| Valnar | Frage steht in der Überschrift. Bin da mal gespannt was ihr zu sagt. Geht Euch das nicht auch auf den Sack wie sehr die Medien ihre Zeit diesen Stoiber und der CSU allgemein widmen? Denn die CSU ist doch eine reine Bayernpartei. Dieser Partei tritt nur in Bayern an. Warum also wollen die unbedingt auf Bundesebene mitsprechen? Sicher, die bilden mit der CDU eine Union - doch die CDU ist doch nun eindeutig die Partei die doch das sagen in der Union haben müsste. Warum lässt sich die Merkel von dem Stoiber (und allgemein jetzt mal von der Ministerpräsidenten der CDU regierten Länder) so sehr auf die Nase rumtanzen? So sehr man den Regierungsstil von Gerhard Schröder bemängeln kann - aber die Reformen hat der Typ mit seiner Basta-Politik durchbekommen (und wir merken ja nun so langsam das diese Früchte tragen; sofern diese nicht schon wieder von der Regierung zu nichte gemacht werden). Warum haut nicht auch mal die Merkel auf den Tisch damit die Ministerpräsidenten endlich mal aufhören rumzumurren? Und besonders Stoiber geht mir von allen am meisten auf den Keks. Seien wir mal ehrlich, ständig hat der Kerl was rumzunörkeln. Bei so einer Schwesterpartei braucht man ja wahrliche keine Opposition mehr, oder? |
| Ursus | [QUOTE]Warum haut nicht auch mal die Merkel auf den Tisch damit die Ministerpräsidenten endlich mal aufhören rumzumurren?[/QUOTE] Standartantwort der Analysten: Frau Dr. Merkel ist Physikerin und versucht Probleme durch Argumentationen zu lösen weil sie darauf vertraut, das die Diskussionspartner logischen Argumenten zugänglich sind. Außerdem ist sie aus dem Osten und hat somit schlechte Erfahrungen mit Basta-Politik gemacht. Und was noch ganz wichtig ist: Sie ist eine Frau und damit sowieso viel feinfühliger, kompromissorientiert aber nicht authoritätsgewohnt./Ironie off Zu Bayern und Stoiber kann ich leider nichts weiter sagen, weil es da noch belastendes Material von mir gibt... Gruß Ursus |
| Moridin | die wähler der CSU bei der bayrischen landtagswahl 2003 nehmen hochgerechnet rund 9% bevölkerungsanteil in dtl. ein somit ist die CSU an sich eine sehr relevante politsche macht wenn man in diesem staat endlich mal die prinzipien der demokratie erkennen würde, könnte man feststellen, dass parteiinterne kritik wichtig ist und nicht wie heute üblich niedergeknüppelt werden sollte demokratiefeindliche einheitsparteien sind bei unterstützern der linken natürlich höchstbeliebt und angestrebt |
| Konkalit_4 | Mit dem netten Herrn Stoiber, züchtet man sich sowieso den nächsten kleinen Hitler, so möcht man meinen, wenn man den Kerl reden hört, und mal nachhakt hinter diesem ekelhaften bayrischen Geseier. |
| Normalus | [QUOTE][i]Original geschrieben von Moridin [/i] [B]demokratiefeindliche einheitsparteien sind bei unterstützern der linken natürlich höchstbeliebt und angestrebt [/B][/QUOTE] Bloß gut, daß es auch die ganzen Unterstützer der Rechten gibt, die uns die Demokratie bewahren. ;) Wie ansonsten aber schon richtig angedeutet, ist die CSU eine wichtige, politische Kraft, ohne die z.B. Frau Merkel keine Kanzerlin geworden wäre - >(Wahlergebnis BTW2005: CDU: 27,8 CSU: 7,4). Außerdem ist Bayern ja ein großes, bevölkerungsreiches Bundesland, das 18% des Bruttoinlandproduktes stellt. Natürlich hat Bayern samt dessen politische Vertretung mit der Wiedervereinigung an Bedeutung verloren, und ein Teil des bayrischen Medienhypes ruht wahrscheinlich noch aus der Zeit davor, aber nichtsdestotrotz nimmt Bayern, und damit eben auch die CSU eine besondere Stellung ein. Dazu kommt, daß die Partei mit Stoiber, Beckstein und Co. ein paar Politiker in den obersten Rängen sitzen hat, die es lieben, bei jeder Gelegenheit vor die Kamera zu springen und ihre oftmals extremen Meinungen abzugeben - und die Medien nehmen dieses Geschenk natürlich gern an. "Alle Computerspiele gehören verboten", "Homosexualität ist eine Krankheit", oder manchmal auch nur "Her mit der PKW-Maut" - einmal gesagt und schon landet man damit in den Nachrichten oder bei Christiansen. Übrigens soll es den einen oder anderen nicht-bayrischen Politiker geben, der das genauso macht... |
| Apex | Also den Stoiber finde ich im Allgemeinen ganz witzig...wir erinnern uns alle an den Transrapid *g* Ansonsten muss man ja sagen, dass die CSU im Moment eher harmlos ist, Hunde die bellen beißen nicht, in jedem Fall ist Herr Stoiber von einem Herrn Strauß weit entfernt. Und wir sollten net vergessen, dass die richtige Bayernpartei noch um einiges konservativer ist als die CSU. [IMG]http://www.gym-rinteln.de/50jahre/grafiken/unterhaltung/plakate/1949bayern.jpg[/IMG] |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Konkalit_4 [/i] [B]Mit dem netten Herrn Stoiber, züchtet man sich sowieso den nächsten kleinen Hitler, so möcht man meinen, wenn man den Kerl reden hört, und mal nachhakt hinter diesem ekelhaften bayrischen Geseier. [/B][/QUOTE] Woher nimmst Du Deine Annahme? Sicherlich - dem Altmeister Strauß kann er das Wasser noch längst nicht reichen. Manchmal glaube ich, die CSU wäre für mich die einzige wählbare Partei. Da ich in BaWü lebe, würde ich es sehr begrüßen, wenn sich die CSU bundesweit aufstellen lassen würde. Wo die CDU umfällt, hält die CSU stand. Beispiel [URL=http://www.faz.net/s/Rub28FC768942F34C5B8297CC6E16FFC8B4/Doc~E50BF63A4B35D4FB99C722FB81CB6D6AF~ATpl~Ecommon~Scontent.html]Kernkraft[/URL]. Beispiel [URL=http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/28/0,3672,2375420,00.html]Innenpolitik[/URL]. Beispiel [URL=http://br-online.de/bayern-heute/artikel/0411/22-seehofer/index.xml]Gesundheitspolitik[/URL]. |
| David v. Weber | wenn wir uns zum Beispiel über den Partyking aus Berlin, Pöbel-Kurt, die dritte Geißel der Menschheit ("Pest, Cholera und von der Alp 'ra" - Sprichwort), Richter Gnadenlose in Südamerika und Leute aus dem "Landkreis, der sich für ein Budesland hält"(Zitat mein Staatsrechtsprofessor) ebenso ausführlich unterhalten würden, bekämen sie vielleicht auch die ihnen angemessene Medienpräsenz... :rolleyes: |
| Abyose | möp - weiss nicht sooo viel darüber, aber (grad in geschichte gelernt :D ) : bayern ist eines der wenigen staaten gewesen nach dem krieg, die unabhängig sein wollten. also auch angebote abgelehnt haben (machen es immernoch ^^), die der "wiedervereinigung" mit "nachdruck" und "steuerung durch fremde hand" dienen sollten ... :rolleyes: - glaub das stimmt so zumindest n bissl ... :) |
| Apex | [QUOTE]Wo die CDU umfällt, hält die CSU stand. Beispiel Kernkraft. Beispiel Innenpolitik. Beispiel Gesundheitspolitik.[/QUOTE] Man könnte auch sagen, wo die CDU vernünftig wird, bleibt die CSU trotzig. ;) |
| Constanze | [QUOTE]Mit dem netten Herrn Stoiber, züchtet man sich sowieso den nächsten kleinen Hitler, so möcht man meinen, wenn man den Kerl reden hört, und mal nachhakt hinter diesem ekelhaften bayrischen Geseier.[/QUOTE] möchte den Herrn Hitler ja nicht loben, aber besser reden konnte er eindeutig: [url]http://www.dumkesoft.de/stoiber_transrapid.html[/url] das sowas sich überhaupt auf wahllisten halten kann... |
| Apex | Die [URL=http://www.bayern.gruene.de/cms/aktuell/dok/97/97413.stoiber_erklaert_den_transrapid_und_viel.htm]Grünen[/URL] aus Bayern haben noch mehr davon :D |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Konkalit_4 [/i] [B]Mit dem netten Herrn Stoiber, züchtet man sich sowieso den nächsten kleinen Hitler, so möcht man meinen, wenn man den Kerl reden hört, und mal nachhakt hinter diesem ekelhaften bayrischen Geseier. [/B][/QUOTE] Den sehe ich eher in Hessen.... |
| Konkalit_4 | Hessen ist auch ein gutes Beispiel :p Nein, dennoch finde ich, gibt es keine Ideallösung, Politiker die das tun was die gutgläubigen Bürger fordern (Steuern senken, Benzinpreise, Gesundheitsreformen das ganze Programm eben) schaden dem Staat, indem sie ihn noch mehr schröpfen, Politiker die zugeben das der Staat arg belastet ist und das jeder halt mitziehen muss, vergessen, die Herren Manager und vor allem sich selbst auch mit einzubeziehen. |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] [B]Man könnte auch sagen, wo die CDU vernünftig wird, bleibt die CSU trotzig. ;) [/B][/QUOTE] Naja... mit der Traditionsduselei (zBsp. politischer Aschermittwoch oder Kruzifix in jeder Schule) der CSU kann ich auch nicht viel anfangen - ich denke jedoch, das macht nur einen kleinen Teil der Partei und deren Programm aus. Aber was den Rest angeht, sehe ich eigentlich keine bessere Alternative: [i]FDP[/i]: zu neoliberal und zu spaßig [i]CDU[/i]: mit Merkel an der Spitze eigentlich ganz akzeptabel... allerdings zu konsenslastig [i]SPD[/i]: mit Beck an der Spitze eigentlich ganz akzeptabel... allerdings zu konsenslastig [i]Die Grünen[/i]: Öko-Sauhaufen [i]die Linke[/i] und [i]NPD[/i]: kein Kommentar |
| Normalus | [QUOTE][i]Original geschrieben von Konkalit_4 [/i] [B]Mit dem netten Herrn Stoiber, züchtet man sich sowieso den nächsten kleinen Hitler, so möcht man meinen, wenn man den Kerl reden hört, und mal nachhakt hinter diesem ekelhaften bayrischen Geseier. [/B][/QUOTE] [QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i] [B]Den sehe ich eher in Hessen.... [/B][/QUOTE] Und ich im [URL=http://www.youtube.com/watch?v=UmodDBWw1WM]Innenministerium[/URL]... ;) |
| X Inferis | Die CSU ist vom Erfolg verwöhnt. Zumindest in Bayern braucht man als Politiker keine besonderen Fähigkeiten haben, wenn man in der richtigen Partei ist. Die große Ausnahme sitzt natürlich im Herzen Bayern, in der Landeshauptstadt, die seit Urzeiten von SPD-Funktionär Bürgermeister Ude geleitet wird. Und das wie ich meine recht ordentlich. Die Bayern allgemein nehmen sich nicht besonders wichtig, sind aber ebenfalls erfolgsverwöhnt. Das Bundesland Bayern bietet den besten Bildungsgrad, hat die niedrigste Arbeitslosenqute, erziehlt im Vergleich das höchste Bruttosozialprodukt und so weiter und so weiter... Kurzum, bei uns ist das Gras grüner, die Berge höher, das Bier besser und die Mädels haben das meiste Holz vor der Hüttn:D Und nicht umsonst gilt das alte Sprichwort: traue niemandem nördlich vom Weißwurstaequator! Nunmal zu Stoiber & Co. Stoiber selbst ist eigentlich ein ganz netter Kerl, wir haben uns mal unterhalten. Sein Fehler war nur, daß er nicht nach Berlin gegangen ist um ganz Deutschland zu regieren. Damit hat er einiges seiner Glaubwürdigkeit verloren. Franz Josef Strauß (Senior) war ein "bayrisches Urviech" und hat das Land zu neuen Höhen angetrieben. Den kleinen Korruptionsskandal kehren wir mal unter den Tisch. |
| Whizkid | Ich geb dir vollkommen recht X Inferis.. :D Was ich so von Bekannten aus dem "Ausland" bzw "Umland" in den umliegenden Bundesländern bzw. den restlichen Bundesländern gehört hab, sind wir Bayern bzw Bayern selber nicht sehr beliebt dort.. Ich glaub die sind alle nur neidisch =D und dazu fällt mir noch ein Zitat von meinem Wirtschafts Lehrer ein: "... Überall in Deutschland nimmt die Bevölkerung, also der Wachstum, ab. Nur in Bayern nimmt die Bevölkerung zahlenmäßig... als auch gewichtsmäßig, zu." :D |
| Demon17 | Wenn die CSU es fertig bringt, Stoiber durch Seehofer zu ersetzen kann sie sich meinetwegen so wichtig nehmen wie sie will. Seehofer wäre dann auch der erste erträgliche Kanzlerkandidat der CSU, obwohl er es gegen Beck schwer hätte. |
| Klaus | darkmav: [QUOTE]FDP: zu neoliberal und zu spaßig CDU: mit Merkel an der Spitze eigentlich ganz akzeptabel... allerdings zu konsenslastig SPD: mit Beck an der Spitze eigentlich ganz akzeptabel... allerdings zu konsenslastig Die Grünen: Öko-Sauhaufen die Linke und NPD: kein Kommentar[/QUOTE] FDP: Ok... kann ich nachvollziehen. CDU und SPD: Ja, stimmt, beide Parteien geben gerne ihre Ideale auf undpassen sich an andere an um z.B. große Koalisationen bilden zu können. Linke und NPD: Das du der NPD nicht traust kann ich voll und ganz verstehen, auch bei der Linkspartei kann ich es verstehen, aber... Die Grünen, Öko-Sauhaufen? Soll das heißen du hälst Dinge wie Ozonlöcher, Treibhauseffekt und radioaktive Strahlung für Dinge die man nur erfunden hat um kleinen Kindern Angst zu machen? Also egal ob man eine kapitalistische, eine sozialistische, eine christliche, eine satanistsche oder eine nur von "Ariern" bevölkerte Welt oder was auch immer will... ich finde es besteht wenig Zweifel daran, dass man etwas tun muss um die Welt an sich zu erhalten. Mit Worten wie "Öko-Sauhaufen" erinnerst du mich irgendwie an Eric Cartman aus Southpark :D ........................................................................................................................... Naja wie dem auch sei... um zu CSU und CDU zu kommen... irgendwie ist das bayrische Großmaul halt auch so ein lebendes Klische geworden. Das geht halt auch bis in die Politik. Ehrlich gesagt, ich finde Stoiber gehört zu den Menschen die man nur ansehen muss und schon weiß man: "Ich kann dich nicht leiden!" Und alles was er sagt bestätigt einen dann nur in der Vermutung, dass er genau der Typ ist für den man ihn von Anfang an gehalten hat. Was ich an CDU und CSU am schlimmsten finde ist, dass sie wohl nur deshalb so viele Wahlstimmen bekommen, weil sie ein "C" für "christlich" in ihrem Namen haben und deshalb von vielen alten, gutgläubigen und naiven Menschen gewählt werden. Und so christlich sind sie meiner Ansicht nach nicht... auch wenn sie Kruzifixe in Klassenzimmern haben wollen... aber wenn es nach mir geht ist die katholische Kirche auch nicht christlich, wenn man dabei an Jesus Christus denkt... der war wenn ich mir die Bergpredigt durchlese nämlich absoluter Sozialist und hätte weder von Gold und Prunk in Kirchen, noch von "God´s very own Country" Amerika viel gehalten. Aber naja das führt jetzt zu weit... wenn christlich sein heisst, konservativ zu sein und Holzkreuze in Klassenzimmer zu hängen, dann sind CDU und CSU wohl christlich... Bin mal gespannt wie lange diese Masche noch zieht... schließlich sind die jungen Menschen lange nicht mehr so religiös wie die Alten... und wenn sich die frommen Zombies endgültig in ihre Gruften zurückgezogen haben wird man mit "C"s und Holzkreuzen nicht mehr so billig punkten können. |
| Demon17 | Was Stoiber angeht, es tut gut einen Politiker gelegentlich grammatisch korrekte Sätze ohne Versprecher sagen zu hören. Das bekommen außer den bayrischen Ex-Kanzlerkandidaten fast alle hin. Dabei ist es ganz einfach, erst zuende denken und dann sprechen.;) |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Klaus [/i] [B]darkmav: FDP: Ok... kann ich nachvollziehen. CDU und SPD: Ja, stimmt, beide Parteien geben gerne ihre Ideale auf undpassen sich an andere an um z.B. große Koalisationen bilden zu können. Linke und NPD: Das du der NPD nicht traust kann ich voll und ganz verstehen, auch bei der Linkspartei kann ich es verstehen, aber... Die Grünen, Öko-Sauhaufen? Soll das heißen du hälst Dinge wie Ozonlöcher, Treibhauseffekt und radioaktive Strahlung für Dinge die man nur erfunden hat um kleinen Kindern Angst zu machen? Also egal ob man eine kapitalistische, eine sozialistische, eine christliche, eine satanistsche oder eine nur von "Ariern" bevölkerte Welt oder was auch immer will... ich finde es besteht wenig Zweifel daran, dass man etwas tun muss um die Welt an sich zu erhalten. Mit Worten wie "Öko-Sauhaufen" erinnerst du mich irgendwie an Eric Cartman aus Southpark :D [/B][/QUOTE] Ich glaube nicht, daß ein Ausstieg aus der Kernenergie der Umwelt zuträglich ist (Stichworte Treibhauseffekt, Erderwärmung). Während der rotgrünen Koalition sind die CO2-Emissionen entgegen dem vorherigen Trend in Deutschland [B]gestiegen[/B]. Auch die Feigenblattaktion des massiven Subventionierens von Wind- und Solarenergie konnte dem Zunehmen dieser Art von Umweltverschmutzung nicht entgegenwirken. Die meisten GRÜNEnpolitiker haben [B]keine Ahnung[/B], von dem was sie sprechen, sei es nun Kernenergie oder Gentechnik. Als promovierter Umweltphysiker traue ich mir zu, dies beurteilen zu können. Dazu kommen die Possen, die sich in schöner Regelmäßigkeit Ströbele leistet: Nationalhymne auf türkisch übersetzen, islamischen Feiertag einführen usw. Überhaupt halte ich das Etablierenwollen von Multikulti-Gesellschaften für einen Riesenfehler. Sicherlich mag es vereinzelt GRÜNEn-Politiker geben, die wirklich was draufhaben. Fischer als Außenminister war sicherlich keine schlechte Wahl... [i]grübel[/i]... ansonsten fällt mir eigentlich keiner mehr an... Vielleicht sollte ich mal eine Bekannte fragen, die im Politbüro von Fritz Kuhn arbeitet, was sie [i]wirklich[/i] von ihrem Chef hält. Zum Thema: Es geht nicht darum, ob Dir Stoiber sympathisch ist, sondern es geht darum, welche Politik Stoiber vertritt, und was er leistet bzw. auf dem Kasten hat. |
| Apex | Ich habe bis heute weder verstanden warum Ströbele vorgeschlagen hat die Nationalhymne auf türkisch zu übersetzen, noch warum sich andere darüber aufgeregt haben. Immerhin gibt es die Nationalhymne seit 40 Jahren mitsamt dem Grundgesetz in alle möglichen Sprachen übersetzt. Von Englisch über Türkisch und Russisch bis hin zu Koreanisch, alles in deiner örtlichen Landeszentrale für politische Bildung für umsonst. Edes Politik ist mir im übrigen auch nicht sympathisch, wer im Nazi-Jargon vor "durchrassten Gesellschaften" warnt hat sich in meinen Augen selbst disqualifiziert und seine Meinung zu Homosexuellen und der Homo-Ehe gefällt mir ehrlich gesagt auch nicht. Auch sein Engagement für die revisionistischen Vertriebenverbände ist mir doch sehr suspekt... |
| Demon17 | Was mich an der CSU interessiert, ist weniger die Migrationspolitik, sondern der ausgeglichene Staatshaushalt und eine realistische Kutus- und Wirtschaftspolitik. Diese Aspekte haben einfach absolute Priorität für den Wohlstand eines Landes. (Das sieht die PDS in Berlin allerdings genauso.) Sie machen etwas richtiger als andere in Bayern, denn sie haben deutlich weniger Arbeitslose. |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Was mich an der CSU interessiert, ist weniger die Migrationspolitik, sondern der ausgeglichene Staatshaushalt und eine realistische Kutus- und Wirtschaftspolitik. Diese Aspekte haben einfach absolute Priorität für den Wohlstand eines Landes. (Das sieht die PDS in Berlin allerdings genauso.) Sie machen etwas richtiger als andere in Bayern, denn sie haben deutlich weniger Arbeitslose. [/B][/QUOTE] Ähm... also wir in BaWü haben [URL=http://www.bpb.de/wissen/MCBEV2,,0,Arbeitslosigkeit_in_den_Bundesl%E4ndern.html]noch weniger[/URL] (zumindest 2004 - war nur zu faul, einen aktuelleren Link rauszusuchen). 2004 hatten "wir" nur etwa 15% mehr Arbeitslose, als Berlin - das muß man sich mal reinziehen: Das große Flächenland BaWü hat ungefähr soviele Arbeitslose wie eine deutsche Stadt! Allerdings gehts noch besser... Die [URL=http://shortnews.stern.de/shownews.cfm?id=595638&CFID=48681538&CFTOKEN=51450496]Schweiz[/URL] hat [i]absolut[/i] etwa halb soviel Arbeitslose wie Berlin, dafür das doppelte Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner. Man braucht sich hallo gar nicht zu wundern, daß im Alpenländle bspw. die Bahnhöfe um einiges sauberer sind, als hierzulande (oder gar in unserer tollen Hauptstadt). |
| Klaus | @ darkmav zu deiner Anti-Grünen-Argumentation: Das klingt schon nachvollziehbarer. Sorry aber wenn du einfach nur "Öko-Sauhaufen" hinschreibst, dann erweckt das -bei mir zumindest- den Eindruck, dass du generell etwas gegen Umweltschutz hast. Zugegebenermaßen habe ich mich mit der Partei nicht näher beschäftigt, weshalb ich nicht weiß ob sie nun total inkompetent sind oder nicht. |
| darkmav | Auch die GRÜNEn sind keine homogene Gruppe; die Bezeichnung "Sauhaufen" war von mir bewußt provokativ gewählt. Allerdings ist es [B]nicht[/B] so, daß diese den Umweltschutz für sich gepachtet haben. Sicherlich... Ender der 70er/Anfang der 80er war die Idee der Ökologie für viele (gerade für die Leute aus dem konservativen Lager) revolutionär, und die damaligen GRÜNEn haben mit plakativen Aktionen dafür gesorgt, daß diese Idee populär wurde. Obwohl - oder gerade, weil - sie einen basisdemokratischen "Sauhaufen" dargestellt hatten. Mittlerweile haben aber die anderen Parteien gelernt, und [B]jede[/B] Partei (auch die NPD) hat das Thema "Umweltschutz" in irgendeiner Form in ihrem Programm stehen. Nicht umsonst war zu Zeiten Kohls Deutschland [B]der[/B] internationale Vorreiter in Sachen Ökologie. Man erinnere sich an die Konferenz von Kyoto. Meiner Meinung nach sind die GRÜNEn sind mit ihren Ansichten überflüssig geworden. Alles vernünftige, was die GRÜNEn vertreten, findet man bei anderen Parteien in besser ausgearbeiteter Form wieder. Was übrigbleibt ist Schrott (siehe Ströbele zBsp.). |
| Apex | Finde ich nicht, viele Positionen finde ich in dieser Kombination so nur bei de Grünen. Sprich Gleichstellung der homosexuellen Lebensgemeinschaft, mehr Frauenrechte, mehr Bürgerrechte, Ausweitung einiger Bürgerrechte auch auf Nicht-Bürger , nachhaltige Wirtschaftspolitik, keine Studiengebühren, Ganztagsschule, Erhalt der Tarifautonomie, Kündigungsschutz und Mitbestimmung, Zustimmung zum Türkei-Beitritt...einzelne dieser Punkte habe ich auch bei anderen Parteien, aber nie in Kombination. Die Gleichstellung von Homosexuellen Lebensgemeinschaften habe ich zum Beispiel auch bei der FDP, aber die lehnen die Studiengebühren nicht ab, im Gegenteil. Und den Ströbele finde ich gar nicht mal so verkehrt, über das was er heute anspricht müssen wir eh bald nachdenken. Turbane und Kopftücher bei Polizisten zum Beispiel...die Engländer haben sowas, nicht ohne Erfolg. Auch die Legalisierung von Cannabis oder sein Engagement gegen den großen Lauschangriff und seine Kritik an den Geheimdiensten in Zusammenhang mit seiner Tätigkeit im parlamentarischen Kontrollgremium finde ich gut. Ich fand außerdem ganz Interessant, dass er auf den Umstand aufmerksam gemacht hat, dass Herr Ratzinger eigentlich keine deutsche Staatsangehörigkeit mehr haben dürfte... |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] [B]Finde ich nicht, viele Positionen finde ich in dieser Kombination so nur bei de Grünen. Sprich Gleichstellung der homosexuellen Lebensgemeinschaft, mehr Frauenrechte, mehr Bürgerrechte, Ausweitung einiger Bürgerrechte auch auf Nicht-Bürger , nachhaltige Wirtschaftspolitik, keine Studiengebühren, Ganztagsschule, Erhalt der Tarifautonomie, Kündigungsschutz und Mitbestimmung, Zustimmung zum Türkei-Beitritt...einzelne dieser Punkte habe ich auch bei anderen Parteien, aber nie in Kombination. Die Gleichstellung von Homosexuellen Lebensgemeinschaften habe ich zum Beispiel auch bei der FDP, aber die lehnen die Studiengebühren nicht ab, im Gegenteil. Und den Ströbele finde ich gar nicht mal so verkehrt, über das was er heute anspricht müssen wir eh bald nachdenken. Turbane und Kopftücher bei Polizisten zum Beispiel...die Engländer haben sowas, nicht ohne Erfolg. Auch die Legalisierung von Cannabis oder sein Engagement gegen den großen Lauschangriff und seine Kritik an den Geheimdiensten in Zusammenhang mit seiner Tätigkeit im parlamentarischen Kontrollgremium finde ich gut.[/B][/QUOTE] Die Positionen, die Du ansprichst, halte ich größtenteils für überflüssig bzw. für schädlich. homosexuelle Ehe: von mir aus... wer's braucht... mehr Frauenrechte: überflüssig. Frauen haben hierzulande dieselben Rechte wie Männer - teilweise sogar mehr. An der Uni gibt es bspw. eine Frauenbeauftragte aber keinen Männerbeauftragten. Im öffentlichen Dienst werden Frauen bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt (Verstößt das denn nicht gegen den Gleichheitsgrundsatz???). Über die Ausweitung der Frauenrechte in muslimischen Ländern sollte aber selbstredend diskutiert werden. mehr Bürgerrechte: bitte um Präzisierung. Was sind Bürgerrechte? nachhaltige Wirtschaftspolitik: was ist "nachhaltig"? keine Studiengebühren: die GRÜNEn-Klientel ist jung und hält sich für gebildet... daher dieser Vorschlag. Ansonsten halte ich Studiengebühren für sehr sinnvoll, falls es eine vernünftige soziale Abfederung gibt. Türkei-Beitritt, mehr Rechte für Ausländer: bin ich dagegen. Erst müssen die Pflichten erfüllt werden, bevor wir über diese Dinge ernsthaft diskutieren können. Ganztagesschule, Erhalt der Tarifautonomie, Kündigungsschutz, Mitbestimmung: Das gibt es bei der SPD und Linken auch (bei letzteren sicher noch in verstärktem Maße). [QUOTE][B]Ich fand außerdem ganz Interessant, dass er auf den Umstand aufmerksam gemacht hat, dass Herr Ratzinger eigentlich keine deutsche Staatsangehörigkeit mehr haben dürfte... [/B][/QUOTE] Ojemine... wieder so eine typische Ströbele-Idee. Wen juckts denn außer die sensationslüsterne Boulevard-Presse? |
| Apex | [QUOTE]Die Positionen, die Du ansprichst, halte ich größtenteils für überflüssig bzw. für schädlich.[/QUOTE] Deine Meinung, ich halte sie für unterstützenswert. Bürgerrechte sind btw. die Grundrechte, die im GG mit den Ausdrücken "Jeder Deutsche", "Jeder Bürger" etc. anfangen. Zum Beispiel das Recht auf Versammlungsfreiheit, Ausländer müssen sich auf internationale Verträge berufen wie etwa die EU-Menschenrechtskonvention oder die UNO-Charta wenn sie hier demonstrieren wollen...ich fände es besser einigen dieser Rechte Allgemeingültigkeit zu verleihen zur größeren Demokratisierung der Gesellschaft. [QUOTE]Ojemine... wieder so eine typische Ströbele-Idee. Wen juckts denn außer die sensationslüsterne Boulevard-Presse?[/QUOTE] Neenee, war nicht seine Idee, sondern die des Staatsbürgerrechts. Es ist halt so, dass man seine deutsche Staatsbürgerschaft verliert sobald man eine andere annimmt. Bei Herrn Ratzinger ist das aber nicht der Fall...was rechtlich nicht zulässig ist, da hat Ströbele durchaus recht, wenn er darauf hinweißt. |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] [B]Deine Meinung, ich halte sie für unterstützenswert. Bürgerrechte sind btw. die Grundrechte, die im GG mit den Ausdrücken "Jeder Deutsche", "Jeder Bürger" etc. anfangen. Zum Beispiel das Recht auf Versammlungsfreiheit, Ausländer müssen sich auf internationale Verträge berufen wie etwa die EU-Menschenrechtskonvention oder die UNO-Charta wenn sie hier demonstrieren wollen...ich fände es besser einigen dieser Rechte Allgemeingültigkeit zu verleihen zur größeren Demokratisierung der Gesellschaft. Neenee, war nicht seine Idee, sondern die des Staatsbürgerrechts. Es ist halt so, dass man seine deutsche Staatsbürgerschaft verliert sobald man eine andere annimmt. Bei Herrn Ratzinger ist das aber nicht der Fall...was rechtlich nicht zulässig ist, da hat Ströbele durchaus recht, wenn er darauf hinweißt. [/B][/QUOTE] Also ich finde es schon gut, wenn man die gängige Praxis, das Differenzieren zwischen Aus- und Inländer in wichtigen Fragen wie der Versammlungsfreiheit beibehalten würde. Es ist ja nicht so, daß Ausländer beispielsweise nicht demonstrieren dürfen (Demonstrationen für ein freies Kurdistan usw.). Mag sein, daß der Ströbele in der Ratzi-Frage durchaus recht hat. Für mich und für 99.9% der Deutschen ist das aber so was von irrelevant, ob der Papst jetzt Deutscher, Vatikanstaatler oder Nigerianer ist. |
| ange gardien | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] Und den Ströbele finde ich gar nicht mal so verkehrt, über das was er heute anspricht müssen wir eh bald nachdenken. Turbane und Kopftücher bei Polizisten zum Beispiel...die Engländer haben sowas, nicht ohne Erfolg [/QUOTE] Der "Erfolg" in England ist dabei so groß, dass es z.B. in Manchester und Birmingham mittlerweile Stadtviertel gibt in denen die Sharia gilt, staatl. Institutionen nicht mehr anerkannt werden und Gesetze und Kultur des Gastlandes abgelehnt und als minderwertig angesehen werden. Ähnliches kann man auch in Frankreich beobachten. [QUOTE]Auch die Legalisierung von Cannabis ... finde ich gut. [/QUOTE] Wenn die Legalisierung von Canabis dazu führen sollte, dass wie in Zukunft in Internetforen noch mehr Schwachsinn lesen müssen als bisher schon, bin ich strikt dagegen. |
| Apex | Erfolg dahingehend, dass auch Bürger, die einer ethnisch-kulturell-religösen Minderheit angehören sich für den Staatsdienst interessieren. Eine muslimische Polizistin oder ein indischer Polizist ist sicher besser in die Gesellschaft integriert. Mal von den Vorteilen, die der Polizeiarbeit, aus einem höheren Anteil von Personen mit Migrationshintergrund, erwachsen, ganz abgesehen. [QUOTE]Es ist ja nicht so, daß Ausländer beispielsweise nicht demonstrieren dürfen[/QUOTE] Aber sie müssen sich dabei auf höheres Recht berufen, was ihnen nicht soviel Rechtssicherheit bietet wie ein verfassungsmäßig garantiertes Recht. Von daher wäre es besser diesen Artikel in ein Menschenrecht umzuwandeln um hier mehr Rechtssicherheit zu schaffen. |
| darkmav | Muslimische Polizisten: Von mir aus, aber bitteschön ohne Turban, Kopftuch oder sonstiges Karnevalskostüm. [QUOTE]Aber sie müssen sich dabei auf höheres Recht berufen, was ihnen nicht soviel Rechtssicherheit bietet wie ein verfassungsmäßig garantiertes Recht. Von daher wäre es besser diesen Artikel in ein Menschenrecht umzuwandeln um hier mehr Rechtssicherheit zu schaffen.[/QUOTE] Man sollte doch eher versuchen, ein Mindestmaß an Menschenrechten in [i]anderen[/i] Ländern herzustellen. Ich nenne da nur unsere "Freunde" in der Türkei oder gar im nahen Osten. Wenn diese Länder den Status Quo hierzulande erreicht haben, können wir gerne über eine Ausweitung der Rechtssicherheit für Ausländer in Deutschland diskutieren. Bzgl. Cannabis stimme ich ange gardien zu: Es ist in der Tat [B]nicht[/B] so, daß diese Droge den Menschen intelligenter und psychisch stabiler macht. |
| Apex | [QUOTE]Muslimische Polizisten: Von mir aus, aber bitteschön ohne Turban, Kopftuch oder sonstiges Karnevalskostüm.[/QUOTE] Wenn sie es sich wünschen und es dazu dient mehr Deutschen mit ausländischer Herkunft den Staatsdienst attraktiv zu machen, warum nicht? Wir zwingen Polizistinnen ja auch nicht Röcke zu tragen. Mir persönlich ist egal ob einer eine Dienstmütze, einen Dienstturban oder ein Dienstkopftuch trägt, wenn er oder sie mir nen Strafzettel verpasst... [QUOTE]Man sollte doch eher versuchen, ein Mindestmaß an Menschenrechten in anderen Ländern herzustellen.[/QUOTE] Da haben wir keinen Einfluss drauf, wir können nur unsere eigenen Gesetze den Bedürfnissen anpassen und das sollten wir doch machen. [QUOTE]Wenn diese Länder den Status Quo hierzulande erreicht haben, können wir gerne über eine Ausweitung der Rechtssicherheit für Ausländer in Deutschland diskutieren. [/QUOTE] Nur weil sich andere Länder langsamer entwickeln sollen wir solange im gesellschaftlichen Stillstand verharren? Seltsame Logik... |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] [B]Wenn sie es sich wünschen und es dazu dient mehr Deutschen mit ausländischer Herkunft den Staatsdienst attraktiv zu machen, warum nicht? Wir zwingen Polizistinnen ja auch nicht Röcke zu tragen. Mir persönlich ist egal ob einer eine Dienstmütze, einen Dienstturban oder ein Dienstkopftuch trägt, wenn er oder sie mir nen Strafzettel verpasst...[/B][/QUOTE] Uniformen haben schon ihren Grund. Wenn jeder Polizist in seinen Gammelklamotten auftauchen würde, dann würde sie keiner mehr ernst nehmen. [QUOTE][B]Nur weil sich andere Länder langsamer entwickeln sollen wir solange im gesellschaftlichen Stillstand verharren? Seltsame Logik... [/B][/QUOTE] Ist doch logisch: Bayern haben in Hessen weitgehend die selben Rechte, wie Hessen in Bayern. Wieso? Weil Deutschland als Gesamtheit einen Staat darstellt. In abgeschwächter Form ist das auch für Mitglieder der EU-Staaten so. Für das Verhältnis von Iranern und Deutschen gilt das aber überhaupt nicht. Es gibt (leider bzw. zum Glück) keinen kosmopolitischen Staat. Dieser Argumentation folgend ergibt es Sinn, daß Iraner beispielsweise in Dtl. nicht dieselben Rechte genießen, wie Deutsche. Und ich habe keine Lust daran was zu ändern - zumindest nicht solange, bis sich der Iran ändert. Da im Iran die Zustände eindeutig schlechter sind als hierzulande, ist dieser Staat im Zugzwang, und nicht etwa Deutschland. |
| Apex | [QUOTE]Wenn jeder Polizist in seinen Gammelklamotten auftauchen würde, dann würde sie keiner mehr ernst nehmen.[/QUOTE] Den Vergleich verstehe ich nun nicht, aber gut. Für mich behält ein Polizist durchaus seine Autorität, auch wenn er einen Turban trägt... [QUOTE]Da im Iran die Zustände eindeutig schlechter sind als hierzulande, ist dieser Staat im Zugzwang, und nicht etwa Deutschland.[/QUOTE] Aber was interessieren uns denn innenpolitisch die Zustände im Iran? Die können da machen was sie wollen, deswegen dürfen wir doch unabhängig unsere Gesetze ändern. Oder ist unser Parlament, deiner Meinung nach, in seiner legislativen Funktion von den Beschlüssen der iranischen Legislative abhängig? Es geht ja nicht darum anderen Ländern etwas zu beweisen, sondern eher darum das Zusammenleben in Deutschland zu vereinfachen. |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] [B]Den Vergleich verstehe ich nun nicht, aber gut. Für mich behält ein Polizist durchaus seine Autorität, auch wenn er einen Turban trägt...[/B][/QUOTE] Für mich sind Turbane und Kopftücher hier in Deutschland Gammelklamotten. [QUOTE][B] Es geht ja nicht darum anderen Ländern etwas zu beweisen, sondern eher darum das Zusammenleben in Deutschland zu vereinfachen. [/B][/QUOTE] Vereinfacht sich das Leben hier in Dtl., wenn man den Ausländern noch mehr Rechte gibt? Die Abschiebeverfahren zu beschleunigen - das würde einiges vereinfachen. Siehe Fall Mehmet. |
| Darket | Zur CSU im allgemienen: Die CSU ist eine Partei, die sich gerade im Bund eigentlich fast alles rausnehmen kann, was durch ihre einzigartige Position als Volkspartei ohne Konkurrenz begründet ist. Die CDU is dank des gegenseitigen Abkommens in Bayern nicht präsent, die SPD ist einerseits zu blöd (jeder SPD-Politiker aus Bayern, der irgendwas taugt geht in die Bundespolitik) und andererseits gibt es da das nicht ganz unwahre Zitat von Bruno Jonas: "Wir hier in Bayern, wir wählen die CSU...soooo lange bis sie das tut, was WIR wollen!". Von den kleinen Parteien muss man in Bayern ja garnicht erst sprechen, auch wenn Edi Stoiber sich alle Mühe gibt, dass die CSU demnächst die FDP braucht (und ich würde sehr lachen, wenn dem so sein sollte, Westerwelles Flirt mit der SPD auf Bundesebene beim nächsten mal zu einer Ampel führt und Bayern im Bundesrat plötzlich keine sichere Unionsbank mehr ist :D ). Die CSU nimmt sich so ernst, weil sie es kann. sie ist eine Regionalpartei, die aber dank des unseligen Abkommens mit der CDU eine bundespolitische Bedeutung hat. Ich behaupte dieses Abkommen hilft vornehmlich der CDU. In Bayern würden, so glaube ich, wenige Leute CDU wählen, wenn sie könnten. Die Bayern sind ein traditionalistisches Völkchen, gerade politisch. Umgekehrt gibt es recht viele Bundesbürger, die wünschten sie könnten CSU wählen. Ich denke, dass die CSU das weiß und ihre potentielle Bedrohung für ihre Schweserpartei ausnutzt. Da sie aber nuneinmal im Herzen eine Regionalpartei ist, kann sie ihre eigene Stärke gegenüber der CDU so wie es derzeit ist besser nutzen. Frei nach dem Motto: Erst Bayern, dann Bayern, danach nochmal Bayern und irgendwann auch mal der Rest der republik. Das sei ihr auch gegönnt, wie gesagt sie ist eine Regionalpartei. Zur Frage weshalb Merkel ihre Ministerpräsidenten nicht zurückpfeift ist recht einfach zu beantworten (wobei ich Ursus' Theorie auch irgendwo gut finde):Sie kann nicht. Merkel hat in den vergangenen sieben Jahren so ziemlich jeden abgesägt, der ihr irgendwie gefährlich werden konnte. es fing an mit Kohl und Schäuble, ging weiter mit Mayer und Merz. Es folgten Aredtz, Stoiber und Koch. Stoiber und Koch sind von denen die einzigen, die noch gefährlich werden können. Koch wird es wohl irgendwann wieder, außer er stolpert tatsächlich über den hessischen Untersuchungsausschuss bzgl der freien Wähler, Stoiber ist es derzeit, aber weniger, weil er sich aktiv betätigt, sondern eher, weil Frau Pauly nach Jahren doch mal wirklich ungemütlich wurde (woran der gute Edi wohl selbst die Hauptschuld trägt... *fg*). Direkt bedroht wird Frau Merkel derzeit eigentlich nicht, jedenfalls durch nichts, was sie mit einem Machtwort ändern könnte. |
| darkmav | Also ich könnte mir ein Gespann Beckstein und Seehofer gut vorstellen. Beckstein lebensnaher Macher für die inneren und äußeren Angelegenheiten (vielleicht das "C" betonend), Seehofer als kühner Denker im sozialen, Gesudheits- und Bildungsbereich (sich auf das "S" beziehend"). Zusammen sollten sie aber wirklich miteiander agieren, also als Union ("U"). Die CSU würde mir nach einem Abdanken Stoibers [i]noch[/i] sympathischer werden. Die CSU würde auch [b]niemals[/b] mit den GRÜNEn oder mit der Linken koalieren wollen, was heutzutage ein immer wichtiger Aspekt der Wählbarkeit bestimmter Parteien darstellt. Schade, daß man die hier in BaWü nicht wählen kann. Wäre mir sicher, daß die CSU auch deutschlandweit ein Hit werden könnte. Sie könnte den rechtsradikalen Parteien etwas das Wasser abgraben, sowie dem konservativen Flügel der CDU. CDU, NPD und Konsorten würden das gar nicht lustig finden. SPD, GRÜNE, FDP und Linke auch nicht - hätten sie dann doch einen weiteren starken Opponenten in der Sache. Nachteil für die (bayrische) CSU: Die CSU müßte dann ihre Bayrische Identität (mindestens zu einem Teil) los werden, was sicherlich Stimmen bei den Landtagswahlen kosten würde. Naja... dafür freut sich dann die Bayernpartei. |
| Darket | Ich behaupte mal, dass die SPD sich grundsätzlich mit der CSU sehr viel besser verstehen würde, als mit der CDU. Die CSU ist gesellschaftlich konservativer als die SPD, aber was Wirtschafts- und Sozialpolitik angeht, kämen die wohl recht gut auf einen Nenner und die SPD kann sich bedauerlicher Weise in der Gesellschaftspolitik recht gut anpassen. Gerade in Baden Würtemberg würde die CSU die CDU recht schnell ablösen. Konservatibv und katholisch, dafür gibt es in deutschland die politische Bezeichnung CSU. Ich denke übrigens, dass es allen Parteien außer der CDU ganz recht käme, denn zwar gibt es eine Partei gegen sie mehr, aber es wären dann zwei, die schwächer sind als die eine vorher. Der wirkliche Verlierer wäre die CDU, die Schwierigkeiten hätte sich dann noch zu profilieren. Wer konservativ ist wählt CSU, Wirtschaftsliberale die FDP. Es gäbe nur die Varianten die SPD links überholen zu wollen oder die CSU rechts. Beides ziemlich aussichtslos für die "bürgerliche Mitte". Ich glaube auch nicht, dass die CSU mittelfristig in Bayern stimmen einbüßen würde. An wen denn? Die Bayernpartei wohl eher nicht, der deutsche Wähler und der bayrische insbesondere ist nunmal konservativ. |
| Apex | Die CSU droht der CDU ja nicht umsonst schon seit Jahrzehnten bei jeder kleinen Auseinandersetzung die Union aufzulösen und in anderen Ländern zu kandidieren. Ansonsten seh ich das wie Darket, von einer Spaltung der Union, des bürgerlichen Lagers, würden sicher erst die anderen Parteien profitieren. Von daher hätten FDP, Grüne und Linke sicher nichts dagegen, zumal diese Parteien sowieso tendenziell im Aufwärtstrend liegen. Zu Frau Merkel, ich denke sie wird eher als schwache "4-Jahres-Kanzlerin" in die Geschichte eingehen, wobei ich mir persönlich eigentlich etwas mehr erwartet hätte. Ich sehe da außer den üblichen Verdächtigen, Koch und Oettinger, noch jemand, der sich langsam aber sicher wieder, vielleicht für 2009, aus der Versenkung erhebt. Ein gewisser Herr Merz...na erinnert sich noch jemand? Den gibts immer noch und er ist nicht ganz so untätig wie man vielleicht glauben mag. |
| darkmav | Also ich finde, Merkel macht sich erstaunlich gut... ich selbst hätte, auch wegen der drohenden Flat-Tax-Apokalypse eines gewissen Professors aus Heidelberg, einen viel neoliberaleren Kurs erwartet. Denke mal, dieser wäre auch eingetreten, falls die CDU mit der FDP koaliert hätte. Insofern gefällt mir die große Koalition eigentlich... Das Tauziehen um die Gesundheitsreform war unvermeidlich - es wurde eben ein kleinster gemeinsamer Nenner, ein sogenannter Konsens gefunden. Ansonsten gibt es nichts, was die große Koalition schlechter macht als rotgrün. Solch Schwachsinn, wie der sog. "Atomausstieg" oder die Dosenpfandregelung wäre unter schwarzrot gar nicht erst entstanden; da bin ich mir sicher. Zum Dosenpfand eine kleine Anekdote: Früher war alles einfach: Wegwerf-Bierfllaschen gekauft, in den Müll geschmissen und ab dafür! Heute muß ich jede einzelne Flasche aufbewahren, und dann ab und zu mit einer stinkenden Tüte voller Flaschen zum Kaufland, um diese einer ebenso angeekelten wie genervten Mitarbeiterin in die Hand zu drücken. Bin echt am überlegen, ob ich mir eigens dafür ein Auto anschaffen sollte - denn dann könnte ich das Flaschenmanagement durch ein effektiveres Kastenmanagement ersetzen. Nun stelle ich Herrn Trittin die ernstgemente Frage: Wird durch den Kauf und den regelmäßigen Verbrauch eines Autos meine Ökobilanz besser? Btw.: Als Umweltminister fuhr der Herr Trittin einen fetten A8 - sicherlich nicht das Automobil mit der besten Ökobilanz. So ein Heuchler! @ Darket: [QUOTE]Gerade in Baden Würtemberg würde die CSU die CDU recht schnell ablösen. Konservatibv und katholisch, dafür gibt es in deutschland die politische Bezeichnung CSU.[/QUOTE] In BaWü sind die beiden Konfessionen ungefähr gleich verteilt. Also nix mit katholischer Identität des gesamten Bundeslands. |
| Move over Kate | [QUOTE]Wenn sie es sich wünschen und es dazu dient mehr Deutschen mit ausländischer Herkunft den Staatsdienst attraktiv zu machen, warum nicht? Wir zwingen Polizistinnen ja auch nicht Röcke zu tragen. Mir persönlich ist egal ob einer eine Dienstmütze, einen Dienstturban oder ein Dienstkopftuch trägt, wenn er oder sie mir nen Strafzettel verpasst... [/QUOTE] Mir nicht. Die Polizeien sind Einrichtungen der deutschen Bundesländer, die Bundesländer sind religiös neutral. Turbane und Kopftücher sind Zeichen einer religiösen Überzeugung. Vielleicht dürfen sich demnächst dann selbsternannte Neuheiden noch schöne Runen auf die Uniform nähen... :D @ Topic Die CSU ist noch viel mehr als die CDU Zeichen für unsere nicht-symmetrisches Parteiensystem. Der klassischen "linken" Patei SPD (gut, das Profil ist kaum noch erkennbar) steht eben nicht eine klassische konservative Partei gegenüber (wie in England), sondern zwei Volksparteien mit christlichem Hintergrund, wobei die CDU aus dem Zentrum hervorgegangen ist und die CSU aus der BVP. Beide haben als Volksparteien den Anspruch, Arbeitnehmer und Arbeitgeberinteressen im Rahmen einer christlichen Ethik unter einen Hut zu bringen. Nur ist dabei die CSU die Partei, die ihre christlichen und sozialen Grundüberzeugungen weniger relativiert hat als die marktliberale CDU. Sie ist mir damit ehrlich gesagt lieber als die CDU, weil sie prinzipientreu und berechenbar ist. Die Erfolge der CSU braucht man, auch wenn man (wie ich) einer anderen Couleur angehört, überhaupt nicht zu relativieren. Sie hat Bayern nach vorne gebracht, in Deutschland und in Europa. Klar ist sie in manchen Politikfeldern erzkonservativ. Aber den Bayern steht es frei, sich eine andere Regierung zu geben. Sie haben ihre Gründe es nicht zu tun. Und als Demokrat akzeptier ich das. |
| aurora borealis | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] Also ich könnte mir ein Gespann Beckstein und Seehofer gut vorstellen. Beckstein lebensnaher Macher für die inneren und äußeren Angelegenheiten (vielleicht das "C" betonend) Die CSU würde mir nach einem Abdanken Stoibers [i]noch[/i] sympathischer werden. Die CSU würde auch [b]niemals[/b] mit den GRÜNEn oder mit der Linken koalieren wollen, was heutzutage ein immer wichtiger Aspekt der Wählbarkeit bestimmter Parteien darstellt. Schade, daß man die hier in BaWü nicht wählen kann. [/QUOTE] sorry, aber gerade was Beckstein betrifft, sollte man Dauerbauchschmerzen bekommen, sofern man dessen ein oder andere "Vision" mitbekommen hat. |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von aurora borealis [/i] [B]sorry, aber gerade was Beckstein betrifft, sollte man Dauerbauchschmerzen bekommen, sofern man dessen ein oder andere "Vision" mitbekommen hat. [/B][/QUOTE] Welche zum Beispiel? Der Typ macht nicht unbedingt einen intellektuellen Eindruck, dafür wirkt er authenthisch, und ich nehme ihn ab, daß er das auch umsetzt, was er verspricht - sofern er die Möglichkeiten hat. Im Gegensatz zum manch anderem Politiker. Aus Wikipedia: [quote]Günther Beckstein erhielt am 10. Juli 2006 den "Jerusalem Award 2006" der World Zionist Organization und der Zionistischen Organisation Deutschland (ZOD). Als Begründung wurde genannt, Beckstein habe dazu beigetragen, dass Juden in Deutschland in Sicherheit und Frieden leben könnten.[/quote] |
| aurora borealis | von mir aus stütz Dich auf Lexika und irgendwelches Handgepudere, aus meiner Sicht ist der Mann nicht ungefährlich. Ein Polizeistaat wäre für ihn nur der Anfang. |
| Move over Kate | [QUOTE]von mir aus stütz Dich auf Lexika und irgendwelches Handgepudere, aus meiner Sicht ist der Mann nicht ungefährlich. Ein Polizeistaat wäre für ihn nur der Anfang.[/QUOTE] Hm, auch wenn die Haltung Becksteins in vielen Fragen der Sicherheit für falsch halte: Als Ministerpräsident müsste er doch eine viel gemässigtere Haltung einnehmen, weil er die Regierung repräsentiert und damit bei Wahlen sein Schicksal unmittelbar von den Wählern abhängt. Als Roman Herzog Bundespräsident wurde, sagten auch viele: Och nööö, nicht den Hardliner. Ähnlich war es bei Ratze als Papst - nur ist das Amt ein anderes als dass des Chefs der Ex-Inquisition. In der neuen Rolle wird er keine extremen Hardlinerpositionen vertreten können. Und selbst wenn: Was hat er da in einer nach wie vor funktionierenden Demokratie alleine für Möglichkeiten? |
| Darket | Ich sehe das wie MoK, habe die Diskussion in den letzten Tagen auch geführt. Insofern können wir Nicht-Bayern Herrn Stoiber für sein Hickhack nach der Wahl sehr dankbar sein. Hätte er gleich gesagt, dass er in Bayern bleibt, säße Beckstein heute auf dem Platz von Herrn Schäuble *schauder* Als Ministerpräsident wird er zwangsläufig einen weicheren Kurs fahren. So wie ich den ganzen Spaß derzeit sehe ist Beckstein auch das Einzige, was den Bayern definitiv bevorsteht. Ich sehr viel gespannter wie sich die Partei Herrn Seehofer vom Hals halten will. Das mit dem Publikmachen seiner kleinen Affäre war ja ein netter Versuch, der aber wohl nach hinten losgeht. Was mit diesem politischen Ekelpaket Markus Söder passiert ist auch noch offen, leider Gottes ist der noch zu jung, als dass er endgültig ins politische Gras beißen müsste, aber um mal Helmut Dietl gestern bei Christiansen zu zitieren: "es ist doch gute Sitte, dass man als Generelsekretär mitgeht, wenn der Chef gehen muss." Sein Wort in Gottes Ohr. |