| Mahsheed | Gestern habe ich etwas gehört, was mich ganz schön entsetzt hat. Ich hörte von einer Frau, die nach Deutschland kam, um hier zu studieren. Sie konnte die Sprache noch nicht, und hatte ganz wenig Geld, war gezwungen, neben der Fließbandarbeit noch weiter arbeiten zu gehen, um ihr Studium hier überhaupt finanzieren zu können. Sie ging also putzen. Sie arbeitete in einem großen Haushalt, über zwei Etagen. Erste Etage: Flur, Wohnzimmer, Esszimmer, Kaminzimmer, große Küche, WC, Bad, Kellertreppe, Keller; obere Etage: Treppe, drei große Kinderzimmer, ein Schlafzimmer, ein Flur, ein Arbeitszimmer, ein Bad, ein WC-Raum. Sie sollte innerhalb von drei Stunden alle Zimmer saugen, den Staub von allen Flächen und (reichlichen) Gegenständen putzen, die WCs und Bäder reinigen, zweiwöchentlich den Keller samt Treppe, die Treppe nach oben wöchentlich, sowie jeweils einige der Fenster, und weitere Arbeiten die anfielen, wie Küchenschränke reinigen. Dafür war die Arbeitgeberin, die Frau dieses Fabrikbesitzerhaushaltes, die selbst Hausfrau war, bereit, pro Stunde fünf Mark zu zahlen. Da sie das Geld bitter nötig hatte und mit ihren ja noch mangelhaften Sprachkenntnissen kaum die Chance hatte, andere Stellen zu bekommen, nahm sie das in Kauf. Und noch dazu, dass sie behandelt wurde, als sei sie als "Putzfrau" kein vollwertiger Mensch. Hinterher, nachdem die drei Stunden vorbei waren, fühlte sie sich jedesmal, als wäre sie um Jahre gealtert. Als ich das hörte, freute es mich für diesen einen Fall - dass [I]solche[/I] Menschen demnächst nicht mehr so billig davon kommen. An deren Hand klebt Blut oder anders gesagt Gesundheit ... Sowas betrachte ich als Ausbeuterei. Man bedenke nur, dass in diesen fünf DM Stundenlohn keine Versicherung für den Fall eines Unfalls oder anderes enthalten ist. Aber ist es letztendlich für [I]alle[/I] anderen Menschen und für den "Staat" so von Vorteil, wenn Schwarzarbeit demnächst härter bestraft und strenger bewertet wird? Menschen, die z. B. putzen gehen, machen dies aus größter Not heraus, weil sie nicht anders können, sie müssen. Wer selbst mal geputzt hat, der kann einschätzen, was das für eine schlauchende Knochenarbeit ist ... Für sie wird ein großer (wenn auch schwarzer) Arbeitsmarkt zusammenbrechen. Was wird passieren, wird ihre Not noch größer werden? Der Arbeitsmarkt bietet nicht für all diese Leute so viel Möglichkeiten, ihr minimales Einkommensbedürfnis zu befriedigen. Viele der Leute, die z. B. Putzkräfte gesucht hatten, waren gar nicht so wohlhabend wie die oben beschriebene Gattin des Fabrikbesitzers. Oft sind es Leute aus dem Mittelstand, die sich "so einen Luxus" vielleicht geleistet haben, weil sie nach der Arbeit zu matt waren. Dieser Luxus wird durch die Pflicht zur Versteuerung dieser Arbeit vermutlich für viele unerschwinglich und zu einer nicht mehr bezahlbaren Ausgabe. Was haltet ihr von dieser auf uns zurückenden "Innovation"? |
| Sternenstaub | Liebe Mahsi. Als ich davon hörte war ich auch traurig und entsetzt...Es gibt viele Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen und dann hier aus Not putzen...ich denke es ist für sie schon irgendwie beschämend, [I]allein schon zuzugeben[/I] dass sie schwarz arbeiten... und wenn Schwarzarbeit jetzt so strafbar wird...ich meine ich verstehe nicht, warum diese "Sanktionen" jetzt vorgenommen werden... Ich würde gerne mehr dazu schreiben, kann es aber aus diversen Gründen nicht Sternchen |
| Selian | Also zum einen fehlt mir jegliches Verständnis dafür das Leute sich so über den Tisch ziehen lassen. Egal ob Ausländer oder nicht. Nun werden wieder einige sagen, sie findet aber keinen job oder braucht den unbedingt. Gäbe es niemanden der sich auf solch schlechte Bezahlung einlassen würde, gäbe es für alle mehr Lohn! Zum anderen ist das Anmelden nur eine Formsache. Man muß der Putzfrau eine Rechnung ausstellen, ich glaub dann fallen 13% Sozialabgaben an. Das ist in dem Einkommensbereich aber nicht so viel das es lohnen würde, sich deswegen Strafbar zu machen. |
| Mahsheed | Die genauen Hintergründe kenn ich nicht in detaillierter Weise. Die Frau, die mir davon berichtete, meinte, dass sie keine andere Chance sah, sie brauchte das Geld so nötig. Und war froh über jeden Job, den sie annehmen konnte. Wenn es andere Chancen gegeben hätte, hätte sie diese ergriffen. Ich glaube ihr. Leider kann ich selbst nicht anhand von Fakten plausibel machen, dass für manche Menschen in bestimmten Situationen solche Jobs keine Frage der Wahl zischen Annehmen oder Nicht darstellen, sondern dass sie gezwungen sind, das anzunehmen, was sie überhaupt bekommen können. Ich denke mir, dass es eine Katastrophe sein muss, nach Deutschland zu kommen, ohne deutsch sprechen, ohne das System, die Sitten, die Gepflogenheiten, die damit verbundenen Chancen und Möglichkeiten verstehen oder ergreifen zu können ... Aus welchem Grund auch immer - ohne Geld in der Tasche. (Nun, ich meine allerdings nicht nur Ausländer, Asylanten, was immer ... Ich beziehe es auf alle, die auf solche Arbeiten angewiesen sind. Und das sind gewiss nicht wenige Einheimische.) Ich hoffe, dass du Recht hast Selian, und das so einfach ist und für die Leute kein Grund darstellen wird, die Ex-Schwarz-Arbeitsstelle zu kappen. |
| Mahsheed | @ Sister Könnte es nicht sein, dass es ganz einfach wäre, Schwarz-Arbeitgebern auf die Schliche zu kommen, auch ohne große Gehaltausgaben für Special-Agents auszugeben ... Sich einfach auf ein Inserat hin bewerben, anrufen, fragen ob schwarz gearbeitet werden darf, oder selbst inserieren, ohne zu betonen, ein Agent zu sein ... Zusätzlich ist vermutilch der Schwarzarbeitgeber gefährdet und daher vielleicht von sich aus schon vorsichtig... Ein rachsüchtiger Schwarzarbeitnehmer könnte ihn jederzeit verpfeifen? |
| Mahsheed | Diese Arbeitgeberin wurde nicht angezeigt. |
| Selian | In dem ersten Beispiel handelte es sich doch um eine Studentin. Dann darf die doch auch offiziell arbeiten, oder? Wenn ich das richtig verstanden habe, macht sie auch hauptsächlich nen Fließbandjob und den 5 Mark Job noch nebenbei. Das Argument das jemand einen so unterbezahlten Job annimmt, da er keine Arbeitserlaubnis hat, kann ich nicht nachvollziehen. Immerhin ist es so, das die Leute die keine Arbeitserlaubnis haben vom Staat unterstützt werden. Das trifft wohl größtenteils auf Asylanten zu. So gesehen suchen sie Hilfe in einem Land, bekommen diese und schaden dem Land dann, indem sie illegal arbeiten, da hält sich mein Mitleid ehrlich gesagt in Grenzen. Leute die hingegen arbeiten dürfen, sollten sich halt doch überlegen ob sie so einen unterbezahlten Job annehmen, wie gesagt wenn niemand so etwas macht, müssen die "Arbeitgeber" zwangsläufig mehr bezahlen... Ich finde das neue Gesetz gegen Schwarzarbeit nicht so schlecht, würde mir aber noch wünschen das mit dem Gesetz gleichzeitig ein Mindestlohn eingeführt würde. |
| Nighttimebird | @Selian Die Unterstützung, die Asylbewerber bzw. Menschen ohne Arbeitserlaubnis bekommen, ist oft sehr minimal. Abgesehen mal davon, dass diese dann zum größten Teil unter das Gutschein-Gesetz fallen, was nur den Einkauf von speziellen Sachen in speziellen Geschäften erlaubt. Das ist erstens oft äußerst menschenverachtend (hab schon so oft extrem unhöfliche, dreiste, arrogante, usw VerkäuferInnen dabei beobachten und zurechtweisen dürfen, wie sie Kunden mit Gutscheinen wie Dreck behandelt haben) und zweitens ist nichts außer der Reihe, wie Kino oder mal ne Flasche Wein drin. Zweitens gibt es eine ganze Reihe Asylbewerber, die aus fadenscheinigen Gründen abgewiesen werden, obwohl sie zu Hause verfolgt und getötet werden würden ( wie z.B. aus einigen Ländern mit Talibantruppen, weil das keine Staatsmacht ist ...). Die dann also de facto die Möglichkeit haben illegal oder halblegal zu bleiben oder zu sterben. Ausländerrecht ist ne verdammt komplexe Angelegentheit. Ansonsten stimme ich Dir zu, dass wenn niemand solche Jobs zu solchen Preisen machen würde, es sie auch nicht gäbe. |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nighttimebird [/i] [B]@Selian Die Unterstützung, die Asylbewerber bzw. Menschen ohne Arbeitserlaubnis bekommen, ist oft sehr minimal. Abgesehen mal davon, dass diese dann zum größten Teil unter das Gutschein-Gesetz fallen, was nur den Einkauf von speziellen Sachen in speziellen Geschäften erlaubt. Das ist erstens oft äußerst menschenverachtend (hab schon so oft extrem unhöfliche, dreiste, arrogante, usw VerkäuferInnen dabei beobachten und zurechtweisen dürfen, wie sie Kunden mit Gutscheinen wie Dreck behandelt haben) und zweitens ist nichts außer der Reihe, wie Kino oder mal ne Flasche Wein drin.[/b][/quote] Erstmal, wenn wir hier über Asylanten reden, sprechen wir von Leuten die in ihrem Land verfolgt, gefoltert und bei Festnahme jenachdem getötet werden. Dagegen erscheinen mir die von dir genannten Problemchen (Gutschein, kein Kino usw) reichlich marginal! Es steht denen doch frei der Verkäuferin ebnso dumm zu kommen wenn diese unfreundlich ist und beim nächsten mal in nen anderen Laden zu gehen. Abgesehen davon find ich das übliche Bild von der bösen Verkäuferin ziemlich abgedroschen. Mit pampigen Verkäferinnen hat jeder hier und da zutun. Ob Asylant oder nicht. Dagegen gibts aber auch ne Menge freundlicher Leute und dazu noch pampige Kunden, sowohl deutsche als auch nicht deutsche. [b]Fakt ist, jemand ohne Arbeitsberechtigung, der hier für einen Hungerlohn arbeitet schadet zu seinem eigenen Vorteil dem Staat und damit der Gemeinschaft die ihn unterstützt. Ist das etwa okay?[/b] [quote][b]Zweitens gibt es eine ganze Reihe Asylbewerber, die aus fadenscheinigen Gründen abgewiesen werden, obwohl sie zu Hause verfolgt und getötet werden würden ( wie z.B. aus einigen Ländern mit Talibantruppen, weil das keine Staatsmacht ist ...). Die dann also de facto die Möglichkeit haben illegal oder halblegal zu bleiben oder zu sterben. Ausländerrecht ist ne verdammt komplexe Angelegentheit.[/b][/quote] Ist wohl ein anderes Thema, ob die Gründe Fadenscheinig sind ist schwer zu sagen. Letztlich sind das alles Einzelfälle die geprüft werden müßen, was ja auch geschieht. Dem gegenüber stehen auch jede Menge Asylbewerber (was für ein Wort), die nicht wirklich politisch verfolgt werden, sondern die inDeutschland das Paradies erwarten. |
| Allanon | Ich denke, bevor man darüber diskutiert, ob man die härtere Bestrafung von Schwarzarbeit gut findet oder nicht, sollte man zunächst wissen, was Schwarzarbeit überhaupt bedeutet. Wenn ein Asylant hier in Deutschland illegal arbeitet, ist dies nicht die Schwarzarbeit die der Gesetzgeber meint. Denn diese Arbeit, ist aus Sicht des Arbeitgebers eine sog. "Illegale Beschäftigung" und aus der Sicht des Arbeitnehmers, sprich des Asylanten, eine "Illegale Arbeitsaufnahme". Diese Tatbestände, nach dem SGB III, sind keine typische Schwarzarbeit im Sinne des Steuerrechts. Der Gesetzgeber möchte eine andere Klientel damit verfolgen. Ausländer, die einen berechtigten Aufenthaltstatus in der BRD haben, z.B. als Touristen (Polen u.ä.) und vor allem Deutsche selbst, die im Rahmen ihrer Berufsgruppe neben ihrer gemeldeten Tätigkeit in ihrer "Privatzeit" arbeiten. Bei den Ausländern, gibt es inzwischen organisierte "Banden", welche ihre Landsleute (z.B. aus Portugal) nach Deutschland locken, wo sie für einen Hungerlohn viele Stunden arbeiten müssen. Hier sind die Zollbehören stark hinterher, doch stellt es sich immer als sehr schwierig dar, diesen "Banden" (welche in Verbindung mit deutschen Firmen stehen) nachzukommen. Hier sind wir meist auch im Bereich der "Ausbeutung" welcher nach dem StGB zusätzlich verfolgt und geahndet wird. Leider sind haben sich bis zum erfolgten Zugriff, bereits einige dieser Bandenchefs in ihre Geburtsländer zurückgezogen, wo sie ihr illegal verdientes Geld im Namen ihrer Familienmitglieder angelegt haben und somit für die Finanzbehörden auch im Bereich der EU keine Zugriffsmöglichkeit mehr besteht. Was den Deutschen betrifft, so möchte ich euch ein Beispiel geben um schon einfache Fälle zu zeigen, welche Schwarzarbeit darstellen. Wenn ihr einen Nachbar habt, welcher Maurer ist und ihr bittet ihn, doch bitte eine Gartenmauer um eurer Häuschen zu ziehen, so stellt schon diese Tätigkeit Schwarzarbeit dar. Ob der Nachbar für diesen gefallen etwas erhalten hat oder nicht, ist dabei völlig irrelevant. Da sich die Schwarzarbeit, wie auch die illegale Beschäftigung grundsätzlich damit beschäftigt, daß jemand tätig war und nicht was er dafür erhalten hat. An der Tätigkeit selbst kann dann ermessen werden, ob hierfür im Normalfall ein zu zahlendes Entgeld zu erwarten gewesen wäre. Und dies wäre im Falle des Gartenmäuerchens gegeben gewesen. |
| Apex | Wie schon gesagt brauchen die meisten die solche Unterbezahlten Jobs annehmen das Geld dringend, sicher würden sie die Jobs nur für einen höheren Lohn annehmen gäbe bald keine Unterbezahlten mehr...aber da sie das Geld dringend brauchen haben sie wohl auch weder Zeit noch Rücklagen um diese Entwicklung abzuwarten. Im endeffekt sind dann hier doch wieder Staat und Gewerkschaften gefragt nur sollten wie ich finde nicht die Schwarzarbeiter sondern die Arbeitgeber und Firmen hart bestraft werden, denn diese bieten doch erst diese Lohnsklavenjobs an und beuten damit ärmere Menschen aus und schaden Staat und Gesellschaft. |
| Gazell.Brom | @selian ..das war auf den Punkt gebracht... Wer legal hier ist, bekommt Sozialhilfe, die wir anderen bezahlen müssen. Und diese Gutscheine bekommt ,wer sein Geld auf den Kopf gehauen hat und wegen Hunger ankommt. Außerdem , was ist an Gutscheinen schlimm? Ich lebe in einem sogenannten sozialen Brennpunkt, und wenn ich Assis oder bestimmte Asylis mit diesen Scheinen sehe, denke ich immer, toll, jetzt haben die Kinder auch mal was davon, da davon ja keine Kippen oder Alk oder H geholt werden kann. Schwarzarbeit finde ich dann schlimm, wenn Leute die eh schon Sozi oder Arbeitslosengeld kriegen, das noch damit aufbessern. Allerdings kenne ich auch Fälle, indem Arbeiter teilweise so vom Staat abgezogen werden , daß ihnen nichts anderes übrig bleibt, als noch nebenbei zu arbeiten. Es ist wohl mittlerweile so, daß nicht die Leute, die Sozi kriegen die Armen sind, sondern die Geringverdiener und teilweise auch Rentner, was ich besonders beschämend finde, da die dafür ihr Leben lang gearbeitet haben. |
| Apex | Ähm ich glaube da liegt ein Mißverständniss vor diese Gutscheine bekommt jeder Asylbewerber, diese dürfen überhaupt kein Bargeld bekommen... |
| Nighttimebird | @Apex: Du nimmst mir die Worte vorweg :-). Es stimmt definitiv nicht, dass nur Leute Gutscheine bekommen, die ihr Bargeld auf den Kopf hauen. Abgesehen mal davon sind Gutscheine im Vergleich zu Hunger und Verfolgung natürlich ein Witz, aber ich befinde sie trotzdem als falsch (oder wer hier möchte so eingeschränkt und gebrandmarkt werden?) und so leid es mir tut, ich habe diese Art VerkäuferInnen zu oft mitbekommen (und ich arbeite selbst im Einzelhandel und weiß das es auch genug andere gibt). Als kurze Übersicht zur Gutscheinproblematik, bitte mal hier schauen: [url]http://www.nds-fluerat.org/presse/2001/gutsch1.htm[/url] Deppen gibts immer und überall. Das leugne ich gar nicht. Ich wollte eigentlich nur aufzeigen, dass das Ausländerrecht, wenn es denn in dieser Debatte immer wieder aufgegriffen wird, nicht so einfach, klar strukturiert und allgemein bekannt ist. |
| Selian | Eigentlich ist die Gutscheinfrage ein anderes Thema und hat nichts mit Schwarzarbeit zu tun. |
| Nighttimebird | @Selian: Da stimme ich Dir sogar komplett zu (auch, wenn ichs aufgeworfen habe). |
| Apex | Vielleicht indirekt schon, wenn nämlich Asylbewerber Schwarz arbeiten um wenigstens an etwas Bargeld zu kommen...das einstellen der Gutschein Ausgabe und der Beginn von Bargeldausgabe könnte hier vielleicht abhilfe schaffen, denn ganz ehrlich wenn du einen Gutschein über 37,63 bekommst und dann genau dafür einkaufen mußt, denn du darfst ja auch kein Wechselgeld bekommen, das is schon gelinde gesagt ne Belastung...sicher net so schlimm wie Tod und Unterdrückung aber...hey seh ich nur ich hier das Problem das es einfach teilweise nicht zumutbar ist? |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] [B]Vielleicht indirekt schon, wenn nämlich Asylbewerber Schwarz arbeiten um wenigstens an etwas Bargeld zu kommen...das einstellen der Gutschein Ausgabe und der Beginn von Bargeldausgabe könnte hier vielleicht abhilfe schaffen, denn ganz ehrlich wenn du einen Gutschein über 37,63 bekommst und dann genau dafür einkaufen mußt, denn du darfst ja auch kein Wechselgeld bekommen, das is schon gelinde gesagt ne Belastung...sicher net so schlimm wie Tod und Unterdrückung aber...hey seh ich nur ich hier das Problem das es einfach teilweise nicht zumutbar ist? [/B][/QUOTE] Die dürfen doch Wechselgeld bekommen, bis zu einer Grenze oder? (10%?) Wenn ich in einem anderen Land Asyl erhalten würde, würde ich mich nach den Gepflogenheiten des Landes richten. Dazu gehört zum einen das man Gutscheine bekommt und zum andern das man net Arbeiten darf. Die Gutscheine wurden nicht grundlos eingeführt. Es gab Asylbewerber die haben in mehreren Städten Geld kassiert. Außerdem wurde von dem Geld Alkohol, Kippen und sonstige nicht unbedingt Lebenswichtigen Sachen gekauft. Das für alle Nachteile entstehn, nur weil sich ein paar Scheiße benommen haben, ist meistens so. Etwas mehr Dankbarkeit, sähe ich hier schon als Angebracht an. Stattdessen sind Gutscheine nicht gut genug und die Leute wollen cash... |
| Apex | Illegales Arbeiten wäre wohl arbeiten ohne Arbeitserlaubnis und Schwarzarbeit ist wenn am Fiskus vorbeigewirtschaftet wird also die Arbeit nicht angemeldet ist und dementsprechend keine Sozialabgaben gezahlt werden. @Selian Bisher weiß ich nur das kein Bargeld also auch kein Wechselgeld an Bewerber ausgegeben werden darf. Wenn man Gutscheine bekommt dann ist man noch kein anerkannter Asylant sondern im Bewerberstatus (dieser Zustand zeiht sich manchmal über Jahre). Als anerkannter Asylant bekommt man relativ einfach ne Arbeitserlaubnis. Aber gut das Asylrecht gehört hier wirklich nicht her. @Sister Ich war auch net der Meinung das durch das abschaffen von Gutscheinen Schwarzarbeit verhindert wird aber es wäre ein Schritt der dazu beitragen könnte. Eine "ultimative" Lösung gibt es nicht, es müßen mehrere schritte unternommen werden um das Problem zu lösen. Vielmehr hab ich ja schon gesagt das man direkt bei den Arbeitgebern anfangen sollte mit hohen Strafen auf Schwarzarbeit zu reagieren. |
| Black Moni | Ich gehe jetzt mal weg von den Asylbewerbern und ausländischen Mitbürgern. Habt ihr schon mal von Sozialhilfe oder Arbeitslosenhilfe (alte Gesetzgebung) leben müssen? Wenn ja, ist euch nie der Gedanke gekommen, euch einen "Nebenverdienst " zu suchen? Oder denkt mal an ein Rentnerehepaar, Frau nie "geklebt" (wie es früher hieß), nur Kindererziehungszeiten, Mann geringe Rente, weil Frührentner. Dann stirbt der Mann, wer will es dieser Frau übelnehmen, wenn sie, solange es die körperlichen Kräfte zulassen, als Putzfrau arbeitet? Versteht mich nicht falsch, auch ich bin dafür, dass Menschen für eine Arbeit, welche auch immer, angemessen bezahlt werden müssen. Amsozialsystemimmermehrzweifelnde Grüße Black Moni |
| der-verbannte | Jetzt hat Apex es mir schon vorweg genommen...:) Es wunderte mich auch schon dass hier nur über Ausländer gesprochen wird. Aber ich wollte noch meinen Standpunkt mit einbringen. Ich finde was die Regierung mittlerweile betreibt ein wenig am "Ziel vorbeigeschossen" ist. Vor zirka einem Jahr hiess es dass die Regierung bzw. die Steuerfahnung oder wer auch immer das macht nur die "grossen Fische" haben will die das im grossen Stil betreiben. Soweit so gut. Ist ja auch richtig. Aber jetzt sagt die gleiche Regierung dass ebenfalls die "kleine Schwarzarbeit" verfolgt werden soll. Also jeden der sich irgendwo mal ein paar Euros dazu verdient. Ich finde das unsinnig und vor allem ist das garnicht durchführbar. Denn jeder der nur ab und zu sich ein Zubrot dazu verdient, kann dieses Geld auch gut gebrauchen und braucht sich m.E. auch nicht dafür zu rechtfertigen. Denn von diesem Geld muss ich mir ja schliesslich auch was kaufen, sonst würd ich es ja auch nicht verdienen müssen. Somit bringe ich das Geld wieder in den Handel und beteilige mich am Wirtschaftskreislauf. Wenn ich jedoch nicht nebenbei verdiene kann ich auch weniger Geld verdienen, kaufe also auch weniger und das ist auch falsch. Es sollen ja sogar mittlweile wortwörtlich: Die Babysitter belangt werden. Kann mir mal jemand erzählen wie man die bitteschön kontrollieren will?? Von Haus zu Haus gehen und einfach abends klingeln?? Oder etwa tagelang das verdächtige Haus observieren? Das sind wieder einmal Schnapsideen die die Welt nicht braucht. Absolut undurchführbar. Mfg Frank |
| Black Moni | @der Verbannte Da hatten wir wohl zeitgleich sehr ähnliche Gedanken. Danke für deinen Betrag als wunderbare Weiterführung des meinem. Sichübergleichegedankengängefreuende Grüße Black Moni |
| Allanon | [QUOTE][i]Original geschrieben von SisterOfMercy [/i] [B]In der Schweiz wurden die Gutscheine abgeschafft, da es "menschenverachtend" sei...... aber Schwarzarbeit gibts dort trotzdem genauso. Ich weiss also nicht, ob das wirklich ein Argument ist, das hierher gehört... @Allanon kannst Du das mit dem Unterschied Schwarzarbeit und illegales Arbeiten vielleicht für die dumme kleine Sister noch etwas genauer beschreiben? ;) Weisst Du z.B. wie da die Bestrafungen aussehen? Ein Asylant der illegal arbeitet, arbeitet doch automatisch schwarz, oder? Wenn jetzt der Nachbar, der mir ein Mäuerchen baut ein Türke ist - was ist das dann? Gruss, Sister [/B][/QUOTE] @liebste Sister, da kann ich auf die Antwort von Apex verweisen (nachfolgend auf deinen Beitrag/Frage). Bei der Feststellung der illegalen Beschäftigung kommt es vor allem darauf an, festzustellen, wer nach Deutschland reist, um dort illegal Arbeit aufzunehmen, obwohl er z.B. dieses Land nur als Tourist betreten und darin verweilen dürfte. Die Konsequenz daraus ist dessen Abschiebung und ein Einreiseverbot (lebenslänglich oder nach eigenem Antrag begrenzt). Im Sinne der EU-Erweiterung werden diese Mittel allerdings bei gewißen Herkunftsländern nur noch selten ausgeschöpft. Bei der Verfolgung der schwarzarbeit komt es primär darauf an, Gelder, die am Fiskus vorbeigehen einzutreiben und den Täter zu sanktionieren. Weiterhin soll dadurch die vorhandene Arbeit chancengleich an die jeweiligen Firmen vergeben werden können. Durch vielerlei Großaufträge im Bereich der Schwarzarbeit, werden vor allem die Firmen nicht konkurrenzfähig bleiben, welche sich nach den bestehenden Vorschriften halten. Ob ein Nachbar ein Türke oder ein Deutscher ist bleibt dabei völlig irrelevant. Die sogenannte Nachbarschaftshilfe ist in einen nur ganz kleinen Rahmen gefasst. @all Die Diskussion über irgendwelche Asylanten, die illegal arbeiten, geht völlig am Hintergrund der neu bestehenden Rechtsauffassung der Regierung vorbei. Betroffen sind die normalen Arbeitnehmer und Empfänger von Arbeitslosengeld/Sozialhilfe. |
| der-verbannte | @blackmoni Ich finde allerdings dass Leute die Arbeitslosenhilfe oder Sozialhilfe beziehen sich lieber warm anziehen sollten. Denn das ist "Missbrauch von Sozialleistungen" und wird hart geahndet was ich auch für richtig halte. Sicher ist diese Stütze nicht viel Geld, aber ich finde es nicht richtig dann auch noch schwarz zu arbeiten. Ist wie:" Die eine Hand aufhalten und mit der anderen den Stuhl des Gegenübers wegziehen. Jeder der normal arbeiten geht tut ja schliesslich auch genug für dass System und darf sich auch mal für seine eigene Tasche Geld dazuverdienen, welches er ja (siehe meinen anderen Beitrag) wieder in die Wirtschaft investiert. Mfg Frank |
| Allanon | [QUOTE][i]Original geschrieben von der-verbannte [/i] [B]@blackmoni Ich finde allerdings dass Leute die Arbeitslosenhilfe oder Sozialhilfe beziehen sich lieber warm anziehen sollten. Denn das ist "Missbrauch von Sozialleistungen" und wird hart geahndet was ich auch für richtig halte. Sicher ist diese Stütze nicht viel Geld, aber ich finde es nicht richtig dann auch noch schwarz zu arbeiten. Ist wie:" Die eine Hand aufhalten und mit der anderen den Stuhl des Gegenübers wegziehen. Jeder der normal arbeiten geht tut ja schliesslich auch genug für dass System und darf sich auch mal für seine eigene Tasche Geld dazuverdienen, welches er ja (siehe meinen anderen Beitrag) wieder in die Wirtschaft investiert. Mfg Frank [/B][/QUOTE] Absolute Zustimmung!!! |
| Black Moni | @der Verbannte und Allanon Schwierig, schwierig. Zum einen ist es richtig, was du sagst, aber lies noch mal meinen Eintrag von vorhin.Es gibt ja auch genügend Menschen, die liebend gern aus der staatlichen Unterstützung weg wollen, aber bei denen es echt schwierig ist. Oder aussichtslos, wie die Witwe in meinem Beispiel. Oder ein Familienvater mit geringem Einkommen, wo die Frau "nebenbei" arbeiten geht. Und was wäre, wenn ich mir eine Putzfrau aus dem Bekanntenkreis nehme, weil ich zu wenig Zeit habe und sie aus verschiedenen Gründen von Sozialhilfe lebt. Muss ich dann auch bestraft werden? Bei großen Firmen, die Menschen illegal zu Billiglöhnen beschäftigen, ist das ja alles ok, aber bei uns "kleinen"? Fragende Grüße Black Moni |
| Apex | Ich kann durchaus verstehen wenn man als Sozialhilfeempfänger oder Arbeitsloser mal schwarz arbeiten "muß" denn dank organisatorischer Meisterleistungen der Ämter kann es durchaus mal vorkommen das man ein oder zwei Monate ohne Geld auskommen muß (Erfahrung meinerseits)...,und da die Unterstützung selten üppig ausfällt, man in solchen Zeiten auch nur wenige Rücklagen hat. Was die "kleine Schwarzarbeit" angeht denke ich das dies, soweit es die betrifft die sich ein kleines Zubrot mit Putzen etc. dazu verdienen, anch dem Motto "Wo kein Kläger..." ablaufen wird ednn die Beweisführung dürfte sich als äußerst schwierig erweisen. Trotzdem sollte man sich vielleicht mit em Nachbarn gutstellen ;) |
| Allanon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Black Moni [/i] [B]@der Verbannte und Allanon Schwierig, schwierig. Zum einen ist es richtig, was du sagst, aber lies noch mal meinen Eintrag von vorhin.Es gibt ja auch genügend Menschen, die liebend gern aus der staatlichen Unterstützung weg wollen, aber bei denen es echt schwierig ist. Oder aussichtslos, wie die Witwe in meinem Beispiel. Oder ein Familienvater mit geringem Einkommen, wo die Frau "nebenbei" arbeiten geht. Und was wäre, wenn ich mir eine Putzfrau aus dem Bekanntenkreis nehme, weil ich zu wenig Zeit habe und sie aus verschiedenen Gründen von Sozialhilfe lebt. Muss ich dann auch bestraft werden? Bei großen Firmen, die Menschen illegal zu Billiglöhnen beschäftigen, ist das ja alles ok, aber bei uns "kleinen"? Fragende Grüße Black Moni [/B][/QUOTE] Natürlich ist es so, daß es durchaus Menschen gibt, bei denen ein solches Verhalten nachvollziehbar ist. Würden es auch nur diese Art von Menschen tun, würde es auch keinen kümmern. Es ist aber so wie bei vielem anderen. Man hat es übertrieben, man hat es bis zum letzten ausgenutzt und nun folgen die Konsequenzen, die dann leider auch die "Unschuldigen" treffen. Sind wir mit dieser Gesetzgebung nicht zufrieden, muß man sich auf demokratischen Wege dagegen wehren, demonstrieren oder anders wählen. |
| Mahsheed | Bis zum letzen ausgenutzt und verschlampert hat man bisher an verschiedenen anderen Stellen wichtige Staatsgelder und tut es noch immer und das in Zeiten, wo den Ärmsten das letzte Hemd vom Körper gespart wird - drastisch ausgedrückt natürlich nur. ~*~ Ich frage mich, welchen Wert Schwarzarbeit bisher für die Bevölkerung hatte, ob es so etwas wie einen Wert gab: Einige von euch sagen, klar, manche haben verständlicherweise ihr Lebensniveau, das nun mal am Geld hängt, verbessert: Jobs auf Steuerkarte gibts keine für sie, also nehmen sie in ihrer Not das was da ist. Sozialhilfe oder Rente (oder was auch immer) reicht nicht zum lLben oder Sterben. Andere sind der Meinung, der Staat wurde nachhaltig durch Schwarzarbeit geschädigt. Einerseits wird den Arbeitgebern ermöglicht zu erfahren, dass man die Löhne drücken kann, andererseits fehlen die ausbleidenden Steuergelder in den Staatskassen. Welche Konsequenzen aber lassen sich langfristig abzeichnen? Ich möchte den Fall mal überspitzt sehen: Was würde geschehen, wenn es definitiv gar keine Schwarzarbeit mehr gäbe? Würde das dem Staat letztendlich sogar schaden können? Welche Konsequenzen könnten für das "arme Volk" folgen? (Damit soll nicht schwerpunktmäßig der Ausländeranteil gemeint sein, wie ihr schon sagtet. Sondern der eine Teil der Schere zwischen Arm und Reich, der sich immer stärker abzeichnet.) Welche Konsequenzen könnte das für die Wirtschaft insgesamt haben? Füllt sich die Staatskasse tatsächlich, wie erwartet, in Milliardenhöhe oder geht das Geld an anderer Stelle durch diesen veränderten Mechanismus ausgelöst, wieder flöten? Und für den aktuellen Fall (also Schwarzarbeit läuft weiter, allerdings unter größerer Gefahr für die Arbeitgeber): Welche Stimmung wird im Volk damit erzeugt? (z.B. Misstrauen gegenüber den Mitmenschen verstärken, damit der eine den anderen nicht verpetzt?) (Apex deutete sowas schon an: [I]"Was die "kleine Schwarzarbeit" angeht denke ich das dies, soweit es die betrifft die sich ein kleines Zubrot mit Putzen etc. dazu verdienen, anch dem Motto "Wo kein Kläger..." ablaufen wird ednn die Beweisführung dürfte sich als äußerst schwierig erweisen. Trotzdem sollte man sich vielleicht mit em Nachbarn gutstellen"[/I]) |
| Pelloquin | [quote]Aber jetzt sagt die gleiche Regierung dass ebenfalls die "kleine Schwarzarbeit" verfolgt werden soll. Also jeden der sich irgendwo mal ein paar Euros dazu verdient. [...] Kann mir mal jemand erzählen wie man die bitteschön kontrollieren will?? [b]Von Haus zu Haus gehen und einfach abends klingeln?? Oder etwa tagelang das verdächtige Haus observieren?[/b][/quote] [size=1][beißende Ironie][/size]Damit könnten mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Zum einen würde damit eine ganze Menge neuer Stellen geschaffen werden, denn um die 80 Millionen Deutschen und Andersartigen in diesem Lande zu observieren, dazu braucht es schon einiger Beobachter. Die Stellung könnte mit "BLOCKWART" bezeichnet werden. Um sicherzustellen, dass die Beobachtung auch in zufriedenstellender Weise erfolgt, könnte man den Volksbeobachtern ein Kopfgeld für jeden denunzierten Schwarzarbeiter in Aussicht stellen. Als netten Nebeneffekt lässt sich auf diese Weise ebenfalls ermitteln, welche Teile der Bevölkerung die nationale Sicherheit bedrohende Umtrieben frönen...[size=1][/beißende Ironie][/size] Verzeiht, ich bin nur so verdammt wütend. Diese "Innovation" trifft einmal mehr die Schwachen, die, die sich eh nicht wehren können, während sich unsere politischen und wirtschaftlichen Führer immer ungenierter die Taschen vollstopfen. (Remember Mannesmann-Vorstand Esser, der tausende Arbeitsplätze vernichtete und dafür mit über 30 Millionen € belohnt wurde; der Ex-Telekomchef Ron Sommer, der sein Unternehmen in den Ruin führte und mit 11 Mio. € "entschädigt" wurde oder das neueste: Die Eu-Parlamentarier, die heimlich ihre Diäten der Einkommensentwicklung der Eu-Richter angleichen wollten, um sich somit eine Erhöhung der ihnen zustehenden Gelder um 30 % zu ermöglichen. Aber das nennt man nicht Schwarzarbeit, sondern "Aufwandsentschädigung") So vielgestaltig wie die Bevölkerung ist, so vielgestaltig sind die Motive, die die einzelnen dazu treiben, der Schwarzarbeit zu frönen: Für die einen ist es bloss ein nettes Zubrot... für andere der Kampf ums (gesellschaftliche) Überleben. Welche Konsequenzen sich durch die Zerschlagung von Schwarzarbeit für den Staat ergeben... Das weiß ich nicht. Aber ich fürchte, für die Menschen, für die der Verdienst aus Schwarzarbeit nicht nur ein nettes Zubrot ist, wird es schlimm werden. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mahsheed [/i] [B]Welche Konsequenzen aber lassen sich langfristig abzeichnen? ... Welche Konsequenzen könnten für das "arme Volk" folgen? ... Welche Konsequenzen könnte das für die Wirtschaft insgesamt haben? ... Welche Stimmung wird im Volk damit erzeugt? (z.B. Misstrauen gegenüber den Mitmenschen verstärken, damit der eine den anderen nicht verpetzt?) [/B][/QUOTE]Die Antwort hat Pelloquin schon gegeben - und ich sehe da beim besten Willen keine Ironie:[QUOTE][i]Original geschrieben von Pelloquin [/i] [B]Damit könnten mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Zum einen würde damit eine ganze Menge neuer Stellen geschaffen werden, denn um die 80 Millionen Deutschen und Andersartigen in diesem Lande zu observieren, dazu braucht es schon einiger Beobachter. Die Stellung könnte mit "BLOCKWART" bezeichnet werden. Um sicherzustellen, dass die Beobachtung auch in zufriedenstellender Weise erfolgt, könnte man den Volksbeobachtern ein Kopfgeld für jeden denunzierten Schwarzarbeiter in Aussicht stellen. Als netten Nebeneffekt lässt sich auf diese Weise ebenfalls ermitteln, welche Teile der Bevölkerung die nationale Sicherheit bedrohende Umtrieben frönen... [/B][/QUOTE]Wenn du wissen willst, welche Konsequenzen sich langfristig abzeichnen, dann blättere im Geschichtsbuch 70 Jahre zurück ... :( :eek: :mad: ____________________________________ "History repeats somehow ..." (Jethro Tull - "Different Germany") |
| torch777 | schockiert hat mich die legale, kontrellierte "Schwarzarbeit", wie sie für Studenten vom Arbeitsamt in Form der Studentenjobs angeboten wird. Kohle bar auf die Kralle ohne Papierkram. torch |
| Lordlachdoch | Naja bei Studenten wird es sowieso schwierig. Nirgends gibt es soviele Ausnahmen wie in den Regelungen für Studentenjobs. Ich denke wir züchten uns mit den neuen Vorgaben denunzierende Nachbarn, die schon immer neidisch auf unsere saubere Wohnung waren, oder sich über unser Kind ärgerten. Das mit den ausländischen Putzfrauen, die den deutschen Arbeitslosen die Stellen wegnehmen sehe ich etwas zwiespältig. Die wenigsten wollen für das Geld diese Arbeit verrichten. Dafür sind sich viele zu fein. In meiner Familie wurde eine Haushaltshilfe mit Betreuung alter Menschen gebraucht also inklusive Hilfe beim Ankleiden, Spaziergänge und Einkauf. Dazu bereit waren fast nur sehr freundliche junge Polinnen, Tschechinen und eine Türkin. Was macht man dann? Die Alten in ein Heim abschieben weil sich zu hause keiner kümmern will oder kann? Ich finde das alles sehr sehr kompliziert und ich kann es engagierten Damen egal welcher Herkunft nicht verdenken wenn sie eine Stelle annehmen, die sie offiziell nicht bekleiden dürften. Übrigens dürfen ausländische Studenten hier auch nicht arbeiten weder auf 400 Euro Basis noch sonst wie. Wie sollen die sich finanzieren ausser mit schwarz putzen, Babysitten, einkaufen? Von 400 Euro im Monat lebt es sich sowieso schwer! Ich kann auch jeden verstehen, der neben dem Mini-Job noch schwarz arbeitet. Ich finde es nicht gut! Aber ich sehe die Zwangslage. Meiner Meinung nach sollte der Schwarzarbeit im großen Stil also auf illegalen Baustellen oder von organisierten Banden nachgegangen werden, nicht der Putzfrau von nebenan, die 3 mal die Woche für jeweils 30 Euro putzt. Ich denke nicht, dass dies der Wirtschaft schadet, denn, wie hier auch schon erwähnt wurde, wer sich Geld verdient will es meistens auch ausgeben! Meiner Meinung nach sollte es gestattet sein monatlich bis zu ca 150 Euro nebenbei verdienen zu dürfen, aber ich sehe das Problem: wer soll das kontrollieren. Solange jedoch unsere Politiker bei jedem sparen nur nicht bei sich finde ich diese ganzen Überlegungen eine Frechheit denen gegenüber, die versuchen nicht nur rumzusitzen um irgendwann keine Rente zu bekommen! |
| Allanon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lordlachdoch [/i] [B] Übrigens dürfen ausländische Studenten hier auch nicht arbeiten weder auf 400 Euro Basis noch sonst wie. Wie sollen die sich finanzieren ausser mit schwarz putzen, Babysitten, einkaufen? Von 400 Euro im Monat lebt es sich sowieso schwer! Ich kann auch jeden verstehen, der neben dem Mini-Job noch schwarz arbeitet. Ich finde es nicht gut! Aber ich sehe die Zwangslage. Meiner Meinung nach sollte der Schwarzarbeit im großen Stil also auf illegalen Baustellen oder von organisierten Banden nachgegangen werden, nicht der Putzfrau von nebenan, die 3 mal die Woche für jeweils 30 Euro putzt. [/B][/QUOTE] Das ist leider falsch. Jedem ausländischen Student steht es zu 90 Tage im Jahr zu arbeiten. Diese ausführende Tätigkeit ist nicht meldepflichtig und steht so in ihrem Studentenvisum verzeichnet. Das Problem: Genau hier gibt es schon organisierte Kriminalität, da ausländische Studentin aus den Ostblockstaaten nach Deutschland gelockt werden, die dann hier im Rahmen der Gastronomie oder der Hauswirtschaft eine Tätigkeit zugewiesen bekommen oder sich auch selbst suchen. Fragt man dann an der jeweiligen Uni nach, ist sie bisher noch nie dagewesen oder nur unregelmäßig. Maßnahmen gegen dieses Verhalten sind so gut wie unmöglich. |
| Lordlachdoch | 90 Tage im Jahr reicht gerade um die Semesterferien abzudecken. Wer soll davon leben können? Eine richtige Arbeitserlaubnis jedenfalls bekommen auch immatrikulierte ordentliche ausländische Studenten nicht, und ich bezweifle, dass sie allen deutschen die Arbeit wegnähmen. |
| Allanon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lordlachdoch [/i] [B]90 Tage im Jahr reicht gerade um die Semesterferien abzudecken. Wer soll davon leben können? Eine richtige Arbeitserlaubnis jedenfalls bekommen auch immatrikulierte ordentliche ausländische Studenten nicht, und ich bezweifle, dass sie allen deutschen die Arbeit wegnähmen. [/B][/QUOTE] Diese 90 Tage sind nicht meldepflichtig, sprich es kann sie auch niemand kontrolliert überwachen. Und wenn diese Auslandsstudenten sich nur das Visum holen um hier "illegal" zu arbeiten, anstatt sich ihrem Studium zu widmen, dann kann das nunmal so nicht sein. |
| Mindsoldier | sorry.. das passt jetzt zwar nicht sooo ganz zum thema... aber ich muss das jetzt einfach schreiben: die überschrift in diesem thread ist doch irgendwie ein lustiges wortspiel, wenn man sich mal betrachtet wo man sich hier befindet, oder? Verbrechen [COLOR=crimson]Schwarz[/COLOR]arbeit :) Euer Mindsoldier |
| AsheCorven | wenn ihr wüsstet, welche grossen Strukturen Gelder unversteuert ausbezahlen ... aber hier sag ich nix dazu *g* |
| Demon17 | Ich frage mich allmählich welche Zustände erst noch einreißen müssen um ernsthaft gegen Schwarzarbeit aller Art vorzugehen. Auf [URL=http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,455948,00.html]Arbeiterstrichen[/URL] unterbieten sich Arbeitssuchende gegenseitig. Selbst Initiativen einen Mindeslohn von 4 € durchzusetzen, scheitern an der Konkurrenz der Mitbewerber. Für Arbeitslose, die schwarz ihre Stütze aufbessern wollen, oder illegale Schwarzarbeiteraus Osteuropa mag da ja noch ein wie immer gearteter "Profit" zu realisieren sein. Doch geht dies eindeutig zu Lasten aller, die Steuern und Abgaben zahlen und damit aller Konsumenten. Viele Arbeitsplätze werden durch solche illegale Konkurrenz vernichtet. Auch in Internetbörsen wird Schwarzarbeit gehandelt. Wenn es möglich ist effektiv gegen Raubkopierer vorzugehen, warum nicht auch gegen Schwarzarbeiter, bzw. derer, die sie finanzieren. Die Abschreckende Wirkung glaubwürdiger Strafverfolgung auf Raubkopierer ist erheblich. |
| HeikoD | tja und das Geld das dem Sozialsystem durch die entgangenen Einnahmen fehlt, kann eben nicht an die Leute ausbezahlt werden die es dringend brauchen würden. Zum Thema Studentenjobs, aus diesem Grunde wurde ja auch die Studiengebühr beschlossen. Allerdings beisst sich da quasi die Schlange in den eigenen Schwanz. Gebühren um die Ausnutzung von Studentenjobs nicht ausufern zu lassen, nun brauchen die Studenten die jobs mehr denn ja, denn sie müssen ja auch noch die Gebühren bezahlen. Begrenzender Faktor ist dabei die Anzahl der verfügbaren Jobs. Ergo drängt man die Studenten mit solchen Gebühren geradezu auf den Markt der Nebentätigkeiten (ob legal oder illegal) wo sie in direkte Konkurrenz treten zu all jenen die eine Möglichkeit suchen ihr geringes Einkommen oder ihre Leistungen "aufzubessern" dabei ist doch gerade das Angebot an Nebenjobs stark begrenzt und die Nachfrage steigt ständig. Wer also in der Schule aufgepasst hat merkt schnell dass dies eine der Hauptursachen für den Verfall der Löhne solcher Nebentätigkeiten ist. Eine Einführung von Mindestlöhnen wird die Schwarzarbeit ebenfalls eher fördern als senken. |
| melodie | wann arbeiten endlich alle für umsonst??? :q |
| HeikoD | naja so gesehen arbeiten wir daran *grins* |
| haltlos | tjaja... vielleicht sollten wir demnächst mal versuchen, den kommunismus in deutschland einzuführen... möglicherweise klappts ja hier mal... [QUOTE]Eine Einführung von Mindestlöhnen wird die Schwarzarbeit ebenfalls eher fördern als senken.[/QUOTE] wäre das so schlimm? mindestlöhne würden das legale arbeiten auf jeden fall menschlicher machen... dass schwarzarbeit eine reine ausbeute ist, hatten wir ja schon... aber bevor ich unter der brücke lebe, würde ich mich wohl auch dazu hinreißen lassen... ob ich nun legal ausgebeutet werde oder nicht, wäre mir dann auch herzlich egal... solange ich dafür nicht bestraft werde... am ende wäre es also nur der staat, der wirklich unter mindestlöhnen zu "leiden" hätte... und das könnte uns zunächst erstmal völlig egal sein... |
| Mindsoldier | [QUOTE][i]Original geschrieben von haltlos [/i] [B]tjaja... vielleicht sollten wir demnächst mal versuchen, den kommunismus in deutschland einzuführen... möglicherweise klappts ja hier mal... [/B][/QUOTE] hatten wir schon.. ddr und so.. hat nicht funktioniert ;) |
| melodie | für mich bedeutet kommunismus, daß ALLE !!! die gleichen rechte und pflichten haben. und das war ja wohl noch NIE irgendwo der fall... geld sei dank... da wird doch ständig ein ungleichgewicht mit heraufbeschworen, weil fast alle, die mehr als andere haben, dazu neigen, sich irgendwie aufzuspielen und abzugrenzen vom "pöbel"... gabs eigentlich in der ddr sowas wie schwarzarbeit? |
| HeikoD | @ haltlos Problem ist aber das Mindestlöhne bedeutet das es noch weniger Jobs gibt. Okay die wo einen haben, verdienen theoretisch mehr. Nur wird es dann auch mehr sogenannter "Geringqualifizierter" auf noch weniger Niedriglohnstellen geben. So gesehen kann dir der Chef leichter die Pistole auf die Brust setzen mit unbezahlter Mehrarbeit und ähnlichen Mitteln. Auf der anderen Seite werden vielen Niedriglohnjobs durch Einführung des Mindestlohns wegfallen, da der Aufwand für derartige Tätigkeiten zu hoch wird. Es wird also Menschen geben die durch Mindestlohn etwas mehr verdienen und Menschen die durch Mindestlohn arbeitslos werden, bleibt nur die Frage wer davon betroffen wird. Auch die Aussage das der Staat unter den Mindestlöhnen zu leiden hat stimmt nicht so ganz, am Ende trifft es den Steuerzahler. Soziale Absicherungen kosten Geld und das muss ja irgendwo herkommen. Das tragisch ist doch, mit jedem Menschen der arbeitslos wird fällt ein Mensch weg der in unser Sozialsystem einzahlt und kommt einer dazu der daraus Leistungen erhällt, dies schwächt unser Sozialsystem sozusagen doppelt. Was nur die Wahl zulässt Ausgaben senken oder Einnahmen erhöhen. @ melodie das Problem ist nicht der Kommunismus, der würde höchstwahrscheinlich funktionieren, wenn der Mensch akzeptieren könnte sich mit dem zufrieden zu geben was er hat und sein handeln und streben zum wohle der Allgemeinheit auszurichten. Doch der Mensch ist ein Egoist der immer nach seinem eigenen Vorteil sucht, und damit ist der Kommunismus zum scheitern verurteilt. |
| melodie | ... das ist das, was die welt so traurig macht... |
| Apex | [QUOTE]Problem ist aber das Mindestlöhne bedeutet das es noch weniger Jobs gibt.[/QUOTE] Seltsamerweise sind wir von Ländern mit Mindestlöhnen umgeben...ich wüsste nicht, dass da die Arbeitslosigkeit rasant gestiegen wäre. |
| Angels_Darling | Also was mich so richtig ankotzt, ist,dass unser Nachbar (ein Neonazi) ständig schimpft, dass "die Ausländer ja eh nur schwarz hier arbeiten würden", er es aber selber tut und sich auch noch meistens verrät bzw erwischen lässt.... Wie findet ihr das? Also ich denke nicht so.es gibt viele Ausländer,die herkommen um in guten Berufen zu arbeiten und damit ihre Kinder eine Zukunft haben.Und das unterstütze ich voll! |
| Saramel | Das Problem ist: Alles was man tut und nicht gemeldet wird ist Schwarzarbeit. zb. Ich putze jeden Monat auch im Winter die beiden Motorräder meiner Eltern und bekomme dafür 60 €. Da ich das jeden Monat mache und mir zu meiner Joblosigkeit nochwas dazu verdiene sind das im Jahr 720 €. Wenn das einer macht gut und schön. Ist aber nicht so es machen 1000 oder viel mehr und somit kommt der Wirtschaftliche schaden zustande. Mir persönlich ist es gleich wer Schwarzarbeitet. Wenns im kleinen stil ist...also sozusagen Nachbarschaftshilfe ist das für mich vollkommen ok. Was für mich nicht ok ist: Wenn man jemanden Schwarz beschäftigt ihm 4 € die std zahlt in einem Job den man gelernt hat und man später herrausfindet,das der hilfsarbeiter aus Rumänien (dem erklären muss was nen hammer ist) 5,50 die std bekommt. So ist es mir passiert. Fakto hab ich mich selbst angezeigt bin mit nem blauen auge davon gekommen und die Firma gibt es aufgrund dessen nicht mehr. Gruss Saramel |