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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: 2030 - Aufstand der Alten
Apex[QUOTE]Im Jahr 2030 wird die junge Journalistin Lena Bach Zeugin eines Verbrechens. Ein verzweifelter Rentner nimmt den Vorstandvorsitzenden des Wellness-Konzerns "Prolife" als Geisel und will ihn zu einem Geständnis zwingen. Gerade als der Manager anfängt zu reden, kommt es zu einer Explosion. Angeblich hat Darow eine Handgranate gezündet. Der Geiselnehmer und sein Opfer werden getötet, die Leichen von Sondereinheiten der Bundeswehr umgehend entfernt.
Lena Bach glaubt nicht an die Theorie der Staatsanwaltschaft, dass es sich bei dem toten Rentner Sven Darow um einen geistig verwirrten Einzeltäter handelt. Sie vermutet, dass irgendjemand die wahren Hintergründe der Geiselnahme vertuschen will, und beginnt im Vorleben des Rentners zu recherchieren.

In einer Massenunterkunft für verarmte Senioren lernt sie einen Freund Sven Darows kennen. Sie erfährt, dass Darow bis zum Jahr 2026 ein ganz normales bürgerliches Leben führte, doch dann erkrankte seine Frau schwer. Die Krankenversicherung weigerte sich, die teuren Operationen zu bezahlen. Sven Darow verkaufte seine Eigentumswohnung. Nach dem Tod seiner Frau war er - wie so viele Rentner, die sich die Gesundheitsversorgung nicht mehr leisten können - verarmt.

In dem Obdachlosenheim - einem ehemaligen Theater - hielt er es nicht lange aus. Svens Freund weist der Journalistin den Weg zu einer skurrilen Alten-WG in einem verlassenen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern. Gemeinsam mit anderen alten Menschen betrieb Darow dort einen illegalen Internet-Sender und engagierte sich für bessere Lebensbedingungen für alte Menschen. Lena stöbert in seinem Archiv und findet viele Fernsehbeiträge aus vergangenen Jahrzehnten, die beschreiben, wie es zu der demographischen Katastrophe kommen konnte.

Irgendwann verlässt Darow die Alten-Wohngemeinschaft. Er filmt eine Familie, in der drei Generationen versuchen, einander zu helfen - trotz knapper Mittel. Außerdem begleitet er verzweifelte Senioren mit seiner Kamera bei einem Apothekenüberfall. Immer mehr alte Menschen übertreten die Gesetze, da manche Medikamente von den Kassen nicht mehr bezahlt werden.

Lena Bach ist ratlos. Nichts, was sie über Sven Darow herausfindet, spricht für einen gefühllosen Verbrecher, der skrupellos den Vorstandsvorsitzenden eines Konzerns ermordet. Ihre Recherchen stecken in einer Sackgasse. Da erreicht sie der Anruf eines anonymen Informanten.[/QUOTE]
[URL=http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/15/0,1872,4294895,00.html]Quelle: ZDF[/URL]

Deutschland wird alt...

...wortwörtlich, in wenigen Jahren werden Rentner und Senioren die absolute Bevölkerungsmehrheit in der Bundesrepublik stellen. Die Jungen werden in der Minderheit sein. Die ersten Auswirkungen sehen wir schon heute:

In vielen Gebieten, vor allem im Osten, sterben ganze Dorfgemeinschaften einfach weg, Landstriche werden quasi entvölkert. Ein Prozess der [B]definitiv[/B] nicht mehr aufzuhalten ist, egal was wir jetzt noch machen. Und trotzdem scheinen wir uns der Situation nicht bewusst zu sein, die Rente mit 67 wird schulterzuckend hingenommen, dabei ist sie eines der Zeichen der Zeit. Unser gesamtes System, ja unser gesamtes Weltbild, unsere Sichtweise, ist aber auf das genaue Gegenteil ausgerichtet, wir rechnen mit einer fiktiven Zukunft in der es mehr Jugendliche und Junge Erwachsene gibt, die wenige Rentner mitversorgen. Aber der Generationenvertrag ist nicht mehr. Wie sollen wir später all die Alten versorgen? Wie ihnen einen schönen, menschenwürdigen Lebensabend ermöglichen? Wie ein Sozialsystem finanzieren, in dem viel mehr Menschen keiner Arbeit nachgehen und die arbeitende Bevölkerung in der Minderheit ist?

Man redet von privater Vorsorge und ignoriert dabei, dass sich viele in der Gesellschaft schlicht und einfach eine solche nicht leisten können. Wie wird es uns gehen, in 30 Jahren, werden wir Apotheken ausrauben müssen um an unsere Medikamente zu kommen, wie hier fiktiv angedeutet?

Hier meine Frage, wie seht ihr eure Zukunft in 30 Jahren oder noch viel drängender, wie seht ihr die Zukunft eurer Eltern, die vielleicht noch insgeheim mit ihrer Rente oder Pension rechnen? Wie sorgt ihr vor, wie sorgen eure Eltern vor, wie bereitet ihr euch vor auf eine Zeit in der die staatliche Rente vielleicht unter Sozialhilfeniveau liegt und eine menschenwürdige Versorgung von Hilflosen ein Privileg sein wird? Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir mit meinen 23 (bald 24) Jahren, noch relativ wenig Gedanken gemacht habe wie ich in 20, 30, 40 Jahren mein Dasein fristen will...und jetzt, fange ich an mir ernsthafte Sorgen zu machen uns läuft nämlich die Zeit davon...

TickTackTickTackTickTack...weiter, weiter ins Verderben...
aurora borealishinzufügen sollte man aber auch eine weitere (bislang vorrangig theoretische) Entwicklung: die Gerontokratie.

[URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Gerontokratie]Begriffserklärung[/URL] <- diese Def. ist von Apex gewünscht. ;)
decay73ich habs eigentlich nicht so mit spökenkiekereien. dafür ist ein zeitraum von 30 jahren auch viel zu lang. kann ja sein, daß ich nächste woche ‘vom trecker überfahrn’ (otto) werde.

aber genauso wenig, wie man die augen vor der realität verschließen sollte, macht es sinn, aus jedem problem einen weltuntergang zu kreieren.

also wenn ich mal ohne irgendwelche katastrophen meinen zustand und den zustand der alten in der gesellschaft beschreiben sollte, würde ich sagen, daß vielleicht die alten wieder die stellung in gesellschaft und familie einnehmen werden, die sie früher schon inne hatten: als stütze der familie. vielleicht ausgedehnt und verallgemeinert auf “stütze der gesellschaft”, indem sie aufgrund ihrer zunehmenden fitness aufgaben übernehmen, für die eh niemand mehr bezahlen will. also kinderbetreuung, gartenpflege, nachbarschaftshilfe, seelsorge, ‘unser dorf soll schöner werden’ und dergleichen.
es ist ja nicht so, daß die menschen einfach nur älter werden, sie werden auch zunehmend gesünder alt. und das mit der demenz und ähnlichen dingen bekommt die wissenschaft sicher auch bald in den griff, eben weil es drängt.

mag sein, daß diese positive sicht nicht wirklich gefragt ist, aber ständig schwarzmalen, wie das die sensations- und untergangsszenario-geilen medien machen, mag ich auch nicht mehr, zumal es eine ähnliche diskussion anfang des letzten jahrhunderts auch schon gab.

und ich? ich hoffe in dreißig jahren ebenfalls geheilt zu sein, sodaß mir ein lebensabend im rollstuhl erspart bleibt. und dann werde ich mich um die kinder kümmern, wenn die eltern arbeiten müssen oder gerade keine zeit und keine nerven haben. oder ich werde einen kleinen garten bewirtschaften. und abends werde ich öffentliche lesestunden zur allgemeinen zersteuung abhalten und sibylle berg lesen, damit genau das nicht passiert:

[i]“Die Nacht wird wärmer, denn vielleicht hat der Mensch dein Weinen gehört, zieht sich jetzt an, und geht in den nächsten Laden. Da ist es dunkler, denn da sind die, die nicht so schön sind oder blond oder Bademeister. Wie vereist deine Knochen, jeder sieht dir an, daß du einsam bist, und das ist wirklich peinlich. Das letzte Tabu. Einsam sein, in einer großen Stadt.
Keiner mag mit dir reden, was auch? Sorry vielmals, Ihnen läuft da gerade die Brühe am Kinn lang. Und du würdest sagen: Ohne die Brühe am Kinn gehe ich nirgends hin, sie hat mir mal das Leben gerettet. Dann würdest du vom Ostasienkrieg erzählen, von der Brühe, und Mann, was könntest du reden, wenn es einer hören wollte. Aber keiner will etwas hören, keiner will reden, niemand wen kennenlernen, und dich schon gar nicht. Warum auch?”
(aus Sibylle Berg: “Ende gut”)[/i]

Nur tun muß man -wie immer halt- schon was dafür, wenn die Zukunft einigermaßen annehmbar werden woll... :)
XenomorphIch hoffe jetzt ganz einfach mal darauf, dass ich in 30 Jahren, wenn es für mich soweit wäre, längst den Löffel abgegeben haben werde...

Apotheken ausrauben...hört sich zwar ganz witzig an, aber so weit hergeholt ist manches an dem Szenario, das da beschrieben wird, gar nicht mal...was aber immerhin doch noch ein klein wenig Hoffnug übriglässt, da die Leute auf diesem Wege wenigstens noch versuchen, sich das zu erkämpfen, was ihnen vom System vorenthalten wird...

Dennoch glaube ich nicht wirklich an eine solche "Revolution der Alten"...sondern eher daran, dass Deutschland, und vielleicht auch die "westliche Zivilisation" insgesamt ganz einfach aussterben wird...nicht allein durch Überalterung, sondern vielmehr aufgrund des Mangels an einem funktionsfähigen ethischen System, das allen Menschen ein erstrebenswertes und erfülltes Dasein ermöglicht...denn nur so wäre es möglich, diesem und anderen selbstverschuldeten Problemen der "westlichen Zivilisation" Herr zu werden...die Evolution hatte eben schon immer ihre Sackgassen...

Aber das Ende der "westlichen Zivilisation" wird nicht zwangsläufig auch das Ende der Menschheit bedeuten...andere, neue, und womöglich bessere Kulturen und schliesslich Zivilisationen werden auf den Ruinen der alten entstehen und wachsen...so war es schon immer und wird es immer sein...
ange gardien[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i]
aber genauso wenig, wie man die augen vor der realität verschließen sollte, macht es sinn, aus jedem problem einen weltuntergang zu kreieren.
[/QUOTE]

Sehe ich auch so. Vor 20 Jahren wurde uns mit vielen wissenschaftlichen Studien glaubhaft versichert, dass im Jahr 2000 in Deutschland kein Baum mehr steht.
Sicherlich kann die demographische Entwicklung Probleme mit sich bringen, aber das was das ZDF hier sendet halte ich doch für Panikmache.

EDIT: Man muss auch immer sehen WEM eine solche Panikmache nützt. Beim vorliegenden Thema fallen mir hier ( wieder einmal ) Banken und Versicherungen ein.
Vielleicht sollte ich mir für meine Altersvorsorge Aktien von Banken zulegen, die Altersvorsorge verkaufen ;)

Im Ernst: Ich hatte neulich ein Gespräch mit einem Bankheini, der eigentlich wegen was ganz anderem bei uns in der Firma war. Auf die Frage ob Riester-Rente oder Metall-Rente meinte er, dass natürlich beides auf einmal am besten sei, da "die Rentenlücke groß genug wird". Seither ist die Volksbank ..... in Sachen seriöser Anlageberatung für mich gestorben.
ApexSicherlich ist das ganze sehr reißerisch aufgezogen, aber als Fernsehfilm muss es das ja auch irgendwo sein. Nur lenkt, es in meinen Augen, die öffentliche Aufmerksamkeit auf ein Problem, dass bisher leider viel zu wenig im Licht der Öffentlichkeit stand.
NightingaleIch habs leider verpasst. Es gibt naemlich tatsaechlich auch noch arme Seelen, die bis 22:00 arbeiten muessen :(

Echt schade, ich haette es gerne gesehen.....
Dafuer werde ich mich dann am Donnerstag vor die Glotze pinnen.

Zu hoffen, bleibt nur, dass dies eine zu arg schwarze Zukunftsperspektive ist. Allerdings ist in letzter Zeit ja wirklich alles anders als sonst. Der Blick auf spaetere Jahre bereitet wirklich nur noch Magenschmerzen......Muecken im Winter. Wo gibts denn so was?
belladonnaTja, einem Gruftie steht es sicherlich gut zu Gesicht "schwarz zu malen" und daß es nicht eben gerecht in der Welt zugeht ist sicherlich wahr, aber trotzdem hat mir folgendes zu denken gegeben:

"50 Jahre nach dem Wirtschaftswunder sind die Deutschen nur noch Weltmeister im Jammern. Warum?" fragt die "Welt am Sonntag".

Es stimmt leider: Wir sind Weltmeister im Wehklagen, im Nörgeln und Nölen, im Stöhnen und Seufzen - und das auf höchstem Niveau. Die regelmäßig weltweit durchgeführte Gallup-Umfrage sieht uns als Spitzenreiter bei Pessimismus und Ängstlichkeit. Bei uns wird alles gleich zur nationalen Katastrophe. Mehltau-Mentalität überzieht das Land von Rostock bis Ruhpolding mit einem Grauschleier. Wir lieben geradezu die Weltuntergangsstimmung. Das Glas scheint immer halb leer.

"Niemand spricht so schlecht über sein Land wie wir" beklagte Bundespräsident Johannes Rau in seiner letzten Berliner Rede. Seine Zukunft bedeute vielen nichts mehr. Jeder brauche jedoch ein positives Bild von sich selbst, auch von seinem Land. Rau nannte Gründe, "sich einzusetzen für unser Vaterland". Und man fügte im Geist spontan hinzu: ...das wir lieben. Nein, Rau sagte: "...in dem wir gerne leben." Genau das scheint mir das Problem, weil es einfach zu wenig ist. Unsere nationale Selbstverachtung muss im guten Sinne geheilt werden. Aber man kann und will ja nur etwas heil machen, was man auch liebt. Erfreulich, wie oft und unbekümmert Raus Nachfolger Horst Köhler sagt: "Ich liebe Deutschland". Warum kommt uns das so schwer über die Lippen? Warum sind wir nur noch empfänglich für Bedenkenträger und Horrorbotschaften?Woher die fatale Lust am Schwarzmalen, an Häme und Zynismus?
Der Publizist Klaus Rainer Röhl (der frühere Mann der Terroristin Ulrike Meinhoff) nahm die Angst machende Informationsflut einmal im "Focus" auf die Schippe: "Ängste über Ängste in Deutschland. Das geht weit über die einzelnen Wehwehchen hinaus und wird zum kollektiven, apokaliyptischen Endzeitgefühl, zum Fünf-Minuten-nach-zwölf-Gefühl. Verfolgt man die Medien, ist alles tot: Atomtod, Strahlentod, Kältetod, Hitzetod, Seuchentod, außerdem: Waldsterben, Walsterben, Schildkrötensterben, Krötensterben...Gift im Auto, Gift im Abgas, Gift auf dem Fahrrad, Gift ohne Fahrrad, Gift in der Kosmeti, Gift ohne Kosmetik ,Gift in der Bionahrung, Gift in der Milch, Gift im Salat, Gift im Spinat, Gift in der Nudel (Giftnudel). Und so weiter und so fort. Gift im Medikament. Sozusagen Gift im Gift."

Was sich so locker liest, fragt letztlich nach der Rolle der Medien in unserer ängstlichen Erregungungsdemokratie und nach den Wirkungen dieser Angst. Angst ist ein schlechter Ratgeber. Auf dem Boden der Angst ist noch nie etwas Gutes gewachsen. Angst lähmt und hemmt, lässt resignieren. Angst fördert die Rückzugsmentalität ins Private, die Flucht in die Sucht einer das Ego befriedigenden Konsumgesellschaft. "Haben wir uns vielleicht selber inzwischen so schlecht geredet, dass wir uns nichts mehr zutrauen? Nähern wir uns nicht gelegentlich einer Art kollektiver Depression?" (Rau)

Dabei sind es gerade die Angstmacher selbst, die sich sukzessive von ihren Katastrophenszenarien verabschieden. Während steigende Ozonwerte noch vor einigen Jahren in den Radios wie Frontberichte aufgepumpt wurden, sagte der grüne Umweltminister Trittin während des Jahrhundertsommers 2003 ganz cool: Fahrverbote seien nicht nötig, die Autos hätten ja alle Katalysatoren...
Inzwischen werden sogar prominente Horroristen wie Petra Kelly oder Franz Alt, die das Sterben des deutschen Waldes als unumkehrbar schilderten, von der eigenen Ökoseite widerlegt. Renate Künast erkärlt: "Unsere Wälder sind schöner geworden." Und das Präsidumsmitglied des WWF, Josef Reichholf, verlautbart sogar: "Der Wald war nie ernsthaft in Gefahr:"
Nehmen wir einmal den deutschen Schlager, rät Erich Wiedemann in seinem Bestseller "Die deutschen Ängste - ein Volk in Moll" : "Die Liebe wird verboten", "Es ist fünf vor Zwölf", "Mein Freund, der Baum, ist tot". Die Prognosen der Trallala-Propheten waren in den Wind gesungen. Die "Süddeutsche Zeitung" erinnerte Ende April 2004 an den grün-ökologischen Troubadour Reinhard Mey: "Einst sang er 'Es gibt keine Maikäfer mehr', jetzt droht die größte Plage seit 50 Jahren."
Nicht zu vergessen der als Wissenschaft verbrämte Wahn, die Welt würde durch Überbevölkerung zugrunde gehen. Ganze Expertenrunden und Konferenzen mit namhaften Fachleuten entwickelten ein Horrorszenario vom Überlebenskampf bis zum kollektiven Selbstmord. Inzwischen wissen wir, dass das Wachstum der Weltbevölkerung im Jahr 2040 zum Erliegen kommt. Wir werden bald bedrohlich weniger und nicht mehr Menschen auf dem Globus haben.
Allerdings, so resümiert der Medienexperte Reginald Rudorf, "lässt sich die Masse ungern eine Gefahl ausreden, die sie einmal lieb gewonnen hat". Und er berichtet über den dänischen Statistikprofessor Björn Lomborth, der bei öffentlichen Auftritten wegen seiner These "Der Erde geht es so gut wie nie zuvor" Begleitschutz braucht.
Die öffentliche, vor allem aber die veröffentlichte Meinung folgt dem katastrophistischen Pessimismus viel bereitwilliger als den Entwarnungen.

(Aus "Schluss mit lustig - Das Ende der Spaßgesellschaft" von Peter Hahne)

Klar sollte man nichts verharmlosen, aber man sollte sich auch nicht von der reißerischen Art und Weise wie manche Dinge dargestellt werden einschüchtern oder Angst machen lassen. ;) Wir haben ein so starkes Bedürfnis nach Sicherheit. Nach einer Sicherheit die es nunmal nicht gibt! Das Leben ist unberechenbar, darum sollte man den zahlreichen statistischen Berechnungen doch bitte etwas skeptisch gegenüberstehn, statt gleich in Panik auszubrechen.
ange gardien[QUOTE]
Inzwischen wissen wir, dass das Wachstum der Weltbevölkerung im Jahr 2040 zum Erliegen kommt. Wir werden bald bedrohlich weniger und nicht mehr Menschen auf dem Globus haben.
[/QUOTE]

Auch wenn es OT ist, hat dafür jemand noch eine andere Quelle?
ApexSicher kann man auch optimistisch, fröhlich die Augen schließen und in die Zukunft schauen, genauso wie ich beim Auto fahren die Augen schließen kann und mir sagen kann: "Es wird schon alles gut gehen." Nur sollte man auch, bei allem Optimismus (und ich bezeichne mich selbst als tendenziell optimistischen Menschen) sich nicht zur Fahrlässigkeit verleiten lassen.

Fakt ist, dass wir vor einem Problem stehen, dass kommen wird, so sicher wie das Amen in der Kirche und es anscheinend (was mir hier sehr gut bestätigt wird) überhaupt kein soziales Bewusstsein dafür gibt.
Tiberon[QUOTE][B]Wir werden bald bedrohlich weniger und nicht mehr Menschen auf dem Globus haben.[/B][/QUOTE]Seit wann ist es denn bedrohlich, wenn es weniger Menschen gibt - wenn das auch noch ein globaler Trend werden sollte ... um so besser.
belladonna[QUOTE][i]Original geschrieben von Tiberon [/i]
[B]Seit wann ist es denn bedrohlich, wenn es weniger Menschen gibt - wenn das auch noch ein globaler Trend werden sollte ... um so besser. [/B][/QUOTE]

:D Ja, so kann man es auch sehen.

@Apex

Niemand will hier die Augen vor irgendetwas verschließen. Im Gegenteil. Nur zu viel Schwarzmalerei und Pessimismus lähmt jede Motivation auch was gegen Mißstände zu tun.
Ich persönlich finde diese Fiktion von alten Menschen, die aus Verzweiflung dazu getrieben werden Apotheken zu überfallen einfach übertrieben und reißerisch.

Klar gibt es Probleme mit der Gewährleistung einer gesicherten Altersvorsorge. Aber was ist schon sicher? Genau genommen ist es gar nicht möglich heut schon zu sagen was in 30 Jahren sein wird. Das ganze Rentensystem ist schon immer eine unsichere Kiste gewesen.
Vielleicht sollte man sich in unserer von Egoismus und Selbstverwirklichungswahn geprägten Gesellschaft einfach mal wieder auf den Wert der Familie besinnen. Früher waren Kinder die Altersvorsorge der Menschen. Kinder die sich um ihre alten und kranken Eltern gekümmert haben, so wie diese sich einst, um ihre kleinen und noch hilflosen Kinder gekümmert haben. Früher hat meine Mutter mir den Arsch abgewischt und mich mit Liebe, Nahrung und einem warmen zu Hause versorgt. Da kann ich das verdammt noch mal auch eines Tages für sie tun, wenn es mal soweit kommen sollte, daß sie meine Hilfe braucht. Man kann nicht immer alles auf den Staat abwälzen nur damit man es selbst schön bequem hat. Aber wenn wir glauben der Staat wäre für alles verantwortlich und jegliche Verantwortung über unser Leben in seine Hände legen, dann müssen wir halt mit dem zufrieden sein was wir bekommen, gell?
ange gardienIch denke auch, dass das Problem durchaus erkannt wurde. Die Frage ist nur was man daraus macht.
Grundsätzlich muss man sich vor Augen halten, dass die BRD heute mit die dichtbesiedeltste Region Europas ist und ich bin mir sicher, dass das "System Deutschland" auch mit 50 oder 60 Millionen Einwohnern noch gut funktioniert.
Andere Länder sind größer, haben weniger Einwohner ( z.B. Frankreich ) und dort läuft es ja auch ganz gut.
Außerdem ist erwiesen, dass alte Gesellschaften durch die Bank durch friedlicher, sicherer und wohlhabender sind als Gesellschaften mit einem "Jugendüberschuss" - vor allem wenn man dieser Jugend keine Perspektive bieten kann. Hier werden einige Länder ( spontan fallen mir hier Ägypten, der iran aber auch die Türkei ein ) noch gewaltige Probleme kriegen.

Natürlich führt die Überalterung zu Problemen, die meiner Meinung nach aber nicht unlösbar sind.
Stichwort Rente: Ein Rentensystem das auf einem Pyramidensystem beruht kann gar nicht für die Ewigkeit funktionieren und spätestens seit der Wiedervereinigung ist das System ohnehin nicht mehr lebensfähig, da muss man sich nichts vormachen ( nicht das ich den ostdeutschen keine Rente gönne, die haben auch gearbeitet. Aber deren Rente hätte man anders finanzieren müssen - niemals aus der Rentenkasse ).

Stichwort Gesundheitskosten: Nur weil wir viele Alte haben, muss das ja nicht heissen das die alle nur Krank sind und zu Pflegefällen werden. Und selbst wenn die Zahl der Pflegefälle rasant zunimmt: Hier wäre dann ( was gar nicht mal schlecht ist ) der Punkt erreicht, an dem man sich endgültig mit dem Problem Pharma- bzw. Gesundheitslobby auseinandersetzen muss.

Alles Herausforderungen die lösbar sind. Die gelöst werden müssen und die man auch lösen wird.
Es ist wie die Debatte um das Waldsterben in den 80ern. Damals wurde das Problem erkannt, es wurde vielleicht auch zu schwarz gemalt und Panik verbeitet, aber dadurch wurden die Probleme auch gelöst
und die Luftverschmutzung, trotz höherer Produktivität der Industrie, verringert.
Die Bevölkerung, Land und Wirtschaft können, wenn sie wollen. Es braucht nur ab und zu einen Tritt in den Hintern.
KampfsauDas die Gesellschaft kleiner wird,dass ist meiner Meinung nach eine nicht wirklich unnötige Entwicklung.

Das einzige Problem ist,dass die Alten nicht in dem Maße sterben,wie die Jungen fehlen.Und nicht alle können arbeiten.

Das klingt hart aber Alte müssen nunmal versorgt werden und das ist eine Belastung.

Wenn der Großteil der Bevölkerung überaltert ist und nicht arbeitet,ist das eine Belastung.


Woher soll denn das Geld kommen,sollen die Jungen dann später keine Möglichkeit mehr haben z.B. selber Kinder groß zu ziehen,ist das allein nicht schon anstrengend genug?Wenn man länger Fit ist,wird man zwangsläufig auch sich selber länger versorgen müssen

Das man alt wird,ist doch schon ein Zeichen des Körpers,dass er zerfällt und es bald Zeit ist zu sterben.Es ist nunmal so.

Viele Rentner beziehen doch 20-30 Jahre Rente,ehe Sie sterben.

Humanismus hat nunmal seinen Preis.Wenn man der Überzeugung ist,es ist die Pflicht die alten solange zu pflegen wie möglich und ihnen einen schönen Lebensabend zu liefern.Dann soll man auch bereit sein,den Preis dafür zu zahlen.

In dieser Gesellschaft hat man ein gestörtes Verhältnis zum Tod.Nicht immer wenn Menschen sterben ist das schlecht.

Oder wenn man immer älter wird und immer länger und mit immer mehr Aufwand am Leben gehalten und gepflegt wird.

Genausowenig ist es gut,wenn immer mehr Kinder geboren werden.

Ich sehe es so,vielleicht sind wir gerade in einem Prozess,das Gleichgewicht zu finden.Nur so kann eine dauerhafte Gesellschaft bestehen,die relativ friedlich abläuft.

Massives Bevölkerungswachstum oder massive Überalterung führen zu Problemen
Ronin76[QUOTE]Alles Herausforderungen die lösbar sind. Die gelöst werden müssen und die man auch lösen wird. Es ist wie die Debatte um das Waldsterben in den 80ern. Damals wurde das Problem erkannt, es wurde vielleicht auch zu schwarz gemalt und Panik verbeitet, aber dadurch wurden die Probleme auch gelöst und die Luftverschmutzung, trotz höherer Produktivität der Industrie, verringert. Die Bevölkerung, Land und Wirtschaft können, wenn sie wollen. Es braucht nur ab und zu einen Tritt in den Hintern.[/QUOTE]

Um das Interesse der Bevölkerung zu erlangen muß man wohl immer etwas übertreiben, und Extrembeispiele aufzeigen. Aber ich halte es für Fakt, daß die Natur auch weiterhin massiv zerstört wird. Siehe Beispiel Brasilien, wo weiterhin munter der Regenwald abgeholzt wird, und das ist auch kein Wunder weil dort der m² Boden nur 1 Euro kostet. Auf dem gerodeten Boden wird dann Soja, meist in Form von Hybridsamen angepflanzt, und als Tier- u. Menschenfutter nach Europa transportiert, weil es dort einen Bedarf gibt.

So lange rein gewinnorientierte Unternehmen und Politiker das Sagen haben, wird sich dieser Trend nur noch verschlimmern, da diese ihre Strategien nur für die Dauer ihrer "Amtszeit" planen, und wenn sie der Firma keinen Gewinn bringen, sind sie weg vom Fenster. Langfristig gesehen würde sich auch Umweltschutz bezahlt machen.

Unsere Überalterung der Gesellschaft hat viel mit diesem Denken zu tun. Kinder sind sehr teuer, und vielen Leuten fehlt dazu ganz einfach das Geld und die Zeit, weil die großen Unternehmen das ganze Kapital an sich reißen. Um eine gesunde Grundlage für eine Familie zu schaffen braucht man heute meistens zwei Verdiener und eine große Wohnung oder ein Haus. Aber wer kann sich heute noch eine Lebensgrundlage wie eine eigene Wohnung leisten ? Vor 30 Jahren war das noch einfacher. Und wenn beide Partner arbeiten gehen müssen, wo bleibt da noch Zeit für Kinder ? Sie könnten sich natürlich entscheiden, daß nur Einer arbeiten geht, doch dann fehlt meistens schon wieder das Geld für eine Familie, trotz Kindergeld. Ist irgendwie ein Teufelskreis.
MaternusUnser 'Alten-Problem' ist doch hausgemacht:
a) Vor über 30 Jahren fiel zum ersten mal das böse Wort Alterspyramide. Hat keinen interessiert. Young, free & single war das Motto. Also lieber Spaß als Kinder.
b) Unsere lieben Politiker haben teilweise sehr tief in den (damals vollen) Rentenpott gegriffen und das Geld (Verfassungswiedrig) umgeleitet. Bestes Beispiel ist der legendäre Jäger 90, der nie gebaut wurde. Die Kohle für das Projekt haben Kohl & Co größtenteils aus dem Sozialfonds genommen, mit der Ankündigung, daß es bis Ende der Amtszeit wieder da sei. Pustekuchen, weg isses. Und seltsamerweise genau der Betrag, der heute noch den Pflegekassen fehlt.
c) Zum Thema 'Jammern' hat belladonna sehr recht. Aber es ging uns seit dem Wirtschaftswunder sehr gut und dann kam die Katastrophe: Der Euro hat uns über Nacht die Einkommen um 50% gekürzt, wir sind nach Strich und Faden verarscht worden. Aber hier geht ja auch keiner auf die Straße und sagt's mal laut. Als in Frankreich die Renten gekürzt werden sollten, standen in der ersten Nacht 150.000 (sic!) Leute vor dem Regierungssitz und am nächsten Tag war das Thema vom Tisch. Und wir jammern und stöhnen, lassen uns aber alles gefallen.
d) Flickschusterei, wo es nur geht. Es ist schon seltsam, daß die Regierung nur noch verfassungswiedrige Maßnahmen auf den Tisch legt, die dann auch prompt zu 80% vom Verfassungsgericht gekippt werden. Und damit wäre der schwarze Peter aus der Hand. Es finden kleine ernsthaften Sanierungsversuche, sondern alles ist nur Spiel auf Zeit. Und heute kommen sie und locken dich mit Riester und dem ganzen Blödsinn. Das ist der größte Beschiss des Jahrhunderts: Die Kohle, die der Staat zuzahlt, holen sie sich nämlich dann zu Rentenbeginn wieder. Und mal abgesehen davon - in den nächsten 30 Jahren werden uns die lieben Bürgervertreter noch ganz andere Rechnungen präsentieren.
e) Wir haben nicht wirklich zu wenig Junge, wir haben nur zu viele Zahlungsunfähige. Aber das ist der Preis des modernen Lebens: Maschinen und Computer produzieren Arbeitslose wie verrückt, fast jeder ist ersetzbar. Und das wird sich nicht ändern lassen.
f) Und ja, Vater Staat hat sich letztens geoutet: Rente mit 67, ausser für Beamte und Politiker.
Kein Kommentar.
EmporialGenau so ist es. Das krasse ist, diese Entledigung, wie in dem Dreiteier gezeigt, würde ich einer Regierung und der Wirtschaft in diesem Land komischer Weise zutrauen.

In der deutschen Geschichte gabs ja schon mal ein Kapitel, in der verdiente Deutsche, "verschwunden" sind und keinen hats gestört.
StonehengeIch selber seh die Demographieentwicklung nicht als Problem, bekommen wir doch auf diese Weise mehr Platz in unser überfülltes Deutschland und den Verfechtern der "Volk ohne Raum"-Theorie wird der Wind aus den Segeln genommen :)
Hält der technologische Fortschritt und die Arbeitskräftefreisetzung noch weiterhin etwas an, braucht man sich auch in 30 Jahren über einen Mangel an Arbeitskräften keine Rübe zu machen. Wenn das Geld nimmer für Medikamente reicht müssen die Leute eben mehr auf alte Hausmittel zurückgreifen, ich finds sowieso abartig was für Tablettencocktails manchen Alten so zugemutet werden.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Maternus [/i]
[B]Und heute kommen sie und locken dich mit Riester und dem ganzen Blödsinn. Das ist der größte Beschiss des Jahrhunderts: Die Kohle, die der Staat zuzahlt, holen sie sich nämlich dann zu Rentenbeginn wieder. Und mal abgesehen davon - in den nächsten 30 Jahren werden uns die lieben Bürgervertreter noch ganz andere Rechnungen präsentieren.
[/B][/QUOTE]

Die Finanzheinis gehen einem mit dem Riesterzeug wirklich arg auf den Sack. Da wird mit 114-Euro-Scheinen gewunken und daß der Staat 30% dazubezahlt. Denen fällt sogar nix besseres ein als einen Artikel aus der dümmlichen Bildzeitung als Referenz zu liefern (was von vorneherein schon die Seriösität anrüchig macht). Rechnen wir mal optimistisch daß der angeblich fast pleite Staat sich die Zahlung von Riesterzulagen noch 10 Jahre leisten kann sind das 1000-2000 Euro Zulage. Von wenig mehr als einem Monatsnetto will mir niemand ernsthaft weißmachen daß das am Ende meine Rente rettet.

Will man aber eigene Wege gehen und z.B. für günstig ein altes Haus kaufen, was man sich dann mit viel Eigenleistung zum sorgenfreien Alterssitz ausbauen könnte, sackt denen auf einmal der Arsch auf Grundeis. Um Gottes Willen, bei einer befristeten Stelle können wir das nicht machen blablabla. Möcht mal wissen wieviele auf unbefristeten Stellen 6-stellige Kredite bekommen haben und die unbefristete Stelle war nach 3 Monaten + Epsilon Schnee von gestern...

Naja manchmal denkt man die haben alle einen an der Waffel.

Stone
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Stonehenge [/i]
Will man aber eigene Wege gehen und z.B. für günstig ein altes Haus kaufen, was man sich dann mit viel Eigenleistung zum sorgenfreien Alterssitz ausbauen könnte, sackt denen auf einmal der Arsch auf Grundeis.
... Naja manchmal denkt man die haben alle einen an der Waffel.[/QUOTE]Sie haben aber keinen an der Waffel.
Denn sie wissen [b]ganz genau[/b] was sie tun:

[QUOTE][B][URL=http://www.anarchie.de/main-94.html]"Mafia - Grundprinzip unserer Gesellschaft"[/URL] [/B]
... Trotzdem gehört zum Beispiel in der Bundesrepublik noch ein grosser Teil des allgemeinen Reichtums an Grund und Boden den Nachkommen jener Adligen, die sich diese Schätze einst durch nackten Mord und Totschlag angeeignet haben. Es ist ein Gewaltverhältnis (Staat) entstanden, das auf der Zerstörung von Autonomie, auf dem Abschneiden von den Lebensgrundlagen beruht und ich will hier von Mafiasystem sprechen.
... Auch in unserem Land wird der Bevölkerung der freie Zugang zu Grund und Boden von der besitzenden Klasse verwehrt: wer hier leben will muß schon den halben Monat arbeiten, um seine Miete aufzubringen.[/QUOTE]
ZafiraAm geilsten finde ich den Ausschnitt: Außerdem begleitet er verzweifelte Senioren mit seiner Kamera bei einem Apothekenüberfall.
Ich denke als erstes werden die Tanksäulen überfallen :D
Scherz beiseite, viele, die ich gesprochen habe meinten, wir werden uns das vielleicht alles noch gefallen lassen, unsere Kinder vielleicht auch noch, aber wenn auch der letzte Cent ins Rockefellernirwana entschwunden ist, kommt es definitiv zum Bürgerkrieg. Bevor das alles passiert, muss den Deutschen erstmal der Arsch auf Gundeis gehen. Noch geht`s den meisten Deutschen zu gut....
Stonehenge[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]Auch in unserem Land wird der Bevölkerung der freie Zugang zu Grund und Boden von der besitzenden Klasse verwehrt: wer hier leben will muß schon den halben Monat arbeiten, um seine Miete aufzubringen.[/B][/QUOTE]

Ganz so kraß sehe ich es nicht. Die Mieten in hiesigen Gefilden sind vergleichsweise durchaus günstig zu nennen (halber Monat nur für Geringstverdiener oder Großfamilien), während gerade auf dem Land relativ viele "Kleinbürger" in den eigenen 4 Wänden wohnen.

Dazu fällt mir gerade noch ein Objekt ein, was vor kurzem für 900 TEUR zu verkaufen stand und den Wohntraum einiger hier mitlesender schlechthin verkörpern könnte:
[url]http://www.saale-orla-kreis.de/Kospoda10.bmp[/url]

Wird man sich als Normalsterblicher natürlich nie leisten können, es sei denn als größere
Gemeinschaft.

Statt Tanksäulen zu überfallen würde ich es für gescheiter halten sich wieder mehr aufs Rad zu setzen. Damit beugt man auch einigen altersbedingten Verschleißerscheinungen vor...

Stone
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Stonehenge [/i]
Die Mieten in hiesigen Gefilden sind vergleichsweise durchaus günstig zu nennen (halber Monat nur für Geringstverdiener oder Großfamilien), während gerade auf dem Land relativ viele "Kleinbürger" in den eigenen 4 Wänden wohnen.[/QUOTE]Dann hast du aber wieder das Problem, dass du ein halbes Monatseinkommen der Ölindustrie in den Rachen wirfst, um zu deiner Arbeitsstelle zu kommen.

Mein Beitrag sollte vor allem eine Antwort auf deine Frage sein, warum es für Otto Normalus so schwierig ist, ein Grundstück und/oder Haus kaufen zu können.
Stonehenge[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]Dann hast du aber wieder das Problem, dass du ein halbes Monatseinkommen der Ölindustrie in den Rachen wirfst, um zu deiner Arbeitsstelle zu kommen.[/B][/QUOTE]
Da ist was dran, abgesehen von den mehr oder weniger Glücklichen die auf dem Lande eine Arbeitsstelle finden.

[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]Mein Beitrag sollte vor allem eine Antwort auf deine Frage sein, warum es für Otto Normalus so schwierig ist, ein Grundstück und/oder Haus kaufen zu können. [/B][/QUOTE]
Damit gebe ich Dir auch recht. Ich wollte ebend noch als Zusatzbemerkung bringen daß die massive Werbung für die Riesterförderung den Erwerb "privaten Wohneigentums" noch mehr ausbremst. Denn um die wie oben angesprochen vergleichsweise mickrige Zulage zu bekommen, muß man immerhin etwa 3% des Jahresbruttoeinkommens (oder war es doch Jahresnetto? jedenfalls noch abzüglich der Zulage) selbst investieren. Geld was beim Sparen für ein Haus abgezogen wird. Für Kleinverdiener ist das zwar prozentual weniger, aber als Kleinverdiener (unter 1000 netto p.m.) ist es wohl fast ein Ding der Unmöglichkeit außer durch Erbschaft an ein Haus heranzukommen.
Selbst als Mittelverdiener muß man schon ganz schön sparen, erst als Gutverdiener (ledig >1500 Doppelmark auf die Kralle) kann man sich in überschauberer Zeit mit dem Gedanken tragen.

Edith: Ich bin keineswegs ein Befürworter des Baus von neumodischen Fertighäusern auf der "grünen Wiese", womöglich noch mit 400 m² Grundstück (da hat ja fast jeder Kleingärtner mehr Garten). Vielmehr halte ich es für angezeigt, hierzugegen massenhaft leerstehende alte Häuser und Bauernhöfe vor dem Verfall zu retten und wenn es irgendwie geht mit Solarenergiegewinn auf den Dächern zu "veredeln".

[QUOTE][i]Original geschrieben von Zafira [/i]
[B]Bevor das alles passiert, muss den Deutschen erstmal der Arsch auf Gundeis gehen. Noch geht`s den meisten Deutschen zu gut....[/B][/QUOTE]
Schäuble hat mal einen Spruch gebracht den ich nicht für ganz dumm halte:
"Das Problem in Deutschland ist nicht daß es den Leuten zu schlecht geht, sondern daß es den meisten viel zu gut geht."

Wahrheit insofern, daß wenn es den vielen "Ganz gut Gehern" etwas schlechter gehen würde, sich manche Probleme in Wohlgefallen auflösen würden. Bsp. Kinder von sozial Schwachen: Für genügend Essen reicht das Geld bei anständigen Eltern trotzdem immer, Problem ist für die Kinder eher daß sie wegen der allgemeinen Verblödung in der Schule ausgelacht werden, weil sie z.B. keine teuren Klamotten oder Handy besitzen. (Nebenbei besitzen Kinder von einigen schlauen Eltern die durchaus Geld dafür hätten sowas auch nicht...)
Wenn sich genügend viele keinen solchen Luxus leisten könnten oder wollten, wäre das problem vom Tisch. Nur 2 Schüler in einer Klasse die teure Sachen besitzen sind nicht in der Situation den großen Rest auslachen zu können, zum Problem wirds erst mit der Mehrheit.

Stone
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Stonehenge [/i]
[B]...und wenn es irgendwie geht mit Solarenergiegewinn auf den Dächern zu "veredeln".
[/B][/QUOTE]

Solarnergie ist in unseren Breiten absoluter Firlefanz, sowohl was kollektoren, vor allem aber Photovoltaik angeht.
Letztere ist sogar ein Subventiniertens Energietechnsiches Munusgeschäft, da so eine Zelle ihre ganze Lebensdauer in der Sahara laufen müsste, nur um die Energie zurückzugewinnen die ihre Produktion verbraucht hat.
Die Warm-Wasser-Kollektoren laufen auch nur wenige Tage im Jahr effektiv.
Stonehenge[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Solarnergie ist in unseren Breiten absoluter Firlefanz, sowohl was kollektoren, vor allem aber Photovoltaik angeht.
Letztere ist sogar ein Subventiniertens Energietechnsiches Munusgeschäft, da so eine Zelle ihre ganze Lebensdauer in der Sahara laufen müsste, nur um die Energie zurückzugewinnen die ihre Produktion verbraucht hat.
Die Warm-Wasser-Kollektoren laufen auch nur wenige Tage im Jahr effektiv. [/B][/QUOTE]
Bei Kollektoren auf keinen Fall, da reichen als einfachster Prototyp schon schwarz angestrichene Röhren. Im hiesigen Solaris-Turm schafft man mit moderneren Röhren und einem größeren Speicher etwa den halben Winter Heizung, ist doch schonmal mehr als nichts.
Wieviel Energie die Herstellung einer Zelle benötigt war leider nicht Bestandteil der Vorlesung "Solare Energietechnik I", aber ich kann mir diesbezüglich mal Erkundigungen einholen. Im Zweifelsfall bleibt immer noch zu hoffen, daß der Fortgang der Technik die Herstellungsenergie minimiert.

Gruß,
Stonehenge
Stonehenge[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]Sie haben aber keinen an der Waffel. Denn sie wissen [b]ganz genau[/b] was sie tun:

Trotzdem gehört zum Beispiel in der Bundesrepublik noch ein grosser Teil des allgemeinen Reichtums an Grund und Boden den Nachkommen jener Adligen, die sich diese Schätze einst durch nackten Mord und Totschlag angeeignet haben. Es ist ein Gewaltverhältnis (Staat) entstanden, das auf der Zerstörung von Autonomie, auf dem Abschneiden von den Lebensgrundlagen beruht und ich will hier von Mafiasystem sprechen.
... Auch in unserem Land wird der Bevölkerung der freie Zugang zu Grund und Boden von der besitzenden Klasse verwehrt: wer hier leben will muß schon den halben Monat arbeiten, um seine Miete aufzubringen.[/B][/QUOTE]

Allerdings ist es zumindest hier im Osten nicht gar so schwierig der Tretmühle "Mietsklaverei" zu entkommen. Ein altes Haus im 30-Kilometerradius größerer Städte bekommt man mit etwas Glück schon für niedrige 5-stellige Beträge, mir wurde sogar mal eins für den symbolischen Euro angeboten (das war allerdings auch schon weit nieder, Grundstück mindestens 60° Hangneigung und stand so blöd direkt an einer Ortsstraße (außerdem Denkmalschutz) daß man selber nur relativ schwer hätte etwas instandsetzen können.
Gut wenn man sich die Bank sparen kann, da bleibt einem auch der Schuldenberg gestohlen.

Schattengrüße,
Stonehenge

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