| darkEMYR | Nun ist es ja endlich soweit.Nach unzähligen Foltervorwürfen gegen die US-Army hat nun auch die Bundeswehr ihren Skandal. Falles es wer noch nicht gehört hat:deutsche Soldaten sollen in Afghanistan ein Massengrab geschändet und mit einem Totenschädel u.a. auf obszöne Art und Weise posiert und entsprechende Fotos angefertigt haben.Das alles hat natürlich die BILD-Zeitung als erstes präsentiert,wer auch sonst? Wäre ich jetzt Verschwörungstheoretiker würde ich sagen...hmmm,Amis in BW-Uniformen,damit nicht sie allein die Skandale haben. Eine Kollegin kommentierte die Bilder mit den Worten "Und was ist daran so schlimm?" :) Jetzt rechnet man mit ernsten Folgen,wenn die Bilder in der arabischen Welt rumgehen.Was denkt ihr dazu?Alles nicht so wild oder ein geschmackloser Akt der die Terrorgefahr in Deutschland erst richtig hochtreibt? |
| Tapio Bearking | Solange in den Berichten immer als Quelle die Bild (Das ist eine Zeitschrift und keine Zeitung) genannt wird, ist das doch irrelevant. Dieses Lügenblatt hat noch nie einen Buchstaben Wahrheit gedruckt... |
| herbstliebe | Immerhin wurden bereits sechs Personen indentifiziert. Die Bild hat einen tollen Aufreißer und bedenkt wohl nicht, dass das auch weitere Folgen mit sich zieht. Der Bericht wird ins Ausland wandern und Folgen mit sich ziehen. Das dieses Schmierblatt nicht erkennt, wo die Grenzen sind. Zum Thema: Gut, dass vier der Soldaten nicht mehr im Dienst sind. Vielleicht wird dadurch das Ansehen der BW im Ausland nicht zu sehr geschädigt. Unglaublich, was manche Leute tun, wenn die Zeit zu lang wird. Wenn ich an die Reaktionen auf die Papstrede denke, rechne ich hier auch damit, dass es einige Fanatiker anspornen wird, um es uns heimzuzahlen. |
| fragment | Ich kann die allgemeine Entrüstung nicht verstehen. Die Jungs haben einen Schädel gefunden und ein paar Fotos damit gemacht. Und weiter? Das ist vielleicht ein wenig makaber, aber kein Grund so ein Fass aufzumachen. Was will man denn da selbst mit bösen Absichten hineininterpretieren? Niemand hat auch nur andeutungsweise Afghanen oder Muslime beleidigt. Wenn das in den islamischen Ländern Wellen schlägt, dann nur, weil diverse fundamentalistische Prediger die Sache für ihre Zwecke ausschlachten und man dort nur darauf wartet den westlichen Imperialisten ans Bein zu pinkeln. Aber wahrscheinlich ist selbst denen die Sache zu albern. Ein lächerlicher Versuch, in typischer Bildzeitungsmanier, Öl ins Feuer zu gießen...mehr ist das nicht. Und die Sache an sich ist auch nicht viel mehr als ein unlustiger Witz... Hätte man auf einem inländischen Truppenübungsplatz einen Schädel gefunden und Fußball mit ihm gespielt würde kein Hahn danach krähen. Anders betrachtet würde das aber alles sehr schön zusammenpassen. Gerade eben hat man ein Gesetz verabschiedet, dass deutschen Soldaten im Falle einer Bedrohung erlaubt im Ausland zu intervenieren...natürlich ohne konkreten Verteidigungsfall. Jetzt provoziert man die Afghanen ein wenig, lässt die Emotionen hochkochen, ruft eine Bedrohungssituation aus und schwupps... man bleibt nicht nur in Ölreichweite, sondern darf bei Gelegenheit auch mal schiessen. |
| Jester | Naja, ob das "nichts schlimmes" ist, liegt in meienn Augen immer noch im ermessen der moralischen Einstellung und vor allem der Einstellung gegenüber der Toten und ihrer weltlichen Überreste. Faktisch bleibt es eine Entehrung des Kadaers, oder in diesem Falle des Gebeins. Es ist somit eine entherende Handlung gegenüber den verstorbenene, und das ist etwas, was vielen schon genug aufstossen dürfte. Ich persönlich halte es auch für recht moralisch Bankrot sich so über die Toten, udn letzendlic hauch mit den damit zusammenhängenden Umständen lustig zu machen. Die letze Ruhe ist etwas, das ich trotz fehlender Religiösität doch seht hoch schätze und es würdemir niemals einfallen in einer solchen Weise mit Überresten von verblichenen umzugehen. Das gilt allerdings für Bundeswehrsoldaten im Aulsand wie auch für jeden Zivilisten hierzulande. Die etwas prikäre Situation gegenüber dem Bild der deutschen Bundeswehr im Ausland sehe ich allerdings auch, und das hat weniger mit den Intentionen der Soldaten zu tun, sondern vielmehr mit dem Bild das ein Einheimischer in diesem Falle bekomem ndürfte wenn er die Bilder sieht. Er sieht ausländische Soldaten in seinem Land, welche Bilder davon machen wie sie ihre Toten schänden! Ganz ehrlich, es würde auch niemand hier in Deutschalnd Bilder witzig finden wo ein paar vemummte auf nem Friedhof Fotos mit den Gebeinen machen, welche sicherlich auch deine Grogroßeltern sein könnten. Und bei einer angespannten Stimmung kann sowas schnell mal das eine oder andere Faß zum Überlaufen bringen. Und genau deswegen (und nicht nur deswegen) ist diese Berichterstattung der Bildzeitung auch eine der größten Hirnlosaktionen die sie seit langem gebracht haben, beonders da dies dann unbedingt drei Jahre nach der Erstellung dieser Bilder passieren musste, welche jetzt nur ausgegraben werden ,da sie gerade so schön in den Kontext passen. Es wurde hiermit einfach mal wieder bewiesen wie kurzsichtig doch die Idioten bei der Schmierprese sind nur um eine Auflage mal ein wenig zu steigern! |
| Normalus | [QUOTE][i]Original geschrieben von herbstliebe [/i] [B]Zum Thema: Gut, dass vier der Soldaten nicht mehr im Dienst sind. Vielleicht wird dadurch das Ansehen der BW im Ausland nicht zu sehr geschädigt. Unglaublich, was manche Leute tun, wenn die Zeit zu lang wird. [/B][/QUOTE] Das hat doch nichts mit zu viel Zeit zu tun. Derartige Vorfälle hängen eher damit zusammen, daß die verantwortlichen Soldaten sicherlich noch recht jung sind, und sie sind sie...Soldaten eben. Dieser Job verlangt nun einmal, daß man keinen Respekt vor dem Leben und den Menschen hat, sonst könnte man ja niemanden töten und wäre ein recht nutzloser Soldat. Da kann so etwas dann eben durchaus passieren. Es ist gut, wenn es der Rest der Welt widerlich findet, aber überraschend oder skandalös ist das sicherlich nicht. |
| Tapio Bearking | [QUOTE] Dieser Job verlangt nun einmal, daß man keinen Respekt vor dem Leben und den Menschen hat, sonst könnte man ja niemanden töten und wäre ein recht nutzloser Soldat.[/QUOTE] Das ist der wohl größte Schwachsinn dieser Woche. |
| Jester | Wenn man kein Respekt mehr vor dem Leben und den Menschen in einem Soldaten hats, dann hast du keinen Soldaten mehr, sondern eine pschotische Tötungsmschine wlche hirnlos Befehle ausführt und die es auch nicht stört zu foltern, Kinder genauso wie Frauen abzsuchlachten etc. Na, dann mal Gute Nacht! |
| herbstliebe | [QUOTE][i]Original geschrieben von fragment [/i] [B] im Falle einer Bedrohung ... natürlich ohne konkreten Verteidigungsfall. [/B][/QUOTE] Widerspricht sich das nicht? Hast du mal eine Quellenangabe zum neuen Gesetz? |
| herbstliebe | [QUOTE][i]Original geschrieben von Normalus [/i] [B]Dieser Job verlangt nun einmal, daß man keinen Respekt vor dem Leben und den Menschen hat, sonst könnte man ja niemanden töten und wäre ein recht nutzloser Soldat. [/B][/QUOTE] Siehe Tapio Bearking! Das wird heut abend ein guter Schenkelklopfer. :D Wärst du mit dieser Einstellung bei der BW, wäre das das Ende deiner Karriere. |
| darkmav | Meine auch, daß um dieses Skandälchen zu viel Wind gemacht wird. Meine, wenn es Bilder gewesen wären, wo jemand gefoltert wird..., aber Fotos wo Soldaten ihren Pimmel in nen Totenschädel (man weiß ja nicht mal, wie alt der ist, kann ja auch vom Ötzi sein oder ne Atrappe) stecken, sind bestenfalls lustig. Im Anatomiesaal werden vor dem Physikum bestimmt ähnliche Scherze getrieben. Ist ja klar, daß man im Krieg etwas abstumpft (so wie im Medizinstudium ja auch). Der eigentliche Skandal sind wieder mal die Medien. Und ich meine damit nicht nur die Bild-Zeitung - auch in seriöseren Blättern liest man davon. Im Fernsehen gibt es Sondersendungen usw. Und die Politiker fahren auch voll drauf ab, und erklären das zur Chefsache. Der Vorfall lenkt wohl etwas vom Alltagsgeschäft und den wahren Problemen ab. |
| fragment | [QUOTE][i]Original geschrieben von herbstliebe [/i] [B]Widerspricht sich das nicht? Hast du mal eine Quellenangabe zum neuen Gesetz? [/B][/QUOTE] Das widerspricht sich in sofern nicht, dass eine Bedrohung Auslegungssache ist. Im Zuge des Präventivgedankens, den man mit den Auslandseinsätzen verfolgt ist Bedrohung ein sehr schwammiger Begriff. Ein konkreter Verteidigungsfall liegt dann vor, wenn deutsche Soldaten oder deutsches Hoheitsgebiert angegriffen wird. Quellen...ja gern. Die Tendenz ist seit einigen Jahren zu sehen. [URL=http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Bundeswehr/gesetz2.html]Quelle 1...sehr ausführlich[/URL] [URL=http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5519118_REF1,00.html]Quelle[/URL] Ansonsten einfach mal googeln. |
| Tsafried | [QUOTE][i]Original geschrieben von Jester [/i] [B]die es auch nicht stört zu foltern, Kinder genauso wie Frauen abzsuchlachten etc. [/B][/QUOTE] passiert doch tagtäglich in Afrika, Südamerika und sonstwo auf der Welt und es interessiert auch niemanden, ist halt weit weg. Kriegen Kinder nen Gewehr und ein paar Drogen gegen die Angst und schon ist die Tötungsmaschine da. Deutsche Soldaten posieren mit Totenschädeln? Fotos aus der Bild, die die Echtheit geprüft haben will? Großer Skandal, Lebensverachtung, Störung der Totenruhe usw usf und alle sind aufgebracht. Dass solche makabren Posen unter anderem vielleicht die einzige Möglichkeit für (zu) junge Soldaten darstellen, irgendwie mit dem durchaus häufigen Todesumgang klar zu kommen, macht wohl nichts. Selbstverständlich ist das nicht in Ordnung. Daraus jetzt aber so einen Aufzug zu machen ist völlig übertrieben und schadet weit mehr als dass es nützt |
| Jester | Das daraus so ein Aufzug gemacht wird, das verstehe ich auch nicht, der mediale Umgang damit ist absolut unangebracht. Auch gerade weil er das weitaus größere RIsiko birgt in dem Kontext in dem es stattfindet. Der Vergleich mit Südamerika, Afrika etc hinkt da leider auch ein bisschen, auch wenn dort alltäglich Greultaten passieren welche ja leider gottes immer noch absolut totgeschwiegen werden. Denn dort ist es leider schon seit langem trauriger Alltag, was an sich schlimm genug ist, doch wenn es jetzt um deutsche Soldaten geht, so sollte man bedenken das es bei uns glücklicher weise noch nicht zum Usus gehört. Das macht die Sache nicht besser, doch ändert den Kontext geringfügig ab. Deseweitern ist die Bezugnahme auf das von mir zitierte in dem Kontext eher irreführend, da ich nur auf eine Eventualität hingewiesen habe, welche zutreffen würde wenn unsere Soldaten wirklich keinen Respekt vor Leben und Menschen hätte, kurzum wenn Berufssoldaten wirklich durch solch ein Kriterium als "Gute Soldaten" angesehen würden. Desweitern zu relativieren das es ja die einzige Möglichkeit für diese Soldaten wäre mit der Sache dort klarzukommen, halte ich persönlich auch für moralisch fragwürdig, weile es letzen endes eine Endlosreihe von relativierungen für extremsituationen lostreten könnte, welche sich selbst emporschraubt bis man, wenn man diese Haltung konsequent verfolgt, so ziemlich alles rechtfertigen könnte. Es ist und bleibt ein moralisch bedenkliches Verhalten, welches gerade im momentanen Kontext auch durchaus weitgreifendere Folgen haben kann. Hier mag es nur eine gewisse Empörung auslösen, unter Fundamentalisten kann es ein Auslöser für Übergriffe auf Deutsche Soldaten im allgemeinen bedeuten. Womit sich dann sowohl die werten Kameraden wie aber auch die Presse welche die Bilder veröffentlicht dann mehr oder minder diese Folgen auf die Brust schreiben kann. Es geht hier nicht um eine persönlcihe Einstellung zum Vorfall des einzelnen deutschen Bürgers, die ist mehr oder minder recht irrelevant. Viel mehr zu beachten sollte sein wie andere Personen, gerade in momentanen Kriesengebieten darauf reagieren könnten. |
| herbstliebe | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tsafried [/i] [B]passiert doch tagtäglich in Afrika, Südamerika und sonstwo auf der Welt und es interessiert auch niemanden, ist halt weit weg. Kriegen Kinder nen Gewehr und ein paar Drogen gegen die Angst und schon ist die Tötungsmaschine da. [/B][/QUOTE] Wir reden hier von Soldaten, die eine gewisse Ausbildung genossen haben dürften. Und die sind eben keine, wie von dir beschriebenen, Tötungsmaschinen. :rolleyes: Danke Fragment. :) |
| decay73 | zu den bildern:tja, es sind halt doch nicht alle papst, sondern manchmal auch "wixer" (wie es die taz heute als aufmacher formulierte). |
| Tsafried | [QUOTE][i]Original geschrieben von herbstliebe [/i] [B]Wir reden hier von Soldaten, die eine gewisse Ausbildung genossen haben dürften. Und die sind eben keine, wie von dir beschriebenen, Tötungsmaschinen. :rolleyes: [/B][/QUOTE] das ist mir schon klar. Es gibt mMn bloß weit mehr Dinge, über die es sich aufzuregen lohnt, als über ein für mich äußerst zweifelhaftes Bild mit solchen Posen |
| Jester | Richtig, es gibt weitaus mehr über das man sich aufregen kann, allerdings ging es in diesem Thread um die Veröffentlichung genau dieser Bilder und deren Inhalt und mögliche Folgen. Kontextbezogene Diskussion also, ansonsten kann ich auch in jeden anderen Thread bestimmt immer viele (wen nsicherlich auch Artverwandte), aber absolut nicht zum Thema gehörende Dinge aufführen. |
| Bloody Angel | Viel Wirbel um eine "kleine" Sache, die Bundeswehr hat im Ausland einen sehr guten Ruf, auch in Afghanistan. Die Bilder die ich gesehen habe von dem Vorfall zeigen lauter junge Soldaten (Kinder) in den Manschaftsdienstgraden. Den Vorwurf den man der Bundeswehr machen kann ist das man einfach zu junge Soldaten in solche Gebiete schickt, die nichtmal richtig begreifen was für Auswirkungen solche Fotos haben. Man sollte vielleicht ein mindestalter oder einen Mindestrang einführen ab wann Soldaten ins Ausland dürfen. Jeder der allein beim Bund seinen Grundwehrdienst leistete, dürfte ähnliche Fotos zuhause haben (nicht unbedingt mit Knochen). Das jeden Tag Soldaten der Bundeswehr beschossen werden in Afghanistan, das interessiert die BILD Zeitung natürlich nicht, da heisst es dann: "Dafür sind sie ja Soldaten". Greets |
| darkmav | @Bloody Angel: FACK Wahrscheinlich ist es aber bei der Bundeswehr so wie bei der Industrie. Ins Ausland werden immer die Jüngsten (d.h. Berufseinsteiger) geschickt, weil diese noch motiviert sind, und familiär noch weitgehend ungebunden sind. Ich meine, wer von den Jungspunden will nicht mal Abenteuerurlaub in Afghanistan machen? Noch etwas: Falls es jetzt zu irgendwelchen terroristischen Anschlägen in Dtl. kommen sollte, dann sind nicht die paar ausgetickten Bundis schuld, sondern erst mal die Terroristen selbst, dann die Länder die diese direkt oder indirekt unterstützen, und dann die Aufhetzer und -heizer, wie die in- und ausländischen Medien. Irgendwo einen Schädel ausgraben und ihn lustig herumzeigen ist eine Sache, zivile Menschen zu ermorden eine andere. Ich erkenne Parallelen zum Karikaturenstreit. Aber noch ist nichts passiert... |
| hagzissa13 | Die Soldaten sollen angeblich junge Burschen aus Bayern sein (Gebirgsjäger). Ohne sie in Schutz nehmen zu wollen, glaube ich nicht, daß sie sich bewußt waren, was solche Bilder für ein ganzes Land nach sich ziehen kann. Man sollte es denken, schließlich sind sie über 18. Aber es nährt meine Ansicht, daß man eigentlich nur ältere Soldaten ins Ausland schicken sollte (und die Volljährigkeit heraufsetzen, aber das ist ein anderes Thema). Natürlich muß erstmal geklärt werden, was da eigentlich abgelaufen ist. Schlimm ist, wenn solche Beritche Verallgemeinerungen nach sich ziehen ("DIE Bundeswehr"), aber man wird es nicht verhindern können... denn wer Haßobjekte oder Rechfertigungsgründe für Haß und Gewalt sucht, der wird sie finden... |
| Phoenix1384 | Ich frage mich gerade, wo hat die BILD eigentlich die Bilder her?? Wie ist sie daran gekommen? Hat sie sie irgendwo gefunden, abgezockt, geklaut, bestochen, im Internet gefunden, oder wurde sie ihnen zu gespiel? Wenn ja, von wem? Den Bildermachern? Den Leuten auf den Bildern? Ich glaube nicht, dass die Soldaten mit den Bildern irgendwas provozieren wollten, geschweige denn ahnten, dass die Bilder eines Tages in Europas Auflagenstärkstem Hetzblatt veröffentlich werden. Hätte Kai Dieckmann (Chefredakteur) politisches Feingefühl und MORAL hätte er die Bilder den Untersuchungsstellen zugespielt OHNE gleich die ganze Welt mit der Nase drauf zu stoßen.. Aber wie man ihn halt kennt, beschwört er lieber einen nationalen, wenn nicht gar einen internationalen Skandal! "Denn schlechte Nachrichten, sind die besten Nachrichten" (Carver, "Tomorrow never dies"). Sicher, es war ein moralischer Fehltritt der Soldaten die Gebeine für solche Fotos zu missbrauchen, aber das hätte niemals so an die Öffentlichkeit dringen dürfen! Das wäre eine Sache für die Feldjäger und Bundeswehr interner Dienstaufsichten gewesen - nicht aber von Regierungsgremien und schon gar nicht eines Schmierblattes, wie sie das Boulevard-Magazin BILD ("Zeitung" wurde ihr gerichtlich aberkannt) ist. |
| Apex | Also, ich finde den medialen Aufwand, der hier betrieben wird auch übertrieben. Aber das ist typisch für das deutsche Pressewesen, jede Woche wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben, letzte Woche wars die Unterschicht, heute sind es Soldaten ohne Mindestmaß an moralischer Erziehung und nächste Woche finden wir auch noch was... ABER, die BILD hatte jedes Recht diese Bilder zu veröffentlichen und der Öffetnlichkeit zugänglich zu machen. Gewissermaßen hat sie dazu nicht nur das Recht sondern auch die Pflicht als Presse, die ja auch Kontrollinstanz ist (auch wenn es mir hier in der Seele weh tut eine Lanze für die BILD zu brechen). Das man daraus so eine große Sache macht...naja. Es hätte eigendlich gereicht die betreffenden Soldaten zu identifizieren, unehrenhaft zu entlassen, eventuell Pensionsansprüche zu streichen und ein Strafverfahren einzuleiten, eine Meldung in der Tagesschau und ein Bericht irgendwo auf der 3. Seite des Politik-Teils. Aber gut, wie gesagt...lasst die Sau rennen. |
| Phoenix1384 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] [B]Also, ich finde den medialen Aufwand, der hier betrieben wird auch übertrieben. Aber das ist typisch für das deutsche Pressewesen, jede Woche wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben, letzte Woche wars die Unterschicht, heute sind es Soldaten ohne Mindestmaß an moralischer Erziehung und nächste Woche finden wir auch noch was... ABER, die BILD hatte jedes Recht diese Bilder zu veröffentlichen und der Öffetnlichkeit zugänglich zu machen. Gewissermaßen hat sie dazu nicht nur das Recht sondern auch die Pflicht als Presse, die ja auch Kontrollinstanz ist (auch wenn es mir hier in der Seele weh tut eine Lanze für die BILD zu brechen). Das man daraus so eine große Sache macht...naja. Es hätte eigendlich gereicht die betreffenden Soldaten zu identifizieren, unehrenhaft zu entlassen, eventuell Pensionsansprüche zu streichen und ein Strafverfahren einzuleiten, eine Meldung in der Tagesschau und ein Bericht irgendwo auf der 3. Seite des Politik-Teils. Aber gut, wie gesagt...lasst die Sau rennen. [/B][/QUOTE] Ich habe der Presse auch nicht das Recht abgesprochen, die Sache zu veröffentlichen, jedenfalls war das nicht meine Absicht.. Denn es ist stimmt, die Medien haben das Recht und die Pflicht solche Dinge der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sicher! Aber nicht zu jeder Zeit und schon gar nicht, wenn möglicherweise (!) Menschenleben auf dem Spiel stehen könnten!! In diesem Falle Bundeswehrsoldaten in Afghanistan, "westliche" Soldaten im Nahen Osten im allgemeinen, Botschafter und Diplomaten in den entsprechenden Ländern, usw.! Ist vielleicht ein krasses Beispiel, aber angenommen ein Land befindet sich im Krieg, der Feind steht vor der Tür und die nationale Presse schreibt groß auf Seite 1 über die Mängel der Landesverteidigung und deckt mögliche Schlupflöcher, am besten noch mit entsprechendem Kartenmaterial, auf.... Hat die Presse dann dazu immer noch das Recht? In einem demokratischen Land ja, aber die Presse hat auch eine gewisse Verantwortung worüber sie wann und wie berichtet! Ich rede nicht von staatlicher, oder Selbstzensur - sondern von verantwortungsbewusster Berichterstattung über politisch prekäre Sachen! Es ist eine Sache darüber zu berichten, dass es auch in der Bundeswehr nicht ganz moralisch korrekt zu geht und die entsprechenden Stellen zu informieren. Eine ganz andere politisch möglicherweise prekäre Bilder gleich mit zu veröffentlichen und einen riesen Skandal daraus zu machen. Meinungsfreiheit hört da auf, wo sie Menschenleben gefährdet! Die Sache hätte nach Abschluss der Ermittlung auch noch veröffentlicht werden können. Oder wenn jetzt, dann wenigstens nicht so groß und ohne die Bilder! So besteht auch für die Soldaten, die die Fotos gemacht haben, die Gefahr einer unfairen Untersuchung und möglicherweise übergebührlichen Bestrafung, als es ohne das große Aufsehen (das die BILD hervorgerufen hat, NICHT die Soldaten) geschehen würde. |
| Seneca | Hier handelt es sich Eindeutig um mangelnde Loyalität der Bundesrepublik gegenüber ihren Soldaten im Auslandseinsatz... Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie es zu den Aufnahmen gekommen ist, ich habe mir in meiner Dienstzeit auch ein Diszi wegen groben Unfugs eingehandelt. Wer schätzt denn die Tragweite so genau ab, wenn man im Affekt eien Dummheit begeht, die im Augenblick ganz witzig erschien. Bzw. in diesem Fall, wer hätte im Moment gedacht, das so etwas derartige Wellen schlägt. Hätte es sich bei den Jungs um G.I.s gehandelt, wäre die Angelegenheit mit einem Anschiss vor angetretener Kompanie beendet gewesen...aber hier muss man ja alles aufbauschen. Nun wird es so dargestellt als hätten die Soldaten nichts besseres zu tun, als nach Knochen zu graben...das die Toten dort einfach herumliegen, wird außer Acht gelassen. Demnach sollte man auch die Finder von Ötzi wegen Grabschändug anzeigen. |
| Apex | [QUOTE]Hat die Presse dann dazu immer noch das Recht?[/QUOTE] Hmmmm ja hat sie laut dem Bundesverfassungsgericht wenn ich mich nicht irre...wir erinnern uns ja alle an die Spiegel-Affäre, Stichwort "Bedingt Abwehrbereit". Ich denke nicht, dass die Pressefreiheit in dieser Richtung eingeschränkt werden sollte (immerhin sind wir schon um ein paar Plätze auf der Liste von "Reporter ohne Grenzen" nach unten gerutscht). Sie muss solche Dinge veröffentlichen, immerhin hat sie dazu, wie gesagt, die Verpflichtung und ich als Bürger habe darauf auch ein moralisches Anrecht. Über dei Art und Weise kann man sicherlich streiten (gerade bei der Blöd-Zeitung). Aber über Berichterstattung und das Abdrucken von Bildern an sich sicher nicht. Sollte jetzt etwas passieren trägt die Presse in meinen Augen keine Verantwortung, sie haben den Mist ja nicht gemacht, dass waren die betreffenden Soldaten. Hätten die sowas nicht getan, wäre sowas auch nie in die Zeitung gekommen, fertig. |
| darkmav | Die Presse schreibt nur, was die entsprechende Klientel lesen will. Allerdings ist es mir ein Rätsel, warum daß lustige Entgleisungen einiger Soldaten gleich auf die Titelseite der BILD (und vermutlich auch auf die Titelseite anderer Zeitungen, die sich seriöser halten (siehe TAZ... ok, hier könnte man sagen, das war Satire)) müssen. Wahrscheinlich interessiert das genau die Leute, für die es eine Wahnsinssensation ist, daß der Schumi keinen mehr hoch kriegt (BILD-Klientel), oder in irgendeinem Kernkraftwerk in Deutschland mal ein orange-farbenes Lämpchen flackert (TAZ-Klientel). Naja, ich werde das wohl nie begreifen... P.S.: Ich meine, Dich, Apex, bei den Mohammed-Karikaturen noch ganz anders reden gehört zu haben. Damals fandest Du, die Presse war geschmacklos in der Veröffentlichung der lustigen Zeichnungen, und habe eine Mitschuld an den Ausschreitungen mancher Moslems. Obwohl man hier ja sagen könnte: Mohammed bzw. der Islam hat Mist gebaut. Oder täusche ich mich da? |
| Apex | Nicht die Presse sondern die Kraikatur-Zeichner, da ich in der Mehrzahl der Karikaturen keine Botschaft, sondern eher eine hirnlose Provokation sah und das muss wirklich nicht sein. |
| rainraven | Abgesehen davon, daß ich es nicht für besonders erstrebenswert oder respektvoll halte, derart kindisch mit Überresten Verstorbener zu posieren, frage ich mich eher, ob es denn sein muß, daß solche Fotos immer an die Öffentlichkeit gezerrt werden? Was soll damit bezweckt werden außer eine Hetze gegen irgendjemanden und Nachteile für uns? Gibt es da so Schnüffler, die solche Fotos irgendwo ausgraben und geht es denen nur ums Geld, das sie bekommen, wenn sie die Bilder so einem Schundblatt verkaufen? Ich sehe keinen anderen Sinn darin. Denn wir schaden unserem Land und unserer Sicherheit doch dadurch, das kann doch nicht Absicht der Zeitung sein, oder? :rolleyes: |
| Apex | Naja, die primäre Absicht einer Zeitung ist es zu berichten und zwar in der Regel über Fakten und Tatsachen (ich gebe zu, die Bild ist hier wohl das falsche Beispiel), die Art wie sie das macht ist ihre Sache. Das die Öffentlichkeit ein Recht hat, sich ein Bild von den Vorgängen in Afghanistan machen zu können und ich denke, dass diese Bilder da auch dazu gehören. [QUOTE]Denn wir schaden unserem Land und unserer Sicherheit doch dadurch, das kann doch nicht Absicht der Zeitung sein, oder?[/QUOTE] Mit dieser Art der Argumentation kann man jeglicher Art von investigativem Journalismus schnell ein Ende machen. Es ist ja nun nicht so, dass die BRD nach Bespitzelungs- und Cicero Affäre im vergangenen Jahr das Land der Pressefreiheit wäre... Nicht die Presse hat Deutschland geschadet, sondern die Jungs die die Leichname geschändet haben. Das sollte man nicht vergessen. Die Zeitungen haben nur darüber berichtet und das finde ich auch prinzipiell ganz gut so. |
| darkmav | @Apex: >>> Nicht die Presse sondern die Kraikatur-Zeichner, da ich in der Mehrzahl der Karikaturen keine Botschaft, sondern eher eine hirnlose Provokation sah und das muss wirklich nicht sein. Karikaturen versuchen ernste, auch politische Inhalte, überspitzt und humorvoll abzubilden. Das war bei den Mohammed-Karikaturen gegeben. Die gewalttätigen Reaktionen auf ebendiese haben dies bestätigt. Ich frage mich, wer von der BILD die Scherze der Bundis als für so skandalös gehalten hat, dies auf die Titelseite zu bringen. Ist doch irgendwie klar, daß Menschen in Grenzsituationen (und das ist der Krieg) mal irgendwie Dampf ablassen müssen. Besser so, als Menschen zu vergewaltigen zu foltern oder sinnlos zu töten. Manche aus dem Ausland sagen jetzt: Tja, die sauberen Deutschen sind auch nicht besser als wir (USA), oder fassen dies als unglaubliche Provokation gegen irgendwelche Glaubenssymbolik oder was weiß ich auf (die Islamistischen Staaten). Daß bis jetzt (zum Glück) gewalttätige Ausschreitungen ausgeblieben sind, zeigt auch, daß dieser Fall übertrieben hochgekocht wurde (nach dem Motto: Ansehen der Bundeswehr oder gar Deutschlands in der Welt gesunken). Wenn auch irgendwelche Ausschreitungen oder Angriffe passieren, dann sind weder die Soldaten noch die Bundeswehr schuld daran, sondern direkt diejenigen, die diese Angriffe ausüben; weil Angriffe auf Leib und Leben von Menschen in keinem Verhältnis stehen zu irgendwelchen Kindereien. Ich halte es auch für übertrieben die betreffenden Bundis aus der Truppe rauszuschmeißen (wenn sie ansonsten ihren Dienst korrekt getan haben). Kann ja auch sein, daß die ganze Aktion irgend ein persönlicher Racheakt des Fotografen oder Bilder-Versenders war. Irgendwie Aktionismus pur das ganze, um von anderen Problemen abzulenken - das kennt man inzwischen im Medien-gesteuerten Deutschland. P.S.: Pressefreiheit ist sehr wichtig. Allerdings halte ich es für falsch, wenn Entscheidungsträger in jeder Situation auf die Medien reagieren, und ständig ihr Fähnchen in den Wind halten. Etwas mehr Rückgrat wäre angebracht. Das Problem liegt wohl darin begründet, daß viele im "Volk" unreflektiert der Berichterstattung glauben bzw. allzu sensationshunrig sind, so daß schwache Politiker dem nachgeben, um wiedergewählt zu werden etc. Vielleicht täusche ich mich da, aber früher (tm) haben sich Politiker noch nicht so um die Medien geschert. Was ich so von Adenauer gehört habe... Der hatte noch seinen eigenen Kopf. |
| Demon17 | Ich finde es bezeichnend, das es kein Skandal ist wenn Afghanen die Ruhe der Toten stören, indem sie diese aus dem Lehm scharren um Baustoff für ihre Häuser zu gewinnen. Wenn sich allerdings dann Soldaten der ISAF mit den Gebeinen ablichten lassen ist es ein Skandal. Wieder einmal wird mit zweierlei Maß gemessen. Natürlich ist es geschmacklos und muß unterbunden werden, jedoch sollten sich doch die Führer eines Volkes, das die Ruhe seiner Toten selbst stört indem es die Gebeine ausscharrt und dann achtlos in der Gegend herumliegen läßt nicht künstlich über die dummen Späße gelangweilter Soldaten empören. |
| aurora borealis | doch, wenn sich damit "Politik" und Meinungshetze generieren lassen, ist sowas immer hilfreich! |
| Arvim Underthur | Die wurden entlassen? Meinetwegen hätte man die auch an die Terroristen ausliefern können... wieder ein par Idioten weniger... und ein geringeres Risiko das jemand von uns Opfer eines Anschlages wird... |
| Tapio Bearking | Und Menschen, die solche aussagen treffen: [QUOTE] Meinetwegen hätte man die auch an die Terroristen ausliefern können... wieder ein par Idioten weniger.[/QUOTE] am besten gleich hinter her. Um es frei nach Nuhr zu sagen: Wenn man keine Ahnung hat, am besten Luft anhalten ;) |
| Demon17 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Arvim Underthur [/i] [B]Die wurden entlassen? Meinetwegen hätte man die auch an die Terroristen ausliefern können... wieder ein par Idioten weniger... und ein geringeres Risiko das jemand von uns Opfer eines Anschlages wird... [/B][/QUOTE] Wer sagt denn das die Unteroffiziere, die sich noch im Dienst befinden entlassen wurden? Ein, zwei Streifen weniger und eine strenge Ermahnung müssten genügen um das Verhalten abzustellen. Im übrigen sind mir diese Idioten wesentlich lieber als Du. |
| Arvim Underthur | War natürlich nicht [U]ganz[/U] ernst gemeint. Wenns so einfach wäre... aber das sind ja auch nur Menschen und um ehrlich zu sein hätte ich wenn ich dort gewesen wär vermutlich ohne weiter drüber nachzudenken mitgemacht. Nun fragt man sich natürlich was dann mein letzter Beitrag sollte, vermutlich liegts daran das ich nich wirklich der Klügste bin. Ähm... hab wohl nen schlechten Tag oder so. Ich finds übrigens sowieso ziemlich dumm das sich Deutschland einmischt. |
| Demon17 | schon OK, ich habe auch noch eine Korrektur meines Postings: Wer hat die Toten geschändet? Die die ihre Knochen achtlos verstreuten als sie sie ausgruben um mit dem Lehm ihre Häuser zu bauen, oder diejenigen, welche sie zu makabren Fotos nutzten. Sicher müssen die Soldaten bestraft werden und der dumpfe menschenverachtende Kadavergeist in der Truppe eleminiert werden. Doch sollten wir wirklich mit zweierlei Maß messen? Damit beginnt doch die Heuchelei. |
| Manley | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Im übrigen sind mir diese Idioten wesentlich lieber als Du. [/B][/QUOTE] wenn du was persönliches mit avim zu klären hast, tu das per pn oder mail, aber nicht hier im thread! |
| Arvim Underthur | [QUOTE][i]Original geschrieben von Manley [/i] [B]wenn du was persönliches mit avim zu klären hast, tu das per pn oder mail, aber nicht hier im thread! [/B][/QUOTE] Nein, nein ist schon ok, er hat ja recht. Manchmal mach ich eben dumme Sachen ohne Grund, ich weiß auch nich wieso. |
| Apex | [QUOTE]Doch sollten wir wirklich mit zweierlei Maß messen?[/QUOTE] Ich denke, wir sollten vor allem mit unserem Maß messen, eine Straftat ist eine Straftat. Da kommt man nicht drumrum und eine straftat im Dienst muss entsprechend verfolgt und geahndet werden, wir können hier doch nicht einfach anfangen Augen zuzudrücken nur weils um Soldaten im Krisengebiet geht...wenn man anfängt Ausnahmen zu machen, fängt man an das System auszuhöhlen finde ich und das darf nicht sein. |
| rainraven | Ich sag ja auch, daß es nicht okay ist, mit Schädeln von Kriegsopfern zu posieren oder rumzuspielen (über das Thema, was ein Satanist mit dem Schädel seines Uropas oder irgendeines auf dem heimischen Friedhof Ausgegrabenen zuhause vor den Alter oder zur Wohnungsdeko macht, unterhalten wir uns ein andernmal...), aber muß das dann so plakativ dargestellt werden, daß es garantiert wieder in eine falsche Kehle kommt und irgendwelchen Radikalen als Grund dient, Deutschland zu hassen und vielleicht Terroranschläge zu verüben? Ich finde nicht. Beispiel: Wenn ich in meinem heimischen Garten eine Flagge fremder Nationalität verbrenne/einen fremden Schädel ausgrabe/igendwas anderes politisch Inkorrektes tue, ist das zwar nicht die feine Englische, aber ich tue damit niemandem weh- solange, es nicht irgendein Denunziant fotografiert und es am nächsten Tag mit reißerischer Unterschrift in der BILD erscheint oder jemandem anderswie zugetragen wird, der sich darüber aufregen könnte... |
| Demon17 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] [B]Ich denke, wir sollten vor allem mit unserem Maß messen, eine Straftat ist eine Straftat. Da kommt man nicht drumrum und eine straftat im Dienst muss entsprechend verfolgt und geahndet werden, wir können hier doch nicht einfach anfangen Augen zuzudrücken nur weils um Soldaten im Krisengebiet geht...wenn man anfängt Ausnahmen zu machen, fängt man an das System auszuhöhlen finde ich und das darf nicht sein. [/B][/QUOTE] Bin ich hier auf einem Gothic - Board oder täusche ich mich? Ich mein wer kennt das nicht auf LSD in der Gruft? Aus der schwarzromantischer Sicht kann es gar nicht genug Schädel geben. Gesetz hin oder her. |
| Beowulf | Sprechen wirs doch aus: Die Bilder zu veröffentlichen ist unpatriotisch. Ebenso wie ein Seitensprung: Der tut auch keinem weh, solange es der Partner nicht merkt. Spielen halt ein paar Soldaten da unten Knochenkegeln - wen kümmerts? Aber anderen mitzuteilen was da geschehen ist, dass darf dann nicht sein. Es ist doch eine alte chinesische Weisheit: Wenn in einem Wald eine Leiche geschändet wird, und keiner bekommts mit, wird dann diese Leiche geschändet? |
| Apex | [QUOTE]Die Bilder zu veröffentlichen ist unpatriotisch.[/QUOTE] Hm, stimmt vielleicht wären die Leute hier mit einem deutschen Rupert Murdoch zufriedener... |
| Demon17 | Also ich kenn die Story mit den chinesischen Weisen, die sich am gelben Fluss versammelten um zu klären ob es diesen Fluss wirklich gibt, oder ob er eine Illusion des chinesischen Volkes sei. Leider trat der Fluss über seine Ufer und riss die Weisen mit sich. nun wissen wir immer noch nicht ob es den gelben Fluss wirklich gibt. Ach ja, Friedhofsschändung, Leichenschmaus... so sieht unser Leben aus. |
| christopher.W | SCHÄDEL-SCHNIEDEL-SCHABERNACK 25. Oktober 2006 Ich hole mir im Supi gegenüber die Bild und das soll ein Riesenskandal sein? Ein Schädel? Ich dachte im ersten Moment, die hätten einen kompletten Kopf irgendwo aufgespießt. Mit raushängender Zunge. Oder hätten mit Leichenteilen rumgespielt. Also das hätte ich ja nun auch ein wenig makaber gefunden und gedacht, dass die Jungs ein paar Splatter-Filme zuviel angeschaut haben und wirklich übel unterwegs sind. Aber ein Schädel? Ist gerade nicht viel los in der Welt, dass man aus solch einem Spaß von ein paar jungen Burschen einen Skandal stricken muss? Lächerlich! Und das Skullfucker-Foto, auf dem einer der Burschen den Schädel an seinen Schwanz hält (HOHOHO, SUCK MY DICK, BONEHEAD) ist ein Spaß, den ich schon vor 20 Jahren gesehen habe. 27. Oktober 2006 ANGRIFFE IN SÜDAFGHANISTAN Nato räumt Tod von Zivilisten ein Die Internationale Schutztruppe in Afghanistan hat bestätigt, dass bei den jüngsten Einsätzen im Süden des Landes auch Zivilisten getötet worden sind. Mindestens zwölf Menschen seien umgekommen, afghanische Behördenvertreter sprechen dagegen von mindestens 60 Toten. Das habe ich gerade im Spiegel gelesen und in was für einer verdrehten Welt leben wir eigentlich? Das interessiert doch keine Sau. Das ist morgen schon vergessen. Langweilig. So ist das eben im Krieg und es ist doch nur Wasser, wenn ein Fremder weint. Aber wenn ein paar junge Buschen einen SCHÄDEL-SCHNIEDEL-SCHABERNACK treiben (meinetwegen weil sich in ihren Köpfen ebenso viel Luft befindet wie in einem Schädel), dann schreit die ganze Welt SKANDAL und LEICHENSCHÄNDUNG und sämtliche Online-Doof-Magazine wie Spiegel, Stern, Focus oder FAZ übernehmen das sofort 1:1 von der Bild, damit wir irgendwann erneut lesen können, dass die Blöd das meistzitierte Blatt (in Deutschland? Auf der Welt? Im Universum?) ist. Gerade in der Goth- und Metal-Szene ist der Totenschädel ein ebenso verbreitetes Symbol wie bei unseren Freunden aus der HipHop-Szene oder auch in der Römisch-Katholischen Kirche, sei es als Provokation, als Horror-Show oder als Symbol für die Vergänglichkeit allen Fleisches. Die Jungs haben nicht mehr gemacht, als ein paar Bilder zu knipsen, wie sie in unzähligen Computerspielen oder Kirchen zu sehen sind. Es wurde niemand getötet, vergewaltigt oder auch nur gefoltert und trotzdem werden Vergleiche mit Abu Ghraib gezogen und ich kann ja verstehen, dass man als Politiker die Rolle des empörten und von Abscheu erfüllten Staatsmannes spielen muss, aber das sind doch nur religiös gefärbte Rituale, um weltweite Rechtschaffenheit zu demonstrieren. Die denken in Wirklichkeit doch auch: “Scheiße, jetzt muss ich Interviews geben, Betroffenheit heucheln und den afghanischen Außenminister beruhigen. Und eigentlich habe ich doch genug andere Sachen zu tun.“ Anyway – wir können ja froh sein, dass es inzwischen auch Artikel gibt, die nicht nur völlig peinlich sind. [url]http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,445139,00.html[/url] Silke sagt gerade, sie findet das auch nicht OK. Aber es wäre schlimmer, eine 13-jährige zu ficken und die Kids wichsen eben auch auf einen Keks und der Loser muss ihn aufessen ;-) Da hat sie wohl recht. |
| Demon17 | Aus dieser Debatte läßt sich vieles über die Medien und die Gesetze geheuchelter Moral lernen. weil, moralisch gibt es absolut nichts dagegen einzuwänden mit Schädeln zu spielen solange es niemanden verletzt. Das scheint nicht der Fall gewesen zu sein. Jedefalls hat es zum Zeitpunkt der Fotos keinerlei Beschwerden aus Afghanistan gegeben. Auch keine Bemühungen die Toten wieder würdig zu bestatten. Vielmehr läßt sich etwas über die Ängste und Vorurteile vieler Journalisten und anderer Medienakteure lesen. Ich meine auf einem normalen deutschen Friedhof wird das Grab nach 20-30 Jahren ausgehoben wenn die Pacht ausgelaufen ist und nicht verlängert wird. Das ist dann permanente Grabschändung die niemanden stört. Es ist wirklich erstaunlich wie so ein Medienhype um eine Sache entsteht, die niemanden w i r k l i c h stört. Es ist furchterregend zu sehen, das es keine, moralischen Maßstäbe gibt, sondern reine Sensationsgier im Gewand von Sitte und Anstand die Medien steuert. Wenn es Leichenschändung ist, dann haben die, die diese Fotos druckten die Toten mindestens ebenso geschändet, wie die Deppen auf den Bildern. |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Wer sagt denn das die Unteroffiziere, die sich noch im Dienst befinden entlassen wurden? Ein, zwei Streifen weniger und eine strenge Ermahnung müssten genügen um das Verhalten abzustellen. Im übrigen sind mir diese Idioten wesentlich lieber als Du. [/B][/QUOTE] So würde das laufen wenn sich nicht die Politik eingemischt hätte, hat sie aber, also wird hier mal wieder ein Exempel statuiert. Was mir dabei sauer aufstößt ist die Tatsache, dass die Regierung in jeder anderen Hinsicht sehr gut deckelt, speziell wenn es darum geht, dass hier blos nicht publik wird, unter welchen Bedingungen speziell die KSK udn andere reguläre "Sondereinheiten" wie KRK dort unten operiert...alles was die KSK angeht unterliegt der Sicherheitsstufe "geheim", auch Meldungen über Tote und Verwundete...und die gibt es zu genüge, wen auch nicht in den Massen wie unter den G.I.s im Irak, das weiß ich aus erster Hand. Ich weiß von mindestens einen Kameraden, der nun schon den vierten Ensatz fährt, dass er innerlich schon mit dem Leben abgeschlosen hat...er hat vor dem zweiten Einsatz beim Notar sein Testament gemacht, um seine Frau und das Kind versorgt zu wissen...der Mann ist gerade mal 32...er hat schon zwei Kameraden im Einsatz sterben sehen. Aber davon will niemand etwas wissen, speziell die verantwortlichen Politiker nicht...aber an so was zieht sich dann die Opposition hoch, und die Regierung muss reagieren... Das alles auf den Rücken derer, die unter einen Druck arbeiten müssen, den sich viele hier garnicht richtig ausmalen können...in eine Situation geschickt werden, auf die man durch die ja nun vielzitierte "Ausbildung" gar nicht vorbereitet werden kann. Wie gesagt...Glatt nochmal ein Grund als bisher aktiver Reservist zu verweigern, aus mangel an Loyalität des Staats gegenüber seinen Soldaten...speziell solchen die ihren Dienst unter extremen Bedingungen für ihr Land leisten. Genauso müssen wir uns auch daran gewöhnen, es hierzulande bald wieder mit "ausgebrannten Veteranen" zu tun zu haben, die man schlicht verheizt hat. |
| Demon17 | Scholl-Latour hat gestern Abend etwas ähnliches durchblicken lassen. Ich frage mich allerdings wie das auf Dauer geheim zu halten ist. Zumal ich das verfassungsrechtlich für bedenklich halte, in Afghanistan richtig Krieg zu führen. Zumal die Stabilisierung des Status Quo zu einem Anstieg der Opium-Ernte um 40% im letzten Jahr führte. Afghanistan ist bekanntlich mit 90% der Hauptproduzent auf dem Weltmarkt. Hier wird aber nichts getan, da dann die wahren Machthaber im Land den westlichen Truppen gefährlich würden. Insofern ist dieser Krieg in einer Demokratie eigentlich nicht zu legitimieren. |
| Phoenix1384 | Ich denke Seneca schreibt ganz deutlich, warum die Bild nicht so einen künstlichen Skandal draus hätte machen sollen. Jetzt bleibt der Regierung und der Bundeswehr eigentlich nichts anderes übrig, als die Soldaten härter zu bestrafen, als angemessen wäre... Mir vielen heute jedoch zwei Dinge auf, die mich stutzen ließen! 1. Im 'Hamburger Abendblatt' vom 25.10. steht, dass Bundesverteidigungsminister Jung zecks Aufklärung des Falles die Originalbilder von BILD anforderte, diese aber ablehnte! Grund sei angeblich Informantenschutz und die Echtheit der Bilder sei mit allen der BILD (!) zur Verfügung stehenden Mitteln (!!) geprüft worden... 2. Wo sollen die Schädel noch gleich gelegen haben? In einer Lehmgrube, die ausgehoben wird zum Häuserbau? Es sei ein Massengrab aus dem letzten Krieg dort? Und es sind nur noch die Knochen übrig? Warum freuen sich Archäologen dann immer einen Keks, wenn sie Jahrtausende alte Gräber in Lehmböden finden? Richtig! Weil Lehm luftdicht abschließt und der Verwesungsprozess ohne Luft irgendwie nicht richtig funktioniert und die Leiche mumifiziert wird. Der Schädel auf den Bildern ist aber vollkommen sauber! Bis auf den Knochen vollkommen verwehst! Keine verlederte Haut, kein sonstiges Biomaterial, nicht mal Knorpel - nur nackter Knochen. Der Schädel ist nicht mal dreckig! Als wäre er frisch geputzt, oder aus Gibs... oder er lag gar nicht in einer Lehmgrube, sondern viele Jahre auf dem Wüstenboden. Hier von Störung der Totenruhe zu sprechen halte ich für maßlos übertrieben! Der Fund hätte von den Soldaten aber auf jeden Fall gemeldet werden müssen und sie hätten darauf verzichten können ihre Genitalien in ihn reinzustecken. Aber ein simples ablichten mit einem Schädel in der Hand? Wie christopher.W schon sagte: Und? Es ist ein harmloser Schädel, wie ihn jedes Völkerkundemuseum und jede Universität (außer vielleicht TU's) zu Dutzenden hat! Nein, ich glaube, dass das ganze von BILD aufgebauscht wurde, um ihre Auflage zu erhöhen! Was auch schon an der Polemik der Berichterstattung zu sehen ist: so wird nicht von einem Schädel gesprochen, sondern von einem Totenkopf! Warum? Weil so Assoziationen mit der Totenkopfdivision der SS geschürt werden sollen? Der fachlich korrekte Ausdruck für den die Knochen eines Kopfes ist "Schädel" und nicht "Totenkopf". Außerdem: Leichenschändung? An Knochen? Wie soll man eine Leiche schänden, wenn von der Leiche nichts mehr da ist, außer Knochen, bzw. wie es scheint lediglich der Schädel? Mit Sicherheit nicht durch simples anfassen und ablichten! |
| Seneca | Nachtrag: eine Degradierung als Strafe ist in der Bundewehr nicht vorgesehen. Es werden lediglich die Bezüge auf die einer niedrigeren Dienstgradstufe gekürzt, und evtl. eine Beförderungssperre ausgesprochen...mit einer echten Degradierung würde sich die BW ja selbst schaden, wenn man bedenkt was die Ausbildung heute kostetm, und wie rar echte Spezialisten für Auslandseinsätze sind. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] Was mir dabei sauer aufstößt ist die Tatsache, dass die Regierung in jeder anderen Hinsicht sehr gut deckelt, speziell wenn es darum geht, dass hier blos nicht publik wird, unter welchen Bedingungen speziell die KSK udn andere reguläre "Sondereinheiten" wie KRK dort unten operiert...alles was die KSK angeht unterliegt der Sicherheitsstufe "geheim", auch Meldungen über Tote und Verwundete...und die gibt es zu genüge, wen auch nicht in den Massen wie unter den G.I.s im Irak, das weiß ich aus erster Hand. [/QUOTE]Ich vermute mal, dass die ganze Aktion zu dem von dir genannten "Deckeln" gehört. Wahrscheinlich ist irgendwo in Afghanistan irgendeine üble Sache im Zusammenhang mit deutschen Soldaten passiert (oder wird demnächst passieren), und man will zeigen, dass unsere Jungs doch so nette Kerle sind, die nicht mal einem Toten etwas zu Leide tun können (und wenn doch, dann mit der Härte der Gesetze rechnen müssen). [QUOTE]Genauso müssen wir uns auch daran gewöhnen, es hierzulande bald wieder mit "ausgebrannten Veteranen" zu tun zu haben, die man schlicht verheizt hat. [/QUOTE]Zum Thema "Verheizen von Soldaten" (und damit natürlich auch Verheizen von Zivilisten) gibt es hier ein interessantes Video: [URL]http://video.google.de/videoplay?docid=5024787479139933029&q=terrorstorm[/URL] :( |
| Schwarzer Prinz | Also soo schlimm wie das hochgepuscht wird finde ich das auch nicht. D.h. es ist schon ziemlich repsektlos und geschmacklos. Klar. Aber wieder typisch Bild die nichts zum drucken hat und dann so alte Kamellen aus der Schubalde holt: Meiner Meinung nach sollten manche Berichte in Bild eher als "Volksverhetzung" behandelt werden. Und außerdem sollten wir unsere Soldaten endlich mal aus den ganzen Ecken der Welt zurückholen wo sie nichts zu suchen haben. Wenn schon wieder Zivilisten in Afganisthan sterben, weil die NATO (wohlgemerkt!) ein paar angebl. Taliban ausschalten wollte und dabei ganze Dörfer bombadiert machen wir uns mitschuldig. Denn Deutschland ist in der NATO. Das war einer der wenigen positiven Aspekte von Schröder, er war zumindest kein Lakai der USA, wie Merkal und Co.:rolleyes: Marine vorm Libanon ist genauso unsinnig etc.usf. Wirklich zum Kotzen was in diesem Land in letzer Zeit so abgeht. |
| Apex | [QUOTE]positiven Aspekte von Schröder, er war zumindest kein Lakai der USA[/QUOTE] Naja, dafür ist er ein williger Lakei Putins gewesen und ist es noch...immerhin bezeichnet er diesen sinngemäß als waschechten Demokraten, was ein Schlag ins Gesicht für jeden freiheitlich-demokratischen Menschen ist. Man lässt in diesem Thread meiner Meinung nach die positiven Aspekte der Berichterstattung außer Acht, Berichte wie die über die mögliche Misshandlung von Murat Kurnaz durch die KSK oder eben die Leichenschändung durch Gebirgsjäger bringen eben endlich mal die Soldaten und ihre Lage ins Zentrum des öffentlichen Interesses. Etwas, was ohne Presse-Berichte sicher nicht möglich wäre, da die Verantwortlichen selbst gegenüber unserem Parlament (und damit der demokratischen Kontrollinstanz Nr. 1) strengste Geheimhaltung wahren. Wird diese Geheimhaltung jetzt von der Presse durchbrochen, kann das nur zum Nutzen der Soldaten sein, die unter schweren Bedingungen in Afghanistan leben. Eventuell, kann es nun zu einem Diskurs darüber kommen wie man den Soldaten helfen kann und damit gleichzeitig verhindern kann, dass solche verbrecherischen Entgleisungen geschehen, etwa durch verbesserte Ausbildung als auch durch kürzere Einsatzzeiten und eine bessere Betreuung während und nach dem Einsatz. |
| Beowulf | Ich habe mich auch schon gefragt, wann es endlich zur Sprache kommt, welchen Nutzen diese Bilder haben, statt welchen Schaden sie anrichten könnten. Diese Taten halte ich persönlich, für keinen isolierten Fehler innerhalb des militärischen Systems, sondern ein Beispiel gesamtgesellschaftlicher Defizite. Wäre es mit der simplen Bestrafung der Täter getan, und damit ausgeschlossen, dass sich sowas wiederholt, wäre eine Berichterstattung tatsächlich nur kontraproduktiv. Aber gerade die öffentliche Aufarbeit, und die dadurch enstehende Sensibilisierung der Verantwortlichen für die Thematik, durch die Berichtserstattung ist ein wirksamer Schutz vor einer Wiederholung dessen. Eine Vertuschung würde die Missstände nicht beseitigen, sondern im Gegenteil das Signal aussenden, dass ein solches Verhalten doch irgendwie legitim ist. Man könnte allerdings den Soldaten auch einfach das Mitführen von Kameras verbieten.... |
| Phoenix1384 | @Beowulf Widersprichst du dir nicht selbst, wenn du den Bildern und der Berichterstattung einerseits einen gewissen Nutzen zusprichst, gleichzeitig aber vorschlägst den Soldaten die Kameras wegzunehmen? @Bilder in der BILD Ich komme gerade vom Einkaufen und sah in der Schlange an der Kasse die neuesten "Skandal-"Bilder. Abgebildet ist ein Soldat, der eine Pistole an ein zusammen gesesuchtes und mehr schlecht als recht zusammengepuzzeltes Skelett hält. Diese Knochen sehen sehr seltsam aus! Sie sind absolut weiß, sehen aus wie aus Gips.. Aber nicht wie Knochen, die Jahrelang in der Erde lagen! Knochen, die in der Erde lagen, und an denen das Fleisch wegverwehst ist, sehen [URL=http://www.archlsa.de/funde-der-monate/07.02/knochen.jpg]so[/URL] aus, oder [URL=http://www.menzel-hilbersdorf.de/algarve/knochen/knochen.jpg]so[/URL], bzw. [URL=http://www.wdr.de/themen/wissen/archaeologie/neandertaler_150jahre/fernsehen/_img/knochen_tisch_400h.jpg]so[/URL]! Aber nicht makellos strahlend weiß!!! Sondern fleckig gelblich bis bräunlich... Das, und das was ich gestern schon schrieb, nämlich dass eine Leiche in einer trockenen Gegend (Wüste) niemals innerhalb weniger Jahre so vollständig inkl. Knorpel verwehst und das die BILD die Originalbilder nicht an den Verteidigungsminister Jung aushändigen will, als Indizien dafür, dass die Bilder gefälscht sind, bzw. nicht das zeigen, was uns die BILD glauben machen will!!! |
| Apex | Einer der betreffenden Soldaten hat zugegeben Leichen geschändet zu haben und diverse andere stehen ja unter Tatverdacht, desweiteren sind schon andere Fotos aufgetaucht, unter anderem auch bei Truppen anderer Nationalitäten...also kann von Fälschung eigendlich keine Rede mehr sein. |
| Beowulf | [QUOTE][i]Original geschrieben von Phoenix1384 [/ Widersprichst du dir nicht selbst, wenn du den Bildern und der Berichterstattung einerseits einen gewissen Nutzen zusprichst, gleichzeitig aber vorschlägst den Soldaten die Kameras wegzunehmen? [/QUOTE] Nein, ich habs ironisch gemeint. |
| Demon17 | Irgendwie lenkt dieser Skandal vom Wesentlichen ab. Es ist ja nichts dagegen einzuwänden, wenn Soldaten nicht mehr mit Knochen spielen dürfen, doch im Grunde geht es ja um die Verbesserung der Lage der Lebenden. Darüber erfährt man allerdings kaum etwas in den Medien. Offenbar sind ein paar Dutzend tote Afghanen und deren Friedhofsruhe wichtiger als die soziale Notlage des ganzen Volkes. Ich seh darin eine deutliche Schieflage in der Wahrnehmung. Manchmal frage ich mich, wie eine Welt wohl aussehen würde, die der Berichterstattung halbwegs gerecht wird. Millionen verrecken an Gammelfleisch, während die Truppe ihre Fahrzeuge mit Leichenteilen schmückt und notgeile Kinderschänder die auf Bewährung draussen sind den Nachwuchs ausrotten, während braune Horden, vom Verfassungschutz geleitet, die Demokratie in ihren Grundfesten erschüttern. ;) |
| Schwarzer Prinz | Um nochmal kurz auf Schröde rzu sprechen zu kommen: Klar, auch er hat seine Schäfchen ins trockene gebracht, ist einguter Kumpel von Putin und will jetzt noch zusätzlich mit dämlcihen Memoiren abkassieren. So richtig tun die sich alle nichts. Auch ich habe die neuen Bilder gesehen (war heute bei meinem Vater , leider truer Bildleser :( ). Stimmt, sonderlich authentisch sahen die nicht aus und auch der Soldat daneben kommt mir irgendwie "Komisch" vor, kann es aber nicht genau spezifizieren. Sogar im Lokalblatt, fast eine halbe Titel-Seite über den "Skandal".... eine Meldung über die von NAto Luftschlägen getroffenen Zivilsten in A´stan, dagenen winzig auf Seite2 :mad: |
| darkmav | @Demon17: >>> Manchmal frage ich mich, wie eine Welt wohl aussehen würde, die der Berichterstattung halbwegs gerecht wird. Millionen verrecken an Gammelfleisch, während die Truppe ihre Fahrzeuge mit Leichenteilen schmückt und notgeile Kinderschänder die auf Bewährung draussen sind den Nachwuchs ausrotten, während braune Horden, vom Verfassungschutz geleitet, die Demokratie in ihren Grundfesten erschüttern. Genau sähe es aus... Aids wäre die Todesursache Nr. 1; kein Vogel mehr am Himmel - weil alle jämmerlich an der Vogelgrippe zugrundegegangen; 100km um die Kernkraftwerke würde kein Gras mehr wachsen... |
| Schwarzer Prinz | [url]http://de.news.yahoo.com/29102006/12/beckstein-warnt-racheakten-islamistischer-terroristen.html[/url] Soso, jetzt befürchtet man eine "verschärfte Sicherheitslage". War ja klar, evtl. ist das Ganze auch nur wieder eine Finte um die Überwachung zu verschärfen und die Bürgerrechte weiter einzuschränken :mad: |
| herbstliebe | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]... weil, moralisch gibt es absolut nichts dagegen einzuwänden mit Schädeln zu spielen solange es niemanden verletzt. [/B][/QUOTE] Ist es moralisch auch vertretbar, wenn die BW u. a. mit dem Grundsatz in das Land gegangen ist, sich für Menschenrechte einzusetzen? |
| darkEMYR | ah in vollem Gange die Diskussion...schön!:) Neulich las ich zum Thema die Meinung,solche Aktionen wären praktisch eine Art Ventil für den Stress und die alltägliche Lebensgefahr,sozusagen eine Therapie im Voraus,um psychische Schäden zu vermeiden.Erschien mir gar nicht so dumm. Seltsam finde ich wieder die Ausweitung dieser Sache.Ich will jetzt nicht von Fälschung sprechen,obwohl das Argument mit den weißen Knochen schon Bedenken gibt.Jetzt plötzlich tauchen ständig neue böse Bildchen auf.Aber besondere Reaktonen von afghanischer/muslimischer Seite hab ich nochgar niocht wahrgenommen.Trotz Störung der Totenruhe.Abgesehen davon ist das Grab ja ziemlich alt,d.h. es könnte sich bei den Leichen rein theoretisch auch um sowjetische Soldaten handeln. @Apex: Berichterstattung und Aufklärung durch eine freie Presse ist ein wichtiges und hohes demokratisches Gut.Wir wissen ja wie es in Ländern zugeht,in denen die Medien nur Sprachrohr des Staates sind...aber:niemand hier echauffiert sich über eine niveauvolle,informierende Berichterstattung.Es geht um eine Art Hetzkampagne,die nur einem nutzt,nämlich der BILD und deren Absatzzahlen.Wenn die Geschichte so brisant ist,dass jetzt deutsche Soldaten (und Deutschland selbst?) in Gefahr ist,ist es dann nicht sogar Verantwortunglosigkeit sondergleichen,auf diese demagogische Art und Weise eine eher nebensächliche Geschichte so breit zu treten? Es ist geschmacklos,aber im Angesicht der täglichen Greuel in der Welt (incl. der Taten,die in Afghanistabn von Taliban und Konsorten begangen wurden)einen Skandal draus zu machen,halte ich doch für übertrieben. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] Ich vermute mal, dass die ganze Aktion zu dem von dir genannten "Deckeln" gehört. Wahrscheinlich ist irgendwo in Afghanistan irgendeine üble Sache im Zusammenhang mit deutschen Soldaten passiert (oder wird demnächst passieren), und man will zeigen, dass unsere Jungs doch so nette Kerle sind, die nicht mal einem Toten etwas zu Leide tun können (und wenn doch, dann mit der Härte der Gesetze rechnen müssen). [/QUOTE]"In Afghanistan hat der Bundeswehrskandal weiterhin nur eine untergeordnete Bedeutung - es gibt keine Proteste und keine nennenswerte Empörung. ... Dennoch ist die Stimmung gegenüber den ausländischen Truppen in Afghanistan aufgeheizt. Immer größer wird die Aufregung über zivile Opfer bei Angriffen der Nato-geführten Isaf in Südafghanistan. Afghanische Offizielle und die internationale Schutztruppe bestätigten inzwischen, dass bei Gefechten und Luftangriffen Anfang dieser Woche Bewohner des umkämpften Bezirks Panjwai in der Provinz Kandahar starben. Wie viele, ist unklar. Die Angaben reichen [b]von einem Dutzend bis zu 90 zivilen Opfern.[/b] Der afghanische Präsident Hamid Karsai verurteilte die Vorkommnisse und ordnete umfassende Ermittlungen an" (Stand: 28.10.2006 11:09 Uhr) [url]http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6037364_REF3,00.html[/url] |
| more | [QUOTE]Original geschrieben von Demon17 ... weil, moralisch gibt es absolut nichts dagegen einzuwänden mit Schädeln zu spielen solange es niemanden verletzt. [/QUOTE] Tja, offensichtlich wurden dabei aber Menschen verletzt und ich persönlich finde es extrem perviede mit menschlichen Gebeinen zu spielen, und ich persönlich finde es abstoßend und ekelhaft was da passiert ist und ich gehe mal davon aus, dass mein Ekel hoch 10 zu nehmen ist, wäre ich ein Betroffener. Wenn es diesbezüglich moralisch dagegen schon nichts mehr einzuwenden gibt, wo ist dann bitteschön die Grenze? Haben denn Menschen garkeine Achtung mehr voreinander? Ich finde es übel, wie sehr diese Sache heruntergespielt wird, und dass man sich vor der Verantwortung drückt in dem man sagt, der war ja noch viel schlimmer, oder habt ihr gehört, da hat wieder jemand einen anderen erschossen, das ist ja viel schlimmer als mit ein paar Schädeln zu spielen. Ich denke die richtige Reaktion wäre eine aufrichtige Entschuldigung und zwar der Soldaten selbst. Sie sollten sich entschuldigen und gebührende Scham zeigen. Und sie sollten selbst dafür sorgen, dass sowas nie mehr passiert. Respekt wird von jedem gefordert, solange man selbst nicht respektvoll sein muss, das ist geheuchelt! Tote Menschen haben unseren Respekt verdient, niemand hat es verdient, dass man nach seinem Tod mit seinen Gebeinen spielt. Und die Angehörigen haben Respekt verdient. Es ist sehr traurig, wie wenig Achtung die Menschen vor dem Tod haben und wie wenig Achtung und Haltung sie sich gegenseitig entgegen bringen. Wir sind keine Kinder mehr, das sind keine dummen Jungenstreiche. Das sind erwachsene Männer mit einem sozialen Auftrag. Solche Männer gehören nicht in diesen Beruf. Sowas ist einfach nur eine Schande. Meine Meinung. |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] [B]...also kann von Fälschung eigendlich keine Rede mehr sein. [/B][/QUOTE]Und wen schon! Würde ich einen Schädel finden, gäbe es dann auch das eine oder andere Bild, bei dem eine Ernsthaftigkeit nicht zwangsläufig gegeben wäre. Die Art, wie Politiker nun die Soldaten verurteilen ist ekeleregender, als das, was die Soldaten gemacht haben. Es sind auch die einzigen Reaktionen, die ich sehe - von deutschen Politikern - da ist es mal einfach, das 'Richtige' zu sagen ... |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i] Haben denn Menschen garkeine Achtung mehr voreinander? Ich finde es übel, wie sehr diese Sache heruntergespielt wird, und dass man sich vor der Verantwortung drückt in dem man sagt, der war ja noch viel schlimmer, oder habt ihr gehört, da hat wieder jemand einen anderen erschossen, das ist ja viel schlimmer als mit ein paar Schädeln zu spielen.[/QUOTE]Ist es nicht? [QUOTE]Tote Menschen haben unseren Respekt verdient, niemand hat es verdient, dass man nach seinem Tod mit seinen Gebeinen spielt. Und die Angehörigen haben Respekt verdient. .[/QUOTE]Wenn die Menschen tot sind, dann kommt der Respekt zu spät, den bekommen die dann sowieso nicht mehr mit. Und die Angehörigen? Denen ist es sicher lieber, wenn sie selbst am Leben bleiben, statt dass sie sang- und klanglos im Kugelhagel sterben, während ein riesengroßes Pressespektakel um die Toten veranstaltet wird. (Ich habe mich früher immer gefragt, wieso damals die Leute daheim angeblich nichts von den Greueln des 2. Weltkrieges gewusst haben. Vielleicht hat man denen auch tagelang von einigen wenigen disziplinlosen Soldaten erzählt, die irgendwo sinnlos die Totenruhe gestört haben, statt [URL=http://www.amazon.de/gp/product/3100894316]ihre Arbeit ordentlich zu machen.[/URL]) [QUOTE]Es ist sehr traurig, wie wenig Achtung die Menschen vor dem Tod haben und wie wenig Achtung und Haltung sie sich gegenseitig entgegen bringen. [/QUOTE]Für mich ist es nur noch Ekelerregend, wie hier die Gefühle von Menschen missbraucht werden, um handfeste Verbrechen zu vertuschen. Achtung vor dem Leben ist mir tausendmal mehr wert als Achtung vor dem Tod. [QUOTE]Wir sind keine Kinder mehr, das sind keine dummen Jungenstreiche. Das sind erwachsene Männer mit einem sozialen Auftrag. Solche Männer gehören nicht in diesen Beruf. [/QUOTE]Gar keine Menschen gehören in diesen "Beruf", denn es ist unter anderem dieser "Beruf", der sie abstumpfen lässt und zu solchen sinnlosen Taten treibt. Wenn sie wirklich mit einem sozialen Auftrag dort wären, dann wären sie als Ärzte oder als Lehrer dort. |
| Demon17 | [QUOTE][i]Original geschrieben von herbstliebe [/i] [B]Ist es moralisch auch vertretbar, wenn die BW u. a. mit dem Grundsatz in das Land gegangen ist, sich für Menschenrechte einzusetzen? [/B][/QUOTE] Liebe Herbstliebe, bei dem Sold den die Bundeswehr zahlt darf man sich über einen beschränkten Horizont und eine niedrige Sensibilität halt nicht wundern. ;) |
| herbstliebe | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Liebe Herbstliebe, bei dem Sold den die Bundeswehr zahlt darf man sich über einen beschränkten Horizont und eine niedrige Sensibilität halt nicht wundern. ;) [/B][/QUOTE] *hüstel* Lieber Demon, bei inzwischen um die 100 000 Soldaten, die sich im Auslandeinsatz befanden, sind (bisher) ca. 20 Leute kein Maßstab für deine Aussage. Man könnte eher sagen, dass die Mehrheit trotz geringer Besoldung weiß, worauf es ankommt. ;) [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B](Ich habe mich früher immer gefragt, wieso damals die Leute daheim angeblich nichts von den Greueln des 2. Weltkrieges gewusst haben. Vielleicht hat man denen auch tagelang von einigen wenigen disziplinlosen Soldaten erzählt, die irgendwo sinnlos die Totenruhe gestört haben, statt [URL=http://www.amazon.de/gp/product/3100894316]ihre Arbeit ordentlich zu machen.[/URL])[/B][/QUOTE] Ja genau, wir sind da unten um die Weltmacht an uns zu reißen. Das ganze Theater um die Schändungen gehört zum Plan. Zum Glück gibt es die Bild, die ja so blöd ist, den Braten nicht riecht und tatkräftig mithilft. [/zyn] [QUOTE][B] Gar keine Menschen gehören in diesen "Beruf", denn es ist unter anderem dieser "Beruf", der sie abstumpfen lässt und zu solchen sinnlosen Taten treibt. Wenn sie wirklich mit einem sozialen Auftrag dort wären, dann wären sie als Ärzte oder als Lehrer dort. [/B][/QUOTE] Welcher Arzt oder Lehrer begibt sich denn in die Gefahr? Und warum bist du nicht als Arzt oder Lehrer dort unten? Wie gerade geschrieben, der Prozentsatz der abgestumpften und zu solchen Taten Getriebenen scheint doch schwindend gering. |
| christopher.W | Das habe ich gerade im Spiegel gefunden. Also so lange es so was noch zu sehen gibt, ist nicht alles verloren in diesem Lande ;-) Schnell klicken. Nur für begrenzte Zeit! [url]http://www.spiegel.de/spam/[/url] AFGHANISTAN- ÄRGER Entlastende Schockfotos aufgetaucht SPAM Die schlimmen Schockfotos, auf denen deutsche Soldaten tolldreisten Schabernack mit menschlichen Knochen treiben, haben Medienmenschen im In- und Ausland in den letzten Tagen viel Freude bereitet. Jetzt sind neue Bilder aufgetaucht, die beweisen: Beileibe nicht alle Bundeswehrsoldaten sind nekrophile Irre! Klicken Sie hier weiter, um sich die entlastendsten Aufnahmen anzusehen. mehr... Bild 1: “An Perversität kaum zu überbieten ist das Foto, das einen Bundeswehrsoldaten mit entblößtem Glied in der linken und dem Schädel in der rechten Hand zeigt“!, freute sich die “Bild“-Zeitung. Sympathischere Bilder wurden bewusst unterdrückt. Bild 2: Aufgeräumt sitzt ein Bundeswehrsoldat Wache im Stadtpark von Kabul. Im Arm hält er einen Teddy, Symbol für das Kind im Manne. Friedlich schaut sein Penis in Richtung des majestätischen Hindukusch (nicht im Bild). Bild 3: An Freundlichkeit und Ordnungsliebe kaum zu überbieten ist die Szene auf diesem Foto: Ein Bundeswehrsoldat wirft demonstrativ einen Sack alten afghanischen Müll in den dafür vorgesehenen Behälter der “Baraksai Stadt Reinigung“. Mit der rechten Hand sichert er seinen Penis. Bild 4: Es dürfte schwer fallen, ein Foto zu finden, das mehr Vitalität und Lebensfreude abstrahlt: Mit einem farbenfrohen Blumenarrangement setzt dieser Bundeswehrsoldat positive Akzente im grauen afghanischen Kriegsalltag. Mit der linken Hand hält er gemäß Dienstvorschrift seinen Penis. Bild 5: Noch mehr Mitmenschlichkeit ist eigentlich undenkbar: Mit einem geschickten Kannenmanöver rettet dieser Bundeswehrsoldat einen Kabuler Straßenbaum vor dem Vertrocknen. Dafür lässt er sogar für einen kurzen Moment seinen Penis los. Bild 6: In Punkto Gesetzestreue stellt dieses Schockfoto alles bisher Dagewesene in den Schatten: Mit der Linken zieht dieser Bundeswehrsoldat in bester demokratischer Tradition einen Parkschein, mit der rechten signalisiert er den Afghanen: “Ihr schafft das (mit der Demokratie)!“ Sein Penis genießt die kleine Auszeit. Und hier noch das Titanic-Mag ;-) Das endgültige Totenschädelmagazin Pflichtblatt für das Gebirgsjägerbataillon 233 [url]http://www.titanic-magazin.de/index.php[/url] |
| hagzissa13 | Ich kann mich Phoenix nur anschließen: Das ist der Hammer, was sich die Bildzeitung da erlaubt hat. Erst veröffentlichen sie Fotos, von denen sie wissen, daß wenn sie an die Öffentlichkeit gelangen, die Bedrohung für die Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan massiv zunimmt und dann titeln sie einge Tage später - oh Wunder, wer hätte das gedacht - daß durch die veröffentlichten Fotos die Gefahr für die Soldaten wächst. Da schüttele ich nur den Kopf und frage mich, wie beschränkt man als Redakteur sein muß, um bei der "BILD" arbeiten zu dürfen?! Ich wiederhole nochmal: Es war nicht korrekt, was da unten abging. Aber durch die massive Medienpräsenz der Bilder, die dort unten stationierten Soldaten derart in Gefahr zu bringen, ist wirklich unter aller Sau. Das hätte man auch anders regeln können. Aber dem Redakteur kann das ja egal sein. Der sitzt hier in Deutschland auf seinem bequemen Sessel, stellt sich die Frage, wie er die Auflage seiner Zeitung steigern kann und schaukelt sich die Eier. Vielen Dank auch. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von herbstliebe [/i] Welcher Arzt oder Lehrer begibt sich denn in die Gefahr?[/QUOTE]Wer als Arzt oder Lehrer aufrichtig ist und sich nicht korrumpieren lässt, lebt an allen Orten und zu allen Zeiten gefährlich. [QUOTE]Und warum bist du nicht als Arzt oder Lehrer dort unten?[/QUOTE]Weil ich glaube, dass ich wegen der sich hier immer mehr ausbreitenden Dummheit und Paranoia hier dringender gebraucht werde. |
| ange gardien | Das Lustige an der Sache ist, dass sich seit Tagen bestimmte Politiker und Medienvertreter in ihrer Entrüstung und Betroffenheit gegenseitig überbieten, diese Entrüstung aber dummerweise irgendwie gar nicht auf die Bevölkerung überspringen will - weder in Deutschland noch in Afghanistan. Ein Vorfall, der in jeder anderen Armee mit einem kräftigen Anschiss und einer Diszi quittiert wird, gerät zum Politikum. Irgendwie typisch deutsch. Anstatt über die wahren Probleme des Afghanistaneinsatzes zu berichten: Tote Zivilisten bei Natoangriffen, vermehrte Angriffe der Taliban auf die Bundeswehr ( die BW lieferte sich bereits mehrere Feuergefechte, eines davon dauerte über 90 Minuten! ), Panzerfaustanschläge auf deutsche Konvois usw. Die Bundeswehr ist dort im Krieg, nicht nur das KSK, das seit Beginn seines Einsatzes hunderte Feinde getötet hat und selbst über Tote und Verwundete klagen muss, sondern ganz normale Einheiten stehen dort im Kampf. Das Bild des netten Bundeswehrsoldaten, der Süßigkeiten an Kinder verteilt ist von der Wirklichkeit längst überholt worden. Aber darüber kommt kaum etwas in den Medien.Statt dessen zieht man sich an so einem Scheiss hoch. Die gleichen Politiker, die der Bundeswehr in Afghanistan schwere Waffen vorenthalten, damit unsere Armee nicht zu martialisch rüber kommt, faseln jetzt von einem Skandal, wenn ein paar Soldaten Bilder mit Knochen machen, die verstreut in einer Grube liegen, aus der Afghanen Lehm für ihre Hütten schürfen. Die deutsche Regierung hat für den Großteil ihrer Auslandseinsätze nicht das geringste Konzept. Egal ob Afghanistan, Kongo oder die Marine im nahen Osten - purer Aktionismus ohne Sinn und Verstand. Das ist der eigentliche Skandal. Wenn ich Soldat wäre, würde ich mich irgendwie veralbert fühlen. [QUOTE] Wer als Arzt oder Lehrer aufrichtig ist und sich nicht korrumpieren lässt, lebt an allen Orten und zu allen Zeiten gefährlich. Weil ich glaube, dass ich wegen der sich hier immer mehr ausbreitenden Dummheit und Paranoia hier dringender gebraucht werde.[/QUOTE] Der Abend gestern war ja schon lustig, aber das hier ist noch das Tüpfelchen auf dem i. Was haben wir gelacht. Danke! *träne wegwisch* |
| Apex | [QUOTE]Wehrmachtssymbol auf Bundeswehrfahrzeug? Unterdessen wurden neue Vorwürfe gegen Bundeswehrsoldaten bekannt. Angehörige der Elitetruppe KSK sollen bei ihrem ersten Afghanistan-Einsatzes ab Ende 2001 ein nachgemachtes Wehrmachtssymbol auf Geländefahrzeugen verwendet haben. Auf einem Wolf-Geländewagen sei das nachgemachte Palmensymbol von Adolf Hitlers deutschem Afrika-Korps aufgesprüht worden, berichtete der "Stern". Ein Foto, das das Symbol auf der Seitentür des Wagens zeige, hätten Soldaten des Kommando Spezialkräfte in ihrem Lager auf der omanischen Halbinsel Masirah gemacht. Dort hätten sie sich ab Ende November 2001 auf ihren Einsatz in Afghanistan vorbereitet. Ein KSK-Soldat sagte dem Magazin: "Ein paar unserer Jungs sind Ewiggestrige und fanden es besonders schick, mit dieser Wehrmachtsinsignie herumzufahren." Fahrzeuge mit dem nachgemachten Emblem des Afrika-Korps habe der Soldat auch nach deren Verwendung in Afghanistan am Heimatstandort des KSK im baden-württembergischen Calw gesehen, berichtete der Stern weiter.[/QUOTE] Quelle: [URL=http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6054536_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html]Tagesschau[/URL] Nett die Jungs vom Bund, echt nett... |
| Demon17 | Naja, Palmen geht ja noch, das eiserne Kreuz ist ja auch so geblieben. Wichtig ist doch, das dieser Kadavergehorsam, menschenverachtende Ausbildungspraktiken und braune Einstellungen bekämpft werden. Insofern kann dieser Skandal auch positive Effekte haben. |
| Andro | Die angeblich "Ewiggestrigen" mal außen vorgelassen, was soll denn so schlimm an Rommels Palme sein? Also wenn ich an Rommel selbst und sein Afrika Korps denke, empfinde ich Stolz. Der Rommel ist ein wahrer Held, dem man eigentlich noch viel mehr Ehre zukommen lassen sollte, als nur einen Zerstörer nach ihm zu benennen und die Soldaten des Afrika Korps wären durchaus Vorbilder für unsere heutigen Soldaten. |
| ange gardien | In Zeiten knapper Kassen kann es sich die Bundeswehr bei ihren [URL=http://www.afri-cola.com/]Sponsoren[/URL] eben nicht erlauben wählerisch zu sein. |
| Phoenix1384 | ACHTUNG! Sämtliche meiner Kommentare in folgendem Beitrag (bis zur Markierung) sind zynisch-satirischer Natur! [QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i] Das Lustige an der Sache ist, dass sich seit Tagen bestimmte Politiker und Medienvertreter in ihrer Entrüstung und Betroffenheit gegenseitig überbieten, diese Entrüstung aber dummerweise irgendwie gar nicht auf die Bevölkerung überspringen will - weder in Deutschland noch in Afghanistan.[/quote] Wozu auch? Es macht doch viel mehr Spaß aufgebrachte Politiker zu beobachten - endlich zeigen diese Diätenschlucker mal ein bischen Emotionen! [quote]Ein Vorfall, der in jeder anderen Armee mit einem kräftigen Anschiss und einer Diszi quittiert wird, gerät zum Politikum. Irgendwie typisch deutsch.[/quote] Na aber hallo! Das geht ja mal gar nicht, dass da nur der übliche Papierkrieg zu geführt wird. Nein! Da müssen richtige Papierberge her!!! Ist doch immer wieder toll, wie man mit Nichtigkeiten die Gemüter der Bürokraten erregen kann und einigen Leuten das Leben richtig schwer machen kann!! [quote]Anstatt über die wahren Probleme des Afghanistaneinsatzes zu berichten: Tote Zivilisten bei Natoangriffen, vermehrte Angriffe der Taliban auf die Bundeswehr [/quote] Was interessieren tote und zerfetzte afghanische Zivilisten und Bundeswehrsoldaten? Die sind doch erst dann wirklich spannend, wenn man mit ihren völlig verwehsten Überresten spielen kann... [quote]( die BW lieferte sich bereits mehrere Feuergefechte, eines davon dauerte über 90 Minuten! ), Panzerfaustanschläge auf deutsche Konvois usw.[/quote] Cool, Spielfilmlänge! Hat sich die Bundeswehr wenigstens die Mühe gemacht den Spaß aufzuzeichnen? Bzw. wenigstens die Rechte an einen guten Regisseur verkauft? [quote]Die Bundeswehr ist dort im Krieg, nicht nur das KSK, das seit Beginn seines Einsatzes hunderte Feinde getötet hat und selbst über Tote und Verwundete klagen muss, sondern ganz normale Einheiten stehen dort im Kampf.[/quote] Und? Uninteressant... ist schließlich ihr Berufsrisiko! [quote]Das Bild des netten Bundeswehrsoldaten, der Süßigkeiten an Kinder verteilt ist von der Wirklichkeit längst überholt worden.[/quote] Macht doch nichts! Das Bild verkauft sich immer noch gut - schließlich wollen DAS die Leute sehen!! [quote]Aber darüber kommt kaum etwas in den Medien.Statt dessen zieht man sich an so einem Scheiss hoch.[/quote] Wahrheiten sind völlig unwichtig, so lange man mit ihnen kein Geld verdienen und die Auflagen hochpuschen kann! [quote]Die gleichen Politiker, die der Bundeswehr in Afghanistan schwere Waffen vorenthalten, damit unsere Armee nicht zu martialisch rüber kommt, faseln jetzt von einem Skandal, wenn ein paar Soldaten Bilder mit Knochen machen, die verstreut in einer Grube liegen, aus der Afghanen Lehm für ihre Hütten schürfen.[/quote] Ja stell dir mal vor, was passieren könnte, hätten sie ihre Pim*** nicht in einen Schädel, sondern in das Rohr eines Leopard 2 gesteckt? Dann wäre am Ende nichts mehr von dem Kerl übrig, um ihn öffentlich zu denunzieren! Ist doch langweilig, wenn er sich selbst aus dem Verein pustet... Außerdem sind schwere Waffen viel zu teuer, um mit ihnen zu spielen - so'n paar in der Gegend rumliegende Knochereste toter Afghanen kosten gar nichts.. [quote]Die deutsche Regierung hat für den Großteil ihrer Auslandseinsätze nicht das geringste Konzept. Egal ob Afghanistan, Kongo oder die Marine im nahen Osten - purer Aktionismus ohne Sinn und Verstand. Das ist der eigentliche Skandal. [/quote] Sinn und Verstand? Wir leben in einer Spaßgesellschaft! Warum sollten Politiker nicht auch ihren Spaß bei einer Partie 'Real-Life-Chess' haben? Strategie & Konzepte... sowas braucht man doch nicht, wenn man seine Armee ins Ausland spielen schickt! Das haben die Amerikaner auch nicht, nie gehabt. Was Onkel Bush kann, kann Tante Angie auch... [/zyn] [/satire] Was ernsthaftes: [quote]Wenn ich Soldat wäre, würde ich mich irgendwie veralbert fühlen.[/quote] Bleibt nur die Frage, von wem: Von der BILD, der Regierung, den Kameraden auf den Photos, der Bundeswehr...? Aber recht hast du auf jeden Fall! Es ist schon nicht mehr traurig, sondern wie ich finde richtig erschreckend, über was für einen Sche** man sich in Deutschland aufregt, ohne auch nur einen Bruchteil der aufgebrachten Emotionen und geheuchelten Entrüstungen auf die von dir genannten wirklich wichtigen und dramatischen Seiten der Auslandseinsätze. [quote]Die deutsche Regierung hat für den Großteil ihrer Auslandseinsätze nicht das geringste Konzept. Egal ob Afghanistan, Kongo oder die Marine im nahen Osten - purer Aktionismus ohne Sinn und Verstand. Das ist der eigentliche Skandal. [/quote] Wie auch? Weder die Regierung, noch die Bundeswehr hat nennenswerte Erfahrung für Auslandseinsätze dieser Größenordnung! Ich frag mich sowieso, was Deutschland da mitmischen muss... Fast scheint es mir so, als würde Deutschland europaweit und internationial nicht nur wirtschaftlich mitspielen wollen, sondern auch auf militärischem Gebiet! Wie ich finde eine recht gefährliche Angelegenheit, über dessen mögliche Folgen sich wahrscheinlich kaum einer der Verantwortlichen wirklich Gedanken gemacht hat.. Ich weiß nicht, ist vielleicht etwas übertrieben pessimistisch, aber manchmal, wenn ich über die internationalen Ereignisse nachdenke, habe ich das unbestimmte Gefühl, dass wir auf einen ziemlich großen Knall zusteuern... @Andro: Mal abgesehen davon, dass Rommel Generalfeldmarschall in einem menschenverachtenden System war, für dass ich nichts anderes als abgrundtiefe Ablehnung bis hin zu Hass aufbringen kann, war er wohl der menschlichste General in der ganzen Wehrmacht, der vor allem bei den Engländern ein durchaus hohes Ansehen hatte. Er ballerte nicht wild drauf los, verweigerte Befehle zur Liquidierung Gefangener, vereinbarte mit Montgomery regelmäßige Kampfpausen, um Verwundete zu versorgen (auch britische), und war möglicherweise am Attentat auf Hitler im Juli '44 mitverantwortlich (was ihn durchaus sympathisch macht). Aber deswegen auf Rommel stolz sein..? Wozu frag ich mich, er ist seit über 60 Jahren tot.. Zur Afrikakorps-Palme: Meines Wissens ist die Afrikakorpspalme alleine kein Verfassungsfeindliches Symbol, nur halt wenn sie in Verbindung mit dem Hakenkreuz benutzt wird. Ist also irgendwie eine Grauzone zwischen Recht und Moral.. Weiß einer, ob gegen die Soldaten, die die Palme auf ihren Jeep gesprüht haben, vorgegangen wurde? Ob sie dafür belangt/getadelt wurden? |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] [B]Nett die Jungs vom Bund, echt nett... [/B][/QUOTE] Spinner gibt es überall, in jeder Berufsgruppe, in jeder Straße, in jedem Verein, in jedem Forum... Natürlich kommt sowas in der Öffentlichkeit nahstehenden Verbänden nicht wirklich gut, aber alle über einen Kamm zu scheren, bringts auch nicht. |
| Move over Kate | Ich schließ mich mal Hag an. Die Sache mit der Palme find ich auch ehrlich gesagt lächerlich harmlos. Ich habe nie gedient, war also Zivi, aber dieses geheuchelte "unsere Bundeswehr muss eine astreine Armee sein, in der vom Schützen bis zum General jeder Soldat die Moral in Person sein muss" ist total daneben und überzogen. Ja, die Sache mit den Totenschädeln ist geschmacklos (vielleicht warens ja Grufties?! :D ), ebenso geschmacklos wie Totenkopf-Aschenbecher, die sich vor ein paar Jahren noch in jedem Gruftie-Haushalt fanden. Warum dürfen wir mit diesen Symbolen schocken, die aber nicht? Wie beliebig sind diese geheuchelten Werte? Ja, und auch die Palme ist geschmacklos, wobei das Afrika-Korps tatsächlich historisch gesehen der Truppenteil der Wehrmacht war, der am wenigsten Dreck am Stecken hatte (an wem soll man in der Nordsahara auch Kriegsverbrechen begehen?). Die Bundeswehr hat im Hinblick auf ihre Traditionspflege ein gewaltiges Problem: [I]Sie hat keine Tradition[/I]. Während es in England dagegen normal ist, dass in einer Garnisonskirche Fahnen hängen, die Aufnäher mit Jahreszahlen von "Waterloo 1815" über "Ypres 1917" bis "Falklands 1982" tragen. Kein Wunder, dass sich die Soldaten irgendwann ihre Vorbilder selbst suchen. Immer noch Welten besser als ein SS-Totenschädel oder gleich ne Runen-Standarte auf dem Kotflügel :rolleyes: |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i] Spinner gibt es überall, in jeder Berufsgruppe, in jeder Straße, in jedem Verein, in jedem Forum... [/QUOTE]Allerdings ist die Armee eine Umgebung, die einen fruchtbaren Boden für allerlei Seltsamkeiten bildet. Das hat mehrere Gründe: 1. Die Handlungsfreiheit ist eingeschränkt, weil die Soldaten der Befehlsgewalt unterstehen. 2. Im Unterschied zu anderen Berufen und Freizeittätigkeiten kommen die Soldaten nicht so ohne weiteres aus dem Umfeld heraus. 3. Aus 1. und 2. ergibt sich oft ein Übermaß an Langeweile und Müßiggang. 4. Durch die Trennung von der Außenwelt kann Frust nicht so gut durch körperliche Lust (z.B. Sex) abgebaut werden (siehe [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=10506]diese Diskussion[/URL] und insbesondere [URL=http://www.violence.de/prescott/bulletin/article-d.html]diesen dort geposteten Link[/URL]). Aus diesem Gemisch entstehen Langeweile und Aggressivität. Da erscheinen mir die breitgetretenen Geschichten noch relativ harmlos. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B]Allerdings ist die Armee eine Umgebung, die einen fruchtbaren Boden für allerlei Seltsamkeiten bildet. [/B][/QUOTE] Und wieder das von mir in letzter Zeit so häufig gebrauchte Sprichwort: Die Kirche im Dorf lassen. Auch dieses Forum hier ist zum Beispiel ein Boden, auf dem allerlei seltsames wächst. Und jeder x-beliebige Mensch dieser Welt mit Internetzugang kann hierher kommen und lesen, was für ein absurdes Zeug hier zum Teil von Deutschen geschrieben wird. Meinst Du, es macht es besser, nur weil wir keine "Offiziellen" des Staates sind??? Wie gesagt, ich finde es bei Leibe nicht gut, was da läuft/gelaufen ist, nur sollte man auch mal die Verhältnismäßigkeiten wahren. Ich bin unter Polizeibeamten und Soldaten aufgewachsen, habe selbst bei der Bundeswehr gearbeitet und werde es ws auch bald wieder tun. Ich kenne viele Menschen in meinem nahen Umfeld, die dem Laden angehören und sorry, da ist keiner dabei, der diese Fotos gutheißen, nachahmen oder sonstwas würde. Diese Leute sind alle schockiert und erbost und fühlen sich von pauschalen Anschuldigungen wie hier zu lesen zu recht in eine unschöne Ecke gepreßt, wo sie weiß Gott nicht hingehören. Wenn wir hier im Forum mal anfangen würden, alle user zu veröffentlichen mit ihren Texten, die unter aller Sau sind ... man kann nur froh sein, daß die BILD sowas nicht interessiert... |
| Demon17 | Genau, so wie Farin Urlaub Sprüche z.B. [QUOTE]"Es ist egal was Du bist - Hauptsache ist, es macht Dich glücklich!" ~[/QUOTE] So etwas paßt hier in wie ein Schädel auf den Wolf. |
| hagzissa13 | Das muß ich nicht verstehen, oder? |
| Demon17 | keine Antwort ist auch eine |
| hagzissa13 | Sorry, Demon, aber Deine Provokationen waren auch schon mal besser. Und ich werde es genauso halten, wie immer: Nicht drauf eingehen. |
| Phoenix1384 | Ich glaube, was Demon damit meinte, dass der Spruch von Farin Urlaub hier nicht hinpasse, ist in etwa, dass dieser Spruch in seiner Art eine Legitimation für nahezu jedes Verhalten darstellen kann. Mit anderen Worten, Farin Urlaub (sowas wie Kommerzpunk) hat mit "Es ist egal was du bist - Hauptsache ist, es macht dich glücklich!" gesagt, du kannst politisch aktiv sein und für mehr Menschlichkeit, Frieden und Freiheit eintreten, oder Antisemit sein und auf Juden eindreschen, BILD-Reporter sein und munter Leute denunzieren, Bundeswehrsoldat sein und mit Knochen Spaß haben, solange dich das glücklich macht.. Ist ja schließlich egal, was du bist... |
| hagzissa13 | [b]OT[/b] [i][size=1]Ich weiß schon, was mit der Aussage gemeint war, aber eine Sig, die ja unter jedem Beitrag steht und darum mit dem Thema des Beitrags nicht unbedingt was zu tun haben muß, für eine solche Argumentation heran zu ziehen - naja - meiner Meinung nach etwas arg an den Haaren herbei gezogen. Und darum werde ich darauf auch nicht weiter eingehen, denn meine Sig hat mit dem hier diskutierten Thema soviel zu tun, wie Kühe mit Reisen zum Mond. Und wer meint, daß ich die Sig hier hingeschrieben habe, weil ich damit zu menschenverachtendem Handeln aufrufen möchte (wer den restlichen Text, die Gesinnung des Verfassers und mich kennt, der weiß, daß das absoluter Schwachsinn ist), der hat meines Erachtens den Schuß nicht gehört. Und darum werde ich zu diesem Thema an dieser Stelle keinen Kommentar mehr abgeben, zu welcher Anmerkung und vom wem sie auch immer kommt in diese Richtung. Wer sich bei mir darüber beschweren will, bitte per PN, das gehört hier de facto nicht hin.[/i][/size] [b]/OT[/b] |
| Manley | fein, und jetzt mal wieder back to topic. danke. |
| Demon17 | Nehmen wir mal die gedankenlos hingeplapperten Worte eines Fun Punks und reflektieren damit die Situation der deutschen Soldaten in Afghanistan. Insbesondere die, die mit Schädeln spielen. Ein kurzer Moment des Glücks im tristen einerlei des Dienstes unter der permanenten Bedrohung durch Selbstmordattentäter und Taliban. Ich meine hier zeigt die Spassgesellschaft ihre bleiche Fratze. Wozu hat die Suche nach dem Glück sie getrieben? Sich einer Organisation anzuschließen, die ihre Mitglieder in einem weitaus höherem Maße unterwirft als das im Rest der Gesellschaft möglich ist. Einer Organisation deren Führungskader offenbar nicht wirklich das ethische Nivau haben um den notwendigen Respekt vor der Totenruhe in der Truppe durchzusetzen. Die augenzwinkernd pervers-makabre Spiele mit Leichenteilen dulden, ohne es offiziell wahrzunehmen. (Es gibt ja hunderte solcher Bilder) Die damit das Leben ihrer Angehörigen zusätzlichen Risiken aussetzt, in ihrem öden, geistlosen Patroullendiensten, in denen sie teure Kraftfahrzeuge auf schlechten Strassen zu Schrott fahren, die gelegentlich von Selbstmordattentäter gerammt werden. Ist das bisschen Spaß das alles wirklich Wert? Verleitet die Spassgesellschaft nicht immer wieder große Teile der Gesellschaft zur Idiotie? Was hat die Jagd nach dem Glück in den USA dem Kernland dieses Wahns, denen wir diesen Krieg zu verdanken haben nicht schon alles angerichtet... was wird sie noch anrichten. Die Klimakatstrophe steht vor der Tür. Ist es nicht besser in Trauer und Wehmut einen Ökomotor zu fahren als glücklich mit einem Chevy-Big-Block die Umwelt zu verpesten um dann wieder erdölproduzierende Länder überfallen zu müssen? Aber soweit denken sie ja nicht... never surrender demon17 |
| EXULTATION | ich finde, die soldaten haben schon eine große dummheit gemacht und dies ist alles andere als gut. nur ist es eben eine dummheit, die fast jedem mal passieren kann und ich finde, hier wurde aus dem kleinen bisschen ein riesenproblem gemacht. dank medien, natürlich. pressefreiheit hin oder her, aber man darf echt nicht alles so zur schau stellen. |
| ange gardien | Hier wird sehr viel über Ursachen spekuliert ohne dabei auf das meiner Meinung nach naheliegende zu kommen. Stressabbau. Das hat nichts mit Spassgesellschaft oder Verrohung durch die Bundeswehr usw. zu tun. Warum benehmen sich Abiturienten ( die gerade ihre "Reifeprüfung" abgelegt haben ) bei der Abifeier wie Hooligans? Warum geht es auf einigen Mediziner- oder Schwesternpartys ab wie Sau? Und warum posen Soldaten in Afghanistan mit menschlichen Schädeln? Weil es eine völlig natürliche Reaktion ist mit Stress umzugehen. Daran wird auch kein erweiterter Ethikunterricht in der Bundeswehr oder sonstwas etwas ändern. Bei den Leuten die sich jetzt aufregen und über alles mögliches Spekulieren ( allen voran unsere Politiker ) merkt man ganz deutlich, dass sie selbst noch nie in einer annähernd vergleichbaren Stresssituation waren, wie die Soldaten in Afghanistan. Diese Bilder mit den Knochen, oder die Palme an einem Geländewagen ( übrigens gibt es bei der BW ganz offizielle Truppenabzeichen mit einer Palme - ist wenn ich mich recht erinnere irgend ein Panzerbattalion ) sind Reaktionen um mit Stress fertig zu werden. Im Prinzip genau das gleiche findet man in einer Abiklasse kurz vor den Prüfungen, wenn Volljährige wieder anfangen mit Papierkügelchen zu schießen wie in der Grundschule. Und die Situation in Afghanistan ist noch um einiges schlimmer. Wenn wir unsere Soldaten noch länger ohne klares Konzept und ohne das sich da untern wirklich was bewegt vor Ort lassen, werden noch ganz andere Dinge passieren, gegen die der Totenkopf auf einem Geländewagen harmlos ist. Für mich ist die Nato-Mission in Afgahnistan zum scheitern verurteilt. Wir sollten die jetzigen Vorfälle als Vorwand nutzen um unsere Soldaten aus diesem Land zurück zu holen ( dann hätte die ganze Affäre wenigstens noch einen praktischen Nutzen ). |
| Demon17 | Also das Wort Stress halte ich für stark übertrieben. Ich halte es eher für eine Folge von Langeweile. Der Wachdienst hat mit Stress eigentlich nichts zu tun. |
| fragment | [QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i] [B] Für mich ist die Nato-Mission in Afgahnistan zum scheitern verurteilt. Wir sollten die jetzigen Vorfälle als Vorwand nutzen um unsere Soldaten aus diesem Land zurück zu holen ( dann hätte die ganze Affäre wenigstens noch einen praktischen Nutzen ). [/B][/QUOTE] Truppenabzug zum jetzigen Zeitpunkt geht gar nicht. Damit gibst du die Zündschnur des Pulverfasses zum Anzünden frei. Es ist ja nicht nur, dass die extremen Kräfte in Afghanistan dann mit aller Gewalt versuchen werden an die Macht zu kommen. Überlässt man das Land jetzt sich selbst, macht man sich auch die Leute zum Feind, die bis dato Hoffnung in die UN - Aufbaumission in Afghanistan setzen und unseren Truppen freundlich gesinnt sind. Die sagen sich dann nämlich "Erst greifen sie unser Land unter dem Vorwand der Demokratisierung an und machen es dem Erdboden gleich, und dann verziehen sie sich weil es Pobleme gibt und überlassen uns den Fundamentalisten." Wir würden unseren letzten Rest Glaubwürdigkeit verlieren und uns zusätzliche Feinde schaffen. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Also das Wort Stress halte ich für stark übertrieben. Ich halte es eher für eine Folge von Langeweile. Der Wachdienst hat mit Stress eigentlich nichts zu tun. [/B][/QUOTE] Kommt darauf an, wo man ihn macht. Fakt ist, daß ein mir ein Psychiater der BW mitgeteilt hat, daß sie z.Z viele traumatisierte Soldaten haben. Die Stationen sind so voll, daß zur Zeit kaum Zivilsten zur Behandlung angenommen werden können. Es ist eben schon was anderes, ob man in Deutschland ein Gebäude bewacht, oder in Afghanistan, wo zur Zeit ne Bombenstimmung herrscht.... Außerdem sehen die Soldaten da unter viel Leid und Elend. |
| Demon17 | Bei einem ähnlichen Monitoring würdest Du in der Gesellschaft viele Gruppen mit ähnlicher Traumatisierung finden. Geh mal an die Schulen mit den Gewaltproblemen und Du wirst dich wundern. Mir geht es einfach um die inflationäre Verwendung des Begriffes Stress. Sicher ist eine Patroullie durch eine belebte Strasse Afghanistans mit ständiger potentieller Bedrohung auch Stress. Doch doch die meisten Zeit sitzen die deutschen Soldaten in gut gesicherten festungsähnlichen Gebäuden. (Mit Ausnahme der KSK-Kräfte, natürlich). Auch die Schädelfotos und Knochenpuzzle zeugen nicht grad von Überlastung oder konkreter Angst. |
| hagzissa13 | Da die Patientenzahl jedoch mit der Intensivierung der Einsätze und den geänderten Aufgabengebieten gestiegen ist, ist der Zusammenhang deutlich erkennbar=> Einsatz ist Streß. Selbst wenn man dort unten "nur" 5 Wochen ist und in der Zeit aus dem Lager nicht rauskommt, ist der Lagerkoller bei den vielen Leuten dort quasi vorprogarmmiert. Alle, die unten waren sagen, daß der Einsatz sie verändert hat. |
| Demon17 | Die armen U-Bootfahrer! Aber Spass beiseite, eine der Gründe für die Auslandseinsätze ist natürlich auch die Bundeswehr auf den Ernstfall vorzubereiten. 5 Wochen im Lager halte ich jedoch nicht für wirklich gefährlich. Strafgefangene haben da über Jahre wesentlich mehr auszuhalten. Außerdem wird ja niemand gezwungen dorthin zu gehen. |
| Schwarzer Prinz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Die armen U-Bootfahrer! Aber Spass beiseite, eine der Gründe für die Auslandseinsätze ist natürlich auch die Bundeswehr auf den Ernstfall vorzubereiten. 5 Wochen im Lager halte ich jedoch nicht für wirklich gefährlich. Strafgefangene haben da über Jahre wesentlich mehr auszuhalten. Außerdem wird ja niemand gezwungen dorthin zu gehen. [/B][/QUOTE] Blabla, Du hast leicht reden, warst Du schonmal auf einem Auslandseinsetz mit dem Bund ? Falls nicht, spar Dir Dein Geschreibsel. Und was ist mit den vielen Verletzten und Toten die die Bundeswehr schon beklagen mußte... der kleine Soldat ist immer der Arsch. Das hat sich nicht geändert. Für Großmachtsphantasien der Politiker auf der halben Welt im Einsatz, wo wir eigentlich gar nichts zu suchen haben. Hinter den meisten sog. "humanitären Einsätzen" stehen eher handfeste strategische und wirtschaftliche Interessen. Sollte es nicht aufgefallen sein, die Politik der westl. Länder (D, GB insbes. USA) ist von Lobbyisten der Großunternehmen und Banken beeinflußt....Das Volk hat doch eh schon nichts mehr zu sagen. Wird doch alles ohne große Diskussion durchgepeitscht. Statt mal zu versuchen auf dieser Welt eine Zusammenarbeit in all den wichtigen Themen zu erreichen (Umweltschutz, Armut, Abrüstung etc.) werden Kriege geführt. Das zeigt wieviel wir aus der Vergangenheit gelernt haben, nämlich nichts :rolleyes: |
| Schwarzer Prinz | [QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i] [B]Und die Situation in Afghanistan ist noch um einiges schlimmer. Wenn wir unsere Soldaten noch länger ohne klares Konzept und ohne das sich da untern wirklich was bewegt vor Ort lassen, werden noch ganz andere Dinge passieren, gegen die der Totenkopf auf einem Geländewagen harmlos ist. Für mich ist die Nato-Mission in Afgahnistan zum scheitern verurteilt. Wir sollten die jetzigen Vorfälle als Vorwand nutzen um unsere Soldaten aus diesem Land zurück zu holen ( dann hätte die ganze Affäre wenigstens noch einen praktischen Nutzen ). [/B][/QUOTE] Dito. Dazu passt übrigens die Meldung, dass die kanadischen Soldaten dringend schwerere Waffen in A´stan gefordert haben. Es wurden daraufhin die Leopard C2 Panzer (kanadische Version des Leo1A5) "entmottet" und mit hohen Transportkosten zur Verstärkung geschickt. Auch die Dänen (o. Niederländer ?) schicken Panzer. Das sieht für mich nicht so aus, als wäre die Lage unter Kontrolle.... Andererseits sollte man nicht vergessen, was für Waffen und Mengen an Truppen die Soviets in A´stan hatten. Das Ergebnis war ? |
| ange gardien | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Also das Wort Stress halte ich für stark übertrieben. Ich halte es eher für eine Folge von Langeweile. Der Wachdienst hat mit Stress eigentlich nichts zu tun. [/B][/QUOTE] Du solltest dich erst einmal über die Verhältnisse vor Ort informieren, bevor Du hier weiter deine Theorien verbreitest. Am besten mal mit Soldaten reden, die unten waren... |
| Trauerwesen | So, mal meine Meinung zu dem ganzen: Sicherlich ist es eindeutig Fehlverhalten, aber auf der anderen Seite finde ich den Medienrummel ein wenig übertrieben. Es war nicht gut, was die getan haben, Störung der Totenruhe usw, aber es passieren glaube ich viel schlimmere Dinge im Krieg (Vergewaltigungen, Krieg ansich usw), worüber nicht solch ein Terz gemacht wird. Stress hin oder her, das war nicht gut, was passierte, aber auf der anderen Seite ist dies auch wieder ein gefundenes Fressen für die Gegenseite, unsere Soldaten in jenen Gebieten zu verachten. Weswegen die Frage, ob es gut war, diese Bilder zu veröffentlichen, im Raum stehen bleibt... |
| ange gardien | [QUOTE][i]Original geschrieben von fragment [/i] [B]Truppenabzug zum jetzigen Zeitpunkt geht gar nicht. Damit gibst du die Zündschnur des Pulverfasses zum Anzünden frei. [/B][/QUOTE] Mittelfristig gesehen bleibt uns nichts anderes übrig. Das Ziel in Afghanistan eine Demokratie nach westlichem Muster zu errichten ist bodenlos naiv und führt dazu, dass die Bevölkerung über kurz oder lang die NATO genauso hassen wird wie damals die Russen. Die Zerschlagung der Taliban war nur möglich, weil wir die Zivilbevölkerung hinter uns hatten. Jetzt machen wir den Fehler, den Afghanen eine Staatsform aufdrücken zu wollen, die dort niemals funktionieren wird. Demokratie nach unserem Muster und die dortige Kultur, geprägt von Stammes- und Clangesellschaften und einer konservativen, extrem religiösen Lebensweise - das wird niemals funktionieren. Der afghanische Präsident wird ja schon scherzhaft "Bürgermeister von Kabul" genannt, weil seine Macht am Stadtrand endet. Bereits jetzt werden dort Mädchenschulen zerstört und die meisten Frauen laufen wieder mit der Burkha rum, wie zu Zeiten der Taliban. Nicht weil eine kleine Minderheit das so will, sondern weil es dem kulturellen selbstverständnis der Mehrheit entspricht. Das ist nicht schön, aber dagen können wir überhaupt nichts machen. Jeder Versuch von aussen daran etwas zu ändern wird das Volk gegen die ausländischen Eindringlinge aufbringen. Es ist kein Zufall, dass die Taliban wieder auf dem Vormarsch sind. Die Afghanen dulden uns dort weil wir Schulen und Infrastruktur aufbauen und sie von uns einen höheren Lebensstandard erwarten. Allerdings ist die dortige Erwartungshaltung extrem hoch. Es gibt unter der ( sehr ungebildeten ) Bevölkerug nicht wenige, die denken das wir denen den gleichen Lebensstandard ( in Form von Infrastruktur und materiellen Dingen ) wie in Deutschland bringen. Wenn Sie merken das das nichts wird, kippt die Stimmung sehr schnell gegen uns. Ein Rückzug zur jetzigen Zeit ist ein schwerer Gesichtsverlust,aber dort zu bleiben wird noch viel schlimmere Folgen haben. |
| Apex | [QUOTE]Weswegen die Frage, ob es gut war, diese Bilder zu veröffentlichen, im Raum stehen bleibt...[/QUOTE] Wie gesagt, für mich gehört es zur Berichterstattung dazu, wie sonst sollte der Bürger davon erfahren können? Ein Bericht alleine reicht nicht, dann könnte ja jeder kommen und etwas schreiben...selbst hier gab es ja Leute die trotz der Bilder glaub(t)en es seien Fälschungen, von daher halte ich es für eine verständliche Handlung der Journalisten diese Bilder zu veröffentlichen. Ich persönlich halte einen Abzug der Truppen momentan eigendlich für eine unglückliche Lösung des ganzen Problems. Die ganze Region ist zwar jetzt schon instabil, aber durch einen Abzug würde sie vollkommen kollabieren. Sicher war es falsch den Afghanen einen Marionetten-Lobbyisten aus den Staaten als Präsidenten vorzusetzen. Warum hat man den König nicht wieder eingesetzt, der vor dem Angriff der Sowjets dort herrschte (rhetorische Frage)? Ich glaube die Königsfamilie hätte weitaus mehr ausrichten können um die Clans zu einigen als die jetzige Regierung es kann... Wie gesagt, ein Abzug könnte irgendwann die einzige Lösung bleiben, auch wenn ich damit nicht sehr zufrieden bin... |
| Demon17 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Schwarzer Prinz [/i] [B]Blabla, Du hast leicht reden, warst Du schonmal auf einem Auslandseinsetz mit dem Bund ? [/B][/QUOTE] Mit Unverschämtheiten wie BlaBla bringst Du nur Deine Dummheit zum Ausdruck. Die Tatsache das sich viele Soldaten immer wieder auf Auslandseinsätze bewerben genügt völlig um festzustellen, das es so stressig und riskant nicht sein kann, sieht man von der KSK ab. Es gibt in der BRD soziale Mileus mit höherer Mortalität als bei der Bundeswehr. Es gibt auch Berufsgruppen die höheren psychologischen Belastungen ausgesetzt sind. Das Rechtfertigt nicht mit Leichenteilen zu spielen. Im übrigen, die Bundeswehr beklagt ja selbst, das sie aufgrund des niedrigen Soldes in den unteren Diensträngen ein relativ geringes Bildungsniveau in Kauf nehmen muß. Es gilt zu verhindern, das sich ein unreflektiertes Machotum breit macht, das für manche als Motiv gelten mag sich beim Bund zu melden. Das dann in Schädelspielereien zum Ausdruck kommt und in Gruppendruck, in dem die, die nicht mitmachen wollen als "Weicheier" beschimpft werden. |
| Demon17 | [QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i] [B]Du solltest dich erst einmal über die Verhältnisse vor Ort informieren, bevor Du hier weiter deine Theorien verbreitest. Am besten mal mit Soldaten reden, die unten waren... [/B][/QUOTE] Ähm, dito. Ich kannte genug länger Gediente. Die allesamt von erzwungener Untätigkeit berichteten. Stress haben z.B. Ärzte mit 60-80 Stunden Wochen oder Selbstständige, für die ähnliche Arbeitszeiten über Jahrzehnte völlig normal sind. Häufig noch in Verbindung mit existentieller Bedrohung im Falle von Nachfrageschwankungen. Der sogenannte "Lagerkoller" resultiert doch zum großen Teil aus einem Mangel an sinnvoller Beschäftigung. Auch sind z.B. U-Bootbesatzungen die monatelang in engen Stahlröhren unterwegs sind und sich teilweise die Kojen teilen müssen wesentlich stärker belastet. Zur Frage ob es nun sinnvoll ist dort zu bleiben müßte man die Alternativen kennen. Afghanistan war ja als Monarchie im westlichen Sinne schon mal wesentlich zivilisierter. Die Wirtschaft wesentlich fortschrittlicher und zumindest in den Großstädten gab es auch berufstätige Frauen. Also grundsätzlich ist es nicht zwangsläufig das Afghanistan in der vormittelalterlichen Stammesgesellschaft verharrt. Allerdings konnte Afghanistan in der Geschichte bisher nie dauerhaft von Fremden beherrscht werden. Dazu sind die Afghanen einfach zu kriegerisch, das gelände zu unübersichtlich und das Land zu arm als das es sich lohnt. Sinn macht es eigentlich nur im geopolitischen Sinne, denn entwickeln kann man das Land ja nicht solange Zivilisten wie Entwicklungshelfer, Ingenieure und Ärzte sich dort nicht sicher bewegen können. Wenn man verhindern will, das immer mehr Länder von sogenannten Theokratien beherrscht wird, die Amputationen als gerechte Strafe empfinden, im Iran als Bestrafung für Schüler z.B. dann bleibt wohl nichts anderes übrig als die fortschrittlichen Kräfte zu unterstützen. Ob das nun in Form von Truppen sein muß möchte ich dahingestellt lassen. Auf jeden Fall ist es tödlich sie zu Ersatzkriegsschauplätzen des Ost-West-Konfliktes zu machen. Allerdings wird sich dieses Spiel jetzt mit den Regionalmächten wiederholen. So hat Pakistan starke Interessen in Afghanistan. |
| Move over Kate | @ schwarzer Prinz Auch wenn es da unten sicherlich Manschaften und damit einfache Soldaten treffen kann, die für "Großmachtsphantasien" (ich würd eher von realpolitischen Zwängen sprechen) den Kopf hinhalten - es ist ihr Job. Jeder, der zur Zeit als SaZ oder Berufssoldat beim Bund dient, weiß spätestens seit 1991, worauf er sich eingelassen hat. Wehrpflichtige werden (gegen ihren Willen) in keine Krisenregion geschickt. Ob Totenköpfe oder Afri-Cola Palme auf nem Jeep - letztlich sind das Lappalien, die a) von den Medien hochstilisiert werden, b) eigentlich keinen Schwanz interessieren und c) nicht zu weltweiten Ausschreitungen radikaler Islamisten geführt haben (im Gegensatz zu den Mohammed-Karikaturen). Was soll das ganze also? Statt über geschmacklose Dumme-Jungen-Streiche zu diskutieren, sollten sich die Politiker endlich über die wahre Sinnhaftigkeit von Einsätzen vor der libanesischen Küste (m. E. totaler Unsinn, weil das Mandat bescheiden ist), in Afghanistan (m. E. sinnvoll, solange dort keine funktionierende Staatsmacht etabliert ist) und in Bosnien unterhalten - und damit erst einmal die Kernfragen klären. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]5 Wochen im Lager halte ich jedoch nicht für wirklich gefährlich. [/B][/QUOTE] Das Camp ist schon angegriffen worden. Wo Du da die Ungefährlichkeit siehst, ist mir schleierhaft.... [quote][b]Ich kannte genug länger Gediente...[/b][/quote] Leute, die vor 10 Jahren im Ausland waren und die auch heute noch ins Ausland gehen werden Dir allesamt sagen, daß sich die Einsätze und die Gefährlichkeit drastisch geändert haben. |
| Demon17 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] [B] Ob Totenköpfe oder Afri-Cola Palme auf nem Jeep - letztlich sind das Lappalien, die a) von den Medien hochstilisiert werden, b) eigentlich keinen Schwanz interessieren und c) nicht zu weltweiten Ausschreitungen radikaler Islamisten geführt haben (im Gegensatz zu den Mohammed-Karikaturen). [/B][/QUOTE] Ich habe im Gegensatz eher den Eindruck, das durch die ganze Aufregung und die Medienkampagne der islamische Terror von deutschen Medien instrumentalisiert wird um Auflage zu machen und erst hieraus eventuelle Risiken resultieren. Medien können die Nachrichten auch herbeireden. Das macht wirtschaftlich Sinn für sie. Der Journalist, der das Unfallopfer fotografiert anstatt erste Hilfe zu leisten ist ja ein allgemein bekanntes Phänomen. Was mich auch wundert ist die aufgeregte Reaktion konservativer Politiker und die zurückhaltende Reaktion der politischen Linken. Ich stelle mir die Frage, ob da bei den Konservativen Phobien zum Ausdruck kommen. |
| ange gardien | Demon, Du machst den Fehler Stress mit hoher Arbeitsbelastung gleich zu setzen. Stress kann auch durch ganz andere Einflüsse erzeugt werden. Mit dem Lagerkoller hast Du schon ein Beispiel von mehreren genannt. [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] Warum hat man den König nicht wieder eingesetzt, der vor dem Angriff der Sowjets dort herrschte (rhetorische Frage)? Ich glaube die Königsfamilie hätte weitaus mehr ausrichten können um die Clans zu einigen als die jetzige Regierung es kann... [/B][/QUOTE] Ganz meine Meinung. Vielleicht wäre das jetzt immer noch eine Möglichkeit, auch wenn es dafür jetzt eigentlich schon zu spät ist. |
| Demon17 | [QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i] [B]Das Camp ist schon angegriffen worden. Wo Du da die Ungefährlichkeit siehst, ist mir schleierhaft.... Leute, die vor 10 Jahren im Ausland waren und die auch heute noch ins Ausland gehen werden Dir allesamt sagen, daß sich die Einsätze und die Gefährlichkeit drastisch geändert haben. [/B][/QUOTE] Es ist nicht ungefährlich, doch die Risiken sind allen vorher bekannt und meines Wissens ist die Lage im Norden noch relativ ruhig. Ganz abgesehen davon, ist es doch so, das die relativ hohe Akzeptanz der Bundeswehr in Afghanistan aus der Rücksichtnahme auf die Sitten und Gebräuche des Landes beruht. Diese wird aber durch Pressekampagnen über schädelspielende Soldaten verringert. Es können auch mal die falschen Knochen sein, wenn du verstehst was ich meine. |
| Demon17 | [QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i] [B]Demon, Du machst den Fehler Stress mit hoher Arbeitsbelastung gleich zu setzen. Stress kann auch durch ganz andere Einflüsse erzeugt werden. Mit dem Lagerkoller hast Du schon ein Beispiel von mehreren genannt. [/B][/QUOTE] Sicher ist auch Angst ein Sressfaktor, doch wird niemand gezwungen sich dieser Angst auszusetzen. Außerdem sind Provolationen wie mit Knochen zu spielen nicht geeignet das Risiko zu verringern. Es ist einfach ein Mangel an Disziplin und Professionalität. Niemand hat etwas dagegen wenn die Soldaten auf einer Party den Stress abbauen indem sie über die Stränge schlagen, aber im Dienst ist das eben nicht angesagt. Krankenpfleger und Ärzte begrüssen die Unfallopfer auch nicht mit Konfetti um mal bei deinem Beispiel zu bleiben. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]die Lage im Norden noch relativ ruhig.[/b][/quote] Das Camp soll in absehbarer Zeit in den Süden verlegt werden und ist auch im Norden - wie beschrieben - schon angegriffen worden. [b][quote]Diese wird aber durch Pressekampagnen über schädelspielende Soldaten verringert. Es können auch mal die falschen Knochen sein, wenn du verstehst was ich meine. [/B][/QUOTE] Ja, was denkst du denn, warum ich Dir hier die ganze Zeit versuche klar zu machen, warum das ganze Unternehmen eben nicht so harmlos ist [ich erinnere an folgende Zitate: [i] - 5 Wochen im Lager halte ich jedoch nicht für wirklich gefährlich - Die Tatsache das sich viele Soldaten immer wieder auf Auslandseinsätze bewerben genügt völlig um festzustellen, das es so stressig und riskant nicht sein kann [/i]] , wie Du tust???. |
| Demon17 | Man muß halt mal die die Mortalität der Soldaten auf Auslandseinsätzen mit der Mortalität anderer Gruppen in der Gesellschaft vergleichen. Ich meine Sterbestatistiken müßten Dir ja bekannt sein, und man kommt mit Sicherheit zu erstaunlichen Ergebnissen. Ich bin mir sicher, das Entwicklungshelfer z.B., die sich häufig allein und unbewaffnet in gefährlichen Regionen aufhalten höhere Risiken eingehen. Auch Polizisten werden erschossen und Bewohner sozialer Brennpunkte, hier insbesondere die Kinder, haben erhebliche Risiken, z.B. im Schulkindalter angefixt zu werden. Versteh mich nicht falsch, ich will nichts verharnlosen, aber die Soldaten kennen das Risiko und müssen sich nicht zu Auslandseinsätzen melden. Allerdings finde ich es auch nicht gut wenn sie die Fehler anderer Truppen ausbaden müssen, die sich durch ihr Verhalten die Afghanen zu Feinden gemacht haben. Soviel ich weiß tut die Bundeswehr mehr für die Sicherheit ihrer Soldaten als andere Streitkräfte in Afghanistan. |
| Apex | [QUOTE]Ich bin mir sicher, das Entwicklungshelfer z.B., die sich häufig allein und unbewaffnet in gefährlichen Regionen aufhalten höhere Risiken eingehen.[/QUOTE] Mach mir ruhig Mut, wo ich endlich mal so ne halbwegs feste Vorstellung habe, was ich mit meinem Studium anfangen will... :p [QUOTE]Es ist einfach ein Mangel an Disziplin und Professionalität.[/QUOTE] Sicher ist dies einer der Gründe aber auf der anderes Seite ist es bestimmt auch so, dass viele der Soldaten hier unter einem Druck stehen den sie auf diese Weise abbauen wollten. Jetzt muss man halt die Lehre draus ziehen und versuchen hier mehr Professionalität herein zu bringen, aber auch sicher andere Aspekte wie die psychologische Betreuung vor Ort zu verbessern und alternative Möglichkeiten zum Druckabbau anzubieten. |
| Demon17 | [QUOTE]Mach mir ruhig Mut, wo ich endlich mal so ne halbwegs feste Vorstellung habe, was ich mit meinem Studium anfangen will... [/QUOTE] Nur zu Deiner Information, der DED zog seine Mitarbeiter als letzte humanitäre Organisation ab, als Hutus und Tutsis sich an die Kehle gingen. ;) |
| Schwarzer Prinz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] [B]@ schwarzer Prinz Auch wenn es da unten sicherlich Manschaften und damit einfache Soldaten treffen kann, die für "Großmachtsphantasien" (ich würd eher von realpolitischen Zwängen sprechen) den Kopf hinhalten - es ist ihr Job. Jeder, der zur Zeit als SaZ oder Berufssoldat beim Bund dient, weiß spätestens seit 1991, worauf er sich eingelassen hat. Wehrpflichtige werden (gegen ihren Willen) in keine Krisenregion geschickt. Ob Totenköpfe oder Afri-Cola Palme auf nem Jeep - letztlich sind das Lappalien, die a) von den Medien hochstilisiert werden, b) eigentlich keinen Schwanz interessieren und c) nicht zu weltweiten Ausschreitungen radikaler Islamisten geführt haben (im Gegensatz zu den Mohammed-Karikaturen). Was soll das ganze also? Statt über geschmacklose Dumme-Jungen-Streiche zu diskutieren, sollten sich die Politiker endlich über die wahre Sinnhaftigkeit von Einsätzen vor der libanesischen Küste (m. E. totaler Unsinn, weil das Mandat bescheiden ist), in Afghanistan (m. E. sinnvoll, solange dort keine funktionierende Staatsmacht etabliert ist) und in Bosnien unterhalten - und damit erst einmal die Kernfragen klären. [/B][/QUOTE] Das ist wohl wahr. Aber unsere Politiker machen einfach ihre einfachsten Hausaufgaben nicht mehr. Wären sie Schulkinder hätten Sie schon Stubenarrest bekommen müssen :D |
| Schwarzer Prinz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Mit Unverschämtheiten wie BlaBla bringst Du nur Deine Dummheit zum Ausdruck. [/B][/QUOTE] Nicht wirklich, war nur etwas vorschnell von mir geschrieben (war mal bei dem Verein d.h. Bund). Aber wenn DU meinst, ich sei dumm, von mir aus, lasse Dir gern Deinen Glauben :D |
| Schwarzer Prinz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Ich habe im Gegensatz eher den Eindruck, das durch die ganze Aufregung und die Medienkampagne der islamische Terror von deutschen Medien instrumentalisiert wird um Auflage zu machen und erst hieraus eventuelle Risiken resultieren. Medien können die Nachrichten auch herbeireden. Das macht wirtschaftlich Sinn für sie. Der Journalist, der das Unfallopfer fotografiert anstatt erste Hilfe zu leisten ist ja ein allgemein bekanntes Phänomen. [/B][/QUOTE] Na, im Gegensatz zu mir bist Du doch ein schlaues Kerlchen, darauf was Du hier schreibst wäre ich nämlich nie gekommen. Oh, die Medien wollen die Auflage steigern und Profit machen, ist mir total neu, so was aber auch. ;) Muß ich bei BWL verpasst haben, dass Unternehmen auch Gewinne einfahren wollen.... |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] [B]Wie gesagt, für mich gehört es zur Berichterstattung dazu, wie sonst sollte der Bürger davon erfahren können? Ein Bericht alleine reicht nicht, dann könnte ja jeder kommen und etwas schreiben...selbst hier gab es ja Leute die trotz der Bilder glaub(t)en es seien Fälschungen, von daher halte ich es für eine verständliche Handlung der Journalisten diese Bilder zu veröffentlichen. [/B][/QUOTE] So gesehen ja, auch wegen journalistischer Freiheit usw und das Recht der Öffentlichkeit, bescheid zu wissen, nur ist die Kehrseite der Medaille, dass gerade bei den derzeitigen Konflikten, der Hass der islamischen Welt leicht geschürt werden kann. Nungut, selbst schuld könnte man da sagen, das ist es im Endeffekt auch, aber nur könnten dann wieder Leute in Mitleidenschaft gezogen werden, die damit nichts zu tun hatten. |
| Apex | Naja, aber die sollen sich dann auch nicht bei der Presse beschweren, sondern bei den Soldaten die den Mist verbockt haben oder noch besser bei deren Dienstherren... |
| Demon17 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Schwarzer Prinz [/i] [B]Na, im Gegensatz zu mir bist Du doch ein schlaues Kerlchen, darauf was Du hier schreibst wäre ich nämlich nie gekommen. Oh, die Medien wollen die Auflage steigern und Profit machen, ist mir total neu, so was aber auch. ;) Muß ich bei BWL verpasst haben, dass Unternehmen auch Gewinne einfahren wollen.... [/B][/QUOTE] VWahrscheinlich habe ich es für Dich zu kompliziert gesagt. Es geht darum, das Bild und Konsorten eventuell bewußt versuchen dem Terror durch solche Pressekampagnen neue Motive zu liefern um dann neue Sensationen zu erhalten. |
| darkmav | @Demon17: Möchte das jetzt der BILD nicht unterstellen. Eher, daß sie auf eventuelle Konsequenzen keine Rücksicht genommen hat, um in einer Saure-Gurken-Phase mal wieder etwas mehr Auflage zu erreichen. Keine hehre Absicht, aber auch nicht gerade bösartig... Darüber hinaus muß und darf sich niemand in Deutschland aus Angst vor Reaktionen von irgendwelchem Islamistengesocks das Mund verbieten lassen. Sobald es so weit kommt, ist das der Beginn einer Kapitulation vor solchen antidemokratischen und menschenverachtenden Tendenzen (siehe Oper Idomeneo). |
| Demon17 | Im Endeffekt zählt nur wie es wirkt. Die Folgen der Veröffentlichung der Bilder waren vorher nicht abzusehen. |
| Phoenix1384 | Ob die BILD diese Fotos [URL=http://www.taz.de/pt/2006/11/06/a0090.1/text]hier[/URL] auch reißerisch auf der Titelseite veröffentlicht? Ich habe da ehrlich gesagt so meine zweifel, dass das in der BILD überhaupt erwähnt wird... |
| herbstliebe | [QUOTE][i]Original geschrieben von Phoenix1384 [/i] [B]Ob die BILD diese Fotos [URL=http://www.taz.de/pt/2006/11/06/a0090.1/text]hier[/URL] auch reißerisch auf der Titelseite veröffentlicht? Ich habe da ehrlich gesagt so meine zweifel, dass das in der BILD überhaupt erwähnt wird... [/B][/QUOTE] Dem musste ich gleich mal nachgehen. ;) [url]http://www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/11/05/bundeswehr-skandal/bundeswehr-skandal.html[/url] |
| Phoenix1384 | Joa, aber für die Seite 1 auf bild-t.online.de hats nicht gereicht. Stefanie Hertels "Traumhochzeit in Südtirol" ist ja schließlich viel wichtiger, als so eine langweilige Foltergeschichte... Bin mal gespannt, ob das bei der gedruckten BILD auch so ist... |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]...aber die Soldaten kennen das Risiko und müssen sich nicht zu Auslandseinsätzen melden. [/B][/QUOTE] Als Soldat wirst Du heute nicht mehr gefragt, ob Du gehen willst.... Klar gibt es welche, die aufgrund der zusätzlich gezahlten Kohle oder aufgrund von Aufstiegschancen innerhalb der BW öfter/länger gehen, als von ihnen gefordert werden kann, aber als Soldat unterschreibst Du, daß Du innerhalb einer gewissen Zeit eine gewisse Zeitspanne auf Verlangen Deines Arbeitgeber im Ausland /im Einsatz verbringen [b]mußt[/b]. |
| darkmav | >>> Als Soldat wirst Du heute nicht mehr gefragt, ob Du gehen willst.... Klar gibt es welche, die aufgrund der zusätzlich gezahlten Kohle oder aufgrund von Aufstiegschancen innerhalb der BW öfter/länger gehen, als von ihnen gefordert werden kann, aber als Soldat unterschreibst Du, daß Du innerhalb einer gewissen Zeit eine gewisse Zeitspanne auf Verlangen Deines Arbeitgeber im Ausland /im Einsatz verbringen mußt. Wieso sollte für Soldaten denn auch etwas anderes gelten, wie für andere Berufsfelder? Wenn sich zBsp. ein Manager in den Ghettos von Johannisburg verirrt, ist dieser Auslandseinsatz auch gefährlicher, als zu Hause zu bleiben im wohlbekannten und weitgehend ungefährlichen München beispielsweise. |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Im Endeffekt zählt nur wie es wirkt. Die Folgen der Veröffentlichung der Bilder waren vorher nicht abzusehen. [/B][/QUOTE] Also meinst Du, da man es nicht absehen konnte, kann man dies nicht als (übertrieben mal eben) verantwortungslos bezeichnen? Klar, die Leute, die da den Mist gebaut haben, tragen dafür die Verantwortung, nicht die Zeitung, die die Bilder rausgekramt und gezeigt hat. Wobei natürlich diverse Konsequenzen abzusehen waren...gerade in der heutigen Zeit. Da könnte man schon sagen, da wird dieser Konflikt evtl mit geschürt. Gerade bei der Bild erlaube ich mir da doch ein wenig mehr herauszunehmen, was weniger mit öffentlicher Aufklärung (eine Zeitung, die gerne mal ihre Fantasie spielen lässt, kann da wenig mit zu tun haben^^), sondern mehr mit Auflagen und Skandalen zu tun hat. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B]Wieso sollte für Soldaten denn auch etwas anderes gelten, wie für andere Berufsfelder? [/B][/QUOTE] Darum ging es in meiner Aussage ja auch gar nicht. Natürlich müssen auch andere Menschen in anderen Berufen ins Ausland. Meine Aussage bezog sich lediglich auf demons Hinweis, daß Soldaten ja [i]nicht müßten, wenn sie nicht wollten[/i] und das ist de facto so nicht richtig. |
| darkmav | @hagzissa: Das war jetzt kein Angriff auf Dich, sondern eher auf demons Aussage. Im übrigen halte ich den Beruf "Soldat" in der Bundeswehr und in der heutigen Zeit nicht für sooo gefährlich. Wieviele sind denn schon gestorben? Weiß das jemand? Gibt ja auch andere gefährliche Berufe: Bauarbeiter (Gefahr von Steinen erschlagen zu werden, oder vom Gerüst zu fallen), Lehrer (wo man schnell depressiv wird), Physik-Professor (da droht man verrückt zu werden)... ;-) |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B]Das war jetzt kein Angriff auf Dich, sondern eher auf demons Aussage. Im übrigen halte ich den Beruf "Soldat" in der Bundeswehr und in der heutigen Zeit nicht für sooo gefährlich. Wieviele sind denn schon gestorben? Weiß das jemand? [/B][/QUOTE] Im Ausland sind seit Bestehen der Bundeswehr (wenn meine Informationen, die ich habe (von der BW) noch aktuell sind) mindestens 17 Soldaten ums Leben gekommen. Jetzt muß man aber auch bedenken, wie viele Bauarbeiter es gibt und wie viele Soldaten gleichzeitig im Ausland sind ;) . Daneben darf man nicht vergessen, wie ich auch schon schrieb, daß sehr viele Soldaten traumatisiert zurückkommen. Die psychiatrisch/neurologischen Stationen der BW sind voll davon. |
| Ianus | ich weiß nicht, warum die leute alle so aufgeregt sind? die soldaten sind seit monaten im einsatz, entweder im dauerstress oder total gelangweilt, wissen nicht mehr genau, was sie da eigentlich verloren haben und sind, wenn sie nicht gerade in nem ernsten einsatz sind, unterbeschäftigt und nicht wirklich ausgelastet (nicht in einem arbeitstechnischen sondern mentalen sinn). wenn die da anfangen, ein wenig scheiß zu bauen, wer kann es ihnen verübeln? und die lokale bevölkerung? die werden doch nur von den lokalen extremisten mal wieder aufgestachelt. natürlich sind die soldaten keine übermenschen, daher auch nicht unbedingt als vorbildsfunktion geeignet. und vertrauen gewinnen? das ist dank einer recht beeinflussbaren masse (naja, welches volk ist das nicht?) mit wenigen worten wieder zunichte gemacht. aber was solls. die menschen bleiben dumm. schade nur, dass sie deswegen so leiden müssen... |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i] Die Kirche im Dorf lassen ... Ich kenne viele Menschen in meinem nahen Umfeld, die dem Laden angehören ... Diese Leute sind alle schockiert und erbost[/QUOTE]Das kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Wenn die wirklich in der Armee [b]gedient[/b] haben, und nicht nur als Tagesangestellte da arbeiten, dann sollten sie mitbekommen haben, dass Leute, die lange Zeit auf engstem Raum zusammenhocken, dazu neigen, "ein wenig Scheiß zu bauen". Haben die alle noch nichts von diversen Spielchen a la "Musikbox" und "Schildkröte" gehört? [QUOTE]und fühlen sich von pauschalen Anschuldigungen wie hier zu lesen zu recht in eine unschöne Ecke gepreßt, wo sie weiß Gott nicht hingehören.[/QUOTE]Mein Beitrag war nicht als Anschuldigung gegen Irgendwen gedacht. Ich habe nur festgestellt, dass Extremsituationen bei Menschen zu seltsamen Reaktionen führen können. Mit deinen letzten Beiträgen bestätigst du eigentlich das, was ich geschrieben habe: [b]TheTurningPoint:[/b] Allerdings ist die Armee eine Umgebung, die einen fruchtbaren Boden für allerlei Seltsamkeiten bildet. [b]hagzissa13:[/b] Fakt ist, daß ein mir ein Psychiater der BW mitgeteilt hat, daß sie z.Z viele traumatisierte Soldaten haben. ... Es ist eben schon was anderes, ob man in Deutschland ein Gebäude bewacht, oder in Afghanistan, wo zur Zeit ne Bombenstimmung herrscht.... Außerdem sehen die Soldaten da unter viel Leid und Elend. [b]TheTurningPoint:[/b] 1. Die Handlungsfreiheit ist eingeschränkt, weil die Soldaten der Befehlsgewalt unterstehen. [b]hagzissa13:[/b] aber als Soldat unterschreibst Du, daß Du innerhalb einer gewissen Zeit eine gewisse Zeitspanne auf Verlangen Deines Arbeitgeber im Ausland /im Einsatz verbringen [b]mußt.[/b] [b]TheTurningPoint:[/b] 2. Im Unterschied zu anderen Berufen und Freizeittätigkeiten kommen die Soldaten nicht so ohne weiteres aus dem Umfeld heraus. [b]hagzissa13:[/b] Natürlich müssen auch andere Menschen in anderen Berufen ins Ausland. Meine Aussage bezog sich lediglich auf demons Hinweis, daß Soldaten ja nicht müßten, wenn sie nicht wollten und das ist de facto so nicht richtig. [b]TheTurningPoint:[/b] 3. Aus 1. und 2. ergibt sich oft ein Übermaß an Langeweile und Müßiggang. [b]hagzissa13:[/b] Selbst wenn man dort unten "nur" 5 Wochen ist und in der Zeit aus dem Lager nicht rauskommt, ist der Lagerkoller bei den vielen Leuten dort quasi vorprogarmmiert. [b]TheTurningPoint:[/b] 4. Durch die Trennung von der Außenwelt kann Frust nicht so gut durch körperliche Lust (z.B. Sex) abgebaut werden [b]hagzissa13:[/b] Einsatz ist Streß ... Alle, die unten waren sagen, daß der Einsatz sie verändert hat. Was "Die Kirche im Dorf lassen" und Verhältnismäßigkeit betrifft, sollten Politiker und Presse sich mal fragen. Über Soldaten, die "ein wenig Scheiß gebaut" haben, wird tagelang in den Medien schwadroniert Die [URL=http://www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/10/25/afghanistan-soldaten-totenkopf/afghanistan-totenkopf-soldaten.html]im gleichen Artikel[/URL] gestellte Frage [b]"Haben deutsche Soldaten den Deutsch-Türken und ehemaligen Guantanamo-Häftling Murat Kurnaz in Afghanistan misshandelt?"[/b] scheint dagegen Politiker und Presse nicht zu interessieren, und noch viel weniger die Frage, wieviele "Dutzende afghanische Zivilisten" nun wirklich bei den jüngsten NATO-Militäraktionen getötet wurden. Und tote Taliban interessieren per se niemanden, die werden [URL=http://www.amazon.de/gp/product/3100894316]nicht als Menschen betrachtet ...[/URL] :( |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B] Die [URL=http://www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/10/25/afghanistan-soldaten-totenkopf/afghanistan-totenkopf-soldaten.html]im gleichen Artikel[/URL] gestellte Frage [b]"Haben deutsche Soldaten den Deutsch-Türken und ehemaligen Guantanamo-Häftling Murat Kurnaz in Afghanistan misshandelt?"[/b] scheint dagegen Politiker und Presse nicht zu interessieren, und noch viel weniger die Frage, wieviele "Dutzende afghanische Zivilisten" nun wirklich bei den jüngsten NATO-Militäraktionen getötet wurden. Und tote Taliban interessieren per se niemanden, die werden [URL=http://www.amazon.de/gp/product/3100894316]nicht als Menschen betrachtet ...[/URL] :( [/B][/QUOTE] Richtig, ist ja nicht so skandalträchtig, ebenso Vergewaltigungen usw, die sicherlich auch stattfinden. Gut, die mangelnde Berichterstattung macht hier nichts besser, aber die Frage, wieso dieser Medienzirkus nun veranstaltet wird, wird dadurch verstärkt. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von herbstliebe [/i] [url]http://www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/11/05/bundeswehr-skandal/bundeswehr-skandal.html[/url][/QUOTE][QUOTE]Er schilderte der Zeitung, wie ein Soldat während einer Patrouillenfahrt einen kleinen Jungen zu sich gerufen, ihn in den Schwitzkasten genommen und ihm eine geladene Waffe an den Kopf gedrückt habe. Vier bis fünf seiner Kameraden hätten die Scheinhinrichtung mit ihren Digitalkameras fotografiert. "Der Junge hatte unglaubliche Angst, bis er bemerkt hat, dass er nicht wirklich erschossen wird", so der Unteroffizier. Die Soldaten hätten ihre Späße gemacht und dem Jungen schließlich einen Dollar "als Lohn" zugesteckt. Seine Kameraden seien oftmals sehr jung gewesen und hätten auf die einheimischen Kinder "einen regelrechten Hass" entwickelt, sagte der Unteroffizier. Im Stützpunkt seien zudem DVDs mit Filmen von echten Hinrichtungen im Umlauf gewesen. Dies habe zu Verrohung der Soldaten beigetragen, so der Informant.[/QUOTE]Wenn der Einsatz der Bundeswehr wirklich als Friedens-Einsatz gedacht ist, dann sollten zur Vorbereitung des Einsatzes eher Filme wie [URL=http://www.let.uu.nl/~Ewout.vanderKnaap/personal/gezeichneten.htm]Fred Zinnemanns "Die Gezeichneten"[/URL] gehören, statt Machwerken, die noch zur Verrohung der Soldaten beitragen. By the way, interessant ist die Formulierung "Im Jahre 2002", wo die Bundeswehr doch offiziell erst mit Beginn des Irakkriegs 2003 zur Entlastung der Amis Soldaten nach Afghanistan schickte ... |
| herbstliebe | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B]By the way, interessant ist die Formulierung "Im Jahre 2002", wo die Bundeswehr doch offiziell erst mit Beginn des Irakkriegs 2003 zur Entlastung der Amis Soldaten nach Afghanistan schickte ... [/B][/QUOTE] Vielleicht ist es nicht mehr so interessant, wenn du weißt, dass die ersten Vorauskräfte am 08.01.2002 losgeschickt wurden. Übrigens möchte ich einwerfen, dass der Einsatz heute nicht mit dem Damaligen vergleichbar ist. Ich kenne jemanden, der bereits dreimal in Afganistan war und beim letzten Mal froh war, dass er heil wieder raus kam, weil sich die Lage so sehr verschlechtert hat. |
| Schwarzer Prinz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]VWahrscheinlich habe ich es für Dich zu kompliziert gesagt. Es geht darum, das Bild und Konsorten eventuell bewußt versuchen dem Terror durch solche Pressekampagnen neue Motive zu liefern um dann neue Sensationen zu erhalten. [/B][/QUOTE] Das Wort "Ironie" ist Dir bekannt ? Nur mal so gefragt..:D |
| Demon17 | Schon, aber wenn es so wäre wäre es ein Abgrund und die Bild stand schon öfter in Verdacht ein Abgrund zu sein. Aber auch hier gilt die Unschuldsvermutung. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B]Das kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Wenn die wirklich in der Armee [b]gedient[/b] haben, und nicht nur als Tagesangestellte da arbeiten, dann sollten sie mitbekommen haben, dass Leute, die lange Zeit auf engstem Raum zusammenhocken, dazu neigen, "ein wenig Scheiß zu bauen". [/B][/QUOTE] "Scheiß" bauen ist ein dehnbarer Begriff. "Scheiß" bauen kann auch sein, wenn Erwachsene ne Kissenschlacht im Camp anzetteln. Aber mit Totenschädeln zu posieren, ist was anderes. |
| TheTurningPoint | Ich habe 18 Monate gedient, aber eine Kissenschlacht war mir in der ganzen Zeit nicht vergönnt. :D Nein, mit "Scheiß bauen" meine ich keine Kinderspielchen, sondern schon Aktionen, die im allgemeinen eine Bestrafung nach sich ziehen, wenn sie herauskommen. Ohne Frage haben die Knochenspieler eine angemessene Strafe verdient. Nur eben [b]lebende[/b] Menschen zu tyrannisieren oder gar zu töten, das ist [b]für mich[/b] schon etwas mehr als "Scheiße bauen", nämlich ein Verbrechen. |
| hagzissa13 | Ich meinte damit ja auch nur, daß die Leute beim Bund die ich kenne und die erschüttert waren über die Vorfälle (und nichts davon wußten, obwohl sie auch zeitweise da unten waren) sich natürlich auch abreagieren in irgendeiner Form. Aber "abreagieren" heißt ja nicht automatisch, so einen Mist zu bauen, wie die Leute es da unten gemacht haben. |
| Phoenix1384 | [QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i] [B]Ich meinte damit ja auch nur, daß die Leute beim Bund die ich kenne und die erschüttert waren über die Vorfälle (und nichts davon wußten, obwohl sie auch zeitweise da unten waren) sich natürlich auch abreagieren in irgendeiner Form. Aber "abreagieren" heißt ja nicht automatisch, so einen Mist zu bauen, wie die Leute es da unten gemacht haben. [/B][/QUOTE] Wie, neben den Knochenspielen, zum Beispiel kleinen afghanischen Jungen eine Pistole an den Kopf zu halten und Fotos zu machen! Aber das interessiert keine Sau, weil der Kleine ja noch lebte. Wäre er tot gewesen und hätten die Soldaten im [i]dann[/i] erst eine Waffe an den Kopf gehalten, dann wäre das skandalwürdig gewesen. Aber einem lebenden Afghanen... Nein, die Traumhochzeit in Südtirol von Stefanie Hertel (wer ist das eigentlich?) ist natürlich viel wichtiger, da dass das ist, was das Volk (Bildleser) lesen wollen! Dachte sich wohl zumindest die Bildredaktion gestern. Interessanter Weise werden jetzt nach dem "Skandal" seit gestern hier in Hamburg überall kostenlose BILD-Exemplare verteilt. Zufall oder geschicktes Marketing...? |
| ange gardien | Gibt es eigentlich inzwischen Beweise für den Vorfall mit dem Jungen? Oder ist es bisher nur bei der BILD-Schlagzeile ( warum schreiben die eigentlich von Kindern in der Mehrzahl? ) geblieben? |
| Phoenix1384 | [QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i] [B]Gibt es eigentlich inzwischen Beweise für den Vorfall mit dem Jungen? Oder ist es bisher nur bei der BILD-Schlagzeile ( warum schreiben die eigentlich von Kindern in der Mehrzahl? ) geblieben? [/B][/QUOTE] Das lustige daran ist ja, dass es gerade KEINE Bildschlagzeile war, sondern in der taz und soweit ich weiß in der Berliner Morgenpost kam. Jedenfalls prangte weder gestern noch heute eine entsprechende unübersehbare Schlagzeile auf der BILD Titelseite.. |
| Lady Ligeia | ihr könnt mich in euren gedanken erschlagen ... aber ich glaube son mist hätte ich da auch getan, mein Freund der selbst 2mal da unten war kann da nur drüber grinsen ... er ist nicht ausm camp raus gekommen, aber wer weiß schon ... ihr redet um den brei ... aber was würdet ihr da unten tun?! Jeder macht mal scheiße und es gibt auch hier leute die mit den Knochen und Gebeinen toter Menschen spielen ... das ist dann nicht schlimm oder was. außerdem der terror sit schon längst in deutschland, darüber macht euch keine sorgen zu dem die gebeine keinen Afghanen gehörten sondern Russen etc. |
| Apex | Es geht ja auch weniger um die Störung der Totenruhe an sich (strafbar gemäß § 168 StGB), dafür wird man schlicht und einfach zur Rechenschaft gezogen, sondern um die Hintergründe dieser Tat. Ich frage mich, was jemand dazu treibt Leichen zu schänden oder kleine Kinder zu quälen und was man in einer solche Situation unternehmen soll. Grade die Sachen mit dem Jungen erreichen hier eine neue Qualität und ich will eigendlich gar nicht wissen, was da wohl noch so abgeht. Die Misshandlung von Murat Kurnaz durch KSK-Soldaten wird ja weiterhin untersucht soweit ich weiß... Wie gesagt, was soll man in solchen Situationen unternehmen und wie kann man ihnen vorbeugen? Im aktuellen Spiegel ist ein sehr netter Bericht darüber, wie unter anderem die Anforderungen an die Soldaten immer weiter abgesenkt werden. Da wird kein Wert auf eine gute Allgemeinbildung gelegt oder gar solch luxuriöse Dinge wie eine humanistische Weltanschauung oder eine freiheitlich, demokratische Grundeinstellung (ich wette, die meisten könnten es nicht mal definieren...). Aber gut, was soll man machen? Nur noch Abiturienten nehmen? Könnte schwierig werden, die wissen meist besseres mit sich anzufangen und wenn sie zum Militär gehen, dann in die Offizierslaufbahn. Sehen wir wies ist, wie in den USA wird im deutschen Militär bevorzugt derjenige genommen, der aus der (ich benutz jetzt mal die bösen Worte) bildungsfernen Unterschicht kommt. Sicherlich nicht aus bösem Willen sondern aus Notwendigkeit heraus, immerhin meldet sich ja sonst niemand freiwillig. Trotz allem kann das eigendlich keine Entschuldigung sein, auch im Militär hätte ich gerne jemand, der nicht gleich "lernen" muss, um mir sagen zu können, wer grade sein Dienstherr ist und woher er überhaupt seine Legitimation bezieht. Bildung kann aber sicher nicht alles gut machen, es sind der Maßnahmen viele erforderlich. Unter anderem wäre es sicher sinnvoll, nur solche Soldaten ins Ausland zu entsenden, die über ein entsprechendes psychologisches Profil verfügen und hier einigermaßen stabil sind. Auch die Betreuung der Soldaten muss verbessert werden, es muss vor Ort ein Ausgleichsprogramm angeboten werden undundund... Härtere Strafen sind sicher nicht die Lösung, da sie solche Taten nur aus Angst verhindern und nicht aus Verständnis, aber bestimmt ein Mittel, das man nicht unterschätzen sollte. Wer im Dienst und gerade im Auslandsdienst Straftaten begeht und damit dem Ansehen der deutschen Streitkräfte, der Bundesrepublik und dem deutschen Volke, die er alle repräsentiert, schadet, der hat ab diesem Zeitpunkt nichts mehr in den Streitkräften (ich würde sogar allgemeiner sagen im öffentlichen Dienst) verloren...Punkt. [QUOTE]außerdem der terror sit schon längst in deutschland[/QUOTE] Als ob das etwas Neues wäre...zu deiner Info, dass ist er schon seit über 50 Jahren. |
| Demon17 | [QUOTE]Trotz allem kann das eigendlich keine Entschuldigung sein, auch im Militär hätte ich gerne jemand, der nicht gleich "lernen" muss, um mir sagen zu können, wer grade sein Dienstherr ist und woher er überhaupt seine Legitimation bezieht. [/QUOTE] Ich denke auch es ist eigentlich überflüssig darüber zu diskutieren, oder sollte es jedenfalls sein. Doch Armee und Demokratie stehen in einem pardoxen Widerspruch. Armee bedeutet Zwang und Demokratie heißt Freiheit. Sich dem Zwang auszuliefern um die Freiheit zu verteidigen ist irgendwo widersinnig und eigentlich nur in Notfällen vertretbar. Ich kenne diese Freiheit-Zwang Paradoxie sonst eigentlich nur aus Diskussionen mit der SM-Szene. Insofern sollten wir wirklich darüber nachdenken, ob eine reine Berufsarmee politisch sinnvoll ist. Ob die Bundeswehr nicht doch intellektuelle, ethische und ideologische Mindeststandards setzen muß. Ich fürchte der Staat spart am falschen Ende, wenn die Friedensdividende nach Beendigung des kalten Krieges zu Soldaten führt, denen man erklären miuß, warum sie Kindern keine Waffe an den Kopf halten dürfen. Sicher alles Einzelfälle, aber sie mehren sich und es kam keine interne Reaktion aus der Bundeswehr bevor diese einzelfälle zum Skandal wurden. Das ist wirklich sehr bedenklich. Ich weiß nicht inwieweit das Konzept der inneren Führung, vom Bürger in Uniform aufgegeben werden darf. Dies schließt auch mal Befehlsverweigerung mit ein. Etwa als ein (toter) Freund von mir sich als Unteroffizier weigerte, den Befehl zu geben mit dem Klappspaten auf die Demonstranten in der Sitzblockade vor seiner Kaserne loszugehen. Ich weiß nicht, ob sich der Untertanengeist und die Angst vor Gruppenzwang sich inzwischen in der Truppe so breit gemacht hat, das sie nicht in der Lage ist, einen inneren, aus ethischen Motiven resultierenden Widerstand gegen solche Auswüchse hervorzubringen. Ich beziehe das auf die Information, das Kindern Schusswaffen an den Kopf gehalten wurden, wobei ich gerne Beweise shen würde. Bei den Schädelspielen teile ich die Einschätzung der Staatsanwaltschaft: Zitat Spiegel - Online: [QUOTE]Eine Strafverfolgung der Fotografen in Uniform erscheint inzwischen fraglich. Zwar steht auf "Störung der Totenruhe" nach Paragraf 168 des Strafgesetzbuchs eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren. Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken hat der Bundeswehrführung aber im Fall von drei Fallschirmjägern bereits mitgeteilt, bei den fotografierten Schädeln handele es sich nicht um Leichen im Sinne des Gesetzes, sondern um "wahllos angehäufte anonyme Knochenteile". Daher könne man auch keine Ermittlungen wegen "Störung der Totenruhe" einleiten. Laut "Bild"-Zeitung teilen die beiden anderen ermittelnden Staatsanwaltschaften in Kiel und München diese Auffassung.[/QUOTE] never surrender demon17 |
| ange gardien | Möglich das die "Kündigung", die Verteidigungsminister Jung in seinem Hang zum blinden Aktionismus gegen die Soldaten ausgesprochen hat, auch unwirksam ist. Obwohl ich deren Tun missbillige, kann ich mir eine gewisse Schadenfreude der Politik gegenüber nicht verkneifen. Vielleicht muss die Bundeswehr doch noch eine Weile mit denen auskommen. Aber das überleben wir auch, schließlich schafft man es hier zu Lande als Straftäter auch in den Bundestag und kann sogar zu Ministerehren kommen... |
| Frozen Hell | Auch wenn ich jetzt hier als der König der Assozialen dargesteltl werde...was war daran so schlimm? OK es war Grabschändung, aber dafür gibts Geldstrafen. Hier wurden keine Unschuldigen getötet und keiner vergewaltigt...verdammt lasst die doch mit nem Schädel um den Hals marschieren...davon wird der Krieg auch nicht schlimmer! |
| Demon17 | Es war nicht mal Grabschändung, die Knochen lagen achtlos vertreut in einer Lehmkuhle. Von "Stöhrung der Totenruhe" kann keine Rede sein sagt der Staatsanwalt. Eine Staatsaffäre paranoider Politiker, die voreilig und ohne Sachkenntnis Urteile fällten und mediengeil nach der Pfeife der Bildzeitung tanzten, statt besonnen zu handeln indem z.B. der Verteidigungsminister die Truppe besucht, mit den Soldaten redet und dafür sorgt, das die Knochen ordnungsgemäß in einem Massengrab bestattet werden. Das hätte die "Affäre" ins Gegenteil verkehrt und zum positiven Image der Truppe beigetragen. never surrender demon17 |
| Salkin | Ich weiß nicht was ich davon halten soll. Ich finds nicht cool mit Leichenteilen zu spielen. Doch man muss auch gucken welche Leute das sind, die sowas machen. Ich war zwar noch nicht beim bund doch ich stells mir so for, dass da net nur normale Leute sind. Wenn man sich schon freiwillig anschreien lässt und nur dabei ist um mit einer Waffe durch die Gegend zu rennen. Dass schlimme an der sache ist, dass das ganze sich wiederum schlecht auf unser image auswirkt. So kann es sein, dass Muslime diesen Vorfall nich tolerieren und so im religiösem Wahnsinn sich in unser Leben hineinsprengen. |
| Creobotra | [QUOTE][i]Original geschrieben von Salkin [/i] Ich weiß nicht was ich davon halten soll. Ich finds nicht cool mit Leichenteilen zu spielen. Doch man muss auch gucken welche Leute das sind, die sowas machen. Ich war zwar noch nicht beim bund doch ich stells mir so for, dass da net nur normale Leute sind. Wenn man sich schon freiwillig anschreien lässt und nur dabei ist um mit einer Waffe durch die Gegend zu rennen. Dass schlimme an der sache ist, dass das ganze sich wiederum schlecht auf unser image auswirkt. [/QUOTE] ich habe nun neulich erfahrungen aus afganistan praktisch aus erster hand und beiden seiten erzählt bekommen. meine meinung ist ziemlich relativiert worden. natürlich hätten sie das nicht tun sollen. aber was mich wirklich anwidert, ist das gesummse, dass darum gemacht wurde, allen voran die bild-zeitung und politiker, die keinerlei ahnung von den umstaänden haben. um ehrlich zu sein ,mir haben die ohren geschlackert bei den geschichten, wie gesagt, von beiden seiten. der kulturschock, den die soldaten da mitmachen, dürften wohl nur die wenigsten von uns verstehen und die mentalität in unsere von einem ganz anderen kulturkreis geprägten moralverständnis in einklang zu bringen ebenso. [QUOTE] So kann es sein, dass Muslime diesen Vorfall nich tolerieren und so im religiösem Wahnsinn sich in unser Leben hineinsprengen. [/QUOTE] anscheinend ist es so, dass sich die bevölkerung vor ort um sowas herzlich wenig schert. es regen sich nur leut weit weg auf. |