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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Typisch deutsch
judgedreddMan weiß nicht so genau woher sie kommen und warum sie bestehen, doch noch immer gibt es in den Köpfen vieler Nicht-Deutscher unveränderliche "typisch deutsche" Eigenschaften. Wie bei allen Vorurteilen handelt es sich dabei nicht um überprüfbare Fakten, sondern um Meinungen.
Wenn hier von "deutschen" Eigenschaften gesprochen wird, so spiegelt dies vielmehr eine Sammlung von "Positivem" und "Negativem", wie es in weiten Teilen des Auslandes über Deutsche gedacht und empfunden wird.

[B]Positives
Folgende gute Eigenschaften werden den Deutschen heute in weiten Teilen der Welt nachgesagt: [/B]

Fleiß
Genauigkeit
Pünktlichkeit
Ordnungsliebe
Qualitätsarbeit
Resistent gegen Bestechungsgelder
Glaubwürdigkeit
Verbindlichkeit

[B]Negatives
Folgende negativen Vorstellungen herrschen im Ausland über Deutsche vor: [/B]

Übertriebener Perfektionismus
Sturheit
Mangelnde Flexibilität
Arbeitsbesessenheit
Humorlosigkeit
Besserwisserei
Griesgrämigkeit
Unfreundlichkeit
Verschlossenheit


Wie heißt das dünnste Buch der Welt? „1000 Jahre deutscher Humor“. Diesen Witz sollte man besser nur zu Hause, aber nicht im deutschen Ausland erzählen, empfiehlt der britische Ratgeber „Deutschland – Ein Überlebenshandbuch“. Das Nachschlagewerk steht auf der Insel griffbereit in Buchhandlungen, genauso wie „Kulturschock Deutschland“ oder „Gerüstet für Deutschland“. Aber auch ganz normale Reiseführer geben ihren Lesern viele Verhaltensratschläge für den Umgang mit den Eingeborenen, die einen so Furcht erregenden Eindruck machen.

Wenn man als Ausländer durch Deutschland reist, so fällt einem besonders die Bedeutung der Pünktlichkeit auf, ganz gleich, ob sie eingehalten wird oder nicht. Nicht das Wetter, sondern die Pünktlichkeit ist Gesprächsthema Nr. 1 zwischen fremden Reisenden im Zugabteil. In deutschen Fernzügen liegt in jedem Abteil ein Faltblatt aus, das man als Zugbegleiter bezeichnet, und in dem alle Haltestellen mit Ankunfts- und Abfahrtzeiten sowie alle Umsteigemöglichkeiten auf der Strecke angegeben sind. Es ist in Deutschland schon fast ein Nationalsport, nach dem Zugbegleiter zu greifen, sobald der Zug in den Bahnhof einfährt, um mit der Digitaluhr festzustellen, ob der Zug den Fahrplan auch einhält. Wenn ein Zug Verspätung hat, was tatsächlich vorkommt, so wird dies durch Lautsprecheransagen in einem stoisch-tragischen Ton mitgeteilt. Die schlimmste Art der Verspätung ist die unbestimmte Verspätung (man weiß nicht, wie lange es dauern wird), und die wird im Tonfall einer Trauerrede bekannt gegeben.


[I]Quelle: Business Etikette in Deutschland. Mind your Manners - von Gretchen Schaupp und Joachim Graff [/I]

Was meint ihr hierzu??


[COLOR=red]Quelle editiert von Darket[/COLOR]
Asmodyrian[QUOTE][i]Original geschrieben von judgedredd [/i]
[B]Man weiß nicht so genau woher sie kommen und warum sie bestehen, ......[B]Positives
[/B]

Fleiß
Genauigkeit
Pünktlichkeit
Ordnungsliebe
Qualitätsarbeit [/QUOTE]

Soweit ich das mitbekommen habe stammt das aus der Zeit der Industrialisierung, insbesondere der 2ten Hälfte des 19th Jahrhunderts. In England war der Stempel "Made in Germany" zunächst eher als eine Art Spott vorbereitet wurden, doch mussten selbige bald erkennen das die billigeren, oft qualitativ besseren deutschen waren eine Gefahr für ihre Handelsmonopole darstellte. Ebenso herrschte in den deutschen Fabriken dieser Zeit eine wesentlich höhere Gehorsamkeit gegen über dem Betreiber/Vorgesetzten/Obrigen als heute. Dort gehörte der Fleiß, Ordnungsliebe, Püntklichkeit und Genauigkeit quasi zu den Fabrikvorschriften die rigoros durchgesetzt wurden wodurch wiederum die Qualitätsarbeit zustande kam.
Move over KateIch halte das noch nicht mal für Vorurteile, sondern allenfalls für Stereotypen. Stereotypen werden erst durch eine negative Wertung zum Vorurteil (Beispiel: Türken riechen immer nach Knoblauch). An und für sich sind Stereotypen überlebensnotwendig, da sie es dem Menschen erlauben, sich in einer überkomplexen Umwelt zurecht zu finden. Keiner denkt bei dem Satz "Dimitrios ist Grieche" an einen blonden blauäugigen Hühnen - wobei es bestimmt auch Griechen gibt, die so aussehen. In allen irgendwelchen Kulturen zugeschriebenen Eigenschaften steckt ein Funken Wahrheit - sonst gäbe es kein französisches "savoir vivre" (obwohl nicht alle Franzosen Baskenmütze tragen, Baguette futtern und Rotwein trinken) und keine englische Noblesse. Und solange man über die negativ besetzten Stereotypen lachen kann, halte ich es für unproblematisch. Ansonsten wäre auch jede Vorstellung von fremder Kultur ziemlich öde. Ich würd jedenfalls kotzen, wenn mich jemand zum Italiener einlädt, der aber nur Hamburger auf der Karte stehen hat. Weil ich bei "Italiener" eine ganz bestimmte Erwartungshaltung habe - obwohl sicherlich nicht alle Menschen italienischer Staatsangehörigkeit rund um die Uhr Pizza und Pasta futtern. ;)

Das die Briten (auch) ihre Erwartungshaltung vom militaristischen Deutschland pflegen, find ich persönlich lustig - besonders wenn nach (selten werdenden) deutschen Siegen im Fußball Kommentare wie "deutsche Tanks überrollen die gegnerische Verteidigung stehen". Ich verbuche das unter krankem britischem Humor - und nicht unter Ressentiments. Ich bin in England noch nie von einem Briten verächtlich von der Seite angemacht worden.
TrauerwesenIch selber habe mal einige Zeit lang im Ausland gelebt (mehr als Urlaub ;)), und gerade dann merkt man, wie deutsch doch die deutsche sind, Vorurteile hin oder her. Irgendwo müssen sie ja herkommen, also müssen sie auch mehr oder weniger zutreffen.
Jedenfalls merkte ich insbesondere die negativen Eigenschaften, als ich nach Deutschland zurückkehrte.
Mittlerweile fällt es mir wieder weniger auf.
Und im Ausland selbst war dieses Bild auch allgegenwärtig, da man mich oft mit einem "gemeinen" Deutschen zu vergleichen versuchte.

Sicherlich drückt dies auch eine Art Erwartungshaltung aus, wie es bereits gesagt wurde.

Nunja, was das "anpacken" angeht, denke ich jedoch immer mehr, dass sich dort in der deutschen Mentalität etwas verändert hat.
Darket@judge

Ich erwarte, dass zitierte Texte als solche kenntlich gemacht werden. Alles andere ist Verletzung des Urheberrechtes. Auch wenn ein bißchen googlen hilft herauszufinden wo Du den text diesmal abgeschrieben hast, reicht das nicht aus. Fremde Texte [B]müssen[/B] mit Quellenangabe versehen werden! Ich editiere die Quelle in diesem Fall mit rein, zukünftig werden derartige Threads von mir ins Nirvana verfrachtet.

Gruß

Darket
judgedreddDarket, ich wusste garnicht, dass du ein Moderator bist!!! Also du bist doch ein echter Judge hier, RESPEKT! Und sorry dass ich es mit der Quellenangabe übersehen habe bzw. vergessen habe!

Gruß
judgedreddNach einer Umfrage der Zeitschrift "Caterer and Hotelkeeper" nehmen die Deutschen auf der Unbeliebtheitsskala von 1.000 befragten Tourismusangestellten in der Top-Ten-Liste den ersten Platz ein. Nach den als "ungehobelt" bezeichneten Deutschen folgen mit 22% die Briten auf Platz 2
(dumm, arrogant, betrunken). Viele verlangten auch das Geld für ihr Essen zurück, nachdem sie es jedoch vollständig aufgegessen hätten... Den dritten Rang belegten Reisende aus den USA. Die Franzosen stehen mit 18% auf Platz 4.
DarketAn dieser Stelle sei meine vor über 15 jahren verstorbene Urgroßmutter beim Besuch eines chinesischen Restaurants zitiert: "So junger Mann, jetzt bringen sie mir mal ein gutes, deutsches Essen."

Dieser Satz, der ganz nebenbei unglaublich komisch war, fast so komisch wie der Gesichtsausdruck des kellners, macht auch wunderbar eine gewisse Mentalität deutlich, die man in von Deutschen bevorzugten Touristengebieten leicht wiederfinden kann: Hier bin ich, macht Platz!
Ob Mallorca, loret, Antalya, Kreta, der Balaton oder sonstwo ist das Bild ziemlich ähnlich: es wird deutsch gesprochen, deutsch gegessen, deutsche Musik gehört und oft genug flattert schwarz-rot-gold oder noch schlimmer, blau-weiß kariert von irgendwelchen Touristenklitschen.

Ich denke das ist wirklich typisch deutsch, die deutschen lieben es zu Hause zu sein, egal wo auf der Welt sie sich gerade befinden.
TrauerwesenDarket:

Das stimmt. Die Deutschen erwarten förmlich, dass man überall auf der Welt ihre Sprache spricht, wenn das in einem Hotel mal nicht so ist, ist das Hotel gleich schlecht. Egal, ob sie selber Englisch können oder nicht. Das ist dem deutschen wichtig, dass mit ihm deutsch gesprochen wird, zumindest im Tourismus (wobei die Franzosen da ja noch schlimmer sind, aber das ist wieder eine etwas andere Geschichte).

Das hat evtl auch mit der Angst vor unbekanntem zu tun. Möglichst nichts neues ausprobieren; all das, was man kennt, ist gut, sonst nichts.
judgedreddHa, HA, Darket das war gut.

Die Deutschen auf Mallorca:
Ein ganz besonderes Häuflein Menschen?

Die meisten Deutschen auf der Sonneninsel zeigen sich wohl nicht so
recht integrationsfähig. So beherrschen beispielsweise fast 60 Prozent
der langfristig auf das Mallorca Lebenden (ca. 35.000 Deutsche) weder
spanisch noch mallorquinisch, stellt eine Untersuchung des Geographie-
Professors Pere Salva aus dem Jahr 1999 fest. Darüber hinaus gaben
68 % der befragten Deutschen an, sich in der Kultur und den lokalen
Bräuchen nicht auszukennen. 40 % zeigten sich in keiner Weise interessiert. Fast alle gaben an, regelmäßig deutsche Fernsehprogramme
anzuschauen. Etwa die Hälfte sieht sich aber hin und wieder auch
spanische Programme an.

Die Welt
AzaIch finds recht amüsant. Aber Eigenschaften wie perfektionismus und co. sind nich nur negativ.. Sie machen den deutschen Arbeiter sehr begehrt im Ausland. (90% aller Hoteldirektionen sind mit deutschen Besetzt, egal ob Dubai oder an der türkischen Riviera)

@Trauerwesen: Das kann ich so nicht bestätigen..
Es sind die "die Deutschen" sondern "die Touristen"..
Egal ob deutsch, französisch oder Engländer..
"Ich bin im Urlaub, ich hab dafür bezahlt, dass man meine Sprache spricht" So sind nicht nur "wir" =)
XenomorphAls"Typisch Deutsch" (aber nicht ausschließlich) sehe ich die [B]knechtische Art[/B], das Anbiedern und Einschleimen bei den Herrschenden, das preußische Obrigkeitsdenken der "Deutschen", das den Aufstieg der Nazis und den Holocaust erst möglich gemacht hat, der deutsche Kadavergehorsam, der darin besteht, das Denken immer schön anderen zu überlassen, lieber auf Regierungen und Politiker zu vertrauen als auf sich selbst.
Deutschland hatte, im Gegensatz etwa zu Frankreich, England oder Russland, niemals eine erfolgreiche Revolution, es gab zwar Ansätze dazu, einmal den Bauernkrieg von 1525, und die gescheiterte Revolution von 1848, doch die gingen beide von einer Minderheit aus, und mussten dementsprechend scheitern...
Der eigentliche Lehrmeister der Deutschen, was die knechtische Art anbelangt, war Martin Luther, von ihm stammt auch der deutsche Antisemitismus, den Hitler begierig aufgegriffen, und in "Mein Kampf" lobend hervorgehoben hat...Luthers Weltbild, die Kombination aus Obrigkeitsdenken ("Führerprinzip") und Antisemitismus findet sich letztendlich in verzerrter Form in der NS-Ideologie wieder...
Luther war ein Speichellecker des absolutistischen Aristokratentums, das er als "von Gott gesandt" verstanden hat, ein Antisemit und Rassist, der ein Massaker der Herrschenden an den aufständischen Bauern gefordert hat, eine Forderung, der diese auch mit Begeisterung nachkekommen sind.
Das Problem mit Deutschland ist immer gewesen, und ist es noch heute, dass es hier zu viele Luthers und zu wenige Müntzers gegeben hat...
In Sachen Völkermord belegen die "Deutschen" mit weitem Vorsprung den ersten Platz in der Geschichte. Der Holocaust ist auf diesem Gebiet ohnehin unerreicht, aber es gab Vorläufer, wo die deutschen Herrschenden bewiesen haben, dass sie Luthers Lektion: "wie man mit Aufständischen umgeht" gelernt haben:
Das Massaker an den Herero in Afrika 1904 und den Boxeraufstand in China, vier Jahre zuvor beide zur Zeit des spätkolonialen Imperialismus unter der Herrschaft des deutschen Erzimperialisten Wilhelm II.
Nur wenige Jahre führten er und "uns" dann "herrlichen Zeiten" entgegen, weil "wir" uns ja so gerne "führen" lassen: Dem ersten Weltkrieg...
Aber mit solchen Gedanken stehe bestimmt allein da, man bedenke, das "Deutschtum" ist wieder salonfähig , denn schließlich sind "wir" Papst und hoffentlich bald Weltmeister...
Darket@Xenomorph
Ich lese grade "Wir ntertanen" von Bernt Engelmann, irgendwie entdecke ich da die ein oder andere Parallele zu Deinem beitrag ;)

Die historische Analyse würde ich so unterschreiben, abgesehen davon, dass Du das Ferhlen einer erfolgreichen Revolution so bemängelst. In Frankreich brachte das ganze Napoleon hervor (den ich nicht so sehr verteufele wie die meisten unserer Landsleute es tun) in England Cromwell, der die Inselbewohner gleich so schockiert hat, dass die Monarchie sich auf irgend eine Art bis heute gehalten hat.

Ich würde allerdings die Analyse in Bezug auf unsere Generation(en) und die Gegenwart einschränken. Deutschtum, was soll denn das sein? Die Parallelen heutzutage zum absolutistischen und militarisiertem Preußentum sind doch eher....äh....mäßig vorhanden und auch die tatsache, dass die deutschen langsam aber sicher mehr Nationalbewusstsein entwickeln ist mir persönlich zwar ein Dorn im Auge, aber an und für sich doch noch nicht wirklich gefährlich. Gegen den glühenden Patriotismus manch eines Franzosen nehmen sich die deutschen eigentlich eher unpatriotisch aus.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i]
[B]@Xenomorph
Ich lese grade "Wir ntertanen" von Bernt Engelmann, irgendwie entdecke ich da die ein oder andere Parallele zu Deinem beitrag ;) [/B][/QUOTE]

Danke für den Hinweis ;) ,das Buch werde ich mir sicher mal zu Gemüte führen...Der Klassiker zu diesem Thema ist übrigens "Der Untertan" von Heinrich Mann, meiner Einschätzung nach das Buch, welches das, was ich hier unter "Deutschtum" verstanden habe, am besten beschreibt...Sehr gelungen finde ich auch den Film von Wolfgang Staudte.
O.k., Nationalismus findet man auch in Frankreich, und ganz besonders natürlich in Bush-Amerika, wo er obendrein mit gefährlichem religiösen Wahn verknüpft ist, den es hier (zum Glück) nicht gibt...
NnordyKurz ot, aber das kann ich so nicht stehen lassen @Xenomorph:
M. Luther als 'Erfinder' des Antisemitismus ist so ziemlich das Lächerlichste und Falscheste, das ich jemals in diesem Zusammenhang gehört habe. Würdest Du mal unter 'Antisemitismus' im Lexikon nachschlagen, würdest Du etwas in der Art finden, wie es Wikipedia auch sagt:

"Judenfeindlichkeit ist eine pauschale Ablehnung der Juden. Diese waren und sind seit mehr als 2000 Jahren weltweit oft - besonders in Europa - Anfeindung, Unterdrückung, Diskriminierung, Verfolgung, Pogromen, Vertreibung und Ermordung ausgesetzt. Diese Feindschaft richtete sich gegen:

das jüdische Volk im Raum Palästinas: Antike Judenfeindschaft;
das Judentum bzw. die jüdische Religion: Antijudaismus im Mittelalter, später stärker nach Ländersituationen differenziert: Antijudaismus in der Neuzeit;
eine angebliche jüdische "Rasse": Antisemitismus bis 1945;
die Existenz des modernen Staates Israel: Antizionismus, heute oft auch als Arabischer Antisemitismus;
weiterbestehende, neue und versteckte Formen pauschaler Ablehnung des "Jüdischen": Antisemitismus nach 1945."

Soweit der Einleitungstext zum Begriff aus Wikipedia. Man mag Luther ja einiges vorwerfen können, aber Dein Bild wird ihm in keinster Weise gerecht. Und wieso Luther dafür verantwortlich sein soll, wie die Deutschen heute sind, wird mir auch aus Deinem Beitrag Nullinger klar.

@'Deutschtum': Noch mehr hanebüchener Mist. Klar regt sich auch bei mir Unbehagen, wenn von einer deutschen 'Leitkultur' die Rede ist, aber daß jetzt hierzulande wieder Tausende Menschen mit Armzuckungen und antisemitische Schriften Luthers' schwenkend [VORSICHT! SARKASMUS!] durch die Straßen rennen, Angela Merkel die Stiefel lecken, nach einem Platz an der Sonne schreien und zu Scharen in die Wehrmacht... äh Bundeswehr... eintreten, das hab ich bis dato noch nicht beobachten können. Wo das von Dir beklagte Bild salonfähig ist, wird mir in keinster Weise ersichtlich. Aber wahrscheinlich bin ich zu sehr Luther indoktriniert als daß ich meine Knechtschaft hinterfragen würde... *SARKASMUS OFF*

Sorry fürs ot, aber ich fand das wichtig zu sagen...


edit @Untertan: Das Buch ist, nur nebenbei, von 1918. Es ist sehr sehr traurig daß Du offensichtlich 'den Deutschen' keinerlei Entwicklung nach 1945 zutraust. Was ist mit Adorno, Horckheimer, Habermas? Ich gebe Dir ja Recht, was die Unfähigkeit 'der Deutschen' zur Revolution angeht, ebenso wie in punkto Obrigkeitshörigkeit, aber die Annahme, es sei alles noch so wie im seligen 'Untertan' ist ja wohl hoffentlich nicht Dein Ernst. Oder doch?
Asmodyrian[QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i]
[B]Die Parallelen heutzutage zum absolutistischen und militarisiertem Preußentum sind doch eher....äh....mäßig vorhanden und auch die tatsache, dass die deutschen langsam aber sicher mehr Nationalbewusstsein entwickeln ist mir persönlich zwar ein Dorn im Auge, aber an und für sich doch noch nicht wirklich gefährlich. Gegen den glühenden Patriotismus manch eines Franzosen nehmen sich die deutschen eigentlich eher unpatriotisch aus. [/B][/QUOTE]

ETWAS mehr Nationalbewusstsein finde ich gar nicht so schlecht. Schließlich hatten wir neben Hitler zB auch einen Goethe oder Lessing.
ApexProblem ist, dass bei den Franzosen, neben dem Nationalbewusstsein, immer auch ein Streben nach Freiheit und Demokratie vorhanden ist, eine gewisse Streitlust mit der Obrigkeit. Während "der Deutsche" immernoch sehr apathisch ist, der "deutsche Michel" ist bestimmt kein Schnee von gestern. Das sieht man immer wieder an der mangelnden Protestlust in Deutschland, gut zu beobachten während der Proteste gegen die Studiengebühren. In Frankreich hätte vergleichbare ähnliche Änderung wohl zu extremen Protesten geführt. Oder auch die Streiks im öffentlichen Dienst, nach der 1. Woche war doch die Solidarität mit den Streikenden in der Öffentlichkeit quasi nicht mehr vorhanden. Man kann sagen was man will, meiner Meinung nach, ist die deutsche Seele genauso obrigkeitshörig und träge wie vor 100 Jahren. Nur sind die Umstände natürlich nicht mehr so schlecht.
Darket[QUOTE]ETWAS mehr Nationalbewusstsein finde ich gar nicht so schlecht. Schließlich hatten wir neben Hitler zB auch einen Goethe oder Lessing.[/QUOTE]
1. Hat das eine mit dem anderen nichts zu tun.

2. Und das ist der wichtigere Punkt, ist das ein vielzitiertes Totschlagargument ohne Bedeutng. Goethe und essing werden dann meisten an den Haaren herbeigezogen, ungeachtet der Tatsache, dass sie genauso sehr Individuen waren wie Hitler und dass individuelles Genie oder Wahnsinn in der Debatte ziemlich fehl am Platze sind. Natürlich gab es große Dichter und Denker in dem Land, das heute Deutschland ist, aber wenn wir jetzt Individuen heranziehen um Gründe für Patriotismus zu erlangen, verleugnen wir deren und letztendlich unsere eigene Individualität. Umgekehrt kann auch Hitler als solcher nicht als Argument gegen den deutschen Patriotismus dienen, höchstens die Tatsache, dass er nur durch die Gesamtheit der deutschen wirken konnte, was Rückschlüsse auf ebenjene zulässt, aber auch damit würde ich mich schwertun.
Move over KateDie "Analyse" Xenomorphs halte [I]ich[/I] für mißlungen. Wenn man möchte, kann man natürlich eine gewisse Kontinuität vom Spätmittelalter zum 3. Reich konstruieren, um so zum [I]gewünschten[/I] Ziel zu kommen. Seriös ist es nicht. Termini wie "Rassist" im Bezug auf Luther zu verwenden ist daneben. Der Rassismus ist ein Kind der Moderne, welche die biologistische Rassenlehre erst ermöglichte - und die kam [I]nach[/I] Luther. Außerdem pickt er sich willkürlich die Aspekte heraus, die in sein Mosaik passen. Preußen mit dem Wilheminismus gleich zu setzen ist schwachsinnig - richtig ist, das Preußen zu Zeiten Friedrich des großen der aufgeklärteste und fortschrittlichste der europäischen Staaten war... Hitler war Katholik - und sein Antisemitismus war, wie Haffner in "Anmerkungen zu Hitler" richtig dargestellt hat, osteuropäischer Prägung. Im Deutschland des späten 19. Jahrhunderts waren die meisten Juden assimiliert und auf dem Sprung zur Integration. Ghettos, wie man sie in Warschau, Prag oder auch Wien kannte, gab es in Preußen und den anderen Deutschen Staaten nicht. Der Boxeraufstand wurde von den imperialistischen Nationen niedergeschlagen, bevor Waldersee in China landete - was seine "Polizeiaktion" im Anschluss nicht rechtfertigt. Und was die Herero angeht: Völkermord war es vielleicht unter heutigen Maßstäben - die es damals aber noch nicht gab, da das Völkerrecht überhaupt noch nicht entwickelt war. Deshalb laufen die Klagen der Herero auch ins Leere. Das soll jetzt die Gräuel nicht relativieren - aber wenn wir das Faß aufmachen, dann können wir auch gleich über die Erorberung Amerikas durch die Europäer, die Christenverfolgung im alten Rom oder aber die Hugenottenverfolgung in Frankreich debattieren - übrigens fanden die Hugenotten Asyl in Preußen. Bei der Interpretation historischer Ereignisse muss man sich immer seiner Standortbindung bewusst sein... Und die hat Xenomorph aus den Augen verloren.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Nnordy [/i]
edit @Untertan: Das Buch ist, nur nebenbei, von 1918. Es ist sehr sehr traurig daß Du offensichtlich 'den Deutschen' keinerlei Entwicklung nach 1945 zutraust. Was ist mit Adorno, Horckheimer, Habermas? Ich gebe Dir ja Recht, was die Unfähigkeit 'der Deutschen' zur Revolution angeht, ebenso wie in punkto Obrigkeitshörigkeit, aber die Annahme, es sei alles noch so wie im seligen 'Untertan' ist ja wohl hoffentlich nicht Dein Ernst. Oder doch?[/QUOTE]

Und wieviele "Deutsche" denkst du, lesen Adorno, Horckheimer und Habermas, und wieviele die "Bild"-Zeitung?
Wann immer in Deutschland jemand gegen die Herrschenden gekämpft hat, waren es immer Minderheiten, selbst die 68er-Revolte der Studenten war kurzlebiger Natur, und ihre damaligen Verfechter sind heutzutage allesamt satte Funktionäre, Politiker und Apparatschiks, die den Staat als ihren Götzen anbeten, der Inbegriff dessen, was sie damals zu bekämpfen vorgegeben haben, sich in nichts mehr von ihren ehemaligen "Klassenfeinden" unterscheiden, wobei ich die meisten Leute aus dieser Zeit ohnehin für Heuchler halte, die keine Sekunde lang an ihre eigenen Parolen geglaubt haben...
Nein, im Großen und Ganzen hat sich Deutschland seit dem Erscheinen von "Der Untetan" nicht grundsätzlich verändert, es ist alles lediglich etwas "moderner" geworden...

Zu Luther:

Er war einer der extremsten Verfechter des christlichen Antijudaismus. Der frühe Luther wollte die Juden noch zum Christentum bekehren und taufen lassen. In seinen späteren Schriften, z.B. "Von den Juden und ihren Lügen", schwärmte er dann unverhohlen von deren Ausrottung...
Während der christliche Antijudaismus des Mittelalters noch keine klar formulierten Vernichtungsabsichten kennt, sondern größtenteils darauf abzielt, die Juden entweder zu vertreiben oder zum Christentum zu "bekehren" und zu taufen, d.h., sie in den Rang von christlichen "Herrenmenschen" zu erheben, zielt der neuzeitliche (rassistische) Antisemitismus auf die Vernichtung des Judentums als vermeintlich homogener Gruppe, als "Rasse" ab.
Luther kann also durchaus als Vordenker des letzteren angesehen werden, da er die Juden insgesamt "ins Feuer" wünschte, ihre Synagogen und Lehrstätten niederbrennen, und sämtliches jüdisches Kulturerbe ausgelöscht sehen wollte, und selbst sein christlicher Missionierungswahn der Frühzeit ist eigentlich bereits eine Form der Juden-"vernichtung" gewesen, da er den Juden ihre Identität als Juden abspricht, indem er ihnen nur als (getaufte) Christen eine Daseinsberechtigung eingeräumt hat.
judgedreddSie (die Deutschen; Anm. d. Aut.) haben eine Selbstzufriedenheit, die im Grunde keine echte Basis hat. Auf Zweifel gebaute, nach außen demonstrierte Selbstgefälligkeit. Immer diese Haltung: "Mich beeindruckt nichts, wir haben alles schon gesehen", das ist eine sehr deutsche Attitüde. Da ist keine Freude mehr am Leben. Das größte Geheimnis im Leben ist doch, seinen Enthusiasmus zu bewahren und alle Dinge so anzusehen, wie Kinder einen Weihnachtsbaum bestaunen.
(Karl Lagerfeld, deutscher Modeschöpfer, 2001)

Naja, die großen Charmeure beim Anmachen sind sie (die Deutschen, Anm. d. Aut.) nicht. Ein Italiener sagt: "Ik liebä dik und deine grune Auge, bella!", ein Deutscher: "Du, ich finde dich sympathisch!"
(Kaya Yanar, Comedy-Künstler, 2001)

Manchmal ärgert es mich schon, dass es in Deutschland oft nicht möglich ist, etwas Gutes auch einmal vorbehaltlos zu loben. Natürlich ist vieles auch eine persönliche Geschmacksfrage, und natürlich ist auch nicht alles in jeder Hinsicht hundertprozentig, aber dieses ewige Suchen nach dem Haar in der Suppe nervt mich manchmal schon sehr. ...
Ich habe schon längere Zeit in Italien, Frankreich und in den Staaten gelebt und entscheide mich bewusst für ein Leben hier in Deutschland. Aber die Menschen anderer Länder sind einfach begeisterungsfähiger, haben mehr Mut, auch einmal auf etwas stolz zu sein, was sie selber fabriziert haben. Dass es hier zu Lande nicht so ist, hat natürlich seine Ursachen in der Geschichte, das ist klar. Aber gerade dieses „Wir-Gefühl“ ist es auch, was uns als Betrachter in anderen Ländern so fasziniert. ... Vielleicht bekommen wir hier zu Hause auch noch mal die Kurve, etwas großzügiger mit unserer Freude umzugehen.
(Moritz Bleibtreu, Schauspieler, eurowings MAGAZIN 3/2000)

Die Deutschen sind so direkt. Die sagen einfach: Das finde ich Scheisse, und das war's dann. Das würde ein Inder nie tun.
(Ein indischer Student, 2001)
NnordyIch weiß ja, daß es chic ist, als Junggruftie der ANsicht zu sein, der Mensch sei von Natur aus schlecht (ich teile diese Einstellung), aber den Deutschen genuin die Fähigkeit zum selbständigen Denken abseits der Bild-Zeitung abzusprechen erscheint mir von Deiner Seite nicht nur hochgradig arrogant, sondern absolut an der Realität vorbei. Wir haben heute mehr Studenten als je zuvor an den Hochschulen, was einen gewissen Bildungsgrad bedingt, und selbst wenn wir niemals französische Verhältnisse erreichen werden, so ist doch seit 1918 so einiges passiert. Komm doch bitte mal runter von diesem völkischen Antikapitalismustrip und steh zu den von Dir gemachten Aussagen. Das tust Du nämlich gerade nicht. Deine Argumentation ist typisch deutsch, um es mal so platt zu sagen: Alles muss schlecht geredet werden. In allem nur das Schlechteste, Schlimmste, die Verkörperung allen Übels sehen. Du verkörperst also gerade das, was Du hier so verwünschst. Flüchte Dich daher doch bitte nicht in pseudomarxistisches Vokabular, sondern gib mal Deine eigene Meinung wider. Danke.

Wer lesen kann ist klar im Vorteil... Du stellst es dar als sei Luther der ERfinder des Antisemitismus - das ist schlicht und einfach FALSCH. Faktisch. Punktum. Der Antisemitismus hat leider eine sehr viel längere und unrühmlichere Geschichte als erst seit der Reformation, guter Mann (um dies zu verdeutlichen hatte ich ja auch den Wikipedia-Artikel zitiert, wobei ich voraussetze, daß sich damit auch jeder mal im Geschichtsunterricht beschäftigt hat)! Aber natürlich ist Luther ganz fürchterlich verantwortlich, schließlich hat er ja als Erster die Bibel ins Deutsche übersetzt und somit den Grundstein für Hitler gelegt (ACHTUNG!!! SARKASMUS!!!)... Wie MOK schon sagte: Du machst es Dir ein bißchen arg einfach - wenn ich nur will, dann kann ich mir natürlich alle Argumente aus dem Zusammenhang reißen und völlig wirr zusammensetzen, so lang, bis sei meinen Ansichten entsprechen. Das ist weder wissenschaftlich noch seriös oder deshalb korrekt.
Wenn Du der Auffassung bist, Luther sei der übelste Antisemit überhaupt gewesen (chronologisch vor Hitler, natürlich), dann sei Dir das unbenommen. Aber unterlasse es bitte, die Fakten zu verdrehen. Du stellst Zusammenhänge her, die weder statthaft noch wissenschaftlich korrekt sind.

Und um zum Thema zurückzukommen: Sind denn die Deutschen alle von Luther indoktrinierte Antisemiten, die nur einen kleinen Schubser brauchen um in den Rassismus zu stürzen, der ihnen ja - Deiner Meinung nach - eh anerzogen ist???? Mir ist Deine Argumentationskette absolut schleierhaft - aber äußerst kreativ.
judgedreddDie meisten Menschen der Welt wären glücklich, wenn es ihnen so schlecht ginge wie den Deutschen.
(Karl-)Wolf Biermann (*1936)

Diese Nation entdeckt immer dann, dass sie überhaupt Geschmack besitzt, wenn ihr etwas geschmacklos vorkommt.
Wilhelm Busch (1832 - 1908)

Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muss oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind.
Kurt Tucholsky (1890 - 1935)

Deutsch sein bedeutet, immer seinen eigenen Gartenzaun in der Tasche mit sich herumzutragen. Innerhalb diesem bewegt man sich geschützt - was außerhalb des Zaunes passiert, interessiert nicht.

Deutsch steht für behandeln statt handeln. Für Jammern und Wehklagen. Ein fettes Land. Mit fetten Menschen. Diese demokratische Republik hat ihren Zenit überschritten. Das Zugucken und Wegschauen war stets eine deutsche Tugend.

Deutsch sein heißt: wenig Selbstvertrauen haben, auf den "Vater Staat" hoffen, nur sehr bedingt lernen wollen, alles Deutsche im Grunde seines Herzens ablehnen (s. "denglisch", auch in der "Zeit"), unhöflich, rechthaberisch, untreu, bequem, lieb- und lustlos sein; kaum Traditionen pflegen, auf jede neue Idee ohne Überlegung anspringen; keine Perspektive für eine Zukunft haben und auch nicht danach suchen (dies gilt besonders für unsere Politiker!); kurzum: ein typischer deutscher Michel sein, der es sich in seinem Gärtchen bequem gemacht hat, über die böse Welt jammert und seine Idylle eisern verteidigt.

Deutschland ist ein Jammertal, und wer am lautesten jammert, wird für voll genommen. Aber geändert werden darf nichts: Weder am Beamtenrecht, noch an den Pfründen für die Pharmaindustrie, noch an der Tatsache, dass Reiche hier zwar viel Geld verdienen, es aber steuerlich flugs woanders veranlagen, indem sie einfach einen anderen ersten Wohnsitz angeben. Und gerade weil alles so bleiben soll wie es ist, wird sich alles dramatisch verändern, wenn dieses Beharren nicht mehr zu bezahlen ist.
Xenomorph@Nnordy:
Kreativ, immerhin...Dann fasse ich das einfach mal als Kompliment auf, obwohl es vermutlich nicht so gemeint war...
Luther hat den Antisemitismus nicht "erfunden", habe ich nie behauptet, ich habe nur gesagt, dass er einer seiner Vordenker gewesen ist.
Was ich gesagt habe [B]ist[/B] meine Meinung, nicht mehr und nicht weniger, der Vorwurf, sie sei nicht "wissenschaftlich", geht ins Leere, denn ich verstehe mich nicht als Wissenschaftler, ich muß also meine Interpretation der deutschen Geschichte in keinster Weise begründen, da sie meine eigene, ganz persönliche ist...
Und was die Studentenzahlen angeht kann ich dich beruhigen, dank Studiengebühren sind es sicher schon bald sehr viel weniger...
judgedreddWie ist es möglich, in einem Land der Ordnung und der Regeln, dass es so viel Menschen- und Tiermissbrauch existiert? So viel Leid auf den Straßen? Obdachlose, Alkoholiker, Drogenabhängige, psychisch zerstörte Menschen. Ist das eine Form der Sättigung?

Das Nachtleben sagt viel über die Deutschen. Es wird getrunken und getrunken bis zum Umfallen. In südlichen Ländern wird getanzt und getrunken und gefeiert ohne die Grenzen des guten und Anständigen Benehmens zu brechen. In Deutschland wird gefeiert, angerempelt, sogar ausgezogen. In Mallorca gehört nacktes Fleisch, Alkohol und lautes Singen zum deutschen Feiern.

Es gibt keine Regeln mehr. Die nächststehende Frau, egal ob die Frau des Bruders oder des besten Freundes ist, wird angebaggert, sogar ausgespannt. Der Fremde oder die Fremde ist kein Fremder mehr. Nächsten Tag ist alles vergessen. Nächsten Tag ist der- oder diejenige wieder der geehrter/geehrte Frau Schmitz. Sodoma und Gomora ist es halt normal bei der Deutschen. Ist der Alkoholkonsum eine Rechtfertigung dafür?

Einmal wurde ich gefragt: ist es normal bei euch Südländern, dass es nicht angebaggert wird? Also bei uns ist es ganz normal. Das letzte Mal, hat ich mit der Frau meines besten Freundes rumgemacht. Nächsten Tag gibt es keine Reue kein schlechtes Gewissen, alles normal Halt. Warum auch? So feiern die Deutschen.

Es war einmal eine Bekannte von mir, sie war Geschäftsleiterin eine Bank-Filiale, sehr seriös, fein angezogen, eine Frau mit Würde halt. Eines Abends in einem Kirmesfest ist sie fast umgefallen durch den Alkholspiegel. Das war aber nicht so verletzend für Ihre Würde. Der Kerl der bei Ihr war hat andauern ihren Po gestreichelt, bis er irgendwann aufs Klo gegangen ist, und seiner Kumpel das „Streicheln“ übernommen hat. Kann das alles normal sein?

Regeln sind das Wichtigste für die Deutschen. Im TV-Leben wird es immer wieder daran erinnert. Berichte über wie man sich gegen Nachbarn wehrt, alles Halt was dem Misstrauen der Deutschen und das Berühmte „Finger hoch halten“ Benehmen unterstützt. Letztens wurde berichtet, dass Alkohol in Flaschen hier in Deutschland boomt. Sekunden später kommt der Sucht-Spezialist der seine Warnung abgibt.

Dazu kommt, dass der deutsche Humor - wie in verschiedenen Comedian-Sendungen gezeigt wird, Stefan Raab zum Beispiel – in den meisten Fällen komisch ist. Es wird über anderen ausgelacht und das genau ausgesucht was den anderen beleidigt oder seelisch hart trifft.
curupiraJudge du hast so recht.
Jeder in dieser Gesellschaft lebt doch nur noch für sich, auf den anderen wird doch gar nicht mehr geachtet. Seine eigenen unzulänglichkeiten will man nunmal nicht zugeben, und darum lacht man über andere, bei denen es offen auftritt. So kann man am leichtesten von sich ablenken. Die Probleme die man hat werden dann im Alkohol erstickt, weil jemanden zum Reden hat man doch kaum noch, hört ja sowieso niemand zu. Versteckt wird sich hinter einer Maskerade um den Schein zu wahren. Frauen werden nicht mehr als menschliche Wesen mit Gefühlen angesehen sondern als reine Sexobjekte ohne eigene Gedanken oder gar Intellekt. Es geht alles nur noch darum Geld zu kriegen, egal wie. Und wenn mans nicht hat wird gemeckert. Ach ist das nicht herrlich.
Und Student sein hat nicht gleich was mit eigenständigem Denken zu tun, denn das tun die wenigsten. Einfach nur das nachreden was in Büchern steht kann jeder, und das tun halt heutzutage die meisten Studenten nur noch. Was sie da reden ist ihnen häufig gar kein Begriff, das merkt man spätestens in der Anwendung wenn sie dann mit Definitionen usw. um sich schmeißen und mehr nicht zu stande bringen.
Aber ich möchte bezweifeln das das nur ein Problem der Deutschen ist.
Du musst ja auch in allen Eigenschaften die du aufgezählt hast noch einmal nach Bundesländern differenzieren, da das auch noch mal stark variiert.
judgedreddIch habe mir das erste Mal richtig Gedanken darüber gemacht, was es für mich bedeutet, Deutsche zu sein, als ich für längere Zeit im Ausland gelebt habe. Vorher ist man nur z.b. Hessin und aus der Nähe von Frankfurt. Deutsch zu sein bedeutet für mich, individuell zu sein, unabhängig, offen und auch stur und rechthaberisch. Ich lebe zurzeit in Bologna und genieße die unkomplizierte Art der Italiener, sich Problemen zu stellen, wie zum Beispiel im Straßenverkehr den vorzulassen, der die Nase vorn hat. Als Deutsche verwundert es jedoch sehr, dass sich viele Italiener sehr mit ihrer Stadt identifizieren und niemals wegziehen würden. D.h.: wohnen bis zum Ende des Studiums bei Mama und Auszug frühestens, wenn man plant zu heiraten. Für mich und ich denke für viele Deutsche undenkbar!!

Kalt - das ist ein gutes Stichwort für Deutschland. Es ist ein sehr kaltes Land. Wer Spaß hat, sich austobt, laut lacht oder gar Fremde anlächelt, muss ein Agent des Feindeslandes sein. Nirgendwo in der Welt wird so auf die "Spaßgesellschaft" geschimpft wie in Deutschland. Lachen und Fröhlichsein ist verdächtig. Ernst und traurig, ja deprimiert hat man als Deutscher durchs Leben zu gehen, gedrückt von Sorgen wie der schrecklichen Wirtschaftskrise (die ich zwar nicht leugne, aber doch relativieren kann - wenn man uns beispielsweise mit Mogadischu vergleicht, geht es uns verdammt gut!), einer drohenden Arbeitslosigkeit oder einfach der Tatsache, dass das Wetter zu kalt, zu heiß, zu nass oder in irgendeiner anderen Weise nicht passend war.

Als ein in Deutschland geborener/aufgewachsener/lebender Ausländer würde ich den durchschnittlichen Deutschen als steif und oberflächlich beschreiben. Bemerkenswert ist die deutsche Leidenschaft für Regeln, an die sie sich verbissen halten; dabei interessiert weder Sinn noch Logik dieser Reglements. Dies trifft aber immer weniger auf die jüngere Generation zu, welche zunehmend "Ballermann - Manieren" zur schau trägt.

Daraus resultiert, dass die bisherigen- internationalen "Aushängeschilder" Deutschlands (z.B. Qualität, Zuverlässigkeit, Nüchternheit) abdanken. Das Furchtbarste jedoch ist der Verfall deutscher Traditionen. Die Deutschen passen sich meiner Ansicht nach zu sehr an die Schikanen diverser Nationen/Ethnischehrgruppen an. Scheint wohl eine neue deutsche Eigenschaft zu sein; Rückgratlosigkeit und Überangepasstheit sind wohl in diesem Punk die Schlagwörter. All dem zum Trotz muss ich sagen, dass ich die Deutschen sehr mag, gerne mit ihnen zusammen arbeite, lebe und meine Zeit hier in Deutschland verbringe. (Die Zeit)
Move over Kate[QUOTE]Aber ich möchte bezweifeln das das nur ein Problem der Deutschen ist.[/QUOTE]

Das sehe ich genauso. Der Wertewandel (oder auch Werteverfall) ist kein deutsches Phänomen - sondern ein Problem aller modernen Staaten westlich-"kapitalistischer" Prägung.

[QUOTE]Das Nachtleben sagt viel über die Deutschen. Es wird getrunken und getrunken bis zum Umfallen[/QUOTE]

Das ist ein Klischee, dass "den Deutschen" überhaupt nicht gerecht wird. Warst Du mal in einem Londoner Nachtclub - wobei der "Nightclub" eher einer deutschen Diskothek entspricht als einer Rotlichtspelunke? Ich erinnere mich an einen Abend im Astoria, an dem einer meiner Freunde mit einer Schwedin, betrunken von jamaikanischen Bier (Red Stripe) vor der Biertheke lag und sich vergnügte. Was den anwesenden Engländern nicht sauer aufgestossen ist. Hast Du jemals Skandinavier auf einer Butterfahrt erlebt?

[QUOTE]Wer Spaß hat, sich austobt, laut lacht oder gar Fremde anlächelt, muss ein Agent des Feindeslandes sein. [/QUOTE]

Vielleicht definieren die einen Deutschen "sich austoben" über kollektives Besaufen, während die anderen es als "tanzen und Spaß haben" definieren? Und wer stellt den Maßstab auf? Warum ist das eine legitimer als das andere?

[QUOTE]ich muß also meine Interpretation der deutschen Geschichte in keinster Weise begründen, da sie meine eigene, ganz persönliche ist...[/QUOTE]

Na, dafür klang sie aber doch sehr apodiktisch...

Etwas mehr Differenzierung würde der Debatte gut tun. Es ist schon lustig (oder eher traurig?) dass selbst in einem Forum der "Subkultur", die sich eigentlich über von der Masse abweichende Normen und Verhaltensmuster definiert, den "Deutschen" Gleichschritt und kollektives Kleinbürgertum vorgeworfen wird. Bei nächster Gelegenheit werde ich in einem beliebigen schwarzen Club (sei es das KUZ in Mainz, der Fall in Bochum oder aber der Circus in Koblenz) mein Strandtuch über den Barhocker werfen, um mein Revier abzustecken, eine Maß, statt des obligatorischen Rotweins bestellen und mir den Fehrbelliner Reitermarsch wünschen - oder aber ein Liedchen des Schlagersternchens Michelle. Ich hoffe, damit allen Anforderungen an den "echten Deutschen" gerecht zu werden... ;)

"Die Deutschen" sind nicht mehr oder weniger vielfältig wie "die Franzosen". Wortkarge Fischköppe, krachlederne Bazis und liberale Badenser hier - sauerkrautmampfende Elsässer, stolze Bretonen und im-Nabel-der-Welt-lebende-Pariser dort.
judgedredd[QUOTE] Das ist ein Klischee, dass "den Deutschen" überhaupt nicht gerecht wird. Warst Du mal in einem Londoner Nachtclub - wobei der "Nightclub" eher einer deutschen Diskothek entspricht als einer Rotlichtspelunke? Ich erinnere mich an einen Abend im Astoria, an dem einer meiner Freunde mit einer Schwedin, betrunken von jamaikanischen Bier (Red Stripe) vor der Biertheke lag und sich vergnügte. Was den anwesenden Engländern nicht sauer aufgestossen ist. Hast Du jemals Skandinavier auf einer Butterfahrt erlebt? [/QUOTE]

Natürlich wird das gerecht, genau das Gleiche gilt für England oder Skandinavien. Das Thema lautet aber "typisch Deutsch" falls du es übersehen hast!
Move over Kate[QUOTE]Natürlich wird das gerecht, genau das Gleiche gilt für England oder Skandinavien. Das Thema lautet aber "typisch Deutsch" falls du es übersehen hast![/QUOTE]

Na, wenn es allen Deutschen "gerecht wird" - dann pack ich mir für's WGT doch lieber die Krachlederne ein und füll mich ab, bevor ich überhaupt einen Konzertsaal betrete. :D

Und natürlich beuge ich mich deinem überall und jederzeit verbindlich geltenden richterlichen Spruch, denn:

[QUOTE]Hier trete ich auf den Plan als Richter und Vollstrecker in einer Person, denn: Ich bin das Gesetz! Widerstand ist zwecklos![/QUOTE] :p

Da Du ja die Definitionsgewalt besitzt, beuge ich mich dem Lawgiver...
Darket[QUOTE]Preußen mit dem Wilheminismus gleich zu setzen ist schwachsinnig - richtig ist, das Preußen zu Zeiten Friedrich des großen der aufgeklärteste und fortschrittlichste der europäischen Staaten war[/QUOTE]
Bei solchen Aussagen frage ich mich zwangsläufig mit welchen maßstäben wir messen. Der gute Friedrich gehört auch zu den leute, die sich die deutsche Geschichte teilweise etwas schön schreibt. Der Mann hat, genau wie sein Vater, allerdings in noch weit stärkerem Maße, auch wenns angesichts dessen, dass sein alter Herr nicht umsonst "Soldatenkönig" genannt wurde, Ausländer für seine Armee entführen lassen, er führte Angriffskriege un er unterdrückte die preußische Intelligenz. Der mann war Monarch und als solcher zwangsläufig ein Diktator ziemlich übler Sorte (Das ende der Monarchie in Europa ist die wichtigste Errungenschaft des letzten jahrhunderts!), die Tatsache, dass er intelligenter, gebildeter und auch fortschrittlicher war als alle Vorgänger (nd auch nachfolger), ändert daran per se erstmal nichts.
Move over Kate[QUOTE]Bei solchen Aussagen frage ich mich zwangsläufig mit welchen maßstäben wir messen. [...] Der mann war Monarch und als solcher zwangsläufig ein Diktator ziemlich übler Sorte (Das ende der Monarchie in Europa ist die wichtigste Errungenschaft des letzten jahrhunderts!), die Tatsache, dass er intelligenter, gebildeter und auch fortschrittlicher war als alle Vorgänger (nd auch nachfolger), ändert daran per se erstmal nichts.[/QUOTE]

Maßstab kann nicht der heutige sein. Deine einschränkende Haltung liegt (auch) daran, dass Du Geschichte unter heutigen Wertmaßstäben interpretierst. Im europäischen Kontext des 18. Jahrhunderts war er fortschrittlich. Keiner möchte heute in den seinerzeitigen Verhältnissen leben - die aufgeklärten Europäer schauten damals aber mit Neid auf Preußen. Der deutsche Idealismus konnte nur hier entstehen. Religionsfreiheit etc. waren damals Güter, die man heute nicht mehr gleich interpretiert.
judgedreddMove over Kate

ich beuge mich deinem Gesagten auch!!
[QUOTE] Ich halte das noch nicht mal für Vorurteile, sondern allenfalls für Stereotypen. Stereotypen werden erst durch eine negative Wertung zum Vorurteil (Beispiel: Türken riechen immer nach Knoblauch). An und für sich sind Stereotypen überlebensnotwendig, da sie es dem Menschen erlauben, sich in einer überkomplexen Umwelt zurecht zu finden. Keiner denkt bei dem Satz "Dimitrios ist Grieche" an einen blonden blauäugigen Hühnen - wobei es bestimmt auch Griechen gibt, die so aussehen. In allen irgendwelchen Kulturen zugeschriebenen Eigenschaften steckt ein Funken Wahrheit - sonst gäbe es kein französisches "savoir vivre" (obwohl nicht alle Franzosen Baskenmütze tragen, Baguette futtern und Rotwein trinken) und keine englische Noblesse. Und solange man über die negativ besetzten Stereotypen lachen kann, halte ich es für unproblematisch. Ansonsten wäre auch jede Vorstellung von fremder Kultur ziemlich öde. [/QUOTE]
DarketMoK, ich selbst behaupte auch, dass man Wertmaßstäbe nicht universal auf heute übertragen darf. Aber ich finde es gerade in bezug auf Preußen immer wieder erschreckend wie da teilweise verherrlicht wird. Wenn wir andere historische Personen heranziehen, seien es Hitler, Ludwig XIV, Napoleon oder Katharina die Große, stellen wir uns in schöner Regelmäßigkeit hin und verdammen sie für ihre Taten (völlig zu recht!). Sie waren Diktatoren, grausam, absolut und schrecklich. Bei denen käme heute niemand auf die Idee das zu legitimieren in dem er sagt: Das war halt so und damals ganz normal!
War es zwar, aber das macht diese Personen und ihre Handlungen nicht besser.
Friedrich der Große ist ein klassisches beispiel wie jemand verklärt wird, der eigentlich auch nur ein kleines Stück besser war als die zuerst genannten.
judgedreddVergiß es nie: In Deutschland bist du ein Deutscher unter Millionen; im Ausland aber bist Du der Deutsche, nach dessen Worten und Taten der Fremde das Bild Deiner Nation formt.
Du sollst jenseits der Grenzen nichts tun, was Du auch zu Hause nicht tun darfst. Manche denken, im Ausland könne man über die Stränge schlagen, weil einen keiner kennt. Welcher Irrtum! Du wirst viel schärfer beobachtet als in der Heimat; beträgst Du Dich untadelig, so kannst Du Deinem Volk keinen größeren Dienst tun.

Bist Du unhöflich, formlos oder flegelhaft, so haben vor allem die zu leiden, die nach Dir kommen. Weißt Du, was man von Dir erwartet? Dass Du treu, fleißig, ehrlich, arbeitsam, und sauber bist, dass Du Sinn für die höheren Werte des Lebens hast, Dein Heim pflegst und manches andere mehr. Das ist sehr viel. Manches verzeiht man anderen Nationen, nur nicht der unseren. Wir haben keinen Grund deshalb zu murren.

Bist Du der törichten Ansicht, im Ausland sei alles schlechter als zu Hause, dann bleibe daheim; glaubst Du, in der Fremde sei alles besser, dann kehre nicht wieder zurück.

Du kennst die zwei Sorten von Mitmenschen: die einen, die das Fremde verhöhnen, weil sie es nicht verstehen — und die anderen, die das eigene Nest beschmutzen, um sich lieb Kind zu machen. Beide sind es gewesen, die den guten Ruf des Deutschen jenseits der Grenzen ruiniert haben. Es war nie eine Schande, Deutscher zu sein — aber gewiss war es auch nie ein Vorzug. Die Volkszugehörigkeit ist uns in die Wiege gelegt worden, und es ist nicht unser Verdienst, wenn sie bedeutende Männer der Vergangenheit vergoldet haben. Sich ihrer würdig zu erweisen, hat uns das Schicksal aufgetragen.

Dass Dir in der Heimat vieles besser gefällt als im Ausland, ist Dein gutes Recht. Aber dieses Recht darf auch der Fremde für sich beanspruchen. Glaube doch nicht, dass Dein Geschmack für alle anderen gälte! Vieles, was Dich in der Fremde zunächst verwundert, wirst Du im Laufe der Zeit verstehen lernen; was Dir aber unbegreiflich bleibt, nimm hin, wenn Du siehst, dass es anderen teuer ist.

Sei auf Reisen sparsam, aber nicht geizig; trinke weniger als der Gastgeber, damit Dir umso mehr Zeit bleibt, seine Gastlichkeit zu rühmen!

Der Deutsche reist gern und als Verbraucher ist er nicht unwillkommen. Er lässt gern etwas springen, denn wenn er mühsam das Jahr über als Angestellter, Beamter oder Arbeiter gespart hat, möchte er auch mal für ein paar Wochen Herr über Zeit und Geld sein. Aber hier eben liegt eine Gefahr. Mit seiner „Herrlichkeit" ist es meist nicht weit her, und so wird die große Geste leicht Angeberei, und wer gestern hundert Mark auf den Kopf gepocht hat, sucht heute das Geld am Trinkgeld zu sparen.

Tatst Du übrigens wirklich gut, Dir gestern einen Rausch anzutrinken? Vielleicht meinst Du, der Gastgeber hat es auch getan, aber ich sehe, Du wirst unsicher — über der letzten Stunde liegt ein gewisser undurchdringlicher Nebel. Weißt Du noch, was Du zuletzt gesagt hast? Die Deutschen, sagt man, seien unmäßig. Das ist leider wahr, und deshalb sind soviel Worte gesprochen worden, die dann später bitter bereut werden mussten.

Die Zeit
Darketjudge, es ist mir ja fast schon peinlich schon wieder rumzunörgeln, aber irgendwo finde ich die führung einer Diskussion auf Basis von haufenweise Fremdmaterial wenig produktiv.
judgedreddWo liegt das Problem, ob ich es mit eigenen Worten sagen würde oder nicht, ich bleibe trotzdem dem Thema treu.

Du und der Andere, habt ihr hier mit Preußen und was weiß ich angefangen.

BEi mir ist es so, ich habe die Texte gesammelt und ein Paar davon sind meine.

Aber ich äußere mich gewiss zum Thema. Curupira hat mir sogar Recht gegeben. Wo liegt das Problem?

Hat das mit Autoritätsführung zu tun vielleicht? Sthet es in Verbindung vielleicht mit dem Thema Ausländergewalt?
TimberwolfTypisch deutsch...

Minderwertigkeitskomplexe, weil Nicht-Deutsche die Deutschen angeblich alle für Nazis halten. ^^ Nicht doch...
judgedreddEs bedeutet im Positiven geordnete Verhältnisse, Arbeitsmoral, Absicherung, korrektes Verhalten, soziale Absicherung bis ins kleinste Detail, zuverlässige Beamten, aber auch wenig Humor uns Spontaneität. Die deutschen Autobahnen sind ein Ort, wo man die Eigenart des deutschen Bürgers erleben kann, die selten vom gegenseitigen Verständnis geprägt ist. Die erfolgreiche Komödie "Der bewegte Mann" kann in einem anderen Land kaum angenommen werden, diese Art von Humor ist anscheinend deutsch, was hier oft wenig Geschmack bedeutet.

Was einem das Leben hier betrübt, ist eben diese Humorlosigkeit, das Abkapseln der Nachbarn untereinander, die vielen Zivilprozesse unter Nachbarn, dass ein Toter in Hamburg einige Jahre unentdeckt in einem Wohnhaus liegen konnte. Daneben fällt noch das Jammern auf hohem Niveau auf, über das die östlichen Nachbarn nur den Kopf schütteln können. Insgesamt scheint trotz Wohlstands das Leben hierzulande wenig attraktiv zu sein. Reiche Ausländer setzen sich selten zur Ruhe in Deutschland, im Gegenteil, die Deutschen selbst bevölkern viele Länder. Anscheinend fühlen sie sich zu Hause selbst nicht wohl.
Move over KateWas mir das Leben hier betrübt (welch ein Satz) ist, dass Du, JudgeDredd, a) haufenweise unreflektiert Fremdmaterial rausbolzt, b) Argumente anderer ignorierst und c) die Diskussion damit nicht sonderlich voran bringst. Wenn Du es nicht verstanden hast, was ich oben mit Skandinaviern und Briten meinte: Wenn Menschen anderer Kulturen häufig eben jene Verhaltensweisen an den Tag legen, die Du als [I]typisch[/I] für die Deutschen ansiehst, dann sind sie nicht typisch deutsch - sondern allenfalls (nord-)europäisch... :rolleyes: Ich bezweifle ja nicht, dass es Stereotypen gibt - nur dass deine den "deutschen" Stereotypen gerecht werden. :D

Um es verständlich zu machen: "Perfektionistisch", "pünktlich" und "besserwisserisch" kann ich nachvollziehen - "beim Feiern betrunken" und "immer am Arsch tätschelnd" nicht. Vielleicht werden deine Beiträge aber auch nur einfach dann schwach, wenn Du eigene Überlegungen anstellen musst... ;)
curupiraDas einfachste wär es doch mal alle Vorurteile und Stereotypen der einzelnen Völker zu sammeln. Irgendwann würden wir feststellen das heutzutage kaum noch Unterschiede bestehen. Wir leben in einer Partygesellschaft wo es nur noch ums feiern und sonstwas geht, nachgedacht wird kaum noch. Aber wie schon von Move over Kate angesprochen das findest du auch in Frankreich,England, Spanien.... Der größte Teil der Menschheit ist so, nur auf den eigenen Lustgewinn ausgelegt. Du kannst nicht alle Deutschen verdammen, genausowenig wie du den Rest der Menschheit verdammen kannst. Das einzige was du tun kannst ist dir die Ausnahmen rauszusuchen.
Move over KateCurupira, ich schließe mich dir an - leider gehen in einer globalisierten Welt die Eigenarten der Kulturen immer mehr verloren - und damit auch die damit assoziierten Stereotypen, die ja die Eigenarten nur fokussieren. Ob man in Wien, Berlin, Straßburg oder London durch die Einkaufsmeilen zieht: H&M, Mac Donalds und wie sie alle heißen findet man überall. MTV infiltriert die Jugend weltweit, und CNN verbreitet seine "Wahrheiten" überall. Vielleicht haben sich die Europäer insgesamt dem amerikanischen Stereotypen angenähert - und sind allzu oberflächlich, verfressen und hedonistisch geworden. Die Unterschiede zwischen z. B. Engländern, Deutschen und Franzosen schleifen sich immer weiter ab. Ich persönlich finde das eher erschreckend - und bin froh für jeden regionalen Unterschied, den man noch findet.
TiberonWas will die "Kritik" hier überhaupt erreichen?
Das man in Italien anders lebt als hier, war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Ein Umstand, der im Übrigen viel mit dem Klima zu tun hat.

Wen es alles so sehr stört, ist es freigestellt, Deutschland zu verlassen. Und im Ernstfall, bist immernoch [b]Du[/b] Deutschland! Wenn der Michel soo Obrigkeitshörig ist, sollte es ja ein Leichtes sein, als Vorbild vorangehen zu können!
judgedredd@MoK
[QUOTE] Was mir das Leben hier betrübt (welch ein Satz) ist, dass Du, JudgeDredd, a) haufenweise unreflektiert Fremdmaterial rausbolzt, b) Argumente anderer ignorierst und c) die Diskussion damit nicht sonderlich voran bringst. Wenn Du es nicht verstanden hast, was ich oben mit Skandinaviern und Briten meinte: Wenn Menschen anderer Kulturen häufig eben jene Verhaltensweisen an den Tag legen, die Du als typisch für die Deutschen ansiehst, dann sind sie nicht typisch deutsch - sondern allenfalls (nord-)europäisch... Ich bezweifle ja nicht, dass es Stereotypen gibt - nur dass deine den "deutschen" Stereotypen gerecht werden.

Um es verständlich zu machen: "Perfektionistisch", "pünktlich" und "besserwisserisch" kann ich nachvollziehen - "beim Feiern betrunken" und "immer am Arsch tätschelnd" nicht. Vielleicht werden deine Beiträge aber auch nur einfach dann schwach, wenn Du eigene Überlegungen anstellen musst... [/QUOTE]
Was mir das Leben hier betrübt ist, dass du nicht weißt wovon du sprichst. Pünktlichkeit zum Beispiel war immer eine Eigenschaft die eher den Engländern zugeschrieben wurde. Nach deiner Schlussfolgerung müsste diese Eigenschaft dann ALLENFALLS englisch sein!

Zweitens, hinsichtlich der Eigenschaft „beim Feiern betrunken“, du streitest sie ab, ohne Begründung. Du äußerst nur eine Meinung, das heißt deine Aussage ist rein subjektiv, sie wird nicht von Gegebenheiten unterstützt. Es spricht vieles dafür, dass diese Eigenschaft durchaus typisch deutsch ist, und ebenfalls nordeuropäisch!

Wir brauchen keine Statistiken aufzugreifen; was war mit der letzten Fußball- Weltmeisterschaft? Ohne Alkohol läuft es bei den Deutschen nicht. Die Tatsache dass wir Bier-Weltmeister sind, das sagt schon alles. Was ist mit Ballermann? Da läuft mehr als nur „Arsch tätschelnd“ oder? Was ist mit Oktoberfest? Was ist mit den ganzen Kirmes und Stadtfeste überall? Was ist mit Karneval? Was zeigt uns immer die TV? Krankenwagen überall bereit um die Alkoholleichen zu sammeln? Was ist mit den anerkannten Clubs wie Klapsmühle, Wiener Steffi und allen Poppstefies hier in Deutschland?

Die Musik sagt schon alles. „Maya hi maya ho“ war in Deutschland, Österreich und den Schweiz die NR. 1, fünf Wochen lang. Gott sei Dank, die Engländer oder die Holländer steigen nicht so tief ab. Dj Ötzi und Co, sagt schon alles, was typisch deutsch heißen soll. Da die Musik so weit nach unten abgestiegen ist, dass konnte nur hier in Deutschland passieren!

Deshalb wenn du das nächste Mal etwas kritisieren möchtest, dann solltest du lieber deine Hausaufgaben vorher machen!!
Nnordyjudge, Dein 'nur die Deutschen sind immer besoffen und benehmen sich daneben' ist wirklich hochkarätiger Käse. KLAR, die ganzen Besoffenen auf dem Oktoberfest sind natürlich alles ausschließlich Deutsche - wie naiv bist Du denn eigentlich? Dann geh doch mal aufs Oktoberfest und gucke wer da so alles besoffen durch die Gegend fällt, und Du wirst feststellen daß darunter ein Haufen Engländer und Amerikaner sind, die es genießen, hier in Deutschland in aller Öffentlichkeit und auch nach 23.00 noch Alkohol trinken zu dürfen, was man ja in GB bekanntermaßen dank Sperrstunde in Kneipen nicht kann... Was dem Deutschen das Bier, ist dem Schotten der Whisky. In meiner Zeit in Schottland habe ich jede Menge betrunkene Schotten (Nachmittags um 16.00 im Pub gegenüber) erlebt, am Abend betrunkene Engländer auf Urlaub in Schottland. Und was sagt mir das jetzt?
Auf dem Ballermann hoolen die Briten genauso rum wie die Deutschen - womit ich nicht abstreiten möchte, daß sich deutsche Touristen oftmals daneben benehmen und zu viel trinken, aber gerade die Briten wegen der besagten Sperrstunde oder auch die Amerikaner wegen des Verbots von Alkohol in der Öffentlichkeit nehmen sich in diesem Punkt nicht viel. Das habe ich nicht zuletzt auf meiner damaligen Klassenfahrt in Berlin (1991) erleben dürfen, war echt toll. :rolleyes:
MOK bestritt allenfalls Deinen Anspruch, daß Betrunkensein nur typisch deutsch sei, und zwar völlig zu Recht. Wie gesagt, ich habe genug Beispiele erlebt, bei denen Angehörige anderer Nationen sich dergestalt alkoholisiert daneben benommen haben, und ich wehre mich auch entschieden gegen Deinen intendierten Vorwurf, eine typisch deutsche Eigenschaft sei der Alkoholismus. (Du hast Deinen Absolutheitsanspruch an einem einzigen empirischen Beispiel aus Deinem unmittelbaren Beobachtungsfeld fest gemacht, und erhebst es zur Doktrin? Und das ist auch noch Dein voller Ernst? Wie arrogant ist das eigentlich????) Das mir, wo ich einmal im Monat Alkohol trinke, aber der Weg zum Alkoholiker ist mir ja - zumindest laut Deinen Ansichten hier - vorbestimmt und dank Nationalität in die Wiege gelegt. Oder werde ich vielleicht die eine Ausnahme sein?
Nein, wirklich, so ein Quatsch. Besoffensein ist keine genuine Volkseigenschaft, sondern allenfalls ein einzelner individueller Zustand. Wenn Du das nicht unterscheiden kannst, bist Du derjenige, der seine Hausaufgaben nicht gemacht hat (was ich ohnehin denke, weil, wie auch MOK schon sagte, ich von Dir hier ständig nur Fremdmaterial - meist noch ohne Quellenangabe - aus dem Zusammenhang gerissen lese und nicht weiß, was Du uns damit eigentlich sagen möchtest. Wenn Du hier nur Deine fest angenommen Stereotypen zementieren willst, poste doch nicht im Kaiser...)
judgedreddIch verstehe nicht was du damit erreichen willst. Wer sagt, dass ich über Alle spreche? Stereotypen entstehen durch eine Häufigkeit von Wiederholungen. Nicht alle Deutschen sind grimmig oder pünktlich.

Also was ist der Zweck deiner Kritik?

Wie oft sieht man in der Bahn abends Menschen mit einer Flasche Bier in der Hand? Ich behaupte nicht, dass die Alkoholiker sind, aber dieses Bild, siehst du in Italien, Spanien und Griechenland nicht. Und der Umgang mit Alkohol ist in diesen Ländern anderes als bei den Deutschen.

Und Deutschland war in den 60en und 70en anderes, was den Alkohol betrifft. Ich meine, dass wir Bier-Weltmeister sind, das sagt schon alles, was willst du mir erzählen?

Guckst du hier: Die Deutschen trinken ihr Nationalgetränk nicht mehr. Zwischen 1997 und 2002 sank der durchschnittliche Bierkonsum pro Kopf um 7,4 Prozent auf 121 Liter pro Jahr. (deutsche World)

Also ob du es willst oder nicht, diese 121 Liter betreffen dich direkt, auch wenn du garnichts trinkst!!!:q

Das zum Thema Hausaufgaben!!!!!!
Tiberon[QUOTE][i]Original geschrieben von judgedredd [/i]
[B]...
Also was ist der Zweck deiner Kritik?

Wie oft sieht man in der Bahn abends Menschen mit einer Flasche Bier in der Hand?[/B][/QUOTE]Nie.

Und bevor du einen Ball zurückspielst, solltest du ihn fangen. Antworte erstmal auf die offenen Punkte (oder findet sich dazu nichts, daß man mit strg+c/v hier rein bekommt?)
judgedredd[QUOTE][i]Original geschrieben von Tiberon [/i]
[B]Nie.

Und bevor du einen Ball zurückspielst, solltest du ihn fangen. Antworte erstmal auf die offenen Punkte (oder findet sich dazu nichts, daß man mit strg+c/v hier rein bekommt?) [/B][/QUOTE]
Halloooo 121 Liter Bier??? Mach die Augen auf!!
[IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/boese/raketen.gif[/IMG]

Übrigens zu dem Strg/V: Augen aufmachen:

Zur Zeit sind 2,5 Millionen Bundesbürger alkoholabhängig. Damit ist klar, dass Alkohol ein großes Problem für den Menschen und die Gesellschaft ist. Aber wo genau liegen die Gefahren? In diesem Bericht werden aus verschiedenen Quellen jede Menge Fakten zitiert. Dabei wurde auf Kommentare verzichtet. Die Zitate sollen für sich sprechen...

ACHTUNG: Zum Teil finden sich hier widersprüchliche Zahlen! Hier kann man evtl. erkennen, wie mit Zahlen Politik gemacht wird.

Zahlen, Zahlen, Zahlen
"1,6 Millionen Menschen in Deutschland sind alkoholabhängig. 42 000 Menschen sterben jährlich an den direkten oder indirekten Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum. Darauf weist das Deutsche Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) in Bad Aachen hin. Dabei beruft es sich auf eine Studie des Bundesministeriums für Gesundheit. Demnach beläuft sich der volkswirtschaftliche Schaden durch Alkohol auf 40 Milliarden Mark pro Jahr." {8}

"Vergleichszahlen der Sucht im Report für 1990 der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren: 1,5 bis 1,8 Millionen Alkoholkranke, 450.000 bis 800.000 Medikamentenabhängige, 60.000 bis 80.000 Drogenabhängige (Heroin, Kokain).

"In Frankreich trinkt jeder Erwachsene jeden Tag durchschnittlich 64 Gramm reinen Alkohol - das sind rund sechs Gläser Wein. [...] 1994 trank der Deutsche durchschnittlich 24,2 Gramm täglich." {1,38}

"Mit durchschnittlich zwölf Litern reinen Alkohol pro Jahr liegt der deutsche Konsum in Europa neben Frankreich an der Spitze. Nach vorsichtigen Schätzungen machen die Kosten des Alkoholkonsums für die Gesellschaft ungefähr das Doppelte der jährlich rund zwanzig Milliarden aus, welche die Branntweinsteuer dem Staat einträgt. [...] Jede sechste Kündigung hat mit Alkohol zu tun, mindestens ein Viertel aller Unfälle kommen unter Alkoholeinwirkung zustande, und zwar am Arbeitsplatz wie auf der Straße. Die Zahl der Abhängigen wird 1995 auf rund zweieinhalb Millionen Menschen geschätzt; doppelt so viele Menschen wird zwar nicht süchtig, schaden aber durch den Alkoholkonsum ihrer Gesundheit." {1, 56}

Würden sich alle Alkoholiker in Deutschland die Hände reichen und eine Menschenschlange bilden, so wäre sie 2.500.000 Meter lang, das sind 2.500 Kilometer. Die Menschenkette würde also von Lissabon bis Budapest reichen bzw. von Göteborg bis Tunis.

[IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/frech/aetschschild.gif[/IMG][IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/frech/ouch.gif[/IMG][IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/frech/hintern.gif[/IMG]
judgedreddEtwas aktueller:

Heute ist das Krankheitsbild des Alkoholismus gut untersucht und gilt als die folgenschwerste Suchtkrankheit. In Deutschland werden pro Jahr etwa 40 000 Alkoholtote gezählt, laut Statistik sind 2,5 Millionen Menschen alkoholabhängig und 600 000 bis 1 Million gelten als Alkoholiker. (2000)

Jeder Deutsche trank im Jahr 2000 im Durchschnitt:

Bier 125,5 Lit.
Wein 19,5 Liter
Sekt 4,1 Liter
Spirituosen 5,8 Liter

Bitte zusamenrechnen und dann sehen wir ob manche Stereotypen zementiert werden!!!
Herr JiskaBeträgt die Spannwite des Durchschnittsalkoholikers bloß einen Meter?
judgedreddHA, HA, ja, sie sind geschrumpft!
Move over Kate[QUOTE]Die Musik sagt schon alles. „Maya hi maya ho“ war in Deutschland, Österreich und den Schweiz die NR. 1, fünf Wochen lang. Gott sei Dank, die Engländer oder die Holländer steigen nicht so tief ab. Dj Ötzi und Co, sagt schon alles, was typisch deutsch heißen soll. Da die Musik so weit nach unten abgestiegen ist, dass konnte nur hier in Deutschland passieren! [/QUOTE]

Nö, offensichtlich passierte es neben Deutschland auch in der Schweiz und in Österreich. Womit die Aussage "dass konnte nur hier in Deutschland passieren" widerlegt wäre. Ich weiß ja nicht, was Du so in Bologna treibst. Wenn Du studierst, hast Du Logik sicherlich nicht belegt. :D :p Außerdem frag ich mich, warum gerade in Großbritannien, dem Mutterland des Goth, in vielen Clubs überproportional viele deutsche Acts gespielt werden... Wahrscheinlich, weil die Musik hier so beschissen ist...


[QUOTE]Pünktlichkeit zum Beispiel war immer eine Eigenschaft die eher den Engländern zugeschrieben wurde.[/QUOTE]

Ja? Dann wirf doch mal einen Blick in deine Eröffnung dieses Threads.

Deine "Fakten" sind ohne richtige Interpretation gar nix wert. Nehmen wir das Beispiel Champagner aus Wikipedia.de. Da heißt es:

[QUOTE]Mit ca. 60% der Abnahmemenge bleibt Frankreich nach wie vor der größte Abnehmer. 25% gehen in die übrigen EU-Länder, und 15% werden in den Rest der Welt exportiert. Die größten Abnehmerländer sind Großbritannien (34 Mio. Flaschen), die USA (20 Millionen) und Deutschland (11 Millionen). Wachsende Bedeutung genießen Russland, Japan und China.[/QUOTE]

Daraus folgern wir in Judge Dredd Manier:

a) Die Franzosen konsumieren den meisten Champagner
b) Champagner wird häufig in Bordellen konsumiert

c) Franzosen gehen häufiger in Bordelle als Deutsche.

Na, ist das eine überzeugende Beweisführung? :D
Move over KateAch so, fällt mir gerade zum Thema Stereotypen ein:

[QUOTE]Wie lautet der Titel des dünnsten Buches in jeder öffentlichen Bibliothek?[/QUOTE]

[I]Italienische Heldensagen...[/I] (Grüße nach Bologna!)
NnordyDer Zweck meiner Kritik ist, daß Du nicht zulässige Absolutheitsansprüche aufstellst.
Der Zweck meiner Kritik ist, Dir aufzuzeigen, daß Du völlig falsche Kausalzusammenhänge herstellst.
Der Zweck meiner Kritik ist, Dir zu zeigen, daß Du hier zum Teil äußerst arrogant Leute abkanzelst und überhaupt keine Kritik an Deinen Aussagen (so Du denn mal eigene machst...) zulässt, sondern den Leute vorwirfst, sie würden 'ihre Hausaufgaben nicht machen'.


Und nochmal: Was soll mir das jetzt sagen? Daß ich als Deutscher ein verkappter Alkoholiker bin, selbst wenn ich nix trinke? Daß 3% aller Einwohner der BRD Alkoholiker sind (ohne Dunkelziffer)? Alkoholismus ist bekanntlich eine Sucht bzw. eine Krankheit. Willst Du jetzt daraus ableiten, eine genuin deutsche Eigenschaft wäre der Hang zur Sucht, im speziellen nach Alkohol? Was ist mit den Millionen von Kaffee, Tee, Tabak-Süchtigen - gibts die auch hauptsächlich in Deutschland? Oder sind das nur die Briten, mit ihrer 'Tea-time'?
judge, Du stellst völlig willkürlich Kausalzusammenhänge auf, die nicht existieren. Man könnte allenfalls noch fragen, warum so viele Deutsche Alkoholiker sind - aber dann kannst Du genausogut fragen, warum die Selbstmordquote in skandinavischen Ländern im Vergleich so hoch ist... Dann kämen wir zu charakterlichen Eigenschaften - möglicherweise.
judgedredd[QUOTE] Nö, offensichtlich passierte es neben Deutschland auch in der Schweiz und in Österreich. Womit die Aussage "dass konnte nur hier in Deutschland passieren" widerlegt wäre. Ich weiß ja nicht, was Du so in Bologna treibst. Wenn Du studierst, hast Du Logik sicherlich nicht belegt. Außerdem frag ich mich, warum gerade in Großbritannien, dem Mutterland des Goth, in vielen Clubs überproportional viele deutsche Acts gespielt werden... Wahrscheinlich, weil die Musik hier so beschissen ist... [/QUOTE]
IST SIE AUCH! Wo sind die internationalen Erfolge der Deutschen? Nena, Modern Talking, Sandra und noch ein Paar und das wars. Die Engländer im Vergleich haben in der Hinsicht viel geschafft, NAMEN zu nennen wäre hier unangebracht und für das Land Deutschland erniedrigend!!

Achso, stimmts, ich habe die großen Namen der deutsche Musik als Vertretung für die Eurovision vergessen zu erwähnen. Stefan Raab und Co. Wowwwwwwwww was für eine Schande!!! Buuuhhh!!! Und das schlimmste von dir ist, du besitzt die Frechheit England mit Deutschland zu vergleichen, was die Musik anbelangt. Wie degradierend!!!

Was du nicht kapieren willst, da du Logik ansprichst, das Thema heißt „typisch Deutsch“. Das heißt nicht, dass typisch Deutsch auch nicht das typisch Österreichisch oder typisch Schweizerisch sein kann. Ähnlichkeiten existieren. Wenn eine Eigenschaft bzw. ein Stereotyp auch andere Länder anbelangt, dann wo liegt das Problem. Sind diese Eigenschaften nur für Deutschland reserviert oder wie? Wie du auch am Anfang geschrieben hast: Dimitrios der Grieche hat eindeutig schwarzes Haar, nicht alle Griechen sind so, aber das ist ein Stereotyp. Nicht nur die Deutschen sind blauäugig, die Österreicher auch. Also wovon redest du überhaupt? Dass im Keller Licht brennt, dass weißt jeder!!

Und was die Fakten aus den von dir gewonnenen Daten betrifft, dann gilt ganz einfach der Punkt a. Deshalb sind sie an der Spitze.

@Nnordy ich würde mal vorschlagen gehe mal einen Lexikon kaufen und sieh was typisch heißt. Ich erkläre dir was atypisch heißt: von der Regel abweichend!

Ich behaupte hier nicht, dass es keine Ausnahmen existieren. Nicht alle Deutschen sind Blauäugig. Aber die Tatsache, dass in Deutschland so viel getrunken wird, ist es eine TATSACHE. Und daraus entsteht mal TYPISCH? Kapisch??
judgedreddWas nutzt Fleiß, Genauigkeit, Pünktlichkeit, Ordnungsliebe, Qualitätsarbeit, Resistent gegen Bestechungsgelder, Glaubwürdigkeit, Verbindlichkeit, wenn typische Eigenschaften wie Zufriedenheit, glücklicher werden, Zusammenhalt in der Familie, Fröhlich sein usw. nicht existieren.

Die Deutschen sind bestrafft. Deshalb verschwinden alle positiven Eigenschaften was die Seele betrifft. Sogar die Musik und der Humor sind grausam. Was bleibt noch übrig vom Alltag.

Das Glas bleibt immer halb leer bis in die Ewigkeit!!

Auch wenn man anderen Europäer zur Vergleich zieht. Die Summe allen negativen Eigenschaften gehört eindeutig den Deutschen!!
DarketDa dieser Thread offenbar keinen anderen Sinn hat als die meinung des Erstellers auf Biegen und brechen zu bestätigen, selbst wenn die Gegenargumente nur so auf ihn einprasseln (und abprallen). Da dies in keiner Weise Grundlage einer Diskussion sein kann, gehört der Thread folglich nicht in ein Diskussionsforum und wird dementsprechend geschlossen.

Gruß

darket

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