| Grey Rainbow | Hallo, Freunde der Nacht! Es scheint irgendein Gesetz zu geben das Tanzveranstaltungen in der Zeit zwischen Gründonnerstag und Ostersonntag verbietet... Ich wollte gerade auf eine gediegene Veranstaltung mit angenehmer Musik nach düsterer Art und musste feststellen dass die Tanzfläche gesperrt ist. Im ernst: um die Tanzfläche herum rot-weisses Absperrband, wer trotzdem tanzt fliegt raus. Der Veranstalter sagte dass er - falls von ner Behörde jemand kommt und kontrolliert ob das Tanzverbot eingehalten wird - mehrere hundert Euronen Strafe abdrücken muss. Eure Meinung dazu??? |
| Seneca | Es geht hier um ein Verbot "öffentlicher Tanzveranstaltungen" während der Ostertage...privat darf natürlich alles getan werden. Begründet wird das damit, das wie nun mal in einem Christlich geprägten Land leben...! Da sind Parties zur Kreuzigung des Religionstifters nicht angebracht... Immerhin müssen wie keinen Ramadan halten, also haben wir's doch damit noch recht gut...! Irgenwie mag ich den Gedanken sogar, daß an manchem Tagen die Disco zwangsweise ausfällt. Man kann das nutzen, um an einer der vielen Privatveranstaltungen teilzunehmen, die scheinbar nur noch an Ostern richtig wahrgenommen werden, weil in den Clubs nichts läuft. |
| fraeulein grau | dochdoch, nicht in der öffentlichkeit tanzen, das ist so. natürlich christlich bedingt, während jesus im totenreich rumrennt, wird nicht getanzt. jetzt könnte man wieder mal ellenlang über's christentum herziehen und sich aufregen, aber bedenke: ohne diese seltsame, hier kulturell vorherrschende sekte hätten wir keine sonntage, kaum noch feiertage, keine osterferien und so weiter. und du hättest wahrscheinlich auch nicht die möglichkeit gehabt, heute auszugehen. lieber einmal im jahr nicht tanzen als weniger tage zum ausschlafen. du hast das nicht gewusst? das ist natürlich mist, du armes.. |
| TheTurningPoint | Davon lese ich jetzt zum ersten Mal. Kann es sein, dass das von Bundesland zu Bundesland verschieden ist, je nach vorherrschender Kirche? |
| Morwen | Also hier in unserem Kanton (In der Schweiz), wurde vor ca. 3 Jahren darüber abgestimmt, dass nun doch Veranstaltungen, Partys etc. abgehalten werden dürfen über Ostern. Auch die Kinos dürfen offen haben etc. Aber das ist bei uns von Kanton zu Kanton verschieden... |
| shining night | ich hab da auch schon was mitbekommen, das regelmäßige öffentliche Veranstaltungen einfach um ne wochen verschoben wurden, damit die dann auch stattfinden können, also im Münsterland.... |
| ilumina | @ Seni [quote]Irgenwie mag ich den Gedanken sogar, daß an manchem Tagen die Disco zwangsweise ausfällt. [b]Man kann das nutzen, um an einer der vielen Privatveranstaltungen teilzunehmen, die scheinbar nur noch an Ostern richtig wahrgenommen werden, weil in den Clubs nichts läuft.[/b] [/quote] Aaaaalsoooo bei uns werden - wie Du eigentlich auch wissen müßtest - nicht nur wüste Parties an Ostern gefeiert......*grinzzzzz* Ich finde übrigens die Regelung mit dem Tanzverbot unzeitgemäß und unpassend, da wir hier in Deutschland nicht nur auschließlich Menschen haben, die dem christlichen Glauben angehören. ;) |
| Eldgrim | [QUOTE]Ich finde übrigens die Regelung mit dem Tanzverbot unzeitgemäß und unpassend, da wir hier in Deutschland nicht nur auschließlich Menschen haben, die dem christlichen Glauben angehören.[/QUOTE] Es gibt Städte da wird morgens der Muezin gerufen. Und warum? Weil in Deutschland Religionsfreiheit herrscht. Wenn wir also so tolerant sind und das gutheißen so sollte es eigentlich auch nicht schwer sein an dem Wochenende an dem Jesus Christus starb mal aufs Tanzen zu verzichten. Mir persönlich fällt das auch nicht so sonderlich schwer da mich die meisten Discos eh nur anöden. Es gibt nun mal Sitten und Bräuche die man einfach mal respektieren sollte. |
| more | Ich denke in Süddeutschland ist das mehr verbreitet wie im Norden, ich finds ok, es ist ja nur ein WE, und wie gesagt, es ist schon komisch, wir sind angeblich sooo tolerant wenn es um frende Religionen geht, aber unsere Eigene (ich meine unsere westliche Kultur damit) verleugnen und verdammen wir... Ich bin in sehr engen Traditionen aufgewachsen, das war immer so, dass Disko an den Ostertagen halt ausgefallen ist, bisher lebe ich noch, und ich schätze meine Traditionen hoch, auch wenn ich auch zu Ostern die Kirche meiden werde. |
| Apex | Naja also ich wüßte nicht das es in Hessen ein Gesetz gäbe, welches das Tanzen an Ostern verbieten würde. Aber es gibt eins welches das Feiern vor Totensonntag (oder wars der Volkstrauertag?) verbietet. Aber das haben wir auch nur mal zufällig herausgefunden, nämlich als ein Polizist wegen einer Beschwerde wegen Ruhestörung nebenbei erwähnte, dass man "heute sowieso nicht feiern dürfe". Aber auf nachfrage hat er bestätigt, dass sie Verstöße gegen dieses Gesetz nur noch auf Anfrage hin verfolgen würden, da es ja nicht mehr Zeitgemäß ist. Und ich muss ihm da zustimmen. Warum sollte ich an einem Tag nicht feiern nur weil eine bestimmte Gruppe in der Gesellschaft dies nicht will? Es ist doch meine Privatangelegenheit. |
| Pelloquin | Hallo allerseits! Tja, gestern wurde ich zu meiner ziemlichen Verblüffung auf recht ruppige Weise auf diesen Erlass hingewiesen, als ich mich selbstversunken (ich wunderte mich schon, dass niemand ausser mir auf [i]spider[/i] von SYSTEM OF A DOWN tanzte) auf der Tanzfläche bewegte und ebenda vom Besitzer des Clubs mit den Worten "halt Dich mal zurück mit dem tanzen" abgeräumt wurde mit dem Hinweis auf ein großes Banner an der Wand (welches ich aber jetzt erst bemerkte), auf dem geschrieben stand: [center]KEIN TANZ, SONST HÖLLE, UND WIR ZAHLEN BUSSGELD[/center] Alle Achtung, dachte ich mir. Nun verstand ich auch denn Sinn dessen, was mir ein Mädchen am Rand der Tanzfläche zugeraunt hatte. [i]Dafür kommst Du in die Hölle![/i] Bald wich meine Verblüffung heiligem Zorn. Mit welchem Recht (sie haben gewiss ein Recht dafür, aber dennoch) verbieten sie mir an Karfreitag zu tanzen? Welcher von den bigotten Drecksäcken (verzeiht) kann in meinen Kopf hineinschauen und sagen, dass ich an Karfreitag (wie an so ziemlich jeden der 364 restlichen Tage des Jahres) [i]nicht[/i] an Jesus denke. Ich habe bis jetzt noch immer daran gedacht, nicht öffentlichkeitswirksam, nur in mir. [size=1]Gerade beim Tanzen, weil ich dann weltabgeschieden ganz in mir selbst bin und dort, zur Ruhe gekommen - endlich nachdenken kann.[/size] Wie ich dann später erfuhr, wurde die [i]"Luke"[/i] an diesem Abend mit besonderer polizeilicher Aufmerksamkeit bedacht (sie erschien 3-4 mal), weil sie für Gründonnerstag eine Dark Wave-Party (!!!) angekündigt hatte. Gotteslästerung par excellence, wie wohl einige über das Seelenheil der städtischen Schafsköppe Wachenden gedacht haben mögen. Ich habe mir dann ein kleines Lied gewünscht, und abseits des Lichts (und dem Aufmerksamkeitsbereich der Tanzflächenkamera) haben wir dennoch getanzt. [size=1][i]Schwarz verbreitet sich in meinem Kopf, Ganz aufgequollen mein Augenlicht zersetzt, Das Herz verbrennt im weißem nichts - Und doch es wird - Mein Körper ist in Stein gehauen - Im tiefen Sog der Ewigkeit, Dass Zeit vergeht ist mir entgangen, Und doch es wird - es wird schon wieder weiter geh`n Gottes Tod...[/i][/size] |
| Haevion | Dazu fällt einem mal wieder nichts ein... Naja. Ich würde trotzdem tanzen. Was will die Justiz dagegen tun? Inhaftieren aufgrund Tanzens, und das dann etwa zur Anzeige bringen? Lächerlich. |
| more | [QUOTE]Dafür kommst Du in die Hölle![/QUOTE] Das ist doch mal ein geiler Anmach-Spruch... *g* zum Thema, ich denke es bringt nichts sich darüber aufzuregen, es ist vielleicht nicht zeiggemäss, aber was soll man dagegen tun? In diesem Land läuft viel mehr schief, als dass man sich wegen einem blöden Tanzverbot an Karfreitag auch noch aufzuregen... |
| Pelloquin | Nein, sie machten es geschickter. Sie drohten den Betreibern der "Luke" ein Bußgeld an, und deren Mitarbeiter / Securitys achteten selbst auf die Einhaltung des Tanzverbots. Es war befremdend zu sehen, wie die Leute, die ich eigentlich als "alternativ" betrachtete, auf einmal mit Argusaugen auf den die Tanzfläche zeigenden Bildschirm schauten, um zu sehen, wer - aus der Reihe tanzte... Das Saufen war übrigens von dem Erlass nicht betroffen, der Ausschank war freigegeben, und auch die Musik durfte gespielt werden. Einzig das Tanzen ist war untersagt. Ist das nicht völlig absurd? ... |
| fraeulein grau | privat darf ja auch jeder tanzen, so viel er will. auch für öffentliches tanzen wird keiner verhaftet- es steht nur geldstrafe darauf, tanzveranstaltungen abzuhalten. die muss dann der veranstalter zahlen, nicht der tanzende. ist wohl ziemlich teuer.. und, genau: jetzt wisst ihr's ja, regt euch mal nicht künstlich auf.. |
| Apex | Naja also ich würde mich schon aufregen...ich meine...das ist totaler Blödsinn! Inwiefern ist ein solches Gesetz eigendlich Verfassungskonform? Sicher es gibt größere Probleme, aber trotzdem, ich meine hier wird einem ein Grundbedürfniss verwehrt. Ich muss ehrlich sagen das ich vollkommen sprachlos bin... |
| Pelloquin | *seufzt* Ja, Herrgott, es gibt schlimmeres in der Welt über das man sich empören sollte, als gerade über ein Tanzverbot an Karfreitag. Aber es geht mir gegen den Strich, dass man aus überkommener Tradition heraus den Leuten das Tanzen verbietet. Ich könnte es ja noch verstehen, wenn wir mit unseren Hintern vor den in den Kirchen darniederknieenden rumwackeln würden, aber zu der Zeit zu der wir tanzen liegen doch alle gottgefälligen Leute eh längst in ihren Bettchen, den Schlaf der Gerechten schlafend. Wenn sie denn wenigstens so christlich wären, wie sie alle scheinen. Doch je fauliger der Kern ist, um so glänzender muß die Fassade scheinen. Auf dass es Gott gefalle. Es ist nicht das Tanzverbot, das mich aufregt. Es ist die übelkeiterregende Bigotterie in diesem ach so christlichen Land, das sich in seiner Selbstgerechtigkeit suhlt und Antichristen der Tat durch und durch wie beispielsweise einem Herrn Bush den Hof macht. Wie sehne ich den Tag herbei, da Jesus zurückkehrt und ihnen alle die Fresse poliert. Frohe Ostern. [size=1](ich weiß, dass er es nie tun würde, dafür schätze ich ihn)[/size] |
| Carpenter | Es stimmt schon das es keinen Sinn macht sich darüber aufzurgegen. Aber ich finds genauso Sinnlos ein Tanzverbot zu erteilen nur weil Karfreitag ist und dadurch den Menschen etwas aufzuzwingen, die damit überhaupt nichts am Hut haben. Ich denk mal die an Gott glauben und das ganze drum herum, werden von sich aus nicht auf eine Tanzveranstalltung gehn auch wenn es nicht so ein Verbot geben würde. Carpenter |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Eldgrim [/i] [B]Es gibt Städte da wird morgens der Muezin gerufen. Und warum? Weil in Deutschland Religionsfreiheit herrscht. Wenn wir also so tolerant sind und das gutheißen so sollte es eigentlich auch nicht schwer sein an dem Wochenende an dem Jesus Christus starb mal aufs Tanzen zu verzichten.[/B][/QUOTE] Was soll das denn für eine Begründung darstellen? Wenn eine Gruppe der Meinung ist, wann auch immer nicht tanzen zu müssen, so soll dem auch nichts im Weg stehen. Es gibt aber keinen vernünftigen Grund, dies allen Menschen aufzudrücken. Das auch noch gesetzlich verankern zu wollen ist ganz einfach lächerlich. Es ist auch nur zu gerecht, wenn man sich darüber aufregen möchte. Man stelle sich nurmal vor, jede religiöse Gruppierung würde ihre eigenen Regeln ins öffentliche Leben einbringen wollen ... |
| rainraven | "Kein Tanz-sonst Hölle" finde ich eine geile Drohung :D Macht mir auch unheimlich Angst. :D Nein, aber im Ernst. Ich lebe in Bayern, da ist das so mit dem Tanzverbot, und jeder Club legt das unterschiedlich aus. Ich weiß noch aus meiner Nicht-schwarzen Zeit, da hieß es in der Disco, daß ab zwölf bei solchen religiös-ernsten Feiertagen nur noch religiöse Musik (Gospels, Reggae, etc. )gespielt werden würde und das Licht anginge, falls die Polizei vorbeikommt und darauf besteht. Es ist nie was passiert und war ganz normaler Discobetrieb. In unserem schwarzen Stammclub ist eigentlich dann immer klassische Musik und es sind Tische auf der Tanzfläche aufgebaut, daß man nicht tanzen, aber was trinken und sich leise unterhalten (oder Brettspiele machen etc. :) ) kann. Dieses Jahr hatte er heute aber ganz geschlossen, weil im Vorfeld wegen etwas anderem der Club schon Ärger mit der Obrigkeit hatte und sich deshalb nicht noch mehr einhandlen wollte. Während andere, ganz normale, Discos, wohl uneingeschränkt offen hatten. Aber ich war nicht dort, deswegen weiß ich nicht, ob da auch nur eingeschränktes Programm geboten war. Ich persönlich finde es nicht schlimm, mal zwei Tage im Jahr auf meine Disco zu verzichten, wenn ich genausogut privat Freunde treffen oder dann eben am Samstag weggehen kann, an dem ja kein Tanzverbot mehr ist. Wenn ich dafür den Vorzug der anderen arbeitsfreien religiösen Feiertage im Jahr genießen kann, ist mir es das allemal wert. :) Ich weiß zwar nicht, ob ich auch so reagieren würde, wenn die Discos geschlossen oder ich anderen Einschränkungen unterworfen wäre, die aufgrund einer Religion ausgeführt werden, der ich nicht im geringsten angehöre oder zustimme, aber das ist eine andere Frage, die ich nicht hier ausführen möchte, da es ja nicht so ist. (Ich möchte hier nur anführen, daß ich zwar katholisch bin, aber auch nicht sonderlich praktizierend gläubig, so daß mir dieser Tag etwas Besonderes bedeuten würde...) Und selbst, wenn es nichts mit Religion zu tun hat und es so einen Gedenk-/Feiertag zu Ehren des Bundeskanzlers oder des Waldsterbens oder was auch immer gäbe, könnte ich persönlich trotzem nichts dagegen tun, wenn ich dann vor meiner Lieblingsdisco vor verschlossener Türe stünde, weil diese eben kein Bußgeld oder einen Lizenzentzug riskieren möchte... |
| Knörk | Ich nehme mal an, alle die hier schreiben oder lesen nehmen auch mit Freuden Feiertage wie den ersten Mai, Tag der deutschen Einheit, Ostermontag und noch diverse andere an, im Süden gibts da ja noch ne Palette mehr als im Norden. An solchen Tagen unternimmt man dann was mit der Familie, es ist grosses Fressen bei Oma angesagt, man lümmelt vor der Glotze oder unternimmt was mit seiner Sippe. Niemand beschwert sich "och nööö, Ostermontag, religiöse Kacke, ich möcht lieber arbeiten". Ausnahmen wie Krankenpfleger seien mal gerade ausgenommen, bevor damit gleich auch noch wieder jemand ankommt. Wenn man schon diese Feiertage dankend mitnimmt, dann kann man sich doch auch verdammt noch eins auch an die "unglaublich belastende Bürde" anpassen, mal nen paar Tage nicht zu tanzen. Wenn schon nicht aus Überzeugung dann zumindest aus Rücksicht auf die Menschen, die Wert drauf legen. Jede Form sich darüber künstlich aufzuplustern finde ich völlig lächerlich. Vermutlich springen einige jetzt erst recht auf die Tanzfläche, einfach um es "denen zu zeigen", wobei "die" erst noch näher bestimmt werden müssten. Wenn man in einem Land lebt und dessen Vorzüge auskostet, dann muss man auch die Einschränkungen in Kauf nehmen, auch wenn man nicht hinter ihnen steht. |
| fraeulein grau | @knörk genau so isses! alle wollen weihnachtsgeschenke, alle wollen ausschlafen, aber mal aus respekt vor anderen auf das eigene vergnügen zu verzichten, ist nicht drin! wo ist denn eure vielzitierte "tolleranz"? |
| GenocideMachine | ich war in der nacht auf karfreitag tanzen (uuuuh!!). der laden, in dem ich war, hat sich aber vorher alle mühe gemacht, jegliche werbung zu vermeiden. war trotzdem ne menge los. |
| Anaximander | [QUOTE][i]Original geschrieben von fraeulein grau [/i] [B]@knörk genau so isses! alle wollen weihnachtsgeschenke, alle wollen ausschlafen, aber mal aus respekt vor anderen auf das eigene vergnügen zu verzichten, ist nicht drin! wo ist denn eure vielzitierte "tolleranz"? [/B][/QUOTE] Was "tolleranz" ist, weiß ich nicht. Aber Toleranz bedeutet Duldung/Hinnahme - jedoch nicht Anpassung. Ich lasse jedem Christen liebend gerne sein Vergnügen, am Karfreitag zu ruhen und zu trauern und am Sonntag zu rufen "Er ist auferstanden, er ist wahrlich auferstanden", aber ich finde es frech, wenn von mir als Unbeteiligtem erwartet wird, dass ich meinen Tagesablauf in irgendeiner Weise daran anpasse. Völlig blödsinnig ist auch das Argument, dass ich mich als Nicht-Christ dankbar für die christlichen Feiertage zeigen sollte. Meine Güte - die Feiertage sind keine geniale Erfindung und kein Geschenk des Christentums an die restliche Gesellschaft. Sie gehen viel mehr zur Lasten der gesamten Volkswirtschaft, sind also eher ein Geschenk der Gesamt-Gesellschaft an sich selbst. Ohne das Christentum könnte sich die Gesellschaft diese freien Tage ebenso gut verordnen wie mit. |
| Tiberon | Deppengeschwätz! Toleranz ist Andere ihren Weg gehen lassen, [b]nicht[/b], sich selbst einzuschränken! Auf den Punkt, ob alle diesen Christenkrempel wollen, brauch ich da ja noch nichtmal eingehen. |
| gekitsu | das dumme ist nur, dass genau die klientel die sich jetzt entruestet die toleranz zu hilfe nimmt um sich gegen diesen unmenschlichen grundrechtseingriff zur wehr zu setzen dieselbe ist, die sonst jede von der political correctness abweichende meinung mit einem fehlen an toleranz niederbuegeln. halbgarer wohlstandswiderstand! |
| Eldgrim | [QUOTE]Man stelle sich nurmal vor, jede religiöse Gruppierung würde ihre eigenen Regeln ins öffentliche Leben einbringen wollen ...[/QUOTE] Lieber Tiberon, wir reden hier aber nicht von jeder religiösen Gruppierung sonder von der religiösen Gruppierung die in unserer Westlichen Welt nun einmal am stärksten vertreten ist. Ihr geht aus Protest gegen Christliche Tradition zu Ostern Tanzen, aber seltsamerweise geht niemand aus Protest an Sonntagen arbeiten. Komisch! Oder wie es gekitsu vor mir treffenderweise formuliert hat: [QUOTE]halbgarer wohlstandswiderstand![/QUOTE] |
| ange gardien | Ob Staat, ob Kirche - es entspricht unserem Zeitgeist, dass man sich ( künstlich ) über Institutionen aufregt, deren Vorzüge aber nur zu gerne nutzt. |
| Anaximander | [quote]wir reden hier aber nicht von jeder religiösen Gruppierung sonder von der religiösen Gruppierung die in unserer Westlichen Welt nun einmal am stärksten vertreten ist. [/quote] Das sollte trotzdem keine gesetzliche Vorzugsbehandlung oder irgendeine Form von Zwang gegenüber Nicht-Mitgliedern rechtfertigen. Zumindest in einem säkularen, pluralistischen Staat, für den die BRD sich eigentlich ausgibt. Ja, diese Karfreitags-Regelung ist nur eine Kleinigkeit und niemand wird ernsthaft leiden, wenn er an diesem Tag nicht tanzen gehen kann. Aber es ist schlichtweg eine gesetzliche Peinlichkeit, an der man besonders gut sieht, wie weit wir noch von einer vollständigen Trennung von Staat und Kirche entfernt sind. Und schließlich gibt genug schwerwiegendere Beispiele... [quote]Ihr geht aus Protest gegen Christliche Tradition zu Ostern Tanzen, aber seltsamerweise geht niemand aus Protest an Sonntagen arbeiten.[/quote] Arbeitsfreie Tage könnte sich die Gesellschaft auch verordnen, wenn das Christentum von heute auf morgen aussterben würde. Sonn- und Feiertage als ein "Geschenk des Christentums" auszugeben, für das die Atheisten dem Christentum Dank schulden, ist deshalb abwegig. |
| gekitsu | oh, aber wenn mich nicht alles taeuscht hiess es schon einige jahre vor den ersten gewerkschaften, dass am siebten tag die arbeit zu ruhen hat... ups. |
| Cyberpagan | Ich bin persönlich für eine Abschaffung ALLER Regelungen und Feiertage, die auf religösen Dingen beruhen! Warum? Weil wir in diesem unseren Lande lt. Grundgesetz KEINE STAATSRELIGION haben! Ich selbst komme nur selten dazu, an "meinen" Feiertagen frei zu haben oder entsprechende Feste feiern zu können - zählt das schon als Diskriminierung? Beispiele für 2005: Brighid - 01.02.: ein Dienstag... Ostara - 20.03.: zufällig mal ein Sonntag, aber am Montag heißt es früh raus Beltane - 30.04.: dank Tag der Arbeit (ein nichtreligiöser Feiertag!) immer ganz praktisch... Sommersonnenwende: 21.06.: wieder ein Dienstag Lughnasadh: 01.08.: ein Montag usw. usf. Und wenn ich dann noch mit ein paar Leuten in den Wald gehe und da anfange, was zu machen, darf ich mich noch mit dummen Kommentaren von irgenfwelchen Hirnis beschäftigen - oder mit selbsternannten Missionaren, die meinen, sie müßten meinen "Götzendienst" (oder schlimmeres) verhindern... Darum sag ich allen, die die "christliche Kultur" hochhalten: [color=red][i]*** editiert*** Caranaldion, Moderation des Kaisers Bart[/i][/color] |
| ange gardien | [QUOTE] Darum sag ich allen, die die "christliche Kultur" hochhalten:[color=red][i]*** editiert*** Caranaldion, Moderation des Kaisers Bart[/i][/color] [/B][/QUOTE] Damit machst Du deinen Glauben nicht besser als den der Christen. Ein Hoch auf die religiöse Toleranz... |
| Cyberpagan | Moment! Ich verbiete keinem Christen, seine Religion auszuüben, solange er mich in Ruhe läßt - was man von den Christen kaum behaupten kann! |
| Tiberon | Wie gut das jeder die Toleranz nur dann rauspackt, wenn er sie braucht. Zudem sie in diesem Thread noch nicht einmal in einem angemessenen und richtigen Kontext benutzt wurde. Ich hätte auch ganz und garnichts dagegen. würde es diese ganzen Feiertage nicht geben. Und hätten wir den Sonntag nicht (Ooooh Danke Jesus), dann würde man eben Freitag und Samstag frei haben. So what ... ? |
| Eldgrim | [QUOTE]Darum sag ich allen, die die "christliche Kultur" hochhalten:[color=red][i]*** editiert*** Caranaldion, Moderation des Kaisers Bart[/i][/color] [/QUOTE] Dankeschön. |
| Anaximander | [QUOTE][i]Original geschrieben von gekitsu [/i] [B]oh, aber wenn mich nicht alles taeuscht hiess es schon einige jahre vor den ersten gewerkschaften, dass am siebten tag die arbeit zu ruhen hat... ups. [/B][/QUOTE] Ah ja, und du glaubst, ohne das Christentum wären die Menschen nie auf die geniale Idee gekommen, ab und zu 'ne Pause einzulegen? Du meine Güte. Es gibt ja einige, zumindest ausgeklügelte Argumente für den angeblichen Nutzen der Kirchen. Aber das gehört eindeutig nicht dazu. |
| GenocideMachine | [QUOTE][i]Original geschrieben von gekitsu [/i] [B]oh, aber wenn mich nicht alles taeuscht hiess es schon einige jahre vor den ersten gewerkschaften, dass am siebten tag die arbeit zu ruhen hat... ups. [/B][/QUOTE] und das hieß es bereits schon fast 2000 jahre bevor ein tischler aus nazareth gekreuzigt wurde. |
| Apex | Also mir geht es jetzt hierbei eigendlich nicht um Religion oder um irgendwelche Glaubensfragen, mir geht es einfach darum, auf welcher Basis ein solches Gesetz bestand haben kann? Ich meine, klar, es ist idiotisch sich wegen ein paar tagen aufzuregen...trotz allem würde mich ganz einfach Interessieren wie ein solches Gesetz, welches ja eigendlich in höchstem Maße anfechtbar ist, existieren kann. |
| rainraven | Es geht doch gar nicht um die Ausübung irgendwelcher Religionen. Sondern nur um die Frage, daß man einerseits freie Feiertage haben möchte und andererseits sich dann drüber beschwert, daß man an diesen manche Dinge als "Einschränkung" in Kauf nehmen soll. Wenn es danach ginge, müßte man jeden Sonntag abschaffen, denn was nützt mir ein Tag, an dem ich frei habe, aber alle Läden, Geschäfte etc. geschlossen haben und ich die freie Zeit nicht zum Shoppen oder mich anderweitig -Amüsieren oder nützliche Dinge Erledigen (z.B. auf Behörden) nützen kann? Und wenn uns nicht die Kirche, sondern der Staat vorschreiben würde, daß man an bestimmten Feiertagen nicht zu tanzen oder sich zu amüsieren hat und die Disco geschlossen bleibt (es könnte ja. z.B. auch Kriegsgedenktage oder den Todestag eines großen Staatsmannes geben, der dann als Feiertag so zu behandeln wäre, wenn es keine religiösen Feiertage gäbe), dann müßten wir das genauso hinnehmen wie den Karfreitag und könnten auch nichts dagegen tun. Würdet Ihr dann auch so schimpfen, wenn das mit Religion gar nichts zu tun hat oder es eher akzeptieren? Wohl kaum. Aber Ihr könnte es auch nicht ändern. Und ich sag ganz ehrlich, diesen Quatsch, daß ein paar Tage mehr Arbeit die Wirtschaft irgendwo aus den Miesen rausreißen könnten, daran glaube ich nicht bei der Sch***, in die der sprichwörtliche Karren bereits gefahren ist . Obwohl ich derzeit sowieso nichts zu melden habe wegen Arbeitslosigkeit, würde ich mich mnormalerweise schönstens bedanken, wenn man mir auch noch die Feiertage streicht. Nee, nee. Es ist mir so egal, was da gefeiert wird und für welche Religion oder was auch immer, Hauptsache, ich hab frei und dann ist es auch egal, ob man da ausgehen kann oder nicht. Und es ist ja de facto nicht so, daß JEDER Feiertag bedeutet, man muß leise sein und darf nicht weggehen. Und ich seh echt kein Problem darin, das mal EINEN verdammten Freitag im Jahr nicht zu können. Wenn der Stamclub eine Privatparty feiert oder renoviert, kann ich da auch nicht hin. Und es gibt ja auch Samstage und Sonntage, wo man weggehen kann (zumindest wäre heute hier was los, aber ich bin zu fertig). Also hab ich echt keinen Grund, mich wegen so einer Lappalie aufzuregen. Es erwartet ja keiner von einem, daß man an diesen religiösen Feiertagen die Riten der jeweiligen Religion dann auch ausübt, egal, ob man dieser Konfession angehört oder nicht. Wenn schon jemand sagt: "Ich bin für Religionsfreiheit, schafft die christlichen Feiertage ab", dann denke ich, andersrum würde ein Schuh daraus, wenn schon, dann bin ich dafür, daß man dann an allen Feiertagen der im Land noch vertretenen Religionsgruppen auch noch frei hat, egal, welcher Religion man angehört. :D |
| Pelloquin | [QUOTE][i]Original geschrieben von Knörk [/i] [B]Ich nehme mal an, alle die hier schreiben oder lesen nehmen auch mit Freuden Feiertage wie den ersten Mai, Tag der deutschen Einheit, Ostermontag und noch diverse andere an, im Süden gibts da ja noch ne Palette mehr als im Norden. An solchen Tagen unternimmt man dann was mit der Familie, es ist grosses Fressen bei Oma angesagt, man lümmelt vor der Glotze oder unternimmt was mit seiner Sippe. Niemand beschwert sich "och nööö, Ostermontag, religiöse Kacke, ich möcht lieber arbeiten". Ausnahmen wie Krankenpfleger seien mal gerade ausgenommen, bevor damit gleich auch noch wieder jemand ankommt. Wenn man schon diese Feiertage dankend mitnimmt, dann kann man sich doch auch verdammt noch eins auch an die "unglaublich belastende Bürde" anpassen, mal nen paar Tage nicht zu tanzen. Wenn schon nicht aus Überzeugung dann zumindest aus Rücksicht auf die Menschen, die Wert drauf legen. Jede Form sich darüber künstlich aufzuplustern finde ich völlig lächerlich. Vermutlich springen einige jetzt erst recht auf die Tanzfläche, einfach um es "denen zu zeigen", wobei "die" erst noch näher bestimmt werden müssten. Wenn man in einem Land lebt und dessen Vorzüge auskostet, dann muss man auch die Einschränkungen in Kauf nehmen, auch wenn man nicht hinter ihnen steht. [/B][/QUOTE] N E I N Die Art Deines Beitrages lässt mich darauf schließen, dass Du Dir kaum die Mühe gemacht hast, meine oder die Beiträge der anderen Vorposter durchzulesen, sonst hättest Du verstanden, worauf sich meine Empörung gründet. Desweiteren @ Rainraven: Das Tanzverbot in Trier galt von Gründonnerstag 22 Uhr bis Ostersonntag 18 Uhr. Darüberhinaus ist es für mich aus dienstlichen Gründen kaum von Belang, ob Feiertag ist oder nicht, denn als Arbeitender in der individuellen Schwerstbehindertenbetreuung habe ich zu allen Zeiten Dienst zu tun, denn die von uns betreuten Menschen brauchen rund um die Uhr Pflege. Und zu guterletzt... will ich mich jetzt nicht weiter zur Thematik auslassen, denn in meinen vorigen Beiträgen habe ich alles gesagt, was zu sagen war. |
| Tiberon | @rainraven: auf die von dir angesprochenen Punkte wurde schon jeweils mindestens einmal eingegangen. Siehe dazu obige Beiträge von Cyberpagan, Anaximander und mir. @Caranaldion: lass doch bitte, spätestens wenn wir nicht einer Meinung sind, deine moderativen Finger von meinen Postings, danke. |
| AktiVistUs | Wir sprechen hier von einem Tanzverbot, das traditionsreiche, religiös beeinflusste Feiertage begleitet. Je nachdem, ob man den Hintergrund dieser Feiertage nun gut findet oder nicht, kann man sagen, dass ein Tanzverbot dem Feiertag Würde verleiht, oder dass es schwachsinnig ist, wegen eines Feiertages, zu dem man keine Verbindung hat, aufs Tanzen verzichten zu müssen. Ich persönlich kann damit leben, dass mein Stammclub ab und an keine Musik bietet - wir können daraus ja auch was positives machen und in kleinerem Rahmen mit Freunden im Wohnzimmer feiern. Das ist genau so spassig, nur halt etwas ruhiger. So war zum Beispiel der erste Weihnachtsfeiertag 2004 der schönste, den ich seit langem erlebt habe: wir sind einfach bis tief in die Nacht bei Freunden gesessen, haben Gesellschaftsspiele gespielt und gemütlich Wein getrunken. Mit der Weihnachtstradition hatte das wenig zu tun, aber es war ein sehr geselliger Abend, den wir ohne den Rahmen "Weihnachten" nie gehabt hätten. Machen wir also was draus, nutzen wir die tanzfreie Zeit zum geselligen Treffen mit Freunden ;) |
| Anaximander | [QUOTE][i]Original geschrieben von AktiVistUs [/i] [B] Machen wir also was draus, nutzen wir die tanzfreie Zeit zum geselligen Treffen mit Freunden ;) [/B][/QUOTE] Tanzfreie, gesellige Treffen finde ich toll. Aber warum muss ich mir den Zeitpunkt von einem Glaubens-Verein vorschreiben lassen, in dem ich nicht mal Mitglied bin? Ich würde mich auch über ein Gesetz ärgern, dass es verbietet, während einer Fußball-WM andere Sportarten als Fußball zu spielen. ;) Selbst wenn mir, als jemand der höchstens einmal pro Woche Badminton spielen geht, dadurch kein allzu großer Schaden enststehen würde. Ich würde es auch da nicht einsehen, dass der Staat aus völlig absurden Gründen die Freiheit seiner Bürger einschränkt. Aber warum drehen wir die Frage nicht mal um? Prinzipiell liegt die Beweislast doch bei den Befürwortern eines Gesetzes. Die müssen rechtfertigen, weshalb eine Angelegenheit so wichtig ist, dass sie staatlichen Zwang per Gesetz rechtfertigt. Also: Welcher Schaden entsteht einem Christen eigentlich dadurch, dass gutgelaunte Nicht-Christen am Karfreitag tanzen gehen? |
| AktiVistUs | Ich halte das Christentum für eine verkorkste Religion, die in ihrer 2000-jährigen Geschichte sehr viele Katastrophen verursacht hat und deren ultrakonservative Rädelsführer die Menschheit geistig vergiften. Dennoch akzeptiere ich die Tatsache, dass Feiertage mit einem christlichen Hintergrund entsprechend gefeiert werden, denn nur, weil ich das Christentum albern finde, geht das nicht jedem so. Und ich denke, man sollte auch vor Feiertagen Respekt haben, die man selbst nicht begeht - vielen Menschen bedeutet dieser Feiertag etwas, und meine Welt geht nicht unter, weil ich ein paar Tage im Jahr nur in den eigenen vier Wänden meiner WG tanzen kann. |
| Dark_Racer | Religion hin, Religion her, ich stelle mal die provokante Frage Leute: Gehts noch?? Wundert mich doch sehr, daß in der heutigen Zeit grundsätzlich erst mal alles Althergebrachte in Frage gestellt werden muß. Scheint ein allgemeines Problem der heutigen Gesellschaft zu sein. Allein unter dem Gesichtspunkt der gegenseitigen Rücksichtnahme stellt sich die Frage schon mal gar nicht. Wenn irgendwo ne dunkle Party gefeiert werden soll, dann erwartet man schließlich auch, daß das hingenommen wird. Dem entsprechend sollte man selbst verfahren, wenn an wenigen Tagen im Jahr dann mal Ruhe herrschen soll. Wo ist also das Problem? |
| Apex | Naja es herrscht doch Ruhe...ich meine sonst würde ein Tanzlokal kaum eine Genehmigung bekommen wenn es ruhestörend wäre oder? Mich persönlich interessiert nur mit welcher Berechtigung ein solches Gesetz existiert. |
| GenocideMachine | [QUOTE][i]Original geschrieben von Dark_Racer [/i] [B] Wundert mich doch sehr, daß in der heutigen Zeit grundsätzlich erst mal alles Althergebrachte in Frage gestellt werden muß. Scheint ein allgemeines Problem der heutigen Gesellschaft zu sein. [/B][/QUOTE] wenn man schon immer so argumentiert hätte, hätten wir wohl kaum eine hochentwickelte gesellschaft sondern würden immernoch vor irgendwelchen zauberpriestern oder pharaonen im sand umherkriechen. |
| Pelloquin | Um den Verhalt der Dinge noch einmal etwas genauer darzustellen: 1. Es wurde Alkohol ausgeschenkt, und zweitens: MUSIK WURDE AUCH GESPIELT, UND ZWAR KAUM LEISER ALS SONST AUCH. Man durfte sich nur nicht bewegen! Zumindest nicht in einer Weise, die erkennen liess, dass man die eigenen Gliedmaßen im Takte der Musik bewegte. Versteht ihr? Saufen und laute Musik ja, Tanzen nein. Ansonsten... ... wäre ich nicht so sicher, GenocideMachine, ob wir nicht doch immer noch im Sand umherkriechen. Die Zauberpriester haben sich nur andere Kleider übergestülpt. Und wer nicht mitkriecht, kriegt einen Gummiknüppel über die Rübe gezogen. Aber egal. Ich habe mich übrigens schon ein paar Tage vor den österlichen Festlichkeiten mit der Thematik ausgesetzt, als ich nämlich eine Vortragsreihe des bereits verschiedenen Klaus Kinski mit dem Titel [i]Jesus Christus, Erlöser[/i] anhörte, in dem er eine etwas andere Christus-Figur als die des offziellen Kirchen-Jesus skizzierte. Denkwürdig. Seinem Vortrag angelehnt war auch mein Wunsch, dass Jesus bald wiederkehren möge und allen Scheinheiligen und Anhängern des offiziellen Kirchenjesus bitte einmal ... die Leviten lesen möge. Deine Überlegung, Animaxander, welcher Schaden eigentlich einem Christen dadurch entsteht, dass gutgelaunte Nicht-Christen am Karfreitag tanzen gehen, finde ich nachdenkenswert. Dazu muß ich aber sagen, dass ich ja doch Christ bin, und dass meine Laune am Karfreitag weniger durch gutgelaunte Nichtchristen getrübt wird, als vielmehr durch das Unvermögen vieler Christen des Wortes (nicht der Tat!) selbst an diesen denkwürdigen Tagen ihr Brandschatzen und Morden einzustellen. Ja, das ist es. Dass an diesen Tagen (von den Ostermärchen abgesehen) kein nennenswerter Aufschrei der Entrüstung und Empörung zu vernehmen ist angesichts all der Gräueltaten, die Tag für Tag von "Christen" begangen werden, sei es im Irak, in Tschetschenien oder vielen anderen Orten der Welt. Um über all diese Unmenschlichkeit nicht wahnsinnig zu werden, muß ich, der dem Geschehen weitgehend nur ohnmächtig zusehen kann, tanzen. Auch und gerade an Karfreitag, denn solange diesem Treiben nicht Einhalt geboten wird, wird das Andenken Jesu jedes Jahr, jeden Tag aufs neue geschändet. Das ist mein Problem. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Arekusa [/i] allerdings war ich noch am Samstag auf 'ner Veranstaltung naehe Bamberg[/QUOTE]Dort, wo ich auch war? :rolleyes: [QUOTE][i]Original geschrieben von Anaximander [/i] Aber warum drehen wir die Frage nicht mal um? Prinzipiell liegt die Beweislast doch bei den Befürwortern eines Gesetzes. Die müssen rechtfertigen, weshalb eine Angelegenheit so wichtig ist, dass sie staatlichen Zwang per Gesetz rechtfertigt. Also: Welcher Schaden entsteht einem Christen eigentlich dadurch, dass gutgelaunte Nicht-Christen am Karfreitag tanzen gehen?[/QUOTE]Das frage ich mich auch. Ich glaube, mit diesem blöden Gesetz erreichen sie nur das Gegenteil: Wenn sich das erst herumgesprochen hat, werden es viele Leute bis an seine Grenzen strapazieren ... |
| Stonehenge | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B]Davon lese ich jetzt zum ersten Mal. Kann es sein, dass das von Bundesland zu Bundesland verschieden ist, je nach vorherrschender Kirche? [/B][/QUOTE] In Thüringen, Sachsen & Co hätte dann wohl der nichtkirchliche Bevölkerungsteil die Majorität? Von Tanzverbot lese ich jetzt auch wahrscheinlich das 1.mal, ich war zwar dieses Jahr nicht an Ostern zu Tanz aber an jedem zweiten Laternenmast hängt hier so ein Pappschild daß am 26.3. Table-Dance wäre. Kann mich aber auch dunkel erinnern, vor Jahren in einer Dorfkneipe zum Ostertanz gewesen zu sein. Gruß Stone |
| CorpusDelicti | jaja, das tanzverbot...... fraglich ist, wie eigentlich "tanzen" von der verwaltung definiert wird *FG* gemütliches hin-und-her-schwingen zum rythmus feiner musik oder doch eher zügelloses rumgezappel bis zum exzeß? wo fängt der tanz an und wo hört er auf? tjaaaa, nette fragen, die ich den ordnungshütern vor ca. 12 jahren gestellt habe als ich wegen ordnungswidrigen tanzes (mitschwingen im rythmus der musik) der örtlichkeit mit nachdruck verwiesen werden sollte (mein damaliger freund konnte es zum glück verhindern. tapferer kerl! :-)) aber nicht nur tanz war bei peinlicher strafe verboten - auch die musik war auf raumlautstärke zu reduzieren! seitdem gehe ich karfreitag auf keinen fall mehr in dissen, sondern führe einen guten apfelwein oder spätburgunder in entspannter runde mir zu gemüte *g* also für nächstes jahr: durchhalten!!! rotweinkeller aufstocken!!!... ist nur ein tag, äh, eine nacht! *G* |
| Darket | [QUOTE]Kann es sein, dass das von Bundesland zu Bundesland verschieden ist, je nach vorherrschender Kirche?[/QUOTE] Müsste eigentlich, ich war Karfreitag tanzen... |
| Move over Kate | Ihr habt Probleme. "Auctoritas, non veritas, facit legem" - "Die Autorität, nicht die Wahrheit macht das Gesetz". Soll ich jetzt hier für alle Gesetze, die ich persönlich für überflüssig halte, einen Thread eröffnen? Das Tanzverbot ist für manchen ärgerlich, aber hinzu nehmen, weil es landesgesetzlich geregelt ist. |
| Pelloquin | Ich beharre auf meinem NEIN! Es ist nicht hinzunehmen. :p ;) |
| Anaximander | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] [B]Ihr habt Probleme. "Auctoritas, non veritas, facit legem" - "Die Autorität, nicht die Wahrheit macht das Gesetz". [/B][/QUOTE] Dann ist für dich also positives Recht = gerechtes Gesetz? 'Gesetze müssen nicht begründet sein, sondern sind schon dadurch gerechtfertigt, dass sie in einem Gesetzbuch stehen. Und der Bürger hat das kritiklos hinzunehmen. ' Also , wenn du diesen Standpunkt wirklich vetrittst, dann kann es für dich überhaupt kein ungerechtes Gesetz geben. Das wäre aufgrund dieser Logik unmöglich. Ich glaube aber nicht, dass du diesen Standpunkt durchhalten würdest, wenn man ihn mal auf ernstere Fälle als diese Karfreitags-Sache anwenden würde. Ich denke eher, du hast diesen schicken lateinischen Spruch nur hervorgekramt, um hier schnelles Contra geben zu können, aber du glaubst nicht wirklich, dass staatliche Durchsetzung das einzige Kriterium eines gerechtfertigten Gesetzes ist. Oder etwa doch? [quote]Das Tanzverbot ist für manchen ärgerlich, aber hinzu nehmen, weil es landesgesetzlich geregelt ist.[/quote] Eben das halte ich für Blödsinn. Gesetze sind nicht "aus sich selbst heraus" gerechtfertigt, sondern jede Einschränkung der Freiheit durch den Staat muss [b]begründet[/b] sein. Und ein unsinniges Gesetz, für das keine zureichende Begründung existiert, gehört wegrationalisiert. |
| more | Ach ich wäre es einfach müde wegen so einer Lapalie jedes Jahr wieder zu schimpfen... Dieses Gesetz gibt es doch schon Jahre. Jedes Jahr regt sich jemand darüber auf. Ich bin der Meinung von Move over Kate, es gibt wahrlich wichtigeres, dass geändert werden sollte, als ausgerechnet das Karfreitags Tanzverbot... Ansonsten fällt mir zu der Diskussion nur eines ein: Spaßgesellschaft Abgesehen davon, früher durften an diesem Tag Diskotheken nicht mal öffnen! Ich erinnere mich, ich war 16 als das erste Mal am Karfreitag die Disse offen hatte. Und ich kam aus dem Erzkatholischen Bayern. Und als die Disse komplet zu war hat sich niemand aufgeregt. |
| Move over Kate | [QUOTE]Dann ist für dich also positives Recht = gerechtes Gesetz?[/QUOTE] Nein. Das kann man aus dem Hobbes-Zitat nicht entnehmen. Es ist letztlich egal, ob das Gesetz positivrechtlich oder naturrechtlich begründet wird. Es ist der Staat, der die Gesetze durchsetzt - und ihnen damit breite Anerkennung verschafft. [QUOTE]Ich glaube aber nicht, dass du diesen Standpunkt durchhalten würdest, wenn man ihn mal auf ernstere Fälle als diese Karfreitags-Sache anwenden würde. Ich denke eher, du hast diesen schicken lateinischen Spruch nur hervorgekramt, um hier schnelles Contra geben zu können, aber du glaubst nicht wirklich, dass staatliche Durchsetzung das einzige Kriterium eines gerechtfertigten Gesetzes ist. [/QUOTE] Auch hier liegt ein Irrtum vor: Es geht nicht um die Rechtfertigung des Gesetzes - das ist Teil der "Wahrheit". Letztlich befolgen Menschen Gesetze, weil sie die Sanktion im Falle der Nichtbefolgung fürchten - und nicht weil sie das Recht an sich als vernünftig betrachten. Das meint Hobbes damit, wenn er sagt, das die Autorität die Gesetze schafft. Ob das sinnvoll ist oder nicht, entscheidet der Gesetzgeber. Und da die Gesetzgeber in der BR Deutschland demokratisch legitimiert sind, habe ich erst Recht keinen Grund, die Gesetze anzuzweifeln - nur weil sie mir persönlich nicht passen. Vielleicht male ich dann demnächst meinen Personalausweis rot an, weil mir das gesetzlich normierte lindgrün nicht gefällt... Und was mir gar nicht passt: Hier regen sich ein paar Spaßgesellschafter auf, weil sie an einem Tag (von 365) nicht das Tanzbein schwingen dürfen. Das derzeit heiße Diskussionen über die Einschränkung des Bankgeheimnisses laufen - das juckt keinen. Mich übrigens zunächst auch nicht sonderlich, da ich mich hier im Zweifelsfall auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgericht verlasse. Und wenn die das Gesetz sanktionieren, bitte. Irgendwie stimmen aber hier die Relationen nicht - auch wenn ich sonst als überzeugter Etatist nichst zu meckern habe. |
| Pelloquin | Hm... Weil ich einer der sich angesichts des Tanzverbots am meisten Entrüstendsten bin, fühle ich mich von more und Move over Kate angesprochen, wenn sie von "Spassgesellschaftern" schreiben. Ich finde es bedauerlich, wenn ihr euch solch kurzsichtiger Polemik bedient, übergeht ihr doch damit völlig die Argumente, die andere und ich hier mehrmals angebracht haben. Im übrigen, Move over Kate, geschehen auf Gottes weitem Rund Dinge, die weit bedenklicher sind, als die Einschränkung des Bankgeheimnisses. |
| Move over Kate | [QUOTE][i]Original geschrieben von Pelloquin [/i] [B]Im übrigen, Move over Kate, geschehen auf Gottes weitem Rund Dinge, die weit bedenklicher sind, als die Einschränkung des Bankgeheimnisses. [/B][/QUOTE] D'accord. Sicherlich ist die Einschränkung des dt. Bankgeheimnisses im Hinblick auf z. B. den Wahlverlauf in Simbabwe marginal. Aber das Tanzverbot ist dann wiederum marginal im Hinblick auf die Einschränkung des Bankgeheimnisses. Das "Tanzverbot" dürfte wohl jeder verfassungsrechtlichen Prüfung standhalten... Und damit ist es eine absolute Lappalie und ziemlich überflüssig, sich darüber Gedanken zu machen. Es mag sogar sein, daß das Gesetz (oder evtl. die aus ihm abgeleitete RVO) nicht mehr zeitgemäß ist: Wem es nicht paßt, der möge sich ins Parlament wählen lassen und dagegen wirken. Oder organisiert doch ne Demo - das ist gutes Bürgerrecht. Ich bin gespannt, ob mehr Leute kommen als zuletzt zu den Anti-Hartz-Demos. Übrigens wäre es - der obigen Argumentation folgend - konsequent, Weihnachten, Ostern, Pfingsten und alle weiteren kirchlich bedingten, aber doch gesetzlichen Feiertage abzuschaffen - wenn nicht mehr die Mehrheit der Deutschen christlich geprägt sein sollte. Dann würde aber dieses Board von allen denen geflutet die - obwohl nicht mehrheitlich christlich geprägt - dennoch nicht mehr zum WGT fahren könnten... ;) |
| Pelloquin | Nett, dass Du auch auf die ersten beiden Absätze meines Beitrags eingegangen bist. Insbesondere den Teil, in dem ich auf meine schon früher in diesem Thread eingebrachten Argumente zum Thema Tanzverbot verwies. |
| Darket | [QUOTE]Ich bin der Meinung von Move over Kate, es gibt wahrlich wichtigeres, dass geändert werden sollte, als ausgerechnet das Karfreitags Tanzverbot... [/QUOTE] Sehe ich ein wenig anders. sicherlich hast Du recht, es gibt weitaus gewichtigere Probleme, deren Lösung sicherlich mehr im Vordergrund stehen sollte. Dennoch: Wir erleben hier einen Einschnitt in die persönliche Freiheit und zwar weit eher in die persönliche Freiheit eines Discothekenbetreibers als in die seiner potentiellen Gäste. Auch wenn es manch einen stören mag: Das Angebot regelt die Nachfrage, so die Nachfrage vorhanden ist (was sie an einem Feiertag in einer Disco unter Garantie ist), sollte es ein Angebot geben, so sich jemand bereit erklärt dieses zur Verfügung zu stellen. Der Staat darf in dieser Gesellschaft nun glücklicher Weise regulierend in die Wirtschaft eingreifen, sofern dies in angemessenen Maßstäben bleibt. Angemessen würde ich das hier nie im Leben nennen, da der Grund für diese Regelung nicht im Interesse der betroffenen Personen steht. Wer ist hier Betroffen? Der Betreiber des jeweiligen Etablissements, sein Personal und die Gäste. Dem Betreiber wird die Möglichkeit genommen an so einem Tag ein gutes Geschäft zu machen, dem Personal, das in den allermeisten Discos auf Stundenbasis bezahlt wird, wird ihr Einkommen für diese Nacht vorenthalten und den Gästen, denen der Feiertag schlicht wurscht ist, weil sie dieses Fest nicht allzu ernst nehmen oder einem ganz anderen bzw. garkeinem Glauben angehören, die Möglichkeit feiern zu gehen. D.h. niemand hat einen effektiven Nutzen, denn wer soll sich daran stören, dass in einem Land mit Religionsfreiheit nicht alle Menschen am Karfreitag still trauernd in ihrem Kämmerchen hocken (nebenbei ist es mir ein Rätsel was an diesem Tage so traurig gewesen sein soll, auch aus der christlichen Perspektive, aber das ist ein anderes Thema)? D.h. niemandem entsteht ein materieller oder seelischer Schaden dadurch, ganz im Gegenteil, was mich zu dem Schluss führt, dass ein solches Gesetz, auch bei nochso tief verwurzelter "abendländisch-christlicher Kultur", eine rein willkürliche Aktion des Staates darstellt, der sich vor den Amtskirchen duckt. |
| Move over Kate | [QUOTE]Dem Betreiber wird die Möglichkeit genommen an so einem Tag ein gutes Geschäft zu machen, dem Personal, das in den allermeisten Discos auf Stundenbasis bezahlt wird, wird ihr Einkommen für diese Nacht vorenthalten[/QUOTE] Pfui - welch bourgeoise, wirtschaftsliberale Gesinnung... :D Da zitiere ich doch mal Trent Reznor: "God money, I'll do anything for you..." Abgesehen davon - stimmt doch nicht. Die Diskotheken können ja öffnen, die Betreiber Eintritt erheben und der Plebs darf sich Alkohol verkaufen lassen. Nur [I]tanzen[/I] darf der Plebs nicht... Hallo Darket - bitte NICHT als persönlichen Angriff verstehen. Mir ist nur gerade nach Zynismus. |
| Move over Kate | [QUOTE]Mensch, mach Dir doch einfach mal die Mühe und schau, was z. B. mich tatsächlich an dem Tanzverbot gestört hat. [/QUOTE] [COLOR=red]Beiträge zurück ziehen ist doof![/COLOR] Hab ich schon - du hältst, wenn ich es richtig verstehe, für einen unzulässigen, bigotten Eingriff in deine persönliche Freiheit. Das ist ja dein gutes Recht. Nur behaupte ich nach wie vor, dass der Eingriff (wenigstens zum Erlaßzeitpunkt des Gesetzes - oder der RVO) im Hinblick auf die Befindlichkeiten der Mehrheit des - freiwillig oder unfreiwillig - christlich geprägten Staatsvolkes gerechtfertigt war. Natürlich befinden wir uns hier in einer schwierigen Materie, da letztlich die öffentliche Ordnung tangiert ist - und die ist im Gegensatz zur öffentlichen Sicherheit - fast nur örtlich resp. regional zu beurteilen (öffentliche Ordnung umfasst die Regeln, die nach Meinung der örtlichen Gemeinschaft zum gedeihlichen Miteinander erforderlich sind). Hoffentlich hab ich das im Hinblick auf meine mittlerweile verblaßten Polizei- und Ordnungsrechtskenntnisse noch hinbekommen. Sei's drum: Solange es gültiges Recht ist kann die Exekutive es mit allem Recht durchsetzen. |
| Anaximander | [quote]Auch hier liegt ein Irrtum vor: Es geht nicht um die Rechtfertigung des Gesetzes - das ist Teil der "Wahrheit". Letztlich befolgen Menschen Gesetze, weil sie die Sanktion im Falle der Nichtbefolgung fürchten - und nicht weil sie das Recht an sich als vernünftig betrachten. Das meint Hobbes damit, wenn er sagt, das die Autorität die Gesetze schafft. Ob das sinnvoll ist oder nicht, entscheidet der Gesetzgeber. Und da die Gesetzgeber in der BR Deutschland demokratisch legitimiert sind, habe ich erst Recht keinen Grund, die Gesetze anzuzweifeln - nur weil sie mir persönlich nicht passen. Vielleicht male ich dann demnächst meinen Personalausweis rot an, weil mir das gesetzlich normierte lindgrün nicht gefällt...[/quote] Also offensichtlich bist du doch ein Rechtspositivist - nämlich in dem Sinne, dass bei Gesetzen die staatliche Durchsetzung für dich das einzig entscheidende Kriterium zu sein scheint. Diesen radikalen Standpunkt versuchst du dann lediglich noch etwas abzumildern, indem du ein zweites Kriterium, die demokratische Legitimierung des Gesetzgebers, hinzufügst. Das ändert aber im Wesentlichen nichts an deiner Sichtweise, da demokratische Legitimierung den Erlass von ungerechten Gesetzen grundsätzlich nicht ausschließt. Ein demokratischer Staat, in dem eine Mehrheit per Gesetz eine Minderheit unterdrückt, ist in keiner Weise widersprüchlich. (ich weiß, dass das in der gegenwärtigen BRD nicht möglich wäre- der Grund dafür ist aber nicht die demokratische Grundstruktur). Ich jedenfalls habe zur Geltung von Gesetzen eine völlig andere Einstellung. In meinen Augen macht autoritäre Durchsetzung eine Regel noch keineswegs zu "Recht" im Sinne von Gerechtigkeit. Und ein offensichtlich ungerechtes, unsinniges Gesetz würde ich jederzeit brechen. Ich würde mich dabei natürlich vor der drohenden Strafe in Acht nehmen, aber nur so wie man sich vor einer Erkältung in Acht nimmt; Gewissensbisse hätte ich keine. Um also in deinem Hobbes-Zitat zu bleiben: Wenn ein Gesetz keinen Bezug zur Wahrheit hat (d.h. nicht begründet und gerechtfertigt ist), dann ist mir die Tatsache, dass es von der staatlichen Autorität gepredigt wird, gleichgültig. Denn letztlich sind Gesetze auch nichts anderes als bloße Ideen von fehlbaren Menschen. Das klingt anarchistisch und chaotisch? Aber werfen wir doch mal einen Blick auf ein Gesetz aus der jüngsten Geschichte Deutschlands: Bis in die Sechzigerjahre hinein wurden Homosexuelle in der BRD strafrechtlich verfolgt. Für mich ist das ein typischer Fall eines "demokratisch legitimierten", also deiner Logik nach voll und ganz gerechtfertigten, Gesetzes - das ich aber für Unrecht halte. Wenn ich damals bereits gelebt hätte und wenn ich schwul gewesen wäre, ich hätte diese Gesetz selbstverständlich zum Teufel gejagt und meine Neigung voll und ganz ausgelebt. Dieses Gesetz ist ein besonders gutes Beispiel für das was ich meine. Daher wäre meine Frage an dich: Was hättest du damals einem Homosexuellen empfohlen? Hättest du von ihm ernsthaft erwartet, dass er sich an dieses Gesetz hält, weil es "geltendes Recht" ist? [quote]Auch hier liegt ein Irrtum vor: Es geht nicht um die Rechtfertigung des Gesetzes - das ist Teil der "Wahrheit". Letztlich befolgen Menschen Gesetze, weil sie die Sanktion im Falle der Nichtbefolgung fürchten - und nicht weil sie das Recht an sich als vernünftig betrachten. [/quote] Das ist eine mögliche [b]deskriptive[/b] These über die Wirkungsweise von Gesetzen. Die Frage, ob die Forderung eines Gesetzes gerechtfertigt ist, bewegt sich auf einer ganz anderen Ebene. Und nebenbei: Ich sehe die Dinge nicht so schwarz wie Hobbes. Furcht ist nicht der einzige Antrieb für rechtmäßiges Handeln. Ein großer Teil der Menschen verzichtet auch dann auf Betrug oder Gewalt, wenn er nicht mit Strafe rechnen muss. Und umgekehrt gibt es schon mal eine große Bereitschaft, geltende Gesetze zu brechen, wenn ihr Begründung nicht eingesehen wird (->Prohibition ;)). |
| Anaximander | [quote]Übrigens wäre es - der obigen Argumentation folgend - konsequent, Weihnachten, Ostern, Pfingsten und alle weiteren kirchlich bedingten, aber doch gesetzlichen Feiertage abzuschaffen - wenn nicht mehr die Mehrheit der Deutschen christlich geprägt sein sollte.[/quote] Ich habe erst kürzlich noch mal verschiedene Studien gelesen, laut denen der Anteil der gläubigen Christen in der deutschen Bevölkerung nur noch bei etwa 20 - 30% liegen kann. Nach dem Anteil der gläubigen Christen darf man also gar nicht erst schielen, wenn man für den Erhalt von christlichen Feiertagen einstehen will... Weihnachten und Ostern sollten natürlich auf jeden Fall beibehalten werden, da diese weiterhin von fast allen Deutschen gefeiert werden, wenn auch kaum noch als christliche Feiertage sondern eher als quasi-säkulare Volksfeiertage. Aber wirklich nachdenken könnte man über die Abschaffung von angestaubten Feiertagen wie Christi Himmelfahrt, deren Bedeutung längst aus dem größten Teil der Bevölkerung rausgewachsen ist. Bis auf ein paar christliche Hardliner werden diese Tage von niemandem mehr gefeiert, sondern nur noch als x-beliebiger Urlaubstag wahrgenommen. Und wenn ein "Feiertag" nicht mehr gefeiert wird, nun, dann sollte man sich Gedanken über seine weitere Daseinsberechtigung machen. Die Abschaffung von Feiertage müsste ja nicht zwingend einen Verlust von freien Tagen bedeuten. Man könnte die Tage womöglich in obligatorische Zusatzurlaubstage umwandeln, die sich jeder legen kann, wie er will. Wer religiös ist, kann sich dann an den Todes- oder Auferstehungstagen seiner Ikonen frei nehmen, und die Ungläubigen bei Badewetter ;) |
| *persephone22* | Also wenn ich mich nicht täusche war ich zwischen diesen Feiertagen tanzen! Muß wohl von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein. In berlin ist das jedenfalls nicht so. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] Das "Tanzverbot" dürfte wohl jeder verfassungsrechtlichen Prüfung standhalten... [/QUOTE]Nach dem Grundgesetz sind angeblich alle Menschen vor dem Gesetz gleich. Wieso darf ich am Todestag von Jesus nicht tanzen, während das alle Anderen am Todestag meiner Oma dürfen? [QUOTE]Oder organisiert doch ne Demo - das ist gutes Bürgerrecht. Ich bin gespannt, ob mehr Leute kommen als zuletzt zu den Anti-Hartz-Demos.[/QUOTE]Ach, so ne zünftige Love-Parade, das lockt schon Leute an, und ist zudem noch etwas auffälliger als das Tanzen in einer Disko. [QUOTE]Übrigens wäre es - der obigen Argumentation folgend - konsequent, Weihnachten, Ostern, Pfingsten und alle weiteren kirchlich bedingten, aber doch gesetzlichen Feiertage abzuschaffen - wenn nicht mehr die Mehrheit der Deutschen christlich geprägt sein sollte. .[/QUOTE]Viel schlimmer als letztes Jahr, wo fast alle Feiertage auf das Wochenende gefallen sind, wäre das auch nicht. [QUOTE]Dann würde aber dieses Board von allen denen geflutet die - obwohl nicht mehrheitlich christlich geprägt - dennoch nicht mehr zum WGT fahren könnten... ;) [/QUOTE]Da muss ich eben dafür 2 Urlaubstage mehr einplanen, was solls. @ Darket: Ich stimme dir ausnahmsweise mal 100% zu. :) |
| Move over Kate | [QUOTE]Also offensichtlich bist du doch ein Rechtspositivist - nämlich in dem Sinne, dass bei Gesetzen die staatliche Durchsetzung für dich das einzig entscheidende Kriterium zu sein scheint[/QUOTE] Das würde ich nicht als Rechtspostivismus bezeichnen. Im Sinne Kelsens bedeutet Rechtspositivismus letztlich, dass Recht jenseits des verfassungsmäßigen Zustandekommens keiner Begründung bedarf. Das ist eine Frage der Legislative. Hobbes knüpft aber nicht an das Zustandekommen, sondern an die Durchsetzung an - also an die Exekutive. Das ist schon ein Unterschied. Es ist wohl eher eine legalistische und ganz sicher etatistische Haltung. Es geht nicht um die Frage der Herkunft des Gesetzes - sondern darum, wie das Gesetz zur Geltung gelangt. Dafür spricht übrigens noch, das Hobbes von einem Natur(rechtlichen)zustand des Kampfes "alle gegen alle" ausgeht, der erst durch die Staatenbildung überwunden wird. Er kann insoweit doch gar nicht rechtspositivistisch argumentieren. Abgesehen davon stimme ich dir zu, dass Legalität und Legitimität ebenso auseinander fallen können wie Rechtmäßig- und Gerechtigkeit. Dein Homosexuellenbeispiel ist sehr gut gewählt. Was die Menschen privat machen und für richtig halten, bleibt dahingestellt - die Exekutive ist nach dem Vorrang des Gesetzes an die Rechtsordnung gebunden. D. h., dass der Beamte - ob er die Regelung für sinnvoll hält oder nicht - dem Gesetz zur Geltung verhelfen muss. Einzige Ausnahme wäre, wenn es um den Vollzug evident rechtswidriger Weisungen ginge. Und das meinte ich mit dem Hobbes-Zitat. Gesetze müssen vollzogen werden, um Geltung zu erlangen. Schau dir doch die Praxis an den Grenzen zu den Niederlanden an: Die Polizei protokolliert alle Drogenimporte, weil nach der Rechtslage der Besitz von Dope und das Kiffen verboten ist. Die Gerichte entscheidet dann, ob sanktioniert wird oder nicht - was in sehr vielen Fällen passiert. Sinnvoll oder nicht - letztlich manifestiert sich darin die Gewaltenteilung. [QUOTE]Nach dem Grundgesetz sind angeblich alle Menschen vor dem Gesetz gleich. Wieso darf ich am Todestag von Jesus nicht tanzen, während das alle Anderen am Todestag meiner Oma dürfen?[/QUOTE] Sprich doch mal mit deinem Wahlkreisabgeordneten - wenn der das als Gesetz durchbringt, gehe im am Todestag deiner Omi auch nicht mehr tanzen... ;) |
| Stonehenge | [QUOTE][i]Original geschrieben von Anaximander [/i] [B] Weihnachten und Ostern sollten natürlich auf jeden Fall beibehalten werden, da diese weiterhin von fast allen Deutschen gefeiert werden, wenn auch kaum noch als christliche Feiertage sondern eher als quasi-säkulare Volksfeiertage. [/B][/QUOTE] An eine Abschaffung dieser war sogar in der DDR nicht zu denken. Allerdings wurden einige Weihnachtslieder umgedichtet (z.B. in "freue Dich, Christkind kommt bald" das Christkind durch Weihnacht ersetzt). Das fand ich aber dann wirklich schon albern. [QUOTE][i]Original geschrieben von Anaximander [/i] [B] Aber wirklich nachdenken könnte man über die Abschaffung von angestaubten Feiertagen wie Christi Himmelfahrt, deren Bedeutung längst aus dem größten Teil der Bevölkerung rausgewachsen ist. Bis auf ein paar christliche Hardliner werden diese Tage von niemandem mehr gefeiert, sondern nur noch als x-beliebiger Urlaubstag wahrgenommen. Und wenn ein "Feiertag" nicht mehr gefeiert wird, nun, dann sollte man sich Gedanken über seine weitere Daseinsberechtigung machen. [/B][/QUOTE] Nach meinen Kenntnissen wird Himmelfahrt sehr wohl von sehr vielen auch nichtkirchlichen Leuten gefeiert (wenn auch etwas zweckfremd als Männertag) und gegen eine Abschaffung würdest Du sicher auf härtesten Protest vieler Junggesellen sowohl als auch der Brauereien und Gaststätten stoßen. Wer kennt denn nicht die fröhlichen Wandersleute die vormittags mit dem Bollerwagen losziehen, sich aus dem mitgebrachten Biervorrat oder aus dem Faß im Biergarten laben und nach allerhand Trinkgesängen mit Mühe wieder die heimatliche Haustür erreichen. Auch Nichtalkoholiker gehen an diesem Volksfeiertag in großer Zahl wandern und das ist nun wahrlich keine schlechte Tradition. Gruß Stone |
| Darket | [QUOTE]Abgesehen davon - stimmt doch nicht. Die Diskotheken können ja öffnen, die Betreiber Eintritt erheben und der Plebs darf sich Alkohol verkaufen lassen. Nur tanzen darf der Plebs nicht...[/QUOTE] Nunja, jetzt stellt sich doch die Frage wieso jemand in eine Disco geht, ja ich weiß, es gibt ne Menge Leute, die dahin gehen um sich zu treffen und (mehr oder weniger) gemütlich Musik zu hören, aber ein Großteil kommt nunmal zum Tazen und kommt logischer Weise nicht, wenn er nicht tanzen darf. Somit ist für einen solchen Abend konventionelle Gastronomie doch eher angebracht, schon allein der Preise wegen, die in Discos doch meist ein wenig höher liegen als in der Bar um die Ecke. Vielleicht ist es eine arg kapitalistische Einstellung zu behaupten ein solcher ökonomischer Eingriff sei durch nichts gerechtfertigt, aber dies ist ein Land, das sich als frei bezeichnet, AUCH frei im Wirtschaften. Natürlich muss diese Freiheit in Bahnen gelenkt werden um niemanden zu benachteiligen (theoretisch) oder zu schaden. Doch wird durch ein Tanzverbot niemandem ein Vorteil verschafft oder jemand vor einem Nachteil bewahrt, womit es rein willkürlich erscheint. [QUOTE]@ Darket: Ich stimme dir ausnahmsweise mal 100% zu. [/QUOTE] *lach* Irgendwann musste auch das mal passieren ;) |
| Anaximander | Mir fällt gerade auf: Im gesamten Thread ist mir immer noch keine brauchbare Erklärung dafür untergekommen, inwiefern ein Christenmensch überhaupt leidet, wenn ein Nicht-Christenmensch am Karfreitag tanzen geht :D Ein Gesetz wie "Am Karfreitag sind Pollonesen durch Innenstädte untersagt" könnte ich wenigstens der Begründung nach verstehen. Es könnte ja passieren, dass ein Christ spätabends durch eine Innenstadt kommt, und von der Pollonese in seinen religiösen Gefühlen gestört wird. Aber was innerhalb der vier Wände einer Discothek passiert, kann doch eigentlich niemanden tangieren. Oder stört sich der Durchschnittschrist schon an dem [i]Gedanken[/i], dass am Karfreitag jemand Spaß hat? |
| Pelloquin | Anaximander, vielleicht verhält es sich in dieser Angelegenheit ähnlich, wie bei Stanley Kubrick, der einmal über den Starrsinn des amerikanischen Puritanismus sagte: [center][i]Es sei "die nagende Furcht, dass irgendjemand irgendwo glücklich sein könnte". [/i][/center] :cool: |
| Darket | [QUOTE]Oder stört sich der Durchschnittschrist schon an dem Gedanken, dass am Karfreitag jemand Spaß hat?[/QUOTE] Da stellt sich mir gleich nochmal die oben schon angedeutete Frage: Wieso sollte am Karfreitag getrauert werden? Jesus starb am Kreuz, ok wenig erbaulich an sich, aber der Tod Christi war eine notwendige Bedingung zu seiner Auferstehung, die großartig gefeiert wird, ich verstehe da den Zusammenhang nicht. Nach Christlicher Doktrin ist Jesus für uns gestorben, dürfen "wir" das nicht feiern? Ok, is OT, musste aber mal gesagt werden. |
| TheTurningPoint | Wenn das in diesem - u n s e r e m ? ? ? - Land noch eine Weile [URL=http://www.lyricsgalaxy.de/index.php][b]so weiter geht,[/b][/URL] dann ist bald nicht nur das Tanzen am Karfreitag, sondern das Singen und Tanzen das ganze Jahr über verboten ... :mad: Stanley Kubrick scheint Recht zu haben: [COLOR=red][SIZE=4][b]Es ist die nagende Furcht, dass irgendjemand irgendwo glücklich sein könnte ![/b][/SIZE][/COLOR] :( |
| Pelloquin | In einer der Diskussionen auf winfuture.de meinte jemand, folgendes Bild sei recht passend: [center][img]http://www.heise.de/ct/schlagseite/05/07/gross.jpg[/img][/center] Aber im Ernst: Es ist bedenklich, wie subtil immer mehr in die Rechte der "freien" Bürger eingegriffen wird. Man erinnere sich nur an den Bush-Besuch in Mainz, bei dem eine Studenten-WG sozusagen [i]aus Gründen der nationalen Sicherheit[/i] polizeilich besetzt wurde, so lange, bis der Bush-Tross vorübergezogen war. Womit die Studenten [i]auffällig[/i] wurden, wie einer der Polizisten sagte: Sie hängten zwei Plakat aus dem Fenster, auf dem zu lesen stand: [b]"George who?"[/b] und [b]"Would you like a beer or pretzel?"[/b] Dass diese Polizeiaktion verfassungsrechtlich höchst bedenklich war, stellte sich recht schnell heraus; am Ende wollte niemand den Befehl dafür gegeben haben. In einer ruhigen Minute aber meinte einer der polizeilichen Besatzer: "Wenn Bundesinnenminister Otto Schily anordne, Bush solle keine negative Stimmung mitbekommen, würde das auch umgesetzt." Wer's nicht glaubt: [url="http://www.heise.de/bin/tp/issue/r4/dl-artikel2.cgi?artikelnr=19655&mode=print"]"Dann kommen die Jungs, wo man nur die Augen sieht"[/url] |
| BlackElvenTear | :mad: gestern abend...tanzverbot bis mitternacht...einfach die tanzfläche gesperrt...ich konnte des erst net glauben, hab's für nen schlechten scherz gehalten...ich könnt die krise kriegen...diese disco is bestimmt net besonders katholisch, also weshalb denn ein TANZVERBOT??!!! Disco ohne Tanzen ist wie Plätzchen ohne Zucker - net komplett falsch, aber nicht das, was es sein sollte... edit: :eek: [URL=http://www.gastronomie-report.de/gastro/index.php?StoryID=2375]das mit dem tanzverbot ist tatsächlich [I]ernst[/I] gemeint...[/URL] |
| Move over Kate | Hat nicht kürzlich jemand einen Bereich für aufgewärmte Themen verlangt?!:D |
| Darket | Es ist ja alle Jahre wieder aktuell ;) Meine Meinung habe ich wenn ich recht informiert bin oben schonmal irgendwo kund getan. |
| David v. Weber | Hier mal ein Link für BaWü. Offenbar wurde dort 2004 einer Petition zur Aufhebung der entsprechenden Paragraphen "nicht abgeholfen". [url]http://realteck.in-berlin.de/index.shtml[/url] Lustig finde ich allerdings die Formulierung: "An den übrigen Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen [b]mit Ausnahme des 1. Mai und des 3. Oktober[/b] sind öffentliche Tanzunterhaltungen von 3 Uhr bis 11 Uhr verboten." Also an allen gesetzlichen Feiertagen, außer denen mit nichtchristlichen Hintergrund ;) |
| BlackElvenTear | nja, und ich glaub am karsamstag war - wenn ich das recht in erinnerung hab - das ganze vor mitternacht nur gestattet "wenn der nötige ernst der veranstaltung gewährleistet ist" oder sowas in der art...:p |