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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Ich hasse dieses Ding Namens Staat immer mehr
Dark ReligionHallo,

Hallo,

also jetzt muss es mal raus.

3% Mehrwertsteuererhöhung nur um verschlamptes Geld zurück in die Staatskasse zu bringen.

Krankenkassenbeitrag rauf obwohl die Deutschen immer weniger krank sind.

Pflegeversicherung rauf für Leute die jetzt schon nicht mehr wissen wie sie ihre Renten finanzieren sollen.

Fahrkarten und Eintritte in öffentliche Einrichtungen (z.B. Schwimmbäder) werden alle 6 Monate teurer quasi automatisch auch wenn es gar keinen Grund dafür gibt.

Die Ölpreise und somit die Transportkosten für alles steigen und steigen......

UND DANN WERDEN DEN UNTERNEHMEN ZUM 4 MAL IN FOLGE DIE STEUERN GESENKT !!!!!!!!!!!!!!!

Ich hasse die verantwortlichen Stümper.

Ob schwarz, ob rot, ob grün, ob gelb. Alle in einen Sack und kräftig drauf, man(n) trifft eh immer den richtigen.

Ich kann nicht mehr ich will nicht mehr. Ich werde mich noch weiter aus der Gesellschaft zurück ziehen wie ich das eh schon getan habe.



So jetzt geht es mir wieder besser.
AzaNaja...

3% rauf... Damit sind wir immernoch unter dem Niveau vieler andere EU-Länder... Niederlande => 21%

Pflegeversicherung rauf, da die Leute immer älter werden... Hier meckerst du, aber wenn deine Eltern dann in 20 Jahren nich behandelt werden können, "weil es sich nicht mehr lohnt" würdest du auch meckern^^

Fahrkarten etc. sind nicht Sache des staates sondern der Kommunen, bzw. der Privaten !

Ölpreise => Damit werden die Sozialleistungen bezahlt, die ca. 50% aller Staatsausgaben betragen du Profi !
Irgendwoher muss ja das Geld für finanziell Benachteiligte, ARbeitslose, Kindergärten, Schulen, etc. kommen. Dafür bezahl ich gern n paar Cent mehr.
Dark Religion[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
[B]Naja...

3% rauf... Damit sind wir immernoch unter dem Niveau vieler andere EU-Länder... Niederlande => 21%
Pflegeversicherung rauf, da die Leute immer älter werden... Hier meckerst du, aber wenn deine Eltern dann in 20 Jahren nich behandelt werden können, "weil es sich nicht mehr lohnt" würdest du auch meckern^^

Fahrkarten etc. sind nicht Sache des staates sondern der Kommunen, bzw. der Privaten !

Ölpreise => Damit werden die Sozialleistungen bezahlt, die ca. 50% aller Staatsausgaben betragen du Profi !
Irgendwoher muss ja das Geld für finanziell Benachteiligte, ARbeitslose, Kindergärten, Schulen, etc. kommen. Dafür bezahl ich gern n paar Cent mehr. [/B][/QUOTE]


Zur Mehrwertsteuer:

Nur das man dieses Gebetsmühlenartig wiederholt wird es nicht richtiger.

Die Mehrwertsteuer ersetzt in allen anderen europäischen Ländern mehrere Deutsche Steuerarten und ist deshalb höher als bei uns.

Fahrkarten:
Es ist egal ob Berlin oder die Stadt Mainz (in meinem Falle) die Preise erhöht.
Ob der Finanzminsister oder der Bürgermeister. Zu zahlen hat es der Bürger.
Das ist Haarspalterei.

Die " privaten" ist eine Staatslüge. Kein Verkehrsverbund, keine Stadtwerke nichts was mit öffentlicher Versorgung zu tun hat ist wirklich ein privat geführtes Unternehmen. Alles nur Lohndrückungsmassnahmen und Sozialabbaumassnahmen.
Und für Arbeislose,Rentner und Kranke währe das Geld da gewesen wenn man es in der Vergangheit nicht verschleudert hätte.
Die jetzigen Erhöhungen sind dazu da Standarts zu halten und Ansprüche zu erfüllen die das typisch Deutsche Grossmachtsdenken stützen sollen.
Deutschlands Sicherheit wird am Hindukusch verteidigt. Deutsche Marineboote sichern die Strasse von Gibraltar. Deutsche Soldaten sichern die Wahlen im Kongo u.s.w.
während die Rentenkassen leer sind und Arbeitslose Hart4 beziehen.

Und ich bin tatsächlich bis vor kurzem Halbprofi gewesen. Ich habe mich vor 14 Tagen aus der Politik verabschiedet.
nebulosawir stehen im mom. bei 18333€ pro kopf staatsverschuldung. tendenz steilaufwärts. das holt eine mehrwertssteuererhöhung nicht mehr ein.
es galt irgentwann einmal einen schlanken staat einzuleiten. was ist passiert? genau das gegenteil! alleine die pleite um hartz 4 beweist das, daß immer nur noch mehr verwaltet wird, und zwar der staat sich selbst. bei der gesundheitsreform sieht das ganz ähnlich aus. gerade mal bei rüstungsausgaben und bildung sehen wir im vergleich zu anderen staaten sparsam aus. unsere bw schlägt sich mit veraltetem gerät herum...und bildung, naja..pisa studien sagen doch alles.
dafür werden mal locker 12mio. € für den bushbesuch verjubelt.
eigentlich sollte man da sagen:
"du kommst hier net rein!"
"legt erst mal eure imperialistische kriegstreiberei ab, die uns wieder an aufbauhilfen, un-soldaten, etc. kosten!"
nathanelWeiß jetz nicht, ob das hier rein passt, aber:
was hab ich jetz gehört? 12 oder 20 Million Dollar, damit Bush in irgendso´n kleines mecklenburgisches Kaff kommt und GRILLT!? Da ist ja klar, dass da wieder der gute Steuerzahler blecht...wer sonst...der Staat hat ja ncihts mehr XD
nebulosaps.
gegen eine zusammenführung von bundesländern hätte ich auch keinen einwand. das spart schliesslich auch kosten...aber wer sägt schon gerne an dem ast, auf dem er sitzt.
daimosBedank dich bei Kohl. Der hat unsere ostdeutsche Mitbürger ohne Gegenleistung nicht nur in unseren Staat, sondern auch ohne jegliche Gegenleistung in unsere Gesundheits-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen integriert. Dass da irgendwann mal das Geld ausgeht, ist logisch.

Zusätzlich dazu haben wir mittlerweile 1,45 Billionen Euros im Osten vergraben, damit die "blühenden Landschaften" auch Realität werden. Ich frag mich nur, was die da mit der ganzen Kohle gemacht haben. Die DDR-Betriebe hat die Deutsche Treuhand auch einfach so verschleudert.
nathanelwas die mit dem geld machen? Die reißen sinnlos Straßen auf, die es garnicht nötig haben, nur um dann die neu zu machen, die durch das ständige umleitung- gefahre kaputt sind...und so geht das immer wieder von vorn los :rolleyes:
Nee, ich glaub bald garnich, dass das Geld hier bleibt...sonst würde es einigen familien in Deutschland wohl besser gehen :rolleyes:
Tapio Bearking@ daimos: Das Gesundheitssystem, so wie es zur Zeit existiert, wird sowieso krachen gehen, egal ob mit Ostbürger oder ohne. Daran kann auch Kohl nix ändern, weil das System bei ihm schon eingefahren war.
Und was hätte er anno Wiedervereinigung sagen sollen?
Die Treuhand hat die Unternehmen an Westdeutsche Hobbyunternehmer verkauft, die diese Unternehmen dann nach bestem BWLer Wissen in Grund und Boden gewirtschaftet haben, bevor sie heuschreckenartig weiterzogen.
Move over Kate[QUOTE]Bedank dich bei Kohl. Der hat unsere ostdeutsche Mitbürger ohne Gegenleistung nicht nur in unseren Staat, sondern auch ohne jegliche Gegenleistung in unsere Gesundheits-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen integriert. Dass da irgendwann mal das Geld ausgeht, ist logisch.[/QUOTE]

Das hast den Prozess beschleunigt, aber nicht ausgelöst. Wäre die Wiedervereinigung nicht gekommen, hätten uns die Probleme vielleicht zwanzig Jahre später eingeholt. Die Sozialversicherungssysteme waren schon in den 80ern marode.

Immer nur jammern, jammern, jammern. Langsam versteh ich Judgedredd und seine Deutschland-Threads. Wie wär's, sich stattdessen mal um Alternative gedanken zu machen und Engagement zu zeigen, statt sich wie die alten Säcke aus der Muppets-Show zu verhalten: Zuschauen und motzen.
Dark ReligionHallo,

ich habe manchmal das Gefühl das viele gar nicht verstehen was da auf uns zu kommt.

Klar mit 3% Mehrwersteuererhöhung naj halt wieder 50 € pro Monat mehr an Vater Staat. Aber...........

An einem Jogurt Becher sind bis zu 9 Firmen beteiligt.

Der erste stellt den Becher her und verlangt vom Jogurt Hersteller 3% mehr MwSt.

Der zweite stellt den Aludeckel her und verlangt vom Jogurt Hersteller auch 3% mehr MwSt u.s.w..


Dieser rechnet die ganzen Prozente zusammen.
Auf diese Weise wird die MwSt "nur" um 3 % erhöt, aber das Jogurt 10-15% teurer für den Endkunden obwohl Lebensmittel von der MwSt Erhöhung direkt gar nicht betroffen sind (das bleibt bei 7%).
Bei Produkten die mit Lebensmitteln nichts zu tun haben (als voll von der MwSt Erhöhung getroffen werden kann das Preissteigerungen von bis zu 30% ausmachen was eine Inflation von bis zu 5% ergibt.

Wer glaubt den das er nächstes Jahr 5% mehr Geld in seinem Job bekommt als Inflationsausgleich, oder sogar 6% weil eine Lohnerhönung hat er sich doch eigentlich verdient?

Kaum einer bis gar keiner. Man reisst sich mit Überstunden und Urlaubsausfall wegen Personalmangels (bei 5 Millionen Arbeitslosen) den A...... für die Firma und den Staat aus und wird als treuer Arbeiter zum Dank dafür bestraft. Feine Gesellschaft, feiner Staat.

Abgesehen von meinem stillen Protest (Anhänger der alten Subkultur)
meinem Versuch politisch etwas zu ändern b.z.w. zu gestalten, habe ich auch einige andere Dinge immer wieder gemacht (Demos u.s.w.) um mich einzubringen und mich nicht nur am typischen Stammtischgemecker oder "Bild" Dir deine Meinung Hetze zu beteiligen.

Aber jetzt ist das alles vorbei.

Ich mache nur noch soviel wie ich unbedingt muss, oder meinem Gewissen schuldig bin (soziale Sachen z.B.). Aber ich werde mich an dieser Gesellschaft erst dann wieder aktiv beteiligen, wenn ich das Gefühl habe das es einen Sinn hat.
hagzissa13Ich bin bestimmt kein Westerwelle-Fan, aber er hat die Misere mit einem Satz auf den Punkt gebracht, als er sagte, daß man ein Faß ohne Boden nicht repariert, indem man immer mehr von oben reinschüttet, sondern daß in solchen Fällen eben einfach mal ein neues Gefäß her müsse.

Recht hat er - imo -....
Black Reaper[QUOTE][i]Original geschrieben von Dark Religion [/i]


3% Mehrwertsteuererhöhung nur um verschlamptes Geld zurück in die Staatskasse zu bringen.[/QUOTE]

Also mal Schritt für Schritt: 3% Mehrwertsteuererhöhung is ja nich schlimm, nur dass es hier ja fast 20 % sind... 3%Punkte, das is ein wichtiger Unterschied... Und damit den Konsum, die viel zitierte Binnennachfrage ankurbeln? Ja klar, Leute, so wird's gehen... :rolleyes:

[QUOTE]Krankenkassenbeitrag rauf obwohl die Deutschen immer weniger krank sind.[/QUOTE]

Das erklärt sich, teilweise, aus immer teureren Behandlungsmethoden... Gesundheit wird in Zukunft immer mehr kosten, darauf kann man sich so oder so einstellen und wenn's nicht so wäre, dann wäre sicherlich mehr als halb Deutschland am motzen... Worin ich dir allerdings Recht gebe: Wäre die Politik mal konsequent genug, der Pharma-Lobby entgegenzutreten, wäre schon viel gewonnen... Nicht nur 'ne Menge Geld sonder auch ein Exempel an übermächtige Konzerne, dass man dieses Land und die Bürger nicht rücksichtslos ausbeuten kann, indem man das Patentrecht für Arzneien missbraucht...

[QUOTE]Pflegeversicherung rauf für Leute die jetzt schon nicht mehr wissen wie sie ihre Renten finanzieren sollen.[/QUOTE]

Da muss ich allerdings kritisch anmerken, dass immer mehr alte Leute immer mehr Pflege benötigen... Präventivmaßnahmen (alle möglichen Krebs- oder wasauchimmer-Vorsorgeuntersuchungen... zumindest bei den Kassen...) werden zwar immer weniger unterstützt, was völliger Schwachsinn ist, jedoch ist hier glaube ich, allein aufgrund der demographischen Entwicklung (immer weniger Kinder, immer mehr Alte - von der Pyramide zur Pilz-Form), eine solche Tendenz unumgänglich...

[QUOTE]Fahrkarten und Eintritte in öffentliche Einrichtungen (z.B. Schwimmbäder) werden alle 6 Monate teurer quasi automatisch auch wenn es gar keinen Grund dafür gibt.[/QUOTE]

Doch, dafür gibt's einen Grund... Öffentliche Zuschüsse für den ÖPNV u.ä. werden immer mehr gekürzt... Dass der Nahverkehr für Jedermann immer ein Zuschussgeschäft ist, haben die Leute, die nach betriebswirtschaftlicher Führung solcher Betriebe schreien, leider nicht begriffen... Ganz aktuell muss die Bahn beispielsweise wieder Kürzungen von meines Wissens 1,8 Millarden Euro seitens des Bundes hinnehmen... Klar, dass da die Fahrkarten teurer werden... Irgendwie muss ja auch die Bahn überleben...

[QUOTE]Die Ölpreise und somit die Transportkosten für alles steigen und steigen......[/QUOTE]

Umso wichtiger ist die Forschung nach alternativen Energiequellen... Aber was ist mit Forschungs- und Bildungsausgaben? Die 3 % des BIP, die Maßstab sein sollen, werden nicht annähern erreicht... Meines Wissens wird bei mir in NRW nicht mal die Hälfte dessen erreicht... Die Marschrichtung, die ich vorschlage, ist damit wohl klar... Womit auch Studiengebühren vom Tisch wären, aber das ist ein anderes Thema... :rolleyes:

[QUOTE]UND DANN WERDEN DEN UNTERNEHMEN ZUM 4 MAL IN FOLGE DIE STEUERN GESENKT !!!!!!!!!!!!!!![/QUOTE]

Dazu sag ich nicht mehr viel... Ich stimme einfach völlig mit dir überein... Beim Prinzip "Zuckerbrot und Peitsche" war das natürlich das letzte Zuckerbrot... allerdings war's das, soweit ich mich erinnern kann, immer das letzte Mal... :rolleyes:

[QUOTE]Ich hasse die verantwortlichen Stümper.

Ob schwarz, ob rot, ob grün, ob gelb. Alle in einen Sack und kräftig drauf, man(n) trifft eh immer den richtigen.

Ich kann nicht mehr ich will nicht mehr. Ich werde mich noch weiter aus der Gesellschaft zurück ziehen wie ich das eh schon getan habe.[/QUOTE]


Ich muss kaum mehr Nachrichten sehen, um zu wissen, worüber ich mich aktuell aufregen kann... Soviel dazu...

Mir geht's ähnlich, was ich wählen soll, weiß ich nicht mehr... Wahrscheinlich werd ich bei den nächsten Wahlen wieder zum Wahlzettel-Poeten... :rolleyes:

Soviel dazu...

Gruß,

Black Reaper
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Dark Religion [/i]
[B]An einem Jogurt Becher sind bis zu 9 Firmen beteiligt.
Der erste stellt den Becher her und verlangt vom Jogurt Hersteller 3% mehr MwSt.
Der zweite stellt den Aludeckel her und verlangt vom Jogurt Hersteller auch 3% mehr MwSt u.s.w..
Dieser rechnet die ganzen Prozente zusammen.
Auf diese Weise wird die MwSt "nur" um 3 % erhöt, aber das Jogurt 10-15% teurer für den Endkunden obwohl Lebensmittel von der MwSt Erhöhung direkt gar nicht betroffen sind (das bleibt bei 7%).
Bei Produkten die mit Lebensmitteln nichts zu tun haben (als voll von der MwSt Erhöhung getroffen werden kann das Preissteigerungen von bis zu 30% ausmachen was eine Inflation von bis zu 5% ergibt.
[/B][/QUOTE]

Das ist absoluter Quatsch...die Preissteigerung beim Endkudnen beträgt exakt 3%...Ohne die übliche "optische" Preisanpassung.
Unternehmen bezahlen nämlich generell keine Mehrwertsteuer im Produktionsprozess oder Einkauf...!

Die MwSt ist somit nur ein Problem für nicht gewerbetreibende...die kaufen ihre Firmenwagen von BMW, DELL Computer und Die Bratwurst "für die Betriebsfeier", den Winkelschleifer für den "Haustechniker" und den Plasma Fernseher für den "Pausenraum" nach wie vor abzüglich der MwSt...!

Tja...ab nächtem Jahr lohnt sich eine Umsatzsteuernummer oder einen Gewerbeschein erst so richtig...also ich werde mir eine holen...!
nebulosanehmen wir doch mal die unternehmenssteuern, gewerbe und umsatzsteuern zusammen. wer bezahlt zum schluß alles?
der verbraucher!
zzgl. der mehrwertssteuer...ab 2007 +3%
danke anke!
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von nebulosa [/i]
[B]nehmen wir doch mal die unternehmenssteuern, gewerbe und umsatzsteuern zusammen. wer bezahlt zum schluß alles?
der verbraucher!
zzgl. der mehrwertssteuer...ab 2007 +3%
danke anke! [/B][/QUOTE]

Ich würde liebend gerne sogar mehr zahlen, wenn man dann das ohnehin obsolete Umlagekonzept bei den Sozialkosten abschaffen würde...denn mit der MwSt erreicht man effektiv doch mehr Leute, die sich da derzeit fein raus halten...!

In Schweden, Finnland und Norwegen war das Geschrei auch zuerst groß...aber heute haben die sich damit aus dem Gröbsten rausgehievt...!
Aber tatsächliches Umdenken lag den deutschen Berufspolitikern nie...deshalb mussten '45 auch die Allierten einmarschieren, obwohl der GröFaZ längst tot war....und der alte Honecker musste '90 nach Chile flüchten...!
Vor denen allen hat der olle Wilhelm den Gaul zu Tode geritten, und kurz davor waren es die Herren Könige und Kurfürsten...

Aus dem System heraus ist hierzulande noch nie was passiert...außer dem Kollaps..!

Nein...ich habe da keine Hoffnung...vielleicht richtet es ja die Kommisarische EU Regierung, die den Laden wegen Bankrotts balb übernimmt...die Herren Politiker werden dann allerdings ungeachtet dessen weiter ihr Marionettentheater vorführen, und alles beschwichtigen.
Move over Kate[QUOTE]Das ist absoluter Quatsch...die Preissteigerung beim Endkudnen beträgt exakt 3%...Ohne die übliche "optische" Preisanpassung.
Unternehmen bezahlen nämlich generell keine Mehrwertsteuer im Produktionsprozess oder Einkauf...![/QUOTE]

Hm, hab ich mich die ganze Zeit auch gefragt. Ich hab zwar nur ganz wenig mit BWL zu tun, aber wegen der Vorsteuerabzugsberechtigung (hieß das so?) wird die Umsatzsteuer resp. Mehrwertsteuer an den Verbraucher durchgereicht, der am Ende 3% mehr zahlt... Jemand, der sich auskennt, möge mich verbessern.

[QUOTE]Aus dem System heraus ist hierzulande noch nie was passiert...außer dem Kollaps..![/QUOTE]

Mal sehen, was die Föderalismusreform bringt. Vielleicht ist der Knoten jetzt ja tatsächlich geplatzt.
DarketFöderalismusreform? *hüstel* Nunja, sind einige interessante Ansätze mit dabei, wobei das wichtigste, die Neuordnung der Finanzbeziehungen ja noch nicht durch sind. Allerdings werden bestimmte Neuregelungen, z.B. die weitere Verschiebung der Bildung in Länderhoheit zwar eventuell gesamtvolkswirtschaftlich Vorteile bringen, sozial jedoch für große Spannungen sorgen.
BlackElvenTear@shadowflower & Nathanel: das ist auch etwas, was mich einfach nur wütend macht. und dann diese tollen "weisheiten" die da so geblubbert werden. :rolleyes:
ich will den politikern nicht unrecht tun, die sich um ihr land kümmern, und die sich wirklich gedanken machen. die sind hier ausgenommen.
ABER: was haltet ihr von einem mr. bush, der von frieden redet und dann den super-terror-krieg startet und auch zuhause zustände hat (z.b. in gefängnissen) die zum schreien sind?
Und wie bitte, ist es möglich, dass ein spitzenpolitiker wie fr. merkel so plattitüden über die (moralische) unterstützung israels bei einem unmäßigen krieg von sich gibt?
(zu dem thema: ich finde, dass auch eine unfassbar grausame geschichte keinem volk das recht gibt, gewissermaßen wild um sich zu schlagen. das ist doch in unserer heutigen zeit nicht mehr tragbar, oder bin ich da irgendwie blauäugig?)

Edit: :cool: jetzt hab ich mich ausgeschimpft...jetzt bin ich wieder auf normallevel...
Lacerta[QUOTE] was hab ich jetz gehört? 12 oder 20 Million Dollar, damit Bush in irgendso´n kleines mecklenburgisches Kaff kommt und GRILLT!? Da ist ja klar, dass da wieder der gute Steuerzahler blecht...wer sonst...der Staat hat ja ncihts mehr XD[/QUOTE]

Ach, was sind schon 20 Millionen Euro? Der Staat nimmt allein innerhalb von 3 Stunden 22 Millionen Euro Schulden auf. Da machen diese 20 Millionen Euro auch nicht viel mehr aus. Und ich glaub es versteht sich von selbst, dass mit dem Besuch von G.W.Bush auch Kosten verbunden sind! Nein,...nicht die Grillwürstchen kosten 20 Millionen Euro, sondern es sind eher die Kosten die dafür sorgen, dass Bush wieder lebend aus diesem Land wieder herauskommt.
Unleashed Demon[QUOTE][i]Original geschrieben von Lacerta [/i]
[B] Nein,...nicht die Grillwürstchen kosten 20 Millionen Euro, sondern es sind eher die Kosten die dafür sorgen, dass Bush wieder lebend aus diesem Land wieder herauskommt. [/B][/QUOTE]

Soll das mal der secret service schön selbst machen :rolleyes:
Dafür bezahlen wir auch dann die würstchen :D
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]I...vielleicht richtet es ja die Kommisarische EU Regierung, die den Laden wegen Bankrotts balb übernimmt... [/B][/QUOTE]

Na das wäre doch mal was, aber ab wann ist der Schei** Laden denn endlich Bankrott ? ?
Wo ist die Obergrenze für die Verschuldung ?
bei 10 Billionen, bei 100 Billionen ? ich weiss es nicht, der Karren ist schon längst im Dreck versunken.
DarketNaja, so wenig ich bekannter Maßen von der Person und der Politik eines Mr. Bush halte, empfinde ich das Gerede über den finanziellen Aufwand eines Staatsbesuches als niedrigstes Stammtischniveau. Ein Staatsbesuch kostet immer Geld, insbesondere, wenn ein Politiker kommt, der....äh.....weltweit nicht garso beliebt ist. Was soll denn jetzt passieren? Soll Frau Merkel jetzt zu Georgie sagen: Sorry Mr. President, leider muss ich zu jedem persönlichen Gespräch in die USA kommen, der deutsche Steuerzahler möchte kein Geld für ihren Schutz bezahlen?
decay73Es ist lächerlich. Manche sagen auch [url=http://www.n-tv.de/688449.html]skandalös[/url]

20 Millionen in Zeiten, in denen sie Staats- und Sozialkassen mehr als leer sind? Wozu?
Um der Welt zu zeigen, daß wir wieder wer sind, wie bei der (sicher auch verdammt teuren Fußball- WM?).
Oder will Angie auf Kosten ihrer Heimat ebenjene anpreisen, als mittlerweile ganz schmucke Gegend, in der ‘alles sauber und in Ordnung’ ist?
Ich habe das Gefühl, daß sie die derzeitigen Probleme eher teuer mit den letzten Steuermitteln zukleistern statt lösen will.

[quote]Gesperrt wurden auch 220 Quadratkilometer Seefläche und ein 15 Kilometer langer Strandabschnitt bei Heiligendamm. Vor der Küste patrouillieren 26 Streifenboote und 28 Schlauchboote der Polizei. Acht amerikanische Militärhubschrauber beobachten die Gegend von oben. 20 Millionen Euro soll der Besuch insgesamt kosten. Wer diese Kosten trägt - das arme Mecklenburg-Vorpommern oder die Bundesregierung - ist noch nicht entschieden.

Die viel zitierten potemkinschen Dörfer sind nichts gegen die lächerliche Aufführung in Stralsund und Trinwillershagen. [b]Fast ein Viertel der 1.000 Bürger, die Bush auf dem Markplatz von Stralsund zuwinken dürfen, sind Bundeswehrsoldaten[/b]. Der Oberbürgermeister hatte sie zu der Veranstaltung "eingeladen". Alle anderen mussten sich in Rathäusern und Landratsämtern anmelden. Die Kommunen durften entscheiden, wer den Präsidenten sehen darf und wer nicht.[/quote]
DarketDier Art und Weise mag gerne diskussionwürdig sein, aber die Tatsache, dass für einen Staatsbesuch Geld ausgegeben wird derart in Frage zu stellen ist lächerlich.
Der Ort dieses Besuches ist ein schlechter Witz, Bush war drei mal in Deutschland (während seiner Amtszeit) das erste mal 2002 kurz nach Pfingsten nach Berlin. Das zweite mal letztes Jahr nach Mainz und jetzt nach Stralsund. Irgendwie scheint es tatsächlich so, dass die Verantwortlichen nach 2002 langsam etwas Angst bekommen haben, was mich durchaus stolz macht, denn ich war damals bei den Demonstrationen dabei.
Aber auf Grund der lachhaftigkeit der Art und Weise eines Staatsbesuches die Ausgaben für diesen in Frage zu stellen (der überwiegende Teil sind Sicherheitsmaßnahmen....nicht dass ich traurig wäre, würde das nichts nützen, aber das ist ein anderer Punkt), bedeutet nichts anderes als das Ende der deutschen Außenpolitik.
Schwarzer Prinz[QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i]
[B]Hm, hab ich mich die ganze Zeit auch gefragt. Ich hab zwar nur ganz wenig mit BWL zu tun, aber wegen der Vorsteuerabzugsberechtigung (hieß das so?) wird die Umsatzsteuer resp. Mehrwertsteuer an den Verbraucher durchgereicht, der am Ende 3% mehr zahlt... Jemand, der sich auskennt, möge mich verbessern.
[/B][/QUOTE]

Nö, da hast Du ausnmahmsweise mal recht. :D

Man sollte übrigens jetzt schon auf Preiserhöhungen achten.
Wie z.B. beim Lebensmittelladen "um die Ecke" sind Lebensmittel schon teurer geworden. Obwohl ja für Lebensmittel nur die 7% gelten und die bleiben ja.

Ich würde vermuten, dass alles teurer wird, auch Lebensmittel und Bücher.

Wie oben schon richtig gesagt, die Hauptzeche zahlen natürlich wieder die kleinen Leute. Hat sich also nichts verändert.

Währenddessen besucht Herr Bush seine liebe Angie und das kostet den Steurzahler mal locker 20 Mio. - aber wir ham´s ja :p
Schwarzer Prinz[QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i]
[B]Föderalismusreform? *hüstel* Nunja, sind einige interessante Ansätze mit dabei, wobei das wichtigste, die Neuordnung der Finanzbeziehungen ja noch nicht durch sind. Allerdings werden bestimmte Neuregelungen, z.B. die weitere Verschiebung der Bildung in Länderhoheit zwar eventuell gesamtvolkswirtschaftlich Vorteile bringen, sozial jedoch für große Spannungen sorgen. [/B][/QUOTE]

Bildung muß reduziert werden !!

....denn je dümmer der deutsche Bürger - desto besser für die Politik und das Großkapital (die ja Hand in Hand arbeiten).....:D
Schwarzer Prinz[QUOTE][i]. Wie wär's, sich stattdessen mal um Alternative gedanken zu machen und Engagement zu zeigen, statt sich wie die alten Säcke aus der Muppets-Show zu verhalten: Zuschauen und motzen. [/B][/QUOTE]

Deine Vorschläge ?
Move over Kate[QUOTE]Deine Vorschläge ?[/QUOTE]

Zunächst mal die umlagebasierte, an die Löhne anknüpfende Sozialversicherung abschaffen. Die SV war in einer industrialisierten Gesellschaft mit Vollbeschäftigung sinnvoll - in der postindustriellen Gesellschaft, die Vollbeschäftigung überhaupt nicht mehr erreichen kann und deren Bevölkerungspyramide auf dem Kopf steht, macht sie keinen Sinn mehr. Statt dessen: steuerfinanzierte Grundsicherung für alle Bedürftigen, egal ob krank, arbeitslos, Rentner mit geringen Renteneinkünften. Wenn die desolate Sozialversicherung umorganisiert (abgeschafft?) ist, spricht nichts gegen eine noch höhere Mehrwertsteuer, aus der Sozialleistungen finanziert werden. Wichtig ist, dass für den Arbeitnehmer das gleiche raus kommt - letztlich ist es ihm egal, ob er sein hart verdientes Geld über Steuern oder aber SV-Beiträge abführt.

Der Versuch, besser Verdienende und privat Versicherte in die gesetzliche Krankenkasse zu bringen, hat auf lange Sicht so viel Erfolgsaussicht wie eine Bluttransfusion für ne Wasserleiche. Das genügt zunächst.

Darüber hinaus: Bislang staatlich oder kommunal organisierte Daseinsfürsorge wieder zur gesellschaftlichen Aufgabe machen - zum Beispiel durch Stärkung ehrenamtlichen Engagements in der Kinder- oder Altenpflege. Man könnte auch sagen: Neue Visionen statt Flickwerk am nicht mehr zu rettenden System.

Und für die, die lieber motzen statt zu gestalten: Engagieren, z. B. in der Kommunalpolitik. Von mir aus sogar in den Gewerkschaften... ;) Den Parteien - zumindest hier in unserer Region - fehlt absoulut der Unterbau der 20 - 40-Jährigen. Verantwortung in staatlichen Institutionen übernehmen, statt alles auf "den Staat" zu schieben.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i]
20 Millionen in Zeiten, in denen sie Staats- und Sozialkassen mehr als leer sind? Wozu?
... Oder will Angie auf Kosten ihrer Heimat ebenjene anpreisen, als mittlerweile ganz schmucke Gegend, in der ‘alles sauber und in Ordnung’ ist? [/QUOTE]Vielleicht wollte das Merkel zeigen, dass es im Osten keine No-Go-Areas gibt, und dass unsere Polizei dafür sorgt, dass auch ein Ausländer wie Goerge W. Bush in jedes kleine Kaff in Mecklenburg-Vorpommern gehen kann, ohne dass ihm etwas Böses widerfährt ... (darum gibt es ja auch Fleisch vom Grill statt Brezzeln)

SCNR :rolleyes:
Schwarzer Prinz[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]Vielleicht wollte das Merkel zeigen, dass es im Osten keine No-Go-Areas gibt, und dass unsere Polizei dafür sorgt, dass auch ein Ausländer wie Goerge W. Bush in jedes kleine Kaff in Mecklenburg-Vorpommern gehen kann, ohne dass ihm etwas Böses widerfährt ... (darum gibt es ja auch Fleisch vom Grill statt Brezzeln)

SCNR :rolleyes: [/B][/QUOTE]

Und 1000 "speziell ausgesuchte" Jubler für Bush :D

Woran errinnert mich das blos ?

@ Move over Kate: Na, ganz so weit scheinen unsere Ansichten dann ja doch nicht auseinander zu gehen ;)
Move over Kate[QUOTE]@ Move over Kate: Na, ganz so weit scheinen unsere Ansichten dann ja doch nicht auseinander zu gehen [/QUOTE]

Klar - auch Ottmar Schreiner und Klaas Hübner sind ja trotz aller Widersprüche beide Sozialdemokraten... Jeder nach seiner Facon... ;)
hagzissa13Was mich mal gerade wieder voll ankotzt ist die Tatsache, daß der 24h-Bush-Besuch mal gerade locker 20 Mio. € gekostet hat.

Da kommen wirklich Haßgefühle bezüglich dieses Staates in mir hoch...
Move over Kate[QUOTE]Aber macht ja nix, die jungen Leute können ja einen Kredit (über 7, irgendwas % Zinsen) aufnehmen...[/QUOTE]

...oder in Rheinland-Pfalz studieren, wo es dank absoluter sozialdemokratischer Parlamentsmehrheit (noch?) keine Studiengebühren gibt... Das Land zu Gast bei Freunden! :D
ApexJaja, ich stehe jetzt auch vor der Wahl, entweder gehe ich nach Mannheim oder Düsseldorf und zahle 500 € im Semester oder ich emigriere nach Mainz ins "Land of the free", wobei die ja jetzt gegen einen Gebührenschutzwall für alle Leute mit Erstwohnsitz im kapitalistischen Ausland (in meinem Fall Hessen) errichten wollen...:q
Move over KateDann meld doch einfach den Erstwohnsitz in Mainz. In Saarbrücken haben früher Studenten irgendwelche Vergüngstigungen bekommen (ich weiß nicht mehr genau was - freies Parken auf Anwohnerparkplätzen oder sowas), wenn sie ihren Erstwohnsitz in Saarbrooklyn angemeldet haben. Der Erstwohnsitz ist maßgeblich bei der Berechnung der Einwohnerzahl und damit Grundlage für irgendwelche Finanzzuweisungen. Von daher kann ich es verstehen, wenn man die Studierenden dazu bringen will, wenigstens den Erstwohnsitz zu verlegen, wenn sie schon von der Gebührenfreiheit profitieren wollen. Man kann ja nicht alles haben im Leben... ;)
melodieso ein staatsbesuch hat doch sicher auch wirtschaftliche gründe, oder? wer weiß, was da wieder ausgehandelt wurde...
Apex@Move

Klaro, wenn werde ich das natürlich machen, schon alleine um der Zweitwohnsitzsteuer zu entgehen, Problem wäre halt bloß, dass ich, wenn ich in Mainz studieren wollte zuhause wohnen bleiben könnte...aber so...naja...muss man halt rechnen, trotzdem find ichs blöd...zumindest für Bewohner der Umgebung könnte man bei einer Grenzstadt wie Mainz Ausnahmen machen...aber noch ist ja nix entschieden.

@Staatsbesuch

Ich persönlich finde solche Ausgaben bei einem solch wichtigen Handelspartner wie den USA durchaus in Ordnung, immerhin handelt es sich ja so gesehen um eine Investition in gute Beziehungen. Desweiteren ist es ja nun nicht gerade so, als ob ein vom Export so abhängiges Land wie dieses es sich leisten kann einen wichtigen Absatzmarkt wegen ein paar Milliönchen zu gefährden. Sich hieran aufzuhängen halte ich für Augenwischerei...seht lieber in den Bericht der Steuerzahler oder des Bundesrechnungshofes...da stehen ganz andere Formen von Geldverschwendung drin über die man sich aufregen kann, aber über einen Staatsbesuch zu streiten halte ich dann doch für übertrieben.
Move over KateHm...

Hast Du keine Verwandten in Rheinland-Pfalz, die dir einen pro-forma-Mietvertrag für's Meldeamt ausstellen? Das Dumme dabei wär nur, dass die für dich dann irgendwelche Abgaben zahlen müssten, wie Abfallgebühren etc., bei denen die Meldedaten zugrunde gelegt werden...
galatea dunkeldas alles so wie ihr es anprangert ist ja schön und gut, aber
arbeitet ihr irgendwie dagegen? in irgendeiner weise?
oder seit ihr so resigniert wie die null acht fünfzehn bürger
(auf die UNSERE szene oftmals herablassend herabblickt)
und beschwert euch nur ohne auch nur den versuch zu machen
etwas zu ändern...?
Move over KateHi Galatea,

blätter mal ein paar Seiten zurück - da ist genau die Diskussion schon einmal geführt worden...
ValnarZu dem ganzen gejammere in den thread hier sage ich nur eins:

"Macht es erstmal besser!"
Ihr stellt euch das alle so einfach vor mit dem Regieren. Doch so richtig den Durchblic werden wohl nur Politikwissenschaftler u.ä. Leute haben. Wie einfaches Volk wissen wohl nichtmal zu 50% was alles dazugehört.
docsfanHelmut Kohl hat dazu einmal etwas sehr Interessantes gesagt:
"Jahr für Jahr verreisen Millionen Deutsche ins Ausland - aber erstaunlicher Weise kommen alle zurück, obwohl es doch hier so furchtbar ist"

LG
docsfan
LacertaJedes vernünftig erscheinendes Wirtschaftssystem würde letztendlich nicht funktionieren, da es am Menschen scheitern würde. Der Liberalismus, Kommunismus oder der Anarchismus. All diese genannten Systeme sind aufgrund des menschlichen Machthungers zum scheitern verurteilt.
Was wir benötigen ist ein System, welches jedem Menschen auf dieser Erde wohlstand bieten würde.
Move over Kate[QUOTE]Der Liberalismus, Kommunismus oder der Anarchismus. All diese genannten Systeme sind aufgrund des menschlichen Machthungers zum scheitern verurteilt. [/QUOTE]

Hm... Der Liberalismus ist das einzige theoretische System, in dem der Machthunger ungezügelt bleibt. Damit ist der Liberalismus Grundlage des Kapitalismus - und empirisch gesehen ist der Kapitalismus die einzige Wirtschaftsform, die auf Dauer Bestand hatte.
Lacerta[QUOTE]Hm... Der Liberalismus ist das einzige theoretische System, in dem der Machthunger ungezügelt bleibt. Damit ist der Liberalismus Grundlage des Kapitalismus - und empirisch gesehen ist der Kapitalismus die einzige Wirtschaftsform, die auf Dauer Bestand hatte.[/QUOTE]

Ja, ich will es ja auch nicht bestreiten, dass der Kapitalismus wohl das bisher erfolgreichste System gewesen ist. Doch wäre es denoch naiv zu behaupten, dass der Kapitalismus weiterhin jahrzehntelang den Wohlstand aller mehren wird und dass dieses System gerecht wäre.
Was ich mir von einem alternativem System erhoffe und wünsche, ist, dass es neben der Natur auch jedem Menschen auf dieser Erde gerecht wird. Doch wie solch ein System aussehen soll kann ich mir momentan leider nicht vorstellen.
Sicher ist nur, dass wir Menschen unsere veraltete Idee der vielen verschiedenen souveränen Nationalstaaten aufgeben müssen, da es für die Lösung weltlicher Probleme eine Weltregierung erfordert. Am besten könnte ich mir dabei eine demokratisch kommunistisches System vorstellen. Doch ob dies wirklich das beste für uns wäre kann ich leider nicht beantworten. Sicher ist nur, dass wir nicht weiterhin so tun können, als ob der Kapitalismus die unschädlichste aller Krankheiten wäre und wir aus diesem Grund keine Alternativen zu suchen bräuchten.
MonikaKapitalismus ist Krieg

Zitat

"Ohne wirtschaftliche Entwicklung können wir nicht leben. Aber gleichzeitig droht die entfesselte Ökonomie, unsere ökologischen und kulturellen Grundlagen zu zerstören " Von Charles Taylor

Eigentlich sollte man meinen, dass der Kapitalismus die innovativste und kreativste Wirtschaftsordnung der Menschheitsgeschichte ist , aber zugleich auch die zerstörerischste. Marx erkannte, dass der Kapitalismus einerseits zu ungeahnten ökonomischen Leistungen führt und andererseits dazu neigt, jede Gesellschaft, in der er sich entwickelt hat, unaufhaltsam zu untergraben und aufzulösen.

Marx hätte es bei dieser Einsicht belassen sollen. Stattdessen erlag er der großen, wiederkehrenden Versuchung einer Zivilisation, die ihre Entstehung der christlich geprägten westlichen Welt verdankt: Er verfiel der utopischen Hoffnung, alles Gute könne in einer einzigen harmonischen Gesellschaftsordnung vereinigt werden.

Bekanntlich bestand diese Utopie in der Abschaffung des Kapitalismus, dessen Dynamik Marx allerdings in einer unablässig kreativen und produktiven kommunistischen Ordnung beibehalten wollte. Heute hingegen tauchen dieselben Illusionen am anderen Ende des politischen Spektrums auf, nämlich bei unseren triumphierenden Neoliberalen. Sie verteidigen die Freiheit des Marktes und glauben, diese sei die einzige und perfekte Lösung sämtlicher Probleme.

So ist es aber nicht:
Ohne den Kapitalismus können wir nicht leben (denn marktförmige Beziehungen durchdringen die Gesellschaft auf vielen Ebenen), aber mit ihm können wir es kaum aushalten.

Der Drang, soziale Kosten erfolgreich abzuwälzen, macht den eigentlichen Wesenskern des Kapitalismus aus. Seine Nebenwirkungen werden als »externe Effekte« ausgegeben oder zum Problem von jemand anders erklärt. Die Abwälzung von Kosten – Umweltverschmutzung, Verfall sozialer Bindungen durch unsichere Beschäftigungsverhältnisse oder Niedriglöhne und so weiter – erhöht die Profite. Dieses Verfahren ist für den Kapitalismus unwiderstehlich, jedenfalls solange es keine wirksame Abschreckung gibt.
Mit einem Wort: Kapitalistische Gesellschaften sind der Schauplatz eines andauernden Dilemmas. Wie kontrolliert man Unternehmen, um die schlimmsten sozialen und ökologischen Folgen zu verhindern, ohne gleichzeitig ihre Abwanderung zu provozieren oder das Wachstum zu schwächen? Ständig sind Regierungen gezwungen, die notwendige Kontrolle des Kapitals gegen die Gefahren der Standortverschlechterung abzuwägen. Dafür gibt es keine harmonischen Lösungen, sondern nur instabile, Schaden begrenzende Kompromisse.

Unser westliches Wirtschaftssystem macht es daher auf Dauer nicht mehr lange mit. Wir werden nicht nur in eine ungeheuerliche Depression hineinkatapultiert (siehe Weltwirtschaftskrise 1929), sondern wir zerstören uns mit unserem "Zivilisationsgehabe" selber. Die Umweltkatastrophen sind schon längst angetreten. Wer das nicht sieht, muß ja total "blind" sein.

Unsere westlich, christlich geprägte Welt sollte meines Erachtens tatsächlich nach neuen, humanen, umweltgerechten Perspektiven suchen - und das baldmöglichst! Dabei dürfen die armen Länder (3.Welt) nicht zurückstehen (die von den reichen Industrieländern seit eh und je ausgebeutet wurden)...

Wir, das gemeine Volk, kann auf Grund unserer bestehenden Demokratie einiges erreichen. Wir könnten hierbei unsere Fantasie ein bißchen spielen lassen und darüber in diesem Forum diskutieren...

Kapital ist genug vorhanden! Es wird nur falsch verteilt. Normalerweise muß gar nichts erhöht werden. Wie wäre es z.B. mal darüber nachzudenken, dass Millionen für den Kosovo, Afghanistan etc. ausgegeben werden. Das Deutschland Kriege mitfananziert, die unser "Kaiser G.Bush" angezettelt hat. Irak ist noch lange nicht das Ende!!!!!!!!!!! Das gehört alles mit zum Kapitalismus....

Ich glaube, ich werde mich jetzt nicht mehr weiter auslassen - sonst kommt mir wirklich noch die grüne Galle hoch!

Liebe Grüße
Monika:mad: [QUOTE][list]
[/list] :mad:
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Monika [/i]
[B]Wir, das gemeine Volk, kann auf Grund unserer bestehenden Demokratie einiges erreichen. Wir könnten hierbei unsere Fantasie ein bißchen spielen lassen und darüber in diesem Forum diskutieren...
[/B][/QUOTE]

Deine Analyse ist weitestgehend zutreffend, abgesehen von diesem einen Punkt: die imperialistische (staatsförmige) Demokratie ist Teil der herrschenden Ausbeuterklasse und damit ebenfalls Teil des Systems...politisches Herrschaftssystem und Wirtschaft sind auch im Kapitalismus untrennbar miteinander verbunden wie siamesische Zwillinge...beides geht Hand in Hand, eins kann nicht ohne das andere funktionieren...man kann daher den Kapitalismus nicht überwinden ohne dabei auch zugleich die politischen Rahmenbedingungen seiner Existenz infrage zu stellen...
Monika[QUOTE]Die imperialistische (staatsformige) Demokratie ist Teil der herrschenden Ausbeuterklasse und damit ebenfalls Teil des Systems....[/QUOTE]

Der Aspekt ist vollkommen korrekt. Die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland schreibt allerdings kein bestimmtes Wirtschaftssystem vor. Nur einen sozialen Bundesstaat. Das Wirtschaftssystem sollte zum Wohlergehen der Menschen beitragen, nicht zum Selbstzweck werden. Leider sind im Zuge der Globalisierung die sozialen und ökologischen Belange ziemlich in den HIntergrund getreten. Wenn wir glauben, wirtschaftlicher Wachstum, Fortschritt in der Technik, Medizin etc. wird jahrhundertelang in dieser Form Bestand haben, irrt sich. Die Bäume wachsen auch nicht endlos in den Himmel. Wachstum wie beim Krebs führt zum Tod des Systems. Aber die Gier nach Profit ist größer als der rationelle Verstand, das gilt nicht nur für die herrschende Klasse, sondern für jeden von uns. Auf längerer Sicht ist unser System nicht zu halten.

Die Indianer haben recht, wenn sie sagten: Erst wenn der letzte Baum gerodet ist, werdet ihr erkennen, dass man Geld nicht essen kann.

Seit vielen Jahren bewege ich mich auf den Reservationen einiger Indianerstämme, besonders bei den Lakota in Süd Dakota. Ich kenne ihre geistige Weltanschauung, die unserem geistigen Denken weit überlegen ist.

Als Alternative zum Kapitalismus hätte ich die "Indigene Ökonomie" anzubieten. Mit diesem Gedanken stehe ich übrigens nicht alleine dar. Ich werde euch auch erklären, warum ich insbesondere zu dieser Alternative stehe. Schauen wir uns doch einmal die indigenen Völker an. Das soll jetzt nicht heißen, dass wir uns wieder auf den Stand der Neandertaler begeben sollen...:eek:

Die indigenen Völker leben schon seit über 10.000 Jahren oder länger bescheiden. Sie haben eine Ökonomie entwickelt, die zum großen Teil auf Subsistenz und Tauschwirtschaft beruht. Die indigenen Völker kennen keine individuellen Landrechte. Ihr Land wurde ihnen oft von den "Weißen" geraubt. Ihre Kultur und Ökonomie lebt aber vom/auf dem Land. Stiehlt man es ihnen, geht die Kultur und die Ökonomie zu Grunde.

Die indigenen Völker, hier vor allem die Indianer kennen keine wirtschaftliche Konkurrenz. Sie produzierten meist Überschüsse in der Subsistenz, verschenkten diese aber ohne Bedingungen.

Bei den nordamerikanischen Indianern ist der Potlach bekannt. Ein Fest, bei dem die reicheren Indianer die ärmeren beschenken. Dies bringt großes Sozialprestige. Die indigenen Völker kennen meist auch kein Geld oder individuellen Besitz. Das Land gehört allen und bildet die Grundlage der Stammeskultur. Die Wirtschaft und die Religion beschränken meist auch die Geburtenrate, so dass der Stamm nicht zu sehr wächst.

Die Identität der indigenen Völker ist nicht auf die Ökonomie gegründet, sondern auf die Kultur. Auch die indigenen Völker legen Wert auf Individualismus. Meistens haben diese Völker auch eine Konsensdemokratie. Es wird so lange debattiert, bis alle einer Meinung sind und zustimmen, bzw. nicht mehr widersprechen. :D
Apex[QUOTE]Die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland schreibt allerdings kein bestimmtes Wirtschaftssystem vor.[/QUOTE]

Grundsätzlich ist das richtig, aber das Grundgesetz schützt bestimmte zentralen Bestandteile des marktwirtschafltichen Systems. Handlungs- und Vertragsfreiheit, Tarifautonomie, Berufsfreiheit und nicht zuletzt der umfassende Schutz des Privateigentums und das im Gegensatz dazu relativ eingeschränkte recht auf Sozialisierung. So gesehen gibt das GG die grundsätzliche Richtung durchaus vor.
Move over Kate[QUOTE]Ja, ich will es ja auch nicht bestreiten, dass der Kapitalismus wohl das bisher erfolgreichste System gewesen ist. Doch wäre es denoch naiv zu behaupten, dass der Kapitalismus weiterhin jahrzehntelang den Wohlstand aller mehren wird und dass dieses System gerecht wäre. [/QUOTE]

Sagt ja auch keiner. Nur ist der Kapitalismus diejenige Wirtschaftsform, die bislang den breitesten Wohlstand hervorgebracht hat - zu wessen Lasten auch immer. Im 19. Jahrhundert zu Lasten des werktätigen Proletariats, im 20. Jahrhundert zu Lasten der sog. "3. Welt".

[QUOTE]Als Alternative zum Kapitalismus hätte ich die "Indigene Ökonomie" anzubieten. Mit diesem Gedanken stehe ich übrigens nicht alleine dar. [/QUOTE]

Ja, aber mit einer handvoll anderer Gutmenschen allein auf weiter Flur. Unser gesamtes Weltbild ist, einhergehend mit dem linearen, nicht-zyklischen Weltbild des Christentums, auf [I]Entwicklung[/I] und damit auf Fortschritt ausgelegt. Nach diesem Verständnis kann es insgesamt [I]nur besser[/I] werden. Und so lange dieses "nach höherem, weiterem Streben" das alles beherrschende Dogma der westlichen Zivilisation ist, kann man mit "schaut euch die indigenen Völker an" nichts ausrichten. In diesem Sinne: Macht die Welt euch Untertan... Meine "oh-je-seht-welch-eine-unglaubliche-Ungerechtigkeit!-Bestürzung" hab ich schon vor Jahren an der Gaderobe abgegeben und nicht wieder abgeholt...
Monika[QUOTE]Macht die Welt euch Untertan...[/QUOTE]

... ist typisch für unser westlich geprägtes kapitalistisches, arrogantes und ignorantes Gedankengut, das jegliche Lebensform mißachtet und damit letztendlich sich selber. Wir haben nur diesen einen Planeten zur Verfügung. Die Ressourcen sind fast aufgebraucht, Meere überfischt, Umweltverschmutzung etc. In nicht allzu ferner Zukunft wird es bald kein "...nach mehr Streben" geben.

Wir brauchen die Erde zum Leben - die Erde braucht uns allerdings nicht! Die kommt ohne Spezie Mensch prima zurecht...

Fortschritt sollte meines Erachtens mäßig und bedacht vonstatten gehen, mit dem Ziel für die nächsten Generationen eine halbwegs intakte Umwelt zu erhalten. Was die Evolution in Milliarden von Jahren erschaffen hat, hat der Spezie Mensch in nur knapp 200 Jahren seit der Industriealisierung hervorragend geschafft zu zerstören. Ich höre hier stets das Wort "Wohlstand". Ist das alles? Wo bleibt eigentlich der geistige Reichtum ?

Wie kaputt und krank - und das im fortgeschrittenen Stadium - das gesamte kapitalistische Weltwirtschaftssystem die Menschen zudem gemacht hat, war mir schon lange nicht mehr so bewußt, wie in diesem Augenblick..:(

Der Kapitalismus in dieser Form muß weichen; eine Alternative muß gefunden werden...

WER HAT GUTE IDEEN?
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i]
[B]Grundsätzlich ist das richtig, aber das Grundgesetz schützt bestimmte zentralen Bestandteile des marktwirtschafltichen Systems. Handlungs- und Vertragsfreiheit, Tarifautonomie, Berufsfreiheit und nicht zuletzt der umfassende Schutz des Privateigentums und das im Gegensatz dazu relativ eingeschränkte recht auf Sozialisierung. So gesehen gibt das GG die grundsätzliche Richtung durchaus vor. [/B][/QUOTE]

Eben genau darauf läuft es hinaus, und wie sollte es auch anders sein, da der Kapitalismus ja bereits lange vor der BRD-Verfassung da war...?und da ist es doch nur folgerichtig, dass die Erfordernisse der kapitalistischen Produktionsweise die in einer Verfassung festgelegten Rahmenbedingungen von Herrschaft diktieren...die jeweilige Wirtschaftsordnung schafft sich das ihr entsprechende Herrschaftssystem - nicht umgekehrt...

Und bezogen auf den Kapitalismus bedeutet das nun einmal, an vorderster Stelle das Privateigentum an Produktionsmitteln als die grundlegenste aller Vorrausetzungen der kapitalistischen Produktionsweise sicherzustellen...

@Monika:

Das was du dir unter dem Begriff "indigene Ökonomie" als Alternative zum Kapitalismus vorstellst, findet meine vollste Zustimmung...ich hatte bereits eine ganz ähnliche Theorie im Kopf, doch fehlte mir bislang noch ein passender Begriff dazu...doch wie du es beschrieben hast, entspricht es so ziemlich meinen Vorstellungen von einer nichtausbeuterischen Ökonomie der Zukunft, bei der alle Menschen im Einklang mit der Natur und ihren Bedürfnissen leben können, und wo alle wichtigen Entscheidungen nach einem basisdemokratischen, nicht auf Herrschaft einer besitzenden Klasse basierenden System getroffen werden...
Move over Kate[QUOTE]Wie kaputt und krank - und das im fortgeschrittenen Stadium - das gesamte kapitalistische Weltwirtschaftssystem die Menschen zudem gemacht hat, war mir schon lange nicht mehr so bewußt, wie in diesem Augenblick..

Der Kapitalismus in dieser Form muß weichen; eine Alternative muß gefunden werden...

WER HAT GUTE IDEEN?[/QUOTE]

Ich hab ja nicht gesagt, dass man den Kapitalismus unkritisch hinnehmen muss - nur halt ich es für bigott, im Internet von einem PC aus, der zu sicherlich 95% aus Kunststoff (ergo Erdöl) hergestellt ist und dazu Strom verbraucht, der in Deutschland größtenteils aus fossilen Brennstoffen und Kernergie hergestellt wird, "zurück zur Subsistenzwirtschaft"-Thesen zu vertreten. Du bist nämlich ein Teil des Systems und nutzt im Moment seine Vorzüge. ;)

Wenn wir nach Ideen fragen, dann bitte nach realistischen, die den Kapitalismus erträglicher machen - wie zum Beispiel den liberalismuskritischen Kommunitarismus. Es kann letztlich nämlich nur darum gehen, die negativen Auswüchse des Kapitalismus zu minimieren und damit den Kapitalismus erträglicher zu machen. Antimaterialismus ist dabei aber der vollkommen falsche Weg, da mit Sicherheit keiner hier lieber abends am Lagerfeuer sitzt und ein nettes Gespräch bei einem Pfeifchen führt. Nö, selbst Du und Xenomorph, ihr surft abends im Internet und hört euch vielleicht auch mal ganz gerne ne CD (aus Plastik, im Plastik-CD-Player mit Strom aus fossilen Brennstoffen an). Übrigens ist der Marxismus-Leninismus extrem materialistisch. Er versucht nur, das materielle Ungleichgewicht aufzuheben.

Versteht das bitte nicht falsch - aber die in den späten 70ern losgetretene Öko-Debatte war erst möglich, als auf breiter Basis die Grundbedürfnisse gedeckt waren und man die Frage stellen konnte, wie man die Bedürfnisdeckung ökologisch verträglicher gestalten könne. Man könnte das ganze mit der Maslowschen Bedürfnispyramide verdeutlichen.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i]
Ich hab ja nicht gesagt, dass man den Kapitalismus unkritisch hinnehmen muss - nur halt ich es für bigott, im Internet von einem PC aus, der zu sicherlich 95% aus Kunststoff (ergo Erdöl) hergestellt ist und dazu Strom verbraucht, der in Deutschland größtenteils aus fossilen Brennstoffen und Kernergie hergestellt wird, "zurück zur Subsistenzwirtschaft"-Thesen zu vertreten. Du bist nämlich ein Teil des Systems und nutzt im Moment seine Vorzüge. ;)[/quote]

Das ist kein brauchbarer Einwand...warum sollte ich mir die Zurückhaltung auferlegen, etwas nicht für meine eigenen Zwecke zu nutzen, das von jemand anders vor mir geschaffen wurde...?Ich sehe darin absolut keinen "Verrat am Prinzip"...Jedes System liefert auch die Mittel zu seiner Überwindung...hätte der fromme Gutenberg damals nicht den Buchdruck erfunden, hätten Marx und Engels auch niemals das "kommunistische Manifest" schreiben können... beim Kapitalismus ist es besonders leicht, denn dieser zerstört sich bereits selbst...und der mit fossilen Brennstoffen betriebene Plastik-CD Player spielt die passende Begleitmusik dazu...
In spätestens hundert Jahren, wenn der letzte Tropfen Erdöl aufgebraucht ist...in Form von Auto-und Industrieabgasen in der Atmosphäre verblasen oder in Computerkonsolen wie der verbaut, auf der ich diesen Text gerade schreibe, wird der westliche Imperialismus und alles, was daran geknüpft ist, für immer tot sein...

Entweder kritisiert man etwas, und Kritik bedeutet für mich gerade, etwas nicht hinzunehmen - auch nicht in "abgemilderter Form" - oder man verzichtet auf Kritik und nimmt es hin..."Verbesserungen" am bestehenden System verstehe ich dagegen nicht als Kritik sondern lediglich als Reformismus...

[quote]Wenn wir nach Ideen fragen, dann bitte nach realistischen, die den Kapitalismus erträglicher machen - wie zum Beispiel den liberalismuskritischen Kommunitarismus. Es kann letztlich nämlich nur darum gehen, die negativen Auswüchse des Kapitalismus zu minimieren und damit den Kapitalismus erträglicher zu machen. [/quote]

Es geht nicht darum, den Kapitalismus erträglicher zu machen, sondern dessen Untergang - denn der findet längst statt - und parallel dazu bereits neue Wirtschaftsstrukturen aufzubauen, die imstande sind, die etablierten kapitalistischen nach und nach zu verdrängen...die neue Welt in der Schale der alten wachsen zu lassen...bis sie aus dieser schliesslich ausbricht...

[quote]Übrigens ist der Marxismus-Leninismus extrem materialistisch. Er versucht nur, das materielle Ungleichgewicht aufzuheben.[/quote]

Genau...deshalb wäre es auch besser gewesen, wenn sich die Matrosen von Kronstadt 1921 mit ihren Forderungen nach einer basisdemokratischen Räterepublik gegen den leninistischen Bolschewismus durchgesetzt hätten...denn der Bolschewismus ist nur eine andere Form des Kapitalismus, der am Ende wie dieser in den Faschismus übergeht...denn der Stalinismus als Weiterentwicklung des bolschewistischen Staatskapitalismus ist nichts anderes als ein "roter Faschismus" gewesen...
Move over Kate[QUOTE]beim Kapitalismus ist es besonders leicht, denn dieser zerstört sich bereits selbst...
In spätestens hundert Jahren, wenn der letzte Tropfen Erdöl aufgebraucht ist...in Form von Auto-und Industrieabgasen in der Atmosphäre verblasen oder in Computerkonsolen wie der verbaut, auf der ich diesen Text gerade schreibe, wird der westliche Imperialismus und alles, was daran geknüpft ist, für immer tot sein...[/QUOTE]

Tja, nur wenn Marx mit seiner Geschichtsbetrachtung recht gehabt hat - und auf Sklavenhalter die Feudalherren, auf Feudalherren die Kapitalisten folgten - warum sollen dann plötzlich auf Kapitalisten die Idealisten folgen, und alle Menschen Brüder werden? Das Prinzip ist immer noch das gleiche. Vor vierhundert Jahren haben sich die "Imperialisten" (damals hießen die noch nicht so) wegen Gold, Silber und Gewürzen bekriegt. Heute kämpfen sie - oh wie prophetisch sind James-Bond-Romane - um Energiequellen und deren Sicherung. Und in hundert Jahren gibt es dann diejenigen, die sich angesichts des Klimawandels ein Schlauchboot (wegen des Abschmelzens der Polkappen) oder halt ne Klimaanlage leisten können - und die, die Ertrinken oder Verdorren.

[QUOTE]oder man verzichtet auf Kritik und nimmt es hin..."Verbesserungen" am bestehenden System verstehe ich dagegen nicht als Kritik sondern lediglich als Reformismus...[/QUOTE]

Genau. Eduard Bernstein hat als Reformer gegenüber Rosa Luxemburg und den anderen Revolutionären in der SPD zu Kaisers Zeiten historisch "Recht bekommen". Das System lässt sich in seinen Grundzügen nicht ändern, da der Mensch des Menschen Wolf bleibt, um Thomas Hobbes zu zitieren. Der Mensch ist zunächst eigensinnig, und daran ändern - sorry - empirisch zu vernachlässigende Gegenbeispiele aus der amerikanischen Steppe nichts. Das System ist in seinen Grundzügen nicht zu erschüttern - sonst wären selbst revolutionäre Gesellschaften wie die russische oder die chinesische nach 60 Jahren Sozialismus (selbst in dem gab es Privilegierte und Nichtprivilegierte) nicht zum Kapitalismus zurück gekehrt.

[QUOTE]Es geht nicht darum, den Kapitalismus erträglicher zu machen, sondern dessen Untergang - denn der findet längst statt - und parallel dazu bereits neue Wirtschaftsstrukturen aufzubauen, die imstande sind, die etablierten kapitalistischen nach und nach zu verdrängen...die neue Welt in der Schale der alten wachsen zu lassen...bis sie aus dieser schliesslich ausbricht...[/QUOTE]

Mit der Prognose hat Marx falsch gelegen, und Du wirst auch falsch liegen. Wenn es nicht mehr Kapitalismus heisst, dann bekommt das Kind einen anderen Namen. Und wieder werden Privilegierte und Nichtprivilegierte konkurrieren. Wie im real existierenden Sozialismus, wo SED-Funktionäre auf ihren Trabbi weniger lang warten mussten als Otto-Normalverbraucher.

[QUOTE]Genau...deshalb wäre es auch besser gewesen, wenn sich die Matrosen von Kronstadt 1921 mit ihren Forderungen nach einer basisdemokratischen Räterepublik gegen den leninistischen Bolschewismus durchgesetzt hätten...denn der Bolschewismus ist nur eine andere Form des Kapitalismus, der am Ende wie dieser in den Faschismus übergeht...denn der Stalinismus als Weiterentwicklung des bolschewistischen Staatskapitalismus ist nichts anderes als ein "roter Faschismus" gewesen...[/QUOTE]

Das ist ja eben der Gang der Geschichte. Der menschliche Egoismus führt zwangsläufig zu einer Konkurrenz unter den Menschen. Aber wir sind ziemlich off-topic. Obwohl es interessant ist.

Zusammenfassend bleibe ich dabei: Die Indianer-Nummer kann nicht ernstzunehmender Ansatz für hochentwickelte, postindustrielle Gesellschaften sein. Höchstens, wenn irgendwann nach dem Atomkrieg oder der Klimakatastrophe Tabula Rasa gemacht wird und wir bei Null anfangen. Und selbst dann fängt das Spiel von vorne an. ;)
Beowulf[QUOTE][i]Original geschrieben von Monika [/i]
Bei den nordamerikanischen Indianern ist der Potlach bekannt. Ein Fest, bei dem die reicheren Indianer die ärmeren beschenken. Dies bringt großes Sozialprestige.[/QUOTE]

Funktioniert doch beim Kapitalismus auch gut. Madonna beschenkt ein paar Waisenkinder in Gott-Weiß-Wo und bekommt dafür nette Presse.
Man lerne: Geld/Güter gegen Anerkennung tauschen klappt auch hier.

Übrigens zahlt die EU jährlich etwa 30 Milliarden an Entwicklungshilfe. Da muss 'ne Squaw ne Menge Socken für stricken. Obwohl - ich glaube das ein oder andere indianische Kasino könnte auch ein paar Milliönchen beisteuern.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Monika [/i]
Ich höre hier stets das Wort "Wohlstand". Ist das alles? Wo bleibt eigentlich der geistige Reichtum?[/QUOTE]

Geistiger Reichtum ist Wohlstand. Oder wieviele Menschen glaubst du, beschäftigen sich mit ihrer Existenz, oder dem harmonischen Zusammenleben mit ihrer Umwelt, wenn sie auf einer Mülldeponie nach Fleischresten suchen?
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Maslowsche_Bed%C3%BCrfnispyramide[/url]

[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph[/i]
wird der westliche Imperialismus und alles, was daran geknüpft ist, für immer tot sein...[/QUOTE]

Erst wenn der letzte Discounter geschlossen,
die letzte Tiefkühlpizza aufgetaut,
das letzte Haltbarkeitsdatum überschritten ist,
werdet ihr merken, dass man Ideale nicht essen kann.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
Entweder kritisiert man etwas, und Kritik bedeutet für mich gerade, etwas nicht hinzunehmen - auch nicht in "abgemilderter Form" - oder man verzichtet auf Kritik und nimmt es hin..."Verbesserungen" am bestehenden System verstehe ich dagegen nicht als Kritik sondern lediglich als Reformismus...[/QUOTE]

Mit anderen Worten: Entweder ist man dafür oder dagegen. Zwischenpositionen gibts nicht. Schön, wie sich die Argumentationen immer wieder zyklisch Wiederholen.
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarz-Wei%C3%9F-Denken[/url]

[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
Das was du dir unter dem Begriff "indigene Ökonomie" als Alternative zum Kapitalismus vorstellst, findet meine vollste Zustimmung...[/QUOTE]

Da empfehle ich mal Hayek. Dazu ein Wiki-Zitat:
"Kollektivistische Utopien und Entwürfe von „geschlossenen Gesellschaften“ (Popper) müssten in modernen Großgesellschaften an der Realität scheitern oder in Barbarei enden."
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_August_von_Hayek[/url]

Um das mal zu paraphrasieren: Entweder passt man die Gesellschaftsform an den Menschen an, oder man passt den Menschen an die Gesellschaftsform an. Letzteres nennt sich wohl Totaliarismus, oder wird zumindest immer in jenen Enden.

Hayek ist generell toll. Sollte man mal lesen. Aber das Buch "Wege zur Knechtschaft" war mir dann doch zu teuer. Vielleicht kaufts mir ja ein reicher Indianer?
Move over Kate[QUOTE]Um das mal zu paraphrasieren: Entweder passt man die Gesellschaftsform an den Menschen an, oder man passt den Menschen an die Gesellschaftsform an. Letzteres nennt sich wohl Totaliarismus, oder wird zumindest immer in jenen Enden.[/QUOTE]

Ich will nicht ausschließen, dass man den Menschen auch ohne Totalitarismus über eine sanfte Sozialisation an "bessere" Gesellschaftsformen anpassen kann. Nur darf man dabei die grundsätzlich egoistische Natur des Menschen nicht aus den Augen verlieren. Und darin stimme ich Beowulf zu: Gesellschaft besteht aus Individuen. Also kann die Gesellschaft gesellschaftliche Interessen nur soweit beeinflussen, wie sie sich mit den zahlreichen Individualinteressen in Deckung bringen lassen. Na ja, wer weiß - vielleicht stellt Ihr eure Ideen mal auf der Chefetage von Daimler-Chrysler, Microsoft oder Benq vor. Vielleicht werden die Jungs ein offenes Ohr für euch haben.
decay73Also die Maslowasche Bedürfnispyramide sollte man nicht zu unüberlegt anwenden, denn “Eine weitere Quelle von Missverständnissen ist, dass Maslows Bedürfnispyramide nicht das reale Verhalten von Bedürftigen darstellt, sondern eine Empfehlung für diejenigen ist, die sich um sie kümmern. Höhere Bedürfnisse können durchaus auch ohne ständige Befriedigung der Defizitbedürfnisse angestrebt werden. Aber die Zuständigen für die Versorgung einer Stadt oder einer Truppe können Kreativität nicht höher gewichten als Sicherheit oder Religion höher als Brot, auch wenn die Betroffenen selbst so handeln.“ (Zitat ebd.)
Man kann nicht einfach so eine komplette Gesellschaft mit ihren Eigenarten und Vorlieben einer “Truppe” oder “Stadt” gleichsetzen, die es in einem konkreten Fall zu versorgen gilt. Gesellschaften funktionieren anders, und Menschen sowieso. Es soll sogar Menschen geben, für die Individualität, Talententfaltung, Altruismus, Güte, Kunst und Philosophie wirchtiger ist, als ihre körperlichen Grundbedürfnisse (wobei man die ja auch noch erst definieren müßte. Für den einen ist ein WC Grundbedürfnis, der andere freut sich über einen Donnerbalken ;)). Diese Pyramide ist zugeschnitten auf unsere westlich-dekadente Welt, besitzt aber keine Allgemeingültigkeit, was sie für globale Probleme völlig ungeeignet macht.

Und [i]ein[/i] globales Problem ist z.B. die Erderwärmung mit allen ihren Auswirkungen. Mich erstaunt, daß dieses Problem, je mehr es konkret wird, immer weiter in den Hintergrund gedrängt wird, und die persönliche “schnelle Mark” derart in den Vordergund rückt, daß diejenigen, die sich um den Schutz der Umwelt kümmern, als “Öko-Spinner” abgetan werden. Wir steuern auf ein Riesenproblem zu, und das einzige, was uns dazu einfällt, ist die Frage, wann wir uns das nächste, noch größere Auto kaufen können, und wieviel PS es hat. Der Mensch in unserer westlichen Gesellschaft ist wirklich dumm. Ich hätte ja eigentlich erwartet, daß sich z.B. die von der Layen etwas mehr dafür einsetzt, daß ihre Kinder auch zukünftig noch einigermaßen normal leben können, aber selbst von der christlich geprägten Seite kommt kaum ein Hinweis, daß man ja “die Schöpfung” nach Möglichkeit erhalten sollte. Selbst diesen Gedankengang bekommen wir nicht mehr hin. Wir sind so nachhaltig in die Bedürfnisse unserer Wirtschaftsordnung (nicht unsere eigenen) sozialisiert worden, daß es nicht mehr möglich zu sein scheint, über diesen Tellerrand hinaus zu schauen.

Natürlich können wir aus unserer Gesellschaft nicht mal einfach so eine “indigene” Gesellschaft machen, aber wir können mit unseren Kenntnissen und unserem Know-How in Naturwissenschaft und Technik eine ganze Menge erreichen - wenn wir es denn überhaupt wollen würden. Und wenn man sich dann quasi nebenbei noch ein wenig um die Zwischenmenschlichen Beziehungsgeflechte und die Verbindungen zwischen Mensch und Umwelt kümmern würde (Stichwort “Ganzheitlichkeit”), könnte wir noch die Kurve kriegen. Ich sehe allerdings nicht sehr zuversichtlich in die Zukunft, v.a. nicht, weil heute alles nur noch und in nie dagewesenem Maße dem Mammon hinterherrennt und lediglich noch seine materiellen Bedürfnisse zu befriedigen sucht, was dummerweise nur sehr kurzfristig ein klein wenig glücklich macht und dadurch v.a. dazu führt, noch größere Wünsche erfüllt bekommen zu wollen. Das ist nichts anderes, als eine sich schnell drehende Spirale.

Ich halte es für zwingend notwendig, daß wir unser System ein wenig den neuen Realitäten anpassen. Dafür können diese “indigenen” Modelle durchaus hilfreich sein, ohne daß man sie gleich komplett übernehmen müßte.

Allein wenn ich daran denke, wie alt das Buch “Faktor vier” von von Weizsäcker bereits ist, und wie wenig geschehen ist, läßt meine Hoffnung schwinden. Wir können uns ja schon mal darauf vorbereiten, daß die Holsteinische Schweiz die zukünftigen Inseln und Warften bildet.

[quote][b]Erst wenn der letzte Discounter geschlossen, die letzte Tiefkühlpizza aufgetaut, das letzte Haltbarkeitsdatum überschritten ist, werdet ihr merken, dass man Ideale nicht essen kann.[/b][/quote]
Die Weissagung der Cree ging anders und paßt heute mehr denn je:
[b]„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“[/b]
Ideologie hin oder her. Es geht heute, wenn man genau hinschaut, um etwas ganz anderes.

[quote][b]Um das mal zu paraphrasieren: Entweder passt man die Gesellschaftsform an den Menschen an, oder man passt den Menschen an die Gesellschaftsform an. Letzteres nennt sich wohl Totaliarismus, oder wird zumindest immer in jenen Enden.[/b][/quote]
Es ist nicht notwendig, so scharz-weiß zu denken. Man muß weder die Gesellschaft an den Menschen anpassen, noch den Menschen an die Gesellschaft, sondern die Gesellschaft und das menschliche Handeln an die naturgegebenen Wirklichkeiten (es ist eh erschreckend, daß wir uns schon soweit von unserer Lebensgrundlage entfernt haben, daß wir meinen, daß es nicht mehr nötig sei und wir stattdessen auch für uns persönlich in jeder Hinsicht einfach und ausschließlich die Gesetze des Marktes in Bezug auf kurzfristige Gewinnmaximierung zur einzigen Grundlage unseres Handeln bzw. (um es einfcher auszudrücken) zu unserer Religion gemacht haben). Damit wäre schon viel gewonnen, ohne gleich einen Krieg der Gesellschaftsformen ausrufen zu müssen oder im Totalitarismus zu enden.

Einfach mal Gehirn einschalten. Dafür haben wir es ja eigentlich. Und wenn wir schon sowas einzigartiges und wunderbares haben, dann sollten wir es auch sinnvoll nutzen. :)

Leider werdeb wir zur Zeit von einer Koalition regiert, die sich mehr um sich selbst kümmert, anstatt die aktuellen und sehr drängenden Probleme anzugehen. Dann muß man sich nicht wundern, wenn die Lobbyisten wie die [url=http://www.n-tv.de/718517.html]Zigarettenheinis[/url] die Politik machen... :rolleyes:
Beowulf[QUOTE]
Also die Maslowasche Bedürfnispyramide sollte man nicht zu unüberlegt anwenden, [/QUOTE]

Man sollte nach Möglichkeit gar nichts unüberlegt anwenden.

Und in dem verlinkten Artikel steht auch: „Die Pyramide stellt nichts dar, was dauerhaft zu befriedigen wäre, sondern vielmehr eine Infrastruktur oder Logistik zur Bedürfnisbefriedigung, die stets Arbeit erfordert."
Insofern kann es durchaus sein, dass es für jemanden wichtiger ist seine Kunst zu leben als ein Butterbrot zu essen wenn er Hunger hat. Allerdings kann das kein dauerhafter Zustand sein, weil er sonst schlicht stirbt.
Wenn jemand nicht akkut vom Tode bedroht ist kann er durchaus seinen Grundbedürfnissen niedere Prioritäten zuweisen.
Auch kann ein Mensch, wie etwa ein Selbstmordattentäter, seine Existenz seiner Ideologie unterordnen. Dass sind aber Einzelerscheinungen, die auf keinen Fall Basis einer Gesellschaftsordnung sein können.
Man kann nicht ernsthaft 80 Millionen Menschen hungern lassen, und sie stattdessen mit Idealen, Kunst und Individualität füttern, und dann erwarten, sie wären alle dankbar und frohlockend. Und dass müssen sie sein, wenn eine Gesellschaft funktionieren soll. Sonst gibt’s Revolution.

[QUOTE]
Es soll sogar Menschen geben, für die Individualität, Talententfaltung, Altruismus, Güte, Kunst und Philosophie wirchtiger ist, als ihre körperlichen Grundbedürfnisse [/QUOTE]

Verhungerte Menschen entfalten ihre Persönlichkeit nun mal nicht mehr, egal wie unwichtig ihnen Nahrung, Kleidung und Obdach ist.
Auch habe ich nie gesehen, dass man in Kenia Kerpakete mit Anleitungen zur Selbstfindung aus Flugzeuge abwirft. Fände selbiges auch ziemlich daneben.

[QUOTE]
Diese Pyramide ist zugeschnitten auf unsere westlich-dekadente Welt, besitzt aber keine Allgemeingültigkeit, was sie für globale Probleme völlig ungeeignet macht. [/QUOTE]

Ich hätte diese Aussage gerne argumentativ belegt. Ich bin nämlich sehr wohl der Ansicht, dass diese Pyramide zumindest vom Prinzip her, für alle Menschen in allen Kulturen gilt.
[QUOTE]
Der Mensch in unserer westlichen Gesellschaft ist wirklich dumm. [/QUOTE]

Als ich vor ein paar Wochen in Afrika war, also relativ weit weg, vor unseren dummen, dekadenten Westlichen Gesellschaft, war ich ganz schockiert: Die meisten Menschen kümmerten sich dort einen Scheißdreck um die Erderwärmung.
Als ich zum Beispiel spazieren war, nachdem es 4 Tage lang regnete, die meisten Wohnungen nur noch aus Schlamm bestanden und in den Straßen noch Knöchelhoch das Wasser stand, traf ich ein kleines Schulmädchen, dass sich abmühte einen Weg durch den schwimmenden Müllberg am Straßenrand zu finden. Und stellt dir mal vor: Es war eine total ignorante Göre; statt mit mir wie ich es wollte über Leibnitz und den Schwund des Regenwaldes zu diskutieren, bettelt sie um Wollsocken und Kugelschreiber (Obwohl der aus Plastik = Erdöl bestand).
Merke: Afrikaner sind dumm.

(Ich war übrigens in Mombasa, falls sich jemand selbst mal ein Bild machen will.)

[QUOTE]
Die Weissagung der Cree ging anders [/QUOTE]

Das war auch nicht deren Weissagung, sondern meine. Und ich behaupte ebenso recht zu haben, wie die.

[QUOTE]
Und ein globales Problem ist z.B. die Erderwärmung mit allen ihren Auswirkungen. [/QUOTE]

Darf ich mal fragen, was du gegen die Erderwärmung tust? Verzichtest du auf fossile Brennstoffe? Auf Strom, für dessen Produkt Tonnen von Kohlenstoffdioxid produziert wird, offensichtlich ja nicht. Oder wird dein PC (wie meiner) von Solarstrom betrieben? Aber für die Herstellung von Solarzelle wird auch in irgendeiner Form Treibhausgase produziert.
Anmerken will ich noch, dass es wissenschaftlich nicht unumstritten ist, welche Folgen die Erderwärmung haben wird. Und ob eine Zunahme von Kohlenstoffdixoid überhaupt noch Auswirkungen auf das Klima hat, da die Absorptionsbande von CO2 schon ziemlich gedeckt ist.

[QUOTE]
Es ist nicht notwendig, so scharz-weiß zu denken. Man muß weder die Gesellschaft an den Menschen anpassen, noch den Menschen an die Gesellschaft, sondern die Gesellschaft und das menschliche Handeln an die naturgegebenen Wirklichkeiten [/QUOTE]

Doch. Es ist notwendig und unumgänglich Schwarz-Weiß in dieser Beziehung zu denken.
Die einzige „naturgegeben Wirklichkeit“ die als Maxime für Gesellschaften eine Relevanz haben, sind menschliche Bedürfnisse. Der einzige Zweck den Gesellschaften, zu allen Zeiten und in allen Kulturen hatte, ist die Sicherung menschlicher Bedürfnisse.
Der Mensch will, Sicherheit, Existenzsicherung, Persönlichkeitsentfaltung, etc; und auch das Bedürfnis der „Öko-Spinner“ (dein Terminus, nicht meiner) zum harmonischen Leben mit dem natürlichen Umfeld sind rein menschliche Bedürfnisse. Die Erfüllung sämtlicher Ideale (zum Beispiel Tierschutz), egal wie abwegig und abstrakt sie sind, ist ein menschliches Bedürfnis.
Eine Gesellschaftsordnung kann nur dann funktionieren, wenn sie auf die Bedürfnisse der Menschen ausgelegt ist.
Natürlich kann man sich auch an den „naturgegebenen Wirklichkeiten“ orientieren ohne „die Gesellschaft an den Menschen an[zu]passen“. Etwa: Gras wächst überall, man braucht nur etwas Wasser, Boden und Licht. Das Zeug ist im Überfluss vorhanden, jetzt müssen wir nur noch die Menschen dazu bringen, sich von Gras zu ernähren.
Viel Spaß dabei. Es gibt ja auch Leute die sich bereits von Licht ernähren. Kannst du ja in dein Parteiprogramm anführen.

Die Überlegung ist: Was braucht der Mensch (Defizitbedürfnis), was will der Mensch(Wachstumsbedürfnis), wie kann er es erreichen, und ist der Preis den er fürs „Erreichen“ zahlt angemessen.
Alle andere Gesellschaftsordnungen werden unweigerlich zum Totaliarismus führen. Denn eine Gesellschaft die nur dann funktionieren kann, wenn alle Menschen die gleiche idealistischen Überzeugen haben, muss zwangsläufig um sich selbst zu schützen, mit Geboten hantieren. Und da Menschen nunmal in ihrem Wesen pluralistische Geschöpfe sind, müssen diese Gebote über dem Individualrechten stehen. Idealistische Utopien müssen also zur Selbsterhaltung für die idealistische Gleichschaltung aller Menschen sorgen. Und das kommt einem Faschismus wohl ziemlich nahe.
Natürlich bestimmen die Lebensbedingungen zum Großteil die Gesellschaftsformen. Aber nur deshalb, weil die Lebensbedingungen maßgeblich den Weg zur Erfüllung menschlicher Bedürfnisse determinieren.
Eine „indigene“ Gesellschaft funktioniert deshalb, weil ihre technischen und sozialen Möglichkeiten ihre Lebensweise ermöglichen, respektive begünstigen. Ein Beispiel: Jeder Mensch hat ein Bedürfnis nach sozialem Prestige, und erfüllt sich dieses unter anderem durch Statussymbole. Angenommen (Wobei ich nicht sagen möchte, dass es so ist), in unserer Gesellschaft sei das Auto ein allgemeines Statussymbole. Dann nur deshalb, weil sich Autos als Statussymbol anbieten. Sie sind für fast alle Menschen verfügbar, man erkennt an ihnen relativ offensichtlich den materiellen Wert (= Preis) und damit direkt, die (scheinbare) Liquidität und damit den (scheinbaren) gesellschaftlichen Erfolg des Besitzers.
Naturvölker haben nun jetzt kein Auto im Dschungel, weil sie so viel weiser und klüger wären als wir. Sondern weil sie nicht die Möglichkeiten haben, sich ein Auto zu besorgen. Stattdessen jagen sie ein paar Affen, weil sich der Jagderfolg als Statussymbol anbietet, und stecken sich für jeden toten Affen eine Feder ins Haar. Für jeden ist damit offensichtlich wie (scheinbar) erfolgreich bei der Jagd das betreffende Individuum ist. (Auch das von Monika angeführte Potlach-Fest ist nichts anderes.)
Die Zurschaustellung der für eine Gesellschaftsform nützlichen Attribute, sind in allen Kulturen anzutreffen und grundlegende Muster menschlichen Handelns. Nur unterscheiden sich eben die für eine Gesellschaft nützlichen Attribute, und damit die Statussymbole.
Deshalb lassen sich „indigene“ Gesellschaftsformen überhaupt nicht auf Großgesellschaften übertragen.
Umgekehrt übrigens auch nicht. Eine Erklärung, warum die Missionieren von Naturvölker meistens in der Kriminaltiät und dem verkommen der gesamten Kultur endeten.
Trotzdem, um das nochmal zu betonen, funktionieren alle (dauerhaften) Gesellschaften nach diesen menschlichen Mustern, deren Prinzip in der Bedürfnispyramide approximativ beschrieben wird.

[QUOTE]
Einfach mal Gehirn einschalten. [/QUOTE]

Was mir manchmal tierisch auf den - sit venio verbo - Kugelsack geht, ist die plumpe Dämonisierung der westlichen Gesellschaft. Vermutlich ist auch das eine Form des Statussymbol, bzw. wohl eher der Individuation. Durch das artikulieren der Verachtung für die hiesige Gesellschaft wird die eigene geistige Überlegenheit gegen über die fiktive „Masse“ zur Schau gestellt.
Jemand der sich kein Auto leisten kann, hasst dann eben die Gesellschaft um sich dann doch noch irgendwie profilieren zu können.
Wenn alles so evident wäre, wenn man durch ein wenig Nachdenken alle menschlichen Probleme lösen könnte, warum tut's dann keiner von der Idealisten hier?
Ja, die westliche Gesellschaft hat viele Schattenseiten, und viele Blühten der Idiotie. Deswegen ist nicht jeder Wessi „Dumm“, „dekadent“, oder benutzt nie sein Gehirn.

Auf Beobachterdistanz zu gehen, und mit dem Zeigefinger die Probleme zu Brandmarken, ist keine nennenswerte Leistung.


Für die Menge an Rechtschreib- und Grammatikfehler entschuldige ich mich schon jetzt.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Beowulf [/i]
[B]Man kann nicht ernsthaft 80 Millionen Menschen hungern lassen, und sie stattdessen mit Idealen, Kunst und Individualität füttern, und dann erwarten, sie wären alle dankbar und frohlockend. [/b][/quote]
Verlangt ja auch keiner. Ich wollte damit nur andeuten, daß dieses Modell etwas zu sehr verallgemeinert, weshalb es wohl so auch nur selten noch genutzt wird. Aber um etwas vereinfacht darsttellenzu wollen, genügt es natürlich noch. Das ist wie mit Statistiken: man muß sich nur der Mängel bewußt sein.



[b][quote]Verhungerte Menschen entfalten ihre Persönlichkeit nun mal nicht mehr, egal wie unwichtig ihnen Nahrung, Kleidung und Obdach ist.
Auch habe ich nie gesehen, dass man in Kenia Kerpakete mit Anleitungen zur Selbstfindung aus Flugzeuge abwirft. Fände selbiges auch ziemlich daneben.[/b][/quote]
Das wäre ja auch völlig meschugge. Man soll den Menschen dort helfen und nicht verarschen. Nur kann man auch nicht mit der Begründung, daß es in Afrika nicht geht oder derzeit niemanden interessiert (interessieren braucht) sagen, daß man es in Europa ebenso halten kann.
[b][quote]Als ich vor ein paar Wochen in Afrika war, also relativ weit weg, vor unseren dummen, dekadenten Westlichen Gesellschaft, war ich ganz schockiert: Die meisten Menschen kümmerten sich dort einen Scheißdreck um die Erderwärmung.
Als ich zum Beispiel spazieren war, nachdem es 4 Tage lang regnete, die meisten Wohnungen nur noch aus Schlamm bestanden und in den Straßen noch Knöchelhoch das Wasser stand, traf ich ein kleines Schulmädchen, dass sich abmühte einen Weg durch den schwimmenden Müllberg am Straßenrand zu finden. Und stellt dir mal vor: Es war eine total ignorante Göre; statt mit mir wie ich es wollte über Leibnitz und den Schwund des Regenwaldes zu diskutieren, bettelt sie um Wollsocken und Kugelschreiber (Obwohl der aus Plastik = Erdöl bestand).
Merke: Afrikaner sind dumm.[/b][/quote]
Nein, Afrikaner sind halt keine Europäer, was aber bekannt sein dürfte und auch, daß sie dort andere, wichtigere Probleme haben. Wir hier können es uns aber leisten, uns darum Gedanken zu machen und sollten es daher auch tun. Wir könnten es nach von Weizsäcker und Meadows sogar, ohne etwas von unserem Lebensstandard abzugeben. Manche nennen das dann auch technologischen Fortschritt. In England verlangt übrigens die Wirtschaft vom Staat strengere Umweltgesetze, um einen neuen Innovationsschub zu bekommen. In Deutschland sind solche Gedankengänge anscheinend z. Zt. undenkbar.


[b][quote]Darf ich mal fragen, was du gegen die Erderwärmung tust? Verzichtest du auf fossile Brennstoffe? Auf Strom, für dessen Produkt Tonnen von Kohlenstoffdioxid produziert wird, offensichtlich ja nicht. Oder wird dein PC (wie meiner) von Solarstrom betrieben? Aber für die Herstellung von Solarzelle wird auch in irgendeiner Form Treibhausgase produziert.
Anmerken will ich noch, dass es wissenschaftlich nicht unumstritten ist, welche Folgen die Erderwärmung haben wird. Und ob eine Zunahme von Kohlenstoffdixoid überhaupt noch Auswirkungen auf das Klima hat, da die Absorptionsbande von CO2 schon ziemlich gedeckt ist.[/b][/quote]
Also9 meine CO2-Bilanz sieht denke ich ganz gut aus. Vor allem, seit ich nicht mehr rauche. :D
Daß die Folgen der Erderwärmung nicht unumstritten sind, ist mir bewußt- Wäre auch komisch, wenn es nicht so wäre. Aber so langsam sollte man doch mal anfangen zu überlegen, wie man damit umgeht, denn es geht im Wesentlichen nicht mehr um das wie, sondern um das wie genau und v.a. um das wann.
Aber es werden sich immer ein paar Unstimmigkeiten in den Theorien finden lassen. Daraus abzuleiten, daß alles ganz anders wird und man nichts viel tun braucht, halte ich für den völlig falschen Weg. Vorbereitet sein ist immer gut, auch wenn es am Ende vielleicht nicht ganz so dicke kommt, wie befürchtet. Aber DASS da was kommt, ist im Wesentichen unumstritten. Manche meinen, man könnte damit umgehen, was vielleicht auf unsere Region zurtifft, aber nicht generell auf andere, weniger entwickelte. Hier wird auf in meinen Augen sehr unpassende, unschöne Weise mit Menschenleben gespielt. Aber das konnten wir schon immer gut.

[b][quote]Eine Gesellschaftsordnung kann nur dann funktionieren, wenn sie auf die Bedürfnisse der Menschen ausgelegt ist.[/b][/quote]
Dann muß man vielleicht die Bedürfnisse mal neu bewerten und das langfristige Überleben an eine höhere Postition stellen.

[b][quote]Viel Spaß dabei. Es gibt ja auch Leute die sich bereits von Licht ernähren. Kannst du ja in dein Parteiprogramm anführen.[/b][/quote]
Ich werde nur dann eine Partei gründen, wenn du Minister für globale Fragen wirst. ;)


[b][quote]Idealistische Utopien müssen also zur Selbsterhaltung für die idealistische Gleichschaltung aller Menschen sorgen. Und das kommt einem Faschismus wohl ziemlich nahe.[/b][/quote]
Ich rede hier keiner Ideologie das Wort. Egal welche Ideologie, sie sollte sich [b]unter anderem[/b] auch mit den globalen Umweltproblemen auseinandersetzen.
[b][quote] Ein Beispiel: Jeder Mensch hat ein Bedürfnis nach sozialem Prestige, und erfüllt sich dieses unter anderem durch Statussymbole.[/b][/quote]
Schon klar. Aber es ist auch nicht jedem gleich wichtig. Der eine schmückt sich damit und trägt (oder fährt) es spazieren, dem anderen ist es relativ egal.

[b][quote]Auf Beobachterdistanz zu gehen, und mit dem Zeigefinger die Probleme zu Brandmarken, ist keine nennenswerte Leistung. [/B][/QUOTE]
Genau. ;)
Monika[QUOTE]Beowulf
Funktioniert doch beim Kapitalismus auch gut. Madonna beschenkt ein paar Waisenkinder in Gott-Weiß-Wo und bekommt dafür nette Presse.
Man lerne: Geld/Güter gegen Anerkennung tauschen klappt auch hier.
Übrigens zahlt die EU jährlich etwa 30 Milliarden an Entwicklungshilfe. Da muss 'ne Squaw ne Menge Socken für stricken. Obwohl - ich glaube das ein oder andere indianische Kasino könnte auch ein paar Milliönchen beisteuern[/QUOTE]


Als ich meine Artikel erstellte, bin ich davon ausgegangen, mit vernünftigen Argumenten darüber zu diskutieren, welche Alternativen zur Ablösung des nicht mehr von Dauer haltenden derzeitigen kapitalistischen Wirtschaftssystems in Frage kommen könnten. Die Gründe hierzu habe ich klar und deutlich genannt und möchte sie an dieser Stelle hier nicht noch einmal aufführen. Lese hierzu meine drei Artikel vom 6.10. "Kapitalismus ist Krieg" und fortfolgende.

Selbstverständlich ist die Idee zu einer "indigenen Ökonomie" nicht ganz ohne. Nur um das zu verstehen benötigt man diverses Hintergrundwissen indigener Völker. Hierbei habe ich einen Bruchteil aus dem Wirtschaftssystem der nordamerikanischen Ureinwohner herangezogen, weil sich ihr System viele Hundert Jahre gehalten hat,. Und ob Du es glaubst oder nicht: die Maslowsche Bedürfnispyramide hatten die Indianer schon längst, als der Germane noch mit Knüppel duch den Teuteburger Wald lief.
Das imperialistische Römische Reich kann diesen Erfolg nicht nachweisen. Es hat sich selber zerstört.

Deine unqualifizierten und niveaulosen Vergleiche bzgl. Madonna und Entwicklungshilfe der EU zeigen mir, das Du nicht im Bilde bist, das an den Native Americans überhaupt keine Entwicklungsgelder gezahlt werden. Selbst von der US-Regierung fließen sehr wenig Gelder in die Reservationen. Damit können nicht einmal die notwendigsten Grundbedürfnisse gedeckt werden.

Darum wurden von der US-Regierung auch Kasinos den Indianern vertraglich zugesprochen. Die Gewinne hieraus fließen zum Teil in die Reservationen und zum Teil in Fonds, damit das zu Spottpreisen verpachtete Indianerland an "weiße" nach Pachtauflösung wieder zurückgekauft werden kann. Indianer bekommen nämlich keine Kredite von den Banken, und wenn, dann zu horenden Zinsen, die sie niemals bezahlen könnten.

Obwohl sich das Bild des Indianers in Amerika seit Anfang der 70 ziger Jahre allmählich zu wandeln begann und immer mehr, mehr oder weniger realistische Bücher und Filme über das Thema auf den Markt kamen, scheint es, als hätte der deutsche Durchschnittsbürger in diesen immerhin knapp vier Jahrzehnten etwas verpasst.

Beim deutschen Durchschnittsbürger hat sich seit den Tagen der Karl-May-Filmproduktionen nur wenig am Bild des Indianers verändert.
Trotz jahrelanger Aufklärung hält sich sowohl in Medien, als auch in den Köpfen vieler Menschen hierzulande, das Bild von den Indianern als ein Volk mit einer gemeinsamen Sprache, einer gemeinsamen Religion und Kultur.
Wer kennt sie nicht, die Schlagzeilen in der Presse, wenn Vertreter unterschiedlicher indigener Völker Europa besuchen und sich um Unterstützung für ihren Widerstand gegen wirtschaftliche Interessen amerikanischer Konzerne bemühen.

ersucht man Medienvertreter über den Sachverhalt aufzuklären, so bekommt man zur Antwort, dass die breite Masse es eben so wolle, und eine Aufklärung nicht nötig sei. Dass die Lakota zu Wakan Tanka, die Apachen zu Usen und die Cheyenne zu Maheo beten würden, und dass aus der Algonkin-Sprachfamilie stammende Wort "Squaw" für Indianerfrau von "den Indianern" aus Schimpfwort empfunden wird,


[QUOTE]Kollektivistische Utopien und Entwürfe von „geschlossenen Gesellschaften“ (Popper) müssten in modernen Großgesellschaften an der Realität scheitern oder in Barbarei enden./QUOTE]


Dieses Zitiat hat nichts im entferntesten mit der "Indigenen Ökonomie" zu tun, wie ich sie beschrieben habe. Sie ist weder eine Utopie noch unrealistisch. Man muß sie eben nur sehr intelligent weiterentwickeln. Und da sind wir doch gerade dabei.


[QUOTE]Hayek ist generell toll. Sollte man mal lesen. Aber das Buch "Wege zur Knechtschaft" war mir dann doch zu teuer. Vielleicht kaufts mir ja ein reicher Indianer?[/QUOTE]

Hayek ist ein Dummkopf und wird deswegen nicht umsonst kritisiert.

Außerdem möchte ich sehr darum bitten, in Zukunft diskriminierende Außerungen .wie o,g, "Vielleich kaufts mir ja ein reichter Indianer", zu unterlassen, Dem Himmel sei Dank, daß es wenigstens noch ein paar reiche Indianer gibt. Frag doch mal bei Bill Gates nach. Vielleicht kauft der dir jja das gewünschte Buch. Er hat die größte Stiftung der Welt. Das müsste sich doch machen lassen....


[QUOTE]mein eigenes Zitat::Die indigenen Völker, hier vor allem die Indianer kennen keine wirtschaftliche Konkurrenz. Sie produzierten meist Überschüsse in der Subsistenz, verschenkten diese aber ohne Bedingungen.[/QUOTE]

...d.h., es gibt keine Armut mehr. Alternative zu Hartz IV. Natürlich können wir die Kultur und ihre geistige Weltanschauung nicht in unsere christlich geprägten Welt übernehmen. Die Denkweise dieser Menschen ist total differenzierter.
Die Konsensdemokratie finde ich toll. Es wird so lange debattiert, bis alle einer Meinung sind und zustimmen, bzw. nicht mehr widersprechen. Dafür benötigt man kein Heer von Staatsdienern, die nur unnötig auf unserer Tasche liegen... :

... es nutzt alles nichts: Eine neue gerechtere, umweltbewußte, humane mit allem drum und dran Alternative zum jetztigen Kapitalismus muß gefunden werden.
BeowulfAn Decay,

ich glaube mit deinem letzten Post kann ich leben. Obwohl ich noch ein paar Detals zum Anmerken hätte.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Monika [/i]
Als ich meine Artikel erstellte, bin ich davon ausgegangen, mit vernünftigen Argumenten darüber zu diskutieren[/QUOTE]

Neu hier, he?

[QUOTE][i]Original geschrieben von Monika [/i]
Die Gründe hierzu habe ich klar und deutlich genannt und möchte sie an dieser Stelle hier nicht noch einmal aufführen. Lese hierzu meine drei Artikel vom 6.10. "Kapitalismus ist Krieg" und fortfolgende. [/QUOTE]

In diesem Artikel gehts ein wenig um Marx, ein wenig um Neoliberalismus, ein wenig um Umweltpolitik.
Das meiste davon hatte mit dem Kapitalismus kaum etwas zu tun.

An der Stelle behaupte ich sogar, dass ökologisch sinnvolles und humanes Handeln sich mit dem Kapitalismus wunderbar vereinen lassen.

"Wie kontrolliert man Unternehmen, um die schlimmsten sozialen und ökologischen Folgen zu verhindern, ohne gleichzeitig ihre Abwanderung zu provozieren oder das Wachstum zu schwächen? Ständig sind Regierungen gezwungen, die notwendige Kontrolle des Kapitals gegen die Gefahren der Standortverschlechterung abzuwägen. Dafür gibt es keine harmonischen Lösungen, sondern nur instabile, Schaden begrenzende Kompromisse."

Das ist kein Problem das Kapitalismus und ließe sich theoretisch beheben in dem man einheitliche weltweite Standarts einrichtet, wie es im Groben (und natürlich nicht optimal) die WHO tut.

Deine Sonstigen Äußerungen zu den Indianer interessieren mich persönlich nicht so. Ist nicht abwertend gemeint. Aber einfach nicht mein Thema.
Nur eins: Soweit ich weiß, ist die native Bedeutung von Squaw schlicht "Frau".
Wenn er von der Mehrheit als rassistisch empfunden wird - warum auch immer - tut mir dessen Vewendung leid.

[QUOTE]
Deine unqualifizierten und niveaulosen Vergleiche bzgl. Madonna und Entwicklungshilfe der EU zeigen mir, das Du nicht im Bilde bist, das an den Native Americans überhaupt keine Entwicklungsgelder gezahlt werden.[/QUOTE]

Ja tut mir leid, dass ich mit deinen brillianten Argumentationen a la "Hayek ist ein Dummkopf" nicht mithalten kann.
Aber ich würde doch gerne wissen, woraus du ableitest, dass ich nicht wüsste, dass Indianer kaum im Focus der Entwicklungshilfe stehen? Ich sehe da auf jedenfall überhaupt keinen Zusammenhang.
Mein Vergleich sollte nur platisch demonstrieren, dass Geld auch sehr viel Positives tut, und dass muss man eben erstmal verdienen.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Monika [/i]
Hayek ist ein Dummkopf und wird deswegen nicht umsonst kritisiert.[/QUOTE]

Hayek ist tot.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Monika [/i]
Außerdem möchte ich sehr darum bitten, in Zukunft diskriminierende Außerungen .wie o,g, "Vielleich kaufts mir ja ein reichter Indianer", zu unterlassen, [/QUOTE]

Erkläre mir bitte, was daran diskrimierend ist.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Monika [/i]
...d.h., es gibt keine Armut mehr. Alternative zu Hartz IV. Natürlich können wir die Kultur und ihre geistige Weltanschauung nicht in unsere christlich geprägten Welt übernehmen. Die Denkweise dieser Menschen ist total differenzierter. [/QUOTE]

Um mal konkreter zu werden - ich bin ja aufgeschlossen. Wie genau soll das Funktionieren?
Soll VW ein Überschuss an Autos produzieren, und sie an Arbeitlosen verschenken?
Oder soll Nestle ein Überschuss an Kornflakes produzieren, um damit Harz IV Empfänger zu füttern?
Wie genau soll diese indigene Ökonomie übertragen werden?

[QUOTE][i]Original geschrieben von Monika [/i]
Die Konsensdemokratie finde ich toll. Es wird so lange debattiert, bis alle einer Meinung sind und zustimmen, bzw. nicht mehr widersprechen. Dafür benötigt man kein Heer von Staatsdienern, die nur unnötig auf unserer Tasche liegen... :
[/QUOTE]

ähm, du willst also, zum Beispiel die Meinung von 80 Millionen Menschen einholen, wenn es um eine Entscheidung geht. Und dann solange mit allen 80 Millionen diskutieren, bis alle einer Meinung sind?
Nehmen wir mal diesen Thread: Welche Entscheidung wäre nach diesem System hier bisher getroffen?
Demon17Ich denke es ist überflüssig über Demokratie ohne Staat nachzudenken. Demokratie setzt Staat voraus. Die Abwesenheit des Staates ist bestenfalls Despotismus. Alos Willkürherrschaft Einzelner, die zur Absicherung ihrer Macht wiederum Hirarchien schaffen und somit die Keimzelle des Staates legen. Denn schließlich ist die prmäre Funktion des Staates die koordinierung der Gewalt, die in gering strukturierten Gesellschaftsformen als Gewalt der Horde, die mordend, raubend und plündernd durchs land zieht zum tragen Kommt. Als Beispiel ist hier das germanische "Volk" zu nennen. Der Begriff umfaßt eine Gruppe von bis zu 100 000 Personen (manchmal auch mehr), die zur Zeit der Völkerwanderung durch Europa zogen, die es für eine Schande hielten etwas zu erarbeiten, wenn es sich durch Raub gewinnen ließ und die auch im Falle der Eroberung zivilisierter, weil staatlich organisierter Landstriche mit kulturellen Errungenschaften wie Schrift, Kunst und Wissenschaft nicht daran dachten sich dort als Herrenschicht niederzulassen. Denn dies hätte ja schon wieder die vorausschauende Planung einer staatlichen Organisaton zur Verwaltung von Steuern und Abgaben erfordert. Wozu, solange es woanders reiche Beute gab? Ganz abgesehen davon, das die Horde nur solange folgt, wie es der Vielfalt ihrer Ziele entspricht.

Ich finde diese Art der sozialen Anomie gar nicht so schlecht, nur muß man sich darüber im klaren sein, das ein Europa dieser Art höchstens 5% der jetzigen Bevölkerung ernähren könnte. Ansätze zu dieser Situation entwickeln sich immer wieder, wenn der Staat rechtsfreie Räume zuläßt, bis hin zum No Go Area. Allerdings vertrete ich nach wie vor den Grundsatz, gleiches Recht für alle und vertrete die Einheit von Reden und Handeln.

never surrender

demon17
Demon17[QUOTE]Die indigenen Völker leben schon seit über 10.000 Jahren oder länger bescheiden. Sie haben eine Ökonomie entwickelt, die zum großen Teil auf Subsistenz und Tauschwirtschaft beruht. Die indigenen Völker kennen keine individuellen Landrechte. Ihr Land wurde ihnen oft von den "Weißen" geraubt. Ihre Kultur und Ökonomie lebt aber vom/auf dem Land. Stiehlt man es ihnen, geht die Kultur und die Ökonomie zu Grunde.

Die indigenen Völker, hier vor allem die Indianer kennen keine wirtschaftliche Konkurrenz. Sie produzierten meist Überschüsse in der Subsistenz, verschenkten diese aber ohne Bedingungen.

Bei den nordamerikanischen Indianern ist der Potlach bekannt. Ein Fest, bei dem die reicheren Indianer die ärmeren beschenken. Dies bringt großes Sozialprestige. Die indigenen Völker kennen meist auch kein Geld oder individuellen Besitz. Das Land gehört allen und bildet die Grundlage der Stammeskultur. Die Wirtschaft und die Religion beschränken meist auch die Geburtenrate, so dass der Stamm nicht zu sehr wächst. [/QUOTE]

Die Ausbreitung der Indianer in die Steppen Nordamerikas hing eng mit der Einführung des Pferdes durch die Spanier zusammen. Erst durch das einfangen entlaufener Pferde war es den indigenen Völkern möglich sich als nomadisierende Jäger in den Weiten des nordamerikanischen Raumes zu bewegen. Deshalb haben diese Kulturen, im Gegensatz zu ihren südamerikanischen Verwandten auch keinen Bedarf an Grundbesitz. Es macht für Jäger und Sammler-Nomaden einfach keinen Sinn. Du redest von 10 000 Jahren indigener Völker. Sicher es gab Einwanderung auf dem nordamerikanischen Kontinent, als die Landbrücke zwischen Sibirien und Nordamerika noch bestand. Auch sollen vor ca. 10 000 Jahren Europäer entlang des Eisgürtels der Arktis eingewandert sein. Doch zeitgleich starben mit Erscheinen der Menschen zahlreiche Großwildarten aus. Dies wird von vielen Forschern auch auf die veränderten Lebensbedingungen durch das Erscheinen des Raubtieres Mensch zurückgeführt. Wieviel indigerne Völker das in den Hungertod getrieben hat ist nicht überliefert. Du sagst sie pflanzen sich durch Religion und Wirtschaft nicht mehr fort als der Natur zuträglich ist? In der Biologie gibt es die Theorie eines Gleichgewichtes beim Jäger-Beute Verhältniss. Wenn es zu wenig Beutetiere gibt, sinkt automatisch die Zahl ihrer Jäger, weil diese Hungers sterben.
Auch weißt Du nicht, wieviel indigene Voelker im Nordamerika der letzten 10 000 Jahre ausgestorben sind. Wieviel verdraengt wurden oder ausgerottet. Das laesst sich zumindest in Suedamerika anhand von Skelettfunden und DNA/Untersuchungen feststellen. Da sind alte Ethnien zu 100% vernichtet worden.

Zu einer nennenswerten Landwirtschaft können sie es ja nicht gebracht haben, denn dann hätten sie ja Formen des Grundbesitzes entwickelt. Insofern waren die Germanen des Teutoburger Waldes höher entwickelt. Im Gegensatz zu den indigenen Indianern hatten sie auch die Macht die Kolonisatoren zu vertreiben und irgendwann auch mal zu erobern. Auch waren sie bereits mindestens 1500 Jahre zuvor in der Lage Metall zu bearbeiten, als Deine indigenen Völkere immer noch die Steinaxt favorisierten.

[QUOTE]Die Identität der indigenen Völker ist nicht auf die Ökonomie gegründet, sondern auf die Kultur. Auch die indigenen Völker legen Wert auf Individualismus. Meistens haben diese Völker auch eine Konsensdemokratie. Es wird so lange debattiert, bis alle einer Meinung sind und zustimmen, bzw. nicht mehr widersprechen. [/QUOTE] Gut das gab es beim Thing auch, allerdings frage ich mich, wer bei diesen Konsensdemokraten Mitspracherecht hatt und wer nicht?

Also meines Wissens haben die nomadiesierenden Indianer Nordamerikas kaum Subsistenz(Land)wirtschaft betrieben, das tun Nomanden eigentlich nur in Form von Viehhaltung und haben den Ackerbau erst wieder unter dem Einfluss der Weißen in den Reservaten entwickelt. Die seßhaften Indianer der südamerikanischen Hochkulturen hatten jedoch ebenso Eigentum an Boden, fortschrittlichen Ackerbau, Sklaverei, religiöse Menschenopfer und eine hierarchisierte Gesellschaftsform, Gottkönige, Priester, Krieger, Volk und Sklaven und die Vernichtung der Umwelt durch Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, wie es sich für jede anständige frühe Hochkultur gehört. Was die Identität betrifft, so ist die ueberall auf die Kultur begründet...

Bezüglich der Klimaschwankungen sei noch hinzugefügt, das es diese immer gab und niemand in der Lage ist den Einfluß des Menschen darauf genau zu belegen. Nur ist die industrielle Zivilisation durch diese weitaus weniger im Überleben bedroht, als ein indigenes Volk, das sich innerhalb weniger Generationen einer Wüste oder einer Eiswüste gegenüber sieht.
Calamita[QUOTE][i]Original geschrieben von Dark Religion [/i]
[B]Krankenkassenbeitrag rauf obwohl die Deutschen immer weniger krank sind.
[/B][/QUOTE]

DAS ist für mich schonmal ein Grund nicht krank zu werden. (Auch wenn ich beim Arzt noch keine 10€ bezahlen muss)


[QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i]
[B]Irgendwoher muss ja das Geld für finanziell Benachteiligte, ARbeitslose, Kindergärten, Schulen, etc. kommen. Dafür bezahl ich gern n paar Cent mehr. [/B][/QUOTE]

Öhm.. Schule?! Sry, aber da muss ich was dagegen sagen.. Als ich in der Grundschule war, wurden Spenden gesammelt, damit die Schule mal einen anständigen Schulhof bekommt, da der Staat kein Geld dafür hatte, das einzige, was wir hatten, war eine Tischtennisplatte, mehr nicht, während andere Schulen noch einen Spielplatz oder soetwas hatten.. Die Klos waren total versifft (auf anderen Schulen ist das genauso, zumindest bei den etwas älteren), weil kein Geld für Renovirungen da sind, die Schulbücher kann man total vergessen (letztes Jahr hatte ich eins, da haben Seiten gefehlt, dieses Jahr hab ich eins, was schon zu schimmeln anfängt, das zweite Grammatikheft zu unserem Lateinbuch kann nicht gelauft weden, weil kein Geld da ist, viele unserer Bücher sind noch aus den 80ern..) Unsere Schule wird jetzt ENDLICH mal renoviert, was aber schon mehr als nötig ist, die Stühle fallen auseinander, weil die Schrauben verostet sind, in den Fachräumen sind teilweise die Holzbretter "unter" dem Boden kaputt, das heißt, wir laufen nur noch auf diesem Bodenbelag, der das aber sicherlich auch nicht mehr lang mitmacht.. Anfang des Schuljahres hatten wir nichtmal eine Tafel und ein Waschbecken, für einen Schrank im Klassenzimmer ist auch kein Geld da.. Und soweit ich weiß, ist unsere nicht die einzige Schule, der es so geht! Ja, jetzt gibt es diese "Unterrichtsgarantie Plus", völliger Schwachsinn, da es erstens nicht genug Lehrer gibt, zweitens das Geld eher für neue Bücher ausgegeben werden sollte und drittens es totaler Schwachsinn ist, dass 10-Klässler in der Schule beaufsichtigt werden sollen, damit der "Tagesplan der Eltern und Schüler nicht durcheinander gerät", laut dem Informationszettel, den wir bekommen haben.
Lacerta[QUOTE][B]Bezüglich der Klimaschwankungen sei noch hinzugefügt, das es diese immer gab und niemand in der Lage ist den Einfluß des Menschen darauf genau zu belegen. [/B][/QUOTE]

Einspruch! Der letzte IPCC-Bericht konnte durch eine Fülle zusätzlicher Beobachtungsdaten und Modellrechnungen darauf schließen, dass der Mensch sehr wohl die Erderwärmung verursache.
Es gebe sogar Belege dafür, dass der Mensch neben der Erderwärmung auch andere Klimafaktoren bereits stark beeinflusst und das Geoökosystem der Erde in ein Ungleichgewicht gebracht hat.
Ich vermute mal, dass man dem Bericht getrost Glauben schenken darf, da er von einer Großzahl an Wissenschaftlern ausgearbeitet wurde. (hoffentlich durch keine Interessenvertreter „mitfinanziert“)
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Lacerta [/i]
[B]Einspruch! [/B][/QUOTE]
von mir auch. ich kann mir natürlich durchaus vorstellen, daß leute wie lomborg und crichton gerne gehört werden und ihnen glauben geschenkt wird, weil sie das sagen, was wir uns alle wünschen. aber sie sind die ausnahme und gerade bei lomberg geht es, wenn ich es noch richtig in erinnerung habe, eher darum, daß man mit den folgen des klimawandels umgehen lernen muß; nicht um die tatsache, daß er kommt (bzw. schon ansatzweise da ist) an sich. nur trifft es eben nicht nur die "indigenen" oder unterentwickelten völker, sondern auch uns. die deutsche küste wird dann sicher völlig anders aussehen und das was heute die holsteinische schweiz ist, sind die inseln von morgen.

aber nur weil man noch nicht alles ganz genau weiß, sind die theorien völlig falsch. so argumentieren übrigens auch die kreationisten. das ergebnis konnt man: allgemeine volksverdummung und falsche überheblichkeit. :D

wie auch immer, von verharmlosung halte ich nichts und es macht auch keinen sinn, denn die folgen können in einer art sein, die eben nicht mehr so einfach handzuhaben ist und, was das schlimmste ist, es geht um menschenleben, und zwar nicht nur woanders, sondern gerade auch bei uns. wieviel menschen sind in new orleans umgekommen? sowas könnte dann öfter passieren. jedenfalls kann ich nur davor warnen, es auf die leichte schulter zu nehmen.

aber es soll ja leute geben, die sich schon freuen, daß es dann eventuell mehr gas und öl gibt, weil man besser dran kommt. :rolleyes:
FallenArchangelnett das du so viel anprangerst aber einige wenige fragen an dich, die du für dich mal beantworten solltest:

1. wählst du?
- wenn du nicht darfst streichen

solltest du nicht wählen, kümmerst du dich selbst schließlich nicht ums vaterland, wie die meisten. natürlich ist es schwer zu sagen wen man wählen kann, aber was hat man davon, dass man nicht wählt? immer mehr kleinere gruppen, die besser nicht in den bundestag sollten, kommen immer leichter rein

2. kannst du es besser?

kannst du eine idee aufbauen wie du in recht kurzer zeit eine strategie hast, dass es der bevölkerung gut geht und zugleich geld in die staatskasse fließt, damit es dem staat wieder besser geht?
Meckern können viele, laut schreien erstrecht, aber wer ist bereit zu handeln?

3. öl- und benzinpreise zu hoch: kannst es ändern?

ja kannst du, da gibt es eine einfache möglichkeit: steig auf öffentliche verkehrsmittel um - soweit du kfz fahren darfst.
benutz kfz nur so wenig wie möglich. du sparst damit eine menge geld und zugleich kannst du dabei helfen, dass eine doch knappe ressource nicht zu schnell ausläuft.

Das spiel könnte ich jetzt noch stunden lang bringen. Früher hab ich genauso gedacht und mein gehirn einfach nicht benutzt. irgendwann hab ich aber von mir aus angefangen nachzudenken.
es ist immer leichter die schuld auf andere zu schieben und es ist sehr schwer zu fragen "Was kann ICH denn mal tun?".
glaubst du, dass du eine hilfe bist weil du ein paar steuern zahlst? glaub das mal nicht. du bist durch dies keine hilfe.
würdest du sterben, würde man es auf der monatseinkommensrechnung des staates nicht mal wirklich bemerken.
FallenArchangelwarum wählen wir?
wir wählen damit die parteien, die wir gewählt haben, die meinungen der bevölkerung vertreten. dafür wird genug material ausgeteilt, das man lesen kann, nur tut das leider niemand wirklich.
besonders laut schreien hier gerne leute, die wählen könnten, es aber nicht tun, und gerade die sind es, die wichtig für die entscheidung sind, ist doch zum kotzen irgendwo.

irgendwo versucht die politik das beste zu machen, bis das erreicht ist, vergehen nun mal jahre über jahre, das ist normal. im gegensatz zu anderen längern gibt es diese politik noch nicht allzu lange, die erfahrung fehlt einfach.
diesen aspekt auch mal bedacht?
Calamita[QUOTE][i]Original geschrieben von FallenArchangel [/i]
[B]2. kannst du es besser?

kannst du eine idee aufbauen wie du in recht kurzer zeit eine strategie hast, dass es der bevölkerung gut geht und zugleich geld in die staatskasse fließt, damit es dem staat wieder besser geht?
[/B][/QUOTE]


Da sollte man sich erstmal fragen, wie es dazu kam, dass doe Staatskasse so leer ist. Von allein kann das ja nicht gekommen sein.
FallenArchangelsubventionen z.b.
oder was hälst du von dem Begriff "Sozialstaat"?
Sozialhilfeempfänger und Schmarotzer?!

das heißt jetzt net, dass alle, die sozialhilfe bekommen schmarotzer sind, aber es gibt genug, die sagen "warum arbeiten und was tun? papa staat bezahlt jeden monat ohne das ich was tue"
Apex[QUOTE]"warum arbeiten und was tun? papa staat bezahlt jeden monat ohne das ich was tue"[/QUOTE]

Nicht, dass sich was ändern für sie würde, wenn sie Arbeit suchen würden (ohne diese Einstellung jetzt gut zu heißen).
FallenArchangelwenn einer das macht, ändert sich nicht viel, bei 10 auch noch nicht, wenn du aber in die 100er.regionen gehst, dann wirst schon sehn ;)

einfaches beispiel,. du gibst jeden tag 20 EUR aus,.. inner woche macht das dann 140EUR, innem jahr sind das 7280 EUR.
dann gibst du nur noch 10 EUR für stuss aus,.. inner woche sinds dann nur noch 70EUR, im jahr 3640 EUR...

Die Masse macht es aus und es gibt massen an jugendlichen, die diese einstellung haben und es auch wirklich so durchziehen.
auch wenn ich kein rassist bin, aber besonders ausländer können das sehr gut, aber die werden auch besser aufgeklärt als wir wo sie gelder herbekommen -.-'
ApexIch sags mal so, würde jeder Arbeitslose sich wirklich um einen sozialversicherungspflichtigen Job bemühen, würden dadurch auch keine neuen Arbeitsstellen geschaffen, der einzige Effekt wäre, dass der Konkurrenzdruck für wirklich Arbeitswillige noch größer wäre. Wer mehr fordern will der muss erstmal genug Arbeitsplätze schaffen...
FallenArchangelund da ist wieder der teufelskreis,.. der staat kann nicht subventionieren, die firmen gehn pleite und müssen ausstellen, mehr arbeitslose, die der staat über wasser halten muss, kein geld für subventionen, firmen gehn pleite, usw usw
LacertaIrgendwann wird der Tag kommen, an dem alle Sozialleistungen wegfallen. Ich glaub daran!
FallenArchangelgeht nicht, deutschland wurde zum sozial-staat erzogen und die alli's achten da schon drauf,.. leider
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von FallenArchangel [/i]
1. wählst du? [/QUOTE]Ja.

[QUOTE]2. kannst du es besser?
kannst du eine idee aufbauen wie du in recht kurzer zeit eine strategie hast, dass es der bevölkerung gut geht und zugleich geld in die staatskasse fließt, damit es dem staat wieder besser geht?[/QUOTE]Ob ich es besser kann, weiß ich nicht.
Ideen, wie es der Bevölkerung gut gehen könnte, habe ich viele. Das Geld zum Wohl der Bevölkerung nutzen und gleichzeitig in die Staatskasse fließen lassen, um die Bürokratie weiter aufzublähen, geht schlecht. Da muss man die Prioritäten abwägen. Aber soweit ich weiß, gibt es die Option, dass sich Städte selbst um ihre Arbeitslosen und Hilfebedürftigen kümmern können. Verbunden mit [URL=http://www.kannwas.org]vernünftiger Finanzierung[/URL] ist da sicher Einiges möglich ...

[QUOTE]Meckern können viele, laut schreien erstrecht, aber wer ist bereit zu handeln? [/QUOTE]Momentan ist mein (finanzieller) Handlungsspielraum wegen Altlasten aus Vor-Nachtwelten-Zeiten noch ziemlich begrenzt.

[QUOTE]3. öl- und benzinpreise zu hoch: kannst es ändern? [/QUOTE]Einige Vorschläge hast du schon genannt.
Weiterhin könnte man so weit wie möglich auf alternative Energieformen umsteigen. Wenn weniger Öl und Benzin gekauft wird, sollten die Angebote wieder günstiger werden.

[QUOTE]es ist immer leichter die schuld auf andere zu schieben und es ist sehr schwer zu fragen "Was kann ICH denn mal tun?"[/QUOTE]Wenn man anfängt, etwas zu tun, dann merkt man sehr schnell, wer die Schuldigen an der Misere sind. Man braucht sie nicht mehr zu suchen, denn sie melden sich ganz von selbst (meist per Anwalt) ... :mad:

[QUOTE]würdest du sterben, würde man es auf der monatseinkommensrechnung des staates nicht mal wirklich bemerken. [/QUOTE]Doch, doch, da merkt man das zuerst. Wenn du dem Staat und seinen Geldeintreibern wie GEZ & Co. Einzugsermächtigungen erteilt hast, merkt er allerdings erst dann, dass du tot bist, wenn dein Konto leer und dein Dispo ausgeschöpft ist. :rolleyes:
FallenArchangel[QUOTE][i]Ob ich es besser kann, weiß ich nicht.
Ideen, wie es der Bevölkerung gut gehen könnte, habe ich viele. Das Geld zum Wohl der Bevölkerung nutzen und gleichzeitig in die Staatskasse fließen lassen, um die Bürokratie weiter aufzublähen, geht schlecht. Da muss man die Prioritäten abwägen. Aber soweit ich weiß, gibt es die Option, dass sich Städte selbst um ihre Arbeitslosen und Hilfebedürftigen kümmern können. Verbunden mit vernünftiger Finanzierung ist da sicher Einiges möglich ...[/QUOTE][/i]

Dann nenn doch einfach ein paar Beispiele, die sich in einer Amtsperiode umsetzen lassen.

[QUTOE][i]Einige Vorschläge hast du schon genannt.
Weiterhin könnte man so weit wie möglich auf alternative Energieformen umsteigen. Wenn weniger Öl und Benzin gekauft wird, sollten die Angebote wieder günstiger werden.[/QUOTE][/i]

Würdest du es denn auch meinen Beispielen folgen? Ganz ehrlich: in meiner Gegend sind die Busverbindungen so mies, dass ich es nicht tun würde. Ich bin dann zu lange unterwegs. So fahre ich max. 40 Mins von meiner RAST nach Hause, anders bräuchte ich fast 2 Stunden. Außerdem ist es dann Essig mit "Mal schnell was einkaufen"

[QUOTE][i]Wenn man anfängt, etwas zu tun, dann merkt man sehr schnell, wer die Schuldigen an der Misere sind. [/QUOTE][/i]

Es sind aber nicht immer andere schuld. Die Politiker tun das, was sie können. Vielleicht schaun sie nicht immer so ganz übern Tellerrand hinaus und verschwenden Zeit und Energie an stumpfsinnigen Sachen, wie z.B. 12 verschiedenen Rechtschreib-Reformen, aber sie tun und versuchen => Fehlende Erfahrung

[QUOTE][i]Doch, doch, da merkt man das zuerst. Wenn du dem Staat und seinen Geldeintreibern wie GEZ & Co. Einzugsermächtigungen erteilt hast, merkt er allerdings erst dann, dass du tot bist, wenn dein Konto leer und dein Dispo ausgeschöpft ist. [/QUOTE][/i]

Nö das merken sie wirklich nicht. Der Dispo kann außerdem niemals leer sein. Sobald irgendwer dein Erbe annimmt, muss er auch die Schulden ausgleichen, wie z.B. Überzogene Konten, Kredite & Co.
Du Stirbst und es gibt schon wieder mind. 3 neue in der Statistik, mit denen Kalkuliert wird ;)

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