| inflow_illusion | ich hab vor na woche post zur musterung bekommen und soll wohl nun mein arsch für dieses scheiß land hinhalten. jetzt wurde mir aber von freunden gesagt, dass man auch zivildienst machen kann. also ich würde gern mal wissen, wie es bei so ner musterung abläuft - um ehrlich zu sein, hab ich ein verdammt großes problem mit der art wie dort mit menschen umgegangen wird. ich will nicht, dass irdend so ein sadistischer arzt an mir rumfummelt und mich an jeder stelle meines körpers betascht. also wie sieht es damit aus? kann ich mich einer solchen untersuchung weigern? und nebenbei interessiert es mich, ob ich mich ebenfalls einer untersuchung unterwerfen muss, wenn ich mich für zivildienst entscheide. außerdem will ich nach den sommerferien auf ein oberstufen-zentrum gehen, um dort ne ausbildung zu machen. wie sieht es damit aus? können die vaterlands-idioten das verstehen? |
| Klarion | Geh hin, und lass dich mustern. Die Untersuchung ist halb so wild. Ausserdem ist es heute nicht mehr so, das jeder genommen wird. Mit ein bisschen Glück wirst du gar nicht eingezogen und die Sache mit dem Zivildienst erübrigt sich. Verweigern kannst du immer noch, wenn du da bist. Das ist ausserdem nur die Musterung, was noch lange nicht heißt, das du auch eingezogen wirst. Was die Ausbildung angeht, kann man sich auch zurückstellen lassen. Zu überlegen währe allerdings, ob man sich nicht verpflichtet, um dann bei der BW zu studieren (ja, das geht). Dann hast du das Studium nicht nur kostenlos, sondern kriegst auch noch Geld (Sold) dafür. |
| inflow_illusion | [QUOTE][i]Original geschrieben von Klarion [/i] [B]Was die Ausbildung angeht, kann man sich auch zurückstellen lassen. [/B][/QUOTE] Muss ich da dann irdendwas schriftliches vorzeigen. die wollen doch bestimmt ein nachweis für die ausbildung sehen? das problem ist, dass ich mich grade fürs oberstufen-zentrum beworben habe und ein benachrichtigung kommt spätestens erst im sommer. wird das berücksichtigt - und wie genau kann ich mich denn nun zurückstellen lassen? |
| Seperaude | Hehe, Musterung. Hey das ist doch echt halb so schlimm. Damals bei mir hat mir da so ne dicke Tante ne minute an den Eiern rumgefummelt und mich in boxershorts ein paar Kniebeugen machen lassen. Dann muss man da noch ne Pissprobe abgeben und anschließend machst du da so nen computertest für logisches Denken, Reaktionsvermögen etc.. Und das mit den eier abtasten ist echt halb so wild, wenn man bedenkt was Frauen so alles über sich ergehen lassen müssen. Am anfang redest du da eh erstmal mit nem Beamten der dir ein paar Fragen fragt, dir ein paar formulare gibt etc. Du kannst dich da auch jederzeits telefonisch beim Kreiswehrersatzamt melden und was fragen. Aber eigentlich müsstest du einen riesen Haufen Papier haben, wo fast alles drinsteht. Hätte ich nochmal die Wahl hätte ich auf jeden Fall Zivi gemacht, aber heutzutage ist die wahrscheinlichkeit, dass man überhaupt gezogen wird doch sehr gering. Aber egal was du machst, verkaufe doch bitte nicht deine Seele an diesen Verein "Bundeswehr" indem du da studierst etc. Mir haben neun monate schon mehr als gereicht! AUS IS |
| Klarion | Mein Vorredner hat eigentlich alles gesagt. |
| Apex | Das "Eierfummeln" sowie das mit dem "vorbeugen Arschbacken auseinanderziehn" kann man übrigens direkt verweigern, wenn man das nicht will. |
| Nix | Ich hatte mich für den Wehrdienst entschieden und rückblickend möchte ich die Zeit auch nicht missen. Aber es ist sicher richtig, dass dies nicht jedermanns Sache ist. Von der Wehrpflicht als solcher halte ich rein gar nichts. Bei der Kürze der heutigen Dienstzeit lernen die Rekruten kaum noch, geradeaus zu laufen, geschweige denn, dass sie im Ernstfall (worin auch immer dieser bestehen mag) zu irgendetwas taugten. Die Schaffung einer ordentlich ausgerüsteten und motivierten Berufsarmee scheint mir - auch im Hinblick auf die humanitären Einsätze der Bundeswehr, die v.a. psychisch belastbares und gut geschultes Personal erfordern - angezeigt. |
| inflow_illusion | Also das "Eierfummeln" kann man verweigern - zu glück! Wie siehts mit der pissprobe aus? ich nehme ziehmlich viel drogen (kiffen, pilze) - können die mir im schlimmsten fall dann irgentwas nachweisen oder vielleicht sogar ne anzeige erstatten? Und was nu wenn ich sofort verweigere und zivildienst machen will - werde ich dann überhaupt untersucht? und wie siehts aus wenn ich mich zurückstellen lasse wegen der ausbildung - findet dann keine untersuchung statt? PS: ich muss soviel fragen, weil ich mir in erster linie sorgen um die konsequenzen der pissprobe mache. |
| Seperaude | mmh, also zur Pissprobengeschichte kann ich nichts konkretes sagen. Nur eigene Erfahrungen. Ich hatte eine bei der Musterung und dann noch eine am ersten Tag beim Bund (Eingangsuntersuchung). Wir hatten da auch ein paar Kollegen mit THC im blut die dann als Schütze-Klappspaten nie mit schießen durften und andauernd neue Pissproben machen mussten. Ich weiß nicht, aber es kann durchaus sein dass du einfach durch Drogenabhängigkeit ausgemustert wirst. Vielleicht reicht es wenn man am Tag vorher mal nen ordentlichen Dübel durchzieht und dann vorgibt das jeden Tag zu machen, aber ich weiß nicht ob sowas Konsequenzen auf Führerschein etc. haben kann. Mit dem verweigern musst du auch geschickt vorgehen. Ich kannte da mal nen christen der recht schreibfaul war und sich seinen Text aus dem Internet geholt hat - abgelehnt Dann hat er selbst einen geschrieben, was ja nicht so sein Talent war mit der Konsequenz --> Abgelehnt Der war dann auch neun Monate im Logistikbatallion in Pfreimd, obwohl es eigentlich Zivi machen wollte. Hat sich halt dumm angestellt. Und wegen der eiergeschichte: Sei doch froh wenn dir mal jemand kostenlos die Klöten untersucht. Sei nicht son Waschlappen. So schlim ist das nicht. Frauen haben da auch keine Wahl und müssen sich schon mit ca. 13 Jahren da rumfummeln lassen. Du bist doch wohl nicht feiger als ein kleines Mädchen, oder? Wenn doch: geh zum Bund, die treiben dir das schon aus ;) |
| ange gardien | [QUOTE][i]Original geschrieben von inflow_illusion [/i] und soll wohl nun mein arsch für dieses scheiß land hinhalten.... wie sieht es damit aus? können die vaterlands-idioten das verstehen? [/QUOTE] Zum Thema Musterung und Wehr-/Zivildienst wurde eigentlich schon alles geschrieben. Ich frage mich nur: Da Du dieses Land und seine Vaterlands-Idioten hier offensichtlich so scheiße findest, warum wanderst Du dann nicht einfach aus? Allerdings musst Du wahrscheinlich eine Weile suchen, bist Du ein Land findest, in dem es dir so gut gehen wird wie hier. |
| Emporial | [QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i] [B]Zum Thema Musterung und Wehr-/Zivildienst wurde eigentlich schon alles geschrieben. Ich frage mich nur: Da Du dieses Land und seine Vaterlands-Idioten hier offensichtlich so scheiße findest, warum wanderst Du dann nicht einfach aus? Allerdings musst Du wahrscheinlich eine Weile suchen, bist Du ein Land findest, in dem es dir so gut gehen wird wie hier. [/B][/QUOTE] Genauso schauts aus. Im V-Fall, mich auf meine Base einzufinden, in der WaKa mein Sturmgewehr in Empfang zunehmen, auf zu munitionieren und zu kämpfen, ist für mich so selbstverständlich wie jemanden zu Helfen der auf der Straße zusammenbricht etc.. |
| Katastropholix | [QUOTE][i]Original geschrieben von inflow_illusion [/i] [B]Also das "Eierfummeln" kann man verweigern - zu glück! Wie siehts mit der pissprobe aus? ich nehme ziehmlich viel drogen (kiffen, pilze) - können die mir im schlimmsten fall dann irgentwas nachweisen oder vielleicht sogar ne anzeige erstatten? Und was nu wenn ich sofort verweigere und zivildienst machen will - werde ich dann überhaupt untersucht? und wie siehts aus wenn ich mich zurückstellen lasse wegen der ausbildung - findet dann keine untersuchung statt? PS: ich muss soviel fragen, weil ich mir in erster linie sorgen um die konsequenzen der pissprobe mache. [/B][/QUOTE] Meine Musterung ist zwar schon ein Weilchen her, aber soweit ich weiss kann dir da erstmal nichts passieren. Auf THC wird meistens auch gar nicht untersucht, da der Bluttest ziemlich aufwendig und nebenbei ziemlich teuer ist. Die Ergebnisse der Untersuchung während der Musterung unterliegen dann auch erstmal der ärztlichen Schweigepflicht, also selbst wenn die was finden hast du erstmal keine rechtlichen Konsequenzen zu erwarten. Probleme bekommst du erst, wenn du während deiner Dienstzeit, egal ob Bund oder Zivi mit Drogen erwischt wirst. Untersucht wirst du in jedem Fall, egal ob du vorher schon verweigerst oder nicht denn die Untersuchung soll ja deinen Tauglichkeitsgrad ermitteln und wenn du anhand der Untersuchung ausgemustert wirst musst du auch nicht zum Zivildienst. |
| Seperaude | [quote]Im V-Fall, mich auf meine Base einzufinden, in der WaKa mein Sturmgewehr in Empfang zunehmen, auf zu munitionieren und zu kämpfen, ist für mich so selbstverständlich wie jemanden zu Helfen der auf der Straße zusammenbricht etc..[/quote] Ist auch meine Einstellung. Sollten die jemals tatsächlich uns GWDL-Reservisten einberufen, dann ist es wahrscheinlich auch schon höchste Zeit zur Waffe zu greifen. Ich bin zwar keineswegs patriotisch aber im Falle eines Angriffes auf Deutschland glaube ich mal bin ich dann doch eher auf der Seite der Deutschen. Verteidigen an der Front ist bestimmt besser als einfach abhauen oder warten bis der "Feind" vor der eignen Haustür steht. Pazifismus in Ehren gehalten, aber irgendwo gibt es auch Grenzen, wo man zu Waffe greifen muss. |
| Apex | [QUOTE]Pazifismus in Ehren gehalten, aber irgendwo gibt es auch Grenzen, wo man zu Waffe greifen muss.[/QUOTE] Da hat wohl jemand das Konzept des Pazifismus nicht wirklich verstanden...verteidigt ihr mal schön das Vaterland... |
| Klarion | Das einzige Problem, das ich beider Untersuchung (speziell der Sackfummelei) hatte, war das ich keinen Ständer bekomme. Mich hat ne Frau (ziemlich hübsch) untersucht. Zu den Drogen: 1. Eigenbedarf ist, zumindest was sog. "leichte Drogen" angeht, erlaubt. Das Einzige, was passieren kann, ist das man dich wörtlich verwarnt und dir evtl. vohandene Drogen abnimmt. 2. Man nimmt einem ja auch nicht gleich den Führerschein ab, weil man am nächsten Tag mit ner Fahne durch die Gegend läuft. Da müsstest du schon so zugedröhnt sein, das du nicht mehr geradeauslaufen kannst. |
| Beowulf | [QUOTE][i]Original geschrieben von inflow_illusion [/i] ich hab vor na woche post zur musterung bekommen und soll wohl nun mein arsch für dieses scheiß land hinhalten. jetzt wurde mir aber von freunden gesagt, dass man auch zivildienst machen kann.[/QUOTE] Also ich an deiner Stelle würde mir da keine Sorgen machen. Bei der Musterung gibs schließlich auch einen Intelligenztest. Also einfach hingehen und Ausmustern lassen. |
| Seperaude | @ Beowulf Der Intelligenztest da ist aber wirklich nur auf ein Minimum ausgelegt, dass man erreichen muss, nicht? Also wenn ich überlege, was wir da schon für bescheuerte Rekruten hatten, naja. Und wenn man sich absichtlich unter diese Intelligenzgrenze bringen will um ausgemustert zu werden, dann kann es doch auch schnell mal passieren, dass das der Psychologe oder wer auch immer mitkriegt, nicht? Also erfordert es schon ein wenig Intelligenz und Cleverness wenn man sich absichtlich ausmustern lassen will. Kann aber auch sein, dass das einfacher ist als ich denke. Vorallem da die jetzt fast keinen mehr nehmen. |
| Beowulf | Auf was dieser Test ausgelegt ist, kann ich beim besten Willen nicht sagen. Als mein Test abgeschlossen war, bekam ich als mögliche Anwendungsgebiete Artilleriefeuerleitoffizier oder Tankwart. Was die beim Drogentest herausfinden ist mir auch ein Rätsel. In meinem Zug waren mindestens 3 Leute schwer Heroinsüchtig, und die fast jeder Zweite hatte gekifft. Was immer beim Biwak lustig war, wenn nach einem Tag sich beim einen oder anderen ein heißer Entzug einstellte. Ach ja, ich könnte Bundeswehr-Anekdoten erzählen. Psychologe habe ich bei der Musterung keinen gefunden. Aber wer sagt denn, dass inflow_illusion absichtlich durch den Test fallen muss? Jemand der mit 18 erst mitbekommt dass man verweigern kann..... |
| Emporial | So ein Typ wie inflow_illusion hätte die erste Woche AGA bei meiner Enheit nicht überlebt, bzw. wäre in der ersten Woche wegen Bettnässerei abgelöst worden. Beim Nachtalarm hättest du dir in die Hose geschissen, Gerade bei der Marine sind Wehrpflichtige durch die Stammdienststelle der Marine in WHV handverlesen. Nur besonders unanständige Männer schaffen das. ;) Bei Luftwaffe und Heer geschieht das über das KWEA. Zum Heer gehen die Meisten Zur Luftwaffe die Schönlinge Zur Marine die Besten Die medizinschen Vorschriften und Untersuchung sind mehr als widersprüchlich. Gerade bei der Musterung und für den fliegerischen Dienst. Kein Land ist so pingelig und Gaga wie Deutschland mit der Bundeswehr. Alle BTM-Konsumenten sind am ersten Tag in der AGA bei der SanStaffel festgestellt und sind sofort aus der Einheit entfernt worden. BTM und Bund schließen sich aus, also bei uns gab es keine Gnade, habe aber auch nix weiter im Geschwader mit bekommen da wir wirklich ausgesucht waren, auch mit MAD Überprüfung. Mal was anderes :-) Kennt ihr das Gefühl von Jagdfieber, wenn alle eure Sinne geschärft, Schmerzen, Hunger und Müdigkeit genommen sind, euer Verstand voller eiskalter Logik ist, ohne menschliche Gefühle und emotionalen Ballsast in euch. Körper und Geist sich in ein Modus geschaltet haben, um hochprofessionell zu fighten und um die Battle Zone als Sieger zuverlassen. |
| Seperaude | Wieder die alte Sache mit der Eitelkeit des ehem. Soldaten. Also ich bin nicht besonders stolz auf den ganzen Mist den wir da verzapft hatten. War alles irgendwie stark sinnentfremdet. Du hast eine seltsame Hormonlage wie mir scheint. @Emporial Marine war mir auch noch nie ganz geheuer. Jagdfieber? eiskalte Logik? der tägliche Testosteronschub. Kann schon sein, dass man nicht mehr an seinen Hunger und seine Müdigkeit denkt, wenn direkt neben einen ne Übungsgranate explodiert und überall Schüsse losgehen und Leuchtmunition runterkommt. Vorallem wenn man dann noch ein-zwei volle Magazine hat und einen Sprint von 50 m zu den Stellungen am Waldrand vor sich. Jedenfalls habe ich in dem Moment nicht mehr so an meine Müdigkeit und Schmerzen gedacht. Ob die Sinne geschärft waren weiß ich nicht. Ich hab eh garnichts gesehen und bin andauernd gegen irgendwelche Bäume gerannt. Und meine Ohren waren schon vom letzten Angriff taub, als so ein irrer mit dem MG direkt neben mit seine Platzer rauslies und ich keinen Grhörschutz drin hatte. |
| archon | also, mal vorneweg - ich war nicht beim bund, hab ersatzdienst geleistet, aber keinen zivildienst, sondern ich war 7 jahre verpflichtet beim BRK, im katastrophenschutz. zur musterung - die ist wirklich ein klacks... ich hab mir auch immer gedacht was da alles kommt... und was war... nix grossartiges! das eierbefummeln hat ganze 5 sekunden gedauert, der arzt zog sogar eine spanische wand vor, damit die dame die noch im raum war und mitschrieb nix mitkriegt! :D dann muss man noch kniebeugen machen, aber das wars dann auch schon. beim urintest wird soviel ich weiss nur geschaut, ob du zucker hast - also insulin spritzen müsstest. blut wurde mir bei der musterung nicht abgenommen. wozu auch? man hat wenn man zum bund geht nochmal am anfang eine untersuchung. glaub die hat man evlt. sogar wenn du zivildienst machst. beim katastrophenschutz konnte ich zum arzt meiner wahl gehen und musste nur einen zettel bringen, dass der mich untersucht hat. war nicht weiter tragisch. ich konnte leider aus beruflichen gründen nicht vollzeit zum bund, oder gar damals die 2 jahre zivi machen - deshalb eher die langwierige "strapaze" katastrophenschutz. bei mir wars so, dass ich gemustert wurde, und mich aus schulischen gründen (war in der ausbildung) zurückstellen lies. den antrag hatte ich bei der musterung schon dabei und mit dem beamten dort gesprochen. zurückstellen ist meist kein problem, löst aber auch nicht unbedingt das problem. ;) dann bekam ich nach paar monaten einen bescheid, dass ich einen eignungstest machen muss, das war ein halber tag - den hab ich auch noch absolviert.... also reaktionstest, wissenstest... all sowas... theorie halt. als dann irgendwann der einberufungsbescheid kam, gegen den man einspruch erheben kann, da hab ich mich dann beim BRK beworben. da gabs soweit kein problem... auch weil ich da schon wieder in beruflicher fortbildung war und nicht weg konnte, das kat-ding aber so nebenbei machen konnte, das war der vorteil. man kann auch zur feuerwehr, oder THW - ich wollte zum THW, aber da war nix mehr frei, nur noch beim BRK. das spielt sich so ab, dass man alle 2 wochen am wochenende am freitag abend sich mit anderen beim BRK trifft, meist so 3-4 stunden, von 20-24 uhr. man macht am anfang erst mal über paar wochenenden am samstag den umfangreichen erste-hilfe kurs und ist dann katastrophenschutz-helfer. abends, also jeden 2ten freitag, da macht man kurse, hört sich sachen von ärzten an, die dort was vortragen über fachgebiete... man lernt sozusagen etwas aus dem medizinbereich. was teils sehr interessant war! zudem musste man 2 mal im jahr eine 12 stunden schicht im notarztwagen bzw. im rettungsdienst mitfahren, als 3. beifahrer sozusagen! das kann hart sein - wenn du zu einem krassen unfall kommst... kann man sich ja vorstellen! das war aber nur eine zeitlang bei uns so, anfangs gabs das nicht, wurde dann eingeführt und irgendwie später auch wieder etwas "verworfen" und war dann auf freiwilliger basis. nebenbei wird man da auch zu "dienst" verpflichtet, d. h. du musst bei öffentlichen sportveranstaltungen, wie trabrennen, sandbahnrennen, blutspenden, rock'n'roll turnier, judo-turniere usw. als sani-helfer dort mit anderen kumpels dienst schieben. meist den erste hilfe dienst für die teilnehmer oder im publikum aufpassen, falls einem schlecht wird oder einer umkippt oder so, oder einfach wo mithelfen, beim blutspenden die leute bissl einweisen wo sie hin müssen usw. alles nur stundenweise halt... das ging von 2 stunden bis auch mal zu 12 stunden. je nach veranstaltung. bei uns wars so, dass sie halt immer für die kommenden wochen die dienste die anstanden vorlasen und wenn du an einem samstag, oder sonntag zeit hast, dann kannst du dich einteilen lassen, oder du wirst einfach eingeteilt, wenn du dich ständig davor drückst! ;) ich fand die zeit von 7 jahren beim BRK nicht prikelnd, weil eben verpflichtend über sehr langen zeitraum, aber man gewöhnte sich auch daran... teils hats auch spass gemacht, aber meist wars mir eher lästig! *lach* aber was will man machen. ich wäre heute auch für eine berufsarmee, weil wehrdienst für mich eine einschränkung im leben bedeutet. dennoch würde ich heute im kriegsfall oder ernstem katastrophenfall, wenn sie mich als sani-helfer brauchen auch leuten helfen - eh klar - hätte ich kein problem damit, genau so wie viele andere den dienst an der waffe tun würden, wenns ums eigene wohl und ums wohl des volkes geht. |
| Darket | Ich habe Zivildienst gemacht, angetreten im September 2004 und entlassen Ende Mai 2005. War eine geile Zeit, ganz einfach, weil man sich um fast nix kümmern muss, seinen Dienst schiebt und dafür (wenn auch echt lausig) bezahlt wird. Die Musterung musst Du definitiv über Dich ergehen lassen und die kann mit etwas Pech durchaus ein wenig erniedrigend werden, ich habe gerüchteweise gehört, dass man es sich verbitten kann, dass die einen bei der Untersuchung berühren, allerdings ist man dann der Depp vom Dienst und darf stunden lang warten. Bei mir dauerte die ganze Prozedur mit Warten usw. nicht mal ne Stunde, lag aber dran, dass ich von vornherein gesagt habe, dass ich verweigern werde. Wenn Du das tust, kannst Du relativ sicher damit rechnen tauglich geschrieben zu werden, wenn Du keinen Bock hast empfiehltes sich zwei Stunden mehr einzuplanen und anzugeben, dass Du noch nicht festgelegt bist. Dann machste die komplette Geschichte mit, hast aber bessere Chancen t3 oder schlechter geschrieben und somit nicht eingezogen zu werden. Tips wie man konkret bei der Musterung bescheißen kann, wirste von mir nicht kriegen, man möge es Egoismus nennen, aber ich habe meinen Dienst (natürlich nicht an der Waffe!) geleistet und bin stolz darauf. Wer sich darum drückt, verhält sich in meinen Augen vorsichtig ausgedrückt unsozial. Außerdem geht einem ne ganze Menge persönliche Erfahrung flöten. Zivildienst ist ne gute Sache und man hat Abends das Gefühl etwas sinnvolles getan zu haben und nicht nur sinnfrei durch den Schlamm gerobbt zu sein für irgend eine sinnfreie Verteidigung des Vaterlandes, die eigentlich sowieso nur noch von Berufssoldaten irgendwo am Arsch der Welt geleistet wird. Mein Tip: Such Dir ne vernünftige Dienststelle und reiß die 9 Monate runter. Für weitere Fragen oder Tips stehe ich gern zur Verfügung, kannst mir auch gern ne PN schreiben. Grüße Darket |
| darkmav | So war's bei mir: Hatte keine Lust, in irgendeiner Form ein Jahr als unterbezahlte Kraft an den Staat zu verschwenden. Habe mir deswegen ein paar Atteste geholt, und bin zur Musterung. Die Musterung selbst war recht witzig. Eierabtasten war etwas seltsam, aber letztendlich erträglich, der Rest war nichts besonderes... Intelligenztest gab's bei mir nicht. Die einzige Frage, etwas rhetorisch gestellt, war, ob ich denn intelligent sei. Habe diese mit "ja" beantwortet, und das war's. Am Schluß wurde ich in das Zimmer der hohen Herrn gebeten, die als erstes mit den Worten "Wir haben eine schlechte Nachricht für sie..." entgegen gekommen sind. Ich wußte schon was los war, und war innerlich entzückt - äußerlich habe ich mir natürlich nichts anmerken lassen. Ein paar allgemeine Anmerkungen: Die Bundeswehr sollte in eine ausschließliche Berufsarmee umgestaltet werden. Es muß dabei geachtet werden, daß der Job gut bezahlt wird, und daß neben einer guten körperlichen Eignung auch ein Maß an Intelligenz vorhanden sein muß, das recht hoch angesetzt werden sollte (IQ>115 oder so). Letztendlich sollte darauf geachtet werden, daß gerade tumbe Rambos nichts in der Bundeswehr zu suchen haben. Das würde neben der Effektivität auch die Akzeptanz bei der Bevölkerung und die "Moral in der Truppe" positiv beeinflussen. Soldat wäre dann ein ehrenwerter Beruf. Zivildienst finde ich 'ne gute Sache. Allerdings wäre es sinnvoll diesen auf ein viertel oder halbes Jahr zu beschränken, aber dafür beide Geschlechter heranzuziehen. |
| Emporial | Das mit der Unbezahlung ist richtig, genauso das die Unterhaltsicherung ein Witz und totale verarsche ist. Auch die Tatsache das Frauen keinen Dienst für den Staat leisten müssen, aber dürfen. Wehrdienst, bzw die Handlungen in den Streitkräften ist weder sinnfrei, gegenüber dem Zivildienst minderwertig oder für die Gesellschaft nichtsbringend. Mich stören die Äußerungen und diese Überheblichkeit der "Ungedienten". Woher wisst ihr denn alles so gut was in der BW alles so abgeht und alles so Scheiße ist? . Das Problem mit der Einstellung in der BW ist die, das die Gesundheit und deren überzogenen Ansprüchen im Vergleich zu anderen Ländern dazu führt, das wirklich geeignete Leude sich nicht verpflichten können, weil deren Beine zu lang sind, paar Wirbel zu krumm sind etc. was aber kein Einfluß hätte. |
| Sirikith | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seperaude [/i] [B] Frauen haben da auch keine Wahl und müssen sich schon mit ca. 13 Jahren da rumfummeln lassen. [/B][/QUOTE] stimmt nicht. sofern frau nicht grade in dem alter schon die pille will, fummelt da kein arzt rum. und meine gyn hat sich beim ersten mal auch darauf beschränkt, mir glibber auf den bauch zu schmieren, um dann per ultraschall zu kucken, ob alles da ist thema bund: ich war neulich im kino....kam da diese fiese werbung: " Zwei ausbildungswege-zwei verdienstmöglichkeiten- zweimal 37.000 PS...." ich würd doch so gerne zur luftwaffe- mal nen schnittigen Jet unter´m arsch zu haben, davon träum ich, seit ich zwölf bin ;) gut, und jetzt wieder ontopic: ausmustern lassen kann man sich heut recht einfach-drogenkonsum ist ja schönmal ein guter anfang, wenn du ihnen jetzt auch noch was erzählst, wie cool du vollautomatische waffen findest, und dass du schon immer mal erleben wolltest, wie kugeln einen leib zerfetzen, schmeissen die dich eh hochkant raus. bei meinem freund hats ja schon gereicht, dass er sich mit der stabsärztin über´s tauchen gestritten hat. praktisch sind auch asthma, alte impfschäden, minus 10 dioptien usw, halt soziemlich alles an handicap, was ein arzt so bescheinigen kann ;) was die alte gleichberechtigungsdiskussion angeht: ich bin ohnenhin für eine abschaffung der wehrpflicht und die aufstellung einer berufsarmee-würde sowohl moral als auch qualifikation der truppe deutlich erhöhen, wenn da nur leute hingehen, die den job auch wollen, und das für mehr als die pflichtzeit. davon mal abgesehen finde ich auch, dass sämtliche männer, die in der hinsicht laut "das ist ungerecht, warum müssen wir und frauen nicht?" sich mal die rechte der frau in den letzten 2000 jahren ansehen- da darf es meiner meinung nach ruhig mal etwas ungerechtigkeit zu unseren gunsten geben, ich finde das nur fair :D :q :p und wenn´s denn schon zwangsdienst an der gesellschaft sein muss, dann entweder zivi, fsj, föj, thw, brk u.ä oder ein jahr erziehungsarbeit, abzuleisten von männlein und weiblein bis zum 40. lebensjahr. |
| Bloody Angel | Zum Thema Drogen kann ich nur meine Erfahrungen aus meiner Bundeswehrzeit letzten Jahres sagen. Der Truppenarzt kann bei der Einstellungsuntersuchung nen Drogentest veranlassen, am besten man gibt es schon von Haus auf zu wenn man vom Arzt gefragt wird, die bekommen das eh raus. Wenn dein Drogentest dann positiv war, wirst du erstmal vom Umgang mit der Waffe ausgeschlossen und vom führen von Fahrzeugen. Außerdem wirst du aufgefordert den Konsum von Drogen sofort zu unterlassen, es werden nämlich dann auch Kontrollen durchgeführt. Solltest du das nicht tun und weiterhin Drogen nehmen musst du zum Psychiater antanzen, der kann dich dann z.B ausmustern. Ob du nun der Polizei gemeldet wirst hängt ganz von deinem Verhalten und deinem Truppenarzt ab, meine Truppenärztin war da ziemlich Verständnisvoll, aber es gab auch Typen die meinten den coolen Macker raushängen lassen zu müssen und auch mit Sprüchen wie "Das geht sie nichts an, das ist mein Leben" gekommen sind, diese Leute hatten dann schon am nächsten Tag noch in der Kaserne besuch von der Polizei. Bei der Bundeswehr gehen auch regelmässig die Polizei mit Drogenhunden durch die Gebäude, also würd ich mir das gut überlegen. Ich persönlich finde das aber auch gerechtfertigt, ich möchte auch nicht das neben mir auf der Schiessbahn nen zugedröhnter Junky oder einer auf Enziehung neben mir rumballert. Was ich lustig finde, die ganzen Leute mit ihrer "scheiss Deutschland" Einstellung sind meiner Erfahrung genau diese Leute die am meisten von diesem "scheiss" Land profitieren, die meisten Studenten oder Arbeitslose die das System beschimpfen es aber gleichzeitig schröpfen. Ich für mein Teil bin Stolz auf meine Bundeswehrzeit, ich hab dort viel gelernt und viele neue Freunde gefunden mit dennen ich heute noch regelmässig Kontakt habe. So long |
| Darket | [QUOTE]Was ich lustig finde, die ganzen Leute mit ihrer "scheiss Deutschland" Einstellung sind meiner Erfahrung genau diese Leute die am meisten von diesem "scheiss" Land profitieren, die meisten Studenten oder Arbeitslose die das System beschimpfen es aber gleichzeitig schröpfen[/QUOTE] *lol* Das ich mal mit einem Bundi in so etwas übereinstimmen würde hätte ich auch nicht gedacht :D Aber es stimmt. Ich persönlich sehe es zwar so, dass die Bundeswehr von allen Möglichkeiten (Zivi, FSJ, Katastrophenschutz, Polizei, BGS und eben BW) diejenige ist, die der Gesellschaft am wenigsten dient (ist meine persönliche Meinung, wer gern zum Bund möchte soll es tun, ich verurteile das nicht), aber das, was man früher uns Zivis vorgeworfen hat, nämlich die Drückebergerei, trifft auf diejenigen, die sich mit aller Gewalt sträuben mit Sicherheit zu. |
| Seneca | Ich für meinen Teil habe erst mit 33 den Kriegsdienst verweigert, nachdem ich Jahre zuvor schon 18 Monate Wehrdienst bei einer der damals KRK (Krisenreaktionskräfte) genannten Einhaiten geleistet habe, in der mir gleich nach der Grundausbildung eine Erklärung vorgelegt wurde,. mit deren ("freiwilliger") Unterzeichnung (sie wollen bei uns doch was werden, oder...?) ich mich für "out of area" Einsätze zur Verfügung stellte... Aus meinem Zug wurde damals immerhin zwei Soldaten nach Somalia geschickt. 6 Jahre später habe ich dann, wie gesagt, verweigert. Aber nicht als Entschuldigung weil ich keinen Bock auf Bund hatte, sondern tatsächlich wegen einem sehr miesen Gefühl aufgrund des zunehmend regulären Einsatzes der Bundeswehr, die ich nur als reine Verteidigungsstreitkraft akzeptiere, als Mittel der Außenpolitik, ohne sie entsprechend auszurüsten...was nämlich Geld kosten würde...! Das dies ausgerechnet unter einer rot-grünen Regierung geschah, tat ein übriges...! |
| darkEMYR | zivildienst.hach,das waren noch zeiten.auch schon wieder 2 jahre her. also vor der untersuchung brauchst du keine angst zu haben.auch wenn dir kumpels vielleicht horrormärchen erzählen,da sind zig ärzte/innen:D , jeder untersucht anders.meistens geht das auch viel schneller,während uaf dem schreiben steht,das geht bis nachmittag.ich war mit allen intelligenztests usw.nach ca. 1 1/2 - 2 stunden wieder draußen. rektalkontrolle gibts nicht,keine panik:)! |
| Move over Kate | Weiß nicht, ob das hier schon erwähnt wurde: Wenn Du verweigerst, dann nach der Musterung und vor der Einberufung, nicht gleich auf dem Kreiswehrersatzamt. Böse Zungen behaupten nämlich, dass die Verweigerung Einfluß auf das Musterungsergebnis habe. Ansonsten schließ ich mich Beowulf, Darket etc. an. Man kann von der Gesellschaft und vom Staat nicht immer nur fordern, sondern sollte auch bereit sein, etwas zu geben... Und wenn es nur lächerliche 9 Monate des Lebens sind - was noch nicht mal einem Prozent deiner Lebenserwartung entspricht. Ich bin für einen allgemeinen 12-monatigen Pflichtdienst für Männer und Frauen... |
| darkmav | @ MoK 12 Monate sind meines Erachtens zu viel... Wie gesagt: 3 bis 6 Monate (aber dann für jeden, egal ob Männlein oder Weiblein, egal ob kerngesund oder Scheuermann) würden reichen. Ich denke, Deutschland kann sich nicht leisten, die Leute noch später in die Erwerbswelt zu bringen. Auch sollten die 3 bis 6 Monate dazu dienen, den Leuten den Sinn von gemeinnütziger Tätigkeit nahezubringen, und sie sollen sich nicht als billige Kräfte für Arbeiten, die sonst keiner machen weill, benutzt fühlen. Ich denke, die 3 Monate würden gut zwischen Abi (das normalerweise im Mai zu Ende ist - so war's zumindest bei mir), und Studienbeginn passen. Ist vielleicht sinnvoller, als in einer Fabrik zu malochen (wie bei mir) oder ständig in der Weltgeschichte rumzureisen (und etwas für die CO2-Bilanz zu tun ;) ) |
| Bloody Angel | 3 - 6 Monate sind ein Witz, solang brauchen die meisten ja schon um zu kapieren wie man die Stiefel bindet :D |
| Move over Kate | Stimmt, wenn man die Leute sinnvoll einsetzen will, sind 3-6 Monate zu kurz. Die Ausbilder beim Bund jammern ja jetzt schon, dass die 9 Monate nicht ausreichen, um den Leuten irgendwas beizubringen. [zynismus]Obwohl: Ende 1945 hat der Crashcourse am Panzerschreck ja auch gereicht...[/zynismus] :D Und im Pflege- oder Rettungsdienst sieht's wohl auch nicht anders aus... Zu meinen Zivi-Zeiten haben die Rettungsdienste noch die volle Rettungsassistentenausbildung bezahlt, da die Leute dann noch über ein halbes Jahr eingesetzt werden konnten und sich der Aufwand gerechnet hat. |
| Apex | Teilweise scheinen Musterungsergebnisse wirklich relativ willkürlich zu sein. Bei mir wurde während der Musterung leicht erhöhter Blutdruck festgestellt, ich bekam daraufhin eine Überweisung zum Amtsarzt zu weiteren Untersuchungen und sollte ein Jahr später dann nochmal zur Nachmusterung erscheinen. Verweigerungsantrag hatte ich da übrigens schon gestellt. Der Arzt hat bei mir nach Belastungs-, und Langzeit-EKG nur einen leicht erhöhten Blutdruck festgestellt und mir, mit Bedauern, mitgeteilt, dass er so die Ausmusterung nicht empfehlen könne. War mir auch relativ egal, ich hatte eh damit gerechnet meinen Zivildienst leisten zu müssen. Und was geschah? Ein paar Wochen später bekam ich meinen Musterungsbescheid mit dem Ergebnis "Ausgemustert". Warum hab ich bis heute nicht verstanden...aber naja...wirklich traurig bin ich nun auch net, wenn sie mich net wollen...werden schon sehen was sie davon haben ;) Gleichzeitig wurde aber ein Freund von mir mit nur einer Niere und diversen gesundheitlichen Problemen mit 2 gemustert. Fand ich sehr interessant...wird jetzt wohl auch ein längeres, juristisches Verfahren geben. Also, so ganz ist mir immer noch nicht klar anch welchen Kriterien da verfahren wird aber gut. Sollte ich fürs Studium noch zwei Wartesemester reingedrückt bekommen, werde ich wohl eh ein fsj oder ein föj in der Zeit machen....von daher gleicht es sich bei mir wohl wieder aus...wie gewonnen... |
| ancient | @inflow_illusion nimm dich einfach mal bischen zusammen...geh zum bund und jammer nicht rum ! wer es mit 18 schon gut drauf hat ständig drogen zu nehmen...der wird wohl auch mannsgenug sein...die paar monate beim bund abzureißen... ansonsten schließ ich mich da beo an. wer in deinem alter erst davon hört das es auch zivildienst gibt...muß sich keine gedanken um den psychotest machen... @mok [QUOTE]Ende 1945 hat der Crashcourse am Panzerschreck ja auch gereicht[/QUOTE] das stimmt definitiv nicht. das so schlecht ausgebildete "letzte aufgebot" feuerte oft nicht nur viel zu früh...sondern wechselte nach dem fehlschuß auch nicht die stellung. also von "auch reichen" kann man nicht im entferntesten sprechen...und sei es nur zynisch. |
| Traumlos | [QUOTE][i]Original geschrieben von Bloody Angel [/i] [B][...] Was ich lustig finde, die ganzen Leute mit ihrer "scheiss Deutschland" Einstellung sind meiner Erfahrung genau diese Leute die am meisten von diesem "scheiss" Land profitieren, die meisten Studenten oder Arbeitslose die das System beschimpfen es aber gleichzeitig schröpfen. [...] [/B][/QUOTE] Inwiefern 'schröpfen' Studenten denn das Land? Abseits dessen: Einige Komilitonen, welche nach dem Abitur Zivildienst leisteten, haben nun erhebliche Schwierigkeiten dem Studium zu folgen. Ähnlich dürfte es dem ein oder anderen Wehrdienstler ergehen. |
| darkmav | @ MoK Hatte weiter oben ja schon geschrieben, daß ich die allgemeine Wehrpflicht ganz aufheben würde, und dies "Profis" machen lassen würde (so wie zBsp. die USA). Inzwischen ist Soldat so ein komplexer Beruf geworden, daß man das unmöglich in einem Jahr, und dann oft auch noch ohne Motivation von innen heraus, lernen kann. Stattdessen sollten [B]alle[/B] so etwas, wie "Zivildienst" machen müssen. Dann aber eher auf "Schnupperbasis". Tätigkeiten wie Rettungsdienst kann man dann natürlich vergessen, aber zum Kurgäste rumkutschieren (hat ein Kumpel von mir gemacht) reicht's allemal... Denke es gibt genügend Jobs, bei denen man so gut wie keine Qualifikation braucht. @ Traumlos Die Kommillitonen können sich ja [B]während[/B] des Zivildiensts fortbilden. Man kann sogar ein Fernstudium machen, wenn man intelligent und fleißig genug ist. Hatte den Eindruck, daß Zivildienst für viele ein echt lockerer Job war. Beim Bund mag es wohl anders sein, vor allem während der Grundausbildung... |
| Move over Kate | [QUOTE]Die Kommillitonen können sich ja während des Zivildiensts fortbilden. Man kann sogar ein Fernstudium machen, wenn man intelligent und fleißig genug ist. Hatte den Eindruck, daß Zivildienst für viele ein echt lockerer Job war. Beim Bund mag es wohl anders sein, vor allem während der Grundausbildung...[/QUOTE] Während der Grundausbildung vielleicht. Ein Bekannter hat sich nach der Grundausbildung einen Game-Boy zugelegt, um die letzten (damals) 9 Monate sinnvoll zu verbringen. Gut, er war Fernmelder... Wenn Du die Leute zu so einem kurzen Pflichtdienst verdonnerst, bekommst Du die gleichen Probleme, welche die Sozialträger jetzt mit den 1-Euro-Jobs haben: Mitarbeiter, denen es letztlich egal ist, ob Oma Müller die Windel gestrichen voll hat und ob Opa Mayer sich gerade mal wieder wundliegt... Ich glaube, dass bei den längeren Diensten die Einwirkungsmöglichkeiten durch die Vorgesetzten (höheres Druckpotential) einfach besser sind, um einen guten Job hin zu bekommen. Und vielleicht gehen bei längeren Zeiten nur die in die soziale Richtung, die sich da wohl fühlen. Für mich wär's nix, ich war im Umweltbereich eingesetzt... |
| archon | bissl offtopic, aber ganz kurz noch: [QUOTE] gehen bei längeren Zeiten nur die in die soziale Richtung, die sich da wohl fühlen. Für mich wär's nix, ich war im Umweltbereich eingesetzt...[/QUOTE] ja, das ist gewissermassen auch ein problem - nicht jeder ist für sozialen dienst unbedingt der typ. sicher, man kann sich in vieles reinversetzen, und lernen, aber es gibt einfach leute, die fühlen sich da absolut nicht wohl. ich wollte eigentlich nie zum BRK - aber ich hab gemerkt, dass ich eigentlich da ganz gut aufgehoben war - ich hab schon gemerkt, dass ich gut leute beruhigen kann, auf sie eingehen kann, z. b. wenn jemand panik schiebt oder angst hat, oder sowas. das liegt teils am charakter von menschen. ich weiss aus der zeit in der ich beim katastrophenschutz war, dass da auch mädels beim BRK bzw. Roten Kreuz bei uns dabei waren, die waren da nicht verpflichtet, aber sie machten das einfach gern, in ihrer freizeit, dass die da eben anwesend waren, bei den kursen, die wir "zivis" machen *mussten*. das wurden komischerweise auch immer mehr mädchen, die einfach spass hatten auf so veranstaltungen zu sein und den leuten bei bedarf zu helfen, zu organisieren usw. - bringt ja auch selbstwertgefühl. aber wir haben auch leute da in der truppe drin gehabt, die hatten zwar den sani kurs und alles, aber wenns dann darum ging "gefühl" zu zeigen, oder bei einem unfall mal leute etwas zu "beruhigen", dann hatten sie da teils einfach kein wirkliches gespür dafür. jemand der ein "sozialer grobmotoriker" ist, der wird auch nie von einem patienten als guter helfer angesehen werden. menschen sind einfach viel zu unterschiedlich. drum finde ich es auch gut, wenn nicht alles unbedingt auf "sozial" ausgerichtet ist. generell bin ich einfach für ein berufsheer - aber für ein GUTES berufsheer, wo auch leute drin sind, die wissen was zu tun ist und ihren job mögen! das ist schon sehr wichtig. man sieht ja auch bei "freiwilliger feuerwehr" mit wieviel elan da manche dabei sind. eben weil es freiwillig ist und das selbstwertgefühl auch hebt. |
| Seperaude | Ich las gerade ein herrliches Zitat Einsteins welches man wunderbar als künfitger Zivildienstleistender vorbringen könnte: "Heldentum auf Kommando, sinnlose Gewalt und die leidige Vaterländerei, wie glühend hasse ich sie, wie gemein und verächtlich erscheint mir der Krieg; ich möchte mich lieber in Stücke schlagen lassen, als mich an einem so elenden Tun beteiligen!" Ich stimme zwar nicht vollends zu (war ja selber beim bund), aber find das Zitat trotzdem recht bissig. |
| Apex | Tja, Einstein war schon ein sehr kluger Kopf *g* Jedem der verweigern will empfehle ich weiterhin die Lektüre von "Im Westen nichts neues" von Erich M. Remarque. Auch die Glosse "Der bewachte Kriegsschauplatz" von Kurt Tucholsky kann nützlich sein, sich ein Bild zu formen...trotz oder gerade weil dort das Tucholsky-Zitat fällt, welches ich hier nicht ausspreche um eine Diskussion darüber zu vermeiden ;) |
| Move over Kate | [QUOTE]Jedem der verweigern will empfehle ich weiterhin die Lektüre von "Im Westen nichts neues" von Erich M. Remarque.[/QUOTE] Dazu eine kleine Anekdote: In der zehnten Klasse hatten wir mal Auszüge aus Remarques "Im Westen nichts Neues" mit Jüngers "In Stahlgewittern" verglichen. Dann habe ich zum Abschluss meines Zivildienstes ca. 4 Jahre später von meiner Zivildienststelle einen Buchgutschein geschenkt bekommen. Ich hab mir beide Bücher gekauft und erst Remarque, dann Jünger gelesen. Und trotz aller "Kriegsverherrlichung" hat Jünger bleibenderen Eindruck hinterlassen. Selbst die Bewertung so extremer Situationen wie Kriege sie hervorbringen ist individuell. Des einen Freud, des andern Leid... |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von inflow_illusion [/i] [B]ich hab vor na woche post zur musterung bekommen und soll wohl nun mein arsch für dieses scheiß land hinhalten.[/b][/quote] Nun ja, Deutschland ist ja kein Gefängnis! Wenn's Dir hier doch so überhaupt nicht gefällt, warum wanderst du denn nicht hier und heute aus? [b][quote]also ich würde gern mal wissen, wie es bei so ner musterung abläuft - um ehrlich zu sein, hab ich ein verdammt großes problem mit der art wie dort mit menschen umgegangen wird. ich will nicht, dass irdend so ein sadistischer arzt an mir rumfummelt und mich an jeder stelle meines körpers betascht. [/b][/quote] Ja, da Du ja schon so viele Musterungen hinter dir hast, scheinst du ja zu wissen, wie es abgeht (@sadistische Ärzte und @ befummeln und betatschen) :rolleyes: . In der Zeit, als ich als Zivilistin bei der BW gearbeitet habe, habe ich auch die ein oder andere Musterung mitbekommen. Die Ärzte waren weder sadistisch, noch haben sie jemanden "betascht". |
| Klarion | @inflow_illusion: [B]Die NS-Zeit ist vorbei![/B] Bleib mal locker. |
| darkmav | @ Apex, Seperaude "Heldentum auf Kommando, sinnlose Gewalt und die leidige Vaterländerei, wie glühend hasse ich sie, wie gemein und verächtlich erscheint mir der Krieg; ich möchte mich lieber in Stücke schlagen lassen, als mich an einem so elenden Tun beteiligen!" Den Spruch von Einstein hatte ich in meinem Wohnheimzimmer auch (in Posterform) an der Wand hängen. Einmal kam ein Burschi vorbei, dem dieser wohl nicht so gefallen hat :eek: Heute stimme ich mit dem ersten Teil des Satzes überein, bis zu "und verächtlich...". Gerade in diesem Stupiden der Bundeswehr sehe ich auch ein Problem. Soldaten, die nicht nachdenken, sondern funktionieren müssen... das sollte eigentlich nicht sein. Auch dieses "blinde Gehorchen" (um später dem Sieger zu sagen: ich konnte nicht anders, ich war lediglich ausführendes Organ) mißfällt mir. Über sinnlose Gewalt gibt es eigentlich nichts zu sagen, und "Vaterländerei" ist im gegensatz zu Patriotismus auch nichts erstrebenswertes. Allerdings sehe ich - nach reichlichem Hin- und her-überlegen ein, daß es Situationen in der Weltgeschichte gab (beispielsweise die Bekämpfung Hitlers gegen Ende des 3. Reiches), Situationen gibt (falls Iran ernsthaft die Atombombe anstreben sollte), und Situationen geben wird, wo meines Erachtens ein Krieg unausweichlich ist, und in meinen Augen ein durchaus legitimes Mittel der Politik sein kann. Eben aus dem Grund, um schrecklicheres zu verhindern. (Man könnte im Falle des Irans auch von einem "präventiven Angriffskrieg" sprechen.) Für so etwas würde ich (falls ich ausgebildeter Soldat wäre - ok., das sagt sich so leicht, wenn man keiner ist!) auch selbst in den Krieg gehen. Einstein hat übrigens im Verlauf des II. Weltkriegs seinen Pazifismus revidiert, indem er Rooesevelt die Atombombe nahegelegt hat (Apex: Hast Du den Link gelesen, den ich Dir geschickt hatte?). |
| Unleashed Demon | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B]Soldaten, die nicht nachdenken, sondern funktionieren müssen... das sollte eigentlich nicht sein. Auch dieses "blinde Gehorchen" (um später dem Sieger zu sagen: ich konnte nicht anders, ich war lediglich ausführendes Organ) mißfällt mir. [/B][/QUOTE] Tut mir leid, aber blinder gehorsam gegenüber dem Vorgesetzten ist nunmal das Prinzip einer jeden Armee. Und das hat auch seinen Sinn. Wie wäre es wohl um den Erfolg einer Armee bestellt, wenn jeder kleine Soldat bevor er in den Kampf rennt sich fragt: Hm, was is denn jetzt eigentlich der Sinn hiervon ? ? |
| Apex | [QUOTE]Tut mir leid, aber blinder gehorsam gegenüber dem Vorgesetzten ist nunmal das Prinzip einer jeden Armee. Und das hat auch seinen Sinn. Wie wäre es wohl um den Erfolg einer Armee bestellt, wenn jeder kleine Soldat bevor er in den Kampf rennt sich fragt: Hm, was is denn jetzt eigentlich der Sinn hiervon ? ?[/QUOTE] Ja Himmel, wenn sich jeder fragen würde, warum man den ganzen Blödsinn eigendlich mitmacht, würde am Ende noch der Frieden ausbrechen. Und das mit dem blinden Gehorsam...meines Wissens nach kann man sich als Soldat der Bundeswehr strafbar machen, wenn man blind Befehle befolgt... @darkmav Yep, den Briefverkehr kenne ich schon. Das ändert aber prinzipiell nichts am Pazifismus von Albert Einstein, denn nach Hiroshima und Nagasaki hat dieser sehrsehr bereut was er getan hat und sich von da an verstärkt für Frieden, Rüstungskontrollen und Abrüstung eingesetzt. Vielleicht noch ein kleines Zitat von Ghandi: "Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg." |
| Move over Kate | [QUOTE]Und das mit dem blinden Gehorsam...meines Wissens nach kann man sich als Soldat der Bundeswehr strafbar machen, wenn man blind Befehle befolgt...[/QUOTE] Nee, das ist ein bißchen anders - so weit ich weiß, macht sich der Soldat strafbar, wenn er einen offensichtlich rechtswidrigen Befehl befolgt und damit einen Straftatbestand verwirklicht, ohne vorher beim Vorgesetzten zu remonstrieren. Ich stell's mir lustig vor, wenn vor dem Sturm auf den gegnerischen Graben - kurz nach dem Kommando - die Grundsatzdiskussion über die Sinnhaftigkeit des Kommandos ausbricht. Das geht dann aus wie bei Monthy Python - "Kompanie stillgestanden! Wer hat Lust, mit mir den Kasernenhof rauf und runter zu marschieren?!" :) Abgesehen davon kennt die Bundeswehr das Prinzip der [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Innere_F%C3%BChrung#Praktische_Umsetzung]Inneren Führung[/URL], dass im Gegensatz zum Kadavergehorsam anderer Armeen (wie z. B. der US-Amerikanischen) steht. |
| Kampfsau | [QUOTE]Ich stell's mir lustig vor, wenn vor dem Sturm auf den gegnerischen Graben - kurz nach dem Kommando - die Grundsatzdiskussion über die Sinnhaftigkeit des Kommandos ausbricht. Das geht dann aus wie bei Monthy Python - "Kompanie stillgestanden! Wer hat Lust, mit mir den Kasernenhof rauf und runter zu marschieren?!"[/QUOTE] Die Sinnhaftigkeit ist ja wohl gegeben,wenn man denn erst im Gefecht ist.Wenn man wegläuft und sich aufspaltet,dann überlebt man auch nicht zwangsläufig,außerdem hat es oft Gründe wenn man kämpft,ich z.B. würde in den wenigsten Fällen kämpfen.Aber es ist immer noch besser wenn Soldaten sterben,die sich wehren können.als unschuldige Zivilisten sterben zu lassen. |
| Move over Kate | [QUOTE]Wenn man wegläuft und sich aufspaltet,dann überlebt man auch nicht zwangsläufig[/QUOTE] Ich glaube wir sind einer Meinung. Es gibt Situationen, in denen Gehorsam überlebensnotwendig sein kann. |
| Pseudo-Gruftiii | [quote]Wenn Du die Leute zu so einem kurzen Pflichtdienst verdonnerst, bekommst Du die gleichen Probleme, welche die Sozialträger jetzt mit den 1-Euro-Jobs haben: Mitarbeiter, denen es letztlich egal ist, ob Oma Müller die Windel gestrichen voll hat und ob Opa Mayer sich gerade mal wieder wundliegt...[/quote] [offtopic]eh, 1-euro jobber dürften nicht in der altenpflege arbeiten. so einfach ist es nämlich gar nicht, dass es jeder kann. krass wieviele leute sich den beruf leichter vorstellen als er ist.[/offtopic] |
| Move over Kate | [QUOTE][offtopic]eh, 1-euro jobber dürften nicht in der altenpflege arbeiten. so einfach ist es nämlich gar nicht, dass es jeder kann. krass wieviele leute sich den beruf leichter vorstellen als er ist.[/offtopic][/QUOTE] Die Aussage ist nicht ganz richtig - vielleicht dürfen sie nicht alle Tätigkeiten verrichten, die ausgebildete Altenpfleger verrichten - aber dass dürfen vollbeschäftigte Pflege[I]helfer[/I] auch nicht. Die Grenzen zwischen "erlaubt" und "toleriert" sind fließend. Die Altenheime hier in der Gegend beschäftigen viele angelernte Kräfte, die keine ausgebildeten Altenpfleger sind, weil die eben billiger sind und Hillfstätigkeiten wie füttern und "mal mit dem Rollstuhl durch die Gegend schieben" genau so erledigen können. Gleiches gilt für 1-Euro-Jobs, die in der Altenpflege auch angeboten werden: [url]http://www.tageblatt.de/db/main.cfm?DID=586007[/url] |
| Darket | [QUOTE]Tut mir leid, aber blinder gehorsam gegenüber dem Vorgesetzten ist nunmal das Prinzip einer jeden Armee. Und das hat auch seinen Sinn. Wie wäre es wohl um den Erfolg einer Armee bestellt, wenn jeder kleine Soldat bevor er in den Kampf rennt sich fragt: Hm, was is denn jetzt eigentlich der Sinn hiervon ? ?[/QUOTE] Das ist ein 0815-Totschlagargument um den faschistoiden Charakter der Institution Armee zu legitimieren. Im 1. Weltkrieg haben die Oberkommandos sämtlicher an der Westfront kämpfender Armeen irgendwann die so genannten "Schützengrabenfreundschaften" verboten, einfach weil Franzosen, Engländer und Deutsche sich teilweise so gut verstanden haben, dass die Befehlshaber Angst bekommen haben, dass den Leuten irgendwann bewusst wird, dass es eigentlich total bescheuert ist auf sein eigentlich ganz sympathisches Gegenüber zu schießen... :rolleyes: [QUOTE]Aber es ist immer noch besser wenn Soldaten sterben,die sich wehren können.als unschuldige Zivilisten sterben zu lassen.[/QUOTE] Grundsätzlich stehe ich auf dem Standpunkt, dass jeder, der [B]freiwillig[/B] eine Waffe in die Hand nimmt das Risiko kennen muss, das damit einhergeht. Allerdings wird Krieg seit ungefähr 100 Jahren auf eine Weise geführt, bei der niemand mehr sagen kann der einfache Infanterist könne sich ja wehren. [QUOTE]Wenn Du die Leute zu so einem kurzen Pflichtdienst verdonnerst, bekommst Du die gleichen Probleme, welche die Sozialträger jetzt mit den 1-Euro-Jobs haben: Mitarbeiter, denen es letztlich egal ist, ob Oma Müller die Windel gestrichen voll hat und ob Opa Mayer sich gerade mal wieder wundliegt...[/QUOTE] Falsch, der Zivi von heute darf um Längen mehr als der 1-Euro-Jobber. Letzterer darf einzig und allein aus dem Grunde so wenig, dass er keine qualifizierten Arbeitsplätze gefährden soll, mit Qualifikation oder Motivation hat das nichts zu tun. |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i] [B]Das ist ein 0815-Totschlagargument um den faschistoiden Charakter der Institution Armee zu legitimieren.[/B][/QUOTE]Gibt es Argumente, die belegen, daß eine Armee einen faschistoiden Charakter hat? |
| Move over Kate | [QUOTE]Falsch, der Zivi von heute darf um Längen mehr als der 1-Euro-Jobber. Letzterer darf einzig und allein aus dem Grunde so wenig, dass er keine qualifizierten Arbeitsplätze gefährden soll, mit Qualifikation oder Motivation hat das nichts zu tun.[/QUOTE] Auch nicht richtig: Das Gebot der [URL=http://www.zivildienst.de/lang_de/nn_150624/Content/de/FuerZDS/Anerkennung/Voraussetz/VoraussetzungenStart.html__nnn=true]Arbeitsmarktneutralität[/URL] gilt für ZDL und Ein-Euro-Jobber gleichermaßen: [QUOTE] Arbeitsmarktneutralität Zivildienstleistende sollen die hauptamtlichen Mitarbeiter ihrer Zivildienststelle ergänzen, nicht ersetzen. Durch den Einsatz von Zivildienstleistenden dürfen keine Arbeitsplätze gefährdet oder deren Neuschaffung verhindert werden.[/QUOTE] Ich bin selbst "Beauftragter der Zivildienststelle" und hab zwei Zivis im Umweltschutz. Die Anforderungen an die Genehmigung der Stellen sind denen der Ein-Euro-Jobber sehr ähnlich. Tatsächlich darf ein Zivi dann mehr als eine sonstige Hilfskraft, wenn er entsprechend unterwiesen wurde. Viele Träger finanzieren aber keine komplexe ZDL-Unterweisung mehr, da Kosten und Nutzen im Hinblick auf 9 Monate Dienst keine sinnvolle Relation mehr bringen. Der Zivi darf also nicht aufgrund seines Status mehr als ein Ein-Euro-Job-Inhaber (was ein Wort), sondern weil er unter Umstände besser unterwiesen wurde. Übrigens ist genau das Ziel der Ein-Euro-Jobs, den sozialen Trägern die Erprobung der Mitarbeiter zu ermöglichen, um sie dann über die Qualifikation in die reguläre Beschäftigung zu bringen. Und tatsächlich gibt es hier bei der Diakonie Altenpflegehelferinnen, die über die Ein-Euro-Geschichte da reingerutscht sind. |
| Darket | Was heißt denn entsprechende Unterweisung? Bei mir lief es so, dass ich einige Wochen einfach mitgelaufen bin, dann bestimmte Tätigkeiten unter Aufsicht durchgeführt habe und danach selbstständig dahingehend war. Mir hat man damals, als bei meiner Stelle 1-Euro-Jobber thematisiert wurden gesagt, dass ein Zivi grundsätzlich mehr darf als ein 1-Euro-jobber, selbst wenn letzterer theoretisch sogar im entsprechenden Bereich ausgebildet ist. Möglicher Weise liege ich da allerdings wirkich Fehlinformationen auf. |
| Move over Kate | [QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i] [B]Was heißt denn entsprechende Unterweisung? Bei mir lief es so, dass ich einige Wochen einfach mitgelaufen bin, dann bestimmte Tätigkeiten unter Aufsicht durchgeführt habe und danach selbstständig dahingehend war. Mir hat man damals, als bei meiner Stelle 1-Euro-Jobber thematisiert wurden gesagt, dass ein Zivi grundsätzlich mehr darf als ein 1-Euro-jobber, selbst wenn letzterer theoretisch sogar im entsprechenden Bereich ausgebildet ist. Möglicher Weise liege ich da allerdings wirkich Fehlinformationen auf. [/B][/QUOTE] Na ja, das ZDG schreibt mindestens eine zweiwöchige praktische Unterweisung vor - egal in welchem Bereich du eingesetzt wirst. Darüber hinaus gibt es noch die mehrwöchigen Einführungslehrgänge bei den Trägern (Malteser, DRK, ASB usw.) oder den Zivildienstgruppen je nach Einsatzart der Zivis. Dass DRK bildet seine im Rettungsdienst beschäftigten Zivis sogar nach wie vor zu Rettungssanitätern aus, weil sie darauf spekulieren, dass die ZDL nach ihrem Dienst dem DRK ehrenamtlich erhalten bleiben. Als es den 15-monatigen Zivildienst noch gab, haben die ihre Leute sogar zu Rettungsassistenten weitergebildet, und ihnen dadurch eine vollwertige Berufsausbildung finanziert. Was die ZDL oder Ein-Euro-Leute letztlich dürfen, hängt ganz entscheidend von der möglichen Haftung des Trägers ab. Weder der eine noch der andere darf zum Beispiel intravenös spritzen - das darf aber selbst meine Schwiegermutter nicht. Die ist zwar gelernte Arzthelferin, aber irgendwann als Pflegehelferin im Altenheim gelandet. Mit dem Status des ZDL hat's jedenfalls nix zu tun, dass er mehr oder weniger darf als ein sonstiger Helfer. Eher mit der Haftung des Trägers für irgendwelche Schäden infolge von Falschbehandlung. |
| Darket | Nun gut, will aber heißen, dass der Zivi bei entsprechender Unterweisung entsprechende Tätigkeiten ausüben darf (Spritzen, Kathetern, usw. natürlich nicht, aber das durften meine pädagogisch arbeitenden Kollegen auch nicht), der 1-Euro-Jobber aber selbst mit entsprechender Quali nicht. |
| Move over Kate | Theoretisch hast Du recht - nur wie wahrscheinlich ist nach der Zusammenlegung von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe im ALG II die Wahrscheinlichkeit, dass ein qualifizierter, sozialhilfebedürftiger Altenpfleger einen Ein-Euro-Job im Altenheim vermittelt bekommt? Das macht die ARGE (Arbeitsgemeinschaft von Sozialamt und Arbeitsamt) doch nie mit - einen qualifizierten Bewerber nen Job über den zweiten Arbeitsmarkt zu besorgen. Die sehen zu, dass sie so einen Bewerber in ein reguläres sozialversicherungspfichtiges Arbeitsverhältnis vermitteln, was auch kein Problem sein dürfte. Aufgrund unserer umgedrehten Bevölkerungspyramide ist Altenpflege ein Geschäft mit Zukunft... :D |
| Darket | Altenpflege ja, allerdings hat mir grad ein qualifizierter 1-Euro-Jobber meinen Praktikumsplatz in der Kinderbetreuung geklaut und Kinder gibts ja net so viele wie Alte... :rolleyes: ;) Der darf zwar nix, ich als Praktikant allerdings auch nicht, von daher holen sie wen mit Quali... |
| Pseudo-Gruftiii | meine aussage war schon richtig. 1-euro jobber dürfen nicht das selbe wie altenpflegehelfer machen. ich werds ja wohl wissen, ich habe mich informiert. ich war 2 monate 1-euro jobberin und war sogenannte "altenbetreuerin". das heisst: sich um die küche kümmern, leute umherfahren und beschäftigen. intimpflege und sowas ---> verboten. das wäre ja noch schön. gibt genug helfer und auch examinierte altenpfleger die nicht in der lage sind den beruf zu machen, weil sie ihn nicht packen und was bei leuten, die nichtmal die altenpflegehelfer-ausbildung haben rauskommt sehe ich ja jetzt täglich in meinem heim (bin noch altenpflegehelferin, fange im september mein examen an). nochwas: ich bin nicht durch den ein-euro-job in meinen beruf reingerutscht. ich habe die altenpflegehelferausbildung gemacht, habe aber dann keinen ausbildungsplatz gekriegt (wie so viele in meiner klasse) wo ich dann mein examen machen kann. also wurde ich dort als 1-euro jobberin eingestellt und dann kam mal der chef von alleine auf mich zu und wollte mich einstellen, da er dringend leute sucht, die wenigstens die altenpflegehelfer-ausbildung haben, da es wie schon gesagt ziemliche probleme mit nicht ausgebildeten leuten bei uns gab. du siehst, unausgebildete kräfte sind in den meisten (einigermaßen guten) heimen so gut wie gar nicht erwünscht, weil es eben doch nicht so einfach ist. ein gewisses grundwissen sollte man immer haben. reine info:) |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tiberon [/i] [B]Gibt es Argumente, die belegen, daß eine Armee einen faschistoiden Charakter hat? [/B][/QUOTE] [QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i] [B]...[/B][/QUOTE]Darf ich das als "Nein" interpretieren? |
| inflow_illusion | also ich war bei der untersuchung und wurde sofort ausgemustert. ich hab dem arzt erzählt, dass ich lsd süchtig bin, was er zwar nicht so toll fand, aber als ich dann noch was von kant erwähnte kamen wir sogar noch in ein sehr interessantes gespräch... allerdings hab ich ne sehr kritische meinung zum thema wehrpflicht. also ich denke, dass der dienst an der waffe eine freiwillige entscheidung sein sollte, aber jemanden dazu zu zwingen ist irdendwie daneben. also man kann nur hoffen, dass ein neues verständnis des menschen herauf dämmert. kant schrieb einmal: "es ist nie zu spät, vernünftig und weise zu werden." aber man wird immer wieder läute wie emporial finden, die uns ahnen lassen, wie tief wir fallen können, wenn wir nicht immer weiter nach entfaltung des in uns angelegten streben: [QUOTE][i]Original geschrieben von Emporial [/i] [B]So ein Typ wie inflow_illusion hätte die erste Woche AGA bei meiner Enheit nicht überlebt, bzw. wäre in der ersten Woche wegen Bettnässerei abgelöst worden. [/B][/QUOTE] also das beste wär, wenn man solche läute in gehege sperrt, wo man sie dann zwingt sex mit affen zu haben... klingt irdendwie komisch aber so sind die wenigstens unter gleichgesinnten und lernen evl. mal was von tolenanz. |
| Tiberon | ... eine AGA wäre wahrscheinlich das Beste, was dir passieren kann. Eine 72-Stunden-Übung läßt dich mehr über dich selbst erkennen, als Kant oder alle Drogentrips dieser Welt ... |
| Move over Kate | [QUOTE]meine aussage war schon richtig. 1-euro jobber dürfen nicht das selbe wie altenpflegehelfer machen.[/QUOTE] Die Aussage ist richtig, deine andere Aussage, die da wörtlich lautete: [QUOTE]1-euro jobber dürften nicht in der altenpflege arbeiten.[/QUOTE] war falsch... Das klang nämlich so, als dürften die überhaupt nicht in dem Bereich arbeiten - also inklusive Hilfstätigkeiten. Richtig ist, das Du in deiner Position nicht das gleiche machen durftest wie ein examinierter Altenpfleger - was aber nicht ausschließt, dass Du Hilfstätigkeiten übernehmen durftest, was Du ja auch gemacht hast... Darf ich die Goldwaage wieder wegpacken?! ;) Und ich schließ ja auch nicht aus, dass z. B. die Diakonie, die hier die meisten AHZ betreibt, eine geeignete Bürokauffrau mit Händchen für soziale Tätigkeiten zur Pflegehelferin weiterbildet, um sie dann breiter einsetzen zu können. @ inflow (oder so...) Geh doch zur US-Army, die haben LSD früher an Rekruten erprobt, um die Auswirkungen auf die Kampfkraft auszutesten... :) |
| Klarion | Zum Thema Wehrpflicht muss ich sagen, das es nicht gerade "Der Stein der Weisen" ist und währe doch dafür, dies auf einer freiwilligen Basis zu machen, da die Leute dann auch dazu bereit sind, ihren Dienst zu erledigen, anstatt ihre Zeit nur abzusitzen, um die Sache dann schnell wieder zu vergessen. Trotzdem kann ich jedem, der sich nicht absolut sicher ist, den Rat geben, hin zu gehen, da man dort eine ganze Menge mehr lernt, als Menschen abzuknallen und im gleichschritt zu marschieren. Vor allem über sich selbst. Ich hab damals auch nur meinen Wehrdienst angetreten, weil ich nichts ablehnen wollte bzw. konnte, das ich nicht kannte. Im Nachhinein muß ich sagen, das ich es nicht nochmal machen würde, aber die zeit missen will ich auch nicht. Man lernt z.B. mit Situationen klar zu kommen, mit denen man sonst nie in Kontakt kommen würde, und wenn, dann vollkommen unvorbereitet. Ausserdem lernt man, mit Anderen klar zu kommen, weil man einfach keine Möglichkeit hat, diesen Anderen aus dem Weg zu gehen, wie es im Privatleben ist. Man wird praktisch dazu gezwungen, Probleme zu lösen und/oder Kompromisse einzugehen. Abgesehen davon, sind die Freundschaften und Bekanntschaften dauerhafter und (meistens) intensiver, als fast alles, was man im Privatleben kennenlernt. Die Bundeswehr ist auf jeden Fall eine Erfahrung wert. Und entgegen der Meinung von einigen Anderen, laufen beim Bund nicht nur Faschisten und durchgeknallte Red-Necks herum. |
| X Inferis | Ach ja, die Wehrpflicht... Generell ist nichts schlechtes dran, denn die Grundausbildung kann auch dem Teamgeist fördern und zu einem erstarktem Selbstbewußtsein führen. Das macht ein längerer Gefängnisaufenthalt aber auch... Wer nicht zum Bund will, der muß auch nicht. Die Ausmusterung ist das einfachste, was man sich vorstellen kann. Merke: Probleme mit dem Rücken sind schonmal 70% Ein erhöhter Alkohol- & Tabakkonsum macht meist den Rest, Und wem das noch nicht reicht, gibt einfach an, ab und zu gern mal die ein oder andere verbotene Substanz zu nehmen. Selbstverständlich würde man mit seinen Kameraden auch teilen... Da die Untersuchung der ärztlichen Schweigepflicht untersteht, bleiben solche Äußerungen folgenlos. Nun kann man nach ca. 1 Stunde seine Unkostenerstattung bei der Zahlstelle anholen und nach Hause fahren. Der Dienst beim Bund sollte denen überlassen sein, die dies aus Überzeugung machen. Denn es ist ein Job, wie jeder andere. |
| Darket | [QUOTE]Darf ich das als "Nein" interpretieren?[/QUOTE] Uuups Tiberon, entschuldige bitte, aber deine 1-Satzbeiträge überlese ich so leicht. Eine Armee ist nach meiner Ansicht im Grundsatz faschistoid veranlagt. Das Führerprinzip, der nationalistische Charakter und der Versuch die Individualität zu verleugnen sprechen meiner Ansicht nach dafür. Die Frage ist natürlich inwieweit derartiges für die Institution Armee notwendig ist. [QUOTE]Richtig ist, das Du in deiner Position nicht das gleiche machen durftest wie ein examinierter Altenpfleger - was aber nicht ausschließt, dass Du Hilfstätigkeiten übernehmen durftest, was Du ja auch gemacht hast... Darf ich die Goldwaage wieder wegpacken?![/QUOTE] Sorry für die Goldwaage, aber ich fands im Nachhinein ganz interessant. ;) |
| inflow_illusion | [QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i] [B] Eine Armee ist nach meiner Ansicht im Grundsatz faschistoid veranlagt. Das Führerprinzip, der nationalistische Charakter und der Versuch die Individualität zu verleugnen sprechen meiner Ansicht nach dafür. [/B][/QUOTE] ich bin voll deiner Meinung. und wenn die Menschen weiterhin intellektuell verkrüppeln ist es wohl wahrscheinlich, dass wir in Zukunft mit Nummern bezeichnet werden statt mit Namen. ... und Tiberon - was soll der scheiß mit der AGA und der 72-Stunden-Übung? glaubst du wirklich, dass so was zur Selbsterkenntnis beisteuert? wenn ja, dann sollte man dir mal den kategorischen imperativ empfehlen... |
| Move over Kate | [QUOTE]Sorry für die Goldwaage, aber ich fands im Nachhinein ganz interessant.[/QUOTE] Dich hab ich doch gar nicht gemeint?! :eek: Trotzdem akzeptiert... ;) [QUOTE].. und Tiberon - was soll der scheiß mit der AGA und der 72-Stunden-Übung? glaubst du wirklich, dass so was zur Selbsterkenntnis beisteuert? wenn ja, dann sollte man dir mal den kategorischen imperativ empfehlen...[/QUOTE] Was bitte hat der kategorische Imperativ mit Selberkenntnis zu tun - so ziemlich gar nichts? Eine der vielen Formulierungen Kants lautet: [QUOTE]Handle stets so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne[/QUOTE] Wenn Du, liebe Illusion, den kategorischen Imperativ ernst nehmen würdest, dann sollte sich dir erschließen, dass dein Handeln (bzw. Unterlassen, da Du dich dem Dienst ja entziehen willst) nicht Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung werden könnte. Du hast nämlich vor, dich zum eigenen Vorteil einer allgemeinen Verpflichtung zu entziehen (man könnte sagen "dich zu verpissen") und die Allgemeinheit alleine zu lassen, weil du keine Lust dazu hast. Damit ist dein Handeln egoistisch. Und was egoistisch ist, kann nicht Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung sein. Ich hoffe, die Deduktion ist gelungen. Demon 17 möge mich korrigieren - er ist der Philosoph... :) Also bitte, bevor Du hier als Kant-Kenner (schließlich hast Du ja auch den Arzt schwer beeindruckt) profilierst - versuch erst mal die allgemeine Logik zu verinnerlichen. Dann darfst Du auch so abdrücken, dass es nicht albern wirkt. Irgendwie wirkst Du im Moment auf mich nämlich so überzeugend wie "Otto" aka Kevin Kline in "Ein Fisch namens Wanda"... Und zu guter Letzt: "Toleranz" ist wahrscheinlich das meist missverstandene, missdeutete und missbrauchte Wort der deutschen Sprache... :rolleyes: |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i] [B]Uuups Tiberon, entschuldige bitte, aber deine 1-Satzbeiträge überlese ich so leicht.[/B][/QUOTE]Von mir aus ... Ich muß gestehen, die Meinung Zivildienstleistender zur Armee halte ich auch nicht wirklich für furchtbar ausschlaggebend. und illusion ... paßt schon. Wirf dir irgendwelche Drogen ein, stammel was von peace und von Kant und das wars dann wahrscheinlich auch schon ... |
| Pseudo-Gruftiii | [offtopic]@move over kate: okeh, tschuldigung, hab mich dann wohl falsch ausgedrückt. wollte den bereich altenpflege (also richtige altenpflege, da bleibt meist für sowas wie beschäftigung gar keine zeit, deswegen zähle ich das leider schon automatisch so gut wie gar nicht dazu:/) und den bereich 1-euro-jobber/küchenhilfsputzkraft (und dann wenn überhaupt noch etwas zeit bleibt "altenbetreuerin") trennen. ....ja ich weiss, man sollte die beschäftigung der leute auch zur tätigkeit "altenpflege" zählen, aber das ist leider in den wenigsten heimen üblich und wenn doch, dann stellen sie entweder beschäftigungstherapeuten ein, oder praktikanten von der fos oder eben 1-euro jobber. und diese wiederrum dürfen keine pflegerischen tätigkeiten verrichten (wurde mir wirklich wortwörtlich so gesagt, also muss ja was dran sein). deswegen diese differenzierung, hoffe du verstehst, wie ich das gemeint hab.[/offtopic] |
| Move over Kate | @ Pseudo-Grufti: Is' scho' recht :) |
| Darket | [QUOTE]und illusion ... paßt schon. Wirf dir irgendwelche Drogen ein, stammel was von peace und von Kant und das wars dann wahrscheinlich auch schon ...[/QUOTE] Sagmal Tiberon, Du bist doch auch schon ein Weilchen hier, oder? Eigentlich setze ich da voraus, dass gewisse Regeln bekannt sind. Eine von ebenjenen sagt sinngemäß aus, dass Beleidigungen absolut verboten und ganz dolle pfui sind. Dies wiederum bedeutet, dass ich aber sowas von stinksauer werde, wenn es jemand darauf anlegt hier auf low-Level-Niveau herumzupöbeln. Also versteh das hier als gelbe Karte, nochmal lasse ich derartiges nicht durchgehen. Gruß Darket |
| Darket | Nachtrag: Weil ich dankenswerter Weise auf folgenden Satz hingewiesen wurde: [QUOTE]also das beste wär, wenn man solche läute in gehege sperrt, wo man sie dann zwingt sex mit affen zu haben... klingt irdendwie komisch aber so sind die wenigstens unter gleichgesinnten und lernen evl. mal was von tolenanz.[/QUOTE] Inflow-illusion würdest Du bitte erläutern was Du mit diesem Satz meinst? Ich lese ihn als beleidigend in Richtung von Emporial. Sollte dem nicht so sein kläre uns bitte über den eigenentlichen Inhalt auf und bitte vermeide doch zukünftig Metaphern und Vergleiche die einer Sachlichkeit der Debatte eher abträglich sind. Sollte das tatsächlich beleidigend gemeint gewesen sein gilt die oben erwähnte gelbe Karte genauso. @Tiberon Ich muss mich an dieser Stelle entschuldigen obiges Zitat von inflow_illusion überlesen zu haben, und auf diese Weise den Eindruck von Parteilichkeit gemacht zu haben. Also Sorry for that, inhaltlich gilt das obige Posting von mir jedoch voll und ganz. Gruß Darket |
| inflow_illusion | @ move over kate Also, erst mal vorweg - es ist Kants Überzeugung, dass der Mensch vom Grunde seines Wesens her dazu getrieben wird, über sich selbst und auch über die Welt hinauszufragen; verzichte er darauf, so wäre er nicht mehr Mensch und müsste in Barbarei und Chaos versinken. Im weitern Sinne Kants ist der Mensch nicht bloß ein denkendes, sondern auch ein handelndes wesen. kant geht also in seiner Moralethik davon aus, dass beide Faktoren (das Denken und das Handeln) in Einklang stehen sollen. Hier meint Kant, dass sich das Denken da offenbaren sollte, wo der Mensch im Handeln steht, sodass er sich über sein tun besinnt. Also, hier betritt nun der kategorische imperativ die Bildfläche, der den Menschen hindern soll aus böser Absicht gegen andere zu Handeln, was natürlich auch die Freiheit mit einbezieht. Daraus ergibt sich, dass wir einen Anderen niemals in seiner Freiheit einschränken oder ihn als Mittel zum Zweck behandeln dürfen. Also, der kategorische imperativ impliziert in jeder Hinsicht Erkenntnis über unser Handeln und somit auch über uns selbst. So jetzt erklär mir bitte mal inwiefern ich egoistisch sein soll? nur weil ich eine eigene Meinung zum Thema Wehrpflicht habe bin ich noch lange nicht selbstsüchtig bzw. nach Vorteilen bestrebt. wenn ich aber in meiner Freiheit eingeschränkt werde, kann man mir es nicht verbieten mit Kritik dagegen anzugehen und einen eigenen Standpunkt zu vertreten. Die einzige Beschränkung unserer Freiheit besteht darin, dass wir die Freiheit aller anderen anerkennen müssen: Wie sonst sollte unsere Freiheit dann zum allgemeinen Gesetz führen? Also daraus ergibt sich, dass wir einen anderen niemals benutzen dürfen, ohne seiner Autonomie Rechnung zu tragen; wir dürfen ihn somit niemals als Mittel behandeln. Und jetzt frage ich mal ganz ironisch - wird man beim Bund nicht als Mittel benutzt, dass Befehle befolgen muss und zu funktionieren hat? Meiner Meinung nach schlummert hinter dem wehrpflichtigen Vorhang ein faschistisches Verlangen nach Kontrolle und Macht über das Einzelindividuum. Und übrigens: Das mit der Logik ist immer sehr relativ und von Bedeutung und Interpretation abhängig. Ich werde an Behauptungen erinnert, wonach selbstbezügliche Aussagen sich ihre eigene Widerspruchsfreiheit sichern, indem sie widerspruchsvoll sind. In diesem Fall kann man sich z.B. auch Fragen wie viel man weis, wenn man weis, dass man nichts weis. |
| Move over Kate | Danke für den Exkurs, der zur Sache nichts beiträgt. Erstens verwechselst Du m. E. kategorischen und praktischen Imperativ - meine Auseinandersetzung mit Kant liegt zwar eine Weile zurück, aber so weit ich weiß, ist die Sache mit "Personen nie als Mittel" in diesem Kontext zu verorten. Zweitens interpretierst Du den kategorischen Imperativ fälschlicherweise als "liberalen Freibrief" alles zu tun, was deine Freiheit erlaubt. [QUOTE]Die einzige Beschränkung unserer Freiheit besteht darin, dass wir die Freiheit aller anderen anerkennen müssen[/QUOTE] Falsch, Kant war Aufklärer und kein Anarchist. Wenn dem so wäre, wie Du es behauptest, bräuchten wir überhaupt keine "allgemeingültigen Gesetze", da wir jederzeit erkennen könnten, wo unsere Freiheit endet. Übrigens war Kant Verteidiger der Todesstrafe. Der Tod ist der elementarste Eingriff in die persönliche Freiheit. Ein Indiz dafür, dass Kant bereit dazu ist, der individuellen Freiheit durchaus Grenzen zu setzen. Wenn jeder sich sozialen Verpflichtungen entziehen würde (und Wehrpflicht ist nun mal eine in Gesetzesform gegossenene soziale Pflicht, ob man sie pazifistisch bekämpft oder "militaristisch" für sinnvoll erachtet), wäre das Gesamte (nämlich die Gesellschaft bzw. der Staat) zum Untergang verurteilt. Und das kann nun schlechterdings nicht Inhalt einer allgemeingültigen Gesetzgebung sein. In diesem Sinne - "sapere aude..." :D Stell dir die Frage: "Kann es sein, dass sich alle verpissen, und die Gesellschaft sich selbst überlassen?" Nein? Dann kann es auch nicht allgemeines Gesetz werden... |
| Apex | [QUOTE]Ich muß gestehen, die Meinung Zivildienstleistender zur Armee halte ich auch nicht wirklich für furchtbar ausschlaggebend.[/QUOTE] Ich denke durchaus, dass jedes Mitglied des Volkes (welches ja Auftraggeber der Bundeswehr ist), egal ob gedient oder ungedient, sich eine Meinung für oder gegen die Bundeswehr erlauben darf, durchaus auch auf Basis theoretischer Überlegungen zum allgemeinen Charakter einer Armee. Ich denke weiterhin, dass jede Meinung in einer Diskussion dann ins Gewicht fallen wird, dir persönlich mag es ja nicht wichtig sein was andere denken, nur stellt sich mir dann die Frage nach dem Wert einer Diskussion, wenn Diskussionsteilnehmern die Fähigkeit mitzureden abgesprochen wird. |
| Darket | @inflow_illusion Ich verweise nochmal auf mein vorhergehendes Posting und bitte um Stellungnahme Deinerseits. |
| inflow_illusion | @darket mein Zitat über emporial war selbstverständlich nicht ernst gemeint. ich fand nur den Fakt an sich sehr lustig... @move over kate du sagst ich verwechsle den kategorischen und praktischen Imperativ. also vom praktischen imperativ hab ich noch nie was gehört... ich dachte immer der kategorische steht im Kontrast zum hypothetischen imperativ. allerdings muss ich zugeben, dass ich keine großen Kenntnisse in Kants Moralsystem habe. ich hab mich eigentlich immer nur für die transzendentale Deduktion interessiert. |
| Move over Kate | Na det is ja nu ne janz andere Baustelle, wa... |
| Darket | Ok, danke für die Klarstellung, dann gilt oben Geschriebenes und die Sache ist vom Tisch. [QUOTE]Na det is ja nu ne janz andere Baustelle, wa...[/QUOTE] Korrrrrrekt! ;) |
| Bloody Angel | Ich finds lustig wie hier manche Leute mit Fremdwörtern nur um sich schmeissen um ja intelligenter zu wirken als die anderen Personen, dabei aber selbst nicht mal die Bedeutung der von ihnen benutzen Wörter wissen :D Da es leider noch viel zu früh ist und ich selbst ne hohle Nuss bin sags ich mal in meiner Bauernsprache was ich denke, man möge mir verzeihen. @Illusion: Du redest hier ständig von Freiheit, davon das man andere Leute zu nichts zwingen darf usw. Der Gedanke an sich ist schön und gut, hat aber leider nur nen kleinen Fehler, nicht alle Menschen, ja sogar nur sehr wenige denken so. Wer beschützt den so freiheitsliebende Menschen wie dich vor denjenigen die nicht ganz so friedlich denken wie du? Auch glaub ich das du den Sinn der Wehrdienst nicht ganz verstanden hast, der Wehrdienst soll aus dir keine Killermaschine machen. Der Wehrdienst dient (e) vorallem dazu jungen Menschen nochmal Wertigkeiten wie Kameradschaft, Disziplin und den "inneren Schweinehund" zu vermitteln. Natürlich war ein positiver Nebeneffekt auch das die spätere Zivilbevölkerung im absoluten Ausnahmezustand auch in der Lage war ihr Land zu verteidigen. Meiner Meinung nach sollte eine Person wie du, die so offen und leichtsinnig, ja sogar stolz seinen Drogenkonsum äüßert, sich schnellstens überlegen ob er nicht Hilfe benötigit, denn mit einem gelegentlichen "rauchen eines Joints" oder so scheint mir das schon lange nichts mehr zu tun. Meine ganz persönliche Meinung ist, das gerade Leuten wie dir der Wehrdienst wirklich nichts schaden würde. So long |
| Move over Kate | [QUOTE]Da es leider noch viel zu früh ist und ich selbst ne hohle Nuss bin sags ich mal in meiner Bauernsprache was ich denke, man möge mir verzeihen.[/QUOTE] Na, det is ja ma ne Aussage... :p [QUOTE]Meiner Meinung nach sollte eine Person wie du, die so offen und leichtsinnig, ja sogar stolz seinen Drogenkonsum äüßert, sich schnellstens überlegen ob er nicht Hilfe benötigit, denn mit einem gelegentlichen "rauchen eines Joints" oder so scheint mir das schon lange nichts mehr zu tun.[/QUOTE] Hm, sehr guter Hinweis, der belegt, dass nicht jeder verantwortungsvoll mit selbtbeanspruchter Freiheit umgehen kann. Ich bin für restriktive Drogengesetze. Nicht jeder raucht mal ein Tütchen "und dann ist gut..."... |
| Beowulf | [QUOTE][i]Original geschrieben von inflow_illusion [/i] ich hab dem arzt erzählt, dass ich lsd süchtig bin[/QUOTE] Und ich dachte immer man könne von LSD gar nicht körperlich süchtig werden, und wegen der schnellen Toleranz eine durchgängige Einnahme fast unmöglich ist. Wenn du aber eine Realitätsflucht brauchst, darf ich dir das Fernsehen empfehlen? |
| Demon17 | Mit Kants [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorischer_Imperativ]Kategorischem Imperativ[/URL] läßt sich sowohl für die Wehrpflicht argumentieren als auch dagegen. Handle so, daß die Maxime deines Handelns nach deinem Willen ein allgemeines Gesetz werden kann. Das heißt für mich die Ablehnung jeder Tötung an Menschen wäre so eine Maxime, wenn, ja wenn da diese kleine Einschränkung der praktischen Vernunft nicht wäre, das a priori, der Hintergrund vor dem der kategorische Imperativ gilt. Denn vergessen wir nicht Kinder der Nacht, auch Nichthandeln ist Handeln. Also wer zuläßt das sein Nächster vom Feind getötet wird, obwohl er es durch Tötung des Feindes verhindern könnte, ist auch nicht besser als der Feind. Wer aber ist der Feind? Der Verteidiger seiner Heimat, die grad überfallen wird? Ein bösartiger Agressor der uns töten und unterdrücken will. Und da kommen wir doch zum Problem aller Moralphilosophie, der kategorische Imperativ setzt eine Abstraktionfähigkeit und ein ethisches Niveau voraus, das ímmer nur wenige, einzelne Menschen erreichen. Nie, aber aber die große Masse, das Kollektiv, die Nation oder was auch immer. Insofern werden die Menschen im Kriege niemals Befehle erhalten, die dem kategorischen Imperativ genügen, denn kein Diktator und kein gewählter Repräsentant einer Demokratie, würde zum Führer seiner Nation wenn er sich an diese Handlungsmaxime hielte. Wie gesagt, es kommt auf das a priori an und es sollte im Sinne der praktischen Vernunft nicht von der naiven Vorstellung einer friedlichen Welt voller Unschuldslämmer ausgehen. think twice its magic demon17 |
| Bloody Angel | Demon, gibts deinen Beitrag auch auf deutsch? :D |
| Move over Kate | Also ich finde Demons Beitrag sehr gelungen! ;) |
| inflow_illusion | [QUOTE][i]Original geschrieben von Bloody Angel [/i] [B] Meiner Meinung nach sollte eine Person wie du, die so offen und leichtsinnig, ja sogar stolz seinen Drogenkonsum äußert, sich schnellstens überlegen ob er nicht Hilfe benötigt [/B][/QUOTE] ... das einzige Problem was ich mit dem Drogenkonsum habe, besteht darin, dass die Trips mich meistens dazu bewegen mir Vaseline in den Arsch zu schieben... und wenn’s weh tut besorg ich mir schnell nen Staubsauger und probier mir das zeug wieder aus dem Arsch zu holen... passendes zitat von marilyn manson: i dont like the drugs but the drugs like me |
| Demon17 | Na ja, Manson hat ja auch lange mit seinem Bassisten gepoppt. ;) ...über die Drogen solltest Du lieber selber nachdenken inflow_illusion. never surrender demon17 |
| Darket | [QUOTE]... das einzige Problem was ich mit dem Drogenkonsum habe, besteht darin, dass die Trips mich meistens dazu bewegen mir Vaseline in den Arsch zu schieben... und wenn’s weh tut besorg ich mir schnell nen Staubsauger und probier mir das zeug wieder aus dem Arsch zu holen...[/QUOTE] Ok lese ich nochmal derartiges (ob ernst gemeint oder nicht ist mir wurscht) fliegst Du raus. Habe ich mich klar ausgedrückt? Gruß Darket |
| Demon17 | [QUOTE]... das einzige Problem was ich mit dem Drogenkonsum habe, besteht darin, dass die Trips mich meistens dazu bewegen mir Vaseline in den Arsch zu schieben... und wenn’s weh tut besorg ich mir schnell nen Staubsauger und probier mir das zeug wieder aus dem Arsch zu holen...[/QUOTE] ...also ich finde es abschreckend irgendwie :D |
| Beowulf | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] ...über die Drogen solltest Du lieber selber nachdenken inflow_illusion.[/QUOTE] Oder noch mehr Drogen nehmen, um das Nachdenken über die Drogen zu unterdrücken. |
| Bloody Angel | [QUOTE]... das einzige Problem was ich mit dem Drogenkonsum habe, besteht darin, dass die Trips mich meistens dazu bewegen mir Vaseline in den Arsch zu schieben... und wenn’s weh tut besorg ich mir schnell nen Staubsauger und probier mir das zeug wieder aus dem Arsch zu holen...[/QUOTE] Wie lautet es so schön im aktuellen Rammstein Song ...wenn die Lust von hinten zieht... :D |
| Move over Kate | Albern an der ganzen Sache ist, dass Vaseline allenfalls Mittel zum Zweck sein kann (sollten wir im Hinblick auf Kant mal interpretieren), will meinen, das Einführen [I]anderer[/I] Objekte allenfalls unterstützt. Darüberhinaus erhält Vaseline infolge der Körperwärme einen Aggregatzustand, der den Staubsauger als Hilfsmittel gänzlich untauglich macht... ÄH, hab ich mal gelesen... (schwitz) irgendwo beim Arzt (räusper) im Wartezimmer... Inflow, Du bist ein Kindskopp. Alberner Inflow_Illusion Du... :D Mit Kant hat's in der Theorie nicht hingehauen, die praktischen Fähigkeiten gehen dir auch ab... |
| Klarion | Ersteinmal muss ich sagen, dass es mir vollkommen egal ist, mit welchen Mitteln besagter Threadersteller meint, sein Leben aufwerten zu wollen, und warum. Und wenn er meint, er müsse sich "Meister Propper" oder "Ariel" durch die Nase ziehen. Bitte, is mir Schnuppe, und hat auch wohl nichts damit zu tun, ob die Wehrpflicht nun gut, oder schlecht ist. Das gehört wohl zu einem anderen Thema, wie etwa: [U]Gesundheit - Pro und Contra.[/U] Wieder zum eigentlichen Thema: Wenn jemand, aus welchen Gründen auch immer, nicht zur BW will, sei es ihm gegönnt, dies abzulehnen und stattdessen Zivildienst zu leisten. Aber, was mich immer wieder stinksauer macht, ist die Tatsache, das viele der Leute, die nicht bei der BW wahren, meinen sie könnten sich darüber äussern, was dort so abgeht und nichts weiter tun, als das Soldatentum zu kritisieren, obwohl sie gar keine Ahnung davon haben. Es is keinesfalls so, das man als Soldat blind Befehle auszuführen hat, denn man kann durchaus Befehle, die das persönliche Ehrgefühl (was immer das sein mag) verletzen oder Gesetzwiedrig sind, ablehnen. Natürlich muss man in solch einem Fall mit der Knsequenz rechnen, das dies ein Verfahren nach sich zieht, in dem ermittelt wird, ob die Verweigerung rechtens war oder nicht. Wie in jedem anderen Job auch. Was mir ebenfalls mißfällt, ist die Unterstellung von grundzügen des Faschismus'. Das geht dann doch etwas zu weit. Ich hätte nie gedacht, das ich mal die Bundeswehr verteidige, dazu war ich damals selbst zu froh darüber, nicht mehr bei den komischen, grünen Leuten mitmischen zu müssen.:D PS. Nur um das vorweg zu nehmen: Falls sich irgendjemand hier, von mir beleidigt fühlt, sei gesagt, dass dies auf keinen Fall beabsichtigt war. |
| Emporial | @ inflow_illusion [I] Beleidigung editiert von Darket[/I] Die Selbstselektion, sich nicht für den Dienst an der Waffe zu entscheiden ist im Grunde nicht schlimm. Was kann ich mit jemanden anfangen der wenn es drauf ankommt, zu versagen beginnt, seinen Kameraden und mir dann zusätzliche Probleme schafft. inflow_illusion ich möchte dich nicht beleidigen und habe mich wegen der Sache mit dem Gehege einsperren etc. auch nicht beleidigt gefühlt. Aber seit doch ehrlich zu euch selbst, ihr Ungedienten habt doch die Hosen gestrichen voll vor Angst. Angst vor den Umgang mit Waffen(systemen) von hoher Zerstörungskraft, den Umgang mit millionen€ teuerem Gerät und den Anforderungen die an euch gestellt werden und die Angst das euer liederliches Leben zu schnell zu Ende gehen könnte. Ich war ja ehrlich auch überrascht, was man uns als kleine Gasten anvertraut hat. Auch diese Gewissendebtatte kann ich mit meiner Logik nicht nachvollziehen. Wo bitte haben die Leude denn ihr Gewissen, die tatenlos mit angucken möchten wie alles was ihnen wichtig ist, zerballert, abgeschächtet etc. wird. |
| Move over Kate | [QUOTE]Aber seit doch ehrlich zu euch selbst, ihr Ungedienten habt doch die Hosen gestrichen voll vor Angst. Angst vor den Umgang mit Waffen(systemen) von hoher Zerstörungskraft, den Umgang mit millionen€ teuerem Gerät und den Anforderungen die an euch gestellt werden und die Angst das euer liederliches Leben zu schnell zu Ende gehen könnte.[/QUOTE] Oha, das ist aber mindestens ebenso unreflektiert wie der Quatsch, den Inflow abgegeben hat. Ich hab weder Angst vor Waffen (ich war jahrelang Mitglied im Schützenverein und schieß heut noch Großkaliber) noch drücke ich mich vor irgendwelchen Verantwortungen. Da kann ich übrigens auch für viele meiner Freunde behaupten, aus denen nach dem Zivildienst Staatsanwälte, Richter, Firmenchefs oder Verkehrspiloten geworden sind... Ich hab seinerzeit verweigert, weil a) der Zivildienst mehr Kohle gebracht hat und b) die Zivildienstzeit genau bis zum Wintersemester ging und ich mir keinen Job suchen musste. Mein Zivildienst war für mich ganz persönlich wesentlich sinnvoller als das Zeittotschlagen in einer Fermeldeeinheit, das sonst 99%ig auf mich zugekommen wäre. Für mich gab es zwei Möglichkeiten a) verpflichten oder b) verweigern, weil ich auf drei Monate Grundausbildung + neun Monate Abhängen keine Lust hatte. Komischerweise waren meine Vorgesetzten in der Zivildienststelle ausnahmslos ehemalige SaZ 12 und Oberfeldwebel d. R.. Ich habe selten Menschen erlebt, die derart qualifiziert Menschen führen und motivieren konnten, weil diese Fähigkeiten beim Bund allen Diensträngen mit Führungsverantwortung konsequent vermittelt werden. Soweit ich diesbezüglich irgendwelche Vorurteile hatte, wurden sie im Zivildienst ausgeräumt. Ansonsten kippst DU, Emporial, gerade Öl ins Feuer derjenigen, die (meines Erachtens ohne Grund) Bundeswehrsoldaten Macho-Gehabe und Landser-Getue unterstellen. |
| MagnusCaudar(Bw | "... das einzige Problem was ich mit dem Drogenkonsum habe, besteht darin, dass die Trips mich meistens dazu bewegen mir Vaseline in den Arsch zu schieben... und wenn’s weh tut besorg ich mir schnell nen Staubsauger und probier mir das zeug wieder aus dem Arsch zu holen..." Und ich dachte ich hätte die schlimmsten Abgründe des Menschen gesehen , doch damit wurden sie übertroffen |
| Move over Kate | [QUOTE]Und ich dachte ich hätte die schlimmsten Abgründe des Menschen gesehen , doch damit wurden sie übertroffen[/QUOTE] Na, das bißchen infantile Provokation wollen wir doch nicht überbewerten. |
| Darket | @Emporial Für Dich gilt genau das gleiche wie für alle anderen auch: Beleidigungen anderer sind tabu und ich habe echt keinen Bock mehr darauf mich zu fragen ob hier irgendjemand so etwas wie Regeln noch liest geschweige denn ernst nimmt. Für Dich gilt das gleiche wie für Inflow-Illusion: Lese ich nocheinmal vergleichbares fliegst Du raus. Gruß Darket |
| Emporial | Sorry, ich weiß wirklich nicht woran ich jetzt schuld sein soll?! Wo habe ich jemanden beleidigt?:rolleyes: Ich gebe zu das meine Aussage sehr provokant war, denoch ein wichtige Korrektur. Als ehemaliger Soldat der Marine habe ich mit Landsertum nichts zu tun (Landser gehört in Richtung Heer) und Machogehabe gab es bei uns auch nicht, sondern nur Leude die ihre Aufgabe sehr ernst und professionell nachgegangen sind. Ich habe nun kein Bock auf diese Diskussionsrunde mehr, macht was ihr wollt. |
| Move over Kate | [QUOTE]sondern nur Leude die ihre Aufgabe sehr ernst und professionell nachgegangen sind.[/QUOTE] Na, wenn das alles ist: Die gibts bei Greenpeace und den Ärzten ohne Grenzen sicherlich auch - und ganz ohne "in die Hosen scheißen..." oder Machismo (siehe Signatur "elite fighting force" die a wäng den Eindruck erweckt) |
| Xenomorph | Wegen meiner chronischen Darmkrankheit wurde ich damals für völlig untauglich befunden und nicht eingezogen...Wer sagt denn, dass so etwas nicht auch mal von Vorteil sein kann? |
| Rayzeel | Ich hab absolut keinen Plan ob das hier schon steht, denn als Newbie bin ich faul wie sonst was und les mir des nu net mehr alles durch ABER: wenn die einen beim Bund sehen wollen, dann seit ihr dabei, außer Bluter, Astmatiker, Epileptiker oder Hundefrisöre -.- Ein Freund von mir hat 2 untaugliche Kniescheiben (kann keine 500m sprinten, daher auch seit 3 Jahren Sportattest) und ist T2 gemustert worden. Ich halte dieses aufgezwungene "Recht" für höchst undemokratisch und verfassungswidrig, so habe ich doch eigentlich das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit sowie die freie Arbeitsplatzwahl, beides wird mir jedoch hier vorgeschrieben und bei Nicht - Erscheinen droht mir auch noch die exekutive Justiz! Aussagen wie: Deutschland wird am Hindukusch verteidigt, halte ich entgegen, dass Deutschland in der Wertevermittlung in unseren Schulen verteidigt werden muss! Und ich kann keinem System zustimmen (eben das System der Wehrpflicht), dass von einem Psychopathen wie Herrn Schäuble für richtig erachtet wird, da dieser Herr Sätze raushaut wie: Der Irakkrieg ist eine bessere Lösung als eine gedemütigte Weltmacht Amerika! Heisst für mich im Klartext: besser irgendwo 50.000 Tote (und mit irgendwo meine ich irgendwo) als dass ein Mann einen Fehler eingesteht (siehe Waffenarsenale) In meinem persönlichen Fall siehts wie folgt aus: Gemustert worden, Allergien mit Attest vorgelegt, Attest abgelehnt und mich nach Koblenz geschickt um die da nochmals testen zu lassen (bei Nicht-Erscheinen übrigens Besuch von Feldjägern), am 1.3. darf ich da sein -.- Ich werd da extra mim Auto hinfahren und auch extra schnell, denn die dürfen das ja alles erstatten, was mich die Anfahrt kostet ^^....selbst Schuld, ich wohn 25 min Autofahrt von Köln weg, wo die auch ein Kreiswehrersatzamt mit dermatologischer Abteilung gehabt hätten -.- aber ja Koblenz ist pure Willkür! So noch zum Abschluss ein interessanter Link: [url]www.kampagne.de[/url] Achja und auch möchte ich nochmal auf die Chancengleichheit kommen, von wegen Emanzipation: Männern wird ein Jahr geklaut....klar schreien jetzt alle: Schwangerschaft!!!...Hat Frauen irgendwer dazu gezwungen Kinder zu bekommen? Außerdem ist der Mutterschutz bezahlter Urlaub -.- Den Zivis wurde übrigens das Weihnachtsgeld ganz gestrichen und so ein überflüssiger Soldat (rede nicht von Katastrophenschutz, der aber auch durch Berufsarmee zu decken wäre) bekommt Diplomatenrabatt, Weihnachtsgeld (wenn jetzt auch gekürzt) und wenns ganz klasse läuft auch doppelten Sold, wenn er in Holland am Schreibtisch nach der Grundi sitzen darf :mad: |
| Move over Kate | Hm, wenn der Dienst wirklich verfassungswidrig wäre, hätte das Bundesverfassungsgericht sicherlich schon vor 40 Jahren nach der Einführung der Wehrpflicht reagiert. |
| Tiberon | Man kann sich ja einfach mal Gedanken machen, was Grundwehrdienst eigentlich ist. Zum einen ist es Dienst für sein Land - und, was wahrscheinlich auch immer öfter vorkommen wird, dieser Dienst hat bisweilen einen direkt greifbaren Nutzen. Die Einheit, bei der Ich gedient habe, war beispielsweise ein Jahr zuvor beim Oder-Hochwasser eingesetzt und wer Nachrichten sieht, sollte Bilder kennen, die Soldaten zeigen, die Dächer von Schnee räumen oder bei Rügen Autos desinfizieren. Natürlich ist es für die Kinder und Kindeskinder derer, die als Kriegsverlierer im Nachkriegsdeutschland die Möchtegern- bzw. Unkultur der Amerikaner (beim Russen ist dieser Aspekt nicht ganz so dramatisch) adaptiert haben, schwierig, sich mit soetwas wie 'seinem Land' zu identifizieren. Ob man sich aber in diesem Thread damit auseinandersetzen will, weiß ich nicht. Weiterhin schadet es nicht, sich anzuschaun, wer denn mit dieser Frage Bund/nicht Bund konfrontiert wird. Da haben wir den Abiturienten, der gerade seinen "ABI 200x"-Aufkleber auf das von Papi gekaufte Auto klebt und sich als Krone der Schöpfung denkt - unfähig, sich auch nur im Ansatz vorzustellen, das er völlig bedeutungslos ist. Was aber auch nicht verwunderlich ist, schließlich ist er ein Individuum!! Allein der Gedanke, Teil einer Gemeinschaft zu sein, muß Blasphemie sein, denn das derzeitige "Individuum" kann nur funktionieren, wenn es losgelöst von allen Fesseln ist - schließlich halten wir ja die "Freiheit" hoch. Leider scheint niemand zu sehen, das diese Individualität nichts zu tun hat mit beispielsweise einer Aussage ala "Ich bin Ich". Ich als Ich kann, nein muß sich in einem Gefüge bewegen - der Individualist hat zu einem Gefüge im Besten Falle als Konsument Kontakt. Wie sollte so jemand dienen können? PS: Ich habe niemanden beleidigt! Deine "gelbe Karte", Darket, kannst du dir also schenken. |
| Kampfsau | [QUOTE]Aber seit doch ehrlich zu euch selbst, ihr Ungedienten habt doch die Hosen gestrichen voll vor Angst. Angst vor den Umgang mit Waffen(systemen) von hoher Zerstörungskraft, den Umgang mit millionen€ teuerem Gerät und den Anforderungen die an euch gestellt werden und die Angst das euer liederliches Leben zu schnell zu Ende gehen könnte. Ich war ja ehrlich auch überrascht, was man uns als kleine Gasten anvertraut hat.[/QUOTE] Also ich will ja eventuell zum Bund,wenn die Ausbildung bei Feuerwehr oder der Polizei das nicht überflüssig macht. Andererseits kann ich mir bei Verweigerern gut vorstellen,dass sie weniger Angst vor Waffen und dem Umgang vor teuren Geräten hat. Das ist so eine der Sachen,auf die ich mich und andere sich eher gefreut hätten/freuen werden. Was da viel mehr ins Gewicht fällt,ist diese Befehlsstruktur.Irgendwelche Typen die vielleicht 2 Jahre jünger als man selber sind,kommandieren einen herum.Egal wie behindert jemand ist,man muss ihm gehorchen.Bei manchen Leuten hätte ich da auch weniger Probleme ,das sind ja nicht alles Idioten und es werden auch sinnvolle Befehle geben.Andere haben ja eher so die Vorstellung,ein Soldat muss alles machen,was ihm aufgetragen wird,egal wie dumm und sinnlos er es persönlich empfindet.Das würde mir auch so gar nicht gefallen. Und ich denke viele in dieser Spielkameraden Armee,auch die die sich hochgedient haben.Wer weiß ob die im Extremfall ihren Job hinkriegen oder nur mal den großen Maxe markieren wollen. Im Krieg ist ein jeder doch nur Ungeziefer,ein Grashüpfer.Zumindest die kleinen Leute.Man wird auf der Zielscheibe serviert und Ziel ist es,den Gegner zu vernichten und der Gegner hat auch den Auftrag,die gegnerischen Soldaten wie Ungeziefer auszulöschen. Warum sollte man sich für die egoistischen Interessen irgendwelcher Anzugträger verheizen lassen.Warum sollte sich irgendjemand für soetwas einsetzen?Ich würde niemals freiwillig für jemanden wie Bush kämpfen und sterben. [QUOTE]Auch diese Gewissendebtatte kann ich mit meiner Logik nicht nachvollziehen. Wo bitte haben die Leude denn ihr Gewissen, die tatenlos mit angucken möchten wie alles was ihnen wichtig ist, zerballert, abgeschächtet etc. wird.[/QUOTE] Das wäre die einzige Ausnahme für die ich kämpfen würde,dafür gehe ich zum Bund,auch wenn das nicht so viel bringt. Aber sagt mir bescheid wenn es soweit ist.Irgendwann wird selbst uns wieder ein Krieg erreichen,anders zu denken wäre eine Illusion. Und dann müssen alle ran,stellt sich nur die Frage,wieviele Leute noch zu gebrauchen sind. |
| Darket | [QUOTE]kann keine 500m sprinten[/QUOTE] Ich bin Raucher, aber auch vorher konnte ich definitiv keine 500 Meter durchsprinten. [QUOTE]Den Zivis wurde übrigens das Weihnachtsgeld ganz gestrichen [/QUOTE] Nein, wurde es nicht, es war im Gespräch, bis der Finanzminister zurückgerudert ist. [QUOTE] Ich habe niemanden beleidigt! Deine "gelbe Karte", Darket, kannst du dir also schenken.[/QUOTE] Was ich mir schenken kann und was nicht, möchte ich doch gern weiterhin selbst entscheiden. Wir können das gern ausdiskutieren, allerdings dann bitte andernorts. |
| Emporial | [QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i] [B] Was ich mir schenken kann und was nicht, möchte ich doch gern weiterhin selbst entscheiden. Wir können das gern ausdiskutieren, allerdings dann bitte andernorts. [/B][/QUOTE] Man ist das ein Umgang hier untereinander, schlimmer als Stutenbeissen. Da kann man sich echt nur an den Kopf fassen. Der Mensch kann übrigens keine 500m sprinten, sondern max. 400m. danach gehts in den aeroben Bereich. Ansonsten fand ich das was Tiberion geschrieben sehr treffend. @Kampfsau Du kannst auch in der freien Wirtschaft auf Idioten treffen die etwas jünger und in der Firmenhierachie höher sind als du und trotzdem wirst du deren Anweisungen folge leisten müssen. Natürlich gibt es auch in der Bundeswehr Leude, die im Ernstfall nicht ihren Job tun werden, sondern verweigern, hat es alles schon gegeben, auch unter Offizieren. Nur es kann nicht sein, das Leude die ungedient sind, sich als BW Experten darstellen, Tucholsky zitieren und sich anmassen zu behaupten das der Dienst in den Streitkräften nix ist. |
| Apex | [QUOTE]Nur es kann nicht sein, das Leude die ungedient sind, sich als BW Experten darstellen, Tucholsky zitieren und sich anmassen zu behaupten das der Dienst in den Streitkräften nix ist.[/QUOTE] Ein sehr guter Witz, als ob man in der Bundeswehr gewesen sein muss um über Strukturen, Aufgaben und Wesen einer Armee Bescheid zu wissen. Jeder, der sich etwas mit Geschichte beschäftigt hat, weiß, dass die Armee, gerade in der deutschen Geschichte, häufig eine reaktionäre und antidemokratische Kraft war. Von daher darf man auch und gerade als Zivilbürger durchaus Kritik an militärischen Organisationen üben. Achja, wenn dem so wäre, dass Leute die ungedient sind nicht mitreden dürfen, warum sind dann nicht wenige Mitglieder des Verteidigungsausschusses des Bundestages Kriegsdienstverweigerer? ;) [QUOTE]Auch diese Gewissendebtatte kann ich mit meiner Logik nicht nachvollziehen. Wo bitte haben die Leude denn ihr Gewissen, die tatenlos mit angucken möchten wie alles was ihnen wichtig ist, zerballert, abgeschächtet etc. wird.[/QUOTE] Wer sagt, dass man so etwas mit militärischem Widerstand entgegentreten muss? Der Kapp-Putsch von 1920 wurde alleine dadurch vereitelt, dass sich die Beamten geweigert haben Befehle des Freikorps unter Kapp zu befolgen und in den Streik getreten sind. Also, sage ruhig nochmal einer, dass ziviler Widerstand nichts bringt. |
| Emporial | Das Kriegsdienstverweiger im V-Ausschutz sitzen ist eh ein Witz, aber gucken wir uns um, was wir der Poltik im Moment alles zu verdanken haben. Mich wundert nix mehr. Gerade durch unsere Geschichte ist die jetzige Bundeswehr von den Strukturen so Fortgeschritten und mit kaum einer anderen Armee zu vergleichen. Ich kann es etwas beurteilen, weil ich mit meiner Dienstzeit verstärkt auch mit ausländischen Streitkräften zu tun hatte. Komischer Weise hat die BW im Ausland einen sehr guten Ruf. Wie kannst du denn Kapp-Putsch mit einem äußeren Angriff vergleichen? Ihr labbert euch alles so schön. Die Welt ist nicht so schnucklig wie bei Alice im Wunderland. |
| Darket | [QUOTE]Ansonsten fand ich das was Tiberion geschrieben sehr treffend.[/QUOTE] Sorry, mein Fehler, hab Zitate unterschieldlicher User verwendet ohne dass kenntlich zu machen. |
| Apex | [QUOTE]Wie kannst du denn Kapp-Putsch mit einem äußeren Angriff vergleichen?[/QUOTE] Warum nicht? Eine feindliche Macht kommt und versucht die Regierungsgewalt an sich zu reißen. Prinzipiell ist es dann doch eigendlich egal welche Nationalität die haben. [QUOTE]Das Kriegsdienstverweiger im V-Ausschutz sitzen ist eh ein Witz[/QUOTE] Wieso? |
| Kampfsau | [QUOTE]Ein sehr guter Witz, als ob man in der Bundeswehr gewesen sein muss um über Strukturen, Aufgaben und Wesen einer Armee Bescheid zu wissen. Jeder, der sich etwas mit Geschichte beschäftigt hat, weiß, dass die Armee, gerade in der deutschen Geschichte, häufig eine reaktionäre und antidemokratische Kraft war. Von daher darf man auch und gerade als Zivilbürger durchaus Kritik an militärischen Organisationen üben. Achja, wenn dem so wäre, dass Leute die ungedient sind nicht mitreden dürfen, warum sind dann nicht wenige Mitglieder des Verteidigungsausschusses des Bundestages Kriegsdienstverweigerer?[/QUOTE] Das ist doch die typische Fachidiotie.Gerade in der Bundeswehr trifft man alle Arten von Menschen,gute wie schlechte.Ich höre ja auch immer wieder,dass es da auch ganz tolle Persönlichkeiten gibt. Und gerade was Strukuren,Aufgaben und Wesen der Bundeswehr betrifft, so ist das im Prinzip doch alles sehr positiv zu vermerken. Es gibt trotzdem vieles,was mir an der Bundeswehr nicht gefällt.Ich gehe auch zum Wehrdienst,um Dinge aus erster Quelle zu erfahren.Man muss sich alle Seiten ansehen.Dann werde ich sehen,was berechtigte Kritik und was unberechtigte Kritik war. Dann kann man auch mit den Leuten reden,alles selber miterleben. [QUOTE]Wer sagt, dass man so etwas mit militärischem Widerstand entgegentreten muss? Der Kapp-Putsch von 1920 wurde alleine dadurch vereitelt, dass sich die Beamten geweigert haben Befehle des Freikorps unter Kapp zu befolgen und in den Streik getreten sind. Also, sage ruhig nochmal einer, dass ziviler Widerstand nichts bringt.[/QUOTE] Dafür gibt es tausende Gegenbeispiele in der russischen Revolution,in der amerikanischen Revolution,in der Revolution 1848 in Deutschland.Ziviler Widerstand wurde gerade durch militärische Unterstützung,Ausbildung und Versorgung gestärkt oder durch militärischen Druck,komplett aufgerieben. [QUOTE]@Kampfsau Du kannst auch in der freien Wirtschaft auf Idioten treffen die etwas jünger und in der Firmenhierachie höher sind als du und trotzdem wirst du deren Anweisungen folge leisten müssen.[/QUOTE] Trotzdem fände ich das auch dort scheiße.Und die Wahrscheinlichkeit,dass mich sowas beim Bund erwartet,ist ungleich höher.Auch wäre bei einer Aufnahme in irgendwelchen Arbeitsverhältnisse,dieser Unterschied schnell aufgehoben,es sei denn es ist der Chef,der schon 10 Jahre hart mitarbeitet. Außerdem ist militärischer Gehorsam ein anderer,wie ein solches Verhältnis in der freien Wirtschaft. |
| spalt_n | In meinen Augen WAR der Wehrdienst wohl mal etwas sehr sehr böses gewesen. Ich habe Zivildienst gemacht und bin seither ein glühender Verfechter des Wehrdienstes - eben wegen dem Zivildienst. Ich denke, billiger bekommt soziale Leistungen nicht erbracht und besser kann man m.E. soziales Verhalten, Verantwortungsgefühl und Empathie nicht in die Menschen prügeln. Wird der Wehrdienst abgeschafft, entfällt auch der Ersatzdienst. In meinen Augen wäre das ein grosser Verlust. |
| Tiberon | Es ist schon längst nicht mehr so, daß die Führungskräfte der Bundeswehr nur Zivilversager sind. Falls dem jemals so war, haben sich die Zeiten geändert - so wie sich nämlich die zu Grunde liegende Gesellschaft geändert hat. Bei 5Mio Arbeitslosen bleibt schon lange nicht mehr nur der beim Bund, der woanders lediglich Straßenreiniger werden könnte - und das ist bei weitem nicht der einzige Aspekt ... Die Führungskräfte, die ich beim Bund kennengelernt habe, sind was die Ausbildung der Grundwehrdienstleistenden, Bildung von Kameradschaft, u. u. u. angeht, sehr gezielt rangegangen - man weiß also was man tut und schreit nicht einfach Leute an, die keine Streifen auf der Schulter haben. Wie überall gibt es auch Ausnahmen - auch teilweise erschreckende - das ist aber kein armeespezifisches Problem - ich hatte auch schon mehr als einen Chef, der es kaum wert wäre, daß man ihn anspuckt. Natürlich muß auch die Bundeswehr der Kritik ausgesetzt werden. Und wenn diese aus möglichst unterschiedlichen Richtungen kommt ... um so besser. (Es besteht aber ein Unterschied zwischen beispielsweise Apex's Beiträgen und dem "Ich will da nicht hin" aus dem Eingangs"posting") [quote][b]Komischer Weise hat die BW im Ausland einen sehr guten Ruf.[/b][/quote]Was aber kaum an der Bundeswehr im allg. liegen dürfte, sondern eher an den Spezialeinheiten; allen voran die KSK - ich werde nie begreifen, wieso man Essen in diesem Blechnapf serviert, der jegliche Wärme in unter einer Minute an die Umgebung gibt ... |
| Move over Kate | [QUOTE][...]Es ist schon längst nicht mehr so, daß die Führungskräfte der Bundeswehr nur Zivilversager sind. [...] Die Führungskräfte, die ich beim Bund kennengelernt habe, sind was die Ausbildung der Grundwehrdienstleistenden, Bildung von Kameradschaft, u. u. u. angeht, sehr gezielt rangegangen - man weiß also was man tut und schreit nicht einfach Leute an, die keine Streifen auf der Schulter haben. [...][/QUOTE] Ich stimme Tiberon voll und ganz zu. Ich bin seit Jahren im öffentlichen Dienst beschäftigt, wo aufgrund der Regelungen des Soldatenversorgungsgesetzes überproportional viele ehemalie Offiziere und Unteroffiziere beschäftigt sind. Bei uns waren die fähigeren Führungskräfte in der Regel ehemalige Zeitsoldaten, da so Sachen wie "Führungkräfteentwicklung" für das normale Personal mit Leitungsfunktion erst seit ca. 10 Jahren ein Thema sind. Die "alten" Führungskräfte wurden aufgrund ihrer Ausbildung als Jurist, Mediziner etc. mit der Leitung von Bereichen mit bis zu 120 Mitarbeitern beauftragt, ohne überhaupt je etwas über Führung erfahren zu haben. Da war jeder ehemalige Uffz in der Regel besser dran, weil die Führung bereits Teil der Unteroffiziersausbildung ist. |
| Donn | [QUOTE][i]Original geschrieben von Emporial [/i] Aber seit doch ehrlich zu euch selbst, ihr Ungedienten habt doch die Hosen gestrichen voll vor Angst. Angst vor den Umgang mit Waffen(systemen) von hoher Zerstörungskraft, den Umgang mit millionen€ teuerem Gerät und den Anforderungen die an euch gestellt werden und die Angst das euer liederliches Leben zu schnell zu Ende gehen könnte. [/QUOTE] *Mööp* Fehler. Wir sind idR. die, die die Scheiße wieder aus der Hose von Ex-Soldaten rausholen. Angst vor der Waffe? Nö. Ich habe eine rudimentäre Schießausbildung an Handfeuerwaffen und ich habe keinen Schiß. Ich verstehe nur nicht, was daran so geil sein soll, damit durch die Gegend zu ballern. OK, es war ganz witzig, zum Schießen in die Berge zu fahren, aber ehrlich gesagt wäre ich lieber wandern gegangen... Ich habe normalerweise nichts gegen Bundis, das sind auch nur Menschen (und die meisten, die ich kenne, nehmen den Laden auch nicht sehr ernst). Was mich an Leuten, die meinen, sie wären so viel härter und mutiger als Zivis, stört, ist ihre Arroganz und Dummheit. Im modernen Krieg siehst Du deinen Gegner in der Regel nicht, bevor Du ihm das Lebenslicht auslöschst. Wo erfordert das Mut? Wenn Du Deinem ersten Darmkrebspatienten den Anus Praeter versorgt, deinem ersten Sterbenden die Hand gehalten und deine erste Leiche gewaschen hast, darfst Du wiederkommen und mitreden. |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Donn [/i] [B]Ich habe normalerweise nichts gegen Bundis, das sind auch nur Menschen (und die meisten, die ich kenne, nehmen den Laden auch nicht sehr ernst).[/B][/QUOTE]Da ist sehr viel Gruppendynamik mit im Spiel. [b]Den[/b] Soldaten, der stolz für Deutschland marschiert, kann es z.Z. nicht geben, da hierfür der gesellschaftliche Kontext fehlt. Ob das nun gut ist, oder schlecht ... tja ... es würde aber auch erklären, warum sich einige Soldaten als dumm oder arrogant 'tarnen'. |
| BlackElvenTear | [QUOTE]Den Soldaten, der stolz für Deutschland marschiert, kann es z.Z. nicht geben, da hierfür der gesellschaftliche Kontext fehlt.[/QUOTE] Es gibt aber durchaus welche, die sich als solche verstehen. |
| Tiberon | Ich sprach auch von [b]dem[/b] Soldaten - nicht irgendwelchen ... |
| Bürgermeister | [QUOTE][i]Original geschrieben von inflow_illusion [/i] [B]... nun mein arsch für dieses scheiß land hinhalten. [/B][/QUOTE] Scheiß Land hier, scheiß Land da... ich kann es nicht mehr höhren. Wieso gibt es eigentlich so viele Leute, die dieses Land für ein scheiß Land halten? Sicher es gibt gewisse Themen, die sind sind hier nicht so toll gelöst oder sind verschlafen worden. Aber wir haben frei Wahlen, eine Frau ist Kanzler, in unseren Gefängnissen wird nicht gefoltert, viele haben die Möglichkeit zu studieren, kein generelles Tempolimt auf der Autobahn:D .... Ich frage mich, wo wollen die Leute den hin? In welchem Land wollen diese Leute leben. Wo ist es so viel besser als hier? Frankreich? Die haben die selben Probleme wie wir und einen Kündigungsschutz für Berufseinsteiger gibt es da auch nicht mehr. USA? Verrückter Präsident. Fast keinen Mittelstand. Schlechtere soziale Absicherung als hier. Kolumbien? Bürgerkrieg, Korruption, Mord und Totschlag sind an der Tagesordnung. Rente gibt es da bestimmt auch nicht. noch mehr Beispiele wollte ich jetzt nicht bringen Vieleicht solltest du weniger mit deinem "Arsch" denken. Ach ja, zum Thema Zivi oder BW. Wenn du Zivi machen willst, dann kümmere dich selbst um eine Zivi-Stelle. Ich habs damals nicht gemacht und hab einen ziemlich miesen Job erwischt. So Betreuung von Obdachlosen und ehemaligen Obdachlossen. |
| Darket | [QUOTE]Ach ja, zum Thema Zivi oder BW. Wenn du Zivi machen willst, dann kümmere dich selbst um eine Zivi-Stelle. Ich habs damals nicht gemacht und hab einen ziemlich miesen Job erwischt. So Betreuung von Obdachlosen und ehemaligen Obdachlossen.[/QUOTE] Ist heute auch der übliche Weg. Alles andere ist blödsinnig, weil das die Stellen sind, die niemand freiwillig haben will. :rolleyes: |
| SoulReaper696 | Ich will meinen Kriegsdienst verweigern (Gemustert wurde ich schon, glaube T2) und habe eine Begründung warum ich ddas nicht will schon abgeschickt - jetzt hab ich heute einen brief bekommen wo drin stand dass meiune Begründung nicht ausreichend ist und ich ne neue schreiben soll, ich hab aber keine ahnung welche gründe ich aufführen soll. hat jemand ein vorgefertigtes schreiben mit dem ich auf jeden fall durchkomme oder wenigstens ein paar ideen? wär echt ne große hilfe, danke... |
| Darket | Ich hab Dich mal auf meine ICQ-Liste gesetzt, wenn Du willst, kann ich Dir helfen. Ist an und für sich absolut easy. Schick Dir auch nochmal ne PN mit meiner Mailaddy, dann kannste mir mal Deine bisherige Begründung schicken, da kommt jeder durch ;) |
| SoulReaper696 | alles weitere per pm und mail, was ich nur vergessen hab: ich seh dich gar net in meinem ICQ! |
| worockomo | Da hat der Bürgameista recht! Das scheißland in dem wir Leben sorgt für uns,das scheißland hilf wenze ma Arbeitslos bist,das Scheißland pflegt dich wenze alt bist,das scheißland hilft menschen die ihre Meinung zuhause nicht offen sagen dürfen,das scheißland saniert Arschlöcher ja leider! Dafür mußte aber auch bereit sein mal was zu geben sonst lebet dieses Scheißland nicht mehr lange.:q :mad: |