/url]
2378@Lebensmittel:
Nein - es wird einfach vergleicht was man früher und heute Prozentual von seinem Gehalt für Lebensmittel brauchte und siehe da - das ging zurück, so doof es klingt.
LaChatteder Mensch lebt nicht vom Brot allein... und leider sind Nahrungsmittel auch darum günstiger, weil Nährwert und Qualität abgenommen haben durch intensive Landwirtschaft etc. Vollwertige Lebensmittel kosten immer noch mehr als früher und dürften sich im Preis nicht gross verändert haben.
decay73[quote]
Wenn ich das lese, dann frage ich mich wie so manche Leute nach der Reform noch über die Runden kommen sollen.[/quote]

Ja, sollen sie das denn? Wo ist denn die Familie? Sie ist doch dafür da, für ihre Mitglieder einzuspringen, wenn nichts mehr geht.

Nicht umsonst wird die Familie doch in letzter Zeit so hochgelobt.

[i]Sie[/i] muß gefördert werden. Will zwar eigentlich auch keiner, weils ja Geld kosten könnte und das auch diametral der geforderten und unbedingt notwendigen Flexibilisierung der modernen Sklaven- äh, sorry, ‚Arbeitnehmer‘- schaft entgegen steht, aber das ist das Problem des Einzelnen und nicht der Politik. Politik sagt, wie es sein soll. Was man daraus macht, muß jeder selbst wissen.
Wir sind ja kein Volk von Dummen und wir müssen endlich wieder die brach liegenden Kräfte und Ideen der Menschen fördern. Und natürlich fordern. Nämlich, daß alle fleißig ihre Steuern und Abgaben zahlen, damit man noch ein paar mehr Kommissionen gründen kann. Denn auch ein Rürup will ja Geld verdienen. Und wo sonst soll das dann herkommen, wenn nicht von denen, die später darunter zu leiden haben, weil sie ihre Krankengymnastik nicht mehr nach Notwendigkeit, sondern nach Kalenderwochen bekommen. Also bitte. Etwas mehr Einsatz bitte.
Da muß man halt flexibel sein und seine Probleme und Spastiken sorgsam über das Kalenderjahr verteilen.

Wie auch immer. Die Familie muß sich selbst helfen. Und wenn Sohnemann keine Arbeit mehr hat und Mutter sich kaum noch bewegen kann (wegen fehlender Krankengymnastik), dann soll sie halt ihren Sohn einstellen!

Dann wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Sohnemann hat Arbeit und Mutter braucht die Krankengymnastik nicht mehr. Was sie nicht mehr kann, kann ja ihr Sohn machen.

Und weil die Rente der Mutter auch vor sich hinschmilzt , und sie dummerweise auch nicht einen Sohn wie den Gerhard hat, der nun gutes Geld als Politiker verdient, gibts zwar nicht viel, aber zumutbar ist die Arbeit jedenfalls immer noch. Ist ja eigentlich alles zumutbar.

Sohnemann würde zwar eigentlich mit seinem Prof. Dr. gutes Geld verdienen können, aber auf dem Arbeitsmarkt hat er ja keine Chancen mehr, denn wer stellt schon einen 40 Jährigen Mann ein, der die letzten Jahre ‚berufsfremd‘ tätig war und sicher jeden Bezug zu seiner eigentlichen Arbeit verloren und sämtliche Neuerungen auf seinem Gebiet verpaßt hat.

Aber er soll sich mal nicht beschweren. Immerhin hat er dann ja Arbeit. Da hat die Staatskasse auch nicht viel von, aber zur Not werden die Renten und das Arbeitslosengeld gekürzt und am besten gleich zusammengelegt. Auf niedrigerem Niveau natürlich.

Und im Osten stehen ja immer noch genug Wohnungen leer. Kann man ja gleich ein paar Wohnheime für Alte, Kranke, Sozialhilfeempfänger und Arbeitslose draus machen. Am besten gleich aus dem ganzen Osten.

Dann hat man im Westen auch wieder genug Geld und Platz für Autobahnen für die Einkommensmillionäre mit ihrem S-Klasse-Benz. Der fährt sich ja auch viel besser, wenn die Bahn frei ist. Die kleinen, alten 50-PS- Gurken stören da eh nur.

[b]Freie Fahrt für freie Bürger![/b]

Und freien Zugang zu allen möglichen Gesundheitspalästen und -methoden für freie Bürger mit privater Zusatzversicherung!

Der Rest ist ja nicht mehr ganz so frei, weil abhängig von den Allmosen, die ihnen der Staat noch gewährt. Nett, wie er ist.

Es gibt halt zu viele Menschen, die arbeiten wollen. Das geht auf Dauer nicht gut. Dann macht man halt ein paar Gesetze, die die Schuld an der Arbeitslosigkeit den Arbeitslosen selbst zuschieben und behauptet allen ernstes, daß es ja genug Arbeit gibt...(in Afrika). Die Leute werdens schon glauben, wenn man es nur oft genug wiederholt und sich mal ein paar ‚unglaubliche‘ Einzelfälle rauspickt und auf RTL oder Sat1 oder in Brisant oft genug wiederholt.

Dat wird schon.

Und Opfer muß halt jeder bringen (der weniger als 1.000 Euronen netto im Monat verdient...die anderen könnten ja mit Landesflucht drohen und sich ne Villa in Timbuktu bauen...).

Und dann können wir uns auch um Harz-V bis X kümmern...


~decay~
iluminaNahrungsmittel billiger????:eek:

Ich lach mich schepp!!!! Der Witz war echt gut!!!

Fütter mal eine 4-köpfige Familie durch und Du wirst bei jedem Einkauf bittere Tränen weinen!!!

Jaaa...Hartz IV.....tolle Wurst!!!

Leider bleiben mir da die Worte aus, um das auszudrücken, was mir dazu durch den Kopf geht - vielleicht ist es auch besser so!!!

.....und im Fernsehn dudelt die neueste Werbung für einen schweineteuren Luxusschlitten.....

.....die DEKA Investment bringt die tolle Werbung mit dem Spruch: "blablabla...was sind schon 50,00 Euro....blablabla"


....und ich bekomm nicht mal die paar Euros für einen Strick zusammen - für mein "sozialverträgliches Ableben"!!!

Leute, schaut Euch "Soylent Green" nochmal an....lange wird DAS nicht mehr auf sich warten lassen!!!!

Fassungslose Grüße....
EisdracheWas letztendlich nur allzu sicher ist, ist dass sich dieses Land (wie eigentlich fast alle Industrieländer) zur Zeit in einer zumindest für unsere Verhältnisse relativ schlechten Lage befindet. Es gibt eigentlich drei Wege aus dieser Lage hinaus:

a) ich probiere das wirtschaftliche Tief über eine erhöhung der Löhne im öffentlichen Dienst sowie des Arbeitslosengeldes und der Sozialhilfe zu fördern
bewirkt im Idealfall:
mehr Geld in der Taschen der Menschen

dadurch:
größere Konsumfreudigkeit, also mehr Verdienst in Industrie und Einzelhandel.

also:
mehr Arbeitsplätze.

Dagegen spricht leider das auch bei größeren Gewinnen im Einzelhandel wahrscheinlich nur sehr wenige neue Arbeitsplätze entstehen würden, da die Produktion im Ausland für viele Deutsche Firmen lukrativer geworden ist.
Gegensteuerung:
Möglich, durch Erhöhung der Einfuhrzölle für im Ausland gefertigte Waren, verstößt aber gegen das Prinzip des Neoliberalismuss (wird zum Beispiel für Mais und Baumwolle in den USA betrieben)

b)
Ich greife den besserverdienenten in die Tasche, in den ich die Steuerabgaben für sie erhöhe. Von diesen Geld kann ich wieder das soziale System stärken.
negativ da,:
die Steuerabgaben bereits ein Niveau erreicht haben, dass einige Löcher im Staatshaushalt stopfen könnte. Nur leider gibt es genug Schlupflöcher. Warum wollte die schweiz noch einmal nicht der EU beitreten? By the way: Wie geht es meinen Nummernkonto?
c)
Ich vergehe mich an jenen welche ganz unten in der Gesselschaft stehen. Ihre Lobby ist gering, da meist niemand mit Geld (und somit Macht) Interesse daran hat sie zu unterstützen. Und was kümmert es mich wen die alleinerziehende Mutter zweier Kinder ihren jüngsten nebenbei erklären muss das Weihnachten in diesen Jahr ausfällt? Politik wird an anderer Stelle gemacht.

Der AUSWEG:

aktiv werden......nur wie? Die berühmt berüchtigen ICH-Ags (gibt es die eigentlich noch??) mögen einen Anfang darstellen, doch noch lange nicht das Ende. Das Problem ist vielmehr *zumindest meiner Meinung nach* eine zunehmende Politikverdrossenheit in der betroffenen Gruppe (Einstellung: egal wen ich wähle...ändern tut sich sowieso nichts) Beweise? Die Zahlen der letzten Europawahl dürften überall zu finden sein *bin nur leider gerade ziemlich in Eile*
Den Wahlbeteiligung = politisches Gewicht = Mitspracherecht = Angst der Abgeordneten nicht wiedergewählt zu werden = Gehör für die Betroffenen von Hartz IV = evtl. die vernichtend geringe Chance dort zu sparen, wo es noch möglich ist? Wie war das noch gleich mit der TOBIN-Steuer?

*mit freundlichen jedoch nicht sozialistischen Grußé*

Eisi
decay73Letztlich stehen wir doch vor einem großen Dilemma.

Als einziger Weg wird Wachstum angesehen. Nur wohin sollen wir denn noch wachsen? Immer nur mehr geht nicht mehr und bringt nicht mehr viel. Mit dem, was heute mehr produziert wird, bekommt man halt prozentual nicht mehr viel hin. Und wenn, dann vielleicht auf Kosten anderer, was in einer globalen Welt aber immer schwieriger werden dürfte.

Das vielgerühmte 'Poldermodell' aus Holland hat auch nur ein kleines Strohfeuer gebracht. Jetzt stehen sie auch wieder dumm da.

Also kann Harz IV da langfristig auch nicht viel ändern. Da müßte man sich vorher mal grundlegende Gedanken um ein sinnvollles Wirtschaftsmodell machen, welches vielleicht andere Prioritäten setzt, als blindes, prozentuales Wachstum und schlichtes, quantitatives 'mehr'.

Aber das ist zugegebener Maßen nicht gerade einfach und wohl nur schwer durchsetzbar, weil zu viele vom jetzigen Modell verdammt gut profitieren.

~decay~
Scientist[quote]
Unter dem Strich bekommen langzeitarbeitslose Singles damit künftig im Westen rund 651 Euro pro Monat vom Staat.
[/quote]
Das ist doch eigentlich genug, um sich gut zu ernähren, sauber zu kleiden und sich eine Einzimmerwohnung zu leisten.
Wenn ich aber sehe, welches Gesocks sich mit vorliebe bei einschlägigen Fastfood-Ketten herumtreibt, dann verstehe ich schon, warum bei vielen das Geld knapp wird.
Nudeln, Reis, Kartoffeln und Gemüse, hin und wieder ein bisschen Fleisch und natürlich die gute alte Stulle, das Brot deutlich dicker als der Belag, eine kräftige Suppe, das sind die Zutaten mit denen dieses Land schon einmal aus Trümmern auferstand.
Bescheidenheit ist die Tugend der Stunde.
Es gibt Einsparpotential! Warum ein Auto? Warum eine eigene Wohnung? Warum Rauchen? Braucht ein Sozialhilfeempfänger ein Handy, oder einen Fernseher?

Nun mag manch einer an der Gerechtigkeit der Reform zweifeln.
Es ist zu unterscheiden zwischen dem Bisherigen Arbeitslosengeld und der bisherigen Arbeitslosenhilfe, dem künftigen ArbeitslosengeldII, das sich berechnet wie die Sozialhilfe.
Das Arbeitslosengeld ist eine Versicherungsleistung. Wer höhere Prämien eingezahlt hat, bekommt im Schadensfall auch eine höhere Leistung.
Das gilt für das ArbeitslosengeldII nicht. Es ist wie die Sozialhilfe eine Staatliche Alimente. Es gibt keine Begründung, warum jemand nur aufgrund seiner besseren Ausbildung oder seines früher höheren Verdienstes zur Existenzsicherung mehr Geld bräuchte. Und die einzige Aufgabe des neuen ArbeitslosengeldII ist genau wie die Sozialhilfe die Existenzsicherung.
Wenn jemand aber Staatliche Hilfen kassiert um sein überleben zu sichern, dann ist der Allgemeinheit wohl kaum zu erklären, wenn diese Person über eigenes Vermögen verfügt, das sie zu diesem Zwecke einsetzen könnte.

@LaChatte
[quote]
Die niedrigsten Löhne zu erhöhen, ist ein Motor für die Wirtschaft - denn wer statt 800 Euro 1000 Euro bekommt, wird die zusätzlichen 200 Euro mit grösster Wahrscheinlichkeit in Umlauf bringen... wenn der Grossverdiener statt 10'000 Euro 10'200 Euro mehr bekommt, wandern diese zusätzlichen Euro mit ebensogrosser Wahrscheinlichkeit auf ein Sparkonto, wo sie vergammeln.
[/quote]
An diesem Punkt waren wir schon des Öfteren anderer Meinung.
Von den 200 Euro die der Bürger mehr in der Tasche hat und die er im Falle des Geringverdieners Möglicherweise in den Konsum steckt, landen bestenfalls 2/3 irgendwann über Steuern und Abgaben wieder beim Staat. In schlechteren Fällen, wie bei der Alimentierung der Ostdeutschen Wirtschaft, ist wohl eher mit einem drittel zu rechnen.
Die Deckungslücke ist nur durch Neuverschuldung zu stopfen. Im Grunde ist es genau das, was in Deutschland und vielen anderen Europäischen Staaten seit Jahrzehnten praktiziert wird. Das Ergebnis kennen wir.
Wir leben in Deutschland vom Export. Andere Länder wie die USA oder dein Heimatland können Schwächen beim Export dadurch ausgleichen, das sie ausländisches Kapital ansaugen.
In jedem Fall brauchen wir aber fremdes Geld um unseren Lebensstandart zu finanzieren.
Natürlich ist die Binnenkonjunktur wichtig. Sie bringt das Geld unter die Leute, aber sie kann nur das Kapital verteilen und verwerten, das im Außenhandel erwirtschaftet wurde.
Der oberste Grundsatz muss daher eine Senkung der Abgaben und eine Verbilligung der Arbeitskraft sein um deutsche Exporte Konkurrenzfähiger zu machen und als Standort für Investoren attraktiver zu werden.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Scientist [/i]
[B]Das ist doch eigentlich genug, um sich gut zu ernähren, sauber zu kleiden und sich eine Einzimmerwohnung zu leisten.
Wenn ich aber sehe, welches Gesocks sich mit vorliebe bei einschlägigen Fastfood-Ketten herumtreibt, dann verstehe ich schon, warum bei vielen das Geld knapp wird.
Nudeln, Reis, Kartoffeln und Gemüse, hin und wieder ein bisschen Fleisch und natürlich die gute alte Stulle, das Brot deutlich dicker als der Belag, eine kräftige Suppe, das sind die Zutaten mit denen dieses Land schon einmal aus Trümmern auferstand.
Bescheidenheit ist die Tugend der Stunde.
Es gibt Einsparpotential! Warum ein Auto? Warum eine eigene Wohnung? Warum Rauchen? Braucht ein Sozialhilfeempfänger ein Handy, oder einen Fernseher?[/B][/QUOTE]

Deine Worte sprechen Bände. Toll!

Das Land ist aus Trümmern auferstanden, weil [b]niemand[/b] etwas hatte, [b]alle[/b] mit nichts etwas entsprechend ihrer Möglichkeiten aufbauen wollten und es sowas wie [b]Solidarität[/b] in der Gesellschaft gab. Und profitiert haben [b]alle[/b].

Was du anscheinend möchtest, ist ein Leben in Saus und Braus auf Kosten der Schwachen. Das ist etwas gaaaaanz anderes.


~decay~
HaevionWer seinen Reichtum nicht braucht, der kann ihn gerne an mich abtreten. ;)

Im Übrigen sind es immer nur diejenigen, die wenig haben, die sich beschweren (oder konservativ erzogen wurden. Aber das lassen wir mal außen vor).
EisdracheDas ist es eben:
Wer etwas hat, der wird mehr haben, und bei denen die nichts haben, können wir einsparen. Wen die schon kein Handy brauchen..wofür dann das Radio? Zur Bildung? Wohl kaum.
LaChatteEs gibt ja mindestens zwei Ebenen dieses Problems, eine kurzfristige und eine langfristige.

Die kurzfristige Ebene: Staatssäckel leer, hohe Arbeitslosigkeit, exorbitante Krankenkosten (worunter man ja die Pflegeversicherung summieren könnte), eine Lohnschere, die sich immer weiter öffnet, das Verschwinden des Mittelstandes. Es gibt immer mehr Menschen, die einen "anständigen" Beruf wie Sekretärin, Schreiner oder Müllmann haben und doch ständig jeden Cent fünfmal umdrehen müssen, bevor sie ihn ausgeben - und es gibt die kleine Elite, die in Gold bzw Wertpapieren schwimmt. Die Schicht dazwischen, die vielleicht keinen Mercedes aber einen Opel fährt und einmal monatlich chic essen geht und danach in die Oper, und einmal pro Jahr gemütlich in die Ferien, gibts je länger je weniger.

Die langfristige Ebene - wie erreichen wir, dass alle Menschen gut und anständig leben können? - nun, die scheint irgendwie nciht wirklich bedacht zu werden - Politik lebt offenbar zu sehr vom Tagesgeschäft und davon, kleine Vorteile für die eigene Klientel auszuhandeln.

*****************************************

John Briggs und F. David Peat meinen in ihrem Buch "die Entdeckung des Chaos" (ISBN 3-423-33047-3) auf Seite 270 folgendes zum Thema Systemdynamik und wie man damit Politik macht:

[QUOTE]

- um ein System dauerhaft zu verändern, muss man seine Struktur ändern

- in jedem System gibt es nur sehr wenige "Haupteingriffsstellen" oder "Hebelpunkte", an denen man eingreifen kann, um wesentliche dauerhafte Veränderungen im Gesamtverhalten des Systems zu bewirken

- je komplexer ein System ist, um so weiter voneinander entfernt sind gewöhnlich Ursache und Wirkung sowohl im Raum wie auch in der Zeit

- Es bedarf nicht sehr vieler Rückkoppelungsschleifen, damit die Vorhersage des Systemverhaltens schwierig wird

- Weder die Hebelpunkte noch die richtige Art, dort anzusetzen, um ein gewünschtes Resultat zu erzielen, sind im allgemeinen durchsichtig

- "Erst schlechter, dann besser" ist oft das Ergebnis, wenn man an einem Hebelpunkt die (Firmen)politik in der "richtigen" Richtung zu ändern versucht; jede Änderung oder Planung, die unmittelbar zu besseren Ergebnissen führt, sollte daher stets verdächtig erscheinen
[/QUOTE]

Nun, ein komplexes System ist ein Staat sicher... und ein Problem ist dabei garantiert auch, dass Lösungen die "erst schlechter, dann besser" werden mit der Halbwertszeit von Politikern nicht wirklich kompatibel sind. Da brauchts schon einen vom Format eines Churchill, der "Blut, Schweiss und Tränen" ankündigen darf und dennoch akzeptiert wird... plus eine entsprechende Krisensituation.

Eine auf reines Wachstum ausgerichtete Gesellschaft ist bestimmt ein weiterer Problempunkt - denn wir leben auf einer begrenzten Erde. Und wenn wir uns nicht selbst begrenzen, dann erledigt das die Erde für uns... und das ist in der Regel unangenehm.

ach ja, mein Heimatland, mein Nummernkonto... hier werden die genau gleichen Diskussionen geführt wie in Deutschland, sie unterscheiden sich wirklich nur in den bürokratischen Details voneinander... in dem ganzen hierzulande praktizierten Lebensstil, der irgendwo zwischen "sozial" und "Marktwirtschaft" sich bewegt, ist der Wurm drin. Und ich behaupte mal, der Wurm ist eher in der "Marktwirtschaft", die zur beherrschenden Kraft geworden ist, und weniger im "sozialen", das zwar auch oft ungeschickt genug organisiert ist, sich aber doch immer den Gegebenheiten der Marktwirtschaft anzupassen hat.

[QUOTE]In jedem Fall brauchen wir aber fremdes Geld um unseren Lebensstandart zu finanzieren.[/QUOTE]

Das ist auch wieder ein Denken nur bis zur Nasenspitze bzw. Landesgrenze. Langfristig können nur Lösungen funktionieren, die global tauglich sind... und nein, vom Mars kriegen wir keinen Kredit.;)
Scientist[quote]
Da brauchts schon einen vom Format eines Churchill, der "Blut, Schweiss und Tränen" ankündigen darf und dennoch akzeptiert wird... plus eine entsprechende Krisensituation.
[/quote]
Die Krisensituation haben wir doch schon.
Was jetzt fehlt ist eine Maggie Thatcher. (Ich liebe diese Frau) Da mussen wir aber unsere Angela Merkel noch ein bisschen trimmen, damit sie diese Format erreicht.
decay73Wenn dann alle Blut, Schweiß und Tränen zollen müssen, und nicht nur eine Bevölkerungsgruppe, dann wird es wohl am ehesten funkionieren.

Wenn, dann muß es [b]allen[/b] weh tun. Auch den Reichen. Dann würde es auch eher akzeptiert werden. Aber nicht, wenn es dadurch ungerechter wird.

Aber ob eine Merkel (O-Ton ehemaliger Prof von mir: "das Mädchen kann es halt nicht" :D) das hinbekommt, wage ich zu bezweifeln. Sie hat nicht das Format dazu.

Ein Köhler wäre wohl geeigneter.


edit: übrigens hat Heiner Geißler gerade gesagt, daß der Kapitalismus in der heutigen Form genauso falsch ist, wie der Kommunismus...gar nicht dumm, der Heiner ;)
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]@Lebensmittel:
Nein - es wird einfach vergleicht was man früher und heute Prozentual von seinem Gehalt für Lebensmittel brauchte und siehe da - das ging zurück, so doof es klingt. [/B][/QUOTE]So gesehen hast du Recht:
Vor 3-4 Jahren bin ich noch jeden Tag Mittagessen gegangen. Jetzt gehe ich nur noch einmal in der Woche Mittagessen. Da ist natürlich der prozentuale Anteil für Lebensmittel etwas zurückgegangen. :D
Scientist[quote]
edit: übrigens hat Heiner Geißler gerade gesagt, daß der Kapitalismus in der heutigen Form genauso falsch ist, wie der Kommunismus...gar nicht dumm, der Heiner
[/quote]
Christliche Soziallehre, typisch Jesuitenschüler.
decay73Leben wir denn nicht in christlicher Tradition?
LaChatteScientist, könntest du dich etwas erklären?
Und wer ist dieser Geissler?
decay73LaChatte, Geissler ist einer der führenden Köpfe der Christlich Demokratischen Union (CDU). Der Partei, die momentan die höchsten Umfragewerte in Deutschland hat.
LaChatteoh, das ist ja positiv, ein Politiker, der was Gutes von sich gibt... noch ist alle Hoffnung nicht verloren...:D

und danke fürs Stopfen der Bildungslücke, ich kann dir im Gegenzug einen schweizerischen Bundesrat anbieten, falls Bedarf besteht?
decay73LaChatte, bei Bedarf melde ich mich dann bei dir ;)


[size=1](Sorry, Cara, ich hör schon auf :))[/size]
ScientistDer Jesuitenschüler Heiner Geißler war lange Jahre so etwas wie die graue Eminenz, der Puppenspieler der CDU.
Er tritt des Öfteren in Diskussionsrunden für Positionen der Katholischen Soziallehre ein, ein Verhalten, das die meisten Jesuitenschüler auszeichnet.
Ebenso typisch ist die Tiefe des Denkens und die Argumentationskraft der Jesuiten.
Mein Vater wurde von einem Jesuiten in Philosophie und Rhetorik unterrichtet, weshalb ich eine Gewisse Bewunderung für die Jesuiten nicht verhehlen kann.

Die traditionelle katholische Soziallehre hat eine gerechte Ordnung des menschlichen Zusammenlebens als Voraussetzung für richtiges konkretes Handeln konzipiert, in der Grund- und Einzelfragen beantwortet werden. Sowohl Zuständereform als auch Sittenverbesserung werden gefordert; als Leitbegriffe sind Personalität, Solidarität und Subsidiarität (Motto: soviel gesellschaftliches Engagement wie möglich, so wenig staatliches Eingreifen wie nötig) herausgestellt worden. In dem von Oswald von Nell-Breuning S. J. konzipierten Rundschreiben Quadragesimo anno von 1931 wurde eine neue, klassenfreie Gesellschaft mit berufsständischer Ordnung propagiert, was teils als Empfehlung des österreichischen Ständestaates bzw. des italienischen korporativen Faschismus verstanden wurde. Die Gefahren des kapitalistischen Wirtschaftssystems sind in der Katholischen Soziallehre vielfach beklagt worden. Papst Johannes Paul II. hat 1981 in seinem Rundschreiben über die menschliche Arbeit den Vorrang der Rechte und Interessen der Arbeitenden gegenüber den Kapitalinteressen betont. In seinem Rundschreiben Über die wahre Entwicklung des Menschen und seiner Gesellschaft von 1987 hat er die Überentwicklung einer sozialen Schicht Besitzender in einer verschwenderischen Konsumgesellschaft des krassen Materialismus mit dem Kult des Habens angeprangert.

Geißler, Heinrich (Heiner), (*1930), deutscher Politiker und Jurist, CDU-Generalsekretär (1977-1989).

Geboren am 3. März 1930 in Oberndorf (Neckar), studierte Geißler Philosophie und Rechtswissenschaften in München und Tübingen, wo er auch zum Vorsitzenden des Ringes Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) gewählt wurde. Nach Promotion und juristischer Staatsprüfung in Stuttgart stand er von 1961 bis 1965 an der Spitze der Jungen Union (JU) in Baden-Württemberg. Nach vorübergehender Tätigkeit als Richter leitete er ab 1962 das Büro des baden-württembergischen Arbeits- und Sozialministers und erhielt 1965 als Kandidat des Wahlkreises Reutlingen-Tübingen zum ersten Mal ein Bundestagsmandat. 1967 übernahm Geißler in Rheinland-Pfalz den Ministerposten für Soziales, Gesundheit und Sport (bis 1977) und war Mitglied des Bundesrats, wurde aber erst 1971 in den Mainzer Landtag gewählt (bis 1979). Ab 1977 war er Generalsekretär der Bundes-CDU (bis 1989) und zog 1980 als Abgeordneter der Südpfalz erneut in Bundestag ein. Von 1982 bis 1985 amtierte Heiner Geißler als Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit. Von 1991 bis 1998 war er stellvertretender CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender, und seit 1994 gehört er dem Bundesvorstand der CDU an.

Gruß vom Scientist!
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Scientist [/i]
[B]Nudeln, Reis, Kartoffeln und Gemüse, hin und wieder ein bisschen Fleisch und natürlich die gute alte Stulle, das Brot deutlich dicker als der Belag, eine kräftige Suppe, das sind die Zutaten mit denen dieses Land schon einmal aus Trümmern auferstand.
Bescheidenheit ist die Tugend der Stunde.
Es gibt Einsparpotential! Warum ein Auto? Warum eine eigene Wohnung? Warum Rauchen? Braucht ein Sozialhilfeempfänger ein Handy, oder einen Fernseher?[/B][/QUOTE]... und ehe die da alle so tatenlos herumlungern, kann man sie auch zu Arbeiten heranziehen wie Straßen- und Brückenbau und so weiter, und die Schlafbaracken errichten wir am besten gleich neben der Arbeitsstelle. Und eine großzügige Firma, die die gestreiften Anzüge liefert, wird sich bestimmt auch schnell finden lassen ...

Guter Vorschlag :D , wenn auch nicht ganz neu:
Nannte sich mal "Aktion Arbeitsscheue Reich" oder so ähnlich ...
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i]
[B]LaChatte, Geissler ist einer der führenden Köpfe der Christlich Demokratischen Union (CDU). [/B][/QUOTE]Einer der wenigen Menschen in diesem Verein, die meine ganze Achtung und meinen ganzen Respekt haben. Der hat noch ein wenig Grips im Kopf. Heiner Geissler hätte ich mir als Bundespräsidenten-Nachfolger von Johannes Rau gewünscht.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Eisdrache [/i]
[B]Der AUSWEG:
aktiv werden......nur wie?
Die berühmt berüchtigen ICH-Ags ... mögen einen Anfang darstellen, doch noch lange nicht das Ende. [/B][/QUOTE]Die "Ich-AGs" sind doch auch nichts weiter als Schein-Selbständigkeit - ein Versuch, alle Kosten und Risiken auf den Arbeiter selbst abzuwälzen.

[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i]
[B]Also kann Harz IV da langfristig auch nicht viel ändern. Da müßte man sich vorher mal grundlegende Gedanken um ein sinnvollles Wirtschaftsmodell machen, welches vielleicht andere Prioritäten setzt, als blindes, prozentuales Wachstum und schlichtes, quantitatives 'mehr'. [/B][/QUOTE]Man könnte sich als Bürgermeister wählen lassen und versuchen, ein Wirtschaftsmodell mit anderen Prioritäten (a la Wörgl) im kleineren Rahmen zu realisieren ...

[QUOTE][B]Aber das ist zugegebener Maßen nicht gerade einfach und wohl nur schwer durchsetzbar, weil zu viele vom jetzigen Modell verdammt gut profitieren. [/B][/QUOTE]Aus diesem Grunde bin ich mir nicht so ganz sicher, wie lange es dauern würde, bis Bundeswehr und Verbündete "humanitäre Hilfe" leisten (oder nach Saudi-Arabien outsourcen). :(
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73[/i]
[b]Der AUSWEG:
aktiv werden......nur wie?
Die berühmt berüchtigen ICH-Ags ... mögen einen Anfang darstellen, doch noch lange nicht das Ende.[/b][/QUOTE]

Hmm...Tourni...ich glaube du legst mir Worte in den Mund, die ich nie gesagt/geschrieben habe. Das war wohl der Eisdrache :rolleyes: :D
TheTurningPoint@ decay73:
Oh, sorry ... :rolleyes:
ScientistAber Wendepunkt, so ganz sicher bist du in Geschichte auch nicht.
Die Nazis haben das auch nur aus der Weimarer Republik übernommen und ein paar der ihnen eigene Methoden hinzugefügt. Die von dir angesprochene Aktion hieß übrigens "Arbeitsscheu Reich". Die verhafteten kamen nicht in Arbeitslager, sondern in Konzentrationslager. (überwiegend Sachsenhausen)
So manch eine deutsche Stadt verdankt ihren Stadtpark dem Einsatz von Arbeitslosen in den 20’er Jahren.
Selbige Parks werden heute nicht selten schon von Sozialhilfeempfängern Gereinigt.
Das ist doch ein Gutes Modell, warum sollen die, die der Gesellschaft auf der Tasche liegen dieser nicht auch einen kleinen Beitrag leisten?


[i]As men ken nit bajsn sol men nit wajsn di zejn.[/i]
LaChatte[QUOTE]Das ist doch ein Gutes Modell, warum sollen die, die der Gesellschaft auf der Tasche liegen dieser nicht auch einen kleinen Beitrag leisten?[/QUOTE]

Ich bin sehr damit einverstanden, dass Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger gemeinnützige Arbeit leisten.

Allerdings habe ich Mühe mit der Formulierung, dass "sie der Gesellschaft auf der Tasche liegen", schliesslich sind sie selbst ein nicht unbedeutender Teil der Gesellschaft... und deine Formulierung impliziert, dass nur "nützliche", steuerzahlende, arbeitende Menschen zur Gesellschaft gehören... dem ist aber nicht so.
2378Erstmal weigere ich mich Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger über einen Kamm zu scheren.

Wer Arbeitslosengeld bekommt hatte davor gearbeitet und zwar mehr als ein Jahr! Wer Sozialhilfe bekommt, hat es bis dahin nicht geschafft.

Arbeitslosengeld ist eine Versicherung und irgendwie weigert die sich immer mehr was auszuzahlen - Sozialhilfe ist eine Unterstützung vom Staat.

Ich bin der Meinung, dass jemand der Arbeitslos wurde und davor viele Jahre eingezahtl hat, auch etwas verlangen darf und auch Hilfe dafür vrlangen kann, dass er in seinen Job zurückkommt und auch sagen kann, dass er nicht jeden Job macht (irgendwo sehe ich sonst nicht mehr Sinn der Qualifizierung) .

Ich denke aber auch, dass man Sozialhilfeempfänger gerade zu gemeinnütziger Arbeit usw gerne heranziehen sollen - und damit einen Anfang schafft - damit jeder für seine Leistung auch was zurückgibt...
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]Ich denke aber auch, dass man Sozialhilfeempfänger gerade zu gemeinnütziger Arbeit usw gerne heranziehen sollen - und damit einen Anfang schafft - damit jeder für seine Leistung auch was zurückgibt... [/B][/QUOTE]

Damit habe ich auch kein Problem.
Nur darf man dadurch nicht zu viel erwarten, da die meisten Sozialhilfeempfänger Kinder, Alte und Kranke sind. Die können/dürfen/sollten halt nicht arbeiten.

Die, die arbeiten können, o.k.
(wenn nicht gerade ein arbeitsloser Fleischer bzw. Schlachter alten Omis den Popo abputzen muß...das könnte nämlich dann auch gefährlich werden ;)).
LaChatte@2378

nun, ich gehe von Schweizr Verhältnissen aus, die mir besser bekannt sind... und hierzulande heisst Fürsorge nicht unbedingt "hat nie gearbeitet". Der Anspruch auf Arbeitslosengeld hört nach einer gewissen Zeit auf, und dann landen die Leute bei der Fürsorge, oder, auch ganz beliebt, bei der Invalidenversicherung. Da hats eine Menge Leute darunter die zwanzig oder dreissig Jahre fleissig einbezahlt haben, aber nun einfach keine Arbeit mehr finden, aus irgend einem Grund - zu alt, zu wenig qualifiziert, mit gesundheitlichen Problemen (was vor allem Leute betrifft, die im Bau oder in andern anstrengenden, aber wenig qualifizierten Berufen gearbeitet haben)

Viele Sozialhilfeempfänger hierzulande könnten durchaus noch Sinnvolles tun - und sei es nur, einmal wöchentlich eine alte Dame zu besuchen, sich etwas mit ihr zu unterhalten und ihre Einkäufe zu besorgen. Solche Hilfen könnten durchaus beträchtliche Summen in der (back on topic) Pflegeversicherung einsparen...
2378Hmm soweit mir bekannt ist, ist Arbeitslosenhilfe in Deutschland unbefristet, muss bloß jährlich neu beantragt werden

Also kann mna hier dann immer den Unterschied sehen.

Ich sehe es auf jeden Fall ein, dass man für Sozialhilfezahlung leisten bringen sollte wie sogar Arbeitslosenhilfe - aber bitte niemals in der ZEit in der jemand ARbeitslosengeld bekommt.

Auch denke ich, dass man dafür hätte sorgen müssen, dass der Unterschied zwischen gelernt und ungelernt dadrin mitentscheidet... aber dank HarztIV ist das alles jetzt das selbe...
Scientist[quote]
Es ist zu unterscheiden zwischen dem bisherigen Arbeitslosengeld und der bisherigen Arbeitslosenhilfe, dem künftigen ArbeitslosengeldII, das sich berechnet wie die Sozialhilfe.
Das Arbeitslosengeld ist eine Versicherungsleistung. Wer höhere Prämien eingezahlt hat, bekommt im Schadensfall auch eine höhere Leistung.
Das gilt für das ArbeitslosengeldII nicht. Es ist wie die Sozialhilfe eine Staatliche Alimente. Es gibt keine Begründung, warum jemand nur aufgrund seiner besseren Ausbildung oder seines früher höheren Verdienstes zur Existenzsicherung mehr Geld bräuchte. Und die einzige Aufgabe des neuen ArbeitslosengeldII ist genau wie die Sozialhilfe die Existenzsicherung.
[/quote]
Ließt hier eigentlich jemand meine Beiträge? *schmoll*
SandrineHallo, ich krieg seit 6 Monaten auch Arbeitslosenhilfe.
Ich denke auch, das es ein großes Problem geben wird, wenn am 1.1.05 das erste Mal die Kassen bei den Empfängern klingeln.
Ich hab ne Ausbildung zur Werbekauffrau gemacht und wurde dann für 5 Monate übernommen bevor ich die Kündigung bekam wegen der schlechten Auftragslage. Seit dem hab ich insgesammt mindestens 250 Bewerbungen geschrieben - als Sachbearbeitung, Sekretärin, Verkäuferin usw. NUR Absagen, KEIN Vorstellungsgespräch.

Jetzt hab ich einen zeitlich befristeten Aushilfsjob als Reinigungskraft in nem Supermarkt angenommen. 1,5 Std. am Tag. Das ist nichmal ein 400-Euro-Job, aber was soll ich sonst machen, wenn ich nichts bekomme?

Es wird eine noch größere Lücke zwischen den Armen und dem Mittelstand gezogen, und ich denke, das wird in eine unkontrollierbare Richtung abdriften. Die wollen nicht umsonst Polizei bei den zuständigen Behörden anordnen.
demelzaso so, die 651 euro sollen reichen, um mir eine einzimmerwohnung zu finanzieren. hm. und wo bau ich mir mein gemüse an? vernünftige lebensmittel, die den namen noch verdienen, kosten nämlich einen haufen geld, und zwar das doppelte seit der euro-umstellung. meine altersvorsorge kann ich vergessen. und wenn ich daran denke, daß ich jetzt schon allein-ernährerin für die familie (ehemann und pflegebedürftige mutter) bin, weil mein mann arbeitslos ist und so schnell keinen job mehr findet, wird mir ganz anders.

ach ja, ich vergaß: wir könnten ja auch ein kind bekommen, dann zieht er es groß, während ich vollzeit arbeiten gehe - nur das dumme: eventuell muß ich mir einen neuen job suchen, weil mein alter arbeitsplatz gerade zur disposition steht, schließlich wird unser unternehmen womöglich durch ein größeres übernommen.

das dumme íst nur: sobald ich dann auch arbeitslos bin (könnte ja sein, daß ich nichts neues finde), werden wir den sozialhilfeempfängern, die allgemein kein hohes ansehen haben, gleichgestellt, und dann noch mit einem kind. da werden wir wohl nicht lange warten müssen, bis wir von den ersten unserer lieben mitmenschen als asoziales "gesocks" bezeichnet werden.

wohl bekomm'S
aurora borealis[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B] Arbeitslosengeld ist eine Versicherung und irgendwie weigert die sich immer mehr was auszuzahlen - Sozialhilfe ist eine Unterstützung vom Staat.

Ich bin der Meinung, dass jemand der Arbeitslos wurde und davor viele Jahre eingezahtl hat, auch etwas verlangen darf und auch Hilfe dafür vrlangen kann, dass er in seinen Job zurückkommt und auch sagen kann, dass er nicht jeden Job macht (irgendwo sehe ich sonst nicht mehr Sinn der Qualifizierung) .
[/B][/QUOTE]

Arbeitslosenversicherung ist eine RISIKO-Versicherung. Es ist keine Kapitalansparung, und erst recht kein Topf, aus dem man möglichst viel rausholen kann.

Und der Sinn von Hartz ist ja u.a. Arbeitsvermittlung zu gewährleisten und Lohnkosten zu senken.

Aber solange die Gewerkschaften in diesen Zeiten noch an Lohnerhöhungen und Kündigungsschutz festhalten müssen,...
2378Tja, wenn die Arbeitsvermittlung klappen würde, wäre alles schön.

Ja, es ist eine Risikoversicherung, genau gegen das Risiko Arbeitslos zu werden versichere ich mich und manche Leute zahlen 30 Jahre in den Topf ein und dann geschiet es - ich verstehe wenn sie sauer sind, wenn sie genau die selben Arbeit (also soziale Dienste ohne Lohnausgleich) machen sollen wie Sozialhilfeempfänger, nur damit sie ihre Versicherung ausgezahlt bekommen!

Sonst... die Arbeitsämter sind bisher mir nur als komplett inkompetent bekannt und solange sie das bleiben wird isch nicht viel ändern.
aurora borealis[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]
Sonst... die Arbeitsämter sind bisher mir nur als komplett inkompetent bekannt und solange sie das bleiben wird isch nicht viel ändern. [/B][/QUOTE]

darum wäre es eine aktive Bevölkerungspolitik, wenn man die Gehälter / Pensionen der Arbeitsvermittler an der Leistung orientiert und nicht nur zu 20%, sondern mindestens zu 50 %.

Natürlich ist es ärgerlich, wenn man Jahre lang eingezahlt hat, allerdings muss man auch verstehen, dass das eingezahlte Geld nicht angespart wurde, sondern sofort immer umgelegt / ausgezahlt wird.
rainravenich bin jetzt schon "treppenputzender Akademiker".
Nach fast einem Jahr der Arbeitslosigkeit (und nicht etwa, weil ich nichts getan hätte, einen neuen Job zu bekommen!) muß ich (Naturwissenschaftlerin mit Diplom) nun froh sein, als Teilzeitsekretärin in einem befristeten Vertrag gelandet zu sein, kann nur hoffen, daß dieser nach ein paar Monaten verlängert wird und daß man mich behalten wird. Das war das Einzige, was ich bekommen habe. Und glaubt nicht etwa, das Arbeitsamt hätte mir auch nur EINE einzige Stelle geschickt!

Nun verdiene ich noch weniger als auf meiner als halbe Stelle bezahlten, aber 40 Std./Woche gearbeiteten vorherigen Stelle und muß hoffen, daß mein Partner (auch derzeit durch einen Konkurs arbeitsloser, promovierter Naturwissenschaftler) möglichst bald eine Arbeit findet, denn sonst sieht die Zukunft trübe aus. Man erwartet vermutlich auch von mir schon, mein seit Jahren erspartes und erst kürzlich wertbringend angelegtes Geld abzuheben und auszugeben, bevor ich als "bedürftig" eingestuft werden kann. Bedürftig" bedeutet in einer der teuersten Städte der Bundesrepublik vermutlich aber noch etwas ganz anderes als irgendwo anders. Da geht das viel schneller, denn die genannten 20 Euro, mit denen jemand hier eine Woche lang leben muß, sind hier schon bei einem kleinen Einkauf weg.

Ich verstehe es einfach nicht, was diese ganzen wahnsinnigen Pläne bringen sollen?! Für mich sieht das so aus, als wären da lauter Gestörte an der Macht, die sich über das Volk lustig machen. Was soll ihnen das bringen, wenn plötzlich Massenarmut ausbricht? Sicher keinen wirtschaftlichen Aufschwung. Das ist doch der pure Hohn!
Ich würde mich so gerne wehren können, aber ich weiß nicht, wie...:( :(


T.R.
LaChatte[QUOTE]darum wäre es eine aktive Bevölkerungspolitik, wenn man die Gehälter / Pensionen der Arbeitsvermittler an der Leistung orientiert und nicht nur zu 20%, sondern mindestens zu 50 %.[/QUOTE]

Das scheint mir unlogisch in einer Situation, wo es einfach keine Arbeitsplätze gibt. ArbeitsVERMITTLER sind nicht ArbeitsERSCHAFFER.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]ArbeitsVERMITTLER sind nicht ArbeitsERSCHAFFER. [/B][/QUOTE]Als ArbeitsERSCHAFFER wären schon eher die "Volksvertreter" gefragt, sie könnten schließlich durch Bewusstmachen von Zusammenhängen und Vorschlagen von entsprechenden Entscheidungen und Gesetzen dafür sorgen, dass Arbeitsmöglichkeiten geschaffen werden. Und wenn sie dazu nicht fähig und in der Lage sind, gehörten sie entlassen und sollten sich als Arbeitssuchende beim Arbeitsamt melden.

Aber stattdessen führen sie sich auf, als wären sie nicht die [b]Diener des Volkes,[/b] sondern dessen Beherrscher und Götter:
[QUOTE][i]Original geschrieben von rainraven [/i]
[B]Ich verstehe es einfach nicht, was diese ganzen wahnsinnigen Pläne bringen sollen?! Für mich sieht das so aus, als wären da lauter Gestörte an der Macht, die sich über das Volk lustig machen. Was soll ihnen das bringen, wenn plötzlich Massenarmut ausbricht? Sicher keinen wirtschaftlichen Aufschwung. Das ist doch der pure Hohn! [/B][/QUOTE] [QUOTE][B]Ich würde mich so gerne wehren können, aber ich weiß nicht, wie...:( :( [/B][/QUOTE]Da hilft wohl nur noch, selbst durch [URL=http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/17903/1.html]Bewusstmachen von Zusammenhängen[/URL] und Vorschlagen von entsprechenden Entscheidungen und Gesetzen dafür zu sorgen, dass Arbeitsmöglichkeiten geschaffen werden. :rolleyes:
BlackDragon[QUOTE]darüber hinaus ist der bevölkerungszuwachs in deutschland was geburten angeht regressiv[/QUOTE]
Und das ist auch gut so!
Eine drastische Erhöhung der Geburtenraten in Deutschland (seit Ende der Siebziger Jahre Konstant bei 1,4) würde innerhalb von zwei Jahrzehnten zum endgültigen Kollabieren des Sozialsystems führen.
Seien wir doch mal ehrlich: Was nutzen uns mehr Arbeiter, wenn nicht genug Arbeitsplätze da sind???

[QUOTE]Es gibt Einsparpotential! Warum ein Auto?[/QUOTE]
Schonmal versucht ohne Auto und Führerschein Arbeit zu finden?

[QUOTE]Von den 200 Euro die der Bürger mehr in der Tasche hat und die er im Falle des Geringverdieners Möglicherweise in den Konsum steckt, landen bestenfalls 2/3 irgendwann über Steuern und Abgaben wieder beim Staat.[/QUOTE]
Und das ist immernoch zu viel. Das Geld soll schliesslich in die Wirtschaft investiert werden!
Ich sag jetzt mal das böse Wort: Keynes'sche Wirtschaftspolitik...
Der Staat muss in Zeiten schlechter Wirtschaftslage investieren und subventionieren. Das Problem dabei ist aber, dass es unser Staat verpennt hat Rücklagen in Zeiten einer florierenden Wirtschaft zu bilden.

[QUOTE]...welches Gesocks sich mit vorliebe ...[/QUOTE]
[QUOTE]die der Gesellschaft auf der Tasche liegen [/QUOTE]
Ich wünsche dir wirklich nicht, dass du durch einen Schicksalsschlag mal selber zum "Gesocks" wirst und "der Gesellschaft auf der Tasche liegst" - aber darüber nachdenken solltest du vielleicht mal.
aurora borealis@ LaChatte

zum einen wird vielerorts bemängelt, dass die Arbeitsvermittlung zu träge /bzw. zu sehr überfordert aufgrund Massen-Gruppen-Betreuung sei und dass man sich nicht kompetent betreut fühlt.
Mit Hartz IV soll die Betreuung verringert werden von 1:700 auf 1:75. Auch wenn die 75 utopisch sind, ist es immerhin ein Ansatz.
Außerdem geht es auch in Hartz IV darum, dass man gefördert ist, wenn man niedrig bezahlte Jobs annimmt. Diesen Anreiz gab es bisher nicht. Man generiert als Staat damit Schwarzarbeit und rennt anschliessend einer Putzfrau wegen Steuern hinterher. Paradox.
In manchen Fällen hat ein Empfänger verglichen, was er vom Staat bekommt und welche Jobs es gibt, wenn man mehr vom Staat bekommt, besteht ein niedriger Anreiz, arbeiten zu gehen, um dieses Geld zu erhalten.
(Ist natürlich nur in der Anfangszeit so, da gestuft und es ist auch keine Pauschalisierung, bevor sich wieder böse Stimmen melden)
Senkung der Lohnnebenkosten durch Teilsubventionierung schafft sehr wohl Arbeitsplätze.
Die "sozialen" Gewerkschaften schneiden vielmehr manchen Unternehmern die Kehle durch.


@ BlackDragon

Ich finde Deine These ehrlich gesagt kurzsichtig. Deutschland braucht dringend eine höhere Geburtenrate, gepaart mit einer höheren Frauenerwerbsquote (Stichpunkt Ganztagsbetreuung von Kindern), selbst wenn wir es jetzt schaffen würden, sie angemessen zu erhöhen, würden sich Effekte erst 2030 zeigen - das allein zeigt schon die brisante Lage.
Es ist falsch, dass Kinder den Arbeitsmarkt überlasten. Wenn Du Dir Abbildungen von der aktuellen Bevölkerungspyramide (welche eigentlich ein Bevölkerungsbaum ist) anschaust, wirst Du sehen, dass ein gewaltiger Abschnitt an derzeit 40-50-Jährigen in 10 Jahren auf uns zukommt, der alles neue Rentenansprüche darstellt, die finanziert werden müssen.
Und dafür bedarf es u.a. Erwerbstätige.
und gerade weil es einen enormen Anstieg an Rentnern gibt, wird es auch mehr Arbeit geben. (das ist eine Konsequenz daraus)

Dass der Keynesianismus umstritten ist, ist auch klar.
Ebenso, dass dies die 30er Jahre betraf.
Dann kam der Krieg. Der hatte gezeigt, wie anfällig Rücklagenbildung (Kapitaldeckung) gegenüber Inflation bzw. politischen Krisen ist.

Ein Mehrsäulenmodell ist daher am sinnvollsten. Allerdings müsste man sowas wie das Riestersparen (partiell) als PFLICHT einführen (wenn Einkommen), da sich sonst genügend auf die spätere Unterstützung verlassen.
BlackDragonDas Kinder den Arbeitsmarkt überlasten, habe ich nie behauptet.
Ich gebe dir auch in sofern recht, dass die steigende Anzahl von Renten finanziert werden muss.
[QUOTE]Und dafür bedarf es u.a. Erwerbstätige[/QUOTE]
Stimmt, und das ist ja eben das Problem.
Eine steigende Geburtenrate bedeutet nicht zwangsläufig mehr Erwerbstätige.
[QUOTE]Der hatte gezeigt, wie anfällig Rücklagenbildung (Kapitaldeckung) gegenüber Inflation bzw. politischen Krisen ist.[/QUOTE]
Meines Erachtens nach kein Grund keine Rücklagen zu bilden...
Fakt ist doch, dass, wenn Rücklagen gebildet worden wären, diese heute zur Bewältigung der Krise aufgewendet werden könnten.
[QUOTE]welche eigentlich ein Bevölkerungsbaum ist[/QUOTE]
??? Sorry, ich glaube, hier reden wir aneinander vorbei.
Der so oft geforderte Bevölkerungsbaum, würde bedeuten, dass die Anzahl der Bevölkerung mit dem Alter gleichmäßig abnimmt.
Für die Finanzierung eines Sozialsystems sicherlich die ideale Grundlage, jedoch würde dies bedeuten, dass die Chance zu sterben in jedem Alter konstant ist.
Solch eine Situation haben wir nur in Ländern der dritten Welt und ich denke, dass dies nicht wünschenswert ist. Warum es von Politikern trotzdem gefordert wird? Ich zitiere mal die Antwort meines Soziologieprofessors:
"Ich werfe den Politikern ja nicht vor, dass sie lügen, sondern das sie von dem, was sie reden, keine Ahnung haben."
BlackDragonNeues zu Hartz IV:
[URL=http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,309362,00.html]http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,309362,00.html[/URL]
[URL=http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,309409,00.html]http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,309409,00.html[/URL]

Ich zitiere mal ein paar interessante Passagen:
[QUOTE]Nach ihrer Ansicht müssen die Befragten finanziell "die Hosen runterlassen". Der Fragebogen zwinge die Betroffenen quasi zum Offenbarungseid.[/QUOTE]
[QUOTE]"Wir haben das Formular zum Arbeitslosengeld II einem arbeitslosen Akademiker vorgelegt. Selbst er ist alleine nicht damit zurechtgekommen"[/QUOTE]
[QUOTE]Gewerkschaften und Sozialverbände erwarten, dass rund 500.000 Menschen künftig kein Arbeitslosengeld II mehr erhalten, da das Einkommen von Lebenspartnern stärker angerechnet wird.[/QUOTE]
[QUOTE]so würde einem Teil der Berechtigten einen Monat lang praktisch kein Geld ausgezahlt.[/QUOTE]
[QUOTE]Allein für die Frage nach dem Besitz von Antiquitäten und Edelmetallen müsste man einen Gutachter zu Rate ziehen.[/QUOTE]
Was??? Um nichts in der Welt würde ich meine heißgeliebte Büchersammlung hergeben :q
LaChatte[QUOTE]
zum einen wird vielerorts bemängelt, dass die Arbeitsvermittlung zu träge /bzw. zu sehr überfordert aufgrund Massen-Gruppen-Betreuung sei und dass man sich nicht kompetent betreut fühlt.
Mit Hartz IV soll die Betreuung verringert werden von 1:700 auf 1:75. Auch wenn die 75 utopisch sind, ist es immerhin ein Ansatz.
Außerdem geht es auch in Hartz IV darum, dass man gefördert ist, wenn man niedrig bezahlte Jobs annimmt. Diesen Anreiz gab es bisher nicht. Man generiert als Staat damit Schwarzarbeit und rennt anschliessend einer Putzfrau wegen Steuern hinterher. Paradox.
In manchen Fällen hat ein Empfänger verglichen, was er vom Staat bekommt und welche Jobs es gibt, wenn man mehr vom Staat bekommt, besteht ein niedriger Anreiz, arbeiten zu gehen, um dieses Geld zu erhalten.
(Ist natürlich nur in der Anfangszeit so, da gestuft und es ist auch keine Pauschalisierung, bevor sich wieder böse Stimmen melden)
Senkung der Lohnnebenkosten durch Teilsubventionierung schafft sehr wohl Arbeitsplätze.
Die "sozialen" Gewerkschaften schneiden vielmehr manchen Unternehmern die Kehle durch.
[/QUOTE]

Das sind alles Dinge, die ich befürworte, eine ausführliche Betreuung und Beratung der Arbeitssuchenden wie auch das Prinzip "Arbeit muss sich immer lohnen".

Das hat aber weniger etwas mit der Faulheit/ dem Fleiss der Arbeitsamtangestellten zu tun, sonder mehr mit der Struktur der ganzen Organisation.
aurora borealis@ LaChatte

Leistungsorientierte Bezahlung ist aber dennoch nur fair, vor allem, wenn man selbst Erfahrungen auf dem Arbeitsamt gemacht hat...


[QUOTE][i]Original geschrieben von BlackDragon [/i]
Stimmt, und das ist ja eben das Problem.
Eine steigende Geburtenrate bedeutet nicht zwangsläufig mehr Erwerbstätige.[/quote]

das ist wieder ein Thema der Bildungspolitik und der Möglichkeit für Ganztagsbetreuung. Ein Blick nach Frankreich genügt, um zu sehen, dass das klappt.

[quote] Meines Erachtens nach kein Grund keine Rücklagen zu bilden...
Fakt ist doch, dass, wenn Rücklagen gebildet worden wären, diese heute zur Bewältigung der Krise aufgewendet werden könnten.[/quote]

ich sprach ja auch nicht dagegen, sondern von einer Teilkapitaldeckung, eingeführt zur Pflicht.

[quote] ??? Sorry, ich glaube, hier reden wir aneinander vorbei.
Der so oft geforderte Bevölkerungsbaum, würde bedeuten, dass die Anzahl der Bevölkerung mit dem Alter gleichmäßig abnimmt.
Für die Finanzierung eines Sozialsystems sicherlich die ideale Grundlage, jedoch würde dies bedeuten, dass die Chance zu sterben in jedem Alter konstant ist.[/quote]

die Gesellschaft altert von unten, das ist wahr.
Und es ist kein "geforderter" Bevölkerungsbaum, sondern er ist da. Schon jetzt stöhnen Rentner und Erwerbstätige aufgrund der Belastung, in 10 Jahren beginnt eine viel schlimmere Phase. Wer will eine solche Situation einfordern?

Da es weniger Erwerbstätige gibt, ist auch mehr Arbeit vorhanden, vor allem wird noch mehr Bedarf im sozialen Bereich entstehen.

Die Chance zu sterben, ist im Alter von 70 bis 75 am höchsten und vorher sind die Sterbekosten sehr hoch. Danach nehmen die Kosten allerdings wieder ab.

[quote] "Ich werfe den Politikern ja nicht vor, dass sie lügen, sondern das sie von dem, was sie reden, keine Ahnung haben." [/QUOTE]

Die meisten zumindest. Wenn Pädagogen Gesundheitsminister werden und andere Kapitel.
Aber mal ganz ehrlich: wer will deren Job wirklich haben?
LaChatte[QUOTE]Leistungsorientierte Bezahlung ist aber dennoch nur fair, vor allem, wenn man selbst Erfahrungen auf dem Arbeitsamt gemacht hat...[/QUOTE]

Die Frage ist immer, "wie definiert man Leistung" auf eine vernünftige Weise? Beim Aussendienstler ist es klar, je mehr Umsatz, desto mehr Provision. Aber eine solche Herangehensweise im Personalbereich verführt oft dazu, den Menschen nicht zu helfen, sondern sie auf Teufel komm raus in irgend eine Stelle zu treiben... und am Schluss ist niemandem geholfen, ausser der Statistik des Beraters.
Scientist@Demelza
Du kannst ja auch noch Wohngeld beantragen, dein Mann bekommt auch seine Unterstützung, für die Pflegekosten deiner Mutter kommt die Pflegeversicherung auf.
Zumindest die Grundnahrungsmittel sind heute immer noch spotbillig. Was kostet ein Kilogramm Nudeln, Kartoffeln oder Brot und wie lange kommt eine Person damit aus? Es geht da um Peanuts. Nudeln, ein Salat dazu, als Nachtisch Obst der Saison.
Schnell gemacht, billig und Nahrhaft. Selbst die Frischen Komponenten, also der Salat und das Obst kosten kaum etwas. Eine ganze Packung Gepflügter Feldsalat gibt’s für weniger als einen Euro. Pfirsiche oder Nektarinen bekommt man zurzeit nachgeschmissen.
Für Sonderwünsche kann die Allgemeinheit nicht aufkommen. Es wird gegessen was auf den Tisch kommt.
Wenn du ein Kind bekommst, dann hast du auch noch Anrecht auf Kindergeld. Ansonsten ist es ja ganz allein deine Entscheidung.

@TheTurningPoint
[quote]
Als ArbeitsERSCHAFFER wären schon eher die "Volksvertreter" gefragt, sie könnten schließlich durch Bewusstmachen von Zusammenhängen und Vorschlagen von entsprechenden Entscheidungen und Gesetzen dafür sorgen, dass Arbeitsmöglichkeiten geschaffen werden.
[/quote]
Wenn man einmal vom öffentlichen Dienst absieht, so sind es Unternehmen die Arbeitsplätze schaffen. Das tun sie auch. Nur leider nicht in Deutschland.
Die Politik kann lediglich Rahmenbedingungen für die Wirtschaft schaffen. Doch jeder Versuch in diese Richtung wird sofort als unsozial bezeichnet und vor allem von den Gewerkschaften behindert. Diese sind wohl die Hauptschuldigen an der Misere in der wir uns Momentan befinden. Wie war das noch mit der 35 Stunden Woche bei vollem Lohnausgleich? Jetzt haben wir Null-Stundenwoche ohne Lohnausgleich.

@BlackDragon
[quote]
[quote]
Es gibt Einsparpotential! Warum ein Auto?
[/quote]
Schonmal versucht ohne Auto und Führerschein Arbeit zu finden?
[/quote]
In einer Großstadt ist es durchaus nicht unüblich, dass gut verdienende Jungakademiker ohne Auto auskommen. Auf dem Lande sind im Ausgleich die Lebenshaltungskosten niedriger, so dass eventuell auch ein kleines gebrauchtes Auto drin ist.
Ich kenne sogar einen noch recht jungen Universitäts- Präsidenten, der mit dem Fahrrad oder mit der Bahn unterwegs ist. (Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Ökonom)
[quote]
[quote]
Von den 200 Euro die der Bürger mehr in der Tasche hat und die er im Falle des Geringverdieners Möglicherweise in den Konsum steckt, landen bestenfalls 2/3 irgendwann über Steuern und Abgaben wieder beim Staat.
[/quote]
Und das ist immernoch zu viel. Das Geld soll schliesslich in die Wirtschaft investiert werden!
[/quote]
Das ist sehr viel, nämlich 66€ Haushaltsdefizit pro Nase.
Natürlich „springt die Wirtschaft an“, aber das Ergebnis sind eben bestenfalls diese 2/3.
Springt sie nicht wie Erhofft an, sieht die Bilanz schlechter aus. Eine Wirtschaft ist kein perpetuum mobile, das aus sich selbst heraus funktioniert. Aus irgendeiner Quelle muss unser Wohlstand gespeist werden und das ist nicht die Geldpresse.
Eine Förderung der Binnenkonjunktur in Krisenzeiten kann negative Effekte für die Bevölkerung abschwächen und macht sich deshalb natürlich in Wahlkampfzeiten immer prächtig. Das ist in Deutschland seit den 70’er Jahren gängige Praxis, ebenso wie eine steigende Staatsverschuldung, die heute unsere Fiskalpolitischen Spielräume einengt.
Nicht der Konsum, sondern Innovationen müssen subventioniert werden um die Zukunft des Standortes zu sichern. Genau dafür fehlt aber dann das Geld und die Lobby.

[quote]
Ich sag jetzt mal das böse Wort: Keynes'sche Wirtschaftspolitik..., nämlich
[/quote]
Ketzer! Weiche Satan!
Aus meiner Bewunderung für Margaret Thatcher konntest du sicherlich schon entnehmen, dass ich vom Keynesianismus nicht viel halte.
In der Zeit der Krise hat er versagt. Ein Beispiel ist sicherlich Großbrittanien, das diese Wirtschaftspolitik von den 40’er Jahren bis Ende der 70’er verfolgte.
Das Land befand sich in einem Desolaten Zustand, als es Margarete Thatcher gelang, durch einen harten Konsolidierungskurs und eine monetaristischen Geldpolitik, die Inflation einzudämmen. Ihr politischer und wirtschaftlicher Liberalismus hat das Land aufgerüttelt und die Konjunktur wieder in Schwung gebracht. Bekämpfung der Inflation, Einschränkung der öffentlichen Ausgaben, Subventionsabbau, … das waren und sind die Rezepte um einen Staat aus der Krise zu holen.
Spätestens nach der nächsten Bundestagswahl dürfte die Zeit der sozialen Träumereien vorbei sein.
demelza[QUOTE]Original geschrieben von Scientist @Demelza
für die Pflegekosten deiner Mutter kommt die Pflegeversicherung auf.
[/QUOTE]

ja, das habe ich auch geglaubt. aber inzwischen hat sich herausgestellt, daß das geld dafür gar nicht ausreicht, also die liebe familie jeden monat mehr und mehr zuzahlen darf.

aber was jammere ich hier euch einen vor. dann müssen wir halt sparen und unsere ansprüche herunterschrauben
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Scientist [/i]
[B]Zumindest die Grundnahrungsmittel sind heute immer noch spotbillig. Was kostet ein Kilogramm Nudeln, Kartoffeln oder Brot und wie lange kommt eine Person damit aus? [/B][/QUOTE]Wenn es im Gegensatz dazu nicht auch noch Leute gibt, die mit Geld nur so um sich werfen, weil sie nicht wissen wohin damit, kann man einen solchen Zustand bis zu 40 Jahre aufrechterhalten. :D Falls es diese krassen Gegensätze aber, wie hier im heutigen Deutschland gibt, dürfte das Ende des sozialen Friedens schneller bevorstehen ...

[QUOTE][B]Für Sonderwünsche kann die Allgemeinheit nicht aufkommen. Es wird gegessen was auf den Tisch kommt. [/B][/QUOTE]Wenn das tägliche Menü für eine große Zahl Menschen aber wesentlich schlechter aussieht als in der ehemaligen DDR, sollte man sich über den Stimmenzuwachs der PDS in Neufünfland dann auch nicht wundern. :rolleyes:

[QUOTE][B]Ich kenne sogar einen noch recht jungen Universitäts- Präsidenten, der mit dem Fahrrad oder mit der Bahn unterwegs ist. [/B][/QUOTE]Ich kenne auch jemanden, der nur mit Bus und Bahn unterwegs ist, und das sogar großteils, ohne dafür zu bezahlen. :D Ab und zu übernachtet er sogar in guten Hotels., auch ohne zu bezahlen. Das Gepäck, das er bei sich trägt, ist allerdings alles was er hat, und darum gibt es bei ihm nichts zu pfänden ...

[QUOTE][B]Wenn man einmal vom öffentlichen Dienst absieht, so sind es Unternehmen die Arbeitsplätze schaffen. Das tun sie auch. Nur leider nicht in Deutschland. [/B][/QUOTE]... und [b]dagegen[/b] sollten die Vertreter des Volkes [b]in Deutschland[/b] etwas unternehmen.

[QUOTE][B]Die Politik kann lediglich Rahmenbedingungen für die Wirtschaft schaffen. Doch jeder Versuch in diese Richtung wird sofort als unsozial bezeichnet und vor allem von den Gewerkschaften behindert. Diese sind wohl die Hauptschuldigen an der Misere in der wir uns Momentan befinden. [/B][/QUOTE]Was heißt "Rahmenbedingungen für die Wirtschaft"? Es geht darum, solche Rahmenbedingungen zu schaffen, dass die Wirtschaft [b]zum Wohle der Menschen in Deutschland[/b] arbeitet.
"Eigentum (in Deutschland) verpflichtet, und wenn das einige Firmen nicht begreifen, dann haben sie ihr Eigentumsrecht (in Deutschland) verwirkt." - Das wäre eine Rahmenbedingung, die Gesetzeskraft haben sollte.

[QUOTE][B]Eine Wirtschaft ist kein perpetuum mobile, das aus sich selbst heraus funktioniert. Aus irgendeiner Quelle muss unser Wohlstand gespeist werden und das ist nicht die Geldpresse. [/B][/QUOTE]Wenn sich Produktion und Konsumtion einigermaßen die Waage halten, kann die Wirtschaft aber fast wie ein Perpetuum Mobile laufen. Und Ja: Die Antriebsquelle ist nicht Geld, sondern Arbeit. Darum ist es eben falsch, die Wirtschaft auf die Maximierung von Geld auszurichten. Es sollte eher darum gehen, dass die Wirtschaft [b]dauerhaft[/b] funktioniert und Arbeit sichert.

[QUOTE][B]Nicht der Konsum, sondern Innovationen müssen subventioniert werden um die Zukunft des Standortes zu sichern. Genau dafür fehlt aber dann das Geld und die Lobby. [/B][/QUOTE]Da gebe ich dir im Grunde genommen Recht. Genauer betrachtet müssen die Subventionen aber nicht in die "Innovationen" selbst fließen, sondern in die Strukturen, die auf lange Sicht Innovationen begünstigen, also zum Beispiel Bildung, Kommunikation, Kultur ...

[QUOTE][B]Das Land befand sich in einem Desolaten Zustand, als es Margarete Thatcher gelang, durch einen harten Konsolidierungskurs und eine monetaristischen Geldpolitik, die Inflation einzudämmen. Ihr politischer und wirtschaftlicher Liberalismus hat das Land aufgerüttelt und die Konjunktur wieder in Schwung gebracht. Bekämpfung der Inflation, Einschränkung der öffentlichen Ausgaben, Subventionsabbau, … das waren und sind die Rezepte um einen Staat aus der Krise zu holen. [/B][/QUOTE]Auch da gebe ich dir im Grunde genommen Recht. Allerdings verstehe ich nicht, warum Änderungen in der Geldpolitik zur Eindämmung der Inflation unbedingt mit Härte und auf Kosten der Schwächsten der Gesellschaft erfolgen müssen. Wenn man gegen Zinswucher und Preistreiberei von Banken und Großkonzernen vorgeht, sollte es dem Volk eigentlich recht sein ...
Um Innovationen zu fördern und gleichzeitig Subventionen abzubauen könnte man beispielsweise über die grundlegende [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=30028]Veränderung von Urheber-, Marken- und Patent-Recht[/URL] nachdenken. :rolleyes:

[QUOTE][B]Spätestens nach der nächsten Bundestagswahl dürfte die Zeit der sozialen Träumereien vorbei sein. [/B][/QUOTE]... oder sie fängt erst an ...
Wenn ich mir den Stimmenzuwachs der PDS bei den letzten Wahlen anschaue ...
Scientist[quote]
Wenn sich Produktion und Konsumtion einigermaßen die Waage halten, kann die Wirtschaft aber fast wie ein Perpetuum Mobile laufen.
[/quote]
Bei Robinson und Freitag auf ihrer einsamen Insel vielleicht.
Deutschland aber muss für Abermilliarden von harten US-Dollar Öl, Gas, Kohle, Eisenerz, Aluminium, Stahlveredler und andere Rohstoffe einführen. Deutsche Computer laufen Chips von Ausländischen Firmen und Betriebssystemen von Microschrott.
Deutsche Urlauber versaufen ihre finanziellen Überschüsse am Ballermann 6.

Gewaltige Mengen an Kapital fließen so ins Ausland irgendwie müssen wir dieses Geld aber wieder beschaffen, denn sonst sind wir bald arm wie eine Kirchenmaus. Deshalb brauchen wir den Export. Deutschland lebt nur und ausschließlich vom Export. Dadurch können wir unseren Luxus finanzieren. Mit Binnenkonjunktur alleine kommen wir nicht weit.
[quote]
dass die Wirtschaft zum Wohle der Menschen in Deutschland arbeitet.
"Eigentum (in Deutschland) verpflichtet, und wenn das einige Firmen nicht begreifen
[/quote]
Glaubst du dass es so etwas wie eine „deutsche Firma“ noch gibt? Einmal abgesehen von Kleinbetrieben.
Daimler Chrysler verkauft seine Autos Weltweit, produziert seine Autos Weltweit, ist Weltweit an Firmen beteiligt, wird Weltweit an der Börse gehandelt, bilanziert nach Amerikanischem Recht,…
Daimler Chrysler ist eine Welt AG, die zufälligerweise historisch bedingt ihre Hauptverwaltung in Stuttgart hat. Das kann sich aber im Fall der Fälle auch ändern.
Die schaffen halt Arbeitsplätze zum Wohle der Menschen in Tschechien, China, oder sonst wo. Ein Konzern ist keinem Nationalstaat verpflichtet sondern einzig und alleine seinen Aktionären, die finanzieren schließlich die ganze Party. Wir leben im 21 Jahrhundert, Zeitalter der Globalisierung.

Die Deutsche Bank, Ikone des Standorts Deutschland macht den dicken Batzen ihrer Gewinne im Investmentgeschäft und das residiert nicht in Frankfurt, sondern in London.
Von Seiten der Investmentbanker gibt es deshalb Bestrebungen den Hauptsitz der Bank in die City of London zu verlegen. Außer dem Namen hat die Bank mit Deutschland nicht viel zu tun. „Unser Feld ist die Welt“, könnte man in Anspielung auf eine bekannte deutsche Reederei auch für die Deutsche Bank sagen. Kapital kennt keine Nationalstaaten, Kapital ist multinational. Und vor allem ist es beweglich.

[quote]
Wenn das tägliche Menü für eine große Zahl Menschen aber wesentlich schlechter aussieht als in der ehemaligen DDR, sollte man sich über den Stimmenzuwachs der PDS in Neufünfland dann auch nicht wundern.
[/quote]
Wenn gewisse Schichten der Bevölkerung sich nicht von Fastfood und Tiefkühlkost ernähren würden, dann hätten sie mehr Geld in der Tasche und würden gesünder Leben.
So ein Vollkornbrot kann satt machen. Wenn man natürlich nur Papptoastbrot mit Nutella und klebrige Zuckergetränke zu sich nimmt, dann muss man sich nicht wundern.
Ein Blick, in die Einkaufswagen, derjenigen, die ich als Konservativer Spießer wohl als asoziales Gesocks bezeichnen würde, genügt um viele Dinge zu erklären. Und wenn man sich dann noch die Rotzfrechen Gören mit ihren Supertollen neuen Handys dazu anschaut, dann möchte man das Pack am liebsten nach Sibirien ins Arbeitslager schicken.
Ein arbeitsloser Akademiker, der findet sich schon irgendwie zurecht und ist zumeist auch gewillt eine Arbeit anzunehmen, das Problem ist aber jener Teil der Bevölkerung, den man zurecht als Arbeitsscheu, teilweise schon in zweiter, dritter Generation bezeichnen muss.
Arbeitslose, die Vormittags in den Supermarkt marschieren, sich Bier kaufen und direkt hinter der Kasse die Flasche ansetzen. So etwas muss man doch nicht durchfüttern.

PDS? Sind das nicht die, die im Bundestag keine Skatrunde zusammenbekommen?
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Scientist [/i]
[B]Deutschland aber muss für Abermilliarden von harten US-Dollar Öl, Gas, Kohle, Eisenerz, Aluminium, Stahlveredler und andere Rohstoffe einführen. [/B][/QUOTE]... und Getreide aus Polen ... und Äpfel aus Neuseeland ...

[QUOTE][B]Deutsche Computer laufen Chips von Ausländischen Firmen und Betriebssystemen von Microschrott. [/B][/QUOTE]Wenigstens zu Letzterem gäbe es genügend Alternativen ...
Und Chips kann man auch in Dresden produzieren ...

[QUOTE][B]Gewaltige Mengen an Kapital fließen so ins Ausland irgendwie müssen wir dieses Geld aber wieder beschaffen, denn sonst sind wir bald arm wie eine Kirchenmaus. Deshalb brauchen wir den Export. [/B][/QUOTE]Vor allem Waffenexport. Wenn man da noch ein bissel Hass und Zwietracht sät, ist die Nachfrage garantiert ...

[QUOTE][B]Deutschland lebt nur und ausschließlich vom Export. Dadurch können wir unseren Luxus finanzieren. [/B][/QUOTE]Mal abgesehen von Waffen- und Drogenexport halte ich das für ein ziemliches Gerücht. Die meisten Produkte werden importiert. Sonst gäbe es hier nämlich genügend Arbeit (um mal wieder zum Thema zurückzukommen).

[QUOTE][B]Daimler Chrysler verkauft seine Autos Weltweit, produziert seine Autos Weltweit, ist Weltweit an Firmen beteiligt, wird Weltweit an der Börse gehandelt, bilanziert nach Amerikanischem Recht,…[/B][/QUOTE]Ist schon komisch, oder? Arbeit und Risiken (zum Beispiel für die Umwelt) verteilen sich weltweit, aber Recht und Kapital konzentrieren sich in einem Land ...

[QUOTE][B]Die schaffen halt Arbeitsplätze zum Wohle der Menschen in Tschechien, China, oder sonst wo. [/B][/QUOTE]Komischerweise steigen auch in Tschechien, China und sonst wo die Arbeitslosenzahlen, wo immer man sich entschließt, in Zukunft nur noch dem einen Gott [b]GELD[/b] zu huldigen und Opfer zu bringen.

[QUOTE][B]Ein Konzern ist keinem Nationalstaat verpflichtet sondern einzig und alleine seinen Aktionären, die finanzieren schließlich die ganze Party. Wir leben im 21 Jahrhundert, Zeitalter der Globalisierung. [/B][/QUOTE]Genau das ist das Problem:
[B]"Ein Unternehmen ist juristisch gesehen eine Person, aber was für eine? Ein [URL=http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,304353,00.html]kanadischer Dokumentarfilm[/URL] kommt zu dem Ergebnis, dass sich Konzerne in der Regel wie klinische Psychopathen verhalten. Nach den gängigen Kriterien der Psychiatrie ist das gemeine Unternehmen ein Wrack. Es ist selbstsüchtig, kaltblütig und hinterhältig. Es verletzt mit schöner Regelmäßigkeit ethische und rechtliche Normen. Es empfindet weder Schuld noch Reue. Gleichzeitig ist es in der Lage, dem Rest der Welt Verantwortungsbewusstsein und Mitgefühl vorzutäuschen."[/b]

[QUOTE][B]Die Deutsche Bank, Ikone des Standorts Deutschland macht den dicken Batzen ihrer Gewinne im Investmentgeschäft und das residiert nicht in Frankfurt, sondern in London. [/B][/QUOTE]Wo die Residenz ist, ist bei solchen globalen Unternehmen auch fast egal, vielleicht mit Ausnahme der Rechtssprechung, aber für eine unternehmensfreundliche Rechtssprechung bieten sich eher Länder wie Saudi-Arabien an, die auf sowas wie Menschenrechte pfeifen.

[QUOTE][B]„Unser Feld ist die Welt“, könnte man in Anspielung auf eine bekannte deutsche Reederei auch für die Deutsche Bank sagen. Kapital kennt keine Nationalstaaten, Kapital ist multinational. Und vor allem ist es beweglich. [/B][/QUOTE][URL=http://www.sozialistische-klassiker.org/Lenin/Le12.html]Das bestreitet Niemand.[/URL] :D
Kapital kennt auch keine Menschen- oder Tierschicksale, solange es sich nur selbst reproduzieren und vermehren kann. :(

[QUOTE][B]Wenn gewisse Schichten der Bevölkerung sich nicht von Fastfood und Tiefkühlkost ernähren würden, dann hätten sie mehr Geld in der Tasche und würden gesünder Leben. [/B][/QUOTE]Da kann ich dir aus eigener Erfahrung zustimmen. In der DDR gab es keine Fastfood-Ketten. Sie sind erst mit der "Wiedervereinigung" über uns gekommen. :D Derzeit sind sie dabei, Osteuropa zu erobern ...

[QUOTE][B]Ein Blick, in die Einkaufswagen, derjenigen, die ich als Konservativer Spießer wohl als asoziales Gesocks bezeichnen würde, genügt um viele Dinge zu erklären. [/B][/QUOTE]Marketing macht's möglich. Und Marketing infiziert vor allem diejenigen, die von der "Wissensgesellschaft" ausgeschlossen werden. Darum unter anderem meine Forderung nach Subventionierung von Bildung, Kommunikation und Kultur.

[QUOTE][B]Und wenn man sich dann noch die Rotzfrechen Gören mit ihren Supertollen neuen Handys dazu anschaut, dann möchte man das Pack am liebsten nach Sibirien ins Arbeitslager schicken. [/B][/QUOTE]Jaja, wer wird schon gern mit seinen Opfern konfrontiert? Am besten ganz ganz weit weg ... oder gleich ab ins Gas und dann durch den Ofen ... :mad:

[QUOTE][B]Ein arbeitsloser Akademiker, der findet sich schon irgendwie zurecht und ist zumeist auch gewillt eine Arbeit anzunehmen, [/B][/QUOTE]Der konnte eben genug Wissen erwerben, um gegen die tägliche Marketing-Gehirnwäsche eine kleine Chance zu haben. Oder er hat wenigstens soviel Würde, sein Leben selbst zu beenden, ehe er als Mastschwein für "Soylent Green" sein Dasein fristet ...

[QUOTE][B]das Problem ist aber jener Teil der Bevölkerung, den man zurecht als Arbeitsscheu, teilweise schon in zweiter, dritter Generation bezeichnen muss.
Arbeitslose, die Vormittags in den Supermarkt marschieren, sich Bier kaufen und direkt hinter der Kasse die Flasche ansetzen. So etwas muss man doch nicht durchfüttern. [/B][/QUOTE]Stimmt. Kapitalismus in seiner höchsten, idealen Form braucht keine nutzlosen Mitesser, die nicht arbeiten (können oder wollen) ... so gesehen war Auschwitz eine mustergültige Einrichtung. :mad:

[QUOTE][B]PDS? Sind das nicht die, die im Bundestag keine Skatrunde zusammenbekommen? [/B][/QUOTE]Was nicht ist, kann ja noch werden. Immerhin sind sie bei den letzten Kommunalwahlen im Osten in einigen großen Städten zur stärksten Kraft geworden und haben sogar dafür gesorgt, dass in einigen Städten die SPD unter die 5-Prozent-Hürde gefallen ist. Wer hätte das gedacht? :D
aurora borealis[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]Wenn es im Gegensatz dazu nicht auch noch Leute gibt, die mit Geld nur so um sich werfen, weil sie nicht wissen wohin damit, kann man einen solchen Zustand bis zu 40 Jahre aufrechterhalten. :D Falls es diese krassen Gegensätze aber, wie hier im heutigen Deutschland gibt, dürfte das Ende des sozialen Friedens schneller bevorstehen ...
[/B][/QUOTE]

dann hätten sich die Amis oder Schweizer schon längst über den Haufen geschossen.

Jemand, der ein Kaugummietui aus Leder für je 150 EUR kauft, oder seinen Christbaum mit Platin-Lametta behängt, konsumiert, zahlt Mehrwertsteuer und sichert somit Arbeitsplätze.

Diese ewige Neiderei ...
absolut_deathIch hatte zu diesem Thema und dem "Fragebogen" eine interessante Diskussion am Wochenende.
Ich zum Beispiel werde vielleicht im nächsten Jahr wieder arbeitslos. Meine Firma kann es sich nicht leisten mit unbefristet einzustellen und hatt mir nur einen befristeten Arbeitsvertrag gegeben.
Werde ich arbeitslos bekomme ich ein Jahr lang Arbeitslosengeld. Das letzte mal habe ich ganze 11 Monate ausgeschöpft. Nicht freiwillig, ich habe einfach keine Arbeit bekommen.
Damit ich jetzt dann auch etwas Geld für "Sonderausgaben" habe, wenn zum Beispiel das Auto in die Werkstatt muss, spare ich. Schließlich brauche ich es um die vom Staat geforderte Flexibilität zu haben.
Dafür, das ich mich absichere, werde ich sofort wieder bestraft! Denn meine Ersparnisse darf ich erst einmal für den Lebensunterhalt aufbringen. Lebensversicherungen, Rentenversicherungen... alles muss aufgelöst werden. Wie zur Hölle soll ich später für meine Rente aufkommen wenn ich jetzt meine Arbeitslosigkeit selbst finanzieren muss??? Denn genau das verlangt der Staat auch von mir.

Das alles macht mich undendlich wütend.
Ich bin durchaus zu Einbußen bereit wenn es denn dem Staat hilft, aber nicht zu meinem kompletten Nachteil! Hier geht es um meine Zukunft (eine, die ich wahrscheinlich garnicht mehr habe wenn das so weitergeht).
Gr. Gaulichtergeld sparen: der bundestag macht es vor. dort bekommt jeder abgeordnete 7009 euro im monat plus über 3000 euro zuschläge. bedenkt man, dass das für rund 600 abgeordnete gilt, kann man sich locker ausrechnen, was dort monatlich zusammen kommt: 6 mio euro. im jahr also 72 mio euro. hinzu kommen vergünstigungen in vielen lebensbereichen. ich tippe im endeffekt auf über 100 mio euro.

nun denkt man darüber nach, die über 1000 pensionierten abgeordneten, deren geld auf die 100 mio euro noch raufkommt, mit weniger pension zu belassen. doch im gleichen atemzug sollen die diäten der abgeordneten erhöht werden. rechtfertigung: die abgeordneten haben nun, wenn diese regelung durchgeht, ja in die pflegeversicherung einzuzahlen und für ihr alter zu sparen. außerdem verdiene ein arbeiter in einer großen firma mehr, als ein abgeordneter.

das ist abartig!

momentan redet man auch darüber, die bezüge von managern festzusetzen auf höchsten das 100-fache! eines normalen arbeiters. es gäbe momentan manager, die verdienen das 370-fache. gehen wir nur mal davon aus, das sind 3000 euro - dann sind das monatlich 1.110.000 euro.

da bleibt einem der atem stocken.

man überlege sich auch, wie bestechlich abgeordnete nun sind angesichts ihres geringen einkommens.


jetzt zu Hartz:

es gibt orte an der Oder, in denen die arbeitslosigkeit 80 prozent beträgt! ich frage mich, was dort die ohnehin schon kleine wirtschaft macht, wenn das geld dieser leute noch mehr gekürzt wird. sie geht den bach runter. könnte man im zuge dessen nicht davon ausgehen, dass es arbeitslosenaufstände geben wird?

das formular, welches nun für das arbeitslosengeld II ausgefüllt werden muss, erhebe daten, welche nicht gebraucht würden. man wird also in den 16 seiten des formulars bis unter die haut ausgezogen. darüber hinaus gibt es fragen nach werten, wie edelmetallen. ja zum teufel, woher soll ein normaler mensch das wissen? muss er erst zum gutachter? und wer würde das bezahlen?

mir platzt der kragen, wenn ich an meine familie denken muss, an alte bekannte etc., die teils ebenfalls arbeitslos sind. und dass ich im gegenzug momentan darauf getrimmt werden, später in führungspositionen zu arbeiten. menschenfremd.

schon hat sich in brandenburg eine initiative, bald partei gegründet, die derzeit vom Spiegel etwas belächelt wird ob ihrer mitglieder. die jungens heißen SLM und sind wahrlich nicht die großen polit-künstler. aber angesichts der hiesigen umstände könnten auch diese enormen zulauf bekommen aus allen! lagern. denn nicht nur in der linken, auch in der rechten politischen ecke gibt es genug arbeitslose.

gute nacht deutschland!

wutschnaubend
gg
MissPanes wird uns nun schon geraume zeit eingetrichtert, der staat hätte kein geld mehr übrig, das unnütz aus dem fenster geworfen werden könne ...

nun frage ich mich aber, wer dann bitte diese selten dämliche (wenn auch bereits wieder abgehakte) idee hatte, westdeutsche beamte zur bearbeitung der neuen anträge nach ossi-land zu holen, und ihnen diese "bürde" auch noch mit 5000 € + zulagen zu versüßen?

was bitte soll das?!
während von mir gefordert wird, daß ich flexibel zu sein habe und notfalls auch einen schlechter bezahlten job in einer anderen stadt annehmen muß, werden beamte dafür besser bezahlt/ belohnt, daß sie ihren job machen?
TheTurningPoint[b]"Wollen sie eine Vorstellung von der Zukunft?
Sie müssen sich ein paar Stiefel vorstellen, die ununterbrochen auf ihrem Gesicht herumtrampeln ..."[/b]
(O'Brien in "1984" von George Orwell)
Scientist[quote]
Mal abgesehen von Waffen- und Drogenexport halte ich das für ein ziemliches Gerücht. Die meisten Produkte werden importiert. Sonst gäbe es hier nämlich genügend Arbeit (um mal wieder zum Thema zurückzukommen).
[/quote]
Mal abgesehen von Waffen verscheuern wir auch noch ein paar andere Kleinigkeiten ins Ausland, so das wir uns stolz als die Bedeutendste Exportnation dieses Planeten bezeichnen Können. Unsere Finnischen Handys und japanischen Stereoanlagen können wir uns nämlich nur von dem Geld kaufen, das wir durch den Verkauf z.B. von schmucken Daimlerlimousinen auch im Geldsäckel haben. Es sei den wir pumpen uns mal wieder was.
Warum aber gibt es dann bei uns so wenig Arbeit? Weil teure, personalaufwendige Fertigungsprozesse ins Ausland outgesourced werden. Dies betrifft Beispielsweise die Automobilzulieferer. Der Mercedes wird vielleicht noch beim Daimler in Untertürckheim zusammengebaut, aber die Einzelteile kommen aus der halben Welt.

[quote]
Ist schon komisch, oder? Arbeit und Risiken (zum Beispiel für die Umwelt) verteilen sich weltweit, aber Recht und Kapital konzentrieren sich in einem Land ...
[/quote]
Weder das Recht, noch das Kapital konzentriert sich bei einem Weltkonzern auf ein Land. Daimler wäre ja schon blöd, seine Amerikanischen Beschäftigten nach deutschem Recht zu behandeln. Man denke auch an den Prozess in den USA wegen der Fusion mit Chrysler. Auch das Kapital verteilt sich auf die ganze Welt. Fabriken, Firmenbeteiligungen, eigene Kreditinstitute sowohl in den USA, als auch in Deutschland, …
Die Aktionäre von Daimler kommen aus auch nicht alle aus Deutschland.
Auch Konzerne können geschluckt werden, da heißt dann Mannesmann eben Vodaphone und ist Teil eines Weltweit operierenden Netzwerkes.

Selbst ein einfacher Bauer operiert heute nicht mehr nur in den Grenzen eines Nationalstaates. Ein Landwirt im Deutsch – Niederländischen Grenzgebiet hat heute nicht selten Land auf Beiden Seiten der Grenze. Das bedeutet, er muss sich um das Steuerrecht beider Länder kümmern, muss die Umweltauflagen beider Länder kennen, muss die Subventionen in beiden Ländern kassieren und natürlich auch die aus Brüssel.

[quote]
es gibt orte an der Oder, in denen die arbeitslosigkeit 80 prozent beträgt! ich frage mich, was dort die ohnehin schon kleine wirtschaft macht, wenn das geld dieser leute noch mehr gekürzt wird. sie geht den bach runter. könnte man im zuge dessen nicht davon ausgehen, dass es arbeitslosenaufstände geben wird?
[/quote]
In solche Orte noch Geld reinzupumpen ist reine Geldverschwendung. Sie werden nie ohne Zuschüsse überlebensfähig sein. In der Ostförderung kann man sich auf einige Zentren wie Dresden, Leipzig, Jena, Erfurt,… konzentrieren, der Rest ist ohnehin nicht mehr zu retten. Wenn die Leute arbeit wollen, dann müssen sie eben noch stärker als bisher in die Zentren und nach Westdeutschland ziehen. In Brandenburg ist und war bis auf den Speckgürtel um Berlin schon immer Tote Hose, daran wird sich such nichts ändern. In Mecklenburg Vorpommern ist nur an der Küste ein bisschen was los, sonst gibt es da auch nur viel Landschaft und Sachsen Anhalt kann man eigentlich nur noch als Schrottreif bezeichnen.
Da passiert nichts mehr, unabhängig wie viel Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Soli und Subventionen der Westen noch transferiert.


[i]
Das Leben ist eine Komödie für den Reichen, ein Spiel für den Narren, ein Traum für den Waisen, ein Trauerspiel für den Armen.
[/i]
Fledriwie wäre es wenn alle betroffenen sich weigern die arsch-amt bögen auszufüllen und wir eine revulotion starten!! ich weiss nu käme der vorschlag fängst du damit an? man sollte eine weitumfassende volksversammlung starten und dann totale verweigerung begehen und -stürzen- denn dann lebe ich auch im solo-kampf,der eh herrscht nur die ausmaße sind noch nicht so krass.dann können wir das -siechende- direkt ausleben-/kämpfen. oder war das nicht so das wenn zu wenig wahlprozente eingehen ist keiner da oben dran und es muss so lange (nicht )-gewählt werden bis was gescheites dabei raus kommt... wann ist die zeit reif ? --- bin ich unrealistisch??????????????????????????
the day before?
gruß aus meinem hirn
Gr. Gaulichter@Scientist
mit verlaub, aber das ist doch nonsens (auf deine antwort zum durch dich von mir zitierten abschnitt). auch die großen städte haben natürlich arbeitslosigkeit. demnach wäre es nur eine lokale umverteilung. und wir haben auch alle in der schule gelernt, dass konkurrenz den markt belebt. die kann sich vor allem dort gut entwickeln, wo nichts vergleichbares ist ... aber wie immer fehlt das kapital, der baugrund oder der wille. und eigentlich leben wir auch im überfluss, brauchen also keine neuen unternehmen.

gg
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Unity [/i]
[B]dann hätten sich die Amis oder Schweizer schon längst über den Haufen geschossen. [/B][/QUOTE]Bei den Amis wird ja auch genug geschossen.
In der Schweiz sind die Unterschiede vermutlich nicht viel krasser als hier in Deutschland. Das kann LaChatte sicher genauer sagen ...

[QUOTE][B]Jemand, der ein Kaugummietui aus Leder für je 150 EUR kauft, oder seinen Christbaum mit Platin-Lametta behängt, konsumiert, zahlt Mehrwertsteuer und sichert somit Arbeitsplätze. [/B][/QUOTE]Ich vermute mal ganz stark, dass die für die Herstellung von Produkten benötigte Anzahl von Arbeitskräften sehr wenig davon abhängt, zu welchen Preisen die Produkte später verkauft werden. Andererseits werden die vorhandenen Arbeitsplätze bestimmt nicht dadurch sicherer, dass man die Produkte zu überhöhten Preisen anbietet.
Dazu kommt noch, dass Produkte, die für das Überleben der Käufer [b]notwendig[/b] sind, mit größerer Wahrscheinlichkeit gekauft werden, als Luxusgegenstände, die der "Reiche" nicht kaufen wird, wenn er keine Lust dazu hat.

[QUOTE][B]Diese ewige Neiderei ... [/B][/QUOTE]Das hat nichts mit Neiderei zu tun. Von mir aus können sich die reichen Leute 20 Autos in ihre Garagen stellen und jeden Tag zweimal um den Globus fliegen, wenn diejenigen, die an der unteren Einkommensgrenze leben müssen, genug haben, um einigermaßen vernünftig leben zu können (ausreichend Nahrung, Kleidung, Wohnung, Kommunikation und medizinische Betreuung).
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Scientist [/i]
[B]In solche Orte noch Geld reinzupumpen ist reine Geldverschwendung. Sie werden nie ohne Zuschüsse überlebensfähig sein. In der Ostförderung kann man sich auf einige Zentren wie Dresden, Leipzig, Jena, Erfurt,… konzentrieren, der Rest ist ohnehin nicht mehr zu retten. [/B][/QUOTE]Die von dir genannten Städte sind so ziemlich die einzigen, wo seit der "Wiedervereinigung" wirklich ein wenig Geld [b]in Arbeit investiert[/b] wurde. Ansonsten wurden doch nur Arbeitsplätze durch "Abwicklung" vernichtet und stattdessen von dem Geld Konsumpaläste und andere Protzbauten errichtet - natürlich durch Westfirmen (sprich: das Geld für den Aufbau floss zurück in den Westen). In den Kaufhausketten wurden natürlich (bis auf wenige Ausnahmen) vor allem Westartikel angeboten (sprich: das Geld für die Artikel floss auch zurück in den Westen).
Nenne mir nur eine einzige Stadt im Osten, wo es heute mehr Arbeitsplätze gibt als 1990 !
Selbst in den sogenannten Gewerbegebieten gibt es meist nur Verkaufseinrichtungen und Großhandelslager, aber nichts wo wirklich [b]Waren produziert[/b] werden.

[QUOTE][B]Wenn die Leute arbeit wollen, dann müssen sie eben noch stärker als bisher in die Zentren und nach Westdeutschland ziehen. [/B][/QUOTE]Das ist eine geniale Idee ! :D
Wir Ossis sollten mal für 1-2 Wochen eine Völkerwanderung in den Westen machen und uns dort alle als Arbeitssuchende vor den Betrieben und öffentlichen Einrichtungen versammeln - nur damit die Leute im Westen mal einen kleinen Eindruck bekommen, wie das dann so in etwa aussieht, wenn dein Vorschlag in die Tat umgesetzt würde. :q

[QUOTE][B]In Brandenburg ist und war bis auf den Speckgürtel um Berlin schon immer Tote Hose, daran wird sich such nichts ändern. In Mecklenburg Vorpommern ist nur an der Küste ein bisschen was los, sonst gibt es da auch nur viel Landschaft und Sachsen Anhalt kann man eigentlich nur noch als Schrottreif bezeichnen. [/B][/QUOTE]Man könnte diesen Gebieten versuchsweise die Geldhoheit zugestehen, wie sie damals in den 30er Jahren das Städtchen Wörgl praktiziert hat. Dann könnten aus den schrottreifen Gebieten wirklich "blühende Landschaften" werden.
Aber nein: Die Geldhoheit war das Erste, was man der ehemaligen DDR im Zuge der "Währungsunion" genommen hat, schon Monate vor dem Anschluss (der "Wiedervereinigung"). Von Mitte Oktober 1989 bis Ende Juni 1990 war es wirklich eine Freude, in der DDR zu leben. :rolleyes:

[QUOTE][B]Da passiert nichts mehr, unabhängig wie viel Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Soli und Subventionen der Westen noch transferiert. [/B][/QUOTE]Wie ich oben schon angedeutet habe:
[COLOR=limegreen][b]Wenn man ab und zu ein paar Almosen an die Obdachlosen und Bettler verteilt, wird man es nie schaffen, dass es keine Obdachlosen und Bettler mehr gibt. Das erreicht man nur dadurch, dass man sie in die Lage versetzt, sich selbst zu versorgen.[/b][/COLOR]

[QUOTE][B]Das Leben ist eine Komödie für den Reichen, ein Spiel für den Narren, ein Traum für den Waisen, ein Trauerspiel für den Armen. [/B][/QUOTE]... und dabei könnte es, mit ein wenig gutem Willen, für sie alle einfach [COLOR=limegreen][b]ein schönes Leben[/b][/COLOR] sein ...
Scientist[quote]
Man könnte diesen Gebieten versuchsweise die Geldhoheit zugestehen, wie sie damals in den 30er Jahren das Städtchen Wörgl praktiziert hat. Dann könnten aus den schrottreifen Gebieten wirklich "blühende Landschaften" werden.
[/quote]
Man möge mich korrigieren, aber Wörgl (übrigens Geburtsort von Gerhard Berger) war doch ein Modell, in kleinem Maßstab einer deflationäre Wirtschaft wieder auf die Sprünge zu helfen.
Nun ist aber in Ostdeutschland nicht die Kaufzurückhaltung das Problem, sondern die Tatsache, dass der Konsum dominierender Wirtschaftszweig ist, und die Wertschöpfung durch Produktion gegen Null tendiert. Es ist überhaupt kein Geld da, das freigesetzt werden könnte. Die Finanzmittel, die den Konsum am Leben erhalten, stammen fast ausschließlich aus dem Westen. Die Ostdeutsche Wirtschaft ist autark nicht überlebensfähig. Was ich fordere ist Euthanasie.
[quote]
Aber nein: Die Geldhoheit war das Erste, was man der ehemaligen DDR im Zuge der "Währungsunion" genommen hat, schon Monate vor dem Anschluss (der "Wiedervereinigung"). Von Mitte Oktober 1989 bis Ende Juni 1990 war es wirklich eine Freude, in der DDR zu leben.
[/quote]
Der 1 zu 1 Umtausch Aluchips gegen Geld war sicherlich einer der größten Fehler die man im Rahmen der Wiedervereinigung gemacht hat. Das gilt auch für die Angleichung der Löhne.
[quote]
Nenne mir nur eine einzige Stadt im Osten, wo es heute mehr Arbeitsplätze gibt als 1990 !
[/quote]
Keine, das ist aber auch kein Wunder, wenn wie in der DDR 5 Leute arbeiten und 10 Leute Däumchen drehen bei einer Tätigkeit für die im Westen einer auf den roten Knopf gedrückt hätte.
[quote]
mit verlaub, aber das ist doch nonsens (auf deine antwort zum durch dich von mir zitierten abschnitt). auch die großen städte haben natürlich arbeitslosigkeit. demnach wäre es nur eine lokale umverteilung. und wir haben auch alle in der schule gelernt, dass konkurrenz den markt belebt. die kann sich vor allem dort gut entwickeln, wo nichts vergleichbares ist
[/quote]
Und ich habe in der Schule gelernt, dass da wo einfach kein Markt ist, man auch mit der größten Konkurrenz keinen schaffen kann.
Die Arbeitslosigkeit wird nicht nur Umverteilt, sondern potentielle Arbeitskräfte die bisher irgendwo in der Pampa dem Arbeitsmarkt praktisch nicht zugängig waren würden diesem zugeführt. Außerdem würden gewaltige Transferleistungen in die Infrastruktur überflüssig.
Es wäre einfach nicht mehr notwendig in bestimme Gegenden überhaupt noch Geld zu investieren. Möglicherweise ist es einfach notwendig bestimmte Regionen in Deutschland aufzugeben und in Naturparks zu verwandeln. Es ist finanziell nicht vertretbar in allen Regionen dieses Landes gleiche Lebensbedingungen zu schaffen. Eine Konzentration der Förderung auf wirtschaftliche Kristallisationspunkte ist der Einzige Weg um im Osten überhaupt noch etwas zu erhalten.

[quote]
... und dabei könnte es, mit ein wenig gutem Willen, für sie alle einfach ein schönes Leben sein ...
[/quote]
Ich bin eigentlich ganz zufrieden damit, das Leben als ein großes Spiel zu betrachten.

@Fledri
Da gibt es ein wunderbares jüdisches Sprichwort: Leicht ist man entschlossen findet man Genossen, erst auf sich gestellt, zeiget sich der Held.
Move over KateSo, dann mischen wir den Laden mal auf...

1. "Hartz IV" an sich ist im letzten Jahr gegen Weihnachten verabschiedet worden - was nun den Bundesrat passiert hat, ist das sogenannte "Optionsgesetz", das sich nur noch mit Fragen der Finanzierung und der Zuständigkeiten befaßt. Das Lamentieren hat recht spät begonnen.

2. Ich halte das Zusammenlegen von Arbeitsloshilfe und Sozialhilfe für Erwerbsfähige in einem sog. Arbeitslosengeld II auf Sozialhilfeniveau für vollkommen richtig. Die Versicherungsleistung, die durch die von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gemeinsam gezahlten Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gegenfinanziert wird und im Zusammenhang mit dem ehemaligen Einkommen steht, ist das Arbeitslosengeld I. Warum zum Henker soll die Solidargemeinschaft bzw. der Steuerzahler (denn über Steuern - nicht über Beiträge zur Versicherung wird die Arbeitslosenhilfe bzw. das Arbeitslosengeld II finanziert) zur Besitzstandswahrung beitragen, wenn eben diese Leistung aufgebraucht ist? Sozialleistungen haben den Sinn und Zweck, ein menschenwürdiges Leben zu finanzieren - aber eben nicht den Sinn, in besseren Zeiten angesammeltes Privateigentum zu sichern. Und wenn dabei das sauer ersparte Häuschen den Bach runter geht - sei's drum. Ich leb doch auch in Miete ;) . Jedenfalls kann MIR keiner erklären, warum ich mit meiner Steuerleistung dazu beitragen soll, das andere auf Ihren Pfründen hocken bleiben dürfen, nur weil's weh tut, wenn die Bude unter den Hammer kommt. Ich sage gewiß ja zum Sozialstaat, der Bedürftigen (und wer ein Haus, ein Sparbuch oder sonstiges Vermögen sein eigen nennt, ist eben definitiv nicht bedürftig) unter die Arme greift. Aber Vollkasko-Staat - NEIN DANKE!!! Und bevor jetzt der Vorwurf des Neoliberalismus kommt: Ich hab mein rotes Parteibuch seit 11 Jahren... AGENDA 2010 rules.

Bedenkt immer: Was die Genossen hier durchziehen - mit aller Berechtigung - ist ein Kindergeburtstag gegen das, was kommen wird, wenn Frau Merkel und Herr Schwesterwelle das Zepter übernehmen sollten. Dann kommt der Preßlufthammer statt des Samthandschuhs...

Und zum Abschluß noch ein schönes Zitat:

[I]Peter Glotz: „... wer behaupten wollte, dass ein kostenfreies Studium oder die Erstattung des Zahnersatzes zur ‚Identität‘ der Sozialdemokratie gehörten, machte sich lächerlich. ... Diese Partei war – von Bebel bis Brandt – eine Organisation der ‚Arbeiteraristokratie‘, der Facharbeiter und der technischen Intelligenz, nie aber eine Partei der Unterschicht im Sinne des ‚abgehängten Fünftels‘ der Gesellschaft, der ‚Randständigen‘... Die alte SPD hatte formuliert: ‚Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.‘“ die WELT vom 2. März 2004[/I]
Gr. Gaulichtergut, der Spiegel hat's dann also auch schon geblickt: heute online - [URL=http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,310560,00.html]Artikel zur Mietsituation[/URL] - ich hatte das eingangs schon erwähnt.

grüße dunkel
gg
RaytracerEs braut sich was zusammen. Ich habe das Gefühl, dass es hierzulande bald sehr ungemütlich werden wird. Das merkwürdige an der Sache ist nur, es gibt viele die schimpfen wie ein Rohrspatz, ohne jedoch auch nur einen kleinen Versuch zu unternehmen, sich zu organisieren und dagegen vorzugehen. Vom Labern wird sich nichts ändern. Also lasst es doch einfach oder tut etwas dagegen.
LaChatte[QUOTE]Bei den Amis wird ja auch genug geschossen.
In der Schweiz sind die Unterschiede vermutlich nicht viel krasser als hier in Deutschland. Das kann LaChatte sicher genauer sagen ...
[/QUOTE]

Ja, in der Schweiz ist die Situation ähnlich wie in Deutschland, einfach auf höherem Niveau. Unterhalb von 2000 Euro kann man sich kaum etwas leisten, das zu recht "Leben" genannt werden könnte.

Die Schweiz hat als grossen Vorteil die direkte Demokratie - der Souverän ist das Volk und kann parlamentarische Entscheidungen jederzeit umstossen und modifizieren, was auch immer wieder geschieht. Siehe EU-Beitritt, das Parlament von ganz links bis fast ganz rechts war damals pro, die Abstimmung war aber sehr deutlich contra, wider alles Erwarten. Und die letzten paar Abstimmungen hat der Bundesrat mit wehenden Fahnen verloren...trotz teuerer Propaganda von den befürwortenden Parteien. So gibts wenig Schiessereien, auch wenn jeder wehrpflichtige Mann seine Waffe plus Munition daheim aufbewahrt.;)
alphaquadrant[QUOTE][i]
;Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.‘“ die WELT vom 2. März 2004[/I] [/B][/QUOTE]

mhh.. wer nicht arbeitet kommt ins KZ.

es gab damals eine regelung die himmler erfunden hatte:

wer 2x arbeit ablehnte, kam ins KZ.

er wurde dann ein als " arbeitsscheuer " betitelt !

könnte man heute doch auch wieder einführen.

die KZ könnte man umtaufen in "naturschutzgebiete"
die dann in den eh toten landschaften im osten entstehen
könnten.....die leute dort werden natürlich nicht umgebracht,
sondern machen nützliche arbeiten d.h. pflege der landschaft.

das würde evtl. dann auch besucher in den osten locken, die
die schönen naturschutzgebiete dort besuchen könnten.

klingt doch net schlecht, oder ?
alphaquadrant[QUOTE][i]Original geschrieben von Raytracer [/i]
[B]Es braut sich was zusammen. Ich habe das Gefühl, dass es hierzulande bald sehr ungemütlich werden wird. Das merkwürdige an der Sache ist nur, es gibt viele die schimpfen wie ein Rohrspatz, ohne jedoch auch nur einen kleinen Versuch zu unternehmen, sich zu organisieren und dagegen vorzugehen. Vom Labern wird sich nichts ändern. Also lasst es doch einfach oder tut etwas dagegen. [/B][/QUOTE]

naja, einer alleine wird es schwer haben.

ausserdem ist es eh zu spät.

die menschen erwachen doch erst wenn es ihnen
selber an den geldbeutel geht. eigentlich ist denen
die heute arbeiten und gut geld verdienen doch shit egal
was abgeht. obwohl manche davon natürlich schneller
in hartz 4 landen könnten als ein sack reis in china umfällt.

abgesehen davon sind die meisten menschen in D viel zu eingelullt
von bild zeitung , radio und fernseh prgramm, dauer berieselung
mit propaganda..... hauptsache sie haben ihr auto und ihr handy (
was natürlich zur verdummung beiträgt, inzwischen ist bewiesen,
dass mobilfunknetze erhebliche strahlungen aussenden die die
gesundheit - hierbei insbesondere das nervensystem ! - schädigen ).

aber wen interesiert´s dass die kühe auf der weide neben den sende-
masten fehlgeburten haben ? solange sie ihre doofen sms versenden
können. jaja, ihr denkt was kühe schädigt, schädigt nicht die menschen ?
falsch gedacht !!

naja, jetzt wird es zu off topic.....:mad:
Move over Kate[QUOTE][i]Original geschrieben von alphaquadrant [/i]
[B]mhh.. wer nicht arbeitet kommt ins KZ. [/B][/QUOTE]

Nette Polemik, aber verfehlt - zwischen "nicht unterstützen" und "verfolgen" liegt ein kleiner Unterschied. Eben jener kleine Unterschied, der den Liberalismus vom Faschismus unterscheidet.
FusionNa dann will ich das Thema auch nochmal aufwärmen.

Es ist zwar eine sehr "nette" Geschichte das ganze wirtschaftliche Dilemma schnell mal auf die "hohen" Lohnnebenkosten in Deutschland zu schieben aber wie gesagt , es ist eben nur eine Geschichte oder sollte ich besser sagen ein Märchen ?
Ich habe die letzten 3 Jahre für einen Hochtechnologiekonzern mit Sitz in den Staaten gearbeitet und war davon das letzte halbe Jahr im Betriebsrat tätig , in dieser Funktion bekam ich auch eine reale Aufstellung der Kosten der Werke in den USA , GB und eben hier in Deutschland zu lesen . Was soll ich sagen , wir waren im Vergleich immer noch die die am billigsten produziert haben. Trotzdem wurden aufgrund der Weltwirtschaftlichen Situation das Werk hier , das in GB , und ein Werk in den USA geschlossen . (Das war übrigends der Grund warum ich überhaupt Einblick in solche Kostenaufstellungen erhalten habe.)
Das Osteuropäer und Asiaten vom reinen Lohn her "billiger" sind mag durchaus richtig sein , aber erstens sollte das nicht unser Maßstab sein und zweitens wollen wir dann erstmal sehen wie es dort in 10 oder 15 Jahren aussieht wenn die Menschen anfangen ihr Gehirn zu benutzen.
So lange es in Deutschland noch möglich ist mit 2 Amtszeiten als Bürgermeister eines paar hundert Seelendorfes Anspruch auf eine lebenslange Pension zu erhalten , so lange es sich dieser Staat noch leisten kann das Beamtentum inclusive der dazugehörigen Sonderleistungen so wie wir es aktuell heute kennen zu finanzieren , so lange lange geht es "dem Staat" auch nicht wirklich schlecht . So lange sind die Änderungen von Hartz IV reine Willkür die unsere Gesellschaft mehr belasten werden als sie letztendlich bringen.

[quote] ...

Das merkwürdige an der Sache ist nur, es gibt viele die schimpfen wie ein Rohrspatz, ohne jedoch auch nur einen kleinen Versuch zu unternehmen, sich zu organisieren und dagegen vorzugehen. Vom Labern wird sich nichts ändern. Also lasst es doch einfach oder tut etwas dagegen. ... [/quote]

Mein "Vorgehen" wird eigentlich recht "schlicht" ausfallen , wenn ich hier keine Perspektive mehr sehe werde ich einfach gehen . Wenn von Politikseite einzig und alleine gegen die Mehrheit seines Volkes regiert wird gehe ich dahin wo der einzelne Mensch noch etwas mehr zählt als hier.
Mittlerweile sind es in meinem Bekannten und Freundeskreis 9 Leute die das als "letzte Möglichkeit" wahrgenommen haben und keiner davon hat sich verschlechtert.
Move over Kate[QUOTE][i]Original geschrieben von Fusion [/i]
[B] [...] so lange es sich dieser Staat noch leisten kann das Beamtentum inclusive der dazugehörigen Sonderleistungen so wie wir es aktuell heute kennen zu finanzieren , so lange lange geht es "dem Staat" auch nicht wirklich schlecht . So lange sind die Änderungen von Hartz IV reine Willkür die unsere Gesellschaft mehr belasten werden als sie letztendlich bringen.
[/B][/QUOTE]

Hm, irgendwie muß der Staat seine Aufgaben erledigen - dabei sollte er sich aber auf seine wirkliche Kernaufgabe, sprich "Ordnung und Sicherheit" (zur Überwindung des Naturzustandes im Sinne Hobbes) konzentrieren. Von daher waren die Privatisierung der Post und der Bahn erste Schritte. Ob Lehrer tatsächlich Beamte sein sollten? Ich möchte die Eltern sehen, deren Kinder nicht zur Schule gehen brauchen, weil die wegen höherer Gehälter bestreikt werdern. Im Rahmen der Kernaufgaben des Staates (Polizei, Gerichtsbarkeit, Militär) möchte [I]ich[/I] keine privaten Beschäftigungsverhältnisse sehen. Da ist das Beamtenverhältnis als "besonderes Dienst- und Treueverhältnis" mit seiner Vereidigung auf das Grundgesetz sowie die amtsangemessene Besoldung, die die unabhängige Entscheidungsfindung der Beamten garantieren soll, das non plus ultra.

Übrigens sind Beamte statistisch gesehen während ihrer aktiven Zeit (empirisch belegbar!) billiger als vergleichbare Angestellte, da sie zum einen niedrigere Bruttolöhne kassieren und zum anderen keine nennenswerten Lohnnebenkosten verursachen. Teurer werden sie allerdings, sobald Sie ein gewisses Pensionsalter erreichen und das Verhältnis kippt. Der ideale Beamte tritt daher mit 65 [I]endgültig[/I] ab... ;) Wir sind allerdings damit off topic.
Raytracer[QUOTE][i]Original geschrieben von Fusion [/i]
[B]
Mein "Vorgehen" wird eigentlich recht "schlicht" ausfallen , wenn ich hier keine Perspektive mehr sehe werde ich einfach gehen . Wenn von Politikseite einzig und alleine gegen die Mehrheit seines Volkes regiert wird gehe ich dahin wo der einzelne Mensch noch etwas mehr zählt als hier.
Mittlerweile sind es in meinem Bekannten und Freundeskreis 9 Leute die das als "letzte Möglichkeit" wahrgenommen haben und keiner davon hat sich verschlechtert. [/B][/QUOTE]

Wenn das ein paar mehr Leute tun, hat das auch seine Wirkung. So schlecht ist die Idee gar nicht.
Demon17Was mich an den Hartz Reformen besonders stört, ist folgendes.

1) Die positiven Sachen wie Job Center usw. funktionieren nicht. Das Arbeitsamt hat seine Vermittlungsdunktion längst verloren.

2) Wurden durch diverse Steuerreformen multinational3e Konzerne um zig Milliarden entlastet, ohne jeden Beschäftigungseffekt. Weiterhin wurden-werden durch weitgehend sinnlose Fortbildungsmaßnahmen, die Qualifikationen vermittel, die längst nicht mehr nachgefragt werden ca. 20 Mia. Jährlich verplempert. Selbst das ist ein mehrfaches des theoretischewn Einspareffektes.

3) Kostet die organisatorische Umstrukturierung der Aufgaben des Arbeitsamtes hin zu den Kommunen, wesentlich mehr als durch sie eingespart wird. Jeder der auch nur etwas Ahnung von Organisation und EDV hat wird mir recht geben, das die EDV-Landschaft von über 10 000 Kommunen unmöglich in 6 Monaten vollständig angepasst werden kann.

4) Wird ausgerechnet in Zeiten mangelnder Binnennachfrage ausgerechnet den Einkommensschwachen Schichten das einkommen gekürzt, dies führt zu Nachfragerückgang und weiterem Verlust von Arbeitsplätzen. Das ist nun wirklich das Gegenteil von Keynes, dem Volkswirt, mit dessen Theorie in Volkswirtschaftlich relativ guten Zeiten immer das Defizit-Spending begründte wurde.

5) Soll eine Regierung, die solche sozialen Grausamkeiten plant, dies gefälligst vor den Wahlen sagen und sich nicht noch von denen Wählen lassen, die sie zwei Jahre später ins Elend stürzt.

never surrender

demon17
Move over Kate[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]

5) Soll eine Regierung, die solche sozialen Grausamkeiten plant, dies gefälligst vor den Wahlen sagen und sich nicht noch von denen Wählen lassen, die sie zwei Jahre später ins Elend stürzt.

[/B][/QUOTE]

Die Idee ist gut, aber in Deutschland nicht zu verwirklichen. Miesmacher werden nun mal nicht gewählt. Wer hatte bei den Einheitswahlen 1990 Recht? Kohl, der sagte "es kommen blühende Landschaften" oder Lafontaine, der sagte "es kommen Steuererhöhungen"? [I]Lafontaine[/I]! Wer wurde gewählt? [I]Kohl[/I]! Es fehlt in der Politik an der notwendigen Kommunikationsfähigkeit... Und an vielem anderen auch. Ich gehe mit den Verfassungskritikern vollkommen d'accord. Unser Regierungssystem war für die "Bonner Republik" nicht schlecht. Die "Berliner Republik" mit fünf weiteren Ländern, die den Föderalismus noch komplizierter machen und die neue Konfliktlage "Ost vs. West" überfordern das gute alte Grundgesetz. Ich will 'ne Verfassungsreform, ein echtes Zwei-Kammer-System mit direkt gewählten Volksvertretern (der Bundesrat als Senat nach amerikanischem Vorbild)... Darüberhinaus will ich natürlich auch die alte preußische Rheinprovinz wieder hergestellt wissen - mit Provinzhauptstadt KOBLENZ! Schickt die Pfälzer wieder nach Bayern, ;)...
Demon17SAch ja ich vergaß den 20 Seitigen Antrag, mit teilweise verfassungswidrigen Fragen. Das schöne ist, die Beamten, die ihn bearbeiten sollen blicken selbst noch nicht durch. Es lebe der Schnüffelstaat!:rolleyes:
RaytracerDEMO: 03.10.2004 um 14:00 UHR VOR DEM KANZLERAMT IN BERLIN

Am Tag der deutschen Einheit sind wir uns einig, HARTZ IV muss weg!

Quelle: [url]http://www.volksaufstand.tk/[/url]



[IMG]http://www.kaufstreik.de/volkreg.gif[/IMG]
RaytracerHier könnt ihr euch mit ein oder zwei Euro an einer Verfassungsbeschwerde beteiligen:

[URL=http://www.flegel-g.de]http://www.flegel-g.de[/URL]
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Raytracer [/i]
[B][URL=http://www.flegel-g.de]http://www.flegel-g.de[/URL] [/B][/QUOTE]"wenn die zur Zeit ca. 35 Millionen abhängig Beschäftigten nur 2 Stunden in der Woche mehr arbeiten, ergibt das 70 Millionen Mehrabeitsstunden in der Woche, 305 Millionen Arbeitsstunden im Monat und 3.661 Millionen Arbeitsstunden im Jahr. Legen wir einen Durchschnittslohn von 8 € zugrunde, ergibt das ein Geschenk an die Wirtschaft von 560 Millionen € in der Woche, 2,440 Milliarden € im Monat, 29,288 Milliarden € im Jahr!
Diese Beträge sind gleichzeitig eine verschenkte Kaufkraft und ohne Kaufkraft kein Konsum. Diese Summen ergeben aber den staatlich subventionierten Abbau von mindestens 1,842 Millionen Arbeitsplätzen."
alphaquadrant[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]SAch ja ich vergaß den 20 Seitigen Antrag, mit teilweise verfassungswidrigen Fragen. Das schöne ist, die Beamten, die ihn bearbeiten sollen blicken selbst noch nicht durch. Es lebe der Schnüffelstaat!:rolleyes: [/B][/QUOTE]

yup.

interesanter weise war die spd auch mal mit dem ziel "bürokratieabbau" angetreten.. davon hört man gar nix mehr, statt dessen werden immer mehr unsinnige und tlw. undemokratische vorschriften erlassen.

das hier ist nur 1 beispiel von vielen...
alphaquadrantwas diese hartz4 geschichte übrigens auch bewirkt, bzw. was schon eingetreten ist:

viele (fach) arbeiter bzw. vollzeitkräfte werden gekündigt und durch billigere 400€ jobs o. zeitarbeiter ersetzt.

beispiele dafür sind z.b. eine große handelskette ( us amerikanischer besitz ) und auch ein recht großes stahlunternehmen in NRW geht nach dieser praxis vor. das sind nur 2 beispiele wo ich persönlich von leuten gehört habe die dort gekündigt worden sind...
Move over KateBringen wir es auf den Punkt: Uns droht ein innerer Konflikt - nämlich der zwischen "arm" und "reich", zwischen den Begüterten und den Habenichtsen.

Dieser Konflikt hatte bis 1949 Tradition in Deutschland. Dann kam der erste - gelegentlich - funktionierende Sozialstaat.

Und ebenso hatte es bis 1939 in Deutschland Tradition, innere Konflikte nach außen zu projezieren. Wie sagte Wilhelm II so treffend: "Von nun an kenne ich keine Parteien mehr, nur noch Deutsche".

Verdammt, die Yankees sind im Irak genug beschäftigt. Machen wir es wie sie - verlagern wir nochmal unsere inneren Konflikte nach außen. Laßt uns Luxemburg überfallen. Es reicht die Trierer Feuerwehr, um die Nasen zu überrollen. Oder Liechtenstein. Oder halt doch die Schweiz. Die Kohle, die da liegt, löst vorübergehend alle unsere Sorgen. Und wir können unseren Sozialstaat nochmal 50 Jahre ohne Gegenfinanzierung laufen lassen. Das wär's doch. Aber erst benennen wir Herrn Struck um: Vom Verteidigungs zum Kriegsminister...

WER MACHT MIT???
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i]
[B]Verdammt, die Yankees sind im Irak genug beschäftigt. Machen wir es wie sie - verlagern wir nochmal unsere inneren Konflikte nach außen. [/B][/QUOTE]Ist alles auf dem Weg. Im Sudan sind wir schon kräftig dabei, mitzumischen. Und gestern Abend kam im Fernsehen ein längerer Bericht über Deutsch-Südwest-Afrika - sicher nicht ganz ohne Grund ...
Wir sind wieder wer ! :mad:
decay73Tja, und wer hätte das gedacht (ich jedenfalls nicht ;)):

All jene, die die sogenannte '58er-Regelung' genutzt haben (d.h. mit 58 aufhören zu arbeiten und bis zum Renteneintrittsalter Arbeitslosengeld bekommen, damit junge Leute eine Chance auf einen Arbeitsplatz erhalten) fallen jetzt natürlich auch unter das Harz-IV- Gesetz.

Ich weiß, daß viele sich das gut ausgerechnet haben, ob es überhaupt reicht und viele es auch deswegen gemacht haben, damit der Azubi im Betrieb weiterarbeiten kann.
Jetzt bekommen sie dann demnächst auch nur noch Sozialhilfe, also bis zu €500 weniger.

Da bleibt einem doch wirklich nur noch eins: Das Geld kommt unters Kopfkissen, oder es wird besser noch vergraben, damit es niemand findet. Hausdurchsuchungen sollen ja auch möglich sein...

Meine Güte, es ist wirklich auf nichts mehr verlaß und Lebensplanungen kann man komplett vergessen. Bisherige Leistungen (wie 40 Jahre brav Steuern gezahlt und für die Rente mit einer Lebensversicherung vorgesorgt) zählen auch nichts mehr. Und wer weiß, wie lange die Riesterrente unangetastet bleibt...

Vielleicht sollte ich schon mal damit anfangen zu überlegen, wie ich mit Sozialhilfe auskommen kann...man muß ja irgendwie 'vorsorgen'. :mad:
Any BodyHartz IV - und die Proteste...

.. ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass einfach nicht genug Geld in den Kassen ist, trotzdem derzeig von den arbeitenden Angestellten und Arbeitern sehr viel monatlich abverlangt wird. ..

Es scheint, dass die einzige Möglichkeit ist, sich selbständig zu machen, um das eigene Geld für das eigene Leben zu verdienen, ohne es mit anderen teilen zu müssen...

Die Proteste werden vermutlich noch weiter zunehmen, doch können die Weichen noch umgestellt werden? Wie lange wurde durch beispielsweise Billigimporte aus Fernost und Asien der Preisdumping auf dem Deutschen Markt betrieben, bis die Kleinsten oder "schwächeren" Marktteilnehmer aufgegeben haben? Doch so weit möchte ich nicht abschweifen.

Dass das Geld für die Frührentner und vorzeitig Pensionierten nicht reichen wird, wurde meines Wissens, damals bereits hochgerechnet - doch welche Alternativen gibt es denn?

Damals waren es die Auszubildenen, die das Recht auf einen Ausbildungsplatz haben... Heute sind es diejenigen, die keinen Job mehr finden, weil zu viele Unternehmen in Deutschland aufgegeben haben durch das beständige Drängen der Weltmächte das Europäische Territorium zu vereinnahmen...

[zyn on]
Es scheint, dass es ihnen mehr und mehr gelingt... und der fleißige Deutsche, der heute wie gestern nach "Billiger" schreit, schaufelt(e) beständig an seinem Untergang mit...
[/zyn off]
2378Das ist eben das Problem - schaut euch mal um, was wird heute nicht Made in China gemacht und keiner scheint es zu bemerken...

Wir geben China Technik und Wissen - sie haben die Leute und sie können billiger produzieren und genau das ist hier das Problem - und das die Forschung von unserer Regierung alles andere als gefördert wird wie auch die Industrie. Deutschland lebt von der Industrie und wenn die weiterhin ihre Stellen ins Ausland verschaffen wird es immer weniger für Deutschland geben... - wir sollten uns aber auch fragen wieso alles ins Ausland geht - (Polen reicht ja schon für viele) - die Lohnnebenkosten sind so niedrig - da ist es nun mal billiger alles dort zu produzieren...

Übrings - nur am Rande - wusstet ihr das China eigene Standarts entwickeln will und denen es egal ist was wir dazu sagen - sie seine soviele da würde man sich schon anpassen und wie die mit Industrie umgehen - darüber wollen wir nicht reden... - ein Giftgasunfall weil man mit Panzerbrechenden Waffen eine Chlorfarbik (Technik aus Deutschland - man wusste nicht damit umzugehen, als sie Probleme macht, weil die Leute zu wenig geschult werden - man hat ja genug) in die Luft jagt scheint auch hier keine Pressemeldung mehr wert zu sein...
Pluna_XHatz 4 is in meinen Augen und auch in dennen von mein Umfeld großer Bock mist.


Wo keine Arbeitsplätze da sind halt keine und da helfen keine Reformen. Und mehr werden es garantiert nicht denn die leute werden in zukunft noch weniger geld haben was sie in die Wirtaschaft(bzw. Kaufkraft) stecken können. Leute die Ein Hausgeerbt hab und sonste was für geld reingesteckt ham weil es an allen ecken und kannten auseinanderfählt werden bestraft weil sie was eigenes ham wollen.
[I]Das sehe ich bei mein Schwieger Eltern Beide denn kleine Bauernhof der Eltern wieder Aufgebaut und geld reingesteckt... das Land verbachtet kein Vieh(Lohnt sich in der kleinen anzahl net mehr, mehr kosten als nutzern) sind dsazu beide arbeitslos bekommen sie was nein sie bekommen fast nix und mehr wird es garantiert auch nicht.... Sollen sie denn Dreck und das gras von Feld essen???
Wiederum bekommen Politiker Geld für eine Unshrift...[/I]
Oder jemand der sich es zum Lebensabend schön machen will hat pech denn da wird er nix mehr hab weil er alles mit 40 gebraucht hat um sein Überleben(hmm klingt jetzt bisl Krass aber naja...) zu sichern. Oder für seine Kind eine besser Zukunft zu wollen ist nicht drinn. Mit bewerben geht es weiter... Ein Ehepaar so zwichen 30-40 beide keine Arbeitmehr wollen minijobs hab oder geringverdiner-jobsmachen kann dies bloß einer da weil bloß ein auto da ist(das andre must ja verkauft werden...) den vieler Orts braucht msn nun ein auto um hinzukommen.

Es st schom zum teil jetzt schlim und besser wird es nicht...

Deshalb hören garantiert die Demos nicht auf sondern werden noch "krasser"...




[I]So das waren erstmal ein paar gedanken gänge von mir...[/I]
demelza[QUOTE][i]Original geschrieben von Pluna_X [/i]
[B]Leute die Ein Hausgeerbt hab und sonste was für geld reingesteckt ham weil es an allen ecken und kannten auseinanderfählt werden bestraft weil sie was eigenes ham wollen.
[/B][/QUOTE]

Und auch diejenigen, die Geld aufgenommen haben, um sich eine eigene Bude zu kaufen bzw. diejenigen, die an ihrem Häuschen noch abbezahlen - wetten, daß dann die Zwangsversteigerung droht, weil ja wahrscheinlich nicht die monatlichen Zahlungen an die Bank berücksichtigt werden (für die dürfen sie selber aufkommen). Tja, das Problem wird so nicht gelöst, sondern nur zeitlich verlagert - eine Zeitbombe, sozusagen
ScientistDie Deutschen sind und waren ein Volk von Jammerlappen und Weicheiern.
Wie sagte Walther Rathenau doch so treffend: „Die Klage über die Schärfe des Wettbewerbes ist in Wirklichkeit meist nur eine Klage über den Mangel an Einfällen.“ Dabei war er eigentlich ein Linksliberaler.

Es gibt gewisse Grundsätze für mich, die meine politische Orientierung bestimmen:

1. Jeder Bürger ist verpflichtet Vorsorge in Form finanzieller Rücklagen für Notzeiten zu treffen, also z.B. Zeiten der Erwerbslosigkeit wie Arbeitslosigkeit oder Pensionsalter.

2. Sollte es einem Bürger nicht möglich sein, Rücklagen zu bilden, oder reichen diese nicht aus um die Existenz zu sichern, dann und nur dann, muss er vom Staat unterstützt werden. Daraus ergibt sich selbstverständlich die Pflicht, jegliches Vermögen dem Staat offen zu legen und sofern möglich, dieses zur Existenzsicherung zu nutzen.

3. In jedem Fall muss gewährleistet sein, der derjenige, der selbstständig für seinen Lebensunterhalt aufkommt besser gestellt werden muss, als derjenige, der staatlich alimentiert wird.

Die Regierung tut in einer schwierigen Lage, die über die Zukunft unseres Landes entscheiden wird das einzig richtige, auch wenn ihr dabei noch ein wenig der Mut und die letzte Entschlossenheit fehlt. Die Titanic sinkt, die Regierung lässt die Rettungsboote zu Wasser und die Linke meckert herum, dass die Rettungsboote keine gepolsterten Sessel haben. Verdammt, dann sollen sie doch ersaufen!
Bildzeitungsdeutschland wird von geschickten Agitatoren als Manövriermasse in einem Schachspiel um Macht und Einfluss zu Demonstrationen geschickt und merkt gar nicht wie seltsam deplaziert es dabei ist. Wie glaubhaft ist jemand der nach Arbeit ruft und dabei vergessen hat, sein weißes Unterhemd und die Bierflasche zu Hause zu lassen? Das ist nicht das deutsche Volk, das sind nicht die Arbeitswilligen, das ist der Pöbel, das künftige Kampfbataillon der politischen Extreme.

Aber die ersten Gegendemonstrationen formieren sich schon. Die Regierung steht nicht allein, es ist unabhängig von der politischen Gesinnung sogar patriotische Pflicht, ihr in dieser Schweren Stunde beizustehen.

Harz IV wird kommen, muss kommen und diese Bundesregierung hat die historische Chance als Retter unserer Nation in die Geschichte einzugehen.
Wir können nicht länger Warten und tatenlos zusehen, wie die Gefahren zusammenbrauen. Es muss gehandelt werden und es wird auch gehandelt werden.




[i]Alle Kinder sind klug, solange sie klein sind, aber bei der Mehrzahl bleibt es beim Kinderverstand.[/i] Jiddische Weisheit
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Scientist [/i]
[B]Die Deutschen sind und waren ein Volk von Jammerlappen und Weicheiern. [/B][/QUOTE]@ Scientist: Bist du Österreicher? :rolleyes:

[QUOTE][B]Wie sagte Walther Rathenau doch so treffend: "Die Klage über die Schärfe des Wettbewerbes ist in Wirklichkeit meist nur eine Klage über den Mangel an Einfällen." Dabei war er eigentlich ein Linksliberaler. [/B][/QUOTE]Angesichts der Einfallslosigkeit, die du und die Mehrzahl der Politiker an den Tag legen, kann ich ihm da nur zustimmen. :D

[QUOTE][B]1. Jeder Bürger ist verpflichtet Vorsorge in Form finanzieller Rücklagen für Notzeiten zu treffen[/B][/QUOTE]Wieso maßt du dir an, zu bestimmen, dass Vorsorge unbedingt "in Form finanzieller Rücklagen" zu erfolgen hat, wo doch das kapitalistische Finanzsystem schon viel zu oft gezeigt hat, dass es zu wirklicher Vorsorge in Form von regenerierbaren Ressourcen unfähig ist?

[QUOTE][B]2. Sollte es einem Bürger nicht möglich sein, Rücklagen zu bilden, oder reichen diese nicht aus um die Existenz zu sichern, dann und nur dann, muss er vom Staat unterstützt werden.[/B][/QUOTE]Was ist das für ein mieser Staat, der seinen Bürgern nicht schon alle mögliche Unterstützung zukommen lässt, bevor sie in Notlagen geraten?

[QUOTE][B]Daraus ergibt sich selbstverständlich die Pflicht, jegliches Vermögen dem Staat offen zu legen und sofern möglich, dieses zur Existenzsicherung zu nutzen.[/B][/QUOTE]Anders gesagt, weil der Staat unfähig ist, eine vernünftige Verteilung der vorhandenen Ressourcen zu organisieren, bespitzelt er seine Bürger auf allen Ebenen und mischt sich dermaßen in ihr Privatleben ein, dass im Vergleich dazu die DDR wie ein Paradies der Freiheit erscheint.

[QUOTE][B]3. In jedem Fall muss gewährleistet sein, der derjenige, der selbstständig für seinen Lebensunterhalt aufkommt besser gestellt werden muss, als derjenige, der staatlich alimentiert wird.[/B][/QUOTE]Wenn es nur endlich Jedem ermöglicht würde, selbstständig - und vor allem auch in gemeinsamer Arbeit mit anderen Menschen - für seinen Lebensunterhalt aufzukommen, wäre es nicht nötig, die Menschen in Bessere und Schlechtere zu diskriminieren.

[QUOTE][B]Die Regierung tut in einer schwierigen Lage, die über die Zukunft unseres Landes entscheiden wird das einzig richtige, auch wenn ihr dabei noch ein wenig der Mut und die letzte Entschlossenheit fehlt.[/B][/QUOTE]Ganz so schwierig wie sie von Regierung und großen Teilen der "Opposition" dargestellt wird, ist die Lage gar nicht. Es gibt (noch) eine leistungsfähige Wirtschaft und Wissenschaft, und es gibt Millionen von Arbeitswilligen, die bereit sind, überall tatkräftig mitzuwirken, wo sie einen Sinn sehen. Das schnelle und unbürokratische Handeln beim Beseitigen der Schäden der Flutkatastrophe hat das deutlich gezeigt.

[QUOTE][B]Die Titanic sinkt, die Regierung lässt die Rettungsboote zu Wasser und die Linke meckert herum, dass die Rettungsboote keine gepolsterten Sessel haben. Verdammt, dann sollen sie doch ersaufen![/B][/QUOTE]Die Linke meckert nicht herum, weil die Rettungsboote keine gepolsterten Sessel haben, sondern sie meckert gerade deshalb herum, WEIL die Rettungsboote gepolsterte Sessel haben, und darum in diesen Rettungsbooten nur für Diejenigen Platz ist, die schon immer in gepolsterten Sesseln saßen.
Was mich so wild macht ist, dass die Leute in den gepolsterten Sesseln dann auch noch auf alle Menschen schießen, die versuchen, alles was auf der Titanic an Brettern, Balken, leeren Behältern, Bettlaken usw. zu finden ist zusammenzutragen, um daraus ein großes Floß mit Segeln zu bauen und so viele Menschen zu retten, wie nur möglich ist (mag das Floß auch hässlich und unmodern aussehen).

[QUOTE][B]Bildzeitungsdeutschland wird von geschickten Agitatoren als Manövriermasse in einem Schachspiel um Macht und Einfluss zu Demonstrationen geschickt und merkt gar nicht wie seltsam deplaziert es dabei ist.[/B][/QUOTE]Mag sein, dass die Menschen Zusammenhänge besser und schneller verstehen würden, wenn ihnen die Leute in den Sesseln nicht tagtäglich ein(e) BILD vor die Realität stellen würden.

[QUOTE][B]Wie glaubhaft ist jemand der nach Arbeit ruft und dabei vergessen hat, sein weißes Unterhemd und die Bierflasche zu Hause zu lassen? Das ist nicht das deutsche Volk, das sind nicht die Arbeitswilligen, das ist der Pöbel, das künftige Kampfbataillon der politischen Extreme.[/B][/QUOTE]Das Volk besteht nun mal nicht nur aus Managern und Scientists, sondern umfasst eben auch eine Vielzahl einfacher Leute. Wenn dieser große Teil des Volkes von Wirtschaft und Politik einfach aus der Gesellschaft ausgegrenzt wird, dann brauchen sie sich nicht wundern, wenn daraus "das künftige Kampfbataillon der politischen Extreme" wird. Wie man in den Wald hineinruft ...

[QUOTE][B]Aber die ersten Gegendemonstrationen formieren sich schon. Die Regierung steht nicht allein, es ist unabhängig von der politischen Gesinnung sogar patriotische Pflicht, ihr in dieser Schweren Stunde beizustehen. Harz IV wird kommen, muss kommen und diese Bundesregierung hat die historische Chance als Retter unserer Nation in die Geschichte einzugehen. Wir können nicht länger Warten und tatenlos zusehen, wie die Gefahren zusammenbrauen. Es muss gehandelt werden und es wird auch gehandelt werden.[/B][/QUOTE]Sorry, DAS klingt in meinen Ohren wie eine Rede vom GröFaZ oder einem seiner Lakaien. Da sind mir dann doch die Leute mit den weißen Unterhemden und den Bierflaschen lieber, die wissen wenigstens, was SIE SELBST wollen. :)

[QUOTE][B]Alle Kinder sind klug, solange sie klein sind, aber bei der Mehrzahl bleibt es beim Kinderverstand.[/B][/QUOTE]Und das ist gut so. (V)Erwachsene gibt es schon viel zu viele ...
Caranaldion[quote][I]Original geschrieben von Odessa[/i]
Ach ja, noch was zur Arbeitslosigkeit: mir fällt das Wort "Zeitung" spontan ein....schlage ich eine solche auf, finde ich jeden Tag, zumindest in meinem 10.000-Seelen-Dorf, seitenweise Stellenanzeigen für Putzarbeiten, Zeitungsaustragen, Kassentätigkeiten, Lagerarbeiten, Bürojobs, soziale Jobs (Essen auf Rädern, Lebenshilfe), Regalauffüll-Jobs, Babysitten usw., von den immer vorhandenen Angeboten bei Zeitarbeitsfirmen ganz zu schweigen. Und die Krankenhäuser suchen händeringend Pflegepersonal und Handwerker...[/quote]

Das Problem daran ist, das es da regionale Unterschiede gibt...daher weiss ich nicht , inwiefern Dein aRgument "allgemeingültigkeit" besitzt.
Beispiel :
Du schreibst von der händeringenden Suche nach Pflegepersonal.
Ich bin frisch mit der ausbildung zur examinierten Pflegekraft fertig, und kann daher aus "Erfahrung" sprechen, wenn ich sage, dass ich von der händeringenden Suche hier (Rheinland) nichts merke, hier lauten die Schlagworte "Einstellungsstop bis 2005" etc. Was wiederum zu der Frage führt, wodurch solch regionale Gefälle entstehen, aber das würde wohl zu sehr OT werden.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]der arbeitslose Ing., der irgendwann mal mit 30 zu arbeiten anfing und auch dann erst Beiträge für das System bezahlte. Der also wesentlich weniger tat für das System, von dem er als Arbeitsloser aber dann, wie geschildert, bisher in doppelter Höhe kassierte. [/B][/QUOTE]... der jahrelang in Studentenwohnheimen kampierte, mit ein paar Mark BaFöG auskommen musste (wenn er denn welches bekam), oft noch Zusatzjobs annahm, um Geld zum Leben zu haben, sich in Praktika hineinkniete und seinen Kopf strapazierte, um Wissenschaft und Technik in diesem Land mit voranzubringen, von seinem Gehalt dann das BaFöG an den Staat zurückzahlte und dann irgendwann froh war, endlich auf einen grünen Zweig gekommen zu sein ...
... By the way, ich habe als Diplom-Ingenieur bei meiner letzten Arbeitslosigkeit nicht 10000 Euro ALG erhalten, sondern 1400 DM, und davon gingen allein 550 DM für Miete und 130 DM für Strom drauf, dann noch Versicherungen, GEZ, ... da blieb nicht mehr viel übrig ...

[QUOTE][B]Wie kann es denn gerecht sein, dass ein Arbeitloser in einem 150-qm-Haus sitzt und Mercedes fährt, während er, angeblich mittellos, AlHi kassiert seit Jahren? [/B][/QUOTE]Vielleicht hat er - wie mein Bruder - den Mercedes in mühevoller Kleinarbeit aus Einzelteilen zusammengebaut, oder eben jahrelang gespart, um sich seinen Traum vom großen Auto und von der großen Wohnung erfüllen zu können? Ist es dann fair, seinen blinden Neid über ihn auszugießen?

[QUOTE][B]Ich BITTE daher um schon lange fällige Überprüfungs-Fragebögen an Leute, die von meinen bezahlten Steuern leben. ...seltsam, nicht? Das heisst doch wohl nur, dass diese Typen jahrelang genug Kohle hatten aber seelenruhig den Staat abzockten. [/B][/QUOTE]Von dem Geld, dass verbraten wird, um diese ganze Bürokratie-Maschine (inklusive Spannern, Denunzianten und Möchtegern-Hilfssherrifs) am Leben zu halten, könnte man löcker jedem Bundesbürger ein Bürgergeld zahlen, mit dem er seine Grundversorgung sichern kann.

[QUOTE][B]Ach ja, noch was zur Arbeitslosigkeit: mir fällt das Wort "Zeitung" spontan ein....schlage ich eine solche auf, finde ich jeden Tag, zumindest in meinem 10.000-Seelen-Dorf, seitenweise Stellenanzeigen für Putzarbeiten, Zeitungsaustragen, Kassentätigkeiten, Lagerarbeiten, Bürojobs, soziale Jobs (Essen auf Rädern, Lebenshilfe), Regalauffüll-Jobs, Babysitten usw., von den immer vorhandenen Angeboten bei Zeitarbeitsfirmen ganz zu schweigen. Und die Krankenhäuser suchen händeringend Pflegepersonal und Handwerker... [/B][/QUOTE]Wenn nun noch mehr Ossis als bisher schon in den Westen abwandern und dort Niedriglohn-Jobs annehmen, wird die Situation in den neuen Bundesländern um keinen Deut besser - und die Situation im Westen auch nicht.

[QUOTE][B]Wie kann es da sein, dass gesunde 20-30jhr. zu Hause sitzen und "nix tun müssen", während 50 -60 jhr. teilweise behinderte oder sehr kranke Menschen immer noch genau diese inserierten Jobs dankbarst annehmen [/B][/QUOTE]Das liegt sicher vorrangig daran, dass 50-60jährige, Kranke und Behinderte besonderen Kündigungsschutz genießen.

[QUOTE][B]Was ist das für eine kranke Gesellschaft (*wieder mal froh bin dass ich keine Deutsche bin*), ... [/B][/QUOTE]Ja, diese Gesellschaft ist krank. Aber indem du dich zum Werkzeug Derjenigen machst, die Hass und Zwietracht schüren und Menschen gegeneinander aufhetzen, trägst du nicht gerade zur Gesundung der Gesellschaft bei. Ich betrachte die Tatsache mit sehr unangenehmen Gefühlen, dass Hass und Gewalt in diesem Land wieder salonfähig werden. Und wie vor 70 Jahren könnten "Nicht-Deutsche" wieder zu den ersten Opfern gehören, wenn Hass und Gewalt noch mehr eskalieren. :mad:

[QUOTE][B]Das nur mal so am Rande, weil es mir hier in Deutschland mit diesem überzogenem Anspruchsdenken a la "Der Staat MUSS mich ernähren, auch wenn ich nichts für diesen Staat tue oder je getan habe" langsam wirklich auf den Senkel geht... [/B][/QUOTE]Ich schrieb schon in meinem letzten Beitrag:
[b]... weil der Staat unfähig ist, eine vernünftige Verteilung der vorhandenen Ressourcen zu organisieren, bespitzelt er seine Bürger auf allen Ebenen und mischt sich dermaßen in ihr Privatleben ein, dass im Vergleich dazu die DDR wie ein Paradies der Freiheit erscheint. [/b]

Wenn die Menschen vom Staat keine Hilfe erwarten können - und wirkliche Hilfe ist kein Almosen-Geben sondern Hilfe zur Selbsthilfe - dann ist dieser Staat unnütz und überflüssig.

[QUOTE][B]Und für diese Menschen würde ich gerne aus vollem Herzen meine Abgaben entrichten - und für diese Leute wäre auch wieder genug Geld da... [/B][/QUOTE]... wenigstens so lange, bis ein Brot wieder mal ein paar Millionen kostet ...

Es gibt [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=36773][b]Alternativen ... [/b][/URL]
Scientist@TheTurningPoint
[Quote]
@ Scientist: Bist du Österreicher?
[/quote]
Ich habe einen Deutschen Pass, bin aber dank zahlreicher Ausländischer Verwandtschaft im Zweifelsfall recht flexibel. Zur Not könnte ich wohl auch nach Amiland, Südafrika, Frankreich oder in die Niederlande auswandern. Als es in Deutschland in den 30’er Jahren etwas ungemütlich wurde hat sich meine halbe Sippschaft schon mal nach Amerika aufgemacht. Es hätte also Tradition.
[quote]
Wieso maßt du dir an, zu bestimmen, dass Vorsorge unbedingt "in Form finanzieller Rücklagen" zu erfolgen hat,
[/quote]
Weil Rücklagen für Notzeiten in jedem Fall liquide Mittel sein müssen. Wenn ich mir einen teuren Picasso ins Wohnzimmer hänge, habe ich das Problem, das ich im Fall der Fälle erst einmal einen Käufer finden muss, der bereit ist dafür Bares auf den Tisch zu legen.
Das kann unter Umständen schwierig sein, besonders, wenn viele zur selben zeit verkaufen müssen.
[quote]
Was ist das für ein mieser Staat, der seinen Bürgern nicht schon alle mögliche Unterstützung zukommen lässt, bevor sie in Notlagen geraten?
[/quote]
Das sehe ich nicht als Aufgabe des Staates, sondern als Aufgabe jedes Einzelnen, bzw. Aufgabe der Familien.
Die Allgemeinheit kann nicht mit ihrem Steueraufkommen auch dem letzten Faulenzer ein risikoloses unbeschwertes Leben sichern.
Der Staat, kann seinen Bürgern eine gute Ausbildung mit auf den Weg geben, in dem er in Bildung investiert. Er kann durch eine kluge Standortpolitik Arbeitsplätze schaffen und erhalten.
Ansonsten aber ist jeder seines Glückes Schmied.
[quote]
Anders gesagt, weil der Staat unfähig ist, eine vernünftige Verteilung der vorhandenen Ressourcen zu organisieren, bespitzelt er seine Bürger auf allen Ebenen und mischt sich dermaßen in ihr Privatleben ein, dass im Vergleich dazu die DDR wie ein Paradies der Freiheit erscheint.
[/quote]
Nein, weil der Bürger Unfähig war, seine Finanzen selbst zu Regeln und seine Existenz zu sicher, muss er sich als Bittsteller an die Allgemeinheit wenden. Wenn man einen Offenbarungseid leistet, dann muss man sich halt einiges gefallen lassen. Wenn man Geld von der Allgemeinheit bezieht, dann hat die Allgemeinheit ein Recht darauf zu erfahren, ob man auch wirklich kein geheimes Nummernkonto in der Schweiz hat.
Zu oft ist die Sozialhilfe in der Vergangenheit schon Missbraucht worden.
[quote]
[quote]
3. In jedem Fall muss gewährleistet sein, der derjenige, der selbstständig für seinen Lebensunterhalt aufkommt besser gestellt werden muss, als derjenige, der staatlich alimentiert wird.
[/quote]
Wenn es nur endlich Jedem ermöglicht würde, selbstständig - und vor allem auch in gemeinsamer Arbeit mit anderen Menschen - für seinen Lebensunterhalt aufzukommen, wäre es nicht nötig, die Menschen in Bessere und Schlechtere zu diskriminieren.
[/quote]
Das hat nichts mit Diskriminierung zu tun, sondern ist elementare Grundlage zum funktionieren eines jeden Wirtschaftssystems. Wenn jedermann leistungsunabhängig bezahlt wird, dann haben wir Zustände wie in der DDR, als man sich in den Werkshallen kollektiv zur höheren Ehre der Marxismus-Leninismus in der Nase bohrte und dabei sein Plansoll übererfüllte.
Aber gut, einige haben’s halt immer noch nicht begriffen. Das Neue Deutschland zitierte am Donnerstag auf Seite 7, den Genossen Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker aus seinen Moabiter Notizen, in denen er auch nach dem Zusammenbruch des Ostblocks noch fest an den Sieg des Sozialismus glaubt.

Vollbeschäftigung ist ein Traum aus dem man lieber rechtzeitig erwachen sollte, weil man sonst einen Alptraum erleben wird. So etwas wird es nie wieder geben, es sei denn, wir erleben in Europa mal wieder einen großen Krieg.
[quote]
Ganz so schwierig wie sie von Regierung und großen Teilen der "Opposition" dargestellt wird, ist die Lage gar nicht. Es gibt (noch) eine leistungsfähige Wirtschaft und Wissenschaft, und es gibt Millionen von Arbeitswilligen, die bereit sind, überall tatkräftig mitzuwirken, wo sie einen Sinn sehen. Das schnelle und unbürokratische Handeln beim Beseitigen der Schäden der Flutkatastrophe hat das deutlich gezeigt.
[/quote]
Schöne Illusionen. Wenn ein Wirtschaftsunternehmen so verschuldet wäre, wie die Bundesrepublik und solche Bilanzen ablieferte, dann würden bald schön die Konkursverwalter um einen Lukrativen Auftrag streiten.
Die Verschuldung steigt, Finanzielle Reserven werden auf Kosten der Investitionsrate mobilisiert. Der Amerikaner würde sagen: „They eat their future.“ Das Tafelsilber würde bereits verkauft.
Mit der Computer und Informationstechnik wurde die Technologie der 90’er Jahre weitestgehend verschlafen. Nun folgt die Gentechnik und wieder einmal sind wir nicht zuletzt aufgrund unserer Innovations- und Wissenschaftsfeindlichen Gesetzgebung praktisch zum Zuschauen verdammt.
Wir stehen vor dem Abgrund und das müssen wir erkenn und uns in den Hintern beißen, damit wir daran etwas ändern. Zur Not müssen wir halt auch mal Scheiße fressen.

Auch die von dir gelobte Fluthilfe, war eine PR-Aktion im Wahlkampf, die uns einen Haufen neuer Schulden beschert hat. Wenn ich mir das neue Stadion in Grimma anschaue und ich war dort, dann Frage ich mich, ob die auch goldene Wasserhähne haben.

Bei all den Tatkräftigen Arbeitswilligen frage ich mich, warum die Zahl der Ehrenamtlichen in deutschen Vereinen immer stärker abnimmt und die Hauptlast der Arbeit auf den Schultern von Berufstätigen liegt.
[quote]
Die Linke meckert nicht herum, weil die Rettungsboote keine gepolsterten Sessel haben, sondern sie meckert gerade deshalb herum, WEIL die Rettungsboote gepolsterte Sessel haben, und darum in diesen Rettungsbooten nur für Diejenigen Platz ist, die schon immer in gepolsterten Sesseln saßen.
Was mich so wild macht ist, dass die Leute in den gepolsterten Sesseln dann auch noch auf alle Menschen schießen, die versuchen, alles was auf der Titanic an Brettern, Balken, leeren Behältern, Bettlaken usw. zu finden ist zusammenzutragen, um daraus ein großes Floß mit Segeln zu bauen und so viele Menschen zu retten, wie nur möglich ist (mag das Floß auch hässlich und unmodern aussehen).
[/quote]
Diejenigen, die Polstersessel in ihren Rettungsbooten haben, haben sich ihre Polstersessel selbst zusammengebaut.
Nun fordern aber diejenigen, die ihre Notfallvorsorge versäumt haben, gleichen Komfort, aber das wird und darf es nicht geben.
Die Leute die am wenigsten verdienen, haben oft das dickste Auto und versaufen ihre Ersparnisse am Ballermann, während manch ein Besserverdienender eine alte Klapperkiste fährt und für seinen Hausbau und seine Altersversicherung spart.
Ich komme nicht unbedingt aus einer armen Familie, aber in der Schule bekam ich immer mit am wenigsten Taschengeld. Die Kinder, die dreimal so viel bekamen wie ich und als erste einen eigenen Computer und ein Handy hatten und natürlich schon in der Grundschule einen Fernseher (ich habe bis heute keinen), deren Eltern verdienten nur einen Bruchteil dessen, was meine verdienten. Aber wie die Börse funktioniert, das wusste ich schon mit 6 Jahren, mein Großvater, der ein paar Meter von der Frankfurter Börse seine Lehre machte hat es mir erklärt und natürlich die diversen Anekdoten aus jener Zeit erzählt, wie man sie ähnlich auch bei einem Kostolany ließt.
Daran für sich selbst Vorsorge zu treffen, wird in diesem Land keiner Gehindert. Jeder kann sein eigenes Rettungsfloß zusammenbauen, alleine, aber auch mit seinem Familienclan. Wenn bei uns in der Familie, ein Mitglied in Not gerät, oder Geld braucht, um ein Haus zu kaufen oder ein Geschäft zu eröffnen, dann ist es selbstverständlich, das die Familie ihn mit Krediten und Beziehungen unterstützt.
Im Ausland ist so etwas Gang und Gebe, in Deutschland schreit man immer nur nach dem Staat.
[quote]
Sorry, DAS klingt in meinen Ohren wie eine Rede vom GröFaZ oder einem seiner Lakaien. Da sind mir dann doch die Leute mit den weißen Unterhemden und den Bierflaschen lieber, die wissen wenigstens, was SIE SELBST wollen.
[/quote]
Jetzt bin ich aber beleidigt, mich mit einem Obergefreiten zu vergleichen, der sich für einen Feldherrn hält, zumindest ein Dr. Goebbels hätte es schon sein dürfen.

@Odessa
Lasst uns heiraten!
LaChatte[QUOTE]mir fällt das Wort "Zeitung" spontan ein....schlage ich eine solche auf, finde ich jeden Tag, zumindest in meinem 10.000-Seelen-Dorf, seitenweise Stellenanzeigen für Putzarbeiten, Zeitungsaustragen, Kassentätigkeiten, Lagerarbeiten, Bürojobs, soziale Jobs (Essen auf Rädern, Lebenshilfe), Regalauffüll-Jobs, Babysitten usw., [/QUOTE]

Hierzulande findest du für jeden dieser Jobs locker zehn oder zwanzig BewerberInnen. Doch nur eine/r kriegt die Arbeit.

[QUOTE]Ich kenne Dutzende von Kollegen, die NACH 10 Stunden harter Krankenhausarbeit (Pfleger, Schwestern, Assistenzärzte!) noch einen Job im Supermarkt haben oder an der Kinokasse- weil das Gehalt nicht reicht, um die teuren Mieten zu zahlen.[/QUOTE]

Sag bloss nicht, du fändest das gut? Und sorry, mir würde es ziemlich schräg reinkommen, wenn ich eine Operation hätte und herausfinden würde, dass mein Arzt genau der nette Typ ist, der in meinem Supermarkt die Käsetheke bedient...

[QUOTE]Die Allgemeinheit kann nicht mit ihrem Steueraufkommen auch dem letzten Faulenzer ein risikoloses unbeschwertes Leben sichern.[/QUOTE]

Es würde der Welt aber deutlich besser gehen, wenn niemand mehr Angst haben müsste wegen Geldsachen bzw existenziellen Nöten. Kriminalität und Krankheiten würden deutlich zurückgehen, was wiederum die Staatskasse entlasten würde.

Menschen unter Dauerstress (und das gilt für die meisten Armen) belasten nach ein paar Jahren krankheitshalber die Allgemeinheit mehr, als wenn sie diesen Stress gar nicht hätten. Menschen, die durch zuviel Arbeit aufgerieben werden, übrigens auch.

[QUOTE]Nein, weil der Bürger Unfähig war, seine Finanzen selbst zu Regeln und seine Existenz zu sicher, muss er sich als Bittsteller an die Allgemeinheit wenden.[/QUOTE]

Wir haben ja in unserem Staat auch ein hervorragendes Beispiel, wie mit Geld umzugehen sei... an einem Ort, wo ein Satz wie "die Zunahme des Defizits konnte halbiert werden" schon erleichterte Seufzer auslöst, ist wohl ziemlich krank. Ich als Privatperson bin nur dann beruhigt, wenn ich gar keine Schulden habe - und nicht wenn die Schulden Ende 2004 höher sind als Ende 2003... wie kann man von den Menschen erwarten, was Vater Staat nicht in der Lage ist zu leisten?
Any BodyEs gibt einige Ansätze, wie man das Leben zu leben hat, wie man vorzusorgen hat für Notsituationen, wenn beispielsweise die Arbeit wegbricht. Das regelmäßige Einkommen, welches dann nicht mehr vorhanden ist, auf dass sich beispielsweise die Basis für die Finanzierung der eigenen 4 Wände stützt.

Jemand der Arbeit will, bekommt sie irgendwann sicher auch - wenn es Menschen wie Scientist gibt, die in der Lage sind, finanzielle Rücklagen zu bilden, weil sie beispielsweise an der Börse erfolgreich spekulieren, dann freut es mich einerseits, dass diese Menschen eine gewisse Zufriedenheit erlangt haben.

Mir persönlich widerstrebt es jedoch, mit Prognosen und Scheinversprechen gewisser Unternehmen, die zu Lasten der Arbeitnehmer und Angestellten gehen könnten, Geld zu verdienen.

Kürzlich gab es einen Bericht im Fernsehen über [url=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=35788&perpage=15&pagenumber=1]Lifestylemedikamente[/url]

Ein lohnendes Investment für die "Überlebenden von Morgen" - doch irgendwie "unwürdig" - sich zu Lasten derjenigen, die eine derartige Kraft nicht aufbringen zu bedienen.

....
LaChatte[QUOTE]Und: Du müsstest mir doch eigentlich genau ZUSTIMMEN (@"Käsetheken-Arzt") wenn ich sage: DER, der ohnehin schon arbeitet, muss von seinem Gehalt leben können[/QUOTE]

genau hier liegt das Problem. Sorry, es ist eine Verschwendung von Ressourcen, wenn ein hoch qualifizierter Arzt im Supermarkt arbeiten muss, wo er Stress hat und sich kaputt macht... obwohl chirurgische Erfahrung sicher dabei helfen kann, aufs Gramm genau die Wünsche der Kunden vom Käselaib abzuschneiden.

Es muss aber auch einer, der ganztags Käse schneidet, von seinem Gehalt leben können, ohne dass er nebenjobmässig noch Menschen kuriert.

[QUOTE] Dein üppiges und somit "voll kapitalistisches=böses" Gehalt[/QUOTE]

Hach, Träume sind ja was Schönes... ich komm gerade mal so durch mit meinem Gehalt. Und ein Wellness-Weekend in gepflegter Umgebung hätt ich selber auch ganz gerne mal.;)

[QUOTE]Was würdest DU denn machen, um das zu überprüfen? Würdest Du einfach jedem 2000 Euro im Monat schenken, [/QUOTE]

Nicht nur den Arbeitslosen, sondern allen. Das würde eine Menge Bürokratie sparen... und haufenweise Beamte hätten auf einmal ganz viel Freizeit, in ihrem Schrebergarten biologisches Gemüse zu züchten. DAS wär mal etwas Gutes.
LaChatte[QUOTE] grad mal so über die Runden? [/QUOTE]

ich gebs ja zu, ich kann mir meine Ausbildung selbst finanzieren und auch meine Bücherjunkie-Ader plus Papier und Farben zum Malen. Ach ja, auch mein ADSL-Internet-Abo. Allerdings ist mein Auto eine alte Klapperkiste und am Gardasee war ich auch noch nie...:p ich glaub nun wirklich nicht, dass ich extravagant lebe, aber Ende Monat bleibt selten viel übrig...

[QUOTE]Kannst Du dann verstehen, warum der "kleine Mann" die - mit Verlaub - Schnauze voll hat davon, ständig die "Melkkuh" zu sein?Wenn ich NICHT arbeiten würde, bekäme ich 40 Euro MEHR als ich jetzt bekomme an Gehalt. Kann sowas noch irgendwo logisch und gerecht sein?[/QUOTE]

Deutschland ist schon extrem mit den Steuern, das gibt natürlich böses Blut - vor allem, wenn die Leistungen dann nicht stimmen, das ist klar. Deutschland müsste dringendst seinen bürokratischen Wasserkopf mal etwas abbauen...


[QUOTE]... das kann ich jetzt bei aller Liebe nicht mehr ernst nehmen.. Hallo FrauKatz - und woher KOMMEN die 2000 Euro? Wer verdient die für uns alle? (Nicht dass ich jetzt da drauf eine realistische Antwort erwarten würde...) [/QUOTE]

Nimm mal alles, was der Staat heute an Renten ausschüttet (und was wegfallen würde) - plus alle Beamten-Gehälter, die ja auch aus der Staatskasse bezahlt werden - plus die wegfallenden Kosten für eine Bürokratie (Computer, Porto, Papier), weil ja dann niemand mehr sechzehnseitige Formulare ausfüllen, bearbeiten und lagern muss - plus die landwirtschaftlichen Subventionen, plus was sonst noch der Staat alles bezahlt (Ex-Politikgrössen gehen sicher mit gutem Vorbild voraus und verzichten auf ihre hohen Renten auf Lebenszeit) - und da kommt schon mal einiges zusammen.

Dann eine Steuer auf finanzielle Transaktionen - warum auch nicht? - da wird viel Geld umgesetzt... und das Militär auf ein Minimum reduziert, plus noch ein paar langfristige Massnahmen, die dauerhaft teure Kriminalität und Krankheit senken können - mit nur diesem Geld können ohne weitere Ausgaben schon sicher ein paar hundert Euro pro Mensch locker gemacht werden. Und wenns nur 1000 Euro pro Person sind, das macht für eine vierköpfige Famile 4000 Euro - das ist sogar familienfreundlich bis zum gehtnichtmehr.

Zusätzlich wird jedem Arbeitnehmer der Betrag von 1000 bzw 2000 Euro zusätzlich von seinem Lohn abgezogen (bei Grossverdienern darf es ruhig noch 1/3 mehr vom Restgeld sein), dieser Betrag bekommt ja jeder wieder per Staatsgeld zurückgezahlt.

Möglichkeiten wären da, wenn man sie denn nutzen würde...
LaChatte[QUOTE]..wie, Dir bleibt noch was? her damit... [/QUOTE]

ja, diesen Monat warens genau 11.20 Fr. Und wenn der Bancomat Zehnernoten liefern würde, wären es eben nocht 1.20 Fr. gewesen... da ist ja schon das Porto teuerer, wenn ich das dir schicken wollte:D

[QUOTE]...ach so, Polizisten wie Allanon oder die Lehrer sollen also umsonst erstmal arbeiten.... ?[/QUOTE]

Jeder kriegt gleich viel... *trallalallala*, sogar Beamte. Über den Betrag muss man sich natürlich noch einigen.. er soll aber zum Leben reichen. Wenns dann Berufe gibt, die für dieses Geld niemand macht, logo, da muss man eben noch etwas dazu zahlen. Müllmann zu sein, würde vielleicht endlich mal die nötige auch finanzielle Anerkennung bekommen... denn wenn niemand mehr einen Drecksjob einfach annehmen muss, weil er keine andere Wahl hat, da wird sich die Spreu vom Weizen trennen.

[QUOTE]...die Bürokratie wäre nach wie vor nötig, denn wer würde denn Deine 2.000 Euro auszahlen? [/QUOTE]

Das Steueramt, natürlich, wer denn sonst? Wär auch PR-mässig ganz gut, dann könnte sich dieses doch eher unbeliebte Amt mal als gute Fee präsentieren.

[QUOTE]Von diesen 40% oder gleich 0% (bei 2000 Euro Abzug) Nettogehalt also dürfen wir weiterhin alles alleine zahlen, bekommen aber dann wiederum 2000 Euro vom Staat geschenkt - der uns zuvor diese 2000 Euro abgenommen hat vom Gehalt (Sinn? Logik?).[/QUOTE]

Das vereinfacht die Verwaltung - denn das Prinzip ist und bleibt, dass jeder Mensch einen gewissen Betrag vom Staat überwiesen bekommt, ob er nun arbeitet oder nicht. Du dürftest also auch damit aufhören.;) Und sehr viele Stellen in der Verwaltung heutzutage sind überhaupt nicht produktiv, sondern reine Kostenfaktoren. Da wîrds im Ganzen gesehen nur billiger, wenn der Staat nicht zusätzlich zum Lohn noch Infrastruktur zur Verfügung stellen muss...

[QUOTE]Und gleichzeitig hiesse das: Jeder bekäme das Gleiche - egal ob jemand faul ist und nix tut oder nur wenig, oder ob jemand fleissig ist und Leistung bringt.[/QUOTE]

Wie gesagt - ein grosser Teil der Leistungen, die heutzutage erbracht werden, bringen entweder gar nichts, oder sind sogar noch destruktiv. Leistung an sich ist noch nicht wertvoll, wertvoll wirds erst, wenn tatsächlich Wert geschaffen wird...Da kann der arbeitslose Beamte, wie gesagt, biologisches Gemüse züchten und hochwertiges Eingemachtes verkaufen, um etwas Taschengeld zu machen. Oder ehrenamtlich einmal pro Woche im Kindergarten basteln helfen. Oder für die nette alte Nachbarin einkaufen gehen, weil sie nicht mehr so gut zu Fuss ist.
LaChatte[QUOTE]Woher kommt Dein Geld dann, für diesen Staat, wenn doch jeder aufhören darf zu arbeiten weil er ja auch ohne Arbeit das Gleiche bekommt, nämlich Dein Geschenk vom Staat?[/QUOTE]

Menschen arbeiten gern - wenn es denn eine sinnvolle, befriedigende Arbeit ist. Ich kenne Grundschullehrerinnen, die sind es mit Herz und Seele, und die würden auch weiterhin Kinder lehren, auch wenn sie nicht mehr müssten, um Ende Monat einen gewissen Betrag auf dem Konto zu haben. Der Chef meiner Firma ist mit Leib und Seele Geschäftsmann - das wär für ihn die grösste Strafe, wenn er nicht weiter arbeiten dürfte. Seine Firma ist sein Lebenselixier. Grundsätzlich sind alle Menschen, die einen sozialen Beruf wählen, Idealisten - Krankenschwestern, Sozialarbeiter, Betreuer von Jugendlichen, Seelsorgerinnen... ein Grundgehalt könnte erreichen, dass weniger von denen dem Burn-Out erliegen. Heute ist in der Schweiz die Gruppe der LehrerInnen diese, die überdurchschnittlich häufig einen Antrag auf Invalidenrente stellt wegen extremer psychischer Belastung.

Was verschwinden würde, wären die sinnlosen, tötenden, nicht produktiven Arbeiten, das ja. Viele Strukturen würden geändert werden, damit Arbeiten, die mühsam/schlecht für die Gesundheit/monoton wären, auf ein Minimum reduziert werden - denn sonst würden sie zu teuer werden.

Viele ehrenamtliche Arbeit würde aber neu dazukommen und GRATIS Wertschöpfung betreiben. Man erinnere sich an das Beispiel aus dem Wirtschaftsunterricht: Wenn der Junggeselle seine Putzfrau heiratet, sinkt das Bruttosozialprodukt, weil sie ab diesem Zeitpunkt die Arbeit gratis macht, für die sie vorher bezahlt wurde...

[QUOTE]Und genau deswegen SIND die Kassen leer. Denn Du kannst nicht was ausgeben was NICHT DA ist. Und wenn keiner mehr arbeitet und somit Geld verdient, woher nimmst Du dann die 1000 Euro Steuerabzug...[/QUOTE]

Die Kassen sind vor allem darum leer, weil viel Geld falsch verteilt wird. Von optimaler Ressourcenallokation sind viele Staatsbetriebe noch weit entfernt... Wenn ich so die Missstände in der schweizerischen Invalidenversicherung betrachte, die ich im Moment ziemlich nah mitbekomme, wundert es mich überhaupt nicht, dass kein Geld in den Kassen ist. Das wird nämlich am völlig falschen Ort ausgegeben, wo es niemandem nützt.

[QUOTE]Sorry mein Hirn platzt gleich...ich geh besser schlafen *G*...[/QUOTE

gut Nacht] :)
decay73Zur neuen Menschlichkeit in Deutschland:

Zunächst einmal brauchen wir einen neuen Gott: Geld.

Geld war zwar schon immer wichtig, aber endlich hat es einen gottgleichebn Status erreicht.
Nur wenn man genug Geld hat, ist man berechtigt, sich Mitglied der Gesellschaft nennen zu dürfen.
Für alle anderen gibt es genug Bezeichnungen: Faules Pack, Pöbel, Schmarotzer, etc. Alles „Jammerlappen und Weicheier“. Von Menschen redet schon keiner lange mehr - jedenfalls nicht abseits des eigentlichen Wortsinns.

Grundidee für diese neue Religion ist zunächst, sich selbst am nächsten zu sein. Was interessiert schon der Nachbar. Wenn andere gibt, die nicht ganz so viel Geld haben, kann ich ja auch nichts dafür. Der ist selbst schuld und hätte es ja anders machen können. Daß dieser sich zwar den Buckel für mich krumschuftet, ist mir doch egal. Er hätte ja auch Aktionär werden können.
Und weil dieser sich dann nach einer anstrengenden Nachtschicht mit einem Bier in der Hand und im Unterhemd zunächst vor dem Fernseher ausruht, ist er nichts anderes als Pöbel.

Ja, ich weiß, wegen diesen Menschen, die am Ende des Lebens keine Zeit mehr gefunden haben, ihre Rente auszunutzen, weil dann Schluß ist (wie sagte es ein alter Chemiefacharbeiter seinerzeit so schön: „Erst kommt der Bayer, dann die Kiste“), ist zwar unser Land groß und mächtig geworden, aber solche Leute brauchen wir ja heute nicht mehr. Außerdem ist Arbeit in Deutschland eh zu teuer geworden (ich weiß zwar nicht, wie man trotzdem Exportweltmeister sein kann, aber seis drum).
Das es solche Leute sind die dafür sorgen, daß die Mercedes-S-Klasse noch ohne zu holpern über Autobahnen brettern und dabei vielleicht noch einen alten, klapprigen Fiat-Panda beiseiteschieben kann. Aber egal. Er braucht die Autobahn ja nicht. Soll mal nicht so viel Urlaub machen.

Gut ist allerdings noch, daß es Kranke und Behinderte gibt. Die arbeiten nämlich gerne - natürlich nur aus Scham, dem Staat ja irgendwann auf der Tasche zu liegen, und warum eigentlich auch nicht: Damit ruinieren die ihre eh schon geschundene Gesundheit noch mehr, und die Erlösung von allen Qualen rückt näher.
Das Problem ist nur, daß sie auch teuer sind (die haben evtl. sogar 5 Tage mehr Urlaub und bekommen sogar einen Zuschuß zur KfZ-Steuer oder dürfen umsonst Bahn fahren), und den Gesunden ihre wertvollen Arbeitsplätze wegnehmen.
Ich weiß, momentan gibts ja noch sowas wie eine EU-Rente, aber eigentlich bräuchten wir die auch nicht mehr. Ich kann da ja auch nichts für, daß die krank sind. Fangen wir also schon mal mit etwas Mobbing an, wenn die nur auf die Idee kommen, EU-Rente zu beantragen. Am besten verbieten wir dann noch den VdK, der diese Leute dann auch noch bei der Durchsetzunge ihrer Ansprüche unterstützt.
Für solche Leute müßte Sozialhilfe ja auch reichen - wenn überhaupt.

Und dann immer dieses Geschwafel von Menschlichkeit und Humanismus: pure Sozailromantik. Als wenn uns das jemanls weiter gebracht hätte.
Nein, der Stärkere gewinnt, und der Rest bleibt auf der Strecke.
Warum sollten auch andere für das Ungeschick einiger aufkommen. Selbst schuld sind sie.

Es darf nur noch darum gehen, wer was bekommt. Und wehe jemand bekommt einen Euro zu viel. Da ist es besser gleich alles zu kappen. Wenn nichts da ist, kann es auch keiner Mißbrauchen.
Und am besten wäre, den armen Arbeitslosen und Solzialhilfeempfängern vorzuschreiben, was sie wo zu kaufen haben. Die Binnennachfrage stockt nämlich. Also müssen sie verpflichtet werden, alls was sie haben auch auszugeben. Vorsorgen fürs Alter? Das geht ja nicht; wo kommen wir denn da hin?
Wichtig ist, daß die, die genug haben, auch noch mehr bekommen. Natürlich haben die es auch nicht leicht, denn ihr Gehalt ist zu einem Teil erfolgsabhängig (bei einem Grundgehlt von einer halben Millionen Euro).
Aber die tun ja auch was fürs Geld und nach dem Arbeitsleben warten da auch noch ein paar Jahre (Jahrzehnte) Rentnerdasein. Da muß man dann Geld auf der hohen Kante haben.

Und wenn, dann ist auch nur der berechtigt was zu bekommen, der mindestens 15 Jahre in die Kassen eingezahlt hat. Nicht der, der einfach gerade arbeitslos geworden ist. Der soll zur Not erst mal sein BaföG zurück bezahlen. Vorher geht nichts. Und wenn er dann später nicht als Ing. arbeitet, sondern als Kassierer an der Würstchenbude ist das ja auch o.k.
Hauptsache er arbeitet. Das ihn niemand dort haben will, weil ‚überqualifiziert‘ oder 45 Jahre alt ist, interessiert mich doch nicht. Wer arbeiten will, kann das auch. Und wenn ihn niemand will, stellt er sich zu dumm an.

Wenn er es geschafft hat, in langen Jahren ein Haus zu bauen, bekommt er es halt wieder genommen. Es gibt genug Leute, die auch gerne in einem Haus leben würden. Und zwangsversteigerte Häuser sind die so schön billig.

Vielleicht sollte man mal wieder darüber nachdenken, daß nur der Hilfe bekommt, der am geschicktesten bettelt und die Hilfe dann von den Steuerzahlern selbst bewilligt wird. Im Mittelalter hat das ja auch funktioniert.



[b]Es ist kalt geworden in Deutschland, und das liegt nicht nur am Wetter.[/b]
[size=1](aber wozu gibt es denn Heizungen)[/size]




@Demon17: recht hast du. Logisch ist da nichts mehr.

@LaChatte: deine Ideen gefallen mir immer mehr. Nur wird es so schnell nicht durchsetzbar sein, denn dann könnte ein Herr Hartz seine 2 Millionen, die er für schlechte Arbeit bekommt, an den Nagel hängen.
Es gibt da wohl schon ein paar sehr interessante Ideen von ein paar Wirtschaftwissdenschaftlern, wie sowas funktionieren könnte. Aber das ist momentan nicht opportun und somit hört man davon auch nichts.
Wenn es allen einigermaßen gut gehen soll würde es nämlich bedeuten, das die, denen es [i]zu[/i] gut geht, am Ende nicht mehr ganz so gut geht. Aber Solidarität ist hier mittlerweile ein Fremdwort geworden (und das sogar in einer Szene, die es eigentlich ursprünglich besser machen wollte).
LaChatte[QUOTE]"Jeder, der es wagt, Geld zu wollen für seine Arbeit" ist ein "übler Kapitalist" kann ich auch nicht nachvollziehen,[/QUOTE]

nee, die verstehe ich auch nicht.

[QUOTE]Vielleicht sollte ich es in rot schreiben: Menschen die NICHT arbeiten WOLLEN. Es ist hier nirgends die Rede von Leuten, die mit 50 arbeitslos werden weil die Firma dicht macht und die dann nirgends mehr unterkommen. [/QUOTE]

Unsere Sozialsysteme sind leider so eingerichtet, dass Menschen, die korrekt sind, von den Beamten über den Tisch gezogen werden, während die Gauner, die die richtigen Lügen bereit haben, zu Geld kommen. Meine persönlichen Erfahrungen mit dem Arbeitsamt liessen mich zur Überzeugung geraten, dass Lügen viel klüger ist als nicht-Lügen. Und weil ich nie gelogen hatte, hab ich nie was bekommen... bin ich nicht einfach doof?

[QUOTE]wie es möglich ist DASS so viele Jobs unbesetzt bleiben, [/QUOTE]

hierzulande bleiben sehr wenige Jobs unbesetzt. Gerade für unqualifizierte Menschen ist es sehr schwierig, irgendwas - uns sei es der grösste Drecksjob - zu finden. Qualifizierte Leute habens ein bisschen einfacher, aber auch nicht leicht. Die Zeiten, wo dir von rechts und links Stellen angeboten wurden, sind vorbei. Ich hab mich letzthin auf zwei Stellen beworben, und bei beiden war das Feedback "wir haben mindestens fünfzig Bewerbungen erhalten blablabla..." Wo alle diese freien Stellen sind, nähme mich schon noch wunder...

[QUOTE]Es scheint mir auf diesem board wirklich mehr und mehr in Mode zu kommen, einfach mal prinzipiell gegen alles zu sein, was der "normale kleine Arbeiter" als gerecht empfindet[/QUOTE]

Ich denke, dass ein staatliches Grundeinkommen von 2000 Euro die Situation von vielen Menschen deutlich verbessern würde. Und gerade von den "kleinen Arbeitern". Auch du, Odessa, würdest von diesem Modell profitieren und mehr verdienen als heute. Und du könntest dir eine Auszeit gönnen, um dich in Ruhe zu erholen und Rosen zu züchten, anstatt jeden Tag den Arbeitsstress aushalten zu müssen.

[QUOTE]Zeigt mir wie es ohne Geld geht, und zeigt mir wie dieser Staat dann Sozialhilfe und Arbeitslosengeld auszahlen kann wenn KEINER mehr hier arbeitet, ich bin ganz Ohr. [/QUOTE]

Du hast ein sehr pessimistisches Menschenbild, wenn du glaubst, dass auf einmal keiner mehr arbeiten würde...also ich würde garantiert nicht damit aufhören, und was noch dazu kommt, ich würde Dinge machen, die wirklich befriedigend sind und der Welt etwas bringen.

[QUOTE]Religion Geld? Und das nur weil man es wagt, Steuergelder vernünftig ausgegeben haben zu wissen?[/QUOTE]

Ich zweifle sehr, dass heute Steuergelder vernünftig ausgegeben werden...Jedes Amt klammert sich an sein Budget und jeder Einzelne schreit nach "mehr!", aus Angst, mal ganz ohne dazustehen. Ein garantiertes Grundgehalt könnte da erreichen, dass viele Menschen die Sache lockerer sehen. Meine Stelle wird überflüssig? So what? Kein Problem, ich brauche keine Angst zu haben um meine Existenz... und heute haben viele Menschen Angst um ihre Existenz, Angst vor Armut, Angst davor, dass ihr sauer erspartes Geld dem hungrigen Moloch Staat in den Rachen geworfen werden muss.

[QUOTE](LaChatte sollte dann erstmal hierher ziehen und nicht im Steuerparadies Schweiz/Frankreich leben *g*)[/QUOTE]

Steuerparadies? Darunter stell ich mir doch was anderes vor... Sorry, ich wohne nicht im Kanton Schwyz. Zwei Monatslöhne finde ich mehr als genug Steuern... Und ich verdiene immer noch weniger als der gesamtschweizerische Durchschnitt.

[QUOTE] ja, das tue und tat ich immer. Und ich habe dafür NICHTS bekommen von diesem Staat ausser ein lächerlich niedriges Gehalt, für das andere nicht mal aufstehen würden. Sei mir ned bös, aber von DEM Gehalt kann ich wirklich nicht noch mehr abgeben.[/QUOTE]

Darum frag ich mich, warum du so stinksauer bist auf die Idee, dass du auf einmal mehr bekommen könntest... das geht mir wirklich nicht in den Kopf. Da kommt man und winkt mit einer vollen Brieftasche für dich, und du bist beleidigt? Wo bleibt da die Logik?
decay73*lächel*

[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Wenn Du diese Ideen so gut findest, decay, frag ich auch Dich - wieso arbeitet Ihr alle nicht umsonst und spendet Euer Geld den Leuten, die es nötiger brauchen?[/quote][/b]
Liebend gerne. Ich würde auch ichts dagegen haben, wenn ich 70% Steuern dafür abführen müßte, damit es alles etwas besser gehen würde.

[quote][b]und wieso zur Hölle MUSS ich so "sozial" sein und Schmarotzer miternähren, die NICHT arbeiten wollen.[/quote][/b]
Das Argument "wer arbeiten will, kann das auch" kann ich nicht mehr hören. Wenns nur so einfach wäre. Aber die Realität sieht anders aus. Nämlich so, daß die, die arbeiten wollen, partout (auch nach 100 Bewewerbungen) keine bekommen und ihr Dasein in Depressionen fristen. Ich möchte nicht wissen, wie viele indirekt freiwillig ihren Löffel deswegen abgeben. Diese Menschen sind nicht nur chronisch arbeitslos, sondern auch chronisch krank deswegen. Aber das interessiert niemanden. Daß ein Mensch in Depression irgendwann keinen Antrieb mehr hat, dürfte dir ja bekannt sein.
Aber dem wird dann von allen Seiten noch sein Versagen und seine Minderwertigkeit vorgehalten. Daß ees damit nicht besser wird, sollte auch klar sein.
Letztlich werden wir dann langsam aber sicher zu einem Volk von Depressiven (man redet heute schon von der neuen Volkskrankheit) und versinken in Lethargie.

[quote][b]Vielleicht sollte ich es in rot schreiben: Menschen die NICHT arbeiten WOLLEN. [/quote][/b]
Mir scheint so langsam, daß einige glauben, daß dies die Mehrzahlt ist, und wenn man dies enschränken würde, alle Probleme gelöst wären. Das ist albern.

[quote][b]Aber diese Menschen werden weder von Hartz IV noch sonstwie "benachteiligt", und ich lese auch wieder nirgends von einem von Euch eine Antwort darauf, wie es möglich ist DASS so viele Jobs unbesetzt bleiben, während 25jhr. gesunde Menschen bis 12 im Bett liegen und jammern "es gibt aber keine Jobs".[/quote][/b]
Ach so. Es gibt also 5Millionen freie Stellen? Das wäre mir neu. Dazu kommt, daß nicht jeder alles machen kann. Also einen LKW-Fahrer möchte ich nicht in der Altenpflege sehen. Das kann in die Hose gehen.
Mal ein paar Zahlen: Die Anzahl der offenen Stellen sind im Juni 2004 gegenüber dem Vorjahreswert um knapp 20% zurück gegangen und betrug 2,966 Millionen Stellen. Wie soll man die da alle unterkriegen, zumal wenn kaum einer einen nicht-optimal ausgebildeten Menschen einstellt?

[quote][b]Es scheint mir auf diesem board wirklich mehr und mehr in Mode zu kommen, einfach mal prinzipiell gegen alles zu sein, was der "normale kleine Arbeiter" als gerecht empfindet (eine Reform die SEIN verdientes Geld mal besser "schützt"), nur weil man selber diesen verklärten idealistischen Anspruch hat, als "Schwarzer" müsse man prinzipiell Geld ablehnen oder man müsse jeden mit durchziehen, ganz egal ob ere es braucht oder nicht.[/quote][/b]
Das ist mir doch egal, wie andere darüber denken. Ich halte den heutigen Stellenwert von Geld, das ins Zentrum der menschnlichen Existenz gerückt ist, für schlecht und unmenschlich.

[quote][b]Zeigt mir wie es ohne Geld geht, und zeigt mir wie dieser Staat dann Sozialhilfe und Arbeitslosengeld auszahlen kann wenn KEINER mehr hier arbeitet, ich bin ganz Ohr. Bisher lese ich jedoch nur Fantastereien und dumpfe, gehässig-zynische "Parolen" gegen die Leute, die dieses Sozialsystem ja immer durch ihre Arbeit noch am Laufen halten.[/quote][/b]
Guckst du in den Osten. Da gibts ein paar Dörfer, die das vormachen. Übrigens hast du es wohl (wissentlich) falsch verstanden. Es geht [b]nicht[/b] darum, das niemand mehr arbeiten soll. Es sollen möglichst viele arbeiten. Es geht nur um eine andere Verteilung von Geld und einen anderen Umgang damit.
Irgendwann waren wir in Deutschland berühmt für unsere guten Ideen - warum nicht auch hier?

[quote][b]Religion Geld? Und das nur weil man es wagt, Steuergelder vernünftig ausgegeben haben zu wissen? DEINE Steuergelder, decay, und ich weiss dass Du auch hart arbeitest "trotz allem" und es Dir oft mehr als dreckig geht dabei, findest Du es denn okay wenn Dein Geld verpulvert wird für LEute, die es eigentlich NICHT bräuchten?[/quote][/b]
Ich finde es alles andere als o.k., wenn meine Steuergelder für jeden anderen Scheiß ausgegeben werden, nur nicht für Menschen, die es brauchen.

[quote][b]Sorry, aber so langsam geht mir wirklich die Hutschnur hoch.[/quote][/b]
Kotzen könnte ich schon lange wenn ich mir die gesellschaftliche Realität, geprägt von Mißgunst, Haß, Karriere- und Machtgeilheit, Egozentrik, und Ausgrenzung so anschaue. Mir wird zu viel blind irgendwelchen Lobbyisten nachgeplappert. Das ist gefährlich.
DarketAyayay Basiskommunismus nennt sich sowas? Ich möcht nicht wissen wie Totalkapitalismus aussieht ;)
Ilo, ich bin grundsätzlich nicht so viel anderer Meinung als Du, ich mache mein Kreuzchen bei den Sozis und das bestimmt nicht, weil sie den gewerkschaften die Füße lecken.
Mein Problem ist die Aussage, dass das Sozialsystem auf Kosten von vielen vor einigen wenigen geschützt werden muss.
Diese Schnapsidee vom Sozialschmarotzer ist ein Gespenst, dass seit den 90er Jahren durch die Medien geistert und zwar älter aber nicht realer wird. Und um diese Schmarotzer, die existieren mögen, aber längst nicht so zahlreich wie sie gerne an die sprichwörtliche Wand gemalt werden, aus dem System zu drängen die Existenzgrundlage von vielen WIRKLICH Bedürftigen zu bedrohen finde ich zweifelhaft. Allerdings wird Hartz auch weniger mit dieser Argumentation vorangetrieben.
hagzissa13Während meines Studiums, in dem ich KEIN Bafög bekam, habe ich neben der Miete, die mir meine Eltern spendierten eben viel gearbeitet, sehr viel gearbeitet.

Ich wünschte mir manchmal, ich hätte das Geld zur Verfügung gehabt, was diese Leute bekommen - ohne einen Finger dafür krumm zu machen. Und das Geld aus diesen sogenannten 1 Euro-Jobs kommt ja noch zu diesem Geld, was diese Leute eh schon vom Staat bekommen hinzu, also ein nettes Taschengeld obendrauf.
Da der Staat ja auch die Sozialhilfe bezahlt, könnte man das natürlich auch so auslegen, daß man die Sozialhilfe auf die gearbeiteten Stunden mit umlegt. Dann werden aus dem einen Euro in Windeseile viel mehr. Viel mehr, z.B., als das, was ich zur Verfügung hatte...


Hagzissa

- per aspera ad astra -
hagzissa13tja... ergänzend zu meinem letzten Post: in einem selbstfinanzierten Urlaub war ich noch nie... mir fehlt das Geld und vor allem die Zeit... das kommt davon, wenn man ohne Staat überleben muß...


Hagzissa

- per aspera ad astra -
decay73Ilo, bist du bedürftig? So weit ich weiß hast du einen Job. Und wenn die Gegend, in der du lebst, zu teuer ist, kannst du ja durchaus auch umziehen. Das wäre auch ein ausnutzen von Hilfeleistungen.

Natürlich gibt es Leute, die das System ausnutzen (wäre ja auch was neues, wenn es sowas nicht gäbe), wobei ich nicht weiß, wo deine 20-30% herkommen. Und es ist nicht irrrelevant, mit welchen Zahlen und Argumenten um sich schmeißt. Denn genau diese Übertreibungen sind es, die das Klima in Deutschland vergiften.
Zudem sollte man dann nicht nur über Sozialhilfeempfänger reden (das wird ja heute so gerne gemacht), sondern auch von jenen Reichen, die z.B. BaföG ausnutzen (obwohl sie sich Papa Bankvorstand gerade ein neues Haus gebaut und seiner Tochter ein Auto gekauft hat) oder ihr Geld über die Grenze schaffen, aber von allen Annehmlichkeiten Deutschlands dankend profitieren. Das ist ebenso Schmarotzertum.
Meine Eltern (Vater arbeitete in einer Weberei im 3-Schichtbetrieb) haben sich unser Studium noch vom Butterbrot abschmieren müssen und es gab trotzdem kaum BaföG. Arztkinder haben mit ein paar Tricks den vollen Satz bekommen.

Mag sein, daß einiges teilweise sogar legal ist, aber wie sagte mein ehemaliger Jura-Prof so treffend: "Recht ist das ethische Minimum".

Und wenn Madame X die Möglichkeit eines Urlaubs geschenkt bekommt, warum soll sie das nicht machen? Alternativ könnte man sie natürlich mit ihrem Freund zwangsverheiraten, oder Freunde allgemein auch noch dazu verdonnern, für Freunde aufzukommen, oder wie soll man das dann regeln?
In einem solchen System wird es immer zu Mißbrauch kommen. So sind viele Menschen nunmal.

@Kopfschüttler:
"Die sollen mir bitte mal erklären, warum sie keine Antworten geben können auf die Frage: Wer soll das alles bezahlen"
Durchaus möglich. Ideen hat LaChatte ja schon aufgechrieben.
Wenn ich jetzt schon ein fertiges Konzept hätte, könnte ich ja gleich Bundeskanzler werden.

"und wieso ist es unsozial, wenn ich eine Mehrheit von ehrlichen Bürgern (durch die Reform) schützen will davor, dass ihr System weiterhin ausgebeutet wird".
Anders herum: warum ist es sozial, die Mehrheit der Sozialhilfeempfänger (und die Mehrheit sind immer noch Alte, Kranke und Kinder) dafür zu bestrafen, daß es Mißbrauch einiger gibt? Soll man doch die bestrafen, die es mißbrauchen...aber nicht die, die es nötig haben.
ApexAlso dann geb ich auch mal meinen Senf dazu.

Ich halte auch nicht viel von Hartz IV, meiner Meinung nach verursacht diese Reform mehr Schaden, als dass sie Nutzen bringt. Dabei ist es noch nichtmal diese "Schnüffelei" die mich besonders stört, sondern die eher langfristigen Folgen und die Folgen für den Solidargedanken, welcher wohl schon teilweise auf der Strecke geblieben zu sein scheint.

Es gibt einen guten Grund warum Langzeitarbeitslose bisher abhängig von ihrem letzten Gehalt bezahlt wurden. Wir haben in Deutschland eine sehr breite Mittelschicht die dadurch geschützt werden sollte. Diese Mittelschicht war es auch, die uns Jahre lang vor sozialen Unruhen geschützt hatte und uns ein ruhiges Leben ermöglichte. Woanders steht zwischen Ober- und Unterschicht nur die Polizei. Jetzt wird es so sein, dass eine menge Menschen sehr schnell in die Unterschicht absacken werden auf Kosten der Mittelschicht. Was in meinen Augen langfristig gesehen durchaus wieder zu einer Klassengesellschaft führen könnte. Nun ich finde das nicht gerade beruhigend.

Ich bin ja auch der Meinung, dass man niemand, der das System ausnutzt unterstützen sollte. Aber das man dies auf Kosten derjenigen macht, welche sich an die regeln halten und durchaus Arbeitswillig sind, dass kann doch nicht gerecht sein. Zumal uns das nicht vor zusätzlichen Kosten schützen wird. Ich habe von so vielen jetzt gehört, dass sie sich lieber beim Amt abmelden und schwarz arbeiten gehen als bei Hartz IV mitzumachen. Und wenn nur ein Bruchteil dieser das wahr macht und wenn in anderen Gegenden auch so gedacht wird...das wird einen ganz schönen finanziellen Schaden anrichten. Seltsamerweise scheinen auch Stellen für Schwarzarbeiter da zu sein für legale Arbeiter aber nicht...tja unsere lieben Arbeitgeber wissen auch wo man sparen kann :rolleyes:

Naja es wird wieder soweit kommen, dass die Leute ihr Geld lieber im Sparstrumpf sammeln als es zur Bank zu bringen. Auch sowas, was mich stört. Ist es richtig, dass in einer zeit des langsamen, labilen wirtschaftlichen Aufschwungs dem Volk noch extra Kaufkraft genommen wird? Ich glaube nicht.

Im übrigen halte ich es für Augenwischerei wenn einem versprochen wird, dass die Vermittlung der Arbeitsstellen besser wird. Die ist schon gut genug, ich habe während meiner Zeit als Arbeitsloser Dutzende Stellenausschreibungen bekommen. (Auch äußerst unpassende, Ilo du wirst mir verzeihen, dass ich mich auf eine Stelle bei einem Escord-Service nicht beworben habe, ich bin nunmal nicht weiblich, wie es gefordert war ;) ) Leider haben außer mir auch ca. 50 andere diese Stellenschausschreibung bekommen. Solange der Staat nicht jedem Menschen eine Stelle garantieren kann, wie in Dänemark zum Beispiel, hat er in meinen Augen auch nicht das Recht so stark in die Finanzplanung seiner Bürger einzugreifen.

So ich glaube das wars erstmal...nimm mich außeinander Ilolein :D
LaChatte[QUOTE]P.S.: LaChatte, zwei Monatslöhne an Lohnsteuern? Lass uns tauschen, sofort! DAS wäre für mich schon Steuerparadies genug.[/QUOTE]

Warum tauschen? Im Block, wo ich wohne, hats immer wieder Wohungen frei... und seit den Bilateralen kannst du auch ohne weiteres in der Schweiz arbeiten gehn. Und tatsächlich gibts auch ziemlich viele Ossis, die hier in die Gegend ziehen.

[QUOTE]Es gibt einen guten Grund warum Langzeitarbeitslose bisher abhängig von ihrem letzten Gehalt bezahlt wurden. Wir haben in Deutschland eine sehr breite Mittelschicht die dadurch geschützt werden sollte.[/QUOTE]

Die Idee, dass Menschen ab einer gewissen Zeit alle gleich viel Arbeitslosenunterstützung bekommen, finde ich gut. Allerdings sollte diese Unterstützung nicht so niedrig ausfallen, dass dadurch grosse Teile der Bevölkerung langfristig in die Armut rutschen.

Auch dass privates Vermögen bis zu einem gewissen Grade selbst genutzt werden soll, ist in Ordnung. Allerdings sollten Beträge, die der Altersvorsorge dienen und entsprechend angelegt wurden, nicht angetastet werden, das find ich wiederum übers Ziel hinausgeschossen.

Das Offenlegen der finanziellen Verhältnisse ist auf Schweizer Sozialämtern gang und gäbe, da wird man schon seit eh und je bis auf den letzten Rappen durchleuchtet, und es wird ein Budget erstellt, wobei das Sozialamt ohne weiteres fordern kann, man solle doch bitte in eine günstigere Wohnung ziehen. Da in der Schweiz nur die Reichen Hausbesitzer sind, die selten im Sozialamt vorbeikommen, stellt sich das Problem mit "Haus verkaufen" weniger. Aber für Hausbesitzer dürfte wohl "Zimmer vermieten" je nachdem auch noch eine Option sein...

[QUOTE]Ich bin ja auch der Meinung, dass man niemand, der das System ausnutzt unterstützen sollte. [/QUOTE]

Hier hat der Staat wirklich die Wahl zwischen a) einen enormen Kontrollapparat aufzubauen, der auch viel Geld kostet, und hallo Big Brother oder b) bewusst eine gewisse Missbrauchsquote akzeptieren, um die Kräfte darauf zu konzentrieren, den Menschen zu helfen und Kontrollen nur stichprobenweise zu machen oder c) halt ein System einführen, wie das Grundgehalt, in dem Missbrauch nur schlecht möglich ist, da jeder das Gleiche bekommt.

[QUOTE] Ich habe von so vielen jetzt gehört, dass sie sich lieber beim Amt abmelden und schwarz arbeiten gehen als bei Hartz IV mitzumachen.[/QUOTE]

... und das ist sicher auch keine Lösung.
CamouflageHallo decay, ich bin auch Deiner Meinung, dass man die Sozialhilfeempfänger nicht als Buhmann der Nation ausnutzen sollte. Soweit ich weiß, sind sie stets in einer verträglichen Minderheit gewesen. Ich stelle auch den Verdacht auf (!), dass viele Sozialhilfeempfänger wirklich physisch und psychisch nicht unbedingt geeignet sind, ihr Einkommen auf lange Sicht aus eigenen Kräften zu meistern.
Damit meine ich keine Kinder, die noch heranwachsen werden. Aber viele andere sind einfach nicht dafür gemacht und würden sicherlich mehr Geld kosten, würde man sie aus diesem Trott herausholen wollen.

Meine Meinung.

Und Odessa, Fischin aus dem Bavarischen, ich habe das Beispiel gerne gelesen. Die Frau hat es gut getroffen, alle Achtung. Ihr geht es materiell sehr gut und urlaubstechnisch besser, als mir.

Stets mit einer strafrechtlichen Verfolgung, Überprüfung, Bestrafung seitens des Amtes rechnen zu müssen. Von Nachbarn, Freunden und Bekannten, vielleicht auch Familienangehörigen behelligt, beobachtet und auch verfolgt zu werden...

... ich wähle dann doch mein Leben.

Bin ich ausgeglichen, strebe ich nicht nach Sozialneid. Strebe ich nicht nach unmoralischen Beispielen, strebe ich nicht nach Diskussionen, die mein Herz belasten und mich als Mensch keinen Meter weiterbringen. Dies schreibe ich, weil es nicht im Forum entschieden wird, wie eine Regierung mit mir umgeht, sondern auf der Strasse und bei den Abgeordneten einer Demokratie.

Grüße an Apex. Wann wirst Du endlich Lehrer? Bilde das Volk, Dein Text hat mir sehr gut gefallen!
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Nein, ich bin nicht bedürftig. Und ich versuche jetzt ein letztes Mal klarzumachen, WAS ich meine *seufz*:[/quote][/b]
Ab er [i]du[/i] wolltest doch Geld von mir...

[quote][b]Und ich führe wieder meine Frage an: Wer hindert denn alle Menschen wie LaChatte oder auch Dich oder TTP, von ihrem Gehalt (wie "üppig" es auch sein mag) die Hälfte oder mehr abzugeben? Wieso habe ich bis jetzt von keinem von Euch gelesen, dass er z. B. monatlich 400 Euro an eine bedürftige Familie im Irak überweist...
[/B][/QUOTE]

Wenn ich nur 400 Euro übrig hätte. Aber mein Geld bekommt der Staat, die Rentenkasse, die Krankenkasse und das BaföG-Amt(d.h. ich habe gerade Schulden), die Gewerkschaft und das Rote Kreuz und die 'Amsel'. Da bleibt nicht mehr viel, und mein altes Auto muß ich auch noch abbezahlen.

Tja, dumm gelaufen, aber ich bin gerade nicht sehr liquide...
DokuroDas Problem ist das offensichtlich die Ganze Welt hilfe vom Staat als selbstvrständlich ansieht. es gibt bestimt genug länder in denen der Staat genug leute verhungern lästs und Arbeitslosengeld gab es in Deutsch- land -esreich bestimmt auch nicht schon immer. Gabe es den Staat nicht würden soziemlich alle Abrbeitslosen vor die Hunde gehen, weil sie keine Arbeit haben und somit Naturel gesehen keine überlebenschance hätten. Das der Staat Hilfe anbietet ist ein sehr Humaner zug, zu dem sie nichtmal unbedingt verpflichtet wären(obwohl es bei einer einstellung zu einer revolte kommen würde). Wenn jemand keine Arbeit hat aus welchem grund auch immer ist es doch wesentlich gerechter das der Staat ihn für sich arbeiten lässt, ihm monatlich was auszahlt und ihn dan noch der Sozialen Arbeit entsprechend was dazugibt(1€Jobs) als wenn die betreffende person sich hinsetzt, auf einen neuen Job wartet, sich solange vom Staat durchfüttern lässt und wenn irgenwas zumutbares kommt es vieleicht noch nicht mal annimt weil das waten bequemer ist. So haben die leute wenigstens den anreiz den nächst besseren Job anzunehmen und nicht weiterzu schnorren. Es gibt ein sprichwort das lautet" Die schweine werden solange weiterfressen bis der Trog lehr ist.", und dem versucht man entgegenzuwirken.
LaChatte[QUOTE]Wir könnten ja boardintern eine Umfrage starten, wäre doch interessant, Frage: Wer von Euch würde einer geregelten Arbeit nachgehen, wenn er auch OHNE diese Arbeit gleich viel oder sogar mehr Geld bekommt, einfach so.[/QUOTE]

Wer arbeitet, hat mindestens genauso viel, wie einer, der nicht arbeitet...

[QUOTE]Ich traue mir fast wetten, dass 70-80 % hier, auf diesem "schwarzromantischem" Forum, sagen werden "Nein, ich würde natürlich NICHT schuften gehen".[/QUOTE]

Odessa, das hörst du nun bestimmt gar nicht gern - aber du hast eine typisch deutsche Mentalität, die "Arbeit" mit Dingen wie "mühsam, anstrengend, schweisstreibend" assoziiert. Und wenns nicht mühsam war, wars keine Arbeit.:D

Ich wünsche mir hingegen, dass Menschen das tun, was sie am liebsten tun. Das muss nicht geregelt sein, das darf ganz spontan sein. nein, "schuften" werden die Leute nicht gehn. Sind ja auch keine Schufte, hier. Allerdings werden sie Dinge tun, die ihnen selbst gut tun, und zusätzlich vielleicht sogar noch der ganzen Welt. Und wenn's noch toller kommt, kriegen sie zu den 2000 Euro noch was dazu.

Dafür, dass dieser Gedanke - vor allem im deutschsprachigen Raum, in den lateinischen Ländern wirds einfacher sein - ziemlich gewöhnungsbedürftig ist, dafür bist du das beste Beispiel. Nicht böse sein.;)

[QUOTE](LaChatte, ich schließ mich Celtvis an - lass uns tauschen. Nur zwei Monatsgehälter an Steuern? Hier ist es jedes Monat 1/3/....) [/QUOTE]

Wieso tauschen? Jeder ist selbst schuld, der in Deutschland bleibt.... Und so schöne Sonnenuntergänge wie hier gibts eh nirgends.:)

[QUOTE]Und LaChatte´s Idee - sh. oben in meinem Post. Ich kann 2.000 Euro an jeden doch nur dann auszahlen, wenn auch jeder dieses Geld irgendwo erstmal verdient hat.[/QUOTE]

Nur schon der Joe Ackermann allein dürfte für 1000 Arbeitslose gut sein... und eben - Steuern auf Finanztransaktionen. Das grosse Geld ist an der Börse, warum solls der Staat nicht da holen, wo es ist?
LaChatte[QUOTE]...Wo hab ich das gesagt? Ich stellte fest dass bestimmt die Mehrzahl hier nicht würde arbeiten gehen (egal in welchem Job), wenn es denn auch OHNE Arbeit Geld gäbe und man leben könnte.[/QUOTE]

Das ist richtig und wundert mich auch nicht im Geringsten, bei diesen menschenunfreundlichen Bedingungen.

[QUOTE]...und hier ist genau der Punkt, wo Deine Idee absolut weltfremd und naiv und aus dem Traumland ist denn ich frage Dich zum 3. Mal: WER macht dann die Jobs, die KEINER machen will?[/QUOTE]

Diese werden - oh wunder - auf einmal sehr gut bezahlt werden müssen, weil sie eben niemand machen will. Das hätte zum Beispiel zur Folge, dass industriell/am Fliessband hergestelltes Brot auf einmal deutlich teurer wird, während der Holzofenbäcker, der zweimal pro Woche sein handgemachtes biologisches Brot anbietet, preislich locker mithalten könnte - denn dieser Bäcker arbeitet aus Leidenschaft und muss nur die Kosten reinholen können. Diese Entwicklung wäre sehr zu begrüssen.

[QUOTE]wer ist die Krankenschwester die Dich in einer 20-Stunden-Schicht betreut[/QUOTE]

ich halte gar nichts von 20-Stunden-Schichten und übermüdeten Krankenschwestern, die mir womöglich noch die Medis verabreichen, die eigentlich mein Zimmernachbar haben müsste. 20-Stunden-Schichten gehörten dann auch der Vergangenheit an.

[QUOTE] Fliessband/Fabrikarbeit, Autos zusammenbauen, Ziegelsteine brennen blablabla...[/QUOTE]

Wofür gibts Maschinen und Roboter? Schon heute werden viele Arbeitsplätze in der Produktion abgebaut und durch Maschinen ersetzt, und dieser Trend wird weiter anhalten. Und er wird sich noch verstärken - eben, weil niemand mehr sich für so was kaputt machen wird.

[QUOTE]Künstlerallüren und weltfremde Eso-Ideen können sich dort nur die leisten, die so priviligiert von Anfang an waren DASS sie sich den Job aussuchen konnten, der ihnen "Spass macht". [/QUOTE]

Künsterideen und Eso-Allüren können sich seit eh und je diese leisten, die bereit sind, das Risiko auf sich zu nehmen, eine originelle Idee umzusetzen.

[QUOTE]Die Idee, dass eine Arbeit "nur Spass" zu machen hat, ist übrigens auch eine voll "deutsche" Idee[/QUOTE]

Ich sag nicht, dass Arbeit unterhaltsamer als der Club Med sein muss. Ich sage, dass eine Arbeit sinnvoll sein muss - dann machens die Leute auch gerne. Chirurginnen, Krankenpfleger und Sozialarbeiterinnen machen ihre oft traurige und psychisch belastende Arbeit deshalb, weil sie einen Dienst an der Welt leisten wollen und eine grosse Befriedigung daraus ziehen, Menschen helfen zu können. Alle Mühseligkeiten sind vergessen - haben sich gelohnt, wenn der jugendliche Kleinkriminelle eine Lehre macht und sich ein solides Leben aufbaut. Das ist ein "Spass", der tiefer geht als blosses Amüsement.

[QUOTE]Und ich wiederhole auch meine andere Frage: wenn Dir Dein Gehalt (as said, das mehr als doppelte von meinem, das für eine Familie reichen musste) nicht reicht und Du so grad damit über die Runden kommst - wie gedenkst Du dann, von nur 2.000 Euro leben zu können? [/QUOTE]

Was hast du da nur gerechnet? Mein jetztiges Gehalt (über das ich sogar noch relativ frei bestimmen kann - mehr Arbeit, mehr Geld), ist gerade wenig mehr als 2000 Euro.

[QUOTE]Wo ist Dein Beitrag, um Deine Idee auch gleich real wenigstens in Deinem Umfeld umzusetzen, wo ist Dein sozialer Beitrag für mehr Menschlichkeit und Gerechtigkeit, in Deiner Nachbarschaft oder bei Deinen Kollegen z. B.?[/QUOTE]

Ich erlaub mir, meine Eso-Allüren auszuleben und mach eine Ausbildung, mittels derer ich in meiner Umgebung schon so einiges bewegt habe - und noch mehr zu bewegen hoffe.:)
LaChatte[QUOTE]LaChatte - ich bezog mich auf das von Dir hier im Kaiser mal gepostete Gehalt (sonst hätte ich es auch gar nicht erwähnt)[/QUOTE]

Das war aber noch nie viel höher... oder hast du eventuell Schweizer Franken 1:1 in Euronen umgerechnet?

[QUOTE]...FrauKatz, aber doch auch nur wenn "derweil" jemand deren Leben bestreitet... [/QUOTE]

unter meinen Temporären gibts einige, die einem Künstlerleben frönen - zum Beispiel im Sommer hier auf den Bau, im Winter nach Südamerika/Karibik als Fremdenführer. Oder da gibts Musiker, die zwischendurch mal jobben, um sich über Wasser zu halten, wenn sie keine Aufträge haben. Einigen begegne ich dann wieder, wenn sie Strassenmusik machen. Allerdings, Familie können sich diese Menschen nicht leisten, darauf muss man verzichten. Kunst ist ebenso fordernd wie ein Baby, und hierzulande geht beides zusammen in den seltensten Fällen.

[QUOTE]Ich finde Deine Idee per se wirklich nicht verkehrt, es wäre traumhaft und alles, nur - ich gönne mir den "Luxus", sie für nicht umsetzbar und v.a. nicht für bezahlbar zu halten.[/QUOTE]

Hurra, die Odessa findet die Idee im Prinzip gut!:D

Ich erlaube mir aber, im Gegensatz zu dir, so viel wie möglich ins kollektive Bewusstsein einzubeamen, damit vielleicht auch mal Politiker und generell ein Haufen Leute was davon mitbekommen... und Glaube versetzt bekanntlich Berge. Siehe zB, was Nelson Mandela erreicht hat.

[QUOTE]Dir eine gute Nacht, und wie immer machte es Spass mit Dir zu diskutieren, danke:-). In einer Kerle-Runde wären schon längst die ersten Schimpfwörter gefallen *g*....[/QUOTE]

Danke, gleichfalls, schlaf gut... :)
Darket[QUOTE]warum, Darki? Es GIBT definitiv die Ausnutzer und Betrüger, und wenn es "nur" 20 oder 30% sind [/QUOTE]
Und auch diese Zahlen halte ich für um Längen zu hoch gegriffen, ich kenne die Schätzungen der Bundesagentur für Arbeit (so heißt das, nich Arbeitsamt :D ) nicht genau, aber um mal eine Vergleichsgröße in den Raum zu werfen: Die Sozialämter in Deutschland schätzen, dass etwa 4% aller Sonderleistungen (Wohnungseinrichtung, Kleidergeld, etc.) nicht gerechtfertigt sind. Ich persönlich glaube jedenfalls nicht daran, dass 800000 Menschen in Deutschland den Staat mutwillig ausnehmen. Das Sozialsystem muss nicht vor diesen paar Figuren geschützt werden, selbst wenn sie Milliarden kosten, es muss vor sich selbst geschützt werden, da es so wie es ist schlicht nicht mehr zu halten ist, selbst wenn diejenigen, die arbeiten können und nicht wollen rausfielen. Dahingehend ist Hartz sehr sinnvoll und bestimmt lange noch nicht das Ende der Fahnenstange, nebenbei wird in der ganzen Debatte gerne vergessen, dass sogar Vergünstigungen für die Betroffenen hinzukommen (Stichwort Wohngeld). Die Berichterstattung zu dem Thema ist katastrophal und in keiner Weise angemessen, kein Wunder, dass halb Deutschland wegen so einer pipifax Reform, die ganz Rest-Europa so oder so ähnlich längst hinter sich hat, anfängt zu heulen.
CamouflageWollte noch einmal an Odessa richten. Ich hatte heute Mittag genau das selbe zu einem Bekannten gesagt. Man kann den Deutschen die Angst vor zu wenig Geld wohl nur noch dann ein wenig abtrainieren, indem man sie wieder auf den Boden herunterholt und nicht den rang von seinen finanziellen Mitteln abhängig macht, sondern von den Taten, die er leistet. Nachbarschaftshilfe, gemeinschaftliche Aufgaben und Dienste und vor allem respektable Leistungen, die nicht immer Geld kosten müssen (Tauschringe, etc.)

Dann kann es auch den Ärmsten wieder besser gehen, wenn sie das die wichtigste Zutat für den Lebkuchen Leben bekommen, Achtung.

Daher sollte man das Ehrenamt noch viel mehr stärken und auch ausüben. Man erfährt dadaurch soziale Bindung und Kontakte und minimiert eher den Glauben an die Allmacht des Geldes.

Ansonsten stimme ich Dir auch mit der Jobgeschichte in anderen Städten und Gemeinden zu. Man kann immer einen Job finden. Ist die Schmerzgrenze und der Stolz erst einmal gesund geschrumpft, sieht vieles nicht mehr so schlimm aus.

Sollte man daher nicht erst einmal loslegen, bevor man jammert, oder sind wir wirklich nicht mehr in der Lage, uns schmutzig zu machen?

Daumen hoch.
Caranaldion[i]Und jetzt atmen wir allle mal tieeeeeeeeeeef ein und wieder aus, tieeef ein und wieder aus, und spüren, wie sich Ruhe in uns ausbreitet...ein...aus...ein..aus...

Nervertheless würde es mich SEHR freuen, wenn boardinterner Kram aussen vor bleibt (es wird langsam dezent nervig) .

Danke

Caranaldion [/i]
DarketDie spinnen die Bayern :D :q
Move over KateIch zitier einfach mal Welle Erdball - [I]Arbeit adelt.[/I] :D

Und noch was: Selbst wenn ich von einer ewigen, nicht versiegenden Geldquelle schöpfen könnte - als Hausbesitzer, Großaktionär oder Ölscheich - ich würd' trotzdem Arbeiten, also produzieren, komponieren, studieren oder weiß der Teufel was Produktives machen. Denn neben der Erwerbsfunktion hat Arbeit etwas struktur- und sinngebendes. Und darauf möchte ich nicht verzichten. Das klingt jetzt fast schon calvinistisch.
ScientistWas mir, wenn ich die Wehklagen der ganzen Arbeitslosen Ostdeutschen höre immer auffällt, ist, dass es Bevölkerungsgruppen gibt, die dieses Problem nicht kennen. Der Ostdeutsche im Allgemeinen scheint offensichtlich zu erwarten, dass der Staat ihm seinen Arbeitsplatz auf dem Silbertablett serviert. Wenn man in Ostdeutschland in ein Obst und Gemüsegeschäft, einen Blumenladen, oder einen kleinen Supermarkt kommt, dann wird man mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem freundlichen Vietnamesen oder Chinesen und seiner Familie begrüßt. Die Asiaten sind fleißig, genügsam und halten als Familie zusammen. Deshalb finden sie auch immer eine Beschäftigung. Wo aber sind die Deutschen? Sie lehnen mit der Bierflasche in der Hand an der Hauswand und machen Ausländerfeindliche Sprüche. Das was die Asiaten können, sollte doch für deutsche ebenso möglich sein.
[quote]
Das klingt jetzt fast schon calvinistisch.
[/quote]
Den Ländern mit Calvinistischer Tradition geht es wirtschaftlich ja auch gar nicht so schlecht.
TheTurningPointSo, ich will nun auch mal wieder meinen Senf dazugeben. Ich will mich aber auf das beschränken, was aus meiner Sicht noch zu sagen ist. Ansonsten stimme ich dem hier von LaChatte, decay73 und Apex Geschriebenem 100% zu, ihre Argumente können getrost auch als meine betrachtet werden.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Wir könnten ja boardintern eine Umfrage starten, wäre doch interessant, Frage: Wer von Euch würde einer geregelten Arbeit nachgehen, wenn er auch OHNE diese Arbeit gleich viel oder sogar mehr Geld bekommt, einfach so.

Ich traue mir fast wetten, dass 70-80 % hier, auf diesem "schwarzromantischem" Forum, sagen werden "Nein, ich würde natürlich NICHT schuften gehen". [/B][/QUOTE]Wie LaChatte schon schrieb, ist die Frage so nicht richtig gestellt. Sie müsste lauten:
Wer von Euch würde einer Arbeit nachgehen, die ihm Spaß macht und die er für sinnvoll hält, auch wenn er OHNE diese Arbeit gleich viel oder sogar mehr Geld bekommen würde?

Da könnte ich mich schon melden. Ich könnte garantiert im Westen eine Stelle finden, wo ich doppelt so viel Gehalt bekomme wie hier. Aber ich habe hier eine Arbeit, die mir Spaß macht und sinnvoll ist,und ich kann in einem freundlichen Arbeitsklima arbeiten.

[QUOTE][B]So, und darauf "basiert" meine Ablehnung von LaChatte´s Plan - nicht weil er schlecht wäre, sondern weil er mit der Menschheit nicht machbar ist, denn es gibt doch JETZT schon genug Menschen die eben NICHT arbeiten wollen, die es sehr gut aushalten, ihr Leben lang auf anderer Leute Kosten zu leben. [/B][/QUOTE]Zeige mir nur Einen, der nicht gern arbeiten würde, wenn er eine Arbeit bekommt, die ihn ausfüllt, und von der er seinen Lebensunterhalt bestreiten könnte.

[QUOTE][B]Und ich führe wieder meine Frage an: Wer hindert denn alle Menschen wie LaChatte oder auch Dich oder TTP, von ihrem Gehalt (wie "üppig" es auch sein mag) die Hälfte oder mehr abzugeben? [/B][/QUOTE]Ich gebe doch jetzt schon die Hälfte ab. Was der Staat mit diesem Geld macht, das kann ich leider nur in sehr geringem Maße beeinflussen.

[QUOTE][B]Wieso habe ich bis jetzt von keinem von Euch gelesen, dass er z. B. monatlich 400 Euro an eine bedürftige Familie im Irak überweist (die brauchen es nämlich wirklich, nachdem der glorreiche Westen mal wieder seinen Imperialismus auslebte...). [/B][/QUOTE]Sorry, so viel bleibt leider nicht übrig. Ich würde aber liebend gern das Geld bei den (auch deutschen) Waffen- und Munitionsfabrikanten eintreiben, die sich an diesem Krieg dumm und dämlich verdient haben, und dieses zum Wiederaufbau verwenden.

[QUOTE][B]Oder wo sind die sozialen Tätigkeiten wie "am Wochenende/Abendfreizeit einer behinderten Frau beim Haushalt helfen, umsonst natürlich" (Ich habe das z. B. gemacht, bis vor 2 Monaten, bei meinem Nachbarsjungen der im Rollstuhl sitzt. Er ist jetzt weggezogen, daher entfällt das). [/B][/QUOTE]Darf es auch ein behinderter Mann sein? Ich kann dir gern seine eMail-Adresse geben ...

[QUOTE][B]Ich mag eines nicht: Menschen, die immer laut reden von ihrer sozialen Ader und den "sozialen Plänen für eine bessere Welt" - die aber selber so überhaupt nicht danach leben bzw. nicht mal im kleinen nachbarschaftlichem Umfeld ihre guten Ideen umsetzen (das meine ich jetzt allgemein, nicht auf jemand hier bezogen). [/B][/QUOTE]Du kannst mal davon ausgehen, dass ich, wenn ich nicht arbeite, schlafe oder in den Nachtwelten poste, dass ich dann meine "sozialen Pläne für eine bessere Welt" in der Praxis durchzusetzen bestrebt bin - Der Weg ist das Ziel.
Es gibt sogar etliche Leute, die von mir behaupten, ich wäre uneigennützig - was aber so nicht stimmt, ich versuche nur, meine eigenen Ziele durchzusetzen. :rolleyes:

[QUOTE][B]So, und nun bitte ich um Meldungen hierzu, wie das sein kann. Ich bin weder studiert noch bin ich jung noch lasse ich gelten, dass die Personalchefs alle von meinem blendendem Aussehen (Darket *g*) beeindruckt waren denn ich bin alt und hässlich. [/B][/QUOTE]Wie alt sind denn dann die Bilder auf deiner Homepage? :)
Und du hast natürlich keine kleinen Kinder, die eventuelle Arbeitsausfälle hervorrufen könnten, oder die gar einen Kindergartenplatz benötigen würden? Dann sieht es nämlich gleich gaaanz gaaanz anders aus.

[QUOTE][B]Und hätte trotzdem zig Stellen antreten können, in ganz Deutschland verteilt, im Sommer 2004. [/B][/QUOTE]Wenn man aber in seiner Heimat bleiben will, und sich nicht von fremden Leuten herumscheuchen lassen will? Wenn ich in den Westen gewollt hätte, dann hätte ich das auch schon zu DDR-Zeiten tun können. :rolleyes:

[QUOTE][B]"Die sollen mir bitte mal erklären, warum sie keine Antworten geben können auf die Frage: Wer soll das alles bezahlen"
Durchaus möglich. Ideen hat LaChatte ja schon aufgechrieben.
Wenn ich jetzt schon ein fertiges Konzept hätte, könnte ich ja gleich Bundeskanzler werden.
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...ja genau, decay - das ist aber das was ich (und Ralf, in diesem Fall) auch sagen: es ist leicht, schöne Ideen zu haben. Aber von schönen Ideen werden doch unsere Leute auch ned satt und stehen immer noch arbeitslos an der Ecke... [/B][/QUOTE]LaChatte hat schon einige male angedeutet, wie sie das Ganze zu finanzieren gedenkt. Und ich selbst habe schon einige Seiten weiter vorn einen Link angegeben, wie ICH das zu finanzieren gedenke:

[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]Es gibt [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=36773]Alternativen ... [/URL][/B][/QUOTE]Nur hat dazu bisher noch niemand von der Gegenseite auch nur ein Wort verloren. Für die wirklichen Schmarotzer, die sich noch an der Armut der Ärmsten zu bereichern trachten, ist da freilich kein Platz mehr.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Und LaChatte´s Idee - sh. oben in meinem Post. Ich kann 2.000 Euro an jeden doch nur dann auszahlen, wenn auch jeder dieses Geld irgendwo erstmal verdient hat. Denn wenn von 100 Leuten nur 10 arbeiten wollen dann in diesem Paradies, dann müssen doch diese 10 irgendwie die (insgesamt) 100 x 2000 Euro verdienen.... oder wächst das Geld auf den Bäumen dann? [/B][/QUOTE]Ja, es wächst auf den Bäumen !
Und es fällt herunter und vergammelt, weil es "billiger" ist, Äpfel aus Neuseeland zu importieren. :mad:
Ihr versteht uns nicht, weil eure ganze Geld-hin-und-her-Schieberei in sich nicht schlüssig ist, weil sie alle Ressourcen außer Geld (das man bekanntlich nicht essen kann) außer acht lässt.
Wieso werden nicht die gesamten Ressourcen, die das Land bietet, Allen zur Verfügung gestellt? Wieso haben es in einem der reichsten Länder der Welt überhaupt Menschen nötig, zum Bittsteller zu werden, während massenhaft Ressourcen verschwendet werden, um in anderen Ländern der Welt - siehe Beispiel Irak - Ressourcen zu vernichten?

[QUOTE][B]Sorry, ich kapier es wirklich NICHT wie das funktionieren sollte. Auch ohne Militärkosten und ohne hohe Beamtenpensionen werden wir nicht 80 Mill. Menschen "einfach so" beschenken können... [/B][/QUOTE]Wieso nicht? Woran mangelt es?
Gibt es nicht genug zu Essen für Alle? Gibt es nicht genug Kleidung für Alle? Gibt es nicht genug leerstehende Wohnungen? Gibt es nicht genug arbeitslose Lehrer, Mediziner? Gibte es nicht genug Bücher und CDs? Gibt es nicht genug Computer? Gibt es nicht genug Autos?
Woran mangelt es in diesem Lande? Womit lässt sich begründen, dass man anderen Menschen das nicht gibt, was sie gern haben möchten?
Warum verschwenden wir ungeheure Ressourcen zur Verwaltung der Armut, anstatt unseren Reichtum ordentlich zu verwalten?

[QUOTE][B]-----
gibt? Soll man doch die bestrafen, die es mißbrauchen...aber nicht die, die es nötig haben.
----
Mißbraucher - bestrafen. Mißbrauch -eindämmen. Durch stärkere Überwachung (wären das nicht gleich wieder ein paar Arbeitsplätze mehr, nur mal so ne Idee...)... [/B][/QUOTE]Klar, wenn einem nichts Besseres einfällt ... :q

cocrea schrieb mir einmal in einer PN:
[b]"Wenn du zwei Möglichkeiten hast, dann wähle die dritte."[/b]

Warum nicht statt Bedürftige (mit-)bestrafen oder Missbrauch tolerieren die dritte Möglichkeit wählen und ein System einführen, dass sich nicht missbrauchen lässt?

Mag sein, dass die DDR nicht sehr reich war, aber dort hat man es einigermaßen geschafft, den trotz Wirtschaftsembargo vorhandenen Reichtum einigermaßen gerecht zu verteilen, obwohl es noch kein Internet gab, ja nicht mal ein ordentliches Telefonnetz.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Scientist [/i]
[B]Wenn man in Ostdeutschland in ein Obst und Gemüsegeschäft, einen Blumenladen, oder einen kleinen Supermarkt kommt, dann wird man mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem freundlichen Vietnamesen oder Chinesen und seiner Familie begrüßt. Die Asiaten sind fleißig, genügsam und halten als Familie zusammen. Deshalb finden sie auch immer eine Beschäftigung. [/B][/QUOTE]Die arbeiten eben für einen Bruchteil des Lohnes, den ein Deutscher haben wollen würde ... und sie kampieren dann zu viert oder zu fünft in einem Zimmer irgendwo unterm Dach oder im Keller ...
Sorry, aber ich kann alle Ostdeutschen verstehen, die [b]SO EIN "LEBEN"[/b] nicht wollen. So schlecht scheint es den Ossis in der DDR offenbar nicht gegangen zu sein, wie ihnen die Wessis immer gern einreden wollen ...
Suicide-SmurfHm also Gründe für Arbeitslosigkeit fallen mir mit Buch vier ein:
Mindestlöhne, Kollektive Lohnverhandlungen, Effizenslöhne und Suchverhalten.
Die Idee von La Chatte finde ich auch nich schlecht, allerdings wird es immer scheiss Jobs geben die niemand machen will. Wer möchte schon den ganzen Tag klos putzen oder im Bergwerk arbeiten? Die Roboter sind meist leider auch noch nicht so weit oder einfach zu teuer. Irgendjemand muss es tun. Darum glaube ich das es nicht funktionieren wird.

[quote]Original geschrieben von TheTurningPoint
Es gibt Alternativen ... [/quote]
Wörgl
Hm dazu fällt mir nur ein, dass unser System einen selbständigen reperatur prozess hat.
Kenn mich dabie allerdings nich so aus..studier kein bwl oder vwl....aber mit Buch

Aber dazu, dass Geld immer im Umlauf sein muss für ein Wachstum

Wenn auf dem Kreditmarkt das Angebot an Gelden steigt sinkt der Zins für Kredit. Das passiert z.b wenn die Leute sparen, wie im moment. Das hat zufolge, dass sich Firmen widerum billig Kredite holen können und das neue Geld investieren können. Durch Investitionen steigt unser Bruttoinlandsprodukt(4 bestandteile: Konsum, Investionen, staatsausgaben, nettoexporte).

Investionen sind sogar besser als der pure Konsum der immer versucht wird anzutreiben weil sie unsere Gelder sinvoller anlegen als nur verbrauchen.

Wörgl find ich ja ganz nett aber wo bleibt die Gerechtigkeit für dieejenigen die Sparen wollen?Und das Argument von letzem mal lass ich nicht gelden "Arbeitscheine kann man nicht durch betrug und ähnliches erwerben"
Eine Mafia kann man auch bei Wörgl grüden um die Leute zu terrorisieren. Genauso wie es dort jemand gibt der mehr Arbeitsscheine haben wird wie ein anderer.


edit: Zur Einkommensverteilung noch ein Zitat aus dem Buch

[quote]
Politische Massnahmen, die die Erfolgreichen bestrafen und die Erfolglosen belohnen, verinngern den Anreiz, erfolgreich zu sein. Die Politiker sehen sich deshalb einem Zielkonflikt zwischen Gerechtigkeit udn Effizens gegenüber. Je gerechter der Kuchen aufgeteilt wird, um so kleiner wird er. [/quote]
Suicide-Smurf[quote]Warum verschwenden wir ungeheure Ressourcen zur Verwaltung der Armut, anstatt unseren Reichtum ordentlich zu verwalten?[/quote]

In Focus money konnte man vor einiger Zeit lesen wie ein reformiertes Steuersystem unser Wachstum fördern würde.
Wenn du möchtest schick ichs dir gerne zu TTP
LaChatte[QUOTE]allerdings wird es immer scheiss Jobs geben die niemand machen will. Wer möchte schon den ganzen Tag klos putzen oder im Bergwerk arbeiten? [/QUOTE]

WCs putzen wollen nicht viele, aber alle wollen saubere WCs... das hätte natürlich einen Einfluss auf die Löhne. Und es würde eventuell so weit kommen, dass eine Bank vom Prokuristen locker verlangen darf, auch mal einen Eimer Wasser und einen Lappen in die Hand zu nehmen, weil die Putze ist einfach teuerer als der Prokurist.:D

Und Sauberkeit ist ja tatsächlich wichtiger als Geld.... oder ist da jemand nicht einverstanden?;)
2378Wenn dafür der Prokurist nicht mehr mit einem Beim im Gefägnis steht, wenn etwas passiert, hätte er kein Problem oder?

Wenn obere Führungskräfte nur so wenig arbeiten müssten wie die Schichtarbeiter, hätte sie mit deren Gehalt auch kein Problem und wenn sie nicht dafür auch teilweise mit einem Beim im Gefängnis stehen (wenn was passiert), dann würden sie auch mit weniger Geld kein Problem haben...

Es gibt zwei Arten von Jobs - die einen mit viel Verantwortung die eben bezahlt werden sollte - und die anderen die unangenehm sind... - werden nur noch die unangenehem gut bezahlt, will keiner mehr Verantworung übernehmen oder?

Statt Hartz IV wäre ich für ein anderen Modell:

Wir führen ein Konto ein - jeder bekommt vom Staat pauschal 5 Jahre Hilfe (pauschale für alle) - die Hilfe kann man jederzeit in Anspruch nehmen (z.B: um sein Studium zu finanzieren, sich auszahlen lassen, usw). Nach diesen 5 Jahren ist die Hilfe weg - dann ist man auf sich gestellt. Es gibt aber die Möglichkeit durch Arbeit sein Konto wieder aufzufüllen (fest Richtlinien dafür) und dann bekommt amn sie wieder... - wenn man sein Studium schafft, bekommtn amn auch wieder 2 Jahre gutgeschrieben usw.
Man könnte es wie eine Lebensversicherung sehen, in die der Stadt gleich 5 Jahre einzahlt... - die Hilfe kann auch dann 5 Jahre übersteigen, wenn man z.B. nie arbeitslos davor war und dann immer einzahlt.

Ziel: Der Bürger soll endlich wieder sehen, dass ER für sein Leben verantwortlich ist und sonst niemand... - die Hilfe reicht erstmal locker (besonders wenn amn davor gearbeitet hat) und die Leute werden - wenn es gar ncihts mehr gibt - dann auch jeden Job annehmen oder vorsorgen, dass es niemals so weit kommt...

2378
decay73...und zu Hause macht ja auch jemand das Klo sauber...ganz ohne Bezahlung; eben aus der Notwendigkeit heraus.
Und die Straße fegen wird sicher auch jemand (was übrigens ein gar nicht so schlechter Job ist...Straßenfeger sind die wahren Philosophen...;)).

Aber mal abgesehen davon, wäre das ganze Arbeitsleben ja auch wesentlch humaner.

Zur Zeit bin ich auf Gedeih und Verderb von der Uhr der Firma abhängig. Ich muß morgens antanzen und dann wird gnadenlos die Zeit gestoppt. Unabhängig davon, wieviel zu tun ist und wie es mir geht.
Am Ende bleibt mir unweigerlich nichts anderes übrig, als die Frage 'Arbeiten oder Rente' abschließend zu beantworten (eventuell noch Teilrente und halbtags arbeiten, aber da geht es schon los mit der Geldfrage). Mir wäre es wesentlich lieber, wenn ich selbst entschheiden könnte, wann ich zur Arbeit gehe, ob ich mich ins laute Büro quäle oder vielleicht doch einiges von Zuhause aus mache, zu wieviel ich gerade in der Lage bin zu leisten, wenn ich selbst entscheiden könnte, ob ich gerade fit genug bin, morgens um 7 aufzustehen und 8 Stunden zu arbeiten, oder ob ich erst um 9 aufstehe oder vielleicht um 4, weil ich wach geworden bin.
Zur Zeit geht das nicht, denn ich muß mich an den vorgegebenden Zeikorridor halten.

Viele kranke Menschen z.B. würden immer noch arbeiten, wenn ihnen mehr Flexibilität zugestanden würde.

Und vielleicht habe ich dann auch eher Lust dazu, meiner alten Nachbarin ein Brot mitzubacken. Auch dazu fehlt es mir momentan nach der Arbeit an Lust und Energie. Momentan schaffe ich es gerade noch nach Feierabend mir selbst eines zu backen.

Länger nutzlos rumsitzen als zwei Wochen Urlaub schaffe ich jedenfalls auch kaum.

Also ließe sich mit dem Grundgehalt alles wunderbar miteinander verbinden. Arbeit (bzw. eine Aufgabe(!)) die mir Spaß macht, kleinere Tätigkeiten, die mir auch Spaß mache und meiner Gesundheit angepaßte Flexibilität
Nutzen würde es allen: der Firma (ich behaupte mal ganz frech, daß meine Arbeit so schlecht nicht ist), meinen Mitmenschen, dem Staat, weil ich ihm nicht komplett mir Rente und/oder Sozialhilfe auf der Tasche liege, und natürlich auch mir, weil ich was zu tun und eine (mehrere) Aufgabe(n) habe.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]Wenn obere Führungskräfte nur so wenig arbeiten müssten wie die Schichtarbeiter, hätte sie mit deren Gehalt auch kein Problem[/quote][/b]
Eben. Das ist doch Sinn der Sache. Zur not gibts dann ein paar Führungskräfte mehr.

[quote][b]und wenn sie nicht dafür auch teilweise mit einem Beim im Gefängnis stehen (wenn was passiert), dann würden sie auch mit weniger Geld kein Problem haben...[/quote][/b]
Das tue ich auch, wenn ich nicht vernünftig arbeite. Dann landet jedenfalls nicht mein Chef im Gefängnis.

[quote][b]Man könnte es wie eine Lebensversicherung sehen, in die der Stadt gleich 5 Jahre einzahlt... - die Hilfe kann auch dann 5 Jahre übersteigen, wenn man z.B. nie arbeitslos davor war und dann immer einzahlt.[/quote][/b]
Und was mache ich dann? Mir gibt jetzt schon niemand eine Lebensversicherung mehr. ;)
2378Es muss auf jedenfall ein Übergang geben *gg*

Aber das man erstmal ansetzt - alle die jetzt in das Berufsleben eintreten bzw geboren werden, die werden damit groß

Ältere Leute bekommen es auch - angerechnet wie lange arbeitslos, arbeitstätig usw.. - und daran wird ihre Zeit berechnet... (0 Jahre bekäme kein Arbeitslose - glaube würde immer mit 1.5 als minimum ausgehen, dann hat JEDER genug Zeit um sich was zu suchen).
Apex[QUOTE]Der Bürger soll endlich wieder sehen, dass ER für sein Leben verantwortlich ist und sonst niemand[/QUOTE]

Und wo bleibt der Solidargedanke?

Mal ganz ehrlich was passiert mit den Menschen die keinen Anspruch mehr haben? Dürfen die dann auf der Straße leben und verhungern? Und es wird ganz sicher so sein, dass jemand mehr als 5 Jahre nicht selbstverschuldet von der Stütze leben muß, so selten ist das nun auch nicht.
LaChatte[QUOTE]Wenn dafür der Prokurist nicht mehr mit einem Beim im Gefägnis steht, wenn etwas passiert, hätte er kein Problem oder?[/QUOTE]

Warunm sollte ein Prokurist mit einem Bein im Gefängnis stehen, wenn was schief läuft? Ich hoffe doch sehr, dass unsaubere Geschäftspraktiken hier nicht als Standard betrachtet werden.

[QUOTE]Wenn obere Führungskräfte nur so wenig arbeiten müssten wie die Schichtarbeiter[/QUOTE]

Kann sein, dass ich hier meine "Schweizer Brille" aufhabe - aber hier ist es nicht ungewöhnlich, dass einer seine acht oder neun Stunden täglich in der Fabrik oder auf dem Bau leistet, und Abends noch drei Stunden putzen geht. Viel mehr Stunden macht der Prokurist nicht, und wenn er mehr macht, verbringt er sie angenehmer... im guten Restaurant mit Geschäftspartnern als Kunden, und nicht als Tellerwäscher in der Küche. Und beides sollte nicht sein.

[QUOTE]Es gibt zwei Arten von Jobs - die einen mit viel Verantwortung die eben bezahlt werden sollte - und die anderen die unangenehm sind... - werden nur noch die unangenehem gut bezahlt, will keiner mehr Verantworung übernehmen oder?[/QUOTE]

Irgendwo (wo?) hab ich das Argument gelesen, dass Verantwortung nicht mit übermässiger Entlöhnung verbunden werden sollte - damit sich die Verantwortlichen wirklich auf ihre Aufgabe konzentrieren, und nicht in erster Linie auf ihr Bankkonto. Verantwortliche Tätigkeiten sind zudem abwechslungsreicher und bereiten schon aus sich heraus mehr Freude, als Pickeln und Schaufeln mit einem übellaunigen Vorarbeiter, der einem das Leben zur Hölle macht. Verantwortung trägt schon sehr viel Belohnung in sich, und es wird immer Menschen geben, denen es ein Bedürfnis ist, eine solche Aufgabe zu übernehmen.

Und noch was: Vollbeschäftigung wirds nie mehr geben - auf alle Fälle nie mehr mit einer 40-Stunden-Woche. Vielleicht mit einer 20-Stunden-Woche...
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Suicide-Smurf [/i]
[B]Die Idee von La Chatte finde ich auch nich schlecht, allerdings wird es immer scheiss Jobs geben die niemand machen will. Wer möchte schon den ganzen Tag klos putzen oder im Bergwerk arbeiten? Die Roboter sind meist leider auch noch nicht so weit oder einfach zu teuer. Irgendjemand muss es tun. Darum glaube ich das es nicht funktionieren wird. [/B][/QUOTE]Hey, wenn ich mein jetziges Gehalt weiter bekomme, gehe ich auch Kloputzen. Arbeit schändet nicht.
Und was die Roboter betrifft: Da müssen eben bessere, preiswertere entwickelt werden. Das schafft neue, qualifizierte und interessante Arbeitsplätze.

[QUOTE][B]Wörgl
Hm dazu fällt mir nur ein, dass unser System einen selbständigen reperatur prozess hat. [/B][/QUOTE]Ich weiß wie der "selbständige Reparaturprozess" unseres heutigen Systems aussieht: Wenn unter normalen Bedingungen kein Wachstum der Produktion mehr möglich ist, gibt es einen neuen Krieg, in dem alles kaputtgebombt wird, alsdann gibt es wieder genug Arbeit für Alle ... :(

[QUOTE][B]Wenn auf dem Kreditmarkt das Angebot an Gelden steigt sinkt der Zins für Kredit. Das passiert z.b wenn die Leute sparen, wie im moment. Das hat zufolge, dass sich Firmen widerum billig Kredite holen können und das neue Geld investieren können. Durch Investitionen steigt unser Bruttoinlandsprodukt(4 bestandteile: Konsum, Investionen, staatsausgaben, nettoexporte). [/B][/QUOTE]Bloß wer ist so blöd und gibt den Firmen Kredite, wo doch ihr baldiger Konkurs abzusehen ist, weil niemand etwas kauft? Wenn überhaupt Kredite, dann nur gegen Sicherheit in Form [b]vorhandener Werte,[/b] die der Kreditgeber dann an den Mann zu bringen versucht, aber auch nicht los wird mangels allgemeiner Kaufkraft. So verlieren selbst die vorhandenen Werte noch an Wert, die Gesellschaft verarmt immer mehr.
Ich kann nur immer wieder wiederholen: Werte werden nur durch Arbeit geschaffen, nicht durch Geld-hin-und-her-Schieben. Also muss man dafür sorgen, dass sich [b]Arbeit[/b] wieder lohnt.

[QUOTE][B]Investionen sind sogar besser als der pure Konsum der immer versucht wird anzutreiben weil sie unsere Gelder sinvoller anlegen als nur verbrauchen. [/B][/QUOTE]Und was nützen all die angehäuften Gelder, wenn die Leute in Armut leben? Ziel aller Wirtschaft muss es sein, dass es allen Menschen besser geht, alle anderen Wirtschaftsziele wären unmenschlich.

[QUOTE][B]Wörgl find ich ja ganz nett aber wo bleibt die Gerechtigkeit für diejenigen die Sparen wollen?Und das Argument von letzem mal lass ich nicht gelden "Arbeitscheine kann man nicht durch betrug und ähnliches erwerben" [/B][/QUOTE]Und wie willst du das anstellen? In Anbetracht dessen, dass das Wörgl-System auf lokal begrenzter Basis funktioniert, wird man recht schnell herausfinden, dass du nicht Lieschen Meier bist, deren Scheine du da gerade einlösen willst. :rolleyes:

[QUOTE][B]Eine Mafia kann man auch bei Wörgl grüden um die Leute zu terrorisieren. Genauso wie es dort jemand gibt der mehr Arbeitsscheine haben wird wie ein anderer. [/B][/QUOTE]Klar, wer mehr arbeitet hat auch mehr Arbeitsscheine - ein bissel Anreiz zum Arbeiten muss in der Anfangszeut schon noch da sein.

[QUOTE][B]Zur Einkommensverteilung noch ein Zitat aus dem Buch
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Politische Massnahmen, die die Erfolgreichen bestrafen und die Erfolglosen belohnen, verinngern den Anreiz, erfolgreich zu sein. Die Politiker sehen sich deshalb einem Zielkonflikt zwischen Gerechtigkeit udn Effizens gegenüber. Je gerechter der Kuchen aufgeteilt wird, um so kleiner wird er.
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[/B][/QUOTE]Politische Massnahmen, die die Erfolglosen dazu bringen, erfolgreich zu sein (z.B. indem sie die Arbeiten ausführen, die sie am besten können und am meisten lieben), erhöhen den Anreiz, erfolgreich zu sein - sowohl für den Einzelnen als auch für die Gemeinschaft. Und je erfolgreicher die Einzelnen und die Gemeinschaft sind, um so größer wird der Kuchen werden, da sollte für den Einzelnen genug übrigbleiben.

[QUOTE][B]In Focus money konnte man vor einiger Zeit lesen wie ein reformiertes Steuersystem unser Wachstum fördern würde. [/B][/QUOTE]Was bringt ein stetiges quantitatives Wachstum Neues, außer neuen Kriegsgefahren? Mir geht es um [b]qualitatives "Wachstum",[/b] um eine Verbesserung der Lebens-[b]Qualität,[/b] und die könnte durchaus auch durch Schrumpfung (von Müllmenge, Umweltverschmutzung, Raubbau an Rohstoffen usw.) erreicht werden.
ScientistWenn man aber in seiner Heimat bleiben will, und sich nicht von fremden Leuten herumscheuchen lassen will?
[/quote]
Dann hat man Pech gehabt. Wir haben heute einen gesamteuropäischen Arbeitsmarkt und für derartiges Prinzesschengetue ist Momentan ein sehr ungünstiger Zeitpunkt. Flexibilität und Mobilität dürfen heute Vorausgesetzt werden, ebenso die Bereitschaft sich Fortzubilden, Fremdsprachen zu erlernen, etc. und das auch ohne Staatliche Unterstützung.

[quote]
Warum nicht statt Bedürftige (mit-)bestrafen oder Missbrauch tolerieren die dritte Möglichkeit wählen und ein System einführen, dass sich nicht missbrauchen lässt?
[/quote]
So etwas gibt es ebenso wenig wie unsinkbare Schiffe und unhackbare Computersysteme.
[quote]
Mag sein, dass die DDR nicht sehr reich war, aber dort hat man es einigermaßen geschafft, den trotz Wirtschaftsembargo vorhandenen Reichtum einigermaßen gerecht zu verteilen, obwohl es noch kein Internet gab, ja nicht mal ein ordentliches Telefonnetz.
[/quote]
Wo nichts ist, da muss man sich ums Verteilen ja auch keine Gedanken machen. Die SED Funktionäre waren ohnehin immer ein bisschen gleicher.
[quote]
Sorry, aber ich kann alle Ostdeutschen verstehen, die SO EIN "LEBEN" nicht wollen. So schlecht scheint es den Ossis in der DDR offenbar nicht gegangen zu sein, wie ihnen die Wessis immer gern einreden wollen ...
[/quote]
Es gibt auch viele Dinge, die ich eigentlich nicht will, aber ich muss sie Trotzdem tun. Es geht im Leben nun einmal meistens nicht nach dem eigenen Willen.
So schlecht scheint es den Ostdeutschen heute auch nicht zu gehen, sonst würden sie nämlich nicht für sich das Recht in Anspruch nehmen, bessere Bedingungen als die Vietnamesen Verdient zu haben. Nur wenn der Vietnamese auf diesem Standpunkt stehen würde, dann würden die ostdeutschen Nachbarn, die ja nicht selten Rechte Parteien wählen sofort auf Ausweisung drängen.

Wo bleibt eigentlich die Dankbarkeit und Demut der Ostdeutschen gegenüber 1,3 Billionen Aufbauhilfe und gegenüber den Milliarden an Arbeitslosenhilfe die Monat für Monat aus dem Westen kommen? Wo bleiben eigentlich die Gegenleistungen aus Ostdeutschland?

Eigentlich wird immer nur rumgemeckert, das im Osten alles besser war, das es ihnen so schlecht gehen würde, das die Wessis alles nur Ausbeuter wären, etc. Im Westen spricht man vom Jammerossi.

Vielleicht sollten man im Westen statt gegen Hartz IV mal für den wieder Aufbau der Mauer demonstrieren. Zurück mit dem Begrüßungsgeld, natürlich auch mit dem Doppelt kassierten, zurück mit den 1,3 Billionen, natürlich nebst der durch die gewaltig angestiegene Staatsverschuldung angefallenen Zinsen, Zurück mit den Renten, für die nie Eingezahlt wurde, zurück mit den Westautos, im Trabi war’s doch auch ganz gemütlich, zurück mit der Fluthilfe, unsere Überschwemmungen an Rhein und Mosel haben wir auch immer selbst bezahlt. Solider deutscher Stahlbeton und dann könnt ihr wieder fleißig Aufbau des Sozialismus spielen und zwar ohne Westkredite und Belästigungen aus dem Kapitalistischen Westen. An der Grenze wird natürlich wieder geschossen, aber diesmal von der Westseite aus, für irgendwas muss unsere Bundeswehr ja gut sein.




Zu den so genannten Alternativen:

Beispielsweise Freigeldexperimente wie Wörgl sind dazu gedacht, einer deflationäre Wirtschaft, durch eine künstlich erzwungene Inflation auf die Sprünge zu Helfen. Bedingung für das gelingen ist eine Hohe Sparquote, so das große Mengen an Kapital für Konsum und Investitionen Freigesetzt werden. Ziel ist es, eine Kaufzurückhaltung zu überwinden.
Risiken bestehen in einem Unkontrollierten Anstieg der Inflationsrate. Dies führt zur Etablierung einer stabilen Zweitwährung, in aller Regel dem US-Dollar. Begehrte Güter werden aus dem Handel genommen und sind nur noch gegen harte Währungen erhältlich. Ausländische Investoren schrecken zurück, der Rohstoffimport wird unbezahlbar.
Für Großräumige Wirtschaften halte ich das Risiko für nicht kalkulierbar, insbesondere, wenn diese, wie Deutschland zwar Binnenkonjunkturell unter einer gewissen Kaufzurückhaltung leiden, aber nicht wirklich deflationär sind.
Da unsere Wirtschaft Exportabhängig und auf wenige Wirtschaftszweige beschränkt ist (Automobilbau [ca. 25% aller Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt von diesem Wirtschaftszweig ab], Maschinenbau, Chemie), ist ein Konsumanstieg ohnehin nur mäßig konjunkturbelebend.
Auf ohnehin sehr empfindliche Investoren wirkt die Zwangseinführung eines Freigeldes natürlich Anschreckend, so das wir uns einen Weiteren Standortnachteil einhandeln würden.

Das Argument gegen den Technokommunismus und seine Planwirtschaft lieferst du selbst:
[quote]
Von diesen uns gemeinsamen gehörenden Ressourcen erhält jeder einen gleichen Anteil an "Energie-Guthaben", das er verbrauchen kann. Ein solches "Energie-Guthaben" könnte zum Beispiel in Form eines Kreditkarten-Systems realisiert werden.
Es gibt keinen "Mehrwert". Die Kosten für ein Produkt kompensieren immer nur die Produktionskosten.
[/quote]
Ohne Mehrwert kein Produktionsanreiz, kein Unternehmerisches denken, keine Innovationen. Deshalb ist die DDR zusammengebrochen. Die DDR Bürger sind nach dem Mauerfall nicht nach Frankfurt in die Paulskirche gegangen, sondern mit ihrem Begrüßungsgeld in der Hand ins KDW.
Vor allem, womit wird die Erzeugung von Energie bezahlt? Baut Kraftwerke, wenn es sich nicht lohnt sie zu betreiben?
Womit bezahlen wir Energie an den Energiebörsen? Womit die unser Öl?
Wenn wir keine Gewinne Erwirtschaften, dann können wir uns das nämlich nicht mehr leisten.

Und zu diesem Wirtschaftlichen Unsinn wird uns dann noch politische Kleinstaaterei angepriesen. Es sind einmal deutsche Studenten und Burschen für einen deutschen Nationalstaat auf die Straße gegangen. Mit unseren Ländern und ihrer Autonomie haben wir doch schon genug Probleme, z.B. wenn es darum geht, einheitliche Bildungsstandarts festzulegen. Wie soll das dann erst in der Außen- oder der Verteidigungspolitik aussehen.
Abgesehen davon handelt es sich um eine halbe Diktatur, der demokratische Prozess macht vor technologischen Fragen halt.
LaChatte[QUOTE] gesamteuropäischen Arbeitsmarkt [/QUOTE]
... gesamteuropäisch gleich schlecht. Kommts drauf an, ob ich in Spanien, Deutschland oder sonstwo arbeitslos bin?

[QUOTE]Es gibt auch viele Dinge, die ich eigentlich nicht will, aber ich muss sie Trotzdem tun. Es geht im Leben nun einmal meistens nicht nach dem eigenen Willen. [/QUOTE]

Vielleicht ist das bei dir so, aber nicht bei mir. Nur ein minimer Anteil der Dinge, die ich tue, muss ich gegen meinen Willen tun. 1% vielleicht. Und ich frage mich, warum du deinen Willen so stark an andere abgeben musst? Das ist wirklich nicht nötig, und ausserdem steigert es enorm die Lebensqualität, das zu tun, was man will.

[QUOTE]die Dankbarkeit und Demut der Ostdeutschen [/QUOTE]

Sollte man ein morgendliches Dankgebet mit Kniefall vor Geri einführen an den ostdeutschen Schulen, oder was?:rolleyes:

[QUOTE]Da unsere Wirtschaft Exportabhängig und auf wenige Wirtschaftszweige beschränkt ist [/QUOTE]

Alles auf eine Karte zu setzen, ist ganz schlecht. Und ideal wäre eine Wirtschaft, in der alles, was ein Mensch zum Leben braucht, in einem Umkreis von 20 km hergestellt werden kann. In kleinen, übersichtlichen Produktionseinheiten, notabene.

[QUOTE]Ohne Mehrwert kein Produktionsanreiz, kein Unternehmerisches denken, keine Innovationen. [/QUOTE]

"Mehrwert" muss nicht unbedingt mit "Geld" gleichzusetzen sein - soziale "Mehrwerte" wie Anerkennung sind mindestens so wichtig - und tun der Seele eindeutig besser.

[QUOTE]Vor allem, womit wird die Erzeugung von Energie bezahlt? Baut Kraftwerke, wenn es sich nicht lohnt sie zu betreiben?[/QUOTE]

In Zukunft sollten nachhaltige Energien gefördert werden und grundsäztlich jedes Haus energietechnisch autonom sein und seine eigenen Energiequellen haben. Die Zentralistation der Energieerzeugung ist ein Unding, wie wir ja bei den grossen STromausfällen in Amerika bemerkt haben... glücklich, wer einen eigenen Energieerzeuger hatte.

[QUOTE] der demokratische Prozess macht vor technologischen Fragen halt.[/QUOTE]

Wo der demokratische Prozess halt macht oder nicht, ist in erster Linie eine Frage des politischen Willens. In der Schweiz hat das Volk das Recht und die Möglichkeit (und tut es auch) zu Fragen wie Atomkraft oder Gentechnik seine Stimme abzugeben.

Und die politische Kultur Deutschlands unterscheidet sich von der der Schweiz schon sehr beträchtlich, was das Demokratieverständnis betrifft. In Deutschland wird der Gedanke, dass das Volk der Souverän sei, und niemand anders - nicht die Politiker, nicht die Experten, nicht die Wirtschaftskader - offensichtlich immer noch mit grösstem Misstrauen betrachtet, und die Idee "Die Masse ist dumm und braucht Führung" ist immer noch hoch aktuell, leider.
2378[QUOTE]
Mal ganz ehrlich was passiert mit den Menschen die keinen Anspruch mehr haben? Dürfen die dann auf der Straße leben und verhungern? Und es wird ganz sicher so sein, dass jemand mehr als 5 Jahre nicht selbstverschuldet von der Stütze leben muß, so selten ist das nun auch nicht
[/QUOTE]
Ein gesunder Mensch, der arbeiten kann soll mehr als 5 Jahre arbeitslos sein? Nenne mir bitte einen Grund dafür...

[QUOTE]
Warunm sollte ein Prokurist mit einem Bein im Gefängnis stehen, wenn was schief läuft? Ich hoffe doch sehr, dass unsaubere Geschäftspraktiken hier nicht als Standard betrachtet werden.
[/QUOTE]
Nein, aber menschliches Versagen. Du hast etwas bewilligt - z.B. eine Anlage und siehe da einen Fehler übersehen - sie geht in die Luft... wer wird zur Rechenschaft gezogen - weil sie nie laufen dürfte? Der, der die Unterschrift darunter gesetzt hat.

[QUOTE]
Kann sein, dass ich hier meine "Schweizer Brille" aufhabe - aber hier ist es nicht ungewöhnlich, dass einer seine acht oder neun Stunden täglich in der Fabrik oder auf dem Bau leistet, und Abends noch drei Stunden putzen geht. Viel mehr Stunden macht der Prokurist nicht, und wenn er mehr macht, verbringt er sie angenehmer... im guten Restaurant mit Geschäftspartnern als Kunden, und nicht als Tellerwäscher in der Küche. Und beides sollte nicht sein.
[/QUOTE]
Ein Schichtarbeiter arbeitet seine 8h (wenn überhaupt) und geht dann mit ruhigem Gewissen heim. Eine obere Führungskraft arbeitet oft erstmal 12h und daheim kann man schnell noch die Sachen die nicht fertig gemacht wurden, weiterarbeiten und Wochenende ist auch etwas, was es nie geben musste oder? Rufbereitschaft ist komplett normal - wieso denn wegfahren (tja so sieht es bei vielen aus und wenn mir jemand erzählt, er will nicht Meister werden, weil es zuviel Arbeit sei, zweifel ich auch etwas..)
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]Ein Schichtarbeiter arbeitet seine 8h (wenn überhaupt) und geht dann mit ruhigem Gewissen heim. Eine obere Führungskraft arbeitet oft erstmal 12h und daheim kann man schnell noch die Sachen die nicht fertig gemacht wurden, weiterarbeiten und Wochenende ist auch etwas, was es nie geben musste oder? Rufbereitschaft ist komplett normal - wieso denn wegfahren (tja so sieht es bei vielen aus und wenn mir jemand erzählt, er will nicht Meister werden, weil es zuviel Arbeit sei, zweifel ich auch etwas..) [/B][/QUOTE]

Hast du schon mal im Schichtdienst gearbeitet?

Es wundert mich doch sehr, wie hier versucht wird so zu tun, als ob das alles ganz einfach wäre.

Zum einen macht dich vielleicht die Arbeit selbst kaputt, dann der dauernde Wechsel zwischen Früh-, Spät- und Nachtschicht, und die Familie macht das auch kaputt.
Und wenn du noch ein wenig Pech hast, macht dein Körper vielleicht noch die 40 Jahre Dauerbelastung mit, aber nicht mehr den Wechsel von Arbeit zu Rente.

Und der Schichtarbeiter geht auch nicht unbedingt mit ruhigem Gewissen heim, wenn er vor Feierabend z.B. einen neuen Ansatz in der Chemieanlage angesetzt hat, die evtl. hochgehen könnte oder den Kessel mit einem Wert von einigen zehntausend Euro ruiniert.

In meinen Augen arbeitet der Schichtarbeiter wesentlich mehr, als irgendein Büdohengst. Er ist es, der sich durch die Arbeit kaputt macht, und mittlerweile dankt es ihm sogar nicht niemand mehr.
2378[QUOTE]
Und der Schichtarbeiter geht auch nicht unbedingt mit ruhigem Gewissen heim, wenn er vor Feierabend z.B. einen neuen Ansatz in der Chemieanlage angesetzt hat, die evtl. hochgehen könnte oder den Kessel mit einem Wert von einigen zehntausend Euro ruiniert.
[/QUOTE]
Dafür ist dann die nächste Schicht zuständig...
Jede Schicht übergibt an die andere und das Thema ist gegessen - aber wenn du darüber entscheiden musst, ob eine Anlage im Wert von mehreren Milionen gebaut werden soll - und du entscheidest dass es nicht geht oder doch zusagen solltst - oder Probleme siehst und darunter deine Unterschrift setzt, wie belastend ist das dann?

[QUOTE]
In meinen Augen arbeitet der Schichtarbeiter wesentlich mehr, als irgendein Büdohengst. Er ist es, der sich durch die Arbeit kaputt macht, und mittlerweile dankt es ihm sogar nicht niemand mehr.
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Wenn die nicht mal mehr Meisterw erden wollen - sorry dann kann ich ihnen auch nicht helfen.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]Dafür ist dann die nächste Schicht zuständig...
Jede Schicht übergibt an die andere und das Thema ist gegessen [/B][/QUOTE]

Wenn es nur so einfach wäre...ich glaube dir sind die Realtäten kaum bewußt...das Thema ist damit nicht einfach gegessen. Natürlich wird an die nächste Schicht übergeben, aber wenn er einen gravierenden Fehler gemacht hat, kann sich das durchaus noch auf die nächsten Schichten auswirken, u.U. mit gravierenden Folgen.

Und viele können zwar ihren Meister nach der Arbeit auf der Abendschule machen, werden es aber dann nicht, denn es können ja nicht alle Meister werden und nicht alle haben die entsprechende Qualifikation dazu.
2378Hier ein reales Beispiel aus der Industrie:

Herr X ist Schichtarbeiter - die Firma XYZ gibt ihm die Chance Meister zu werden, damit er aus dem Schichtdienst rauskommt. Herr X schlägt dies aber ab, mit der Begründung, dass es zu wenig Geld sei (schließlich fallen alle Zuschläge weg) und dass er es sowieso nicht einsieht, dass sie dann die Überstunden anders handeln. Firma XYZ bezahlt nämlich ab einem bestimmten Level die Leute nicht mehr nach Stunden sondern pauschal...

So... wenn ich solche Beispiele mitbekomme, wieso soll ich dann noch sagen, dass die armen Schichtarbeiter so schlecht bezahlt werden und so schlimm scheint es für Herrn X ja auch nicht zu sein, sonst würde er ja das Angebot annehmen oder?

Tja und jetzt stelle dir vor du leitest 5 solcher Betriebe - wo solche Sachen angerührt weden usw und da geht was in die Luft - wre wird dann angerufen und aus dem Bett gejagt (3 Uhr nachts na klar auch noch) - der Leiter von den Betrieben... nicht der Schichtarbeiter... und wenn der Leiter erst um 12 ins BEtt ging (man musste ja den einfachen Papierkram erledigen... und dann auch noch etwas organsieren, gleichezeitig darf man sich wieder vor dem Vorstand rechtfertigen), dann finde ich es verständlich dass er auch gut bezahlt wird.

2378
decay73Das mag durchaus sein. Aber hier auch mal ein reales (selbsterlebtes) Beispiel aus der Industrie:

Wärend meiner Ausbildungszeit in einer großen Chemiefirma waren Meisterstellen sehr begehrt, und viele machten die Ausbildung zum Meister. Nur haben die wenigsten dann auch einen entsprechende Stelle bekommen, weil keine frei war.

Mir ist durchaus bewußt, daß es Leute wie von dir beschrieben gibt, aber mit Einzelfällen kommen wir doch nicht wirklich weiter, da es auch Einzelfälle gibt, die das genaue Gegenteil aussagen.

Und vor allem sollte man solche Einzelfälle nicht heranziehen, um ganze Gruppen unberechtigter Weise zu diskreditieren, oder?

Und daß wenn etwas passiert das Betriebsleiter angrufen wird, ist durchaus verständlich. Ein Meister ist ja schon da, nur ein Vertreter des Betriebsleiters in der Regel nicht.
Aber ich wollte eigentlich auf etwas anderes hinaus: denn die Veratwortung des Mitarbeiters sehe ich auch darin, daß er Verantwortung für seine Kollegen in der folgenden Schicht hat.
Wenn etwas passiert und jemand dabei drauf geht, ist der verantwortliche Mitarbeiter auch schnell gefunden - und der wird sich im Extremfall seines Lebens nicht mehr erfreuen können...
2378Nun ja - beides stimmt -

aber mit der Sicherheit für die nächste Schicht - das ist in fast jedem Beruf... - das ist menschliches Versagen...

ich ging halt jetzt davon aus, dass man mehr koordinieren muss und dafür dann den Kopf hinhalten darf...

bau ich einen Autounfall (fast jeder fährt ja auto) bin ich auch dafür verantworlich und afür werde ich nicht mal bezahlt *g*

[Hoffe ist irgendwie klar was ich meine]

so und jetzt hoffe ich, dass mir hier noch jemand erzählen kann, wieso ein gesunder Mensch mehr als 5 Jahre nicht arbeiten gehen kan... wenn er jeden Job annimmt.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]so und jetzt hoffe ich, dass mir hier noch jemand erzählen kann, wieso ein gesunder Mensch mehr als 5 Jahre nicht arbeiten gehen kan... wenn er jeden Job annimmt. [/B][/QUOTE]

Nunja, [i]theoretisch[/i] ist das durchaus möglich. Nur müßte man dann wohl auch die Arbeitgeber zwingen, jeden zu nehmen. Es gibt nämlich auch genug Beispiele, wo jemand arbeiten wollte -fast egal was- aber keinen Job bekommen hat, weil zu alt, überqualifiziert, oder weil der Rohrschlosser nicht für geeignet gehalten wird, im Sozialbereich zu arbeiten. Vielleicht werden die dann ja alle Straßenfeger im Staats(zwangs)dienst... ;)

Firmen wollen aber ja auch nicht jeden einstellen.

Bleiben also die 1-Euro-Jobs, wobei das ja eher staatlich geförderte und bezahlte Arbeit ist, denn eine wikliche Arbeit, so wie die von allen Seiten ungeliebten ABM-Stellen auch. Mir klingen da jedenfalls noch Forderungen nach deren Abschaffung in den Ohren...
2378Nun ja - nach dem man sich bei den 1 Euro JObs mal deren realen Studenlohn ausgerechnet hat - sind es alles andere als ein Euro Jobs.

*Nachdenk*

Du nimmst jeden Job an, weil du siehst, du warst 4.5 Jahre am Stück arbeitslos - ok die Firmen werden erstmal mosern, aber klein anfangen - man kann bestimmt immer was finden und wenn es estmal aushilfe in der bäckerei oder so ist... - und dann hat man gearbeite und geht höher
von den 5 Jahren verspreche ich mir,d ass die Leute schneller nach was suchen... - und früher darüber nachdenken wie sie sich sichern können.

wie gesag, ich denke jeder gesunder mensch ist in der hinsicht für sein leben und seinen job selbst verantworlich und überqualifiziert könnte dann bald wegfallen oder in einer globalen welt kann man ja wieter schauen oder als nur in seinem land.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]Nun ja - nach dem man sich bei den 1 Euro JObs mal deren realen Studenlohn ausgerechnet hat - sind es alles andere als ein Euro Jobs.[/b][/quote]
Natürlich. Aber sie sind vom Staat finanziert. Ob das wirklich Sinn macht? Dann könnte man Arbeit ja gleich komplett vom Staat finanzieren, und wir sind bei LaChattes Vorschlag. ;)

[quote][b]wie gesag, ich denke jeder gesunder mensch ist in der hinsicht für sein leben und seinen job selbst verantworlich und überqualifiziert könnte dann bald wegfallen oder in einer globalen welt kann man ja wieter schauen oder als nur in seinem land. [/B][/QUOTE]
Klar. Nur bis es soweit ist, daß jemand sich weltweit um einen Job bemüht, wird es wohl noch etwas dauern. Die Vorraussetzungen stimmen da noch nicht (und in vielen anderen Ländern sieht es mit der Arbeitslosigkeit auch nicht viel besser aus).
Und die ach so hochgelobte Familie als Unterstützer in 'Notzeiten' wird ja schon jetzt immer mehr auseinander gerissen, sodaß man kaum noch von Familie reden kann...irgendwie paßt da was nicht zusammen.
Scientist[quote]
Vielleicht ist das bei dir so, aber nicht bei mir. Nur ein minimer Anteil der Dinge, die ich tue, muss ich gegen meinen Willen tun. 1% vielleicht. Und ich frage mich, warum du deinen Willen so stark an andere abgeben musst? Das ist wirklich nicht nötig, und ausserdem steigert es enorm die Lebensqualität, das zu tun, was man will.
[/quote]
Ich gebe meinen Willen nicht an Andere ab, sondern ich muss mich leider dem Diktat meiner Abwasch- und Wäscheberge unterwerfen. Es sind Sachzwänge, die den freien Willen einschränken.

[quote]
[quote]
die Dankbarkeit und Demut der Ostdeutschen
[/quote]


Sollte man ein morgendliches Dankgebet mit Kniefall vor Geri einführen an den ostdeutschen Schulen, oder was?
[/quote]
Wie wäre es den mit einem „Westdeutscher Unser“, unser täglich Brot gib uns heute …
Nein, mal im Ernst, es hat sich selten als klug herausgestellt, die Hand zu beißen, die einen füttert. Das tun die Ostdeutschen nämlich im Moment. Sie sind Einfach nicht in der Position, Forderungen stellen zu können.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Scientist [/i]
[B]Sie sind Einfach nicht in der Position, Forderungen stellen zu können. [/B][/QUOTE]

Warum nicht? Sie sind doch jetzt auch Bürger Deutschlands, wie alle anderen auch. Oder sind sie tatsächlich Bürger zweiter Klasse?

Wer A sägt, muß nunmal auch B sägen... :D

Und wenn ich mich richtig erinnere, waren es vorrangig Westdeutsche, die aufs Tempo zur Wiedervereinigung gedrückt und diesen Schnellschuß fabriziert haben.
ScientistWenn ich mich recht entsinne, waren es hauptsächlich Ostdeutsche, die auf einen 1 zu 1 Umtausch Aluchips gegen richtiges Geld und eine schnellstmöglich Angleichung der Lebensverhältnisse gedrängt haben. Die Suppe die man sich Eingebrockt hat, sollte man auch auslöffeln.

Von Bürgern zweiter Klasse würde ich vielleicht nicht sprechen, aber als Bittsteller ist es manchmal sinnvoller die Klappe zu halten und nicht den großen Maxen zu markieren. Eine Bitte kann nämlich auch verwehrt werden. Man sollte sich steht’s seiner Position bewusst sein und angemessen handeln. Wenn ich zu Gast bin, dann meckere ich nicht über das Essen, sonst wird man mich nicht mehr einladen.
decay73Sie sind aber keine Gäste, sondern Mitausrichter der Party.

Und ich bin mir gerade nicht ganz sicher, wer ihnen den 1:1- Umtausch angeboten hat...
Scientist[quote]
Sie sind aber keine Gäste, sondern Mitausrichter der Party.
[/quote]
Als Mitausrichter muss man sich aber auch an den Kosten beteiligen, aber dazu fehlt es den Ostdeutschen, wie die Demonstrationen zeigen, offensichtlich an Bereitschaft.

Niemand zwingt sie dazu ihre Ostdeutschen Füsse unter einen Westdeutschen Tisch zu stellen, aber solange sie dies tun, werden sie gewisse Dinge akzeptieren müssen, sonst gibt es einen Tritt gegen das Schienbein.

Westdeutschland braucht Ostdeutschland nicht, im Gegenteil, aber Ostdeutschland braucht Westdeutschland.
decay73Naja, macht ja eigentlich auch keinen Sinn den Ost-West-Konflikt weiter zu schüren (und schon gar nicht in diesem Thread).

Was mich stört, ist die Art und Weise, wie mittlerweile [i]mit[/i]einander umgegangen wird.

Geht es wirklich darum:
"Niemand zwingt sie dazu ihre Ostdeutschen Füsse unter einen Westdeutschen Tisch zu stellen" ?
Das könnten Worte meiner Eltern sein, aber für das aktuelle Problem sind solche Aussagen wenig hilfreich.

Ich kann mich übrigens noch vage erinnern, daß es seinerzeit Lafontaine war, der vor den Folgen einer zu schnellen Wiedervereinigung gewarnt hat - wofür er einige Schläge von Konservativen und Wirtschaft kassiert hat.

Nun ist es aber so, wie es ist, Fehler haben alle Seiten gemacht und machen sie noch immer. Ausbaden müssen das dann ja eh andere und meistens die, die eh am wenigsten haben.
Nur gegenseitig allzu plakative Vorhaltungen machen, bringt jetzt auch keinen weiter.

Ich sagte ja: es ist kalt geworden in Deutschland. [i]Schönes[/i] neues Deutschland... :)
Suicide-SmurfHm also nochmal zu dem Vorschlag von LaChatte.

Ja alle wollen saubere Wcs. Das alle mithelfen und das Wc sauber hält mag bei dem Beispiel noch funktioniere aber bei dem Öl für die Heizung wird es schon schwieriger. Muss dann jeder auch eine Weile auf eine Ölbohrinsel? => Muss jeder alles selber machen...Zurück in die Steinzeit
Das Leistung Auswirkungen auf die Löhne haben war doch schon immer so. Eine Putzkraft verdient wohl deswegen so wenig, weil man für diesen Job nicht viel mitbringen muss.
Ferner kann ich nur das zitieren was schon gepostet wurde
[quote]Es gibt zwei Arten von Jobs - die einen mit viel Verantwortung die eben bezahlt werden sollte - und die anderen die unangenehm sind... - werden nur noch die unangenehem gut bezahlt, will keiner mehr Verantworung übernehmen oder?
[/quote]
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The Turning Point

Dein Vorschlag mit den Robotern lässt sich leider schwer umsetzen. Es gibt keine Roboter für eine Ölbohrinsel, Bergwerk oder Kloputzen.
Die Forscher im Bereich der Robotik glauben auch, dass es wohl noch ca 30 Jahre dauern wird, bis man Bilder richtig intelligent analysieren kann.
Ferner fehlt es auch noch viel zu sehr an Rechenleistung.
Was mir viel eher Sorgen bereitet, ist das wir hier in Deutschland in vieln Forschungsgebieten den Anschluss verlieren. Nicht weil wir es nicht könnten sondern viel mehr weil wir es nicht dürften -Gentechnik....
Krieg war seltsamerweise "immer irgendwie gut" für die Menschen. Wenn man sich überlegt was daraus nur alles enstanden ist. Traurig. Allerdings keine wirkliche Alternativ. Irak krieg ist mir ein bisschen weit hergeholt.
Kredite. Ja stimm dir zu, dass nich jede Firma einen Kredit erhält. Aber wenn man an die Automobil branche denkt, sieht man das es immer noch Sparten gibt die Recht gut zu recht kommen. Ferner dürften diese auch dick Kohle für Investitionen erhalten.
Das wir zu wenig Konsumartikel kaufen kann gut sein. Aber hey seit wann produzieren wir hier hauptsächlich auf Konsumartikel?
[quote]Werte noch an Wert, die Gesellschaft verarmt immer mehr.
Ich kann nur immer wieder wiederholen: Werte werden nur durch Arbeit geschaffen, nicht durch Geld-hin-und-her-Schieben. Also muss man dafür sorgen, dass sich Arbeit wieder lohnt.

[/quote]
Du hast den Satz schon oft gebracht ich verstehe ihn nie.
Geld-hin und her schieben. Ich gebe irgendjemand etwas er gibt mir etwas im gleichen Wert dafür? Was ist daran verwerflich? Wenn ich das erhaltene Objekt begehre ist es doch eine tolle sache,wenn ich ihn mit Geld bezahlen kann. Am ende sind beide glücklich
-Bei Wörgl werden auch n Scheine hin und her geschoben.

Wörgl&Betrug.
"Wörgl funktiniert auf begrenzer Basis." Ich dachte, dass die Arbeitsscheine überall gelten? Auch im Nachbardorf. Warum man auch dort nicht betrügen kann verstehe ich wiederum nicht.
-Anreiz zu arbeiten sollte immer da sein. Es tut sonst niemand, zumindest nich so wie bisher. Man muss die Beiträge doch nur hier im Forum lesen. Jeder ist davon überzeugt, dass er viel zu wenig verdiene, viel zu viel arbeitet, viel zu wenig Urlaub hat. Das gleiche bei den Studenten...
Jeden dort arbeiten zu lassen wo er gerne möchte funktoniert nicht, da vieles einfach nicht gebraucht wird was Menschen gerne machen möchten.


[quote]Was bringt ein stetiges quantitatives Wachstum Neues, außer neuen Kriegsgefahren? Mir geht es um qualitatives "Wachstum", um eine Verbesserung der Lebens-Qualität, und die könnte durchaus auch durch Schrumpfung (von Müllmenge, Umweltverschmutzung, Raubbau an Rohstoffen usw.) erreicht werden.
[/quote]
Kriege gab es auch schon im Mittelalter oder Steinzeit.Es wird immer jemanden geben der mit seiner Keule nem anderen en Schädel einschlägt.
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Schichtarbeit, Fliessbandarbeit 8 Stunden am Tag ist einfach toll. Hab mir schon oft überlegt ob ich sowas nich machen sollte. Ich müsste vielleicht gerade mla 9 Stunden eines Tages opfern. Bei anderer Arbeit sind es locker 12 + schlechtes Gewissen
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Suicide-Smurf [/i]
[B]Schichtarbeit, Fliessbandarbeit 8 Stunden am Tag ist einfach toll. Hab mir schon oft überlegt ob ich sowas nich machen sollte. Ich müsste vielleicht gerade mla 9 Stunden eines Tages opfern. Bei anderer Arbeit sind es locker 12 + schlechtes Gewissen [/B][/QUOTE]

Dann mach das doch. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, daß das so toll gar nicht ist und ich lieber mehr Zeit für die Arbeit 'opfere', als wieder Schicht zu arbeiten. Mein Vater war übrigens auch nach 40 Jahren Schichtarbeit immer noch nicht begeistert davon. ;)

Aber jedem so, wie es ihm gefällt...
LaChatte[QUOTE]aber bei dem Öl für die Heizung wird es schon schwieriger.[/QUOTE]

Zur Erinnerung: das Ziel soll sein, dass jedes Haus eine autonome Energiequelle hat, oder eine Kombination aus autonomen Energiequellen. Und ewig wird das Öl nicht reichen, auch wenn die Vorräte für hundert oder sogar noch mehr Jahre gesichert sein dürften... gerade Unabhängigkeit jedes Einzelnen im Energiesektor dürfte einen grösseren Kriegsgrund aus der Welt schaffen.

[QUOTE]Dein Vorschlag mit den Robotern lässt sich leider schwer umsetzen. Es gibt keine Roboter für eine Ölbohrinsel, Bergwerk oder Kloputzen. [/QUOTE]

Wenn ReinigerInnen auf einmal hohe Löhne bekämen, würde es sich lohnen, etwas mehr in die Entwicklung entsprechender Maschinen zu investieren.. gerade im Haushalt sind es die eintönigen Putzarbeiten, die immer noch im Grunde genommen gleich wie vor hundert Jahren ablaufen: Wasserkessel, Lappen, Besen, los gehts.

[QUOTE]Das wir zu wenig Konsumartikel kaufen kann gut sein. Aber hey seit wann produzieren wir hier hauptsächlich auf Konsumartikel?[/QUOTE]

Sorry, ich steh etwas auf der Leitung - alles, was produziert wird, sollte doch irgendwie irgendwann konsumiert werden... oder was verstehst du genau unter "Konsumartikeln"?

[QUOTE]Schichtarbeit, Fliessbandarbeit 8 Stunden am Tag ist einfach toll.[/QUOTE]

Die drei Wochen, die ich damals machte, fand ich noch ganz nett... der Lohn war allerdings eher bescheiden. Und sowas ein Jahr oder noch länger zu machen, würde mich in den Stumpfsinn treiben. Es gibt wirklich Spannenderes, als destilliertes Wasser abfüllen...
ApexAlso, dass es möglich ist mehr als 6 Jahre arbeitslos zu sein dafür habe ich ein wunderbares Beispiel.

Einer unserer Nachbarn (mittlerweile 54) wurde vor 6 Jahren arbeitslos, da die Firma bei der er arbeitete seinerzeit Pleite ging. Und er selbst ist bestimmt nicht daran Schuld, dass er noch immer ohne Arbeit ist. Ich habe seine Ordner voll mit abgelehnten Bewerbungen gesehen und weiß wie unglücklich dieser Mann ohne Arbeit ist. Beim Arbeitsamt können sie ihm auch nicht helfen "zu alt" heißt es immer. Und ein Drückeberger ist er garantiert nicht, falls dieser gedanke kommen sollte, dazu passt seine Mitgliedschaft in der freiwilligen Feuerwehr nicht.

Was würde jetzt mit diesem Mann passieren, wenn wir nach deinem Modell leben würden 2378?
2378Er hat bis zu seinem 48 Lebensjahr durchgearbeitet? Dann hat er auch mehr als 5 Jahre Recht auf Arbeitslosengeld (damit kann man das Problem etwas besser angehen)

Dannn kommt es auf Qualifikationan usw an - hat er sich für JEDEN Job (damit meine ich acu hden Spargelstecher auf den Feldern) beworben????? - dann findet er auch noch was (deprimierend... aber man kann vorsorgen) - auch kann man in dem Alter einiges dafür angelegt haben.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Scientist [/i]
[B][i]Wenn man aber in seiner Heimat bleiben will, und sich nicht von fremden Leuten herumscheuchen lassen will? [/i]

Dann hat man Pech gehabt. Wir haben heute einen gesamteuropäischen Arbeitsmarkt und für derartiges Prinzesschengetue ist Momentan ein sehr ungünstiger Zeitpunkt. Flexibilität und Mobilität dürfen heute Vorausgesetzt werden, ebenso die Bereitschaft sich Fortzubilden, Fremdsprachen zu erlernen, etc. und das auch ohne Staatliche Unterstützung. [/B][/QUOTE]Welches Recht haben irgendwelche Wirtschaftslenker und ihre Politclowns, über das Leben von anderen Menschen zu bestimmen, ihnen vorzuschreiben wo und wie sie zu leben haben, ihnen vorzuschreiben, wohin und wie oft sie sich zu bewegen haben?
Ja, ich bin für Flexibilität und Mobilität, und erst recht für Fortbildung und das Lernen von Fremdsprachen. Aber das will ich dadurch erreichen, dass das persönliche Interesse dafür bei den Menschen geweckt wird, und nicht dadurch, dass sie es mit Widerwillen und Unlust tun, weil sie dazu gezwungen werden.

[QUOTE][B]Es gibt auch viele Dinge, die ich eigentlich nicht will, aber ich muss sie Trotzdem tun. Es geht im Leben nun einmal meistens nicht nach dem eigenen Willen. [/B][/QUOTE]Für mich ist [b]Freiheit[/b] das Verhältnis der Dinge die ich tun will und darf zu den Dingen die ich nicht tun will und tun muss. Wenn du dich mit weniger Freiheit abfindest als möglich ist, dann ist das deine Lebenseinstellung, aber nicht meine.

[QUOTE][B]Wo bleibt eigentlich die Dankbarkeit und Demut der Ostdeutschen gegenüber 1,3 Billionen Aufbauhilfe und gegenüber den Milliarden an Arbeitslosenhilfe die Monat für Monat aus dem Westen kommen? [/B][/QUOTE]Was wurde von der Aufbauhilfe vor allem aufgebaut? Autohäuser, Tankstellen, Supermärkte, ...
Viele vorhandene Produktionsbetriebe wurden "abgewickelt". Wieviele neue Produktionsbetriebe wurden mit der Aufbauhilfe aufgebaut, und wieviel Arbeitsplätze wurden damit geschaffen?
Ich schrieb schon mehrfach: Wirkliche Hilfe besteht nicht im Almosengeben, sondern in der Hilfe zur Selbsthilfe.

[QUOTE][B]Beispielsweise Freigeldexperimente wie Wörgl sind dazu gedacht, einer deflationäre Wirtschaft, durch eine künstlich erzwungene Inflation auf die Sprünge zu Helfen. Bedingung für das gelingen ist eine Hohe Sparquote, so das große Mengen an Kapital für Konsum und Investitionen Freigesetzt werden. Ziel ist es, eine Kaufzurückhaltung zu überwinden. [/B][/QUOTE]Nein, genau umgekehrt: Negative Zinssätze (zur Erinnerung: minus 1 Prozent pro Monat in Wörgl) sollen dazu dienen, Inflation einzudämmen. Der Antrieb für die Wirtschaft entsteht nicht aus der Erhöhung der Menge des vorhandenen Geldes, sondern durch Beschleunigung des Umlaufes von wenig Geld. Bedingung für das Gelingen ist einzig und allein das Vorhandensein von ausreichend Arbeitskräften. Ziel ist es nicht hauptsächlich, Kaufzurückhaltung zu überwinden, sondern vor allem, die vorhandenen Arbeitskräfte möglichst effektiv einzusetzen zur Hebung der allgemeinen Lebensqualität.

[QUOTE][B]Ohne Mehrwert kein Produktionsanreiz, kein Unternehmerisches denken, keine Innovationen. [/B][/QUOTE]Es ging hier um den nicht mehr abfallenden Mehrwert für die, die [b] NICHT ARBEITEN,[/b] für die, die Einkommen ausschließlich daraus ziehen, dass sie etwas "besitzen" - Grundbesitzer, Hausbesitzer, Fabrikbesitzer. sie dürften diese Dinge durchaus weiterhin besitzen, würden aber daraus keinen Mehrwert mehr erhalten, ohne selbst zu arbeiten.

[QUOTE][B]Deshalb ist die DDR zusammengebrochen. [/B][/QUOTE]Die DDR ist, neben dem schon genannten Produktivitätsstau und -Rückgang infolge des Wirtschaftsembargos, vor allem deshalb zusammengebrochen, weil es nicht genug [b]Arbeitsanreiz[/b] gab. Genau dieser Entwicklung soll mit dem Wörgl-Prinzip und dem "Ressource Watching" entgegengewirkt werden. Der direkte Zusammenhang zwischen den eigenen Interessen und den Interessen der Gemeinschaft soll deutlicher werden.

[QUOTE][B]Vor allem, womit wird die Erzeugung von Energie bezahlt? Baut Kraftwerke, wenn es sich nicht lohnt sie zu betreiben?
Womit bezahlen wir Energie an den Energiebörsen? Womit die unser Öl? [/B][/QUOTE]Energie ist - durch das "Energiekonto" deutlicher denn je - ein Produkt wie alle anderen.

[QUOTE][B]Wenn wir keine Gewinne Erwirtschaften, dann können wir uns das nämlich nicht mehr leisten. [/B][/QUOTE]Meines Wissens wurde die für die (Re-)Produktion nötige Energie noch nie aus dem Gewinn bezahlt, sondern war schon immer Bestandteil der Produktkosten.

[QUOTE][B]Und zu diesem Wirtschaftlichen Unsinn wird uns dann noch politische Kleinstaaterei angepriesen. [/B][/QUOTE]Es wird nicht Kleinstaaterei angepriesen, sondern kommunale Selbstverwaltung und direkte Demokratie. Probleme sollen zuerst dort gelöst werden, wo sie auftreten, und nicht mit Gewalt "von oben".
Die [b]zentrale[/b] Planwirtschaft war eins der großen Probleme des Ostblocks. Die Planung war viel zu weit weg von den Menschen. Bürgernähe fehlte vielfach, Probleme wurden oft erst dann anerkannt und gelöst, wenn jemand "an Erich geschrieben" hat ...
"Ressource Watching" soll eine präzisere Planwirtschaft ermöglichen, die sich zuerst an den Bedürfnissen der einzelnen Menschen orientiert.

[QUOTE][B]Mit unseren Ländern und ihrer Autonomie haben wir doch schon genug Probleme, z.B. wenn es darum geht, einheitliche Bildungsstandarts festzulegen. [/B][/QUOTE]Das ist eine Frage des politischen Willens. Einheitliche Bildungsstandards ließen sich, wenn von der Mehrheit gewünscht, per Volksentscheid durchsetzen.

[QUOTE][B]Wie soll das dann erst in der Außen- oder der Verteidigungspolitik aussehen. [/B][/QUOTE]Durch rege Beziehungen auf allen Ebenen, insbesondere auf persönlicher Ebene, schwindet mehr und mehr die Notwendigkeit von Leuten, die für das Volk sprechen. Das Volk kann für sich selbst sprechen. Außerdem werden durch rege Beziehungen auf allen Ebenen Feindbilder abgebaut, wodurch die Notwendigkeit einer speziellen Verteidigungspolitik mehr und mehr schwindet, mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass es durch den Wegfall des wirtschaftlichen Wachstumszwangs auch keine ökonomischen Anreize zum Kriegführen mehr geben würde.

[QUOTE][B]Abgesehen davon handelt es sich um eine halbe Diktatur, der demokratische Prozess macht vor technologischen Fragen halt. [/B][/QUOTE]Ein wahrhaft demokratischer Prozess in Form von kommunaler Selbstverwaltung und direkter Demokratie wird durch die technologische Unterstützung erst möglich. Durch die Dezentralisierung von Ressourcen schwinden die Möglichkeiten, dass Einzelne oder Gruppen von Menschen andere Menschen durch Entzug von lebenswichtigen Ressourcen unter Druck setzen können.

Um langsam wieder zum Thema Hartz-IV-Reform urückzukommen:
Eine wirkliche Verbesserung der Lage für die Einzelnen und insgesamt ist meiner Meinung nach nur durch Dezentralisierung und Förderung von Arbeit durch Erhöhung der Kaufkraft zu erreichen. Die Bundesregierung tut genau das Gegenteil, sie zentralisiert durch Steuern und senkt die Kaufkraft durch Erhöhung von Steuern und Androhung von Ressourcenentzug.
LaChatte[QUOTE]Dann hat man Pech gehabt. Wir haben heute einen gesamteuropäischen Arbeitsmarkt und für derartiges Prinzesschengetue ist Momentan ein sehr ungünstiger Zeitpunkt. Flexibilität und Mobilität dürfen heute Vorausgesetzt werden, ebenso die Bereitschaft sich Fortzubilden, Fremdsprachen zu erlernen, etc. und das auch ohne Staatliche Unterstützung. [/QUOTE]

ich finds interessant - und irgendwie leicht schizophren - dass man den Leuten, die dies tun, genau dies vorwirft, sprich: bei den Menschen, die aus Drittweltländern nach Europa kommen, hört man oft Kommentare wie "was haben die hier zu suchen, können die nicht bleiben, wo sie sind?" -ja hallo - da ist wer flexibel und mobil, und nun ists auch wieder nicht gut, wenn sich der Mensch als homo oeconomicus benimmt?
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Suicide-Smurf [/i]
[B]Ja alle wollen saubere Wcs. Das alle mithelfen und das Wc sauber hält mag bei dem Beispiel noch funktioniere aber bei dem Öl für die Heizung wird es schon schwieriger. Muss dann jeder auch eine Weile auf eine Ölbohrinsel? => Muss jeder alles selber machen...Zurück in die Steinzeit [/B][/QUOTE]Moooment !
LaChatte und ich gehen von gerechter Arbeitsteilung und gemeinsamer Nutzung der Ergebnisse aus. Die Unterteilung in wertvolle und weniger wertvolle Arbeit haben nicht wir vorgenommen. Und wir sind auch nicht diejenigen, die sich mit Händen und Füßen gegen die Nutzung von Robotern für unangenehme Arbeiten wehren. Also nix mit "Zurück in die Steinzeit" - die Sklaven der Zukunft sollen Maschinen sein, nicht Menschen.

[QUOTE][B]Das Leistung Auswirkungen auf die Löhne haben war doch schon immer so. Eine Putzkraft verdient wohl deswegen so wenig, weil man für diesen Job nicht viel mitbringen muss. [/B][/QUOTE]Und was hat das, was man "für diesen Job mitbringen muss" nun mit der zu bewertenden Leistung zu tun?

[QUOTE][B]Dein Vorschlag mit den Robotern lässt sich leider schwer umsetzen. Es gibt keine Roboter für eine Ölbohrinsel, Bergwerk oder Kloputzen. [/B][/QUOTE]Warst du schon mal in einem modernen Bergwerk? Die Tatsache, dass man von bestimmten Dingen nichts weiß oder nichts wissen will, bedeutet nicht, dass es diese Dinge (noch) nicht gibt.

[QUOTE][B]Die Forscher im Bereich der Robotik glauben auch, dass es wohl noch ca 30 Jahre dauern wird, bis man Bilder richtig intelligent analysieren kann.
Ferner fehlt es auch noch viel zu sehr an Rechenleistung. [/B][/QUOTE]Wenn es auf diesem Gebiet so viel Nachholebedarf gibt, wieso gibt es dann so viele arbeitslose Informatiker?
Und was Bildanalyse betrifft: Immerhin ist man in der Lage, von "Mautbrücken" aus den Fahrzeugverkehr zu filmen und in Hundertstelsekunden exakt deren Kennzeichen zu erfassen und so den kompletten Verkehr auf den Autobahnen bis ins Detail zu überwachen, nicht zu reden von Iris-Scans, Erkennung und Zuordnung von Fingerabdrücken und Gesichtsvermessungen in Sekundenschnelle. Man kann die allerorts aufgetischten Märchen glauben oder auch nicht.
Ich arbeite in der Software-Industrie und habe einigermaßen eine Vorstellung davon, was mit den gegenwärtig vorhandenen Rechenleistungen möglich ist, und was nicht.
Wenn es Grenzen gibt, dann sind sie vor allem [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=30028]durch Lobbyisten veralteter Wirtschaftsformen gezogen.[/URL]

[QUOTE][B]Was mir viel eher Sorgen bereitet, ist das wir hier in Deutschland in vieln Forschungsgebieten den Anschluss verlieren. Nicht weil wir es nicht könnten sondern viel mehr weil wir es nicht dürften -Gentechnik.... [/B][/QUOTE]Ich halte die Skepsis für berechtigt bei Forschungsgebieten, deren Auswirkungen möglicherweise große Gefahren für die Menschen bringen. Was den Fortschritt wirklich hemmt, sind die meisten Aktionen, die im Namen von Urheberrechts-, Patent- und Markenschutz laufen. Diese nehmen teilweise wirklich groteske Formen an.

[QUOTE][B]Krieg war seltsamerweise "immer irgendwie gut" für die Menschen. Wenn man sich überlegt was daraus nur alles enstanden ist. Traurig. Allerdings keine wirkliche Alternativ. Irak krieg ist mir ein bisschen weit hergeholt. [/B][/QUOTE]Nicht weiter hergeholt als das dort (und auch im Sudan) geförderte Öl.

[QUOTE][B]Aber wenn man an die Automobil branche denkt, sieht man das es immer noch Sparten gibt die Recht gut zu recht kommen. Ferner dürften diese auch dick Kohle für Investitionen erhalten. [/B][/QUOTE]Sind ja auch Lobbyisten veralteter Wirtschaftsformen. Wieso fahren (bzw. schweben) in unseren Landen nicht schon längst Fahrzeuge bzw. Flugzeuge herum, die durch regenerierbare Energien angetrieben werden?

[QUOTE][B]Das wir zu wenig Konsumartikel kaufen kann gut sein. Aber hey seit wann produzieren wir hier hauptsächlich auf Konsumartikel? [/B][/QUOTE]Eben, [b]warum[/b] tun wir das nicht?

[QUOTE][B]Du hast den Satz schon oft gebracht ich verstehe ihn nie.
Geld-hin und her schieben. Ich gebe irgendjemand etwas er gibt mir etwas im gleichen Wert dafür? Was ist daran verwerflich? Wenn ich das erhaltene Objekt begehre ist es doch eine tolle sache,wenn ich ihn mit Geld bezahlen kann. Am ende sind beide glücklich
-Bei Wörgl werden auch n Scheine hin und her geschoben. [/B][/QUOTE]Mit Geld-hin-und-her-schieben meine ich alle Transaktionen, bei denen Geld gegen Geld getauscht wird, also Steuern, Versicherungen, Börsen (außer Tauschbörsen :D ), das gesamte Bankwesen. Das Geld selbst hat keinen Gebrauchswert, sondern nur Tauschwert. Durch den Tausch von Geld wird auch kein Gebrauchswert erzeugt, im Gegenteil wird Gebrauchswert (von Arbeitsleistungen) vernichtet.
In Wörgl und dem "Ressource Watching" System wird immer nur Geld gegen Gebrauchswert getauscht. Eine Abtrennung des Geldes vom eigentlichen Wert (wie sie zur Zeit immer groteskere Ausmaße annimmt) wird erschwert oder sogar ganz verhindert. Das ist der Unterschied.

[QUOTE][B]"Wörgl funktiniert auf begrenzer Basis." Ich dachte, dass die Arbeitsscheine überall gelten? Auch im Nachbardorf. Warum man auch dort nicht betrügen kann verstehe ich wiederum nicht. [/B][/QUOTE]In den Nachbardörfern wurden die Arbeitsscheine als Zahlungsmittel angenommen (in der Gewissheit, dass sie durch reale Werte (in Wörgl) gedeckt sind. Aber es wurden (so weit ich weiß) in den Nachbardörfern keine eigenen Arbeitsscheine ausgegeben. Die Leute aus den Nachbardörfern konnten die Arbeitsscheine also nur in Wörgl wieder gegen Gebrauchswerte tauschen, und dort konnten die Scheine auf ihre Gültigkeit überprüft werden.

Beim "Ressource Watching" wird das Wörgl-System dahingehend erweitert, dass die "Arbeitsscheine" ("Energie-Konten") dort auf Gültigkeit überprüft werden können, wo Gebrauchswerte (in Anspruch) genommen werden, ähnlich den heute üblichen Kreditkarten. Auf den "Energie-Konten" ist aber nicht nur der Lohn oder das Gehalt vermerkt (von dem sich der Arbeitgeber schon seinen Teil genommen hat, und teilweise auch der Staat), sondern der gesamte durch die Arbeit geschaffene Wert, inklusive dem für die Gemeinschaft erbrachten Wert. Darum hat der Inhaber auch das Recht, über sein "Energie-Konto" alle mögliche Hilfe der Gemeinschaft in Anspruch zu nehmen. Jegliche Aufwendungen für Steuern, Versicherungen, Börsen und das gesamte Bankwesen (soweit es überhaupt noch nötig ist) wurden durch seine Arbeit schon abgegolten.

[QUOTE][B]-Anreiz zu arbeiten sollte immer da sein. Es tut sonst niemand, zumindest nich so wie bisher. Man muss die Beiträge doch nur hier im Forum lesen. Jeder ist davon überzeugt, dass er viel zu wenig verdiene, viel zu viel arbeitet, viel zu wenig Urlaub hat. Das gleiche bei den Studenten... [/B][/QUOTE]Wo habe ich das geschrieben? :)
Ich bin sogar als Student mit meinem Geld ausgekommen (das war allerdings noch in der DDR).

[QUOTE][B]Jeden dort arbeiten zu lassen wo er gerne möchte funktoniert nicht, da vieles einfach nicht gebraucht wird was Menschen gerne machen möchten. [/B][/QUOTE]Aber was spricht dagegen, dass er sich von den Arbeiten, die irgendwo gebraucht werden, die aussucht, die ihm am besten gefällt. Diese Wahl hat es in der DDR in großem Maße gegeben. Wenn du viel Wissen und Können hattest, konntest du dir deine Arbeit (und sogar deinen Arbeitsort) ziemlich frei wählen. Wenn das kein Anreiz zum Lernen war. Heute haben Jugendliche oft mit besten Zeugnissen und Fähigkeiten kaum eine Chance, überhaupt einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu bekommen, und dann werden sie noch als "Sozialschmarotzer" beschimpft. Kann man es ihnen dann noch verübeln, dass sie Null Bock auf diesen Staat und diese (Miss-)Wirtschft haben, und Null Bock darauf, sich noch um irgendetwas zu bemühen?

[QUOTE][B]Kriege gab es auch schon im Mittelalter oder Steinzeit.Es wird immer jemanden geben der mit seiner Keule nem anderen en Schädel einschlägt. [/B][/QUOTE]Wenn er weiß, dass der Andere seine Energie genauso in den gemeinsamen Speicher einbringt wie er selbst, wäre er schön blöd, wenn er sich seines Miteigentums selbst beraubt und in Zukunft für den Anderen mitarbeiten muss. Die Gesundheit und Schaffenskraft der Anderen sollte also prinzipiell Jedem am Herzen liegen.

[QUOTE][B]Schichtarbeit, Fliessbandarbeit 8 Stunden am Tag ist einfach toll. Hab mir schon oft überlegt ob ich sowas nich machen sollte. Ich müsste vielleicht gerade mla 9 Stunden eines Tages opfern. Bei anderer Arbeit sind es locker 12 + schlechtes Gewissen [/B][/QUOTE]Was hindert dich daran, dir die 12-Stunden-Arbeit + Verantwortung (und den Lohn dafür) mit einem zweiten Mitarbeiter zu teilen? Du selbst hättest mehr Zeit für dich und deine Familie und weniger schlechtes Gewissen, der Andere hätte endlich wieder Arbeit und Geld für sich und seine Familie, und die Gemeinschaft hätte einen Arbeitslosen weniger zu versorgen. Also, warum teilst du deine Arbeit nicht mit einem Anderen?
2378[QUOTE]

Was hindert dich daran, dir die 12-Stunden-Arbeit + Verantwortung (und den Lohn dafür) mit einem zweiten Mitarbeiter zu teilen? Du selbst hättest mehr Zeit für dich und deine Familie und weniger schlechtes Gewissen, der Andere hätte endlich wieder Arbeit und Geld für sich und seine Familie, und die Gemeinschaft hätte einen Arbeitslosen weniger zu versorgen. Also, warum teilst du deine Arbeit nicht mit einem Anderen?
[/QUOTE]

Die "niedrigen" Lohnnebenkosten hindern einen daran. Erkläre mal einem Chef dass du dir gerne die Stelle teilen würdest. Ich habe für eine Hiwi Stelle mich mit jemanden anderen darauf beworben (wir beide brauchen das Geld) und einer hat uns einfach erklärt, das würde nicht gehen und punkt - so sei es nicht vorgesehen - toll und was soll ich jetzt machen?

Dazu wenn man sich so eine Stelle teilt, muss man auch Zeit für Absprachen usw mit einbeziehen und viele werden es einfach als zu kostenintensiv ansehen und eben unsere Lohnnebenkosten die sowas sowieso selten möglich machen (wie gesagt, nehmt die Lohnnebenkosten weg oder senkt sie und uns ging es viel ebsser.

Sonst - es scheint wohl so, dass man anreize wie Harzt IV braucht - davor sind wohl die Jobs, wie arbeiten auf dem Feld nicht interesant genug.
[url]http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,316198,00.html[/url]
Move over Kate[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]Die "niedrigen" Lohnnebenkosten hindern einen daran. [...] viele werden es einfach als zu kostenintensiv ansehen und eben unsere Lohnnebenkosten die sowas sowieso selten möglich machen [/B][/QUOTE]

Na, die Lohnnebenkosten, insbesondere die SV-Beiträge, werden [I]prozentual[/I] vom Gehalt berechnet. Wenn ich die Stelle teile, teile grundsätzlich ich auch die Lohnnebenkosten (Eventuelle durch die Gleitzone bedingte Aspekte mal außen vor gelassen).

Richtig ist, daß ich für zwei Teilzeitkräfte unter Umständen zwei Arbeitsplätze bereit halten muß und damit dann die betrieblichen Ausgaben für Computer- und Büroausstattung verdoppeln muß. Nach der reinen Lehre ist jede Stelle teilbar, sogar Führungspositionen. Natürlich hat man dann höhere "Transaktionskosten" durch notwendige Abstimmung etc..
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]Ich habe für eine Hiwi Stelle mich mit jemanden anderen darauf beworben (wir beide brauchen das Geld) und einer hat uns einfach erklärt, das würde nicht gehen und punkt - so sei es nicht vorgesehen - toll und was soll ich jetzt machen? [/B][/QUOTE] Schreib einen Brief an den Abgeordneten deines Vertrauens, dass er diese Möglichkeit als einen Punkt für die Hartz-Reform vorschlägt, oder male ein Plakat und gehe damit zur Demo.

[QUOTE][B]Dazu wenn man sich so eine Stelle teilt, muss man auch Zeit für Absprachen usw mit einbeziehen [/B][/QUOTE]Das ist alles eine Frage der Arbeitsorganisation. Ich denk, ihr seid alle so schlau. In unserer (internationalen) Firma gibt es sogar Absprachen zwischen hier und USA. Während hier die Leute schlafen, kann dort an dem Problem weitergearbeitet werden, und umgekehrt - da muss man nicht mal in Schichten arbeiten. Was Absprachen betrifft: Wozu gibt es EMails und Datenbanken?
Weiter oben hat decay73 schon erwähnt, dass auch in der Produktion Absprachen zwischen den einzelnen Schichten notwendig sind.

[QUOTE][B]und viele werden es einfach als zu kostenintensiv ansehen und eben unsere Lohnnebenkosten die sowas sowieso selten möglich machen (wie gesagt, nehmt die Lohnnebenkosten weg oder senkt sie und uns ging es viel besser.[/B][/QUOTE]Wieso denn senken? Nein, sie müssen bei sehr hohen Löhnen und Gehältern überproportional steigen, damit für die Betriebe ein Anreiz (um nicht zu sagen Zwang) da ist, mehr Leute einzustellen und die Arbeitszeiten zu verkürzen. War es nicht das angesagte Ziel von Hartz-IV, die Arbeitslosenzahlen zu verringern, oder habe ich da was falsch verstanden?

[QUOTE][B]Sonst - es scheint wohl so, dass man anreize wie Harzt IV braucht - davor sind wohl die Jobs, wie arbeiten auf dem Feld nicht interesant genug. [/B][/QUOTE]Klar, wir führen wieder Sklavenarbeit für Menschen ein, die eigentlich Maschinen machen könnten, nur damit die hohen Herren mit den höheren Gehältern ihre Jobs und Einkünfte nicht mit Anderen zu teilen brauchen. :D
Suicide-Smurf[u][i][b]LaChatte (und auch TTP):[/I][/b][/u]

[i][b]"Zur Erinnerung: das Ziel soll sein, dass jedes Haus eine autonome Energiequelle hat" als antwort auf "bei dem Öl wird es schon schwieriger[/i][/b]
Das versteh ich nicht. Ich dachte es geht um die scheiss Jobs die niemand machen will. Bei dem Wc geht es ja auch noch so. Aber bei der Metallgiesserei helfen uns auch keine autonome Energiequellen.
Du hast recht, dass das Öl nicht ewig reichen wird, aber wo sind wir denn jetzt bei alternativen Enegiequellen? Es wird doch noch ein bisschen dauern bis man auf Öl verzichten kann.

[i][b]Eintönge Putzarbeiten& Investionen in Entwicklung ( für Roboter)[/i][/b]
Naja die Putzarbeiten mögen vlt eintönig sein trotzdem ist es schwierig sie für ein Roboter umzusetzen. Es gibt sogar schon kleine Roboter die autonom putzen und wenn der Akku leer ist kehren sie zu einer Aufladestation zurück. Allerdings ist nich garantiert, dass sie mit System putzen viel mehr fährt der kleine Roboter in Form eines Pukes queer durch die Wohnung.
Putzkräfte werdne meist dort eingesetzt wo man etwas professionelles erwartet. In einem Fabrikgebäude ist es undenkbar 20 oder mehr dieser kleinen dinger durch die Gegend fahren lassen. Es müssen weniger aber dafür grössere und bessre sein.
Wenn ein Arbeitgeber sich dafür entscheidet eine Putzkraft durch ein Roboter zu ersetzen sollte ein Roboter auch alles können was eine Putzfrau kann. Ein Roboter kann jedoch keine Fenster zu machen ( Ja, es gibt Roboter die das können...allerdings haben die eine eingespeicherte karte der umgebung....der Roboter für die Fabrik oder fürs Professionelle müsste doch überall einsetzbar sein...ferner kann er auch noch nicht putzen^^).
Was du über Bildbearbeitung sagst stimmt meines Wissens nach keinen Fall. Ein Iris-scan ist mit einem analysieren der Umgebung durch eine Kamera nicht zu vergleichen.
(Ein Iris scan verläuft grob auf Ja, nein heraus....ein Putzroboter der alles kann was eine Putzfrau kann muss mehre bilder pro sekunde analysieren, sie bewerten und sein Verhalten anpassen...genau das kann man eben noch nicht (ausreichend).
Mehr Geld in die Forschung bringen würde natürlich bessere Fortschritte in der KI bewirken. Nur wird uns dadurch sicher nicht in den nächsten 10 Jahren geholfen. Japan steht übrigens vor dem gleichen Problem. Dadurch, dass dort wenig Leute Kinder kriegen und es dort auch sowas wie die Green-Card nicht gibt, setzt die Regierung alles daran die Bevölkerung durch intelligente Roboter zu retten".

[i][b]Was verstehst du genau unter "Konsumartikeln[/i][/b]
Hm ich meinte eigentlich mit Konsumartikel Nahrung, Kleidung, Kinobesuch, Arztbesuch und (sonstige) Unterhaltung.

[u][i][b]Ende LaChatte

TheTunrningPoint[/i][/b][/u]

[b][i]
Du schreibst an Scientist, "welches Recht haben irgendwelche Politclows über das Leben der anderen zu bestimmen".[/b][/i]
Hm sie sind unsere Politker.Sie wurden gewählt um (mehrheitliche) Meinung des Volkes zu repräsentieren. Dadurch erhalten sie doch ein gewisses Recht. Sie wurden ja schliesslich gewählt und haben sich nicht selbst bevollmächtigt.

[b][i]Bei Wörgl sagst du "Ziel ist es nicht hauptsächlich, Kaufzurückhaltung zu überwinden, sondern vor allem, die vorhandenen Arbeitskräfte möglichst effektiv einzusetzen zur Hebung der allgemeinen Lebensqualität."[/b][/i]
Aber durch das Verfallen der Scheine werden doch die Leute geradezu gezwungen etwas zu kaufen was sie nicht möchten oder brauchen.
Und was ist mit den Leuten die sparen wollen? Vorsorge fürs alter oder so?`Das hasgt du mir immer noch nicht beantwortet.
Würde das Hinundherschieben wie du es nennst nich dadurch gerade zu nehmen? Dadurch könnte man das Geldentwerten teilweise umgehen?
[quote]Die DDR ist, neben dem schon genannten Produktivitätsstau und -Rückgang infolge des Wirtschaftsembargos, vor allem deshalb zusammengebrochen, weil es nicht genug Arbeitsanreiz gab. Genau dieser Entwicklung soll mit dem Wörgl-Prinzip und dem "Ressource Watching" entgegengewirkt werden. Der direkte Zusammenhang zwischen den eigenen Interessen und den Interessen der Gemeinschaft soll deutlicher werden.
[/quote]
hartz 4 möchte doch auch nur mehr Arbeitsanreiz schaffen ? Für mehr Gerechtigkeit gegenüber diejenigen die nicht arbeiten wollen und die arbeitenden ausnützen. (damit mein ich nicht die, die es nicht können).
[quote]Moooment !
LaChatte und ich gehen von gerechter Arbeitsteilung und gemeinsamer Nutzung der Ergebnisse aus. Die Unterteilung in wertvolle und weniger wertvolle Arbeit haben nicht wir vorgenommen. .
[/quote]Das versteh ich nich? Was heisst das nun. ? Gerechter Arbeitsteilung, also muss jeder einmal einen scheiss Job machen?

[b][i]Und was hat das, was man "für diesen Job mitbringen muss" nun mit der zu bewertenden Leistung zu tun?(Putzen)[/b][/i]
Es hat nix mit der Leistung zu tun. Nur muss man nicht viel mitbringen um putzen zu können. Dadurch ist das Angebot an Putzkräften grösser als beispielsweise It Spezialisten. Folglich sind mehr Leute dazu bereit zu putzen, das drückt den Lohn. (wenn du möchtest mach ich dir ne Skizze :))

[b][i]Bergwerk[/i][/b]
Ich war bis jetzt in keinem modernen Bergwerk. Es ging mir nicht um Bergwerke. Es ging mir um Roboter die als Ersatz für scheiss Jobs dienen.

[b][i]Roboter&Bildverarbeitung...arbeitslose Informatiker..Rechenleistung.[/b][/i]
Ich habs oben schon bei LaChatte geschrieben
Warum es soviele arbeitslose Informatiker gibt weiss ich nicht. Es ist wohl niemand bereit das entsprechende Geld zu zahlen. Folglich sind die Fortschritte die die Informatiker vlt erzielen könnten den Leuten noch nich soviel wert.
Das man zu wenig Rechenleistung hat wird ganz bestimmt nich von Lobbysten zurückgehalten.
[quote]Ich halte die Skepsis für berechtigt bei Forschungsgebieten, deren Auswirkungen möglicherweise große Gefahren für die Menschen bringen. Was den Fortschritt wirklich hemmt, sind die meisten Aktionen, die im Namen von Urheberrechts-, Patent- und Markenschutz laufen. Diese nehmen teilweise wirklich groteske Formen an.
[/quote]
Patente fördern den Fortschritt. Niemand forscht für seinen Nachbar, sondern für Ruhm, Geld, Annerkung und Macht. Falls es doch nur Nächstenliebe ist oder Neugier wird einfach der Geldhan abgedreht. Warum sollte man forschen, wenn man es klauen kann?
Ich habe auch neulich ein Buch gelesen, wo ein Autor schreibt, dass ein Forscher in einem ausgebauten Dachstuhl im Forschungslabor geschlafen haben. Glaubst du wirklich jemand macht das Tag und nacht damit am ende ein Spasst kommt und sagt: Wunderbar! Danke! Sowas wollt ich schon immer haben. Das du dafür dein halbes Leben und das Geld deiner Sponsoren weggeschmissen hat interessiert keinen^^
Ein Patent ist dohc nur eine zeitliche Befristung irgendetwas nicht nachzuahmen, damit die Firma wengistens für 2 Jahre die Innovation vertreiben kann-

[b][i]Warum fliegen wir nicht?[/b][/i]
Wir fliegen noch nicht, weil , weil


Weil...

Weil wir es nich können :( und weil es den Leuten zu wenig Wert ist. Würde die ganze Menscheit fliegen wollen, dann würde alles Geld, alle Menschen alles nur daran sitzen...tut die Welt aber nicht.....

[b][i]Warum produzieren wir keine Konsumartikel?[/b][/i]
Weil es andere billiger können.=> nicht lohnend, ineffizent, besser für die Welt wenn es derjenige macht der es am besten kann.

[b][i]Erklärung von Geld hin und herschieben.[/b][/i]
Hm. Also ich finde es nicht schlimm, wenn ich beispielsweise mein Geld irgendjemand leihe und dafür am Ende mit Risiko mehr zurückkriege. Es fördert sogar noch denjenigen dem ichs gebe. Darum verstehe ich nicht, dass du sagst Arbeitsleistung wird vernichtet?
Meinst du Devisen?
Ich hab leider keine Ahnung was Resource Watching ist und hatte bisher auch keine Zeit es nachtzuohlen. Aber dadurch wird aufjedenfall der Ehrhebungsaufwand geringer und dadurch das System effizenter. Könnte man aauch bei uns einführen.

[b][i]TheTunringPoint war ein fauler Student :)[/i][/b]
Meinte damit nicht dich. Ich erinner mich noch an zahlreiche Threads mit Nnordy (immr auf die Studenten usw...)
Was hast du denn studiert?
[quote]
ich
Jeden dort arbeiten zu lassen wo er gerne möchte funktoniert nicht, da vieles einfach nicht gebraucht wird was Menschen gerne machen möchten.
[/quote]
[quote]Die Antwort von TTP
Aber was spricht dagegen, dass er sich von den Arbeiten, die irgendwo gebraucht werden, die aussucht, die ihm am besten gefällt. Diese Wahl hat es in der DDR in großem Maße gegeben. Wenn du viel Wissen und Können hattest, konntest du dir deine Arbeit (und sogar deinen Arbeitsort) ziemlich frei wählen. Wenn das kein Anreiz zum Lernen war. Heute haben Jugendliche oft mit besten Zeugnissen und Fähigkeiten kaum eine Chance, überhaupt einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu bekommen, und dann werden sie noch als "Sozialschmarotzer" beschimpft. Kann man es ihnen dann noch verübeln, dass sie Null Bock auf diesen Staat und diese (Miss-)Wirtschft haben, und Null Bock darauf, sich noch um irgendetwas zu bemühen? [/quote]
Es gibt 20 Leute. Es gibt 20 Stellen. Davon sind 10 toll und 10 scheisse.
Jeder darf das nehmen was er will
Ergebnis:
10 tolle stellen besetzt
10 nicht tolle nicht besetzt.

Kommen wir zur verteilung. Für die tollen und meist qualifizerten Stellen haben sich auch einige Nichtsnutze eingeschlichen
=> Ich versteh nur bahnschranke. Das kanns doch nich sein?
Variante b)
10 tolle stellen doppelt besetzt

=>10 unbesetzte Stellen und höhe Kosten durch Lohnnebenkosten

Es ist auch heute noch so, dass man mit hoher Bildung sich fast alles aussuchen kann. Man muss nur besser sein als die anderen.


[b][i]Keule für den Schädel&Kriege[/b][/i]
Aber es ziehen nicht immer alle an einem Strang. Es gibt Länder die brauchen andere nicht..
=>Keule regiert
Suicide-Smurf[quote]Was hindert dich daran, dir die 12-Stunden-Arbeit + Verantwortung (und den Lohn dafür) mit einem zweiten Mitarbeiter zu teilen? Du selbst hättest mehr Zeit für dich und deine Familie und weniger schlechtes Gewissen, der Andere hätte endlich wieder Arbeit und Geld für sich und seine Familie, und die Gemeinschaft hätte einen Arbeitslosen weniger zu versorgen. Also, warum teilst du deine Arbeit nicht mit einem Anderen?
[/quote]
Die Lohnnebenkosten hindern mich daran. So wie die Konkurrenz.
2378 bringt ja unten das Beispiel.
Nur 5 Stunden am Tag arbeiten wäre toll, allerdings gibt es dann noch Person b die auch 10 Stunden arbeitet
=>Arbeitslos und die Keule regiert

[b][i]Lohnnebenkosten müssten erhöht werden. Besonders für Führungskräfte[/b][/i]
Ich versteh nur Bahnschranke!!!
Dadurch provoziert du es doch gerade, dass Spitzenkräfte 16 Stunden am Tag arbeiten.
Warum sollten dadurch Betriebe gezwungen sein mehr leute einzustellen?

Lohnkosten für eine Arbeitsstelle: 100
Lohnnebenkosten:25

Person a und b arbeiten 5 stunden (50+25)+(50+25)=150
Person c: 100+25=125

Ich nehm c. Der Abstimmungsaufwand und der Verlust der konzentration heben sich in etwa auf^^...



p.s Wie alt bist du eigentlich? Das ist jetzt nicht die Frage nach dem ein 12 jähriger gepostet hat sondern damit ich mich besser in deine Meinung hineinversetzen kann.
2378[QUOTE]
Na, die Lohnnebenkosten, insbesondere die SV-Beiträge, werden prozentual vom Gehalt berechnet. Wenn ich die Stelle teile, teile grundsätzlich ich auch die Lohnnebenkosten (Eventuelle durch die Gleitzone bedingte Aspekte mal außen vor gelassen).
[/QUOTE]
Und es gibt einen Höchstsatz - tja und höhere Führungskräfte sind über den Höchstsatz und plötzlich müsste man alles doppelt zahlen, ob die das noch als effektiv ansehen?
Absprachen sind möglich, aber was ist wenn Person A und B immer die gegenteilige Meinung haben - dann kann das sehr lange dauern bis man zu einem Ergebnis kommt?

[QUOTE]
Klar, wir führen wieder Sklavenarbeit für Menschen ein, die eigentlich Maschinen machen könnten, nur damit die hohen Herren mit den höheren Gehältern ihre Jobs und Einkünfte nicht mit Anderen zu teilen brauchen.
[/QUOTE]
Wieso Sklavenarbeit? Es gibt immer noch arbeiten in der Landwirtschaft, die von Hand gemacht werden müssen oder warum glaubst du gibt es die ganzen Erntehelfer? Früher waren sich wohl die Deutschen dafür zu schade, jetzt scheint man sich sogar auf solche Stellen zu bewerben - eine interesante und begrüßenswerte Einstellung.

@Apex: Bei dem Beispiel von deinem Nachbar hast du mir meine Frage ob er sich denn auf jeden Job beworben hat, immer noch nicht beantwortet...

2378
Move over Kate[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]Und es gibt einen Höchstsatz - tja und höhere Führungskräfte sind über den Höchstsatz und plötzlich müsste man alles doppelt zahlen, ob die das noch als effektiv ansehen?
Absprachen sind möglich, aber was ist wenn Person A und B immer die gegenteilige Meinung haben - dann kann das sehr lange dauern bis man zu einem Ergebnis kommt?
[/B][/QUOTE]


Ja, richtig - die sogenannte "Beitragsbemessungsgrenze", die im übrigen kürzlich angehoben wurde, um noch mehr Leute in das schwarze Loch "Sozialversicherung" einzahlen zu lassen, *g*. Allerdings liegen zumindest im Geltungsbereich der meisten Tarifverträge nur hoch ausgebildete Arbeitnehmer oder solche mit "hochwertigen Tätigkeiten" (das hört sich jetzt blöd an) - meistens also Akademiker - über der Grenze. Und diese Gruppe macht einen Bruchteil der Arbeitslosenhilfe- bzw. Sozialhilfeempfänger aus und gehört damit nicht zur Zielgruppe von Hartz IV. Ausnahmen bestätigen die Regel. Den Rest wird die demographische Entwicklung besorgen, denn spätesten in 10 - 15 Jahren werden ausgebildete Fachkräfte händeringend gesucht werden.

Und zu streitenden Teilzeitern: Wenn beide gegenteilige Meinungen haben: Dann entscheidet letztlich deren Führungskraft, der Geschäftsführer, der Teamleiter. Zum Glück werden nicht alle Unternehmen basisdemokratisch geführt, he, he, he... Außerdem können Meinungsverschiedenheiten auch zwischen Vollzeitkräften entstehen. Das Problem ist insoweit nicht unbedingt Folge der Teilzeitbeschäftigung.
ApexTschuldige 2378 ich hatte etwas viel um die Ohren, aber ich habe ihn nochmal gefragt. Also, er hat sich bereit erklärt nach dem ersten Jahr Arbeitslosigkeit jeden nur freien Job anzunehmen, zu diesem zeitpunkt realisierte er, dass er in seinem alten Beruf nichts mehr finden wird. Aber beim Arbeitsamt wurde dann gesagt, dass das nicht geht und das er mit seinen Qualifikationen nicht für solche "niederen" Tätigkeiten geeignet sei. Er hat dann auf eigene Faust versucht eine solche Stelle zu finden aber es hieß meistens entweder überqualifiziert oder zu alt. Das geht so bis heute...
Stonehenge[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]Und es gibt einen Höchstsatz - tja und höhere Führungskräfte sind über den Höchstsatz und plötzlich müsste man alles doppelt zahlen, ob die das noch als effektiv ansehen?
2378 [/B][/QUOTE]

Zeit genug diesen Höchstsatz endlich einmal auf "unendlich" zu setzen, aber den Großverdienern kann man es scheinbar nicht zumuten einen Prozentsatz ihres Einkommens wie jeder andere auch zum Sozialsystem beizutragen.

Abgesehen davon verdoppeln sich nicht automatisch beim Verdienst über der Bemessungsgrenze die Beiträge bei Aufsplittung der Stelle, nämlich zwischen der 1- und 2-fachen Bemessungsgrenze wachsen sie erst auf das Doppelte an.

Bsp.: Person verdient das 1.4 -fache der Bemessungsgrenze und Höchstsatz SV wird fällig.
Aufsplittung in 2 Teile zu je 0.7 * Bemessungsgrenze führt zu 2 Personen, die jeweils dann 70% des Höchstsatzes in SV zahlen. Ergo - hier 40% statt 100% Steigerung.

Bei "richtigen Schwerverdienern", die meinetwegen das 10-fache der Bemessungsgrenze verdienen fallen die Sozialbeträge und selbst eine Verdopplung gegenüber den horrenden Lohnkosten prozentual kaum noch ins Gewicht. Das Problem ist also da, aber auch nicht so überdimensional wie es auf den ersten Blick erscheint.


Gruß
Stone
Scientist[quote]
Welches Recht haben irgendwelche Wirtschaftslenker und ihre Politclowns, über das Leben von anderen Menschen zu bestimmen, ihnen vorzuschreiben wo und wie sie zu leben haben, ihnen vorzuschreiben, wohin und wie oft sie sich zu bewegen haben?
[/quote]
Wer sich fördern lässt, muss sich auch fordern lassen. Wer Geld haben will, muss auch bereit sein dafür etwas zu tun.
[quote]
Ja, ich bin für Flexibilität und Mobilität, und erst recht für Fortbildung und das Lernen von Fremdsprachen. Aber das will ich dadurch erreichen, dass das persönliche Interesse dafür bei den Menschen geweckt wird, und nicht dadurch, dass sie es mit Widerwillen und Unlust tun, weil sie dazu gezwungen werden.
[/quote]
Die Folgen der Spaßgesellschaft. Es geht halt im Leben nicht immer nur danach wozu man Lust hat, oder was „Fun“ macht. Das war ein Traum gegen Ende des 20. Jahrhunderts. Die Seifenblase ist zerplatzt. Willkommen im Jahr 2004.
Und in Sachen Weiterentwicklung der geistigen Persönlichkeit a la 68’er ist man wohl auch in eine Sackgasse geraten, wie man an unserem Desolaten Bildungssystem sieht.
Zu Kaisers Zeiten war der Unterricht vielleicht etwas Verstaubt, aber in der Physik oder der Chemie blickte die ganze Welt nach Deutschland. Da hatten wir mehr Nobelpreisträger als andere Länder überhaupt Wissenschaftler.
Klingt sehr Konservativ, ist aber die traurige Wahrheit.
Wenn es immer nur nach Lust und persönlichem Interesse gegangen wäre, dann würde dieses Land immer noch in den Trümmern des 2. Weltkriegs liegen.
Damit jetzt keine falschen Vermutungen aufkommen, ich bin erst 22.
Manch einem mag das was ich sage sehr Rückwertsgewand vorkommen, aber „Die Geschichte wird mich Freisprechen“, den Genossen Castro vermutlich nicht.

[quote]
Nein, genau umgekehrt: Negative Zinssätze (zur Erinnerung: minus 1 Prozent pro Monat in Wörgl) sollen dazu dienen, Inflation einzudämmen. Der Antrieb für die Wirtschaft entsteht nicht aus der Erhöhung der Menge des vorhandenen Geldes, sondern durch Beschleunigung des Umlaufes von wenig Geld. Bedingung für das Gelingen ist einzig und allein das Vorhandensein von ausreichend Arbeitskräften. Ziel ist es nicht hauptsächlich, Kaufzurückhaltung zu überwinden, sondern vor allem, die vorhandenen Arbeitskräfte möglichst effektiv einzusetzen zur Hebung der allgemeinen Lebensqualität.
[/quote]
Zur Eindämmung der Inflation ist Wörgl ein Ungeeignetes Modell. (Zumindest für Volkswirtschaften)
Durch den Negativen Zinssatz verringert sich zwar langfristig scheinbar die Geldmenge M3, aber als Gegenreaktion auf den drohenden Vermögensverlust, kommt es zu einem plötzlichen, bei einer Vormals hohen Sparquote wie in der BRD, gewaltigen Anstieg der Geldmenge M1. Das Missverhältnis zwischen Waren und Dienstleistungen auf der einen Seite und der Geldmenge M1 auf der anderen, das deutlich zu Gunsten der Geldmenge ausfällt führt naturgemäß zu einem Preisanstieg und somit zu einer Geldentwertung. Dies zieht einen Lohnanstieg und als Folge einen weiteren Preisanstieg nach sich, der Beginn einer Inflationsspirale. Ein Verfall der Währung gegenüber dem Dollar wäre die Folge. Rohstoffe würden unbezahlbar. Dieser Prozess, ist tödlich für eine Exportorientierte Wirtschaft. Ein Stopp der Inflation ist nur mit Mittel möglich, die entweder sehr Kostspielig sind, oder einen Massivern Vertrauensverlust der Internationalen Anleger nach sich zieht.

[quote]
Es ging hier um den nicht mehr abfallenden Mehrwert für die, die NICHT ARBEITEN, für die, die Einkommen ausschließlich daraus ziehen, dass sie etwas "besitzen" - Grundbesitzer, Hausbesitzer, Fabrikbesitzer. sie dürften diese Dinge durchaus weiterhin besitzen, würden aber daraus keinen Mehrwert mehr erhalten, ohne selbst zu arbeiten.
[/quote]
Offenbar haben wir unterschiedliche Definitionen von Arbeit. (nicht der Physikalischen) Der Besitz und Erhalt einer Fabrik, oder eines Mietshauses, oder die Verwaltung eines weitläufigen Grundbesitzes macht eine Menge Arbeit. Es muss investiert werde, verkauft oder gekauft, renoviert oder abgerissen werden, es muss personal eingestellt oder entlassen werden, ständig gilt es mit dem Finanzamt zu kämpfen und obendrein besteht immer ein Verlustrisiko.
Wenn sich die Investitionen in neue Produktionsanlagen nicht lohnen, warum sollte jemand sein Vermögen aufs Spiel setzen? Aus Menschenfreundlichkeit?
Wer so dämlich ist, der verdient es nicht besser. Ich würde es jedenfalls nicht tun, es sei den für die Steuer.
Warum sollte jemand seine Mietshäuser renovieren, wenn er nichts daran verdient? Ich würde sie einfach verfallen lassen und in Florida Bungalows an deutsche Rentner vermieten.
[quote]
Die DDR ist, neben dem schon genannten Produktivitätsstau und -Rückgang infolge des Wirtschaftsembargos…
[/quote]
????????????????????????????????????????????
Wirtschaftsembargo??? Weil die DDR keine amerikanischen Computer und Militärtechnologie einführen durfte??? Aber ihr hättet uns sicherlich im Sinne des Freien Welthandels die Baupläne für Russische Raketenüboote übergeben, ja?
Wo habt ihr den die Grenzen für deutsche Automobile geöffnet? Ihr musstet doch keine Braunkohle abbauen, wo es doch auf dem Weltmarkt genug Öl gab. Ihr hättet fast alles kaufen könne. Allerdings für Dollar. Nicht für Aluchips. Dollar hättet ihr bekommen, wenn ihr eure Grenzen geöffnet hättet. Habt ihr aber nicht. Eure Maurer mussten ja in Berlin auch was zu tun haben. Und natürlich die 2 Millionen Stasispitzel, denen die Dollar nur den Kopf verdreht hätten.
[quote]
Energie ist - durch das "Energiekonto" deutlicher denn je - ein Produkt wie alle anderen.
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Ein Produkt wie jedes Andere? Ich denke Energie ist Währung. Ich kann mir doch auch keine Geldpresse in den Keller stellen. Wird Energie dann auch staatlich produziert? Und wie sieht das mit dem Internationalen Handel von Energie aus? Um ihre Währung zu stützen wäre im Falle eines Preisverfalls eine Regierung gezwungen ihre Produktionskapazitäten massiv herunterzufahren.
Entstehen nicht Abhängigkeiten, z.B. von billigem ausländischem Atomstrom?
Vor allem woher sollen die Milliardeninvestitionen in Kraftwerke und Infrastruktur kommen, wenn die Konzerne ins Ausland abwandern, weil du ihnen keinen Mehrwert mehr zugestehst. Allein aus der leeren Staatskasse?
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Meines Wissens wurde die für die (Re-)Produktion nötige Energie noch nie aus dem Gewinn bezahlt, sondern war schon immer Bestandteil der Produktkosten.
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Das ist richtig, aber die Tatsache, dass wir gewaltige Mengen an Benzin und Öl in unseren Autos und Zentralheizungen verfeuern können, verdanken wir dem Umstand, dass unsere Wirtschaft seit Jahrzehnten gewaltige Gewinne abwirft, die unserem Lebensstandart sehr zuträglich sind.
Wenn du aber diese Gewinne nicht mehr zulässt, dann fließen sie im Ausland und andere Nationen freuen sich über einen Anstieg ihres Lebensstandart.
Auch eine Form der Internationalen Solidarität.
[quote]
Die zentrale Planwirtschaft war eins der großen Probleme des Ostblocks. Die Planung war viel zu weit weg von den Menschen.
[/quote]
Vielleicht ist eine Planwirtschaft als solche zu weit weg vom Menschen. Bisher hat sich das freie Spiel der Kräfte als sehr Leistungsfähig erwiesen und uns einen Enormen Wohlstand gebracht. Ich glaube nicht, dass die Mehrheit der Bevölkerung eine derartige staatliche Einmischung in das Wirtschaftsleben wünscht.
[quote]
"Ressource Watching" soll eine präzisere Planwirtschaft ermöglichen, die sich zuerst an den Bedürfnissen der einzelnen Menschen orientiert.
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dafür braucht man kein „Ressource Watching“, auch wenn es natürlich hochwissenschaftlich klingt. Der Mensch hat seit über einer Million Jahre einen Grundsatz: “Nimm was du kriegen kannst und gib nichts davon zurück!“
Oder in Kurzform: “Haben, haben, haben…“
Jede Planwirtschaft wird an den menschlichen Urinstinkten scheitern und zusammenbrechen. Sofern nicht durch Gewalt erzwungen, entwickelt sich jedes Wirtschaftssystem längerfristig zu einem kapitalistischen.
[quote]
Durch rege Beziehungen auf allen Ebenen, insbesondere auf persönlicher Ebene, schwindet mehr und mehr die Notwendigkeit von Leuten, die für das Volk sprechen. Das Volk kann für sich selbst sprechen. Außerdem werden durch rege Beziehungen auf allen Ebenen Feindbilder abgebaut, wodurch die Notwendigkeit einer speziellen Verteidigungspolitik mehr und mehr schwindet, mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass es durch den Wegfall des wirtschaftlichen Wachstumszwangs auch keine ökonomischen Anreize zum Kriegführen mehr geben würde.
[/quote]
Ich wünsche dir viel Spaß bei dem Versuch dich mit 1,3 Millionen Chinesen auf eine gemeinsame Linie in Fragen der Nordkoreapolitik zu verständigen.
Können wir bis zum nächsten Jahrtausend mit einem Ergebnis rechnen?
Stichwort: “Welche Telefonnummer hat Europa?“

Auch unsere Rohstoffe müssen wir unabhängig vom politischen oder Wirtschaftlichen System erkämpfen. Ohne Öl läuft bei uns nicht viel. Wenn die Scheiche nicht wollen, müssen wir die geeigneten Mittel haben, um sie gemeinsam mit unseren Verbündeten umzustimmen.

[quote]
[quote]
Das Leistung Auswirkungen auf die Löhne haben war doch schon immer so. Eine Putzkraft verdient wohl deswegen so wenig, weil man für diesen Job nicht viel mitbringen muss.
[/quote]
Und was hat das, was man "für diesen Job mitbringen muss" nun mit der zu bewertenden Leistung zu tun?
[/quote]
Jeder Idiot kann eine 2 in einem Schulaufsatz schreiben. Deshalb ist es auch nicht viel wert. Aber einen Literaturnobelpreis, den bekommt nur ein Mensch pro Jahr, deshalb ist es etwas besonderes, eine große Leistung.
Putzen kann eben jeder so einigermaßen, aber Chefvolkswirt der Deutschen Bank sein, das erfordert besondere Qualifikationen und Leistungsnachweise.
Entsprechend fällt auch die Bezahlung aus.
Scientist[quote]
Mit Geld-hin-und-her-schieben meine ich alle Transaktionen, bei denen Geld gegen Geld getauscht wird, also Steuern, Versicherungen, Börsen (außer
Tauschbörsen ), das gesamte Bankwesen. Das Geld selbst hat keinen Gebrauchswert, sondern nur Tauschwert. Durch den Tausch von Geld wird auch kein Gebrauchswert erzeugt, im Gegenteil wird Gebrauchswert (von Arbeitsleistungen) vernichtet.
In Wörgl und dem "Ressource Watching" System wird immer nur Geld gegen Gebrauchswert getauscht. Eine Abtrennung des Geldes vom eigentlichen Wert (wie sie zur Zeit immer groteskere Ausmaße annimmt) wird erschwert oder sogar ganz verhindert. Das ist der Unterschied.
[/quote]
Wenn dein Haus gerade abgebrannt ist, dann hat eine Versicherung einen ziemlich hohen Gebrauchswert. Es wird im Prinzip im Voraus die Arbeit der Handwerker bezahlt.
Wenn du Steuern zahlst, dann tauscht du Geld gegen Straßen, Bildung oder eine Soziale Sicherung. Du bezahlst die Arbeit anderer Menschen.
Auch an der Börse werden im Grunde genommen nur Anrechtsscheine auf die Arbeitsleistung anderer Menschen Gehandelt.

Geld kann nicht von seinem „eigentlichen Wert“ getrennt werden. Es hat nur einen Wert, nämlich die Menge an Waren und Dienstleistungen, die man dafür bekommt.
[quote]
Wenn du viel Wissen und Können hattest, konntest du dir deine Arbeit (und sogar deinen Arbeitsort) ziemlich frei wählen.
[/quote]
Das ist heute immer noch so. Die allerbesten, die Elite bekommt immer einen Spitzenjob. Gerade in der DDR wurde die Eliteförderung durch starke Selektion, z.B. über Spezialschulen für Mathematik und Naturwissenschaften, oder die Kinder -und Jugendsportschulen, in denen die Olympiasieger produziert wurden viel stärker betrieben.
Apex[Quote] Und wieder haben die Illuminaten zugeschlagen. Ihr Ziel:

l. Abschaffung jeder ordentlichen Regierung;

2. Abschaffung des Privateigentums;

3. Abschaffung des Erbrechts;

4. Abschaffung des Patriotismus;

5. Abschaffung aller Religionen;

6. Abschaffung der Familie und

7. die Errichtung einer Weltregierung.[/Quote]

1. Hmmmmm kommt auf die Regierung an.

2. Dem kann ich zustimmen.

3. Dem auch.

4. Dem sowieso, zum Glück ist das in Deutschland schon relativ gut geglückt.

5. Ja langfristig gesehen wäre das in meinen Augen net schlecht.

6. Naja darüber kann man ja reden...

7. Wär ich sofort dafür, wobei...beißt sich das nicht mit 1?
Suicide-Smurf[QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i]
[B]Und wieder haben die Illuminaten zugeschlagen. Ihr Ziel:

l. Abschaffung jeder ordentlichen Regierung;

2. Abschaffung des Privateigentums;

3. Abschaffung des Erbrechts;

4. Abschaffung des Patriotismus;

5. Abschaffung aller Religionen;

6. Abschaffung der Familie und

7. die Errichtung einer Weltregierung. [/B][/QUOTE]
blick ich nich.
Was willst damit sagen?
aaraenZur Zeit gehen von meinem Gehalt fast 50% Abgaben weg.
ich wohne schon lange nicht mehr in meiner Heimat. Ich reise fast jede Woche dienstlich. Ich werde auch für mein Kind nicht zu Hause bleiben können. Das ist der Preis den man heute für einen Job zahlt. Wer natürlich diverse "Sonderwünsche" hat, wo, wie und was man arbeiten will, der wird kaum was finden. Möglich ist es. Meine Ma hat mit 50 einen neuen Job gefunden. Allerdings ist die dafür auch 400km weg gezogen.
Die Sozialabgaben, zahle ich für die, die ohne Unterstützung nicht leben könnten. Ich sehe nicht ein, jemanden von meiner Arbeit mit zu ernähren, der im Geheimen Ersparnisse, Häuschen und Auto hat. Das ist nämlich auch nicht gerecht. Es geht hier um Hilfe in der Not. Ein arbeitsloser Akademiker hat genausoviel oder genausowenig Unterstützung verdient wie ein arbeitsloser Maurer. Denn effektiv tun beide das selbe, nämlich nichts.
Die Arbeitlosen und Sozialhilfe soll Menschen die Existenz sichern, nicht den Wohlstand. Wer sich selber kein Auskomen verschaffen, kann, kann froh sein, etwas von anderen zu bekommen und sollte nicht vergessen, dass andere dafür arbeiten müssen.
Move over Kate[QUOTE][i]Original geschrieben von aaraen [/i]
[B][...] Die Sozialabgaben, zahle ich für die, die ohne Unterstützung nicht leben könnten. Ich sehe nicht ein, jemanden von meiner Arbeit mit zu ernähren, der im Geheimen Ersparnisse, Häuschen und Auto hat. Das ist nämlich auch nicht gerecht. Es geht hier um Hilfe in der Not. Ein arbeitsloser Akademiker hat genausoviel oder genausowenig Unterstützung verdient wie ein arbeitsloser Maurer. Denn effektiv tun beide das selbe, nämlich nichts.
Die Arbeitlosen und Sozialhilfe soll Menschen die Existenz sichern, nicht den Wohlstand. [...] [/B][/QUOTE]

Danke. Gäbe es mehr Bürger, die den eigentlichen Sinn und Zweck von [I]Sozial[/I]hilfe so klar verstehen, dann könnten wir auf Montagsdemos etc. verzichten. Hartz IV reduziert Sozial- und Arbeitslosenhilfe auf ihren wesentlichen Kern, orientiert am Existenzminimum, das der Staat garantieren muß. Einzig die Tatsache, daß es durchaus Leute gibt, die arbeiten wollen und - insbesondere in den neuen Ländern - nichts finden, läßt die Sache trüb aussehen. Das Problem, daß mittlerweile wirtschaftliche Entwicklung losgelöst von Vollbeschäftigung möglich ist, kann auch Hartz nicht lösen.
Move over KateDanke Odessa. Bist Du [I]die[/I] Odessa, die gelegentlich mit einem Herrn Kübler korrespondiert?

MOK
aaraen[QUOTE]Ich finde es hingegen, wie bereits angesprochen, einen Skandal ohne Ende, daß man für Brillen selber aufkommen muß - obwohl ich im Monat, MIT Arbeitgeberanteil, über 750 Euro Kassenbeitrag leiste und es KEINE selbstverschuldete Krankheit ist (wie eine Raucherlunge oder eine Säuferleber), wenn meine Augen schwach/kaputt werden nach 20 Jahren Getippsel. Es ist ein Skandal, daß Zahnersatz nicht mehr bezahlt wird (bzw. nur noch minimalst), denn wenn nachweisbar weder mangelnde Pflege noch Karies, sondern Kieferanomalitäten die Ursache sind für reihenweise ausfallende Zähne (z. B.), dann ist nicht einzusehen weshalb ich als Beitragszahler dann an die 5.000 Euro für ein Gebiss auszugeben habe (dafür müsste ich z. B. einen Kredit aufnehmen). Es ist auch ein Skandal, dass das Blindengeld gestrichen/gekürzt werden soll, und es ist ein Skandal daß Krebs-Routinekontrolluntersuchungen (Mammographie, Ultraschall) selber bezahlt werden müssen.[/QUOTE]

Das ist wohl wahr. Es gibt viele Baustellen. DA sollte nämlich viel eher das Geld hin.
rainravenIch seh es nicht wirklich so wie aaraen und co.

Mir macht es psychische und physische Probleme, eine Arbeit auszuüben, die mir nicht liegt oder wo ich schlecht behandelt werde. (bin deswegen schon seit Jahren in-nutzloser- Therapie und habe körperliche Krankheiten) Ich muß aber etwas ausüben, was ich nicht mag, denn in dem,was ich gelernt habe, bekomme ich anscheinend nichts. Obwohl ich es verzweifelt versuche.
Andere Tätigkeiten, die ich alternativ dafür gerne ausüben WÜRDE, kann ich nicht (läßt man mich nicht), da ich die falsche Ausbildung dafür besitze und sie wahrscheinlich nicht mehr nachholen kann (bin 30).

Ich kann hier nicht weg, würde es auch nicht einsehen, wenn man mich von Partner, Heim, Familie und Freunden trennen würde, ich würde es auch nicht verkraften, sage ich ganz ehrlich. Und der Job wird für mich nie Selbstverwirklichung, sondern immer nur Mitel zum Zweck sein, deshalb ist er es einfach nicht wert, dafür alles aufzugeben. Es war schwer genug, eine Wohnung für uns beide hier zu finden, deshalb werde ich den Teufel tun und sie wieder aufgeben.
Ich finde es auch nicht okay, trotz Kind und Partner gezwungen zu sein, wegzuziehen oder die Familie meist nicht zu sehen wegen der Arbeit in einer anderen Stadt oder Land.
Das würde ich nicht als selbstverständlich ansehen, sondern als Unverschämtheit und Mißstand, und ich würde es nicht einfach so hinnehmen. Nur wenn man sich wehrt, wird sich vielleicht mal was ändern, nicht, wenn man alles hinnimmt.

Und man muß immer überlegen, wo man wohnt. In München reicht Sozialhilfe, gemessen an anderen Städtestandards wahrscheinlich nicht aus, um das Existenzminimum angemessen zu finanzieren. Das sage ich als jemand, der sich für ziemlich anspruchslos hält. Ich habe kein Auto, keine Kinder, keine kostspieligen Hobbies, aber Pille, Kontaktlinsen, Fahrkarte, Strom, Telefon, Internet, Versicherungen, ect. will auch alles finanziert werden. Und das sehe ich schon als mindest notwendig an. Wer lebt heutzutage schon ohne Telefon oder Strom?

Und ich bin auch niemand, der sagt, ich setze mich gerne auf die faule Haut und lasse mir mein Leben zahlen, aber ich denke, es wurde ziemlich viel falsch gemacht bei den achso tollen Reformen, denn bringen tun sie einen Sch***, vor allem für die normale Bevölkerung, nur die Reichen und Funktionäre profitieren davon. Ich kann mir nicht vorstellen, daß es die Wirtschaft ankurbelt, wenn alle Leute noch weniger Geld bekommen und viele dann unter der Brücke schlafen müssen. Ich denke eher, es fördert Kriminalität und Aufstände. Mehr Jobs oder eine tolle Lösung wurden jedenfalls nicht geschaffen. Denn sonst würde man mich Akademiker ja gerne auch z.B. als Gärtner nehmen, aber das geht ja nicht, weil ich die Ausbildung dafür nicht habe.

Und ich werde zum Ende des Monats wieder ohne Job dastehen (denn ein befristeter Zeiarbeitsvertrag war das Einzige, was ich nach einem Jahr Suche bekommen hatte), was soll ich dann machen außer weitersuchen und irgendwann Hilfe beantragen?
Move over Kate[QUOTE][i]Original geschrieben von rainraven [/i]
[B]Ich seh es nicht wirklich so wie aaraen und co.

[...] Andere Tätigkeiten, die ich alternativ dafür gerne ausüben WÜRDE, kann ich nicht (läßt man mich nicht), da ich die falsche Ausbildung dafür besitze und sie wahrscheinlich nicht mehr nachholen kann (bin 30).

Ich kann hier nicht weg, würde es auch nicht einsehen, wenn man mich von Partner, Heim, Familie und Freunden trennen würde, ich würde es auch nicht verkraften, sage ich ganz ehrlich. Und der Job wird für mich nie Selbstverwirklichung, sondern immer nur Mitel zum Zweck sein, deshalb ist er es einfach nicht wert, dafür alles aufzugeben. Es war schwer genug, eine Wohnung für uns beide hier zu finden, deshalb werde ich den Teufel tun und sie wieder aufgeben.
Ich finde es auch nicht okay, trotz Kind und Partner gezwungen zu sein, wegzuziehen oder die Familie meist nicht zu sehen wegen der Arbeit in einer anderen Stadt oder Land.
Das würde ich nicht als selbstverständlich ansehen, sondern als Unverschämtheit und Mißstand, und ich würde es nicht einfach so hinnehmen. Nur wenn man sich wehrt, wird sich vielleicht mal was ändern, nicht, wenn man alles hinnimmt.

[...]

Und ich werde zum Ende des Monats wieder ohne Job dastehen (denn ein befristeter Zeiarbeitsvertrag war das Einzige, was ich nach einem Jahr Suche bekommen hatte), was soll ich dann machen außer weitersuchen und irgendwann Hilfe beantragen? [/B][/QUOTE]

Pappelerpapp. Im Moment betreue ich eine Anerkennungspraktikantin mit Mitte 40, die nach Ausbildung und Elternpause Sozialpädagogik studiert hat. Die ist locker 15 Jahre älter... Zwischen "können" und "wollen" gibt es einen Unterschied. Ich hab parallel zu meinem Fulltimejob trotz Familie, Freunden und Hobbys studiert und steh kurz vor dem Abschluß. Jammern hilft da nichts. "Es ist nicht genug zu wissen, man muß auch anwenden. Es genügt nicht zu wollen, man muß auch tun." (Goethe).

Und was möchtest Du tun, was man nicht zuläßt? Die Berufswahlfreiheit ist in Deutschland zum Glück nur in wenigen Bereichen eingeschränkt. Und das nicht jeder Metzger als Hirnchirurg arbeiten darf, ist auch ganz schön...

Keiner macht dir dein Recht streitig, die Prioritäten zu setzen. Das ist dir unbenommen. Solange Du dich selbst finanzierst. Das Alternativprogramm der CSU (wenn ich mich recht entsinne) zu Hartz-IV stand unter dem Slogan "Fördern und Fordern". Ich bin bestimmt kein Anhänger der Stoiber-Partei - aber das Motto hat Berechtigung. Wer immer von der Solidargemeinschaft gefördert wird, darf sich deren Forderung nach Mitarbeit, Mithilfe oder Gegenleistung nicht entziehen.
2378Also...

ein Job der Spaß macht ist genial und gut - aber falls man den erstmal nicht bekommt muss man eben einen anderen Job annehmen, damit man seinen Lebensunterhalt verdient.

Mit welchem Recht kann man als jemand der kein Geld verdient behaupten, dass der Rest für einen zahlen muss?

Ich finde es richtig, dass ein arbeitsloser Akademiker vom Arbeitslosengeld (also das Geld aus der Versicherung) mehr bekommt als jemand, der vielleicht nur einen minimalen Anteil eingezahlt hat. Dieses Geld bekommt man auch nicht unbefristet ausbezahlt.

Alles danach ist soziale Unterstützung vom Staat - getragen von der arbeitenden Bevölkerung... .

Wenn ich lese wie die Leute hier jammern usw, muss ich an den Artikel in der Zeit (müsste nachschauen ob es die wirklich war) erinnern - dadrin geht es eben genau dadrum, dass wir auf einem hohen Niveau jammern und im Ausland man es mittlerweile gerne als "die german angst" usw bezeichnet und nicht verstehen kann.
Dadrin wird auch aufgezählt, dass falsche Ernährung kein Klassenproblem ist (eine Mahlzeit für drei Leute bei McDoof kostete z.B. 17 Euro - davon kann man eine Familie auch locker zwei Tage gut ernähren, wenn man selbst kocht), sondern dass die Menschen zu faul geworden sind und dann eben nach einfachen Lösungen suchen, die aber keine sind.

Das einzige was mir an Hartz IV immer noch nicht gefällt, ist das ich die Alterversorung gefärdet sehe - weil die Freibeträge doch etwas zu gering sind... .
aaraen[QUOTE][i]Original geschrieben von rainraven [/i]
[B]
[...]
Ich kann hier nicht weg, würde es auch nicht einsehen, wenn man mich von Partner, Heim, Familie und Freunden trennen würde, ich würde es auch nicht verkraften, sage ich ganz ehrlich. Und der Job wird für mich nie Selbstverwirklichung, sondern immer nur Mitel zum Zweck sein, deshalb ist er es einfach nicht wert, dafür alles aufzugeben. [...]
[/B][/QUOTE]

Das Argument höre ich oft. Solche "Allüren" muss man sich leisten können. Die meissten können das nicht. Nun, es steht jedem frei seine Prioritäten zu wählen. Wie schon gesagt, die Sozialhilfe sichert Deine Existenz. Wenn Du mehr vom Leben erwartest, und nicht, wie manche, auf Glück setzen willst, musst du allerdings auch ein paar Mühen und Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Ich würde nicht einsehen, für Dich mehr als das nötigste an Sozialabgaben zu bezahlen. Ich habe nämlich die Trennung von Freunden und Heimat in Kauf genommen und dafür soll ich mit meiner Abeit Leute "durchfüttern" die sich zu diesem Schritt zu fein sind. Ist das etwa gerecht?


PS: Freunde und Heimat findet man überall auf der Welt. Es dauert nur eine Weile und man muss es wollen. Das nur am Rande.
decay73[quote][b]Das Alternativprogramm der CSU (wenn ich mich recht entsinne) zu Hartz-IV stand unter dem Slogan "Fördern und Fordern".[/quote][/b]
Sagt das nicht immer der Schröder?

Nur wenn immer nur gefordert wird, anstatt auch mal zu fördern, dann nimmt es irgendwann halt auch keiner mehr ernst...

Mir geht so langsam diese ganze Reformerei auf den Keks. Nicht weil ich grundsätzlich was gegen die Reformen habe, sondern weil sie nicht durchdacht sind. Diejenigen, die sie machen wissen anscheinend selbst nicht, was für Konsequenzen sie haben.

Auslöffeln müssen die Suppe eh meist die, die kaum noch eine haben.

Wenigstens werden die Psychoonkel demnächst zu tun bekommen und können sich schon mal in Bezug auf Vereinsamung, Depression und Nutzlosigkeit weiterbilden.
decay73[quote][b]Wer wirklich Sorgen hat und ums Überleben kämpfen muß, hat keine Zeit für Depressionen - stammt nicht von mir, sondern von einem unserer Psychologen. Und irgendwie wird der es ja wohl beurteilen können, nach 18 Jahren Berufserfahrung... [/quote][/b]

Na der hat Sorgen...:rolleyes:

Also wenn der Seelenklempner, den ich demnächst aufsuchen werde, mir soetwas sagen würde, würde ich ihn wahlweise einen Kopf kürzer machen, Vierteilen, durch den Fleischwolf drehen bzw. wenn ich etwas freundlicher drauf bin ihm die Niederlegung seines Berufes nahelegen, oder mich einfach nur über seine Blödsinnigkeiten schlapp lachen.
Auch ein Psychologe mit 18 Jahren Berufserfahrung kann ein Depp sein. Wahrscheinlich ist es dann doch besser, mich mit meiner Wand zu unterhalten bevor ich mir sowas anhören muß.

Aber wenigstens hab ich dann gelacht...

Vielleicht sollten wir aber auch einfach mal dafür Sorge tragen, daß alle irgendwie um ihr Überleben kämpfen. Dann gibts wenigstens keine Depressionen mehr...
White_FangWir Deutsche sind eben ein Volk von Defätisten und Pessimisten.
Es liegt nicht an der Reformern, dass die Reformen in Deutschland nicht greifen. Es ist einfach so, dass bei jeder Reform ein so großes Spektrum an Interessengruppen zu beachten ist, dass nichts Effektives entwickelt werden kann.
Häufig, auch bei Hartz - IV, wird nachgebessert wider besseren Wissens, um die Menschen damit zufrieden zu stellen.


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Da wird diskutiert von Leuten, die teilweise selbst nicht mal betroffen sind (Gewerkschafter = Spitzenverdiener die KEINEN CENT in die "Pflichtversicherung" einzahl(t)en, Politiker = dito, Selbständige = dito).
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Na ja, ich würde sagen, dass das nicht zwangsläufig etwas negatives sein muss. Gerade von solchen Menschen die nicht direkt betroffen sind kann man eine gewisse Objektivität erwarten.
Jedoch wenn sich diese Menschen in die Diskussionen nur deshalb einmischen um sich selbst zu profilieren, werden sie schnell Populistisch.

Unsere Momentanen ökonomischen Probleme, sind meines Erachtens nur Symptome unseres politischen Desinteresses.
Laut statistischen Angaben, die ich im Kopf habe (Habe es im Radio gehört), vermeiden circa 40% aller Bundesbürger bewusst politische Informationen.
Das heißt, wenn Nachrichten laufen, wird umgeschaltet oder weitergeblätter bei den Zeitungen. (Das heißt nicht dass sich die anderen 60% selbständig informieren)
Bei Demonstationen wird groß mit Worten gewetter "Wird sind das Volk". Aber Fakt scheint doch zu sein, dass sich "das Volk" kaum wirklich für die Politik seines Staates interessiert, sondern sich nur das Individium für seine monetäre Situation.
Das war nicht immer so. Blickt man in die Geschichte der BRD, war das Land lange Zeit stark politisiert. Leider haben wir diese Fähigkeit verloren.
Demokratie funktioniert aber nur dann effektiv, wenn es eine Kompromiss- und Opferbereitschaft gibt, innerhalb des Volkes gibt. Davon sind wir aber noch weit entfernt.

Und wie Odessa schon richtig bemerkte, müssen Arbeitslose Menschen, weder unproduktiv noch unausgelastet sein, wenn ihnen der Sinn danach steht.

@Decay

[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i]
Auch ein Psychologe mit 18 Jahren Berufserfahrung kann ein Depp sein. Wahrscheinlich ist es dann doch besser, mich mit meiner Wand zu unterhalten bevor ich mir sowas anhören muß.
[...]
Vielleicht sollten wir aber auch einfach mal dafür Sorge tragen, daß alle irgendwie um ihr Überleben kämpfen. Dann gibts wenigstens keine Depressionen mehr... [/QUOTE]

Ganz unrichtig ist der Auspruch nicht. Depressionen sind mittlerweile die dritthäuffigste Krankheitserscheinung - Tendenz ist stark steigend.
Depressionen treten vornehmlich in Gebieten mit hohen Lebensstandarts auf, und gehört damit, ähnlich wie Fettleibigkeit oder Allergien, zu den Zivilisations- bzw. Wohlstandskrankheiten.
Bei Menschen in unzivilisierten Gebieten, niedrigen bis existenzbedrohenden Lebensstandarts gibt es deutlich weniger Depressionen.
neptunia... HAHAHA ... ich würde mich jetzt wirklich gerne dazu äußern, wenn ich nicht gerade krampfhaft meine nächste miete reinschuften müßte ... nur soviel ohne irgendwas gelesen zu haben ... mir schmeckt meine marmelade auf dem brot besser, wenn ich sie mir verdient habe ... also ich mir und nicht ihr mir ... aber sobald ich ein bißchen luft habe, lasse ich mich aus ... schnallt euch schon mal an ...
ApexNun was viele hier vergessen ist dass, die ehemalige Arbeitslosenhilfe, welche sich am vorherigen Gehalt orientierte nicht unbedingt dazu gedacht war jemanden nur am Leben zu erhalten, sondern wirklich um den Wohlstand desjenigen zu sichern. Das bisherige Modell sicherte wirklich den Mittelstand welcher zwischen Ober- und Unterschicht steht und damit unser System. Die Hartz IV-Reform sorgt nun dafür, dass Menschen schneller in die finanzielle Unterschicht abrutschen, und das sehr zu Lasten der Mittelschicht. Wenn jetzt Soziologen Armenaufstände von unzufriedenen Bürgern vorhersagen halte ich das für eine ernstzunehmende Warnung.

Auch scheint sich die Anzahl derer zu mehren die sagen, dass sie jetzt lieber Schwarz arbeiten gehen würden als sich arbeitslos zu melden. Ich hate da letztens eine interessante Schätzung in einer Wirtschaftssendung (ich glaube auf MDR) gesehen in der man mit Millionenschäden für den Steuerzahler rechnet, von der ansteigenden Kriminalität ganz zu schweigen...auch net schlecht.

Und was daran so gut sein soll, einer Bevölkerung in Zeiten der lahmenden Inlandsnachfrage Kaufkraft zu nehmen muß man mir nochmal erklären.

[QUOTE]Wer wirklich Sorgen hat und ums Überleben kämpfen muß, hat keine Zeit für Depressionen[/QUOTE]

Lieber ein Staat voller depressiver Menschen, als ein Staat in dem ich ums Überleben kämpfen muß.
Apex[QUOTE]Aber ich finde es schon ziemlich anmassend, wenn die Montagsdemonstrierer & Co. sich mit solchen wirklich armen Menschen "gleichstellen", indem sie tönen von wegen "wir haben bald nix mehr", wir leiden blablabla.[/QUOTE]

Zustimmung, deswegen gehe ich auch net hin. Trotzdem empfinde ich die Reform bei der derzeitigen Lage als nicht richtig, bzw. nicht durchdacht.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]
Vielleicht solltest Du dann aber vorher nochmal genau lesen WAS ich schrieb. Und was der Psychologe - den ich als sehr fürsorglichen und kompetenten Chef schätze - damit ausdrückte:

"Wer wirklich ums ÜBERLEBEN KÄMPFT, hat keine Zeit für Depressionen".[/b][/quote]
Jup, genau das habe ich verstanden und daraufhin seine Kompetenz angezweifelt bzw. die Behauptung aufgestellt, daß er ein Depp ist. Und genau dazu stehe ich auch weiterhin, denn:
[quote][b]Medizinische Tatsache ist, dass ein Mensch, der unter Druck steht und dem das "Wasser bis zum Hals steht", tatsächlich enorme Kräfte freisetzt. Wenn also jemand wirklich kämpfen muss, weil er sonst binnen einer Woche seine Wohnung verlieren würde oder verhungern würde - dann hat dieser Mensch unter Garantie KEINE Zeit für Krankheitssymptome (neu auftretende Symptome, müsste ich genauer formulieren), sondern er wird alles leisten bis zur Grenze seiner Kraft - er wird kämpfen.[/quote][/b]
Eben. Am besten alle soweit unter Druck setzen, daß die keine Chance mehr haben, Symptome zu entwickeln.
Und danach kippt er dann halt um. Na Prost.
Wäre es nicht besser, die Symptome im Vorfeld zu bekämpfen? Bevor es zum Äußersten kommt?
(Daß viele von Depression reden, wo eigentlich keine ist, ist mir dabei durchaus bewußt).
Oder gar nicht erst Möglichkeiten herausfordern, in denen es du Despressionen kommt, obwohl jemand noch gar nicht bis zum Äußersten gegangen ist?
Oder bezweifelt besagter Arzt etwa, daß es auch durch ein permanentes Gefühl der Nutzlosigkeit, 'nicht mehr gebraucht werdens' und Ausgegrenztheit, die Angst vor Verarmung und Entwürdigung zu Depression und zu damit verbundener Antriebslosigkeit kommen kann?
Aber der ist ja selbst schuld. Er könnte ja anders...wirklich?

[quote][b]Und White fang hat es - lese ich gerade "re" - auch treffend ausgedrückt: Depressionen sind in den Ländern, wo die Menschen täglich um ihre Handvoll Reis kämpfen müssen (die also WIRKLICH leiden und Probleme haben) so gut wie nicht bekannt. [/quote][/b]
Im Sinne von Apex: Tolle Alternative, ehrlich! :rolleyes:
rainraven@ Move over Kate:

es gibt z.B. Ausbildungen, die ich mit 30 einfach nicht mehr machen kann, weil sie da nur Jüngere nehmen und mich nicht mehr einstellen würden. ("...gesucht werden junge Leute bis 26")Da kan ich nicht von "wollen" reden. Aus mir Diplombiologin kann man nicht einfach einen Gärtner oder Beamten mehr machen, fürchte ich.

@ Aaraen: Wenn Dir dein Kind oder Partner das Wichtgste ist und es Dir weiterhin egal ist, ob Du Freunde verlierst oder neue gewinnst, dann siehst DU das so.
Aber den Spruch "Freunde findet man überall" finde ich persönlich schon scheiße, weil meine lieben Menschen hier nicht durch andere ersetzbar und mein Lebenssinn sind. Ich will sie nicht durch andere eintauschen. Gefühle kann man sich nicht aussuchen, die kamen halt einfach mal.
Und ich nehme schon in Kauf, eine nicht sonderlich erfüllende oder tolle Tätigkeit zum Geldverdienst auszuüben, aber sie darf mich nicht kaputtmachen. Ich weiß nicht, ob ich es durchstehe, noch dreißig Jahre jeden Abend weinend und total depressiv heimzukommen, mich wie Dreck und total dumm zu fühlen, mich beschimpfen und fertigmachen lassen zu müssen, schlechte Arbeit abzuliefern, weil ich mich vor lauter Vorwürfen und Druck gar nicht mehr konzentrieren kann und auch noch meinen Partner zu verärgern, weil ich ständig schlecht drauf bin und nur das Thema "Job" anspreche. Ich schlafe schlecht, habe Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Magenschmerzen und keinen Appetit mehr, fühle mich erschöpft und bin nervös und breche ständig in Tränen aus. So kann ich doch nicht arbeiten, geschweige denn leben/existieren.
Das kann es doch echt nicht sein.
Das ist nicht einfach "Jammern und Nichtstun". Manche Leute sind halt einfach zu schwach oder zu labil, mit allem zurechtzukommen.
2378[QUOTE]
Ich weiß nicht, ob ich es durchstehe, noch dreißig Jahre jeden Abend weinend und total depressiv heimzukommen, mich wie Dreck und total dumm zu fühlen, mich beschimpfen und fertigmachen lassen zu müssen, schlechte Arbeit abzuliefern, weil ich mich vor lauter Vorwürfen und Druck gar nicht mehr konzentrieren kann und auch noch meinen Partner zu verärgern, weil ich ständig schlecht drauf bin und nur das Thema "Job" anspreche. Ich schlafe schlecht, habe Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Magenschmerzen und keinen Appetit mehr, fühle mich erschöpft und bin nervös und breche ständig in Tränen aus. So kann ich doch nicht arbeiten, geschweige denn leben/existieren.
Das kann es doch echt nicht sein.
Das ist nicht einfach "Jammern und Nichtstun". Manche Leute sind halt einfach zu schwach oder zu labil, mit allem zurechtzukommen.
[/QUOTE]
Und mir ist jetzt klar, warum meiner Mutter es peinlich ist, dass sie manisch-depressiv mit schizophrenen phasen ist - wenn sie sich dann mit solchen Aussagen konfrontieren bzw vergleichen lassen darf.
Als Gegenbeispiel:
Die Frau konnte ihren Job nicht mehr ausüben (hatte ein Kind, dass 14 Jahre lang dauernde Theraphien brauchte damit es nicht behindert ist), hat sich ehrenamtlich engagiert usw.
Dazu ist schon fast nachgewiesen, dass diese Krankheit bei uns in der Familie liegt und leider vererbt wird - und sie hat mehr als Jahre dagegen angekämpft und versucht alles zu machen, damit es eben nicht so aussieht und schämt sich heute noch, dass sie leider nicht mehr arbeiten gehen kann...

[QUOTE]
Aber den Spruch "Freunde findet man überall" finde ich persönlich schon scheiße, weil meine lieben Menschen hier nicht durch andere ersetzbar und mein Lebenssinn sind. Ich will sie nicht durch andere eintauschen. Gefühle kann man sich nicht aussuchen, die kamen halt einfach mal.
[/QUOTE]
Freunde findet man überall, man soll aber nicht sie ersetzen...
Wieso kann man nicht alte Freundschaften auf Distanz pflegen - wenn es gute Freunde sind, geht das schon gut - schließlich gibt es heute Internet, Telefon usw.
Wenn man aber nur vor Ort sucht, dann hat man geringere Chancen was zu finden und dann ist es schon fast egal wie alt man ist.


[QUOTE]
Zitat:
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Und White fang hat es - lese ich gerade "re" - auch treffend ausgedrückt: Depressionen sind in den Ländern, wo die Menschen täglich um ihre Handvoll Reis kämpfen müssen (die also WIRKLICH leiden und Probleme haben) so gut wie nicht bekannt.
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Im Sinne von Apex: Tolle Alternative, ehrlich!
[/QUOTE]
Nein, keine Alternative, soweit kommt es in Deutschland nicht, bloß jammern auf hohem Niveau.
Entschuldigung, wieso jammern hier fast sie hätten kein Essen mehr und es wurde nachgewiesen, dass sie immer noch genug haben werden - was kein Essen ist sollte man mal in Afrika nachfragen...

Nein, es soll nicht soweit kommen, aber nutzvolle Tätigkeiten kann auch jeder arbeitslose finden, dann soll er sich sozial erstmal engagieren - kommt schonmal besser als nur den Leuten auf der Tasche zu liegen und bei Leuten die deine Unterlagen durchschauen auch viel besser an als 3 Jahre nichtstun...

In dem Sinne
2378
Move over Kate@rainraven

Hm, das mit der Altersgrenze... Ein Freund von mir hat mit 30 vom ewigen Architekturstudenten auf Altenpfleger umgeschult. Ohne Probleme. Die Altershöchstgrenzen für die Einstellungen ins Beamtenverhältnis auf Widerruf (zwecks Ausbildung) sind fast überall gekippt worden...

Dein Problem wird eher die Überqualifikation sein. Aber andererseits: Ich führe gerade das Einstellungsverfahren für Nachwuchskräfte in einer Verwaltung durch - zwei für den mittleren, zwei für den gehobenen Dienst ([I]Na, Odessa, klingelt's? Der Herr Kübler war mal sowas wie mein Arbeitgeber... *g*")[/I] . Und ich hab unter anderem zwei Dipl-Ing. (Architektur), einen Dipl.-Geographen und eine Lehrerin unter den Bewerbern... Tja, in miesen Zeiten drängt's in die Verwaltung...

Also von daher bringt das Lamentieren nix. Und ehrlich: Warum denkst Du als Diplom-Biologin nicht mal darüber nach, dich selbständig zu machen? Die Kompetenzen eines [I]Gärtners[/I] solltest Du ruck-zuck drauf haben - und dann wär's an der Zeit für die eigene Firma. Warum soll eine Biologin keine Landschaftgärtnerei oder so führen können? Dazu bedarf es in deinem Fall des [I]Mutes[/I] und nicht des [I]Könnens[/I]. Das wirst Du haben oder dir sehr schnell aneignen können.

In diesem Sinne: Glück auf!
decay73[QUOTE][I]Original geschrieben von 2378[/I]
[B]Nein, keine Alternative, soweit kommt es in Deutschland nicht, bloß jammern auf hohem Niveau.
Entschuldigung, wieso jammern hier fast sie hätten kein Essen mehr und es wurde nachgewiesen, dass sie immer noch genug haben werden - was kein Essen ist sollte man mal in Afrika nachfragen... [/B][/QUOTE]
Natürlich jammern wir auf einem hohen Niveau, und vor allem die auf einem verdammt hohen Niveau, die den Arsch voll Geld haben.

Der Rentner im Altenheim jammert nur darüber, daß er sich jetzt erst mal überlegen muß, wie er von seinem um 1/3 gekürzten Taschengeld seine tägliche Zeitung behalten kann (und nein, er bekommt eben nicht alles von der Heimleitung und geht schon jetzt mit seinen Batterien für das Hörgerät sparsam um).
Zitat des Rentners T.: "Ich möchte gerne, dass mir das wie bisher noch ein bisschen erhalten bleibt, dass ich mich, wenn schon nicht als Schnellläufer, aber doch als Leser betätigen kann. Ich möchte gern lesen."
Sind das die unberechtigten Klagen eines Jammerlappens?

Essen bekommt er natürlich noch - keine Frage. Aber ist das nach einem langen (Arbeits-)Leben schon alles, was er noch erwarten darf?

Auch ich kann mich nicht beschweren. Ich jammer nicht einmal darüber, daß von dem Bruttogehalt ca. 50% weg sind. Das bezahle ich nämlich gerne -so lange nicht allzu verschwenderisch damit umgegangen wird- und was mich interessiert, ist das Nettogehalt. Und das ist absolut ausreichend und auch die 10 EURO Praxisgebühr zahle ich anstandslos (nicht mal mit einem dummen Kommentar), denn ich kann es mir leisten.
Nur es ist besser, wenn ich nicht darüber nachdenke, was in 10 Jahren mit mir ist. Daß ich dann noch arbeiten gehen kann, ist unwahrscheinlich. Und dann? Ich gehe davon aus, daß mir bis dahin auch das für die Riesterrente angesparte Geld genommen wird und ich ebenfalls auf Sozialhilfeniveau leben werde. Die EU-Rente scheint mir da auch langfristig nicht sicher zu sein. Jetzt Geld auf die Seite legen, damit es mir später wieder genommen werden kann? Es fällt mir schwer, darin einen Sinn zu sehen.

Was mir aber wirklich höllisch auf die Nerven geht ist, wenn alles auf dem Rücken der eh schon Armen ausgetragen wird. Andere Berufgruppen haben teilweiswe zweistellige Wachtumsraten. Wie soll das der arme Rentner im Altenheim denn kapieren?

Mir scheint mit Harz-IV ist es ähnlich wie mit der Gesundheitsreform: Wenig durchdacht, die Konsequenzen nicht ausreichend beachtet und am Ende ist klar, wem es wieder genommen wird.
2378Als Gegenbeispiel zu dem Renter der andere der so dumm war und vorgesorgt hat...
Der Staat hat ihm vorgerechnet wie lange er mit dem Geld klarkommen muss, dass er davon alleine sein Altenheim zahlen muss und danach hat er weniger übrig also die Leute die vom Staat ihr Taschengeld bekomme.
Er hat zu den höhren Berufsgruppe gehört - sein Leben lang alles eingezahlt und das ist der Lohn im Alter - wer von beiden darf jetzt lauter jammern?

Es wird eben nicht alles auf dem Rücken der Armen ausgetragen (klingt aber besser, gelle) - sondern auf den Rücken aller.
Der Akademiker der brav alle seine Abgaben - über 50% an den Staat abträgt - der hat mehr eingezahlt wir aber nicht mehr rausbekommen und darf darüber nicht jammern - aber der Sozialhilfeempfänger darf darüber jammern, schließlich gibt der böse Staat ihm nicht mehr das ganze Geld was ihm angeblich zusteht (die Gesellschafts zahlt es ja gerne).

Ich durfte von 790 Euro an den Staat pro Monat 170 Euro abgeben und von dem Rest musste ich eben leben können - Anspruch habe ich auf gar nichts - jemand der komplettes Bafäg bekommt, hat mehr Geld am Schluß als ich - wo ist das bitte fair und wieso darf der Bafögempfänger mehr jammern?

Altersgrenze - dann muss man mal sich umschauen und 30 ist noch kein Alter... - selbst in der Informatikbranche hat man da noch teilweise Chancen.... - also wird man als Diplombiologin auch eine Chance haben - notfalls eben selbstständig machen - umsatteln fortbilden, in Deutschland verbietet es dir keiner...
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B] wer von beiden darf jetzt lauter jammern?[/quote][/b]
Darum gings mir in dem Beispiel gar nicht. Und dem Rentner ging es auch nicht darum zu jammern.
Es geht darum, ob ein Rentner (egal welcher!) auch im Altenheim noch ein klein wenig Anspruch auf ein Minimum an kulturellem Leben (und sei es nur die tägliche Zeitungslektüre oder einen Kaffe mit seinen Heimgenossen) hat, oder nicht. Daß die Rente weg ist, wenn ein Altenheim zu bezahlen ist, leuchtet mir ja ein, denn die Dinger sind verdammt teuer. Wie ein ehemaliger Bauarbeiter sah er mir jedenfalls auch nicht aus.
Momentan wird das aber anscheinend schwierig und es bleibt das Anstarren seiner 4 Wände. Das kann es doch nicht sein, oder (das Taschengeld bekommt übrigens jeder Insasse eine Altenheims, dem von seiner Rente nichts bleibt und es beläuft sich jetzt nach der Kürzung auf knapp 90EURO, wovon er aber eine ganze Menge zu bezahlen hat, wie z.B. die teuren Batterien für sein Hörgerät, Telefon, Porto, Reparatur von Klamotten und Schuhen, den Kaffe beim Ausflug, Praxisgebühr, Medikamentenzuzahlung, etc. Da bleibt nicht viel mehr als nichts.)?
Jedenfalls um das Schlimmste zu verhindern und den Rentnern dort noch etwas Leben zu gönnen wäre ich gerne bereit noch etwas mehr an Steuern und Abgaben zu bezahlen (alternativ könnte der Staat ja auch etwas mehr auf sein Geld aufpassen).

[quote][b]Ich durfte von 790 Euro an den Staat pro Monat 170 Euro abgeben und von dem Rest musste ich eben leben können - Anspruch habe ich auf gar nichts - jemand der komplettes Bafäg bekommt, hat mehr Geld am Schluß als ich - wo ist das bitte fair und wieso darf der Bafögempfänger mehr jammern?[/quote][/b]
Darf er das? Keine Ahnung. Möchtest du nun einen Vergleich? Hmm, laß mal überlgen (auch wenn es mir widerstrebt, jetzt schon wieder solche Vergleiche anzustellen, wer was hatte, und was nicht)...ich habe seinerzeit teilweise DM0, teilweise DM50 Komma Zwieback BaföG bekommen, als mein Bruder auch gleichzeitig studiert hat, etwas mehr, als er fertig war, etwas habe ich an der Hochschule gearbeitet und den Rest haben meine Eltern bezahlt.
Insgesamt hatte ich jedenfalls sicher nie nicht mehr als DM800, aber das hat gereicht, wenn man für DM150 in einem Kellerzimmer wohnt. Und gejammert habe ich eigentlich nur, wenn das BaföG-
Amt wieder zu lahm war und mich in Schwierigkeiten gebracht hat. Irgendwann wollte ich ja auch fertig werden, was dem Geldbeutel meiner Eltern und dem des Staates sicher angenehm war.
Aber das ist ein anderes Thema.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Medizinische Tatsache ist, dass ein Mensch, der unter Druck steht und dem das "Wasser bis zum Hals steht", tatsächlich enorme Kräfte freisetzt. Wenn also jemand wirklich kämpfen muss, weil er sonst binnen einer Woche seine Wohnung verlieren würde oder verhungern würde - dann hat dieser Mensch unter Garantie KEINE Zeit für Krankheitssymptome (neu auftretende Symptome, müsste ich genauer formulieren), sondern er wird alles leisten bis zur Grenze seiner Kraft - er wird kämpfen. [/B][/QUOTE]Ja, er wird kämpfen - notfalls mit der Waffe in der Hand. Darum werden ja auch von einigen Soziologen Aufruhr, Plünderungen und Bürgerkrieg vorausgesagt ... Wenn Ihr das alle so erstrebenswert findet - Ich tu's nicht !

[QUOTE][B]... Menschen, die vielleicht immer noch arbeitslos sind, aber die nicht (mehr) unmittelbar vorm Abgrund stehen, deren Auskommen und Überleben gesichert ist (finanziell), die aber trotzdem noch "ins Ungewisse" blicken bzw. noch keinen/festen/sicheren Job (mehr) haben. DANN gibt es Depressionen, DANN gibt es Zusammenbrüche, DANN gibt es psychosomatische Probleme, durchaus.[/B][/QUOTE]Oft spielt eben die Zukunfts-Perspektive eine viel größere Rolle als die gegenwärtigen Lebensumstände. Wenn man eine optimistische Zukunfts-Perspektive hat, dann verkraftet man auch ein paar Entbehrungen und ist eher bereit, kräftig zuzupacken ohne gleich danach zu fragen, wieviel Kohle man denn dafür bekommt. Wenn man aber immer wieder zusehen muss, wie ein so reiches Land wie das Unsere von machtgierigen Konzernen und deren Politclowns zugrunde gerichtet wird, mag man dabei nicht auch noch mithelfen.

Es fehlt der Lichtblick, der Optimismus, das gemeinsame Ziel.
"Nur jemand, der gutgelaunt ist, kann gute Politik machen. Achtundsechziger sind immer übelgelaunt. Sie sehen überall nur das Schlechte und in der Love Parade blöden Konsum. Wie können sich Sauertöpfe wie die SPD-Führer Politiker schimpfen? Gerhard Schröder sollte in Berlin mitmachen."
(Rainer Langhans)

[QUOTE][B]Und White fang hat es - lese ich gerade "re" - auch treffend ausgedrückt: Depressionen sind in den Ländern, wo die Menschen täglich um ihre Handvoll Reis kämpfen müssen (die also WIRKLICH leiden und Probleme haben) so gut wie nicht bekannt. [/B][/QUOTE]Ist ja auch irgendwie verständlich. Dort gibt es Tausende andere Ursachen, an denen die Leute vorher kaputtgehen ... :(
2378[QUOTE]Natürlich jammern wir auf einem hohen Niveau, und vor allem die auf einem verdammt hohen Niveau, die den Arsch voll Geld haben.
[/QUOTE]
Das Gegenbeispiel vom reichen Renter war nur mal angebracht, weil du das davor gesagt hattest...

BEIDE müssen ihre Rente bekommen und haben einen vollen Anspruch darauf, schließlich haben sie dafür einbezahlt. Genauso ist es auch, dass alle die Arbeitslos werden einen Anspruch darauf haben, erstmal Arbeitslosengeld zu bekommen.
Schließlich zahlt man in eine VERSICHERUNG ein und da hat man auch Anspruch darauf was rauszubekommen... - leider werden die Gelder einfach nur komplett falsch verwaltet...

Der Anspruch ist aber nicht mehr da, wenn man Gelder haben will (Sozialhilfe usw) für die man nicht eingezahlt hat, sondern dass ist Geld, dass die Gemeinschaft bereitstellen muss. Wer das Geld bekommt, muss damit leben, dass damit eben Verpflichtungen usw verbunden sind.

800 DM kann man aber nicht mal mit 400 Euro mehr vergleichen - dass die Preise andere sind ist hier allen klar... (sonst kann ich ja als Gegenbeispiel mein Vater nennen, der noch für 100 Euro ein Zimmer inkl. Nebenkosten bekam - ich habe inkl. aller Nebenkosten für mein Zimmer 200 Euro bezahlt und darüber schon fast gejubelt - dass es so günstig ist).
Bafög z.B. ist etwas was von der Gemeinschaft mitgetragen wird und darüber sollte man einfach froh sein, wenn man es bekommt (das die Idee Bafög komplett unfair ist stellen wir mal zurück) - gibt aber genug die jammern darüber dass es zu wenig sei und davon könne man ja gar nicht leben usw... - also von 620 Euro kann man leben... das weiß ich.

[QUOTE]
Ja, er wird kämpfen - notfalls mit der Waffe in der Hand. Darum werden ja auch von einigen Soziologen Aufruhr, Plünderungen und Bürgerkrieg vorausgesagt ... Wenn Ihr das alle so erstrebenswert findet - Ich tu's nicht !
[/QUOTE]
In Deutschland bestimmt nicht - dafür sind in allen Statistiken die Zahlen noch zu gut - ja es bekommen sogar manche Gruppen jetzt mehr Geld... - die Dummen dadrin sind wieder die, die vorgesorgt haben, aber auch die werden nicht plündern müssen usw... - das wird immer noch keiner müssen....

[QUOTE]
Es fehlt der Lichtblick, der Optimismus, das gemeinsame Ziel.
[/QUOTE]
Irgendwie ein typisch deutsches Problem - bloß frage ich mich immer wieder, wie haben es nach dem 2. WK die Trümmerfrauen bloß geschafft und auch noch den Optimismus zu bekommen, den heute nicht mal mehr ein Arbeitsloser bekommen kann...
Übrings - wieso will man Harzt IV nicht als das ansehen (unausgegoren ist es auf jedenfall noch) und daran einfach arbeiten...
decay73[QUOTE]Zitat:
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Natürlich jammern wir auf einem hohen Niveau, und vor allem die auf einem verdammt hohen Niveau, die den Arsch voll Geld haben.

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Das Gegenbeispiel vom reichen Renter war nur mal angebracht, weil du das davor gesagt hattest...
[/QUOTE]

Damit meinte ich aber keine Rentner, sondern die, die in einem gutbezahlten Job arbeiten gehen und [i]nicht das geringste[/i] Interesse der Gesellschaft gegenüber zeigen.

Zu dem Vergleich: ich hätte ihn sein lassen sollen. Denn genau solch eine blöde, unkonstruktive Antwort, wer es nun wann besser oder schlimmer hatte, habe ich erwartet.
Aber eigentlich will ich nicht mich gar nicht mit anderen vergleichen. Das bleibt nämlich meist albern. Und genau die jammern auch immer nur rum.
Zur Not jammern sie darüber, daß andere jammern; und sei es an Stellen, wo sie das gar nicht tun.

Du sagst es gibt keinen Anspruch auf Sozialhilfe? Dann muß ich das für diesen Staat grundlegende Solidar-Prinzip wohl völlig mißveratanden haben.

Wie auch immer, an dieser Stelle bedanke ich mich schon mal dafür, daß du jetzt schon für mich zahlst (obwohl ich noch arbeiten gehe) und dies vor allem auch in ein paar Jahren wirst machen müssen. :)
aaraen@rainraven

[B]Aber den Spruch "Freunde findet man überall" finde ich persönlich schon scheiße, weil meine lieben Menschen hier nicht durch andere ersetzbar und mein Lebenssinn sind. Ich will sie nicht durch andere eintauschen.[/B]

Das habe ich auch nicht behauptet. Meine beste Freundin lebt schon seit 6 Jahen 400km weg. Sie ist noch immer meine beste Freundin. Das ist allerdings kein Hindernis neue Freunde anderswo zu finden.

[B]Ich weiß nicht, ob ich es durchstehe, noch dreißig Jahre jeden Abend weinend und total depressiv heimzukommen, mich wie Dreck und total dumm zu fühlen, mich beschimpfen und fertigmachen lassen zu müssen, schlechte Arbeit abzuliefern, weil ich mich vor lauter Vorwürfen und Druck gar nicht mehr konzentrieren kann und auch noch meinen Partner zu verärgern, weil ich ständig schlecht drauf bin und nur das Thema "Job" anspreche. Ich schlafe schlecht, habe Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Magenschmerzen und keinen Appetit mehr, fühle mich erschöpft und bin nervös und breche ständig in Tränen aus. So kann ich doch nicht arbeiten, geschweige denn leben/existieren.[/B]

Vermutlich nicht. Musst Du auch nicht. Dir ist schon klar, dass es Arbeitrecht und sowas gibt? Aus dem Text erkenne ich keine Deteils und bin auch kein Fachmann. Aber ich würde dir raten Betriebsrat, Anwalt oder ähnliches zu konsultieren. Es gibt Gesetze und keiner muss auf sich rumtrampeln lassen. Das habe ich übrigens auch schon erlebt.
Zurück zum Thema: Du musst nicht Arbeiten! Du wirst in Deutschland niemals verhungern. Du wirst immer medizinisch versorgt werden. Du wirst Deine Kinder zur Schule schicken können und kannst sogar wenn Du willst kostenlos Kleidung und Essen bekommen. Du kannst weiterhing Bildung und Kultur geniessen (Bibliotheken sind kostenfrei) Ist das nicht gut? Und ganz ehlich: Ich habe kein Problem damit, meine Abgaben zu zahlen, damit das so bleibt. Aber genau da würde ich auch die Grenze ziehen. Wer, aus welchen Grund auch immer, selber gar nichts zu seinem Einkommen beitragen kann, kann eben mehr als das auch nicht erwarten. Damit sind wir schon sozialer als viele andere Staaten und das ist gut und richtig so.

[B]Manche Leute sind halt einfach zu schwach oder zu labil, mit allem zurechtzukommen.[/B]
Hmmm...und deshalb haben sie Anspruch dass andere ihnen nicht nur das Überleben sondern auch den Wohlstand finanzieren?
Nein, ich glaube nicht.
aaraenWas dem Land fehlt sind eine ordentliche Versorgung der Senioren, eine umfassende Krankenversorgung, ausreichend Kindergärten und Krippenplätze und Arbeitsplätze und bestimmt noch etliches, was mit grad nicht einfällt. Aber all das hat mit Hartz IV nichts zu tun. Es gibt viele Baustellen und alle müssen angepackt werden. Und eines ist klar, wenn irgendwo Geld reingesteckt werden soll, muss es anderswo gespart werden.
2378Menno man versteht mich gerne falsch oder ich drücke mich nicht deutlich genug aus.

Es ist ein Privileg was dieser Staat bietet - und zwar dass du Sozialhilfe bekommst. Du musst dafür nichts einzahlen, dank des Solidaritätsprinzipes machen es deine Mitbürger - alle anderen Versicherungen laufen auch nach dem Prinzip, aber da muss jeder noch was einzahlen um was rauszubekommen. Dieser Fall ist aber bei der Sozialhilfe nicht gegeben und das muss man als Privileg ansehen, dass einem in Deutschland zugestanden wird.

Ein Anspruch würde ich trotzdem nicht daraus machen - weil es eben etwas tolles ist, was dieser Staat bietet - aber wieso regen die Leute die auf Kosten der Gesellschaft eben dieses bekommen, sich darüber auf, dass sie davor erst zeigen müssen, dass sie Hilfe brauchen???

Zu dem Vergleich - sorry aber DM und Euro-Zeiten sind unterschiedlich und deswegen hinken sie immer sehr...

Eben mit Waffen auf die Straße gehen aber nicht arbeiten können - da würde dann noch weniger was stimmen.

Wie gesagt wer sein Leben lang gearbeitet hat bzw. immer schön in die Rente eingezahlt hat, der muss auf jedenfall weiter ausgezahlt werden - da darf man nicht daran kürzen sondern an den Leuten die eben noch arbeiten können!!!... und wer im Alter arbeitlos wird, der muss auch mehr unterstützt und notfalls davon direkt in die Rente gehen können.

Aber es kann nicht sein, dass bei immer längerer Lebenserwartung schon 30 jährige sagen es gibt keine Chancen für sie - Odessa hat doch schon gut gezeigt wieviel Zusagen sie auf ihre Bewerbungen bekommen hätte und ich glaube immer noch, dass viele so einen Job bekommen würden.

Gruß
2378
Stonehenge[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]----
genau hier liegt das Problem. Sorry, es ist eine Verschwendung von Ressourcen, wenn ein hoch qualifizierter Arzt im Supermarkt arbeiten muss, wo er Stress hat und sich kaputt macht...
-----

...sag ich doch. In diesem - mir bekannten Fall - ist es so, dass der Arzt natürlich ein Gehalt hat das sogar in Oberbayern zum Leben reichen würde (knappe 2.500 netto, also wirklich üppig für nen 28jhr. Single-Arzt).

Nur - der gute Mann braucht mehr Geld weil er seinen Vater unterstützt. Der wiederum lebt von keinen 600 Euro EU-Rente und hat das Studium seines Sohnes dadurch "mitgetragen", dass er ihn die ganze Zeit bei sich wohnen liess, unentgeltlich.

Der Sohnemann nun möchte dem Vater das alles - im besten Sinne - "heimzahlen", in dem er die 400 Euro, die er dazu verdient, seinem Vater jedes Monat überweist, plus nochmal 250 die ihm von seinem Gehalt "übrig bleiben" nach Bezahlung all seiner Festkosten.
[/B][/QUOTE]

He, da würde mir ja für Deinen Arzt einen recht bombastischer Vorschlag einfallen. Es hat sich doch hoffentlich schon bis Bayern herumgesprochen, daß hier in Ostdeutschland ein Ärztemangel sich abzeichnet. Bsp. hier in Chemnitz: Wartezeiten bei Hautarzt 1.5-2h mit Termin, auch mal 3h ohne Termin, Allgemeinarzt je nach Beliebtheit zwischen 0.5 (eher Arzt mit Hau-Ruck-mal schnell Antibiotika-Mentalität) und 3 Stunden, in Freiberg selbst mit Termin oft 3 Stunden.
In vielen Orten gehen die Ärzte straff aufs Rentenalter zu und suchen händeringend nach einem Nachfolger. Das wäre doch eine prima Möglichkeit für einen ungebundenen jungen Arzt mal der Abwanderung Richtung Westen gegenzusteuern und etwas Flexibilität in der anderen Richtung zu aktivieren. Die Mieten sind hier günstig, eine Wohnung mit 50m² bekommst Du für 350€ warm im Monat (und das ist nicht unsanierte Platte!), also müsste doch eine Arztpraxis genügend Einkommen abwerfen um sich selbst und dem Herrn Vater ein anständiges Auskommen zu ermöglichen ohne zusätzlich an der Käsetheke zu arbeiten (solche Arbeiten wird man hier über 165€ auch kaum nebenbei finden). Und nach so 10 Jahren hat er vielleicht sogar 100.000 für ein Einfamilienhaus zusammen.

Zum Thema Käseschneiden: Bedenken hätte ich weniger wegen der Arbeit an sich, sondern daß ein Arzt der 10 Stunden im Krankenhaus arbeitet auch eine gewisse körperliche Regeneration braucht, denn wenn sich aufgrund Müdigkeit Fehler in die ärztliche Arbeit einschleichen kann das für den Patienten sehr schwerwiegend enden.

Was die konkrete Umsetzung für Schwierigkeiten ergibt weiß ich natürlich nicht bis ins Detail, aber die Idee drängte sich mir hier geradezu auf.

Gruß
Stone
Stonehenge[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]
Und wieso höre ich kein Wehklagen darüber, dass Leute, die pflichtversichert arbeiten hier, zwar 400 Euro (ich) für ihre Krankenversicherung jeden Monat abdrücken müssen, aber Brillen und Zahnersatz SELBER zahlen müssen...für was eine Sozialversicherung/KV, wenn ich ohnehin die Dinge, die ich brauche, selber löhnen muss? DAS ist ungerecht, aber da regt sich niemand auf drüber, verwundert mich. Und wieso höre ich kein Jammern darüber dass Blinden ihr Blindengeld gestrichen wird/werden soll? DAS ist asozial, das ist eine Schande für unser System.
[/B][/QUOTE]

Hattest Du nichtmal gesagt daß Du wenig verdienst? 400€ für Krankenversicherung, da schaffe ich (gesetzlich versichert bei 13.7%) noch nichtmal die Hälfte, und als Akademiker verdiene ich wirklich nicht schlecht, obwohl vom Brutto einiges abgeht. Die Beitragssätze unterscheiden sich doch so doll auch nicht in den verschiedenen KK. Zum Glück brauche ich noch keinen Zahnersatz, aber Füllungen sind auch schon teuer genug wenn man nicht gerade das Quecksilber nehmen will...

Mit dem Blindengeld gebe ich Dir recht, das und die geplante Abschaffung der kostenfreien Nutzung des ÖV für Behinderte ist eine Schweinerei. Einen Teil der jetzt einzusparen gewollten Kosten hat sich der Staat durch die unsinnige Privatisierung der Bahn noch selbst eingebrockt.

Gruß
Stone
neptuniaalles angeschnallt?
dann hier mein ausführlicher kommentar ...

TEIL I

[QUOTE] gr graulichter: "jeder job wird zumutbar" - was soll denn das heißen? ein job ist ein job und ist demnach zumutbar. irgendwer macht ihn jetzt und mutet ihn sich momentan zu. was dieser satz vielleicht sagen will: heute kannst du 150.000 euro im jahr verdienen und morgen lebst du auf 20 qm.[/QUOTE]

sehe ich genauso.
ich hab die seltsamsten jobs angenommen, wenn es notwendig war. und heute noch akzeptiere ich auch anstrengende aufträge von schlechtzahlenden kleinen kunden ohne mir einen zacken aus der krone zu brechen ... ich freu mich, wenn ich meine miete weiterhin zahlen kann ...

[QUOTE] gr graulichter: im wesentlichen verständlich finde ich, dass man einem menschen sein leben am existenzminimum errechnen kann. jeder benötigt dazu die selbe höhe geld. das verdienstorientierte arbeitslosengeld diente wohl nur dazu, den lebensstandard aufrecht zu erhalten.[/QUOTE]

yes. natürlich jammert der arbeitslose akademiker wenn er genausoviel geld bekommt wie der arbeitslose treppenputzer. aber braucht man wirklich den verdienst eines hochdotierten akademikers um zu überleben? und warum soll die solidargesellschaft eben diesen lebensstandard bis zum sanktnimmerleinstag aufrecht erhalten?

[QUOTE] dark_racer: Ein heute arbeitender Mensch wird dazu aufgefordert und angehalten, für seine Altersvorsorge privat vorzusorgen. Viele Leute tun dies durch Abschlüsse von Lebensversicherungen. [/QUOTE]

ja, ich halte das auch für einen gefährlichen punkt. lebensversicherungen sollten unantastbar sein, sofern man sie zweckgebunden an die rente abschließen könnte ...

[QUOTE] dark_racer: Dieser Staat ist in meinen Augen nix mehr wert, da sich alles nur noch ums Geld dreht. [/QUOTE]

haha, der war gut ... aufwachen. alles dreht sich ums geld. worüber reden wir gerade?

[QUOTE] any body: Auf Einzelschicksale wird vermutlich zukünftig bei Inkrafttreten der neuen Hartz IV Reform noch weniger Rücksicht genommen werden können, da die Kassen leer sind - wo also Geld herbekommen, wenn die Reservetöpfe der kurz-und mittelfristigen Vermögenswerte leer sind? [/QUOTE]

soziale rücksichtnahme, solidarität, gemeinschaftssinn ... alles wunderhübsch solange man es sich leisten kann ...

[QUOTE] any body: Lebensversicherungen lassen sich noch am schwersten auflösen[/QUOTE]

nicht zu vergessen, daß es sich nicht lohnt, der betrag, den man dabei verliert, ist nicht unerheblich ... ich würde sowas einfach geldvernichtung nennen ...

[QUOTE] turningpoint: Was ist denn nun wichtiger - Menschenleben (die du lapidar "Einzelschicksale" nennst) oder DAS SCHEISS GELD ?[/QUOTE]

huch, wie pathetisch.
geht es jetzt darum, einen staat mit seinen menschen zu organisiseren oder spielen wir "alle-ham-sich-lieb"?

[QUOTE] turningpoint: Vermögenswerte entstehen garantiert nicht dadurch, dass du den Armen das Letzte das sie noch haben auch noch wegnimmst.[/QUOTE]

mein guter, das, was die armen haben, ist garnicht so wenig (ich rede nicht von den ausnahmen, den omis und so ...) ... ich kenne eine menge sozialhilfeempfänger, denen es besser geht als mir. unser land ist (noch) so reich, daß es den armen genug geben kann. und ein riesen fernseher, stereoanlage, mercedes und computer halte ich nicht unbedingt für lebensnotwendig. punkt.

[QUOTE] turningpoint: Um zu (über-)leben, brauchen die Menschen zuallererst Nahrung, Wohnung, Kleidung, Kommunikation und medizinische Betreuung. Und wenn der Staat das mit den vorhandenen Mitteln nicht realisieren kann, dann sollte er sich mit seinen Forderungen zuerst an diejenigen wenden, die die Preise für Nahrung, Wohnung, Kleidung, Kommunikation und medizinische Betreuung künstlich in die Höhe treiben! ... Wenn die Mehrzahl der Leute nichts mehr hat und darum nichts mehr kaufen kann, woher soll da ein wirtschaftlicher Aufschwung kommen?[/QUOTE]

gähn.

[QUOTE] miss pan: wie mein kollege neulich nach erhalt der vorberechnung seiner zu erwartenden rente meinte: "ich glaube, ich kaufe mir demnächst ein messingschild mit meinem namen und reserviere mir schon mal einen schönen platz unter der brücke."[/QUOTE]

hehe, aber ich denke nicht, daß es so schlimm kommen wird. nur vielleicht wird es nötig sein, auf den einen oder anderen kleinen luxus zu verzichten ...

[QUOTE] 2378: Ich denke manchmal wäre vieles einfacher wenn man ein neues System für die Politiker einführen würden.
Solange sie Abgeordnete sind bekommen sie wunder schöne Diäten - die dürften gerne sogar noch etwas höher sein, aber sobald sie nicht mehr das sind, sind sie normale ARbeitnehmer - ihre Rente ist also nicht gesichert und sie könnten genauso arbeitslos werden wie der Rest in Deutschland und dann würde man sich überlegen, ob man sowas einführt und auch wie weit man am Renten - und Krankenkassenesystem sparen will.[/QUOTE]

das ist ein interessanter gedanke. mir kommt es oft so vor, als gelte der satz "sie bemühten sich stets" für die von uns gewählten ... eine formulierung in arbeitszeignissen mit der bedeutung: "sie haben nichts zustande gebracht" ...

[QUOTE] lachatte: der Mensch lebt nicht vom Brot allein...[/QUOTE]

oooch, aber immerhin ein anfang ...

[QUOTE] decay: Ja, sollen sie das denn? Wo ist denn die Familie? Sie ist doch dafür da, für ihre Mitglieder einzuspringen, wenn nichts mehr geht.[/QUOTE]

bis auf einige familien-systeme in italien hat sich die gesellschaftsstruktur wohl sehr geändert ... familien sind mangelware, singles üblich ... außerdem kommt es mir seltsam vor, wenn die 75 jährige tochter immer noch aufkommen muß für ihre 100 jährige mutter ...

[QUOTE] lachatte: denn wer statt 800 Euro 1000 Euro bekommt, wird die zusätzlichen 200 Euro mit grösster Wahrscheinlichkeit in Umlauf bringen...[/QUOTE]

oder in den urlaub auf mallorca investieren oder in den sparstrumpf stopfen ... geld perdu ... oops.

[QUOTE] haevion: Im Übrigen sind es immer nur diejenigen, die wenig haben, die sich beschweren.[/QUOTE]

nööö, die, die wirklich wenig haben, sorgen sich darum genug zu bekommen. die, die grade genug oder ein bißchen mehr haben, lamentieren wie die sau ... aus angst, irgendjemand könnte ihnen etwas wegnehmen ...

[QUOTE] decay: Das Land ist aus Trümmern auferstanden, weil niemand etwas hatte, alle mit nichts etwas entsprechend ihrer Möglichkeiten aufbauen wollten und es sowas wie Solidarität in der Gesellschaft gab. Und profitiert haben alle.[/QUOTE]

klar, und weil alle nicht darüber lamentiert haben, was man hnen vielleicht wegnehmen könnte, sondern einfach in die hände gespuckt haben ...

[QUOTE] turningpoint: Die "Ich-AGs" sind doch auch nichts weiter als Schein-Selbständigkeit - ein Versuch, alle Kosten und Risiken auf den Arbeiter selbst abzuwälzen.[/QUOTE]

nein, das sind augenwischereien um arbeitslose scheinbar verschwinden zu lassen ... diese ich-ag's sind einfach eine andere form des arbeitslosengelds für ganz schlaue ... nur wenige zähe machen daraus wirklich was ...

[QUOTE] 2378: Arbeitslosengeld ist eine Versicherung und irgendwie weigert die sich immer mehr was auszuzahlen - Sozialhilfe ist eine Unterstützung vom Staat.[/QUOTE]

ja, damals, aber weil diese versicherung nicht zweckgebunden war, ist in den guten zeiten das geld für andere leistungen verpulvert worden. jetzt, wo man den überschuß gut gebrauchen könnte, isses weg.

[QUOTE] 2378: Ich denke aber auch, dass man Sozialhilfeempfänger gerade zu gemeinnütziger Arbeit usw gerne heranziehen sollen - und damit einen Anfang schafft - damit jeder für seine Leistung auch was zurückgibt...[/QUOTE]

ein wirklich schöner gedanke ... wie gesagt, ich kenn eine menge sozialhilfeempfänger ... leider sind die meisten davon überzeugt, daß es ihr recht sei, als parasiten zu leben ... ohne gegenleistung. und doch, das ist so. nur wenige ausnahmen ...

[QUOTE] decay: Damit habe ich auch kein Problem.
Nur darf man dadurch nicht zu viel erwarten, da die meisten Sozialhilfeempfänger Kinder, Alte und Kranke sind. Die können/dürfen/sollten halt nicht arbeiten.[/QUOTE]

das stimmt nicht. abgesehen davon, die alten und kranken und die frauen und die versoffenen männer könnten schon wenigstens etwas leisten ... z.b. eine alte omi könnte ein/zweimal nachmittags auf kinder aufpassen ... es muß ja nicht immer gleich ein fulltimejob sein ...

[QUOTE] demelza: so so, die 651 euro sollen reichen, ... und wo bau ich mir mein gemüse an? vernünftige lebensmittel, die den namen noch verdienen, kosten nämlich einen haufen geld, ... meine altersvorsorge kann ich vergessen. und wenn ich daran denke, daß ich jetzt schon allein-ernährerin für die familie ... wird mir ganz anders. ... wir könnten ja auch ein kind bekommen, dann zieht er es groß, während ich vollzeit arbeiten gehe - nur das dumme: eventuell muß ich mir einen neuen job suchen, weil mein alter arbeitsplatz gerade zur disposition steht...
... werden wir den sozialhilfeempfängern, die allgemein kein hohes ansehen haben, gleichgestellt, und dann noch mit einem kind. ...[/QUOTE]

demelza, das erste mal, daß hier jemand konkret wird. im moment scheinst du zurecht zu kommen. aber ich verstehe deine zukunftsangst.


und das ist ein mir sehr wichtiger punkt.
was wirklich bei hartz schief geht: es ist so wischiwaschi solange man davon nur redet. was wirklich wird kommt erst raus, wenn es dann wirklich läuft.
dieses "egal, ich werde schon von der solidar-gemeinschaft aufgefangen" - gefühl ist weg.


jetzt überspringe ich mal ein paar seiten ... ;)
neptuniaTEIL II:

[QUOTE] 2378: BEIDE müssen ihre Rente bekommen und haben einen vollen Anspruch darauf, schließlich haben sie dafür einbezahlt. Genauso ist es auch, dass alle die Arbeitslos werden einen Anspruch darauf haben, erstmal Arbeitslosengeld zu bekommen.
Schließlich zahlt man in eine VERSICHERUNG ein und da hat man auch Anspruch darauf was rauszubekommen... - leider werden die Gelder einfach nur komplett falsch verwaltet...[/QUOTE]

meine worte ...

[QUOTE] odessa: "Wer wirklich ums ÜBERLEBEN KÄMPFT, hat keine Zeit für Depressionen".[/QUOTE]

... und lamentieren ... hast du vergessen ;-)

[QUOTE] odessa: TTP, und ich muss wieder "ganz simpel" fragen: Wenn Menschen dann tatsächlich fähig sind, mit der Waffe in der Hand ihr - vermeintliches - Recht auf "Ernährung durch andere" zu erkämpfen... warum können sie dann (schon Jahre zuvor, Monate zuvor?) nicht statt der Waffe einen Besen in die Hand nehmen und einen Putzjob annehmen, oder ihre Energie in einem 3-Schichten-Pflegejob rauslassen?[/QUOTE]

hehe, das wäre ja arbeit ..

[QUOTE] 2378: (dich zitiere ich wirklich gerne!) Es ist ein Privileg was dieser Staat bietet - und zwar dass du Sozialhilfe bekommst. Du musst dafür nichts einzahlen, dank des Solidaritätsprinzipes machen es deine Mitbürger - alle anderen Versicherungen laufen auch nach dem Prinzip, aber da muss jeder noch was einzahlen um was rauszubekommen. Dieser Fall ist aber bei der Sozialhilfe nicht gegeben und das muss man als Privileg ansehen, dass einem in Deutschland zugestanden wird.
Ein Anspruch würde ich trotzdem nicht daraus machen[/QUOTE]

eben, eben, eben, eben ...



gut. jetzt werde ich mal ein bißchen noch allgemein aus meinem nähkästchen plaudern:

ich arbeite sselbständig.
ich kümmere mich selber um aufträge.
ich bekomme weder urlaubs-, weihnachts- noch krankengeld (ok, das bekäme ich nach 4 oder 6 wochen).
ich zahle freiwillig in die renten- + arbeitslosenkasse.
meine zukunftsplanung bezieht sich auf die nächsten zwei monate, längerfristige planung ist bei dem job nicht machbar. manchmal muß ich mir wirklich den arsch aufreißen, klinken putzen, den mund fusselig reden, um einen neuen auftrag zu bekommen. manchmal sind es miese kleine schlechtbezahlte.
so what.
so isses eben.
aber:

ICH HABE KEINE LUST, DARÜBER ZU LAMENTIEREN.

ich trage mein scherflein zur solidargesellschaft bei.
und es ist auch ok für mich, wenn dabei ein paar nassauer sind.

zukunft?
tja, die ist auch für mich nicht sicher.
aber ich kann sehr wohl auf den kleinen luxus verzichten, wenn es eben grade nicht möglich ist.

ABER ICH MACHE NICHT DIE ANDEREN DAFÜR VERANTWORTLICH.

wenn nötig erhebe ich meinen arsch und mache auch minderwertige arbeit. und: das ist nicht tragisch! ich kann das durchaus aushalten, weil, wenn ich es nicht mache, würde jemand anderes es tun, und ich verspüre kein bedürfniss, mich über den dann zu stellen ...

arbeit ist arbeit ist arbeit.


und wie seltsam:
OBWOHL ich im rollstuhl sitze und eigentlich zu denen gehören könnte, die auf kosten der anderen leben, habe ich arbeit, verdiene mein eigenes brot, finanziere ein paar nassauer mit, und komme zurecht.

oh, und hab ich erwähnt, daß ich nicht lamentiere??
und ich würde nicht mal hier einen ton verlieren, wenn nicht die kommentare der andren manchmal so elendig realitätsfern wären.

hey ich freu mich, daß hier kapitalismus und nicht kommunismus ist... dann kann man wenigstens was tun und muß nicht nur auf bessere zeiten hoffen ...

schluß. aus. apfi. amen.
decay73@neptunia: Die Frage ist immer, ob man eine nicht so gute einfach akzeptiert und die Klappe hält, oder ob man versucht Alternativen aufzuzeigen.
So toll kann das jedenfalls auch alles nicht sein, denn sonst bräuchte sich Schröder um seine Wiederwahl keine Gedanken machen.

Die besten Ideen entstammen oft utopischen Gedanken und Spinnereien und ohne solche Veränderungen lebten wir wohl noch im Mittelalter.

Und wenn ich lamentieren würde, würde ich auch mal ein wenig über mich erzählen - aber ich werde den Teufel tun.

Übrigens:
[QUOTE]soziale rücksichtnahme, solidarität, gemeinschaftssinn ... alles wunderhübsch solange man es sich leisten kann ...[/QUOTE]
Das hat am besten dann funktioniert, als man es sich eigentlich nicht leisten konnte, denn es hat nichts mit 'leisten können' zu tun.
Apex[QUOTE]Ich rede hier immer noch von nicht arbeitswilligen "Arbeitslosen", die durch diese Reform endlich (was ja schon jetzt Erfolge zeigt) mal ein bisserl "Druck" kriegen[/QUOTE]

Klar ein netter Erfolg, aber was ist wenn alle Arbeitsstellen vergeben sind? Es ist ne Tatsache, dass es net genug Arbeit für alle gibt.
Gut, klar wenn man deutschlandweit einen Job sucht und keinerlei Ansprüche stellt wird man etwas finden, in Amerika ziehen inzwischen viele Menschen einfach den Arbeitsstellen hinterher, aber ist ein solch modernes Nomadentum wirklich erstrebenswert?

[QUOTE]hey ich freu mich, daß hier kapitalismus und nicht kommunismus ist... dann kann man wenigstens was tun und muß nicht nur auf bessere zeiten hoffen ...[/QUOTE]

Ääääääääääääääääääh nee dazu sag ich jetzt nix, dass würde eh nur auf eine Grundsatzdiskussion hinauslaufen die OT is ;)
Move over KateSorry @ Stonehenge & Odessa, aber eure Lohn- und Lohnnebenkostendiskussion ist off topic und öde.

Vielleicht bringen wir als zusätzliche Variablen noch die Zusatzversorgungskasse (hübsches Privileg des öffentlichen Dienstes), deren Umlage, ihre (teilweise) Pauschalversteuerung durch den Arbeitgeber und vielleicht sogar noch eine lustige Entgeltumwandlung ins Spiel? *g* Das macht die Sache spannender. Und wenn wir uns dann noch über Sanierungsgelder unterhalten, ist alles perfekt.

[/zynism off]
neptuniaalso gut, lösungsvorschläge um an der maroden situation was zu ändern:


1. die mehrwertsteuer um 2 prozentpunkte erhöhen (also 18%).
funktioniert verhältnismäßig, niemand wird unverhältnismäßigmehr belastet ... tut weh, wäre aber eine mögichkeit um ein bißchen kohle reinzufahren und damit ein paar konjunktur-stärkende dingsen (sorry, das richtige wort fällt mir grade nicht ein) loszugeben ... im übrigen liegen wir im europäischen vergleich mit der mehrwertsteuer eh relativ weit unten ...

2. die sozialversicherungen (also, renten-, kranken- und arbeitslosenversicherung) zweckgebunden verwalten. hätte schon bei der kohl-regierung angeleiert werden müssen, aber besser jetzt als nie.

3. altersversorgungen ins leben rufen, die eben nicht wie lebensversicherungen verscherbelt werden müssen, z.b. eine betriebliche altersversicherung via unterstützungskasse ...

4. die allgemeine bereitschaft, auch bei einbußen (z.b. 40 stunden woche ohne lohnausgleich) nicht gleich tot umzufallen, sondern die eigene firma zu unterstützen (natürlich unter der voraussetzung, daß es eine gegenseitige loyalität gibt)

5. aktiengesellschaften spekulieren nicht nur auf schöden gewinn, sondern verzichten gegebenenfalls auf gewinnmöglichkeiten, wenn dann wenigstens arbeitsplätze erhalten werden.

6. die momentane gesetzeslage wird mal so richtig ausgemistet. keine komplizierten um-fünf-ecken-gesetze in der hinz und kunz nach lücken sucht, sondern eine übersichtliche struktur, die nachvollziehbar ist, auch wenn vielleicht dabei der eine oder andre kleinere nachteile haben könnte ...

viel spaß beim in-der-luft-zerreißen ...
LaChattezum Zerreissen gibts da ja nicht viel...:)

[QUOTE]1. die mehrwertsteuer um 2 prozentpunkte erhöhen (also 18%).[/QUOTE]

Man könnte unter anderem durch die Mehrwertsteuer bewusst gewisse Produkte bevorzugen und andere benachteiligen - so zum Beispiel bei Bio-Produktern die MWSt nicht erhöhen, bei stark verarbeitetem Convenience Food aber schon. das wär mal ein sinnvoller Beitrag an die Gesundheit, wenn Leute auf einmal aus Spargründen Bio-Produkte kaufen.

[QUOTE]4. die allgemeine bereitschaft, auch bei einbußen (z.b. 40 stunden woche ohne lohnausgleich) nicht gleich tot umzufallen, sondern die eigene firma zu unterstützen (natürlich unter der voraussetzung, daß es eine gegenseitige loyalität gibt)[/QUOTE]

ich glaube, die meisten Menschen würden sich gern für ihre Firma einsetzen, wenn sie sähen, dass in guten Zeiten auch etwas zurück kommt.. das ist aber ein menschliches Problem, und nicht eines, das per Gesetz verwaltet werden kann. Und es gibt ja auch tatsächlich Firmen, wo sich Chef und Angestellte als Partner und nicht als Gegner betrachten.

[QUOTE]5. aktiengesellschaften spekulieren nicht nur auf schöden gewinn, sondern verzichten gegebenenfalls auf gewinnmöglichkeiten, wenn dann wenigstens arbeitsplätze erhalten werden.[/QUOTE]

Dazu müssten sie wohl vom Gesetzgeber gezwungen werden, der leider allzu oft das nicht tut, um sich nicht womöglich Steuergelder entgehen zu lassen. Leider scheint es heute allgemein akzeptiert, die Gewinne zu privatisieren und die Kosten zu sozialisieren. Ich sehe es nicht wirklich ein, warum eine Firma, die mit gefährlichen Stoffen arbeitet, zwar gerne die Arbeitskraft eines Menschen für sich nutzt, aber dann nicht verpflichtet ist, die Kosten einer eventuellen Berufskrankheit vollumfänglich zu übernehmen, und diese Ausgaben dann der Gemeinschaft überlässt. Wenn schon privatisieren, dann bitte richtig - und nicht nur den Zuckerguss nehmen, das Verkohlte aber sein lassen.

[QUOTE]6. die momentane gesetzeslage wird mal so richtig ausgemistet. keine komplizierten um-fünf-ecken-gesetze in der hinz und kunz nach lücken sucht, sondern eine übersichtliche struktur, die nachvollziehbar ist, auch wenn vielleicht dabei der eine oder andre kleinere nachteile haben könnte ...[/QUOTE]

Ja, das wär bitter nötig. EIN Amt, das alle Renten bezahlt - und alle gleich.
LaChatte[QUOTE]Der, der etwas leistet, soll auch mehr haben wie der, der nix leistet.[/QUOTE]

Wenn du mir mal "leisten" definierst?

Sokrates, der Grieche vom Athener Forum, hat nichts geleistet ausser den ganzen Tag dumm zu schwatzen.

Die einzige "Leistung" von Telefonverkäufern ist, die Leute zu ärgern.

Die "Leistung" von Industrienahrungsherstellern ist es, nährwertlose Produkte schön zu verpacken und teuer zu verkaufen.

Die "Leistung" von Tabak- und Alkoholherstellern ist es, giftige Stoffe herzustellen und zu verkaufen.

von all diesen hier aufgezählten plädiere ich dafür, dass Sokrates den höchsten Lohn erhalten soll. Nicht wer 60 Stunden pro Woche Hektik verbreitet und sich einen Herzinfarkt züchtet, leistet am meisten - sondern der, der am meisten Mehrwert für die ganze Welt schafft.

Da gäbs noch viele, die man besser nach Hause schicken würde zum Nichts-Tun, und die Welt hätte gewonnen.:)
LaChatte[QUOTE]Wenn Du Sokrates mehr schätzt als einen Arbeiter, der Dir die Strasse zu Deiner Wohnung gebaut hat - toll. [/QUOTE]

DAS hingegen hab ich nie gesagt. Bauarbeit ist sinnvolle Arbeit, wie Lehrer oder Bäcker oder Arzt (wobei beim letzteren schon wieder gewisse Zweifel angebracht sind). Aber ich mag es jedem gönnen, für sein Geld gar nichts zu tun, als eine sinnlose Arbeit...

[QUOTE]Es geht dabei darum, das BESTEHENDE System (mit dem die meisten sehr zufrieden sind seit Jahrzehnten) zu ERHALTEN[/QUOTE]

Das bestehende System ist eine Geldvernichtungsmaschine mit oft kafkaesken Ausmassen. Willst du das wirklich behalten? Bis auf die Grundideen "jeder Mensch hat das Recht auf Essen, Kleidung, Wohnung" kann man locker alles streichen und ganz neu aufbauen.

[QUOTE]Soll jeder selber entscheiden was er tun will (dito Nahrungsmittel), und somit tun auch die Tabakhersteller etwas "Gutes", nämlich für die, die diese Erzeugnisse konsumieren.[/QUOTE]

Jeder Raucher weiss, dass er sich nichts Gutes tut, indem er raucht. Es ist teuer, es stinkt und es ist giftig. Jeder Mensch (ich inklusive) muss blöd sein, so etwas zu tun.

[QUOTE]Und vielleicht ist der 60-Std.-Arbeitende auch ein Manager, der mit diesen 60 STd. Arbeit in seiner Firma einigen Angestellten wie mir eine ARBEITSSTELLE bietet[/QUOTE]

Ist so ein Mensch nicht etwas schlecht organisiert, wenn er es unter 60 Stunden nicht schafft? Ich sag ja nicht, dass es nicht solche Phasen geben darf, aber wenns zum Dauerzustand wird, ist es ungesund. Und es ist ein Verhalten, das genauso wie der Clochard in völligem Bewusstsein die eigene Gesundheit ruiniert.

[QUOTE] "Kulturelle Leistung" - es ist NICHT das, was mir meine Herztabletten bezahlt und meiner Tochter die Uni aufbaute.[/QUOTE]

Kultur ist das, was Menschen gesund halten kann - und eine Uni ist auch eine kulturelle Sache... Gerade den Sinn von Fächern wie Sprachforschung oder Soziologie ist häufig gar nicht leicht zu entdecken, oder Geschichte? Wie hilft uns Geshcichte, PHilosophie und Theologie unser Brot verdienen?
2378[QUOTE]
Ist so ein Mensch nicht etwas schlecht organisiert, wenn er es unter 60 Stunden nicht schafft? Ich sag ja nicht, dass es nicht solche Phasen geben darf, aber wenns zum Dauerzustand wird, ist es ungesund. Und es ist ein Verhalten, das genauso wie der Clochard in völligem Bewusstsein die eigene Gesundheit ruiniert.
[/QUOTE]
Ja, vielleicht könnte er noch weitere leute dazu einstellen - aber vielleicht stimmt dann der Gewinn nicht mehr - bist du dir eigentlich bewusst, was man in der Industrie bei leitende Führungskräften als Standart ansieht - und ja, dass ist nicht gesund deswegen gibt es oft auch Entspannungstrainigs usw.
Ganz eifnach gesagt - viele Köche können auch den Brei verderben...

Das Sozialsystem in Deutschland lädt zur Zeit die Leute zum Ausruhen auf der Hängematte schon fast ein - und wenn ich nochmal auf Odessa Zahlen mich berufe, kann und darf das nicht sein...

Vielleicht sollte man nochmal darüber nachdenken, dass der Mensch lernen sollte, dass er für sein Leben und sein Lebensunterhalt zuständig ist - langsam glaube ich, dass der Solidaritätsgedanke ein falsche Ansatz ist, wenn die Leute schon meinen ein Anrecht auf alles zu haben... und der Rest darf eben dafür schuften.

2378
decay73Ich glaub ich wander aus. Macht hier ja echt keinen Spaß mehr. Mißgunst, Neid, hauen und stechen, und der Soli-gedanke ist auch verpönt.
Immer nur gegeneinander anstatt miteinander.

Naja, werd mich mal umschauen...die Befürchtung, irgendwann um alles Betteln und auf Allmosen hoffen zu müssen, habe ich schon länger.
Die Diskussion hatte ich schon einmal mit einer (jetzt nicht mehr) Freundin, die das auch so machte und am Ende sagte: "Bei dir ist das ja was anderes...aber...".

Und wenn das selbst unter den Schwarzkitteln zum Standard wird, habe ich hier eigentlich nichts mehr zu suchen...


Von meiner Warte aus habe ich eigentlich nur noch Angst, und das kanns ja eigentlich auch nicht sein.

Krank bin ich schon, und die derzeitige Situation macht mich noch kränker.
Vielleicht sollte ich nach Jamaika gehen und mich den Rastafarians anschließen. Die sinid wenigstens glücklich...
Suicide-SmurfMiteinander funktioniert immer nur dann, wenn es einem alleine schlechter geht ;)

Deine Freundin hatte Recht. Du kannst noch so ein herzensguter Mensch sein, die anderen werden es nicht sein.


[quote]Und wenn das selbst unter den Schwarzkitteln zum Standard wird, habe ich hier eigentlich nichts mehr zu suchen...[/quote]
Du solltest nich so viel Wert auf andere legen. Sie haben ja keine Ahnung...


*davonlauf*...
2378Das Problem sind nicht die Leute, die das System kurzzeitig brauchen und nutzen - es sind die Leute, die es jahrelang nutzen und noch als normal ansehen... (es kotzt mich an, wenn man über das Sozialamt versucht für das Kind Markenklamotten zu beantragen - hallo wo sind wir da).

Würden jeder der es braucht es nutzen und der Rest wäre ehrlich, dann würde es auch klappen...

Die Zahlen von Odessa aus ihren einem Job sprachen da aber andere Zahlen und ich glaube nicht nur, dass es in München so ist...

Miteinander gerne - der Soligedanke scheint bloß nicht mehr zu klappen, weil es eben kein Miteinander ist, sondern auch die die es bekommen da sitzen und mehr und mehr haben wollen... - es soll eben dafür sorgen, dass man nicht verhungern, dass man ein Dach über den Kopf hat - aber den Lebensstandart muss man nicht halten (dafür haben wir unsere Arbeitslosengeldversicherung, die Zeit muss einfach reichen... - erst danach ist es ein Tragen von der Gesellschaft):

2378
LaChatte[QUOTE]Ja, vielleicht könnte er noch weitere leute dazu einstellen - aber vielleicht stimmt dann der Gewinn nicht mehr - bist du dir eigentlich bewusst, was man in der Industrie bei leitende Führungskräften als Standart ansieht [/QUOTE]

"besser organisieren" muss längst nicht heissen, mehr Leute einzustellen - sondern als Verantwortlicher wirklich das Wichtige machen, Prioriäten setzen, Visionen entwickeln und umsetzen, und nicht ständig der Uhr hinterherhetzen. Lies mal Fredmund Maliks "führen leisten leben", dann merkst du, was ich meine. Und eine Gesellschaft, in der ein stressbedingter Herzinfarkt zum Statussymbol aufsteigen kann, muss ja krank sein:rolleyes:

[QUOTE]Vielleicht sollte man nochmal darüber nachdenken, dass der Mensch lernen sollte, dass er für sein Leben und sein Lebensunterhalt zuständig ist - langsam glaube ich, dass der Solidaritätsgedanke ein falsche Ansatz ist, wenn die Leute schon meinen ein Anrecht auf alles zu haben... und der Rest darf eben dafür schuften.[/QUOTE]

Ich finde es einen guten Gedanken, dass Menschen Anrecht haben auf einen Grundlebensstandard, und zwar einen, der auch Kultur und KOmmunikation einschliesst, und nicht einer, der eben gerade vor dem Verhungern und Erfrieren schützt. Ich habe keine Mühe mit der Idee, durch meine Arbeit im Moment andere zu finanzieren - schliesslich wurde auch ich lange genug staatlich unterstützt. Ich hab nur Mühe, wenn ich sehe, wie die Gelder eingesetzt werden und in einem riesigen Verwaltungsapparat verschwinden, ohne den Menschen wirklich zugute zu kommen.

Und ob Solidarität wirklich funktioniert, zeigt sich eben gerade dann, wenn es auf einmal knapp wird... obwohl, wie in einem reichen Land wie Deutschland Knappheit herrschen kann, ist mir auch nicht ganz klar.
Fubu 2004Ich glaube auch ich wander aus. Hat hier eh kein Sinn mehr ...

MfG
Fubu 2004
LaChatteOdessa

gut, du hast es geschafft. Aber wie? Und kann es der Sinn eines Lebens sein, sich kaputtzuschuften, nur um irgendwem zu beweisen (wem?) dass man keine Hilfe braucht? Und ganz hast du auf staatliche Leistungen wohl auch nicht verzichtet... oder hast du eine Privatschule besucht, entsorgst deinen Müll privat und bewegst dich ausschliesslich auf selbstgebauten Privatstrassen fort? - Wohl kaum.

[QUOTE]Denn in dieses Schlaraffenland folge ich Dir dann unbesehen, und das meine ich keinesfalls zynisch sondern im vollen Ernst. [/QUOTE]

Das glaub ich dir nun einfach nicht. Warum nimmst du denn nicht wenigstens eine besser bezahlte Stelle in der Privatwirtschaft an, oder warum beantragst du nicht endlich Sozialhilfe, wenn du als Sozialhilfebezügerin schon mehr verdienen würdest als jetzt? Du kannst ja immer noch ab und zu mit deinen Patienten Kaffee trinken gehen, wenn du mal Sozialhilfe beziehst, es hindert dich dann ja niemand daran, ehrenamtlich tätig zu werden.

Falls es dein Stolz ist, der dich dran hindert - ich erachte das als falschen Stolz.

[QUOTE]Aber Du weisst es und ich auch, dass DU garantiert nicht wirst betteln müssen. [/QUOTE]

Ich hoffe es sehr, dass decay nicht wird betteln gehen müssen. Wenn er in der Schweiz wohnte, so käme er wohl nicht drum herum: Menschen, die in der Schweiz chronisch krank werden oder einen Unfall haben, MÜSSEN bei den Versicherungen betteln gehen, damit sie nur die ihnen zustehenden Versicherungsleistungen erhalten - sonst werden Auszahlungen "vergessen", oder es wird behauptet, es sei schon bezahlt worden, was noch nicht ist, und überhaupt ist der zuständige Sachbearbeiter nie da. Und wie gesagt: hier handelt es sich nicht um ein Almosen, sondern um einen belegbaren VersicherungsANSPRUCH.

[QUOTE] "Ey man,...wenn ich arbeite ich arbeite für mich und meine joints, aber ich arbeite nicht für joint von anderem rastafariman, eeh, nicht böse sein man, aber das ist uncool - peace love und jetzt leg ich mich in die sonne, maaaan".... oder so ;-)[/QUOTE]

Vielleicht würden sie gern auch für andere was mitbauen - aber sie würden sich sicher nicht die Mühe geben, etwas anzupflanzen, damit die Behörden nach der Ernte die Hälfte als Steuer beschlagnahmen, das Ganze einpacken und ins Meer werfen, wo es einfach verdirbt.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von neptunia [/i]
[B]also gut, lösungsvorschläge um an der maroden situation was zu ändern:
...
viel spaß beim in-der-luft-zerreißen ... [/B][/QUOTE]Warum in der Luft zerreißen?
Ich stimme deinen Vorschlägen, mit den Ergänzungen von LaChatte, zu. Die sind um Einiges sinnvoller als der Mist, den andere Leute verzapfen, die dafür noch 800.000 Euro "Beratungshonorar" kassieren.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Aber es kann eben NICHT normal sein (und das soll die Reform eigentlich ändern) dass jemand der das noch tut - sich selbst erhalten - derjenige ist, der schlechter dasteht als der der es nicht tut. [/B][/QUOTE]Ich wette darauf, dass die Hartz-IV-Reform daran nichts ändern wird, sondern dass dieses Unverhältnis dadurch nur noch verstärkt wird.

[QUOTE][B]----
Falls es dein Stolz ist, der dich dran hindert - ich erachte das als falschen Stolz.
-----
Nein, ich erachte das als "SOZIALES VERHALTEN". Die Gemeinschaft nicht schädigen sondern IHR DIENEN. Wieder: der Grundgedanke einer Solidargemeinschaft. [/B][/QUOTE]Soziales Verhalten wäre, wenn nicht nur die Lasten, sondern auch die Gewinne mit der Gemeinschaft geteilt würden, wie von Neptunia vorgeschlagen. Erst dann würde sich Arbeit wieder lohnen.

[QUOTE][B]----
Vielleicht würden sie gern auch für andere was mitbauen - aber sie würden sich sicher nicht die Mühe geben, etwas anzupflanzen, damit die Behörden nach der Ernte die Hälfte als Steuer beschlagnahmen, das Ganze einpacken und ins Meer werfen, wo es einfach verdirbt.
-----
...und ich betrachte Rauschgiftdealer immer noch als Kriminelle und nicht als Typen, die ein Staat auch noch fördern sollte, sorry. [/B][/QUOTE]Die paar Kröten fallen doch gar nicht ins Gewicht im Vergleich zu dem, was die Pharmaindustrie vom Staat einkassiert.
Im Übrigen werden auch mehr als genug normale Lebensmittel vernichtet, nur um die Preise hochzutreiben.
LaChatte[QUOTE]Du weisst sehr gut dass das jetzt reine Polemik ist ;-)....denn mit staatlicher Hilfe meinte ich, beim Thema bleibend, "finanzielle Hilfe" vom AA oder Sozialamt.[/QUOTE]

nein, es ist nicht reine Polemik. Du benutzt die Strasse ganz selbstverständlich und findest es auch ganz normal, dass Fürsorgeabhängige die Strasse, die sie ja auch nicht mehr mitfinanzieren, benutzen dürfen - oder dass sie Papierchen in die öffentlichen Abfallkübel schmeissen dürfen - oder dass sie ihre Kinder in die öffentliche Schule schicken dürfen. Das ist einfach "Sozialamt für alle" - und warum sollten wir das nicht auf andere Bereiche ebenso selbstverständlich ausdehnen? Gerade was die Schule betrifft, unterstützt der Staat Familien ganz gewaltig... eine Privatschule kostet so um die 1000 Euro im Monat, mindestens. Und der Staat wird wohl eher noch höhere Kosten haben. Warum dehnen wir dieses Prinzip nicht aus?

[QUOTE]Wenn Du Dich damit gut fühlen würdest, wenn andere Deine Miete bezahlen und Dein Essen obwohl Du es selbst könntest![/QUOTE]

Rein theoretisch hätte ich mit 16 Jahren arbeiten gehen können, die obligatorische Schulzeit war vorbei. Glücklicherweise unterstützten meine Eltern mich finanziell, sodass ich ein Studium machen konnte - und nein, ich fühlte mich nicht schlecht, obwohl ich durchaus hätte schon viel länger arbeiten gehen können.

Und falls hier irgend jemand das drängende Bedürfnis hat, meine Miete, mein Essen und sonst noch schöne Sachen zu bezahlen - ich nehms gern an. Nein, ich hab kein Problem damit. :)

[QUOTE]Weil ich eben KEIN egoistischer Nassauer bin, der auf KOSTEN ANDERER sich einen schönen Lenz macht, ist das wirklich so schwer zu verstehen?[/QUOTE]

Andererseits magst du es niemandem gönnen, ein leichtes Leben zu haben. Ist das nicht auch eine Form von Egoismus - "wenn ich es schon schwer hab, sorg ich dafür, dass es die andern auch nicht besser haben"?

[QUOTE]Die Gemeinschaft nicht schädigen sondern IHR DIENEN. Wieder: der Grundgedanke einer Solidargemeinschaft.[/QUOTE]

Der Grundgedanke der Solidargesellschaft heisst "geben und nehmen", und beides zu seiner Zeit. Und manchmal ist nehmen seliger als geben...
neptuniaich fühle mich unendlich geehrt, daß meine lösungsvorschläge offene ohren finden ... nur eins wundert mich. wenn es denn sinnvoll und einfach (?) ist:

warum tut es denn dann keiner?

kann doch nicht sein, daß ein so unpolitischer mensch wie ich intelligentere gedanken haben kann als die, die dafür bezahlt werden???

wo ist mein denkfehler??
2378[QUOTE]
Der Grundgedanke der Solidargesellschaft heisst "geben und nehmen", und beides zu seiner Zeit. Und manchmal ist nehmen seliger als geben...
[/QUOTE]

Und wenn alle so denken, dann funktioniert es eben nicht mehr - man sieht jetzt schon die Ansätze...
LaChatte[QUOTE] leichtes Leben = Gut. Fein. Ja. Bin dafür. Aber NICHT, wenn andere dieses leichte Leben für Einige (und es wären eben nur die, die raffiniert genug sind und sich gut "durchschlawienern" können) erarbeiten müssen.[/QUOTE]

Also - dann doch gleich sofort ein leichtes Leben für alle. Gut, ich selbst habs in meinem chinesischen Sternzeichen, ich bin ein Winterbüffel. Und im Winter liegen die Büffel bekanntlich im Stall und ruhen sich aus. Aber pardon, bei mir ist es Schicksal, ich kann nichts ändern daran.:D

Und dann ginge der Reiz am Durchschlawinern verloren, behaupte ich mal. Und es gäbe viel Unglück weniger auf der Welt.

Und gerade die komplizierte Bürokratie verhindert auch, dass Leute ihr Geld in Anspruch nehmen - heute in einer Zeitung gelesen, dass man vermutet, dass es allein in Basel 6000 Personen gäbe, die ANSPRUCH hätten auf Fürsorgegelder, dies aber aus Scham nicht in Anspruch nähmen - die working poor, deren Lohn noch unterhalb des Satzes des Sozialamtes ist. Da wärs gerechter, wenn die ihr Geld einfach so bekämen, aufgrund der Steuerrechnung, dort sind wirklich alle Infos drauf - dass sie halt nicht "Steuern zahlen" sondern "Steuern bekommen", einfach weil es im Gesetz so festgelegt ist.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Ich hoffe es sehr, dass decay nicht wird betteln gehen müssen. Wenn er in der Schweiz wohnte, so käme er wohl nicht drum herum: Menschen, die in der Schweiz chronisch krank werden oder einen Unfall haben, MÜSSEN bei den Versicherungen betteln gehen, damit sie nur die ihnen zustehenden Versicherungsleistungen erhalten - sonst werden Auszahlungen "vergessen", oder es wird behauptet, es sei schon bezahlt worden, was noch nicht ist, und überhaupt ist der zuständige Sachbearbeiter nie da. Und wie gesagt: hier handelt es sich nicht um ein Almosen, sondern um einen belegbaren VersicherungsANSPRUCH. [/B][/QUOTE]
Naja, vielleicht mache ich ja mal ein Thema dazu auf, denn das würde jetzt zu arg oT werden...nur die Bettelei könnte man hier 'Widerspruchsverfahren' nennen, ohne dem oft auch nichts mehr geht. ;)
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]leichtes Leben = Gut. Fein. Ja. Bin dafür. Aber NICHT, wenn andere dieses leichte Leben für Einige (und es wären eben nur die, die raffiniert genug sind und sich gut "durchschlawienern" können) erarbeiten müssen. [/B][/QUOTE]Mit dem "Bürgergeld"-Vorschlag von LaChatte und mir würden sich die Beträge, die Andere auf deine Kosten erschleichen können, stark in Grenzen halten ...
Apropos "durchschlawienern", mir ist erst heute so richtig bewusst geworden, dass der Herr Bundeskanzler Gerhard Schröder entgegen allgemeiner Politiker-Gewohnheit am liebsten im Volkswagen fährt, und dass der Herr Hartz zufällig im Vorstand der Volkswagen-AG sitzt ... Sollte uns das nicht zu denken geben?

[QUOTE][B]TTP: wie gesagt, wir liegen soweit nicht auseinander. Du bist eher der "Idealist", der an das Gute in allen Menschen glaubt, und ich bin die schon etwas "des-illusionisierte" (ist das ein richtiges deutsches Wort?) die halt nicht dran glaubt, dass alle Menschen so ehrlich und gut sind wie wir sie gerne hätten. [/B][/QUOTE]Das siehst du etwas falsch. Ich denke überhaupt nicht in den Kategorien "Gut" und "Böse", und spätestens seit den gescheiterten Sozialismus-Experimenten glaube ich auch nicht daran, dass man die Menschen "besser machen" kann.
Meine Erfahrungen im Umgang mit Menschen bestätigen mir aber immer wieder, dass sie in ihrem Verhalten anderen Tieren sehr sehr ähnlich sind, auch wenn sie das nicht wahrhaben wollen. Und darum glaube ich fest daran, dass man Menschen, genauso wie man sie dazu treiben kann, gegen ihr eigenes Wohl zu handeln, auch dazu treiben kann, zu ihrem eigenen Wohl zu handeln (und dabei seine Kampflust ausleben kann und nicht einmal ein schlechtes Gewissen haben muss).
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]Und wenn alle so denken, dann funktioniert es eben nicht mehr - man sieht jetzt schon die Ansätze... [/B][/QUOTE]Stimmt.
Weil sich die Meisten zu wenig nehmen, haben Manche so viel, dass sie vor Dummheit nicht mehr wissen, was sie damit anfangen sollen, und schüren Kriege und andere destruktive Unternehmungen, um die ihnen überflüssigen Güter zu vernichten, nur damit sie sich kein Anderer nehmen kann. :(
2378[QUOTE]
Stimmt.
Weil sich die Meisten zu wenig nehmen, haben Manche so viel, dass sie vor Dummheit nicht mehr wissen, was sie damit anfangen sollen, und schüren Kriege und andere destruktive Unternehmungen, um die ihnen überflüssigen Güter zu vernichten, nur damit sie sich kein Anderer nehmen kann.
[/QUOTE]
Wir sollten mal in Deutschland bleiben und nein, da ist es nicht so - Hartz IV ist eine deutsche Idee - also bleiben wir damit in Deutschland und hier ist es nicht so...
Viel verdiener zahlen verdammt gut in den Staat ein und wenn die Leute kein Bock mehr zu arbeiten hätten - alla der Rest kann es ja machen... - dann sähe unser Staat noch ärmer aus.

Zu dem 2000 Euro Prinzip:
Also jeder soll die Summe bekommen und der, der es wagt nicht schwarz zu arbeiten soll auch noch die Summe abdrücken - woher soll der Staat bitte seine Einnahmen für Schulen, Autobahnen usw bekommen? Woher soll bitte der Staat seine Einnahmen für das Geld bekommen?
Ich glaube, dass Prinzip würde die Schwarzarbeit noch mehr fördern als unser jetziges System.

Schwarzarbeit - das ist übrigns unser Hauptproblem - es geht dem Staat dadurch soviel Geld, soviele Sozialabgaben durch die Lappen und dazu leben noch Menschen auf Staatskosten mit der zusätzlichen Einnahmequelle und fragen sich, wieso sie offiziel arbeiten sollen - ich denke da sollte man ansetzen in dem man arbeit endlcihw ieder günstiger macht...
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]Wir sollten mal in Deutschland bleiben und nein, da ist es nicht so - Hartz IV ist eine deutsche Idee - also bleiben wir damit in Deutschland und hier ist es nicht so... [/B][/QUOTE]Wenn deutsche Firmen Arbeitsplätze ins Ausland verlagern, dann ist das keine rein deutsche Angelegenheit mehr. Die erzeugten Güter können weder die Menschen im Ausland kaufen (die haben mit den ihnen gezahlten Hungerlöhnen keine Chance), noch können sie die Leute in Deutschland kaufen (die bekommen ja auch keinen Lohn, wenn sie arbeitslos sind). Wer also soll die produzierten Güter kaufen und nutzen? Sie gammeln nutzlos vor sich hin - wenn sie nicht von vornherein dazu gedacht sind, zu zerstören und zerstört zu werden (Waffen, Munition, Drogen, ...).

[QUOTE][B]Viel verdiener zahlen verdammt gut in den Staat ein [/B][/QUOTE]Ach ja? Hast du genauere Zahlen, wieviel z.B. der Vorstand von Volkswagen, namentlich der Herr Hartz, in den Staat einzahlt (mit Staat meine ich nicht den Kanzler persönlich) oder wieviel der Herr Hartz von dem Geld an den Staat abführt, dass er für seine unausgegorenen Ideen erhält?
Hast du genauere Zahlen, wieviel die an Toll-Collect beteiligten Firmen in den Staat eingezahlt haben von dem Geld, dass sie bisher aus dem missslungenen Mautprojekt gescheffelt haben?
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Dann mach das mal und gib mir Bescheid, wenn Du ein Land/System findest, wo Du - ohne etwas leisten zu müssen - die volle "Grundversorgung" auf Kosten anderer Menschen bekommst. Denn in dieses Schlaraffenland folge ich Dir dann unbesehen, und das meine ich keinesfalls zynisch sondern im vollen Ernst. [/quote][/b]
Natürlich wird man kaum ein Land finden, welches insgesamt mehr zu bieten hätte. Nur gibt es sicher einige Länder, in denen die Menschen insgesamt glücklicher und zufriedener sind.
Geld allein macht nicht glücklich und die gesellschaftliche Realität ist alles andere als glücklichmachend.
Ich bestreite ja nicht, daß Harz-IV insgesamt schlecht ist, auch bestreite ich nicht, daß es einem hier in Deutschland nicht an viel mangelt, wenns ums [i]überleben[/i] geht.
Und daß es Faulpelze gibt, die versuchen das System auszunutzen bestreite ich auch nicht. Aber wenn einer in Florida ausreicht, um die halbe Bevölkerung in Mißkredit zu bringen und parallel dazu Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung als quasi 'Kavaliersdelikt' angesehen wird, obwohl es Milliarden kostet, pro Jahr ca. 30 Mrd. Euro Steuergelder verschwendet werden, gesunde Unternehmen auf dem Rücken der Bevölkerung abschreiben und alles dafür tun, in D. keine Steuern und Abgaben bezahlen zu müssen, dann stimmen da einige Relationen nicht mehr. Das System ist insgesamt mehr als krank und ausbaden müssen es wieder andere.
Vielleicht hätte es ja schon für den Anfang gereicht, wenn mit offenen Karten gespielt worden wäre. Aber das hat die Regierung schon mal verpaßt, und die Opposition legt lieber gleich noch einen drauf, erklärt aber auch nicht viel mehr, während die Liberalen mit dem Slogan „Herz statt Harz“ Werbung machen. Ausgerechnet die.
Da muß man es ja mit der Angst zu tun bekommen.
Und Angst zieht sich mittlerweile durch die ganze Gesellschaft. Das kann nicht gesund sein.
Nicht nur, daß die Angst die Menschen krank macht, sie in Depressionen stürzt, auch alte Leute geben lieber den Löffel ab, als in ein Heim abgeschoben zu werden (obwohl die Heime so schlecht nun auch nicht sind), aber sie haben [i]Angst[/i], weil öffentlich nicht mehr rational diskutiert wird und weil immer und überall nur noch Zerrbilder publiziert werden, wie z.B. den immerfitten 70-jährigen, der noch alles kann, was er will. Über die Heime wird nur negativ berichtet. Kein Wunder, daß die Alten Angst bekommen.
Und genauso läuft es auch mit der Diskussion um die Harz-Gesetze. Da werden Einzelfälle so lange aufgebauscht, bis man zu der Meinung kommen muß, daß alles so sind, daß alle einfach nur faul sind, und daß es ja soooo einfach ist, einen Job zu bekommen...komischerweise bekommen manche aber einfach keinen mehr, selbst dann nicht, wenn sie sich weit unter ihrer Qualifikation um einen Job bemühen (btw.: was sollen denn die jetzigen Klofrauen und Straßenfeger arbeiten, wenn die ganzen Dr.‘s und Dipl.-Ings. ihnen schon diese Jobs vor der Nase weggenommen haben?).
Natürlich ist es auch nicht o.k., was der „Florida-Rolf“ gemacht hat, aber er hat auch nichts anderes gemacht, als geltende Gesetze ausgenutzt.
Aber da wird nun lieber über die Sozialfälle insgesamt hergezogen, anstatt solche Schlupflöcher einfach mal zu schließen.

Die ganze Diskussion ist mittlerweile eine reine Neiddiskussion. Und zwar nicht nur eine von unten nach oben, sondern auch von oben nach unten oder in der Horizontalen.
Die 'da unten' sind neidisch auf die 'da oben' weil die sich z.B. im Gesundheitssystem eine Versorgung deluxe leisten können, die da oben sind neidisch auf die da unten, weil die Leistungen bekommen, auch wenn sie nicht so viel in die Kassen eingezahlt haben und der Nachbar hat sowieso das bessere Auto.
Jeder achtet doch peinlichst genau darauf, daß da auch garantiert nicht jemand auch nur 50Cent zu viel bekommt. Und wenn doch ist das Geschrei groß und es werden scharfe Konsquenzen für alle gefordert.
Natürlich sind die Medien hier auch nicht ganz unschuldig. Dort wird ein Zerrbild vermittelt, was es so nicht gibt. Und so bekommen Arbeitslose einen Stempel verpaßt auf dem ganz pauschal steht: 'nutzlos, wertlos, dumm und faul', was auch hier zu sehen ist. Billige Meinungsmache und Polemik und auch hier wieder die Diskussion „Aber ich bekomme nur...die anderen bekommen...das darf einfach nicht sein“.
Und da frage ich mich doch, wo ich eigentlich lebe?
Ilo, und wenn du dir zu fein bist, Unterstützung zu beantragen und dir lieber deine Gesundheit ruinierst, kann ich dir auch nicht helfen. Volkswirtschaftlich sinnvoll kann das auch nicht sein.

[quote][b]...Wer spricht von Almosen und Betteln? Ich kann hier nicht auf Deine Antwort so eingehen wie ich möchte, weil dazu Deine private Situation angesprochen werden müsste und das tue ich hier nicht. Aber Du weisst es und ich auch, dass DU garantiert nicht wirst betteln müssen.[/quote][/b]
Natürlich niemand direkt. Aber so gelegentlich schimmert es dann doch durch und auch auf diesem Board habe ich schon sowas in der Art gelesen.
Abgesehen davon muß man hier tatsächlich nicht betteln, das nennt sich nur anders. Vieles wird nämlich erst nach Einlegung eines Widerspruchs bewilligt - und dann aber anstandlos und ohne weiteres Nachfragen und das, obwohl von vornherein klar ist, daß es dringend notwendig ist.
Und wenn einem ein Arzt vorwurfsvoll fragt "Aber Sie wissen doch, was das alles kostet?" bekommt man es schon eine mittelmäßige Krise. Wenn du z.B. (wie es einer Bekannten passiert ist) einen Rolli brauchst, kann es dir passieren, daß das alles 10 Mal geprüft ist, und nach 2 Monaten(!) hast du ihn dann vielleicht. Wenn man sich da nicht als Bittsteller vorkommen soll, weiß ich es auch nicht.
Alternativ könnte nämlich die KK auch sagen: 'O.k., da kann jemand nicht mehr laufen, der Arzt hat es nachgewiesen, also sehen wir schnell zu, daß der Mensch wieder nach draußen kommen und einkaufen fahren kann."
Und fast bin ich ja schon froh, daß das teure Medi bei mir nicht angeschlagen hat. Wenigstens habe ich jetzt nicht mehr regelmäßige Gewissensbisse. Die öffentliche Diskussion über diese Medi wurde im übrigen u.a. auch darüber geführt, ob es sich denn [i]finanziell[/i] überhaupt lohnt...keine Rede davon, was es einem gesundheitlich bringt.

Es gibt viel zu tun, keine Frage, die Frage ist nur wie, und das wichtigst dabei ist –wie immer- die Leute auf dem Weg mitzunehmen. Und das wurde hier auf jeden Fall völlig vergessen.

[quote][b] "Ey man,...wenn ich arbeite ich arbeite für mich und meine joints, aber ich arbeite nicht für joint von anderem rastafariman, eeh, nicht böse sein man, aber das ist uncool - peace love und jetzt leg ich mich in die sonne, maaaan".... oder so ;-) [/B][/QUOTE]
Ich glaube da verstehst du was falsch an dieser Kultur...
2378Ich sprach nicht von den Vorständen sondern von den vielverdienern die aber noch locker unter den 100000 sind - die tragen verdammt viel:
Ein Beispiel von einem Jahresgehalt von 50000 Euro:
Lohnabrechnung für Zeitraum: Jahr 2004

Bruttogehalt: 50.000,00 EUR

kein 400-EUR-Job oder Minijob
Beschäftigungsort: Alte Länder
Steuerklasse: I
Kirchensteuersatz: 9.0%
Kinderfreibeträge: 0.0
Lohnsteuerfreibetrag/Monat: 0,00 EUR
kein Altersfreibetrag
allgemeine Lohnsteuertabelle

Steuerabzüge:
Lohnsteuer: -12.393,00 EUR
Solidaritätszuschlag: -681,61 EUR
Kirchensteuer: -1.115,36 EUR
-14.189,97 EUR

Sozialversicherungsabzüge (Arbeitnehmeranteile):
Krankenversicherung: -3.138,75 EUR
Pflegeversicherung: -355,72 EUR
Rentenversicherung: -4.875,00 EUR
Arbeitslosenversich.: -1.625,00 EUR
-9.994,47 EUR
________________
Nettogehalt: 25.815,56 EUR

Ich finde die zahlen verdammt viel ein (besonders mit Arbeitgeberanteil) und genau ab da ist das Problem, wenn die auch alle nicht arbeiten wollen - wo geht dann unser System hin oder die die noch etwas mehr verdienen so ca. 750000 oder so.
(soweit ich weiß, kann man auch erfahren wieviel Vorstände verdienen - man muss nur mal recherchieren)

Tja - wenn Geld nicht glücklich macht (gute Erkenntnis) wieso wollen dann die ganzen Empfänger aber noch mehr Geld vom Staat? Wenn nur eine Aufgabe glücklich macht, warum suchen die Leute sich dann nicht erstmal ehrenamtliche Betätigungen - kommt dazu bestimmt besser in den Lebensläufen an als wenn da steht - 15 Monate nichts gemacht... - die Möglichkeiten gibt es...

Stolz ist aber für den Menschen etwas wichtiges - solange man etwas macht ohne seinen Stolz zu verletzen hat man wenigstens in dem Sinne keine Probleme mit sich...

Medis... ich sehe bei meiner Mutter wie teuer die Präperate sind, aber auch, dass sie was bringen... - wenn Medikamente was bringen sollte man sie bezahlen und punkt...

Ich sehe aber auch, dass dank den neuen Volksportes Depressionen (und [ironie on] jeder Sozialhilfempfänger muss sie ja haben, weil es ihm sooo schlecht geht [ironie off]), dass Leute die ernsthaft daran erkranken (und eben genau deswegen viel Jahre nicht zum Arzt gehen (komm reis dich zusammen und jammer nicht...), man später es noch schlechter behandeln kann und ich finde, wenn jemand es 20 Jahre oder länger hat, dann sieht man da einen Unterschied zu dem anderen... (sorry da reagiere ich sehr empfindlich)
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]TTP, und ich muss wieder "ganz simpel" fragen: Wenn Menschen dann tatsächlich fähig sind, mit der Waffe in der Hand ihr - vermeintliches - Recht auf "Ernährung durch andere" zu erkämpfen... [/B][/QUOTE]Um das jetzt noch einmal definitiv klarzustellen:
[b]Es geht hier nicht um ein ominöses Recht auf "Ernährung durch andere", sondern um das Recht, sich durch ARBEIT selbst ernähren zu dürfen ![/b]
Ich vermisse aber bei Hartz-IV irgendwelche Ansätze, Arbeitsplätze zu schaffen oder nur erhalten zu wollen.

[QUOTE][B]warum können sie dann (schon Jahre zuvor, Monate zuvor?) nicht statt der Waffe einen Besen in die Hand nehmen und einen Putzjob annehmen, oder ihre Energie in einem 3-Schichten-Pflegejob rauslassen? [/B][/QUOTE]Genau das Letztere versucht meine Schwester nun schon seit einigen Jahren. Bisher hat sie das immer nur für kurze Zeit als ABM tun dürfen. Klar, sie könnte in den Westen gehen, wenn sie hier alles aufgibt, was sie sich im Laufe ihres bisherigen Lebens erarbeitet hat. Aber damit wäre den vielen Pflegebedürftigen, die es [b]hier[/b] gibt, auch nicht geholfen. Was solls, es ist eben "kein Geld da". :mad:
Übrigens hat meine Schwester abgeschlossene Berufsausbildungen als Kellner, Gaststättenleiter und Bankkauffrau - aber dort passt sie wohl nicht ins "Schönheitsideal" ...

[QUOTE][B]Ich rede hier immer noch von nicht arbeitswilligen "Arbeitslosen", die durch diese Reform endlich (was ja schon jetzt Erfolge zeigt) mal ein bisserl "Druck" kriegen[/B][/QUOTE]Bisher hat es noch niemand geschafft, mir ein Lebendexemplar dieser Spezies zu zeigen. Wenn es in deiner Umgebung so viele davon gibt, dann hat wohl Ratte62 doch Recht mit seiner Ossi-Wessi-Unterscheidung. :rolleyes:

[QUOTE][B]Vielleicht reden wir aneinander vorbei, denn so grundsätzlich anders sehen Du und ich die Dinge ja nicht.... :-) [/B][/QUOTE]Meinen Standpunkt zur Verdeutlichung noch einmal kurzgefasst: Reformen gegen Arbeitslosigkeit, die nur Geld hin und her schieben, statt wertschöpfende Arbeit zu organisieren, gehen definitiv am Ziel vorbei.
2378Tja - ich behaupte bis heute, dass wenn wir arbeit wieder günstiger machen es auch mehr Plätze gäbe... - aber das geht nicht, weil wir ein so hohes Sozialsystem haben....

Nochmal hier meine Frage:
Wenn man zur Zeit keinen bezahlten Job findet, was spricht dagegen was ehrenamtlich zu machen und damit der Gemeinschaft sozusagen was zurückzugeben?
Ehrenamtliche Jobs gibt es fast für jeden Bereich zu genüge... und das wäre doch schon mal ein Ansatz oder?

Sonst - ich sage nur, dass man ein Job finden kann, wenn man eben überall sucht und diese Anforderung stellen ich auch an jeden der arbeiten kann. Es gibt auch in Westdeutschland Beziehungen die über Jahre (trotz zwei Kinder) eine Fernbeziehung sind, da der Mann nur im Osten einen Job bekam und die Frau nicht wegwollte - tortzdem geht es gut..
Es gibt Bahn, Telefon, Internet - Kontakte kann man immer halten.

Sorry, wenn ma nur an einem Ort bleiben will und weiß das es da wirtschaftlich nicht gut steht (wir haben dadrin auch noch ein Nord-Süd Gefälle) dann muss man eben weggehen...

2378
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]Ich sprach nicht von den Vorständen sondern von den vielverdienern die aber noch locker unter den 100000 sind - die tragen verdammt viel:
Ein Beispiel von einem Jahresgehalt von 50000 Euro: [/B][/QUOTE]Vielverdiener? Das sind gerade mal 4000 Euro im Monat - da kriegt doch schon jeder Abgeordnete mehr an Diäten im Monat, als solche "Vielverdiener", und bei denen kommen noch die ganzen Um- und Auslagen dazu.

[QUOTE][B](soweit ich weiß, kann man auch erfahren wieviel Vorstände verdienen - man muss nur mal recherchieren) [/B][/QUOTE]Da musst du noch wenigstens eine Null dranhängen, oder besser zwei Nullen. Und da sind die Einkünfte aus Börsen-Tätigkeiten noch nicht eingerechnet.

[QUOTE][B]Tja - wenn Geld nicht glücklich macht (gute Erkenntnis) wieso wollen dann die ganzen Empfänger aber noch mehr Geld vom Staat? [/B][/QUOTE]Wenn der Staat nicht zulässt, dass ein Leben ohne Geld möglich ist, muss er damit rechnen, dass die Leute eben ein Mindestmaß an Geld brauchen, um hier leben zu können. Und wenn die Preise permanent ansteigen (wie jetzt wieder die Mineralöl-Preise und alle irgendwie damit zusammenhängenden Dinge wie Transport, Bauindustrie, ...), dann steigt auch die Mindestmenge an Geld, die nötig ist, um hier leben zu können.

[QUOTE][B]Wenn nur eine Aufgabe glücklich macht, warum suchen die Leute sich dann nicht erstmal ehrenamtliche Betätigungen - kommt dazu bestimmt besser in den Lebensläufen an als wenn da steht - 15 Monate nichts gemacht... - die Möglichkeiten gibt es... [/B][/QUOTE]Dummerweise werden solche ehrenamtliche Betätigungen vom Staat vielfach als "Schwarzarbeit" angesehen und dementsprechend bestraft. Wem ist es da zu verdenken, dass er sich zurückhält?

[QUOTE][B]Stolz ist aber für den Menschen etwas wichtiges - solange man etwas macht ohne seinen Stolz zu verletzen hat man wenigstens in dem Sinne keine Probleme mit sich... [/B][/QUOTE]Mein Stolz wäre verletzt, wenn ich eine Arbeit tun sollte, die anderen Menschen und mir selbst schadet statt nützt, dann würde ich es doch eher ertragen, als Faulenzer und Asozialer beschimpft zu werden und ein reines Gewissen mir selbst gegenüber zu behalten.

[QUOTE][B]Medis... ich sehe bei meiner Mutter wie teuer die Präperate sind, aber auch, dass sie was bringen... - wenn Medikamente was bringen sollte man sie bezahlen und punkt... [/B][/QUOTE]Wenn von einem gut wirkenden Präparat, von dem 100g 1 DM kosten, die Rezeptur "eingekauft" wird, und das dann vom neuen Monopolisten zu 9 Euro für 50g angeboten wird, dann hört mein Verständnis langsam auf. Das hat mit Gesundheitsförderung nichts mehr zu tun, das ist pure Gewinnsucht.

[QUOTE][B]Ich sehe aber auch, dass dank den neuen Volksportes Depressionen [/B][/QUOTE]Statt darüber zu spotten wäre es angebrachter, etwas dagegen zu tun ...
JimmyVoice[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]
Nochmal hier meine Frage:
Wenn man zur Zeit keinen bezahlten Job findet, was spricht dagegen was ehrenamtlich zu machen und damit der Gemeinschaft sozusagen was zurückzugeben?
Ehrenamtliche Jobs gibt es fast für jeden Bereich zu genüge... und das wäre doch schon mal ein Ansatz oder?
[/B][/QUOTE]

Was bringt das demjenigen der keine Arbeit hat wirklich? Im Grunde ist das dann nur eine Beschäftigungstherapie für Arbeitslose/Sozialhilfeempfänger.

Ausserdem ist ein Ehrenamt immer noch etwas, das jemand aus vollem Herzen macht und nicht nur um etwas zu tun zu haben.
2378Erst wird hier gejammert, man will etwas tun was einem gefällt - wenn man keine Job hat, zur Zeit keine findet sollte man sich ehrenamtlich umschauen ob man sowas findet.

Wie direkt wird es vom Staat als Schwarzarbeit angesehen - da bräuchte ich mehr Infos.. bisher habe ich davon noch nie was gehört und wieviel Steuergelder durch die Lappen dank wirklicher Schwarzarbeit gehen ist noch was anderes.

Stop - ich rede von dem allgemeinen Bürger - da gibt es auch welche die 100000 verdienen oder sogar 150000 - nicht von den hochbezahlten Abgeordneten (das da was geändert werden muss, bezweifl ich nicht, aber der besserverdienden Durchschnittsnürger nährt unser System viel mehr (meiner Meinung nach als ein paar hoch bezahlter Leute).

Ich frage mich immer noch welche Mindestmenge notwendig ist, wenn man komplett von den arbeitenden getragen wird (wie gesagt die Versicherungen dürfen nicht angegriffenwerden) - ich rede von Sozialhilfe oder Arbeitslosenhilfe - ich finde die Summe ist ok wenn ich sehe was man dazu noch bekommen kann (ja und einfach ist es nicht immer, aber gerade die Hilfe soll man auch NUR bekommen wenn man sie nötig hat)

Bei Medikamenten muss man sich immer bewusst sein, dass die Entwicklungskosten das höchste sind und wenn die Präperate in geringen Mengen verkauft werden, sind die Kosten noch höher...

Was soll man bitte gegen Depressionen machen (wir hatten schon aml einen Thread darüber), bei dem jeder der mal einen schlechten Tag oder der zwei Tage betrübt ist, von einer Depression spricht...?
Vielleicht bin ich zu pinkelig dadrin aber was ich als Depression als Angehöriger sehen durfte, finde ich dann das andere geradezu lächerlich...
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]Nochmal hier meine Frage:
Wenn man zur Zeit keinen bezahlten Job findet, was spricht dagegen was ehrenamtlich zu machen und damit der Gemeinschaft sozusagen was zurückzugeben? [/B][/QUOTE]Die Tatsache, dass man auch ohne bezahlten Job etwas zu Essen und eine Unterkunft braucht.

[QUOTE][B]Ehrenamtliche Jobs gibt es fast für jeden Bereich zu genüge... und das wäre doch schon mal ein Ansatz oder? [/B][/QUOTE]Mir hat dieser Ansatz nur eine Menge Ärger gebracht (Sperrung des ALG inklusive Rückzahlungsforderungen, Dispo-Kündigung, Stromabschaltung, ...)

[QUOTE][B]Es gibt auch in Westdeutschland Beziehungen die über Jahre (trotz zwei Kinder) eine Fernbeziehung sind, da der Mann nur im Osten einen Job bekam und die Frau nicht wegwollte - tortzdem geht es gut.. [/B][/QUOTE]Mit dem Unterschied, dass ein "Wessi", der in den Osten geht, wesentlich mehr Kohle bekommt, als ein "Ossi", der in den Westen geht. :D

[QUOTE][B]Es gibt Bahn, Telefon, Internet - Kontakte kann man immer halten. [/B][/QUOTE]Wenn du wie ich schon mal etliche Wochen ohne Strom gelebt hast, dann weißt du, das das nicht immer geht ...

[QUOTE][B]Sorry, wenn ma nur an einem Ort bleiben will und weiß das es da wirtschaftlich nicht gut steht (wir haben dadrin auch noch ein Nord-Süd Gefälle) dann muss man eben weggehen... [/B][/QUOTE]Dort, wo man hingeht, ist man möglicherweise nicht willkommener, als es die Ausländer hier in Deutschland sind ...

So leicht gebe ich meine Heimat nicht auf !
Die Montagsdemos heißen mit gutem Recht Montagsdemos, und das alte Motto passt immernoch: "Wir bleiben hier".
decay73[quote]Zitat:
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Ich sehe aber auch, dass dank den neuen Volksportes Depressionen
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Statt darüber zu spotten wäre es angebrachter, etwas dagegen zu tun ...[/quote]

Wer wirklich schon mal mit Depression zu tun hatte, weiß, was dann noch geht, oder eben auch nicht.

Solche Spötteleien führen dann jedenfalls eher dazu, daß man noch mehr versinkt.

Das ansteigen echter Depressionen als 'Volkssport' zu bezeichnen ("Sollen se halt mal ihren Arsch hochkriegen"), ist gefährlich und kontraproduktiv und der nachweisbare Anstieg echter Depressionen in der letzten Zeit spricht m.E. Bände.

(Ich rede hier übrigens [i]nicht[/i] von dem schnell dahingesagten "man bin ich depressiv". das gibts zwar auch, aber das meine ich nicht.)
2378[QUOTE]
Wer wirklich schon mal mit Depression zu tun hatte, weiß, was dann noch geht, oder eben auch nicht.

Solche Spötteleien führen dann jedenfalls eher dazu, daß man noch mehr versinkt.

Das ansteigen echter Depressionen als 'Volkssport' zu bezeichnen ("Sollen se halt mal ihren Arsch hochkriegen"), ist gefährlich und kontraproduktiv und der nachweisbare Anstieg echter Depressionen in der letzten Zeit spricht m.E. Bände.

(Ich rede hier übrigens nicht von dem schnell dahingesagten "man bin ich depressiv". das gibts zwar auch, aber das meine ich nicht.)
[/QUOTE]

Wie gesagt - gegen echte Depressionen werde ich NIEMALS was sagen (wie auch, ich komme aus einer Familie wo es in jeder Generation bei FAST jedem auftritt ) - aber was ich immer mehr höre zeigt ein anderes Bild.
Menschen die an einer wirklicheN Depression erkranken müssen unterstützt werden und da ist es was anderes... - aber wie gesagt zwei Tage schlecht drauf und sofort bekomme ich zu hören (von Bekanten oft) - ich leide wohl unter Depressionen... und wenn das schon welche sind, will ich nicht wissen woran meine Familie dann leidet (und sich wegen solchen Leuten schämt überhaupt zum Arzt zu gehen)
xxxzinixxx[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i]
[B]
Die ganze Diskussion ist mittlerweile eine reine Neiddiskussion. Und zwar nicht nur eine von unten nach oben, sondern auch von oben nach unten oder in der Horizontalen.
[/B][/QUOTE]

diese zwei sätze sind mir sehr wichtig! deshalb möchte ich sie hiermit nochmal besonders hervorheben!!!

es ist einfach so! und nicht erst seit hartz IV!!!

ich behaupte mal, seit es leute gibt, die keine arbeit haben!
wie traurig!!!

hätte man da nicht längst schon wesentlich bessere ideen haben können? aber warum einfach, wenn es auch umständlich geht...

alle, die noch arbeit haben, hetzen herum. die, die keine arbeit finden, versuchen doch nur, sich so gut es geht mit ihrer situation zu arrangieren; wer würde das nicht tun???

unnötig zu erwähnen, daß man, gäbe es keine lohnnebenkosten, einfach nur die stundenzahl verringern bräuchte... :rolleyes: ;) :D
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]Stop - ich rede von dem allgemeinen Bürger - da gibt es auch welche die 100000 verdienen oder sogar 150000 - nicht von den hochbezahlten Abgeordneten (das da was geändert werden muss, bezweifl ich nicht, aber der besserverdienden Durchschnittsnürger nährt unser System viel mehr (meiner Meinung nach als ein paar hoch bezahlter Leute). [/B][/QUOTE]Was soll nun wieder das Gerede von "allgemeinen Bürger", "hochbezahlten Abgeordneten" und "besserverdienden Durchschnittsbürger"? Entweder es sind alle Menschen vor dem Gesetz gleich oder das ist eine verdammte Lüge.

[QUOTE][B]Ich frage mich immer noch welche Mindestmenge notwendig ist, wenn man komplett von den arbeitenden getragen wird [/B][/QUOTE]Das hängt, wie schon gesagt, von den Preisen ab, im Moment vielleicht schätzungsweise 1000 Euro netto pro Nase. Ziel einer vernünftigen Politik sollte es aber sein, diesen Fall gar nicht eintreten zu lassen, sprich mehr Arbeitsplätze zu schaffen, statt Almosen zu verteilen. Wäre es z.B. im Falle meiner Schwester nicht viel sinnvoller, ein wenig Geld zuzuschießen und damit einen festen Arbeitsplatz für sie zu schaffen, statt sie nach einem halben Jahr nach Hause zu schicken und ihr Geld "für's Nichtstun" zu zahlen, das wesentlich höher ist, als ein Zuschuss zum Arbeitsplatz wäre, das aber im Unterschied zum festen Arbeitsplatz trotzdem nicht zum Leben reicht?

[QUOTE][B](ja und einfach ist es nicht immer, aber gerade die Hilfe soll man auch NUR bekommen wenn man sie nötig hat) [/B][/QUOTE]Und aus diesem Neid heraus wird ein System finanziert, das 80 Prozent der verfügbaren Mittel für seine eigene Bürokratie auffrisst, statt damit Arbeit zu schaffen. :mad:

[QUOTE][B]Bei Medikamenten muss man sich immer bewusst sein, dass die Entwicklungskosten das höchste sind [/B][/QUOTE]Aber nicht für Medikamente, die sich schon jahrzehntelang bewährt haben. Das ist Abzocke, nichts weiter.

[QUOTE][B]Was soll man bitte gegen Depressionen machen[/B][/QUOTE]Nicht an den Symptomen herumdoktern, sondern die Ursachen beseitigen, die zu den Depressionen führen, indem man Arbeit, Grundversorgung und Kommunikationsmöglichkeiten schafft. Dazu ist nicht immer eine riesige Menge Geld nötig, manchmal reichen schon ein paar kleine Gesetzesänderungen. Neptunia hat schon einige Vorschläge gemacht, weitere Anregungen finden sich in der Abschiedsrede des letzten Bundespräsidenten Johannes Rau.
LaChatte[QUOTE] Wie gesagt - gegen echte Depressionen werde ich NIEMALS was sagen (wie auch, ich komme aus einer Familie wo es in jeder Generation bei FAST jedem auftritt ) - aber was ich immer mehr höre zeigt ein anderes Bild.
Menschen die an einer wirklicheN Depression erkranken müssen unterstützt werden und da ist es was anderes... - aber wie gesagt zwei Tage schlecht drauf und sofort bekomme ich zu hören (von Bekanten oft) - ich leide wohl unter Depressionen... und wenn das schon welche sind, will ich nicht wissen woran meine Familie dann leidet (und sich wegen solchen Leuten schämt überhaupt zum Arzt zu gehen) [/QUOTE]

Ein solches Denken scheint mir symptomatisch zu sein - bevor ein Mensch wirklich Hilfe "verdient", soll er gefälligt tüchtig leiden.

Wenn es mir schlecht geht, jammere ich auch gerne mal eine halbe Stunde, ziehe mich zurück - und bin zwei Tage später wieder fit. Durch ein solches Verhalten hoffe ich zu verhindern, dass ich je eine ernsthafte Depression kriege oder sonst ernsthaft krank werde. Aber ich reagiere, sobald ich feststelle, dass ich Ruhe und Zeit für mich brauche - ich schleppe mich nicht weiter zur Arbeit etc, bis ich dann definitiv zusammenklappe.

Wenn deine Familienmitglieder sich schämen, zum Arzt zu gehen - was soll ich bloss davon halten? Es tönt einfach wie eine Ausrede, es nicht zu tun... obwohl ich weiss, wie schwer Depressive sich dazu aufraffen können, irgendwas zu tun. Aber gerade weil Depression als Krankheit so heimtückisch und schwer behandelbar ist, ist es wichtig, dass es möglichst schon gar nicht dazu kommen muss.

Analog scheint man von Arbeitslosen auch zu "erwarten", dass sie zuerst ganz tief im Dreck stecken und alle möglichen Demütigungen über sich ergehen lassen, bevor man sie als "würdig" erachtet, Hilfe in Anspruch nehmen zu dürfen, ohne dass sie sich schämen müssten.
2378Kommunikations schaffen? Geht raus in den Park - da habt ihr sie und nein, dazu braucht man kein Geld. Könnte es sein, dass einfach viele verlernt haben, noch irgendwas ohne Geld zu machen?

Arbeit schaffen - müssen wir auf keine Fall - wie wäre es mit niedrigeren Lohnnebenkosten, dann können wir endlich auch unsere Schwarzarbeiterquote senken...

Nein - er soll nicht richtig leiden, aber er soll erstmal selbst versuchen aus der sch... rauszukommen.
Sagt mal, ihr erinnert euch bestimmt an die Zeit als ihr noch klein wart - gab es da Probleme konnte man entweder zu seiner Mutti rennen oder es selbst lösen... was war da besser?

Sozialhilfe ist auch nicht dafür da, denn Lebensstandart zu sichern, sondern das Überleben zu sichern und sorry... sonst lohnt sich arbeit nicht... - wieso soll ich arbeiten, wenn ich über die Stütze mehr Geld bekomme?

Zu deiner Schwester:
Keine Frage, Jobs sollten unterstüzt werden - deswegen gibt es auch Ansätze und auch die 1 Euro JObs sind so ein Ansatz... - man kann noch mehr daraus machen.

Hm... bei uns sind psychische Krankheiten vererbt (also nicht erst seit den letzen 2 Generationen schon seit vielen treten die auf) und Hilfe gab es ja auch früher nie - jetzt gibt es sie aber dank Leute die das fast schon ausnutzen heißt es hier eben nur noch (von anderen Mitgliedern) der macht sich einen faulen Lenz - andere machen es ja vor...
Ausrede - nein, fast alle jetzigen sind in Behandlung oder tot... - und schon mal überlegt wie schwer für viele es ist sich das zuzugestehen, dass sie krank sind?
decay73Jetzt klär mich mal einer auf. Warum nicht gleich konsequent sein?

Ich lese ständig von ehrenamtlicher Arbeit und von 1€-Jobs. Also alles Arbeit, bei der der Staat die Grundversorgung garantiert und die Firma/Institution/Verein etc. billige Arbeitnehmer bekommt.
Eine Firma wäre ja schön blöd, nicht vermehrt solche Jobs anzubieten, für die er ja kaum noch was zahlen muß.
Es gibt ja auch jetzt schon genug arbeitslose Fachkräfte, Ingenieure...letztlich aus allen Berufgruppen.

Also warum nicht gleich so, wie u.a. LaChatte vorschlägt? Jeder bekommt das, was er zum (Über-)Leben braucht und die Arbeitgeber haben kein Personalkostenproblem mehr.
Wahrscheinlich würde das, was dann jeder bekommt, sogar deutlich mehr werden, weil viel Bürokratie und der ganze Schmarrn wegfällt.

Hmm...
2378Ganz einfach - es soll ein Start sein und nicht mehr...

Woher soll den das Geld für alle kommen - bisher hat mir ncoh keiner das erklären können (außer von der arbeitenden Bevölkerung)

Ehrenamtlich war auch nur gemeint für die Zeit wo man keinen bezahlten Job bekommt und man tut der Gemeinschaft sogar was gutes - sieht auf dem Lebenslauf gut aus und die Jobchancen müssten sogar erhört werden...
LaChatte[QUOTE]Woher soll den das Geld für alle kommen - bisher hat mir ncoh keiner das erklären können [/QUOTE]

Kapitalumsatzsteuer
Erhöhung MWSt
keine Steuergeschenke für Grossunternehmen, sondern Anwendung des Standardsteuersatzes

wurden in diesem Thread schon erwähnt.

[QUOTE]Ehrenamtlich war auch nur gemeint für die Zeit wo man keinen bezahlten Job bekommt und man tut der Gemeinschaft sogar was gutes - sieht auf dem Lebenslauf gut aus und die Jobchancen müssten sogar erhört werden...[/QUOTE]

Stimmt gerade für junge Leute leider nicht. Dort gilt: einmal Hilfsarbeiter - immer Hilfsarbeiter. Und wenn du dich mal ein, zwei Jahre mit so Mini-Jobs durchschlägst, und du nicht ein regelmässiges garantiertes Einkommen hast, um eine Ausbildung zu machen, bist du auf dem besten Wege, Stammgast beim Sozialamt zu werden.

Und wenn du dich dann auf deinem gelernten Beruf bewirbst, heisst es auch bald "sorry, zu lange weg vom Beruf, keine Praxis".

[QUOTE]Ehrenamtlich war auch nur gemeint für die Zeit wo man keinen bezahlten Job bekommt und man tut der Gemeinschaft sogar was gutes [/QUOTE]

Das ist sicher eine gute Sache - und das sollte auch honoriert werden, indem das Arbeitsamt zB die Wegspesen und Essensspesen bei auswärtiger Verpflegung übernimmt.

Andererseits ist ehrenamtlich auch nicht immer einfach - mein Freund hats probiert, als Ehrenamtlicher in Spitälern Leute zu betreuen, das heisst einfach mit ihnen zu sprechen über ihre Probleme und so, und er hat sich bei verschiedenen Organisationen vorgestellt. Entweder haperte es daran, dass er die falsche Konfession hatte, oder sonst gefiel sein Gesicht nicht, auf alle Fälle kann man nicht behaupten, er sei mit offenen Armen aufgenommen worden, im Gegenteil...
LaChatteMan kann ja die MWSt durchaus staffeln - weniger MWSt für Biokartoffeln, mehr für Kaviar und industriell verarbeitete Lebensmittel. Das wär gesund und familienfreundlich. Und vielleicht käm es auf einmal so weit, dass Leute sagen "ich geh eigentlich nur drum in den Bioladen, weils dort so günstig ist..."

Nur befürchte ich, dass diverse grosse Firmen etwas gegen diese Art von Steuerpolitik hätten, obwohl sie viele willkommene Impulse geben könnte, gerade für das kleine Gewerbe und für ländliche Gebiete.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]Ganz einfach - es soll ein Start sein und nicht mehr... [/B][/QUOTE]Ein Start wohin? Unter die Brücke?

[QUOTE][B]Woher soll den das Geld für alle kommen - bisher hat mir ncoh keiner das erklären können (außer von der arbeitenden Bevölkerung) [/B][/QUOTE]Wenn für Alle die Grundversorgung gesichert ist, gibt es für Niemanden mehr eine Ausrede, nicht arbeiten zu können (außer denen, die wirklich arbeitsunfähig sind). Die von dir schon so oft angesprochenen hohen Lohnnebenkosten fallen weg, Arbeit wird günstig, wie von dir gewünscht. Die arbeitende Bevölkerung ist praktisch gleich der arbeitsfähigen Bevölkerung, sozusagen Vollbeschäftigung. Da sollte wirklich genug an Werten vorhanden sein. Zusätzlich gibt es noch die von LaChatte schon genannten weiteren Geldquellen.
Und nicht zu vergessen: Die ganze für den riesigen Bürokratenapparat verschwendete Kohle (inklusive diverser 800.000-Euro-Berater-Honorare) wird plötzlich für sinnvolle Zwecke verfügbar ...

[QUOTE][B]Ehrenamtlich war auch nur gemeint für die Zeit wo man keinen bezahlten Job bekommt und man tut der Gemeinschaft sogar was gutes - sieht auf dem Lebenslauf gut aus und die Jobchancen müssten sogar erhört werden... [/B][/QUOTE]Wer das Geld für Miete und Essen nicht zusammenbringt,für den ist ein gutaussehender Lebenslauf erstmal zweitrangig, glaub mir.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Dieser Florida-Schorschi oder wie der hiess ist aber leider eben nicht ein Einzelfall.... [/B][/QUOTE]Wieviele deutsche Arbeitslose hängen denn da noch nichtstuend in Florida rum? 4000? Das wären dann immerhin etwa 0,1 Prozent der (offiziell registrierten) Arbeitslosen.

[QUOTE][B]Aber dass Politiker glaubwürdig sind oder gar "Charakter" haben - lieber decay, DAS war lange vor unserer Zeit...oder zumindest waren wir da noch in den Kinderschuhen ;-)... [/B][/QUOTE]Ich glaube ich muss meine Frage wiederholen: Sind in Deutschland alle Menschen vor dem Gesetz gleich oder ist das eine verdammte Lüge? Sind Politiker etwas Besseres als "die faulen Sozialschmarotzer"? Wieso werden Politiker eigentlich für ihre Arbeit nicht genauso leistungsgerecht bezahlt wie andere Menschen? Und wieso werden sie nicht genauso gefeuert und zum Arbeitsamt geschickt, wenn sie Mist bauen? Es fänden sich bestimmt genug Leute, die deren Job besser machen würden, und das sogar für weniger Geld.

[QUOTE][B]Es ist für Leute über 45, speziell für Frauen, tatsächlich nicht so einfach, einen festen "richtigen" Job zu kriegen...trotzdem kann man nicht sagen dass es prinzipiell "aussichtslos" ist... [/B][/QUOTE]Ich stimme dir zu, dass es bestimmt aussichtsreicher ist, irgendwo einen schlechtbezahlten Job zu bekommen, als zu den 4000 Auserwählten Nichtstuern in Florida zu gehören. :D

[QUOTE][B]DAS würde ich als allererstes ändern. ALLE in eine Kasse, fertig, und ganz unabhängig von der Gehaltshöhe. [/B][/QUOTE]Komisch, als LaChatte genau das einige Seiten weiter vorn schon einmal vorgeschlagen hat, hast du lauthals dagegen gewettert. :rolleyes:

[QUOTE][B]----
pauschal steht: 'nutzlos, wertlos, dumm und faul', was auch hier zu sehen ist.
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... ich bin mir sicher klargemacht zu haben, dass ich die Arbeitslosen meine, die KEINEN BOCK haben zu arbeiten. [/B][/QUOTE]Ich warte immer noch auf die Vorführung nur eines einzigen Lebendexemplars dieser Spezies ...

[QUOTE][B]die "Lebendbeispiele", auch das erwähnte ich Seiten zuvor, wurden in einem Bericht eines sehr "linken" Magazins gebracht..wo es hiess, dass 20% der Langzeitarbeitslosen sich jetzt auf einmal doch in Jobs begeben, weil sie nicht "überprüft" werden wollen in ihren "Vermögensverhältnissen" (Hartz-Fragebogen-Thema). [/B][/QUOTE]Ich fragte nach lebenden Arbeitsunwilligen, nicht nach Zeitungsenten.

[QUOTE][B]ich werde mir dann nicht zu schön sein, irgendeinen anderen Job zu machen, nur das habe ich klargestellt und dass ich das auch von anderen Arbeitslosen erwarte. [/B][/QUOTE]Und warum nur von anderen Arbeitslosen, und nicht auch von zurückgetretenen Politikern und Vorstandsfunktionären?

[QUOTE][B]-----
Erhöhung MWSt
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Wunderbar. Dann zahle ich ja NOCH mehr für alles, was jetzt schon überteuert ist. Und 2.000 Euro reichen doch JETZT schon nicht zum Leben, wenn ich in einer Stadt wie München für 2 simple Zimmer schon 1.100 Euro Miete zahle.... [/B][/QUOTE]Kostet es wirklich 1.100 Euro, zwei Zimmer einen Monat lang in einem bewohnbaren Zustand zu halten, oder was passiert mit dem ganzen Geld, das nicht für diesen Zweck verwendet wird, wo fließt das hin? Wer fragt eigentlich nach solchen "Sozialschmarotzern"?
Suicide-SmurfErhöhung der Mwst.

Glaube nicht dass es das sein wird. Dadurch werden die Leute sparsamer und der wohlgeschriehene Konsum wird dadurch erst Recht nicht angetrieben. Lebensqualität wird man "kurz"fristig dadurch keine erziehlen. Vlt Langfristig aber das hängt dann auch noch vom Verhalten der anderen ab....das könnte aber dauern...

Kapitalumsatzsteuer.
Dann wird es noch mehr Standortverlagerungen geben.
=>mehr Arbeitslose

[quote]Ich glaube ich muss meine Frage wiederholen: Sind in Deutschland alle Menschen vor dem Gesetz gleich oder ist das eine verdammte Lüge? Sind Politiker etwas Besseres als "die faulen Sozialschmarotzer"? Wieso werden Politiker eigentlich für ihre Arbeit nicht genauso leistungsgerecht bezahlt wie andere Menschen? Und wieso werden sie nicht genauso gefeuert und zum Arbeitsamt geschickt, wenn sie Mist bauen? Es fänden sich bestimmt genug Leute, die deren Job besser machen würden, und das sogar für weniger Geld.[/quote]
Ich glaube es gibt schon den einen oder anderen faulen Politiker, der sichs gut gehen lässt. Im Gegensatz zu den gehassten Managern kann der Politker sich es gut gehen lassen, denn es kommt ja kein raffgieriger Nachfolger der den Job möchte.

[quote]Kostet es wirklich 1.100 Euro, zwei Zimmer einen Monat lang in einem bewohnbaren Zustand zu halten, oder was passiert mit dem ganzen Geld, das nicht für diesen Zweck verwendet wird, wo fließt das hin? Wer fragt eigentlich nach solchen "Sozialschmarotzern"?[/quote] Nicht die Kosten bestimmen den Preis sonderen die Nachfrage.
Wenn 3 Leute die Wohnung haben wollen bekommt sie der, der den besten Preis bezahlt!
[quote]Wenn für Alle die Grundversorgung gesichert ist, gibt es für Niemanden mehr eine Ausrede, nicht arbeiten zu können (außer denen, die wirklich arbeitsunfähig sind). Die von dir schon so oft angesprochenen hohen Lohnnebenkosten fallen weg, Arbeit wird günstig, wie von dir gewünscht. Die arbeitende Bevölkerung ist praktisch gleich der arbeitsfähigen Bevölkerung, sozusagen Vollbeschäftigung. Da sollte wirklich genug an Werten vorhanden sein. Zusätzlich gibt es noch die von LaChatte schon genannten weiteren Geldquellen.
Und nicht zu vergessen: Die ganze für den riesigen Bürokratenapparat verschwendete Kohle (inklusive diverser 800.000-Euro-Berater-Honorare) wird plötzlich für sinnvolle Zwecke verfügbar ...[/quote]
Wenn für alle die Grundversorgung gesichert ist, warum sollte dann überhaupt noch jemand was tun? Nicht jeder liebt seinen job, dass er dafür sein halbes Leben opfert.
Der Bürokratenapperat gehört allerdings kärfit gestutzt.
[quote]Wer das Geld für Miete und Essen nicht zusammenbringt,für den ist ein gutaussehender Lebenslauf erstmal zweitrangig, glaub mir.[/quote] Das glaube ich :(.
Aber wie kann so etwas passieren?
Fehlkalkulation? unliquide?
Sozialhife gibts immer. Ja sie ist wenig. Aber sie soll auch kein alternativ Lebensweg sein!
2378[QUOTE]
Ich glaube es gibt schon den einen oder anderen faulen Politiker, der sichs gut gehen lässt. Im Gegensatz zu den gehassten Managern kann der Politker sich es gut gehen lassen, denn es kommt ja kein raffgieriger Nachfolger der den Job möchte.
[/QUOTE]
Also erstmal wenn sie gefeurt werden könnten, dann würden sie Arbeitslosengeld bekommen und das wäre es erstmal - weil sie wohl alle zuviel Vermögen für Sozialhilfe haben.
Ansonsten, wenn man Reformen durchführt gefällt es seltens der Bevölkerung - deswegen haben sie eine bestimmte Legistaturperiode und danach kann man sie abwählen. Ich empfinde es als gefährlich, wenn man jederzeit einen Politiker feuern könnte, dann würden die immer sich durchsetzen die am lautesten schreien.
Politiker bekommen übrings mehr Geld, damit es schwerer wird sie zu bestechen - würdest du gerne ein anderes System dafür haben und wie willst du dann dafür sorgen, dass sie sich nicht bestechen lassen?

[QUOTE]
Wenn für alle die Grundversorgung gesichert ist, warum sollte dann überhaupt noch jemand was tun? Nicht jeder liebt seinen job, dass er dafür sein halbes Leben opfert.
Der Bürokratenapperat gehört allerdings kärfit gestutzt.
[/QUOTE]
Stimme ich dir komplett zu.
Der Traum das jeder seinen Traumjob haben kann, ist nicht zu erfüllen und hast du mal so rumgeschaut wie so mache 15jährigen in dem Alter denken?
Wieso soll ich denn einen guten Abschluss machen - Hauptschule reicht vollkommen und danach werde ich auch gut leben können (Null Bock scheit da normal zu sein) - und übrings das Problem haben Eltern aus ALLEN Schichten... - dass viele Kinder isch fragen wieso mehr arbeiten wenn es leichter auch geht.

[QUOTE]
Aber wie kann so etwas passieren?
Fehlkalkulation? unliquide?
Sozialhife gibts immer. Ja sie ist wenig. Aber sie soll auch kein alternativ Lebensweg sein!
[/QUOTE]
Wie so was passieren kann, weiß ich...
ABER es soll ja auch nicht ein Leben lang sein - es soll bloß vorbeugen dass man daheim sitzt und man sich wertlos fühlt...
Zu dem Zeitpunkt hat man wenigstens wieder etwas und weiß dass man was wert ist...
(übrings wiederspricht es schon wieder ...
erst heißt es sie werden depressiv weil sie nichts zu tun haben, jetzt heißt es aber, sie können das gar nicht schaffen... [wie soll ich das bitte verstehen?])

Mehrwertsteuer erhöhen? Was soll das denn bitte?
Egal wie man sie erhöht (auf Idee von LaChette anspiel) - es wird teuerer werden... - bloß werden Bioprodukte dann genauso teuer sein wie die Industriegefehrtigte Nahrung - man kann sich also beides kaum leisten.
Zum anderen... (ich suche den Artikel immer noch online) wurde letzens in der Zeit gut beschrieben, wie man sich gesund mit wenig Geld ernähren kann und das für eine dreiköpfige Familie ein Trip zu McDoof vier Tage selbst kochen kosten würde (und zwar das ganze Zeug direkt von Markt - also nicht aus dem Discounter).
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]Woher soll den das Geld für alle kommen - bisher hat mir ncoh keiner das erklären können (außer von der arbeitenden Bevölkerung)[/quote][/b]
Na daher, wo es jetzt auch herkommt. Aus ehrlicher, wertschöfpender Arbeit.
Nur daß nicht mehr direkt an den Arbeitnehmer ausgezahlt wird, sondern in einen großen Topf, aus dem jeder einen Lebensunterhalt bestreiten kann.
xxxzinixxxsolange es länder gibt, in denen die bessergestellten weniger abgaben fürchten müssen, ist eine "zwangs"abgabe durch anhebungen von steuern, und seien es nur steuern für "luxus"güter, doch eigentlich völlig indiskutabel... da fliegt man mal eben für ein paar euros zum einkaufen woanders hin... wenn man nicht sogar gleich ganz dableibt... samt firma...
ergo tragen sich die mittel- und unterschichtler wieder zum größten teil selbst, was nicht grade mehr geld zum verteilen in die kassen bringen dürfte...
da müßte dann womöglich schon auswanderungsverbot, firmenverlagerungsverbot, einfuhrverbot oder zumindest so hohe zölle, die die reise unnötig machen würden, etc, etc. eingeführt werden.
die steigende kriminalität, die rund um luxusgüter entstünde, um dadurch vorteile anderen gegenüber zu erlangen, ist meines erachtens nach auch nicht außer acht zu lassen.
und davon profitiert dann ja wiederum nur der weniger korrekte besserverdiener, der demjenigen seine heiße ware auch wirklich abkaufen kann. ein neuer teufelskreis, und kein wirklich besserer, wie ich finde... ich glaube, da kommen wir mafiösen zuständen immer näher...
2378[QUOTE]Na daher, wo es jetzt auch herkommt. Aus ehrlicher, wertschöfpender Arbeit.
Nur daß nicht mehr direkt an den Arbeitnehmer ausgezahlt wird, sondern in einen großen Topf, aus dem jeder einen Lebensunterhalt bestreiten kann.
[/QUOTE]
Das heißt egal wie gut ich mich weitergebildet habe, ich bekomme soviel wie jeder andere oder wie?
Arbeit muss isch auch lohnen!
decay73Natürlich muß sich Arbeit lohnen. Die Frage ist aber: wie?

Mir ist es egal, ob ich am Ende des Monats durch gute Arbeit ein paar Euro mehr verdiene.
Befriedigen tut mich hingegen, wenn der Kunde kommt und sagt: „Danke, das war eine gute Arbeit. Sie haben mir sehr geholfen.“
Das ist, woraus ich meinen Antrieb schöpfe. Ich denke dabei nicht an den Gehaltszettel am Ende des Monats; dann gehe ich beruhigt schlafen und freue mich auf den nächsten Tag, an dem ich jemand anderem was gutes tun kann. Und vor allem gehe ich beruhigt schlafen, wenn ich nicht –wie jetzt- permanent daran denken muß, wie lange das noch gut geht und wie lange ich noch meine Existenz durch meine Arbeit sichern kann.


Übrigens, von Weiterbildung werde ich zur Not auch nicht reich. Wenn ich nach Arbeitslosigkeit einen 1-Euro-Job annehmen muß, interessiert sich niemand dafür, was für einen Abschluß ich habe und wie gut der war.
Und Geld habe ich für den guten Abschluß auch nicht bekommen...
2378Also du willst mir erzählen, dass dir es egal ist wieviel Geld du hast?

Ich meine nur, es ist leider so, dass man sehen muss, dass arbeit sich lohn - menschlich wie materiel...

Und sobald alle das selbe Geld dafür bekommen, dann klappt es nicht mehr, dann gibt es nämlich einen neuen Neidfaktor:
Der amcht viel weniger und bekommt genausoviel wie ich
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]Also du willst mir erzählen, dass dir es egal ist wieviel Geld du hast?

Ich meine nur, es ist leider so, dass man sehen muss, dass arbeit sich lohn - menschlich wie materiel...

Und sobald alle das selbe Geld dafür bekommen, dann klappt es nicht mehr, dann gibt es nämlich einen neuen Neidfaktor:
Der amcht viel weniger und bekommt genausoviel wie ich [/B][/QUOTE]

Wenn ich einen neuen Job finden würde, der mir mehr Spaß macht und mich mehr erfüllt, würde ich wechseln, auch wenn ich dort etwas weniger verdienen würde.

Für ein paar Euro mehr oder weniger mach ich micht nicht kaputt. Das kann der Sinn nicht sein. Ich will noch was von meinem Leben haben.

Lohnen muß sich der Job nur dahingehend, daß ich davon halbwegs vernünftig leben können müßte.
Dazu brauche ich keinen Mercedes, sondern ich bin mit meinem alten Audi auch glücklich.

Den von Dir angesprochenen 'Neidfaktor' gibts jetzt auch schon . In allen Variationen, nur etwas komplexer argumentiert, und er beruht auf dem von Kindesbeinen an eingeimpften Spruch "Haste was, biste was".
Nur glücklicher gemacht hat das auch noch niemanden. Wie heißt es so schön: "Geld macht nicht glücklich". Nur wenn man eine für die wichtigesten Dinge [i]ausreichende[/i] Menge hat und nicht ständig darum bangen muß, kann es zumindest beruhigen.
LaChatteWenn ich genug Geld habe, um gut zu leben - ich brauche weder einen Rolls Royce noch eine Rolex - so werde ich sicher mir eine Tätigkeit suchen, auch wenn ich kein zusätzliches Geld dafür bekomme. Und wenn ich genug Materielles habe, so brauche nicht nicht noch "mehr" davon und tue mir nicht eine unbefriedigende Tätigkeit an, nur um mehr Materielles anzuhäufen. Was nützt es mir denn, wenn ich die reichste auf dem Friedhof bin?
2378So und jetzt überlegt mal wieviele Leute wirklich so denken?

Odessa hat genug Gegenbeispiele genannt, dass die Leute es einfach nutzen und zufrieden ohne arbeit sind - was wollt ihr mit den Leute machen?

Was ist ausreichend? Wenn ich lese was hier viele als ausreichend empfinden frage ich mich, wo sie den Standart ansetzen und soll den jeder haben,e gal was er macht?
Setzt man nicht gerade dieses Prinzip:
Wenn du mehr Verantwortung übernimmst, bekomsmt du mehr
Wenn du mehr lernst, kommst du weiter
usw
aus der Kraft und ist das der Sinn?

Wie soll ein Land sich in Forschung usw weiterentwickeln, wenn niemand einen Sinn dadrin sieht soweit zu gehen - oder wie sollen wir genug Lehrer bekommen wenn sie sich sagen, wieso soll ich die Schüler unterrichten, ich bekomme so genug Geld usw? (besonders wenn man bedenkt wie wenig motviviert die Schüler dann sein werden[noch weniger als jetzt] wenn sie wissen, dass es scheiss egal ist was sie machen?)

und an LaChatte - ja wir zahlen weniger Mehrwertsteuer, dafür haben wir Abgaben auf das Gehalt direkt, die kann keiner sonst verstehen - genug Rechnung hast du schon gesehen oder schaue einfach mal auf einem Lohnrechner wieviel nach dt. Massstäben von deinem Gehalt übrig bleiben würde ...

Sonst...

muss ich mich Odessa anschließen...

JEDER kann machen was er will und wo - und jeder bekommt JETZT schon soviel Geld, dass er überleben kann... Lebensstandarthalten ist was anderes - dafür muss man arbeiten...
LaChatte[QUOTE]Odessa hat genug Gegenbeispiele genannt, dass die Leute es einfach nutzen und zufrieden ohne arbeit sind - was wollt ihr mit den Leute machen?[/QUOTE]

Gar nichts. Da spart man sogar noch am Gehalt des Beamten, der sich heute ganz furchtbar anstrengen muss, ständig zu kontrollieren, was dieser oder jener denn gerade macht.

[QUOTE]Wenn du mehr Verantwortung übernimmst, bekomsmt du mehr
Wenn du mehr lernst, kommst du weit[/QUOTE]

Funktioniert das denn heute? Ich hab oft das Gefühl, dass nicht der geeignetste weiter kommt, mehr Verantwortung angeboten bekommt, etc, sondern der Schwiegersohn des Chefs oder jener mit der grössten Klappe.

Ausserdem wird auch heute noch jungen Menschen eher abgeraten, sind ernsthaft mit künstlerischen Fächern zu befassen, da dies "brotlose Berufe" seien, sogar dann, wenn niemand an der Qualifikation zweifeln mag.

[QUOTE]und an LaChatte - ja wir zahlen weniger Mehrwertsteuer, dafür haben wir Abgaben auf das Gehalt direkt, die kann keiner sonst verstehen - genug Rechnung hast du schon gesehen oder schaue einfach mal auf einem Lohnrechner wieviel nach dt. Massstäben von deinem Gehalt übrig bleiben würde ... [/QUOTE]

Deutschland hat generell schlecht organisierte Steuern... die Schweiz hat einen maximalen MWSt-Satz von 7.6 %, die Lohnabzüge - auch mit den "versteckten" gerechnet - sind auch um die 50%, oder sogar noch mehr... und ich hätte es eigentlich lieber, man würde mir meine Steuern direkt vom Lohn abziehen, anstatt dass ich das Geld selbst auf die Seite legen muss und es zahlen darf, Krankenkasse desgleichen

[QUOTE]JEDER kann machen was er will und wo - und jeder bekommt JETZT schon soviel Geld, dass er überleben kann... Lebensstandarthalten ist was anderes - dafür muss man arbeiten...[/QUOTE]

die Frage ist, ob das unsere Idee von Menschlichkeit ist, wenn die andern gerade knapp nicht verhungern...im Bewusstsein, dass die Erde genug Ressource bietet, so dass wir alle anständig leben könnten.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]Wie soll ein Land sich in Forschung usw weiterentwickeln, wenn niemand einen Sinn dadrin sieht soweit zu gehen - oder wie sollen wir genug Lehrer bekommen wenn sie sich sagen, wieso soll ich die Schüler unterrichten, ich bekomme so genug Geld usw? (besonders wenn man bedenkt wie wenig motviviert die Schüler dann sein werden[noch weniger als jetzt] wenn sie wissen, dass es scheiss egal ist was sie machen?)
[/B][/QUOTE]

Aus dem gleichen Grund, warum es auch heute Lehrer und Professoren gibt. Sie könnten alle in der 'freien Wirtschaft' deutlich mehr verdienen.
Aber die Profs, die ich gesprochen habe, machen ihren Job, weil sie Spaß daran haben und es auch als eine wichtige, nützliche Aufgabe ansehen das Wissen, welches sie angehäuft haben, weiter zu geben.

Finanziell mehr lohnen würde sich was anderes.
2378[QUOTE]
die Frage ist, ob das unsere Idee von Menschlichkeit ist, wenn die andern gerade knapp nicht verhungern...im Bewusstsein, dass die Erde genug Ressource bietet, so dass wir alle anständig leben könnten.
[/QUOTE]
Ich suche noch nach diesem Artikel - der ein etwas besseres Bild auf alles wirft und mal vorrechnet wie es aussieht...
In Deutschland kostet ein McDoof Menü ca. 17 Euro und die haben mal durchgerechnet wie viele Tage eine 4 köpfige Familie (in Berlin) davon ihr Mittagessen finanzieren könnte und zwar mit Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch... - die Preise sind aktuelle Marktpreise gewesen (also von wegen Discounter usw) und da sieht man eher das Problem - das viele eben nicht kochen können - wollen und dann eben dahin rennen und sich davon ernähren... bzw schnell was zusammen rühren und ich denke bei Lebensmittel usw liegt da ein sehr großes Problem...

[QUOTE]
Gar nichts. Da spart man sogar noch am Gehalt des Beamten, der sich heute ganz furchtbar anstrengen muss, ständig zu kontrollieren, was dieser oder jener denn gerade macht.
[/QUOTE]
Stimmt und was ist, wenn jetzt 50% so denken würden - wie willst du es dann noch finanzieren? (Eigentlich müsste man vom schlimmsten ausgehen, also das am Schluss irgendwann 99% so denken - was willst du dann machen?)

Sorry an den Gutmensch glaube ich nicht - den gibt es kaum - und davon muss man ausgehen.

Ach ja, das Prinzip funktioniert schon noch...
es gibt bloß solche Deppen die man damit durchkommen lässt - aber damit könnte man auch was machen und lsangam fangen auch Mitarbeiten dann an zu rebielieren...
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]
Stimmt und was ist, wenn jetzt 50% so denken würden - wie willst du es dann noch finanzieren? (Eigentlich müsste man vom schlimmsten ausgehen, also das am Schluss irgendwann 99% so denken - was willst du dann machen?)
[/B][/QUOTE]

Ich wäre da nicht so pessimistisch. Meine Mutter hat, nachdem die Kinder grpß waren, auch wieder angefangen zu arbeiten.
Aber definitiv nicht, weil wir das Geld dringend gebraucht haben, sondern weil sie was tun wollte...und weil ihr das Spaß gemacht hat...und sie ist sicher keine Einzelfall...
2378Hm... der Mensch ist faul...
deswegen bin ich so pesimistisch... und Geld nicht brauchen oder haben wollen ist ein Unterschied...
xxxzinixxxich denke, alle sind im grunde "gut"menschen (wie ich dieses wort hasse). nur in der masse müssen sie sich behaupten und werden so wieder zu tieren. laß alle in ruhe und frieden und ohne druck leben und schon ist die welt eine andere... das ist eine maschinerie, die sich selbst am leben erhält. es werden IMMER welche NICHT an ihr teilhaben können, aus womöglich sehr vielen unterschiedlichsten gründen, das ist jetzt aber auch so; es werden aber sehr viel mehr den nutzen sehen und mitarbeiten. vorausgesetzt, sie können auch nur ein bisschen (mit-)denken... und auch an andere denken und nicht nur an sich selbst zuerst.
richtig ist doch: schon von klein auf wird allen eingetrichtert, sie müßten sich selbst immer als den wichtigsten menschen auf der welt ansehen und darum womöglich auch etwas zu oft an den eigenen vorteil denken, damit sie überhaupt die chance einer chance bekommen. vor vielen jahren reichte noch eine einfache chance, jetzt gehört da schon mehr zu... und so baut sich da etwas immer mehr auf...
das läuft alles in eine völlig falsche richtung... weg von der menschlichkeit...
LaChatteMein Mutter kann es sich heute auch leisten, eine kleine Frauenschwimmgruppe auf die Beine zu stellen, Schülern Nachhilfeunterricht zu erteilen, an einer Privatschule Deutschunterricht zu geben, täglich spazieren zu gehen, gesund und ausgeglichen zu kochen (das kann man nur, wenn man auch ZEIT hat - wenn in einer Familie beide zu 100% berufstätig sind, liegen Gerichte mit einer Zubereitungsdauer von 2 Stunden einfach nicht drin) und und und.

Mein Chef, der eigentlich schon längst die Rente beziehen dürfte, kommt täglich noch zwei oder drei Stunden arbeiten, trifft sich regelmässig mit Freunden zum Schachspiel, macht regelmässig Fitness, geht täglich mit dem Hund spazieren und pflegt seine Frau.

Mein Onkel, der seit eh und je Teilzeit arbeitet, trainiert eine Junioren-Handballmannschaft mit Ambition (mehrere Trainings pro Woche) und unterstützt seinen alten Vater im Haushalt.

Aktivität macht Leute glücklich und gesund - wer schon eine Krise bekommt, weil er aufstehen muss und Bier im Keller holen muss, ist in der Regel auf die Dauer weder gesund noch glücklich.

Seit ich selbst mein Pensum reduzieren konnte, habe ich viel mehr Zeit und Energie für Kunst, Freunde, Küche (günstig & selbstgemacht) und nicht zuletzt für mich selbst. Ich glaub nicht, dass ich bei meiner ex-100%-Stelle den Nerv gehabt hätte, mit Rauchen aufzuhören - und in dem ich das tue, erspare ich der Gesellschaft vermutlich Krankenkosten, die in die Hunderttausende gehen.

[QUOTE]Hm... der Mensch ist faul... [/QUOTE]

ist er nicht. Er erscheint nur so, da es nicht mehr als natürlich ist, gegen unsere Arbeitswelt zu protestieren und gegen unmenschliche Bedingungen vorzugehen, in dem man als Arbeitnehmer, der sich ungerecht behandelt fühlt, schon mal in die innere Kündigung geht und sich einen Sport draus macht, das absolute Minimum zu machen.

Wie die oben erwähnten Beispiele zeigen: Menschen sind glücklich, wenn sie selbst gewählte Aktivitäten frei bestimmen dürfen - und sie haben Freude daran. Und es wird tatsächlich Mehrwert geschaffen.
2378Toll und wer macht die nicht beliebten Jobs - wenn wir alle das gleiche bekommen?

Roboter sind noch nicht soweit...

Nun ja... ich gehe wohl falsch dran, weil bei unserem jetzigen System sie bestimmt wieder eine Möglichkeit finden, dass man durch das Raster fliegt

(Steinigt sie - sie haben es gewagt Vermögen aufzubauen, die dürfen nichts haben!!!)

So oder andersrum wird es sein...

Und bitte erkläre mir endlich mal den Anstieg, dass plötzlich 20% unseres Langzeitarbetislosen nach einem Job jetzt erst suchen wo das Geld knapp wird????

So ein System kann ganz schnell kippen und ist noch viel instabilier als unser jetziges System...

Schließich wird auch jetzt schon KEINER gezwugen arbeiten zu gehen und unsere Schattenwirtschaft blüht sowieso... - der Mensch würde wieder mehr und mehr haben wollen

Aber jetzt eine Frage - Eltern arbeitslos, wieso können die nicht vollwertig für ihre Kinder kochen?

Übrings wenn man arbeite geht es auch :) - mann muss nur auf Vorrat kochen ... (ich spreche aus Erfahrung, so mache ich es immer ;))

Btw: Ich finde es richtig und wichtig, dass ein Renter sich das Leben leisten kann, aber davor hat er gefälligst was dafür zu tun...
(Vielleicht liegt es auch nur an meinem Leistungsdenken - aber ich finde die Leistung zu arbeiten sollte belohnt werden und als Renter kann man sich die abholen [deswegen darf man an denen auch nie sparen wie auch nie an den Kinder - die daziwschen können für sich selbst sorgen])
LaChatte[QUOTE]Toll und wer macht die nicht beliebten Jobs - wenn wir alle das gleiche bekommen?[/QUOTE]

Meine Mutter und ihre Geschwister machen regelmässig bei ihrem Vater folgendes: Putzen, Abwaschen, Kochen, Bügeln, Waschen, kurz, den ganzen Haushalt. Sag bloss, dass seien "beliebte Jobs" - nein, sie machens als Dankeschön für die Eltern, die jahrelang ebendasselbe für die Kinder taten.

[QUOTE]Und bitte erkläre mir endlich mal den Anstieg, dass plötzlich 20% unseres Langzeitarbetislosen nach einem Job jetzt erst suchen wo das Geld knapp wird???? [/QUOTE]

Man kann niemandem vorwerfen, auf die persönliche Gewinnmaximierung zu schauen. Und es darf tatsächlich nicht vorkommen, dass es jemandem, der arbeitet, schlechter geht als einem andern, der nicht arbeitet. Wenn das System aber diese Möglichkeit offeriert, muss sich niemand wundern, wenn die Leute auch davon profitieren.

In der Schweiz wurden auch mal die hiesigen Fürsorgemodelle durchgerechnet. Fazit: bis zu einem Einkommen von ca. 20'000 Fr. jährlich LOHNT ES SICH NICHT FÜR SOZIALHILFEEMPFÄNGER, ARBEITEN ZU GEHEN - weil ihnen dann unter dem Strich WENIGER Geld bleibt, als wenn sie nicht arbeiten würden. Das ist völlig unsinnig und ein Anreiz von Staates wegen, sich auf die faule Haut zu legen. Warum sollte ich denn etwas tun, nur um nachher weniger zu haben?

Andererseits - was wissen wir denn drüber, was diese Langzeitsarbeitslosen in ihrer Freizeit alles taten? Eventuell sogar äusserst wertvolle Dinge für die Gesellschaft - mal dem Nachbarsbub das Velo geflickt, jemandem beim Umziehen geholfen, bei einem Quartier-Strassenfest aufgestellt und abgeräumt... "arbeitslos" heisst ja nicht unbedingt, dass sie nichts taten. Und auch unbezahlte Leistungen können gesellschaftlich wertvoll sein.

Dass sie Arbeit suchen, sobald es ihnen an den Kragen geht finanziell, logisch...
2378Wie gesagt - ich finde es gut wenn sie sich ehrenamtlich OHNE Geld nützlich machen... (Schwarzarbeit ist aber hier ein großes Problem).

Zum Anderen... diese Hilfen kann ich meiner Familie auch geben, wenn ich nebenher über 40h gearbeitet habe... - es geht alles, wenn man nur will und es einem wichtig ist.

Übrings aber genau das ist das Problem bei vielen jetzt - wieso soll ich meinen Eltern helfen?
Gegenbeispiel wie ich es bei 18 jährigen erleben darf:
Mutter braucht dank Krankheit etwas HIlfe wie z.B. - man räumt sien Zeug selbst weg und vielleicht auch mal die Geschirrspüle ein.
Sie macht es nicht mit dem Kommentar - ist mir doch sch... egal alls hier, warum soll ich es machen. Notfalls finde ich mich damit an oder schreie meine Muter an das sie es macht... - was machst du mit den Kiddis (und leider scheint es ein größere Problem dank zu freunldicher Erziehugn zu sein)

Und genau das Problem sehe ich jetzt auch...
Wir sind zu freundlich, lasse sie alle tun was sie wollen und dann bekommen wir genau so eine Gesellschaft - nein Danke!
LaChattedie vielleicht 10 oder 20%, die wirklich ein Leben lang nur faulenzen wollen - lasst sie doch! wird das nicht langweilig mit der Zeit?
LaChatte[QUOTE]Sorry - nein, ich mag keine Faulenzer auf meine Kosten mitziehen. Echt nicht, das seh ich nicht ein. Das ist einfach meiner ganzen "Tradition" und Kultur und Mentalität sowas von zuwider...[/QUOTE]

Typisch deutsch....:D niemandem etwas gönnen, am wenigsten sich selbst.
LaChatte[QUOTE]Guckst Du bei jedem Eingeborenenstamm - wo jeder, bis er ins Grab fällt, eine Aufgabe hat. [/QUOTE]

Ja, aber die organisierns besser: die ganz alten (und nach Eingeborenen-Verhältnissen würdest du dazugehören) kümmern sich um die ganz kleinen, knuddeln, lehren, erzählen und machen leichte Handarbeiten, während die jungen Erwachsenen (wie ich, aber auch schon an der oberen Grenze) die körperlich schweren Arbeiten machen. So hat jedes Alter seine Aufgabe...

und eine Gesellschaft, die von einem über 60-jährigen verlangt, noch sein fünfundvierzigstes und sechsundvierzigstes Jahr auf den Bau zu gehen, finde ich, hat etwas diesen natürlichen Rhythmus verloren.

[QUOTE]Und ich weiss, in Deinem System wäre es anders...aber JETZT haben wir dieses System nicht sondern das System, in dem ich als Arbeiter ausgeblutet und abgezockt werde und gesunde 20jhr.[/QUOTE]

Es gibt auch gesunde 20-jährige, die sich den Arsch aufreissen und so Mittelalterliche mitfinanzieren... das heisst, heute haben wir das System, in dem ein intelligenter Mensch entweder a) Glück hat und für seine Traumarbeit auch noch bezahlt wird oder b) sich gleich von Anfang an vom Staat fürs Nichtstun bezahlen lässt. Denn was staatlicherseits unterdessen vom Normalo verlangt wird, ist eine Frechheit, und die Gegenleistungen stimmen auch nicht mehr. Politiker sollten mehr die Bibel lesen und sehen, dass die Steuern ein Zehntel betragen, nicht mehr...

Und der Staat soll sich bitte wieder so organisieren, dass Leute ,die arbeiten, wenn schon nicht belohnt, so doch sicher nicht bestraft werden! Andererseits, mit dieser Schuldenwirtschaft, die der Staat hat, ist er natürlich auch ein "gutes" Vorbild für die Leuts, die darin leben...
LaChatte[QUOTE]Nur - solange sich nicht ALLE ändern und das System grundlegend ändern, sind das nur Träume. Die darf man zwar haben - aber es löst aktuell keine Probleme. Da bin ich wiederum zu sehr Realist und sage mir: ok, wir müssen aus dem was wir jetzt haben, das Beste machen.[/QUOTE]

Richtig. Und solange ich schon nicht die Träume von allen erfüllen kann, erfülle ich mir zum Anfangen schon mal die Meinen. :)
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Suicide-Smurf [/i]
[B]Wenn für alle die Grundversorgung gesichert ist, warum sollte dann überhaupt noch jemand was tun? Nicht jeder liebt seinen job, dass er dafür sein halbes Leben opfert. [/B][/QUOTE]Irgendein Hobby hat wohl Jeder. Und wenn es wirklich zu viele Leute gibt, die kein Hobby haben, das sie zum Beruf machen könnten, dann könnte man zur Abwechslung mal Werbung und Marketing für einen sinnvollen Zweck einsetzen und Interesse an diversen Hobbies schaffen.

[QUOTE][B]Der Bürokratenapperat gehört allerdings kärfit gestutzt. [/B][/QUOTE]Das kannst du aber nicht, wenn du die Leute flächendeckend überwachen willst, ob sie nicht heimlich zu Hause irgendwelche Erbstücke und ähnliches verstecken, die ihnen noch wegzunehmen wären, bevor man sich dazu herablässt, ihnen lebensnotwendige Dinge zu gönnen.

[QUOTE][B]--------------------------------------------------------------------------------
Wer das Geld für Miete und Essen nicht zusammenbringt, für den ist ein gutaussehender Lebenslauf erstmal zweitrangig, glaub mir.
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Das glaube ich . Aber wie kann so etwas passieren?
Fehlkalkulation? [/B][/QUOTE]Ja, Fehlkalkulation, Fehlkalkulation des Staates.
Der Staat lässt es zu, dass von seinen für lebensnotwendige Zwecke gedachten Mitteln ein Großteil an Leute weitergereicht wird, die nicht arbeiten und auch nicht hilfsbedürftig sind, sondern diese Mittel nur zur eigenen Bereicherung oder gar für lebensfeindliche Zwecke benutzen:

[QUOTE][i]Original geschrieben von Suicide-Smurf [/i]
[B]--------------------------------------------------------------------------------
Kostet es wirklich 1.100 Euro, zwei Zimmer einen Monat lang in einem bewohnbaren Zustand zu halten?
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Nicht die Kosten bestimmen den Preis sonderen die Nachfrage. Wenn 3 Leute die Wohnung haben wollen bekommt sie der, der den besten Preis bezahlt! [/B][/QUOTE]Dass der Staat für solche Ungerechtigkeiten gehasst wird, ist mir durchaus verständlich.

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[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]--------------------------------------------------------------------------------
Ich glaube es gibt schon den einen oder anderen faulen Politiker, der sichs gut gehen lässt.
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Also erstmal wenn sie gefeurt werden könnten, dann würden sie Arbeitslosengeld bekommen und das wäre es erstmal - weil sie wohl alle zuviel Vermögen für Sozialhilfe haben. [/B][/QUOTE]Wenn sie für ihre Arbeit nur den verdienten Lohn bekommen würden, könnten sie nicht viel Vermögen anhäufen, und es wäre gar nicht ausgeschlossen, dass sie Sozialhilfe benötigen könnten ...

[QUOTE][B]Ich empfinde es als gefährlich, wenn man jederzeit einen Politiker feuern könnte, dann würden die immer sich durchsetzen die am lautesten schreien. [/B][/QUOTE]Wieso am lautesten schreien? Den Job erhalten diejenigen, die dafür die besten Voraussetzungen mitbringen: Ausbildung, Praxiserfahrung, Arbeitszeugnisse, ... eben genauso als wenn sie sich um einen anderen Job im öffentlichen Dienst bewerben würden.

[QUOTE][B]Politiker bekommen übrings mehr Geld, damit es schwerer wird sie zu bestechen - würdest du gerne ein anderes System dafür haben und wie willst du dann dafür sorgen, dass sie sich nicht bestechen lassen? [/B][/QUOTE]Indem ich DENJENIGEN das überflüssige Geld wegnehme, die es nicht für das eigene Wohlergehen brauchen, sondern soviel übrig haben, dass sie Politiker damit bestechen können.

[QUOTE][B]Der Traum das jeder seinen Traumjob haben kann, ist nicht zu erfüllen und hast du mal so rumgeschaut wie so mache 15jährigen in dem Alter denken? Wieso soll ich denn einen guten Abschluss machen - Hauptschule reicht vollkommen und danach werde ich auch gut leben können (Null Bock scheit da normal zu sein) - und übrings das Problem
haben Eltern aus ALLEN Schichten... - dass viele Kinder sich fragen wieso mehr arbeiten wenn es leichter auch geht. [/B][/QUOTE]Warum nicht Werbung und Marketing dafür einsetzen,
um benötigte Arbeiten zu bewerben? Die Bundeswehr kann das doch auch. Da hätte Werbung mal einen sinnvollen Zweck. :)

[QUOTE][B]Zum anderen... wurde letzens in der Zeit gut beschrieben, wie man sich gesund mit wenig Geld ernähren kann und das für eine dreiköpfige Familie ein Trip zu McDoof vier Tage selbst kochen kosten würde (und zwar das ganze Zeug direkt von Markt - also nicht aus dem Discounter). [/B][/QUOTE]Auch dafür könnte man Werbung
machen, zum Beispiel anstelle der McDoof-Werbung.

[COLOR=limegreen][b]WERBUNG:[/b][/COLOR] Frag doch mal ein paar Leute, die beim Burgtreffen waren, wie ihnen die deftige Reispfanne frisch vom Lagerfeuer - [COLOR=deeppink][b]von SELFMADE[/b][/COLOR] - geschmeckt hat. :cool:
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Es geht um Hartz-Reform hier, nicht darum, neue Systeme einzuführen. [/B][/QUOTE]Oh, sorry, ich war bisher immer der irrigen Ansicht, [b]REFORMEN[/b] wären dazu da, etwas Neues einzuführen. :D

[QUOTE][B]... ARD-Redaktion ... da wurden diese Beispiele GEZEIGT denn sie äußerten sich selbst im Fernsehen dazu, sagten, dass sie jetzt "wegen Hartz doch lieber einen Job annehmen, der unter ihrer Qualifikation/Würde ist, anstatt ihre Vermögensverhältnisse offenzulegen". Von den Reportern befragt, weshalb sie davor so Angst haben wenn sie denn so arm wären bzw. wie glaubwürdig ihre jahrelange "angeblich nicht zu ändernde" Arbeitslosigkeit denn dann noch sei, antworteten zwei davon ... , dass sie es "als ihr Recht empfunden hätten, jahrelang daheim zu bleiben wenn sie nichts adäquates angeboten kriegen, es ist ja nicht ihre Schuld wenn der Staat keine Arbeitsplätze findet für sie". So eine arrogante freche Einstellung muss man sich erstmal äussern trauen! [/B][/QUOTE]Komisch, je länger die Hartz-IV-Diskussion andauert, um so mehr neige ich zu der von LaChatte geäußerten Ansicht, dass mir Typen, die Gesetzeslücken für ihr eigenes Wohlergehen ausnutzen, um einiges lieber sind, als Diejenigen, die Reichtum anhäufen, den sie gar nicht für das eigene Wohlergehen brauchen, und zwar dadurch, dass sie mit ihrer "ehrlichen Tätigkeit" das Wohlergehen anderer Menschen verhindern, oder deren Leben zerstören, indem sie z.B. Waffen nach Israel und anderswohin liefern.

[QUOTE][B]Und es gibt fast täglich - denn mittlerweile fernsehe ich deswegen sogar öfter - Berichte und Sendungen, wo Du genau solche Nassauertypen vorgeführt kriegst und ich glaube NICHT, dass das alles Schauspieler sind. [/B][/QUOTE]Ich glaube dir gern, dass du einige Tausend wirkliche Nassauer findest, die du im Fernsehen vorführen kannst. Aber wie schon zum Beispiel "Florida-Rolf" gesagt: Selbst 4000 böse "Sozialschmarotzer" sind erst mal 0,1 Prozent der offiziellen Arbeitslosenzahl.

Abgesehen davon stelle ich immer wieder fest, dass man im Fernsehen auffällig viele Berichte und Sendungen über irgendwelche Missetäter sieht, die die Auftraggeber und Sponsoren gerade zu bekämpfen gedenken. Im Moment sind es eben gerade die bösen Auto-Monteure bei Volkswagen und anderswo, die schon wieder höhere Löhne fordern, gegen die Vorstandsmitglied Hartz kämpft. Andermal sind es die bösen Islamisten in Irak, gegen die Waffen- und Öl-lobbyist G.W.Bush zu kämpfen gedenkt ... und irgendwann waren es mal die bösen Juden, die zu viele Kaufhäuser und Fabriken besaßen ...
Die Methoden sind immer die gleichen: "Schaffe ein wirksames Feindbild und schüre Angst und Hass gegen diesen Feind, dann tun alle Leute das, was DU willst, und die Leute, die nicht das tun, was DU willst, werden von der kochenden Volksseele als Verräter unschädlich gemacht."

[QUOTE][B]Denn dazu habe ich mit genau solchen Typen zu oft zu tun gehabt in meiner Ausbildung und auch später. Meine Erfahrungen in einer Stadt wie München musst Du mir schon glauben, solange Du nicht selbst jahrelang hier warst und nicht mit eigenen Augen gesehen hast was da abgeht und wie "beschissen" wird von manchen Leuten. [/B][/QUOTE]Das glaube ich dir gern. Wie schon geschrieben, bin ich weit davon entfernt, die Menschen für "gut" zu halten. Jeder sieht, wie er am besten sein Schäfchen ins Trockene bekommt, das ist nur all zu menschlich. Soll man sie darum hassen?
Anders sieht die Sache aus, wenn Menschen mit ihrem Handeln anderen Menschen schaden.

[QUOTE][B]Dass es im Osten nicht so war, glaube ich Dir gerne - die DDR war nicht so blöd, arbeitsscheue Typen mit durchzufuttern, oder? [/B][/QUOTE]Zunächst einmal war die Auswahl an Arbeitsplätzen für die Leute, die arbeiten wollten, wesentlich größer. Da hat wirklich Jeder, der einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz wollte, auch einen bekommen. Mit den wenigen Leuten, die nicht arbeiten wollten, ist man allerdings teilweise recht rabiat umgegangen.

[QUOTE][B]Aber bitte sag dann mir nicht, wie es hier im Westen lief, wo ich gelebt und gearbeitet habe und wo das System schon immer so war, dass jeder, der nix tat, genauso gut leben konnte wie der der was tat. [/B][/QUOTE]Das tue ich ganz bestimmt nicht. Nur, wenn die Bedingungen in West und Ost so verschieden sind, dann kann man eben nicht für West und Ost die gleichen Methoden verwenden. Nicht ohne Grund gibt es im Osten die meisten Proteste gegen Hartz-IV, während es im Westen weniger gibt - dort sind die Maßnahmen vielleicht wirksam. Ich kann in meiner Beurteilung von Hartz-IV nur von dem ausgehen, was ich um mich herum sehe und erlebe, und hier betrachte ich die Wirkungen von Hartz-IV als verheerend.

[QUOTE][B]Wenn Du "Lebendbeispiele" willst, TTP - dann geh einfach mal auf ein Sozialamt und lass Dir die Statistiken zeigen. [/B][/QUOTE]Mir geht es nicht um Statistiken, sondern um die Beweggründe der einzelnen Menschen, die ich gern aus ihrem eigenen Mund hören würde, und nicht im Fernsehen, aus dem Zusammenhang gerissen und im Interesse der Auftraggeber in Szene gesetzt. Ich habe schon mehrmals betont, dass meine Devise lautet: [b]MITEINANDER[/b] reden, statt übereinander".

[QUOTE][B]Und, lieber TTP - Namen und Adresse dieser Menschen darf ich Dir und niemand nennen, denn in diesem Land haben wir - leider, möchte ich bei sowas sagen - Datenschutz, der verhindert dass solche kriminellen Typen öffentlich bekannt gemacht werden. [/B][/QUOTE]Genausowenig, wie ich Menschen für "gut" halte, halte ich sie für schlecht. Jeder hat seine Beweggründe, etwas zu tun oder nicht zu tun. In einem System, das auf Lüge und Betrug aufgebaut ist, sollte es nicht verwundern, wenn sich Menschen zum eigenen Vorteil der Lüge und des Betruges bedienen.

[QUOTE][B]@Mieten: keine Ahnung ob es 1.100 Euro kostet, 2 Zimmer bewohnbar zu halten. Aber wir sind hier im FREIEN Westen und da kann ein Vermieter verlangen was er will, solange es ortsüblich ist. [/B][/QUOTE]Solange du solche maßlosen Ungerechtigkeiten gutheißt, dann schimpfe nicht über die kleinen Leute, die sich ihr Leben durch Ausnutzen von Gesetzeslücken etwas erträglicher machen wollen ! :mad:

[QUOTE][B]Jeder hat seine eigenen Ansprüche und solange jemand diese Ansprüche - seien es nun nur Konzertbesuche oder jedes Jahr eine neue Rolex oder die 2. Villa am Tegernsee - mit seinem EIGENEM Geld befriedigt, habe ich da die Klappe zu halten. Denn alles andere ist reiner Neid und Frust. [/B][/QUOTE]Und da spielt es gar keine Rolle, ob er dieses "EIGENE Geld" aus wertschöpfender Arbeit, aus kleinen Sozialamts-Betrügereien, aus Börsenspekulationen oder aus dem Tod von ein paar Hundert Irakern oder Palästinensern gewonnen hat?

[QUOTE][B]Und nochmal: Es steht jedem hierzulande FREI, sein Glück zu suchen in jedem Land dieser Erde, jeder kann sich hocharbeiten und jeder "darf" reich werden, es wird niemandem verboten. [/B][/QUOTE]Ja, so ist es ...
[COLOR=limegreen]"Politiker und Werbespots versprechen heile Welt.
Was ist schon etwas Menschlichkeit
gegen einen Haufen Geld?"
(Experiment Nnord)[/COLOR]

[QUOTE][B]Die Chancen sind für alle hier in Deutschland die gleichen, wir haben ja Gott sei Dank KEIN DDR-Regime mehr, das Menschen erschoss wenn sie das "glorreiche" System verlassen wollten [/B][/QUOTE]Der Grund - [b]SOZIALNEID[/b] - ist der gleiche, nur die Methoden sind etwas subtiler geworden. Während man die Menschen, die in der DDR auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung kostenlose Bildung und soziale Betreuung in Anspruch genommen hatten und dann nicht gewillt waren, diesen Vorschuss durch Arbeit für die DDR zurückzugeben, an der Grenze erschossen hat, lässt man heute die Ausländer und "Sozialschmarotzer" von Neonazis totschlagen und tottrampeln oder tritt ihre Würde so lange in den Dreck, bis sie sich selbst aufhängen.
Ich kann beiden Ausdrucksformen von Sozialneid nichts Positives abgewinnen. :(

[QUOTE][B]Ich liebe Freiheit und habe keine Lust, sie mir miesreden zu lassen von Menschen, die ihre eigene Lebensunfähigkeit und ihren Sozialfrust/-neid immer auf den bösen Staat schieben. [/B][/QUOTE]Menschen sind nun mal, wie sie sind - Tiere mit ein paar zusätzlichen Fähigkeiten - und lassen sich nicht wesentlich verändern. Alle diesbezüglichen Versuche haben bisher nur zu unendlichem Leid geführt, auch und gerade dann, wenn sie "gutgemeint" waren.
Was sich verändern lässt, sind die Organisationsstrukturen, in denen die Menschen leben, und von denen sich eine "Staat" nennt. Vorschläge, die Organisationsstrukturen zu ändern, haben wenig mit "auf den bösen Staat schieben" zu tun, sie sind nur ein Versuch, die Lebensbedingungen der Menschen zu verändern. Ob die vorgeschlagenen Veränderungen zur Verbesserung der Lebensbedingungen führen (würden), ist allemal prüfenswert.

Ich liebe auch die Freiheit, Odessa, aber noch viel mehr liebe ich das Leben, weil ohne Leben hat das Wort Freiheit nicht mehr viel Sinn.

[QUOTE][B]Es gibt viel Ungerechtigkeit, klar, es ist eine Frechheit das Politiker absahnen auch wenn sie unfähig sind, aber auch das, TTP, steht nicht bei Hartz zur Diskussion und somit kann es dadurch auch nicht geändert werden. [/B][/QUOTE]Da stimme ich dir zu.
Änderungen am System, an den Ursachen von Armut und Not, stehen bei Hartz nicht zur Diskussion, und darum verdienen die angedrohten Maßnahmen NICHT, Reform genannt zu werden.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Das ist nicht typisch deutsch (wenn schon dann arabisch), das ist normales Verhalten. [/B][/QUOTE]Ich kenne die arabischen Verhältnisse nicht so genau, aber diesen Masochismus, sich stundenlang abzurackern und sich nicht einmal eine Siesta zu gönnen, kenne ich nur von den (alten und neuen) Bundesdeutschen. Auch die Menschen aus dem arabischen Raum, die ich bisher kennenlernen durfte, hatten - trotz ihrer für meine Ohren ungewohnten Lautstärke beim Sprechen - die gleiche innere Ruhe und Gelassenheit, wie sie auch bei den DDR-Bewohnern noch vorhanden war (wofür sie von den "Alt- und Neu-Wessis" gern als faul und langsam beschimpft werden).

[QUOTE][B]Guckst Du bei jedem Eingeborenenstamm - wo jeder, bis er ins Grab fällt, eine Aufgabe hat. Macht die einer nicht weil er nicht will (nicht weil er nicht kann!), dann jibbed nix zum Essen und die Gemeinschaft verjagt ihn ausm Dorf. [/B][/QUOTE]Wie LaChatte schon schrieb, ist die Arbeitsteilung bei ihnen aber wesentlich besser geregelt. Vor allem werden die Kinder (wie es auch in der DDR üblich war, und in vielen anderen europäischen Ländern noch üblich ist) schon von klein auf mit in die Arbeits- und Organisationsprozesse mit einbezogen. Meine Geschwister und ich hatten schon von klein auf unsere Aufgaben in Haus und Garten, das fing schon mit 3-4 Jahren mit der eigenen Verantwortung für ein Möhren- oder Radieschenbeet im Garten an und setzte sich fort über die Verantwortlichkeit für Kaninchen und andere Kleintiere und ging weiter mit dem Anheizen des Ofens nach Heimkehr aus der Schule in den Wintermonaten. Und jedes Kind spürte am eigenen Leib (z.B. einem kalten Zimmer), wenn es seine Aufgaben nicht erfüllt hatte.
Heute wird den Kindern kaum noch Eigenverantwortung übertragen (und dabei würde jedes Kind so gern groß sein und mitarbeiten), und dann wundert man sich, wenn es - ohne alle Vorbereitung im Kindesalter - als Jugendlicher nicht willens und in der Lage ist, Eigenverantwortung zu übernehmen?
Wo soll die Achtung vor der Arbeit herkommen, wenn sie nicht von Kind an erfahren wird?

[QUOTE][B]Und wer ist denn diejenige, die den Reichen, den Managern, den Firmenbossen usw. ihren Reichtum nicht gönnt? ;) [/B][/QUOTE]Ist die Frage, was man unter Reichtum versteht. Ich gönne Jedem das, was [b]seinem[/b] Wohlergehen dient, was er selbst für ein schönes Leben nach seinen Vorstellungen nutzen [b]kann.[/b]
Ich gönne ihm NICHT den Reichtum, den er benutzt, um andere Menschen zu erpressen oder ihnen anderweitig zu schaden.

[QUOTE][B]Die ZWANGSarbeit für mich - nämlich besagte 2 Wochen im Monat, die ich FÜR DEN STAAT arbeite - gibt mir durchaus das Recht, mitentscheiden zu wollen WER von diesem Geld (das mir ja auch niemand schenkt) etwas abbekommt. [/B][/QUOTE]Komisch, dass es dich dabei nicht stört, dass 80 Prozent oder mehr von diesem Geld indirekt Leuten in den Rachen geworfen werden, die dafür nichts anderes "tun", als etwas zu [b]besitzen.[/b] Noch schlimmer, du bist sogar bereit, diesen Leuten, die nichts weiter "tun", als etwas zu besitzen, auch noch 80 Prozent von deiner verbliebenen Hälfte in den Rachen zu werfen.

[QUOTE][B]Und ich weiss, in Deinem System wäre es anders...aber JETZT haben wir dieses System nicht. [/B][/QUOTE]Und was hindert uns daran, [b]Reformen[/b] in Gang zu bringen, die das vorhandene System in diese Richtung verändern (statt nur an Symptomen herumzudoktern)?

[QUOTE][B]Und wieder - wenn Du gerne jemand etwas gönnst, auch einem Nassauer und Faulenzer - dann überweise mir bitte endlich *g* (sh. einige Seiten zuvor) Dein Gehalt [/B][/QUOTE]Sorry, das verbietet mir meine Religion. Ich soll nicht anderen Göttern (zum Beispiel dem Geldgott) Götzendienste leisten. Du kannst aber gern bei mir wohnen, Äpfel, Birnen, Pflaumen, Kirschen, leckere sonnengereifte Tomaten und alles andere nach Herzenslust naschen, was der Garten so hergibt, dich aus meiner CD-, Schallplatten- und Video-Sammlung bedienen, in mehr als Tausend Büchern lesen, bis zum Umfallen am Computer daddeln, mit mir zu Konzerten und Gruftie-Treffen fahren und vieles mehr, solange du mich Fiesling dabei erträgst. :D

[QUOTE][B]und wenn wir was übrig haben, verbraten wir es zusammen am Gardasee *g* [/B][/QUOTE]Achja, das Häuschen am Waldsee habe ich ganz vergessen ... Das hat nur einen Nachteil, es hat keinen Fernsehempfang - und es soll auch in absehbarer Zeit keinen Fernsehempfang haben, dafür werde ich sorgen.
Wenn da nicht irgendwann die Langeweile an der Langeweile eintritt, und du dann doch heimlich zu arbeiten anfängst ...

Apropos Arbeit:
Wieviel Kohle bekommt ihr eigentlich alle dafür, dass ihr euch hier einen Kopf über die Probleme macht, für deren Lösung der Herr Hartz schon längst sein Honorar kassiert hat? :rolleyes:
Oder ist das ehrenamtlich? Oder gar Schwarzarbeit?
Ja, Schwarzarbeit, das wird's sein, darum der schwarze Bildschirm-Hintergrund und die schwarzen Klamotten ...
neptuniaund noch einmal klinke ich mich ein, nachdem ich (sorry) recht oberflächlich die letzten seiten überflogen habe ...

gestern hatte ich zwei interessante gespräche ...


mittags mit einer freundin und einer alten kollegin, alle drei mittlerweile freiberuflich, so konnten wir uns einfach mitten am tag ein paar stunden mit sushi versüßen (nicht wichtig, aber angenehm).
alle drei waren wir eine zeitlang in einer werbe agentur festangestellt, ich war damals die erste, die ging, die anderen "wurden" gegangen. in meiner branche hat man selten einen job länger als zwei jahre, ich hab schon unendlich viele agenturen kommen und gehen sehen, es gibt nur wenige große, die älter als 10 jahre werden ...

soviel zur flexibilität ...

interessant fand ich, daß die eine, die ihren kleinen sechs monate alten sohn dabei hatte, dann erzählte, daß sie für ihn ein ausbildungskonto eröffnet hat, damit er später mal studieren oder eine vernünftige ausbildung machen kann. außerdem sprach sie davon, eine lebensversicherung für ihn abzuschließen, die er erst mir 26 bekommen soll, wenn er alt genug ist, damit was vernünftiges anzufangen ...

geplaudert haben wir auch über die richtige altersversorgung ... aber konnten uns auf keine vernünftige und vor allem sichere form einigen ... mit hartz wird es komplizierter ...

alles in allem fand ich es wirklich seltsam, mit verpiercten, alkoholsüchitgen, schrägen schwarzen menschen über das alter zu sprechen - ich weiß, vor ein paar jahren noch waren wir bei einem ähnlichen gespräch der überzeugung, wir werden ganz einfach nicht alt. times are changing in many ways ...


und dann abends:
zwei tanten von mir sind grade hier im süden zu besuch. ich hab mit ihnen und meiner mom geplaudert. und wieder die alten geschichten aus den zeiten kurz nach dem krieg gehört ...

jeder von ihnen hat mit viel mühe einen ausbildungsplatz ergattert ... zum teil noch geld dafür gezahlt. ja. genau. dafür gezahlt. gearbeitet haben sie 56 bzw. 60 stunden pro woche. im akkord gearbeitet in der strumpffabrik. oder im kaufhaus heizungsrohre geschrubbt und den boden gewischt. sind das ganze jahr über mit dem fahrrad eine stunde zu arbeit und wieder zurück gefahren. auch im winter. kein urlaubs- oder weihnachtsgeld. miesester lohn. meine mutter hat ihren arbeitslohn hauptsächlich für strumpfhosen ausgegeben, weil das zu ihrem verkäufer-outfit gehörte, aber ihr natürlich nicht gestellt wurde.

tausende dieser kleinen anekdoten. ich habe gemerkt, daß sie einerseits froh sind, daß diese zeiten vorbei sind. aber auch einen gewissen stolz, das alles ertragen zu haben.

und ihr mitgefühl für die, die diese neue, unsichere zukunft vor sich haben. für sie ist rentenmäßig gesorgt ... sie werden ihr restliches leben über die runden kommen. aber sie machen sich gedanken über ihre kinder und enkel.


was ich damit sagen will?
ich weiß nicht recht.
ich komme langsam durcheinander, wenn es darum geht, wer wieviel sich verdient hat, ob man wen und warum mittragen soll oder kann ...

ohne auf gesetze, reformen oder illusionen einzugehen.
es ist wohl diese gradwanderung, auf die es ankommt. soviel für sich selber sorgen, wie es geht. ein stück abgeben für die, die es eben nicht schaffen. die ausgenzen, die könnten aber zu faul sind. die dinge einfacher und übersichtlicher machen.




noch eins fällt mir dazu ein.
ich hab lange zeit in sozialwohnungen gewohnt.
aus einem simplen grund, es gab (und gibt) keine bezahlbaren rollstuhlgerechten wohnungen auf dem wohnungsmarkt. nur die, die über das wohnungamt laufen. so well ... selber bauen oder ertragen.
jedenfalls habe ich in diesen riesen bunkern sehr unterschiedliche menschen getroffen.

da waren die, die wirklich nicht lebensfähig waren.
alkoholiker, exjunkies, penner.
kein problem für mich, sie in unserem sozialen netz aufzufangen.
sie hatten nichts, außer das hier und jetzt.

dann waren da die nassauer. die kinder in die welt setzten nur zum zweck, geld zu machen. es gab unendlich viele ungeliebte kinder, die zu aufsässigen ungeliebten jugendlichen wurden.
es gab so viele von diesen nassauern. es waren meist exknastis, türken, assoziales gesocks. und es war anstrengend, sie in der nähe zu haben. ihre konflikt-lösung war in der regel die androhung von gewalt. und ich erinnere mich noch an einige brände vor meiner wohnugnstür, weil wir es gewagt haben abzufragen, ob man nachts um drei genug ruhe haben könnte, um wenigstens ab und zu schafen zu können ... und ich kann mich erinnern, daß mindestens einmal pro woche ein paar polizei-einsatzwägen vor unserer tür standen ...
gesocks. wirklcih schreckliches gesocks.

und dann waren da natürlich auch die, die einfach ein bescheidenes leben führten, führen mußten. die eben nicht den super-job hatten, die ihre arbeit verloren hatten, die ein anstrengendes schicksal hatten ... und es waren die, die versuchten, mit möglichst wenig zurecht zu kommen. die dich im hausflur grüßten. die abends kaputt vom arbeiten zurück kamen ...

wie bekommt man diese unterschiedlichen menschen zurück ins soziale netz?
wie kann man verhindern, daß es anderen ähnlich geht?

genug.

[off topic]
ilo, danke für deinen lieben kommentar. nagut, dann reih ich mich mal mit dir zu den schwach-starken frauen, die es irgendwie schaffen, über die runden zu kommen und dabei auch noch spaß haben ... ;-)
[off topic ende]
demelzaneptunia und odessa - ich bewundere euch für euren enormen willen, euch nicht unterkriegen zu lassen - davon sollten sich einmal ein paar leute eine scheibe abschneiden
neptuniaweißt du, was das seltsame ist, demelza? sooo besonders ist es eigentlich nicht ... nur viele leute setzen ihren willen und ihre kraft für andere dinge ein ... luftschlösser bauen, warum-hab-ich-nicht-lamentieren, aber-der-andere-hat-mehr-jammern ...
einer meiner schlechten eigenschaften ist, daß mir die anderen die dinge zu langsam und zu schlecht machen, also tue ich die dinge selber, bevor ich lange darüber rede ...
na gut. erwischt. HIER schwafel ich dem lieben gott den tag weg ... oder wie immer dieses sprichwort hieß ...
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von neptunia [/i]
[B]ich komme langsam durcheinander, wenn es darum geht, wer wieviel sich verdient hat, ob man wen und warum mittragen soll oder kann ... [/B][/QUOTE]Ich bin mir sicher, dass eine materielle - nicht "finanzielle" - Grundversorgung für Alle ohne größere Schwierigkeiten möglich wäre, unabhängig davon, ob sie arbeiten oder nicht.

[QUOTE][B]ohne auf gesetze, reformen oder illusionen einzugehen.
es ist wohl diese gradwanderung, auf die es ankommt. soviel für sich selber sorgen, wie es geht. ein stück abgeben für die, die es eben nicht schaffen. die ausgenzen, die könnten aber zu faul sind. die dinge einfacher und übersichtlicher machen. [/B][/QUOTE]Abgesehen von dem Wort "ausgrenzen" stimme ich dir zu. Aber Ausgrenzen schafft nur immer neue Probleme. Mein Alternativ-Vorschlag wäre "Locken", statt Ausgrenzen. Jeder Mensch hat einige Dinge, auf die er neugierig ist, und dan dieser Stelle muss man den, der nicht will, anpacken. Gewalt bringt da ebensowenig wie das Ausgrenzen.

[QUOTE][B]dann waren da die nassauer. die kinder in die welt setzten nur zum zweck, geld zu machen. es gab unendlich viele ungeliebte kinder, die zu aufsässigen ungeliebten jugendlichen wurden. [/B][/QUOTE]Diesen "Nassauern" sollte man die Kinder entziehen, aber nicht dadurch, dass man sie ihnen mit Gewalt wegnimmt, sondern dadurch, dass man ihnen staatlicherseits die Liebe und Fürsorge zukommen lässt, die ihnen von den "Eltern" vorenthalten wird.
HerrDerDingeKindern staatlicherseits Fürsorge zukommen lassen.:D

Ich habe selten in meinem Leben so gelacht!

Wie soll das denn funktionieren.?

*Die Tränen wegwisch*:D :rolleyes:

Mal einen Gegevorschlag, das Kindergeld wird nach IQ und Steuerkraft gestaffelt, damit sich nicht die unteren Schichten überproportional fortpflanzen und die Wohnblöcke am Stadtrand bevölkern und anschließend für Arbeitsplätze bei der Polizei und dem Sozialamt sorgen, sondern damit sich auch die Damen mit Abitur und Studium vermehrt dem Kinderkriegen hingeben.
Wir brauchen dringend Leistungsträger und keinen fetten Bodensatz an Sozialhilfeempfängern.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]-----------
Die Methoden sind immer die gleichen ...
------------
... in einem Fall - sogar noch einen "meiner" damaligen Fälle im Fernsehen "wiederfand"... dann glaube ich das. [/B][/QUOTE]Vor einiger Zeit gab es hier mal eine Diskussion mit einem (laut eigener Aussage) NPD-Kreis-Funktionär. Auf der von ihm genannten Webseite war die gegenwärtige wirtschaftliche und soziale Situation in Deutschland so exakt beschrieben, wie sie bisher keine der großen Parteien beschrieben hat. Und trotzdem mag ich die NPD nicht wählen wollen. Warum wohl nicht?

[QUOTE][B]Diese "Nassauer" schaden aber doch anderen Menschen. Indem sie deren Arbeitskraft für sich "benutzen". [/B][/QUOTE]Es gibt für mich einen Unterschied zwischen "Produkte und Leistungen benutzen" und "Produkte und Leistungen vernichten". Ersteres schränkt zwar die [b]erweiterten Möglichkeiten[/b] für Andere ein, fügt diesen aber keinen Schaden zu. Wenn der "Nassauer", statt zu faulenzen, Bomben bauen und einsetzen würde, würde er wirklich Schaden anrichten (auch dann, wenn er durch diese geregelte Arbeit für sich selbst sorgen könnte und nicht mehr auf Sozialhilfe angewiesen wäre).

[QUOTE][B]----
@Münchner Mieten:
-----
Oh, ich heisse das gar nicht gut! Ich wäre froh, könnte ich für 300 Euro Miete leben, klar... nur, nochmal: Ich kann keinem Hausbesitzer vorschreiben, für wieviel er sein Eigentum vermietet. [/B][/QUOTE]Du nicht, aber der Staat könnte das, indem er solche Praktiken als das entlarvt und behandelt, was es ist: [b]Wucher.[/b]

[QUOTE][B]Seh ich auch so....Ich liebe das Leben über alles und für mich ist Leben nur MIT und IN Freiheit möglich... [/B][/QUOTE]Der Unterschied zwischen Leben und Tod ist ziemlich eindeutig. Bei der Definition von Freiheit gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Für mich bedeutet Freiheit in erster Linie, dass sich niemand in mein (tägliches) Privatleben einmischt. Das ist mir erstmal wichtiger, als ins Ausland fahren zu können. Anderen ist möglicherweise ihr Privatleben weniger wichtig.

[QUOTE][B]*g*...muss ich das als Anspielung verstehen, nachdem wir telefonierten? Ich bilde mir ein, leise zu reden..? ;-).... [/B][/QUOTE]Vielleicht war "Lautstärke beim Sprechen" die falsche Wortwahl. Ich meinte diese "rege Betriebsamkeit" (oder wie man das nennen soll), die du bei der Beschreibung deiner Italien-Reise (in den Nebelpfaden) "Heimisch fühlen" genannt hast. :)

[QUOTE][B]-----
mit mir zu Konzerten und Gruftie-Treffen fahren und vieles mehr, solange du mich Fiesling dabei erträgst.
------
.....Also als Fiesling hab ich Dich ned erlebt und es wird ja auch andersrum ein Schuh draus: Weisst Du wie es ist, eine bauchtanzende, ständig kochende und singende Araberin um sich rum zu haben? [/B][/QUOTE][COLOR=red][b]Zu spät ![/b][/COLOR]
Du hast die Wette verloren ! :q
Bauchtanzen, Kochen, Singen - das sind schon 3 Tätigkeiten, die man auch für Geld ausführen könnte, also Arbeit im Sinne der geltenden Gesetze.
demelza[QUOTE][i]Original geschrieben von neptunia [/i]
[B]einer meiner schlechten eigenschaften ist, daß mir die anderen die dinge zu langsam und zu schlecht machen, also tue ich die dinge selber, bevor ich lange darüber rede ...
[/B][/QUOTE]

das kommt mir bekannt vor. ;)
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Als Araberin ist Bauchtanz etwas "Heiliges", was ich nur vor und für auserwählte Menschen mache und NICHT gegen Bezahlung. Kochen = Hobby, ebenfalls nicht bezahlbar. Singen = bisher auch nur Hobby. Keine Arbeit. [/B][/QUOTE]Es reicht doch vollkommen aus, wenn du [b]für mich[/b] tanzt, singst und kochst, dann brauch ich nicht so oft zum Konzert oder in eine Bar zu gehen, wo jemand auf dem Tisch tanzt, und brauche mir nicht so viel zu Essen zu kaufen, im Sinne der geltenden Steuergesetze also ein [b]"geldwerter Vorteil".[/b]
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]:D ok, überzeugt. Ich bin ein geldwerter Vorteil. [/B][/QUOTE]Und nun sei mal ehrlich, ist die Aussicht, selbst etwas wert zu sein, nicht viel schöner als die Aussicht, als "Sozialschmarotzer" bezeichnet zu werden?
Ist die Aussicht, in einer Gemeinschaft zu leben, die großzügig und freizügig den vorhandenen Reichtum teilt, nicht viel schöner als die Aussicht, im Käfig von (Polit-)Bürokratie zu leben, die mit Hartz-"Reformen" nur die Armut verwaltet und vergrößert, statt den vorhandenen Reichtum zu vermehren, und nebenbei noch Hass und Zwietracht unter den Menschen schürt?

Wären nicht eigentlich solche [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=802567#post802567][b]Tauschbörsen[/b] [/URL] die optimale Verteilungsform des gemeinsamen Reichtums, wo Jeder das anbietet, was er (übrig) hat und tun kann, und sich im Gegenzug das nimmt, was er für die Erfüllung seines Lebens(-Traumes) braucht?
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]-----
...und ich würde "real" doch dann von Dir leben, sprich von jemand der dann entweder mein bester Kumpel, Bruder oder Mann wäre - aber ich würde nicht die Kohle der Allgemeinheit verbraten dafür, daß ich bei Dir daheim aufm Küchentisch rumtanz ;-).... [/B][/QUOTE]Aber ist es im Großen nicht genau das Gleiche, oder sollte es nicht im Großen auch so sein? Warum können nicht alle Menschen Brüder werden (wie schon vom Friedrich Schiller herbeigesehnt) und die Anderen mit dem erfreuen, was sie selbst gern tun und übrig haben, ohne dass es eine riesige Zahl an Schnüfflern und Aufpassern gibt, die Alles peinlich genau aufschreiben und dokumentieren müssen, was der Eine dem Anderen gibt oder zum Gefallen tut?

[QUOTE][B]------
Wären nicht eigentlich solche Tauschbörsen die optimale Verteilungsform des gemeinsamen Reichtums, wo Jeder das anbietet, was er (übrig) hat und tun kann, und sich im Gegenzug das nimmt, was er für die Erfüllung seines Lebens(-Traumes) baucht?
--------
Die Idee ist gut... und ich lebe sie schon, hier in meinem "kleinen Bekannten- und Freundeskreis". [/B][/QUOTE]Was spricht denn dagegen, den Bekannten- und Freundeskreis auszuweiten?

[QUOTE][B]Nur - ob man "generell" in allem davon leben kann, weiss ich nicht. In allen Bereichen, von Medizin bis tägliche Nahrung usw. [/B][/QUOTE]In meinem [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=802567#post802567]"Tauschbörsen"-Beitrag[/URL] (und in dem ganzen Thread zu "Ressourcen-Kontrolle"/"Technokratie") wird beschrieben und diskutiert, wie das organisiert werden kann.

[QUOTE][B]Aber aktuell zu Hartz - grad war wieder bei "ARD - Ratgeber Geld" ein Bericht darüber, und wieder wurde ganz sachlich vorgetragen: jemand, der 2005 dann dieses Arbeitslosengeld II bekommt, steht MEISTENS besser da als mit der alten Regelung.
Denn NUN wird die Miete und die Nebenkosten ja komplett übernommen vom Staat und es gibt 345 Euro "rein" zum Leben. Während vorher jemand (wie im gebrachten Beispiel in der Sendung) z. B. nur 600 Euro Arbeitslosenhilfe hatte, davon aber seine 400 Euro Miete zahlen musste. [/B][/QUOTE]Das bedeutet, dass der Staat nun statt 600 Euro 745 Euro bezahlen muss. Und woher werden die zusätzlichen 145 Euro kommen, außer dass auch sie noch jemand anderem weggenommen werden? Von einer Vermehrung des verteilbaren Reichtums durch Schaffung von mehr Arbeitsplätzen ist nirgends etwas zu hören oder zu lesen. :(

[QUOTE][B]Es gibt vieles Nachbesserungswürdiges bei Hartz, keine Frage. Aber es ist im Großen und Ganzen eine nötige Reform (KEIN neues System natürlich, auch klar) und stellt, wie erwähnt, die meisten Langzeitarbeitslosen wohl wirklich besser. [/B][/QUOTE]An der Tatsache, dass sie weiterhin nutzlos und tatenlos zu Hause herumsitzen und den Anderen zur Last fallen, ändert sich jedenfalls nichts. :(
LaVey242Hallo,

also auch wenn Ihr mich nun steinigt, ich sehe das auch noch etwas anders.

1. Eine Mutter bekam bisher Arbeitslosenhilfe und Kindergeld. Nun bekommt Sie Sozialhilfe ( Hartz ) und Kindergeld, aber Miete und wohl einige Nebenkosten werden bezahlt.

Somit bekommt diese 40-50 € Mehr im Monat.

Allerdings hatte diese noch einen 160 € Job. Davon soll sie nun 85 % an das AA abgeben.

Völliger Unsinn, damit werden die bestraft, die zumindest noch arbeiten wollen.

Dafür kann Sie einen 1 € Job annehmen und würde sich das Fahrgeld in den Nachbarort sparen, mal sehen ob das klappt.


2. Ich habe einen Verein und könnte mir einen Arbeitslosen auf 1 € Basis einstellen. WO sonst würde ich einen PHP Programmierer für diesen Lohn bekommen ?

Mag sein das dies Ausbeutung ist, aber wer zu den ganzen Leistungen noch 120 € im Monat bekommt, hat rechnerisch bei 120 Stunden ca. 7-9 €. Das verdienen tlw. normal arbeitende Menschen auch, aber müssen alles selber zahlen.

3. Ich kenne einige die Hartz 4 nun trifft und alle heulen rum. Aber rauchen wie die Schlöte. Dann ist rauchen eben Luxus. Ähnlich beim Alkohol.

4. Es gibt genug Leute, die sich auf dem Sozialnetz ausruhen und gar nicht arbeiten wollen. Die darf es ruhig hart treffen.


ABER es gibt auch die andere Seite der Medaille. Es trifft auch Leute, die ernsthaft arbeiten wollen und nichts finden. Viele davon sind resigniert und werden meist noch vom Arbeitsamt gedemütigt. Das ist vor allem die Altersklasse 50plus.

Diese Menschen werden regelrecht abgestraft. Eine sehr bedauerliche Entwicklung.

Und dann ist es eine Frechheit, das seit der Hartz Diskussion schon 2 mal die Diäten der Politiker um 500 - 600 € erhöht wurden. Alle sollen sparen und die nehmen es aus dem vollem und stellen sich dann hin und kürzen. Das ist frech.


Dummerweise wird es noch schlimmer.

1. Ganze Betriebe werden abgebaut und tlw. mit EU Geldern in Polen wieder aufgebaut

2. Polnische und Tschechie Dienstleister kommen nun zu uns und bieten Ihre Leistungen zu niedrigen Preisen an. Bezahlen aber in Polen die Miete, Steuern und Lebenshaltung. Kein deutsches Geschäft könnte da mithalten.

3. Deutsche Firmen holen sich preiswerte Ausländer

4. Firmen haben nun ein passendes Druckmittel gegen Arbeiten und Gewerkschaften.


Wundert es dann noch, das die NPD mit der SPD ein Kopf an Kopfrennen bei der Wahl hinlegt ? Eigentlich ein Disaster, aber wundern tut es mich nicht.

Mad
SonnyBlack...man muss aber einsehen, dass es durch hartz 4 hauptsächlich einbußen bei den langzeitarbeitslosen gibt...was kaum einer erwähnt, es gibt auch leute, die durch die refom mehr geld bekommen...aber mir kann keiner erzählen, dass er oder sie 10 jahre oder von der stütze leben muß...tja u. wenn du für dein cash nicht worken gehst, hast du meiner ansicht nach auch nicht das recht irgendetwas zu fordern...ich bin 19 mache ne ausbildung u. arbeite nebenher...und die anderen finden nichts...soso...tja wenn man keine quali hat + nicht alles macht, was der arbeitsmarkt bietet, braucht man sich auch nicht wundern...
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Na, dann sind aber all die "linken" Magazine und Zeitungen und Tageszeitungen, die AUCH in Beispielen vorrechneten, dass viele BESSER dastehen, zu blöd zum Rechnen? [/B][/QUOTE]"Der Kaufmann Harpax starb; sein Leichnam ward sezieret;
Und als man überall dem Übel nachgespüret,
So kam man auch aufs Herz, und sieh! er hatte keins:
Da, wo sonst dieses schlägt, fand man das Einmaleins."
(Gottfried August Bürger)

[QUOTE][B]Lebensmittelgutscheine -was ist verkehrt daran? [/B][/QUOTE]Da es die Ende der 40er / Anfang der 50er Jahre auch in der DDR gab, muss ich die als unheilbarer DDR-Fan einfach gut finden. :D

[QUOTE][B]TTP - diesen Traum den Du träumst...den finde ich doch gar nicht schlecht.. ich bin wirklich die Erste, die da mitmacht. Wenn ALLE dabei sind. [/B][/QUOTE]Wenn du die Erste bist, die da mitmacht, da [b]können[/b] noch gar nicht ALLE dabei sein. :rolleyes: Es gibt immer zuerst ein paar Wenige, die den Anfang machen (oder eben nicht) ...

[QUOTE][B]Wenn ALLE alles füreinander tun und miteinander teilen. Nicht nur ein paar die "Geber" sind und ein paar die "Nehmer". [/B][/QUOTE]Du meinst, wenn es nicht mehr so ist wie jetzt hier, wo da nur ein paar die "Geber" sind, die ihre Arbeit geben (und darum "Arbeitnehmer" heißen) und ein paar Wenige die "Nehmer" sind, die diese Arbeit nehmen (und darum "Arbeitgeber" heißen), und dann die vielen Anderen sind, die weder Arbeit geben noch Arbeit nehmen dürfen und darum "Arbeitslose" heißen (oder auch "Sozialschmarotzer")?

[QUOTE][B]Nur - es ist im Moment nicht so, und ich glaube auch nicht daran dass wir Milliarden oder auch nur einige Millionen von Menschen dazu bringen werden, so zu leben, so leben zu wollen...daran wird es scheitern... [/B][/QUOTE]Für den Anfang würden schon ein paar Hundert Menschen reichen (so wie seinerzeit in Wörgl), aber es scheitert immer wieder daran, dass niemand den Anfang machen will ...

Ich freue mich trotzdem über die Diskussion, und ich möchte alle Teilnehmer dafür knuddeln, dass sie mir dabei helfen, mir selbst mehr Klarheit über das ganze Für und Wider und die möglichen Probleme zu verschaffen und meine Strategie und Taktik zu verbessern.
Vielleicht bin ich wirklich irgendwann in der Lage, eine Partei zu gründen, die nicht alle Chancenlosen ausgrenzt und an den (rechten und linken) Rand der Gesellschaft treibt, und die nicht diese Ausgegrenzten dann auch noch als Kanonenfutter für ihre Kriege missbraucht.
Vielleicht kandidiere ich auch einfach nur irgendwo als Bürgermeister ... Mal schaun ...
LaChatte[QUOTE]Du meinst, wenn es nicht mehr so ist wie jetzt hier, wo da nur ein paar die "Geber" sind, die ihre Arbeit geben (und darum "Arbeitnehmer" heißen) und ein paar Wenige die "Nehmer" sind, die diese Arbeit nehmen (und darum "Arbeitgeber" heißen), und dann die vielen Anderen sind, die weder Arbeit geben noch Arbeit nehmen dürfen und darum "Arbeitslose" heißen (oder auch "Sozialschmarotzer")?[/QUOTE]

Es lebe die Nomenklaturation!:D

Lüge ist Wahrheit. Krieg ist Frieden. Rinks ist Lechts.
xxxzinixxx[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]
Vielleicht bin ich wirklich irgendwann in der Lage, eine Partei zu gründen, die nicht alle Chancenlosen ausgrenzt und an den (rechten und linken) Rand der Gesellschaft treibt, und die nicht diese Ausgegrenzten dann auch noch als Kanonenfutter für ihre Kriege missbraucht.
Vielleicht kandidiere ich auch einfach nur irgendwo als Bürgermeister ... Mal schaun ... [/B][/QUOTE]
das wäre doch mal was...
da würd ich sogar die richtige anzahl kreuzchen machen...
decay73Ich habs geahnt. Manche bekommen einfach nicht genug. 'Reiche ihnen die Hand, und sie beißen dir den Arm ab.'
[URL]http://www.n-tv.de/5433586.html[/URL]


Das Dumme daran ist zudem, daß der BDI insgesamt kaum noch als reiner Lobby-Verein wahrgenommen wird, sondern als halbe Partei, deren Argumente immer richtig sind und man alles machen muß, was die Wirtschaft sagt.
Die sollten mal so langsam wirklich aufpassen, daß das Faß nicht irgendwann explodiert...:mad:
xxxzinixxxecht der hammer!!!:eek:
"weicht vollständig ab von uns (ganz besonders den besser-)verdienern, elende arbeitslose, reiht euch endlich ein in die unterste schublade, wo ihr hingehört und wir hoffentlich nicht mehr sehen müssen, wie gut ihr es doch habt mit all der vielen freizeit und dem scheinbar zu gut ausreichenden geld!!!"
oder auch: "..., damit wir sehen, daß sich unsere kostbare, wertvolle, dem wohl aller zukommende arbeit auch wirklich lohnt, versager ihr!" :rolleyes:
ja ja... so schafft man arbeitsplätze... aber nur bei der polizei vermutlich...
LaChatteich glaube, die hoffen, dass sich die Leute von vornherein gleich umbringen...:mad:

die Zeitschrift "Raum und Zeit" hat in der aktuellen Ausgabe einen guten Artikel über Armut in Deutschland, gerade auch in Verbindung mit Hartz IV, wenn ich wieder daheim bin, schau ich, ob ich einige Auszüge daraus bringen kann..
decay73[URL=http://www.aerztlichepraxis.de/aktuell/artikel/1096626063/gz/aktuell]Belgien[/URL] macht das ja schon ganz gut, oder?
Machen wir und nichts vor, das ist mal wirklich zukunftsweisend, auch das Ableben sozialverträglich zu gestalten und man sollte ja nun wirklich auch verlangen können, auf die anderen Rücksicht zu nehmen...wobei es natürlich schön ist, wenn dies aus Einsicht und ganz und gar freiwillig passiert. Wir können uns halt nicht mehr alles leisten, und [b]jeder[/b] hat hier nunmal ein Opfer zu bringen.
:rolleyes: :eek:
LaChatteUnd jetzt kommt bald der bei jedem Arztbesuch oder Spitalaufenthalt routinemässig und klandestin implantierte ferngesteuerte Chip, der nach zwei Jahren Sozialhilfebezug automatisch ein Signal lossendet und das im Chip enthaltene Gift freisetzt...

technisch möglich wärs, und wir müssten nicht mal was merken davon.:eek:
decay73[URL=http://www.n-tv.de/5434115.html]Und weiter gehts...[/URL]


Scheint wohl gerade ein Wettbewerb zu laufen, wer sich am weitesten vorzuwagen traut.

Btw. ich habe vor kurzem Zahlen gelesen, daß das ärmste Viertel in der letzten Zeit einen Einkommensverlust von etwa 40% hinnehmen mußte, während das reichste Viertel eine Steigerung von ca. 70-80% verbuchen konnte.
Ja, das ist eine Neiddiskussion.

Irgendwie finde ich es so langsam lustig...und das ist nicht gut... ;)
xxxzinixxxich glaube, das sind erste wahnsinnserscheinungen...
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von xxxzinixxx [/i]
[B]ich glaube, das sind erste wahnsinnserscheinungen... [/B][/QUOTE]

Das mag durchaus sein, zini.

Aber was will man machen. Da hauen einem diese Herren in Schwarz und Grau und Blau (aber Hauptsache schön glattgebügelt) ihre Pseudolebensweisheiten (manche nennen es tatsächlich noch Politik) um das durch heftigstem Industial und Noise schon arg malträtierte Ohr und man wollte sich eigentlich nur noch ganz in Ruhe auf die wohlverdiente (?) Rente vorbereiten, und nun?

Nix is.

Da soll man noch normal bleiben...? :rolleyes:
xxxzinixxxnich wirklich... :D
ach menno, isses nich schön, wenn wenigstens die gebügelten anzüge so gut austeilen können? äääh... ich meine umverteilen... oder doch austeilen? aber leider was anderes als erwartet...? wer kann das sonst denn noch???
*argh*
naja, ruhe is jedenfalls definitiv nicht!!!!

bald werden alle für einen euro pro stunde (mindestens drei müssen es wohl pro tag sein) arbeiten dürfen, denn mindestlohn ist ja womöglich auch nicht mehr...

und wer bleibt dann noch übrig, der WIRKLICH geld für seine arbeit bekommt, außer der ihm zustehenden mindestmenge und den... naja, bei 8 stunden pro tag, mal ca 21 arbeitstage im monat..., ääh, das wären also ca. 168 euros dazu...???
das kurbelt sicher auch ungemein die wirtschaft an...
aber wie???

ich komm da nicht mehr mit...

vielleicht ist es sogar ein erster schritt in die RICHTIGE richtung??? nämlich insofern, als daß bald alle ohne geld zu besitzen auskommen können?

jetzt weiß ich auch grad nicht weiter... hmmm...

ich schätze, da muß ich mich ein anderes mal genauer mit auseinandersetzen, im moment qualmt mir der kopf davon...
*flücht*
xxxzinixxx@ nix: ich vermisse einen smilie... und zwar einen ironischen...
oder sollte dies wahrhaftig dein ernst sein???
wenn ja, dann klär mich bitte genauer auf, denn dann verstehe ich nicht ganz, was du gut findest an hartz IV...
außer der senkung der spitzensteuersätze natürlich!
LaVey242Hallo,

@ XXX

das mit dem 1 Euro hört sich sicherlich schrecklich an, aber es ist genug.

Die ALH und SH sind kein Arbeitslosengeld, sondern eine Hilfe wenn gar nichts mehr geht.

Dabei erhölt man:

- Monatsgeld
- Miete
- Nebenkosten
- Kindergeld
- Kleidergeld
- usw.

Das ist sicher nichts zum reichwerden, aber mehr als ich damals als Elektriker im Osten ( 1998 ) verdient hätte.

Mit Hartz 4 bekommt man zusätzlich die Möglichkeit, sich noch 100 € zu verdienen.

Wenn an also 350 € Hilfe + 300 € Miete + 50 € Nebenosten + 100 € Nebenjob sind dies bei mir 800 € !!!

Das ist mehr als einige hier im Osten regulär verdienen.

Das mit dem 1 E hört sich heftig an, sollte aber nur als Zusatz angesehen werden.


Mad
xxxzinixxxna, vielen dank, nix! ;)

lavey242: arbeitslosengeld ist ebenfalls teilweise sehr empfindlich gekürzt worden, um den übergang zum alg 2 nicht allzu krass erscheinen zu lassen sicherlich... auch die dauer ist verkürzt worden.

aber ok, nehmen wir doch mal an, bald gehen alle, die schon länger als 1 jahr arbeit suchen, für einen oder zwei euro arbeiten. zunächst natürlich rein gemeinnützig, ist ja klar, denn es soll ja nicht so auffallen. allerdings gehe ich davon aus, daß auch da schon ein paar bis jetzt einigermaßen anständig bezahlte jobs auf diese weise durch solcherlei arbeitskräfte ganz unauffällig nach und nach ersetzt werden. denn was bedeutet denn gemeinnützig eigentlich alles? z.b. gartenbau und pflegeeinrichtungen...? sämtliche kommunale arbeiten?

der nächste schritt wäre also der, daß einige firmen sich ganz gemeinnützig, um andere arbeitsplätze zu retten womöglich, vielleicht ausbitten, ein paar solcher kräfte zugeteilt zu bekommen. auch hier gemeinnützig, denn es nützt ja dem standort, also den steuereinnahmen der stadt. und ja auch denen, die da noch in dieser firma arbeiten, allerdings für tariflohn. denn diese brauchen dann vielleicht nicht umsonst überstunden schieben. geringere arbeitszeit also. hört sich doch gut an...

nun war da aber leider auch schon der nächste, der tönte, die mindestlöhne würden die wirtschaft gefährden. naja, muß man da noch was zu sagen? arbeiten dann vielleicht bald alle für einen euro? wer am wenigsten lohn verlangt, der wird eingestellt?
aber soweit ist es ja nun auch noch nicht... immer langsam, schritt für schritt, damit es nicht so auffällt...

ok, dann arbeiten also diese ganzen arbeitslosen für einen euro... müssen sie das vielleicht sogar? um anspruch zu haben auf den rest des geldes? auf jeden fall werden bei ablehnung eines jobangebotes schon mal 30% gekürzt, bei einem weiteren nochmals zusätzlich 30% vom rest...
ok, nicht so schlimm, kann sich endlich keiner mehr drücken... ;)

miete bekommt man nur soviel, wie angemessen ist, einen allerdings günstigen durchschnittssatz der region. höhere fällige raten auf eigentum werden natürlich gar nicht bezahlt, denn eigentum muß ja zuerst verrechnet werden. den kindern kann man auch nicht mal schnell alles schenken, auch da wurde vorgesorgt. sie dürfen "nur" bis zu 4100 euro auf dem konto haben.
ach ja, eine ausbildungsversicherungssumme dürfen sie auch haben, aber wer bezahlt den beitrag?

also: haus verkaufen und inne wohnung ziehen... um wieder zunächst keinen anspruch auf 350 euro zu haben, denn womöglich bleibt ja etwas geld vom verkauf übrig, die freibeträge sind nicht üppig... 200 euro pro lebensjahr...
ein fahrzeug und schon vollständig abbezahltes wohneigentum darf man immerhin behalten... wenn es angemessen ist...
notspargroschen/altersvorsorge lieber nicht angeben, das kommt wieder unter die matratzen, hat doch schon früher geklappt. diejenigen, die es mit dem besitz anderer nicht so genau nehmen werden auch dankbar sein. und deren zahl wird sicher nicht weniger werden... wer will schon auf so viele dinge verzichten, die die werbung ihnen ständig vor augen führt...
man kann natürlich, wenn man nahe einer bestimmten grenze wohnt, auch anderes mit dem spargroschen anstellen... also, schnell raus aus deutschland mit dem mammon... inflation? deflation? was ist das? aber auch das geht zu diesem zeitpunkt sicher noch etwas zu weit...
und private (renten-)versicherungen sind eh nur was für weicheier, lebensversicherungen nur für die hinterbliebenen wichtig... wer bereits mehr als 13000 euro angespart hat, der muß sie kündigen und erst die differenz verleben... und ich fürchte, die werden dir schon vorrechnen, wieviel das im monat sein darf... angemessenerweise...
wenig platz für individuelle vorstellungen...

nebenkosten beinhalten bei der kostenübernahme übrigens lediglich wohnraum und heizung! wer braucht schon strom und wasser?

du meinst auch diese art nebenkosten, die sozialhilfeempfänger, also über ein jahr erwerbslose und nicht hilfsbedürftige, bekommen? sowas wie: bekleidungsgeld, gez-gebühren, schulgeld, reparaturkostenübernahmen? auch hier wurde natürlich vorgesorgt und reichlich gestrichen, wie du dir vielleicht vorstellen kannst... und üppig waren die beträge nie! kauf dir mal für 50 euro einen fernseher!

kindergeld und lohn des partners werden ebenfalls für kürzungen genutzt. ist also die frage, ob man überhaupt noch etwas bekommt von den 345 euros...
ok, muß der partner und das kind dir eben taschengeld rüberreichen...
und 100 euro bedeuten immerhin 100 stunden arbeit, hast du einen anderen, besseren nebenjob darfst du immerhin auch 15 % behalten... das andere wird ebenfalls angerechnet...

deine aufzählung hört sich fast so gut an, wie die der politiker... "345 euro taschengeld, alles andere wird doch übernommen!!!" naja, aber wenigstens essen muß man ja auch mal was... man rechne sich dann mal aus, was dann noch pro tag bleibt... 10 euro und ein paar zerquetschte... tanken ist da schon mal nicht so oft drin... essen GEHEN schon gleich gar nicht! raucher? selber schuld! kein wunder, daß jetzt schon alle nach kontakten zu diversen schwarzmärkten und schwarzanbietern suchen... und damit meine ich jetzt keine mittelaltermärkte! ;)

menschen aus den östlichen gebieten bekommen übrigens auch noch weniger, als die ausm westen...

tja, das ist zumindest mein stand der dinge... aber ich lasse mich ja immer gerne belehren!
LaVey242Hallo,

sorry, wollte dir nicht zu nahe treten.

Hier gibt es einen Betrieb der Thermomter herstellt. Da bekommen die angestellten zwischen 3,60 und 5 € und die können nichts sagen, weil sie sonst auf dem Arbeitsamt sitzen und dann nur die 60% bekommen.

Und das ist kein Einzelfall. DENEN geht es mal richtig schlecht !!! Die müssen nämlich alles selber zahlen.


In anderen Ländern ist es so, das wenn du keine Arbeit hast, auch kein Geld vom Staat bekommst.



Sorry, aber ich kenne leider genug, die Ihre Hilfe versaufen und verrauchen, tagtäglich Arabelle und Richter Holm sehen um abends in der Kneippe was zum erzählen zu haben.


Die sind zwischen 20 und 30 Jahren und könnten hanz sicher arbeiten. Aer die woillen doch gar nicht. Das denen nun gekürtzt wird ist 1a, leider trifft es auch die, welche redlich bemüht waren.


Ein anderes Thema ist dann sicherlich, wo bekommt derjenige der wirklich arbeiten will noch einen Job?

Ist ein Endlosthema, aber 800 € reichen zum leben. Ich hatte damals nur 1100 DM und bin auch über die runden gekommen.

Mad
xxxzinixxx800 euro... klar reicht das!
nur, wenn man weiß wie es besser und gerechter zugehen könnte, dann kriegt man leider schon mal ne mittlere agressionsattacke!!! und ich hab mich da manchmal echt schlecht im griff!!!

ein bekannter, von dem ich weiß das der sich wirklich bemüht um arbeit, wegen überqualifikation aber nie genommen wird, wird dann jetzt natürlich auch sozialhilfesatz bekommen...
wegen einsparungsmaßnahmen entlassen...
besonders dumm, wenn man noch gar nicht so lange richtig arbeiten, also vielleicht auch sparen konnte, weil man lange studiert hat und deshalb schon jahre der entbehrungen hinter sich hat, und dann ja auch die summen irgendwie zurückzahlen muß, die man als hilfen bekommen hat...
wie die zukunft aussieht? nur nicht dran denken... wenn jetzt studierte schon nix mehr kriegen...
welches land hat schon so schlaue straßenkehrer???
fragt sich, was die minderbemittelten noch tun könnten...
abstufung der untersten schichten?
ist es nicht niedlich, wie sie sich um die brotkrumen streiten???
naja, hauptsache die, die man zu gesicht bekommen muß, sind gebildet...
ist eigentlich der job eines kellners, friseurs, automechanikers nicht auch irgendwie gemeinnützig?
und könnte man nicht diese häßlichen häuser, in denen sie wohnen in einen extra stadtteil verbannen, damit man das elend nicht ständig vor augen hat?

klar reichen 800 euro...
es würde sogar reichen, wenn man ein zimmer im armenhaus bekommen würde... n dach überm kopf, n warmes zimmer, ab und an ne warme mahlzeit... was will man mehr????
was hat man auch mehr zu wollen??? gebraucht wird man ja eh nicht mehr, dazu gibts zuviele menschen... aller qualifikationen...
naja... vielleicht kommt von den obersten 10 000 ja bald mal auf die idee... armenspeisungen gibts ja wohl schon... oder immer noch? obdachlosenheime auch... wie könnte man das nennen... nicht "armenhaus", das hört sich nicht gut an... häuser für "soziale wohngemeinschaften" vielleicht? staatlich gefördert natürlich, denn das spart sicher noch mehr als hartz IV...

vielleicht bekomme ich 800 euro... auf jeden fall 345 für etwas luxus wie nahrung, strom und gez-gebühren, ab und an n bierchen... hört sich doch nach richtig gemütliche abende vor der glotze an...
n gemeinnützigen job und es werden vielleicht 800...
ja, das hört sich richtig gut an...
vielleicht kann man ja auch mal was nebenbei ergattern... irgendwie... klauen? hmmm... nein, sowas tut man nicht!
allerdings... die auf der anderen seite haben das dritte auto vor der tür... die merken sicher nicht, wenn ich die figur aus dem vorgarten mitnehme und versetze... nur wegen der schulbücher meiner kinder natürlich...!!!

klar reichen 345, plus, nach 160 stunden gemeinnütziger arbeit, 160 euro mehr...
...
was mag man momentan für diese arbeiten bezahlt bekommen, wenn man sich ganz normal dafür bewirbt? so als "nichtarbeitsloser,-aber-doch-den-job-wechseln-wollender/müssender"
wieviel ist den menschen JETZT noch eine solche arbeit wert?
welche arbeit ist die wohl wertvollste?
...
505 euro... wenn ich zwei euro die stunde bekommen kann sogar 665... nur für MICH und MEINE persönlichen bedürfnisse!!!
man muß dankbar sein...
ja, das muß man...
danke, deutsche politik!!!
es könnte ja tatsächlich sehr viel schlimmer sein!!! wenn man so andere länder sieht... leben teilweise sogar im müll...

...

und es kam schlimmer?

ok, ok, ich übertreibe mal wieder maßlos...

oder???

(nein, ich selbst bin NICHT arbeitslos!!!)
xxxzinixxxso, nachdem ich mich erstmal abreagieren musste, natürlich positiv durch haushalt, denn dinge die einem möglichst nicht selbst gehören zerstören tun ja schon andere, gehts fröhlich weiter:

telefon?
zeitung?
pc?
nix...
fernseher ist auch nicht nötig! dann lieber den strom sparen...
einladungen zu freunden? lieber nicht, da muß man sonst irgendwann auch mal was bringen... es sei denn dieser freund ist in derselben situation und versteht...
ab und an ausgehen?
BILDUNG???
oder doch lieber ab und an mal was wirklich leckeres essen? sich selbst auf diese weise ein kleines stückchen glück vorgaukeln...

man muß sich entscheiden...
alles geht nunmal nicht...

kontakte brechen ab...
neue, sicher keine vorteilhafteren, kommen vielleicht dazu...

aber kontakte von arbeitslosen zur aussenwelt sind ja sowieso out... niemand will sie sehen... sie sind einfach unangenehm anzusehen... so frei in ihrer zeit!

ja, sie rauchen und saufen nur, stehen ständig inner kneipe, kucken ständig diese hohlen sendungen...!!!
was noch???
was tun sie noch alles???
wie oft tun sie es?
was könnten sie sonst tun? ALLES kostet!!! nichts bringt etwas ein!!! außer vielleicht... (diesen gedanken mag ich aber gar nicht...)
sind es denn auch wirklich immer dieselben? oder wechselt es vielleicht ständig und man verliert den überblick, weil es einfach zu viele sind?


ist es schonmal jemandem aufgefallen, wie oft in letzter zeit jobs nur noch durch vitamin b vergeben werden?
gut, leistung zählt auch noch teilweise, aber wenn man einen job hatte, der einen gar nicht glücklich gemacht hat, dann ist auch das arbeitszeugnis nicht so toll... also, nix mit job... dann lieber den schwager vom freund damit beglücken, da hat man dann gleich was gut...
nun werden ja schon welche zu ihrem glück gezwungen, indem man sie zu irgendwelchen jobs drängt, zu denen sie gar keine lust hatten... mag sein, daß für manche dies dann tatsächlich das große aha-erlebnis wird, aber wie groß kann die chance da sein?
vor allem: was für jobs sind das, die kein auszubildender tun möchte? was für arbeitgeber?

ich bin wirklich dankbar, daß es mir gut geht, aber leider möchte ICH das es allen möglichst gleich gut geht!!! das ALLE danke sagen können! das wirklich ALLE ein stück weit glücklich sind!!! durch anerkennung!
durch irgendetwas, was man gerne von sich geben kann, wofür man nämlich dann auf irgendeine art und weise belohnt wird!
das ist geradezu ein menschliches grundbedürfnis!
wer anerkennt schon, wenn der müll aus den parks plötzlich verschwindet... und das noch völlig umsonst...

momentan versuchen schon viel zu viele diese anerkennung, diese aufmerksamkeit an der eigenen person durch negatives tun zu erhalten!
oder sie sind schon so weit unten, daß sie sich selbst ziemlich egal sind.
sie haben dankbar zu sein...


sorry, aber MEINE dankbarkeit hat doch noch irgendwo grenzen... mit hartz IV ist sie mir grad völlig vergangen!!!:mad: aber jeder hat da ja andere grenzen...
xxxzinixxxach ja, und noch was, aus aktuellem diskussionsanlaß:
NATÜRLICH sieht es so aus, als ob "der abschaum" ein tolles leben führt! die haben sich nämlich schon im abgrund wohnlich eingerichtet, während die jetzt immer neu dazukommenden und noch vollmotivierten, die ja nun schon teilweise aus der mittelschicht kommen, eben noch ein wenig um sich schlagen, um vielleicht doch noch schnell etwas ändern zu können, von dem, was [b]sie selbst[/b] einstmals damals befürwortet hatten....
deshalb machen bei den demos auch kaum langzeitabgründler mit. die zerfließen nicht mehr so vor selbstmitleid. die sind ("glücklicherweise"?, "endlich"?) auch schon zu mürbe.
und die demo-neulinge sind darin gar nicht geübt, denn das sind nicht mehr die, die jemals probleme mit irgendetwas hatten vorher. und schon schläft wieder alles den schlaf der gerechten.
zur freude des staates, der nun tönen kann: da beschwert sich doch gar keiner, also vielleicht gleich den nächsten schritt einläuten!?

:mad:

verzeiht, daß ich mich hier schon wieder errege...
xxxzinixxxvielleicht sollte man diesbezüglich ende nächsten jahres auch mal die selbstmordraten im auge behalten...
naja, des einen freud, des anderen leid, oder wie?
Mondsilbertaufe[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B] Glück und Hobby und Lust und Spiel habe ich in der Freizeit. Wer auf Traumjobs wartet, kann das gerne tun - soll aber verdammt nochmal nicht von der Allgemeinheit erwarten, dass diese ihm seine Träume finanziert. Soviel Realitäts- und Gerechtigkeitsempfinden setze ich bereits bei 10jhr. Schulkindern voraus. [/B][/QUOTE]

Dann war ich wohl eine der wenigen 10jährigen, die besagten Realitätssinn nie besessen haben. ;)
Denn ich bin ein Beispiel dafür, dass man seinen Traumjob bekommt. Allerdings muss man dafür arbeiten und manchmal härter als alle anderen.

In meinem Fall resultierte daraus ein umso stärkeres Gerechtigkeitsempfinden.
Ich bin für eine Leistungsgesellschaft und ich habe keine Lust mit meinem sauer verdienten Geld jene schwarzen Schafe zu unterstützen, die zu faul sind zu arbeiten und sich auf Kosten des Staates finanziell sanieren.
Hartz IV ist ein guter Ansatz, um endlich die zu treffen, die ungerechtfertigter Weise jeden Monat absahnen.
Diejenige, denen die Stütze allerdings zusteht, die Bedürftigen, die alleinerziehenden Mütter, Kranke und Behinderte sollten nen Extra-Bonus bekommen, damit sie keine Nachteile durch diese Reform erfahren.
MondsilbertaufeEigendlich keine schlechte Idee mit den 10 Kindern.
Wenn ich mir überlege, was ich da an Kindergeld bekomme...

Es lebe das Proletariat! ;)
ApexAlso ich muß ehrlich sagen, dass ich mich im Moment ziemlich aufrege, ich komme aus Raunheim bei Rüsselsheim und wer die Nachrichten gesehen hat der weiß was hier im Moment los ist.

Wenn wie befürchtet hier jeder dritte Opelaner seine Stelle verliert, dann wird hier ungelogen eine ganze Region den Bach runtergehen. Diese 4000 Stellen die allein im Standort Rüsselsheim eingespart werden, werden innerhalb der nächsten jahre langsam aber sicher, gestützt durch Hartz IV hier in der Region zu einer radikalen Auflösung der Mittelschicht führen. Denn konnte früher ein Arbeiter wenn er seine verlor und keine neue fand, sicher sein das er wenigstens sein Häusle das er sich aufgebaut hat abbezahlen konnte so muß er dies jetzt nach einem Jahr verkaufen und in die Unterschicht abrutschen mit allen sozialen Folgen für seine Familie. Und entschuldige Ilo diese Region hier kann nicht von heute auf morgen 4000 Stellen ersetzen, von den Stellen die indirekt bei Logistikbetrieben, Zulieferbetrieben und anderen von Opel abhängigen Betrieben wegfallen ganz zu schweigen.

Moderne Leistungsgesellschaft heißt für mich nichts anderes als modernes Nomadentum der ins Proletariat zurückgerutschten wie in den USA oder China, sozialer Kahlschlag in allen Bereichen, Ellenbogenmentalität unter den Beschäftigten anstatt Solidarität, Verslumung und Ghettoisierung und in Folge polizeilich de facto nicht mehr kontrollierbare urbane Unruhegebiete. Ich persönlich kann darauf sehr gut verzichten.
Darket*Sich in Ilos Kampfarena wag*

[QUOTE]Mondsilbertaufe: Das ist ja der nächste Hammer. Kinderkriegen ist hierzulande ein Geschäft, womit man "absahnen" kann. Bei 4 Kindern ist das Kindergeld und Erziehungsgeld ja schon höher als das Durchschnitts-Nettogehalt eines Angestellten[/QUOTE]
Ja, aber dummer Weise kosten die kleinen Plagen auch nen bisserl was. Ich als älteres von zwei Kindern habe etwa 130 Euro Kindergeld bekommen, dazu kommt am Anfang Erziehungsgeld, ich weiß nicht genau wo das liegt, aber ich bitte Dich, allein davon kann man doch nichtmal das Kind ernähren, geschweige den sich selbst noch zusätzlich.
Ich kenne keine konkreten Zahlen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass Du vom Kindergeld für 10 Kinder keine 10 Kinder durchbringen könntest.
decay73@Apex:
In Bochum sieht es ja noch schlommer au, oder? Mal abgesehen davon, daß das ja nicht alles ist. Denn die Zulieferer und sonstigen Service-Leister gehen ja mit den Bach runter.
Karstadt-Quelle macht mit und wird es eh nicht mehr lange machen, weil ja dann kaum noch einer was kauft - wie sagt TV-Maier immer: "ein Teufelskreis!" ;)
LaVey242Hallo,

im Westen tritt jetzt das ein, was wir im Osten seit der Wende haben.

>> Die Angst um den Arbeitsplatz


Es ist keinem zu wünschen, aber die aktuelle Wirtschaftslage treibt merkwürdige Blüten. Aber die Firmen haben nun ein Druckmittel und werden dies einsetzen.


Mad
MondsilbertaufeÄnderungsvorschläge? Ist doch so klar...
Hartz IV, die Renten-Story - ist doch offensichtlich, was geändert werden soll:

"Aber locker! Seh ich doch bei meinen arabischen Verwandten und Freunden...die sitzen in Häusern, die sie vom Sozialamt kriegen ("bei 6 Kindern gibt es fast schon einen Anspruch auf ein Haus", in München z. B. wird das so gehandhabt), haben dort 200 qm Platz für sich und die Kinder, bekommen wie gesagt das alles bezahlt - und müssen nicht arbeiten dafür. Und Du glaubst ja nicht, was Du alles kriegst an Geschenken und Unterstützung WENN Du kinderreich bist. Die Caritas sponsert, diverse Privatinitiativen stellen Dir die Windeln, den Babybrei... und eins ist auch klar: je mehr Kinder, desto billiger. Denn das eine trägt die Klamotten vom anderen auf, das Spielzeug wird geteilt, und man kriegt sogar noch Mengenrabatt in jedem Freizeitpark."

Also schauen wir es uns ab und machen es ihnen nach.
Anders geht es sowieso nicht mehr. Je mehr Kinder man produziert, umso besser ist die Absicherung in Zeiten der Not und im Ruhestand. Nebenbei steigt die Zahl der Einzahler.
E voila!

@decay

Du hast Opel vergessen...
Darket[QUOTE]Wie kann man Anreiz schaffen für Firmen, hier zu bleiben, in Deutschland, und das auch noch mit GEWINN - denn nur so lohnt es sich für jeden Geschäftsmann?[/QUOTE]
Sieht noch jemand grade Panorama? Wenn ja habt Ihr gehört woran gerade zehtausende Arbeitsplätze verloren gehen und zwar ausdrücklich NICHT weil der Standort zu teuer ist, nein sondern weil die Herren da oben IHREN Job nicht ordentlich gemacht haben.
Bei allem Respekt Ilolein, in diesem Zusammenhang finde ich es fast zynisch Aussagen über so genannte Sozialschmarotzer zu machen. Nein, ich weiß, dass Du die nicht gemacht hast um noch-Opelangestellte zu beschreiben, aber das sind 10000 Stellen allein bei Opel, wenn man rechnet, dass etwa 25% davon (eher noch mehr) in einem Alter sind, in dem sie ziemlich sicher keinen Job mehr bekommen. Das Problem dieses Landes sind definitiv NICHT diejenigen, die die sogenannte soziale Hängematte nutzen (ok, der andere Panoramabeitrag grad sagt was anderes), das Problem ist der Mangel an Arbeitsplätzen und der wird definitv nicht durch Hartz4 gelöst.
MondsilbertaufeApropos Osten.
Damals gab es auch schon 1-Euro-Jobs.
Sie hießen aber anders.
Sobotnik, wenn mich nicht alles täuscht, und waren für die Veranstalter zum Nulltarif.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i]
[B]@decay

Du hast Opel vergessen... [/B][/QUOTE]

Eigentlich nicht, denn mein Beitrag bezog sich auf Apex' Beitrag. Und er sprach von Opel in Rüsselsheim und ich meinte zusätzlich Opel in Bochum...

Apropos Kinder:
Heute eröffnet die Zeit eine Serie über die Zukunft Deutschlands mit der Überschrift:
"[b]Wir schrumpfen uns Gesund[/b]
Die Bevölkerungszahl nimmt ab.
Das war bisher Anlass für düstere Prognosen.
Doch Experten sagen voraus:
Die Menschen werden mehr Chancen erhalten."

Dürfte interessant werden, zumal ja schon Anfang des letzten Jahrhunderts ähnlich gejammert wurde...
MiauNeptunias Beitrag ist bemerkenswert, allerdings, weil die nackte Wahrheit breiter Bevölkerungsschichten darstellt, klar und ungeschminkt.

Und ich habe so oft im Leben feststellen müssen, daß es zumeist diejenigen sind, die kaum etwas auszustehen haben, die sich von früh bis spät über alles mögliche aufregen, motzen, nölen und maulen.

Das wirkliche Salz der Erde, das sind die Menschen, die aus ganz anderem Material beschmiedet sind:
fast immer nett, höflich und bescheiden. Wenn man sich näher mit ihnen unterhält, stellt sich heraus, daß sich klaglos seit Jahrzehnten an einer schmerzhaften Krankheit leiden oder klaglos neben ihrem Beruf noch die bettlägrigen Eltern pflegen.

Mißtraut den Demagogen und den Anklägern dieser Erde!
Sie haben meist nichts Gutes mit Euch im Sinne und wollen für gewöhnlich nur ihr eigenes Süppchen warmhalten.

Disclaimer:
(Bevor jetzt wieder jemand aus der falschen Ecke aufschreit, dieser Beitrag hatte nichts mit der GM-Misere zu tun).

[COLOR=firebrick]MIAU ![/COLOR]
LaChatte@Miau

dein Votum hinterlässt bei mir den Eindruck, dass Menschen, die Ungerechtigkeiten still ertragen. die besseren Menschen seien als andere, die sich wehren.

Dem kann ich gar nicht zustimmen.

[QUOTE]Und das wiederum, das "Unternehmertum mit Leib und Seele", kann keine Hartz-Reform bringen, sondern ein Beschränken der Gewerkschaft.[/QUOTE]

Auch Gewerkschaften sind wichtig, und es ist auch gut, dass es sie gibt. Doch die Gewerkschaften sollten sich vielleicht mal mit dem Gedanken auseinander setzen, dass ihre Mitglieder erwachsene Menschen sind, und nicht arme Lämmchen, die zur Schlachtbank geführt werden.

Und der Staat soll bitte Unternehmertum leichtmachen, zum Beispiel, in dem er eine Stelle einrichtet, die bei Neunternehmern alle staatlichen Beiträge (Versicherungen, Steuern, Krankentaggeld etc) an einem einzigen Ort abrechnet. Das Einzige, was der Unternehmer tun muss, ist dann noch, auf ein einziges Amt anrufen, ein paar Angaben zur Firma durchgeben, und dann die Rechnung zahlen.

Und "Unternehmertum mit Leib und Seele" kann man eh nicht verordnen - man kann nur gute oder schlechte Rahmenbedingungen schaffen.
Miau@La Chatte
Entweder hast Du mich nicht verstanden oder , ja was eigentlich?

Ungerechtigkeiten, was für ein abgenagter Knochen, wie oft wurde er der Plebs vor die Füße geworfen, wie viel Blut hat er gekostet.

Was ist denn Gerechtigkeit?

Ich will Dir eine Binsenweisheit verraten, das sind ganz nutzlose Begriffe und der Volksverhetzer, der sie zum ersten Mal unter die Menschheit gebracht hat, gehörte auf den Scheiterhaufen, seine Asche in nächsten Fluß versenkt.

Ist es "gerecht", daß die Eltern des einen bis ins hohe Alter rüstig sind, während die des anderen bereits mit 50 zum Pflegfall werden?

Ist es gerecht, daß Du gut genährt hier schreiben darfst, während sie in BanglaDesh oder sonstwo an Schuhsohlen nagen?

GottGütiger, Gerechtigkeit.

[COLOR=firebrick]MIAU ![/COLOR]
LaChatte@Miau

ich hatte deinen Beitrag ungefähr so verstanden:

- Wer noch genug Mumm und Kraft hat, noch auf die STrasse zu gehen, der ist per Definition ein Wohlstandsverwahrloster (oder so etwas ähnliches), dem gehts noch viel zu gut und da schadets auch nicht, wenn diese den Gürtel etwas enger schnallen müssen.

- die "echten Armen" sind jene, die still und klaglos vor sich hinleiden, und das ist moralisch erstrebenswerter als zu reklamieren, wenn einem etwas nicht gefällt.

Ich lese da nur (vielleicht zu Unrecht) eine streng protestantische Geisteshaltung heraus, die ich doch langsam überwunden glaubt... oh Erde du Jammertal.;)
Miau@La Chatte
Nein, ich habe etwas völlig anderes gemeint.

Wozu soll die Frau mit den pflegebedürftigen Eltern denn auf die Straße gehen?

Kennst Du eventuell von B.B. die Ballade von der "Hanna Cash"?





[COLOR=firebrick]Miau 1[/COLOR]
LaChatte[QUOTE]Wozu soll die Frau mit den pflegebedürftigen Eltern denn auf die Straße gehen? [/QUOTE]

Für finanzielle oder personelle Unterstützung, zum Beispiel. Pflege ist kein Zuckerschlecken, sondern körperlich und emotional belastend, und diese Arbeit - sei es privat oder sei es professionell - sollte entsprechend honoriert werden.

Nein, Hanna Cash kenne ich nicht.

Und was hast du denn gemeint? Findest du die Demonstrationen denn unberechtigt? Es kann ja auch sein, dass die Leute mit den pflegebedürftigen Eltern schlicht keine Zeit oder keinen Raum haben, um an die Demos zu gehen... und froh sind, wenn es andere für sie tun.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Miau [/i]
[B]Ungerechtigkeiten, was für ein abgenagter Knochen, wie oft wurde er der Plebs vor die Füße geworfen, wie viel Blut hat er gekostet.
Was ist denn Gerechtigkeit?
Ich will Dir eine Binsenweisheit verraten, das sind ganz nutzlose Begriffe und der Volksverhetzer, der sie zum ersten Mal unter die Menschheit gebracht hat, gehörte auf den Scheiterhaufen, seine Asche in nächsten Fluß versenkt. [/B][/QUOTE]Die [b]Montags-Demonstranten[/b] in der DDR haben 1989 gezeigt, dass Revolutionen nicht immer gewalttätig und blutrünstig ablaufen müssen - und sind mir damit hundertmal sympathischer als Leute, die andere Menschen als Volksverhetzer diffamieren und nach Scheiterhaufen rufen ...

Ja, es gibt unterschiedliche Vorstellungen von Gerechtigkeit, das ist das Problem.
Es gibt aber [URL=http://www.awb.tu-berlin.de/lv/neue-AF/Zukunftsvisionen1]gerechtere Alternativen[/URL] zu Hartz-IV, die durchaus realisierbar sind:

"Wenn sich also die [URL=http://www.awb.tu-berlin.de/lv/neue-AF/Zukunftsvisionen1/Das%20Münchner%20Modell.html][b]Gleichwertigkeit aller gesellschaftlich nützlichen Arbeit[/b][/URL] durchsetzen ließe und es eine Durchlässigkeit gäbe zwischen den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern, könnte sich eine Tätigkeitsgesellschaft entwickeln."

So könnte eine Gesellschaft entstehen, in der Alle [b]tätig[/b] (statt "erwerbstätig") sein können und damit zum Gemeinwohl beitragen können, in der aber auch Alle am Gemeinwohl beteiligt sind.

[QUOTE][B]Ist es gerecht, daß Du gut genährt hier schreiben darfst, während sie in BanglaDesh oder sonstwo an Schuhsohlen nagen? [/B][/QUOTE]Nein, natürlich ist es nicht gerecht. Aber bevor wir das Maul aufreißen und unsere ungerechte Gesellschaft mit Waffengewalt in Afghanistan und sonstwo durchzusetzen versuchen, sollten wir lieber erst mal im eigenen Hause Ordnung schaffen.
TheTurningPoint[URL=http://www.heise.de/tp/foren/go.shtml?read=1&msg_id=6673827&forum_id=67173][b]"Arm zu sein ist erniedrigend"[/b][/URL]

An und für sich schon per se. Wer gewohnt war zu arbeiten, evtl. für seine Arbeit respektiert wurde, nimmt mit andauernder Arbeitslosigkeit immer mehr wahr, daß er zu einer Randgruppe gehört.
Wenn über die Arbeit und Kollegen gelästert wird, hat man nichts beizutragen. Die Kinder werden in der Schule stigmatisiert, man weiß selbst nicht mehr, wer was weiß über die eigene Situation. Kinder von Arbeitslosen gehen nicht auf's Gymnasium. Ganz einfach.

Diesen Effekt hatte Armut schon immer, bei Hartz IV kommt ein viel bittererer Aspekt hinzu: Die Armut vor den Institutionen. Zwar waren auch die Sozialämter bisher immer angehalten, Druck auszuüben, wenn ein Hilfebezieher offenbar arbeitsfähig war, was sie im allgemeinen auch getan haben.

Kein Gesetz vor Hartz IV jedoch gab Behördenmitarbeitern eine solche Machtfülle in die Hand. Ob dem AG2-Bezieher die Existenzgrundlage entzogen wird oder nicht kann im schlimmsten Fall (und viele reale Fälle sind da ganz in der Nähe) davon abhängen, ob er sich von seinem Sachbearbeiter beleidigen und schikanieren lässt. Oder weil der Bezieher einer dem Sachbearbeiter mißliebigen Minderheit angehört.

Der Bezieher ist dem Behördenmitarbeiter ausgeliefert. Seine Familie, seine Kinder sind nichts anderes als die Geiseln, mit denen die Behörde Druck ausübt.
Und: Wenn du arm bist, brauchst du auf dein Recht nicht zu hoffen. Kaum ein Anwalt schaut auch nur genau hin, wenn ein (potentieller) Mandant mit einem Beratungsschein daherkommt.

Hartz IV: Angaben ohne Gewähr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Das ist Armut in einem wirklich sehr armen Land.

[URL=http://www.heise.de/tp/foren/go.shtml?read=1&msg_id=6675228&forum_id=67173][b]"Wer auf Arbeitssuche verzichtet, kann einigermaßen mit Sozialhilfe leben"[/b][/URL]

Sozialhilfe reicht zum Leben.
Jedenfalls dann wenn man sich in der Sozialhilfe einrichtet. Der größte Kostenfaktor ist dabei Arbeitssuche. Ergo ist Arbeitssuche das erste was ein Sozialhilfeempfänger streichen muss. Merke: Die Suche wird nicht bezahlt, und wenn dann nur mit Beträgen die nicht den Aufwendungen entsprechen. Zweiter Knackpunkt ist die Teilnahme am öffentlichen Leben. Der größte Kostenpunkt waren Fahrkarten, Internet, Telefon.

Sprich: Wer auf Arbeitssuche, Straßenbahn und Telefon verzichtet, kann einigermaßen mit Sozialhilfe leben. Insbesondere wenn noch das eine oder andere Stück Schwarzarbeit dazukommt.

[URL=http://de.indymedia.org/2004/10/96265.shtml][b]Arbeitsamt unterdrückt Protest[/b][/URL]

Neustrelitz: Wie bekannt wurde, hat das Arbeitsamt in Neustrelitz massiv Einfluß auf die Anti-Hartzproteste genommen. Dem Demokratischen Frauenbund (dvb) wurde angedroht, falls dieser weiter die Proteste gegen Hartz IV unterstützt, werden keine ABMler in diesen Verein geschickt. Das hätte dessen Existenz gefährdet, da an den ABMlern weitere Mittel für Räume und Materialien hängen. Somit zog sich der Demokratische Frauenbund aus den Protesten zurück. Das dürfte kein Einzelfall sein, in dem die Exekutive ungerechtfertigt versucht, politisch Einfluß zu nehmen.

[URL=http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/386409.html][b]"Gleichwohl müssen wir eine allgemeine Zunahme der Aggressionen feststellen."[/b][/URL]

Erneut ist in einer Arbeitsagentur ein Arbeitsloser gewalttätig geworden. Gestern Vormittag randalierte ein 53-jähriger Mann mit einem Beil in der Arbeitsagentur Berlin-Süd an der Neuköllner Sonnenallee. Laut Polizei war der Mann nach eigenem Bekunden bereits zum achten Mal dort, ohne dass er sein Arbeitslosengeld bekommen hätte. Die 47-jährige Sachbearbeiterin stellte fest, dass das Geld am Mittwoch auf das Konto des Mannes überwiesen worden sei. "Er forderte jedoch, den Betrag sofort zu bekommen, da er Mietschulden zu bezahlen habe", sagte ein Polizeisprecher. Als ihm die Frau erklärte, dass das nicht möglich sei, schrie der Mann: "Muss ich immer mit Messer und Beil kommen, um mein Geld zu kriegen?" Aus einer Tasche zog er ein Beil und schlug damit auf den Schreibtisch.
xxxzinixxxwenn ich das hier so lese, dann ist die welt tatsächlich noch viel schlechter als ich bisher ohnehin schon annahm!!!
unglaublich, wieviel wahre menschlichkeit sich hier offenbart.. für mich genau das, was die welt so schlecht aussehen läßt!
was ist es denn, was hier von manchen gefordert wird?
arbeitslose sollen schweigend ihre eltern pflegen und möglichst noch selbst dabei chronisch krank sein, sonst sind sie nicht würdig ein minimum an geld zu empfangen, welches ja schließlich aus den taschen der arbeitenden kommt, dankbar zeigen sollten sie sich natürlich dann sowieso, indem sie sich nebenbei noch für die gemeinschaft für einen hungerlohn (wenn überhaupt, denn sie kriegen ja eigentlich schon was dafür) engagieren! sie sollen, wenn sie all dies nicht vorweisen können, in obdachlosenasylen leben, auf armenspeisungen angewiesen sein, so wie in allen anderen ländern dieser welt auch, außer eben hier in diesem laschen deutschland, das offensichtlich eben nicht hart genug durchgreift diesbezüglich? ich meine, sehen wir uns doch mal die zustaände in diesen gelobten anderen ländern dafür an! ich empfinde das als nicht sehr erstrebenswert, solche menschen so leiden zu sehen!
andersherum könnte man daraus zurückschließen, daß diese "sozialschmarotzer" das land am besten verlassen sollten? jedenfalls dürfen sie möglichst nicht in eurer nähe wohnen? oder vielleicht ghettos?
übrigens gibts für die pflege von verwandten auch geld... verwerflich, oder? da könnte man ja direkt schon wieder hintergedanken bekommen...

reden wir hier über bettelnde tiere? über schmarotzerpflanzen? zoologie? biologie? aha...

[b]warum[/b] diese menschen aber zu "asozialem gesocks" degradiert sind, das interessiert ja nicht. bei allen jenen werden pauschal nur niederste instinkte vorausgesetzt.
warum??? was haben sie verbrochen? was ist denn schiefgelaufen in ihrem leben?
sind sie wirklich immer selber schuld?
war es nicht vielleicht auch der sozialneid? die ellenbogengesellschaft? jeder ist sich selbst der nächste?
soll ich selbst denn erst arbeitslos werden, damit ich aufschreien kann? wer hört dann noch mein rufen? wie sollte ich mich dann überhaupt noch bemerkbar machen?
soll ich zum wohle der vom leben bevorzugten, aber dafür auch ausgebrannten arbeitskräfte meinen mund halten, wenn ich doch sehe, wie man arbeit besser verteilen könnte?
sorry, aber dieses denken ist für mich zu einfach. hört sich an wie: mir gehts ja noch ganz gut, also laßt nur bloß alles so, verbesserungen meines persönlichen umfeldes aber lasse ich natürlich gerne zu, egal auf wessen kosten!? die anderen (besonders die deklassierten) gehen mich doch nichts an, ich gebe schließlich schon genug von meinem herzblut!?
ICH möchte nicht, daß es IRGENDJEMANDEM schlechter geht als anderen...
egal, was er beitragen kann!
es ist mir tatsächlich völlig egal!!!
und wenn ihm die lust auf irgendwelche beiträge vergangen ist, dann verstehe ich das sogar sehr gut!!!
seht euch die zumeist von den medien aufgehetzten massen doch mal an! betroffene von harzt IV finden sich im fernsehen als dummbatz wieder... aufs zerreißerischte gekürzt...

mit harzt IV wird garantiert nicht weniger "asoziales gesocks" gebastelt!

die, die ihre felle noch im trockenen haben, wie hart das teilweise auch immer sein mag (engagiertes sozialverhalten muß sich niemand antun, es wird imho also nur des jammerns wegen womöglich ständig erwähnt), können gut reden, ja... manche in die eine richtung denkend, manche eben in die andere, würde ich einfach mal so behaupten!!!
was denn, wenn eure firma dicht macht?
sozialhilfe ist übrigens auch empfindlich gekürzt worden, und ich ahne, daß sich ein zufriedenes grinsen auf manchen gesichtern ausbreitet...

und hat vielleicht auch schonmal jemand dran gedacht, daß diese tollen, ehrenwerten, aufstrebenden nachkriegsjahre "LEIDER" vorbei sind; daß es wieder mehr menschen auf der welt gibt, die sich einen job teilen müssen/können/dürfen? die lösung ist natürlich einfach und wird ja auch zur genüge praktiziert, zum wohle der eigenen wirtschaft...

wann ist denn diese tragödie, hinter der so viele unzählige einzelschicksale stecken noch groß genug um mitleid zu fühlen? müßte nicht derjenige, der sich tatsächlich so krank und klaglos mit den brotkrumen zufriedengibt und so heroischen einsatz zeigt aufgrund seiner hervorragenden leistungen sofort einen neuen job bekommen? wenn nicht, tja, dann wird er wohl zu blöd gewesen zu sein, oder doch zu faul (der will ja gar nicht, ich schaff das doch auch alles?) und wieder ganz schnell ebenso abgestempelt zum schmarotzer, weder aus der flora noch aus der fauna, sozusagen...
decay73Hmm, irgendwie habe ich das Gefühl, daß hier ein wenig nebeneinander her diskutiert wird.

Das eine ist die Frage, was man von den Hartz-Gesetzen hält. Da ist Kritik m.E. durchaus berechtigt. Es ist eine Frage, wie das umgesetzt wird, und was bei der Umsetzung z.B. im "Eifer des Gefechtes" (analog zur Gesundheitspolitik) nicht berücksichtigt wurde.

Die andere Frage ist die Frage nach dem "Systembetrug". Um das einzudämmen braucht es aber keine Hartz-Gesetze, sondern nur ein konsequentes Durchgreifen des Staates. Nur weil [i]einige[/i] das Sozialsystem mißbrauchen, sollte man ja nicht gleich die deutliche Mehrheit derer, die darauf angewiesen sind und ein Anrecht auf Unterstützung haben, bestrafen, oder?


[i]decay[/i]
2378Wenn ich das hier lese, bin ich doch immer wieder erstaunt.

Jetzt mal hier ein kleine Beispiele die man sich durch den Kopf gehen lassen sollte:
1. Ein Familievater arbeitet für seine 5 köpfige Familie 38h die Woche und bekommt nach dem Vater Staat am Geld war ca. 1000 Euro raus - davon muss er Wohnung, Essen, Kleidung usw bezahlen. Außerdem will er dass seine Kinder auf Realschule und Gymnasium geht und da er Ausländer ist, bezahlt er auch noch etwas Nachhilfe, er kann den Kindern nicht mehr helfen.

Was würde dieser Vater bekommen, wenn er nicht arbeiten würde, den Kindern keine Nachhilfe geben lassen würde und sich nicht um die Schulbidlung kümmert (war es nicht so, dass Kindern von Arbeitslosen keine Bildung angeblich bekommen) - ich bezweifel dass der Vater weniger Geld bekommt... - und trotzdem wären die Kinder wegniger versrogt.

Für mcih ist der Gedankengang komisch.

Ich behaupte eher, dass vielleicht Eltern von Kindern mit weniger Geld weniger Sinn dadrni sehen, dass ein Kind das Gymnasium besucht - aber das hängt nicht mit dem Geld zusammen, schließlich habe ich auf dem Gymnasium viele Kinder kennen gelernt, deren Eltern weniger geld hatten, die jedes Jahr zum Schulanfang Büchergeld usw bekommen mussten - und ja sie haben auch das Abitur gemacht... - also verstehe ich das Argument nicht.

Wie können eigentlich Leute die eine Ausbildungstelle suchenk eine finden, wenn z.B. ich und mein Freund dauernd Angebote zugeschickt bekommen (wir wollen jetzt doch weiter studieren). Könnte es nicht an einfach zu hohen Ansprüchen liegen? Wenn einem der Job nicht gefällt, kann ersich danach immer noch eine 2. Ausbildung machen (und die werden mit 22 oder 25 lieber genommen, als die die bis dahin immer noch gar ncihts gemacht haben).

Ja, es können na klar nicht alle Leute in Deutschland einen Job haben - aber sie könnten für die Zeit vorsorgen (z.B. mit Sparen) und dann bräuchten sie nicht mal Arbeitslosengeld 2 - das erste Jahr bekommen sie ja ihr Geld aus der Arbeitslosenversicherung!!!

Wer nicht vorsorgen konnte (aus welchen Gründen auch immer) - der bekommt auch jetzt noch Geld - und zwar für die Wohnung usw - nicht viel, aber Wohlstand sollte noch nie über die Sozialhilfe bezahlte werden - es ist ein Privileg und eine Hilfe die dieser Staat mit seiner arbeitenden Bevölkerung den Leuten gibt!

Wird eigentlich bei ALG2 die GEZ immer noch entlassen und gibt es den vergünstigen Tarif bei der Telekom immer noch?

Sonst - wieso kosten soziale Kontakte den Geld? Der Park ist immer noch kostenlos - Internet ist nicht zwingend notwendig und statt telefonieren kann man sich wohl auch mal direkt treffen. Wenn ich kein Geld habe, gehe ich trotzdem weg und zwar dann an solche Orte - die sind kostenlos und Spaß kann man auch da haben.

Mal eine Frage - ist es euch eigentlich bewusst, dass es auch noch viele "arme" Kinder in Deutschland gibt, deren Eltern, obwohl sie reich sind, immer noch keinen tollen Rechner haben (400Mhz sind ja wohl mehr als genug), Analoges Telefon reicht und ein Modem als Geldverschwendung wie auch die Internetgebühr deklarieren?

Gruß
2378
(die sich immer wieder darüber wundert, wieviel heute lebensnotwendig zu sein scheint)

P.s. Ein andere Gedanke - würden KEINER das Sozialsystem ausnutzen, würde es vielleicht funktionieren und das sollte man bedenken.
DarketIch stauen immernoch wieviele hier die bewusste Ausnutzung des Sozialsystems als größtes ökonomisches Problem dieses Landes ansehen. Es gibt weit dramatischere. Konkret den schlichten Mangel an Arbeitsplätzen UND, was immerwieder unterschätzt wird, die Tatsache, dass es in Deutschland c.a. eine Million freie Arbeitsstellen gibt, die nicht besetzt werden KÖNNEN.
Ursachen? (verdammt mir ist der Fachbegriff entfallen, und dabei hab ich Abi drüber geschrieben :rolleyes: ) Ganz einfach die Tatsache, dass die Arbeitsplätze an anderen Orten liegen als die Arbeistlosen und die, dass immernoch ein Fachkräftemangel herrscht, so seltsam das klingt.
D.h. man könnte etwa 25% aller registrierten Arbeitslosen in Lohn und Brot bringen, wenn der Bildungsstandard erhöht und Gesetze erlassen würden, die Arbeitslose zwingen auch Ortswechsel in Kauf zu nehmen.
Und um der Linken vielleicht auch einmal sinnvoll entgegenzukommen und nicht nur faule Kompromisse zu suchen, wäre eine MINDESTENS zivilrechtliche Verfolgung solcher Führungskräfte von Nöten, die ganz offensichtliches Missmenagement zu verantworten haben, als konkretes Beispiel sei hier mal Herr Lopez (ex-Opel jetzt-VW) angeführt, der eine ganz erhebliche Verantwortung für die derzeitige Misere bei Opel trägt.
2378Ich verstehe auch nicht, wieso keiner bereit zu sein scheint umzuziehen, wenn er keinen Arbeitsplatz hat und wo anderes einen bekommen könnte... - und ja dann auch nocht weiter Hilfe zu beziehen ist für mich auch Ausnutzen des Sytems...
LaChatte[QUOTE]Ich verstehe auch nicht, wieso keiner bereit zu sein scheint umzuziehen, wenn er keinen Arbeitsplatz hat und wo anderes einen bekommen könnte...[/QUOTE]

Es gibt ja solche, die umziehen. Gerade viele Ostdeutsche kommen und lassen sich in der Region Basel nieder.
DarketIch verstehe durchaus Menschen, die nicht aus ihrem sozialen Umfeld weggehen wollen. Ich habe das bei ner guten Freundin von mir erlebt, die plötzlich aus der Großstadt in die tiefste Provinz geschickt wurde und totunglücklich war. Dennoch denke ich, dass es oftmals die einzige Möglichkeit und das kleinere von zwei übeln ist, vielleicht nicht im Falle des einzelnen, aber insgesamt müssen dort gesetzliche Grundlagen geschaffen werden, was ja mit den Hart-Gesetzen teilweise schon passiert. Doch denke ich, dass man in diesem Fall durchaus noch einige Schritte weitergehen müsste, solche Steuerungsmaßnahmen gehören zu den wenigen Möglichkeiten, die der Staat in einer liberaler werdenden Wirtschaftsordnung noch hat.
Darket[QUOTE]Bin ich auch voll dafür! Und dass solche Typen (Karstadt) auch noch 10 Millionen Abfindung kriegen, ist ein Skandal ohne gleichen und hätten diese Typen auch nur etwas Stolz und Ehre im Leib, würden sie diese 10 Millionen der Belegschaft spenden.[/QUOTE]
Prima Idee, bei nachweislichem Mißmenagement wie in den zwei gerade aktuellen Fällen, könnte die Abfindung einkassiert werden und den deswegen zu entlassenden als Abfindung ausgezahlt werden, oder, noch besser in den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze gesteckt werden, denn dort wo Stellen abgebaut werden mangelt es in der Regel an? Na? Richtig: GELD ;)
Naja, so schön die Idee ist, habe ich doch Zweifel an der juristischen Durchsetzbarkeit.
Aber in so Fällen wie jetzt bei Karstadt liegt ja quasi eine fahrlässige Sachbeschädigung vor und das müsste juristisch doch verfolgbar sein.

Und das mit dem Problem der Ausbeutung der sozialen Sicherungssysteme ist sicherlich vorhanden, dennoch staune ich darüber, dass dieses Problem größer gemacht wird als es ist.
Deutschland ginge es nicht soooo wesentlich besser, wenn jetzt alle, die zu Hause auf der faulen Haut liegen anfingen sich Jobs zu suchen, ich gebe Dir recht es ist ein Problem, aber ich halte es für Energieverschwendung ewig nur darüber zu lamentieren, während die weit größeren Probleme ungelöst liegen bleiben.
asdfghj@odessa:
du meine güte!
soviel menschenverachtendes gehetze wie von dir hab ich selten von einer person im bezug auf die hartz-geschichte gehört...
ich hab keine lust auf deine ewig langen tiraden einzugehen,die sprechen ja bereits ihre eigene sprache,doch der inflationäre umgang mit menschenbezeichnungen wie schmarotzer usw. spricht ja schon für sich...
da hilft es dir auch nichtmehr viel das du relativieren möchtest das dieser begriff ja einen bezug zum zoologischen hat,ich denke wir wissen alle was jemand mit schmarotzer meint wenn er diesen begriff im bezug auf menschen verwendet...
da sind bestimmt keine kleinen fischlein damit gemeint....
mit sachlichem zum thema beitragen hat das nichtmehr viel zu tun,sieht er so aus als hättest du ne personengruppe ausgemacht auf die du deine eigenen,privanten probleme projezierst;
die arbeistslosen/sozialhilfeempfänger..
es kommt aus deinen texten nur allzudeutlich raus das die für dich scheinbar für alles verantwortlich sind,die sind schuld an der staatlichen schieflage,die sind schuld das du leiden mußt,die sind schuld das so viele leute in der psychatrie landen...
du meine güte,als arbeitsloser muß man ja schon für ne menge herhalten,doch ich als betroffener wundere mich doch schon sehr für was ich doch alles verantwortlich bin!!
soso,es sollte also gesetz werden das jeder für jeden mieß bezahlten leiharbeiterjob quer durch die republik ins tiefste provinznest ziehen muß..
aber schonmal an die kehrseite der medalie gedacht?
das dann deine psychatrien vor leuten überquellen die psychisch am ende sind weil sie aller sozialer kontakte beraubt wurden durch den umzug,das in einer stadt weit weg von zuhause und keine neuen finden??
gerade hier im board dürfte doch offensichtlich sein das es eine menge menschen gibt denen sowas höllisch zusetzen würde weil sie sich eh schon schwertun im umgang mit anderen....
[B]*ironiemodus-an*[/B]
oder steckt da gar eigennutz dahinter weil dir dann in deinem berufsfeld die patienten nicht ausgehen und dadurch dein job gesichert ist??
weil das argument das man mit diesen geldern für die arbeitslosen ja auch die psychatrien ausbauen könnte hast du ja bereits gebracht??
[B]*ironieoff*[/B]
ich bewundere jeden der jederzeit seine zelte überall abbrechen kann und da neu anfangen kann,doch es gibt auch genug leute die das nicht können weil sie psychisch total ins schleudern kommen,und nur weil du dir das nicht vorstellen kannst weils bei dir nicht so ist müssen andere damit noch lang keine schwierigkeiten haben,und das du das nicht siehst zeigt nur wie eingeschränkt und damit egoistisch letztendlich deine eigene sicht der dinge ist,aber auch das ließt man sehr sehr deutlich aus deinen teils hasserfüllten zeilen raus!
allein schon dein gezeter und deine hinweise wo du mal aufm amt gearbeitet hast..
woher willst du z.b wissen wieso jemand in der situation ist??
ich persönlich seh z.b auch für deine augen aus wie n totaler schmarotzer,weil 1,95meter groß,sehr sportlich weil ich viel davon treibe und arbeitslos..
also sicher n vorzeigeschmarotzer,vom otpischen her.
doch,das ich unter allergischem asthma leide welches mich schon an den rand des ablebens brachte und ich teilweise alte bücher wegen allergien nur durch ne durchsichtige plastiktüte lesen kann und keine teppiche usw. aus allergiegründen haben kann oder ich letzte nacht wieder kaum luft kriegte bevor ich irgendwo aufm amt antanze...
das würde mit keiner optisch ansehen,ist grund meiner arbeitslosigkeit und mir wird viel unrecht getan in dieser hinsicht.
und mit theoretischem lernen habe ich auch riesige schwierigkeiten,was wohl an der hyperaktivität liegt die mir schon von mehreren psychologen bescheinigt wurde,es fällt mir jetzt noch wahnsinnig schwer einem lehrer zu folgen und die schule...schwamm drüber.
also mit welchem recht nimmst du dir als medizinischer laie z.b raus die leute in schubladen zu stecken und zu brandmarken???
aber leute wie dich kenn ich auch schon im bezug auf eure denkweise,in euren augen ist wohl auch nur jemand bedürftig wo mit dem kopf unter dem arm daherkommt...
und vorher wurde ein paarmal das argument gebracht das es ja nicht im sinne der gesellschaft sein kann,und auch nicht im interesse irgend eines arbeiters hier in deutschland das jeder jetzt für jeden hungerlohn arbeiten geht..
und da wurde von dir das argument gebracht,mit beispiel deiner landsleute das die auch nicht für jeden hungerlohn arbeiten weil sie ja leben müssen..
und dann verweist du auf ZEITARBEITSFIRMEN!!
für die deine landsleute nur allzuoft tätig sind..
das soll ja wohl ein scherz sein,das ist ein absoluter wiederspruch in sich!!!
gerade zeitarbeitsfirmen sinds doch die einem die größten drecksarbeiten für einen lohn verrichten lassen von dem man nicht leben und nicht sterben kann!!!
das sind doch die aasgeier des arbeitsamtes,ich bin für so drecksäcke trotz meines allergischen asthmas schon in gießereien gegangen,habe lebensgefährliche arbeiten am rande des körperlich erträglichen gemacht für einen lohn von sage und schreibe 11mark die stunde während festangestellte,ungelernte das 3fache meines gehaltes erhielten!
das soll okay sein und im interesse aller das sich solche parasiten mit ihrem lohndumping durchsetzen??
ich hab den dreck trotzdem durchgezogen bis es nichtmehr ging,doch nochmal tu ichs nich und freiwillig geh ich nach solchen erfahrungen auch nichtmehr zu einer dieser hochgelobten agenturen,der letzte wollte mich in tankstellen ölltanks putzen schicken,die unterridischen,für sage und schreibe wiedermal 5euro die stunde!!
diese von dir dauernd immer wieder runtergeleierten alternativen sind mindestens so menschenverachtend wie dein inflationärer gebrauch des wortes schmarotzer!!
und überhaupt,die wurzel allen übels in sozialhilfeempfängern und arbeitslosen zu sehen,wie ahnungslos von der derzeitigen wirtschaftslage und vom zeitgeschen muß man eigentlich sein ein dermaßen eingeschränktes sichtfeld zu haben????
zumal schon mehrfach gesagt wurde wie sich diese zusammensetzen,z.b die hälfte der sozibezieher kinder...
also wirklich,das hört sich echt alles eher so an als nutzt du die übelen,faulen arbeitslosen und sozialhilfeempfänger bloß als frustventil für deine eigenen probleme,doch für die können andere nichts.
und um eins vorwegzunehmen;ich habe auch nichts gegen hartz,im gegenteil,mir wirds dadurch besser gehen als langzeitarbeitsloser und sehe es als sozialen ausgleich innerhalb der sozialsysteme an die ungerecht waren,weil wer viel hatte bekam früher viel und wer nichts hatte bekam nichts,chronisch kranke z.b..
ich mußte lange zeit von 150euro leben,den ganzen monat lang..
ich kann mit geld umgehen,das macht mir keiner so schnell nach...
dank hartz is schluss damit,ich freu mich schon auf nächstjahr..
sowas führt ja ein sozialsystem ad absurdum,weil es ja für die bedürftigen da sein sollte.
doch,wie du gegen die arbeitslosen wetterst,das ist ja echt nichmehr normal,auch deine ausdrucksweise,furchtbar..
da kriegt man echt hemmungen und komplexe sich unter arbeitende zu wagen,wenn das wirklich eure einstimmige meinung über diese gesellschaftsschicht ist.
drum meide ich auch schon seit langem die menschen,weil ich weiß das ihr so denkt...
wobei ich dir auch an der stelle rechtgebe das es da übele subjekte gibt,ich kenn da auch welche,doch die stellen gewiß nicht die mehrheit und den könnte man ganz einfach auf die schliche kommen..
ich denke da z.b einen bekannten von mir der seinem berater mal mitten ins gesicht sagte er hatt kein bock zum arbeiten.
da magst du richtig liegen,doch deinen worten nach sinds ja fast alle so wie der...
echt,da krieg ich die krise wenn ich sowas lese...
eigentlich schade,weil gerade von jemand wo meine leidenschaft zu den fields teilt hätt ich ein wenig mehr erwartet,ich dachte jemand wo carl´s sicht der dinge was abgewinnen kann hat ein wenig andere sicht der dinge als geistig so eingeengt wie du es hier rüberbringst.....:confused:
naja,in dem sinn..
asdfghj
LaChatte@asdfghj

grundsätzlich gebe ich dir recht. Und ich habe auch schon die Erfahrung gemacht, dass man als ehrlicher Mensch dumm ist, wenn man den Ämtern alles korrekt angibt, weil dann kriegt man nämlich kein Geld, während man sich ein paar Monate ein gemütliches Leben machen könnte, wenn man nur das Eine oder Andere verschwiegen hätte... Immerhin wird mit Hartz das Lügen schwieriger, und ich finde auch das Prinzip gut, dass nach einer gewissen Zeit alle gleich viel bekommen.

Deine Kritik an Zeitarbeitsfirmen möchte ich aber doch etwas relativieren - schliesslich arbeite ich seit fünf Jahren in einer solchen, und ich komme mir überhaupt nicht wie der Aasgeier des Arbeitsamtes vor, sondern eher das Arschloch der Nation... aber es gibt wohl noch einige Unterschiede zwischen Deutschland und der Schweiz.

Mir geht aber der Kragen hoch, wenn wir als Zeitarbeitsfirma uns an die Gesetze halten, und einem ungelernten (!) Bauhelfer einen Lohn von 18 Euro/Stunde bezahlen.... und dann hören wir, dass für Baustellen in der Schweiz deutsche Firmen beauftragt werden, die qualifizierten Handwerksleuten so um die 10 Euro pro Stunde bezahlt.

Mich ärgert der überhebliche Ton von Gewerkschaften, die selbst keine Ahnung haben, und völlig überzogene Forderungen stellen.

Mich ärgern die Gerichte, wenn es offenbar nicht darum geht, die Buchstaben des Gesetzes genau anzuwenden, wenn es zu unseren Gunsten ist, sondern ein Kuhhandel vereinbart wird. Ich frag mich schon länger, wofür Gesetze überhaupt da sind...

Mich ärgern die Kundenfirmen, die das Gefühl haben, nur weil ein Mitarbeiter ausgeliehen sei, gebe es ihnen das Recht, wie Dreck mit ihm umzugehen

Und mich ärgert, wenn die meisten offenbar nicht in der Lage sind, einen Unterschied zwischen den schwarzen Schafen der Branche zu machen (ja, die gibt es, und nicht zu wenig) und seriösen Firmen, die sich selbst an alle Regelungen halten, gut für die eigenen Leute schauen und dennoch immer wieder wie die hinterletzten Sklaventreiber behandelt werden.

so, es ist raus...

das Leben wär einfacher, wenns einfach mehr "miteinander" wär.

Übrigens ärgern mich persönlich weniger die Leute, die von Anfang an kommen und sagen "bitte Stempel machen fürs Arbeitsamt", sondern eher diese, die zusagen, arbeiten zu gehen, und es dann doch nicht tun.
asdfghj[QUOTE]asdfusw. - auf soviel vorurteilsbeladenes "Hass"-Geposte geh ich nur ungern ein, denn Du klingst wie ein sehr frustrierter Mensch, der seine Wut an irgendjemand auslässt, der ihm grad in den Weg kommt. Kann ich verstehen, geht mir im Moment nicht anders. Aber mach nicht den Fehler und unterstelle mir Dinge, die so nie gesagt wurden, das hab ich nämlich wirklich nicht gern. [/QUOTE]
hallo odessa!
tut mir leid odessa,doch von blinder angriffswut kann keine rede sein,ich ließ mich bloß auf das was du so sagtest!
vorurteilsbehaftet?ich,nöö,aber es kam von dir oft so rüber..
und wie du bereits für dich in anspruch nahmst unverblümt zu sagen was du denkst und dich nicht verbiegen willst,nun,das tu ich auch und wenn du dies gleich als blinde angriffswut siehst das jemand deinen standpunkt nicht teilt-sorry,das sagt nichts über mich sondern eher etliches über dich,und zwar genau das was ich sagte;du siehst nur deinen eigenen standpunkt!
und dinge die nie gesagt wurden wurden dir nie unterstellt,ich hab lediglich den "fehler"begangen dich so zu reflektieren wie du dich hier darstellst und rüberkommst,wenn dir das nicht gefällt dann solltest du vieleicht doch mal ein wenig an der diplomatie deiner aussagen feilen,das hat dann mit wut meinerseits nichts zu tun,falls es dir so vorkam;tja,viel weniger "wut"-erfüllt als meine aussagen waren deine auch nicht!

[QUOTE]LIES einfach nochmal, was ich ständig GROSS wiederholte: es geht um Betrüger und Kriminelle, die das System ausnutzen.[/QUOTE]
das ist mir absolut nicht entgangen!
nur leider kommt in vielen kleingedruckten sachen immer wieder zum vorschein das es,deiner ansicht nach,kaum wirklich bedürftige gibt sondern fast alle betrüger und kriminelle darstellen!
so kommen deine aussagen,wenn man dann dieses relativieren wegläßt,leider rüber!!

[QUOTE]Aber solange ich zahlen muß mit meinen Beiträgen, solange habe ich ein kleines Recht darauf, auch mitzureden für wen dieses Geld ausgegeben wird. Und ich darf mich drüber aufregen solange ich will, wenn dieses Geld dann zum Fenster hinausgeworfen wird. [/QUOTE]
das zu tun ist natürlich dein gutes recht!
doch,haben dann auch diejenigen die zielscheibe deiner kritik sind dann auch das recht sich gegen besagte kritik zu wehren!
dein recht is es gegen in deine augen vermeintliche verschwendung das wort zu erheben,das echt derjeniegen für die diese verschwendung getätigt wird ists sich zu wehren,auch wenn sie menschen zweiter klasse sind für die eben mal verschwendung im großen still betrieben wird!
wobei ich nicht verstehen kann das du dich im großen stil auf die einschießen tust,mir fallen da spontan noch viiiel übelere verschwendungen ein,z.b die jährlichen zweistelligen milliardenbeträge wo steuergelder das klo runtergespüllt...
oder unsere großen etablierten kirchen,die jährlich zu ihren kirchensteuern noch zusätzlich staatlich mit zweistelligen milliardenbeträgen aus steuergeldern subventioniert werden weil sie zahlungstitel aus der zeit napoleons besitzen gegen die regierung und das ganze mit etikettenwschwindeln rechtfertigen wie angeblichen katholischen kindergärten die dann doch zu 90%von den gemeinden finanziert werden usw....
angesichts solcher verschwendungen und abzocker den grund für so vieles übel in den arbeitslosen zu sehen,also ich weiß nicht...

[QUOTE]Die Schuld und das "Übel" sehe ich nicht allein in den Betrügern, habe ich auch nirgends behauptet - aber die Betrüger sind MIT ein GRUND für die Hartz-Reform und DIE ist hier Thema.[/QUOTE]
klar ist die hartz-reform hier thema,hat auch niemand bestritten!
und damit wohl auch untrennbar die problematik der arbeitslosigkeit,und wenn da zuviel geredet wird wo so nich is,dann darf ich da als betroffene person wohl auch gegenhalten!!
und hartz....
für besagte betrüger find ich die auch echt klasse!
weil sie weniger spielraum für abzockereien läst,die richtliniene sind klar was wer zu bekommen hat und die ganzen "sozialgesetzbuch-studierten"gucken in die röhre weil sie mit ihrer paragrafen-reiterei nichts mehr abzocken können.
ich kannte da auch leute sag ich dir,ich bin in nem "elendsviertel"großgeworden...da kriegte man echt n hass,weil die hatten oft mehr als ich zu zeiten wenn ich n job hatte und wenn ich mal wieder arbeitslos war,ganz zu schweigen davon...
und als ehrlicher war man ja immer der dumme auf den ämtern,wenn man nicht die dreistigkeit besitzt um jede leistung zu feilschen und zu verhandeln bis zum erbrechen kriegt man dann grad das minimum,das absolute,wie in meinem fall das ich mit 150euro klarkommen mußte im monat,einfach weils mir nicht liegt den sozialgesetzbuch-advokaten zu spielen...
aus und in diesem sinnne bin ich echt froh für hartz weils mir dadurch viel besser gehen wird und betrüger schnell der atem ausgehen wird.
die werden dann wohl auch arbeiten gehen wo können,weil mit dem was hartz hergibt kommen die nich klar bei ihren ansprüchen.
was dann wohl noch bleibt sind die wirklich bedürftigen,nur kriegen die es wohl angesichts der worte die hier gefallen sind auch mit der angst zu tun,weil vielen ja hartz noch nicht zu weit geht,die beträge ja noch um ein weiteres viertel gekürzt gehören und sich überhaupt alle in obdachlosenasyle verziehen sollten:eek:
meine güte,da fragt man sich wem man im leben überhaupt was getan hat das man sich sowas verdient hat??


[QUOTE]Und ich bezog mich in meinen posts immer nur auf die Betrüger, weil ich es satt habe, daß das immer "totgeschwiegen" wird als wäre es vernachlässigbar. Eine zweistellige %zahl ist NICHT vernachlässigbar, sorry. [/QUOTE]
mit dieser zahl bin ich jetzt nicht auf dem laufenden,ist n riesenpost und da ist wohl was untergegangen!
was hats damit auf sich??
doch hoffentlich nich die aussage das die betrüger der arbeitslosen und sozialahilfeempfänger ne zweistellige prozentzahl ausmachen???
ich mein,wie schon gesagt wurde,die hälfte der sozi-bezieher sind kinder z.b,diese aussage würde ja rüberbringen das wir ne ganze menge sozialbetrügerischer kinder rumlaufen haben...???
und dann die vielen älteren die nichmehr können,wirklich nicht..
also diese zweitstelligen prozentzahl-sache klingt eher nach den üblichen,polemischen statistiken als nach harten fakten,weil soviele kriminelle,sozialbetrügerische kindder und alte leute wie man sie auf den ämtern sieht,nein,das will ich nicht so recht glauben...
asdfghj2.teil,post war zu lang...:D
viel spass beim lesen:D

[QUOTE]Du stimmst mir in Sachen Hartz sogar zu. Also siehst Du es genauso. Dir passt nur nicht dass ich - aus gemachten Erfahrungen - berichte, daß die Anzahl der Betrüger weit weit höher ist als das was man gerne glauben würde. Und es geht mir darum, klarzumachen, dass ein Arbeiter - wie Du ja einer zu sein scheinst - immer noch mehr kriegen sollte wie jemand, der nicht arbeitet. Gerechtigkeit, wieder und wieder sag ich dieses Wort, ist das so schwer zu verstehen[/QUOTE]
ja,ich stimme dir in sachen hartz zu!
aber ein arbeiter bin ich derzeit nicht,bin wie gesagt derzeit arbeitslos.
ich halte es zum größten teil sogar für ein meilenstein was sozialpolitik angeht!
weil das alte sozialsystem war ungerecht,wo danach ausgezahlt wurde wer vorher das meiste hatte ohne auf dessen verhältnisse zu schauen!
ich habe nie verstanden was z.b sozial daran sein soll jemand der noch bei seien eltern lebt,vorher 3000netto hatte 70%seines gehaltes weiter zu zahlen während wirklich bedürftige die keine chance auf dem arbeitsmarkt haben am untersten limit des staatlichen existenzminimum rumgurken müssen,und so war das leider wirklich..
in diesem sinne ist hartz echt ein große wurf,und die wirklich armen wirds freuen.
nur dann wirds eigentlich schon wieder bedenktlich;
weil hartz geht euch ja nich weit genug!!
und da es wohl offensichtlich sein dürfte das sich unter hartz keiner der oft angesprochenen betrüger mehr wohlfühlen dürfte wegen ihrer überzogenen ansprüchen kriegen dann wohl oder übel nur diejnigen eins aufn deckel die wirklich auf hilfe angewiesen sind,und das sind fürchte ich weitaus mehr als,selbst ein angestellter des arbeitsamtes,annehmen würde weil er eben keine ahnung über die medizinische problematik als laie von jeman hat,beispiel ich;asthma wenns nich akut is und verpeilter hyperaktiver hirnskasten siehst du keinem an!!
und in einer sache stimme ich dir ebenfalls zu;kein arbeitslose darf mehr haben als ein arbeiter!
bei solchen geschichten fängt ein sozialstaat an sich irgendwo selber ins absurde zu führen!
doch wenn ich so ein vergleich ziehe hat ja ein hartz-bezieher eben nicht merh als ein arbeiter,ja,es reicht zum leben,für mich wirds geradezu luxuriös sein anstatt mit 150euro im monat an die 368 zu haben,beheitzte wohnung im winter kenn ich auch nur noch vom hörensagen,mein heizzuschüsse wurde n mit irrsinnigen begründungen abgelehnt und ich kannte eben die paragraphen nich drau zu pochen....
doch da fang ich schon wieder an wo ihr nich aufhören wollt;
hartz gehe nich zu weit....
da kriegt mans echt mit der angst zu tun,somal es kaum einen ausweg gibt für mich z.b,schule,die war ein traume,dementsprechende meine refferenzen,arbeit sieht auch mieß aus als allergiker,ich muß echt glück haben wenn ichs wo länger aushalt..
wenn ich dann hier hören muß das man sich in zukunft für so lebensunfähige subjeke wie mich so nette sachen wie noch ein paar stufen tiefer unter hartz vorstellt und mein leben hier ist jetzt schon am rande des erträglichen..
na toll!
am besten alles streichen,sollen doch sehen wie sie fertig werden,die lebensunfähigen...
an der stelle frag ich mich auch wozu obdachlosenasyle,wie von manchem hier vorgeschlagen....
denn sozialhilfewohnungsgegenden,da lebe ich schon mein leben lang und werds auch wohl weiter tun müssen...nun,jeder der halbwegs geordnetes wohnen gewöhnt ist würde nichmal umsonst hier wohnen wollen was die optik der gegend und nachbarschaft angeht.
das einzige was noch fehlt sind dann die geforderten armenspeisungen.
ich stelle mir das grad mal so bildlich vor,ich geh jetzt mit nem plastikteller inner hand raus mir meine portion suppe abholen...
kann ich mir irgendwie verdammt gut vorstellen,würde garnicht so ungewöhnlich hier wirken wenn ich so drüber nachdenke.
vieleicht wird mir ja auch noch diese freude zuteil,nach all den bisherigen segnungen dieses lebens als totaler aussenseiter.
aber was soll,hab ja n dach übern kopf und krieg meine suppe,also nicht jammern sondern danke sagen.
wobei ich an der stelle jetzt schon garnichtmehr genau weiß ob du das überhaupt auch befürwortet hast,obdachlosenasyle und armenspeisungen,wenn nicht dann klammer dich bei den sachen bitte aus und fühl dich nich angesprochen,ich will diese dinge hier nurmal am rande erwähnen für diejenigen denen hartz noch nicht weit genug geht....
wobei ich mir nichtmal sicher bin ob meine derzeitigen wohnung nich doch n obdachlosenasyl is,offiziell ist ne siedlungsgesellschfaft für die wohnungen zuständig wo sich im sozialbaubereich engagiert,doch wenn ich nur wüßte wieso hier etliche wohnungen leerstehen die von der obdachlosenbehörde beschlagnahmt sind und immer wieder leute zwangsreingesetzt werden???
ich frage mich echt;was wollen die hartz is nich genug leute denn noch???
auch wenns keiner für möglich hält,auch die leute hier nehmen sich das recht raus zu leben und zu existieren,weil sie nunmal da sind....
?

[QUOTE]Es ging - und wieder in GROSSBUCHSTABEN mehrmals von mir hervorgehoben - immer nur um die BETRÜGER in meinen posts. [/QUOTE]
das habe ich soweit kapiert,nur leider fällst du in deinen gesamtaussagen immer wieder in polemische aussagen zurück die keinesfalls differenzieren sondern nur aufs übelste verallgemeinern,und das steckt mir quer im hals!
die betrüger,die mag ich auch nich,und damit mein ich die die keine probleme haben im normalen arbeitsmarkt zu bestehen aber sich auf kosten des sozialsystems n schönen lenz machen,die hasse ich als jemand der kaum perspektiven hat noch mehr als du weil sie mich in ein schlechtes licht rücken..
doch deiner aussage nach sinds ja zweistellige prozentzahlen,klingt irgendwie nach fast allen,irgendwie auch nach mir..und diese meinung kann ich garnicht teilen,ich seh jedenfalls auf dem arbeitsamt saarbrücken fast nur elendsgestallten,ich she vom optischen her wohl als das gegenteil davon aus,doch.....

[QUOTE]
Ich habe zwei arbeitslose Freunde. Die sich überhaupt nicht angesprochen fühlen durch meine Meinung und die meine Sicht der Dinge teilen. Weil sie selbst die Schnauze voll davon haben, dass sie als "ehrliche" Hilfsbedürftige unter den "Schmarotzern" zu leiden haben. SO sehen das übrigens auch die meisten Sozialhilfeempfänger, worunter meine eigene Tante ist, die mit 68 Jahren Sozialhilfe bezieht weil die Rente zu klein ist (sie war Verkäuferin 20 Jahre lang und Du kannst Dir ausrechnen, wie wenig das ist...)[/QUOTE]
nun,mit deinen arbeitslosen freunden und verwandten bin ich wohl einer meinung,dann.
vieliecht liegts auch nur an dem medium hier und seinen eingeschränkten kommunikationsmöglichkeiten das wir aneinander vorbeigeredet haben oder ich dich falsch verstanden,doch über weite strecken scheint es mir einfach so als wenn du aufgehört hast zu differenzieren....
aber wie gesagt,diese medium hier,vieleicht versteh ich dich hier nich weil jeder seine eigene art hat dinge auszudrücken und die mimik und tonlage eines echten gesprächs fehlt um die sachen richtig zu interpretieren....

[QUOTE]zum thema schmarotzer allgmein....[/QUOTE]
lassen wir das,vieleicht magst du recht haben das gewisse leute sich durchaus eine gewisse bezeichnung verdienen,doch gerade die deutschen sollte ihr lehrgeld was bezeichnungen diverser menschengruppen angeht,bezahlt haben,sowas hatten wir schonmal im große stil hier und ich mag das einfach nich...
liegt auch wohl unter anderem da dran das ich schon immer für andere von klein auf der assi war weil ich aus nem dreckigen haus komm wo.
ein assozialer eben,vieliecht zooligisch gesehen ein naher verwandter des gemeinen schmarotzerfischleins:)

[QUOTE]das dann deine psychatrien vor leuten überquellen die psychisch am ende sind weil sie aller sozialer kontakte beraubt wurden durch den umzug,das in einer stadt weit weg von zuhause und keine neuen finden??[/QUOTE]

[QUOTE]...das ist ein hanebüchenes Argument; jemand der so lebensunfähig ist, dass er "keine neuen Kontakte" findet nur weil er umziehen muss - so jemand wird schon vorher in "meiner" Psychiatrie landen und wird für gewöhnlich auch nicht arbeitsfähig sein, da so jemand gar nicht in der Lage ist, sich mit "neuen"/"fremden" Kollegen zu arrangieren.[/QUOTE]
nein odessa,
würd ich nich unbedingt sagen das so jemand vorher in deiner psychatrie landen muß.
wenn dem so wär müßte ich wohl derzeit bei dir in behandlung sein.
und wohl auch viele andere aus meinem board hier auch.
ich hab derzeit nur 2-3 leute wo ich kenn und mehr werdens wohl auch nichtmehr.
ausgrenzungen von kind haben mich einfach zum totalen soziallegastheniker gemacht.
vielicht gehör ich ja auch in ne psychatrie,aber im augenlick aus ner selbstdiagnose raus komm ich gut klar..
zu deinem argument mit dem umzug in ne andere stadt;
ich würd wohl untergehen.
ich komm außerhalb von saarbrücken wo ich wohn schon kaum klar,weil,will ich nich sagen,alles zu persönlich.
ich sag nur soviel das mich dergleichen im moment hoffnungslos überfordern würde,ich bin froh wenn ich hier klakomme.
ernative sein??
asdfghj..uind der 3e..
meine güte,sind hier nur kurzeposts erlaubt??is ja wie n chat:rolleyes:

[QUOTE]...ich wusste es deswegen, weil ich die Fragebögen dieser Leute bearbeitet habe?! Weil die Leute, die sich bei mir arbeitslos meldeten, ANGEBEN mussten WARUM sie arbeitslos wurden? Und weil wir die Firmen angeschrieben haben und uns bestätigen liessen, was vorfiel bzw. weil es aus dem Kündigungsschreiben HERVORGING dass Arbeitnehmer X "betriebsbedingt" gekündigt wurde oder weil er geklaut hat oder was auch immer der Grund war. Ich wusste immer WARUM jemand arbeitslos wurde, und jemand dessen Firma dicht machte, der konnte nichts dafür. Den hat ja auch niemand dumm angeredet. Jemand, der aber wegen fortgesetzten Diebstahls, konstantem Alkoholkonsum am Arbeitsplatz oder wegen unzureichender Leistungen gekündigt wurde, der konnte was dafür. Und braucht dann von mir zumindest kein Mitleid erwarten. [/QUOTE]
das ist was anderes.
vieleicht war ich da dann mal im geist auf mich fixiert und hab zuviel von mir auf andere geschlossen.
sowas mag ich auch net und hab keint mitleid mit.
mir wurde noch nie dergleichen aufm amt vorgeworfen,nur einmal wie ich auf ne arbeit gehen kann wo mit meiner gesundheit nicht zu vereinbaren ist weil ich fast n rettungseinsatz auf ner baustelle verursachte wo ich für ne abrissfirma tätig war und ich in nem rohbau ohne treppen und alles fast n schweren asthmaanfall bekam von den dämpfen des schweißgerätes...
das waren meine gründenangaben,aber das es tatsächlich leute gibt die da klauen und saufen reinschreiben übersteigt schon fast meine vorstellungskraft.


[QUOTE]....Werter grosser sportlicher Herr, mir ist absolut nicht klar, weshalb ein "Schmarotzer" 195 gross sein muss, also irgendwie - ich kann Dir nicht ganz folgen...?[/QUOTE]
okay dann,tut mir leid,aber wenn ich sag ich bin arbeitslos,irgendwo..
wenn die leute sich nicht gleich wundern wieso ich joblos bein "bei meiner erscheinung"kann ichs in ihren augen lesen....
der gemeine mensch denkt nunmal so.
kerngesund und sitzt midm hintern daheim und schwingt statt zu arbeiten den ganzen tag irgendwelche hanteln,der kann doch wohl arbeiten gehen...
ohne dabei zu sehen das ich so ne sportkanonen auch nur aus der notwendigkeit raus bin weil ich das tun muß....
wird mir aber immer wieder negativ ausgelegt,als arbeitslose kann man ja tun was man will,es ist immer falsch,sitzt man den ganzen tag rum,faules packt,tut man dies.
dabei spar ich den krankenkassen noch ne menge ein durch mein tun,weil wenn ich nix mach brauch ich medikamente die pro wochel eicht an die 50euro kosten..
aber egal,in dieser geschichte hab ich dich dann wohl falsch eingeschätzt,läuft aber sauoft so!

[QUOTE]
Aber ich sag Dir was - ich bin momentan mehr als aggressiv, Du vielleicht auch. Wir sollten "mental" zusammen ein bisschen Fields hören und ein ander Mal weiterreden, okay? [/QUOTE]
keine schlechte idee.
vieleicht ein wenig elizium,das bringt mich immer runter!

pps:
[QUOTE]PS: Zeitarbeitsfirmen SIND eine Alternative zum Arbeitslos-sein. Und das kannst Du nicht ernsthaft bestreiten?[/QUOTE]
jein!
wenn sie fair wären,kein thema.
doch ich hab noch keine faire erlebt!!
die meisten schicken einem für ein witzgehalt in z.b eisenhütten buckeln das so lächerlich ist neben den anderen festangestellten das man sich beim nachhausegehen wie der trottel des betriebes vorkommt,leihweise,das einzige was mir da zu meinem "glück"fehlte war ne narrenkappe....
das kanns doch auch nich sein!!
das ich als jemand wo in wechselschicht früh mittag nacht,bei 98dezibel dauerbeschallung ne arbeit verrichtet wo einem jederzeit körperliche verstümmelungen oder gar tot drohen könnten durch fließbänder oder herafallende motorblöcke aus massivem gußeisen,nun,das ich beim verrichten einer solchen arbeit weniger krieg als jemand wo beim aldi die waren eintipselt..das kann doch keine alt
asdfghj@lachatte:
bitte nich angegriffen fühlen mit der zeitarbeitssache,wenn ihr ein ehrlich betrieb seid dann nich angesprochen fühlen.
doch ich für meinen teil habe nunmal schlechte erfahrungen damit gemacht und..
naja,bin da sehr mißtrauisch geworden!
es ist heutzutage auch nichtmehr so leicht da zwischen den seriösenund nichtseriösen zu unterscheiden..
hier schießen die wie pilze aus dem boden,in saarbrücken ist jede zweite haustür der eingang zu einer zeitarbeiterfiliale,und die paarmal wo ich mich da reinverirrte...
naja,nich so doll...
gruß,
asdfghhj
White_Fang[QUOTE][i]Original geschrieben von asdfghj [/i]
nur leider kommt in vielen kleingedruckten sachen immer wieder zum vorschein das es,deiner ansicht nach,kaum wirklich bedürftige gibt sondern fast alle betrüger und kriminelle darstellen!
so kommen deine aussagen,wenn man dann dieses relativieren wegläßt,leider rüber!!
[/QUOTE]

Wenn man Teile einer Aussage weglässt, ist ihr Inhalt meistens ein anderer. Da sie aber das "Relativieren" nicht weggelassen hat, kommt ihre Aussage (Zumindest bei genauem Lesen) auch nicht so herüber(Wie du selbst feststelltest), womit deine Aussage, vom "menschenverachtenden Gehetze" sich erledigt hat.

Und ich finde Unmut über Menschen, die bewusst durch eigenen Antrieb, sich einer Arbeit verweigern, legitim, wenn selbige Menschen, dann auch einen (moralisch Ungerechtfertigten) Anspruch auf Fürsorge durch andere erheben.

Welchen Prozentsatz, jene Menschen, bei den Arbeitslosen machen, ist noch nicht geklärt, aber ich denke, jemand der Beruflich mit dieser Thematik zu tun hat, hat eine gewisse Kompetenz sich ein Urteil zu bilden.
decay73So weit ich das in Erinnerung habe bewegt sich der Anteil von Sozialhilfe-Betrügern im unteren einstelligen Bereich.

[QUOTE][b]O-Ton, Karin Roth, SPD, Sozialsenatorin Hamburg:[/b]

»Es ist natürlich die Bedienung von Vorurteilen, zum Beispiel das Vorurteil, dass Sozialhilfeempfänger nicht arbeiten wollen. Unsere Erfahrung ist aber umgekehrt, wenn wir anbieten arbeiten die Menschen auch, auch junge Leute.«

In einem Jugendsofortprogramm hat Hamburg fast 15.000 jugendlichen Sozialhilfeempfängern Arbeiten wie diese angeboten. Nur 116 von ihnen, also nicht mal 1 Prozent haben abgelehnt oder sich gar nicht erst gemeldet. Ihnen wurde die Sozialhilfe gekürzt. Die Hamburger Sozialbehörde hat jetzt untersuchen lassen wie viele Menschen zu Unrecht Sozialhilfe kassieren. Der Anteil der Betrüger ist wenig höher, als der der vermuteten Faulenzer, es sind gerade mal 2,4 Prozent.[/QUOTE]
asdfghj@odessa.
ok dann,wenn du sagst das wir im wesentlichen einer meinung sind lassen wirs gut sein,man redet eben wie gesagt im web so schnell aneinander vorbei oder bedient sich irgendwelcher,in wörter gefaßter bildlicher vorstellungen das einem schnell das gegenüber nicht versteht....passiert psychonauten eben recht schnell..
und das es bei solch einem thema,das ja an die grundlagen der existenz eines jeden geht schnell mal offtopic und emotional wird liegt auf der hand!
also schwamm drüber und ab in sumerland(wenns nur ginge,so einfach,ich hab den käse hier sooo satt
gruß,
asdfghj!)
Darket[QUOTE]O-Ton, Karin Roth, SPD, Sozialsenatorin Hamburg:[/QUOTE]
Auch wenn ich ihrer Aussage durchaus Glauben schenke frage ich mich von wann sie denn ist....Hamburg ist seit geraumer Zeit CDU-regiert, zusammen mit der FDP glaube ich, oder allein, jedenfalls ohne SPD :rolleyes:
decay73September 2001
DarketNun gut, dann nehme ich an, dass diese Aussage des sich andeutenden Wahlkampfes geschuldet ist. Dennoch schenke ich dem grundsätzlich glauben, ich kenne (und schätze) auch einige, die sich vom Sozialamt über Wasser halten lassen, dennoch sind es, wenn wir mal von einem Mittelwert von 10% ausgehen, den ich ebenfalls für überzogen halte, 500000 Arbeitslose bundesweit, die solches tun. D.h. aber, dass 4.500000 Menschen da sind, denen es nicht so geht, die also Jobs annehmen würden, wären sie da. Da stellt sich mir nochmals die Frage wo eigentlich das ernstere (politische) Problem liegt.
decay73Zumindest bekommt man [URL=http://www.destatis.de/indicators/d/tkarb820.htm]4,26Mio Arbeitslose[/URL] nicht in [URL=http://www.destatis.de/indicators/d/tkarb830.htm]2,78Mio offene Stellen[/URL] (Stand Sept. '04) unter, selbst wenn jeder alles und überall machen könnte...
DarketWas aber meine obige These bestätigt, dass man die Zahl der Arbeitslosen dramatisch verringern könnte.
decay73Ja, wenn jeder alles, immer und überall machen könnte. Das ist aber illusorisch.

Zudem gibt es Personengruppen, die nicht oder kaum noch eingestellt werden. Natürlich könnten sie dann leichte Gärtnerarbeiten annehmen, aber selbst wenn sie dann angenommen werden (Stichwort Überqualifizierung), würden dadurch wieder mehr Gärtner Arbeitslos.

Das Problem läßt sich nunmal nicht wegreden...auch wenn es einige gerne machen würden...
DarketHartz selbst hat in seinem Konzept vorgesehen innerhalb kürzester Zeit 1.000000 Arbeitslose in Lohn und Brot zu bringen, durch bessere Verteilung. Mag sein, dass diese Zahl etwas hoch gegriffen war, jedoch müsste sich in dieser Größenordnung (und seien es auch "nur" 500000) doch etwas bewegen lassen.
Der andere Haken ist natürlich, auch oben von mir schon angesprochen, die Frage der Bildung. Bei allem Gejammer, der Anteil arbeitsloser Akademiker ist immernoch deutlich geringer als derjenige arbeitsloser Ungelernter.
decay73Ja, ich denke Hartz hat da deutlich übertrieben. Vielleicht bekämen wir ohne Hartz mehr Arbeitslose, aber in dieser Frage sehe ich tatsächlich schwarz.
Wenn ich mich in meiner Firma umschaue, gibts da einfach nichts mehr. Und die Zeiten, in denen Werksschließungen innerhalb des Unternehmens aufgefangen wurden, sind lange vorbei...jetzt wird dann entlassen...

Ein weiteres Problem ist, daß man viel mit Zeitarbeitern machen will. Aber wirklich funktionieren tut das auch nicht. Denn selbst wenn die gut ausgebildet sind, fehlt ihnen einfach die (unbezahlbare) Erfahrung.

Ist halt alles nicht so einfach, wie man sich das vorstellt.

Direkt nach meiner Ausbildung habe ich auch noch ein paar Wochen bis zum Studium im Betrieb gearbeitet. Und da hat natürlich einiges nicht so funktioniert, wie es geplant war, weil mir die Erfahrung im Umgang mit chemischen Anlagen einfach gefehlt hat.

Ein Bereich bei uns hat eine Zeitarbeiterquote von ca. 30% und die wundern sich, warum das nicht mehr so problemlos funktioniert.

Weiteres Beispiel: Während meiner Ausbildung (bei Bayer) hat ein Betrieb einen alten Mitarbeiter gehabt und wollte ihn gerne in Frühpension schicken und die Stelle durch einen Jüngeren, gut ausgebildeten, ersetzen. Das haben sie auch gemacht, aber da ging dann ein Ansatz nach dem anderen den Bach runter. Da half auch keine Analytik.
Der Alte hat sich immer den Ansatz angeguckt, dran gerochen, gesagt, daß da noch 10 Kilo von dem oder dem Zeug reinmüssen, und dann hats einfach gestimmt - unbezahlbar solch eine Erfahrung.
Darket[QUOTE]Denn selbst wenn die gut ausgebildet sind, fehlt ihnen einfach die (unbezahlbare) Erfahrung.[/QUOTE]
Jep und da liegt das Problem, das die Wirtschaft anpacken könnte, wenn sie nur wollte. Man sieht es schon, wenn man nur nen Job neben der Schule sucht. Was liegt näher als sich im Gastronomiebereich umzuschauen, die suchen schließlich immer? Aber nix ist, die suchen nur Personal mit großer Serviceerfahrung, auf die Idee Neulingen diese Erfahrung selbst zu verschaffen kommen die garnicht oder können es auch nicht.
Das ist ein kleines Beispiel, auf die großen Fälle leider auch anwendbar. Es werden Leute mit möglichst viel Erfahrung, die sie möglichst woanders gemacht haben und die nebenbei möglichst jung sind. Sehe nur ich da einen gewissen Widerspruch?
decay73Naja. Es wird zumindest widersprüchlich gehandhabt. Einerseit Erfahrung wollen, aber ungerne vernünftig ausbilden.
Das geht natürlich nicht...

Aber wenn man halbwegs plant, sollte das klappen, daß die Jungen ausgebildet werden, die Alten ihre Erfahrung anwenden und diese dann auch den Jüngeren beibringen...
LaChatte[QUOTE]Was liegt näher als sich im Gastronomiebereich umzuschauen, die suchen schließlich immer? Aber nix ist, die suchen nur Personal mit großer Serviceerfahrung, auf die Idee Neulingen diese Erfahrung selbst zu verschaffen kommen die garnicht oder können es auch nicht.[/QUOTE]

Wenn du täglich mindestens fünf Milchgesichter hast, die bei dir vorbeischauen und ohne Erfahrung um Arbeit fragen, denkst du bei der grössten sozialen Ader irgendwann "Hilfe, nicht schon wieder einer!!"

Im Moment handhaben wir es auch so, dass wir nur Leute sich einschreiben lassen, für die wir mit einer gewissen Chance auch tatsächlich etwas machen können - also qualifizierte Berufsleute oder doch zumindest solche mit mehrjähriger Erfahrung. Und wer dann nicht mal Deutsch kann, kann noch so gut qualifiziert sein, zuerst muss Deutsch gelernt werden, der Rest kommt später.
DarketDas Problem ist doch, dass kaum ein Betrieb noch Erfahrung vermiteln WILL. Nehmen wir an, ein Restaurant sucht 5 Aushilfskräfte im Servicebreich. Man kann drei oder vier Erfahrene nehmen und ein, höchstens zwei Neulinge auf dem Sektor einstellen und das ganze wäre innerhalb von höchstens zwei Wochen kein Problem mehr. Wenn man den Leuten aber die Möglichkeit vorenthält Erfahrung zu sammeln wirds nix.


Generell zu Hartz IV:
Ich bin gerade durch die Gegend gerannt um mir was zu essen zu besorgen. Unterwegs kreuzte ich den Weg einer der schon legendär gewordenen Montagsdemonstrationen. 200 unmotivierte Gestalten schleichen einem Lautsprecherwagen hinterher, während vielleicht 50 HOCHmotivierte Menschen drumherum wieseln und Flugblätter verteilen, allesamt in kleidsame Plastiktüten mit MLPD-Schriftzug gehüllt.
einer von denen hat mich angequatscht, direkt vor der größten Karstadtfiliale von Berlin (glaub ich jedenfalls). Jedenfalls forderte er mich auf Solidarität mit den "arbeitslosen Karstadtkollegen" zu zeigen. Ich hätt ihn fast erwürgen können, denn:
1. Ist diese Karstadtfiliale ausdrücklich nicht bedroht.
2. Ist bisher noch nichtmal raus ob es betriebsbedingte Kündigungen überhaupt geben wird.
3. Weil diese links-außen Ekelpakete mit dem Leichenfleddern beginnen, bevor überhaupt jemand tot ist.
Diese xxx -censored- xxx Arschlöcher versuchen ihre beknackte politische Idee mit einer populistischen Kampagne, die gerade ins Bild passt wieder ins Gespräch zu bringen.
Grundsätzlich sehe ich Hartz IV nicht völlig kritiklos, wie vielleicht schon durchkam halte ich diese Reform für gänzlich überbewertet und für den Versuch ein eher sekundäres Übel zu bekämpfen und ich kann die allermeisten verstehen, die wegen eigener Betroffenheit Angst davor haben, aber wenn ich so nen Scheiß höre könnte ich explodieren. Und da schreit die deutsche Linke wieder auf, dass Angst ein Mittel der Politik sei (durchaus diskutabel), diese Doppelmoral ist zum Kotzen.
Ich richte einen wahrscheinlich vergeblichen Appell an jeden ernsthaften Hartz-Kritiker: Schmeißt diese Pseudo-Linken raus, diskutiert nicht mit ihnen, solidarisiert Euch nicht mit ihnen, denn DAS sind die Leute, die jede Kritik an Hartz völlig indiskutabel machen.

So, genug des Dampfablassens fürs erste.
xxxzinixxx@ darket: drück dich gerne etwas genauer aus...

@ odessa: sorry, hatte letztes mal nicht so die zeit auf alles einzeln einzugehen, aber ein bisschen was hab ich nun geschafft:

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[i]All die ach so sozialen "Montagsdemonstrierer-Aufwiegler", die SELBST komischerweise alle in Villen sitzen, 2 Autos fahren, sich im Leben nicht sozial engagieren und selbst mit 5stelligen Monatsgehältern heimgehen, mit der Gewerkschaftsnadel am Rever, sie sind ja so wahnsinnig glaubhaft *zyn*. Regen Dich diese "Anzüge" eigentlich nicht auf? [/i]
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nein, denn sie tun ja etwas FÜR die arbeiter! warum sollten sie mich aufregen? könnte es vielleicht sein, daß sie DICH aufregen? sorry, hört sich irgendwie so an... ich weiß, daß gewerkschaften die wirtschaft auch bremsen können, aber man muß sich ja mal fragen, warum sie das denn tun... ist, glaube ich, fast so wie mit der umweltpolitik...
und das "alle" diese "aufwiegler" so feudal leben und sich dafür so gar nicht engagieren, das mußt du mir mal erklären!? wie geht das?


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((bald werden alle für einen euro pro stunde (mindestens drei müssen es wohl pro tag sein) arbeiten dürfen,))
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[i]... Alle? Ich weiss nicht woher Du diese Infos hast, aber soweit ich weiss betrifft es nur die Langzeitarbeitslosen [/i]
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mit „alle“ meinte ich wirklich ALLE, wie eigentlich etwas vorher schon beschrieben. dich auch, denn du glaubst doch wohl nicht, daß diese einrichtung nur auf langzeitarbeitslose und auf rein kommunale frondienste beschränkt bleiben wird? ich tippe mal, erst folgen die entlassungen der einstmals mit zeitverträgen abgespeisten und mit den festangestellten werden die sich dann noch etwas überlegen müssen, aber ich habe da keine bedenken, daß die wirtschaft, unterstützt durch die politik, auch dafür eine lösung findet, um immer mehr einzusparen...


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[i]und es ist leider immer noch nicht mal ein "Muss", sondern ein "Kann" (berichtige mich wenn ich falsch liege). Im Kommunismus ist das doch oberstes Prinzip: JEDER trägt sein Teil bei für die Gemeinschaft. Einem Kind lerne ich von Anfang an, dass es im Haushalt auch Pflichten hat - aber für erwachsene Staatsbürger machen wir Ausnahmen? Die sollen auf der faulen Haut liegen dürfen und sich auf ewig von den arbeitenden Leuten durchfuttern lassen bis zum Lebensende, nur weil einige Märchenstundenfans das als "sozial" betrachten und denken, der Rest des Volkes müsste genauso scharf drauf sein, verarscht und abgezockt zu werden? [/i]
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die „dürfen“ nicht auf der „faulen haut“ liegen, die MÜSSEN! und die märchen erzählen doch immer die anderen, was auch immer die sich dabei auch denken mögen...

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[i]1 Euro pro Stunde ist ZUSÄTZLICHER Verdienst, zu all den gratis erhaltenen Leistungen dazu, die diese Leute ja auch weiterhin vom Staat kassieren. Ist für mich eher schon pervers, dass ich Leute, denen ich schon die Miete, den Strom und das Essen finanziere (während sie auf der Couch liegen), auch noch " extra Gehalt" zahlen soll dafür, dass sie mal endlich was arbeiten sollen für die Gemeinschaft, von der sie seit Jahren gut leben und "kassieren" (und immer noch besser leben als ein Arbeitnehmer, dem KEINE 800 Euro bleiben nach Abzug seiner Festkosten. Den meisten der Alleinstehenden bleiben nicht mal 200 oder 300 Euro übrig - kümmert Dich das, oder kümmert es irgendwen von den Hartz-Gegnern?)[/i]
---
hmmm... hört sich doch alles sehr stark nach sozialneid an...
wie kommst du nur darauf, daß diesen menschen 800 euro nach abzug aller unkosten bleiben???
es kümmert mich grundsätzlich, wenn es jemandem schlechter geht als mir... dich nicht? ich persönlich bekomme dann geradezu ein schlechtes gewissen!


((vielleicht sollte man diesbezüglich ende nächsten jahres auch mal die selbstmordraten im auge behalten...
naja, des einen freud, des anderen leid, oder wie?))
---
[i]...genau, die Selbstmordraten meiner Patienten, die mit "burned out"-Syndrom, "überarbeitet und erschöpft", eingeliefert werden. Weil sie ZUVIEL arbeiten müssen, in Zweit- und Drittjobs, da das Gehalt nicht reicht weil sie damit (Abzüge) dieses Heer an Dauerjammerern und "ich finde keinen Job obwohl ich schon seit 25 Jahren einen suche aber keiner ist direkt unter meiner Wohnung und bei keinem verdiene ich 10.000 Euro im Monat und bei keinem kann ich meine zwei Tigerbabies mit ins Büro nehmen oder meine 18 Kinder und bei keinem habe ich 70 Tage Urlaub im Jahr und bei den meisten müsste ich sogar TÄGLICH regelmässig arbeiten"-Typen ernähren müssen. [/i]
---
soweit ich weiß, werden auch immer mehr manager eingeliefert? aber das nur am rande... diejenigen, die den anderen durch zweit- und drittjobs die möglichkeit zu arbeiten nehmen, kann ich nicht gerade beglückwünschen, aber naja... zumindest basteln sie ja dann noch mehr abzüge für dieses "heer" von „typen“...
dauerjammern höre ich auch irgendwie mehr von denen, die zuviel arbeiten und neidisch auf die arbeitslosen sind. denen könnte eigentlich geholfen werden von diesen anderen jammerern, die keine arbeit KRIEGEN. sie können sich ja dann beim sprung von der brücke die hände geben und so wenigstens im tode vereint mal darüber nachdenken, wie sie in diese lage gekommen sind und was sie hätte retten können...


---
[i]Und für das EIGENE "Kulturelle Wohl" (Theater, Kino, Kontakte pflegen usw.) KEIN Geld und KEINE Zeit übrig haben. Im Gegensatz zu den Langzeitarbeitslosen, die alle alle alle den ganzen Tag Zeit haben für ihre Freundschaften (die sind kostenlos, übrigens!), für ihre Bücherei-Besuche (kostenlos) und für Schwimmen am See (kostenlos).[/i]
---
kein geld und keine zeit halte ich persönlich immer noch für besser, als kein geld und zuviel zeit... man könnte leicht auf dumme gedanken kommen... vor allem, wenn man sich als langzeitarbeitsloser ja sowieso überall verstecken muß, damit die tot-arbeiter nicht neidisch werden und womöglich genauso anfangen zu pöbeln, wie es hier getan wird... reicht ja schließlich schon die „liebevolle“ behandlung beim arbeitsamt... und: welche freunde könnte man denn dann noch treffen? die, die doch ständig arbeiten? oder womöglich nur noch „alle alle alle“ die, denen es genauso geht? und das du das „ihre“ so betonst, das ist mir nicht entgangen, man hätte das wörtchen immerhin auch beide male weglassen können... ;o)


((nun werden ja schon welche zu ihrem glück gezwungen, indem man sie zu irgendwelchen jobs drängt, zu denen sie gar keine lust hatten...))

---
[i]...es mag jetzt der Schock des Jahrhunderts für Dich sein *g*, aber stelle Dir vor: die WENIGSTEN Menschen haben den Job, den sie sich erträumt haben.

Bei mir wäre das z.B. gewesen: Tierärztin, die nie ein Tier einschläfern muss, plus Nah-Ost-Journalistin die aber nieeee in Kriegsgefahr gerät, plus Rennfahrerin die aber keinen Führerschein zu haben braucht (hab ich nämlich ned) plus Innenarchitektin mit jeder Menge alter Burgen, Schlösser und Villen zum Einrichten. Während ich gleichzeitig alle Tiere dieser Erde rette als besagte Tierärztin.

Shit, es hat dann doch nur zur Verwaltungsangestellten gereicht. Weisst warum? Weil DER Job frei war. Weil es DA eine Ausbildungsstelle gab. Und weil ich Geld verdienen musste, da ich meine Miete selbst zahlte (kein zahlender Papi, kein Bafög als Azubi, schon blöd... Azubis müssen ihr Leben selbst finanzieren ganz ohne Vater Staat und mit minimalsten Vergütungen).

Und wenn man dann ein bisschen Bodenhaftung und gesunden Menschenverstand hat, weiss man dass man einen Job, auch wenn er kein Traumberuf ist, immer noch zu einem "guten Job" machen kann. Das beste draus machen kann, indem man ihn so gut macht wie möglich. Glück und Hobby, Lust und Spiel habe ich in der Freizeit.
Wer auf Traumjobs wartet, kann das gerne tun - soll aber nicht von der Allgemeinheit erwarten, dass diese ihm seine Träume finanziert. Soviel Gerechtigkeitsempfinden setze ich bereits bei 10jhr. Schulkindern voraus. Umso mehr bei Erwachsenen. [/i]
---
tja, dann bin ich vielleicht unter 10...? und bockig, wie die manchmal sein können, sage ich dir: DICH hat aber eben niemand ANDERER dazu GENÖTIGT diesen weg zu gehen, das warst du ganz allein! und ich behaupte mal, wenn man dir einen job auf dem bau angeboten hätte, oder sonstwo, wo du absolut nicht hinwolltest, dann wärest du auch ins grübeln gekommen, hättest vielleicht auch lieber noch auf etwas besseres gewartet, um etwas angenehmeres aus deinem leben zu machen.


---
[i]Hartz IV ist mir noch viel zu wenig. All die Langzeitarbeitslosen mit ihren dicken Sparbüchern und den Konten im Ausland/"bei Oma"/"bei der Exfrau", die jetzt komischerweise (sh. Vorpostings) alle "urplötzlich" einen Job fanden (seit der "Fragebogen" im Raum steht) - sie sind doch der beste Beweis dafür, sogar für die Kritiker der Reform, dass diese Typen (und ich rede nur von DIESEN Typen, nicht von wirklich arbeitslosen 50jhr.) anscheinend ja nur eines machten: auf Jahre abkassieren, evtl. schwarz noch was dazuverdienen, sh. Sparbücher - und dann aber frech was vom "Sozialstaat und ihren Anspruch" darauf posaunen.[/i]
---
wieviele „all die“ mag es wohl geben...?


so, ich hoffe, es ist übersichtlich genug...
fortsetzung folgt...
xxxzinixxx@ darket: drück dich gerne etwas genauer aus...

@ odessa: sorry, hatte letztes mal nicht so die zeit auf alles einzeln einzugehen, aber ein bisschen was hab ich nun geschafft:

---
[i]All die ach so sozialen "Montagsdemonstrierer-Aufwiegler", die SELBST komischerweise alle in Villen sitzen, 2 Autos fahren, sich im Leben nicht sozial engagieren und selbst mit 5stelligen Monatsgehältern heimgehen, mit der Gewerkschaftsnadel am Rever, sie sind ja so wahnsinnig glaubhaft *zyn*. Regen Dich diese "Anzüge" eigentlich nicht auf? [/i]
---
nein, denn sie tun ja etwas FÜR die arbeiter! warum sollten sie mich aufregen? könnte es vielleicht sein, daß sie DICH aufregen? sorry, hört sich irgendwie so an... ich weiß, daß gewerkschaften die wirtschaft auch bremsen können, aber man muß sich ja mal fragen, warum sie das denn tun... ist, glaube ich, fast so wie mit der umweltpolitik...
und das "alle" diese "aufwiegler" so feudal leben und sich dafür so gar nicht engagieren, das mußt du mir mal erklären!? wie geht das?


---
((bald werden alle für einen euro pro stunde (mindestens drei müssen es wohl pro tag sein) arbeiten dürfen,))
---
[i]... Alle? Ich weiss nicht woher Du diese Infos hast, aber soweit ich weiss betrifft es nur die Langzeitarbeitslosen [/i]
---
mit „alle“ meinte ich wirklich ALLE, wie eigentlich etwas vorher schon beschrieben. dich auch, denn du glaubst doch wohl nicht, daß diese einrichtung nur auf langzeitarbeitslose und auf rein kommunale frondienste beschränkt bleiben wird? ich tippe mal, erst folgen die entlassungen der einstmals mit zeitverträgen abgespeisten und mit den festangestellten werden die sich dann noch etwas überlegen müssen, aber ich habe da keine bedenken, daß die wirtschaft, unterstützt durch die politik, auch dafür eine lösung findet, um immer mehr einzusparen...


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[i]und es ist leider immer noch nicht mal ein "Muss", sondern ein "Kann" (berichtige mich wenn ich falsch liege). Im Kommunismus ist das doch oberstes Prinzip: JEDER trägt sein Teil bei für die Gemeinschaft. Einem Kind lerne ich von Anfang an, dass es im Haushalt auch Pflichten hat - aber für erwachsene Staatsbürger machen wir Ausnahmen? Die sollen auf der faulen Haut liegen dürfen und sich auf ewig von den arbeitenden Leuten durchfuttern lassen bis zum Lebensende, nur weil einige Märchenstundenfans das als "sozial" betrachten und denken, der Rest des Volkes müsste genauso scharf drauf sein, verarscht und abgezockt zu werden? [/i]
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die „dürfen“ nicht auf der „faulen haut“ liegen, die MÜSSEN! und die märchen erzählen doch immer die anderen, was auch immer die sich dabei auch denken mögen...

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[i]1 Euro pro Stunde ist ZUSÄTZLICHER Verdienst, zu all den gratis erhaltenen Leistungen dazu, die diese Leute ja auch weiterhin vom Staat kassieren. Ist für mich eher schon pervers, dass ich Leute, denen ich schon die Miete, den Strom und das Essen finanziere (während sie auf der Couch liegen), auch noch " extra Gehalt" zahlen soll dafür, dass sie mal endlich was arbeiten sollen für die Gemeinschaft, von der sie seit Jahren gut leben und "kassieren" (und immer noch besser leben als ein Arbeitnehmer, dem KEINE 800 Euro bleiben nach Abzug seiner Festkosten. Den meisten der Alleinstehenden bleiben nicht mal 200 oder 300 Euro übrig - kümmert Dich das, oder kümmert es irgendwen von den Hartz-Gegnern?)[/i]
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hmmm... hört sich doch alles sehr stark nach sozialneid an...
wie kommst du nur darauf, daß diesen menschen 800 euro nach abzug aller unkosten bleiben???
es kümmert mich grundsätzlich, wenn es jemandem schlechter geht als mir... dich nicht? ich persönlich bekomme dann geradezu ein schlechtes gewissen!


((vielleicht sollte man diesbezüglich ende nächsten jahres auch mal die selbstmordraten im auge behalten...
naja, des einen freud, des anderen leid, oder wie?))
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[i]...genau, die Selbstmordraten meiner Patienten, die mit "burned out"-Syndrom, "überarbeitet und erschöpft", eingeliefert werden. Weil sie ZUVIEL arbeiten müssen, in Zweit- und Drittjobs, da das Gehalt nicht reicht weil sie damit (Abzüge) dieses Heer an Dauerjammerern und "ich finde keinen Job obwohl ich schon seit 25 Jahren einen suche aber keiner ist direkt unter meiner Wohnung und bei keinem verdiene ich 10.000 Euro im Monat und bei keinem kann ich meine zwei Tigerbabies mit ins Büro nehmen oder meine 18 Kinder und bei keinem habe ich 70 Tage Urlaub im Jahr und bei den meisten müsste ich sogar TÄGLICH regelmässig arbeiten"-Typen ernähren müssen. [/i]
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soweit ich weiß, werden auch immer mehr manager eingeliefert? aber das nur am rande... diejenigen, die den anderen durch zweit- und drittjobs die möglichkeit zu arbeiten nehmen, kann ich nicht gerade beglückwünschen, aber naja... zumindest basteln sie ja dann noch mehr abzüge für dieses "heer" von „typen“...
dauerjammern höre ich auch irgendwie mehr von denen, die zuviel arbeiten und neidisch auf die arbeitslosen sind. denen könnte eigentlich geholfen werden von diesen anderen jammerern, die keine arbeit KRIEGEN. sie können sich ja dann beim sprung von der brücke die hände geben und so wenigstens im tode vereint mal darüber nachdenken, wie sie in diese lage gekommen sind und was sie hätte retten können...


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[i]Und für das EIGENE "Kulturelle Wohl" (Theater, Kino, Kontakte pflegen usw.) KEIN Geld und KEINE Zeit übrig haben. Im Gegensatz zu den Langzeitarbeitslosen, die alle alle alle den ganzen Tag Zeit haben für ihre Freundschaften (die sind kostenlos, übrigens!), für ihre Bücherei-Besuche (kostenlos) und für Schwimmen am See (kostenlos).[/i]
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kein geld und keine zeit halte ich persönlich immer noch für besser, als kein geld und zuviel zeit... man könnte leicht auf dumme gedanken kommen... vor allem, wenn man sich als langzeitarbeitsloser ja sowieso überall verstecken muß, damit die tot-arbeiter nicht neidisch werden und womöglich genauso anfangen zu pöbeln, wie es hier getan wird... reicht ja schließlich schon die „liebevolle“ behandlung beim arbeitsamt... und: welche freunde könnte man denn dann noch treffen? die, die doch ständig arbeiten? oder womöglich nur noch „alle alle alle“ die, denen es genauso geht? und das du das „ihre“ so betonst, das ist mir nicht entgangen, man hätte das wörtchen immerhin auch beide male weglassen können... ;o)


((nun werden ja schon welche zu ihrem glück gezwungen, indem man sie zu irgendwelchen jobs drängt, zu denen sie gar keine lust hatten...))

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[i]...es mag jetzt der Schock des Jahrhunderts für Dich sein *g*, aber stelle Dir vor: die WENIGSTEN Menschen haben den Job, den sie sich erträumt haben.

Bei mir wäre das z.B. gewesen: Tierärztin, die nie ein Tier einschläfern muss, plus Nah-Ost-Journalistin die aber nieeee in Kriegsgefahr gerät, plus Rennfahrerin die aber keinen Führerschein zu haben braucht (hab ich nämlich ned) plus Innenarchitektin mit jeder Menge alter Burgen, Schlösser und Villen zum Einrichten. Während ich gleichzeitig alle Tiere dieser Erde rette als besagte Tierärztin.

Shit, es hat dann doch nur zur Verwaltungsangestellten gereicht. Weisst warum? Weil DER Job frei war. Weil es DA eine Ausbildungsstelle gab. Und weil ich Geld verdienen musste, da ich meine Miete selbst zahlte (kein zahlender Papi, kein Bafög als Azubi, schon blöd... Azubis müssen ihr Leben selbst finanzieren ganz ohne Vater Staat und mit minimalsten Vergütungen).

Und wenn man dann ein bisschen Bodenhaftung und gesunden Menschenverstand hat, weiss man dass man einen Job, auch wenn er kein Traumberuf ist, immer noch zu einem "guten Job" machen kann. Das beste draus machen kann, indem man ihn so gut macht wie möglich. Glück und Hobby, Lust und Spiel habe ich in der Freizeit.
Wer auf Traumjobs wartet, kann das gerne tun - soll aber nicht von der Allgemeinheit erwarten, dass diese ihm seine Träume finanziert. Soviel Gerechtigkeitsempfinden setze ich bereits bei 10jhr. Schulkindern voraus. Umso mehr bei Erwachsenen. [/i]
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tja, dann bin ich vielleicht unter 10...? und bockig, wie die manchmal sein können, sage ich dir: DICH hat aber eben niemand ANDERER dazu GENÖTIGT diesen weg zu gehen, das warst du ganz allein! und ich behaupte mal, wenn man dir einen job auf dem bau angeboten hätte, oder sonstwo, wo du absolut nicht hinwolltest, dann wärest du auch ins grübeln gekommen, hättest vielleicht auch lieber noch auf etwas besseres gewartet, um etwas angenehmeres aus deinem leben zu machen.


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[i]Hartz IV ist mir noch viel zu wenig. All die Langzeitarbeitslosen mit ihren dicken Sparbüchern und den Konten im Ausland/"bei Oma"/"bei der Exfrau", die jetzt komischerweise (sh. Vorpostings) alle "urplötzlich" einen Job fanden (seit der "Fragebogen" im Raum steht) - sie sind doch der beste Beweis dafür, sogar für die Kritiker der Reform, dass diese Typen (und ich rede nur von DIESEN Typen, nicht von wirklich arbeitslosen 50jhr.) anscheinend ja nur eines machten: auf Jahre abkassieren, evtl. schwarz noch was dazuverdienen, sh. Sparbücher - und dann aber frech was vom "Sozialstaat und ihren Anspruch" darauf posaunen.[/i]
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wieviele „all die“ mag es wohl geben...?


so, ich hoffe, es ist übersichtlich genug...
fortsetzung folgt...
TelecasterFunktionäre tun nie irgendetwas für andere, auch wenn sie das noch so laut behaupten.
Sie tun alles nur für sich selbst.
Wer an den Weihnachtsmann, äh, an das Gegenteil glaubt, wird nur ihr bereitwilliges Opfer.

Merry X-Mas!:rolleyes:
MissPanbei der berechnung des algII wird zukünftig auch das einkommen des lebenspartners mit einbezogen.
allerdings ist mir noch nicht zu ohren gekommen, daß sich dies bei der lohnsteuerklasse positiv bemerkbar machen wird.
m.e. nach alles andere als gerecht, wenn der partner wie in einer ehe zur kasse gebeten wird, aber keinen anspruch auf steuerliche entlastung hat.

ich gehe hier bewußt vom "normalen" arbeiter aus, dessen gehalt geteilt durch 2 dann gerade mal alg II-niveau haben wird, wenn überhaupt.
wie hoch wohl wird die motivation sein, weiterhin zu arbeiten / steuern zu zahlen, wenn man trotz job auf sozialhilfe-niveau lebt?

bei meinem bruttogehalt (und damit wird ja gerechnet, als gäbe es gerade bei lstkl. 1 keine abzüge) kämen pro nase nicht mal 600 euro raus...
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i]
[B]Wie können eigentlich Leute die eine Ausbildungstelle suchenk eine finden, wenn z.B. ich und mein Freund dauernd Angebote zugeschickt bekommen (wir wollen jetzt doch weiter studieren). Könnte es nicht an einfach zu hohen Ansprüchen liegen? [/B][/QUOTE]Das wäre schon möglich. Die heutigen Ansprüche der Betriebe sind: Abgeschlossene Berufsausbildung mit Abitur und 10 Jahre Berufserfahrung, aber nicht älter als 25.
Naja, notfalls vielleicht auch ohne Berufserfahrung ... aber solche Leute wollen lieber studieren statt arbeiten. :D

[QUOTE][B]Wenn einem der Job nicht gefällt, kann ersich danach immer noch eine 2. Ausbildung machen (und die werden mit 22 oder 25 lieber genommen, als die die bis dahin immer noch gar ncihts gemacht haben). [/B][/QUOTE]Wann danach?

[QUOTE][B]Ja, es können na klar nicht alle Leute in Deutschland einen Job haben[/B][/QUOTE]Sie könnten schon ...
Aber dazu müsste man [b]wirkliche Reformen[/b] durchführen, und nicht nur an Symptomen herumdoktern.

[QUOTE][B]- aber sie könnten für die Zeit vorsorgen (z.B. mit Sparen) und dann bräuchten sie nicht mal Arbeitslosengeld 2 - das erste Jahr bekommen sie ja ihr Geld aus der Arbeitslosenversicherung!!! [/B][/QUOTE]:D
Klar, mit 'nem ALG, das vielleicht noch unter dem Sozialhilfesatz liegt, und vielleicht noch mit den vom letzten "Arbeitgeber" nicht gezahlten Monatslöhnen ... Da kann man noch eine Menge davon sparen! :D

[QUOTE][B]Wer nicht vorsorgen konnte (aus welchen Gründen auch immer) - der bekommt auch jetzt noch Geld - und zwar für die Wohnung usw [/B][/QUOTE]... ist nur die Frage, wann?
Spätestens dann nach 4 Wochen, wenn er mit Fleischermesser und Axt anrückt (siehe Beispiel aus meinem letzten Beitrag) ?

[QUOTE][B]aber Wohlstand sollte noch nie über die Sozialhilfe bezahlte werden - es ist ein Privileg[/B][/QUOTE]Da kommen wir dem Wesen dieser Gesellschaft doch schon näher:
[b]"Wohlstand ist ein Privileg !"[/b] - Genau!

[QUOTE][B]Sonst - wieso kosten soziale Kontakte den Geld? Der Park ist immer noch kostenlos - Internet ist nicht zwingend notwendig und statt telefonieren kann man sich wohl auch mal direkt treffen. [/B][/QUOTE]... Ja, und im Park stehen auch an allen Ecken so kleine Marktbuden und Kioske herum, wo man sich über die vielen freien Arbeitsstellen informieren kann ... oder wie kriege ich ohne Telefon und Internet heraus, wann meine potentiellen Arbeitgeber gerade ihren Park-Spaziergang machen? Naja, vielleicht kann man ja einem auf der Parkbank liegenden Penner seine Zeitung unterm Kopf wegklauen ... aber ob die noch aktuell genug ist?

[QUOTE][B]Wenn ich kein Geld habe, gehe ich trotzdem weg und zwar dann an solche Orte - die sind kostenlos und Spaß kann man auch da haben. [/B][/QUOTE]... wenn da nicht so viele Penner rumlaufen würden, statt zu arbeiten ...

[QUOTE][B]Ich verstehe auch nicht, wieso keiner bereit zu sein scheint umzuziehen, wenn er keinen Arbeitsplatz hat und wo anderes einen bekommen könnte [/B][/QUOTE]Dazu noch mal ein Auszug aus dem von mir [URL=http://www.heise.de/tp/foren/go.shtml?read=1&msg_id=6675228&forum_id=67173]verlinkten Erfahrungsbericht:[/URL]
"Aber ich brauchte Geld um dort hinzukommen, in der Stadt (etwa 150 km entfernt) hatte ich keine Wohnung.
... Wie soll ich da Kaution und 2 Monatsmieten (1 Monat plus Zeit bis Geld gezahlt wird) bezahlen können? Ich bin also hin zum Sozialamt. Auskunft: ... Von uns bekommen sie kein Geld,
dann können sie die Arbeit halt nicht antreten." [QUOTE][B]- und ja dann auch nocht weiter Hilfe zu beziehen ist für mich auch Ausnutzen des Sytems... [/B][/QUOTE]

[QUOTE][B]Mal eine Frage - ist es euch eigentlich bewusst, dass es auch noch viele "arme" Kinder in Deutschland gibt, deren Eltern, obwohl sie reich sind, immer noch keinen tollen Rechner haben (400Mhz sind ja wohl mehr als genug), [/B][/QUOTE]Es gibt auch viele Kinder von "Sozialschmarotzern", deren Augen leuchten, wenn sie einen 10 Jahre alten 386er mit 40MHz nutzen dürfen. Und falls ich hier mal wieder längere Zeit nicht zu lesen bin, dann bin ich mit großer Wahrscheinlichkeit damit beschäftigt, solchen "Schmarotzer-Plagen" eine kleine Freude zu bereiten ... :rolleyes:

[QUOTE][B]2378
(die sich immer wieder darüber wundert, wieviel heute lebensnotwendig zu sein scheint) [/B][/QUOTE]Stimmt.
Wenn es nach mir ginge, ich bräuchte zum Leben eigentlich überhaupt kein Geld - nur die Anderen wollen andauernd welches von mir haben.

[QUOTE][B]P.s. Ein andere Gedanke - würden KEINER das Sozialsystem ausnutzen, würde es vielleicht funktionieren und das sollte man bedenken. [/B][/QUOTE]Das nennt man auch den [b]Unterschied zwischen Theorie und Praxis.[/b] :)
xxxzinixxxhey, ttp, wollte dir doch schon lange mal wieder sagen, wie sehr mir deine links gefallen! :) also, jetzt denn aber endlich!!! danke!!!

ilo: danke für die grüße, süße! :D gehen natürlich auch postwendend zurück nach dunkeldeutschland!
nee, aber das alles einfach so stehen lassen, das kann ich denn doch nicht, weshalb ich mich denn auch heute nacht wieder hinsetzen werde um weiter im text zu arbeiten... sorry... mußt ja nix mehr antworten... ;)
xxxzinixxxso, bevor die fortsetzung folgt auf all die dinge, die ich anders sehe, zunächst noch die detailliertere antwort auf dein letztes posting, ilo:
ich sehe das so: die arbeitslosen können ihre alten freunde teilweise nicht mehr treffen, aus angst bei geburtstagen ohne geschenke dazustehen, aus angst, ständig etwas schnorren zu müssen, oder eben nur zusehen zu können... wer will das schon?
---
[i]Der Staat sind wir. Auch die, die noch so blöd sind und täglich arbeiten, Steuern zahlen und dieses System am Laufen halten. Wir haben doch auch ein Recht darauf, dass wir mal in unsere Theater und Kinos kommen, unsere Kontakte pflegen können oder "fein Essen" gehen können - ich zumindest kann mir das alles aber nicht leisten, denn von meinem Gehalt bleibt leider weniger übrig als das was ein Hartz-IV-"Opfer" noch an "Taschengeld" bekommt. Ohne dafür arbeiten zu müssen.[/i]
---
warum sind die denn alle so „blöd“? hat es vielleicht doch auch vorteile? wie hoch ist denn dieses taschengeld, welches du dir da erträumst, solltest du arbeitslos werden? du meinst doch wohl nicht schon wieder diese 800 euro von weiter oben??? sorry, aber ich glaube, da hast du irgendetwas nicht ganz mitbekommen...
ich mach dir einen vorschlag: verlängere doch einfach deinen arbeitsvertrag nicht, dann wirst du es ja bald genauso „gut“ haben bald...
wenn es denn tatsächlich so wäre, wie du schreibst, aber dann würden das wohl schon ein paar mehr ausnutzen...
ich weiß, es geht dir um die schwarzen schafe, es geht allen immer nur um die schwarzen schafe... aber die weißen leiden deshalb mit. was ist mit den schwarzen schafen von der arbeiterseite? wie werden die bestraft? was ist mit denen, die noch geld dafür bekommen, wenn sie leider entlassen werden müssen, weil sie unfähig waren? wann kommt denn da mal ein hartz darauf und bestraft die? hartz V: manager, die sich solche fehler erlauben, daß arbeitsplätze dadurch verloren gehen, werden, statt großzügig abgefunden, [b]sofort[/b] zu den hartz IV´ern gepackt und haben dementsprechend natürlich auch 1 euro-jobs zu verrichten. die abfindungssummen werden unter den obdachlosen verteilt, die wirtschaft dadurch angekurbelt, alle freuen sich...
aber ok, das ist hier nicht thema; thema ist, daß eben nicht nach oben gespuckt wird, sondern lieber immer nach unten, ohne daß es der wirtschaft etwas bringt...
thema ist: hartz IV!!!
und in wirklichkeit möchte ich gar keine strafen für die hohen tiere, aber eben auch keine für das "kleinvieh"... ich möchte nur: arbeit für jeden der arbeiten will!!! und: weniger arbeit für die, die sich ansonsten damit totmachen!

---
[i]Vielleicht sollten wir Arbeitnehmer ja mal z. B. Freitags-Demos einführen, wir, die schweigende Schicht der ewig zahlenden, ewig arbeitenden, für alle "zuständig" seienden Melkkühe. Die das "Maul" zu halten hat, denn wenn wir uns wehren gegen Schmarotzer, sind wir ja eh nur "asoziale Nazis/Egoisten oder Neid-und-Frust-Denunzianten"...also immer schön weiter nur zahlen, arbeiten und kuschen, damit ANDERE die das nicht tun, schön leben können und sich "kulturell und freizeitmässig rege am guten Leben beteiligen" können. Wir sind ja schliesslich ein Sozialstaat und das heisst in Deutschland immer noch dass der, der sich am besten durchschlawinert, auch der ist, der am meisten abkassieren kann.[/i]
---
und das sind deiner meinung nach die arbeitslosen???
und wie jetzt "schweigend"??? schweigt hier jemand? oder jammert es vielleicht doch eher von allen seiten?
und warum sind all diese ganzen worte in gänsefüßchen? hat das schonmal jemand von den viel zu gut lebenden, sozial und kulturell sich auf dem neuesten stand befindlichen arbeitslosen gewagt zu äußern? hat sich da etwa mal jemand gegen diese anderen worte der sich-zu-tode-arbeitenden gewehrt???
und was ist, wenn ich es wage, mich zu wehren? was bin ich dann??? siehe darket...! den ausdruck möchte ich lieber nicht widerholen... weil man sozial ist, wird man beschimpft... wenn man asozial ist sowieso... also, lebt nur alle damit, daß ihr beschimpft werdet, denn wie man in den wald hineinruft...
vielleicht sollten alle einfach nur mal aufhören auf den anderen rumzuhacken, sondern vielmehr eine lösung finden [b]für[/b] alle, und nicht immer nur [b]gegen[/b] alle betroffenen?

---
[i]Während Putzfrau Erna mit ihren 950 Euro Verdienst die ist, die KEINE Sozialhilfe kriegt ("Sie liegen über dem Satz"), die kein Wohngeld kriegt ("Ihre Miete ist zu HOCH für Wohngeld, schauen sie dass sie wo ein Zimmer für 145 Euro kriegen, dann können wir ihnen 15 Euro bezahlen") und die auch - wird sie arbeitslos - sich gleich die Kugel geben kann, denn sie kann dann wirklich nicht überleben. Aber Putzfrau Erna wird das Problem nicht haben, denn Putzfrau Erna wird noch als 60jrh. einen Job finden. Weil sie nämlich muss.[/i]
---
gerade haben wir doch noch gelernt, daß sie bei arbeitslosigkeit sogar noch 800 euro taschengeld bekommt? nun doch nicht? und man bedenke doch die ganze freie zeit die sie für sich hätte! endlich leben!!! :rolleyes:

---
[i]Ach ja: Aktuell sind wieder/immer noch 8 Stellen in meiner Klinik zu besetzen, an alle jammernden Langzeitarbeitslosen: 2 mal Pfleger, 1 mal Bürokraft für halbtags, 1 mal Pädagogin, 2 mal Techniker/Hausmeister, 1 mal Krankenschwester und 1 mal Betriebsassistentin. Ich selbst hätte ohne Probleme letzte Woche bereits wieder einen - anderen- Bürojob dort antreten können, der ist auch noch frei (somit sind es 9 Stellen), als Arztsekretärin. Kann man sofort lernen, ich hab es auch - "ausbildungsfremd" - binnen weniger Wochen gelernt damals. Meine Klinik liegt übrigens nicht in einer Großstadt, sondern in einem kleinen 10.000-Seelen-Dorf in den Bergen. Und fast monatlich sind da Stellen frei, immer und immer wieder, in jedem erdenklichem Gewerbe; unzählige Hilfen werden gesucht, Spüler, Wäscher, Kurierfahrer usw. Alles Jobs mit durchaus akzeptablem Gehalt.
Komisch wieder nur: all die Arbeitslosen scheinen sie nicht antreten zu wollen. O-Ton Direktor: "Ich hab mir heute wieder 2 Bewerber kommen lassen vom Arbeitsamt. Der eine kam 1 Stunde zu spät mit der lächelnden Erklärung: ich bin es nicht mehr gewohnt, schon um 9 aufzustehen", der andere mit der Mitteilung, dass er "keinen Bock habe auf die Stelle, aber er herkommen müsse weil ihm sonst das AlGe gekürzt würde. Aber für das lächerliche BAT-Gehalt von 1.700 brutto würde er nicht arbeiten, sein Arbeitslosengeld sei um 160 Euro höher".
Da fühl ich mich leider irgendwie doch verkohlt. Klar, das sind ja alles nur "Einzelfälle", natürlich *zyn*... aber jeder kennt zwei Leute die solche Einzelfälle kennen und jeder kennt von seiner Arbeit wiederum mindestens 3 Leute die solche Einzelfälle schon vor sich hatten, und irgendwie sind wir dann bei ein paar Tausend oder gar einer Million "Einzelfälle".... die ein Hartz IV mehr als nötig machen.[/i]
----
tja, der arme herr direktor... wird er wohl weitersuchen müssen... ich wette, er ist auch einer von denen, die immer die negativen fälle besonders hervorheben...
übrigens haben bei [b]uns[/b] die hohen herren und damenschaften immer extra lange mit dem einstellen gewartet... das spart nämlich in der zeit völlig unauffällig lohnkosten... hast du das vielleicht auch schonmal in erwägung gezogen? ;)
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von xxxzinixxx [/i]
weil man sozial ist, wird man beschimpft... wenn man asozial ist sowieso... also, lebt nur alle damit, daß ihr beschimpft werdet, denn wie man in den wald hineinruft...
vielleicht sollten alle einfach nur mal aufhören auf den anderen rumzuhacken, sondern vielmehr eine lösung finden [b]für[/b] alle, und nicht immer nur [b]gegen[/b] alle betroffenen? [/QUOTE]@ xxxzinixxx:
Wahrscheinlich hast du damit nicht mich gemeint, aber es gibt durchaus [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=851131#post851131]Lösungsvorschläge, die sich [b]nicht gegen die Menschen[/b] richten,[/URL] sondern versuchen, allen Betroffenen gerecht zu werden.

Neben diesen Vorschlägen für kurzfristig durchführbare Veränderungen gibt es auch [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=36773]Vorschläge für längerfristige Lösungen[/URL] (hier eine [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=802567#post802567]Kurzfassung in deutsch[/URL]) ...
demelza[QUOTE]

tja, der arme herr direktor... wird er wohl weitersuchen müssen... [/QUOTE]

muß er nicht - ich kenne eine, die sehr gerne einen bürojob im krankenhaus machen würde, nur findet sie in ihrer region (eifel) nichts - also versucht sie, über hartz-IV und die 1-euro-job-schiene etwas zu finden, in der hoffnung, so in den sog. regulären arbeitsmarkt hinein zu rutschen.

vielleicht wäre der job im oben genannten krankenhaus etwas für sie.
xxxzinixxx@ demelza: na dann, auf nach bayern!

@ ttp: kuck ich nachher mal, jetzt muß ich gleich erstmal in die falle... *schnorch*
Holy War[quote]Wenn ich das lese, dann frage ich mich wie so manche Leute nach der Reform noch über die Runden kommen sollen. Ich glaube nicht daran, dass dadurch unsere Arbeitslosenzahlen runtergehen, sehe aber die Chance für eine noch größere Verarmung und etwas ganz gefährliches, jeder wird bestraft der es wagte zu sparen. [/quote]

Das es einem Teil der Bevölkerung immer schlechter gehen wird mit der Zeit liegt aber nicht an Reformen, es liegt in der Natur der Sache selbst. Das System wird am Ende sich selbst erliegen.

Aber eigentlich wollte ich was anderes sagen. Die Leute haben es nicht besser verdient. Vor den Reformen haben sie alle lauthals geschrien: Ne, für 5€ die Stunde beweg ich nicht meinen Arsch aus dem Bett. Da kassier ich lieber weiter Sozialleistungen vom Staat.
Heute dürfen sie denselben Scheissjob für 1€ die Stunde machen.
Richtig so!
MondsilbertaufeBringt das hier irgendwas?

Was aber auf jeden Fall was bringen soll - hab ich mal so gelesen - Allergie gegen Deutschland beim Amt anmelden.

Kann man das Sozialamt eigendlich auf Betrug an der Allgemeinheit verklagen?
demelzawarten wir mal ab, ob das, was von unserer regierung zu hartz-iv vollmundig verkündet wurde, auch in die tat umgesetzt wird. sofern ich jetzt als neuesten gag mitbekommen habe, ist noch nicht mal sicher, ob die hartz-iv-software funktioniert *g*
decay73Wißt ihr, was das tolle an Hartz-IV ist?

Es gibt kaum noch [URL=http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/427211.html]Sozailhilfeempfänger![/URL]

TOLL!

Selbst Koma- Patienten, Drogensüchtige, Schwerbehinderte und Greise sind plötzlich wieder arbeitsfähig!
Das ist ja geradezu biblisch! :rolleyes:
decay73Naja, ich bin mal [URL=http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19581/1.html]gespannt[/URL] wie lange das alles noch gut geht.

Erschreckend...
xxxzinixxxso erkennen denn plötzlich so viele menschen, was in wirklichkeit alles ARBEIT ist...
einst nur die schnöde (geld-)erwerbsfähigkeit, jetzt jeder atemzug... und sei´s der letzte...
wenn DAS keine anstrengungen sind...!
alles ist eben relativ...
;) :rolleyes:
VenusOfDarknessMiss Pan´s Kommentar ist sooo lusstig...
Da sieht man mal, dass es selbst hier Leute gibt, die von Dingen sprechen, von denen sie keine Ahnung haben!

Aber ich finds schon mal gut, dass sie früher oder später auch unter die Hartz 4 Opfer fallen wird, weil sie bei ihrer Blödheit wahrscheinlich eh nich lange nen Job halten kann!! Sie hat wohl nicht verstanden, dass es zuwenig Arbeitsplätze für zuviele Arbeitslose gibt! Man bekommt keine Arbeit, auch wenn man noch so sehr möchte!!!
Wenn man im Ausland arbeit sucht, ist der Umzug mit Unkosten und gegebenen Falls auch Schulden verbunden!

Ich habe einen Abidurchschnitt von 2,26 und suche seit letztem Jahr Mai eine Ausbildung! Ich habe über 260 Bewerbungen weg~
geschickt...alles nur Absagen!

Von dem Geld, was ich vom Sozialamt extra für Bewerbungen bekomme, kann ich im Monat noch nicht einmal die Hälfte verschicken, von dem was ich verschicke!

Wenn meine Oma und meine Mutter mich nicht unterstützen würde, sähe ich ganz schön alt aus! Da ich mir kein Auto leisten kann, fallen schonmal viele Nebenjobs raus und das mit den 400€~Jobs ist gar nicht mal so einfach!
Die haben fast überall Einstellungsstopp, weil se sparen müssen.
Ich finde nur Jobs für höchstens 120€ im Monat, und wenn ich die annehme, wird mir die Sozihilfe KOMPLETT gestrichen!!
Also muss ich mich mit hier jobben und da jobben über Wasser halten!
Ich habe angefangen zu studieren, damit ich keine Lücke im Lebenslauf habe, obwohl ich lediglich Reiseverkehrskauffrau werden wollte!!!


Ich glaube bei soviel Dummheit sollte ich eher Mitleid als Wut empfinden!!!
MissPan[QUOTE][i]Original geschrieben von VenusOfDarkness [/i]
[B]Miss Pan´s Kommentar ist sooo lusstig...
Da sieht man mal, dass es selbst hier Leute gibt, die von Dingen sprechen, von denen sie keine Ahnung haben!
[/QUOTE]

klär mich doch bitte auf, welcher kommentar dich so erheitert hat.
vielen dank.
Caranaldion[i][QUOTE][i]Original geschrieben von VenusOfDarkness [/i]
Ich glaube bei soviel Dummheit sollte ich eher Mitleid als Wut empfinden!!! [/QUOTE]

Alternativ würde ich tiefes Durchatmen und das Lesen ( und idealerweise auch beherzigen) der Regeln für dieses Forum vorschlagen.

Caranaldion, Moderation des Kaiser's Bart[/i]
Darket[QUOTE]Aber ich finds schon mal gut, dass sie früher oder später auch unter die Hartz 4 Opfer fallen wird, weil sie bei ihrer Blödheit wahrscheinlich eh nich lange nen Job halten kann!! [/QUOTE]

[QUOTE]
Ich habe einen Abidurchschnitt von 2,26 und suche seit letztem Jahr Mai eine Ausbildung! Ich habe über 260 Bewerbungen weg~
geschickt...alles nur Absagen!
[/QUOTE]

Nunja, wenn wir diese beiden Aussagen miteinander vergleichen, könnte man als ein boshafter Mensch, der ich natürlich in keinster Weise bin, auch zu bestimmten Schlüssen hässlichster Art kommen.
rainravennein, ich äußere mich nicht mehr groß über Hartz 4 und was für mich selbstverständlich und was Luxus ist...ich stehe wenigstens immerhin kurz davor, ALG 2 vielleicht jetzt endlich zu bekommen und es ist etwa genausoviel wie ALG 1 bei mir war, also ändert sich nichts groß an meiner Misere...


ich will nur mal kurz Stellung dazu nehmen, wie man "nicht verstehen kann, daß keiner bereit ist, wegzuziehen wegen einem Arbeitsplatz". Ich hoffe doch, daß das ironisch gemeint war...

Wenn man z.B. die ganze Familie und alle Freunde, die einem das Wichtigste im Leben sind, in einer Stadt hat und der Partner auch noch in dieser Stadt eine Stelle hat. Wenn man ein Dreivierteljahr nach einer Wohnung gesucht und dann endlich nach Demütigungen und Ärger eine erschwingliche bekommen hat. Und wenn man selber- wenn überhaupt- am ehesten in dieser Stadt Chancen auf Arbeit hat, dann sind das wohl genug Gründe, nicht wegzuziehen, oder?

und ich hab z.B. jetzt vier oder fünf Wochen damit verbracht, wiederholte Male in der Hoffnung auf eine beabsichtigte Doktorandenstelle (denn als Biologe ohne Doktortitel bekommt man anscheinend erst recht nichts) zur Uni zu fahren, um festzustellen, daß man mich stets versetzt hat und keiner der Zuständigen zu den vereinbarten Treffen aufgetaucht ist-wegen wohl wichtigerer Termine, bis ich zufällig mitbekomme, daß es sich um eine Art Stipendium handeltn würde, für das ich sowieso von vornherein zu alt und notenmäßig zu schlecht bin. Zum Kotzen.
Es hat angeblich keiner gewußt oder für nötig gehalten, mich zu informieren. Und da fragt sich einer wo die Probleme liegen, eine Stelle zu bekommen? MIR schickt jedenfalls keiner laufend irgendwelche Angebote, wioe in einem Beitrag weiter oben erwähnt..ich möchte mal wissen, in welchem Berufszweig das so ist...:q :mad:
xxxzinixxxna, wenn da keine freude aufkommt in gewissen kreisen... :/
frage ist, wie lange die dann anhält und die nächsten schritte eingeleitet werden und dann wieder und wieder und wieder...
vielleicht bis wieder sklaverei eingeführt ist? keine ahnung... alles irgendwie verkehrt herum... da vergeht einem doch echt alles! :(
*lieber schnell wieder der realität entfleuch*
LaChatte[QUOTE]"Am wirkungsvollsten wäre es, die Kosten der sozialen Sicherung völlig vom Arbeitsverhältnis abzukoppeln."[/QUOTE]

Das hier ist mal ein durchaus brauchbarer Ansatz, dass die Sozialwerke in erster Linie aus einer anderen Quelle als den Arbeitenden gespeist werden. Warum nicht mal eine Steuer auf Kapitaltransfers?
rainravenund es geht auch ganz ohne Computerprogramme:
ich hab Anfang Februar mein ALG 2 beantragt und es hieß, spätestens in zwei, drei Wochen wüßte ich Bescheid... Drei Wochen später rief ich mal an, um mich nach den Fortschritten zu erkundigen, um zu erfahren, daß der Antrag immer noch unbearbeitet auf den Schreibtisch der Dame lag (mit 54 anderen. Wartet sie erst, bis die 100 voll sind, bevor sie was tut, oder was?). Eine weitere Woche später hat sie mich dann angerufen, weil sie gerade ein paar Fragen zu den Formularen hatte, als sie die Daten in den Rechner eingab. Und jetzt warte ich immer noch auf den Bescheid...:rolleyes: :q
LaVey242Hallo.

Die Anträge sollen gar nich sofort bearbeitet werden. Man will mit dieser künstlichen Verzögerung 2 Sachen erreichen.

1. Man spart Zinsen, denn wer erst nach 3 Monaten sein Geld bekommt, hat beim AA wieder etwas Geld in die Kasse gewirtschaftet. Macht sicherlich einige Millionen im Jahr.

2. Der Arbeitnehmer soll in den Zugzwang kommen, sich schnell um Arbeit zu kümmern, bevor er keine Kohle mehr hat. Denn nicht jeder hat genug Geld, um 3 Monate über die Runden zu kommen.



Die Frechheit ist:

Man hat eine Versicherung und wird behandelt wie der letzte Dreck. Ich meine damit nur die Arbeitslosenversicherung, nicht die Sozialgelder wie Hartz4

Mad
DeathGirl666genau so würde ich die folgen von hartz IV auch nennen: verarmung
rainraven@ LaVey242:
Manch Arbeitnehmer kümmert sich nun schon seit über einem Jahr um Arbeit, bekommt aber trotzdem keine...
LaVey242Hi.

Das ist ja das traurige, vielen steht gar keine Wahl zur Verfügung. Die sind auf gedeih und verderb ausgeliefert.

Mad
Akascha`s EngelIch möchte auch mal zu Wort kommen.Ich bin baldige HARZ4 Kanidatin.
Ich kann aber nicht viel verlangen.Bekomme eh nix:bin verheiratet und mein Mann verdient zu viel.

Aber ich bin nicht eine von denen die faul ist!!!Aber wie soll man denn arbeit bekommen,wenn da nix ist!?

Und man sollte vielleicht auch bedenken,das einige Stellenausschreibungen bei der Agentur für Arbeit und auch "meine Stadt.de" nur FAKE sind!!! Da kann man sich bewerben so lange man will,außer einem Gespräch passiert da nix.

Und außerdem haben viele Arbeitgeber auch sehr dumme Ausreden!!! Da von kann ich ein Lied singen!!!!

Ich werde immer abgewiesen weil ich
1. zu jung bin(ich bin doch schon 29)
2. Ich wohne zu weit weg(die Stelle auf die ich mich bewerbe sind 5-10 Min. von mir weg)


Noch irgendwelche Fragen?
Dann fagt ruhig!!!
KaltesHerz22104Hartz fear, wie hier schon so schön gesagt wurde, ist wirklich eine tolle Sache... :mad: Ich bin nun seit nem 3/4 Jahr auf Arbeitssuche, finde aber nix. Kriege nur Absagen oder garkeine Antwort auf meine Bewerbungen. Tja, so bin ich nun auch Hartz fear Empfänger - ganze 76€ kriege ich, weil ich noch zu Hause wohne und meine Mutter mich laut diesen Sesselfurzern finanzieren kann! Danke ihr Arschlöcher... Die Wahrheit ist aber, dass wir nun so wenig Geld haben, dass es nochnichtmal mehr vernünftiges Essen auf den Tisch gibt! Der Kühlschrank ist leer! belegte Stullen gibts rund um die Uhr. Aber meine Mutter kann mich ja finanzieren... Schön! Klar.
Diese hohen Tiere sollen mal ne Woche bei uns wohnen, die würden ganz schön alt aussehen!
wies jetzt auch Zwischenmenschlich bei uns aussieht, kann man sich vorstellen... Gekeife und Gemecker und ich hoffe noch dazu auf Therapie, weil es mir ohnehin seelisch nicht gut geht.
Ich hab jetzt auch ne Maßnahme vom Arbeitsamt bekommen. Zu einer Infoveranstaltung sollte ich erstmal. Ich war da, aber die Leute haben mich gleich wieder nach Haus geschickt, weil das Arbeitsamt - Verzeihung: Bundesagentur für Arbeit :q die Ollen da vom anderen Amt nicht darüber informiert hat, dass dort eine Info für unter 25 jährige stattfinden soll. Gut, ich also nach Haus. 3 Tage später flatterte mir ein Schreiben ins Haus, ich wäre nicht bei der Info erschienen und müsse nun zur Rechtsbelehrung ins Arbeitsamt und mein Geld wird gekürzt. Schick! Ich also da wutentbrannt angerufen und alles geklärt. Panneköppe!
Nagut, dann bin ich ne Woche später in diesem anderen Amt nochmal aufgelaufen, denn da sollte ja nun meine Maßnahme anfangen... Die Typen da hatten aber garkeine Unterlagen über mich und einige andere, wir durften aber trotzdem bleiben... Wie nett! Da weiß doch die rechte Hand nicht, was die Linke tut :rolleyes:
Nunja, nun läuft alles. Aber bringen tuts nichts! Ich sitze da vorm Rechner und suche mir Bewerbungsadressen für meinen erlernten Beruf aus - da gibts nur ein Problem: Für meinen Beruf gibts jetzt nur eine befristete Stelle in ganz Deutschland, für die meine Bewerbung morgen rausgeht. Man kann sich vorstellen wieviele sich darauf bewerben... Schick. Und dann? Wenns nicht klappt? Dann sitze ich 9 Monate wie blöde vorm Rechner und suche Stellen, die es nicht gibt - das kann ich auch zu Hause! Ich meine: Das ganze ist ja ganz nett für Leute, die zu Haus kein Internet haben... aber wozu geben die Geld für mich aus, wenn sie mir doch nicht helfen können? Ich will keine Maßnahme, ich will Arbeit, aber es gibt keine! und dann gibts bei Wasser und Brot 76€... Danke Deutschland, ich liebe deine Politik! :mad: :( :mad:
KaltesHerz22104[QUOTE][i]Original geschrieben von Akascha`s Engel [/i]
[B]

Und man sollte vielleicht auch bedenken,das einige Stellenausschreibungen bei der Agentur für Arbeit und auch "meine Stadt.de" nur FAKE sind!!! Da kann man sich bewerben so lange man will,außer einem Gespräch passiert da nix.

[/B][/QUOTE]

Ohja, davon kann ich auch ein Lied singen... Unser Betrieb meinte am Anfang der Ausbildung:"Ihr werdet übernommen!!!" Blablabla. :rolleyes: Klar, das hab ich gemerkt. Sie haben am Ende Bewerbungsgespräche geführt, die aber von vornherein fake waren, weil sie die stelle schon inoffiziell intern besetzt haben. Danke. Warum trifft es immer die Leute, die sowieso kaum was haben?
Akascha`s EngelKaltesHerz22104 Ich kann dich sehr gut verstehen. So verzweifelt und in rage war ich auch mal....Aber das bringt doch nix!!!Ich weis,das ist schwer zu verstehen,aber es bringt nix sich weiter auf zu regen!

Ich bin auch nach 5 Monaten zu einer sog. Maßnahme geschickt worden. Allerdings unter dem Vorwand das ich dann Umschulung machen kann.......Größes LÖL!!!
Wie du schon erwähnt hattest,wie haben fast alle Internet und können auch zu Hause schauen.

Ich habe staatlich geprüfte Fachkraft für Hauswirtschaft und Sozialpflege.Also nix halbes und nix ganzes!Aber ich mußte das damals lernen,die Agentur wollte das so.Mittlerweile weis ich das ich gar nix gelernt habe......
Aber nochmal großes LÖL: Bei der Agentur werde ich als examinierte Altenpflegerin "gehandelt".Selten so gelacht-ich habe doch gar kein Examen!!!
Bei der Agentur heißt mein "erlernter" Beruf: staatliche Fachpflegekraft.Ich bin dich nicht examiniert?!
Akascha`s Engel[QUOTE][i]Original geschrieben von KaltesHerz22104 [/i]
[B]Ohja, davon kann ich auch ein Lied singen... Unser Betrieb meinte am Anfang der Ausbildung:"Ihr werdet übernommen!!!" Blablabla. :rolleyes: Klar, das hab ich gemerkt. Sie haben am Ende Bewerbungsgespräche geführt, die aber von vornherein fake waren, weil sie die stelle schon inoffiziell intern besetzt haben. Danke. Warum trifft es immer die Leute, die sowieso kaum was haben? [/B][/QUOTE]


Die letzte Frage kann ich dir nicht beantworten.
Naja.... oder soll ich fragen wo wir da anfangen sollen?
Wie hieß dieser Mann? Schröder?
KaltesHerz22104Ja, dieser ganze Staat ist so widersprüchlich, aber da kann man als der kleine Mann nix tun... Außer sich aufregen, aber wie du schon sagtest bringt das nix. Außer ein paar Nervenstränge weniger ;) :confused: Es ist bloß so deprimierend und wenn man ansonsten auch wenig zu lachen hat, macht sich das nicht gut. aber da ich keine Lust mehr hab zu jammern (wenn auch nur im Stillen), werd ich meinen Hintern bald zum arzt schwingen und hoffe ne Therapie machen zu können. Mir wurde aber auch schon nahe gelegt, dass man, wenn man nicht tränenüberstömt, abgemagert oder durch SVV vernarbt bis zum Knöchel beim Arzt aufschlägt, auch keine Thera bekommt... Noch son dicker Hund. Naja, aber das ist auch ne ganz andere geschichte, bleiben wir mal bei Hartz fear (ich finde diesen Ausdruck sehr treffend ;) )
Akascha`s EngelHm....aber eine Therapie bewahrt dich nicht vor(wie schreibst du schön) Hartz fear!
Ich hoffe mal,das das nicht mit deiner arbeitslosigkeit zu tun hat.
Und wünsche dir auf diesem Wenge gute Besserung :) !

Über Hartz fear können wir und Tage und Monate sowie Jahre unterhalten-es wird eh nichts ändern....

Manchmal glaube ich,das es meine Schwägerin besser gemacht hat als ich. Sie hat nei was gelernt und bekommt nun das 2. Kind.Ihr Mann ist(sry!) zu dumm zum arbeiten und sie leben besser als mein Mann und ich. Sozi machts möglich! 1.700 Euro + Kindergeld+Erziehungsgeld.Die haben ein feines Leben....


Und ich lebe besch....und meine Gelder sie ich mal eingezahlt habe bekommen die!!!*GRR*
KaltesHerz22104Tja, so ist es immer... Ich kenne auch viele Leute, die hier Kinder in die Welt setzen und sich von dem Geld ein feines leben machen und die kinder mehr oder weniger links liegen lassen... Ganz toll! Das ist alles so dumm gemacht hier. Und für so einen stuss kassieren die Politiker das meiste Geld! Die sollten erstmal ihre eigenen Gehälter kürzen! Aber nein, unter 5000€ netto kann man ja nicht leben! :mad: Man sollte echt Politiker werden: Sich den Hintern breit sitzen, nicken oder kopfschütteln, wenn einer am Pult was erzählt, selber Stuss am Pult erzählen und sich ab und an man was blödes einfallen lassen... Wat ein Leben :q Und dann auch noch in die eigene Tasche wirtschaften. besser kanns doch garnicht sein :rolleyes: So, ich nehme jetzt meine Herztropfen - Aufregung bringt doch nix, aber man tuts trotzdem ;)
B.O.F.H.....ich schwöre, nachdem ich mir genügend beiseite geschafft habe, auch mal solche Dinge zu tun, wie Schaden vom deutschen Volk abwenden...
dark lonelinessIch habe die ganzen Beiträge hier mit einem tränenden Auge und oft mit einem zustimmenden Nicken gelesen.

Ich bin zwar nicht im privaten Bereich nicht von dieser Reform betroffen, aber ich (traue mich kaum das zu schreiben) arbeite im deutschen "§§Sozialversicherungssystem§§". Diese Reform und viele der anderen Veränderungen vor "Hartz IV" haben dazu geführt, dass ich einige Dinge an meinem Job wirklich angefangen habe zu hassen. Damals, als ich mit meiner Ausbildung angefangen habe, sah das ganze noch anders aus.

Es gibt sehr viele Entscheidungen die, mit Stolz auf eine besonders clevere Auslegung der gesetzlichen Vorschriften, getroffen werden, ohne das sich darüber Gedanken gemacht werden, was dies für die betroffenen Personen eigentlich bedeutet. Diese Entwicklung hat meiner Meinung nach in den letzten 2 Jahren immer schlimmere Ausmaße angenommen und wird wohl, da das Geld immer knapper wird, auch noch weiter gehen.

Ich selbst finde es oft absolut abartig was bei derartigen Reformen vor sich geht und bin auch oft am verzweifeln, wenn mir jemand am Telefon sagt, was dieses oder jenes für ihn selbst oder die gesamte Familie bedeutet und ich ihm/ihr nur innerlich zustimmen kann. Oft auch, weil vieles nicht so gemacht wird, wie es eigentlich sein müsste, da es oft genug vorkommt, dass einfach die Unkenntnis der Menschen ausgenutzt wird oder sie zuerst einmal "ausgelotet" wird. Ich habe zwar keine 10 oder 20 Jahr Erfahrung in meinem Beruf, aber das was ich kennengelernt habe würde ausreichen, um ein Buch darüber zu schreiben.

Ich weiß, dass dies hier sicher niemanden beruhigen oder ihm/ihr aus seiner Lage helfen wird. Die Beiträge hier haben mich in meinen bisherigen Erfahrungen nur bestätigt. Ich wollte deshalb schreiben, wie es (zumindest in meinem Fall) auf "der anderen Seite" aussieht. Diese Entwicklungen machen es immer schwieriger in einem Bereich zu arbeiten, der eigentlich dazu gedacht war Menschen zu helfen. Dieser Grundsatz entwickelt sicher aber immer mehr zu einem schlechten Witz :(
decay73Neulich bei wiso wurde über einen Mann berichtet, der mit seinem ALG-II Probleme hatte, eine Gas-Nachzahlung über 400Euro zu bezahlen (was ein Wunder).
Daraufhin wurden ihm zunächst Strom und Gas gesperrt.

Und jetzt kommt es:

Weil er keinen Strom und kein Gas mehr bekommt, muß er es ja auch nicht bezahlen, weshalb die Stadt entschied, ihm das ALG-II zu kürzen!

Hat das noch was mit Menschenwürde zu tun?
Caranaldion[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i]
Weil er keinen Strom und kein Gas mehr bekommt, muß er es ja auch nicht bezahlen, weshalb die Stadt entschied, ihm das ALG-II zu kürzen!

Hat das noch was mit Menschenwürde zu tun? [/QUOTE]

Zynisch hör ich die kleine Stimme im Hinterkopf , die sagt , dass alles käuflich ist ..wirklich alles... :( *seufz*

Hat der Bericht wenigstens was geändert in diesem speziellen Fall, weisst du da was ?
decay73Nee, genaueres weiß ich nicht. Die haben in wiso nur kurz darüber berichtet...

Das Dumme war nur, daß ihm das eine Stadt weiter nicht passiert wäre.

:(
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von TheRaven [/i]
[B]Betreffend Zumutbarkeit: in Berlin gab es jetzt in der Tat einen Fall, wo eine arbeitslose Programmiererin als Prostituierte in ein Bordell geschickt werden sollte. Immerhin gab es nach den Protesten keine ALG2-Kürzung, aber alleine der Versuch spricht Bände :rolleyes:

(Das es prinzipiell möglich wäre solche Vermittlungen auszusprechen, das titelte die ausländische Presse ja bereits vor Monaten.) [/B][/QUOTE]

Ach deshalb die sollte die Prostitution legalisiert werden. So langsam kapiere ich... :cool:
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i]
Neulich bei wiso wurde über einen Mann berichtet, der mit seinem ALG-II Probleme hatte, eine Gas-Nachzahlung über 400Euro zu bezahlen (was ein Wunder).
Daraufhin wurden ihm zunächst Strom und Gas gesperrt. [/QUOTE]Das Ab- und Anklemmen des Stromzählers ist natürlich kostenpflichtig und hat bei mir damals (1995) insgesamt genausoviel gekostet, als hätte ich in dem gesperrten Monat wie üblich Strom verbraucht. Und wenn du's nicht bezahlen kannst, kommt der normale Mahnungsprozess in Gang ...

[QUOTE]Weil er keinen Strom und kein Gas mehr bekommt, muß er es ja auch nicht bezahlen, weshalb die Stadt entschied, ihm das ALG-II zu kürzen!
Hat das noch was mit Menschenwürde zu tun? [/QUOTE]Pallor würde jetzt sicher darauf hinweisen, dass sie laut Grundgesetz unantastbar ist (was immer das zu bedeuten hat) ...

Jeder hat das Recht, unter einer Brücke zu schlafen, solange er dabei nicht irgendwelchen Kapitalinteressen im Wege liegt.
Darket[QUOTE]Jeder hat das Recht, unter einer Brücke zu schlafen, solange er dabei nicht irgendwelchen Kapitalinteressen im Wege liegt[/QUOTE]
Was jedoch bei den meisten Brücken der Fall ist ;)
decay73[IMG]http://www.arbeiterfotografie.com/sozialraub/bild-hartz-armut.jpg[/IMG]
Trinity Goth@decay73: Asozialen Partei Deutschland - Schön! :D
xxxzinixxx[IMG]http://twoday.net/static/gegenagenda2010/images/sarg-hartz4-gross.jpg[/IMG]

[IMG]http://sozialisten.de/images/politik/agenda_sozial/karikaturenwettbewerb/49_3.jpg[/IMG]

[IMG]http://sozialisten.de/images/politik/agenda_sozial/karikaturenwettbewerb/49_1.jpg[/IMG]

[IMG]http://sozialisten.de/images/politik/agenda_sozial/karikaturenwettbewerb/ersterpreis.jpg[/IMG]

[IMG]http://www.aufkleber-land.de/images/medium/arbeite_haerter_hartziv.jpg[/IMG]
copycatich fass mich mal kurz:

ich find hartz IV super *g* (keine ironie)
LaVey242Hallo.

Wie stand letztens in einem Ort auf einem Plakat:


"Wir treiben Deutschland in den Ruin, schnell und zuverlässig.


Ihre SPD"



Heiner Bremer sagte in 2+4 " Wenn man sich die Konzepte von SPD und CDU ansieht, wollen beide den kleinen Leuten in die Tasche greifen und die Unternehmen entlasten.

Aber wir haben bereits diese entlastet und es geschah nichts"

Anstatt einstellen haben die sich Polen geholt, die Krankenkassen kassieren 10 € und wo bleibt die Kürzung? 1 € Jobber nehmen den normalen Firmen die Arbeit weg ( Landschaftspfleger, einigen Baugewerken, Malern usw. )

Wie soll man da an die Kraft der Reformen glauben?

Mad
DaisyHallo zusammen!
Ich bin durch die Google-Suche auf diese doch sehr interessante Seite gestossen.
Ich sehe,ihr beschäftigt Euch hier mit der Politik,insbesondere Hartz-IV.
Da ich seit Stunden versuche,mich über die "Gleitzonen-Regelung" zu informieren und ich nicht grossartig vorwärts komme,dachte ich,melde ich mich hier mal an.Ich bin Harzt IV-Empfängerin und laut der Arbeitsagentur " schwer vermittelbar".Das bin ich wohl deshalb,weil ich ein Kind habe und es mir nicht möglich war,einen Ganztags-Kindergartenplatz zu erwerben.Diese Tatsache ist für mich eine Frechheit,aber nicht meine Frage an euch.
Ich hätte nun die Möglichkeit einen Job auf 400,00 Euro-Basis anzutreten.Allerdings sehe ich nicht ein,dass ich davon nur 20% behalten darf.Vielleicht sollte ich noch erwähnen,dass mein Hartz -Einkommen monatlich 160,00 Euro beträgt.
Ich habe nun etwas über Niedriglohn-Jobs gefunden.Dabei ist der Arbeitnehmer rundum versichert,wenn das monatliche Einkommen ab 400,01 Euro beträgt.Die Versicherungen werden zum grössten Teil vom Arbeitgeber übernommen und ein geringer Betrag von mir selbst.Je nach Lohnhöhe.Mein Frage ist nun?

Muss ich hierbei Lohnsteuer bezahlen?

Ich konnte es aus keinem Bericht klar herauslesen.Ich habe nur sehr oft das Wort " Lohnsteuerfreibetrag " gesehen.Doch so weit reicht meine Kenntnis nicht.
Was versteht man unter dem Freibetrag bzw.wie bekommt man Diesen?

Könnt ihr mir in der Richtung irgendwie helfen?Ich bin für jede Antwort sehr dankbar!

Liebe Grüsse...Jani
Demon17Hallo Jani,

Du fällst mit 4800€ im Jahr klar unter den Steuerfreibetrag, hats aber trotzdem Abzüge wegen Kranken- und Sozialversicherung. (Falls Du das noch liest.)

Anbei noch ein Resüme zu den Hartz Reformen aus dem Spiegel.

[URL=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,392589,00.html]Hartz IV ein Jahr danach[/URL]

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