| Achaiah | Eben im Netz gefunden: [URL=http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/38/74963/]Artikel[/URL] Kurze Zusammenfassung für Lesefaule: Eine Gruppe betrunkener Jugendlicher im Alter zwischen 15 und 17 Jahren hat die Leiche eines Selbstmörders, die sie in einem Wald gefunden haben, zuerst mit einem Arm an einem Ast festgebunden und anschliessend mit einer Eisenstange und anderen Dingen auf diese, Kopf und Oberkörper, eingeschlagen. Der Radfahrer der die Leiche schliesslich fand, erlitt einen Schock bei diesem Anblick und dem Gerichtsmediziner war es zunächst nicht möglich zu sagen, ob die Verletzungen vor oder nach dem Tod beigrebacht wurden. Mir fehlen die Worte... nja, nicht ganz: Was zum ...?! Kann es sein das sich solche kranken Auswüchse immer mehr häufen? Das erinnert mich ein wenig an den Fall von vor ein paar Jahren, als eine Gruppe Jugendlicher einen Obdachlosen zu tode prügelte. Wobei dieser Fall noch perverser war. Wie kann es sein, das soetwas überhaupt vorkommt? Gruß, Achaiah |
| darkmav | Finde diese Tat ebenfalls sehr menschenverachtend. Ob so etwas in letzter Zeit gehaeuft stattfindet, dazu kann ich nichts sagen, da ich dazu keine (polizeilichen) Statistiken vorliegen habe. Zur Ursachenforschung: Es gibt ja Menschen, die sind im Gehirn "falsch verdrahtet", in dem Sinne, dass ihnen Gefuehle fehlen. Solche Menschen nennt man Psychopathen. Ein gewisser Promillesatz der Bevoelkerung mag so konstruiert sein. Andererseits kann die Affinitaet zu einer solchen Tat auch von der Umwelt mitbestimmt sein. Moechte zwei moegliche Gruende herausstellen: 1.) Medien sind heute viel mehr praesent, als noch vor 15 Jahren (zu meiner Jugendzeit). Damals musste man noch in Altpapiersammlungen wuehlen, um nackte Brueste zu finden, oder jemanden Erwaachsenen kennen, der einen Porno auf VHS zuhause stehen hat. Heute muss man nur die entsprechenden Begriffe in Google eingeben, und schon findet man zuhauf explizite Darstellungen mehr oder weniger gewoehnlicher Sexualpraktiken. [Von Dingen wie File-Sharing moechte ich jetzt gar nicht reden - kenne mich damit nicht aus, kann mir aber vorstellen, dass man dort Dinge findet, die weit uber das (auch fuer Erwachsene ) legale Mass hinausgehen.] Mit gewaltverherrlichenden Darstellungen verhaelt es sich ebenso. 2.) Der Werteverfall: Heute gilt nicht mehr: Man macht das, was erlaubt ist; sondern eher: Erlaubt ist das, was man macht. Jungen Menschen fehlt die Orientierung. Religion ist fuer 90% bedeutungslos geworden, beide Eltern sind zumeist tagsueber ausser Haus, es gibt viele Scheidungskinder usw. Als Grund moechte ich die 68er benennen: Zwanghafte Emanzipation der Frau, antiautoritaere Erziehung, Rebellion gegen alles Althergebrachte. Wie soll man auf so etwas reagieren? Man sollte den Taetern ausreichend Gelegenheit geben, ueber ihre Tat nachzudenken (=mehrjaehriger Aufenthalt in einem Jugendknast, bzw. in einer Jugendpsychiatrie). Man sollte auch kleinere Ausschreitungen (wenn beispielsweise Jugendliche aeltere Leute in der Strassenbahn verbal beleidigen) adaequat bestrafen - besipielsweise in Form von Arbeitsdienst in gemeinnuetzigen Einrichtungen (in dem Fall in Altersheimen). Desweiteren sollte man versuchen, jugendgefaehredende Darstellungen aus dem Internet nicht fuer die Allgemeinheit zugaenglich zu machen. Leichter gesagt, als getan... Da muss in der Gesetzgebung noch vieles konkretisiert werden. Eine Wertedebatte ist gluecklicherweise wieder am Laufen (positives Beispiele: unsere Kanzlerin und unsere Familienministerin - Schroeder war mit seinen vielen Scheidungen ja das dekadenteste, was in der Fuehrungsriege Deutschlands jemals anzutreffen war). Denke mal, dass wir auch hier auf einem guten Weg sind. |
| SoulReaper696 | Also, wenn ich sowas lese (Hab den ganzen Artikel gelesen) dann krieg ich nen Knall. "Edwin Fischer, Bezirksvorsitzender beim Berufsverband der Kinder- und Jugendpsychiater in Bayern, sagte, bei den Tätern müsse ein „großes Gewaltpotenzial vorhanden sein, das mit einem massiven Werteverlust einhergehe“. Die Jugendlichen hätten „kein Bewusstsein mehr für das, was erlaubt ist“. Dadurch würden sie selbst die Hemmung gegenüber Toten verlieren: „Sie sind völlig abgestumpft, emotional verwahrlost und bindungslos.“" Das denke ich auch, und deswegen denke ich, dass das einzig sinnvolle ist, diesen Spinnern die Scheiße aus dem Leib zu prügeln. Wenn solche Leute in den Jugendknast gehen, staut sich nur noch mehr Wut auf. |
| Move over Kate | Wartet mal ab - sobald bei einem der Typen ein HIM-Shirt gefunden wird, triffts mal wieder die schwarze Szene... |
| Wasserlilie | [QUOTE]sobald bei einem der Typen ein HIM-Shirt gefunden wird, triffts mal wieder die schwarze Szene[/QUOTE] Da hab' ich beim Lesen eben nur noch drauf gewartet. Immerhin war es ja schon eine "Walpurgisfeier", da wären so'n paar "satanistische Züge" doch super für die Story. Aber da es noch nicht derart ausgeschlachtet wurde, kann man wohl davon ausgehen, dass die Presse nichts in der Richtung gefunden hat. :p Über die Tat an sich brauche ich meine Meinung ja wohl gar nicht zu äußern, da sind wir wohl alle gleicher Ansicht. Aber mir fällt auch immer wieder das Gewaltpotential schon bei den Kleinsten auf. Am Wochenende war ich mit meinem Verlobten auf einem großen Treffen seiner Familie und die Kinder da hatten Spaß daran, sich gegenseitig und Erwachsene zu schlagen und zu schubsen. Nicht im Eifer des Gefechts (so beim Toben) sondern völlig unmotiviert. :eek: Ich war ja auch ein echt rabiates Balg, aber SO war ich wirklich nicht. Was mich aber viel mehr erschreckte, war, dass die 3-11 Jährigen von ihren Eltern kein bißchen in die Schranken gewiesen wurden. Wie sollen sie es da denn lernen? Gewalt (auch gerade gegen Jüngere) darf doch nicht einfach toleriert werden. Aber wenn man sich da mal negativ äußert, ist man gleich der Kinderhasser und unverständige Kinderlose. Dabei suche ich die Schuld nicht bei den Kleinen und habe meine Nichte wahrscheinlich mehr und besser erzogen, als jeder von denen sein eigenes Gör. :rolleyes: |
| nathanel | mal was anderes: [QUOTE]Alsbald verdichteten sich Hinweise, dass es sich bei dem Toten um einen 49Jahre alten Traunreuter handelte, der bereits seit Mitte Februar vermisst wurde. Der alleinstehende Mann, der als Einzelgänger galt, hatte in seiner Wohnung einen Abschiedsbrief hinterlassen, in dem er seinen Freitod ankündigte. Als die Ermittler das Waldstück untersuchten, entdeckten sie persönliche Gegenstände des 49-Jährigen und einen weiteren Abschiedsbrief. [/QUOTE] Wenn dieser Mann schon seit februar vermisst wird, wie kann es dann sein, dass er in dem waldstück (was meiner Meinung nach nicht sooo weit entfernt war) ausgerechnet von ein paar "betrunkenen" Teenies gefunden wird? Mich würde interessieren ob die beamanten seine wohnung vor oder nach seinem "finden" duchsucht wurde... |
| SoulReaper696 | [QUOTE][i]Original geschrieben von nathanel [/i] [B]mal was anderes: Wenn dieser Mann schon seit februar vermisst wird, wie kann es dann sein, dass er in dem waldstück (was meiner Meinung nach nicht sooo weit entfernt war) ausgerechnet von ein paar "betrunkenen" Teenies gefunden wird? Mich würde interessieren ob die beamanten seine wohnung vor oder nach seinem "finden" duchsucht wurde... [/B][/QUOTE] spielt das ne rolle? er wird sicherlich nicht beschrieben haben, dass er sich an baum nummer 247 umbringen wollte um 17:48 uhr. |
| darkmav | @ decay73 >> blödsinn. es ist kein positives beispiel, wenn man nicht mehr die realitäten erkennt. die von der layen’sche familie gibt es doch nur noch auf dem papier und die derzeitige regierung lässt keinen versuch ungenutzt, diese noch weiter zu demontierten. familie, wie es sie einst gab, ist bur noch ein schönes, altes bild, was nun lediglich noch für propagandazwecke genutzt wird. Glaube schon, daß von der Layen die Weichen für eine bessere Familienpolitik stellt. Beispielsweise mit ihrem Elterngeld, das dafür sorgen soll, daß man - zumindest im ersten Jahr nach der Geburt - mit Kindern kein finanzielles Risiko eingeht. Finde ich übrigens sinnvoller, als für das gleiche Geld noch mehr KiTas zu installieren. Nicht jeder möchte sein Kind in eine solche abschieben. Würde mein Kind auch nicht in die Obhut irgendwelcher Betreuerinnen geben wollen - zumindest nicht während der ersten Lebensjahre. Glaube darüber hinaus nicht, daß Finanzen [B]der[/B] Grund sind, auf Kinder zu verzichten. Mit Kindern hat man viele finanzielle Vorteile. Angefangen beim Elterngeld, über das Kindergeld, steuerliche Vergünstigungen, Vergünstigungen beim Eigenheim usw. Denke mal, daß man damit ganz gut klar kommt, vorausgesetzt man kann mit Geld einigermaßen umgehen. >> wenistens sorgt man dafür, dass nur noch die guten geldgene weitergegeben werden, denn förderung bekommen nur noch die familien, die auch einen job (also viel geld) haben. harz-IV-empfänger gehen leer aus, aber deren kinder will man ja auch nicht. schlechte gene und so, ihr versteht...unwertes leben... Glaube mal, daß gerade das Proletariat in Deutschland am gebärfreudigsten ist. [Statistiken, die meine Behauptungen untermauern könnten, wären mal interessant. Vielleicht findet wer welche?]. Wobei ich mal Bidlungsferne als Ursache, und Kinderreichtum als Folge annehme (und nicht umgekehrt). Es bedarf schon einigermaßen an Grips, sich mit Verhütung auszukennen... Zumal ja bekanntermaßen gilt "dumm fickt guckt". Das Proletariat hat jedoch alle Möglichkeiten, sich (auch in dieser Thematik) weiterzubilden. Es gibt: Freie Wahl der Ausbildung, Volkshochschulen usw. Stattdessen wird fleißig rumgesoffen, Pornos auf RTL2 geguckt und danach zugedröhnt die Alte bestiegen :D >> sonst hat sie noch nicht viel mehr als der schröder geschafft. ein armutszeugnis angesichts der machtfülle, derer sie sich bedienen könnte, wenn sie denn wollte. Im Vergleich zu Schröder macht sie die Sache ganz gut. Mit der Wirtschaft geht's aufwärts; es wird angestrebt die Maastricht-Kriterien einzuhalten; Arbeitslose gehen (langsam) zurück; Hartz-IV wird verbessert ([url]http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,414273,00.html[/url]); Familienpolitik wird verbessert; außenpolitisch wird eine zweckmäßige Linie gefahren, die Energiepolitik wird wieder in vernünftige Bahnen geleitet usw. Wenn jetzt noch die Gesundheitspolitik verbessert wird, bin ich eigentlich zufrieden. In diesem Fall bin ich durchaus der Meinung, daß Frauen in Führungspositionen etwas taugen. Du nicht? >> nee, so wird das nix. was die meisten wohl zu vergessen scheinen: kinder müssen zunächst erzogen und von den eltern (niemand anderes kann das, da sie die einzigen ‚natürlichen’ bezugspersonen sind) betreut werden. wenn das gegeben ist, wird es auch nicht viele solcher fälle geben. dazu brauchen die eltern aber natürlich auch die entsprechenden möglichkeiten (v.a. zeit). Da bin ich mit Dir ausnahmsweise einer Meinung. Genau das ist es ja, was von der Layen mit ihrem Elterngeld und der Wertedebatte bezweckt (s. o.) |
| Darket | Hallo? gehts hier um familienpolitik? ich glaube nicht... |
| nathanel | Ja, das hab ich mir auch so gedacht. Gibt es hier nicht eigentlich schon tausende von threads wo über familien-poli getekt wird? Hier scheinen wieder einige vom eigentlichen Thema abgekommen zu sein...:rolleyes: |
| Achaiah | Ich denke schon, das es vlt auch ein wenig um familien bzw generelle politik geht. denn diese hat einfaluss auf unsere gesellschaft, und ich bin mal so frei die these aufzustellen, das an derartigen auswüchsen auch die gesellschaft eine schuld trägt. was ich mich besonders frage, ist was in einem menschen vorgehen muss, oder was ihn dazu bringt, derartiges zu tun. ganz krank machte mich heute wieder die erinnerung an den fall des obdachlosen. dazu vlt noch ein [URL=http://www.hilfe-hd.de/gewalt2003.htm]link[/URL] mit zahlreichen auszugen aus artikeln. was zur hölle treibt jugendliche zu soetwas?? Gruß, ein mal wieder fassungsloser Achaiah |
| Ishvara | Ich denke auch das es hier eher darum geht warum und wie Menschen so etwas machen können als um Familienpolitik. Ich glaube, nur so nebenbei, das Familienpolitik nur sehr begrenzt mit solchen Dingen zutun hat und was Medien und der gleichen damit zutun haben, wird überschätzt. Menschen sind nun mal schreckliche Bestien, die ihre Dämonen hinter Kultur und Kodex einkerkern, was sicherlich auch gut so ist. So schockierend das ist mit diesem Selbstmörder, es überrascht mich nicht...:( |
| darkmav | Man muss sich ueberlegen: Was kann man als einzelner/Gesellschaft/Staat tun, um solche Vorfaelle weniger werden zu lassen? Und da fallen mir eben zuerst Medien und Werte ein, die beide auch irgendwie mit Familie zu tun haben (insbesondere die letzteren, die ja schliesslich in erster Linie von Familie vermittelt werden). Sicherlich, die Anlage zum Psychopathen ist von den Genen determiniert - deswegen wird es Psychopathen immer geben (wenigstens so lange bis sich der praenatale, und damit verbundene Abtreibungen etabliert haben). Bei Psychopathen hilft auch nur eins: Eine rigorose Verhaltenstherapie, bei der versucht wird, auf Schluesselreize (wie vielleicht der Anblick eines schwachen Menschen) nicht zu reagieren. Aber ich glaueb nicht, dass all diese Taeter Psychopathen sind. Wie Ishvara schon sagte: In jedem von uns steckt eine Bestie. Und es haengt eben auch von Medien und von der Wertevermittlung ab, ob diese dunkle Seite gefoerdert oder zurueckgedraengt wird. Es gibt andere Moeglichkeiten, Mr. Hyde ausleben zu lassen, als anderen Schaden zuzufuegen. |
| Aza | Na ob Verhaltenstherapie immer der richtige Weg ist.. Damit bewirkt man auf lange Zeit nur eine Verlagerund der Symptome. Was sollte man tun, damit solche Fälle weniger werden ? Naja eigentlich kann man dagegen garnichts tun, da sowas immer und zu jeder Zeit passiert, bzw. geschehen ist... Menschen können sich nun einmal sehr negativ entwickeln, und da nicht in jeder Familie ein Psychologe sitzen kann, oder ein Betreuer, wird man solche Fälle leider hinnehmen müssen. |
| Zynox | [QUOTE]Wie kann es sein, das soetwas überhaupt vorkommt?[/QUOTE] Was jetzt, das sich so eine charakterlose Pfeife mal wieder selbst umbringt oder das nen paar besoffene geistige Dauertiefflieger mal wieder scheiße verzapfen? Mir ist lieber die verkloppen ne Leiche als jemanden der noch lebt, ich find es zwar schlimm, aber deine Aufregung kann ich nicht verstehen. |
| 242shockfront24 | Ich wüsste noch was für solche verwahlosten Bälger als Zeitvertreib! Wie wäre es wenn sie mal ins Krematorium gehen und sich dort als Spass verbrennen lassen würden.? Selbst mein kleiner Scheisser fängt heute an mit 12 meinen zu müssen das er ne Waffe(Messer)unbedingt braucht! Wie oft muss ich die Tasdchen kontrolileren!Mein Ex gibt ihm immer einfach alles,hey fehlt nur noch ne Kalaschnikov....! Ne danke man kann sich auch so wehren! Ich finde es einfach zum kotzen wenn Jugendliche langeweile haben und meinen sie müssten irgendwelche gegenstände oder sonst was deswegen zerstören und sei es eine Leiche.!!!NORMAL IST DAS NICHT!!! Diese Jugendlichen sollten echt mal eine Verhaltenstherapie mitmachen.... |
| sweetangel | oh man :( aber wie komm man den nur auf so einen gedanken ? gut sie standen unter alk einfluss .. aber eigentlich denkt man doch das man einen schock bekommt + wahrscheinlich anfängt zu heulen und sonst granichts mehr nacht :rolleyes: also so würde es wahrscheinlich bei mir sein .. ich überleg grade , wen ich von der polizei nachhaus gebracht worden wäre .. weil ich sowas gemacht hab :rolleyes: ich galub ich wäre die nächste leiche gewesen .. |
| Klarion | Genau da liegt meiner meinung nach das Problem. Den Jugendlichen werden ihre Grenzen nicht mehr genügend aufgezeigt. Heutzutage wissen die Kids viel zu genau, das ihnen eigendlich nicht viel passieren kann, egal, was sie anstellen. Wenn ich in meiner Jugend etwas getan hätte, was auch nur im entferntesten mit so etwas zu vergleichen gewesen währe, hätten mich meine Eltern wohl bis nach Mexico geprügelt und mich anschliessend für min. einen Monat auf Wasser und Brot gesetzt. Aber in der Heutigen Zeit ist es ja schon soweit, das 14-jährige Gören ihre Mutter verklagen können, weil sie eine Ohrfeige bekommen haben, und auch noch RECHT bekommen. Diesen Fall gab es wirklich (ich glaube vor zwei Jahren) und die Mutter ist tatsächlich zu einer Geldstrafe von 500(?) € veruteilt worden. Wenn das so weitergeht, werden Eltern irgendwann noch dafür verklagt, das im falle einer Behinderung des Kindes, keine Abtreibung vorgenommen wurde. Meine Mutter hat immer gesagt: "'n paar hinter die Löffel hat noch keinem geschadet!" Und ich sage: "Recht hatte Sie!" |
| Tsafried | [QUOTE][i]Original geschrieben von Klarion [/i] [B] Aber in der Heutigen Zeit ist es ja schon soweit, das 14-jährige Gören ihre Mutter verklagen können, weil sie eine Ohrfeige bekommen haben, und auch noch RECHT bekommen. Diesen Fall gab es wirklich (ich glaube vor zwei Jahren) und die Mutter ist tatsächlich zu einer Geldstrafe von 500(?) € veruteilt worden. [/B][/QUOTE] [SIZE=1]wenn wir den gleichen Fall meinen, ging es um ein zweijähriges Mädchen, das Saft auf den Tisch gespuckt hatte und dafür von ihrer Mutter eine Ohrfeige bekam. Verklagt wurde sie durch die Mutter, bei der das Kind zu einer Geburtstagsfeier eingeladen war[/SIZE] |
| Tsafried | [QUOTE][i]Original geschrieben von Zynox [/i] [B]Was jetzt, das sich so eine charakterlose Pfeife mal wieder selbst umbringt oder das nen paar besoffene geistige Dauertiefflieger mal wieder scheiße verzapfen? Mir ist lieber die verkloppen ne Leiche als jemanden der noch lebt, ich find es zwar schlimm, aber deine Aufregung kann ich nicht verstehen. [/B][/QUOTE] :rolleyes: |
| Klarion | @Tsafriend Wir meinen wohl nicht den selben Fall. Das Mädel war 13 oder 14. Und hat die Ohrfeige bekommen, weil ihre Mutter ihr Ausgehverbot erteilt hatte, wodurch es zum streit, und Beschimpfungen der Tochter gegenüber der Mutter kam. Allerdings hat sich bei mir ein Tippfehler eingeschlichen. Es waren, glaube ich, nicht 500€ sondern 50€. Tut aber nichts zur Sache. Es geht ums Prinzip. |
| Kathrynne | Wenn ich solches und ähnliches höre, macht sich in mir schlichtweg Hilflosigkeit breit... Denn kommt es einmal dazu, dass ein Mensch derart den Respekt vor einem Menschen und in diesem speziellen Fall vor einer Leiche, verliert, dann hilft meiner Meinung nach nicht mehr viel und oft auch gar nichts mehr. Da ist in deren Entwicklung etwas sehr grundlegendes schiefgelaufen. Das kann man in der Regel nicht mehr erlernen... Wie soll man einem Jugendlichen Mitgefühl, Respekt vor anderen Menschen und so weiter beibringen, wenn das eigene Leben unwichtig erscheint? Oder sie es schlichtweg intellektuell nicht begreifen? Seufz... |
| Ascaron | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kathrynne [/i] [B]Da ist in deren Entwicklung etwas sehr grundlegendes schiefgelaufen. Das kann man in der Regel nicht mehr erlernen... Wie soll man einem Jugendlichen Mitgefühl, Respekt vor anderen Menschen und so weiter beibringen, wenn das eigene Leben unwichtig erscheint? Oder sie es schlichtweg intellektuell nicht begreifen? Seufz... [/B][/QUOTE]Wenn sie es so nicht begreifen, müssen eben zur Abschreckung drastischste Strafen her. Die Dusseligkeit Ihrer Tat werden sie zwar wahrscheinlich auch dann nicht begreifen, aber wenigstens werden sie es sich beim nächsten Mal zweimal überlegen - hoffentlich. |
| Manley | das ist wieder so ein fall, in dem ein jahr arbeitslager in sibirien recht wirksam fände als strafe... mal ehrlich, selbst wenn sie unter alkoholeinfluss standen - das kann doch keine entschuldigung sein! wenn ich mal einen im tee habe, prügele ich auch nicht auf leute ein (lebendig oder nicht mehr). ich mag gar nicht darüber nachdenken, was meine mutter mit mir angestellt hätte, wenn ich in dem alter so einen mist verzapft hätte. schade, dass die variante arbeitslager höchstwahrscheinlich in deutschland rechtlich nicht machbar ist. meine stimme hätten sie. ich kann einfach nicht begreifen, wie menschen so wenig respekt vor anderen haben können. das sollte doch eigentlich das erste sein, was man seinem kind beibringt, oder? welche strafen fändet ihr denn angemessen für solches fehlverhalten? |
| Tsafried | [QUOTE][i]Original geschrieben von Manley [/i] [B]welche strafen fändet ihr denn angemessen für solches fehlverhalten? [/B][/QUOTE] die angemessenste strafe wäre es wohl, sie begreifen zu lassen was sie getan haben: "ich habe auf einen Toten eingeprügelt, ich habe eine Leiche geschändet. Was muss da in mir sein, das ich zu so etwas imstande bin?" Mit *der* Erkenntnis zu leben stelle ich mir ausgesprochen hart vor - und diesem abartigen Verhalten genau angemessen. Ich glaube aber nicht, das sie das kapieren werden. Was an gesetzlichen Strafen möglich ist... eigentlich nur: Solange einsperren, bis sie verstanden haben, was sie da angerichtet haben. Ihnen klarmachen, wie sie es fänden, würde man die Leichen ihrer Freunde oder Geschwister schänden und das urkomisch finden. Ich persönlich bezweifle aber, dass diese Jugendlichen jemals kapieren werden, was Respekt vor dem Leben und dem Tod bedeutet. Das sind eindeutig nicht gesellschaftsfähige Menschen. |
| Fuck up Evil | Diese Jugendliche verdienen unser Mitgefühl, da sie offensichtlich krank sind, also geistig stark gestört. Wir können uns alle glücklich schätzen gesund zu sein. Da muss so schnell wie möglich eine Therapie greifen. |
| Kathrynne | [QUOTE]Diese Jugendliche verdienen unser Mitgefühl, da sie offensichtlich krank sind, also geistig stark gestört.[/QUOTE] Das sehe ich genauso. Eine harte Strafe wird kaum zu irgendeinem Umdenken führen... Wenn sowieso alles egal ist, man total abgestumpft ist... Wie sollte da eine möglichst harte Strafe etwas bringen? Ob ich persönlich wirklich Mitgefühl empfinde, kann ich nicht sagen. Eher Bedauern... |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von Manley [/i] [B]das ist wieder so ein fall, in dem ein jahr arbeitslager in sibirien recht wirksam fände als strafe... [/B][/QUOTE] Diese Tat ist zwar furchtbar und menschenverachtend, ich halte es aber dennoch für völlig verkehrt, nach drastischeren, oder überhaupt irgendwelchen Strafen zu verlangen, weil das die Ursachen solcher Handlungen, wo auch immer sie liegen mögen, sei es in der Kindheit oder anderswo, nicht beseitigt... Erst recht nicht und unter gar keinen Umständen befürworte ich derartigen Unfug wie Deportationen in Arbeitslager, udgl., gerade in Deutschland halte ich derartige Vorschläge für extrem unangemessen, und auch sonst verfehlen sie ihren Zweck vollkommen und sind in höchstem Maße kontraproduktiv... Humanität und Menschlichkeit sind es, die diesen Jugendlichen ganz offehsichtsichtlich fehlen, das sehe ich genauso, doch diese Eigenschaften erreicht man nicht durch fast genauso inhumane staatliche "Besserungsmethoden" wie eine Deportation in ein sibirisches Arbeitslager... Nach dem ohnehin bereits viel zu mächtigen Staat und seinem Machtmonopol zu schreien, ist hier kein Ausweg, sondern eher eine Bestätigung und verschärfte Reproduktion der (gesellschaftsbedingten) Ursachen solcher Auswüchse der Gewalt...Mit derselben Logik könnte man, wenn man es konsequent zu Ende denkt, gleich die erneute Einführung der Todesstrafe fordern... Eine inhumane Gesellschaft ist nun mal kein Vorbild in Sachen Humanität...Mangelnder Respekt vor Menschen, sowohl vor Lebenden wie vor Toten, gehört heute längst zum Alltag...Alte, nicht mehr "produktive" Menschen werden diskriminiert, in Altenheime und Krankenhäuser abgeschoben, wo sie ihrem Ende entgegendämmern, ohne dass sich jemand großartig um sie kümmert...Sicher, diese Jugendlichen sind arme Irre, aber die Überlegungen sollten eher bei den gesellschaftlichen Ursachen solchen Verhaltens ansetzen, als bei der Suche nach "drakonischen Strafen"... |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tsafried [/i] Ich persönlich bezweifle aber, dass diese Jugendlichen jemals kapieren werden, was Respekt vor dem Leben und dem Tod bedeutet. Das sind eindeutig nicht gesellschaftsfähige Menschen. [/QUOTE]Naja, in unserer heutigen Gesellschaft ist der Respekt vor dem Leben und dem Tod generell nicht sehr hoch, zumindest dann nicht, wenn es um Geld und Macht geht. Siehe zum Beispiel hier: [url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=58917[/url] |
| Air | Der war doch sowieso schon tot, oder? :D *pure evil* |
| Manley | @xenomorph: weißt du, ich denke auch nicht wirklich, dass ein jahr sibirien die ultimativ-lösung für solche problem-fälle ist. ich werde eben nur in solchen fällen schnell und gern emotional, so bin ich halt. aber es müssen schon massiv gestörte persönlichkeiten vorliegen, um solch eine tat zu begehen. ich denke allerdings genauso wenig, dass hier eine aufgezwungene therapie abhilfe schafft. eine therapie kann doch nur ernsthaft greifen, wenn der mensch diese auch wirklich will. will er keine, ist jede müh im grunde umsonst. vielleicht reicht ja ein halbes jahr sibirien, um ihnen klar zu machen, dass sie einen fehler gemacht haben... ;) und vielleicht sind sie dann bereit, eine therapie durchzuziehen. mal im ernst: gestern hab ich irgendwo einen kurzen bericht über sogenannte problemkinder an einer schulde in der nähe von hannover gesehen. diese kinder nahmen am wahlfach "reiten" teil und lernten dort den umgang mit pferden. so was zum beispiel halte ich für einen guten ansatz, einem kind, menschen grenzen aufzuzeigen. ein pferd ist um grunde ein spiegelbild - ist man selbst nervös, überträgt sich das. ist man entspannt und freundlich, dann auch. und es ist durchaus in der lage, sich zu wehren, wenn ihm was nicht passt... |
| Xenomorph | @Manley: Kann dich irgendwo verstehen...Mit dem emotional werden geht es mir oft ebenso ;)...Leider gibt es solche "Problemfälle" und es werden immer mehr...Doch man muss sich bei alledem zuerst fragen, was Menschen zu solch "massiv gestörten Persönlichkeiten" hat werden lassen... Eine Therapie halte ich auch nicht in jedem Fall für eine perfekte Lösung, aber sie ist bedingt brauchbar, solange sie ausschließlich auf freiwilliger Basis geschieht, und nicht aufgezwungen wird... Die eigentlichen Ursachen hingegen liegen anderswo, solche Taten wie das verstümmeln von Leichen sind nur äußere Symptome, und die Täter sind genaugenommen ebenfalls zumindest teilweise nur Opfer... Wie The Turning Point und ich selbst es bereits gesagt haben: Eine Gesellschaft, die den Respekt vor Menschenleben, und auch vor den Toten, generell nicht sehr hoch einschätzt, darf sich über derartige Exzesse eigentlich nicht mehr wundern... Geld und Macht...Das alte Lied, hier liegt des Pudels Kern... Den Fehler ausschließlich bei den Tätern selbst zu suchen, wäre daher eine verkürzte Sichtweise, die zu voreiligen und falschen Schlussfolgerungen verleitet... Was die Gesellschaft wirklich braucht, ist nicht noch mehr Staat, noch mehr Gesetze, noch mehr Herrschaft, noch mehr Arbeit, noch mehr Macht und Geld für die Apparatschiks in Politik und Wirtschaft, sondern eine Denk- und Handlungsweise, in der der Mensch und seine Bedürfnisse den Vorrang vor allem anderen haben... Diese Jugendlichen sind mit Sicherheit nicht die größten Intelligenzbestien, die derartige Zusammenhänge jemals werden begreifen können, um aus ihren eigenen Fehlern zu lernen, und ich befürchte obendrein, dass eine als staatliche Zwangsmaßnahme auferlegte "Bessserung" solcher Menschen nur darauf abzielen wird, ihnen unter verschärften Bedingungen ebendas Weltbild der heutigen Gesellschaft einzubleuen, das der Grund allen Übels ist: "Werte", wie Arbeit, Geld, Leistung und Erfolg...Die Menschlichkeit, die diesen Jugendlichen vermutlich zeitlebens verweigert worden ist, bleibt dann erneut außenvor, und wieder schließt sich der Teufelskreis... |