| Constanze | Hallo! Aus aktuellem Anlass stelle ich mal ein Frage hier zur Diskussion, die heute bei einer Telefonumfrage auf Ntv oder N24 gestellt wurde. Es geht um den Vergewaltiger Mario M., der seit heute Morgen auf dem Dach seiner JVA in Dresden sitzt und nicht herunterkommt. Auffällig ist, dass es in diesem Fall schon mehrere Pannen gab, zum Beispiel dass er gestern in der Verhandlung fast geflüchtet wäre als er von seinem Platz aufsprang und davon rannte. Einer der Nachrichtensender schaltete heute eine TED-Umfrage, ob nach Zuschauermeinung die deutsche Justiz mit Sexualstraftätern und Sexualdelikten überfordert sei. Das Ergebnis: 98% meinten JA und nur 2% nein. Und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr stimme ich diesem eindeutigen Ergebnis zu. Die Täter bekommen Strafen, die ihrer Tat meiner Meinung nach nicht angemessen sind, ich finde solche Taten schlimmer als Mord, und so sollte man sie auch bestrafen. Der Täter konnte sich in diesem Fall frei im Gefängnishof und im Gericht bewegen und jede neue NAchricht über eine dieser Pannen wie heute morgen reißt die Wunden des Opfers noch tiefer auf, denn zu was ist dieser Täter noch fähig??? Ausserdem finde ich dieses Gehampel um den Täter schrecklich. Was macht er da auf dem Dach? Und warum stellt man zwei Dutzend Beamte drumrum um ihn runterzuholen. Egal wie radikal das auch klingen mag, aber ich halte da die amerikanische Methode mit einem Schuß ins Bein für deutlich sinnvoller,denn indem er im Fernsehen ist und ein Haufen Beamte um ihn rumstehen bekommt er doch genau das, was er will: Aufmerksamkeit! Will das ganze jetzt nicht nur an dem Fall aufhängen, er soll nur als aktuelles Beispiel dienen um (meiner Meinung nach) vorhandene Lücken in unserem REchtssystem aufzuzeigen. Geht auch nicht nur um Sexualstraftäter, ich finde auch einige andere Sanktionen für bestimmte Verbrechen nicht angemessen, aber SExualstraftäter sind nunmal das beste Beispiel dafür. So, eure Meinungen bitte! |
| ange gardien | Wir haben in Deutschland eine Justiz, die in erster Linie täter- und nicht opferorientiert ist. Ich habe mich über diesen Zustand ( auch hier auf NW ) schon oft genug ausgek**t und werde mich hier nicht wiederholen, weil mit die darauf folgenden Reaktionen schon jetzt bekannt sind. Zu Deiner Frage, ob die deutsche Justiz mit solchen Tätern überfordert ist: Eindeutig JA. [QUOTE]Ausserdem finde ich dieses Gehampel um den Täter schrecklich. Was macht er da auf dem Dach? Und warum stellt man zwei Dutzend Beamte drumrum um ihn runterzuholen.[/QUOTE] Och, noch ein oder zwei kalte Nächte, dann kommt er freiwillig runter. Die Beamten sollten derweil im Knasthof eine Party mit Glühwein und Grillwurstsemmeln veranstalten ( Duft in seine Richtung ), dann wird die Sache noch beschleunigt. |
| Firlefant | Verzeih', wenn ich mich nicht direkt zur angedachten Diskussion begebe, aber eine Passage deines Textes verwundert mich: [QUOTE][i]Original geschrieben von Constanze [/i] [B][...] Und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr stimme ich diesem eindeutigen Ergebnis zu. Die Täter bekommen Strafen, die ihrer Tat meiner Meinung nach nicht angemessen sind, [i]ich finde solche Taten schlimmer als Mord[/i], und so sollte man sie auch bestrafen. [...][/B][/QUOTE] Ich habe meine Antwort auf diese Passage noch zurückgehalten, da ich erst wissen möchte, was du mit dem kursiv gefassten Teil meinst. Nachtrag: [QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i] [B][...] Och, noch ein oder zwei kalte Nächte, dann kommt er freiwillig runter. Die Beamten sollten derweil im Knasthof eine Party mit Glühwein und Grillwurstsemmeln veranstalten ( Duft in seine Richtung ), dann wird die Sache noch beschleunigt. [/B][/QUOTE] Ähnlich denke ich auch, was könnte ein Beinschuss für Konsequenzen haben! Man stelle sich die Aufmerksamkeit vor, welche die von dir (Constanze) vorgeschlagene Methode provozierte, auch wenn die Aktion glatt liefe. Selbst wenn eine gewisse Fluchtgefahr bestünde, hielte ich den Gebrauch einer Feuerwaffe für unverhältnismässig. |
| Apex | Ich finde die aktuellen Strafrahmen, die gegeben sind ausreichend. Von Pannen kann hier eigendlich nicht großartig die Rede sein, er ist im Gerichtssaal aufgesprungen, na und? Machen viele...er wurde dann ja auch gefesselt, also nix passiert. Und heute haben sich die Architekten halt verschätzt, hat ja keiner ahnen können, dass da jemand aufs Dach klettert, weil es da auch keine Fluchtmöglichkeiten gibt. Die beiden Wächter werden wahrscheinlich auch gedacht habe "wo will jetzt der hin?". [QUOTE]Egal wie radikal das auch klingen mag, aber ich halte da die amerikanische Methode mit einem Schuß ins Bein für deutlich sinnvoller[/QUOTE] Ich finde es abartig...aber gut...demnächst schießen wir jeden potentiellen Selbstmörder vom Dach. Natürlich gibt der Staat ihm Aufmerksamkeit, dazu ist er verpflichtet, immerhin hat der Staat ein Interesse daran, dass der Prozess weitergeführt wird. Und ehrlich gesagt, denke ich nicht, dass die deutsche Justiz mit Sexualdelikten überfordert ist...diese Delikte sind ja auch seit Jahren rückläufig. Nur die Gesellschaft kann halt nicht mit solchen Phänomenen umgehen. Um die Plakate der Charite wurde ja auch ein Riesenaufstand gemacht (Werbeaktion "Lieben sie Kinder mehr als Ihnen lieb ist"), wo ich mich frage warum man das so negativ sieht, ist doch gut, wenn sich Betroffene in Behandlung begeben bevor was passiert. |
| Constanze | Es geht nicht darum, den Typen vom Dach zu schießen, sondern nur so weit zu verletzen, dass er überwaltigt werden kann. Das muss nicht unbedingt ein Schuss ins Bein sein, von mir aus auch ein Betäubungspfeil oder Reizgas oder sonstwas. Aber es bringt doch nichts und wirkt auf mich reichlich hilflos, wenn ein Haufen gut bezahlter Männer drumrum steht und kein Plan hat, was sie jetzt machen sollen und stundenlang mit einem Geisteskranken verhandeln. Und zu Firlefant: Ich meine es schon so, wie es da steht. Ein Mörder hat das Leben eines Menschen zerstört, beendet, ein Vergewaltiger zerstört es und lässt die Person den Rest ihres Lebens unter den Folgen leiden. Demnach finde ich so ein Verbrechen mindestens genauso schlimm wie einen Mord. Ob man dieses nun härter bestraft oder nicht ist das Kleinkram, aber meiner Meinung nach werden Sexualstraftäter nicht so behandelt, als hätten sie das Leben des Opfers zerstört. Wenn man bedenkt wie die Opfer darunter leiden und sich dann noch überlegt dass bis vor ein paar Jahren ein Prozess nur zustande kam, wenn das Opfer im Beisein des Täters seine Aussage machen musste, dann sehe ich das als Beweis für eine täterorientierte Gesellschaft, wie Ange Gardien schon sagte, und absolut nicht angemessen für einen Menschen der sowas über sich ergehen lassen musste. Und die Täter werden mit Samthandschuhen angefasst.... |
| logic_system | wozu überwältigen? stehen lassen und versauern, dass ist ein mündiger mensch. selber schuld, wenn er auf ein dach klettert. kein mitleid! |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Constanze [/i] [B]Ich meine es schon so, wie es da steht. Ein Mörder hat das Leben eines Menschen zerstört, beendet, ein Vergewaltiger zerstört es und lässt die Person den Rest ihres Lebens unter den Folgen leiden. Demnach finde ich so ein Verbrechen mindestens genauso schlimm wie einen Mord. Ob man dieses nun härter bestraft oder nicht ist das Kleinkram, aber meiner Meinung nach werden Sexualstraftäter nicht so behandelt, als hätten sie das Leben des Opfers zerstört.[/B][/QUOTE] Und genau hier sollte man mal anfangen die Verhältnissmäßigkeiten nicht entgleisen zu lassen. Auch der "Aufruf" zur Waffengewalt gegen Querulanten ist auf dem Weg Richtung Grenzwertigkeit...Was kommt dann...? Hände abhacken für notorische Ladendiebe, Todesstrafe für "Vaterlandsverräter", KZ...? Der Geist einer Gesellschaft macht sich nicht zuletzt auch an der Art und Weise bemerkbar, wie sie mit ihren Straftätern umgeht...dahingehend haben wie unsere "moralische Überlegenheit" schon erheblich einbebüßt und rücken langsam Richtung USA. Im übrigen kommt ein Mörder heute schon früher wieder aus dem Knasdt als ein Mehrfachvergewaltiger...auch wenn das traßmaß niederiger ist....letzteren wird nämlich sehr oft Sicherheitsverwahrung aufgebrummt, das bedeutet in der Praxis "echtes" Lebensläglich, ohne Hafturlaub. ads so etwas möglich ist rüttelt schon wider an den grundsätzen des rechtstaats... So etwa passiert, wenn man der "Stimme des Volkes" gehorcht, die zwar über den restriktiven Staat meckert, aber bei jedem medienwirksamen Fall nach härteren Strafen schreit, bis eines schönen Tages einfach alle "einsitzen". Eine unabhängige und gerechte Rechtsprechung wird so irgendwann zum Luxusartikel. |
| Firlefant | [QUOTE][i]Original geschrieben von Constanze [/i] [B][...] Aber es bringt doch nichts und wirkt auf mich reichlich hilflos, wenn ein Haufen gut bezahlter Männer drumrum steht und kein Plan hat, was sie jetzt machen sollen und stundenlang mit einem Geisteskranken verhandeln. [...][/QUOTE][/B] Das finde ich eigenartig, fast peinlich-militant. Ich halte es für [i]reichlich hilflos[/i], eine Notfallmaßnahme ausserhalb eines Notfalls einzusetzen. Nachschlag: @Seneca - Vielen Dank für's meinen Beitrag überflüssig machen. [QUOTE][i]Original geschrieben von Constanze [/i] [B]Und zu Firlefant: Ich meine es schon so, wie es da steht. Ein Mörder hat das Leben eines Menschen zerstört, beendet, ein Vergewaltiger zerstört es und lässt die Person den Rest ihres Lebens unter den Folgen leiden. Demnach finde ich so ein Verbrechen mindestens genauso schlimm wie einen Mord. [...] dann sehe ich das als Beweis für eine täterorientierte Gesellschaft, [...] [/B][/QUOTE] Es ist, wie ich vermutet habe. Ich kenne diese Argumentation und halte sie für sehr emotional, was gut ist. Überlege dir aber bitte, ob du dem Opfer gegenüber die gleiche Aussage machen würdest wie im obigen Abschnitt. Ich denke nicht. Ist es richtig, dass du statt dessen die Tat [i]an sich[/i] bewerten willst? Ich greife deine Worte auf: [QUOTE][i]Original geschrieben von Constanze [/i] [B][...] [D]ann sehe ich das als Beweis für eine täterorientierte [...] [/B][/QUOTE]Constanze. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Constanze [/i] Einer der Nachrichtensender schaltete heute eine TED-Umfrage, ob nach Zuschauermeinung die deutsche Justiz mit Sexualstraftätern und Sexualdelikten überfordert sei. Das Ergebnis: 98% meinten JA und nur 2% nein. [/QUOTE]Wieder einmal eine typisch suggestive Fragestellung, die einen kleinen Teilaspekt herausgreift und letztendlich nur zum Weiterdrehen der Gewaltspirale beiträgt. Meiner Meinung nach ist die deutsche Justiz, allen voran die derzeitige Justizministerin, (aus verschiedenen Gründen) generell mit der Aufgabe überfordert, ein menschenwürdiges Rechtssystem zu gewährleisten. Eine Justizministerin, die auf schwere Bedenken, ob ihr Gesetzesentwurf grundrechtskonform umzusetzen sei, einfach lapidar antwortet [URL=http://www.heise.de/newsticker/meldung/80733]"Wir können das"[/URL], ist in meinen Augen untragbar. [QUOTE]Die Täter bekommen Strafen, die ihrer Tat meiner Meinung nach nicht angemessen sind, ich finde solche Taten schlimmer als Mord, und so sollte man sie auch bestrafen. [/QUOTE]Aber doch sicher nicht schlimmer als das unerlaubte Kopieren von Filmen und Musikstücken? Oder [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=1408694#post1408694]Störung der Totenruhe[/URL]? [QUOTE]Ausserdem finde ich dieses Gehampel um den Täter schrecklich. Was macht er da auf dem Dach? Und warum stellt man zwei Dutzend Beamte drumrum um ihn runterzuholen. Egal wie radikal das auch klingen mag, aber ich halte da die amerikanische Methode mit einem Schuß ins Bein für deutlich sinnvoller[/QUOTE]Man könnte stattdessen versuchen, ihn einfach mit einem Netz einzufangen. Warum müssen's immer gleich große Kanonen sein? [QUOTE]Will das ganze jetzt nicht nur an dem Fall aufhängen, er soll nur als aktuelles Beispiel dienen um (meiner Meinung nach) vorhandene Lücken in unserem REchtssystem aufzuzeigen. Geht auch nicht nur um Sexualstraftäter, ich finde auch einige andere Sanktionen für bestimmte Verbrechen nicht angemessen, aber SExualstraftäter sind nunmal das beste Beispiel dafür. [/QUOTE]Dazu müsste mal eindeutig festgelegt werden, was in unserer Gesellschaft Priorität haben soll: [b]Geld oder Leben?[/b] |
| Apex | [QUOTE]Es geht nicht darum, den Typen vom Dach zu schießen, sondern nur so weit zu verletzen, dass er überwaltigt werden kann.[/QUOTE] Und wenn ihm dabei irgendwas passiert? Dann hat der Staat fahrlässig gehandelt und dass könnte den Steuerzahler, also dich, sehr teuer zu stehen kommen, immerhin hat der Staat die Pflicht das Leben der Menschen die in seinen Grenzen leben zu schützen. Ansonsten hat Seneca recht, ein Mörder kommt bei guter Führung und guter Sozialprognose weitaus früher aus dem Knast als ein Sexualstraftäter, die kommen nämlich häufig in die Forensik und da kommste net so schnell wieder raus, auch wenn der Eindruck in der Öffentlichkeit ein anderer ist. Btw. weiß ich nicht ob jedes Opfer sich darüber freuen würde so extrem in seine Opferrolle hineingedrängt zu werden, schon gar nicht wenn man sagt "Die Toten habens besser". Damit sprichst du dem Opfer, ich drücks mal so aus, ein "lebenswertes Leben" ab. Auch wenns schlimm ist, viele Frauen haben sexuelle Gewalt erdulden müssen und viele haben gelernt das zu verarbeiten und dann doch noch ein sehr schönes Leben gehabt. Nicht falsch verstehen, dazu gehört sicher viel Arbeit und ich will hier auch die Verbrechen an sich nicht verharmlosen, aber zu sagen "Das Leben der Frau ist endgültig ruiniert" halte ich für gefährlich übertrieben. |
| darkEMYR | [QUOTE][i]Original geschrieben von logic_system [/i] [B]stehen lassen und versauern, dass ist ein mündiger mensch. selber schuld, wenn er auf ein dach klettert. [/B][/QUOTE] Die Idee hat was.Nicht da runterholen,sondern einfach nicht runterlassen!Naja,immerhin hat der Typ jetzt zusätzlich noch etwas Publicity,bevor er im Knast auseinandergenommen wird. |
| logic_system | absolut, zumal man ja sieht: die idioten tanzen nach seiner pfeife und setzen den prozess aus. aber so ist das halt: umso brutaler und spektakulärer, desto mehr interesse für das subjekt doch was erwarte ich von einer gesellschaft, die sich jeden tag an weltrkiegsdokus aufgeilen muss und sich nur für mord und totschlag wirklich interessiert (natürlich nur um empört zu sein ich hätt ihn da verhungern lassen, alle medien vertreiben und die schaulustigen fernhalten. |
| Apex | Ja, sehr schöne Kommentare...leider tragen sie nichts zum Thema bei...:rolleyes: |
| darkEMYR | Einspruch Apex: es geht darum dass dieser Mensch mit Justiz,Polizei und der Öffentlichkeit noch medienwirksame Spielchen treibt und welches Verfahren seitens des Staates/der Justiz hier angemessen wäre!Hat also wohl was mit dem Thema zu tun,gell? |
| Apex | "Nicht runterlassen", "verhungern lassen"...ja doch, tut mir leid, dass sind wirklich sehr inhaltsvolle Beiträge :rolleyes: |
| rainraven | Ich würd ihn ganz einfach da auf dem Dach stehen lassen. Was soll er da schon anrichten? Warten, bis der Komplize mit dem Hubschrauber kommt oder was? Was bezweckt er denn damit? Runterspringen will er ja wohl sicher nicht. Und wennschon, so, wie ich das gestern im Fernsehen gesehen habe, haben sie ja nicht gerade viel getan, um ihn dran hindern zu können, falls er das vor hatte... Ist der Kerl inzwischen denn schon wieder drunten? Aber verglichen mit zu milden Urteilen und Freigang, der dann in einem weiteren Mord endet, finde ich einen Häftling auf dem Dach wirklich bedeutungslos und lächerlich und nicht wirklich geeignet als Anzeichen für eine überforderte Justiz... |
| Mrs. Doe | Ich kann ja verstehen, dass man ihn nicht einfach "runterschießen" darf, auch wenn das emotional gesehen bei so jemandem wahrscheinlich die befriedigendste Lösung wäre, aber wir sind eben in einem Rechtsstaat und nicht im Wilden Westen. Was ich aber überhaupt garnicht verstehen kann, warum um Alles in der Welt gibt man so jemandem auch noch Decken und heißen Tee für die kalte Nacht?!? Geht's noch? Wenn ihm kalt wird, kommt er schon wieder runter, man muß es ihm doch da oben nicht noch gemütlich machen! :eek: Das sind dann wieder die Momente, wo ich sehr ins Zweifeln komme, ob hier nicht irgendwas ganz furchtbar falsch läuft... |
| Apex | Warst du dabei? Vielleicht waren sie einfach nur freundlich? Vielleicht hat es auch zur Strategie der Psychologen gehört? Oder vielleicht hatten sie auch einfach nur...ich wage es kaum auszusprechen...Mitleid? BUUUUH AN DEN GALGEN MIT IHNEN ALLEN! DAS VOLK WILL BLUT SEHEN! Ups...tschuldigung, ist der gesellschaftlich anerzogene Beißreflex ;) |
| logic_system | *g* birkenstock-pädagogik-party! nein, mal im ernst, der gute herr hat es geschafft, den kompletten justizapparat zum narren zu halten und vorzuführen - eigentlich schon fast wieder ne respektable leistung (wenn der hintergrund nicht der wäre, der er ist...) |
| Mrs. Doe | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] [B]Warst du dabei? Vielleicht waren sie einfach nur freundlich? Vielleicht hat es auch zur Strategie der Psychologen gehört? Oder vielleicht hatten sie auch einfach nur...ich wage es kaum auszusprechen...Mitleid? BUUUUH AN DEN GALGEN MIT IHNEN ALLEN! DAS VOLK WILL BLUT SEHEN! Ups...tschuldigung, ist der gesellschaftlich anerzogene Beißreflex ;) [/B][/QUOTE] Entschuldigung, meinst Du damit mich? Also, ganz ehrlich, aber warum sollte man Mitleid haben mit jemandem, der sich unnötig, absichtlich und rechtswidrig in so eine Situation begeben hat? Er hat doch zu jedem Zeitpunkt sagen können "Ich hab keine Lust mehr, mir ist kalt, holt mich runter." Ich hoffe wirklich, dass Du das nicht ernst meinst. Im Übrigen habe ich nirgendwo geschrieben, dass ich deshalb irgendwelche Konsequenzen für die Beamten fordere, auch nicht für den Täter, mich verwundert nur (ich denke, zu recht) dieser doch sehr zuvorkommende Umgang mit so einer Situation. Weil das in meinen Augen schon lächerlich ist. Also leg mir sowas nicht in Mund, auch nicht indirekt. |
| darkEMYR | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] [B]"Nicht runterlassen", "verhungern lassen"...ja doch, tut mir leid, dass sind wirklich sehr inhaltsvolle Beiträge :rolleyes: [/B][/QUOTE] Mein lieber Apex,das war eher ironisch gedacht!:p |
| Fuck up Evil | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] [B]"Nicht runterlassen", "verhungern lassen"...ja doch, tut mir leid, dass sind wirklich sehr inhaltsvolle Beiträge :rolleyes: [/B][/QUOTE] Dein Gemecker über solche Beiträge bietet auch nicht allzu viel Inhalt, aber darüber sehen wir alle ganz brav hinweg, damit Du Dich nicht aufregst. :rolleyes: |
| Oneiroi | über das deutsche rechtssystem kann ich nicht viel sagen...bin österreicher nur ich hätte, so wie einige es bereis glaub ich erwähnt haben, einfach auf zeit gespielt.. ich hätt a paar polizisten patroullieren lassen, und hätt halt abgewartet ob er wieder runterkommt, psychologen, sek, usw. find ich ...braucht man da nicht. Es bestand ja keine Sorge darum das er runterspringen würde...dazu fehlt so einem wie dem der mut. Aber das mit dem Tee und decke..seitens der Psychologen, find ich war allgemein keine schlechte idee..vertrauen gewinnen und dann hat man den Täter schnell um den Finger gewickelt. Es führen immer mehrere Wege nach rom... Nur ich denke mit einer Waffe, etc. jmd betäuben oder ins Bein schießen, hat dann schon sehr amerikanische Verhältnisse...und man sieht..was dann ja daraus wird...ist ja erst gestern wieder so ein Prügelvideo der Polizei aufgetaucht. |
| buntschatten | Hallo! Ich möchte mich hauptsächlich Apex, aber auch logic_system, anschliessen. Diejenigen, die für einen Schuss ins Bein oder verhungern lassen sind, sollten sich zunächst an ihre eigene Nase packen. Solche Ausrufe sind m.E. nur der Ausdruck unterschwelliger Aggressionen, die auf diesem Wege "legal" rausgelassen werden können. Egal, ob Vergewaltiger oder Mörder- in erster Linie sind es alle Menschen. Anstatt sie lediglich in den Medien anzuprangern oder abzuurteilen, wäre es sinnvoll auch die Hintergründe einer Tat zu erfassen. Bsp.: Jürgen Bartsch, der sadistisch 4 Kinder ermordet hat und selbst ein Teenager war. Natürlich waren die Taten, die er vollbracht hat, grauenhaft. Aber ihm hätte im [B]Vorfeld[/B] geholfen werden können. Gerade lange Haftstrafen sind kein Allheilmittel, sondern sie führen lediglich dazu, dass ein Mensch der sowieso schon außerhalb der Gesellschaft lebt, sich noch weiter davon entfernt, ja sogar evt. den Bezug dazu vollends verliert. Sicherlich brauchen Mörder, Sadisten und Vergewaltiger auch eine Sanktion, aber sie brauchen vor allem auch Hilfe. Oftmals sind ihnen Wertvorstellungen gar nicht bekannt, weil niemand da war um sie ihnen beizubringen! Unde Hilfe wird im Knast zu wenig geboten. Durch bloßes Wegsperren ist ein solcher Mensch aber nicht in der Lage, sich zu ändern und das Unrecht zu begreifen... |
| nullpromille | [QUOTE][i]Original geschrieben von buntschatten [/i] [B] Unde Hilfe wird im Knast zu wenig geboten. Durch bloßes Wegsperren ist ein solcher Mensch aber nicht in der Lage, sich zu ändern und das Unrecht zu begreifen... [/B][/QUOTE] das wort heißt antisoziale persönlichkeitsstörung oder soziopath. man kann solche menschen nicht heilen. sie sind ohne gewissen geboren und ihr gehirn verarbeitet informationen anders als das unsrige. während emotionale begriffe bei gesunden menschen auch in gehirnregionen verarbeitet werden, die für gefühle zuständig sind, werden sie bei soziopathen rein rational verarbeitet. diese menschen empfinden nicht wie wir und können nicht lernen es zu tun. natürlich ist das nicht ihre schuld, aber die gesellschaft muss sich schützen und diese menschen lebenslang wegsperren. |
| buntschatten | Du kannst nicht alle Mörder, Sadisten und Vergewaltiger einfach so abschreiben. Einen Teil sicherlich, das möchte ich gar nicht abstreiten, aber nicht ALLE. Bei vielen ist einfach auch zu viel schief gegangen in den prägenden Phasen der Kindheit- ein Problem, das sich immer mehr häuft! Was sich im Rahmen der neuen Familienstrukturen und Erziehungsstilen nicht bessern wird. Viele Hilfeschreie von Kindern werden einfach nicht wahrgenommen- ein Großteil davon verwahrlost wiederum innerlich und gleitet ab. Warum sind der Großteil der Vergewaltiger entstanden aus sexuell missbrauchten Kindern, warum Sadisten aus schwerst misshandelten Kindern?! |
| nullpromille | weil das umfeld die soziopathische veranlagung begünstigt. es sind ja umgekehrt nicht alle misshandelten oder missbrauchten kinder wieder sadisten etc. . |
| buntschatten | Mit dieser Aussage gibst du ja ebenfalls zu, dass, die Ursprünge in der Gesellschaft liegen! Also- alle Soziopathen mit Sv wegsperren, aber die Gesellschaft darf so krank bleiben wie sie ist und noch mehr Opfer-Täter fordern?! Wegsperren kann keine allgemeingültige Lösung sein! |
| nullpromille | das wegsperren ist keine lösung, es ist eine notwendige konsequenz. und man muss sich von dem gedanken befreien, dass man diesen menschen damit das selbe nimmt, wie einem gesunden menschen. einfühlungsvermögen ist hier vergebens, weil kein fühlen vorhanden ist - primitivste emotionen ausgenommen. klar wäre eine gesellschaft, die auswüchsen von vornherein entgegenwirkt vorteilhaft. nachdem aber die milch bereits verschüttet ist, muss man mit denen, die bereits gestört sind richtig umgehen - nämlich wegsperren. |
| buntschatten | Ich empfinde deine Aussagen nach wie vor zu verallgemeinernd. Zu deiner Aussage passen nur wenige % aller Mörder und Vergewaltiger. Was ist mit Mord im Affekt und mit Beziehungstaten? Die meisten Mordopfer sind Beziehungspartner und Verwandte, d.h. der entsprechende Mörder wird in seinen Augen einen guten "Grund" gehabt haben, genau diesen Menschen umgebracht zu haben und wird vermutlich nie wieder morden. Solche Menschen kannst du doch nicht für immer Wegsperren. |
| nullpromille | vielleicht möchtest du eine antwort, die mich als rachsüchtig offenbaren würde - was ich nicht bin. beziehungstäter, haben in den meisten fällen ja auch eine störung und das risiko ist gegeben, dass sie ihrem nächsten partner wieder etwas antun würden. jetzt wirst du entgegenen, dass man das nicht wissen kann und mit behandlung in den griff bekommen könnte - ich sage, ein opfer genügt und das risiko ist zu hoch. edit:es sei denn, das eigentliche opfer sei seinem peiniger nur zuvor gekommen, da gibt es dann hoffentlich milderne umstände. |
| Seneca | Ich finde es ohnehin imme wiede sehr interessant, wie die Justiz einerseits von "Resozialisierung" faselt, aber auf dem Prinzip des Kerkers beharrt. Wie man bei den heutigen Haftbedingungen jemanden in Haft resozialisieren soll, bleibt mir ein Rätsel. Noch widersprüchlicher geht es doch garnicht. |
| Tsafried | Wie war das doch gleich mit den hunderten Sexualstraftätern, die vorzeitig entlassen wurden und nie wieder Straftaten begingen? Was man mitbekommt, sind lediglich die spektakulären Fälle - wen interessiert ein Vergewaltiger, der nicht mehr vergewaltigen will? Ein Mörder, der nicht weiter morden möchte? |
| buntschatten | Naja, wir werden wohl nie auf einen Nenner kommen. Ich habe vor zukünftig genau in diesem Bereich zu arbeiten, eben weil ich auch dieser Art von Menschen eine Chance geben möchte. Ich bin überzeugt, dass sich nahezu jeder (außer mehrfach Behinderten und komplett Persönlichkeitsgestörten) ändern kann, wenn er möchte. |
| nullpromille | für mich gibt es hier keine grauzone. es ist eine eindeutige parteiergreifung. investiert der staat in die opfer oder in die täter. ich bin in den meisten dingen ein graugänger, aber hier geht es um die res publica. und warum sollen unzählige mittel in ein paar menschen investiert werden, die noch dazu leben zerstört haben und vielleicht wieder zerstören werden, wenn ich dieses geld leuten geben könnte, die ihr ganzes leben lang OHNE je geraunzt zu haben für andere gelebt haben und sich vielleicht auch noch mehrmals vergewaltigen oder schlagen haben lassen können? |
| buntschatten | Denkst du, du kannst die Probleme der Opfer mit Geld lösen? Es gibt auch Opfer, die einfach nur [B]verstehen[/B] wollen... |
| nullpromille | aber es ist eine rückenstärkung der opfer, wenn der staat, also die allgemeinheit ihre partei ergreift und das auch ausdrückt. und man sollte sich vielleicht wirklich abgewöhnen die täter verstehen zu wollen. warum in einer kranken psyche rumwühlen, wenn diese bereits aus dem blickfeld entfernt wurde. |
| buntschatten | Warum verstehen wollen, warum sich Mühe geben, wenn das Wegsperren doch so einfach ist?! Damit ist das Problem aber nicht gelöst, sondern nur verdrängt. Und Verdrängungen sin dhäufig von Misserfolg gekrönt, wenn sie irgendwann schmerzhaft ausbrechen. |
| nullpromille | gut. es ist aber nicht die aufgabe von verbrechensopfern sich ewig mit ihren peinigern zu konfrontieren. wenn das einzelne berufsgruppen im interesse der gesellschaft machen, ja. |
| Apex | [QUOTE]investiert der staat in die opfer oder in die täter.[/QUOTE] Ich denke, sinnvoll ist hier nur beides...wenn man nur in eine der Personen investiert geht da früher oder später etwas schief. Desweiteren ist es ein Problem mit der Unschuldsvermutung, normalerweise ist man in einem Rechtsstaat irgendwann wieder rehabilitiert, nur in ganz schweren Fällen kann dies in der BRD durch die Sicherheitsverwahrung anders gehandhabt werden. Es stellt sich halt die Frage wo wir die Grenze ziehen? Wenn wir jeden verhaften nur weil er ein Verbrechen begehen könnte oder weil es bei ihm oder ihr wahrscheinlicher ist ein bestimmtes Verbrechen zu begehen, sitzen wir bald alle im Knast... |
| Ifurita | Ich hätt den dreckskerl mit nem Betäubungsgewehr flach gemacht. Eine Sniper natürlich auch gerne, aber der soll für seine Schändlichen Taten bezahlen. |
| Apex | Naja, die hams auch ohne Betäubungsgewehr geschafft... |
| schattenlichter | bei dem, was buntschatten und nullpromille diskutiert haben, musset ich an "Der freie Wille" und "Dead Man Walking" denken. in dem zusammenhang sehr passend. grüße sarah |
| Black Rat | [QUOTE][i]Original geschrieben von Siglind [/i] [B] Beide Seiten haben Recht: "Sie sind Menschen und haben eine 2. Chance verdient" stimmt genauso viel und genauso wenig, wie: "Wer soetwas getan hat, hat eine schlimmere Strafe verdient"[/B][/QUOTE] Stimmt, recht machen kann man es niemandem. Letzten Endes wird das opfer mit diesem Trauma leben müssen, egal was mit dem Täter ist. Ein Leben wurde zerstört und das lässt sich durch nichts wieder gut machen. |
| herbstliebe | [QUOTE][i]Original geschrieben von Siglind [/i] [B]Fitnessraum und Terasse ist übertrieben ja - aber erst neulich habe ich in der Zeitung gelesen, dass die sich dort ihr essen kochen, wann sie wollen und "luxus" haben, den sie mMn nicht verdient haben. [/B][/QUOTE] Darüber gibt es einen guten Artikel in "Die Zeit". [url]http://www.zeit.de/2006/49/JVA_Siegburg[/url] Mag jeder drüber denken, wie er will. Meiner Meinung nach ist es aber besser einen resozialisierten Menschen in die Gesellschaft zurückkehren zu lassen, als jemanden, der nur seine Strafe abgesessen hat. |
| TheTurningPoint | @ herbstliebe: Danke für den guten Artikel. Ich kann dir in dieser Frage hier nur zustimmen. |
| Konkalit_4 | Warum eigentlich nicht die Vergeltung? Im Mittelalter haben die Folterknechte und Henker einen dIeb oftmals mit unendlicher grausamkeit gefoltert, bis er sein Verbrechen gestand, oftmal waren die Henker brutaler und grausamer als diejenigen über die sie richteten, und heute werden solche Täter mit Samthandschuhen angefasst, Resozi...Therapie...und dann Och...hat ers doch wieder getan, warum sperrt man ihn nicht einfach n Tag mit Leuten ein, die eine Vorliebe für solche kleinen Vergewaltigerschweine haben? Gleiches mit Gleichem vergelten, zumindest in dem Fall würd ich da Keinen Pardon kennen. |
| Apex | [QUOTE]Warum eigentlich nicht die Vergeltung?[/QUOTE] Ein paar Worte dazu als Anregung zur Lektüre...Humanität, Aufklärung, Rechtsstaat, absolutes Folterverbot, Menschenrechte...aber ich schätze mal dbei dir stimmt was ganz anderes nicht, wenn du dir mittelalterliche Rechtsverhältnisse zurückwünschst. |