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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Kein Fußbreit dem Islamismus - aus dem Footer eines Users
gin'iro[QUOTE][i]Original im Footer von darkmav [/i]
[B]Kein Fußbreit dem Islamismus. [/B][/QUOTE]

DAS finde ich dann schon wiederum bedenklicher, als Gemecker über Eso-Fritzen.

Lies Dir mal die Definition über Islamismus durch: [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Islamismus[/url]

Darin wirst Du feststellen, dass dieser derart weit gefächert ist, dass man hier keine pauschalen Urteile fällen sollte, wie schon so oft im Leben. Das ist Schubladendenken reinster Güte.
Demon17Ich lehne es grundsätzlich ab mit den Wölfen zu heulen. Menschen neigen jedoch zur Verallgemeinerung. Ich denke das ist das Problem mit dem Radikalismus. Um radikale Erscheinungen zu bekämpfen, werden sehr viele nichtradikale Menschen mit den Radikalen in einen Topf geworfen. Dies geschieht auf beiden Seiten. So schaukeln sich Konflikte hoch.

Ich stehe jeder Religion sehr skeptisch gegenüber, die die Welt in Gläubige und Ungläubige einteilt und die Gläubigen dann für wertvoller hält. Dies tut jede mir bekannte Religion. Im Grunde wird damit schon der Keim zur Diskriminierung gelegt. Das Problem mit dem Islam ist, das die anderen Religionen sterben, der Islam jedoch eine Renaissance durchläuft.

Der Westen reagiert darauf mit zwei Grundtendenzen, einer ultratoleranten Haltung, die sogar versucht Terror zu rechtfertigen, der sich gegen die eigenen Länder und Menschen richtet und eine Scharfmacherreaktion, die häufig zu undifferenziert ist und damit radikale Islamisten eher stärkt.

Ich bin sehr dafür, gegen jeden Zwang, der durch das Grundgesetz nicht legitimiert ist mit entschlossener Härte vorzugehen. Die Toleranz von Zwangsehen z.B. halte ich für extrem schädlich für die Gesellschaft in Deutschland. Hier haben die "Toleranten" zu verantworten, das die Menschrechte für die sie angeblich eintreten für viele keine Gültigkeit haben.

Geht man davon aus, das sich nicht alles mit Gesetzen regeln läßt, so haben wir ein Problem in der multikulturellen Gesellschaft.
Denn viele Werte verschiedener Kulturen sind absolut inkompatibel. Das ist lange ignoriert worden. Es wird langanhaltende Auseinandersetzungen geben, die mit harten Worten geführt werden. Ich halte die angesprochene Signatur als politische Meinungsäußerung deshalb für legitim. Insbesondere angesichts der Morde und Mordrohungen gegen Islamkritiker in den letzten Jahrzehnten. Nicht nur in Europa, sondern auch in den islamischen Ländern.

never surrender


demon17
ange gardienIch kann mich Demon nur anschließen.

Mit "Islamismus" in diesem Zusammenhang ist wohl die negative Seite des Islam gemeint und aus diesem Grunde ist der Spruch durchaus legitim.
Im Zusammenhang muss man sehen, dass dieses Zitat wohl im Sinne "kein Fußbreit dem Islamismus in Europa" gemeint ist, was man nur unterstützen kann.

Europa musste lange Genug unter den Auswüchsen monotheistischer Religionen leiden und daher sollte man froh sein, dass wir es im Großen und Ganzen geschafft haben den politischen Einfluss der Religion mehr und mehr zurück zu drängen.
Daher ist es nur legitim dem Islamismus, also dem fundamentalistisch-politischem Islam, ablehnend gegenüber zu stehen.
ApexIch denke, dass Problem bei diesem Spruch wie auch bei der Definition des Begriffs "Islamismus" ist, dass viele "Islamismus" mit "Islam" gleichstellen, was ja definitiv ein Fehler ist. Islamismus bezeichnet eigentlich im westlichen Sprachgebrauch die radikal-fundamentalistischen Strömungen im Islam, die eine Bedrohung für Andersgläubige, islamische Reformatoren, westliche Rechtsstaaten sowie gemäßigte islamische Glaubensrichtungen darstellen können aber nicht müssen.

Was mich sehr häufig stört, ist, dass viele Menschen sehr undifferenziert an die Thematik des Islam herangehen, da wird jedem gläubigen Moslem gleich der Stempel des Islamisten aufgedrückt und jeder gläubigen Muslima der der unterdrücken, unselbstständigen Frau. Vergessen wird dabei oft, dass der Islam eine sehr vielschichtige Religion mit vielen verschiedenen Strömungen ist, nehmen wir zum Beispiel die Aleviten, die sich bedingungslos zu Menschenrechten und Demokratie, sowie zum aufgeklärten Humanismus bekennen. So etwas wird leider bei jeder Diskussion außen vor gelassen.

Vergessen werden dürfen auch nicht die vielen, ehemals christlichen Deutschen, die zum Islam konvertieren, im letzten Jahr waren es wieder tausende, darunter sehr viele junge, hochgebildete Frauen. Schon unter diesem Aspekt denke ich, muss man sagen, dass der Islam schon lange Teil der europäischen Kultur geworden ist.
darkmavUiuiui... da ist ja einiges passiert in meiner kurzen Abwesenheit - ein Thread, dessen Titel meine Signatur enthält. Wow! Ich fühle mich geschmeichelt... ehrlich!!!

@ginr'o:

Lese doch bitte mal das, was direkt unter dieser "Islamismusdefinition" steht! Ich zitiere aus Wikipedia:

[quote]
Die Neutralität dieses Artikels oder Absatzes ist umstritten. Die Gründe stehen auf der Diskussionsseite oder auf der Seite für Neutralitätsprobleme. Entferne diesen Baustein erst, wenn er nicht mehr nötig ist, und gib gegebenenfalls das Ergebnis auf der Neutralitätsseite bekannt.
[/quote]

Ich habe die Diskussion nicht gelesen, kann mir aber schon ungefähr denken, was da drin steht.

Gerade dieser Artikel zeigt, daß Islamismus ein schwieriger Begriff ist, oder besser, es ist ein Begriff der in gewissen Kreisen scharf diskutiert wird. (So wohl auch hier...)

Ich stelle mal den Begriff Islamismus in die gleiche Ecke, wie den Faschismus. Deswegen auch mein Zitat, das ja eigentlich nicht von mir stammt, sondern von der Antifa (oder so einem Verein - weiß nicht so genau...), wo es heißt, ich zitiere:
[quote]
Kein Fußbreit dem Faschismus, nicht in Wunsiedel, nicht in Deutschland, nicht in dieser Welt!
[/quote]
(von [url]http://de.indymedia.org/2005/08/125742.shtml[/url])

Ansonsten schließe ich mich Apex, ange gardien und Demon17 an.


[SIZE=1]Meine Vermutung über den Angriff von ginr'o, ist diejenige, daß versucht werden soll, mir Worte zu entlocken, die mich in Verbindung mit einer eindeutig verfassungsfeindlichen Position setzen sollten. Den Gefallen werde ich ihm [b]nicht[/b] tun. Ich rate ginr'o, sich meine Worte genau durchzulesen, und nichts reinzuinterpretieren, was ich so nicht gesagt habe.[/SIZE]
Goat93Mal ne Frage, wer von euch regt sich über:

Kein Fußbreit den Faschisten

auf?
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Mal ne Frage, wer von euch regt sich über:
Kein Fußbreit den Faschisten auf? [/B][/QUOTE]

Guter Einwand! Außer ein paar irrgelaufenen Rechten ws kein Mensch.

Abgesehen davon traue ich darkmarv sehr wohl zu, den Unterschied zwischen den Begriffen Islamismus und Islam, so wie wir sie im allgemeinen Sprachgebrauch verwenden, zu verstehen.

Im Übrigen schließe ich mich auf voller Länge den Worten von Demon17 an!
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
Mal ne Frage, wer von euch regt sich über:
Kein Fußbreit den Faschisten
auf? [/QUOTE]Ich rege mich zwar nicht darüber auf, aber ich halte ihn für genauso verlogen wie "Kein Fußbreit dem Islamismus". Beides sind Versuche, sich ein Schild umzuhängen, um sich mit den betreffenden Themen nicht mehr auseinandersetzen zu müssen.

Die DDR war ein antifaschistischer Staat und baute einen antifaschistischen Schutzwall ...
Demon17Da ist was dran. Man darfs halt nicht übertreiben. Aber keinem ist geholfen wenn man sich was bieten läßt.
Goat93[QUOTE]Man darfs halt nicht übertreiben. Aber keinem ist geholfen wenn man sich was bieten läßt[/QUOTE]

Solche Aussagen bekommst du aber von beiden Seiten
(mit einer vielzahl von augezählten Vorfällen und
Misstandsstatistiken).

In dem Sinne hat jeder aus seiner Sicht nur das beste im
Sinn (und das ist ernst gemeint) und denkt das der andere
umso schlimmer und verlogener ist und nur alles kaputt-
machen will.

Ich denke, man muß langsam aus der Überprotoprtionalen
Extrembegeisterung raus :confused:
darkEMYRDa ist was dran.
Egal ob ich sage "Nazis raus" oder "Ausländer raus"(mal als Beispiel)...beides sind keine politischen Handlungsansätze und keine Lösung gesellschaftlicher oder wirtschaftlicher Probleme.

Mal ein anderer Verweis als immer nur Wiki:
[url]http://www.aufenthaltstitel.de/stichwort/islamismus.html[/url]

Ich denke was darkmav damit meinte war ziemlich klar. Ich verstand es so, dass er sich dagegen aussprach, dass Islamisten versuchen ihre Ideologie in unseren Hemisphären zu manifstieren. Und dem kann ich nur zustimmen.
Und dass Islamismus nicht gleich Islam ist, dürfte ja jedem hier klar sein.
Demon17[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Solche Aussagen bekommst du aber von beiden Seiten
(mit einer vielzahl von augezählten Vorfällen und
Misstandsstatistiken).

In dem Sinne hat jeder aus seiner Sicht nur das beste im
Sinn (und das ist ernst gemeint) und denkt das der andere
umso schlimmer und verlogener ist und nur alles kaputt-
machen will.

Ich denke, man muß langsam aus der Überprotoprtionalen
Extrembegeisterung raus :confused: [/B][/QUOTE]

Du kannst mich nicht manipulieren Goat, auch nicht mit dem Relativismus der Werte.
darkmavWo ist eingentlich gin'iro abgeblieben?

Wäre doch interessant, diese Thematik weiterzudiskutieren, oder nich', oder wie, oder was? :rolleyes:
Goat93[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Du kannst mich nicht manipulieren Goat, auch nicht mit dem Relativismus der Werte. [/B][/QUOTE]

Hat nix mit Manipulieren zu tun, wenn du beide Seiten
mal vor Augen nimmst, dann is es halt so.

Da nützt auch nix, sich ein Feindbild einzureden damit
man immer ne Argumentation hat, um da draufzuhauen...

Um dabei mal darauf zu verweisen:

[QUOTE]Und dass Islamismus nicht gleich Islam ist, dürfte ja jedem hier klar sein.[/QUOTE]

Es müßte ebenso klar sein das Kommunismus nicht gleich
Kommunisten ist oder Nationalsozialismus nicht gleich
Neonazis, aber das ist es einfach nicht, da man sich lieber
schnell auf die herausstechendsten Verfänge einschie0t
um damit keine Komplexen Situationen zu haben
SimplexMhnn,
"kein Fußbreit dem Islamismus"?

Wenn ich Islamismus jetzt als höchstehnde Maxime sehe, und im eigentlich Sinne ist das alle was mit "-ismus" endet, so muss ich dem zustimmen. Radikale Ideen, die kompromislos eine Linie verfolgen, sind mir zunächst erstmal suspekt. Über allem müssen die Menschenrechte stehen, besonders das Recht auf Freiheit.

Aber! Was ich hier lese gegen den Islam, gegen die Religionen, dem kann ich nicht zustimmen. Es ist in meinen Augen auch legitim, wenn der Islam in unserer Kultur Fuß fasst und auf unserer Gesellschaft einwirkt. Es muss lediglich jedem freigestellt sein, sich dem zu entziehen oder anzuschließen.
Ist da vllt die Frage eher: Ist der Islam tolerant genug um eine zentrale Rolle in der Gesellschaft spielen zu können/dürfen?
Odessa---
Ist da vllt die Frage eher: Ist der Islam tolerant genug um eine zentrale Rolle in der Gesellschaft spielen zu können/dürfen?
---

Der Islam spielt ja schon eine Rolle - leider nur der Islam, der durch einige fanatische, verblendete und eigentlich absolut un-islamisch damit seiende Hassprediger und rückständige Traditionalisten hier bekannt wurde: der Islam des Israel-Hasses, der Islam der Terroristen und Selbstmordattentäter, der Islam der Männer, die ihre Frauen und Töchter einsperren, während sie selbst alle Freizügigkeiten des Westens genießen... alles Dinge, die mit dem Begriff "Islam" hier verbunden werden und das leider durch "Moslems", die so leben wie ich es schilderte.

Mit Islam verbinde ich für mich: eine reichhaltige poetische Sprache und Dichtkunst in einem Werk namens Koran. Eine gepredigte Lebenseinstellung, die Frieden, Toleranz, die Begierde nach Wissen und Lernen und Fortschritt fordert. Die Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit beinhaltet und die relativ pragmatisch ist in Sachen "lebe Dein Leben gut, lass es Dir gut gehen, arbeite und verdiene daran, genieße die schönen Dinge des Lebens mit den Deinen - aber schade niemand Anderem und denke daran, auch Du bist endlich und mußt am Ende Deiner Tage Rechenschaft ablegen" (sinngemäß). Ich verbinde weiters damit uraltes medizinisches und astrologisches Wissen, verbinde damit Algebra und Mathematik, wunderbare Mosaiken und Prachtbauten zu Zeiten, als in Europa die Menschen noch in Drecklachen schliefen und man das Wort "Bad" nicht kannte.

Das alles kann auch Islam sein und es liegt an den Moslems, dieses Bild des Islam wieder mehr ins Gedächtnis zu rufen als das Bild dümmlicher, hassgeifernder Bombenleger und Botschaften-Flaggen-Anzünder :-)
Fuck up Evil[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]...
Mit Islam verbinde ich für mich: eine reichhaltige poetische Sprache und Dichtkunst in einem Werk namens Koran. Eine gepredigte Lebenseinstellung, die Frieden, Toleranz, die Begierde nach Wissen und Lernen und Fortschritt fordert. Die Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit beinhaltet und die relativ pragmatisch ist in Sachen "lebe Dein Leben gut, lass es Dir gut gehen, arbeite und verdiene daran, genieße die schönen Dinge des Lebens mit den Deinen - aber schade niemand Anderem und denke daran, auch Du bist endlich und mußt am Ende Deiner Tage Rechenschaft ablegen" (sinngemäß).... [/B][/QUOTE]

Die Welt wäre so friedlich, wenn alle Menschen so denken würden !!!!!!!!
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Fuck up Evil [/i]
[B]Die Welt wäre so friedlich, wenn alle Menschen so denken würden !!!!!!!! [/B][/QUOTE]

Im Jemen gibt es jetzt daher ein Programm, das "der Dialog" genannt wird. In diesem Programm versucht man inhaftierte Fanatiker auf den rechten Weg zu bringen, indem man ihnen den wahren Islam näher bringt. Die Erfolge sind groß, nicht zuletzt deshalb, wel die Muslime erstmalig gelernt haben, die heiligen Schriften selbst zu lesen. Das Problem ist nämlich, daß der Fanatismus laut vieler liberaler und aufgeklärtet islamischer Gelehrter daher rührt, daß die Kinder in den "Ausbildungsanstalten" von radikalen Organisationen wie "El Quaida" die Schriften falsch übersetzt beigebracht bekommen, bzw. bestimmte - friedliche und liberale Grundsätze, garnicht gelehrt bekommen.
darkmav@simplex
[quote]Aber! Was ich hier lese gegen den Islam, gegen die Religionen, dem kann ich nicht zustimmen. Es ist in meinen Augen auch legitim, wenn der Islam in unserer Kultur Fuß fasst und auf unserer Gesellschaft einwirkt. Es muss lediglich jedem freigestellt sein, sich dem zu entziehen oder anzuschließen.
[/quote]


Ich glaube, das mit dem Islam ist nicht so einfach.

Zum Beispiel gibt es immer noch das Prinzip der Gegenseitigkeit. Obwohl ja Jesus etwas anderes gepredigt haben soll, ist das ein Prinzip, nach dem (in abgemildeter Form) Politik eben funktioniert.

Konkret auf den Islam bezogen heißt das: In vielen muslimisch orientierten Ländern werden andere Glaubensrichtungen (sei es das Jüdische oder das Christliche) auf das Heftigste unterdrückt. Die Frage ist nun berechtigt, ob wir hier - im Westen - nicht doch in irgendeiner Form auf diese Unterdrückung antworten sollen. Eine Möglichkeit darauf zu antworten wäre, sich dem Islam gegenüber zumindest kritisch zu verhalten. Das ganze erinnert mich irgendwie an die Forderung der Amerikaner nach einer einseitigen Abrüstung der Sowjetunion während der Zeit des kalten Krieges. Angenommen, wir hier tolerieren alles Muslimische uneingeschränkt, aber die Islam-Staaten tolerieren unsere Religion keineswegs, würde meiner Meinung nach ein fatales Ungleichgewicht entstehen.

In gewisser Weise stufe ich hier das Prinzip der Gegenseitigkeit höher ein als die Werte der modernen westlichen Zivilisation, wie Demokratie und Meinungsfreiheit, die ja weitgehend [1] in unserer Verfassung verankert sind. Es geht hier aber mit der plakativen "Bedrohung Islam" nicht um etwas akademisches - es geht um das Eingemachte, um die harte Realität, letztendlich um das Überleben der westlichen Zivilisation mit ebendiesen Werten.


[1] Auch hier gibt es Einschränkungen.: Man darf bspw. den Holocaust nicht leugnen (Einschränkung der Meinungsfreiheit) und es gibt in Dtl. nur sehr wenige Instrumente der Basisdemokratie.
Demon17[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Hat nix mit Manipulieren zu tun, wenn du beide Seiten
mal vor Augen nimmst, dann is es halt so.

Da nützt auch nix, sich ein Feindbild einzureden damit
man immer ne Argumentation hat, um da draufzuhauen...

[/B][/QUOTE]

Das ist Quatsch Goat, wir habern es mit verschiedenen Weltbildern zu tun, die durch unterschiedliche Gesellschaftssysteme geprägt sind. Die Zwänge sind im Westen sehr viel sublimer, die individuelle Freiheit sehr viel größer. Das die Toleranz des Islam eine Lüge ist, sieht man schon am Missionsverbot, das in fast allen islamischen (nicht islamistischen) Staaten gilt. Die Rhetorik ist nicht das entscheidende Kriterium, das entscheidende Kriterium ist das Ausmaß an individueller Freiheit, das in einer Gesellschaft möglich ist, ohne das diese in Gewalt und Chaos versinkt. Das Maß aller Dinge ist nun mal der Mensch und nicht ein Gott. Es geht nicht um Feindbilder Goat, es geht um Menschenrechte.

Es geht um die Trennung von Staat und Religion und im die Freiheit der Eliten in den wichtigsten Bereichen der Gesellschaft wie Wissenschaft, Wirtschaft, Recht, Politik, Gesundheit, Kunst etc. um sich auschließlich nach ihren fachlichen Kriterien richten zu können. Es geht darum, das diese Eliten sich ohne einseitige Dominanz (z.B. eines gottgewollten Religiöspolitischen Systems) gegenseitig Limitieren müssen, denn die Ressourcen sind nun einmal begrenzt. Es geht darum das je nach Problemlage mal die eine Seite mal die andere Seite dominieren kann. Es geht also um eine hochkomplexe Form der sozialen Organisation, deren Dynamik keine ewigen Wahrheiten und keine Orthodoxie verträgt.
Für die deshalb Religion zu einer völlig unverbindlichen Privatsache einer Minderheit geworden ist, die diese aus psychologischen Gründen braucht.

Es geht darum, das im Islam zur Zeit ein allgemeinverbindliches Gegenkonzept formuliert wird... dessen Verbindlichkeit in weiten Teilen islamischer Nationen teilweise mit brutalen Mitteln durchgesetzt wird. Es geht darum, die Zwänge mit friedlichen Mitteln zu verringern und die Menschen ihre eigenen Entscheidungen treffen zu lassen.
Goat93Demon:

Deine Ausführung ist richtig, nur was bringt es dabei
einen anderen als das "urböse" jetzt hinzustellen und
nach Möglichkeit diesem zu Schaden?

Wenn wir wirklich so Tolerant wären, dann würden wir
die religiöse Ausuferung solange tolerieren bis sie
in diesem Land zu Verbrechen ausartet, dann hat man
Handlungsbedarf.

Zur Zeit wird aber das Religöse als Verbrechen dargestellt,
nicht die Handlungsweise. Das Prinzip ist immer wieder-
kehrend. Die Nazis haben das beim Jüdischen gemacht,
unsere Regierung hat es bei den Nazis gemacht und nun
gemeinsam auf den Islamisten.

Darum geht es mir, das Handlungsbedarf besteht ist schon
richtig, nur sind nicht wir es die Handeln müßen, sondern
die Leute selbst. Die Leute sind für sich selbst verantwortlich
und wenn sie sich solch eine Welt aufbauen, dann sollen
sie es tun. Sie müßen nur in ihrer Welt damit bleiben ;)
Demon17Das problem ist, das wir bei Verbrechen wegschauen, in dem Bewußtsein, das die Gefahr besteht das dann wieder die gesamte Glaubensgemeinschaft verfolgt wird. Je länger wir aber wegschauen, desdo größer wird der Handlungsbedarf. Was meinst Du was passiert wenn so ein Bombenattentat wie das der beiden Libanesen auf die Bahn klappt? Och denke das Prävention notwendig ist. Ich denke es ist notwendig das in diesem Land die gleichen Gesetze für alle gelten.
ApexIch habe eigentlich nicht das Gefühl, dass Verbrechen ignoriert werden. Viele islamische Organisationen (also solche die verdächtig sind) werden vom Verfassungsschutz und der Polizei überwacht und "normale" Verbrechen werden genauso bestraft wie alle anderen auch.
Goat93[QUOTE]Ich habe eigentlich nicht das Gefühl, dass Verbrechen ignoriert werden[/QUOTE]
Doch, leider, aber in anderen Richtungen/Bahnen :confused:
SenecaEs gibt da schon einige Sonderbehandlungen spezieller Ethnien...das geht vom Eherecht über das tolerieren von Kleindiebstählen bis hin zurm Tierschutz...

Es gibt genug Volks- dn Religionsgruppen den hier heimatrecht eingeräumt wird...für die gleiche "OWis und Vergehen" kommst du als bundesdeutscher mit hugenottisch, polnischen Vorfahren vor den Kadi.
Demon17[QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i]
[B]Ich habe eigentlich nicht das Gefühl, dass Verbrechen ignoriert werden. Viele islamische Organisationen (also solche die verdächtig sind) werden vom Verfassungsschutz und der Polizei überwacht und "normale" Verbrechen werden genauso bestraft wie alle anderen auch. [/B][/QUOTE] Sicher hat sich seit dem Anschlag auf das WTC etwas geändert. Nur wären Pfarrer, die jahrelang zuvor zu Morden aufgerufen hätten mit Sicherheit bestraft worden. Das Problem bei der multikulturellen Gesellschaft ist, das der Staat, die Polizei noch weitgehend monokulturell ist und vieles gar nicht wahrnimmt und völlig neue Phänomene auftauchen, die der juristischen Klärung bedürfen. Bei Zwangsehen z.B. wird eindeutig mit zweierlei Maß gemessen.
Horla[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]
Eine gepredigte Lebenseinstellung, die Frieden, Toleranz, die Begierde nach Wissen und Lernen und Fortschritt fordert. Die Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit beinhaltet und die relativ pragmatisch ist in Sachen "lebe Dein Leben gut, lass es Dir gut gehen, arbeite und verdiene daran, genieße die schönen Dinge des Lebens mit den Deinen - aber schade niemand Anderem
[/B][/QUOTE]

Einen Islam wie du ihn dir zusammenphantasierst gibt es nicht und hat es nie gegeben.
Dyspenthes[QUOTE][i]Original geschrieben von Horla [/i]
[B]Einen Islam wie du ihn dir zusammenphantasierst gibt es nicht und hat es nie gegeben. [/B][/QUOTE]

Ähm, Saladin zum Beispiel???
OdessaHorla, bevor Du solche persönlich-diskreditierenden Unterstellungen über "meinen" Islam postest, solltest Du Dich besser informieren. Z. B. den Koran lesen oder Geschichtsbücher. Die bestätigen das nämlich. Oder frag einfach mal einen der zigtausend Moslems die "normal" und friedlich leben, auch in Wien.

"Habe die Ehre" rüber nach Rotweiss,
Odessa, Moslem


edit: Dyspenthes, danke - und das war nur einer von Vielen;-)
Goat93Ist das gleiche Problem wie mit dem Christentum, die
eigentlichen vermittelten Werte werden durch Handlungen
und Nachgetragenem verzerrt und als Allgemein vermittelt
Horla[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Horla, bevor Du solche persönlich-diskreditierenden Unterstellungen über "meinen" Islam postest, solltest Du Dich besser informieren. Z. B. den Koran lesen [/B][/QUOTE]
Schatz, ich habe den Koran gelesen, in verschiedenen Variationen, und auch in der unzensurierten Version. Die deutschen Übersetzungen von heute sind aus politischen Gründen auf streichelweich getrimmt. Besorg dir eine Koran-Übersetzung von vor 1945, am besten aus einem amerikanischen Verlag. Damals gab es keine politisch motivierte Schönfärberei. Da werden dir die Augen aufgehen.

Im Übrigen solltest gerade du als Frau etwas mehr darauf achten, was scheinheilige Priester versprechen und was in der Welt tatsächlich geschieht. In einer islamisch regierten Gesellschaft hättest du als Mädchen äußerst wenig zu lachen.
OdessaSchnuffi *g*, das brauchst Du mir nicht zu sagen - ich schreibe und schrieb hier des Öfteren, daß verlogene und traditionalistisch eingestellte Typen den Islam benutzen dafür, ihre armseligen Frauenunterdrückungs-Modelle zu verbreiten. Und genau deswegen lebe ich als - übrigens bald 43jhr. Mädel *g* - ganz gerne hier im freien Deutschland, wo ich mich diesen Mullahs nicht beugen muß. Stimme Dir dahingehend also zu - aber trotzdem, glaub mir: ich erleb(t)e meinen Islam in meinem familiären Umfeld so, daß es ein guter Islam war und ich als Frau keine Unterdrückung erfuhr, ganz im Gegenteil. Und den Koran zu übersetzen ist eigentlich verboten, weil man Übertragungs- und "Auslegungsfehler" (kulturell/sprachlich bedingte) eben genau vermeiden wollte.

Es gibt einige Übersetzungen mittlerweile die genehmigt wurden, aber auch da ist das Problem das übliche: aus dem Arabischen etwas in "Deutsch" oder "Englisch" zu transportieren, was im Arabischen als Symbol oder Gleichnis zu verstehen ist/war. Nehmen wir nur das mit der Verschleierung: es ist im ganzen Koran nicht die Rede davon, daß die Frau ihr Gesicht verschleiern müsse - es ist die Rede davon, daß sie "ihre Reize" verhüllen solle. Das ist so deutungs-dehnbar wie nur irgendwas. Für mich heißt es, und das sehen genug Moslems genauso: ich laufe nicht nackt durch die Straßen. Machen üblicherweise auch Nicht-Moslems nicht;-).
ApexIch glaube, wenn hier jemand besser über den Islam bescheid weiß als wir alle zusammen, dann die liebe Odessa. Von daher würde ich ihre Worte in dieser Diskussion etwas ernster nehmen. Btw. braucht Odessa wohl keine deutsche oder englische Übersetzung des Korans...

[QUOTE]In einer islamisch regierten Gesellschaft hättest du als Mädchen äußerst wenig zu lachen.[/QUOTE]

Und wenn die islamische Gesellschaft nun alevitisch oder drusisch wäre...?
Horla[QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i]
[B]
Und wenn die islamische Gesellschaft nun alevitisch oder drusisch wäre...? [/B][/QUOTE]
Och, das überlasse ich ganz dir... ich für meinen Teil lebe lieber in einer westlichen Gesellschaft wo jeder selbst bestimmen kann ob er Religion braucht oder nicht. :)
Horla[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Schnuffi *g*, das brauchst Du mir nicht zu sagen - ich schreibe und schrieb hier des Öfteren, daß verlogene und traditionalistisch eingestellte Typen den Islam benutzen dafür, ihre armseligen Frauenunterdrückungs-Modelle zu verbreiten. Und genau deswegen lebe ich als - übrigens bald 43jhr. Mädel *g* - ganz gerne hier im freien Deutschland, wo ich mich diesen Mullahs nicht beugen muß.[/B][/QUOTE]

Finde ich absolut cool !

Dein Schnuffi *g*
Demon17Nun, in diesem Thread geht es ja um den Islamismus, d.h. in um die Auslegung des Korans, die Djihad als bewaffneten Kampf gegen Ungläubige versteht, bis hin zum Anschlag auf das WTC. Die den Begriff Märtyrer, im Gegensatz zur friedlichen christlichen Definition , mit Selbsmordattentäter übersetzt und die Sharia fordert. Also Strafen wie Amputation oder Steinigung wieder einführt. (Afghanistan, Iran, Somalia usw.) Ich denke es ist klar, das es auch einen modernen aufgeklärten Islam gibt, der durchaus nicht im Widerspruch zu den Menschenrechten steht.

Doch es gibt, im Gegensatz zum Christentum, keine zentrale Instanz, die festlegt was islamisch ist und was nicht. Hassprediger haben theologisch gesehen genauso das recht den Islam auszulegen wie friedliche Mystiker, oder aufgeklärte Denker.

Besorgniserregend ist jedoch, wenn der atavistische Islamismus in Europa Fuss fast und unter dem Vorwand der Religionsfreiheit geduldet wird. Denn die Freiheit zur Religion beinhaltet auch immer die Freiheit von der Religion, spätestens ab dem 18. Lebensjahr.

Besorgniserregend ist weiterhin, das dieser Islamismus die Demokratisierung der Staaten im Nahern Osten und Nordafrika verhindert. Etwa weil Journalisten und andere fortschrittliche, freiheitsorientierte Menschen in großen Mengen umgebracht werden, wie in Algerien, oder Attentate auf Touristen nur durch einen Polizeistaat verhindert werden können, wie in Ägypten.

Mit pauschalen Aussagen, der Islam ist so oder so, kann man der 1 Milliarde Menschen nicht gerecht werden, die an diese Religion glauben. Die Tendenz hin zum repressiven Islam mit einem atavistischen Moral- und Ehrenkodex (Ehrenmorde, Selbstmordattentäter) ist in der UMMA deutlich erkennbar, auch wenn es sich nach wie vor bei den Islamisten um eine radikale Minderheit handelt.

never surrender

demon17
Goat93Demon toller Post :)

Aber im Christentum gibt es auch keine Zentrale
Instanz, durch so einer versuchten Instanz
bildeten sich gerade Splittergruppen die
jewils das Christentum versuchten komplett
darzustellen (also nicht im Bewußtsein einer
Splittergruppe)

Odessa:

Jede Religion beinhaltet Schranken, verbote und
abneigungen/anfeindungen, darauf baut jede
Religion auf, denn dadurch kann man sich erst
mit der Religion identifizieren, was sonst bei den
Menschen in einer großeren Menge nicht möglich
ist.
Den Umkehrschluß haben wir in der Goth Szene, jeder
versucht alles andere zu tolerieren und die Szene
löst sich dadurch langsam auf, das passiert auch mit
Religionen oder mit Politischen Vereinigungen oder
allem anderen, was versucht sich von anderen
abzusetzen und was eigenes zu erstellen.

Je nachdem, wie die Religion ausgearbeitet ist,
z.B ist der Buddhismus als eigentliche Nicht-
Religion teilweise recht fortschrittlich, bekommt
man das mehr oder minder zu spüren. Schlimmer
noch durch Splitterfraktionen die auch mal die
ganze Religion übernehmen und dann auch darstellen
können, wie z.B im Christentum.

Der Islam beeinhaltet auch gewisse Beschränkungen
und Verbote, es kommt nur darauf an, wie diese
wirken und umgesetzt werden

;)

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