| ange gardien | Wie jedes Jahr zu Ostern versammelt sich wieder eine ( immer kleiner werdende ) Gruppe friedensbewegter Ostermarschierer um gegen die Bundeswehr, die NATO - kurzum das Böse schlechthin zu demonstrieren. So z.B. auch in Ulm [QUOTE]Ulm - Der Protest gegen Bundeswehreinsätze im Ausland steht im Mittelpunkt der diesjährigen Ostermärsche in Baden-Württemberg. Der zentrale Umzug am Ostersamstag in Ulm beginnt an der dortigen Wilhelmsburgkaserne, dem Sitz des Bundeswehr-Kommandos Operative Führung Einsatzkräfte. "Dies steht für Auslandseinsätze", sagte Dieter Lachenmayer, der Sprecher des Friedensnetzwerkes Baden- Württemberg. [/QUOTE] Quelle: Stuttgarter Zeitung online. Zur Gleichen Zeit geht der Völkermord, der von arabischen Milizen an der schwarzen Bevölkerung im Sudan begangen wird, unentwegt weiter. Da in der sudanesischen Region Darfur nicht mehr viele Schwarze zum abschlachten übrig sind, gehen die Übergriffe im Nachbarland Tschad weiter. Unterstützt werden die Mörderbanden von der islamischen Regierung des Sudan, die wiederum mit Waffen und Geld aus Saudi Arabien und China unterstützt wird ( China hat großes Interesse an der rohstoffreichen Region Darfur ). Vor einiger Zeit versprach die sudanesische Regierung der UNO gegen die Milizen vorzugehen. Passiert ist selbstverständlich nichts. Die UNO konnte sich ( unter dem Druck Chinas ) nicht einmal dazu durchringen das Abschlachten der schwarzafrikanischen Bevölkerung als Genozid zu bezeichnen. Ich vermisse unsere friedensbewegten vor den Botschaften des Sudan, Saudi Arabiens und Chinas. Oder hab ich da einfach was verpasst? Statt dessen wird lieber gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr demonstriert, deren Soldaten in Afghanistan und im Kosovo ihr Leben riskieren um den Menschen wieder so etwas wie Sicherheit und Normalität zu bringen. Man könnte speien, angesichts dieser Heuchelei ( oder ist es einfach nur Dummheit und Ignoranz? ) [URL=http://hrw.org/german/docs/2004/06/21/sudan8941.htm]Zur Lage in Darfur[/URL] |
| darkmav | @ ange gardien: Laß doch die Friedensheinis demonstrieren! Glaube nicht, daß die Ostermärsche noch nennenswerte Beachtung in der Bevölkerung erfahren. Es gibt halt einige Unverbesserliche, die meinen, ständig das Peace-Zeichen zur Schau stellen zu müssen, und die Pace-Fahne in den Wind hängen zu müssen... Diese Hippies finde ich irgendwie auch putzig... Mit ihrer weltfremden Attitüde und ihrer Naivität wirken sie in der heutigen Welt wie Wesen von einem anderen Stern. Was ich schon bedenklicher finde, ist wenn sich etablierte Parteien mit den Ostermärschlern solidarisieren (wobei ich mal die "Linke" mal nicht als etablierte Partei sehe). Habe keine Bilder von den diesjährigen Ostermärschen gesehen... Gab es auch Partei-Banner zu bestaunen? Zum Rest Deines Postings: völlige Zustimmung von mir. |
| IrishAngel | Ich sehe die Ostermärsche zweigeteilt . Ich erkenne schon einen sinn in ihnen ,nämlich den willen nach frieden und ruhe ,aber was daraus gemacht wird ist falsch . Und ich denke grade die Bundeswehr ist einfach nötig ,im In und Ausland(vorallem bedenkt mal das die BW nur als Sanitätseinheiten und für bestimmte missionen da sind ,nich zum abschlachten). Aber alles was nach millitär aussieht ist für einen friedensaktivisten Mörderbande. Es könnte ja frieden geben ,würden nicht manche mit waffengewalt versuchen uns ändern zu wollen/ausrotten wollen. In Europa wirds so schnell keine Kriege mehr geben ,wir haben es satt uns auf den Schlachtfeldern umzubringen für Meinungsverschiedenheiten oder Weltansichten ,sogar der Norden meiner Heimat und das Baskenland sind einigermassen friedliche zonen geworden. Aber in einigen Ländern gelten noch die Traditionen des Krieges&Mordes,seie es um familienehre wiederherzustellen ,sich sein recht zu nehmen oder um zu zeigen wer der vermeintlich grössere ist . Wir können schon happy sein dass die Arabischen Länder untereinander probleme haben sons würds bald wieder knallen auf dieser Erde. Ich verstehe jeden der den Wunsch nach Frieden in sich trägt ,aber man darf nicht so Weltfremd sein zu Glauben das nur die Bösen Amis und ihre ´vasallen´ den weltfrieden stören würden. |
| Apex | Wer glaubt, dass die Auslandseinsätze der Bundeswehr (oder auch UNO-Friedensmissionen) dazu da sind, um den Menschen in den betroffenen Ländern zu helfen oder schlicht und einfach nur "Gutes" zu tun, folgt in meinen Augen einer zutiefst naiven Sichtweise. Sicherlich mag es die persönliche Intention eines Soldaten sein, den menschen dort zu helfen, im Sinne des Auftraggebers ist es sicher nicht. Die Auslandsmissionen werden nicht gestartet um Menschen zu helfen sondern um primär eigene Interessen zu vertreten. Ich will gar nicht bestreiten, dass Auslandseinsätze nötig sein können, bei Naturkatastrophen, drohendem Genozid, zum Schutz von Zivilisten etc., nur ist die Realität eben so, dass Auslandseinsätze dazu da sind um Absatzmärkte, Rohstoffquellen, befreundete Regierungen (unabhängig von deren Verbrechen) etc. zu erhalten und zu schützen und dass dann unter einem humanitären Deckmäntelchen. Ich denke, unter einem solchen Gesichtspunkt machen die Ostermärsche durchaus noch Sinn. |
| ange gardien | Welche Absatzmärkte und Rohstoffquellen verteidigt die Bundeswehr denn in Afghanistan und im Kosovo? Das einzigste Exportgut Afghanistans das mir spontan einfällt ist Opium.Von der Pipeline die durch Afghanistan nach Pakistan gelegt wird profitiert die BRD kein bisschen. Der Kosovo als Absatzmarkt? Höchstens für geklaute Autos. Afrika ( wo es in Zukunft Auslandseinsätze geben könnte )ist zwar reich an Rohstoffen, diese Rohstoffe verkaufen uns die Afrikaner aber schon so zu spottpreisen, egal wer da an der Regierung sitzt. Da stehen die Kosten und Risiken eines Militäreinsatzes in keinem Verhältnis zum zusätzlichen Nutzen den man eventuell hätte. Andere Länder verfolgen durchaus Eigeninteressen bei Auslandseinsätzen, die deutsche Regierung ist dafür viel zu naiv.Deshalb entbehrt es für mich nicht einer gewissen Komik ausgerechnet vor Bundeswehrkasernen zu demonstrieren. Aber mit einer realitätsbezogenen Betrachtung der Dinge hatte es die Friedensbewegung in Deutschland noch nie so. |
| Seneca | ...Man vergesse dabei auch nicht, wie "brutal" unsere "wirtschaftlichen Interessen" in Somalia durchgesetzt wurde...! Dieser Vorwurf wirkt wirklich lächerlich...wenn dem so wäre, hätte man erst recht im Irak mitgemischt...! |
| Apex | [QUOTE]Welche Absatzmärkte und Rohstoffquellen verteidigt die Bundeswehr denn in Afghanistan und im Kosovo?[/QUOTE] In Afghanistan sind wir ja nur eine Ordnungsmacht, welche die Ordnung aufrecht erhalten soll, die die USA durchgesetzt haben. Es ist ja nun nicht so, dass ich bestreiten will, dass die Bundeswehr dort gute Arbeit leistet. Nur empfinde ich es als heuchlerisch zu sagen, dass man dort ja nur helfen will. Wo war denn die Hilfe während der sechs Jahre Terrorherrschaft? Nicht nur, dass man nicht eingegriffen hat, man hat sogar begonnen wirtschaftliche Kontakte zu den Taliban zu knüpfen (ja, auch in Afghanistan gibt es unerschlossene Erdgas- und Erdölvorkommen). Ohne den 11. September würde sich Deutschland doch heute noch einen Dreck darum kümmern, was da unten passiert. Was die wirtschaftlichen Ergebnisse des Kosovo-Krieges angeht...nun die Aktienkurse der großen deutschen Rüstungsbetriebe waren nach 11 Wochen Krieg im siebten Himmel. [QUOTE]...Man vergesse dabei auch nicht, wie "brutal" unsere "wirtschaftlichen Interessen" in Somalia durchgesetzt wurde...![/QUOTE] Nun, es ist ja nicht so, dass Deutschland erst seit gestern nach einem Sitz im UNO-Sicherheitsrat strebt. Wenn man sich da etwas lieb Kind machen kann, ist das doch ganz gut...vom steigenden internationalen Ansehen ganz zu schweigen. Nicht falsch verstehen, ich bin nicht der Meinung, dass es unbedingt falsch ist, dass die Bundeswehr humanitäre Arbeit leistet (auch wenn ich der Meinung bin, dass so manche Friedensorganisation das besser kann, nicht zuletzt weil sie meistens schon da sind bevor die BRD überhaupt mitbekommt, dass da was net stimmt) aber ich verwehre mich gegen die Aussage, dass wir das nur aus reiner Menschenfreundlichkeit tun. |
| ange gardien | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] Wo war denn die Hilfe während der sechs Jahre Terrorherrschaft? Nicht nur, dass man nicht eingegriffen hat, man hat sogar begonnen wirtschaftliche Kontakte zu den Taliban zu knüpfen (ja, auch in Afghanistan gibt es unerschlossene Erdgas- und Erdölvorkommen). Ohne den 11. September würde sich Deutschland doch heute noch einen Dreck darum kümmern, was da unten passiert. [/QUOTE] Was hätte Deutschland denn im Alleingang machen können? Unsere Lufttransportkapazitäten reichen doch heute schon nicht aus um die wenigen ISAF Truppen in Afghanistan zu versorgen. Außerdem hätte ich das Geschrei der Friedensbewegung ( die beim Thema Taliban auch recht zurückhaltend war ) mal sehen wollen, wenn deutsche Flugzeuge Einrichtungen der Taliban bombardiert hätten. Von wirtschaftlichen Kontakten, die die Bundesregierung mit den Taliban geknüpft hat ist mir nichts bekannt, wobei ich das nicht ausschließen kann. Kontakte gab es durch Privatfirmen, von denen es ja leider immer einige gibt, die bei sowas eine unrühmlich Rolle spielen. Es gab politische Kontakte, vor allem was die Situation der Rechte von Frauen und Mädchen in Afghanistan anging. Möglich das hier ( wie so oft ) das Scheckbuch gezückt wurde um sich Zugeständnisse zu erkaufen. Meines Wissens hatte der BND Kontakte zu den Taliban Gegnern, die auch inoffiziell unterstützt wurden. Da gab es sogar vor Jahren mal einen Bericht im Weltspiegel. [QUOTE] Was die wirtschaftlichen Ergebnisse des Kosovo-Krieges angeht...nun die Aktienkurse der großen deutschen Rüstungsbetriebe waren nach 11 Wochen Krieg im siebten Himmel.[/QUOTE] Die können aber an der Bundeswehr nicht viel verdient haben. Die Tornados der Luftwaffe haben im Einsatz über Jugoslawien 244 HARM Antiradarraketen zur Niederhaltung der serbischen Luftabwehr abgeschossen. Hersteller der HARM: Texas Instruments. Außerdem soll ein Tornado im Luftkampf mit einer serbischen Mig eine Sidewinderrakete abgeschossen haben ( was aber von offizieller Seite stets dementiert wurde ) - ebenfalls eine amerikanische Rakete. Bei den Umsätzen der deutschen Rüstungsindustrie dürfte es sich hauptsächlich um Verkäufe an Natopartner handeln. Die hätte es aber auch ohne Bundeswehreinsatz gegeben. [QUOTE] aber ich verwehre mich gegen die Aussage, dass wir das nur aus reiner Menschenfreundlichkeit tun. [/QUOTE] Nein, es geschiet auch aus Profilierungssucht unserer Politiker heraus. Das ändert aber nichts an der Tatsache das es, angesichts der politischen Weltlage, absolut lächerlich und ( ob vorsätzlich oder aus Naivität heraus ) einseitig ist ausgerechnet vor einer Bundeswehrkaserne zu demonstrieren. |
| Kampfsau | [QUOTE]Nicht falsch verstehen, ich bin nicht der Meinung, dass es unbedingt falsch ist, dass die Bundeswehr humanitäre Arbeit leistet (auch wenn ich der Meinung bin, dass so manche Friedensorganisation das besser kann, nicht zuletzt weil sie meistens schon da sind bevor die BRD überhaupt mitbekommt, dass da was net stimmt) aber ich verwehre mich gegen die Aussage, dass wir das nur aus reiner Menschenfreundlichkeit tun.[/QUOTE] Friedensorganisationen können wirklich viel helfen,doch wenn es mal wirklich brenzlig wird,dann verschwinden die auch.Das kann ich auch verstehen,es sind halt keine bewaffneten und ausgebildeten Soldaten.Sie können sich nicht wehren. In der Hinsicht kann man nur mit dem Militär eingreifen und seine Interessen durchsetzen.Das diese nicht ganz uneigennützig eingesetzt werden,ist natürlich klar. Es kommt halt darauf an,was man bereit ist zu opfern.Momentan gibt es sicherlich zig oder hunderte auch gewaltätige Konflikte Weltweit,man kann nicht überall eingreifen. Und jeder Einsatz kostet Geld und Menschenleben.Es gibt auch schon verkrüppelte oder tote deutsche Soldaten.Ich würde auch nicht meine Gesundheit und mein Leben für Leute hinhalten,die eigentlich weniger mit mir zu tun haben. Trotzdem denke ich,dass Ideale und Rechte ohne Macht sinnlos sind.Wie will man diese sonst verteidigen?Vielleicht nicht bald,doch wahrscheinlich noch in diesem Jahrhundert müssen wir damit rechnen,dass der Krieg auch direkt zu uns nach Deutschland kommen kann.Dann müssen wir damit rechnen,dass auch wir kämpfen und unser Leben einsetzen müssen.Dann sind wir froh,dass wir militärische Streitkräfte und Polizisten haben. [QUOTE] aber ich verwehre mich gegen die Aussage, dass wir das nur aus reiner Menschenfreundlichkeit tun.[/QUOTE] Sicher doch,Hilfsorganisationen hängen auch oft von Spenden ab. Trotzdem wäre ich mich z.B. gegen die Aussage,dass Soldaten alle Mörder sind. Außerdem helfen die Soldaten der Bevölkerung bei ihren Auslandsmissionen eher,als dass sie Schaden anrichten,wenn man jetzt von von einigen schwarzen Schafen in der Armee absieht. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i] Welche Absatzmärkte und Rohstoffquellen verteidigt die Bundeswehr denn in Afghanistan und im Kosovo? Das einzigste Exportgut Afghanistans das mir spontan einfällt ist Opium. [/QUOTE]Und da gibt es nicht wenige, die daran Unsummen verdienen. [QUOTE]Von der Pipeline die durch Afghanistan nach Pakistan gelegt wird profitiert die BRD kein bisschen. [/QUOTE]Denn die Lieferung von Öl mit Öltankern (egal unter welcher Flagge die fahren) lehnen wir strikt ab. [QUOTE]Der Kosovo als Absatzmarkt? Höchstens für geklaute Autos. [/QUOTE]Menschen, denen es dreckig geht, kann man immer was verkaufen, und wenn es Kredite zu miserablen Konditionen sind. [QUOTE]Afrika ( wo es in Zukunft Auslandseinsätze geben könnte )ist zwar reich an Rohstoffen, diese Rohstoffe verkaufen uns die Afrikaner aber schon so zu spottpreisen, egal wer da an der Regierung sitzt. [/QUOTE]Regierungen, die diesen Zustand ändern wollen, sind uns aber sicher nicht so egal. Wie das Beispiel Venezuela zeigt, knausern diverse deutsche Stiftungen nicht mit ein paar Milliönchen, wenn es um die Sicherung der eigenen Interessen geht. [QUOTE]Da stehen die Kosten und Risiken eines Militäreinsatzes in keinem Verhältnis zum zusätzlichen Nutzen den man eventuell hätte. [/QUOTE]Mal abgesehen von menschlichen Opfern sind Militäreinsätze immer gut für die Rüstungsindustrie. Die Steuerzahler werden's schon finanzieren, und sei es über Neuverschuldung ... [QUOTE]Andere Länder verfolgen durchaus Eigeninteressen bei Auslandseinsätzen, die deutsche Regierung ist dafür viel zu naiv. [/QUOTE]Oder du bist zu naiv? Zum Beispiel lassen sich in Afrika horrende Profite erzielen, wenn man dort das Wasser-Monopol hat ... [QUOTE]Deshalb entbehrt es für mich nicht einer gewissen Komik ausgerechnet vor Bundeswehrkasernen zu demonstrieren. [/QUOTE]Wenn schon, dann fände ich den [b]Bundestag[/b] auch sinnvoller. Obwohl - die paar Hanseln, die man da drin sitzen sieht, sind eh meist am Schlafen ... Ich will Odessa nicht widersprechen, dass die Soldaten vor Ort sich um ein gutes Verhältnis zur Zivilbevölkerung bemühen. Wenn ich als Soldat dort sein müsste, würde ich das schon allein aus Selbsterhaltungstrieb tun. |
| Kampfsau | [QUOTE]Und da gibt es nicht wenige, die daran Unsummen verdienen.[/QUOTE] Der Staat und somit die Bundeswehr aber eher weniger. Eher kriminelle Strukturen.Aber das diese dem Staat schaden,kann man auch schon als Eigeninteresse sehen. Im Prinzip ist doch alles irgendwie Eigennützig,allein schon weil man sich wegen einer "guten" Sache die man nicht tut schlecht fühlt,weißt darauf hin oder umgekehrt,wenn man froh wird. [QUOTE]Menschen, denen es dreckig geht, kann man immer was verkaufen, und wenn es Kredite zu miserablen Konditionen sind.[/QUOTE] Irgendwer kann in allem etwas Gutes sehen.In der Wirtschaftskrise wird der Insolvensverwalter glücklich,bei Massenepidemien Pharmakonzerne,bei Krieg Rüstungsfirmen,bei vielen Toten die Bestattungsunternehmer und alles hat auch eine schlechte Seite wenn man genau hinschaut. Was hat das jetzt mit der Bundeswehr zu tun,dass man den Menschen etwas verkaufen will.Die BRD als Staat macht Verluste,da ist es egal,wenn einzelne private Unternehmen Vorteile draus ziehen. [QUOTE]Regierungen, die diesen Zustand ändern wollen, sind uns aber sicher nicht so egal. Wie das Beispiel Venezuela zeigt, knausern diverse deutsche Stiftungen nicht mit ein paar Milliönchen, wenn es um die Sicherung der eigenen Interessen geht.[/QUOTE] Wenn man immer nur uneigennützig wäre,dann kann man gleich alles was man hat verschenken und den Freitot wählen. [QUOTE]Mal abgesehen von menschlichen Opfern sind Militäreinsätze immer gut für die Rüstungsindustrie. Die Steuerzahler werden's schon finanzieren, und sei es über Neuverschuldung ...[/QUOTE] Bei Friedenszeiten beissen diese Konzerne sich in den Arsch,was hat das jetzt mit den Friedenstruppen zu tun?Die Bundeswehr rationalisiert ihre Ausgaben noch eher und wird wohl kaum unnötig teure Munition oder Spregkörper verschwenden. [QUOTE]Oder du bist zu naiv? Zum Beispiel lassen sich in Afrika horrende Profite erzielen, wenn man dort das Wasser-Monopol hat ...[/QUOTE] Was?Deutschland will mit der Bundeswehr im Kongo einmarschieren um dort ein Wassermonopol zu errichten,dass dazu dient die Bevölkerung zu schröpfen.Das hätte ich der BRD nicht zugetraut,zu schade dass Sie diese Interessen immer verheimlichen. [QUOTE]Ich will Odessa nicht widersprechen, dass die Soldaten vor Ort sich um ein gutes Verhältnis zur Zivilbevölkerung bemühen. Wenn ich als Soldat dort sein müsste, würde ich das schon allein aus Selbsterhaltungstrieb tun.[/QUOTE] Oder allein schon,weil die meisten Soldaten nicht da sind,um die Bevölkerung zu unterdrücken und abzuschlachten. |
| schlafundtod | Sich für frieden einzusetzen finde ich in jeder hinsicht legitim und sinnvoll. Sich über die demonstranten auszulassen und häme zu verbreiten weist m.e. auf eine etwas degenerierte wahrnehmungsstruktur hin. Nur wer krieg nicht erlebte, kann sich erlauben den einsatz für frieden zu missbilligen. Natürlich ist es absolut tragisch, was im sudan/tschad abgeht, keine frage. Jeder krieg ist schrecklich. Aber ein weiteres unrecht kann doch nicht bedeuten, das andere zu vergessen !? Angenommen es gäbe die, hier so verächtlich gemachten ostermärsche nicht, hiesse der nächste thread wohl -was ist mit den ostermärschen, friedensbewegte eingeschlafen- o.ä. Allen respekt vor denen, die sich aktiv zeigen & nicht nur am rechner das elend der welt betrauern ! |
| Achaiah | ich finde, auch wenn ein einsatz der bundeswehr vlt von der regierung oder den konzernen genutzt wird, um profit zu machen, er aber trotzdem einem land und vorallem den menschen dort hilft, ist er legitim. ein militärischer einsatz muss irgendwie finanziert werden. und wenn man versucht durch vorteile im bezug auf handel u.ä. das wieder rein zu bekommen, was man an ausgaben hat, ists ansich ok. ausbeutung würde ich das nicht nennen. mal davon abgesehen, das wieder alle schreinen würden, wenn es einen einsatz gäbe und der nur vom steuerzahler finanziert wird. genauso wie wenn er nicht stattfinden würde, wenn es darum geht menschen zu helfen. Goms |
| Aza | Ich glaube viele überschätzen die Rüstungsindustrie in Deutschland.. Wir sind hier nicht in den USA, wo Milliarden und Aber-Miliarden Steuergelder in Rüstungsprogramme gepumpt wird... Die Waffen der Bundeswehr sind größtenteils älter als die meisten User in diesem Forum. Teilweise noch aus WK II Beständen ! Wo soll man da der BW vorwerfen, sie würde die Rüstungslobby mit Unsummen verwöhnen ? Um ein Beispiel zu bringen: Die F4 Phantom fand seitens der Amerikaner schon im Vietnamkrieg ihre Verwendung. Bei der Bundeswehr sind sie noch heute im Einsatz. |
| TheTurningPoint | Zwei Links zum Thema: [url]http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22372/1.html[/url] [url]http://www.heise.de/tp/r4/artikel/17/17280/1.html[/url] |
| Darket | [QUOTE]Ich glaube viele überschätzen die Rüstungsindustrie in Deutschland.. Wir sind hier nicht in den USA, wo Milliarden und Aber-Miliarden Steuergelder in Rüstungsprogramme gepumpt wird... [/QUOTE] Grad am Wochenende hab ich mit einigen Leuten (auch NWler) über dieses Thema diskutiert. Allein die Auslandseinsätze der Bundeswehr kosten den Steuerzahler am Tag (!) rund 6 Mio Euro! Das mag im Vergleich zu den Amerikanern wirklich nicht viel sein, aber die Frage ist doch nicht die wieviel Kohle die USA in ihren "Wehr"etat steckt, sondern eher die danach, wie viele Schulen wir in Deutschland dafür innerhalb nur eines Jahres grundsanieren und mit Material versorgen könnten, wie viel Geld wir in die derzeit so viel beschriene Integration stecken könnten, wie viele Kultureinrichtungen nicht schließen müssten und wie viele Arbeitsplätze mit diesem Geld gewonnen bzw. nicht verloren würden. es darf grundsätzlich nicht darauf hinauslaufen, dass die Bundesrepublik ihre Engagements im Ausland komplett einstellt. der Einsatz der Bundeswehr im Kosovo ist gut und richtig, das sehe sogar ich so. Aber was zur Hölle deutsche Soldaten in Afghanistan oder in Kuweit machen sollen, ist mir ein Rätsel. Beide Regionen haben die USA in ein Pulverfass verwandelt, weshalb soll der deutsche Steuerzahler etwas bezahlen, was die Amerikaner verbockt haben? |
| ange gardien | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] Denn die Lieferung von Öl mit Öltankern (egal unter welcher Flagge die fahren) lehnen wir strikt ab. [/QUOTE] Vielleicht solltest Du dich mal erkundigen in welchen Ländern Deutschland sein Rohöl einkauft. Zum Rest Deines wirren Geschribsels spare ich mir lieber einen Kommentar... Achja, zum Thema Bundesregierung und naiv - die BRD zahlt nach wie vor Entwicklungshilfe an China. Das Land das unserer Wirtschaft schon jetzt schadet und sich in Zukunft mit zur größten Bedrohung für die deutsche Exportwirtschaft mausern wird, bezieht jährlich eine achtstellige Summe an Entwicklungshilfe. Soviel zum Thema Bundesregierung und eigene Interessen vertreten ( mit ähnlichen Besipielen könnte man hier noch etliche Seiten füllen ). Deutsche Konzerne mögen so skrupellos und abgezockt sein wie alle anderen auch, aber unsere Regierung steckt nach wie vor im tiefsten Dornröschenschlaf. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i] Vielleicht solltest Du dich mal erkundigen in welchen Ländern Deutschland sein Rohöl einkauft. [/QUOTE][URL=http://www.juergensager.de/oelimporte.htm]Das habe ich gemacht.[/URL] Und jetzt? [QUOTE]Deutsche Konzerne mögen so skrupellos und abgezockt sein wie alle anderen auch, aber unsere Regierung steckt nach wie vor im tiefsten Dornröschenschlaf. [/QUOTE]Da sind wir ja mal einer Meinung: [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] Wenn schon, dann fände ich den Bundestag auch sinnvoller. Obwohl - die paar Hanseln, die man da drin sitzen sieht, sind eh meist am Schlafen ... [/QUOTE] |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i] [B]Allein die Auslandseinsätze der Bundeswehr kosten den Steuerzahler am Tag (!) rund 6 Mio Euro![/B][/QUOTE]Das glaub ich keine Sekunde! Wo kommt so eine Zahl denn her? Sind da wieder Kosten drin, die sowieso anfallen? Übrigens, und das geht vor Allem an ange gardien, Politik ist selten geradlinig. Man kann nicht davon ausgehen, daß Entwicklungshilfe an China aus reiner Nächstenliebe geleistet wird und muß, bevor man dies versucht zu instrumentalisieren, schon erstmal schauen, an was diese Zahlungen geknüpft sind bzw. unter welchen Bedingungen diese Entscheidungen getroffen wurden. Ich will damit nicht sagen , daß Politik nicht zu einem Teil aus Dummheiten und Idiotie besteht - für Gewöhnlich gibt es dann aber für solche Sachen ganz profane Gründe - und sei es, daß der Entscheidungsträger nach der Entscheidung mit neuen Golfschlägern an den Start geht ... |