| Lacerta | Manchmal frage ich mich wie mutig unsere Gesellschaft überhaupt ist. Mit Mut meine ich die Bereitschaft Veränderungen mindestens zu dulden, zu akzeptieren oder gar zu unterstützen! Oder fühlt sich jemand von euch von Veränderungen abgeschreckt, da er seine schöne heile Welt am liebsten für Allezeit beibehalten möchte? Wieso ich diese Frage zum Gegenstand der Diskussion machen möchte ist nämlich meine Frustration über diese lahme Gesellschaft, welche lieber auf das Prinzip "Business as usual" setzt, also auf die Kontinuität, statt auf einen wirklichen Umbruch um vielerlei Probleme lösen zu KÖNNEN. Die Betonung liegt hier auf „können“, da jede Veränderung natürlich auch Gefahren birgt. Wichtig ist somit hierbei über anscheinende Utopien reichlich zu diskutieren um die beste Idee auswählen und zu realisieren. Meine Augen richten sich hier vor allem auf die Politiker, welche die Probleme am liebsten nur unter den Teppich verlagern, anstatt diese wirklich anzugehen. Hier wird zwar viel diskutiert aber leider nicht gehandelt. Das vermisse ich. Die Gesellschaft ist leider mitunter schuld daran, dass die Politiker so handeln wie sie handeln, denn schließlich haben diese ständig die Wähler im Kopf, von denen sie nichts zumuten möchten. Auch stelle ich mir die Frage, ob es sich überhaupt lohnt den Menschen Konzepte für eine bessere Welt nahe zu bringen, wenn diese aus Prinzip abgelehnt werden, weil dies eine Veränderung in ihrem Leben bedeuten würde, wobei doch bereits klar sein dürfte, dass die stetige Lebensweise der Menschen früher oder später zu einem Kollaps führen wird (Stichwort: Die hohe Staatsverschuldung, die immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich, die Verbreitung der Massenvernichtungswaffen, die Umweltzerstörung, die Hungerkatastrophen, die Seuchen, das organisierte Verbrechen, die Erschöpfung der Rohstoffe, die drohenden Verteilungskriege, die Armut, die Flüchtlingsströme, die Bürgerkriege, die Bevölkerungsexplosion usw.) Kurz gefragt: Seid ihr bereit Risiken einzugehen, Veränderungen mindestens hinzunehmen, um für eine höhere Sache zu kämpfen, für die Menschheit, die Nation oder wenigstens für euch selbst, auch wenn es zum Beispiel nur die Duldung der Praxisgebühren ist, um die Verschuldung der Krankenkassen zu reduzieren? Oder ist selbst das schon zuviel verlangt? Ich bin gespannt auf eure Standpunkte. |
| Icy | Ich sehe es so, würde sich die Situation nicht immer weiter verschlechtern, würde ich das sichere Leben bevorzugen, die Variante ohne Risiko. Ich weiß, man stirbt früher oder später sowieso, meine Sorge wäre eher die, durch die neuen Herrscher auf welchen Gründen auch immer Jahrelang gefoltert zu werden. Aber da es Sicherheit aufgrund der Probleme der Welt nicht gibt, wär ich nicht abgeneigt, was neues auszuprobieren. |
| Normalus | [quote]Kurz gefragt: Seid ihr bereit Risiken einzugehen, Veränderungen mindestens hinzunehmen, um für eine höhere Sache zu kämpfen, für die Menschheit, die Nation oder wenigstens für euch selbst, auch wenn es zum Beispiel nur die Duldung der Praxisgebühren ist, um die Verschuldung der Krankenkassen zu reduzieren? Oder ist selbst das schon zuviel verlangt? [/quote] Die Praxisgebühr mit dem Wörtchen "nur" in Verbindung zu bringen, dürfte für viele Menschen in Deutschland ein Schlag ins Gesicht sein, denn vorallem für die finanziell schwachen Menschen stellt sie eine immense Belastung dar. Die Caritas hat schon mehrfach davor gewarnt, daß die ärmeren Menschen immer öfter Krankenheiten verschleppen, weil sie die Gebühr und die Medikamentzuzahlungen nicht bezahlen können. Dabei haben diese Menschen so schon eine geringere Lebenserwartung. Und eine nennenswerte Kosteneinsparung hat die Praxisgebühr auch nicht gebracht, denn die große Masse der Krankenversicherten sind ja nicht die Armen, sondern die Bürger mit Einkommen, und die gehen laut [URL=http://idw-online.de/pages/de/news171529]neusten Studien[/URL] noch genauso oft wie früher zum Arzt, nur verteilen sie ihre Termine eben so auf die Quartale, um nicht viermal im Jahr die Gebühr zahlen zu müssen. Wir haben hier also, um nun auf das Threadthema zu kommen, eine schlechte Veränderung, denn Veränderungen müssen nicht immer gut sein. Und da die größeren, von der Regierung beschlossenen Veränderungen zur Zeit oftmals mit Sozialabbau einhergehen, obwohl das überhaupt nicht nötig wäre, wenn die Regierung wirklich den Mut für neue Wege hätte, ist es natürlich nachvollziehbar, daß die Gesellschaft in Deutschland veränderungsfeindlich eingestellt ist. Ich denke aber, daß sich das durchaus ändern könnte, wenn es in der politischen Landschaft Deutschlands mehr Visionäre gäbe. Schluß mit all den unflexiblen Ideologien, der Flickschusterei, dem beschränkten Denken - stattdessen klare, logische Maßnahmen, und keine undurchdachten Schnapsideen mehr. Dann könnten diese Maßnahmen auch das halbe Land umwälzen, keiner würde sich dem verschließen. Na fast keiner; ein paar Nörgler gibt es ja immer. |
| Lacerta | [QUOTE][i]Original geschrieben von Normalus [/i] Die Praxisgebühr mit dem Wörtchen "nur" in Verbindung zu bringen, dürfte für viele Menschen in Deutschland ein Schlag ins Gesicht sein, denn vorallem für die finanziell schwachen Menschen stellt sie eine immense Belastung dar. [/QUOTE] Naja. Abgesehen davon, dass Sozialhilfeempfänger ja von der Praxisgebühr befreit sind, [URL=http://www.gesundistbunt.de/997.html]sozial schwache Familien[/URL] sich trotz ihrer Armut teure Zigaretten gönnen, Kinder in solchen Familien auch dadurch häufiger an gesundheitlichen Problemen leiden und diese armen Geschöpfe noch zusätzlich in sozial schwachen Familien überfüttert und somit mit Übergewicht zu kämpfen haben kann ich dir teilweise Recht geben. Es mag sicherlich Menschen geben, welche sich die Gebühr nicht leisten können. Aber bei den vielen Menschen, welche nicht auf drei Zigarettenschachteln verzichten können, um die Praxisgebühr finanzieren zu können kann ich einfach nur den Kopf schütteln. [QUOTE]Die Caritas hat schon mehrfach davor gewarnt, daß die ärmeren Menschen immer öfter Krankenheiten verschleppen, weil sie die Gebühr und die Medikamentzuzahlungen nicht bezahlen können. Dabei haben diese Menschen so schon eine geringere Lebenserwartung.[/QUOTE] Zum Thema [URL=http://www.dieneueepoche.com/articles/2006/09/18/52704.html]Lebenserwartung[/URL] : "Besonders groß sind solche Probleme der Statistik zufolge bei Armen und Arbeitslosen. So leiden die 13,5 Prozent der Bevölkerung mit erhöhtem Armutsrisiko häufiger an Krankheiten wie Schlaganfall, chronischer Bronchitis, Schwindel, Rückenschmerzen oder Depressionen. Zum Teil hänge dies mit dem Lebensstil zusammen, zumal «Zigarettenkonsum und Übergewicht in der unteren Schicht stärker verbreitet» seien. Auch Bewegungsmangel sei hier häufiger." [QUOTE]Und eine nennenswerte Kosteneinsparung hat die Praxisgebühr auch nicht gebracht, denn die große Masse der Krankenversicherten sind ja nicht die Armen, sondern die Bürger mit Einkommen, und die gehen laut [URL=http://idw-online.de/pages/de/news171529]neusten Studien[/URL] noch genauso oft wie früher zum Arzt, nur verteilen sie ihre Termine eben so auf die Quartale, um nicht viermal im Jahr die Gebühr zahlen zu müssen.[/QUOTE] Gut, da muss ich dir Recht geben. Ich will die Praxisgebühr auch garnicht in Schutz stellen. Auf deiner geposteten Webseite gab es sogar einen besseren Lösungsvorschlag um die Kosten zu senken. Deshalb gilt auch hier, bei jeder Veränderung verschiedene Ideen zu vergleichen, meinetwegen auch auf erfolgreiche Ideen anderer Länder zurückzugreifen und diese umzusetzen, wenn diese auch erfolgsversprechender sind. [QUOTE] Wir haben hier also, um nun auf das Threadthema zu kommen,... [/QUOTE] Deine Meinung zum Thema stimme ich vollstens zu! Die große Koalition hat es leider verpasst gemeinsam für ein besseres Land zu arbeiten, stattdessen werden ständig unzumutbare Kompromisse zwischen SPD und CDU beschlossen, nur um diese Koalition nach außen hin nicht als Gescheitert erscheinen zu lassen. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lacerta [/i] Manchmal frage ich mich wie mutig unsere Gesellschaft überhaupt ist. Mit Mut meine ich die Bereitschaft Veränderungen mindestens zu dulden, zu akzeptieren oder gar zu unterstützen! Oder fühlt sich jemand von euch von Veränderungen abgeschreckt, da er seine schöne heile Welt am liebsten für Allezeit beibehalten möchte?[/QUOTE]Zur Zeit gehört wohl wesentlich mehr Mut dazu, den verbliebenen Rest von heiler Welt zu verteidigen, als die täglichen Veränderungen zu dulden, die von debilen Wirtschaftsverbänden und deren blinden Erfüllungsgehilfen herbeigeführt werden und immer nur mehr Leid und Elend bringen. [QUOTE]Wieso ich diese Frage zum Gegenstand der Diskussion machen möchte ist nämlich meine Frustration über diese lahme Gesellschaft, welche lieber auf das Prinzip "Business as usual" setzt, also auf die Kontinuität, statt auf einen wirklichen Umbruch um vielerlei Probleme lösen zu KÖNNEN.[/QUOTE]Wenn von einer Landesregierung massiver Raubbau an Sozialwesen und Kultur betrieben wird, und sich die Einwohner dieses Bundeslandes mit einem Volksbegehren dagegen auflehnen, um Sozialwesen und Kultur zu erhalten, die Landesregierung darufhin alles versucht, um diesem Volksbegehren per richterlichem Beschluss den Garaus zu machen und unbeirrt mit dem Raubbau fortzufahren - wer ist in diesem Spiel revolutionär und wer ist konservativ, wer ist in diesem Spiel mutig und wer ist lahm? [QUOTE]Wichtig ist somit hierbei über anscheinende Utopien reichlich zu diskutieren um die beste Idee auswählen und zu realisieren.[/QUOTE]Und damit fängt die Utopie schon an! Aus meiner Sicht wäre es die angemessenste Weise, auf ein Volksbegehren zu reagieren, wenn man diese Aktivität honoriert und auf deren Grundlage eine breite Diskussion fördert. Dann könnte man sicher eine große Menge an Mitstreitern gewinnen. Aber nein, es wird alles unternommen, um die Diskussion abzuwürgen. [QUOTE]Hier wird zwar viel diskutiert aber leider nicht gehandelt. Das vermisse ich. Die Gesellschaft ist leider mitunter schuld daran, dass die Politiker so handeln wie sie handeln, denn schließlich haben diese ständig die Wähler im Kopf, von denen sie nichts zumuten möchten.[/QUOTE]Was würdest [b]DU[/b] denn im konkreten Fall vorschlagen, um zu handeln statt zu diskutieren? Den Herrn Althaus & Co. auf die Quillotine schicken? Offenbar haben viele Politiker ganz andere Dinge im Kopf als ihre Wähler, zum Beispiel finanzielle Anteile an einer Gasgesellschaft wie Herr Schröder, oder finanzielle Anteile an der Produktion von elektronischen Pässen wie Herr Schily. Prinzip "Business as usual". Ich will gar nicht wissen, welche finanziellen Anteile diverse deutsche Politiker an diversen Rüstungsfirmen haben ... [QUOTE]Auch stelle ich mir die Frage, ob es sich überhaupt lohnt den Menschen Konzepte für eine bessere Welt nahe zu bringen, wenn diese aus Prinzip abgelehnt werden, weil dies eine Veränderung in ihrem Leben bedeuten würde,[/QUOTE]Wenn du Konzepte hast, die eine [b]Verbesserung[/b] in ihrem Leben bedeuten würden, lohnt sich das allemal, aber das ist möglicherweise gefährlich für dich, weil solche Konzepte meist obengenannten debilen Wirtschaftsverbänden nicht behagen. [QUOTE]wobei doch bereits klar sein dürfte, dass die stetige Lebensweise der Menschen früher oder später zu einem Kollaps führen wird[/QUOTE]Da bin ich gegenteiliger Meinung: eine stetige Lebensweise würde den Kollaps vermeiden. Es ist die Gier obengenannter debiler Wirtschaftsverbände nach immer mehr, die die Welt kaputt macht. [QUOTE]Stichwort: Die hohe Staatsverschuldung, die immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich, die Verbreitung der Massenvernichtungswaffen, die Umweltzerstörung, die Hungerkatastrophen, die Seuchen, das organisierte Verbrechen, die Erschöpfung der Rohstoffe, die drohenden Verteilungskriege, die Armut, die Flüchtlingsströme, die Bürgerkriege, die Bevölkerungsexplosion usw.[/QUOTE]Es gibt meines Erachtens einige wenige, allerdings radikale Veränderungen, die viele der genannten Probleme mildern und längerfristig lösen könnten. Eine davon wäre die Abschaffung des Zinssystems (vielleicht ist das Zinsverbot im Islam der wirkliche Grund für den "Kampf gegen die Islamisten"?). Allerdings widerspräche eine gewaltsame Durchsetzung solcher Veränderungen meiner Vision von einer friedlichen und gewaltfreien Welt. [QUOTE]Kurz gefragt: Seid ihr bereit Risiken einzugehen, Veränderungen mindestens hinzunehmen, um für eine höhere Sache zu kämpfen, für die Menschheit, die Nation oder wenigstens für euch selbst,[/QUOTE]Ja. Allerdings bin ich nicht bereit, Veränderungen zu unterstützen und hinzunehmen, die gegen die Menschheit und mich selbst gerichtet sind. Dementsprechend hängt meine Einstellung zur Nation vom jeweiligen Kontext ab. By the way, im neuen "Orkus" ist ein interessantes Interview mit [URL=http://www.laibach.nsk.si]Laibach[/URL] zu ihrer neuen [URL=http://www.cdstarts.de/kritiken/Laibach%20-%20Volk.html]CD "Volk".[/URL] [QUOTE]auch wenn es zum Beispiel nur die Duldung der Praxisgebühren ist, um die Verschuldung der Krankenkassen zu reduzieren? Oder ist selbst das schon zuviel verlangt?[/QUOTE]Naja, "Abzocke, mehr Abzocke, noch mehr Abzocke" ist in meinen Augen nicht sonderlich revolutionär, sondern eher "Business as usual". Die Verschuldung der Krankenkassen ließe sich vermutlich schneller reduzieren, wenn man den Pharma-Konzernen auf die gierigen Finger klopft und auf Prunkbauten der Kassen-Bürokraten verzichtet. Jährliche Arbeitsleistungen im Wert von 40 Euro zur Verbesserung der örtlichen Arztpraxis hätten sicher eine bessere Wirkung - und provozieren keine peinlichen Hasstiraden gegen Sozialhilfeempfänger und Übergewichtige. |
| darkmav | Die zehn Euro Zuzahlung pro Quartal halte ich auch für 'nen ziemlichen Schmonsens. Ebenso wie die Zuzahlungen zu Medikamenten. Früher (tm), als ich noch jung war, mußten auch Erwachsene viel weniger Medikamentenzuzahlungen leisten. Klar, daß Krankheiten verschleppt werden; nicht nur bei Sozialhilfeempfängern, auch bei Leuten wie mir, die mit ner halben Stelle auch nicht gerade Geld dicke haben. Kranke Leute haben schon genug Nachteile durch ihr Leiden, es ist äußerst unfair daß sie zudem noch zur Kasse gebeten werden. Eine Entlastung ist durch diese Abgabe nicht eingetreten; die Versicherungssätze steigen weiterhin. Die meisten Ärzte halten diese Abgabe auch für Bullshirt - verursacht sie nur mehr Kosten. Alleine der damit verbundene bürokratische Aufwand dürfte den Nutzen übersteigen. Es wäre viel klüger, die Ärzte dazu zu zwingen, keine teure Markenmedikamente mehr zu verschreiben, sondern die günstigereren Generika. Leider gibt es die Pharmavertreter, die Ärzte in der Medikamentenwahl bewußt oder unbewußt beeinflussen... Zudem sollten Röntgenaufnahmen in einer zentralen Datenbank gespeichert werden, daß nicht doppelt geröntgt werden muß (die Technik ist längst vorhanden - Ärzte sind in technischen Dingen leider meist etwas konservativ). Eine Karte, wo sämtliche Krankheiten gespeichert sind, ist auch eine gute Idee. Allerdings darf die Speicherung von solch sensiblen Daten nur mit Einverständnis des Patienten geschehen. An den OP: Wo ist eigentlich das Revolutionäre am Dulden der Praxisgebühren? Revolutionär wäre es eher, durch Tricks diese Zwangsabgabe zu umgehen bzw. beim Verfassungsgericht (oder sonstwo) zu klagen (evtl. mithilfe eines schlauen Anwalts), so daß die Gebühren wieder abgeschafft werden. Oder zu demonstrieren etc. Sorry wegen dem etwas OT, aber ich finde das Thema "Praxisgebühren" alleine schon einen Thread wert... ;-) |
| Lacerta | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] Zur Zeit gehört wohl wesentlich mehr Mut dazu, den verbliebenen Rest von heiler Welt zu verteidigen, als die täglichen Veränderungen zu dulden, die von debilen Wirtschaftsverbänden und deren blinden Erfüllungsgehilfen herbeigeführt werden und immer nur mehr Leid und Elend bringen.[/QUOTE] Es sind nicht nur die debilen Wirtschafsverbände, welche uns sinnbildlich das Geld aus den Taschen ziehen. Es ist allgemein dieser extreme Liberalismus auf dieser Erde welche uns Arm macht. Selbst Staaten konkurieren untereinander, mit steuerlichen Begünstigungen für Unternehmer, um Kapitalabflüsse zu verhindern oder Kapital anzulocken! Unternehmer spielen da meiner Meinung nach eine nebensächliche Rolle. Sie erinnern (eher erpressen) die Politiker daran, dass sie die Steuern ebenfalls senken sollten, um eine Verlagerung der Unternehmen zu verhindern. Gelder die dem Staat somit durch die Unternehmenssteuersenkungen fehlen, werden halt durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer kompensiert, um den "verbliebenen Rest von heiler Welt zu verteidigen". Was die Unternehmer hier tun, ist etwas was sich kaum von uns Verbrauchern unterscheidet. Während wir das beste Produkt zum niedrigsten Preis kaufen, suchen sich Unternehmer das Land heraus wo sie sich die größten Gewinne versprechen. Und wenn sich hier an der Wurzel, also bei den Staatschefs aller herren Länder, nichts im Denken ändert, dann bleibt dies leider der Lauf der Dinge. [QUOTE]Wenn von einer Landesregierung massiver Raubbau an Sozialwesen und Kultur betrieben wird, und sich die Einwohner dieses Bundeslandes mit einem Volksbegehren dagegen auflehnen, um Sozialwesen und Kultur zu erhalten, die Landesregierung darufhin alles versucht, um diesem Volksbegehren per richterlichem Beschluss den Garaus zu machen und unbeirrt mit dem Raubbau fortzufahren - wer ist in diesem Spiel revolutionär und wer ist konservativ, wer ist in diesem Spiel mutig und wer ist lahm?[/QUOTE] Wir leben doch jetzt bereits über unseren Verhältnissen! Was bleibt unserer Regierung denn da noch übrig, wenn unsere (ich bleibe jetzt dabei) konservativen Bürger keine radikalen Veränderungen fordern? Wir können doch nicht so tun, als ob es uns irgendwann schon besser gehen wird, wenn wir an Sozialwesen und Kultur festhalten und uns alles andere egal ist, solange es beim alten bleibt. Das ist in meinen Augen absurd und führt nur zu Schlimmeres. In deinem Beispiel ist es doch die Regierung, welche Mut zeigt sich gegen das Volk aufzulehnen, um schlimmeres zu vermeiden. Auch wenn sie in der nächsten Wahl stimmen verlieren werden. Sicherlich machen sie dies nicht aus Freude. [QUOTE]Und damit fängt die Utopie schon an! Aus meiner Sicht wäre es die angemessenste Weise, auf ein Volksbegehren zu reagieren, wenn man diese Aktivität honoriert und auf deren Grundlage eine breite Diskussion fördert. Dann könnte man sicher eine große Menge an Mitstreitern gewinnen. Aber nein, es wird alles unternommen, um die Diskussion abzuwürgen.[/QUOTE] Da stimme ich dir zu. Aktionen, das Volksbegehren mit richterlichem Beschluss zu untersagen ohne ausreichende Aufklärung finde ich ganz klar falsch von der Politik! Dies erweckt bei den Bürgern nur den Eindruck, dass die Politiker die Demokratie mit Füssen treten, das Volk ignorieren und nur auf ihre eigene Interessen aus sind. [QUOTE]Was würdest [b]DU[/b] denn im konkreten Fall vorschlagen, um zu handeln statt zu diskutieren? Den Herrn Althaus & Co. auf die Quillotine schicken? Offenbar haben viele Politiker ganz andere Dinge im Kopf als ihre Wähler, zum Beispiel finanzielle Anteile an einer Gasgesellschaft wie Herr Schröder, oder finanzielle Anteile an der Produktion von elektronischen Pässen wie Herr Schily. Prinzip "Business as usual". Ich will gar nicht wissen, welche finanziellen Anteile diverse deutsche Politiker an diversen Rüstungsfirmen haben ...[/QUOTE] Ich bin kein Politiker, insofern habe ich auch nicht die Möglichkeit dazu zu handeln. Was ich nur tun kann, ist über Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren, damit wirklich gute Ideen weitergegeben, möglicherweise von Medien erfasst werden. Und was die Medien zu berichten haben, wird möglicherweise auch von den Politern erfasst, beraten und auch entschieden. Es braucht auch niemanden zu wundern, wieso sich die Politiker vor der BILD-Zeitung fürchten. Und ob Bestechungen wie du sie genannt hast gang und gebe und für die Armut in diesem Land verantwortlich sind bezweifle ich. Bestechungen sind zum Glück verboten und wird sogar mit Freiheitsstrafe bestraft. Das dürften auch die Politiker wissen. [QUOTE]Da bin ich gegenteiliger Meinung: eine stetige Lebensweise würde den Kollaps vermeiden. Es ist die Gier obengenannter debiler Wirtschaftsverbände nach immer mehr, die die Welt kaputt macht.[/QUOTE] Es ist auch unsere Gier welche die Welt kaputt macht. Wir stecken alle im gleichen Boot und sollten nicht nur den Finger auf die anderen richten. [QUOTE]Es gibt meines Erachtens einige wenige, allerdings radikale Veränderungen, die viele der genannten Probleme mildern und längerfristig lösen könnten. Eine davon wäre die Abschaffung des Zinssystems (vielleicht ist das Zinsverbot im Islam der wirkliche Grund für den "Kampf gegen die Islamisten"?). Allerdings widerspräche eine gewaltsame Durchsetzung solcher Veränderungen meiner Vision von einer friedlichen und gewaltfreien Welt.[/QUOTE] Über dieses System der Freiwirtschaft hab ich mir auch mal den Kopf zerbrochen! Vorallem da dieses System nur dann funktioniert, wenn die alle Nationalstaaten der Erde mitmachen. Utopisch, aber sicherlich machbar. Ich hätte noch weitere Ideen, welche aber nicht in diesen Thread hineinpassen. [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] Sorry wegen dem etwas OT, aber ich finde das Thema "Praxisgebühren" alleine schon einen Thread wert... ;-)[/QUOTE] Tue dir keinen Zwang an :p |
| darkmav | @ TTP >>> Es gibt meines Erachtens einige wenige, allerdings radikale Veränderungen, die viele der genannten Probleme mildern und längerfristig lösen könnten. Eine davon wäre die Abschaffung des Zinssystems (vielleicht ist das Zinsverbot im Islam der wirkliche Grund für den "Kampf gegen die Islamisten"?). Allerdings widerspräche eine gewaltsame Durchsetzung solcher Veränderungen meiner Vision von einer friedlichen und gewaltfreien Welt. Ähmmm, mal ne ganz doofe Frage: Wenn nicht mit Zinsen, wie soll das sonst funktionieren? Leihe ich jemandem Geld, dann möchte ich auch etwas dafür. Denn ich trage letztendlich das Ausfallrisiko (das auch von der Bonität des Kreditnehmers abhängt). Gäbe es keine Zinsen, würde niemand niemandem etwas leihen, da der Kreditgeber nur Geld verlieren kann. Wenn es keine Kredite mehr gibt, dann gäbe es kaum noch Firmenneugründungen oder größere Investitionen. Folgen sind Monopolbildung, negatives wirtschaftliches Wachstum, größere Arbeitslosigkeit und letztendlich mehr Armut. Wollen wir das? [1] Wie läuft das eigentlich im Islam? Kann mir vorstellen, daß einem nichtzahlenden Kreditnehmer 'ne Hand abgehackt wird (weil er letztendlich Geld gestohlen hat), oder so... Ist das etwa besser? Daß das der Grund für den Widerstand gegen den Islamismus ist, halte ich für seeehr weit hergeholt. Hauptgründe sind wohl eher: 1.) Terrorismusgefahr islamistischer Oragnisation 2.) (außenpolitische) Aggressivität islamistischer Staaten 3.) (innenpolitische) Menschenrechtsverstoßungen in islamistischen Staaten. [1] Nur ein aktuelles Beispiel, das mir gerade einfällt: Studiengebühren. Ohne Kredite könnten sich nur noch Kinder reicher Eltern ein Studium leisten. Meiner Meinung nach sind Studiengebühren sinnvoll, da es mir logisch erscheint, daß Menschen später (wenn sie viel Geld verdienen) der Gesellschaft zumindest teilweise die erbrachten Leistungen zurückerstatten. Dazu dienen Bildungskredite, die i. d. R. mit niedrigen Zinssätzen ausgestattet sind (obwohl die Studenten i. d. R. eine sehr geringe Bonität aufweisen). Edit: Was mir am meisten auf den Sack geht, ist das Gejammere irgendwelcher Dritte-Welt-Staaten, wegen Wucherzinsen usw. Niemand ist gezwungen, einen Kredit aufzunehmen. Zu einem Kreditvertrag gehören immer Kreditgeber UND Kreditnehmer. Wenn dem Kreditnehmer ein Zinssatz nicht paßt, muß er den Kredit nicht aufnehmen. Der Grund für die katastrophalen Wirtschaftsverhältnisse in diesen Staaten ist wohl eher, daß dort meistens Diktaturen herrschen: Das Geld (erwirtschaftet oder geliehen) wird für die Bereicherung der Oberschicht und für das Millitär (das letztendlich der Selbsterhaltung der Diktatur und Expansionsgelüsten dient) ausgegeben. Klar... Wenn man einmal in der Schuldenfalle steckt, dann muß man u. U. Kredite aufnehmen, um andere Kredite abbezahlen zu können. Dann wird es schwierig, wieder auf eigene Beine zu kommen. Deswegen bin ich auch für eine (teilweise) Entschuldung der Härtefälle unter gewissen Auflagen: Errichtung einer Demokratie, Zurückfahren des Verteidigungshaushalts usw. |
| Popstar | je nach situation ist es mutig, mal revolutionär und mal konservativ zu sein. es ist aber vor allem unheimlich dämlich, nur eines zu sein. mindestens unreflektiert ist es. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lacerta [/i] Es sind nicht nur die debilen Wirtschafsverbände, welche uns sinnbildlich das Geld aus den Taschen ziehen.[/QUOTE]Das Schlimme ist doch nicht, dass sie uns Geld aus den Taschen ziehen, sondern dass sie unsere Lebensgrundlagen zerstören. [QUOTE]Was die Unternehmer hier tun, ist etwas was sich kaum von uns Verbrauchern unterscheidet. Während wir das beste Produkt zum niedrigsten Preis kaufen, suchen sich Unternehmer das Land heraus wo sie sich die größten Gewinne versprechen.[/QUOTE]Der gewaltige Unterschied ist, dass wir als Menschen (wenn wir nicht schon total von Werbung verblödet wurden) nach mehr Lebensqualität streben. Und dabei ist die Ansicht konsequent, dass das Produkt am besten dem entsprechen soll, was wir wollen, wir aber möglichst wenig von den "Risiken und Nebenwirkungen" haben möchten, die wir nicht wollen (zum Beispiel eine ungeliebte Tätigkeit - "Arbeit" - ausführen zu müssen). Aber dass ein Unternehmen sich quasi selbst vernichtet (seine eigenen Wertschöpfer hinauswirft), nur um irgendwelche vorgegebenen Zahlen zu erfüllen, das ist totaler Schwachsinn. [QUOTE]Und wenn sich hier an der Wurzel, also bei den Staatschefs aller herren Länder, nichts im Denken ändert, dann bleibt dies leider der Lauf der Dinge.[/QUOTE]Staatschefs sind auch nur Menschen, und genauso wie alle anderen von dem Schwachsinn der Wirtschaft betroffen. Ihnen bleiben die beiden Möglichkeiten, sich entweder dem Schwachsinn anzupassen und privat einigermaßen auszukommen, oder sich dem Schwachsinn entgegenzustellen und niedergemacht zu werden. [QUOTE]Wir können doch nicht so tun, als ob es uns irgendwann schon besser gehen wird, wenn wir an Sozialwesen und Kultur festhalten und uns alles andere egal ist, solange es beim alten bleibt. Das ist in meinen Augen absurd und führt nur zu Schlimmeres.[/QUOTE]Hier würde mich ganz konkret interessieren, was dieses "Schlimmere" wäre. Was soll denn Schlimmes passieren, wenn die Wirtschaft darauf ausgerichtet wird, dass es den Menschen sozial gut geht und sie alle Möglichkeiten haben, sich kulturell zu entfalten? [QUOTE]Da stimme ich dir zu. Aktionen, das Volksbegehren mit richterlichem Beschluss zu untersagen ohne ausreichende Aufklärung finde ich ganz klar falsch von der Politik! Dies erweckt bei den Bürgern nur den Eindruck, dass die Politiker die Demokratie mit Füssen treten, das Volk ignorieren und nur auf ihre eigene Interessen aus sind.[/QUOTE]Das erweckt nicht nur den Eindruck, sondern es ist genau die Realität, die die Menschen zu spüren bekommen. [QUOTE]Ich bin kein Politiker, insofern habe ich auch nicht die Möglichkeit dazu zu handeln. Was ich nur tun kann, ist über Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren, damit wirklich gute Ideen weitergegeben, möglicherweise von Medien erfasst werden.[/QUOTE]Um im ureigensten Sinne zu handeln, muss man kein Politiker sein. Aber um Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren, muss man sich erst mal darüber klar werden, welche Probleme man eigentlich lösen will. [QUOTE]Und ob Bestechungen wie du sie genannt hast gang und gebe und für die Armut in diesem Land verantwortlich sind bezweifle ich.[/QUOTE]Ich habe nirgends von Bestechungen gesprochen. Zwar gehören sie zu den von den (wie ich sie genannt habe) Erfüllungsgehilfen genutzten Methoden, aber daneben gibt es auch weitere Methoden wie Diffamierungen, Lügen und mehr oder weniger direkte Bedrohungen. [QUOTE]Bestechungen sind zum Glück verboten und wird sogar mit Freiheitsstrafe bestraft. Das dürften auch die Politiker wissen.[/QUOTE]Du bist lustig! Im Zweifelsfalle können auch Richter bestechlich sein oder, wenn das nicht hilft, um ihr Leben und das ihrer Nahestehenden bangen. [QUOTE]Es ist auch unsere Gier welche die Welt kaputt macht. Wir stecken alle im gleichen Boot und sollten nicht nur den Finger auf die anderen richten.[/QUOTE]Das ist eine dieser Lügen, die auch durch tausendfaches Wiederholen nicht wahrer werden. Im Unterschied zu natürlichen Personen können [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Juristische_Person]"juristische Personen"[/URL] zu dem überflüssigen Ballast werden, der das Boot zum Sinken bringt. In solchen Fällen sollte man die "juristischen Personen" im Interesse des Überlebens der natürlichen Personen lieber über Bord werfen. [QUOTE]Über dieses System der Freiwirtschaft hab ich mir auch mal den Kopf zerbrochen! Vorallem da dieses System nur dann funktioniert, wenn die alle Nationalstaaten der Erde mitmachen. Utopisch, aber sicherlich machbar.[/QUOTE]Nationalstaaten sind wie Wirtschaftsverbände "juristische Personen", die man notfalls über Bord werfen könnte. Wenn Wirtschaftsverbände wieder mal einen Krieg anzetteln, um den Umsatz anzukurbeln, dann ist jeder Tote ein Toter zuviel, egal aus welchem Nationalstaat er kommt. |
| Seneca | Genaugenommen hat die Weltwirtschaft eine Eigendynamik entwickelt, die sich längst der Kontroller jedes eingesetzen Organs entzieht. Im Übrigen sollte sich jeder ,der das hier lesen kann, erstmal klar machen, dass er/ sie/ es ein Teil dieses Systems ist. In der Vergangenheit hatte die Gesellschaft immer genug Selbstreinigungskraft, um Extreme zeitweise zu beseitigen, bis der Kreis von neuem beginnt. Die Zyklen weden dabei allerdings immer kürzer. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] Wenn nicht mit Zinsen, wie soll das sonst funktionieren? Leihe ich jemandem Geld, dann möchte ich auch etwas dafür ... Gäbe es keine Zinsen, würde niemand niemandem etwas leihen, da der Kreditgeber nur Geld verlieren kann.[/QUOTE]Im Gegenteil: Gäbe es keine Zinsen, dann würde das Geld mit der Zeit genauso an Wert verlieren wie andere natürliche Dinge und gehortetes Geld wäre irgendwann genauso nutzlos wie Gammelfleisch (aus diesem Grund wird diese Herangehensweise auch [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Freiwirtschaft]Natürliche Wirtschaftsordnung[/URL] genannt). Das Geld wäre wie ein "Schwarzer Peter", den man so schnell wie möglich wieder loswerden will. [QUOTE]Wenn es keine Kredite mehr gibt, dann gäbe es kaum noch Firmenneugründungen oder größere Investitionen. Folgen sind Monopolbildung, negatives wirtschaftliches Wachstum, größere Arbeitslosigkeit und letztendlich mehr Armut. Wollen wir das?[/QUOTE]Wie schon angedeutet, würde es sogar mehr Investitionen geben, um das Geld möglichst schnell wieder loszuwerden. Beim [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%B6rgl]"Wörgler Geldexperiment"[/URL] ist genau das eingetreten: Es wurde investiert und gebaut, die Wirtschaft blühte auf, und die Arbeitslosigkeit sank in nur 14 Monaten von 21 auf 15 Prozent ab - ganz ohne Drohungen und Schikanen gegen die Arbeitslosen. Wollen wir das? [QUOTE]Wie läuft das eigentlich im Islam? Kann mir vorstellen, daß einem nichtzahlenden Kreditnehmer 'ne Hand abgehackt wird (weil er letztendlich Geld gestohlen hat), oder so... Ist das etwa besser?[/QUOTE]Vermutlich reicht es aus, wenn derjenige nie wieder in seinem Leben einen Kredit bekommt. [QUOTE]Daß das der Grund für den Widerstand gegen den Islamismus ist, halte ich für seeehr weit hergeholt. Hauptgründe sind wohl eher: 1.) Terrorismusgefahr islamistischer Organisation 2.) (außenpolitische) Aggressivität islamistischer Staaten 3.) (innenpolitische) Menschenrechtsverstoßungen in islamistischen Staaten.[/QUOTE]Woher kommt diese Aggressivität? Ist sie nicht die Folge von Armut und mangelnder Bildung? [QUOTE]Edit: Was mir am meisten auf den Sack geht, ist das Gejammere irgendwelcher Dritte-Welt-Staaten, wegen Wucherzinsen usw. Niemand ist gezwungen, einen Kredit aufzunehmen. Zu einem Kreditvertrag gehören immer Kreditgeber UND Kreditnehmer. Wenn dem Kreditnehmer ein Zinssatz nicht paßt, muß er den Kredit nicht aufnehmen.[/QUOTE]Die Armen sollten sich also deiner Meinung nach lieber zum Verhungern still und heimlich in eine Ecke setzen, statt dich mit ihrem Gejammere zu stören? [QUOTE]Der Grund für die katastrophalen Wirtschaftsverhältnisse in diesen Staaten ist wohl eher, daß dort meistens Diktaturen herrschen: Das Geld (erwirtschaftet oder geliehen) wird für die Bereicherung der Oberschicht und für das Millitär (das letztendlich der Selbsterhaltung der Diktatur und Expansionsgelüsten dient) ausgegeben.[/QUOTE]Ohne das Militär würden sich die Diktaturen wohl nicht lange halten. Leider ist es oftmals so, dass [b]die Kreditgeber[/b] die Kreditvergabe an die Bedingung knüpfen, davon Waffen und andere nutzlose Dinge zu kaufen. Die Kreditnehmer könnten nämlich sonst früher oder später unabhängig von ihnen werden. [QUOTE]Klar... Wenn man einmal in der Schuldenfalle steckt, dann muß man u. U. Kredite aufnehmen, um andere Kredite abbezahlen zu können. Dann wird es schwierig, wieder auf eigene Beine zu kommen. Deswegen bin ich auch für eine (teilweise) Entschuldung der Härtefälle unter gewissen Auflagen: Errichtung einer Demokratie, Zurückfahren des Verteidigungshaushalts usw.[/QUOTE]Eben genau das werden die Wirtschaftsverbände nicht tun. Wenn die Menschen auf eigene Beine kommen würden, dann würden sie nicht mehr für einen Hungerlohn für die Wirtschaftsverbände schuften. In diesem Zusammenhang sind der Friedensnobelpreisträger 2006 [URL=http://www.vorwaerts.de/magazin/artikel.php?artikel=3943&type=2&menuid=359&topmenu=359]Muhammad Yunus[/URL] und seine Grameen Bank erwähnenswert. [QUOTE][1] Nur ein aktuelles Beispiel, das mir gerade einfällt: Studiengebühren. Ohne Kredite könnten sich nur noch Kinder reicher Eltern ein Studium leisten.[/QUOTE]Ohne Studiengebühren bräuchten die Kinder armer Eltern gar keine Kredite und es könnten die Klügsten statt den Reichsten studieren. [QUOTE]Meiner Meinung nach sind Studiengebühren sinnvoll, da es mir logisch erscheint, daß Menschen später (wenn sie viel Geld verdienen) der Gesellschaft zumindest teilweise die erbrachten Leistungen zurückerstatten.[/QUOTE]Diese Rechnung geht nicht auf, wenn sie nach dem Studium arbeitslos herumhängen. Außerdem ist Studium auch Arbeit, die angemessen vergütet werden sollte, statt dafür noch bezahlen zu müssen. Wenn die Studenten dazu verdonnert werden, ihre Arbeitskraft an sinnlose Tätigkeiten zu verschwenden, statt in gesellschaftlich nützliche Projekte eingebunden zu werden, dann ist das nur zu geringem Teil ihre Schuld. [QUOTE]Dazu dienen Bildungskredite, die i. d. R. mit niedrigen Zinssätzen ausgestattet sind (obwohl die Studenten i. d. R. eine sehr geringe Bonität aufweisen).[/QUOTE]Und welches Recht haben nun irgendwelche Kapitalbesitzer, ohne eigene Arbeit an den Leistungen zu verdienen, die von Professoren und Studenten erbracht werden? |
| darkmav | @TTP: --- Freiwirtschaft --- Das sind ja durchaus interessante Spekulationen. Vielleicht kann ich ja mit meinen bescheidenen volks- und betriebswirtschaftlichen Kenntnissen darauf entgegnen. >>> Im Gegenteil: Gäbe es keine Zinsen, dann würde das Geld mit der Zeit genauso an Wert verlieren wie andere natürliche Dinge und gehortetes Geld wäre irgendwann genauso nutzlos wie Gammelfleisch (aus diesem Grund wird diese Herangehensweise auch Natürliche Wirtschaftsordnung genannt). Das Geld wäre wie ein "Schwarzer Peter", den man so schnell wie möglich wieder loswerden will. Niemand könnte sich aber in seinen besten Jahren beispielsweise ein Haus kaufen, da keiner einfach so 'ne halbe Million flüssig hat. Im Gegenteil: Jeder würde sein Geld für irgendwelchen Schmonsens (Zweitvideorekorder, Klingeltöne etc.) ausgeben, anstatt für etwas sinnvolles zu sparen. Zum Wörgler Geldexperiment: Es ist recht schwierig, dieses Experiment auf die heutige Zeit und auf einen nationalen oder gar globalen Maßstab zu übertragen. Sicherlich haben sich da schon welche Gedanken gemacht. Es handelt sich hierbe aber eher um eine revolutionäre Idee (vergleichbar mit den Visionen von Götz Werner), und es ist sehr heikel, diese im nationalen Maßstab umzusetzen. Ind er Realität kann man eben nicht auf einen gespeicherten Spielstand zurückgreifen. Wie gesagt, ich weiß zu wenig über Volkswirtschaft im allgemeinen und diese Freiwirtschaft im speziellen. --- Kredite im Islam --- >>> Wie läuft das eigentlich im Islam? [...] Vermutlich reicht es aus, wenn derjenige nie wieder in seinem Leben einen Kredit bekommt. Gib mir einen Kredit über 10 Millionen Euro, den nich nicht zurückzahlen muß. Dann brauche ich zeit meines Lebens keinen zweiten mehr. >>> Woher kommt diese Aggressivität [islamistischer Staaten]? Ist sie nicht die Folge von Armut und mangelnder Bildung? Viele dieser Staaten (bspw. Iran) verfügen über massig Rohstoffe. Ich glaube diese Aggressivität kommt eher durch die Indoktrination des Volkes durch einige wenige. Die naive Interpretation des Korans liefert dafür die geeignete Ideologie. --- Kredite an "arme Länder" (bzw. Diktaturen) --- >>> Die Armen sollten sich also deiner Meinung nach lieber zum Verhungern still und heimlich in eine Ecke setzen, statt dich mit ihrem Gejammere zu stören? Die Armen sollen aufgeben, an irgendwelche Heinis (Diktatoren) zu glauben, die ihnen Himmel auf Erden versprechen. Mehr oder weniger kommen Diktatoren auch durch das Volk an die Macht bzw. das Volk wehrt sich nicht dagegen. War bei uns 1933 so, ist in Schwarzafrika heute noch so. >>> Leider ist es oftmals so, dass die Kreditgeber die Kreditvergabe an die Bedingung knüpfen, davon Waffen und andere nutzlose Dinge zu kaufen. Die Kreditnehmer könnten nämlich sonst früher oder später unabhängig von ihnen werden. Das ist natürlich schlecht. Weißt Du, wieviele Kredite mit genau diesen Bedingungen vergeben werden? Würde mich mal interessieren... Vielleicht in Prozenten der Gesamtkreditsumme. --- Studiengebühren --- Studium ist meiner Meinung nach keine Arbeit, da niemandem (außer dem Studierenden selbst) geholfen ist. Studium kostet aber eine Menge Geld. Als Student war ich natürlich auch gegen Gebühren - heute sehe ich die Sache anders. Falls man nach dem Studium gering verdient oder arbeitslos wird, muß man ja noch nichts zurückzahlen. Falls man gut verdient, ist es nur gerecht. Handwerksgesellen müssen ihre Meisterprüfung auch selbst beszahlen (ist gar nicht billig). Außerdem lernt man so den Wert eines Studiums zu schätzen, und überlegt sich's noch mal, einfach nur so "etwas mit Medien" zu studieren, weil einem grad mal langweilig ist, oder man Lust auf lockeres Studentenleben hat. --- abschließende Bemerkung (zum Thema) --- Insgesamt glaube ich schon, daß die soziale Marktwirtschaft nach Ludwig Erhardt ein sehr gutes erproptes Wirtschafts- und auch Gesellschaftsmodell darstellt. Man sollte darauf achten, daß das Pendel nicht zu sehr nach "sozial" aber auch nicht zu weit nach "Markt" ausschlägt. Von der derzeitigen Regierung wünsche ich mir, daß sie so schnell wie möglich eine Einkommenssteuerreform angeht, die einerseits die Ideen von Kirchhoff und Merz zur Streichung von Vergünstigungen aufnimmt, andererseits aber einen streng progressiven Steuersatz beinhaltet. War mir immer schon ein Rätsel, warum daß Kirchhoff nur mit 20% Flat-Tax funktionieren sollte. Wie wäre es mit den derzeitigen Steuersätzen (oder meinetwegen etwas weniger), aber gleichzeitig alle Vergünstigungen streichen? Mir drängt sich der Verdacht auf, daß mächtige Lobbies hinter den jeweiligen Vergünstigungen stecken, vielleicht zählt die Steuerberaterlobby (die danach weitgehend arbeitslos sein würde) auch dazu? Ich befürchte aber fast, daß das Thema "Steuervergünstigungen streichen" frühestens wieder als Wahlversprechen auf den Tisch kommt. |
| Lacerta | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] Hier würde mich ganz konkret interessieren, was dieses "Schlimmere" wäre. Was soll denn Schlimmes passieren, wenn die Wirtschaft darauf ausgerichtet wird, dass es den Menschen sozial gut geht und sie alle Möglichkeiten haben, sich kulturell zu entfalten? [/QUOTE] Das wird jeder von uns früher oder später am eigenen Leibe erfahren, wenn es so weitergeht wie bisher. Es handelt sich hierbei um ein latentes Problem, dass unser Sozialstaat darauf ausgerichtet ist, es den Menschen gut gehen zu lassen! Es zeigt sich an der immensen Summe, welche der Staat jährlich an neuen Schulden aufnehmen muss um den Luxus „Sozialhilfe“ finanzieren zu können, dass dies auf dauer nicht gut gehen kann! Ich empfehle dir erst einmal das folgende Video anzuschauen! [url]http://www.scantax.de/panorama.avi[/url] Den aktuellen Schuldenstand, also vier Jahre später nachdem das Video gedreht worden ist, kannst du dir hier anschauen [url]http://www.bund-der-steuerzahler.de/webcom/show_article.php/_c-43/_nr-29/i.html[/url] ! Wie du siehst ist der Schuldenstand in dieser kurzen Zeit um 300Milliarden Euro angestiegen. Jetzt dürfte dir sicher klar sein, was ich mit diesem „Schlimmeren“ gemeint habe. Es ist einfach die Tatsache, dass sich das Kapital aufgrund der hohen Staatsschulden und des Zinseszinsmechanismus sich zunehmend auf den Konten der Reichen konzentriert. Die Banken, welche sich das Geld von den Reichen leihen, geben das Geld lediglich an den Staat weiter, von welchem sie immer höhere Zinsen verlangen. Und die Zinsen, welche der Staat an die vermögenden Gläubiger zahlen muss, zahlen wir im Grund genommen wir alle! Durch Steuern die wir abgeben, wird der Reiche immer reicher und der Arme immer Ärmer. Sollte es eines Tages dazu kommen, dass alle Gläubiger das Geld schlagartig von den Banken wiederhaben wollen da die Bonität des Staates nicht mehr als gut bewertet wird und den Banken nichts anderes übrig bleibt, als sich das Kapital vom Staat zurückzuholen, dann ist dieser Staat bankrott! Und da ein bankrotter Staat handlungsunfähig ist und in der Weltpolitik nichts mehr zu sagen hat, ist auch ein Ausweg theoretisch unmöglich. Was haben heute schon afrikanische Staaten zu sagen? Doch solange wir noch in der Lage sind etwas zu bewirken (Deutschland ist vom BIP her der dritt reichste Staat der Erde), solange sollten wir auch darum kämpfen, dass sich grundlegend was auf dieser Erde ändert. Denn es sind nicht nur die Staatsschulden welche uns Sorgen machen sollten, sondern auch die im ersten Post genannten Probleme. [QUOTE]Um im ureigensten Sinne zu handeln, muss man kein Politiker sein. Aber um Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren, muss man sich erst mal darüber klar werden, welche Probleme man eigentlich lösen will. [/QUOTE] Problem genannt! Gefahr erkannt? [QUOTE][i]Original geschrieben von Celtvis[/i] Wie sollte denn ein solches Utopia aussehen? Und ließe es sich mit den auf dieser Welt lebenden Menschen überhaupt verwirklichen? [/QUOTE] Ist schon recht spät. Ich werde mal morgen schauen ob ich was dazu schreiben werde. Vielleicht lieg ich mit meiner apokalyptischen Darstellung oben falsch und jemand möchte sich erst einmal kritisch dazu äußern!? Gute Nacht. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Celtvis [/i] Warum zerstören sie die denn? Weil es billiger ist, umveltschädlich zu produzieren als umweltverträglich? Weil sich so einerseits der Gewinn maximieren lässt (was keine ökonomische Dummheit ist) und die eigenen Produkte ganz "nebenbei" konkurrenzfähig günstig bleiben, weil die lieben Konsumenten ja lieber billig einkaufen anstatt umweltbewusst? So könnte es sein.[/QUOTE]Wenn Gewinn und Verlust, Billig und Teuer weiterhin nur in Geldform gemessen werden, ja, dann ist das so. :( So gesehen erfüllt es mich ein wenig mit Stolz, unter Menschen zu wohnen, die das nicht alles einfach so hinnehmen, sondern dagegen aufbegehren (um mal wieder etwas zum Thema zurückzukommen). [QUOTE]Nee, so groß sind die Unterschiede zwischen Menschen und Unternehmen nicht. Ich behaupte einfach ... daß die meisten Menschen ihre Lebensqualität auch dadurch erhöhen, daß sie billig oder meinetwegen auch günstig einkaufen, um dann mehr Geld für andere, zusätzliche Dinge zur Verfügung zu haben.[/QUOTE]Wäre es dementsprechend für die Unternehmen nicht auch sinnvoller, die eingesparten Kapazitäten anderweitig zu nutzen, statt sie wegzuwerfen, zum Beispiel um den Mitarbeitern Vorteile zukommen zu lassen? Es gab Zeiten, da haben gutgehende Unternehmen ihren Mitarbeitern mit sozialen und kulturellen Extras für die Produktivitätssteigerung gedankt, statt sie dafür auf die Straße zu setzen. [QUOTE]Ein Unternehmen erfüllt Zahlen ja nicht als Selbstzweck, sondern um konkurrenzfähig zu sein und auch in Zukunft zu bleiben. Wenn zu dieser Konkurrenzfähigkeit die Entlassung von Arbeitskräften gehört, weil die gleiche Arbeit auch von weniger Arbeitskräften erledigt werden kann, dann ist das ein völlig logischer Vorgang und hat nichts mit einer dramatisch formulierten "Selbstvernichtung" zu tun.[/QUOTE]Das ist wie beim Leistungssport. Jeder will unbedingt der Erste und der Beste und der Größte sein, dafür schindet man sich zu Tode und pumpt sich mit Doping voll. Immer mehr und immer mehr, wie das eben bei Süchtigen so ist. Genuss gibt es da schon lange nicht mehr. Das Streben nach Maximalprofit ist nichts anderes als der "Goldene Schuss". [QUOTE]Wenn Unternehmen versuchen, konkurrenzfähig zu sein und zu bleiben, dann wohl auch mit dem Hintergrund, in der Hackordnung der Unternehmen & Konzerne aufzusteigen oder zumindest den eigenen Platz zu behaupten. Der Wunsch nach Beibehaltung oder Verbesserung in der Hackordnung ist m.E. aber ein zutiefst menschlicher womit die Unternehmen sogar "einfach nur" menschlich handeln, weil sie von Menschen gesteuert werden.[/QUOTE]Im Drogen-Milieu scheint das Usus zu sein, aber darum ist das noch lange nicht menschlich. Warum kann man sich nicht mit dem zweiten Platz oder einem Platz im Mittelfeld begnügen und den Sport einfach als Spiel und Spaß genießen? Warum kann man nicht auf die pompösen Goldketten verzichten und sich wie die Grufties mit Silber zufrieden geben? [QUOTE]Wieder so eine fragwürdige Formulierung: Staatslenker sind Menschen, nun könnte man aus der Formulierung den Umkehrschluß ziehen, Unternehmenslenker seien es für Dich nicht.[/QUOTE]Doch, das sind sie, und sie sind in der selben Zwickmühle wie die Politiker auch, und wie auch die anderen Mitarbeiter des Unternehmens. Sie alle sind vor die Frage gestellt: Passe ich mich dem Schwachsinn an, oder ist meine persönliche Grenze erreicht? [QUOTE]Schwachsinn? Moment einmal, wo ist es Schachsinn, wenn Unternehmen ebenso wie Menschen den eigenen Vorteil suchen?[/QUOTE]Die Frage ist, ob es wirklich ein Vorteil ist. Was nützt mir alles Geld der Welt, wenn ich keine Zeit und Gelegenheit habe, zu leben? Ist es wirklich mein eigener Vorteil, wenn ich zwar ne Million auf dem Konto habe, aber ständig auf Achse und unter fremden Menschen bin, statt mit Frau und Kindern mein Leben zu genießen? [QUOTE]Wenn in Staat b die gleiche Arbeit zur Hälfte der Kosten erledigt werden kann wie in Staat a und damit einhergehend eine entsprechende gewinnmaximierung im Unternehmen stattfindet, dann ist es für die Arbeitnehmer in Staat a natürlich schade, wenn das Unternehmen in Staat b umzieht und sie somit ihren Arbeitsplatz verlieren,[/QUOTE]Wenn ich Frau und Kinder verlasse und mir eine Frau suche, die mehr Geld hat, dann finden das Frau und Kinder sicher auch nicht so lustig ... [QUOTE]aber im Vergleich gibt es Menschen, die durch die halbe Stadt in einen Supermarkt fahren, weil dort das Pfund Butter zwei cent günstiger ist.[/QUOTE]Solange Geld nach wie vor der einzige Wertmaßstab der Gesellschaft ist, ist das nachvollziehbar. Interessant wäre dabei noch die Frage der Qualität. Ich laufe auch ein Stück weiter, um die billigere Wurst einzukaufen, statt zu Aldi zu gehen, der hier im Haus ist. Der Hauptgrund ist allerdings nicht, dass die Wurst dort billiger ist, sondern dass sie hier aus der Region kommt (da werden massig Transportkosten gespart und zusätzlich noch die Umwelt geschont) und einfach besser schmeckt als das versalzene Zeug der Marken-Anbieter. [QUOTE]-------------------------------------------------------------------------------- Was soll denn Schlimmes passieren, wenn die Wirtschaft darauf ausgerichtet wird, dass es den Menschen sozial gut geht und sie alle Möglichkeiten haben, sich kulturell zu entfalten? -------------------------------------------------------------------------------- Wie sollte denn ein solches Utopia aussehen?[/QUOTE]Die Grundlagen haben Marx und Engels schon vor 150 Jahren herausgearbeitet, und die Mängel in ihren Theorien sind in den "sozialistischen" und "kommunistischen" Ländern, aber auch überall sonst in der Welt recht deutlich zutage getreten. [QUOTE]Und ließe es sich mit den auf dieser Welt lebenden Menschen überhaupt verwirklichen?[/QUOTE]Ja, es geht von diesen lebenden Menschen aus, nicht von irgendwelchen Idealwesen. [QUOTE]Ich frage mich wirklich langsam was für ein Problem Du mit der Wirtschaft hast[/QUOTE]1. Dass die Tätigkeit von Unternehmen [b]nur[/b] nach Geld bewertet wird. 2. Dass "Eigentum verpflichtet" mangels geregelter Verantwortlichkeiten und Konsequenzen nur eine Floskel ist. [QUOTE]warum schauen Unternehmen nach günstigeren Produktionsmethoden? - Weil die Öknomie zunehmend globalisiert wird und Unternehmen aus anderen Ländern bereits gleiche oder ähnliche Produkte zu einem Bruchteil des Preises des vergleichbaren Artikels aus deutscher/europäischer Produktion auf den Markt werfen können und heimische Unternehmen Überlebensschwierigkeiten haben werden, wenn sie nicht auf die Konkurrenz aus sogenannten Blliglohnländern reagiert.[/QUOTE]Neben der Option, die Lebensqualität in Europa auf das Niveau der Billiglohnländer abzusenken, wäre eigentlich auch eine Anhebung der Lebensqualität in den Billiglohnländern denkbar. [QUOTE]- Weil es heutztage einfach möglich ist - in Asien drängen Millionen neuer Arbeitskräfte auf einen zunehmend globalisierten Markt und machen es dort möglich, Minimallöhne einzusetzen und beizubehalten. Was den dortigen Unternehmen ermöglicht, "ihren" Platz an der Sonne mit Hilfe niedriger Produktpreise zu erobern. Was (gemeint sind die Minimallöhne) aber auch nicht ohne Rückendeckung des Staates vonstatten gehen könnte - wer ist denn hier der Bösewicht: Das Unternehmen, das legale Möglichkeiten ausschöpft oder der Staat, der die legalen Möglichkeiten festlegt?[/QUOTE]Inwieweit ist ein Schwachsinniger böse? Ich habe einfach nur nüchtern festgestellt (und da bin ich nicht allein), dass Unternehmen mit wachsender Größe und Komplexität immer weniger in der Lage sind, ihre Handlungen und deren Wirkungen sinnlich zu erfassen - eben schwachsinnig. Das als böse und teuflisch hinzustellen bringt uns nicht viel weiter. Die Frage ist, wie wir - im eigenen Interesse - mit dieser Tatsache umgehen. Kurz gesagt: [QUOTE][i]Original geschrieben von Popstar [/i] je nach situation ist es mutig, mal revolutionär und mal konservativ zu sein. es ist aber vor allem unheimlich dämlich, nur eines zu sein. mindestens unreflektiert ist es.[/QUOTE] |
| LaChatte | - - - Globalisierung - - - Das Unselige der Globalisierung in der heutigen Form besteht ja vor allem darin, dass die Wirtschaft weitgehend globalisiert ist, die Politik aber immer noch an nationalen Ideen klebt - auch im Sinne des Konkurrenzsprinzips "wir gegen die anderen". Während die bösen Globalisierer gewisse Dinge wie Sexismus und Rassismus so ziemlich aufgegeben haben - es spielt für sie überhaupt keine Rolle, wer ein Produkt herstellt, solange es nur ein anständiges Preis-Leistungsverhältnis hat... |
| Hellscream | Um an das Preis-Leistungsverhältnis anzuknüpfen. Die Menschen die für die billigen Produkte zu leiden haben sind fast allen scheiss egal. Ein Bürger geht in denn Supermarkt kauft dort super billig ein und schimpft hinterher darüber das sein Arbeitsplatz in Gefahr ist ins Ausland zu wandern. Natürlich kann sich ein Mensch der so oder so schon viel zu wenig Geld verdient oder sozial Hilfe bezieht nicht aussuchen wo er kauft, er ist gezwungen das billigste zu kaufen. Aber mal abgesehen von diesen Fällen. Das Bewusstsein wo das Zeug das wir tagtäglich Konsumieren und unter welchen Bedingungen dies geschiet müsste geschärft werden. Solange Konzerne in Länder wie China unter Missachtung der Menschenrechte und der Umwelt so billig Produzieren können ohne International geächtet zu werden und mit Globalen Restriktionen zu rechnen haben. Geht der Teufelskreis der "GEIZ ist GEIL" Gesellschaft weiter, irgentwie scheiden sie sich selber ins Fleisch amüsant und verdammt traurig zu gleich. Studiengebühren werden erhoben und anschliessend wird geklagt das es zu wenig Studenten im vergleich zu anderen Europäischen Nationen gibt. JA SIE SCHNEIDEN SICH INS EIGENE FLEISCH GEIL, ich hoffe sie verrecken dran. Gewerkschaften und soziale Organisationen müssten Global vernetzt werden um denn neuen MegaKonzernen ernsthaften Wiederstand entgegen zu bringen. ATTAC ist ein Beispiel hierbei da diese Global aktiv sind. Oder leide ich gerade unter einem Praneua Anfall und bilde mir nur ein das Konzerne die Menschenrechts Missstände in vielen Ländern nur ausnützen um Profite zu machen ? Wer behaubtet wir müssten das Sozialstaatliche Prinzip in Frage stellen der darf sich vor Augen führen wie es hier aussehen würde wenn wir dies bis zur letzten Konsequenz tun würden, ganz nach dem Prinzip "Jeder für sich, das Gesetz des Stärkeren". Die Richtung der Politik in Deutschland ist einfach gestört, statt für denn Bürger wird für die eigenen Taschen Gewirtschaftet. Ich finde es schon komisch das sich so extrem dagegen gewehrt wird als Politiker seine Einkünfte freizulegen. Ich finde es interessant das Politiker Aktien Anteile in Unternehmmen haben die durch ihre Politik massivst bevorteilt werden. Die Wirtschaft sollte ein Instrument für die Menschen sein, nicht gegen sie. Die Politik sollte ein Instrument sein das das Leben der Menschen besser nicht schlechter zu gestaltet. Ansonsten verfehlen beide ihr Ziel und zeigen somit ihre Unzulänglichkeit die einer Überarbeitung bedarf. Ab imo pectore Hellscream Midgard Der Moloch |
| melodie | alle wollen immer nur mehr geld... das macht doch nur immer alles teurer. man kann sich schließlich auch den billiglohnländern anpassen. natürlich müssen dann die dinge auch wieder günstiger werden. |
| Manley | und wie genau stellst du dir das vor? |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lacerta [/i] -------------------------------------------------------------------------------- Original geschrieben von TheTurningPoint Was soll denn Schlimmes passieren, wenn die Wirtschaft darauf ausgerichtet wird, dass es den Menschen sozial gut geht und sie alle Möglichkeiten haben, sich kulturell zu entfalten? -------------------------------------------------------------------------------- Das wird jeder von uns früher oder später am eigenen Leibe erfahren, wenn es so weitergeht wie bisher. ... Wie du siehst ist der Schuldenstand in dieser kurzen Zeit um 300Milliarden Euro angestiegen. Jetzt dürfte dir sicher klar sein, was ich mit diesem "Schlimmeren" gemeint habe. Es ist einfach die Tatsache, dass sich das Kapital aufgrund der hohen Staatsschulden und des Zinseszinsmechanismus sich zunehmend auf den Konten der Reichen konzentriert.[/QUOTE]In meinem ersten Beitrag zu diesem Thema schrieb ich: [COLOR=limegreen]"Es gibt meines Erachtens einige wenige, allerdings radikale Veränderungen, die viele der genannten Probleme mildern und längerfristig lösen könnten. Eine davon wäre die Abschaffung des Zinssystems "[/COLOR] Meine Vorschläge waren also nicht, so weiter zu wurschreln wie bisher. [QUOTE]Sollte es eines Tages dazu kommen, dass ... dann ist dieser Staat bankrott! Und da ein bankrotter Staat handlungsunfähig ist und in der Weltpolitik nichts mehr zu sagen hat, ist auch ein Ausweg theoretisch unmöglich.[/QUOTE]In der Praxis habe ich (1989/90) schon einen bankrotten, handlungsunfähigen Staat überlebt. Es wäre also nicht das erste Mal. [URL=http://www.regiogeldkongress.de]"Es fehlt an Geld, nun gut, so schafft es denn." (Goethe, Faust II)[/URL] [QUOTE]-------------------------------------------------------------------------------- Aber um Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren, muss man sich erst mal darüber klar werden, welche Probleme man eigentlich lösen will. -------------------------------------------------------------------------------- Problem genannt! Gefahr erkannt?[/QUOTE]Nun, den Wegfall des Zinseszinsmechanismus und einen bankrotten, handlungsunfähigen Staat sehe ich nicht wirklich als etwas Schlimmes an, im Gegenteil. Also, welche schlimmen Gefahren könnten durch sozialen Wohlstand und kulturelle Entfaltung entstehen? [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] Das Unselige der Globalisierung in der heutigen Form besteht ja vor allem darin, dass die Wirtschaft weitgehend globalisiert ist, die Politik aber immer noch an nationalen Ideen klebt - auch im Sinne des Konkurrenzsprinzips "wir gegen die anderen".[/QUOTE]So sieht's leider aus: "Teile und herrsche". Meine Vision ist eher das Gegenteil: Globale Politik, die sich auf die globalen Probleme richtet (Umwelt, Energie, Rohstoffe usw.) und lokal orientierte Wirtschaft, die zuerst versucht, die örtlichen Gegebenheiten optimal zu nutzen, und erst dann weiträumiger agiert, wenn das notwendig ist, oder wenn der allgemeine Wohlstand den Tausch von Luxusgütern zulässt (z.B. exotische Speisen). [QUOTE]Während die bösen Globalisierer gewisse Dinge wie Sexismus und Rassismus so ziemlich aufgegeben haben - es spielt für sie überhaupt keine Rolle, wer ein Produkt herstellt, solange es nur ein anständiges Preis-Leistungsverhältnis hat...[/QUOTE]Wobei das Schüren von Sexismus und Rassismus eine deutliche Erhöhung des (nur rein geldmäßig betrachteten) Preis-Leistungsverhältnisses bewirken kann. Ich habe in der DDR die Erfahrung gemacht, dass bei (in der DDR üblichen) gleichen Preisen für eine Warenart die Leute schon etwas genauer hinschauen, wo und von wem die Waren hergestellt werden. Das ist nämlich der einzige einigermaßen verlässliche Anhaltspunkt für Produktqualität, wenn es den (im Westen allgegenwärtigen) Marken-Schwindel nicht gibt. [QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i] Natürlich kann sich ein Mensch der so oder so schon viel zu wenig Geld verdient oder sozial Hilfe bezieht nicht aussuchen wo er kauft, er ist gezwungen das billigste zu kaufen.[/QUOTE]Wer zwingt ihn dazu? Ist es nicht gerade der "fürsorgliche und wohlmeinende" Staat, der ihm das gute Essen, die bequeme Wohnung und die kulturelle Entfaltung nicht gönnt? [QUOTE]Aber mal abgesehen von diesen Fällen. Das Bewusstsein wo das Zeug das wir tagtäglich Konsumieren und unter welchen Bedingungen dies geschiet müsste geschärft werden.[/QUOTE]Siehe mein DDR-Beispiel. Darum plädiere ich für Abschaffung des Markenrechts. [QUOTE]Gewerkschaften und soziale Organisationen müssten Global vernetzt werden um denn neuen MegaKonzernen ernsthaften Wiederstand entgegen zu bringen. ATTAC ist ein Beispiel hierbei da diese Global aktiv sind.[/QUOTE]Da hast du verdammt Recht. Ein kleines Problem von ATTAC hier in Deutschland ist, dass der Name irgendwie nach "Attacke", also nach Angriff und Gewalt klingt. Wer sich genauer mit den Zielen und Aktivitäten von ATTAC befasst, der weiß, dass das französische "attacher" (festhalten, festmachen, verbinden, anknüpfen, zusammenhängen, lieb gewinnen) wohl eher zutreffend ist. [QUOTE]Oder leide ich gerade unter einem Praneua Anfall und bilde mir nur ein das Konzerne die Menschenrechts Missstände in vielen Ländern nur ausnützen um Profite zu machen?[/QUOTE]Naja, nicht nur. Wenn die Profite schon ins Unermessliche gestiegen sind, dann ist manchmal nur noch die pure Machtgeilheit im Spiel: [url]http://www.zeitenschrift.com/news/sn-21904-bilderberger2004.ihtml[/url] [url]http://www.fosar-bludorf.com/bilderberger/index.htm[/url] [QUOTE]Die Richtung der Politik in Deutschland ist einfach gestört, statt für denn Bürger wird für die eigenen Taschen Gewirtschaftet. Ich finde es schon komisch das sich so extrem dagegen gewehrt wird als Politiker seine Einkünfte freizulegen. Ich finde es interessant das Politiker Aktien Anteile in Unternehmmen haben die durch ihre Politik massivst bevorteilt werden.[/QUOTE]Wie ich schon schrieb: [COLOR=limegreen]"Ihnen bleiben die beiden Möglichkeiten, sich entweder dem Schwachsinn anzupassen und privat einigermaßen auszukommen, oder sich dem Schwachsinn entgegenzustellen und niedergemacht zu werden."[/COLOR] [QUOTE]Die Wirtschaft sollte ein Instrument für die Menschen sein, nicht gegen sie. Die Politik sollte ein Instrument sein das das Leben der Menschen besser nicht schlechter zu gestaltet. Ansonsten verfehlen beide ihr Ziel und zeigen somit ihre Unzulänglichkeit die einer Überarbeitung bedarf.[/QUOTE]Da hilft nur, selbst - für sich selbst - zu wirtschaften und Politik zu machen. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [url]http://www.fosar-bludorf.com/bilderberger/index.htm[/url][/QUOTE]By the way: [COLOR=limegreen]"Nur zwei Wochen vor der überraschenden Ankündigung, im Herbst 2005 Neuwahlen zum Deutschen Bundestag abzuhalten, waren Bundeskanzler Gerhard Schröder und die CDU-Vorsitzende Angela Merkel zu Gast bei der diesjährigen Konferenz der Bilderberger in Rottach-Egern. Speziell über die Anwesenheit des Bundeskanzlers bei der Tagung wurde lange Zeit spekuliert, da er – im Gegensatz zu Frau Merkel – nicht auf der offiziellen Teilnehmerliste stand. Inzwischen ist sein Auftritt bei der Konferenz jedoch offiziell bestätigt worden."[/COLOR] ( [URL]http://www.fosar-bludorf.com/bilderberger/wahl.htm[/URL] ) |
| melodie | [QUOTE][i]Original geschrieben von Manley [/i] [B]und wie genau stellst du dir das vor? [/B][/QUOTE] ganz einfach: die arbeitgeber wollen nichts zahlen, also nehme ich auch nichts mehr. allerdings muß er dann die waren, die er anbietet, (zumindest mir) auch kostenlos zur verfügung stellen. da sich die arbeitgeber aber höchstwahrscheinlich zunächst etwas zieren werden, gar nichts mehr zu bezahlen, weil sie vielleicht auch das ergebnis ihres tuns erkennen, könnte man das ganze auch in kleinen häppchen angehen. ganz unauffällig sozusagen. irgendwann gibt es dann ein paar superreiche firmenbosse, die selbst aber ja gar nichts mehr produzieren können, so daß man sie getrost vor die tür setzen kann. :D |
| Schwarzer Prinz | Also ich bin der Meinung , dass REFORMEN äußerst nötig sind, aber was hier in D so als "Reformen" läuft macht alles nur noch schlimmer als vorher. Das ist eigentl. nicht der Sinn von Reformen. Diese sollen eigentlich was verbessern und zwar in unserem Falle die Lage eines Großteils der Bevölkerung (und nicht nur 5% der Oberschicht, Politiker, Manager etc.). Denn ich möchte daran erinnern, da es oft in Vergessenheit gerät: "Eigentlich" sollen die Politiker dem Volk dienen und nicht andersrum. Dafür verdienen sie ja auch genug.... Außerdem kann man die Probleme IMHO nciht mehr nur in einem Land lösen, wenn schon, dann EU übergreifend oder sogar noch wietergehend. Klar, dass da seine Illusion ist. |
| TheDark | Lustig änderungen will jederd, ich auch, aber fangt doch bei den anderen an !? Interresant, das die unausgevogenenheut der Krankenkassen systems angesprochen wird und als sozial ungerecht. Fakt ist, das bereits vor der reforn jeder untershiedlich viel wert war. Das suf kleben einer pflasters hat einen punkt wert bei Kassen patientien von 1 Post/polizei von 1,5 Beamten von 1,8 Privat patienten von 2,3 "sozialhilfe empfänger" Frei (oft 2,3) *der punktwert 1=1€ ** frei heist Alles darf zum einsatzkommen und vird vom staat bezahlt (wenns sinn macht). hinzu kommt, das das abrechnungs system So umfangreich ist wie alle gesetz bücher zusammen !! (2 studium für ärzte als bwl macht sinn). Erklärt sich von alleine warum die Praxis gebür bei den ärzten nicht gerne gesehen wird..... Die reformen jetzt können nur ein beginn sein leider versäumen die politiker eine vernünftige erklärung zu liefer, was sich machen und vor allem warum. Die reforemen kommen einem hausbau gleich: Den neubau den du machen willst erfolgt auf einem grundstück mit einem haus in dem du wohnst. Machst du nichts stürzt das haus ein, denn du was machst, wird das wohnen unangenehm (es zieht, es regnetrein, die nachbars schicken dir das bauamt auf den hals etc.) und frag mal deine mittbewohner wie die das finden. PS leider kannst du nicht umziehen mit einem staat, sonst wäre D jezt NL NL B, DK GB usw. und D vielleicht F oder so Ähnlich |
| witiko | konservativ-revolutionär |
| Hellscream | [QUOTE]PS leider kannst du nicht umziehen mit einem staat, sonst wäre D jezt NL NL B, DK GB usw. und D vielleicht F oder so Ähnlich[/QUOTE] Aber ich als Bürger darf umziehen bzw wenn der Staat mich zu sehr verärgert gehe ich eben mit meinen Qualifikationen in ein anderes Land. Sprachkenntnisse vorausgesetzt :D @ witiko du kannst auch ganze Sätze schreiben oder ? ;) Oder soll ich aus deinen Worten jetzt etwas bedeutendes ableiten ? Ab imo pectore Hellscream Midgard Der Moloch |
| Skeptikersau | [QUOTE]Naja, nicht nur. Wenn die Profite schon ins Unermessliche gestiegen sind, dann ist manchmal nur noch die pure Machtgeilheit im Spiel: [url]http://www.zeitenschrift.com/news/sn-21904-bilderberger2004.ihtml[/url] [url]http://www.fosar-bludorf.com/bilderberger/index.htm[/url] [/QUOTE] Es empfiehlt sich sehr, sich mal mit den Hintergründen der zeitenschrift zu beschäftigen. Mann, ist diese Zeitung schlecht. Das schlimmste ist, dass die Leute von der Zeitenschrift auch noch den Humbug glauben, den sie hier schreiben: [url]http://www.zeitenschrift.com/about.ihtml[/url] Das sind ein paar selbsternannte Alleswisser. Als Phänomen interessant, als Quelle wertlos. Wenn man die Artikel in dieser Zeitschrift mal durchstöbert, kann man das ganze nur als Orgie des Schwachsinns bezeichnen. New Age, Irrationalismus und Eso-Geschwurbele bis zum Abwinken. Besonders absurd sind die Artikel, die sich mit Wissenschaft befassen, aber auch ansonsten nimmt die Zeitung alle Themen auf, die sich auch sonst in der esoterischen Verblödungsmaschine finden. Ich möchte - nur als Beispiel - auch auf folgende widerwärtige antisemitische Passage hinweisen [url]http://www.zeitenschrift.com/magazin/46-weltkrieg.ihtml[/url] "Wie grausam Deutschland während der Weimarer Republik unter der Last des Versailler Vertrages litt, und weshalb dies den Aufstieg Hitlers begünstigte, lesen Sie ebenso im vollständigen Artikel, wie die Kriegserklärung des Weltjudentums an Deutschland vom März 1933." Das sind Lügen, wie sie sich eigentlich nur in rechtsextremen Kreisen finden. Jan van Helsing lässt grüßen. Aufklärerische Information über die zeitenschrift findet sich in: [url]http://www.agpf.de/zeitenschrift1.htm[/url] Viele Grüße |
| Frost_Geist | Ich bin wohl eine Mischung aus konservativ und revolutionär. Jedoch sollte ich einiges gleich weiter erklären. Das letzte was mir in den Sinn kommt, ist auf Demonastrationen mitzulaufen und meine Meinung rauszubrüllen. Es liegt mir ebenso fern eine Meinung überhaupt zu bilden, wenn man weder Know How noch Erfahrung genug hat, um mit seiner Meinung gescheit agieren zu können. So ging mir die große Anti Irak Demo in Frankfurt ziemlich auf den Sack. Zur damaligen Zeit noch in der 13.Klasse wurde mir vorgeworfen, ich sei ein Kriegstreiber, weil ich sagte, es sei nicht gerade sinnvoll gegen den Beginn eines bereits stattfindenen Krieges zu protestieren und abgesehen davon ist viel zu wenig Wissen unsererseits vorhanden gewesen, um der Debatte mit klarem Geiste folgen zu können. In diesem Sinne waren das Schafe, die durch lautes blöken einen unheimlichen Individualisierungschub erfuhren, doch alle Schafe blöken gleich. Plötzlich waren sie politisch aktiv etc. und hatten Ahnung davon. Und es war traurig, dass sie auf demselben Wissensniveau blieben und einen Monat später sich wieder über irgendwelche Vergewaltiger in Bayern aufregten. Mögen diese zwar auch während einer adoleszenten Phase gesponnenen Gedanken ein Teil ihrer Persönlichkeitsbildung gespielt haben, spiegelt sich darin aber auch der größte aller Fehler der rechtsstaatlichen Demokratie. Das Individuum hat keine Grenzen. Eine maßlose Selbstüberschätzung der eigenen Meinung findet ohne Zweifel statt. An einer Meinung ist nichts auszusetzen, doch anstatt zu überlegen, ob diese gerade richtig angebracht und benutzt werden kann, will jeder ein Recht darauf haben gehört zu werden. Nicht jeder, der sich für super hält ist auch ein Super-Held. So fanden gewisse Werte Einzug, die ich aufs tiefste verabscheue und daher entspricht meine Wertevorstellung einem eher konservativen, doch durchaus begründeten Feld. Jedoch ist diese Wertevorstellung mit der vorhanden Bundesrepublik beinahe garnicht unter einen Hut zu bringen. Die Widersprüchlichkeiten und Dualitäten dieser Gesellschaft sind mir zu wider und eine gewisse Ehre und Loyalität ist aufrund des Selbstversorgerprinzips kaum vorhanden. Ein wirklich simples und banales Beispiel: Die absolut abgewertete Haltung gegenüber Sexualität. Egal wo man hingeht ist Werbung mit halbnackten Frauen oder Männern. Selbst die Nachrichten sind dermaßen überladen, dass eine klare Meinungsbildung für das breite Volk nichtmehr möglich ist. Das ist z.B. auch nicht sehr kindgerecht. Man kann seinem Kind doch nicht erklären, dass dort draußen alles etwas verdorben ist etc. Man kann ja nichtmal eine gute Kindersendung einschalten, weil in der Werbung wieder alles mgöliche an nackten Körpern, Sex und anderes ist. Ich habe auch nichts gegen Sex, aber wo ist denn das Maß und das Ziel dafür geblieben. Ich wette mit dem Gedanken geht es nicht nur mir so. Ich kann mich keiner politischen Richtung zuweisen. Ich sehe mich ein wenig mit meiner Wertevorstellung als ein Ausgestoßener der Gesellschaft, eine Art Relikt vergangener Zeiten und Werte, die der Mammon erstickt hat. Ich fordere auch kein Mitspracherecht, ich glaube fest, dass wir den Dynamiken des Werdens und Vergehens unterliegen und diesen treibenden Kräften nicht trotzen können, sondern immer mit ihnen strömen. Beispielsweise ist die Gothic-Szene auch nichts weiter als eine Lebenserfahrung, die entweder bleibenden Eindruck und entsprechende Apologie hinterlässt, oder abgelehnt wird. Sie hat eigene Kriterien, doch ist auch sie mit einem gesellschaftlichen Zweck verbunden, der Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit der Selbstfindung und Wertebildung gibt, jedenfalls bis zu einem gewissen Grad. Anders ist es auch nicht mit anderen Subkulturen, als eine Art Grenzerfahrung. |
| archon | also ich sags mal kurz - ich bin im prinzip schon eher mutig eingestellt, da das ein teil des "cyber" gedankens in mir ist, es ist meine einstellung! aber ich bin dann konservativ, wenn ich denke, dass der ganze mut nix bringt und ins nichts führt - dazu hat man ja den kopf, in den man alles einsaugt und dann für sich persönlich auswertet! ich finde aber z. b. nach wie vor, dass diese schere arm<->reich ein bereich ist, wo ich auch für mich persönlich mal gerne einen abstrich machen würde, wenn ich eher auf der "reichen" seite stehe, wenn ich wüsste, dass es wirklich dazu dient, dieses gefälle aufzuhalten und die masse an leuten damit was erreichen kann! es wird wirklich immer krasser. das problem ist halt, wenn dann irgendwelche politiker irgendwelche massnahmen ergreifen, sich selbst dabei ausschliessen und die anderen, eine minderheit, malochen lassen - sowas ist nicht okay. ich bin grundsätzlich für mutig, für einsatz, aber es muss gerecht sein, gerecht für ALLE, und zwar ohne ausnahme! |