| darkmav | Hallo zusammen! Habe diesen Thread begonnen, um die Thematik von dem Karikaturenstreit oder das Streben nach der Atombombe abzuheben, und um dieser Thematik einen positiven, ermutigenden Unterton zu geben. Heute Mittag war ich in der Stadt, und habe auf einem großen Platz eine interessante - und wie ich denke, auch wichtige - Kundgebung erlebt (im Gegensatz zu irgendwelchen Anti-Genfood-Kampagnen oder so'n Käse). Veranstalter war die CPI, The Constituonlist Party of Iran. Ich gebe mal den wortwörtlichen Inhalt des Schreibens wieder, das ich in die Hand gedrückt bekam: "[B]Der Ruf nach Freiheit[/B] Wir, polititsche Flüchtlinge aus Iran, die wir uns als die wahren Vertreter des iranischen Volkes betrachten, haben uns hier versammelt, um für unsere Landsleute die Stimme zu erheben. 1.) Die Präsidentschaftswahlen drücken nicht den wirklichen Willen des Volkes aus, weil sie keine freien Wahlen auf der Grundlage der Demokratie darstellen. 2.) Wir protestieren gegen die Verletzung der Menschenrechte. 3.) Wir fordern bedingungslose Freiheit für die politischen Gefangenen, die Studenten, die Andersdenkenden, die politisch Aktiven. 4.) Wir protestieren gegen die Verletzung der gesellschaftlichen und individuellen Rechte, wie Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Vereinigungsfreiheit. 5.) Wir fordern die Abschaffung unmenschlicher Strafen, wie die Steinigung, Abhacken von Körpergliedern, Hinrichtung und Folter. 6.) Die Unterdrückung der Frauen muß ein Ende finden; wir fordern gleiche Rechte für Männer und Frauen. Schluß mit der Zwaqngsverschleierung. 7.) Den ethnischen und religiösen Minderheiten müssen alle Rechte gewährt werden. 8.) Religion und Politik sollen voneinander getrennt sein. 9.) Wir fordern ein freies Referendum, in dem das Volk über das weitere Schicksal unseres Landes und die gewünschte Regierungsform entscheiden kann. [B]Hoch lebe das iranische Volk[/B] Nakhaei Shahbaz, Vorsitzender der CPI eV, Sektion Heidelberg in (BW)" So, wie sich das ganze liest, scheint diese Organisation erstrebenswerte Ziele zu verfolgen, und sollte es verdienen, auch von den Menschen hierzulande unterstützt zu werden. Ich selbst würde das Anliegen des Vereins gerne in Form einer Unterschrift, oder auch aktiv unterstützen. Bezeichnend war übrigens, daß ich hinter dem Stand fast ausschließlich (iranische?) Frauen gesehen habe. Auf einem Transparent wurde sich sehr deutlich von den atomaren Bestrebungen des Irans distanziert, und diese verurteilt. Ich finde es durchaus ermutigend, daß manche iranische Landsleute eine regierungs- und systemkritische Haltung einnehmen; leider wurde diese Kundgebung - zumindest als ich zugegen war - kaum beachtet, was ich etwas schade fand. Kennt jemand von Euch diese Organisation? Handelt es sich dabei um eine in Iran verbotene Partei, bzw. ist diese "Sektion" ausschließlich im iranischen Ausland aktiv? |
| Demon17 | Herzlichen Glückwunsch Darkmav, Du hast es klar erkannt, die Fuzzis die wegen Karikaturen zur Gewalt aufrufen unterdrücken die Menschen in ihren Heimatländern auf barbarische Weise. Ich werde die Leute nie verstehen die auf die "religiösen Gefühle" dieser Folterknechte Rücksicht nehmen und ihnen gar Atombomben zugestehen.[URL=http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/WNachLand?OpenView&Start=1&Count=200&Expand=69#69]AI-Länderbericht Iran[/URL] . Auf der Seite von Amnesti International werden auch die jüngsten Entwicklungen in Guantamo geschildert. [URL=http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/WNachLand?OpenView&Start=1&Count=200&Expand=189#189]AI-Länderbericht USA[/URL] Mache sich jeder selbst ein Bild und bedenke das Informationen aus den USA leichter zugänglich sind als aus dem Iran. never surrender demon17 |
| Unleashed Demon | Ich finde diese Kundgebung gut und auch sehr wichtig ! Das zeigt halt, dass eine solche regierung nicht zwangsläufig die Meinung der regierten wiederspiegelt. Du meintest allerdings, dass du hinter dem stand fast ausschließlcuih frauen sahst: Bleibt nur zu hoffen, dass die IranER auch so dazu stehen. |
| xxxzinixxx | alles hat eben mindestens 2 seiten. zumindest offensichtlich für den, der auch mal alles von außen betrachten konnte... ich verstehe nicht wirklich, wie man ständig irgendwelchen drittländern die schuld für alles mögliche geben kann, was sich im land selbst abspielt. das wäre ungefähr so, als würde ich z.b. die türkei dafür verantwortlich machen, daß man hier nicht mehr nachts ohne angst auf die straße gehen kann. (sorry, türkische mitleser, das war auch nur eine ebensolche klischeehafte übertreibung!) man kann sich immerhin auch so gut es geht abschotten, möglichst nichts und niemanden mehr rein- oder rauslassen, wenn man es unbedingt will. china hat das doch auch lange geschafft. die ddr... aber dann muß man auch immer alles allein verantworten. und das wollen die ölbesitzer und machthaber da vielleicht ja gar nicht. es ist doch jetzt eigentlich viel praktischer, immer einen schuldigen für alles gewaltätige an der hand zu haben. jetzt rufen sie "tod den amerikanern - amerika hat uns den terrorismus gebracht"... huhn oder ei, was war zuerst da? müßig... [zyn]aber jede kultur ist ja immer und überall so unheimlich erhaltenswert, also unterstützen wir diese haltung mal weiter, sind ja immerhin sehr religiöse menschen alles da...[/zyn] vielleicht hilft da ja die verstärkte einrichtung von heimatvereinen. kannibalismus wurde immerhin wenigstens schon als etwas negatives erkannt... man muß dankbar sein... tut mir leid, aber bei gewalttätigkeiten hört bei mir jedes verständnis auf... |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von xxxzinixxx [/i] [B]ich verstehe nicht wirklich, wie man ständig irgendwelchen drittländern die schuld für alles mögliche geben kann, was sich im land selbst abspielt. [/quote][/B] Das ist naiv. Geht es um den Iran? Nunja, außer der Tatsache, dass er zu den erdölreichsten Ländern zählt und treuer Abnehmer von Atomtechnologien (deutsche Firmen haben auf diesem Gebiet schon Wesentliches geleistet) ist, gibt es nicht viel, was ihn für "Drittländer" interessant macht. Aber man könnte meinen, dass dies ausreicht, um politischen Einfluss auszuüben (siehe auch Sturz des menschenverachtenden, aber amerikafreundlichen Schah-Regimes und Ersetzung desselben durch ein ebenso menschverachtendes, aber amerikafeindliches Regime. In der Folge Streit, Boykott, Embargo, Terrorismus usw. usf. Das scheint nunmal der Lauf der Welt. Hier sind Diplomaten gefragt. [quote][B]das wäre ungefähr so, als würde ich z.b. die türkei dafür verantwortlich machen, daß man hier nicht mehr nachts ohne angst auf die straße gehen kann. (sorry, türkische mitleser, das war auch nur eine ebensolche klischeehafte übertreibung!)[/quote][/B] Keine besonders gelungene. Du solltest wieder an Deine Eingangs-Tautologie von den beiden Seiten denken. [quote][B]und das wollen die ölbesitzer und machthaber da vielleicht ja gar nicht. es ist doch jetzt eigentlich viel praktischer, immer einen schuldigen für alles gewaltätige an der hand zu haben. [/quote][/B] Im Finden von Schuldigen waren die Amerikaner (und was die Ursachen für die Weltkriege angeht, auch die Deutschen) auch immer sehr kreativ. Sie sind es im sog. "Krieg gegen den Terror" mehr denn je. [quote][B]jetzt rufen sie "tod den amerikanern - amerika hat uns den terrorismus gebracht"... huhn oder ei, was war zuerst da? müßig...[/quote][/B] Ja, was war denn nun zuerst da? [quote][B][zyn]aber jede kultur ist ja immer und überall so unheimlich erhaltenswert, also unterstützen wir diese haltung mal weiter, sind ja immerhin sehr religiöse menschen alles da...[/zyn] [/quote][/B] Leben und andere ebenfalls am Leben lassen. Wo ist Dein Problem? Oder ist Deine "Kultur" mehr wert? Außerdem: Bei den gewalttätigen Übergriffen, die Du ansprichst, handelt es sich nicht unbedingt um kulturelle Erscheinungen, finde ich. [quote][B]vielleicht hilft da ja die verstärkte einrichtung von heimatvereinen. [/quote][/B] Deutsche? Iranische? Amerikanische Heimatvereine? Ich verstehe nicht ganz. Oder meinst Du religiöse Vereine? Du machst es einem wirklich nicht leicht. [quote][B]kannibalismus wurde immerhin wenigstens schon als etwas negatives erkannt... man muß dankbar sein...[/quote][/B] Wieso denn dankbar? Standest Du auf dem Speiseplan? (Sorry, konnte ich mir nicht verkneifen. :D Andererseits: Angesichts von BSE und Geflügelpest...) [quote][B]tut mir leid, aber bei gewalttätigkeiten hört bei mir jedes verständnis auf... [/B][/QUOTE] Immerhin hier kann ich Dir beipflichten. Ich teile Deine berechtigte Empörung. |
| darkmav | "Leben und leben lassen" ist eben genau die [B]falsche[/B] Einstellung. Ein Vergleich des iranischen Präsidenten mit Hitler wird von manchen hier wohl nicht gerne gelesen, aber in diesem Falle trifft er zu. Die innenpolitischen Probleme des Irans gehen den Westen nur bedingt was an, aber was dieser außenpolitisch anstellt (vermutete atomare Aufrüstung), das sollte uns doch sehr beunruhigen. Ich bin es leid, zu lesen, daß die Amis von vielen hier als das Böse schlechthin dargestellt werden. Amerika ist nun einmal die einzige verbliebene Supermacht, und muß alleine deswegen schon den Weltpolizisten spielen. Die EU hält sich da ja sehr zurück... Ich glaube, vielen Amerikanern (vor allem den Müttern der GIs) wäre es auch lieber, wenn dem nicht so wäre. Gerade Deutschland hat Amerika viel gutes getan. Ohne Amerika (zBsp. Marshall-Plan) wäre Deutschland wohl wieder in Hände von Extremisten geraten, oder ein Agrarstaat geworden (vielleicht etwa so, wie das frühere Irland). Im Zweifelsfall stehe ich voll hinter Amerika, und auch hinter Bush, bevor ich irgendwelche verrückt gewordene Möchtegern-Chomeinis toleriere. Hatte Moores "Stupid White Men" übrigens nach der Hälfte in die Ecke geschmissen... |
| xxxzinixxx | [QUOTE] [i]Original geschrieben von Nix [/i] [B]Das ist naiv. Geht es um den Iran? Nunja, außer der Tatsache, dass er zu den erdölreichsten Ländern zählt und treuer Abnehmer von Atomtechnologien (deutsche Firmen haben auf diesem Gebiet schon Wesentliches geleistet) ist, gibt es nicht viel, was ihn für "Drittländer" interessant macht. Aber man könnte meinen, dass dies ausreicht, um politischen Einfluss auszuüben (siehe auch Sturz des menschenverachtenden, aber amerikafreundlichen Schah-Regimes und Ersetzung desselben durch ein ebenso menschverachtendes, aber amerikafeindliches Regime. In der Folge Streit, Boykott, Embargo, Terrorismus usw. usf. Das scheint nunmal der Lauf der Welt. Hier sind Diplomaten gefragt.[/B][/QUOTE] danke... ich finde es ebenso "naiv", wenn eine regierung ständig gegen andere länder hetzt, obwohl man andererseits mit ihnen regen handel treiben will. da sollten doch vielleicht die politiker des entsprechenden landes ihre diplomaten auch mal zu den eigenen wirtschaftsbossen schicken. aber das lenkt ja wohl nicht so gut von den eigenen problemen ab... [QUOTE][b]Keine besonders gelungene. Du solltest wieder an Deine Eingangs-Tautologie von den beiden Seiten denken. [/B][/QUOTE] tautologie? wenn man betont das etwas mindestens zwei seiten haben kann? hm... passt jedenfalls, wie ich finde, ganz gut in das einseitige schema, was jetzt grad aktuell ist, welches ich damit unterlegen wollte. schlag n anderes klischee vor. ich könnte vielleicht auch sagen, man darf hier nichts mehr unbeobachtet auf den straßen stehen lassen, weil die polen einem alles klauen (sorry, polen!). ich könnte auch sagen, die asiaten sind schuld an dem lohnverfall (sorry, asiaten!)... oder oder oder... es gibt so viel, für das man andere verantwortlich machen kann, wenn man will, aber für mich bleibt die tatsache, daß man es trotzdem im eigenen land regeln muß, wie man damit zurecht kommt. gleichzeitig könnte man natürlich mit den persönlichen problemländern reden. aber was nützen bloße schuldzuweisungen dabei? wozu sind sie gut? für mich ist das kriegstreiberei... einer versucht den anderen darin zu übertrumpfen und die bevölkerung bekommt natürlich am besten (über medien, religion und was weiß ich nicht noch alles) nur die eigene seite vor augen gehalten. ziemlich weitverbreitetes problem... [QUOTE][b]Im Finden von Schuldigen waren die Amerikaner (und was die Ursachen für die Weltkriege angeht, auch die Deutschen) auch immer sehr kreativ. Sie sind es im sog. "Krieg gegen den Terror" mehr denn je.[/B] [/QUOTE] ganz genau. und statt sich zu fragen, wie man den anderen immer noch schlechter darstellen kann beim eigenen volk, um dann vielleicht irgendwann ihrer unterstützung sicher sein zu können, bei was auch immer, wäre es doch vielleicht mal wieder ne idee, gemeinsam nach besseren lösungen zu suchen, als den anderen möglichst einfach aus der welt zu streichen. [QUOTE][b]Ja, was war denn nun zuerst da?[/B][/QUOTE] wenn du die lösung weißt, dann sag sie einfach. mir ist es eigentlich völlig egal, mir reicht es momentan, wenn man erstmal versucht herauszufinden, wie man damit wieder aufhören kann. [QUOTE][b]Leben und andere ebenfalls am Leben lassen. Wo ist Dein Problem? Oder ist Deine "Kultur" mehr wert? Außerdem: Bei den gewalttätigen Übergriffen, die Du ansprichst, handelt es sich nicht unbedingt um kulturelle Erscheinungen, finde ich.[/B][/QUOTE] ich habe kein problem mit leben und leben lassen. sollte gerne für jeden gelten... ich habe auch keine kultur, die ich gegen irgendwen mit meinem leben verteidigen müßte, deshalb kann sie mir wohl auch nichts wert sein. ich bin sozusagen wertlos. leider haben einige religiöse menschen aber teilweise einen übersteigerten drang, ihre religion, die sie durchaus mit ihrer kultur verbinden, um JEDEN preis zu verteidigen. [QUOTE][b]Deutsche? Iranische? Amerikanische Heimatvereine? Ich verstehe nicht ganz. Oder meinst Du religiöse Vereine? Du machst es einem wirklich nicht leicht.[/B][/QUOTE] das erscheint dir vielleicht nur so, weil DU es dir so schwer machst... ICH meine nämlich immer einfach nur ALLE und ÜBERALL. eigentlich sogar egal ob vereine für religion und/oder kultur; was auch immer. wie bei sportvereinen: gleichgesinnte treffen sich. bei nichtgefallen: jederzeit die möglichkeit auszutreten, weiterzusuchen oder selbst was zu organisieren. [QUOTE][b]Wieso denn dankbar? Standest Du auf dem Speiseplan? (Sorry, konnte ich mir nicht verkneifen. :D Andererseits: Angesichts von BSE und Geflügelpest...)[/b][/QUOTE] jo, echt lustig. das musste wohl eben einfach raus... ist sicher wie mit karrikaturen, oder so... möglich allerdings, daß auch hier wieder eine ganz andere seite für mich in frage kommt. glücklicherweise brauche ich mir ja DARÜBER keine gedanken mehr zu machen. zumindest die vogelgrippe soll ja jetzt aber auch mal wieder „globaler“ behandelt werden... [QUOTE][b]Immerhin hier kann ich Dir beipflichten. Ich teile Deine berechtigte Empörung. [/B] [/QUOTE] ja, immerhin, man muß (mal wieder) dankbar sein... |
| Odessa | Hallo darkmav, --- Kennt jemand von Euch diese Organisation? --- Nur die Sektion in München und das auch nur vom Lesen einiger Schriftsätze her... --- Handelt es sich dabei um eine in Iran verbotene Partei, bzw. ist diese "Sektion" ausschließlich im iranischen Ausland aktiv? ---- Es ist ein aus überwiegend aus Studenten, Ärzten und anderne Akademikern bestehender Verein, der - soweit ich das mitbekommen habe - überwiegend in Deutschland aktiv ist, dort gibt es in jeder größeren Stadt eine "Sektion". Von der homepage der Münchner Sektion ([url]www.irancpi.de[/url]): "Das Ziel des Vereins definiert sich in drei hauptsächlichen Punkten: 1. Freiheit Irans vom religiösen Fundamentalismus und Faschismus - zurzeit in der Form der Islamischen Republik. 2. Errichtung eines zivilen, demokratischen und auf modernen Grundsätzen basierenden Staats, der westlich orientiert ist. Dazu werden alle Iraner auf der Welt aufgerufen, die sich auf dem Wege der Demokratisierung Irans befindenden Hindernisse Hand in Hand zu beseitigen. 3. Verteidigung der Menschenrechte in Iran, Beseitigung gesellschaftlicher Vorurteile allen Bürgerinnen und Bürgern gegenüber. Zu ihrer Realisierung verlangen die obigen Ziele nach einem zusammenhängenden und richtungsweisenden Konzept, das im Folgenden vorgestellt wird. Wir werden unsere Ziele gewaltfrei erreichen. Wir verurteilen jegliche Gewalt in der Form von militärischer und terroristischer Gewalt. Der Respekt von dem Gesetz und voreinander gilt als oberstes Gebot. Niemand hat nach unserer Auffassung das Recht, Unrechtes für andere zu wollen. Die Verantwortung vor dem Gesetz wird von allen Mitgliedern getragen. Nach unserer Auffassung darf niemand wegen seiner politischen oder religiösen Handlung und seiner ethnischen Herkunft festgenommen oder verurteilt werden. Der einzige Grund, einen Menschen festzunehmen, erklärt sich aus einer demokratischen Gesetzgebung, in der die Würde des Menschen gewährleistet ist. Nur so können wir eine Gesellschaft, die sich auf dem Weg der Modernisierung befindet, in jeder Hinsicht unterstützen, wenn wir uns über die Grundsätze der Demokratie einig sind. Wir sprechen uns für den Sturz der Islamischen Republik und des Welayat-e Faghih aus, nicht weil wir regieren wollen, sondern weil wir das Land, die Interesse seiner Bevölkerung, seine Schätze, territoriale Sicherheit und Unabhängigkeit in Gefahr sehen. Unser Kampf und Widerstand richtet sich gegen die von der Islamischen Republik aufgezwungenen mittelalterlichen Werte. Unserer Meinung nach sollte sich jeder Iraner in der Lage fühlen, sich für seine Rechte sowie für die allgemeine Rechte seiner Mitmenschen einzusetzen. Der erste Schritt ist Irans Befreiung aus den Händen der Mullahs. Der iranische Patriotismus definiert sich als die nationale und kulturelle Identität jeder iranischen Bürgerin und jedes iranischen Bürgers. Mit Freiheit meinen wir die allgemeinen Rechte der Bürgerinnen und der Bürger, die im Zentrum unseres politischen Konzepts stehen. Die Regierung erhält ihr Sein und ihr dynamisches Wesen und ihre Legitimität durch die Kraft, die unmittelbar aus der Gesellschaft stammt. Die Gleichberechtigung umfasst alle politischen Vorhaben, die auf sich für eine gleichberechtigte Erziehung einsetzen. Dazu gehört, dass alle Menschen gleiche Gelegenheiten erteilt werden, um sich zu bilden und sich in der Gesellschaft zu behaupten. Jede Bürgerin und Jeder Bürger sollte sich verpflichtet fühlen, die Ungleichheiten zu beseitigen und schwache Menschen zu unterstützen. Die konstitutionelle Monarchie als eine mögliche Regierungsform unter der Führung von Reza Schah Pahlavi II. ist die von uns vorgeschlagene Alternative für Iran. Zur Errichtung einer solchen Staatsform werden wir auf der demokratischen Ebene alle unsere Kräfte einsetzen und jede Möglichkeit nützen. In unserer Auffassung existieren keinerlei Gesetze, die Bürgerinnen und Bürgern natürliche und allgemeine Rechte verweigern. So stimmen wir der Erklärung des allgemeinen Menschenrechts unter dem sozialen, kulturellen und politischen Aspekt voll und ganz zu. Demnach unterstützen und verteidigen wir im Rahmen unserer Gesetzgebung die Menschenrechte. Wir plädieren für die eindeutige Trennung zwischen Religion und Politik. Niemand darf nach der Religion anderer Menschen fragen und diese folglich bewerten. Wir kennen keine Minderheit außer einer politischen Minderheit, und dies nur provisorisch, solange eine Mehrheit regiert. Irans Außenpolitik basiert auf der Bewahrung seiner territorialen Sicherheit, Unabhängigkeit, nationalen Einheit. Unser Ziel ist: Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn und gegenseitige Freundschaft mit allen Ländern der Welt. Zu Irans Verteidigung und Sicherheit werden alle Streitkräfte aufgerufen. Unser Schwerpunkt in Irans Außen- und Verteidigungspolitik liegt in erster Linie im Erwecken gegenseitigen Vertrauens sowie in gegenseitiger Zusammenarbeit in der Region im Verhindern militärischer Ausrüstung am Persischen Golf und in der Säuberung von chemischen und nuklearen Waffen im Südwest Asiens. Frauen genießen in sozialer, politischer und gesetzlicher Hinsicht eine bedingungslose Gleichberechtigung. Die Gleichheit von Mann und Frau, die Einheit und die Stabilität der Familie und die Rechte der Kinder müssen gewährleistet sein. Frauen können nur dann ein ausgeglichenes Privat- und Berufsleben führen, wenn ihnen erleichterte und sichere Möglichkeiten zur Beaufsichtigung und Erziehung ihrer Kinder angeboten werden. Die wirtschaftliche Entwicklung muss unter Berücksichtigung des Umweltschutzes erfolgen. Jede Art der Umweltverschmutzung muss vermieden werden. Irans Wälder müssen geschützt und von Vernichtung gerettet werden. Zum Wiederaufbau und zur nationalen Entwicklung halten wir folgende Punkte für besonders wichtig: -Verminderung der Klassenunterschiede - etwaiger Ausgleich des Lebensstandards in der Stadt und auf dem Lande - Errichtung von Kranken-, Arbeitslosen-, Berufsunfähigkeit- und Rentenversicherungen - Unterstützung der hilflosen Familien und Kinder - Unterstützung der Gefallenen im Krieg und der Behinderten - der Wiederaufbau der Kriegsgebiete, der Ausgleich der infolge des Kriegs entstandenen Schäden und Bau von Wohngebieten" Soweit also das Programm, in Auszügen. Was MICH daran stört, ist der Absatz mit der Monarchie, von wegen "Die konstitutionelle Monarchie als eine mögliche Regierungsform unter der Führung von Reza Schah Pahlavi II. ist die von uns vorgeschlagene Alternative für Iran". Denn dass das Schah-Regime ein genauso erbärmliches, korruptes und Menschenrechte mißachtendes Regime war (wo bei Nacht und Nebel durch die "Gestapo"-ähnliche Polizei des Schahs auch Menschen auf Nimmerwiedersehen verschwanden), daran erinnere ich mich noch zu gut. Und ob der Sohn des Schahs (er lebt, wie viele gutsituierte Iraner, in den USA, so viel zum hier immer als "böses Feindbild" verschrieenen "Westen" - die meisten Orientalen haben damit eigentlich gar kein Problem und leben ganz gerne "im freien kapitalistischem Westen" *g*...) eine wirkliche Alternative zu den Mullahs ist, lass ich mal dahingestellt. Die Schah-Familie hat ausser verschwenderischstem Luxus für sich selbst, Palastbauten für die eigene Familie, grenzenlos dekadenten Orgien und miserabler Innenpolitik dem iran. Volk - das zeitgleich zu großen Teilen verhungerte oder als Systemkritiker in den Gefängnissen saß - nicht wirklich viel geboten... |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B]"Leben und leben lassen" ist eben genau die [B]falsche[/B] Einstellung.[/quote][/B] Begründung? [quote][B]Ein Vergleich des iranischen Präsidenten mit Hitler wird von manchen hier wohl nicht gerne gelesen, aber in diesem Falle trifft er zu.[/B][/quote] Begründung? [quote][B]Die innenpolitischen Probleme des Irans gehen den Westen nur bedingt was an,[/B][/quote] Begründung? [quote][B]aber was dieser außenpolitisch anstellt (vermutete atomare Aufrüstung), das sollte uns doch sehr beunruhigen.[/quote][/B] Das tut es auch, schätze ich. Sehr gehaltvoll, Deine Ausführungen, ich muss schon sagen... [quote][B]Ich bin es leid, zu lesen, daß die Amis von vielen hier als das Böse schlechthin dargestellt werden.[/B][/quote] Dann lies es einfach nicht. Das würde Dir unendliches Leid ersparen. [quote][B]Amerika ist nun einmal die einzige verbliebene Supermacht, und muß alleine deswegen schon den Weltpolizisten spielen.[/quote][/B] Das tun die USA bereits - wenn man freilich voraussetzt, dass Polizisten prinzipiell das Recht anderer mit Füßen treten, korrupt sind, sich immer und überall bereichern und wegsehen, wo ein Eingreifen keinen Profit verspricht. [quote][B]Die EU hält sich da ja sehr zurück... [/B][/quote] Weil sie nicht Weltpolizei spielt? [B][quote]Ich glaube, vielen Amerikanern (vor allem den Müttern der GIs) wäre es auch lieber, wenn dem nicht so wäre.[/quote][/B] Das wünschen die meisten leider erst, wenn ihre Söhne tot sind. [quote][B]Gerade Deutschland hat Amerika viel gutes getan.[/quote][/B] Niemand bestreitet das. Du musst die Beiträge der anderen aufmerksam l e s e n. Bitte, hm? [quote][B]Ohne Amerika (zBsp. Marshall-Plan) wäre Deutschland wohl wieder in Hände von Extremisten geraten, oder ein Agrarstaat geworden (vielleicht etwa so, wie das frühere Irland).[/quote][/B] Eine gewagte Vermutung. [quote][B]Im Zweifelsfall stehe ich voll hinter Amerika, und auch hinter Bush,[/quote][/B] Welche Zweifel hast Du denn? [quote][B]bevor ich irgendwelche verrückt gewordene Möchtegern-Chomeinis toleriere. Hatte Moores "Stupid White Men" übrigens nach der Hälfte in die Ecke geschmissen... [/B][/QUOTE] Nicht jeder versteht, was er liest. Es gibt auch amerikafreundliche Lektüre, z.B. die BILD-Zeitung. Die liest Du sicher jeden Tag ganz durch, hab ich Recht? Du bist das beste Beispiel dafür, wie man sich ohne nachzudenken dennoch eine Meinung bilden kann. Glückwunsch! Du darfst an der nächsten Bundestagswahl teilnehmen. Oder auswandern. Mir egal. *lach |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von xxxzinixxx [/i] [B]danke... ich finde es ebenso "naiv", wenn eine regierung ständig gegen andere länder hetzt, obwohl man andererseits mit ihnen regen handel treiben will. da sollten doch vielleicht die politiker des entsprechenden landes ihre diplomaten auch mal zu den eigenen wirtschaftsbossen schicken. aber das lenkt ja wohl nicht so gut von den eigenen problemen ab...[/quote] Auch das ist richtig. [quote]tautologie? wenn man betont das etwas mindestens zwei seiten haben kann? hm...[/quote] Hm... etwas kann schlecht nur eine Seite haben... [quote]passt jedenfalls, wie ich finde, ganz gut in das einseitige schema, was jetzt grad aktuell ist, welches ich damit unterlegen wollte. schlag n anderes klischee vor. [/quote] ;-) Hm. Ein noch besseres fällt mir auch nicht ein. Ansonsten habe ich Dich wohl teilweise missverstanden. Und ich muss zugeben, dass ich leider auch keine Patentlösung parat habe. Nix für ungut. |
| darkmav | Nix, das war wohl nichts... Wenn jemand droht Israel zu vernichten, dann ist ein Vergleich desjenigen mit Hitler durchaus gerechtfertigt. Wenn man dann demjenigen noch entsprechende Möglichkeiten zuschiebt (beispielsweise Atomwaffen), dann könnte dessen Grausamkeit die Hitlers noch übertreffen. [QUOTE]Nicht jeder versteht, was er liest. Es gibt auch amerikafreundliche Lektüre, z.B. die BILD-Zeitung. Die liest Du sicher jeden Tag ganz durch, hab ich Recht? Du bist das beste Beispiel dafür, wie man sich ohne nachzudenken dennoch eine Meinung bilden kann. Glückwunsch! Du darfst an der nächsten Bundestagswahl teilnehmen. Oder auswandern. Mir egal. *lach[/QUOTE] Beispielsweise steht in der taz ebenso falsches drin, wie in der BILD - ich lese allerdings die taz nicht, weil die BILD wenigstens noch unterhaltsam schreibt, da sie offensichtlich ihre Angestellten besser entlohnen kann ;) Ja, es ist hip und trendy gegen Bush zu sein - nicht nur bei ultralinkem Gesocks, sondern durchaus auch bei denjenigen, die meinen, gut gebildet und intellektuell zu sein. Und es kommt heutzutage ganz schlecht an, mit einem Stars-and-Stripes-Regenschirm rumzulaufen, wie meine Freundin einen hat. Da macht es einen weitaus besseren Eindruck, die Pace-Fahne raushängen zu lassen. Ich glaube diejenigen, die dem Mainstream hinterher rennen - und das sind in meinem Umfeld (studiert und liberal eingestellt) doch eher die Bush-Gegner - ohne zu reflektieren, sind die Mitläufer ergo diejenigen ohne eigene Meinung. Mir ist allerdings Bush, der zu dem steht, was er denkt, lieber als ein glattgeschliffener Clinton, wo man nicht weiß, wo man dran ist - zumal ein Großteil der politischen Überzeugungen Bushs auch die meinigen sind. |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B]Nix, das war wohl nichts...[/quote][/B] Oder "nix"? Ist für den Fall, dass Du mit Worten spielen wolltest, vielleicht die bessere Wahl. [Quote][B]Wenn jemand droht Israel zu vernichten, dann ist ein Vergleich desjenigen mit Hitler durchaus gerechtfertigt. [/quote][/B] Nein, keineswegs. Hitler beschränkte sich leider nicht auf Drohungen. Dein Vergleich hätte eine Relativierung dessen, wofür Hitler verantwortlich war, zur Folge. [Quote][B]Wenn man dann demjenigen noch entsprechende Möglichkeiten zuschiebt (beispielsweise Atomwaffen), dann könnte dessen Grausamkeit die Hitlers noch übertreffen.[/quote][/B] Könnte. Möglicherweise. Obwohl Hitler grausam genug war, finde ich. Das ist nicht so leicht zu toppen. Auch Deutsche waren im übrigen unter den Schiebern (siehe "Plutonium-Affäre"). Außerdem wurde Saddam, den die Amerikaner ja vorgeblich bekämpften ([i]Ja, auch er hatte keine Atomwaffen und wurde mit Hitler verglichen, aber als BILD-Leser hat man das nur allzu schnell vergessen, oder?[/i]) von ihnen selbst zuvor eingesetzt und mit Waffen und technologischem Know-how beliefert (siehe "Iran-Irak-Krieg" mit über 1 Million Opfern). Wenn Weltpolizisten derart konfus handeln (und es mangelt nicht an Beispielen), sollten Sie über das Ihnen entgegengebrachte Misstrauen nicht allzu verwundert sein (die Mehrzahl der Amerikaner glaubt schließlich noch heute, den Vietnam-Krieg hätten die USA gewonnen). - Aber zum Glück haben Sie ja Dich, Darkmav. [Quote][B]Beispielsweise steht in der taz ebenso falsches drin, wie in der BILD - ich lese allerdings die taz nicht, weil die BILD wenigstens noch unterhaltsam schreibt, da sie offensichtlich ihre Angestellten besser entlohnen kann ;)[/quote][/B] Das mag sein, aber in der BILD-Zeitung steht das Falsche mit Absicht. Ob der Prozentsatz Wahres zu Falsches bei BILD und taz gleich ist, wage ich zudem zu bezweifeln. Wenn Du wenigstens das Falsche, von dem Du behauptest, dass es in der Zeitung steht, die Du ja liest, jetzt noch von dem Richtigen unterscheiden könntest, würde das fatale Auswirkungen auf Deine Bush-Begeisterung haben, vermute ich. Wie wäre es statt BILD mit Peter Scholl-Latours Buch "Wüstenmacht im Treibsand?" [Quote][B]Ja, es ist hip und trendy gegen Bush zu sein - nicht nur bei ultralinkem Gesocks,[/quote][/B] Wann ist etwas links? Wann ultralinks? Warum meinst Du, andere wegen ihrer politischen Anschauungen als "Gesocks" abqualifizieren zu können? Gerade Du als "Senior Member" *lach Meinst Du nicht, dass dies den Tatbestand der Pöbelei erfüllt und nur darüber hinwegtäuschen soll, dass die Geschmähten oft bessere Argumente haben? Im übrigen ist es keineswegs hip und trendy, die Allmachtsphantasien und sinnlosen Kreuzzüge eines George W. Bush kritisch zu hinterfragen (vor allem nicht in den USA). Es ist sehr vernünftig, wie ich finde. [Quote][B] sondern durchaus auch bei denjenigen, die meinen, gut gebildet und intellektuell zu sein. [/quote][/B] Das will ich Dir nicht unterstellen, au contraire. :) [Quote][B]Und es kommt heutzutage ganz schlecht an, mit einem Stars-and-Stripes-Regenschirm rumzulaufen, wie meine Freundin einen hat. [/quote][/B] Oh ja, es gibt schon ein paar Länder, wo das ganz mies ausgehen kann. Z.B. in Vietnam, Nicaragua, Chile usw. usf. [Quote][B]Da macht es einen weitaus besseren Eindruck, die Pace-Fahne raushängen zu lassen.[/quote][/B] So ist es. Ist die USA-Flagge denn prinzipiell das Gegenteil der Pace-Fahne? Was ist schlimm am Frieden? Du widersprichst Dir, Bush wollte doch angeblich Frieden (Pace) im Irak schaffen. Vielleicht verwechselt er - Bush - auch die Pace-Fahne mit den Stars and Stripes? Du musst ihn aufklären. [Quote][B]Ich glaube diejenigen, die dem Mainstream hinterher rennen - und das sind in meinem Umfeld (studiert und liberal eingestellt) doch eher die Bush-Gegner - ohne zu reflektieren, sind die Mitläufer ergo diejenigen ohne eigene Meinung. [/quote][/B] Dein Umfeld passt nicht zu Dir, schätze ich. Nicht jeder reflektiert den Inhalt der BIld-Zeitung so gekonnt, wie Du es tust. Aber vielleicht bevorzugt Dein "Umfeld" auch eine andere Lektüre? Als bekennender BILD-Leser bist Du nunmal der Archetyp des kritischen, umfassend gebildeten Kosmopoliten. Der Rebell. Rebellen haben es eben schwer. Dein studiertes und liberales Umfeld ist all das nicht, da hast Du bestimmt recht. Ergo: Deine Meinung wiegt weit schwerer. Deshalb kann man auch so gut mit Dir dikutieren. Es macht sogar richtig Spaß. [Quote][B]Mir ist allerdings Bush, der zu dem steht, was er denkt, lieber als ein glattgeschliffener Clinton, wo man nicht weiß, wo man dran ist - zumal ein Großteil der politischen Überzeugungen Bushs auch die meinigen sind. [/B][/QUOTE] Bush steht zu dem, was er denkt? Was denkt er denn? Oder meinst Du, er steht zu dem, was er sagt? Aber was er sagt, muss ja gar nicht das sein, was er denkt. Vorausgesetzt, dass er denkt. Wenn er seine Gedanken in die Tat umsetzte, wäre die Welt jedenfalls noch viel schlechter dran, fürchte ich. Und dass Bush Deine Überzeugungen teilt, ist auch gut für Dich. Vielleicht wirst Du sein Nachfolger. Wäre ich Bush, Darkmav, ich würde Dich zu meinem Berater machen. Ganz im Ernst. |
| darkmav | >> Nein, keineswegs. Hitler beschränkte sich leider nicht auf Drohungen. Dein Vergleich hätte eine Relativierung dessen, wofür Hitler verantwortlich war, zur Folge. Niemand kann die Zukunft vorhersehen, jetzt nicht, und auch nicht 1933. Damals wäre uns viel Leid erpart geblieben, wenn die späteren Alliierten etwas weitsichiger gewesen wären. Hoffentlich haben wir daraus gelernt! >> Das mag sein, aber in der BILD-Zeitung steht das Falsche mit Absicht. Ob der Prozentsatz Wahres zu Falsches bei BILD und taz gleich ist, wage ich zudem zu bezweifeln. In der taz steht das Falsche auch mit Absicht. Gelogen wird meist mit Absicht. Übrigens: Lese die Bild auch nur insofern, daß ich mir beim Bäcker die Headlines angucke, oder aus Langeweile in der Straßenbahn mitlese. Peter Scholl-Latours Buch interessiert mich nicht - das würde mich schon für Deinen Posten als Bush's Berater disqualifizieren; übrigens: Danke für das Kompliment! Ich interessiere mich in meiner Freizeit eher für Belletristik oder naturwissenschaftliche Lektüre (zur Zeit von Roger Penrose: "A complete guide to reality" - kann ich Dir nur empfehlen ;)) >> Wann ist etwas links? Wann ultralinks? Warum meinst Du, andere wegen ihrer politischen Anschauungen als "Gesocks" abqualifizieren zu können? Gerade Du als "Senior Member" *lach Nazis würdest Du auch als "Gesocks" abkanzeln, stimmts? Ultralinks heißt: Gegen Kernkraft zu sein (ohne Argumente), gegen Gentechnologie zu sein (ohne Argumente), für Gewalt sein (beispielsweise Hausbesetzungen, "bewaffnete" Demonstrationen). Solche Leute kann man bestenfalls mit "Gesocks" bezeichnen. Mag es sein, daß das Hinterfragen von Bush's Politik vernünftig sein kann (dem widerspreche ich keineswegs - "Hinterfragen" ist immer gut!), aber darüber hinaus ist es hip und trendy, irgendwo einen Anti-Bush-Button hängen zu haben. Nicht zuletzt weil es vielleicht die Chancen, einen Partner mit ähnlichen Absichten zu finden, ins unermeßliche steigert. >> So ist es. Ist die USA-Flagge denn prinzipiell das Gegenteil der Pace-Fahne? Was ist schlimm am Frieden? Du widersprichst Dir, Bush wollte doch angeblich Frieden (Pace) im Irak schaffen. Vielleicht verwechselt er - Bush - auch die Pace-Fahne mit den Stars and Stripes? Hej! Vernünftige Worte von Dir! Frieden finde ich gut! Allerdings sollte man seine friedlichen Absichten (auch und gerade im Alltag) eher im Tun beweisen, und weniger in seinem Posing. Meine persönliche Erfahrung ist, daß Pace-Leute in der Regel genauso friedlich oder aggressiv sind, wie Stars-and-Stripes-Leute. Wenn sich Pace-Leute beispielsweise an Anti-Castor-Demonstrationen beteiligen, so beteiligen sie sich an gewalttäterischen Aktionen, oder heißen diese wenigstens gut. Und Gewalt ist das Gegenteil von Frieden. >> Bush steht zu dem, was er denkt? Was denkt er denn? Oder meinst Du, er steht zu dem, was er sagt? Aber was er sagt, muss ja gar nicht das sein, was er denkt. Vorausgesetzt, dass er denkt. Daß der IQ von Bush nicht gerade astronomisch ist, dürfte bekannt sein. Deswegen glaube ich, daß er auch das denkt, was er sagt oder tut. Die Politik wird in den USA übrigens nicht alleine von Bush gemacht - das vergessen viele. |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B] Niemand kann die Zukunft vorhersehen, jetzt nicht, und auch nicht 1933. [/quote][/B] Aha. [quote][B]In der taz steht das Falsche auch mit Absicht. Gelogen wird meist mit Absicht. [/quote][/B] Soso. [quote][B]Peter Scholl-Latours Buch interessiert mich nicht - das würde mich schon für Deinen Posten als Bush's Berater disqualifizieren;[/quote][/B] Es würde Dich eher qualifizieren. Auch wenn es das Einzige wäre. [quote][B]übrigens: Danke für das Kompliment! [/B][/QUOTE] Keine Ursache. [quote][B]Nazis würdest Du auch als "Gesocks" abkanzeln, stimmts? [/B][/QUOTE] Bitte erlaube Dir keine Unterstellungen darüber, was ich tun würde oder nicht. Bleib einfach beim Thema. Fakt ist: ich habe niemanden so bezeichnet, du schon. [quote][B]Ultralinks heißt: Gegen Kernkraft zu sein (ohne Argumente), gegen Gentechnologie zu sein (ohne Argumente), für Gewalt sein (beispielsweise Hausbesetzungen, "bewaffnete" Demonstrationen). Solche Leute kann man bestenfalls mit "Gesocks" bezeichnen.[/B][/QUOTE] Man müsste Dich aus dem gleichen Grund (fehlende Argumente) dann ebenso titulieren. Ob man es tut, ist Niveaufrage... Die von Dir genannten Themen müssen nicht zwangsläufig "links" sein. Aber wenn man sein Wissen nur aus der Überschriftenlektüre der BILD-Zeitung beim Bäcker (sic!) bezieht, kann man schon auf derlei Holzwege geraten. [quote][B]Mag es sein, daß das Hinterfragen von Bush's Politik vernünftig sein kann (dem widerspreche ich keineswegs - "Hinterfragen" ist immer gut!)[/B][/QUOTE] Dann tu es. [quote][B]aber darüber hinaus ist es hip und trendy, irgendwo einen Anti-Bush-Button hängen zu haben. [/B][/QUOTE] Ich kenne niemanden, der heute noch Polit-Buttons trägt. Mir reicht es, meine Meinung verbal kundzutun. [quote][B]Nicht zuletzt weil es vielleicht die Chancen, einen Partner mit ähnlichen Absichten zu finden, ins unermeßliche steigert. [/B][/QUOTE] Du musst sehr einsam sein. [quote][B]Hej! Vernünftige Worte von Dir! Frieden finde ich gut! Allerdings sollte man seine friedlichen Absichten (auch und gerade im Alltag) eher im Tun beweisen, [/B][/QUOTE] Indem man andere nicht als "Gesocks" bezeichnet, z.B. [quote][B]und weniger in seinem Posing. [/B][/QUOTE] Ich habe Dich nicht als Poser hingestellt. Noch nicht. [quote][B]Meine persönliche Erfahrung ist, daß Pace-Leute in der Regel genauso friedlich oder aggressiv sind, wie Stars-and-Stripes-Leute. [/B][/QUOTE] Letztere haben manchmal auch Uniformen an und tragen Schusswaffen. Dann sind es Armee-Leute. Es soll zuweilen vorkommen, dass die Waffen eingesetzt werden und übrig bleiben dann tote Leute. In Kriegen für... naja, es gibt ja immer einen Grund. [quote][B]Wenn sich Pace-Leute beispielsweise an Anti-Castor-Demonstrationen beteiligen, so beteiligen sie sich an gewalttäterischen Aktionen, [/B][/QUOTE] Es heißt gewalttätig und ich habe keine Lust, mich mit Dir über Castor-Transporte oder irgendwelche Aktionen zu unterhalten, denn das hat mit unserem Thema nichts zu tun. [quote][B]oder heißen diese wenigstens gut. Und Gewalt ist das Gegenteil von Frieden.[/B][/QUOTE] Daher der oben erwähnte Widerspruch in Bushs Politik. [quote][B]Daß der IQ von Bush nicht gerade astronomisch ist, dürfte bekannt sein. [/B][/QUOTE] Wer hat schon einen astronomisch hohen IQ? [quote][B]Deswegen glaube ich, daß er auch das denkt, was er sagt oder tut. [/B][/QUOTE] Nachdem er es gesagt oder getan hat. Das ist das Dilemma. [quote][B]Die Politik wird in den USA übrigens nicht alleine von Bush gemacht - das vergessen viele. [/B][/QUOTE] Das könnte Bush auch gar nicht. Er ist nur Marionette. |
| darkmav | >> Die von Dir genannten Themen müssen nicht zwangsläufig "links" sein. Naja, die Grünen haben mit Atomausstieg und mit ihrer Genphobie hier in BaWü reichlich Wahlkampf gemacht. Mich wundert es, daß diese so gut abgeschnitten haben - zumal dies so ziemlich ihre einzigen Themen waren (zumindest den Plakaten nach). Wahrscheinlich haben die Leute diese gewählt, aufgrund keiner richtigen linken Alternative. SPD ist auch unter Ute Vogt alles andere als links, Herr Lafontaine von "der Linken" äußert sich mit seinen "Fremdarbeitern" auch nicht unbedingt in Richtung Links. Hausbesetzungen werden zumeist von linkem Gesocks durchgeführt. Ich stehe dazu, diesen Abschaum so zu nennen. Wer gegen bestehendes Recht in diesem Maße und auf diesem Niveau verstößt, hat kein anderes Urteil verdient. Diese Leute unterscheiden sich meiner Meinung nach ganz entschieden von Linken, die mit Argumenten umgehen können - beispielsweise Heiner Geißler, auch wenn ich nicht immer mit deren Position einverstanden bin. >> Ich kenne niemanden, der heute noch Polit-Buttons trägt. Mir reicht es, meine Meinung verbal kundzutun. Kennen tu' ich (zum Glück) auch niemanden, aber ich sehe doch hin und wieder junge Mädels und Pseudopunks mit einem "Gegen Nazis"-Button o. ä. Um das, was von Dir jetzt sicherlich kommen würde zu entkräften: Mag ebenso wenig Leute, die mit einer Hakenkreuz-Armbinde durch die Gegend rennen ;-) >> Letztere haben manchmal auch Uniformen an und tragen Schusswaffen. Pace-Leute rennen manchmal auch vermummt durch die Gegend, und ketten sich an Eisenbahnschienen. Dies allerdings, ohne daß dies deren Profession wäre - im Gegensatz zu Soldaten. >> Wer hat schon einen astronomisch hohen IQ? Clinton soll sehr intelligent sein. Vielleicht ist er deswegen auch so undurchsichtig. >> Das könnte Bush auch gar nicht. Er ist nur Marionette. Da hast Du zum Teil recht. Da stellt sich die Frage? Wer steuert ihn? Seine Berater, seine Minister, der Kongreß, das amerikanische Volk, oder gar Gott??? Die Frage ist durchaus Ernst gemeint, da ich mich im amerikanischen politischen System nicht sehr gut auskenne - auch das würde mich als Bush's persönlichen Berater leider disqualifizieren. |
| Goat93 | Hmm, wieso eigentlich immer Hitler? Ist das irgendwie ein Deutschen Syndrom, was man bei politischen Diskussionen automatisch hervorkramt? Fakt 1: Hitler war nicht der schlimmste, die Meßlatte nach oben ist unendlich und auch wirklich übelst ausgenutzt worden Fakt 2: Die Aussage impliziert ein Ende der Wertung und damit auch in gewissermaßen eine Entschuldigung der Täter. Frei nach dem Motto: Ja der Hitler war der schlimmste, also sind wir ja gar nicht sooo schlimm... Das wiederum ist eine Art Perverser Freifahrtschein, der mitunter auch sehr ausgenutzt wurde bisher... Sorry, bei solchen Aussagen kribbelt es immer :( Zudem kann man das Politische Bild von Bush oder Hussein nicht mit Hitler vergleichen, da es völlig andere Situationen und Hintergründe sind. Das Bush eine Marionette ist, ist sicherlich ganz toll und sehr einfach, da man ja dann auch die Marionette immer als Schlagball benutzen kann, ändert leider an der Tatsächlich herrschenden Politik nichts, hauptsache man hat seinen Eigenen Frust an jemanden anderen abgelassen... Das die USA eine recht seltsame Außenpolitik betreiben ist sogar recht einfach ersichtlich, wenn man den Medien glauben schenken darf, allerdings seh ich darin gewisse Probleme bzw. Ungereimtheiten... Mir kommt es jetzt so vor, als ob man die USA als Grenzdebil und schlecht in den Medien darstellt, während man Russland wiederum als "gut" und "gesittet" darstellt. DIe DDR erlebt ja durch verschiedenste Sachen auch einen Positiven Aufwind in den Medien, z.B Olstalgie... Davor wurde die DDR und auh Russland immer als schlecht marode Gefährlich und Barbarisch dargestellt und Amerika als Leitbild, wieso dieser Krasse Umschwung in der Bericht- erstattung? Genauso verhält es sich mit dem Irak, vor der Festnahme von Hussein wurde der Irak in den Medien als Diktatorisches Höllenland dargestellt, wenige Ausnahmen wie Scholl Latour sind in den Chanon untergegangen.. Nun hat sich dieses Geändert...wieso? Die Methoden der USA haben sich nicht verändert, nur die Berichterstattung darüber... |
| The Archangel | also wir waren doch beim Thema dieser Partei... an sich ist diese Partei bestimmt ne gute Sache, zumal es immer Dinge gibt, die einem im Parteiprogramm nicht passen. Noch so n Grund, warum ich froh bin, dass ich noch nicht wählen darf/kann/muss. Es gibt aber immerhin Ansätze... Aber es ist gut zu sehen, dass den Menschen, die hier leben, ihr Heimatland nicht egal ist, sobald sie ihm den Rücken zuwenden. Ob die Pläne dieser Partei aber im einzelnen überhaupt umsetzbar sind, wage ich ernsthaft zu bezweifeln. Trennun von Staat und Religion, schön und gut, aber das ist keine westliche Kultur. Das ist seit Jahrhunderten so und das wird man so schnell auch nicht ändern können (zumal ich generell dagegen bin, anderen Kulturen die westliche aufzudrängen...). Frauen sollen gleichberechtigt sein... *hust* 1. das funktioniert schon in der achso hochentwickelten westlichen Kultur nicht. 2. Wie soll das dann in einer von traditionellen Werten geprägten Kultur gehen? 3. Kein Mann (sorry, guys...) würde sich seine Machtposition in der Familie freiwillig nehmen lassen. Und in einer östlichen Kultur erst recht nicht. Fazit: das wird schwierig... Die Hauptsache dabei ist einfach, dass man behutsam vorgeht, sonst geht das ganze Desaster nämlich wieder von vorne los. |
| darkmav | @ Goat93 Guter Beitrag! Denke mal, daß man irgendeinen Sündenbock braucht. Früher waren es die Sowjets, jetzt sind es die USA. Die arabischen Länder, und jetzt auch Rußland, sind für die Sündenbockfunktion zu schwach... da taugt der mächtige Bush schon mehr. Vielleicht wird es in 10 Jahren China sein? @ Archangel Trennung von Staat und Religion kann man [B]sehr schnell[/B] einführen: siehe Französische oder Russische Revolution. So weit seid Ihr im Geschichtsunterricht bestimmt noch nicht ;) Im Westen sind Frauen den Männern gleichgestellt. Es gibt Felder, da haben Frauen leichte Vorteile (beispielsweise müssen sie keinen Wehr- oder Ersatzdienst machen) - in anderen Feldern haben Männer widerum leichte Vorteile (Wieso fällt mir jetzt nichts ein? ;)). Es gibt Männer (mich eingeschlossen), die würden sich wohl fühlen, wenn ihnen etwas von der alleinigen "Entscheidungsgewalt" abgenommen werden würde. Zu diesem Thema läßt sich im allgemeinen sagen: Man muß nur wollen. An die Leute, die sich auskennen: Was war an dem Schah eigentlich so schlecht? Außer, daß er einen ausufernden Lebensstil hatte - aber welcher Monarch hat den nicht? |
| Apex | [QUOTE](Wieso fällt mir jetzt nichts ein? )[/QUOTE] Niedrigere Löhne bei gleicher oder sogar mehr Arbeit und weitere Benachteiligungen in der Arbeitswelt, trotz höherer und qualifizierterer Ausbildung. Desweiteren ist es beinahe unmöglich als Alleinerziehende (bzw. durchaus auch als Frau in einer festen Beziehung)heutzutage in einen Vollzeitjob zu kommen, Gründe dafür sind unter anderem die mangelnde Flexibilität der Arbeitgeber und die schlechten Betreuungsangebote. Nachzulesen ist das im aktuellen FrauenDatenReport 2005 des WSI. ISBN 3-89404-997-9 |
| darkmav | @ Apex >> Niedrigere Löhne bei gleicher oder sogar mehr Arbeit und weitere Benachteiligungen in der Arbeitswelt, trotz höherer und qualifizierterer Ausbildung. Desweiteren ist es beinahe unmöglich als Alleinerziehende (bzw. durchaus auch als Frau in einer festen Beziehung)heutzutage in einen Vollzeitjob zu kommen, Gründe dafür sind unter anderem die mangelnde Flexibilität der Arbeitgeber und die schlechten Betreuungsangebote. Das mit den niedrigeren Löhnen mußt Du uns erst einmal beweisen. In den Stellenanzeigen (zumindest in denen im wissenschaftlichen Bereich) lese ich immer, daß Frauen sehr willkommen sind, und bei gleicher Qualifikation den Männern vorgezogen werden. Wie kann man (bzw. Frau) alleinerziehend und zudem in einer festen Beziehung sein??? Keine Frau wird dazu gezwungen, Kinder auf die Welt zu setzen. Dies geschieht aus freier Entscheidung heraus, oder aus Dummheit. Im letzteren Fall finde ich es durchaus gerechtfertigt, daß Frau im Berufsleben schlechtere Voraussetzungen vorfindet, als Mann. |
| Manley | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B]Das mit den niedrigeren Löhnen mußt Du uns erst einmal beweisen. In den Stellenanzeigen (zumindest in denen im wissenschaftlichen Bereich) lese ich immer, daß Frauen sehr willkommen sind, und bei gleicher Qualifikation den Männern vorgezogen werden.[/B][/QUOTE] bist du so naiv oder tust du nur so? wenn sie schreiben würden "bewerbungen von männern behandeln wir bevorzugt", wäre das bestimmt richtig gut für's image. ich kann dir nur sagen, dass momentan bei uns bewerbungsgesrpäche laufen. bei 10 bewerbern, die zum gespräch kamen, war eine frau dabei. und die wird den job nicht bekommen. warum? weil die entscheidenden herren sich nun mal von einer frau nichts sagen lassen wollen... [QUOTE]Keine Frau wird dazu gezwungen, Kinder auf die Welt zu setzen. Dies geschieht aus freier Entscheidung heraus, oder aus Dummheit. Im letzteren Fall finde ich es durchaus gerechtfertigt, daß Frau im Berufsleben schlechtere Voraussetzungen vorfindet, als Mann. [/B] [/QUOTE] und wie stehst du zu abtreibung? sorry, aber die frage drängt sich mir echt auf. wenn eine frau nun ungewollt schwanger wird (ja, das kann trotz verhütungsmitteln passieren), soll sie dann abtreiben, damit sie keine schlechteren chancen im job hat? meine güte, so einfach möchte ich es mir auch mal machen wie du... dumm [zensiert] gut, oder was? womit willst du denn solche aussagen bitte rechtfertigen? |
| schattenlichter | @darkmav Vielleicht WILL eine frau aber kinder haben? ich will doch nicht auf kinder verzichten müssen, nur weil es so einfacher wäre. und woher soll dann übrigens deutschlands nachwuchs herkommen? von den rentnern, die immer mehr werden und garantiert von keinem großartigem job mehr abhängig sind auf garantie nicht! wenn jemand so was schreibt platzt mir der kragen. ich habe mich beim lesen von deinen beiträgen mehrmals gefragt, ob du überhaupt genauer denkst, bevor du was schreibst. |
| Goat93 | manley: [QUOTE]bist du so naiv oder tust du nur so? wenn sie schreiben würden "bewerbungen von männern behandeln wir bevorzugt", wäre das bestimmt richtig gut für's image. ich kann dir nur sagen, dass momentan bei uns bewerbungsgesrpäche laufen. bei 10 bewerbern, die zum gespräch kamen, war eine frau dabei. und die wird den job nicht bekommen. warum? weil die entscheidenden herren sich nun mal von einer frau nichts sagen lassen wollen... [/QUOTE] Ich denke, es kommt auf die Firma an bzw. auf die Situation... ich kenne einige Firmen, die extra Frauen einstellen um einen Ausgleich in Höheren Positionen zu schaffen, da können dann 100 Männer sich bewerben, die 1 Frau wird genommen... Alles in allem kann man das aber nicht überblicken, deine Aussage stimmt aber sicherlich auch :) [QUOTE]wenn eine frau nun ungewollt schwanger wird (ja, das kann trotz verhütungsmitteln passieren), soll sie dann abtreiben, damit sie keine schlechteren chancen im job hat? meine güte, so einfach möchte ich es mir auch mal machen wie du... dumm [zensiert] gut, oder was? womit willst du denn solche aussagen bitte rechtfertigen?[/QUOTE] Wenn die Frau abtreiben möchte, willst du das jetzt verbieten? Ich denke, es ist die Entscheidung der Frau, diese muß sie auch selbst treffen, ohne Bevormundet zu werden... Zudem gibt es auch so einige Frauen, die Kinder haben und eine Höhere Stelle. Auch das ist nicht unmöglich... Allerdings denke ich,das in der Heutigen Stellenmarktlage es ohnehin ungemein schwer ist, seinen Job zu sichern oder höher zu klettern, denn auf jeden Job kommen mind. 10 Leute, die den auch haben wollen ... |
| darkmav | Das waren ja heftige Versuche einer Kritik... Allerdings fruchten diese bei mir nicht, weil ich manns genug bin, über die (persönlichen) Beleidigungen hinwegzusehen. @ Manley: Zu der Bewerbungssituation hat Goat93 sich ja schon richtig geäußert. Also ich mag Frauen im Business-Look, und mir wäre eine kompetente (und hübsche ;)) Frau als Chef um einiges lieber, als ein Mann. Leider ist diese Kombination (kompetent und hübsch) ziemlich selten. Wenn jemand partout nicht schwanger werden will, dann darf er auf ein Verhütungsmittel alleine nicht vertrauen. Die Kombination Pille [B]und[/B] Kondom dürfte um ein vielfaches sicherer sein, als eines dieser Verhütungsmittel allein. Klar ist auch, daß frau nicht poppen sollte, wenn sie gerade eine Darmgrippe hat(te), und deswegen die Pille nicht richtig wirkt. Manche scheint dies aber nicht zu kümmern, und wundern sich, wenn 9 Monate später die Bescherung kommt. Bin selbst auch gegen Abtreibung. Man sollte hierin nur einige wenige Ausnahmen zulassen (Vergewaltigung, Inzest, drohende Totgeburt bzw., wenn die Frau bei der Geburt sterben könnte). @ schattenlichter: Das mit dem Nachwuchs läuft gerade in einem anderen Thread. Ich bin der Meinung, daß sich letztendlich die Frau für eines entscheiden muß: Kind [B]oder[/B] Karriere. Das eine geht [B]immer[/B] zu lasten des anderen. Jedoch können auch Kinder Spaß machen, und genauso ein Lebensinhalt sein, wie Karriere. Leider werden "Hausfrauen" von der Öffentlichkeit, und insbesondere von manchen ach-so-toleranten (weiblichen) Politikern (insbesondere bei der grünen Partei) nicht als vollwertig anerkannt. Diese würden Kinder lieber vom Kreissaal gleich in eine Kita abschieben, nur daß die Mutter die Möglichkeit hat, "sich selbst zu verwirklichen". Übrigens: Wer mein Eigangsposting gelesen hat, dem sollte klar sein, daß ich für Gleichberechtigung von Mann und Frau bin. Allerdings sehe ich da vor allem in den muslimischen Ländern (beispielsweise im Iran) Defizite, und weniger bei uns. |
| Manley | @goat93: um gottes willen, nein, ich wollte nicht die abtreibung verbieten! ich wollte nur nicht - etwas übertrieben, um meinen standpunkt zu verdeutlichen - eine abtreibung zur bedingung für einen job machen... sicherlich ist es auch möglich, kinder und eine hochwertige stelle zu haben. bei uns in der firma haben die frauen in den höheren stellen (und das sind gerade mal 2 auf 150 mitarbeiter und gegen 15 männer auf ähnlichen positionen) keine kinder - was auch immer die gründe sein mögen, aber so einfach scheint es dann doch nicht zu sein... ;) @darkmav: es ist ja schön, dass du lieber eine kompetente frau als chefin hättest. die realität sah in den firmen, in denen ich bisher gearbeitet habe, leider anders aus... [B]so, und jetzt kehren wir mal zum ursprünglichen thema zurück, nämlich besagter demo aus dem eingangspost.[/B] |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von schattenlichter [/i] [B]@darkmav ...wenn jemand so was schreibt platzt mir der kragen. ich habe mich beim lesen von deinen beiträgen mehrmals gefragt, ob du überhaupt genauer denkst, bevor du was schreibst...[/B][/QUOTE] Zugegeben: ich auch. ;) Vorallem bei solchen Passagen: [quote][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B]Also ich mag Frauen im Business-Look, und mir wäre eine kompetente (und hübsche ) Frau als Chef um einiges lieber, als ein Mann. Leider ist diese Kombination (kompetent und hübsch) ziemlich selten.[/B][/quote] Man ist also durchaus für die Gleichberechtigung der Frau im Berufsleben, sie muss eben nur hübsch und kompetent sein, ansonsten soll sie sich an den Herd scheren, oder wie? Dass Kind und Karriere durchaus unter einen Hut passen, haben mir meine Elteren vorgelebt: in dem sie sich beide gleichermaßen um mich kümmerten. Die Zeit im Kinderhort, die ich mit anderen Kindern verbrachte, anstatt als 9jähriger Junge noch an Muttis Rockzipfel zu hängen und den eigenen Arsch hinterhergetragen zu kriegen, fand ich rückblickend auch nicht schlecht. Obwohl es die Erzieherinnen nicht leicht mit mir hatten... :) Mit einer Frau, die nach dem Hausfrauen-Prinzip zu Hause bleibt, hässlichen Terrakotta-Kram töpfert, bei Bestellhotlines anruft und den Briefträger bumst (übertriebenes Klischee) könnte ich eh nichts anfangen. Im Ernst: Es kann frau mehr Selbstbewusstsein geben, wenn Sie am Abend ebenfalls von ihrer Arbeit berichten kann, anstatt nur ihrem Mann zuzuhören. Die Ehe ist eine Gemeinschaftsprojekt und Kinder sind es auch. Allerdings braucht es dazu auch einen Vater, der zu seiner Partnerin steht, nicht dauernd in Kneipen rennt und seine Bedürfnisse hinter das Wohl der Familie stellt. Gibt es einen solchen Mann nicht, ist gerade hier die Aufmerksamkeit und Unterstützung seitens der Gesellschaft gefragt und gefordert. Ich gebe gern zu, dass mir das (ältere) westdeutsche Familienmodell für immer ein Mysterium bleiben wird. Es ist überholt, wie auch ein Blick in europäische Nachbarländer, wie z.B. nach Schweden oder Frankreich offenbart. Das mann schließlich irgendeine Machtrolle aufgibt, wenn er nicht der einzige Ernährer (hoffentlich gelingt ihm das auch) der Familie ist, halte ich für Bullshit. Es ist vielmehr eine Frage das Charakters. Ein starker Charakter möchte i.d.R. einen gleichwertigen Partner. Also: Let's stop bullshitting. |
| Efna | In gewissen Dinge ist es schon richtig was der Thraed ersteller hier meint nur es gibt da auch etwas zu bedenken. Das ganze Gerede um den Iran ist teilweise ziemliche Heuchelei. Mir ist vollkommen klar das das Mullah Regime grausam und Menschenverachtend ist. Doch letztendlich gibt es in vielen Ländern grausame Regime wann hört man mal was von Simbawe und Robert Mugabe? Wer intressiert sich für den Bürgerkrieg im Kongo, in Kolumbien, in Nepal etc. da sterben teilweise mehr Menwschen als im Iran. Und warum ist man so intressiert an Israel wenn man einerseits Tibet was von china schon seit sehr vielen Jahrzehnten besetzt hält in der Ecke liegen lässt? Ich will nichts rechtfertigen, ich will hier nur verdeutlichen das es wenn es um solche Sachen geht keinen Staaten egal welcher Seite um Humanität geht sondern um Machtpolitische Intressen. |
| darkmav | @ Efna: Und nur, weil es hier um machtpolitische Interessen gehen [I]könnte[/I], sollten demokratische Tendenzen im Iran nicht unterstützt werden? Israel hat ein besonderes Verhältnis zu den USA - das dürfte klar sein: nicht umsonst leben in New York mehr Juden, als in Israel zusammen. Der Iran ist drauf und dran, an Kernwaffen zu gelangen - auch hier ist es sehr wichtig, den Mullahs auf die Finger zu schauen. Im übrigen ist Iran Brutstätte des internationalen Terrorismus' (wollte jetzt schon fast Tourismus' schreiben - nach zwei Bier - lach!) - sollte man auch nicht außer acht lassen. |
| Efna | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B]@ Efna: Und nur, weil es hier um machtpolitische Interessen gehen [I]könnte[/I], sollten demokratische Tendenzen im Iran nicht unterstützt werden? Israel hat ein besonderes Verhältnis zu den USA - das dürfte klar sein: nicht umsonst leben in New York mehr Juden, als in Israel zusammen. Der Iran ist drauf und dran, an Kernwaffen zu gelangen - auch hier ist es sehr wichtig, den Mullahs auf die Finger zu schauen. Im übrigen ist Iran Brutstätte des internationalen Terrorismus' (wollte jetzt schon fast Tourismus' schreiben - nach zwei Bier - lach!) - sollte man auch nicht außer acht lassen. [/B][/QUOTE] Ich wollte ja nicht sagen das es nicht gut ist dort demokratische Tendenzen durchzusetzen aber ob da ein Millitärschlag der USA der richtige weg ist bezweifel ich mal stark( die frage ist auch ob die USA gewollt ist dort demokratische Tendenzen einzuführen). Es geht mir auch überhaupt nicht darum ein mörderischen Regime gut zu heissen oder zu rechtfertigen. Aber ich finde es doch irgendwie ein bischen Blöd das man andere Länder die ähnlich mörderisch sind wie der Iran ignoriert oder gar unterstützt. Was Israel angeht bin ich auch der Meinung das Israel auf jeden Fall unterstützt gegen jegliche Aggressoren aber ich verstehe ich nicht warum man sich für andere Länder nicht ähnlich einsetz. Ich versteh nicht warum Israel einen sonderplatz in der Internationalen Politik besitzt. Und gerade das die USQA im Israel-Palästina Konflikt so parteiisch sind glaube ich nicht das sie helfen können diesen Konflikt zu lösen. Den ich bin der Meinung das Israel ebenso an der jetzigen Situation dran Schuld wie die Palästinenser auch. |