| Juhziz | Ich gehe so ziemlich jedes Wochenende in die Düsseldorfer Altstadt um dort mit meinen Freunden nen schönen Abend zu verbringen. Doch in letzter Zeit muss ich feststellen das es immer mehr zu Störungen durch andere Gruppen kommt. Erst versuchen Türken mir meine Sachen zu klauen... Das musste ich, als Gewaltgegner, dann mit Gevatter Faust regeln, weil auf mein erstes Wort schon die erste Faust auf mich zu kam. Ne Woche später wird ein Freund von mir angegriffen so das er mit 3 Platzwunden nachhause kam. Gestern wurde noch ein Freund von mit zusammengeschlagen, ne Stunde später kamen dann auch noch Russen und wollten einen von uns Schlagen. Und am selben Abend kamen noch ein Paar Hoppser und wollten Stress anfangen, das lies sich aber ausnahmsweise diplomatisch Regeln. Und heute im Bus kam wieder eine Gruppe auf uns zu und hat bei dem Versuch uns zu Provozieren den halben Bus auseinandergenommen. Das alles passierte in den letzen 2 Wochen... Selbst im ganzen letzten Jahr ist nicht soviel passiert... Glaubt ihr einfach daran das ich verdammt viel Pech habe oder steckt mehr dahinter? Und wie sieht es in anderen Städten aus, gibts ähnliches zu berichten? |
| Mephisto81 | Moin. Ich glaube erlebt haben die meisten von uns schon ähnliches. Bei mir hier in der Ecke haben wir eigentlich schon lange nicht mehr solche Probleme, was aber auch an der Grösse unserer Gruppe liegt mit der wir durch die Stadt ziehen. Wir haben aber auch keinen der von sich aus agressiv ist oder so aussieht. Ausserdem sind wir in unserer Umgebung mittlerweile bekannt und werden von den meisten "Andersartigen" toleriert und nur sehr selten angemacht. Wenn ich persönlich alleine unterwegs bin, Einkaufen o.ä., bin ich meistens in Uniform unterwegs, was hier in der Gegend noch weniger Probleme macht. Lasst euch durch solche Gewaltspielchen, was es für die meisten agressiven Gruppen sind, nicht davon abbringen euer Ding zu machen. Gruss, Mephisto |
| Goat93 | Kann nur für mich und dem sprechen was ich sehe. Ich find hier ist die Gewalt eher zurückgegangen, hab länger nichts mehr von Toten aus der Umgebung gehört... |
| Hellscream | Mich hat letzens ein Junky der auf nem Tripp war angegriffen, besonders unlustig weil der Mensch sich nicht von meiner Erscheinung hat abschrecken lassen. Ich hasse es Menschen weh tun zu müssen :mad:. Meine "imposante" Erscheinung hält mir anstonsten denn gröbsten Dreck vom Hals. Also habe ich generell kein Problem mit steigenden Agressionen irgent welcher Personen, die suchen sich leider immer schächere raus um sich abzureagieren. Steigende Agressionen kann ich aber bejahen, ich höre dieses Jahr eine Menge unschöne Sachen über eskalierende Gewalt hat meiner Meinung nach mit einem falschen umgang mit Gewalt in denn Medien und diversen Jugendkulturen zu tun. Hinzu kommt die soziale degeneration Deutschlands. Ich hätte ja kein Problem dammit wenn sie sich gegenseitig kaputt machen, dann würde mich das ganze sogar leicht amüsieren, aber leider teilen wir uns mit solch degenerierten ein Stück Land auf unserer Erde. Somit werden wir ob wir es wollen oder nicht auch an solchen Gesellschaftlichen Veränderungen zu leiden haben. Aber in der Form die du geschildert hast Juhziz, würde ich sagen das da ne ganze Menge Pech mitgespielt hat. Ab imo pectore Hellscream Midgard Der Moloch |
| Skeptiker | Hallo, diese Beobachtungen habe ich leider auch in letzter Zeit gemacht. Immer öfter geraten Geschichten, die früher mit ein paar Worten zu regeln waren, zu Schlägereien oder schlimmeren. Auffällig hierbei finde ich, daß die "Täter" aber auch die Opfer immer jünger werden und Waffen eine größere Rolle spielen. Auch scheint es heute nicht mehr normal zu sein von jemanden abzulassen wenn er am Boden liegt. Erst letzte Woche wurde ein Bekannter früh morgens mit Kieferbruch, mehreren Prellungen und Platzwunden in der Innenstadt gefunden, die Täter waren 3 16-17jährige. Was der Auslöser für diese Ausbrüche ist, verschließt sich mir leider. |
| Knörk | Irgendwie bin ich froh. Von Gewalt mitbekommen tu ich regelmässig, aus Erzählungen von Bekannten oder wie hier aus nem Forum. Mir selber ist etwas derartiges bisher erst ein oder zweimal zugestossen. Um so seltsamer, das ich mich jedesmal tierisch aufrege wenn ich derartiges mitbekomme. Lösungen hätte ich genügend parat, aber keine die sich in unserem sozialen Gefüge durchsetzen liesse. Die meisten Konflikte entstehen meiner Meinung nach, weil die in Deutschland so gerühmte Multikultur gescheitert ist und es in Wahrheit eine Vielzahl einzelner isolierter Kulturen gibt, die völlig unvereinbar sind, weil sie unterschiedliche Vorstellungen von Religion, Weltanschauung, menschlichem Miteinander und dem Ding namens "deutscher Staat" haben. Ich denke nicht, das direkt Gewalt zugenommen hat. Allerdings hat Gewalt und Härte als Seiteneffekt zugenommen, durch steigene Rücksichtslosigkeit von Menschen gegenüber anderen Menschen und sich selbst. |
| Knörk | Ach ja. Noch etwas hat zugenommen: Idiotie. Gefeiertes sowie täglich vorgelebtes Dumm Sein kommt immer mehr in Mode. Gefördert wird dies hauptsächlich durch den täglichen Konsum von Medien. Ist Euch mal aufgefallen welchen Einfluss heute Medien einnnehmen können? Medien - speziell das Fernsehen - hat mittlerweile eine Machtposition in diesem (nicht nur diesem) Land erreicht, die die der Staatsgewalt übersteigt. Diese Macht allerdings ohne dabei in irgendeiner Form Verantwortung zu übernehmen. Edit: Ab hier schweife ich vom Topic ab, wer sich nicht dafür interessiert kann hier aufhören zu lesen :D Der Machtfaktor Medien trägt in viel grösserer Form zur Kultur und Meinungsbildung in der Gesellschaft bei als man es vermuten würde. Hier kann direkt Geld in öffentliche Meinung überführt werden. Und ohne Verantwortung der Medien kann dies meiner Meinung nach fatale Folgen haben. Ich bin mir sicher, wenn jemand über genug Geld verfügt, langsam, gezielt, geplant und geschickt Einfluss (Geld) auf Medien nimmt, dann kann er innerhalb von 10 Jahren ziemlich alles in der öffentlichen Meinung durchdrücken das er will, und sei es, das beispielsweise Hexenverfolgung von allen aktzeptiert oder unterstützt wird. Aktuelles Beispiel? Aufhetzen der Kulturen gegeneinander. Ich weiss nicht auf welche Weise in der muslimische Welt Stimmung gegen den Westen gemacht wird, aber ich weiss das so ziemlich jeder sich abends bei den Nachrichten über "die da drüben" aufregt, wenn wieder bärtige leicht verschlafen wirkende Leute mal wieder wegen irgendwas Flaggen verbrennen. Erzählt mir was ihr wollt, diese Bilder werden ganz gezielt eingesetzt um im Westen Wut, Unverständnis und Antipathie zu säen. Ich denke, Medienverantwortung wird in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle im Fortbestand nicht nur Deutschlands sondern der ganzen Welt nehmen. |
| Aza | Njo ich kann Knörk nur 100% zustimmen... Gab dieses Wochenende wieder nen Zwischenfall, wo eine Horde Türken auf ein junges Pärchen losging, weil der Junge seine Freundin vor dem Angrabschen der Kerle verteidigen wollte.. Versteht mich nicht falsch, sicherlich mag jeder andere Erfahrungen gemacht haben, wie zum Beispiel Dysp., aber dennoch bleibe ich bei meiner festen Überzeugung, dass ein Großteil der Gewalttaten von Jugendlichen der 2. oder 3. Aussiedler Generation ausgeht, zumindest wenn man sich die Großsstädte beschaut.. Subjektiv, aber in meinem doch recht großen Bekanntenkreis 100% wahr. leider. |
| Knörk | [QUOTE][i]Original geschrieben von Dyspenthes [/i] [B]Ach ja, und warum habe ich in meinem Leben die meiste Gewalt von Deutschen erfahren??? Ist ja schön, wenn du so hochgestochene feine Theorien hast, aber die bringen nichts, denn sie stimmen nicht. [/B][/QUOTE] Ich sage ja auch nichts über Nationalität sondern über Kultur. Klar, die Abstammung bestimmt mehr oder weniger stark diese Kultur, aber das ist in diesem Zusammenhang unerheblich. Ich spreche von Wertvorstellungen die sich unterscheiden. Menschen die einander nicht verstehen haben Angst voreinander. Und Menschen die Angst voretwas haben tun das, was Menschen seit Jahrtausenden am besten können: Sie schlagen darauf ein. Das ist aber wohl nur ein Teil von vielen des angesprochenen Gewaltproblems. |
| Hellscream | [QUOTE]Menschen die einander nicht verstehen haben Angst voreinander. Und Menschen die Angst voretwas haben tun das, was Menschen seit Jahrtausenden am besten können: Sie schlagen darauf ein. Das ist aber wohl nur ein Teil von vielen des angesprochenen Gewaltproblems.[/QUOTE] Richtig weil Aggressions Theorien die Gewalt zu erklären versuchen gibt es viele, solche die sich auf Frustration beziehen genau wie solche die von zu viel "Aktions Potenzial/Energy " ausgehen u.s.w irgentwo dazwischen wird die Wahrheit liegen, wie bei der lieben Anlage contra Umwelt Diskussion. Ich kann aber nicht gerade nachvollziehen das Menschen die richtig Angst vor etwas haben, mit Körperlicher Gewalt antworten sollen. Natürlich wenn man einen Menschen in die Ecke drängt wird er beissen, wie überigens auch ein Hund oder ein vergleichbares Tier reagieren würde, aber bedenkt das wenn man ihm einen Fluchtweg lässt er wohl eher diesen beschreiten wird. Oder etwa nicht ? Vorausgesetzt die Person hat wirklich Angst. Auch das das "nicht verstehen" anderer das Angst haben mit einschliessen soll, erscheint mir so nicht haltbar. Natürlich ist dies eine mögliche Reaktion aber da gibt es doch noch mehr oder ? Man kann sich zum Beispiel auch überlegen fühlen und deswegen Menschen aus anderen Kulturen missachten, ausgrenzen, sich drüber lustig machen u.s.w. Die Möglichkeiten sind wie die Persöhnlichkeit des Menschen dermassen Vielseitig das ich es mir jetzt an dieser Stelle einfach Spare alles Mögliche aufzuzählen. Überigens finde ich denn Frust = Aggressions Ansatz bei denn meisten Menschen in unserem Kulturkreis garnicht so falsch. Was macht der 18 Jährige Haubtschul Abgänger denn wenn er sieht das er zu einem Leben voller "Abhängigkeit" verdammt ist, keine Ausbildung, kein Geld, keine Wünsche die man träumen darf, Hartz IV ? Er entwickelt Frust JEDEMENGE FRUST. Und wenn er genug davon angesammelt hat, na was kommt dann ? Klar ist der Mensch gereizt, was ich ihm allerdings nicht verzeihen würde wenn er das an mir auslassen wollte. Natürlich spielen bei solchen Personen die schlechten sozialen Verbindungen, Medien, Drogen und eine meist sehr beschränkte Intelligenz auch eine grosse Rolle. Desweiteren sei gesagt das auffällig häufig vorkommen mag, aber es natürlich auch mehr als genug Gegenbeispiele gibt, die Gewalt und Aggressionen aus anderen Richtungen mit anderen Motiven bestätigen. Trotzdem bleibt die auffällige Ansammlung der Fälle wie ich sie beschrieben habe. Ich bitte darum weniger die Nationalität oder denn Kulturkeis der Menschen als viel mehr ihr soziales Umfeld zu begutachten. Ab imo pectore Hellscream Midgard Der Moloch |
| Mephisto81 | Da geb ich dir Recht, Hellscream, aber auffällig ist das die meisten bekannten gewalttätigen Übergriffe von Gruppen durchgeführt werden, deren Mitglieder aus anderen Kulturkreisen stammen als die Angegriffene Person oder die Angegriffene Gruppe. Soviel zu der Angst vor dem andersartigen. Der Frust den du beschrieben hast spielt auch eine grosse Rolle, aber meiner Meinung nach nicht die grösste. Ich glaube eher das die gewalttätigen Gruppen eine Machtstellung haben wollen und versuchen diese mit Gewalt erreichen. |
| FallenArchangel | Die allgemeine Gewaltbereitschaft nimmt immer weiter zu. Egal ob ausländischer Herkunft oder deutsche. Wenn ich mich mal an meine Kindheit erinnere, dann gab es in der Schule vll alle 2 Wochen mal eine kräftige Schlägerei, die Lehrer griffen aber ein und das wars dann. Außerdem hatten wir [I]ungeschriebene Gesetze[/I], wie z.B. das es vorbei ist, sobald einer blutet, oder wenn einer am Boden liegt, dass dann auch vorbei ist. Wie schaut das heute aus? Wenn ich in Krefeld zu besuch bin, komm ich in Fischeln an einer Grundschule vorbei. Meistens bin ich dann da, wenn die Ferien um sind, dann sind die Autobahnen schön frei. Was man da dann beobachtet ist z.T. wirklich extrem: Mehrere schlagen auf einen ein, es wird nachgetreten, wenn die Leute aufm Boden liegen, scheinbar ist es auch Trend [I]je mehr Blut fließt, desto besser ist das[/I]. Einfach nur erschreckend! Die Lehrer? Die greifen z. Großteil gar nicht erst ein, sondern gehen weg! Die Kidz lernen einfach nicht mehr, dass es auch ohne Gewalt geht und selbst wenn man Gewalt anwenden muss - man kann es nun mal nicht immer vermeiden - dann mit Regeln, an die man sich zu halten hat. Da kommt ein Spruch aus der Region zu tragen, der Stimmt: "Wos Mäxchen nird lernt, lernt Max nimma mohr" (Mein bayerisch ist net optimal, übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der Rechtschreibung +g+) |
| Ianus | ich finde es erschreckend, was ich immer wieder lesen muss über solche gewalt, sei es von jugendlichen oder erwachsenen. persönlich kann ich nur von einem einzigen vorfall berichten, der jedoch nicht der rede wert ist (schlag ins gesicht, aber ich hab auch vorher nen blöden spruch losgelassen). ich hab keine ahnung, was (nicht nur in deutschland) falsch gelaufen ist. aber den sündenbock einmal mehr auf die medien zu schieben ist meines erachtens zu simpel. ansprechpartner nummer eins in bezug auf die erziehung von kindern und jugendlichen sind die eltern, die sich für die taten ihrer kinder zu verantworten haben. ansprechpartner nummer zwei sind die erziehungsanstalten, sprich hauptsächlich schulen, die sich ebenfalls um das gute benehmen der ihnen anvertrauten schüler kümmern müssen. wenn kinder also nicht von zu hause oder von der schule lernen, wie man konflikte löst, lernen sie es aus den medien und von freunden. diese dann jedoch zur verantwortung zu ziehen ist der falsche weg. was ich mich persönlich frage: wird diese gewalt toleriert/ignoriert oder warum tut sich nichts? |
| Dichterseele | [QUOTE][i]Original geschrieben von FallenArchangel [/i] [B]Die allgemeine Gewaltbereitschaft nimmt immer weiter zu. Egal ob ausländischer Herkunft oder deutsche. Wie schaut das heute aus? Wenn ich in Krefeld zu besuch bin, komm ich in Fischeln an einer Grundschule vorbei. Meistens bin ich dann da, wenn die Ferien um sind, dann sind die Autobahnen schön frei. Was man da dann beobachtet ist z.T. wirklich extrem: Mehrere schlagen auf einen ein, es wird nachgetreten, wenn die Leute aufm Boden liegen, scheinbar ist es auch Trend [I]je mehr Blut fließt, desto besser ist das[/I]. Einfach nur erschreckend! Die Lehrer? Die greifen z. Großteil gar nicht erst ein, sondern gehen weg! Die Kidz lernen einfach nicht mehr, dass es auch ohne Gewalt geht und selbst wenn man Gewalt anwenden muss - man kann es nun mal nicht immer vermeiden - dann mit Regeln, an die man sich zu halten hat. Da kommt ein Spruch aus der Region zu tragen, der Stimmt: "Wos Mäxchen nird lernt, lernt Max nimma mohr" (Mein bayerisch ist net optimal, übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der Rechtschreibung +g+) [/B][/QUOTE] Ehrlich gesagt ist mir das "Schulproblem" auch aufgefallen. Früher hatte man noch Respekt zum Gegenüber und Schlägereien bildeten wirklich eine Ausnahme. Heutzutage scheint die Gewalt immer mehr in die Normalität abzudriften. Ich musste es schon mehrere Male miterleben, wie ein paar Kiddies, die ca. zwei Köpfe kleiner waren, mich versucht haben zu provozieren und zu schlagen. Nun, bei mir dauert es echt lange, bis ich die Faust erhebe, aber da konnt ich es mir nicht mehr verkneifen. :rolleyes: Das Resultat waren 3 Kiddies (ich schätze mal 12 Jahre und älter), die blutend und heulend am Boden rumlagen und sich vor Schmerz gekrümmt haben, weil sie den Falschen versucht haben zu verprügeln. Seit diesem Tage werde ich sehr gemieden, womit ich allerdings kein Problem habe; schließlich zwingt mich niemand dazu, mit geistig unterbelichteten Menschen zu interagieren. Und was mich auch sehr aufregt, ist die steigende Gewalt bei Frauen. Ich musste es leider auch mitansehen, wie sich ein paar Weiber (Entschuldigt diesen vulgären Ausdruck) sich gegenseitig verprügelt haben. Da wünsche ich meiner selbst gerne in's 18.te Jahrhundert zurück; Nicht ganz sauber, aber man wusste sich wenigstens zu benehmen und die Etikette stimmte auch noch. Diese allgemeine Dekadenz, die ich zunehmend in ganz Deutschland betrachten muss, ist einfach unerträglich; Sind Worte denn mitlerweile schon so unwichtig geworden, dass wir alles nur noch mit dem Schwerte austragen müssen? Edit: Ich muss noch etwas dazu sagen: Ich persönlich denke, die Musik gehört auch dazu. Wenn ich mal den Hip Hop mit all der "Gewalt" im sprachlichen Sinne betrachte, dann dreht sich mir der Magen um. Sie beschimpfen sich einfach, drohen sich und da soll man sich noch wundern, dass die Jugend gewaltätiger wird; Statt zu sagen "Lass mich in Ruhe, ich will nichts von dir" fangen sie gleich mit ihren ersten "Hits" an, irgendjemanden grundlos zu beleidigen, nur weil sie deren Musik nicht hören. Der Gangster-Hip Hop, der von der großen Masse geliebt und vergöttert wird, erzieht die Kinder halt zur Gewalt, und verherrlicht es, wenn Frauen wie Sex-Objekte behandelt, Straftaten zu Heldentaten verwandelt werden und Gewalt als Grundlage jeder Beziehung wird. Aber gut; wenn man zu dumm ist, eine anständige Konversation zu führen, ohne sich zu beleidigen und zu bedrohen, dann kann man halt nichts machen, ausser sich selbst zu erschießen, um wenigstens den Vernünftigsten in der Umgebung zu helfen. |
| FallenArchangel | Die Gesellschaft hat sich gewandelt. Der Respekt schwindet. Früher gab es für uns Regeln aufm Schulhof: Leg dich net mit den höheren Klassen an, das gibt Schläge. Kommt man mit Respekt, gibts Frieden. Die kleinen respektierten die Großen und anders herum. Schlägereien gab es damals dadurch fast nie. Heute meint jeder halbstarke Zwerg er könne alle verdreschen, weil er es im TV gesehn hat. Der Respekt ist weg. Früher gab es einen Zusammenhalt, jetzt geschieht das, was ich seit Jahren sage, wo mich aber alle ausgelacht haben: Die Gesellschaft trennt sich. Es gibt bald 3 Schichten - bzw es gibt sie schon - und zwar: reich, mittel, arm,.. Die Entwicklung schaut so aus, dass es wenige Reiche gibt, kaum Mittel und sehr viele arme Menschen. Das Leben wird zu einem Kampf in den verschiedenen Ständen. Bald fangen wir auch mit Ghettos an, wie die Ammis,.. ich seh es schon kommen,.. |
| Dichterseele | Wenn's denn ein Gothic-Ghetto gibt... :D (Im positiven Sinne) Scherz am Rande. Nun, man sieht ja, wie sich alles wandelt, einst hieß es noch "Bildung ist unser höchstes Gut." Doch was ist heute damit? Ich sehe nur noch dümmliche Idioten, die keinen Plan von der Rechtschreibung haben, Politiker, die viel zu viel Geld bekommen, verarmte Menschen aus der Unterschicht und jede Menge andere Dinge, doch irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass es nicht mehr so lange bis zum kritischen Punkt ist. Wir bewegen uns direkt drauf zu. Ontopic: Ich frage mich, warum alle es toll finden, ein "Bad Boy" zu sein, so ein Gangster, der nichts als geistigen Abfall von sich gibt, aussieht wie ein Idiot (Hose in die Socken stopfen o0, Baseball-Cap über die Augen ziehen, dass man nichts mehr sieht) und dann überhaupt Menschenverachtender denn je agiert. Gott, lass Hirn regnen. |
| FallenArchangel | Bildung ist das höchste Gut, ok, das mag sein, aber was kommt jetzt? Semestergebühren und die sind nicht gerade ohne, also wird Bildung auch ein Luxus,. wer reich ist, bekommt Wissen/Bildung, der Rest schaut dumm aus der Wäsche. |
| AngelusNoctis | dazu fällt mir nur eines ein: [B]Actio = Reactio[/B] Und das jeder für daß was er tut und was ihm geschieht selbst verantwortlich ist. Sprich für alles selbst den Grundstein legt im Hier und Jetzt oder in der Vergangenheit oder einem früheren Leben. Mag sein daß die Bereitschaft Gewalt auszuüben gestiegen ist, jedoch Bedarf es dazu immer zweier Parteien. Die eine die Gewalt ausüben will, sprich schlagen will - die andere die geschlagen werden will. Diese Geschichten gibt es doch in 1000 Varianten. Wie oft jammern Menschen darüber von anderen gequält zu werden... Das ist im Grunde genau das gleiche, es gibt einen der quälen will/muss und einen der gequält werden will. Grüße Angelus |
| nullpromille | [QUOTE][i]Original geschrieben von AngelusNoctis [/i] [B]Das ist im Grunde genau das gleiche, es gibt einen der quälen will/muss und einen der gequält werden will. Grüße Angelus [/B][/QUOTE] depp! (das ist im österreichischen kein schimpfwort!) jetzt beweise einmal, dass actio=reactio ist und setze nicht irgendwelche prämissen aufgrund derer du die opfer dieser welt verhöhnst. |
| AngelusNoctis | @nullpromille Ich verhöhne niemanden und wenn Du Dich persönlich angegriffen fühlst so tut mir das leid. Tatsache ist, daß es Opfer gibt und dazu auch eine Opferrolle die jemand bewusst oder unbewusst einnimmt. Aber es ist natürlich bequemer die Verantwortung einer anderen Institution zu übertragen, als sie selber zu übernehmen. Mag sein daß mein Gedanekengang schwer zu verstehen ist, trotzdem bitte ich doch persönliche Angriffe zu unterlassen. Grüße Angelus |
| nullpromille | [QUOTE][i]Original geschrieben von AngelusNoctis [/i] [B]@nullpromille Ich verhöhne niemanden und wenn Du Dich persönlich angegriffen fühlst so tut mir das leid. Tatsache ist, daß es Opfer gibt und dazu auch eine Opferrolle die jemand bewusst oder unbewusst einnimmt. Aber es ist natürlich bequemer die Verantwortung einer anderen Institution zu übertragen, als sie selber zu übernehmen. Mag sein daß mein Gedanekengang schwer zu verstehen ist, trotzdem bitte ich doch persönliche Angriffe zu unterlassen. Grüße Angelus [/B][/QUOTE] gut, dann mache ich es so wie du und sage: alle die actio=reactio glauben, sind primitive affen - besser? weil nicht persönlich? falls du dich angesprochen fühlst, kann ich nur sagen, nimm es nicht persönlich und wer sich den schuh anzieht, dem passt er auch :rolleyes: beispiel: mit etwa 10 jahren stand ich mit einer freundin am bahnhof - ich hatte meine ratte (haustier) unter dem pulli. wir standen da und unterhielten uns, als 5-6 rechte "proleten" ebenfalls noch kinder daherkamen und einwenig grölten - was mach ich - zum opfer prädestinierter depp - ich schüttle instinktiv den kopf - und mehr hat es auch wirklich nicht gebraucht. also kommt eins der mädchen auf mich zu und fragt, ob mir was nicht passt - ich sage: passt schon. sie schlägt mich, ich sage: ich habe meine ratte unter dem pulli, ich kann mich schlecht prügeln. sie tritt ununterbrochen gegen mein bein. mir reicht es und ich ziehe meine ratte unter dem pulli hervor und will sie meiner freundin geben um mich zu prügeln - und es sagt ja auch niemand was. meine ratte ist vollkommen panisch und meine freundin will sie auch nicht nehmen. stattdessen sagt sie ganz locker - eigentlich amikal: na geh, hört`s jetzt auf. gut, ich nehme meine ratte wieder unter den pulli und denke mir, dass ich verantwortung für die maus habe, während die eine ununterbrochen gegen das bein tritt. ich versuche es mit humor und sage: "brillenträger schlägt man nicht." da hört die eine tatsächlich auch zum treten auf, leider kommt dann eine andere daher und sagt: "gusch, oder ich zatritt´da dein viech auch noch." gut, lass ich mich halt still treten - es tut auch nicht wirklich weh - aber lächerlich ist es und es wird noch viel lächerlicher - als ein bursch von der gruppe daherkommt, und das mädel wegzieht und die typen verschwinden. ich bin dann nachhause, habe meine ratte abgegeben und bin noch einmal zum bahnhof um mich zu prügeln - leider waren die leute schon weg. und so ist das, wenn man verantwortung hat, dann kann man nicht frei handeln und dann gibt es auch kein actio=reactio im primitiv psychologischen sinne. |
| AngelusNoctis | @nullpromille Du kannst natürlich Deine Meinung zu allem was geschieht mit Dir und um Dich herum haben. Ich habe die meinige und auch nichts anderes tue ich hier kund. Ich erwarte nicht daß Du oder jemand anderes mir zustimmt, aber vielleicht mal darüber nachdenkt. Leider ist es so daß der Mensch gerne seine Verantwortung abgibt für sein Leben. Und das in so gut wie jedem Bereich - leider. Aber es ist natürlich wie ich schon schrieb bequem. Es ist bequem zu sagen der Staat ist schuld das jemand keine Arbeit hat oder die Ausländer sind schuld usw... Das Wetter ist schuld das einem schlecht geht usw... Beispiel: Menschen malträtieren ihren Körper und machen ihn kaputt, mit übermäßigem Essen, Trinken, Drogen usw. Dann gehen sie zum Arzt und wollen Medikamente um wieder gesund zu werden. Und wenn das nicht klappt taugt der Arzt oder die Medikamente nicht. Wo ist da die Eigenverantwortung für das eigene Handeln und Tun? Grüße Angelus |
| nullpromille | [QUOTE][i]Original geschrieben von AngelusNoctis [/i] [B]dazu fällt mir nur eines ein: [B]Actio = Reactio[/B] Und das jeder für daß was er tut und was ihm geschieht selbst verantwortlich ist. Sprich für alles selbst den Grundstein legt im Hier und Jetzt oder in der Vergangenheit oder einem früheren Leben. [/B][/QUOTE] eigenverantwortung ja - aber diese deine aussage ist zumindest gewagt und klingt eher so, als wolle man die verantwortung wiederum abschieben, indem man sagt - ja, wenn sich jemand schädigen lässt, kann ich mich eigentlich wie das letzte arschloch benehmen - selbst schuld. naja, wenn sich die und die vergewaltigen lässt - dann hätte sie halt nicht als frau auf die welt kommen dürfen etc. ... weg der goldenen mitte? |
| AngelusNoctis | @nullpromille Meine Sichtweise ist vielleicht nicht die gängigste und ziemlich unpopulär, weil sie niemanden frei spricht und niemanden wirklich schuldig spricht - weil ich an Wiedergeburt und Karma glaube und an das Gleichgewicht und die Gerechtigkeit im Universum. Der Gedanke von Schuld und Unschuld spielt dabei nämnlich am Ende gar keine Rolle mehr, es geht nur ums Gleichgewicht der Energien im Universum. Somit ist es in diesem Leben nicht immer gleich ersichtlich wer nun wirklich Täter und Opfer ist. Du verstehst? Wer vielleicht früher mal Täter war ist jetzt Opfer und umgekehrt. Für mich ist in diesem Leben nicht klar ersichtlich wer nun wer ist. Nur wer Opfer ist, ist es nicht ohne Sinn und nicht ohne sein Zutun geworden. Jeder ist, wie der Volksmund so schön zu sagen pflegt seines Glückes Schmied und somit auch seines Unglückes. Grüße Angelus |
| nullpromille | [QUOTE][i]Original geschrieben von AngelusNoctis [/i] [B]@nullpromille Meine Sichtweise ist vielleicht nicht die gängigste und ziemlich unpopulär, weil sie niemanden frei spricht und niemanden wirklich schuldig spricht - weil ich an Wiedergeburt und Karma glaube und an das Gleichgewicht und die Gerechtigkeit im Universum. Der Gedanke von Schuld und Unschuld spielt dabei nämnlich am Ende gar keine Rolle mehr, es geht nur ums Gleichgewicht der Energien im Universum. Somit ist es in diesem Leben nicht immer gleich ersichtlich wer nun wirklich Täter und Opfer ist. Du verstehst? Wer vielleicht früher mal Täter war ist jetzt Opfer und umgekehrt. Für mich ist in diesem Leben nicht klar ersichtlich wer nun wer ist. Nur wer Opfer ist, ist es nicht ohne Sinn und nicht ohne sein Zutun geworden. Jeder ist, wie der Volksmund so schön zu sagen pflegt seines Glückes Schmied und somit auch seines Unglückes. Grüße Angelus [/B][/QUOTE] so eine philosophie sollte man vielleicht in erster linie auf sich selbst anwenden und nicht anderen unter die nase reiben. aber ich schätze deinen dikussionsstil total. |
| Manley | [QUOTE][i]Original geschrieben von AngelusNoctis [/i] [B]Nur wer Opfer ist, ist es nicht ohne Sinn und nicht ohne sein Zutun geworden. Jeder ist, wie der Volksmund so schön zu sagen pflegt seines Glückes Schmied und somit auch seines Unglückes. [/B][/QUOTE] bei solchen aussagen rollen sich mir buchstäblich die fußnägel hoch. wer bist du, dass du so über andere urteilen kannst? ist also jede frau, jedes mädchen, das vergewaltigt wird, ausschließlich selbst schuld daran, weil sie in einem früheren leben mal jemandem auf die füße getreten ist? oder weil sie ja den kurzen rock nicht hätte anziehen müssen? das und ähnliches wäre nämlich der umkehrschluss aus deiner behauptung... und du redest von verantwortung, die man übernehmen soll... recht und unrecht sind im universum wohl kaum gleich verteilt - da muss man sich doch nur mal das elend in afrika ansehen. oder eben die zerstörung nach naturkatastrophen. ich glaube kaum, dass alle, die beim tsunami 2004 umgekommen sind (und wir reden von ungefähr 300000 menschen), den tod verdient hatten, weil sie im letzten leben schlechte menschen waren. |
| AngelusNoctis | @nullpromille Danke Wessen Philosophie sollte ich denn vertreten, wenn nicht meine eigene? Und nur weil sie unbequem ist, darf ich sie dann nicht öffentlich kund geben? @Manley Auch Du scheinst Dich persönlich angegriffen zu fühlen - schade. Du kannst denken was Du möchtest, so wie ich das auch tue. Und sicherlich war mir klar, daß dann solche Dinge wie der Tsunami auf das Tablett kommen würden. Doch schau, wieviele dieser Menschen kanntest Du denn? Von wie vielen wusstest Du denn was sie lebten und wie sie lebten? Zudem gibt es noch weit größere Zusammenhänge, als dies Opfer und Täter denken, aus dem mir gerade hier ein imaginäerer Strick gedreht wird *lächel...* Bist Du einer jener Vertreter die da dann zu sagen pflegen - ich kann nichts dafür - die anderen sind schuld an meinem Elend? Die Partei ist schuld, die Regierung, die Ausländer, mein Arbeitgeber, meine Eltern usw.... Sage mir doch mal wer für Dein Leben verantwortlich ist, wenn nicht Du? Es ist unbequem bei sich nachzusehen in sich selbst und im eigenen Leben um zu erkennen daß man am Ende ja selber alles initiiert hat was geschieht. Denn woher bekommt man dann seine Absolution, wenn plötzlich keiner mehr die "Schuld" übernimmt?? Es ist klar daß dies Thema sehr emotional besetzt ist, doch es ist einen Gedanken wert sich einmal damit zu befassen und wirklich darüber nachzudenken was geschieht, geschah und warum. Hast Du mal darüber nachgedacht was der Sinn dieses Lebens, Deines Lebens ist? Morgendliche Grüße Angelus |
| herbstliebe | Grundsätzlich gebe ich Angelus Recht, aber es gibt gewisse Situationen, die kann man nicht kontrollieren. Im Alltag mag das praktikabel sein. Wenn ich z. B. immer Opfer bin, kann ich etwas ändern, indem ich einen Verteidigungskurs besuche. Werde ich aber Opfer, weil ich schon wochenlang beobachtet wurde, während ich pflichtbewusst zur Schule gehe (ich will ja später nicht sagen, die Schule ist schuld, dass ich nichts gelernt habe) und werde weggefangen, kann ich selbst nicht viel lenken. Ich denke, die Art Opfer zu sein müsste etwas differenzierter gesehen werden. |
| Manley | @angelus: ich fühle mich nicht persönlich angegriffen, ich versuche nur, den gegenstandpunkt zu deinem darzustellen. ich bin ganz sicher keine von "denen, die da dann zu sagen pflegen - ich kann nichts dafür". es gibt nur einen menschen, der für mein leben verantwortung trägt. das bin ich. bislang hat das auch ganz gut geklappt. und die einzige, die bei mir ggf. die schuld übernimmt, wenn etwas schief läuft, das bin auch ich. klar ist es einfacher zu sagen "aber der und der hat...", aber wenn ich einen fehler mache, dann stehe ich auch dafür gerade. mein lebenssinn ist mir persönlich sehr klar. es gefällt mir nur nicht, dass du im grunde die menschheit in täter und opfer teilst, wobei die opfer immer selbst schuld sind, weil sie auch schon mal täter gewesen sein können. wie herbstliebe schon schrieb, wäre da eine differenziertere betrachtungsweise durchaus angebracht. auf dieser welt gibt es mit sicherheit mehr als zwei gruppen menschen, und solches schwarz/weiß-denken finde ich zugegeben etwas naiv. was bist du denn - opfer oder täter? müssen wir uns jetzt alle diese frage stellen? oder vielmehr die, wann es uns trifft, nachdem wir möglicherweise im letzten leben betrüger und verbrecher waren? ist es denn deiner meinung nach gerecht, in diesem leben noch für etwas aus einem früheren leben zu leiden, an das man sich nicht einmal erinnern kann (und sicher ist das bei den meisten menschen so, denn die wenigsten forschen nach möglichen früheren leben, möchte ich behaupten)? |
| AngelusNoctis | @manley Ich teile die Menschen nicht in Täter und Opfer!! Es gibt natürlich weit mehr als nur das! Ursprünglich ging es mir um das Gesetz von Actio = Reactio und dem Gleichgewicht im Universum. Dann verschob sich die Diskussion darauf Eigenverantwortung zu übernehmen. Daráus ergab sich dann die Frage nach Täter und Opfer. Das alles ist weiter unten im Thread zu lesen. Und bevor Du mich und das was ich schrieb als naiv bezeichnest, möchte ich Dich doch bitten alles zu lesen und versuchen zu verstehen. Dies ist doch ein Diskussionsforum und kein Ort wo man andere persönlich angreift - oder? [QUOTE]ist es denn deiner meinung nach gerecht, in diesem leben noch für etwas aus einem früheren leben zu leiden, an das man sich nicht einmal erinnern kann (und sicher ist das bei den meisten menschen so, denn die wenigsten forschen nach möglichen früheren leben, möchte ich behaupten)?[/QUOTE] Ja, das finde ich schon. Aber für mich geht es im Grunde ja nicht um Schuld/Unschuld, Freude/Leiden - es geht mir im Grunde nur darum daß das Universum aufgrund eines Gleichgewichtes funktioniert. Schwer zu erklären mit wenigen Worten hier... Ist Dir klar daß ein Mensch der im Affekt oder im Rausch einen anderen tötet, sich unter Umständen gar nicht mehr daran erinnern kann? Wäre das für Dich dann auch ein Grund zu sagen - ok der weiß es nicht mehr somit braucht er auch nicht dafür gerade stehen? Das ist zwar nur ein Gedankenkonstrukt und ich denke da eh völllig anders - aber mich würde interessieren was Du davon hälst. Grüße Angelus |
| nullpromille | [QUOTE][i]Original geschrieben von AngelusNoctis [/i] [B] Ja, das finde ich schon. Aber für mich geht es im Grunde ja nicht um Schuld/Unschuld, Freude/Leiden - es geht mir im Grunde nur darum daß das Universum aufgrund eines Gleichgewichtes funktioniert. Schwer zu erklären mit wenigen Worten hier... Grüße Angelus [/B][/QUOTE] weil du buddhistisch oder was auch immer daher kommst - die religionen, die dein konzept befolgen lehren auch grenzenloses mitleid und würden sich niemals herausnehmen, so zu urteilen, wie du es tust. natürlich hast du deine eigene meinung - wenn auch fremdentliehen und du kannst sie verändern wie du möchtest - schließlich bist du ja was besonderes - so wie fast alle nach 1982 geborenen und du hast das recht zu provozieren. |
| AngelusNoctis | @nullpromille Gehen Dir nun die Argumente aus, weil Du so langsam beleidigend wirst? Schade daß Du nicht sachlich bleiben kannst, ich hätte mehr von Dir erwartet.... Grüße Angelus |
| nullpromille | ich wollte mich ja schon entschuldigen, habe es aber dann vergessen. und ich habe es nicht nötig, meine sichtweise argumentativ durchsetzen zu müssen, ich habe so etwas wie gewissheit, da braucht man dann die zustimmung der anderen nicht mehr so. solange du kein öffentliches amt bekleidest - hast du meinungsfreiheit. |
| Ms. Marple | Klar, actio = reactio. Aber gilt das auch für das Miteinander? Das würde ja heißen, wenn mir morgen einer in die Fresse schlägt, haue ich ihm gleich seine Birne zu Matsch? (Bitte entschuldigt meine überzogene Ausdrucksweise.) Ich habe auch manchmal das Verlangen, so manchem Vollidioten auf der straße eins reinzuwürgen (würde ich nie machen, da ich einfach zu schwach bin). Aber iIch merke, wie ich bei manchen Leuten einfach innerlich total agressiv werden. Aber mir würde nie in den Sinn kommen, tatsächlich jemanden körperlich anzugreifen. Höchstens verbal. Jemanden zur Rede stellen. Ich muß da zwei meiner Vorredner recht geben, daß das gewaltsame Verhalten viel mit der sozialen Herkunft und der Bildung zusammen hängt. Was nicht heißen soll, daß Menschen mit niedriger Schuldbildung blöd sind. Ich denke, das Thema sollte jetzt ganz außen vorgelassen werden. Und was auch nicht heißen soll, das gwaltsames Verhalten nur in der armen Bevölkerungsschicht vorkommt. Ich denke viel mehr, daß es mit dem, wie wir den Umgang von unseren Familie und unseren Freunden miteinader beigebracht bekommen haben, so gehen wir mit Fremden um. Darüberhinaus ist die Bildung ganz wichtig, um andere Kulturen und Religionen zu verstehen. Gerade jetzt wo alle von Multikulti sprechen. Keine Ahnung, warum manche Menschen anderen Gewalt antuen. Frust, Machtgefühl, Bestätigung des Egos, Imponiergehabe, Ohnmacht... Gewalt ist ein einfacher Ausweg, so scheint es. Lieber jemanden ordentlich eins auf die Fresse geben als mit ihm zu diskutieren. Vielleicht müßte man dann anerkennen, daß die Sichtweise des anderen einleuchtender ist als seine eigene. |
| AngelusNoctis | @MsMarple [QUOTE]Aber gilt das auch für das Miteinander?[/QUOTE] Meines Erachtens gilt das überall.[QUOTE]Ich denke viel mehr, daß es mit dem, wie wir den Umgang von unseren Familie und unseren Freunden miteinader beigebracht bekommen haben, so gehen wir mit Fremden um.[/QUOTE] Auch hier stimme ich Dir zum Teil zu. Jedoch bedeutet dies erlernte Verhalten ja nicht, daß dies bis zum Tod beibehalten werden muss. So wie dies Verahlten zum Teil erlernt wurde, genauso kann es wieder "verlernt" werden. [QUOTE]Aber iIch merke, wie ich bei manchen Leuten einfach innerlich total agressiv werden.[/QUOTE] Hast Du Dir mal überlegt warum daß so ist? Und ist Dir klar das diese anderen Menschen, dann nämlich Macht über Dein Empfinden und Handeln haben? Grüße Angelus |
| FallenArchangel | Es ist wohl mal wieder an der Zeit hier etwas aktiver zu werden :) Also nur weil jemand in mir Agressionen und Wut weckt, heißt das doch net gleich, dass er in irgendeiner Form von Macht über mich besitzt?! Die wenigsten Menschen können das sehen und noch weniger können das ausnutzen. |
| AngelusNoctis | @FallenArchangel Wenn jemand in Dir Wut und Aggression weckt, die er initiiert - hat er Macht über Dich. Denn hätte er diese nicht, wie könnte er dann über Deine Emotionen bestimmen? Du kannst wenn Du magst dem Kind einen anderen Namen geben, das Resultat bleibt das Gleiche. Und ob dieser jemand das nun bewusst tut oder nicht, sei dahin gestellt. Viele Menschen verfallen ja dem Irrglauben sie würden all so vieles bewusst tun... Dem ist aber nicht so, weil das meiste in unserem Gehirn unbewusst abläuft. Sigmund Freud hatte das schon vor über 100 Jahren erkannt. Und das ist nun auch keine philosophische Frage nach dem Freien Willen mehr usw. sondern Neurobiologisch erklärbar inzwischen. |
| FallenArchangel | @AngelusNoctis Andere können mich wütend machen wie sie wollen, das ist nicht von Interesse, wenn man sich unter kontrolle hat. zorn, hass, angst, agressionen sind nur zustände, die man selbst kontrollieren kann. wenn man über sich selbst keine kontrolle hat und dem anderen "die fresse einschlägt" weil man so wütend wurde, hat er auch keinerlei macht gehabt. |
| AngelusNoctis | @FallenArchangel Du kannst natürlich darüber denken wie Du magst. Aber hättest Du Dich unter Kontrolle wie Du so schön schreibst, so könnte Dich auch niemand wütend machen! Das ist nun mal eine Tatsache! |
| FallenArchangel | mein alter herr hat mir dazu mal was schönes gesagt: zum reizen gehören mind. 2: einer der reizt und einer der reizen lässt |
| 242shockfront24 | Muß man eigentlich immer Gewalt mit Gewalt beenden? Man kann sich doch auch anders wehren,ich bin bis jetzt ganz gut damit gefahren. |
| AngelusNoctis | @242shockfront24 Ein guter Gedanke... Ich könnte jetzt etwas aus der Bibel rezitieren aber das würde wohl wieder jene sogenannten Pseudo Atheisten oder Bibelhasser auf den Plan rufen, somit erspare ich uns das jetzt. Ich für meinen Teil, musste mich bisher nicht mit Gewalt wehren, besser gesagt gar nicht wehren. Woran es liegt mag ich nicht genau beschreiben können, jedoch begegnen mir Menschen nicht mit Gewalt, egal wo und wie ich mich bewege. Mag sein es liegt daran, daß ich an Gewalt weder denke, noch eine Option darin sehe und dies auch nach außen hin signalisiere. Ich kenne einige die öfters angepöbelt und angemacht werden, mir ist das bisher nicht so widerfahren, das ist auch gut so. Und es bestätigt letzten Endes auch das, was ich denke und lebe. Grüße Angelus |
| Demon17 | Also in Bielefeld/Osnabrück ist alles ruhig. Bis auf ein paar bunte, englische Soldaten, die glauben sich in Ringelpullovern auf schwarzen Veranstaltungen produzieren zu müssen. (Gott wie süß)Bemerkungen wie "fucking Germans" überhören wir doch einfach und notfalls wird dann auch die CD gewechselt wenn sie meinen zu keltischer Musik die Tanzfläche für sich in Anspruch nehmen zu müssen. So etwas sind wir ja gewohnt. |
| FallenArchangel | [QUOTE][i]Original geschrieben von 242shockfront24 [/i] [B]Muß man eigentlich immer Gewalt mit Gewalt beenden? Man kann sich doch auch anders wehren,ich bin bis jetzt ganz gut damit gefahren. [/B][/QUOTE] Schon "Die Ärzte" haben am Anfang der 90'er Jahre richtig erkannt: "[...] Gewalt erzeugt Gegengewalt [...] (Schrei Nach Liebe) und auch wenn ich Punk nicht gerade so sehr mag, aber recht haben sie in diesem Falle eindeutig. @AngelusNoctis Dann sprech ich es aus: andere Wange hinhalten, etc. pp. Die Grundnatur im Menschen ist es allerdings zu besitzen und Macht auszuüben. Wer Macht hat, der ist was. Jeder holt sich diese Macht auf andere Arten und Weisen. Meistens artet es aber immer zur Gewalt aus, oder es wird Gewalt verwendet, damit jemand seine Macht verliert,.. |
| AngelusNoctis | @FallenAngel [QUOTE]Dann sprech ich es aus: andere Wange hinhalten, etc. pp.[/QUOTE] Danke... [QUOTE]Die Grundnatur im Menschen ist es allerdings zu besitzen und Macht auszuüben. Wer Macht hat, der ist was. Jeder holt sich diese Macht auf andere Arten und Weisen. Meistens artet es aber immer zur Gewalt aus, oder es wird Gewalt verwendet, damit jemand seine Macht verliert,..[/QUOTE] Da mag ich Dir zustimmen, bis auf jene Generalisierungen wie [b]jeder[/B] und [B]immer[/B]. Denn wenn Du diese benutzt und denkst, so werden sie für Dich Realität werden. Und wenn Du dies schon erkannt hast, was nicht all zu vielen gegeben ist. So ist es an Dir dies Machtstreben für Dich zu unterbinden. Du wirst friedlicher, freier und unbeschwerter leben denn je. Weil andere die dies immer noch leben, dies Machtstreben, werden weniger werden in Deinem Leben, gestreng dem Gesetz der Resonanz im Universum. Meinen Gruß Angelus |
| FallenArchangel | jeder will seine macht und sei es "über sein eigenes reich". wenn jemand anfangen würde deine 4 wände zu verändern, würdest du dich auch dagegen wehren. jeder mensch braucht auch einen gewissen rahmen an macht. einige kommen mit dem persönlichem eigentum aus, andere brauchen macht über einen menschen und wieder andere wollen macht über ganze völker haben |
| Anaralasia | juhziz, In Düsseldorf ist es aber auch wirklich schlimm. Da tummelt sich ein Haufen Gesöcks schon nachmittags inner Altstat, gehe da zur Schule (Nagut, auf der Kö.) und es ist auf Dauer mehr als unschön.. Ist schrecklich und Abends wirds meist noch schlimmer. Da wird man als Weibchen echt wien Stück Vieh betrachtet - und es gibt andauernd ne Schlägerei. Aber ich hörte, dass es in Köln noch schlimmer sein soll.... *g* (Naja, nicht wirklich lustig.) |
| Manley | super, solche allgemeinen äußerungen sind ungemein hilfreich. meine mutter würde jetzt sagen: "dann geht doch woanders hin"... |
| AngelusNoctis | @FallenArchangel Ich denke um weiterhin meine Denkweise und Vorstellung genauer zu beschreiben und zu erörtern wäre es wichtig den Begriff "Macht" genau zu definieren, auch um weitere Missverständnisse zu vermeiden. Denn Kontrolle zum Beispiel ist nicht mit Macht gleich zu setzen. Aber daß lasse ich mal bleiben jetzt. In den Grundzügen habe ich versucht zu erklären was ich meine, dies genauer zu erläutern würde wohl den Rahmen dieses Threads sprengen. Noch einen Abend nach Deinen Wünschen Angelus |
| Ronin76 | Ich wohne in einer Provinzstadt und auch hier steigt die Gewaltbereitschaft. Ich wurde zwar schon seit Jahren nicht mehr körperlich angegriffen, jedoch randalieren hier nachts immer Gruppen betrunkener Jugendlicher fast ausschließlich türkischer und osteuropäischer Herkunft, wenn sie von der Disko oder vom Tankstellensaufen heimkehren. Werfen dann Flaschen herum, schreien laut, zerstören Telefonzellen und beschädigen PKWs, etc. Es hatte auch mal grundlos einer gegen mein Auto getreten, als ich gerade in ein Parkhaus fahren wollte. |