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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: 5 Minuten Deutsch
Josef K.5 Minuten Deutsch

Von Ruprecht Skasa-Weiß, Beitrag aus der „Stuttgarter Zeitung" vom 12.02.2004

zitiert von [url]http://www.vds-ev.de/denglisch/anglizismen/anglizismenliste_texte_5minuten.php[/url]

Die Kraft und die Pauer

Alle starken Sprachen sind kannibalistisch. Was daherfliegt an fremden Brocken, wird aufgeschnappt, einverleibt. Auch die deutsche Sprache war einst so gefräßig - unsere besten Wörter zeugen davon, Fenster, Wein, Keller, lauter Entlehnungen aus dem Latein. Es scheint aber, als sei dem heutigen Deutsch die Fressgier vergangen, unentwegt wälzt es neue Be-griffe im Maul, aus atlantischen Fernen ihm zugeworfen, schluckt aber nichts, will nichts verdauen. Woher die Beschwer? Erst neulich lasen wir in der Stuttgarter Zeitung , es wachse die Zahl der "gedownloadeten Filme". Schlimm: die fremden Ausdrücke lassen sich nicht integrieren - sie entziehen sich dem Flexionssystem, was jeder merkt, der etwas gemanaged oder upgegradet hat oder sein Dosenpfand einlöst: hatte er nun recyclt, recycled, gerecycelt oder regecyceled? Und läge er auf der Couch: reläxte er dann? Unserer Sprache stehen wirre Zeiten bevor. Das Phänomen ist alt - und ganz neu. Solange das Überfremdungsphänomen sich schichtenspezifisch erklärte, als Ausdruck einer Ordo (Latein im Mittelalter), als Folge eines Besatzerregiments, so lange war die Chose harmlos. Irgendwann hatte lebendige Sprache derlei verdaut. Und aus Bureau ward Büro. Erst heute, voll geschoppt mit den spreaded terms einer totalitär sich in Szene setzenden Hightechwelt, droht unsre Sprache an ihrem Vokabular zu ersticken. Anglizismen: kein Vorrecht mehr von Minderheiten, sondern Zwang für uns alle. Spanier, Franzosen widerstehen den Amerikanismen selbstbewusster, kein Schwede fürchtet sich vorm Schwenglisch. Zum Handy sagt der Spanier movil, Jeans sind ihm vaqueros. Wie die Franzosen es schafften, im baladeur den Walkman zu überwinden, gar den Computer aus ihrer Wortwelt zu verbannen (l'ordinateur), bleibt uns ein Rätsel. Geht es ums Wörterprägen, erweisen die Deutschen sich als verzagte Nation. Die Ängstlichkeit hat vielleicht Gründe. In Historikerkreisen kursiert die These, hier drücke sich geknicktes Selbstbewusstsein aus, gekuscht in der Erfahrung nationalsozialistischer Deutschtümelei. Nach dem "Zusammenbruch" hätten die Deutschen sich ihrer Zunge schämen gelernt. Seitdem übten sie, mindestens sprachlich, sich in Passivität und Verzicht auf eigenen Ausdruck. Mag sein. Kommt aber hinzu, dass wir Genauigkeitsmichel sind, Umstandskrämer, die nie den besten Ausdruck finden wollen, sondern immer nur den getreulichsten. Kompakt, korrekt, kompliziert, möglichst alles in einem Wort - wir basteln Vokabeln, wie für Karteireiter ersonnen: teilzeitarbeitsmarktpolitisch, Mobilfunknetzbetreibergesellschaft. Entsprechend verklumpt die ganze Sprache, klebrig koaguliert. Eingabeaufforderung! Schon als der erste Deutsche die Enter-Taste mit diesem Namen belegte, stand fest: Computerei und Deutsch, was für ein Witz! Kein Wunder, wenn's die Jungen vor diesem Deutsch graust. Es klingt bürokratisch, sinister, altväterlich, unsexy, packpapieren. Und genau hier fängt sie an, die Verführungskraft der Anglizismen. Denn was so funny ist an den angloamerikanischen Wörtern, das ist ihre schlagende Kürze: Mindestens fünfzig Prozent Silbenersparnis bringen Vokabeln wie Kids, News, Talk, Date, Hit. Wer aber knappt uns die Wörter? Allesamt sind wir feig beim Prägen klarer Begriffe - könnte ja lächerlich klingen: Handfunk, Tragfon, Klapprechner, Prallkissen, haha, was soll das? Aber offen gestanden: nur so kämen wir weiter. Und mit entschlossenem "Fressen". Die Norddeutschen, ohnehin näher der angelsächsischen Welt, haben aus turn einen Törn gemacht und aus bottle die Buddel. Aber die Pauer, endlich auch Power einzudeutschen, hat nicht mal der Mann von der Mediamarkt-Werbung.
TiberonWieso erkennt der Schreiber, daß es schon immer Fremdeinflüße gab und erkennt das auchals normale Sprachentwicklung an, heult aber rum, wenns um den englischen Einfluß geht? :rolleyes:

im Übrigen: [url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=48552[/url]
decay73...und ich dachte "Handy" ist ein rein deutsches Wort... ;)
LaChatteDer Computer hats ja auch schon zum Compi gebracht: so würden Engländer kaum verniedlichen. Die Maus wurde auch ganz selbstverständlich eingedeutscht, und dass kuhl ein englisches Wort war, davon wissen die Kleinen aus dem Kindergarten wohl nichts mehr. Man muss den Wörtern auch etwas Zeit geben, sich heimisch zu machen... in fünfzig Jahren kräht da kein Hahn mehr danach.
TiberonZumal man in meinem Umfeld zu 90% Rechner statt Computer sagt ...
decay73Und ich möchte an das geradezu eigentlich recht alte Wort "geil" erinnern, welches, wenn auch in einer etwas abgewandelten bzw. erweiterten Bedeutung, [b][I]das[/I][/b] Wort einer ganzen Jugendgeneration geworden ist. Da kommt kein "denglisches" Wort mit.
Beowulf"Geil" hat schon Goethe benutzt.
Dann weiß ich ehrlich nicht wo das Problem liegt. Nicht jeder Trend muss gefallen, und wenn er nicht gefällt kann man sich dem entziehen. Hat man eine Aversion gehen Fremdwörtern, Lehnwörtern, Xenismen und was weiß ich, benutzt man sie schlicht nicht.
AutomatiFinde sich darüber aufzuregen lohnt nicht.
Schliesslich ist es nur eine Sprache die zur Kommunikation dient. Ob es nun so heisst oder so verfehlt den Zweck.
TiberonNunja, seine Sprache pflegen kann man schon.
Ich finde es auch irritierend bis witzig, was hier auf Arbeit so alles an Begriffen auftaucht .. da wird eine allgemeine Störung zum major autage, eine Untersuchung zum audit, ich bin nichtmehr beim Helpdesk sondern beim Problem- and Incidentmanagement, ein Fehler wird manchmal zum root cause, nicht zu vergessen die Wörter, die ich gerade richtig ausprechen kann. Das beste Wort allerdings ist weitestgehend, vorallem aber typisch deutsch - Wertschöpfungskettendiagramm.

Heil STarke, TEutsche Sprache.
Finde zurück zum Kannibalismus.
Narrenkönig[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i]
[B]...und ich dachte "Handy" ist ein rein deutsches Wort... ;) [/B][/QUOTE] Ist es auch, zumindest wenn damit "Mobiltelefon" gemeint ist. ;)
Allanon[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i]
[B]...und ich dachte "Handy" ist ein rein deutsches Wort... ;) [/B][/QUOTE]

Ist es auch, es kommt aus dem Schwäbischen:

"Hän die koi Kabel?" => schon war der Name für dieses neuartige Gerät gefunden!;)
CondorWieder gelernt!
Ich dachte bis vorhin, daß es aus dem schwäbischen kommt.
Hän di koa schnur?
WilliamBlakeIch versteh des Problem auch ned ganz. Wenn schon Englische Wörter ihren Weg in unsere Sprache finden, was unvermeidlich ist, warum dann so umwandeln (Power -> Pauer [img]http://www.smiley-channel.de/grafiken/smiley/unsortiert/smiley-channel.de_unsortiert052.gif[/img] )!
Damit auch garantier keine Englischsprechende Person UNSERE Sprach versteht...versteh ich ned...
is doch schön, wenn sich die Sprachen näher kommen, oda?
TiberonKeine Sprache ist darauf ausgelegt, von Fremdsprachlern leichter erlernbar zu sein. Mir ists egal, welche Probleme Engländer mit der deutschen Sprache haben.
Auch das sich Sprachen näherkommen ist unnütz.
WilliamBlakeDarum geht´s mir auch nicht...
Aber wenn schon Englische Wörter benutzen, warum ihnen dann ne deutsche Schreibweise aufzwängen??
Lady_Marilyn[QUOTE][i]Original geschrieben von Condor [/i]
[B]Wieder gelernt!
Ich dachte bis vorhin, daß es aus dem schwäbischen kommt.
Hän di koa schnur? [/B][/QUOTE]

Als jemand der im Schwobaländle geboren ist muss ich korrigieren ;)
'koa' wäre Bayrisch...
Der Urschwabe sagt 'Koi'
WilliamBlakeNun muss ich korrigieren:
Auf den Dialekt bezogen heißt des "bairisch"...
Auf politische Zugehörigkeit bezogen "bayerisch"...
Und "Bayrisch" geht ja mal gar ned!
Markus H.Ich verstehe die Problematik nicht ganz, was in Gottes namen (das falsche Forum für so einen spruch?!?^^) soll schlimm daran sein wenn im Deutschen auch englische Begriffe vorkommen?

Klar auch mir blutet das Herz wenn ich am Bahnhof stehe und neben mir zwei Jugendliche sich gegenseitig berichten wie phat sie doch gestern ihre zwei Chicks "abgecheckt" haben.

Dennoch wäre es wohl jetzt kaum der richtige Zeitpunk sämtliche englischen Wörter einzudeutschen. Muss auch sagen das manche Wörter einfach nur lächerlich klingen würden.

Mal ein paar Beispiele:

T-Shirt = T(e)-Schirt? ~.~
Laptop = Klapprechner(einheit) ?^^
Monitor(kommt auch aus dem englischen) = Bildausgabeeinheit?
Power = Pauer (tut mir leid aber da kommt bei mir 1. Klässerfeeling auf)

Ich bitte euch, das könnt ihr doch unmöglich wollen oder?
Meiner meinung nach ist es schon eine Frechheit was mit der deutschen Sprache angetan wird. Der Mörder nennt sich Rechtschreibreform.

Habe in der Zeitung gelesen dass, das Wort "Portemonai" jetzt folgendermaßen geschrieben werden kann: "Portemonee"

Autsch, das sollen die Kinder im Deutschunterricht lernen?
Deutsche Sprach, arme Sprach:(

Markus H.
Allanon[QUOTE][i]Original geschrieben von Lady_Marilyn [/i]
[B]Als jemand der im Schwobaländle geboren ist muss ich korrigieren ;)
'koa' wäre Bayrisch...
Der Urschwabe sagt 'Koi' [/B][/QUOTE]

Bist mir zuvorgekommen.;)

Zudem man bei mir dahoim au net Schnur sondern Kabel sagt.
LaChatte[QUOTE]Portemonai[/QUOTE]

Und ich dachte immer, man schreibe korrekt Portemonnaie?:p

*klugscheiss*
BeowulfDann macht doch einfach kollektiv das ganze Brett bei den Redlichen mit.
EfnaDas die Deutschen sehr viele englische Begriffe in ihrer Sprache übernehmen liegt nicht daran das die Deutschen weniger ihre Sprache würdigen wie die Franzosen und Spanier sondern ganz einfach daran das Deutsch und englisch germanische Sprachen sind. Sie sind eng miteinander verwand viele Klänge und Begriffe ähneln sich sehr und somit fällt es einen Deutscher leichter als einen Franzosen ein englisches Wort den französisch ist eine romanische Sprache.
Übrigens kann man nicht von Amerikanismen sprechen, den die meisten Begriffe die die Deutschen gebrauchen kommen eher aus dem britischen Dialekt des englischen als aus dem Amerikanischen Dialekt(da gibt es zum Teil beträchtliche Unterschiede).
Markus H.[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Und ich dachte immer, man schreibe korrekt Portemonnaie?:p

*klugscheiss* [/B][/QUOTE]

Wer klug ist sollte damit ach prahlen, du hast natürlich völlig recht.

Vielleicht hat sich meine Faulheit in den 9 Schuljahren doch nicht so positiv ausgewirkt wie ich angenommen hatte.;)
Fishcake[QUOTE][i]Original geschrieben von Tiberon [/i]
Auch das sich Sprachen näherkommen ist unnütz. [/B][/QUOTE]

Nun werden Sie hier mal nicht unverschämt!
ConsciouslyAuf jegliche Art von Anglezismen kann man nicht verzichten... mich gruselt es, wenn ich an Wörter denke wie:

Hip Hüpfer
Gewebe-Meister
Heimseite
etc. pp

Das man bestimmte fremdsprachige Wörter nicht aus unserem Sprachgebrauch entfernen kann oder sollte ist denke ich mal klar. Die Probleme aber sind diese vorwiegend englische Begriffe, die nur einem "coolen" Effekt dienen

[quote][I]geschrieben von Markus H.[/I]
Power = Pauer (tut mir leid aber da kommt bei mir 1. Klässerfeeling auf)[/quote]

da gebe ich dir recht...oder wie wäre es mit

Walkman = Woakmän
Computer = Kompjuter
Internet = Internäd
:D :rolleyes:
AstatosHat hier eigentlich schon mal jemand daran gedacht, dass die Engländer auch nicht viel besser sind, was das Übernehmen von Wörtern aus ner anderen Sprache betrifft?

Ich sage nur "Kindergarten"... Im Englischen gibts dafür keinen anderen Ausdruck ;)

Also bitte beschwert euch nicht immer über "Denglisch"...


Hatte hier mal nen Zettel, auf dem stand ne ganze Liste von WEörtern drauf, die die Engländer ohne irgendwelche Änderungen aus dem Deutschen übernommen haben...

Mal sehen ob ich die noch finde.. ;)
Demon17Klar Blitzkrieg z.B. eine lebenswichtige Vokabel. Aber mal im Ernst, irgendiwe kommt es doch reichlich spät diese Empörung. Wenn ich bedenke, das der Anteil deutschsprachiger Texte zumindest in der schwarzen Szene beträchtlich steigt, und auch die Charts, die jahrelang fast nur englische Texte kannten von immer mehr deutschsprachigen Künstlern gestürmt werden, mache ich mir ehrlich gesagt wenig sorgen. Es gibt ja in der Wirtschaft diesen Trend das englische zu fördern. So finden in multinationalen Firmen manche Konferenzen in englisch statt, auch wenn kein englischsprachiger dabei ist. Es werden Begriffe wie Storerangeload, Sequencing, Roll Out und Hard Close oder UPWORXBOX in die Welt gesetzt, so etwas geht den Weg alles irdischen... ich meine hier ist die Subkultur dem Mainstream wieder mal voraus. In 10, 20 Jahren werden wir dann auch dort eine Renaissance der Deutschen Sprache erleben.;)

never surrender

demon17
Astatos[QUOTE]Klar Blitzkrieg z.B. eine lebenswichtige Vokabel[/QUOTE]

Mal meinte mal abgesehen von solchen Wörtern ;)
OrcaDesign[QUOTE][i]Original geschrieben von Markus H. [/i]
[B]Monitor(kommt auch aus dem englischen) = Bildausgabeeinheit?[/B][/QUOTE]
... nicht falsch - aber auch nicht richtig.

Monitor kommt aus dem Lateinischen... ein englischer Sprecher bevorzugt sinnigerweise übrigens den Begriff "screen" oder "display" (was dem deutschen "Bildschirm" sehr nahe kommt, es braucht keine Bildausgabeeinheit, um dieses Teil zu benennen). Monitor für Monitor ist meines Wissens vollkommen unüblich im angelsächsischem Sprachgebrauch -> "monitor" entspricht hier im Sprachgebrauch eher einer "Überwachung" (z.B. seismic monitor).

Nebenbei auch ein Wort lateinischen Ursprungs...: Computer.

Wie auch immer: Fachwörter wurden schon immer aus der Sprache übernommen, von wo aus diese als erstes oder in der Masse am weitestens verwendet wurden und wo in der eigenen Sprache keine Entsprechung für existierte. Beim Wort "Sauna" denkt auch niemand mehr an den Ursprung... aus dem finnischen.
Oder wo irrtümlich ein Wort als Bezeichnung für etwas anderes angenommen wurde. Fragt mal z.B. einen des russisch mächtigen, was auf russisch "Bahnhof" heißt. ;) ( phonetisch -> Vauxhall) Oder wo wir schon dabei sind...: wie eine Brotschnitte mit Belag sich so auf russisch schonmal nennt, darunter aber meist genau eine Brotschnitte [i]ohne[/i] Butterbelag verstanden wird. :D
BeowulfDas T-Shirt ist ein Trainingsshirt. T als Abkürzung für Training.
Übrigens der Pullover kommt auch aus dem Englischen. "Pull over" - "überziehen".
Markus H.[QUOTE]Und wieso übersetzt Du Power mit Pauer und nicht mit dem deutschen adäquaten Wort "Kraft" oder "Stärke" ?[/QUOTE]

Das habe ich auf einen bestimmten Beitrag bezogen:

[QUOTE]Darum geht´s mir auch nicht... Aber wenn schon Englische Wörter benutzen, warum ihnen dann ne deutsche Schreibweise aufzwängen??[/QUOTE]

Mir ist schon bewusst das man "Power" mit "Kraft" bzw "Stärke" übersetzen kann, aber denke mal an bestimmte Elektronische Geräte auf denen kein "on/off" Schalter vorhanden ist sondern eben "Power", auf diesen möchte ich keinen Kraft-Knopf vorfinden...

Natürlich würden diese (falls sämtliche englischen Wörter aus dem deutschen verschwinden würden) dann nurnoch an/aus Schalter haben, aber das war jetzt mal nur als Beispiel gedacht.

Englische Wörter haben sich numal in unsere Sprache eingebürgert, daran wird auch niemand mehr etwas ändern können.

Außerdem kann jeder selbst entscheiden wie er schreibt und redet, ist ja auch jedermanns Recht.
Desweiteren ist die deutsche Sprache in meinen Augen gut wie sie jetzt ist, sehr vielseitig und nicht zu trocken. (Man vergleiche mit dem Mittelalter ;))
OrcaDesign[QUOTE][i]Original geschrieben von Beowulf [/i]
[B]Das T-Shirt ist ein Trainingsshirt. T als Abkürzung für Training.[/B][/QUOTE]
... hmm... passt nur nicht ganz in den geschichtlichen Hintergrund: T-Shirt, Entwicklung im Zuge des Ersten Weltkrieges, als Ersatz für die bis dahin genutzte wollene [i]Unterwäsche[/i] (die bis dahin zudem [i]ärmellos[/i] war)

Als Oberbekleidung auf breiter Ebene genutzt haben's erst US-amerikanische Soldaten im II. Weltkrieg. Wobei es selbst zu den Zeiten noch als Unterbekleidung galt... zu tragen unter dem Oberhemd.
So wie es heute noch üblich ist beim Militär. Auch bei der BW.
TiberonIch dachte, daß T erklärt sich einfach durch die entsprechende Form.
Willy_WonkaLustig wird es immer erst in der Praxis.
Eine Frage aus Potsdam wollte mir dereinsten eine Homepage (oje:) ) basteln und sprach dann beispielsweise von "Tried" (meint war "thread").
Englisch ist nicht einfach, das ist nur ein weit verbreitetes Vorurteil, gerade die Aussprache ist eine der vertracktesten.
Lernt dahingegen Italienisch, das lernt man viel schneller, läßt sich leichter und konsequenter aussprechen und klingt auch schöner.
Beowulf[QUOTE][i]Original geschrieben von OrcaDesign [/i]
... hmm... passt nur nicht ganz in den geschichtlichen Hintergrund: T-Shirt, Entwicklung im Zuge des Ersten Weltkrieges, als Ersatz für die bis dahin genutzte wollene [i]Unterwäsche[/i] (die bis dahin zudem [i]ärmellos[/i] war)[/QUOTE]

Ja, nennt mich naiv, aber wenn ein T-Shirt-Hersteller, mir was über T-Shirts erklärt, glaube ich es ihm einfach mal. Ich bin ein recht gutgläubiger Mensch.
Außerdem finde ich, hat Historischer Kontext nichts mit Namensgebung zu tun. Amerika wurde ja auch nicht von Amerika entdeckt sondern von Columbus.
Josef K.[QUOTE]Wieso erkennt der Schreiber, daß es schon immer Fremdeinflüße gab und erkennt das auchals normale Sprachentwicklung an, heult aber rum, wenns um den englischen Einfluß geht? [/QUOTE]

Weil es eben nicht um "Einflüsse" geht, die sich im Entlehnen einzelner Begriffe ausdrückt, sondern um das "Vergewaltigen" der deutschen Sprache durch eine Flut von vermeintlichen und tatsächlichen englischen Begriffen. Dies beeinflusst ja nicht nur die Sprache, sondern zerstört die kulturelle Identität.

[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Sapir-Whorf-Hypothese[/url]


[QUOTE]...und ich dachte "Handy" ist ein rein deutsches Wort... [/QUOTE]

man nennt solche Konstruke "Sprachbastarde". Wie auch "voten" und "chillen"

[QUOTE]is doch schön, wenn sich die Sprachen näher kommen, oda?[/QUOTE]

...eine Einheitswelt a la Washington.. mit einheitlicher Sprache
Ist doch schön, wenn die Kultur- und Völkervielfalt verschwindet, "oda"?

[QUOTE]Das die Deutschen sehr viele englische Begriffe in ihrer Sprache übernehmen liegt nicht daran das die Deutschen weniger ihre Sprache würdigen wie die Franzosen und Spanier sondern ganz einfach daran das Deutsch und englisch germanische Sprachen sind. Sie sind eng miteinander verwand viele Klänge und Begriffe ähneln sich sehr und somit fällt es einen Deutscher leichter als einen Franzosen ein englisches Wort den französisch ist eine romanische Sprache.[/QUOTE]

Dummerweise finden sich weder unzählige deutsche Wörter im Englischen (die paar wenigen, die hier im Forum aufgezählt wurden, kann man schon als Ausnahme von der Regel betrachten), noch im Niederländischen. Auch finden sich kaum niederländische Vokabeln im Deutschen
Englisch und Deutsch unterscheiden sich sehr wohl deutlich. Das geht schon damit los, daß die ganze Grammatik voneinander abweicht. Englische Begriffe weisen in der Regel zudem weniger Silben auf. Die Betonung und Wortmelodie variiert nicht so sehr, wie im Deutschen usw...
Abgesehen davon kennt man im Englischen weder Genitiv, Dativ noch Akkusativ. Deutsch ist reicher an Synonymen (weshalb auch die deutsche Literatur besonders "blumig" sein kann)

[QUOTE]So ein Mix kann also durchaus gewollt und ganz bewußt eingesetzt sein, gerade von Leuten, die sich der Schönheit und Macht der deutschen Sprache bewußt sind [/QUOTE]

Die meisten Leute sind sich der Schönheit, Macht und Vielfältigkeit der deutschen Sprache aber nicht bewusst und ergehen sich deshalb in denglischer Phrasendrescherei. Für mich ist solches Tun nicht weiter als ein Ausdruck von Dummheit.

[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Denglisch[/url]

[QUOTE]Englisch ist nicht einfach, das ist nur ein weit verbreitetes Vorurteil[/QUOTE]

Du meinst sicherlich GUTES Englisch und nicht jenen Kauderwelsch, der sich in furchtbaren Dialekten und Schreibweisen gewaltbereiter Neger-Banden aus den USA offenbart. Das findet man jetzt auch in Deutschland: Erst kürzlich las ich im Stadteil Eckersbach den Satz "Eckazbach rulez" ...

[QUOTE] Amerika wurde ja auch nicht von Amerika entdeckt sondern von Columbus.[/QUOTE]

Amerika wurde gar nicht von Columbus entdeckt. Aber das ist ein anderes Thema :D
demelzaan dieser Stelle empfehle ich das Buch "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" - da gibt es zuhauf Beispiele, wie viele Fehler sich - auch ohne dieses immer wieder zitierte Denglisch - in unsere Sprache eingeschlichen haben.

ach so, was das "Denglisch" betrifft: Ihr würdet euch wundern, wie viele Deutsche Wörter in die englische Sprache Einzug gehalten haben. Andersherum entspringen wohl einige Redewendungen wie "Das macht Sinn" oder "ich kann das nicht erinnern" einer 1:1-Übersetzung aus dem Englischen ("that makes sense" oder "I can't remember that"), was eine Sinnentstellung zur Folge hat und kein vernünftiges Deutsch mehr ist.
EfnaOb englisch eine leichte Sprache ist oder nicht hängt davon welche Muttersprache man spricht. Für einen Deutschen ist es sehr einfach da Deutsch ganz einfach eng mit Englisch verwandt ist. Für jemanden der japanisch als Muttersprache ist das eine schwierige Frage.
ApexUnd ich frage mich immernoch wie man sich über eine vollkommen normale Sprachentwicklung so aufregen kann. Also ob die Welt keine größeren Probleme kennt. Vor Hundertfünfzig Jahren dominierten französische Einflüsse die deutsche Sprache (oder auch die russische), heute eben die englische...na und?

[QUOTE]jenen Kauderwelsch, der sich in furchtbaren Dialekten und Schreibweisen gewaltbereiter Neger-Banden aus den USA offenbart[/QUOTE]

By the way...solche rassistischen Äußerungen finde ich unter aller Sau. Und ich geh jetzt raus in den Garten ein wenig "chillen" und [U]nicht[/U] "entspannen". Basta!
SilverwolfAlso all diese Ausdrücken sind ja wohl nicht so grässlich wie das hier:

[QUOTE]gewaltbereiter Neger-Banden[/QUOTE]

Dann lieber ein chillen, oder ein Handy oder ein easy... DAS sollte im schönen deutschen Wortschatz wirklich nicht vorkommen :mad:

[QUOTE]Und ich dachte immer, man schreibe korrekt Portemonnaie?[/QUOTE]

Ist das nicht auf Portmone oder so umgetauft worden? Neue Rechtschreibung? :rolleyes:

Ich selber ertappe mich viel auch dabei, wie ich easy (iisi) sage, oder cool (kuhl) oder sonst was... solang man es nicht übertreibt...
decay73Die Wandelbarkeit, Flexibilität und Offenheit ist ja gerade das Schöne an der deutschen Sprache... :)

"Ich beherrsche die deutsche Sprache, aber sie gehorcht nicht immer."
Alfred Polgar (1873-1955)

Walther von der Vogelweide schrieb noch Mittelhochdeutsch,
"Under der linden
an der heide,
dâ unser zweier bette was,
dâ mugt ihr vinden
schône beide
gebrochen bluomen unde gras.
vor dem walde in einem tal,
tandaradei,
schône sanc diu nahtegal."

mein Opa Plattdeutsch (Niederdeutsch).
"De Frau was bi'n Dokter wesst.
De Mann frogg:
"Wat hef he seggt?"
"Datteg Mark." -
"Nee, ick meene, wat du hat hes."
"Twintig Mark." -
"Wat bis du doch 'ne dumme Frau. Ick meene, wat di fehlt hef." -
"Tien Mark."

Hochdeutsch gab es bei uns erst seit der Reformation, die Rechtschreibung wurde erst im Laufe des 19. Jahrhunderts normiert (Konrad Duden sei Dank) und 1901 gab es die erste Rechtschreibreform.

Und nun sag mir noch mal einer, die deutsche Sprache sei etwas unverrückbar Feststehendes...und Einflüsse von außen gab es auch schon immer.
BeowulfWir sind eben im Zentrum von Europa, und der Bevölkerungsreichte Staat in Europa. Ich finde es natürlich dass die Sprache auch dem Zeitgeist unterworfen ist, und vielen Einflüssen ausgesetzt.
WasteAwayWas ich viel schlimmer finde, ist wenn Leute "einzigster" und "von daher" sagen.
beides unlogisch und laut meinem Onkel ist auch "von daher" nicht korrekt, das das von schlich tun einfach überflüssig ist. Und er ist Deutschlehrer und hat extra nochmal nachgeschlagen. das sagen nämlich inzwischen sogar Deutschlehrer und es regt mich sowas von auf, "von daher";) bin ich der meinung, dass jeder mehr darauf achten sollte ob er das sagt. das tut ihr alle garantiert, ich hab mich auch schon dabei erwischt wie e smir bisher 2mal rausgerutscht ist.
Was an einzigster falsch ist brauch ich wohl nicht erklären. Find das noch schlimmer.
Am schlimmsten ist daran noch, dass das unsere ausländischen Mitbewohner nie sagen oder nur sehr selten (also einzigster jetzt) sondern hauptsächlich deutsche, die dafür nun wirklich keine entschuldigung haben.

Naja *grr* will mich darüber nicht echauffieren (um mal ein wort aus dem französischen einzubringen)

lg
Apex[QUOTE]die dafür nun wirklich keine entschuldigung haben.[/QUOTE]

Ei sischer hammer die, mer Hesse schwätze halt annerster und sache aach aanzigster...

Nein, im Ernst. In manchen Dialekte gibt es eben einzigster und anderster...im Hochdeutschen ist dies falsch. Aber manche sagen es eben, da sie es aus ihrem Dialekt kennen.
WasteAwaymeinem vater sprech ich dieses recht ja noch zu, aber jedem hamburger... nene
und als deutschlehrer sollte man sich das auch abgewöhnen-
teile meiner familie wohnen übrigens auch in frankfurt und sie sagens auch nicht;)
allerdings bringen meine cousine und ich uns regelmäig autodidaktisch neue fremdwörter bei *g*
ist lustig.
decay73Na, etwas mehr Lokalpatriotismus, bitte! Immerhin sind wir ein föderaler Vielvölkerstaat! :)

Und auf meine sprachlichen Eigenarten möchte ich "niemals nicht" verzichten. Das wäre "wohl" sehr schade, wenn ich das müßte.
Josef K.[QUOTE]Und ich frage mich immernoch wie man sich über eine vollkommen normale Sprachentwicklung so aufregen kann.[/QUOTE]

Wer solch eine Entwicklung für normal hält, scheint offensichtlich nicht mehr ganz klar im Kopf zu sein. Daran erkennt man, wie sich die Anglizismenpest negativ auf den Verstand auswirkt. Eines klareren Beweises häte es nicht bedurft...

[QUOTE]solche rassistischen Äußerungen finde ich unter aller Sau.[/QUOTE]

Ich habe "Neger" und nicht "Nigger" geschrieben. Neger heißt korrekt übersetzt "Schwarzer". Gerade weil die Gutmenschen diesen Begriff wegen seiner angeblichen "Verwechslungsgefahr" mit dem Schimpfwort "Nigger" aus dem allgemeinen Sprachgebrauch entfernen wollen , verwende ich ihn weiter. Der Sprachzensur fiel ja leider schon der Agatha-Christie-Klassiker "Zehn kleine Negerlein" zum Opfer. Oder auch die "Negerküsse" ...
Man kann natürlich auch Selbstzensur üben und von "ausländischen Mitbürgern schwarzafrikanischer Herkunft" faseln..
Yo yeah.. da fuckin world... Lasset uns "Ghetto-Slang" sprechen und gewaltverherrlichende Hip-Hop-"Musik" konsumieren. Thats the fuckin american way of life

[QUOTE]Wir sind eben im Zentrum von Europa, und der Bevölkerungsreichte Staat in Europa. [/QUOTE]

Wir sind aber auch der Staat, dessen eigene Kultur und Sprache am wenigsten wertgeschätzt wird. Und DAS halte ich nicht für normal!
decay73Das traurige an der Entwicklung der deutschen Sprache ist eigentlich, daß die vielen schönen Dialekte und Mundarten dem Einheitsbrei des "Hochdeutschen" weichen.
Beowulf[QUOTE][i]Original geschrieben von Josef K. [/i]
man nennt solche Konstruke "Sprachbastarde". Wie auch "voten" und "chillen"[/QUOTE]

Man nennt solche Konstrukte Scheinanglizismen oder Xenismen.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Josef K. [/i]
Ich habe "Neger" und nicht "Nigger" geschrieben. Neger heißt korrekt übersetzt "Schwarzer".[/QUOTE]

Das Wort Nigger heißt korrekt übersetzt auch "Schwarzer". Das ändert nichts an der perjorativen Natur beider Begriffe.
Josef K.[QUOTE]Das traurige an der Entwicklung der deutschen Sprache ist eigentlich, daß die vielen schönen Dialekte und Mundarten dem Einheitsbrei des "Hochdeutschen" weichen.[/QUOTE]

Das ist wohl wahr. Wer zum Beispiel als Hochschulabsolvent einen beruflichen Einstellungstest (denglisch: "Assessment-Center") zu durchlaufen hat, kann ein Lied davon singen...


[QUOTE]Das Wort Nigger heißt korrekt übersetzt auch "Schwarzer". Das ändert nichts an der perjorativen Natur beider Begriffe.[/QUOTE]

Es sei noch erwähnt, dass die Neger ihrerseits den Begriff "Nigger" inzwischen selbstwusst verwenden und zu dieser Bezeichnung stehen. Das ist so ähnlich wie bei den "Schwulen", den "Grufties" , den "Punks" und den "Proletariern"

Ich persönlich verwende diese Begriffe wertneutral und lasse sie mir nicht von Sprachzensoren verbieten. Wobei ich auf die Verwendung des Terminus "Nigger" verzichte (weil es nämlich ein Anglizismus ist). Machmal sage ich auch "Mohr", obwohl das strenggenommen sachlich ungenau, aber zumindest "politisch korrekt" (also moralisch aufoktroyiert) ist...
Tiberon[QUOTE][i]Original geschrieben von Josef K. [/i]
[B]Weil es eben nicht um "Einflüsse" geht, die sich im Entlehnen einzelner Begriffe ausdrückt, sondern um das "Vergewaltigen" der deutschen Sprache durch eine Flut von vermeintlichen und tatsächlichen englischen Begriffen. Dies beeinflusst ja nicht nur die Sprache, sondern zerstört die kulturelle Identität.[/B][/QUOTE]Blah, Blah, Blah ...
Ich habe in meinem privaten Umfeld keine Flut kulturzerstörender Spracheinflüsse. Das ist alles nur polemischer (ups) Schwachsinn. Deine Neger-Bermerkung zeigt zur Genüge, über welchen Haufen der Wind weht ...

[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73[/i]
[B]Das traurige an der Entwicklung der deutschen Sprache ist eigentlich, daß die vielen schönen Dialekte und Mundarten dem Einheitsbrei des "Hochdeutschen" weichen.[/b][/quote]Das halte ich in der Tat für viel trauriger, als die angebliche "Zerstörung deutscher Sprache" durch ein paar englische Worte.
BeowulfEin Mohr muss ja nicht schwarz sein.
Und nur weil ein paar Nigride, Afroamerikaner oder Afrodeutsche, Mitbürger mit dunkler Hautfarbe etc pp, das Wort Nigger (oder Nigga) verwenden heißt das nicht dass das für alle zig Hunder Millionen auch in Ordnung ist.
Das Wort Neger stammt nunmal aus der Zeit des Imperialismus und der pesudowissenschaftlichen Rassentheorie und wurde entsprechend verwendet.
Verbieten kann man es nicht. Nur legt die Semantik eines Wortes der gesellschaftliche Konsens fest. Du kannst natürlich auch Neger für Heißluffballon benutzen, nur wundere dich nicht wenn du damit aneckst.
Silverwolf[QUOTE]Das Wort Neger stammt nunmal aus der Zeit des Imperialismus und der pesudowissenschaftlichen Rassentheorie und wurde entsprechend verwendet.[/QUOTE]

stimmt, und besonders das "gewaltbereiter" hört sich schon ein bisschen einstufend an.

Und das ist zwar off topic aber hör dir mal "Elivis-in the ghetto" an, und wenn du dich dann auf den Text konzentrierst...
Josef K.[QUOTE]durch ein paar englische Worte.[/QUOTE]

ein paar?

Naja. Wir haben in Deutschland auch nur [I]ein paar[/I] Arbeitslose, [I]ein paar[/I] Staatsschulden, [I]ein paar[/I] Zuwanderer, [I]ein paar[/I] Automobile...

Probleme zu verharmlosen ist eine Grundeigenschaft unkritischer und denkfauler Gutmenschen, die keinerlei Kulturverständnis aufweisen und somit geistig völlig verarmt sind...

Man kann diese bedauernswerten Menschen als "realitätsblind" und "leicht manipulierbar" einstufen. Das ergibt eine tolle Zielgruppe für die Bild-Zeitung

[QUOTE]Du kannst natürlich auch Neger für Heißluffballon benutzen, nur wundere dich nicht wenn du damit aneckst.[/QUOTE]

Ich wundere mich keinesfalls. Manche Leute warten doch nur darauf, dass jemand einen "politisch unkorrekten" Begriff verwendet, um ihre Paranoia zu befriedigen, die sie glauben lässt, hinter jeder Ecke stehe ein Rassist und jeder Wagner-Hörer sei ein Antisemit
Josef K.[QUOTE]stimmt, und besonders das "gewaltbereiter" hört sich schon ein bisschen einstufend an.[/QUOTE]

Mir ging es um den Dialekt genau jener amerikanischen Jugend"kultur", deren Angehörige sich untereinander bekriegen und ermorden und deren "Familie" die Bande ist.
Wie so etwas entsteht, ist nicht Thema dieser Diskussion. Dass man derartigen Umtrieben nebst "Jargon" Einhalt gebieten sollte (z.B. durch Prävention und sozialpädagogische Intervention), ist unstrittig.
Wer diese Auswüchse hingegen durch Verwendung des "Slang" auch noch unterstützt, weil er dies für "cool" und "evil" hält, zementiert nur diese Banden"kultur", macht sie salonfähig und kann sich mithin nicht als "Saubermann" gerieren
Goat93[QUOTE]Machmal sage ich auch "Mohr", obwohl das strenggenommen sachlich ungenau, aber zumindest "politisch korrekt" (also moralisch aufoktroyiert) ist...[/QUOTE]

Bezeichnet das Wort "Mohr" nicht eher einen Menschen
aus dem Arabischen Raum?


[QUOTE]Das Wort Neger stammt nunmal aus der Zeit des Imperialismus und der pesudowissenschaftlichen Rassentheorie und wurde entsprechend verwendet[/QUOTE]
Das Wort stammt nicht aus der Rassentheorie, da es zu deren
Zeiten schon lange als Normalwort standartisiert war.
BeowulfIch sagte auch nicht dass es aus der Rassentheorie stammt. Das Wort gab es schon früher, aber seinen Einzug in die Alltags und Wissenschaftssprache erreichte es erst wirklich im 19.Jahrundert, soweit ich weiß. Und die Entwicklung wurde eben durch den Imperialismus und durch die Rassentheorie eingeleitet.
Vor allem das aufladen des Wortes mit negativen Stereotypen stammt aus dieser Zeit.
Tiberon[QUOTE][i]Original geschrieben von Josef K. [/i]
[B]Probleme zu verharmlosen ist eine Grundeigenschaft unkritischer und denkfauler Gutmenschen, die keinerlei Kulturverständnis aufweisen und somit geistig völlig verarmt sind...

Man kann diese bedauernswerten Menschen als "realitätsblind" und "leicht manipulierbar" einstufen. Das ergibt eine tolle Zielgruppe für die Bild-Zeitung[/B][/QUOTE]Und sowas von so einem verkappten Hitler-Jungen wie dir ...
Meine Mundwinkel wissen grad nicht so recht wohin sie wollen.
oskadisIch fange mal an und hole meine Popkorntüte raus.

Wenn erstmal das Wörtchen mit H fällt ist die Schlammschlacht nicht weit ... Genauso wie es anscheinend unmöglich ist sich über das Thema "Deutsch" bzw "Deutschsein (??)" zu unterhalten, ohne daß gleich jemand für Rechtsextrem gehalten wird.

Gruß

~Oskadis~
LaChatteIch bin ein bisschen stolz darauf, ein guter Mensch / eine Gutmenschin (??) zu sein...;)

Und Mohrenköpfe, wie die Negerküsse hierzulande heissen, liebe ich heiss und innig, vor allem jene der Firma Dubler aus Waltenschwil. Das Wort "Neger" für eine Person afrikanischer Herkunft halte ich heute dennoch nicht für angemessen, da die Anklänge an Sklaverei und Unterdrückung zu stark sind. Da ziehe ich etwas präzisere Begriffe wie "Senegalese" oder "sie kommt aus dem Kongo" deutlich vor.
Mac[QUOTE][i]Original geschrieben von Tiberon [/i]
[B]Und sowas von so einem verkappten Hitler-Jungen wie dir ...
[/B][/QUOTE]


[b]!!![/b]
Tiberon[QUOTE][i]Original geschrieben von Mac [/i]
[B][b]!!![/b] [/B][/QUOTE]Aber ich muß mich als Gutmenschen bezeichnen lassen?

Joseph hat noch immer nicht verraten, wo den nun die zerstörerischen Fremdeinflüße im Alltagsleben sind.
Assessment-Center, Rollout usw sind Fachausdrücke!, wie auch Fraktur, oder Magnetresonanztomographie. Wenn ich auf Arbeit von einem Wechsel spreche, kann alles gemeint sein, vom neuen Arbeitsplatz, bis zum wechseln der Unterwäsche, rede ich von einem Change, ist klar, was gemeint ist und welchen Weg das geht. Deinen Kumpels sagst du trotzdem, daß du beim Einstellungstest warst und nicht bei irgendeinem Assessment-Krempel, genauso, wie ich mir das Bein breche und mir nicht eine Fraktur am was auch immer zuziehe.


[i]"Alle starken Sprachen sind kannibalistisch"[/i]
Und als nächstes unterhalten wir uns über Schädelformen?
oskadisWas Wechsel bedeutet ergibt sich aus dem Kontext. Ein bißchen mehr Sprachempfinden bitte. Alles andere sehe ich als Verblödung an (wie die tolle Rechtschreibreform).

[Sarkasmus]

Demnächst muß man sämtliche Literaturwerke "übersetzen", weil ja so viele Wörter zweideutig sein könnten.

[/Sarkasmus]

Danke.

Gruß

~Oskadis~
NoxiousAm Anfang des Threads war von Herrschaftssprachen die Rede:
Latein in der Antike, französisch im Mittelalter etc.
Ich bin der Meinung, dass sich unsere Sprachveränderung aus der Amerikanischen Hegemonie ergibt.
Zum anderen empfinde ich die Entwicklung einer gemeinsamen (Handels-)Sprache auf Grundlage der Englischen keinesfalls als störend, solange dabei die eigene Sprache im internen Rahmen einigermaßen gewahrt bleibt.
Der Sprachschutz der Franzosen gipfelte ja auch nur darin, dass kaum ein Franzose sich mit anderen einigermaßen auf englisch oder sonstwie verständigen kann.
Josef K.[QUOTE]Und sowas von so einem verkappten Hitler-Jungen wie dir ...[/QUOTE]

Da muss ich dich leider entäuschen. Sooo alt bin ich dann doch wieder nicht. Abgesehen davon sind mir kollektivistisch-sozialistische Organisationen suspekt.

[QUOTE]Joseph hat noch immer nicht verraten, wo den nun die zerstörerischen Fremdeinflüße im Alltagsleben sind.[/QUOTE]


Wenn ich in der Zeitung lese, dass mich in einer "location" ein "event" erwartet, wo auf mehreren "lounges" und "floors" jede Menge "DJs" die neuesten "Hits" aus den "Charts" auflegen; wo mich "coole drinks" und "trendy cocktails" sowie Erlebnis"catering" erwarten und natürlich auch für "chillout-rooms" gesorgt ist; wo ich meine "tickets" per "Handy" bestellen kann und jeder zehnte Anrufer einen "special guest voucher for free" erhält und wo natürlich ein "Voting" über das "hottest styling" stattfindet, kann man schon von der Verdrängung muttersprachlichen Vokabulars ausgehen.
In meiner Heimatstadt wurde dieses Jahr nicht der Kindertag, sondern der "Kiz Day" gefeiert.

[QUOTE]Wenn ich auf Arbeit von einem Wechsel spreche, kann alles gemeint sein, vom neuen Arbeitsplatz, bis zum wechseln der Unterwäsche, rede ich von einem Change, ist klar, was gemeint ist und welchen Weg das geht.[/QUOTE]

Ich hatte schon auf den Roman "1984" von Orwell verwiesen. Wer die Sprache ausdünnen und in Vokabular und Grammatik auf ein eindeutiges Minimum reduzieren will, beraubt sich und andere der Möglichkeit, diverse Gedanken in Worte zu fassen. Dies ist natürlich für jede totalitäre Gesellschaft von Vorteil und wird daher durch diese befördert. Da Du schon den Herrn Hitler erwähnt hast: Die nationalen Sozialisten haben durch ein Abkürzungskauderwelsch, Umdeutung von Worten, Euphemismen und Propagandavokabular der deutschen Sprache schon genug Schaden zugefügt. Ich sehe nicht ein, warum wir unserer Sprache jetzt den finalen Todesstoß versetzen sollen.

Gerade der Wortreichtum und die große Anzahl von Synonymen zeichnen eine literarische Sprache aus und sind sogar deren Bedingung. Es ist mithin kein Zufall, dass gerade die Deutschen als das Volk der Dichter und Denker gelten.

[QUOTE]Deinen Kumpels sagst du trotzdem, daß du beim Einstellungstest warst und nicht bei irgendeinem Assessment-[/QUOTE]

ICH schon. Aber meine "Kumpels" verwenden sehr wohl den Begriff "Assessment"... Und nicht nur das: Mein BWL-Dozent wollte mich einst z.B. zwingen, statt "Beschwerdewesen" den Terminus "Complaint Management" in meiner Diplomarbeit zu verwenden und schalt einen gewissen Herrn Wöhe als "altmodisch" ,weil selbiger über Jahre hinweg nicht vom Marketing, sondern dem Absatzwesen bzw. der Absatzwirtschaft schrieb.
Wenn ich zum Denglisch GEZWUNGEN werde, sehe ich mich zur Gegenwehr genötigt. Das ist keine Paranoia, wie die Existenz der VDS mit über 20.000 Mitgliedern und zahlreichen prominenten Unterstützern beweist. Es geht darum, dass die Menschen endlich aufwachen und ihr kulturelles Erbe verteidigen. Sonst geschieht tatsächlich noch das, was einige Personen nach dem 2. Weltkrieg aktiv befördern wollten: Das deutsche Volk hört auf, zu existieren, weil dessen Kultur aufgehört hat, zu existieren.
Dann haben wir eine anglo-amerikanische Einheitskultur (eher Pseudokultur), die schon jetzt über alle Kontinente schwappt.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Josef K. [/i]
[B]Das ist keine Paranoia, wie die Existenz der VDS mit über 20.000 Mitgliedern und zahlreichen prominenten Unterstützern beweist. [/B][/QUOTE]

Ja, Deutschland, deine Vereine...

Sie sind nichts anders als das Auffangbecken jener, auf die eigentlich keiner hören will.
Also gründen sie in ihrem Gruppenwahn einen Verein, damit sie endlich die Position wahrnehmen können, die ihnen ja eigentlich zustehen müßte, es aber nicht tut.
Nämlich die eines Vorsitzenden vor einer Gruppe Menschen im Gleichschritt.

Wie langweilig.

Zu erkennen, daß Veränderung der Sprache ein normaler Vorgang ist und auch dazu führen kann, eine Sprache komplexer und vielgestaltiger zu machen, sind sie nicht in der Lage und verstecken sich ängstlich hinter veralteten Strukturen.

Es ist keine Frage der nicht zu verhindernden Veränderung der Sprache, ob eine (Sprach-)Kultur überlebt, sondern eine Frage der Sprachkompetenz, der Fähigkeit, mit der Sprache umzugehen, ja zu spielen.
Dazu sagen die Protagonisten des Jammerchores aber nichts, denn das ist auch ihnen anscheinend zu hoch und es würde ja bedeuten, sich konstruktiv an dem Diskurs zu beteiligen.
Da fehlt ihnen aber dann die Möglichkeit, typisch deutsch ausschließlich zu jammern und zu klagen...
Goat93Beowulf:

[QUOTE]Das Wort Neger stammt nunmal aus der Zeit des Imperialismus und der pesudowissenschaftlichen Rassentheorie und wurde entsprechend verwendet.[/QUOTE]


las sich tatsächlich so, als ob du aussagen wolltest, es stamme
aus der Rassentheorie

[QUOTE]aber seinen Einzug in die Alltags und Wissenschaftssprache erreichte es erst wirklich im 19.Jahrundert, soweit ich weiß[/QUOTE]
Nöpp, schon weitaus länger vorher

[QUOTE]Und die Entwicklung wurde eben durch den Imperialismus und durch die Rassentheorie eingeleitet.[/QUOTE]

Nö, durch die Kolonalisierung bzw. Versklavung...
Nicht durch Rassentehorien. So gab es schon vor den
Rassentheorien verschiedene Benutzte Abwandlungen
wie Mulatte oder ähnliches...
Josef K.Werter Herr decay73

Es zeugt von grenzenloser Arroganz und Selbstüberhebung, wenn man Personen, die aufgrund ihres kulturelles Wirkens und ihrer sprachliche Kompetenz über (fast) jeden Zweifel erhaben sind, als meinungs- und gesichtslose Vereinsmeier mit kollektivistischer Gleichschrittmentalität verleumdet und als destruktiven Jammerchor diffamiert.
Der VDS beteiligt sich sehr wohl konstruktiv am Dialog und findet sich deshalb auch häufig in den Berichterstattungen der Medien.

Niemand wendet sich gegen eine [B]normale[/B] Veränderung der Sprache (inklusive der Entlehnung von Fremdörtern). Aber wenn diese Veränderung im Turbotempo erfolgt - gegen den Willen der übergroßen Bevölkerungsmehrheit - und die Muttersprache faktisch "ersetzt" wird; wenn Personen ohne hinreichende englische Sprachkenntnisse diskriminiert und schon Kinder in den Schulen um den heimischen Wortschatz betrogen werden, ist keine "normale Sprachentwicklung" mehr gegeben.

Ferner muss man Deine Ignoranz der offensichtlichen Fehlentwicklung als eine Beleidigung der Franzosen oder Spanier (auzfgrund deren ativen Widerstandes gegen die drohende sprachliche Hegomonie) auffasssen, weil Du ihnen damit ja indirekt krankhaften Verfolgungswahn und nationalistische Verblendung unterstellst. Aber genau das ist eben typisch (neu-)deutsch. Ich persönlich nenne es ein gestörtes Verhältnis zu Volk und Kultur, was - wie schon erwähnt - eine Folge des verlorenes Krieges ist. Armes Deutschland!
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Josef K. [/i]
[B]Arroganz...Selbstüberhebung...Ignoranz[/B][/QUOTE]

Ja, so bin ich und stehe dazu. :)

Aber mit dem verlorenen Krieg habe ich nun wirklich nichts zu tun. ;)
Montrose[QUOTE]Ich persönlich nenne es ein gestörtes Verhältnis zu Volk und Kultur, was - wie schon erwähnt - eine Folge des verlorenes Krieges ist. Armes Deutschland![/QUOTE]Die Sache dürfte etwas komplizierter sein. Die Deutschen hatten schon lange vor Ende des II. Weltkrieges ziemliche Schwierigkeiten, Rückgrat zu zeigen.

Im Prinzip hat Kaiser Wilhelm der II. mit seinem Kolonialismus und dem Flottenausbau genau dasselbe gemacht wie die heutigen Politiker: die dümmsten Ideen anderer Nationen nachgeäfft.

Das bemerkenswerteste der deutschen Mentalität ist jedoch nicht ihr rückgratloses Nachäffen, sondern die Perfektion, mit der sie selbiges betreibt.

Daß Deutschland dennoch Blüten menschlicher Kultur hervorbrachte, dürfte demnach nicht Folge eines besonders fruchtbaren Bodens, sondern eher darin begründet sein, daß in der Wüste besonders hartnäckige Pflanzen gedeihen. Anders ausgedrückt: es gab und gibt einige wenige kluge Deutsche, die infolge der Auseinadersetzung mit besonders dummen Mitbürgern eine besondere Stärke entwickelten.

Vermutlich begann die Zerrüttug der deutschen Kultur, das jähe Aufwachen aus dem schönen Traum von einem innereuropäischen Paradies, im Dreißigjährigen Krieg. Denn nur dieses geschichtliche Ereignis betraf uns im besonderen und nicht etwa Franzosen oder andere europäische Völker. Damals wurde der Tod ein Meister Deutschlands.

Was den verlorenen II. Weltkrieg betrifft: es ist ja logisch, daß eine Lektion, die nur eingeprügelt wurde, von den Schülern nicht verstanden, sondern nur imitiert wird. RAF und die Linke war die direkte Fortsetzung der Braunen, nur mit besserer Tarnung.
Die Deutschen sind verführbar wie eh und je, sie haben keine eigene, stolze Identität wie eh und je, sie hecheln irgendwelchen nichtdeutschen Führern nach ... wie eh und je.
decay73Mal ganz im Ernst:
Ich finde das angebliche "Problem" für absolut albern, egal, ob in Deutschland, Frankreich oder Spanien.
Es entspringt meiner Meinung nach eines absolut fehlgeleiteten Nationalbewußtseins.

Kümmert euch besser mal um die echten Probeme.

Dieses ist keins.

Und wenn es tatsächlich "gegen den Willen der übergroßen Bevölkerungsmehrheit" ist, wird es sich eh bald erledigt haben oder ist die "übergroße Bevölkerungsmehrheit" etwa zu blöd dazu?
Montrose[QUOTE]Kümmert euch besser mal um die echten Probeme.

Dieses ist keins.[/QUOTE]Das kannst Du nicht beurteilen.

[QUOTE]Und wenn es tatsächlich "gegen den Willen der übergroßen Bevölkerungsmehrheit" ist, wird es sich eh bald erledigt haben.[/QUOTE]Die Mehrheit ist gegen den Euro und gegen die Rechtschreibreform. Und dennoch wurde beides erzwungen. Was kann denn die "übergroße Bevölkerungsmehrheit" machen? Alle vier Jahren irgendwelchen Trotteln die Stimme geben?
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
[b]Das kannst Du nicht beurteilen.
[/B][/QUOTE]
Du auch nicht. Aber eine Meinung kann ich dazu haben. Das muß nicht automatisch deine sein.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
[B]Die Mehrheit ist gegen den Euro und gegen die Rechtschreibreform. Und dennoch wurde beides erzwungen. Was kann denn die "übergroße Bevölkerungsmehrheit" machen? Alle vier Jahren irgendwelchen Trotteln die Stimme geben? [/B][/QUOTE]

Die Sprache wird weder von Schröder & Co. noch von Merkel & Co. bestimmt.
Josef K.[QUOTE]Es entspringt meiner Meinung nach eines absolut fehlgeleiteten Nationalbewußtseins.[/QUOTE]

In Deutschland gilt jede Form von Nationalbewusstsein als "fehlgeleitet", "entartet" und "rechtsextrem"

Das unterscheidet uns von anderen Völkern. Das ist ein absolutes Erkennungsmerkmal. Wie auch der fehlende Sinn für Humor...

[QUOTE]Die Sprache wird weder von Schröder & Co. noch von Merkel & Co. bestimmt.[/QUOTE]

Sondern von den Medien und den Unternehmen. Böse Zungen schelten doch immer die bösen Kapitalisten. In diesem Falle haben die Kritiker sogar recht...
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Josef K. [/i]
[B]In Deutschland gilt jede Form von Nationalbewusstsein als "fehlgeleitet", "entartet" und "rechtsextrem"[/b][/quote]
Das ist deine Meinung, nicht meine und somit dein Problem, nicht meins.

[quote][b]Das unterscheidet uns von anderen Völkern. Das ist ein absolutes Erkennungsmerkmal. Wie auch der fehlende Sinn für Humor...[/b][/quote]
Du scheinst einigen alten Stereorypen verfallen zu sein. Ich bin durchaus auch humorvoll.

[b][quote]Sondern von den Medien und den Unternehmen. Böse Zungen schelten doch immer die bösen Kapitalisten. In diesem Falle haben die Kritiker sogar recht... [/B][/QUOTE]
Dann richte dein Anliegen an die entsprechenden Stellen und veranstalte hier nicht so ein allgemeines Gejammer. Die, die du meinst, sind hier kaum zu finden und die sprachlichen Probleme hier eher rechtschreibtechnischer Natur.
Montrose[QUOTE]Du auch nicht.[/QUOTE]ich denke schon, weil ich mich mit kulturellen Fragen tiefsinnig :p auseinandersetze.

[QUOTE]Aber eine Meinung kann ich dazu haben.[/QUOTE]Sicher. Nur zu.

[QUOTE]Die Sprache wird weder von Schröder & Co. noch von Merkel & Co. bestimmt.[/QUOTE]Tja, und dann sind wir irgendwelchen komischen, demokratisch nicht gewählten "Experten" ausgeliefert. Das ist doch irgendwas nicht so recht koscher.

Im Prinzip ist das schon eine sehr ernste Frage. Da haben wir ja noch mal Glück gehabt, daß sich die Autokratie nur auf ein so (scheinbar) unwichtiges Thema wie die Sprache bezieht.

Wenn man sich aber mal vergegenwärtigt, daß Sprache auch das Denken, die Weltsicht beeinflußt ... dann ist nicht einmal das Thema mehr so unwichtig.

[QUOTE]In Deutschland gilt jede Form von Nationalbewusstsein als "fehlgeleitet", "entartet" und "rechtsextrem"

Das unterscheidet uns von anderen Völkern. [/QUOTE]Ja, das ist auf der ganzen Welt einmalig. Stichwort Perfektion: wenn wir uns (auf Befehl, versteht sich) selbst hassen sollen, dann tun wir natürlich auch dies, so gut wir können.

Immer alles perfekt, bis ins extremste, als ob der Deutsche ein hosenschissernder Musterschüler ist, der vor seinem Lehrer ein Gedichtchen aufsagt..... Wer ist denn eigentlich dieser Lehrer?

Die fehlende eigene Linie, das mangelnde Selbstbewußtsein ist auch aktuell eines der größten Probleme Deutschlands. So lange wir glauben, wir müßten für die Wiedervereinigung Deutschlands die anderen bezahlen, solange wir weiterhin in der Büßerstellung von Versailles verharren, kann es in Deutschland keinen Fortschritt mehr geben: weder einen geistig-kulturellen noch einen wirtschaftlichen.
Josef K.[QUOTE]Dann richte dein Anliegen an die entsprechenden Stellen und veranstalte hier nicht so ein allgemeines Gejammer.[/QUOTE]

1.) Falls es Dir noch nicht aufgefallen sein sollte: Dies hier ist ein Diskussionsforum...

2.) Jede Form von Kritik als "Gejammer" abzutun, war eine beliebte Methode der SED-Führung. Wenn man Pech hatte, galt das dann als "republikfeindliche Hetze".


Mit sozialistischem Gruß, Genosse
Apex[QUOTE]In Deutschland gilt jede Form von Nationalbewusstsein als "fehlgeleitet", "entartet" und "rechtsextrem"[/QUOTE]

Das mag durchaus so sein, aber was soll ich jetzt dazu sagen außer: "Ich finds schön!"

Ich brauche weder eine Nation um mich selbst definieren zu können noch ein nationales Bewusstsein. Eigendlich finde ich sogar, dass eine Stärke dieses Landes darin liegt sich von veralteten Ideen, wie etwa der des Nationalismus, gelöst zu haben. Aber gut, meine Meinung.

Ansonsten muss ich ehrlich sagen, dass ich einen Verein wie den VDS kaum ernstnehmen kann und werde, solange er Wörter wie "Joystick" durch "Spaßknüppel", "Drag-Queen" durch "Fummeltrine" und "Groupie" durch "Popschlampe" ersetzen möchte wie er es in einer Liste von Anglizismen und deren deutscher Entsprechung mal getan hat. Erschienen ist diese Liste in der Jungen Freiheit, was das Ganze nicht unbedingt vertrauenswürdig macht. Die genaue Ausgabennummer reiche ich gerne nach, die Liste hängt bei uns im Kolleg als abschreckendes Beispiel für übertriebenen Sprachfetischismus aus.
Josef K.[QUOTE]Ansonsten muss ich ehrlich sagen, dass ich einen Verein wie den VDS kaum ernstnehmen kann und werde, solange er Wörter wie "Joystick" durch "Spaßknüppel", "Drag-Queen" durch "Fummeltrine" und "Groupie" durch "Popschlampe" ersetzen möchte[/QUOTE]

Der Anglizismen-Index ist eine von jedermann frei bearbeitbare offene Diskussionsgrundlage und kein politisches Manifest oder Forderungskatalog. Im übrigen sind die von dir zitierten Begriffe nicht die einzigen "Übersetzungsvorschläge".
Es heisst ferner:
[I]„Anglizismen, Gewinn oder Zumutung?"
Eine Pauschalantwort wird es nicht geben. Auch für jeden einzelnen der Anglizismen wird sie je nach Standpunkt unterschiedlich beantwortet werden. [/I]

[QUOTE]Erschienen ist diese Liste in der Jungen Freiheit, was das Ganze nicht unbedingt vertrauenswürdig macht. [/QUOTE]

Erschienen ist die Liste auch als Buch und in anderen Zeitungen.

Zudem: Was ist an der Jungen Freiheit auszusetzen? Dass sie 10 Jahrte lang vom Verfassungschutz NRW rechtswidrig als "tendenziell rechtsextremistisch" diffamiert wurde? Diesem Versuch, die Pressefreiheit einzuschränken und ein linksbürgerliches Gutmenschen-Meinungskartell zu etablieren, wurde kürzlich vom Verfassungsgericht gestoppt:

[url]http://www.rbi-aktuell.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=30&idart=1139[/url]

(Eigentlich wollte ich den entsprechenden Artikel aus der JF zitieren, aber der Querverweis zur JF wurde vom Zensur-Netzfilter blockiert...)

(und jetzt wollte ich den entsprechenden Kommentar aus der linken "Jungen Welt" zitieren und wurde ebenfalls blockiert.... so viel zum Thema "Pressfreiheit")

Also dann nehmen wir halt das Urteil des Gerichtes. Zumindest das ist in diesem Regime (noch) erlaubt

[url]http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20050524_1bvr107201[/url]
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
ich denke schon, weil ich mich mit kulturellen Fragen tiefsinnig auseinandersetze.[/b][/quote]
*lol*
Ich wundere mich immer wieder, wie hoch deine Meinung von dir, und wie niedrig deine Meinung von anderen ist.
Manche würden das vielleicht als "arrogant" oder "überheblich" bezeichnen. ;)

[quote][B]Tja, und dann sind wir irgendwelchen komischen, demokratisch nicht gewählten "Experten" ausgeliefert. Das ist doch irgendwas nicht so recht koscher. [/B][/QUOTE]

Nunja, dieses Expertengremium, welches du wahrscheinlich meinst, bezieht sich zunächst "nur" auf die (zweite) Rechtschreibreform.

Was den allgemeinen Wortschatz angeht, so findet sich der in dem Duden wieder. Und der Verlag ist mehr beobachtend "tätig" und paßt ihn an die aktuelle sprachliche Entwicklung an.
Wenn also die "überragende Mehrheit" einen gewissen Wortschatz nutzt, findet der sich halt auch im Duden wieder.

Es ist also letztlich die Frage, wie jeder einzelne die Sprache gebraucht und welchen Wortschatz er nutzt.
Lamentieren bringt da wenig, und wenn ich mir die Sprachkompetenz der Jugend anschaue, so wäre es durchaus sinnvoll, einen Schwerpunkt in deren Ausbildung und (familiäre) Betreuung zu legen. Ein paar englische Worte mehr oder weniger spielen da keine Rolle.

Aber solche "trivialen" Sachen scheinen heute ja eine immer kleinere Rolle zu spielen.
oskadis*mampf*

Sehr unterhaltsam - beizeiten sehe ich Anflüge von bodenständiger Argumentation (Glückwunsch dazu).

Eigentlich könnte ich sagen, daß ich ziemlich qualifiziert bin das Thema Deutsche vs. Humorlosigkeit/Nationalbewußtseinsproblematik abzuhandeln, da ich in fernen Landen aufgewachsen bin und erst seit knapp 14 Jahren in Deutschland lebe. Aber was solls. Solange ich keine Zitate oder Quellverweise bringe nimmt mich hier eh kaum jemand für voll.

Also belasse ich es erstmal beim lesen und genießen. Überzeugt mich mal, daß es sich lohnt mal was längeres hier reinzuschreiben :D

Gruß

~Oskadis~
Montrose[QUOTE]Wörter wie "Joystick" durch "Spaßknüppel", "Drag-Queen" durch "Fummeltrine" und "Groupie" durch "Popschlampe" ersetzen möchte [/QUOTE]Wie treffend :D
Vin_RiddickDie Verenglischung auf Deubel komm raus ist schon ein ernstes Thema. Wenn z.B. eine Städtebroschüre darauf verweist, daß man in Leipzig oder Hannover schön "shoppen" statt "einkaufen" könne und daß es in dieser Stadt viele "Highlights" anstelle von "kulturellen Sehenswürdigkeiten ", dann ist das weiches Denken, denn in der eigenen Sprache sind die Begriffe schärfer umrissen.
Wozu gibt es heutzutage in Unternehmen "meetings, flyer, incentives" und ähnlichen Kokolores, wenn man sich auch zu einer "Besprechung" zusammensetzen kann, eine eine "Broschüre" verteilen und "Leistungsanreize" vorgeben kann?
Das ist sprachliche Weichbeutelei.
MontroseGanz zu schweigen von dem Idioten-Wort "Manager". Übersetzt heißt das einfach nur "Verwalter". Der Manager ist sowas wie ein übergeordneter Buchhalter, sonst gar nichts. Aber dadurch, daß man ein unbedeutendes deutsches Wort ins Englische übersetzt, wird es gleich zu was viel bedeutenderem. Mit realen Konsequenzen: plötzlich werden Buchhalter zu Herrenmenschen, zu Multi-Millionären, zu Rettern und Vernichtern der Gesellschaft. Was für ein lächerlicher Witz.

Und genau das ist das Problem: Englisch ist eine Mogelpackung. Wenn jemand etwas englisch ausdrückt, dann will er bloß den wahren Sachverhalt, wie er in deutscher Sprache zum Ausdruck käme, verschleiern.
LaChatte*g* gilt vor allem auch für Stellenbezeichnungen wie "cleaning manager" anstelle von Putzfrau und "post manager" für jene Person, die jeweils am Abend die Briefe auf die Post bringt...:D :rolleyes:

Allerdings fände ich es nett, das neudeutsche "Human Resources" mal auf Deutsch zu übersetzen, und den Personalchef zum "Verwalter menschlicher Quellen" zu machen. Das hat nicht wenig Poesie, finde ich.;)
Montrose[QUOTE]neudeutsche "Human Resources" mal auf Deutsch zu übersetzen[/QUOTE]Das Wort belassen wir dann doch lieber im Englischen. Denn die deutsche Übersetzung "Menschenmaterial" hat so a bißle a Beigschmäckle.
cochraneIch konstatiere: Die deutsche Sprache hat inzwischen viele Anglizismen, die sich aus dem Amerikanischen ableiten, dazubekommen - ob die allerdings die deutschen Gegenstücke verdrängen, liegt doch an jedem von uns. Gehen wir also mit gutem Beispiel voran anstatt uns hier gegenseitig mit vom Thema wegführenden Zänkereien und Gepöbeln wegzutorpedieren...

Wesentlich schlimmer finde ich persönlich das Verhunzen im Stile von Erkan & Stefan. Salve, und gehabt euch wohl. War nur meine Meinung, einer destruktiven, ins Abseits führende Diskussion werde ich mich fürderhin fernhalten.
Vin_RiddickSicher, man kann auch im kleinen anfangen, z.B. bei der ätzenden Worthülse "Cool".
Wie viele potentielle Adjektive und Ausdrucksmöglichkeiten dabei auf der Strecke bleiben, möge Thema einer Doktorarbeit werden.
Und die Jugendlichen, die "Cool" "cool" finden, haben zumeist Eltern, die dasselbe Hülsendeutsch plappern.
OrcaDesign[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
[B]Das Wort belassen wir dann doch lieber im Englischen. Denn die deutsche Übersetzung "Menschenmaterial" hat so a bißle a Beigschmäckle. [/B][/QUOTE]
... nicht dass die englische Bezeichnung nicht auch bereits einen "leicht" menschenverachtenden Charakter innehat.

Mit der Übersetzung weiß man wenigstens, woher der Wind weht, wenn ein Arbeitgeber ein solches Wort in den Mund nimmt.
Ach ne halt, das wird ja neudeutsch lieber mit "Humankapital" bezeichnet (logisch: beigeschmacksfreier, also politisch korrekt, so wie "ethnische Säuberung" verniedlichend gebraucht wird für "Volksmord").

Ok, dann doch lieber eine "human ressource".
Vin_RiddickHabe nie verstanden, weshalb der Begriff "Humankapital" negativ aufgefaßt werden kann.
Sind denn die Mitarbeiter nicht das Wertvollste, was es in einem Unternehmen gibt?
freakstyle-------------------HARHAR!


Super Freak!


Edit by Mac-------------------
Aza[QUOTE][i]Original geschrieben von Vin_Riddick [/i]
[B]Habe nie verstanden, weshalb der Begriff "Humankapital" negativ aufgefaßt werden kann.
Sind denn die Mitarbeiter nicht das Wertvollste, was es in einem Unternehmen gibt? [/B][/QUOTE]

Berechtigter Einwurf...
OrcaDesign[QUOTE][i]Original geschrieben von Vin_Riddick [/i]
[B]Habe nie verstanden, weshalb der Begriff "Humankapital" negativ aufgefaßt werden kann.[/B][/QUOTE]
... wie hoch ist denn so der Kapital[i]wert[/i] eines Menschen und wonach richtet sich dieser?

[i]Bitte dazu u.a. auf die Kapitalwertbildung zu den Attributen "älter, behindert, weiblich oder gar schon schwanger, (chronisch oder temporär) krank" eingehen. Kapital, was bekanntermassen bestmöglichst "abgestossen" wird.
Und was eine technokratische Wertbildung über diese Attribute von dem Begriff des "Menschenmaterials" unterscheidet. Auch im Bezug auf das Beigeschmäckle.[/i]
Josef K.Der Begriff "Humankapital" ist zunächst einmal wertneutral. Die subjektiv positive bzw. subjektiv negative Bedeutung kommt vor allem durch die Intention des Verwenders zum Tragen.

Wenn ein Geschäftsführer oder Abteilungsleiter vom Humankapital spricht, kann man nicht automatisch folgern, dass er seine Mitarbeiter "nur" als Menschenmaterial ansieht und durch Verwendung des Begriffes herabwürdigen will. Er könnte vielmehr - wie schon erwähnt- ganz im Gegenteil meinen, seine Mitarbeier seien eben das wertvollste Kapital, das er im Unternehmen hat.
Sture Gewerkschaftler und andere ideologisch verblendete Demagogen hingegen WOLLEN eine negative Bedeutung in den Begriff Humankapital legen, um so ihre antiquierten Klassenkampftheorien sprachlich zu untermauern. Die "Umwidmung" von Begriffen war ja schon im Zeitalter des nationalen Sozialismus eine beliebte Methode zur Ideologisierung und mithin zum Missbrauch der Sprache.

Ich persönlich verwende den Begriff "Humankapital" übrigens gern auch in Hinblick auf Kinder, wobei keinesfalls (zumindest nicht hauptsächlich) der durchaus berechtigte finanzielle Aspekt gemeint ist.
decay73Ich würde Kinder aber ungern wie einen Produktionsfaktor bezeichnen.


Abgesehen davon könnte ich ja auch jemanden als Arschloch bezeichnen. Wenn er dann wütend wird, kann ich ihm ja sagen, daß das Arschloch eines der wichtigsten und nützlichsten Bestandteile des Körpers ist. Also kann ich es gar nicht negativ gemeint haben. Die andere Definition interessiert mich nicht.
GazelleLesetip:
"Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod", Band 1 und 2.
Sehr unterhaltsam und doch auf hohem Niveau werden hier sowohl sprachliche Klippen im Deutschen , als auch die Verunzierung desselben durch beispielsweise den Deppen - Apostroph und ähnliches Scheußlichkeiten gebrandprangert.
Auch die Unsucht vieler sich den Fremdsprachen anbiedernder Mitgesellen wird durchleuchtet, d.h. die Tendenz mit dem Fremdwort auch gleich die fremde Grammatik zu importieren.

@decay

Das Beispiel ist aber unhübsch:

a) ist das Wort selbt nicht schön
b) würde niemand diesen Körperteil im medizinischen Sinne
so bezeichnen
c) ist A....... ein Schimpfwort ein Schimpfwort ein Schimpfwort.

Wenn ich zu einem Türken "Du Kanacke" sage, wird der Richter auch nicht die Entschuldigung durchgehen lasse, daß das auf polynesisch "Mensch" heißt, denn jeder weiß, wie dieses Wort im Munde eines Bewohners der Region zwischen Flensburg und Garmisch gemeint ist.
A......... ist immer pejorativ gemeint und selbst wenn ich dich beispielsweise als "After" oder "Anus" bezeichnen würde, wärest du dann erfreut?
ApexDen Gewerkschaftern (also auch mir) anzulasten, dass der Begriff "Humankapital" heute in der Gesellschaft verpönt ist halte ich doch für etwas ignorant und ideologisch verblendet.
Ich als Beschäftigter lasse mich eben nicht gerne zu einer Art von kontrollierbarem Material herabwürdigen, was durch dieses wort eindeutig geschieht, denn Kapital ist für mich immer leblose Materie allerhöchstens vielleicht noch Tiere (auch wenn hier die Tierrechtler gleich wieder aufschreien werden). Das letzte Mal als Menschen handelbares Kapital waren nannte man das noch wie? Achja, [SIZE=1]Sklaverei *flüster*[/SIZE] .

Aber heute doch nicht mehr! Unsere Arbeitgeber sind um das persönliche Wohl jedes einzelnen von besorgt! Jawohl!

Desweiteren sehe ich den Begriff als negativ, weil durch ihn Menschen nur zu einem ökonomischen Wert werden. Soziale, ethische Aspekte lässt er unberührt. Mag sein, dass es auch Arbeitgeber gibt, die diesen Begriff wirklich nicht zynisch, sondern aufrichtig im positiven Sinne verwenden. Leider mag man in Zeiten der Massenentlassungen zur Steigerung des Shareholder Value nicht mehr wirklich dran glauben. Hier wird der Mensch wirklich nur noch zu einer reinen Kapitalform, mit der man umspringen kann wie man will...denn Kapital hat keine Gefühle.
decay73@Gazelle:

Schon klar. Ich wollte ja auch nur sagen, daß ich das Wort "Humankapital" für genausowenig wertneutral halte, es sei denn, man ignoriert die heute üblichen Definitionen.
Gazelle@decay

Was heißt schon "wertneutral"?
Aber es ist m.E. nach kein Schimpfwort.
Wie auch immer, was hast Du denn so für Erfahrungen gemacht, daß Du so empfindlich auf diesen Begriff reagierst?
demelza[QUOTE][i]Original geschrieben von cochrane [/i]
[B]Ich konstatiere: Die deutsche Sprache ... [/B][/QUOTE]

äh, dieser Beitrag war von mir - sorry, das kommt davon, wenn man zu zweit am selben computer tippselt.
oskadis[QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i]
[B]...denn Kapital hat keine Gefühle. [/B][/QUOTE]

Und Gefühle sind der Wirtschaft fremd.

Danke

Gruß

~Oskadis~
OrcaDesign[QUOTE][i]Original geschrieben von Josef K. [/i]
[B]Wenn ein Geschäftsführer oder Abteilungsleiter vom Humankapital spricht, kann man nicht automatisch folgern, dass er seine Mitarbeiter "nur" als Menschenmaterial ansieht und durch Verwendung des Begriffes herabwürdigen will. Er könnte vielmehr - wie schon erwähnt- ganz im Gegenteil meinen, seine Mitarbeier seien eben das wertvollste Kapital, das er im Unternehmen hat.[/B][/QUOTE]
Im nächsten Atemzug wird die gleiche Person allerdings vermutlich vom [i]Kostenfaktor[/i] (negativ besetztes Wort) dieser Mitarbeiter (des Humankapitals) berichten... und Massenentlassungen bekanntgeben.
Was die Börse wiederum - entgegen dem Wegfall des angeblich wertvollsten Kapital des Unternehmens - in aller Regel mit [i]steigenden[/i] Kursen [i]belohnt[/i]. Scheinbar weil der spekulative (Kapital-)Wert des Unternehmens sich entgegengesetzt dem [i]im Betrieb vorhandenen[/i] Humankapital erhöht - und es sich demnach nicht lohnt, in das "wertvollste eines Unternehmens" Kapital zu investieren.

Im übrigen halte ich solche Begriffe ähnlich "wertneutral" wie den der "megadeaths". Wer nicht weiß, was das ist: eine militärische Werteinheit zur Bestimmung der Durchschlagskraft, in aller Regel angewendet bei atomaren Sprengköpfen (insbesondere bei den hauptsächlich auf biologische Organismen wirkenden Neutronenbomben).
Analog dem Humankapital an sich völlig wertfrei in der Verwendung - letztendlich allerdings im sprachlichen Gebrauch rein verwendet zum Zweck einer kompletten Entmenschlichung (Abwertung zu einer Rechengrösse) der auf diese Weise bezeichneten Menschen.

Was ist da dran schon noch wertneutral...
oskadisUnd genau deshalb wird der englische Begriff verwendet. Plötzlich ist "Humankapital" salonfähig, zeugt von Fachkompetenz.

Sprache als Verführung.

Wo hatten wir das mal? :rolleyes:

Gruß

~Oskadis~
Gazelle@decadence

Sprache ist überhaupt keine "Angelegenheit" nicht und nie.
Desförderen macht es einen großen Unterschied, ob sich eine Sprache von selbst entwickelt, in so weit wäre zuzustimmen, oder ob sie von "oben" seitens Medien, Politiker und Kultusminuskel vergewaltigt wird.
Josef K.[QUOTE]Leider mag man in Zeiten der Massenentlassungen zur Steigerung des Shareholder Value nicht mehr wirklich dran glauben.[/QUOTE]

[QUOTE]Im nächsten Atemzug wird die gleiche Person allerdings vermutlich vom Kostenfaktor (negativ besetztes Wort) dieser Mitarbeiter (des Humankapitals) berichten... und Massenentlassungen bekanntgeben.
Was die Börse wiederum - entgegen dem Wegfall des angeblich wertvollsten Kapital des Unternehmens - in aller Regel mit steigenden Kursen belohnt. [/QUOTE]

An dieser Stelle mal wieder der Hinweis, dass 98% der deutschen Unternehmen [I]Personengesellschaften[/I] sind, die weder an der Börse gehandelt werden, noch massenhaft überflüssiges Personal aufzuweisen haben.

Allerdings müssen die hier offensichtlich gemeinten Aktiengesllschaften in der Tat um den Anlegernutzen (denglisch: shareholder value) bemüht sein. Fragt man nach Gründen z.B. für die geplante Halbierung des 14. Monatsgehaltes, der 10-prozentigen Kürzung übertariflicher Zulagen oder einer 1-stündigen Arbeitszeiterhöhung pro Woche, kann ein Wirtschaftsunternehmen dies nun einmal nur anhand der Kostenfaktoren begründen. Und dies ist für mich kein negatives Wort, weil bei allen Unternehmen Einnahmen und Ausgaben existieren, wobei die Einnahmen die Ausgabern natürlich übertreffen sollten, damit die Klitsche nicht mitsamt Mitarbeitern den Bach runtergeht..

Im übrigen ist das Gemeckere wegen der Gewinnorientierung von Aktiengesllschaften kontraproduktiv, weil es ohne diese Gewinne auch keine Steuereinnahmen gäbe (wobei der Steuerflucht durch ein klares, transparentes Steuersystem mit moderaten Streuersätzen abgeholfen werden muss). Die Anleger sind übrigens nicht irgendwelche reichen Leute mit Schlossresidenz und Adelstitel, sondern hauptsächlich Banken, Versicherungen und Investmentgesellschaften, die genau jene Überschüsse erwirtschaften müssen, aus denen sich die Renditen der Sparpläne, Bausparverträge, kapitalbildenden Lebensversicherungen, privaten Rentenversicherungen und Aktienfonds der Otto-Normalsparer und Kleinanleger (unter denen sich auch genügend Gewerkschaftsmitglieder befinden dürften) speisen.
Man sollte also nicht vom bösen "shareholder value" faseln, sondern den Anlegernutzen als Volksnutzen begreifen. Wenn ein Unternehmen personell überbesetzt ist, MUSS es Personal abbauen, weil sonst die Ineffizienz nicht nur betriebswirtschaftlichen sondern auch volkswirtschaftlichen Schaden verursacht. Aber das wollen egoistische Gewerkschaftler und kleinkarierte Interessenverbände einfach nicht begreifen....

Vielleicht ist genau das der Grund, warum im Wirtschaftsleben soviel "gedenglischt" wird: man will unbequeme Wahrheiten durch euphemistische und unverständliche Begriffe verharmlosen, weil man Angst vor der geballten Macht der Besitzstandswahrer hat.
oskadisIst ja schön und gut Josef K. , aber dann sollte man die Dinge auch beim Namen nennen und nicht mit Anglizismen verschleiern, oder?

Gruß

~Oskadis~
darkEMYRaber extra vereine dafür gründen?
man kann es doch boykottieren wenn man es nicht will

aber da so ein theater zu machen, is doch egal ob jetzt handy oder mobiltelefon hauptsache man weiß was gemeint ist
bescheuert finde ich sowas im straßenverkehr o.ä. wo es drauf ankommt dass jeder, nicht nur die jüngeren generationen das verstehen
aber würde man alles verdeutschen (trainer, after shave, jeans, parfum...) wo soll das denn hinführen
TiberonKetzer!
In Mobiltelefon verstecken sich gleich drei undeutsche Wörter. Das heißt gefälligst Handsprechgerät!
BeowulfAch Unsinn. Es heißt natürlich "bewegliches Funkfernsprechgerät" oder auch kurz "beweglicher Funkfernsprecher".
MontroseKleiner Kasten aus dem die Stimme spricht.
Gazelle@Beowulf

"Bewegliches Funkfernsprechgerät"

Ich könnte Dich dafür küssen, ist das nicht herrlich klar und eindeutig, jeder wüßte sofort, was das ist.

Könnte man mit "BFG" abkürzen.

Außerdem muß ich bei "Häähhndie" immer an "Hendl" denken.
Josef K.[QUOTE]aber würde man alles verdeutschen (trainer, after shave, jeans, parfum...) wo soll das denn hinführen[/QUOTE]

Es geht hier nicht ums zwanghafte Verdeutschen, sondern gegen die zwanghafte und ausufernde Verwendung englischsprachiger Begriffe, obwohl es dazu bereits deutsche Begriffe gibt.

Nichtsdestotrotz kann man den Übungsleiter, das Rasierwasser, die Nietenhose und das Duftwasser auch deutsch betitulieren...

[QUOTE]In Mobiltelefon verstecken sich gleich drei undeutsche Wörter. Das heißt gefälligst Handsprechgerät![/QUOTE]

Die Begriffe sind aber tatsächlich entlehnt und nicht aufgezwungen. mobil stammt ursprünglich aus dem Französischen; tele und fon aus dem Griechischen

Und wenn wir schon überkorrekt sein wollen, müsste man das Mobiltelefon als tragbaren (Funk-)Fernsprecher bezeichen, weil "beweglich" zu ungenau ist
decay73Hmm, so langsam scheint es mir aber doch groteske (sorry) Züge anzunehmen.
Man kann wirklich alles übertreiben...
TiberonUnd was bitte soll den Unterschied zwischen entlehnt und aufgezwungen definieren?

Ich wurde zu noch keiner Aussprache gezwungen und wenn das jemand versuchen sollte, dann mach ichs halt erst recht nicht.
Gazelle@Tiberon

Der Unterschied ist doch ganz einfach:

"Telefon" ist ein Lehnwort, das es sich unauffällig in der deutschen Sprache bequem gemacht hat und das wir alle ohne Bauchschmerzen benutzen.

Das "Händie", das lustigerweise von den Engländern "mobile phone" genannt wird, weil "handy" für jeden des englischen Kundigen eine ganz andere Bedeutung hat, ist allgegenwärtig, so daß jemand, der das Ding bei seinem deutschen Namen nennt, schon komisch angeschaut wird.
Das nenne ich aufgezwungen.

Wie kam das "Händie" zu seinem Namen?
Ein Schwabe sah das Ding zum ersten Mal, drehte es verständnislos zwischen den Fingern und fragte verdutzt:
"Händie ka Schnur net?"

:)
TiberonUnsinn, Telefon stört nicht, weil es Zeit unseres Lebens Teil der deutschen Sprache ist. Glaubt ihr, irgendeinen der heute Fünfjährigen interessiert sich in zehn Jahren über euer Rumgeheule wegen des Wortes Handy?

Zwischen entlehnt und aufgezwungen gibt es in dieser "Diskussion" nur den Unterschied, das die entlehnten Wörter zum Zeitpunkt unserer/eurer Geburt schon aktives Sprachgut waren.

In der Sprache etabliert sich immer daß, was von den meisten Leuten gesprochen wird. Und letztendlich reguliert es sich alles selbst.
Mein Beispiel mit Rechner/Computer zeigt das ganz deutlich.
Ich höre Computer nurnoch sehr selten und fast ausschließlich im privaten Umfeld, von Leuten, die mit Rechnern nichts am Hut haben.

Man wird, so meine Meinung, auch noch erkenne, daß es sinnlos ist, mit "due diligence" oder "change synergie" um sich zu werfen, wenn solche Worte aus dem, meiner Ansicht nach, eher akademischen Rahmen gerissen werden. Dort allerdings machen sie durchaus Sinn und eine 'Germanisierung' zu fordern, wäre genauso aberwitzig, wie im medizinischen Bereich.
Ein Assessment-Center wird sich im allgemeinen Sprachgebrauch aber nicht durchsetzen, da man damit nichts verbinden kann.
oskadisJa, sicher Tiberon. Aber ich glaube in der Diskussion geht es um das "Jetzt" und nicht um das, was in Zukunft hängen bleibt.

Mir kann es nur recht sein. Während viele meiner Kollegen Schwierigkeiten beim Übersetzen haben, geht es mir gut. Dank meiner tiefergehenden Kenntnisse der deutschen Sprache. Möchte sehen wie viele ohne Schwierigkeiten Bücher und Texte der Jahrhundertwende im Original verstehen (und das ist noch leicht) ohne extra Deutschkurse zu besuchen.

Man kann lange über dieses Thema diskutieren, doch letztendlich ist alles nur eine Frage der Sprachkompetenz. Wer die nicht hat kommt nur schwer weiter. Spätestens dann müssen Freunde des Denglischen sich etwas von dem, durch die Medien eingetrichtertem, englisch-deutschem Mischmasch abwenden.

Gruß

~Oskadis~
Josef K.[QUOTE]Ein Assessment-Center wird sich im allgemeinen Sprachgebrauch aber nicht durchsetzen, da man damit nichts verbinden kann.[/QUOTE]

Ganz offensichtlich hast Du eine eingetrübte Wahrnehmung von der Wirklichkeit. Gerade dieser Begriff ist allgegenwärtig und zwingt mich deshalb, ihn ebenfalls zu verwenden, weil ich mich sonst als "Querulant" offenbare (Deppen hätten gesagt: "oute")

Allein die zahlreich erschienene Literatrur zum Thema spricht Bände, wie man [URL=http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3442166446/qid=1125566390/sr=8-1/ref=pd_ka_1/028-9073819-0790921]hier[/URL] , [URL=http://http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3593366886/qid=1125566390/sr=8-2/ref=pd_ka_2/028-9073819-0790921]hier[/URL] , [URL=http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3448060968/qid=1125566390/sr=8-3/ref=pd_ka_3/028-9073819-0790921]hier[/URL] , [URL=http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3821814993/qid=1125566390/sr=8-6/ref=pd_ka_6/028-9073819-0790921]hier[/URL] , oder auch [URL=http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3821838574/qid=1125566390/sr=8-10/ref=pd_ka_10/028-9073819-0790921]hier[/URL] sehen kann. Bei Amazon ergibt die Suche im Bereich [I]deutsche[/I] Bücher nach dem Schlagwort "assessment" 455 Treffer (sic!)

Selbst meinereiner hat eine kleine Episode mit dem Titel [URL=http://www.ronnyweber.de/board/viewtopic.php?t=9]Assessment-Center (Eine Warnung an Arbeitssuchende)[/URL] überschrieben.

[QUOTE]Und letztendlich reguliert es sich alles selbst.[/QUOTE]

Und wohin führt solch eine Hegemonialsprache nach dem Prinzip "Die Starken fressen die Schwachen"? Ich habs ja schonmal erwähnt:
"Eine Einheitswelt a la Washington - kalt und monoton"
(aus dem Lied "Wenn der Wind sich dreht" von Faktor Widerstand. ja. sowas höre ich)
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Josef K. [/i]
Und wohin führt solch eine Hegemonialsprache nach dem Prinzip "Die Starken fressen die Schwachen"? Ich habs ja schonmal erwähnt:
"Eine Einheitswelt a la Washington - kalt und monoton"
[/QUOTE]Nanu?
Die Sprüche gegen das Wolfsgesetz ("die Freiheit") kommen doch sonst immer von mir. :rolleyes:
Josef K.[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]Nanu?
Die Sprüche gegen das Wolfsgesetz ("die Freiheit") kommen doch sonst immer von mir. :rolleyes: [/B][/QUOTE]

Falsch. Mal unterstellt mir dies immer nur. Außerdem forderte ich nie den "Raubtierkapitalismus" . Wolfsgesetz und Freiheit in einem Satz zu erwähnen, empfinde ich übrigens als ziemlich Frechheit.
Ich verweise deshalb auf die Metapher von den Jägern und den Bären, die ich vor geraumer Zeit zum Thema "freie Wirtschaft" dargeboten hatte.

Ferner ist die erwähnte Freiheit nur möglich, wenn die Menschen eine über eine nationale und kulturelle Identität verfügen ;)

Viele Menschen wollen nicht begreifen, dass Protagonisten wirtschaftlicher Freiheit eben nicht nur an den schnöden und kurzfrsitigen Mammon denken und sehr wohl in der Lage sind, über den sprichwörtlichen Tellerrand zu schauen.
In Zeiten von Heuschreckenpropaganda und kommunistischer Klassenkampfhetze ist der Freiheitsfreund aber stets das Opfer der Polemik und darf froh sein, dass es ihm nicht so ergeht, wie es mal mit dem "schmarotzenden internationalen Finanzjudentum" vorgesehen war.
Gazelle@tiberon

Anscheinend liest Du andere Beiträge gar nicht erst, sondern weißt Deine Antwort schon vorher, denn ich hatte ausdrücklich geschrieben, daß "Telefon" ein eingebürgertes Lehnwort ist.

Deinen Einwand mit "was in 15 Jahren sei" könnte ich ebenso lieblos kontert, wer denn nach Deiner Meinung fragt, wenn in 10.000 Jahren die nächste Eiszeit übers Land zieht.

Also schön geschmeidig bleiben und lieb sein!:cool:

@Josef K.

Es wird hierzuande immer ungemütlicher werden, denn die wachsende Zahl an Menschen, die schon als Kind ihre Nächte vorm Computerspiel verbringen, oder denen das "Händie" am Flößchen festgewachsen ist und die nicht in der Lage sind, sich für 10 Minuten auf einen geschriebenen Text zu konzentrieren, werden die Zahl der - Brot und Spiele Bedürftigen - sozial und politisch gesehen ständig vergrößern.

Wir schleichen immer weiter in DDR - (Der doofe Rest) Verhältnisse hinein.
Wer jung ist und sich noch Chancen ausrechnet, wandert aus, nach Österreich, Kanada oder vielleicht bald auch nach Indien, wobei Norwegen und Großbritannien/Irland auch keine schlechten Alternativen sind.
Tiberon[QUOTE][i]Original geschrieben von Josef K. [/i]
[B]Gerade dieser Begriff ist allgegenwärtig[/B][/QUOTE]Was zeigt, daß dein Wahrnehmungspektrum nicht mit dem der Allgemeinheit gleichzusetzen ist.
[quote]Und wohin führt solch eine Hegemonialsprache nach dem Prinzip[/quote]Gibt es dafür Beispiele in der Geschichte?
Die Leute nutzen die Sprache, die sie verstehen und die verstanden wird. Und die Leute sind nun mal alle und nicht nur eine Handvoll Hochschulabsolventen. Wenn in deinem Umfeld Assessment-Center zum normalen Sprachgebrauch gehört, tust du mir leid - ich habe dieses Wort noch nie gehört und auch studierte Leute konnten mir nicht sagen, was das sein soll, wodurch die Vermutung naheliegt, daß es sich um Fachtermini handelt.

Jeder hat außerdem noch seinen eigenen Mund. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, zumindest auf Arbeit zu einer Steigerung der Qualität der Sprache nicht unerheblich beigetragen zu haben. Also keut, wie euch der Mund gewachsen ist.

Und mal ehrlich, eine Kultur, die leidet, wenn fremde Worte in die Sprache rutschen, könnt ihr euch sonstwohin schieben. Gazelles "Schlußfolgerungen", die Jugend würde deswegen abwandern und ein verwahrlostes Land hinter sich lassen, können imo nur einem Drogenrausch entsprungen sein.

Im Übrigen interessiert es mich noch immer, wann sich denn nun ein Wort als entlehnt qualifiziert hat und wann es als brutal aufgezwungen gilt.
oskadisAsessment Center ist im Sprachgebrauch vorhanden. Ich habe das Sch***wort satt. Es ist auch ein Wort, das meinen Kolleginen den blanken Horror einjagt (wegen dem was dahintersteckt).

Also ich weiß nicht Tiberon - selbstverständlich sind nicht nur die Hochschulabsolventen maßgeblich, doch ist auch wahr, daß das Niveau im Sprachgebrauch auch über künftige Chancen mitbestimmt. Du wirst seltenst, wenn überhaupt, jemanden in einer gehobenen Position finden, der so spricht wie ihm "die Schnauze gewachsen ist".

Denglisch verwischt Präzision im Ausdruck und führt demnach zur mentalen Verblödung, mal ganz krass ausgedrückt. Damit hätten wir uns wieder von den Zielen der Aufklärung ein schönes Stück entfernt. Ich bin aber ja eh der Meinung, daß heute (Un)Bildung das Sagen hat. Wer über den Tellerrand schaut und was lernt ist suspekt.

Wann ein Wort aufgezwungen wird? Wieso wird was aufgezwungen - die Herde tut doch immer das, was der Leithammel tut *BÄÄÄÄÄHHHHHH*

Gruß

~Oskadis~
bvQL[QUOTE][i]Original geschrieben von oskadis [/i]
[...] Du wirst seltenst, wenn überhaupt, jemanden in einer gehobenen Position finden, der so spricht wie ihm "die Schnauze gewachsen ist". [...][/QUOTE]

Was soll man sich denn denken, wenn Kärntens (wenn nicht ganz Österreichs) Lehrer nicht imstande sind, ihren Unterricht auf Deutsch zu halten, sondern in stark wortschatzbegrenztem Dialekt? Wenn Kärntens (Österreichs?) Jugend untereinander mit moderner Kommunikationstechnik (SMS, Chat, Foren, ...) ausschließlich im Urdialekt, jeder in seinem eigenen sogar, sich unterhält, und große Schwierigkeiten bekommt, eine Schularbeit fehlerfrei zu schreiben (Es heißt "womöglich" und nicht "gaach")? Wenn dieses Sprachniveau selbst auf der Universität Klagenfurt weitergehalten wird?

Alles Leute, die sprechen, wie ihnen die Schnauze gewachsen.

Eine kleine Anekdote zum Schluß:

In einer Kärntner Firma wurde ein neuer Mitarbeiter aus Deutschland beschäftigt. In einer Gelegenheit wurde er "obe" zum Kollegen X geschickt. Da er das Wort "obe" davor nie gehört hatte, ging er davon aus, daß mit "obe" "oben" gemeint sei. So stieg er einen Stockwerk höher, suchte den Kollegen X vergebens, um erst später belehrt zu werden, daß mit "auffe" "hinauf" gemeint ist, und mit "obe" "hinunter" oder "hinab".
LaphroigErinnert mich an meinen ersten Ausflug ins Schwabenland, wo jemand mir sagte, daß etwas nicht richtig kleben würde:
"De hebet net."
Als ich ihn fragte, was er denn zu dem hochdeutschen Wort "heben" sagen würde, bekam ich zur Antwort : "Lupfen".

Dialekte sind eine feine Sache. ;)
oskadisIch habe nie Probleme die Leute zu verstehen :D Aber ich verlass mich da nicht nur auf das gehörte Wort. Gute Voraussetzung sich sprachlich weiterzuentwickeln.

Gruß

~Oskadis~
Laphroig@Osdadis

Du verstehst alle und alles, vom Ländchen Angeln über den Niederrhein, das Fichtelgebirge bis hin zum tiefsten Ergbirgsdialekt?

Herzlichen Glückwunsch, anscheinend bist du Professor für Dialekte!

Oder du kommst nur aus Calau............:p
sportygirlich möchte nur mal auf ganz andere sprachen hinweisen, die noch viel mehr wörter aus fremdsprachen übernommen haben und doch noch völlig eigenständig sind: russisch zum beispiel, hier einige beispiele:

-pamidjor = tomate (italienisch)
-kartofel = kartoffel (deutsch ;-))
-kurort = kurort

das sich die sprachen näherkommen, finde ich megamässig schade; denn gerade dialekte finde ich total spannend (mich hat mal jemand gefragt, warum wir schweizer überhaupt noch unseren dialekt sprechen, wenn wir doch in der schule und in der schrift auf die standartsprache zurückgreifen würden)...ich konnte nur antworten, dass ich mich selber durch den dialekt definiere...

was das eindeutschen von begriffen angeht, möchte ich nur mal auf das schon genannte "portmone" und die "sosse" verweisen...da schert sich niemand drum...

grüessli sporty
Gr. Gaulichter@sportygirl
es gibt auch gegenbeispiele. so hat die isländische sprache seit vielen hundert jahren kaum eine änderung erfahren - was seinerzeit an der abgeschiedenheit der insel liegen mag. man achtet dort in der heutigen zeit darauf, dass fremdwörter so wenig wie möglich übernommen werden und eher ein äquivalent in der eigenen sprache gesucht wird. der computer - eine der errungenschaften, welche ide abgeschiedenheit der insel aufheben - z.b. heißt dort "tölva", was sich aus "tala" (zahl) und "völva" (wahrsagerin) zusammensetzt. überhaupt sind die isländer im zusammensetzen meister ;) -> [URL=http://www.iceland.de/index.php?id=149]bitte recht freundlich[/URL]

gg.grüße
Lokider inhalt des textes ist meines erachtens nach in der tat wert, kontrovers diskutiert zu werden. doch möcht ich persönlich mein augenmerk viel eher auf den durchaus als edel zu bezeichnenden sprachgebrauch lenken, denn auf das garstge problem, welchem sich der autor kritisch annimmt. dieser ist nämlich von einer so wunderschönen struktur, dass ein lakai der prosaischen rede wie ich es bin, nicht umhin kommt, bewundernde, gar anhimmelnde blicke auszusenden. wo mein pochend herz sich doch nunmehr täglich graust, von mitmenschen angesprochen zu werden, die den wert einer gelungenen formulierung, dem tanz der wörter so zu sagen, nun...nciht viel mehr als rudimentär zu schätzen wissen.
und obgleich ich mich für einen weder rachsüchtigen noch böswilligen menschen halte (ich schwöre, dass mich ein blitz gen himmel schicken müsste, sollte mein geist von zorn befallen sein), wünsche ich diesen linguistischen frevlern, dass ihnen die zunge im munde zu stein werde!
*hust*

äh...was war gerade? :D

also ich muss sagen, dass ich mit dem autor einer meinung bin, was anglizismen angeht. ich finde, sie fressen sich wie ein virus durch den ohnehin schon stark geschändeten körper der deutschen sprache.
aber wie gesagt, ich fidne die art, wie der text formuliert ist, sehr viel interessanter, als den inhalt :D

gruß,
Schiller...äh Loki
decay73@GG:
Also diese "Gesetzüberwachungslichtbildmaschine" hört sich sehr nach...hmm... der guten alten Amtssprache der DDR an. ;)
Josef K.Taskforce Christmas Roll-out

Es ist höchste Zeit mit der Weihnachtspost zu beginnen - Verzeihung: das diesjährige Weihnachts-Roll-out zu starten und die Christmas-Mailing-Aktion vorzubereiten.

Nachdem die Kick-off-Veranstaltung (früher: 1. Advent) fuer das diesjährige SANCROS (SANta Claus ROad Show) bereits am 29. November stattgefunden hat, wurde das offizielle Come-together des Organizing Committees unter Vorsitz des CIO (Christmas Illumination Officer) abgehalten.

Erstmals wurde ein Projektstatus-Meeting vorgeschaltet, bei dem eine in Workshops entwickelte "To-Do-Liste" und einheitliche Job Descriptions erstellt wurden. Dadurch sollen klare Verantwortungsbereiche, eine zufriedenstellende Performance der Kundenevents und eine optimierte Geschenk-Allocation geschaffen werden, was wiederum den Service Level erhöht und hilft "Weihnachten" als Brandname zu implementieren.

Dieses Meeting diente zugleich dazu, mit dem Co-Head Global Christmas Markets (Knecht Ruprecht) die Ablauf-Organisation abzustimmen, die Geschenk-Distribution an die zuständigen Private Schenking Center sicherzustellen und die Zielgruppen klar zu definieren.

Erstmals sollen auch sogenannte Geschenk-Units über das Internet angeboten werden werden. Die Service-Provider (Engel und Rentiere) wurden bereits via Conference Call informiert und die Core-Competences vergeben. Ein Bündel von Incentives und ein separater Team-Building-Event sollen die Motivation erhöhen und helfen, eine einheitliche Corporate Culture zu entwickeln.

Der Vorschlag, jedem Engel einen Coach zur Seite zu stellen, wurde aus Kostengründen zunächst verschoben. Statt dessen wurde auf einer zusätzlichen Client Managment Conference beschlossen, in einem Testbezirk als Pilotprojekt eine Hotline für kurzfristige Weihnachtswünsche einzurichten, um den Added Value fur die Beschenkten zu erhöhen. Durch ein ausgeklügeltes Management Information System (MISt) ist auch Benchmark-orientiertes Controlling fur jedes Private Schenking Center möglich.

Nachdem ein neues Literatur-Konzept und das Layout-Format von externen Consultants definiert wurde, konnte auch schon das diesjährige Goldene Buch (Release 99.1) erstellt werden. Es erscheint als Flyer, ergänzt um ein Leaflet und einen Newsletter fuer das laufende Updating. Ferner wurde ein Konsens ueber das Mission Statement gefunden. Es lautet "Let's keep the candles burning" und ersetzt das bisherige "Frohe Weihnachten".

Santa Claus hatte zwar anfangs Bedenken angesichts des Corporate-Redesigns, akzeptierte aber letztlich den progressiven Consulting-Ansatz und würdigte das Know-how seiner Investor Relation Manager.

In diesem Sinne noch erfolgreiche X-mas preparations ...

(Quelle: [url]http://vds-ev.de/literatur/humor/x-mas.php[/url] )
TrauerwesenEhrlich gesagt habe ich weder was gegen loan words (nein, soll jetzt keine Anspielung auf das Thema sein, aber wenn man Linguistik in Anglistik nur lernt, sind die englischen Wörter etwas präsenter) oder sonst was, habe das ja selbst auch im Studium lernen müssen.

Was mich jedoch wirklich ankotzt, und das auch noch als Anglist, der eigentlich selber einen Mischmasch aus beidem spricht, sind die vielen Anglizismen.

Ich habe das mit dem Wort Handy die letzten Seiten gesehen, erzähl mal einem English native spekaer (ich entschuldige mich erneut dafür), wie wir das nennen. Die lachen sich kaputt. Ich nenne es nach wie vor Mobiltelefon oder sowas.

Und wenn es soweit ist, dass jede dumme Firma hier einen englischen Slogan (huch, das war aber jetzt Zufall) benutzen muss, weil es irgendwie cool er oder sonstwas ist, dann sollen die Werbesprecher erstmal bitte englisch sprechen und nicht alles mit diesem extremen deutschen Akzent; und des weiteren: WEnn es soweit kommt, dass die Firma Douglas ihren Slogan ändern muss, eben weil, die Leute denken, "come in and find out" hiesse "komm rein und finde wieder raus", dann sollte man sich da doch mal erhebliche Gedanken machen, ob das wirklich alles so sein soll.

ich selber verstehe es nicht. Natürlich bekomme ich auch die Krise, wenn ich ein "Donat", "Maffin" oder "Snäck" lese, ich finde, wenn wir das Essen der Amis (ist ja alles mehr Amieinfluss anstatt britischer, auch, was Sprache angeht) übernehmen, dann bitte auch die Wörter richtig. Ich finde, das kann man Donut usw nennen. Wieso ein neues Wort erfinden, wenn es schon eins gibt? Nur finde ich es abartig, wenn anstatt der deutschen Sprache die englische genutzt wird. Siehe halt eben auch Werbung usw.
Im übrigen läuft derzeit ein deutscher Film im Kino, er heisst: Merry Christmas. Ich kann mir nicht vorstellen, dass beispielsweise die Italiener einen Film drehen und den Joel Noel (oder wie das heisst) nennen. Verleumdung der eigenen Sprache?
Vor 4,5 Jahren gab es einen Film im Kino, der hiess in Deutschland Wild Christmas, im US-amerikanischen Originaltitel jedoch völlig anders. Ich finde, wenn man den Titel schon ändert, dann bitte richtig. Aber mit den eigentlichen Vokabeln hätte 08/15 Deutscher, der Englisch in der Schule ein wenig hatte, nichts anfangen. Dann soll man es ganz lassen! Schlimm auch, dass man den englischen Artikel im deutschen immer weglässt. Das macht es grammatikalisch im Englischen inkorrekt, aber im Deutschen klingt es besser :eek: Ich finde das ein wenig inkonsequent.

Tja, das ist mein Bild, und ich finde es irgendwie absurd. Schämen wir uns für unsere Sprache? Man wählt nicht mehr, man votet. Man muss nur ein Mal zehn Minuten Viva kucken (wenn nicht gerade Klingelton Zeugs kommt), da bekommt man das heulen. Wenn es deutsche Wörter gibt, verstehe ich nicht, wieso diese ersetzt werden.....und das sagt jemand, der kein Germanistik studiert, sondern Anglistik....!
Ishvara[QUOTE][i]Original geschrieben von Josef K. [/i]
[B]5 Minuten Deutsch

Von Ruprecht Skasa-Weiß, Beitrag aus der „Stuttgarter Zeitung" vom 12.02.2004

zitiert von [url]http://www.vds-ev.de/denglisch/anglizismen/anglizismenliste_texte_5minuten.php[/url]

Die Norddeutschen, ohnehin näher der angelsächsischen Welt, haben aus turn einen Törn gemacht und aus bottle die Buddel. [/B][/QUOTE]

Ich will ja nicht klugscheißern, aber das ohnehin Norddeutsche Angelsächsisch legte doch erst den Grundstein für die Englische Sprache. Turn und bottle sind eingentlich anglikanisierte Formen des Althochdeutschen, so wie auch Window (Windauga), you (thu), ship (shîpp) und so weiter...
Vllt sollte man sich erstmal mit Sprachgeschichte beschäftigen, bevor man Artikel darüber verfasst.
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von Ishvara [/i]
[B]Ich will ja nicht klugscheißern, [/B][/QUOTE]

No comment. :cool:
IshvaraOk, ich wollte doch klugscheißern...*Beschämt in die Ecke geht*
Dark ReligionSeid gerüsst,

I have a little Loch im Kittel oder
Billy kickt the ball under the Querlatte klingt doch toll !!!
Oder ?

Wie währe es mit:
Mein car ist verry schnell und nice schwarz.

Ich find das toll:D
Odessa---
Warentransportbandseparator
---

Ich werde nicht schlafen können wenn ich nicht erfahre WAS das ist... ein Kundentrennholz?
BeowulfEin Warentransportbandseparator, ist ein Objekt zum Trennen von Warentransportbänder und nicht zu wechseln mit einem Warenkundenzugehörigkeitsdefinator für den Einsatz auf Transportbändern MK II.
OdessaWie immer schaffst Du es, mich in hellstes Entzücken zu versetzen, oh Traum meiner kundenholzttransportbandungetrennten Schlaflosnächte, ob Deiner Antwort.

Die mich natürlich genauso blöd zurückläßt wie zuvor :D

Darf man blöd schreiben? Ist das gutes Deutsch? Ich meine das ganz ernst gefragt, denn ich empfinde dieses Wort immer als ziemlich.. "krumm". Es "fließt" nicht so wirklich. Ähnlich dem mir verhaßten "Schmeissen", das Einige anstelle des "(weg)werfens" verwenden. Gibt es für blöd ein adäquates deutsches Wort, das "geschmeidiger" klingt?
Beowulf[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
Gibt es für blöd ein adäquates deutsches Wort, das "geschmeidiger" klingt?[/QUOTE]

Hm, ein Bayer mit sprachästhetischem Gefühl, jetzt habe ich alles erlebt.

Ich meine natürlich: Blöderweise ist blöd, ein Begriff mit einem sehr weitem Bedeutungsspektrum. Deshalb denke ich kann man blöd nur schwer mit nur einem Wort adäquat ersetzen.
In deinem Falle hättest du auch sagen können:
"Die mich natürlich genauso fragend zurückläßt wie zuvor" oder "uninformiert", "unbewandert", "unaufgeklärt", "unbefriedigt", "unbeleckt", "wissbegierig" oder wenn du gut drauf bist, hättest du auch sagen können: "Leider erfährt meine Skopophilie durch diese Antwort keine Limitierung.
Na ja, es gibt viele Alternativen.
TrauerwesenIch wäre für "unwissend" ;)

Nun denn, ich finde es in letzter Zeit faszinierend, wie manche Teenies sich in Foren austoben und auch gerne Englisch benutzen, weil es ja so cool ist (ausserdem wollen sie alle in die USA auswandern, weils dort wirklich so ist, wie in US-amerikanischen Soaps), aber dann frage ich mich: Wenn, dann bitte richtig. Was ich schon für Diskussionen hatte mit welchen, die anstatt beispielsweise "through" "thru" schreiben und auch meinen, das ist halt eben so. Schockierend!!!!
Und das schlimme ist, im Deutschen ist es nicht anders. Hier ist es weniger so, weil hier doch die meisten die deutsche Sprache ziemlich beherrschen, aber wenn man dann mal was liest, welches man nicht versteht aufgrund fehlerhafter Orthographie (ja, ich weiss, aber ich mag die neue Reform nicht so ;)) und fehlender Zeichensetzung und dass so geschrieben wird, wie es umgangsprachlich gesprochen wird, dann graut es mir. "Auffem", "umme", "weisse"....ich gebe zu, hier im Ruhrpott spricht man auch teils so, aber sowas schreibt man doch nicht aus. Tu ich auch nicht. Da frage ich mich, ob die Jugend von heute noch Bücher liest, denn irgendwie muss das Unverständnis ja herkommen.
Nunja, war auf ein anderes bezogen und ich bin jeden Tag ein wenig schockierter.

Interessant übrigens auch die Wörter "einzigste", "ebend/t" und sowas. Teilweise setzt sich sowas wirklich durch.
TrauerwesenOdessa:

So pingelig bin ich da auch nicht, ich schreibe selber öfter mal das Wort "net", je nachdem, wieviel Lust ich auch habe zum schreiben, gerade im ICQ kommt es mal vor, dass ich da die Grossschreibung völlig ausser Acht lasse. Nur ist es mir teils untergekommen, dass man den Text kaum bis gar nicht mehr versteht. Wie gesagt, hier weniger. Ich meine, manchmal macht jeder mal einen Fehler, ich hatte erst gestern wieder ein Problem diesbezüglich gehabt, nur sehe ich es teils so extrem, dass es weh tut.

Sicherlich sind Dialekte ein Teil der Idenität, finde sowas teils ziemlich interessant. Bei Englischsprechenden merkt man teils schnell, wo sie denn herkommen (vorausgesetzt, man kennt sich ein wenig damit aus). Ich selber greife im Englischen auch schnell zum australischen Slang, selbst sogar, wenn ich deutsch spreche. Dann sind Zigaretten mal eben Ciggies. Ist ja auch alles kein Problem. Aber man erkennt bei sowas noch, auch wenn man statt nicht net schreibt, dass es sich um Deutsch handelt ;)

und da sind wir uns wohl einig, in Maßen ist es ok :)

Gruss zurück.

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