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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: FSK und Verantwortung der Eltern
TrauerwesenEs gibt zur FSK zwar bereits ein Thema, aber hier geht es mir um eine ganz bestimmte Richtung, nämlich die Eltern.


Jobtechnisch bekomme ich das alles mit, und zwar dürfen ja 6+-hährige mit ihren Eltern in einen Film ab 12. Diese Regel gibt es auch erst seit ein paar Jahren. Das Prinzip lehnt sich an an das amerikanische PG = parental Guidance, und geht davon aus, dass Eltern bei "kritischen" Szenen ihre Kinder aufklären und das erklären. Zuvor durften unter-12-jährige keinen Film ab 12 sehen.

Gerade bei Harry Potter und nun auch wieder Spiderman sorgt diese Regel für Konflikte. Der grosse Bruder, der nicht mit ins Kino geht, reicht nicht, und die Eltern haben keinen Bock und machen einen Aufstand. Und dieser Aufstand beschäftigt sich eigentlich nur damit, dass das Kind ohne sie den Film nicht schauen kann, weil es zu jung ist, aber nicht, dass der Film eigentlich wirklich erst ab 12 ist!
Dann gibt es Leute, die mir ihrem vierjährigen Sohn einen Film ab 12 schauen wollen, das aber gesetzlich nicht geht. Denn das Kind muss mindestens sechs sein.
Es gibt aber auch die andere Seite, dass Eltern bei Harry Potter beispielsweise wirklich hinterfragt haben, wieso der Film denn ab 12 ist und dann meinen, das sei noch nichts für die Kinder. Oder Eltern, die sich den Film zuvor angeschaut haben, um abzuschätzen, ob das denn ok für das Kind sei.

Viele Eltern argumentieren, sie könnten ja selbst entscheiden, was ihr Kind schaut. Gut, zu hause können sie das, aber nicht im Kino. Bringen die Gesetze überhaupt noch was? Oder liegt es wirklich in der Verantwortung der Eltern, dass sie auch öffentlich entscheiden dürfen, was ihr Kind schaut, egal, ob sie dabei sind oder nicht? Oder hat die FSK schon ihre Gründe, dass ein Film erst ab 12 ist und eben nicht ab 0 oder 6? Sicher, die FSK hat manchmal sehr komische Bewertungen, aber das ist nur ein Unterpunkt und sollte nicht kompletter Bestandteil der Diskussion sein.

Ich selber tendiere dazu, dass diese Gesetze schon durchaus ihre Gründe haben und frage mich, was die Kinder denn alles schauen würden, wenn es eben nicht die FSK gibt, denn vielen Eltern scheint es ja egal zu sein, ab wann ein Film freigegeben ist.
darkEMYRNun,gute Gründe hat es definitiv,ist nur heute völlig überholt. Vor allem die chwachsionnigen Maßstäbe (der Film Oi!Warning ist trotz drastischer Gewaltszenen ab 12, wäre aber, hätte man die im Film auftretende Band unter ihrem Originalnamen "Smegma" agieren lassen, ab 16 gewesen!).

Das wichtigste ist, wie du ja auch ansprichst, die gemeinsame Reflexion mit einer (erwachsenen) Bezugsperson, vornehmlich Eltern. Und ich denke schon, dass es die Entscheidung der Eltern ist was ihr Kind für Filme sieht (im Rahmen der Gesetze versteht sich, natürlich muss es auch Eltern verboten sein, ihrem Kind Pornos vorzuspielen!:eek: ) Und vielen Eltern ist es auch mit FSK scheißegal was ihre Kinder konsumieren. Wenn der Bildschirm an ist, haben sie ja ihre Ruhe, wieso dann noch schauen was das Kind da macht. Leider ist es heute häufig so. Und selbst wenn die Eltern aufpassen, dann rennen die Kids in nächste nternetcafe und ziehen sich da irgendwelchen Dreck rein. Das beste Rezept ist meiner Meinung nach eine nicht zu hoch gesteckte Grenze, d.h. kein völliges Verbot von Filmen, deren Altersempfehlung über dem Kindesalter liegt, sondern, wenn es angemessen erscheint (keine Splatters o.ä.), gemeinsamer Konsum des Mediums. Dadurch hat man einerseits die Kontrolle dass nicht zu heftige Filme geguckt werden, andererseits hat das Kind auch nicht so einen Entdeckungsdrang auf "das Verbotene". War jedenfalls bei mir so und ist mir glaube ich ganz gut bekommen.:)
TrauerwesendarkEmyr:


ja, manche Masstäbe sind wirklich überholt. Ich denke auch, dass viele Filme, die nun vielleicht nicht soviel Gewalt beinhalten, durchaus nicht an das Verständnis mancher Altersgruppen heranreichen; so beispielsweise auch Schindlers Liste, der mE vielleicht nicht allzu brutal ist, dafür aber schwieriger zu verstehen und auch recht bedrückend wirken kann.
Aber ist es dann nicht umso wichtiger, dass ein unter12-jähriger erst Recht mit seinen Eltern den Film schaut und nicht mit dem grossen Bruder? Oder dass die Eltern sich informieren und hinterfragen, ob das denn überhaupt ein Film für das Kind ist? Ich erinnere mich, dass meine Mutter mir damals definitiv von Schindlers Liste abgeraten hatte, als ich noch ein Kind war. Mit 15 oder 16 war dies aber anders.

Ich verstehe Deine Meinung nun so, dass Du das PG, also die Freigabe für ab 6-jährige mit den Eltern befürwortest. Das mag auch so sein, irgendwie sehe ich das auch so, denn das Kind kann dann auch besser an das Medium Film herangeführt werden.

Nur finde ich es halt nach wie vor unverständlich, wenn die Eltern (also in der Praxis, das andere ist ja eher Theorie) da so einen Terz machen, eben weil sie nicht mitgehen wollen, weil sie keine Lust auf den Film haben usw usf. Das kommt mit eher so vor nach dem Motto "das Kind will den Film sehen, also machen wir es glücklich, egal, ob der Film für das Kind was ist oder nicht". So auch damals bei Terminator 3, da wollte ein Vater mit seinem 13 (oder was weiss ich) jährigen Sohn den Film sehen. Geht gesetzlich nicht (nicht im Kino). Ich war dann die böse Frau, die den Jungen nicht reinliess. Und ich sah den Mann als verantwortungslos an.
Vor allem ist das Geschrei dann wieder gross, wenn der nächste Amoklauf stattfindet (auch wenn wir alle wissen, dass nicht primär die Filme und Spiele dazu beitragen), denn dann sind wieder die bösen Filme und Spiele schuld. Aber die Kinder davor zu schützen scheint bei manchen ja dann doch Fehlanzeige zu sein.
TrauerwesenNightmare: Es geht nicht generell um die FSK hier, und auch nicht um Folgen von Filmen, sondern um das Jugenschutzgesetz und die Frage, ob das mehr Bestimmungsrecht hat als die Eltern, was in diesem Fall ja so ist, und ob das nun gut oder schlecht ist.
ConstanzeBei Harry Potter fand ich es noch so grenzwertig, wobei ich da die Regesseure nicht verstehe. Sie wissen, dass das Kinderbücher sind und Kinder diese Filme sehen wollen und verfilmen sie trotzdem erschrekend düster und gewalttätig. Klar sind die Bücher auch so aufgebaut, aber irgendwie muss man doch gucken, dass sich die Zielgruppe den Film überhaupt angucken darf. Da wird die FSK dann auf 12 gesetzt und die ganzen 6-jährigen gehen mit Mami ins Kino und klagen hinterher über Albträume.
Noch gravierender fand ich allerdings Herr der Ringe 3. Der war ebenfalls ab zwölf. Die Schlachtszenen fand ich allerdings stellenweise sehr brutal und wäre das kein Fantasy- sondern ein "normaler" Kriegsfilm gewesen, wäre er mit den gleichen Bildern wohl erst ab 16 freigegeben worden. In solch einem Film hat ein 6-jähriges Kind meiner Meinung nach nichts zu suchen, ob mit Eltern oder ohne.
Zuhause kann niemand kontrollieren, was Eltern mit ihren Kindern gucken, aber man kann nur hoffen, dass möglichst viele damit verantwortungsbewusst umgehen. Ich habe auch mit 10 Filme ab 16 geguckt, aber mein Vater kannte den Film und er kannte mich, konnte also abschätzen, wie ich reagieren würde. Der Umgang mit diesen FSK-Grenzen sollte weder zu streng noch zu locker sein, wie ihr ja schon gesagt habt wg. dem "Reiz des Verbotenen".
Einen Kinofilm kann kein Elternteil einschätzen. Die Leute, die die FSK festsetzen werden sich was dabei denken, wenn sie einen Film erst ab 12 freigeben.
Demnach bin ich gegen diese Regelung, denn wie du schon sagtest, Trauerwesen, gibt es genug Erwachsene die sich nur darüber aufregen, dass sie mitmüssen, und sich nicht über die Gründe aufregen. Was die Eltern zuhause machen ist deren Sache, aber im Kino sollte man diese Regeln einhalten, ob mit Eltern oder ohne.
TrauerwesenNightmare:

Natürlich muss man gewisse Einflässe der Filme mit einbeziehen, so meinte ich das auch nicht. Und dass ein Film bestimmte Emotionen beim Zuschauer hervorruft, sollte man aus eigener Erfahrung wissen; ich kenne nach wie vor Filme, die irgendwie verstörend auf mich wirken. Allerdings wollte ich die Diskussion weniger darüber haben, ob Filme nun schuld an Kriminalität sind oder nicht.

Meine Star Wars Filme sind aber glaube ich alle ab 6...?


[QUOTE]Die Leute, die die FSK festsetzen werden sich was dabei denken, wenn sie einen Film erst ab 12 freigeben[/QUOTE]
Genau das denke ich mir dann auch. Und wenn Eltern nach wie vor denken, ein 3jähriger solle King Kong schauen, bin ich froh, dass es diese Bestimmungen gibt (ohne scheiss, die wollten ihr 3jähriges Kind da mit reinnehmen). Davon mal abgesehen, ein dreistundenfilm wäre für mein kleines Kind eh nichts, solange sind die ja nicht aufnahmefähig.
Natürlich sind Altersfreigaben ja recht pauschal und gehen nicht auf die individuelle Reife eines Kindes ein. Aber anders lässt es sich wohl nicht machen, was Autofahren, Alkoholkonsum usw angeht ja auch nicht.
belladonnaTja, mit Gesetzen kann man da tatsächlich nicht viel machen, fürchte ich. Da ist eindeutig das Verantwortungsbewußtsein der Eltern gefragt. Früher oder später laufen die Filme im Fernsehen und auch im Internet sind Szenen und Bilder die für Kinder nicht bestimmt sind nichts ungewöhnliches. Wenn man sich schon allein anschaut, daß am Nachmittag wenn Kinder definitiv noch wach sind und eventuell fernsehen, die Vorschau auf das elterliche Abendprogramm läuft und diese meist mit Gewalt-und Sexszenen zum Anschauen locken, da fragt man sich, was sich die Sender sich dabei eigentlich denken.
Da hilft nur Aufklären, Aufklären, Aufklären. Denn Kinder können nicht zwischen Fiktion und Realität unterscheiden und bekommen unter Umständen ein etwas verzerrtes Weltbild, wenn sie zuviel bunte Bilder konsumieren. Oder es werden unötige Ängste geschürt, die ein Kind noch gar nicht verarbeiten kann. Das müssen die Eltern dann wieder auffangen.
Wir haben den Fernseher abgeschafft und gucken DVDs über unseren Videobeamer. Und wir entscheiden was die Kinder sehen dürfen.
Ich muß ja manchmal schon aufpassen, wenn ich auf Myspace rumgucke, wenn mein Töchterchen daneben steht. Es ist zwar nicht erlaubt, gewaltverherrlichende oder pornografische Fotos reinzustellen, aber manche Avatare und die Gestaltung mancher Myspace-Seiten sind echt krass. Die Grenzen für Gewalt und Pornografie scheinen doch sehr hochgesteckt zu sein
:rolleyes:
Auch bei den lustigen Filmchen in cartoonland muß man etwas aufpassen. Da kann ich auch nicht alles angucken, wenn die Kinder mit im Zimmer rumspringen.
herbstliebeGrundsätzlich begrüße ich das Gesetz mit der Altersbegrenzung. Genauso wie die Anschnallpflicht im Auto.

Wir handhaben das so, dass wir entscheiden, was unsere Tochter sehen darf. In der Regel sieht das dann so aus. dass sie "Herr der Ringe" nicht sieht und "Das Parfum" ebenfalls nicht. Beide Filme möchte sie unbedingt sehen, aber da sie ein kleines Sensibelchen ist, darf sie das weder jetzt mit ihren elf Jahren, noch mit zwölf. Ich sehe das Gesetz als Richtlinie, in der ich einen eigenen Ermessungsspielraum habe. Beide genannte Filme halte ich für "ab 16". Der eine Film ist brutal und der andere zeigt zwar kaum bis keine Brutalität, ist jedoch psychisch eindringlich. Würde es einen Film "ab 12" geben, der vom Verständnis her altersbegrenzt ist, würden wir abwägen, ob sie dafür weit genug ist und ihr gegebenenfalls erlauben, den Film zu sehen.

Meist weiß sie aber selbst gut, was für sie geeignet ist. So liest sie z. B. Bücher nicht weiter, die ihr Angst machen und sie schaltet um, wenn brutale Vorschauen im Abendprogramm laufen.
rainravenKomisch. Ich denke aber, mich erinnern zu können, daß wir damals als Kinder nur in den zweiten Teil der Star Wars Trilogie gehen konnten, weil da mein kleiner Bruder auch mitdurfte und der damals aktuellere Teil drei nicht ab sechs war sondern ab zwölf, und dafür wäre er zu jung gewesen...Dabei finde ich den zweiten Teil eigentlich am düstersten und traurigsten...

Ich finde manchmal die FSK auch recht seltsam in ihrer Beurteilung. Wenn in einem Film gewalttätige oder anderswie bedenkliche Szenen gezeigt werden, muß man das ja auch im Zusammenhang mit der Handlung und der Darstellung sehen, wie es auch schon bei Schindlers Liste angesprochen wird. Es gibt andererseits auch viele Filme, die ich selbst (schon lange volljährig) abstoßend oder seelisch belastend finde, dabei geht es da gar nicht vorranging um dargestellte Gewalt. Der Inhalt oder die Bilder können ebenso bedrückend wirken und manchmal nicht verarbeitet werden.
moreDas Gesetz kann ich auch nur befürworten. Und zwar nicht nur als Richtlinie für die Eltern. Niemand weiß, was ein gewisser Film in einer Kinderseele anrichten kann, da das niemand so genau nachvollziehen kann. Und gerade deshalb ist es wichtig das Risiko zu minimieren. Das gilt auch vor allem für die Betreiber von Kinos. Ich denke, viele Eltern ist es shit-egal was die Kinder mit dem Taschengeld machen. Und meist treiben sie sich nachmittags irgendwo rum, die Eltern wissen meist nichtmal wo.

Da kommen die Kinder schnell auf die Idee eine Kinokarte zu kaufen. Ich finde ein Gang ins Kino ist sicherlich ein ungefährlicher Spaß, aber nur wenn das richtige konsumiert wird.

Ich erinnere mich daran, dass mein Bruder mit 14 unbedingt in Hannibal wollte. Ich war bereits 18 und hab mir den Film ansehen können. Ich muss sagen, er schlug mir ordentlich auf den Magen, obwohl er ab 16 freigegeben war.

Mein Bruder lieh sich später die DVD bei einem Freund. Mein Bruder macht zwar immer auf obercool, aber ich kann mich gut erinnern, wie stark ihn dieser Film damals belastet hat. Und heute (er ist mittlerweile 21) sagt er, er hätte diesen Film damals nicht sehen sollen, und die Altersbeschränkung war durchaus gerechtfertigt.

Aber leider wird dieses Gesetz auch an den Kinokassen nicht so wirklich ernst genommen, genauso wie das Ausschenken von Alk.
Trauerwesennightmare:

ich weiss nicht, was für Gründe Du genau meinst, ausser dass Filme verstörend wirken können (und wohl auch sind).


more:

Kann mich dem anschliessen, aber genau das drauf achten ist ja das Problem, eben weil es den Eltern scheissegal ist. Also bei uns wird drauf geachtet (nebenjob im Kino, deswegen sprach ich das Thema ja an; wie andere das handhaben, ist halt so eine Sache), und viele Eltern meinen, sie dürften entscheiden, was das Kind kuckt und was nicht, auch wenn sie nicht mit reingehen. Und da werden die Eltern oft ausfällig (am Donnerstag mal so richtig, da war dann sogar meine Kollegin "unverschämt"), wenn wir dann sagen "nein". Und genau da wünsche ich mir fast, dass diese PG-Regel abgeschafft wird, denn es ist schon ein Ausnahmefall, aber die Bedingungen dazu will irgenwie keiner erfüllen (oder seltene; wie gesagt, es gibt auch andere, die dann direkt sagen, wenn der ab 12 ist, dann ist der Film nichts).
moreMich würden Nightmare´s Ausführungen auch sehr interessieren, denn es hört sich mehr nach dem ewig ollen Teenagergeschwafel an, nach dem Motto: Verbote sind doof, und wenn ich das nicht darf, dann tu ich es trotzdem.

Vielleicht sollte man nicht nur hinterfragen dass es Verbote gibt, sondern auch warum diese erlassen wurden. Aber offensichtlich ist es ziemlich schwer sich mit zwei Fragen gleichzeitig zu befassen.
moreEs hat keinen Sinn zu diskutieren, wenn jegliche Diskussionsgrundlage überlesen wird. Du fragst nach Gründen? Vielleicht ließt du die letzte Seite einfach nochmal in aller Ruhe, dann findest du die Gründe, die wir bisher alle aufgezählt haben.

Ja, und es mag vielleicht etwas direkt klingen, vielleicht habe ich auch nach 2000 gutgemeinten Posts die Nase voll - es klingt einfach nach Teenagergeschwafel. Vor allem dann, wenn bei einer Diskussion die Gegenargumente permanent überlesen werden, darauf nicht eingegangen wird und irgendwelche total nichtigen Klischees aus der Tonne gezogen werden - z. B. Scheiß Eltern. Keiner von uns hat je behauptet, dass der Großteil der Eltern kein Verantwortungsgefühl hat.

Mal im Ernst, wenn eine Familie in der Stadt wohnt und der Siebenjährige sein Taschengeld bekommen, werden die Eltern sicherlich das Kind nicht einsperren um zu verhindern, dass er sich Kinokarten kauft.

Und die FSK ist dafür da, dass die Eltern abschätzen können, OHNE sich vorher den Film anzukucken, wie der Inhalt sein wird. Und selbst die besten Eltern wissen nicht, was für Schäden der Film bei einem Kind hinterlassen könnte. Darum arbeiten bei der FSK auch Psychologen.

Aber da du das sicherlich wieder überlesen wirst lohnt es sich sicherlich das noch näher auszuführen.
Und ich entschuldige mich nochmals für die direkte Art, aber meiner Meinung nach hat es keinen Sinn mit jemanden zu diskutieren der sowieso von seiner Meinung so felsenfest überzeugt ist, dass er nur Phrasen drischt um sein angebliches Recht hervorzuheben.
darkEMYR[QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i]
[B]Ich verstehe Deine Meinung nun so, dass Du das PG, also die Freigabe für ab 6-jährige mit den Eltern befürwortest. Das mag auch so sein, irgendwie sehe ich das auch so, denn das Kind kann dann auch besser an das Medium Film herangeführt werden. [/B][/QUOTE]

Nein das befürworte ich nicht weil es zu allgemein ist. Jedes Kind ist anders. Eltern sollten wissen wann ihrem Kind welcher Film zuzumuten ist. Leider kennen heute viele Eltern ihre eigenen Kinder nicht mehr. Ich hab Jurassic Park (ab 12) mit 10 gesehen (zusammen mit meiner Mutter) und ich hatte mit dem Film null Probleme, fand ihn klasse, während es 12-jährige gab die aus dem kino gerannt sind!:D In der Verantwortung ist hier halt nicht die Filmindustrie, sondern die Eltern. Was mein Kind sieht, entscheide ich als Elternteil. Wenn ich die Kraft oder die Lust nicht habe, dann kann ich nur sagen: :eek:
Trauerwesenmore:

Vollste Zustimmung (in allen Punkten), und richtig, niemand von uns hat behauptet, dass es nicht auch andere Eltern gibt, dazu kann man beispielsweise auch mein Eingangsposting lesen. Es gibt solche und solche, und das hat hier niemand abgestritten.



darkemyr:

Aber wenn die Kinder (über 6) mit den Eltern Filme ab 12 kucken können, genau dann können die Eltern ja entscheiden. Gut, sie müssen nur mitgehen...
Sicherlich, das sprach ich ja auch bereits an, entwickelt sich jedes Kind anders. Aber wie auch schon gesagt, gibt es ebenso wie beim Führerschein und anderen altersbedingten Rechten und Gesetzen da wohl kaum eine bessere Alternative, die nicht extrem umständlich oder nicht umsetzbar wäre.

Aber irgendwie auch interessant, dass Du aber weiter gehst und meinst (darauf wollte ich ja in der Diskussion hinaus und freue mich, dass jemand die andere Seite vertritt), dass die Eltern auch so entscheiden dürfen sollten, ohne gleich mitgehen zu müssen.
Nur wie gesagt, ich befürchte da aber eher, dass vielen Eltern da eher egal ist, was das Kind da kuckt (angenommen wir hätten keine FSK sondern nur die Eltern bestimmen das bzw müssen ihre Einwilligung abgeben), hauptsache, das Kind ist befriedigt, weil das Kind den Film unbedingt kucken will.
moreMan muss die Sache auch aus entwicklungspsychologischer Sicht sehen, Kinder haben noch nicht die Fähigkeit Fiktion und Realität so voneinander zu unterscheiden wie Erwachsene. Und ehrlich gesagt, würde ich den Eltern nicht zumuten all diese Dinge bei der Auswahl eines Filmes zu berücksichtigen. Schließlich sind Eltern nur Eltern und keine Psychologen.

Ein Kind lernt erst im Laufe der Zeit, dass das was er im Film sieht nicht seine Realität ist. Vor allem im Alter zwischen 6 und 12 Jahren passieren rasante Entwicklungen. Ich würde einem 6-Jährigen nicht ohne Begleitung, die beschützt und erklärt Jurassic-Park sehen lassen.
TrauerwesenIch meine, Jurassic Park sah ich damals mit einer Freundin, glaube aber, dass ich 12 war (oder fast war).
Mit 9 oder gar 6 hätte ich den Film wohl auch anders betrachtet, da hätte ich vielleicht nicht gewusst, dass es unmöglich ist, von einem Dinosaurier verspeist zu werden.

Ich erinnere mich noch an The Day After. Und ich war in der Tat zu jung für den Film (weiss aber nicht mehr, wie alt ich genau war). Ich hatte die ganze Nacht im Bett Angst, dass ein atomarer Krieg ausbricht und wir alle zu Staub werden oder aber an krebs erkranken.
Jetzt, einige zehn Jahre später, finde ich den Film zwar noch erschreckend, weiss aber, dass es zwar passieren könnte, aber eben doch nicht passiert. Ich kann einen gewissen Abstand zu den geschehnissen im Film aufbauen. Und diesen Abstand bekomme ich aber bei bestimmten anderen Filmen, die ich laut Altersfreigabe (halt einige Jahre über 18) schauen darf, aber nach wie vor nicht. Gut, das ist dann mein Problem, und ich kann mich auch einschätzen (und eigentlich vertrage ich auch alles mögliche), aber Kinder können das halt schon mal gar nicht und Eltern vielleicht auch nicht immer, wie schon gesagt.
Trauerwesen[QUOTE]Deiner Meinung nach, Trauerwesen, dürften Eltern also nicht entscheiden, was ihre Kinder auch ohne ihr Beisein ansehen dürfen?
Diese Verstörung hat ihren Ursprung übrigens in der Erkenntnis etwas völlig realem, dass einem bisher nur nicht geläufig war. Leichenobdoktionen sind verstörend, wenn man bei ihnen anwesend ist, aber die Verstörung weicht für gewöhnlich einem besseren oder tieferm Verständnis dessen, was da gemacht wird oder wurde. Dauerhafte Schäden, bis auf das von mir genannte Beispiel mit dem Kind da, kenne ich keine.[/QUOTE]

Ich glaube langsam, Du hast das Thema hier absolut nicht verstanden. Ich wiederhole mich, es geht um Parental Guidance, für eine Übersetzung dessen empfehle ich ein Wörterbuch Englisch. Und da ist es ein Unterschied, ob ein Kind sich etwas anschaut, das vollkommen ungeeignet ist und es nicht versteht, oder aber ob Eltern dabei sind und das Kind aufklären.


Zum Rest gehe ich nicht ein, denn Du willst es scheinbar nicht verstehen, aber Phrasen schwingen.
moreWow Nightmare, du hast echt Talent Zitate so auszulegen, dass es für dich nach dem aussieht was du lesen möchtest...
Deine Meinung ist gut, toll, bravo!

Meine Meinung ist anders. Damit wäre die Diskussion beendet, so wie jede Diskussion endet wenn man Zitate verdreht, Gründe übergeht, und sowieso nur seine Meinung zählen lässt.

Und wenn für die Hannibal mit 16 lasch war, woher nimmst du die Annahme für einen anderen 16jährigen wäre es auch lasch? Du hast echt einen sehr überschaubaren Horizont.
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
[B]Wow Nightmare, du hast echt Talent Zitate so auszulegen, dass es für dich nach dem aussieht was du lesen möchtest...
Deine Meinung ist gut, toll, bravo!

Meine Meinung ist anders. Damit wäre die Diskussion beendet, so wie jede Diskussion endet wenn man Zitate verdreht, Gründe übergeht, und sowieso nur seine Meinung zählen lässt.

Und wenn für die Hannibal mit 16 lasch war, woher nimmst du die Annahme für einen anderen 16jährigen wäre es auch lasch? Du hast echt einen sehr überschaubaren Horizont. [/B][/QUOTE]

Ja, leider ist es wohl so. Man kann wohl nur noch davon ausgehen, dass Nichtmare seinen 5jährigen Kindern Horror zum Frühstück serviert, weil er ja ein ganz harter und cooler ist, und seine Kinder das wohl auch sein werden.
Komischerweise habe ich hier aber auch noch keine Gegengründe gelesen, eine differenzierte Diskussion fand dann doch leider nur zwischen wenigen Usern statt (um mal Darkemyr zu nennen, der eine andere Meinung besitzt, aber diese auch durchaus argumentieren konnte; übrigens nennt man das Diskussion, indem man Argumente austauscht und nicht, andere Dinge verdreht, nur um irgendwie "recht zu haben".).
darkEMYR[QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i]
[B]Aber irgendwie auch interessant, dass Du aber weiter gehst und meinst (darauf wollte ich ja in der Diskussion hinaus und freue mich, dass jemand die andere Seite vertritt), dass die Eltern auch so entscheiden dürfen sollten, ohne gleich mitgehen zu müssen.
Nur wie gesagt, ich befürchte da aber eher, dass vielen Eltern da eher egal ist, was das Kind da kuckt (angenommen wir hätten keine FSK sondern nur die Eltern bestimmen das bzw müssen ihre Einwilligung abgeben), hauptsache, das Kind ist befriedigt, weil das Kind den Film unbedingt kucken will. [/B][/QUOTE]

Das würde ich so allerdings auch nicht bevorzugen. Eher so: entweder FSK ODER mit Eltern. Klar sollte man 10-jährigen nicht Saw zeigen (auch nicht mit Eltern ;)). Hierein Maßzu finden ist sicher nicht leicht. Ich finde es solte ein Zusammenspiel sowohl elterlicher als auch "filmindustrieller" Kontrolle sein. Viele begehen nur den Fehler und schieben die gesamte Verantwortung auf letztere (oder auf den Staat, Lehrer etc.). Und die FSK ist auch fehlbar, weil es eben pauschale Kategorisierungen sind. Der Film "Führer Ex" bspw. ist ab 12 freigegeben, und ich muss sagen, hätte ich den mit 12 gesehen hätte er mich wohl schon verstört.
Lea B.ich denke,die meisten meinen noch,dass Eltern am besten wissen,ob ihre kinder sich einen Film,ohne Psychosen zu bekommen,ansehen können.Denn es dind die Eltern und die sollten ihre Kinder am besten kennen.
Sollten.
Leider hat die Filmindustrie das noch nicht festgestellt,das es meistens gar nicht so ist.
TrauerwesenAber FSK oder aber mit Eltern wäre ja dann das Parental Guidance Zeugs. Gut, das bezieht sich allerdings nur auf den Sprung von 6 auf 12; findest Du denn, dass es auch unter 6jährigen erlaubt sein sollte, manche Filme ab 12 mit den Eltern zu kucken?
Sicherlich ist die FSK nicht das A und O, denn das Augenmerk bezieht sich doch teils zu sehr auf die dargestellte Gewalt und das Blut, aber weniger auf das Thema und das Verständnis (wie eben auch bei Schindlers Liste und das von Dir angesprochene Mein Führer). Gleiches gilt wohl auch schon für komplett gewaltfreie Romantic Comedies, die je nach Dramagrad dann vielleicht ganz nett sein sollten für Kinder und auch keine negativen Effekte zeigen, sich aber eben vielleicht doch so manchem Verständnis der Kinder entziehen könnten, so dass diese sich mehr langweilen. Obwohl die FSK ja theoretisch schon darauf eingeht (angeblich), wie komplex die Geschichte ist usw (habe mal irgendwas darüber gelesen).
Lea B.[QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i]
[B]Gut, das bezieht sich allerdings nur auf den Sprung von 6 auf 12; findest Du denn, dass es auch unter 6jährigen erlaubt sein sollte, manche Filme ab 12 mit den Eltern zu kucken?
). [/B][/QUOTE]

Was ich denke ist,dass die meisten Eltern nicht beurteilen können,ob ihre Kinder schon reif genug sind(insbesondere bei 12-16)
deshalb dürfen sie es ja eigentlich,weil die Eltern es beurteilen können sollten
TrauerwesenLea B:

Sicherlich wird so etwas wie individuelle Reife ausgeklammert, aber irgendjemand (ich glaube more) meinte auch bereits, dass Eltern eben keine Pädagogen sind, die Leute bei der FSK aber eher wissen, was in einem Film toll und was nicht so toll ist.
Sicherlich sollten Eltern das abschätzen, aber das würde ja auch bedeuten, dass jene sich den Film vorerst genau ansehen müssen, denn die wissen ja auch nicht, was genau alles drin vorkommt.
Ich merkte es selber die Tage bei Shooter, der ab 18 freigegeben ist. Bei der Story konnte ich es mir nicht vorstellen, aber bei einer ganz gewissen Szene zum Ende hin (Arm ab) fand ich es dann durchaus berechtigt.
Sicherlich könnte man da einen Kompromiss machen, dass die FSK wirklich eine Empfehlung ist, an der sich Eltern orientieren können, letztenendes aber dann halt doch selbst entscheiden. Nur habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich wenige Eltern davon abschrecken lassen. Gerade bei Harry Potter hiess es, ja, aber es ist doch Harry Potter und das Kind findet das toll, wieso der ab 12 ist war dann egal (gut, nicht für alle).
Es gab auch schon Filme, die durchaus ab 6 freigegeben waren und 6jährige mit ihren Kindern schauten sich den an, aber dann fing das Kind an zu weinen, weil es mit dem dargestellten nicht klar kam und die Eltern sind dann mit dem Kind raus. Und gerade bei einer Altersspanne von 6 auf 12 wäre es wohl nciht verkehrt, wenn die Eltern dann dabei sind dass man abbrechen und erklären kann.
more[QUOTE]Ich werden diesen Thread, so wie jeden, inder meine gottgleichen Worte den Verstand anderer zerfetzen, zukünftig einfach ignorieren.[/QUOTE] Glückwunsch zu diesen (ersten) weisen Worte, die wir von dir hören.

Dann kann der Rest ja wieder wie normale Menschen kommunizieren.
NeurotoxBin mir nicht so sicher ob Kinofilme nun die verstörende Wirkung auf Kinder haben, wie oft befürchtet (mal abgesehen von Splatter, Porno aber die werden über FSK recht gut gefiltert) So ziehmlich jeder meiner Altersguppe hatt im Kindesalter Terminator, Freddie Krüger und co gesehen, ohne bleibende Schäden.

Mehr sorgen macht mir das Nachmittagsprogramm im TV, wie Gerichtsshows etc. Auf MTV können Kiddis lernen, dass Geld, Titten und Marken das Leben sind.
Um die Zeit können arbeitende Eltern net immer auf die kinder achten, was Medien scheinbar einen Dreck schert.
Aber ein Tropfen Blut im Spätprogamm is da wohl Zensierenswerter, weiter so...

Ok ich komm vom Thema ab, wie oben gesagt, ob von Kindern Starwars nun mit 10 oder 16 geschaut wird, hatt denk ich keine so große Bedeutung. Ich vertrau mal naiv drauf, dass eltern den Kindern erklären, dass man anderen nur die Hände abhackt, wenn diese auf der dunklen Seite der Macht stehen ;)

Die FSK macht ihren Job bis auf ausnahmen ganz gut, denk ich.
Ankh-Nefertiriich möchte jetzt definitiv nicht über den Sinn oder unsinn von FSK reden, auch wenn ich es gerne würde...

Aber zum Thema: Grundsätzlich finde ich diese regelung mit der Begleitung der Eltern sehr gut. Aber Sinn des Ganzen sollte ja eigentlich sein, dass die Eltern den kleineren Kindern "schlimme" Szenen erklären. Klar, das Problem, dass die Eltern zicken, ist des Öfteren angesprochen worden. Aber was nutzt es einem 6jährigen, wenn Papa oder mama zwar im Kino nebenan sitzt, sich aber ausschweigt und den Film schaut, während man selbst sich gruselt oder etwas nicht nachvollziehen kann? Dann könnte man ihnen genauso gut einen teddy mitgeben, an den kann man sich auch klammern...

Ich war damals mit 11 alleine in Titanik (ab 12) und es hat mir in keinster weise geschadet. Ich war auch mit 15 oder 16 in einem horrofilm ab 18 (mit meinen Cousinen im gleichen Alter und meiner tante) und da ich zu der zeit ohnehin schon alles an horror konsumiert habe, was ich vor die Finger bekam, machte mir auch das nichts aus.

Aber gut, dass wäre wieder offtopic... ;)

Ich denke halt man kann kinder nicht vor allem schützen und vor allem, wenn es eben die Eltern nicht interessiert, werden sie garantiert auch vieles zu sehen bekommen, was ihnen nicht gut tut (und wenn das z.B. ein riesen Streit zwischen den Eltern ist!). Undauch der gesetzgeber kann Kinder nicht vor allem schützen. Es liegt einfach an jedem einzelnen. Hätte ich z.b. bei meinem letzten Kinobesuch (in einem Film ab 16 oder 18, weiß ich nicht mehr genau) vorher bemerkt, dass hinter mir ein Mann mit 2 kindern saß, die maximal 6 jahre alt waren (eher deutlich drunter), dann hätte ich ihn angesprochen, jemaandem vom personal geholt und keine Ruhe gegeben, bevor die Kinder aus dem Saal draußen waren. Leider habe ich sie erst beim Rausgehen gesehen 8schon blöd, wenn man zu spät kommt...), aber warum das Personal ihnen karten verkauft bzw. sonst niemand was gesagt hat verstehe ich einfach nicht!!!

Anders herum habe ich auch schon bei Harry Potter (ich war mit meinem Bruder drin, der wollte ihn halt sehen!) erlebt, dass eine Mutter hinter uns ihrem Kind (unter 12) in manchen Szenen eklärungen gegeben hat etc.
Trauerwesen[QUOTE]Aber was nutzt es einem 6jährigen, wenn Papa oder mama zwar im Kino nebenan sitzt, sich aber ausschweigt und den Film schaut, während man selbst sich gruselt oder etwas nicht nachvollziehen kann? Dann könnte man ihnen genauso gut einen teddy mitgeben, an den kann man sich auch klammern... [/QUOTE]

Richtig, aber genau da ist dann eben die so gern erwähnte Eigenverantwortung am Zug.

Hatte es übrigens gestern wieder erlebt, dass ein unter 6jähriger mit seiner Mutter in Spiderman gehen sollte. Klar, 2,5 Std Film ist genau das richtige für die Aufnahmefähigkeit für ein Kind.

Ich erinnere mich, dass ich als Kind Filme sehen wollte, in denen was "passierte". Dialoge waren nichts für mich, das langweilte mich, weil ich da eh irgendwann nicht mehr zuhören konnte oder aber es eben nicht verstand.

Es gibt übrigens irgendwo eine Einteilung im Netz, die begründet, wieso ein Film diese und jene Altersfreigabe erhält und dies ist auch an pädagogischen Klamotten von Kindern ausgerichtet, werde das wohl nochmal raussuchen.


Ich habe meinen ersten Horrorfilm übrigens auch mit 8 gesehen. Trotzdem würde ich mein 6jähriges Kind nicht mit in bestimmte Filme ab 12 mitnehmen, bei 9-11jährigen muss man halt mal schauen. Aber ich kann mich auch gut erinnern, dass mir meine Mutter generell immer vorher gesagt hat bei Filmen, wann ich mir die Augen zuhalten soll, weil sie jene Filme eben kannte oder aber es abschätzen konnte. Sicherlich ist das fürs Fernsehen eine gute Möglichkeit, da die Kinder abends ja auch mal mitschauen möchten und man die ja nicht immer abwimmeln kann ;).
NeurotoxOK die 6 Jährigen hab ich vergessen. Da hörts mit der antiautoritären Erklärbärerziehung auch mal auf. Die haben ü12-Filme einfach mal net zu schauen, auch mit Eltern net. Wenns sowas gibt bin ich gegen die mit Eltern erlaubt Regel. Für die gibs Sendung mit der Maus oder paar Disneysachen. Nach der Grundschule siehts dann wieder anders aus so ab 10 Jahre.
CuttingEmoNadjaich find schon das ich mit 6 12 oder jetz mit 14 entscheiden kann was ich gucken darf oder will, und wenn ich so filme ab 16 oder 18 gucken will kann mir das auch keiner verbieten. vielliecht können manche dami t ech nich umgehen aber einige können das, ich z.b kann sowas gut wegstecken und verdaun und selbs wenn is das meine art wie ich darauf reaegiere
ErinysNun, ohne mich groß am "wer-legt-am-kreativsten-Zitate-aus"-Wettbewerb beteiligen zu wollen

[QUOTE]Richtig, aber genau da ist dann eben die so gern erwähnte Eigenverantwortung am Zug. [/QUOTE]
Das ist das Stichwort.

Sicher sind einige Filme/Spiele Kindern keinesfalls zuzumuten (Hannibal, Silent Hill...), und bei solchen unverantwortlichen Handlungen seitens der Eltern müsste eine verbesserte Kontrolle geschaffen werden. Wenn Kinder schon bei Harry Potter heulen, sind andere Filme sicherlich traumatischer.
Wenn man als Elternteil Splatterfilme gewohnt ist, bedeutet das nicht automatisch, dass sich ihr Verstand ausschaltet und sie ihr Kind mit TCMassacre traktieren.

-----Wir unterbrechen den Text mit einer subjektiven Schilderung:
Meine Eltern haben mir wenig Einschränkungen geboten. Wenn ich einen nicht-altersgemäßen Film sehen wollte, sprachen wir darüber und ich konnte ihn auf eigenes Risiko sehen, wenn es vertretbar war (also keine Pornos für Grundschüler, beispielsweise). Das hat nichts mit übertriebener Indifferenz zu tun, sondern mit Vertrauen in meine Einschätzung. Nur selten habe ich es bereut, die FSK zu ignorieren.

Geschadet hat mir diese Freiheit wohl kaum (für eine objektive Einschätzung müsstet ihr allerdings meinen Psychologen konsultieren ;-) ).
Ich denke nicht, dass es wahrscheinlich ist, dass ich mich als Amokläuferin herausstellen werde.

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Wenn ich dagegen sehe, wie viele 13-jährige FSK 16 und 15- jährige FSK-18 Material konsumieren, mit Erreichen der Volljährigkeit aber damit aufhören (ist es dann nicht mehr "cool"?)
weiß ich angesichts der Skurrilität nicht, ob ich lachen oder den Kopf schütteln sollte.
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Woher wissen Eltern eigentlich beim Fernsehen, ob die Filme angemessen für ihr Kind sind? Nur die wenigsten Sendungen haben in manchen TV-Planern FSK-Kennzeichnungen.
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Übrigens (und ich hoffe, dass nicht nach Teenagermentalität klingt) heißt es FREIWILLIGE SELBSTkontrolle.
Wenn man demnach ehrlich mit dem Kind spricht (sobald es die entsprechende Reife besitzt) kann man ihm auch die eigenen Bedenken schildern und es selbst entscheiden lassen. Verbote führen (gerade bei Heranwachsenden) nunmal zu Trotz.
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von CuttingEmoNadja [/i]
[B]ich find schon das ich mit 6 12 oder jetz mit 14 entscheiden kann was ich gucken darf oder will, und wenn ich so filme ab 16 oder 18 gucken will kann mir das auch keiner verbieten. vielliecht können manche dami t ech nich umgehen aber einige können das, ich z.b kann sowas gut wegstecken und verdaun und selbs wenn is das meine art wie ich darauf reaegiere [/B][/QUOTE]

Das klingt auf mich dann doch ein wenig naiv; wie gesagt, die Freigaben haben schon ihre Gründe.

ich dachte übrigens auch immer, dass mein zu früher Horrorfilmkonsum keine Auswirkungen auf mich hatte, aus psychologischer Sicht wird das aber definitiv anders beurteilt.
Bewusst bekommt man so etwas übrigens nicht mit, ich empfinde meine Kindheit als toll, Psychologen aber machen sie für einiges verantwortlich.

Erinys:
[QUOTE]Wenn ich dagegen sehe, wie viele 13-jährige FSK 16 und 15- jährige FSK-18 Material konsumieren, mit Erreichen der Volljährigkeit aber damit aufhören (ist es dann nicht mehr "cool"?)[/QUOTE]
ja, das ist wirklich ziemlich subtil. Nunja, in dem Alter will man wohl erwachsen sein und gerade da scheint es wohl irgendwie dazu beizutragen, dass man sich erwachsen fühlt.

FSK mag übrigens Freiwillige Selbstkontrolle heissen, in Videotheken und für Kinobetreiber ist es aber rechtskräftig. Da wird auch kontrolliert und auch bestraft, sollte da etwas nicht rechtens laufen.

[QUOTE]Sicher sind einige Filme/Spiele Kindern keinesfalls zuzumuten (Hannibal, Silent Hill...), und bei solchen unverantwortlichen Handlungen seitens der Eltern müsste eine verbesserte Kontrolle geschaffen werden. Wenn Kinder schon bei Harry Potter heulen, sind andere Filme sicherlich traumatischer.[/QUOTE]

Da gebe ich Dir vollkommen Recht. Nur werde ich den Eindruck nicht los, dass Eltern oft dazu tendieren, ihr Kind alles schauen lassen zu wollen, weil es das will. Dann ist eben derjenige an der Kinokasse der ganz böse, hauptsache, die Kinder sind ruhig.
Und zu Hause auf DVD und im TV liegt es nun mal an den Eltern. Kommt das Kind im Kino nicht in einen bestimmten Film, können die Eltern alles mögliche ausleihen und dem Kind vorsetzen.


Das, was Deine Eltern mit Dir gemacht haben, halte ich aber nicht vollkommen für verkehrt. Zumindest für DVD und TV scheint es wirklich gut zu sein, und vor allem haben Deine Eltern mit Dir gesprochen, das finde ich gut. Vor allem scheinst Du ja auch etwas dabei gelernt zu haben.
Ardath BeyLast mich das mal so sagen:
Watership Down, ein Film in dem es vom Intro bis zum Schluß NUR um Tod und sterben geht - in dem die ganze Zeit Hasen zermetzelt werden ist frei ab 6.
Noch Fragen.
Der Kriegsfilm Stalingrad ist frei ab 12. *prust* :D
Also Fazit -> Die FSK ist der letzte Dreck und bringt einen Scheiß - ganz davon zu schweigen das sie sich erdreistet den Konsumenten zu entmündigen was zeimlich klar ein Verstoß gegen §1 des Grundgesetzsbuches ist.
Die FSK entscheidet nicht nach gesundem Menschenverstand sondern nach Gutdünken aka politisch wie religiös motiviert.
Filme über den 2. Weltkrieg sind fast generell ab 12 oder 16 egal wie krass es zur Sachen geht während Actionfilme ab 18 sind.
Paul Verhoevens [I]Starship Troopers[/I] ist intellektuell [I]Saving Privat Ryan[/I] um ein vielfaches überlegen, vom Gewaltinhalt tun sich die Filme nichts aber Starship ist ab 18 Privat Ryan ab 16.
Zusätzlich dazu kommt das Hollywood politischen Druck ausübt und deutsche Kinos und Verleiher - inklusive FSK - zwingt Filme herabzu setzen.
Star Wars Episode III ist mit seinen "Kopf, beine und Arme abschlagen" Szenen mindestens ein Fall für FSK 16 aber nee die zwölfjährigen dürfen sich ansehen wie ein Mensch bei lebendigem Leibe in der Lava schmort - schon klar.
Und hoch künstleriscche Filme wie Shinya Tsukamotos Tetsuo II: Body Hammer werden gleich mal Beschlagnahmt (Urteil von 1996). Hätte sich die FSK die Mühe gemacht mal das Intervie mit Herrn Tsukamoto zu sehen wäre ihnen aufgefallen das Shinya ihnen geistig weit überlegen ist - aber vielleicht ist das ja auch ein Punkt mit der FSK - das es ihnen einfach an Geist mangelt. :rolleyes:
Tsafried[QUOTE][i]Original geschrieben von Ardath Bey [/i]
[B]ganz davon zu schweigen das sie sich erdreistet den Konsumenten zu entmündigen was zeimlich klar ein Verstoß gegen §1 des Grundgesetzsbuches ist.[/B][/QUOTE]

Wie kann die FSK jemanden ent-mündigen, der laut diesem Gesetzbuch noch gar nicht (voll) mündig ist...? Kinder und Jugendliche nämlich?
TrauerwesenArdath Bey:

Es geht ja nicht um Inhalt, sondern um Blut. Bei Star Wars mag ein Arm abgeschlagen werden, aber es spritzt kein Blut rum.

Davon abgesehen sollte es hier ja auch mehr um FSK vs. Verantwortung der Eltern gehen, aber gut, die Infragestellung der Entscheidungen der FSK geht ja in die Richtung.
Belgarionich finde, dass die FSK insgesamt o.k arbeitet, wobei es schon eine tendenz gibt, dass "fiese" szenen mit verletzungen/tötungen heutzutage eher ab16 durchgehen als vor 10 jahren.

aber es wird zu wenig zur aufklärung getan. wichtig ist, dass die eltern da auch informiert sind. das gilt auch für spiele. die eltern sollten ihr kind am besten kennen und die FSK dann an guten anhaltspukt nehmen, aber in jedem falle den film selber auch vorher mal schauen.

ich bin auch sehr aktiver gamer und kenne ähnliches leidvollerweise in bezug auf "killerspiele", wo medien+politiker zum großteil einen absoluten unsinn verzapfen und mit unwahrheiten und vorurteilen um sich werfen, rein populistisch aktiv werden. die innenminister haben sich nun auf ein "killerspiel"-verbot geeignet, schön medienwirksam. nur: das, was inzwischen laut deren vereinbarung eindeutig "killerspiel" wäre, ist in D ohnehin laut bestehender gesetzeslage nicht zulässig...

dabei wären einfach schärfere kontrollen und strafen für die händler schon ein wunderbares mittel, um den zugang und hype um spiele ab18 zu erschweren.


beim beurteilen der altergrenzen: es ist eine vielzahl an faktoren, die die FSK (und auch die USK, das ist quasi die FSK für spiele)versucht zu beachten. es gibt nie ein allheilmittel, der eine meint eher dies, der andere jenes. vor allem dinge wie "intellektuelle intention des regisseurs" oder so sind schwer greifbar. entscheident ist ja eher die wirkung des filmes auf die wahrscheinliche konsumentengruppe.

zB starship troopers ist absichtlich überzogen, beinhaltet auch medienkritik usw. - wird aber vom gemeinen volk nunmal als "geiler action-splatter" empfunden, der unterhält. man findet es lustig, wenn die soldaten die käfer in tausend stücke schiessen, und krass-cool, wenn ein soldat in zwei teile gebissen wird. da meint die FSK dann: gewalt als reine unterhaltung, ab18. ein kriegsfilm wie soldat james ryan aber hat zwar auch ein paar brutale szenen, jedoch ausschließlich mit der intention, den schrecken des d-days klarzumachen und schauer beim zuschauer zu erzugen, ohne dass es "cool" wirkt. daher ist der ab 16.


grenzfälle wird es aber halt immer wieder geben. wer weiß: evtl. war der eine film nur knapp an ner 16er freigabe vorbei und der andere an ner 18er... ;)


die FSK bewertet aber nicht stur zB "einmal kopf ab = ab 18" oder so was. es geht um beweggründe der gewalt, "blutgehalt", explizität der visualisierung, kontext, gesamtaussage des filmes.

zB unfälle wie bei final destination 2, die visuell sehr krass sind => aber: keine gewalt von menschen => ab16

oder bei nem fantasyfilm. wenn da nur wenig blut fließt und die "opfer" meistens monster&co sind, dann ist das deutlich harmloser als wenn es die gleichen kämpfe mensch gegen mensch wären. der ist dann meist ab12.

war HdR überhaupt "blutig"...? ich kann mich da eigentlich nur an blut "danach" erinnern, also wenn einer schon verletzt am boden lag hatt er halt nen roten fleck... oder halt pfeil im körper stecken. aber zB abgerissene/gehackte körperteile, kopf ab, fiese wunden, pfeil ins auge usw. - gab es so was da?

das ist dann eben auch ein so ein punkt: manch einen erschreckt eine 20 minuten schlacht, in der kein blut zu sehen ist, aber 100 gegner getötet werden, mehr, als wenn man in einem anderen film EINmal nen schädel per kopfschuss verplatzen sieht. da ist es dann auch schwer für die FSK, das allgemein für alle leute festzulegen.


die FSK wandelt sich auch im laufe der zeit. zB das orginal von texas chainsaw massacre ist aus heutiger sicht eigentlich ein witz, man sieht quasi nix, fast nur gewalt + ekel "im kopf" des zuschauers. der wäre heute mit sicherheit frei ab16. wurde aber damals sogar indiziert.

ich hab mal nen "horrorfilm" aus den 50ern gesehen. ab18. story: alle männer einer familile sterben aus unerklärlichen gründen. es stellt sich raus, dass ein untoter medizinmann vom amazonas die mäner verflucht+tötet... die schlimmsten 3 szenen: 1) die opfer sehen im delirium 5 schädel in der luft schweben 2) der medizinmann wird erschossen (kein blut) 3) der medizinmann kocht was, und holt am ende einen schrumpfkopf hervor.

so was wäre heute wohl ab6 :D



aber es wird immer so bleiben, dass - wenn man as einstufen soll - es kritiker gibt. man wird es nie allen recht machen können. aber anhaltspunkte geben, das geht.

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