German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 
  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Das Phänomen Sachsen
ZZ BeavisIch konte gestern Abend ein interessantes gespräch führen.
Ich unterhielt mich mit einem Nazionalsozialisten kurz Nazi.
Wir beleidigten uns machten unsere Witze wie zum beispiel:
"Ich hab gehört ihr Punks kackt auf die Straße"als antwort bekam er "Damit ihr spinner was zu essen habt."
Auf jedenfall ging das ganze "feundschaftlich" hin und her als ich ihn fragte ob er NPD oder DVU wählte?
Als antwort bekam ich "NEIN!!! Das sind doch pfeifen ich kenne keinen der die wählt".
Das Erstaunte mich...als ich meine fragen aus baute wurde aus dem gespräch klar das viele in Sachsen aus der Normale Bevölkerung NPD und ähnlich wählten.
Doch was ist die erklärung das viele "Normalos" die "Nationalen" wählen??
Was haltet ihr davon das es scheinbar soweit oder vielmehr so schlecht um die bevölkerung steht das die menschen bereit sind den größten Fehler der Deutschen geschichte zu wiederholen bereit sind?
Fehlt ihnen der IQ der gesunde Menschen verstand?
Was meint ihr woran es liegt das dort drüben soviel in die "falsche" richtung gewählt wird?
Sind die Nationalsozialisten wirklich eine Lösung?????
Desira[QUOTE]Sind die Nationalsozialisten wirklich eine Lösung?????[/QUOTE]
Natürlich nicht. Kein Programm, keine zukunftsorientierte Planung - nur Gegenangehen. Mehr, so unterstelle ich jetzt mal, ist die Partei doch nicht mehr. Und selbst wenn sie gewählt werden sollte...bei der nächsten Wahl dann ja garantiert nicht mehr. Ein bisschen mehr Natinalgedanke täte Deutschland in der Tat nicht schlecht - aber planungs- und ahnungslose Leute an der Regierung sind bestimmt keine Lösung.

[QUOTE]Was haltet ihr davon das es scheinbar soweit oder vielmehr so schlecht um die bevölkerung steht das die menschen bereit sind den größten Fehler der Deutschen geschichte zu wiederholen bereit sind?[/QUOTE]
Ich sehe keinen zweiten Hitler hier...
ZZ Beavis:)
Hitler war auch nicht sofort erkennbar;)

Diser National gedanke ist das gefährliche ein bisschen vieleicht und ZACK schon zuviel.
Und ahnungslos sind sie allerdings...aber auch ein Narr kann macht erhalten und dann????
Was mich beschäftigt ist warum diese leute vor allem in Sachsen
sie Wählen!!!
something_evil[QUOTE][i]Original geschrieben von ZZ Beavis [/i]
[B]Diser National gedanke ist das gefährliche ein bisschen vieleicht und ZACK schon zuviel.[/B][/QUOTE]

Aber ein bisschen mehr könnte ja wirklich nicht schaden. Ich komme mir selbst allein beim Gedanken "Ich bin stolz, eine Deutsche zu sein!" zu sagen schon komisch vor. Dabei bin ich ja nun schon die zweite Generation nach dem 2. Weltkrieg.
ZZ BeavisIch sehe darin die Gefahr das der eine sagt ich denke ein bisschen Nationalstolz kann nicht schlimm sein oder brauchen wir und dann geht dieser hin und macht ein kreuzchen....
Außerdem ist der Nationalstolz der Baustoff der Nationalsozialisten. Und nicht alle wissen das aus Nationalstolz hatt sich nur dreck entwickelt.
Rassismus zum beispiel.
Und außerdem was meinst du mit ein bisschen??
DesiraEben das man offen sagen kann: Ja, ich bin stolz drauf, Deutsche/r zu sein. Ich schäme mich nicht für mein Land und finde es schön. Ich steh zu meiner Kultur und den Politikern (im Großen und Ganzen).
Es soll natürlich nicht auf ein Drittes Reich II hinauslaufen. Aber Deutschland und die deutsche Nation einfach hochheben. Man muss sich nur mal den amerikanischen Patriotismus ansehen - so viel Sch*** und trotzdem noch Unterstützung. Vielleicht, weil's eine andere Kultur ist...
gekitsu[QUOTE][i]Original geschrieben von ZZ Beavis [/i]
[B]Hitler war auch nicht sofort erkennbar;)[/B][/QUOTE]
ich wuerde jemanden, der wegen seines auftretens und seiner furiosen reden in nullkommanix stadtgespraech war nicht gerade unauffaellig nennen ;)

[QUOTE][i]Original geschrieben von ZZ Beavis [/i]
[B]Diser National gedanke ist das gefährliche ein bisschen vieleicht und ZACK schon zuviel.[/B][/QUOTE]
dann aber auch analog: dieses sozialverhalten ist das gefaehrliche: ein kleines bisschen vielleicht und ZACK schon zuviel und man steckt mitten im sozialismus. :rolleyes:

mich bekraeftigt das eigentlich in meinen gedanken zum saechsischen wahlergebnis:
die haben stimmen mit einem sehr medienwirksamen protestprogramm gemacht. es war/ist zwar inhaltslos, aber jeder depp versteht, dass es "dagegen" ist. dieser ganze aufstand von wegen "ruck zum rechtsradikalismus" ist in meinen augen gegenstandsloser quatsch - zum groessten teil zumindest.
dass ernsthafte nationalsozialisten (nicht diese troublemaker-jugendlichen die in turnschuhen, baggypants und kahlrasiertem schaedel die stammdoenerbude von den russen freipruegeln) sich nicht mit diesen parteien abgeben ist mir auch relativ klar: zum einen duerften sie denen zu kompromissbereit sein (immerhin wollen diese parteien ja in unserer demokratie einen fuss auf den boden kriegen) und zu leer. wenn eine partei es noetig hat, einen volker apfel vor eine laufende kamera zu stellen, dann muss es wahrlich arm um sie bestellt sein.
das gerade macht ernsthafte nationalsozialisten aber gefaehrlich: sie werden wegen der offen dargestellten inkompetenz solcher aepfel unterschaetzt und kommen dann auch noch unter radar daher.

[QUOTE][i]Original geschrieben von ZZ Beavis [/i]
[B]Außerdem ist der Nationalstolz der Baustoff der Nationalsozialisten.[/B][/QUOTE]
aber nur, weil der gesunde nationalstolz in der politischen landschaft totgeschwiegen wird und es den rechtsextremen parteien erlaubt wird, damit auf billigen stimmenfang zu gehen. waere ein gesundes mass an nationalem stolz gang und gaebe, dann waere damit kein so ein aufhebens zu machen. so wie momentan mit diesem thema umgegangen wird treibt es besagten parteien nur waehler in die arme - unnoetigerweise.

[QUOTE][i]Original geschrieben von ZZ Beavis [/i]
[B]Und nicht alle wissen das aus Nationalstolz hatt sich nur dreck entwickelt.
Rassismus zum beispiel.[/B][/QUOTE]
das ist schwachsinn.
nationalstolz an sich ist eine aussage die lediglich die haltung zur eigenen heimat betrifft. selbst nationalismus (laut wikipedia das bestreben, unabhaengige staaten/autonomie zu erhalten - kontraer zum imperialismus) muss noch nicht mit einer niederen meinung ueber nachbarstaaten einher kommen - kann natuerlich, ist aber keine zwingende voraussetzung.
wie du von da auf rassismus - das wertende(!) unterteilen der menschheit nach "rassen" - kommen willst ist mir schleierhaft.

aber nur aus neugier: meinst du, die hoch gelobte franzoesische revolution hat sich aus etwas anderem entwickelt als nationalstolz? oder stauffenberg haette aus einem anderen grund ein attentat auf hitler veruebt?

desira: zustimmung. ich bin deutscher und habe einen ausserordentlichen gefallen an der mehrtausendjaehrigen geschichte und kultur deutschlands - und die lasse ich mir nicht von 13 jahren (noch dazu unter einem oesterreicher) kaputt machen.
in der tradition dieses landes zu stehen ist wahrhaft etwas, das mich mit stolz zu erfuellen vermag.
ZZ Beavis[QUOTE]ich wuerde jemanden, der wegen seines auftretens und seiner furiosen reden in nullkommanix stadtgespraech war nicht gerade unauffaellig nennen [/QUOTE]

In der öffentlichkeit stand er aber der macht wachstum (wo ich mich undeutlich ausdrückte) wurde nicht sofort erkannt zumindest nicht von der Regierung...

[QUOTE]dann aber auch analog: dieses sozialverhalten ist das gefaehrliche: ein kleines bisschen vielleicht und ZACK schon zuviel und man steckt mitten im sozialismus. [/QUOTE]

Extreme sind immer gefährlich das gebe ich auch zu...auch als Links Radikaler

[QUOTE]sich nicht mit diesen parteien abgeben ist mir auch relativ klar: zum einen duerften sie denen zu kompromissbereit sein[/QUOTE]

Warst du schon mal auf der homepage von denen????

[QUOTE]nationalstolz an sich ist eine aussage die lediglich die haltung zur eigenen heimat betrifft[/QUOTE]

Das was im Lexikon steht ist eine andere Welt.
Der Nazi an sich sagt das nichts über das Vaterland geht.
Das der Europäer akzeptiert wird unter der herrschaft seines Landes.
Das alles was auserhalb Europas liegt und nicht von den Europäern abstamt "Dreck" ist....seh es wie du willst aber das ist Rassismus.

[QUOTE]aber nur aus neugier: meinst du, die hoch gelobte franzoesische revolution hat sich aus etwas anderem entwickelt als nationalstolz? oder stauffenberg haette aus einem anderen grund ein attentat auf hitler veruebt?[/QUOTE]

Nein sicher Nationalstolz war ein Faktor.
Bei der Revulotion war HAUPTFAKTOR der Blick weniger Menschen für das Leid und die Ungerechtigkeit in der Welt das Anarchistische denken gegen die Königshäuser und ihre lakaien die Regierung an sich die Liebe zu den Mitmenschen meinet wegen zum eigenen Volk obwohl auch Russische Nihilisten dabei waren oder die Lust am Töten!;)
Wenn ich mal Bakunin Zitieren darf:
"Das Dasein der Gesetzlosen ist eine der ehrenwertesten Seiten des Lebens. Der Gesetzlose ist der einzige und wahre Revolutionär. Alle Gefühle der Freundschaft Verwandschaft,Liebe,Dankbarkeit und sogar Ehe müssen in ihm erstickt werden. Tag und Nacht muß und darf er nur einen Gedanken, ein Ziel haben:gnadenlose Zerstörung und die Ausrottung der Herrschenden mit allen Mitteln!
Bakunin
Männer wie er waren der Wahre grund für die Revulotion.
Nicht der Nationalstolz!

[QUOTE]Ich schäme mich nicht für mein Land und finde es schön. Ich steh zu meiner Kultur und den Politikern (im Großen und Ganzen).[/QUOTE]

Das was ihr Land nennt ist eine Region auf einem Planeten das durch Politische abkommen mit geistigen Linien Abgegrenzt wurde. VON MENSCHEN!
gekitsu[QUOTE][i]Original geschrieben von ZZ Beavis [/i]
[B]Warst du schon mal auf der homepage von denen????[/B][/QUOTE]

ja. ich habe mich sogar schon mit parteimitgliedern unterhalten! (*schluck*)
ne, im ernst: die wollen mittlerweile genauso wie die pds ihre ideale massentauglich machen und sich anbiedern. einem "echten" ist das nicht genug. insbesondere wenn die anbiederung derart amateurhaft von statten geht wie bei reps, npd und konsorten.

[QUOTE][i]Original geschrieben von ZZ Beavis [/i]
[B]Das was im Lexikon steht ist eine andere Welt.
Der Nazi an sich sagt das nichts über das Vaterland geht.
Das der Europäer akzeptiert wird unter der herrschaft seines Landes.
Das alles was auserhalb Europas liegt und nicht von den Europäern abstamt "Dreck" ist....seh es wie du willst aber das ist Rassismus.[/B][/QUOTE]
nein. rassismus ist explizit eine wertende auftrennung der menschheit nach dem rassenbegriff. passende ueberbegriffe sind asiatisch, kaukasisch, negroid etcetera... nichts was (heutzutage) was mit nationalitaet zu tun hat.

und so leid es mir tut, was im lexikon steht sind die definitionen dafuer, was mit einem bestimmten begriff gemeint ist. das mit einer anderen welt abtun und zum feindbild degradierte begriffe auf missstaende die dir nicht passen auszuweiten ist nicht gerade etwas, was deiner sache dienlich ist.

[QUOTE][i]Original geschrieben von ZZ Beavis [/i]
[B]Das was ihr Land nennt ist eine Region auf einem Planeten das durch Politische abkommen mit geistigen Linien Abgegrenzt wurde. VON MENSCHEN![/B][/QUOTE]
hat irgendwer behauptet, dass dies von gott oder weissdergeierwoher kommen muss?
mir gefaellt, was deutschland ausmacht, ich lebe gerne hier und mir gefaellt mein heimatland - und das trotz dass ich mit vielem was ausserhalb liegt stark sympathisiere.
ZZ BeavisAuch mir gefällt dieses "Land"(in der richtigen Jahreszeit)
Und nein ich glaube nicht an Gott.

[QUOTE]was deiner sache dienlich ist.[/QUOTE]

Bevor meine Sache der gleichheit beendet ist müssen die die dieser Sache der Gleicheit im weg stehen und das nicht akzeptieren können aus dem Weg gereumt werden;)

[QUOTE]die wollen mittlerweile genauso wie die pds ihre ideale massentauglich machen[/QUOTE]

Mittel zum Zweck:D

[QUOTE]was im lexikon steht sind die definitionen dafuer, was mit einem bestimmten begriff gemeint ist.[/QUOTE]

Du hast recht.Defenition aber nicht wie es gelebt wird.
Oder steht im Lexikon drin wie Punk,Gothic, oder S.H.A.R.P.s
gelebt wird?
NapoleonMich wundert das ganze nicht. Es ist eben das typische Verhalten der Deutschen. Iregndwas läuft nicht wie es soll, man kann sich plötzlich nicht mehr auf seinem fetten Arsch ausruhen und so vor sich hinleben wie einst. Tja, dann muss eben ein Schuldiger her, so könnten es zum Beispiel die Ausländer sein. Zu Hitler's Zeiten warens halt die Juden. Anstatt den Fehler bei sich selbst und beim System zu suchen wird alles mal schön auf die anderen geschoben.
BlackadderWenn tatsächlich DIE Deutschen so denken, dann wäre das Ergebnis wohl definitv deutlicher zu Gunsten der Rechten Fraktion ausgefallen. Der mediale Aufstand gegen die Wahlergebnisse und viele differenzierte Betrachtungen und Distanzierungen einer Mehrheit der Bevölkerung sprechen gegen dieses Bild.
Es hilft nichts, Vorurteile mit einem weiteren Vorurteil bekämpfen zu wollen. DIE Deutschen kenne ich genausowenig wie DIE Türken/Russen/Chinesen/Moslems/Postboten.......(wahlweise fortführen).

Beste Wünsche,

BLACKADDER
NapoleonDie Ergebnisse der Rechten sind nur deshalb nicht noch eher zu ihren Gunsten ausgefallen weil die Deutschen Angst haben das wieder die Nazis an der Macht sein könnten und es wieder Krieg gibt. Ich sehe nicht aus wie ein Ausländer und ich rede auch nicht wie einer, deshalb bekomme ich immer wieder mit wie schön die Deutschen lästern über Ausländer und das die ja nur Schaden bringen und so. Immer wieder. Komm mir also nicht damit das es ja nicht "DIE Deutschen" sind. Klar sind nicht alle so, aber doch sehr, sehr viele.
BlackadderDieses Phänomen wirst du überall und in jedem Land finden. Das hat nichts mit "typisch Deutsch" zu tun. Auch "DIE Ausländer" lästern gerne über Deutsche, ich kann aber von diesen nicht auf die ganze Nation schliessen.
Das Erstarken der Rechten im Osten ist erschreckend, aber nicht durch die Nationalität der Deutschen zu erklären.

Beste Wünsche,

BLACKADDER
Gr. Gaulichtervielleicht war dein diskussionspartner einer mit einem höheren iq. aber nun gleich darauf zu schließen, dass auch der rest der brownies nicht NPD/DVU gewählt haben, finde ich gewagt. und außerdem zerstört es mein weltbild vom ghetto-nazi. ;)

gg.grüße
ZZ Beavis@ Graulichter

Er sprach auch von seinem bekannten kreiß und das ist die halbe Nazi szene Hessen.;)
Also wundert mich das schon.

@Blackadder

Das stimmt das gibt es überall.
Daran kann es nicht liegen.

@Napoleon

Ich hörte mal wie ein zwei alte sich unterhielten und meinten
"Deutschland bräuchte mal wieder jemanden der es wieder hochbringt!"
Und leider ist das was die da sagten auf eine verrückte art und weise richtig!
Aber bitte keinen zweiten Hitler oder Ausländer Jäger!
Doch manche denken anders und wählen einen "Ausländer Jäger"
einen "zweiten Hitler"

Was mich zum grübeln bringt ist wenn die Situation SOOOO schlecht ist...warum hab ich das noch nicht gemerkt und warum bekam die NPD so viel stimmen nur in Sachsen und nicht in ganz Deutschland was läuft schief da drüben????
Mondsilbertaufe[QUOTE]Was mich zum grübeln bringt ist wenn die Situation SOOOO schlecht ist...warum hab ich das noch nicht gemerkt und warum bekam die NPD so viel stimmen nur in Sachsen und nicht in ganz Deutschland was läuft schief da drüben????[/QUOTE]
Das liegt auf der Hand. Die Leute sind frustriert.
Ich bezweifle, dass sich die Menschen mit der Ideologie auseinander gesetzt haben.
Man muss sich in sie hineinversetzen, um nachzuvollziehen, warum sie Protest wählen.
Hat alles nach der Wende begonnen. Betriebe wurden geschlossen, weil sie wirtschaftlich nicht tragbar waren. Tausende wurden arbeitslos und sind es heute noch. Dazu kommt, dass viele untertariflich bezahlt werden. Auch heute noch.
Viele Jüngere verkrümeln sich gen Westen.
Zeitgleich wurden auf einmal Asylantenheime hochgezogen, in einem Land, in dem es früher kaum Ausländer gab. Und die bekommen dann auch noch Vollverpflegung.
War vielleicht ein bisschen viel auf einmal für den einen oder anderen.
Und dann bleibt zu beachten, dass viele in der DDR Nationalstolz hatten und dieser auch erwünscht war. Somit sind die Leute im Osten nicht ganz so "weichgespült", was die Liebe zum Vaterland angeht. Sie gehen einfach ungehemmter mit dem Thema um.
BlackadderGenau so sehe ich das auch.
Hinzu kommt, vielleicht, das in der ehemaligen DDR die Aufklärungskampagnen "Gegen Rechts" nicht so aktiv betrieben wurde wie noch "bei uns", nach der Wende flaute das Interesse an dem Thema merklich ab und so fand bei vielen Bürgern dort gar nicht die exzessive Auseinandersetzung mit diesen Parteien statt, so dass diese dort auf eine eher unbefangenere Klientel stießen und sich aufgrund der dortigen Modelle quasi "neu" erfinden konnten, indem sie die Wiedervereinigungsängste der Leute schürten, so wie sie jetzt populistisch die Angst vor Hartz IV ausnutzen.
Hinzu kommt der enorme Vertrauensverlust, den die Politik generell hinnehmen muss, die Menschen, die man so hört sehen SPD und CDU als zwei fast identische Übel an und wollen "etwas anderes" wählen, eben die PDS oder DVU/NPD-Parteien...bei den meisten ist die Motivation nicht ideologisch zu suchen, sondern, meiner Meinung nach, im gesellschaftlichen Kontext. "Dem" Osten geht es wirtschaftlich noch wesentlich schlechter als "dem" Westen und die Leute haben Angst. Im Prinzip müsste man die ganzen 15 Jahre Wende nochmal neu beginnen und von vorne anfangen...

Beste Wünsche,

BLACKADDER
Skeptiker[QUOTE]Sind die Nationalsozialisten wirklich eine Lösung?????[/QUOTE]

Sind die übrigen Parteien eine Lösung...?...und ach ja...Lösung wofür eigentlich??? :rolleyes:

[QUOTE]Und selbst wenn sie gewählt werden sollte...bei der nächsten Wahl dann ja garantiert nicht mehr.[/QUOTE]

Dachte die DVU hätte gerade das Gegentzeil bewiesen...?!

[QUOTE]Und nicht alle wissen das aus Nationalstolz hatt sich nur dreck entwickelt. Rassismus zum beispiel.[/QUOTE]

Die Zusammenhänge schilderst Du mir bitte mal ganz genau!

[QUOTE]Der Nazi an sich sagt das nichts über das Vaterland geht. Das der Europäer akzeptiert wird unter der herrschaft seines Landes. Das alles was auserhalb Europas liegt und nicht von den Europäern abstamt "Dreck" ist....seh es wie du willst aber das ist Rassismus.[/QUOTE]

Kannst Du mir bitte mal diesen Herren "Nazi an sich" vorstellen? Und dann bitte auch den Tyxpen der "Die Zecken" und vor allem "Die Türken" heißt...! :D

[QUOTE]Alle Gefühle der Freundschaft Verwandschaft,Liebe,Dankbarkeit und sogar Ehe müssen in ihm erstickt werden. Tag und Nacht muß und darf er nur einen Gedanken, ein Ziel haben:gnadenlose Zerstörung und die Ausrottung der Herrschenden mit allen Mitteln! Männer wie er waren der Wahre grund für die Revulotion[/QUOTE]

Wirklich sehr erstrebenswert...!

[QUOTE]Bevor meine Sache der gleichheit beendet ist müssen die die dieser Sache der Gleicheit im weg stehen und das nicht akzeptieren können aus dem Weg gereumt werden[/QUOTE]

Nun ich hoffe für Dich das nie einer mit Dir danach verfährt.

[QUOTE]Anstatt den Fehler bei sich selbst und beim System zu suchen...[/QUOTE]

Hmm ist es nicht eine Fehlersuche beim system, wenn man anfängt andere Parteien zu wählen von denen man meint sie können es besser?

[QUOTE]Ich sehe nicht aus wie ein Ausländer und ich rede auch nicht wie einer, deshalb bekomme ich immer wieder mit wie schön die Deutschen lästern über Ausländer und das die ja nur Schaden bringen und so. Immer wieder. Komm mir also nicht damit das es ja nicht "DIE Deutschen" sind. Klar sind nicht alle so, aber doch sehr, sehr viele.[/QUOTE]

Fühlst Du Dich unwohl in Deutschland?
DarketHach nein, der Skeptiker liest immernoch mit und wenn ihn was stört postet er sogar....tststs
Und immernoch die gleiche Schreibe, wie sie bei jedem mit dieser politischen Gesinnung anzutreffen ist, jeden Satz nehmen, einen kurzen Kommentar drunter und fertig ist der Beitrag lächerlich gemacht ohne auch nur den Hauch von konstruktiver Kritik vorgebracht zu haben. Ich weiß schon warum ich jedes Interesse an einer Debatte mit NPDlern&co verloren habe....sie bringen mich nicht weiter, diskutieren ist nicht möglich.
LostGhostDie hier stattfindende Diskussion ist schon im Ansatz verfehlt. Alle an Wahlen in Deutschland teilnehmenden Parteien sind Teil des demokratischen Systems des Landes und jeder Bürger hat das Recht, eine der zur Wahl stehenden Parteien mit seiner Stimme zu unterstützen. Die hier von einigen vorgetragene Position, jeden Wähler eines bestimmten Partei oder eines politischen Grundausrichtung als dumm oder rassistisch darzustellen, ist an dummer, anmaßender Arroganz nicht zu überbieten. Wir haben, daß ist der Grundgedanke der Demokratie, jedes Wahlergebnis als Ausdruck des Willens der Bürger zu akzeptieren. Sollten wir nur demokratische Ergebnisse hinnehmen wollen, die mit der eigenen Überzeugung übereinstimmen, so darf man das getrost Diktatur nennen. Ob eine solche Diktatur von rechts oder links kommt, ist dabei völlig irrelevant. Das Ergebnis ist in beiden Fällen die Abschaffung der Menschenrechte und die Gleichschaltung aller Menschen. Das haben genügend Beispiele in der Geschichte gezeigt, aber noch deutlicher wird das in den offenen Statements der Anhänger dieser Ideologien.

Wie schreibt ZZ Beavis hier in seiner Signatur: „Wir stehen zu unserer Geschichte. Die RAF war der revolutionäre Versuch einer Minderheit, entgegen der Tendenz dieser Gesellschaft, zur Umwälzung der kapitalistischen Verhältnisse beizutragen. Wir sind froh, Teil dieses Versuchs gewesen zu sein.“ Soweit der Spruch der RAF, den hier keiner störend empfand. Das diese Leute hiermit ihre Morde als rechtens darstellen stößt keinem auf.

Hätte die Signatur geheißen: „Wir stehen zu unserer Geschichte. Die NSDAP war der revolutionäre Versuch einer Minderheit, entgegen der Tendenz dieser Gesellschaft, zur Umwälzung der jüdischen Verhältnisse beizutragen. Wir sind froh, Teil dieses Versuchs gewesen zu sein.“, so wäre der User sofort gesperrt und gelöscht worden. Aber wo liegt der Unterschied? Eigentlich nur darin, daß bei der Anzahl der Morde die NSDAP deutlich vorn liegt, aber moralisch ist ein Mord so schlimm wie der andere. Es gibt keine Rechtfertigung für das Töten eines anderen Menschen und eine politische Rechtfertigung ist gleich völlig undenkbar. Extremisten sind Mörder oder zumindest potentielle Mörder und sei es nur, weil sie durch ihre politischen Auffassungen ihre stille Duldung totalitärer Regime signalisieren. Wer sich hier den Luxus erlaubt und bei Extremisten rechts und links differenziert, sucht sich als Lamm nur den lieberen Metzger aus!

Ganz grundsätzlich gibt es Nachkriegsdeutschland aus der Historie heraus eine klare Negierung eines rechten Parteienspektrums. Damit liegt Deutschlands politische Mitte irgendwo zwischen der SOZIALDEMOKRATISCHEN SPD und der KONSERVATIVEN CDU. Rechts von der CDU existieren nur noch Parteien, die als extremistisch diffamiert werden und denen man grundsätzlich Weltmachtsphantasien und Rassismus vorwirft. Die gesamte deutsche politische Kultur ist von einem „Linksdrall“ gekennzeichnet, der wie oben beschrieben dazu führt, daß wir selbst Mord unterschiedlich wahrnehmen. Und aus dieser politischen Kultur heraus negieren wir hier auch die Existenz von Anhängern rechter Positionen, die trotzdem fest auf dem Boden der Demokratie stehen. Bei Linken ist das ganz normal, für Rechte undenkbar, denn dort befinden sich ja nur Extremisten und Idioten. Wir müssen in diesem Land begreifen, daß es sehr wohl auch verantwortungsbewußte Staatsbürger gibt, die sich rechts der politischen Mitte sehen!

Den Rest dieser Diskussion machen Pauschalierungen aus, die völlig unnachvollziehbar sind. Wie von anderen schon angemerkt, ist Nationalstolz nicht der Einstieg in ethnische Säuberung, sondern eine völlig normale Erscheinung. Und das Deutschlandlied fängt ja auch in der ersten Strophe mit „Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt“ an. Und dieses Lied stammt nicht aus dem dritten Reich! Und so wie uns bestimmt oft in Deutschland Nationalstolz fehlt, so fehlt uns in noch viel ausgeprägterem Maße Nationalbewußtsein. Sprache, Kultur und Geschichte werden viel zu sehr mißachtet. Und das ist in der Tat ein Phänomen aus Deutschland, denn andere Länder sind sich sehr wohl ihres kulturellen Erbes bewußt und pflegen es.

Es steht nicht schlimm um ein Volk, wenn es national wählen möchte, sondern wenn seine Bürger dafür diffamiert werden. Es steht schlimm um ein Volk, daß seine eigenen nationalen Gefühle als Indiz rechtsextremer Gesinnung und als Vorbote von Krieg und Vernichtung sieht.

gruß

-lg-
gekitsulostghost: diesen post sollte man an jeder groesseren hauswand anschreiben.
Move over KateIch denke auch, daß die Deutschen sich kritisch aber nicht einseitig mit ihrer Geschichte und ihrem Selbstverständnis auseinandersetzen sollten. Auch wenn ich seit Jahren Mitglied der SPD bin, halte ich die Patriotismusdebatte für absolut erforderlich. Allein schon vor dem Hintergrund, daß im Hinblick auf die Globalisierung und die Ausweitung supranationaler Einrichtungen (wie die EU) die Bedeutung des Nationalstaates (immerhin ein Konstrukt des 18. Jahrhunderts) immer weiter zurückgedrängt wird.

Was die Rechten angeht: Die Wahlen im Osten sind ein Zeichen dafür, daß sich ein Teil der Menschen dort mit dem Westsystem nicht identifiziert. Und daß ist normal, denn den Menschen fehlen zum Teil über 40 Jahre demokratische Sozialisation. Im Westen gab es in den 1960ern auch noch einen Rechtsruck, und die NPD ist in die Parlamente eingezogen...

Und schließlich: In vielen westlichen Demokratien (Frankreich, Italien...) sind 10 Prozent links und rechts von den gemäßigten Parteien normal. Von daher wünsche ich mir einen normalen und vor allem demokratischen Umgang - gerade mit den Nichtdemokraten. Dazu gehört auch, daß die öffentlich-rechtlichen Medienvertreter vor den NPD-Leuten nicht davon rennen wie die Kaninchen vor der Schlange...
LostGhost[QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i]
[B]...Was die Rechten angeht: Die Wahlen im Osten sind ein Zeichen dafür, daß sich ein Teil der Menschen dort mit dem Westsystem nicht identifiziert. Und daß ist normal, denn den Menschen fehlen zum Teil über 40 Jahre demokratische Sozialisation.... [/B][/QUOTE]

Danke Move over Kate,

genau das meinte ich!
Niemand kommt auf den Gedanken, daß sich einfach Wähler für Programme, Aussage oder auch Parolen entschieden haben. So wie das die Wähler von Grünen, SPD, CDU und F.D. P. auch tun oder glaubst Du, jeder SPD-Wähler hat das Programm gelesen? Nein, der kluge Wessi hat sofort erkennt, daß hier bei den armen Ossis eben „40 Jahre demokratische Sozialisation“ fehlen.

Am Besten wäre es, wenn man den dummen Leuten dort drüben beim Kreutzchenmachen auf dem Wahlzettel die Hand führt oder gleich ausgefüllte Wahlzettel verteilt und einwerfen läßt. Damit kommen wir im Osten gut zurecht, schließlich haben wir das alle vier Jahre in der Phase „40 Jahre fehlender demokratische Sozialisation“ betreiben dürfen.

Ist es Inhalt des demokratischen Gedanken, Menschen deren politischen Willen man nicht nachvollziehen kann, mit dem Stigma persönlicher Entwicklungsdefizite zu belegen? Und wer darf solche Defizite feststellen? Das SPD-Mitglied? Das klingt für mich sehr fundiert.

Es bleibt dabei, der politische Gegner ist einfach zu dumm die richtige Wahl zu erkennen. Sei es aus Gründen der historischen Entwicklung (Ossi) oder aus genetischen Ursachen (Jude, Slawe) oder aus moralischer Verderbtheit (Kapitalist). Es gibt einfach Menschen, die passen nicht in die Zeit und ihre Umgebung und der beste Weg ist es, sie umzuerziehen oder aus der Gesellschaft zu entfernen. Quintessenz: Der Ossi muß schleunigst seine fehlenden „40 Jahre demokratische Sozialisation“ nachholen, damit sich seine falsche demokratische Willensäußerung nicht wiederholt. Man könnte sie ja auch gleich in Arbeitslager stecken oder irgendwo hinschicken, z. B. zum Autobahnbau oder ähnliches. Es gibt weltweit eine ganze Reihe praktischer Erfahrungen mit der Umerziehung, man sollte mal bei den zuständigen Regierungen (Khmer Rouge, Sowjetunion, Nordkorea, Vietnam, Drittes Reich, u.s.w.) nachfragen. So formt man den rechten Demokraten, der immer das wählt, was man sich wünscht. In der Sowjetunion hieß das „der neue Mensch“, bei den Khmer Rouge „der alte Mensch“, aber letztlich ist es egal. Wichtig ist nur, daß die Gleichschaltung kommt, Etikette gehen beim ersten Regen erfahrungsgemäß sowieso ab!

gruß

-lg-
[i]letzter Demokrat?[/i]
Move over KateMoment, daß habe ich nicht als abwertend gegenüber den Menschen im Osten gemeint. Die Aussage war nicht normativ, sondern analytisch. Du nimmst an, daß ich "demokratische Sozialisation" als positiven Wert an sich auffasse. Für mich ist es allerdings nur ein analytischer Begriff aus der vegleichenden Politikwissenschaft. Von mir aus können wir auch "westdeutsche" Sozialisation nehmen. Oder ganz neutral "politische" Sozialisation.

Wenn Du deine ostdeutschen Emotionen kurz außen vor lassen würdest, könntest Du erkennen, daß ich deinen Beitrag zu 99% für korrekt halte. Gerade was den Umgang mit "Extremen" angeht.

Ich interpretiere den Wahlausgang im Osten nicht als Zeichen von Dummheit, sondern als Zeichen der Abgrenzung. Den Menschen dort wurde im Handstreich ein System aufgezwungen, an das sie überwiegend positive Erwartungen stellten, die bitter enttäuscht wurden. Dazu kommt dann noch, daß sich insbesondere die NPD in einen "nationalbolschewistischen" Kontext stellt und damit versucht, nationale und sozialistische Komponenten zu verbinden. Und gerade letzteres kommt gut an, wenn man Sozialismus an sich positiv assoziiert. Die Stimmen, die die PDS im Osten sammelt, basieren letztlich auf der selben Haltung. Die separate politische Kultur des Ostens ist normal im Hinblick auf die getrennte Entwicklung im Osten und im Westen. Also nochmal: Ich verurteile niemanden für seine Wahl. Mich interessiert nur der Hintergrund der Wahlentscheidung. Und die scheint mir - gerade wegen der zur Recht angesprochenen geringen inhaltlichen Auseinandersetzung mit Parteiprogrammen - nicht auf einem "Parteiendifferential" zu basieren, sondern eher auf negativen Empfindungen gegenüber den "etablierten" Parteien, die nach wie vor als Westimport aufgefasst werden. Letztlich wird man sich mit der Situation abfinden, die sich auf Dauer ohnehin relativieren wird. An die bayrische CSU haben sich die alten preußischen Provinzen auf dem Staatsgebiet der BR Deutschland auch gewöhnt... :D
LostGhost[QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i]
[B]...Du nimmst an, daß ich "demokratische Sozialisation" als positiven Wert an sich auffasse. Für mich ist es allerdings nur ein analytischer Begriff aus der vegleichenden Politikwissenschaft. Von mir aus können wir auch "westdeutsche" Sozialisation nehmen. Oder ganz neutral "politische" Sozialisation.... [/B][/QUOTE]
Ich denke schon, daß die demokratische Sozialisation sehr wohl ein positiver Wert ist, einfach weil ein Funktionieren der Demokratie ohne sie nicht möglich ist. Ich halte die These von der fehlenden demokratischen Sozialisation in der DDR auch für ausreichend zweifelhaft, denn weder theoretisch noch aus meiner praktischen Erfahrung kann ich bestätigen, daß demokratische Werte nicht oder nur unzureichend im Denken der Bürger in der ehemaligen DDR verankert war. Es gab eine Kluft zwischen dem Nominalzustand und der Realität, aber diese Kluft wurde sehr genau wahrgenommen.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i]
[B]...Dazu kommt dann noch, daß sich insbesondere die NPD in einen "nationalbolschewistischen" Kontext stellt und damit versucht, nationale und sozialistische Komponenten zu verbinden. Und gerade letzteres kommt gut an, wenn man Sozialismus an sich positiv assoziiert. Die Stimmen, die die PDS im Osten sammelt, basieren letztlich auf der selben Haltung.... [/B][/QUOTE]
Ich denke, im Zuge der immer wieder hochstilisierten Ostalgie werden die wahren Beweggründe und Emotionen verkannt. Es ist das alte Zusammengehörigkeitsgefühl, das die Ossis so vermissen, mitnichten aber der Sozialismus. Vielleicht kann man das ganz vage mit den alten Frontkämpfern aus dem 2. Weltkrieg vergleichen. Die erzählen auch viel und gerne von ihren Kriegserlebnissen, aber sie meinen eigentlich nur, daß die Kameradschaft und die besonderen Zeitumstände sie sehr beeindruckt haben, nicht das ihnen der Krieg Spaß gemacht hätte. Der Sozialismus war ein System, daß niemanden etwas bieten konnte, denn die Konsummenschen mußten mit unendlichen Mängeln klarkommen und die Freigeister mit geistiger Enge und Gleichschaltung. Nichts, was sich jemand zurückwünscht und somit kaum die Motivation, eine Partei zu wählen, welche auch immer. Eher sehe ich darin die Solidarisierung der Leute mit Parteien, die im Westen nicht gern gesehen sind, egal welcher politischen Couleur. Ein Attest der eigenen Individualität vielleicht.

Für die Zukunft kann man sich nur wünschen, daß sich auch rechts der CDU dauerhaft Parteien parlamentarisch etablieren, damit die politische Schieflage in Deutschland ein Ende hat und nationale Themen von ihrem Stigma des Nationalsozialistischen befreit werden. Dieser Zusammenhang wird jedoch stets übersehen, weil es zwischen rechts und rechtsextrem in der öffentlichen Wahrnehmung Deutschlands ein Gleichheitszeichen gibt. Nur wer auch eine politische Rechte zuläßt verhindert, daß jeder Rechte in die Arme der rechten Extremisten läuft.

gruß

-lg-
HeckeWer sagt bitte, dass DVU oder NPD den gleichen Fehler wie 1939-45 machen ? Sie machen es anders, aber keine gleichen Fehler.

Und ein Krieg wäre für mich undenkbar. Tschuldige, wenn ich es so sage, aber es wird nicht der Fall sein.
LostGhost@ Hecke

Hast Du wenigstens fünf Wörter aus diesem Thread gelesen oder brauchtest Du unbedingt ein weiteres Posting?

Woher nimmst Du Deine Weisheit, daß NPD und DVU einen nationalsozialistischen Staat errichten und einen Angriffskrieg führen wollen? Aus der BILD-Zeitung?

Bist Du auch der Meinung, daß die PDS den Stalinismus mit Massenverschleppung und Massenmorden wieder einführen will?

Du bist der lebende Beweis für jedes Wort, daß ich hier schrieb, In dem Sinne: [b]DANKE![/b] :rolleyes:

gruß

-lg-
Skeptiker@Darket
Deine Kritik trifft mich wirklich schwer und ich werde versuchen keinen Deiner Beiträge mehr ins Lächerliche zu ziehen...auch wenn es schwer wird! Ups...!

Ich dachte eigentlich nicht das es nötig wäre mich in jedem Thread zu wiederholen aber ich habe mich wohl geirrt. Also hier wieder meine Frage: Warum ist es für soviele angebliche Demokraten so schwer eine demokratische Willenerklärung (was anderes ist eine Wahl nicht) zu akzeptieren???

Die NPD ist eine zugelassene Partei und hat als solche das Recht zu Wahlen anzutreten. Es hat nciht geklappt sie verbieten zu lassenund nun versuchen einige Gestalten einfach dem Bürger die Wahl zu verbieten. DAS ist also das Demokratieverständis einiger Gutmenschen? DAS ist also der Aufstand der Anständigen? Ich bin beeindruckt. Erklärt mir dann nochmal jemand warum ich dieses System und Teile seiner treuen Diener nicht diktatorisch nennen darf/soll?

Warum scheuen sich die Medien so Holger apfel sprechen zu lassen, warum drehen sie ihm den Ton ab? Warum laufen etblierte Politiker weg? Warum....wenn es sich doch eh nur um einen Schwachsinnigen handelt den jeder normale Bürger durch pure Logik kaltstellen kann???

Alle reden davon wie wunderbar frei wir sind...naja wer sich nciht bewegt kann auch seine Ketten nicht spüren.
Glaubt hier wirklich jemand das meine Partei nur weil sie im säschischen und hoffentlich bald Nordrhein-Westfälischen Landtag sitzt eine Gefahr für diesen Staat darstellt? Ich bitte Euch, ich finde uns ja toll aber das...??? :D

Wenn wir einies Tages in den Reichstag einziehen, dann könnt Ihr Euch Sorgen machen, aber auch dann ist es wohl durch demokratische Willensbildung geschehen und jeder gute Demokrat muß dies dann hinnehmen oder er soll konsequent sein und sich auch jetzt schon als Demokratiefeind und Faschist outen. Weil nix anderes wäre er dann. Nur dann demokratisch und staatstreu zu sein wenn alles zur persönlichen Zufriedenheit läuft ist schlicht weg VERLOGEN und (mein lieber Darket) LÄCHERLICH!!!
LostGhost[QUOTE][i]Original geschrieben von TheRaven [/i]
[B]Abgesehen davon das ich [i]jegliche[/i] Gewaltanwendung für unmoralisch halte: die Intention macht den Unterschied. Bei der RAF traf es keine Unschuldigen, im 3. Reich schon. [/B][/QUOTE]
Das ist eine interessante , aber sicher moralisch, ethisch einwandfreie Sicht! Wer war eigentlich der Schuldige von den folgenden Personen und was haben sie getan, daß sie den Tod verdienten?

[b]Juni 1972,[/b] Frankfurt, ein US-Offizier,
Hauptquartier der US-Streitkräfte in Heidelberg, drei Tote,

[b]24. April 1975,[/b] deutsche Botschaft in Stockholm, Militärattaché Andreas von Mirbach und Botschaftsrat Heinz Hillegaart,

[b]7. April 1977,[/b] Karlsruhe, Generalbundesanwalt Siegfried Buback und dessen Fahrer,

[b]30. Juli 1977,[/b] Vorstandsprechers der Deutschen Bank, Jürgen Ponto,

[b]5. September 1977,[/b] Köln, Arbeitgeberverbandspräsident Hanns-Martin Schleyer, sein Fahrer und drei Polizisten,

[b]13. Oktober 1977,[/b] Aden, Flugkapitän Jürgen Schumann,

[b]Februar 1985,[/b] Gauting, Ernst Zimmermann,

[b]August 1985,[/b] Waldstück bei Wiesbaden, US-Soldat Edward Pimental,
Militärgelände des Rhein-Main-Flughafens, zwei Menschen,

[b]Juli 1986,[/b] München, der Siemens-Manager Karl Heinz Beckurts und sein Fahrer,

[b]Oktober 1986,[/b] Gerold von Braunmühl ,

[b]November 1989,[/b] Alfred Herrhausen,

[b]1991,[/b] Treuhandchef Detlev Karsten Rohwedder,

[b]Juni 1993,[/b] Bad-Kleinen, der Polizist Newrzella

Willst Du mir allen Ernstes erklären, die Ermordung all dieser Menschen war richtig, weil sie schuldig waren? All das Leid war akzeptabel, weil die RAF wußte, daß sie sterben mußten, Kinder Waisen und Frauen damit Witwen werden? Alles zu Recht?

Ich denke, es wäre wichtiger mit Dir über solche menschenverachtenden, grausamen Statements zu diskutieren, als den Wahlausgang in Sachsen zu thematisieren. Was hier als Befürchtung gegenüber der NPD und der DVU erwähnt wird, ist den Taten der RAF bereits vor langer Zeit deutsche Realität geworden und Teenager von heute glauben, daß Mord Teil eines „Widerstandskampfes gegen die Macht des Kapitals“ ist. Das sollte uns Angst machen!

Ich denke nicht, daß es für die Opfer eine Rolle spielte, ob es linke oder rechte Extremisten als Täter waren. Und wer solche Taten gutheißt und verklärt, sollte einmal genau darüber nachdenken, ob er am eigenen Leibe die Konsequenzen auch akzeptieren würde.

gruß

-lg-
LostGhost[QUOTE][i]Original geschrieben von TheRaven [/i]
[B]Also zumindest bei Schleyer ist es mit seiner Vergangenheit eindeutig. Die Verklärung dieses Mordes geschah erst später.
Was die Anderen angeht bin [b]ich[/b] nicht so firm aber vertraue auf meine Quellen ;) [/B][/QUOTE]

Ich fasse es nicht! Du redest von Mord und davon, daß die Täter schon richtig gehandelt haben, denn Du hast ja Deine Quellen! Ich denke, Dir fehlt der notwendig geistige Horizont um zu ermessen, daß es um MORD geht! Es werden Menschen getötet, weil andere das ganz von sich aus für richtig halten. Und Du unterstützt das! Liegt dem eine Ideologie zugrunde, die den Menschen oder das Morden in den Mittelpunkt stellt? Oder läßt sich das bei Dir einfach toll kombinieren? [b]„Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen. Und TheRaven entscheidet.“[/b]

Habe ich auch das Recht über andere zu urteilen oder darf das nur die RAF? Wäre es also akzeptabel, wenn ich Dich umbringe, weil ich meine Gründe habe? Ich könnte das ja als ideologisch notwendig verbrämen. Ich denke, mit Dir ist jede Diskussion zwecklos, wer Morde klassifiziert und gutheißt, kann kaum ein geeigneter Gesprächspartner für irgend jemanden sein.

Geh doch einfach auf die Straße und töte ein paar Industrielle oder Fahrer oder Polizisten, Du wirst schon Recht haben. Oder mach ein Lager auf, wo Du die schlechten Menschen auf rationelle Weise umbringen kannst. In Deutschland ist ausreichend know-how dazu vorhanden.

ENDE DES DIALOGS MIT EINEM ZYNIKER

ohne gruß

-lg-

PS: Übrigens der US-Soldat Edward Pimental z. B. wurde mit einem Genickschuß getötet, weil die Terroristen seinen Ausweiß brauchten. Na wenn das kein Grund ist!
Skeptiker[QUOTE]Ohne Verfassungsschutz wäre die NPD verboten Ravens Meinung[/QUOTE]

Und alles wäre bunt und fröhlich oder wie? ;)
Ob NPD, FAP, SAF oder NSDAP eine Partei ist doch immer nur ein Symbol! Selbst wenn alle nationalen Kräfte verboten werden, würde die Idee nicht sterben!
Alle Gegner der "bösen Rechten" sollten froh sein das es die NPD und Co. gibt oder wie wolltet Ihr tausende Splittergruppen so gut und demokratisch überwachen wie 3 große Parteien?
Move over Kate[QUOTE]Ich halte die These von der fehlenden demokratischen Sozialisation in der DDR auch für ausreichend zweifelhaft, denn weder theoretisch noch aus meiner praktischen Erfahrung kann ich bestätigen, daß demokratische Werte nicht oder nur unzureichend im Denken der Bürger in der ehemaligen DDR verankert war.[/QUOTE]

Natürlich sind demokratische Utopien vorhanden gewesen - deshalb war auch die Entwicklung von den Montagsdemos zum Mauerfall möglich. Allerdings war die breite politische Sozialisation im Vergleich zu Westdeutschland wenigstens anders und - aus westlicher normativer Sicht! - undemokratisch. Das im Hinblick auf die Sozialisationsagenturen Schulen und Parteien abstreiten zu wollen, ist absurd.

Insgesamt brauchen "Werte" eine gewisse Zeit, bis sie ins kollektive "Unterbewußtsein" einfließen und sich festigen. Von daher kann man Unterschiede in der politischen Kultur zwischen Ost und West auch heute noch empirisch belegen. Oder zwischen Katholiken und Protestanten. Oder eben zwischen Bayern und Preußen...

Übrigens gibt es auch die Theorie, daß der real existierende Sozialismus die Solidarität gerade durch seine Repression gefördert hat. Die Kirchen, Familien und Vereine waren am wenigsten für staatliche Zugriffe offen.
ange gardien[QUOTE][i]Original geschrieben von TheRaven [/i]
Was die Anderen angeht bin [b]ich[/b] nicht so firm aber vertraue auf meine Quellen ;)
[/QUOTE]

"radikal" oder hast Du zu Hause noch ein paar alte Ausgaben von "Neues Deutschland" ?

Die Ironie an der ganzen Geschichte mit der RAF ist ja das sie von einem politischen System unterstützt wurde das im Prinzip für alles stand was die RAF zu bekämpfen vorgab: Faschismus, Unterdrückung, Ausbeutung, Grausamkeit an Menschen usw. ( ich meine damit die DDR und andere sozialistische Staaten ).

Naja, jetzt ist die RAF da wo sie hin gehört - auf dem Müllhaufen der Geschichte
LostGhost[QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i]
[B]...Das im Hinblick auf die Sozialisationsagenturen Schulen und Parteien abstreiten zu wollen, ist absurd.
... [/B][/QUOTE]

Du machst den beliebten Fehler, die Institute mit den Menschen in ihnen gleichzusetzen. Es gab in der DDR eine Art kollektiver Shizophrenie, die die Menschen das Eine sagen und das Andere glauben ließ. Und weil diese Shizophrenie von allen geteilt wurde, verstand auch jeder, was dahinter steckte und was ein jeder meinte. Wer heute "von außen" durch sein wissenschftliches Politologenmikroskop auf die DDR blickt, wird das nicht sehen, weil jeder historische Beleg dafür fehlt. Sozusagen der politologische Yeti? ;)

gruß

-lg-
Move over Kate[QUOTE]Du machst den beliebten Fehler, die Institute mit den Menschen in ihnen gleichzusetzen.[/QUOTE]

Na ja, wenn Du damit auf die Unterscheidung zwischen gerichteter und latenter Sozialisation rekurrierst: Ich gebe dir zum Teil recht. Gerade das nicht zu tun, was die Institution fordert (wie kann ich meinen 68er Lehrer mehr provozieren als mit einem "Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein"-Aufnäher?) ist menschlich. Allerdings kann niemand sich so sehr von seinem Umfeld lösen, daß es ihn nicht mehr beeinflußt. Und wenn Du von dir auf andere schließt: Auch das ist ein Fehler. Im Osten gab es mit Sicherheit ebenso viele Überzeugte und Mitläufer, die das System unterstützten, wie in allen Systemen.

Nimm 80% aller europäischen Jugendlichen: MTV, Coca-Cola, Mac Donalds... Und alles ohne jemand, der ihnen in der Schule den American Way vorschreibt. Es kommt aus der Masse... Von daher bleibe ich dabei, daß das politische System und die Gesellschaft im Osten die Menschen geprägt hat. Im positiven oder im negativen Sinn. Und anders als im Westen. Gerichtet oder ungerichtet. Keiner kann sich von diesem Einfluß zu 100% lösen.
Darket[QUOTE]Nur dann demokratisch und staatstreu zu sein wenn alles zur persönlichen Zufriedenheit läuft ist schlicht weg VERLOGEN und (mein lieber Darket) LÄCHERLICH!!![/QUOTE]
Ach Skeptiker, einst als Du Deinen mir noch in Erinnerung gebliebenen Thread eröffnet hast, dachte ich wirklich ich hätte einen Diskussionspartner von der extremen Rechten gefunden. Leider wurde ich schon im Ansatz enttäuscht, was mir jedwede Lust auf solche Diskussionen und auch die Hoffnung sie würden irgendwo hinführen nahm.
Ich könnte jetzt so handeln wie Du, Deine Beiträge durch kurze Kommentare lächerlich machen und glaube mir so fürchterlich schwer würde das keinem hier fallen, aber da ich keine Lust darauf habe diese "Diskussion" fortzusetzen überlasse ich das anderen, die Vertreter der extremen Linken können das sowieso besser als ich.
Stonehenge[QUOTE][i]Original geschrieben von ZZ Beavis [/i]
[B]Das Erstaunte mich...als ich meine fragen aus baute wurde aus dem gespräch klar das viele in Sachsen aus der Normale Bevölkerung NPD und ähnlich wählten.
Doch was ist die erklärung das viele "Normalos" die "Nationalen" wählen??
Was haltet ihr davon das es scheinbar soweit oder vielmehr so schlecht um die bevölkerung steht das die menschen bereit sind den größten Fehler der Deutschen geschichte zu wiederholen bereit sind?
Fehlt ihnen der IQ der gesunde Menschen verstand?
Was meint ihr woran es liegt das dort drüben soviel in die "falsche" richtung gewählt wird?
Sind die Nationalsozialisten wirklich eine Lösung????? [/B][/QUOTE]

Meld ich mich als Sachse mal zu Wort. Also vorerst mal: Ich habe sie nicht gewählt und diese Rattenfänger können mir gestohlen bleiben. Ich kann es aber durchaus bis zu einem gewissen Grade nachvollziehen, wenn frustrierte Leute die NPD wählen. Betrachten wir mal die Parteien im Bereich über 1% Wählerstimmen:

CDU, FDP, teils auch die SPD reden dem Großkapital das Wort und tun wenig für den kleinen Arbeiter und Arbeitslosen.

Grüne, PDS haben zwar soziale Ansätze, sind aber bei der Kriminalitätsbekämpfung äußerst lasch, sind übertrieben ausländerbevorteilend und haben teils einen ziemlichen Frauenfimmel.
Zudem reden außer der PDS alle bisher genannten dem Globalisierungswahn das Wort. Zudem kommt daß die ehemals SED für viele noch aus DDR-Zeiten unbeliebt ist, man sie also nicht unbedingt als Protest wählen möchte.

In der Praxis hatte sich das bei Rot-Grün noch halbwegs zufriedenstellend ergänzt, aber eine Partei die in beiden oben genannten Punkten ein für den "Kleinkarierten" akzeptables Programm aufweist ist nunmal die NPD.

Der sonstige Unsinn der im NPD-Programm so verbreitet wird, wird von manchen als weniger schwerwiegender Kollateralschaden in Kauf genommen.

Grüße,
Stonehenge
Stonehenge[QUOTE][i]Original geschrieben von TheRaven [/i]
[B]Also zumindest bei Schleyer ist es mit seiner Vergangenheit eindeutig. Die Verklärung dieses Mordes geschah erst später.
Was die Anderen angeht bin [b]ich[/b] nicht so firm aber vertraue auf meine Quellen ;)
[/B][/QUOTE]

Auch beim Fahrer und den Polizisten?

Mann mann mann.

German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 

German Gothic Board

Startseite Chat Grüße SchwarzKultur