| Mortiferus | So, heute is in den Nachrichten die Meldung rauf und runter gelaufen, dass Terroristen versuchen wollten ca. 10 Flugzeuge auf dem Weg von London in die USA zu sprengen. Zum Glück gelang ihnen das nicht! Ich möchte an dieser Stelle nun gerne mal wissen, was ihr von dieser ganzen Terror-Situation haltet und wie ihr meint, dass man das ganze stoppen kann, oder zumindest minimieren. Und bitte, das ist ein ernstes Thema und dies ein ernst gemeinter Threat!!! |
| Tapio Bearking | Nun, es müsste Ursachenforschung betrieben werden, warum die (Wortlaut George W. Bush! [url=http://stern.de/politik/ausland/:London-Terror-Wasserflasche/567477.html]Klick[/url]) Islamfaschisten versuchen den USA und ihren Verbündeten ans Bein zu pinkeln. Der Kampf gegen die pösen Terroristen ist nur ein Bekämpfung der Symptome, die u.a. die USA mit ihrer Errichtung des New American Century, sich selbst eingebrockt haben. Und je mehr Länder zu Schurkenstaaten degradiert werden, desto erbittertet werden die Terroristen kämpfen. |
| ange gardien | Als Gründe für diesen Terrorismus kann man mehrere Ursachen aufzeigen, die teilweise gar nichts miteinander zu tun haben. Ein Hauptgrund ( der auch am häufigsten genannt wird ) ist die sehr unglückliche Aussenpolitik der USA, die in den letzten 50 Jahren eigentlich keine Möglichkeit ausgelassen hat, sich selbst neue Feinde zu schaffen. Dazu kommt das ungelöste Problem mit Juden und Palästinensern, die das gleiche Land für sich beanspruchen. Das sind aber nur zwei von mehreren Ursachen, auch wenn sie von großen Teilen der Öffentlichkeit und natürlich von den Terroristen selbst als DIE Ursache angegeben werden. ( In Wahrheit geht dem Iran und den meisten arabischen Staaten das Schicksal der Palästinenser z.B. ziemlich am Ar.... vorbei. Die Sache wird nur für eigene Zwecke ausgeschlachtet ). In der Tat gibt es aber noch eine Reihe weiterer Ursachen, die auch mit dem nicht zu verleugnenden Expansionsanspruch des Islam und einer völlig anderen Weltanschauung zu tun haben. Völlig unabhängig von den USA und Israel wird es immer radikale islamistische Gruppen geben, die uns als Feinde betrachten. Einfach nur weil "wir" ( der Westen ) so sind wie wir sind. Damit müssen wir leben und dagegen können wir auch nicht viel tun ( es sei denn unsere Freiheit aufgeben und in die dar al-islam aufgehen ). Das als ganz kurzer Anriss zu einem sehr komplexen Thema. Werde mich später näher dazu äußern, bin grad im Büro und sollte eigentlich was ganz anderes machen... |
| Wicked_K | Aus meiner Sicht liegt die Ursache solcher Anschläge nicht in einzelnen Ereignissen sondern in einer langen, weit zurückreichenden Ereigniskette, bzw. in mehreren solcher Ketten, die zu einer zusammengelaufen sind und eine kaum mehr zu bremsende Dynamik entwickelt haben. Den Grundstein legte recht eindeutig der Nah-Ost Konflikt. Darauf bauten dann Jahrzehnte lang ein Ereignis nach dem anderen auf, wie z.B. die Politik der USA in diesem Konflikt, die Ereignisse der letzten ca. 30 Jahre in Iran und Irak (auch wieder Beteiligung der Amis), die Handlungsunfähigkeit der Uno und vieles mehr. Man stelle sich ein paar kleinere Feuer vor, in die immer wieder Öl gegossen wird, anstatt sie zu löschen... irgendwann "wundert" man sich über ein flammendes Inferno. An diesem Punkt sind wir angelangt. Allein schon bei dem Gedanken, was konkret diese 24 (?) Leute dazu bewegt hat, bereit zu sein, selber in den Tod zu gehen wird es mir zu viel. Laut Nachrichten handelt es ja sich Leute aus der Mittelschicht, die - zumindest nach außen hin - ein normales Leben führten und durchaus Perspektiven hatten. Wenn ich mich nicht irre, sind es sogar um in England geborene Menschen. Also keineswegs um irgendwelche Palästinenser aus Flüchtlingslagern, ohne Aussicht auf Zukunft. Ich kann zumindest nachvollziehen warum es Menschen gibt, die hohe Risiken eingehen und teilweise dabei Gesetze übertreten um irgendetwas zu erreichen und sei es nur einen bestimmten Kick. Nicht dass ich das gut finde, aber es sind Gedanken, die noch in meinen Schädel passen. Dagegen die Vorstellung, allein für eine Idee massenhaft Leute umbringen zu wollen und dabei auch noch selbst draufzugehen, übersteigt meine Vorstellung. Wenn es möglich wäre und für mich ohne Folgen bliebe, würde ich zu gerne mit einem dieser Typen einen Kaffee trinken gehen und mir erklären lassen, was er sich dabei gedacht hat. Einfach nur um zu verstehen. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mortiferus [/i] Ich möchte an dieser Stelle nun gerne mal wissen, was ihr von dieser ganzen Terror-Situation haltet und wie ihr meint, dass man das ganze stoppen kann, oder zumindest minimieren. [/QUOTE]Die ganze Situation ist ziemlich genau so, wie sie [URL=http://www.amazon.de/gp/product/3548225624]Gerge Orwell in seinem Roman "1984"[/URL] beschrieben hat. Was soll man dazu noch weiter sagen? Vielleicht ein kleines [URL=http://www.taz.de/pt/2006/08/11/a0191.1/text]Zitat zum Thema:[/URL] [QUOTE][b]Die Terrorpläne, die in der Nacht zu gestern von Scotland Yard vereitelt worden sind, kommen der britischen Regierung nicht ungelegen. Sie plant für den Herbst weitere einschneidende Anti-Terror-Maßnahmen. Auf bürgerliche Freiheiten könne man dabei keine Rücksichten nehmen, sagte der britische Innenminister John Reid. Menschenrechte wie das Verbot der Internierung, der Zwangsarbeit, der Folter und der Bestrafung ohne Gerichtsverfahren seien zwar nicht falsch, sagte Reid in einer Rede am Mittwoch, aber sie seien für andere Zeiten gemacht. ... Sollten die Gerichte nicht mitspielen, so hatte Tony Blair angekündigt, müsse man die Gesetze eben ändern. Der Premier will zudem durchsetzen, dass Menschen, die von Gerichten des Landes verwiesen werden, erst dann Berufung gegen das Urteil einlegen können, wenn sie schon deportiert worden sind. [/b][/QUOTE]Warum sollte man solchen Leuten auch nur ein Wort glauben? Mag sein, dass es in den Gebieten der Erde, wo der Islam vorherrscht, genau so viele Kriegstreiber und Massenmörder gibt, wie in den Gebieten der Erde, wo das Christentum vorherrscht. Aber ich bin davon überzeugt, dass es dort auch, wie hier, viel mehr friedliebende Menschen gibt. Ein Zeichen, dass der Islam nicht generell ein kriegerischer und gewalttätiger Glaube ist, ist für mich der bisherige Lebensweg von [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Cat_Stevens]Cat Stevens,[/URL] der für mich immer ein Inbegriff für Sanftmut und Friedensliebe war (was ihn nicht davor bewahrt hat, 2004 in den USA als Terrorverdächtiger festgenommen zu werden). Mein Vorschlag ist, dass die friedliebenden Menschen in allen Teilen der Welt den Kontakt zueinander suchen und den Terrorkonzepten der Kriegstreiber tragfähige, lebbare Friedenskonzepte entgegenstellen. Wieso klappt es denn hier im Forum, dass Menschen mit verschiedensten Ansichten friedlich miteinander reden und diskutieren? |
| Demon17 | Es gab ja keine Anschläge. Ich glaube Polizei und Geheimdienste sind ganz gut gewappnet wenn sie die Szene ständig durchleuchten. Auch ohne Folter! |
| AsheCorven | man redet hier von einem hightech terrorismus wo es noch keine wirklichen spuren beweise gibt. |
| rainraven | Nein, ich habe keine Lösung gegen den Terrorismus. Ich kann nur den Kopf schütteln und versuchen, es so gut es geht, zu ignorieren und mich nicht provozieren zu lassen. Da es auch mein Verständnis weit übersteigt, wie man nur so geisteskrank (denn eine andere logische Erklärung habe ich dafür nciht) sein kann, überhaupt auf solche Wahnsinnsideen zu komen, Flugzeuge als Bomben zu mißbrauchen und unschuldige Menschen unter Einsatz selbst des eigenen, durchaus gutsituierten Lebens, umzubringen, und da ich allmählich die Schnauze kräftig voll habe, als Zivilist unter den ganzen angeblichen Antiterrormaßnahmen (Einschränkungen) leiden zu müssen, bin ich schon bald geneigt, die Gerüchte zu glauben, denen zufolge die Anschläge oder Vorbereitungen dazu nicht von den der Öffentlichkeit als Täter dargestellten Personen verübt wurden, sondern von den jeweiligen Regierungen selbst inszeniert wurden, um die Bürger noch stärker überwachen und kontrollieren zu können (und das heißt dann "Antiterrorgesetze" und jeder findet es gut, ohne zu merken, was man mit ihm macht). Von kleineren Schikanen angefangen, wie die, daß ich nicht ohne Kochsalzlösung wegen meiner harten Linsen und Augenprobleme reisen kann und deswegen wohl demnächst in Flugzeugen Ärger bekomme (Flüssigkeit im Handgepäck) und sowieso nicht ohne ein Getränk fliegen würde wegen der Austrocknung in der trockenen Flugzeugluft bis hin zu einem Paß mit genetischem Fingerabdruck und Registrierung all meiner Aktivitäten im virtuellen und realen Leben, finde ich, daß wir uns auf einen gefährlichen Grat hinbewegen und wegen ein paar solcher Wahnsinniger (also der jene Gewalttaten ausübenden Terroristen) unsere Freiheit und Selbstbestimmung verlieren werden. Sorry, falls es offtopic ist, ich bin nur in diesem Punkt echt verzweifelt allmählich, weil derartige Vorfälle echt zu weit gehen und ich auch nicht weiß, was ich machen soll, zumal ich mir als braver Zivilist keiner Schuld daran bewußt bin. :( |
| Lacerta | Ich sehe die Lösung in einer neu gegründeten oder reformierten UNO, welche unter anderem durch die Abschaffung des Vetorechts, die bisher nur ein Privileg der ständigen Mitglieder ist, gestärkt sein würde. Mitgliedsländer müssten außerdem entsprechend ihrer Einwohnerzahl im Sicherheitsrat gerecht repräsentiert werden!, wohlgemerkt jedoch nur diejenigen Länder, welche mit Hilfe einer neuen klar definierten UNO-Carta die Menschenrechte achten und bestrebt sind den Weltfrieden auf der Welt zu sichern. Die reformierte UNO müsste zudem weitgehend von einem bestimmten Staat finanziell unabhängig sein und sich auf die Verteilung der Finanzierung auf die einzelnen Mitgliedsländer verlassen können. Ich stelle mir dabei vor, dass die Mitgliedländer 0,5 bis 2 Prozent ihrer Steuereinnahmen an die UNO zahlen. In Friedenszeiten könnten diese Gelder als Wirtschaftshilfen in ökonomisch schwachen Regionen, wie zB Palästina, Afghanistan, Libien, Israel und in Afrikanischen Staaten verwendet werden um den Menschen in diesen Regionen eine Perspektive zu verschaffen um dem Fundamentalismus Einhalt zu gebieten. In einem weiteren Schritt könnte ich mir gut vorstellen, dass die Uno in Zukunft frei über das Militär der einzelnen Mitgliedsstaaten bestimmen kann. So können wichtige Einsätze besser organisiert und die Effizienz gesteigert werden. Elend lange Diskussionen welcher Staat nun wieviel Soldaten zur Verfügung stellen soll, würde somit der Vergangenheit angehören! Auch die Atomraketen würden somit unter der Kontrolle der UNO stehen. Und schließlich würde ich in einem letzten Schritt den Weg für eine Weltregierung ebnen. Dabei sollen die Erdbewohner (bzw nur die Menschen in den Mitgliedsstaaten) in freien Wahlen die Weltregierung selbst wählen dürfen. Im Rahmen eines Weltstaates wird es der Regierung möglich sein ein sozial, gerecht und für uns zur Zeit utopisches Wirtschaftssystem einzuführen, welcher wie bereits erwähnt für jede Mann und jede Frau und der Umwelt nutzen bringt. Radikalität entspringt ja bekanntlich aus der Armut und der Verzweiflung und ich denke, dass es möglich sein müsste mit diesen drei Schritten die Armut zu beseitigen und eine friedliche Welt schaffen zu können. Ist dies etwa naiv? Ich bitte um Kritik. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lacerta [/i] Und schließlich würde ich in einem letzten Schritt den Weg für eine Weltregierung ebnen. Dabei sollen die Erdbewohner (bzw nur die Menschen in den Mitgliedsstaaten) in freien Wahlen die Weltregierung selbst wählen dürfen. [/QUOTE]Das halte ich nicht für eine gute Sache. Zentralisierung und Vertreter-Wesen ist immer anfällig für gezielte Störungen, und damit für Korruption und Machtmissbrauch. [QUOTE]Im Rahmen eines Weltstaates wird es der Regierung möglich sein ein sozial, gerecht und für uns zur Zeit utopisches Wirtschaftssystem einzuführen, welcher wie bereits erwähnt für jede Mann und jede Frau und der Umwelt nutzen bringt. [/QUOTE]Umgekehrt wird ein Schuh draus. Zuerst muss das Wirtschaftssystem verändert werden. Sonst bleiben die Machtverhältnisse so wie sie sind beziehungsweise vergrößert sich das Machtgefälle immer weiter. Wenn die Menschen [b]wirtschaftlich[/b] unabhängig sind, dann können sie frei entscheiden, wie sie sich organisieren wollen. [QUOTE]Radikalität entspringt ja bekanntlich aus der Armut und der Verzweiflung und ich denke, dass es möglich sein müsste mit diesen drei Schritten die Armut zu beseitigen und eine friedliche Welt schaffen zu können. [/QUOTE]Radikalität entspringt vor allem aus der Verzweiflung. Oft sind gerade Menschen, die in Armut leben, besonders (gast-)freundlich und hilfsbereit. Andererseits gibt es viele Menschen, die zu Radikalität neigen, obwohl es ihnen materiell gut geht. Es kommt also vor allem darauf an, etwas gegen die Verzweiflung zu tun, etwas dagegen zu tun, dass Menschen mit ihren Ängsten und Problemen allein gelassen werden. Meinen Vorschlag, wie wir da herangehen könnten, habe ich schon kurz angedeutet: [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] Mein Vorschlag ist, dass die friedliebenden Menschen in allen Teilen der Welt den Kontakt zueinander suchen und den Terrorkonzepten der Kriegstreiber tragfähige, lebbare Friedenskonzepte entgegenstellen. [/QUOTE]Ein solches Netzwerk ist nicht an bestimmte vorgedachte Strukturen gebunden. Wenn nur der Wille dazu da ist, können alle verfügbaren Möglichkeiten genutzt werden (Internet, Briefpost, Reisen und persönliche Begegnungen, Amateurfunk und vieles mehr). Dann lässt sich nämlich auch nachprüfen, dass geleistete Hilfe (Spenden usw.) auch beim Hilfsbedürftigen ankommt, statt in irgendwelchen dunklen Kanälen zu versickern. |
| darkmav | Trotzdem fällt einem die Korrelation zwischen fundamentalistischem Glauben und Aggressionsbereitschaft auf: Terrorismus, Iran, Palästina usw. Der Islam scheint Komponenten zu haben, die nicht gerade friedensstiftend wirken. Stichworte: Jungfrauen im Paris, heiliger Krieg usw. Auch im "kleinen" erscheinen mir Muslime als weitaus aggressiver, als besipielsweise Buddhisten. Eine Ausprägung islamistischer Erziehung, ist ja auch, daß den jungen Männern Werte wie "Stolz", "Ehre", "Stärke", "Macht" eingetrichtert werden, den jungen Frauen eher "Demut", "Sanftheit", "Zurückhaltung". Da wundert es einem auch nicht, wenn junge Türken durch die Gegend laufen, als wären sie die Kings, deutsche Frauen aufs unangenehmste anmachen, während die ihnen Angetraute zuhause um die Kids kümmern muß. Wer das nicht glaubt, der sollte mal in Mannheim in eine Disko gehen mit 20 bis 30% Türken-Anteil! Als Frau sollte man sich da besser gleich in Sicherheit bringen, als Mann sollte man aufpassen, wo man hinschaut, ansonsten kommt so ein Spruch: "Eh... Was guckst Du? Willsch was auf die Fresse, Alder?". Wenn nicht an der Religion, woran liegt das sonst, daß Türkische junge Männer so aggressiv sind? Vielleicht hat da ein "Jesus" gefehlt? Von Mohammed weiß ich nicht so viel, außer daß man von ihm dolle Karikaturen zeichnen kann :D Edit: Nicht alle jungen Türken sind so, aber gerade, wenn man viel in der Öffentlichkeit unterwegs ist (Straßenbahn, Nachtleben), merkt man, daß an diesem Klischee schon etwas dran ist! [Hätte ich vorher, als ich noch auf dem Land wohnte, auch nicht geglaubt... So daß ich annehme, daß Leute, die wohlbehütet in einer besseren Wohngegend leben, die Strecken mit dem Auto zurücklegen, und brav Grüne wählen, das immer noch nicht glauben] |
| Apex | [QUOTE]Von Mohammed weiß ich nicht so viel[/QUOTE] Sehr gute Ausgangsbasis, wenn man über das Thema reden will...:rolleyes: |
| LaChatte | [QUOTE]Auch im "kleinen" erscheinen mir Muslime als weitaus aggressiver, als besipielsweise Buddhisten. Eine Ausprägung islamistischer Erziehung, ist ja auch, daß den jungen Männern Werte wie "Stolz", "Ehre", "Stärke", "Macht" eingetrichtert werden, den jungen Frauen eher "Demut", "Sanftheit", "Zurückhaltung".[/QUOTE] Diese Sorte der Erziehung fand man vor nicht allzu langer Zeit - oder sogar heute noch - auch im erzkatholischen Italien und im orthodoxen Griechenland... inklusive Jungfräulichkeitskult, Ehrenmorde und was da noch alles dazu gehört. Typisch islamisch ist dies Haltung also nicht. |
| darkmav | Tja... wollte nicht blenden, und so tun, als ob ich DER Mohammed-Experte wäre. Aber das kann man ja alles nachlesen. In Wikipedia gibt es beispielsweise ein ganzes Kapitel (mehrere Bildschirmseiten) über "Militärische Aktivitäten („ghazawât“) Mohammeds und seiner Anhänger". Pazifist, wie Jesus, war dieser Mohammed schon mal nicht... Vielleicht läßt sich hiermit auch der Expansionismus des Islams erklären? Das Christentum hat sich durchgesetzt, weil die Idee dahinter so wunderbar war [1], der Islam wohl eher, weil alles kurz und kleingehauen wurde, was ihm in den Weg kam. [1] Spreche jetzt von der Anfangszeit. Später (Kreuzzüge) war es anders - damit hatte aber Jesus nichts mehr zutun, wohingegen Mohammed ja selbst an den Scharmützeln beteiligt war. Zitat aus Wikipedia: "Der islamischen Historiographie, wie Ibn Ishaq, zufolge war die Verletzung eines Vertrages mit Mohammed - den die Geschichtsschreiber allerdings näher nicht beschreiben - der Anlaß für die Belagerung der Festungen der Banū Quraiẓa durch Mohammeds Truppen. Die B. Aus, nunmehr als einflussreiche Helfer (Anṣār) Mohammeds, appellierten an ihn, ihren alten Verbündeten aus der vorislamischen Zeit gegenüber Milde walten zu lassen. Die Banū Quraiẓa ergaben sich bedingungslos und verließen ihre Festungen. Mohammed überließ die Entscheidung über den Schicksal der B. Quraiẓa dem Stammesführer der B. Aus selbst: Saʿd b. Muʿāḏ . Er befahl, alle Männer zu töten, Frauen und Kinder in Gefangenschaft zu nehmen und sie mit ihrem Hab und Gut unter den Muslimen als Beute aufzuteilen." Islam - eine friedliche Religion... daß ich nicht lache! Wenn's so schon angefangen hat, dann wundert mich gar nichts mehr. @ LaChatte: Aber im Islam ist diese Erziehung heutzutage noch gang und gebe. Die Tatsache, daß es irgendwo anders auch mies ist oder war, reicht nicht als Entschuldigung. |
| LaChatte | [QUOTE]Aber im Islam ist diese Erziehung heutzutage noch gang und gebe. Die Tatsache, daß es irgendwo anders auch mies ist, reicht nicht als Entschuldigung.[/QUOTE] Es geht nicht um eine Entschuldigung. Es geht nur um die Feststellung, das Machogetue im christlichen Umfeld genauso gefunden werden kann wie im Islam, und dass es wohl andere Gründe geben muss, warum viele Muslime heute immer noch sehr macho sind, während dies in vielen christlichen Ländern nicht mehr so häufig der Fall ist wie vor fünfzig Jahren. |
| darkmav | @LaChatte: >> Es geht nicht um eine Entschuldigung. Es geht nur um die Feststellung, das Machogetue im christlichen Umfeld genauso gefunden werden kann wie im Islam, und dass es wohl andere Gründe geben muss, warum viele Muslime heute immer noch sehr macho sind, während dies in vielen christlichen Ländern nicht mehr so häufig der Fall ist wie vor fünfzig Jahren. Hmmm... Fallen Dir welche ein? Sicherlich, einen Bodensatz an Aggression und Machogetue gibt es in jedem Kulturkreis, aber gerade bei jungen Türken ist Aggressivität eher der Normalfall denn die Ausnahme. Hier die statistische Untermauerung meiner Thesen: [url]http://www.kfn.de/tuerkfaz1.html[/url] (gefunden auf der Homepage des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen) Übrigens auch bei Fußballspielern: [URL=http://www.danke-schweiz.de/]Danke Schweiz![/URL] ;-) |
| ange gardien | Nach den Vorfällen an der Berliner Rütlischule kamen in den Medien auch einige Berichte über das Schulwesen in der Türkei, wo Gewalt wohl noch weit verbreiteter und alltäglicher ist als in Deutschland. Ein türkischer Minister (!) führte dies darauf zurück, dass in der Türkei eine "gewalttätige Proletenkultur" vorherrsche. Diese Worte kamen wie gesagt aus dem Mund eines türkischen Politikers. Ich denke hier ( im orientalischen Raum )kommt alles zusammen. Sogenannte "Machokulturen", in denen Stärke und Gewalt als Ideal angesehen werden + eine Religion, die sich in der Tat nicht besonders friedlich darstellt und dargestellt hat. Schaut man sich, abseits aller "Islam heisst Frieden" Lippenbekenntnisse, die Welt einmal an, ist es eben fakt das es an sämtlichen Schnittstellen zwischen islamischer Welt und anderen Religionen bzw. Kulturen mehr oder weniger stark knallt. In der islamischen Welt selbst natürlich auch, wo sich Sunniten, Schiiten usw. munter gegenseitig abschlachten. |
| LaChatte | [QUOTE]Hmmm... Fallen Dir welche ein? Sicherlich, einen Bodensatz an Aggression und Machogetue gibt es in jedem Kulturkreis, aber gerade bei jungen Türken ist Aggressivität eher der Normalfall denn die Ausnahme.[/QUOTE] Mir fällt hundert Jahre Emanzipation in Europa und Nordamerika ein... vorher war es um das Schicksal der Frauen hierzulande nicht besser bestellt als in den islamischen Gebieten. [QUOTE]Schaut man sich, abseits aller "Islam heisst Frieden" Lippenbekenntnisse, die Welt einmal an, ist es eben fakt das es an sämtlichen Schnittstellen zwischen islamischer Welt und anderen Religionen bzw. Kulturen mehr oder weniger stark knallt.[/QUOTE] "Christentum ist Liebe" ist als Slogan auch nicht gerade glaubwürdiger, wenn man ein bisschen die Geschichte betrachtet. ;) |
| ange gardien | [QUOTE]"Christentum ist Liebe" ist als Slogan auch nicht gerade glaubwürdiger, wenn man ein bisschen die Geschichte betrachtet. [/QUOTE] Ich habe nichts gegenteiliges behauptet. Wobei das Christentum hier gottlob in der neueren Geschichte eine relativ positive Entwicklung durchgemacht hat. Deshalb lege ich hier die Betonung auf "Geschichte". [QUOTE]Mir fällt hundert Jahre Emanzipation in Europa und Nordamerika ein... vorher war es um das Schicksal der Frauen hierzulande nicht besser bestellt als in den islamischen Gebieten. [/QUOTE] Diese Emanzipation der Frauen wäre aber nicht möglich gewesen, wenn es nicht gleichzeitig auch einen gesellschaftlichen Wandel in der christlichen Welt gegeben hätte. Die selbe Emanzipation z.B. in Afghanistan oder Pakistan wäre ein sehr steiniger Weg ( im wahrsten Sinne des Wortes ). Aber ich schweife vom Threadthema ab. |
| LaChatte | [QUOTE]Diese Emanzipation der Frauen wäre aber nicht möglich gewesen, wenn es nicht gleichzeitig auch einen gesellschaftlichen Wandel in der christlichen Welt gegeben hätte. Die selbe Emanzipation z.B. in Afghanistan oder Pakistan wäre ein sehr steiniger Weg ( im wahrsten Sinne des Wortes ). [/QUOTE] Die Emanzipation war auch in Europa ein steiniger Weg. Das dürfen wir nicht vergessen, auch wenn uns heute die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau selbstverständlich erscheint. Vielleicht liegt ein langfristiger Weg zu Frieden ja auch in den islamischen Ländern darin, dass sich die Frauen emanzipieren? Was wohl auch ein Thema ist, ist die Bedeutung der Familie. In konservativen muslimischen Ländern werden die traditionellen Familienwerte noch viel stärker gelebt als bei uns, wo Scheidungen, Patchworkfamilien etc. an der Tagesordnung sind. Es ist mE wichtig, dass wir im Westen neue Formen finden, "Familie" zu leben, und das auf eine positive Art und Weise. Das Modell "Kleinfamilie" funktioniert ja ganz offensichtlich nicht besonders gut, und die Vorwürfe von "Unmoral" haben durchaus einen wahren Kern. |
| schattenlichter | ich denke das beste wäre,langfristig friedensarbeit zu leisten, dafür zu sorgen, dass menschen unterschiedlicher religionen und nationalitäten begegnen und so vorurteile abbauen. dann wird auch die chance, dass ein gewisses umdenken, zumindest erstmal in einem teil der bevölkerung stattfindet. schon das wäre doch ein fortschritt. ein volk braucht zeit um sich zu ändern. außerdem dürften die regierungen und reichen anderer länder nicht in den regierungen der betroffenen länder allzusehr mitmischen, da die menschen dann glauben, dass wir uns sozusagen gegen sie verschwören, die regierung nach unseren wünschen manipulieren, dass wir die zT undemokratischen triebe der regierung noch unterstützen. lässt sich im moment sehr gut im kongo beobachten. und auch in den gnzen ölländern. da ist es dann ziemlich klar, dass die was gegen uns haben. grüße sarah |
| Popstar | mich als durchschnittsdeutschen interessiert der islam oder der buddhismus soviel, wie der preis einer packung tee. wenn ich tee brauch und wenig geld in der tasche hab, guck ich drauf. ansonsten ist mir scheißegal, was der tee kostet, weil ich kaffee trinke. und im gleichen maße wird das zusammenbringen von religionen auf konstruktiver und diskursiver ebene scheitern, vor allem in dem jeweiligen vorhaben, die religion nicht des diskurses wegen in den hintergrund rücken zu lassen. denn: wenn man kaffee haben kann, warum soll man sich dann mit teebauern unterhalten? macht das leben nur unnötig kompliziert. eine stärkere distanzierung der friedlichen muslime wäre vielleicht langsam mal angebracht. gerade in der hinsicht könnten sich frauen betreffenden glaubens enorm hervortun - aber aufstand heißt, aufzustehen. das hatten wir woanders schon mal. eine konstante situation zu ändern birgt immer die gefahr, dass sie sich verschlechtert, unbeachtet der frage, was diese situation ist - z. B. auch ein konstanter kreig oder eine konstante menge terroristischer anschläge. andere baustelle: überlegt, welchen grund es gibt, völker zu überwachen. ein schluss wäre, dass auch Blair und Bush nur rädchen sind. rädchen wovon? verschwörung? oder ganz einfach eine kaffeetrinkende gesellschaft? was diese anschläge also eigentlich offenlegen ist ein mangel. würde man diesen mangel (und es ist wurscht, woran es mangelt) auf das gesamte volk ausdehen, würde sich die gute kaffeesituation ändern. und da heult natürlich der am meisten, der am bequemsten ist - aus allen schichten der bevölkerung. |
| Odessa | --- eine stärkere distanzierung der friedlichen muslime wäre vielleicht langsam mal angebracht. gerade in der hinsicht könnten sich frauen betreffenden glaubens enorm hervortun ---- popstar, da stimme ich dir zu und schrieb auch dementsprechendes. nur versteh eines: wenn du als "richtig" islamische frau aufwächst, also in einer radikal islamischen familie, wo du von klein auf lernst, daß du nichts zu sagen hast... dann ist es verdammt schwer, da auszubrechen. den "luxus" können sich die moslemischen frauen leisten, die hierzulande geboren wurden, die hier großwurden, die nicht in ländern wie z. b. afghanistan oder pakistan leben müssen, wo du gar keine chance hast, als frau "auszubrechen", weil du keine 100 meter alleine auf die strasse laufen darfst, ohne sofort wieder eingefangen und verprügelt zu werden für dein "ungehöriges" benehmen. und sei ehrlich - wenn du die wahl hast zwischen z. b. "lebenslang eingesperrt werden in der wohnung des mannes/vaters/bruders" (immer noch eine gängige strafe in manch rigider islamischer familie!) oder zwischen "ich halt die schnauze und lebe dafür aber weiter".... ? kann mans den frauen verdenken, wenn sie sich fürs leben entscheiden? |
| Popstar | @Odessa und was ist mit den muslimischen männern? ich meine nicht die, die ihre frauen verprügeln, weil sie zu weit vom herd abgerückt sind. wenn der islam im großteil nicht kriegerisch/aggressiv ist, dann MUSS es diese männer geben. und wenn es sie gibt, warum machen sie nicht das maul auf? warum werden die kriegstreiber nicht geächtet und in kauf genommen, dass die religion geächtet wird? wo ist da der vielpropagierte stolz? wird Allah das wieder kitten, später beim gerichtet-werden? ist es dann nicht vielleicht ein bisschen zu spät? es ist doch so mit der distanzierung: wenn nicht mein arsch bedroht ist, beweg ich mich nicht (denn das fass ist dann NICHT am überlaufen). gleiches gespenst geht bei den juden um (und ich sage "juden" wie "christen", "buddhisten", "muslime"), wo nicht geächtet wird, wer menschen tötet. denn der hat recht, weil das recht auf einer ranch im westen lebt. Spiegel, gerade eben (auch wenn der Spiegel immer mehr BILDisch wird): > Grünen-Fraktionsvize Jürgen Trittin sagte, Strafaktionen im Streit über die Atompolitik bedienten nur "die Bombenfantasien des Herrn Rumsfeld". < cleverer mann, der Trittin. denn was er sagt, ist nicht nur auf den iran und die usa anwendbar. und wer mal lesen will, was so in Seinem namen für scheiße produziert wird, kann das [url=http://gimf-nachrichten.blogspot.com/]hier[/url] gerne tun - in farbe und deutsch; damit man weiß, welches gespenst dort gegen welches "rancher-recht" kämpft. und @schattenlichter In den Augen des Demokraten ist suspekt, wer sich nicht erniedrigt. Nicolás Gómez Dávila (1913-1994) |
| Odessa | @Odessa und was ist mit den muslimischen männern? ich meine nicht die, die ihre frauen verprügeln, weil sie zu weit vom herd abgerückt sind. wenn der islam im großteil nicht kriegerisch/aggressiv ist, dann MUSS es diese männer geben. ---- Popstar, Du hast auch hier wieder Recht.... natürlich muss es diese Männer geben und es gibt sie auch. Nur - ich kann Dir leider nicht beantworten, warum es so wenig sind bzw. warum sie - so sie doch eine Mehrheit wären/sind - nicht genug in Erscheinung treten. Ich kann Dir nur wieder versichern, daß die moslemischen Männer in meinem Umfeld wie in einem vorigen Beitrag erwähnt durchaus sofort aktiv wurden, Initiativen starteten via internet, sich distanzierten von diesen wahnsinnigen hasserfüllten Fanatikern und von diesen Betonköpfen... Man muß in "demokratischen" (ich schreibe es bewußt in "") Bahnen bleiben, bei seinen Aktionen, will man sich nicht selbst dem Vorwurf des Fanatismus und der Unrechtmässigkeit aussetzen. Das macht es sehr schwer, effektiv gegen die "lauteren" und auffälligeren Stimmen (besagte Hardcore-Islamisten, Haßprediger etc.) vorzugehen. Die leisen Töne der Friedfertigen, die versuchen zu vermitteln, werden - hier wie auch sonst überall auf diesem Planeten - eben nicht so wirklich gehört... --- und wenn es sie gibt, warum machen sie nicht das maul auf? warum werden die kriegstreiber nicht geächtet und in kauf genommen, dass die religion geächtet wird? ---- Sh. oben - oder lass mich andersrum fragen: ich "unterstelle" Dir jetzt einfach mal, für dieses Beispiel, Du wärst ein Christ. Bist Deutscher. Und nun wirst Du zur Rechenschaft gezogen dafür, daß christliche Deutsche sich nicht genug wehren gegen die in einigen Bundesländern gehäuft auftretenden Übergriffe von Neonazis. Die eine Minderheit sind, immer noch, aber die natürlich wesentlich mehr auffallen und Schaden anrichten als 1000 friedliche Deutsche, die per Taufe "Christen" wurden und es blieben, aufm Papier. Wäre es gerecht, Dir die Verantwortung aufs Auge zu drücken für diese Neonazis unter Deinen Landsleuten? Was könntest Du denn tun, ausser Dich selbst klar distanzieren von solchen Idioten, bei Demos mitzumachen, Flugblätter etc. zu verteilen, in privaten Gesprächen oder auf Internetforen zu versuchen, Menschen davon zu überzeugen daß diese Leute NICHT "typisch deutsch/typisch christlich-abendländisch" handeln? -- es ist doch so mit der distanzierung: wenn nicht mein arsch bedroht ist, beweg ich mich nicht (denn das fass ist dann NICHT am überlaufen). --- Nun, "wir" (die erwähnten Moslems, die sich distanzierten) haben unseren Arsch bewegt. Wir können aber nicht Millionen anderer Menschen zwingen, ihren Arsch zu bewegen, wir sind keine Faschisten oder Diktatoren, die ihre Mitmenschen mit GEWALT zu gemeinsamen Aktionen "bekehren" wollen/können/dürfen. Ich verstehe was Du meinst, und teile Deine Ansicht... aber ich kann weder für meine Mitmenschen noch für deren Taten und Nicht-Taten die Verantwortung übernehmen.... |
| Popstar | dein beispiel hinkt, denn die nazifressen aggieren nicht im namen Jesu Christi noch im namen eines gottes. ich sitz mir allerdings auch nicht den arsch platt, wenn dies kroppzeug durch meine straße marschiert oder sich mit Ahmadinedschad verbrüdert (und ihm den laufpass gibt, wenn irgendwelche irren hier in meiner heimat züge in die luft sprengen wollen). meine demokratie findet jedenfalls nicht auf dem sofa statt (hah, auf welchem auch!). es erschreckt aber zu sehen, dass (auch in deutschland) in moscheen leute predigen dürfen, die offensichtlich einer ideologie folgen, die gegen gesunden menschenverstand geht. lass mich mal so fragen: wann gabs die letzten hasspredigten in den kirchen? "zutritt verweigert" wäre meine antwort, soll er/sie/es doch zu hause vorm spiegel predigen. und ich würd meinen zuhörer erzählen, dass namentlich der und der den glauben in missgunst zieht und das werk (egal welches jetzt) hier und dort falsch auslegt. soll er predigen, aber nicht in den ehrenwerten häusern. |
| Odessa | --- dein beispiel hinkt, denn die nazifressen aggieren nicht im namen Jesu Christi noch im namen eines gottes. --- Du, so sicher wäre ich mir da nicht bei allen - okay, ich kann hier nur von Einzelfällen berichten, mit denen ich mal versucht habe, "vernünftig" zu reden (bei Demos und im Rahmen einer Veranstaltung), aber da waren verdammt viele, die sich z. B. mit diesem Odin-Gedöns und Germanentum-Krempel schmückten als "Religion". Wieder Andere laberten ständig was vom "christlichen Abendland" das man "rein" halten müsse von so "Kanacken-Schlampen" wie mir *g*. Von daher hatte und habe ich die Verbindung im Kopf, daß viele dieser Nazis zumindest in Grundzügen religiös sind und dementsprechend auch argumentieren. Aber wie gesagt, das war nur eine private Erfahrung aus Einzelgesprächen, ich kann das nicht auf die ganze Nazi-Szene übertragen, klar... --- ich sitz mir allerdings auch nicht den arsch platt, wenn dies kroppzeug durch meine straße marschiert oder sich mit Ahmadinedschad verbrüdert (und ihm den laufpass gibt, wenn irgendwelche irren hier in meiner heimat züge in die luft sprengen wollen). --- Siehste, dann machen wir beide doch schon mal zumindest etwas und hocken eben nicht unsere Hintern platt. Dann sind wir also schon mal zwei. Und es wird überall da zwei geben und dort zwei geben, die nicht nur labern oder jammern, sondern auch was tun - vielleicht kann es ja Andere motivieren :-) --- meine demokratie findet jedenfalls nicht auf dem sofa statt (hah, auf welchem auch!). --- sorry, das ist jetzt reine weibliche Neugier, aber vielleicht magst du ja trotzdem drauf antworten - wieso kein Sofa? Keinen Bock drauf oder keine Kohle dafür? --- es erschreckt aber zu sehen, dass (auch in deutschland) in moscheen leute predigen dürfen, die offensichtlich einer ideologie folgen, die gegen gesunden menschenverstand geht. --- Du hast auch hierin meine vollste Zustimmung! Damit schade ich genau den Moslems, die hier gerne in Frieden und unbehelligt vor diesen Hardcore-Fundis leben möchten, die oftmals vor genau diesen Leuten aus ihrer Heimat geflüchtet sind (Iraner damals, zu Zeiten Khomeinis) und eigentlich nach Deutschland kamen, um Ruhe vor diesen fanatischen Freaks zu haben. Wie nahezu grotesk es für diese Leute dann ist, wenn sie sehen, daß diese Typen hierzulande unter dem Deckmantel der "Religionsfreiheit" und des besagten "Multikulti-Pseudoliberalismus" ihren kriminellen und hassverblendeten Schwachsinn ausleben dürfen, kann man sich sicher vorstellen. |
| Popstar | das mag von bundesland zu bundesland unterschiedlich sein. wer hinter der mauer aufgewachsen ist, der wurde weniger bis gar nicht religiös erzogen (ja, es gibt ausnahemn, herrschaftszeiten nochmal!). bis jetzt sind mir aber noch keine nazis über den weg gerannt, die "im namen Odins breche ich dir alle knochen, du kanacke!" gebrüllt haben. wenn ich mir die verlinkte seite anschaue, dann wird da aber ganz gezielt zu Allah gebetet, er möge den kämpfern kraft geben und die feinde schwächen. da ist die religion (oder ihr fanatisches abbild) fester bestandteil des lebens, bei den nazis ist es wenn dann nur schmückendes beiwerk. editiert: "12.08.2006 Marlow Während der Öffnungszeit der evangelischen Kirche in Marlow zerreisen mehrere Personen eine Bibel, warfen Altarkerzen um und ritzten ein etwa 100x80 Zentimeter großen Hakenkreuz in eine Jesusbild. Quelle: Ostseezeitung" von [url]www.lobby-mv.de[/url] deutschland will ja jetzt (wer hats noch nicht mitbekommen? sechs, setzen!) truppen richtung nahost schicken, und innerhalb brodelts dann heftig. da werden jetzt schon anschläge heraufbeschworen, die mein schönes land und dessen bürger treffen, wenn wir uns da unten einmischen. klar, abwegig ist das im angesicht großbritaniens und spaniens nicht. da werden die deutschen noch vor dem ersten handschlag als feinde gebrandmarkt, obwohl sie (vielleicht, wir hoffen es) für FRIEDEN sorgen wollen. wie groß muss der hass sein, dass er den frieden nicht erkennt? das läuft wie immer auf "euer frieden ist nicht unser frieden" hinaus. alternative? lasst sie machen da unten? oder: stärkt die, die nicht so abgedreht sind? keine ahnung, ich bin zum glück kein politiker. Prinz Karim Aga Khan IV, Oberhaupt der ismaelitischen Muslime [url=http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1325086,00.html]äußerte sich[/url] 2004, dass der terrorismus vornehmlich aus politischem willen stattfindet (ah guck an, vielleicht ist das, was die usa da treiben, ins gleiche licht zu rücken). 2006 wird das problem mangels "überwachung" der selbständig wachsenden terrorzellen etwas diffiziler, weil hier eigene interpretationen (und persönliche belange) mit ins spiel kommen, was zusätzlich zur pluralistischen ausrichtung des islam wohl kein problem darstellt. weil der islam nicht sagt, dies oder das ist die einzige richtschnur, ist es um so problematischer, mit jedem wahnsinnig gewordenen mittelstandsbürger zu diskutieren, was sicher noch schwerer wird, wenn er sieht, wie seine familie von den "kreuzdienern" in seinem heimat-/herkunfts-/geburts-/herzensland abgeschlachtet wird. klar, wenn dann noch mehr armee ins land kommt, auch wenn sie nur sichern soll, dass man dann aus schlechter erfahrung nicht sonderlich positiv reagiert. eine armee ist selbst für einen deutschen nicht unbedingt der inbegriff für frieden und herzensgüte. was soll ich mit nem sofa? du hast eine option vergessen: kein platz dafür. |
| Odessa | --- deutschland will ja jetzt (wer hats noch nicht mitbekommen? sechs, setzen!) truppen richtung nahost schicken, und innerhalb brodelts dann heftig. da werden jetzt schon anschläge heraufbeschworen, die mein schönes land und dessen bürger treffen, wenn wir uns da unten einmischen. ---- was mir angst macht ist, daß die immer sehr guten beziehungen zwischen deutschland und den palästinensern, die in der qualität nur noch auch zwischen skandinavien und den palästinensern bestanden, darunter leiden könnten. die arabische welt hat grosses vertrauen in deutschland, immer gehabt, so wie zu norwegen, schweden und dänemark und so wie es auch bei den guten beziehungen deutschland-iran der fall ist. hilfe von deutschland wäre wirklich willkommen der art, daß man deutschen soldaten - auf arabischer seite - völlig vertraut; man kennt ihr wirklich ehrliches und motiviertes engagement und ihren willen zu helfen, OHNE "belehren" oder "missionieren" zu wollen; man weiss vor allem auf arabischer seite auch, daß die deutschen meistens selbst genug vorbehalte gegen die außenpolitik eines herrn bush haben, man weiß dass die deutschen sehr kritisch sind aufgrund ihrer unrühmlichen furchtbaren vergangenheit mit einem schnurrbartträger, und man hat die haltung deutschlands im irakkrieg sehr genau verfolgt und nicht vergessen, daß deutschland sich GEGEN diesen krieg aussprach. --- klar, abwegig ist das im angesicht großbritaniens und spaniens nicht. --- aber bitte bedenke: gb = die ewige schuld lord balfours. noch kein jahrhundert her. und ein tony blair und eine m. thatcher mit ihrem verhalten der arabischen welt gegenüber. spanien - dito, irakkrieg. --- da werden die deutschen noch vor dem ersten handschlag als feinde gebrandmarkt, obwohl sie (vielleicht, wir hoffen es) für FRIEDEN sorgen wollen. --- wie beschrieben - das gros der bevölkerung WILL die deutschen (soldaten) haben. man schätzt und nahezu verehrt die "jungs vom bund", weil man - in anderen fällen - bereits erleben durfte, daß ihre hilfe, ähnlich der des THW oder des roten kreuzes, OHNE "moralisierenden" zeigefinger und ohne "an unserem (west)wesen soll die (morgenland-)welt genesen"-allüre erfolgt. wir wissen alle, daß unsere regierung andere gründe dafür hat/haben mag und es nicht um menschlichkeit und schutz für hilfsbedürftige geht. aber weisst du... ich bin immer noch so ein naives kind in der seele, daß ich das echt einfach wegschiebe und mir sage: zählen tut die TAT. die tat des einzelnen soldaten, der dann dafür sorgt, daß meine landsleute ohne bombenterror - sowohl von seiten der hisbollah als auch von seiten israels - leben können. dass kinder wieder in schulen gehen können und väter zur arbeit. der einzelne soldat hat es in der hand, den ruf deutschlands und vor allem seiner "helfer" (ob nun ehrenamtliche oder bw oder hilfsorgas) und der ein GUTER ruf ist, zu festigen bei solchen einsätzen. -- Prinz Karim Aga Khan IV, Oberhaupt der ismaelitischen Muslime äußerte sich 2004, dass der terrorismus vornehmlich aus politischem willen stattfindet --- richtig, das schrieb ich ja auch - der islam ist vorgeschoben. es geht nicht um gott oder glauben, das sind nur mittel, die massen zu mobilisieren und die "masse" lässt sich am besten mit ihrem glauben mobilisieren. weil es da den menschen an seinem kern trifft, seiner seele. und weil es das töten ja so viel leichter macht *zyn*, wenn man "weiß", daß man dafür ins paradies kommt. es funktionierte bei den kreuzzüglern doch auch, im namen gottes wurden - und werden in den usa noch heute! - waffen gesegnet, die stunden später menschenleben töten... --- weil der islam nicht sagt, dies oder das ist die einzige richtschnur, ist es um so problematischer, mit jedem wahnsinnig gewordenen mittelstandsbürger zu diskutieren, was sicher noch schwerer wird, wenn er sieht, wie seine familie von den "kreuzdienern" in seinem heimat-/herkunfts-/geburts-/herzensland abgeschlachtet wird. ---- da hab ich jetzt ein rein sprachliches verständnisproblem, verzeih die nachfrage - wie meinst du das? die bürger in arabischen ländern sind gemeint? die kreuzdiener sind wer? (---du hast eine option vergessen: kein platz dafür. --- kühlschrank raus. bei den sommern in diesem land bleibt auch draussen alles frisch ;-)... |
| Popstar | "kreuzdiener" ist ein begriff den islamistische organisationen für leute vornehmlich aus dem westen verwenden. er spielt auf den glauben und die darunter begangenen taten an - kreuzzüge, ist aber weitreichender. er schließt nämlich auch die ein, die "nur" aus den westlichen ländern kommen. sie seien ja werkzeuge des kreuzzugs und damit auch kreuzdiener. interessanterweise werden selbst hilfsorganisationen teilweise so betitelt, was die schwachsinnigkeit dieser leute noch einmal mehr zeigt. der "ahnsinnig gewordenen mittelstandsbürger" ist jener, der in london, madrid sonstwo terrorakte plant oder begeht - aus eigentlich der mitte der gesellschaft heraus. es ist nachfühlbar, dass wenn dessen leute hingeschlachtet werden er einen sündenbock oder schuldigen braucht, den es immer auch gibt (irgendwer drückt letztendlich ab). am ehesten lässt der sich eben da finden, wo die großen unterschiede sind (naja, so groß sind sie eigentlich nicht, interessanterweise) je mehr interpretiert und selbst gegründet wird, desto unüberschaubar ist, wer da gegen wen welchen hass hegt oder hegen könnte. hinzu kommt die überzeugung, dass hinter der öffentlichen geschichte immer auch eine dreckige andere geschichte stehen muss, was dem potenziellen attentäter mehr noch vorgaukelt, für recht / ausgleich zu sorgen und gehört zu werden. manchmal mutet es wie das antiquierte auge-um-auge an. |
| Odessa | Danke für die Erklärung :-). Das mit den Kreuzdienern kannte ich so nicht, Gott sei Dank möchte ich sagen... in meinem Umfeld reden wir von Christen nicht so abfällig, diese Ausdrucksweise scheint wirklich radikal-islamistischen Organisationen vorbehalten. Die Hisbollahleute beziehen sich in ihren Ausdrücken auch meist mehr auf den "Westen" generell bzw. auf die USA, nicht so sehr auf die (christliche) Religion der - vermeintlichen - "Gegner". Mit dem Rest hast Du Recht, wie meistens. Es IST Auge um Auge, es IST verzweifelte Wut und Rache, und so sehr ich die Emotion an sich nachvollziehen kann, so sehr verurteile ich sie, wenn daraus solche Taten entstehen, keine Frage. |
| Popstar | ich hab nochmal im koran geblättert und mir fiel die häufige benutzung des wortes "Götzendiener" auf. ich könnte jetzt mutmaßen, dass ein kreuzdiener eine götzendiener ist, dass also kreuzdiener eine untermenge von götzendienern sind, was sich durch die ständige nennung von "Juden" und "Christen" in ein konzept fügt. ich tät das gern erklärt haben, um die worte nicht misszudeuten. |
| Apex | Meines Wissens sind Götzendiener Anhänger von Nicht-Buchreligionen, also Hindus, Naturglaube etc. Nicht jedoch Juden und Christen. |
| Popstar | war aber verlockend, so zu spielen. egal. es ist ja mit dem koran wie mit der bibel: da steht zeug drin, was mittlerweile unter dem rechtsverständnis von menschenrechten nicht mehr gelebt werden sollte. für einige leute würde das allerdings eine schicke sinnkrise bedeuten. das bekenntnis "ja, das steht da so drin, aber es gilt nicht mehr" mag ich gern hören und nicht nur die vorwürfe, man hätte dinge aus dem kontext gerissen und müsse ja auch die freundlichen abschnitte beachten. aber bis dahin ist der weg noch weit. und man kann ja nicht einfach die heiligen bücher in einer neuen, abgespeckten version rausbringen. man kann aber in den alten die abschnitte, wo es um gutes geht, fett drucken. |
| Odessa | :) Richtig, popstar - man muß das Geschriebene im Koran nicht nur im Kontext sehen und berücksichtigend dabei, daß das Arabische als Sprache zig Übersetzungs- und Deutungsmöglichkeiten offen lässt, sondern natürlich auch die Zeit damals und die Umstände... Stämme, Völker die in Clans lebten schon damals, die sich gegenseitig bekriegten, rauhe Sitten, das Recht des Stärkeren, archaische Traditionen - und ein Menschenleben war manchmal nicht wirklich "was wert". Im Abendland zu der Zeit ja genauso (wenig). Das Problem ist, daß der Koran nicht verändert, überarbeitet oder "neu herausgegeben" werden darf, das ist unvorstellbar und allein die Idee kommt einer Blasphemie gleich, da "Gottes Wort" nicht veränderbar ist. Den Spagat zu schaffen zwischen dem "Wort Gottes" und seiner Auslegung in der Neuzeit - das ist das Problem, was man auch als gemässigter Moslem hat. Für mich ist z. B. Schweinefleisch kein Tabu (mehr), weil ich weiß, daß die hygienisch bedingten Verbote diesbezüglich heute keine Gültigkeit mehr haben. Ich war aber einige Jahre mit einem Juden verheiratet und konnte erleben, daß dort solche Vorschriften, Nahrungsmittel betreffend, durchaus noch genauso ernst genommen werden: wir hatten z. B. zwei Kühlschränke im Haus, weil gewisse Lebensmittel nicht zusammen gelagert werden durften, und da liess mein Mann nicht drüber reden über eine "zeitgemässe" Auslegung seiner Vorschriften. Wer althergebrachte Regeln befolgen will, die in der heutigen Zeit eigentlich so gar nicht mehr gültig wären, wird es im Islam tun, im Judentum tun und auch im Christentum :-). Stoff genug geben alle drei Buchreligionen dafür her. |
| Popstar | moslem mit jude verheiratet - würd ich jetzt das wort gottes, wie es ins deutsche da übersetzt steht, so nehmen wie es ist, dann hast du dir und deiner familien da ganz schön was aufgeladen. und andere würden dir dafür sogar ans leder wollen. womöglich braucht man gar keine "auslegung" der abschnitte, die nicht mehr ganz passen, sondern eine auslassung, nach ihnen zu handeln oder nach ihren interpretationen zu handeln. ok, dann würde man dem wort gottes nicht vollständig folgen, täte das aber zum wohl der menschen. und ich glaub nicht, dass daran etwas schlimmes ist. oder muss ich davon ausgehen, dass ein gewisser "verschließ" einkalkuliert ist? soll ja leute geben, die so denken und umso mehr die waffen rauskramen. |