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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Internet Seite gegen Gothics
Jatanur[URL=http://d-a-s-h.org/dossier/05/05_gothic.html]http://d-a-s-h.org/dossier/05/05_gothic.html[/URL]

Hallo,
unter dem Begriff: "deutsche gothic szene" habe ich diese Internetseite gefunden, ich hoffe das es anklang findet, denn ich rufe zum allgemeinen Protest gegen den Unsinn auf dieser Seite auf, bitte helft, damit dieser Schwachsinn berichtigt wird, denn es wird genügend Menschen geben, die das glauben!!!
Einfache E-Mails reichen hoffentlich aus.
KinchDrei bescheidene Frage am Rande:
1. Hast du gelesen was dort steht? Damit meine ich die vielen Kleinen Buchstaben die nach der Überschrift kommen.
2. Hast du jetzt vor gegen jede Meinungsäußerung (bzw. Faktenäußerung) im Internet vorzugehen die du bei Googel findest und dir nicht passt?
3. Diskussionsgrundlage?
JatanurDiskussionsgrundlage hast du ja gerade geschaffen

natürlich habe ich das gelesen, und es ist auch zu sehen das sie nicht sagen das alle Gothics rechts sind, doch klingt es mehr nach einer Verunglimpfung von Goths, als eine Warnung an die Schwarzen, dass meine ich, oder denkst du wirklich dass sich niemand von so etwas beeinflussen lässt?
Außerdem, wieso sollte man sich nicht gegen so etwas wehren, ich kann mir gut vorstellen, dass es gerade viele Eltern gibt, die dann ihren Kindern sagen:" Fang da nicht mit an, nachher wirst du noch ein Nazi."
Wenn eine Seite damit anfängt, gibt es jede Menge nachzügler, du musst bedenken, wir Schwarzen sind nicht wirklich aktzeptiert von der Masse, also bietet sich das sehr gut an, an solchen Punkten einzusteigen!
VikingTja, wer lesen kann, ist klar im Vorteil, wie man so schön sagt.
Ist ein ganz hervorragend recherchiert, der Artikel. Der Autor ist offensichtlich kein Goth, aber das ist ja kein Grund, seine oder ihre Meinung gleich für Abwertend zu halten, vor allem bei einem so objektiven Text, ein gebildeter Mensch wird das verstehen und die weniger gebildeten lesen so was meist gar nicht erst...
Weiterhin ist diese Seite gegen Ausgrenzungspolitik und in diesem Sinne halte ich diesen Artikel eher für einen guten Anlass, die Szeneangehörigen zu etwas mehr politischer Aufmerksamkeit gegenüber ihren Genossen und jene, die nur so tun als ob, anzuregen.
Jatanureine Frage, wieso sollte ich eine Meinung nicht für abwertend halten, wenn sie falsch ist?
Es geht mir darum, dass solche Meinungen guten Nährboden finden können und so etwas kann einem doch nicht egal sein
schattenlichterIch kenne mich, was das angeht, nicht sonderlich gut aus, aber der Artikel sagt, dass es zwar auch Gothics gegen Rechts gibt, dass es aber ansonsten schrecklich viele Nazis gibt und die, die es noch nicht sind, ganz schnell welche werden könnten. Ist das nicht ein bisschen überspitzt?
Und heidnische oder esoterische Interessen etc werden sofort und automatisch-zwangsläufig mit Rechtssein verbunden. Ich weiß ja nicht... :rolleyes:

Auch wenn gerade was die Bands und Zeitschriften angeht viel wahres drinzustehen scheint, verstehe ich deshalb schon die ganze Aufregung.

Grüße Sarah
Vikingleider muß ich Aufgrund von zehnjähriger Erfahrungen sagen, dass die Meinung des Autors in diesem Fall nicht falsch ist, nur ungenau, denn rechtsgerichtete Gruppen haben sich in der Vergangenheit tatsächlich stetig in die verschiedenen Jugendkulturen gedrängt, mit unterschiedlichen Erfolgen. Besonders der hohe Anteil besonders junger Anhänger (unter 20 Jahre) innerhalb der schwarzen Kultur macht sie für rechte Beeinflussung interessant, da die Unerfahrenheit der Jugend sich leicht vereinnahmen lässt und sich aus diesen Kadergruppen für weitere Anwerbung bilden lassen.
Allerdings fehlen mir deutlichere Hinweise, dass politisch Extreme ihre Einflussnahme auch in alle anderen Jugendkulturen einbringen, Metal, HipHop, Techno (hier besonders die Gabberszene) kämpfen ständig gegen politische Vereinnahmung ihres Umfeldes.
So zögern rechte Vereinigungen nicht, die entsprechenden Kleidungsstile zu kopieren, um eine Verbindung vorzugaukeln. Ich habe z.B. in den letzten Jahren bei rechten Demonstrationen in Ruhrstädten Nazis mit entsprechenden Bandshirts oder den berüchtigten Afghanentüchern mit eigenen Augen gesehen und besonders letztere waren wenigstens bis in die Mitte der 90er ein rein linkes Erkennungszeichen. Auch werden immer wieder Musikgruppen in die Szenen lanciert, um rechtes Gedankengut unter diesem Deckmantel einzubringen- das gilt wieder für alle musikalischen Jugendkulturen.

Wahrscheinlich hast du das nicht gewusst, lieber Jatanur, aber dafür kannst du nichts.
Sämtliche Jugendkulturen sind fast ausschließlich durch Musikgruppen allgemeinwirksam und das öffentliche Interesse wird immer nur dann auf eine bestimmte Gruppe gelenkt, wenn etwas aussergewöhnlich Medienwirksames geschiet, für die schwarze Szene zum Beispiel die angeblichen Satansmorde vor einigen Jahren, wobei das Thema in allen großen deutschen Revolverblättern (die mit den roten Buchstaben) wochenlang breitgetreten wurde.
Ansonsten interessiert sich die Öffentlichkeit so gut wie gar nicht für uns, weil wir unter uns bleiben und selten Gelegenheit haben, Unwissende einzuweihen und ihre Vorurteile auszuräumen.
Das wird wohl auch weiterhin so bleiben, wenn sich nicht zufälligerweise ein dutzend Mädchen aus Liebeskummer für Ville Vallo umbringt
VikingDas ist eine durchaus fundierte Ansicht, zumindest in der Form das einige besonders publikumswirksame Musikgruppen mit „schwarzem Anstrich“ wie HIM, LaFee und in letzter Zeit besonders Tokio Hotel durch große Medienpräsenz auffallen. Kleidungsmode und Frisurgestaltung folgt den Verkaufserfolgen von Musikikonen zwangsläufig, das ist allerdings keine Erscheinung der neuesten Zeit, ist vielmehr mit jeder verkaufsstarken Musikrichtung und vor allem deren auf allgemeinverkäuflichkeit getrimmten Derivaten geschehen: Beatnick- und Hippiemusik in den 60ern, Hardrock in den 70ern, Punk und Popper in den 80ern und Techno in den 90ern.
Jetzt ist eben das sinistre dran, aber das ist wie bei allen anderen auch wohl nur eine Zeitweise Erscheinung wie in der Vergangenheit auch.
Weiterhin bewirkt die medienwirksame Kokkettierung mit Goth-Attributen oben genannter Musiker keine wirklichkeitsnahe Sicht auf den Kern der schwarzen Kultur: TokioHotel hat so viel mit der schwarzen Grundkultur zu tun wie Scooter mit Sven Väth in der Technoszene.

Der stetigen Schwierigkeit von einsickernden Rechtskonservativen oder gar –radikalen kann zu einem gewissen Grad, wie instroemen2 bereits sagte, nicht verhindert, aber eine großteilige Vereinnahmung der Szene durch Aufklärung, politische Bildung und entsprechende Aufmerksamkeit jedes Einzelnen leicht abgewehrt werden und das halte ich für ein nobles Ziel, das man als freiheitsliebender Bürger verfolgen sollte.
Schon deshalb ist ein Artikel wie der hier behandelte für die Szene eher von Vorteil, weil er auf derartige bedenkliche Zustände aufmerksam macht.

Wehret den Anfängen!
Jatanur[Quote]wobei das Fußfassen hier einfacher ist, da viel zu viel toleriert wird[/Quote]

Ich denke, das tolerieren ist ein wesentlicher Bestandteil, dass macht ja die Gothic aus, dass man in dieser Kultur geborgen wird und nicht bloßgestellt, weil man anders ist, von daher ist es nicht schlimm.

[Quote]Schon deshalb ist ein Artikel wie der hier behandelte für die Szene eher von Vorteil, weil er auf derartige bedenkliche Zustände aufmerksam macht.

Wehret den Anfängen![/Quote]

na ja, einerseits ist es ja gut, dass so ein Text das sagen will und es wird auch immer wieder gesagt, dass sich Musiker dagegen wehren (Goethes Erben), aber seht doch mal was mit den Skinheads passiert ist, jeder weiß das es dort recht viele Rechte gibt, doch nicht alle und im Grunde genommen (so weit ich weiß) geht Skinhead nicht mit Rechts sein einher, dass kam, als sich mal ein Mensch in der oberen Schicht der Nazis gedacht hat, die könne man ja leicht manipulieren und zu ner guten Infanterie ausbilden. Dieser Mensch der das vor gehabt hat, hatte es dann ja auch erfolgreich geschafft, wie gesagt, nicht alle.
Außerdem, dass zu der Bildzeitung und den Satansmorden... diese Vorurteile sind gar nicht so shclecht, denn was ja auch leider zu sehen ist, ist das es einen stetig wachsenden Anteil an Modegrufties gibt, sogar schon Modegrufti-Bands(The 69 Eyes), das ist schade:( aber auch ein anderes Theman;)
Jatanur*lach*
na ja, so war das nicht gemeint...
aber, wer sich wirklich für uns Gothics interessiert, der wird sich auch so informieren, dass er herausfindet, das wir gar nicht so schlimm sind, und nicht sagen:"so ich nehm jetzt Papies alten Wollmantel und zieh mir dann nen paar Chucks an und bin Gothic"
Ich meine, dann hätten wir ja in kürzester Zeit das gleiche Prob was die Hopser haben, dass nur noch Leute dazu gehören, die überhaupt keine Ahnung davon haben, was sie eigentlich sind(der Thread ist hier auch i-wo im Board vorhanden...)
Nihil estÜber solch einen Artikel muss man sich wirklich nicht ereifern, zumal man sonst aus dem Ärgern nicht mehr rauskommt, gibt es doch unzählige ähnliche Schriften in dieser Art, manchmal in eher moderatem Pädagogentonfall wie diese, manchmal ein geiferndes Antifapamphlet. Es ist nun wirklich ein Text wie jeder andere, der sich dieses Themas annimmt, bestehend aus einer Kombination von wieder und wieder abgeschriebenen Mythen (etwa die Herkunft des Bandnamens von DiJ), Lügen (die jüdischen Strength Through Joy sind Antisemiten und Orplid rechtsradikal?) und Angst erzeugendes Suggestivvokabular (Neuheidentum, Ernst Jünger, Neue Rechte), ohne dass auch nur ansatzweise erklärt wird, was es damit auf sich hat.

Ich bin mir durchaus bewusst, dass es keine andere Splittergruppe gibt, die es so sehr darauf anlegt, für 'rechtsradikal' gehalten zu werden, wie es der Neofolk (und Industrial) tut, und kann ein "Oh Gott, was sind das denn für Nazis" als Initialreaktion auch nachvollziehen - doch sollte spätestens dann eine sachliche Diskussion einsetzen, die sich nicht in Kampfbegriffen und tradierten Mythen (der "Antisemit" Moynihan ist auch eine solche) erschöpft.

Gruß,
N.e.

PS: Im Übrigen ist es doch alles andere als verwunderlich, wenn sich (kultur)konservative Menschen vom Gruftietum angesprochen fühlen, schreit doch sein ganzer rückwärtsgewandter, mythenschwangerer, aufklärungs- und gegenwartskritischer Romantikergestus nicht gerade danach, von einem jungen, engagierten Menschen, der fest "im Hier und Jetzt" verwurzelt ist und die steile Berufskarriere fest ins Gauge gefasst hat, positiv wahrgenommen zu werden.
more[QUOTE]Ich denke, das tolerieren ist ein wesentlicher Bestandteil, dass macht ja die Gothic aus, dass man in dieser Kultur geborgen wird und nicht bloßgestellt, weil man anders ist, von daher ist es nicht schlimm.[/QUOTE] verzeih meine Polemik, aber du bist noch nicht so lange dabei, oder?

Ich habe den Artikel genau durchgelesen, und ich muss sagen, er ist sogar ein guter Ansatz als Grufti mit offenen Augen wahrzunehmen, welche Einflüsse sich um ihn herum abspielen. Wer dagegen protestieren will, will meiner Meinung nach nur nicht wahrhaben, dass der to-ll-erante Schein eben manchmal schwärzer glänzt als er ist.
Nihil est[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
[B] Wer dagegen protestieren will, will meiner Meinung nach nur nicht wahrhaben, dass der to-ll-erante Schein eben manchmal schwärzer glänzt als er ist. [/B][/QUOTE]

Allerdings werden speziell bei diesem Themenkomplex krude Feindbilder entworfen und völlig willkürlich Hexenjagden veranstaltet, die nicht einmal ansatzweise durch eine unvoreingenommene inhaltliche Auseinandersetzung mit der Thematik gestützt werden können... (siehe etwa die letzte Sol Invictus-Tour in Deutschland.)

Gruß,
N.e.
VikingWenn du, Jatanur, mit Hopser die schwach beleuchteten Mitglieder der Hip Hop Kultur meinst, dann ist deren entscheidende Schwierigkeit wohl, dass sie nicht weiter denken als zum Vorderrand ihrer Basecaps. Weitergehende Schwierigkeiten wie politische Unterwanderung beachten sie meist schon deshalb nicht, weil sie gar nicht wissen, was das ist.
Im Gegensatz zu Jatanur denke ich allerdings, dass es gerade für jugendliche gewillte Einsteiger wesentlich schwieriger ist, sich zu vernünftigen Nachforschungen zu überwinden als einfach die popularisierten Ansichten aus Bravo und Co im Zuge des schwarz angehauchten Mainstream zu übernehmen und dann zu einer satirischen Wirklichkeitsverzerrung zu werden wie die berüchtigte Kunstfigur Claudi666 und, in einem bedenklichen Szenario weitergehender Unterwanderung durch rechtspolitische Kräfte, zur NaziClaudi.
Im Wesentlichen geht es bei der freiheitlichen Grundordnung von Europa darum, diese auch zu erhalten und nicht von zersetzenden Elementen zerstören zu lassen.
Ich behaupte: die schwarze Kultur ist eine entscheidende Ausdrucksform freiheitlicher Ansichten, die derzeit in der Jugendbewegung vorhanden ist, da innerhalb dieser (fast) alle Angehörigen es sich zur Angewohnheit gemacht haben, auf sein gegenüber vorurteilsfrei zuzugehen.
Diese Grundeinstellung wird den Autor des hier behandelten Artikels zu der Aussage bewogen haben
„dass Toleranz oftmals mit Kritiklosigkeit, Ignoranz und Beliebigkeit verwechselt wird. Gerade bei der Kritiklosigkeit gegenüber neofaschistischen Meinungen und Inhalten wird ein Widerspruch innerhalb der Szene am deutlichsten – einerseits versteht sich die WGS als Kritik und Gegenkultur zur menschenverachtenden-technokratischen Gesellschaft, anderseits wird selber mit Symbolen kokettiert“
was sich besonders in den romantisierenden Sichten von Vampirismus (Anne Rice) der neueren Belletristik, Gewaltdarstellungen in schwarz geprägter Kunst (Luis Royo), oftmals von japanischen Geschlechtsfreiheitsgedanken inspirierten und der damit verbundenen Fantasy- und auch Neoheidentumausrichtung und den selteneren geschlechtlichen Abweichungen wie Bondage, SM und ähnlichem Ausdrückt und durch die allgemeingesellschaftlich konservative Kritik an alternativen Lebenskonzepten als „Alles annehmend, nichts verwerfendes“ angesehen wird und damit als, aus christlicher Tradition, gesesellschaftsfeindliches Lebensbild behandelt wird.
Die Schwierigkeit hierbei ist, dass die Vielzahl an Untergruppen der schwarzen Szene so ziemlich alles, was nicht als gesellschaftskonform betrachtet wird und in der „normalen“ Gesellschaft als anstößig oder für althergebrachte Ansichten als gefährdend angesehen wird, für ihre Mitglieder bereitstellt. Die freiheitliche Ansicht, dass jeder nach seiner Überzeugung leben sollte, wird häufig von der politischen Extreme ausgenutzt, indem sie diese Ansichten als der deutschen Staatsgewalt gegenläufig propagiert und ihre Mitglieder als „Widersacher des Staates“ für ihre Zwecke einzubinden sucht.
Natürlich ist das bei den reiferen Vertretern unserer Kultur schon deshalb sinnlos, weil sie, für ihre jeweiligen Kulturgruppen, eine mehr oder weniger abgeschlossene Gesellschaft darstellen und im Normfall unpolitisch sind. Jüngere Vertreter mit entsprechend geringerer Bildung sind auch entsprechend anfälliger dafür, durch ihre freiheitlichen Ansichten gegen den Staat eingespannt zu werden, obwohl sie an sich keine Reibungspunkte mit dem deutschen Staat besitzen.
Diese eigentlich paradoxe Lage findet sich häufig dort, wo Jugendkulturen ohne einheitliche Führung sind und deren Mitglieder keinen eigenen politischen Antrieb besitzen und das ist, was ich gleichzeitig sehr erleichternd und bedauerlich finde, in der schwarzen Kultur großteilig der Fall.
Abschließend will ich sagen: Wir brauchen keine Führer, weil jeder für sich selbst denken kann. Ich fände es allerdings beruhigender, wenn das auch jeder tun würde!
Demon17Gegen den Artikel gibt es nichts einzuwenden. In der Szene werden alle möglichen Meinungen toleriert. Ich werde Gruppen weiterhin nach der Qualität ihrer Musik beurteilen und nicht nach eventuellen politischen Hintergründen. Ein "Sieg Heil" als kulturelle Provokation ist ganz etwas anderes als eine rechtsradikale Meinungsäußerung im politischen Kontext. Ein Tabubruch, der inzwischen keiner mehr ist. Für mich ist es wichtig nicht mit den Wölfen zu heulen und die Freiheit in der Kunst ist mir wichtiger als political correctness. Was mich nicht daran hindert ein NPD-Verbot zu fordern. Es geht darum keinerlei Zensur zuzulassen. Das gilt für die Musiker ebenso wie für Journalisten. Die Ausnahme mache ich nur im politischen System, wenn es sich um verfassungsfeindliche Organisationen handelt.... und privat natürlich, da will ich mit Rechtsradikalen nichts zu tun haben. Alles eine Frage der Differenzierung. Nur die Szene definiert den Spielraum, niemals Assenstehende.
darkEMYR[QUOTE][i]Original geschrieben von Viking [/i]
[B]Wenn du, Jatanur, mit Hopser die schwach beleuchteten Mitglieder der Hip Hop Kultur meinst, dann ist deren entscheidende Schwierigkeit wohl, dass sie nicht weiter denken als zum Vorderrand ihrer Basecaps. Weitergehende Schwierigkeiten wie politische Unterwanderung beachten sie meist schon deshalb nicht, weil sie gar nicht wissen, was das ist.
[/B][/QUOTE]

Kleine intol(l)erante ;) Fehleinschätzung!Außerdem widersprichst du dir damit selbst:
"Allerdings fehlen mir deutlichere Hinweise, dass politisch Extreme ihre Einflussnahme auch in alle anderen Jugendkulturen einbringen, Metal, HipHop, Techno (hier besonders die Gabberszene) kämpfen ständig gegen politische Vereinnahmung ihres Umfeldes."

Kämpfen sie nun dagegen oder wissen sie gar nicht was es ist?Was denn nun?

Aber um das zu beantworten: Dass politische Extreme Metal infliltrieren (wollen) ist doch wohl allgegenwärtig (ich nenne mal das böööööse Stichwort NSBM). Und im Hiphop gibt es solsche Debatten auch schon länger aufgrund der Tatsache, dass einige Protagonisten (oft selbst Migranten) rassististische und antisemitische Phrasen verwenden, um zu schockieren. Da gibt es sogar ein Buch "Fear of a kanak planet-Hiphop zwischen Weltkultur und Nazirap" ([url]www.kanakplanet.de[/url])
SenecaIch bleibe bei meiner Meinung das Teile der internationalen Hip Hop Musik, so wie auch deren Anhänger weite Teile der schwarzen Szene sowie deren Musik, intellektuell längst überholt haben.
AzuriteDarf ich mal fragen was das Problem dabei ist einfach nur eine rechte Meinung zu haben?
In einer Demokratie gibt es idealerweise ein Gleichgewicht zwischen Rechten und Linken, aber irgendwie wird heutzutage nur mehr die Linkslastigkeit idealisiert.
Es braucht auch eine ernstzunehmende rechte Kraft, hier in Österreich jedoch gibt es das momentan nicht, stattdessen haben wir eben nur Möchtegern-Nazis, und dass Rechts durch diese Leute auch nicht gerade einen besseren Ruf bekommt.

Rechts zu sein heißt ja nicht gleich rechtsextrem oder rechtsradikal zu sein. Es muss nicht immer auf "Ausländer raus" fokussiert werden.

Azurite
darkEMYRDa stimme ich dir zu. Rechts denken und Rechtsextremismus darf man natürlich nicht gleichsetzen, den Fehler begehen höchstens unsere Freunde von der Antifa(bei denen ist wohl schon die SPD fascho!;))! Ich kenne einige rechts Denkende, die dennoch mit Linken oder Migranten feiern gehen. Rechts ist natürlich nicht mit intolerante hirnlose Schläger gleichzusetzen, ebenso wie links auch nicht automatisch bekiffter Steinewerfer heißt! :D
SenecaDer korrekte Begriff ist hierbei allgemein "konservativ", nicht "rechts".
darkEMYRNun,dazwischen kann man unterscheiden. Man kann ja auch linkskonservativ sein! :)
Jatanur[QUOTE][/QUOTE]
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Ich denke, das tolerieren ist ein wesentlicher Bestandteil, dass macht ja die Gothic aus, dass man in dieser Kultur geborgen wird und nicht bloßgestellt, weil man anders ist, von daher ist es nicht schlimm.
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[QUOTE]
Aber wir sollen diese Musik, trotzdem tolerieren, das hört sich für mich ziemlich paradox an.
Wenn einige Gothics/verirrte Rechte meinetwegen rechtslastige Musik hören tolerieren wir sie, aber wir selber wollen nicht zu recht für Nazis gehalten werden[/QUOTE]

man, so war das auch wieder nicht gemeint!
Ich meinte das nicht bezogen auf Musik und die Einstellung, meine Meinung ist ganz klar: Null- Toleranz für Nazis, aber eigentlich wollte ich damit eigentlich ausdrücken, dass( so wie ich es kennen gelernt habe) Man in der Gothic seine Freiheit ausleben kann und "ausrasten" kann, während man vom rest der Welt schräg angesehen wird, das meinte ich mit Toleranz, nicht das ich es toleriere, dass es solche Musik gibt und solche Anhänger die die daraus zu hörende Meinung propagieren.

PS: auf die Frage wie lange ich shcon Goth bin, na ja, ca 1 1/2 Jahre... aber ich kann halt auch nur aus meinen Erfahrungen sprechen... von daher hab ich es so erlebt, dass, wenn man sich nicht mag, man sich aus dem Weg geht, aber nicht so, wie ich es bei "normalen" Menschen erlebt hab, dass die dann hinter dem Rücken einen bei jedem schlecht machen.
Nun muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich auch noch nicht in großen Gothiczentren wie z.B. Halle o. Leipzig war, aber ich werd's i-wann noch nachholen, und wenn ich dort andere Erfahrungen machen, dann werd ich sehen wie ich darauf reagiere...:D
moreWas ich damit meinte, war, dass du ein sehr idealistisches Bild von der schwarzen Szene hast. Leider wird es aber weder so vorgelebt, noch trifft man es allzuhäufig an. Kann sein, dass ich zu diesem frustrierendem Fazit komme, weil ich in einer Gotenhochburg (Stuttgart/Karlsruhe) wohne. Aber meine Ansichten waren als "Neuling" genauso. Drum meine Annahme.
Demon17Der Begriff Szene ist doch sowieso nur noch teilweise haltbar. Es gibt viele kleine Grüppchen und ein Großteil wird irgendwann mit Techno zusammengelegt. Insofern gibt es auch kein irgendwie geartetes Bewußtsein mehr.
belladonna[QUOTE]Darf ich mal fragen was das Problem dabei ist einfach nur eine rechte Meinung zu haben?[/QUOTE]

[QUOTE]Da stimme ich dir zu. Rechts denken und Rechtsextremismus darf man natürlich nicht gleichsetzen, den Fehler begehen höchstens unsere Freunde von der Antifa(bei denen ist wohl schon die SPD fascho!)! Ich kenne einige rechts Denkende, die dennoch mit Linken oder Migranten feiern gehen. Rechts ist natürlich nicht mit intolerante hirnlose Schläger gleichzusetzen, ebenso wie links auch nicht automatisch bekiffter Steinewerfer heißt! [/QUOTE]

Hmm, eine solche Haltung halte ich persönlich nicht für ganz ungefährlich. Dieses: rechtssein ist ja gar nicht soo schlimm, wir leben schließlich in einer Demokratie - ist genau der Boden auf dem sich braune Saat gut sähen läßt. Man sollte aufpassen daß man den Begriff Toleranz nicht überstrapaziert. (Siehe Signatur;) )
In den neuen Bundesländern z. B. passieren folgende Dinge. Sozialen Projekten wie Nachhilfeunterricht oder Suppenküchen wird der Geldhahn abgedreht, aber zum Glück gibt es die NPD die dann flugs die Lücke füllt. Ziemlich raffiniert würde ich sagen. Die Lage ist tatsächlich verdammt ernst und der Artikel kein bißchen übertrieben. Aber das wollen wir in unserer Toleranz ja nicht wahrhaben. Wie auch, wenn die Invasion so herrlich subtil erfolgt.
Ich bin auch schon einigen (Gothics) begegnet, die gern abstreiten Nazis zu sein aber was ist man denn sonst als NPD-Mitglied? Habe ich da irgendwas nicht begriffen?
Ich kenne nur die Spitze des Eisberges aus Begegnungen und ernstzunehmenden Artikeln. Was da tatsächlich abgeht möchte ich gar nicht wissen.
Eine ehemalige Freundin meines Mannes und mir hat plötzlich auch eine derartige Nazipropaganda vom Stapel gelassen...wir haben sie nicht mehr wiedererkannt bei unserem letzten Treffen. Ich habe keine Ahnung woher sie das hat, aber was sie uns da auftischte lehrte mich echt das Gruseln.
SchmerzsuchtDie wievielte Diskussion ist das jetzt? Es recht langsam, oder nicht?! :rolleyes:
Eins noch, den Bravo-Artikel über Death In June hätte ich doch ganz gerne. :D
Schwarzer PrinzIch finde unsere Regierung hinsichtlich "rechter" Einstellungen viel schlimmer.... wenn man mal manche Äußerungen v. Politikern und den zunehmenden Überwachungsstaat sich vergegenwärtigt. Das geht ja so langsam wieder in Richtung Stasi oder Gestapo.. nicht mehr viel v. Demokratie und Bürgerechten wird übrig bleiben. Im Gegensatz zu DIESER Gefahr sehe ich die paar evtl. vorhandenen Rechten in der "Szene" rel. gelassen. :eek:
Jatanurna ja den Polizeistaat wird es ja eh bald wieder geben, so ca. 20 Jahre noch, dann kann es auch den nächsten großen Krieg geben, weil dann entgültig alle verstorben sind, die den 2.WK mitgemacht haben...

PS: ich scheide ersteinmal aus der Diskusion aus, bin schön krank sry....
darkEMYR[QUOTE][i]Original geschrieben von belladonna [/i]
[B]Hmm, eine solche Haltung halte ich persönlich nicht für ganz ungefährlich. Dieses: rechtssein ist ja gar nicht soo schlimm, wir leben schließlich in einer Demokratie - ist genau der Boden auf dem sich braune Saat gut sähen läßt. Man sollte aufpassen daß man den Begriff Toleranz nicht überstrapaziert. [/B][/QUOTE]

Da ist Konfliktpotential drin, da stimme ich dir völlig zu. Aber man darf Toleranz auch nicht völlig pervertieren. Wenn ich höre dass Leute nach Toleranz schreien, die selbst nicht die geringste Toleranz für andere Meinungen aufbringen (z.B. Antifa, die es immer wieder schaffen, Leute völlig grundlos in die Naziecke zu drängen) dann find ich das ebenso bedenklich. Rechts ist nicht gleich Rechtsextrem. So schön wie schwarzweiße Weltbilder auch sind, sie entsprechen selten der Realität. Und wieso soll ich Leute verteufeln, die mir nichts tun, die auch anderen nichts tun (nicht mal Ausländern oder Andersdenkenden)...wo liegt dabei das Problem?
belladonnaWichtig ist eben, daß man bei aller Toleranz eine eigene Meinung hat. Einen Standpunkt. Man sollte einen Menschen nicht gleich zum Teufel jagen oder ihm die Pest an den Hals wünschen, wenn seine Meinung eine andere ist als die eigene. Aber man sollte auch klar sagen: "Was du denkst und tust finde ich persönlich nicht richtig!" Sich auseinandersetzen, seinen Standpunkt vertreten und nicht einfach gewähren lassen, weil ja angeblich alles gar nicht so schlimm ist.
Man sollte auch so tolerant sein sich selbst eine eigene Meinung zuzugestehen. ;)
darkEMYRGenau so sehe ich das ja auch. Von Assimilation der eigenen Meinung an die andere "nicht so schlimme" war ja nicht die Rede, sondern halt von (selbstverständlich bzw. im Optiomalfall gegenseitiger) Akzeptanz. Dann wäre vieles leichter! Aber die Realität sieht oft so aus, dass man den anderen jeweils überzeugen will und ihm immer klar machen will dass seine Sicht dr Dinge die falsche ist(egal von welcher Seite aus). Ist wohl nur menschlich!:)
DarketAlso wirklich, der Artikel trifft voll ins Schwarze (das Wortspiel ist völlig unbeabsichtigt und mir erst nach dem Tippen aufgefallen). Da wird nicht behauptet wir wären alles Faschos, nicht, dass es keine Gegenstimmen aus der Szene gibt und nicht, dass wir grundsätzlich politisch wären. Wo ist denn das Problem?
belladonnaTja, manche glauben eben sich über alles aufregen zu müssen. Da fand ich die Verunglimpfung unsereins in einem Comic der Zeitschrift "Wendy" viel schlimmer:D (Ich habe ne kleine Tochter die Pferdenärrin ist)
Goat93Ich möcht mal einwerfen, das kaum eine Rechte
"unterwanderung" stattfindet, sondern einfach
mehr Goth eine Rechte Meinung nach außen hin
ablassen und wiederspiegeln.

Soll heißen, die Leute fühlen sich vom Goth angezogen,
haben eine Rechte Politische Einstellung. Ich denke man
sollte im generellen sowieso Politik und Subkultur trennen
(können)

Warum allerdings Rechtstendenzierende sind, muß
sich jeder selbst beantworten

Zum Artikel:

Berauschend ist der nicht, aber auch nicht soo schlecht.
Leider werden nur die Standartphrasen wiederholt, die
man überall hört

[QUOTE]Der Name ist bei der Band Programm: Sie berufen sich offen auf den »national bolschewistischen« Flügel der NSDAP um SA-Führer Röhm, der am 30. Juni 1934 in der sogenannten »Nacht der langen Messer« auf Weisung der NSDAP- Führung umgebracht wurde.[/QUOTE]

Das ist falsch, Röhm starb erst 1. Juli, der Name hat keinen
wirklich Nachweisbaren Bezug. Die Nacht der langen Messer
ging bis zum 2. Juli, Death in June müßte dann eigentlich
Death in June/Juli heißen -,-
Move over KateDer Bericht ist uralt und wärmt nur Altbekanntes auf... In einer Riesenszene, wie sie "die Schwarzen" mittlerweile sind, ist es ganz normal, dass man alle Couleurs von ganz links bis ganz rechts findet. Und das versnobbte, pseudoelitäre Gehabe, das gerade den Neofolkern gerne angedichtet wird (ich sage ausdrücklich: [i]angedichtet[/i] wird) ist in dieser Szene so weit verbreitet wie das Tragen schwarzer Klamotten. Sogar die 16-Jährige Blutengel-Hörerin hält sich warscheinlich für die Avantgarde ihrer Schulklasse... :D ;)
Goat93[QUOTE]da Douglas P. ein Bewunderer Ernst Roehms ist [/QUOTE]

War, er ist es wohl nicht mehr, ich glaub nach 20
Jahren hat man auch mal andere Ansichten *gg

Zudem kommt es mit dem Namen dann trotzdem nicht hin,
woher dieser stammt ist allerdings auch Landsläufig bekannt.

Death in June lebt von der Interpretation, daher würde
er wohl auch nie eine feste Stellung zu oder gegen etwas
beziehen, ich denke aber, umso mehr dagegenangegangen
wird, umso Härter werden die Fronten ^^

So, jetzt erst mal den Ultrafaschosong "Death of the West"
hören *gg

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