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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Kirche & Religion.....
Suicide BlondeSo. Jetzt möchte ich doch gerne einmal wissen, ob ich tatsächlich der einzige Mensch auf der Welt bin, der folgende Meinung zu vertreten scheint. Würde mich freuen, eure Gedanken, Kritik, ... dazu zu lesen:

Kirche & Religion... Ich persönlich habe mich davon abgewand. Nicht, weil ich lieber Satanist bin oder so. Ich will mit dem ganzen Sch... gar nichts zu tun haben.
Meine Meinung zu diesen Themen ist nämlich 1.) Das Menschen, die sich tatsächlich an den Glauben klammern nur unfähig (oder nicht willens) sind, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Mag für Gläubige hart klingen, aber ich empfinde es so. Wie ist denn Religion entstanden? Ich stelle es mir so vor: Vor was-weiß.ich-wievielen-Jahren, als die Wissenschaft noch in den Kinderschuhen steckte, konnten sich die Menschen das eine oder andere einfach nicht erklären. Woher komme ich? Wohin gehe ich? Warum muß ich überhaupt sterben? Und warum der eine früher, der andere später? Und vieles mehr. Irgendwoher mußte das alles doch kommen. Also erfinden wir uns einfach mal so einen alten Mann, der auf seiner Wolke hockt und da so abhängt und uns nach und nach ein bißchen perfektioniert, als er merkt, daß die erste Garnitur ja nicht so besonders toll war..... Oder wie muß ich mir das vorstellen? Also, wenn es diesen Typen da oben gibt, ist er eh ein gefühlloses Arschloch... (Muß demzufolge ein Mann sein.....*Grins) Egal. Soetwas kann ich einfach nicht ernst nehmen und wer wirklich daran glaubt.... Wie gesagt, jeder muß für sich entscheiden, was gut und böse ist. Das lasse ich mir sicher nicht von einer Institution einreden, die seit Jahrhunderten für die schlimmsten und menschenverachtendsten Verbrechen verantwortlich ist. Von den ganzen Kriegen, die im Namen der Religion geführt werden, fange ich lieber gar nicht erst an, sonst brech ich vor dem Rechner mit Schlaganfall zusammen...
Jetzt will ich gerne wissen, was ihr da draußen so zu meiner These sagt....
Bin ja mal gespannt, ob ich wirklich alleine bin, mit dieser Meinung.....
ir:magrüsse ans andere elbufer ...

alleine bist Du mit der ansicht gewiss nicht ...

ir:ma
Suicide Blonde@ir:ma... vielen Dank für die Grüße...
Warum aber, laufen die Leute trotz allem
mit offenen Augen in ihr Verderben?
Merken die nicht, wieviel weniger Leid
es auf der Welt gäbe, ohne die Kirche?
Dann hätte die Dritte Welt nicht so große
Probleme, ihre ganzen Aids-Kranken unterzubringen, damit sie in Würde sterben können. Oder wollen die Menschen das nicht sehen? Die Menschheit ist tatsächlich Herdenvieh. Wenn man ihr etwas vorsetzt und sagt, es wäre gut, finden die Menschen es gut. Oder will hier jemand ernsthaft behaupten, Big Brother hätte auch nur den Ansatz von Unterhaltungswert?
ir:ma"Warum aber, laufen die Leute trotz allem
mit offenen Augen in ihr Verderben?"

... weil sie bequem sind ... und sicher auch weil es oftmals über ihren horizont geht ... ausserdem können sie sich so in sicherheit wiegen, denn sie geben ihre eigenverantwortung mit ihrem glauben ab ... gott hat ihr leben in der hand ... er ist erklärung für unerklärbares ... sie fügen sich in dies schicksal, weil sie angst davor haben, was herauskäme wenn sie hinterfragen würden ... denn es besteht doch immer die unsicherheit, dass ihr glaube den hinterfragungen nicht stand hält ... und dann müssen sich sich mit sich selbst beschäftigen ... mit ihrem leben, ihrem tod und dem sinn all des ganzen ... ich denke das sind zwei der grossen probleme/faktoren ... angst & unsicherheit ...

gruss ir:ma

GaladrielKirche als Institution an sich ist auch nicht gerade mein geschmack und das diese kirche schon unheimlich viel mist gebaut hat ist mir auch klar.....
aber ... äh ... ich mein wie kommst du darauf das die welt ohne kirche besser dran ist ? vor allem das mit den aids kranken versteh ich nicht .... denn wenn ich mich richtig erinnere wird aids hauptsächlich durch sex übertragen und die kirche versucht vergeblich sex vor der ehe zu verhindern...
wenn sich also alle an diese richtlinie der kirche halten würden gäbe es doch viel weniger aids kranke oder?
Sarcan
Das Thema hatten wir schon endlos oft, ich habe es lange mit Trinity durchdiskutiert. Ich möchte mich nicht wiederholen, und, obwohl das jetzt zwangsläufig arrogant klingen wird, ich würde dich bitten dir diese Diskussionen durchzulesen und dann gezielte Fragen zu stellen, damit wir nicht von vorne anfangen müssen. (Ich wußte doch daß das arogant klingen würde... Mist [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif[/img])

Generell ist das aber genau mein Thema, aber vorsicht, ich bin ziemlich ermüdend in Diskussionen. Eines zur Sache noch: Ob du nun mit mir weiterdiskutierst oder mit jemand anderem, bitte unterscheide Kirche von Religion, als gläubiger Christ kann ich meine Religion nicht mit dieser verbrecherischen Institution vereinen.

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And every prayer we pray at night
has somehow lost it's meaning
Suicide Blonde@Galadriel:
Im Prinzip hast Du da recht.
Andererseits ist es den streng gläubigen Katholiken auch untersagt, Verhütungsmittel zu benutzen. Darum kann sich AIDS ja überhaupt so rasend schnell verbreiten.
Die Kirche schränkt die Menschen einfach
zu sehr in ihrer Entscheidungsfreiheit ein.
Das wird irgendwann auch unser Untergang fürchte ich.

@ir:ma
Aber wie kann man sich wohlfühlen, wenn man
nichts allein entscheiden kann?
Nichts gegen Disziplin und Regeln, aber...
man kann es auch übertreiben, oder?
Ich mein...die Autonomen da in Kreuzberg könnten gut ein bißchen von beidem vertragen.
Allerdings denke ich, daß die meisten von ihnen gar nicht merken, daß ihre Art von Protest eigentlich kaum ernst genommen wird...
Aber das ist ein anderes Thema.....
Suicide Blonde@Sarcan:
Dachte mir schon, daß das hier nichts neues
für euch ist. Ich bin allerdings recht neu
auf dieser Seite und hoffte einfach, es würde sich jemand meiner erbarmen und mir Antworten auf meine Fragen geben.
Also, ich wollte natürlich nicht unbedingt alles, was die Kirche tut, auf die Religion schieben. Ich finde allerdings beides unbedingt überarbeitungswürdig...........
FeuertanzMein Glaube ist ziemlich schwer zu erklären. Ich glaube an keinen allmächtigen Gott, der die Fähigkeit hat mein Schicksal zu lenken. Die Existenz eines Gottes ist für mich einfach nicht vorstellbar. Genauso wenig, wie die des Teufels. Gott existiert für mich nur in den Menschen, die an ihn glauben. Aber nur als eine Illusion. Ein Trugbild, dass den Gläubigen aber hilft mit schwierigen Situationen klarzukommen. Weil sie die Verantwortung für ihr Leben abgeben können. Nicht stark genug sind, selber zu denken, sich selber eine Philosophie zu erschaffen. Wenn man blind glauben kann, dann ist das für den Menschen selber sicherlich von Vorteil. Aber ehrlichgesagt bin ich lieber mal so richtig verzweifelt und weiß dann hinterher, dass ich es aus eigener Kraft geschafft habe, da wieder rauszukommen, als wenn ich blind auf etwas vertraue und das Gefühl haben muss, nur passiv auf mein Leben einwirken zu können.

Es gibt kein wirklich vorherbestimmtes Schicksal. Oder anders gesagt, es gibt nichts im Leben eines Menschen, was so stur vorherbestimmt ist, dass man es nicht abwenden könnte. Dabei wären wir jetzt wohl beim Thema, was ich denn glaube... Reinkarnation... Aber es ist keine Metempsychose im "festgelegten" Sinne (beispielsweise wenn man im Lexikon nachschlägt) sondern eher mein individueller Glauben, der ausschließlich meine eigenen Grundsätze beinhaltet (ICH bin MEIN eigener Gott!). Ich bin zwar stark durch die Philosophien anderer Leute beeinflusst, aber was ich davon für wahr empfinde, und was nicht, das entscheide nur ich alleine. ich glaube an die Liebe, als größte und einzig wirklich mächtige Instanz meines ganzen Daseins. Aber Liebe ist vielfältig. Es muss nicht unbedingt die Liebe einer Partnerschaft sein, sondern kann auf so viele Arten auftauchen (und damit meine ich jetzt wirklich nur die "wahre" Liebe).

Das Ziel von allem ist der Tod, so dumm sich das auch anhört. Das bedeutet jetzt nicht, dass jeder Selbstmörder das Ziel erreicht hat (solch einen Glauben hätte ich mal gerne, dann wäre alles so einfach [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img]). Der Sinn ist das Glück. Wahres Glück erlebt man nur einmal. Auch wenn es andauert. Denkt nach... Habt ihr es jemals erlebt, das absolute, perfekte Glück?? Ich behaupte nein. Wenn ihr jetzt anderer Meinung seid, dann überlegt weiter. Was ist Glück? Ich sage euch was ich denke. Glück, so wie wir es kennen, ist eine Illusion. Wahres Glück bedeutet absolute Sicherheit, Vertrauen in die Zukunft (das ist paradox wenn der Tod das Ziel sein soll, weiß ich selber...). Es gibt DAS Glück. Und der Sinn des Lebens ist die Suche danach. Nur ein einziger Moment (die sprichwörtliche Erleuchtung - das WISSEN, dass man nichts weiter erreichen will. Das alles wichtige bereits erreicht ist. Die persönliche Erfüllung) entscheidet über alles andere. Wenn man nicht nur glaubt, sondern ganz genau weiß, dass diese Perfektion EWIG halten wird. Wenn man diesen Augenblick erreicht hat, dann kann der Tod kommen. Man hat keine Angst mehr davor. Man hat vor nichts mehr Angst. Denn der Tod bedeutet nicht das Ende (was er im übrigen nie ist, aber dazu komme ich gleich), sondern das ewige anhaltend Glück.

Wenn ihr euch jetzt fragt, warum ich vorher noch die Liebe als einzig wichtige Instanz genannt habe... Glück kann nur durch Liebe entstehen (und sei es die Liebe zur eigenen Person oder sogar die Liebe der Christen zu ihrem Gott). Mein Glaube ist keine Religion, die auch nur in kleinster Weise vorgibt, wie man sich verhalten sollte, sondern für mich einfach eine ganz selbstverständliche Tatsache. Ein Vorgang, der einfach vorhanden ist, und durch keine höheren Wesen gelenkt wird. Denn so etwas gibt es für mich nicht.

Ich glaube an ruhelose Seelen, an "Geister", die den Weg zum nächsten Leben noch nicht gefunden haben. Aber diese Wesen haben keine Macht. Die Macht über gar nichts, nicht mal über ihr eigenes Dasein. Sie können nur warten, bis es weitergeht. Ich glaube daran, das Menschen, die im Koma liegen, ihre Seele bereits zu Lebzeiten verloren haben (zum Beispiel bei einem sehr schweren Unfall. Die empfindliche Seele "flüchtet" reflexartig aus dem verwundbaren Körper. manchmal auch nur für sehr kurze Zeit (= Ohnmacht)) Wenn sie den Weg zurück in den Körper nicht mehr findet, tritt der Tod ein. So erkläre ich mir auch dieses "helle Licht", welches einige Leute schon gesehen haben wollen. Der Weg zum neuen Leben. Wenn jetzt nämlich beim besagten Komapatienten die Seele doch noch zurück in den Körper findet, dann merkt er, dass sein Bewusstsein in dem Moment ausgesetzt hat, als die Ohnmacht/das Koma eintrat (sofern das Erinnerungsvermögen überhaupt noch funktioniert). Das liegt meiner Meinung nach daran, dass die Seele (welche ich dem Unterbewusstsein gleichsetze), die sich ja normalerweise dem Bewusstsein nur zu einem kleinen Teil öffnet (dadurch fasziniert mich auch die Frage: "Was wissen wir wirklich, ohne es zu merken?"), nicht der Norm entsprechend reagiert, sondern sich weiter öffnet, als es der Fall sein müsste, verwirrt durch den "ungewöhnlichen Vorfall"

... Hmm... ich hoffe ihr steigt noch einigermaßen durch. Ich kann es leider alles nicht verständlicher ausdrücken, da die deutsche Sprache nun mal nur über einen begrenzten Vorrat an Wörtern verfügt. jetzt aber endlich zur Wiedergeburt an sich... Wenn ich sage, der Mensch kann nur wirklich sterben, wenn er die Erfüllung gefunden hat, dann würde das ja normalerweise bedeuten, dass ein Teil der Menschheit Tausende von Jahren alt sein müsste. Da aber der Mensch nun mal nur rund 80-100 Jahre zu leben hat, sucht sich die Seele nach dem Tod einen neuen ungeborenen Körper. Einen Körper, mit dessen Genen sie sich "arrangieren" kann. ich sage also nicht, ich BIN meine Seele, sondern meine Persönlichkeit ergibt sich aus der Verbindung des Gehirns (beeinflusst durch äußere Einflüsse und Erbanlagen) und der Seele. Das Gehirn kann nur soviel von der Seele erfassen, wie sie zulässt. Außerdem glaube ich daran, das man eine gewisse Anzahl von Leuten in jedem Leben wiedertrifft. Die Seelen erkennen einander. Wenn ich also von Seelenverwandtschaft spreche, dann bedeutet dass für mich nicht eine große Anzahl von "äußerlichen" Gemeinsamkeiten (Hobbys, etc.), sondern eine tiefe innere Verbundenheit, die man einfach nicht erklären kann.


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...Fire Walk With Me...
Galadriel@suicide
äh...wenn ich nicht vor der ehe mit jemandem schlafe und nicht fremd gehe brauche ich in der ehe auch kein kondom....
jedenfalls nicht wegen aids...empfängnisverhütung steht da noch auf einem ganz anderen blatt *g*

@sarcan
nuuun arrogant ist das falsche wort glaub ich *g*
überheblich würde besser passen, nichts für ungut, ich mag es nur nicht gern wenn man mir sagt was ich zu tun habe, beziehungsweise wie ich fragen soll....
also nicht böse sein wegen dem überheblich...
aber ich werde meinen eigenen kopf behalten und über meine beiträge und fragen selbst entscheiden
Sarcan
Hm, das könnte ja tatsächlich interessant werden, mit dir zu diskutieren. Sollte kein Vorwurf meinerseits sein, ehrlich nicht, aber du sprichst damit eine laaaaange und leidvolle Geschichte an...

Aber ich vergesse meine Manieren: Willkommen auf Nachtwelten. Kalte Kekse und warmes Bier stehen in Off Topic für dich bereit (es ist mein Job das zu sagen...). Im Moment sind wir hier alle strange drauf, daß ist die Art von Gothicans, ihre Frühlingsgefühle zu unterdrücken.

Also, gehn wirs mal an:

Zitat:
Aber wie kann man sich wohlfühlen, wenn man
nichts allein entscheiden kann?
Nichts gegen Disziplin und Regeln, aber...
man kann es auch übertreiben, oder?[/quote]

Wenn du von den wirlich fanatischen Orden und Sekten ausgehst, dann hast du wohl recht. Ich als Freichrist entscheide nach meinem Gewissen, einzig und allein. Die Urchristliche Religion war ja auch nichts anderes als ein Katalog guter Ratschläge, die das Zusammenleben ermöglichen sollten und im Laufe der Zeit zu Zwängen wurden. Gott, tja, ich nehme ihn wohl als Platzhalter für unbeantwortete Fragen, da hast du schon recht. Aber ob ich mir einen Gott als spirituellen Propfen bastle oder die Fragen offen lasse, kommt für mich aufs gleiche raus. (s. Religion, da hatten wir den Grund für ein (nicht-)glauben an Gott schon einmal.

Die Kirche müßte geändert werden, schon allein deshalb, weil sie im direkten Kontrast zur christlichen Lehre steht, ich hatte so eine Diskussion schon mal starten wollen (Des Kaisers Bart), hat aber nicht so funktioniert.

Das mit dem Überarbeiten der Religion interessiert mich. Was genau meinst du? Überbleibsel aus der alten Zeit, wie sie im Judentum oft vorkommen, die einst ganz natürlich waren und heute religiöse Bedeutung haben? Oder grundlegende Lehren? *gespanntguck*

Grüsse

Sarcan

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And every prayer we pray at night
has somehow lost it's meaning
Suicide BlondeDa ich leider nur im Büro Internet hab,
bin ich nur tagsüber hier.....
Aber schreibt....schreibt.....
Ich werde morgen viiiieeeeeel und gerne
lesen, was ihr so dazu meint....
Danke!
OlosnahGuten Abend. Jetzt muss ich mich doch auch einmal zu diesem Thema äussern.
Wenn man die Menschheit so betrachtet, dann sieht man sehr deutlich, dass die Evolution noch lange nicht abgeschlossen ist. Noch brauchen die (meisten) Menschen sowas wie Religion oder einen Glauben. Es gibt zwei Möglichkeiten. 1. Die Menschheit wird sich selber auflösen. 2. Die Menschheit wird durch ihre Beherrschung der Evolution in eine ganz andere Ebene der Existenz vordringen. Entweder entseht eine "Schöne Neue Welt", oder eine uns noch nicht vorstellbare Lebensform, oder es werden doch letztendlich die Maschinen den Lauf und den möglichen Untergang der Menschheit bestimmen. Die Künstliche Intelligenz steckt noch in den Kinderschuhen, aber es gibt ja bekanntlich genügend Filmwerke, die veranschaulichen wie so etwas ausgehen könnte.
Ich persönlich glaube, dass ich ewig leben werden. Wahrscheinlich nicht in meinem Körper, aber doch wenigstens in einer Maschine. Deshalb hat für mich Religion keine Bedeutung. Aber vielleicht brauchen die Maschinen ja einen Gott.......

Gute Nacht an alle die jetzt aufgestanden sind
DJ Darkseed
Zitat:
Original erstellt von Olosnah:
[b]Gute Nacht an alle die jetzt aufgestanden sind[/b][/quote]

Ich wär froh, wenn ich´s endlich in´s Bett schaffen würde...

BTW: Möge die Macht mit dir sein [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/tongue.gif[/img]

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[i]Carpe Mortem[/i]

[b]: : : Seed : : :[/b]

[i]Wenn Weiß die Farbe des Todes ist, dann muß Schwarz die Farbe des Lebens sein...[/i]

[url="http://www.djdarkseed.de"]DJ Darkseed´s Domain[/url]
[url="http://www.destinationvoid.de"]Destination:Void[/url]
Suicide BlondeGuten Morgen ihr alle da draußen....

@Sarcan:
Weißt Du, ich weiß nicht , wie ich es ausdrücken soll, aber ich finde einfach, daß viele Menschen ihren Glauben zu ernst nehmen. Also, das manche von ihnen den Unterschied zwischen dem, was ihnen ihre Religion vorschreibt und dem, was sie selbst möchten nicht mehr sehen. Jeder legt sich die Bibel, den Koran, was auch immer, so aus, wie er es am besten gebrauchen kann. Und das geht eben nicht. Ich weiß, man soll nicht alles vereinheitlichen, weil Individualisten sind selten und werden gebraucht. Aber, wäre eine einheitliche Religion oder etwas, woran alle Menschen, egal wo sie sind, wer die sind und wie sie leben, glauben können, nicht viel einfacher für uns alle? Allein die vielen Kriege, die von fanatischen Anhängern ihrer Götter geführt werden, nur weil sie die ein oder andere Bilbelpassage etwas strenger sehen, als ihre Nachbarn, wären dadurch vermeidbar. Ich gebe zu, daß ein wenig mehr Glaube meinem Leben vielleicht mehr Sinn geben würde. Oder, daß der Glaube an irgendetwas mir wieder mehr Freude am Leben bringen würde. Aber an die Lügen, die die Kirche verbreitet, kann ich nicht glauben. Das hieße, ich würde die gesamte Evolution ignorieren. Und da glaube ich eher an die Wissenschaft....
Galadriel@ suicide

Das es Menschen gibt die Religion zu ernst nehmen und danach leben ..sei es aus überzeugung , erziehung oder warum auch immer, das empfand ich auch mal so...

Aber dann hab ich mal darüber nachgedacht warum das bei mir anders ist ... warum bin ich nicht dermaßen überzeugt und gläubig ?

Zuerst dachte ich ich wäre halt intelligent genug zu erkennen das das weltbild der Kirche einfach nicht stimmt ( die welt ist eine scheibe...).
wenn das aber der alleinige grund für meinen nicht-glauben wäre dann müsste es viel weniger gläubige geben ...denn sooo schlau bin ich auch nicht *g*

Ich hab dann festgestellt das es dinge gibt von denen ich fest überzeugt bin , die wichtig sind für mich persönlich
allerdings messen andere diesen dingen genausowenig bedeutung bei wie ich der kirche und der religion

inzwischen gehe ich davon aus das jeder mensch etwas braucht woran er festhalten kann sei es wissenschafft oder sonst was

die idee mit der einheitlichen religion hat schon ihren reiz .... aber leider ist es fakt das es nicht mal zwei menschen schaffen absolut gleicher meinung zu sein, also wie soll man die ganze welt dazu bringen sich einig zu werden ?
Suicide Blonde@Galadriel:
Natürlich hast Du in einer gewissen Weise Recht! Doch sind die Zustände in anderer Länderer nicht so "gut" wie hier bei uns.
Und hier ist Aids auch noch nicht so extrem verbreitet wie z.B. in Afrika.
Da die Menschen da eh nicht besonders gut aufgeklärt werden, weil die Kirche da ganz vehement gegenan geht, gibt es dort so unglaublich viele kranke Menschen. Täglich sterben Menschen an Aids und die Kirche sieht es trotzdem als ihre Pflicht, den Menschen die Verhütung zu verbieten, weil das angeblich "nicht Gott gewollt ist"....
Das regt mich so auf.
Wir hier in Deutschland sind (eigentlich) durch z.B. die Massenmedien gut informiert.
Hier ist die Gefahr dann nicht ganz so groß....
Trinity GothHi!

Tja, die Kirche...ich mag keine organisierte Religion, ich bin mehr der Indiviualist was Glauben angeht. Jeder mensch glaubt an irgend etwas auch Atheisten....aber ich möchte bei Interesse an dieser Stelle noch einmal auf den Religions Thread in Dunkelheit und Licht verweisen.

Zitat von Sarcan:
[b]Sollte kein Vorwurf meinerseits sein, ehrlich nicht, aber du sprichst damit eine laaaaange und leidvolle Geschichte an...[/b]
Leidest du immer noch darunter.......? Armer Sarcan [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img]

Gruss
Trinity Goth

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Come to:
[url="http://members.nbci.com/TrinityGoth/entrance.html"]Trinity Goth's Dark World[/url]
Suicide Blonde@Olosnah:
Meinst Du denn, die Welt wäre schöner, ohne Menschen? Wenn diese Welt noch gefühlloser und blinder gegenüber der Natur wird, dann mal Gute Nacht! Wenn es nach mir ginge, wäre ich ein paar Jahrhunderte früher auf diese Erde gekommen. Da hätte ich zwar auch Probleme, aber im Vergleich zu dem, was heute alles so angesagt ist, war das fast ein Kinderspiel. Ich könnte gut auf den einen oder anderen elektronischen Kram verzichten. Die Menschen sollten sich weider verstärkt der Natur und der Umwelt zuwenden.
Ich bin kein Öko oder sowas, aber ich sehe täglich so viele schöne Dinge, an denen andere achtlos vorübergehen. Kein Wunder, daß sie sich da in den Glauben flüchten müssen....
GaladrielDie menschen leben nicht auf dieser welt...

diese welt die wir alle gemein haben ist der ort an dem unsere körper kaffe trinken ......

aber leben ?

jeder mensch lebt in einer welt die (praktischerweise!!) seinen kopf unschließt


oder nicht ? ;-)
Sarcan
@Galadriel

Whoops, mein Post war dato eigentlich an SB gerichtet [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif[/img]. Egal. Aber damit wir uns recht verstehen, als Mod habe ich doch die Pflicht ein überhebliches, selbstgerechtes, egozentrisches [ZENSIERT] zu sein, oder? [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img]

@Suicide Blonde

Ja, du hast ja schon recht, viele nehmen es zu genau mit dem glauben. Andere, wie ich, schustern sich ihre eigene Religion zusammen. Aber jeder Mensch, auch du, hat doch ein eigenes Empfinden von Richtig und Falsch. Was die Kirche tut ist falsch, darum distanziere ich mich von ihr. Wie sollte ich denn einen Glauben leben, der nach meiner Überzeugung falsch ist? Also wähle ich die Religion für mich, die ich mit meinem Gewissen vereinbaren kann, und denke, dieses Vorgehen ist nicht ganz falsch.

Nun kamen schon mehrfach die Glaubenskriege: Kriege wurden schon um Erdöl geführt, wegen persönlicher Beleidigungen oder einfach, um 'den dummen Kommis eins auf die Nuss zu geben'. Was ist denn deiner Meinung nach ein Grund für einen Krieg? Einen wirklich guten Grund gibt es doch eigentlich gar nicht... Aber ich denke, für seine innerste Überzeugung zu kämpfen (BTW: Die Kreuzzüge waren auch nicht viel mehr als ein politischer Akt) ist doch der beste/einzige Grund, um überhaupt zu kämpfen, und selbst der ist noch schwachsinnig.




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And every prayer we pray at night
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Suicide BlondeEuch allen ein paar schöne, letzte Sonnenstunden.......

@Sarcan:
Logisch sind Kriege an sich total sinnlos.
Ich bin sowieso gegen Gewalt.
Aber ich dachte da so an die Fälle, in denen
Menschen andere umbringen, weil sie sich in ihrer Ehre gekränkt fühlen.
Da gibts doch oft welche, die sich auf den Schlips getreten fühlen, weil sich jemand mit ihrer...was weiß ich...Schwester unterhält und derjenige das gerade unpassend findet. Weißt Du, dieser ganze Glauben und Ehre Quatsch. Ich hatte mal einen guten Freund, ein Türke, der behauptete von sich,
modern zu sein, weil seine Frau kein Kopftuch tragen mußte. (Hurra! Unterdrückung des weiblichen Geschlechts...) Andererseits... hätte jemand seine Frau angesprochen, beleidigt, was auch immer,
hätte er seine Familie um sich gescharrt und dann wärs abgegangen. Ich mein, wie kann man mit gutem Gewissen zu so einem Leben stehen?
Kann man von sowas überzeugt sein???
Hui, 1 Gläschen Sekt und schon sind die Lichter an......
Sarcan
@Suicide Blonde

Hm, wir kommen zwar ein wenig off topic damit, aber ich glaube, das wird interessant. Hatten wir zumindest bisher noch nicht...

Ehre, tja, neben der Liebe und Gott gibt es wohl kaum ein Wort, daß die Philosophen so beschäftigt hat... Was du sagst ist natürlich richtig, und grade bei Türken ist es ja leider so, daß unsere (Ich sehe mich übrigens als Deutscher, ohne irgendwelche rechten oder linken Ambitionen zu haben) persönlichen Vorstellungen nicht so ganz zusammen. Es sind halt zwei Kulturen, die da aufeinander treffen. Aber laß mich dir doch mal ein paar Beispiele für persönliche Ehre bieten, das längst nicht so unsinnig ist:

Gehen wir mal davon aus, daß die Welt gleichberechtigt ist (oder sein soll). Frauen stehen aber auf der selben Ebene wie Männer. Ganz im Unterschied zur Schlägerei in der Kneipe an der Ecke würde ich eine Frau aber niemals ins Gesicht schlagen oder dies tolerieren, wenn ich es sehe. Eigentlich doch unverständlich, oder?

Wenn ich einem Menschen mein Ehrenwort gebe (und das passiert wahrhaft selten, darf ich als Vollblutchrist ja eigentlich auch nicht...), dann kann er sich auch darauf verlassen. Es gibt eine Grenze, ab der ich nicht lügen oder jemanden im Stich lassen würde. Ich tue alles, um ein Versprechen auch zu erfüllen. Warum aber? Wen kümmert schon eine Lüge, die nur ich kenne?

Als persönliche Ehre sehe ich es zum Beispiel auch an, meine Freundin nicht zu betrügen, ihr Vertrauen nicht zu mißbrauchen. Natürlich zum einen, weil ich genau weiß, wie sehr es mich verletzen würde, aber ist das der einzige Grund?

Man könnte jetzt eine Reihe weiterer Beispiele nennen, angefangen beim Zurückzahlen von Schulden gleich welcher Form wie auch, den anderen nicht auszunutzen und so fort. Ist aber wohl nicht nötig. Jeder agiert so, vor allem von den Menschen hier erwarte ich es.

Gründe gibt es dafür nicht. Nur mein Gewissen, vielleicht - nach Definition - mein Glaube. Ich könnte mein Gesicht sonst nicht mehr im Spiegel ertragen... obwohl es doch eigentlich keinen Unterschied macht, ob man eine Frau oder einen Mann schlägt (was ich übrigens auch erfolgreich zu vermeiden weiß) oder seine Freunde hängenläßt, wenn es zu teuer wird, zu ihnen zu stehen.

Das sind meiner Meinung nach Fälle, an denen die persönliche Ehre, der Glaube, das Gewissen oder was-auch-immer uns auch von der Bahn des rationalen Denkens abweichen läßt. Natürlich ist es ein weiter Schritt, aus gekränkter Ehre heraus zu töten, und mit diesen Beispielen nur indirekt zu vergleichen, aber wo zieht sich die Grenze? Der Mensch lebt nach Prinzipien, die andere für unsinnig halten, aber er wäre nicht der Mensch, der er ist, würde er es nicht tun.

@Trinity

Zitat:
Leidest du immer noch darunter.......? Armer Sarcan [/quote]

Ernsthaft gesprochen hat diese Frage mein gesamtes bisheriges Leben bestimmt. Du bist nur das vorerst letzte Kapitel in einer langen Geschichte...

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Galadrielehre....
hmmm schwerer begriff .
natürlich ist es falsch sich aus verletztem ehrgefühl zu prügeln oder gar schlimmeres
aber in den fall bin ich mit Sarcan einer meinung es gibt durchaus eine ehre die eingehalten werden sollte und die ich persönlich auch recht erfolgreich durchhalte.

hört sich ein wenig an wie das mit der allgemeinen weltreligion....
ich denke allerdings weltumspannende "ehre-regeln" hätten eher eine chanze als weltumspannende religion
The Fallen OneHi
Meine Meinung zu Kirche & Religion...
Ich bin eigentlich gegen jede Form von organisierter Religion, da ich finde das dadurch bereits genug Schaden angerichtet wurde. Man nehme nur mal die Kreuzzüge oder die Inquisition in der Vergangenheit; oder die Situation vieler Menschen, besonders der Frauen, in den streng islamischen Ländern. Und auch was mein persönlicher Freund, der "Polen-Paul", in Richtung Verhütung, Abtreibung oder Frauen in der Kirche von sich gibt, ist wohl aus dem vorletzten Jahrhundert. Zu Themen wie Zöllibat oder der Unfehlbarkeit des Papstes brauch ich jawohl nich mehr zu sagen.

Auch von Religion im allgemeinen halte ich Atheist nicht viel. Meiner Meinung nach kann so etwas wie ein Gott oder auch ein Teufel nicht personifiziert existieren. Und selbst wenn es einen Gott gibt ist er entweder nicht an uns interressiert oder er ist eine ziemliches A****loch. Dazu muss man sich nur mal Dinge wie den ersten oder zweiten Weltkrieg ansehen. Wenn ein allmächtiger guter Gott existieren sollte, warum ist es dann dazu gekommen??? Wieso gab und gbt es dann Leute wie A.Hitler oder ähnliche Bestien?
Suicide BlondeOk. Reden wir über die Ehre.
Ich persönlich lege großen Wert auf gegenseitige Achtung und auf Respekt.
Ich würde z.B. niemals jemanden, der älter ist als ich, ohne Aufforderung duzen. Und ich bin teilweise echt entsetzt, wenn ich sehe, wie die Menschen heute miteinander umgehen. Oder z.B., wenn jemand, auch wenn es sich dabei beispielsweise um meinen Freund handelt, über meine Familie herzieht, dann gehe ich dazwischen. Ich hab auch schon nem Typen, der locker nen Kopf größer war als ich, eine geknallt, weil er wiederholt meinen Bruder angemacht hat. Aber trotzdem ist gekränkte Ehre kein Grund, um Kriege zu führen, Menschen umzubringen oder ähnliches.
Ich bin sogar Gegner der Todesstrafe, weil ich finde, daß der Tod für einen Verbrecher keine Strafe ist. Die müßten viel mehr LEIDEN! (Auch ein interessantes Thema übrigens...) Aber gerade in Ländern wie der Türkei, Serbien, ... haben die Leute dieses krankhafte Bedürfnis, jeden niederzumetzeln, der auch nur im Entferntesten etwas tut, was vielleicht nicht zu 110% den Regeln entspricht. Das ist doch krank.
Sarcan
@The Fallen One

Ich gebe dir in so weit recht, als daß organisierte Religionen sicherlich ein Gefahrenpotential darstellen, keine Frage. Trotzdem, mein (Voll-)Blut verlangt es, daß ich zumindest zum Teil dagegen argumentiere.

Punkt 1: Kreuzzüge und Inquisition (oder heute KdG)

Die Kreuzzüge (die irgendwo doch jeder früher oder später anspricht) waren nicht viel mehr als ein politischer Akt. Kleiner Schwenk aus der Kirchengeschichte:

Der Kaiser von Byzanz, Herrscher des Oströmischen verlor damals ein Heer nach dem anderen gegen die Seldschuken, ein nomadisches Reitervolk. Weil er befürchten mußte, immer mehr Gebiete seines Reiches an den Feind zu verlieren wandte er sich 1095 hilfesuchend an Papst Urban II. Der Widerum lag im Klinch mit Heinrich IV., dem deutschen Kaiser und mußte außerdem befürchten, daß die Kirche in eine west-römische und eine ost-griechische Richtung gespalten würde. Er sicherte dem oströmischen Kaiser seine Unterstützung im Gegenzug für dessen Beistand bei diesen Problemen zu.

Den Glauben der Leute benutzte er, um eine Armee auszuheben, und aus der frommen Überzeugung guter Christen gleich wie der Geldgier allen möglichen Abfalls erschuf er so die Kreuzfahrerheere. Die Religion wurde zur Waffe - aber Hitler brauchte nicht einmal das.

Die Inquisition war [b]das[/b] Mittel der Kirche, um politische Gegner auszuschalten. (Und das Handeln der Kirche war reine Politik) Allein die Religion hätte ihnen zur Begründung herzlich wenig geholfen, vor allem da die Inquisition genutzt wurde, um Druck auf die weltlichen Herrscher auszuübern. Diese widerum waren von Gottes Gnaden und somit wehrlos.
Die Tatsache, daß die Inquisition nicht unbedingt etwas mit der organisierten Religion zu tun hat beweist sich doch eigentlich schon selbst dadurch, daß sie den christlichen Grundsätzen in jedem Punkt widerspricht.

Punkt 2: Theodizee

'Wie kann man nach Auschwitz an Gott glauben?', so die volle Frage. Wie kann ein dich eigentlich per Definition barmherziger Gott zusehen, wie so wenige so viel Leid hervorrufen? Tja, eine Universalantwort darauf gibt es nicht. Man könnte es mit dem Deismus zu erklären versuchen - Wenn Gott in das Schicksal der Menschen eingreift, nimmt er ihnen dann nicht die Freiheit? Sind sie nicht vielmehr selbst für ihr Handeln verantwortlich?
Klingt als Erklärung ganz gut, aber du als Ateist wirst mir jetzt bestimmt die Frage stellen, wozu man einen Gott braucht, der nicht eingreift. Ich kann es dir nicht beantworten. Ich glaube an Gott, weil sonst zu viele Fragen offen bleiben würden, ich mache es mir einfacher...

Auf jeden Fall glaube ich, weiß aber nicht. Das ist ein Punkt, der mich von unserem unfehlbaren PPP (und seiner noch unfehlbareren KdG) unterscheidet...


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And every prayer we pray at night
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Sarcan@Suicide Blonde

Zitat:
Ich hab auch schon nem Typen, der locker nen Kopf größer war als ich, eine geknallt, weil er wiederholt meinen Bruder angemacht hat. [/quote]

[b][i]???[/i][/b]

Zitat:
Ich bin sogar Gegner der Todesstrafe, weil ich finde, daß der Tod für einen Verbrecher keine Strafe ist. Die müßten viel mehr LEIDEN! [/quote]

[b][i]??????[/i][/b]

Militante Suizidblondinen... *nichpersönlichgemeint* ...sowas...

Zitat:
Ich bin sowieso gegen Gewalt.[/quote]

Jep. [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif[/img] Schon klar...

Nee, mal ernsthaft...

Es sind halt einfach andere Kulturen, die uns da begegnen. Und damit will ich das Verhalten, das du angesprochen hast, nicht rechtfertigen, statt dessen sag ich mal was rechtes: Wenn du Kinder in einer bestimmten Art und Weise erziehst, dann werden sie in 99% aller Fälle herrisch und gewalttätig. Leider unterstützen die Kulturen des nahen Ostens dieses Verhalten zu sehr zumindest doch entschieden mehr als es bei uns der Fall ist. Aber wer will denn schon sagen, daß das, was wir unter Ehre verstehen das Richtige und etwas anderes falsch ist?


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[Dieser Beitrag wurde von Sarcan am 04. Mai 2001 editiert.]
Trinity GothHi!
Zitat:
Original erstellt von Sarcan:
[b]
Ernsthaft gesprochen hat diese Frage mein gesamtes bisheriges Leben bestimmt. Du bist nur das vorerst letzte Kapitel in einer langen Geschichte...
[/b][/quote]
Vielleicht solltest du irgentwann einmal ein Buch über deine Erfahrungen schreiben.....ist wirklich ernst gemeint....schreibend kann man viele Dinge verarbeiten ..... [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif[/img]

Gruss
Trinity Goth


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Come to:
[url="http://members.nbci.com/TrinityGoth/entrance.html"]Trinity Goth's Dark World[/url]
SarcanWas für ein Kassenschlager... 'Lebensgedanken eines Eifelers' oder 'Mein religiöses Leben unter Pagans'... ne Danke, muß nich sein... außerdem fehlt mir noch ein gutes Ende...

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And every prayer we pray at night
has somehow lost it's meaning
Trinity GothHi!

@Sarcan: Ich glaube dein Leben ist bestimt interessanter als sätmlich Politikerbiographien! [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img]

Gruss
Trinity Goth

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Come to:
[url="http://members.nbci.com/TrinityGoth/entrance.html"]Trinity Goth's Dark World[/url]
SarcanNa was für ein Trost... [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img] Aber das sagst du doch eh nur, weil du dir ein Kapitel über dich erhoffst... [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img]

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The Fallen One@Sarcan
Um noch mal auf die Inquisition zu sprechen zu kommen. Das Problem an ihr war ja gerade das sie von der Kirche zur Untermauerung ihrer weltlichen Macht genutzt wurde. Da sieht man was passiert wenn sich eine Religionsgemeinschaft weltliche Mqacht schaffen will.
Mein Atheismus rührt weniger daher, das für mich die Existens eines Gottes oder ähnlicher Wesenheiten nicht beweisbar ist, sondern vielmehdaher das ich auch nicht an Dinge wie eine unsterbliche Seele oder ein Leben nach dem Tod glaube, da für mich als Biologe solche Dinge schlechthin unmöglich erscheinen. So traurig es sich anhört, sind für mich alle Gedanken, Gefühle und das Bewusstsein nichts anderes als elektrische Impulse und chemische Reaktionen in unseren Gehirn.
Sarcan
@The Fallen One

Zur Inquisition: In diesem Punkt unterscheiden sich unsere Meinungen. Ich sehe die Sache (als Christ ?) grade so, daß sich eine weltliche Organisation (die katholische Kirche) den Glauben der Leute, also ein geistiges Gut, zu eigen gemacht hat um ihre Position zu festigen. Warum ich mich trotzdem für die weltlichen Religion ausspreche? Weil der einfache Gläubige, der Dorfpfarrer, der Fabrikarbeiter, der Bauer auf dem Lande und so fort weil sie alle im Glauben einen Halt finden konnten, den sie sonst nie gehabt hätten. Opium fürs Volk, das mag stimmen, aber auch ohne dieses Schmerzmittel hätten die einfachen Menschen nie anders handeln können.

Nun zum Gottesverständnis: Ich habe lange Zeit auch so gedacht wie du... dann aber zwei Dinge gefunden, die in meinen Augen dagegen sprechen: Den einen Punkt habe ich in Religion dargelegt, der andere ist die Liebe: Ich kann einfach nicht glauben daß ein Gefühl wie dieses nur durch elektrische Impulse und Glückshormone hervorgerufen werden kann... dafür ist es ein zu großes Gefühl... vielleicht irre ich mich in beiden Punkten, aber mein Leben gefällt mir besser, wenn ich daran glaube...

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The Fallen One@Sarcan

Ich sehe die Gefahr die von (organisierter) genau darin das sie "Opium fürs Volk" ist. Es stimmt natürlich das der Glauben etwas ist an dem man sich festhalten kann, aber gerade das kann gefährlich sein, weil man so auch falschen Hoffnungen und Versprechungen anhängen kann.

Deinen Argumenten in richtung Liebe kann ich weder widersprechen noch sie bestätigen, da ich so etwas wie die "echte" Liebe noch nicht kennengelernt habe. Vielleicht ändert sich ja dann meine sicht der Dinge, auch wenn ich das jetzt noch stark bezweifeln würde.

Gruss, The Fallen One
~Nichts ist ewig - nur die Dunkelheit~
Sarcan
Zitat:
Es stimmt natürlich das der Glauben etwas ist an dem man sich festhalten kann, aber gerade das kann gefährlich sein, weil man so auch falschen Hoffnungen und Versprechungen anhängen kann. [/quote]

Da hast du leider völlig recht. Letztenendes liegt in allem eine Gefahr, woran man glaubt... menschlich. Aber ich würde es nicht auf die Religionen beschränken wenn wir einmal so weit sind (BTW sehe ich auch eine Menge positiver Aspekte in den organisierten Kirchen): Onkel Adolf brauchte die Religion nicht, er brauchte einen Schuldigen, auf den man hacken konnte, und ein wenig Stolz. Und das die Menschen in Deutschland anno 1930 alle dämlich gewesen wären kann man nun auch nicht behaupten...

Bei den Amerikanern wird eine (wenngleich mit der Deutschen nicht vergleichbare) doch entfernt ähnliche Demagogie sichtbar, ebenfalls unabhängig von der Religion. Fakt ist ganz einfach, daß der Mensch, jeder Mensch, an etwas glauben möchte (du als Ateist ja schließlich auch), und jede Form von Glauben macht ihn beeinflussbar. Die Kirchen bieten da nur die beste Platform.

Auch heute ist eine derartige Volks(ver-)führung - nicht nur von Seiten der Kirche - denkbar, die Talkshow- &BigBrother-Generation ist mit Sicherheit sogar noch leichter zu täuschen als die von 1930. Aber immerhin gibt es mitlerweile einige Tausend, die das selbstständige Denken erlernt haben (zu sagen, daß diese Gestalten an ihrer schwarzen Kleidung zu erkennen wären wäre etwas weit gegriffen, aber ich denke, man kann diejenigen, die 'schwarz' denken in dieser Beziehung vom Durchschnitt abheben).

Es ist das Krebsgeschwür der Menschheit, daß man immer einen Führer braucht, gleich in welcher Gestalt...

Was nun die Liebe angeht... Ich bin auch kein langjährig trainierter Experte, aber eines kann ich dir versichern: In dem Moment, in dem du den 'richtigen' Menschen kennen lernst wird du vor allem dich selbst zum ersten Mal erkennen...

Carpe Noctem

--Sarcan

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The Fallen One@ Sarcan
Hast mit Sicherheit recht mit der Behauptung, das nich nur die Kirche versucht die Menschen in eine bestimmte Richtung zu lenken oder ihnen bestimmte Denkweisen als richtig vorschreibt. Das sieht man auch heute (leider) noch in Politik oder in den Medien. Schlimm is nur das sich eben besonders viele Leute an der Kirche orientieren, weil viele halt ihre Hoffnungen auf sie gebaut haben, während man in der Politik im allgemeinen weiss das viel Mist verzapft wird. Das die Kirche auch positive Aspekte hat will ich hier nich verneinen, man denke nur an die humanitären Aktionen oder die Jugendarbeit der Kirche. Trotzdem finde ich persönlich organisierte Religion nich mehr zeitgemäss. Wenn man schon einen Glauben hat, sollte man sich nich vorschreiben lassen in welcher Form man ihn auslebt (solange man niemanden damit schädigt).

Gruss, The Fallen One
~Nichts ist ewig - nur die Dunkelheit~
Sarcan
@The Fallen One

Das ist doch mal ein Punkt. Zeitgemäß sind die organisierten Religionen alle nicht mehr. Ich hatte mal einen Thread Kirchenkritik gestartet, da kam einiges in der Richtung zur Sprache... In der Tat sollte man sich schon langsam fragen, wie die Menschen heute noch einem derartig veralteten System folgen können.

Worum es mir aber geht ist das Prinzip dahinter: Du sagst es selbst, viele Menschen [b]wollen[/b] sich mit einem Glauben identifizieren (schon allein, um überhaupt etwas zu haben), und das ist an sich nicht schlecht. Ein weiteres Beispiel für eine eigentlich gute Sache, die durch die falschen Leute mit den falschen Befugnissen ins Gegenteil umgekehrt wurde.

Was nun den Zwang angeht: Natürlich verliert Religion durch Zwang ihren Sinn. In der christlichen Lehre läßt sich aber kein Zwang finden, so sehr ich auch danach suche. Das ist der Grund, warum ich immer auf einer Trennung von 'Kirche' und 'Christentum' bestehe.


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Suicide BlondeWißt ihr.... wenn ich mir vorstelle, daß die Leute 1930 Atze unterstützt haben, noch ganz andere Wertvorstellungen und Ansichten hatten als die Menschen heute... Ich meine damit, daß die Menschen damals viel extremere Probleme hattem, als wir heute und das hat sie irgendwie stark gemacht.
Die heutigen Generationen, die mit "Sonja", "Peter Imhof" und dem "BB-Container" aufwachsen, können sich doch kaum noch beschäftigen ohne Digimon, Sega Konsolen und Dotwins. Wenn die so leicht zu beeinflussen sind, dann mache ich mir ernsthafte Sorgen um meine Zukunft. Wenn diese Leute später mal für mich Sorge tragen und über meine Zukunft entscheiden..... Bei dem Gedanken allein wird mir schon übel. Für Politik interessieren sich doch heute höchstens noch Teenies ab 18. Und das auch nur wegen der hohen Benzinpreise. Und was tun sie dann dagegen? Treffen sich in Kreuzberg und werfen mit Pflastersteinen. Super Methode! Kann ich absolut nicht ernst nehmen, diese Idioten.
Denkt doch mal darüber nach, wie es in etwa 30 Jahren sein wird. Die Menschen sind ohne Computerunterstützung total hilflos, persönliche soziale Kontakte sind total out und irgendein Aushilfs-Hitler (oder auch Bush) ist an der Macht, gewählt von stupiden Dödeln mit leerem Blick und Hirn, zerstört durch Techno und Designerdrogen! Hurra.
Da will ich ja nur noch weniger leben, als in der gegenwärtigen Welt.
TrifidNebula@Suicide Blonde:

Ich kann Dir nur voll und ganz zustimmen!! Hier geht alles den Bach runter...

Genau deshalb bräuchten die Menschen den Glauben...
Suicide Blonde@ Trifid Nebula:
Aber nicht in der Weise, in der er von der Kirche gewollt ist. Kirche ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Da helfen auch keine poppigen Kirchenlieder oder Jugendgottesdienste. Die Botschaft der Kirche ist einfach absolut und hoffnungslos veraltet. Ich würde versuchen, den Menschen zu vermitteln, daß sie sich wieder auf die Natur besinnen sollen, mit offenen Augen durch das Leben gehen, helfen wo sie können.
Mehr Toleranz für andere, mehr Rebellion gegen den Staat (aber nicht mit Molotow-Cocktails.....), mehr miteinander als gegen alles. Durch Handys und Internet verlieren die Menschen den sozialen Kontakt zueinander.
Das könnte irgendwann große Probleme geben.
Wenn die Kirche da einhaken würde.... Könnte sogar mich dann überzeugen.
Was Glauben allgemein angeht...
Ich persönlich glaube an die Evolution, die Wissenschaft und daran, daß sich alles von selbst entwickelt hat. Die Theorie vom alten Mann mit Bart hat eher nen Bart. Aber nun sag mir doch mal, woran ich dann glauben soll? Ich bin überzeugt, daß es übersinnliche Phänomene gibt, glaube aber nicht an extraterrestrische Besucher aus dem All. Ich mein, was für ein Interesse sollten Wesen, die fähig sind, durch das All zu reisen, an uns unausgereiften Menschen haben? Wenn überhaupt, tun wir denen höchstens leid. Aber das ist ein anderes Thema. An was also soll ich glauben?
TrifidNebula@ Suicide Blonde:
was die Kirche angeht, so gebe ich Dir voll und ganz Recht! Die kriegen es nicht gebacken, den Glauben zu vermittlen. Keine Religion die auf Zwängen (du musst, du darfst nicht...) basiert, wird die Menschen jemals erreichen.

Du fragst mich, was man glauben soll? Tatsache ist wohl, dass die meisten Menschen ein Problem damit haben, sich unterzuordnen... ich finde das auch nicht schön, aber ohne scheint es ja wohl nicht zu gehen. Wir Menschen brauchen nun mal eine Art "Obrigkeit" (Scheisswort) damit nicht alles drunter und drüber geht. Oder siehst Du das anders? Schau mal mit Verstand ins neue Testament, und du wirst eine Menge "Regeln" und "Tips" finden, die das menschliche Zusammenleben doch arg erleichtern würden. Da aber jeder hier sein eigenes Ding drehen will, herrscht hier entsprechendes Chaos. Jeder sucht sich seine eigenen Götter, etwas woran er sich halten kann, und sei es nur er selber...

Natürlich sollte man an sich selber glauben, aber nicht weil man so toll ist, sondern weil man einfach da ist, und weil kein Mensch besser ist als ein anderer!

TN.
Suicide Blonde@TN:
Logo! Ich bin absolut für mehr Regeln.
Aber WIR ALLE sollten die Möglichkeit haben, diese Regeln mitzugestalten. Über Herren wie unseren "lieben" Bundeskanzler kann ich eh nur milde lächeln. Alles Betrüger!
Ich hab auch nichts dagegen, mich gewissen Dingen unterzuordnen, aber es wird woh nie etwas geben, mit dem JEDER einverstanden ist.
Der eine hat was dagegen, der andere dagegen.
Intoleranz ist bei uns mittlerweile eine Volkskrankheit geworden. Deshalb glaube ich auch nicht mehr an die Menschheit oder daran, daß irgendjemand anders etwas für mich tut. Ich glaube an mich, weil ich die einzige bin, der ich absolut vertrauen kann.
Heutzutage ist doch selbst Hoffnung nicht mehr angebracht. Man kann doch höchstens darauf hoffen, daß es nicht noch übler wird.
Also, an was oder wen soll ich da glauben?
TrifidNebula@SB

nun, wenn Du dich ernsthaft mit Gott auseinandersetzen willst, dann hast Du die Hoffung auf ewiges Leben...
Ich behaupte nicht, dass dann alles easy ist. Das ist es sicher nicht. Gerade wenn man viel mit "Schwarzen" abhängt, und sich prinzipiell auch dazuzählt ist es sicher nicht leicht. Hier hält sich teilweise die Toleranz in Grenzen, oder die Leute halten Dich für einen Spinner...

Ich empfehle Dir, wenn Du Bock hast, dich mal mit der Bibel auseinanderzusetzen. Ich hatte mal ein cooles Buch, dass hiess "real statt Religion" von einem gewissen Uwe Schäfer. Das war echt geil. Leider hab ich es verliehen und nie wiederbekommen. Ich weiss auch nicht, wo man es noch bekommen kann. Es handelt jedenfalls davon, dass Du Deinen eigenen Weg zu Gott finden musst, ohne Pabst, Mohammed oder sonstwem. Steht doch in der Bibel "wer mich sucht, von dem lasse ich mich finden". Einen Versuch wäre es wert, oder? Was hätte man zu verlieren?

Einzige Vorrausetzung ist, dass man mit dem nötigen Ernst an die Sache geht, sonst wirds wohl nichts, denn Gott lässt sich sicher nicht verarschen!

Gruss,
TN.
SIG- TIUAber ist es nicht traurig!?

Bedarf das sich doch über alle anderen Lebewesen hinausstellende Wesen Mensch wirklich den Regeln einer Religion, oder der Führung einer starken Hand, um gesellschaftlich zu funktionieren?

Ist der Ruf nach einer Öko Diktatur, zum Beispiel der einzige Weg, die Welt wieder halbwegs sauber zu kriegen? Ist das in einer Demokratie nicht möglich?

Warum besetzt die Kirche, die ja nun wirklich ein Image- und Glaubwürdigkeitsproblem hat, nicht solche Themen? Warum kritisiert sie nicht gesellschaftl. Mißstände?
Sie steht abseits, abseit von allem, abseits von Gut und Böse.
Ich bin ein Atheist, trotzdem meine ich, eine engagierte, kritische Kirche könnt unserer Gesellschaft voranbringen. Kirche als humanistische Opposition.
Aber da kommt wohl nix mehr..

Ciao, S.T.


TrifidNebulaes ist ja wohl offensichtlich, dass wir es alleine nicht hinbekommen oder?
Olosnah@Suicide Blonde
Also ich bin der Meinung, dass die Menschen so schnell wie möglich die Kolonisierung des Weltraums schaffen sollten. Denn solange gebe ich diesem Planeten nicht mehr. Und dann gehts auf die Reise um andere Planeten zu vernichten. Von mir aus könnten die Menschen aber auch hops gehen, vielleicht wird der Planet auch einmal eine gigantische lebende Maschine, die das ganze Sonnensystem vernichten kann. Ein Killerplanet, der das Universum zerstören wird! Das wär eine sehr ansprechende Zukunfstvision. Dann hätten wir endlich alle unsere Ruhe. Und ich kann mir ein neues Universum ausdenken.
In Vergangenheit leben? Nein danke. Ich wäre lieber in der Zukunft geboren, denn heute gibt es mir noch nicht genug Stromkreise und Siliziumscheiben. Der erste richtige Schritt ist bereitst vollbracht. Man hat eine organische Nervenzelle auf einem Siliziumchip aufgepflanzt und eine Symbiose ist entstanden. Lebende Computer mit organischen Chips. Das erfüllt mich mit Stolz. Ich werde durch mein Studium mein Möglichstes dazu beitragen, dass die Menschheit in die nächste Evulotionsstufe gelangt. Oder aber sie bleibt auf der Strecke, was ich doch sehr bedauern würde. Schliesslich ist sie doch das Unterhaltsamste was es so zur Zeit gibt. (Siehe Nachrichten)
Und jetzt noch ein paar neue Kriegsspiele anschauen. Lechz.
In diesem Sinne
Energie!

[Dieser Beitrag wurde von Olosnah am 07. Mai 2001 editiert.]
Sarcan
Die Kirche zu reformieren... wenns mal so einfach wäre... durch den Absolutheitsanspruch, der die eigene Position einst festigen sollte ist die Kirche heute so verfahren, daß eine Reform nicht mehr möglich ist... eine wirklich funktionierende, denkende, offene und [b]dem Glauben entsprechend handelnde[/b] Kirche würde die Menschheit ohne Zweifel nach vorne bringen... aber für die Katholische Kirche ist es dafür zu spät. Außerdem glaube ich nicht, daß die Menschen in der Allgemeinheit wirklich weitergebracht werden wollen, die jetzige Situation ist dafür zu gemütlich...

Carpe Noctem

Sarcan

PS: @Olosnah: Ich weiß nicht, was das für ein Kraut war, daß du geraucht hast... aber wo kann ich es bekommen ? [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img]


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has somehow lost it's meaning
SarcanNachtrag: Ich weiß, ihr haßt ihn alle... vielleicht sollte man den armen Kerl trotzdem richtig schreiben, der heißt nämlich immer noch Pa[b]p[/b]st...

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BlackadderDer Mensch und Religion sind meines Erachtens untrennbar miteinander verbunden.
Jeder Mensch muss an irgendwas glauben oder zu irgendjemand beten um nicht durchzudrehen,sei es Gott, seltsame Steinformationen, Ufos oder nur das Horoskop in der Zeitung. Selbst Atheisten glauben auf ihre Art an etwas und sind in ihrem Unglauben religiös,auch wenn sich dieser Glaube an niemanden im besonderen richtet. Ohne eine Art von Religion kann der Mensch einfach nicht auskommen, ansonsten wäre er nur auf seine Sterblichkeit beschränkt. Früher tanzten wir um Bäume herum damit es regnet, heute leben wir sündenfrei (HAHA!) um in den Himmel zu kommen....und morgen verneigen wir uns wahrscheinlich vor einem Über-Computer der die universelle Antwort auf den Sinn des Lebens gibt (war die nicht 47?).
Ich glaube, der Mensch ist unfähig sein Leben ganz ohne eine Form der Religion zu leben weil niemand wirklich völlig alleinverantwortlich und ungläubig sein kann.Götter kamen mit dem ersten Menschen, sie waren im Wind, im Feuer, in Träumen, trugen alberne Flügelschuhe undsoweiter,weil der Mensch glauben will. Die Institution Kirche ist im Grunde nur der Konzern die Lebensversicherungen austeilt, ein Provider unter vielen der ewigen Frieden im Angebot hat. Religion wird existieren solange es Menschen gibt, und solange wird sie auch immer umgedeutet und zu selbstsüchtigen Zwecken mißbraucht werden,weil der Mensch irgendwas braucht,auf das er im Notfall zurückgreifen kann. Nicht umsonst werden viele Ungläubige auf dem Sterbebett bekehrt (siehe Oskar Wilde), denn man weiß ja nie....
In jedem schlummert irgendwo der Wunsch nach einer gerechten Gottheit die alles ins Lot bringt. Und das Christentum hat wirklich einige Denkansätze die nicht schlecht sind....es ist nur der Mensch,der diesen Glauben pervertiert hat und zu seinen Gunsten auslegt.Und Glaubenskriege sind nur ein logisches Resultat:Wenn man den universellen Glauben predigt,kann man ja nicht zulassen,dass andere dasselbe tun....wie im richtigen Leben.Konkurrenzkampf,früher mit Schwert und Blut ausgetragen,heute meistens verbal,trotzdem nicht weniger verletzend.

Generell halte ich Religion für Überlebenswichtig. Sie betäubt vielleicht tatsächlich, aber wer will wirklich ununterbrochen der Realität ausgesetzt sein ohne die Möglichkeit Verantwortung auch mal abzuschieben oder sich mit einem besseren Jenseits zu trösten,auch wenn man nicht überzeugt ist?Dann würde die Selbstmordrate drastisch in die Höhe schiessen....

BLACKADDER
Suicide Blonde@ Sarcan:
Ich kenne Olosnah seit nun mehr als fünf Jahren... Weder trinkt, noch raucht er!
Aber er hat ne blühende Phantasie und einen sehr merkwürdigen Humor. Aber gerade das mag ich so.... Grüße an Olosnah, falls Du das liest, von Deiner Nordschönheit.....
Also ist er leider ne schlechte Quelle für Kräuter aller Art...

@Blackadder:
Die Kräuter... das ist doch, neben der Religion jetzt, eine ganz phantastische und schonende Art, der Realität zu entfliehen...
Und die Flügelschuhe hat Al Bundy doch mal in seinem Traum gesehen, oder??? *Grins

Nein, mal im Ernst. Ich denke, gegen die Religion wird man ebensowenig ein Mittel finden, wie gegen Regen. Wenn die Menschen da Ganze auch nur als eine Art Lebenshilfe sehen würden, wäre es ja auch zu akzeptieren.
Aber, wer glaubt heutzutage noch ernsthaft an
brennende Büsche und unbefleckte Empfängnis?
Mich regt vor allem auf, daß die Kirche behauptet, ein Gott hätte das Universum erschaffen. Völliger Blödsinn in meinen Augen. Und die Leute lassen sich die Lügen gefallen. Herdenvieh eben...oder Schäfchen, wie sie ja im allgemeinen von der Kirche genannt werden. Aber, im Zeitalter von W@P-Handys, Internet und geklonten Schafen ist das einfach lächerlich. Die Leute können ja gerne an etwas glauben, wenn sie das brauchen.
Wie gesagt, ich hab früher auch an Gott geglaubt, hab gebetet, mit IHM gesprochen, IHN um Hilfe angefleth. Aber es kam NIE etwas zurück. Von nirgendwo und niemanden.
Und irgendwann war mir das zu blöd. Nun glaub ich eben an nix mehr. Ganz einfach.
Ich warte auch nicht auf einen Übergott, der alles Böse auf der Welt ausradiert oder so.
Das ist ja das fatale an dem Glauben.
Die Menschen GLAUBEN anstatt zu handeln.
Sie warten, daß jemand kommt und ihnen die Arbeit abnimmt, anstatt selbst etwas zu tun.
Das wäre, als würde ich mich darauf verlassen, daß der Weihnachtsmann sich um die Geschenke für meine Familie kümmert.
Die Menschheit muß wieder lernen, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, für ihr Recht zu kämpfen (ich meine Kampf, keinen Krieg). Wir lassen uns schon viel zu lang von Staat und Kirche diktieren.
DJ Darkseed@ Blakadder: Immer noch 42 [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/tongue.gif[/img]

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[i]Carpe Mortem[/i]

[b]: : : Seed : : :[/b]

[i]Wenn Weiß die Farbe des Todes ist, dann muß Schwarz die Farbe des Lebens sein...[/i]

[url="http://www.djdarkseed.de"]DJ Darkseed´s Domain[/url]
[url="http://www.destinationvoid.de"]Destination:Void[/url]
Sarcan@Blackadder

Dem gibt es eigentlich nichts hinzuzusetzen...

@Suicide Blonde

Zitat:
Ich kenne Olosnah seit nun mehr als fünf Jahren... Weder trinkt, noch raucht er![/quote]

Keine Panik, der Smily sollte eigentlich schon zeigen, daß das nicht böse gemeint war... btw, ich bin auch bekennend drogenfrei...

Nu aber mal wieder ernsthaft: Du sprichst davon, daß die Menschheit ein 'Mittel gegen die Religion' finden müßte... Warum? Warum soll nicht jeder auf seine Art und Weise glücklich werden? Die Religon macht so viele dinge einfacher, und wenn die Leute mit ihrem Glauben glücklicher sind... Glaube mir, kaum einer will wirklich kämpfen...

Zitat:
Nun glaub ich eben an nix mehr. [/quote]

Doch, genau das tust du... Du glaubst, dir sicher zu sein, daß es keinen Gott gibt... du suchst die Gewißheit in diesen Worten... außerdem erhebst du dich damit selbst zum höchsten Wesen... du glaubst fest daran, daß dein Schicksal nicht vorbestimmt ist und du selbst immer die Fäden in der Hand hast... natürlich glaubst du... denn du kannst unmöglich wissen...

Jeder Mensch will glauben... aber in deinem Fall ist es wohl zumindestens so, daß dein Glaube dich zum Handeln treibt, um deine Analogie zu nutzen... und von daher kann ich dir eigentlich nur gratulieren...

Zitat:
Wir lassen uns schon viel zu lang von Staat und Kirche diktieren.[/quote]

Ich habe mir in meinem ganze Leben noch nie eine Vorschrift von der Kirche machen lassen... auch als Christ nicht... und der Staat ist nichts anderes als das Produkt der Demokratie unter 80 Millionen Schafen, die einfach zu bequem sind, ihr Kreuz bei einer anderen Partei zu machen... Demokratie in Reinform... die Herrschaft der Unfähigen, legalisiert durch die Bequemlichkeit ihresgleichen... da gehen denkende Menschen halt einfach drin unter...

Zitat:
Aber, wer glaubt heutzutage noch ernsthaft an
brennende Büsche und unbefleckte Empfängnis?[/quote]

Hm, mit dem Busch habe ich mich nie auseinandergesetzt, aber ich bin mir sicher daß es sich bei der unbeflekten Empfängnis um eine irrsinnige Zusammenreimung der Kirche handelt... zumindestens finde ich in den Texten nichts, daß diese Behauptung stützen würde...


Grüsse

Sarcan

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And every prayer we pray at night
has somehow lost it's meaning
Craturereligion ist wohl mehr eine symthese eurer durchaus wahrheitsgehaltigen annahmen die im grossen aber unvollständigen all-einen (ich bin bin grade aufnem indischen-atheismus-trip was aber nicht die ganze wahrheit ist )bestätigung finden doch unteerliegen sie alle dem natürlichen assimilierungs-prozess der evolution :

sollheissen das der beitrag die kirche sei demokratie nicht ganz richtig ist bzw einen anderen (-)aspekt verdient da soweit die frühgeschichte der menschheit den heutigen archeo-wissenschaftlichen kenntnissen entspricht die frühen traditionen (vor stufe der religioon die sich als festgeschriebene verhaltensstruktur die von generation zu generation wietergegeben wird und dabei ihre ursprüngliche bedeutung oder geistigen anlass ihrer entwicklung verloren hat oder zu mindest nicht ihren ehemaligen zweck bezug besitzt, der hier folgend (ich muss im zusammen hang einfach mal meinen verzweigten gedanken vorgreifen) meint das leichenkörper einfach den "tod" übertragen und damit nicht dem biologischem standart der instinkte entspricht sich vor gefahr zu schützen-und deshalb ursprünglich verschaart wurden oder aus nahrungsknappheit an eiweiss in den afrikanischen gebieten gegessen wurden (es giebt auch noch primatenarten die gelegentlich kannibalismus betreiben))im einzelnen nur darauf bedacht waren tote zu bestatten was die eigentlich immer noch die basis jeder religion ist weil sich soweit in die vergangenheit der homo sapiens zurückdatierte bräuche einfach ins genetische rassengedächtniss einbrennen ,hat die evolution in ihrer nächsten kognitiven entwicklungsstufe die uberregionale kleinstadtzivilisation erschaffen da der platz bedarf der gruppe von frühantiken höhlen -bzw schlammhausdorf bewohnenern sich erweitert hat und somit diese ...

stellvertretente gruppe seit erfindung der waffe versucht sich diesen freiraum zu nehmen liegt es nicht fern das bei der unterwerfung und eingliederung der umliegenden bevökerung die tradition der unterworfenen durch eine grob unveränderte grundhaltung bei bestimmten anlässen ersetz wird. ergebniss: eine grössere gemeinschaft die durch bestimmte verbindente traditionen die sich über ein bis zwei generationen gefestig haben geworden

doch schon wird die idee des klein imperialismus geboren und die ursprünglichen indikatoren der gemeinschaft (die erst invasoren gruppe,angst und zeit) entwickeln das bedürfniss kontrolle über die von ihnen geschaffene gesellchaft zu bekommen und den guruhaften anführern der gruppe wird mit einmal bewusst warum die unterworfenen kein aufstand gemacht haben (meine grund idee ist schon extrem antik) nämlich das die einst aufgezwungenen verhaltensregeln von den unterworfene als aktzeptabel eingeschätuz wurden und so beginnt man sich weitere gedanken über die urmenschlichen aber für das sozale zusammenleben meist wertlosen antworten auf fragen...zu machen so dass nach dem damals eingänigen naturwissenschaftlichen studien und die daraus folgeneden prächtig ausgeschmückten poplär-scientistischen schlüsse zu inhalt eines "grundgesetz monopols" wurden und diese entwicklung liesse weiter zu das sich diese mittlerweile hieraisch geordnete struktur im namen der tratition bzw neuen erklärungen für masnahmen die das leben verbessern sollen beginnt sich auszubreiten und somit der "bessere guru"(und damit auch dessen "relogion"(ab hier setzte ich relogion für "religion" d.h. deren definition ein))gegen den schwächeren gewinnt und der bessere guru immer mächtiger wird ( prinzip der stadtgötter epoche gilgamesch ) und soweiter und so weiter bis zirka ins mittelalter dem punkt als alle religionen mehr oder weniger stagnierten -doch die haupt aussage meines monologischen beitrags besteht darin das jede religion oder _KIRCHE [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img]IE REIN FORM DES DDR-SOZIALISMUS_ ist:sprich ein grossteil der gemeinschaft hat sich den grundbestandteilen der diktatur der regeln (bibel :sarkasischer hinweis-das von gott den menschen diktierte buch-jeder grosse tyrannis hielt sich irgenswann mal für gott)angepasst und versucht diese wenn überhaubt auch nur im kleinen stil zu verändern da es in die eier gibt wenn die angelegenheit zu weit geht,trotzdem liegt jedem immer noch der verbindente aber unterdrückte hang zur rebellion inne der im osten als das grosse zwichenmenschliche zuammengehörigkeitsgefühl bezeichnet wurde...
on sratch
only for stupid
was sagt mir das wieder ..."relogion" rules
you
and i hates
it
to be
ruled

!!!!!
Demon17[list]--> Warum bedarf die Religion einer Organisation? [/list]
[list]--> Warum muß der Glaube erlernt werden, wenn Gott doch allgegenwärtig ist? [/list]
[list]-->Wann wird die Kirche sich demokratisieren? [/list]
[list]-->Welche Lehren entsprechen wirklich dem Willen Gottes?[/list]
[list]-->Gibt es Menschen die von Gott eine Antwort erhalten? [/list]
[list]-->Ist Religiösität wirklich ein Zeichen von Schwäche?[/list]
Montrose[QUOTE]--> Warum bedarf die Religion einer Organisation? [/QUOTE]
Weil sie Abbild von allem ist, und in allem ist auch die Organisation enthalten.

[QUOTE]Warum muß der Glaube erlernt werden, wenn Gott doch allgegenwärtig ist? [/QUOTE]
Weil der Mensch begrenzt ist, und er mit seiner Begrenzheit sich mühen muss, Vieles mit Wenig zu erfassen.

[QUOTE]-->Wann wird die Kirche sich demokratisieren? [/QUOTE]

Niemals, denn der Demos ist böse; würde er herrschen, ginge auch die Kirche zugrunde.

[QUOTE]Welche Lehren entsprechen wirklich dem Willen Gottes?[/QUOTE]
Welche Haarfarbe hat der Mensch?


[QUOTE]-->Gibt es Menschen die von Gott eine Antwort erhalten?[/QUOTE]
Ja.

[QUOTE]-->Ist Religiösität wirklich ein Zeichen von Schwäche?[/QUOTE]
Wie kann sie schwach sein, wenn man ihr ständig vorwirft, das Schwert gebracht zu haben?
Demon17[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
[B]Weil sie Abbild von allem ist, und in allem ist auch die Organisation enthalten.
[/B][/QUOTE]

Geheiligt sei die Organisation?


[QUOTE][B]Weil der Mensch begrenzt ist, und er mit seiner Begrenzheit sich mühen muss, Vieles mit Wenig zu erfassen. [/QUOTE][/B]
Leugnest Du den Unterschied zwischen lernen und begreifen? Geht es nicht um das Begreifen?


[Quote][B]Niemals, denn der Demos ist böse; würde er herrschen, ginge auch die Kirche zugrunde. [/QUOTE][/B]
Nach dem christlichen Glaube ist es der Mensch der böse ist. Die Demokratie dient doch der Kontrolle der Macht durch Gewaltenteilung. Das Gegenteil davon ist die unkontrollierte Hirarchie der kirchlichen Organsiation zum Beispiel.


[QUOTE][B]Welche Haarfarbe hat der Mensch?[/B][/QUOTE] Soll das heißen Du weißt auch nicht welche Lehre dem göttlichen Willen entspricht?

[QUOTE][B]Wie kann sie schwach sein, wenn man ihr ständig vorwirft, das Schwert gebracht zu haben? [/B][/QUOTE]

Warum jammern die Kirchen dann so?
ArimahnWas ist denn heute los, dass so viele alte Threads hochgeholt werden?

[QUOTE] --> Warum bedarf die Religion einer Organisation? [/QUOTE]
Die Organisation Kirche ist eine Insel in einem Meer von kritischer Hinterfragung und Wahrheit. Manche Leute brauchen diese Fluchtmöglichkeit. Manche Leute haben sogar so eine Angst, dass sie gar nicht mehr von der Insel weg wollen. Das nennen wir dann einen "Kult".



[QUOTE]-->Gibt es Menschen die von Gott eine Antwort erhalten?[/QUOTE]
Ja, so wie es Leute gibt die Nachts aufwachen und glauben, ihr Zimmer stünde in Flammen. Nur kriegen die dann Medikamente dagegen.

[QUOTE]-->Ist Religiösität wirklich ein Zeichen von Schwäche?[/QUOTE]
Ist Unterwerfung ein Zeichen von Schwäche?
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[list]--> Warum bedarf die Religion einer Organisation? [/list] [/quote]

"Glaube" an sich macht noch keine Religion, ist jedoch deren Vorraussetzung...erst wenn eine hinreichend grosse Zahl von Menschen einem nahezu identischen oder doch sehr ähnlichen Glaubenssystem anhängt und sich aufgrund dieser gemeinsamen Vorstellungen zu einer Glaubensgemeinschaft zusammenschliesst, erst dann kann man von einer Religion im eigentlichen Sinne sprechen..."Kirche" wäre demzufolge eine weitere Steigerung, eine Hierarchisierung und Straffung von Religion mit fest zugeteilten Aufgaben und Rollenverständnissen, wo genau festgeschrieben ist, wer, wie, wann welche Litanei predigen, welches Gebet aufsagen und welches Ritual durchführen darf...

[quote][list]--> Warum muß der Glaube erlernt werden, wenn Gott doch allgegenwärtig ist? [/list][/quote]

Glaube entsteht wie alles andere im Gehirn, ist aber keine dem Menschen angeborene Eigenschaft, sondern eine sozial tradierte, also vom Umfeld, vom Millieu geprägte erlernte Eigenschaft...kein Mensch ist jemals als Christ, Moslem oder Buddhist auf die Welt gekommen...wer in eine christliche Familie in einem christlichen Land hineingeboren wurde, wird wohl kaum von selbst und unbewusst zum Moslem werden, es sei denn, er konvertiert später, als erwachsener Mensch zu diesem Glauben, nachdem er sich lange, gründlich und bewusst damit auseinandergesetzt hat, und aufgrund dieser Überlegungen und Vergleiche mit dem Christentum den Islam nun für sich als die "richtige" Religion empfindet...


[quote][list]-->Wann wird die Kirche sich demokratisieren? [/list][/quote]

Um das zu beantworten, müsste man erst einmal festlegen, was denn überhaupt "demokratisch" ist...vielleicht ist die Kirche ja schon längst "demokratischer"als alles andere...

[quote][list]-->Welche Lehren entsprechen wirklich dem Willen Gottes?[/list][/quote]

Jede Religion bahauptet, genau darauf die einzig richtige Antwort zu haben, und den "einzig wahren Weg zu Gott" zu kennen...und doch sind alle Religionen diesbezüglich gleich unwissend, keine einzige kann den Willen Gottes kennen, oder auch nur den Nachweis erbringen, dass es überhaupt einen Gott gibt...

[quote] [list]-->Gibt es Menschen die von Gott eine Antwort erhalten? [/list][/quote]

Wenn es sie tatsächlich gäbe, dann ständen diese Menschen mit ihrem Wissen sehr einsam und isoliert da, denn sie dürften kaum darauf hoffen, dass Aussenstehende, die über keine derartigen Erfahrungen verfügen, ihnen Glauben schenken würden...und selbst wenn diese Gotteserlebnisse absolut wahr wären: Da diese Erfahrungen stets etwas völlig einmaliges und sehr indivuduelles, d.h. im Gegensatz zur "Religion" gerade nicht verallgemeinerbar, und auch nicht unter experimentellen Bedingungen reproduzierbar wären, hätten sie keinerlei Beweiskraft im Sinne eines wissenschaftlich abgesicherten Beweises für die Existenz Gottes...
Arimahn[QUOTE]Wenn es sie tatsächlich gäbe, dann ständen diese Menschen mit ihrem Wissen sehr einsam und isoliert da, denn sie dürften kaum darauf hoffen, dass Aussenstehende, die über keine derartigen Erfahrungen verfügen, ihnen Glauben schenken würden...[/QUOTE]

[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Smith[/url]
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Arimahn [/i]
[B][url]http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Smith[/url] [/B][/QUOTE]

Man kann es halt glauben...oder auch nicht...

Die Geschichte des Joseph Smith, seine angeblichen Visionen von einem Engel, der ihm den Weg zu dem verborgenen Buch Mormon zeigte, war mir bereits bekannt...ähnliche Berichte von (vermeintlich) göttlichen Erweckunsgerlebnissen, Visionen von (selbsternannten) Propheten gibt es zuhauf...was all diese Menschen wirklich gesehen und erfahren haben mögen, weiss halt niemand ausser ihnen selbst...aber die Aussagekraft solcher Berichte ist dabei doch bestenfalls sehr gering, auch wenn wie im Falle des Joseph Smith eine neue Religion daraus hervorging...ein noch weitaus bekannteres Beispiel dieser Art sind wohl die sogenannten "Visionen von Fatima" dreier portugiesischer Bauernkinder im Jahre 1917, denen die Jungfrau Maria höchstpersönlich angeblich mehrere verschlüsselte Botschaften übermittelte, deren Inhalt von der katholischen Kirche noch immer unter Verschluss gehalten wird...

Nun ja, der Glaube versetzt halt Berge...und die Wahrheit allemal...
ArimahnDie Geschichte von Smith sollte zeigen, dass es eben doch möglich ist zu behaupten man hätte Botschaften von Gott -oder sonstwem- erhalten und genug Spinner zu finden die einem das abnehmen. Passiert ständig, bei den Mormomen hat es sich halt nur in etwas sehr großes Verwandelt.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Arimahn [/i]
[B]Die Geschichte von Smith sollte zeigen, dass es eben doch möglich ist zu behaupten man hätte Botschaften von Gott -oder sonstwem- erhalten und genug Spinner zu finden die einem das abnehmen. Passiert ständig, bei den Mormomen hat es sich halt nur in etwas sehr großes Verwandelt. [/B][/QUOTE]

Genau...möglich ist das immer...und behaupten lässt sich alles, solange es nicht nachgeprüft werden kann...und genau darauf basiert leztlich die - ohne Zweifel ganz enorme - Macht von Religionen...
Demon17Manchmal frage ich mich ob Menschen nicht einfach Illusionen brauchen. Die Illusion eines guten und gerechten Gottes, oder die Illusion selbst Herr ihres Schiksals zu sein. Wenn ich an die Klimaerwärmung denke zum Beispiel, habe ich Zweifel, das wir es sind.
VardaEntschuldigung, wenn ich jetzt so reinplatze - aber ja, auch, wenn ich es lassen sollte, will ich mich über den Ursprungsthread auslassen....

[QUOTE][i]Original geschrieben von Suicide Blonde [/i]
[B]So. Jetzt möchte ich doch gerne einmal wissen, ob ich tatsächlich der einzige Mensch auf der Welt bin, der folgende Meinung zu vertreten scheint. [/B][/QUOTE]
Soll das ein Witz sein? Sprichst du nicht mit Menschen? Glaubst du echt, du wärst DAMIT allein? Wie auch immer...

[QUOTE][i]Original geschrieben von Suicide Blonde [/i]
[B] Das Menschen, die sich tatsächlich an den Glauben klammern nur unfähig (oder nicht willens) sind, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Mag für Gläubige hart klingen, aber ich empfinde es so. [/B][/QUOTE]
Genau, weil nämlich alle Gläubigen den ganzen tag da sitzen und sich sagen: "Gott macht alles gut." Wenn du das denkst, muss ich dich leider enttäuschen, sorry! Es ist ganz und gar nicht so. Man befindet sich als gläubiger Mensch nicht in einem passiven Schwebezustand und wartet ab, dass Gott eingreift. Ich behaupte sogar, dass gläubige Menschen manchmal mehr Dinge in die Hand nehmen als Ungläubige (man beachte das Wort "manchmal" in dem Satz, bevor man beginnt zu meckern). Glaubst du, dass Christen nicht denken? Dass wir uns sagen, dass Gott eben alles so gemacht hat und dass wir nichts hinterfragen? DEINE Haltung ist viel bequemer, nämlich einfach zu sagen, da sei nichts. Das ist total lässig, denn man braucht sich nichts mehr zu erklären. Die Welt ist so, ich bin mein eigener Herr, das passt alles und auf einen Gott hab ich sowieso keine Lust. Es ist so schön einfach, also warum sollte man sich mit einem komplizierten Glauben auseinandersetzen? Ich kann ja auch einfach mit dem Finger auf die dummen Schäfchen zeigen, die blind in der Herde rennen.
Glaub mir, ich habe nicht das geringste Problem mit Leuten, die an nichts glauben (obwohl ja ejder an etwas glaubt), aber etwas reflektiert darf es schon sein. Du beziehst nämlich keine Überposition, sondern reihst dich mit deiner Ansicht in den Kreis der Religionen ein, denn du kannst auch nichts anderes tun als Glauben. Und so, wie du von Gläubigen schreibst, hast du überhaupt keine Ahnung von dem, was du da erzählst. Wenn du schon etwas schlecht findest, dann beschäftige dich auch damit. Sonst kann e ganz schnell peinlich werden.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Suicide Blonde [/i]
[B]
Wie ist denn Religion entstanden? Ich stelle es mir so vor: Vor was-weiß.ich-wievielen-Jahren, als die Wissenschaft noch in den Kinderschuhen steckte, konnten sich die Menschen das eine oder andere einfach nicht erklären. Woher komme ich? Wohin gehe ich? Warum muß ich überhaupt sterben? Und warum der eine früher, der andere später? Und vieles mehr. Irgendwoher mußte das alles doch kommen. Also erfinden wir uns einfach mal so einen alten Mann, der auf seiner Wolke hockt und da so abhängt und uns nach und nach ein bißchen perfektioniert, als er merkt, daß die erste Garnitur ja nicht so besonders toll war..... Oder wie muß ich mir das vorstellen? [/B][/QUOTE]
Oh, ich fürchte, dass keiner einen Alten Mann erfand - denn man soll sich ja kein Bild von Gott machen... (und auch sonst ist mir keine Religion bekannt, die alte Männer in Wolken verehrt). Da nur nochmal zum vorher-Informieren.
Mit der ersten Garnitur und dass sie nicht toll war spielst du auf was an? Adam und Eva? Arche? Hast du schon davon gehört, dass man die Bibel nicht wörtlich nehmen kann? Ich weiß, dass es nette kleine Sekte und Gemeinschaften gibt, die das tun, aber DAS sind dann wirklich die blinden kleinen Schäfchen. Die Mehrheit der Christen nimmt die Bibel slebstverständlich nicht wörtlich, denn schon bei genauerem Lesen gibt es viel zu viele Widersprüche und Doppelungen. Nicht alle Geschichten der Bibel wollen uns historische Gegebenheiten erzählen. Historisch kommen wir sowieso nicht sonderlich weit: Zu Mose z.B. gibt es keine Quellen. Gar keine. Und dass der Exodus historisch war, ist auch nicht sehr wahrscheinlich, ebenso wie die beiden Schöpfungsgeschichten wohl nicht so stattgefunden haben (wobei wir wieder beim Wörtlich-Nehmen wären: Es gibt ZWEI Schöpfungsgeschichten - für welche soll man sich entscheiden?).
Ist das jetzt alles schlimm? Nein, ist es nicht, weil es hier nicht im Historisches geht. Weil es nicht darum geht, die Bibel zu Rationalisieren. Die Geschichten wollen anderes sagen und sagen es seit Ewigkeiten, ohne derartige Rationalisierungen zu brauchen.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Suicide Blonde [/i]
[B]
Also, wenn es diesen Typen da oben gibt, ist er eh ein gefühlloses Arschloch... [/B][/QUOTE]
Ahaj, nur, weil er dir nicht alle WÜnsche erfüllt und alles gut macht? ALso langsam verstehe ich deine Argumentation nicht. Was willst du? Willst du einen Gott, der die ganze zeit eingreift, dir alles vorschreibt, alles steuert und lenkt? Oder willst du einen eigenen Willen, willst du eine Freiheit? Diese Freiheit kostet einen Preis, nämlich die Tatsache, dass es immer Menschen geben wird, die Falsches und Böses tun, wie auch immer man das definieren will. Aber gern, wir können das alles abgeben und lieber den steuernden Gott haben. Zudem geht das Christentum von der Allmacht Gottes aus. Und das schließt mit ein, dass Gott auch die Allmacht hat, NICHT einzugreifen. Sonst wäre er ja nicht allmächtig. Ich kann dir auch nicht erklären, warum Menschen bei Naturkatastrophen ums Leben kommen oder andere beginnen zu Morden. Ich weiß nicht, ob es einen höheren Sinn dahinter gibt oder nicht. Aber bevor du wild irgendwelche Urteile fällst, würde ich an deiner Stelle mal nachdenken.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Suicide Blonde [/i]
[B]Soetwas kann ich einfach nicht ernst nehmen und wer wirklich daran glaubt.... Wie gesagt, jeder muß für sich entscheiden, was gut und böse ist. Das lasse ich mir sicher nicht von einer Institution einreden, die seit Jahrhunderten für die schlimmsten und menschenverachtendsten Verbrechen verantwortlich ist. Von den ganzen Kriegen, die im Namen der Religion geführt werden, fange ich lieber gar nicht erst an, sonst brech ich vor dem Rechner mit Schlaganfall zusammen...
[/B][/QUOTE]
Ja, genau. Klar! Ich meine, das Christentum ist total dämlich, was soll das denn auch? Wenn du mal die Bibel lesen würdest, würdest du sehen, dass die Vollidioten, die für Kreuzzüge, Inquisition etc. verantwortlich waren, das ganze Buch völlig falsch verstanden haben. Es kommt auf die Botschaft Jesu an. Der christliche Glaube ist nicht das gleiche wie die Kirche!! Die Kirche ist eine Institution und es steht dir frei, Christ zu sein ohne ihr anzugehören. Ich gehöre der Kirche an, weil ich für die Kirche heute stehe. Ich will heute in ihr etwas bewegen. Und vor allem will ich sie mit in die richtige Richtung lenken. Wenn wir alle aus der Kirche rennen, dann erreichen wir nur eins: Dass eines Tages solche Idioten wie damals an die Macht kommen und wieder so etwas veranstalten. Das möchte ich persönlich vermeiden.


In Zukunft wünsche ich mir, dass solche Diksussionen hier reflektierter und niveauvoller ablaufen. Abgesehen davon, dass wir das Thema nun wirklich oft hatten, kann ich nicht nachvollziehen, wieso immer solche platten beiträge kommen. Werden die Dinge einfach ignoriert oder wieso hält jeder an so einer seltsamen Christentum-Kirche-Vorstellung fest? Bitte was bewegt denn immer wieder dazu? Es will mir einfach nicht einleuchten, wie immer wieder dermaßen verkorkste Ansichten auftauchen können.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Varda [/i]
Ahaj, nur, weil er dir nicht alle WÜnsche erfüllt und alles gut macht? ALso langsam verstehe ich deine Argumentation nicht. Was willst du? Willst du einen Gott, der die ganze zeit eingreift, dir alles vorschreibt, alles steuert und lenkt? Oder willst du einen eigenen Willen, willst du eine Freiheit? Diese Freiheit kostet einen Preis, nämlich die Tatsache, dass es immer Menschen geben wird, die Falsches und Böses tun, wie auch immer man das definieren will. Aber gern, wir können das alles abgeben und lieber den steuernden Gott haben. Zudem geht das Christentum von der Allmacht Gottes aus. Und das schließt mit ein, dass Gott auch die Allmacht hat, NICHT einzugreifen. Sonst wäre er ja nicht allmächtig. Ich kann dir auch nicht erklären, warum Menschen bei Naturkatastrophen ums Leben kommen oder andere beginnen zu Morden. Ich weiß nicht, ob es einen höheren Sinn dahinter gibt oder nicht. Aber bevor du wild irgendwelche Urteile fällst, würde ich an deiner Stelle mal nachdenken.
[/B][/QUOTE]

@Varda:

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal auf das oben gesagte eingehen, da es mir der zentrale Punkt bei der ganzen Glaubensfrage zu sein scheint...ich weiss, wir hatten vor längerer Zeit schon einmal über dieselbe Problematik geredet, und wahrscheinlich langweile ich dich jetzt, indem ich wieder denselben Einwand vorbringe wie schon zuvor...nun, vielleicht nicht ganz denselben...also: Es gibt einen allmächtigen Gott, der sich aber zugleich völlig passiv verhält und einfach nur mal zusieht, was die Menschen so alles treiben, wenn sie sich dabei unbeobachtet fühlen...selbst wenn diese Annahme richtig wäre, so muss ich doch wieder einmal fragen: was nützt mir ein solcher Gott überhaupt...? Jetzt einmal davon abgesehen, dass der Gott des AT keineswegs nur ein solchermassen passiver Beobachter war, der nur aus der Ferne zugesehen hat, ohne einen Finger zu rühren...was war denn mit Sodom und Gomorrha...? Und warum gab es die Sintflut...?
Nun, aus meiner Sicht würde es sich nur dann "lohnen", überhaupt an einen Gott zu glauben, wenn es diese damit verbundene "Freiheit", die doch nur eine andere, besonders üble Form von Sklaverei ist, nicht gäbe...wozu brauche ich einen Gott, wenn ich doch immer nur der Dumme und der Arsch vom Dienst bin, und für jeden "Fehler" geradestehen soll, und zugleich auch noch Opfer der "Fehler" anderer werde...?
Da würde ich den einen, totalitären, alles steuernden Gott, der mir keine sogenannte "Freiheit" (und damit die Möglichkeit, Fehler zu machen, für die ich jedes mal einen Tritt bekomme, bis ich irgendwann nicht mehr aufstehen kann) einräumt, allemal vorziehen...wenn die Christen wirklich einen solchen Gott verkünden würden, der alle Aktionen sämtlicher Menschen lenkt und dirigiert, wie der Dirigent ein Symphonieorchester, und damit allen ein absolut fehlerloses Dasein garantiert, wäre ja immerhin noch ein plausibler Grund gegeben, an ihn zu glauben...falls dann noch immer "Fehler" geschehen, sind es zumindest nicht mehr "meine", ich könnte sie alle auf ihn abwälzen, und etwas besseres als einen solchen "Universalbuhmann" gibt es doch gar nicht, oder...?

Aber den anderen, den Gott, der wie ein Wissenschaftler sein Experiment begutachtet, ohne in dessen Verlauf (aktiv) einzugreifen...den braucht niemand...es geht mir hier wohlgemerkt gar nicht mehr so sehr um die Frage, ob Gott denn nun wirklich existiert, oder reine Fiktion ist - wovon ich sehr stark ausgehe - denn diese Frage wird vor dem Hintergrund völlig bedeutungslos, weil Gott in jedem Fall "nicht da" ist, ganz gleich, ob er nun existiert oder nicht...es macht ganz einfach keinen Unterschied und ist belanglos...


Aber falls man der Bibel und der christlichen Überzeugung in diesem Punkte glauben will, dann wäre es ja ohnehin gar nicht mehr möglich, für "seine" Fehler "gekreuzigt" zu werden, weil es eine solche Figur, die die Fehler aller Menschen auf sich nahm, und "neutralisierte" dort schon längst gibt... seit nämlich Jesus sich als "Buhmann für alle" zu ebendiesem Zwecke dargeboten hat, sollten doch sämtliche andere Buhmänner für alle Zeiten überflüssig sein...und auch hier stimmt das, was das Christentum behauptet, in keinster Weise mit der Wirklichkeit überein...
LaChatte[QUOTE]Nun, aus meiner Sicht würde es sich nur dann "lohnen", überhaupt an einen Gott zu glauben, wenn es diese damit verbundene "Freiheit", die doch nur eine andere, besonders üble Form von Sklaverei ist, nicht gäbe...wozu brauche ich einen Gott, wenn ich doch immer nur der Dumme und der Arsch vom Dienst bin, und für jeden "Fehler" geradestehen soll, und zugleich auch noch Opfer der "Fehler" anderer werde...?[/QUOTE]

Und warum soll Freiheit eine besonders üble Form der Sklaverei sein? Und was ist dagegen einzuwenden, die Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen?

[QUOTE]Aber den anderen, den Gott, der wie ein Wissenschaftler sein Experiment begutachtet, ohne in dessen Verlauf (aktiv) einzugreifen...den braucht niemand...[/QUOTE]

Stimmt, den passiven Zuschauergott braucht niemand. Ich sehe es allerdings etwas anderes: in vielen Sagen und Mythologien verkleiden sich die Götter als Menschen, oft als Bettler oder sonst Asoziale, und begeben sich auf die Erde. Diese Situation beschreibt mE ziemlich gut, wie es uns Menschen geht: wir alle sind Gott/Götter, die sich eine Zeit auf der Erde gönnen.
VardaHi,
es langweilt mich gar nicht - weil deine Einwände wenigstens durchdacht sind, Xenomorph.

Natürlich kann keiner wirklich beantworten, wie Gott eingreift oder nicht. Es gibt z.B. eine Theorie, er habe einmal alles "angestoßen" und jetzt geht es seinen Gang. Andere sagen, unser Leben ist vorherbestimmt. Da swissen wir natürlich alles nicht.

Ich glaube nicht, dass er nur passiv herumsitzt, aber ich glaube, dass er nicht immer dann eingreift, wenn wir es gerne hätte. Deswegen auch die Sinnfrage: SOll man jetzt hinter allem einen Sinn sehen? Das finde ich ebenso fatal, weil eine Mutter nie einen Sinn sehen wird, wenn ihr Kind stirbt (jetzt so als Beispiel). Sprüche wie "es soltle wohl so sein" sind in solchen Situationen sehr absurd.

Es gibt bestimmte Punkte, an denen wir Gott nicht mehr greifen können und somit Fragen, die immer unbeantwortet bleiben werden. Für Christen ist es jedenfalls zentral diese Welt mitzugestalten und zu versuchen, sie vielleicht ein bißchen besser zu machen, wenigstens im eigenen Umfeld. Warum es sich lohnt, an Gott zu glauben, kann dir wahrscheinlich jeder individuell beantworten. Aber wir machen keine Kosten-Nutzen-Rechnung, zumal es sich aus unserer Sicht immer lohnt (auch, wenn mir meine Professorin für diesen theologischen Nullsatz jetzt den Kopf abreißen würde).
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
Und warum soll Freiheit eine besonders üble Form der Sklaverei sein? Und was ist dagegen einzuwenden, die Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen?[/quote]

Möchtest du gerne von deinem Chef gefeuert werden, wenn du versehentlich seinen Kaffee hast fallenlassen...?
Also ich nicht. Und was hilft da...? Es dem Kollegen in die Schuhe schieben, damit der an meiner Stelle gefeuert wird...?
Wenn jetzt aber gar nicht erst die Möglichkeit bestanden hätte, den Kaffee [B]nicht[/B] fallenzulassen...wenn er so oder so gefallen wäre, egal, ob ich oder der Kollege ihn hat fallenlassen...? Dann gäbe es die leidige "Schuldfrage" doch gar nicht erst, oder...? Und keiner von uns beiden würde gefeuert...
Ist jetzt vielleicht ein reichlich banales und blödes Beispiel, aber bei der "Fehlertoleranz", die in dieser Gesellschaft nahezu gegen null tendiert, doch gar nicht mal so extrem weit hergeholt, wie ich denke...dass man sich keine Fehler erlauben darf, habe ich schon als kleines Kind eingebleut bekommen, zwar nicht von meinen Eltern, aber doch von Lehrern, Schulkameraden, eigentlich überall hiess es da nur: "halt die Schnauze und mach keine Fehler, sonst gibt es einen Tritt in die Fresse" (das war jetzt allerdings mehr bildhaft gesprochen, aber dennoch...)...und doch sind meine "Fehler" dadurch nicht etwa geringer geworden, egal wie viele "Tritte" ich deswegen schon habe einstecken müssen...im Gegenteil...ich habe mich daher aus der Welt der Menschen inzwischen nahezu völlig zurückgezogen, um mich nicht mehr ihren banalen und zumeist faschistischen Ansichten und Werturteilen unterziehen zu müssen..."Fehler" und die ihretwegen eingesteckten "Tritte" machen nämlich nicht klüger oder reifer, und schon gar nicht weiser, sondern nur krank...sie sind die Wundmale, an denen man langsam aber sicher verblutet, sie lassen einen mit der Zeit allenfalls abstumpfen und verblöden...

Ich bin daher mittlerweile das genaue Gegenteil von Jesus...ich bürde lieber anderen meine Sünden auf, anstatt mich jemals wieder selber als Sündenbock für andere "kreuzigen" zu lassen...


Darum hatte Orwell recht: [B]Freiheit ist Sklaverei[/B]
VardaEhrlich gesagt ist das aber eine bequeme Einstellung. Ich will dir keinesfalls zu nahe treten, weil ich nicht weiß, was du erlebt hast. Mir liegt es fern, ein Urteil über dich zu fällen. Vielleicht hast du diese Sicht der Dinge zu Recht.

Wenn aber alle so dächten, dann wäre das wirklich einfach nur bequem und sonst nichts. Es ist ja schön, denn Gott regelt alles und ich kann mich zurücklehnen. Wozu lebe ich dann aber? Was nützt mir dann mein Leben? Dann ist Leben nur noch das gleiche wie einen Film ansehen. Dann bin ich eine Marionette in einem Puppentheater.

In diesem Moment kann ich nichts mehr selbst in die Hand nehmen und habe nicht mehr die Möglichkeit, mein Leben zu ändern. Angenommen ich hasse mein Umfeld und will es gern wechseln, kann es aber nicht, weil ja alles von Gott geregelt wird. Würdest du das wollen? Angenommen du willst weg von allen Menschen und beschließt, in ein winziges Dorf am Ende der Welt zu gehen und dort vom eigenen Anbau zurückgezogen zu leben - aber du kannst nicht, denn Gott lässt dich, wo du bist.
Das kann ja kaum Sinn der Sache sein. Ich mag meine Freiheit und ich glaube, dass ich sie bis zu einem gewissen Grad habe (mal abgesehen von gesellschaftlichen Zwängen u.ä.).
Xenomorph@Varda

...selbst meine Sicht der Dinge habe ich mir nicht ausgesucht, sie wurde mir quasi aufgezwungen...ich bin bereits der Sklave meiner eigenen Gedanken, doch ich möchte, um es dir zu ermöglichen, zu verstehen, wie ich zu meiner Sichtweise gekommen bin, nun einen Text in voller Länge zitieren, der dir womöglich bekannt ist:


[I]"Das Wahrzeichen der Intelligenz ist das Fühlhorn der Schnecke "mit dem tastenden Gesicht", mit dem sie, wenn man Mephistopheles glauben darf, auch riecht. Das Fühlhorn wird vor dem Hindernis sogleich in die schützende Hut des Körpers zurückgezogen, es wird mit dem ganzen wieder eins und wagt als Selbständiges erst zaghaft wieder sich hervor. Wenn die Gefahr noch da ist, verschwindet es aufs neue, und der Abstand bis zur Wiederholung des Versuchs vergrößert sich. Das geistige Leben ist in den Anfängen unendlich zart. Der Sinn der Schnecke ist auf den Muskel angewiesen, und Muskeln werden schlaff mit der Beeinträchtigung ihres Spiels. Den Körper lähmt die physische Verletzung, den Geist der Schrecken. Beides ist im Ursprung gar nicht zu trennen.
Die entfalteteren Tiere verdanken sich selbst der größeren Freiheit, ihr Dasein bezeugt, daß einstmals Fühler nach neuen Richtungen ausgestreckt waren und nicht zurückgeschlagen. Jede ihrer Arten ist das Denkmal ungezählter anderer, deren Versuch zu werden schon im Beginn vereitelt wurde; die dem Schrecken schon erlagen, als nur ein Fühler sich in der Richtung ihres Werdens regte. Die Unterdrückung der Möglichkeiten durch unmittelbaren Widerstand der umgebenden Natur ist nach innen fortgesetzt, durch die Verkümmerung der Organe durch den Schrecken. In jedem Blick der Neugier eines Tieres dämmert eine neue Gestalt des lebendigen, die aus der geprägten Art, der das individuelle Wesen angehört, hervorgehen könnte. Nicht bloß die Prägung hält es in der Hut des Seins zurück, die Gewalt, die jenem Blick begegnet, ist die jahrmillionenalte, die es seit je auf seine Stufe bannte und in stets erneutem Widerstand die ersten Schritte, sie zu überschreiten, hemmt. Solcher erste tastende Blick ist ist immer leicht zu brechen, hinter ihm steht der gute Wille, die fragile Hoffnung, aber keine konstante Energie. Das Tier wird in der Richtung, aus der es endgültig verscheucht ist, scheu und dumm.
Dummheit ist ein Wundmal. Sie kann sich auf eine Leistung unter vielen oder auf alle, praktische und geistige, beziehen. Jede partielle Dummheit eines Menschen bezeichnet eine Stelle, wo das Spiel der Muskeln beim erwachen gehemmt anstatt gefördert wurde. Mit der Hemmung setzte ursprünglich die vergebliche Wiederholung der unorganisierten und täppischen Versuche ein.
Die endlosen Fragen des Kindes sind je schon Zeichen eines geheimen Schmerzes, einer ersten Frage, auf die es keine Antwort fand und die es nicht in rechter Form zu stellen weiß. Die Wiederholung gleicht halb dem spielerischen Willen, wie wenn der Hund endlos an der Türe hochspringt, die er noch nicht zu öffnes weiß, und schließlich davon absteht, wenn die Klinke zu hoch ist, halb gehorcht sie hoffnungslosem Zwang, wie wenn der Löwe im Käfig endlos auf und ab geht und der Neurotiker die Reaktion der Abwehr wiederholt, die schon einmal vergeblich war.
Sind die Wiederholungen beim Kind erlahmt, oder war die Hemmung zu brutal, so kann die Aufmerksamkeit nach einer anderen Richtung gehen, das Kind ist an Erfahrung reicher, wie es heißt, doch leicht bleibt an der Stelle, wo die Lust getroffen wurde, eine unmerkliche Narbe zurück, eine kleine Verhärtung, an der die Oberfläche stumpf ist. Solche Narben bilden Deformationen. Sie können Charaktere machen, hart und tüchtig, sie können dumm machen - im Sinn der Ausfallerscheinung, der Blindheit und Ohnmacht, wenn sie bloß stagnieren, im Sinn der Bosheit, des Trotzes und Fanatismus, wenn sie nach innen den Krebs erzeugen. Der gute Wille wird zum bösen durch erlittene Gewalt. Und nicht bloß die verbotene Frage, auch die verpönte Nachahmung, das verbotene Weinen, das verbotene waghalsige Spiel, können zu solchen Narben führen. Wie die Arten der Tierreihe, so bezeichnen die geistigen Stufen innerhalb der Menschengattung, ja die blinden Stellen in demselben Individuum Stationen, auf denen die Hoffnung zum Stillstand kam, und die in ihrer Versteinerung bezeugen, daß alles Lebendige unter einem Bann steht"[/I]

(Horkheimer/Adorno: Dialektik der Aufklärung; "Zur Genese der Dummheit")
Demon17Dein Beispiel, läßt den Schluss zu, das ein Kind oder ein Mensch, dessen Neugier niemals gehemmt würde, irgendwann über ein enormes Wissen verfügen müsste. Ich denke ganz so ist es auch nicht. Das was Du Fehler nennst, kann ein reines Versehen sein, aber es kann auch einfach auf Unwissenheit beruhen. Nehmen wir einmal an Dein Chef ermahnt Dich, wegen zu vieler Rechtschreibfehler im Diktat und Deine Lehrer haben jahrelang versucht, es Dir beizubringen, Du aber, hast lieber im Sandkasten gespielt, als Deine Hausaufgaben zu machen... Wie Du siehst wird ein Kind nicht nur gehemmt, sondern auch gefordert, beispielsweise ein Diktat zu schreiben. Auch hier hat sich, wie verschiedene pädagogische Experimente gezeigt haben, die totale Zwanglosigkeit, als ungeeignet erwiesen die Dummheit zu bekämpfen. Sicher schwarze Pädagogik ist keine Alternaive, doch sollten wir nicht jedes Versäumnis auf die Umwelt schieben, sei es die Gesellschaft, oder der Liebe Gott, sondern erstmal nach den eigenen Möglichkeiten fragen.

never surrender

demon17
LaChatteHallo Xenomorph


[QUOTE]Ist jetzt vielleicht ein reichlich banales und blödes Beispiel, aber bei der "Fehlertoleranz", die in dieser Gesellschaft nahezu gegen null tendiert, doch gar nicht mal so extrem weit hergeholt, wie ich denke...dass man sich keine Fehler erlauben darf[/QUOTE]

Ja, es gehört zum Leben, dass Handlungen (und ebenso nicht-Handlungen) Konsequenzen haben. Ich würde da noch nicht mal von Fehlern sprechen.

Und dass die "Fehlertoleranz" gegen Null tendiert, ist hierzulande auch nicht so. Es kommt höchst selten vor, dass hier jemand verhungern muss. Die soziale Hängematte ist nicht mehr so bequem, wie sie mal war, aber durchaus vorhanden.

[QUOTE]Ich bin daher mittlerweile das genaue Gegenteil von Jesus...ich bürde lieber anderen meine Sünden auf, anstatt mich jemals wieder selber als Sündenbock für andere "kreuzigen" zu lassen...[/QUOTE]

Du machs es dir recht bequem, was? Keine Verantwortung selbst übernehmen und alles die andern machen lassen? nun ja, wenns gefällt...
Montrose[QUOTE]Es gibt einen allmächtigen Gott, der sich aber zugleich völlig passiv verhält und einfach nur mal zusieht, was die Menschen so alles treiben, wenn sie sich dabei unbeobachtet fühlen[/quote]

Könnten wir denn überhaupt erkennen, wenn ein Gott eingreift?

[QUOTE]Das Menschen, die sich tatsächlich an den Glauben klammern nur unfähig (oder nicht willens) sind, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. [/QUOTE]

Atheisten nehmen ihr Leben für gewöhnlich genauso wenig in die Hand..... weil sie das gar nicht können.

[QUOTE]Wie gesagt, jeder muß für sich entscheiden, was gut und böse ist. Das lasse ich mir sicher nicht von einer Institution einreden,[/QUOTE]

Ich glaube nicht, dass man das "entscheiden" kann. Gewissen und Mitleid sind angeborene Fähigkeiten, Sachverhalte so zu sehen, wie sie sind: nämlich dass Unrecht geschieht.

Kein Mensch müßte darüber zu entscheiden, was gut und böse ist .... weil er es ganz ohne Entscheidung weiß. Er kann nur entscheiden, auf welche Seite er sich stellt.


[QUOTE]Die Geschichte von Smith sollte zeigen, dass es eben doch möglich ist zu behaupten man hätte Botschaften von Gott -oder sonstwem- erhalten und genug Spinner zu finden die einem das abnehmen. [/QUOTE]

Und was ist, wenn man Botschaften von Gott bekommt, und will eigentlich gar keine Spinner finden, die einem das abnehmen.


Die Spinner, die einem was abnehmen, sind doch gar nicht das Problem, oder?

[QUOTE]Genau...möglich ist das immer...und behaupten lässt sich alles, solange es nicht nachgeprüft werden kann[/QUOTE]

Kann man Dich nachprüfen?
Das problem der Nachprüfbarkeit fängt doch nicht bei Gott an. Im Prinzip ist doch jeder Mensch ein Fragezeichen. Man kann in niemanden reinschauen, wie er wirklich ist.

[QUOTE]Horkheimer/Adorno: Dialektik der Aufklärung; "Zur Genese der Dummheit")[/QUOTE]

Der Text richtet sich gegen die Dummheit des Aufgeklärten, des Atheisten, der sich irgendwelche Ersatzgötter schafft. Deshalb auch der Buchtitel "Dialektik der Aufklärung".

Als Text gegen die Kirchen taugt er nichts, denn sie sind damit überhaupt nicht angesprochen.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
Und dass die "Fehlertoleranz" gegen Null tendiert, ist hierzulande auch nicht so. Es kommt höchst selten vor, dass hier jemand verhungern muss. Die soziale Hängematte ist nicht mehr so bequem, wie sie mal war, aber durchaus vorhanden. [/quote]

Wenn du dich damit zufrieden gibst, lediglich nicht verhungern zu müssen, ist das deine Sache...bitte...
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]Wenn du dich damit zufrieden gibst, lediglich nicht verhungern zu müssen, ist das deine Sache...bitte... [/B][/QUOTE]

Ich finde, wir EuropäerInnen jammern tatsächlich auf sehr hohem Niveau... geh doch mal ein paar tausend Kilometer nach Süden und frage dich, obs bei uns hier wirklich so schlimm ist. ;)
NigthmareDer Mensch jammert immer über das gleiche: Nicht das zu bekommen, wonach er sich sehnt. Das ist nirgendswo anders. Manche Sehnsüchte werden einfach nur mit einem besseren Verständnis für den Menschen, der sie ausspricht, behandelt, weil er sie selbst kapiert.

MfG
Nigthmare
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
Könnten wir denn überhaupt erkennen, wenn ein Gott eingreift?[/quote]

Es wäre wahrscheinlich tatsächlich nicht erkennbar...wie auch immer, es gäbe in einem solchen Falle wahrscheinlich immer auch eine andere mögliche Erklärung, der im Zweifelsfalle der Vorzug eingeräumt werden müsste...auch dann, wenn in Wahrheit tatsächlich ein Eingriff durch Gott oder eine andere übergeordnete Macht stattgefunden hätte, wäre dieser Schluss nur dann wirklich zulässig, wenn er absolut zwingend ist...und wer könnte sich da jemals sicher sein...? So mag die Vision des Joseph Smith tatsächlich von Gott gekommen sein, obwohl ich selbst es nicht glaube...doch die wahrscheinlichere, weil naheliegendere Annahme ist eben die, dass er lediglich einer Halluzination erlag...sie muss deshalb aber nicht zwingend auch wahr sein...



[quote]Atheisten nehmen ihr Leben für gewöhnlich genauso wenig in die Hand..... weil sie das gar nicht können.[/quote]

Ich weiss nicht recht, ob es einen nennenswerten Vorteil mit sich bringt, religiös zu sein...ich bin es nicht, aber wenn es die sogenannte "Freiheit" entweder nicht gibt, oder wenn sie, falls es sie gibt, doch nur von Nachteil ist - ganz gleich, ob mit oder ohne Gott - dann sehe ich den prinzipiellen Vorteil des Gläubigen gegenüber einem Atheisten eigentlich nicht, weil diese Bedingungen dann doch für alle dieselben sind...


[quote]Der Text richtet sich gegen die Dummheit des Aufgeklärten, des Atheisten, der sich irgendwelche Ersatzgötter schafft. Deshalb auch der Buchtitel "Dialektik der Aufklärung".

Als Text gegen die Kirchen taugt er nichts, denn sie sind damit überhaupt nicht angesprochen. [/B][/QUOTE]

Ich habe den Text hier auch gar nicht im Sinne einer Kirchen- oder auch nur Religionskritik verstanden wissen wollen...nur als Beleg dafür, dass Menschen durch die "Fehler", die ihnen angekreidet werden, niemals klüger oder gar besser werden...
DarkHopeEinen Wunderschönen Nachmittag euch!

[QUOTE]Warum aber, laufen die Leute trotz allem mit offenen Augen in ihr Verderben? Merken die nicht, wieviel weniger Leid es auf der Welt gäbe, ohne die Kirche?[/QUOTE]

Wie schon gesagt wurde, Menschen sind Geschöpfe, die es gerne bequem haben und nicht alles Wissenschaftlich hinterlegen wollen. Auserdem ist das mit dem an Gott zu glauben auch eine gute möglichkeit, Menschen zu manipulieren. 'Ihr müsst das tuen, sonst wird Gott auf euch böse und ihr kommt in die Hölle' ...

MfG
DarkHope
Montrose[QUOTE]es gäbe in einem solchen Falle wahrscheinlich immer auch eine andere mögliche Erklärung, der im Zweifelsfalle der Vorzug eingeräumt werden müsste...[/QUOTE]

Ich glaube nicht, dass der Mensch etwas müßte. Da kämen wir jetzt in eine lange Diskussion rein, was Wahrheit und Sinn ist.

Jene, die uns "Vernunft" einreden, handeln ja auch in irgendeinem eigenen Interesse. Und ich glaube nicht, dass ich mir den Schuh völlig anziehen will, dass ich mich zwingen lasse, welcher Erklärung ich den Vorzug gebe.


[QUOTE]Auserdem ist das mit dem an Gott zu glauben auch eine gute möglichkeit, Menschen zu manipulieren.[/QUOTE]
Das ist eine Möglichkeit unter tausenden. Die Gefahr ist da ... sie ist bei jeder anderen Ideologie nicht geringer.

Und genau darin sehe ich die Gefahr;: dass wenn die Leute die eine Falle glauben erkannt zu haben .... sie völlig ahnungslos in die nächste Falle tappen. Wissenschaft zum Beispiel.

[QUOTE]dann sehe ich den prinzipiellen Vorteil des Gläubigen gegenüber einem Atheisten eigentlich nicht,[/QUOTE]

Und ich sehe den prinzipiellen Nachteil nicht. Von daher kann man ja verschiedene Erlebnisformen nebeneinander stehen lassen.

[QUOTE]dass Menschen durch die "Fehler", die ihnen angekreidet werden, niemals klüger oder gar besser werden[/QUOTE]

Was wäre denn die Alternative?
Varda[QUOTE][i]Original geschrieben von DarkHope [/i]
[B]'Ihr müsst das tuen, sonst wird Gott auf euch böse und ihr kommt in die Hölle' ...
[/B][/QUOTE]

Oh je oh je... Also das habe ich nur wirklich lange nicht mehr gehört! Geh mal in einen Gottesdienst.... So etwas wird nicht mehr gepredigt.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
Ich glaube nicht, dass der Mensch etwas müßte. Da kämen wir jetzt in eine lange Diskussion rein, was Wahrheit und Sinn ist. [/quote]

Ich verstehe schon, was du meinst...so etwas wie ein "absolutes Wissen" kann der Mensch niemals erlangen...selbst die Wissenschaft stellt nur Behauptungen auf, die auf (angenommenen) Wahrscheinlichkeiten basieren...nicht auf tatsächlichem "Wissen" um die Wahrheit, egal wie die auch aussehen mag...es geht immer nur darum, sich dieser Wahrheit so weit zu nähern, wie es die verfügbaren Mittel erlauben...
Wenn ich die Ansicht vertrete, dass ein umgeknickter Baum von einem Sturm geknickt wurde anstatt von Ausserirdischen, dann mag diese Ansicht durchaus falsch sein...aber diese Theorie basiert immerhin auf einer logischen Gedankenfolge, nämlich der, dass es für die zweite Annahme ungleich mehr zusätzliche Faktoren zu berücksichtigen gälte als für die erste, wie beispielsweise das Problem der interstellaren Distanzen, die zu überbrücken sind, des dazu benötigten Treibstoffs, usw...während ein Sturm doch ohne diesen ganzen zusätzlichen Krempel auskommt, um das gleiche Ergebnis herbeizuführen...aber man kann es leztendlich doch nie wissen, denn das Universum lässt sich eben nicht bequem in menschliche Denkschemata einpressen...

[quote]Jene, die uns "Vernunft" einreden, handeln ja auch in irgendeinem eigenen Interesse. Und ich glaube nicht, dass ich mir den Schuh völlig anziehen will, dass ich mich zwingen lasse, welcher Erklärung ich den Vorzug gebe. [/quote]

Selbstverständlich brauchst du den Erklärungsmodellen der Wissenschaftler nicht zu folgen, ebensowenig wie denen der Kirche oder welchen auch immer, und kannst dir stattdessen deine eigenen zurechtlegen...aber ob die dann "wahrer" sind als jene...? Nun, es sind dann immerhin deine eigenen...



[quote]Das ist eine Möglichkeit unter tausenden. Die Gefahr ist da ... sie ist bei jeder anderen Ideologie nicht geringer.

Und genau darin sehe ich die Gefahr;: dass wenn die Leute die eine Falle glauben erkannt zu haben .... sie völlig ahnungslos in die nächste Falle tappen. Wissenschaft zum Beispiel. [/quote]

Alle Ideologien bergen die Gefahr in sich, dass sie als Instrumente der Manipulation missbraucht werden können...Misstrauen, Skepsis und Zweifel gegen jede Art von Ideologie ist daher immer angebracht...auch gegen die Wissenschaft und die sogenannte "Vernunft" des (Klein-)Bürgertums...



[quote]Und ich sehe den prinzipiellen Nachteil nicht. Von daher kann man ja verschiedene Erlebnisformen nebeneinander stehen lassen. [/quote]

...wenn mit dem Glauben weder ein prinzipieller Vorteil noch ein tiefgreifender Nachteil verbunden ist...dann ist es doch eigentlich egal, welchen Weg man geht...man kann als religiöser Mensch ebenso scheitern und alles falsch machen wie als Atheist...und man kann Glück haben oder klüger sein als andere und alles richtig machen...und dann ist es ganz egal, ob man den Grund für seinen Erfolg oder Misserfolg bei sich selbst oder bei Gott sucht...das Ergebnis ist doch am Ende das einzige, was wirklich zählt...



[quote]Was wäre denn die Alternative? [/B][/QUOTE]

Das Problem, das von dem Text angesprochen wird, ist nicht die Kritik am Menschen als Person als solche...sondern die Art und Weise, in der sie vorgebracht wird...Kritik an sich ist niemals der Fehler, sofern sie durchdacht und fair ist, und Lernen in einem positiven Sinne ermöglicht...denn das "gute" lernen Menschen nur aufgrund von Erfolgserlebnisssen, aber nicht aufgrund von permanenten Enttäuschungen, negativen Erfahrungen und Niederlagen...sicher prägen auch diese eine Persönlichkeit, wahrscheinlich sogar wesentlich nachhaltiger und endgültiger als "gute", positive Erfahrungen, machen sie womöglich "härter" aber nicht besser...denn die einzige Lektion, die aufgrund von Niederlagen und Enttäuschungen überhaupt möglich ist, ist die der Verbitterung und zuletzt des Hasses...der Text kritisiert also nicht die Kritik, zumindest nicht in dieser Form, sondern nur die repressive Kritik, die mit Gewalt unterlegt ist...denn was überhaupt alles einem Menschen als "Fehler"angekreidet werden kann, da gibt es kaum eine eindeutige Antwort...angefangen beim versehentlichen umgestossenen Kaffeebecher des Chefs bis hin zur "falschen" Gesinnung oder Religion sind den Möglichkeiten hier ja kaum Grenzen gesetzt, je nachdem, wie repressiv eine Gesellschaft in ihrer Gesamtheit ist, desto mehr Möglichkeiten gibt es...
Montrose[QUOTE]selbst die Wissenschaft stellt nur Behauptungen auf, die auf (angenommenen) Wahrscheinlichkeiten basieren...[/QUOTE]

Ich bin kein Popperianer, wenn Du das meinst. Die Wissenschaft findet unumstößliche Wahrheiten. Dein geknickter Baum, klar, war der Sturm.

Nur, dass etwas wahr ist, bedeutet noch lange nicht, dass es relevant ist. Wenn einer sagt "Guck mal, ein Schneemann" und gleichzeitig kommt eine Lawine runter, dann ist der Schneemann-Satz zwar wahr, aber irrelevant.


[QUOTE]und kannst dir stattdessen deine eigenen zurechtlegen...aber ob die dann "wahrer" sind als jene...? [/QUOTE]
Sie sind in bezug auf mich wahrer, weil ja niemand mein Leben und meine Umwelt so gut kennt wie ich selbst. Es wäre doch etwas merkwürdig, wenn mir ein Wissenschaftler ein Telegramm schicken würde, worin er mir schreibt, was ich gerade im Kühlschrank habe.

[QUOTE]wenn mit dem Glauben weder ein prinzipieller Vorteil noch ein tiefgreifender Nachteil verbunden ist...dann ist es doch eigentlich egal, welchen Weg man geht...[/QUOTE]
Es ist insofern nicht egal, weil man die Welt so empfindet, wie man sie empfindet. Wenn man sie religiös empfindet, ist es für einen persönlich nicht egal. Umgekehrt würde ja auch ein Atheist nicht plötzlich religiös werden, weil es "egal" ist.

[QUOTE]ob man den Grund für seinen Erfolg oder Misserfolg bei sich selbst oder bei Gott sucht...[/QUOTE]
Und was ist, wenn man seinen Mißerfolg bei sich sucht? Es sind ja nicht alle Menschen Supermann. Ich glaube, man kann mit Scheitern ehrlicher umgehen, wenn man nicht alles auf sich selbst beziehen muss.


[QUOTE]das Ergebnis ist doch am Ende das einzige, was wirklich zählt...[/QUOTE]
Was ist denn das "Ergebnis"?

[QUOTE]denn das "gute" lernen Menschen nur aufgrund von Erfolgserlebnisssen, aber nicht aufgrund von permanenten Enttäuschungen, negativen Erfahrungen und Niederlagen...[/QUOTE]
Das Leben nimmt glaub keine besondere Rücksicht drauf, wie man am besten lernt. Menschen in einer schlechten Lernumgebung müssen auch überleben.

[QUOTE]denn was überhaupt alles einem Menschen als "Fehler"angekreidet werden kann, da gibt es kaum eine eindeutige Antwort...angefangen beim versehentlichen umgestossenen Kaffeebecher des Chefs[/quote]
Naja, das ist ein etwas läppisches Beispiel.

Selbstverständlich enttäuschen Menschen einander. Und selbstverständlich ist das auch eindeutig zu beantworten.

Die Welt besteht ja nicht nur aus umgeknickten Bäumen und Kaffeebechern. Und die Welt besteht auch nicht bloß aus Supermännern.

Um die Dinge etwas nüchterner zu sehen, ist Distanz gut. Und der Glaube ----die Welt mal von einem hohen geistigen Turm aus zu sehen ---- ermöglicht diese Distanz.

Ich bin schon der Ansicht, dass Religion ein zweckvolles Kulturgut ist. Man kann bestimmte Dinge von anderen Blickwinkeln aus betrachten.
Bennymhm ya also bei mir ist es so meine eltern und mein bruder ist nicht in der kirche, sowie ich auch ned, ich hab zwar die erstkomminion aber firmung nicht, denn ich finde das ganze nicht richtig, denn die kirche hat viel zu viele vorurteile gegenüber andere menschen obwohl sie immer anders tun.. also ich bin atheist und fröhlich, denn ich brauche keinen glauben wenn ich an mich selbst glaube, da glaube ich eher an geister als an gott, es kann schon sein dass es zb jesus gegeben hat aber er wird einfach zu übertrieben dargestellt..
mhm aber die kirche hat im laufe der geschichte im wahrsten sinne des wortes nur scheisse gebaut.. mit kreuzügen und so weiter. und heutzutage tut sie so unschuldig und meint dass die katholiken die besten sind.. ich habe nichts gegen die leute aber wenn sie mich schon verabscheuen nur weil ich atheist bin dann fach ich mich manchmal wirklich noch ob es auf dieser welt noch normal zugeht
ich danke dass jemand dieses forum eröffnet hat denn jeder sollte sich aufregen können denn es gibt einem sonst eg. nie die chance..
und noch meine eigene meinung: wenns mit da kirche bergaufgehn sollte dann wenigstens mal an jungen papst der nicht so konservativ und naiv gegenüber neuen dingen ist ;)
Darket[QUOTE][I] Auszug aus den Regeln:[/i]
Ein Mindestmaß an Sprachkenntnis wird bei jedem User vorausgesetzt. Bitte versucht ein Grundlevel der Ausdrucksweise nicht zu unterschreiten.[/QUOTE]

Ich bitte um Beachtung dieses Punktes. Für Perversionen wie Internet-Kurzsprache ist dies der falsche Ort.

Danke

Darket
belladonna[QUOTE]denn das "gute" lernen Menschen nur aufgrund von Erfolgserlebnisssen, aber nicht aufgrund von permanenten Enttäuschungen, negativen Erfahrungen und Niederlagen...[/QUOTE]

Kann ich so nicht teilen. Ich habe so einige Niederlagen und Entäuschungen hinter mir. Als Kind hatte ich zu gehorchen und nichts zu hinterfragen. Dinge die ich hätte allein tun müssen um eigenverantwortliches Handeln zu lernen wurden mir permanent abgenommen. Meine Bedürfnisse wurden einfach mal überhaupt nicht ernst genommen. Selbst als ich mein erstes eigenes Kind bekam, war ich immer noch die kleine Hilflose für meine Eltern, die das sowieso nicht auf die Reihe kriegt. Davon mal abgesehen hat mein Vater einen Kontrollzwang, dem ich erst durch eine räumliche Entfernung von 800 km entgehen konnte...Kurz - ich bin in einem Umfeld großgeworden, das mir einfach mal gar nichts zugetraut hat, daß Existensängste und Zwänge in mir geschürt hat. (kann mich noch an so ein paar Kindheitsneurosen erinnern, ich hatte da in Abständen verschiedene Zwangsverhalten an den Tag gelegt, die ein normal glückliches Kind so nunmal nicht hat) Egal, ich habe einfach mal einiges an Tiefschlägen einstecken und mich immer wieder beweisen und um Anerkennung sehr kämpfen müssen. Aber ich bin heute verdammt dankbar dafür, denn sonst wüsste ich nicht zu schätzen was ich heute habe. Alles was ich mir sehnlichst gewünscht habe, habe ich bekommen. Und ich bin dafür so dankbar. Ich weiß was ich in meinem Leben "Gutes" habe, weil ich die andere (schlechte) Seite kennengelernt habe.
Meine Eltern wollten ja auch einen Atheisten aus mir machen, das hat aber nicht geklappt. Ich fühlte mich immer schon sehr stark zum (christlichen) Glauben hingezogen. Es gab ja auch in der DDR noch das eine oder andere Kind, das religiös erzogen wurde und mir von Gott erzählt hat. Was hätte ich nur ohne meinen Glauben gemacht...es war so oft ein Trost für meine total verängstigte Kinderseele zu beten, mich Gott anzuvertrauen. Beten hat mir immer geholfen Ängste zu überwinden. Wieder zu vertrauen. Das hat mir Halt gegeben.
Das Gesicht von meinen Eltern, als ich ihnen dann irgendwann sagte: Ich glaube an Gott. Das war einfach zu herrlich :D Lustig war auch wie sie erst mißtrauisch auf meine Publik-Forum Magazine schielten und kurze Zeit später hat meine Mutter sie begeistert gelesen :D
Odessa----
Ich weiß was ich in meinem Leben "Gutes" habe, weil ich die andere (schlechte) Seite kennengelernt habe.
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Dafür könnte ich Dich küssen. Es ist so wahr, so wahr...

Ich hatte die ersten 14 Jahre meines Lebens nichts gekannt außer Gewalt, Prügel, Angst, Terror, und auch später war ich immer umgeben (durch meine Ehemänner, meine und deren Verwandte und Freunde) von Elend, Krieg, Vertreibung, Flüchtlingsnot, Krankheit, Todesfällen (durch besagte Kriege oder Terroranschläge), mußte immer kämpfen, mußte auch immer um Freundschaft oder Liebe kämpfen, denn nichts davon "flog mir zu". Aber genau deswegen weiß ich auch, wie sehr man jede schöne, gute oder erfolgreiche Stunde genießen kann und muß, und wie schön das Leben sein kann wenn man keine Schmerzen hat, keinen Hunger, keine Angst haben muß daß einem Bomben aufs Dach fallen, und wenn man bedingungslos geliebt wird so wie man ist und wenn man Freunde hat die hinter einem stehen und die an einen glauben...

Das alles konnte ich nur so schätzenlernen, weil ich die dunklen Seiten im Leben zur Genüge hatte und immer wieder haben werde... chronische ernste Krankheiten, Verluste von nahestehenden Menschen oder rein finanzielle/berufliche Existenzängste - das alles wird einen nie verlassen. Aber es trübt den Blick nicht für die Tage, die voller Sonnenschein und Glück sind, und sie zählen doppelt für mich.

Was mir dabei geholfen hat war immer mein Glaube. Ob ich es jetzt noch "Islamisch" nennen könnte - weiß ich nicht. Es wäre vermutlich eine Beleidigung für jeden "richtigen" Moslem, denn ich lebe weder nach dem Koran noch füge ich mich irgendwelchen starren religiösen Regeln die ich nicht einsehe. Aber ich bin auf jeden Fall gläubig. Ich glaube an eine Gottheit, eine Wesenheit, und durch diesen Glauben konnte ich immer so zuversichtlich und "positiv" denkend bleiben. Weil ich in etwas vertrauen kann - nämlich in mich selbst. Durch diese Gottheit, die mir Kraft und Stärke gab.

Das alles sind Dinge, für die ich oft ausgelacht wurde - aber da steh ich mittlerweile drüber. Ich weiß was ich glaube und warum ich es glaube, und ich weiß daß es mich zufrieden und glücklich macht. Nur das zählt - denn damit konnte ich das Schlimmste überstehen und werde auch weiterhin alles Schlimme was noch auf mich zukommen mag überwinden. Die Stärke und Kraft, die ich habe, erwächst aus mir selbst und nur aus mir. Aber DASS sie in mir ist - das verdanke ich "Gott oder wie immer man es nennen mag". :)
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
[B]Was ist denn das "Ergebnis"?
[/B][/QUOTE]

Irgendwann kommt einmal der Zeitpunkt, wo man nur noch Rückschau halten kann, und nur noch "Ergebnisse" sieht...wo die Welt um einen herum (scheinbar) jedwede Dynamik eingebüsst hat, sich nicht mehr im permanenten Fluss immerwährender Kontinuität befindet, sondern zu einen fixen Standpunkt, einen "steady state" eingefroren bleibt...überquere den Ereignishorizont des Schwarzen Loches und die Zeit steht von da an für immer still...der einst reissende Gebirgsbach wird allmählich zu einem armseligen Rinnsal und zuletzt zu einem trüben, stehenden Gewässer...doch es ist eine Täuschung, denn es ist eben nicht die äussere, uns umgebende Welt, die zum Stillstand gekommen und an einem unwiderruflichen Endpunkt angelangt ist...es ist vielmehr das eigene Denken und das eigene Bewusstsein, welches statisch geworden ist und nicht mehr nach neuen Möglichkeiten Ausschau hält, sondern auf Vergangenes, längst Gewesenes,auf "Ergebnisse" fixiert bleibt...und von da an blickt man nur noch zurück, weil man nicht mehr anders kann, so wie Walter Benjamins "Engel der Geschichte", und vermag wie dieser den Blick nicht mehr vom Gewesenen abzuwenden, von dem man sich stetig weiter entfernt...denn nur das "Ergebnis" zählt noch...und was sieht dieser Engel...?
Das mag bei jedem verschieden sein...der eine sieht einen blühenden Garten voller Orchideen...der andere hingegen sieht nur das, was auch Benjamins Engel erblickt:Trümmer. Es gibt immer nur das eine oder das andere...

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