German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 
  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Deutschland und ihre heutige Gesellschaft.
judgedreddKritik zur Mentalität, Benehmen, Etikette, Erziehung, Allüre, Kinderstube, Haltung, Anstand, Auftreten, Kultur und Lebensart der Deutschen.
SenecaLässt sich pauschal für's ganze bundesgebiet nicht erfassen. Dazu müsste man schon die Bundesländer vergleichen, und selbst dort Regionale Eigenarten.

Jeder der mal öfter zwischen z.B. Mainz und Hamburg, oder Düsseldorf und Berlin pendelt, kann das bestätigen.

Noch ausgeprägter wird das, wenn man z.B. Frankfurt/Main mit Dresden vergleicht.
judgedreddda gebe ich dir Recht, allerdings das Pauschale entsteht mehr oder weniger durch die Summe aller "Ländereigenschaften"!!!

Hier ein Beispiel:
[i]Wer nun allerdings glaubt, die Menschen in der ehemaligen Sowjetunion würden die Deutschen mittlerweile einseitig idealisieren, irrt: Von Moskau bis Almaty im fernen Kasachstan sieht man die Deutschen nicht nur als ordnungsliebende, umweltbewusste und emanzipationsfreudige Biertrinker, sondern auch als zurückhaltend, unflexibel, etwas langweilig, schlecht gekleidet. Eine Moskauer Lehrerin: "Deutsche Frauen schenken ihrem Äußeren zu wenig Aufmerksamkeit, obwohl sie mehr Möglichkeiten haben als die Russinnen. Sie kleiden sich nicht so elegant, sondern billiger als wir" - und nicht zuletzt gelten sie als sparsam bis geizig.

Für die letztere Eigenschaft existiert im kollektiven Unbewussten der ehemaligen Sowjetbürger eine nahezu archetypische Urszene: Während am Ende einer feuchtfröhlichen Kneipenrunde Russen und Kasachstaner untereinander wetteifern, wer nun die Rechnung für alle bezahlen darf - "Die weite Seele kennt keine Sparsamkeit" - , sehen sie die Deutschen mühselig mit dem Taschenrechner beschäftigt, den präzisen Betrag für jeden einzelnen auszurechnen. Höhnischer kasachstanischer Kommentar: "Jeder zahlt für sich allein - jeder stirbt für sich allein."[/I]

Die Zeit
judgedreddEinige Beiträge die ich zur Kritik gesammelt hatte und los werden möchte: (Quelle die Zeit)

Hier legen die Deutschen nach wie vor großen Wert auf Pünktlichkeit, sie arbeiten fleißig und konzentriert, sind sparsam bis geizig und sie legen eine Ordnungs- und Sauberkeitsliebe an den Tag, die bisweilen schon starre, kaltherzige und selbstgerechte Züge annimmt. So manifestiert sich die Liebe zu Sauberkeit und Ordnung vor allem in der lauthals selbstgerechten Empörung gegenüber denjenigen, die sich diese Prinzipien nicht ganz so zu Herzen nehmen: Wer Papier auf die Straße wirft, kann sicher sein, sofort zur Rede gestellt zu werden, und wenn abends im Haus zu laut gefeiert wird, holt man gleich die Polizei.

Und dann noch das Allerseltsamste: Wenn man nachts um drei an einer völlig unbefahrenen und gut einsehbaren Straße einen Wartenden vor einer roten Ampel sieht, dann ist das kein Schlafwandler, sondern ein gewöhnlicher Einheimischer, der die Vorschriften befolgt.

Manchmal ärgert es mich schon, dass es in Deutschland oft nicht möglich ist, etwas Gutes auch einmal vorbehaltlos zu loben. Natürlich ist vieles auch eine persönliche Geschmacksfrage, und natürlich ist auch nicht alles in jeder Hinsicht hundertprozentig, aber dieses ewige Suchen nach dem Haar in der Suppe nervt mich manchmal schon sehr. ...
Ich habe schon längere Zeit in Italien, Frankreich und in den Staaten gelebt und entscheide mich bewusst für ein Leben hier in Deutschland. Aber die Menschen anderer Länder sind einfach begeisterungsfähiger, haben mehr Mut, auch einmal auf etwas stolz zu sein, was sie selber fabriziert haben. Dass es hier zu Lande nicht so ist, hat natürlich seine Ursachen in der Geschichte, das ist klar. Aber gerade dieses „Wir-Gefühl“ ist es auch, was uns als Betrachter in anderen Ländern so fasziniert. ... Vielleicht bekommen wir hier zu Hause auch noch mal die Kurve, etwas großzügiger mit unserer Freude umzugehen.
(Moritz Bleibtreu, Schauspieler, eurowings MAGAZIN 3/2000)

In Österreich werden Deutsche abfällig "Piefke" genannt und für das Aufkaufen von alpinen Urlaubswohnungen abgelehnt. In Großbritannien sind sie bekannt, wie "Krauts" und zweite Weltkriegsreferenzen in Medienberichten und Werbewahlsprüchen erscheinen.
In Spanien rüsteten Millionen von deutschen Touristen mit Handtüchern aus sandigen Stränden und gedrehte Teile des Landes, und Bierflaschen haben besiegt sie in virtuellen deutschen Kolonien.

Wie ist es möglich, in einem Land der Ordnung und der Regeln, dass es so viel Menschen- und Tiermissbrauch existiert? So viel Leid auf den Straßen? Obdachlose, Alkoholiker, Drogenabhängige, psychisch zerstörte Menschen. Ist das eine Form der Sättigung?
Das Nachtleben sagt viel über die Deutschen. Es wird getrunken und getrunken bis zum Umfallen. In südlichen Ländern wird getanzt und getrunken und gefeiert ohne die Grenzen des guten und Anständigen Benehmens zu brechen.

In Deutschland wird gefeiert, angerempelt, sogar ausgezogen. In Mallorca gehört nacktes Fleisch, Alkohol und lautes Singen zum deutschen Feiern. Es gibt keine Regeln mehr. Die nächststehende Frau, egal ob die Frau des Bruders oder des besten Freundes ist, wird angebaggert, sogar ausgespannt. Der Fremde oder die Fremde ist kein Fremder mehr. Nächsten Tag ist alles vergessen. Nächsten Tag ist der- oder diejenige wieder der geehrter/geehrte Frau Schmitz. Sodoma und Gomora ist es halt normal bei der Deutschen. Ist der Alkoholkonsum eine Rechtfertigung dafür? Einmal wurde ich gefragt: ist es normal bei euch Südländern, dass es nicht angebaggert wird? Also bei uns ist es ganz normal. Das letzte Mal, hat ich mit der Frau meines besten Freundes rumgemacht. Nächsten Tag gibt es keine Reue kein schlechtes Gewissen, alles normal Halt. Warum auch? So feiern die Deutschen. Es war einmal eine Bekannte von mir, sie war Geschäftsleiterin eine Bank-Filiale, sehr seriös, fein angezogen, eine Frau mit Würde halt. Eines Abends in einem Kirmesfest ist sie fast umgefallen durch den Alkholspiegel. Das war aber nicht so verletzend für Ihre Würde. Der Kerl der bei Ihr war hat andauern ihren Po gestreichelt, bis er irgendwann aufs Klo gegangen ist, und seiner Kumpel das „Streicheln“ übernommen hat. Kann das alles normal sein?

Regeln sind das Wichtigste für die Deutschen. Im TV-Leben wird es immer wieder daran erinnert. Berichte über wie man sich gegen Nachbarn wehrt, alles Halt was dem Misstrauen der Deutschen und das Berühmte „Finger hoch halten“ Benehmen unterstützt. Letztens wurde berichtet, dass Alkohol in Flaschen hier in Deutschland boomt. Sekunden später kommt der Sucht-Spezialist der seine Warnung abgibt.

Dazu kommt, dass der deutsche Humor - wie in verschiedenen Comedian-Sendungen gezeigt wird, Stefan Raab zum Beispiel – in den meisten Fällen komisch ist. Es wird über anderen ausgelacht und das genau ausgesucht was den anderen beleidigt oder seelisch hart trifft.

deutsch ist ---- 1.arbeiten gehen 2.einen gewissen hygienenstandard haben 3.ordnung 4.niemals aufgeben 5.alles was die Regierung von einem verlangt bis zum ende mitmachen 6.visionär denken aber (meistens) nicht umsetzen 7. bürokratisch also umständlich sein 8.wenns dem land sehr schlecht geht iss auch mal ne Revolution drin!!!! zeit wird`s

Was mir spontan einfällt zum Deutsch sein? Vielleicht, dass wir uns selbst oft im Weg stehen durch diese z.B. Gründlichkeit und Ordnungsliebe. Dieser Hang zur Besserwisserei, zum Absoluten und Weltfremdheit. Intoleranz, der Hang alles zu zerreden. Das ist schon schlimm. Kann manchmal richtig peinlich sein. Ich sage jetzt mal ich wünsch mir mehr Schwung, mehr Selbstbewusstsein, mehr Mut und Leichtigkeit, mehr Spontanität und Offenheit. Mehr Gelassenheit und maßvolles Handeln, mehr Pragmatismus und dass man eben die Dinge so sieht, wie sie wirklich sind. Dass der Mensch im Vordergrund steht. Und bitte, auch etwas mehr Respekt und Sensibilität, wenn es um die Belange aller geht.

Wenn ich viele meiner Mitmenschen betrachte (natürlich grenze ich mich davon ab, ich bin ja ganz anders... insofern bin ich wohl doch auch typisch deutsch), empfinde ich es als typisch deutsch, sich belehrend zu verhalten (vor allem im Straßenverkehr) und andere Mitmenschen (z.B. im Restaurant) penetrant und unfreundlich-neugierig zu beobachten. Außerdem gefällt mir das rüpalhaft-aggressive Verhalten meiner Landsleute - nicht nur der männlichen - nicht. Es fehlt an Freundlichkeit, sogar an purer Höflichkeit. Weil mir die Lebensqualität und das Lebensgefühl in Deutschland insgesamt nicht mehr gefällt (dazu gehören auch die Einkaufsmöglichkeiten und die manchmal mühsame Suche nach guten Lebensmitteln), werde ich nach Frankreich ziehen. Im Gegensatz zu Franzosen und Italienern scheinen viele Deutsche von dem Ehrgeiz besessen zu sein, für Nahrungsmittel möglichst wenig Geld auszugeben und stattdessen mehr in das Auto oder neueste Handy zu investieren. Vor allem im Ausland jammern sie sogar über die günstigsten Menüpreise und hier scheinen sie vor allem Wert auf große Mengen wässrigen Billgschweinefleischs zu legen. Auf der anderen Seite gibt es besonders in Deutschland aber auch die Roh-, Körner- und Ballastkost-Fanatiker. Gemeinsam ist allen Gruppen, dass sie beim Essen dem Genuss gänzlich abschwören. Überhaupt scheint in Deutschland viel Platz für Fanatismus zu sein. Etwas mehr differenziertes Denken und eine gewisse Leichtigkeit könnten nicht schaden.
judgedreddtypisch deutsch heißt hektisch sein, die Schwierigkeit zu lächeln, Fröhlichkeit zu leben und zu zeigen.
typisch deutsch heißt anonym sein wollen, und wert legen auf typisch deutsche werte, die aber im grunde nicht ernst genommen werden.
typisch deutsch heißt zu hetzen, der zeit hinterher zu rennen, und abends völlig erschöpft zu hause anzukommen.
auch typisch, neidisch zu sein, auf andere, wobei die/ das andere wechselt, je nach Laune. mal ist es das bessere (weil sonniger, wärmer) Wetter in anderen Ländern, mal das ach so lockere leben woanders (scheinbar) oder. typisch, nicht im jetzt sein zu können.
auch typisch, vorhandenen Luxus nicht zu schätzen, rumzunörgeln an dem, was nicht da ist, was fehlt, anstatt das zu sehen, was da ist.

Es bedeutet im Positiven geordnete Verhältnisse, Arbeitsmoral, Absicherung, korrektes Verhalten, soziale Absicherung bis ins kleinste Detail, zuverlässige Beamten, aber auch wenig Humor uns Spontaneität. Die deutschen Autobahnen sind ein Ort, wo man die Eigenart des deutschen Bürgers erleben kann, die selten vom gegenseitigen Verständnis geprägt ist. Die erfolgreiche Komödie "Der bewegte Mann" kann in einem anderen Land kaum angenommen werden, diese Art von Humor ist anscheinend deutsch, was hier oft wenig Geschmack bedeutet. Was einem das Leben hier betrübt, ist eben diese Humorlosigkeit, das Abkapseln der Nachbarn untereinander, die vielen Zivilprozesse unter Nachbarn.

Als ein in Deutschland geborener/aufgewachsener/lebender Ausländer würde ich den durchschnittlichen Deutschen als steif und oberflächlich beschreiben. Bemerkenswert ist die deutsche Leidenschaft für Regeln, an die sie sich verbissen halten; dabei interessiert weder Sinn noch Logik dieser Reglements. Dies trifft aber immer weniger auf die jüngere Generation zu, welche zunehmend "Ballermann - Manieren" zur schau trägt.

Nach einer Umfrage der Zeitschrift "Caterer and Hotelkeeper" nehmen die Deutschen auf der Unbeliebtheitsskala von 1.000 befragten Tourismusangestellten in der Top-Teen-Liste den ersten Platz ein. Nach den als "ungehobelt" bezeichneten Deutschen folgen mit 22% die Briten auf Platz 2
(dumm, arrogant, betrunken). Viele verlangten auch das Geld für ihr Essen zurück, nachdem sie es jedoch vollständig aufgegessen hätten... Den dritten Rang belegten Reisende aus den USA. Die Franzosen stehen mit 18% auf Platz 4.

Deutsch sein bedeutet, immer seinen eigenen Gartenzaun in der Tasche mit sich herumzutragen. Innerhalb diesem bewegt man sich geschützt - was außerhalb des Zaunes passiert, interessiert nicht.

Ich habe mir das erste Mal richtig Gedanken darüber gemacht, was es für mich bedeutet, Deutsche zu sein, als ich für längere Zeit im Ausland gelebt habe. Vorher ist man nur z.b. Hessin und aus der Nähe von Frankfurt. Deutsch zu sein bedeutet für mich, individuell zu sein, unabhängig, offen und auch stur und rechthaberisch. Ich lebe zurzeit in Bologna und genieße die unkomplizierte Art der Italiener, sich Problemen zu stellen, wie zum Beispiel im Straßenverkehr den vorzulassen, der die Nase vorn hat. Als Deutsche verwundert es jedoch sehr, dass sich viele Italiener sehr mit ihrer Stadt identifizieren und niemals wegziehen würden. D.h.: wohnen bis zum Ende des Studiums bei Mama und Auszug frühestens, wenn man plant zu heiraten. Für mich und ich denke für viele Deutsche undenkbar!!
Move over KateIst das hier "Judgedredds Spielfeld zur Pflege eigener Ressentiments Teil 2" oder werden hier Argumente zur Kenntnis genommen? Mit Kürbissen zu diskutieren macht nämlich nur wenig Sinn.
TiberonNa dreimal darfst du raten ...
Move over KateHi Tiberon!

Vielleicht sollten wir über was anderes plaudern? Wie ist z. B. das Wetter heute an der Saale? ;) Das wäre bestimmt interessanter, als den alten Käse wieder aufzuwärmen und mit einem Autoresponder zu diskutieren, der sich sein eindimensionales Weltbild ohnehin nur zusammen googled - und mittlerweile sogar schon aus seinen eigenen Beiträgen klaut... :D
TiberonEiner Unterhaltung über meine Heimat bin ich nie abgeneigt, leider jedoch müßte ich, um über das Wetter reden zu können erst auf wetter.de nachschaun, da ich über die Woche in Frankfurt arbeite ...
Das Wetter hier draußen läßt aber nach dem kurzen Schauer grad eben nichts zu wünschen übrig - wobei mir persönlich alles unter 0° besser gefällt aber das ganze Jahr Winter ist auch Scheiße ...
Move over KateFrankfurt? Mir wäre Frankfurt ne Nummer zu groß - wenn es denn Frankfurt am Main ist. Das Gebiet Saale - Unstrut find ich sehr schön, ich war 1999 auf den Herbstnächten in Querfurt und hab mir auf dem Weg dorthin Naumburg angesehen.

Na ja, hier ist es eher bewölkt, aber kein Regen - übrigens bin ich auch einer der wenigen, der Winter mit viel Schnee (kein Schmuddelwinter mit Nieselregen bei + 5°C) vorzieht.
AzaTypisch deutsch sein bedeutet, keine richtigen Überschriften für Themen erstellen zu können und sich selbst unter den Scheffel zu stellen.
Move over KateAlso Aza!

Erstens unterhalten wir uns gerade gepflegt über's Wetter und zweitens ist der Threadersteller m. E. dem mittelasiatischen Kulturkreis entstammend. [I]Du solltest ihr zugestehen, die Deutschland als weiblich anzusehen. [/I] ;)
AzaNa das konnt ich ja nicht riechen =)
Bei mir ist das Wetter zauberhaft.. strahlender Sonnenschein.. Das Einzige was stört ist die Tatsache, dass ich gleich für die Päda-Prüfung morgen lernen darf =)
TiberonMir, als Bub vom Lande, ist Frankfurt auch viel zu groß. Zum Glück aber sehe ich, wenn ich zum Fenster rausschau, direkt ein paar Kleingärten, den Stadtwald und das Waldstadion - das Großstadtfeeling hält sich also in Grenzen.
Natürlich wär ich viel lieber in Thüringen, doch kann man, so man keinem elitären Kreis angehört, manchmal einfach nicht wählen.

Die Straßen sind hier inzwischen auch wieder trocken - wir überlegen, die Temperatur mit der Klimaanlage um ein oder zwei Grad zu senken ...
Move over KatePäda-Prüfung? Du studierst Pädagogik? Oder lernst Erzieher? Hm, ich wollte mal Dipl-Päd. werden, hab mich dann aber am Einschreibetermin für Politik entschieden und es nie bereut.

[QUOTE]wir überlegen, die Temperatur mit der Klimaanlage um ein oder zwei Grad zu senken [/QUOTE]

Oh, das ist nicht ungefährlich. Dabei kann man sich recht schnell erkälten. Im Waldstadion war ich doch tatsächlich schon zu Gast bei einem Guns 'n' Roses-Konzert. Ich hab da gearbeitet - zur Entschuldigung. Was hältst Du eigentlich von dem Plan, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zum Staat Mitteldeutschland zusammen zu legen? Der SPD-Vorsitzende von Sachsen-Anhalt hat das gerade vorgeschlagen: [URL=http://www.mdr.de/nachrichten/meldungen/2778568.html]http://www.mdr.de/nachrichten/meldungen/2778568.html[/URL]
TiberonOch, da "mein Saaletal" seit ca. tausend Jahren mehr oder weniger sein eignes Ding dreht, bzw. korrekter formuliert, andere nicht sonderlich interessiert hat, ist es mir eigentlich gleich, ob das Drumherum nun Bezirk Gera oder Thüringen oder Mitteldeutschland heißt. Aber wenn wir schon beim Umstrukturieren sind, können wir auch gleich unseren Fürst Heinrich einsetzen.
Nein, dazu habe ich keine Meinung.
Move over KateVerstehe ich gar nicht. Das Saaletal ist doch sehr hübsch. Wusstest Du eigentlich, dass sich die Rathenau-Attentäter 1922 auf die Burg Saaleck zurückgezogen haben und dort erwischt wurden?
judgedreddich hoffe die Moderatoren sehen hier genau, dass ich keine Person hier angreife, bevor sie wieder die Schuld auf mich schieben!

Und ihr habt recht mit dem Typisch. Wenn Österreicher oder Schweizer die gleichen typischen Eigenschaften wie die Deutschen besitzen; was ist dann typisch deutsch? Na klar, ihr habt Recht!

Also, das macht irgendwie Sinn was die Anstrengung des Denkens betrifft!!!

Und ob ich google oder nicht, bildet nicht die Summe der Kommentare eine Meinung?
geyer[QUOTE][i]Original geschrieben von judgedredd [/i]
[B]

Also, das macht irgendwie Sinn was die Anstrengung des Denkens betrifft!!!

Und ob ich google oder nicht, bildet nicht die Summe der Kommentare eine Meinung? [/B][/QUOTE]

das ist es!
deine zusammengegoogelten kommentare ergeben keine meinung, sondern zeigen nur auf, daß du zu faul bist selbst zu denken.
und wenn ich nicht darüber nachgedacht habe worum es geht, dann halte ich doch lieber den mund bevor ich mich, so wie du lächerlich mache.....
DarketSo freunde, ich hab grad erwogen das hier zuzumachen, da ich aber keinen Bock auf die nächste Protestwelle habe und ein schier grenzenloses Vertrauen in die Menschheit besitze, lasse ich ihn offen und versuche einfach mal die nächsten ein, zwei Tage irgend einen Sinn im eingangsposting und in der folgenden Diskussion zu erkennen.
Damit mir das gelingt, würde ich es begrüßen, wenn Diskussionen über das Wetter in Thüringen oder Süd-Hessen unterbleiben könnten, sie verwirren mich bei der Sinn-Suche.

danke

darket
judgedredd[QUOTE][i]Original geschrieben von geyer [/i]
[B]das ist es!
deine zusammengegoogelten kommentare ergeben keine meinung, sondern zeigen nur auf, daß du zu faul bist selbst zu denken.
und wenn ich nicht darüber nachgedacht habe worum es geht, dann halte ich doch lieber den mund bevor ich mich, so wie du lächerlich mache..... [/B][/QUOTE]

Es ist sehr einfach. Eine Meinung ist vorhanden, egal wie. Wenn du was zum Thema schreiben kannst, dann kannst du es tun.

Ich habe nur das Thema eröffnet und etwas geschrieben. Warum greift ihr mich an?

Nun mal sieht, dass ihr schlimmer als ich seid, da ihr nur persönlich werdet. Wenn ich angreife, dann verbinde ich es mit der Argumentation. Damit meine ich, ich kritisierte die Argumentation und deren Quelle. Ihr tut es nicht.

Ich habe was geschrieben, was die Meinung anderer Menschen betrifft, um meine Kritik zu "untermauern".
judgedreddAußerdem ich habe mich schon gebessert, was mein Benehmen hier betrifft. Ich werde artig bleiben. Versprochen!!!! :D :eek:
Mac[QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i]
[B]Damit mir das gelingt, würde ich es begrüßen, wenn Diskussionen über das Wetter in Thüringen oder Süd-Hessen unterbleiben könnten, sie verwirren mich bei der Sinn-Suche.
[/B][/QUOTE]

Dem ich mich postwendend fügen werde!


In Halle wars nämlich total schön heute den Tag über. Sonne, blauer Himmel, alles wunderbar vom Inneren einer Bibliothek aus zu beobachten.

Selbst um 11 vorhin war es richtig angenehm warm. Da kann der Frühling endlich kommen. Und wenn wir in Zukunft Mitteldeutschland heissen (was ich sehr begrüße) kann Dieter nicht mehr der Althaus von Thüringen sein. Das wär toll!


*flatter*
LiverNun wie Seneca geschrieben hat, man kann es nicht genau pauschalisieren, aber es gibt einige Eigenschaften die für und gegen sprechen.

Also ich bin im Ausland aufgewachsen und kenne die Unterschiede. Die Ordnung und die Organisation der Deutschen finde ich gut zum Beispiel. Es wird auf die Umwelt geachtet. Allerdings diese Karneval- und Ballermannmentalität von vielen heiße ich nicht gut!

Gruß
judgedreddDa gebe ich dir Recht. Ich bin selber Ausländer und wohne in Köln. Da weiß ich genau wie es beim Karneval abgeht. Also das finde ich auch garnicht gut. Man sollte trinken aber es gibt Grenzen. In Italien und Spanien sowie in Griechenland, da sieht man sowas nicht. Die Menschen dort trinken und feiern ohne Alkoholrausch-Auffällig zu werden!
Darket[QUOTE]In Halle wars nämlich total schön heute den Tag über. Sonne, blauer Himmel, alles wunderbar vom Inneren einer Bibliothek aus zu beobachten.[/QUOTE]
Sachsen gehört zu Thüringen, die haben ja schließlich sogar den gleichen Dialekt! *In volle Deckung geh*
geyerder Himmel in Niedersachsen ist leicht bewölkt bei aktuell 16,8°C.
die Mentalität ist flau und leicht gelangweilt mit aufkommender Agressivität gemischt.
Eine Besserung ist in den nächsten Stunden nicht abzusehen.
Überdurchschnittlicher Alkoholkonsum konnte in den Morgenstunden bei der beobachteten Bevölkerung nicht festgestellt werden. Es ist jedoch zu befürchten, daß sich das in den Abendstunden ändert, wenn eine bestimmte Kneipe ihre Ausschanklizenz erhält.
Dann wird sich vermutlich auch das Wetter ändern.
Black Rat[QUOTE]Sachsen gehört zu Thüringen, die haben ja schließlich sogar den gleichen Dialekt! *In volle Deckung geh*[/QUOTE]
NEIN! Im Thüringerischen liegt die Betonung auf dem "a", obwohl es sich manchmal wie "o" anhört. Beim sächsischen Dialekt sind eher Aussprachen mit "ä", "ö" und "ü" gebräuchlich. Das ist nicht das selbe! :rolleyes: :D

Moin! Ich komme aus dem Norden Deutschlands (Meck-Pomm) und sach mal lieber was zum eigentlichen Thema. *g*
Typisch deutsch....? Mentalität u.s.w..... *überleg*
Einige Klischees halten sich ja so hartnäckig. Die Vorstellung vom pünktlichen, arbeitssamen, kühlen und zurückhaltenden Deutschen der sein Auto liebt und in seiner Freizeit nur Musik von Bach und Beethoven hört begegnet einen ja immer mal wieder. (ich übertreib jetzt mal)
Aber wie soll man die Mentalität von Deutschland fassen? Zumal hier mehr als 80 Millionen Menschen leben?
Auffällig ist, dass es dem Deutschen eher schwer fällt positiv über sich selbst zu reden. Doch die Worte zur Beschreibung der deutschen Mentalität wären wohl folgende: gastfreundlich, großzügig und hilfsbereit, natürlich gerne pünktlich, engagiert und arbeitsam. Und was ist falsch daran? Eigentlich gar nichts, nur sollte es der Deutsche in manchen Punkten nicht übertreiben und mit anderen Mentalitäten doch etwas nachsichtiger sein.
Schließlich gestalten ja auch viele Migrantinnen und Migranten die deutsche Gesellschaft, so dass manches Klischee einfach keinen Platz mehr hat und der interkulturellen Vielfalt weichen muss. Immerhin tragen auch Deutsche mittlerweile Dreadlocks, essen Pizza, lachen gerne und verbringen ihre Freizeit tanzend in einem Salsa-Club.
Oft sind auch Erscheinungsbilder und Verhaltensweisen in der deutschen Mentalität europäischen Nachbarländern ähnlicher, als Gewohnheiten der Mitbürger im angrenzenden Bundesland. Viel zu abwechslungsreich und vielschichtig zeigt sich das heutige Deutschland, um ein Vorzeigemodell für "typisch Deutsches" zu sein. Jeden Tag findet sich etwas Neues, anderes "Typisches" zu entdecken. Diese Überraschungen sind eher typisch deutsch.
TiberonDas heutige Wetter schlägt aufs Gemüt. Erschwerend kommt hinzu, daß unsere Dienstleister ... äh Erfüllungsgehilfen ... nein, Freunde, alles tun, mich zu ärgern.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt hätt ich auch nichts dagegen, mich hemmungslos zu betrinken - egal, was irgendwelche Ausländer dann von mir halten.

Übrigens, gibt es Thüringisch nicht wirklich - mir zumindest fallen ohne nachzudenken direkt eine handvoll Thüringer Mundarten ein, die sich eklatant voneinander unterscheiden. Von der gerschen Fedgusch bis zum mittelhochdeutsch südlich Sonnebergs ...
Black RatNa dann immer raus damit Tiberon! Auch die Dialekte gehören zu Deutschland! ;) Seit ich in meinem Job mit Kunden telefoniere und das bundesweit, kamen mir schon einige Dialekte zu Ohren. Hatte schon daran gedacht mal einen Fremdsprachkurs in Dialekten zu nehmen. *Spaaaaaß*

Hier in Meck-Pomm ists bei mollich warmen Temperaturen heiter bis wolkig. Obwohl die Vorhersage auf Regen aus war, glaube ich nicht das der heut noch kümmt. Die Tatsache das ich durch einige Tequila Sunrise am Vorabend etwas Kopfweh verspüre und arbeite, macht dabei nischt. Ansonsten steht noch nach dem hoffentlich pünktlichen Feierabend ein schöner, entspannter Stadtbummel mit eventuellem Konsum an. Konsumieren muss ja jeder irgendwie irgendwas. :rolleyes:
geyerder Himmel ist grau und ich bin blau...oder wars umgekehrt?
nein!
ich bin ein typischer Deutscher, in Schwaben geboren, in Bayern verheiratet und verloren, in Niedersachsen wiedergeboren...im ständigen Trollingerwahn nach Legosteinen suchend, um mein Häusle zu bauen. Mitglied eines Schützenvereins und doch nie ins Schwarze getroffen...darüber Schwarz geärgert und geblieben.
ja so isch des, do dend mr mol net jammere!
ha no, ond sonschd no?
des wetter isch grau ond i ben blau.
noi,
Schwarz
LiverEntschuldigung, aber wo bin ich denn hier? Wieso benehmen sich alle so komisch hier? Habe ich was verpasst?

Ist das ein Forum hier oder eine Spielwiese?

Grüße
Move over KateLiver ist ein komischer Vogel. Er erscheint aus dem Nichts ausgerechnet in diesem Thread und stellt seine suggestiven Fragen. Sein online-Verhalten (spät nachmittags bis nachtaktiv) habe ich auch schon mal irgendwo gesehen. Beachtlich, beachtlich. Wo doch auch die Leber das vom bösen deutschen Alkoholkonsum vorwiegend in Mitleidenschaft gezogene Organ ist - und es durchaus andere diskussionswürdige Beiträge hier gibt. Viel verpasst kann der "zufällige auch Ausländer" auch nicht haben - er ist ja erst seit einem Tag hier angemeldet. :rolleyes:

Das Wetter hat sich bei uns rapide verschlechtert. Ich musste das Licht einschalten, da sich der Himmel verdunkelt hat.
DarketSo, ich bin ja gern für (fast) jeden Spaß zu haben und ich denke auch, dass man nicht alles so furchtbar ernst nehmen muss, nichts desto trotz möchte ich energisch darum bitten (bitten ist hier etwas euphemistisch formuliert, um hässliche Worte wie "Befehlen" zu vermeiden ;) ) zum Thema zurückzukommen oder das Posten hier gänzlich einzustellen.

Grüße

Darket
Move over KateIch füge mich.
Liver[QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i]
[B]Liver ist ein komischer Vogel. Er erscheint aus dem Nichts ausgerechnet in diesem Thread und stellt seine suggestiven Fragen. Sein online-Verhalten (spät nachmittags bis nachtaktiv) habe ich auch schon mal irgendwo gesehen. Beachtlich, beachtlich. Wo doch auch die Leber das vom bösen deutschen Alkoholkonsum vorwiegend in Mitleidenschaft gezogene Organ ist - und es durchaus andere diskussionswürdige Beiträge hier gibt. Viel verpasst kann der "zufällige auch Ausländer" auch nicht haben - er ist ja erst seit einem Tag hier angemeldet. :rolleyes:

Das Wetter hat sich bei uns rapide verschlechtert. Ich musste das Licht einschalten, da sich der Himmel verdunkelt hat. [/B][/QUOTE]
Mich wundert doch immer wieder, mit welcher Intoleranz diverse Menschen ihren Mitmenschen - und sei es auch "nur" auf dieser virtuellen Ebene - begegnen.
Kritik ist gut, Kritik ist sehr wichtig. Aber die Kritik sollte konstruktiv sein. Geistesschwache Beleidigungen dienen gewiss keiner ertragreichen Kommunikation.
Black MoniUm Darkets Wunsch zu entsprechen: back to topic...
Verstehe die Intension des Threads nicht wirklich... was soll das? Wir zementieren Vorurteile, statt sie abzubauen... alle Menschen eines Staates, Landstriches sind gleich... welch ausgemachter Schwachsinn. Alle Männer sind gleich, alle Frauen auch... mit was soll es weiter gehen... alle Ausländer sind gleich... alle Schwulen HiV - infiziert... das kann ich bis in die Unendlichkeit fortführen. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, dass jeder Mensch, erstmal Mensch ist. Sicherlich verinnerlicht man gewisse Dinge, aber es steht doch jedem frei, darüber zu entscheiden, ob er das dann sein Leben lang beibehalten will oder darüber nachdenkt, etwas zu ändern.

OT:
@Liver
Die Reaktion auf diesen Thread erfolgte wahrscheinlich weil hier die meisten schon viele Posts von judgedreed gelesen haben und er sich, ich sag es mal vorsichtig, nicht viele Freunde gemacht hat... nutz einfach mal die Suchfunktion...vielleicht verstehst du dann. War ein unglücklicher Einstand hier für dich... kann nur besser werden.
judgedreddNun ein neuer Judge im Forum. Danke für deinen Beitrag Moni. Ich habe die Kritik angedeutet. Mir ist klar, dass wir alle Menschen sind. Ich habe mich Heute mit einer älteren Dame unterhalten. Sie sagte z.B. „früher war alles viel besser, was die Jugend betrifft“. Später fragte ich sie, wie sie über den heutigen Karneval denkt. „Ach du lieber Gott“ hat sie gemeint, „früher waren wir Deutschen viel vernünftiger gewesen, Heute hat man sogar Angst davor“.

Ich meine, ich lebe seit 13 Jahren hier in Deutschland. Und fast alle Menschen die ich bisher kenn gelernt habe, die meckern selber über die „Finger-hoch-halten“- Mentalität der Menschen hier. „Ach sie sind Südländer“, sagen sie. „Ich war oft in Spanien und die Menschen dort sind laut aber gelassen. Da kommt man nie auf der Gedanke, die Polizei anzurufen!“

Kritik kann auch positiv sein. Ich habe typisch positive Eigenschaften übernommen, die mir weitergeholfen haben. Pünktlichkeit und Organisationswesen zum Beispiel. Ich möchte nicht alle Menschen vorurteilen bzw. absprechen.

Diese Daten die ich gesammelt hatte, waren das Resultat einer Umfrage der Zeit-Zeitung. Die Umfrage lautete „typisch Deutsch?“ Ich habe dann hier nach dem Thema gesucht, nichts gefunden, dann habe ich es eingeführt. Ok, ich gebe zu, ich habe alles versaut, habe die Kontrolle verloren. Ich kopierte eine Auswahl der Kommentare, die unter der gleichen Rubrik in der Zeitung standen. Und da haben alle schon am Anfang das Thema schlecht gemacht, weil ich eher die negative Seite der Deutschen aufgelistet hatte.

Ich meine klar, ich habe viele Fehler gemacht, meine Angriffe waren eher der Katastropheauslöser! Nun wie ihr sieht, ich bin schon vernünftig geworden. 2 Wochen Straffe(gebannt) haben disziplinär gewirkt!!

Gruß an alle!
Black RatAber was ist denn nun "typisch" für die Deutschen ???

Z.B. die Sache mit dem Karneval (oder Fasching, wie´s hier genannt wird) ist auch nicht typisch deutsch. Er wird hier in Meck-Pomm lang nicht so heftig gefeiert wie unten in Köln. Also wäre es eher regional typisch beim Fasching die Sau raus zu lassen.

Eins kann ich aber bestätigen: die Deutschen sind ein recht trinkfreudiges Völkchen! ;) Aber nicht nur die Deutschen sind "wilder geworden", sondern die Zeit hat sich verändert. Wie wars früher in den 50ern. Das waren ganz andre Zeiten! Man glaubt dieser Wandel ist symbolisiert durch eine Zahl, nämlich *68*. Diese These fand ich im Bezug darauf gar nicht mal so uninteressant.

Wie auch immer, in deinem Eingangsposting hast du ja mehrere Sache nangesprochen: [QUOTE]Mentalität, Benehmen, Etikette, Erziehung, Allüre, Kinderstube, Haltung, Anstand, Auftreten, Kultur und Lebensart[/QUOTE]
Mentalität, Benehmen, Etikette, Allüre, Haltung, Anstand, Auftreten, Kultur und Lebensart lässt sich sehr schwer fassen. Da ist jeder Mensch unterschiedlich. Es gibt zwar Ähnlichkeiten, aber die auf alle 80 Millionen auszuwerten würde den Rahmen sprengen. Zum Theam Erziehung und Kinderstube: manche haben da eine gute hinter sich, die anderen weniger. Aber Sendungen wie "Die-Super-Nanny" lassen die heutigen Erziehungsmethoden nicht gerade in einem guten Licht erscheinen.
judgedredd[QUOTE] Z.B. die Sache mit dem Karneval (oder Fasching, wie´s hier genannt wird) ist auch nicht typisch deutsch. Er wird hier in Meck-Pomm lang nicht so heftig gefeiert wie unten in Köln. Also wäre es eher regional typisch beim Fasching die Sau raus zu lassen. [/QUOTE]
Klar, da würde ich eher Apres-Ski als typisch Deutsch bezeichnen, da es überregional ist.

Du hast Recht, aber ich denke als Ausländer zieht man eher Vergleiche, auch in beide Richtungen. Seitdem ich hier lebe, habe ich Einiges an Kritik gesammelt was meinem Land betrifft.

Ein Beispiel, was mir gerade einfällt, ist der Zusammenhalt in der Familie. Ich habe selber keine einzige Familie getroffen, wo diese Eigenschaft zählt. Übrigens meine Freunde und Bekannten habe mir ebenfalls nichts anderes geliefert. Und mit Zusammenhalt meine ich es wie bei den Südländern. Ich denke schon, dass man es verallgemeinern kann, was meinst du?

Übrigens das mit dem "trinkfreudiges Völkchen" betrifft Deutschland bzw. Nordeuropa allgemein. Aber warum nicht den Südländern?
geyerAls typisch Deutsch kann eine gewisse Unbeweglichkeit, Schwerfälligkeit und Starre gelten, die aus der Unzahl der geschriebenen und ungeschriebenen Gesetze resultiert mit denen sich der Deutsche sein Korsett schnürt. Nirgens auf der Welt gibt es soviele Gesetze.
In Schwaben beispielsweise ist es eine Todsünde, wenn man seine Kehrwoche nicht macht.
Freitags wird Fisch gegessen...
Samstag muß das heilige Blech poliert werden,
und Sonntag gibt es Braten.:D
TiberonIm Süden ist das ja auch alles [url=http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22380/1.html]soooooo[/url] toll ...

[i]"... 5.000 Kids gaben sich öffentlich mit guter Laune die Kanne und feierten ausgelassen. Von etlichen Tonnen Müll, verdreckten und zum Teil vor Pisse stinkender Hauseingänge ..."[/i]

Dieser Thread hat, wenn man von der durchaus berechtigten Wetterfrage absieht, genausoviel Sinn bzw Berechtigung, wie der letzte auch.
In Deutschland lebt man halt wie in Deutschland und nicht wie in Italien oder Griechenland. Und das ist nicht nur gut, weil Athen stinkt.
Ich werde auch lieber argwöhnisch angeschaut, wenn ich zum Bäcker geh, als das mir eine gekünstelte Freundlichkeit entgegenschlägt. Dann nämlich weiß ich, daß ich zu Hause bin. Und diese "Freundlichkeit" ist sowieso beliebig austauschbar.

Mal ganz davon abgesehn, das ein Ausländer Deutschland dergestallt in Frage stellt - zeig erstmal deine Aufenthaltserlaubnis!
Und wenns dir hier nicht gefällt, kehr heim in die Pampa, aus der du gekommen bist!
Move over KateGenau. Es liegt alles im Auge des Betrachters. Was ist an besoffenen deutschen Fußballfans besser oder schlechter als an einer durchgeknallten Meute, die junge Stiere durch die Straßen einer engen Altstadt treibt und sich dabei die Knochen bricht? Ist das höhere Lebensfreude? Oder ist es einfach nur asozial, als Deutscher mal kollektiv zum Glas zu greifen - wenn der Amerikaner es macht (zum Beispiel beim alljährlichen Spring Break, dem Inbegriff aller materialistischer Dekadenz), dann ist es coooooool und Ausdruck unbändiger Lebensfreude. Oh je - wer mit der deutschen Kultur nicht klar kommt, sollte die Konsequenzen ziehen. Aber da hier alles so beschissen ist, kommen jährlich Millionen von Touris nach Heidelberg, Hamburg, Rothenburg o.d.T., München und so weiter. Von unserem geliebten WGT mal gar nicht zu sprechen. Von mir aus. Sollen sie doch nach Kleinposemuckel fahren, weil die Luft dort so gut ist.
geyerweshalb machen wir eigentlich keine Tomatenschlachten? Vllt. weil wir mehr Kartoffeln anbauen und die lieber essen!

aktuell bewölkt bei 15,5°C
TiberonHa, das wär was!
Sich mit Kartoffeln zu bewerfen macht auf jedenfall hart wie Krupp-Stahl.
Black RatNanu, nanu, mal ganz ruhig mit den jungen Pferden! Judgedredd hat lediglich einige Sachen verglichen. Das er Deutschland in den Dreck gezogen hat oder Südeuropäer besser gestellt hat ist nicht wahr. [QUOTE]Mal ganz davon abgesehn, das ein Ausländer Deutschland dergestallt in Frage stellt - zeig erstmal deine Aufenthaltserlaubnis![/QUOTE] Er hatte bereits erwähnt, das er seit 13 Jahren hier lebt. Inzwischen müsste er keine Aufenthaltserlaubnis mehr haben, sondern die deutsche Staatsangehörigkeit. Er hat genauso eine Berechtigung hier zu sein wie du! Man sieht eben sein Geburtsland immer als Zuhause an. Ich denke da würde es uns, wenn wir auswandern würden nicht anders gehen.
In diesem Thread geht´s um die Lebensweisen der einzelnen Nationalitäten und ob man anders aufwächst als in anderen Staaten. Dabei können wir doch auch über Unterschiede zwischen Deutschen und Menschen aus anderen Ländern diskutieren. Mal gucken zu welchem Ergebnis das führt. Im Moment wären wir beim Nord-Süd-Vergleich in Europa. Ich persönlich begrüße da jeden Einfluss von ausländisch-Stämmigen. Wir sollten offen gegenüber anderen Meinungen und Eindrücken sein.

So, weiter zum Thema:
Apres Ski eher typisch deutsch! :eek: Das wäre ja schon fast traurig! Ich kenn aus meiner Region keinen der dahin fahren wollen würde. Das liegt wohl eher daran, das wir (also meine Familie und Freunde) auf sowas nicht gerade abfahren. Wenn wir feiern wollen, dann bieten sich andere Gelegenheiten. Da käme fast das Klischee vom "kühlen Norddeutschen" durch. Aber auch der Bevölkerung in den nördlichen EU-Ländern sagt man ja Kühle und Melancholie zu.
Wir haben lange, kalte Winter, da braucht man mal Alkohol. Und wenn dann der Sommer kommt, sind wir darüber so erfreut, das er gleich befeiert werden muss! *g* Spaaaß! Ehrlich, ich kann dir nicht sagen warum wir so trinkfreudig sind. Aber ihr "Südies" seid darin ja auch nicht schlecht. ;)

Aber die Sache mit dem Familienzusammenhalt habe ich auch beobachten können. In meinem Job habe ich mit Menschen aus ganz Deutschland zu tun, natürlich auch mit Ausländern. Gerade bei den Türken fällt mir das immer wieder auf. Da meldet sich manchmal der Bruder, die Schwester, der Onkel, die Tante oder sogar Nachbarn und Freunde der Familie um zu helfen oder Sachen abzuklären. Ich muss denn schonmal nachfragen mit wem aus der Familie ich jetzt eigentlich spreche. :D

Nun noch was zur Kartoffelschlacht: hier wäre eine Diskussion über lustige und ungewöhnliche bräuche angebracht! Zwar bi nich froh das wir uns hier nicht gegenseitig mit Kartoffeln beschmeißen, aber einiges ungewöhnliches gibts auch hier. Z.B. das wir zu Ostern unsre Geschenke suchen? Der Brauch war mir schon immer suspekt. Aber er ist lustig. Die Spanier empfinden ihre Tomatenschglacht bestimmt genauso. In Berlin veranstalten die Friedrichshainer gegen die Kreuzberger z.B. jedes Jahr ne Gemüseschlacht. :eek:
judgedredd@Black Rat,

du hast mich verstanden!! Durchdachte Argumentation. Ich will hier nicht etwas schlecht machen. Ich sehe hier einigen Sachen die ich auch in Frage stelle.

Es geht auch nicht darum, was man macht, sondern wie es man macht. Würde, Etikette usw. sind Prinzipien die, meiner Meinung nach, bewahrt werden müssen.

Was den Alkohol betrifft zum Beispiel, ich finde man sollte trinken, aber Herr der Lage bleiben. Und das erste Mal in meinem Leben, wo ich die negative Situation kenn gelernt habe, war es hier in Deutschland.

Meine Kritik spricht auch einen anderen Aspekt an. Was braucht der Mensch, um halbwegs glücklich zu werden? Ist der Zusammenhalt in der Familie nicht wichtig? Ist Freundlichkeit und Respekt negativ? Oder das sich über den Nachbarn aufregen?

Ja Athen stinkt und überall laufen freilaufende Hunde herum. Aber hält mich das ab, zufriedenen zu werden? Ist es nicht schon wenn die Nachbarn sich treffen und zusammen grillen und feiern? Oder nicht für die Strandtüchern streiten müssen? Was ist mit der Mentalität, wenn jemand einen guten Song produziert, dafür aber landet er auf dem 20en Chartsplatz und andererseits landet Dj Ötzi bzw. Antonia vom Tirol oder Jürgen Drews auf den ersten Plätzen?

Ich habe es in einem Beitrag von mir beim „typisch deutsch“ geschrieben; Engländer haben ebenfalls einen ähnlichen Mentalität wie die Deutschen, aber wieso machen sie so viele internationale Erfolge, was die Musik betrifft, und die Deutschen nicht? Auch der englische Humor würde durch Benny Hill weltweit bekannt. Warum schaffen es die Deutschen nicht?

Was ich damit sagen will ist, Pünktlichkeit, Organisationswesen usw. hilft eher die materielle Seite des Lebens, aber was ist mit den inneren Werte, mit der Seele und den Geist?

Im Ausland werden die Holländer als cool bezeichnet und die Deutschen als uncool. Täusche ich mich in der Hinsicht oder ist es wirklich so??
Move over Kate[QUOTE]Engländer haben ebenfalls einen ähnlichen Mentalität wie die Deutschen, aber wieso machen sie so viele internationale Erfolge, was die Musik betrifft[/QUOTE]

Tja - weil die Deutschen mehr Tiefgang haben als die Briten. Die sind in der U-Musik mit Robbie Williams ganz vorne mit dabei. Im belanglosen anglo-amerikanischen Fahrwasser auf der weltumspannenden MTV und MC Donalds Welle zu reiten, ist schon ganz klasse... :rolleyes:

In der E-Musik sieht das ganz anders aus. Die wird nämlich nach über 200 Jahren immer noch von den großen Deutschen, Italienern und Russen dominiert. Nenn mir bitte einen großen "klassischen" britischen Komponisten ausser Purcell vielleicht. Und der zählte zum Barock. Ich nenn dir zehn deutsche von Weltruf und hab noch dreißig vergessen.

Und da wir hier immer noch auf einem Gothic-Board sind (mal im Ernst: Sagt dir der Begriff was?): Die erfolgreichsten Gruppen dieses Genres kommen weltweit schon lange nicht mehr aus England, sondern aus Deutschland oder Skandinavien - wenn wir Industrial Rock noch dazu nehmen: Auch aus den Staaten. Die Zeiten von Mission, Sisters und Fields sind vorbei. Die Clubs des UK tanzen nach In Extremo, Pitchfork, Neubauten, Feindflug, Wumpscut oder House of Usher. Deutsche Bands. Wenn man die Augen nur aufmacht um das zu sehen, was man will, ist es nicht einfach, so etwas zu erkennen. Denn:

[QUOTE]
Hier leben die Blinden
die glauben was sie sehen
und die Tauben
die glauben was sie hören
festgebunden auf einem Küchenhocker
sitzt ein Irrer, der glaubt
alles was er anfassen kann
(seine Hände liegen im Schoss)[/QUOTE]

Ist übrigens von den Einstürzenden Neubauten. Einer weltweit erfolgreichen Avantgarde-Combo aus Berlin. Berlin ist die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland.
judgedreddja ok, aber wir reden über das Heute. Früher war andere(200 Jahre). Und was die Gothic musik betrifft, da hast du Recht. Aber da muss man unterscheiden.

Gothic ist kein verbreitetes Gebiet. Ich meinte internationale Erfolge, die jeder kennt. Wenn man von den 60en bis Heute alles summiert, dann hat Deutschland zu wenig geleistet oder? Ich meine, wenn ich mich nicht täusche, Beatles und Rolling Stones waren/sind Engländer oder nicht? Pink Floyd auch?
Move over Kate[QUOTE] Ich meinte internationale Erfolge, die jeder kennt. Wenn man von den 60en bis Heute alles summiert, dann hat Deutschland zu wenig geleistet oder?[/QUOTE]

Wie die

[list]
[*]Österreicher
[*]Italiener
[*]Franzosen
[*]Spanier
[*]Portugiesen
[*]Albaner
[*]Chinesen
[*]Inder
[*]Pakistanis
[*]Australier
[*]Neuseeländer
[*]Japaner
[*]Iranis
[*]Irakis
[*]Israelis
[*]Syrer
[*]Libanesen
[*]Kongolesen
[*]Südafrikaner
[*]Kenianer
[*]Polen
[*]Ukrainer
[*]Kasachen
[*]...
[/list]

Na und? Popkultur ist ein Produkt des anglo-amerikanischen Kulturimperialismus und seit 1945 dominierend. Weltweit. Nicht nur in Deutschland. Und da ich mich - wie wohl die meisten hier - als Teil einer Sub- oder Gegenkultur verstehe, ist mir's fürchterlich egal, ob Briten oder Amerikaner die Mediacontrol-Charts anführen.
judgedredddie Wahl hast du ja. Aber du verstehst mich falsch. Die Mitteln sind da, warum schaffen es die Deutschen nicht? Der Hintegrund ist nicht so einfach wie du denkst.

Ich wollte damit klar machen, dass die Mitteln da sind, aber es wird mehr auf Schlager und Ballermannmusik Wert gelegt, und das finde ich nicht produktiv, was die Würde des Landes betrifft.

Übrigens, Irakis, Iranis und Andere ärmere Länder besitzen noch nicht mal die Mitteln dafür.
Move over Kate[QUOTE]Der Hintegrund ist nicht so einfach wie du denkst.[/QUOTE]

Der Hintergrund ist ganz einfach. Die internationale Popkultur ist anglo-amerikanisch geprägt. Wir sind keine Anglo-Amerikaner. Wahrscheinlich gibt es in Simbabwe auch ganz hervorragende Musiker. Warum trommeln die lieber auf den Buschtrommeln rum, statt die Charts zu stürmen? Deine Argumentation kannst Du genauso gut auf die Filmbranche ausdehnen. In ganz Europa, Afrika und Asien gibt es bestimmt hervorragende Schauspieler. Wieviele Albaner haben in den letzten zehn Jahren den Oscar gewonnen?

Andere Frage: In Amerika gibt es hervorragenden Hopfen, klares Wasser und super Malz. Warum brauen die nur so ein scheiß Bier? Ich mein - die Mittel sind doch vorhanden... :D

Im Iran gibt es ganz hervorragende Literaten - warum produzieren die Jungs lieber drittklassige Mittelstreckenraketen und schlechte Atomwaffen, unterdrücken die Meinungsfreiheit und wählen Ahmadinejad? Das ist doch unter der Würde... :cool:

Und die Chinesen - es gibt sauviele Chinesen. Warum lesen die lieber Mao? Ich mein, das sind so viele - die müssten mit den vielen Leuten doch schon lange Fußballweltmeister sein. :D

[QUOTE]Übrigens, Irakis, Iranis und Andere ärmere Länder besitzen noch nicht mal die Mitteln dafür.[/QUOTE]

Ja? Warum sind die denn so arm - ich mein, im Irak gibt es doch sauviel Öl. Warum sind die nicht alle steinreich? Warum schlachten die sich lieber gegenseitig ab. Das ist doch unter der Würde.

Es gibt offensichtlich kulturelle Unterschiede zwischen den Völkern. Und das ist richtig gut. Sonst wär's nämlich stinklangweilig auf dieser Welt. Warum zum Henker sollen wir den Amis hinterherhecheln und schlechten RnB machen, Neger-Low-Rider-Videos-mit-Wackelärschen produzieren und damit die Welt überziehen? Das Problem ist dass du Beobachtungen machst und diese Beobachtungen mit einem Werturteil verbindest. Warum zum Teufel soll ich einem Aborigine, der zwei- dreimal am Tag in sein Digderidoo pustet vorschlagen, doch lieber nen Mediamarkt zu eröffnen? Ich mein - er ist doch ein Mensch. Er hat sicherlich das Zeug dazu. Die Deutschen Schaffens doch auch.
Manley[QUOTE][i]Original geschrieben von judgedredd [/i]
[B]Engländer haben ebenfalls einen ähnlichen Mentalität wie die Deutschen,
[/B][/QUOTE]
das kenn ich aber anders... ich habe während des studiums ein jahr in großbritannien (genauer gesagt cardiff) gelebt und ich kann dir mal sagen, dass "die engländer / briten" im allgemeinen eine ganz andere einstellung haben als "die deutschen". im allgemeinen herrscht mehr laissez-faire, man ist entspannter, regt sich nicht über kleinigkeiten wie warteschlangen im supermarkt auf. man grüßt sich noch an der bushaltestelle oder auf der straße. und wenn man nicht aufpasst und vor sich hingrinst, ist man ganz schnell ein gespräch mit anderen passanten, worüber man sich denn so freut (oder das wetter). ich kam mir dort in den ersten tagen wie ein wesen vom anderen stern vor, weil ich diese allgemeine höflichkeit und aufgeschlossenheit aus deutschland kaum so kannte...

[QUOTE][i]Original geschrieben von judgedredd [/i]
[B]Im Ausland werden die Holländer als cool bezeichnet und die Deutschen als uncool. Täusche ich mich in der Hinsicht oder ist es wirklich so??[/B][/QUOTE]
ist es nicht. jedenfalls nicht in uk. dort ist jeder cool, der mindestens eine fremdsprache spricht und die briten so versteht, als hätte er noch nie woanders gelebt. deutsche werden dort durchaus auch als cool angesehen...
Move over KateIch glaube, wir können jetzt die Quintessenz dieses Threads ziehen:
[list=a]
[*] es gibt kulturelle Unterschiede zwischen den Völkern
[*] manche verdichten diese Unterschiede zu Stereotypen
[*] wer versucht, aus den kulturellen Unterschieden "Wertigkeiten" oder eine Hierarchie herzuleiten, ist ignorant, intolerant und dämlich.
[/list=a] ;)
Darket[QUOTE]Die Clubs des UK tanzen nach ...In Extremo, Pitchfork, Feindflug, Wumpscut...[/QUOTE]
Armes UK...wobei... Mist! :rolleyes: :D
judgedreddMove oder Kate, wie alt bist du??

Mir scheint, du möchtest etwas verdrehen. Ich finde, man sollte auch Kritik über sich selbst üben können. Das tun und können die Wenigsten.

Und mal wieder typisch wie letztes mal. Es werden meine Argumente kritisiert, die nicht so eindeutig geklärt worden sind.

Aber was ist mit dem Zusammenhalt in der Familie? Sind das Ausnahmen oder die Regel? Wenn es die Regel ist, dann müsste auch eine schöne typische Eigenschaft für die deutsche Gellschaft sein, nicht nur eine der Südländern - übrigens die Kritik betriff Deutschland, daher der Thread. Dass der Familienhalt auch in anderen nordeuropäischen Ländern ein typisches Merkmal ist, das steht nicht zur Debatte!!! Aber Vergleiche sind durchaus gefragt, da Kritik ohne Vergleich nicht möglich ist. (philosophisches Gesetz)
DarketNur damit ich das verstehe judge:
Dies ist eine Diskussion rund um Deutschland, die deutschen, ihre Kultur und die Gesellschaft, die sich daraus ableitet, sehe ich das richtig?

Wie MoK schon ansprach sind wir alle hier (nehme ich an), weil wir uns dieser Kultur teilweise zwar partiell verbunden fühlen, sie jedoch nicht in allen belangen teilen (wollen), daher der Name [B]Sub[/B]kultur.
Wenn ich das richtig verstehe kritisierst du die deutsche Kultur und die Gesellschaft, die sich daraus ableitet und ziehst dabei Vergleiche zu anderen Ländern. So weit so gut, ist auch legitim, mir beispielsweise sind in Osteuropa (konkret: Tschechien und Polen) verhältnismäßig wesentlich mehr freundliche und hilfsbereite Menschen begegnet als hier. Die Frage ist inwieweit ich jetzt davon ausgehend darauf schließen kann, dass Tschechen und Polen generell freundlicher sind als die Deutschen. Oder inwieweit der deutsche an sich (igitt, welch abartige Formulierung) auf Mallorca mehr Bier trinkt als der Engländer (ebenfalls an sich). Ich und die meisten anderen hier würden sagen: garnicht. Die Erlebnisse von Einzelpersonen sind in aller Regel nicht representativ. Du und ich können persönliche Erlebnisse als Beispiele heranziehen und formulieren welche Schlüsse wir daraus gezogen haben, Anspruch auf Allgemeingültigkeit ergibt sich daraus mangels Representativität jedoch nicht.

Was die deutsche Kultur generell angeht: Du behauptest heutzutage würde beispielsweise keine international erfolgreiche Musik aus deutschen Landen kommen. Stimmt! Na und? MoK hat es schon angesprochen, international erfolgreiche Musik ist Scheißdreck, jedenfalls großteils! Mein gott, sollen die deutschen sich jetzt dafür schämen, dass Britney amerikanerin ist? Sowas sollte den deutschen Patriotismus (den ich selbst übrigens aus anderen Gründen ablehne, ebenso wie jeden anderen auch) eher fördern. wir sind nicht hier auf dem german Gothic Board, weil wir internationale Popmusik so toll finden. Auf dem alternativen Sektor dagegen sind deutsche Musiker absolut erfolgreich (nicht, dass der alternative Sektor in jedem falle besser wäre... :rolleyes: ). ich habe mir gerade gestern die Website eines polnischen Großfestivals angeschaut, fast alle Headliner kommen aus Deutschland. Die britischen Szenegrößen, die das hier alles möglich gemacht haben sind großteils tot, bei den vier (meiner Meinung nach) größten wird das ausgesprochen deutlich: Ian Curtis ist sogar wirklich tot und mit ihm seine Band (nicht hauen liebe New order fans), Carl Mc Coy ist weiterhin solokünstler, bauhaus haben seit 84 kein neues Album gemacht, die Sisters of Mercy seit 92 (was nichts daran ändert, dass ihr Konzert am sonntag genial war! :D ). An ihre Stelle sind andere getreten, großteils deutsche (die fast alle qualitativ schlechter sind, zugegeben). Eine der wenigen Szenegrößen der 80er Jahre, die immernoch aktiv sind kommt übrigens aus Deutschland (Pink turns blue) und steht den erst genannten ausnahmsweise in kaum etwas nach.

Andere Bereiche? Literatur, bildende Kunst usw. sehen ähnlich aus. Ok, der deutsche Fußball ist beschissen...

das ist keine Liebeserklärung an deutschland, bestimmt nicht, aber es soll verdeutlichen, dass man mit bloßen Klischees nicht weit kommt.
Move over Kate[QUOTE]Move oder Kate, wie alt bist du??[/QUOTE]

32, mit abgeschlossenem Studium im Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften, was hier passt wie der vielzitierte Arsch auf den Eimer. Spielt das eine Rolle? :D

[QUOTE]Und mal wieder typisch wie letztes mal. Es werden meine Argumente kritisiert, die nicht so eindeutig geklärt worden sind.[/QUOTE]

Was hat das eine mit dem anderen zu tun - du hast festgestellt, dass die Deutschen in der Populärkultur hinter her hinken. Fein. Richtig. Ich hab gesagt, es ist mir a) nicht wichtig, b) macht es die Deutschen nicht zu schlechten Menschen und c) gibt es Bereiche, in denen die Deutschen führend sind - im Wintersport zum Beispiel. Was sie auch nicht überlegen macht. Und weiter? Es gibt kulturelle Unterschiede zwischen verschiedenen Völkern, die ich respektiere, die ich aber nicht dazu nutze, eine Hierarchie unter den Kulturen aufzubauen. Das tust dagegen Du, der meint, die Deutschen hätten im Pop nix auf der Pfanne und nur Ballermann-Songs auf dem Kasten. Das ist eine Wertung - um genau zu sein, eine Herabwürdigung. Ich hab deine Argumente gehört. Sie überzeugen mich nicht. Wer weiß - hätten wir den Krieg gewonnen - und nicht die Amis und ihre Verbündeten - dann würdest Du dich heute vielleicht darüber wundern, dass die Amerikaner gar nicht so tolle Marschmusik spielen wie wir und auch nicht so tollen Eintopf kochen.

Dass die Deutschen ein anderes Familienbild haben als andere Kulturen, ist wie oben schon von einigen genannt worden ist, Folge des Wertewandels, der Mitte der 1960er eingetreten ist. Das hat zum einen mit einer weltweiten Entwicklung zu tun, die im Zuge der Industrialisierung und der parallelen Entwicklung der Sozialstaaten ihre Wurzel hat. Die Übertragung ursprünglich familiärer Aufgaben (soziale Absicherung) auf die Gesellschaft führt zwangsläufig zu einer Entwertung familiärer Strukturen. Das sind Weißheiten, die sind so alt wie Du. Zum zweiten haben die Deutschen in den 1960ern - und das unterscheidet sie von den anderen Europäern - mit den Naziüberzeugungen ihrer Elterngeneration abgerechnet und gebrochen. Die Familie war ein zentraler Bestandteil der nationalsozialistischen Propaganda. Die 68er haben die Kommune 1 dagegen gesetzt, die sogar die Kindererziehung übernommen hat. In der DDR ging die Entwicklung noch weiter, hier hat der Staat durch die Schaffung von Kinderkrippen etc. (was ich eigentlich für sehr sinnvolle Einrichtungen halte) die Familie schon im Frühkindalter entbehrlich gemacht.

So. Dass in Südländern (Türkei, Griechenland, Süditalien, Portugal) die Familie eine andere Bedeutung hat, liegt daran, dass diese Länder a) nicht so früh und so stark industrialisiert worden sind wie z. B. England oder Deutschland, b) damit nicht so starke soziastaatliche Strukturen entwickelt haben, die die Familie entbehrlich machten und c) als traditionell katholische bzw. orthodoxe / muslimische Staaten nicht so stark vom Wertewandel und dem damit verbundenen Effekten getroffen werden konnten. Denn auch in der religiösen Dogmatik der genannten Länder bzw. ihrer herrschenden Konfessionen spielt die Familie eine ungleich stärkere Rolle als in der BR Deutschland, die insbesondere infolge der preussischen Dominanz von 1866 bis 1945 stark protestantisch geprägt war, was die Weichen für die Zukunft stellte. Das sieht man zum Beispiel daran, dass im katholischen Irland Ehescheidung und Abtreibung nach wie vor illegal sind. Von der antiklerikalen Haltung der DDR-Staatsführung ganz zu schweigen.

Insoweit ist es auch logische Konsequenz, dass infolge des Abbau des Sozialstaates familiäre Strukturen wieder ihre Berechtigung finden. Man könnte sagen, dass das Pendel in konservative Richtung zurück schlägt.

Na, da hab ich deine Argumente doch schön beantwortet - und weißte was: Ganz ohne Google oder Wikipedia. Und alles ohne zu sagen: Boah wie scheiße sind die Pfeifen aus Südeuropa, die bei der Industrialisierung voll geschissen haben und zum Teil heute noch von der Schafzucht leben. Toll, nicht?
geyeryo, das germanische Gotenbrett ist eine riesen Familie, die so zusammenhält wie die Schaltkreise in meinem Bastel-PC, der so Deutsch ist wie die Chips darin.
auch wenn ich jetzt gefeuert werde...
...sry, ich kann diesen Thread nicht ernst nehmen.

es ist dunkel bei 10,2°C
Move over KateGeyer, dein Zynismus ist geil. Tut mir leid, wenn ich dir beim Hartz-Thread auf die Füsse getreten bin... :(
Darket[QUOTE]...sry, ich kann diesen Thread nicht ernst nehmen.[/QUOTE]
Mit Verluab: dann klick einfach nicht drauf! Ich nehme ihn auch nicht ernst, muss aber zwecks Moderation reinschauen und kanns mir dann oft genug nicht verkneifen was dazu zu sagen, aber wenn Du nix zu dagen hast, dann finger weg von der Tastatur. die sache mit dem Wetter war wirklich gut, hab herzhaft drüber gelacht, aber irgendwann ists genug!

Gruß

darket
judgedreddMove oder Kate,

na gut, wenn du es auf dieser Weise möchtest….

Die Gegebenheiten die du hier aufgelistet hast, sind mir schon längst bekannt. Aus den von dir genannten Punkten wird es natürlich ersichtlich, dass der Einfluss der Industrialisierung auf das soziale System statt fand, das streite ich auch nicht ab.

Ich vermute du filterst einen Standpunkt heraus, der eher aus dem Einfluss deines Studiums bzw. deines Wissens entspringt. Was ich damit darstellen möchte ist, dass wir Menschen keine Roboter sind. Ich meine, es existieren gewisse Tugenden und positive Konsequenzen die nachvollziehbar sind und entsprechend Bewusstsein erfordern.

Wie ich merkte, du hast Süditalien zum Beispiel erwähnt. Aber Süditalien ist kein autonomes Land sondern eine Region. Und Italien hat die von dir genannte Phase hinter sich. Nur erhebt sich durchaus die Opposition, dass deine Ausführung in diesem Fall eine Übereinstimmung nicht trifft, da die Familie in Italien einen gewichtigen Wert besitzt.

Würde und Etikette sowie ähnliche Eigenschaften sollten trotzdem bewahrt werden, trotz einer Industrialisierung bzw. des steigernden Konsums und der Materiellen „Sucht“.

Letztendlich du vergisst das Wichtigste. Glücklich und zufrieden werden, hängt es davon ab, wo mein Kind aufwächst, da es dort seinen Basis bildet. Und wir Menschen schwimmen mit in diesem Fluss. Was ich damit meine ist, wenn die Meisten sich unfreundlich verhalten, dann bestimmt diese Umwelt das zukünftige Bild. Und wenn ich in solch einer Gesellschaft aufwachse, dann ziehe ich das Positive nicht im Vergleich, da ich es nicht „sehen“ kann bzw. selten antreffe.

Der Grund der Einwanderung ausländischen Bürgern zum Beispiel, ist nämlich nur einer, die finanzielle Absicherung. Dem entgegengesetzt stehen die häufigen Auswanderungsgründe der Deutschen: die neue Umwelt und die neue Gesellschaft!!

Das ist auch der Hinweis, warum mein enger Freundeskreis mich irgendwo schätzt, da ich immer die Sonne, die in meinem Herzen wohnt, gerne präsentiere und sie damit beeinflusse!
DarketJudge, du behauptest hier in meinen Augen, wenn auch durch die Blume (und dennoch offensichtlich), dass bestimmte Kulturen besser oder schlechter sind als andere, das ist in meinen Augen Rassismus übelster coleur.
Nebenbei ignorierst Du die tatsache, dass nicht alle Kulturen den gleichen verlauf in ihrer entwicklung genommen haben, das ist einfach nur iggnorante Gleichmacherei.

Zumindest ersteres, der rassismus wird auf diesem Board in keiner Weise geduldet oder gar toleriert. Von daher bitte ich dich [B]dringend[/B] mich dahingehend [B]einleuchtend[/B] zu berichtigen, weil dieser Thread sonst spätestens morgen Abend in den ewigen Jagdgründen landen wird.

Gruß

Darket
judgedreddDarket,

um es kurz zu erklären, ich diskutiere über die gegebenen Verhältnisse des Landes.
Also kurz gesagt, Kritik bezüglich des Gastgebers, nichts Anderes!!

Ich denke die getroffene Wortwahl-Kombination sollte nicht das Thema im rassistischen Bereich herbeiziehen!
Move over Kate[QUOTE]Wie ich merkte, du hast Süditalien zum Beispiel erwähnt. Aber Süditalien ist kein autonomes Land sondern eine Region. Und Italien hat die von dir genannte Phase hinter sich. Nur erhebt sich durchaus die Opposition, dass deine Ausführung in diesem Fall eine Übereinstimmung nicht trifft, da die Familie in Italien einen gewichtigen Wert besitzt. [/QUOTE]

Wie ich sagte, Süditalien ist nicht so industriell geprägt wie der Norden und dazu erzkatholisch. Was übrigens in der Venetien und anderen nördlichen Provinzen dazu führt, dass es eine Separatistenbewegung gibt... Ansonsten hab ich ein Problem, den Satz zu verstehen.

[QUOTE]Glücklich und zufrieden werden, hängt es davon ab, wo mein Kind aufwächst, da es dort seinen Basis bildet.[/QUOTE]

Den Prozess nennt man allgemein Sozialisation. Die Sozialisation ist kontextabhängig - und? Dein Problem, Judgilein, ist, dass Du Begriffe wie z. B. dem der Familie (oder Etikette oder weiß der Teufel was sonst) a priori einen positiven Anstricht gibs. Du bewertest ihn, mehr emotional als rational - und damit kanzelst Du Menschen ab, denen die Familie nicht so wichtig ist - hier die Deutschen, denen du das nachsagst. Ich frag mich nur, woher Du die Legitimation zu diesem Pauschalurteil nimmst. Das ist hochnäsig und arrogant. Zum anderen kann ich gegen eine rein emotional begründete Haltung mit rationalen Argumenten nichts ausrichten - weshalb ich mir weitere Beiträge spare. Du wertest - ich begründe. Das ist keine Grundlage für eine Diskussion. (Übrigens ist das ein Diskussionsforum, kein Bewertungsforum) Und immer schön an Karl Marx denken: "Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewußtsein". Mach dir mal Gedanken über den Satz. Dann kannst Du dir vielleicht manchmal erklären, warum Deutsche deutsch denken und Italiener italienisch. Erst wenn man das verstanden hat, kann man sich ein Werturteil erlauben.

Und wenn Du zum Schluss kommst, dass du mit den gesellschaftlichen Verhältnissen hierzulande nichts anfangen kannst und sie woanders für dich und deine Kinder besser sind: Sei einfach konsequent.
Darket[QUOTE]Ich denke die getroffene Wortwahl-Kombination sollte nicht das Thema im rassistischen Bereich herbeiziehen![/QUOTE]
Es geht nicht um die Wortwahl, sondern um den Inhalt. Du kritisierst diese Gesellschaft, das ist dein gutes Recht und wir alle tun es in vielen Bereichen (denke ich jedenfalls), du vergleichst mit anderen Ländern, das ist ebenfalls überhaupt kein Problem. Allerdings wertest Du: jene Kultur ist besser als die andere, bzw. diese ist schlechter als jene. Das ist Rassismus, nichts anderes.
judgedreddDu rückst meine Aussage in ein anderes Licht. Nun möchte ich dir ein Beispiel nennen. Mein erster guter Freund hier in Deutschland war eine nette Person namens Thomas. Wir haben uns fast jeden Tag getroffen. Immer was zusammen getrunken halt und stundenlang diskutiert.

Irgendwann habe ein Paar Arbeitskollegen von Ihm kenn gelernt Wir haben uns nett unterhalten, ich würde oft über mein Land gefragt, wie es dort ist halt. Irgendwann machte ich den Vorschlag, ein treffen zu organisieren; ich erklärte mich bereit, Hähnchen zu grillen, südländisches Rezept halt. Nächsten Sonntag war es so weit. Eine Arbeitskollegin wohnte in einem Haus mit großem Garten. Ich habe angefangen zu grillen; mein Freund Thomas, hat mir die Frage gestellt, was beim Grillen alles so abläuft. Ich erklärte ihn, dass wir einen Glas Wein beim grillen trinken, uns unterhalten und nebenbei mal so kleine Häppchen die schneller fertig werden, genießen.

Der Rest der Gäste, zirka noch 7 Personen saßen an einem Tisch und unterhielten sich. Das Grillgerät was nicht so groß, dadurch musste ich immer neu „beladen“. Die Gäste haben angefangen zu essen – ich hatte übrigens einen Bauernsalat gezaubert. Ich stand am Grill und passte auf, dass das Fleisch gut wird. Thomas ging auch essen, ich sollte später dazu kommen. Als ich die letzten Fleischstücke brachte – das waren nur ein Paar- haben mich die Gäste bezüglich des Geschmacks gelobt.

Als ich mich hinsetzte, stellte ich fest, dass von dem Salat nichts mehr übrig war, vier kleine Stücke Fleisch waren noch übrig. Während ich aß, standen schon die Hälfte von den Gästen auf und verabschieden sich. Innerhalb der nächsten 10 Minuten waren alle weg.

Nächsten Tag habe ich dem Thomas meine Meinung gesagt. Er war überrascht. Er sagte, er hätte niemals daran gedacht, dass das Ganze von den Gästen unhöflich wäre. Als er es pragmatisch analysierte, gab er mir Recht. Nächsten Tag erzählte er dies der Gastgeberin. Sie war beleidigt. Was übrig geblieben ist, war der Kontakt zu meinem Freund Thomas.

Also Rationalität ist ok, aber Bewertung? War das unhöflich oder nicht? Was willst du mir andrehen?

@Darket,

kannst du mir die Stelle von mir zeigen, die solch einen Sicht verbreitet hat??
[QUOTE] Dein Problem, Judgilein, ist, dass Du Begriffe wie z. B. dem der Familie (oder Etikette oder weiß der Teufel was sonst) a priori einen positiven Anstricht gibs. [/QUOTE]
Ist dies nicht irgendwo borniert? Sollte ich dann in meinem Thread schreiben: „Kritik zum guten Benehmen?“ oder wie?

Ich meine, ich habe dich schon verstanden, rational kann man genauso erklären warum Kriege in der Vergangenheit statt fanden, aber meine Kritik zum Resultat ist durchaus berechtigt.
Move over KateSei mir nicht böse Judge - aber ich habe zum ersten Mal auf diesem Board den Eindruck, Beiträge nicht verstehen oder richtig interpretieren zu können. Was aber nicht daran liegt, dass die Beiträge zu komplex sind. Ich halte es eher für ein sprachliches Problem. Das ist ernst gemeint und keine Provokation. Wertet es bitte als rein sachliche Information.

[QUOTE]Ist dies nicht irgendwo borniert? Sollte ich dann in meinem Thread schreiben: „Kritik zum guten Benehmen?“ oder wie?[/QUOTE]

Versteh ich nicht.
judgedreddNein ich verstehe dich, das Problem ist, ich mache oft Fehler, da ich schnell schreiben möchte, und dabei die Grammatik und den Satzaufbau vergesse.

Das ist nämlich das Resultat der "Apathie" bezüglich der Sprache. Wenn ich zurzeit nur meinen Kumpels treffe, dann kann man das anspuchsvolle Schreiben nicht trainieren, da man nur über alltäglichen Sachen redet.
Move over KateDann ist das Forum ja der richtige Platz, das unbefangen zu üben... :) Um einen allerletzten Beitrag zu liefern: Langsam verstehe ich, warum das Training interkultureller Kompetenz immer wichtiger wird... Es gibt tatsächlich Kurse, in denen deutsche Manager lernen, das Verhalten ihrer ausländischen (japanischen, chinesischen, russischen [...]) Geschäftspartner richtig zu interpretieren und angemessen zu antworten. Also Judge - dass du das Verhalten der Gäste als unhöflich interpretierst und die Gastgeberin eben nicht - das ist ein kulturelles Missverständnis. Ich mag es auch nicht, wenn der Koch oder der Gastgeber nicht am Tisch ist. Doch es ist normal - zumindest in Deutschland. Der Gast ist wichtig, erst dann kommt der Gastgeber. Das läuft bei uns in der Verwaltung übrigens auch so: Als letztes am Buffet bedienen wir uns - wenn wir Gastgeber sind. Und wenn nix übrig ist, bleiben wir eben auf der Strecke. Alles andere wäre unhöflich.

Aber auch hier liegt die Bewertung im Auge des Betrachters. In anderen Kulturen wäre es wohl selbstverständlich, zu warten und zu teilen. Vielleicht denken manche Deutsche wenn sie Spanier in der Siesta sehen - "was für faule Schweine". Aber das zu bewerten, steht keinem zu. Die Spanier werden ihre Gründe haben.
geyer[QUOTE][i]Original geschrieben von judgedredd [/i]
[B] Während ich aß, standen schon die Hälfte von den Gästen auf und verabschieden sich. Innerhalb der nächsten 10 Minuten waren alle weg. [/B][/QUOTE]
und das war jetzt typisch Deutsch? klaro!
ich war mit meiner Frau bei einem befreundeten Pakistaner zum Essen eingeladen...als erstes verabschiedeten sich seine Landsleute... wir blieben bis zum Schluß
ein befreundeter Palästinenser hat uns zum Essen eingeladen - wir hatten eine prima Party bis zum Schluß
mit meinem türkischstämmigen Nachbarn hatten wir auch eine klasse Grillparty, auf der es zum Ende nat. anzahlmässig dünner wurde....
sind das deutsche Probleme? lag es an uns Deutschen, daß die Party irgentwann endete?
judgedreddMoK

Erstmal die Frage, wie tief steckt deine Verbindung zu Ausländern? Ich vermute, ich erkenne eine unzureichende Vertrautheit mit der Lebensweise Deren. Oder du denkst zu pragmatisch. Auf jeden Fall habe ich es nicht so gemeint, wie du es verstanden hast. Übrigens, dies hier:
[QUOTE]Der Gast ist wichtig, erst dann kommt der Gastgeber. Das läuft bei uns in der Verwaltung übrigens auch so: Als letztes am Buffet bedienen wir uns - wenn wir Gastgeber sind. Und wenn nix übrig ist, bleiben wir eben auf der Strecke. Alles andere wäre unhöflich.[/QUOTE]
ist selbstverständlich weltweit so!!!!


Um es kurz zu fassen, ich war nicht der Gastgeber, ich war der Gast, der sich bereit erklärt hat, etwas für die Leute zu tun. Und Geyer, die „Party“ ging nicht zur Ende. Also einfacher dargestellt:
Wir entscheiden uns beim MoK zu grillen. Ich sage, ich helfe dir MoK, ich grille und mache für euch einen guten Salat. Die Gäste kommen, keiner unterhält sich mit mir, nur der MoK. Und als das Essen fertig wird, dann setzten wir uns nicht ALLE hin und essen zusammen, sondern die Anderen essen, MoK und ich sind wir noch am grillen. Und als wir uns dazusetzen, dann stehen alle auf und gehen. Also keine Party und keine Unterhaltung.

Wenn ich das genauso pragmatisch wie MoK betrachten würde, dann sehe ich in mir nur den „Angestellten“ oder den „Diener“ ohne Vergütung!! Kapisch Geyer?

Da ich nicht weiß, ob Manche es trotzdem verstanden haben, analysiere ich es weiterhin: Nehmen wir an wir treffen uns in einem vollen Bistro. Ich erkläre mich bereit, mich durch die Menge zu boxen, um eure Getränke zu bringen, andererseits tue ich es immer wieder und wieder, solange ihr irgendwann weg seid, dann erübrigt sich, dass ich nur der Kellner, bzw. der Träger war, und ihr einen schönen Abend hattet. Und falls der Geyer es nicht verstanden hat, wo blieb mein Abend? Meine Unterhaltung? Mit Wem? Ach ja, stimmts, ich hatte die Unterhaltung mit euch, als ich die Getränke brachte und „bitte schön“ sagte!!!!
geyer@judge, du fragst wo deine Unterhaltung blieb, dein Abend, dein Essen?
komischerweise hatte ich in den Gesellschaften unter soviel Ausländern nie das Problem, daß auch nur einer sich bemindert betrachtet hat.
Im Gegenteil: Da wurde zusammen geholfen, daß die gemeinsame Party auch ein Erfolg wird. Die Gäste waren da genauso aktiv beteiligt wie ihre Gastgeber.
Am Ende hat sich keiner beschwert.
Black RatDas mit deinem Grillfest judge war unhöflich, ist aber nicht typisch hier. Bei mir kenn ichs auch so, das wenn eine Feier mit Gästen veranstaltet wird, das sich alle daran beteiligen. Der Gastgeber hat zwar eine besondere Stellung, aber Hilfe ist immer zu erwarten und es ist nicht so das sich die Gäste nur bedienen lassen. Man feiert zusammen.

Alles in allem kann man sagen das es Unterschiede gibt, jedoch lassen sie sich nicht pauschalieren, wie auch das Bsp. mit dem Grillfest zeigt. Nun den Deutschen vorzuwerfen sie seien allesamt unhöflich und die Kinder würden hier eine schlechtere Erziehung bekommen da sie Freundlichkeit und ein traditionelles Familienleben nicht kennen würden wäre falsch und wie Darket schon sagte: rassistisch. Aber ich denke so wars ja nicht gemeint, oder judge? ;) Denn auch in Deutschland gibts freundliche + höfliche Menschen, starke Familienbunde und Sonnenschein. :)
Wie gesagt, es lässt sich nicht genau sagen, was nun typisch ist für eine Nation oder was nicht. Man kann lediglich Eindrücke und Erfahrungen schildern und erfragen obs denn wirklich so üblich ist. Letzendlich kommt doch heraus, das nichts mehr wirklich als typisch oder üblich bezeichnet werden kann.
judgedreddBlack Rat,

Auf gar keinen Fall, natürlich war das ein gesonderter Fall. Ich würde es auch nicht in die Richtung Unhöflichkeit pauschalisieren. Also in der 13 Jahren die ich hier lebe, habe ich vieles in der Hinsicht erlebt, hinzu kommen die Erfahrungen von anderen Ausländern und Deutschen, da mein Freundeskreis zu 90% aus Deutschen besteht!!

Und alle meine Freunde haben mir Vieles bestätigt. Somit kommen wir zum meinem Eingangspunkt wieder. Was ich pauschalisiere vermag liste ich hierunter anderen – wieder mit fremden Sätze – auf:

[B]Während am Ende einer feuchtfröhlichen Kneipenrunde Russen und Kasachstaner untereinander wetteifern, wer nun die Rechnung für alle bezahlen darf - "Die weite Seele kennt keine Sparsamkeit" - , sehen sie die Deutschen mühselig mit dem Taschenrechner beschäftigt, den präzisen Betrag für jeden einzelnen auszurechnen.

So manifestiert sich die Liebe zu Sauberkeit und Ordnung vor allem in der lauthals selbstgerechten Empörung gegenüber denjenigen, die sich diese Prinzipien nicht ganz so zu Herzen nehmen: Wer Papier auf die Straße wirft, kann sicher sein, sofort zur Rede gestellt zu werden, und wenn abends im Haus zu laut gefeiert wird, holt man gleich die Polizei.

Manchmal ärgert es mich schon, dass es in Deutschland oft nicht möglich ist, etwas Gutes auch einmal vorbehaltlos zu loben. Natürlich ist vieles auch eine persönliche Geschmacksfrage, und natürlich ist auch nicht alles in jeder Hinsicht hundertprozentig, aber dieses ewige Suchen nach dem Haar in der Suppe nervt mich manchmal schon sehr. ...das Glass ist immer halb leer!!

Dazu kommt, dass der deutsche Humor - wie in verschiedenen Comedian-Sendungen gezeigt wird, Stefan Raab zum Beispiel – in den meisten Fällen komisch ist. Es wird über anderen ausgelacht und das genau ausgesucht was den anderen beleidigt oder seelisch hart trifft.

Was mir spontan einfällt zum Deutsch sein? Vielleicht, dass wir uns selbst oft im Weg stehen durch diese z.B. Gründlichkeit und Ordnungsliebe. Dieser Hang zur Besserwisserei, zum Absoluten und Weltfremdheit.

Wenn ich viele meiner Mitmenschen betrachte (natürlich grenze ich mich davon ab, ich bin ja ganz anders... insofern bin ich wohl doch auch typisch deutsch), empfinde ich es als typisch deutsch, sich belehrend zu verhalten (vor allem im Straßenverkehr) und andere Mitmenschen (z.B. im Restaurant) penetrant und unfreundlich-neugierig zu beobachten.[/B]

Natürlich, typisch kann man nicht verabsolutieren. Das ist auch der Punkt, wo ich mit manchen hier gestritten habe. Im Lexikon steht typisch heißt charakteristisch zum Beispiel. Ich habe zum Beispiel erwähnt, dass die Meisten meiner Freunden Deutsche sind. Sie sind auch anderes. Aber sie bestätigen mir diese Regelmäßigkeit. Und selber sind sie bewusst anderes, weil sie nicht mit der Masse schwimmen wollen!

Leute, ich war früher direkt, wie Dieter Bohlen z.B. Aber Rassist oder irgendetwas bin ich nicht. Ich bin nur direkt und ehrlich und formuliere mich wie Dieter, also unartig halt.(früher)
;) :cool:
MondsilbertaufeDann wird dir Funny van Dannen vielleicht gefallen:

"Warum soll man die Leute denn mögen?
Was ist so toll an denen?
Wenn man die so auf der Straße sieht, muss man sich fast für sie schämen
Die Klamotten total geschmacklos, die Laune genauso bescheiden
Und jeden, der anders aussieht, können sie erst mal nicht leiden
Sie lesen die dümmste Zeitung und sie schauen die dämlichsten Sender
Und viele saufen sich tot dabei oder wiegen über 2 Zentner
Und so was soll mein Volk sein?
Die sind mir einfach zu blöd
Bevor die merken was los ist, ist es meistens leider zu spät
Warum soll man die Leute mögen?
Aus Menschenfreundlichkeit?
Ja, wenn sie wenigstens freundlich wären, doch dazu sind nicht viele bereit
Warum soll man die Leute mögen?
Weil sie so fleißig Auto fahren?
Weil sie all die Jahre so begeistert von Kohl und Diepgen waren?
Ja höchstens wenns um Fußball geht wird schon mal protestiert
Doch der Atommüll hat die einfachen Leute noch nie interessiert
Und wenn sich mal was ändern soll so ein für alle mal
Dann brauchen sie den starken Mann, das finden sie normal
Und so was soll mein Volk sein?
Die sind mir einfach zu blöd.
Bevor die merken was los ist, ist es meistens leider zu spät
Ich kann die Wahrheit sagen, ich steh ja nicht zur Wahl
Ich kann die Wahrheit sagen und sie ist fundamental
Und sie ist wieder einmal unangenehm und sie ist wieder einmal hart
Als Gott den kleinen Mann erschuf, hat er Gehirn gespart
Und das war ganz schön clever und nachhaltig und überhaupt
Denn dadurch wird von den kleinen Leuten immer noch soviel geglaubt
Und so was soll mein Volk sein?
Dieses Volk lehne ich ab.
Und ich werde nicht eher zufrieden sein bis ich ein besseres hab
Dieses Volk soll ein Erfolg sein?
Es wird bestimmt verschwinden
Deshalb habe ich schon mal angefangen ein anderes zu gründen"
TiberonWas willst du mit dieser "Kritik" überhaupt erreichen?
Das ist vollkommen sinnfreies Geschwätz.
Man kann viel an und in Deutschland kritisieren - das Deutschsein aber so infam anzugehen ist häßlich.
Wenn dir das soo wichtig ist, dann bringe Verbesserungsvorschläge!
Ich hätte aber entschieden was dagegen, wenn aus Berlin Madrid wird - ich will das nicht. Zu den meisten "Kritikpunkten" sage ich lediglich "Das ist halt so - werdet fertig damit!"

Nochmal, wems hier nicht paßt - die Grenzen sind offen - Tschüß!
Black Rat[QUOTE]Und selber sind sie bewusst anderes, weil sie nicht mit der Masse schwimmen wollen![/QUOTE]
Das sind auch die meisten Leute hier auf dem GGB. ;)
judgedreddJa Tiberon, die Grenzen sind offen, warum meldest du dich dann? Das braucht du es nicht zu tun.

Und warum gehe ich das so infam an? Die SAchen die ich sigar hier aufgelistet habe, sind von Deutschen die ihr Land selber kritisierten. Deshalb hat die Zeitung "Die Zeit" diese Umfrage durchgeführt.

Oder suchst du einen Sündenbock?

Ich meine, mag sein, das ich Unrecht habe, aber tipp mal beim Google einfach "typisch deutsch" dann erhälst du direkt die Bestätigung:

[url]http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/8/0,1872,2057512,00.html[/url]
[url]http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,393803,00.html[/url]
[url]http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3406421482/302-5070478-4685645[/url]

Sogar einen Online Test habe ich gefunden

[url]http://www.daserste.de/typischdeutsch/[/url]
Tiberon[QUOTE][i]Original geschrieben von judgedredd [/i]
[B]Die SAchen die ich sigar hier aufgelistet habe, sind von Deutschen die ihr Land selber kritisierten.[/B][/QUOTE]Du reisst den Krempel aber völlig aus dem Zusammenhang und die wichtigste Frage läßt du erneut unbeantwortet - Was Willst Du???
Darketjudge, um auf Deine Frage zu antworten: Du kritisierst hier so inhaltslos und verallgemeinernd, dass rassistisch, dass einzige Wort ist, das mir noch einfällt. Du suchst krampfhaft nach Dingen, die schlecht sind.

Ganz abgesehen davon: Ich habe dich einmal gebeten [B]immer[/B] die Quelle zu Deinen Zitaten anzugeben. Ich tue es an dieser Stelle noch ein einziges mal! Jedes weitere Posting dieser Art ohne Angabe des geistigen Eigentümers wird kommentarlos gelöscht. Ich erwarte, dass die Quelle zu disem Umfrageergebnis da oben hinzugefügt wird.

Gruß

Darket
judgedreddTiberon,

an erster Linie wollte ich Kritik über und hören, weil ich selber ein Typ ist, der gegen dem Strom der MAsse immer schwimmte. Mein Land habe genauso oft kritisiert, wie die Deutschen und die Ausländer, die hier leben. Warum?

Weil ich denke Selbstkritik ist ein Maß der Hoffnung zum Besserwerden als Individuum und als Menschheit.

Ein Freund von mir, hat mal gesagt: "Alle Hochkulturen wie die Griechenlands und Ägyptens z.B. gleichen sich mit einem Individuum. Es kommt auf die Welt, wächst auf und dann stirbt es."

Die MAsse bleibt die Masse, wie bei Panikzuständen in Stadien, die reißt dich mit. Aber ich wehre mich bewusst. Und das hat mir bisher geholfen, die Erkenntnis zu gewinnen, dass man sich verbessern kann wenn man will, nicht sich deswegen; auch wegen den Anderen. Sind sie grimmig, ich lächele!

Ist der Versuch sich nicht Wert?
Tiberon[QUOTE][i]Original geschrieben von judgedredd [/i]
[B]Und das hat mir bisher geholfen, die Erkenntnis zu gewinnen ...[/B][/QUOTE]Naja ...
Man wird nicht darum besser, weil man etwas anders macht als alle anderen.

[size=1]Status [b]der[/b] Frage: unbeantwortet[/size]
judgedreddDarket ich habe gehört, du bist 22. Kann es sein, dass du etwas siehst, was du sehen willst? Wieso verstehen mich die Anderen hier?

Also falls du jetzt antwortest, das Alter spilet keine Rolle, dann ziehe bitte in Erwägung deine Reife vor 10, 5, 3 Jahren und jetzt, und dann sag mir bitte wann du reifer geworden bist, früher oder jetzt?

Was ich mit diesem Beispiel betonen will ist folgendes: Die Vergangenheit ist Vergangenheit. Ich benehme mich in diesem Forum. Wenn du oder Andere hier die Vergangenheit und die damit verbundenen persönlichen Differenzen damit verknüpfen, dann ist dies, ein großer Fehler, daher bitte ich um Einsicht und Neutralität.
judgedredd[QUOTE][i]Original geschrieben von Tiberon [/i]
[B]Naja ...
Man wird nicht darum besser, weil man etwas anders macht als alle anderen.

[size=1]Status [b]der[/b] Frage: unbeantwortet[/size] [/B][/QUOTE]

MAn sieht, das Falsche, wählt das Richtige und tut es. Wenn zu dieser Aktion, jeden Monat, eine Person hinzu addiert wird, dann würde es sich Einiges in der Gesellschaft zum Positiven ändern!!
Apex[QUOTE]Wieso verstehen mich die Anderen hier?[/QUOTE]

Es verstehen dich relativ wenige hier, zumindest habe ich so den Eindruck (btw. ich auch net)...
TiberonDu checkst es einfach nicht, was?.

[size=1]Status [b]der[/b] Frage: unbeantwortet[/size]
judgedreddJA genau Apex,

unter der virtuellen Voraussetzung fällt es dir leicht zu steinigen!

Ich meine, ich gebe es zu, ich habe den Thread falsch eingeführt. Ich bin nicht so studiert wie Manche hier, ich bin nur mit einem Koffer nach Deutschland allein gekommen. Ich hatte nichts.

Was ich damit sagen will ist, dass Menschen aus "niederen" Sozialschichten und ärmeren Verhälltnissen haben sich vielleicht nicht die Fähigkeit entwickelt, sich so gut ausdrücken zu können und das Thema auf den Punkt bringen zu können, aber das schließt nicht aus, dass die Absichten keinen Sinn haben!
judgedreddDoch Tiberon, also Status des Antworts: Ich will mit Menschen hier reden über den Sinn und die Möglichkeit Kritik zu üben und gegebenfalls Wege und Lösungen zu analysieren. Und mal es philosophisch zu betrachten, Ursache, Wirkung und Veränderung!

Kulturelle Unterschide zwischen der NAtionen ist eine Tatsache. Daraus etwas zu lernen erfodert Vergleiche, Konsequenzen und Bewusstsein!!:)
TiberonWo, bei allen Göttern, bleiben dann die Wege und Lösungen?
judgedreddJA, warte mal, wir befinde uns noch in der Aufklärung oder??

Du hast es aber eilig. Das ist ein Diskussionsforum hier und kein Vortrag.:D
TiberonNu hör aber mal! Wieviel scheiß Beträge hast du nun mit irgendwelchen Zitaten gefüllt?
Eine Kritik zu formulieren geht auch mit zwei Sätzen!
Darketjudge, ich habe gerade tief in mich hereingehorcht und bin zu dem schluss gekommen, dass ich nichts gegen Dich habe, sondern nur gegen den Mist, den Du so verzapfst.
Wenn Du Dich jetzt gern als der nächste in die Schlange derer einreihen möchtest, die mir mein Alter vorwerfen: bitteschön, ich verkrafte das schon.
wenn du diese Diskussion fortsetzen möchtest, verweise ich gern auch ein wiederholtes mal auf das Forum Traum&Spiegelglas. keine Angst, ich moderiere da auch nicht.

Gruß

darket
judgedreddIch verstehe nicht warum du einen Anstoß daran findest.

Wenn es dich zufrieden stellt, dann bin ich der Dumme hier. Ist es nun ok für dich?
judgedreddDarket,

du warst der MEinung ich sei rassistisch. Aber das würde geklärt. Black Rat hat mich in der Hinsicht verteidigt. Ich habe hinzu gefügt, dass es nicht so ist.

Der Grund warum ich hier so einen "Mist" nach deiner Meinung schreibe ist, dass ich erstmal für Aufklärung sorge.

Zweitens, ich habe was über typische Merkmale der Deutschen geschrieben. Ich habe absichtlich die negative Eigenschaften aufgegriefen. Die Dualität eines Objekts ist immer vorhanden.
Jedem ist frei überlassen zu schreiben, ob er es gut oder nicht gut findet, wie diese typische Merkmale auftreten.

Manche taten es hier. Der Rest ist sich eher mit meinem Person beschäftigt. Ist das meine Schuld?

Außerdem ich äußere mich vernünftig was das thema angeht. Tiberon und Andere hier sind nur am steinigen, findest du das in Ordnung. Ich meine die Diskussion setzt sich fort. Geht das Thema beim HArtz4 besser an. Soviel ich weiß, da würdest du heftig angegriffen, trotz allem hast du das Thema nicht verschoben.
judgedreddIfsonic,

kannst du mir einen Vorschlag bezüglich einer besseren Form unterbreiten, da wäre ich dir dankbar:)
judgedreddDarket, das gilt auch für dich. Falls ich das ganze falsch behandle, kannst du mir etwas vorschlagen.

Nichts für Ungut Kumpel. Damit hat sich bestätigt, dass wir nicht nachtragend sind oder?

Die Schuld bezüglich der Vergangenheit steht natürlich auf meine Seite!
judgedreddOk werde ich machen, danke, Beitrag folgt gleich.....
Tiberon[QUOTE][i]Original geschrieben von judgedredd [/i]
[B][url]http://www.daserste.de/typischdeutsch/[/url] [/B][/QUOTE]Ha, 93 Punkte - nennt mich Kraut oder Michel !!
Black RatÄhm, ja, die Diskussion gerät langsam aus dem Ruder. Eigentlich geht es doch um Deutschland und ihre heutige Gesellschaft. Ein großes, breitgefächertes Thema, wo man eigentlich über tausend Dinge philosophieren, diskutieren und nachdenken kann. Etwas anderes wolltest du auch nicht lostreten mit diesem Thread oder judgedredd? Zumindest hab ichs so verstanden.
Persönliche Probleme sollten aber wirklich eher in T&S geklärt werden, wie Darket schon sagte. Zumal ihr hier schon seit einigen Postings nicht wirklich über Deutschland und ihre heutige Gesellschaft geredet wird.
Um da zu einem Ergebnis zu kommen, müssen viele Aspekte angebracht werden. Was ist gut in unserer Gesellschaft und was ist schlecht und gehört kritisiert und wie können die schlechten Sachen evtl. geändert werden. Aber thematisiert wird das hier nun wirklich nicht mehr. :confused:
judgedreddAlso, was ich hier in Deutschland schätze ist die Ordnung und die Organisation zum Beispiel. Dadurch habe ich gelernt, Vieles anderes zu machen, was ich früher nicht so ganz tat. Den Sinn für Sauberkeit z.B. Die Autobahnen bzw. die Straßen, die Wälder usw. werden gepflegt. Das ist in meinem Land nicht der Fall.

Ich schätze bei den Deutschen z.B. dass man überall gerecht behandelt wird. Das wirkt eindeutig in kleineren Städten kräftiger. In meinem Land wird eher auf den „äußerlichen“ Status Wert gelegt (gute Kleidung, teuerer Wagen usw.) Der kleine „Arme“ kann warten, so zu sagen.

Was ich aber andererseits schlecht finde ist, dass dieser Ordnungssinn in den Köpfen der Leute sich manifestiert hat. Dass man nicht so locker sein kann. Einmal ist mir folgendes passiert: Ich war mit dem Auto unterwegs, habe ich eine Freundin abgeholt, führte Richtung Zentrum einer kleinen Stadt. Es war 8 Uhr morgens. Die Freundin wollte zur Bank außerhalb des Zentrums. Ich habe vor der Bank angehalten. Der Straßenverkehr war unbeträchtlich, trotzdem hielt ich an einem Verbotplatz. Es war keine Seele da, alles so ruhig, die Sonne schien. Während die Freundin ausstieg, kam ein Passant vorbei und mäkelt mich an, warum ich dort parkte. Ich sagte: “Sehen Sie nicht, dass die Frau aussteigt? Ich fahre doch gleich weg oder?“
Er mäkelte immer weiter. Irgendwann sagte ich ihn: „Die Sonne scheint, ein herrlicher Tag beginnt, die Straßen sind leer, keine Seele da, und Sie regen sich deswegen auf? Dass kann wohl nicht wahr sein!! Sie schädigen Ihre Gesundheit damit“ habe ich gesagt.

Nun und das ist nicht ein Einzellfall. Das findet sehr oft statt hier in Deutschland. In meinem Land gilt eher das Gegenteil. Chaotischer geht es nicht, trotzdem bleiben die Menschen ruhig.

Einmal hatte ich mal Urlaub in der Heimat gemacht. Der Hund von der Nachbarin hat die ganze Nacht gebellt. Ich fragte meinen Brüder: „Hey muss das sein? Mein Bruder sagte: „Hey was ist denn los mit dir? Der Hund ist ein Hund halt, und er bellt, das ist normal! Du bist zu deutsch geworden“ sagte er.


Aber da habt ihr Recht ihr beiden und das war nicht mein Ziel.
judgedreddIch gebe mich auch in der Hinsicht geschlagen. Das Thema kann von mir aus ins T&S gebeamt werden.
judgedreddHa, HA Tiberon, der test ist gut. Bei mir kam, dass es mir nicht allzu viel fehlt, um typisch deutsch zu sein!!
judgedreddAus Griechenland
judgedreddEine andere Eigenschaft die mir immer wieder komisch erschien, war diese Ordnung bezüglich des Besuchs. In meiner Familie ist die Tür immer und für jeden offen. Es gibt keine unpassenden Zeiten. Und wenn Einer kommt, dann wird auch richtig darauf Wert gelegt, dass der Gast alles bekommt. Es kommt kein Butterbrot auf dem Tisch, es werden richtige Köstlichkeiten zubereitet.

Dem Besucher wird das Gefühl vermittelt, er sei der König. Und das berührt auf Gegenseitigkeit. Der Besucher bringt immer was mit, Wein, Süßigkeiten, Geschenke.

Das Beste was ich erlebt habe war, als ich mal vor 2 Jahren wieder die Heimat besucht hatte. Den Dienstag danach hatte ich Geburtstag. Ich sagte meinem Kumpel, ich wurde gar nichts machen, da ich knapp bei Kasse bin. Er sagte, macht nichts, du kannst Heute Abend zu uns kommen, einfach so. Als ich ankam, sah ich ein Geburtstagsfest!!! Seine Frau und die Schwiegermutter hatten für mich gekocht und gegrillt. Anschließend saß ich da total gerührt von der Hingabe dieser Menschen! Und ich meine, mein Kumpel und seine Frau, das ist ok. Aber dass die Schwiegereltern sich so viel Mühe für mich gemacht haben, das ist deftig!! Ich kann es nicht vergessen!!

Ich bin seit 2 Jahren mit meiner Freundin zusammen. Sie ist von Natur nicht so typisch wie Andere. Trotzdem wir reden darüber und sie hat auch bei sich ähnliche Eigenschaften erkannt. Und seitdem hat sie Einiges geändert. Aber sie sagt mir auch, dass es ihr hier schwerer fällt, da die Umwelt auch so ist. Deshalb, da sie den Unterschied kennt, hat sie mir vorgeschlagen, dass wir beide nach Griechenland für immer auswandern!
judgedreddHey, super Resultat, deswegen verstehen wir uns so gut Michaela!!

Das Ereignis fand in Griechenland statt. Mit dem Temperament hast du auch Recht, obwohl ich in Wirklichkeit nicht so genau bin. Das hat eher mit Missbrauch der Anonymität hier zu tun!!!(früher)

Heimisch, ja schon. Ich bin einfach der Mensch, der immer gegen dem Strom geschwommen ist. Ich habe in meinem Land alles in Frage gestellt und das tat ich hier auch. Weil es nicht in meiner Natur liegt, das zu machen, was alle Anderen tun.

Ich analysiere etwas so lange, bis ich eine Antwort habe. Und deshalb schätze solche Ideale wie Moral, Ethik usw.

Um ein Beispiel zu nennen. Wenn ich mit meinem Handy in der Öffentlichkeit telefoniere, dann rede ich bewusst leise und stelle ich mir zusätzlich die Hand davor, also so diskret wie möglich. Früher war das etwas Normales, die Menschen haben sich entschuldigt, wenn sie telefonieren wollten. Das gehört zum guten Benehmen, zur Etikette. Nun wo bleibt die Etikette Heute?

Ich meine, wenn ich mit der Bahn fahre, muss ich mir jedes Mal das Private von jedem anhören? Und manchmal stell ich mir vor, wie es wäre, wenn 10 Menschen gleichzeitig telefonieren würden, oder 10 Handys gleichzeitig klingeln lassen. Heute ist es aber normal. Für mich nicht. Und ich mach da nicht mit. Ich sehe das Positive, dann versuche ich es zu tun!!!

Egal wie müde und kaputt bin, sobald eine ältere Person im Bus steht, dann gebe ich ihr meinem Platz!

Übrigens Michaela, Katharsis ist ein griechisches Wort.
judgedredd[QUOTE][i]Original geschrieben von if=s:on:ic [/i]
[B]Ja, wenn ich Dich so lese und auch einmal ein wenig die Suchfunktion bemüht habe, manifestiert sich bei mir tatsächlich der Eindruck, dass bei Dir etwas das Verlangen da ist, auch mal 'die Sau rauszulassen'. Es mutet mir so an, als seist Du im Alltag eher der Mensch, der sich nach Möglichkeit zurücknimmt, was Du mir ja auch in Deinen Folgezeilen bestätigst. (s. u.)

Weißt Du, für mich klingt das so, als ob Dich nicht das rücksichtslose Benehmen der Anderen vorrangig ärgert, sondern eher, dass Du Dich bemühst, das aber sonst niemand zu tun scheint. Bei mir kommt es so an, als würdest Du vor allem monieren, dass der Umgang untereinander von zunehmender Gleichgültigkeit (Respektlosigkeit) geprägt ist und Du Dir quasi wie ein [I]Alien[/I] vorkommst in Deinem Bemühen keinem Menschen auf dem Nerv zu fallen, während allen Anderen das völlig gleichgültig zu sein scheint. Und nun komme ich in einem nett eleganten Bogen zu meiner Aussage bezüglich des [I]'die Sau rauslassens'[/I] - hier 'darfst Du auch mal'?

[I]Könnte es das sein?[/I] [/B][/QUOTE]

Besser hätte ich es nicht sagen können!!!!

Hhhhm, du bist gut!!!! Andereseits.........hhhmmm...Freud?............du hast bestimmt da etwas studiert oder? Psychologie, Psychoanalytik oder bist du vieleicht Psychotherapeutin??
judgedreddIch würde es mal so formulieren, ich würde es gerne heißen, wenn es Menschen gäbe, die versuchen würden, es erstmal zu erfassen!´

Ein Kumpel von mir, studierter und leidenschaftlicher Philosoph - leider verstorben- hat mal gesagt: "Kumpel es gibt so viele Bücher die das gesamte Wissen und die Erfahrung der Menschheit offenbaren, aber wir Menschen wollen lieber vom Null anfangen! Es wird heutzutage viel zu wenig nachgedacht" hat er immer gesagt. Und ich bin so ein Mensch, ich denke Tag und Nacht, so zu sagen, die Ursachen vder vielen verlorenen Prinzipien zu analysieren und dann die goldene Mitte zur Veränderung zu finden. Und diese Wahrheit, diesen Weg, möchte ich Anderen erklären und bewusst machen.

Nach dieser Analyse scheinen mir diese Sachen so selbstverständlich. Ich meine, wenn ich einen gut gekleideten Manager in der Bahn telefonieren sehe, wie er da:" HALLO HERR MÖLLER...JA DIE VERTRÄGE HABE ICH DABEI USW...." Dann sage ich mir, "hey gerade er als MAnager musste er diese Etikette besitzen! Das passt nicht zusammen. Das ist für mich, wie wenn ich eine gut gekleidete und vornehme Dame sehe und sie bewundere....und dann sehe ich sie beim Essen, wie sie mit dem Gabel "reinschaufelt". Da ist für mich dann das Ende!!!

Deshalb kann ich überhaupt nicht die Leute verstehen, die Alkohol trinken und dann nicht mehr Herr der Lage sind. Für mich ist das endgültiges Terminieren der Würde. Ich habe mir so oft vorgestellt, das ich solche Menschen auf Video aufnehme und nächsten Tag sie besuchen, und denen zeigen wie sie sich Gestern benommen haben. Dann denke ich mir innerlich, denen wird es bestimmt peinlich oder nicht? Sie werden sich bestimmt deswegen schämen werden oder? Aber leider bin ich auf den falschen Trip, denke ich!

Ich meine wo bleibt die Würde wenn ich Heute der Herr bin, der König, das Paradigma, der Edle, und Heute Nacht benehme ich mich wie ein Schwein? Ist die Würde, eine Eigenschaft die nur temporär bzw. kurzfristig vorhanden ist? Mal so, mal so? Dann können wir die Definition Würde abschaffen. Entweder bin ich ein Gentleman in allen Lagen des Lebens oder nicht!! Dazwischen existiert logischerweise nichts! Das ist aber nur Theorie, auch wenn es mir selbstverständlich erscheint.


Gruß
OdessaIch spring dann derweil mal als Pausenclown für meine Schreib-Schwester Mischa ein ;-)...

----
Deshalb kann ich überhaupt nicht die Leute verstehen, die Alkohol trinken und dann nicht mehr Herr der Lage sind. Für mich ist das endgültiges Terminieren der Würde.
----

Und hier stimme ich Dir 100% zu. Es ist entwürdigend, armselig und für mich absolut indiskutabel, was sich manche Menschen antun, was das Thema Alkohol betrifft. Ich bin weiß Gott keine Spaßbremse und bin albern und lache für mein Leben gern (wie alle Menschen, die im Leben nie wirklich viel zu lachen hatten), aber ich habe dazu noch nie Alkohol oder sonstige Drogen gebraucht.

Was Du, Judge, da anprangerst, ist m. E. nachvollziehbar - aber Du machst es an "den Deutschen" fest und das finde ich nicht richtig. Denn glaub mir - auch andere Völker "saufen", und das kann man wirklich nur noch saufen nennen; ich verweise nur mal wieder auf Engländer, die hier zu Oktoberfest-Zeiten in Horden einfallen bei uns und schon im "Fast-Koma" den Festplatz betreten. Ich kenne feine italienische, spanische und französische Haushalte, wo es Norm ist, daß man täglich mindestens 1-2 Flaschen Wein oder Sherry trinkt, was dem Alkoholismus natürlich ein gewisses "Gesellschafts-Flair" gibt *zyn*, aber nichts dran ändert DASS diese Menschen bereits - bei täglich genossener Alkoholmenge in diesen Massen - hochgradig alkoholabhängig sind. Ich kenne Russen, die Wodka wegtrinken wie unsereins die Milch zum Frühstück, und ich kenne Griechen, die ohne einen halben Liter Ouzo am Tag gar nicht wach werden. Von den "Kampf-Sauf-Orgien" der Norweger und Schweden, in deren Land der Alkohol recht teuer ist und die sich dann hier, im Urlaub, die Kante geben bis zum Leberstreik, gar nicht zu reden.

Von daher - der Alkohol ist kein deutsches Problem, Judge, er ist ein Gesellschaftsproblem. Einsamkeit, Gesellschaftszwang und -druck ("es gehört dazu", aus Gründen auch immer glauben das Einige) sowie die Unfähigkeit mancher Menschen, mit ihren Problemen ohne Betäubungsmittel umzugehen, sind mit Ursachen hierfür. Aber ganz sicher keine deutsche Geburtsurkunde :)
judgedreddMichaela, Odessa,

danke für eure Beiträge. Michaela in deinem ersten Beitrag hast du die Situation völlig auf dem Kopf getroffen!! Durchdachte Argumentation, echt. Übrigens, ich liebe Kant!!!

Zum zweiten Teil möchte ich folgendes ergänzen: Natürlich mein Beitrag zuvor lässt einige Punkte offen, das war mir klar.

Ich bin kein Perfektionist, ich bin nur der Meinung, dass Anstand, Würde und ähnliche Ideale bewahrt werden sollen. Es ist ein Unterschied wie du Odessa geschrieben hast, zwischen dem „viel trinken“ und dem „viel trinken und sich nicht benehmen“. Ich kann euch garantieren, wir können Morgen alle zusammen nach Athen fliegen; jeden Tag verschiedene Clubs besuchen; ihr werdet kaum Menschen finden, die sich daneben benehmen. Diese Sauferei gibt es bei uns nicht, und Sauferei meine ich nicht nur das Trinken. Trinken tun die Griechen. Aber da soll mir einer zeigen dieses Verhalten, wie beim Ballermann oder Oktoberfest, Karneval usw. Diese Veranstaltungen existieren bei uns in dem Sinne nicht. Bei uns gibt es auch Stadtfeste, wisst ihr wie es dort aussieht? Kapelle, Live Musik, großer Platzt für allen die tanzen möchten, viel zu essen und zum trinken. Und alles läuft gut.

Nun bevor jemand hier sagt, ich drehe wieder den Spieß rum, dann sage ich mal, es gibt auch bei uns Fälle, wie Odessa sagte, dass wir uns durch Alkohol daneben benehmen, perfekt ist keiner, das weiß ich. Aber die Häufigkeit, wie bei den Deutschen, Engländern und anderen Ländern; macht den Unterschied enorm. Und der Unterschied ist wie Tag und Nacht. Und das ist das Problem. Natürlich ist das ein gesellschaftliches Problem, aber was heißt das wieder? Einfach als selbstverständlich hinnehmen? Nicht kritisieren dürfen?

Nein es ist nicht nur ein deutsches Problem; aber ich lebe hier, wenn ihr jemanden besucht, der eine unsaubere Wohnung hat, sagt ihr nicht dann, wenn ihr raus kommt „Hey, der war treckig“?

TEIL I

Dann habt ihr erstmal was zum lesen!
judgedreddWas ich nicht verstehe ist, dass Alkohol für die Meisten hier in Deutschland ein selbstverständlich entschuldbarer Grund ist, und das verstehe ich nicht. Gilt Würde und gutes Benehmen nur wenn man „clean“ und normal ist? Oder weil das Ganze, ein gesellschaftliches Problem ist?

Ich meine vieles ändert sich in der Hinsicht heutzutage, das weiß ich. Aber Vorsicht! Wenn einer Sodoma und Gomora bei sich Zuhause macht, das sieht Keiner? Aber in der Öffentlichkeit?

Und hier kommt der Punkt Michaela, wo ich dich widersprechen möchte. Das ist auch etwas was ich hier in diesem Land bemäkele. Das Äußere macht nicht die Hülle aus, das weiß ich. Bei uns sagt man, „Kleidung macht nicht den Menschen“. Das ist richtig. Aber das ist relativ. Relativ weil es schön ist. Wir Menschen mögen das Schöne. Saubersein, gepflegt, schöne Kleidung und andere Eigenschaften kreieren zusammen ein schönes Bild. Bei uns in Griechenland ist zum Beispiel anderes, wie in Italien halt. Es wird auf Äußerem großer Wert gelegt, auch in der Freizeit. Was ich bei uns extrem finde ist, dass viele Frauen z.B. sich zu schick machen, wenn sie einkaufen gehen. Hier ist wiederum umgekehrt. Praktische Kleidung fine ich auch ok. Aber was ich jeden Tag in der Bahn sehe…. Nneee. Als ich damals nach Deutschland kam, fragte ich einen Kumpel „Hey, ich dachte die Leute verdienen gut hierin Deutschland, wieso kleiden sie sich so schlecht?“

Ich hoffe ihr versteht mich. Die große Frage hier ist, ab wann fängt eine Pauschalisierung an?
Also wenn ihr diese Statistik liest:
Jeder Deutsche trank im Jahr 2000 im Durchschnitt:

Bier 125,5 Lit.
Wein 19,5 Liter
Sekt 4,1 Liter
Spirituosen 5,8 Liter

Ist das nicht eine Bestätigung, bezüglich einer Pauschalisierung. Klar, in England mag genauso sein, aber wir leben alle hier. Und wenn eine Pauschalisierung existent ist, bin ich dann am Fehlplatz wenn ich sie kritisiere.

Das Problem glaube ich ist, sobald ich das Wort „die Deutschen“ schreibe, dann wird es anderes interpretiert als wenn ich „die Menschen hier“ schreiben würde. Ich denke das ist eher der Fall, warum ich mich unbeliebt mache.
Move over KateAus Griechenland? So so so...:
[QUOTE]Die Griechen selbst haben nichts weiter hervorgebracht als salzigen Schafskäse, schweren Lakritzschnaps und ein paar schlecht bemalte Teller mit obszönen Motiven, von denen schon nach kurzer Zeit die Farbe abblättert [...].[/QUOTE] ;)
Moers, Walter (1993): Arschloch in Öl. Frankfurt am Main.
Demon17[QUOTE]So manifestiert sich die Liebe zu Sauberkeit und Ordnung vor allem in der lauthals selbstgerechten Empörung gegenüber denjenigen, die sich diese Prinzipien nicht ganz so zu Herzen nehmen: Wer Papier auf die Straße wirft, kann sicher sein, sofort zur Rede gestellt zu werden, und wenn abends im Haus zu laut gefeiert wird, holt man gleich die Polizei.

Und dann noch das Allerseltsamste: Wenn man nachts um drei an einer völlig unbefahrenen und gut einsehbaren Straße einen Wartenden vor einer roten Ampel sieht, dann ist das kein Schlafwandler, sondern ein gewöhnlicher Einheimischer, der die Vorschriften befolgt.

[/QUOTE]

1.) Hygiene dient der Gesundheit. Ich hasste es wenn Kollegen ihren Müll einfach aus dem LKW-Fenster warfen, den andere dann teilweise unter Lebensgefahr vom Rand der Autobahn sammeln müssen. So etwas ist einfach asozial, genau wie Duschmuffel.

2.) Hast Du Deinen Wagen schon mal quergestellt auf der Kreuzung, weil irgendein Hirni beit Rotlicht durchgefahren ist und dann genau auf Deinem Weg stehen blieb, so daß Du nur unter großen Risiken ausweichen konntest? Was ist wenn man dann in eine Gruppe wartender Kinder schleudert? Außerdem werden viele Ampeln bei wenig Verkehr nachts ausgestellt. Die Straßenverkehrsbehörden kennen die Unfallzahlen am besten und wissen wo Ampeln leben retten und wo nicht.

Ich finde diese sogenannten Sekundärtugenden gar nicht so schlecht, denn ich mag es wenn etwas funktioniert, also muß ich auch selber funktionieren. Was mich nervt ist dieser Untertanengeist und diese subalterne Heuchelei, die in einigen Bereichen der Gesellschaft noch existiert. Was die Mode betrifft, also bittew, das sollte nun wirklich jedem selbst überlassen werden. Eine schöne Frau ist auch ohne textilen Aufwand schön und zuviel Schminke und Make up schadet doch nur der Haut. Das sollte jedem selbst überlassen bleiben. Ich finde es gut, das es keinen kollektiven Druck auf Frauen gibt sich unbedingt aufzubrezeln, obwohl ich Eleganz zu schätzen weiß, so gibt es doch wichtigere Eigenschaften.

dark greetz

demon17
MontroseAu Backe, was ist denn hier passiert?? :eek:

Die Moralisten unter sich. Nasebohren steht unter Todesstrafe.
Wenn das der neueste Trend wird "kleinkarierte Moral", dann werde ich lieber Buddhist, Gewerkschaftler und satanistischer Bösewicht anstatt diesen Unsinn mitzumachen.


Der von mir oft kritisierte Niedergang deutscher Sozialität ist nicht Folge der Vernachlässigung von Regeln. Sondern es ist Folge von einer falschen Wertehierarchie, die sich aus dem geistigen Nachkriegsnihilismus und dem Umstand, daß die links-liberale Szene hauptsächlich von unheilbaren Neurotikern okkupiert wurde, ergab. Ob links (die Sozen, Freiheits/Revolutuionspropagierer und Müslifresser sind fast immer zwanghafter als der Normalo) oder rechts: es sind immer die Kranken, die Regeln aufstellen --- denn nur wer Regeln aufstellt, kann falsches als richtig verkaufen.

[QUOTE]Ich finde diese sogenannten Sekundärtugenden gar nicht so schlecht, denn ich mag es wenn etwas funktioniert, also muß ich auch selber funktionieren. [/QUOTE]Man kann es auch anders sehen: wenn es darauf ankommt, daß etwas funktioniert, ist es doch egal, wie es funktioniert.
Demon17[QUOTE]Man kann es auch anders sehen: wenn es darauf ankommt, daß etwas funktioniert, ist es doch egal, wie es funktioniert.[/QUOTE]

Klar monzy, da fällt mir die Geschichte von dem LKW-Fahrer aus meiner Gegend ein der mit 60 ein Haus rammte um einer Gruppe Kinder auszuweichen, weil seine Bremsen versagten. Irgendwie kommt man immer zum stehen, fragt sich nur in welchem Zustand.:confused:
MontroseMonzy? Hm, gefällt mir.

Das Wort "Funktionieren" angewandt auf Menschen gefällt mir hingegen weniger.
oskadis[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
[B]
Das Wort "Funktionieren" angewandt auf Menschen gefällt mir hingegen weniger. [/B][/QUOTE]

Ist aber so und wird ständig verlangt. Es geht so weit die eigene Gefühls- und Empfindungswelt zu verdrängen um weiter exakt zu funktionieren. Daß das auf lange Sicht eine Vollmacke bringt brauche ich wohl nicht näher zu elaborieren, oder?

Gruß

~Oskadis~
worockomoDas mit Sozialstaat hat sich eh fast erledigt.Was die Gesellschaft angeht behaupte ich das wir Deutschen mittlerweile JEDEN zusammenhalt verloren haben und zwar nicht durch Überfremdung sondern durch Dumpfheit gegenüber der eigenen Gesellschaft.Und das fängt für mich damit an nicht zu Wahlen zu gehen und alles nur zu Dulden.Wer war von euch den auf einer Harz 4 gegendemo oder so?
Ich reize euch um euch mal eine Meinung zu entlocken.
Kämpft mal wieder für eure Rechte dann lebet der Staat auch wieder.Putzt diese Korupten Schweine weg und verteilt deren Gehälter an Bedürftige und keiner Hunger mehr.:q
MontroseEs wird geplant, "unwilligen" ALG-II-Empfängern bis zu 60 % zu kappen (wenn quasi alles schiefging). So las ich das, und faktisch heißt das, daß man mittlerweile mit dem Gedanken spielt, Bürgern menschenunwürdige Lebensbedingungen zuzumuten. Die Hexenjagd ist eröffnet.

Nun lese ich gerade auf yahoo, daß die Unternehmenssteuern runter, die privaten Steuern aber rauf sollen. Im Prinzip läuft das auf eine sehr einfache Formel hinaus: der Bürger hat keine Rechte, nur Verpflichtungen. Der Reiche und Mächtige hat nur Rechte, aber keine Verpflichtungen.

Was man dagegen tun kann, wüßte ich nicht. Demonstrationen laufen sich zu tote, ohne etwas zu bewirken. Und Politiker scheint es ohnehin nicht zu stören, ob sie mit Eiern beworfen werden oder ob sie Unrechtes tun oder den Staat ruinieren. Es ist nicht ihr Staat, und die politische Klasse stellt zu 99,99 % kaputte Menschen als wählbar auf, so daß jeder Politiker weiß: er wird trotz den dümmsten Entscheidungen wiedergewählt, weil seine Konkurrenten kein bißchen besser sind.

Ich bin der ernsthaften Meinung, daß unsere Demokratie längst nicht mehr funktioniert. Daß zeigen ja auch die vielen Eingaben ans Bundesverfassungsgericht, die deutlich signalisieren: die politische Klasse versteht weder die Funktionsweise eines modernen Staates, noch versteht sie die Konsequenzen ihres Handelns, noch hat sie noch einen Bezug zu natürlichen Lebensordnungen bzw. dem Alltag der Menschen noch hätte sie den Auftrag der Demokratie begriffen. Die politische Klasse ist mehr oder weniger ---zumindest dem Geiste nach --- verfassungswidrig. zehnmal gefährlicher als alle Top-Terroristen zusammen.

Aber was kann man dagegen tun? Wahrscheinlich gar nichts. Noch ein paar Jahre zuwarten, bis das Geschwür offen ausbricht. Ich habe das schon mehrmals gesagt: in 20 bis 30 Jahren ist die derzeitige Parteiendemokratie weg vom Fenster. Merkel, Müntefering und wie diese Gestalten alle heißen, sind nur noch "Geschichte"...und wahrscheinlich nicht mal das, sie sind ---aus langfrisitger Perspektive --- völlig belanglos. Die Totengräber der Demokratie. Man denke nur, wie schnell Schröder zurückkehrte, woher er herkam: von einem Laufsteg ----ein Dressmann des Kapitals...... dereinst Lieblingsbub des BDI-Präsidenten und jetzt Spatzerl von Putins Öl-Imperium. Schröder = kleiner Mann "ganz groß".

Das Grundgesetz läßt eine Menge anderer Optionen zu. Ob die Verschärfung der sozialen Schere jedoch zu einer neuen Aristokratie führt oder zu einem Aufstand des Mittelstandes und somit zu einer echten Demokratie, das ist offen.

Ich tendiere eher in Richtung Aristokratie. Ein Auseinandergehen der sozialen Schere verfestigt sich aus ganz einfachen Gründen: jemand aus reichem Hause erbt mehr als jemand aus armem Hause. Entsprechend werden Lebensstandard, Bildung und Chancen die Gesellschaft mitzugestalten über mehrere Generationen zementiert. Beispiel Bayern: die Strauß-Familie ist jetzt in zweiter Generation an sämtlichen Machthebeln.

Die andere Richtung, nämlich echte Demokratie, wirft die Frage auf: wie sollte dies vonstatten gehen? Wie kann der Schwächere über den Stärkeren gewinnen? Mit Gewalt.... hm, selbst die grimmigsten und tapfersten Deutschen wollten nicht mal Adolf Hitler sicher ins Jenseits begleiten, so daß man sich dies bei unseren verständnisvoll lächelnden Machthabern noch weniger vorstellen kann. Durch Leistung? Das dürfte so die Ideologie sein, wie wir sie auch in den 60gern hatten: wenn die Abhängigen brav mitspielen, fällt für sie in einer zukünftigen Aristokratie auch ein bißchen Reichtum ab. Naja, vielleicht kiffen sich die Machthabver einfach den Sack ab und sterben durch mangelnde Fortpflanzung aus.

Was klares ist noch nicht in Sicht. Nur eines weiß ich mit höchster Gewissheit: Euer Geschwätz von "Freiheit" und "Individualität" könnt Ihr Euch getrost in den Arsch schieben. Ihr seid Unterschicht, und deshalb bestimmt Ihr nicht über die Zukunft. Da könnt Ihr Euch noch so lang bei irgendwelchen Idioten-Demos die Füße plattstehen. Am besten, Ihr lernt schon mal, wie man mit einem Besen den Marktplatz für einen Euro kehrt, Ihr Zwerge da draußen.
Apex[QUOTE]bücher in der bibliothek sortieren[/QUOTE]

GrmlGrml und sowas klaut meinem Berufsstand dann die Arbeit, immerhin ist das eine der Aufgaben im Assistenzdienst an einer Bibliothek. Aber nein, es wird ja niemand durch Hartz IV arbeitslos...nie...

Monti, du zeichnest hier doch ein sehrsehr pessimistisches Bild...auch wenn man sagen muss, dass es nicht wirklich realitätsfern ist. Es stellt sich nun die Frage was man tun kann. Selbst politisch aktiv werden, in der Hoffnung selbst mal in die Parteienaristokratie (schöner Neologismus) aufzusteigen? Eine Umwälzung des politischen Systems vorrantreiben (ob durch Reform oder Revolution is ja wurscht)? Und dies, dann in welche Richtung? Nach dem Vorbild Südamerikas mit Soldaten in die Betriebe marschieren und sie vergesellschaften? Leider haben wir weder Erdgas noch Öl um sowas zu finanzieren (ja Monti auch wir Linken können pragmatich sein), also was tun?
Demon17[QUOTE]Nun lese ich gerade auf yahoo, daß die Unternehmenssteuern runter, die privaten Steuern aber rauf sollen. Im Prinzip läuft das auf eine sehr einfache Formel hinaus: der Bürger hat keine Rechte, nur Verpflichtungen. Der Reiche und Mächtige hat nur Rechte, aber keine Verpflichtungen[/QUOTE] Das siehst du falsch Montrose, immerhin wird auch eine Reichensteuer eingeführt. Es geht vielmehr darum, das es wenig Sinn macht, das ausgerechnet Arbeitslose über die ICH AGs die Lücke schließen müssen, die die jahrzehntelange Benachteiligung des selbstständigen Mittelstandes gegenüber dem lohnabhängig beschäftigten bzw. verbeamteten Mittelstandes gerissen hat. Es waren in den 70ern gut 20% der Erwerbstätigen selbstständig um die Jahrtausendwende noch ganze 8%. Die Steuern auf die privaten, nicht wirtschaftlich genutzten Gelder werden ja für Reiche wieder erhöht. Das Ganze darf uns aber nicht darüber hinwegtäuschen, das die hohe Arbeitslosigkeit primär durch die im weltweiten Vergleich enorme Belastung des Faktors Arbeit durch Lohnnebenkosten resultiert, aus diesen wiederum in erster Linie Büokratien finanziert werden. So wurde für die Riester-Rente extra 2000 Beamtenstellen geschaffen, das Arbeitsamt mit seinen ca. 100 000 Beschäftigten verwaltet sich eigentlich nur noch selbst, die Krankenkassen leisten sich enorme Wasserköpfe usw. Denken wir dann noch an die ganzen Steuerschlupflöcher durch den weitgehend sinnlosen steuerfinanzierten Bauboom im Osten, der viele kleine Anleger in die finanzielle Krise stürzte, die Unsummen, die privat Renten- und Lebensversicherten entgehen, wenn sie ihre Verträge etwa wegen Arbeitslosigkeit kündigen müssen. Sie bekommen bestenfalls ein Drittel der eingezahlten Beträge zurück, dann bekommt man eine ungefähre Ahnung vom Ausmaß der staatlichen Fehsteuerungen, die mit der sozialen Sicherung der Bevölkerung begründet wurden. Da fällt es dann kaum noch auf, das Kioskbesitzer mehr Unternehmensteuern zahlen müssen als BMW oder Siemens, die dafür die für den Mittelstand gedachten Forschungssubventionen abkassieren.

never surrender

demon17
judgedredd[QUOTE]Was klares ist noch nicht in Sicht. Nur eines weiß ich mit höchster Gewissheit: Euer Geschwätz von "Freiheit" und "Individualität" könnt Ihr Euch getrost in den Arsch schieben. Ihr seid Unterschicht, und deshalb bestimmt Ihr nicht über die Zukunft. Da könnt Ihr Euch noch so lang bei irgendwelchen Idioten-Demos die Füße plattstehen. Am besten, Ihr lernt schon mal, wie man mit einem Besen den Marktplatz für einen Euro kehrt, Ihr Zwerge da draußen.[/QUOTE]
[IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/froehlich/applaus.gif[/IMG][IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/froehlich/applaus.gif[/IMG][IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/froehlich/applaus.gif[/IMG][IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/froehlich/applaus.gif[/IMG]

Jetzt verstehe ich auch, warum Manche hier mich nicht verstehen wollten(Ausländergewalt). Wir haben viele Linken hier!!!
Black MoniNur mal kurz eingeworfen:Mir ist ein Forum mit vielen Linken lieber als ein Forum mit vielen Rechten!*und schon wieder weg ist*
geyermein lieber judge, du kannst nach 12 jahren deutschlandaufenthalts kein volk begreifen, welches nach 2 jahrtausenden kulturgeschichte sich nicht selbst begreift. kaum ein volk der erde ist so auf identitätssuche wie die deutschen. und da mal so einfach in links und rechts abzucanceln ist schon mager...
SenecaSind Bayern, Hanseaten und Rheinländer eigentlich Deutsche...?
Die scheinen weniger Probleme mit dem Selbsverständniss zu haben.
geyerklar begreift sich der bayer als urig bairisch. aber alle andern sand ja preissn. das die deutschen kein nationalgefühl der einheit entwickeln ist wohl geschichtlich bedingt und vllt. auch gar nicht gewollt.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i]
Monti, du zeichnest hier doch ein sehrsehr pessimistisches Bild...auch wenn man sagen muss, dass es nicht wirklich realitätsfern ist. Es stellt sich nun die Frage was man tun kann. Selbst politisch aktiv werden, in der Hoffnung selbst mal in die Parteienaristokratie (schöner Neologismus) aufzusteigen? [/QUOTE]So drastisch Montys Worte klingen, aber ich befürchte er hat leider Recht. Was das "Aufsteigen" betrifft, das ist letztendlich auch nur ein Wechsel der Abhängigkeit, ein Tausch des alten Zuhälters gegen einen neuen.

[QUOTE]Eine Umwälzung des politischen Systems vorrantreiben (ob durch Reform oder Revolution is ja wurscht)? Und dies, dann in welche Richtung? Nach dem Vorbild Südamerikas mit Soldaten in die Betriebe marschieren und sie vergesellschaften? [/QUOTE]Da die Politik sowieso nur eine Hure der Wirtschaft ist, ist das Streben nach wirtschaftlicher Macht, wie es zur Zeit an mehreren Stellen in Südamerika zu sehen ist, sicher erfolgversprechender.

[QUOTE]Leider haben wir weder Erdgas noch Öl um sowas zu finanzieren (ja Monti auch wir Linken können pragmatich sein), also was tun? [/QUOTE]OK, natürliche Ressourcen haben wir hier nicht gerade viele, aber es gibt - noch - einiges an Ressourcen bezüglich Wissen und Erfahrungen, die wir uns nicht aus der Hand reißen lassen sollten. Leider [URL=https://www.attac.de/wissensallmende/basistext/]sehen bisher nur Wenige[/URL] diese Zusammenhänge. :(
Tiberon[QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i]
[B]Selbst politisch aktiv werden, in der Hoffnung selbst mal in die Parteienaristokratie (schöner Neologismus) aufzusteigen? Eine Umwälzung des politischen Systems vorrantreiben (ob durch Reform oder Revolution is ja wurscht)? Und dies, dann in welche Richtung? Nach dem Vorbild Südamerikas mit Soldaten in die Betriebe marschieren und sie vergesellschaften?[/B][/QUOTE]Selbst politisch aktiv werden kann ich nicht hören! Das ist, als würde man von jemanden, der sich über Prostitution aufregt, fordern, Nutte zu werden um das System von innen zu verändern.

Ich finde den Schauplatz Südamerika allerdings äußerst interessant - ob man von dort aber lernen kann, bezweifle ich, selbst wenn ich inzwischen für jeden ein Sturmgewehr in die Hand nehmen würde - egal, ob man damit nach Paris oder Berlin marschiert ...
Bei uns fehlt, um sich von z.B. Venezuela was abschaun zu können, das Verständnis (und auch die Existenz) von Kommune. Bei uns ist das nämlich nur eine Verwaltungseinheit, die mit der Bevölkerung nicht wirklich viel zu tun hat.
Und ob Militärpräsenz in der Frankfurter Innenstadt was bringt weiß ich nicht - was dagegen hätt ich aber nicht. Und eine Rückverstaatlichung diverser 'Dienstleistungen' dürfte schonmal nicht der falsche Weg sein.
MontroseWas mich so pessimistisch macht, ist Pfusch in Details der Gesetzgebung, so daß ich bei vielen Dingen denke, den Politikern ist alles eh scheißegal.

Ein Beispiel: Yahoo-Meldung

[QUOTE][SIZE=1]Das Elterngeld soll von 2007 an das Erziehungsgeld ersetzen, das nur Bedürftige bekommen. Elterngeld beanspruchen können Mütter oder Väter, die im ersten Lebensjahr des Kindes auf den Beruf verzichten. Das Geld wird bis zu zwölf Monate bezahlt und um zwei Partner-Monate verlängert, falls der andere Elternteil sich in dieser Zeit um die Betreuung kümmert. Ausbezahlt werden als Lohnersatz-Leistung 67 Prozent des letzten Nettolohns, bis zu einer Höchstgrenze von 1800 Euro monatlich.[/SIZE][/QUOTE]Ich glaube nicht, daß 14 Monate Elterngeld irgendjemanden dazu reizen, die Lebensplanung zu ändern. Nach meinen Recherchen ist es ohnehin so, daß die staatlichen Vergünstigungen wie Kindergeld usw. keinen nennenswerten Beitrag zum Familienbudget ausmachen.

Die Politik jubelt lauthals hinaus "wir haben geholfen, wir haben geholfen." Schaut man sich das dann aber in konkreten Zahlen an, dann ist das etwa so, wie wenn man einem Bettler eine Büroklammer schenkt. Da kann man dann auch sagen "ich habe geholfen".... aber womit.

Diese lauthalse Rümlügerei, das ist ein sehr schlechtes Zeichen. Ähnlich ist das übrigens auch mit der "Elite-Förderung" an den Universitäten. Während lauthals von einem neuen Innovationsschub geplärrt wurde, gingen die Gelder an Universität und Bildungseinrichtungen in den Jahren 2003 bis 2004 zurück.

Anders ausgedrückt: Politiker lügen, daß sich die Balken biegen. Wie professionelle Anlage-Betrüger drucken sie eine Broschüre nach der anderen auf, was sie alles versprechen ... und in Wirklichkeit machen sie genau das Gegenteil.

Weiter heißt es im yahoo-Text:
[QUOTE][SIZE=1]Unterdessen berichtet die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Mittwoch), nicht einmal ein Drittel der Mütter sei dafür, dass beide Elternteile Elternzeit nehmen sollten. Im Auftrag der kirchlichen Initiative «Wellcome» zur Unterstützung von Müttern habe Emnid 1000 Mütter zwischen 18 und 60 Jahren befragt. 63 Prozent der 18 bis 29 Jahre alten Mütter hätten sogar die Meinung geäußert, dass Frauen zu Hause bleiben sollten, bis ihre Kinder in den Kindergarten gehen.[/SIZE][/QUOTE]Was besagt der Text? Da wurden Gesetze beschlossen, ohne vorher die Betroffenen nach ihren Wünschen zu fragen oder den Sinn der Gesetze zu überprüfen.

Der Gesetzgeber stellt sich das so vor:
Eine Ärztin bekommt ein Kind, nimmt ein paar Monate Urlaub und hechelt dann in den Job zurück, während sie sich kraft ihres Jobs einen Babysitter selbst leistet.

Daß das nicht der Wirklichkeit entspricht, liegt auf der Hand. Erstens ist nicht jede Frau Ärztin. Zweitens ist Erziehung nicht nach 14 Monaten beendet. Drittens wollen die meisten Arbeitgeber keine Mütter einstellen.

Fazit: nichts, was sich Politiker erträumen, hat nur einen leisesten Hauch von Alltagsrealität. Politiker wie Merkel usw,., wie ich das schon öfters sagte, leben in einem dermaßen sozial gestörtern Umfeld, daß die gar nicht wissen, wie der Alltag einer Frau, einer Familie abläuft .... wie Menschen eigentlich wirklich leben.
worockomoIch finds Traurig das wir verlernt haben zusammenzuhalten und uns gegen diese Politbetrüger zur Wehr zu setzen.Schlimmer noch finde ich diese Bildzeitungsmeinung der Bevölkerung.Problem ist :WAS können WIR tun?
Ernsthaft.:(
judgedredd@Monti

[IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/froehlich/applaus.gif[/IMG] [IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/froehlich/applaus.gif[/IMG] [IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/froehlich/applaus.gif[/IMG]

Das ist auch was ich nie hier verstanden habe. Alles läuft nach dem „Langschläferprinzip“ in der Politik. Ich habe mich immer gefragt, wenn es Regelungen im Ausland existieren, die etwas bringen, warum werden sie nicht übernommen?

Dass wir mit der Ausländerpolitik ein massives Problem haben, denke ich liegt nur daran, dass die Politiker das schmutzige Gesicht der Vergangenheit reinigen wollen. Andere Erklärung kann ich mir im Vordergrund nicht vorstellen.

Zweitens die Regelungen bzw. die Gesetze werden nach dem Testphaseprinzip angewendet. Nach dem Motto, „wenn es klappt, dann kann es bleiben, wenn nicht, dann ändern wir es“.
Und zum Schluss muss der Bürger dafür bußen. Vor allem ich denke, das macht alles schlimmer. Wo bleiben der Nationalstolz und der Patriotismus der Deutschen? WO?
Amerika baut andauernd scheiße, trotzdem die Menschen dort sind richtige Patrioten, auch wenn sie irgendwo blind sind.

Ich meine, mir ist es bewusst wie heikel es ist, wenn ich als Ausländer die Deutschen kritisiere. Aber meine Absicht ist viel mehr eine Reaktion des Denkens und der Logik, dass es traurig ist, wenn positive Werte und Traditionen verloren gehen.

Muss man einfach so akzeptieren, dass der Zusammenhalt in der Familie immer mehr verschwindet? Soll das gut sein und einfach hingenommen werden?

Ist es gut wenn Partner getrennt Urlaub machen? Der Mann mit seinen Freunden beim Ballermann und die Frau mit ihren Freundinnen in Tunesien?

Dass die Menschen und speziell die Kinder nicht mehr wissen, was gesunder und frischer Obst ist? In Italien und Griechenland machen die Mc-Donalds kaum Umsatz.

Im Straßenverkehr gibt es so viele Schilder und die Leute haben immer noch Schwierigkeiten, was das Fahren betrifft. Ist das nicht das Resultat eines ständigen „Vorkauens“ ? Wie soll man dann lernen selber zu kauen?

Es gibt viele positive Eigenschaften und Reaktionen. Wieso sie nicht bewusst anwenden, mal was ändern?
MontroseDie Auflösung der üblichen Familienordnungen wurde ja lange Zeit von der Politik als gleichberechtigte Lebensmodelle propagiert. Das fand Einzug in die Moral und Lebensgestaltung der Menschen. Abgesehen davon, daß es lange Zeit Anreize für ein Schlamperleben gab.

Jetzt auf einmal werfen Politiker den Menschen genau das vor, was die Politiker so lange progagiert haben. Und das verstehe ich nicht.

In dem obigen Text ging es auch darum daß Männer zwei Monate zum Wohle des Kindes beruflich aussetzen sollen. Ich frage, wie ein Mann heute noch ein Kind in die Welt setzen soll, wenn er erstens das volle finanzielle Risiko trägt (Unterhalt), dann noch seinen Job riskiseren soll, mit dem er diesen Unterhalt verdient, und dann doch noch als Buhman dasteht.

Eine Kuh, die man melken will, darf man nicht schlachten.

Ebenso stellt sich in diesem ganzen Tamtam die Frage, warum von den neuen Entwürfen ausschließlich berufstätige Mütter ----und zwar je höher auf der Leiter, desto mehr --- gefördert werden. Arbeiterinnen und nicht berufstätige Frauen haben davon gar nichts. Wir haben da wieder das Prinzip: wer hat, dem wird gegeben.

Ich begreife nicht, was der Gesetzgeber beabsichtigt. Vielleicht kann mir mal das einer von den Linksexperten, Du vor allem, APEX, erklären. Du wirfst mir zu großen Pessimusmus vor. Bitteschön, Sportsfreund, erklär mir mal die gesellschaftlichen Zielsetzungen Deiner Lieblingspartei anhand der aktuellen Gesetzgebung. Was soll das?

[QUOTE]Nach dem Motto, „wenn es klappt, dann kann es bleiben, wenn nicht, dann ändern wir es“.[/QUOTE]Ein Halleluja, wenn es so wäre. Das wäre ja prima!!! Richtig ist aber, daß so verfahren wird: "wenn es nicht klappt, dann behalten wir es bei."

[QUOTE] Ich habe mich immer gefragt, wenn es Regelungen im Ausland existieren, die etwas bringen, warum werden sie nicht übernommen?[/QUOTE]Nein, bitte bitte bitte nicht noch mehr Patentrezepte aus dem Ausland. Jeden Tag muß ich mir anhören, daß Ausländer effektiver, reicher, fleißiger, klüger, bessere Männer, potentere Liebhaber, bessere Väter usw. sind als die Deutschen.

Bitte nicht noch mehr von diesem Rotz.

Und daß es an den Universitäten nicht voran geht sondern Rückschritte gibt, verdanken wir leider dem Umstand, daß man fucking U.S.A. kopieren wollte. In der Globalisierung und den sozialen Netzen (bzw. deren Abschaffung) ahmen wir fucking U.S.A. auch nach.

Bitte nicht. Ich will nicht, daß Deutschland ein asoziales Barbarenland wird wie jenes achso tolle Vorbild.
Demon17Es ist wie mit der Häuslebauer Subvention. Wer zur Miete lebt zahlt für die Eigenheime der anderen und so läuf6t es auf vielen Gebieten. Bedenkt man das ein Großteil der Politiker aus dem gutsituierten verbeamteten Mittelstand kommt, dann kann man davon ausgehen, das die meisten gesetze genau auf diese Gruppe zugeschnitten sind, einfach weil es der Lebenserfahrung der Politiker bzw. Abgeordneten entspricht. Man wird sehr wenig Arbeiter und Selbstständige finden und die, die es waren sind längst gutbezahlte Profifunktionäre. Die Väter des GG wußten schon., warum keine Parteien vorgesehen waren. Hinzu kommt die Tatsache, das die Gesellschaft wesentlich komplexer geworden ist als vor 70-80 Jahren. Viele Bereiche können sich nur noch selbst verwalten, einfach weil kewin Politiker mehr über die nitwendigen Kenntnisse verfügt um eine komplexe wissenschaftlich basierte Materie zu durschauen. Es gibt dann nur noch eine Handvoll Leute, die das können und die werden meist von der Industrie bezahlt. Insofern darf man sich nicht wundern, wenn gezielt einzelne Interessen zu Lasten anderer gefördert werden. Man erkennt daran wer die beste Lobby hat. Generell gilt, organisierte Interessen werden bevorzugt behandelt und das Wesentliche läuft hinter verschlossenen Türen ab.

never surrender

demon17
Move over Kate[QUOTE]Ebenso stellt sich in diesem ganzen Tamtam die Frage, warum von den neuen Entwürfen ausschließlich berufstätige Mütter ----und zwar je höher auf der Leiter, desto mehr --- gefördert werden. Arbeiterinnen und nicht berufstätige Frauen haben davon gar nichts. Wir haben da wieder das Prinzip: wer hat, dem wird gegeben.

Ich begreife nicht, was der Gesetzgeber beabsichtigt. Vielleicht kann mir mal das einer von den Linksexperten, Du vor allem, APEX, erklären. Du wirfst mir zu großen Pessimusmus vor. Bitteschön, Sportsfreund, erklär mir mal die gesellschaftlichen Zielsetzungen Deiner Lieblingspartei anhand der aktuellen Gesetzgebung. Was soll das?[/QUOTE]

Das Elterngeld wird doch auch an nicht berufstätige Mütter - und sogar als nicht auf das ALG II anzurechnende Sozialleistung an Hartz-Empfänger gezahlt? Natürlich werden relativ gesehen die besser Verdienenden durch die prozentuale Anlehnung an das Nettoentgelt besser gestellt - dagegen wirkt aber doch die Deckelung auf einen Maximalbetrag (womit der Vorverdienst ab einem bestimmten Wert keine Rolle mehr spielt). Außerdem haben die Menschen, die vorher mehr verdienten, duch die Erziehung relativ gesehen mehr Lohneinbußen.
Montrose[QUOTE]Natürlich werden relativ gesehen die besser Verdienenden durch die prozentuale Anlehnung an das Nettoentgelt besser gestellt [/QUOTE]
Was heißt denn "natürlich"????

Erstens kostet das den Steuerzahler sehr viel Geld, das aber diesmal nicht an Bedürftige, sondern an ohnehin schon Vermögende fließt. Wieso soll ein Arbeiter mit seinen Steuern die Niederkunft einer Akademikerin bezahlen. Erklär mir das mal??


Wäre das Geld nicht besser in Schulen und Betreuung investiert als im Schminkkasten von Frau Doktor?

Zweitens, was ist so besonders an den Organen oder Kindern von Bessergestellten. Kommen die mit einem Heiligenschein zur Welt, oder was?

Drittens, soziale Ungleichheiten werden über Generationen hinweg zementiert, wenn reiche Mütter mehr als arme Mütter bekommen. Was können denn die Kinder dafür, wo sie auf die Welt kommen? Der Geist des Gesetzes ist verfassungswidrig, weil es Kindern aus verschiedenen sozialen Schichten keine Chancengleicheit einräumt.

[QUOTE]dagegen wirkt aber doch die Deckelung auf einen Maximalbetrag (womit der Vorverdienst ab einem bestimmten Wert keine Rolle mehr spielt). [/QUOTE]Die Deckelung liegt bei 1800 Euro netto. Das ist ein Akademikergehalt. Da kann man ja wohl kaum von einer nennenswerten Deckelung sprechen. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob eine AlgII-Mami mit 600 Euro oder eine Akademiker-Mami mit 1800 Euro auskommen muß. Das macht immerhin 1200 Euro = 2400 DM aus. Ich denke, 2400 DM mehr oder weniger in der Tasche, obwohl beide Mamis genau dasselbe tun (zum Gebären und Kinder aufziehen ist die berufliche Höherqualifikation einer Mutter belanglos).

Stell Dir das einfach mal konkret vor. Aus irgendeinem Grund hast Du nicht studieren können. Du hast Dein Kind genauso lieb wie jede andere Mutter. Mußt aber sehen, wie eine andere Frau, die für's Muttersein gar nicht besser qualifiziert ist, ein Vermögen geschenkt bekommt, während Du am Minimum rumknabberst. Die andere Mami kauft die tollsten Spielsachen für ihr Kind, und Dein Kind fragt "Mama, warum bekomm ich nicht auch solche Spielsachen?"

Daß der Gesetzgeber solch eine Situation schafft, ist nicht nur ungerecht, es ist unsittlich. Es verstößt gegen das normale sittliche Empfinden (sofern man selbiges nicht bereits durch Studium und Wolhstand verloren hat). Erzähl diese Situation dem Bürger auf der Straße, laß ihn über die zwei Mamis nachdenken, und er wird das neue Gesetz ganz und gar nicht "natürlich" finden.

[QUOTE]die vorher mehr verdienten, duch die Erziehung relativ gesehen mehr Lohneinbußen.[/QUOTE]Es ist ja eine freiwillige Entscheidung, ob eine Frau ein Kind will oder nicht. Mit welchen Recht kann eine nichtbedürftige Frau ihre Lebensplanung nicht nur auf die Allgemeintheit, sondern auf luxuriöse Weise auf die Allgemeinheit abwälzen. Im ersten Fall, einen für alle Mütter gleichen Grundbetrag, könnte man ja noch als Förderung des Nachwuchs verstehen. Aber diese Vergoldung der Mutterschaft geht darüber weit hinaus.

Abgesehen davon, was heißt Lohneinbuße? Man kann da ja nicht von einer Lohneinbuße sprechen, wenn eine Frau für weniger Berufstätigkeit weniger Geld vom Arbeitgeber bekommt. Das ist keine Lohneinbuße, da der Stundenlohn theoretisch gleich bleibt ... nur daß die Frau eben keine Stunden mehr erbringt. Demnach handelt es sich hierbei nicht um eine Lohneinbuße.

Schließlich konnte eine gut verdienende Frau mehr Rücklagen bilden und steht auch hinsichtlich der Rente besser da als eine schlecht verdienende Frau. Wiederum: warum soll die Allgemeinheit Leute fördern, denen es gut geht?

@Apex, ichj warte immer noch auf Deine Antwort. Du bist doch SPDler, dann erklär mir doch mal, was die gerade für einen Scheiß bauen.
DarketDer Sozi bin ich, api ist meines Wissens ausgetreten ;)
Seneca[quote][b]Ebenso stellt sich in diesem ganzen Tamtam die Frage, warum von den neuen Entwürfen ausschließlich berufstätige Mütter ----und zwar je höher auf der Leiter, desto mehr --- gefördert werden. Arbeiterinnen und nicht berufstätige Frauen haben davon gar nichts. Wir haben da wieder das Prinzip: wer hat, dem wird gegeben.

Ich begreife nicht, was der Gesetzgeber beabsichtigt. Vielleicht kann mir mal das einer von den Linksexperten, Du vor allem, APEX, erklären. Du wirfst mir zu großen Pessimusmus vor. Bitteschön, Sportsfreund, erklär mir mal die gesellschaftlichen Zielsetzungen Deiner Lieblingspartei anhand der aktuellen Gesetzgebung. Was soll das?[/b][/quote]

Ganz einfach:

In der Praxis hat sich herausgestellt dass die "unteren Bildungsschichten" auch ohne Förderung schon heute mehr Nachwuchs produzieren als Akademiker...!
Ich kann das insofern bestätigen dass ich kaum eine Kerl aus meiner Lehrzeit kenne, der heute nicht verheirate ist, und zwei Kinder hat.
Von meine ehemaligen Kommilitonen/innen ist mir solche in nicht einem einzigen Fall bekannt, obwohl beide Gruppen heute Anfang bis Mitte 30 sind.

Was aber eigentlich auch kein Problem darstellt, da ich genug Fälle von Akademikern zwischen 40-50 kenne, die eben etwas später Kinder mit ihrer 10-15 Jahre jüngern Frau haben.

Da kommen wir zu einem Punkt an dem sich zeigt, das man trotz aller Emanzipation nicht an der Natur vorbei kommt....
Frauen haben nicht viel Zeit, um Mütter zu werden, gemessen an ihrer gesamten Lebensspanne.

In der heutigen Praxis nämlich nur ca. 10 Jahre...von 25-35.
Früher fallen die Schwangerschaft und die Babyjahre in die Ausbildungszeit, später gilt aus medizinischer Sicht nach wie vor als Risikoschwangerschaft.

Dazu kommt noch der völlig unrelevante Grund, das Frau erst mal eine Mann finden muss.
Klar, eine Hengst findet man in Jeder Kneipe...Männer die auch Väter werden wollen, sind da schon seltener....unter diesen einen zu finden, der zu Ihr passt, ist noch ein Schritt weiter.

Kinder sollten nicht einfach "passieren", nach dem Motto:

Oh, jetzt wird's aber Zeit.
Demon17Ich finde es gut das überhaupt etwas passiert, obwohl die Differenzierung der Sozialleistungen nach Einkommen schon ein bisschen selttsam sind, denn schließlich gibt es schon einen Kinderfreibetrag, der einkommensbezogen ist. Eine flächendeckende Versorgung mit kostenlosen Kitaplätzen wäre meines Erachtens sinnvoller. Das würde auch die schwierige Lage vieler Alleinerziehender verbessern und ist längst überfällig.

dark dreams

demon17
worockomoProbleme immer nur zu besprechen bringt nix,das ist wie eine Wandvollzulabbern.:mad:
Frage stellt sich was wir dagegen tun können?
Ich fange bei mir an und versuche mich um meine Umgebung zu bemühen indem ich anhalte um einem der mit dem Wagen liegengeblieben ist oder der nen platten am Fahrrad hat.Bring nur leider nicht viel.Falls wer ne gute Idee hat
RAF?Bomben basteln?:eek:
Das führt nur leider auch zu nix
judgedredd@Monti

Nun, deine Antwort gibt mir etwas zu überdenken. Es gibt verschiedene Blickpunkte bezüglich dieses Themas, daher möchte ich eine lange Ausführung präsentieren, die etwas genauer bezüglich der Sichtweise ist.

Ich möchte das Beispiel Wissen nehmen. Fast jeder Mensch weißt, dass Vitaminen und Eiweiße wichtig für den Körper ist. Aber nicht jeder Mensch weißt genau, wie diese Elemente biochemisch wirken. Das heißt, wenn ich mehr über die biochemischen Abläufe erfahren möchte, dann musste ich auch jemanden fragen, der Ahnung davon hat.

Was anderen Ebenen betrifft, da kommt nicht nur Wissen im Spiel, sondern auch Erfahrung und andere Faktoren. Ein Familienvater kann eher in der Lage sein, einem 20jährigen zu erklären, worum es geht, als einer der diese Erfahrung nicht gemacht hat.

Gewisse Hintergründe und Einflussfaktoren sind auch wichtig, um etwas objektiver analysieren zu können. Und das ist ein gewichtiger Grund, was dieses Thema hier betrifft.

Nun viele von euch wissen z.B. dass Deutschland gewisse hohe Leistungen zwischen dem 17ten und 20ten Jahrhundert in verschiedenen Gebieten verzeichnet hat. Griechenland nicht. Das Wieso und warum kennt die Masse nicht. Wisst ihr warum?

Warum ist Brasilien z.B. das Land, das die besten Fußballspieler fabriziert obwohl die finanziellen Mittel im Vergleich zu Deutschland und England sehr gering sind?

Es gibt einen TV-Koch in England, er hat verschiedenen Kindern getestet, ob sie den Geschmack von verschiedenen frisch Obstsorten, Gemüse und anderen Nahrungsmittel identifizieren könnten. Der gleiche Test hat übrigens auch in Deutschland statt gefunden. Es wurde also festgestellt, dass die gute und gesunde Küche fast verschwunden ist. Er hat den Test auch in Italien ausgeführt. Und dort hat er festegestellt, dass dieser Test versagt hat, da die Italiener eine gesunde Küche pflegen. Italien ist auch ein industrielles Land. Warum hat aber der Test versagt?

Ich möchte letztendlich damit betonen, dass gewisse Tugenden und positive Eigenschaften gepflegt werden sollten. Vorraussetzung dafür ist, dass man weiß, dass diese Eigenschaften vorhanden sind. Das heißt, ich kann durch Vergleich eine Wahl treffen, ob ich in der Zukunft etwas besser machen will oder nicht. Schlechte Beispiele dienen z.B. dafür, dass ich die Möglichkeit habe, eine Wahl zu treffen und etwas zum Positiven zu ändern.

Die Auslandsbeispiele dienen letztendlich dazu, dass ich das Positive herausfiltern kann, um es wahlweise anzuwenden. Ich muss es nicht negativ kritisieren, indem ich sage, „die Ausländer machen das oder das besser als wir“ Ich kann es auch sachlich angehen, indem ich die Aspekte zur positiven Veränderung heranziehe. Im Sport z.B. wird ähnlich gehandhabt. Man analysiert die Methoden der gegnerischen Mannschaft um Veränderungen bezüglich der eigenen Methoden treffen zu können.

Ich meine, schließlich das was im Vordergrund steht, ist der eigene Weg zum Glück und Zufriedenheit. Pünktlichkeit, Organisation, Fleiß und ähnliche Eigenschaften mögen schön und gut sein, dienen aber keineswegs zur Entfaltung der Werte Familie, Liebe, Zusammenhalt und Ähnlichem.

Im Jahre 1721 erschienen in Paris die vom Charles-Louis de Secondat „Persischen Briefe“. In ihnen wird geschildert, wie zwei junge Perser durch Frankreich reisen. Sie studieren und kritisieren in ihren Briefen nach Hause die dortigen gesellschaftlichen, staatlichen und kirchlichen Zustände. Das Ganze war eine vernichtende Satire auf den staatlichen Absolutismus, die kirchliche Intoleranz und die allgemeine Lockerung der Sitten, wie sie damals in Frankreich herrschten. Hinter Scherz und Spott verbarg sich ein ernster und radikaler Angriff auf die Grundlagen der gesellschaftlichen Ordnung.
Es ist irgendwie ein üblicher Prozess, dass wir bzw. die Gesellschaft die Sachen bzw. die Situationen in denen wir leben und aufgewachsen sind, nicht in Frage stellen.

Die Welt und die Gesellschaft verändern sich mit der Zeit, aber für mich heißt das schon lange nicht, dass wir wie starre Roboter alles ausnahmslos übernehmen und weiterführen sollen.
worockomoWie ihr gehört habt plant unsere Regierung ja nun den nächsten Anschlag auf die Ärmeren Schichten.
Abbau der km Pauschale
Abbau der Eigenheimzulage
ect
Im Gegenzug wird den Reicheren der Spitzensteuersatz erhöht
was ich für absolute Augenwischerei halte.Da wird nur die Oma die Chefin damit die Papiere stimmen.
Und was geschieht in Deutschland?
NIX
In Frankreich und Italien würden alle Räder still stehn
Gute Nacht Deutschland:D
MondsilbertaufeMontrose, ich möchte doch sehr darum bitten, dich in deinen diskrimierenden Äußerungen zu einem Berufsstand, insbesondere dem der Medizinerin zu mäßigen.
Man sollte den derart gebeutelten Arzt (nun plaudern sie es sogar öffentlich aus, dass sie den Stundenlohn einer Putzfrau haben) nicht als Sinnbild für unverdienten Wohlstand missbrauchen. Das ist paradox und gemein.

Schminken können sich schließlich auch die armen Muttis.

Wem soll dieses nutzlose Anstacheln von Sozialneid nutzen?
Böse Ärztin/gute ALG2-Mutti - sowas gibt es nicht.

Mein Opa hat immer gesagt: Früher oder später landet jeder auf meinem Tisch.

Ich würde mir an deiner Stelle die Unternehmerin als Sündenbock aussuchen... :rolleyes:

German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 

German Gothic Board

Startseite Chat Grüße SchwarzKultur