| Valnar | In Brüssel startet im September eine riesige Anti-Alkohol-Kampagne. Noch ist nicht alles bekannt, was in den Amtsstuben ausgeheckt wurde. Doch was bisher nach außen sickerte, sorgt bei Getränkeherstellern für helle Aufregung. So sollen künftig auf allen Etiketten Warnhinweise wie auf Zigaretten stehen: "Trinken ist tödlich" oder "Macht impotent". Tankstellen dürfen keinen Alkohol mehr verkaufen, andere Läden erst ab einer bestimmten Uhrzeit. Jugendliche dürfen nicht mehr ab 16 Jahre, sondern erst mit 18 oder 21 ihr erstes Bier trinken. Angedacht ist auch die Verschärfung der Promillegrenzen im Straßenverkehr und die Erhöhung der Steuer. Besonders Finnland drängelt, dass die Regeln europaweit sehr bald umgesetzt werden. "Die vergessen vor lauter Eifer, dass Bier auch Lebensfreude verspricht", erklärte gestern Peter Hahn vom Deutschen Brauer-Bund. "Die EU-Kommission behandelt den Verbraucher wie einen Konsumtrottel, der vor seinen eigenen Entscheidungen geschützt werden muss." Die nordischen Länder haben trotz ihrer verschärften Alkohol-Kontrollen weiter mit Miss-brauch zu kämpfen. In Deutschland würde die neue Regelwut zudem zahlreiche Arbeitsplätze gefährden. -------------------------------------------- Na, dass nenne ich doch mal echt though und cool von der EU. Denke zwar nicht, dass die Sprüche was bewirken. Doch das Verbot für 16 jährige ist schon lange hinfällig, IMO. Auch de Verbot an Tankstellen macht Sinn. Meist ist es ja so, dass ältere Abends für ihre Minderjährigen den Alk gleich mitkaufen. So stellt man sicher, dass man den Nachwuchs besser schützt. Auch die Verschärfung der Promillegrenzen und die Erhöhung der Steuer kann ich nur begrüßen! Alles im allen kann ich der finnischen Regierung nur zustimmen: "Bitte so bald wie möglich!" Es kann einfach net sein, dass unsere Jugend da schon verführt wird. Alkohol ist nicht einfach nur ein Genußmittel. In erster Linie ist es sehr gefählrich. Davon abgesehen wieviele Leute scheiße bauen und dann sagen: "aber ich war ja besoffen" :mad: Wenns nach mir gänge, sollte man solche Ausreden vor Gericht garnicht mehr gelten lassen. Oftmals ist es ja so, dass man Strafmilderung u.ä. bekommt. Fazit: immer her damit! Die EU wirds schon richten! :) :D |
| h3artl3ss | Bier ab 21 - wie es in dem oberen Text angedeutet wird - wäre in Deutschland eine absolute Lachnummer, denn bei uns ist man mit Vollendung des 18. Lebensjahres [u]volljährig[/u]. Auch ansonsten finde ich die aktuellen Überlegungen aus Brüssel total daneben. Wir haben hier in Deutschland vollkommen ausreichende Bestimmungen zum Thema Jugendschutz und Alkohol. Jede Verschärfung ist meines Erachtens ein Armutszeugnis für ein Land, welches seine Bürger eigentlich als [i]eigenverantwortliche Wesen[/i] betrachten sollte. Aber wie man im Ausgangsposting sieht, gibt es ja durchaus auch Bürger, die darauf stehen, derart reguliert zu werden... |
| darkmav | Finde diese Maßnahmen zum großen Teil auch sinnvoll: Alk erst ab 18/21: Ab 21 wird wohl nicht durchzusetzen sein, aber ab 18 ist schon sinnvoll. Gleichzeitig muß aber auch eine Kontrolle stattfinden, d.h. Gaststätten bzw. Läden, die Alk an minderjährige verkaufen sollten ordentlich bestraft werden. Oder wenn ein unter 18-jähriger mit Alk irgendwo erwischt wird, darf es nicht bei einer Ermahnung bleiben. Nur dann macht das ganze Sinn. Aufkleber auf den Flaschen: Bringt IMHO wenig. Denke mal, daß sich auch kein einziger Raucher davon abbringen ließ, und beim Alk wird das auch nicht anders sein. Alksteuer erhöhen: Finde ich sehr sinnvoll. Zumal dies eine gute Einnahmequelle für den Staat darstellt. Die Preisunterschiede bspw. bei Bier (Billig-Öttinger pro Kasten etwa 5 Euro, Becks 12 Euro) zeigen, daß bspw. bei Becks die Steuer nur einen kleinen Teil des Preises ausmacht. Da könnte man durchaus 8 Euro Steuer pro Kasten draufschlagen. bei Alkopops/Wein/Schnaps das gleiche. Tankstellen alkfrei machen: Ist auch sinnvoll - wenn man sich die Kundschaft derselben nachts so anguckt, sind das meistens Halbstarke von +/- 18 Jahren. Jugendliche sind meistens "Impulstrinker", d.h. sie holen den Alk, wann sie Lust auf diesen haben - also abends an der Tanke. Für die Tankstellen ist das dann nicht so dolle - kann mir vorstellen, daß aus dem Alkverkauf doch einen großen Teil der Einnahmen kommen. |
| Arimahn | Diese Aufkleber sind lächerlich. Müssen die dann etwa auch auf sämtliche Bier- und Schnapsgläser in den Kneipen? :rolleyes: Eine Verschärfung der Promillegrenze im Verkehr sehe ich noch als sinnvoll an, aber erst ab 18 trinken, kein Alk an Tankstellen? Wir alle wissen, dass diese Altersbegrenzungen nichts bringen. Wer Alk will bekommt auch welchen. Egal ob derjenige jetzt 16, 18 oder 21 ist. Edit: Wenn man natürlich sonst nichts sinnvolles zu tun hat holt man halt solche halbtoten Pferde raus und kloppt drauf rum. |
| darkseagirl | Ich bin für eine verschärfung der Regeln. Nicht nur für Alkohol sondern auch für Zigaretten. Tabak und Alk sollten nur noch in speziellen Läden mit Lizenz verkauft werden dürfen, ausgenommen von Kneipen und Restaurants. Eine zeitliche Begrenzung fände ich nicht so toll, da dies zur Schließung vieler Clubs führen würde. Kurz und knapp, meine Meinung dazu: Alk und Kippen erst ab 18 und nur in speziellen Läden mit Lizenz und selbst dann nur gegen Ausweiskontrolle. Kippenautomaten gehören schon lange abmontiert. |
| Arimahn | [QUOTE][i]Original geschrieben von noire désir [/i] [B] hat der Staat auch eine [i]Fürsorgepflicht[/i] und sollte zudem Strategien entwickeln, sodaß es zu solchen Problemen wie dem Alkoholmißbraucht nicht mehr kommt [/B][/QUOTE] Die Fürsorgepflicht sollte vielleicht erstmal bei den Eltern liegen. Wer sein Kind mit 14 rumsaufen und huren lässt sollte auch dafür belangt werden. |
| Odessa | --- Aber wie man im Ausgangsposting sieht, gibt es ja durchaus auch Bürger, die darauf stehen, derart reguliert zu werden... ---- Sei versichert, für gewöhnlich haben Menschen eine/ihre Meinung völlig unabhängig von irgendwelchen Gesetzen und Gesetzgebern, und das heisst noch lange nicht daß sie deswegen "reguliert" werden wollen ;-). Und es gibt Menschen, die z. B. in einer Psychiatrie gearbeitet haben und neben den zigzigHunderten von Heroin- und Kokainjunkies auf Entzug auch jede Menge Alkis dort erlebten. Wenn Du bei jedem 2. Suchtpatienten hörst in der Anamnese-Erhebung, daß es "anfing, so mit 14, 15, als ich dann regelmässig Bier trank", weil es "ja überall leicht zu bekommen war, ich wurde nie nach dem Ausweis gefragt", und wenn Du dann das Elend siehst, was die Patienten und deren Umfeld trifft wegen deren Alkoholsucht - dann hast Du eine vielleicht etwas andere Meinung darüber, wie wichtig es ist, wenigstens zu versuchen (durch diese Gesetze), junge Leute mehr vom Alk wegzuhalten bzw. klarzumachen durch rigide formulierte Gesetze, daß Alkohol eben KEIN "Grundnahrungsmittel" ist und daß es nicht "normal" ist, daß man bei Festen Alkohol zu sich nehmen muß, um "in" und/oder lustig zu sein. Ich bezweifle, daß es gelingt durch diese Gesetzesinitiative, keine Frage - man ist mit 18 volljährig und natürlich kann ein 17jhr. doch gerne mal ein Glas Sekt oder mal eine Maß Bier trinken.... da wird ein Gesetz nichts dran ändern. Aber ich denke, es sollte auch nur eine Art "Schuss vor den Bug" sein, um klarzumachen, daß Alkohol eben nicht weiter so verharmlost werden darf wie es hierzulande geschieht. --- Davon abgesehen wieviele Leute scheiße bauen und dann sagen: "aber ich war ja besoffen".Wenns nach mir gänge, sollte man solche Ausreden vor Gericht garnicht mehr gelten lassen. Oftmals ist es ja so, dass man Strafmilderung u.ä. bekommt. ---- Vollste Zustimmung! Es ist mir ein Rätsel, weshalb es in diesem Land sogar noch als strafmildernd galt (ich glaube, das hat sich mittlerweile geändert - bin mir, da ich selbst keinen Führerschein habe, nicht sicher hierin), wenn man als z. B. Autofahrer besoffen am Steuer war und im Rausch Menschen übern Haufen fuhr. Schlimm genug, wenn jemand bei klarem Verstand einen Unfall baut. Aber wenn jemand auch noch - vorsätzlich, freiwillig, üblicherweise - Alkohol trinkt, dann ins Auto steigt, einen Unfall baut und dafür dann auch noch weniger bestraft wurde/wird? wie Derjenige, der korrekt nüchtern fährt und halt aus Gründen immer einen Unfall verursacht... dann stimmt was ganz gewaltig nicht mit Justitias Sehkraft :-( |
| Wischmopp | ach, ich weiß momentan echt nicht, ob ich dafür oder dagegen bin... ich finde, der staat geht da falsch ran. vielleicht ist es ein paar von euch schon aufgefallen, in den meisten läden wird nur an solchen kassen nach dem ausweis gefragt, wo auch eine kamera drauf gerichtet ist. dann hatte es mein bruder mal, dass er mit 17 was gekauft hat, was nur für 18 jährige zu bekommen war. die verkäuferin guckt sich minutenlang seinen ausweis an und meint dann, es sei in ordnung! (jaja, rechnen müsste man können) die meisten haben auch einfach keine lust auf ärger. und auch wenn die grenze auf 18 angehoben wird, so ist es für die meisten selbst 14-jährigen mädchen kein problem, sich auf 18 zu schminken, weshalb ich denke, dass erst mal die ausweis kontrolle besser gemacht werden muss. |
| Jensemann | Sobald das neue Antirauchgesetz durchgesetzt ist, wird der Staat die kruzfristigen monetären Ausfälle durch fehlende Steuern spüren. Sollte es zu einer Umsetzung des Anti Alk Gedöns kommen, wird dies noch lange dauern und im Hinblick auf die Ausfälle durch Tabakeinschränkung werden die sich das gut überlegen. An der Alkoholindustrie hängt ein länger Rattenschwanz als an der Tabakindustrie. Prinzipiell begrüße ich ja beides, befürchte aber z.B. bei der 0 Promille Grenze starke Einbußen in der Gastronomie (als direkt Betroffener). Klar, das es Mißbrauch gibt ist offensichtlich, von mir aus sollen die das auch durchsetzen, doch wer mit 14 saufen will wird dies tun, egal ob man es erst mit 16 oder 18 darf. Wie ein Vorschreiber erwähnte: die Abverkäufer sind in der Kontrollpflicht, anders geht es nicht. Evtl. durch härtere Strafen für Unternehmer bei Verstößen, doch wer will das schon. Viel Wind um eine Hose die wahrscheinlich erst in 10 Jahren passen wird. Btw. Was haben denn die Skandinavier durch ihre harte Linie? Den höchsten pro Kopf Zuckerverbrauch der Welt und den europaweit maximalsten Anteil an Quartalstrinkern (sagte der Gastromensch zu dem diese Leute in den Urlaub fahren :D ) |
| Popstar | diese lachhaften maßnahmen zeigen mal wieder, dass beim thema erziehung derbe geschlampt wird. und es ist auch einfacher, die auswirkungen zu bekämpfen, als an der quelle anzusetzen. nur weiter so. selbstbestimmtes leben wird so jedenfalls nicht angestrebt. übrigens gehören auf flugzeuge, bahnen, busse und autos auch aufkleber: "Achtung, das hier ist saugefährlich, deine Krankenkasse wird dafür nicht mehr aufkommen, also lass den Scheiß." und auf brötchen schreiben wir mit lebensmittelfarbe: "Achtung, Acrylamid!" aber diese plazebos werden nix bringen. denn wenn mensch nicht geforder/gefördert wird, sucht er sich seine stimuli, unabhängig davon, ob da ein "Achtung!"-aufkleber drauf ist. |
| rainraven | Hm. Naja, was soll ich zu verschärften Anti-Alkoholkampagnen sagen? Wenn ich als sicherlich lange nicht mehr 18jähriger Mensch dann Nachteile davon habe, weil der Cocktail oder Campari dann noch teurer wird, den ich einmal in der Woche beim Weggehen trinke, dann paßt mir das sicher nicht, aber letztendlich kann ich auch drauf verzichten, wenn es sein muß. Ich halte mich jedenfalls für einen Menschen, der gerne mal was trinkt, aber in Maßen, zu Parties oder auf dem Weihnachtsmarkt etc., und der es nicht wirklich "braucht". Mit 18 hab ich noch gar keinen nennenswerten Alkohol getrunken, das kam erst so Mitte 20 rum. Also würde ich mir das auch nicht gerne verbieten oder erschweren lassen, weil ich denke, ich gehe vernünftig damit um. ( Ich habe nicht mal ein Auto, das ich betrunken fahren könnte-ich kann nicht mal nüchtern Auto fahren. :) ) Eigentlich mutet es für mich auch seltsam an, wenn man länger drüber nachdenkt, daß es an Tankstellen (also eigentlich einem Ort, der meist mit einem Fahrzeug erreicht wird und im Verkehr wichtig ist) Alkohol gibt. Verkehr und Alkohol passen nicht gut zusammen (und das in jeglicher Hinsicht :) )... Doch ich stimme zumindest dem zu, daß man besonders als Jugendlicher oft das "Coolsein" und Spaßhaben über die Vernunft stellt und nicht wirklich abschätzt oder abschätzen kan, wann man sich in dumme oder gefährliche Situationen begibt . So unterliegt auch der Alkoholgenuß junger Menschen oft keiner Vernunftkontrolle. Und wenn es dann um Straftaten oder gar Unfälle geht, ist es echt nicht mehr lustig, wenn Menschenleben gefährdet werden. Ich weiß nicht, ob die geplanten Maßnahmen in der Praxis wirklich dazu führen, daß weniger Jugendliche an Alkohol geraten und dabei strenger kontrolliert werden. Ob es wirklich dazu führt, die negativen Folgen einzudämmen. Aber wenn ja, so ist es sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Ich habe auch eine (Metaller-)Jugend ohne Zigaretten, Drogen und Alkohol hinter mir und ich kann nicht gerade behaupten, daß es eine langweilige gewesen wäre...:) |
| h3artl3ss | [QUOTE][i]Original geschrieben von noire désir [/i] [B]Nur wenn diese "Wesen" nicht in der Lage sind, eigenverantwortlich zu handeln, was m.E. gerade aber nicht nur bei Jüngeren zunehmend so ist, hat der Staat auch eine [i]Fürsorgepflicht[/i] und sollte zudem Strategien entwickeln, sodaß es zu solchen Problemen wie dem Alkoholmißbraucht nicht mehr kommt (was eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist; und da die große Mehrheit letztlich immer irgendwie von irgendwas abhängig zu sein scheint, sei es Alkohol, Tabak oder andere "Vergnügungssüchte", ist es zugegeben eine recht schwierige Aufgabe...) nd [/B][/QUOTE] Seiner "Fürsorgepflicht" kommt der Staat meines Erachtens bestimmt nicht dadurch nach, dass er Verbote erlässt bzw. Altersgrenzen nach oben schiebt. Gerade bei Jugendlichen dürfte dies meines Erachtens kontraproduktiv wirken, da Verbote für diese Personengruppe normalerweise eher ein Anreiz sind. Seiner "Fürsorgepflicht" kommt der Staat mE dann nach, wenn er über die Folgen des Alkoholmissbrauchs aufklärt (tut er bereits in einem gewissen Maße; ich weiß) oder dafür sorgt, dass bestehende gesetzliche Regelungen konsequent umgesetzt werden (@ Odessa - nachts in der Innenstadt besoffene Vierzehnjährige umzurennen finde [i]ich[/i] auch nicht witzig!!). Diese (für mich völlig unsinnigen) Verschärfungen brauch meines Erachtens aber kein Mensch - außer vielleicht den Politikern, die damit unter den "Sicherheitsbedürftigen" auf Stimmenfang gehen. [quote][i]Original geschrieben von Popstar[/i] [B]nur weiter so. selbstbestimmtes leben wird so jedenfalls nicht angestrebt.[/b][/quote] Genau das wollte ich mit meinem ersten Beitrag sagen. Durch diese neuen Regelungen lernt niemand einen vernünftigen Umgang mit Genussmitteln. Ich habe vor ewigen Zeiten mal einen Artikel über Jugendliche aus den USA gelesen. In den USA ist Alkohol ja erst ab 21 gestattet. Diese Jugendlichen kamen irgendwann mal für eine Art Schulabschlussfahrt (oder so etwas ähnliches) nach Europa und verbrachten die gesamte Zeit im Dauerkoma, weil sie so begeistert waren, auf einmal ganz legal trinken zu dürfen. Kann's doch irgendwie auch nicht sein, oder? Ein sinnvoller Umgang mit Alkohol sollte durchaus Thema sein - doch diesen erreicht man nicht mit Verboten. Wäre ich heute noch minderjährig - ich würde auf eine solche Gesetzesänderung mit Trotz reagieren. |
| Odessa | ---- diese lachhaften maßnahmen zeigen mal wieder, dass beim thema erziehung derbe geschlampt wird. und es ist auch einfacher, die auswirkungen zu bekämpfen, als an der quelle anzusetzen. ---- Weißt Du, das Problem hierzulande ist doch, daß Du es gar nicht wagen darfst, den "heutigen" Eltern was über ihre mangelnde Erziehungsqualifikation zu erzählen. Da wirste gleich als Besserwisser, "Spiesser" und sonstwas beschimpft, wenn Du vorsichtig anmerkst, daß es vielleicht nicht so wirklich normal ist, daß sich eine 30jhr. Mutter fürchtet (!) vor ihrem sie schlagenden 9jhr. Sohn, oder daß sich ein 40jhr. Vater fürchtet davor, seinem dauerbesoffenem 16jhr. Sohnemann mal die Bierflaschen wegzunehmen und ihm zu zeigen, daß die Natur oder nette Freunde/Freundin wesentlich gesünder für ihn wären als der Alk... --- nur weiter so. selbstbestimmtes leben wird so jedenfalls nicht angestrebt. --- Du gehst von Dir aus und von dem, wie es sein sollte: Selbstbestimmt leben - für sich selbst die Verantwortung übernehmen. Bin ich voll dafür. Aber dafür braucht es eben halt auch starke und freie Menschen, die selbst denken können und wollen. Die auch die Verantwortung übernehmen (wollen und können) für ihr eigenes Leben. --- übrigens gehören auf flugzeuge, bahnen, busse und autos auch aufkleber: "Achtung, das hier ist saugefährlich, deine Krankenkasse wird dafür nicht mehr aufkommen, also lass den Scheiß." und auf brötchen schreiben wir mit lebensmittelfarbe: "Achtung, Acrylamid!" --- *g*... da haste schon recht, popstar, aber ich seh trotzdem einen Unterschied: es gibt jede Menge guter Gesetze und Vorschriften, um eine Vielzahl an Unfallrisiken auszuschliessen: Verkehrszeichen, Verkehrsregeln, techn. Sicherheitsüberprüfungen blablabla.... und niemand steht da und sagt: "och, das wußte ich aber gar nicht daß ich durch das Benutzen eines Busses evtl. werde in einen Unfall verwickelt werden können". Während bei der Volksdroge/-seuche "Alkoholismus" immer noch so viele Jugendliche so dermaßen beschränkt sind, daß sie Dir grinsend erklären "Ach, die paar Bier in der Woche machen nix, das ist noch keine Sucht" oder "Nur weil ich mich jedes Wochenende in der Disse ins Koma saufe, bin ich noch lange kein Alkoholiker" und ähnlichen Dummfug. Es ist die Verkenntnis der bereits vorhandenen Sucht und Abhängigkeit bei diesen jungen Leuten, diese unsägliche bornierte Dummheit, mit der sie ihren Alkoholkonsum "schönreden" - und gegen solche Dummheit, was willst Du da machen? Wenn Vernunft und eigenständiges Denken bei der Mehrzahl der Deutschen (*fill in jede xbeliebige andere Nation mit großem Alkoholproblem*) anscheinend nicht vorhanden ist - dann braucht dieses Volk wohl Gesetze und "Vordenker"... es ist beschämend genug, daß es so ist. ---- aber diese plazebos werden nix bringen. denn wenn mensch nicht geforder/gefördert wird, sucht er sich seine stimuli, unabhängig davon, ob da ein "Achtung!"-aufkleber drauf ist. ----- Wieder, volle Zustimmung. Nur - wie willst Du Menschen dazu zwingen, sich für etwas zu begeistern, sich für etwas zu interessieren, engagieren? Wenn der Stumpfsinn, das Phlegma, die Interesselosigkeit schon von klein auf vorhanden ist, weil Mamma und Pappa es auch nicht anders vorleben - wie willst Du in die Familienstrukturen eingreifen, als Außenstehender? Daß der Gesetzgeber eine "Schutzfunktion" wahrnehmen muss für seine Bürger, ist so in einem Staatswesen, mag man davon halten was man will. Aber wie kann er diese Schutzfunktion - in dem Fall für die Kinder und Jugendlichen - gewährleisten, wenn nicht durch Gesetze? Eine andere Wahl hat er "von aussen" ja erstmal nicht..... |
| Popstar | naja, der TÜV ist ja dazu da, sicherzustellen, dass nichts passiert mit dem, was ich benutze. der ist nicht dazu da, mir das auto unterm hintern wegzunehmen. er regelt also den umgang bei vorhandensein. die prohibitiven eingriffe seitens der EU regeln, dass es erst gar nicht da ist. das steht dann im krassen gegensatz zu den medien-proklamationen, die bedürfnisse wecken. es ist also nicht damit getan, den ausweis zu kontrollieren. wenn schon absolut, dann darf gar kein jugendlicher erst von der existenz von alkohol wissen. denn dann verlangt er auch nicht danach. eine softe alternative ist, ihm zu sagen, was alkohol ist, was er bewirkt etc., was auch nur dann geht, wenn er dadurch nicht attraktiver wird (weils ja nix anderes gibt als den suff). das problem ist also die momentane gesellschaftsfähigkeit von alkohol. und gerade beim abnabeln der kiddies ist es natürlich sehr schön, zu den großen dazu zu gehören, die ja saufen dürfen. genau das werden die gesetze erreichen. die geschichte mit den alkopops ist noch bekannt? man hat sie teurer gemacht, um die jugend zu schützen. die wollte auf ihren rausch nicht verzichten und hat gleich zu wodka und whiskey gegriffen. der bierflaschenüberlassende vater wird selbst wenn er die bierflaschen dem teenie wegnimmt keinen erfolg haben. denn natur und freunde sind nicht attraktiv genug - womöglich aus mangelndem wissen, wie man damit umgeht. der alkohol ist da unkomplizierter. ja, es braucht starke charaktären, die nachhaltig erziehen und gegen werbung und gruppenzwang mittel wissen. wenn man ihnen allerdings von kleinauf vorschreibt, sie dürfen dies und das nicht, ihnen also vor augen führt, was es alles gibt und wie schön das doch ist und dass sie nicht qualifiziert sind, daran teilhaben zu dürfen, dann scheitert der prozess der erziehung reifer menschen. im derzeitigen überwachungs- und steuerungswahn ist für sowas auch gar kein platz. uniformiert muss er sein, der gute deutsche. und widerworte darf er nicht geben. es ist natürlich ein cleverer schachzug: wenn ich ihm verbiete, er darf das und das nicht und die eigenheiten des menschen kenne, dann weiß ich auch, dass er es tun wird. wenn ich ihm sage, lies die BILD nicht, dann liest er sie. der nette nebeneffekt ist, dass er nicht die SZ liest. alle macht den eltern, keine macht den eltern - so geht das momentan. die csu will ja wieder einen auf "eltern, familie etc." machen. nun gut, wenn aber die familie und die eltern macht- und mittellos sind, für die vielfalt bei ihren kindern zu sorgen, dann hat vater staat immer noch die schulen. und wenn er nicht so dämlich gewesen wäre, dort alles zu entfernen, was eine autorität ausmacht, dann könnte er dieses insturment zur erziehung nutzen. aber die prämisse war ja eine andere: der mensch ist frei und darum darf er auch selbständig wählen. der jugendliche ist also frei, muss frei gelassen werden und hat von allem eine ahnung. darum säuft er auch und er ist also selbst schuld daran. nur weils jetzt zu teuer wird, muss man ihm sein spielzeug wegnehmen. schulen dürfen nichts sagen, eltern können nichts sagen, die macht über die menschen geht von staat und wirtschaft gleichermaßen aus, wobei der staat sich ja schon eingesponnen sieht. ach, ich hab gerade gar keinen bock mehr zu tippen. ich geh lieber was saufen ... |
| Valnar | Ach ja, jetzt kommt wieder die "Staat ist scheiße"-Keule. Nur mit dem Problem, unser Staat ist als EU-Mitglied relativ machtlos, wenn diese nicht aus diese austreten will. Und das wird Deutschland, als einer der Gründungsmitglieder, wohl so schnell nicht. Und ich teile da Odessa's Meinung. Solange es tausende von Verkehrsunfälle (ausgelößt durch Alkoholkonsum) jedes Jahr gibt und Menschen sterben. Solange es tausende von Menschen gibt, die davon abhängig werden, und man diese davor schützen muss. Solange sind solche Gesetze goldrichtig. Nochmal zu den gesundheitlichen Risikien: Ethanol, welches ja im Alk enthalten ist, ist ein Gift. Dazu müsst ihr euch nur mal die Gefahrensymbole der Chemikalie Ethanol ansehen. Ethanol ist wasser- und fettlöslich, wodurch es ziemlich leicht in den (fettreichen !) Nerven- und Hirnzellen. Die Folgen dürften klar sein. Die "Wochenendsäufer", die fast jedes Wochenende die Kanne geben sind genauso davon betroffen wie andere Quartalssäufer oder chronische Alkoholiker. Die Folgen sind in vielen Fällen die gleichen, nur breiten sich die Folgen beim "Jeden-Tag-Säufer" schneller als als beim "Wochenendsäufer". Fassen wir mal mögliche chronischen Folgen zusammen, die möglich sind: - Nierenschrumpfen, -Absterben von Hirn- und Nervenzellen -Leberverfettung bis hin zur Leberzirrhose bzw. Krebs Aber Ethanol hat auch akute toxikologische Folgen: - bestimmte Hirnareale können lahmgelegt werden, im harmlosesten Fall wird es einem schwindlich und man hat Gleichgewichtsstörungen - im schlimmsten Falle kann die Atmung aussetzen - Alkoholvergiftungen - Dehydrierung des Körpers - als Abbauprodukt von Ethanol entsteht im Körper Acetaldehyd, der ebenfalls giftig ist - in einigen "Billig-Alkohol-Getränken" kann auch Methanol enthalten sein, was sich toxikologisch noch extremer als Ethanol ist. Und nun soll noch jemand verharmlosend behaupten, dass "Alkohol" kein Gift ist... |
| Popstar | ist toll, dass du so viel darüber weißt. was machste denn eigentlich mit diesem wissen? für dich behalten? oder nur im kleinen kreis der auserwählten von dir geben? wie wäre es mit einer schul-aktion? oder einer club-tour? mag sein, dass der staat scheiße ist, mag sein, dass ein volk den staat bekommt, den es bildet. es hilft aber auch nicht sonderlich weit zu sagen "ich bin klein und machtlos, darum lasst mal die EU für mich entscheiden" ja, momentan führt kein weg an diesen gesetzen vorbei. das heißt aber noch lange nicht, dass damit das problem aus der welt ist. es fängt dann gerade erst an. und da sind leute mit dem wissen, was du deinem kleinen leserkreis hier offenbart hast, durchaus gefragt. mit deinem wissen hast du gleichsam verantwortung (heißt zwar, eigentum verpflichtet, was aufs materielle abzielt, ich nehme mir aber die frechheit heraus, dass auch auf den intellekt zu übertragen). und du gehörst wahrscheinlich auch zu den glücklichen bürgern dieses landes, die alternativen zum gewohnheitsbesäufnis wissen. schön! das entbindet dich nicht, denn du lebst in einer GESELLSCHAFT. diese gesetze als goldrichtig zu bezeichnen, verursacht brechreiz bei mir. sie sind ein momentanes notwendiges übel. aber eines, was überwunden werden sollte, ohne sich ins nirvana zu katapultieren. |
| rainraven | [quote]ist toll, dass du so viel darüber weißt. was machste denn eigentlich mit diesem wissen? für dich behalten? oder nur im kleinen kreis der auserwählten von dir geben? wie wäre es mit einer schul-aktion? oder einer club-tour?[/quote] vielleicht sind das die Tatsachen, die man als Warnhinweis auf Alkoholetiketten drucken sollte, um die offensichtlich unwissende oder dies ignorierende Allgemeinheit zu informieren, wenn man ihr schon den Genuß von Alkohol nicht verbieten darf. Wenn man jemanden nicht bevormunden darf, dann sollte man ihm zumindest die Wahl überlassen, ob er sich das antun will oder nicht, aber dazu muß er auch alles über das "Gift" Alkohol wissen, damit er wählen kann... |
| Odessa | --- naja, der TÜV ist ja dazu da, sicherzustellen, dass nichts passiert mit dem, was ich benutze. der ist nicht dazu da, mir das auto unterm hintern wegzunehmen. er regelt also den umgang bei vorhandensein. die prohibitiven eingriffe seitens der EU regeln, dass es erst gar nicht da ist. das steht dann im krassen gegensatz zu den medien-proklamationen, die bedürfnisse wecken. ---- Ok, der Punkt geht an Dich - du hast meine Argumentation ausgehebelt ;-).... --- der alkohol ist da unkomplizierter. ja, es braucht starke charaktären, die nachhaltig erziehen und gegen werbung und gruppenzwang mittel wissen. --- Weißt Du, ich wünsche mir manchmal, daß hierzulande nicht jeder Depp einfach Kinder in die Welt setzen darf. Man braucht hier für alles ein Diplom oder ein 5fach bestätigtes Zeugnis, aber einen Menschen in die Welt setzen und ihn "erziehen" - das darf jeder. Was zu den Familienverhältnissen führt, die hierzulande "gang und gäbe" sind.... mit unfähigen hilflosen Eltern, die ihre Kinder im Stich lassen, die Freiheit verwechseln mit Gleichgültigkeit, die Toleranz verwechseln mit der Unfähigkeit, Grenzen zu setzen, und die die Verantwortung für ihre Kinder ohnehin am liebsten den Anderen (Nachbarn, "Staat", wem auch immer) zuschieben würden. --- uniformiert muss er sein, der gute deutsche. und widerworte darf er nicht geben. es ist natürlich ein cleverer schachzug: wenn ich ihm verbiete, er darf das und das nicht und die eigenheiten des menschen kenne, dann weiß ich auch, dass er es tun wird. wenn ich ihm sage, lies die BILD nicht, dann liest er sie. der nette nebeneffekt ist, dass er nicht die SZ liest. ---- Du, ich wäre schon froh, wenn einige Leute wenigstens noch die Bild lesen würden - statt nur vor ihren PC-Spielen oder Fernsehern zu hocken, während die Kinder ebenfalls vor ihrem PC im Kinderzimmer hocken. Oder wenn sie wenigstens ein mal in der Woche mit ihren Kindern spazierengehen, schwimmen, wandern, klettern, laufen, Drachenfliegen, Bocchia spielen whatever würden oder - welch vermessener Traum - zusammen über ein Buch diskutieren und dann Bilder zum Buch malen würden... statt die Kids nur sich selbst zu überlassen, damit sie als Eltern "ihre Ruhe" haben. Kinder mit so einer Jugend/Kindheit, die erfüllt ist mit Aktivitäten und Leben, brauchen keine Flaschen, keine Glimmstengel und keine Joints. Ist zumindest der Erfahrungswert aus schon erwähnter Psychiatriearbeit mit "Familien-Hintergrund-Biographien". |
| Popstar | oha, da ist sich mal wer einig mit mir, könnt man glatt n sekt aufmachen für. und nu? hab ich gar keinen mehr, der hier noch was schreibt, heul. los leute, ran an die tasten, mir wird langweilig! wo sind denn eigentlich die ganzen straight-edger? |
| tearnoc | hm, ich als schwarz-seher und freiberuflicher pessimist sage, dass die alkohol-süchtigen einfach auch noch super arm werden durch die steuer. ausserdem, wenn der staat - äh ok ok - die EU (es lebe globalisierung, warum ernennen wir nicht einfach einen groß-kaiser der die welt regiert?) mich schon vor alkohol und zigaretten schützt dann doch bitte auch gleich vor autoabgasen, atomkraftwerken, giftigen chemikalien, kaffee, energy drinks, elektro-smok usw. .. naja, genug mit sarkasmus. wenn die bier und co so schwer zugänglich machen baut sich jeder einen destillierapparat in seinen keller und wir sind unabhängig. so machens die kiffer doch auch ;) |
| Apex | Hm, also ich halte davon nichts, da ich unsere Regelung in Deutschland sowieso für viel besser halte, als die "Alk ab 21 Jahren"-Regelung. Zumindest in Verbindung mit dem Führerschein ab 18. aus meinem persönlichen Umfeld kenne ich es halt so, dass man mit 15, 16 (manche auch füher) anfing sich mit Alk und Joints zu beschäftigen und die Drogen allesamt mal ausprobierte, mit 18 wußte man dann in der Regel wie die Drogen wirken, wie sehr man in seinen Handlungen eingeschränkt ist etc., mancher nahm da schon Abstand von den allwochenendlichen Sauftouren, manche später. Aber der Vorteil bei der ganzen Sache war, dass viele, eben weil sie wußten wie es ist betrunken zu sein, keinen einzigen Tropfen anrührten wenn sie 18 geworden wahren und Auto fahren mussten. Aus meinem familiären Umfeld kenne ich nun auch das Gegenbeispiel aus den Staaten, wo der Alk ab 21 Jahren frei ist, der Führerschein aber ab 16 und dort ist es wohl ein riesen Problem, dass viele mit 21 (gut, viele auch schon früher, gefälschter Ausweis sei dank) sich erstmal zünftig besaufen und dann natürlich auch wieder nach Hause fahren (was soll schon passieren? Man hat ja 5 Jahre Fahrpraxis...) entsprechend hoch ist auch hier die Unfallrate. So gesehen bin ich eigendlich gegen eine solche Regelung, schon allein aus wirtschaftlichen Gründen, ich meine, wie wollt ihr einem kleinen Arbeiter in einer Brauerei erklären, dass die Firma die Einnahmeeinbußen eben durch Personalkürzungen auffängt? [QUOTE]wenn die bier und co so schwer zugänglich machen baut sich jeder einen destillierapparat in seinen keller und wir sind unabhängig. so machens die kiffer doch auch[/QUOTE] Moooment...heeeeeeeey! Gute Idee, ich hab mich umendschieden, ich bin jetzt für eine knallharte Prohibition, weg mit dem Alk von der Straße! So und jetzt entschuldigt mich, ich muss Badewannen kaufen gehen...und nennt mich bitte ab sofort nur noch Bierbaron ;) |
| Odessa | --- So gesehen bin ich eigendlich gegen eine solche Regelung, schon allein aus wirtschaftlichen Gründen, ich meine, wie wollt ihr einem kleinen Arbeiter in einer Brauerei erklären, dass die Firma die Einnahmeeinbußen eben durch Personalkürzungen auffängt ---- Moooment mal, Herr Apex :D - Du willst doch damit nicht sagen, daß Dir die Gesundheit der Jugendlichen nicht so wichtig ist wie die Einnahmen von Brauereibossen? (Und das sag ich als WahlBayer *g*) Mit gleichem Recht müßte man dann doch auch jedem Drogendealer sein Handwerk lassen, denn der steht ja nur deswegen vor den Schulen rum mit den Herointüten, weil er sein Einkommen damit verdient... ? --- mit 18 wußte man dann in der Regel wie die Drogen wirken, wie sehr man in seinen Handlungen eingeschränkt ist etc., mancher nahm da schon Abstand von den allwochenendlichen Sauftouren, manche später. --- Es geht doch aber um genau die Leute, die das nicht tun - Abstand nehmen und "vernünftig" werden. Die, wie ich schilderte, mit 14 oder 15 anfingen zu saufen und dann mit 25 bereits beim ersten Entzug auf der PSY waren. |
| tDo | Im Prinzip ist der Vergleich von Drogendealern und Alkoholverkauf garnicht mal so verkehrt. Alkohol ist ebenfalls eine gefährliche Droge, die nur durch die Tatsache seit langer Zeit gesellschaftsfähig zu sein, verkauft werden darf. Eben dies ist ja auch eins der viel genannten Argumente zur Legalisierung von "THC haltigen Produkten". Nur stelle ich mir persönlich die Frage: Was wird sich durch eine solche Gesetzesverschärfung wirklich ändern? Ein älterer Alkoholiker wird nun auch nicht spontan dadurch zum Abstinenzler, weil sein Suchtmittel teurer wird. Stattdessen wird er auf noch mehr verzichten um an seinen täglichen Rausch zu kommen. Und wird eine Alterserhöhung mit "verschärfter Ausweisskontrolle" wirklich soviel ändern? Auch jetzt kommen Jugendliche, die eigentlich garnicht berechtigt sind Alkohol zu kaufen recht Problemlos ran. Seis nun, weil sie ihn sich durch ältere Bekannte beschaffen lassen oder eine Ausweisskontrolle entfällt. Theoretisch sind ja auch momentan Verkäufer dazu verpflichtet zunächst das Alter ihrer Käufer zu überprüfen und auf den Verkauf von Alkohol an Minderjährige (bzw. unter 16 bei Bier und Ähnlichem) stehen auch jetzt schon Strafen. Und dennoch sieht man Nachts besoffene Jugendliche durch die Straßen ziehen. Durch eine Gesetzesverschärfung wird sich also wohl wenig ändern. |
| Odessa | tDo :) - ein allzu rarer Gast hier... schön, Dich zu lesen. Ja, im Endeffekt ist das was Du schriebst - wie auch das, was Popstar ausführte - schon richtig, das mußte ich ja bereits auch zugestehen, daß die Gesetzesänderung nicht wirklich was ändern wird. Es ärgert mich einfach, daß man so hilflos diesem Problem Jugendsucht (ob nun Alkohol, das Kiffen oder noch härtere Dinge) gegenübersteht. Da werden geistig und seelisch noch absolut unreif seiende Menschen mit perfiden und schwachsinnigen Werbespots dazu verführt, zur Flasche zu greifen ("Cool ist wer das und jenes trinkt", "ein ganzer Kerl trinkt Jägermeister" blablabla), die Firmen verdienen sich eine goldene Nase daran... |
| more | Das war lange überfällig, Alkohol zerstört mehr Familien als es Zigaretten je könnten... Alkohol ist ein absolut unterschätztes und verharmlostes Übel! Wieviele Alkoholkranke gibt es? Und niemand spricht darüber! Ich finde es toll, dass endlich jemand dieses Schweigen bricht und diese ganze Aklohol-Happy-Aura mal einen gehörigen Knacks bekommt. Auch zum Wohle vieler Familien! |
| Popstar | da bekommt die "Aklohol-Happy-Aura" keine "Knacks", sondern die eitlen egoschweinen pinseln sich den bauch und lehnen sich ihres werkes wegen zurück. "Und niemand spricht darüber!" - zu wenige sprechen darüber. und noch weniger wissen zu helfen. es ist einfach, einen umstand, der dich stört, durch eine simple sympathiebekundung zu derartigem vorgehen, augenscheinlich aus der welt zu wischen. er ist nur nicht aus der welt, auch wenn man sich das einredet. |
| more | Man muss einen Zustand, der so verherend ist wie dieser, erst mal vor die Augen der Öffentlichkeit ziehen!!! Weil wenn die Kinder in Alkoholkerfamilien geprügelt werden und wenn die Frauenhäuser Nachts von den besoffenen Ehemännern belagert werden ist nichts happy! Aber niemand will das wahr haben... Weil in der Werbung ist ja alles so hübsch verpackt... Und ach ja, Bayern, das ist ja das Land von Bier ein Grundnahrungsmittel ist, aber komischer Weise gibts da soviele Alkoholkranke wie in keinem anderen Bundesland, aber das wird ja nicht an die große Glocken gehängt, weil das ist ja normal, genauso normal wie im besoffenen Zustand seine Kinder zu schlagen, zu treten, ect. Aber es darf fröhlich weitergesoffen werden, die Werbung probagiert es ja, oh das ist ja alles so schön, und so locker, man knüpft Kontakte, das ist sexy... Bei Rauchern kann man schon seit Jahren die Werbung minimieren, warum? Tja, in Franken wächst halt der Wein besser als der Taback... Und der Hopfen in Bayern auch! Als ich 15 war haben die meisten schon den ersten Vollrausch gehabt, und das war bevor es Alkopops gab... Und wo? Klar in der einzigen Gaststätte im Ort. Wieso soll es anders sein, der Alte trinkt ja zu Hause auch! Fakt ist, auch wenn ich es emotional formuliere da ich selbst Betroffene war/bin. Ein Raucher schadet sich selbst, in erster Linie, dann seinen Mitmenschen und dann dem Gesundheitssystem... Ein Alkoholiker schadet in allererster Linie seinen Mitmenschen, dann sich selbst und zum Schluss dem Gesundheitssystem, wenn überhaupt! (Es zieht sich meist lange hin bis der Alkoholiker erkrankt und medizinische Hilfe braucht) Aber auch wenn einem die Mitmenschen nicht interssieren, Bauspeicheldrüsenkrebst, Leberzirrohse, Magenblutungen, ect. Kosten dem Staat auch Geld... Es ist nicht nur eine einfache Symphatiebekundung, es geht um etwas Grundlegendes und auch das Grundlegende muss erst mal angesprochen werden auch wenn ich bezweifle dass sich grundlegend etwas ändert... Aber ich hoffe es! |
| Apex | [QUOTE]Moooment mal, Herr Apex - Du willst doch damit nicht sagen, daß Dir die Gesundheit der Jugendlichen nicht so wichtig ist wie die Einnahmen von Brauereibossen?[/QUOTE] Naja, aber an den Einnahmen der Brauereibosse hängen aber auch die Gehälter von ein paar tausend Angestellten, von Zulieferbetrieben etc. wollen wir gar nicht reden. Wenn du der Meinung bist, Deutschland braucht ein paar Arbeitslose mehr...okay...dann müssen wir halt sehen wie wir das finanzieren, Arbeitslosengeld nur noch für ein halbes Jahr? Arbeitslosenhilfe um 20% verringern...ach das geht schon alles... Okay, ich will nicht den Teufel an die Wand malen, wegen ein paar Gesetzänderungen bricht hier keine Industrie ein, vielleicht werden ein paar Dorfbrauerein pleite machen, die eh schon einen schweren Stand haben, aber die Großen wirds wohl nicht treffen. Hat man ja schon bei der Alco-Pop-Steuer gesehen, ist euch eigendlich aufgefallen, dass die Mix-Getränke von Bacardi und Smirnoff etc. nach der Einführung der Steuer gar nicht teurer geworden sind? Zumindest nicht im schmerzhaften Maße, woran liegt das? Naja, einfache Sache, man hat die Steuer ganz einfach nicht an den Verbraucher weitergegeben, sonder den Verlust stattdessen mit Einsparungen bei der Belegschaft kompensiert...sehr nette Taktik, könnte von mir sein, im Endeffekt führt es die Steuer ad absurdum, zumindest in ihrem eigendlich Sinne, die Einnahmen sind ja trotzdem da. Wie gesagt, die Großen wirds nicht treffen. [QUOTE]Es geht doch aber um genau die Leute, die das nicht tun - Abstand nehmen und "vernünftig" werden.[/QUOTE] Mal unter uns, wäre es nicht der Alkohol, diese Leute würden sich auch was anderes suchen, sicher stellt sich nun die Frage ob man ihnen jetzt den Zugang zu den Drogen nicht schwerer machen sollte, aber...nützt denn das was? Ich denke nicht, sie werden trotzdem weiter zur Flasche greifen oder sich was anderes suchen, denn...und ich denke das ist klar, mit dem einfachen Abschneiden von der Alk-Zufuhr löst man nicht die Probleme dieser Leute. Es mag einfach sein den einfachen Angestellten einer Brennerei oder Brauerei mit einem Drogenbaron aus Kolumbien gleichzusetzen oder die Alkoholindustrie mit den Drogenlaboren in Osteuropa, nur geht es leider an der Realität vorbei, Alkohol und das sollte man einfach akzeptieren ist halt ein Kulturgut und der Zugang zu diesem Kulturgut, wie zu allen anderen Kulturgütern, sollte möglichst frei von staatlichen Regulierungen sein. Es gibt hier halt nicht nur schwarz und weiß. Ich persönlich halte es ja mehr mit den Toten Hosen: "Kein Alkohol ist auch keine Lösung." |
| Dyspenthes | Bezüglich Ausweiskontrolle hatte ich letztens was im Supermarkt mitgekriegt, was mich daran zweifeln lässt, dass eine verschärfte Kontrolle Wirkung zeigen wird: Die Kassiererin nahm den Ausweis, ich konnte kurz das Geburtsdatum sehen und es war ziemlich offensichtlich gefälscht. Sie fragte nochmal kurz nach, ob das denn so stimmt, und als die Jugendlichen dies behaupteten, ließ sie sie mit dem Bier ziehen. Als ich so 14/15 war, wurde bei uns in der Klasse ausgetauscht, wie man am besten Ausweise fälschen könnte, manche hatten da echtes Talent zu. Die meisten Kassierer haben keine Lust auf Stress mit den Kids, es stehen zu viele Menschen an der Kasse an, die sich beschweren würden, da wird es ignoriert und fertig. Nicht schön, ist aber so. |
| Odessa | --- Naja, aber an den Einnahmen der Brauereibosse hängen aber auch die Gehälter von ein paar tausend Angestellten, von Zulieferbetrieben etc. wollen wir gar nicht reden. Wenn du der Meinung bist, Deutschland braucht ein paar Arbeitslose mehr...okay...dann müssen wir halt sehen wie wir das finanzieren, Arbeitslosengeld nur noch für ein halbes Jahr? Arbeitslosenhilfe um 20% verringern...ach das geht schon alles... --- Nee nee lieber Api, das ist keine faire Argumentation *g* - die Arbeitslosen interessieren doch sicherlich auch nicht, wenn es darum gehen würde, Rüstungsbetriebe dichtzumachen. Oder Verwaltungsmoloche des wasserkopfmässigen Beamtentums. Und ich denke auch nicht, daß Menschen arbeitslos werden würden nur weil Jugendliche (und um die geht es doch hier) nicht mehr die Möglichkeit haben sollen, schon mit 14 oder 16 zu Säufern zu werden, es würden doch weiterhin sehr wohl Alkoholika verkauft werden; den Leuten hierzulande gehts doch immer noch so gut, daß sie trotz aller Jammerei über ihre Armut ohne Probleme an einem Wochenende in der Disse mal eben 50 oder 100 Euro für Gesöff ausgeben (oder täglich kaltlächelnd 5-10 Euro für Zigaretten) oder 40 Euro für eine Flasche Champagner - ich glaube nicht, daß sich das ändern würde, wenn es jetzt statt 40 Euro dann 50 wären. Für Jugendliche mit Taschengeld wäre es aber auf jeden Fall schon mal schwerer, statt 40 Euro 50 zu löhnen. --- Es mag einfach sein den einfachen Angestellten einer Brennerei oder Brauerei mit einem Drogenbaron aus Kolumbien gleichzusetzen --- Die Brauerei bietet die Droge Alkohol, der Drogenbaron bietet die Droge Heroin/Opium. Wenn ich das eine legalisiere und mit "Arbeitsplatzschutz" rechtfertige, muss ich dem armen Opium-(An)bauer doch auch seinen Arbeitsplatz zugestehen, darauf wollte ich hinaus. Ich kann doch nicht mit zweierlei Maß messen und sagen "Ja zum Alkohol für Jugendliche, um Arbeitsplätze zu halten", aber nein zum Heroin oder Opium, obwohl davon ja auch Kleinstbauern in Afghanistan und Südamerika leben (müssen). --- Alkohol und das sollte man einfach akzeptieren ist halt ein Kulturgut ---- Ich habe auch - obwohl Nichttrinker - kein Problem mit dem Alkohol. Ich bin es, die zu Hause einen gut sortierten Weinkeller hat und die so ca. 4 mal im Jahr Mon Cherie isst, die ja auch mit Alk gefüllt sind. Und ich habe dieses Jahr erstmals einen Fingerhut voll Likör getrunken. Aber, Api - ich bin 42 und ich weiss, was ich tue. Wenn ich 4 mal im Jahr fünf Schnapspralinen esse oder maximal zwei mal im Jahr einen Fingerhut Likör trinke, ein Urlaubssouvenir. Mein Weinkeller ist für mich besuchende Freunde, die bei einer Partie Schach gerne mal ein Gläschen Rotwein trinken oder ein halbes Glas Whiskey. Einmal - in Wochen oder Monaten. Das, Api, ist das, was ich mit "Verstand" meine und mit "Genuss": Alkohol kann und darf man sicherlich geniessen. Das sagen sogar Mediziner. Aber es kommt eben darauf an, ganz genau Maß zu halten - und es kommt darauf an, daß dieses Maßhalten ein erwachsener Mensch macht, und kein 14jhr. Kind. Die toten Hosen - so sehr ich Campino schätze - pflegen ein Image. Bedienen ein Rockstar-Klischee. Ich wage zu bezweifeln, daß Campino selbst es für gut finden würde, wenn sein Sohn an der Flasche hängen würde, der Mann ist nämlich eigentlich relativ "spiessig" (im positiven Sinne) und hat da durchaus gesunde Ansichten, von wegen "nein zu Drogen" ;-) |
| Dyspenthes | @Odessa: Auf der Reich&SexyII gibt es sogar einen relativ kritischen bzw. sarkastischen Song über Alkoholmissbrauch, sowas wird halt nur nicht als Single veröffentlicht... Edit: der Text: Ihm ist so richtig übel, so wacht er jeden Morgen auf. Er quält sich aus dem Bett und kotzt sich erstmal aus. Seine Hände zittern, sein Gesicht ist leichenblass. Er stolpert panisch durch die Wohnung und sucht nach einem Glas. Es gibt für ihn nur einen Freund, der ihn wirklich versteht, der immer für ihn da ist, auch wenn's ihm noch so dreckig geht. Mit ihm durchquert er selbst das allertiefste Tal. Schluck für Schluck kämpft er sich durch den Tag. Mit Alkohol, mit Alkohol! Alkohol macht Kinder froh und Erwachsene ebenso. Alkohol, Alkohol, wie der Vater, so der Sohn. Warum wundert sich Mami so? Sie hat den ganzen Tag geschuftet, unbemerkt und ohne Dank. Danach geht sie wie ferngesteuert in Richtung Küchenschrank. Vor ihr steht ne Flasche, sie ruft "Komm und trink mich aus!" Dann bist du ein paar Stunden frei und wachst erst morgen wieder auf. Mit Alkohol, mit Alkohol! Alkohol macht Kinder froh und Erwachsene ebenso. Alkohol, Alkohol, wie die Mutter, so die Tochter. Warum wundert sich Mami so? (Toten Hosen - Alkohol) |
| Tsafried | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] Ich habe auch - obwohl Nichttrinker - kein Problem mit dem Alkohol. Ich bin es, die zu Hause einen gut sortierten Weinkeller hat und die so ca. 4 mal im Jahr Mon Cherie isst, die ja auch mit Alk gefüllt sind. Und ich habe dieses Jahr erstmals einen Fingerhut voll Likör getrunken.[/QUOTE] ich weiß jetzt nicht die genauen Zahlen, aber waren es nicht so um die 300 Mon Cheri/Schnapspralinen die man essen musste um die Wirkung einer Flasche Bier zu erzielen? Jedenfalls ziemlich viel, den Alkohol darin kann man getrost vernachlässigen Meine Meinung: Es ist gleich, ob Alkohol ab 16 oder 18 verkäuflich ist. Wer ihn haben will, wird ihn kriegen. Und welches Erfolgserlebnis ist größer, wenn ich als 14 jähriger Alkohol ab 16 oder ab 18 bekomme? Dumm nur die Konsequenz, die daraus zu ziehen ist: Dreistigkeit siegt. Ich fälsche Ausweise, lüge, um an Alkohol zu kommen und siehe da: Es funktioniert. Also: Immer schön dreist sein. Mir wird da schlecht bei. Bier und Wein (naja wieviele in dem Alter trinken Wein..?) ab 16 halte ich für völlig in Ordnung, denn irgendwann muss man seine Erfahrungen mit dem Zeug machen, so man nicht die völlige Abstinenz wählt. Und hey, wieviele von den Älteren hier haben früher genau das gleiche gemacht? Jugend ist Jugend, wer sie genießen kann soll sich freuen. Heranwachsende vor allen Gefahren beschützen zu wollen ist das Dümmste was man tun kann, dann lernen die nämlich nie Verantwortung für sich zu übernehmen. Das dabei zwangsläufig Menschen auf der Strecke bleiben und alkoholsüchtig werden, das ist so. Aber wenn es als Jugendlicher irgendwann leichter ist, illegal an Drogen als legal an Alkohol zu kommen, was mache ich dann? Überspringen wir das Bier, ab zum Haschisch, Crack, Heroin, ist ja so leicht zu haben? Ne, irgendwo ist gut... |
| Popstar | [quote]Man muss einen Zustand, der so verherend ist wie dieser, erst mal vor die Augen der Öffentlichkeit ziehen!!! Weil wenn die Kinder in Alkoholkerfamilien geprügelt werden und wenn die Frauenhäuser Nachts von den besoffenen Ehemännern belagert werden ist nichts happy! Aber niemand will das wahr haben... Weil in der Werbung ist ja alles so hübsch verpackt..."[/quote] wenn in Brüssel gesetze verabschiedet werden, dann interessiert es die allgemeinheit im allgemeinen (pffff tssss) soviel, wie wenn ich meinen linken unterschenkel grün anmale. das "vor die Augen der Öffentlichkeit ziehen" ist dabei komplett fürn arsch. mag sein, dass eine medienöffentlichkeit dabei ist. es interssiert nur nicht. 1,8 mio (2005) bayern haben alkoholprobleme erzählt mir die [url=http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/04/13/066a0703.asp?cat=/medizin/alkohol/suchtalk]ärzte-zeitung[/url] - von 9,3 mio. man bedenke, dass es auch das bevölkerungsreichste bundesland ist. dabei braucht der alkohol nicht mal eine so große lobby wie die zigaretten. außerdem kost er ja "nix" im gegensatz zur packung. das ist auch der grund, warum zigaretten nach und nach etwas unattracktiver für die jugend werden. das kraut ist einfach zu teuer. da kann man ja gleich kiffen. und genau das passiert u. a. auch. du kannst natürlich die preise nach oben treiben, machst damit allerdings nicht nur diverse arbeitgeber sondern auch arbeitnehmer unglücklich, denn unsere alkoholindustrie ist ein nicht zu unterschätzender wirtschaftsmotor. der bringt geld herein, steuern, auch wenn die natürlich die kosten nicht abdecken, die durch suchtkranke entstehen. genausowenig währen sie abgedeckt, wenn es statt der kranken dann arbeitslose wären. schön ist auch die doppelzüngigkeit der wirtschaft zu beobachten: da wird einerseits die übliche betriebsparty mit komasaufen gefeiert, andererseits regt man sich auf, dass durch alkoholprobleme diverse milliarden flöten gehen. klar schreie ich nach vater staat - er hat die gesetze gemacht, die den menschen diverse lebensbereichernde aktivitäten vermiesen und ihm den billigen und willigen alkohol lassen. er lässt es zu, dass fast ungehindert der alkohol in schöner blüte dargestellt werden kann. und jetzt da ihm die kosten den arsch wegsprengen und ihm nix besseres einfällt, nimmt er ihnen kurzerhand auch noch ihren super zeitvertreib weg - oder versuchts. diese politik ist fürn sperrmüll! ist doch klar, wenn Brüssel eine ANTI-alkoholkampagne startet, dann ist das die doofe politik, auf die man nicht hören braucht. und jeder, der denen auch noch recht gibt, ist ein spielverderber. die politik hat mehr zu tun, als zu sagen "ihr dürft dies und das nicht" - und das gilt für jeden, der sich da mit einreiht. ein "ihr könnt das und das" wäre sicherlich hilfreicher, aber "das und das" sind z.b. projekte, die wegen geldmangels gestoppt werden, gerade dort, wo der weg zum alkoholismus besonders kurz ist. alkoholkranke selbst brauchen darüber hinaus professionelle hilfe und keine "das ist voll gefährlich" aufkleber auf den flaschen. und danach brauchen sie alternativen, sonst kannste sie gleich wegsperren, weil sie immer wieder rückfällig werden. |
| Dyspenthes | Was man braucht sind Menschen, die die nachfolgenden Generationen zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol erziehen. Solange Menschen einfach betrunken auf irgendwelchen Partys sind, aber weitestgehend noch Herr ihrer Sinne sind und das nur hin und wieder mal finde ich das völlig OK. Was ich nicht so OK finde ist das Kampfsaufen mit Filmriss und ähnlichem, aber hey, solange das bei einem Mal bleibt, ist selbst das OK. Wenn es aber regelmäßig wird, wenn man sich eine Feier, egal ob privat oder geschäftlich, nicht mehr ohne Alkohol vorstellen kann, dann wird es problematisch. Und dahingehend sollte auch Erziehung gehen: Jugendlichen vorzuleben, dass man auch ohne Alkohol feiern kann und es auch lustig ist. Verbote sind da weniger hilfreich, weil sie geradezu danach schreien, gebrochen zu werden. |
| Evil Mini | Ich finde auch das mann durch diese Gesetzesänderung nicht das erreicht was man sich davon verspricht. Hatte meinen ersten Vollrausch auch mit dreizehn weil alle meinten es sei ja so cool und bin heute auch kein Alkoholiker.. Warum? Weil ich aus einem Elternhaus komme in dem man mich zu einem eigenständig denkendem Menschen erzogen hat und mir das Selbstbewußtsein mitgegeben hat das nötig ist sich nicht durch irgendwelche Leute beeinflußen zu lassen. Was in der Tat als Jugendlicher, da auch die Neugier noch mit hineinspielt, schwer sein kann. Ich kann nicht durch noch mehr Gesetze versuchen Menschen vor ihrer eigenen Dummheit zu bewahren. Dieses Problem fängt bei der Erziehung an. Wenn ich meinem Kind den Rücken stärke damit es selbstbewußt und selbstbestimmt wird kommt es auch nicht in die Versuchung regelmäßig Alkohohl zu konsumieren. Soll der Staat jetzt durch Gesetze die Kinder bzw. Jugendlichen erziehen weil es die Eltern nicht auf die Reihe kriegen? Ich finde unsere Gesetze ausreichend, wenn sie korrekt umgesetzt werden würden. Das dies nicht geschieht liegt nicht in der Verantwortung des Gesetzgebers sondern allein an denjenigen die hinter der Kasse, dem Thresen, oder sonstigem stehen. |
| more | Im Prinzip ist es doch genauso wie mit der Taback-Industrie, nur würden jetzt hier Einheimische arbeitslos... Das ist natürlich viel schlimmer. *zyn* Klar, Alkohol hat eine grosse Lobby, ist ein großer Arbeitgeber. Aber dass man nur wegen den Arbeitsplätzen, die dranhängen, die Leute zu Tode saufen lässt verstehe ich nicht ganz. Komischer Weise, auch wenn der Vergleich an den Haaren herbeigezogen scheint: An der Kirche hängen auch viele Arbeitsplätze, aber man zuckt nicht mit der Wimper aus der Kirche auszutreten nur um die 8-12 Euro im Monat zu sparen (vielleicht auch zu versaufen???) Damit nehme ich aber diejenigen aus, die aufgrund von innerer Überzeugung austreten. Es ist einfach eine Doppelmoral! Alkohol schmeckt gut, daher muss man die Arbeitsplätze erhalten! Zwar wäre die Waschmaschine von Miele wohl länger haltbar, aber zu teuer, drum kaufe ich halt das Billig-Model von XY aus dem Media-Markt. Geiz ist Geil, Rettet den Regenwald, trinkt Krombacher. Saufen als Moralisch-wertvoll! Es geht nicht um die Verteuerung von Alk, das Thema ist ja durch, es MUSS ja ein alkoholfreies Getränk billiger sein auf der Karte. Es geht einfach darum vielleicht mal aufzuzeigen was los ist. Wie bei Zigaretten. Dass die so teuer sind, das schöpft der Staat in die Tasche, die Nebenwirkung, dass weniger Leute rauchen, damit braucht man sich nicht brüsten. Aber einfach mal die Werbung bremsen, ich rede ja nicht von einem Werbeverbot, sondern einfach mal um die Klarstellung der Verhältnisse. Muss denn schon ein 15 jähriger Nachmittags mit Bierwerbung vollgedröhnt werden? Kann man das nicht, wie bei Zigaretten aus dem Fernsehen verbannen? Würde das der Bierindustrie und der Weinwirtschaft soviel schaden? Oder wettert man darüber nur so, dass dies nicht möglich sei, weil man dann seinen eigenen Konsum überdenken müsste? Alkohol zu konsumieren, mehr als das einem gut tut, wird einfach hingenommen, vielleicht belächelt. Aber als Normal angesehen. Wenn ich schon immer Aussagen, auch von Freunden höre, ich muss mich abschießen, oder wie habe ich mich letztes WE abgeschossen, oder ich konnte nicht richtig saufen, weil ich musste ja fahren! (Dazu sei gesagt, besagte Person hatte schon Alk intus als sie ins Auto stieg!) Mir scheint nicht wirklich, als wären die Deutschen ein Volk derer die Eigenverantwortlich handeln. Und ich kenne keinen Raucher der im Nikotin-Wahn eine Familie auf der Autobahn frontal gerammt hat. |
| Phoenix1384 | Hm, more hat gar nicht mal so unrecht! Es bedarf keiner Überflutung mit Alkoholwerbung im Fernsehen und im Kino. Fällt diese Trinkanimation erstmal weg, würden auch weniger junge Kiddies (die eh den ganzen Tag schon vor der Röhre hängen) auf die Idee kommen "Hey, dass muss ich auch trinken!" Und wirklich schaden täte ein Wegfall der Werbung der Alkoholindustrie glaube ich auch nicht so massiv. Die Weinindustrie kommt ja schließlich auch ohne Werbefilme aus, oder hat jemand schon mal einen Werbespot für einen 98'er Bordeaux, 97'er Shiraz, oder einen 99'er Merlot gesehen? |
| Schwarze Traene | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkseagirl [/i] [B]Alk und Kippen erst ab 18 und nur in speziellen Läden mit Lizenz und selbst dann nur gegen Ausweiskontrolle. Kippenautomaten gehören schon lange abmontiert. [/B][/QUOTE] Wenn Kippen auf einmal jeedoch ab 18 sind und viele erst 15 sind und rauchen, was sollen die denn dann machen?? Nicht jeder kann von heute auf morgen aufhören! Außerdem wird das ganze eh nichts bringen, nicht alle Geschäfte werden sich daran halten, da sie dann nicht mehr genug Umsatz machen... Zu dem wird man so oder so Alk bekommen, egal wie alt man ist. Notfalls werden halt mehr privatre Parties gefeiert und der Alk von 18 Jährigen besorgt, daher glaube ich nicht, dass das irgendwas bringen wird, dann müsste schon der Alk ganz abgeschafft werden und das werden sie wohl nie machen. |
| Lemuria | [QUOTE][i]Original geschrieben von Schwarze Traene [/i] [B]Wenn Kippen auf einmal jeedoch ab 18 sind und viele erst 15 sind und rauchen, was sollen die denn dann machen?? Nicht jeder kann von heute auf morgen aufhören! [/B][/QUOTE] Tcha, dann [I]müssen[/I] sie's halt. Soll der Staat denen dann noch die Kippen bezahlen, damit die Armen keine Entzugserscheinungen kriegen? Soll man dann ehrlich Mitleid empfinden? ----------------------------------- Zum Alkohol: Ich trinke gar keien, von daher ist es mir zeimlich gleich, was damit gemacht wird. Aber ist es normal, dass sich Leute regelmäßig bis kurz vorm Kollaps abschießen müssen, damit sie erzählen können, wie "geil" das Wochenende war. Und nein, dass sind nicht die 15-jährigen, sondern die 18-20jährigen, von denen ich hier spreche. Allein schon Sätze á la "Boah, dann und dann werde ich soo besoffen sein.." lassen mich an die Decke gehen. Gibt es keine größere Freude als sich erstmal schön zu besaufen bis man sich an nichts mehr erinnern kann? - Ich will nicht wissen, wie viel Alkoholkranke es in meiner Stufe gibt, aber es sind ne Menge. Ich habe ja nichts gegen Alkoholtrinker, solange es in Maßen passiert, und man noch (mehr oder weniger) klar bei Verstand ist. Ich glaube nicht, dass eine Gesetzesänderung etwas bringen würde. Da kann man nur beten, dass irgendwann Hirn vom Himmel regnet. |
| Popstar | [b]Bayern, bier und arbeitslosigkeit[/b] bayern ist ein schönes land. da kommen sogar leute her, mit denen man diskutieren kann. die arbeitslosigkeit dort soll angeblich auch nicht so schlimm sein, wie in mecklenburg vorpommern. und bier haben die auch noch. klar, probleme mit alkis, aber wen störts ... RICHTIG: die krankenkassen, die nachbarn, den bund. und wahrscheinlich auch die eu, wenn die deutschen ihre interessen wehementer einbringen (soll heißen: wenn der bund noch lauter schreit). dann werden die maßnahmen doch noch viel lieber ausgeführt, die man sich da so schön ausgedacht hat. es ist nämlich so: bayern ist ja auch ein recht reiches land, hab ich mal gehört. das kommt vom bier, [url=http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,435232,00.html]schreibt[/url] das spieglein. und weil dem bund sowas ganz sicher gegen den strich geht und er auch was vom bier abhaben will, kommt im ganz gelegen, dass man das bier verteufelt und schwerer zugänglich machen will. was lernen wir also daraus? saufen ist politik. erinnert irgendwie an die appd. und die große, weiße sprechende maus hinter mir hat gerade gesagt: "prost! und halts maul." |
| Darket | Satire mag ja ganz schön sein, aber mit Verlaub, wo bitteschön ist der Kontext? |
| Solstice | Unsere Gesellschaft hat es über die Jahrtausende versäumt, Alkohol als das zu betrachten, was es ist: ein suchterzeugendes Rauschmittel. Und dieser Satz klingt deswegen so bescheuert, weil die Situation tatsächlich so ist. Solange uns Alkohol als Genussmittel ohne Folgen verkauft wird, solange werden weiter Eltern erzieherisch versagen, werden Jugendliche zu Säufern und Leberzirrhose-Kranke auf den Intensivstationen jämmerlich an ihrem Blut ersticken... werden Dreißigjährige mit einem Hirnbefund wie ein Achzigjähriger apathisch und senil über Krankenhausflure tapsen... Eigentlich braucht kein Mensch Alkohol... das klassische Beispiel einer gigantischen Marktlücke. Ich bin realistisch genug, um zu erkennen, dass weder schärfere Regelungen der EU oder des Staates noch höhere Preise so etwas verhindern werden. Aber wenn man nur die Zahl der Alkoholiker in Deutschland mit der Zahl der Drogenabhängigen vergleicht, so muß man zugeben, dass ein Verbot der Drogen (und der sündhaft hohe Preis) einen gewissen protektiven Effekt hat. Nicht für alle, natürlich.. aber für viele. Anmerkung: NRW ist das bevölkerungsreichste Bundesland, nicht Bayern. |
| Lady Armitage | Die Verbote finde ich schon irgendwo gut, auch wenn sie kaum umgesetzt werden können (/ wollen?). Man brauch kein Bier oder sonstigen Alkohol um Spass zu haben, wer sowas dafür brauch, sollte mal zu einer Suchberatung gehen. Aber was ich ganz sinnvoll finde, wäre eine null-Promille-Grenze für Autofahrer, wie in nordischen Ländern, wo die AUtos größten Teils mit Geräten ausgestattet sind, die den Alkoholgehalt im Blut durch reinpusten analysieren und einen dann nicht losfahren lassen. Mitfahrer können nicht pusten ,da der Test wären des Fahrens öfters wiederholt werden muss und Luftpumpe funktioniert auch ncit, die Luft muss wieder eingesogen werden. Es würde meiner Meinung zumindest die Zahl der Unfallopfer mit Alkoholeinfluss vermindern! Sprüche auf Bierflaschen sind allerdings lächerlich, zwei Monate später kann man dann die ersten "Fun-shirts" mit verqueerten Alkoholspürchen kaufen, wie das auch mit diesen Sprüchen auf den Zigarettenschachteln gemacht wurde.... |
| LaChatte | [QUOTE]wo die AUtos größten Teils mit Geräten ausgestattet sind, die den Alkoholgehalt im Blut durch reinpusten analysieren und einen dann nicht losfahren lassen.[/QUOTE] Sowas kanns ja echt nicht sein als Standard - das ist ja eine Verarschung gegenüber den vielen AutofahrerInnen, die nicht fahren, wenn sie auch nur ein Gläschen getrunken haben. Dann lieber häufige Polizeikontrollen und im Falle eines Falles Strafen, die wirklich weh tun - sofortiger Autoentzug zum Beispiel. Wir brauchen kaum mehr Verbote, wir brauchen einen sinnvollen Umgang mit Suchtmitteln aller Art. [QUOTE]Aber wenn man nur die Zahl der Alkoholiker in Deutschland mit der Zahl der Drogenabhängigen vergleicht, so muß man zugeben, dass ein Verbot der Drogen (und der sündhaft hohe Preis) einen gewissen protektiven Effekt hat. Nicht für alle, natürlich.. aber für viele.[/QUOTE] Ich habe die Vermutung, dass sich bei einem anderen Preisgefüge und bei anderen rechtlichen Verhältnissen einfach die Süchtigen auf andere Drogen verlagern würden - aber nicht, dass es total weniger Süchtige gäbe. Ich denke, es ist immer noch besser, dass zumindest von Gesetzes wegen dafür gesorgt wird, dass die Suchtmittel von guter Qualität sind, und dass an offiziellen Verkaufsstellen auch die Papiere von wegen Alter geprüft werden. |
| more | Bayern ist eigentlich ein recht dünn besiedeltes Bundesland, bis auf die paar Ballungsgebiete München, Regensburg, Nürnberg und der dichter Besiedelte Raum in Oberfranken rund um Bamberg. Ansonsten viel Feld, Wald, Wiese. Viel Arbeitslosigkeit grad in den Räumen um Hof, Weiden, Cham. Kein ertragreiches Land, sehr karg. Das wächst weder Wein noch Hopfen. Das sind auch die Quellen von Frust, Besäufniss, ect. Mit Bayern kann man diskutieren, sicher, aber vielleicht klar und verständlich, denn, Popstar, ich verstehe nicht worauf du hinauswillst, denn irgendwie widersprichst du dir, oder du hörst dich selbst gerne reden. Ich komme aus Bayern, nur zur Infos. Und ich komme aus einer dieser dünn besiedelten Gegenden, in denen 80% der männlichen Bevölkerung viel zu oft trinken, Frauen natürlich auch... Aber ich weiss wovon ich rede. |
| Popstar | [QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i] [B]Satire mag ja ganz schön sein, aber mit Verlaub, wo bitteschön ist der Kontext? [/B][/QUOTE] hm ja, wo isser denn? weiß ich nicht, ich glaub, ich geh besser nochmal zur schule. da lern ich dann lesen. und wenn ich groß bin, da lern ich dann sogar, wie man informationen aus texten extrahiert. und dann endlich find ich auch meinen alten kumpel, den kontext, wieder und werd hier moderator. more: "Bayern ist eigentlich ein recht dünn besiedeltes Bundesland" macht nix, wo kein mensch, da keine arbeitslosigkeit. "denn irgendwie widersprichst du dir, oder du hörst dich selbst gerne reden." denn ich verstehe nicht worauf du hinauswillst. so wie: "irgendwie ist mein nachbar doof. frag ich nicht, warum." ich frag aber: HÄH??? "Aber ich weiss wovon ich rede." ja, was willste sonst auch hier in der diskussion. reicht ja, wenn ich vermeindlich nur scheiße rede. solstice: "Anmerkung: NRW ist das bevölkerungsreichste Bundesland, nicht Bayern." chapeau! wenn du schon so viel weißt: saufen die mehr als die bayern? ich mein in relation? die öffentlichen stellen geben da ungern konkrete (und richtige) zahlen raus, weil man ja dann zugeben müsste, dass das bundesland n schaden hat. und so widersprechen sich die infos ständig. "und Leberzirrhose-Kranke auf den Intensivstationen jämmerlich an ihrem Blut ersticken" tut mir ja leid um die. wären die krankenhäuser nicht so teuer (behandlung, ärzte, medikamente), wär das glatt ne alternative, um die arbeitslosenzahlen runterzubringen: saufen fördern. stattdessen will man den hartzern mal wieder ans leder (lest die presse von heute). kann man sich noch nicht mal mehr gepflegt in den tod trinken. " so muß man zugeben, dass ein Verbot der Drogen (und der sündhaft hohe Preis) einen gewissen protektiven Effekt hat." ich nehms nicht, weil ichs mir nicht leisten kann. aber probieren würd ich schon mal gerne. das sag nicht ich, aber du wirst clever genug sein zu wissen, worauf ich hinaus will. wie klingt das in deinen ohren im vergleich: ich nehms nicht, weil ich lieber radrennen fahre. Lady Armitage: "Aber was ich ganz sinnvoll finde, wäre eine null-Promille-Grenze für Autofahrer" wenn ich Bromhexin nehm und ganz zufällig nicht die alkoholfreie version im haus hab, dann kann ich noch nicht mal mehr zum arzt fahren, besonders weil ich im dünn besiedelten teil bayerns leb. das sag nicht ich ... LaChatte "sofortiger Autoentzug zum Beispiel" und dann verliert der seinen job, weil er nicht mehr zur arbeit kommt. und dann regst du dich als steuerzahler wieder auf, dass die arbeitslosenzahl steigt. "und dass an offiziellen Verkaufsstellen auch die Papiere von wegen Alter geprüft werden." da gibts dann biometrische scanner, die registrieren, wann wer wieviel alkohol kauf. und wer zuviel kauft, der kriegt kein alg/kII mehr. die "offiziellen stellen" laden zum datenmissbrauch ein. bessers wärs ja wohl, wenn den bürgern nicht nur verantwortungsbewusstsein gegenüber sich selbst begebracht werden soll, sondern gegenüber allen und allem. nicht so wie im osten, wo der nachbar so verantwortungsbewusst war, dass er sich auch um dein privatleben gekümmert hat, aber so n bisschen gucken, dass der lütte von der frau gegenüber keinen scheiße baut. |
| Solstice | [QUOTE][i]Original geschrieben von Popstar [/i] [B]"und Leberzirrhose-Kranke auf den Intensivstationen jämmerlich an ihrem Blut ersticken" tut mir ja leid um die. wären die krankenhäuser nicht so teuer (behandlung, ärzte, medikamente), wär das glatt ne alternative, um die arbeitslosenzahlen runterzubringen: saufen fördern. stattdessen will man den hartzern mal wieder ans leder (lest die presse von heute). kann man sich noch nicht mal mehr gepflegt in den tod trinken. [/B][/QUOTE] Angesichts dieser derart unsachlichen, unreifen und unausgegorenen Argumentation, verbunden mit latenten Beleidigungen ziehe ich es vor, mich an dieser Diskussion nicht mehr zu beteiligen. Schade, es hätte ein netter Thread werden können, aber Emotionen haben hier m.E. nichts zu suchen. Etwas mehr Sachlichkeit würde Dir, Popstar auch gut stehen. Prost allerseits! |
| LaChatte | [QUOTE]"sofortiger Autoentzug zum Beispiel" und dann verliert der seinen job, weil er nicht mehr zur arbeit kommt. und dann regst du dich als steuerzahler wieder auf, dass die arbeitslosenzahl steigt.[/QUOTE] - wenn eine Stelle frei wird, wird sofort ein anderer Mensch ohne Alkproblem und mit Auto diese neu freigewordene Stelle bekommen - mehr Nettoarbeitslose gibts dadurch nicht - und ja, wenn die Massnahmen bei Alk am Steuer so drastisch sind, so überlegt man sich es vielleicht tatsächlich noch einmal und bestellt ein Taxi oder einen Nach-Hause-Fahrdienst. und ja, es soll weh tun. Die Regeln sind bekannt, und es gibt keinen Grund, jene mit Samthandschuhen anzufassen, die sich nicht daran halten und ausserdem sich und andere gröbstens gefährden. [QUOTE] da gibts dann biometrische scanner, die registrieren, wann wer wieviel alkohol kauf. [/QUOTE] Nein, nur das, was heute schon üblich ist - Ausweis zeigen, Alter kontrollieren, Punkt. [QUOTE] bessers wärs ja wohl, wenn den bürgern nicht nur verantwortungsbewusstsein gegenüber sich selbst begebracht werden soll, sondern gegenüber allen und allem. nicht so wie im osten, wo der nachbar so verantwortungsbewusst war, dass er sich auch um dein privatleben gekümmert hat, aber so n bisschen gucken, dass der lütte von der frau gegenüber keinen scheiße baut.[/QUOTE] Natürlich wärs besser... wie noch viele besser wäre, aber leider nicht besser ist. Und wie es besser sein könnte, ist nicht ein Thema, das hier Platz hat. |
| Popstar | Solstice da hab ich bei dir wohl n wunden punkt getroffen. vielleicht bist du krankepfleger oder rettungsfahrer. und stimmt! da wirds dann emotional. ich bleib dabei: zu teuer. theoretisch brauch ich medikamente, praktisch verdien ich so wenig geld, dass ich sie mir leisten kann. und bevor hier noch einer blöd mutmaßt: ich geb das geld ganz sicher nicht für alk aus. den hab ich zweimal im jahr bei mir: zu silvesterr als n gläschen sekt und zum geburtstag als die obligatorische flasche wein. Solstice, ich find das feige von dir, die leute mit ihrer diskussion allein zu lassen, wo du doch vermuten lässt, dass du noch was betragen könntest. aber wie ich schon am anfang vom thread gesagt hab: das wissen bleibt im kreis der auserwählten. könnt man fast vermuten, du bist nicht nur krankenpfleger, sondern bisschen mehr. aber der böse Popstar wird jetzt hochstilisiert zur threadverschlingenden drecksfigur, die einzig schuld ist, dass man nicht mehr gepflegt diskutieren kann. bequemlichkeit lässt grüßen. viel spaß mit deinem wissen und grüß mir die leber! LaChatte ich hatte ganz bestimmt nicht geäußert, dass ich alkohokranke auf der autobahn sehen will (na ok, beifahren dürfen die schon sein). deine forderung nach bestrafung nur der alkis ist auch nicht konsequent auch wenns so aussehen soll. arbeitssucht gibts zb auch. die gefährden ebenfalls den straßenverkehr, weil sie unter termindruck rasen wie besenkte säue. termindruck ist zb auch bei den lkwfahrern ein grund, warum so viel scheiß passiert. am besten bestrafen wir die auch, weil die auch n riskio darstellen. und ihre chefs gleich mit, weil die schuld sind. brüssel wird mit der gegenwärtigen kampagne jedenfalls nicht bewirken, dass weniger besoffen gefahren wird. denn wenns um die jugendlichen geht: mit 18 kann man fahren und auch alk problemlos saufen. da sind die verbote n zahnloser tiger. kontrollen vor den dissen verschärfen fänd ich allerdings ne gute alternative. können dann gleich noch n abschleppdienst beauftragen, der gewehr bei fuss steht. dann sichert das sogar noch arbeitsplätze. "Nein, nur das, was heute schon üblich ist - Ausweis zeigen, Alter kontrollieren, Punkt." wenns nur darum geht, dann muss die stelle nicht zwangsweise eine öffentliche sein. denn auf den ausweis gucken wollen kann ja jeder der alk ausschenkt verlangen. "Und wie es besser sein könnte, ist nicht ein Thema, das hier Platz hat." na von mir aus mach das so. kannst sagen, dass dir das gesetz nicht passt und fertig. können 500 weitere leute auch machen. ich diskutiere liebe und guck, was besser wär und wie mans machen könnte. ich denk, für dich ist damit ja die diskussion beendet. und wie solstice so schön sagt: "hätte ein netter Thread werden können." |
| Manley | [COLOR=crimson]popstar, ich wäre dir verbunden, wenn du dein selbstmitleid und deine selbstironie á la "keiner hat mich lieb" anderswo ausleben würdest, abetr nicht in den diskussionen hier. [/COLOR] |
| Solstice | Popstar, ich bin weder beleidigt, noch feige und wer mich kennt, weiß, aus welcher Argumentationsgrundlage ich hier etwas zum Thema beitragen kann. Mir gefällt Deine Art zu posten nicht, weil sie sowohl mit dem Problem als auch mit den anderen hier im Thread ziemlich respektlos umgeht. Das finde ich nicht angemessen. Ich kann mir sogar vorstellen, dass wir inhaltlich gar nicht so weit auseinanderliegen. Leider hast Du mit dem letzten Abschnitt (bei dem ich am Anfang dachte, wir kriegen das vielleicht doch noch geregelt) wieder ausgeteilt und damit eine Annäherung zunichte gemacht. Rudere einfach ein wenig zurück, gib Dich etwas sachlicher und weniger zynisch-angriffslustig und wir können gerne weiterdiskutieren. |
| Demon17 | Das Problem am Alkohol ist in erster Linie der Jugendschutz. Ich habe seit meinem 14 Lebensjahr Alkohol getrunken und hatte nie Schwierigkeiten welchen zu bekommen. Auf den Klassenfahrten wurde Whiskey in die Fantaflasche gefüllt. In jeder Kneipe gab es was wir bestellten. Am Wochenende war ich regelmäßig stramm, weil es am Dümmer-See überall Freibier gab. Das Taschengeld ging dann am Sonntag drauf umd den Kater mit Bier zu bekämpfen. Was ich damit sagen will, gerade der Sport, Segeln und Handball führten zum frühzeitigen Alkoholkonsum. Nach dem Training geht es in die Kneipe. Aus der Uni weiß ich von Jugendforschern, das viele Teens sogar vor der Schule saufen. Es gäbe viele Ansatzpunkte diesen Missbrauch zu beenden. Von den Verantwortlichen in den Vereinen, die ihre Jugendmannschaften trocken legen müßten, statt sie auf Großturniere zu schicken, die in riesen Saufgelagen enden bis hin zu den Wirten und anderen Verkäufern. Gegen eine Lizensierung von Alkoholshops gibt es ebenso wie bei Tabakwaren nichts einzuwenden. Ebenso müßte die Abgabe von Alkohol von Privat an Jugendliche unterbunden werden. Ich bin jedoch dafür Getränke bis 6%, also in erster Linie Bier und einige Mischgetränke ab 16 freizugeben. Bei der Bierkultur in diesem Lande würde alles Andere lächerlich wirken. Die Gewohnheit, das eine Party oder etwas ähnliches nur gut ist wenn man sich zuschüttet, eine Angewohnheit über die meist gar nicht mehr nachgedacht müßte abgestellt werden. Auch schon wegen des Gruppenzwanges der besonders auf Jugendliche wirkt. never surrender demon17 |
| Dyspenthes | Mein Bruder erzählte immer mal wieder von einem Klassenkameraden, der bis morgens um 5 auf irgendwelchen Parties gewesen sei und besoffen in die Schule gekommen sei. Da habe er dann ziemlich viel Blödsinn gemacht, den man nur macht, wenn man wirklich dicht ist, wie zum Beispiel Striptease in der Klasse, wo er nachher wohl splitterfasernackt war (war eine fast reine Jungenklasse, nur ein Mädchen und die wurde wohl nicht als solches gesehen). Im Sportunterricht hat er wohl ähnliches gemacht. Seine Fahne muss wohl sehr übel gewesen sein, aber niemand hat reagiert. Die Mitschüler in der Oberstufe eh nicht, weil sie das lustig fanden und weil er niemandem schadete, die Lehrer nicht, weil er außerordentlich intelligent war und immer gute Noten hatte. Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte, wenn ich so jemanden in der Klasse gehabt hätte, aber ich denke, da muss, auch wenn er zu diesem Zeitpunkt über 18 gewesen ist, eine Regelung passieren. Zum einen ist nicht jeder so intelligent und schafft die Schule problemlos (oder auch die Arbeit), zum anderen ist es verantwortungslos, da nicht einzugreifen. Wenn was passiert, wills dann keiner gewesen sein. (Edit: und die Gefahr, dass er nicht nur bewundert, sondern auch nachgeahmt wird, ist ziemlich groß) Und mit den Sportvereinen sehe ich das wie Demon, mein Opa erzählte mal, dass bei ihnen der Sport irgendwann vernachlässigbar war, weil es nur noch ums Saufen ging. Und @Popstar: Ich würde dir raten, Sol mitdiskutieren zu lassen, weil es eigentlich nicht uninteressant ist, was er zu sagen hat ;) |
| Odessa | Sorry, aber das mit den Kosten stimmt doch: der Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit - Abstieg - Armut = Alkoholsucht/-flucht ist da, was wiederum zu steigenden Kosten im Gesundheitswesen führt und was dann wiederum dazu führt, daß man im Sozialsystem Geld einsparen muss. Wo? Bei denen, die es betroffen sind und schon an der Schwelle sind sh. Teufelskreis Arbeitslosigkeit - Armut - Alkohol - Krankheit. Vielleicht hab ich Dich, popstar, falsch verstanden, aber so macht das für mich durchaus Sinn was Du schreibst und ich kann Dir wieder mal nur beipflichten. Wobei ich auch Solstice dahingehend zustimme, daß es hierzulande nicht gelernt wurde, mit Alkohol richtig umzugehen (in besagten "Maßen", ab und zu als Genußmittel: EIN Glas Wein, EINE Flasche Bier, EIN Gläschen mit Likör). Wenn ich höre oder sehe, daß Leute auf eine Festivität (sh. Oktoberfest, all die Touristen) gehen und schon im Vorfeld damit prahlen, daß sie sich "zusaufen" um "in Stimmung" zu kommen und daß man sich damit brüstet, wer die meisten Flaschen geleert hat und "ich hab 4 Maß Bier geschafft und hihi war das lustig als ich mir auf die Schuhe kotzte vorm Bierzelt" - dann denk ich mir nur: Ballermann und all die Prolls in den Fußballstadien lassen grüssen. Gehts noch spiessiger und armseliger? Was ist das für eine "künstliche" und unechte Freude, wenn ich mich dafür erst ins Delirium saufen muß? Dys: danke für den Text! Der ist wirklich gut, den kannte ich noch nicht. |
| Popstar | Manley abgesehen davon, dass ich versucht bin, dich wegen deines benutzertitels nicht ernst zu nehmen, diente die beschreibung der situation über die medikamentepreise als beispiel zur untermauerung meiner thes: gesundheit ist zu teuer. ich kann nichts dafür, dass ich nicht mit "ich kenn da wen, der hat n bruder, der hat und sowieso" auftrumpfen kann. mir ist wurscht, ob dir das passt, für mich ist legitim, seine thesen mit seinen erfahrungen zu untermauern. hol am besten noch Darket ran mann mann mann ey! Solstice mir ist wurscht, ob du mit mir diskutieren willst oder nicht. von mir aus lass es bleiben, wenn dir meine fresse nicht passt. mir gehts darum, dass ich es albern find, die teilnehmer hier mit enthaltsamkeit zu strafen, nur weil ich es wage, angriffslustig zu sein. gib dir n ruck mann, hier bin nicht nur ich in dem thread, sondern da hängen noch n paar leute, die gern auch was vom wissenskuchen abhaben wollen. und hey, sympathisanten haste wohl genug. Demon17 Liebe/r/s Demon17, hast du denn eine idee, wie man den trinkenden ihre schlechten angewohnheiten abgewöhnen könnte? meinst du, die maßnahmen der eu sind hier hilfreich oder findest du, dass es andere wege geben muss? und welche wege wären das? über eine antwort wären wir alle froh. es grüßt glühend dein Popstar (war das besser, die herren strafvollzugsbeamten?) Dyspenthes ich hab ihn nicht ausgeladen, sondern fordere ihn jetzt schon zum 100sten mal auf, teilzunehmen. aber ihm gefällt mein gesicht nicht und was da rausfällt. der kleineste gemeinsame nenner in diesem thread ist übrigens: alle sind nicht verantwortungsvoll genug. ist denn hier jemand gebildet in der hinsicht, wie man verantwortung lernt? kann da jemand was zum thema beitragen? (leute, ich brech mir hier einen ab, um moderatorenkriterienkonform zu schreiben, also lasst euch nicht so gängeln!) Odessa du hast ne ganze menge falten, denk ich. wie einstein oder goethe. die hatten wohl ein ganz interessantes gehirn diesbezüglich. ich erzähl mal noch, was man aus den ganzen kommentaren hier rauslesen kann: nämlich dass nicht nur der umgang mit alk nicht gelehrt wurde und die leute da verantwortungslos handeln, sondern auch dass die werte sich dahingehend verschoben haben, dass man auf diese primitive art den wettkampf untereinander sucht. da fällt mir doch sofort wieder die ethikdiskussion aus dem dies und das ein. und die csu (ist in bayern zufällig demnächst wahl?) |
| Aza | Original von Lachatte: [Quote]Ich habe die Vermutung, dass sich bei einem anderen Preisgefüge und bei anderen rechtlichen Verhältnissen einfach die Süchtigen auf andere Drogen verlagern würden - aber nicht, dass es total weniger Süchtige gäbe. Ich denke, es ist immer noch besser, dass zumindest von Gesetzes wegen dafür gesorgt wird, dass die Suchtmittel von guter Qualität sind, und dass an offiziellen Verkaufsstellen auch die Papiere von wegen Alter geprüft werden.[/quote] 100% Wahr! Erstmal ist der Plan von Brüssel eine totale Lachnummer... Bier ab 18 ? Warum? Das ist doch eine blose Beschönigung der unschönen Tatsachen, dass viele Jugendliche zur Flasche greifen, weil ihre Eltern durch schlechte Politik, Heuschreckenmentalität der Unternehmer usw. usf. ihre JObs verloren haben o.Ä. (Schlechte soziae Verhältnisse entstehen bekanntlich meist aus Armut und anderen wirtschaftlichen Faktoren) Alkohol nicht mehr an Tankstellen? Wo soll ich dann nachts was zu trinken kriegen wenn ich lust drauf hab ? Ich (und die meisten Menschen in der EU) sind alt genug ihren Konsum selbst zu maßregeln. "Wir" sind keine Babys die von Brüssel (wortwörtlich) die Flasche bekommen, oder vertu ich mich ? Grüße von mir |
| LaChatte | [QUOTE]Wo soll ich dann nachts was zu trinken kriegen wenn ich lust drauf hab ? [/QUOTE] Bis vor nicht allzu langer Zeit gabs noch gar keine Tankstellenshops... da musste eben vorgesorgt werden. Zwei Tage lang vorausdenken dürfte ja für die meisten kein grösseres Problem darstellen ;) Ein Alkverbot an Tankstellen wär für mich nichts Schlimmes, aber auch nichts, das unbedingt kommen müsste... hier in Frankreich, wo ich wohne, sind die bureaus de tabac (um mal die Sucht zu wechseln) auch nur zu ganz bestimmten Zeiten offen, viel weniger oft als in der Schweiz - nun, da pass ich mich eben an. Kein Problem. |
| Lady Armitage | Bier ab 18 ist total sinnlos, wenn ich sehe wie vierzehnjährige in die Disco kommen, nur weil sie ein selbstgeschriebene "Erlaubnis" vorlegen, dann bekommen die an der Theke auch ihr Bier, die Betreiber wollen schließlich was einnehmen. Um das Gesetz schert sich kein Wirt, genauso wie sich bis heute kaum einer daran hält Tabak nicht an Jugendliche unter 16 Jahren zu verkaufen, ich habe bereits als Achtjährige die Zigaretten für meinen Vater gehohlt, da hat kein Hahn nach gekräht... Gesetz hin oder her, wer Bier haben will, bekommt Bier, egal wie alt er ist. Wer illegale Drogen haben will kommt schließlich auch ran, und die gibts nicht an jeder Tankstelle... |
| Manley | @popstar: wer im glashaus sitzt, sollte nicht mit steinen werfen. es geht nicht darum, ob du deine thesen mit erfahrungen untermauerst oder nicht. es sind äußerungen wie diese [QUOTE]ich glaub, ich geh besser nochmal zur schule. da lern ich dann lesen. und wenn ich groß bin, da lern ich dann sogar, wie man informationen aus texten extrahiert. und dann endlich find ich auch meinen alten kumpel, den kontext, wieder und werd hier moderator.[/QUOTE] [QUOTE]aber der böse Popstar wird jetzt hochstilisiert zur threadverschlingenden drecksfigur, die einzig schuld ist, dass man nicht mehr gepflegt diskutieren kann.[/QUOTE] die hier nichts verloren haben, genauso wie diese [QUOTE]du hast ne ganze menge falten, denk ich[/QUOTE][QUOTE]von mir aus lass es bleiben, wenn dir meine fresse nicht passt[/QUOTE] wenn du was zu sagen hast, tu es, aber auf eine angemessene art und weise, in der solche formulierungen außen vor bleiben. ich verweise auf [QUOTE]V. Ein Mindestmaß an Sprachkenntnis wird bei jedem User vorausgesetzt. Bitte versucht ein Grundlevel der Ausdrucksweise nicht zu unterschreiten. [/QUOTE] das sollte auch dir möglich sein. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Popstar [/i] [B]"und Leberzirrhose-Kranke auf den Intensivstationen jämmerlich an ihrem Blut ersticken" tut mir ja leid um die. wären die krankenhäuser nicht so teuer (behandlung, ärzte, medikamente), wär das glatt ne alternative, um die arbeitslosenzahlen runterzubringen: saufen fördern. stattdessen will man den hartzern mal wieder ans leder (lest die presse von heute). kann man sich noch nicht mal mehr gepflegt in den tod trinken. [/B][/QUOTE] Wenn ich sowas lese, bekomme ich PLACK! Leute wie du sollten echt gezwungen werden, sich solches Leiden mal genauer an zu schauen, um solch unqualifiziertes Geschwätz zu unterbinden. Deine Äußerungen über den Sozialstaat gehen - das hier diskutierte Thema "Alkohol" betreffend - absolut am Thema vorbei. Regelmäßiger Alkoholkonsum kann Menschen sehr, sehr krank machen und die Grenze zwischen "noch normal" und "schon krankhaft" zu ziehen ist sehr schwer. |
| Lady Armitage | @ hagzissa13 Ich finde, regelmäßiger Alkoholkonsum ist schon nicht mehr normal, denn man hat ja schon in dem Maße eine Sucht entwickelt, das man eben regelmäßig trinkt. Ich meiner, jeder der abends sein Bier zum entspannen brauchthat die ersten Anzeichen einer Sucht. |
| Demon17 | Alkohol zeichnet Menschen. Ich habe inzwischen einen Blick dafür und finde die Charakterveränderung die die meisten Menschen ab 1 Promille so mitmachen nicht sehr prickelnd. Bei einer halben Million Alkoholikern in den Kliniken, soviele waren es jedenfalls vor der Wiedervereinigung ist das sicher auch ein enormer Kostenfaktor. Ganz abgesehen von der steigenden Neigung zu Gewalt und den Unfallzahlen. Es müsste erst mal etwas gegen die Selbstverständlichkeit mit der Jugendliche zum Alkoholkonsum erzogen werden unternommen werden. Da läßt sich vieles auf der untergesetzlichen Ebene tun. Es würde schon helfen die bestehenden Regelungen konsequent umzusetzen. Nur sollten wir uns darüber im klaren sein, das in der Vergangenheit noch wesentlich mehr Alhohol getrunken wurde als heutzutage. Bier ab 18 ist ein Witz. Es war und ist teilweise immer noch Volksnahrung. Soll heißen wird häufiger getrunken als viele andere Getränke. Ich habe in einer Schnappsfabrik gearbeitet, in der es das Bier in Automaten gab, damit die Leute nicht soviel harte Sachen tranken. Was ich damit sagen will, es nützt nichts irgendwelche Gesetze zu verschärfen, bevor das Bewußtsein für die Gefahren des Alkoholkonsums nicht in weiten Teilen der Gesellschaft vorhanden ist. never surrender demon17 |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lady Armitage [/i] [B]Ich finde, regelmäßiger Alkoholkonsum ist schon nicht mehr normal[/B][/QUOTE] Ist es auch nicht. Ich glaube, du hast meine Ausage nur etwas falsch verstanden. Ich meine, daß regelmäßiges Trinken sehr krank machen kann und das es (unabhängig vom [i]regelmäßigen[/i] Trinken) generell sehr schwer ist bei einem wie auch immer gearteten Alkoholkonsum zu sagen (außer, wenn er augenscheinlich sehr pathologisch ist), wo die Grenze zur Gefährlichkeit überschritten wird. |
| Lady Armitage | @hagzissa13 Da stimme ich dir voll ung ganz zu. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]Hagzissa: erinnere Dich mal an Beowulf und seine Art des Kommentierens, und wie oft er mißverstanden wurde... [/B][/QUOTE] stimmt! Trete ich jetzt in seine Fußstapfen? ;) |
| Panic King | Ja Ja Ja dieser Plan ist wirklich "ein griff ins Klo" wer bitteschön schaut sich beim "saufen" seine Bierflaschen an? Bier ab 18/21 Lachhaft wenn man alk. haben möchte dann fragt man halt einen 18/21Jährigen ob der etwas kauft, da wird die jugend höchstens kreativer und es werden mehr ausweise gefälscht. Ist der regierung denn so Langweilig das die überall warnschilder aufstellen/draufkleben müssen? Gibt es Nichts wichtigeres als dieses Aktion? Wird der verbraucher nicht schon genug gebeutelt? Fazit: Wenn die Warnschilder kommen, dann erst Recht "Verbotene Früchte Schmecken Am Besten" |
| Hellscream | Sollen diverse Personen doch gegen Alkohol wittern. Aber wird das irgentwenn vom trinken abhalten ? Was hat die anti Raucher Kampanie gebracht ? Wie war das noch mal in denn USA mit demm Alkohol Verbot......... na weiss das noch wer ? ;) Es wird vergessen das ein richtiger Umgang mit allen Stoffen die wir so zu uns nehmmen gelernt / vermittelt werden muss ! Die Tatsache das jemand Warnschilder an Flaschen oder an Kippenschachteln klept oder das man die Dinge sogar verbietet, wird niemanden am übermässigen Konsum hindern. Ab imo pectore Hellscream Midgard Der Moloch |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i] Sollen diverse Personen doch gegen Alkohol [b]wittern.[/B][/QUOTE] Jo, auch mal ne gute Maßnahme! :D ;) |
| Popstar | na guck an, jetzt war ich ne woche lang nicht hier und was ist passiert? eine super diskussion und solstice hat so richtig viel dazu beigetragen, nachdem ich die fresse gehalten habe. und manley: wenn du irgendwie private dinge zu regeln hast (Nebelpfade, wa?), dann ists ziemlich blöd, sich in einer diskussion einfach den rauszuschnappen, der ein großes maul hat, nur um ein exempel zu statuieren. sowas kannste dir sparen. außer dir hat hier keiner gefordert, dass ich die fresse halten soll. also sei mal bisschen moderat, ja? |
| Hellscream | @ Popstar Entschuldigung aber......... [QUOTE] also sei mal bisschen moderat, ja?[/QUOTE] Nach dem was du hier so geschrieben hast b.z.w besonders unter berücksichtigung wie du es getan hast ist das ja wohl absolut lachhaft. [QUOTE]einfach den rauszuschnappen, der ein großes maul hat, nur um ein exempel zu statuieren[/QUOTE] jo so ist es auch genau richtig ! :) [QUOTE] außer dir hat hier keiner gefordert, dass ich die fresse halten soll[/QUOTE] das tue ich hiermit :D [QUOTE]abgesehen davon, dass ich versucht bin, dich wegen deines benutzertitels nicht ernst zu nehmen[/QUOTE] Na rate mal was ich aufgrund deines Benutzernamens her denke mal ganz abgesehen von denn Worten [QUOTE]Du bist ein beschissener Verlierer![/QUOTE] oder [QUOTE]The One And Only! Mir zu Ehren, mir zu Füßen![/QUOTE] in deiner Signatur und Benutzer beschreibung. Wie zu Anfang gesagt entschuldigung für das abweichen vom Thema aber so etwas so stehen zu lassen ist unerträglich ! Ab imo pectore Hellscream Midgard Der Moloch |
| Panic King | [QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i] [B] das tue ich hiermit :D [/B][/QUOTE] Ich auch aber ich denke das wird hier keine unterschriftensamlung :) Vielleicht will uns die politik mal wieder kräftig verarschen so das sich deutsche normalbürger wieder für politik interessieren |
| Achaiah | Guten Morgen :) Nu sag ich dann doch mal was zu dem Thema. Mal abgesehen von den Argumenten dafür und dagegen, was würde als nächstes kommen? Das Verbot soll Menschen davor bewahren, süchtig zu werden bzw den Konsum einschränken. Soweit so gut. Aber süchtig kann man von noch viel mehr werden... Internet, Fernsehen, Bücher, Klingen... Es gibt allein in Deutschland wohl schon 200.000 Internetsüchtige. Wieviele Menschen abhängig vom Fernseher sind, konnte ich auf die schnelle nicht herrausfinden, aber nach den Kriterien an den gemessen wird dürften das sehr, sehr viele sein. Und was klingen angeht, ich hab mal was von gut 80.000 - 100.000 gehört. Klar, alles weitaus kleinere Zahlen als es bei Alkohol oder sogar Nikotin der Fall ist. Aber wenn man Menschen vor Sucht und Gesundheitlichen Schädigungen (sowohl Physischer als Psychischer) durch Verbote bewahren will... dann könnten daraus noch mehr Verbote entstehen. Internet erst ab 16, limitiert auf max. 2 Stunden am Tag? Fernsehen erst ab 18 oder unter Kontrolle einer Aufsichtsperson? Und ein Nassrasierer oder irgendwas, mit dem man sich oder andere verletzen könnte nur mit psychologischer und polizeilicher unbedenklichkeits-Bescheinigung? Klar, etwas übertrieben. Allerdings könnte dies wirklich der Fall werden, vorallem was das Internet angeht. Die meisten der Süchtigen sind Jugendliche, die dabei Schule und alles andere vernachlässigen. (Auch PCs allgemein, Spielkonsolen u.ä.) Also, auch dafür altersgrenzen oder nur an bestimmten Orten erlauben? Ich finde es einfach absurd, Probleme die wo ganz anders entstehen derartig zu lösen. Frühe Aufklärung und ein gesundes Verantwortungsbewusstsein würden weitaus mehr dazu beitragen, derartiges zu bekämpfen. Es ist (mal wieder) die Politik, die nur die Auswirkungen sieht, und gegen diese vorgeht. Warum jemand zum trinker wird, interessiert dabei niemanden. Und das ist traurig. Grüße, Achaiah |
| Odessa | Der Unterschied zur Internet- oder TV-Sucht ist der, daß diese Leute NICHT randalierend und pöbelnd durch die Straßen torkeln und andere Menschen belästigen oder am Steuer sitzend in ihrem Suff andere Menschen totfahren und auch nicht an Leberzirrhose etc. sterben. Die sitzen halt einfach phlegmatisch und dröge 24 Std. am Tag vor ihrem Pc-Monitor und leben nur noch "online", sind u. U. auch extrem kommunikations- oder kontaktgestört der Art, daß sie schon Angst haben, wenn "real" mal das Telefon oder die Türglocke läutet - aber sie fallen dadurch im öffentlichen Leben nicht "unangenehm" auf und die gesundheitlichen Schäden sind nicht so extrem und offenkundig wie bei der Alkoholsucht. --- Internet erst ab 16, limitiert auf max. 2 Stunden am Tag? --- Bei meiner Tochter hätte ich es genau so gemacht, hätte sich das Problem gestellt. Der Rest der Zeit sollte für reales Leben, Hobbies, Arbeit/Schule, Sport, Freunde etc. draufgehen ;-) -- Fernsehen erst ab 18 oder unter Kontrolle einer Aufsichtsperson? -- Gang und gäbe bei gewissen Filmen, die erst ab 16 oder 18 freigegeben sind, und verantwortungsbewußte Eltern sehen sich Sendungen MIT ihren Kindern an und "parken" ihre Kleinen nicht einfach vor dem Fernseher, wo sie sich jeden Mist unkontrolliert über Stunden reinziehen. |
| mondkind | Alkohol erst ab 18 ist ja an und für sich eine gute Idee. Ich bin auch dagegen, dass Kinder schon mit 14 besoffen auf der Strasse herumliegen. Fakt ist aber, dass auch mit dieser Altersbeschränkung problemlos über ältere Geschwister/Kollegen an den Alk rankommt. Einfach das Erhöhen des Mindestalters bringt m.E. nichts. Zusätzlich müsste man mehr in die Aufklärung investieren. Da sind auch die Eltern gefragt. Es ist m.E. die Aufgabe der Eltern ihren Kindern einen bewussten, mässigen Umgang mit Alkohol beizubringen. Auf der Strasse lernen die Kinder den Umgang mit Alkohol nämlich nicht. |
| Hellscream | [QUOTE]Ich finde es einfach absurd, Probleme die wo ganz anders entstehen derartig zu lösen. Frühe Aufklärung und ein gesundes Verantwortungsbewusstsein würden weitaus mehr dazu beitragen, derartiges zu bekämpfen. Es ist (mal wieder) die Politik, die nur die Auswirkungen sieht, und gegen diese vorgeht. Warum jemand zum trinker wird, interessiert dabei niemanden. Und das ist traurig.[/QUOTE] Du sprichst mir aus der Seele. Aufklärung ist mit das wichtigste Kulturgut des Abendlandes und wird leider viel zu oft verworfen. Ab imo pectore Hellscream Midgard Der Moloch |
| Popstar | hellscream: au weia, böse bist du. bei der wortwahl wird man dir unterstellen, du befindest dich auf gleichem niveau mit mir. da müsstest du dann auch anranzer von manley kriegen und dir schnauze halten. aber ich leugne mal, dass du bist wie ich. Panic King: deine dämliche retourkutsche versteht hier eh niemand, als lass den scheiß und sag was zum thema. |
| Manley | back to topic. |