| geyer | hi leute, nicht nur, daß ich davon betroffen wäre, es ist der reinfall der letzten regierung schlechthin. keine neuen arbeitsplätze wurden geschaffen, sondern mehr bürokratie. ganz im gegenteil vernichten die 1€ jobs sogar noch arbeitsplätze. ich bin mom. leistungsempfänger und versuche alles mögliche an dieser situation etwas zu ändern. sprich: ichbewerbe mich auf alle freien stellen , darüberhinaus noch initiativbewerbungen bzw anfragen per telefon: könnt ihr nicht noch jemanden gebrauchen? tote hose --> es gibt keine jobs. auch nicht bei steigender konjunktur. das schönste: ich habe einen bewilligungsbescheid und bekomme kein geld! wie geht das denn? anrufe beim jobcenter sind doch tatsächlich für den arsch. ich habe heute ausgegeben: 1. anruf - warteschleife - "mom ich verbinde" - warteschleife - musik - ENDE DER VERBINDUNG = 2,57€ handykosten. 2. anruf - musik - > wow: gesprächspartner, der mir erklärt: "es ist monatsanfang, wir haben viel zu tun, ich verbinde sie weiter, oder sie versuchen es später noch einmal" - ich sagte: " nein! ich möchte augenblicklich einen gesprächspartner für meine belange, bzw. ich komme morgen pers. vorbei. meine bis dahin geleisteten auslagen mögen sie mir dann erstatten!" -> aufgelegt kosten 2.anruf = 1,22€ fahrtkosten = 5, 60€ erfolg = fraglich!!!! es stehen mir leistungen zu, die auch bewilligt sind, und trotzdem nicht eingegangen sind. jetzt muß ich auch noch knapp 10€ dafür ausgeben um darum zu kämpfen, obwohl ich jahrelanger braver steuer- und sozialabgabenzahler war? DAS KANN ES NICHT SEIN! dieses system hat auf der ganzen linie versagt. nur für mehr bürokratie gesorgt und eigentlich arbeit vernichtet. mal davon abgesehen, daß ich behandelt werde wie der letzte dreck. muß geld ausgeben, welches ich nicht habe, um ein paar hungerkröten vom staat zu bekommen. die reine schikane ist das... |
| Move over Kate | Solang die Kohle bei einem Hartz-IV-Berechtigten (SOZIALHILFE-ERSATZ!) für ein HANDY reicht, wundere ich mich nicht mehr über die leeren Staatskassen. :rolleyes: Ansonsten einfach am Ball bleiben - die Arbeitsgemeinschaften sind tatsächlich überlastet und von der von der Politik verbockten Deform überfordert. Oder einen Sozialverband einschalten. |
| geyer | soll heissen: du gestehst jemandem der ALG2 bezieht kein Handy, geschweige denn Internet zu?:q |
| Move over Kate | Na ja - Telefon ist m. E. teil des Regelsatzes. Handy nicht. Und Internet sicher auch nicht. Sozialhilfe oder wie es neudeutsch heisst ALG II soll zunächst mal die Grundbedürfnisse des täglichen Lebens sichern. Und dazu gehören Kommunikation via Internet oder Handy sicherlich nicht, oder? Ich bin absoluter Verfechter des Sozialstaates - aber ich denke man sollte die Kirche im Dorf lassen und die persönlichen Ansprüche den finanziellen Gegebenheiten unseres Staates anpassen, wenn man von der Gemeinschaft getragen wird. Hier in der Gegend melden Eltern ihre Kinder von dem Mittagessen der Ganztagsschule ab, weil 1,50 Euro pro Schultag zu teuer sind. Dann kommen sie zur Arge und machen Rabatz, wie unsozial die Welt doch ist. Fünf Minuten später seh ich sie vor der Arge ne Kippe durchziehen. Für Kippen ist das Geld da - für das auch unter sozialen Aspekten wichtige Mittagessen der Kinder aber nicht. Das kotzt mich einfach an. |
| 242shockfront24 | Also soviel ich weiß sind oder besser zum normalen Lebensstandart gehören : -Handy oder ein normal Telefonanschluss Na ja Internet das weiß ich nicht ich glaube eher nicht weil diese Kosten ohne Flat ein auffressen und ne Flat auch nicht gerade billig ist..aber wenn man dies unbedingt haben möchte vielleicht lassen die sich ja darauf ein wenn man sagt das man über das Internet den gesamten Arbeitsmarkt absucht ect...wer weiß davon ab dies ist keine Ironie oder so war nur mal wieder ein Sinnloser Einfall von mir :-) -Fernsehen/Radio -zum Lebensstandart gehört sogar ein Auto aber von Steuern und Sprit hat keiner was gesagt ;) Als Beispiel es gibt natürlich welche die nutzen Vaterstaat aus und beziehen Harz 4 weil die kein Bock haben zu arbeiten es gibt aber auch welche die möchten und bekommen rein garnichts,weil sie entweder zu alt sind oder weil sie einfach nicht genug Qualifikationen haben,sprich vielleicht ein Abschluss oder ne beendete Leere ect.. Ich selber weiß wie es ist wenn man mal von Vaterstaat abhängig war man wird immer Grundsätzlich erst abgewiesen und nach etlichen Ämtergängen sowie Papierkrieg wird oder besser bekommt man doch ein wenig auch wenn es vorne unten hinten nicht ausreicht... |
| Black Moni | @Move over kate Du siehst aber hoffentlich ein, das ein Mensch(!) erreichbar sein muss? Auch für potenzielle Arbeitgeber...Und da ist ein Handy mittlerweile oftmals kostengünstiger als Festnetz... reines Rechenexempel. Einfach am Ball bleiben...sorry, aber da geht mir die Galle über... klar die Arge's und Jobcenter und wie sie alle heißen sind alle überlastet... oh, ja , die Armen. Aber wie soll ein ein H4'ler seine Miete zahlen, wenn das Geld nicht rechtzeitig überwiesen wird? Oder meintest du mit am Ball bleiben, eine Bewerbung nach der anderen rausschicken... ich kenne einige,die das Woche für Woche tun. sorry, aber... |
| Move over Kate | [QUOTE]@Move over kate Du siehst aber hoffentlich ein, das ein Mensch(!) erreichbar sein muss? Auch für potenzielle Arbeitgeber...Und da ist ein Handy mittlerweile oftmals kostengünstiger als Festnetz... reines Rechenexempel.[/QUOTE] Zwischen per Handy erreichbar sein und vom Handy aus mit dem Arbeitsamt zu telefonieren liegen aber Welten, oder? Den Handy-Provider, dessen Einheiten günstiger sind als die des günstigsten Festnetz-Anbieters solltest Du posten. Ich wechsle direkt. [QUOTE]Einfach am Ball bleiben...sorry, aber da geht mir die Galle über... klar die Arge's und Jobcenter und wie sie alle heißen sind alle überlastet... oh, ja , die Armen. Aber wie soll ein ein H4'ler seine Miete zahlen, wenn das Geld nicht rechtzeitig überwiesen wird? Oder meintest du mit am Ball bleiben, eine Bewerbung nach der anderen rausschicken... ich kenne einige,die das Woche für Woche tun. sorry, aber...[/QUOTE] Och, die Mietkosten kann die Sozialverwaltung unmittelbar an die Vermieter abführen. Ist gängige Behördenpraxis - ich kenn Vermieter, die sind ganz spitz auf Stützeempfänger, weil sie wissen, dass die Kohle sicher kommt. Und am Ball bleiben heisst weiter die Mitarbeiter der Sozialverwaltung zu behelligen. Aber klar, in der Regel sind die fiesen Typen in den Ämtern kleine Schweine, die nix besseres zu tun haben als ihre persönlichen Animositäten an den SH-Empfängern auszulassen. Alles Schikane, ich weiss... :D |
| nebulosa | ich denke mal, was geyer damit sagen will ist: zur jobfindung gehört auch die kommunikative verbindung. sei es mittels festnetz (grundgebühren, etc.) oder internet (flatrate, minutentakt ala AOL) oder handy, welches als kartenhandy bereits ab <20€, incl startguthaben zu bekommen ist. es ist eben wichtig auch erreichbar zu sein, wenn es um den JOB geht! |
| Black Moni | Wenn jemand nur ein Handy besitzt, weil ein Festnetzanschluß zu teuer ist, kann er/sie nur über Handy mit der Agentur für Arbeit kommunizieren. Und ein Karten - Handy ist von der Anschaffung her nun mal billiger, als ein Festnetzanschluß, bei dem es ja auch noch die monatliche Grundgebühr gibt. Ich finde es unter alles Würde, wie du hier die Probleme von H4'ler herunterredest. Nicht alle Sozialverwaltungen zahlen direkt an den Vermieter, das wird von Landkreis zu Landkreis unterschiedlich gehandhabt. [QUOTE]Aber klar, in der Regel sind die fiesen Typen in den Ämtern kleine Schweine, die nix besseres zu tun haben als ihre persönlichen Animositäten an den SH-Empfängern auszulassen. Alles Schikane, ich weiss...[/QUOTE] Das hat hier niemand gesagt...vor dir... aber wenn ich recht überlege... Nein! Die können auch nichts dafür. Wer hier Animositäten gegenüber H4'lern äußert bist du. |
| geyer | ich könnte auch zu fuß gehen... |
| geyer | ...um mein anliegen anzubringen. |
| 242shockfront24 | Bitte überlegt mal es gibt auch unter Sozialhilfeempfänger/Harz4 Empfänger die ohne Grund in diese Misere gekommen sind...! Es sind nicht alle dort böse und Geldgirig sowie Arbeitsfaul..!!!! Ich war mit 24 jahren selber mal in diese Lage,leider...Zum Glück habe ich es geschafft aus dieser Misere rauszukommen.Ich weiß wie es ist wenn man von jedem abgestempelt wird schau mal die hat keine Arbeit die will sich auf Vatersstaat amüsieren...Tja leider war es nicht so,ich habe mich zu diesem Zeitpunkt scheiden lassen besser gesagt ich hatte mich von meinem damaligen tyrannischen Mann getrennt..Er sagte nur damals zu mir entweder du gehst oder du bleibst,tja ich habe das entweder genommen.!Ich stand vor dem nichts.Ich hatte ein Sohn der noch ganz klein war und er hat mir reingarnichts überlassen geschweige denn mein Sohn.Ich hatte nur Probleme am Hals wegen ihm,er hat sogar damals das Arbeitsamt sowie das Sozialamt so getäuscht das ich über zwei Monate ganrichts bekam und ich sehen konnte wo ich wohnte ich hatte noch nicht einmal ne Wohnung.Die musste ich mir erkämpfen sowie das Aufenthaltsbestimmungsrecht von meinem Sohn.Mein ExMann hat mir Steine im Weg gelegt wo er nur konnte(dafür hasse ich ihn heute noch)..Ich bin zwar gestolpert aber nie gefallen und wenn ich mal gefallen bin..bin ich immer wieder aufgestanden und habe weiter gekämpft..In dieser Zeit hatte ich eine beste Freundin( Silke K. wenn du das lesen solltest und weißt wer ich bin,melde dich bitte ich vermisse dich)die mir sehr geholfen hat auch wenn es ihr nicht oder besser nie bewusst war und in dieser Zeit lernte ich meinen jetzigen Mann kennen und ich weiß garnicht wie ich es ihm jemals danken soll das er vieles mitgemacht hat,er hätte sich genauso eine andere suchen können die nicht in Scheidung lebt und noch kein Kind hat...Aber ich habe wirklich sehr viel mitgemacht sogar beim Sozialamt wurde mir gedroht na mal schauen Mädel wer den längeren Arm hat wurde mir gesagt ich musste so oft kämpfen das ich manchmal gerne mich unter irgendwelche Schienen gelegt hätte aber ich habe es nicht wegen meinem jetzigem Mann sowie meinem Sohn getan... Was ich damit sagen möchte ist wenn man etwas erreichen will und möchte dann kann man es schaffen :) Man muss nur wollen..!Ich habe sämtliche unwürdige Stellen angenommen nur um zu überleben und es wurde mir sogar beim Arbeitsamt und Sozialamt angerechnent.!Was ich meine ist ich hatte unzählige Putzstellen die ich freiwillig gemacht hatte nur damit ich Arbeit hatte und Vaterstaat nicht alles alleine blechen musste für mich.Wenn welche mich zum Beispiel in der Disco bei einer Unterhaltung fragten was machst du denn so Beruflich und ich denen sagte was ich mache und wovon ich lebte,haben die mich angeschaut als ob ich ein Außerirdischer sei...ausgenommen mein Mann er fand es toll das ich so ehrlich war:D Deswegen könnt ihr nicht alle einfach als Schmarotzer unter einem Kamm scheren,natürlich will und möchte ich nicht ausschließen das es welche gibt,denn das weiß jeder aber es gibt auch welche die kämpfen und ich finde die haben ein Anrecht auf ein gewissen Lebenstandart. Ich hatte auch ein Telefon,leider war ein Handy noch viel zu teuer damals und man konnte es sich nicht leisten :( :( Aber wenn es so gewesehen wäre hätte ich bestimmt eins gehabt weil man dann überall erreichbar wäre was für mich und mein Sohn am besten gewesehen wäre,aber leider war dies nicht der Fall.. Deswegen bin ich für ein gewissen Lebenstandart den man jeden einräumen sollte,aber nur unter der Bedingung das man sich nicht nur bemüht Arbeit zu finden sondern auch etwas annimmt auch wenn es einem zu unwürdig erscheint... |
| nebulosa | die probleme tun sich eben da auf, wo die geldmittel beschnitten werden und es eben gerade mal zur ernährung reicht. die chancen einen job zu bekommen vermindern sich mit der möglichkeit mit der "aussenwelt", sprich, per internet oder telekomunikativ in verbindung zu bleiben. also: wenn ich nur einen briefkasten habe, kann ich lange darauf hoffen das jemand was reinwirft. wenn ich nicht offensiv an die veränderung herangehe, wird sich auch nichts ändern. dazu gehören in unserer heutigen zeit nunmal handys und internet. |
| geyer | es geht nicht um besitzstandsrechte oder dergleichen, sondern: die regierung hat mit ihrem auftrag versagt! der grund für meine kündigung war betrieblich, also rationalisierung. in einer rationalisierungswirtschaft dann wieder eine arbeit zu finden ist nunmehr lächerlich, da die regierung nichts anderes tut als noch mehr zu verwalten. damit haben leute ihren job, den es ohne meine arbeitslosigkeit gar nicht gäbe. andere machen sich einen job mit bessten vergütungen. am liebsten würde ich herrn schr*** pausenlos in seinen allerwertesten treten! |
| Bloody Angel | @Move over Kate: Wie es aussieht warst du gottseidank selbst noch nicht davon betroffen, das wünsche ich keinem! Nach deinen Ansichten müssen sich also Hartz4 empfänger von Wasser und Brot einmal täglich ernähren und sollten sich noch am besten gleich unter den Brücken einquartieren, stimmts? Es mag einige schwarze Schaafe unter den Arbeitslosen geben aber die meisten würden fast alles tun für ne arbeit. Ich bin nun seid 6 Monaten Arbeitslos und für mich ist jeder Tag eine Qual, die ersten 2 Monaten muss ich gestehen waren sogar noch lustig, endlich mal bischen Zeit dachte ich mir, aber nun hat sich das ganze um 180° gedreht, ich würde für einen Bruchteil arbeiten von dem was ich eigentlich verdienen würde. Es ist depremierend jeden Morgen all die anderen in die Arbeit gehen zu sehen und man selbst sitzt zuhause, immer in der nähe des Telefons um ja keinen Anruf zu verpassen. Man schreibt pro Woche x Bewerbungen und man fürchtet sich jeden Tag zum Briefkasten zu gehen denn mit jeder Absage stirbt ein Fünkchen Hoffnung in einem. Jetzt kommen z.B bei mir schon die ersten psychischen Probleme, so kann ich z.B Nachts nicht mehr schlafen weil in meinem Kopf jede Nacht die Erinnerungen als ich noch arbeitete herumschwirren. Ich bin von Deutschland nach Österreich gefahren zu Vorstellungsgespräche nur damit ich schon als erstes hören durfte "Leider haben wir momentan keine Stellen frei, aber wir nehmen sie in die Warteschlange auf, darum wollte ich sie kennenlernen", toll, hunderte Kilometer verfahren nur damit mich einer mal kennenlernt obwohl er weiss das er nichts hat. Davon das Freundschaften darunter leiden weil man meist an Wochenenden nicht mit seinen Freunden feiern gehen kann weil man ja mit seinen Geld haushalten muss ganz zu schweigen. Dann kommt echt ne Person wie du und meint "Solang die noch Geld für nen Handy haben kann es ja ihnen nicht so schlecht gehen", da krieg ich das kotzen, sorry. Davon das ich dieses Monat 300 Euro Autosteuer und im Juni nochmal 330 Euro Autoversicherung bezahlen muss obwohl ich nur ca 350 Euro monatlich bekomme mal abgesehen. Klar, wieso hab ich auch nen Auto, das ist doch Luxus! Leider wohne ich auf dem Land und in meinem Job im Sozialen Bereich ist man auf Mobilität angewiesen wegen Schichtarbeit oder /und ambulanter Pflege. Aber keine Angst, die Arbeitslosen die in den Talk Shows rumhängen und sagen wie geil es ihnen doch geht, die könnt ich echt umbringen denn dank diesen Idioten denkt jeder Arbeitslosen geht es mehr als gut. Naja ich könnt ewig so weitermachen aber irgendwann muss es mal ein Ende haben. |
| nebulosa | RTL und Co. sei dank sind die Arbeitslosen zum Abschaum der Republik verkommen. da höre ich so Rufe wie: in Tsunamiländer oder: helft den Flutgeplagten an der Elbe oder: Minenräumen:mad: tatsache: würde ich lieber unentgeltlich helfen wo es an der not ist, als am Bahnhof für 1€ Papierschnipsel aufheben. soviel zum 1€ JOB:q |
| Move over Kate | Ich habe zu keiner Zeit Animositäten gegenüber Hartz-4-Empfängern geäußert. Ich denke nur, dass die Verhältnisse nicht mehr stimmen, wenn vom Staat erwartet wird, dass er neben allem anderen auch Handy und Internet finanziert. Wenn dem so ist, zeigt es, dass die Probleme eines deutschen SH-Empfängers relativ sind - im Gegensatz zu echten Armutsproblemen z. B. unter Kindern in Rußland. Von der dritten Welt erst gar nicht zu reden. In Deutschland jammern alle - vom Hartz-IV-Empfänger bis zu den Bankvorständen - auf viel zu hohem Niveau. Wie soll der marode Sozialstaat so hohe Erwartungshaltungen erfüllen können? |
| 242shockfront24 | @ nebulosa [QUOTE]...würde ich lieber unentgeltlich helfen wo es an der not ist, als am Bahnhof für 1€ Papierschnipsel aufheben.[/QUOTE] Das ist aber genau das was ich wiederrum [B]nicht[/B] verstehe..! Ich weiß wie es wirklich war wenn man kaum Geld hat,wenn man keine Arbeit hat,wenn man sogar hungern muss und dabei noch am Ball bleiben muss.! Ich hätte mich um diesen 1 Euro Job damals gerissen,ich war froh das ich einige Putzstellen hatte.! Ich habe in meiner Not fas alles angenommen,ausgenommen mein Körper den habe ich nicht verkauft da hätte ich mich lieber umgeracht oder sonst was gemacht,aber ich denke mal dies wäre auch gegen die eigene Moral und ihr wisst wie ich das meine.... Wenn man sich sooo nach Arbeit sehnt nimmt man wirklich fast alles an,hauptsache Arbeit und sagt dann nicht ihhh ne das ist aber nicht das was ich gelernt habe und ausserdem gehe ich nicht für 1 Euro arbeiten auf dieses Nivau lasse ich mich nicht runter... Das man aber mit einem 1 Euro Job arbeit hat und man manchmal von Firmen übernommen werden kann das bedenkt ihr nicht.! |
| Fuck up Evil | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] [B] ...Ich denke nur, dass die Verhältnisse nicht mehr stimmen, wenn vom Staat erwartet wird, dass er neben allem anderen auch Handy und Internet finanziert. ... [/B][/QUOTE] Ich kann Move over Kate da nur zustimmen, und wo wurde etwas von Wasser und Brot geschrieben, seid doch nicht albern. Eine Freundin von mir hat 2 Nebenjobs, aber fürs Internet reichts bei ihr nicht, der sollte ich mal diesen Thread zeigen. Wo ist denn da die Grenze ? In 1 - 2 Jahren ist vielleicht der jährliche Trip zum Ballermann vom Arbeitsamt finanziert. :mad: |
| Stonehenge | [QUOTE][i]Original geschrieben von nebulosa [/i] [B] es ist eben wichtig auch erreichbar zu sein, wenn es um den JOB geht! [/B][/QUOTE] Erreichbar ist man doch auch über die gute alte Post. Ein Arbeitgeber der einen ernsthaft haben will schickt auch mal einen Brief als Antwort. Ich hab mein Handy Marke Uralt eigentlich den ganzen Tag aus, im Zweifelsfall wohnt man halt im Funkloch oder der Akku ist gerade leer. [QUOTE][i]Original geschrieben von geyer [/i] [B] ich könnte auch zu fuß gehen... ...um mein anliegen anzubringen. [/B][/QUOTE] Besitzt Du ein Fahrrad? Gebrauchte gibts hier überall für billig (da kostet manchmal das Schloß mehr, welches man sich tunlichst dazuversorgen sollte. Gruß Stone |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] [B]... im Gegensatz zu echten Armutsproblemen z. B. unter Kindern in Rußland. Von der dritten Welt erst gar nicht zu reden.[/B][/QUOTE]Wen interessieren Kinder in Rußland? Was nutzt es dem Sozialhilfeempfänger, wenn er mit seinen 200€ in Ruanda als Schwerstverdiener durchgeht, wenn er hier in Deutschland als asoziales Gesindel behandelt wird? Gerade die Arbeitsämter (oder wie auch immer die sich z.Z. nennen) haben eine ausserordentlich hohe Expertise entwickelt, wenn es darum geht, den Leistungsberechtigten zu verdeutlichen, daß sie sich als den Bodensatz der Gesellschaft betrachten sollen. Das Geld, denke ich, ist also nicht das dringlichste Problem. Im Übrigen hätte auch ich, in der Zeit meiner Arbeitslosigkeit, lieber irgendwas Sinnvolles für nichts, als etwas Sinnloses für einen Euro gemacht. Auch sollte man hier mal den Disskusionsstil im Auge behalten ... ich bin auch über Rauchzeichen erreichbar ... |
| Skeptiker | [QUOTE]Gerade die Arbeitsämter (oder wie auch immer die sich z.Z. nennen) haben eine ausserordentlich hohe Expertise entwickelt, wenn es darum geht, den Leistungsberechtigten zu verdeutlichen, daß sie sich als den Bodensatz der Gesellschaft betrachten sollen[/QUOTE] Da ist wohl jemand den Berichten der Boulevardpresse aufgesessen? Vielleicht sollte man auch mal berücksichtigen das die BA rund 90.000 Beschäftigte hat und auch die sind nur Menschen. Aber einfacher ist ja wirklich , andere für seine Probleme verantwortlich zu machen was? Ich biete gerne an, mich mal einen Tag zu begleiten und derjenige der mir dann erzählt er wäre nicht genervt und würde nicht mal die Geduld verlieren, den schlage ich für den Friedensnobelpreis vor! Bevor das Gekreische losgeht: Es gibt sicherlich auch einige bei der BA, die eigentlich auf die andere Seite des Schreibtisches gehören, aber das pauschal zu behaupten ist genauso zu bewerten wie die Aussage "Alle Arbeitslosen sind faul!" Ich verstehe das Theater um die 1 Euro Jobs nicht ganz. Die Menschen die diese Jobs zugeteilt bekommen, bekommen Ihre wohnung und das Notwendigste zum Lebensunterhalt von der Solidargemeinschaft, warum nicht auch etwas zurückgeben durch gemeinnützige Arbeit? Klar sollen dadurch keine echten SV-pflichtigen Arbeiten kaputtgehen aber solange dies nicht der Fall ist kann ich kein Problem erkennen. Zum Zweiten muß man auch mal sehen, daß sich viele Langzeitarbeitslose durch diese Jobs wieder an einen einigermaßen geregelten Tagesablauf gewöhnen können/müssen. |
| 242shockfront24 | @Skeptiker [QUOTE]Ich verstehe das Theater um die 1 Euro Jobs nicht ganz. Die Menschen die diese Jobs zugeteilt bekommen, bekommen Ihre wohnung und das Notwendigste zum Lebensunterhalt von der Solidargemeinschaft, warum nicht auch etwas zurückgeben durch gemeinnützige Arbeit? Klar sollen dadurch keine echten SV-pflichtigen Arbeiten kaputtgehen aber solange dies nicht der Fall ist kann ich kein Problem erkennen. [/QUOTE] Das ist das was ich meine...Ich wäre damals froh gewesehen soetwas zu haben und heute meckern die Leute darüber das es sowas gibt...:( Vielleicht liegt es an dem Wort 1 Euro Job,das die Leute sich so dermaßen dagegen wehren..? Vielelleicht sollte man es anders umschreiben wie zum Beispiel : -------> MINIJOB ect... ist es nicht fast das selbe??? Man bekommt auch alles gestellt und man bekommt sogar die Krankenversicherung bezahlt damit man zum Arzt gehen kann wenn man krank ist...! Ich habe es geschafft mein Mann auch wir haben gekämpft wo wir nur konnten...Hey wir sind sogar Selbständig und haben jetzt immernoch zu kämpfen wir müssen 56 % vom Verdienten an Vaterstaat abgeben und dann kommen noch alle anderen die die Hand aufhalten,wior müssen immernoch jeden einzelen Cent umdrehen.!Und wir wissen in manchen Monaten manchmal nicht einmal wie wir alle bezahlen sollen weil wir nicht finanziert worden sind.!Die Banken spielen leider nicht mit :q :mad: Aber immerhin wir haben etwas zu tun in der heutigen Zeit und versuchen es weiterhin weil irgendwann zahlt es sich aus man muss nur kämpfen können.!!!!Und den Willen dazu haben... Wisst ihr eigentlich wir wir uns manchmal fühlen wenn wir Anfragen haben auf einen Job :( Da wir den Job nicht gelernt haben und keine kaufmänische Ausbildung haben sowie leider !!..nochnicht..!!das Geld dafür zur Verfügung haben können wir keinen einstellen,es tut mir in der Seele weh und meinem Mann auch jedesmal wenn wir eine Absage erteilen müssen weil wir können uns selber so gerade mal über Wasser halten weil wir halt noch im Aufbau sind.!Aber ich habe mir eines geschworen sobald alles so klappen sollte wie wir es uns denken dann erst dann kann man über Arbeitnehmer denken.!Wenn man das nötige Geld dazu hat aber im Moment ist es leider nicht der Fall:( Wenn wir finanziert werden würden von einer Bank und die nicht dieses Schubladendeken hätten dann könnte man sogar Arbeitsplätze schaffen :confused: Wieso regen wir uns über andere auf...?Ist es nicht die Sache vom Bundeskanzler...?Ok ich weiß der weiß garnichts aber wenn wir als Bürger uns immer so aufregen sehe ich es schon kommen das wir auch irgendwann mal im Bürgerkrieg enden...! Wolltz ihr das alle.????? Das einzigste was wir noch vor haben ist irgendwann Deutaschland mal zu verlassen und auszuwandern wo es noch Humantär abläuft....Cran Canaria ist so ein Land :D Hey Leute lasst mich träumen:D :D :D |
| darkmav | Also ich finde es durchaus sinnvoll, für 1 Euro/Stunde am Bahnhof Papierschnitzel aufzuheben. Sinnvoller als den ganzen Tag über vor dem Fernseher zu sitzen zum Beispiel... Ich finde es schrecklich, wie es zum Teil an unseren Bahnhöfen aussieht. Für [B]junge[/B] Leute finde ich ALG2 nahezu [B]fürstlich[/B] bemessen - ALG2 ist höher als der BaFöG-Satz eines Studenten - und ein Hartz-IVler hat keinerlei Ausgaben für Lernmittel zu entrichten. Bei der Wohnung kann man es bestimmt auch so drehen, daß man etwas besseres bekommt, als ein Studentenwohnheim (Das freilich "für umme" vom Staat bezahlt!). Es ist schon erstaunlich, für was Hartz-IVler alles Geld haben: Handies, Kippen, Bier in der Kneipe, Kampfhunde, Kabelfernsehen, aufgemotzte und sprithungrige GTIs usw.... Bei anderen Dingen wird wieder gejammert, daß kein Geld da sei: Bewerbungen, Kinder, Bücher, Geld für die GEZ usw. Bei [B]älteren[/B] Menschen halte ich das aber zum Teil für eine [B]Frechheit[/B]: Jemand, der 30 Jahre gearbeitet hat, und der aus Unverschulden in die Arbeitslosigkeit abrutscht, soll nach einem Jahr beispielsweise einem faulen Punk gleichgestellt werden - das ist dem Volk zu Recht nicht vermittelbar. Ich finde, die Menschen machen es sich zu einfach, wenn sie den Staat für ihren Wohlstand verantwortlich machen möchten. Da ist mehr Eigeninitiative gefragt - sei es auch Papierschnitzel aufzuheben: da wo es nötig ist. |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Skeptiker [/i] [B]Da ist wohl jemand den Berichten der Boulevardpresse aufgesessen? Vielleicht sollte man auch mal berücksichtigen das die BA rund 90.000 Beschäftigte hat und auch die sind nur Menschen. Aber einfacher ist ja wirklich , andere für seine Probleme verantwortlich zu machen was? Ich biete gerne an, mich mal einen Tag zu begleiten und derjenige der mir dann erzählt er wäre nicht genervt und würde nicht mal die Geduld verlieren, den schlage ich für den Friedensnobelpreis vor![/B][/QUOTE]Sieh doch bitte davon ab, mir persönlich irgendwelche Scheiße zu unterstellen - ich vertrage das nicht und den Zugang zur Boulevardpresse nutze ich in keinster Weise. Auch will ich niemanden auf einer AA-Tour begleiten - meine bisherigen Erlebnisse reichen mir vollkommen und sind nicht dazu geeignet, ein auch nur ansatzweise positives Bild entstehen zu lassen, wobei mir durch Höhrensagen bekannt ist, daß es hier von Amt zu Amt gewaltige Unterschiede geben soll. Mir selbst ist der Umgang auch mit sehr schwierigen Menschen durchaus bekannt - und wir machen das hier tausendmal besser als ich es auf einem AA jemals erlebt habe. Auch gibt es hier kein Theater wegen 1€-Jobs - es haben lediglich zwei Leute gemeint, lieber Nichts für was Richtiges, als einen Euro für Zweige aufsammeln zu bekommen - welches Spektrum die 1€-Jobs bieten, entzieht sich aber meiner Kenntnis - es ging aber auch nicht darum, diese zu verteufeln ... |
| Skeptiker | @Tiberon: Ich unterstelle Dir keine Scheiße und habe das auch gar nicht nötig, da Du alleine genug derselbigen von Dir gibst. Und da sprachst Du eben noch über Diskussionsstil... :rolleyes: Es wurde über 1-Euro-Jobs gesprochen und sie stellen ja auch ein häufiges Argument dar wenn es um Hartz4 im Allgemeinen geht, also wird man wohl auch dazu seine Meinung äußern dürfen? |
| Tiberon | Die persönliche Ebene hast du ins Spiel gebracht. Wenn du jemanden ans Bein pissen willst, such dir jemand, bei dem du über den Knöchel kommst. |
| Darket | Jetzt is aber mal gut, ja? |
| nebulosa | wer schon mal im monat ca. 1400€ an steuern und sozialabgaben über viele jahre geleistet hat, sollte wissen wie demütigend es ist dann auf knien um ein paar kröten zu betteln. solange man funktioniert und zahlt ist es gut, aber wehe dem der dann arbeitslos wird. im versicherungsfall drückt sich jede versicherung zu zahlen. warum sollte es bei der bundesanstalt anders sein? versicherungsbetrüger gibt es in allen bereichen. jedoch ist da ganz klar zu unterscheiden, daß es auch ehrliche menschen gibt, die alles daran setzen um aus ihrer misere wieder rauszukommen. |
| Skeptiker | Irrtum Tiberon ich habe Dir lediglich vor Augen führen wollen, daß es nicht so einfach ist wie es in der "Bild" erscheint. Das war alles mögliche aber noch kein persönlicher Angriff. Aber gut, bevor Darket uns beiden einen überzieht sage ich zum Rest Deines...ähm...Posts besser nichts. Nebulosa klar fühlen sich die meisten unwohl und viele sogar wertlos wenn sie vom Staat leben müssen und viele wollen wirklich nicht mehr und nciht weniger als wieder in Lohn und Brot kommen. Trotzdem muß man unterscheiden: Die Versicherungsleistung von der Du sprichst ist das Alg I, dafür gibt es klare Regeln wer es wann, wie lange, in welcher Höhe bekommt. Da zu betrügen wäre für die Bundesagentur doch sehr schwer da die entsprechenden Gesetzestexte jedermann offenstehen und das SGB III im Gegensatz zum SGB II (Hartz4) relativ leicht verständlich ist. Dann sieht das SGB III noch einige Leistungen vor die keine Pflichtleistungen sind, sondern im Ermessen der Agentur und damit des zuständigen Bearbeiters liegen. Das da Fehler passieren oder auch mal eine persönliche Abneigung eines Bearbeiters eine Rolle spielt will ich nicht bestreiten. Dafür sitzen da Menschen hinter den PC´s und Menschen machen Fehler bei der BA wie überall. Dafür gibt es die Möglichkeit Widerspruch oder Sozialgericht etc. Mit dem Erschöpfen des Alg I endet jedoch auch die Versicherungsleistung, für die man eingezahlt hat. Diese ist da genauso beschränkt wie eine Hausrat- oder Haftpflichtversicherung. Danach läuft ggf. Hartz4 an und das hat mit Versicherung dann nicht mehr viel zu tun. Das wird dann durch laufende steuern bezahlt. Da unser Staat ja nun bekanntermaßen ein paar Schulden hat, wird natürlich versucht diese Kosten gering zu halten. Ich denke aber sehr wohl, daß auch in den Argen bzw. den optierenden Kommunen Menschen sitzen die sich auch Gedanken über Einzelschicksale machen aber manchmal nciht anders entscheiden können/dürfen. Weiter denke ich, daß man vom Alg II durchaus leben kann, sonst stelle ich mir die Frage wie früher die Sozialhilfeempfänger überlebt haben, wo die sozialhilfe noch unter dem Satz des AlgII lag. Halten wir doch mal einfach mal die Fakten fest: Unser Staat ist pleite und niemand muß verhungern! Sicher ist das kein Optimalzustand aber er könnte schlimmer sein. Natürlich hat die ganze Reformerei bisher keine oder nur wenige neue Jobs gebracht, aber wie kann man ernsthaft erwarten, daß eine Reform egal wie groß sie ist, so schnell die Wende bringt wenn jahrelang zuvor nur Mist gebaut wurde bzw. gar nichts getan wurde? |
| Move over Kate | [QUOTE]Was nutzt es dem Sozialhilfeempfänger, wenn er mit seinen 200€ in Ruanda als Schwerstverdiener durchgeht, wenn er hier in Deutschland als asoziales Gesindel behandelt wird?[/QUOTE] Man behandelt jemand als asoziales Gesindel wenn man bestreitet, dass Handy und Internet Grundbedürfnisse darstellen, die vom Sozialstaat finanziert werden müssen? Das solltest Du erklären... :rolleyes: [QUOTE]Erreichbar ist man doch auch über die gute alte Post. Ein Arbeitgeber der einen ernsthaft haben will schickt auch mal einen Brief als Antwort. Ich hab mein Handy Marke Uralt eigentlich den ganzen Tag aus, im Zweifelsfall wohnt man halt im Funkloch oder der Akku ist gerade leer.[/QUOTE] Deine Haltung find ich richtig! Bewerbungen und Arbeitsverträge per SMS wären doch eher ungewöhnlich... :D |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] [B]Das solltest Du erklären... :rolleyes:[/B][/QUOTE]Das erkläre ich nicht, denn das habe ich nicht behauptet. Geht man aber überhaupt darauf ein, streitet man hier nicht um das Thema, sondern darüber, ob geyer nun ein Handy haben darf oder nicht und das wäre selbst für D&D zu banal. Und Skeptiker, wie kannst du erwarten, das sich die Kunden der Arbeitämter mit Gesetzestexten befassen??? Die Mitarbeiter dort bekommen Geld dafür, diese zu kennen und richtig anzuwenden. Auch sehe ich, wenn ich beim Zeitungsverkäufer vorbeigehe, auf der Bildzeitung eher sowas wie "So leben unsere Sozialhilfeempfänger auf Mallorca" Und wie weiter oben schon stand, treten auch RTL & Co. den Untersten noch zu gern in den Arsch. |
| Skeptiker | Ich erwarte nicht das sich die Kunden mit dem Gesetz auskennen, ich habe nur gesagt jeder Kunde könnte sich damit auskennen; es nachlesen und somit Entscheidungen überprüfen. Durch diesen Umstand wäre es enorm schwer für die AA bei Leistungen zu betrügen. |
| geyer | ich bin kein betrüger! ich habe jahrelang in die sozialversicherung einbezahlt und werde jetzt, nachdem ich arbeitslos geworden bin, wie der letzte dreck behandelt. und so fühle ich mich auch. wie ein stück scheisse. wozu hab ich eigentlich eine ausbildung gemacht? |
| Herr Jiska | Erläutere das bitte nochmal. Wenn du jahrelang in die Abbeitslosenversicherung gezahlt hast, weshalb bekommst du jetzt ALGII? Hast du sehr wenig verdient? Oder habe ich etwas falsch verstanden? Diese Fragen sind ernst gemeint. |
| geyer | nach einem jahr alg1 geht es in alg2, sprich hartz4 über. ich habe mal verdammt gut verdient, zwei autos gehabt und ein ein haus, welches mir zwar nicht gehörte, aber in dem ich mietfrei wohnen konnte. alles futsch! wenn die scheisse so weitergeht, sehe ich mich bald auf der strasse... :mad: |
| Fuck up Evil | Also bist Du schon über ein Jahr arbeitslos. |
| Herr Jiska | Achso, nach deinem letzten Beitrag klang es für mich so, als hättest du unmittelbar nach Eintritt der Arbeitslosigkeit ALGII beziehen müssen. Nun verstehe ich. Ihr könnt euch also weiterstreiten. |
| Move over Kate | [QUOTE]nach einem jahr alg1 geht es in alg2, sprich hartz4 über. ich habe mal verdammt gut verdient, zwei autos gehabt und ein ein haus, welches mir zwar nicht gehörte, aber in dem ich mietfrei wohnen konnte. alles futsch! [/QUOTE] Soll der Staat - also der Steuerzahler - deine Statussymbole finanzieren? ALG II sichert dein Existenzminimum - dass Du vorher dein Vermögen einsetzen musst, ist doch nicht mehr als richtig. Kann ja schlecht sein, dass eine Krankenschwester von ihren vielleicht 1800,- Brutto Steuern berappt, um dir dein Luxusleben zu finanzieren... :rolleyes: Und auf der Straße wirste sicherlich nicht landen - dafür zahlt der Staat Kdu - Kosten der Unterkunft, um die Miete zu decken... Da sollte nichts schief gehen - es sei denn, das Geld geht für die Handy- und Internetrechnung drauf. :q |
| Seneca | Ich verdiene mit meiner [b]Arbeit[/b] auf einer Halben Stelle derzeit nur 400 Euro Netto, ich kann mir überhaupt kein Handy leisten, da ich auch irgendwie zur Arbeitstelle kommen muss...telefonieren oder tanken...! Das ist somit absolut kein Hartz-IV Problem...! |
| Apex | Nun, früher wars ja so, dass auch ein gewisser Lebensstandart gesichert werden sollte. Nur ist das heute leider nicht mehr so, wer will kann darin durchaus eine Vernichtung des Mittelstandes sehen. Ich persönlich frage mich, wie man den sozialen Frieden sichern will, indem man ein neues Proletariat schafft. |
| Tiberon | Der böse geyer kann sich ein Handy leisten !?!?! Brecht ihm die Beine !!! |
| Move over Kate | [QUOTE]Nun, früher wars ja so, dass auch ein gewisser Lebensstandart gesichert werden sollte. Nur ist das heute leider nicht mehr so, wer will kann darin durchaus eine Vernichtung des Mittelstandes sehen. Ich persönlich frage mich, wie man den sozialen Frieden sichern will, indem man ein neues Proletariat schafft. [/QUOTE] Das liegt aber auch daran, dass die Regierungen von den späten 50er bis in die 80er Jahre hinein in Jahre wirtschaftlicher Prosperität Sozialgesetze geschaffen haben, die in Zeiten kontinuierlichen wirtschaftlichen Niedergangs nicht mehr zu finanzieren waren - jedenfalls nicht über die klassische Finanzierung, die an Lohnleistungen anknüpft. Wenn keiner Arbeit hat, kann ich keine lohnbasierte Sozialleistung finanzieren. Wird daher Zeit, neue Finanzierungswege zu suchen. [QUOTE]Der böse geyer kann sich ein Handy leisten !?!?! Brecht ihm die Beine !!! [/QUOTE] Na ja, anscheinend kann er's sich nicht leisten. Der Vorschlag ist aber trotzdem gut. :D |
| Apex | Problem dabei ist, dass der wirtschaftliche Niedergang durch Hartz IV ja nur begünstigt wird. Immerhin wirkt sich der Entzug von Kaufkraft auch nicht gerade positiv auf die Binnennachfrage aus. |
| Darket | alle welt jammert über zu viel föderalismus. Im falle von Hartz4 kann man das umdrehen, denn etwas mehr Föderalismus stünde hier gut an. Bislang war die letztendliche Summe beim ALG2 zwischen Ost und West leicht unterschiedlich. meiner Meinung nach völlig zu recht, wenn es auch nicht ausreichend war. Dies soll jetzt geändert werden, in völliger Verkennung der Tatsache, dass man in Leipzig oder Berlin billiger lebt als in Stuttgart oder München. der Boulevard berichtete in den vergangenen Wochen mehrfach über Menschen, die auf Grund von Dauerarbeitslosigkeit nach ostdeutschland ziehen. Das ist völlig nachvollziehbar, ich würde es auch tun, wenn ich in einigen Gegenden kaum eine ansatzweise erträgliche Wohnung in der vom Amt vorgeschriebenen Preisklasse von maximal 360 Euro finden könnte. der Haken ist doch allerdings der, dass der Osten deutschlands durch solche Zuzüge zusätzlich geschwächt wird. Wenn das wirklich so bleiben sollte, wird Berlin in 20 Jahren eine Kolonie von Arbeitslosen sein, schlicht weil es hier möglich ist vom ALG2 eigentlich ganz gut zu leben, während man, je weiter man nach Süden bzw. Westen geht kaum noch eine angemessene Wohnung findet. Das ganze ist eine Fehlkalkulation, da man einen bundesdeutschen durchschnitt des Existenzminimums zu Grunde gelegt hat, der praktisch jedoch fern jedweder Realität liegt. |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tiberon [/i] [B]Der böse geyer kann sich ein Handy leisten !?!?! Brecht ihm die Beine !!! [/B][/QUOTE] Das ja nun nicht gerade. Aber nachdem ich es als Größste, ohne wirklichen Verlust an Lebensqualität vermeidbare Kostenstelle ausgemacht hatte, wurde es kurzerhand abgeschafft... Entlaste mein Budget um 40-60 Euro im Monat...! Ist das vielleicht auch ein Modell für Andere, die bisweilen schwache persönliche Konjunkturphasen duchstehen müssen...? |
| Black Moni | Es ging hier doch nicht ursächlich darum,ob geyer oder ein anderer Arbeitsloser sich ein Handy leisten kann oder oder sollte... oder gar ob es ihm zusteht. M.E. ging es darum, dass geyer ihm bewilligte Leistungen nicht zeitgerecht gezahlt werden und er obendrein noch abgekanzelt wird. Und auch darum, wie Arbeitslose oftmals behandelt werden (nicht von allen!). Vielleicht sollten einige noch mal den Eröffnungspost lesen, bevor die Diskussion sich hier nur noch um Pro/Contra Handy dreht... |
| Move over Kate | [QUOTE]Problem dabei ist, dass der wirtschaftliche Niedergang durch Hartz IV ja nur begünstigt wird. Immerhin wirkt sich der Entzug von Kaufkraft auch nicht gerade positiv auf die Binnennachfrage aus.[/QUOTE] Da spricht der Keynesianer. Der Neoliberale wird dagegen argumentieren, dass die überbordenden Sozialleistungen und Ihre Finanzierung die Lohnnebenkosten so hoch steigen lassen, dass die Wirtschaft stranguliert wird. Den Meinungsstreit werden wir hier nicht lösen... ;) Na ja, wie dem auch sei - ich häng da doch (trotz sozialdemokratischer Vorlieben) der katholischen Soziallehre an: Der Staat soll nur dann eingreifen, wenn der einzelne nicht in der Lage ist, sich selbst zu helfen. Und auch dann nur auf einem minimalen Level, so dass ein Ansporn zur Eigenleistung erhalten bleibt. Kleine Anekdote: Ich hatte heute ein Vorstellungsgespräch. Der Bewerber kassiert derzeit ALG I in Höhe von ca. 1000 Euro. Der Bruttolohn, den wir ihm (tarifgerecht - und kein Dumpinglohn, sondern TVöD!) angeboten haben, führte zu einem Netto von 1140,- Euro. Ich kann es dem Mensch nicht verdenken, wenn er sich für 140 Euro mehr im Monat schwer überlegt, ob er morgens um 04:15 Uhr aufsteht und sich den Arsch als Müllmann abarbeitet - 38,5 Stunden pro Woche, vier Wochen lang! Umgelegt wäre das ein Studenlohn (wenn ich den Verlust an Sozialleistungen gegenrechne) von 0,91 Euro. Womit wir wieder beim ein-Euro-Job wären. Die kleine Crux ist: Nicht unsere Löhne sind zu niedrig - die Sozialleistungen sind zu hoch. Sie bieten keinen Anreiz, Arbeiten zu gehen. Und die große Crux ist - für die, die dennoch arbeiten wollen, ist keine Arbeit da... |
| Black Moni | [QUOTE]Original geschrieben von Move over Kate: Die kleine Crux ist: Nicht unsere Löhne sind zu niedrig - die Sozialleistungen sind zu hoch. Sie bieten keinen Anreiz, Arbeiten zu gehen. Und die große Crux ist - für die, die dennoch arbeiten wollen, ist keine Arbeit da...[/QUOTE] Bei der großen Crux stimme ich dir voll und ganz zu (obschon mich das "dennoch" stört). Bei der kleinen Crux gebe ich zu bedenken: Ein Bekannter von mir, Harz 4'ler, bekommt im Monat 675,-€, 330 € sind für Miete und Heizkosten, zum Leben bleiben 345 €, davon sind auch noch Anschaffungen, wie Kleidung, Kleinmöbel (mit viel Glück und dem richtigen Sachbearbeiter bekommt man für große Anschaffungen eine Beihilfe) etc. zu zahlen. Und da sprichst du davon, die Sozialleistungen seien zu hoch. *kopf schüttelt* Was sicherlich zu hoch ist in diesem Land sind die Lohnnebenkosten. Dadurch werden viele Arbeitsplätze vernichtet/nicht geschaffen/ins Ausland verlagert. Aber das werden wir hier leider auch nicht ändern können, solang es die Politik nicht begreift. Und das kann auch nicht Thema in diesem Thread sein, ist nur eine Randbemerkung. |
| Darket | [QUOTE]Die kleine Crux ist: Nicht unsere Löhne sind zu niedrig - die Sozialleistungen sind zu hoch. Sie bieten keinen Anreiz, Arbeiten zu gehen. Und die große Crux ist - für die, die dennoch arbeiten wollen, ist keine Arbeit da...[/QUOTE] Du bist doch irgendwo aus Süddeutschland, MoK, da sind 1200 Euro doch kein Geld mit dem man mehr als die Miete, die tagtägliche Fahrt zur Arbeit und das Nötigste zum leben finanzieren kann. Du hast natürlich recht, es kann nicht sein, dass ALG dazu führt, dass die Motivation zur Arbeit verständlicher Weise gegen Null tendiert, aber ich halte das Argument wie viele in dieser debatte für überschätzt. Da wo Minimum 4 Mio Arbeitsplätze fehlen, ist meiner Ansicht nach etwas arg viel Panikmache davon zu sprechen, dass die wenigen Stellen, die es gibt nicht besetzt werden können, weil die Leute sie nicht wollen. Das ist dann doch ein vergleichsweise außerordentlich geringes Problem. |
| Move over Kate | [QUOTE]Du bist doch irgendwo aus Süddeutschland, MoK, da sind 1200 Euro doch kein Geld mit dem man mehr als die Miete, die tagtägliche Fahrt zur Arbeit und das Nötigste zum leben finanzieren kann. [/QUOTE] Gott behüte - ich lebe in der Rheinprovinz! :D Ansonsten - zu hohe Lohnnebenkosten und zu hohe Sozialleistungen (nicht nur ALG I und II, sondern auch Pflege-, Kranken- und Rentenversicherung) sind die beiden Seiten einer Medaille. Wozu sonst geben Bund, Länder und Gemeinden so viel Geld aus? In jedem Haushalt rangieren die Sozialausgaben ganz oben. Und bei der Bevölkerungsentwicklung und der Erwerbsquote muss jedes umlagebasierte Verfahren in den SV-Zweigen scheitern. Erst recht, wenn dazu noch überzogene Ansprüche kommen! :mad: |
| Darket | Oh, entschuldige bitte. Ich hatte beim Schreiben seltsamer Weise Konstanz statt Koblenz im Kopf. ;) Übrigens sehe ich dieses Umlageverfahren im Rahmen der Bevölerungsentwicklung eigentlich sogar positiv. In deutschland fehlen Arbeitesplätze für die gesamte Bevölkerung. so weit so schlecht, aber wozu führt dann der rückgang der Bevölkerung langfristig? Logischer Weise zu weniger Arbeitslosen, die vorhandenen Stellen werden ja großteils besetzt, ergo müssen langfristig betrachtet etwa genauso viele Arbeitnehmer weniger Arbeitslose finanzieren, was dahingehend eigentlich positiv zu werten ist. |
| darkmav | Ich komme auch aus Süddeutschland (Heidelberg, was nicht gerade zu den billigsten Städten zählt), kann jedoch mit meinem halben BAT2A-Lohn (etwa 1000 Euro/Monat) meine Einzimmerwohnung, Bücher, Zugfahrten, jede Menge Bier und Pizza, DSL und CDs leisten. Kann dann immer noch 150 Euro auf die hohe Kante legen (Aktienfonds). Also: Wozu braucht ein Hartz-IVler ein Auto, ein Handy, einen Kabelanschluß, eine Zwei- oder Dreizimmerwohnung, einen Kampfhund, DSL, teure Reisen, Kippen usw.??? Das einzige was ein Hartz-IVler braucht ist: Ein Dach über den Kopf, etwas zu Essen, ein paar Bücher, damit das Oberstübchen nicht einrostet, Geld für Bewerbungen und etwas Geld, um zu den Bewerbungsgesprächen zu kommen (letzteres wird eh vom Arbeitsamt zurückerstattet). Zu meiner Studentenzeit hatte ich sicherlich auch nicht mehr als 345 Euro (Miete abgezogen) zur Verfügung. Ich habe trotzdem gelebt! Ich kann es mir nur so erklären: Faulheit ist korreliert mit der Unfähigkeit mit Geld umzugehen (=Hartz-IVler). Der Eingangspost belegt das: Wer ruft schon beim Arbeitsamt auf dem Handy an, wo es doch Telefonzellen gibt. Tztztz... Sorry für die Pauschalisierung, aber für einen Großteil der vor allem jungen Hartz-IVler mag das zutreffen. Ich kenne da einige... |
| Move over Kate | [QUOTE]Ich kann es mir nur so erklären: Faulheit ist korreliert mit der Unfähigkeit mit Geld umzugehen (=Hartz-IVler).[/QUOTE] Auch wenn ich hier schon als der Hartz-IV-Empfänger-Hauptdiffamierer beschimpft worden bin... Diese Pauschalierung ist für nen BAT-II-a-und-damit-zwangsläufig-Akademiker doch zu einfach ;) Aber ich glaube, dass sich manche Hartz-IV-Empfänger (oder aber generell arme Menschen) nach den [I]angenommenen, weil von der Werbung diktierten[/I] Wohlstandssymbolen (GTI, neuestes Motorola-Handy oder echt "coole-Miss-Sixty-Jeans-auch-für-Assi-Bunnys" ;) ) sehnen und damit noch mehr in die Armutsspirale geraten. Understatement wäre dort wahrlich fehl am Platz - für manche gilt in jenen Regionen gerade wegen der subalternen Position Klotzen statt Kleckern. |
| darkmav | @MoK: Ja, da könntest Du recht haben. Neulich habe ich auf einen Rummel 'nen Typen gesehen, der für seine Ische 20 Plastikrosen geschossen hat. So stelle ich mir den typischen Hartz-IVler vor. Was man oft liest: Lottogewinner geraten in die Schuldenfalle, weil sie für ein paar Jahre einen auf dicken Macker gemacht haben. Andererseits kann man auch mit kleinem Einkommen zu einem Vermögen kommen, wenn man nur vernünftig mit Geld umgehen kann. Ich wage sogar zu behaupten: selbst mit Hartz-IV läßt sich Geld ansparen. 50 Euro pro Monat reichen - dann hast Du in 10 Jahren zehn bis zwanzigtausend Euro zusammen (je nach Wahl des Aktienfonds'). 50 Euro pro Monat entspricht gerade mal eine halbe Schachtel Kippen am Tag - bin mir sicher, daß viele Hartz-IVler soviel wegrauchen. Es stimmt: Gerade arme (und dumme, wobei ich nicht generell arm=dumm setze) Menschen lassen sich von der Werbung beeinflussen. Nicht zuletzt, weil diese auch Zeit haben, sich den ganzen Tag vom Privatfernsehen zudröhnen zu lassen. Dann gibt es ja auch noch die netten Kreditinstitute - falls das Konto mal überzogen ist... 15% Zinsen pro Jahr - Scheißegal, der Staat ist doch nur Schuld an der Misere, und der soll auch dafür bezahlen. |
| Move over Kate | Stimmt - die Banken tragen auch ihren Teil dazu bei. Eine unserer Reinigungskräfte kam neulich zu mir und brachte das Formular für ne Gehaltsbescheinigung - der Gatte wolle Hartz IV beantragen. Am gleichen Abend kam ihr Herr Sohn sie abholen - mit einem Audi A 4!. Aus sicherer Quelle weiß ich, dass der Kerl die Kiste zu 100% finanziert hat. Erinnert mich an die Deppen, die früher unbedingt mit 18 - 20 GTI fahren mussten, dann aber wegen der horrenden Kreditraten nicht mal mehr die Vollkasko zahlen konnten - und dann nach dem Totalschaden in die Röhre guckten... |
| decay73 | du meinst also, er sollte zunächst ein taxiunternehmen aufmachen (neben seinem eigentlichen job, falls er einen hat)? |
| Dirchi | Guten Tag! Was ich hier lese ist ja altbekannt - die ganze Harz IV-Scheiße und Verarsche! Was mich jedoch ein wenig erschreckt, sind die Beiträge in denen die Harz IV-Empfänger u.a. als "faule Abzocker" dargestellt werden! Natürlich gibt's auch bei den Harz IV-Empfängern, wie überall im sozialen Gefüge, schwarze Schafe drunter. Aber bitte mal bedenken, dass es besonders heutzutage, jeden, wirklich jeden, so treffen kann; und das schneller als man denkt! Ich selbst bin ALG-II-Empfänger, weil ich zur Zeit meinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht ausüben kann. Ich möchte und werde bald wieder hauptberuflich arbeiten und engagiere mich jetzt, wie schon zuvor, ehrenamtlich zum Wohle der Bevölkerung. Es gibt nicht nur Schmarotzer unter uns armen "Harz-VI-Schweinen"!;) Jeder sollte sich erst mal an seine eigene Nase fassen und sich glücklich schätzen, wenn er einen festen und, vielleicht dazu auch noch, zufriedenstellenden Job hat!!! Liebe Grüße: Dirchi |
| Stonehenge | [QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i] [B] Dies soll jetzt geändert werden, in völliger Verkennung der Tatsache, dass man in Leipzig oder Berlin billiger lebt als in Stuttgart oder München. der Boulevard berichtete in den vergangenen Wochen mehrfach über Menschen, die auf Grund von Dauerarbeitslosigkeit nach ostdeutschland ziehen. Das ist völlig nachvollziehbar, ich würde es auch tun, wenn ich in einigen Gegenden kaum eine ansatzweise erträgliche Wohnung in der vom Amt vorgeschriebenen Preisklasse von maximal 360 Euro finden könnte. der Haken ist doch allerdings der, dass der Osten deutschlands durch solche Zuzüge zusätzlich geschwächt wird. [/B][/QUOTE] Hat der Boulevard auch über die Größenordnungen solcher Umzüge berichtet? Ich glaube nicht daß die auch nur 10% der Anzahl erreichen von den meist Arbeitslosen, die in Scharen aus dem Osten wegziehen. Die Politiker jammern sich ja geradezu krank über den Bevölkerungsschwund ostdeutscher Gebiete, kann mir nicht vorstellen daß [b]irgendjemand[/b] böse drum wäre wenn mal ein paar 50 Leute in die umgekehrte Richtung wandern täten. Erst heißt es die massiven Wegzüge schwächen den Osten, nun soll auf einmal des Gegenteil gelten? Eine Wohnung für über 360 Euro (für Alleinperson) würde ich einem Stützeempfänger allerdings mit Grund nicht finanzieren wollen. Wohne derzeit für reichlich die Hälfte davon (warm) und das ist schon eine gewaltige Steigerung gegenüber dem Studentenwohnheim, sowohl platzmäßig als auch von der Miete her. Und mal Hand aufs Herz, außer den Mieten und vielleicht noch Bäckerwaren ist doch in Ostdeutschland kaum etwas billiger, warum sollte man also woanders mehr bekommen wenn die Miete doch bis zu einem relativ großzügigen Maximalbetrag gezahlt wird? Wäre lieber dafür den Grundsatz anzuheben und zu der Miete nur noch ein paar Prozent dazuzuschießen, würde als positiven Nebeneffekt die Leute dazu ermuntern wenn möglich eine billigere Wohnung zu suchen. Daß in München die Mieten für AL zu teuer sind liegt doch nur daran, daß der Staat keine Sozialwohnungen stellt. Hier rächt sich wphl so langsam der Verkauf des "Tafelsilbers" an Privatinvestoren. [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B] Ich wage sogar zu behaupten: selbst mit Hartz-IV läßt sich Geld ansparen. 50 Euro pro Monat reichen - dann hast Du in 10 Jahren zehn bis zwanzigtausend Euro zusammen (je nach Wahl des Aktienfonds'). 50 Euro pro Monat entspricht gerade mal eine halbe Schachtel Kippen am Tag - bin mir sicher, daß viele Hartz-IVler soviel wegrauchen. [/B][/QUOTE] Mit dem Ansparen als Harzer das klappt nicht so ganz, da Du als H4-Bezieher maximal 200 Euro * Lebensjahre besitzen darfst. Müßtest also schon 100 Jahre alt werden um 20000 ansparen zu dürfen. Es sei denn, man "parkt" das Ersparte auf fremden Konten ;). 50*12*10 = 6000, zuzüglich Zinsen. Bei Aktienfonds kannst Du mit Glück mehr herausholen, diese haben aber auch die Eigenschaft einmal sinken zu können. Im Zweifelsfall nehme ich lieber richtige Aktien, da weiß ich wenigstens von welchen Firmen ich habe und bezahle nicht noch dem Fondsmanager eine goldene Nase (die verdient sich dafür die Bank an Depot- und Transaktionsgebühren). Betreffs den Kippen: Die holn sich die hiesigen Kettenraucher (incl. Benzin lohnt das erst) meist von den Tschechen. Entziehen dem dt. Staat die Steuereinnahmen und schimpfen, daß für ihre Sozialleistungen kein Geld mehr da ist. Stone |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Black Moni [/i] B]Bei der großen Crux stimme ich dir voll und ganz zu (obschon mich das "dennoch" stört). Bei der kleinen Crux gebe ich zu bedenken: Ein Bekannter von mir, Harz 4'ler, bekommt im Monat 675,-€, 330 € sind für Miete und Heizkosten, zum Leben bleiben 345 €, davon sind auch noch Anschaffungen, wie Kleidung, Kleinmöbel (mit viel Glück und dem richtigen Sachbearbeiter bekommt man für große Anschaffungen eine Beihilfe) etc. zu zahlen. Und da sprichst du davon, die Sozialleistungen seien zu hoch. *kopf schüttelt*[/B][/QUOTE] So viel hätte ich als "werktätiger" Teil der Bevölkerung auch gerne mal zum Leben übrig... Ich glaube einigen ist noch nicht klar, wie weit wir hier schon schiefliegen...! Da heutzutage in vielen Branchen Halbe- und Drittelstellen immer öfter die Regel werden, gibt es immer mehr Arbeitnehmer, die trotz Job nur knapp über ALG II Niveau Leben. Knappe Finanzen sind doch absolut kein Hartz IV Problem mehr... Seltsam ist nur, das sich speziell die Leistungsnehmer oft beschweren, das sie nicht über die Runden kommen, während arbeitende Kleinverdiener wie die blöden Kosten einsparen, um über die Runden zu kommen.....hier passt doch was nicht...! |
| Tiberon | [quote][b]mit viel Glück und dem richtigen Sachbearbeiter bekommt man für große Anschaffungen eine Beihilfe[/b][/quote]Warum soll sich von meinen Steuern wer auch immer ein neues Sofa kaufen dürfen? |
| Move over Kate | [QUOTE]du meinst also, er sollte zunächst ein taxiunternehmen aufmachen (neben seinem eigentlichen job, falls er einen hat)?[/QUOTE] Nö - um es mal mit einem in der Region beliebten Spruch zu erläutern: "Erstaunlich, wieviele Leute mit den großen Hunden p*ssen gehen wollen, aber das Bein nicht mal halb so hoch bekommen." Wer sich für irgendwelche Statussymbole verschuldet und dann noch hofft, dass bei Mißlingen der Staat einspringt - der ist für mich nicht nur doof, sondern dreist. Was jetzt auf den Menschen mit dem A4 bezogen war - und nicht auf die Board-Teilnehmer hier. Meine Oma sagte immer: "Arm darf man sein - aber man muss dabei anständig bleiben." Und das geht immer mehr Menschen in Deutschland mittlerweile ab. |
| Fuck up Evil | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] [B]... "Arm darf man sein - aber man muss dabei anständig bleiben." Und das geht immer mehr Menschen in Deutschland mittlerweile ab. [/B][/QUOTE] Oh, oh . . . jetzt geht es gleich wieder ab hier. dabei hast Du vollkommen recht. |
| Tiberon | ... man denke nur an diese unsägliche easyCredit-Werbung ... |
| Darket | [QUOTE]Warum soll sich von meinen Steuern wer auch immer ein neues Sofa kaufen dürfen?[/QUOTE] Ist das ALG2 steuerfinanziert? Ist ne ernst gemeinte Frage, bin mir nämlich grad unsicher. Normales ALG ist ne Umlageversicherung, aber beimALG2 hatte sich irgendwas verändert, oder? |
| Move over Kate | [QUOTE]Ist das ALG2 steuerfinanziert?[/QUOTE] Yep. |
| decay73 | @MoK: ach so, sippenhaft. wie alt sind die eltern denn? dürfen die schon alleine wohnen? *g* |
| Move over Kate | @ Decay Die Eltern dürfen alleine wohnen, klar - tun sie aber nicht. Und im Rahmen von Hartz IV gibt es sogenannte "Bedarfsgemeinschaften" - zu denen gehören (in dem Fall) Eltern und Kinder. Der Junge muss also im Zweifelsfall seine Eltern mitfinanzieren. Wenn Du es so nennen möchtest, ist es Sippenhaft. Aber auch ohne jedes Gesetz, das es verlangt: Ich würde meine Familie zunächst unterstützen und mir dann ein fettes Auto kaufen, bevor die zu Vater Staat rennen und sich helfen lassen - unter der Einschränkung, dass es möglich ist. Und genau das meine ich, mit "den Anstand verlieren": Im Zweifelsfall die Gemeinschaft bluten lassen, anstatt selber für Verwandte (es sind immerhin seine Eltern) in die Tasche zu greifen. Unter dem Gesichtspunkt ist Hartz ein Schritt in die richtige Richtung - vom Vollkaskostaat zu mehr Eigenverantwortung. So war das System am Anfang nämlich gedacht. Der Sozialstaat ist nicht nur teuer wegen seiner Leistungen, sondern auch, weil ich jemanden brauche, der Steuern einzieht (Finanzamt) und die Kohle weiterverteilt (Arbeits- oder Sozialamt). Damit entstehen zusätzliche Kosten, die ich mir sparen kann, wenn ich Probleme direkt da löse, wo sie entstehen. Wenn nicht innerhalb der Familie, dann innerhalb der Kommune, wenn nicht da, dann durch den Staat - ohne großen "Overhead", wie man neudeutsch sagt. Das Prinzip nennt sich Subsidiarität. Positiver Nebeneffekt: Wenn ich die Leute, die mich persönlich kennen, um Unterstützung bitten muss (früher war das mal der Bürgermeister - in einer 200-Seelen-Gemeinde bestimmt ein Heidenspaß), ist die Hemmschwelle, dies zu tun (und sich die Frage zu stellen, ob ich die Hilfe wirklich brauche), höher als bei einem so abstrakten Ding wie dem Arbeitsamt - wo ich nur eine Nummer bin und der Kerl hinterm Schalter nur ein Sachbearbeiter ist. Insoweit gehen die Auflösung von familiären und kommunalen Strukturen (wie z. B. in NRW durch die Bildung der Großgemeinden in den 1970ern) und das Ausufern des (an sich wünschenswerten) Sozialstaates Hand in Hand. Desintegration fördert paradoxerweise die Abhängigkeit. |
| decay73 | ist doch alles hirnrissig. also wenn es so sein soll erwarte ich, dass sich ALLE an dem staat und seinen sozialen einrichtungen beteiligen und sich nicht EINIGE freikaufen können. und ich wundere mich schon länger wie es funktionieren soll, menschen ihre eigenständigkeit zu nehmen und dann zu erwarten, dass sie eigenständig handeln. ich mein, versetzt euch mal in die lage eines durchschnittsdeutschen harz-iv-empfängers in der heutigen mutimedialen werbedurchtränken zeit. also wenn man sich zunächst damit beschäftigt hat, den umzug in eine kleinere wohnung, die kündigung von zeitschrifen, internetzugang, bewältigung des sozialen abstiegs (und solange es noch schreihälse gibt die den leuten dann noch vorschreiben wollen, was sie essen sollen, was sie ), und durch sämtliche behördliche schikanen durch ist, dann darf man sich nicht wundern, wenn diese menschen (sind ja keine maschinen) resignierter denn je sind. wie soll man als gefallener mensch sich noch aufraffen, einen job zu suchen? aber ich spreche hier natürlich von dem durchschnittlichen harz-vi-empfänger, nicht von ausnahmen, um die sich der staat natürlich zu kümmern hat. um niemand anderes hat es zu gehen, wenn man generell diskutiert, aber aufgrund einiger ausnahmen darf man ja nicht alle strafen. ich kann ja auch nicht alle internet-nutzer bestrafen, nur weil es einige gibt, die im internet nach kinderpornos suchen. interessant finde ich aber, wie kreativ menschen in deutschland sind, wenn es darum geht, dem anderen eins auszuwischen und ihn zu demütigen. wenn man denn mal selbst betroffen ist und harz-vii-empfänger wird, fängt das grosse jammern an. und weil jetzt das ganze durch diese harz-viii-geschichte doch teuerer ist als vor harz, muss man wieder an die gehen, die eh nichts haben. irgendwo muss es ja herkommen. es gab mal zeiten in „diesem unseren lande“, da war man [i]eins[/i], war [i]ein[/i] staat und somit [i]eine[/i] gruppe. das ist heute offensichtlich vorbei. wir sind lediglich noch eine ansammlung pseudoindividueller dummschwätzer, die nur darauf aus sind, den eigenen dicken wampes zu streicheln – wie es dem nachbarn geht, interessiert nicht mehr. also wenns so weiter geht, kann man deutschland auch gleich in die tonne kloppen... |
| Move over Kate | Wieso ist es dann hirnrissig - dein Ergebnis ist meinem recht ähnlich. "Wenn jeder an sich denkt, ist an jeden gedacht" funktioniert nicht. [QUOTE]und ich wundere mich schon länger wie es funktionieren soll, menschen ihre eigenständigkeit zu nehmen und dann zu erwarten, dass sie eigenständig handeln. [/QUOTE] Richtig, das funktioniert auf Anhieb nicht - aber sukzessive. Im Prinzip muss man nur den Prozess umkehren, der in den 60er und 70er Jahren abgelaufen ist, als der Sozialstaat immer größer (und undurchschaubarer) wurde und den Menschen immer mehr ihre Mündigkeit geraubt hat. [QUOTE]und weil jetzt das ganze durch diese harz-viii-geschichte doch teuerer ist als vor harz, muss man wieder an die gehen, die eh nichts haben. irgendwo muss es ja herkommen. [/QUOTE] Da sollte man Inhalt und Form trennen. Inhaltlich halte ich Hartz für richtig - die Form ist Käse. Daher meinte ich, dass die Sozialleistungen wieder vollkommen in kommunale Hand gegeben werden sollten. Damit fiele der kostenintensive Overhead weg. Der verschlingt nämlich viel Geld, dass in Leistungen (statt in Verwaltung) besser angelegt wäre. [QUOTE]es gab mal zeiten in „diesem unseren lande“, da war man eins, war ein staat und somit eine gruppe. das ist heute offensichtlich vorbei. wir sind lediglich noch eine ansammlung pseudoindividueller dummschwätzer, die nur darauf aus sind, den eigenen dicken wampes zu streicheln – wie es dem nachbarn geht, interessiert nicht mehr. also wenns so weiter geht, kann man deutschland auch gleich in die tonne kloppen...[/QUOTE] Sehe ich genauso. Falls Du meinen Beitrag so verstanden hast, dass ich mich meiner Verantwortung entziehen möchte - das war gerade nicht gemeint. Nur fällt es mir leichter, auf örtlicher (kommunaler) Ebene Verantwortung zu übernehmen und mich zu engagieren, als per Steuerzahlung Kohle abzudrücken, die irgendwo am Arsch der Welt versandet... |
| decay73 | nee, ich meinte eigentlich auch weniger dich als die situation generell. ich habe dich nur als anlass genommen... ;) aber du hast recht damit, dass es sinnvoll wäre, es in kommunale hand zu legen. die sind näher dran und kennen die örtlichen gegebenheiten. das würde evtl. sogar zu mehr gerechtigkeit führen. das wäre dann auch sinnvolle subsidiarität: die grundlage ist die gleiche, aber umgesetzt wird es so, wie es die örlichen gegebenheiten erforderlich machen. und wo wir schon beim thema auto sind: in einer grossstadt ist ein auto sicher entbehrlich, auf dem land mit schlechter anbindung an öffentliche verkehrsmittel vielleicht sogar lebensnotwendig und vorraussetzung, sich überhaupt um einen job kümmern zu können...muss ja nicht gleich ein porsche sein. naja, alles nicht so einfach... ;) |
| Move over Kate | [QUOTE]naja, alles nicht so einfach... [/QUOTE] Stimmt - einige müssten zunächst erkennen, warum es wichtig ist, für andere in Notsituationen einzustehen. Und andere müssten akzeptieren, dass der Sozialstaat kein Selbstbedienungsladen ist...;) Dann würde das System vielleicht wieder die Akzeptanz bekommen, die es zum Bestehen braucht. In seiner jetzige Form ist es für mich nicht akzeptabel - aber nicht aus den Gründen, die im Eingangspost genannt wurden. |
| geyer | nochmal zu meinen s.g. Statussymbolen. seit der Trennung von meiner Frau ist noch in meinem Besitz: 1 Bett; 1 Kleiderschrank; 3 Stühle mit Tisch; 1 Bücherregal; mein Pc (der nicht von Hartz finanziert ist) 1 altes Handy mit Karte; 1 Fahrrad; 1 tragbarer CD spieler; ein paar Bücher und CDs; ein paar abgetragene Klamotten. ich besitze kein Auto; Fernseher; Kühlschrank; Herd; Waschmaschine! das I-net ist durch den freundlichen WG-nachbar für mich bisher nur mit geringen Kosten verbunden gewesen. Eine 20€ Karte im Handy hält bei mir 2 Monate, da ich mich nur anrufen lasse. Wer mir das wenige was ich noch habe nicht zugesteht, der möge mal auf ein persönliches Wörtchen vorbeikommen! PS. mein Geld habe ich inzwischen bekommen. Das Amt räumte einen Fehler seinerseits ein. |
| Move over Kate | [QUOTE]Kühlschrank; Herd; Waschmaschine[/QUOTE] Echt nicht? Das würd ich mir aber bezahlen lassen! (Das ist jetzt kein Zynismus - die Sachen sind lebensnotwendig). Und die Aussage "Statussymbole" war auf die verlorenen Autos und die Vergünstigungen (siehe oben) bezogen. Keiner macht dir die Sachen streitig, die Du zum Leben brauchst. ;) |
| geyer | Der Antrag wurde von meinem WG-genossen (auch hartz4) bereits Anfang des Jahres gestellt. Man bekommt dann nach der Bewilligung einen Gutschein für die Möbelkammer. Nur wenn da gerade nichts gebrauchtes herumsteht, muß man eben warten. Mit Neuanschaffungen tun die sich da schwer, was auch verständlich ist. Gekocht wird solange auf Kochplatte und Microwelle. Abgespült im Waschbecken und gewaschen bei Freunden und Bekannten. Die Kühlung für die Lebensmittel hat sich diesen Winter erübrigt... ...solangsam wird es jedoch wärmer. Das I-net wird uns im laufe des Monats noch abgestellt, weil der Kollege die letzte Rechnung noch nicht bezahlt hat. Also wenn ihr von mir nichts mehr hört, wisst ihr warum. Ich selbst kann mir einen Anschluß mit Festnetz nicht leisten. |
| Odessa | Vorweg: ich werde ab Mai erstmals in meinem seit Ausbildungsbeginn mit knapp 16 bisher durchgängig vollzeitberufstätigem Leben arbeitslos, bin jetzt 42 - als Frau bei den Personalchefs somit so gut wie "Rentnerin-Müll" - und habe weder Hochschulabschluß noch 5 Fremdsprachen (wie man sie bei einer Sekretärin heute anscheinend voraussetzt) zu bieten, nicht mal einen Führerschein; und mit gewissen %zahlen wegen chronischer Erkrankung "gesegnet" bin ich auch, womit meine Chancen, einen möglichst unbefristeten Vollzeit-Job bei meinem bisherigen Arbeitgeber Öffentlicher Dienst hier in meinem Umfeld (Touristengebiet Bayer. Oberland-Alpenrand) zu finden, reichlich gering bis null sind. Trotzdem hat daran kein Staat und keine böse Gesellschaft schuld (alleinigst mein Chef, dieser *** der mich arbeitslos macht) und ich werde sofort willig JEDEN Job annehmen, den ich finde und machen kann, von meinen Möglichkeiten und Fähigkeiten her. "Dünkel", mir für was zu "schade" oder "zu gut" zu sein, möchte und kann ich mir nicht erlauben, überzogenes Anspruchsdenken ist etwas, was ich garantiert nicht habe. Das Schicksal von Moni/Bekanntem kenne ich und kann nur sagen, daß es mir in dem Fall erst recht leid tut, weil ich weiß, daß diese Person alles Menschenmögliche tut, um aus dieser Situation rauszukommen. Es ist in dem Zusammenhang m. E. ungerecht über die Maßen, daß z. B. 40- oder 50jhr. Menschen, die seit Jahrzehnten ihren Beitrag zum Funkionieren dieses Sozialsystems leisteten in Form ihrer Sozial- und Steuerabgaben und die dann unverschuldet arbeitslos wurden, von 350 Euro leben sollen, was in Bundesländern wie Sachsen, MeckPom oder Hessen vielleicht angehen mag, was jedoch garantiert nicht im teuren Oberbayern möglich ist bei dort extremen Mieten und Lebenshaltungskosten, was auch Darket irgendwo schon andeutete (die regionalen Unterschiede). Wo ich Seni voll zustimme ist, daß man sich doch bitte auch darüber Gedanken machen sollte, daß sich viele Arbeitnehmer - vor allem die einfachen und mittleren Angestellten im ÖD und im Verkauf - weit UNTER dem Hartz-IV-Niveau bewegen mit ihrem Nettoeinkommen nach Abzug ihrer Lebenshaltungskosten. Ich bringe ein eigenes Beispiel (weil ich reale Dinge immer den angelesenen Zeitungs/net-/TV-Weisheiten vorziehe): Nettogehalt meines Mannes als kaufm. Sachbearbeiter, 39 Jahre, 40-Std.-Woche mit 5 Überstunden pro Monat "unbezahlt vorausgesetzt" und in Steuerklasse IV: 1.402 Euro. Kein Weihnachts- und Urlaubsgeld, keine Fahrtkostenerstattung, kein Mittagstisch-Zuschuss, Lohnerhöhung max. alle 3 Jahre um pauschal 50 Euro brutto. 24 Tage Urlaub im Jahr, davon mind. eine Woche (je nach "Feiertagslage") immer zu nehmen an Weihnachten wegen der Betriebsferien. Bleiben also im Schnitt 18-19 Tage im Jahr für - könnte man es sich leisten - Urlaubsreisen mit der Familie und für so Dinge wie "Pass verlängern lassen, 1 Tag U", "Auto aus der Werkstatt holen, vormittags, 1 Tag U", "Beerdigung eines Verwandten oder Bekannten, 1 Tag U" oder "Handwerker kommen, Kaminkehrer kommt, Gasablesehiasl kommt, 1 Tag U" (wäre meine Tochter noch klein, kämen Dinge wie "Mit Kind im Notfall zum Arzt fahren tagsüber, 1 Tag U" dazu). Somit bleiben meinem Mann oftmals keine 2 Wochen im ganzen Jahr, die er zur "Erholung" hat, die "sein Urlaub" sind. Nachdem er das ganze Jahr über schwer arbeitet und von morgens 5 bis abends 17, 18 Uhr unterwegs ist. Er fährt nämlich täglich eine einfache Wegstrecke von knapp 50 km in die Arbeit, damit er diese 1.402 Euro verdienen kann. Was ihn täglich auch noch 1-2 Stunden seiner Freizeit kostet, der ohnehin knappen (sh. Urlaub). Da wir eine BILLIGE Wohnung haben, die man in Oberbayern nur bekommt wenn man eben mindestens 50 km außerhalb des Arbeitsplatzmagnets München wohnt, zahlen wir "nur" 700 Euro Miete warm. 360 Euro ist die Miete kalt, was absolut sensationell und einmalig günstig ist für eine 3-Zimmer-Wohnung, üblicherweise zahlt man diese Kaltmiete schon für ein 25qm-Loch. Der Rest sind die Garagenmiete und die Nebenkosten, die hier u. a. so hoch sind, weil wir in den Bergen 7 Monate Heizperiode haben und dieses Jahr das Gas wohl wieder um 20-25% teurer wird, wie auch schon letztes Jahr. Von 1.402 Euro netto sind nun also schon mal 700 weg, bleiben 702 Euro übrig. Mit Strom (billiger Nachtstrom), GEZ (wir besitzen ein Radio und einen alten kleinen TV), Telefonanschluß (billige Flatrate) und den Fahrtkosten von gut 400 Euro im Monat für Benzin/Kfz-Versicherung (Arbeitsplatz ist nur mit Auto - 13 Jahre alt, 200.000 km aufm Kasten - erreichbar) bleiben meinem Mann somit also keine 200 Euro im Monat übrig. Zum Leben. Leben heißt: für all unser Essen, unsere Kleidung, für Reparaturen und neue Reifen für das Auto, für evtl. Staubsauger- oder Waschmaschinenreparaturen, von den Zuzahlungen zu Arzneimitteln (oft 15-25 Euro im Monat, bei KG) ganz zu schweigen, aufkommen. Mit 200 Euro. Ach ja, die benötigten Kontaktlinsen für Ralf und meine nahezu jährlich neu fällig werdende Brille ("Stärke" nimmt ständig zu) müssen davon auch noch bezahlt werden. Von diesen nicht mal 200 Euro. So, und wie gerecht und "sozial" es ist, daß ein Mensch, der für diese ihm bleibenden 200 Euro zum Leben täglich 8-10 Stunden arbeitet unter widrigsten Bedingungen, so viel SCHLECHTER gestellt ist als jeder Sozialhilfe-Empfänger und/oder auch BaFög-Student im Gratis-Studentenwohnheim, möge man mir bitteschön logisch begründen. Niemand hat uns übrigens die Möbel bezahlt, wir mußten dafür einen Kredit aufnehmen. Und - bloody angel - "Hobbies" wie Reisen, Bücher und CDs kaufen jede Woche, auf Konzerte oder Festivals gehen oder Sportarten wie Tennis, Skilaufen etc. ausüben - davon können wir (ab Mai sowieso) nur noch träumen! Und mein letzter Urlaub, der länger war als 4 Tage "verlängertes Wochenende" am Gardasee vor 1,5 Jahren (ein Geschenk meiner Eltern) war vor über 25 Jahren. Ich habe das Beispiel oben so geschildert, als wäre mein Mann bereits Alleinverdiener, was er jetzt ja noch nicht ist; noch haben wir auch mein - niedrigeres - Gehalt (das bis jetzt für meine Fahrtkosten, die ständig fällig werdenden Autoreparaturen, die Renovierung unserer Wohnung - Hochwasser: feuchte Wände - und die Kreditrückzahlung draufgeht) und wir können noch so gut leben, daß wir uns sogar den Luxus leisten können, einen 3stelligen Betrag im Monat von meinem Gehalt für mir wichtige caritative und andere Orgas und Einrichtungen zu spenden, denn es gibt Millionen Menschen, denen es viel dreckiger geht und die nicht mal ein Dach über den Kopf haben. Wir können uns DVDs ausleihen im Videoshop (1 Euro für einen Tag) und wir können im Sommer immer noch Eis essen gehen oder in das örtliche Schwimmbad, und ich kann mir sogar leisten, meinen liebsten Freunden hin und wieder ein Packerl zu schicken mit einer Kleinigkeit wie einer Postkarte oder einer überspielten CD drin. Es wird ab Mai nun halt wirklich schwierig, mit meiner Arbeitslosigkeit und 63% Arbeitslosengeld was ich bewilligt bekam, und ganz katastrophal wird es dann nach einem weiteren Jahr wo das AlGe ausläuft und ich aufgrund des maßgeblichen Bruttogehalts meines Mannes/Wg-Partners und der "angesetzten bundesdurchschnitts-Fantasie-Billigst-Miete" von, ich glaub, 400 Euro (und was drüber ist, wird wohl anscheinend nicht bezahlt?) nicht Hartz-IV-bezugsberechtigt bin - und wir dann von Ralfs 1.402 Euro leben müssen, bei den oben geschilderten Fixkosten, die wir in keinster Weise reduzieren können außer wir ziehen in eine Garage um, die kann man hier für nur 60-80 Euro mieten, allerdings ist kein Klo dabei *zyn*. Nicht falsch verstehen, diesen Beitrag, bitte... es soll kein "Angriff" gegen Hartz-IV-Empfänger sein. Ich möchte nur, wie Seneca, klarmachen, daß es nicht nur den Hartz-IV-Empfängern schlecht geht, sondern auch durchaus vollzeit beschäftigten Arbeitern und Angestellten in diesem "Hochlohn-Land", die mit weniger als den Hartz-350 Euro im Monat nach Abzug ihrer von ihnen allein zu zahlenden Fixkosten auskommen müssen (so sie alleine leben bzw. Alleinverdiener sind) und die weder ihre Möbel bezahlt kriegen noch ihre Handyrechnungen und die von Hobbies wie "Urlaub, Reisen, Parties, Theaterbesuchen" etc. schon seit Jahren nur noch träumen können. Jeder Verkäufer, Dienstanfänger im ÖD oder Friseur wird wissen, wovon ich rede. Es ist eine Schande, daß die Gehaltsschere hierzuland so extrem auseinanderklafft, daß wir, so fürchte ich, bald nahezu indische Verhältnisse bekommen: eine sehr reiche, gutverdienende geringe Oberschicht, und ein Heer von "Arbeitern und Bauern", die nur noch arbeiten, um ihre existenziellsten minimalsten Überlebens-Kosten finanzieren zu können. Grüssle, ilo |
| Move over Kate | Danke Frau Odessa für diesen Beitrag aus dem wahren Leben - nichts anderes meinte ich mit "Verhältnisse stimmen nicht mehr" und "die Kirche im Dorf lassen". |
| urnata | Ich möchte mal was dazu sagen. Ich bin jetzt seit 10 Jahren als Ossi arbeitslos, habe vorher brav in die Sozialversicherung eingezahlt. Ich habe vom Arbeitsamt nicht einmal eine Umschulung oder eine Arbeit angeboten bekommen. Ich habe mir meinen Nebenjob selbst gesucht., wir haben uns das Hartz 4 nicht gewünscht, wir sind mit der alten Regel ALG und ALH wesentlich besser zurechtgekommen, aber unsere Regierung war ja der Ansicht was ändern zu müssen, und mit welchem Erfolg? Ich finde das die Kluft zwischen Osten und Westen noch viel größer geworden ist. Wir würden alle gerne arbeiten wenn denn eine Arbeit da wäre. Und auch wenn das manche nicht gerne hören , zu Zeiten der DDR hatten wir solche Probleme nicht. Ich habe 4 Kinder und bin trotzdem immer Arbeiten gegangen- meine Kinder werden später mal die Renten erarbeiten. Wir regen uns immer auf das die Geburtenrate sinkt, aber wen wundert das denn anhand der vielen Hartz4 Empfänger. Wenn ich nochmal jung wäre würde ich mir auch keine Kinder mehr anschaffen um dann arbeitslos zu werden. Mir tun meine Kinder leid, nie war jobsuche so hart wie jetzt.Und wenn viele immer von der Not in der dritten Welt reden, es gibt auch bei uns im Land genug arme Leute.Wenn die Kinder in Afrika hungern, dann sollte man mal was zur Empfängnisverhütung tun und nicht wild drauflospoppen- sorry. |
| Fuck up Evil | [QUOTE][i]Original geschrieben von urnata [/i] [B]...Und auch wenn das manche nicht gerne hören , zu Zeiten der DDR hatten wir solche Probleme nicht. . . . [/B][/QUOTE] Ich denke viele würden diesen Fehler wieder rückgängig machen, aber es ist nunmal leider nicht machbar, also müssen wir uns arangieren. |
| darkmav | >> zu Zeiten der DDR hatten wir solche Probleme nicht So viel mir bekannt ist, haben die Ostdeutschen mit überwältigender Mehrheit die Wiedervereinigung gewollt. Nun müssen diese (und leider auch wir) die Konsequenzen dafür tragen. Ich hätte nichts dagegen, wenn eine Volksabstimmung darüber gemacht werden würde, und ich würde mich freuen, wenn sich der "Osten" als eigenständige Republik konstituieren würde. Auch wenn die Billionen, die wir in die "fünf neuen Bundesländer" (eigentlich sechs, mit Ost-Berlin) hineingepumpt haben, wohl für den Arsch gewesen wären. urnata ist übrigens das beste Beispiel eines "Jammerossis". Wieso ziehst Du nicht in den Westen? Nicht, daß ich mir noch mehr Ossis bei uns wünschen würde (es sei denn, es handelt sich um schöne, nicht-sächselnde Frauen), aber für Dich persönlich wäre es wohl die beste Lösung... |
| darkmav | @ Odessa, danke für den eindrucksvollen Bericht aus der Realität. Hoffe für Dich, daß du nicht in ALG2 "abrutscht", und bald wieder einen Job findest, der Dir auch Spaß macht. Insbesondere letzteres ist eine Bedingung, die ich unbedingt an eine Arbeit stelle - und die sich auch in meiner wissenschaftlichen Tätigkeit (meist) erfüllt. Leider können sich nicht alle Menschen diesen "Luxus" leisten, der in meinen Augen viel mehr wert ist, als 100 Euro mehr pro Monat, oder Späße, wie Dienstwagen, oder ein betriebliches Aktienpaket. |
| Darket | [QUOTE]zu Zeiten der DDR hatten wir solche Probleme nicht[/QUOTE] *blubber* Unter Hitler auch nicht, will den deswegen jemand zurück? :rolleyes: |
| Jensemann | [QUOTE]Volksabstimmung darüber gemacht werden würde, und ich würde mich freuen, wenn sich der "Osten" als eigenständige Republik konstituieren würde. Auch wenn die Billionen, die wir in die "fünf neuen Bundesländer" (eigentlich sechs, mit Ost-Berlin) hineingepumpt haben, wohl für den Arsch gewesen wären.[/QUOTE] @ darkmav Wenns' nicht mehr geht, sag Bescheid, ich unterrichte dich gerne mal persönlich in Gemeinschaftskunde. Verstehe ich dich richtig, das Hartz 4 als Nachgeburt der Wiedervereinigung angesehen wird, zumindest in deinem Horizont? Selbstverständlich ist das Kleinbürgertum in seiner Existenz erheblich bedroht seit die fiesen Ostdeutschen (ach sagen wir gleich Polen, die sind auch nicht besser) die schöne BRD überfallen haben und jetzt alle am (Zitat) 'Poppen' hindern und ergo keine braven Rentenerarbeiter mehr in die Welt gesetzt werden. man sollte überlegen ob Engstirnigkeit nicht unter Strafe gestellt werden sollte, Mindestmaß: 2 Wochen lang Hartz 4 Empfängern in Bitterfeld die Füße massieren! Wir alle jammern auf sehr hohen Niveau. Noch immer hat selbst der Hartz 4 Empfänger ein vielfaches monetäre Mittel pro Tag als z.B. in unserem "Nachbarland" (zählt man die SBZ zur BRD) Polen. Dort gibt es kein staatlich verordnetes Anrecht auf Handy, TV oder gar ein plumpen Kühlschrank. Wenn die Deutschen (ich bezieh jetzt einfach mal zugekauften mit ein) nicht lernen ihre Ansprüche zu senken werden sie selbst in einem Jammertal versinken und die Errungenschaften des einstigen Wirtschaftswunder eigenhändig zerstören. Versteht mich nicht falsch, gerade in meinem Landstrich bin ich mir bewusst das es s.g. "Jammerossis und Besserwessis" gibt, doch das schöne ist: es ist eine Minderheit! VG |
| Move over Kate | Och nee, jetzt nimmt die Diskussion aber unschöne Züge an. Die Wiedervereinigung hat mit den heutigen Problemen nur partiell zu tun. Unsere sozialen Probleme und den Niedergang der Sozialversicherungssysteme hat sie nicht verursacht, sondern beschleunigt. Den ursächlichen Pillenknick, den Bevölkerungsrückgang und vor allem den Strukturwandel hat es in Westdeutschland schon lange vor 1989 gegeben, und alle einigermaßen seriösen Wissenschaftler (vor allem Versicherungsmathematiker) wussten schon in den 1970ern, dass der später von Blüm populär gemachte Spruch "oines is sischa, die Rendä" hanebüschen war. Unser Sozialsystem ist nunmal auf eine breite Basis Werktätiger und eine schmale Spitze an Rentenempfängern angelegt. Und beides ist für ein postindustrielles Land wie die BR Deutschland nunmal nicht gegeben. Auch die Defekte der (Gott sei Dank eingeschränkten) Arbeitslosenversicherung sind im System angelegt: Die Arbeitsagentur finanziert ALG I aus den Lohnleistungen. Die werden nur immer weniger - und damit die Leistungsansprüche immer höher. Mit abnehmender Erwerbsquote sinken die Einnahmen, die Leistungsansprüche steigen aber. Das war ein Schönwettersystem, dass auf lange Krise wie die, in der wir heute stehen, gar nicht eingerichtet war. Also lasst doch bitte das Rumhacken auf "dem Osten" oder "den Übersiedlern", die genauso von den Segnungen des einigermaßen liquiden Sozialstaates der 1990er profitiert haben. Natürlich ging es einzelnen Menschen im Übersozialstaat DDR besser als heute (fragt sich nur wie lange der bankrotte Staat das noch hätte leisten können). Und natürlich ging es den Westdeutschen bis 1989 besser, und vielleicht würde es uns heute noch einen Tick besser gehen, weil die Kassen nicht ganz so leer wären. Ich persönlich bin bei jedem Aufenthalt in Berlin, Leipzig, Weimar, Dresden oder Rostock froh über die Wiedervereinigung. Und ich hoffe, dass die junge Generation (zu der ich mich persönlich nicht mehr zähle, da ich 1989 im Gegensatz zu vielen jüngeren hier bewusst erlebt habe) diesen Ossi-Wessi-Käse hinter sich lassen wird. Auch wenn das jetzt für manchen pathetisch klingen mag: Als Deutsche haben wir gemeinsam die Lasten und Fehler der Vergangenheit zu bewältigen - die Fehler zweier Staaten, die ihren Menschen Versprechungen gemacht haben, die heute nicht mehr gehalten werden können. Und [I]ich persönlich[/I] werde an Pfingsten beim Heidelbeerwein auf der hoffentlich sonnigen Moritzbastei einmal mehr froh über 1989 sein. |
| Jensemann | Dem Vorschreiber ist absolut nichts hinzu zu fügen. Kann man jemanden, der guten Gewissens in den 70ern die Automatisierung verleugnet und den Menschen eine Utopie vorgegaukelt hat eigentlich die Schuld dafür geben? Schließlich weiß man doch heute das die Grundsteine für eine Weiterführung des Sozialstaates damals hätten gelegt werden müssen. Statt Beruhigungsphrasen hätte agiert werden sollen. Nun, viele der früheren Hebelumleger sind durchaus schon im Rentenalter (oder managen irgendwelche Energiefirmen :rolleyes: ), doch so mancher ist immer noch in ausführenden Positionen. Also, verantwortlich oder nicht? VG |
| Move over Kate | Oskar Lafontaine hat die Effekte der Wiedervereinigung bei den Wahlen 1990 genau vorhergesagt. Hören wollte das damals keiner, da waren die "blühenden Landschaften" Helmut Kohls angenehmer. In dem Fall war (macchiavellistisch argumentierend) das Verheimlichen der wahren Folgen der Wiedervereinigung (wenn der Herr Kohl sie überhaupt erahnt hat) vielleicht sogar legitim, da das materialistisch geprägte Westvolk sonst die Wiedervereinigung vielleicht aus rein egoistischen Gründen abgelehnt hätte - denn die Zahl derer, die die Trennung zwischen Ost und West mangels der persönlichen Erfahrungen der 1940er bis 1960er als "normal" empfanden, war 1990 schon recht hoch. Würde heute die Mauer fallen - nochmal über 15 Jahre später - wer weiß, ob wir uns vereinigen würden. Für die Mehrheit der Deutschen wäre das Leben in zwei Staaten normal, weil die kollektive Erfahrung der Trennung durch den Mauerbau weitgehend fehlen würde. Hm, eigentlich können wir für die Beschleunigung des Niedergangs durch die Wiedervereinigung dankbar sein. Damit wurden die Fehler im System so schonungslos offen gelegt, dass wir endlich über die Sache diskutieren können. Sonst würde die Diskussion vielleicht erst in zehn Jahren geführt werden - und dann ist es sicherlich erst recht zu spät. Das Heulen und Zähneknirschen steht noch am Anfang. "Man muß die Messer des Schmerzes am eigenen Leibe fühlen, wenn man mit ihnen sicher und kaltblütig operieren will" (Ernst Jünger). |
| Darket | [QUOTE]"Man muß die Messer des Schmerzes am eigenen Leibe fühlen, wenn man mit ihnen sicher und kaltblütig operieren will" (Ernst Jünger).[/QUOTE] Ernst Jünger? MoK, ich bin entsetzt. Ich bin mir fast sicher er hat das in ziemlich anderem Kontext gemeint, oder? |
| Move over Kate | Was ist denn an Ernst Jünger so schlimm? Die Deutung seines Frühwerks als "kriegsverherrlichend" ist "60er-Jahre-bundesrepublikanisch" - in Frankreich wurden seine Schriften anders aufgenommen; immerhin war Jünger einer der Lieblingsschriftsteller Mitterands. Zu [I]seiner Zeit[/I] gab es wahrscheinlich in ganz Europa hunderte Schriftsteller, die ähnliches von sich gegeben haben... Außerdem mag ich seinen "konservativen Anarchismus"... :D Den Kontext des Zitates findest Du hier: [url]http://www.koopmann.lightup.net/ernst_juenger/abenteuerliches_herz.html[/url] |
| Darket | War auch nicht ganz ernst gemeint ;) |
| urnata | Weißt du ich bin nicht eine von denen die vor Herausforderungen wegläuft und dann rummeckert wenn sie im Westen nicht alles in den A.... geblasen bekommt. Ich hoffe noch auf die Zeit wenn es mal wieder besser wird, und wenn alle jungen Leute weglaufen um im Westen arbeiten zu gehen, dann haben wir hier bald nur noch einen Seniorenstaat und dann heißt es wieder unsere Renten müßtet ihr bezahlen mit euren Steuern. Ach und nicht jeder hat die Wiedervereinigung gewollt, denn wir hatten auch Betriebe die funktionierten und von der Treuhand plattgemacht wurden damit Westbetriebe einen besseren Absatzmarkt für ihre Produkte haben, und damit Tausende in die Arbeitslosigkeit geschickt wurden. Was hättet ihr denn an unserer Stelle gemacht wenn jemand anderes eure Zukunft von heut auf morgen vernichtet hätte? Dann würdest du heute an meiner Stelle sein und verstehen wovon ich rede und nicht so nen Schwachsinn daherplappern. Wir haben auch die ALG II _ Lösung akzeptiert wenn wir ihr auch nur bedingt zustimmen können und ich habe nicht wegen mir gemeckert- sondern weil mir meine Kinder leid tun denn die müssen sich letzendlich um ihre Zukunft sorgen. Und schließlich werden meine Kinder mal die Renten erarbeiten die es vielleicht bis dahin gar nicht mehr gibt. Aber ich leiste mir trotzdem ein Handy und auch ne Flatrate für den Computer denn ich habe auch mal gearbeitet und Steuern bezahlt und ich komme mir deshalb auch nicht wie ein Schmarotzer vor da esse ich eben bißchen weniger. Und ich nehme mir deswegen auch kein Blatt vor den Mund auch wenn es manchen nicht paßt was ich sage. |
| Aza | [QUOTE]wir hatten auch Betriebe die funktionierten[/QUOTE] Das halte ich für ein außerordentliches Gerücht.. Wie sonst erklärt man sich, dass die DDR vor dem Zusammenbruch mehr als Pleite war ? Pleite ist gar kein Ausdruck... GAP (Größte Anzunehmende Pleite) wäre besser.. Oder Super-GAP (wie paradox ;) Das soll kein persönlicher Angriff gegen dich sein... Ich habe selber Verwandte "im Osten". :) |
| Tiberon | Und der wievielste Wessi, der das besser weiß bist du? |
| Move over Kate | Mädels... Hartz IV ist ein gesamtdeutsches Problem... |
| Darket | [QUOTE]Was hättet ihr denn an unserer Stelle gemacht wenn jemand anderes eure Zukunft von heut auf morgen vernichtet hätte?[/QUOTE] *lol* Die DDR hätte 1989 ohen Mauerfall eine Zukunft gehabt? :D |
| Move over Kate | Auch wenn es jetzt off-topic wird, folgende Zitate aus dem DDR-Artikel in Wikipedia.de [QUOTE][...]Die DDR war trotz der ihr auferlegten Reparationsleistungen an die Sowjetunion das wirtschaftlich am weitesten entwickelte Land des RGW und hatte einen höheren materiellen Standard als viele der entwickelten Staaten der Erde. [...] Anfang der 1970er Jahre war die DDR für kurze Zeit das zehntgrößte Industrieland der Erde, gemessen an ihrer Produktionsleistung. Zur Zeit der Wende nahm sie noch einen Platz unter den fünfundzwanzig stärksten Industrienationen ein.[/QUOTE] Fragt sich nur, ob die DDR-Wirtschaft ohne die Abgrenzung im System der RGW (sprich in einer globalisierten Weltwirtschaft) in alter Form überlebensfähig gewesen wäre. Wahrscheinlich nicht. Und den Menschen würde es sicherlich nicht zwangsläufig besser gehen. Ich denke, wenn die DDR noch separat - marktwirtschaftlich und demokratisch (im westlichen Sinne) - bestehen würde, dann sähe es ähnlich aus wie z. B. in Polen oder Tschechien. Die grenznah lebenden Menschen würden als Billiglöhner nach Hessen, Niedersachsen oder Bayern pendeln, das Jahreseinkommen läge weit unter dem der Westdeutschen und langsam würden die westeuropäischen Konzerne die DDR als profitablen, weil über eine Heerschar von Billiglöhnern verfügenden Standort entdecken. Wem das lieber wäre als der Status Quo, der möge sich melden... Übrigens war die Treuhand nicht alleine schuld an dem Sterben der Betriebe. Die Ostdeutschen haben sich tendentiell mit der Öffnung der Grenze auch lieber mit Produkten aus dem Westen versorgt - weil sie Persil statt Spee, Nutella statt Nudossi, VW statt Wartburg, Marlboro statt F6 kauften. Und dabei waren nicht alle Produkte aus dem Westen zwangsläufig überlegen... Wie ich immer wieder an meinem wunderbaren [URL=http://www.qek-junior.de]QEK-Junior[/URL], dem Festival-erprobten "Caravan of Goth" :D feststellen darf. |
| fragment | [QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i] [B]Das halte ich für ein außerordentliches Gerücht.. Wie sonst erklärt man sich, dass die DDR vor dem Zusammenbruch mehr als Pleite war ? Pleite ist gar kein Ausdruck... GAP (Größte Anzunehmende Pleite) wäre besser.. Oder Super-GAP (wie paradox ;) [/B][/QUOTE] Nüchtern betrachtet ist das jetzige Deutschland auch pleite...und es geht trotzdem weiter. Ansonsten finde ich Move over Kates Schilderung sehr treffend., so in etwa sehe ich das auch. |
| darkmav | Nochmal auf das Thema guck': Es geht hier ja erst mal um Hartz-IVler und weniger um ExDDRler, obwohl ja viele (die meisten?) Hartz-IVler ExDDRler sind. Man könnte durchaus auch die Annektion der DDR als Grund für die (gefühlte) wirtschaftliche Misere Deutschlands sehen. Trotz der reingepumpten [B]Billionen[/B] bleibt die Arbeitslosigkeit "drüben" immer noch recht hoch. Denke mal, eine Ursache ist psychologischer Natur: Wer sich zeit seines Lebens einen faulen Lenz gemacht hat, der ist vielleicht noch zu motivieren, auf die Straße zu rennen und "Wir sind das Volk zu rufen" (in der Hoffnung auf Bananen und Ballermann), aber die Umgewöhnung in eine [B]effiziente[/B] Arbeitshaltung dürfte vielen doch schwer fallen. [Dazu müßte man erstmal wissen, was "Effizienz" bedeutet, das Gesetz von Angebot und Nachfrage kennen, zu wissen was "Controlling" heißt (gilt insbesondere für das Management -> PDSler wissen das [B]nicht[/B])] Das Problem der Hartz-IVler ist auch im ach so prosperierenden BaWü present: Eine Bekannte von mir wohnt in einer Hochhaussiedlung in Mannheim - sie hat einen wunderbaren Ausblick auf die Kampfhund-Matches zwischen Deutschen Hartz-IV-Prolls und beispielsweise Albanern. Wenn man diesen Leuten eine Lebensaufgabe (sei es nur Schnipsel am Bahnhof auflesen - wenn ich sehe, was an manchen Fakultäten der Universitäten getrieben wird, dann ist Papierschnitzel auflesen eine geradezu sinnvolle Tätigkeit) geben würde, statt ihnen einen Kampfhund (oder Kabelfernsehen) finanzieren würde, wäre schon vielen geholfen. Man muß freilich diese Leute zum arbeiten [B]zwingen[/B], denn auch jeder von uns Arbeitenden weiß, wie schwierig es ist, sich nach einer faulen Phase (bei mir das letzte "verlängerte Wochenende") zu einer sinnvollen Beschäftigung (bei mir Doktorarbeit) aufzuraffen. Da der IQ von Hartz-IVlern durchschnittlich unter dem der Akademiker liegen dürfte, sollten die Instrumente des Staates drastischer sein, als beispielsweise bei Doktoranden, die sich (wenigstens partiell) zu ihrer Tätigkeit selbst motivieren können. Will heißen: Entzug des ALG2s, rigorose Kontrolle der Ausgaben, (wenn nötig polizeilich motivierte) Erscheinungspflicht beim Arbeitsamt. Jobs gibt es genug - nur sind sich zu viele zu fein, diese zu machen. Man sieht das auch, in dem man sich die Nationalität der Leute anguckt, die die sogenannten "niederen Arbeiten" (wie beispielsweise Putzdienst, Entsorgungsdienst usw.) verrichten: Es sind meistens Ausländer, die sich eben [B]nicht[/B] zu schade sind, und die [B]nicht[/B] gewohnt sind, sich in einer sozialen Hängematte ausruhen zu können, und ihre Kampfhunde beim Spielen zusehen zu können. Freilich gibt es da auch Ausnahmen. Beispielsweise die obengenannten Albaner. Denke mal, bei Ausländern ist auch die Tendenz größer, sich in der Schattenwirtschaft, oder im kriminellen Milieu (wobei ich Schattenwirtschaft durchaus dem kriminellen Milieu zurechnen würde), zu "betätigen", als bei Deutschen, die sich lieber Sozialleistungen erschleichen. |
| fragment | Ich frage mich, ob du dein Posting ernst meinst oder uns alle mal so richtig veräppeln willst Darkmav. Du bedienst dich ganz übler Phrasen, mit denen du am Stammtisch sicher strahlen kannst. Aber das ist weder durchdacht noch wahr, was du da erzählst. Hohles Bildzeitungsgequarke. Ich habe überhaupt keine Lust dir darauf sachlich zu antworten, weil das in eine Unterhaltung führen wird, die ich nicht führen möchte...aber sowas unüberlegtes hab ich schon lange nicht mehr gelesen. |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i] [B]*lol* Die DDR hätte 1989 ohen Mauerfall eine Zukunft gehabt? :D [/B][/QUOTE] erbärmlich ... |
| darkmav | @ fragment: Zugegeben - meine Schilderungen sind teilweise etwas plakativ. Das (absichtliche) Herausstellen einzelner Beispiele mache ich jedoch deutlich kenntlich - im Unterschied zu der Bildzeitung. Beispielsweise für die erhöhte Kriminalität der Ausländer kann ich Dir Statistiken liefern (was ich in dem Ausländerthread schon getan habe). Realitäten gehen leider in unserer ach so liberalen Gesellschaft, wo jeder gleich einen Asylanten knutschen möchte, leider unter. Übrigens finde ich es sehr lobenswert, daß gerade Ausländer sich nicht zu schade sind, die "niederen Tätigkeiten" (Anführungszeichen sind auch eine Kenntlichmachung) zu verrichten. In Bezug auf Hartz-IV habe ich Ausländer in meinem letzten Beitrag also nicht diskreditiert! Daß der IQ von (ungelernten) HartzIVlern niedriger sein dürfte, als von Akademikern - dazu gibt es wohl Untersuchungen en Masse; habe keine Zeit diese in google.scholar (oder sonstwo) rauszukramen. Was ist an meinen Aussagen also falsch? Sie passen nur nicht in Dein liberales Weltbild, wo jeder Mensch gleich gut ist, und Ausländer sogar besser; wo jemand alleine deswegen Hart-IV empfängt, weil er in seinem Leben fürchterlich Pech gehabt hat, und ein frühkindliches Trauma erleben mußte usw. Letztendlich stehe ich hinter meinen Aussagen, und glaube, daß diese richtig sind. Das findet übrigens auch ein großer Teil des Bundestags (hier vor allem CDU angeführt von Merkeline). Absenkung des ALG2s für jüngere (und fitte) Leute [B]wird kommen[/B]. Ebenso wie die Einstellung der Zahlungen an Neufünfland (auch wenn diese bis dann den Level Westdeutschlands noch nicht erreicht haben, wovon auszugehen ist). Schattenwirtschaft wird kontrolliert und verhindert werden müssen - in einem viel größeren Maße, wie es bis jetzt getan wird (von Kriminalität ganz zu schweigen). Tief in Deinem Herzen weißt Du, daß ich Recht habe - Du willst Dir das nur nicht eingestehen, weil Dein ganzes Weltbild sonst zusammenbrechen würde (und Du dann vielleicht auch noch einen schlechten Stand bei Deinen Freunden hättest)... Das macht meine Aussagen für Dich so gefährlich... Solange Du Deine Fassade aufrecht erhalten kannst - kein Problem. Aber wehe, Du kommst mal ins Nachdenken... |
| Move over Kate | Na na Herr Darkmav, bleiben Sie mal auf dem Teppich... Das Problem der Validitiät der "Ausländerkriminalitätsstatistik" ist hinsichtlich des Wirkungszusammenhanges "Ausländer - höhere Kriminalität" noch nicht eindeutig geklärt. Fakt ist, dass Ausländer alleine wegen der Straftatbestände der Ausländer- und Asylgesetze (die Deutsche gar nicht erfüllen können) absolut mehr Straftatbestände erfüllen können. Fakt ist auch, dass es einen Wirkungszusammenhang zwischen sozialer Schichtzugehörigkeit und Kriminalität gibt. Ausländer gehören tendentiell nicht zur Upper-Class. Insoweit argumentieren vor allem linke Multikulti-alt-68er-Soziologen, dass wir bei der Interpretation der Ausländerkriminalstatistik einem "ökologischen Fehlschluss" aufsitzen. Das klingt auch plausibel - wobei ich persönlich der Ansicht bin, dass man nicht alle ethnischen Probleme aus Gründen gutgemeinter PC zu sozialen Problemen uminterpretieren darf, wenn es nicht begründbar ist. Natürlich gibt es einen tendentiellen Zusammenhang zwischen Einkommen, Berufstätigkeit und Intelligenz. Aber auch hier gilt, dass quantitative Methoden (wie die Auswertung der dies prima facie bestätigenden Statistiken) die Extreme nivellieren. Beispiel: Wir haben in unserer Truppe einen Müllwerker. Der verdient nicht viel. Man sollte also nach allen Statistiken annehmen, er sei nicht der Hellste - die Annahme stimmt aber nicht. Der Mann ist studierter Konzertmusiker (Klarinette) und hat nach seinem Übersiedeln aus Rußland hier keine Stelle gefunden - und arbeitet als Müllmann. Ergo: Hochaggregierte Statistiken können nicht allen Einzelfällen gerecht werden. Und was dass Urteil angeht [QUOTE]aber die Umgewöhnung in eine effiziente Arbeitshaltung dürfte vielen [Ex-DDRlern, MOK] doch schwer fallen[/QUOTE]: Die DDR war [I]trotz[/I] der Planwirtschaft die führende Industrienation des Ostblocks. Man könnte mutmaßen, dass die den Deutschen allgemein zugesprochenen Tugenden (Grüße an Judgedredd, den alten Flachstecker... :D ) und Kenntnisse dies der Marktfeindlichkeit zum Trotz ermöglicht haben. |
| darkmav | @ MoK Die Ausländerstatistiken machen keine Aussage über den Ursache-Wirkungs-Zusammenhang. Ist auch nicht deren Aufgabe. Selbst die Ausländer-und-Asylgesetz-bereinigten Statistiken zeigen jedoch eine signifikante Überhöhung der Kriminalität im Ausländerbereich. Wobei Verstöße gegen das Ausländer- oder Asylgesetz ebenso kriminelle Handlungen sind, wie Mord oder Ladendiebstahl. Wenn man jetzt die erhöhte Kriminalität der Ausländer mit deren sozialer Situation rechtfertigen versucht, gerät man in das Feld der qualitativen Soziologie - die nicht mehr empirisch abgesichert ist. Hier kann man alles mit allem erklären - was meist in einem sinnentleerten Geschwafel mündet (ähnlich wie in der Tiefenpsychologie). Ebenso ist die Geschichte mit dem IQ eine Mittelwertbildung. Natürlich gibt es Ausreißer (sowohl bei der "Unterschicht" als auch bei den "Akademikern"). Vielleicht wäre es besser, den Median zu nehmen, was die Statistik robuster gegenüber Ausreißern (englisch: mavericks ;)) macht... doch das sind Feinheiten, auf die ich jetzt nicht eingehen möchte. Ohne Mittelwerte (und Verallgemeinerungen) ist allerdings politisches Handeln sinnlos. Schon alleine um gerade aus gehen zu können bedarf es einer (unbewußt vollzogenen) Mittelwertbildung. (Das Laufen ist ein komplexes Optimierungsproblem). Um wieviel wichtiger muß Mittelwertbildung in der Politik sein! |
| Move over Kate | [QUOTE]Die Ausländerstatistiken machen keine Aussage über den Ursache-Wirkungs-Zusammenhang. Ist auch nicht deren Aufgabe.[/QUOTE] Na gut - die Statistik an sich nicht. Aber eine Statistik ist doch ohne Interpretation überhaupt nichts wert. Und spätestens bei der Interpretation stellt sich die Frage des Wirkungszusammenhanges. Kein Mensch sammelt Daten, um sich an den schönen Zahlenkollonen zu erfreuen, die im Schrank stehen... :D [QUOTE]Wenn man jetzt die erhöhte Kriminalität der Ausländer mit deren sozialer Situation rechtfertigen versucht, gerät man in das Feld der qualitativen Soziologie - die nicht mehr empirisch abgesichert ist. Hier kann man alles mit allem erklären - was meist in einem sinnentleerten Geschwafel mündet (ähnlich wie in der Tiefenpsychologie).[/QUOTE] Nein, das ist nicht korrekt. "Ökologische Fehlschlüsse" sind ein Problem der [I]quantitativen[/I] sozialwissenschaftlichen Methodologie, die entstehen, wenn ich aus hochaggregierten statistischen Werten fehlerhafte Rückschlüsse auf die Teilmengen oder Individuen ziehe. Es geht darum, aus empirisch gesicherten Werten die richtigen Schlüsse zu ziehen - und die unzulässigen auszuschließen. Beispiel (nach Wikipedia): In einem Dorf mit 40% kath. Bevölkerung wählen 40% der Wähler CDU. Hier liegt der Schluß nahe, dass Katholiken CDU wählen. Die Wähler können sich aber auch ohne Probleme aus den anderen konfessionellen Gruppen rekrutieren. Sie sehen: Kein qualitatives Problem, sondern ein rein statistisches, das bei der Deduktion vom Ganzen auf das Einzelne entsteht... Und das kann wegen der Korrelation Schicht - Kriminalität einerseits und Schicht - Ausländerstatus auch in der Kriminalstatistik auftauchen. Ich sag ja nicht, dass es so ist - aber es kann sein. Ansonsten hast Du recht - ohne Angabe z. B. der Streuungswerte hat ein Mittelwert überhaupt keine Aussagekraft. Und natürlich haben auch qualitative, induktive Methoden ihre absolute Berechtigung. Bevor ich überhaupt quantitativ tätig werde, gibt mir der qualitative Bereich (Einzelfallstudien, qualitative Interviews etc.) den nötigen Input für die Hypothesenbildung. Die Hypothesen kann ich dann empirisch - und auch quantitativ - überprüfen Ich plädiere insoweit auf Methodenmix, der qualitative und quantitative Ansätze vereint... ;) |
| belladonna | [QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i] [B]*lol* Die DDR hätte 1989 ohen Mauerfall eine Zukunft gehabt? :D [/B][/QUOTE] Naja, aber vielleicht hätte die BRD ohne den Mauerfall eine bessere Zukunft gehabt. Ich hab da nämlich mal was Interessantes gelesen. Der Untergang der sozialen Marktwirtschaft kann nämlich durchaus etwas mit der Tatsache zu tun haben, daß es keine DDR, keinen kalten Krieg mehr gibt und es nicht mehr allzu notwendig ist, einen gewissen sozialen Standart zu bewahren um weniger Angriffsfläche gegen die pösen Kommunisten zu bieten.:D |
| Move over Kate | @ Belladonna Eigentlich ein amüsanter Gedanke - nur hat er doch einen Haken: Das sozialistische Gedankengut ist ja nicht von der Bildfläche verschwunden. Wenn die (unsoziale) Marktwirtschaft jetzt weltweit unkontrolliert ohne Widerpart läuft, besteht doch die Gefahr, dass die sozialistischen Parteien innerhalb der neoliberalen Staaten erfolgreich werden. Das wär ungefähr so wie beim Tanz der Vampire - die Welt vom Kommunismus befreit, aber sie ihm dennoch ausgeliefert... |
| Stonehenge | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B]Man könnte durchaus auch die Annektion der DDR als Grund für die (gefühlte) wirtschaftliche Misere Deutschlands sehen. Trotz der reingepumpten [B]Billionen[/B] bleibt die Arbeitslosigkeit "drüben" immer noch recht hoch. Denke mal, eine Ursache ist psychologischer Natur: Wer sich zeit seines Lebens einen faulen Lenz gemacht hat, der ist vielleicht noch zu motivieren, auf die Straße zu rennen und "Wir sind das Volk zu rufen" (in der Hoffnung auf Bananen und Ballermann), aber die Umgewöhnung in eine [B]effiziente[/B] Arbeitshaltung dürfte vielen doch schwer fallen. [/B][/QUOTE] Wenn man das liest geht einem doch bald die Hutschnur hoch als Ostdeutscher. Eigentlich erstaunlich, daß bis '89 ohne reingepumpte Billionen keine hohe Arbeitslosigkeit vorhanden war (im Gegenteil Arbeitskräftemangel herrschte). Bist Du im Ernst der Meinung, die DDR-Bürger waren alle zu faul zum arbeiten und deswegen war die Wirtschaft rückständig? Sicher war die Effizienz oft nicht mit dem Westen vergleichbar, weil es schlicht an vielem gefehlt hat. Die Knappheit von Rohstoffen, Ersatzteilen usw. machte oft eine Menge Erfindergeist notwendig um doch irgendwie hinzukommen. Auch haben Menschen schwere Arbeit geleistet, die "drüben im Westen" schon längst moderne Maschinen übernommen hatten. Übrigens bringt Effizienzzuwachs gesamtwirtschaftlich nur einen wirklichen Zuwachs wenn die gesteigerte Produktion auch benötigt wird. In einer Überflußgesellschaft führt sie unter Umständen nur zu mehr Arbeitslosigkeit, da die freigewordenen Kapazitäten an Arbeitskraft von der Wirtschaft nicht sinnvoll genutzt werden. Dort wo sie evtl. gebraucht würden (z.B. Pflege, Gesundheit) ist kein Geld vorhanden um mehr Leute einzustellen. Controlling als Nonplusultra klingt mir irgendwie nach typisch Wiwi (lese hier an der Uni öfters mal sowas). Mal sehen, wie lang sich das derzeitige Wirtschaftssystem halten kann, und was danach kommt. Grüße Stonehenge |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Stonehenge [/i] [B]Eigentlich erstaunlich, daß bis '89 ohne reingepumpte Billionen keine hohe Arbeitslosigkeit vorhanden war (im Gegenteil Arbeitskräftemangel herrschte).[/B][/QUOTE]Nun, auch das hatte Gründe; und diese sind nicht eben dazu angetan, ein Loblied auf den Sozialismus zu singen. Leider ist es aber im gesamtdeutschen Rahmen unmöglich, über die ostdeutschen (historischen) Probleme zu sprechen, da sofort ein Westdeutscher Spalier steht um zu sagen "Sag ich doch, bei euch war alles Scheiße". Eine äußerst unschöne Angewohnheit, die, egal um welches Thema oder welchen Aspekt es geht, nur zum Ausdruck bringen will "Wir haben gewonnen". Zeitgleich bekommst du aber nicht nur gesagt, daß deine Vergangeheit wertlos sei, nein, man solle auch endlich drüber wegsehen. Was ist schon Ost und West, wir sind doch ein Deutschland ... Darkmav hat mit einem Teil seiner Anmerkungen durchaus recht (so recht, wie man ihm für den anderen Teil ins Gesicht spucken könnte) - es ist psychologischer Natur. Meine Großmutter erzählt mir von einem Gespräch mit irgendeinem Doktoranden - der untersuchte, wie bzw. was junge Leute von ihren Eltern wissen - insbesondere im Vergleich Ost/West. Dieser kam zu der Schlußfolgerung, das westdeutsche 'Kind' weiß mehr, denn !! von Ostdeutschen kamen häufig Antworten, die nicht stimmen konnten. Heutzutage kann man nämlich nichtmehr in Moskau studiert haben - was kann man in der Russei schon lernen? Also studierte man nicht dort, sondern in Paris. Das Kind ostdeutscher Eltern weiß also so wenig über seine Eltern, daß es sich genötigt sieht, Geschichten zu erfinden ... Ich will und kann dies als Beispiel nicht auseinandernehmen (allein die mir zur Verfügung stehenden Informationen reichen nicht) es zeigt aber schön, auf welchen Ebenen man sich bei diesen Auseinandersetzungen bewegt. In dem Beispiel werden Sachen verglichen, die sich nicht vergleichen lassen und es werden Schlußfolgerungen gezogen, die man zwischen lächerlich und beleidigend einstufen kann. Unnötig zu erwähnen, daß eben jener Doktorand nicht ostdeutsch war... Es ist bedauerlich, daß man bei der durchaus notwendigen Geschichtsaufbereitung vom 'Westen' keinen Bewegungsspielraum eingeräumt bekommt, denn auf zwischenmenschlicher Ebene gibt es, ums kurz zu machen, keine Probleme. Im Kollegenkreis beispielsweise spielt die Unterscheidung Ost/West keine Rolle. Nicht mal ansatzweise - solange zumindest Ost/West kein Thema ist - dann nämlich kommt die Siegermentalität voll zum tragen und wie es wirklich war, interessiert keinen mehr. Umsoweniger, alsdas man Informationen aus erster Hand bekommen könnte. Schade, denn mir muß ein Wessi (und das ist kein Kosename) inzwischen erstmal deutlich machen, daß er meine Meinung, meine Erfahrung - die Geschichte von Ostdeutschen - hören will und nicht nur nach Begebenheiten sucht, in denen er seinen Sieg bestätigt oder begründet sieht. (man sehe mir den fehlenden Bezug zum eigentlichen Thema nach) |
| Fuck up Evil | Es ist doch unsinnig darüber zu diskutieren, die Wiedervereinigung war sicher einer der finanziellen tödlichsten Stöße, aber da man es eh nicht rückgängig machen kann, muss man sich halt damit arangieren. :rolleyes: |
| Move over Kate | [QUOTE]Zeitgleich bekommst du aber nicht nur gesagt, daß deine Vergangeheit wertlos sei, nein, man solle auch endlich drüber wegsehen. Was ist schon Ost und West, wir sind doch ein Deutschland ...[/QUOTE] Wenn das ein Hieb in meine Richtung gewesen sein sollte: a) hab ich nicht behauptet und b) stimmt. Heulsusen aus Ost und West gehen mir gleichermaßen auf den Sack, weil das Lamentieren über die verschiedenen deutschen Wege zwischen 1945 und 1990 überhaupt nix bringt. Der Ost-West-"Gegensatz" wird hoffentlich schnell zu einer historischen Episode, die nur nach als Randnotiz auftaucht, so wie der Gegensatz Preußen gegen Bayern. Dazu müssen aber die Menschen in Ost- und Westdeutschland gleichermaßen ihre Ressentiments ablegen - ohne dem jeweils anderen seine separate Identität abzusprechen. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] Ich denke, wenn die DDR noch separat - marktwirtschaftlich und demokratisch (im westlichen Sinne) - bestehen würde, dann sähe es ähnlich aus wie z. B. in Polen oder Tschechien. Die grenznah lebenden Menschen würden als Billiglöhner nach Hessen, Niedersachsen oder Bayern pendeln, das Jahreseinkommen läge weit unter dem der Westdeutschen und langsam würden die westeuropäischen Konzerne die DDR als profitablen, weil über eine Heerschar von Billiglöhnern verfügenden Standort entdecken. Wem das lieber wäre als der Status Quo, der möge sich melden... [/QUOTE]Wo ist bitte der Unterschied zum gegenwärtigen Zustand? Die Verwandten und Bekannten von mir, die Arbeit haben, pendeln als Billiglöhner nach Hessen, Niedersachsen oder Bayern, und das Jahreseinkommen liegt weit unter dem der Westdeutschen. Naja, wenigstens soll ja jetzt bei der Bundeswehr der Ost- und West-Sold langsam angeglichen werden ... [QUOTE]Die Ostdeutschen haben sich tendentiell mit der Öffnung der Grenze auch lieber mit Produkten aus dem Westen versorgt - weil sie Persil statt Spee, Nutella statt Nudossi, VW statt Wartburg, Marlboro statt F6 kauften. Und dabei waren nicht alle Produkte aus dem Westen zwangsläufig überlegen... [/QUOTE]Sowas schreiben nur Leute, die nicht wissen, wie das vor 16 Jahren wirklich gelaufen ist. Dass keine Ostprodukte mehr gekauft wurden, lag vor allem daran, dass pünktlich zum 1.7.1990 (für die Vergesslichen: Tag der Währungsunion) sämtliche Ostprodukte aus den Geschäften geworfen wurden und es dort eben nur noch Westwaren gab. Ich erinnere mich noch genau, wie die hiesigen Produzenten gekämpft haben, Verkaufsstände auf der Straße errichtet haben usw., bis ihnen auch noch das untersagt wurde. Aber wie hieß das doch so schön: "Die Geschichte wird immer von den Siegern geschrieben." @ darkmav: Ich dachte immer, das Niveau der BILD könne man kaum noch unterschreiten - du belehrst mich eines Besseren. |
| The Archangel | also... wir waren bei H4 richtig? Ich krieg grad ne Krise, obwohl ich nur die ersten Posts gelesen habe. Meine Mutter war arbeitslos. Wir hatten aber Internet, damit ich in der Schule mithalten konnte. Eigentlich konnten wir uns damals noch nicht mal den Büchereiausweis leisten. Es war keine Kohle da. Meine Mum bekam das damalige Arbeitslosengeld... gekürzt. Weil sie nicht bereit war, in einen Stadtteil mit der höchsten Kriminalitätsrate Duisburgs zu ziehen und mir unter Umständen mein Leben zu versauen. Denn ich habe durchaus das Recht, aus dem Haus gehen zu können, ohne nen Dolch unter der Bluse zu tragen, nur damit ich mein (meistens leeres) Portmonee behalten darf. Und als "Deutsche" - noch dazu alleinerziehend - ist man in dem Viertel leicht mal eher tot als lebendig. Zum Thema Internet. Hätten wir das nicht gehabt, hätte meine Mum den Job, den sie bis vor 1 1/2 Jahren hatte, erst gar nicht bekommen! Nun stehen wir wieder am Anfang. Ich mache in zwei Monaten eine Kursfahrt nach London. Ich habe noch keine Ahnung wie wir das finanzieren. London ist teuer. Aber mein kompletter Kurs fährt. Förderverein der Schule zahlt nicht, s Amt aber auch nicht. was machen wir also? sparen. Wo es nichts zu sparen gibt. Im Moment bezahl ich die Flat von meinem Taschengeld, dass ich von der Oma bekomme. Ich kann nicht mit Freunden rausgehen, ins Kino, shoppen wie alle anderen. Und das alles nur weil die Wohnung zu teuer ist und mein Herr Vater (leider muss man fast sagen...) arbeitet. Würde er nicht arbeiten, bekämen wir noch ne stange mehr, aber das isses echt nicht wert. Das Psychische ist übel. Meine Ma muss ich aus dem Haus prügeln, sie will nicht mehr raus, weil sie denkt, sie verprasst das Geld, und weil sie sich total minderwertig fühlt. Das ist schlimm. Vor allem, weil der Vater arbeitet und ich bei Freunden bin, sie dann alleine zuhause sitzt und dann wird die Misere nur noch schlimmer. Sie würde auch putzen. Hat sie auch. Jetzt hat sie nen Bandscheibenvorfall. Und darf nicht. Kann nur Büroarbeit und davon gibts zu wenig... es is n Teufelskreis... Vor allem der beste Satz des Beamten aufm Sozialamt: "Entschuldigung, wir können Ihnen keine Leistungen genehmigen. Sie haben den falschen Personalausweis..." Soviel zum Thema "wo liegt das Problem" ... *grml* da könnt selbst ich nen Hass auf Ausländer kriegen... und eigtl bin ich dagegen denen für alles die Schuld zuzuschieben, aber in DEM FALL? Da geht mir die Hutschnur hoch... die wenigsten Arbeitslosen ruhen sich auf den Leistungen des Staates aus, jedenfalls kenne ich keine, un davon gibts ja unangefochten genug. |
| Move over Kate | [QUOTE]Wo ist bitte der Unterschied zum gegenwärtigen Zustand? Die Verwandten und Bekannten von mir, die Arbeit haben, pendeln als Billiglöhner nach Hessen, Niedersachsen oder Bayern, und das Jahreseinkommen liegt weit unter dem der Westdeutschen.[/QUOTE] Natürlich ist das Lohnaufkommen im Osten geringer als im Westen. Verglichen mit dem Einkommen eines Polen ist es aber hoch. Mit dem, was an der deutsch-polnischen Grenze abgeht, ist das was zwischen den ost- und westdeutschen Staaten abgeht, wohl kaum zu vergleichen, oder? Ich hab noch nicht von Thüringern gehört, die auf dem "Polenstrich" (den gibt es wirklich) als Tagelöhner schwarz anheuern und die Nächte in ihrem Polski-Fiat verbringen. Dass Thüringer in Hessen oder Bayern im Großen und Ganzen wesentlich weniger verdienen als Westdeutsche, wage ich aufgrund der Flächentarifverträge zu bezweifeln. Das Tarifniveau im Osten liegt ca. 5 - 10% unter dem des Westen. [QUOTE] Dass keine Ostprodukte mehr gekauft wurden, lag vor allem daran, dass pünktlich zum 1.7.1990 (für die Vergesslichen: Tag der Währungsunion) sämtliche Ostprodukte aus den Geschäften geworfen wurden und es dort eben nur noch Westwaren gab. Ich erinnere mich noch genau, wie die hiesigen Produzenten gekämpft haben, Verkaufsstände auf der Straße errichtet haben usw., bis ihnen auch noch das untersagt wurde. Aber wie hieß das doch so schön: "Die Geschichte wird immer von den Siegern geschrieben." [/QUOTE] Oder von Zynikern nach ihrem Belieben fehlinterpretiert. Hätte es auf seiten der Kunden eine Nachfrage nach den Ost-Produkten gegeben (wie es zwischenzeitlich ja wieder der Fall ist), so hätten sie sich auf dem Markt halten müssen. Der Kunde bestimmt, was er kaufen möchte - der Händler bedient nur die Nachfrage am Markt. Das ist VWL I für Anfänger. Vielleicht haben die Händler die Wünsche ihrer Kunden ja falsch eingeschätzt, als sie ihre Regale mit Westprodukten füllten. Nach zwei Wochen kollektiven Boykotts der Westware hätten sie wieder Ostprodukte geordert, weil sie profitorientiert denken. Hat es den Boykott gegeben? Nein. Und soweit ich weiß, gab es kein "Gesetz über den Verbot des Verkaufs von Produkten aus ostdeutscher Produktion". Die Händler haben sich an der angenommenen Nachfrage orientiert, die auch eingetreten ist. Nichts weiter. Und damit haben die Ostdeutschen mit über die Zukunft ihrer Betriebe entschieden. Wie heißt es doch so schön: "Der Kunde ist König". Übrigens sind 1990 die Gebrauchtwagenpreise im Westen heftig angezogen, da jeder Ostdeutsche nach Möglichkeit seinen Wartburg oder Trabbi gegen ein Westprodukt getauscht hat. Geschah das unter Zwang? :rolleyes: |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] [B]Wenn das ein Hieb in meine Richtung gewesen sein sollte: ... Das ist VWL I für Anfänger.[/B][/QUOTE]Wenn du irgendwas auf dich beziehst, dann schäm dich! In deine Richtung habe ich aber noch keine Hiebe ausgeteilt, wobei du dir dein VWL für Anfänger sonstwohin schieben kannst, denn wie ich schon sagte, gibts hierbei eine starke psychologische Komponente; zudem bedingt ein Boykott auch einen gewissen Grad der Koordination. Und zur Wende waren die Leute mit anderen Gedanken beschäftigt - die Frage, welche Firma meine Schokolade herstellt war da eher nebensächlich. Das es eine Quasiverbot für Ostprodukte gab hat auch TheTurningPoint schon angedeutet - hier lassen sich durchaus auch mehrere und interessante Gründe finden, nicht aber mit deiner Aussage als Basis. [quote][b]ist das was zwischen den ost- und westdeutschen Staaten abgeht, wohl kaum zu vergleichen Der Ost-West-"Gegensatz" wird hoffentlich schnell zu einer historischen Episode, ...[/b][/quote]Es ist nicht das Selbe, wer sich den Spaß machen will, kann aber jeden Freitag und Sonntag z.B. die A4 oder A9 im Grenzbereich beobachten - das könnte die eine oder andere Frage beantworten. Im Übrigen wird es Ost und West geben, solange es auch Yankies gibt ... |
| Move over Kate | [QUOTE]Wenn du irgendwas auf dich beziehst, dann schäm dich! [/QUOTE] Warum? [QUOTE]zudem bedingt ein Boykott auch einen gewissen Grad der Koordination.[/QUOTE] Nö. Der Smart-4-Türer ist am Markt gescheitert und die Produktion eingestellt worden, weil ihn keiner gekauft hat. Die Kunden haben das Produkt boykottiert, ohne sich abzusprechen. Ich hab mir zuhause Open Office auf den Rechner gespielt, um Microsoft zu boykottieren. Würde das jeder Nutzer machen, sähe Microsoft alt aus. [QUOTE]Das es eine Quasiverbot für Ostprodukte gab hat auch TheTurningPoint schon angedeutet - hier lassen sich durchaus auch mehrere und interessante Gründe finden, nicht aber mit deiner Aussage als Basis.[/QUOTE] Wer hat das Verbot ausgesprochen? Wie wurde es durchgesetzt? Mir fehlt da das Detailwissen. Würdest Du mich bitte aufklären? [QUOTE]Im Übrigen wird es Ost und West geben, solange es auch Yankies gibt ...[/QUOTE] Genau das meinte ich mit dem Hinweis auf Bayern / Preußen. Es ist eine historische Episode, die irgendwann überwunden ist und nur noch gelegentlich auftaucht - ohne das gleich eine Grundsatzdebatte über die Einheit geführt wird. Die ist in den USA nämlich über 140 Jahre nach dem Bürgerkrieg unbestritten. Versteht mich bitte nicht falsch - natürlich war die westdeutsche Wirtschaft geil auf den lukrativen Absatzmarkt "Osten". Und natürlich hat sie ihre Muskeln und ihre Marktmacht spielen lassen und damit die bis dahin hinsichtlich der Martkwirtschaft ahnungslosen VEBs übervorteilt. Aber die Ostdeutschen haben sich mehrheitlich auf das Spiel eingelassen - warum auch immer. Es ist ungefähr so wie bei Goethes "Fischer": "Halb zog sie ihn, halb sank er hin". |
| Odessa | ---- Die Verwandten und Bekannten von mir, die Arbeit haben, pendeln als Billiglöhner nach Hessen, Niedersachsen oder Bayern, ----- Und warum denken einige der Ostdeutschen eigentlich immer, "wir" hätten es besser hier, als einfache Arbeiter? Viele Oberbayern pendeln täglich 200 km und mehr bei ihrem Arbeitsweg nach z. B.München oder nach Österreich, und woher der Irrglaube kommt, wir alle würden hier Reichtümer verdienen, hätte ich langsam auch mal gerne gewußt! --- und das Jahreseinkommen liegt weit unter dem der Westdeutschen. ---- Also ich kenne niemand, der so wenig verdient wie Verkäufer oder die kleinen/mittleren Angestellten im öffentlichen Dienst, die aber - im Gegensatz zu z. B. Thüringen - von ihren 1000 bis 1500 Euro netto im Monat über die Hälfte davon für Miete ausgeben müssen. Die einfachen kleinen Arbeiter und Angestellten hier verdienen genauso wenig wie manche Ostdeutsche, zahlen aber wesentlich teurere Lebenshaltungskosten... edit: Wir sind EIN Volk und wir sollten endlich zusammenhalten und kapieren, daß keiner von uns dem Anderen was "schuldet" oder wegnimmt, sondern daß wir alle nur kleine arme Würmer sind, Spielball in den Händen der Mächtigen. Ich schätze und mag meine ostdeutschen Bekannten sehr, ich kenne sie als fleissige, offene und hilfsbereite Leute, die zusammenhalten und die noch gewisse Werte vertreten, von wegen "Miteinander statt gegeneinander" - und darum tut mir das verdammt weh, wenn ich immer wieder diese "Mauer im Kopf" bei den Leuten hier lese. |
| Move over Kate | Danke Ilo, du sprichst mir aus dem Herzen. Die einen Lamentieren: "Ihr habt uns unsere Sandburg kaputt gemacht" - die anderen "Wegen euch haben wir nicht mehr genug Sand, um Riesensandburgen zu bauen". Zum Kotzen. Wir sollten uns Schippchen und Eimerchen endlich teilen... |
| decay73 | ich habe gerade irgendwo gelesen, dass sich etwa 80 prozent der ostdeutschen als "menschen zweiter klasse" sehen. das mag zwar objektiv nicht stimmen, aber das spielt dabei keine rolle. man muss sich durchaus fragen lassen, warum das so ist, und was man falsch gemacht hat, dass es so gekommen ist, und was man besser machen kann, damit dieses 'gefühl' verschwindet. sowas kommt ja nicht aus heiterem himmel... |
| darkmav | @ Stonehenge Ja erstaunlich, daß in der DDR keine Arbeitslosigkeit geherrscht hat... Kann es sein, daß der Grund war, daß Ihr in einer Planwirtschaft gelebt hat? Rohstoffmangel? Hatten (bzw. haben) wir in der BRD auch. Ersatzteilmangel? Das ist keine Ausrede - der wird ja innerhalb des Systems generiert. Die Faulheit des Ossis (wenn ich das so plakativ sagen darf) wurde vom System induziert. Eben weil niemand sich Sorgen um seinen Arbeitsplatz machen mußte, und weil jeder das zum Leben nötige hatte. Genauso wie die Faulheit des HartzIVlers (wo wir wieder beim Thema wären) durch die lauschige soziale Hängematte gefördert wird. Hätte (wie schon oben gesagt) gar nichts dagegen, wenn "der Osten" wieder eigenständig (von mir aus auch kommunistisch, mit Gysi als Staatssekretär *lach*) werden würde. Leider geht das nicht mehr, jedenfalls in absehbarer Zukunft. Auf den Alexanderplatz und auf die Semperoper kann ich verzichten... >> Übrigens bringt Effizienzzuwachs gesamtwirtschaftlich nur einen wirklichen Zuwachs wenn die gesteigerte Produktion auch benötigt wird. In einer Überflußgesellschaft führt sie unter Umständen nur zu mehr Arbeitslosigkeit, da die freigewordenen Kapazitäten an Arbeitskraft von der Wirtschaft nicht sinnvoll genutzt werden. Dort wo sie evtl. gebraucht würden (z.B. Pflege, Gesundheit) ist kein Geld vorhanden um mehr Leute einzustellen. Hier wirst Du vernünftiger. Denke, daß gerade im Bereich Pflege und Gesundheit noch eine Menge gemacht werden muß. Hier könnte man die ganzen untätigen aber bumsfidelen Rentner und die Arbeitslosen viel stärker in die Pflicht nehmen. Bin auch dagegen, das Gesundheitssystem weiter zu privatisieren. Es müßte möglich sein, Wettbewerb zwischen Ärzten herrschen zu lassen, ohne den Käse mit Privatkrankenversicherung usw. D.h. jeder sollte gleich versichert sein (private Krankenversicherungen sollten abgeschafft werden), aber die Ärzte müßten viel stärker kontrolliert (im marktwirtschaftlichen Sinne) werden. Es müßten Stellen da sein, um sich über einen Arzt (oder deren Sprechstundenhilfen, die oft nur vom Arzt gedeckt werden) zu beschweren usw... Wo wir beim Controlling wären... Bin kein Wiwi... Habe nichts zu tun mit den Typen mit den feinen Hemdchen, der schicken Brille und den gegelten Haaren. Habe (deswegen?) auch nur eine grobe Vorstellung von Controlling. Aber wenn es in der Mensa beispielsweise nicht vorangeht (obwohl 10 Leute untätig rumstehen), dann sag ich denen: Das muß besser kontrolliert werden! |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] [B]Der Smart-4-Türer ...[/B][/QUOTE]Der Smart-4-Türer ist ein Produkt, das lediglich einen gewissen Markt abdecken sollte. Ein Wechsel der im Großen und Ganzen die komplette Produktpalette (vom Papiertaschentuch bis zum Fernseher) betrifft läßt sich nicht mit den Gesetzmäßigkeiten bewerten, die den Smart verhindert haben. Und ein Verbot im Sinne von "5 Jahre Freiheitsstrafe für den, der im Osten hergestellte Produkte verkauft" hat keiner ausgesprochen - falls es das ist, was du hören willst :rolleyes: Hier hat man natürlich auch den Verbraucher - Achtung! es kamen nicht einfach [b]neue[/b] Produkte hinzu - plötzlich hatte man Zugriff auf Waren, die man seit Jahren kannte, aber nur selten (bis hin zu nie) in die Hände bekam - hier zu erkennen, das oft nur Scheiße bunt verpackt ist, ging nicht von heut auf morgen. Zudem muß man auch erstmal mit der Rolle als Konsument zurecht kommen. Gab es Zeiten, da bekam man mitunter nur eine Tüte Erdnussflips ('zugewiesen'), muß man auf einmal damit klarkommen, jederzeit alles kaufen zu können (bzw. die theoretische Möglichkeit zu haben) - ich persönlich vermisse heute die Freude, die mir meine Oma jedesmal bereitete, wenn sie aus Berlin eine Dose Mandarinen (oder gar Ananas) mitbrachte. Das 5Liter-Faß bekomm ich heute immernoch leer, auch der Geschmack hat sich nicht geändert, das Gefühl fehlt aber. Psychologen können hierzu sicherlich mehrere Bücher füllen. Das ist aber nicht alles. Auch wenn man im Westen sowas nicht gern hört, es gab durchaus Konkurrenz im Osten - Betriebe, die spätestens nach einer der Lage entsp. Umstrukturierung wettbewerbsfähig gewesen wären (und die kann man nicht als Ausnahme, aber auch nicht als die Regel bezeichnen) wurden zum Großteil aber einfach plattgemacht. Am gründlichsten von der W&W-Union und der Treuhand. Als herausragendes Beispiel kann man die LPGs nehmen. Anfänglich nämlich nicht beachtet (man hat sich nicht vorstellen können, daß die LPG als Model konkurrenzfähig sein würde), hat man, als sich zeigte, daß diese am Markt als Anbieter/Hersteller Bestand haben würden, ganz fix irgendwelche Schulden ausgegraben. Die westdeutsche Landwirtschaft nämlich wäre der Struktur der LPGs einfach nicht gewachsen gewesen. |
| darkmav | @ MoK >> Na gut - die Statistik an sich nicht. Aber eine Statistik ist doch ohne Interpretation überhaupt nichts wert. Und spätestens bei der Interpretation stellt sich die Frage des Wirkungszusammenhanges. Kein Mensch sammelt Daten, um sich an den schönen Zahlenkollonen zu erfreuen, die im Schrank stehen... Ich mag Zahlenkolonnen, bin aber kein Statistiker ;) Um sich mit Statistik erfolgreich beschäftigen zu können, sollte man zum einen die konkrete Anwendung im Hinterkopf haben, aber andererseits auch Platonist sein (d.h. Zahlen und Formeln als etwas gottgegebenes betrachten) - und so abstrakt wie möglich denken können. >> Nein, das ist nicht korrekt. "Ökologische Fehlschlüsse" sind ein Problem der quantitativen sozialwissenschaftlichen Methodologie, die entstehen, wenn ich aus hochaggregierten statistischen Werten fehlerhafte Rückschlüsse auf die Teilmengen oder Individuen ziehe. Es geht darum, aus empirisch gesicherten Werten die richtigen Schlüsse zu ziehen - und die unzulässigen auszuschließen. Beispiel (nach Wikipedia): In einem Dorf mit 40% kath. Bevölkerung wählen 40% der Wähler CDU. Hier liegt der Schluß nahe, dass Katholiken CDU wählen. Die Wähler können sich aber auch ohne Probleme aus den anderen konfessionellen Gruppen rekrutieren. Sie sehen: Kein qualitatives Problem, sondern ein rein statistisches, das bei der Deduktion vom Ganzen auf das Einzelne entsteht... Und das kann wegen der Korrelation Schicht - Kriminalität einerseits und Schicht - Ausländerstatus auch in der Kriminalstatistik auftauchen. Ich sag ja nicht, dass es so ist - aber es kann sein. Es ist sehr schwierig, vernünftige differenzierte Statistiken aufzustellen. Das scheitert an Geld (korrekt durchgeführte Interviews sind teuer!), und leider auch an Unvermögen der zuständigen Statistiker. Es tauchen dann Dinge auf, wie das "Multiple Testing Problem", das zu völligen Fehlinterpretationen führen kann. Deswegen denke ich, Statistiken sollten so [B]so einfach, wie möglich[/B] durchgeführt werden. Man sollte in der Ausländerfrage natürlich im Hinterkopf behalten, daß Ausländer tendenziell aus "niedrigeren Schichten" kommen, aber fakt ist: Ausländer sind nun einmal krimineller. Daran ist nichts zu rütteln. Natürlich sollte man aufpassen, und nicht den nächsten Ausländer, der einem über den Weg läuft des Mordes verdächtigen... >> Ansonsten hast Du recht - ohne Angabe z. B. der Streuungswerte hat ein Mittelwert überhaupt keine Aussagekraft. Und natürlich haben auch qualitative, induktive Methoden ihre absolute Berechtigung. Bevor ich überhaupt quantitativ tätig werde, gibt mir der qualitative Bereich (Einzelfallstudien, qualitative Interviews etc.) den nötigen Input für die Hypothesenbildung. Die Hypothesen kann ich dann empirisch - und auch quantitativ - überprüfen Ich plädiere insoweit auf Methodenmix, der qualitative und quantitative Ansätze vereint... Wenn man eine Gaußsche Normalverteilung (iid) vorliegen hat, dann sind Mittelwert, Standardabweichung (und auch noch Anzahl der Stichproben) die relevanten Parameter. Leider kommen Normalverteilungen in der Gesellschaft kaum vor. Beispielsweise ist die Einkommensverteilung per definitionem schief (es kann keine negativen Einkommen geben!). Da wäre es besser, eine log-Normalverteilung anzusetzen. Andere Verteilungen (IQ besipielsweise) sind gerade so hindefiniert, daß sie Normalverteilungen entsprechen. Ob das sinnvoll ist, darüber läßt sich streiten - aber Normalverteilungen sind so ziemlich das einfachste, womit man rechnen kann; außerdem gehen nach dem Zentralen Grenzwertsatz der Statistik unendlich viele unabhängige zufällige Prozesse (welcher Art auch immer) zusammen genommen in eine Normalverteilung über. Zu qualitativ vs. quantitativ: Sicherlich braucht man die qualitative Soziologie (beispielsweise), um Hypothesen zu bilden. Denke aber, da gibt es keinen Mangel an Leuten, die das meinen zu können. Es ist auch schön einfach: So wie in der Tiefenpsychologie kann man alles aus allem folgern, was zur Folge hat, daß nur dumm rumgeschwafelt wird. Als Naturwissenschaftler weiß ich aber, daß das Experiment (hier empirische Studien) der Knackpunkt ist, an dem sich Theorien messen lassen müssen. Um diese Studien vernünftig durchführen zu können, bedarf es (oft nichttrivialer) Statistik, die von den Soziologen garantiert nicht mehr eigenständig überblickt werden kann (Es sei denn, sie haben ein Zweitstudium in Mathematik oder Physik gemacht). |
| geyer | Wo wir wieder beim Thema wären! ! ! [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B]Die Faulheit des Ossis (wenn ich das so plakativ sagen darf) wurde vom System induziert. Eben weil niemand sich Sorgen um seinen Arbeitsplatz machen mußte, und weil jeder das zum Leben nötige hatte. Genauso wie die Faulheit des HartzIVlers (wo wir wieder beim Thema wären) durch die lauschige soziale Hängematte gefördert wird. [/B][/QUOTE] Für solche Aussagen könnte ich dir glatt eine schmieren! |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]im Gegensatz zu z. B. Thüringen[/B][/QUOTE]... oder im Gegensatz zu Hof, zu Regensburg, Aschaffenburg, Coburg ... laber, laber ... Es bleibt nuneinmal so, das der Angestellte im Öffentlichen Dienst in Thüringen mehr macht und weniger bekommt, als der in Bayern. Im übrigen zahlt man in Thüringen mitunter mehr für Wasser, Strom, Miete, usw. als im benachbarten Franken. Es ist also ein Märchen, das im Osten alles billiger ist. (wenn man von der Lächerlichkeit absieht, Arnstadt mit München zu vergleichen ...) |
| Odessa | Tiberon *Dir mal virtuell zärtlichst in den Hintern tritt*: Du kannst wohl kaum beurteilen was hier Angestellte arbeiten und daß "der" Angestellte in Thüringen mehr arbeitet als der hier im Westen, was ist das denn für eine primitive Stammtischparole und vor allem: auf welchen FAKTEN beruht sie? Und was hat sie damit zu tun, daß wir hier unterbezahlt sind für die Lebenshaltungskosten, die wir hier haben und die eben sehr wohl höher sind - in Oberbayern wovon ich rede! - als in Thüringen oder Sachsen? Ich sehe hier in meiner Klinik jedenfalls nur, daß Pfleger und Schwestern zu einem Dreckslohn bis zu 3 Stellen ausfüllen für ein Gehalt, und die Mieten in Oberbayern und somit auch in München SIND Realität für die Millionen von Leuten, die sie bezahlen müssen und die trotzdem aber genau das gleiche niedrige Gehalt bekommen oder vielleicht 50 Euro mehr wie jemand in vergleichbarer Position im Osten. Klemm Dir also Deine Sprüche und benimm Dich nicht so herablassend, "Hasi", sonst wird Dein Bruder eher mein Schwager als Dir, ihm und mir lieb ist *g - Dich an die Drohung erinner*. Daß in Coburg die Mieten billiger sind als die in München, hat im Übrigen niemand bestritten und wenn Du richtig gelesen hättest, dann hättest Du auch gelesen daß ich nur von [color=coral]OBERBAYERN[/color] schrieb in meinem Beitrag :q Herzlichst, Deine virtuelle Bratpfanne :D |
| darkmav | >> Für solche Aussagen könnte ich dir glatt eine schmieren! Das sagt einer, der beim Arbeitsamt mit dem Handy (!) anruft - wo es doch Festnetz und zur Not Telefonzellen gibt, dafür aber rumjammert, daß ihm das Geld vorne und hinten nicht reicht. Ich kenne solche Leute aus meiner näheren Bekanntschaft. Die würden ganz schnell irgendeinen Job annehmen (jezt werden wieder Leute zum Spargelstechen gesucht), wenn sie Null Euro vom Staat bekommen würden... O-Ton einer Bekannten: "Dann geh' ich halt in Stütze, da krieg ich mehr, als ich mit BaFöG je gekriegt habe". Widerlich so was... Übrigens: Du kannst ja Deinen Kampfhund auf mich hetzen :D |
| Apex | @Mav Mit den selben Argumenten, mit denen du hier den Ossis eine angeborene Faulheit unterstellst, könnte man den Wessis genau das Gleiche utnerstellen. Immerhin bekam der Westen ja alles in den Arsch geblasen (ERP, EWG), während die Ossis ohne Hilfe wieder auf die Beine kommen mussten. Nicht, dass ich diese Aussage befürworten würde...aber ich bitte mir doch ein bisschen mehr Respekt vor den Leistungen der DDR-Bürger aus. Im übrigen, und jetzt als Mod, finde ich dein Diskussionsverhalten widerlich. |
| Odessa | Darkmav, ich selbst würde/werde auch jeden Job annehmen und ich habe mir erst vorgestern eine Putzstelle rausgesucht, die ich hoffentlich kriege: 4 Stunden in der Woche in einer Villa am Tegernsee, für 12,50 die Stunde. Das ist definitiv mehr als ich in meinem ÖD-Job verdiene, Stundenlohntechnisch. Und ich bin mir absolut nicht zu schön/zu schade dafür, putzen zu gehen, denn ich muß meine Miete bezahlen und habe keine Lust, dem Staat - sprich anderen Arbeitern - auf der Tasche zu liegen. Also bitte, nicht alle Arbeitslosen über einen Kamm scheren, Darkmav ;-) |
| Move over Kate | [QUOTE]Die westdeutsche Landwirtschaft nämlich wäre der Struktur der LPGs einfach nicht gewachsen gewesen.[/QUOTE] Da geb ich dir vollkommen recht. Hinsichtlich der Effizienz kann kein westdeutscher Kleinbauer einem industriell organisiertem Großbetrieb das Wasser reichen. [QUOTE]Zudem muß man auch erstmal mit der Rolle als Konsument zurecht kommen. Gab es Zeiten, da bekam man mitunter nur eine Tüte Erdnussflips ('zugewiesen'), muß man auf einmal damit klarkommen, jederzeit alles kaufen zu können (bzw. die theoretische Möglichkeit zu haben) - ich persönlich vermisse heute die Freude, die mir meine Oma jedesmal bereitete, wenn sie aus Berlin eine Dose Mandarinen (oder gar Ananas) mitbrachte. [/QUOTE] Auch da geb ich dir vollkommen recht. Und sicherlich haben die westdeutschen Anbieter - von der Salzstange bis zum Kleinkredit über 10.000 DM zur Finanzierung von neuer Karre und neuer TV-Kombi zu horrenden Zinssätzen - die Blauäugigkeit des neuen Kundenkreises schamlos ausgenutzt. Und ich geb dir sogar recht, dass das Ganze einen psychologischen Hintergrund hat. Ich habe gerade meine liebe Kollegin I., die ursprünglich aus Jena kommt, gefragt, ob sie 1990 eher Club-Cola oder aber Coca-Cola gekauft hätte. Die Antwort ist ja wohl klar - mit der Begründung: "Die muss man halt getrunken haben!". Du wirst nicht bestreiten können, dass die Mehrheit der Ostdeutschen die neuen Konsummöglichkeiten exzessiv genutzt hat - unter Zutun der Westdeutschen Anbieter. Und das war im Hinblick auf das "Absägen des Astes, auf dem man sitzt" kurzsichtig. Ich meine das jetzt keineswegs als Vorwurf oder Hohn - ich hätte es auch so getan. [QUOTE]Ausländer sind nun einmal krimineller.[/QUOTE] Bitte nicht so apodiktisch, es gibt genug Ansätze, diese Behauptung zu falsifizieren. Mit "es gibt statistische Hinweise, dass Ausländer häufiger Straftaten begehen" könnte ich mich anfreunden... ;) [QUOTE]Um diese Studien vernünftig durchführen zu können, bedarf es (oft nichttrivialer) Statistik, die von den Soziologen garantiert nicht mehr eigenständig überblickt werden kann (Es sei denn, sie haben ein Zweitstudium in Mathematik oder Physik gemacht).[/QUOTE] Na na na, bitte nicht so hochnäsig... Aber andererseits: Nur zu! Ein Architekt muss ja auch nicht selbst mauern können - oder ein Klo anschliessen... :D HANDWERKER! ;) |
| geyer | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B] Das sagt einer, der beim Arbeitsamt mit dem Handy (!) anruft - wo es doch Festnetz und zur Not Telefonzellen gibt, dafür aber rumjammert, daß ihm das Geld vorne und hinten nicht reicht. Ich kenne solche Leute aus meiner näheren Bekanntschaft. Die würden ganz schnell irgendeinen Job annehmen (jezt werden wieder Leute zum Spargelstechen gesucht) [/B][/QUOTE] sowas sagt einer, der als Dauerstudent vllt. mit 40 zum ersten mal was anständig in die Sozialkassen einbezahlt. ich habe sconmal gesagt, daß mir Festnetz zu teuer und das Handy nur habe um angerufen zu werden. Ausserdem finde mal einen Fernsprecher der noch mit Münzgeld funktioniert. Kampfhund? ja, den hätte ich schon gerne. Der muß wohl warten bis ich wieder einen Job habe. Spargelstechen und verkaufen würde ich auch. Hast du mir den Job? |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]auf welchen FAKTEN beruht sie?[/B][/QUOTE]Auf den Arbeitszeiten?! Die Diskussion wegen 40 Stunden gibt es im Osten komischerweise nicht. Das liegt aber bestimmt daran, daß Ossis ihren Arsch nicht hochbekommen ... |
| Odessa | Tiberon, wir haben hier "offiziell" eine 38,5 Stunden-Woche, aber unter 44 Stunden geht hier niemand raus bei uns, ich kann die nächste Woche allein schon mit meinen Überstunden Urlaub machen, sei versichert. Und ich hab nirgends was geschrieben von Arsch nicht hochkriegen, huhu, ich bin die, die den Fleiß der mir bekannten Ostdeutschen lobte ;-) |
| Tiberon | Scheiße, und im Osten macht man keine Überstunden oder wie? Merkst dus nur nich? |
| darkmav | @ Apex Die DDR war doch im Warschauer Pakt (und den entsprechenden wirtschaftlichen Organisationen, deren Namen mir allerdings entfallen sind), und sogar dessen Vorzeigeland, wenn ich mich nicht täusche... Ich habe es übrigens gleich gewußt: Wir könnten nochmals richtige Freunde werden ;) @ Odessa Natürlich möchte ich nicht alle Arbeitslosen über den Kamm scheren, insbesondere nicht die Arbeitssuchenden (die diesen Namen auch verdienen). Mich könnte es ja selbst mal treffen... Ich finde es großartig, daß Du jetzt - übergangshalber - etwas gefunden hast :) @ MoK >> Bitte nicht so apodiktisch, es gibt genug Ansätze, diese Behauptung zu falsifizieren. Mit "es gibt statistische Hinweise, dass Ausländer häufiger Straftaten begehen" könnte ich mich anfreunden... Nenn mir mal einen Ansatz, der dazu in der Lage ist, diese Beahuptung zu falsifizieren. Nochmals die Statistik (extra für Dich herausgesucht): [url]http://www.bka.de/pks/pks2004/index2.html[/url] Für die weitere Diskussion (falls sie Dich interessiert), bitte ich das hier (und folgende) zu lesen: [url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=1170985#post1170985[/url] >> Na na na, bitte nicht so hochnäsig... Aber andererseits: Nur zu! Ein Architekt muss ja auch nicht selbst mauern können - oder ein Klo anschliessen... HANDWERKER! Nur daß manchmal ein Handwerker bzw. ein Statiker mehr drauf haben muß, als ein Architekt. Ein Architekt muß nur dafür sorgen, daß es gut aussieht, ein Statiker dafür, daß das Ding auch stehen bleibt! @ Geyer: Ich bekomme BAT IIa/2, und damit zahle ich durchaus etwas in die Sozialkassen ein - wahrscheinlich mehr als Du! Wenn ich promoviert bin, werde ich ganz schnell in die höheren Einkommens- und dann auch Steuerklassen aufsteigen (Ich fordere mal 60.000 Euro/Jahr Eisntiegsgehalt), so daß mein (zugegebnermaßen langes) Studium auch für den Staat nicht umsonst war. Übrigens: Es gibt auch Telefonkarten, und es gibt Sozialanschlüsse (leider [B]keine[/B] Sozialhandys). Einen Festnetzanschluß sollte zum Existenzminimum dazugehören, Handy und DSL [B]nicht[/B]. "Spargelstecher gesucht" liefert mir in google eingegeben jede Menge hits. Zum Beispiel den hier: [url]http://www.dhd24.com/stellenmarkt/stellenanzeige-31121-14022006-50345.html[/url] Interessant für Dich ist auch das hier: [url]http://www.ka-news.de/karlsruhe/news.php4?show=hok2006327-1080E[/url] |
| Odessa | Tibi, wenn bei einer 40-Std.-Woche jemand auch Überstunden macht, gut, dann arbeitet der natürlich mehr. Dafür kann der Westen nix, dafür kann der Osten nix, und ich wollte nur klar machen dass der einfache Arbeiter hier im Westen auch nix zu lachen hat, sondern daß es auch hier Leute gibt, die pendeln müssen, die sauwenig verdienen, die unterbezahlt sind und die vom System auch genug verarscht werden, nur darum ging es mir - wieso verstehst Du das ned? |
| darkmav | Zu der Arbeitszeitdiskussion zwischen Odessa und Tiberon: Arbeitsleistung definiert sich [B]nicht[/B] alleine über Arbeitszeit. Eine mindestens ebenso wichtige Komponente ist Effizienz. Ich verstehe es, unglaublich effizient zu arbeiten - ich glaube auch nicht, daß ich auf viel mehr als 40 Std./Woche reine Arbeitszeit (also abzüglich Posterei im Forum beispielsweise) komme - leiste aber dennoch mehr, als viele meiner Kollegen, die dauernd am rumjammern sind. Es ist nicht mehr so einfach, wie früher in der Fabrik: Getane Arbeit berechnete sich damals noch aus Arbeitszeit und Laufgeschwindigkeit des Fließbands (u.U. kommt die Ausschußrate noch dazu). Heute ist das alles viel komplizierter. Wenn das Controlling (mein neues Lieblingswort, ich weiß!) und die Motivation, sowie die äußeren Arbeitsbedingungen, stimmen, dann können die Leute auch in wesentlich kürzeren Arbeitszeiten wesentlich mehr leisten. Zum Thema Effizienz noch die Lyrics eines Songs meiner Lieblingsband: Running through my head secretly The shouts of the boys in the factory I ring you on the telephone silently Like blood, like wine in the darkroom scene The darkroom scene, darkroom scene A letter, once composed Seven years long and as tall as a tree Reading on the wall Emissions, efficiency Efficiency, efficiency Resurrect, as a feeling, on my window Of a past reunion Resurrect as a feeling on my window Of a past reunion Vision of a picture like the city And the air we breathe The air we breathe, air we breathe She stood beside me once again I knew her face We met before in the street Recalling all the children dancing at our feet The dancing feet, dancing feet |
| Move over Kate | [QUOTE]Nenn mir mal einen Ansatz, der dazu in der Lage ist, diese Beahuptung zu falsifizieren. [/QUOTE] Zum Beispiel PKS 2004, S. 109 [QUOTE]Die Kriminalitätsbelastung der Deutschen und Nichtdeutschen ist zudem aufgrund der unterschiedlichen strukturellen Zusammensetzung (Alters-, Geschlechts- und Sozialstruktur) nicht vergleichbar.[/QUOTE] Sogar die Polizei selbst sieht also die Möglichkeit des Fehlschlusses. Aber da ich Konstruktivist und damit der Meinung bin, dass es keine absolute und objektive Wahrheit gibt, gesteh ich dir eine abweichend Ansicht gerne zu. Wir können die Debatte aber dennoch ruhen lassen - ich bin ja auch der Ansicht, dass nicht alle ethnischen Unterschiede durch soziale Faktoren erklärt werden können. [QUOTE]Nur daß manchmal ein Handwerker bzw. ein Statiker mehr drauf haben muß, als ein Architekt. Ein Architekt muß nur dafür sorgen, daß es gut aussieht, ein Statiker dafür, daß das Ding auch stehen bleibt![/QUOTE] Auch hier liegt die Wertung im Auge des Betrachters. |
| geyer | @darkmav Ich habe bis zum Eintritt meiner Arbeitslosigkeit 23 Jahre ohne Unterbrechung gearbeitet und zum Schluß ein Jahresbrutto von 49000,-€ gehabt. Meine Wochenarbeitszeit betrug ca. 60 Std. Ich lasse mich von dir nicht mehr länger als Sozialschmarotzer hinstellen!:q |
| darkmav | @ geyer: Meine Kritik an Hartz-IV bezog sich auch nicht auf die älteren, die schon Jahrzehntelang in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt haben - ich finde es durchaus gerechtfertigt, wenn diese [B]mehr[/B] Unterstützung bekommen würden. Meine Kritik bezog sich auf Jüngere, die meinen, sich auf Kosten des Staats einen faulen Lenz machen zu können. Beispielsweise, in dem sie sich noch von Mami durchfüttern lassen, und kräftig "Stütze" einkassieren. (Soll es ja auch geben...) Bin a priori davon ausgegangen, daß Du zu diesen Jüngeren gehörst (Mein Prior war die Altersstruktur des Forums - der Durchschnitt dürfte deutlich unter 30 liegen). Ich bitte, dies zu entschuldigen! @ MoK: Ich weiß, was jetzt kommt ;) |
| Move over Kate | [QUOTE]@ MoK: Ich weiß, was jetzt kommt[/QUOTE] Falsch - nix mehr... :p BTW [I] Ich [/I] bin gar kein Soziologe. Möchte ich mal klarstellen... ;) |
| geyer | der Eingangspost sollte deutlich machen, wenn auch unglücklich formuliert (ich bin ja nur einfacher Arbeiter), daß eben diese Reform nicht gegriffen hat, sondern nur die Bevölkerung noch mehr spaltelt, sowie auch der Unmut gegen die staatsverordnete Bürokratie, die nur Geld kostet, um sich greift. 1. die Reform Hartz4 hat keine neuen Arbeitsplätze geschaffen, ausser vllt. in den Job-Centern, ARGE und wie sie heissen. 2. die zusammenarbeit von Arbeitsagentur und Jobcenter funktioniert nicht. heißt: Angebote sind da, werden nur von der Agentur nicht an das Jobcenter weitergegeben und somit auch nicht an den Alg2 Empfänger. 3. der gesammte Aufwand mit seinen Kosten ist gewachsen: Ich wurde innerhalb von 7 Tagen 2x eingeladen, was jedesmal für mich 5,60€ Fahrtkosten bedeutete. Wären die Gespräche nicht an einem Tag möglich gewesen? Stichwort: Schikane (Fahrkostenersatz unter 6€ ist nicht erstattungsfähig) 4. bei Einhaltung meines Termins musste ich eine geschlagene Stunde warten! .. "nur eine Sekunde..." so die Sachbearbeiterin. diese Definition von Sekunde ist mir neu. ich werde mein Zeitmanagement auch überdenken müssen... Stichwort: Schikane 5. Ich habe in 2 (ausgeschrieben: zwei) Jahren sage und schreibe einen ( ausgeschrieben: EINEN! ) Vermittlungsvorschlag bekommen. 6. nach ungezählten, efolglosen Bewerbungsschreiben ist dieses Amt endlich mal bereit mir ab sofort ( und nicht rückwirkend) bereit, mir für meine Bewerbungen endich einen Zuschuß zu gewähren.. 7. ich habe noch immer keinen Herd, Waschmaschine, Spülbecken.. 8. kotzt mich das weiterhin an, wie Hartz4 Empfänger auch von euch behandelt werden! Abschaum der Gesellschaft. WEHE; WENN ES EUCH MAL ERWISCHT!! |
| Fuck up Evil | [QUOTE][i]Original geschrieben von geyer [/i] [B] ich habe noch immer keinen Herd, Waschmaschine, Spülbecken.. [/b][/quote] :eek: . .. ... :rolleyes: [QUOTE][i]Original geschrieben von geyer [/i] kotzt mich das weiterhin an, wie Hartz4 Empfänger auch von euch behandelt werden! [b]Abschaum der Gesellschaft.[/b] [/QUOTE] :eek: Ich denke das wars dann wohl , bye. |
| Apex | Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch wieder heraus. Ich belasse es bei einem moderativen Räuspern und bitte zu einer etwas gemäßigteren Diskussionskultur zurück zu kommen. Zumal ich auch schockiert darüber bin, welche Meinung hier über Arbeitslose vorzuherrschen scheint. |
| geyer | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] [B] Ich belasse es bei einem moderativen Räuspern und bitte zu einer etwas gemäßigteren Diskussionskultur zurück zu kommen. [/B][/QUOTE] ich habe hier weder jemanden persönlich beleidigt, noch durch einen rüden Ton das ganze in eine "Streetfight- Sprachkultur" geführt. ich gebe nur meinen Unmut über das System kund! |
| Apex | Dann wäre das ja geklärt und klargestellt ;) |
| geyer | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] [B] geklärt und klargestellt ;) [/B][/QUOTE] Lach:D zurück zum Thema: |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] Und warum denken einige der Ostdeutschen eigentlich immer, "wir" hätten es besser hier, als einfache Arbeiter? [/QUOTE]Ich denke das nicht, und darum halte ich ein solches Leben auch nicht für sonderlich erstrebenswert, und darum habe ich auch meine Zweifel, ob ein Weg ohne schnellen Anschluss der DDR an die Bundesrepublik wirklich schlechter gewesen wäre. [QUOTE]Also ich kenne niemand, der so wenig verdient wie Verkäufer oder die kleinen/mittleren Angestellten im öffentlichen Dienst, die aber - im Gegensatz zu z. B. Thüringen - von ihren 1000 bis 1500 Euro netto im Monat über die Hälfte davon für Miete ausgeben müssen. Die einfachen kleinen Arbeiter und Angestellten hier verdienen genauso wenig wie manche Ostdeutsche, zahlen aber wesentlich teurere Lebenshaltungskosten... [/QUOTE]Zu den Angestellten im ÖD habe ich keine Zahlen, aber Verkäufer würden sich über 1000 bis 1500 Euro netto sicher freuen, und ich könnte bei 1500 Euro netto mir jeden Monat 20 CDs zusätzlich kaufen (das wäre schon mal was für Musikfreund TTP). Was die Lebenshaltungskosten betrifft, das hängt halt vom Verhältnis Ausgaben zu Einnahmen ab. Mein Gehalt ist von 1990 bis 1996 auf das 2,5-fache gestiegen, die Miete auf das 22-fache und die Energiekosten auf das 12-fache. Übrigens hat mich das Abklemmen und Wieder-Anklemmen des Stromzählers 1995 insgesamt so viel gekostet wie eine Monatsrate - mein 5-wöchiges Kampieren ohne Strom (mangels Zahlungsfähigkeit) hat also nicht wirklich eine Kosteneinsparung gebracht. :rolleyes: [QUOTE][b]Wir sind EIN Volk[/b][/QUOTE]Mit diesem Wahlslogan (und der großzügigen Wahlhilfe) vom dicken Kohl wurde die friedliche Revolution zu Grabe getragen (deren Motto lautete "WIR sind das Volk"). [QUOTE]und wir sollten endlich zusammenhalten und kapieren, daß keiner von uns dem Anderen was "schuldet" oder wegnimmt [/QUOTE]Der Geiz und die damit verbundene Bürokratie (z.B. Hartz-4) nimmt uns allen viel weg. Wenn die Menschen nicht ständig um ihr Überleben bangen müssten, hätten sie Kopf und Hände frei, um den Reichtum zu vermehren. [QUOTE]sondern daß wir alle nur kleine arme Würmer sind, Spielball in den Händen der Mächtigen. [/QUOTE]Das erinnert mich an die Zukunftsvision aus "1984": "Sie müssen sich 2 Stiefel vorstellen, die ununterbrochen auf ihrem Gesicht herumtrampeln." Das weckt nicht gerade Lebensmut. Dann sehe ich mich selbst doch lieber als [URL=http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423125284]Ratte.[/URL] [QUOTE]Ich schätze und mag meine ostdeutschen Bekannten sehr, ich kenne sie als fleissige, offene und hilfsbereite Leute, die zusammenhalten und die noch gewisse Werte vertreten, von wegen "Miteinander statt gegeneinander" - und darum tut mir das verdammt weh, wenn ich immer wieder diese "Mauer im Kopf" bei den Leuten hier lese. [/QUOTE]Fleiß, Offenheit und Hilfsbereitschaft lassen mit der Zeit nach, wenn man immer wieder verarscht wird. Ich nehme mir mehr und mehr den Dieter-Nuhr-Spruch zu Herzen: "Wo man keine Ahnung hat, da halte ich einfach meine Fresse". Oder anders ausgedrückt: [QUOTE][i]Original geschrieben von Tiberon [/i] Schade, denn mir muß ein Wessi ... inzwischen erstmal deutlich machen, daß er meine Meinung, meine Erfahrung - die Geschichte von Ostdeutschen - hören will und nicht nur nach Begebenheiten sucht, in denen er seinen Sieg bestätigt oder begründet sieht. [/QUOTE]Eigentlich hat Tiberon [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=1295366#post1295366]hier[/URL] und [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=1295669#post1295669]hier[/URL] schon alles gesagt, was zu sagen ist ... |
| darkmav | @ TTP: >> Was die Lebenshaltungskosten betrifft, das hängt halt vom Verhältnis Ausgaben zu Einnahmen ab. Mein Gehalt ist von 1990 bis 1996 auf das 2,5-fache gestiegen, die Miete auf das 22-fache und die Energiekosten auf das 12-fache. Um wieviel teurer sind die von Dir heißbegehrten CDs geworden? (Durchschnittspreis) Um wieviel teurer Unterhaltungselektronik und Computertechnik? Konnte man einen in der DDR produzierten Wagen mit Airbags und ABS kaufen? (Bei uns im Westen gab es die schon) Wie lange mußte man bei "Euch" auf ein Auto warten, das bei 100 auf der Autobahn droht, auseinanderzufliegen? Mit 1200 Euro netto monatlich im Osten kannst Du Dich wirklich nicht beklagen! Soviele CDs (bei denen ich mal ein Durchschnittspreis von 15 Euro/CD angenommen habe) sind Luxus. Klar wollte der Kohl wieder gewählt werden und einen Eintrag ins Geschichtsbuch. Wer will das nicht? Lafontaine nutze die Geltungssüchtigkeit des Dicken aus, indem er opponiert hat. Alles durchschaubar. Keiner von den beiden hat an das Volk gedacht. >> Der Geiz und die damit verbundene Bürokratie (z.B. Hartz-4) nimmt uns allen viel weg. Wenn die Menschen nicht ständig um ihr Überleben bangen müssten, hätten sie Kopf und Hände frei, um den Reichtum zu vermehren. Interessante Theorie. Vielleicht solltest Du Dir den hier angucken: [url]http://www.ka-news.de/karlsruhe/news.php4?show=dab2006225-226K[/url] (übrigens Chef einer erfolgreichen Drogeriemarktkette). Es wird aber so nicht klappen. Entweder man reglementiert das rigoros von oben (wo wir wieder beim Kommunismus Stalinscher Prägung wären), oder jeder versucht, Kapital draus zu schlagen. Das ist die Natur des Menschen! |
| Move over Kate | [QUOTE]Um wieviel teurer sind die von Dir heißbegehrten CDs geworden? (Durchschnittspreis) Um wieviel teurer Unterhaltungselektronik und Computertechnik? Konnte man einen in der DDR produzierten Wagen mit Airbags und ABS kaufen? (Bei uns im Westen gab es die schon) Wie lange mußte man bei "Euch" auf ein Auto warten, das bei 100 auf der Autobahn droht, auseinanderzufliegen?[/QUOTE] Da frag ich mich gerade ernsthaft: Gab es in der DDR 1989 überhaupt schon CDs? Und wie kam man an CD-Player? Ich erinnere mich an Gespräche mit Michael Brunner, Erfinder des WGTs und bis 2000 dessen Koordinator (ähem) über die Problematik "Gothic jenseits der Mauer". Die Aussage decken sich in etwa mit denen [URL=http://www.newaeon.de/index.php?act=viewChapter&chapterID=102917]hier.[/URL] Wenigtens scheinen hier auf dem Board die musikalischen Konsummöglichkeiten nach 1989 positiv gesehen zu werden. Vielleicht sollten wir aber - ernsthaft - eine Ost / West-Thread eröffnen, um hier Hartz IV wieder in den Vordergrund zu stellen? |
| Odessa | TTP, ich habe in meinem Satz das EIN betont als Gegenstück zu "geteilt", und habe den Satz in keinster Weise an irgendeinen Slogan angelehnt, sondern es ist einfach der Satz der aussagen soll: wir sind ein Volk im Sinne von - aufhören mit dieser ossi-wessi-mauerbildung und dieser unsäglichen hetze, die da von beiden seiten gegeneinander betrieben wird... eigentlich teiltest du diese meinung auch immer, wenn ich mich richtig erinnere.... --- 1990 bis 1996 auf das 2,5-fache gestiegen ---- ich hatte 1983 nach ausbildung knappe 1100 mark netto (bei schon damals 500 mark sozialwohnungsmiete), also rundgerechnet in heutiger währung 600 euro verdient, und jetzt, 23 jahre später, verdiene ich 1300 euro netto. was zwar nun auch das doppelte ist - aber in 23 jahren und nicht wie bei dir in nur 6 jahren. mein lieber ttp, also so ganz kann ich da das "sich verarscht" fühlen nicht nachvollziehen, bei aller liebe. und die strompreise etc. - die verteuern sich aber doch auch für mich minimalverdiener hier jährlich, und wenn ich die heizöl- bzw. gasabrechnung bzw. die müll- und abwassergebühren sehe, dann habe ich steigerungen von 8 bis 26% (gas), mein gehalt jedoch steigt mit glück alle 24 monate mal um "ein mal jährlich 100 oder 50 euro sonderzahlung" oder um 0,2 oder 0,8% ...was dann nicht mal die inflationsrate auffängt :( und ein verkäufer bzw. öd-angestellter, der hier 1000 euro netto verdient und für sein 25qm-single-appartment aber schon warm 500 bis 600 euro abdrücken muss, hats doch wohl ein bisserl schwerer wie jemand in berlin, der beim gleichen gehalt nur 150 oder 250 euro warm für eine wohnung hinblättert... |
| Tiberon | [quote][b]Um wieviel teurer sind die von Dir heißbegehrten CDs geworden? (Durchschnittspreis) Um wieviel teurer Unterhaltungselektronik und Computertechnik? Konnte man einen in der DDR produzierten Wagen mit Airbags und ABS kaufen? (Bei uns im Westen gab es die schon) Wie lange mußte man bei "Euch" auf ein Auto warten, das bei 100 auf der Autobahn droht, auseinanderzufliegen?[/b][/quote]Und was willst du damit sagen? Ließ einfach nochmal das, was du selbst von TTP zitiert hast und schieb dir deine jämmerliche Polemik sonstwohin! |
| xxxzinixxx | ich würd am liebsten in den osten ziehen... fühle mich zu den menschen da viel mehr hingezogen, als zu den doch meist jetzt irgendwie immer arroganter werdenden wessis, die plötzlich "das alles doch gar nicht so wollten", die nur fadenscheinige gründe suchen, warum alles immer schwieriger wird... :confused: dabei sehe ich das alles nicht mal als ost- westproblem, sondern allgemein als problem der unterschiedlichsten bundesländer... warum können nicht mal innerhalb deutschlands gleiche bedingungen herrschen??? jeder, der die schuld für das versagen des systems bei seinem nachbarn sucht, ist mir total suspekt! |
| darkmav | @ Tiberon Ich will damit sagen, daß Lebenshaltungskosten nicht nur aus Miete und Energiekosten bestehen. Beispielsweise ist Telefonieren oder Internet in den letzten 15 Jahren sehr viel billiger geworden. Ich wage mal zu behaupten, daß es TTP (bei gleichem Job) wirtschaftlich in diesen Tagen mindestens genauso gut geht, wie 1989. Danke übrigens für den Spruch mit der "Polemik"... @ xxxzinixxx >> warum können nicht mal innerhalb deutschlands gleiche bedingungen herrschen??? Weil das unmöglich ist. Dtl. ist ein Flächenland - es wird immer Gefälle (sei es Nord-Süd, Ost-West, Stadt-Land oder sonstwie) geben. Natürlich werden sich diese Gefälle teils ausgleichen (Länderfinaznausgleich: BaWü oder Bayern zahlen jetzt schon ordentlich für Brandenburg oder Bremen) oder verstärken. Wenn beispielsweise Berlin bevölkert ist mit Drogensüchtigen, sog. "Künstlern" und Ex-Wehrdienstverweigerern (Mann! Jetzt werde ich richtig polemisch!), muß man nicht unbedingt davon ausgehen, daß gerade diese Großstadt prosperiert (im Vergleich zu Hamburg oder München). Wenn ich nach Dresden ziehen würde - ich würde vor lauter Lachen nicht mehr klar denken können: Dieser Dialekt! eiverbibisch :D |
| Move over Kate | [QUOTE]Was die Lebenshaltungskosten betrifft, das hängt halt vom Verhältnis Ausgaben zu Einnahmen ab. Mein Gehalt ist von 1990 bis 1996 auf das 2,5-fache gestiegen, die Miete auf das 22-fache und die Energiekosten auf das 12-fache. [/QUOTE] Ich stimme dir zu, dass die Miete und der Strom wesentlich teurer geworden sind und das die Gehälter dagegen (relativ) wenig gestiegen sind. Die gestiegenen Energiekosten treffen uns im Westen auch. Nur bringen deine relativen Angaben ohne die absoluten Zahlen in dem Fall herzlich wenig. Nach dem aktuellen [URL=http://www.erfurt.de/ef/de/leben/bauen/mietspiegel/index.shtml]Mietspiegel[/URL] für Erfurt bezahlt man für eine teilsanierten Altbau so ungefähr 4,00 Euro pro Quadratmeter. Macht bei 3 ZKB mit 70 Quadratmetern ca. 280 Euro Kaltmiete. Da bezahl ich hier locker für einen Altbau, an dem seit 1955 nix gemacht worden ist, 120 Euro mehr. Stimmt deine Steigerungsrate, dann hat man 1990 ungefähr 13 Euro (damals ca. 26 Mark) für ne Wohnung gezahlt. Paradiesisch. Gehen wir mal von einem mittelprächtigen Einkommen eines Erfurters von 1100 Euro netto aus - das entspräche nach deinen Zahlen 1990 440 Euro. (Das die Kaufkraft der Ostmark vor der Währungsunion bescheiden war, lassen wir mal aussen vor). Der Erfurter hat seinerzeit also nicht mal 1/30tel seines Einkommens für die Kaltmiete berappt - heute zahlt er ziemlich genau ein Viertel. Odessa drückt die Hälfte ab. Darkmav, prüf das bitte mal auf Plausibilität - das mein ich ernst, ich habs nur überschlagen. Mathe war nie meine Stärke... :D Wenn ich's mal so sagen darf: Die Verhältnisse haben sich normalisiert. Ich kann aber trotzdem verstehen, dass man - wenn man davon selbst individuell betroffen ist - sauer ist. [QUOTE]bundesländer... warum können nicht mal innerhalb deutschlands gleiche bedingungen herrschen???[/QUOTE] Wart mal die Föderalismusreform ab - die Schere zwischen armen und reichen Ländern und der Konkurrenzdruck werden noch größer werden. |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B]Ich will damit sagen, daß Lebenshaltungskosten nicht nur aus Miete und Energiekosten bestehen.[/B][/QUOTE]Ach zu deinen Lebenserhaltungskosten gehört also "Unterhaltungselektronik und Computertechnik". Interessante Sicht - gerade wenn man bedenkt, daß geyer sein Handy rechtfertigen muß. btw, uns hat man genug Dummschwätzergesindel aus dem Westen geschickt - da passt du wie Arsch auf Eimer. |
| Seneca | Macht nichts. Die steuer müssen h erhöhlt werden, um das alles noch fananzieren zu können...nach SPD Chef Kurt Beck reichen die 19% Märchensteuer nicht aus, um den drohenden Verfall der Infrastruktur aufzuhalten. Stagnierende Einkommen, steigende Allgemeinkosten, steigende Steuerlast...3,5 % Inflation....! Hartz IV wird bald kein großes Thema mehr sein...! Da werde alle den Gürtel arg enger Schnallen, und die Einkommen von ALG empfängern und Kleinverdiener werde sich noch weiter zusammenrücken, bzw im Falle zweiterer noch öfter unter ALG Niveau sinken... Ich habe den Spruch von Praktikanten, Azubis etc. schon zu oft gehört: [i]Die Arbeit lohnt sich für micht nicht, da bekomme ich ja fast das gleiche an ALG...![/i] |
| darkmav | @ Tiberon man beachte: Lebenshaltungskosten != Existenzminimum (C-Notation) Da gehört alles dazu: Auto, CDs (für TTP wohl eminent wichtig), Computer, Essen, Wohnung usw.... Was man halt so zum Leben benötigt. Wie gesagt: Hätte gar nichts dagegen, wenn Ihr Euch wieder selbständig machen würdet (wenn's geht, baut 'ne fette Mauer drumrum). Habe von Euch in keinster Weise Nutzen gewonnen. Fahre auf den Weg nach West-Berlin als durch Neufünfland durch - das war's. |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B]Habe von Euch in keinster Weise Nutzen gewonnen.[/B][/QUOTE]Doch hast du. Denn wie ich schonmal erwähnte, hatte die, W&W-Union die die BRD zumindest vorläufig vor den Problemen bewahrt, die jetzt die großen Themen sind. Aber red dir nur ein, das an Allem der Osten Schuld sei. Wenn dich das ruhig schlafen läßt ... |
| darkmav | Habe nicht gesagt, daß der Osten an allem Schuld ist - habe nur gesagt, daß die Annektion des Ostens mir persönlich (und wie ich denke, auch Westdeutschland als ganzes) nichts gebracht hat. Wie Du sagst: Die Wirtschafts- und Währungsunion hat die BRD [B]vorläufig[/B] vor Problemen bewahrt. Das was diese uns anfangs der neunziger gebracht haben könnte, ist schon längst verwirkt. Es wäre mal eine Interessante Rechnung... Denke, daß hauptsächlich windige Geschäftemacher von der Annektion des Ostens profitiert haben. Vom Schlage eines Jürgen Schneiders etwa... |
| Apex | Und ab hier könnten wir ja vom Osten der Republik wieder auf die Arbeitsmarktreform zu sprechen kommen... |
| Black Moni | @darkmav Jetzt reicht es wirklich! Nicht nur, dass du hier über Arbeitslose herziehst und die Ostdeutschen (Ostdeutsche - Westdeutsche... egal - Deutsche) versuchst niederzumachen... jetzt sprichst du sogar von Annektion des Ostens.Ich kann nur hoffen,dass du die Bedeutung des Wortes nicht kennst (Fremdwörter sind gut, scheinen sie doch ein gewisses Bildungsniveau wiederzugeben ....mehr Schein,als Sein?) Definition des Begriffes : Unter einer Annexion (auch Annektierung) versteht man die nichteinvernehmliche, also einseitige Eingliederung eines, unter fremder Gebietshoheit stehendes Territoriums. Eine Annektierung erfolgt meistens unter militärischer Gewalt-Anwendung oder wenigstens unter Androhung einer solchen. Das klassische Völkerrecht erlaubte dem Sieger in einer militärischen Auseinandersetzung, Gebiete des Gegners ganz oder teilweise zu annektieren. [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Annektion]Quelle[/ URL] Sorry, aber für mich hast du ein völlig krankes Menschenbild. Du siehst nur sterotyp und völlig vorurteilsbehaftet. Es kann nicht schaden über den eigenen Tellerrand zu sehen. |
| Move over Kate | @ Black Moni Komm doch mal runter - ich glaube, Darkmav ist sich der Begrifflichkeiten durchaus bewusst und nutzt sie als Mittel der Provokation. ;) Wobei ich seine Meinung, dass es uns im Westen ohne Beitritt der fünf neuen Länder besser ginge, nicht teile. Die nationale Einheit hat einen ideellen Wert, den nicht jeder empfindet und der sich erst recht nicht betriebs- oder volkswirtschaftlich darstellen lässt. Ich hab von der Einheit profitiert - ich habe viele nette Menschen kennen gelernt und wunderschöne Städte und Landschaften gesehen... ;) Und dass ich vielleicht ein bißchen mehr Kohle in der Tasche hätte, weil meine Abgabenlast ohne Solidarzuschlag etc. geringer wäre ist mir wirklich sch*ißegal. :) |
| darkmav | Danke, MoK. Genauso war es gedacht... Das mit der "Annektion" habe ich - glaube ich - aus irgendeiner linken Postille aufgeschnappt. Ist also nicht auf meinem Mist gewachsen... Meiner Meinung nach ging das mit der Einheit auch viel zu schnell, was wohl hauptsächlich einem Profilneurotiker namens Helmut Kohl zuzuschreiben war. Ideeller Wert... den muß ich erst noch finden ;) Für mich persönlich kann ich eben keine Vorteile aus der Vereinigung - sondern nur Nachteile - entdecken. Wenn ich ganz zynisch wäre, dann könnte ich sogar behaupten: Schade, daß es nicht so ist, wie vor 20 Jahren, das war damals, wie ein Besuch im Zoo... :D Nicht ernst nehmen! |
| Move over Kate | [QUOTE]Das mit der "Annektion" habe ich - glaube ich - aus irgendeiner linken Postille aufgeschnappt. Ist also nicht auf meinem Mist gewachsen... Meiner Meinung nach ging das mit der Einheit auch viel zu schnell, was wohl hauptsächlich einem Profilneurotiker namens Helmut Kohl zuzuschreiben war.[/QUOTE] Fakt ist tatsächlich, dass den neuen Ländern gegen den eigentlichen Grundgesetzwortlaut (Präambel alte Fassung) mit dem Beitritt (es war keine echte Wiedervereinigung) ein politisches System übergestülpt wurde, dass sich im Westen bewährt hatte, die Vorstellungen und Strukturen des Ostens aber herzlich wenig berücksichtigt hat. Fakt ist auch, dass die übereilte Währungs- und Sozialunion - und das ist wohl auch das Horn, in das Tiberon und Turning Point stoßen - Nachteile mit sich gebracht hat, die diesseits und jenseits der "Zonengrenze" nicht gewollt waren. Für den Westen gigantische Transferleistungen (Zitat Harald Schmidt: "Ich wusste nicht, dass die das Geld fressen!" :D), die jeden einzelnen belasten (geringeres Netto infolge höherer Steuern), für den Osten allgemeiner wirtschaftlicher Niedergang und Schließung vieler Betriebe, der sich mit staatlicher Unterstützung und dem notwendigen Instrumentarium (z. B. Schutzzölle) vielleicht hätte verhindern lassen können. Das Verhältnis Ost - West hat irgendwie was von einem Paar, das sich im Rausch des ersten Verliebtseins verheiratet und dann nach dem Wegfall der rosa Brille so langsam die Seiten des anderen Partners kennen lernt, die es nie kennen lernen wollte... :D Auch wenn ich Herrn Kohl nie gemocht hab - mit dem Bismarck-Zitat "man muß den Mantel der Geschichte fassen" hat er - und das ist meine ganz subjektive Meinung - richtig gelegen. Erstens konnte er 1990 nicht abschätzen, ob sich das "policy window" zur Einheit, das sperrangelweit offen stand, nicht schnell wieder schließt (insbesondere die UdSSR war ein Unsicherheitsfaktor - was, wenn es der Restauration gelungen wäre, den Ostblock zu stabilisieren? Ich denk da an den Prager Frühling...). Zweitens möchte ich wissen, ob die Leute in Ost und West - angenommen die Verhältnisse wären ohne staatliche Einheit die heutigen - die Einheit befürworten würde. Hier denke ich wirklich national(istisch). Machmal muss man die Menschen zu ihrem Glück zwingen, weil sie den volonté generale (Rousseau) nicht mehrheitlich erkennen. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] ... wir sind ein Volk im Sinne von - aufhören mit dieser ossi-wessi-mauerbildung und dieser unsäglichen hetze, die da von beiden seiten gegeneinander betrieben wird... eigentlich teiltest du diese meinung auch immer, wenn ich mich richtig erinnere.... [/QUOTE]Ja, aber um dieser immer neuen Mauerbildung zu begegnen sollte es Allen erlaubt sein, über ihre Befindlichkeiten zu sprechen, ohne sie dauernd als Lügner hinzustellen und sie zu irgendwelchen sinnlosen Äpfel-mit-Birnen-Vergleichen zu drängen (ich erinnere an meinen "Du kannst strahlen"-Thread im Philosophen-Forum). [QUOTE]...aber in 23 jahren und nicht wie bei dir in nur 6 jahren[/QUOTE]Um diesen [b]Zeitrahmen[/b] ging es mir ja gerade. Du hattest 4 mal so lange Zeit, dich an die Veränderungen zu gewöhnen, sie waren nicht so schlagartig. [QUOTE]und die strompreise etc. - die verteuern sich aber doch auch für mich minimalverdiener hier jährlich, und wenn ich die heizöl- bzw. gasabrechnung bzw. die müll- und abwassergebühren sehe, dann habe ich steigerungen von 8 bis 26% (gas) ... [/QUOTE]Diese jährlichen Teuerungen bei stagnierendem Einkommen gibt es hier genauso, da sind kaum Untershiede. Aber 26% und 2100% bzw. 1100% Steigerung sind denn doch ein kleiner Unterschied. Mir geht es bei diesen Zahlenspielen überhaupt nicht darum, Mitleid zu erheischen oder auf irgendwen neidisch zu sein, sondern nur um die Aussage, dass es gravierende Veränderungen gab, ohne dass sie spürbare Verbesserungen der Lebensverhältnisse gegenüber 1990 gebracht hätten (wohlgemerkt [b]1990[/b] und nicht 1988). |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] Nach dem aktuellen [URL=http://www.erfurt.de/ef/de/leben/bauen/mietspiegel/index.shtml]Mietspiegel[/URL] für Erfurt bezahlt man für eine teilsanierten Altbau so ungefähr 4,00 Euro pro Quadratmeter. Macht bei 3 ZKB mit 70 Quadratmetern ca. 280 Euro Kaltmiete. Da bezahl ich hier locker für einen Altbau, an dem seit 1955 nix gemacht worden ist, 120 Euro mehr. [/QUOTE]"seit 1955 nix gemacht" - und da sagen die immer, die Ossis wären faul. :D [QUOTE]Stimmt deine Steigerungsrate, dann hat man 1990 ungefähr 13 Euro (damals ca. 26 Mark) für ne Wohnung gezahlt. Paradiesisch. [/QUOTE]Ja, der Preis stimmt so. Es war allerdings eine 1,5-Raum-Wohnung (aus dem Mietspiegel ist ersichtlich, dass die Mietpreise für kleinere Wohnungen etwas ungünstiger sind). Hinzu kommt, dass das Wohnungsangebot gegenüber 1996 erheblich gestiegen ist, während die Nachfrage eher rückläufig ist. Was du aber hier (mehr oder weniger ungewollt?) zugegeben hast ist, dass es [b]in einigen Belangen[/b] im Osten wirklich paradiesische Zustände gab. Ist es den Ossis zu verdenken, dass sie manchmal an diese paradiesischen Zustände zurückdenken? [QUOTE]Der Erfurter hat seinerzeit also nicht mal 1/30tel seines Einkommens für die Kaltmiete berappt - heute zahlt er ziemlich genau ein Viertel. Odessa drückt die Hälfte ab. [/QUOTE]Du sprichst von Kaltmiete, Odessa von Warmmiete. Wenn man die Heizkosten mit einbezieht, dürfte das Bild ziemlich ähnlich sein. Das eigentliche Problem ist, dass es in Erfurt weniger Leute sind, die noch dieses 1100-Euro-Einkommen haben (und nicht ALG 1 oder 2 erhalten). Wer die Zeit dazu findet, könnte spaßeshalber mal den Mietspiegel von Jena heraussuchen (eine etwas attraktivere Stadt als Erfurt). Da sieht es vermutlich etwas anders aus. Für mich ist es jedenfalls günstiger (trotz der gestiegenen Benzinpreise), jeden Tag 40 km nach Jena und zurück zu fahren. [QUOTE]Wenn ich's mal so sagen darf: Die Verhältnisse haben sich normalisiert. Ich kann aber trotzdem verstehen, dass man - wenn man davon selbst individuell betroffen ist - sauer ist. [/QUOTE]Was immer "normalisiert" heißen soll (vermutlich "dem West-Standard angeglichen"?). Und nein, ich bin nicht einmal sauer. Für einige Dinge (zum Beispiel den Ausbau des Telefonnetzes) bin ich sogar aufrichtig dankbar. [QUOTE]Wart mal die Föderalismusreform ab - die Schere zwischen armen und reichen Ländern und der Konkurrenzdruck werden noch größer werden. [/QUOTE]Es wird die Schere zwischen armen und reichen [b]Menschen[/b] größer werden - in Ost und West gleichermaßen. :( |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] Die steuer müssen erhöhlt werden, um das alles noch fananzieren zu können...nach SPD Chef Kurt Beck reichen die 19% Märchensteuer nicht aus, um den drohenden Verfall der Infrastruktur aufzuhalten. [/QUOTE]Im Gegenteil: Je mehr Geld diese Bürokraten in die Hände bekommen, um so schneller wird die Infrastruktur verfallen ("1-Euro-Jobs", Mautsystem, "Urheberrechts-Novelle", flächendeckende Überwachung, "Anti-Terror-Maßnahmen", ...). [QUOTE]Da werde alle den Gürtel arg enger Schnallen, und die Einkommen von ALG empfängern und Kleinverdiener werde sich noch weiter zusammenrücken, bzw im Falle zweiterer noch öfter unter ALG Niveau sinken... [/QUOTE]Wenn es zu arg wird, werden die Leute sich eben selbst bedienen (z.B. aus den Handtaschen von alten Omis) oder denen hinterherlaufen, die ihnen Arbeit versprechen (siehe "Arbeit statt Multikulti"-Thread in D&L). [QUOTE]Ich habe den Spruch von Praktikanten, Azubis etc. schon zu oft gehört: [i]Die Arbeit lohnt sich für micht nicht, da bekomme ich ja fast das gleiche an ALG...![/i] [/QUOTE]Tja, wie Apex in seiner Signatur stehen hat: "Von Arbeit muss man leben können!" - und wenn man von konstruktiver Arbeit nicht leben kann, dann versucht man's mit destruktiver Arbeit, man meldet sich z.B. freiwillig zur Armee und schießt ein paar Afghanen oder Iraker ab, oder man heuert bei einer rechten Schlägertruppe an und erledigt die Drecksarbeit für ein paar "feine Herren" ... |
| Aza | Ich weiss nicht, ob die Frage schon gestellt wurde, aber wie schaut es bei euch mit Auswandern aus ? Würdet ihr im Falle von Arbeitslosigkeit auswandern ? Oder zieht ihr dies bereits in Betracht, falls ihr schon arbeitslos seid ? Würde mich persönlich interessieren, da man als Deutscher im Ausland gern gesehen ist und >prinzipiell< gute Chancen hat, Karriere zu machen. |
| Move over Kate | [QUOTE]Würde mich persönlich interessieren, da man als Deutscher im Ausland gern gesehen ist[/QUOTE] Meinste? Mein Opa hat von 39-45 im Ausland gearbeitet... Der meinte immer, die Ausländer seien eher reserviert gewesen... :D |
| Jensemann | [QUOTE]Mein Opa hat von 39-45 im Ausland gearbeitet... Der meinte immer, die Ausländer seien eher reserviert gewesen... [/QUOTE] Ich hasse Beiträge wo nur ein Smiley steht, aber der hat es voll verdient! Was soll man zu so einem entwaffnendem Argument sagen? Also: :D Schonmal Tschuldigung. Zum Thema: Auswandern wg. Arbeitslosigkeit kommt nicht in Frage. Die Unsicherheit wäre mir zumindest zu groß, da ich ja auch die Meinung vertrete das es einem auch mit Hartz4 nicht so schlecht geht wie dem Gastarbeiter in den Pariser Suburbs. Außerdem würde ich die Chancen ein neues Betätigungsfeld zu erreichen aufgrund der staatlichen Förderung hier höher erachten. Nichts desto trotz geh ich trotzdem ins Ausland, aber nur um danach im Inland mehr Geld zu verdienen. Interessenkonflikt? Nein, schließlich muss man den Sozialstaat finanzieren. Ich zahle meine Steuern, nicht gern, aber ich bin mir bewusst das es sein muss. VG |
| Apex | Ich persönlich habe eigendlich schon vor mich für den europäischen arbeitsmarkt zu qualifizieren. Wenn jetzt nunmal schon die Möglichkeiten im Rahmen der EU da sind, wäre ich ja eigendlich blöd sie nicht zu nutzen. Und bevor ich nochmal zu diesem Sch***-Laden von Arbeitsamt gehe und nen Herzinfarkt riskiere gehe ich lieber ins Ausland. |
| Move over Kate | [QUOTE]BERLIN. Die Hartz-IV-Reform wird nochmals korrigiert: Wer künftig einen Antrag auf Arbeitslosengeld (ALG) II stellt, soll ohne zeitliche Verzögerung ein Beschäftigungsangebot erhalten. Dabei kommen sowohl Trainingsmaßnahmen als auch Arbeitsgelegenheiten oder konkrete Stellen in Betracht. Mit dem so genannten Optimierungsgesetz, das spätestens im September in Kraft treten soll, will die Große Koalition insbesondere den Arbeitswillen des Betroffenen überprüfen. Bricht er eine Maßnahme unbegründet ab, drohen Sanktionen, die auch eine Begleichung der entstandenen Kosten einschließen können. "Das Gesetz ist die letzte Etappe zur Korrektur der Fehler bei Hartz IV", erläutert der Arbeitsmarktexperte der Union, Ralf Brauksiepe, gegenüber unserer Zeitung. "Die Starken dürfen sich nicht als Schwache verkleiden." Auch sein SPD-Fachkollege Klaus Brandner stellt klar, dass die Leistungen aus dem ALG II auf die "wirklich Bedürftigen" konzentriert werden müssen. Hintergrund der gesetzlichen Änderungen ist der enorme Kostenschub bei Hartz IV. Für den Bezug des Arbeitslosengeldes II waren im Vorjahr 14,5 Milliarden Euro eingeplant. Tatsächlich kostete der Lebensunterhalt der Langzeitarbeitslosen den Staat 10 Milliarden Euro mehr. Auf der anderen Seite wurden die Mittel zur Wiedereingliederung ins Er- werbsleben in Höhe von 6,5 Milliarden Euro nur etwa zur Hälfte ausgeschöpft. In diesem Jahr sind dafür 7,1 Milliarden Euro vorgesehen. "Damit sind die Beschäftigungsangebote nach dem Optimierungsgesetz auch finanziell unterfüttert", betont Brandner. Zugleich plant die Große Koalition, in den neuen Vorschriften auch eine Anhebung der Schonbeträge zur Alterssicherung zu verankern. "Der finanzielle Spielraum ist hier allerdings sehr eng begrenzt", unterstreicht Brandner. Arbeitslose, die vor 1948 geboren wurden, dürfen heute maximal 33 800 Euro besitzen, ohne Abstriche beim ALG II zu riskieren. Für Jüngere gilt ein allgemeiner Freibetrag von 200 Euro pro Lebensjahr, der sich am Ende auf maximal 13 000 Euro summieren darf. Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 19.04.2006, Seite 1.[/QUOTE] Hm - "Die Starken dürfen sich nicht als Schwache verkleiden." Selbst die SPD scheint nicht daran zu glauben, dass alle Hartz-Empfänger tatsächlich bedürftig sind - und der Gürtel noch enger geschnallt werden kann. |
| 242shockfront24 | Himmel Herr Gott oder wer auch immer... Sucht nicht nach Fehler bei Euch oder bei anderen und nicht nach Ossis oder Wessis oder im Kühlschrank sondern findet endlich mal den Fehler bei Vaterstaat wie ich es schonmal geschrieben hatte.! Ich finde es einfach nur so: Ihr zermatert Euch die Köpfe und dabei sitzen die schuldigen doch im Bundestag.! Kohl hat damit angefangen und alle anderen haben nachgezogen:( Damit ich die direkte frage´beantworte Nein ich bin kein Ossi oder sonst was ich komme ganz normal aus dem Ruhrpott und ich weiß wie es ist wenn man von Vaterstaat abhängig ist oder besser mal war,leider aber wir haben uns nicht unterkriegen lassen.! [B]Wer etwas erreichen will sollte auch was dagegen tun!!!!!![/B] |
| Move over Kate | [QUOTE]Wer etwas erreichen will sollte auch was dagegen tun!!!!!![/QUOTE] Ja was denn bitte schön? Die PDS / Linkspartei wählen, die soziale Wohltaten verspricht, die kein Schwein finanzieren kann? Banken ausrauben und das Geld unter den Armen verteilen? Dein Ansatz in allen Ehren - aber die nationale Politik ist in einer globalisierten Welt nicht allmächtig. |
| 242shockfront24 | @Move over Kate [QUOTE]Ja was denn bitte schön?[/QUOTE] [B]Wie wäre es mit Selbstsuchen von ARBEIT.....![/B] Einfach mal das Gehirn einschalten,sorry soll nicht persönlich sein und auch kein Ärger bringen,aber wie wäre es mal mit nachdenken und eventuell auch Lust am arbeiten:D Ich selber war mal in dieser Misere und das nicht zu wenig habe damals einen Sohn ganz klein gehabt ich hatte Wochenlang wegen VATERSTAAT nix zu futtern und mein Sohn auch nich tichmusste bei Bekannten betteln gehen.!!!![B]So und jetzt nochmals Und was denn bitte schön???[/B] Ich war vor einiger Zeit selber drin und ich weiß wie es ist wenn man als Idiot und als wer weiß was dargestellt wird ich wurde als Satanistin und als Obdachlose als Junkie und als Nutte dargestellt also bitte ich weiß wovon ich rede und das ist nicht nur so. [QUOTE]Die PDS / Linkspartei wählen, die soziale Wohltaten verspricht, die kein Schwein finanzieren kann?[/QUOTE] [B]Ich bin eine ganz böse,ich wähle gar Keine Partei,denn ich kann mich und will mich garnicht Entscheiden,denn jeder erzählt nur das was die Menschheit hören will und getan wird nichts.![/B] Meine Stimme wird einfach nur aufgeteilt zwischen allen.... [QUOTE]Banken ausrauben und das Geld unter den Armen verteilen? [/QUOTE] [B]Hey,wenn ich könnte und mich trauen würde würde ich auch mein Traum verwirklichen und Robin Hood spielen :-)[/B] Träumen darf jeder...Seinen Traum aber ein wenig näher zu bringen dafür sollte man etwas tun...! [QUOTE] Dein Ansatz in allen Ehren - aber die nationale Politik ist in einer globalisierten Welt nicht allmächtig.[/QUOTE] [B]In der heutigen globalisierten Welt ist jeder allmächtig der etwas werden will ,man muss nur was dafür tun mehr nicht...![/B] Vaterstaat hat eh keine Ahnung von dem was sie reden,wenn man kleine Bürger wie uns versucht zu verarsch...! [B]Wir sind diejenigen die endlich mal den Mund aufmachen sollten.[/B] Was haben wir davon ewig den kopf einzuziehen?Ist das ein leben?Ich finde nicht!Ich habe es geschafft aus richtigem Dreck rauszukommen und jeder kann das schaffen egal ob mit einem 1 Euro Job oder sonst was denn wenn man richtig überlegt kann man auch von da übernommen werden auch wenn man sich eventuell unter dem Niveu befindet ,na und ist es doch trotzdem egal denn es zählt der Wille und wo ein wille ist ist auch ein Weg.!! Ich habe mich mit 20 Euroseolbständig gemacht und ich bin soweit das ich schon manchmal es schaffe etwas zu verdienen zwar nicht immer aber immerhin,klar es fressen ein die Steuern aus jeder will Geld haben aber trotzdem komischerweise habe ich es immer wieder geschafft das zu zahlen und wenn ich am Essen eingespart habe oder an andere sachen die im vordergrund standen (welche auch immer jetzt möchte ich nicht genauer erläutern sorry) Auch wenn keine einzige bank einem Hilft es geht man muss nur wollen ich verdienen von Monat zu Monat immer mehr und gewinne immer mehr Kunden ohne viel Werbung zu machen ich habe es gesehen es geht man muss sich nur das aussuchen was einem Spass macht aber vorher sollte man auch Dreck schlucken können,denn wer erst am Boden liegt kommt auch wieder hoch...:D |
| Darket | [QUOTE]Einfach mal das Gehirn einschalten,sorry soll nicht persönlich sein und auch kein Ärger bringen,aber wie wäre es mal mit nachdenken und eventuell auch Lust am arbeiten[/QUOTE] Meine Fresse! Ich dachte von derartigen Lächerlichkeiten sei man in Deutschland inzwischen weg! |
| 242shockfront24 | @Darket [B]Mensch Leute werdet endlich wach und macht die Augen auf...Das ist Deutschland,leider ist es so mir sind die Augen aufgegangen und wo seid ihr???[/B] Ich habe so die Nase davon voll von dem ganzem Gejammere,mir selber ist es Wurscht woher einer oder jene kommt,wirklich jetzt,ich bin aus armen Verhältnissen und bin immer noch nicht Reich und will es auch nicht werden.!Ich möchte nur meine familie ernähren können mehr nicht.!Was wollt ihr eigentlich?Nur jammern und Diskutieren?Und eventuell immerwährender Arbeitsolser sein? Ne danke mein Fall ist das nicht,ich bin ein Mensch der kämpft und weiß auch wofür....Ich kämpfe für meine Familie und wofür kämpft ihr? |
| Darket | Oh, jetzt wirds aber emotional! :D Wollen wir jetzt persönliche Schicksale zum Maß aller Dinge machen? Ich erzähl Dir dann mal was über mich: Ich bin 22, stecke in der Ausbildung und mache nebenbei zwei Jobs um meine Miete zahlen und mir einen gewissen Lebenststandard, der knapp über Hartz4-Niveau liegt (inkl. Untestützung meiner Eltern und Kindergeld) zu finanzieren. Ich habe das große Glück, einen relativ gut bezahlten Nebenjob gefunden und einen anderen (weit weniger gut bezahlten) über Beziehungen bekommen zu haben. Manch einer flucht gern auf mich, weil ich einfach Scheißglück hatte, das viele, viele andere eben nicht haben. Ich bin in meiner Ausbildung mit vielen Leuten zusammen, die abzüglich ihrer Fixkosten (Wohn- und Fahrtkosten) ungefähr 100-130 Euro monatlich zum Leben haben. Wir müssen heute hart kämpfen, um überhaupt die Ausbildung, die in der Regel immernoch mindestens drei Jahre dauert zu überstehen. Selbst das früher als so lau bezeichnete Studentenleben ist verdammt hart geworden, mir ist kaum ein Student bekannt, der nicht darauf angewiesen ist nebenher jobben zu gehen. Wundert es da irgendwen noch, dass das Ausbildungsniveau im Keller und die Berufschancen miserabel sind? Und wenn ich dann höre, dass diese 5 Mio eute ja eigentlich nur wollen müssten, stehe ich kurz vorm Amoklauf. Ja, es gibt diejenigen, die Glück haben, klar. Freu dich doch darüber, dass Du es hattest, es soll ja sogar Leute geben, die mit Mitte 50 noch Jobs finden, klar, aber fang doch bitte nicht an von Dir auf die Allgemeinheit zu schließen. Das ist doch blanker Hohn. Das ist als ob sich Bill Gates hinstellen und sagen würde: Hey, ich bin Milliardär, wieso sind es die restlichen 6 Milliarden Menschen auf diesem Planeten nicht auch? |
| 242shockfront24 | @ Darket [QUOTE]Jetzt frage ich mich allen Willens worüber du dich eigentlich so aufregst ?!Du hast arbeit !!!Klar ich auch!!Aber was hast du dann so wie ich in diesem Theard verloren???Das frage ich mich wirklich,hmm..[/QUOTE] [QUOTE]Was ich meinte ist das man nur wollen muss und nich tnur jammern muss ich selber habe nie gejammert ich habe das letzte hemd abgegeben für andere ,du auch?[/QUOTE] Ich hatte kein Schei... Glück wie du ich habe es mir einfach erfragt :) Ich habe wirklich fast alles angenommen ausgenommen irgendwelche Hurenjobs weil da würde ich mich eher umbringen oder eher verhungern weil mein körper ist mir viel zu schade und auch gewesehen ist. Klar hatte ich auch etwas Glück denn ich habe nachgedacht klar kann nicht jeder mit dem Selbständig werden was der andere macht denn irgend einer und das leider meistens immer der der als letztes damit angefangen hat geht Pleite..Aber man sollte sich überlegen was man machen möchte.! Mensch ich werde 33 jahre alt dieses Jahr du bis 22 jahre alt,na Hallo hast aber echt Erfahrung.Bitte nicht persönlich nehmen aber wenn ich das höre bekomme ich echt Migräne...Überleg mal wo du aufgewachsen bist und welche die in den 70'zigern es gibt nicht nur welche in den 80'zigern oder gar aus den 90'zigern es gibt auch welche die wie mein Schwiegervater zum Beispiel aus den 56 zigern sind und froh sind das sie ein Job haben auf 400 Euro basis!Nicht nur irgendwelche Jugendliche die auf Zeitdruck sind es gibt auch welche die Eure Großväter sein könnten und drinngend arbeit suchen und nix bekommen weil sie angeblich zu alt sind...Tja ist der Nachteil man sollte 25 jahre lang erfahrung haben und erst 18 jahre alt sein na wie toll... Na dann fang doch endlich mal an zu laufen und zu suchen wie alle anderen auch dann bekommst du genauso ein Job wie alle anderen auch und wenn es dir nicht passt dann wander doch einfach aus Deutschland aus :D Weil wir haben es sobald es möglich ist vor:D Hey träumen ist erlaubt und ich weiß das wir dies schaffen ich will meinen Kindern aufjedenfall etwas schaffen das sie wenigstens später etwas haben und was willst du deinen Kindern später vererben??? Ich bin und bleibe bei meiner Meinung : [B]Wer etwas erreichen will soll auch etwas dagegen tun! [/B] Das hat nix mit 22 jahren zu tun oder mit 16 oder gar 50 jahren zu tun man sollte immer etwas eigen Initiative dazu tun...Wo arbeit ist ist auch ein Wille...Und wo ein Wille ist ist auch Arbeit... |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] Die PDS / Linkspartei wählen, die soziale Wohltaten verspricht, die kein Schwein finanzieren kann? [/QUOTE]Man könnte sich zur Abwechslung mal einen anderen Gott suchen, als den der Finanzen. [QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i] -------------------------------------------------------------------------------- ... wie wäre es mal mit nachdenken und eventuell auch Lust am arbeiten -------------------------------------------------------------------------------- Meine Fresse! Ich dachte von derartigen Lächerlichkeiten sei man in Deutschland inzwischen weg! [/QUOTE]Was ist daran lächerlich? [QUOTE]Wollen wir jetzt persönliche Schicksale zum Maß aller Dinge machen? [/QUOTE]Ja. Das wäre mal etwas anderes, als immer das Geld zum Maß aller Dinge zu machen. [QUOTE][i]Original geschrieben von 242shockfront24 [/i] ich bin aus armen Verhältnissen und bin immer noch nicht Reich und will es auch nicht werden.!Ich möchte nur meine familie ernähren können mehr nicht.! [/QUOTE]Leben! Was sollte wichtiger sein? |
| Move over Kate | @ 242shockfront24 Also die Argumentation versteh ich nicht ganz - oben schiebst du die Schuld auf Vater Staat, ich frage, was der dagegen tun soll, und Du schreibst "selbst aktiv werden und sich arbeit suchen"? Irgendwie passt das auf den ersten Blick nicht zusammen. [QUOTE]Man könnte sich zur Abwechslung mal einen anderen Gott suchen, als den der Finanzen.[/QUOTE] Von mir aus - allerdings kennen die, die neben dem Staat die wirtschaftlichen Entscheidungen treffen (nämlich die großen und kleinen Unternehmen) keinen anderen Gott. |
| Stonehenge | [QUOTE][i]Original geschrieben von 242shockfront24 [/i] [B]Das hat nix mit 22 jahren zu tun oder mit 16 oder gar 50 jahren zu tun man sollte immer etwas eigen Initiative dazu tun...Wo arbeit ist ist auch ein Wille...Und wo ein Wille ist ist auch Arbeit... [/B][/QUOTE] Ich kenn den Spruch etwas anders, und zwar 2 Varianten: - Arbeit schafft Kapital (sagte Adolf H.) - Kapital schafft Arbeit (sagte Helmut Kohl) Man könnte sich nun mal den Kopf darüber zerbrechen, ob davon keins, beide oder nur eins von beiden richtig ist. Grüße Stonehenge |
| urnata | @ 242sdhockfront24 Oh je ich als wohl diejenige die diesen Diskussionsschlamassel zwischen den "faulen" Ossis und den hart arbeitenden Wessis angezettelt hat, möchte mich hiermit nochmal zu Wort melden. Also, ich wollte nicht das ihr euch hier in Endlodiskussionen die Schuld für die derzeitige Situation in Deutschland zuschiebt. Weder die Arbeitslosen im Osten noch die im Westen sind Schuld an der derzeitigen Wirtschaftssituation in Deutschland.!! Wir haben gemeinsam zu versuchen aus diesem Schlamassel wieder rauszukommen ohne irgendwelche Schuldzuweisungen an die Bevölkerung im Osten oder Westen. Die Wiedervereinigung ist und bleibt unwideruflich Bestandteil der deutschen Geschichte und läßt sich durch nichts rückgängig machen, und nun müssen wir alle versuchen das Beste aus der Situation zu machen. Außerdem würde auch das Neuziehen der Mauer nichts an der jetzigen Arbeitsmarktstruktur in Deutschland ändern, das nur mal so hinzugefügt!! Und zum Thema arbeiten im Ausland, ich selbst würde im Ausland auch arbeiten gehen (Wenn die Versorgung meiner 3 Kinder gesichert wäre denn ich bin alleinerziehend) allerdings nur für eine begrenzte Zeit. Es bringt dem deutschen Arbeitsmarkt nämlich gar nichts wenn die Jugend ins Ausland wegläuft weil sie hier keine Perspektiven mehr sieht und hier die Rentner immer mehr werden. Denn wer macht denn dann die Arbeit in den Krankenhäusern, im Pflegedienst, in den Altenheimen? Wischt dann die 60- jährige Oma der 80- Jährigen den Hintern ab und versorgt sie oder wie soll das funktionieren.? Ich bin jetzt fast 40 und stehe also auch nicht mehr ewig dem Arbeitsmarkt zur Verfügung ich gehe nebenberuflich arbeiten, weil ich offiziell keinen Job bekomme, aber ich gehe arbeiten trotz der Kinder. Meine große Tochter (18) will auch ins Ausland gehen weil sie hier keine Zukunft sieht - aber ist es nicht schlimm das wir über Hartz 4 diskutieren und unsere eigenen Kinder in Deutschland keine Zukunft sehen? Das macht mir als Mutter viel mehr Kummer als mir den Kopf über Hartz 4 zu zerbrechen, wenn meine anderen Kinder auch so denken was wird denn dann aus Deutschland wer arbeitet denn dann noch hier und wie lange? Ist es denn nicht vorrangig Sache des Staates sich Gedanken um die Zukunft der Jugend im Lande zu machen und denen eine gesicherte Zukunftsperpsektive zu geben? Dort muß man anfangen und nicht bei der Erhöhung der Mehrwertsteuer oder ähnlichem. Es gibt doch Modelle wos funktioniert- Schweden zum Beispiel, auch Arbeitszeitmodelle in Amerika (nicht alle aber einige) wären ein Schritt in die richtige Richtung. Ich hoffe ich löse mit meiner Meinung nicht wieder eine so haarsträubende Diskussion aus wie die letzte- bitte kein Gerangel mehr über Ost- und Westarbeitslose- ich finde es gibt keinen Grund über andere zu meckern wir sind alle Teile eines gewählten Systems und müssen irgendwie eben funktionieren damit das System funktioniert. Wäre es nicht so hätten wir hier die totale Anarchie und das wäre wohl auch nicht der Sinn der Sache. In diesem Sinne LG |
| Darket | @shockfront Eigentlich ist mir das zu blöd, auf diesen Quatsch weiter einzugehen. Dein Beitrag hat keinerlei inhaltlichen Zusammenhang mi dem, auf den Du da reagierst, noch hat er sonst einen Sinn, als das Schwingen der Emotionalkeule und des sich selbst Lobens. Die tatsache, dass ich jünger bin als Du scheint angesichts Deines seltsamen Blickwinkels nicht wirklich etwas über Erfahrung oder Realitätssinn auszusagen und die Tatsache, dass es genügend Leute auf 400 Eurojobs gibt, die mir mindestns 30 Jahre voraus haben ist mir ebenso bekannt, hat mit dem, was ich schrieb allerdings wenig zu tun. Und wieso Du mich dazu aufforderst einen Job zu suchen ist mir nun völlig schleierhaft, wie ich oben schon schrieb (Wer lesen und verstehen kann ist klar im Vorteil), habe ich zumindest bis Ende diesen Jahres noch zwei davon. [QUOTE]Wo arbeit ist ist auch ein Wille...Und wo ein Wille ist ist auch Arbeit...[/QUOTE] Mir ist gerade massiv nach ralverdauung zu Mute... |
| 242shockfront24 | Es gibt Leute die verstehen mich und es gibt Leute die verstehen leider einen nicht. Eine frage @Darket wieso hast du was von dir geschrieben wie schlecht es dir doch so geht,wenn du zwei Jobs hast? Dann geht es dir doch gut?Und zwar genauso wie mir ich habe auch arbeit! Klar beschwere ich mich über Vaterstaat,immerhin sind es auch die Schuldigen aber trotzdem was hilft jammern und sich irgendein schuldigen zu suchen um darauf zu schimpfen? Bevor ich meckere und eingehe vor Frust hilft man sich doch selbst oder?Und man kann sichnur helfen in den man selber die Suche nach Arbeit übernimmt,denn das ist das einzigeste was einem aus der Misere helfen kann. Was ich nur nicht haben konnte ist das dieser Therad sich absulut verlaufen hat und es nur noch darum ging Ossis gegen Wessis oder umgekehrt. Mensch was haben die denn damit zu tun? Deswegen muss ich dir @Darket leider in einem Recht geben : [B]Eigentlich ist mir das zu blöd, auf diesen Quatsch weiter einzugehen. Dein Beitrag hat keinerlei inhaltlichen Zusammenhang mit dem, auf den Du da reagierst, noch hat er sonst einen Sinn[/B] [B]Denn mir wird es auch langsam zu blöd mich auf Diskussionen einzulassen die keinen Sinn haben weil es leider Leute gibt die es einfach nicht verstehen,das man für Arbeit auch mal unternehmen muss,denn nur Faul rumsitzen bringt nix.[/B] [B]Denn deine Diskussion ist auch nicht das wahre.!Denn dein Inhaltlichen Zusammenhang kann man auch nicht direkt verstehen denn du denkst nur an dich und nicht an andere.![/B] In diesem Sinne.... |
| Move over Kate | [QUOTE]Und wieso Du mich dazu aufforderst einen Job zu suchen ist mir nun völlig schleierhaft[/QUOTE] Den Hinweis hab ich bei mir auch nicht verstanden - ich bin nicht arbeitslos und werde es (nach menschlichem Ermessen) auch nie werden... Aber daran sieht man - Realität ist subjektiv und entsteht im Kopf - genau wie der Inhalt einer Botschaft oder eines Thread-Beitrages. Ich werd mich künftig präziser ausdrücken, um Missverständnisse zu vermeiden, okay? |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von 242shockfront24 [/i] [B]Eine frage @Darket wieso hast du was von dir geschrieben wie schlecht es dir doch so geht,wenn du zwei Jobs hast?[/B][/QUOTE]Man ist glücklich, nur weil man mehrere Jobs hat? Ich würde solche Leute eher bemitleiden, als beneiden. |
| xxxzinixxx | das ist ja das perverse... |
| Darket | Ok, also nochmal langsam, zum Mitdenken: [QUOTE]Eine frage @Darket wieso hast du was von dir geschrieben wie schlecht es dir doch so geht,wenn du zwei Jobs hast?[/QUOTE] Ich schrieb, dass ich in der Ausbildung bin (die übrigens schulisch ist, weswegen ich keinen Pfennig dafür sehe) und nebenbei (!) zwei Jobs machen muss, um meinen Lebensunterhalt finanzieren zu können, wodurch ich ungefähr auf Hartz4 Niveau komme. Es geht mir von daher schlecht, dass ich viel Zeit und Energie, die in meine Ausbildung eigentlich sinnvoller investiert wäre, in besagte Jobs stecken muss. Allerdings und auch das habe ich bereits betont, immernoch besser als manch anderem, der keinen Job hat und sich deshalb rund um die Uhr gedanklich damit beschäftigen muss, was er heute Abend denn isst. [QUOTE]Bevor ich meckere und eingehe vor Frust hilft man sich doch selbst oder?Und man kann sichnur helfen in den man selber die Suche nach Arbeit übernimmt,denn das ist das einzigeste was einem aus der Misere helfen kann.[/QUOTE] Keine Ahnung in welchem Land Du lebst, aber in Deutschland gibt es hunderttausende, wenn nicht sogar Millionen von Menschen, die vergeblich hunderte und aberhunderte von Bewerbungen geschrieben haben und schreiben. Die Suche nach Arbeit ist vielleicht eine Grundvoraussetzung, aber wenn keine da ist, kann man sich dumm und dämlich suchen ohne zu finden. |
| geyer | [QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i] [B] Keine Ahnung in welchem Land Du lebst, aber in Deutschland gibt es hunderttausende, wenn nicht sogar Millionen von Menschen, die vergeblich hunderte und aberhunderte von Bewerbungen geschrieben haben und schreiben. Die Suche nach Arbeit ist vielleicht eine Grundvoraussetzung, aber wenn keine da ist, kann man sich dumm und dämlich suchen ohne zu finden. [/B][/QUOTE] Das ist genau das was ich meine. Heute erhalten: Fa. soundso, den 18.4.06 Da wir zur Zeit kein Personal benötigen, bedauern wir Ihnen keinen positiven Bescheid zukommen lassen zu können. (Initiativbewerbung) Fa. achundkrach, den 18.4.06 Ihre Bewerbung, für deren sorgfältige Zusammenstellung wir uns bedanken möchten, konnten wir dabei leider nicht berücksichtigen. Wir möchten jedoch betonen, dass und diese Entscheidung angesichts der vielen qualifizierten Interessenten nicht leicht gefallen ist. Wir bedauern, Ihnen absagen zu müssen...blabla (Bewerbung auf eine ausgeschriebene Stelle) Fa. firlefanz, den 18.4.06 ...keine Möglichkeit sehen, mit Ihnen zu einem Vertragsabschluss zu kommen. Wir dürfen Ihnen jedoch versichern, daß mit dieser Entscheidung keinerlei Wertung Ihrer Person oder Ihrer beruflichen Qualifikation verbunden ist. (Bewerbung auf eine ausgeschriebene Stelle) Fa. hopplahopp, den 18.4.06 Aufgrund der Vielzahl der eingegangenen Bewerbungen (uns erreichten über 250 Zuschriften) müssen wir Ihnen jedoch leider...blabla (bewerbung auf eine ausgeschriebene Stelle) undsoweiterundsoweiter... und Angesichts der Zeitungsmeldungen, daß bei VW auch mal wieder 20.000 Jobs auf dem Spiel stehen, krieg ich nur noch das Kotzen.:mad: |
| 242shockfront24 | [B]So und jetzt nochmals für welche die sich im IQ überlegen fühlen..![/B] [B]Ich denke mal die jenigen die ich meine wissen bescheid :-)[/B] [B]Eine Arbeit kann man nicht nur über via Email oder gar Bewerbungsbrief finden..!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!![/B] [B]Man kann nur Arbeit finden wenn man auch was dafür tut,ich glaube ich sollte es mal auflisten,denn anscheinend verstehen die jüngeren Spatzen es echt nicht,sorry...[/B] 1.Wenn man Arbeit hat sollte sich man darüber erfreuen und keine anderen fertig machen die keine haben. 2.Wenn man meint man verliert den Job sollte man sich darum kümmern. 3.Einen Job bekommt ihr nicht nur weil ihr ein email Account habt oder ein Brief per Post gesendet bekommen habt.! 4.Ein Job bekommt man wenn man mal seinen Hintern von der Couch erhebt und selber zum Geschäft oder Büro geht und dort sich bewerben will oder möchte. 5.Das Aussehen spielt eine große rolle.! 6.Wenn man aussieht wie der letzte Henker oder wieder Tod bekommt man garnix,sorry ist leider so,ich kenne das selber... 7.Sein Grufti dasein oder sein Punk dasein kann man privat ausleben aber nicht in einer Arbeitsrolle.!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! 8.Kleidet euch ganz normal adrett und wie jeder andere normalo auch und ihr Bwkommt sogar arbeit :D 9.Selbst wenn ihr trotzdem deswegen keine Arbeit gefunden habt frage ich mich allen ernstens wieso es ZEITARBEITFIRMEN gibt wo ich auch mal vor einiger Zeit war.! **[B]Seid ihr Euch etwa dafür zu schade..?Ich war es mir wegen der Arbeit und dem Geld nicht..[/B] 10.Kurze rede langer Sinn ...Wer Arbeit finden will und auch Arbeit haben will der bekommt auch welche :-) @Darket [QUOTE]Ich schrieb, dass ich in der Ausbildung bin (die übrigens schulisch ist, weswegen ich keinen Pfennig dafür sehe) und nebenbei (!) zwei Jobs machen muss, um meinen Lebensunterhalt finanzieren zu können, wodurch ich ungefähr auf Hartz4 Niveau komme. Es geht mir von daher schlecht, dass ich viel Zeit und Energie, die in meine Ausbildung eigentlich sinnvoller investiert wäre, in besagte Jobs stecken muss. Allerdings und auch das habe ich bereits betont, immernoch besser als manch anderem, der keinen Job hat und sich deshalb rund um die Uhr gedanklich damit beschäftigen muss, was er heute Abend denn isst.[/QUOTE] Hmmm,mal ne Frage seid wann wird man für Schulische Leistungen bezahlt???a ok klar die Eltern bezahlen füt gute Noten aber seid wann bekommt man von Vaterstaat Geld wenn man in einer Schule ist und gute Noten schreibt???Oder wie bei dir du steckst mitten drin und siehst keinen Pfennig!!![B]Tja ist halt der Nachteil wenn man noch zur Schule geht und noch für Vaterstaat klein ist.[/B] Denn jeder mach teine Schulische Ausbildung nicht nur [B]du alleine[/B] sondern tausend andere auch..!!![B]Du schreibst das deine Energie in deine schulischen Leistungen sinnvoller sind als wie in der Arbeit gesteckt?![/B] [B]Ohjee wie naiv muss man eigentlich sein um das schreiben oder sagen zu können,für mich heißt es das du an deine Schulnoten glaubst und mehr nicht.![/B] [B]Tja dann lerne und arbeite für deine Schulnoten mal fleißig weiter denn die werden dir auf den Arbeitsweg kaum etwas bringen heutzutage.![/B] Sei froh das du Arbeit und sogar zwei Jobs hast meine beste Freundin hatte nie das Glück.!Aber die tut nix zur Sache.[B]Die ist sogar in einer Fabrik arbeiten gegangen von Nadler und hat eine massenabfertugung betrieben,Hauptsache sie hat geld für ihr Studium und ihre Miete verdient.![/B] Du alleine weiß t es garnicht wie es ist wenn es einem schlecht geht du kannst nur alles verschönlichen mit deinen Worten mehr aber auch nicht,sorry ich möchte dir wirklich nicht zu nahe treten aber du weißt noch rein garnichts und musste echt noch viel lernen,sorry.... Unter echt viel lernen verstehe ich das du auch mal fast auf der Strasse leben sollst und mindestens ein Kind haben sollst damit du weiß wie es ist dein eigenes Kind zu ernäheren.!Denn so einfach wie du es dir vorstellst ist das leben nicht.![B]Ein gut gemeinter Rat und Tip bleib solange du kannst bei deinen Eltern wohnen oder bleib solange du kannst alleine und schaffe dir keine Kinder in dieser Zeit an,denn dann weißt du was ARMUT ist dank Harz4.[/B] [B]Keine Ahnung in welchem Land Du lebst, aber in Deutschland gibt es hunderttausende, wenn nicht sogar Millionen von Menschen, die vergeblich hunderte und aberhunderte von Bewerbungen geschrieben haben und schreiben. Die Suche nach Arbeit ist vielleicht eine Grundvoraussetzung, aber wenn keine da ist, kann man sich dumm und dämlich suchen ohne zu finden[/B] Also un deine frage zu beantworten ich lebe in Deutschland und es stimmt es gibt viele sogar zu viel Arbeitslose in Deutschland.!Aber bist du nicht der Meinung das die Arbeitsolsen selber auch etwas in die Hand nehmen müssten damit sie überhaupt etwas finden?Denn Vaterstaat oder das besser genannte Arbeitsamt hat entweder nur veraltete Jobs oder garnichts für einen! Im übringen meinen Mann wurde vor langer Zeit mal angeraten er solle doch in rente gehen....Und das mit 24 jahren nur weil er nichtmehr richtig erwerbstätig ist und war.Er hat sich mit dem selsbtändig gemacht was wir hatten,klar auf Risiko...Wir haben keinen Pfennig von der Bank gesehen denn man bekommt nur etwas von einer Ausgleichsbank wenn man etwas für einen Wirtschaftsberater übrig hat.Und das sind mal eben über 3000Euro,na wo würdet ihr die wohl inverstieren?Wir haben es in das inverstiert womit wir auch angefangen haben und haben es sogar schon teilweise geschafft ohne Bank..!Viele haben uns im Ruin geshen aber wir kämpfen weiter.!Was ich mit all'dem meine ist wenn man Arbeit möchte dann muss man auch etwas dafür tun.!Das heißt nicht nur Bewerbungen schreiben,sobdern auch mal aufstehen und früher aufstehen als wie gewohnt und raus aus der Wohnung und selber schauen und nicht nur Bewerbungen schreiben. So nochmals ich bin früher immer selber losgegangen ich bin persönlich zu eiigen Geschäften hingegangen und habe mich einfach vorgestellt udn gesagt was ich kann und was ich gelernt habe,klar hatte ich auch ein paar Absagen aber nur ein paar ich denke mal man sollte nicht bei sexgeilen Chef's arbeiten,es sei denn man steht drauf..Aber ich habe immer einen Job bekommen und genau das was ich suchte.!Das kann jeder man muss nur das richtige Selbsbewusstsein haben. Was soll ich mich weiter aufregen...es lohnt sich nicht finde ich jedenfalls,sorry es war das letzte was ich geschrieben habe denn die jenigen die zwischen 27 Jahren und 50 jahren alt sind wissen wie ich es meine die können einen verstehen weil die alt genug sind.das hat mit Schulische Leistungen nichts zu tun,leider :( Bleibt mal schön in Eurer Traumwelt ;) Ich sehe es schon so kommen das es später keine Rente mehr geben wird weil sich die kleinen zu Bieder sind etwas mal selber in die Hand zu nehmen.Wer Arbeit hat sollte seine Rechte und Pflichten gegenüber dem Chef kennen. [B]Sorry für die fehler die im Text sind aber ich habe echt keinen Bock die heute oder wann auch immer auszumertzen,immerhin habe ich lange genug gearbeitet und bin Hundemüde,zerfleischt Euch mal alle schön weiter obwohl ihr die Schuld ganz woanders suchen könnt und nicht bei anderen oder gar bei Euch :-)[/B] |
| Darket | Langsam bekomme ich hier wirklich ein gewisses efühl intellektueller Überlegenheit, wenn es mir auch nicht viel bringt, da ich offenbar mit einer Wand rede *seufz* [QUOTE]Hmmm,mal ne Frage seid wann wird man für Schulische Leistungen bezahlt???a ok klar die Eltern bezahlen füt gute Noten aber seid wann bekommt man von Vaterstaat Geld wenn man in einer Schule ist und gute Noten schreibt???Oder wie bei dir du steckst mitten drin und siehst keinen Pfennig!!!Tja ist halt der Nachteil wenn man noch zur Schule geht und noch für Vaterstaat klein ist[/QUOTE] Madame scheint mich unbedint mißverstehen zu wollen: Ich bin in der Berufsausbildung, nur ist diese schulisch, also nicht dual wie es überwiegend der Fall ist. Der Unterschied ist der, dass ich nicht wie andere Azubis vier Tage die Woche arbeite und einen die Schulbank drücke, sondern Vollzeit in der Schule bin und meine Praxis über Praktika bekomme, die selbstverständlich unentgeltlich sind. Da ich dank seltsamer rrungen und Wirrungen in Vater Staats Gesetzen einen Baföganspruch von horrenden 27,53 Euro habe, meine Eltern jedoch keinesfalls reich sind, arbeite ich eben. Was ich dahingehend beklage ist, dass jemandem wie mir und vielen anderen kein Bafög zusteht, worunter natürlich meine letztendliche Qualifikation leidet. Soweit verstanden? Wenn nein werfe ich das Handtuch. [QUOTE]Du alleine weiß t es garnicht wie es ist wenn es einem schlecht geht du kannst nur alles verschönlichen mit deinen Worten mehr aber auch nicht,sorry ich möchte dir wirklich nicht zu nahe treten aber du weißt noch rein garnichts und musste echt noch viel lernen,sorry....[/QUOTE] Wir können gern diskutieren, aber ich verbitte mir diesen dümmlichen, schulmeisternden Tonfall. Wenn du altkluge Sprüche dieser Art loswerden willst such dir jemand anderen! [QUOTE]Unter echt viel lernen verstehe ich das du auch mal fast auf der Strasse leben sollst und mindestens ein Kind haben sollst damit du weiß wie es ist dein eigenes Kind zu ernäheren.!Denn so einfach wie du es dir vorstellst ist das leben nicht.![/QUOTE] Wo Du das jetzt herhaben willst verstehe ich nicht. Habe ich oben mal behauptet es wäre achso leicht? Ich dachte ich häte versucht darzulegen, dass es echt hart sein kann... [QUOTE]Aber bist du nicht der Meinung das die Arbeitsolsen selber auch etwas in die Hand nehmen müssten damit sie überhaupt etwas finden?Denn Vaterstaat oder das besser genannte Arbeitsamt hat entweder nur veraltete Jobs oder garnichts für einen![/QUOTE] Endlich mal ein Absatz, der zumindest ansatzweise Inhalt hat! Aber habe ich irgendwo geschrieben, dass ich dieser Meinung wäre? Ich habe nur gesagt, dass ich ein gewisses Verständnis für diejenigen Leute mitbringe, die seit 10 ahren vergeblich Bewerbungen schreiben und irgendwann resignieren. Und ich habe gesagt, dass es der größte Blödsinn ist, den ich in den letzten Monaten hier gelesen habe, dass man ja nur wollen und seinen Arsch bewegen muss. Wir haben 5 Mio Arbeitslose und einige hunderttausend freie Stellen, die vornehmlich deshalb nicht besetzt sind, weil es an Qualifikationen fehlt. Der Satz "Wer arbeiten will findet auch was" war schon in den billigen Talkshows der späten 90er Jahre schwachsinnig, aber heute ist er nebenbei auch noch zynisch. [QUOTE]Ich sehe es schon so kommen das es später keine Rente mehr geben wird weil sich die kleinen zu Bieder sind etwas mal selber in die Hand zu nehmen.Wer Arbeit hat sollte seine Rechte und Pflichten gegenüber dem Chef kennen.[/QUOTE] Ich kenne meine Rechte und Pflichten ziemlich gut, sei Dir da mal sicher. [QUOTE]Ich sehe es schon so kommen das es später keine Rente mehr geben wird weil sich die kleinen zu Bieder sind etwas mal selber in die Hand zu nehmen.[/QUOTE] Ich versteh echt nicht was Du willst. Man möge sich heute mal an einer beliebigen Uni in deutschland umschauen: die eine älfte der Studenten hat teilweise 16 Stunden tage, weil sie neben dem Studium wie blöde für 4,60 schuften müssen und die andere Hälfte wohnt entweder noch zu Hause (was mit 24 nun wirklich weder für das Individuum noch für die Gesellschaft erstrebenswert ist) oder hat Eltern, die genug Kohle haben....achja, und dann gibt es da die doch eher kleine Gruppe Glücklicher, die genug Bafög bekommen. Die Jugend in diesem Lande hat nie zuvor mehr selbst für ihre Ausbildung tun müssen, also wirf bitte nicht den heute 20 Jährigen vor sie wären achso faul, das ist sachlich schlicht falsch! |
| 242shockfront24 | @Darket Was ich nicht verstehe ist das du nur von Studenten redest! Im Moment habe ich das Gefühl du verstehst mich nicht... Ich rede von der Allgemeinheit und das du mir überlegen wärst denke ich mal nicht ich weiß was ich meine und will oder gar möchte... Immerhin ist die Weisheit keinem Angeboren man lernt sie bis zum Tod hinaus...Und kleine Küken(sorry aber was anderes fällt mir im moment nicht ein)müssen genauso lernen,das heißt aber nicht das ich schon ausgelernt hätte." So in diesem Sinne jetzt ist erst einmal Feierabend ich muss schliesslich auch noch arbeiten,sorry immerhin habe ich noch dazu zwei Kinder und die Arbeit... |
| Move over Kate | [QUOTE].Ein Job bekommt man wenn man mal seinen Hintern von der Couch erhebt und selber zum Geschäft oder Büro geht und dort sich bewerben will oder möchte. [/QUOTE] und so weiter und so fort... Ja ja ja, und von Küssen wird man schwanger... :rolleyes: Mädel, ich arbeite als Personalleiter in einem Entsorgungsunternehmen. Wir haben zum 01.01. ungefähr 20 Müllwerker und -fahrer eingestellt. Nicht gerade der Job, den jeder Deutsche vor Hartz IV mit Kußhand genommen hätte. Rate mal wieviele Bewerbungen ich auf die Stellen hatte: Über 200. Ich hatte jeden Tag innerhalb der Bewerbungsfrist mindestens 5 Leute in meinem Büro stehen, die mir erzählt haben, wie schlecht die Situation am Arbeitsmarkt ist und wie hoch sie qualifiziert sind. Bei den Bewerbern war vom Studienabbrecher mit Vordiplom über den kosovarischen Asylanten bis zum Berufskraftfahrer alles dabei. Es gab welche, die haben um den Job gefleht, es gab welche, die waren nur da um sich für das Arbeitsamt bestätigen zu lassen, dass sie sich beworben haben. Es gab welche, die haben ihre Bewerbung zurück gezogen, weil sie höhere Sozialleistungen bezogen, als wir ihnen Lohn in Aussicht stellen konnten. Die Welt ist nicht nur schwarz und weiß. (Dafür ist aber wenigstens das Sterben ästhetisch bunt... ;) ) |
| 242shockfront24 | @Move over Kate Ich weiß die Welt ist nicht nur schwarz und weiß sie ist auch Bunt:D Aber immerhin gibt es welche die die bunten Farben nicht sehen können oder wollen... Sagen wir es mal anders bevor mal wieder jemand meint ich würde ein wirrwarr schreiben mag sein aber es ist meine Art,sorry... Klar ich kann es verstehen du hast auch teilweise Recht.Aber du musst zugeben es gibt sehr viele die keine Arbeit wollen oder besser gesagt zu faul sind etwas dafür zu unternehmen. Was ich hier die ganze Zeit versuche klar zumachen ist das die meisten Jugendlichen sowie auch andere die älter sind(das soll nicht heißen alle!)keine Lust oder wie auch genannt BOCK haben auch Drecksarbeit zu machen .Die meistne berufen sich auf irgendlweche Schulnoten die sie sehr oft garnicht brauchen,weil mehr die Fleksilibilität gefragt ist.Frag mal eine Mutter mit einem Kinder oder mit zwei oder gar drei Kindern ob sie arbeit bekommen würde. Mensch was würde ich für einen Test geben und zwar wie Firmen auf eine Frau ohne Kind und total unabhänig mit keinen Verpflichtungen mit schlechten Schulnoten reagieren würden und mit einer Mutter mit mindestens einem Kind und guten Schulnoten und halt verpflichtungen gegenüber dem Kind bei Krankheitsfall ect... Oder als Beispiel einem Mann der alleinstehend ist mit schlechten Schulnoten aber dafür noch nie krank war oder einem Mann der eine Ehefrau hat mit zwei Kindern und gute Noten oder gar bla bla bal ect... Das ist leider der verdrehte Vaterstaat den ich versuche die ganz zeit klar zu machen :( |
| Move over Kate | @ Decay Wenn das ernst gemeint ist, schick mal ne PN... ;) [QUOTE]Das ist leider der verdrehte Vaterstaat den ich versuche die ganz zeit klar zu machen [/QUOTE] Na ja. Da bin ich doch ganz froh, dass "Vater Staat" die Wirtschaft nicht noch mehr reglementiert und auch noch Einstellungsregelungen aufstellt, die fast schon in Richtung Planwirtschaft geht. Oder anders herum: "Vater Staat" ist nicht für jede unternehmerische Entwicklung (die man persönlich als Fehlentwicklung ansehen mag) verantwortlich. |
| xxxzinixxx | ich denke, manchmal macht das alter aber auch engstirnig... spreche da jetzt, bitte schön, nur aus eigener erfahrung! ich hoffe dabei aber immer, daß ich auch neue (arbeitsmarkt-)situationen irgendwann nochmal einigermaßen in mein (teilweise doch etwas) überholtes weltbild integrieren kann... vielleicht sollte man doch wieder richtige armenhäuser errichten, damit diese "sozialschmarotzer" keinen müden cent mehr von den armen, arbeitenden, ausgebeuteten steuerzahlern bekommt, und endlich mal selbst was unternimmt... oder untergeht, was ja dann selbst verschuldet wäre, weil es doch eigentlich alles so relativ einfach ist (im angedenken an "grauer wolf" zu verstehen... falls sich noch jemand erinnert...) :confused: und wenn dann niemand mehr steuergelder ohne gegenleistung bekommt, was wird DANN der grund für die weitere verschuldung sein??? |
| Darket | Hilfähhhhh! Klär mich mal ein Unbeteiligter auf, ist das, was ich versuche zu sagen so komplex formuliert, dass es nicht zu verstehen ist? *Kopf@Wand* [QUOTE]Was ich nicht verstehe ist das du nur von Studenten redest![/QUOTE] Wieso rede ich nur von Studenten? Ich bin keiner....ich bringe die mal als Beispiel. Wir können uns auch drauf einigen, dass Studenten nicht alle faul und dumm sind, auch wenn sie Anfang 20 sind, dann hab ich ja immerhin etwas erreicht. Wo machen wir weiter? Maurerlehrlinge? [QUOTE]Im Moment habe ich das Gefühl du verstehst mich nicht..[/QUOTE] Dieses Gefühl beruht auf Gegenseitigkeit. [QUOTE]Ich rede von der Allgemeinheit und das du mir überlegen wärst denke ich mal nicht ich weiß was ich meine und will oder gar möchte...[/QUOTE] Och Du, das tue ich durchaus auch....meist jedenfalls, aber ich bin nebenbei notorisch arrogant. [QUOTE]Immerhin ist die Weisheit keinem Angeboren man lernt sie bis zum Tod hinaus...Und kleine Küken(sorry aber was anderes fällt mir im moment nicht ein)müssen genauso lernen,das heißt aber nicht das ich schon ausgelernt hätte."[/QUOTE] Mann, es muss toll sein die 30 schon überschritten zu haben. Ich werd mir die ganzen Sprüche mal merken.....wenn ich dereinst zu den "kleinen" spreche und deutlich machen will, dass ich allein auf Grund dessen recht habe, dass ich ihnen Minimum 10 Jahre voraus habe, sind die bestimmt nützlich. [QUOTE]So in diesem Sinne jetzt ist erst einmal Feierabend ich muss schliesslich auch noch arbeiten,sorry immerhin habe ich noch dazu zwei Kinder und die Arbeit...[/QUOTE] Ich bin beeindruckt... |
| xxxzinixxx | herrje, na klasse... mal wieder n toller denkansatz von da oben... jo, so gehts ja nun echt nich mit diesen nobelläden für arme... ich bin für eine erhebliche versteuerung! benzinpreismäßig! ;) aber zum glück gibts ja immerhin noch die sperrmülltage... (und für ganz findige, schnelle, jung-dynamische, oder -gebliebene danach noch EBAY! *würg*) obwohl... ein wunder eigentlich, daß es da noch keine schlägereien vor ort gegeben hat... zumindest wüßte ich nichts... |
| xxxzinixxx | ach was, du brauchst doch nur positiv zu denken, also deine "matrix" zu verändern, und schon... ! :rolleyes: ich persönlich glaube ja, für alles positive, was irgendjemandem auf der welt arbeitstechnisch widerfährt, gibt es dann immer einen in der nähe, dem es dafür schlechter geht. man stelle sich auch mal vor: ALLE arbeitNEHMER arbeiten wie die besengten, 42 stunden, für knapp über hartz 4,... also ich weiß ja nich... *grübel* |
| Jaddy | ich bekomme auch ALG2 udn habe eine ausbildung finanziert vom amt... das heißt 2 jahre sozialhilfe trotz 40 stunden woche, tja.... |
| xxxzinixxx | tja... "lehrjahre sind keine herrenjahre" (werner) |
| Jaddy | ja aber ich aheb ja schon 2 jahre hinter mir jetzt nochmal.... ich muss am tag insgesamt fast 3 stunden pendeln kann nichtmal da hin ziehen wo meine ausbildung statt findet weil dann der zuständigkeitsbereich entfällt und ich kein geld mehr bekommen würde für die ausbildung!!! so eine sch**** |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Jaddy [/i] [B]ich muss am tag insgesamt fast 3 stunden pendeln kann nichtmal da hin ziehen wo meine ausbildung statt findet weil dann der zuständigkeitsbereich entfällt und ich kein geld mehr bekommen würde für die ausbildung![/B][/QUOTE] Da gebe ich Dir Recht, daß das wirklich absolut suboptimal ist. Das Problem liegt darin, daß das Geld von den Kommunen kommt und diese einen Teil vom Bund beziehen. Würdest du umziehen, müßte die neue Kommune die Kosten übernehmen oder die jetzige würde den Anteil vom Bund verlieren, da Du dort nicht mehr gemeldet bist. Und bis das durch ist (wenn überhaupt), ist Matthäus am letzten... doof geregelt - keine Frage... |
| Mac | [QUOTE][i]Original geschrieben von xxxzinixxx [/i] [B]tja... "lehrjahre sind keine herrenjahre" (werner) [/B][/QUOTE] Das ich als student jetzt monatelang von butterbrot, reis (mit manchmal butter dran) und pfefferminztee oder leitungswasser leben muss gehört wohl auch dazu? Und erzähl mir bloss nix von nebenjob, den konnte ich weder im ersten semester annehmen und selbst jetzt im zwoten muss ichs mir schwerst überlegen bei 6-8h lernen am tag (die ich brauche). Also entweder durch Prüfungen durchfallen oder hungern.... Nur gut, dass das Bafögamt nach 8 Monaten endlich was schickt (wenn auch nicht viel aber immerhin....). Ich habe den Eindruck das die Generation ab 35 keine Ahnung hat was auf einen jungen Arbeitnehmer alles zukommt (und das ohne jede Perspektive auf einen permanenten Job), zudem mit wunderbaren Vorbildern die einem ständig erzählen das man keine Ahnung hat und es trotzdem selber nicht besser machen. |
| hagzissa13 | Hallo Mac! Das mit dem Stdium kann ich gut verstehen. Das ist nicht einfach. Aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen (und ich betone dabei, daß ich lediglich durchschnittlich begabt bin und auch immer mehr Zeit zum Lernen als andere benötigte), daß das sehr wohl geht mit Nebenjobs. Da ich kein Bafög bekam, blieb mir nichts anderes übrig, als nebenher arbeiten zu gehn. Das habe ich (trotz vielfältiger vorgeschriebener Praktika und Famulaturen) in den Semesterferien (die ja zusammen immerhin knapp ein halbes Jahr betragen) abgerissen, oder an den Wochenenden. Sicher: Witzig war das nicht, besonders in der Vorklinik - aber wie man sieht, lebe ich noch ;) ! |
| darkmav | @ Mac: Wenn Du vom BAFöG-Amt weniger als den Höchstsatz bekommst, kannst Du (bei Zahlungsunwilligkeit derselben) Deine Eltern verklagen... Damit habe ich auch gedroht :D @ Jaddy: Sei froh, daß Du die Möglichkeit hast, diese Ausbildung zu machen, und dafür noch Geld bekommst (ALG2), bevor Du anfängst, hier herumzujammern. Andere Leute sehen auch keinen Cent für ihre Doktorarbeit... (Gehöre glücklicherweise nicht dazu). 3 Stunden Pendeln/Tag sind jetzt auch wieder nicht sooo viel - man kann während der Zeit ja etwas sinnvolles tun (etwas Gehaltvolles lesen zum Beispiel), wenn nicht gerade jemand mit seinem Handy oder MP3-Dings in der Bahn neben einem sitzt und einen nervt (-> siehe Ausländerthread). |
| xxxzinixxx | he, mal langsam! wenns nach MIR ginge, sollte jeder soviel bekommen, wie er braucht, um alles das (zumindest) arbeitstechnisch tun zu können, was er möchte! |
| Apex | [QUOTE]Sei froh, daß Du die Möglichkeit hast, diese Ausbildung zu machen, und dafür noch Geld bekommst (ALG2), bevor Du anfängst, hier herumzujammern.[/QUOTE] Jaja, jetzt muss man schon froh sein wenn man ne Ausbildung machen darf und dafür auch noch bezahlt wird...bald sind wir wieder soweit, dass man noch dem Betrieb Geld bezahlen muss, damit er einen als Lehrling nimmt. Verkehrte Welt... |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] [B]Jaja, jetzt muss man schon froh sein wenn man ne Ausbildung machen darf und dafür auch noch bezahlt wird...bald sind wir wieder soweit, dass man noch dem Betrieb Geld bezahlen muss, damit er einen als Lehrling nimmt. Verkehrte Welt... [/B][/QUOTE] Nun ja, wenn ich mir anschaue, wie überproportional (zu den restlichen Gehältern) Gehälter von Auszubildenden in den letzten 20 Jahren gestiegen sind, ist das schon nicht von schlechten Eltern und noch sehr, sehr weit entfernt von "dem Betrieb Kohle für die Ausbildung bezahlen". |
| darkmav | @ Apex: Ich glaube, zu Omas Zeiten war es teilweise sogar so, daß die Familie des Lehrlings dem Ausbilder etwas gezahlt hat... Guck mal, was ein Studium an Harvard oder Stanford kostet! Ein Studium ist auch nichts anderes als Ausbildung. Sicherlich: Der Ausbilder hat u. U. auch einen Vorteil am Auszubildenden, da dieser u. U. sogar produktiv etwas arbeiten kann; würde diesen aber nicht überbewerten - man hat auch jede Menge Ärger mit Auszubildenden. [Das habe ich auch schon festgestellt... Erst denkt man: Supi, jetzt habe ich einen Diplomanden, der mir die Arbeit abnimmt... Aber je nach Qualität des Diplomanden, hat man dann u. U. mehr zu tun, als wenn man die Sachen alleine machen würde, weil man dem Diplomanden erst alles fünf mal erklären muß, und dann erst noch alles falsch gemacht wird] |
| Apex | aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass man als Azubi in manchen Ausbildungen und Betrieben durchaus schon nach nem Jahr wie eine Vollkraft arbeitet. Da ist eine Angeleichung der Vergütung durchaus gerechtfertigt. [QUOTE]Guck mal, was ein Studium an Harvard oder Stanford kostet! Ein Studium ist auch nichts anderes als Ausbildung.[/QUOTE] Deswegen bin ich ja auch fürs gebührenfreihe Studium ;) |
| Darket | Mac trifft den Nagel meiner Ansicht nach auf den Kopf. Irgendwie stellt man sich die Jahre von 20 bis 25 heute wunderbar einfach vor, Ausbildung bzw. Studium heiße so viel wie das Leben in vollen Zügen genießen, bevor es an den Ernst des Lebens geht. Dass ebenjener heute spätestens dann beginnt, wenn man aus der Schule kommt, wird unterschlagen. Studieren ist heute oft genug ein Fulltimejob, Bafög, selbst der Höchstsatz, reicht in wahrscheinlich keiner westdeutschen Unistadt zum Leben, die Altersgrenze für Kindergeld wird grade auf 25 gesenkt (blanker Hohn, gerade bei Männern. Da kommt man mit 19 oder 20 aus der Schule, reißt ein jahr Bund oder Zivi runter und hat dann gefälligst auch komplexe Fächer wie Medizin oder Jura in 4 Jahren abzuschließen). Oft genug ist da das Argument zu hören, dass man ja bei seinen Eltern wohnen bleiben könne, blanker Hohn angesichts der Tatsache, dass die wenigsten in ihrer jweiligen Heimatstadt studieren können, so sie überhaupt aus einer Unistadt kommen. Hier in berlin ist es inzwischen so weit, dass die meisten gebürtigen Berliner, die ich kenne tagtäglich nach Potsdam an die Uni pendeln müssen. Da die meisten wegen der niedrigeren Mieten in der Innenstadt bzw. irgedwo in Ostberlin wohnen, sind das tagtäglich zwei Stunden fahrzeit. Bei sehr (!) günstig gerechneten 6 Stunden Uni, zwei Stunden Nach- bzw. Vorbereitung und den zwei Stunden Fahrzeit, kann sich jeder ausrechnen wie das mit nebenbei arbeiten aussieht. Klar, es gibt Semesterferien, das blöde ist, dass die auch ordentlich vollgestopft sind: Klausuren, Hausarbeiten und, oh Luxus, eventuell auch mal eine Woche Urlaub. Ich bin kein Student, aber ich könnte regelmäßig kotzen, wenn es wieder heißt, dass die faulen Studenten doch auch arbeiten könnten, statt ihren eltern oder Vater Staat auf der Tasche zu liegen. wer noch nie Supermärkte und Fast Food Restaurants nach lausig bezahlten Jobs, die zeitlich noch irgendwo mit dem eigentlich relevanten Ausbildungsalltag vereinbar sind abgeklappert hat, möge sich da doch bitte zurückhalten. |
| swanheart | [QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i] [B]Klar, es gibt Semesterferien, das blöde ist, dass die auch ordentlich vollgestopft sind: Klausuren, Hausarbeiten und, oh Luxus, eventuell auch mal eine Woche Urlaub. [/B][/QUOTE] Zu den Hausarbeiten etc kommen natürlich noch diverse Praktika dazu, die fürs Studium notwendig, aber außerhalb der Semesterferien überhaupt nicht zu schaffen sind. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mac [/i] Ich habe den Eindruck das die Generation ab 35 keine Ahnung hat was auf einen jungen Arbeitnehmer alles zukommt (und das ohne jede Perspektive auf einen permanenten Job) [/QUOTE]Keine Angst, die Generation ab 35 weiß ziemlich genau, was los ist. Nur wenn sie an dieser Scheiß-Situation etwas ändern wollen, dann werden sie von der jungen Generation gern als Idioten hingestellt, die den Jungen ihre Freiheit nicht gönnen. :( [QUOTE][i]Original geschrieben von xxxzinixxx [/i] wenns nach MIR ginge, sollte jeder soviel bekommen, wie er braucht, um alles das (zumindest) arbeitstechnisch tun zu können, was er möchte! [/QUOTE]Du findest in mir noch einen Mitstreiter, xxxzinixxx. |
| darkmav | >> Bafög, selbst der Höchstsatz, reicht in wahrscheinlich keiner westdeutschen Unistadt zum Leben Wenn man die [I]durchschnittlichen[/I] Ausgaben eines Studenten anguckt natürlich nicht... Denke mal, daß es sich mit 500 Euro/Monat schon leben läßt. Man muß ja nicht unbedingt nach München, Freiburg oder Heidelberg, sondern kann auch nach Bremen (ist auch Eliteuni), Rostock (hat die beste Mensa) oder Kassel (hat eine tolle Zuganbindung). Manchen wir mal ne Rechnung: 200 Euro Wohnen+Nebenkosten (in einem Wohnheim oder einem kleinen WG-Zimmer) 50 Euro Mobilität (wird häufig durch ein Studententicket abgedeckt) 30x5=150 Euro Essen (Mensa ist billig, Aldi auch) 50 Euro Lernmittel (Bücher, Immatrikulationsgebühren etc.) 50 Euro zur freien Verfügung (Kino, Saufen, Kleidung usw.) machen unter dem Strich 500 Euro! Wem das nicht reicht, kann man einen kleinen (aber regelmäßigen) Job beispielsweise als wissenschaftliche Hilfskraft machen. Ging in KA bei den Informatikern wunderbar - und man hat noch was gelernt. Da kriegt man für 40 Stunden im Monat schon locker 300 Euro. Wenn ich mir aber so sehe, was sich heutzutage Studenten so alles leisten (können): Auto (neulich wollte ein türkischer Medizinstudent seinen tiefergelegten Mercedes SLK (sic!) auf meinen Tiefgaragenstellplatz abstellen - naja, so wie ich den Typ eingeschätzt habe, war der gestohlen, oder durch Drogendeals finanziert), Reisen rund um die Welt, Klamotten noch und nöcher (vor allem die Mädels), neuer Laptop, wo's doch auch ein gebrauchter Pentium-III tut usw.... Ich glaube, es handelt sich hier weniger um eine Geldfrage, sondern eher um eine Frage der Ansprüche. Früher (1968) war es eben in, als Student arm zu sein, heute gaukeln einem beispielsweise die tollen Unizeitschriften oder die Komillitonen vor, wo man doch überall unbedingt hinreisen muß, was man anzuziehen hat, oder gar welches Auto man sich zuzulegen hat (Neuwagen natürlich!). Kurzum: Ich bin als Student eigentlich immer gut mit BAFöG und Hiwi-Geld über die Runden gekommen. Für mein anspruchsvolles Physikstudium habe ich zwar zwei Semester länger gebraucht, als die Regelstudienzeit - es hat aber jede Menge Spaß gemacht, und ich habe gelernt, mit Geld umzugehen, wofür ich jetzt sehr dankbar bin - gerade wenn man ein paar Kröten mehr verdient. |
| Mac | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B]>> Bafög, selbst der Höchstsatz, reicht in wahrscheinlich keiner westdeutschen Unistadt zum Leben Wenn man die [I]durchschnittlichen[/I] Ausgaben eines Studenten anguckt natürlich nicht... Denke mal, daß es sich mit 500 Euro/Monat schon leben läßt. Man muß ja nicht unbedingt nach München, Freiburg oder Heidelberg, sondern kann auch nach Bremen (ist auch Eliteuni!), Rostock (hat die beste Mensa) oder Kassel (hat eine tolle Zuganbindung). [/B][/QUOTE] Was natürlich pauschalisiert ist. Wenn dich die ZVS z.B. nach München schickst, gehst du halt nach München. Wenn nur Heidelberg deine Fachkombination anbietet, wird es eben Heidelberg. Aber gut, gehen wir mal von ostdeutscher "Provinz", nämlich Halle da wo ich grade bin. Und schaun mal ob deine Rechnung dem stand hält. Und OnTopic ists auch weil man mal direkt vergleichen kann mit dem womit HarzIV-Empfänger leben müssen. [QUOTE][/i][B]200 Euro Wohnen+Nebenkosten (in einem Wohnheim oder einem kleinen WG-Zimmer)[/B][/QUOTE] Geht noch billiger. 150€ für ein Zimmer, das ist dann zwar Uraltbau mit Kohleheizung aber Kohlen rauf schaffen ist gleich mal n gutes Training und man trainiert seine persönliche Reparatur- und Handwerkskünste in so ner Wohnung. Ist sogar Zentrumsnah. Mag man ein Mindestmaß an "Komfort" wirds schnell teuer. Meine Wohnung ist schierer "Luxus". 24m², vollsanierter Neubau im noblen Plattenviertel (gut 15Min mit der Tram ins Zentrum). 1 Zimmer mit Kochnische und eigenem Bad. 240€ insg. [QUOTE][B]50 Euro Mobilität (wird häufig durch ein Studententicket abgedeckt)[/B][/QUOTE] 15€ von 46,10€ Semesterbeitrag sind ein "Teil"Semesterticket (ab 19-4Uhr, WE ganztags). Für 60€ dazu gibts komplett Tramfahren. Auch sehr günstig. Monatlich also 10 Euronen. Dürfte einmalig billig sein, nicht zu vergleichen mit Westunis. [QUOTE][B]30x5=150 Euro Essen (Mensa ist billig, Aldi auch)[/B][/QUOTE] Der große Knackpunkt. Einmal Essen in der Mensa 1,5€-3€ je nachdem wie sehr der Magen knurrt oder wie gut (oder schlecht) es sein darf. Zwei Mahlzeiten am Tag also 3-6€. Da ist kein Obst dabei, da ist kein Frühstück drin. Getrunken haben wir auch nix. Okay, Leitungswasser ist ja da. Geht in Halle sogar. In Jena geht das z.B. gar nicht in der Platte. 1€ Trinken also und 50cent Obst/Gemüse (sprich anderthalb Äpfel pro Tag). Und wir sind hier bei absoluter Lowkost ohne jede Form von "Luxusgütern" wie Schoki, Chips oder gar mal richtig gutem Fleisch (da wirds nämlich verdammt schnell teuer). Zwischen 140€ und 230€. Mitte=185€ Essen geht aber noch billiger. 8Beutel Reis im Lidl kosten 70 Cent, sind wenn man rationiert 4 Mahlzeiten, sprich 4 Tage. Dazu ne Packung Pfefferminztee, ein Stück Butter und noch Nudeln in ähnlicher Preisklasse (schmecken nich so arg, macht aber nix). Jetzt wirds richtig Lowlevel aber kostete mich letzten Monat grade mal 67,42€. Wie lang mein Körper das mitmacht steht auf nem anderen Blatt. [QUOTE][B]50 Euro Lernmittel (Bücher, Immatrikulationsgebühren etc.)[/B][/QUOTE] Reiner Semesterbeitrag sind knapp 5€ im Monat. Aber jetzt wirds kompliziert. Ist nämlich von Studium zu Studium unterschiedlich mit Lehrmaterialien. Ob Germanisten so viele Bücher kaufen müssen kann ich mir kaum vorstellen dafür werden die noch mehr kopieren müssen als wir. Allein dafür hab ich bestimmt 30€ ausgegeben im letzten Semester, nochmal 5€ per Monat. Bücher. Einige kann man ausleihen. Viele sind vergriffen. Manche muss man kaufen. Anatomieatlas ist man bei 50€ dabei. Fehlt der Histotaschenatlas und der Neuroatlas, noch keine Lehrbücher dabei. Allein für sinnvolle Bücher (die man auch später gebrauchen kann) gehen im Semester locker 200€ drauf. 30€ per Monat also. Schreibkram, Stifte, Folien gehen mal pauschal mit 5€ im Monat dazu. 45€ nochmal. [QUOTE][B]50 Euro zur freien Verfügung (Kino, Saufen, Kleidung usw.)[/B][/QUOTE] Freie Verfügung? Gibts nicht. Denn bis jetzt überleben wir nur. Wir haben weder Spülmittel, noch Deo, Duschbad oder Waschmittel (bzw. Waschsalon). Zuhause Wasche gilt nicht, da werden die Kosten nur auf die Eltern umgelagert. Wir haben keinen Kittel gekauft, kein Präpbesteck, von Klamotten oder Schuhen brauchen wir gar nicht reden. Zusatzkosten um nicht zu stinken, saubere Teller zu haben und zum Chemiepraktikum zu dürfen : 40€ Hoffentlich bleiben die Klamotten in Ordnung, sind nämlich praktisch unbezahlbar. So, Rechner. Gibts nen kostengünstigen für 300€ zu kaufen. Drucker muss auch sein, Hausarbeiten schreibt man nicht im Rechenzentrum. Was ist mit Internet? In Halle sind etliche Funktionen nur noch über ein Selbstbedienungsportal zu regeln. Das nächste URZ gut 25 Minuten entfernt (mit Fußwegen). Und Telefon? Ohne Telefon ist man völlig aufgeschmissen. Einfachste Sachen können nicht geklärt werden weil die Leute ausserhalb wohnen. Und Telefonzellen sind zu teuer. Strecken wir die Kosten für Langzeitanschaffungen (Computer) kommen wir nochmal auf rund 50€ für Grundgebühren etc. Sind wir also bei der richtig günstigen Variante bei 362,42. Ob man das noch Leben nennen kann darf diskutiert werden. Wenn ein gewisser Standart angesetzt werden soll (schliessende Fenster, mehr als nur Hungerrationen) kommen wir ganz schnell auf 580€. Und dürfen immer noch keine kaputten Klamotten bekommen, gehen nicht aus, kein Kino, keine Schokolade usw. Und zur Erinnerung, wir befinden uns in Halle. Selbst in Jena verteuert sich das alles nochmal, von Westdeutschen Unistädten brauchen wir da gar nicht anfangen. 12m² für 300 sind da eher die Regel als die Ausnahme. Und wir haben hier KEINE Studiengebühren. 500€ pro Semester bedeuten 83€ im Monat Mehrkosten. Aber Gott sei's gedankt, es gibt ja Nebenjobs. Zum Vergleich 1. Semester Medizin 32,5 Semesterwochenstunden (ohne Tutorien oder fakultative Übungen), nacharbeiten und lernen (niedrig gestapelt) 30 Stunden (im Moment rund 6-8h pro Tag ausser Samstag also ab 35h pro Woche eigentlich), arbeiten gehen und über die Runden zu kommen mind. 20 Stunden (meist am Wochenende). eine schöne 80h Woche. [QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i] [B] Da ich kein Bafög bekam, blieb mir nichts anderes übrig, als nebenher arbeiten zu gehn. Das habe ich (trotz vielfältiger vorgeschriebener Praktika und Famulaturen) in den Semesterferien (die ja zusammen immerhin knapp ein halbes Jahr betragen) abgerissen, oder an den Wochenenden.[/B][/QUOTE] Wenn man alles besteht. Ich habe Chemie voll verhaun und wurde bei Phyik stur rausgeprüft (es war einfach unfair, der Nachtermin hats auch gezeigt). Arbeiten gehn unter den Vorraussetzungen? Sicher möglich aber [QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i] [B]Sicher: Witzig war das nicht, besonders in der Vorklinik - aber wie man sieht, lebe ich noch ;) ! [/B][/QUOTE] witzig, du sagst es, ist was anderes. Ich racker mir jetzt schon die Hufe ab nicht dafür das es nicht besser wird sondern, dass ich es später auch noch arbeitsvertraglich so geregelt bekomme? Was ist denn das für ne Zukunftsperspektive? Und das ist bestimmt nicht nur bei den Medis so. Ich werd mich natürlich durchbeißen (der Callcenterjob wirds vermutlich auch wenn ich lieber in die Klinik würde), aber mein Verständnis dafür das meine Mutter mit 1600€ netto knapp 400 an mich abdrücken soll (ein lockeres Viertel ihres Gehalts) ist eher nicht ausgeprägt. Die Verhältnisse für Studierende (gerade unterer sozialer Schichten) werden immer schlechter. Das selbe ist bei ALG-Empfängern zu beobachten.... Und jetzt geh ich ins Bett... Gut Nacht zusammen. |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mac [/i] [B]...Und wir haben hier KEINE Studiengebühren. 500€ pro Semester bedeuten 83€ im Monat Mehrkosten. Aber Gott sei's gedankt, es gibt ja Nebenjobs. [/B][/QUOTE] Die Studiengebühren haben mich im 12. Semester Maschbau (Man macht hier das Diplom immer öfter im 16. Semester, weil die Studienbedingungen wegen Personalmangel nicht gerade optimal sind) rausgehaun, trotz 20 h/Woche Nabenjob. Ich war schlicht nicht in der Lage, die 689 Euro (zuzüglich Rückmeldegebühr) aufzubringen....und tschüss...! Prinzipiell darf ich übrigens weiterstudieren.... für nun 1089 Euro Pro Semester...! Mir hat das übrigen jeder Prophezeit...man studiert maschinenbau nicht nebenbei, schon garnicht neben einem Job im Nachstdienst...Ich hab in vielen Semestern gerade mal ein Drittel des soll's geschafft. Im Übrigen sind in vielen Städten sogar Nebenjobs eine echte Rarität. PS: Ich hatte nie Anspruch auf BaFöG, dazu seit dem 30sten auch keinen Anspruch auf elterlichen Unterhalt. (davor auch nicht, wegen abgeschlossener Berufsausbildung) dafür musste ich mich aber privat Krankenversichern, (hat Mac vergessen zu erwähnen, jeder der mehr als 400 Euro verdient, auch als Student, muss sich selbst versichern, ab 30 gibt's dann keinen Studententarif mehr) Man sollte demnach mit 25 besser kein Studium mehr anfangen. |
| Move over Kate | Hm, ich hatte Glück... Ich hab nach dem Abi vier Semester an der Uni studiert, dann abgebrochen, einen FH-Abschluss gemacht und mich wieder an der Uni rückgemeldet. Die FH-Ausbildung war als Vorbereitungsdienst für die Beamtenlaufbahn bei der Berechnung des Studienkontos neutral. Dennoch bin ich durch die vier Semester an der Uni, die ich vor Jahren mal abgerissen habe, über die 1,5 fache Regelstudienzeit gekommen - und konnte einmal die 650 Euro berappen. Hätte ich geahnt, dass die mich wieder einholen, hätte ich sie nie angegeben... :D War zwar ärgerlich, aber da ich berufsbegleitend studiert habe (neben einem 40-Stunden-Vollzeitjob) konnte ich mir das noch leisten. Meine Frau hatte weniger Glück - und genau die Sachen kennen gelernt, die Seneca beschrieben hat. Studiengebühren, private oder freiwillige gesetzliche Krankenversicherung etc.. Ab 28 wird es ganz ganz eng... Was bei der ganzen Sache nicht okay ist: Ich bin zwar sehr für einen "sanften" Druck, um Dauerstudenten zu einem Abschluss zu animieren oder aber aus den Unis zu kegeln. Für die Motivierten muss im Gegenzug aber die Unilandschaft stimmen: Also ausreichend Betreuung, vernünftige Raum- und Materialausstattung und eine soziale Sicherung, die ohne Klimmzüge zu erreichen ist. |
| Darket | [QUOTE]Denke mal, daß es sich mit 500 Euro/Monat schon leben läßt. Man muß ja nicht unbedingt nach München, Freiburg oder Heidelberg, sondern kann auch nach Bremen (ist auch Eliteuni), Rostock (hat die beste Mensa) oder Kassel (hat eine tolle Zuganbindung).[/QUOTE] Wie Mac schon angesprochen hat, ist das alles andere als realitätsnah. Wer im Abi keine 1 vo- und nicht höchstens eine 5 hinter dem komma hat, kann sich in den allerwenigsten Fällen aussuchen wo er hin will, bei ZVS hörts dann ganz auf. Studentenwohnheim ist sicherlich ne Möglichkeit, allerdings sind die Wohnverhältnisse da teilweise unter aller Sau. Einem intensiven Studium ist es sicherlich nicht wirklich zuträglich, wenn die Nachbarn in den von der Baustruktur her oftmals hundsmiserablen Gebäuden mal etwas weniger Rücksicht nehmen als geboten ist. Hier in Berlin wohne ich ausgesprochen günstig, 260 Euro warm, 45qm, altbau, günstige Lage, Studentenwohnheime kosten hier meist auch um den Dreh, vielleicht 20, 30 euro weniger. Der Haken an den Städten, die du da gerade ins Rennen geworfen hast ist übrigens nebenbei noch ein anderer: Es sind Städte, denen es wirtschaftlich nicht so dolle geht (daher recht niedrige Mieten). Versuch mal in Rostok einen Job auf 400 Eurobasis zu finden, wenn Du zeitlich niht zu 100% flexibel bist. Die Chancen stehen da alles andere als gut. [QUOTE]50 Euro Mobilität (wird häufig durch ein Studententicket abgedeckt)[/QUOTE] Da sind die regulären Semestergebühren aber noch nicht drin. Die ASTA besteht aus einem Haufen Aasgeier. [QUOTE]Wem das nicht reicht, kann man einen kleinen (aber regelmäßigen) Job beispielsweise als wissenschaftliche Hilfskraft machen.[/QUOTE] Hahaha, der war gut. Weißt Du wieviele Leute sich um diese Jobs reißen? Das ist das große Los des Studentenlebens. [QUOTE]naja, so wie ich den Typ eingeschätzt habe, war der gestohlen, oder durch Drogendeals finanziert[/QUOTE] Genau, wie immer! :rolleyes: [QUOTE]Ich glaube, es handelt sich hier weniger um eine Geldfrage, sondern eher um eine Frage der Ansprüche. Früher (1968) war es eben in, als Student arm zu sein, heute gaukeln einem beispielsweise die tollen Unizeitschriften oder die Komillitonen vor, wo man doch überall unbedingt hinreisen muß, was man anzuziehen hat, oder gar welches Auto man sich zuzulegen hat (Neuwagen natürlich!).[/QUOTE] Ich habe monatlich etwa 600 Euro. ich habe kein Auto, meine Klamotten sind 2nd Hand und verreisen tu ich wenn dann ab und an zu Freunden, wo ich keine großen Kosten habe....die Reise geht natülich per Mitfahrzentrale, Bahn ist was für die oberen 10 000. der Vergleich mit 68 hinkt natürlich ganz gewaltig, einfach weil sich das Studium verändert hat. Während man damals nicht drauf angewiesen war innerhalb kürzester Zeit fertig zu werden, weil der Arbeitsmarkt sehnsüchtig auf die Akademiker gewartet hat und so häßliche Worte wie "Regelstudienzeit" allenfalls ein schlechter Scherz waren, während heute jedes Semester nach dem ersten, dass man drüber ist 500 Tacken Minimum kostet. Das Studentenleben ist keine Easygoing-Geschichte mehr. |
| 242shockfront24 | Aber was hat das alles mit Harz 4 zu tun? Es geht hier alleine in diesem Theard um Harz 4 nichtum Studenten oder sonst was sondern um richtige Arbeitslose mehr nicht! Gibt es überhaupt hier welche?Die auch Harz 4 bekommen und kein Bafög? [B]Denn Harz 4 ist kein Barfög[/B] Sorry aber dennoch bleibe ich bei meiner Meinung! [B]Wer Arbeit finden will und auch Arbeit haben will der bekommt auch welche :-) Egl was man dann annimmt aber es gibt welche die sind sich für zum Putzen zu schade.!Ich habe es getan und ich war KEIN STUDENT SONDERN LEBTE IN SCHEIDUNG-!Und ich war mir für Arbeit nie zu schad ehauptsache etwas zu tun egal ob beim Frieseur oder als Auspackerin oder als Aufbüglerin bei einem Seelenverkäufer .!Hauptsache mein Sohn hatte etwas auf dem tisch und konnte essen.Kennt ihr eigentlich das Wort HUNGER?Ich meine so richtig wo ihr nichts zu futtern hattet?Ich glaube nicht,denn das müsst ihr noch erleben damit ihr wisst was ihr überhaupt ist richtigen hunger zu haben und das seid Wochen.ich kenne es und durch mich ist es meinen Sohn dmals erspart geblieben,da ich jede Drecksarbeit wärend meiner Scheidung angenommen habe die ich nur bekommen konnte.[/B] Man merkt echt den Unterschied zwischen Küken und alte Hennen/Hähne;) Die älteren kennen das Wort Einsatz und Arbeit aber die jüngeren???! Da geht es immer nur um das lernen,klar kann ich verstehen wenn siemal irgendwann in dreißig Jahren das Studium fertig haben sollten dannnnnnnnnnn erst bekommen oder können sie Geld verdienen.Ich habe Bekannte die wärend dem Studium sich kaputt malocht haben damit sie etwas zu Essen hatten.!Ich habe eine Freundin gehabt die in einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet hatte damit sie überhaupt ihr Studium finanzieren konnte!Man könnte fast sagen sie hat 76 Stunden am Tag gearbeitet obwohl der Tag nur 24 Stunden hat!Das soll einer mal von Euch nachmachen und nicht nur meckern. |
| 242shockfront24 | Hupss vergessen ja ich weiß gleich kommt wieder irgendein Gegenkommentar was nicht richtig passt aber Hauptsache Finger heben wie in der Schule*Hey das wurde aber toll gelernt* Sorry aber sowas macht einen echt sauer und gleichzeitig traurig weil es manchmal Leute gibt die einfach ihre Augen nicht auf machen.! Ich bleibe dabei...Bei meiner Meinung.! |
| Move over Kate | Um es mal in Hunsrücker Mundart kund zu tun: [QUOTE]Wei geff dich.[/QUOTE] |
| Mac | [QUOTE][i]Original geschrieben von 242shockfront24 [/i] [B] Ich meine so richtig wo ihr nichts zu futtern hattet?Ich glaube nicht,denn das müsst ihr noch erleben damit ihr wisst was ihr überhaupt ist richtigen hunger zu haben und das seid Wochen. Man merkt echt den Unterschied zwischen Küken und alte Hennen/Hähne;) Die älteren kennen das Wort Einsatz und Arbeit aber die jüngeren???![/B][/QUOTE] Boah hör endlich auf so deppert daher zu labern und komm auf den Teppich runter. Diese beschissenen, neunmal klugen Sprüche hängen mir so zum Halse raus. Du hast mir genau zwei Sachen vorraus : eine Ehe+Scheidung und ein Kind. NICHTS SONST! Du kannst dich offenbar weder in meine Generation versetzen noch den Argumenten hier lauschen. Du kannst [b]FETT[/b] schreiben, was für eine Leistung (wie alt bist du überhaupt? So weit kannst du auch nicht sein). Entschuldige das ich noch kein alleinerziehender Vater bin, ich arbeite dran... Niemand hier wird bestreiten das es in Deutschland mächtig an persönlichem Einsatzwillen hapert. In allen Bevölkerungsschichten. Und ich befürworte die Maßnahmen gegen Dauerarbeitslose sehr weil ich aus näherem Bekanntenkreis weiss wie leicht es sich auf Sozialstaatskosten leben liess. Für die die wirklich arbeiten wollen schlägt das System aber oft fehl. Gleichsam schlägt das System für die fehl die studieren wollen aber kein Ärztepaar als Eltern haben. Das Beispiel Studentenleben sollte illustrieren wie ein junger und oft in der Tat recht anspruchsloser Mensch mit dem HarzIV Satz auskommen könnte. Nämlich gar nicht. Wie sollen dann arbeitslose Eltern mit Kindern damit zurecht kommen? Ich weiss gut genug was Hunger ist und das über Monate. Hunger DARF kein Argument sein, das sollte es bei uns einfach nicht geben und erst recht solltest du dich nicht noch extra damit brüsten. Deine Meinung wird dadurch nicht automatisch richtiger. Und ums genau zu nehmen habe ich Mitte 2005 auch übergangsweise HarzIV bekommen, und auch da wäre ich kaum alleine über die Runden gekommen ohne familiäre Unterstützung. [QUOTE][i]Original geschrieben von 242shockfront24 [/i] [B] Da geht es immer nur um das lernen,klar kann ich verstehen wenn siemal irgendwann in dreißig Jahren das Studium fertig haben sollten dannnnnnnnnnn erst bekommen oder können sie Geld verdienen.Ich habe Bekannte die wärend dem Studium sich kaputt malocht haben damit sie etwas zu Essen hatten.!Ich habe eine Freundin gehabt die in einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet hatte damit sie überhaupt ihr Studium finanzieren konnte!Man könnte fast sagen sie hat 76 Stunden am Tag gearbeitet obwohl der Tag nur 24 Stunden hat!Das soll einer mal von Euch nachmachen und nicht nur meckern. [/B][/QUOTE] So ein ignoranter Kokolores! Du hast KEINE Ahnung von denen die hier schreiben. Wenn du zumindest zwischen den Zeilen lesen würdest hättest du vielleicht schon gemerkt, dass so mancher hier sehr wohl weiss was es bedeutet um das finanzielle Überleben zu strampeln. Spar mir bloss weitere dieser dummdreisten, arroganten und beleidigenden Postings. Diese Art von Scheuklappenmentalität kotzt mich so was von an. Statt den nachvollgenden Generationen was mitzugeben prollst du in der Gegend rum. Von uns hier kann keiner was für DEIN Leben das DU dir zum größten Teil selbst ausgesucht hast! Mac |
| Jaddy | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B]@ Mac: Wenn Du vom BAFöG-Amt weniger als den Höchstsatz bekommst, kannst Du (bei Zahlungsunwilligkeit derselben) Deine Eltern verklagen... Damit habe ich auch gedroht :D @ Jaddy: Sei froh, daß Du die Möglichkeit hast, diese Ausbildung zu machen, und dafür noch Geld bekommst (ALG2), bevor Du anfängst, hier herumzujammern. Andere Leute sehen auch keinen Cent für ihre Doktorarbeit... (Gehöre glücklicherweise nicht dazu). 3 Stunden Pendeln/Tag sind jetzt auch wieder nicht sooo viel - man kann während der Zeit ja etwas sinnvolles tun (etwas Gehaltvolles lesen zum Beispiel), wenn nicht gerade jemand mit seinem Handy oder MP3-Dings in der Bahn neben einem sitzt und einen nervt (-> siehe Ausländerthread). [/B][/QUOTE] ich ahb ja net gesagt das ich nicht froh bin, aber wenn man seinem fahrgekld hinterherrennen muss udn einem gesagt wird man würde locker 180 € von seinem geld mal eben abzwacken können udn man eigentlich emrh probs mit dem amt hat als vorher .... sorry aber irgendwo wird das alles falsch angepackt 40 leute wollten das machen jetzt sind wir 9 weil sie zu viele eingeladen hatten udn einigen dann anchher sagen mussten das es doch nicht geht ... :eek: einer hats bekommen udn der jammerte wirklich udn ist abgesprungen und bekommt nicht mal sein geld gekürzt für diese dreiste frechheit zum pendeln: normalerweise sollte es ja auch in meiner wohnstadt stattfinden wurde dann aber doch nicht so geregelt wie ein knochen vor den hund... ich bin trotz alle dem froh aber darkmav, hier in deisem thread kann man sich ja mal drü+ber aufregen :D ;) |
| Darket | [QUOTE]Wei geff dich.[/QUOTE] Ist wahrscheinlich besser, dass ich das nicht verstehe, oder? ;) [QUOTE]Wer Arbeit finden will und auch Arbeit haben will der bekommt auch welche[/QUOTE] Blablablub! meinst Du die Zahlen der Bundesagentur kommen aus dem nichts? 5Mio Arbeitslose und ich glaube man korrigiere mich so ich irre) irgendwas um 150.000 freie Stellen. Und jetzt verrate mir bitte, bitte wie das zusammenpasst! [QUOTE]Man merkt echt den Unterschied zwischen Küken und alte Hennen/Hähne Die älteren kennen das Wort Einsatz und Arbeit aber die jüngeren???![/QUOTE] *Krückstock reich* [QUOTE]Da geht es immer nur um das lernen,klar kann ich verstehen wenn siemal irgendwann in dreißig Jahren das Studium fertig haben sollten dannnnnnnnnnn erst bekommen oder können sie Geld verdienen.[/QUOTE] Liest Du eigentlich was hier geschrieben wird, oder postest Du diesen gehaltslosen Mist einfach mal so? [QUOTE]Hupss vergessen ja ich weiß gleich kommt wieder irgendein Gegenkommentar was nicht richtig passt aber Hauptsache Finger heben wie in der Schule*Hey das wurde aber toll gelernt*[/QUOTE] solltest du mit denen nicht leben können, würde ich das Diskutieren an deiner stelle lieber lassen. Und bevor jetzt wieder ein Kommentar kommt von wegen diskutieren allein bringt nix: Dies ist ein Diskussionsforum! |
| xxxzinixxx | @ 242shockfront24: darf ich mal freundlich fragen, wie alt du denn nun eigentlich so ganz genau bist, daß du das immer wieder so in der vordergrund stellst? meines erachtens nach ist das allerdings völlig nebensächlich, denn scheinbar kennst du gar keine jüngeren mehr... geschweige denn deren aktuelle probleme... @ ttp und decay: zuviel der ehre! :) |
| Move over Kate | [QUOTE]Ist wahrscheinlich besser, dass ich das nicht verstehe, oder?[/QUOTE] Na, so schlimm ist es nicht. Interessant: Meine Gemahlin hat es nicht verstanden. Sie ist ca. 20 km von mir entfernt aufgewachsen. Bei ihr sagt man eher: [QUOTE]aweijele loss no.[/QUOTE] Das kann man ja auch im fernen Berlin noch verstehen, oder? ;) |
| Darket | Äh.....nein :D |
| Move over Kate | (A)wei geff dich: "Nun gib dich" - eigentlich besser "Nun gib nach" Aweijele loss no: "Nun lass nach". Man achte auf die ähnliche Ethymologie von "Awei" und "Aweijele". :D Um der Lautsprache gerecht zu werden, wäre wahrscheinlich "Awäijiele" noch besser... |
| Darket | Danke für die Aufklärung....wieder was gelernt [/OT] |
| 242shockfront24 | Ok nochmals für alle es geht nicht nur um mich es geht auch für alle die ab 40 50 60 Jahre aufwärts sind! Hier werden nur zum Größten Teil Sachen reingeschrieben,wie zum Beispiel*Ach wie schlecht es und doch geht den Studennten oder den sonstwas* Geht es hier nicht um den gesamten Post/Theard um Harz 4 wenn nicht habe ich oder andere sich bestimm vertan,mag sein das ihr versucht mich zu verarsc...Aber ich selber weiß was abläuft.. Ich habe auch einen Schwiegervater der immernoch in seinen Jahren arbeit zu finden.!Und dank seines Alters bekommt er nix.! Na mag ja sein wenn ihr nicht klar kommt wenn ich Küken schreibe *ok*dann schreibe ich ab jetzt die jüngere Generation.Ich denke mal das ist ok:) So nach meinem Alter wird gefragt ok ich bin weit über 30,mehr muss ich wohl nicht schreiben oder doch ? Ihr schreibt das ihr genau wisst was abläuft hier im Staat?*OK*Dann weiß ich das ich in den nächsten 10 jahren auswandern sollte. Es bringt echt nichts ,Neunmalkluge junge Menschen(ist es jetzt so besse?r)zu versuchen das sie klar denken können.Macht ruhig weiter so ihr werdet schon wissen was ihr tut.Ich weiß genau was ich gesagt oder besser geschrieben habe,aber ich muss zugeben die meisten verstehen es nicht oder wollen nicht abe rhatte ich hier nicht geschrieben ich halte meinen Mund weil es sich einfach nicht lohnt?! [B]OK für alle :-) Ich halte jetzt meinen Mund Hauptsache ihr könnt Eure unrichtige Meinung kunttun...Mir Wurscht,habe ich mir selber jetzt versprochen.Viel Spaß...[/B] @Move over Kate Ich kenne es eigentlich unter (auf die freundliche Art gesagt) [B]Wei geff dich.[/B] Das heißt bei mir zum Beispiel *Gib nach und verzieh dich,auf Deutsch gesagt verp...dich ..Aber es kommt immer darauf an wo man her kommt:D Und deswegen denke ich mir das ich nix mehr sage weil es sich einfach nicht mehr lohnt,den es ist überflüssig geworden ob überhaupt jemand etwas sagt jeder beschwert sich nur aber keiner traut sich etwas dagegen zu tun..Und deswegen weil jeder meint mein Alter hätte was damit zutun würde ich ja soo böse sein,es lohnt einfach nicht sich darüber zu äussern.Ich weißnur das ich in den nächsten 10 Jahren versuchen werde auszuwandern...Denn es denkt keiner nach alle schreiben *Hey du hast keine Ahnung und ob ich Ahnung habe ich bringe es etwas anders zum Ausdruck als ihr bin ja auch leider etwas Älter,Eure Sprache kenne ich nicht vielleicht sollte ich mir mal ein Wörterbuch zulegen .denn es gibt eins womit man die junge Sprache lernt.! Und noch etwas ich bin ganz böse und ich gebe es sogar zu ich bin kein Student,werde ich auch nie und wollte ich auch nie werden denn da kann man oder besser konnte man garnix verdienen und man wird es auch nie wie man hier sieht in diesem Theard bis jetzt ,leider.... Eines wünsche ich Euch allen das ihr eventuell Euer Studium zuende ohne Schwierigkkeiten bringt und auch Arbeit findet,da wo ihr genug Geld verdient,das ihr nicht mehr in irgendwelche Foren schreiben müsste wie schlecht es Euch geht... Na dann mal viel Spaß weiter... |
| judgedredd | Muaaaahhhhh. DER STREETJUDGE IST WIEDER DA!!!! Also, da geht’s ab in diesem Thread wie ich sehe! 242shockfront24 ich bin auch schon älter und ich verstehe auch was du meinst! Es gibt drei Punkte, wo ich dir Recht gebe: [QUOTE] 1. Was ich hier die ganze Zeit versuche klar zumachen ist das die meisten Jugendlichen sowie auch andere die älter sind(das soll nicht heißen alle!)keine Lust oder wie auch genannt BOCK haben auch Drecksarbeit zu machen .Die meistne berufen sich auf irgendlweche Schulnoten die sie sehr oft garnicht brauchen,weil mehr die Fleksilibilität gefragt ist.Frag mal eine Mutter mit einem Kinder oder mit zwei oder gar drei Kindern ob sie arbeit bekommen würde. 2. Ich bin und bleibe bei meiner Meinung : Wer etwas erreichen will soll auch etwas dagegen tun! Das hat nix mit 22 jahren zu tun oder mit 16 oder gar 50 jahren zu tun man sollte immer etwas eigen Initiative dazu tun...Wo arbeit ist ist auch ein Wille...Und wo ein Wille ist ist auch Arbeit... 3. Eine Arbeit kann man nicht nur über via Email oder gar Bewerbungsbrief finden..!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Man kann nur Arbeit finden wenn man auch was dafür tut,ich glaube ich sollte es mal auflisten,denn anscheinend verstehen die jüngeren Spatzen es echt nicht,sorry... [/QUOTE] Allerdings muss man hier etwas unbedingt auseinander halten, und das ist der Punkt wo ich denke, du übertreibst ein bisschen! Die Chancen stehen natürlich höher, wenn man sich richtig bemüht, eine Arbeit zu finden. Aber eine Arbeit via Email bzw. via Bewerbung ist oft erforderlich. Wie stellst du dir es vor? Ich gehe persönlich zu einer großen Firma, mit der Absicht mich vor Ort zu bewerben. Ich komme rein und an der Rezeption fragt mich die Sekretärin ob ich eine Termin hätte. Ich sage „nein“, darauf antwortet sie, „ich kann leider nichts tun, am Besten schicken Sie Ihre Bewerbungsunterlagen per Post oder via Mail!“. Mit Email oder per Bewerbung, weiß ich dann, dass die Zuständige Person meine Unterlagen sicher in den Händen bekommt. Wieso sollte ich dann zu Fuß gehen? Wenn es sich um eine Imbissbude handeln würde, dann kann man es gerne tun, es wäre sogar irgendwo lächerlich eine Bewerbung dahin zu schicken! Dann kommt der nächste Punkt. Ich muss, und manchmal will ich nicht unbedingt „den Job“ annehmen, da ich kein Spaß dran habe, bzw. zwei linke Händen dafür habe, und so weiter und so fort. Ich kann es dann machen, solange ich nichts zu essen habe, da gebe ich dir Recht! Wir können nicht sagen, „hey Leute egal was für einen Job, den solltet ihr annehmen und glücklich damit werden!“. Wieso? Ich will auch mal endlich das weiter tun, was ich immer getan habe, bzw. was ich gelernt habe. Na klar, wenn ich hungere muss, dann finde ich einen Job. „Not macht erfinderisch“, sagt man. Aber solange es nicht so ist, dann suche ich mir auf meine Weise, den passenden Job. Schließlich habe ich früher genug gearbeitet, meine Beiträge geleistet, nun ist der Staat dran. Allerdings, das gilt solange ich Bock habe, einen Job zu finden! Und wie du sagtest, es gibt wirklich viele Jugendliche heutzutage, die keinen Lust haben. Und das ist im Vergleich zu den letzten 20 Jahren definitiv der Fall. Also in der Hinsicht, hast du vollkommen Recht! |
| Darket | @shockfront Du verkündest hier jetzt zum x-ten mal, dass es Dir zu blöd ist mit unsereins zu diskutieren, haust Deine altklugen Platitüden ohne sinn und Gehalt raus und fasst ganz pathetisch zum dritten oder vierten mal den entschluss, dass du uns an alter und damit Weiseheit so überlgen bist, dass Du es nicht nötig hättest weiter mit uns zu diskutieren. Tu mir einen Gefallen und halt Dich wenigstens mal dran! :rolleyes: |
| xxxzinixxx | @ 242shockfront24: das problem, was ich mit all dem habe, was du schreibst: man KANN einfach nicht alle über einen kamm scheren. und das tust du! immer und immer wieder! du kennst offensichtlich berichte über "die bocklose jugend", aber die jungen leute selbst und ihre beweggründe kennst du meines erachtens nach nicht wirklich. oder woher hat du dieses ganze "wissen"? glaubst du, es geht ihnen wesentlich anders, als deinem schwiegervater oder sonst wem? da verlagern sich die probleme doch nur! die haben noch NICHTS vorzuweisen. kennen lediglich die arbeitsmoral ihrer eltern (übrigens die, die auch schon weit über 30 sind!). das kann manchmal nicht wirklich vorbildlich sein. und die haben noch ne ziemlich lange lebenszeit vor sich, in der sie fürchten müssen, daß sich für sie nichts bessert... geh doch mal hin zu deinem schwiegervater und erzähl ihm all das, was du hier vom stapel läßt! "einfach drauf losgehen und schon tut sich auch was". klar, wenns bei dir geklappt hat, muß es natürlich allgemein gültigkeit haben und alle, die damit bisher nichts erreicht haben, sind einfach nur zu dumm... sorry, aber so verstehe ich das, und das finde ich ziemlich mies. und DU bist diejenige, die immer wieder darauf hingewiesen hat, daß das wohl am jugendlichen alter liegen muß! irgendwann verknöchern vorurteile auch im gehirn. über 30- bis schätzungsweise 45-jährige dürften dann nicht wirklich zu den arbeitslosen gehören, weil sie ja genau bescheid wissen, wie der hase läuft. das gegenteil ist allerdings der fall. aber naja, wenn du sowieso nichts mehr dazu schreibst... viel glück im anderen land, deren sprache du vielleicht besser jetzt schon lernen solltest, statt dich jetzt erst noch mit dem jugendjargon hier abzugeben... das ist irgendwie eine so typische meinung von glücklichen arbeitsplatzinhabern... aber wehe, wenn hartz 4 sie dann auch/wieder trifft! |
| Move over Kate | [QUOTE]Muaaaahhhhh. DER STREETJUDGE IST WIEDER DA!!!! [/QUOTE] Toll! |
| TheTurningPoint | Ach, da gibt es noch so Einiges ... "Die Dreistigkeit, mit der die planmäßige Abschaffung der sozialen Sicherungssysteme und die Entreicherung der abhängig Beschäftigten, der Rentner, Arbeitslosen und Kranken als Reform des Sozialstaats verkauft wird, wobei Reform trotz allen Missbrauchs immer noch einen guten Klang hat, beweist das Vertrauen in die Wirkung der semantischen Verwirrung, die durch Verschweigen oder Verfälschen von Tatsachen ergänzt wird. Die immer mehr erfahrbare reale Schlechterstellung von großen Teilen der Bevölkerung wird mit einer Kombination aus Verheißung und Einschüchterung aufgefangen. " [URL=http://www.attac.de/privatisierung/?id=Einf%FChrung+Kr%FCger](Einführung ins Thema Privatisierung von Hans-Werner Krüger)[/URL] |
| darkmav | @ decay73: Tja - mit Schauspielunterricht an Jugendliche kann frau heutzutage offensichtlich kein Geld mehr verdienen. Schade aber auch... So ändern sich die Zeiten... |
| Black Moni | [QUOTE]geschrieben von darkmav: Tja - mit Schauspielunterricht an Jugendliche kann frau heutzutage offensichtlich kein Geld mehr verdienen. Schade aber auch... So ändern sich die Zeiten...[/QUOTE] @darkmav Mal wieder nichts verstanden... und arrogant bis zum...(nein, ich sage jetzt nicht welch Wort mir da in den Sinn kommt). Es geht darum, dass ganz offensichtlich bei dem Verein ein regulärer Arbeitsplatz in einen 1- Euro-Job umgewandelt wurde. Und das ist rechtlich unzulässig.Es ist eine Schande, dass die Arbeitsagentur, darauf der Frau das Alg II kürzen will, statt deisem Verein mal gehörig auf die Finger zu klopfen. |
| darkmav | Das Umwandeln von einem regulären Arbeitsplatz in einen (bezuschußten) Ein-Euro-Job kann ich auch nicht gutheißen. Andererseits wird das wohl für diesen Verein die einzige Möglichkeit sein, zu überleben. |
| TheTurningPoint | Das ist doch eine recht lukrative Sache - ob für Vereine oder Firmen - sich die Arbeitskräfte aus ihren selbst eingezahlten Arbeitslosenversicherungen und von ihrem Einkommen abgezwackten Steuern bezahlen zu lassen ... Capitalism at its best ! |
| Stonehenge | [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [B] „Zumutbare Arbeit“ ist auch ein Billigjob, wie er zum Beispiel der Akademikerin Claudia S. „angeboten“ wurde. Wie das Neue Deutschland berichtete, hatte Claudia während ihres Studiums bei einem Verein Kinder und Jugendliche in Schauspiel und Akrobatik unterrichtet, fest angestellt für ein normales Gehalt. Nach dem Studium fand sie keine Arbeit. Nachdem sie Arbeitslosengeld II (ALG II) beantragen musste, bot ihr die Arbeitsagentur dieselbe Arbeit beim selben Verein an – als 1-Euro-Job. Als Claudia ablehnte, drohte die Arbeitsagentur, ihr das ALG II zu kürzen. [/B][/QUOTE] Und da wundert man sich noch warum es so viele Langzeitstudenten gibt. Während des Studiums kann man sich gut etwas dazuverdienen, nach dem Studium gibts dafür höchstens einen Euro. Auch hier lese ich ständig von Jobangeboten für Studenten (Baumarkt, Inventur...), warum denn nicht zur Abwechslung auch mal für Arbeitslose? Gruß Stonehenge |
| Move over Kate | @ Stonehenge Ganz einfach. Studenten werden irgendwann diplomiert oder weiß der Henker was sie sonst für eine Bezeichnung bekommen. Dann suchen sie sich eine adäquate Beschäftigung, die ihrem Ausbildungsstand entspricht. Dazu kündigt der Student seinen Minijob im Baumarkt / der Gastronomie oder man trennt sich einvernehmlich. Der gelernte Einzelhandelskaufmann wird dagegen an dem Job kleben wie eine Klette und bis aufs Messer kämpfen, wenn er gekickt werden soll. Studentenjobs sind vom Charakter her immer Beschäftigungen auf Zeit. Risikolos und flexibel - für den Arbeitgeber. |
| xxxzinixxx | jeder job ist eben prinzipiell gemeinnützig! war doch klar, daß das ausgenutzt wird... und das wird erst der anfang sein... die schere öffnet sich immer weiter... |
| geyer | ich dachte mal ich hätte einen sicheren Job, doch das war falsch gedacht. jetzt bin ich fast 3 Jahre ohne. die Reform HartzIV hat mir persönlich nichts gebracht, ausser der fortschreitenden Verarmung. egal... Ich gebe mich hiermit FREI! für: gemeinschaftlich soziale Dienste egal welcher Art. dafür möchte ich: mein Dach überm Kopf bezahlt bekommen; etwas zu essen; ein paar Zigaretten oder Tabak; und ein Feierabendbier. zuviel verlangt? |
| decay73 | und jetzt wollen sie schon wieder das alg-II [URL=http://www.n-tv.de/670518.html]kürzen[/URL]. [QUOTE]Auch Bayerns Sozialministerin Christa Stewens (CSU) pocht auf eine Überarbeitung des Hartz-IV-Gesetzes. Sie forderte in der "Berliner Zeitung" schärfere Sanktionen für arbeitsunwillige Langzeitarbeitslose, eine Streichung von Zuschlägen, Pauschal- Zahlungen bei den Unterkunftskosten sowie regional differenzierte Regelsätze. [b]Auch eine grundsätzliche Absenkung des Arbeitslosengeldes II schloss die Ministerin nicht aus.[/b][/QUOTE] dann kann man es sich nur noch vom munde absparen. aufgrund von kurzarbeit hab ich in letzter zeit mal genau nachvollzogen, was mir die lebensmittel pro monat kosten: wenn man nicht nur schund und schlechte sachen kaufen will, sind es zwischen 350 und 400 euro pro monat. das ist ziemlich genau die höhe des alg-II und man hat sich noch kein hemd gekauft. na prost-mahlzeit...wer will da noch kürzen? eine partei mit den initialien C und S? |
| worockomo | Warum wehrt sich hier keiner mehr in Deutschland?Wo wart Ihr bei den Montagsdemos gegen Harz 4?:mad: Jetzt geht es weiter!:q |
| Tapio Bearking | Um zu demonstrieren müsste man den Rasen betreten. Und das Betreten des Rasens ist in Deutschland verboten ;) Irgendwie traut sich in .de niemand den ersten Schritt zu machen. Naja, fast niemand. Wir bräuchten mehr Menschen, wie z.B. Bettina Winsemann von stop1984 (auch wenn das augenscheinlich ein anderes Problem ist) |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] wer will da noch kürzen? eine partei mit den initialien C und S? [/QUOTE]Die Leute reden eben immer am meisten von dem, was sie nicht haben. [QUOTE][i]Original geschrieben von Tapio Bearking [/i] Wir bräuchten mehr Menschen, wie z.B. Bettina Winsemann von stop1984 (auch wenn das augenscheinlich ein anderes Problem ist) [/QUOTE]Aber nur augenscheinlich. In Wirklichkeit hat das mit der ganzen Misere sehr sehr viel zu tun (siehe mein Thread [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=30028]"Das Ende des Mangels"[/URL]). |
| Montrose | Du meinst den Märchenthread? Tja, anscheinend kommt alles ganz anders als in Deinen Kindergeschichten. Hartz-IV wird nochmals deutlich verschärft, wie im SPIEGEL zu lesen war. [QUOTE]wenn man nicht nur schund und schlechte sachen kaufen will, sind es zwischen 350 und 400 euro pro monat. [/QUOTE]Papperlapapp. Do SOLLST Schund und schlechte Sachen kaufen, wenn Du kein eigenes Geld hast. So soieht's aus. Reis für 30 Tage kostet gerade mal 10 Euro. Das langt! Klamotten? Second Hand. Ich sag Euch mal was: der Boden ist noch lange nicht erreicht. Auf 200 im Monat kann man das locker runterdrücken. |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Ich sag Euch mal was: der Boden ist noch lange nicht erreicht. Auf 200 im Monat kann man das locker runterdrücken. [/B][/QUOTE] ach deshalb übt der bayrische umweltminister schnappauf schon mal das [URL=http://www.taz.de/pt/2006/05/23/a0044.1/textdruck]abschiessen von gosswild...[/URL] ;) |
| Apex | Keine Bärengeschichten hier, bitte*g* |
| urnata | Dann schlachten wir den Bären- frosten ihn ein dann brauchen wir ein halbes Jahr kein Fleisch mehr und sparen diesen Teil von Hartz4 ein. toll oder? Und morgen nehmen wir ein Gewehr gehen in den Bundestag und finden dort bestimmt jemanden der den Bären ersetzen kann- hä hä |
| Auri | Ohje was für nen Thread! Hier kapiert wohl keiner, was wirklich das Problem am deutschen Staat und der Wirtschaft ist? Die Dumping-Löhne!!! Alle haben sich damit abgefunden, dass das normal ist, ausser die paar die ständig streiken. Odessa hat es ja vorgerechnet. Im übrigen liegt das Mindesteinkommen für diverse Dinge beim Amt bei 1500 netto!!! Wenn man z.B. jemanden aus dem Ausland einladen will. Oder wenn man mal bei ner Marktforschung mitmachen will. Da fragen sie ja vorher immer diverse Fragen, bevor man an bestimmten Studien überhaupt teilnehmen darf. Und dann sagen sie bei 1400 netto, sorry, Sie können leider nicht teilnehmen, wir brauchen nen Mindesteinkommen von 1500, Standard. Für ganz banale Marktforschungen übrigens, nichts High Society mässiges. Die fragen: unter 1500 Euro, bis 3000 Euro, über 3000 Euro. So und da fühlt man sich schon mal bisschen blöde. Irgendwie verdienen die wenigsten die ich kenne 1500 Euro netto (es sei denn sie haben Steuerklasse 3). Soviel zu dem hohen Einkommen in Bayern. Fürs Büro ist man mit 1400 schon gut bedient. Tochter von ner Freundin arbeitet als ausgebildete Verkäuferin in München City Vollzeit für 1000 netto, ist doch ein Witz. Klar für sie ist es gut, weil sie noch zu Hause wohnt. Aber hallo, jemand der Miete zahlen muss, kann sich doch so einen Job gar nicht LEISTEN!!! Und genau darum gehts! Deutschland ist ein Witz geworden. Das beste ist es, ins Ausland zu gehen, irgendwann wirds der einzige Weg sein. Nicht umsonst sagt meine Freundin, eine Schweizerin die da bei der Bank arbeitet, dass sie täglich x Konto-Neueröffnungen hat, alles Deutsche. So wie die Polen etc alle hierher kommen, gehen die Deutschen in die Schweiz oder woanders hin. Ist ja auch kein Wunder. In der Schweiz verdient man im Büro 5000 Schweizer Franken. Das sind 3250 Euro!!! Minus rechnen wir mal reichlich, von mir aus 20% Abgaben. Und Mieten sind auch nicht teurer als in München. Und das Drittel fürs Essen mehr kann man da auch locker zahlen. Benzin ist billiger und Öffentliche auch. Glück noch dazu wenn man in Grenznähe wohnt. Das mal dazu! Meine Freundin (sehr gute Ausbildung etc) ist nach London gegangen, weil sie hier keinen Job gefunden hat im Büro (München). Sie hat 1 Jahr lang gesucht und am Tag 20 Bewerbungen geschrieben (ungelogen!). Hat Freunde bemüht und ach ja, Zeitarbeitsfirmen, die haben auch nichts oder dermassen unterbezahlt dass man es sich nicht leisten kann, da gehts mit unter 8 Euro die Stunde los, kann man ja gleich zu McDonalds gehen. Aber selbst da gibts nur 400 Euro Jobs. Heute hab ich von ner Freundin gehört, Freunde von ihr, die arbeiten beide, einer mit Lohnsteuerklasse 3, einer mit 5. Keine besonders hohen Gehälter. Nach neuen Gesetz (was weiss ich was das wieder für eins ist) mussten die mal eben 1000 Euro Steuer nachzahlen! Wißt ihr was die Frau gemacht hat? Hat ihren Job als Filialeiterin ner Bäckerei gekündigt und arbeitet jetzt auf 400 Euro Basis, weil es sich besser rentiert. Sind wir jetzt schon soweit? Bald muss man froh sein und vielleicht noch was zahlen, wenn man zur Arbeit gehen will! @Odessa: So einen Bären hab ich auch hehe Im übrigen, das Fahrgeld deines Mannes kann er doch vom Finanzamt monatlich bekommen, er muss nur hingehen und es auf der Lohnsteuerkarte vermerken lassen, dann bekommt er monatlich netto 200 Euro mehr! Die meisten wissen es nicht, es dauert nur 5 min beim Finanzamt die machen das ruckzuck. Und du hast völlig recht, die meisten haben Arbeitswege von bis zu 100 km einfach, das ist völlig normal, die Pendlerparkplätze sind so voll, dass man um 8 schon keinen Platz mehr findet!!! Und am Bahnhof dasselbe! Es ist eine Katastrophe! Und wenn man mit dem Auto die 100 km fährt wird es vorallem im Winter recht lustig bei Glatteis oder wenn man wie auf der A9 ständig im Stau steht....... Liebe Grüsse *Aurora* |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Auri [/i] Hier kapiert wohl keiner, was wirklich das Problem am deutschen Staat und der Wirtschaft ist? Die Dumping-Löhne!!! [/QUOTE]@ Auri : Höhere Löhne bedeuten höhere Kosten. Und höhere Kosten sind ganz schlecht für den [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=1320703#post1320703]Börsenkurs.[/URL] Irgendwann musst du dich für dieses oder jenes entscheiden. :rolleyes: |
| Move over Kate | [QUOTE]Irgendwann musst du dich für dieses oder jenes entscheiden.[/QUOTE] Na, wenn's denn so einfach wäre - zwei Seiten einer Medaille... Es wird sich immer einer finden, der einen Job für 50 Cent weniger macht. Und dann zieht die Wirtschaft nach. Im Ausspruch "Proletarier aller Länder vereinigt euch" lag schon eine zutreffende Erkenntnis. Warten wir mal ab - wenn irgendwann die Menschen in Pakistan nicht mehr bereits sind, für Hungerlöhne zu werken, werden die Produktionsstätten weiter verlagert. Wohin? In Afrika war die Karawane auch noch nicht so richtig... :( |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] Im Ausspruch "Proletarier aller Länder vereinigt euch" lag schon eine zutreffende Erkenntnis. [/QUOTE]Nur haben es die Proletarier [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=972762#post972762]bisher nicht geschafft,[/URL] sich einig zu werden. Bisher ist es ihren Feinden (angebliche "Freunde" wie Lenin, Stalin, Mao & Co. eingeschlossen) immer wieder gelungen, Keile zwischen sie zu treiben. Und wenn man heute sieht, wie immer wieder "fleißige Arbeitnehmer" und "faule arbeitslose Schmarotzer" sich gegeneinander aufhetzen lassen, kann man wirklich die Hoffnung verlieren, dass sich an der Misere je etwas ändern wird. :( |
| Move over Kate | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B]Nur haben es die Proletarier [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=972762#post972762]bisher nicht geschafft,[/URL] sich einig zu werden. Bisher ist es ihren Feinden (angebliche "Freunde" wie Lenin, Stalin, Mao & Co. eingeschlossen) immer wieder gelungen, Keile zwischen sie zu treiben. Und wenn man heute sieht, wie immer wieder "fleißige Arbeitnehmer" und "faule arbeitslose Schmarotzer" sich gegeneinander aufhetzen lassen, kann man wirklich die Hoffnung verlieren, dass sich an der Misere je etwas ändern wird. :( [/B][/QUOTE] Das liegt wohl daran, dass der "Proletarier" (wenn es den in der postindustriellen Gesellschaft überhaupt gibt) sein Klassenbewußtsein verliert, wenn er aus der Liga der Underdogs in die Mittelklasse aufsteigt. Das gilt nicht nur für einzelne Personen, sondern auch für Bundesländer (Bayern, vom Finanzausgleichsempfänger zum Zahler, der über das System schimpft) bis hin zu Entwicklungs- oder Schwellenländern, denen es nicht mehr ganz so beschissen geht, und die versuchen, die noch ärmeren Schweine zu gängeln. Einer meiner besten Freunde, Facharbeiter (bis in die 1970er klassisches SPD-Klientel) wählt nur FDP, weil ihm die "Gleichmacherei" der Sozialdemokraten, Grünen und der EX-PDS auf den Zeiger geht. "Solidarität" hört am eigenen Geldbeutel auf. Das gilt für arm und reich gleichermaßen. Die "Habenichtse" (altes Wort meines Zivilrechtsprofs) fordern (immer) mehr, die "Besitzenden" wollen immer weniger abgeben - und dabei denkt jeder zunächst mal an sich. Ich hab Marx wirklich mal sehr geschätzt - aber dass ich meinen Idealismus verloren habe, hab ich ja schon an anderer Stelle erwähnt. :mad: |
| Montrose | Die Arbeit verschwindet mit Sicherheit nicht. Alleine um seine Bude aufzuräumen können Stunden vergehen. Und im Beruf, ja selbst am Rechner, gibt es soviele Zwischenschritte zu erledigen. Harzt IV kostet anscheinend doch nicht so viel, wie anfangs angenommen, weshalb die Verschärfungen auch wegfallen könnten. Wahrscheinlich sind wir da dann gar nicht mehr im ökonomischen, sondern eher im weltanschaulichen Bereich. Die Verschärfung kommt nicht aufgrund von Geldmangel, sondern ----wie es ein CDU-Politker ausdrückte --- damit die Leute nicht einfach im Bett leigenbleiben und nichts tun. |
| Move over Kate | @ if Mir ist schon klar, dass gerade im Hochtechnologie-Segment nicht alle Jobs ins Ausland abfließen können - wie z. B. das mal in der Textilindustrie der Fall war... Und mir ist auch klar, dass wir in zehn bis fünfzehn Jahren allein wegen der Bevölkerungsentwicklung Probleme haben werden, die freien Stellen zu besetzen. Aber das ändert nix an der Tatsache, dass die Menschen zunächst an sich selbst denken, gerade bei solchen Themen wie Hartz IV, das die Nation zwischen Empfänger und Finanzierer spalten (siehe der gesamte Thread). Außerdem hat unsere Regierung noch kein Konzept zur Finanzierung einer "Gesellschaft ohne Arbeit" dargelegt. Und wenigstens im Dienstleistungssektor bleiben die Jobs sicher erhalten. |
| Darket | [QUOTE]Und mir ist auch klar, dass wir in zehn bis fünfzehn Jahren allein wegen der Bevölkerungsentwicklung Probleme haben werden, die freien Stellen zu besetzen.[/QUOTE] Das widerum ist, so finde ich, ein wichtiger Punkt, der in der ganzen Demographiedebatte gern unterschlagen wird! mag zwar OT sein 8ich darf das, ich bin Mod :D ), aber endlich sagt das mal wer! |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] [B] Und wenigstens im Dienstleistungssektor bleiben die Jobs sicher erhalten. [/B][/QUOTE] da bin ich mir auch nicht so ganz sicher. auch der dienstleistungssektor spart kräftig personal durch leistungsfähigere computer und software und “expertensysteme” ein. beispiel: wenn ich mich früher über die umweltgestzgebung in einem bestimmen bereich kundig machen wollte, brauchte ich dicke bücher, eine brille, einen bleistift und viel, viel zeit bzw. mehrere, die das machen. heute erstellen “experten” ein programm, was vielleicht 90% aller fallstellungen abdeckt. man braucht nur noch das programm kaufen, nach schlüsselwörtern suchen, und das programm listet auf, was man alles zu tun hat. alles wunderbar verknüpft mit allen anderen umweltfragen, ausdruckbar mit firmenlogo und schön geordnet. beispiel fremdsprachen: füher musste man in die schule, oder in die volkshochschule. riesenapparate mit buchhaltung und lehrern, sekretärinnen und hausmeistern. heute kaufe ich mir ein interaktives lernprogramm für 50 euro. das wars. beispiel unsere abteilung: die stapler werden immer schneller, die aufnahme von gewicht und abfallart geht heute über barcode. die abrechnung geht mit dem auf uns zugeschnittenen abrechnungsprogramm quasi vollautomatisch, wo man bis vor einiger zeit noch tage für braucht und allein das ausdrucken der rechnungen und rechnungsanlagen den computert und den drucker regelmäßig überlastete. heute nicht mehr und es wird auf knopfdruck per email verschickt. nur noch ein paar seiten für die rechnung selbst werden ausgedruckt. das brachte uns in die lage umfassende dienstleistungen anbieten zu können, aber die will kaum noch jemand haben - stichwort “billich will ich”. und so gehts weiter. haareschneiden? kann bestimmt auch eine maschine... also brauch man nur noch ein paar wenige gut ausgebildete experten, die die anlagen und die programme bauen, entwickeln und installieren, ein paar, die die geräte warten, was aber auch weniger wird, weil es meist billiger ist, die dinger gleich wegzuschmeissen, und ganze produktionsanlagen laufen heute ja quasi vollautomatisch. aber eine ganze volkswirtschaft läßt sich damit auch nicht beschäftigen. ich glaube kaum, dass der wandel hin zu weniger teurem personal vor den dienstleistungen halt machen wird. nachtrag: [QUOTE]Und mir ist auch klar, dass wir in zehn bis fünfzehn Jahren allein wegen der Bevölkerungsentwicklung Probleme haben werden, die freien Stellen zu besetzen.[/QUOTE] das sport nur noch mehr zu weiterer automation an...geht nicht gibts nicht... ;) |
| Montrose | [QUOTE]auch der dienstleistungssektor spart kräftig personal durch leistungsfähigere computer und software und “expertensysteme” ein. [/QUOTE] Unter Dienstleistungssektor verstehe ich aber was anderes. Eine Kneipe zum Beispiel. Ist alles in der Hand von Italianos, Türken und Teppichfliegern (also Thai und China). Da könnte manch Deutscher noch was aufbauen. Kochen und Servieren kann man nicht computerisieren. Man sollte "Hardware"-Berufe nicht unterschätzen. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] Ich hab Marx wirklich mal sehr geschätzt - aber dass ich meinen Idealismus verloren habe, hab ich ja schon an anderer Stelle erwähnt. :mad: [/QUOTE]Erstaunlicherweise belegen deine Beispiele aber genau das, was Marx beschrieben hat, die "Verbürgerlichung des Proletariats". Und ich habe bisher kaum bessere Vorschläge als die seinen gefunden, wie man aus der Misere herauskommen könnte - abgesehen von dem Fehler "Zentralisation" (aber woher sollte er vor 150 Jahren das Internet kennen?). [QUOTE][i]Original geschrieben von if=s.on.ic [/i] Klick „Langfristig wird die Arbeit verschwinden“! [/QUOTE]Ersetze "Arbeit" durch "Lohnarbeit", und du bist bei Marx angelangt (und Monty darf in Ruhe seine Bude aufräumen). :) [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] Die Verschärfung kommt nicht aufgrund von Geldmangel, sondern ----wie es ein CDU-Politker ausdrückte --- damit die Leute nicht einfach im Bett leigenbleiben und nichts tun. [/QUOTE]Und welches Recht hat dieser CDU-Politker dazu, andere Menschen zu drangsalieren, wenn sie das gleiche tun wie er, nämlich nichts? Warum kümmert der sich nicht um sein eigenes Leben, statt Anderen ihr Leben zu verpfuschen? [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] Aber das ändert nix an der Tatsache, dass die Menschen zunächst an sich selbst denken, gerade bei solchen Themen wie Hartz IV, das die Nation zwischen Empfänger und Finanzierer spalten (siehe der gesamte Thread). [/QUOTE]Dummerweise denken sie eben nicht an sich selbst, sondern an Status, Reichtum, Macht und sonstigen Blödsinn, der ihnen von den Medien weisgemacht wird. (Wahrscheinlich rührt die Gastfreundschaft der Menschen, denen es wirklich schlecht geht, daher, dass sie mehr an sich selbst, an ihr eigenes Überleben denken.) [QUOTE]Außerdem hat unsere Regierung noch kein Konzept zur Finanzierung einer "Gesellschaft ohne Arbeit" dargelegt. [/QUOTE]In Anbetracht dessen, dass mit der Lohnarbeit auch das Geld verschwindet, ist ein solches Konzept auch ziemlich sinnlos. Die "Gesellschaft ohne (Lohn-)Arbeit" muss [b]organisiert[/b] werden. Aber wem müsste man noch etwas bezahlen, wenn doch kein Mensch mehr arbeitet (abgesehen von Bude aufräumen und so)? |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Unter Dienstleistungssektor verstehe ich aber was anderes. Eine Kneipe zum Beispiel. Ist alles in der Hand von Italianos, Türken und Teppichfliegern (also Thai und China). Da könnte manch Deutscher noch was aufbauen. Kochen und Servieren kann man nicht computerisieren. Man sollte "Hardware"-Berufe nicht unterschätzen. [/B][/QUOTE] das bier kann man sich auch am automaten holen. in kantinen funkioniert das schon wunderprächtig. das lächeln der kellnerin oder das zurschaustellen ihres ausschnitts kann man als sozialarbeit ansehen und somit zum non-profit-sektor zählen. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] Unter Dienstleistungssektor verstehe ich aber was anderes. Eine Kneipe zum Beispiel. Ist alles in der Hand von Italianos, Türken und Teppichfliegern (also Thai und China). Da könnte manch Deutscher noch was aufbauen. Kochen und Servieren kann man nicht computerisieren. [/QUOTE]Ach, da geht einiges zu automatisieren, zum Beispiel das Geschirrspülen, Kartoffelschälen und vieles mehr. Solange der Chefkoch noch selbst abschmeckt, ist alles in Butter. Wieso habt ihr in einer so altehrwürdigen deutschen Stadt wie Tübingen das Feld den Ausländern überlassen? Kein Heimatstolz? Schau mal nach Jena: [URL=http://www.zur-noll.de]z.B. hier[/URL] oder [URL=http://www.jembo.de/roter_hirsch/roter_hirsch.html]hier[/URL] oder [URL=http://www.jembo.de/alt_jena/altjena.html]hier [/URL] oder [URL=http://www.papiermuehle-jena.de]hier[/URL] oder [URL=http://www.schwarzer-baer-jena.de]hier[/URL] oder [URL=http://www.kartoffelhaus-jena.de]hier ...[/URL] :cool: [QUOTE]Man sollte "Hardware"-Berufe nicht unterschätzen. [/QUOTE]Aber die werden immer mehr aus Passion und weniger als Lohnarbeit ausgeführt werden. |
| Move over Kate | @ Decay Yep, ich seh das wie Montrose. Die Zukunft liegt ganz klar im Dienstleistungssektor - den muss man nur viel weiter fassen. Ein Boomsektor wird sicherlich der Pflegebereich - der andere: [QUOTE]also brauch man nur noch ein paar wenige gut ausgebildete experten, die die anlagen und die programme bauen[/QUOTE] Bildung wird boomen. Wenn vor 30 Jahren mal irgendjemand nem Mechaniker erzählt hätte, dass er CNC-Programmierung können muss, hätte er gelacht... @ Turning Point Na ja, die Medien bedienen doch nur die Sachen, die die Leute hören und sehen wollen. Auch die Medien sind nur ein Markt mit Angebot und Nachfrage. [QUOTE]In Anbetracht dessen, dass mit der Lohnarbeit auch das Geld verschwindet, ist ein solches Konzept auch ziemlich sinnlos. Die "Gesellschaft ohne (Lohn-)Arbeit" muss organisiert werden.[/QUOTE] Ich glaube nicht, dass Geld verschwindet. Den grünen Vorschlag des Bürgergeldes, das alle sonstigen Sozialleistungen (für Studenten, Arbeitslose, Rentner) etc. ersetzt und das Existenzminimum sichert, finde ich gut. Hartz geht ja schon in die Richtung - wobei man über die Höhe streiten kann. Nur die Frage ist: Wie finanziert man so was? Wohl ausschließlich über Steuern. Die klassischen Versicherungen (Kranken, Rente, Arbeitlslosen...) knüpfen ja nach wie vor an den Arbeitslohn an. Und das muss auf lange Sicht ins Auge gehen. Hat nicht mal irgendein DM-Manager vorgeschlagen als einzige Steuer die Mehrwertsteuer zu erhalten - mit einem Satz von über 25 Prozent? |
| Darket | [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=58824]klick[/URL] |
| Move over Kate | Danke Darket - von wegen suboptimal... :) Ach, was mir gerade zum Dienstleistungssektor einfällt: Ich saß letzte Woche im Irish Pub mit nem Guiness in der Hand. Weil irgend ne Irish-Folk-Band spielte, kostete der halbe Liter Guiness fette 4 €. Ich dachte mir auf einmal: "Biste eigentlich bescheuert? Für das Guiness hättest Du ne 4/5 Kiste feinstes Oettinger bekommen!". Ich weiß ganz genau, dass ich spätestens übernächste Woche wieder in irgendeiner Kneipe ein relativ teures Bier trinken werde, das ich sicherlich billiger haben könnte. Der Mensch lebt nicht vom Oettinger allein. :D |
| Darket | Was dem osten sein Sternburg-Export ist dem Westen sein oettinger :D |
| Move over Kate | [QUOTE]Was dem osten sein Sternburg-Export ist dem Westen sein oettinger [/QUOTE] Kostet das auch 5 Euro die Kiste? :p |
| Darket | Ungefähr, ja. Seit dem Dosenpfand hat sich Hansa Pils ja als Punkbier Nr. 1 erübrigt..... so, jetzt schelte ich mich mal selbst für dieses totale OT. :D |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] Na ja, die Medien bedienen doch nur die Sachen, die die Leute hören und sehen wollen. Auch die Medien sind nur ein Markt mit Angebot und Nachfrage. [/QUOTE]Ein Markt, der ziemlich stark durch Monopole versaut ist, und wo Angebot und Nachfrage weit auseinanderklaffen. Erzähl mir nicht, dass die Mehrzahl der Leute sich 90 Prozent ihres Fernsehabends mit Werbung vollgestopft wünschen. [QUOTE]Ich glaube nicht, dass Geld verschwindet. Den grünen Vorschlag des Bürgergeldes, das alle sonstigen Sozialleistungen (für Studenten, Arbeitslose, Rentner) etc. ersetzt und das Existenzminimum sichert, finde ich gut. Hartz geht ja schon in die Richtung - wobei man über die Höhe streiten kann. [/QUOTE]Ja. Um damit die Binnenwirtschaft wieder anzukurbeln, müsste es wesentlich höher sein. [QUOTE]Nur die Frage ist: Wie finanziert man so was? Wohl ausschließlich über Steuern. Die klassischen Versicherungen (Kranken, Rente, Arbeitlslosen...) knüpfen ja nach wie vor an den Arbeitslohn an. Und das muss auf lange Sicht ins Auge gehen. [/QUOTE]Das begreifen die Jungs und Mädels in Wirtschaft und Politik aber offenbar nicht. [QUOTE]Hat nicht mal irgendein DM-Manager vorgeschlagen als einzige Steuer die Mehrwertsteuer zu erhalten - mit einem Satz von über 25 Prozent? [/QUOTE]Die Werte, die geschaffen werden und verteilt werden können, hängen immer weniger von manueller Arbeit ab. Da erscheint es sinnvoller, die mit gutem Gewissen verteilbaren Werte [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=802567#post802567]davon abhängig zu machen, wie viel an Werten zur Verfügung steht.[/URL] Wir gewähren also jedem Menschen ein bestimmtes Guthaben (einen Kredit) von dem, was wir zur Verfügung haben, und [b]vertrauen darauf, [/b]dass er es uns in Form von sinnvoller Arbeit zurückgibt, wenn er kann. Ausgehend von 80 Millionen Einwohnern würden bei 1000 Euro Bürgergeld im Monat jeweils 80 Milliarden Euro benötigt, die aus jeweils 80 Milliarden Euro Steuern finanziert werden. Man würde also jeden Monat 80 Milliarden Euro hin und wieder zurück schieben. Ist das nicht ein wenig sinnlos? Da kann man das Geld auch gleich abschaffen und gibt jedem Bürger einfach eine Kreditkarte. :) |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] [B]@ Decay Yep, ich seh das wie Montrose. Die Zukunft liegt ganz klar im Dienstleistungssektor - den muss man nur viel weiter fassen. Ein Boomsektor wird sicherlich der Pflegebereich - der andere: Bildung wird boomen. Wenn vor 30 Jahren mal irgendjemand nem Mechaniker erzählt hätte, dass er CNC-Programmierung können muss, hätte er gelacht... [/B][/QUOTE] ich bleibe skeptisch. natürlich wird es im bereich der altenpflege zu mehr jobs kommen, aber wer bezahlt die denn vernünftig? zudem ist das natürlich klassischer nonprofit-sektor. wer bezahlt das dann alles? also wenn das bezahlt werden soll, (direkt von den kindern oder über steuern) müssen diese ja auch gutes geld verdienen. es ist ja heute schon so, dass einem die pflege der alten ruinieren kann. also heisst es da immer mehr "selber machen so gut es geht". können die kinder dann vielleicht auch, weil sie sonst keinen job bekommen. aber dann bringt altenpflege wiederum keine neuen jobs. und wenn man jemanden für die altenpflege braucht, nimmt man gerne wie ein kollege von mir jemanden aus polen. die sind auch wenigstens bezahbar. ;) also irgendwer wird es machen, aber wohl kaum abhängig beschäftigte, sondern die kinder selbst. die bekommen da ja auch nix für. oder kräfte aus billiglohnländern. und natürlich ist auch bildung wichtig, aber wer wird noch cnc-programmierung brauchen? können ja zudem nicht alle cnc-programmierer werden. das sind die von mir angesprochenen wenigen experten, es kann nicht die masse sein. wieviel cnc-programmierer braucht denn eine fertigungsstrasse bei daimler? und wieviele waren es, bevor es cnc-fräserei gab? also das sind alles schöne phantasien, aber sie werden das job-problem sicher nicht lösen. |
| Move over Kate | [QUOTE]Ein Markt, der ziemlich stark durch Monopole versaut ist, und wo Angebot und Nachfrage weit auseinanderklaffen. Erzähl mir nicht, dass die Mehrzahl der Leute sich 90 Prozent ihres Fernsehabends mit Werbung vollgestopft wünschen.[/QUOTE] Nö, aber wenigstens die öffentlich-rechtlichen sind per Rundfunkstaatsvertrag zum Pluralismus verdonnert. Die Privaten tu ich mir eh kaum an... Außer vielleicht für die Simpsons... :D Wo sonst findet man Formate wie den "Report aus München" und dagegen "Scheibenwischer" auf einem Sender? ;) Ach, ich liebe unser Staatsfernsehen! :D Ansonsten: Das Problem wird sein, den Menschen zu vermitteln, dass ihr Bild der klassischen Lohnarbeit über kurz oder lang auf dem Müllhaufen der Geschichte landen wird... [QUOTE]ich bleibe skeptisch. natürlich wird es im bereich der altenpflege zu mehr jobs kommen, aber wer bezahlt die denn vernünftig? [/QUOTE] Das ist ja die Frage - wie finanzieren? Über Steuern - das scheint die einzige Lösung zu sein. Der Sektor muss boomen, bei der Lebenserwartung, und ohne Jugend, die die Alten trägt. Dass dabei keine Reichtümer zu erwirtschaften sind, liegt auf der Hand. Decay, ich glaube wir werden uns von diesen klassischen Vorstellungen über das Arbeitsleben lösen müssen. Dazu ein Zitat aus Miegel/Wahl: Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit: Probleme und Perspektiven, München, 2002 (S. 13): [QUOTE] Es fehlt nicht an sinnvollen und wertschöpfenden Aufgaben. Die gibt es im Überfluss. Aber Teile der Erwerbsbevölkerung und mitunter die ganze Gesellschaft haben Schwierigkeiten, sich verändernden technischen, wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen anzupassen. Sie hinken dem Wandel hinterher und manche verlieren den Anschluss ganz. [...] Viele Menschen ändern sich nicht gern, sondern halten zäh an ihren gewohnten Sicht- und Verhaltensweisen fest. [...][/QUOTE] Die Zukunft liegt in kapital- und ausbildungsintensiven Beschäftigungsfeldern, die nicht mehr so klar umrissen sind, wie es die alten Berufsbilder mal waren. In den USA ist es ganz normal, dass eine Ingenieur fünf Jahre lang z. B. in Detroit für die Autoindustrie arbeitet, um später für Kitchen Aid Küchenmaschinen zu konstruieren. In Deutschland wär das noch undenkbar: "Wir bauen Küchenmaschinen, was soll ich mit nem Ing, der Scheibenwischerantriebe konstruiert hat?". Wegrationalisieren und automatisieren kann man nur einfache manuelle Tätigkeiten, die dem Menschen lästig sind - wie zum Beispiel Kohlebrechen unter Tage. Diejenigen, die die Maschinen dazu entwickeln und am laufen halten, werden davon nicht betroffen sein - wenn sie flexibel sind. Und soziale Berufe werden davon nicht betroffen sein. Der Mensch ist ein soziales Wesen, kein Einzelgänger. Nur Typen wie Mister Burns würde sich von einer Maschine waschen, baden und wickeln lassen, wenn sie dazu nicht mehr in der Lage sind - normale Menschen sicherlich nicht. Übrigens rationalisiert der Mensch die ihm lästigen Tätigkeiten weg, um sich auf das Angenehme konzentrieren zu können. Im Freizeitsektor - wozu ich auch Gastro zähle - wird es wegen dieses hedonistischen Denkens auch nie zu einem Jobsterben kommen. Da liegt die Zukunft. @ if=s:on:ic Die HDW ist aber auch nicht gerade ein typisches Unternehmen. Waffensysteme unterliegen (zum Glück) keinem freien Markt, die Nachfrage ist rasch zu befriedigen (wenige spezialisierte Anbieter weltweit, wenige Kunden) und insgesamt produzieren die Fernostwerften seit Jahren günstiger. Das Problem liegt eher im Industriezweig als in der Tätigkeit. |
| Move over Kate | [QUOTE]Die anderen Bereiche scheinen davon weniger betroffen, allerdings ist da natürlich die Frage, wer wird sich derartige Dienstleistung noch leisten können, wenn die andere Säule weggebrochen ist? Im Grunde kippt das ganze System [/QUOTE] Da hab ich die Hoffnung, dass nach einer Umbruchphase (in der wir gerade stecken) voller Anpassungsschwierigkeiten das System sich irgendwann wieder von selbst austariert. Hätte man vor 1830 den Menschen in Europa erzählt, dass ihre Zukunft nicht in der Landwirtschaft und den Manufakturen liegt, sondern in der Industrie, dann hätten sie auch gesagt: "Wovon sollen wir denn leben - und wer soll den Kram kaufen, den die Industrie produziert, wenn wir kein Geld mehr haben?". Gleiches passiert jetzt, wo sich der Schwerpunkt vollends vom zweiten auf den dritten Sektor verschiebt. [QUOTE]Als 'kleiner Krepel', der man als Privatmensch nun einmal ist, kann man nur versuchen, sich in all dem Wandel irgendwie zurecht zu finden. Nicht umsonst quatsche ich seit Monaten schon wieder auf meinen Mann ein, dass wir endlich auswandern.[/QUOTE] Das ist aber genau das Problem - solche Überlegungen stellen die Menschen, die darauf warten, dass die Arbeit zu ihnen kommt, gerade [I]nicht[/I] an. Denen fehlt diese Flexibilität. Meine Schwiegermutter, Mitte 50, war Verkäuferin bei verschiedenen Bekleidungsdiscountern. Irgendwann hatte sie die Faxen dicke (Zweigstellenöffnungen / -schließungen, unbezahlte Überstunden, Boykott von Betriebsratswahlen) und hat ohne Arbeitsamt auf Altenpflegerin umgeschult. Sie kann sich die Stellen hier jetzt aussuchen. Sie motzt zwar immer noch über "harte Arbeit für wenig Geld", aber diese Sache ist wenigstens sicher - und die Träger zahlen wenigsten tarifgerecht. |
| decay73 | [QUOTE]Decay, ich glaube wir werden uns von diesen klassischen Vorstellungen über das Arbeitsleben lösen müssen. [/QUOTE] das ist alles schöne theorie. aber wenn man sich z.b. als ing. flexibel zeigt und auch andere, "niedere" arbeiten annehmen möchte, ist man auf einmal überqualifiziert und steht wieder dumm da, es sei denn, man kostet nur einen euro. und zu flexibilität gehören in meinen augen auch flexible arbeitszeitmodelle. mir scheint, die bevölkerung ist durchaus flexibel, nur will das auch wieder keiner haben... :rolleyes: dritter sektor? gute idee. aber bei all diesen schönen vortellungen muß klar sein, daß man von einem 8-studen-job auch leben können muß. davon sind wir aber weiter entfernt denn je...andere länder haben damit gute erfahrungen gemacht, aber in deutschland soll das nicht gehen? komisch. klar ist aber in meinen augen, daß in deutschland, auch mit einem großen dritten sektor, nie wieder sowas wie vollbeschäftigung möglich sein wird. der sektor allein reißt es auch nicht raus. was die derzeit politsch verantwortlichen da machen, geht ja auf keine kuhhaut mehr. logisch ist das alles nicht. verständlich schon gar nicht. |
| Move over Kate | @ Decay Die Frage ist, ob der Staat das allein überhaupt bewältigen kann. Ihr Verhalten ändern müssen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, die sich von ihren alten Vorstellungen trennen müssen. Dazu noch mal Miegel/Wahl, S. 12: [QUOTE] Vollbeschäftigung ist möglich Die Arbeitslosigkeit, die die Deutschen und Europäer seit nunmehr einer Generation beklagen, ist nicht in erster Linie die Folge zu geringen Wirtschaftswachstums sondern die Folge tief wurzelnder, individueller und kollektiver Sicht- und Verhaltensweisen, die die Anpassung an die sich ändernde Wirklichhkeit und damit die Entstehung zusätzlicher Arbeitsplätze behindern. So lang große Bevölkerungsteile sowie die Politik und die Gewerkschaften mental im Industriezeitalter verharren, wird ein Mehr an Erwerbsarbeit auf sich warten lassen. [...] [/QUOTE] Insoweit müssen Arbeitnehmer und -geber ihre Erwartungen anpassen. Durch Flexibilisierung der Arbeitszeiten, Inkaufnahme von befristeten Arbeitsverträgen, Einrichtung von Telearbeitsplätzen, Einrichtung betriebseigener Kindergärten, gesteigerte Mobilität und so weiter und so fort. Der Staat kann dazu nur die Rahmenbedingungen schaffen - oder auch nicht, weil jede Veränderung in die richtige Richtung von den nicht veränderungswilligen Gewerkschaften und / oder Arbeitgeberverbänden blockiert wird, die dann wieder ihre Wähler mobilisieren... :rolleyes: |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] [B]Insoweit müssen Arbeitnehmer und -geber ihre Erwartungen anpassen. Durch Flexibilisierung der Arbeitszeiten, Inkaufnahme von befristeten Arbeitsverträgen, Einrichtung von Telearbeitsplätzen, Einrichtung betriebseigener Kindergärten, gesteigerte Mobilität und so weiter und so fort. [/B][/QUOTE] ja, das sind die standard-stereotypen, die immer und überall wiederholt werden - ich kanns bald nicht mehr hören. in den usa ist es verwirklicht, aber ehrlich gesagt möchte ich in einer solchen gesellschaft nicht leben. aber werden dadurch wirklich arbeitsplätze geschaffen, obwohol es immer weniger gibt? die regierung glaubt daran und meint, man müsse nur noch mehr druck auf arbeitslose ausüben, dann entstehen arbeitsplätze wie aus geisterhand von selbst. leider funktioniert das in der realität so schlecht. was du da forderst, erhöht die flexibilität und damit die fluktuation an den arbeitsplätzen, schafft aber nicht mehr arbeit. wenn die hälfte auf arbeits- und wohnungssuche ist, ist es gleichbedeutend mit der aufteilung eines jobs auf zwei halbtagsstellen, bedeutet aber nicht die verdopplung von arbeit. auch hat die forderung nach flexibilität damit zu tun, dass versucht wird, arbeitnehmer und job besser und effizienter zusammenzubringen. wie schwer das ist, zeigen die aktuellen vermittlungszahlen der agentur für arbeit (mit dieser agentur hat man im übrigen nichts anderes als den nächsten sündenbock geschaffen, der für das fehlen von arbeit herhalten muss, obwohl sie dafür nichts kann). aber es geht hier ja gar nicht um sinn oder unsinn von harz oder den arbeitsagenturen, sondern darum, dass es immer weniger arbeit zu verteilen gibt. [i]darauf[/i] muss eine antwort gefunden werden. die aktuellen maßnahmen im zuge der harz-gesetze bleiben diese antwort schuldig und deine vorschläge nunmal auch. als erstes wäre es nötig anzuerkennen, [b]dass es immer weniger arbeit gibt[/b]. von dem standpunkt aus kann man sich dann auf die suche nach einer lösung machen, aber nicht, wenn man an alte ideen festhält und versucht, mit gravierenden sozialeinschnitten die reste zu retten. das bringt nur eine instabile gesellschaft. oder möchtest du eine gesellschaft wie in den usa mit ihrer kriminalität und ihren obdachlosen und den menschen mit zahnlücken? oder mit ihren 2 millionen gefängnisinsassen, die man eigentlich zur arbeitslosenstatistik dazurechnen müßte? ich nicht. erwartungen anpassen? gerne. wird aber nicht honoriert, weil alle beteiligten noch zu sehr an die alten gepflogenheiten festhalten: in dem punkt gehen wir also völlig konform. nur deine vorschläge sind eine feinjustierunges an einem völlig überholten system. das löst das grundproblem aber nicht. |
| Move over Kate | Ja äh... Feinjustierung? Nö - Ein totaler Umbruch in den Köpfen muss her! Es gibt immer weniger Arbeit, für die ein niedriges Qualifikationsniveau ausreicht, das ist richtig. Die Konsequenz wird sein, dass für viele mit niedrigem Qualifikationsniveau die 8-Stunden-Vollzeitbeschäftigung der Vergangenheit angehören wird. Und die Verhältnisse werden tatsächlich amerikanisiert - es wird viele Fälle von Menschen geben, die morgens bei Mac Donalds jobben und abends an der Tankstelle. Arbeit ist da - sie ist nur nicht richtig verteilt. Und nicht alle sind bereit, jede Arbeit anzunehmen. Wir haben in unserer Firma 4 neue Arbeitsplätze zu Jahresbeginn geschaffen - indem wir die Überstunden der anderen Mitarbeiter zurückgefahren haben (die sind teuer, da zuschlagspflichtig und verursachen unproduktive Kosten). Die, die weniger Kohle in der Tasche hatten, weil sie nicht mehr über 50 Stunden die Woche arbeiten durften, waren sauer. Die vier, die einen Job bekommen haben, glücklich. Und ich bin stolz auf unseren Personalrat, der das zum Wohl der Allgemeinheit (vier weniger auf der Straße) mitgetragen hat. Ich hab sogar einigen Mitarbeitern, die über die massiven Lohneinbußen wegen des Überstundenwegfalls geklagt haben, 400-Euro Jobs besorgen wollen. Ich hab mit drei Anrufen zwei Stellen gefunden. Als ich die Stellen an die Mitarbeiter weitergeben habe, bekam ich zu hören: "Kurierfahrten? Am Samstag? Nein! Da hab ich frei!". Mit der Haltung kann's nix werden... :confused: Von wem war noch der Song mit dem Refrain: "Was ich haben will das krieg ich nicht - was ich kriegen kann das will ich nicht!"? Von daher finde ich die Idee des steuerfinanzierten Bürgergeldes sehr gut. Wer mehr haben will, soll mehr leisten - und dazu flexibel sein. |
| decay73 | [URL=http://spielverderber.twoday.net/stories/2099868/]so sollte es eigentlich nicht laufen , oder?[/URL] |
| melodie | ich denke, das war doch wohl von anfang an abzusehen, daß es so kommen mußte. auch ich bekomme nun nur noch einen euro pro stunde, weil ich "ja sowieso nicht mehr dazuverdienen darf". ob da jemals eine festanstellung bei herauskommt, ist wohl sehr fraglich. |
| Move over Kate | [url]www.tagesschau.de[/url] vom 8. Juni 2006 [QUOTE] Beck fordert mehr Anstand Der SPD-Chef Kurt Beck hat mehr Anstand von Empfängern von Sozialleistungen gefordert. "Man muss nicht alles rausholen, was geht", sagte Beck der Zeitung "Die Welt". Besonders die Hartz-IV-Regelungen hätten eine Reihe von Möglichkeiten geschaffen, die die Politik zuvor nicht richtig abgesehen habe. Auch er habe sich nicht vorstellen können, dass Schüler in die Einliegerwohnung der eigenen Eltern einzögen, sich als Bedarfsgemeinschaft anmeldeten und nach dem Abitur Leistungen einstrichen. "Damit muss Schluss gemacht werden", sagte Beck. Es gebe Dinge, die mache man nicht. Verantwortlich für die Entwicklung machte Beck der Zeitung zufolge "falsche Beispiele" in der Politik und der Wirtschaft. "Manager, deren Unternehmen bei besten Gewinnen keine Steuern mehr zahlen, sind als Männer des Landes gepriesen worden." Da hätten sich dann die Leute gesagt: "Auf die paar Groschen für mich kann es ja nicht ankommen." [/QUOTE] Puuuuuh, zum Glück bin ich nicht der einzige, der so denkt (siehe oben)... |
| archon | also ich sehe das mit den hartz problemen sehr zwiespältig - auf der einen seite kenne ich selbst jemanden, der einen job hätte haben können (besorgt durch bekannte) diesen job aber nicht annehmen wollte, weil man für 200 euro mehr als man sozialhilfe kriegt seinen arsch nicht hebt. wenn dann "er und sie" so eingestellt sind, und man sieht, dass die beiden mit ihrer "einkunft" auch so ganz gut über die runden kommen, ohne überhaupt mal was unternehmen zu müssen, dann fragt man sich aber auch. und wenn jemand zuvor an der kasse vom supermarkt gejobbt hat und dann eine nicht mal schlecht stelle in einer grossen firma ablehnt... dann frag ich mich auch... das ist so der typische fall von einfach nicht wollen und sich zu bequem sein. dann gibts aber wiederum leute, die sich echt bemühen, die 100ste bewerbung schreiben und einfach keinen job finden... womöglich allein sind, miete zahlen müssen usw... das kann hart sein... vor allem wenn man in so ballungszentren wie berlin lebt, wo es erstens im vergleich zum land der unterhalt teuerer ist und die jobs zahlmässig einfach nicht so doll sind. dann sehe ich auch ein problem, dass viele oft sagen sie seien für einen job "überqualifiziert" - wenn ich als unternehmer sowas höre, dann stellt man schon die lauscher steiler. die tendenz heutzutage ist einfach, dass man aus möglichst wenig an arbeitleistung das maxium an verdienst rausholen will. das wird einem heute ja praktisch schon eingetrichtert... ohne abi ist man nix mehr, weil man ja einen gut bezahlten job will... usw. . die frage: ist geistige arbeit teils heute vielleicht einer körperlichen, oder dienstleisterischen arbeit an wert überlegen, obwohl sie es nicht sein sollte? wer ist heute noch bereit wirklich körperlich zu arbeiten? vergleicht man mal die leute die im büro sitzen mit einem bauarbeiter, der bei wind und wetter draussen ist, so wird der bauarbeiter, wenn man ihn fragt sicher nicht sagen, dass er bei seinem baujob ausgenutzt wird, er wird höchstens sagen, dass er für die arbeitet die er körperlich leistet recht wenig verdient. wenn man dann sieht, dass diese leute meist weniger verdienen, als jemand der heute einen job im büro hat, dann frage ich mich, ob es eigentlich gerecht ist, wenn jemand von lohn sozialabgaben abzweigen muss, dass der, der sich einen buckel arbeitet, genau so viel abgeben muss, wie jemand der einen bürojob hat, der vielleicht im verhältnis auch noch besser bezahlt wird. es fällt jemandem mit weniger verdienst, wenn man sich tagsüber nen buckel arbeitet sicher schwerer etwas abzuzweigen, wie dem der im büro vielleicht nur auf das klingeln vom telefon wartet. das problem ist nämlich heutzutage, dass viele studierte garnicht wissen, was körperliche arbeit ist. und wenn dann die notsituation kommt, dann bezeichnet so mancher sich einfach als "überqualifiziert" für einen job - ich frage mich dann aber - überqualifiziert für was? für körperliche arbeit? was sollen da die leute sagen, die nicht die möglichkeit hatten zu studieren... die diese jobs aber auch machen und nicht mal so unglücklich darüber sind, dass sie so einen job haben? ich sehe das ganze sehr zwiespältig... besonders im zusammenhang, wenn dann in der politik begriffe auftauchen wie "jeder job muss angenommen werden" oder gar "zwangsarbeit". man neigt heute einfach dazu es sich so bequem wie möglich zu machen, auch wenn eine alternative evtl. vorliegt. siehe beispiel am anfang. ein system bei dem die, die nicht wollen einfach nur die hand aufhalten müssen um das zu kriegen was sie brauchen, das kann nicht funktionieren. es spielt für mich im prinzip dabei keine rolle, ob nun 5% der langzeitarbeitslosen ein system ausnutzen, in dem andere malochen... oder ob es 50% sind. es soll auch wirklich leute geben, die seit jahren einfach nicht arbeiten wollen, ich kenn sogar selbst jemanden... ich glaub die person hat noch nie gearbeitet und lebt zu 150% auf kosten vom staat. wenn ich dann als selbständiger im kleinbetrieb des handwerks sehe, was ich an sozialabgaben bzw. lohnnebenkosten an den staat abführen muss, damit es vielleicht im vorsatz genannten in die hände gelegt wird, dann frag ich mich auch! lieber würde ich ja dem arbeiter der für mich schuftet den ganzen betrag zur verfügung stellen. auf der anderen seite hört man dann, dass die politik die unternehmen um mehr lehrstellen und arbeitsplätze auffordert, auf der anderen seite aber nix unternimmt, damit der unternehmer das auch machen würde! wenn ein kleinunternehmer 16 stunden am tag als unternehmer tätig ist, seinen kopf hinhält, sich um aufträge bemühen muss, weil einem die ja nicht immer zufliegen usw. und das dann für einen lohn der dem 8 stunden lohn eines angestellten entspricht, der um 9.00 uhr anfängt, um 18.00 uhr aufhört und dann seine freizeit geniesst... das kanns ja wohl nicht sein, dass die politik das erwartet! während sie sich da oben kräftig die hände reiben, bei deren verdienst! zumal man eh z. b. schon zahlreiche kostenlose praktikumsplätze zum reinschnuppern für schüler anbietet... da müssen leute abkommandiert werden, damit die leute auch wirklich reinschnuppern können und nicht nur mit verschränkten händen dastehen müssen - und die 2-3 stunden am tag, die der geselle dann nicht für meine kunden da ist, die zahlt mir kein mensch - die sind "sponsored by unternehmen"! ich frage mich oft, ob "die da oben" wirklich einen plan haben, was unten vor sich geht! da ziehen sie den unternehmern die hälfte des verdienstes aus der tasche, bei doppeltem arbeitseinsatz und erwarten dann noch, dass man sich den arsch aufreisst für ein paar worte wie "wir erwarten mehr lehrstellen!" das kanns ja wohl garned sein! ich find das.... ach... mir fehlen da echt die worte! ich würde ja echt mal gern einen von denen eine woche richtig im handwerk schuften sehen, dann würden sie auch sehen, dass das so nicht funktioniert! die klein und mittelbetriebe bieten im prinzip aber auch viele lehrstellen und arbeitsplätze... wenn es denn heutzutage "leistbar" wäre! stattdessen hört man immer nur von grosskonzernen... die eh schon die wirtschaftliche lobby haben... das prinzip der ich-AGs auf die sie spekuliert haben ist genau das selbe problem, es schafft einfach so gut wie keiner von unten rauf auf die beine zu kommen, weil einem nix bleibt.... ganz im gegenteil... viele verschulden sich bei dem versuch und haben zum schluss garnix mehr. die pleiten kommen ja auch nicht von ungefähr. normal müsste man meinen, wenn welche pleite gehen gäbs sowas wie ein vakuum, das wieder gesättigt werden müsste... ist aber nicht wirklich! teils ist in den betrieben ja arbeit da - so ist es ja nicht! aber es ist für viele ein unding mitarbeiter zu beschäftigen, weil die unkosten so hoch sind und z. b. die konkurrenz aus dem ausland ja auch da ist. die gibts auch in den mittelständischen betrieben... betriebe in Polen oder sonstwo ausm osten... da hat man dann keine chance.... entweder man spart irgendwo oder man kann zusperren! na toll! wenn jemand sich heute selbständig macht, dann kommt man anfangs ja allein schon ins straucheln... ganz zu schweigen, dass man seinen verdienst noch gross mit einem mitarbeiter teilen könnte, wenns eh schon kaum reicht, es sei denn man hat irgendwo den mega "geschäftsboom" der den wenigsten wirklich gegönnt ist. das soziale system ist ja nicht schlecht - aber halt nur solange es nicht auch ausgenutzt wird. dabei ist es mir erst mal wurst, wie viele das ausnutzen - es reicht wenn es ein paar sind... weils dann womöglich in mode kommt. sicher ist es nicht toll, wenn wegen ein paar eine ganze horde "in den saueren apfel beissen muss" - aber was will man machen? das geld muss wie immer irgend wo her kommen und die, die es erwirtschaften sind letztendlich die dummen. nichts desto trotz bin ich der meinung, dass ein grosses problem das ist, dass das meiste geld einfach "oben" bei den grosskopfigen verloren geht.... da sind die arbeitslosen sicher ein tropfen auf den heissen stein. ein sozialsystem und wirtschaftssystem hat viele schwächen... und es gibt einfach viele leute, die es sich mittlerweile zu nutze machen... die bereits millionen auf der seite haben und immer noch schäffeln, während an anderer stelle das problem gesucht wird... oder es einem dort vorgegaukelt wird... mir tun manche leute auch leid, die mit 300 euro klar kommen müssen und wirklich arbeit suchen... da kann ich mich glücklich schätzen, dass ich nicht in der lage bin... aber wirklich ändern kann ich auch nix, weil von den kleinen auch keiner aus seiner haut raus kann... das haben ganz andere leute in der hand. ich befürchte nur, dass sich so schnell nix ändern wird und dass alles immer weiter absacken wird... bis es nimmer geht... ich mach mir des öfteren gedanken drüber, wie das alles noch enden soll... auch die ganze arbeitsmarkt-globalisierung..... in china ist wohl momentan aufstieg angesagt... dafür steigen andere eben ab... auch weil teils einfach vieles verschlafen wurde... teils auch aus bequemlichkeit und evtl. "desinteressse" ... schwierig. |
| darkmav | Den coolsten Job habe ich bei dem Amt, wo man die 40 Euro abdrücken muß, wenn man schwarz gefahren ist, gesehen... wie heißt das nochmal gleich? Dachte erst an Riesenschlangen, als ich die Aufforerung erhielt, da mal vorbei zu gucken. Aber dem war nicht so: So ein alter Sack (in etwa Mittfuffzicher) saß däumchendrehend (im wahrsten Sinne des Wortes!) an seinem Schreibtisch. Es dödelt ein Volksmusiksender... Da frage ich mich echt: Ist das gerechtfertigt gegenüber jemandem, der beispielsweise bei McDonalds arbeitet, und mit Sicherheit weniger verdient und zudem einen unsicheren Arbeitsplatz hat? Außerdem wird so ein Schnarchsack ja vom Staat bezahlt, der auch wenig Geld haben soll (habe ich mal gehört). Wieso wird denn da nicht rationalisiert? Braucht man so jemanden überhaupt noch? Möchte nicht sagen, daß geistige Arbeit weniger wert ist, als körperliche. Wer mal 8 Stunden am Tag beispielsweise intensiv an einer Arbeit geschrieben hat, weiß, was ich meine. Es gibt eben solche und solche geistige Arbeit. Mein Prof verdient sein Geld, aber so ein Schnarchsack auf dem Amt? |
| archon | eben - deutschland hat einfach einen schon viel zu grossen "wasserkopf" an staatlichem verdienen heute viel zu viele leute viel zu viel geld, und die haben dann auch teils noch privilegien, wie verfrühten ruhestand, begünstigungen usw. - für mich ist das ganze beamtentum heute schon fast sowas wie ein relikt aus der steinzeit! privatisierung würde hier teils nicht schaden... auch wenn viele jetzt sagen, dass sie keine privatisierte polizei haben möchten oder so.... aber sind wir doch mal ehrlich... bei dem ganzen hartz problem gehts doch im endeffekt nur ums geld! wäre das geld da, so würde sich doch auch keine sau drum kümmern, ob da nun paar nicht arbeiten wollen oder nicht.. das würde garnkeinen interessieren... so wie es jahrelang keinen interessiert hat, dass keiner gegen billiglohn u. co einen riegel vorschob! aber jetzt wo die da oben mal gefordert sind und keine lösung ihrer ständigen "theorien" haben, da läuft ihnen der arsch teils schon auf grundeis! überhaupt wird da oben nie jemand zur verantwortung gezogen für theoretischen mist... aber lasst mal den kleinen mann im gewerk mist bauen... den tauchen sie ein bis zum schopf und der wird geschröpft. das kanns nicht sein. die ganze verteilung des vermögens ist einfach irgendwie auch nicht gerecht... der der am wenigsten arbeitet und am wenigsten risiko hat verdient oft am meisten... und der der sich bucklig arbeitet, der ist der dumme! das ist was mich so nervt - wenn viele studierte dann sagen sie sind dafür, dass die arbeitslosen das doppelte kriegen sollen, weils nicht reicht... und wenn man ihnen dann zur auflage machen würde, dass sie z. b. mal körperlich oder sozialdienstlich was tun müssen, dann sind sie plötzlich irgendwie "überqualifiziert" ...wollen schon einen guten job mit guter bezahlung aber den körperlichen job, den können dann die anderen machen... das "fussfolk" oder nennt sie jetzt einfach mal "die dummen" ;o) man sollte vielleicht mal überlegen, was welche berufe für eine stellenwert haben... wer es wirklich verdient früh in den ruhestand zu gehen.... vielleicht nicht undbedingt die die 8 stunden im büro hocken und abends vor lauter "überqualifikation" noch ins fitnesstudio müssen... um sich auszuarbeiten :)... sondern eher die die bei wind und wetter mit der schaufel draussen rumrennen, oder die, die sich beim McDonalds im fettgestank abstressen usw.... ich finde man muss das ganze immer etwas grösser sehen... denn im endeffekt ist nur die kohle die für etwas fehlt der springende punkt in der politik! und es wird nicht besser, wenn man dann immer mehr abgaben fordert... nein... das system muss sich intern selbst stabilisieren! es ist unsinn die mehrwertsteuer zu erhöhen, weil der kleine arbeiter wenn er sich was kaufen will dann noch mehr kohle verdienen müsste und der arbeitgeber ihm noch mehr lohn zahlen müsste... das ist alles mist! diese erhöhung dient nur dazu den mist den sie da oben bauen zu finanzieren! der mann auf der strasse hat davon garnix! der mann auf der strasse hat dann was, wenn man keine lohnnebenabgaben mehr an den staat zahlen müsste und dem manne stattdessen das geld direkt gäbe... dann kauft der arbeiter nämlich plötzlich morgen wieder deutsche produkte ein, die er sich leisten kann.... und vielleicht nicht den billigen ausland kram, der die deutsche wirtschaft eh kaputt macht! aber so weit kommts nicht, weil an den abgaben ja schon wieder welche mitverdienen... die man eigentlich garnicht bräuchte! das arbeitsverhältnis betrifft im prinzip ja nur Arbeitgeber und den arbeiter der schuftet! ganz grob gesagt! ist zwar auch nicht ganz richtig... wegen der sozialnetz-komponente, aber im prinzip wärs wirklich so! wo keiner mitverdient, da fliesst auch kein geld irgendwo den bach runter. und was heutzutage an geld verpulvert wird, das ist enorm! nicht umsonst haben wir wohl so eine staatsverschuldung. aber wayne interessierts... solange man es paar dummen immer wieder aus der tasche ziehen kann... schlimm. normal sollte man zu einem mehrwertsteuer boykott aufrufen! so nach dem motto: "stellt euch vor es ist krieg und keiner geht hin!" :D |
| Apex | [QUOTE]Wieso wird denn da nicht rationalisiert? Braucht man so jemanden überhaupt noch?[/QUOTE] [QUOTE]privatisierung würde hier teils nicht schaden[/QUOTE] Also, damit ich das recht verstehe...ihr seit hier für noch mehr Arbeitslose? [QUOTE]wollen schon einen guten job mit guter bezahlung aber den körperlichen job, den können dann die anderen machen[/QUOTE] Och du, dass wird noch besser werden, wenn erstmal die ersten einen Studienkredit aufgenommen haben werden die wirklich anfangen nur noch gut bezahlte Jobs zu fordern, immerhin haben sie ja in einen solchen investiert und der Kredit will ja auch zurückgezahlt sein. [QUOTE]normal sollte man zu einem mehrwertsteuer boykott aufrufen![/QUOTE] Ach, dass wird schon bei den Studiengebühren nicht klappen und da willst du das auf die gesamte Gesellschaft ausbreiten, in diesem Michel-mit-der-Schlafmütze-Deutschland? [QUOTE]der beispielsweise bei McDonalds arbeitet, und mit Sicherheit weniger verdient und zudem einen unsicheren Arbeitsplatz hat?[/QUOTE] McDonalds? Der Betrieb, der Leute rausschmeißt wenn sie die Worte "Mitbestimmung", "Arbeitnehmerrechte" und "Betriebsrat" auch nur erwähnen? Sehr gutes Beispiel, dieser Betrieb hat schon gut von Hartz IV profitiert, indem er jetzt seinen Angestellten 3,50 in der Stunde zahlt und ihnen sagt wie sie sich das restliche Geld vom Arbeitsamt holen können...und auf den Zug sind schon so manche aufgesprungen. |
| darkmav | Bin nicht für mehr Arbeitslose - bin lediglich der Meinung, daß öffentliche Stellen, die unproduktiv sind, nicht benötig werden, und abgeschafft gehören... Bzw. verlegt werden sollten. Vordem Bahnschalter beispielsweise ist immer eine Riesenschlange [Obwohl ich hier bezahle, weil ich eine Leistung möchte, und nicht, weil ich irgendetwas verbockt habe]. Warum? Weil die Bahn privatisiert wurde... Die gucken genau, wieviele Leute sie brauchen... da dreht jetzt keiner mehr Däumchen. Szenario: Der Staat schränkt das Beamtentum nur auf absolut notwendige Berufe ein (mir fällt da von den großen Berufsgruppen eigentlich nur die Polizei ein... Lehrer, Profs usw. können ebensogut im Angestelltenverhältnis leben), analysiert die Arbeitsvorgänge, und baut alles ab, was ineffektiv ist. Dann ist jede Menge Geld da, was dazu eingesetzt werden kann, normale (nicht-öffentlich finanzierte) Arbeitsplätze billiger zu machen. Ergo: Die Bahn stellt mehr Leute ein, der Kunde wird schneller bedient... und alle sind zufrieden. Klar: Unser Schnarchsack auf dem Amt hätte es dann nicht mehr so locker, und müßte am Bahnschalter stehen, wo es mitunter auch mal stressig zugehen kann... |
| archon | [QUOTE]Also, damit ich das recht verstehe...ihr seit hier für noch mehr Arbeitslose?[/QUOTE] nein, aber wenn man aus *einem* job den ein mann für 3000 euro macht grob gesagt 2 jobs für 1500 euro machen kann, auch wenn jeder nur halb so lang arbeitet, dann haben eben 2 davon was und nicht nur einer, der sich die hände reibt und der andere garnix! von dem was der eine für 3000 euro an den staat sozial abgibt, kann nicht mal einer leben.... wohl aber beide wenn sie 1500 kriegen. da kann der job dann auch etwas schwerer sein, weil ja nicht einer alles machen muss! ;) da finde ich gerechtes und soziales beamtentum! :D ganz klar, dass das einigen so garnicht gefällt ! *lach* [QUOTE]Och du, dass wird noch besser werden, wenn erstmal die ersten einen Studienkredit aufgenommen haben werden die wirklich anfangen nur noch gut bezahlte Jobs zu fordern, immerhin haben sie ja in einen solchen investiert und der Kredit will ja auch zurückgezahlt sein.[/QUOTE] ne, wird nicht besser werden, weil sie es vor lauter theorie garnicht schaffen auf die beine zu kommen... :D ...da gibts leute die haben erfahrung und nicht mal die schaffen es, bei jobs die eh keiner haben will. das mit studentenkredit ist in theorie gut möglich, aber nicht in der praxis! ;) da müsste der staat schon mehr dafür tun, dass man sich da leichter tut... und nicht nur ein bisschen leichter, sondern gleich um mengen leichter! ausserdem hilft dir der gut gezahlte job garnix, wenn der ausländer nebenan für die hälfte arbeitet... dir das geschäft nimmt oder die leute in der tschechei einkaufen, weil da alles nur die hälfte kostet... wer meinst du wer dir deinen gut bezahlten job den du dann haben willst dann noch zahlt? keiner! man muss dann für die hälfte arbeiten - und das ist auch meine rede - die gesellschaft muss die "erwartungen" in der zukunft nicht nach oben schrauben sondern krass nach unten! die ganzen länder die lange unten waren steigen langsam auf, bis sie irgendwann unser niveau haben... und so lange verkaufen sie ihre ware hier billiger als wir sie erarbeiten und produzieren können! entweder man zieht da mit, schraubt die erwartungen krass nach unten, oder man baut grob gesagt einen zaun um deutschland und dämmt das ein ! :D das mitziehen ist momentan der fall und nen riegel vorschieben geht ja schlecht, weil deutschland will ja nicht ausländerfeindlich dastehen und deshalb immer mehr mit allen drumrum ins geschäft kommen. da gibts dann studenten aus polen und weiss der teufel was.... die joben dann irgendwann auch hier... vielleicht für die hälfte... weil sie für das geld zu hause das doppelte wie hier einkaufen können und freuen sich..... und hier macht man langes gesicht. das mit dem boykott war mehr ein witz - es sollte nur darstellen, dass es alles für einen mehr oder weniger sinnlosen zweck ist... ausser für den, dass es den leuten noch schlechter gehen wird, jeder noch mehr malochen musss, vor allem die die sich eh schon einen buckel malochen... halt, weil sie sich aufgrund der steuer die man mehr bezahlt noch weniger leisten können und aufgrund des absatzrückganges bei den waren, die löhne im prinzip auch nicht so hoch ausfallen, sondern eher sinken, wenn die unternehmen eben weniger verkaufen! das ganze kurbelt die wirtschaft ja nicht an, sondern dient nur einen auffüllen der staatskasse - das ist das was der arbeitgeber und arbeitnehmer eigentlich jetzt garnicht brauchen - sowas ist schwachsinn! |
| Move over Kate | @ Darkmav und Archon Es gibt einen sogenannten Funktionsvorbehalt, der sogar im Grundgesetz niedergelegt ist (Art. 33 IV). Danach ist die ständige Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben Beamten zu übertragen. Und in der Tat wurde da ja in den vergangenen zwanzig Jahren mit Post, Telekom und Bahn ordentlich ausgemistet. Bei Lehrern kann man schon streiten - streikende Lehrer fänden die Eltern bestimmt nicht allzu lustig. Wobei man sich die Frage stellen muss, was nun schlimmer ist - streikende Ärzte oder streikende Lehrer. ;) Eine umfassende staatliche Leistungstiefenanalyse und Aufgabenkritik wäre wünschenswert. Der Staat muss aufzeigen, was seine Leistungen kosten - und ob der Erhalt der Aufgaben auch als Zuschussgeschäft wünschenswert ist. Ein voll privatisierter ÖPNV wird alle unrentablen Strecken schließen - kann und soll das so sein? Ich meine nein, weil es auch nichthoheitliche Bereiche gibt, in denen der Staat aktiv sein muss, um Leistungen zu bieten, für die es keinen Markt gibt. Übrigens sind Beamte während ihrer aktiven Dienstzeit definitiv billiger als Angestellte, die a) höhere Bruttolöhne beziehen, b) sozialabgabenpflichtig und zusatzversorgungsplflichtig sind, und c) kürzere Arbeitszeiten haben. Mit Weihnachtsgeld und so Kinkerlitzchen fangen wir gar nicht erst an. Beamte werden erst dann teuer, wenn sie als Pensionäre zu alt werden und ihre ca. 71% Pension voll aus der Steuer finanziert werden muss. Daher tritt der ideale Beamte mit 65 in den endgültigen Ruhestand. @ Darkmav: Du bist doch wohl nicht etwas schwarz gefahren??? :D |
| archon | [QUOTE]Eine umfassende staatliche Leistungstiefenanalyse und Aufgabenkritik wäre wünschenswert. Der Staat muss aufzeigen, was seine Leistungen kosten - und ob der Erhalt der Aufgaben auch als Zuschussgeschäft wünschenswert ist.[/QUOTE] das ist ein SEHR wichtiger punkt ! das schlimme ist nämlich, dass die gelder teils eben falsch eingesetzt werden oder verpulvert! ein problem sehe ich auch in der verteilung des geldes... wenn z. b. geld fürn arbeitsmarkt aus gütersteuern kommt usw. - man muss da ein system haben, das sich nahezu von selbst regelt. zumal man immer dazu neigt, wenn das geld irgendwo nicht reicht es "schnell mal hier oder da abzuzweigen" ...das kann nicht funktionieren! die verschiedenen bereiche sollten schon getrennt gehandhabt werden, der übersicht halber. es kann nicht, sein dass man da einen schuldenberg anstaut, bis es nimmer geht... der kleine mann auf der strasse kann auch ned zur bank rennen und millionen schulde machen.... irgend wann muss einfach mal schluss sein. wenn man mit dem was man hat nicht auskommt, dann läuft was schief und die alarmglocken sollten läuten... auch beim staat! das problem von zu vielen beamten ist einfach, dass eine hand die andere wäscht und man dazu neigt geld einfach flüssig zu machen, auch wenn es nicht notwendig ist... wer sägt schon gern den ast ab, auf dem er sitzt! ;) dann weiss ich aus erfahrung, dass geld teils keine rolle spielt oder gespielt hat... auch bei staatsbauten.... wenn man da mal mit eigenen augen sieht, was da teils ausgegeben wird, wo man sagt, das hätte man für 1/5 der kosten auch machen können und es wäre auch solide gewesen! ;) was da kohle verloren ging/geht.... das ist schon wahnsinn! dass das dann anderweitig fehlt und wieder reingeholt werden muss ist klar - aber hier scheitert es teils schon an vernünftigen überlegungen, bevor sowas zu stande kommt.... und das bei leuten, die studiert haben und es eigentlich wissen müssten.... ;) ...theorie ist eben nicht gleich praxis! :D das hauptproblem ist, es wird NIEMAND zur verantwortung gezogen, für mist der gemacht wird ! der kleine mann dagegen ist der dumme! ich frage mich aber dann, wer letztendlich mehr aufm kasten hat, die theoretiker da oben, oder die praktiker da unten! ich finde auch, dass der arbeitmarkt mehr in die hände von arbeitgeber und arbeitnehmer gelegt gehört... die sollen da oben garnicht so viel mitmischen mit dem scheiss abgabenkram, dann wäre auch einiges viel besser und einige hätten viel mehr geld in der tasche, das die wirtschaft hinten rum ankurbeln würde. so aber hat keiner was und alle sparen und was rauskommt sieht man ja. ich glaube auch nicht, dass durch privatisierung alles "geschlossen" wird.... denn es ist eins nicht zu unterschätzen und das ist konkurrenzkampf und das, dass einige ihre chancen sehen mitzumachen... da wird dann auch oft die kleinste nische ausgefüllt, wenn jemand merkt, dass da was "gehen" würde. durch die konkurrenz bleiben auch die preise moderat und es wird nicht immer nur gefordert, geforder, gefordert.... und der andere zahlt, zahlt, zahlt... bis ihm die finger krachen! ;) |
| darkmav | Das Problem bei Beamten ist ihre praktische Unkündbarkeit. Unser Schuldirektor hatte mal aus dem Nähkästchen geplaudert: Es gab mal, unter seiner "Herrschaft", eine verrückt gewordene Lehrerin, die nur noch esoterischen Stuss gelehrt hat. Das beste, was er machen konnte, ist, dafür zu sorgen daß sie versetzt wurde, was aber lediglich eine Verlagerung des Problems bewirkt hat. Sie aus dem Schuldienst zu entfernen war unmöglich. Einmal Beamter, immer Beamter. Anderes Beispiel: Die Beförderung von Lehrern. Ab einem bestimmten Alter wird man im Schuldienst automatisch Oberstudienrat, egal wie schlecht man ist (habe ich schon mehrfach erlebt). Oder Profs: Ok. Dahin zu kommen, ist ein langer steiniger Weg, aber sobald man verbeamtet ist, kann man im Prinzip machen, was man will. Kenne einen, der wurde in Amerika aus der Lehre geschmissen: Nun hält er seine abgrundtiegf schlechten Vorlesungen in Deutschland. @Streik: Denke mal, daß die Schülerchen jetzt auch nichts verpassen, wenn mal nen Monat gestreikt wird... Müssen dann halt ihre grauen Zellen etwas anstrengen, und autodidaktisch lernen. Bücher haben sie ja. Ging ja bei mir auch, als ich längere Zeit krank war. Eine streikende Polizei wäre da von anderem Kaliber. Das gebe ich zu. @ÖPNV: Man könnte unrentable Strecken staatlich bezuschussen... Oder fordern, daß die Strecke nach Hintertupfingen zwei mal am Tag angefahren werden MUSS, damit der private Verkehrsbetrieb die Lizenz für eine Region erhält, in der auch viele rentable Strecken enthalten sind. Mußte übrigens deswegen schwarzfahren, weil die Uni verpennt hatte,mir die Imma rechtzeitig zuzuschicken. Auch so ein Beispiel von einer ineffizienten Behörde... |
| Move over Kate | Vom Grundgedanken her ist die Unkündbarkeit gar nicht so verkehrt. Sie soll eigentlich die unabhängige, korrekte und unpolitische Amtsführung sichern. Wär auch bescheiden, wenn z. B. nach Wahlen nicht nur die Staatsekretäre, sondern auch der gesamte höhere Dienst / die Spitzenbeamten des gehobenen Dienstes ausgetauscht werden könnten. Das wäre bei tariflichen Angestellten wesentlich einfacher. Nur ist das System über die Jahre pervertiert worden. Vor zweihundert - hundert Jahren war Staatsdienst (oder Dienst am Staat) noch ein Privileg, das darüber hinaus überdurchschnittlich gut bezahlt wurde. In der Regel war man in Kleinstädten schon als Sekretär (heute Einstiegsamt mittlerer Dienst) angesehen und gut entlohnt. Das Prinzip der Bestenauslese (das heute noch in den Beamtengesetzen verankert ist) hat aber irgendwann versagt. Zum einen weil der Staat mit wachsendem Aufgabenbereich auch weniger qualifizierte Menschen einstellen musste, zum anderen weil es Zeiten gab (zum Beispiel in den 1960ern / 1970ern), in denen kein Absolvent überhaupt darüber nachgedacht hätte, in den Staatsdienst zu gehen. Warum auch? Als Anwalt, Justitiar oder Zahnarzt ließ sich auf dem freien Markt mehr verdienen - abgesehen davon war Staatsdienst spätestens seit 1968 als reaktionär verpönt. Also hat sich damals (tendentiell, nicht ausschließlich) eher die zweite Garde einstellen lassen. Das ändert sich zum Glück gerade wieder - in wirtschaftlich unsicheren Zeiten versuchen auch Top-Abiturienten in den öffentlichen Dienst zu kommen. Und bei den Juristen geht der Trend auch wieder zum Richteramt / zur Staatsanwaltschaft. [I]"Mit schlechten Gesetzen und guten Beamten lässt sich immer noch regieren. Bei schlechten Beamten aber helfen uns die besten Gesetze nichts. (Bismarck)[/I] |
| rainraven | Ich muß mal eine Lanze brechen gegen dieses Vorurteil, alle Akademiker würden sich "überqualifiziert fühlen" und nicht bereit sein, einen Job unter ihrer "Würde" anzunehmen. Es ist leider so, daß man als Akademiker für viele Jobs bei staatlichen Instituten wie z.B. Universitäten, Max-Planck-Instituiten etc. als Diplom-Irgendwas für "niedere" Stellen wie Technischer Assistent überqualifiziert IST, das heißt, man DARF nicht als sowas eingestellt werden, wenn man das Diplom hat. Selbst, wenn man diese Stelle machen will (habe ich oft probiert, denn mir ist die körperliche Arbeit im Labor eigentlich lieber und wichtiger und ich bin auch nicht helle und engagiert genug für die "geistige" Arbeit einer Führungsposition), wird man abgelehnt. Warum das so ist, weiß ich auch nicht genau, weil es da Auflagen gibt, gemäß denen man dann als Diplom-Akademiker in einem TA-Job unterbezahlt beschäftigt wird und eventuell ja mal dagegen klagen könnte oder was weiß ich, und dagegen wollen sich die Institute absichern. Was soll man dann als Diplombiologe machen, wenn man sich auf fünfzig TA-Stellen bewirbt, weil diese nun mal gesucht sind, aber keiner nimmt einen, weil man dafür "überqualifiziert" ist, während man auf die Stellengesuche als promovierter Wissenschaftler nicht eingestellt wird, weil einem dafür eben die nötige Promotion fehlt und man unterqualifiziert ist. Ein "Dazwischen" gibt es anscheinend für Akademiker nicht. :( Und es ist auch bei weitem nicht so, daß ich wüßte, welcher Akademiker einen Job wegen zu wenig Bezahlung nicht annimmt, ich z.B. könnte von den oben erwähnten 1500 Euro (und dann auch noch für einen "halben" Job) gut leben, das wäre mehr als ich je netto bekommen habe. Das Problem war bei mir sicher nicht die Auswahl zwischen weniger gut und beser bezahlten Jobs, ich hatte nie eine Auswahl, denn ich wurde ja nie genommen... |
| melodie | DAS kann ich durch einen bekannten durchaus auch bestätigen... |
| archon | das ist für wahr seltsam - hab ich so in der art noch nicht gehört. dann dürfte man aber theoretisch auch keinen der heute Abi hat für stellen nehmen die kein abi erfordern ;) ...und trotzdem nehmen halt viele unternehmen leute die den höheren abschluss haben, auch wenns nicht notwendig wäre. warum das dann hier anders sein soll, das weiss ich nicht - das wissen wohl nur die, die diese regelung in dem gewerk ausbaldobert haben... ;) was sind das denn dann für unternehmen? pharmakonzerne? seltsam. irgendwer muss doch wissen, warum das so ist? |
| Julya | Was ich hier teilweise lese, ist echt der Hammer! Ich habe mich nicht durch alle Seiten durchgegraben, aber was ich gelesen habe, reicht schon! Ich kriege die Krise, wenn ich diese Forderungshaltung lese. "Es steht mir zu!!!" Man bekommt Geld für's NICHTSTUN! Ich glaube, das ist einigen Menschen überhaupt nicht bewusst. Lohn, Gehalt, Provision, STEHEN einem ZU, aber doch nichts, wofür man nichts tut! Natürlich können die meisten Arbeitslosen nichts für ihre Misere und wie ich neulich gelesen habe, mißbrauchen maximal fünf Prozent der ALG II-Empfänger das Amt, aber rechtfertigt das unsere "Luxusarbeitslosen"? "Ich habe ja NUR 345 € zum Leben!" Bitte??? Sämtliche Fixkosten sind doch bezahlt! Man braucht sich keine Sorgen um die Miete zu machen, die steigenden Energiepreise sind auch egal, Mietkaution, Krankenkasse, Medikamentenzuzahlung, alles wird bezahlt! Da frage ich mich doch, worüber gejammert wird!? Wenn man kein Geld mit Arbeit verdient, sollte man doch um jeden Euro froh sein, den man [b]geschenkt[/b] bekommt! Bevor jetzt jemand sagt, ich hätte keine Ahnung, wovon ich rede: Ich war auch schonmal zwei Monate arbeitslos, aber dann habe ich mir etwas überlegt, um es nicht mehr zu sein! Mittlerweile stecke ich in einer Ausbildung und habe im Monat rund 600€. (320€ Warmmiete, 60€ Krankenkasse, 38€ Bus/Bahn-Karte, 40€ Telefon/Internet) Da sind dann noch rund 140€ übrig. Und komisch... Mir geht's nicht schlecht! Natürlich sind damit keine großen Sprünge möglich, aber ich bin nunmal nicht vollverdienend und damit muss man sich dann eben arrangieren! |
| decay73 | ich kenn da einen, der ist mit mir gekündigt worden. er ist 50 jahre alt und hat sicher mehr als 30 jahre in der firma gearbeitet. er wird sicher keinen job mehr bekommen. also bekommt er irgendwann hartz-IV, darf dann sein auto verkaufen (zu wertvoll), evtl. auch sein haus (zu wertvoll). dann kann er sich eine neue wohnung suchen. so eine kleine halt. wie vom amt ‘gewünscht’. außerdem hat er dann nicht mehr alle rechte, die die anderen in deutschland haben, wie z.b. freie wahl des wohnsitzes und so. er ist völlig abhängig vom amt und deren hochnäsigen und arroganten beamte. der mann hat sich eine existenz aufgebaut, die ihm nun wieder ‘von amts wegen’ genbommen wird. 345 euro? ich käme damit zur zeit nicht aus und müßte wohl internetzugang, zeitung, rentenvorsorge sowieso, auto sowieso und noch einige andere dinge abbestellen bzw. abschaffen und verkaufen. ich bin noch nicht alt, aber wenn ich mir vorstelle, das alles aufgeben zu müssen, würde ich mich schon fragen, ob das danach noch leben oder doch eher vegitieren wäre. wenn du mit weniger geld auskommst, ist das ja schön. aber einem 50 jährigen dies aufzuzwingen ist dann doch etwas anderes und dein geschreibsel kotzt mich irgendwie gerade ziemlich an... :( |
| Julya | Nein, für einen Menschen, der zig Jahre eingezahlt hat, ist Hartz4 eine Frechheit. Auf den ersten Seiten schrieb schonmal jemand, daß das für einen jungen Menschen sehr viel und für einen älteren sehr wenig Geld sei. Das würde ich auch so unterschreiben. Ich hatte bei meinem Posting eben nur junge gesunde Menschen vor Augen, die mit dem Fuß aufstampfend "IHR" Geld einfordern! Und das kann's echt nicht sein... |
| Move over Kate | Decay, auch wenn Hartz IV für einen betroffenen 50-jährigen, der bis dahin einen einigermaßen gut bezahlten Job hatte, ohne jeden Zweifel den absoluten Horror bedeuten kann, sollte man doch bedenken, dass der Sozialstaat (und Hartz IV ist eine Sozialleistung) das Existenzminimum und eben nicht den irgendwann einmal erreichten Lebensstandard sichern soll. Das die ganze Kohle, die jemand in einem 30 - 40jährigen Erwerbsleben mal in die Sozialkassen eingezahlt hat, auf einem normal verzinsten Bankkonto besser aufgehoben gewesen wäre, ist auch für die Einzahler eine Schweinerei, die jetzt nix davon haben. Da sind sicherlich in den letzten 20 Jahren Fehler gemacht worden, weil der Geldhahn zu weit aufgedreht wurde. Um es mal so zu schildern: Trotz Steuerklasse III zahl ich wirklich viele Steuern im Monat an den Staat, lebe mit meiner Familie zur Miete und kann mir eben (noch) kein eigenes Haus leisten. Und ich hätte wenig Verständnis dafür, wenn meine Steuerleistungen dazu verwendet werden würden, jemanden seinen Standard zu sichern, damit das Haus nicht unter den Hammer kommt. Versteh das bitte nicht falsch, ich engagier mich wahrscheinlich mehr für die Allgemeinheit (durch Ehrenämter etc) als viele unsere Generationsgenossen , und spende regelmäßig für irgendwelche sozialen Zwecke. Aber es kann nicht sein, dass der Staat von den "Armen" (Polizisten, Friseusen, Fleischfachverkäuferinnen, Bauhelfern...) Steuern nimmt, um den "Reichen" den Standard zu sichern. Dass die Sozialversicherung mit den ihr treuhänderisch überlassenen Geldern verschwenderisch umgegangen ist, steht auf einem anderen Blatt. Von daher ist - im von dir beschriebenen Fall - nicht Hartz IV das Problem, sondern die Tatsache, dass die Sozialversicherung an sich nicht schon vor 40 - 20 Jahren grundlegend reformiert wurde und mit der Gieskanne jahrelang Kohle ausgeschüttet hat, die heute fehlt. Das Problem ist also nicht Hartz IV, sondern die Sozialversicherung, die versagt hat. |
| archon | genau das ist es eben - viele leute sehen den staat wie eine berufliche einkommensquelle - das muss aus den köpfen der leute raus! was ja schon angesprochen wurde, wenn jemand jahrelang eingezahlt hat, dann ist es diesem jemand auch gegönnt, wenn er sich das wieder rausnehmen könnte, was er eingezahlt hat... oder zumindest zum teil, da sonst ja die soziale geschichte nicht sozial wär! ;) aber ich finde es z. b. auch im gesundheitssystem teils eine sauerei, dass der einzelne relativ viel einzahlt, und wenn dann dieser jemand echt nie krank ist bzw. einfach nicht "krankfeiert" weil man es sich jobmässig nicht leisten kann, dass diese gelder dann nicht mal für einen selbst zur verfügung stehen. und dass von vielen leicht krankgefeiert wird, dass wissen wohl alle... das ist sogar offiziell bestätigt worden... ;) und ich hab auch schon des öfteren hier im forum aussagen gelesen wie "ich sollte mich mal wieder krankschreiben lassen " usw. ;) nehmen wir an man ginge zum zahnarzt und der stellt fest, dass man eine sanierung braucht und die kostet 500,- euro - man zahlt das ganze jahr, oder besser die jahre unmengen ein, die anderen zu gute kommen... ich fände es schon sehr fair, wenn mann dann diese 500,- euro für den eigenbedarf zur verfügung hätte! man selbst hat es schliesslich auch für sich einbezahlt, falls mal was wäre! die soziale komponente ist mir persönlich heutzutage fast schon etwas ZU sozial ! nicht dass sie ganz wegfallen soll, aber ich finde es sollte einfach so sein, dass man sich in gewisser weise erst mal FÜR SICH SELBST absichert und dann erst für andere. ganz klar, dass nicht alles was man einzahlt auch wieder rausgeben werden kann - aber wenn man 500,- euro im jahr für sich selbst braucht, dann steht einem das eigentlich ja zu! sowas ist mir ein dorn im auge, weil es schon wieder diese "handaufhalte-mentalität" fördert, wenn zuviel geld zur verfügung ist. wer noch nie sparen musste, der weiss garnicht, was sparen ist! und da oben scheint es teils, als gäbe es das wort sparen garnicht! genau so wie es das wort verantwortung für fehlinvestment da oben im prinzip nicht gibt! alles was da oben passiert sollte normal genau so zur verantwortung gezogen werden können, wie für den kleinen mann unten. dann würde so machem da oben der arsch auf grundeis gehen! dann wären wir heute auch nicht in dieser lage, dass die oberen 10.000 ein ganz anderes spiel spielen wie die unteren 10.000.000 ! ganz klar, dass es leute gibt, die dringend eine OP im krankenhaus brauchen... und dass die bei manchen das eingezahlte weit übersteigt. die frage ist erstens: ist eine OP real gesehen wirklich so teuer? sind medikamente wirklich das wert was sie kosten? oder ist es leicht so, dass es kosten kann, was es will, weil es ja benötigt wird, weil ein menschenleben daran hängt.... und da spart der betroffene eben nicht... auch wenn es in diesem fall der staat ist? der medikamentenhersteller reibt sich vielleicht dann die finger.... das sind lauter so sachen... ! werte sind heute nicht mehr gleich werte! vieles hat einen schleichenden, aber gar inflationären wert erfahren, weil es einfach gebraucht wird! und das wissen die leute, die die ware oder dienstleistung anbieten! ;) da wäre auch mal der staat vielleicht bissl gefordert - wenn schon sozial, warum sollte dann nicht ein gewisser wert, sei es nun dienstleistung, oder für medikamente für bestimmte personen, die es *WIRKLICH* benötigen, zu einen REALEN wert zur verfügung gestell werden! mir hat jemand der bei der krankenkasse arbeitet erzählt, dass früher teils so viel geld in der kasse war, dass man sogar tieren oft eine behandlung zugesprochen hat - er meinte die kosten seien explodiert... und das ganze hat auch einen grund, nämlich den, dass einfach zu leichtfertig mit werten umgegangen wird, zumal wenn eine hand die andere hand wäscht... das spielt dann plötzlich keine rolle mehr und es rächt sich irgendwann. im endeffekt ist es aber so, dass bestimmte personen dann kapital daraus schlagen und der wert dann natürlich nicht mehr der allgemeinheit zur verfügung steht! schon um sowas zu verhindern finde ich eine gewisse absicherung für sich selbst sinnvoll.... dass man das was man einzahlt zu einem relaiv hohen prozentsatz wieder rauskriegt! damit wird missbrauch unterbunden! genau so wäre es bei einem fast abgabenfreien lohn, gehalt .... wo keiner mitmischt kann nix verloren gehen! wenn ALLE etwas zahlen, dann ist das okay, aber ist jemand arbeitslos, so ist das schon nicht mehr der fall und alle anderen die zahlen sind die dummen! hier sind in der vergangenheit einfach wohl auch fehler gemacht wurden.... genau die selben wie am arbeitsmarkt.... es wurde mit geldern für kuren, medikamente usw. teils sehr grosszügig umgegangen und das rächt sich natürlich irgendwann ganz bitter. aber es kann nicht die lösung sein, dem kleinen mann unten auf der strasse dafür die verantwortung zu geben, der hat immer brav gezahlt und nix abgezweigt ! ;) zur rechenschaft müssen die gezogen werden, die abgezweigt haben, daraus kapital geschlagen haben... !!! alles andere ist eine bodenlose sauerei ! wenn es für alle so wäre, dass sie sich bei schnupfen die medikamente aus der apotheke selbst zahlen müssen, dann find ich das auch wieder gerecht, so hat ja auch keiner einen vorteil oder kann einen draus schinden. ich mags einfach nicht, wenn ein soziales system nicht gerecht ist! es kann nicht sein, dass einige nur die hand aufhalten und andere dafür malochen, oder dass leute oben einfach geld einsacken, dass für einen sozialen zweck bestimmt ist... nur weil es einfach ist da in kurzer zeit viel profit raus zu holen! sowas geht mir gegen den strich. und solange leute sich von den leuten die oben dran sind verarschen lassen, so lange wird es ihnen unten schlecht und schlechter gehen! vor drei tagen war wieder eine diskussion über die mehrwertsteuererhöhung auf N24 ...die leute die das problem dieser erhöhung sehen, die werden von den anderen -die nur in ihre kasse wirtschaften- sofort ruhiggestellt ! das ist eine bodenlose sauerei ! ich glaub ich wenn im studio gewesen wäre, ich hätte den pennern freiweg eine in die schnautze gegeben, für ihr egoistisches getue! sie wissen ganz genau was sache ist, aber sie sägen nicht den dicken tollen ast ab, auf dem sie sitzen! wenn die es nicht tuen, dann muss es die bevölkerung tun! ich kann bloss jedem empfehlen sich mit so einer thematik zu befassen, denn man muss nicht zwingend sein leben lang immer der dumme sein, vor allem nicht dann, wenn die oberen 10.000 das wollen und die unteren 10.000.000 nicht ! da ist ein klopf auf deren hinterkopf gefordert! ! :D die sind alle nur bestrebt in ihre tasche zu wirtschaften.. auch hintenrum, wenns sein muss... die verdrehen dafür sogar die argumente nur um ihren bockmist zu vertuschen! |
| darkmav | Stimme in dieser Frage Julya voll zu. Die Leute kriegen Geld fürs NICHTSTUN. Und dann gibt's da noch die ganz Schlauen, die gleich nach der Schule irgendwie einen extra Hausstand anmelden, die Beine auf den Tisch legen, und Hartz-IV einsacken. Krass gesagt: Hartz-IV ist - zumindest was das Verteilen des Geldes angeht - eine Mißgeburt. Früher kostete es reichlich Überwindung, Sozialhilfe zu beantragen, heute hat man die Einstellung, Hartz-IV-Kohle wie selbstverständlich einzusacken, und dann noch zu jammern, wenn's zu wenig ist. Andererseits werde ältere Langzeitarbeitslose (der Fall von Decay) bestraft, indem sie faktisch mit irgendwelche jugendlichen Taugenichtsen gleichgestellt werden. Apropos Taugenichtse: Habe im Fernsehn mal eine Doku (von der ARD) gesehen: Ein Tag auf dem Arbeitsamt, oder so ähnlich. Wenn man sieht, wie sich da so manche junge Arbeitslose anstellen, kriegt man das k***en. Wenn jemand eine zumutbare Arbeit verweigert, gebührt demjenigen keinen Cent - da sollte man nicht lange fackeln. "Verweigern" heißt auch, irgendeine Krankheit vortäuschen, oder nicht-umziehen-wollen usw. Habe nichts gegen faule Leute... Wenn sie sich ihren Lebensunterhalt selbst finanzieren, und nicht dem Staat auf der Tasche liegen. Aber diese Mitnahmementalität ist wirklich widerlich. Und dann sind das meistens noch die Leute, die nicht mit Geld umgehen können: Fürs Saufen und für ein Auto ist immer Geld da... aber wehe, es werden mal 30 Euro für ein anständiges Bewerbungsfoto fällig... Dann wird gejammert hoch drei... Oder man nimmt die Verbrecherfotos vom Automaten (mit denen beim späteren potentiellen Arbeitgeber natürlcih kein Blumentopf zu gewinnen ist). Kenne solche Leute - habe solche sogar in der Familie. Mag sein, daß Hartz-IV auf der Jobförderungsseite was gebracht hat - zumindest die neueren Arbeitslosenzahlen weisen darauf hin, aber bei der Ausgabenseite hätte man ruhig das alte System belassen können (mit kleinen Korrekturen vielleicht). |
| decay73 | na dann weiß ich ja, worauf ich mich zukünftig einzustellen habe. ich brech ins essen. :mad: |
| decay73 | [QUOTE]Mag sein, daß Hartz-IV auf der Jobförderungsseite was gebracht hat - zumindest die neueren Arbeitslosenzahlen weisen darauf hin[/QUOTE] die sinkenden arbeitslosenzahlen weisen lediglich darauf hin, daß es jetzt ne ganze menge 1-euro-jobber gibt. laßt euch doch nicht sooo einfach verarschen! das sind keine sozialversicherungspflichtige jobs, weshalb es auch mit den krankenkassen nicht besser wird. der staat ist bankrott und versucht zur zeit mal wieder das pferd von hinten aufzusäumen. so funktioniert das nun mal nicht. übrigens weiß man mittlerweile (behörde hats nachgerechnet), daß die kosten auch mit dem alten system der sozialhilfe ähnlich gestiegen wären. hartz oder nicht ist also im ergebnnis (zumindest was die staatsfinanzen angeht) egal. aber es geht hier auch um die menschenwürde... PS.: was die krankenkassen angeht: das ist ein sozialsystem, welches eine vom alter und status unabhängige versorgung sicherstellen soll. das ist auch gut so, denn gesundheit ist wohl das wichtigste im leben, aber i.d.r. kann man für seine gesundheit nicht viel. meist wird man unverschuldet krank. gewisse "versicherungsfremde" dinge kann man rauslassen und man kann sich überlegen, ob ein skiläufer, der jedees jahr im winter die pisten runterdonnert, sich zusätzlich selbst versichern soll, aber die behandlung der krankheiten, die man ohne verschulden bekommt (und das sind die meisten) sollten durch die allgemeinheit finanziert werden. aber z.zt schleicht sich ja auch jeder aus den gesetzlichen kk und wandert ab, in die privaten, was letztlich zu einem zweiklassensystem führt: die, die sidch privat versichern 'dürfen' und die, die sich nur gesetzlich versichern können, weil die beiträge der privaten unbezahlbar wären. (ich z.b. könnte mich vom gehalt her privat versichern (zumindes solange ich nicht arbeitslos bin), aber die beiträge sind aufgrund einer chronischen krankheit unbezahlbar hoch). |
| rainraven | Nein, ich wäre sicher auch nie bereit, meine Existenz nahe bei meinen Freunden und meiner Familie aufzugeben, meine geliebten "Kinder", die Vögel, wegzugeben, weil ich mir dann für sie kein eigenes Zimmer mehr leisten kann (und das ist das Mindeste an artgerechter Haltung, das ich ihnen bieten kann, zumal es ziemlich klein ist und sie es mit allerhand Möbeln teilen müssen) und einen Job zu machen, der mich psychisch kaputtmacht (kann gerne ein Attest bringen, daß ich psychisch labil und nicht belastbar bin und eben nicht alles machen kann) und ich sehe auch nicht ein, daß ich mir Geld wegnehmen lassen muß, daß ich mir erarbeitet und zusammengespart habe und auf das meine Eltern selbst verzichtet haben, um mir eine Zukunft zu ermöglichen. Das ist schlicht und einfach Raub, aber keiner scheint es zu realisieren, weil es von irgendeinem Amt so beschlossen wurde. Und bloß, weil man es noch nie gehört hat, daß man als Akademiker für bestimmte Stellen überqualifiziert sein kann und somit nicht eingestellt wird, heißt das nicht, daß es nicht so ist. Es ist leider so, das ist der Knackpunkt bei meinen Bewerbungen, daß ich hauptsächlich deshalb nichts kriege, und ich mußte auch schon erleben, daß mich eine Professorin für eine Stelle an der Uni (Kinderklinik) gerne genommen hätte und mir dann noch nachträglich absagen mußte, weil sie selber nicht wußte, daß sie mich nicht einstellen DARF. Das sind keine Pharmaunternehmen (die haben ohnehin keine Arbeit, die ich machen könnte), sondern einfach Forschungs-und Entwicklungsjobs bei wissenschaftlichen Instituten und die Art der Arbeit, die ich machen kann, nämlich wissenschaftliche biologische oder biotechnologische Forschungsarbeit in einem Labor. Und ich sags nochmal, es ist für mache Leute einfach utopisch, wie man von 300 Euro im Monat leben kann, denn hier in München geht das sicherlich nicht. Ich zahle diese Summe allein etwa an Miete für zwei Zimmer, was auch nur geht, weil ich nicht alleine lebe (mein Einzimmerapartment mit 30 qm damals war schon teurer) , und der Rest von meinen etwa 1200 Euro, die ich verdiene, geht für die Dinge des Alltags, für Essen, Monatskarte, Vögel, Verbrauchsgegenstände, und für meine doch sehr bescheidenen Ansprüche, auch noch ein bißchen leben zu wollen, drauf...Und ich bin nicht im geringsten der Meinung, daß ich über meine Verhältnisse leben würde und mir dieses "artgerechte" Leben nicht zustände. |
| Apex | [QUOTE]Habe im Fernsehn mal eine Doku (von der ARD) gesehen[/QUOTE] Du warst aber noch nie auf dem Arbeitsamt oder? Naja, viel Spaß wenns mal soweit ist, sich wie der letzte Dreck behandlen zu lassen und gesagt zu bekommen, dass man ja sowieso nur der Ausschuss der Gesellschaft ist, fördert die persönliche Motivation ungemein. Aber was soll man auch anderes erwarten, wenn die Beamten dort die Anweisung bekommen ja nicht zu freundlich zu dem Gesockse zu sein. [QUOTE]zumindest die neueren Arbeitslosenzahlen weisen darauf hin[/QUOTE] Wenn wir mal nur die realen, sozialversicherungspflichtigen Jobs rechnen würden, würde das ja anders aussehen. Aber diese Lohndrückerei und Halbsklavenarbeit für einen Euro ist ja wohl nicht mal im Ansatz als "echte" Arbeitsstelle zu bezeichnen. [QUOTE]und eben nicht den irgendwann einmal erreichten Lebensstandard sichern soll.[/QUOTE] Naja, da ich den Keynesianismus für die vernünftigste Form der Wirtschaftspolitik halte sehe ich das natürlich ein klein wenig anders ;) |
| decay73 | Also wenn es um Harzt-IV geht. muß man einfach mal versuchen, sich das vorzustellen. Man ist vielleicht nicht mehr der jüngste (also irgendwas ab 45 bis 50), hat gerade sein Haus abbezahlt, die Kinder sind endlich selbständig und man fängt langsam an, sich Gedanken zum Lebensabend zu machen. Dann wird man plötzlich arbeitslos und fällt zunächst einmal in ein tiefes Loch. Die ersten 18 Monate gehts noch, weil man ja ALG I bekommt. Die auf dem Arbeitsamt sind zwar unfreundlich und haben keine Ahnung (ich selbst war vor kurzem dort, wie sich das gehört unmittelbar nachdem ich die Kündigung bekommen hatte, und man frage mich, ob ich denn wirklich jetzt schon beraten werden möchte...bis Oktober ist ja noch sooo viel Zeit!), aber man kommt mit dem Geld aus, weil die Kinder ja aus dem Haus sind. Außerdem hat man eine kleine Abfindung bekommen, wovon man sich ein neues Auto gekauft hat. Nicht groß, aber ausreichend und neu. Natürlich ist es eine blöde Situation plötzhlich nichts mehr zu tun zu haben, aber gut, man lebt ja noch. Dann gehen die Monate ins Land, von der Arbeitsagentur kommt kaum was brauchbares und die Bewerbungen kommen, wenn überhaupt, postwendend zurück. Entweder man ist über- oder unterqualifiziert oder einfach zu alt (ich habe auch schon eine Bewerbung zurück, bei der ich offensichtlich überqualifiziert war...die kam so schnell zurück, daß denen sicher keine Zeit blieb, sie zu lesen). So langsam, nach der 50igsten Bewerbung und dem 10. Termin bei der Agentur für Arbeit mit ihren unverschämten Mitarbeitern hat man so langsam die Schnauze voll, macht aber weiter und läßt die dummen Menschen dumme Menschen sein. Dann ist man irgendwann bei der 100sten Bewerbung und hat immer noch nichts und die 18 Monate sind auch bald rum. Man wird auf das ALG II vorbereitet und informiert sich schon mal. Auto und Immobilien sind Vermögen, werden also herangezogen (was heißt: verkaufen und erstmal von dem Geld leben). Von der privaten Altersvorsorge bleibt nur bis zu einem gewissen betrag die Riesterrente. Gleiches gilt für Bausparverträge, Schmuck (!), Schenkungen der letzten 10 Jahre (!) und Teile des Hausrats (weil vielleicht nicht angemessen), also letztlich das, was man in der Vergangenheit an Existenz aufgebaut hat. Es hat was von [i]Enteignung[/i]. Und dann ist es soweit: ALG-II. 345 Euro. Das reicht zwar vorne und hinten nicht, aber man kann davon leben. Nur wie? So, daß man es einem irgendwann ansieht. Man sieht auf den ersten Blick, daß man entweder ein armer Künstler oder ein ALG-II-Empfänger sein muß, denn die gesellschaftliche Stellung ist heute an den Klamotten erkennbar. Da braucht es auch keinen Stern oder so (ich finde Vergleiche zu der Situaton der Juden 1939-45 zwar deplaziert, aber an vielen Stellen zutreffend - da ging es auch ganz langsam los und wenn man sich die Aussprüche einiger Politiker oder anderer heute anhört ahnt man, wo es hingeht). Natürlich kommt ein Afrikaner mit weniger Geld aus, aber Vergleiche lassen sich nunmal nur systemimmanent anstellen. Auf dem Amt wird die Situation immer ungemütlicher, man darf nicht mehr ohne Erlaubnis verreisen, Umzug ist ausgeschlossen, und gelegentlich kommen Vorschläge wie “Sozialempfängerheime” (wie vor einiger Zeit von einem CSUler). Daneben wird einem Faulheit und Abzocke vorgeworfen. Man selbst steckt schon in einer tiefen Depression, weil man nicht mehr gebraucht wird. Gelgentlich sticht man Spragel oder wird zum Winterdienst herangezogen - gemeinnützuige Arbeit, was vordem sozialabgabenpflichtige Beschäftigte gemacht haben. Irgendwann weiß man, warum man keinen Job bekommt: Es gibt real [url=http://www.kulturblog.de/index.php?p=1003]12,58 Millionen[/url] Arbeitslose, nur die Regierung redet die Zahlen [url=ttp://www.erwerbslosenforum.de/nachrichten/die_monatliche_schonrederei_des_arbeitsmarktes_ist_unertraglich.htm]klein[/url]. Aber man weiß immer noch nicht, wie man sein Leben vernünftig finanzieren soll. Hier mal meine Aufstellung meiner Ausgaben (alleinstehend), die ich führe, seit ich kurzarbeitete: Miete, Altersvorsorge, Versicherungen, Kleidung, Auto und sonstige Konsumausgaben sind nicht berücksichtigt: Summe (Essen, Zeitung, Stadtwerke, Telefon, Handy, Internet, Friseur, Apotheke) = ca. 450 Euro. Wo soll man also sparen? Am Essen? An den zwischenmenschlichen Bedürfnissen wie Kommunikation, mal einen Kaffee trinken gehen)? O.k., wahlweise Telefon oder Handy könnte ich noch abschaffen. Aber die ALG-II-Empfänger bekommen ja heute schon viel zu viel! Davon, wie hier mit Menschen umgegangen wird, will ich gar nicht ausführlicher reden. Es ist unmenschlich und unsozial. Den Leuten raubt man ihre Existenz und stellt sie dann möglich weit ins Abseits...aus den Augen aus dem Sinn... [quote]Ach! ich kann mich noch gut an jene Bremer Montagsdemo 2004 erinnern, als eine Rednerin den damals noch recht zahlreichen Versammelten vorlas, wie Arbeitslose nach und nach immer mehr Rechte verlieren und immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Alle standen betroffen da; alle hatten diese oder ähnliche Erfahrungen bereits gemacht, noch vor Inkrafttreten der Hartz-IV-Gesetze. Dann jedoch, als die Rednerin ihre Quelle preisgab, zuckten die meisten zusammen; und eine jüngere Autonome sagte: "Du, das find ich aber total gefährlich, was du da machst." Was aber hatte die Rednerin getan? Sie hatte ganz einfach, unter Weglassung der zeitgeschichtlichen Bezüge, aus dem ersten Band der Tagebücher von Victor Klemperer* zitiert und das Wort Juden durch Arbeitslose ersetzt. Das galt damals, vor erst 1 1/2 Jahren, noch als gar zu brisant; doch inzwischen heißt es - wie ich eben von monoma erfahren habe - sogar in der Jungen Welt: [i]’Wer dreimal Spargelstechen oder Hundekoteinsammeln verweigert, kriegt künftig keinen Cent Arbeitslosengeld mehr. Wer Gemeinde oder Landkreis verläßt, ohne sich bei seinem »Arbeitsvermittler« abzumelden, verliert all seine Ansprüche. Die Daumenschrauben werden stufenweise angezogen: Bei der zweiten »Pflichtverletzung« werden die Bezüge auf ein Drittel gekürzt, bei der dritten komplett gestrichen. Diese Bestimmungen stammen weder aus einer Dienstvorschrift des großdeutschen Reichsarbeitsdienstes noch aus George Orwells »1984«. Sie werden heute vom Deutschen Bundestag beschlossen und stehen im Entwurf zum »Gesetz zur Fortentwicklung der Grundsicherung für Arbeitsuchende«’[/i].”[/quote] [url=http://spielverderber.twoday.net/stories/2099868/]link[/url] [url=http://derwahredicki.twoday.net/stories/2065711/]noch ein link[/url] |
| archon | [QUOTE] und einen Job zu machen, der mich psychisch kaputtmacht (kann gerne ein Attest bringen, daß ich psychisch labil und nicht belastbar bin[/QUOTE] ja, aber denkst du nicht, dass z. b. ein selbständiger, der sich um alles selbst kümmern muss, der stress und ärger hat, weil er die aufgaben von 3 personen ins sich vereinen muss und diese durchziehen MUSS um existieren zu können besser dran ist? wenn da jeder sagen würde "das ist mir zu stressig, ich komm nicht mit dem oder mit dem menschen klar, oder ich hab keine führungsqualität... oder ich lass mich von kunden nicht gern blöd anreden, weil ich etwas wieder nicht geschafft habe" usw. usw. da würd ich ja gern mal leute sehen, die sich das so einfach vorstellen - die machen das ja keine 6 stunden ! man kann sich nicht nur sämtliche rosinen rauspicken... ich bin auch nicht glücklich, dass man teils so einen stress hat und muss es machen. daran, dass die firmen aus überqualifikation keinen nehmen, sind aber nicht die leute schuld die arbeiten und trotzdem wird einem das geld aus der tasche gezogen! ich bin doch im prinzip auch nur für mich verantwortlich und muss schauen, dass ICH über die runden komme - und da kommen 12.000.000 daher die erwarten, dass ich sie noch mitfinanziere... bei all dem stress... bei arbeitsplätzen die man schafft, bei praktikumsplätzen... das kanns ja wohl nicht sein ! bei sowas krieg ich einen hals, wenn dann jemand sagt, dass er/sie für etwas zu labil wäre ! aber der andere soll sich abkreppen - oder wie? :D tolle einstellung! das mit den 1 euro jobs war im prinzip ein reinfall - die arbeitslosenzahlen gingen auch nicht wirklich zurück. dennoch finde ich es gut, dass leute zumindest aufgerüttelt werden und dort antreten sollen, und eben nicht einfach nur die hand aufhalten brauchen! und wenn's nur das ist, dass sie jeden tag um 6.oo uhr am arbeitsamt sein müssen, um geld zu bekommen... das ist dann auch nicht zuviel verlangt, denn sie müssten, wenn sie denn arbeiten würden, ja auch antreten! ;) der arbeitsmarkt sollte abgaben, bzw. steuerfrei sein, dann würde sich einiges ändern, aber das wollen die da oben nicht - allso ändert sich auch nix! so einfach ist das. die einstellung "wenn ich studiert hab und einen unterbezahlten oder unterqualifizierten job hab, dann arbeite ich nicht vollgas" ist auch so eine besondere einstellung. das mag zum thema "zwangsarbeit" so sein, aber wenns um normalen job geht, dann ist das sowieso hinfällig, weils da leute gibt, die so eine einstellung nicht haben, und die nimmt ein unternehmen mit handkuss und die sind dann auch persönlich glücklich, weil sie ihren standard eben nicht so hoch schrauben und nicht solche ansprüche haben wie andere. was manche die denken "ich bin überqualifiziert" machen ist im prinzip nix anderes als ich.... dass ich sage man ist selbständig, hat unternehmen, muss es am laufen halten, muss sich gedanken machen wo man aufträge herkriegt, hat nicht einen 8 std. tag wie angestellte, sondern 16 stunden, weil man ja auch schon wieder an morgen denken muss.... und nebenbei zieht mir der staat die hälfte aus der tasche, für leute, die mich im prinzip garnicht interessieren, weil sie das system teils ausnutzen. mancher AN fühlt sich vom Arbeitgeber sagen wir mal verschaukelt und ich fühl mich vom staat verschaukelt, weil ich mich frage für was ich arbeitsplätze schaffe! damit ich 16 stunden am tag arbeiten kann und nicht nur meine 8 wie jeder angestellte und dann womöglich das selbe als lohn kriege? damit ich mir anhören muss "man sollte lehrstellen schaffen" um noch mehr stress und kosten zu haben? damit ich kostenlose praktikumsplätze schaffe? es ist so dass manche unternehmer es heute garnicht mehr packen und pleite machen (man beachte die immense zahl der pleiten - die leute sind weiss gott nicht alle selbst an sowas schuld) nochmal zu dem spargelstechen und anderen körperlichen arbeiten: wenn jetzt jemand das wort "zwangsarbeit" sagt und ein bürohengst hört z. b. "schaufeln", dann flippt der natürlich total aus! ganz klar... denn das könnte in körperliche arbeit ausarten... dabei geht man doch für viel kohle lieber ins fitnessstudio um sich dort auszuarbeiten... wenn du dann zu einem bauarbeiter sagst "hier hast du schaufel..." ....na, dann fängt der halt an zu graben! das ist eben ein unterschied - manche bezeichnen das als "überqualifiziert" ...die gegenseite sagt dazu "manche sind sich zu schön um körperlich zu arbeiten" ...denn sie waren ja nur ständig in der schule gesessen und wissen garnicht wirklich was z. b. körperlich arbeiten bedeutet... bzw. sie wissen es schon, aber geben es lieber ans "dümmere fussvolk" weiter... und wenn solche studierten leute dann so tun, als ob ihnen das "fussvolk" in der bevölkerung ach ja so wichtig wäre... dann kann ich mich damit absolut so garnicht identifizieren. sie wollen schon einen tollen job haben, aber abkreppen können sich andere... sei es durch körperliche arbeit, stress, druck... das ist eine hammer einstellung - sorry... aber totale rosinenpicker sind hier echt fehl am platz... und oft ists halt so, dass genau die nur rumhocken und die hand aufhalten... anstatt wenigstens mal bissl was zu tun. andere MÜSSEN auch das los ziehen um das zu erwirtschaften, was andere dann auf die hand gelegt kriegen ! das kanns nicht sein ! ne! [QUOTE]Und ich sags nochmal, es ist für mache Leute einfach utopisch, wie man von 300 Euro im Monat leben kann[/QUOTE] das ist sinn und zweck der sache ! wenn ich morgen 1500 vom staat auf die kralle kriege, dann tu ich auch nix mehr und häng meinen job an den nagel... sollen sich doch andere abkreppen und arbeitsplätze schaffen bis ihnen die finger krachen.... ich weiss, dass man bei 2 leuten mit 345 über die runden kommt - man kann keine grossen sprünge machen, aber es reicht! es ist sogar soviel, dass manche es sich noch leisten können zu rauchen wie ein schlot... mit dem auto in der gegend spazieren zu fahren... usw. usw. ! da braucht mir keiner was erzählen... ausser vielleicht man ist allein lebend in einem ballungszentrum wie berlin... zu zweit kommt man leicht über die runde! im prinzip noch zu leicht! ;) [QUOTE]Habe im Fernsehn mal eine Doku (von der ARD) gesehen: Ein Tag auf dem Arbeitsamt, oder so ähnlich.[/QUOTE] da muss man sehr vorsichtig damit sein - sicher ist es realität, was da gezeigt wird, aber es ist eben nur EINE sichtweise. nicht bei jedem ists so wie da gezeigt. [QUOTE]Auf dem Amt wird die Situation immer ungemütlicher, man darf nicht mehr ohne Erlaubnis verreisen, Umzug ist ausgeschlossen,[/QUOTE] ja, das ist wie wenn du zur bundeswehr musst.... da musst du auch melden... und ? wo liegt das problem... wenn du eh kein geld hast, wohin willst du dann gross verreisen... es sei denn du hast soviel, dass es dazu auch noch reicht... na toll ! und andere zahlen dafür und fahren selbst dafür nicht in urlaub oder zur tante nach köln! wo kommt das geld denn bitte her, das du kriegst? man denke mal daran! ;) [QUOTE]aber z.zt schleicht sich ja auch jeder aus den gesetzlichen kk und wandert ab, in die privaten, was letztlich zu einem zweiklassensystem führt: die, die sidch privat versichern 'dürfen' und die, die sich nur gesetzlich versichern können, weil die beiträge der privaten unbezahlbar wären.[/QUOTE] es ist trotzdem nicht gerecht, dass wenn man selbst einzahlt man auch noch selbst drauflegen muss, nur weil es nicht reicht, weil gelder verschwendet werden! das kanns nicht sein und ich bin dagegen, dass das so ist! ich arbeite nicht NUR für andere und ich erwarte nicht, dass ein anderer für mich arbeitet - punkt ! wenn man mal 50% selbst zuzahlen muss, dann kann man sich auch gleich privat versichern, das stimmt! es soll nur zeigen, dass nicht jeder mit dem system einverstanden ist, weils nicht wirklich gerecht ist! der eine bemüht sich mit schnupfen in die arbeit, um seinen job nicht zu verlieren oder zu halten, der andere lässt sich 3 wochen krank schreiben... echt toll ! das nenn ich gerechtigkeit und "sozial" [QUOTE]Natürlich kommt ein Afrikaner mit weniger Geld aus, aber Vergleiche lassen sich nunmal nur systemimmanent anstellen.[/QUOTE] ja, der lebt auch... seine existenz ist gesichert. das ist wie früher in der steinzeit.... wer nicht jagen konnte, der kriegte die reste von der beute, musste sich damit begnügen. das nannte sich damals auslese... so lange man sich zur beute schleppen konnte, war auch alles in ordnung. auf heutige sicht übertragen wäre das so, dass dieser jemand noch erwartet, dass ihn 3 mann in einem "superschlitten", mit angebotener zigarre zur beute bringen.... und dann noch ein zirkuszelt für ihn aufbauen und das womöglich noch möblieren, damit mans auch schön kuschelig hat... jetzt mal sehr grob gesagt! ;) dann das mit dem 50 jährigen der ein haus hat und es mit hartz4 verliert - wenn dieser jemand NICHT arbeiten WILL, dann ist das gerechtfertigt ! dennoch ist hier auch handlungsbedarf angesagt - die regelung an und für sich so pauschal ist eigentlich bockmist ! da muss ich zustimmen! auf der anderen seite muss man wieder die leute sehen, die ja für diesen jemand arbeiten, damit der über die runden kommt... und das obwohl er haus und auto und was weiss ich was hat, das sich der arbeitende vielleicht nicht leisten kann, weil er eben was abgeben muss - es muss halt gerecht sein! |
| LaChatte | [QUOTE]das ist sinn und zweck der sache ! wenn ich morgen 1500 vom staat auf die kralle kriege, dann tu ich auch nix mehr und häng meinen job an den nagel... sollen sich doch andere abkreppen und arbeitsplätze schaffen bis ihnen die finger krachen.... [/QUOTE] Das glaube ich nicht. Menschen fühlen sich nur dann wohl, wenn sie auch etwas Sinnvolles zu tun haben, und mit entsprechendem finanziellen Rückhalt würden sich wohl sehr viele ehrenamtlich engagieren, was schliesslich auch der Gesellschaft etwas bringt. Es ist ja auch so, dass viele bezahlte Arbeiten heute weder sinnvoll noch interessant noch sonst etwas sind, und ich habe volles Verständnis für alle, die eine SOLCHE Arbeit nicht machen wollen. Brauchen wir denn wirklich Handyklingeltonverkäufer? ich denke, nein. Und die meisten Menschen, die ich kenne, arbeiten gern oder sogar sehr gern... und würden auch dann weiter arbeiten, wenn sie es aus finanziellen Gründen nicht mehr müssten. |
| archon | [QUOTE]Das glaube ich nicht. Menschen fühlen sich nur dann wohl, wenn sie auch etwas Sinnvolles zu tun haben, [/QUOTE] falsch ! :D das vergiss mal schnell wieder ! wenn ich nicht arbeiten muss und trotzdem das geld kriege, dann ist das wie freizeit... klar... die kann man auch mit tollen arbeiten kombinieren... die man nebenbei mal gerne macht... :D aber "arbeit" ist heutzutage gekoppelt mit geld ! ansonsten nennt man das freizeit ! und für manche wäre es dann halt freizeit mit geldeinnahme... oder sowas wie eine grosszügige schenkung.... *g* ;) |
| Apex | [QUOTE]und für manche wäre es dann halt freizeit mit geldeinnahme... oder sowas wie eine grosszügige schenkung.... *g* [/QUOTE] Ich könnt grad kotzen, ich persönlich kenne keinen Einzigen der diese "Freizeit" nicht sofort gegen einen bezahlten, sicheren Arbeitsplatz eingetauscht hätten und in meinem Freundeskreis waren viele nach ihrer Lehre arbeitslos und schrieben massenhaft Bewerbungen ohne Ergebnis. Diese Leute sind beinahe verzweifelt, weil man ihnen jedesmal gesagt hat, dass sie der letzte Dreck sind. Aber klar, es ist ja soviel einfacher auf den Schwächsten rumzuhacken... [QUOTE]wenn dann jemand sagt, dass er/sie für etwas zu labil wäre ![/QUOTE] Ja was sollen denn Leute machen, die nicht belastbar sind? Sich nen Strick nehmen, damit sie dir net mehr auf der Tasche liegen? Tja, das wars dann mit der Solidargemeinschaft. Ich persönlich hatte mir überlegt mich für die 3 Monate Übergangszeit zwischen Abitur und Studium wieder arbeitslos zu melden, weil die Krankenversicherung will ja bezahlt sein etc. Aber ich habe mich dagegen entschlossen, weil ich nicht einsehe, dass ich mich und meine Eltern finanziell durchleuchten lassen muss, ohne dann später etwas davon zu haben und mich dabei dann noch schikanieren zu lassen. Da berappe ich doch lieber die 120 Euro im Monat und versichere mich freiwillig für die Zeit, als dass ich zulasse, dass diese Amtsidioten auf meiner Würde rumtrampeln. Fakt ist schlicht und einfach, dass wir zu wenig Stellen in Deutschland frei haben um alle Arbeitslosen unterzubringen. Die paar tausend, die vielleicht nicht arbeiten wollen fallen da gar nicht ins Gewicht, es wären sowieso keine Stellen für sie frei. |
| archon | [QUOTE]Fakt ist schlicht und einfach, dass wir zu wenig Stellen in Deutschland frei haben um alle Arbeitslosen unterzubringen.[/QUOTE] ja, und einen grossteil davon hat man dem staat zu verdanken - sicher wird auch durch maschinen arbeitskraft ersetzt, aber es sind nach wie vor stellen da, die nur nicht ausgegeben werden KÖNNEN, weil man sich an abgaben dumm und dusselig zahlt ! nimm mal an du bist selbständig, was weiss ich ... als friseur ... und weil du einen helfer brauchst willst du dir einen einstellen... deine auftragslage ist aber noch nicht so toll.. auch deshalb weil die leute aus arbeitsmarktgründen und wegen der daraus resultierenden konjunkturschwäche wenig geld ausgeben. die aufträge reichen grade mal so, dass du selbst über die runden kommst.... wo also bitte dann noch das geld für abgaben an den staat hernehmen? einkommensteuer wird dann auch fällig... es schafft einfach keiner arbeitsplätze zu schaffen oder zu erhalten ! bei den bedingungen! arbeit wäre da! ich könnte morgen sorfort 1 mann oder gar 2 mehr einstellen, aber ich kanns mir nicht leisten, selbst wenn die arbeit da ist. [QUOTE]Ich könnt grad kotzen, ich persönlich kenne keinen Einzigen der diese "Freizeit" nicht sofort gegen einen bezahlten, sicheren Arbeitsplatz eingetauscht hätten[/QUOTE] das ist mir schon klar - ich sag ja auch garnix ! es ging da in dem beispiel darum, dass gesagt wurde, dass man sozusagen aus "langeweile" arbeiten würde... weil man ohne arbeit nicht auskommt. das ist falsch - weils hier nicht arbeit wäre, sondern bezahlte freizeit... in dem beispiel mit den 1500 euro. bitte nicht alles gleich immer auf sich selbst beziehen - ich weiss sehr wohl, dass viele leute suchen und ich weiss sehr wohl, dass viele unternehmer immer noch einstellen würden, wenn sie könnten und wenn es *rentabel* ist. ist es aber heutzutage nicht, dank der hohen abgaben. die wirtschaft muss ja dabei auch auf die füsse kommen... hilft ja nix wenn ich einstelle und kein käufer gibt genug geld aus, das ich meinem mitarbeiter zahlen kann! wobei wir wieder bei der mehrwertsteuererhöhung wären, wo die leute dann noch weniger kaufen! ;) oder versuch mal heute als freischaffender künstler was zu machen... da hast fast keine chance... weil keiner kohle für kunst auf der seite hat... wenns kaum für einen selbst zum "luxus" reicht. [QUOTE]Ja was sollen denn Leute machen, die nicht belastbar sind? Sich nen Strick nehmen, damit sie dir net mehr auf der Tasche liegen[/QUOTE] was soll ich denn tun, wenn ich eigentlich nicht wirklich belastbar bin, und einem ständig 1000 sachen im kopf umgehen? soll man das unternehmen zumachen? arbeitslos melden, damit die die arbeiten mich auch noch mitfinanzieren müssen? das ist ja auch keine lösung! manche träumen echt vom TRAUMJOB schlechthin.... in dem alles auf einen ausgelegt ist.... das kann man VERGESSEN und zwar ganz schnell. man hat immer irgendwo ärger am hals... ich kann deshalb auch nicht den kopf in den sand stecken.... ich muss damit leben. ich war auch schon mal beim arzt und der hat mir stress "diagnostiziert" - es gibt nix im leben für umsonst..... ausser den tod ! |
| LaChatte | [QUOTE]aber "arbeit" ist heutzutage gekoppelt mit geld ! [/QUOTE] Dann ist also zum Beispiel Kindererziehen keine Arbeit? Und Putzen ist nur dann eine Arbeit, wenn man jemanden dafür einstellt, aber nicht, wenn mans selbst macht? :rolleyes: [QUOTE]ansonsten nennt man das freizeit ! [/QUOTE] Ich find nur schon die Wortwahl ziemlich traurig - wenn man als Angestellter sich nicht in der Freizeit befindet, dann wohl in der "Gefangenzeit", oder wie muss ich das sehen? (hm, mir kams allzu oft so vor...) [QUOTE]Fakt ist schlicht und einfach, dass wir zu wenig Stellen in Deutschland frei haben um alle Arbeitslosen unterzubringen. [/QUOTE] Fakt ist aber auch, dass es mehr als genug sinnvolle Arbeit gäbe für alle - nur wird die leider nicht bezahlt. :confused: |
| archon | [QUOTE]Dann ist also zum Beispiel Kindererziehen keine Arbeit? Und Putzen ist nur dann eine Arbeit, wenn man jemanden dafür einstellt, aber nicht, wenn mans selbst macht?[/QUOTE] richtig ! Kindererziehen ist eine pflicht, die man zu hause auch macht wenn man nix dafür kriegt! *lach* :D hin und wieder kann das schon in richtung arbeit ausarten... z. B. im kindergarten wenn du auf 20 gleichzeitig aufpassen sollst und sie nicht deine eigenen kinder sind! da kriegt man meist dann aber auch was dafür! ;) beim putzen ists das selbe... für sich selbst bzw. den hausgebrauch macht mans aus hygienischen gründen um nicht irgendwann an der pest zu erkranken und bis zu den knien im dreck rumzuwaten! *lach* :D wenn du dann aber den ganzen gebäudekomplex von SIEMENS putzen musst, dann artet das durchaus in nicht private arbeit aus... für die man ja ebenfalls wiederum was kriegt! und auch diese arbeit muss gemacht werden, denn SIEMENS will ja nicht pestopfer heranzüchten... oder sowas... war der gut? ;) hausfrau ist im prinzip auch eine arbeit, nur dass sich die halt ausschliesslich auf den privaten bereich erstreckt, es viele tätigkeiten umfasst und die leistung innerhalb der familie bleibt, für gemeinnützigen privaten zweck. ;) |
| LaChatte | [QUOTE]was soll ich denn tun, wenn ich eigentlich nicht wirklich belastbar bin, und einem ständig 1000 sachen im kopf umgehen? soll man das unternehmen zumachen? arbeitslos melden, damit die die arbeiten mich auch noch mitfinanzieren müssen? das ist ja auch keine lösung! [/QUOTE] Du kannst durchaus weiter arbeiten bis zum Burnout, und dann mal ein oder zwei Jahre lang auf Kosten der Krankenkasse wieder aufgepäppelt werden, oder dir sonst eine stressbedingte Krankheit "erarbeiten", die garantiert so ab dem vierzigsten oder fünfzigsten Lebensjahr Unsummen verschlingen wird... Auf Krankenkassenzahlers Kosten, natürlich. Wenn jemand nicht belastbar ist, soll er/sie sich nicht belasten, sondern für sich sorgen. Alles andere ist Unsinn, auf allen Ebenen. [QUOTE]manche träumen echt vom TRAUMJOB schlechthin.... in dem alles auf einen ausgelegt ist.... das kann man VERGESSEN und zwar ganz schnell.[/QUOTE] Wenn du nicht daran glaubst, mal deine Träume realisieren zu können, so ist das deine Sache. Meine ist es nicht. Ich bin daran, meinen Traum zu realisieren (und mir ist auch bewusst, dass es immer eher unangenehme Dinge wie Steuererklärungen dabei zu erledigen gibt), aber ich bin nicht mehr bereit, gewisse Kompromisse zu machen. Ich habe sie lange gemacht, jetzt reicht es. [QUOTE]Kindererziehen ist eine pflicht, die man zu hause auch macht wenn man nix dafür kriegt! *lach* hin und wieder kann das schon in richtung arbeit ausarten... [/QUOTE] Nur schon bei einem einzigen Kind ist es kein Zuckerschlecken, wie ich bei meinen Kolleginnen beobachte, die Kinder haben. Vor allem in der Kleinkindphase kommen viele kaum zu ein paar Stunden Schlaf am Stück. Und auch als Unternehmer mit langen Arbeitszeiten ist es doch eher selten, nachts um drei aus dem Bett geholt zu werden... Mütter und Väter machen das ständig, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. [QUOTE]wenn du dann aber den ganzen gebäudekomplex von SIEMENS putzen musst, dann artet das durchaus in nicht private arbeit aus... [/QUOTE] ich dachte eher an den häuslichen Bereich, wo man die Wahl hat, entweder selbst zu putzen, oder aber jemanden anzustellen, der putzt - und dafür auch bezahlt wird. "Arbeit = das, wofür man Geld bekommt" geht nicht auf. Wenn du nur genug Geld in der Bank hast, so musst du auch nicht dafür arbeiten, dass es mehr wird... das kannst du getrost in die Hände deines Bankfachmanns deines Vertrauens legen. [QUOTE]hausfrau ist im prinzip auch eine arbeit, nur dass sich die halt ausschliesslich auf den privaten bereich erstreckt, es viele tätigkeiten umfasst und die leistung innerhalb der familie bleibt, für gemeinnützigen privaten zweck. [/QUOTE] Die Leistung, Kinder zu erziehen, bleibt durchaus nicht im privaten Bereich - auch wenn sich gute Erziehung eher dadurch auszeichnet, dem Staat eine Menge Geld zu sparen, wenn die Kids dereinst nicht ständig im Gefängnis (auf Steuerzahlerkosten) sind oder Fürsorge (auf Steuerzahlerkosten) beantragen. Wenn man das mal rechnet, so ist Erziehungsarbeit auch finanziell extrem wertvoll. |
| archon | achtung, dass man sich hier im thread nicht all zu weit von dem thema hartz4 entfernt - darum gehts ja in erster linie ! [QUOTE]Du kannst durchaus weiter arbeiten bis zum Burnout, und dann mal ein oder zwei Jahre lang auf Kosten der Krankenkasse wieder aufgepäppelt werden, oder dir sonst eine stressbedingte Krankheit "erarbeiten", die garantiert so ab dem vierzigsten oder fünfzigsten Lebensjahr Unsummen verschlingen wird... Auf Krankenkassenzahlers Kosten, natürlich.[/QUOTE] ja, da reden wir dann weiter, wenns mal soweit ist bzw. je soweit kommen sollte! es geht mir darum, dass viele es sich heutzutage einfach viel zu leicht machen. alles was einem nicht ganz in den kram passt ist nix.... das ist für sich schon in ordnung, aber EBEN NICHT, wenn man anderen damit zur last fällt! das genau ist aber bei einigen die ALG kriegen halt der fall. ich wiederhole - einige, nicht alle! es ist keine lösung einfach alle viere von sich zu strecken, nur weil einem irgendwas nicht ganz in den kram passt, oder vorher schon zu resignieren! ich wäre auch gern so reich wie Bill Gates und streck deswegen nicht alle viere von mir. hier bei uns in deutschland hat man doch noch einiges in der hand! und man kann einiges tun! und das gejammere, dass man wirklich garkeine lehrstelle kriegt oder garnkeinen job ist oft auch unbegründet! ich hab für einen bekannten, aus der hauptschule, mit nicht mal gutem zeugnis aus hilfsbereitschaft versucht einen job hier in der nähe zu kriegen! er hatte vorher schon einen job, den er nach 1 jahr lehre hingeschmissen hat... aus dem grund, weil die ausbildung recht weit vom schuss war und es durch dummheit zu einem kleinkrieg mit anderen auszubildenden kam! okay, dachte ich mir, hilfst dem jungen! gesagt, getan... internet... jobbörse... zwei jobs gefunden... gastronomiebereich, koch, entfernung ca. 20 km bis zum arbeitsplatz... äh... zugverbindung vorhanden, kurze strecke musste mit fahrrad oder auto zurückgelegt werden. probearbeiten war angesagt und die haben den burschen genommen! ja, aber nur drei tage, denn dann hatte er auf einmal keinen bock mehr... keinen bock da hin zu fahren und bei bedarf dort zu übernachten, es war ein zimmer für ihn da, er hätte aber auch wenns ihm lieber ist nach hause fahren können... bei 20 km mit nicht mal schlechter zugverbindung! ende vom lied... als er arbeiten sollte nicht angetreten... hatte keinen bock! ich zog langes gesicht, als ich es erfahren habe. okay, einen versuch wars wert. vater von ihm hat einen anderen job gefunden, grössere schulische lehrwerkstätte mit ausbildungsmöglichkeit, in der nähe. ende vom lied... sie haben angedroht, dass er gehen muss, weil er teils nicht angetreten ist.... sie sagten er bekommt dort ein zimmer für übernachtung und er MUSS dort übernachten, weil es einfach nicht mehr ging... wenn jemand ständig um die häuser zieht und dann nicht zur arbeit antreten kann! da frage ich mich auch! lehrjahre sind keine herrenjahre!!! ich musste in die berufsschule über 80 km pendeln, nach münchen .. ich hatte wochenlang überbetriebliche ausbildung... über 100 km weit weg... übernachtung im schülerheim, am freitag nachmittag mit bahn heim, am sonntag mittag wieder los um am montag antreten zu können. nach der gesellenzeit 2 jahre fulltime meisterschule und techniker, mit täglichem pendeln per bahn von 80 km ! 6.oo uhr früh nach münchen und um 19.30 abends wieder zu hause angekommen... dann lernen für die prüfungen am nächsten tag oder an den wochenenden... also manche machen es sich da schon sehr leicht! ich sehe auch nicht ein, warum ich für jemanden auch nur einen cent abzweigen soll, der sich dann zu schön ist 20 km zu fahren, ein zimmer gestellt bekommt... wo leute auch nachfragen, was mit ihm ist, warum er nicht kommt usw. für solche leute ist es echt sinnlos noch weiter zu sprechen, jobs zu suchen, weil da ist der 20. job den man ihnen anbietet auch nix ! das kann einen schon bissl auf die palme bringen... und das bei leuten, die noch jung und dynamisch sind. |
| rainraven | archon, du kennst mich ja ein bißchen, du weißt vielleicht, daß ich nicht einer dieser jungen Menschen bin, die die Füße auf den Tisch legen und Geld einsacken wollen...Ich hab auch schon eine Psychotherapie hinter mir und es ging mir deutlich besser, als ich wieder einen Job hatte (soviel zum Thema, Leute würden nicht arbeiten wollen, wenn sie stattdessen Sozialhilfe einsacken können), aber das ist nun einer, wo man mich schätzt und gern hat, wie ich bin und wo ich nicht wegen einem Fehler schon fast körperlich mißhandelt und nicht wieder beleidigt werde. Es gab auch Jobs, wo ich jeden Abend heulend heimkam und mich wirklich umbringen wollte, obwohl ich gedacht hatte, aus dieser "Phase" sei ich seit meiner Pubertät raus... Vielleicht hätte ich es wirklich getan und wäre somit dem Sozialsystem nicht mehr auf der Tasche gelegen. Bin mir sicher, daß es Leute gibt, die so verzweifelt sind, daß sie tatsächlich so weit gehen. Und da spricht dann keiner mehr von "die sollen sich nicht so anstellen, man kann alles arbeiten, wenn man nur will."... Und um wieder zum Thema zurückzukommen, es ist manchmal schon absurd, daß einige Leute praktisch vom Amt gezwungen werden, ihr Haus, Auto und ihren Schmuck zu verkaufen, ich das aber gerade NICHT tun durfte, ich hab schon ends die Probleme gehabt wegen meinen sporadischen Secondhand-Ebay-Verkäufen. Ich hätte GAR NICHTS veräußern dürfen, was mir Geld bringt, wenn es nach dem Hartz-4-Fuzzi vom AA gegangen wäre. |
| LaChatte | [QUOTE]ja, da reden wir dann weiter, wenns mal soweit ist bzw. je soweit kommen sollte![/QUOTE] vorsorgen ist besser als nachsorgen - gilt überall. [QUOTE]und das gejammere, dass man wirklich garkeine lehrstelle kriegt oder garnkeinen job ist oft auch unbegründet! [/QUOTE] Ich habe lange in einer Stellenvermittlung gearbeitet, und da kamen viele von denen vorbei, die keine Lehrstelle bekamen - viele konnten kaum rechnen und schreiben und haben ein chancenloses Leben vor sich, deprimierend. Und auch für eine einfache Arbeit waren sie kaum je geeignet, das sind junge Menschen, die sich nur noch so durchs Leben schleppen und wo schon in der Kindheit viel verpasst wurde - das sind tragische Geschichten. und von "dynamisch" ist da gar nichts los. [QUOTE]ich musste in die berufsschule über 80 km pendeln, nach münchen .. ich hatte wochenlang überbetriebliche ausbildung... über 100 km weit weg... übernachtung im schülerheim, am freitag nachmittag mit bahn heim, am sonntag mittag wieder los um am montag antreten zu können. [/QUOTE] muss ich dir jetzt auf die Schulter klopfen? Wenn du für dich denkst, dass es diese Plackerei wert ist, gut - für mich wärs nichts. [QUOTE]für solche leute ist es echt sinnlos noch weiter zu sprechen, jobs zu suchen, weil da ist der 20. job den man ihnen anbietet auch nix ![/QUOTE] Das mag ja daran liegen, dass sie nicht einen Job brauchen, sondern etwas anderes... vielleicht so etwas Einfaches wie Respekt vor ihrer Menschenwürde, das wär doch ein guter Anfang. |
| archon | [QUOTE]archon, du kennst mich ja ein bißchen, du weißt vielleicht, daß ich nicht einer dieser jungen Menschen bin, die die Füße auf den Tisch legen und Geld einsacken wollen..[/QUOTE] das hab ich doch so auch nie behauptet - oder? ;) du hast doch einen job, und so lange du damit einigermassen glücklich bist, ist doch alles okay... jeder der sich bemüht und nicht anderen zur last fällt sondern eben dafür sorgt, auf seinen eigenen beinen zu stehen, gegen den hat eh keiner was auszusetzen. es ging mir hier nur um die einstellung, die so manche haben ...eben mit dem labil sein.... das labil sein beginnt bei vielen eben schon in der lehre.... da ist es wichtiger mit freunden um die häuser zu ziehen, sich dann womöglich noch mit was zu brüsten, einen kleinkrieg anzufangen usw. ...aber die fahrt zur ausbildungsstelle und den inneren schweinehund (den wohl jeder hat) zu überwinden, das wäre dann plötzlich zuviel verlangt ! *lach* ich meine... die meisten der leute heute haben stress... weil einfach das ganze system enorm unter druck steht und es immer irgendwo überdruck gibt! ich hab ja schon mal erwähnt, dass das, wenn wirtschaflich alles boomt, nicht so sein müsste... dass man dann den mitarbeitern auch mehr freiraum gönnen kann usw. ...aber es ist heute einfach nicht möglich, weil die bedingungen dafür nicht passen. ich hasse selbst stress wie die pest und hab ihn trotzdem am hals... lässt sich nicht vermeiden. okay, mir gehts nicht schlecht, aber das hat man sich zum grössten teil auch selbst zu verdanken, dafür dass man den stress eben auf sich nimmt... nehmen muss. irgendwo hier im forum las ich mal was wo eine lady schrieb: "wo sind denn die ganzen freiberufler, die putzfrauen und die leute die auf ebay verkaufen usw." das fiel mir jetzt wieder ein, weil ich dein aussage, Rainraven, über ebay las. weisst du, manche leute melden ein gewerbe an - das kostet und du bist beim finanzamt gemeldet und zahlst steuern, für arbeitsleistung oder verkaufte ware... das was du verdienst ist einkommensteuerpflichtig, äh... bis 25% drückst du da an den staat dafür ab, wenn ich richtig informiert bin. ähnlich beim unternehmer... nur dass der ja noch andere steuern zahlt, wie eben die lohnnebenkosten... dann gibts leute, die denken sich "ach, scheiss.... ich verkaufe ja privat auf ebay" :D die melden das auch nicht als gewerbe und dann setzt sich so eine lady zu hause hin und näht tolle kostüme und verkauft davon 20 stück im monat für über 200 euro auf ebay! soweit so gut! normal wäre das steuerpflichtig, weil einnahme! das ist wie beim unternehmer! im prinzip ist das steuerhinterziehung! ganz klar dass das arbeitsamt dann sagt, wenn sie ALG beziehen, dann dürfen sie keine einnahmen aus ebay haben - oder die wären eben steuerpflichtig und du musst vorher ein gewerbe anmelden, wenn du da ständig als shop verkaufen willst... ;) wie bist du denn überhaupt auf ebay mit denen zu sprechen gekommen - das würde mich mal interssieren... haben sie dich gefragt, oder hast du es nebenbei mal erwähnt... ? [QUOTE]das sind junge Menschen, die sich nur noch so durchs Leben schleppen und wo schon in der Kindheit viel verpasst wurde - das sind tragische Geschichten. und von "dynamisch" ist da gar nichts los. [/QUOTE] ja, das ist teils so weil die leute in der hautschule z. b. garnicht wirklich zum lernen kommen, weil ausländer nicht deutsch sprechen, da zeit geopfert werden muss usw. ! hab ich im ausländer thread schon angesprochen! da passt von unten rauf schon garnix... auch schlechtes elternhaus, usw... da ist auch der staat gefordert ! und zwar ganz dringend, dass die hauptschüler nicht absacken, vor lauter ausländern! zur not müssen leute mit schlechtem elternhaus, wo sich keiner zeit für hausaufgabenkontrolle nimmt usw. nachmittags schulisch betreut werden... ganztagsschule.... ist ja auch in politik schon mal angesprochen worden. diese probleme könnte man schon lösen. [QUOTE]muss ich dir jetzt auf die Schulter klopfen? Wenn du für dich denkst, dass es diese Plackerei wert ist, gut - für mich wärs nichts. [/QUOTE] ne, aber du musst dich nicht wundern, wenns einigen leuten dann letztendlich besser geht wie dir selbst oder jemandem anderen! ;) denn die haben sich durch solche "strapazen" einfach etwas mehr verdient und sind damit evtl. etwas weiter gekommen als manch anderer... ist ja auch gerecht... leistung soll ja belohnt werden! ;) [QUOTE]Das mag ja daran liegen, dass sie nicht einen Job brauchen, sondern etwas anderes... vielleicht so etwas Einfaches wie Respekt vor ihrer Menschenwürde, das wär doch ein guter Anfang.[/QUOTE] respekt in der gesellschaft muss man sich erarbeiten, den bekommt man nicht zugeworfen! :D und menschenwürde.... wenn ich sehe wie manche sich aufführen, dann ist das auch mitmenschen-unwürdig! :D manche leute brauchen vielleicht auch einfach nur mal eine starke hand... auch mal eine die ausrutscht wenn sie mist bauen.... einen vater der ihnen die leviten liest, wenn sie in der schule nix tun wollen und mit 13 schon rauchen und alkopops einschmeissen biss sie umkippen... kurz es scheitert oft an der erziehung von zu hause aus... da nimmt alles seinen lauf... hängt aber auch wieder teils mit staatlichen umständen zusammen, die nicht unlösbar wären! ;) aber wir weichen schon wieder vom thema ab... hartz4 ist ja das thema. |
| LaChatte | [QUOTE]ich meine... die meisten der leute heute haben stress... weil einfach das ganze system enorm unter druck steht und es immer irgendwo überdruck gibt! ich hab ja schon mal erwähnt, dass das, wenn wirtschaflich alles boomt, nicht so sein müsste... dass man dann den mitarbeitern auch mehr freiraum gönnen kann usw. [/QUOTE] Ich denke eher, dass in einer boomenden Wirtschaft alle ständig Überstunden leisten müssen....;) [QUOTE]da ist auch der staat gefordert ! und zwar ganz dringend, dass die hauptschüler nicht absacken, vor lauter ausländern! [/QUOTE] Ausländer sind auch Menschen, und wir brauchen auch Ausländer. Ich bin schliesslich auch froh, dass ich als Ausländerin in einem ausländischen Land leben darf. [QUOTE]ne, aber du musst dich nicht wundern, wenns einigen leuten dann letztendlich besser geht wie dir selbst oder jemandem anderen! denn die haben sich durch solche "strapazen" einfach etwas mehr verdient und sind damit evtl. etwas weiter gekommen als manch anderer... ist ja auch gerecht... leistung soll ja belohnt werden! [/QUOTE] Mir gehts hervorragend. :) Ich habe zwar wenig Geld, aber ich bin reich. Ich habe alles, was ich zum Leben brauche, und sogar etwas mehr, ich habe viel Zeit, ich habe ein Jahresabo im Schwimmbad, ich habe viele gute Bücher, ich habe Menschen, die mich lieben, ich bin daran, meine Träume zu verwirklichen... was will man mehr? [QUOTE]respekt in der gesellschaft muss man sich erarbeiten, den bekommt man nicht zugeworfen! und menschenwürde.... wenn ich sehe wie manche sich aufführen, dann ist das auch mitmenschen-unwürdig! [/QUOTE] Das Prinzip der Menschenwürde besteht eben gerade darin, dass sie nicht vom Verhalten abhängig ist. Und so wie du die Menschen behandelst, so werden sie. Behandele Menschen respektvoll, so werden sie auch dir Respekt entgegen bringen. Es ist ja wirklich nicht nötig, sich immer dem tiefsten Niveau anzupassen... [QUOTE] manche leute brauchen vielleicht auch einfach nur mal eine starke hand... auch mal eine die ausrutscht wenn sie mist bauen.... einen vater der ihnen die leviten liest, wenn sie in der schule nix tun wollen und mit 13 schon rauchen und alkopops einschmeissen biss sie umkippen...[/QUOTE] Jene, die eine "scheiss-egal"-Laune haben, dürften in der Regel eher mehr Gewalt in der Familie erlebt haben als jene, die studieren und einen gutbezahlten Beruf ergreifen. Jene Familien, wo Respekt voreinander leben, werden auch Kinder haben, die andere Menschen achten und eben keinen Mist bauen, solche Kinder, die es nicht schon mit dreizehn Jahren nötig haben, sich zuzudröhnen, weil sie die Welt nicht mehr aushalten. Zugedröhnt tun Schläge weniger weh. |
| archon | [QUOTE]Ich denke eher, dass in einer boomenden Wirtschaft alle ständig Überstunden leisten müssen.[/QUOTE] die muss ja ned einer allein "abradeln" ...es gibt ja immer noch für nicht egoisten das prinzip der arbeitsteilung! ;) [QUOTE]Ausländer sind auch Menschen, und wir brauchen auch Ausländer[/QUOTE] ja, in maßen... aber nicht in massen! und vor allem welche die fleissig arbeiten! das ist das wichtigste.... alle anderen brauchen wir NICHT ! so siehts aus. :D ;) [QUOTE]Mir gehts hervorragend.[/QUOTE] [QUOTE]Ich habe zwar wenig Geld, aber ich bin reich. Ich habe alles, was ich zum Leben brauche, und sogar etwas mehr, ich habe viel Zeit, ich habe ein Jahresabo im Schwimmbad, ich habe viele gute Bücher, ich habe Menschen, die mich lieben, ich bin daran, meine Träume zu verwirklichen... was will man mehr?[/QUOTE] na, vielleicht kannst du ja den leuten dann einen tipp geben, wie man mit null aufwand total "reich" wird und sich alles leisten kann - die leute hier sind sicher schon sehr gespannt und heiss darauf deine geschichte zu hören - dann erzähl mal... aber bitte in einem neuen thread.... denn das ist nicht thema hier ;) |
| LaChatte | [QUOTE]ja, in maßen... aber nicht in massen! und vor allem welche die fleissig arbeiten! das ist das wichtigste.... alle anderen brauchen wir NICHT ! so siehts aus. [/QUOTE] Ich hoffe, du erkennst auch, dass wir auf einer kleinen Welt leben, und dass das Denken in Nationalstaatengrenzen uns nicht wirklich weiterbringt. Ausserdem sind es heute die Ausländer, die das staatliche Gebot "seid fruchtbar und vermehret euch" noch als Einzige befolgen, die Deutschen tuns nicht mehr... obwohl mir noch nicht ganz klar wurde, warum eine überbevölkerte Welt noch so viele neue Menschen braucht. [QUOTE]na, vielleicht kannst du ja den leuten dann einen tipp geben, wie man mit null aufwand total "reich" wird und sich alles leisten kann - [/QUOTE] Ich kann mir nicht alles leisten - zum Beispiel hab ich kein Auto, und das letzte Mal Urlaub im Ausland ist auch schon mehrere Jahre zurück, und mein Kleiderschrank ist recht bescheiden, die meisten meiner Möbel Second-hand. Reichtum ist eben nicht in erster Linie eine Sache des Geldes, sondern es ist eine Sache des inneren Reichtums. Reich ist, wer sich reich fühlt. Und um diesen inneren Reichtum zu haben, braucht es in erster Linie eine gute Bildung... und das ist etwas, was spätestens bei den Dreijährigen beginnen muss. Kleinen Knirpsen die Freude am Lernen beizubringen, ist langfristig einer der besten Voraussetzungen, in ein paar Jahren keine Probleme mehr mit Arbeitslosigkeit zu haben. Die heutige Geiz-ist-geil-Politik hingegen trifft vor allem die Ehrlichen, macht sie wütend, depressiv und krank, was weitere Folgekosten nach sich zieht. |
| judgedredd | Kulturschok Deutschland!! Das Glas ist immer halb leer! Es wird so viel Hirnsubstanz investiert und verschossen bzw. verpulvert für Themen die für „Störung“ sorgen, Braunbär, Monty, Mods etc…. Typisch Deutsch. Und wie lautet das Resultat? Horizonterweiterung? Wissen? Erkenntnis? Wohl kaum. Traurig, traurig! |
| archon | @ judgedredd das glas ist für viele immer halb leer, weil viele sich immer an den selben strohhalm klammern der im glas steckt und den manchmal auch zuviele benutzen *pfuideibel* :D, der aber irgendwann abbricht und dann kann man den mund plötzlich nicht mehr so leicht ganz voll nehmen! ;) das resultat sollte im idealfall lauten: "erweiterung", "erkenntnis", "einsicht" wer nicht mitmachen will, der muss ja nicht... wird ja schliesslich keiner gezwungen den themen hier beizuwohnen. es ist auf jeden fall besser wie deine art in threads zu pos(t)en - nämlich in deinen drei letzten threads immer den selben doofen spruch reinzukopieren - das zerstört die threads, bringt rein garnix und macht womöglich sogar noch die moderatoren sauer, die dieses forum normalerweise von sowas wie deinen postings verschonen, die, wie du selbst sagtest "störung" reinbringen! ;) |
| Move over Kate | Um mal wieder zu Hartz IV zu kommen... Ich verstehe ja, dass die von Decay geschilderte Situation (arbeitslos nach X Jahren, Kinder aus dem Haus, Haus soll unter den Hammer) für den Betroffenen eine absolute Katastrophe ist. Nun meine Frage: Wie soll eine Sozialleistung finanziert werden, die das verhindert? Dabei bitte ich drei Aspekte zu bedenken: [list=a] [*]Die klassiche Sozialversicherung ist ein Auslaufmodell, die im Postindustrialismus nicht mehr funktioniert, weil sie an Arbeitslohn anknüpft, wir aber ohne Lohnarbeit produktiv sein können [*]die Bevölkerungsentwicklung stellt die Solidargemeinschaft auf den Kopf [*]die Abgabenlast ist bei uns im internationalen Vergleich ohnehin wesentlich höher. [/list=a] Mehreinnahmen zur Finanzierung sind meines Erachtens ausgeschlossen. |
| Mondsilbertaufe | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Ausserdem sind es heute die Ausländer, die das staatliche Gebot "seid fruchtbar und vermehret euch" noch als Einzige befolgen, die Deutschen tuns nicht mehr... [/B][/QUOTE] Deutschland ist ja auch das einzige Land, in dem man fürs "Liebe machen" bezahlt wird. Da kann jeder Vollfriseur Geld abstauben, indem er Kinder in die Welt setzt. Da muss man weder in der Schule aufpassen noch malochen gehen. Und ab 3 Kindern lohnt es sich sogar. [QUOTE] Ich kann mir nicht alles leisten - zum Beispiel hab ich kein Auto, und das letzte Mal Urlaub im Ausland ist auch schon mehrere Jahre zurück, und mein Kleiderschrank ist recht bescheiden, die meisten meiner Möbel Second-hand. Reichtum ist eben nicht in erster Linie eine Sache des Geldes, sondern es ist eine Sache des inneren Reichtums.[/QUOTE] So kann man nur reden, wenn man keine Kinder hat. Da geht auch mal ne Stulle ohne Aufschnitt oder eine Woche lang Nudelsuppe. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem man relativ flüssig sein muss. Dann muss man was zu essen auf dem Tisch haben, braucht ein Auto, muss im Winter heizen und Anziehsachen kaufen. Dann ist man ohne das liebe Geld ganz schön arm dran. Kinder lernen nicht so gern, wenn sie frieren und hungern.[QUOTE]Die heutige Geiz-ist-geil-Politik hingegen trifft vor allem die Ehrlichen, macht sie wütend, depressiv und krank, was weitere Folgekosten nach sich zieht.[/QUOTE] Eben. Deswegen sollte man auch gar nicht beim Selbstbedienungsbäcker, Textildiskounter und 1€-Laden einkaufen. Aldi und Co. kann man aber nur boykottieren, wenn genug Kleingeld da ist. Der Bauer ist nämlich verhältnismäßig teuer. [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] [B]Ich verstehe ja, dass die von Decay geschilderte Situation (arbeitslos nach X Jahren, Kinder aus dem Haus, Haus soll unter den Hammer) für den Betroffenen eine absolute Katastrophe ist. Nun meine Frage: Wie soll eine Sozialleistung finanziert werden, die das verhindert?[/B][/QUOTE] Ich finde das nicht so prickelnd, wenn in dem Fall Sozialleistungen bezogen werden dürften. Immerhin sitzt der gute Mann auf einem Vermögen, das er aber aus persönlichen Gründen nicht ausgeben möchte. Das ist nicht Sinn von Sozialleistungen. Die sollten dazu da sein, Menschen denen es richtig dreckig geht, vorübergehend über Wasser zu halten. Das wäre ja so als ob ein Student mit Maserati Bafög haben will. Im Falle des arbeitslosen Eigenheimbesitzers sehe ich nur die Möglichkeit, sich unabhängig vom Staat über Wasser zu halten oder sein Vermögen zur Bestreitung seines Lebensunterhaltes zu verwenden. Ich meine, der geschilderte Fall war 50 Jahre alt. Das ist doch noch kein Alter. Da hat meine Mutter noch eine Ausbildung angefangen, mit 1 abgeschlossen, einen klasse Job bekommen und sich ein Motorrad gekauft. Und das als Alleinerziehende mit 3 Kindern. Also bitte. |
| Move over Kate | [QUOTE]Ich finde das nicht so prickelnd, wenn in dem Fall Sozialleistungen bezogen werden dürften. Immerhin sitzt der gute Mann auf einem Vermögen, das er aber aus persönlichen Gründen nicht ausgeben möchte. Das ist nicht Sinn von Sozialleistungen. Die sollten dazu da sein, Menschen denen es richtig dreckig geht, vorübergehend über Wasser zu halten. Das wäre ja so als ob ein Student mit Maserati Bafög haben will. [/QUOTE] Seh ich ja genauso (siehe oben). Sozialleistungen sollen das Existenzminimum sichern. Die Forderung an sich ist ja trotzdem legitim - wär ja schön, wenn der Staat es schaffen würde, das es allen immer nur besser, aber nie schlechter geht. [I]Das Leben als Einbahnstraße in Richtung Glückseeligkeit.[/I] ;) Nur muss dann die Frage der Finanzierung geklärt werden. Und das vermisse ich. Fordern kann man viel - finanzieren weniger. |
| archon | hab im moment nicht viel zeit - aber eins wollt ich kurz sagen, wegen der finanzierung. es wird verdammt schwierig, das ganze umzukrempeln! das problem ist der hohe schuldenberg, der die letzen jahre vom staat angestaut wurde - sozusagen das wett machen, was verschlafen wurde! ich hab kürzlich gelesen, dass die verschuldung das letzte jahr gleich geblieben sein soll.... ich weiss jetzt nur nimmer, ob das nur in den gemeinden so war... jedenfalls... es ist angeblich nicht gestiegen! ob das allerdings wirklich der wahrheit entspricht weiss ich nicht! es wurde gesagt, dass sehr viel eingespaart wurde. nun ist das problem, dass wenn man umkrempelt unbedingt die wirtschaft in gang gebracht werden muss! steuererhöhungen fallen daher IM MOMENT meiner meinung nach absolut flach! es kann gut möglich sein, dass man nach jahren da erhöhen könnte um etwas zu finanzieren - das aber nur, wenn der arbeitsmarkt passt, die arbeitslosenzahl sinkt! der ansatz überall da einzusparen wo man kann ist im prinzip nicht schlecht! aber dann kommts - ich bin mir sicher, dass bei den oberen 10.000 sehr viel geld versackt - wo auch immer das sein mag! es ist undurchsichtig! die grundvoraussetzung etwas zu ändern ist meiner meinung nach genau DORT anzusetzen und auch verantwortung auf leute oben zu übertragen, dass mist der gebaut wird im grunde genommen so hart bestraft wird, dass erstens besser überlegt wird und das system komplett durchschaubar wird ! die frage ist... ist es überhaupt in den griff zu kriegen, wenn die oberen 10.000 sich im prinzip selbst regieren? da sie schon wieder mit der mehrwertsteuererhöhung auf den kleinen aus sind wird das fast unmöglich sein - es sei denn es kommt der tag an dem der dicke ast absägt wird ! oder ist jemand der meinung, dass es auch ganz ohne durchsichtigkeit und schröpfen der oberen 10.000 klappen kann... denen man die misere ja im prinzip zu verdanken hat ? |
| Dainty | Wie so viele andere bereits vor mir, überkommt auch mich ein Brechreiz wenn ich das hier lese. Das ganze letzte blabla hier im Thread hab ich nur überlesen, schien mir nicht wirklich um das Modell Hart-IV zu gehen, sondern eher um Beschimpfungen in die Richtung "wer Arbeit will, der bekommt auch welche". Also...mir scheint, man geht im Allgemeinen davon aus, ALGII-Empfänger bekommen in jedem Fall die 345 €. Ich hab vor einem halben Jahr nach Beendigung meines Studiums logischerweise ALGII beantragt. Was sollt ich auch tun, von Luft und Liebe allein lässt sich nunmal keine Miete und Nahrung und Bekleidung (=Grundbedürfnisse) bezahlen. Nach 2 Wochen dann der Bescheid, unterm Strich 220 €. Wow, dacht ich...naja, für 2-3 Monate kannst du damit umgehen. Also wieso 220 €? Ich habe ein halbes Jahr vor Beantragung den Fehler gemacht, dass ich es gewagt habe zu meinem Freund (nicht Ehemann - also kein rechtliches Verhältnis) zu ziehen. Wir haben einen gemeinsamen Kühlschrank...ja klar, anscheinend isst man ja viel weniger wenn man verliebt ist oder so...mag ja sein. Wenn man verliebt ist, braucht man natürlich auch nicht so viel Platz....man kuschelt sich eh ständig aneinander, schläft in einem Bett. Ein gutes Argument ist, dass man dann meistens über einen Fernseher verfügt...also muss nicht jeder GEZ bezahlen. Ok..die 48 Euro im Vierteljahr kann ein Päärchen also im Gegensatz zur 2er-WG sparen. :rolleyes: So, mein Freund verdient ein Wahnisnnsnettogehalt von rund 900 €. Mittlerweile bin ich auch soweit zu denken, "manman...was hat der ne Kohle am Ende des Monats". Wohnung kostet 300€. Ich zahl daran 150, Telefon (darf man son Luxus überhaupt haben...ach stopp, das war ja schonmal Thema hier im Thread), Strom, Nachzahlung für Heizung etc. zahlt mein Freund selbstverständlich allein. Hätte er ja sowieso müssen, auch wenn ich nicht eingezogen wäre....also...was geht mich das an? Da mein Freund nach Ausbildung und 4 Jahren Bund auch mal fast 2 Jahre arbeitslos war, dann durch Vitamin B einen Job bekommen hat, für den er eigentlich nicht die Ausbildung hatte, er dementsprechend mies - huch, ich mein natürlich gut bezahlt wird, seine Chance auf einen Job in einem "besseren" Bundesland zu bekommen gleich null sind, sehe ich/sehen wir und anscheinend auch das Assi-Zentrum guten Mutes in eine bessere Zukunft. Hm, früher hieß es mal...Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe wird zusammengefasst....das sollte damals heißen, Arbeitslosenhilfebezieher sind mieser dran, Sozialhilfeempfänger kriegen im Vergleich mehr Kohle. Daran glaubte auch ich damals. Dass eine Freundin nach Studium für ein paar Monate 700€ Sozialhilfe bekommen hat soll mir wohl nicht zu denken geben...kann ja froh sein, dass ich überhaupt was bekomme. Was bin ich denn auch so arrogant zu denken, dass ich es mit einem Studium in der Tasche in meiner beruflichen Zukunft leichter habe. Der Meinung einiger Personen nach, kann man ja für den Fall der Arbeitslosigkeit durchaus auch selbst vorsorgen. Gut, ich bin nicht stolz drauf, wenn ich sage, ich hab während des Studiums BAFöG in einer Höhe bekommen, von dem ich gut leben konnte. Naja, damals hats ja auch irgendwie immer nicht gereicht, aber man hatte ja auch viel mehr Ansprüche. Deswegen bin ich auch nie auf den Gedanken gekommen, von dieser Unmenge an Geld auch mal was beiseite zu legen. Ausbildungsgehalt vor Studium...huiuiui. Hätte ich damals gewusst, dass ich mal mit 220€ im Monat auskommen müsste, ich hätte sicherlich was gespart, als Teenie macht man sich ja auch Gedanken darum.^^ Nächster Punkt: Studenten sind sich zu fein dafür, "minderwertigere" Arbeit zu verrichten. Schonmal Stellenanzeigen gelesen? "Männliche Bewerber bevorzugt, da die Arbeit körperliche Belastbarkeit voraussetzt" oder "Bewerber bitte nur mit Ausbildung im Baugewerbe o.ä." etc. Ich mein, ich denk von mir selbst, dass ich relativ körperlich belastbar bin, bin auf einem Bauernhof groß geworden und musste schon als Kind viel mitarbeiten...aber bitte steht das in meinem Lebenslauf? Da steht was von Studium und Sesselpuper-Ausbildung. Wenn derjenige, der so eine Anzeige aufgesetzt hat meine Bewerbung in die Hand bekommt denkt er wahrscheinlich das gleiche, wie es hier einige tun - "Studenten sind sich zu fein für so eine Arbeit, werden sich sowieso nach was anderem umsehen, außerdem nicht belastbar, fangen bei jeder Kleinigkeit an zu heulen." Selbst einen Sesselpuper-Call-Center-Job (für die ich mich bis heute auch mehrmals beworben habe) bekommt man heute nicht einfach so - also ohne Call-Center-Erfahrung, bzw. gibt es wohl genug, die diese Erfahrungen haben und dementsprechen bevorzugt werden. Dann, Bewerbung als Aushilfe (400€-Basis) im Discount-Einzelhandel. Hm, keine Reaktion bis heute. Die drei Monate an der Kasse sitzen beim Edeka-Markt um die Ecke während des Studiums reichen da nicht.^^ Selbst das klassische Beispiel Toilettenfrau ist ohne Berufserfahrung im Bereich Sanitäranlagenpflege oder wasauchimmer nicht zu erreichen. Ich hab ständig damit zu kämpfen, dass Leute mir gegenüber stehen, scheinheilig fragen "Na, was machst du denn jetzt?" Betroffen gucken, wenn man ihnen erzählt, dass man seit einem halben Jahr arbeitssuchend ist und man in ihrer Miene eindeutig lesen kann "Gefällt dir wohl ganz gut, so den ganzen Tag auf meine Kosten zu Hause zu sitzen und es dir gutgehen zu lassen". Nochmal zurück zu meinem Freund, der mich mit seinem Wahnsinnsgehalt mitfinanzieren muss, obwohl er auch mal dringenst ein neues Auto gebrauchen könnte weil sein altes dem kompletten Verfall nahe ist (und das ist wirklich so). Wie gesagt, ist das erste halbe Jahr Arbeitslosigkeit um d.h. will ich weiterhin krankenversichert sein und möchte ich weiterhin meinen Mietanteil zahlen können, müsste ich schon längst einen neuen Antrag gestellt bzw. die Hosen runtergelassen haben. Da wird vorsichtig der Freund (nachdem er den ganzen Tag geschuftet hat, damit wir was zu beißen haben und nicht wie Penner aussehen müssen) gefragt, ob er mir vielleicht seine Kontoauszüge der letzten drei Monate geben mag - Augenverdrehen seinerseits - Schwanzeinziehen meinerseits. Ok, dann nicht denk ich, vielleicht find ich ja innerhalb der nächsten Woche einen Job (die Hoffnung stirbt zuletzt). Auch hoffen kann ich, dass ich demnächst keine Zahnschmerzen kriege oder einen Unfall habe.... Achso...die Möglichkeit meine Eltern um Geld anzupumpen besteht natürlich auch...schließlich haben sie mich ja auch vor 28 Jahren in die Welt gesetzt und ihnen gehts doch gut mit ihrer Rente. Worums mir geht? Einmal ein Beispiel liefern, wie es bei einer Person wirklich aussieht, nicht dieses Gelaber..."Ich kenn da einen, der nimmt den Job nicht an, weil er ja eh 345€ hat...wieso soll er für 200 mehr den Arsch hochheben." Mag es geben...aber ich fühl mich da persönlcih angegriffen, nicht weil derjenige das hier so sagt, sondern weil dieses Denken in viel zu vielen Köpfen drin ist, weil solche Geschichten liebend gern verbreitet werden, pauschal ALGII-Empfänger somit zum Abschaum der Gesellschaft werden und sich damit Ihre Chancen auf "Resozialisierung" zunehmend verringern. |
| Move over Kate | [QUOTE]Also wieso 220 €? Ich habe ein halbes Jahr vor Beantragung den Fehler gemacht, dass ich es gewagt habe zu meinem Freund (nicht Ehemann - also kein rechtliches Verhältnis) zu ziehen. Wir haben einen gemeinsamen Kühlschrank...ja klar, anscheinend isst man ja viel weniger wenn man verliebt ist oder so...mag ja sein. Wenn man verliebt ist, braucht man natürlich auch nicht so viel Platz....man kuschelt sich eh ständig aneinander, schläft in einem Bett. [/QUOTE] Das nichteheliche Lebensgemeinschaften "Bedarfsgemeinschaften" bilden, war schon zu BSHG-Zeiten so, und ist keine Neuerung infolge von Hartz IV. [QUOTE]Dann, Bewerbung als Aushilfe (400€-Basis) im Discount-Einzelhandel. Hm, keine Reaktion bis heute. Die drei Monate an der Kasse sitzen beim Edeka-Markt um die Ecke während des Studiums reichen da nicht.^^ Selbst das klassische Beispiel Toilettenfrau ist ohne Berufserfahrung im Bereich Sanitäranlagenpflege oder wasauchimmer nicht zu erreichen. [/QUOTE] Ich glaube nicht, dass die dich ablehnen, weil du keine Qualifikation hast. Ich würd mir auch keinen Akademiker an die Kasse setzen. Erstens sprigen die ab, sobald sie was adäquates finden, zweitens sind die meistens linksradikal, schreien nach dem Betriebsrat, organisieren wilde Streiks und stürzen damit alle ins Verderben. :D Nein nein, ich glaub eher, dass Du viel zu überqualifiziert bist und dass den Arbeitgeber abschreckt. Übrigens arbeiten bei uns dennoch etliche Hochschulabsolventen (Dipl-Päds, Architekten, Dipl.-Geographen) die wie FH-Absolventen bezahlt werden. Wir haben sogar eine promovierte Chemikerin, die als Abfallberaterin arbeitet. |
| Mondsilbertaufe | [QUOTE][i]Original geschrieben von Dainty [/i] [B]Wie so viele andere bereits vor mir, überkommt auch mich ein Brechreiz wenn ich das hier lese. [/B][/QUOTE] Du kannst froh sein, wenn andere nicht das kalte Erbrechen über deine Erläuterungen bekommen. Du hast jahrelang eingesackt: erst Bafög, dann Hartz. Du lebst im Grunde dein ganzes Leben lang schon auf Kosten der Gemeinschaft und hast noch nicht eine Gegenleistung erbracht. Mit abgeschlossenem Studium ist man bestimmt nicht mehr die Allerjüngste, Ende 20 vermutlich, und gesund bist du offensichtlich auch. Doch anscheinend sind immer die anderen schuld: Hartz, weil du nicht mehr bekommst und die freie Wirtschaft, weil sie dich nicht haben will. Es gibt einen Grund, warum du so wenig bekommst: Hartz ist gar nicht für deinen Fall vorgesehen. Meiner Meinung nach ist das eine riesen Frechheit, die du hier abziehst. Du hast viel Bafög bekommen hast du geschrieben. Bafög ist zur Hälfte geschenkt, quasi ein staatliches Stipendium. Deine Aufgabe bei dem Deal war sicherzustellen, dass du deine Chancen optimal nutzt und dich für einen Beruf qualifizierst. Aus irgendeinem Grund kannst du deine Seite der Abmachung nicht erfüllen. Entweder du hast zu schlecht abgeschnitten oder du hast etwas studiert, was keiner braucht. Dass du jetzt so "arm" dran bist, ist allein deine Schuld. Auf Hartz zu schimpfen steht dir gar nicht zu. |
| Dainty | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] [B]Das nichteheliche Lebensgemeinschaften "Bedarfsgemeinschaften" bilden, war schon zu BSHG-Zeiten so, und ist keine Neuerung infolge von Hartz IV.[/B][/QUOTE] Mag sein, dass es das gab. Aber dadurch, dass es diese Regelung schon länger gibt, macht es sie auch nicht unbedingt besser. Soll aber auch gar nicht Thema sein. [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] [B] Ich glaube nicht, dass die dich ablehnen, weil du keine Qualifikation hast. Ich würd mir auch keinen Akademiker an die Kasse setzen. Erstens sprigen die ab, sobald sie was adäquates finden, zweitens sind die meistens linksradikal, schreien nach dem Betriebsrat, organisieren wilde Streiks und stürzen damit alle ins Verderben. :D Nein nein, ich glaub eher, dass Du viel zu überqualifiziert bist und dass den Arbeitgeber abschreckt.[/B][/QUOTE] Auch das ist mir irgendwo selbst -zumindest ansatzweise- klar. Wie ich schon schrieb "...werden sich sowieso nach was anderem umsehen..." und "fangen bei jeder Kleinigkeit an zu heulen." Ich glaube, ich meine damit das gleiche wie Du. In diesem Thread ging es eben schonmal darum, dass jemand behauptete (rainraven möglicherweise), dass man als Absolvent oft als überqualifiziert eingestuft wird (ich frag mich grad, was dieses Wort überhaupt bedeutet, aus Sicht des Arbeitgebers wohl etwas anderes als aus der Sicht des Arbeitnehmers), zudem gibt es grad im Staatsdienst wohl besondere rechtliche Regelungen, die es geradezu verbieten, Jobs an "Überqualifizierte" zu vergeben. Daraufhin wurde dies jedoch vehement von Personen bestritten nach dem Motto, dass sei doch auch alles wieder nur eine Ausrede. Da freut es mich natürlich Move over Kate dass Du -mir bisher aufgefallen als Fachkenner unternehmerischer Personalpolitiken- mir und eben anderen es jetzt unterschreibst, dass Akademiker (hab auch nur einen akademischen Grad, sprich Dipl. FH), nur weil sie eben keinen Job den sie angeblich als minderwertig bezeichnen bekommen, keine Drückeberger sind. |
| Dainty | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i] [B]Du kannst froh sein, wenn andere nicht das kalte Erbrechen über deine Erläuterungen bekommen. Du hast jahrelang eingesackt: erst Bafög, dann Hartz. Du lebst im Grunde dein ganzes Leben lang schon auf Kosten der Gemeinschaft und hast noch nicht eine Gegenleistung erbracht. Mit abgeschlossenem Studium ist man bestimmt nicht mehr die Allerjüngste, Ende 20 vermutlich, und gesund bist du offensichtlich auch. Doch anscheinend sind immer die anderen schuld: Hartz, weil du nicht mehr bekommst und die freie Wirtschaft, weil sie dich nicht haben will. Es gibt einen Grund, warum du so wenig bekommst: Hartz ist gar nicht für deinen Fall vorgesehen. Meiner Meinung nach ist das eine riesen Frechheit, die du hier abziehst. Du hast viel Bafög bekommen hast du geschrieben. Bafög ist zur Hälfte geschenkt, quasi ein staatliches Stipendium. Deine Aufgabe bei dem Deal war sicherzustellen, dass du deine Chancen optimal nutzt und dich für einen Beruf qualifizierst. Aus irgendeinem Grund kannst du deine Seite der Abmachung nicht erfüllen. Entweder du hast zu schlecht abgeschnitten oder du hast etwas studiert, was keiner braucht. Dass du jetzt so "arm" dran bist, ist allein deine Schuld. Auf Hartz zu schimpfen steht dir gar nicht zu. [/B][/QUOTE] Mondsilbertaufe, Du kannst mir glauben, dass ich nicht stolz darauf bin. Selbst in meinem Freundeskreis denken viele so wie Du. Hm, Studium das keiner braucht. Herrgott, warum schreit denn kein sogenannter Berufsberater in die Welt hinaus, dass es mehr als genug Jura-Studenten an den Unis gibt?? Wieso les ich neulich noch in der Zeitung "Berufsinformationstage am Gymnasium" Referenten sind Journalisten, Psychologen und was noch - klar - Juristen! Das gleiche bei Ausbildungsplatzsuche. Man macht sich in jungen Jahren nicht großartig Gedanken darum, welche Jobs in 10 bis 20 Jahren noch gefragt sind, es steht auch keiner hinter ihnen, der den ganzen angehenden Bürokommunikationskaufleuten, Bürokaufleuten und Industriekaufleuten, wenn sie eben Probleme haben einen Ausbildungsplatz zu bekommen dazu rät, vielleicht auf etwas anderes umzusatteln. Und wenn sie es doch versuchen, so wird aber keine Teenie-verständliche Erklärung dafür abgegeben. Auch da finde ich, hat die Bundesagentur für Arbeit etwas mehr zu leisten - und gebe ihnen somit eine Teilschuld, ja. Was meine Qualifikation angeht, glaube ich nicht, dass sie so schlecht ist. Mein Studium war auf meine Ausbildung ausgerichtet. Damals hieß es noch "wenn du das machst, dann hast du später die besten Chancen, weil du ja schon die Praxis kennst". Hm, kann ich nicht beurteilen. Mit Diplom-Endnote (das was ja angeblich sowieso niemanden schert) war eine 2,2. Nicht überdurchschnittlich, aber auch nicht so schlecht, als dass es mir nichts bringen könnte, oder wie siehst du das? |
| Move over Kate | [QUOTE]zudem gibt es grad im Staatsdienst wohl besondere rechtliche Regelungen, die es geradezu verbieten, Jobs an "Überqualifizierte" zu vergeben. Daraufhin wurde dies jedoch vehement von Personen bestritten nach dem Motto, dass sei doch auch alles wieder nur eine Ausrede. [/QUOTE] Verbieten nicht - aber die Gehaltsstruktur der Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst folgt immer noch den Ausbildungsabschlüssen. Als Faustformel gilt: Berufsausbildung - mittlerer Dienst FH-Abschluss - gehobener Dienst Uni-Abschluss - höherer Dienst Aber es gibt etliche Beispiele, wo diese Faustformel durchbrochen wird (siehe oben - "wir" sind eine Kommunalverwaltung, die eben auch viele Uni-Absolventen im gehobenen Dienst oder als vergleichbare Angestellte beschäftigt). Auch wenn das jetzt eine vollkommen andere Geschichte ist: Als ich mein Studium aufgenommen hab, war mir weder die Arbeitsmarktsituation bewusst noch hab ich darauf Rücksicht genommen, was ich später damit anfangen kann. Mit der Konsequenz, dass ich nach zwei Jahren mein Uni-Studium abgebrochen und einen FH-Abschluss gemacht hab, um später im Nachgang mein Erststudium doch noch abzuschließen. Auch die ganze Berufsberatung ist nicht viel wert. Es gab für meinen Abi-Jahrgang die Devise der Berufsberatung: "Keine Ingenieursstudiengänge, keine Lehramtsstudiengänge". Vier Jahre später (genau die Zeit, die ein Studium braucht) sah die Arbeitsmarktsituation genau anders aus. Gesucht waren Lehrer und E-Techniker bzw. Maschinenbauer. Zum Glück gibt es bei uns die Berufswahlfreiheit, und eben keine kontingentierten Studienzugänge wie in der Planwirtschaft. Aber gerade deshalb darf sich kein Absolvent wundern, wenn er auf's falsche Pferd setzt und trotz Studienabschluss (zunächst) nix adäquates findet. Meine Ex-Freundin arbeitet als Juristin bei der Bundesagentur, die sie wie eine bessere Verwaltungsfachangestellte bezahlt. Dennoch sind die Arbeitslosigkeitsraten unter Akademikern generell gering. Was hast Du denn abgeschlossen, wenn ich fragen darf? |
| Apex | [QUOTE]Hartz ist gar nicht für deinen Fall vorgesehen.[/QUOTE] Man sollte sie also verhungern lassen? Oder sind wir Human genug die paar Cent für eine Patrone auszugeben. [QUOTE]Entweder du hast zu schlecht abgeschnitten oder du hast etwas studiert, was keiner braucht.[/QUOTE] Naja, schlecht abgeschnitten hat sie ja nun nicht...was das andere angeht, es weiß kein Mensch was in 3 Jahren gebraucht wird und was nicht. Wer sollte denn vor 6 Jahren wissen, dass sich die Zahl der arbeitslosen Juristen bis heute beinahe verdoppelt? Kein Mensch kann dir sagen, was der Arbeitsmarkt in 4 oder 6 Jahren für Bedürfnisse hat, allenfalls Prognosen sind möglich, aber auf die braucht man sich eigendlich nicht zu verlassen. |
| Move over Kate | [QUOTE]Wer sollte denn vor 6 Jahren wissen, dass sich die Zahl der arbeitslosen Juristen bis heute beinahe verdoppelt? Kein Mensch kann dir sagen, was der Arbeitsmarkt in 4 oder 6 Jahren für Bedürfnisse hat, allenfalls Prognosen sind möglich, aber auf die braucht man sich eigendlich nicht zu verlassen.[/QUOTE] Jein. In manchen Berusfeldern ist der Bedarf eigentlich konstant (z. B. Lehrer). Nur ist man in den Kultusministerien anscheinend nicht in der Lage, aus aktueller Arbeitsmarktsituation (Anfang der Neunziger: Lehrerschwemme) und Alterstruktur eine Prognose zu ziehen. Bei den Juristen ist der Bedarf auch recht konstant, nur wurde das Fach irgendwann, warum auch immer, mehr belegt. 1997 war ich auf einer Info-Veranstaltung der Uni Saarbrücken, da hieß es, dass in dem Jahr bundesweit aktuell mehr Studenten eingeschrieben waren, als es Anwälte gab. Zwangsläufig schnellen die Zahlen der Anwälte in die Höhe, da dass die einzige Zuflucht für die ist, die es nicht in den Staatsdienst (konstanter, eher rückläufiger Bedarf an Staatsanwälten, Richtern etc.) oder als Justitiar in eine Firma schaffen. Lediglich im technischen Sektor gibt es wirklich konjunkturell bedingte Schwankungen. Der deutsche Maschinenbau und auch die E-Technik boomen - was in den Achtzigern nicht abzusehen war. Hier gibt es mehr Unwägbarkeiten als bei Lehrern oder Juristen, die nicht von der Konjunktur abhängig sind. Ich glaub, wir sind off-topic. :p |
| LaChatte | Mondsilbertaufe schrieb: [QUOTE]Deutschland ist ja auch das einzige Land, in dem man fürs "Liebe machen" bezahlt wird. Da kann jeder Vollfriseur Geld abstauben, indem er Kinder in die Welt setzt. Da muss man weder in der Schule aufpassen noch malochen gehen. [/QUOTE] nein, das geht auch in Frankreich. [QUOTE]So kann man nur reden, wenn man keine Kinder hat. Da geht auch mal ne Stulle ohne Aufschnitt oder eine Woche lang Nudelsuppe. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem man relativ flüssig sein muss. Dann muss man was zu essen auf dem Tisch haben, braucht ein Auto, muss im Winter heizen und Anziehsachen kaufen. Dann ist man ohne das liebe Geld ganz schön arm dran. Kinder lernen nicht so gern, wenn sie frieren und hungern. [/QUOTE] Zum Leben gehört, dass man Entscheidungen trifft und dafür geradesteht - meine Entscheidung war, keine Kinder zu haben. Allerdings erinnere ich mich auch daran, dass meine Eltern keineswegs auf Rosen gebettet waren. Ich erlebt eine Jugend mit wenig Luxus, doch meine Eltern wandten viel Kreativität auf, auch mit schmalem Budget uns eine gute Kindheit zu bieten. Gehungert und gefroren haben wir nie... aber das Meer habe ich das erste Mal mit ungefähr 20 gesehen. Ich habe auf dem Internet auch schon diverse Menschen gelesen, die mit einem Mini-Budget ihre Familie gut über die Runden bringen. [QUOTE]Eben. Deswegen sollte man auch gar nicht beim Selbstbedienungsbäcker, Textildiskounter und 1€-Laden einkaufen. Aldi und Co. kann man aber nur boykottieren, wenn genug Kleingeld da ist. Der Bauer ist nämlich verhältnismäßig teuer.[/QUOTE] Ich meinte in dem Fall vor allem die staatliche Geiz-ist-Geil-Politik, nicht die private... Mal abgesehen davon, dass auch selbstgebackenes Brot aus Bio-Mehl ganz gut schmeckt. |
| archon | also mal zu dem Bafög - also wenn jemand sagt, dass man da nicht drüber bescheid weiss, das wäre ungefähr so, wie wenn ich als unternehmer/selbständiger nicht wüsste, dass man anfangs steuerfrei fahren kann und urplötzlich die einkommensteuer daherkommt! sowas weiss man vorher, denn dazu hat man seinen kopf ! okay, für manchen selbständigen ist es evtl. eine falle, wenn die einkommensteuer kommt... :D - wenn man es halt nicht weiss. ;) aber unwissenheit schützt bekanntlich nicht vor strafe. dann zu dem Abi ding ! generell ist es nicht so, dass heute jemand der abi hat damit auch eine höhere intelligenz hat - abitur ist nicht mehr als angeeignetes grundwissen, das man, bei genügend musse sich auch nachträglich aneignen kann! ich hab so das gefühl, dass ein grossteil der leute die abitur haben sich oft verdammt schlau und gebildet vorkommen - dennoch aber dann bei praktischen aufgaben, die man ihnen stellt auch nicht besser wegkommen als jemand der realschule hat! wie gesagt - abi hat nix mit dem IQ zu tun, der zum lösen von aufgaben auch dazu gehört. die ganze arbeitswelt besteht im grunde aber nur aus lösen von aufgaben, der eine löst sie besser, der andere schlechter! dann hat abitur nix mit mut und risikofreude zu tun - auch das brauchts! abi hat auch nix mit fleiss zu tun! nur weil jemand sich durch worte gebildet ausdrücken kann, ist noch lange nicht gesagt, dass dieser jemand auch was aufm kasten hat... zumal der gebildete sich immer so ausdrückt, dass ihn auch der ungebildete klar verstehen kann! das mal dazu. es wird immer leute geben die in der oberen berufsschicht arbeiten und es wird immer welche geben, die unten arbeiten! im grossen und ganzen müsste man sich da garkeine sorgen machen, wenn nicht immer irgendwelche schlauberger meinen würden, sie müssten alles und jeden steuern! es ist im prinzip alles in ordnung, solange es einigermassen ausgewogen ist! es ist generell leichter jemanden der eine bessere bildung hat für einen niederwertigeren job (ach, ich hasse diesen ausdruck!) einzusetzen, als umgekehrt. ist soweit ja alles in ordnung, es gibt leute, denen macht das auch nix aus, wenn dann nicht wieder irgend welche theoretiker wie weiter vorne im thread genannt, z. b. auf so dumme gedanken kommen würden, dass man gehobenen dienst nicht unterhalb einsetzen darf ! sowas ist sooo ein schwachsinn, das kann eigentlich nur idioten einfallen bzw. das wurde aus dem beamtentum entwickelt, das für mich in dieser form wie es das seit jahren gibt ausgedient hat! relikt der steinzeit! dann das problem, dass irgendwann aufgekommen ist "ohne abi ist man nix mehr" - genau so ein schwachsinn! weil irgendwelche heinis meinten deutschland kommt nur durch ingenieure und weiss der teufel was wieder auf die füsse! so ein krampf! fehlsteuerung! wäre der krampf garnicht erst aufgekommen, so wäre es heute ausgewogener! dann zu der abwanderung ins ausland - generell bin ich nicht der meinung dass das die beste lösung ist - vielleicht für manchen, aber nicht für alle! es bringt nix vor problemen davonzulaufen! es ist irgendwann ein generationenwechsel da, auch an der regierung! man täte besser daran z. b. jetzt in die politik zu gehen bzw. dafür zu sorgen, dass sich was ändert.... anstatt dass jeder ins ausland abwandernt! deutschland ist deutschland und eben nicht die USA oder sonstwer ! deutschland hat gute leute im land und die leute sollen im prinzip auch hier bleiben. es kann ja nicht angehen, dass manche wegen dem mist der seit jahren gebaut wurde hier rumleiden! dann muss man nach lösungen suchen und diese versuchen durchzusetzen - notfalls mit gewalt ! :D ;) das kann ja wohl anders nicht sein! es sind aber viele dinge, die heutzutage einfach nicht ganz "keks" sind. heute fiel ein plastik ersatzteil für LKW an - materialwert sagen wir mal... äh... maximal 10 euro! und was zahlt man 180,- euro ! so, das ist nun eine reparaturausgabe, um die kommt man nicht drum rum! aber die 180,- euro die wollen erst mal wieder als reinverdienst reinkommen! das geld fehlt dann natürlich auch für andere dinge. sagen wir mal es sind noch 80 euro für den aufwand den sie mit dem teil hatten, dann frag ich mich... wo wandert das geld hin? :D ;) entweder verdienen sich einige wenige dumm und dusselig, oder aber die ausgaben an den staat sind so hoch, dass das teil soviel kosten muss! ;) aus erfahrung weiss ich, dass HIER mit sicherheit mal eher ersteres der fall ist! ;) so, meine kohle ist damit erstmal trotzdem weg - aber im prinzip fehlt das geld, weil es im prinzip kein wirklich realer wert ist, den das reparatur-teil hat! solche probleme hat man aber ständig heutzutage! das ist mit medikamenten so, mit dienstleistungen usw. ! oft aus dem grund, weil jeder versucht möglicht viel kohle für sich zu gewinnen! das ist in der heutigen gesellschaft so in den köpfen drin, dass einem alles andere wurst ist! d. h. lieber eine maschine kaufen, die zwei mann ersetzt, auch wenn sie sich erst abzahlt, wenn man schon 100 jahre alt ist... usw. ! dass die zwei mann die man nicht hat aber auch von was leben müssen, das wird teils vergessen. jedenfalls, es sind viele, viele, viele solcher sachen.... die im endeffekt sehr viel wert ausmachen, der irgendwie aber eigentlich garnicht mehr im umlauf ist! in solchen sachen sehe ich das problem... und noch problematischer wirds dann wenn leute damit sooo viel geld machen, dass sie im prinzip garnimmer arbeiten müssen! verhindern kann man sowas z. b. durch konkurrenzkampf - dann kann der wert nicht ins uferlose steigen, es wird auch nicht nur einer satt, sondern eben mehrere! konkurrenz muss aber wiederum erst mal da sein! aber man sieht schon, das spielt alles in die hartz4 thematik mit rein, weils im endeffekt ja um arbeitsplätze geht! der ich-AG gedanke ist ja nicht schlecht! aber er ist nicht wirklich umsetztbar! und es bringt auch nix, wenn man sich mit 1000 ich-ag's gegenseitig konkurrenz macht, während sagen wir mal als beispiel "mircrosoft" mit 90% marktanteil ein alleinherrscher ist! angesetzt werden muss beim lösen solcher probleme immer an der quelle, wo das meiste geld hinfliesst! es bringt nix dem kleinstunternehmer eine steuer aufzubrummen usw... auch nicht dem mittelstand... der wurde eh schon kaputt gemacht! nein.... es muss GANZ oben losgehen, da wo an einzelpersonen die meiste kohle hängenbleibt! nur so gehts! |
| archon | hab ich grade gelesen, eventuelle megafusion der autohersteller! zitat: >>>> Die Führung des französischen Autoherstellers Renault hat sich für Gespräche mit dem US-Autobauer General Motors über eine Allianz ausgesprochen. Die französische Gewerkschaft CGT lehnt ein mögliches Bündnis der drei Autokonzerne ab. "Eine solche Konzentration von Kapital, Macht und Einfluss auf die Zukunft der weltweiten Autoindustrie entstehen zu sehen, ist Besorgnis erregend", erklärte die Gewerkschaft. Schon das Bündnis von Renault mit Nissan habe "hohe soziale Kosten durch die Zerstörung von Arbeitsplätzen vor allem bei Zulieferern" mit sich gebracht. GM wolle 30.000 Jobs abbauen. <<< |
| Mondsilbertaufe | [QUOTE][i]Original geschrieben von Dainty [/i] [B] "wenn du das machst, dann hast du später die besten Chancen, weil du ja schon die Praxis kennst". Hm, kann ich nicht beurteilen. Mit Diplom-Endnote (das was ja angeblich sowieso niemanden schert) war eine 2,2. Nicht überdurchschnittlich, aber auch nicht so schlecht, als dass es mir nichts bringen könnte, oder wie siehst du das? [/B][/QUOTE] Unglücklicherweise sind gerade Jura und BWL genau die Studiengänge, die man nicht unbedingt belegen sollte. Denn gerade bei Leuten, die den NC schaffen ist es schade, wenn sie auf der Straße landen. Egal, deine Motzerei ist ungerechtfertigt denn dass Juristenschwemme herrscht, weiß man nicht erst seit einem Jahr. Du hast es dir ausgesucht, jetzt musst du da durch. Ich kenne 3 Juristen, die nach der Uni eine Doktorarbeit angefangen haben, um sich von der großen Juristenmasse abzuheben. Wäre das nicht eine Alternative zu Hartz? 2,2 ist wirklich nicht schlecht. Eine andere Bekannte hat BWL studiert, mit 2,0 abgeschlossen und nach 2 Jahren Arbeitssuche im Call-Center angefangen. Auch nicht so berauschend, wenn man bedenkt, dass dort auch ausrangierte Friseusen arbeiten. Aber besser als nichts. Ich finde es mutig, Rechtswissenschaften aufgrund von Aussagen des Amtes zu studieren. Ich habe die Leute in der Bibliothek lernen sehen: 4-5 Bücher vor der Nase, alle um die 10cm dick und voll bis oben hin mit Kleingedrucktem. Da sitzt der Jurastudent nun ein halbes bis ein Jahr davor, 10 Stunden am Tag und die Bücher sehen alle gleich aus. Und das zieht man durch, weil ein Sachbearbeiter meint, Jura sei doch ganz schmuck? Da würde mich mal interessieren, woher die Motivation kommt.[QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] [B] Man sollte sie also verhungern lassen? Oder sind wir Human genug die paar Cent für eine Patrone auszugeben.[/B][/QUOTE] Es geht doch gar nicht ums verhungern. Du blickst das Problem überhaupt nicht. Hartz 4 ist genauso für Hochschulabsolventen gemacht, wie die Uni für Sonderschüler. Nämlich gar nicht. Niemand, der studiert rechnet damit nach der Uni am Rand der Gesellschaft zu leben. Im Prinzip geht es Dainty gar nicht um mehr Hartz, vermute ich. Dein Einwurf, Apex, spiegelt Verständnis wieder, das niemand braucht und niemand will. Du musst dir das so vorstellen: 6 Jahre lang gehst du auf die Uni, lernst mitunter zentnerweise Scheiß, den du nicht brauchst, um deine Scheine zu bekommen. Du bist morgens die erste, die in der Bibliothek sitzt und abends die letzte. Deine Professoren erzählen dir vom ersten Semester an was für ein toller Typ du bist, weil du Jura studierst. Prof. Dr. Soundso von Soundso aus Superuni im Ausland nennt dich "Frau Kollegin". Deine Eltern erzählen allen mit geschwellter Brust, dass du ja im 11. Semester Jura studierst und egal wohin du kommst ist Jura neben Medizin der Inbegriff für geistige Elite. Und dann bist du 30, kinderlos und bekommst Hartz 4 von 200€. Dann kommt der Apex daher und sagt sowas wie: die Ärmste, lasse doch. Na klasse! |
| Apex | [QUOTE]Hartz 4 ist genauso für Hochschulabsolventen gemacht, wie die Uni für Sonderschüler. Nämlich gar nicht.[/QUOTE] Sollte Hartz 4 nicht eigendlich für alle gesellschaftlichen Gruppen konzipiert sein? Wenn Hartz 4 deiner Meinung nach nicht für Akademiker gemacht ist (in meinen Augen ist es für jede Gesellschaftsschicht eine Zumutung), wie soll man arbeits- und/oder mittellose Akademiker sonst unterstützen? Es ist mittlerweile duchaus eine Tatsache, dass auch Akademiker an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden können, es wird geschätzt, dass ca. 20% aller Obdachlosen in Berlin einen Hochschulabschluss haben, der Trend ist da und setzt sich fort. Sicherlich hilft man niemandem wenn man ihm ständig sagt wie arm er doch ist und wieviel Mitleid man hat, aber man kann die Leute auch nicht alleine im Regen stehen lassen, zumindest entspricht das nicht meiner Vorstellung von einem Sozialstaat. Mehr Geld ist sicher keine Lösung für das Hauptproblem...aber es ist auch sicher nicht verkehrt, auch um nciht gleich am gesellschaftlichen Rand zu stehen (wobei eine Finanzierung jenseits der Lohnnebenkosten diskutiert werden müsste). |
| Move over Kate | Apex, nicht dramatisieren. Arbeitslosigkeit ist eine Ursache für Obdachlosigkeit von vielen. Außerdem sind Akademiker im Vorteil, wenn es um die Arbeitslosigkeit an sich geht. Die Wahrscheinlichkeit, als Akademiker arbeitslos zu werden, ist geringer: [QUOTE]Untersuchungen der Bundesagentur für Arbeit in Jahresvergleichen bestätigen die zunehmende Nachfrage nach Akademikern. So erholte sich 2005 der Arbeitsmarkt für Akademiker sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite. Im September 2005 war ein Anstieg der Gesamtarbeitslosigkeit um 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Die Zahl der den Arbeitsagenturen bekannten arbeitslosen Akademiker sank dagegen um 7.475 (-3 %) auf 245.325. Der Anteil der Akademiker an allen Arbeitslosen betrug zur gleichen Zeit 5,4 Prozent nach 5,9 Prozent im Vorjahr. Mit zirka 3,8 Prozent war die spezifische Arbeitslosenquote von Akademikern geringer als im Vorjahr (4 %) und nach wie vor viel geringer als die generelle Quote von 11,2 Prozent (September 2005). 115.912 offene Stellen für Akademiker in 2005 waren ein sattes Plus von 17,7 Prozent gegenüber 2004. Bemerkenswert ist diese Entwicklung, wenn man bedenkt, in welchem wirtschaftlichen Rahmen sie zu Stande kam. 2005 wuchs die Wirtschaft lediglich um 0,9 Prozent. Am häufigsten beauftragten Unternehmen im letzten Jahr die Arbeitsagenturen mit der Suche nach Maschinenbauingenieuren (+28,3 % zu 2004), IT-Experten (+20,2 %), Sozialarbeiter und -pädagogen (+14,8 %), Elektroingenieure (+21 %) und Lehrer (+3,9 %). Bei einer ganzen Reihe von Akademikerberufen war es schwierig, geeignete Mitarbeiter zu finden. Dazu gehörten an vorderster Stelle einige Fachrichtungen der Maschinenbau- und Elektroingenieure, wie Ingenieure für Fahrzeugbau, Luft- und Raumfahrt, für Farben, Lacke und Kunststoffe, für Nachrichten- und Fernmeldetechnik, sowie für digitale Informationstechnik. Ferner zeigte sich ein Fachkräftebedarf für Wirtschaftsingenieure, Einkäufer, IT-Vertriebsspezialisten und Unternehmensberater (Vertrieb). [/QUOTE] Quelle: [url]http://www.regioweb.de/newsitem+M55503518c16.html[/url] 5% alle Arbeitslosen Akademiker? Das ist ja nicht viel. Das ist wohl das, was Mondsilbertaufe damit meinte, das Hartz nicht für Akademiker gemacht wurde. Natürlich kann auch ein Studienabsolvent auf die Nase fallen - die Wahrscheinlichkeit ist aber doch gering. Was das Leid nicht relativieren soll, wenn man persönlich betroffen ist. |
| Dainty | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i] [B][...] Egal, deine Motzerei ist ungerechtfertigt denn dass Juristenschwemme herrscht, weiß man nicht erst seit einem Jahr. Du hast es dir ausgesucht, jetzt musst du da durch. Ich kenne 3 Juristen, die nach der Uni eine Doktorarbeit angefangen haben, um sich von der großen Juristenmasse abzuheben. Wäre das nicht eine Alternative zu Hartz? 2,2 ist wirklich nicht schlecht. [/B][/QUOTE] Ich habe nicht jura studiert, nur so ein ähnliches Pendant an der FH. Deswegen könnte ich auch keine Doktorarbeit schreiben. Würde ich auch gar nicht wollen. Als ich mich für das Studium entschieden habe (was mittlerweile 5 Jahre her ist), war mir das Problem nicht bewusst/bekannt und ja, da muss ich jetzt durch. Und soll ich Dir was sagen? Ich hab es mir mittlerweile abgeschmiert, dass ich zumindest momentan einen "adäquaten" Job bekomme. Deswegen.... ....[QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i] [B] Eine andere Bekannte hat BWL studiert, mit 2,0 abgeschlossen und nach 2 Jahren Arbeitssuche im Call-Center angefangen. Auch nicht so berauschend, wenn man bedenkt, dass dort auch ausrangierte Friseusen arbeiten. Aber besser als nichts.[/B][/QUOTE] Nach 2 Jahren Arbeitssuche? Wie bereits oben erwähnt, bewerb ich mich bereits nach einem halben Jahr Arbeitslosigkeit fast ausschließlich für solche oder ähnliche Jobs. Komischerweise komm ich auch da nicht rein. Neulich hatte ich einen Anruf - Telefoninterview. Die Frau klang sehr zuversichtlich, dass ich den Job bekomme würde, dann stellte sich aber irgendwie heraus, dass es bei der Firma (Zeitarbeit) anscheindend Kommunikationsprobleme gibt, denn sie war eigentlich zuständig für Call-Center-Jobs an einem anderen Standort als den, wofür ich mich beworben habe. Naja, ma gucken was wird, sie wollte ein gutes Wort für mich einlegen, ist aber bisher nichts passiert. :( [QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i] [B] Hartz 4 ist genauso für Hochschulabsolventen gemacht, wie die Uni für Sonderschüler. Nämlich gar nicht.[/B][/QUOTE] Soweit ich weiß ist Hartz IV für Leute gemacht, die bei Antragstellung keine 12 Monate innerhalb der letzten drei Jahre sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. Dazu gehören Absolventen genauso wie ALGI-Empfänger, die 18 Monate ALGI empfangen haben (und dann, um bei der hier allgemein herrschenden Denke zu bleiben, meistens schon längst ihre Investiotionen -sprich AloVers-Beitrag- "rausgekriegt" haben) und Schulabgänger die keine Ausbildung machen können. [QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i] [B] Im Prinzip geht es Dainty gar nicht um mehr Hartz, vermute ich.[/B][/QUOTE] Stimmt größtenteils. Mir geht es darum, wie bereits im letzten Satz meines ersten Beitrags geschrieben, dass viele Leute denken, Hartz IV -Empfänger wollen nur die Hand aufmachen, weil man ja von 345€ leben kann, außerdem wollen sie keine Jobs annehmen, bei denen sie letzendlich 200€ mehr am Ende des Monats in der Tasche haben. Sicherlich denke ich auch, dass man zumindest eine Zeit lang von 345€ leben kann. Aber es bekommt nicht jeder die 345€ und darunter wird es schwierig über die Runden zu kommen. Man kommt nicht drum rum, neben dem Staat auch noch dem Partner und den Eltern auf der Tasche zu liegen. Dies und eben die vorherrschende Einstellung gegenüber ALGII-Empfänger wie z.B. 'die wollen doch nur nicht arbeiten' oder 'wohl zu doof, faul, etc. einen Job zu finden' nagen am Selbstbewusstsein und deswegen ist es auch wohl so, dass ein halbes Jahr Arbeitslosigkeit im Lebenslauf den beruflichen Genickschuss bedeutet. [QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i] [B] Deine Professoren erzählen dir vom ersten Semester an was für ein toller Typ du bist, weil du Jura studierst. Prof. Dr. Soundso von Soundso aus Superuni im Ausland nennt dich "Frau Kollegin". Deine Eltern erzählen allen mit geschwellter Brust, dass du ja im 11. Semester Jura studierst und egal wohin du kommst ist Jura neben Medizin der Inbegriff für geistige Elite.[/B][/QUOTE] Hehe, ja, kann schon sein, dass es das teilweise gibt. Naja, bei uns an der FH gab es das sicherlich nicht, aber auch uns wurde oft in blumigen Worten die Zukunft prophezeit. Den ersten Rüffel bekam ich eigentlich erst während des Praxissemsters, wo ich es mit einigen Jura-Studies nach 1. Staatsexamen zu tun bekam. Ich und auch 2 Leidensgenossinnen, waren für die (Zitat) "nichts halbes und nichts ganzes". Naja, wie gesagt, vor dem Praxissemster hatte ich eigentlich schon alle theoretischen Semester hinter mir, war wirklich frohen Mutes und hätte im Leben nicht gedacht, dass es so haarig wird. Ok, so 1-2 Monate konnt ich mir schon vorstellen auf Jobsuche zu sein, aber apätestens dann hätte sich jemand meiner erbarmt. Naja, ging eben nicht so. Ich möchte noch einmal auf den Vorwurf kommen, von wegen ich hätte ja schon jahrelang BAFöG (also dein Geld^^) eingeheimst, wäre somit Teil einer Abmachung geworden, die mich verpflichtet was aus meinem Studium zu machen. Du weißt aber schon, dass man im Laufe des Studiums Nachweise erbringen muss, dass man weiter förderungswürdig ist? Bei mir war es glaub ich nach dem Grundstudium, bzw. nach den ersten 2 Jahren. Ich bin eben weiter als förderungwürdig eingestuft worden (die Ansprüche sind da auch nicht so hoch, aber ich kann auch nichts dafür, dass es so ist). Mittlerweile wünschte ich mir, dass man mir das BAföG gestrichen hätte.Dann wäre mein Studium zu dem Zeitpunkt beendet gewesen, ich hätte statt der 4 Jahre nur 2 Jahre verloren. Beruflich geschadet hätte es mir auch nicht mehr, als meine jetzige Situation. Ich gebe denen die Schuld? Wenn Du das so sehen möchtest, bitte...ich bin aber nur ein Einzelfall...:p |
| Move over Kate | Hm, das Problem mit den Wirtschafts- oder Umweltjuristen kenn ich auch. Hier sind auch zwei FH-Standorte, die diese Studiengänge anbieten. Ich denke, dass beiden Studiengängen noch die Akzeptanz, ähnlich den B.A.-Abschlüssen, fehlt. Außerdem würde ich mir als Personalleiter die Frage stellen "wozu einen FH-Absolventen einstellen, wenn ich einen Volljuristen einstellen kann, der unter Umständen noch vor Gericht vertretungsberechtigt ist". Diese Nische, die die FH-Absolventen belegen sollen, gibt es in den meisten Firmen m. E. noch nicht. Gerade weil man auch mit Volljuristen die Straßen pflastern könnte. |
| Dainty | MoK...genauso ist es. Der Studiengang war als ich damit anfing noch relativ neu. Hab mir gedacht, wenn die 4 Jahre rum sind, dann ist das ein etablierter Studiengang, genauso wie BWL oder so. Meine Hoffnung unter anderem war, weil man dort eben auch viele BWL-Vorlesungen hat, dass man sich dadurch für Firmen interessanter macht, als es ein Volljurist tun kann. Wusste damals auch nicht, dass so viele Juristen scharf darauf sind in Firmen eingesetzt zu werden. Dachte nunmal, dass es immer oberstes Ziel eines Juristen ist, Anwalt oder noch besser Richter zu werden. Die Masse war mir nicht bewusst. Eine andere Hoffnung war, dass man sich billiger verkaufen kann. [B]Wird aber jetzt ziemlich offtopic.[/B] |
| Mondsilbertaufe | [QUOTE]Ich möchte noch einmal auf den Vorwurf kommen, von wegen ich hätte ja schon jahrelang BAFöG (also dein Geld^^) eingeheimst, wäre somit Teil einer Abmachung geworden, die mich verpflichtet was aus meinem Studium zu machen. [/QUOTE] Zugegeben ist das mehr Teil meiner Meinung als tatsächliche Forderung. Eine moralische Kiste gewissermaßen. [QUOTE]Du weißt aber schon, dass man im Laufe des Studiums Nachweise erbringen muss, dass man weiter förderungswürdig ist? [/QUOTE] Weiß ich. Musste ich auch mal. Nach 4 Semestern sollte ich den Sachbearbeitern verraten, ob ich mein Examen für die Zulassung zum Hauptstudium antreten will. Was ist das denn für ein Nachweis? Deswegen ist die Verpflichtung gegenüber den Menschen, die dir dein Bafög bezahlen nicht bindend. Es liegt, wenn man so will, an deiner Kinderstube ob du dir für das Geld der anderen den Arsch aufreißt oder platt sitzt. Schade eigentlich... [QUOTE]Mittlerweile wünschte ich mir, dass man mir das BAföG gestrichen hätte.[/QUOTE] ...dann würde man solche Leute wie dich nämlich herausfiltern. Dann würden die Leute Bafög bekommen, die sich darüber freuen, dass andere ihre Studentenfeten bezahlen. Was mich an dir stört, ist dein geringes Verantwortungsbewusstsein. Du hast keine Achtung vor den Leuten, die malochen gehen, damit du irgendwann sagst: "Ätsch, verarscht! Ich wollte das Geld gar nicht. Habs aber trotzdem ausgegeben." Das ist wie Perlen vor die Säue werfen. Das da was unfair ist, scheinst du gar nicht zu realisieren. Im Prinzip optimal für Jura. Als bezahlter Lobbyist muss man flexibel bleiben. Menschlich gesehen, naja... |
| Move over Kate | @ Mondsilbertaufe Sorry, aber kann man das nicht weniger harsch formulieren? :rolleyes: |
| Dainty | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i] [B] Weiß ich. Musste ich auch mal. Nach 4 Semestern sollte ich den Sachbearbeitern verraten, ob ich mein Examen für die Zulassung zum Hauptstudium antreten will. Was ist das denn für ein Nachweis? [/B][/QUOTE] Ist ja schön, dass Du damals dann anscheinend gesagt hast "Ach ne, lassen Sie mal, ich glaub wenn ich mein Studium beendet habe, bringe ich der Gemeinschaft keinen Mehrwert" oder aus vollster Inbrunst "Ich bin wie für dieses Studium gemacht, wenn ich das nicht mit einer eins abschließe, zahle ich sämtliches BaföG zurück". Bei mir hat eben der Nachweis gereicht, dass ich mein Grundstudium abgeschlossen habe. [QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i] [B] Deswegen ist die Verpflichtung gegenüber den Menschen, die dir dein Bafög bezahlen nicht bindend. Es liegt, wenn man so will, an deiner Kinderstube ob du dir für das Geld der anderen den Arsch aufreißt oder platt sitzt.[/B][/QUOTE] Find ich jetzt nicht so prickelnd, dass Du indirekt meine Eltern beleidigst. Vor allem wenn man bedenkt, dass meine Eltern Zeiten miterlebt haben in denen Menschen noch gestorben sind, wenn sie Probleme mit dem Blinddarm hatten, und Du Dich jetzt doch im Grunde nur darüber aufregst, dass Du wegen "Schmarotzern" wie mir am Ende des Montas 2 Euro weniger auf dem Konto hast. Da Du einen Hang zu merkwürdiger Argumentation hast, wirst Du mir doch sicherlich zugestehen dass ich den auch habe, oder? Außerdem frag ich mich, was Du nicht verstanden hast bzw. was Du verstehen willst. Ich glaube von mir behaupten zu können, dass ich immer nach Vernunft handel. Mein Studium, also den Studiengang hab ich damals mehr aus Vernunft begonnen (warum s.o.) als dass ich glaubte, dadurch meinen Traumjob zu bekommen. Ich war der Meinung, dass ich damit bessere Chancen habe. Wenn ich dem gefolgt wäre, was eher meiner Vorliebe entsprach, hätte ich mich für Sozialpädadogik entschieden. Damals hieß es aber, dass dieses Fach dermaßen überlaufen ist und in Niedersachsen/NRW gab es kaum Jobs für solche Leute. Heute wohn ich in S.-H. Wenn ich die Zeitung aufschlage gibts massenweise Stellenangebote für Sozialpädagogen...und das beste ist, sie brauchen meist keine 3 Jahre einschlägige Berufserfahrung, wie es bei mir z.B. jetzt der Fall ist. [QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i] [B] Schade eigentlich... ...dann würde man solche Leute wie dich nämlich herausfiltern. Dann würden die Leute Bafög bekommen, die sich darüber freuen, dass andere ihre Studentenfeten bezahlen.[/B][/QUOTE] Dass das BaföG-Amt nicht den Beweis haben will, dass man als Einser-Absolvent abschließt, ist wie bereits von mir gesagt nicht mein Problem. Ich hab auch schon gesagt, dass ich eben nur Zweier-Absolvent bin, was in Deinen Augen ja drauf hindeutet, dass ich mir "den Arsch platt gesessen habe". Sag mir doch bitte mal, was ich jetzt genau dafür kann, dass ich arbeitslos bin? Kann ich was dafür, dass es keine Jobs gibt? Kann ich etwas dafür, dass es immer jemanden gibt, der besser ist als ich? Das einzige, was ich mir vorwerfen kann, ist, dass letztenlich mein Entschluss, meiner Vernunft zu folgen falsch war. Ich sagte, mit dem Wissen von heute, nämlich, dass ich nach Studium dem Staat mindestens ein halbes Jahr auf der Tasche liege und dass ich kaum noch die Chance sehe einen Beruf zu bekommen, für den mein Studium von Nutzen war, wäre es besser gewesen, wenn man damals die Latte höher gelegt hätte (dann hätten sicherlich die Hälfte meiner Kommilitonen die Segel streichen, bzw. sich anders -in erster Linie wohl durch Eltern- finanzieren müssen). Da sich dann aber kaum noch jemand son Studium leisten kann, wäre das mit der Juristenschwemme dann auch bald Vergangenheit. Da das alles einen höheren Arbeitsaufwand fordert, kann sich ja der Staat überlegen, ob er mehr Beamte einsetzen möchte, oder ob er jedem einzelnen Studenten mindestens 2 weitere Jahre Bafög zahlt in der Hoffnung, dass sie ihre eins vorm Komma bekommen und sich bestenfalls weitere Zusatzqualifikationen leisten können. Das hat aber mit dem [QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i] [B] "Ätsch, verarscht! Ich wollte das Geld gar nicht. Habs aber trotzdem ausgegeben." [/B][/QUOTE] nichts zu tun. Btw. bin ich nur im 1. Semester auf der einen oder anderen Studentenfete gewesen. Ich fand meine Kommilitonen insgesamt eher öde und hab mich lieber von denen und den allgemeinen Vorstellung von einem Studentenleben ferngehalten. Deswegen frag ich mich auch wie Du darauf kommst, dass ich keine Achtung vor Malochen-gehenden Menschen habe. Hallo? Bin ich jetzt wieder der faule HartzIV-ler? Wenn ich einen Job hätte, wäre es mir sowas von egal, ob ich den ein oder anderen Faulpelz mitfinanziere. Ich weiß dass man als Arbeitsloser kein schönes Leben hat. Ich weiß aber, dass der Staat einem Unternehmen, das 7500 Stellen streichen möchte (betriebsbedingt natürlich) nicht im Wege stehen wird. Da ist was faul, aber nicht bei den Menschen die arbeiten möchten aber keinen Job kriegen, einfach weil es keinen gibt. Für mich ist das Abtreten meines Geldes für Situationen, die mich ja sogar jederzeit selbst einholen könnten sozial und selbstverständlich. Ich frag mich, ob Du überhaupt verantwortungsbewusst genug bist? Jetzt kommt wahrscheinlich wieder "Du hast ja in Deinem Leben noch nie was gemacht". Zugegeben, viel habe ich bisher nicht gemacht, aber hier und da bin auch ich schon sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen. Ich frag mich, wie Du überhaupt jemanden, der erst nach 2 Jahren Arbeitslosigkeit auf den Gedanken kam, sich für Jobs zu bewerben für die er eigentlich überqualifiziert ist, als Deinen Freund bezeichnen kannst? Hattest Du gar Verständnis dafür? Hast aber generell kein Verständnis für Personen die Du nicht kennst? Deswegen.... [QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i] [B] Menschlich gesehen, naja... [/B][/QUOTE] .... |
| Manley | und bevor das hier ausartet - ich habe nichts gegen eine harte diskussion, aber bitte bleibt sachlich beim thema! persönliche angriffe wie diesen hier (und ich werte das als solchen) [QUOTE][I]Original geschrieben von Mondsilbertaufe[/I] Es liegt, wenn man so will, an deiner Kinderstube ob du dir für das Geld der anderen den Arsch aufreißt oder platt sitzt.[/QUOTE] gehören hier einfach nicht her. wenn ihr was zu klären habt, macht das per pn und bleibt hier sachlich! danke. |
| darkmav | @ Dainty: Schon mal überlegt, umzuziehen, um Arbeit zu finden? Offene Stellen scheint es zumindest genug zu geben: [url]http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,425206,00.html[/url] |
| Dainty | darkmav, natürlich habe ich in Erwägung gezogen für einen Job umzuziehen. Meine Grenze liegt bei rund 300 km und auch da muss ich wieder differenzieren. Umziehen für einen Job, den ich eigentlich mit meinem Studium angestrebt habe - sofort Umziehen für einen "niedrigeren" Job - da wird in der Regel (aber eben nicht immer) mein Aktionsradius auf rund 150 km beschränkt... Umziehen für einen Job, für den man keine besondere Qualifikation braucht, den man macht um eben Geld zu verdienen und dann meistens ziemlich wenig - hm, Radius nicht mehr als 50 km und dann würd ich auch nicht umziehen sondern pendeln. Warum? Weil auch mir meine Beziehung was Wert ist, ich lieber auf das ein oder andere materielle verzichte, wenn es mir dann vom Herzen her gut geht (wenn Du verstehst was ich meine). Dann zu dem Artikel. Schreibst ja selbst, dass es genug Jobs zu geben [B]scheint[/B]. Das ist ja schön, wenn die Bundesagentur für Arbeit meldet, dass es 560.000 freie Jobs im Mai gab...ich find solche absoluten Zahlen wahnisnnig hilfreich und aussagekräftig....und prinzipiell sind sie ja auch bestes Indiez dafür, dass Arbeitslose doch alles faule Hunde sind. :rolleyes: Move over Kate hat hier kürzlich auch schonmal was dazu zitiert. Ich wiederhols mal: "Am häufigsten beauftragten Unternehmen im letzten Jahr die Arbeitsagenturen mit der Suche nach Maschinenbauingenieuren (+28,3 % zu 2004), IT-Experten (+20,2 %), Sozialarbeiter und -pädagogen (+14,8 %), Elektroingenieure (+21 %) und Lehrer (+3,9 %). " Das ist also das, was für die Jobchancen von Akademikern gilt. Selbst hier in S.-H. gibts genügend Stellenangebote für Krankenschwestern, Elektroniker, Tiefbauhelfer, Restaurantfachleute, Fliesenleger, Maurer und Verkäufer. Das ist lobenswert, hilft mir aber nicht viel, weil ich keine Ausbildung dafür habe. Suche ich nach den Jobs, die meiner betrieblichen Ausbildung entsprechen, find ich zum einen nicht viel und das was ich finde, erfordert Berufserfahrung die ich nicht habe. Die Firmen können sich das derzeit einfach erlauben. Dann die Jobs, für die man keine Ausbildung braucht... Gibt es, hier und da mal. Hab ich auch schonmal breit genug hier ausgeführt. Aber bei so vielen verzweifelten Arbeitssuchenden ist es nicht verwunderlich, wenn ich als Absolvent solche Jobs nicht bekomme oder? |
| darkmav | @ Dainty: Hmmm... Es gibt auch die Möglichkeit, eine Fernbeziehung zu führen. Ist selbst bei 600km Luftlinie kein Problem (eigene Erfahrung ;)) Es kann durchaus sein, daß es jobmäßig in BaWü oder Bayern besser aussieht... Aus diesem Grund bin ich momentan vorsichtig, eine Beziehung einzugehen: Möchte in ganz Dtl. unter den Jobangeboten auswählen können. Wenn Du andererseits für die Liebe auf Materielles verzichten kannst: Wo ist dann das Problem? In einen sauren Apfel mußt Du wohl beißen müssen... Kann einfach nicht glauben, daß man als Hochschulabsolvent auf längere Zeit hinaus arbeitslos sein muß. Sicherlich mag die Bezahlung u. U. schlecht bis miserabel sein (-> Praktika), aber gar nichts finden... glaub ich nicht. Du hast doch sicherlich auch Computerkompetenz: MS-Office etc. Das würde Dich auch als Bürohilfskraft interessant machen. Da Juristen bekanntermaßen gewandt und präzise formulieren können, vielleicht sogar als Sekretärin. Wahrscheinlich eine bessere, als der Durchschnitt, da Du durch Dein Studium gezeigt hast, daß Du intelligent bist. Kenne mich da nicht aus: Gibt es da irgendwelche "Umschulungskurse" (ohne jetzt eine Ausbildung von vorne machen zu müssen)? So etwas wird doch auch gerne vom Arbeitsamt bezahlt, wenn das (so wie in Deinem Fall) begründet ist. Wenn Du die Umschulung gemacht hast, dann bist Du auch das Stigma der Überqualifikation los, weil Dein Arbeitgeber weiß, daß Du nicht bei der nächstbesten Gelegenheit abspringst, sondern Du es ernst meinst., |
| Dainty | Ich machs mal kurz: Ich bin nicht so für einen unsteten Lebenswandel, möchte irgendwo mal Fuß fassen. Das liegt in der Natur meiner Person. Und keine gesetzliche Regelung Deutschlands (die es auch gar nicht gibt) und keine mir völlig fremden Personen, sind dazu in der Lage, mir diesen Charakterzug auszutreiben. Von daher - für mich gibt es was das Geld betrifft kein so großes Problem. |
| darkmav | @ Dainty: >> Ich machs mal kurz: Ich bin nicht so für einen unsteten Lebenswandel, möchte irgendwo mal Fuß fassen. Das liegt in der Natur meiner Person. Und keine gesetzliche Regelung Deutschlands (die es auch gar nicht gibt) und keine mir völlig fremden Personen, sind dazu in der Lage, mir diesen Charakterzug auszutreiben. Sorry... aber bei Dir habe ich das Gefühl: Jammern... aber nix ändern wollen. Kenne das Gefühl auch bei mir: Nicht, was den Job betrifft, eher was die Partnersuche angeht. Da habe ich mich auch regelmäßig auf meine Charakterzüge berufen... Leider bringt das nichts... Und im Gegensatz zum Job gibt's bei der Partnersuche keine Ämter, die mich unterstützen, und es gibt auch kein Hartz-IV in Form von "Trostfrauen", wenn's mit der Traumfrau nicht klappt. Der Singlemarkt ist so etwas von neoliberalistisch, neoliberalistischer geht es gar nicht mehr. Im Gegensatz zum Arbeitsmarkt ist Angebot und Nachfrage der einzige Motor. Naja... Dafür feile ich gerade an meiner Karriere... ist doch auch schon was! >> Von daher - für mich gibt es was das Geld betrifft kein so großes Problem. Das hat sich in Deinem ersten Posting aber noch gaaanz anders angehört ;) Da erschien mir Geld wirklich ein Thema. |
| Mondsilbertaufe | [QUOTE][i]Original geschrieben von Manley [/i] [B]persönliche angriffe wie diesen hier (und ich werte das als solchen)[QUOTE]Es liegt, wenn man so will, an deiner Kinderstube ob du dir für das Geld der anderen den Arsch aufreißt oder platt sitzt.[/QUOTE] [/B][/QUOTE] Da der Satz großen Anteil an meiner Kernaussage hat, formuliere ich ihn etwas sachlicher: Es ist eine Frage des Anstands, ob man Respekt und Dankbarkeit gegenüber denjenigen zeigt, die einem aus dem Loch holen oder ihnen am Ende auch noch die Schuld gibt, wenn man seine Chance versieben und am Schluss versagen sollte. [QUOTE][i]Original geschrieben von Dainty [/i] Außerdem frag ich mich, was Du nicht verstanden hast bzw. was Du verstehen willst.[/QUOTE] Dann beantworte ich deine Frage mal: Ich will gar nicht, dass du dich hier rechtfertigst. Im Grunde habe ich deine Arbeitslosigkeit an sich nicht kritisiert. Denn mitunter gibt es Fälle, die sich nicht ändern lassen. Mit deiner Einstellung bin ich nicht einverstanden. Du gibst ernsthaft den Bafög-Leuten die Schuld dafür, das du zuende studieren musstest. Dann gibst du der freien Wirtschaft die Schuld, weil sie dich nicht einstellen und der Staat ist schuldig, weil er dir nur einen kleinen Hartz bezahlen will und du deinen Lebensstandart (vom Bafög) nicht halten kannst. Eine Freundin von mir hat ein richtiges Stipendium bekommen. Die musste jedes Semester eine Hausarbeit verfassen und sowas wie ein Testat über sich ergehen lassen. Das hat sie aber gern gemacht, weil sie von denen finanziert wurde. Gegenleistung zu erbringen gehört genauso selbstverständlich in ihr Weltbild wie in das meinige. Hätte sie mir die Ohren vollgejammert, hätte ich ihr empfohlen, auf das Stipendium zu verzichten. Aber wer macht das schon? Man ist ja schließlich dankbar gegenüber seinen Gönnern. Dass man keine Gegenleistung erbringen kann ist die eine Sache. Aber wenigstens sowas wie Dankbarkeit sollte drin sein. Ist bei dir nicht der Fall. Das finde ich nicht in Ordnung. [QUOTE]Ich frag mich, wie Du überhaupt jemanden, der erst nach 2 Jahren Arbeitslosigkeit auf den Gedanken kam, sich für Jobs zu bewerben für die er eigentlich überqualifiziert ist, als Deinen Freund bezeichnen kannst? Hast aber generell kein Verständnis für Personen die Du nicht kennst?[/QUOTE] Noch eine Frage, die ich gern beantworte. Diese besagte Person macht andere nicht für ihr Leben verantwortlich. Ich habe noch nie gehört, dass sie über Firmen gemotzt hat, die sie nicht eingestellt haben oder über das ganze System überhaupt... Sie wirkt einfach reflektierter als du. Sie wusste, dass es schwer werden würde, zumal sie auch nicht bereit war, ihren Wohnort zu wechseln. Jetzt ist es schwer und sie macht das beste draus. Sie hat es sich selbst ausgesucht und steht nun dazu. Sowas heißt Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Das sehe ich bei dir nicht. Ich sehe nur, dass dich die Gemeinschaft jahrelang getragen hat und du nicht imstande bist, ohne auf deine Ernährer zu schimpfen, flügge zu werden. |
| Dainty | Mondsilbertaufe, erstmal danke für den gemäßigteren Ton den Du angeschlagen hast, ehrlich. [QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i] [B] Es ist eine Frage des Anstands, ob man Respekt und Dankbarkeit gegenüber denjenigen zeigt, die einem aus dem Loch holen oder ihnen am Ende auch noch die Schuld gibt, wenn man seine Chance versieben und am Schluss versagen sollte. [/B][/QUOTE] Ich sehe immer noch kein Versagen bei mir, sorry. [QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i] [B] Mit deiner Einstellung bin ich nicht einverstanden. Du gibst ernsthaft den Bafög-Leuten die Schuld dafür, das du zuende studieren musstest. Dann gibst du der freien Wirtschaft die Schuld, weil sie dich nicht einstellen und der Staat ist schuldig, weil er dir nur einen kleinen Hartz bezahlen will und du deinen Lebensstandart (vom Bafög) nicht halten kannst.[/B][/QUOTE] Also erstmal hast Du mir das mit dem BaföG-Leuten in den Mund gelegt. Ich hatte damals keinerlei Absichten, mein Studium zu beenden und hätte demnach auch nicht dem Amt die Verantwortung übertragen können diese Entscheidung für mich zu fällen. Hätte ich aber aus freien Stücken das Studium abgebrochen, so hätte es sicherlich auch Leute gegeben (zu denen Du wohl nicht gehörst) die sich auch dadrüber aufregen. Wo hab ich denn der freien Wirtschaft die Schuld gegeben? Mir ist klar, dass man sich in Zeiten des Überflusses an Arbeitskräften die Besten rauspickt. Zum Thema Staat und dessen Verantwortung hab ich schon genug geschrieben. Bin es leid, dass das wohl ignoriert wird. Was meine "Unmengen" an BaföG betrifft, scheinst Du das falsch verstehen zu wollen. Ich hab bereits im ersten Beitrag geschrieben, dass ich nicht stolz darauf bin. Vom BaföG bin ich nur angefangen, weil vorher behauptet wurde, man kann für sich persönlich vorsorgen, indem man immer etwas Geld zur Seite legt. Dass ich aber nichts vom BaföG zur Seite gelegt habe, deutet in keiner Weise darauf hin, dass ich einen guten Lebensstandard hatte. Jetzt im Moment ist mein Lebenstandard Wohnung und Essen. Worums mir ging, schreib ich nicht nochmal her. Kann man auch im ersten Beitrag lesen (Tip: letzter Absatz). Ich hab einfach was gegen die Stigmatisierung von ALGII-Empfängern und Arbeitslosen generell. Im Zuge irgendeiner Hartz-Reform wurden aus schnöden Arbeitsämtern Serviceagenturen. Die Arbeitsagentur schrieb sich auf die Fahne Arbeitslose nicht verwalten, sondern vermitteln zu wollen. Das ist ein großes Ziel wie ich finde...nur wirklich was daraus geworden ist nichts, außer das man durch minimalste Absicherung der Arbeitslosen diese in Jobs zwingen will. Ob die Arbeitsagentur da ihren eigenst gesetzten Ansprüchen gerecht wird? Auf das Thema Staat im Allgemeineren geh ich hier auch nicht nochmal ein. [QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i] [B] Eine Freundin von mir hat ein richtiges Stipendium bekommen. Die musste jedes Semester eine Hausarbeit verfassen und sowas wie ein Testat über sich ergehen lassen. Das hat sie aber gern gemacht, weil sie von denen finanziert wurde. Gegenleistung zu erbringen gehört genauso selbstverständlich in ihr Weltbild wie in das meinige.[/B][/QUOTE] Naja, Stipendium und BaföG kann man nun wirklich nicht auf eine Stufe stellen. Wenn man so intelligent ist das zu bekommen - schön für denjenigen. Bei der Anerkennung die einem da entgegenschlägt ist klar, dass man sowas nicht enttäuschen möchte. BaföG ist in meinen Augen eine Investition von mir für mich (weil ich es ja zur Hälfte zurück zahlen muss) und des Staates in sein Humankapital. Und beide Seiten müssen überlegen, ob sie diese Investition tätigen wollen. Zum einen kann ich das beurteilen, weil ich selbst am besten weiß was ich mir zutraue. Hätte ich mir das Studium nicht zugetraut, hätte ich es sein lassen. Der Staat vertraut da ganz auf den Einzelnen (was bleibt ihm auch anderes übrig) und überlässt es ihm, was er daraus macht. Vielleicht kann ich mich ja irgendwann dafür erkenntlich zeigen. Wer weiß das schon. Soll ja Menschen geben, die erst nach 2 Jahren den passenden Job gefunden haben. [QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i] [B] Diese besagte Person macht andere nicht für ihr Leben verantwortlich. Ich habe noch nie gehört, dass sie über Firmen gemotzt hat, die sie nicht eingestellt haben oder über das ganze System überhaupt... Sie wirkt einfach reflektierter als du. Sie wusste, dass es schwer werden würde, zumal sie auch nicht bereit war, ihren Wohnort zu wechseln. Jetzt ist es schwer und sie macht das beste draus. Sie hat es sich selbst ausgesucht und steht nun dazu. Sowas heißt Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.[/B][/QUOTE] Ich weiß ja nicht was der Gemeinschft lieber wäre: Einer der 2 Jahre lang die Arroganz besitzt sich für kleinere Jobs zu fein zu sein und womöglich Arbeitslosengeld -damals wahrscheinlich Sozialhilfe- bezieht oder ein HartzIV-Empfänger der zwar auf der eine Seite übers System motzt sich aber bemüht einen Job zu bekommen, auch wenn er dann statt 2000 nur 800 € netto hat. Mondsilbertaufe, zum Abschluss: Ich akzeptiere ja, dass Du mich für verantwortungslos hälst. Bitte, bevor wir uns hier ewig im Kreis drehen und ich es auch selbst irgendwann glaube - ich gönn Dir durchaus noch das letzte Wort dazu aber von meiner Seite ist hier was BaföG und Undankbarkeit etc. betrifft Schluss. Ich bin froh, dass nicht alle Menschen so denken wie Du, denn dann würde ich mich in irgendein Loch vergraben und mich nie wieder blicken lassen, denn ich bin unwürdig...und schreib mal mit dem Gefühl im Bauch ein anständiges Bewerbungsschreiben. darkmav :) Geld spielt insofern keine Rolle mehr für mich, als dass ich keinen tollen Job brauche, sondern mir ein Job reicht mit dem ich so viel verdiene um davon leben zu können. Und eine Umschulung bekommt man nicht, wenn man Leistungen nach SGB II bezieht. Ähnlich wie ein Vermittlungsgutschein AloG I-Empfängern rechtlich zusteht, AloG II-Empfänger bei sowas aber in den Händen der Sachbearbeiter liegen (Ermessensentscheidung). |
| Mondsilbertaufe | [QUOTE]Ich sehe immer noch kein Versagen bei mir, sorry. [/QUOTE] Dein Ziel, als Jurist zu arbeiten, wurde nicht erreicht. [QUOTE]Naja, Stipendium und BaföG kann man nun wirklich nicht auf eine Stufe stellen.[/QUOTE] Das ist wahr. Man bekommt zwar in beiden Fällen das Geld geschenkt, doch im Falle des Stipendiums stehen solvente Firmen dahinter, Parteien oder Stiftungen. Das Bafög finanziert der Klaus von nebenan, der mit den 3 Kindern. [QUOTE]Bei der Anerkennung die einem da entgegenschlägt ist klar, dass man sowas nicht enttäuschen möchte. [/QUOTE] Bafög ist keine Selbstverständlichkeit. In den letzten Monaten kämpfen viele Studis dafür, dass auch die Kinder armer Eltern noch weiter studieren dürfen. Auf deine Unterstützung ist offensichtlich nicht zu hoffen. Bafög kriegt doch jeder, war so und wird immer so bleiben. Und mit dem Hartz ist das auch so. Vater Staat wird mich schon nicht verhungern lassen. [QUOTE]BaföG ist in meinen Augen eine Investition von mir für mich (weil ich es ja zur Hälfte zurück zahlen muss) und des Staates in sein Humankapital.[/QUOTE] Wer ist denn der Staat? :rolleyes: Womit wir wieder bei Klaus wären. Warum ist es selbstverständlich, dass Familienvater Klaus für dich zahlen soll, aber wenn eine Stiftung dies tut ist das etwas außergewöhnliches? Vielleicht weil die Stiftung zwar reicher, aber auch geiziger ist? Und weißt du was? Genauso denken viele. Es gibt massenhaft Studenten, die nicht alle Arbeit finden. Durch Bafög und freies Studieren darf jeder mit Abi auf die Hochschule. Studieren ist keine Besonderheit mehr. Selbst die einfachen Jobs werden durch die Akademiker verdrängt. Wo bleiben denn da die Realschüler? Also machen wir aus dem Studium wieder etwas besonderes und beschneiden die lieben Studies finanziell. Studiengebühren müssen her. Dann wird das Studium wieder etwas selteneres, weniger Akademiker im Call-Center und nebenbei satte Einnahmen für die Hochschulen. Bildung darf jeder haben, aber ab jetzt nur noch jeder, der auch flüssig ist. Wie die Stiftungen. So machen wir aus dem gemeinen Student einen seltenen. Und das machen die sogar. Weil man ja immer noch das Bafög hat, wie es immer war und es immer sein wird. |
| Move over Kate | Na ja Studiengebühren... Zum einen werden in Deutschland Kinder aus unteren Erwerbsschichten bei Ausbildung und Bildung nach wie vor benachteiligt - siehe Pisa. Zum anderen fehlt das notwendige Korrektiv, dass sich in den anglo-amerikanischen Ländern herausgebildet hat: Breite Stipendiatenförderung. Die an sich gar nicht schlecht wäre, da hierdurch Stiftungen und Firmen früh "ihr" künftiges Personal subventionieren könnten... |
| Schwarzer Prinz | H4: a) Bürokratisches Monster (ARGE MA blicken selber nicht mehr durch bei den ganzen Vorschriften, Dienstanweisungen etc.) Eines der Beispiele wie ernst unserer Politiker es mit dem Bürokratieabbau meinen.... b) Nicht H4 ist zu hoch, sondern die Löhne sind in vielen Bereichen zu niedrig. c) daraus folgt, es kommt dazu, dass die Binnennachfrage weiter sinkt, d.h. noch mehr Arbeitslosigkeit entsteht -> Teufelskreis. Insbes. wenn der Export mal lahmen sollte. Aber die Großunternehmen, ihre Manager, sowie die Hauptaktionäre haben ihre Schäfchen eh im Trockenen. Es werden dann halt mal 10 mal 20000 Leute entlassen.. d) Es handelt sich hier aber um neo-kon bzw. neo liberale Ziele. D.h. alle Macht den großen Unternehmen, dazu gehören inbes. große ausl. Konzerne (USA zB), von Globalisierung und der New World Order hat sicher schonmal jeder gehört. Was wir in den letzten Jahren erleben sind (in)direkte Folgen.... e) Wiedervereinigung, ausgeblähte Verwaltung und Politikergehälter,Steuerverschwendungen, Steuerflucht großer Unternehmen, Steuerhinterziehung, sowie die deutsche fin. Unterstützung von Angriffskriegen hat unseren Staat einfach zu viel gekostet über die Jahre. Nun muß man natürlich dort anfangen zu sparen, die Schuld an dieser ganzen Misere sind: D.h. Arbeitnehmer, Arbeitslose, Rentner, Kranke....(Ironie) So ist das :( :mad: |
| Schwarzer Prinz | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B]Stimme in dieser Frage Julya voll zu. Die Leute kriegen Geld fürs NICHTSTUN. Und dann gibt's da noch die ganz Schlauen, die gleich nach der Schule irgendwie einen extra Hausstand anmelden, die Beine auf den Tisch legen, und Hartz-IV einsacken. Krass gesagt: Hartz-IV ist - zumindest was das Verteilen des Geldes angeht - eine Mißgeburt. Früher kostete es reichlich Überwindung, Sozialhilfe zu beantragen, heute hat man die Einstellung, Hartz-IV-Kohle wie selbstverständlich einzusacken, und dann noch zu jammern, wenn's zu wenig ist. Andererseits werde ältere Langzeitarbeitslose (der Fall von Decay) bestraft, indem sie faktisch mit irgendwelche jugendlichen Taugenichtsen gleichgestellt werden. Apropos Taugenichtse: Habe im Fernsehn mal eine Doku (von der ARD) gesehen: Ein Tag auf dem Arbeitsamt, oder so ähnlich. Wenn man sieht, wie sich da so manche junge Arbeitslose anstellen, kriegt man das k***en. Wenn jemand eine zumutbare Arbeit verweigert, gebührt demjenigen keinen Cent - da sollte man nicht lange fackeln. "Verweigern" heißt auch, irgendeine Krankheit vortäuschen, oder nicht-umziehen-wollen usw. Habe nichts gegen faule Leute... Wenn sie sich ihren Lebensunterhalt selbst finanzieren, und nicht dem Staat auf der Tasche liegen. Aber diese Mitnahmementalität ist wirklich widerlich. Und dann sind das meistens noch die Leute, die nicht mit Geld umgehen können: Fürs Saufen und für ein Auto ist immer Geld da... aber wehe, es werden mal 30 Euro für ein anständiges Bewerbungsfoto fällig... Dann wird gejammert hoch drei... Oder man nimmt die Verbrecherfotos vom Automaten (mit denen beim späteren potentiellen Arbeitgeber natürlcih kein Blumentopf zu gewinnen ist). Kenne solche Leute - habe solche sogar in der Familie. Mag sein, daß Hartz-IV auf der Jobförderungsseite was gebracht hat - zumindest die neueren Arbeitslosenzahlen weisen darauf hin, aber bei der Ausgabenseite hätte man ruhig das alte System belassen können (mit kleinen Korrekturen vielleicht). [/B][/QUOTE] Ohh jeee, armer Kerl. Voll der neo-liberalen Propaganda aufgessen. Denke erstmal selber und informiere Dich, nicht nur durch TV o. die gleichgeschaltete Presse (es gibt auch unabhängige Medien) und dann poste. So ein Schwachsinn ist ja nicht zu erstragen (aber wahrscheinlich bist Du treuer CDU/CSU Wähler und hast reiche Eltern - es sei Dir gegönnt) :D |
| Schwarzer Prinz | - "Muss man die Leistungen für Hartz-IV-Empfänger absenken, um stärkere Anreize zu schaffen, niedrig entlohnte Tätigkeiten anzunehmen? Das ist Unsinn. Mit 345 Euro zum Leben im Monat kann man keine großen Sprünge machen. Mit Hartz IV lebt man am unteren sozialen Ende der Gesellschaft. Da ist kein Spielraum für irgendwelche Extras - wie beispielsweise Bücher für Kinder. Das Problem liegt woanders:.......... weiter hier: [url]http://www.berlinonline.de/berlinerzeitung/wirtschaft/566960.html[/url] - Regierung verschleiert Hartz Affaire: "Dazu erklärte die Parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion, Dagmar Enkelmann: "Verschweigen, verschleiern und ausblenden - das ist die offizielle Regierungspolitik, wenn es um die Folgen der Hartz-Gesetze für Millionen Menschen in diesem Lande geht. Verschwiegen wird, dass sich mit der Reform die soziale Lage für die große Mehrheit der Betroffenen gravierend verschlechtert hat." ....... weiter: [url]http://linkszeitung.de/content/view/38671/42/[/url] - Rot-grüne Karrieren: " Während viele Parteifreunde noch über die Motive für Schröders abrupten Abgang rätselten, lästerte ein SPD-Abgeordneter, der ihn seit langem kennt: „Der Gerd hat schon so viele gut bezahlte Posten an der Hand - die müsste er ........." weiter: [url]http://www.rp-online.de/public/article/n...%20hland/328109[/url] |
| Move over Kate | [QUOTE]So ist das[/QUOTE] Klar. Und die Erde ist eine Scheibe. :D [QUOTE]b) Nicht H4 ist zu hoch, sondern die Löhne sind in vielen Bereichen zu niedrig.[/QUOTE] In welchen? [QUOTE]von Globalisierung und der New World Order hat sicher schonmal jeder gehört.[/QUOTE] Ja, hab ich schonmal. Wie verhält sich das deiner Meinung nach zu niedrige Lohnniveau in manchen Sektoren zur internationalen Konkurrenz am Arbeitsmarkt in einer globalisierten Welt? [QUOTE]Wiedervereinigung, ausgeblähte Verwaltung und Politikergehälter,Steuerverschwendungen, Steuerflucht großer Unternehmen, Steuerhinterziehung, sowie die deutsche fin. Unterstützung von Angriffskriegen hat unseren Staat einfach zu viel gekostet über die Jahre. Nun muß man natürlich dort anfangen zu sparen, die Schuld an dieser ganzen Misere sind: D.h. Arbeitnehmer, Arbeitslose, Rentner, Kranke....(Ironie)[/QUOTE] Hm, wenn ich das richtig verstehe: Solidarität hört an den Grenzen der westdeuschen Länder auf, Politiker verdienen zuviel (Frage: Kennst Du die Relation der Gehälter z. B. eines Managers bei Daimler-Chrysler und dagegen die Gehaltsabrechnung von Angela Merkel)... Angriffskrieg? Welch hartes Wort, zudem ist der Angriffskrieg strafbar (§§ 80, 80a StgB). Verdammt, warum greift der Generalbundesanwalt nicht hart durch und arrestiert die Regierung - und Schröder + Co. gleich mit wegen des Kosovo-Krieges... Ohh jeee, armer Kerl. Voll der Jungle World (oder vielleicht doch der Jungen Welt) aufgesessen... :D Etwas differenzierter, bitte. Und bitte die Beiträge editieren, nicht gleich drei auf einmal... |
| Schwarzer Prinz | >>>>>In welchen? "Bereits ein Drittel aller Vollzeitbeschäftigten arbeitet in Billigjobs - Tendenz steigend. Das ergab eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans- Böckler-Stiftung. Mehr Arbeitsplätze sind dadurch nicht entstanden. WSI-Experte Claus Schäfer: "Niedriglöhne erzeugen nicht mehr Beschäftigung...... weiter: [url]http://www.einblick.dgb.de/archiv/0315/gf031504.htm[/url] ">>>Ja, hab ich schonmal. Wie verhält sich das deiner Meinung nach zu niedrige Lohnniveau in manchen Sektoren zur internationalen Konkurrenz am Arbeitsmarkt in einer globalisierten Welt? Kann man nicht vergleichen. Du kannst zB. einen Polen oder Chinesen nicht auf die gleiche Stufe stellen wie einen Deutschen. D.h. für einen Polen (zB) sind 300€ im Monat viel, Geld in D (insbes. in Gegenden mit hohen Mieten) ist es so gut wie nichts. Ansonsten habe ich auch keine Patentlösung bzgl. Globalisierung, daher passe ich hier. Bin aber auf Deine Ansicht zum Thema (aber bitte ohne billige Ironie) gespannt. >>>>>> Mhh.. was Du mit den westdt. Grenzen meinst, kann ich in dem Zusammenhang nicht erkennen....nähere Erläuterung von Nöten. Und ja. Ich vergaß ebenso die viel zu hohen Manager Gehälter. Danke das Du das selber erwähnst. >>>>>Angriffskrieg? Welch hartes Wort, zudem ist der Angriffskrieg strafbar (§§ 80, 80a StgB). Verdammt, warum greift der Generalbundesanwalt nicht hart durch und arrestiert die Regierung - und Schröder + Co. gleich mit wegen des Kosovo-Krieges... Also mit dieser Form der Ironie kommst Du hier nicht weiter, so leicht es auch für Dich sein möge. Irak und Afghanistan sind für mich Angriffskriege gewesen.....diese hat die dt. Regierung logistisch, teils mit Truppen, aber auf jeden Fall mit Geld unterstützt. >>>>Ohh jeee, armer Kerl. Voll der Jungle World (oder vielleicht doch der Jungen Welt) aufgesessen... :D Jungle World ? Klingt wie eine der sog. Reality Shows im TV. Also ich nehme an, dass dieses Internetseiten sind. Ich frequentiere diese aber nicht. >>>>>Etwas differenzierter, bitte. Und bitte die Beiträge editieren, nicht gleich drei auf einmal. Bist Du mod/admin ? Und zum Thema differenziert: Mein Beitrag ist differenzierter als vieler andere der Postings hier. |
| Move over Kate | [QUOTE]"Bereits ein Drittel aller Vollzeitbeschäftigten arbeitet in Billigjobs - Tendenz steigend. Das ergab eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans- Böckler-Stiftung. Mehr Arbeitsplätze sind dadurch nicht entstanden. WSI-Experte Claus Schäfer: "Niedriglöhne erzeugen nicht mehr Beschäftigung....[/QUOTE] Die Hans-Böckler-Stiftung und das WSI sind als gewerkschaftsnahe Institutionen nicht gerade der Inbegriff unabhängiger, seriöser Wissenschaft. Außerdem wurde hier schon von Anbeginn darüber diskutiert, dass Vollbeschäftigung in regulären Jobs heute und in Zukunft unrealistisch ist, da unsere hochtechnisierte Volkswirtschaft ohne manuelle Arbeit produktiv sein kann..Also kann ich noch so hohe Löhne fordern, die, die keine Arbeit haben, werden dadurch auch keine finden. Es werden die gewinnen, die flexibel sind, und die Nischen belegen, die sich am veränderten Arbeitsmarkt entwickeln. [QUOTE]Ansonsten habe ich auch keine Patentlösung bzgl. Globalisierung, daher passe ich hier. Bin aber auf Deine Ansicht zum Thema (aber bitte ohne billige Ironie) gespannt.[/QUOTE] Es gibt keine. Deshalb fand ich die "So ist das"-Feststellung auch so daneben. ;) Das Feilschen um Produktionsstätten und Arbeitsplätze fängt schon zwischen den Kommunen an, auch hier gewinnt der, der den Industrie-Bauplatz für einen Euro weniger verhökert. Darüberhinaus ziehen national verfasste Staaten mit ihrer beschränkten Regelungsweite gegen supra- oder international verfasste Konzerne auch den Kürzeren. [QUOTE]Und ja. Ich vergaß ebenso die viel zu hohen Manager Gehälter.[/QUOTE] Nicht die Manager-Gehälter sind zu hoch, sondern die Politiker-Gehälter zu niedrig. Kein Top-Mann z. B. aus der freien Wirtschaft, der vielleicht mal neue Ideen in den Laden bringen könnte, hat Interesse an einem Wechsel, da die Arbeit eines 60-Stunden-Ministers nicht annähernd adäquat entlohnt wird. Daher bleibt die Politiker-Kaste in sich geschlossen und reproduziert sich selbst. Das fängt schon damit an, dass das Parlament nicht annähernd die gesamte Breite unserer Bevölkerung abdeckt, was in einer repräsentativen Demokratie aber auch nicht sein muss. Wer dominiert? Die Beamten. Und die machen Gesetze - von Beamten - für Beamte... :D Abgesehen davon: Das keynesianische Argument "hohe Gehälter -> Ankurbelung der Binnennachfrage" gilt doch (als Annahme) uneingeschränkt. Warum soll der Arbeitnehmer also mehr verdienen, die Manager und Politiker aber weniger? Das wär doch unter keynesianischen Gesichtspunkten kontraproduktiv. Also bleibt der bloße Neid-Aspekt. Ist es seriös, keynesianische Argumente nur solange zu bringen, wie sie in den eigenen Kram passen? [QUOTE]Irak und Afghanistan sind für mich Angriffskriege gewesen.....diese hat die dt. Regierung logistisch, teils mit Truppen, aber auf jeden Fall mit Geld unterstützt.[/QUOTE] Ja, für dich. Nur ist eben der "Angriffskrieg" ein juristischer Terminus, den nicht jeder nach gutdünken (oder besser schlechtdünken) neu belegen sollte. Grundlage einer Diskussion sind doch wenigstens Klarheit der Begriffe. [QUOTE]Bist Du mod/admin ?[/QUOTE] Nö, es nervt mich aber trotzdem. [QUOTE]Und zum Thema differenziert: Mein Beitrag ist differenzierter als vieler andere der Postings hier.[/QUOTE] Ich glaube nicht, dass Du dir die Mühe gemacht hast, dich durch 366 Beiträge zu wühlen. Sonst hättest Du sicherlich gemerkt, dass die Diskussion "Keynesianismus vs. neoklassische ökonomische Theorie" schon mehrfach geführt worden ist. Und einseitige Rezepte aus der gewerkschaftlichen Mottenkiste, die vielleicht einen Funken, aber nicht das Feuer der Wahrheit in sich tragen, sollten daher nicht ganz so apodiktisch vertreten werden. "So ist das" nämlich nicht. Jedenfalls nicht "so einfach". |
| Apex | Ganz unrecht hat er ja nun nicht, die Netto-Löhne sind in Deutschland definitiv zu niedrig, zumindest im Westeuropäischen Vergleich. Dies liegt, wie hier schon häufig angemahnt an immens hohen Sozialabgaben. Brutto-Lohnerhöhungen sind da nur die Tropfen auf den heißen Stein, eigendlich müssten wir weg von den Lohnnebenkosten und unser Sozialsystem auf eine andere Art und Weise finanzieren. [QUOTE]Die Hans-Böckler-Stiftung und das WSI sind als gewerkschaftsnahe Institutionen nicht gerade der Inbegriff unabhängiger, seriöser Wissenschaft.[/QUOTE] Naja, objektiv sind sie sicher nicht, aber es ist auch nicht wirklich aus der Luft gegriffen was sie sagen (um mal ne Lanze für die Stiftung zu brechen, bei der ich mich um ein Stipendium bewerbe ;)). |
| Move over Kate | [QUOTE]Dies liegt, wie hier schon häufig angemahnt an immens hohen Sozialabgaben.[/QUOTE] Stimmt. Daher war die Ökosteuer schon ein Schritt in die richtige Richtung - sie wurde nur nicht konsequent genug durchgezogen. Im Gegenzug sind die Sozialabgaben nämlich nicht gesenkt worden, wie das eigentlich geplant war. Das Phänomen ist immer das gleiche, ob Öko-Steuer oder Hartz IV. Eigentlich richtige Überlegungen werden so lange in den Institutionen weichgekocht, bis ein mieser Kompromiß übrigbleibt, der alles nur "verschlimmbessert". Den grünen Gedanken einer steuerfinanzierten Grundsicherung für sozial Schwache (egal ob Kranke, Rentner oder Arbeitslose) finde ich gut. Wer "mehr" will, soll dann eben privat mehr finanzieren. Das klappt aber nicht, wenn die verpflichtenden sozialen Sicherungssysteme so teuer sind, das für privaten Zusatz kein Geld mehr da ist. Dass die dabei noch an den Arbeitslohn anknüpfen, ist vollkommen bescheuert. Und gerade die Gewerkschaften tun sich ganz schwer, von dem System abzurücken. Kein Wunder - in einer Welt, die mit immer weniger Arbeitenden auf hohem Niveau produzieren kann, werden sie ja immer überflüssiger. Und niemand - ob Politiker, Arbeitnehmer- oder Arbeitgebervertreter, will an dem Ast sägen, auf dem er selbst sitzt. Na ja, vielleicht schafft ja die Föderalismusreform als "Mutter aller Reformen" die Auflösung des Reformstaus. Wir brauchen in der Politik mehr "Klinsmänner". Also Menschen, die ihren Weg gegen Widerstände konsequent gehen, bis der Erfolg ihnen Recht gibt. Dafür ist aber die Frau Merkel nicht der Typ (siehe Kirchhoff, den sie bei Gegenwind in die Wüste gejagt hat. Was nicht heißen soll, dass ich Kirchhoff gut finde, es geht um das Symptom). Und bislang hatten wir insbesondere wegen des Bundesrates immer noch eine Institution, die der Regierung den Wind ins Gesicht blasen konnte. Vielleicht ändert sich das jetzt. Wenn die Föderalismusreform es schafft, dass das Gemeinwohl wieder im Fokus steht, und eben nicht parteipolitische Machtüberlegungen, dann war sie schon ein Erfolg. |
| Schwarzer Prinz | [QUOTE] Nö, es nervt mich aber trotzdem. Ich glaube nicht, dass Du dir die Mühe gemacht hast, dich durch 366 Beiträge zu wühlen. Sonst hättest Du sicherlich gemerkt, dass die Diskussion "Keynesianismus vs. neoklassische ökonomische Theorie" schon mehrfach geführt worden ist. Und einseitige Rezepte aus der gewerkschaftlichen Mottenkiste, die vielleicht einen Funken, aber nicht das Feuer der Wahrheit in sich tragen, sollten daher nicht ganz so apodiktisch vertreten werden. "So ist das" nämlich nicht. Jedenfalls nicht "so einfach". [/B][/QUOTE] Okay, dann sorry, dass ich Dich gestört habe. :) Und Du hast recht, alles habe ich tatsächlich nicht gelesen. Ich bleibe jedenfalls bei meiner Meinung :p und ziehe mich in meine "gewerkschaftliche Mottenkiste" zurück. Geile Wortkreationen hast Du drauf übrigens, echt stark Junge! |
| Move over Kate | Ja, danke! Viel Spaß noch beim Klassenkampf - vorwärts und nicht vergessen! :D |
| Schwarzer Prinz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] [B]Ja, danke! Viel Spaß noch beim Klassenkampf - vorwärts und nicht vergessen! :D [/B][/QUOTE] Danke ;) |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] Das Phänomen ist immer das gleiche, ob Öko-Steuer oder Hartz IV. Eigentlich richtige Überlegungen werden so lange in den Institutionen weichgekocht, bis ein mieser Kompromiß übrigbleibt, der alles nur "verschlimmbessert". [/QUOTE]Und nun [URL=http://www.heise.de/newsticker/meldung/75411]auch noch das.[/URL] :rolleyes: [QUOTE]Den grünen Gedanken einer steuerfinanzierten Grundsicherung für sozial Schwache (egal ob Kranke, Rentner oder Arbeitslose) finde ich gut. Wer "mehr" will, soll dann eben privat mehr finanzieren. Das klappt aber nicht, wenn die verpflichtenden sozialen Sicherungssysteme so teuer sind, das für privaten Zusatz kein Geld mehr da ist. [/QUOTE]Darum wäre eine steuerfinanzierten Grundsicherung für ALLE (egal ob "sozial schwach" oder nicht) eine bessere Lösung, weil sie den ganzen teuren Bürokratismus beseitigen würde (und noch dazu näher am Grundgesetz wäre). [QUOTE]Dass die dabei noch an den Arbeitslohn anknüpfen, ist vollkommen bescheuert. [/QUOTE]Da stimme ich dir zu. [QUOTE]Und niemand - ob Politiker, Arbeitnehmer- oder Arbeitgebervertreter, will an dem Ast sägen, auf dem er selbst sitzt. [/QUOTE]Auch da muss ich dir Recht geben. [QUOTE]Na ja, vielleicht schafft ja die Föderalismusreform als "Mutter aller Reformen" die Auflösung des Reformstaus. ... Und bislang hatten wir insbesondere wegen des Bundesrates immer noch eine Institution, die der Regierung den Wind ins Gesicht blasen konnte. Vielleicht ändert sich das jetzt. Wenn die Föderalismusreform es schafft, dass das Gemeinwohl wieder im Fokus steht, und eben nicht parteipolitische Machtüberlegungen, dann war sie schon ein Erfolg. [/QUOTE]Wenn der Wind nicht mehr ins Gesicht bläst, dann wird nicht das Gemeinwohl mehr im Fokus stehen, sondern [b]das Kapital[/b] wird eine noch mehr beherrschende Stellung einnehmen und die Politiker werden sich noch mehr zu dessen Huren machen. |
| urnata | @ The Turning Point Das befürchte ich ehrlich gesagt auch und stimme dir voll zu. |
| Move over Kate | Hm, mir klingt das alles doch zu sehr nach Stamokap-Theorie. Das Problem ist für mich eher, dass der Staat gegen international agierendes "Kapital" (Konzerne) keine Handhabe mehr hat. Also muss man den Sozialstaat [I]trotz[/I] Globaliesierung am Leben erhalten. Und das spricht für (mehrwert-/umsatz)steuerbasierte Sozialleistungen. Denn Arbeitsplätze kann man ins Ausland verlagern. Den Konsum aber nicht. @ TTP eigentlich spricht überhaupt nix gegen ein Bürgergeld für jedermann. Kindergeld kassiert man ja auch unabhängig vom Einkommen / Vermögen. Nur werden da selbst die linken Kräfte der Republik gegen wettern. Nach dem Motto: Was braucht Vorstandsmitglied XYZ ein Bürgergeld - der hat ja ein Einkommen von 120.000 Euro (und höher) pro Jahr. Die Idee an sich ist gut - nur frag mal nach den Aussichten, das durchzusetzen. Aber die Vision ist gut. :) |
| dragontears667 | ich weiß auch wie das ist arbeitslos zu sein...Gottseidank war ich es bevor es harz4 gab...selbst da war es schon sehr schwer klarzukommen. Allerdings habe ich auch Bekannte die Harz4 haben und ich muss sagen dass es der größte Fehler war was Deutschland sich geleistet hat... auch ich musste unfreundliche Prozeduren über mich ergehen lassen um Kohle vom Amt zu bekommen. Ne Umschulung bekommt man ja auch nicht auch wenn man keinen Job findet. Kostet ja Geld. Außerdem wird man behandelt wie der letzte Dreck wenn man bei den Ämtern sitzt. Als ob man sich eh nicht schon scheiße genug fühlt wenn man da überhaupt sitzen muss. Auch wenn man die Berater dann fragt wie es denn aussieht im Ausland zu arbeiten und man wissen will wie das funktioniert zucken sie nur mit den Schultern...Die Meißten haben auch einfach keinen Plan von ihrem Beruf...das finde ich besonders schlimm. Auf der anderen Seite sind die auch total Überlastet weil sie viel zu viele Menschen betreuen müssen und die Harz4 Gesetze selber nicht kennen. Ich bin nur froh dass ich durch einen glücklichen Zufall in Holland gelandet bin, auch wenn nur mit Zeitarbeit. Aber vom Amt darf man sich keine sinnvolle Hilfe erwarten. |
| Toto33 | tagchen! zur internetdiskussion am anfang des freds: rechne dir aus, was billiger ist: a) ich fahre täglich zur jobsuche zum amt: 2 fahrten a 1,90 = 3,60 am tag sind bei nur 4 fahrten in der woche wegen jobsuche 57,60 im monat.... (wer arbeit will sucht täglich!!) - wobei in dieser option bedacht werden muss, dass lediglich der arbeitsamtcomputer abgefragt werden kann und nicht "ertragreichere" seiten wie meinestadt.de........ b) ich leiste mir internet (flat) ab 39,99 im monat inkl. telefonflat! c) ich entspreche der allgemeinen durch die medien verbreiteten asi-schiene und warte daheim auf reaktionen vom amt, weils kosten spart erst überlegen, dann über die ach so gut gestellten arbeitslosen internetnutzer lästern! |
| Toto33 | ich nochmal.....arbeite mich langsam vor :rolleyes: @darkmav --> Ich wage sogar zu behaupten: selbst mit Hartz-IV läßt sich Geld ansparen. 50 Euro pro Monat reichen - dann hast Du in 10 Jahren zehn bis zwanzigtausend Euro zusammen (je nach Wahl des Aktienfonds'). 50 Euro pro Monat entspricht gerade mal eine halbe Schachtel Kippen am Tag - bin mir sicher, daß viele Hartz-IVler soviel wegrauchen. <-- hmm...also ich bekam bisher stolze 517,55 - davon gehen ab: 422 euro miete (im sauteuren süden für eine 1 zimmer bude).... ok....bisher lebte meine partnerin (studentin) hier bei mir....kosten konnten aber auch nicht recht geteilt werden, weil sie keinen anspruch auf bafög hat. dafür hat sie bisher den strom (55 teuronen) und das telefon (flat inkl. internet) übernommen....hatte jedoch auch nurnoch etwa 100 euro zum leben über, weil ihre eltern zwar als zu reich gelten (deshalb auch kein bafög) es aber auch nicht wirklich sind.... meine partnerin musste nun umziehen, weil die unis es jetzt so handhaben (jedenfalls ihre), dass du vor ort den hauptwohnsitz haben musst um studieren zu dürfen. waren weniger als 150 euro über zum leben --- bewerbungskosten, die zwar erstattet werden, die du aber vorstrecken musst und diverse fahrten zu vorstellungsgesprächen noch nicht abgezogen (!!) --- für 2 personen.....wovon sich diese asi punks noch kippen und jede menge bier leisten können, weiss ich nicht - als ehrlicher harz 4 ler kann man das jedenfalls nicht |
| darkmav | @Toto33 Ist es nicht so, daß zusätzlich zu 345 Euro Hartz-IV-Geld Miete und Nebenkosten kommen? Und damit sollte man als alleinstehender junger Mensch ohne Auto locker über die Runden kommen. (Nach meinem Dafürhalten ist das eigentlich zuviel Geld, wenn man mal davon ausgeht, daß man kaum was einbezahlt hat - also die Solidargemeinschaft dafür aufkommen muß). Wozu braucht eigentlich ein Hartzler Internet + Telefon-Flatrate? Um auf die Arbeitsamt-Seiten zu gehen, reicht eine normale Telefonleitung. Wieso hat Deine Partnerin keinen Studentenjob? Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß es sehr einfach ist, da was zu finden. |
| Toto33 | Hi! Ja...so in etwa stimmt das. Alleinstehender: 100% - entspricht 345 Euro. Mit Partner: 90% - entspricht 311 Euro. Da ich jedoch mit meiner Partnerin zusammen lebte, wurden für 422 Euro an Miete, 206,55 vom Amt zugezahlt Der Gesamtregelsatz betrug 517,55 - in Anbetracht der Tatsache, dass meine Partnerin kaum Geld zur Verfügung hat / hatte, es denen aber auf deutsch gesagt am A*** vorbei ging, war es sehr knapp bemessen. Wenn man jedoch allein Lebt ist das natürlich anders....da muss ich Dir voll zustimmen, dass es sehr Großzügig bemessen ist! Mit den vollen 345 Euro im Monat kommt man mehr als locker über die Runden. Dazu möchte ich aber auch sagen, dass der Strom in der Mietzahlung nicht enthalten ist und auch nicht in deren Rechnung mit einfliesst. Und da in DE der Strom mehr als überteuert ist, ist der Faktor nicht ganz unerheblich - trotz Energiesparlampen etc. - derzeit bei mir immerhin 55 Euro im Monat, womit wir bei 290 Euro wären. Dann die schon genannten Bewerbungskosten, die Du vorstrecken musst - bei mir derzeit etwa nochmal 40 - 50 Euro im Monat (Bilder, vernünftige Mappen, Porto, Papier....). Nunmehr sind wir bei gut 250 Euro gelandet, was einem Tagessatz von 8,93 entspricht.... Telefon sowie eventuell anfallende Fahrten zu potentiellen Arbeitgebern sind allerdings noch nicht berücksichtigt (nochmal gut 40 Euro weg, allein fürs Telefon+Internet (wozu Internet habe ich ja auf Seite 25 unten schon vorgerechnet..) ) ! Bleiben unterm Strich also etwa 7,50 Euro am Tag - ohne die besagten Fahrten zu Vorstellungsgesprächen. Zum leben reicht es mir persönlich...aber wenn ich bedenke, dass sich andere davon noch Kippen und Bier leisten....WOW ! Durch Harz4 wollte man erreichen, dass sich mehr Leute Mühe geben, schnell eine Arbeit zu bekommen. Wenn ich jedoch bedenke, dass die Leute, denen die 345 Euro voll zur Verfügung stehen, weil sie keinen Finger rühren wollen, gut Leben, während Unsereins, der sich wenigstens etwas Mühe gibt knausern müssen, muss ich sagen, dass der Schuss gewaltig nach hinten los ging. Zudem muss man sich auch als nicht Punk mit denen noch über einen Kamm scheren lassen, weil ja Grundsätzlich alle Harz4-ler faule Säcke sind....... Hätte ich nicht das Glück, nette Eltern zu haben, hätte ich mir sogar manche Fahrt zu Bewerbungsgesprächen nicht leisten können, da ich mich überall in DE, größtenteil jedoch lieber im näheren Ausland (Schweiz bzw. Frankreich) bewerbe. In diesem Sinne...es kann nur besser werden :cool: |
| DarkShadowAngel | Hallo, Allgemein möchte ich sagen, dass kein Hartz IV bezogen werden kann, leider werden Menschen immer so genannte bzw. damit in Verbindung gebracht wenn sie im Arbeitslosengeld II Bezug stehen. Hatz IV ist ein komplettes schwachsinniges Konzept mit dem wir leider arbeiten müssen, dass umfasst aber nicht nur die Zahlungen der Kosten der Unterkunft und der Regelleistung, sondern auch vermittlungstechnische Sachen (wie PSA, VGS usw). @Toto33: Die Regelsätze stimmen so wie du sie genannt hast. Klar ist es nachzuvollziehen dass man von den 50€ die man mehr erhält (295 alter Sozialhilfesatz) nicht wirklich was ansparen kann. Das Problem sehen auch fast alle Angestellten die im SGB II Bereich tätig sind. Allerdings sieht das SGB II es so vor, dass von diesen 50€ eben gespart werden muss um Anschaffungen wie Kleidung, Reperaturen und so weiter vorzunehmen. Wer sich das ausgedacht hat, hat mit Sicherheit eine Menge Geld verdient und war nie arbeitslos oder hat in dem Bereich gearbeitet. Wie alt ist denn deine Freundin, wenn ich fragen darf. Bis 27 Jahre müssen die Eltern noch für die Erstausbildung und somit auch für die Sicherung des Lebensunterhaltes aufkommen, ein Studium gehört dazu. Wenn die Eltern dies verweigern kann man es zur Not einklagen. Was man natürlich nicht gere macht. Deine Freundin kann einen Abzweigungsantrag bei der Kindergeldkasse stellen, damit Sie das Kindergeld erhält wenn Sie nicht mehr bei Ihren Eltern wohnt, da das Kindergeld eine zweckgebundene Leistung ist. Wenn sie keine Anspruch auf BaföG hat, kann sie unter bestimmten Vorraussetzungen, SGB II Leistungen (ALG II) als Darlehen beantragen. Zu den Bewerbungskosten und Reisekosten: Es ist doch nachvollziehbar dass diese erst erstattet werden können wenn sie entsprechend nachgewiesen wurden. Wenn die Kosten erst erstatten werden würden, wäre die Gefahr des Betruges viel zu hoch. Strom ist leider sehr teuer und muss auch aus der sogenannten Regelleistunge bestritten werden. Da Strom nicht notwendig für das direkte Überleben ist. Wie man darauf gekommen ist weiss ich auch nicht. :( Kann es auch nicht verstehen wie sich die Mensch die von dem ALG II leben, wenn sie Alleinstehend sind, Auto, Alkohl Zigaretten und so weiter leisten können, dass kann ich mit meinem Einkommen nicht. Bei diesen Menschen kannst du meist davon ausgehen, dass sie bei den Tafeln essen und auch einkaufen, und so bleibt dann mehr Geld für Suchtmittel. Bei Familien sieht dass schon wieder anders aus, die stehen nicht so schlecht da wie dass in den Medien immer dargestellt, wird. Okay die merken ja auch noch nicht mal dass man Hartz IV nicht beziehen kann da es ein Konzept ist. *kopfschuettel* Das Kindergeld wird angerechnet, aber Erziehungsgeld zum Bsp. nicht. Viele Familien die arbeiten gehen stehen teilweise leider schlechter dar, als Familien die im ALG II Bezug stehen. Bei Nachzahlung der Heizkosten zum Beispiel, die müssen aus eigener Tasche finaziert werden. Bei ALG II Empfänger wird das nach Abzug der Warmwasserkosten übernommen. In dem Monat wo bei der Bsp. Familie durch die Nachzahlung ein Bedarf entsteht , kann zwar eine Übernahme beantragt werden, kann allerdings dann nur als Darlehen gewährt werden. Toto33, wo wohnst du denn dass du in der ARGE nicht auf Seiten wie meinestadt.de zugreifen kannst. Hier im Ruhrgebiet steht jedem Kunden dass Internet offen um nach Stellen zu suchen. [QUOTE]Außerdem wird man behandelt wie der letzte Dreck wenn man bei den Ämtern sitzt. Als ob man sich eh nicht schon scheiße genug fühlt wenn man da überhaupt sitzen muss.[/QUOTE] Hast du vielleicht schon mal darüber nachgedacht wie dass auf der anderen Seiten aussieht. Mein Tagesablauf sieht so aus: 04:30 Aufstehen, Anfang Arbeit ab 06:30 bis 17:20 und bin dann um sieben wieder zu Hause. Man wird tatlich angegriffen, was sehr oft vorkommt und darf sich noch nicht einmal wehren, da es ja dem Ansehen der AA schaden könnte. Man wird beleidigt, bespruckt, beklaut usw. Dazu erscheinen sehr oft noch Personen die nach Urin, Kot, Alkohl und wer weiss noch was stinken. Teilweise mit Kot verschmierter Kleidung. Solche Personen stehen dann zum Beispiel erst um zehn auf kommen um kurz vor Elf (Vorsprachen haben wir nur von 8-11 Uhr, um auch noch mal zur Bearbeitung zu kommen) ins Büro sind betrunken und regen sich auf weil sie kein Geld erhalten haben. Diese Personen stehen meist schon seit dem 01.01.2005 im Leistungsbezug und wissen dass die Leistungen immer nur für 6 Monate bewilligt werden. Dazu wird der Fortzahlungsantrag auch immer noch 6 Wochen vor Ablauf verschickt. Dann kommen meist täglich so ca. 30 Poststücke rein, die bearbeitet werden müssen, neben den Anliegen die aus den Vorsprachen erfolgen. Leider wird die ARGE sehr oft als Vorschussamt gesehen die alles übernehmen, oder fast alles wie früher in der Sozialhilfe. Wir sind mit Sicherheit nicht unbedingt mit jedem Gesetz einverstanden, müssen es aber ausführen. Von jedem Zweiten muss man sich anhören, dass man ja schliesslich Steuern gezahlt hat von denen man bezahlt wird (wir müssen wie jeder Arbeitgeber Steuern zahlen) und wie blöd das Gesetzt ist. Dazu sprechen auch immer wieder Personen vor die krank sind und uns so auch anstecken, dass wir ausfallen, da sich die Bearbeitung dann natürlich verzögert, ist dann uninteressant, wir werden dafür verantwortlich gemacht obwohl wir schon 10 Std. täglich nach Abzug der Pause arbeiten. Meist machen wir auch gar keine Pause. Warmes Wasser zum Hände waschen gibt es auch nicht da dies zu teuer ist, dabei wäre dass teilweise bei den verschmutzen Unterlagen nötig. Oft fordern wir Unterlagen oder Nachweise an um dem Kunden, vielleicht eine Beihilfe gewähren zu können. Da wird sich dann aber aufgeregt wenn ein Kontoauzug eingereicht werden muss. Da wird dann eine Diskussion geführt. Wir sind nun mal dazu verpflichtet diese Nachweise anzufordern, da wir ansosnten negativ für den Kunden entscheiden muss. Dann sind Vorsprache die sich aufregen dass man doch angeben muss wenn sich etwas ändert, wie die Betriebskosten oder aber die Heizkosten, oder dass man angeben muss wenn man arbeitet. Nachdem man 3 Stunden Vorsprachen hatte (wo man es noch nicht mal schafft zur Toilette zu gehen), ist die eigentliche Bearbeitung an der Reihe. Zu jedem Vorgang den man bearbeitet muss eine Verfügung erstellt, alles muss einzeln vorgegeben werden und zwecks Kontrolle in eine andere Liste eingebenen werden. Täglich kommen einige Emails in denen uns wieder eine Änderung der Gesetze bzw. der Handlungsanweisungen geändert hat. Das Programm was wir nutzen ist langsam und so benötigt man dann noch mehr Zeit. Ein weiters Beispiel, ich habe eine Heizkostenabrechnung zugeschickt bekommen (0,55€ Briefmarke), in der jmd. eine Übernahme der Forderung der Heizkosten in Höhe von 0,34€ beantragt, weil dass steht mir ja zu. Meist kommen wir auch noch krank zur Arbeit um die Masse an Aufgaben zu bewältigen. Teilweise wird man wie ein Inventargegenstand behandelt und nicht als Mensch. Und das alles machen wir dann für einen Lohn von netto 900,00 EUR. Nach Abzug der Miete usw. haben manche dann weniger als 345,00€. Dann wird in den Medien auch immer nur gehetzt. Klar gibt es immer wieder schwarze Schafe. Aber von darauf kann man nicht auf alle Angestellten schliessen. Genauso wie keiner von uns Kunden Betrug vorwirft. LG |
| Schwarzer Prinz | Heute "Unterschicht" im Fernsehen.... "arbeitsscheu, faul, versoffen und im Knast gewesen.." Schön, dass die lieben Medien immer weiter hetzen. Wie soll bei dem Negativbild was aufgebaut wird, ein ALG2er noch einen Job bekommen ?? Die sind doch direkt unten durch, bei solcher Bereichterstattung. Sicher gibt es solche Leute, aber die machen doch wohl einen geringen Prozentsatz aus, d.h. es sind welche die schon vorher von Sozialhilfe etc. gelebt haben und arbeiten eh nicht gewöhnt sind. Nun werden die "normalen" Arbeitslosen (die Arbeit suchen und wollen) mit denen in eine Topf geworfen, toll. Evtl. Leute die 20 Jahre normal gearbeitet und eingezahlt haben. Hier mehr Info darüber: [url]http://www.elo-forum.org/forum/viewtopic.php?p=125202#125202[/url] Und warum wird der Herr Hartz eigentlich nur wg. Veruntreuung angeklat und nicht wegen diesem Schwachsinnsgesetz ? |
| Toto33 | Guten! @ DarkShadowAngel Meine Freundin ist 32 - und Studiert nurnoch, weil ihr 2 Jahre Studienzeit im Ausland nicht angerechnet wurden. Wie gesagt....der Staat bestimmt, dass ihre Eltern reich genug wären - was so aber nicht stimmt. Soso...Ruhrpott - da komme ich Ursprünglich auch her - aus Recklinghausen. :-) Durch viele Jobversprechen....man ist ja Umzugsbereit - bin ich inzwischen im Kreis Konstanz gelandet, habe aber noch immer keinen Job. Es ist zu einfach für Firmen, sich Langzeitarbeitslose zu "schnappen", um sie praktisch umsonst Arbeiten zu lassen und fleissig vom Amt zu Kassieren. In meinem Ort gibt es kein Arbeitsamt, sodass ich immer eine halbe Weltreise machen müsste und es gibt dort leider nur die Angebote des Amtes. Aber selbst wenn es die Möglichkeit gäbe dort ins Internet zu gehen, wäre es immernoch teurer als eine Flatrate, da ja die Fahrtkosten anfallen. Klar - ich sehe es auch so, dass man die Bewerbungskosten vorstrecken muss um einen Betrug zu verhindern. Aber es fliesst halt in die eigenen Rechnungen ein, was leider nicht jeder sieht "Wieso...ihr bekommt doch das Geld für Bewerbungen...." Auf das Konto desjenigen, der der Meinung ist, man könne von den 345 Euro 50 Sparen möchte ich gern mal einen Blick riskieren :D -->"Man wird tatlich angegriffen, was sehr oft vorkommt und darf sich noch nicht einmal wehren, da es ja dem Ansehen der AA schaden könnte. Man wird beleidigt, bespruckt, beklaut usw. Dazu erscheinen sehr oft noch Personen die nach Urin, Kot, Alkohl und wer weiss noch was stinken. Teilweise mit Kot verschmierter Kleidung. Solche Personen stehen dann zum Beispiel erst um zehn auf kommen um kurz vor Elf (Vorsprachen haben wir nur von 8-11 Uhr, um auch noch mal zur Bearbeitung zu kommen) ins Büro sind betrunken und regen sich auf weil sie kein Geld erhalten haben."<-- Das sind genau die Personen, die die "echten" Arbeitssuchenden in Verruf bringen. Auch ich wurde letzten Monat vergessen (und habe mit bestimmt einigen anderen Arbeitslosen, dafür gesorgt, dass unser Frln. Merkel in Eigenlob versinkt weil ja die Arbeitslosenzahlen so schnell runter gegangen sind... ) und bekam erst am 6. diesen Monats meinen Antrag auf weiterzahlung....heute endlich ist es passiert...Geld ist da! Natürlich noch immer nach alter Berechnung, bei der meine Freundin mit einbezogen wurde, trotz einreichen der Änderungsmitteilung etc. :rolleyes: Naja....auf jeden Fall konnte ich wenigstens meine Rechnungen bezahlen....aber was mit den Bewerbungen wird, bleibt ersteinmal dahingestellt.... Und trotz dieses Erlebnisses bleibe ich gelassen...Jeder macht mal Fehler - und wer keine macht, möge den ersten Stein werfen. Gruß Toto |
| Move over Kate | [QUOTE]Und warum wird der Herr Hartz eigentlich nur wg. Veruntreuung angeklat und nicht wegen diesem Schwachsinnsgesetz ? [/QUOTE] Na Herr Prinz, die Forderung ist doch genauso populistisch wie der Quatsch, den die Presse über die "Unterschicht" verbreitet. Wobei es dieses Unterschichten-Problem eigentlich kontinuierlich gab, es aber nur lange Jahre totgeschwiegen wurde - und Hartz IV das Problem a) offensichtlicher werden ließ und b) Hartz IV (neben anderen Faktoren) das Armutsproblem verschärft hat, weil die Transferleistungen ausbleiben. Aber selbst die SPD als "klassische" Arbeiterpartei hat sich für diese Schicht früher nicht verantwortlich gefühlt, da sie eigentlich [I]immer[/I] das Leistungsprinzip vertreten. Hier galt der Grundsatz: "Wer essen will, soll arbeiten". Vor hundert Jahren hätten SPD-Funktionäre die Unteschicht nur nicht so hübsch bezeichnet - sondern als Lumpenproletariat beschimpft... Nur muss sich auch die SPD langsam von Grundsatz "Lohn und Einkommen aus Arbeit" trennen, da Vollbeschäftigung definitiv nicht mehr zu erreichen sein wird. Bürgergeld für alle! ;) |
| Schwarzer Prinz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] [B]Na Herr Prinz, die Forderung ist doch genauso populistisch wie der Quatsch, den die Presse über die "Unterschicht" verbreitet. Wobei es dieses Unterschichten-Problem eigentlich kontinuierlich gab, es aber nur lange Jahre totgeschwiegen wurde - und Hartz IV das Problem a) offensichtlicher werden ließ und b) Hartz IV (neben anderen Faktoren) das Armutsproblem verschärft hat, weil die Transferleistungen ausbleiben. Aber selbst die SPD als "klassische" Arbeiterpartei hat sich für diese Schicht früher nicht verantwortlich gefühlt, da sie eigentlich [I]immer[/I] das Leistungsprinzip vertreten. Hier galt der Grundsatz: "Wer essen will, soll arbeiten". Vor hundert Jahren hätten SPD-Funktionäre die Unteschicht nur nicht so hübsch bezeichnet - sondern als Lumpenproletariat beschimpft... Nur muss sich auch die SPD langsam von Grundsatz "Lohn und Einkommen aus Arbeit" trennen, da Vollbeschäftigung definitiv nicht mehr zu erreichen sein wird. Bürgergeld für alle! ;) [/B][/QUOTE] Gutes Posting, Vollbeschäftigung ist aus div. Gründen eine Illusion. Das ist korrekt. Aber natürlich sehen das unsere "lieben Politiker" nicht ein, bzw. sie wissen es aber handeln nicht entsprechend: Ich vermute es hat aber damit zu tun, dass der derzeitige Zustand gut für die Wirtschaftsbosse, Manager und Großaktionäre ist. Denn das Lohnniveau sinkt ja immer weiter (tlw.natürlich wg. dem H4 Gesetz)... es ist ja schon soweit, dass mache mit einem "normalen" Vollzeitjob ihre Familie nicht mehr ernähren können.... Und mit ALG2 kann man natürlich sehr gut (noch) Beschäftigte unter Druck setzen, wie es oft genug mit Drohungen ins Ausland zu gehen etc. geschieht. Interesanterweise entlassen viele Unternehmen ja trotz Mil. Gewinne 1000e von Menschen. Nun ja, das nennt man "Raubtierkapitalisms", habe ich mal irgendwo gelesen. :mad: Ich denke aber, die Vernuft wird sich nicht durchsetzen und wir werden bald amerik. Verhältnisse hier haben. Die Anzeichen mehren sich. |
| DarkShadowAngel | @Toto33: [QUOTE]Meine Freundin ist 32 - und Studiert nurnoch, weil ihr 2 Jahre Studienzeit im Ausland nicht angerechnet wurden. Wie gesagt....der Staat bestimmt, dass ihre Eltern reich genug wären - was so aber nicht stimmt.[/QUOTE] Leider muss irgendwo eine Grenze gezogen werden. [QUOTE]Es ist zu einfach für Firmen, sich Langzeitarbeitslose zu "schnappen", um sie praktisch umsonst Arbeiten zu lassen und fleissig vom Amt zu Kassieren. [/QUOTE] Leider ist das oft so. Das ist leider ein sehr grosses Problem. Da sind uns leider die Hände gebunden. :( . Heute hat jmd. bei uns vorgesprochen der eigentlich eine feste Arbeitsstelle aufgenommen hat. Der AG hat bisher noch kein Geld gezahlt, und ich darf ihm kein Geld auszahlen, da ich keine entsprechenden Nachweise habe. :mad: [QUOTE]Auf das Konto desjenigen, der der Meinung ist, man könne von den 345 Euro 50 Sparen möchte ich gern mal einen Blick riskieren[/QUOTE] *gg* ich kann selbst von meinem Gehalt nicht wirklich was zur Seite legen um zu sparen. Ich habe tatsächlich jmd. der das von sich behauptet dass er Geld ansparen kann. Aber irgenwie nehm ich ihm dass nicht ab :) : Muss aber leider immer wieder bei Vorsprachen darauf verweisen, dass von der Regelleistung auch gespart werden kann bzw. muss. :confused: Dass du bei so einem weiten Fahrtweg lieber zu Hause suchst kann ich verstehen. Lässt du dir eigentlich die Fahrkosten erstatten wenn du von deinem Arbeitsvermittler eingeladen wirst? Hier im Ruhrgebiet, werden die Kosten ab 6,40€ übernommen. [QUOTE]Auch ich wurde letzten Monat vergessen (und habe mit bestimmt einigen anderen Arbeitslosen, dafür gesorgt, dass unser Frln. Merkel in Eigenlob versinkt weil ja die Arbeitslosenzahlen so schnell runter gegangen sind... )[/QUOTE] Die werden normalerweise automatisch aus Nürnberg 6 Wochen vor Ablauf des Bewilligungsabschnittes versandt. Leider kommt es teilweise dazu dass diese nicht versandt wurden was aber dann am Programm liegt mit welchem wir arbeiten müssen. Bei Vorsprachen wo wir wissen, dass die Kunden schon seit Beginn (01.01.2005) Leistungen beziehen müssen wir auch immer wieder darauf hinweisen, dass ein BWZ 6 Monate beträgt und dass sie dies mittlerweile wissen müssen. Es ist einfach mies wenn man sowas sagen muss. 6 Monate vergehen schon mal schnell und da vergisst man sowas schon mal. Ich persönlich schaue mir immer alle Fälle am Anfang des Monats an die auslaufen, und schaue nach ob das sogenannte Beedigungsschreiben versandt wurde, ist dies nicht der Fall versende ich es nocheinmal. Für den Kunden ist es mies wenn er sein Geld nicht erhalten hat, wg. Miete und allen anderen Dingen die vom Konto abgebucht werden. Und für mich bedeutet es am Anfang des Monats ansonsten so einen Andrang dass ich zur Bearbeitung der eingehend Post kaum komme, so versuchen viele bei uns in der ARGE solche Situationen zu vermeiden. Leider dringt sowas ja nicht nach aussen. :confused: . [QUOTE]s sind genau die Personen, die die "echten" Arbeitssuchenden in Verruf bringen. [/QUOTE] JA leider und das besonders in den Medien. Wir gehen eigentlich an jeden Vorsprache oder Sachverhalt neutral dran. Überpüfungen sind leider notwendis. Fast jeden Tag gibt es wieder einem Fall in dem nicht bekannt gegeben wurde dass gearbeitet wird, oder aber dass die Leistungen nicht zweckentsprechend verwendet wurden. Vorurteile haben natürlich manche, aber die stammen meist noch aus dem alten Sozialamt. Die Anjgestellten der BA wurden darauf getrimmt freundlich und zuvorkommend zu sein, nun sagen wir mal die jüngere Generation. [QUOTE]heute endlich ist es passiert...Geld ist da! Natürlich noch immer nach alter Berechnung, bei der meine Freundin mit einbezogen wurde, trotz einreichen der Änderungsmitteilung etc.[/QUOTE] Was?! Das würde bei uns nicht in die Tüte kommen. :). Hast du diese Änderung im F-Antrag auch nochmal angegeben, wenn ja hätte das umgehend bei der Bearbeitung deines Antrages berücksichtig werden müssen. Lass dir von deiner Freundin eine Kopie ihrer Meldebescheinigung in der neuen Stadt geben. Damit hast du immer den Nachweis, dass Sie auch ausgezogen ist. Es könnte sein dass vielleicht der Ermittlungsdienst deswegen eingeschaltet wurde. Was aber nicht nötig wäre wenn die entsprechenden Unterlagen vorliegen. [QUOTE]Und trotz dieses Erlebnisses bleibe ich gelassen...Jeder macht mal Fehler - und wer keine macht, möge den ersten Stein werfen.[/QUOTE] Wenn einer keine Fehler machen würde, sollte der sich mal schecken lasen ob er nicht eher Platinen im Kopf hat anstatt ein Hirn. Leider ist es auch immer wieder so was wir heute noch den Kunden mitteilen kann in einer Woche schon wieder anders aussehen. :mad: LG |
| Toto33 | @DarkShadowAngel Hi! Nein...ich zahle für eine Fahrt (Hin und Zurück) 3,80€. Aber wenn man halt Daheim sucht, ist das O.K.! Was mir als Arbeitsloser neben den bereits angesprochenen Angelegenheiten stört, ist die Tatsache, dass wenn man Bewerbungen schreibt stets darum Bemüht sein muss, alles auf dem neuesten Stand (Designmappen, evtl. eingebundene Bewerbung...) achten soll, damit die zukünftigen Arbeitgeber zufrieden gestellt sind. Ja...gut...es stört nicht wirklich - was jedoch mehr als sauer Aufstösst, ist die Tatsache, dass die meisten Arbeitgeber die mittlerweile schweineteuren Bewerbungsmappen nicht zurück senden, sodass man als eh schon fast Mittelloser ständig gezwungen ist alles neu zu kaufen. Die verhalten sich so, als hätte man auch als Arbeitsloser mehr als genug Geld für solche in meinen Augen schon an Perversion grenzende Spielchen. :mad: Auch die 5€, die man ja nach Beantragung je Bewerbung erstattet bekommt decken die wirklichen Kosten nur zum Teil und müssen wie bereits Erwähnt ersteinmal vorgestreckt werden. Da ich mich eigentlich nurnoch im näheren Ausland bewerbe ist allein das Porto bei mir natürlich entprechend hoch (fast 4€). Aber ich bleibe trotz allen bisherigen Rückschlägen zuversichtlich, dass es doch einmal klappt. - Nicht mehr in DE....so Leid mir das auch tut...aber im Ausland hat man wesentlich bessere Chancen und Bezahlung sowie eine wesentlich bessere Absicherung in Sachen Rente etc..... Ich schätze mal, dass die sinkende Arbeitslosenzahl auf vergessene Fortzahlungsanträge, Arbeitslose die im Ausland einen Job bekamen und die in unserer Politik gern praktizierte Schönrechnerei zurückzuführen ist. Zahlen und Statistiken haben immer das Ergebnis, das man ihnen andichten will...... (hat sich auch mal Quarks & Co mit beschäftigt - sehr Interressant!) Jedenfalls ist mein Vertrauen in die Politik aufgrund meiner bisherigen Erlebnisse völlig dahin. :confused: Gruß aus dem Süden Toto |
| LaChatte | [QUOTE]evtl. eingebundene Bewerbung...)[/QUOTE] bitte nicht... Bewerbungen müssen kopierfähig sein, das heisst so geheftet, dass sie mit einem Griff herausgenommen und in den Kopierer gelegt werden können. Als ich in der Stellenvermittlung arbeitete, fand ich deutsche Bewerbungen zwar üblicherweise immer sehr elegant, dafür aber höchst unpraktisch und schwer zu handhaben. Mein Mitarbeiter hat jeweils bei den Vorstellungsgesprächen die Mappen immer gleich zurück gegeben und nur den Inhalt behalten. Wichtiger ist ein gut und übersichtlich gestalteter Lebenslauf, der individuell auf die entsprechende Stelle angepasst ist, und ein Begleitbrief, der passt. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Toto33 [/i] Was mir als Arbeitsloser neben den bereits angesprochenen Angelegenheiten stört, ist die Tatsache, dass wenn man Bewerbungen schreibt stets darum Bemüht sein muss, alles auf dem neuesten Stand (Designmappen, evtl. eingebundene Bewerbung...) achten soll, damit die zukünftigen Arbeitgeber zufrieden gestellt sind. Ja...gut...es stört nicht wirklich - was jedoch mehr als sauer Aufstösst, ist die Tatsache, dass die meisten Arbeitgeber die mittlerweile schweineteuren Bewerbungsmappen nicht zurück senden, sodass man als eh schon fast Mittelloser ständig gezwungen ist alles neu zu kaufen. [/QUOTE]Die Bewerbung für die Stelle, wo ich nun mittlerweile seit mehr als 8 Jahren arbeite, hat mich nur ein paar Pfennige Online-Gebühren für das Verschicken einer eMail mit Anhang gekostet. :rolleyes: Wenn der Arbeitgeber auf Ausdrucke in Laserqualität und hochwertigen Einband scharf gewesen wäre, hätte ich ihm gern mein Einverständnis erteilt, mein ihm übersandtes geistiges Eigentum in dieser Weise zu vervielfältigen. :D Man muss nicht jede Mode mitmachen, wenn man sich selbst treu bleiben will. Als ich 1994 das erste Mal arbeitslos wurde, war mein erster Weg nicht der zum Arbeitsamt, sondern der zur ortsansässigen Konkurrenzfirma. |
| Toto33 | Hallo Allerseits! @LaChatte: --> Zitat:evtl. eingebundene Bewerbung...) bitte nicht... Bewerbungen müssen kopierfähig sein, das heisst so geheftet, dass sie mit einem Griff herausgenommen und in den Kopierer gelegt werden können. <-- Einige stehen drauf...ist dann aber entsprechend vermerkt (deshalb evtl.) @TheTurningPoint: -->Die Bewerbung für die Stelle, wo ich nun mittlerweile seit mehr als 8 Jahren arbeite, hat mich nur ein paar Pfennige Online-Gebühren für das Verschicken einer eMail mit Anhang gekostet. <-- Ja stimmt...bei einigen wenigen ist eine Onlinebewerbung möglich...Habe selber schon einige verschickt...Aber die meisten wollen es noch immer Schriftlich Die meiner Meinung nach beste Bewerbung (Kostengünstig und sehr Praktisch) ist eine Webseite, auf der man seinen Lebenslauf sowie Zeugnis und div. Nachweise über Weiterbildungen Online stellt. So kann ein potenzieller Arbeitgeber selber einen Ausdruck anfertigen, falls benötigt. Das findet aber leider nicht gerade bei vielen Anklang. :( -->Wenn der Arbeitgeber auf Ausdrucke in Laserqualität und hochwertigen Einband scharf gewesen wäre, hätte ich ihm gern mein Einverständnis erteilt, mein ihm übersandtes geistiges Eigentum in dieser Weise zu vervielfältigen.<-- Ja...das wäre ja mal was! Für die eigene Bewerbung die Rechte zum Kopieren verkaufen :D Trotzdem ist es nicht nett, dass die, die teure Bewerbungsmappen, spießige Aufmachungen etc. p.p. verlangen, diese nicht zurücksenden. Gerade die Leute, die so so tun als wären sie die Herrlichkeit in Person verhalten sich recht Unsozial den Arbeitslosen gegenüber. Naja...vielleicht brauchen sie die Mappen in der Mittagspause im stillen Kämmerlein.... :D (Mich wundert hier nichts mehr) Grüßle Toto |
| LaChatte | [QUOTE]Einige stehen drauf...ist dann aber entsprechend vermerkt (deshalb evtl.) [/QUOTE] Naja, das ist wohl deutsche Schikane- Mentalität... muss ich ja nicht verstehen. :rolleyes: [QUOTE]Naja...vielleicht brauchen sie die Mappen in der Mittagspause im stillen Kämmerlein.... (Mich wundert hier nichts mehr)[/QUOTE] Vermutlich braucht sie der Sachbearbeiter, weil er selbst gerade wieder auf Stellensuche ist und so ein paar Mappen für seine Bewerbungen braucht... :D [QUOTE]Die meiner Meinung nach beste Bewerbung (Kostengünstig und sehr Praktisch) ist eine Webseite, auf der man seinen Lebenslauf sowie Zeugnis und div. Nachweise über Weiterbildungen Online stellt. So kann ein potenzieller Arbeitgeber selber einen Ausdruck anfertigen, falls benötigt.[/QUOTE] Wenn es gut gemacht ist, wieso nicht? Die Arbeitgeber können doch endlich mal die Flexibilität, die sie von den Angestellten verlangen, auch selbst erbringen... und eine URL in die Favoriten zu schmeissen, und dann vielleicht auszudrucken, erfordert wirklich nur eine relativ wenig davon. Ich würd einen so sturen Arbeitgeber ablehnen, der das nicht akzeptiert.:cool: |
| Schwarzer Prinz | [QUOTE][i]Wenn es gut gemacht ist, wieso nicht? Die Arbeitgeber können doch endlich mal die Flexibilität, die sie von den Angestellten verlangen, auch selbst erbringen... und eine URL in die Favoriten zu schmeissen, und dann vielleicht auszudrucken, erfordert wirklich nur eine relativ wenig davon. Ich würd einen so sturen Arbeitgeber ablehnen, der das nicht akzeptiert.:cool: [/B][/QUOTE] Ablehnen darfst Du als Alo so gut wie gar nichts. DU darfst es natürlich als rechtschaffender und arbeitender Mensch :) |
| LaChatte | [QUOTE]Ablehnen darfst Du als Alo so gut wie gar nichts. DU darfst es natürlich als rechtschaffender und arbeitender Mensch [/QUOTE] ich, rechtschaffen arbeitend? Mein Arbeitsamt-Typ wär mit dieser Beschreibung vermutlich nicht ganz enverstanden...:cool: ich finde durchaus, dass ich auch als Arbeitslose meine Menschenwürde nicht an der Garderobe abgeben muss. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Toto33 [/i] Die meiner Meinung nach beste Bewerbung (Kostengünstig und sehr Praktisch) ist eine Webseite, auf der man seinen Lebenslauf sowie Zeugnis und div. Nachweise über Weiterbildungen Online stellt. So kann ein potenzieller Arbeitgeber selber einen Ausdruck anfertigen, falls benötigt. Das findet aber leider nicht gerade bei vielen Anklang. :( [/QUOTE]In dieser Hinsicht bin ich wiederum etwas eigen. Ich möchte es schon selbst in der Hand haben, wem ich meine persönlichen Daten herausgebe. Man wird im Internet ohnedies schon genug ausgeschnüffelt. |
| Schwarzer Prinz | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]ich, rechtschaffen arbeitend? Mein Arbeitsamt-Typ wär mit dieser Beschreibung vermutlich nicht ganz enverstanden...:cool: ich finde durchaus, dass ich auch als Arbeitslose meine Menschenwürde nicht an der Garderobe abgeben muss. [/B][/QUOTE] Das ist wohl wahr. Allerdings haben viele keine Wahl: Entweder der Job wird angenommen oder Leistungen gestrichen. Und die Regelungen sollen (o. sind schon) wohl nochmal verschärft werden, so dass man in Gefahr gerät, gar nichts mehr zu kriegen. Und wie Du sicher weist, müssen Menschen leider essen, wohnen, heizen etc. :( D.h. also dem Niedriglohn und Verschlechterung der Arbeitsbedingungen sind Tür und Tor geöffnet. Nur haben es die meisten (auch die die noch Arbeit haben) noch nicht mitbekommen. Es sind doch schon ca. 1Mio. Menschen im Niedriglohnsektor tätig, wo sie nur minimal mehr kriegen als zB. ALG bzw. ALG2. |
| Move over Kate | Wir zahlen unsern Mitarbeitern (Müllwerker, öffentlicher Dienst) so um die 12 bis 13 Euro die Stunde... Brutto, dazu kommt noch Zusatzversorgung und zur Zeit noch Urlaubs- und Weihnachtsgeld... Manche Lohn-Dumper (insbesondere die, die für DSD fahren, das sind die mit den gelben Tonnen oder Säcken) zahlen nach Verdi-Angaben 7,50 Euro die Stunden - damit ist das untere Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Ein Sortierer am Fließband, der Alu, Papier und Kunststoffe zwischen vollgeschissenen Babywindeln (ja ja, Fehlwürfe passieren...) und verfaultem Obst rausskramen darf, verdient um die 4,50 Euro die Stunde... Dabei hab ich als Schüleraushilfe schon vor 13 Jahren 11,00 Mark die Stunde verdient. :rolleyes: Der Mindestlohn muss irgendwann kommen, nur dann werden auch die Jobs über die Grenzen verlegt... |
| Schwarzer Prinz | Tja, die Globalisierung macht es möglich. Da profitieren natürlich - wieder mal - nicht die "normalen" Bürger von. Sondern die Konzerne :( |
| LaChatte | Im Moment heisst es überall: hurra, es hat freie Arbeitsplätze, es hat weniger Arbeitslosigkeit, die Konjunktur zieht an! Wer hat was davon gemerkt? Ich muss sagen, in der kleinen Nische, die ich gefunden habe, läufts tatsächlich ganz gut...:) |
| darkmav | @MoK Ich dachte immer, als Müllwerker verdient man fürstlich... hat zumindest ein Bekannter von mir erzählt, der als Student aushilfsweise dort mitarbeitete. Nach Deinen Angaben ist es wirklich so: je mieser der Job, je geringer das soziale Prestige, desto weniger verdient man. Ich meine: Wer gibt schon gerne in seinem Bekanntenkreis zu, daß er Sortierer bei einer Müllverwertungsanlage ist? Selbst mein Bekannter hat seine Tätigkeit stets euphemistisch mit "Säcke schleudern" umschrieben... :rolleyes: |
| darkmav | [url=http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,469785,00.html]Gottschalk hat Ärger wegen Harz-IV-Witz[/url] :) |
| geyer | als hartz4ler verlierer bist du soviel wert wie dein heizwert im brennofen...schande dem staat, der die menschen so demütigt!:mad: :q |
| Summerwine | Seit froh das ihr überhaupt Geld vom Amt bekommt. Grad durch meine Erkrankung halte ich keinen Stress aus und was da am Amt gelaufen ist... ich war fix und fertig. Zum Glück hab ich bald einen Betreuer der sich um solche Angelegenheiten kümmert :p . |
| Montrose | [QUOTE]die zum Großteil aus Leuten bestehen, die vom Arbeitsamt zur Ausbildung genötigt wurden, wird feststellen, dass es in der zweiten Reihe nicht nur die Verlierer des Bildungssystems gibt, sondern auch Verweigerer, die es nicht mal versucht haben.[/QUOTE] Deine Beobachtung ist vollkommen richtig. Ich ziehe daraus den Schluß: da muss mehr Druck draufgegeben werden. In meinen Augen hängt das alles so miteinander zusammen: Ausgehend von der 68ger-Bewegung glaubte das zukünftige Establishment, wenn man die Menschenwürde achtet, wenn man den Menschen Freiheit gibt, wenn man sie von dem gesellschaftlichen Druck, der angeblich die Seele verbiegt, befreit, dann würden die Menschen von sich aus das beste geben. Dieser Ansicht ist auf dem Board zum Beispiel explizit TheTurningPoint. Und richtig ist natürlich auch, dass das Gesellschaftsklima vor den 68-gern schlecht war, tatsächlich noch die Nazi-Ideologie ---etwas gereinigt vom Antisemitismus, aber nach Stalingrad umso verbitterter --- losprügelte. Besser wurde es durch die 68ger allerdings nicht, denn die Kinder der Anarchos, die damals sich in Poona nackt selbstbefreiten, sind heute fast alle in psychotherapeutischer Behandlung. Die Linke bringt genauso viele Gestörte hervor wie die Ultrarechte. Das Problem der laissez-fair-Ideologie ist, dass sie nur funktioniert, wenn wir davon ausgehen, jeder Mensch sei an sich gut, engagiert und findet von sich aus den richtigen Weg. Dem ist aber absolut nicht so. Ich hab in meinem Leben durchaus Menschen kennengelernt, die auf alles scheißen, die sich an gar keine Regeln halten. Und die anderen Menschen das Leben sehr schwer machen, denn was der eine umsonst frißt, muss der andere bezahlen. Daraus ergibt sich folgendes Problem: die Nach-68ger-Ideologie ist gegenüber solchen Leuten völlig machtlos. Gerade weil die Nach-68ger-Ideologie auf Gewalt verzichtet und Freiheit als höchstes Gut sieht, kann sie nichts gegen jene unternehmen, welche diese Rechte mißbrauchen oder welche sich geradezu selbst verstümmeln, weil sie ohne Anleitung ihre Chancen auf Selbstverwirklichung nicht erkennen und umsetzen können. Tatsache ist, dass ein Mensch, der sich in dieser Gesellschaft völlig verweigert und keine Probleme damit hat, dass er sich eben kein Eigenheim oder neuen Mercedes leisten kann (einen gebrauchten haben solche Leute bisweilen durchaus!), eigentlich auf nichts verzichten muss, ohne demgegenüber Pflichten zu haben. Für eine CD-DVD-Anlage hat es bei allen Prekären gereicht, die ich bislang kennenlernte. Fernsehen, Medien, alles da. Für die abendliche Ladung Bier reicht es auch. Freier Sex, und wenn was daraus wird, zahlen die Behörden. Wohnungen, die zwar Altbau sind, aber deutlich größer als eine Bude eines Studierenden (ein Student wäre schon mit 20 Quadratmeter glücklich, während ein Assi laut Gesetz Anspruch bis 55 Quadratmeter hat) usw. usw. Und da frage ich mich: wie können Bildungsanstrengungen fruchten, wenn bestimmten Leuten signalisiert wird, dass sie kaum Nachteile haben, wenn sie beruflich nichts tun? Die Friseurin oder Verkäuferin, die 8 Stunden sich die Beine in den Bauch steht, ist am Ende nicht besser dran als die Asoziale, die gar nichts macht und nur rumvögelt. Druckmaßnahmen sind gleich NullkommaNull. Der Staat hat sich alle Maßnahmen, Leute ein bißchen anzuspornen, selbst aus der Hand geschlagen. Ähnliches gilt übrigens auch hinsichtlich der Arbeitgeberseite: da sich Arbeitgeber freikaufen können und das Kündigungsgesetz für sie eine Zumutung ist, gibt es für die Industrie keinen Ansporn, berufliche Wackelkandidaten in ein Arbeitsverhätlnis zu bringen. [QUOTE]Und was macht man gegen die Entstehung der zweiten Reihe? Soll man aus der Erfahrung, dass eine ganze Gesellschaftsschicht am unteren Rand das Erziehen verlernt hat, den Schluß ziehen, dass Erziehung Sache des Staates ist?[/QUOTE] Das erste wäre: akzeptieren, dass die zweite Reihe da ist! Und zwar unveränderlich! Die zweite Reihe läßt sich nicht wegbilden. Deshalb sind diese ganzen Bildungsexperimente für den Arsch. Diese Soziologenspielchen sind Mumpitz pur. Sondern man sollte einen Minimalgesellschaftsvertrag definieren mit denjenigen, die unten sind oder unten bleiben wollen a. bekommt das und das und nicht mehr. b. hat die und die Auflagen (weitaus strengeren Auflagen als bisher; mindestens viermal wöcchentlich Anwesehenheitspflicht in irgendeiner Institutiton; notfalls Abholen per Polizei) c. mit dem Ziel, wenigstens ein Minimum von Gesellschaftsfähigkeit sicherzustellen d. ein Anreizsystem, das Leute mit Aufstiegsbemühungen belohnt anstatt ihnen nur soviel zu geben wie sie auch ohne diese Bemühungen bekommen hätten. Die Hetze gegen NPD halte ich für eine Projektion im psychodynamischen Sinne. Die Gesellschaft sucht einen Sündenbock für ihre eigenen Versäumnisse!! Das, was eigentlich in einer Hand liegen müßte, dieses "hart aber herzlich", wird aufgespalten in böser cop (Nazi) und guter cop (wir, die "Guten"). [b]Nicht die NPD hat ein Problem, sondern die NPD-Kritiker.[/b] Die NPD-Kritiker lenken mit ihren Aktionen davon ab, dass sie zu zentralen Konflikten der Gesellschaft selbst keine adäquate Antwort haben. ... keine adäquate Antwort haben können. Wie ich oben schrieb: der ideologische Ausgangspunkt der modernen Bundesrepublik Deutschland ist bereits im Ansatz zu lebensfern, als dass man damit praktisch arbeiten könnte. |
| Goat93 | [QUOTE]Tatsache ist, dass ein Mensch, der sich in dieser Gesellschaft völlig verweigert und keine Probleme damit hat, dass er sich eben kein Eigenheim oder neuen Mercedes leisten kann (einen gebrauchten haben solche Leute bisweilen durchaus!), eigentlich auf nichts verzichten muss, ohne demgegenüber Pflichten zu haben. Für eine CD-DVD-Anlage hat es bei allen Prekären gereicht, die ich bislang kennenlernte. Fernsehen, Medien, alles da. Für die abendliche Ladung Bier reicht es auch. Freier Sex, und wenn was daraus wird, zahlen die Behörden. Wohnungen, die zwar Altbau sind, aber deutlich größer als eine Bude eines Studierenden (ein Student wäre schon mit 20 Quadratmeter glücklich, während ein Assi laut Gesetz Anspruch bis 55 Quadratmeter hat) usw. usw. .[/QUOTE] Ich versteh die Aussage nicht wirklich. Meinst du damit Arbeitslose, die von Harz IV leben oder Menschen die auf der Straße leben. Diejenigen die auf der Straße leben haben wirklich keinerlei Verpflichtungen und können sich allem verweigern, derjenige vom Staatsgeld lebt kann dieses nicht, denn da muß die betreffende Person sich dem A Amt Programm beugen. Das geht teilweise sogar recht Knallhart zu mit Unwürdigen 1€ Jobs oder die Frage ob man nicht als Prostituierte (bei Frauen) arbeiten will. Außerdem, wo was wie freier Sex? o.0 |
| herbstliebe | [QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i] [B]Das geht teilweise sogar recht Knallhart zu mit Unwürdigen 1€ Jobs oder die Frage ob man nicht als Prostituierte (bei Frauen) arbeiten will. [/B][/QUOTE] Wenn du den einen € auf den Rest des Unterhaltes rechnest, ist er gar nicht mehr so unwürdig. Das AA fragt Frauen, ob sie als Prostituierte arbeiten wollen? WOW, so weit ist es schon. |
| Move over Kate | [QUOTE]Das AA fragt Frauen, ob sie als Prostituierte arbeiten wollen? WOW, so weit ist es schon.[/QUOTE] Wusstest Du das nicht? Das kommt im Beratungsgespräch als allerletzte Frage vor dem abschließenden Hinweis, das Suizid eigentlich doch die beste Lösung sei... :rolleyes: Könnte man vielleicht das Verbreiten solcher Scheißhausparolen unterlassen? Oder vielleicht Quellen für solch sensationelle Erkenntnisse nennen? :rolleyes: |
| Montrose | Ja, das tut das AA! Das kam neulich mal in einer Zeitung. Scheißhausparolen sind das nicht. Der Punkt ist: die Behörden gaukeln Aktivität vor, in Wirklichkeit lassen sie Leute am Rande im Stich. Was sich bei mir so knallhart anhört, ist humanistischer gedacht, als einfach die Leute sich selbst zu überlassen. [QUOTE]Meinst du damit Arbeitslose, die von Harz IV leben oder Menschen die auf der Straße leben. [/QUOTE] Auf der Straße muss niemand leben. Ich mein Hartz-IV Dauerarbeitslose (da muß man nämlich auch differenzieren). Hartz-IV ist nicht gegenüber den Randgruppen ungerecht (die bekamen durch Hartz-IV mehr als voher durch Sozialhilfe). Sondern es ist gegenüber dem Menschen aus der Mittelschicht ungerecht, der vom Betrieb gekündigt wird und dann nur noch so kurz Arbeitslosengeld bekommt, dass er u.U. seine Altersversorgung abschmelzen muss. Hartz-IV ist demnach vor allem eine Kampfansage an die Mittelschicht und nicht an die unteren Randgruppen. Die Randgruppen oder Aussteiger, die noch nie in einer bürgerlichen Existenz waren, werden durch Harzt-IV zwar mit Bier versorgt (Brot und Spiele, um das Volk ruhig zu halten) .... aber wenn man sich anguckt, was sonst für ein menschenwürdiges leben für diese Leute getan wird ..... wie verbringen die ihre Zeit, wenn sie nichts zu tun haben? ..... welche echten Chancen zum Einstieg wird denen gegeben? dann läuft da gar nichts. Behöden helfen diesen Menschen nicht. Sie beachten sie gar nicht, sondern machen nur Schein-Veranstaltungen, damit irgendwelche faulen Krawattenfuzzis sagen können: guckt mal, wie s o z i a l :rolleyes: wir sind. Entweder werden Leute am Rande kriminalisiert (Skins, Rechts, Punks) oder sie werden nicht weiter beachtet. Echte Förderung erhalten die doch gar nicht. Was Prostitution betrifft: der "Beruf" ist mittlerweile steuerpflichtig. Rot-Grün hatte sich damals vehement eingesetzt. Bekannt ist auch die Joschka Fischer-Rußland Äffäre, bei der Joschka Fischer (GRÜNEN) den Frauenhandel mit Osteuropäerinnen förderte. SPD und frauenfreundlich.... hahahahaha .... der beste Witz des Jahrhunderts. Von daher :D *bitter lächel* schmiert Euch das "links" oder "sozial" oder wie ihr es nennen wollt, sontwo hin. Die Krawattenfuzzis haben die Situation nicht mal ansatzweise im Griff. Und dieses NPD-Gegacker ist nur ein Ablenkmanöver, damit die Aufziehpüppchen im Staat schön an den staatlich verordneten Demos und Aufständen mitzumachen, und nicht den brökelnden Putz hinter der Fassade bemerken. Was hat sich eigentlich seit der DDR geändert? Gar nichts Ihr seid alles nur Mitläufer. Und für je schlauer Ihr Euch haltet, umso mehr seid Ihr in Wirklichkeit auf irgendeine Propaganda reingefallen. |
| Ericthehalfabee | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] Ja, das tut das AA! Das kam neulich mal in einer Zeitung. Scheißhausparolen sind das nicht. [/QUOTE] Ich las auch davon, außerdem ist heute nahezu jeder Job zumutbar. [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] ...... Die Randgruppen oder Aussteiger, die noch nie in einer bürgerlichen Existenz waren, werden durch Harzt-IV zwar mit Bier versorgt (Brot und Spiele, um das Volk ruhig zu halten) .... aber wenn man sich anguckt, was sonst für ein menschenwürdiges leben für diese Leute getan wird ..... wie verbringen die ihre Zeit, wenn sie nichts zu tun haben? ..... welche echten Chancen zum Einstieg wird denen gegeben? dann läuft da gar nichts. .... [/B][/QUOTE] HartzIV erhöhen halte ich deshalb auch für die falsche Lösung, die eigentlich Leid tragenden, die Kinder nämlich, hätten davon eh nix, außer das evtl. Mama und Papa sich zwei Flaschen Bier und zwei kurze mehr mitbringen lassen.... Was würde eigentlich passieren, wenn es kein Brot und Spiele gäbe??? Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass dieser kranke Organismus, den manche als Volk bezeichnen, dazu in der Lage ist sich ernsthaft zu organisieren und sich wehren würde. Jahrezehnte langes antrainieren von Obrigkeitshörigkeit und Kadavergehorsam, einreden von Schuldgefühlen, Herdenmentalität haben bei vielen zur Resignation geführt. Aber vielleicht kommt ja wieder ein großer Krieg... die Autobahnen haben wir diesmal ja schon... |
| Move over Kate | [QUOTE]Das kam neulich mal in einer Zeitung.[/QUOTE] Jetzt wo du es sagst. Ich glaube beim Shopping-Kanal haben sie neulich auch davon berichtet. |
| Montrose | Die Sache wurde auch mal im FOCUS diskutiert. [url]http://www.focus.de/jobs/arbeitsamt_aid_119004.html[/url] Nun heißt es da, dass es eine Dienstanweisung gäbe, Frauen nicht in die Prostitution zu vermitteln. Die Sache hat nur zwei Haken: 1. Diese Dienstanweisung wäre ja wohl kaum rausgegangen, wenn nicht eine reelle Gefahr bestünde, dass das AA genau dies tut. 2. Wenn man diesen kurzen Artikel weiterliest, ist die Vermittlung in das Mileu damit nicht unterbunden. Es könnte ja eine Frau durchaus immer noch vom Arbeitsamt einen Kellnerinnen-Job in einer Nachtbar vermittelt bekommen. Das ist zunächst mal offiziell was ganz anderes als Prostitution. Was dann dort aber tatsächlich abläuft, das kann das Arbeitsamt doch gar nicht prüfen. Entweder die Frau nimmt den Job auch dann an, wenn von ihr inoffiziell "mehr" verlangt wird. Oder aber sie wird im AA als Job-Ablehnerin registriert. |
| Demon17 | Ich könnte kotzen Monty, 345€ reichen nun wirklich gerade für das Nötigste, oft nicht einmal für ds. Beim geringsten Veräumnis wird dieser Satz auch noch gekürzt. Es ist dann wirklich jede Arbeit zumutbar. Natürlich bei 340€ Miete + 345 HartzIV und 100€ erlaubtem zuverdienst lohnt es sich schon nicht mehr eine Beschäftigung zum angepeiltem gesezlichen Mindestlohn von 8 € anzunehmen. Da kommen bei einer 35 Std.-Woche gut 800-900 € heraus. Allerdings sind 100 € für jemanden am Exiszenzminimum eine Menge Geld, nur wird die Differenz zu Hartz IV durch den Mehraufwand wie z.B. Weg zur Arbeit, erhöhter Aufwand für Kleidung etc. aufgefressen. Von weniger kann jedoch niemand leben und solange Ehepartner von Einkommenbezieher in der Regel kein ALG II bekommen, wird sich der Lohn bei den unteren Einkommensgruppen nicht wesentlich über Hartz IV Niveau bewegen. Insofern sollte man doch an die vielen Menschen denken, die trotzdem arbeiten. Das Problem ist halt, das sich mit ungesetzlichen Nebeneinkünften ein erheblich höheres Einkommen realisieren läßt. Dies kann jedoch kein Grund sein, die Ehrlichen unter das Existenzminimum zu drücken. By the way, was hat das jetzt mit der NPD zu tun? Könnten wir vielleicht beim Thema bleiben und die Diskussion zu Hartz IV im Hartz IV-Thread fortsetzen? |
| Move over Kate | [QUOTE]1. Diese Dienstanweisung wäre ja wohl kaum rausgegangen, wenn nicht eine reelle Gefahr bestünde, dass das AA genau dies tut.[/QUOTE] Behördenmitarbeiter machen sich nach Gesetzesänderungen auch über die abstrusesten, abstrakt [i]möglichen[/i] aber vollkommen unwahrscheinlichen Folgen Gedanken. Das kann ich dir aufgrund täglicher Erfahrung versichern. |
| Montrose | @ MoK Das ändert nichts daran, dass eine mögliche Vermittlung in den Bar-Bereich eben gerade nicht abstrus ist. Das ist nämlich genau das umgekehrte Problem: dass Behördenmitarbeiter sich oft über Dinge keine Gedanken machen, die ihnen persönlich abstrus erscheinen, aber in Wirklichkeit durchaus vorkommen. Was will denn ein Angestellter auf einer Behörde wissen, was "abstrus" ist? Welche Erfahrungen hat er denn in verschiedenen Milieus gesammelt? Genau da setzt dann auch das Problem an: wie will eine Behörde über eine Lebensrealität entscheiden, die sie überhaupt nicht kennt. Wieder mal zurück zum Thema Schule: ich hatte mehrfach das Beispiel mit dem Englischunterricht im Kindergarten gebracht. Jemand, der das vorschlägt, meist eine studierte Person, hat überhaupt keine Vorstellung davon, dass es Menschen gibt, die noch nicht einmal richtig Deutsch erlernen können. Zwischen Uni und "anderem" liegen doch Welten. @demon17 Was hat das mit der NPD zu tun? Gar nichts, außer, dass ich meine, es gibt wichtigere Themen als die NPD. Die NPD ist über Jahre immer unter 5% geblieben. Ich begreife nicht, warum so eine Nichtigkeit zu DEM Schreckgespenst schlechthin aufgebauscht wird. Wenn Politiker und Presse nicht ständig die Sache aufblasen würden, wäre die NPD längst aus dem öffentlichen Bewußtsein verschwunden. Und die ausländerfeindlichen Attacken haben mit der NPD auch nichts zu tun. Und so frage ich mich: welches Interesse hat die Gesellschaft, etwas zum Problem zu machen, das gar keines ist? Welche Absichten könnten da dahinterstecken? Oder anders gefragt: wenn wir alle NPDler erschießen würden ..... welches Problem in diesem Land wäre dann wirklich gelöst? Ich würde sagen: gar keines. |
| Odessa | Jetzt wo du es sagst. Ich glaube beim Shopping-Kanal haben sie neulich auch davon berichtet. ---- Da kann ich Dir das Gegenteil versichern, MoK, guck einfach mal auf das Stellenportal der Agentur für Arbeit bei "Stellenangebote"; dort findest Du div. "Callcenter-Agent"-Angebote, die von "Sex-hotline"Betreibern inseriert werden, oder Stellen die als vermeintlicher "Telearbeitsplatz" angeboten werden, die aber nichts Anderes sind als 0190-Telefonistinnen-Jobs, was ich durchaus in die Prostitutionsschiene rechne. Ist mir erst heute wieder passiert, als ich einem seriös klingendem "Angebot für eine Stelle als Datentypistin bei Firma in Festanstellung, 40-Std.-Woche, Tarifgehalt" folgte, das online inseriert war dort, und letztendlich nach einigen clicks auf der "Arbeitgeber-HP" bei einer 0190-Agentur für Hardcore/SM/Bondage landete, die "Telefonistinnen" suchte. Als ich diese Sauerei dem Arbeitsamt meldete (es war nicht das erste und einzige Angebot dieser Art), hieß es lapidar: "Ist nicht unser Problem, wir nehmen jedes Angebot eines Arbeitgebers bei uns entgegen." Sorry fürs off topic, aber das wollte ich dann doch nicht unwidersprochen lassen. |
| Goat93 | Montrose: Wenn ich das richtig verstehe kreidest du dem System Harz IV eine Unfähigkeit und eine Unfunktionabilität an, die im Bezug auf das Arbeitsvermittlungsprogramm steht. Ich hatte das vorher so verstanden, das du das den Empfängern ankreidest, daher hab ich nachgefragt. Das System ist völlig fehlfunktionierend, da hast du recht, es zerstört den Mittelstand langfristig und zersetzt auch den Arbeitsmarkt meines Erachtens :( |
| Demon17 | Hartz IV gibts [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=58379&perpage=15&highlight=Hartz&pagenumber=1]hier[/URL] Vielleicht kann man die letzten 10 Beiträge ja umhängen. |
| Seneca | Das ist allerdings ein sehr alter Hut und hat nichts mit ALG II zu tun. An solche lustigen "Trainingsmaßnahmen" habe ich als Ausgelernter schon 1997 teilgenommen, allerdings zwei volle Monate... bis ich mich aus Perspektivenlosigkeit an der Uni eingeschriebe habe. |
| Montrose | [QUOTE]Wenn ich das richtig verstehe kreidest du dem System Harz IV eine Unfähigkeit und eine Unfunktionabilität an, die im Bezug auf das Arbeitsvermittlungsprogramm steht. [/QUOTE] Es macht eigentlich überhaupt keinen Unterschied, ob man Leute mit Problemen selbst die Schuld gibt oder die Probleme als vom System verschuldet sieht. In beiden Fällen hat die Politik die Aufgabe, irgendetwas zu tun, damit die Leute eine bessere Lebenschance bekommen. Diese Hauptschüler/Gesamtschüler-Elite-Diskussion erscheint mir kontraproduktiv, weil es eigentlich weniger um Bildung als um gegenseitigen Respekt geht. Die "unten" müssen respektieren, dass es Spielregeln gibt. Die "oben" müssen aber auch verstehen, dass die "unten" vollwertige Menschen mit Würde und einem möglichen Nutzen für alle sind. Das ist es, was mich da manchmal beschäftigt. Die Gebildeteren sehen das als Manko, als persönliches Desaster, als Strafe an, wenn jemand vielleicht "bloß" LKW-Fahrer oder Pförtner ist. Und so kann das Spiel nicht laufen. Sondern das Spiel muss so laufen, dass jede Tätigkeit einen Wert hat. Und wenn man das so betrachtet, erübrigt sich die ganze Bildungsdebatte. Dann ist nämlich klar, dass es gar nicht so wichtig ist, wieviel Bildung jemand hat.... .... sondern entscheidend ist dann nur, dass er die Sekundärtugenden -also Verläßlichkeit, Ehrlichkeit usw.usw. intus hat. Genau diese Sekundärtugenden sind aber im Zuge der neudeutschen Ideologie diffamiert worden. Heute gilt es als "hipp", Regeln zu brechen oder, wenn man sich schon an die Regeln hält, muss zumindest ein Heiligenschein oder ein Nobelpreis dabei rausspringen. Die Politiker, sei es unser "Faulenzer"-schreiender Schröder oder die Bildungspsychotiker sollten sich irgendwie mal in einer ruhigen Stunde hinsetzen und als Hausaufgabe aufschreiben, was sie eigentlich für die Gesellschaft wollen. Denn das ist doch das Problem: die Orientierungslosigkeit. Nochmals was zum Thema Bildungsexperten .... gestern las ich in der Zeitung, dass 20 % aller Schüler mittlerweile an behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankungen leiden, was deutlich mehr ist als die Häufigkeit von Infektionskrankheiten wie Schnupfen. Der Autor schrieb, dass die Kinder überfordert und orientierungslos sind. Und wenn dann die Eltern auch noch ins Trudeln kommen (Scheidung vor allem, aber auch Arbeitslosigkeit der Eltern) dann geht es meist ganz rapide bergab: Depression, Ängste, Selbstmordversuche .... das volle Programm eben. Mit anderen Worten: unsere Gesellschaft versagt. Die Sozialfuzzis und Krawattenheinis haben sich geirrt (oder niemals richtig nachgedacht). Die Gesetze und Verordnungen in diesem Land sind vor allem in den kleinklein Bestimmungen, die weitaus wichtiger sind als die weltpolitischen Entscheidungen, und in den Leitbildern des indivuellen Lebens resp. Familie völlig fehlgeleitet. In diesem Kontext wundert es nicht, wenn der Papst die Deutschen zum Widerstand aufruft ..... zum Widerstand gegen die Widerständler sozusagen .... gegen Linke, Grüne, Aufgeklärte, Atheisten, "Philosophen", Wissenschaftler, "Experten", Staatssekretäre und Nonsens-Minister .... die diese ganze Scheiße verbrochen haben und dabei vor lauter Klugscheißerei irgendwo den Menschen vergaßen. Menschen sind nicht beliebig formbar. Menschen sind wie Äste: wenn man sie zu stark in die falsche Richtung auslenkt, brechen sie. Die Schöpfungsordnung kann nicht verändert werden, ohne dass wir dabei Schaden nehmen. |
| Move over Kate | @ Odessa Das überzeugt mich nicht. Es ist ein Unterschied, ob die AA Stellenangebote in ihre Datenbank aufnimmt, hinter der sich etwas unseriöses (was m. E. auch nicht mit Prostitution "gleichwertig" ist) oder aber jemanden gezielt in die Prostitution vermittelt. Ich glaube nicht, dass eine staatliche Institution alles und jeden (hier die Stellenanbieter) überprüfen kann - und vielleicht ist es sogar gut, dass sie es nicht leisten kann und darf... ;) Und zur Sache mit den "Wiedereingliederern": Die AA stand in der Vergangenheit (subjektiv habe ich den Eindruck, dass sich das seit dem Anziehen der Wirtschaft geändert hat) den Arbeitgebern, auch den öffentlich-rechtlichen, ständig auf den Füßen: "Testen Sie Langzeitarbeitslose", "Testen Sie Schwerbehinderte", "Testen Sie Hartz-IV-Empfänger" etc.. Selbst bei den ABM, die auf Wiedereingliederung zielten - ebenso wie 1-Euro-Jobs bei Hartz IV - wusste jeder, dass die Maßnahmen in aller Regel NICHT in reguläre, sv-pflichtige Arbeitsverhältnisse übergeleitet wurden. Da auf die "unseriösen Politiker" zu schimpfen, ist nicht gerade fair - und auch kein Zeichen von Weitblick. Wenn die Politik (und ihr Arm, die AA) die Arbeitslosen oder Hartz IV-Empfänger zu Hause rumsitzen lassen, dann schreit der Pöbel und seine Presse: "Staat finanziert Gammler und Abhänger". Wenn sie die Leute zur Arbeit NEBEN dem regulären Arbeitsmarkt heranziehen, dann heisst es "seht her, der Staat finanziert überflüssige Arbeiten und schiebt der Wirtschaft die Kohle in den *rsch". Ja was denn jetzt? Ist jeder Mißstand (den die Politik noch nicht mal zu verantworten hat - der Staat kann nämlich nicht alles und jeden reglementieren und regeln, jedenfalls in Demokratien nicht) ein Grund, extrem rechts oder extrem links zu wählen? Na dann herzlichen Glückwunsch... :rolleyes: Dann können wir uns ja auf einen totalen Staat freuen, der alles und jedes regelt - zur Zufriedenheit aller... |
| blue79 | Das erinnert mich an eine anzeige wo ich mich beworben habe .Als Kassiererin im netten umfeld gute verdienstmöglichkeiten in Mannheim vom Arbeitsamt.Ich also mich beworben eingeladen worden und heraus kam ,ich sollte mich in so ein Glaßhäuschien setzten und den Männern im kino das kleingeld weckseln.Was das für ein Laden war brauche ich ja nicht zu sagen.:D Die vom Arbeitsamt taten so richtig schockiert aber rausgenommen haben sie es nicht als ich ein parr Wochen später nachsah. :p |
| camouflageheart | lol, klingt doch nicht übel |
| apnoe | [quote] dieses system hat auf der ganzen linie versagt. nur für mehr bürokratie gesorgt und eigentlich arbeit vernichtet. mal davon abgesehen, daß ich behandelt werde wie der letzte dreck. muß geld ausgeben, welches ich nicht habe, um ein paar hungerkröten vom staat zu bekommen. die reine schikane ist das... [/quote] Natuerlich! Aber mehr Buerokratie bedeutet natuerlich auch mehr Buerokraten, und damit waeren dann auch schon wieder Arbeitsplaetze geschaffen. :) Und was wuerde ich ohne meinen gesetzlichen Betreuer machen? Das ist schon unglaublich praktisch irgendwie... Also zumindest bei Antraegen wo die Bearbeitung sonst Wochen dauert, das habe ich in 24 Stunden... Und er bezeichnet sich selbst als meinen Hoffnarren... Also was die Versorgung von Behinderten angeht, so hat der Sozialstaat nicht unbedingt versagt... allerdings, wozu? Die gehen doch beim naechsten Hitler dann eh alle durch den Schornstein... |
| Hrefnadis | Wir bekommen für unseren Sohn Hartz IV, weil wir ein zu geringes Einkommen haben. Derzeit kämpfen wir mit dem Amt um einen Umzug (den sie nicht mal zahlen müssten) in eine gleichwertige Wohnung, wie wir sie jetzt auch schon haben, und die vom Amt genehmigt wurde. Der Grund ist folgendermaßen: Das Kinderzimmer liegt straßenseitig an einem Verkehrsknotenpunkt und unser Baby kämpft deswegen seit Monaten mit Schlafstörungen. Wohnungstechnisch lässt sich das Kinderzimmer aber nirgends anders unterbringen. Sachbearbeiter: Dieser Umzugsgrund ist subjektiv und wir deshalb nicht genehmigt. ich: Hilft ein Arztattest weiter? Sachbearbeiter: Nein, nur ein objektiver Grund. ich: Und das wäre? Schweigen. Naja. Wir werden wohl trotzdem umziehen und uns nötigenfalls durch die Instanzen klagen. Man hat auch gedroht, uns die Zuschüsse ganz zu streichen, sollten wir uns gleich auch nach einer größeren (aber gleich teuren!) Wohnung erkundigen. Sachbearbeiter: Sie haben nur Anspruch auf 50 qm Wohnfläche zuzüglich Bad und Küche. ich: Ist da die Arbeitsfläche auch dabei? Sachbearbeiter: Welche Arbeitsfläche? ich: Zwei Schreibtische, Regale, sowas halt. Sachbearbeiter: Wozu brauchen Sie denn das? ich: Ähm, wir sind Studenten ... Sachbearbeiter: Stellen Sie die doch ins Wohnzimmer. ich: Entschuldigung, da wohnen wir. Sachbearbeiter: Ja, wo stehen sie denn jetzt? ich: Im Schlafzimmer, aber da kann nur gearbeitet werden, wenn keiner von uns schläft und das ist zu Studienzeiten schwierig, weil da auch schon mal nächtelang durchgearbeitet wird. Sachbearbeiter: Sie arbeiten nicht, deshalb haben sie keinen Anspruch auf Arbeitsfläche. ich: Wollen Sie uns damit nahe legen, unser Studium abzubrechen? Sachbearbeiter: Wenn Sie nicht den Standards entsprechen wollen, müssen Sie eben auf die Zahlungen (für das Kind wohlgemerkt!) verzichten. Nur um noch mal den Sachverhalt klarzustellen: Es ging nicht darum, dem Amt MEHR für eine Wohnung aus dem Kreuz zu leiern, es ging nur um eine Umzugsgenehmigung in eine ruhigere, vielleicht ein paar qm größere Wohnung zum selben Preis ohne Umzugs- oder Kautionskosten fürs Amt. Und das alles für unser Knödelchen, dem wir die Schreibtische bestimmt nicht in sein Zimmer stellen und das nachts ruhig schlafen können soll. *hmpf* Hrefnadis |
| Hrefnadis | Nachtrag: Das Bafög-Gesetzt sieht übrigens 60 qm für eine Einzelperson plus jeweils 20 für die folgenden Personen als angemessen an. Das gilt für meinem Mann und mich. Da das Kind HartzIV bekommt, wird uns das Ganze auf ungefähr 70 qm zusammengestrichen. Unser Kind ist im selben Haushalt anscheinend Mensch zweiter Klasse, dabei ist es noch nicht mal ein Jahr alt. Menschen zweiter Klasse brauchen halt im Durchschnitt weniger Plaz zum Spielen. Ich bin immer noch sauer ... |
| Heph | Gesundheitliche beeinträchtigung ist ein Objektiver Grund für den Umzug schaut aber mal ob ihr nicht irgendwo schimmel in der Wohnung habt den müsste das Amt als objektiven Grund ansehen. Irgendein Landesgericht/Sozialgericht hat im übrigen jetzt beschlossen das Autos von H4 empfängern bis 7500 € Wert besitzen dürfen (früher 5000€) aber das nur am Rande. |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Hrefnadis [/i] [B]Nachtrag: Das Bafög-Gesetzt sieht übrigens 60 qm für eine Einzelperson plus jeweils 20 für die folgenden Personen als angemessen an. Das gilt für meinem Mann und mich. Da das Kind HartzIV bekommt, wird uns das Ganze auf ungefähr 70 qm zusammengestrichen. Unser Kind ist im selben Haushalt anscheinend Mensch zweiter Klasse, dabei ist es noch nicht mal ein Jahr alt. Menschen zweiter Klasse brauchen halt im Durchschnitt weniger Plaz zum Spielen. Ich bin immer noch sauer ... [/B][/QUOTE] 60qm für eine Einzelperson kann ich bei bestem Willen nicht nachvollziehen. Ich lebe hier in geschätzten 30qm, und mir gefällt's hier. Habe ein Zimmer, wo das Bett, das Sofa, der Schreibtisch (der zugleich Eßtisch ist), die Küche und Schränke etc. drinstehen. Dabe bekomme ich kein Hartz IV - im Gegenteil, ich zahle sogar Steuern, mit denen Hartz IV finanziert wird. Ich glaube, wenn man wenig bis gar nichts verdient (bzw. noch nie was in die sozialen Systeme eingezahlt hat) und dem Staat nur auf der Tasche liegt, kann man seine Ansprüche durchaus auf das Existenzminimum zurückschrauben. @Hrefnadis: Wozu braucht Euer Baby eigentlich ein Extra-Kinderzimmer? Nehmt es doch in Euer Schlafzimmer, dann hat a) das Baby keinen Verkehrslärm und b) Ihr habt ein Arbeitszimmer. zum BAFöG: Zu meiner Zeit war es so, daß man monatlich Kohle bekommen hat (bis etwa 500 Euro), die man auch für Miete verwenden mußte. Finde mal in einer westdeutsche Unistadt eine 60qm-Wohnung, die unter 500 Euro warm kostet! H4 ist anders strukturiert: Die Leute bekommen eine Wohnung vom Staat gesponsert und dazu noch ein - wie ich finde, ordentlich bemessenes - "Taschengeld". In den allermeisten Fällen liegt H4 über dem BAFöG-Höchstsatz. Andererseits hat der Staat gute Grüne, das Geld zweckgebunden zu verschenken: Viele (wenn auch nicht die meisten) H4ler können mit Geld kaum umgehen, und die Kohle würde für SMS, Kippen und Kampfhunde draufgehen, anstatt für Wohnung und Essen. |
| Cthugha | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B] zum BAFöG: Zu meiner Zeit war es so, daß man monatlich Kohle bekommen hat (bis etwa 500 Euro), die man auch für Miete verwenden mußte. Finde mal in einer westdeutsche Unistadt eine 60qm-Wohnung, die unter 500 Euro warm kostet! [/B][/QUOTE] Das ist heute noch immer so. Man bekommt im Maximalfall 333€ Grundbedarf und 133€ Wohnbedarf. Sollten die Mietkosten und Mietnebenkosten einen bestimmten Betrag übersteigen, bekommt man noch mal bis zu 64€ dazu. Von 60 qm für eine Person ist da nirgends die Rede und auch die wenigsten Studis haben eine Wohnung in dieser Größe für 1 Person. |
| Hrefnadis | Also: nur um mal die Dimensionen klarzumachen: Unsere jetzige Wohnung kostet knapp über 500 Euro warm, also nicht die Welt (wir wohnen ja auch in der übelsten Gegend ganz Deutschlands, Neukölln Sonnenallee, der Hinterhof muss öfter mal entmüllt werden, da wer-auch-immer dort regelmäßig seinen Sperrmüll entsorgt, steht die Haustür mal offen, wird auch schon mal in den Flur uriniert oder die Schuhe kleben einem vor undefinierbarem Zeug, bis man in der Wohnung ist, z. B. gibt noch mehr) Ohne Kind ist das ja auch alles so weit in Ordnung, von unserem Bafög könnten wir uns nirgendwo anders eine solche Wohnung leisten, weil nach Abzug der Studiengebühren und anderer durchs Studium entstehender Kosten effektiv weniger übrig bleibt als der Selbstbehalt bei HartzIV. Ich kann das gerne vorrechnen. Übrigens habe ich vorher in einem Studenten-Appartment gewohnt und mein Mietanteil war so ziemlich genauso hoch. Viel günstiger als 250 Euro pro Person kannst Du maximal in einem relativ kleinen WG-Zimmer wohnen. Viel günstiger gehts also nicht. Der Mietanteil, der vom Amt fürs Kind bezahlt wird, beträgt 170 Euro. Den Rest tragen wir selbst. Und um dieses (wenige) Geld geht es. Und um ein paar andere Fragen zu beantworten: Die Wiege unseres Kindes stand anfangs mit in unserem Schlafzimmer (12 qm, schlauchförmig). Es ergaben sich folgende Probleme: Man musste an der Wiege vorbei zum Ehebett - Kind wachte auf. Kind sprach im Schlaf - Eltern wachten auf. 3 Peronen auf 12 qm macht eine Menge Abluft, den Raum selbst zu lüften ist schlecht - Kind könnte Zugluft bekommen, somit konnte nur über den Flur belüftet werden. Ergebnis: alle drei gerädert bis zum get no, weil wir uns erstens ewig wach hielten, und zweitens die Luft katastrophal war. Wir haben das übrigens 3 Monate durchgehalten. Allein habe ich übrigens auch schon ein 25-qm-Appartement bewohnt, aber wir sind zu dritt. Das macht ein Doppelbett, einen großen Kleiderschrank, zwei Schreibtische mit Zubehör. Eine Couchgarnitur, einen kleine Schrankwand (3-teilig), mehrere Regale mit Büchern, hauptsächlich fürs Studium, ein Babybett, eine Wickelkommode, einen Babykleiderschrank, eine Truhe mit Spielzeug, eine Küchenzeile, ein Bad (bei einem Baby im Haus brauchst Du Badewanne, glaubs mir). Dazu sollten wir noch Platz zum Bewegen und das Kind auf jeden Fall eine größere Ecke zum Spielen haben. Alles zusammen auf derzeit 69 qm, davon etwa 50 qm effektiv Wohnfläche. Jeder einzelne cm wird ausgenutzt. Wir haben mehrfach umgeräumt, bis wir überhaupt alles so weit untergebracht hatten. So, und nun noch eins: Ja, wir kriegen für unser Kind Geld vom Staat, damit es nicht verhungert. Manch einer hier mag jeden Monat seinen Lohnstreifen begutachten und finden, dass seine/ihre Sozialabgaben besser aufgehoben wären. Zieht erst einmal bitte selber Kinder groß! Denn auch das ist eine LEISTUNG. Ich rede jetzt nicht von den Sozialfällen, die letzlich ihre Babies aus dem Fenster werfen, ich rede z.B. von jenen Müttern und Vätern, die neben Studium, neben Job, neben Ausbildung es irgendwie immer noch fertig kriegen, vernünftige junge Leute heranzuziehen und die TROTZDEM am Hungertuch nagen. Vor einer Weile habe ich eine Frau kennengelernt. Fertig studierte Akademikerin, hochgebildet, Mutter von zwei Kindern, die sie während des Studiums bekam. Sie war - Sozialfall. Ich habe sie gefragt, warum sie nichts aus ihrer Ausbildung gemacht hat. Sie war geschieden, bekam nur wenig Unterhalt für ihre Kinder, sie hätte imens viel dazuverdienen müssen, um die staatlichen Hilfen abzuschütteln. Und wenn es denn so weit gewesen wäre, hätte der Staat sie freundlich gebeten, ihren Bafög-Anteil zurückzuzahlen. Aus der Spirale sah sie keinen Ausweg. Finanziell hätte ihr Arbeiten keinem geholfen, nur womöglich ihren Kindern geschadet, die hätten Vollzeit auf ihre Mutter verzichten müssen. Sie war traurig darüber, aber sie sah keinen Möglichkeit, da je wieder rauszukommen. Und so läuft das meistens. Es liegt nicht daran, dass die staatlichen Hilfen so hoch sind (siehe 170 Euro), sondern, dass die Gehälter zu niedrig sind, als dass da noch großartige Unterschiede wären. Mein Mann müsste als Anfangsgehalt 1500 Euro netto nach Hause bringen, um uns ohne Bafög (ich muss noch länger studieren) und ohne Unterstützung fürs Kind durchzubringen. Nur Miete, Kita, Lebenshaltungskosten, weiter nichts. Dann würde er effektiv für 0 arbeiten. Erst über 1500 Euro würde das unsere Kassen wirklich entlasten. Das ist eine Menge Geld. Darauf muss man erst einmal kommen. Und ja, ich habe selbst 8 Jahre oder so ins staatliche Versorgungssystem eingezahlt - ledig, gut ausgebildet, mit guten Jobs und ohne Ambitionen, Familie zu gründen. Da geht so einiges. Solange man selbst das Glück hat, aus jeder Konkursmasse rauszuschwimmen und nie in ein Einstellungsloch zu fallen. So, sorry, wenn das Posting lang wurde und teilweise der rote Faden nicht so wirklich sichtbar ist ;) Ich bin übermüdet. |
| Hrefnadis | Achja, um das noch mal klarzustellen. Der Mietzuschuss vom Bafögamt ist so gering, dass er in der Regel voll ausgeschöpft wird, ob man in einem günstigen WG-Zimmer lebt oder in einem Appartment. Wie der Rest der Miete zustande kommt, interessiert das Bafögamt nicht. Da man sich für dieses Geld wenig Platz leisten kann, bleiben die qm-Zahlen, die ich nannte auch meistens nicht erreicht. Es gibt Ausnahmen. Wenn z.B. eine Wohnung Eigentum des Bafögempfängers ist. In diesem Zusammenhang hat das Bafögamt festgeschrieben, was es als angemessene Wohnunterkunft betrachtet und nicht pfändet. Und das waren zumindest vor einigen Wochen noch 60 qm für eine Person plus je 20 für alle anderen im Haushalt lebenden Familienmitglieder. Falls diese Angaben nicht stimmig sind, bitte ich um Korrektur. Ich habe sie ja auch nur aus Internetrecherche. Hrefna |
| Schwarzer Prinz | Ich finde das eh nen Hammer, dass bei H4 alle in einen Topf geschmissen werden, da sind gebildete Absolventen die keinen Job kriegen, Leute die 25 jahre gearbeitet haben, neben dem Säufer aus´m Stadtpark die H4 beantragen.... früher war´s anders. Da gab´s noch Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe. Das war auch viel besser, H4 hat nur mehr Kosten, überlastete Sachbearbeiter und überbeschäftigte Gerichte gebracht. Sollen die Politiker erstmal lernen, die Gesetzt vernüftig zu stricken :mad: Eine Bekannte von mir (BWL Studium mit 1 Jahr USA Aufenthalt) musste sich auch ca. 1/2 Jahr mit H4 über Wasser halten, bis sie einen unterbezahlten Hiwi Job bekam. Sieht man mal wie Leute die was lernen und sich bilden hier behandelt werden. :rolleyes: Und jetzt heult die Wirtschaft rum, sie hätten keine Fachkräfte, ja dann müssen sie Leute ausbilden und einstellen und einarbeiten, dann haben sie auch Fachkräfte. Unglaublich, das. |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Hrefnadis [/i] [B][...] Mutter von zwei Kindern, die sie während des Studiums bekam. [/B][/QUOTE] Das war ja nicht besonders intelligent. Das Studium ist so ziemlich der ungünstigste Zeitpunkt um Kinder zu bekommen. Eins könnte man ja noch vertreten, aber zwei sind doch wohl zu viel des Guten. Wenn ich Scheiße baue (angenommen ich kaufe mir 'ne teure Karre auf Kredit, und fahre sie - ohne sie kaskozuversichern - gegen die Wand), dann hilft mir auch kein Staat aus dem Schlamassel. Dann bin ich erst mal hochverschuldet... Lohnpfändung usw. Und ein Kind zu bekommen, ohne daß man in einer stabilen Beziehung lebt und finanziell abgesichert ist, halte ich für ebenso unverantwortlich, wie kalkuliert Schulden zu machen. Aber heutzutage darf man ja nix mehr gegen Kinder sagen... Kinder werden ja unter allen Umständen als Bereicherung der Gemeinschaft angesehen (auch wenn diese total verzogen werden, weil sie kein Familienleben erfahren, und sie später wahrscheinlich Sozialfälle werden) :mad: |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Schwarzer Prinz [/i] [B]Ich finde das eh nen Hammer, dass bei H4 alle in einen Topf geschmissen werden, da sind gebildete Absolventen die keinen Job kriegen, Leute die 25 jahre gearbeitet haben, neben dem Säufer aus´m Stadtpark die H4 beantragen.... früher war´s anders. Da gab´s noch Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe. Das war auch viel besser, H4 hat nur mehr Kosten, überlastete Sachbearbeiter und überbeschäftigte Gerichte gebracht. Sollen die Politiker erstmal lernen, die Gesetzt vernüftig zu stricken :mad:[/b][/quote] Die frühere Regelung war tatsächlich besser. Leute die jahrzehntelang in die Sozialkassen eingezahlt haben, sollte im Falle von Arbeitslosigkeit tatsächlich mehr Sozialleistungen bekommen, als der junge Punk, der noch nie gearbeitet hat und nicht arbeiten will. Zumal es für jüngere Leute einfacher ist, Arbeit zu finden, als für ältere Leute. [quote] Und jetzt heult die Wirtschaft rum, sie hätten keine Fachkräfte, ja dann müssen sie Leute ausbilden und einstellen und einarbeiten, dann haben sie auch Fachkräfte. Unglaublich, das. [/QUOTE] Daß die Wirtschaft rumheult ist normal; daß sich die Politik allerdings davon so leicht einwickeln läßt, ist ein Skandal. Es ist bei den vielen Arbeitslosen hierzulande eine Schweinerei, Ausländern den Zugang zum dt. Arbeitsmarkt zu erleichtern. Es gibt jede Menge (meist ältere) arbeitslose Ingenieure. Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß Unternehmen ganz schön wählerisch sind, auch bei der Einstellung von jungen Fachkräften. Da kriegt man schon mal 'ne Absage, und weiß nicht wieso. Vielleicht führt der "Arbeitskräftemangel" ja auch dazu, daß mit den Bewerbern mal etwas vernünftiger umgegangen wird - leider nicht, wenn das Angebot an Arbeitskräften künstlich erhöht wird, indem man Ausländer hereinholt. Unternehmen wollen halt bestens ausgebildete Ingenieure, die für 'nen Appel und 'nen Ei hier arbeiten und ohne zu motzen noch jede Menge Überstunden ableisten. Die kriegen sie halt eher aus dem Ausland... Die Zeche dafür (Probleme die aufgrund fehlgeschlagener Integration resultieren, wie man sie von den "Gastarbeitern" der 60er/70er Jahre her kennt) hat dann wieder der deutsche Steuerzahler zu zahlen. |
| Schwarzer Prinz | Okay, Dark Mav, damit wäre dann wohl alles gesagt und ich stimme da auch überein. Habe noch ein PDF gefunden (aus Panorama TV): O-Ton Karl Brenke, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung: „Die geringfügige Beschäftigung in Form von Minijobs ist ja in gewisser Weise subventioniert, weil keine Sozialabgaben anfallen und auf der anderen Seite ist es ja so, dass der Arbeitslose, wenn er Arbeitslosengeld II bezieht, staatliche Unterstützung erhält und von daher faktisch eine doppelte Subventionierung stattfindet.“ Bei den Putzfrauen zeigt sich die Absurdität des Subventions-Dschungels. Die Stadt Freiberg wollte sparen. Sie senkte den Etat für die Reinigung ihrer Gebäude um mehr als die Hälfte. Aber so billig konnten nur die Firma Piepenbrock und zwei weitere Unternehmen putzen. Auch dank subventionierter Minijobs. Ergebnis: was die Stadt hier spart, zahlt der Staat bei den Minijobs wieder drauf. O-Ton Karl Brenke, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung: „Also die Minijobs muss man schon sehr kritisch sehen. Bis zum letzten Jahr ist deren Zahl kräftig angestiegen und auf der anderen Seite haben wir seit Jahren die Tendenz, dass sozialversicherungspflichtige Beschäftigung abnimmt. Das führt natürlich dazu, dass die Sozialsysteme außerordentlich angespannt sind. Also da jetzt von einer Erfolgsgeschichte zu sprechen, das widerstrebt mir.“ Drei Jahre nach der Arbeitsmarktreform zeichnet sich ab: Minijobs und Hartz IV helfen nicht bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, setzen die falschen Anreize. Die Teilzeit- Friseurinnen haben erkannt: Staatliche Aufstockung macht für sie einen Vollzeitjob unattraktiv. Vier Milliarden Euro wird Hartz IV wohl in diesem Jahr mehr kosten als geplant, auch wegen der Aufstocker. Trotz leerer Kassen unterstützt der Staat immer mehr Menschen. Das leuchtet nicht ein, aber es wirkt sozial. O-Ton Karl Brenke, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung: „Da ist an dieser Stelle schon einiges aus dem Ruder gelaufen. Und es ist auch deshalb aus dem Ruder was gelaufen, weil man meint, mit Hartz IV in erheblichem Maße Sozialpolitik betreiben zu wollen.“ O-Ton Claudia Weinkopf, Institut für Arbeit und Technik: „Das ist im Prinzip eine Subventionierung mit der Gießkanne ohne jede Bedarfsprüfung.“ O-Ton Karl Brenke, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung: „Wenn ich mir das gegenwärtige Niveau ansehe, was beim Arbeitslosengeld II ausgezahlt wird, kann sich der Staat das nicht mehr lange leisten.“ Aber die Politik weigert sich, diese Wahrheit auszusprechen und die Menschen haben sich eingerichtet – in einem absurden System der Subventionen. |
| Ronin76 | @darkmav [QUOTE]H4 ist anders strukturiert: Die Leute bekommen eine Wohnung vom Staat gesponsert und dazu noch ein - wie ich finde, ordentlich bemessenes - "Taschengeld". In den allermeisten Fällen liegt H4 über dem BAFöG-Höchstsatz. Andererseits hat der Staat gute Grüne, das Geld zweckgebunden zu verschenken: Viele (wenn auch nicht die meisten) H4ler können mit Geld kaum umgehen, und die Kohle würde für SMS, Kippen und Kampfhunde draufgehen, anstatt für Wohnung und Essen.[/QUOTE] Dieses "Taschengeld" reicht gerade mal zum überleben, und die Ämter finden ganz schnell Gründe dieses Geld auch noch in 10%-Schritten zu kürzen oder mal ein paar Wochen ausfallen zu lassen. ZB durch Fristen die nicht einhaltbar sind. Genauer gesagt unternehmen sie alles, damit diese Fälle eintreten, denn sie müssen ja gewinnorientiert arbeiten. Die Behauptung "H4ler" könnten meistens nicht mit Geld umgehen, sagt schon alles über deine hochnäsige Einstellung gegenüber Mitmenschen, und zeugt nicht gerade von Intelligenz. Daraus folgere ich, daß du wahrscheinlich noch nie in den "Genuß" von ALGII (Hartz IV) gekommen bist. Wahrscheinlich wirst du es auch nie für möglich halten, in diese Situation zu geraten. Auserdem scheinst du von Politik und Wirtschaft keine Ahnung zu haben, denn ökonomisch gesehen kostet ein Arbeitsloser kaum Geld, da er seine Einnahmen (ALG) fast vollständig wieder in den ökonomischen Kreislauf integriert. Aber es gibt immer noch sehr viele Leute die das Märchen vom bösen Arbeitslosen glauben, und dadurch sich selbst und der Gesellschaft schaden. Schon mal daran gedacht, daß der kapitalistische Staat die Arbeitslosen benötigt, um Gewinne zu maximieren ? Arbeitslosigkeit ist ein hervorragendes Druckmittel um Löhne und Gehälter auf allen Ebenen zu senken. Die gesundheitlichen Schäden (psychisch, psychosomatisch, physisch) für Arbeitnehmer und Arbeitslose sowie deren Angehörigen lasse ich hier mal ganz weg. |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] [B]@darkmav Dieses "Taschengeld" reicht gerade mal zum überleben, und die Ämter finden ganz schnell Gründe dieses Geld auch noch in 10%-Schritten zu kürzen oder mal ein paar Wochen ausfallen zu lassen. ZB durch Fristen die nicht einhaltbar sind. Genauer gesagt unternehmen sie alles, damit diese Fälle eintreten, denn sie müssen ja gewinnorientiert arbeiten.[/b][/quote] Jaja, die bösen Ämter... Ich glaube, die Ämter kennen auch ihre Pappenheimer, und es ist ja nocht so, daß alle ALG2-Empfänger gerne arbeiten möchten (siehe zBsp. deine Signatur) [quote] Die Behauptung "H4ler" könnten meistens nicht mit Geld umgehen, sagt schon alles über deine hochnäsige Einstellung gegenüber Mitmenschen, und zeugt nicht gerade von Intelligenz. [/quote] Ich habe nicht gesagt, daß [b]alle[/b] H4ler nicht mit Geld umgehen können. Jedenfalls der O-Poster kann es erwiesenermaßen nicht. Wer das Handy dazu bemüht beim Arbeitsamt anzurufen (und sich dann noch über die hohen Kosten aufregt), dem ist in der Tat nicht zu helfen. [quote] Daraus folgere ich, daß du wahrscheinlich noch nie in den "Genuß" von ALGII (Hartz IV) gekommen bist. Wahrscheinlich wirst du es auch nie für möglich halten, in diese Situation zu geraten. [/quote] War ja auch schon mal Student, und habe von etwa 1000 Mark/Monat gelebt. Anders als die H4ler mußte ich davon auch die Miete bezahlen. [quote] Auserdem scheinst du von Politik und Wirtschaft keine Ahnung zu haben, denn ökonomisch gesehen kostet ein Arbeitsloser kaum Geld, da er seine Einnahmen (ALG) fast vollständig wieder in den ökonomischen Kreislauf integriert. [/quote] Also so einen Bullshit habe ich schon lange nicht mehr gehört. Arbeitslose kosten dem Staat sogar auf zwei Arten Geld: 1. Arbeitslose erhalten ALG 2. Arbeitslosen zahlen keine Steuern und nichts in die Sozialversicherungen Man lese diesen [url=http://www.bpb.de/wissen/DQIU8W,0,Kosten_der_Arbeitslosigkeit.html]Link zur Bundeszentrale für politische Bildung[/url] |
| Schwarzer Prinz | Ich bin dafür wir exportieren die Arbeitslosen nach Korea oder China und im Austausch kriegen wir dann Ingenieure die für´n Appel und Ei arbeiten, so dass unsere Wirtschaft endlich zufrieden ist (was sie aber wohl - trotz Milliarden Gewinnen nie sein wird) :rolleyes: |
| Ronin76 | @darkmav wenn du diesen Quellen Glauben schenkst und in deinem Bewußtsein keine anderen Möglichkeiten existieren, hat diese Diskussion keinen Sinn. Aber dachte ich mir schon. Ich empfehle dir erst mal, dich genauestens über "Manipulation" zu informieren, es besteht immer die Möglichkeit sein Bewußtsein zu erweitern. "Bundeszentrale für politische Bildung" - Was für eine Bezeichnung ! Die Metapher die sich mir daraus ergibt, erinnert mich an "Gehirnwäsche". Vor 10 Jahren hatte ich ähnlich wie du gedacht, weil ich genauso blind war. Aber vielleicht träumst du auch lieber weiter, wie es die Meisten tun. Mehr möchte ich hierzu nicht schreiben, da es wohl kaum jemand verstehen wird. Deine nächste Reaktion wird wohl sein, zu versuchen mich lächerlich zu machen, oder mich mehr oder weniger direkt zu beschimpfen und Gegenargumente zu finden. Kannst du dir sparen. Ich wollte dir und anderen Lesern nur aufzeigen, daß es noch anderes Bewußtsein und Möglichkeiten gibt. Keine Wahrheiten, denn diese sind immer subjektiv und somit nicht relevant. |
| melodie | 100%ige zustimmung. macht mich mit lächerlich! ich finde es unmöglich, wie jeder jedem die augen ausstechen möchte, weil alle doch eigendlich nur sozialneidisch sind. und immer gehts nur ums geld, nicht um freiheit, gleichheit, brüderlichkeit... |
| Apex | [QUOTE]wenn du diesen Quellen Glauben schenkst und in deinem Bewußtsein keine anderen Möglichkeiten existieren, hat diese Diskussion keinen Sinn. Aber dachte ich mir schon. Ich empfehle dir erst mal, dich genauestens über "Manipulation" zu informieren, es besteht immer die Möglichkeit sein Bewußtsein zu erweitern.[/QUOTE] War ja klar, sobald etwas aus einer offiziellen Quelle kommt ist es Gehirnwäsche. :rolleyes: Ich persönlich bin froh, dass es die unabhängigen Bundes- und Landeszentralen für politische Bildung gibt. Versorgen sie doch jeden Einwohner der BRD mit Informationen und Wissen über sich, den Staat, die Umwelt und die Gesellschaft zum Nulltarif. Bücher und Informationsblätter sind meistens von einer sehr hohen fachlichen Qualität und nicht selten von renommierten Kapazitäten auf ihrem jeweiligen Fachgebiet geschrieben. |
| melodie | nichtsdestotrotz sollte man immer mehrere quellen prüfen. |
| Cthugha | [QUOTE][i]Original geschrieben von Hrefnadis [/i] [B]Es gibt Ausnahmen. Wenn z.B. eine Wohnung Eigentum des Bafögempfängers ist. In diesem Zusammenhang hat das Bafögamt festgeschrieben, was es als angemessene Wohnunterkunft betrachtet und nicht pfändet. Und das waren zumindest vor einigen Wochen noch 60 qm für eine Person plus je 20 für alle anderen im Haushalt lebenden Familienmitglieder. [/B][/QUOTE] Das ist natürlich richtig. Als von der Angemessenheit die Rede war, dachte ich, hier sei das Mindestmaß, das man für eine Person noch als zum Wohnen angemessen betrachten kann, gemeint. Die Obergrenze von 60 qm ist das Höchstmaß, das noch als angemessen betrachtet wird. Alles darüber wird quasi als Luxus betrachtet, so dass in diesen Fällen die Nötigkeit der staatlichen Unterstützung bezweifelt wird. [QUOTE][i]Original geschrieben von melodie [/i] [B] und immer gehts nur ums geld, nicht um freiheit, gleichheit, brüderlichkeit... [/B][/QUOTE] Schlimm, wenn ich es tatsächlich brüderlicher finde, wenn jemand hart arbeitet und seine Steuerabgaben der Allgemeinheit zugutekommen als wenn jemand eine andere bessere Gesellschaft propagiert, sich total verweigert und vom Staat lebt? Es gibt wesentlich mehr (und erfolgreichere) Formen, Nichtzustimmung auszudrücken und Veränderungen zu bewegen als totale Verweigerung. |
| ange gardien | [QUOTE][i]Original geschrieben von Cthugha [/i] Schlimm, wenn ich es tatsächlich brüderlicher finde, wenn jemand hart arbeitet und seine Steuerabgaben der Allgemeinheit zugutekommen als wenn jemand eine andere bessere Gesellschaft propagiert, sich total verweigert und vom Staat lebt? [/QUOTE] Für manche anscheinend schon. Das paradoxe ist ja, das diese parasitäre Lebensweise ( sich verweigern, andere für sich arbeiten lassen und dabei dann bei jeder Gelegenheit auf das sch... System und die sch... angepassten Systemdiener zu sch... ) nur hier in diesem System möglich ist. Es gibt real auf der Welt keine andere Gesellschaft, in der das ( schmarotzen und gleichzeitig das System ablehnen bzw. sogar bekämpfen ) möglich ist. Die betreffenden könnten anderswo auf der Welt so ( wie sie es hier in den westlichen Gesellschaften tun )gar nicht existieren. Aber hauptsache Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit ( oder in Wahrheit doch eher fressen, saufen, fi..en, APPD und Spass ohne Arbeit? ). |
| melodie | is ja echt interessant, wie man hier gleich in eine schublade gesteckt wird, nur weil man eine eigene meinung hat! aber ich werde euch nicht über mein privatleben aufklären, sondern mich lieber weiter belustigen... |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von melodie [/i] [B]nichtsdestotrotz sollte man immer mehrere quellen prüfen. [/B][/QUOTE] Dann nenn mir bitte noch eine Quelle, die den oben diskutierten Sachverhalt [i]Arbeitslose bekommen ALG und zahlen keine Sozialbeiträge[/i] widerlegt. Ich bin gespannt. Ursprünglich hielt ich die APPD für Satire, aber es scheint einige zu geben, die diese "Partei" ernst nehmen :rolleyes: |
| Ronin76 | [QUOTE]Aber hauptsache Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit ( oder in Wahrheit doch eher fressen, saufen, fi..en, APPD und Spass ohne Arbeit? ).[/QUOTE] Mir ist der Zusammenhang zwischen der französischen Trialosung und Auszügen aus dem Parteiprogramm der APPD nicht schlüssig, da scheinst du etwas zu verwechseln. [QUOTE]Ursprünglich hielt ich die APPD für Satire, aber es scheint einige zu geben, die diese "Partei" ernst nehmen [/QUOTE] Das lustige ist, man kann die APPD als Satire ansehen. Man kann jedoch auch Parteien wie SPD, Grüne, CDU als Satire betrachten, nur scheinen das zu wenige zu tun. Wer nimmt hier denn nun welche Parteien zu ernst ? @melodie Ein anderer Begriff dafür ist Dogmatismus. Dies bedeutet, daß geübte Kritik einer Blasphemie gleich kommt ! ;) |
| melodie | manchmal gibt es gar nichts zu widerlegen, darkmav, manchmal braucht man sich einfach nur auf eine andere sicht der dinge einzulassen. das ist ebenso eine andere quelle, wie die, die du vielleicht denkst. kann/will/darf/soll nur nicht jeder. zahlen und tabellen leben nicht. minderheiten existieren nicht, sind nicht von belang. kinderarmut z.b. wächst sich nunmehr unübersehbar und unangenehm anzusehen in die tabellen... wie schön... oder auch nicht... exportieren wir sie also doch gleich mit, mit diesem "parasitären", arbeitslosen pack, die sie ja wohl alle gleichermaßen sind, wenn ich das hier richtig verstanden habe... ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die regel... kinder müssten meiner ansicht nach aber gar keine sozialfälle werden, wenn statt den eltern das geld, lieber den kindern mehr möglichkeiten gegeben würden. MIR z.b. fehlen bei dieser hier erwähnten quelle der unbestreitbaren tatsachen "arbeitslose beziehen alg" und "zahlen keine sozialbeiträge", mindestens zum vergleich die kosten für die ganzen subventionierungen der wirtschaft, nur mal so zur gegenüberstellung... aber das kehrt man natürlich immer gerne unter den tisch... gehirnwäsche eben... und eichel ist da auch noch finanzminister... tz... gabs bei der letzten aktualisierung h4 überhaupt schon? |
| Move over Kate | [QUOTE]gehirnwäsche eben[/QUOTE] Die angebliche "Gehirnwäsche" könnte statt mit Kaltwäsche im Wollwaschprogramm (wie bei den Bundeszentralen und Landeszentralen (die Heftchen muss man übrigens nicht beziehen - die Nutzung der Zentralen erfolgt auf freiwilliger Basis)) auch bei 90° laufen - das gab es schon mehr als einmal auf deutschem Boden. Schon mal was von Staatsbürgerkunde gehört? Aber klar - wenn man selbst in seiner Dogmatik gefangen ist und jede staatliche oder halbstaatliche Institution als Machtsicherungseinrichtung begreift, dann muss man diese Einrichtungen kritisieren. Alles eine Frage der Perspektive. Trotzdem lassen sich juristische Fakten (z. B. die Frage der Sozialversicherungspflicht) von normativen Problemen (wie bewerte ich Hartz IV) trennen. |
| Darket | [QUOTE]Mehr möchte ich hierzu nicht schreiben, da es wohl kaum jemand verstehen wird.[/QUOTE] Wenn dem so sein sollte, enthalte Dich doch der Diskussion mit der gehirngewaschenen Masse... :rolleyes: |
| Ronin76 | [QUOTE]Wenn dem so sein sollte, enthalte Dich doch der Diskussion mit der gehirngewaschenen Masse... [/QUOTE] Klingt so als ob du dich angesprochen fühlst. Und nebenbei.. a) bezichtigst du alle Autoren in diesem Forum der oben genannten Gruppe anzugehören ODER b) du unterstellst mir Zusammenhänge, deren Quelle deiner Fantasie entsprungen sind |
| Darket | Du hast gesagt es würde kaum jemand verstehen. Da ich Dir ja nicht unterstellen möchte ein maßlos übersteigertem Ego hinsichtlich des eigenen Intellekts zu haben, gehe ich davon aus, dass Du recht hast, und frage dann aber nach wieso Du uns armer, gehirngewaschener Masse selbiges unter die Nase reiben musst. denk doch mal an unser Ego, das ist eventuell weniger gesund als Deines... |
| melodie | zu schön, wie dieses wort GEHIRNWÄSCHE immer wieder ankommt... *rofl* ...und so gut von anderen tatsachen ablenkt... das wort "parasitär" gefällt mir persönlich aber eigentlich noch besser. wer mag wohl parasitärer sein: ein HIV´ler, der mit einem mindestbudget auskommt (und sich nur den "luxus" eines handys leistet, weil, womöglich gar kein festanschluß vorhanden ist), oder der, der nur dank seiner stellung in sämtlichen bereichen im luxus schwelgt? dienstwagen, jahreszeitliches umgestalten der wohnung, shoppingflüge, urlaubsreisen, zimmerservice... |
| ange gardien | Das Wort "Parasitär" bezog sich auf Totalverweigerer, nicht auf Hartz IV ler allgemein. Da melodie den Zusammenhang, in dem ich das schrieb, offensichtlich nicht verstanden hat, möchte ich hiermit darauf hinweisen. Werde mich in Zukunft deutlicher ausdrücken, damit auch Leute die über kein so gutes Textverständnis verfügen noch mitkommen. LG ange gardien |
| Move over Kate | [QUOTE]der nur dank seiner stellung in sämtlichen bereichen im luxus schwelgt[/QUOTE] Kommt darauf an. Wenn er es durch eigene Leistung erreicht hat, sei es ihm gegönnt. Was Adelsprivilegien angeht - die sind seit 1918 abgeschafft. Schwingt da ein Hauch Sozialneid mit? |
| melodie | danke, ange guardian, wenn du es mir mit meinem wenigen textverständnis so nett nochmal erklärst. war für mich und meinesgleichen tatsächlich absolut nicht zu erkennen. und das, obwohl du es so genau beschrieben hattest... weiterhin entschuldige ich mich, daß ich den begriff für meine überlegung aufgegriffen habe. und trotzdem interessiert mich jede meinung dazu. war klar, daß das leuten mit "leistung" gegönnt wird. medienwirksamkeit und anwesenheit bei sitzungen durch fachlich ungeschultes personal, aber hauptsache mit unökologischem studium, verdient es eben einfach die erde mehr als andere zu belasten. wie spät war es noch? 5 vor 12? ach nee, der zug war ja inzwischen schon abgefahren. sicher nicht zuletzt dank solcher allzuweit verbreiteten dogmatischen ideen... sorry, ich leide unter einem umweltschutzspleen. ist leider nicht ansteckend. zumindest wohl nicht für parasiten. was die abgeschafften adelsprivilegien angeht... wie kommst du jetzt darauf? vielleicht ist HIV sowas wie ein abzuschaffendes armutsprivileg in diesem so einzigartigen sozialstaat? ich finde das nett. netter jedenfalls, als den anblick von in mülltonnen nach pfandflaschen herumwühlenden, oft genug auch alten (unverdienten?) leuten... aber auch netter, als von den totalverweigerern um "ne mark"... äh... "n euro" angebettelt zu werden. |
| Move over Kate | Was unterscheidet denn deiner Meinung nach "Dogmen" von "Klischees" wie "(medienwirksamkeit und anwesenheit bei sitzungen durch fachlich ungeschultes personal, aber hauptsache mit unökologischem studium, verdient es eben einfach die erde mehr als andere zu belasten)"? |
| Schwarzer Prinz | [QUOTE][i] dienstwagen, jahreszeitliches umgestalten der wohnung, shoppingflüge, urlaubsreisen, zimmerservice... [/B][/QUOTE] Nutten, Brasilien Urlaub....nicht zu vergessen. Irgendwie erinnert mich das an den Schöpfer dieser genialen Reform :rolleyes: ;) Den sollten sich die Hartzis zum Vorbild nehmen, Parasit in Reinform :) |
| melodie | gute idee! als riesenposter im rahmen hinter dem schreibtisch... na gut, der küchentisch tuts vielleicht auch... da ich erstmal davon ausgehe, daß du, move over kate, den unterschied kennst, frage ich mal zurück, warum du das wissen willst...!? |
| Move over Kate | Weil mich ganz einfach interessiert, warum die "Dogmen" verwerflich, die "Klischees" aber zutreffend sein sollen... Letztlich ist es doch egal, ob jemand alle Hartz IV-Empfänger über einen Kamm schert - oder aber alle "Funktionsträger", die ihre Position und die damit verbundenen Privilegien genießen. |
| melodie | ich bin heute abend etwas begriffsstutzig, wie mir scheint... wie entstehen denn für dich klischees? |
| Move over Kate | Erklär Du es mir. Wieso assoziierst Du "erfolgreich durch eigene Leistung" mit "[B]medienwirksamkeit[/B] und [B]anwesenheit bei sitzungen durch fachlich ungeschultes personal[/B], aber hauptsache mit [B]unökologischem studium[/B], verdient es eben einfach die [B]erde mehr als andere zu belasten[/B]. Also sind Menschen, die sich ihren Erfolg erarbeitet haben, nach deiner Aussage [list] [*]medienwirksam [*]nehmen an Sitzungen teil [*]an denen auch fachlich ungeschultes Personal teilnimmt [sic!] [*]haben ein unökologisches Studium abgeschlossen [*]belasten die Erde mehr als andere [/list] Diese Klischee ist doch ebenso unreflektiert wie die Übernahme des "Dogmas", dass "Arbeit alles sei", oder? Wer anderen vorwirft, "betriebsblind" zu sein, sollte doch seine Position auch überprüfen - vielleicht ist er ja ebenso "betriebsblind". ;) |
| melodie | "erklär du es mir"? du willst es dir leicht machen... erklär mir erstmal die abgeschafften adelsprivilegien. betriebsblind... das war aber kein zitat von mir, will ich hier anmerken, wie die zeichensetzung vermuten lassen könnte. unreflektiert... du meinst evtl., die etwas einseitigen informationsquellen, die immer zugrunde gelegt werden, von weiter oben? die, die die statistik hervorbringt, ohne rücksicht auf individualität? weil ich da nur zwei gruppen dieser leute herausgegriffen habe? ich mag dir sehr gerne bestätigen, daß du recht hast, und daß es da noch weitaus mehr von solchen menschen gibt, die sich nach meinung viel zu vieler, auch wirklich arbeitsamer menschen, die selbst diesen status anstreben, stets davon träumen, und sich dann auch möglichst viel davon selbst gönnen, alles erlauben dürfen. ein teufelskreis. medienwirksame leute allerdings scheinen mir allein schon eine sehr riesige vorzeigegruppe zu sein. mit reichlich vorbildpotential. popstars, fußballer, filmstars, etc... (brot und spiele... nur vergessen sie immer das für andere wichtigere brot...) UND leute die aus rein wirtschaftlichem denken irgendwo in einen vorstand gewählt wurden. eine gruppe, die evtl. kleiner ist, als die, die jedes wochenende zum shopping fliegen, aber ich wollte eben nochmal eine weitere gruppe anmerken, die mir ziemlich sofort einfällt, weil sie überall so präsent sind. du hast das da unten so schön aufgelistet... aber es sind eben nur zwei gruppen insgesamt. und das "sic(!)" kannst du mir auch gleich erklären. ich für meinen teil finde es z.b. schon irgendwie seltsam, wenn der herr von aldi mit im vorstand von bmw sitzt, oder ähnliches. oder siehst du da einen fachlichen zusammenhang? alles nur im namen der wirtschaftlichkeit. und das finde ich sehr gefährlich. ich kann dir gerne bestätigen, daß die gruppe derer, die mit dem auto zum briefkasten fährt, auch nicht klein ist. leute die arbeiten und streben und sich mal was gönnen wollen und im besitz eines autos (UND eines handys) sind... wenigstens einmal in der woche so "cool" sein wie z.b. die in der werbung... nun magst du sagen, daß unter all diesen leuten aber zum großteil vernünftige dabei sind. das ist wahr! genauso wahr, wie es unter all den totalverweigerern auch vernünftige leute gibt, aber KEINER von ihnen so einen müll produziert wie die! nicht mal alle zusammen, möchte man meinen... sie sind (zum glück!?) gar nicht in der lage dazu. und da kommst du mit ungezahlten sozialversicherungsbeiträgen in einzig diesem unserem lande an... als ob DAS die umwelt zerstört. was ist dir das höchste gut? |
| Move over Kate | [QUOTE]wenn der herr von aldi mit im vorstand von bmw sitzt, oder ähnliches. oder siehst du da einen fachlichen zusammenhang[/QUOTE] Nö. Ein guter Verkäufer verkäuft seine Ware, unabhängig davon, was die Ware ist. Ob Autos, Handys oder Unterhöschen. Und ebenso haben Top-Manager den Nimbus, jeden Konzern führen zu können. Ob Deutsche Bahn, RWE, Daimler oder Aldi ist dabei vollkommen egal. Das gleiche Muster findet sich in der Politik - Joschka Fischer war früher Umweltminister in Hessen, dann Außenminister. Angela Merkel war früher Familienministerin (wenn mich nicht alles täuscht). Wahrscheinlich lässt sich das mit dem Motto "Führung ist nicht fachlich" begründen. Und in der Tat: Ein Fachidiot kann nicht jede Position ausfüllen - in der Verwaltung wechseln Führungskräfte dagegen auch mal vom Jugendamt zum Bauamt oder dann zur Personalabteilung. Das Fachliche lässt sich erarbeiten. Was das Adelsprivileg angeht: Es stand im Zusammenhang mit der Aussage "der nur dank seiner stellung in sämtlichen bereichen im luxus schwelgt". Zwar ist es nach wie vor so, dass Akademikerkinder bessere Ausbildungschancen haben - aber die gesellschaftlichen Verhältnisse sind schon andere als zum Beispiel zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wo eben nicht nur die gesellschaftliche Stellung, sondern auch die politischen Mitwirkungsmöglichkeiten durch die Geburt determiniert waren. Es war Polemik. [QUOTE]und da kommst du mit ungezahlten sozialversicherungsbeiträgen in einzig diesem unserem lande an... als ob DAS die umwelt zerstört.was ist dir das höchste gut?[/QUOTE] Tue ich ja nicht. Das war Darkmav. Ich sagte nur, dass man über juristische Fakten keine normative Diskussion losbrechen sollte. Im Zweifel die Freiheit. Vor der Gleichheit - auch wenn das für einen Sozialdemokraten ungewöhnlich ist. |
| melodie | sorry, hab ich das durcheinandergebracht... mir fiel übrigens noch die gruppe der kongreß- und tagungsteilnehmer in vorzugsweise fremden ländern mit 24 h rahmenprogramm ein... |
| Stonehenge | [QUOTE][i]Original geschrieben von melodie [/i] [B]mir fiel übrigens noch die gruppe der kongreß- und tagungsteilnehmer in vorzugsweise fremden ländern mit 24 h rahmenprogramm ein... [/B][/QUOTE] Diese ständige Herumfliegerei einiger Zeitgenossen geht mir auch auf den Sack. Mag sein daß sich diese Macke durch weitere Treibstoffverteuerung irgendwann entsorgt (was übrigens auch die Auslagerer von Arbeitsplätzen nach Billiglohn-Hinterchina teuer zu stehen kommen könnte :)), aber momentan pumpt der Staat Unsummen in Flughäfen usw. Wenn ich mich recht erinnere sollten letzthin das chronisch klamme Land Thüringen dreistellige Millionenbeträge lockermachen, damit die Billigfluglinie weiterhin Altenburg anfliegt. Irgendwo auch logisch daß die Billigflugheimer fremde (Staats-)Geldquellen anzapfen wollen, von 2 Cent für einmal London und zurück kann man schließlich keinen Piloten, geschweige denn Unterhalt und Wartung eines Flugzeuges bezahlen. Ich finds halt vor allem eine Frechheit in solchen dem Klimaziel zuwiederlaufenden Unsinn zu buttern und andererseits wenn es um Hartz 4 geht zu behaupten daß kein Geld da wäre. Frei nach dem Motto: Spaßfliegerei kontra Existenzminimum. Gruß Stone |
| geyer | DER THREAD-ERSTELLER: 18 Monate sind vergangen und Hartz4 ist und bleibt eine Pleite! Ich habe mich in dieser Zeit um alle Jobs, für die ich im entferntesten qualifiziert sein könnte beworben. Es war nichts, aber auch gar nichts ausser einem 1,50€cent Job den ich wegen der aussergewöhnlichen körperlichen Belastung ablehnte. Fazit: Sperrung der Bezüge. Die neuste Idee von dieser Agentur ist jetzt mich zusammen mit Behinderten "wiedereinzugliedern"... nicht schlecht... ...ich bin weder behindert, noch arbeitsunfähig und vor allem arbeitsunwillig!!! in unserem schönen Staat hat ein jeder das Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung... und das Recht auf 1,50€ Jobs die Frage ist eben die: wer mal jahrzehnte so wie ich in die Sozialkassen einbezahlt hat, muss er sich das gefallen lassen? muß ich jeden "Drecksjob" annehmen? trotz Qualifikation und evtl. sogar Überqualifikation?! ich bin schon ziemlich sauer! |
| melodie | ein bekannter von mir, gelernter kaufmann mit irgendeiner sonderausbildung (fragt mich nicht, irgendwas mit büro...), durfte seine arbeitswilligkeit im sommer auch beim bauern aufm feld beweisen... 1€... naja, jedenfalls war das ja wirklich gemeinnützig... fragt sich nur, welcher job das NICHT ist!? |
| herbstliebe | [QUOTE][i]Original geschrieben von geyer [/i] [B]muß ich jeden "Drecksjob" annehmen? trotz Qualifikation und evtl. sogar Überqualifikation?! [/B][/QUOTE] Am besten, du stellst dir die Frage, ob du lieber einen Job hast, trotz Überqualifikation oder ob du lieber arbeitslos bleibst wegen Überqualifikation. Was die 1€-Jobs betrifft, kein Mensch arbeitet für 1 €. Er bekommt diesen einen Euro zusätzlich zu seinem Lebensunterhalt. |
| melodie | ok, sagen wir 1 € mehr als vorher |
| herbstliebe | Eben nicht! Einen Euro je gearbeiteter Stunde. :rolleyes: Sagen wir mal, du hast 100 Stunden im Monat gearbeitet, bekommst also 100 €. Die addierst du mit deinem Lebensunterhalt. Wenn du wissen willst, wie hoch der Stundenlohn ist, teilst du das Ganze einfach durch deine gearbeiteten Stunden. Was kommt dabei raus? Ups, das ist gar nicht nur 1 €? |
| x-xcva | [QUOTE][i]Original geschrieben von herbstliebe: [/i] Ups, das ist gar nicht nur 1 €? [/QUOTE] Herbsti,- nun störe doch nicht die (ge)schön(t)e Jammerarie. WENN man Deine Berechnung zugrunde legt, kommt man schon mal locker fluffig auf einen Stundenlohn von bis zu 8,75 €, da täumt manch hart Arbeitender von. .... Die Deutschen sind die Jammerer auf höchstem Niveau, zumindest die, die am Wenigsten sich bewegen, (die haben ja auch genug Zeit sich alles 'jammergerecht' zu rechnen, die Anderen müssen krücken um irgendwie zu überleben). Da ist was dran.... :rolleyes: denn auf's Feld will dennoch kein Mensch, soooo schlimm kann die 'Armut' dann mal nicht sein. Ich habe damals, um aus der Sozialhilfe rauszukommen, noch ganz andere Dinge getan, die massiv meine Gesundheit gefährdeten durch diverse Allergien, na und? Wo wirklich ein Wille ist usw. .... Mir geht das Gejammer sowas von auf den Senkel, das glaubt mir kein Mensch! .... >>>[URL=http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2006/07/18/a0191]KLick![/URL] :D <~ edit, DEN hatte ich vergessen! Gruß Mischa |
| herbstliebe | [QUOTE][i]Original geschrieben von x-xcva [/i] [B]kommt man schon mal locker fluffig auf einen Stundenlohn von bis zu 8,75 €, da täumt manch hart Arbeitender von. [/B][/QUOTE] NETTO! So viel habe ich nicht! [img]http://www.cosgan.de/images/smilie/boese/g015.gif[/img] [SIZE=1]Der gilt nicht dir mischa.[/SIZE] |
| x-xcva | Herbsti, genau DAS ist aber mE das Problem, dass man nämlich von ARBEIT, oft genug, NOCH weniger leben kann als von der Stütze. Als wir damals aus der Sozialhilfe mit aller Gewalt aussteigen wollten und darum Projektjobs annahmen (ich in der Möbelrestauration, trotz Mörderallergie auf Lacke und Lösungsmittel, mich hat das Ganze wirklich heftig gestresst, da ich dauernd hohe Dosen Cortison nehmen musste um überhaupt noch Luft zu bekommen), da hatten wir schlussendlich noch 100 DM (es waren noch DM-Zeiten 1996) WENIGER im Monat als mit Sozialhilfe. DAS ist etwas was ich dem Staatssystem ankreide und moniere. Es kann nicht sein, dass man noch bestraft wird so man arbeiten geht. Aber so ist/war es. Wir haben es zwar dennoch geschafft, aber es war ein schreckliches Jahr, bis sich etwas anderes ergab. Heute geht es uns sehr gut, Roland verdient überdurchschnittlich und ich orientiere mich ebenfalls neu.... aber Steine lagen genug im Weg herum. Da muss man wirklich schon wollen, sonst rührt sich gar nichts mehr und man endet im Jammertal. Grüßlie Mischa |
| melodie | boah... NATÜRLICH war ein euro mehr pro stunde gemeint! allerdings entzieht es sich mir jeglicher kenntnis, wie ihr auf die glorreiche summe von 8,45 kommt??? und es nervt echt total, daß man in einem solchen thread nicht seinemeinung sagen darf, ohne gleich als jammerer hingestellt zu werden. die nicht-jammer-threade stehen euch frei. |
| x-xcva | [QUOTE][i]Originale Zitate von melodie:[/i] und es nervt echt total, daß man in einem solchen thread nicht seinemeinung sagen darf[/QUOTE] Natürlich darfst Du, wer könnte das verhindern? (außer die Mods, ich bin keiner) [QUOTE]wie ihr auf die glorreiche summe von 8,45 kommt???[/QUOTE] Rechnen? :rolleyes: Miete, Unterhalt, Beihilfen (Möbel usw.), Vergünstigungen (GEZ, Telefon usw.) + z. B. 100€ für 100 Stunden. Macht ca. 850-900€, durch 100 teilen und ~> ahaaa [QUOTE]ohne gleich als jammerer hingestellt zu werden[/QUOTE] Ich nehme mir das gleiche Recht wie Du, ich sage meine Meinung. [QUOTE]die nicht-jammer-threade stehen euch frei.[/QUOTE] Kindergarten. .... |
| melodie | ok, dann bist du ein jammerer über die jammerer :rolleyes: und nun sage mir noch, was denn die genauen summen für dich an miete, unterhalt, beihilfen, vergünstigungen und so weiter ausmachen, und warum du sie nur durch 100 teilst. |
| Hrefnadis | Rechenbeispiel andersrum. Single bekommt 600 Euro Hartz IV - 345 Euro Selbstbehalt plus Miete und Nebenkosten. Single wird zu Ein-Euro-Job verdonnert und kassiert zuzüglich für 40 Stunden 1 Euro je Stunde. Machen wir einfach 4 volle Wochen für einen Monat aus. Ergo: Single geht für 160 Euro im Monat Vollzeit arbeiten. Habe ich das richtig verstanden? VORSICHT: das ist keine Ironie. Außerdem: So weit ich informiert bin, wir dem Ein-Euro-Jobber alles, was er über 100 Euro hinzuverdient, wieder vom Hartz IV abgezogen, also würde er nur für 100 Euro Vollzeit arbeiten gehen. ? |
| Stonehenge | [QUOTE][i]Original geschrieben von herbstliebe [/i] [B]Sagen wir mal, du hast 100 Stunden im Monat gearbeitet, bekommst also 100 €. Die addierst du mit deinem Lebensunterhalt. Wenn du wissen willst, wie hoch der Stundenlohn ist, teilst du das Ganze einfach durch deine gearbeiteten Stunden. Was kommt dabei raus?[/B][/QUOTE] Unterstellt man dem Arbeitslosen ohne Ein-Euro-Job 5 Stunden Arbeit im Monat (zum Arbeitsamt gehen, nach Stellenangeboten suchen, Bewerbungen schreiben, ...) käme er nach Deiner Rechnung von den 345 Euro Regelsatz auf Stundenlohn von satten 69 Doppelmark. Wer zur Miete wohnt, kann nochmal geschätzt 250:5 ergo 50 Emmen pro Arbeitsstunde für die Miete draufschlagen. Fragt sich direkt, warum bei scheinbar so fürstlicher Entlohnung nicht mehr Leute Arbeitslosigkeit als Beruf anstreben. [QUOTE][i]Original geschrieben von x-xcva [/i] [B]genau DAS ist aber mE das Problem, dass man nämlich von ARBEIT, oft genug, NOCH weniger leben kann als von der Stütze. Als wir damals aus der Sozialhilfe mit aller Gewalt aussteigen wollten und darum Projektjobs annahmen (ich in der Möbelrestauration, trotz Mörderallergie auf Lacke und Lösungsmittel, mich hat das Ganze wirklich heftig gestresst, da ich dauernd hohe Dosen Cortison nehmen musste um überhaupt noch Luft zu bekommen), da hatten wir schlussendlich noch 100 DM (es waren noch DM-Zeiten 1996) WENIGER im Monat als mit Sozialhilfe.[/B][/QUOTE] Das wenigstens mal ein Vorteil des Hartz-4 Gesetzes, daß man den Lohn jetzt "aufstocken" kann wenn man darunter liegt. Da 100 Euro zusätzlich ohne Abzüge möglich sind, sollte mann zumindest 100 mehr statt 100 weniger bekommen (es sei denn mann besitzt noch Vermögen und bekommt deswegen keine Aufstocke bewilligt...) Unabhängig davon sehe ich Arbeitslosigkeit gegenüber Ruinierung der Gesundheit als das weitaus kleinere Übel an. Wer sich jung kaputtmachen läßt tut niemand einen Gefallen, weder sich selbst noch dem Staat -- Pflegefälle kosten monatlich ein Vielfaches des ALG2-Satzes... Um das Problem "Arm trotz Arbeit" aber an der Wurzel zu packen sollte man endlich mal Mindestlöhne einführen. Übrigens könnte man statt 1€-Jobber oder Polen anzuheuern doch spaßenshalber wieder die Ernteeinsätze aus DDR-Zeiten einführen, schadet überhaupt nix wenn die Schüler, Studenten und ganzen Büromenschen (auch die gutbezahlten Fallmanager vom Arbeitsamt) mal ein paar Tage zum Kartoffellesen aufs Feld müssten. Sind doch genug Arbeitskräfte vorhanden und das Geld offensichtlich auch (wenn man schaut wieviel an anderen Stellen verschwendet wird) Stone |
| herbstliebe | Der eine Euro ist eine Mehraufwandsentschädigung, die je gearbeitete Stunde gezahlt wird. Ob die Stundenzahl begrenzt ist weiß ich nicht, das war früher bei der Sozialhilfe aber so. Href, er geht für 160 € zusätzlich arbeiten. Was ist übrigens dabei, wenn jemand irgendwo 300 € verdient, die ihm von der Stütze abgezogen werden? Wie wär's, das mal umzudrehen. Er hat nur 300 € verdient und bekommt deswegen zusätzlich Hilfe zum Lebensunterhalt. |
| Hrefnadis | Herbstliebe, das IST das Problem. Die Schere zwischen Verdienst und HartzIV ist insgesamt zu schmal, als dass es sich lohnen würde. Und das liegt nicht daran, dass HartzIV zu hoch, sondern daran, dass die Löhne so niedrig sind. Im Übrigen sind bei diesen 100 oder meinetwegen auch 160 Euro MEHR die Abzüge nicht enthalten, die durch Mehraufwendungen für den Job entstehen. Die Monatskarte wird ja noch bezahlt, aber was ist mit neuen Klamotten z.B. für eine Erzieherin, die sich in ihrem HartzIV-Gewand kaum vor ihre Schützlinge stellen kann? Oder mit Büchern für einen Informatiker, die er dringend braucht, um auf dem Laufenden zu bleiben? Ich weiss von ein paar dieser Fälle, dass die Mehraufwendungen teilweise den Mehrverdienst aufgefressen haben. Ergo: Man arbeitet für das Existenzminimum, das man auch so bekommen würde. Ich jammere nicht, aber ich halte das nicht für sinnvoll. |
| melodie | [QUOTE][i]Original geschrieben von herbstliebe [/i] [B]NETTO! So viel habe ich nicht! [img]http://www.cosgan.de/images/smilie/boese/g015.gif[/img] [SIZE=1]Der gilt nicht dir mischa.[/SIZE] [/B][/QUOTE] na sowas, wie konnte ich den übersehen... ? der war dann wohl für mich? egal, jedenfalls finde ich eure rechenkünste ziemlich gewagt, um damit hausieren zu gehen... die sache mit der feldarbeit finde ich auch sehr gut (mindestlohn sowieso). mein bekannter fand das auch nicht schlimm, der das ja schon gemacht hat, trotz steine vom feld sammeln und ähnliches. aber ein bürojob für 1 € (mehr :rolleyes: ) wäre ihm natürlich lieber gewesen... |
| herbstliebe | [QUOTE][i]Original geschrieben von melodie [/i] [B]na sowas, wie konnte ich den übersehen... ? der war dann wohl für mich? [/B][/QUOTE] Der war generell für Schmarotzer und das ganze bescheidene System. Womit ich nicht gesagt habe, alle Arbeitslosen wären Schmarotzer. Ich habe eine Bekannte, ungelernt zwei Kinder, die noch zu DM-Zeiten für 1 DM in einer Gärtnerei arbeiten ging. Sobald die Stelle ausgelaufen war, meldete sie sich bei der Sachbearbeiterin, sie wolle wieder einen Job. Sie war dann mehrmals in dieser Gärtnerei. Dann sah sie in einer Zeitung eine Gärtnerstelle, auf die sie sich bewarb, sie konnte ihre Tätigkeiten in der Gärtnerei vorweisen und wurde genommen. Die Stelle war vom öffentlichem Dienst ausgeschrieben und nun arbeitet sie im Garten des Schloss Charlottenburg. [QUOTE]Die Schere zwischen Verdienst und HartzIV ist insgesamt zu schmal, als dass es sich lohnen würde.[/QUOTE] Href, wie viel müsste deiner Meinung nach jemand verdienen, der arbeitet? Ich kann mich und meine Tochter ernähren, wir haben ein schönes Zuhause, machen einmal im Jahr Urlaub. Wir können keine weiten Sprünge machen, aber wir sind zufrieden, weil wir alles haben. |
| Hrefnadis | Bist Du Ein-Euro-Jobber, Herbstliebe? Oder liegt Dein Verdienst im Ein-Euro-Jobber-Bereich? Sprich: etwa 100 Euro über HartzIV? Und wenn ja, bewundere ich Dich dafür, dass Du mit diesem Geld so gut auskommst. VORSICHT: auch dies ist keine Ironie. Um Deine Frage zu beantworten, ich halte Löhne, die ein menschenwürdiges Dasein ermöglichen, für angebracht. Urlaub halte ich übrigens nicht zwangsläufig für menschenwürdig, sondern schon eher für "Luxus". Aber vielleicht mal ins Kino gehen wäre nicht schlecht. Oder ein Theaterbesuch. Ein neues Buch. Sowas halt. Und: Dass die Löhne ausreichen, unabhängig vom Staat zu werden. Diese Kinderzuschläge sind ja was Feines und durchaus auch sinnvoll. Es gab aber durchaus Zeiten, wo sowas nicht benötigt wurde, weil die Löhne von zwei Erwachsenen ausreichten, um sagen wir drei Kinder durchzubringen. Wenn jeder der Erwachsenen gerade SEIN Existenzminimum verdient oder ein bisschen drüber, woher soll das Geld für eine Klassenfahrt kommen, bspw. ? Es macht m.E. keinen Sinn, die Leute für so wenig arbeiten zu schicken, dass sie trotz der Arbeit nicht aus der staatlichen Fürsorge herauskommen. |
| geyer | leider muss ich feststellen, dass ihr alle überhaupt gar nichts begriffen habt. es geht hier nicht um pfennigfuchserei und dem was ist mir der staat schuldig, sondern vielmehr auch um meine würde. es liegt mir daran aufzuzeigen, dass wer von alg1 in hartz4 "abgerutscht" ist nicht mehr vermittlungsfähig ist, und damit für den ersten arbeitsmarkt nicht mehr taugt. dafür sollen strategielösungen wie die eingliederung ins arbeitsleben...als hätte ich vorher nie gearbeitet! so was bescheuertes können sich nur so sture universitäts-betonklötze ausdenken... auch mal darüber nachgedacht? und wenn ihr später mal anwälte seid, dann nur die fremdgesteuerten der wirtschaftsidioten, die nur den profit sehen. willkommen bei siemens und e-on! ich hasse euch! |
| Hrefnadis | @geyer Danke für das Angebot, aber ich HABE bereits für Siemens gearbeitet. :) Und werds auch bestimmt nicht wieder tun, versprochen. Und was die Wiedereingliederung ins Arbeitsleben betrifft. Ich studiere, weil das Arbeitsamt es nach zweijähriger Wartezeit nicht fertig gebracht hat, mir eine Umschulung zu vermitteln, weil ich im ersten Abeitsmarkt meinen Job aus medizinischen Gründen nicht mehr ausüben konnte. Ich fiel übrigens aus der glorreichen, recht gut bezahlten Stelle eines Vorzimmerdrachens wegen Krankheit mitten in die Sozialhilfe. Und nun? Soll ich deshalb Amok laufen? Falls es Dir hilft, ich finde das System auch Scheisse, aber davon wird es nicht besser. Und geändert kriegst Du es damit auch nicht. |
| geyer | [QUOTE][i]Original geschrieben von Hrefnadis [/i] [B] Und nun? Soll ich deshalb Amok laufen? Falls es Dir hilft, ich finde das System auch Scheisse, aber davon wird es nicht besser. Und geändert kriegst Du es damit auch nicht. [/B][/QUOTE] danke dir für das mitgefühl HREFNADIS meine zeit ist begrenzt .. aber um meinen frust herauszubrüllen, soviel zeit bleibt noch. (ich "arbeite" selbstverständlich weiter daran, daß es zu meiner "wiedereingliederung" kommt.) :q von der systematisch, staatlich verordneten verarumg ganz zu schweigen! ich besaß: ein haus zwei porsche einen golf ... das ist kein witz mehr! alles weg!!! krawattentragende witschaftsärsche und ähnlich gekleidete amtsidioten haben mich mal locker über den tisch gezogen. PUNKT! |
| geyer | [SIZE=1]zugegeben, der andere porsche gehörte meiner frau...scheidung zeitgleich...ist jetzt aber auch fußgängerin und hartz4[/SIZE] :p |
| Ronin76 | Also von dem Geld eine verkauften Porsches, könnte ich mehrere Jahre leben, ohne irgendwo anschaffen zu gehen. Falls du den Verkaufserlös dem Staat geschenkt hast, um dein Hartz IV zu ermöglichen, hast du auf jeden Fall einiges falsch gemacht. Denn das hätte ich erst beantragt, nachdem dieses Vermögen aufgebraucht gewesen wäre, und nen schicken Zeitarbeitsjob hättest du bis dahin auf jeden Fall gefunden. Irgend eine sinnlose Arbeit gibt es nämlich immer ! ;) |
| Manley | [QUOTE][i]Original geschrieben von geyer [/i] [B]leider muss ich feststellen, dass ihr alle überhaupt gar nichts begriffen habt....ich hasse euch! [/B][/QUOTE] @geyer: weniger beleidigung und angriffe, mehr sachlichkeit bitte! ich wage zu behaupten, dass keiner der hier anwesenden solche beschimpfungen verdient hat! |
| geyer | ich bitte hiermit um Entschuldigung. meine Nerven liegen mom. etwas blank... |
| herbstliebe | [QUOTE][i]Original geschrieben von Hrefnadis [/i] [B]Und wenn ja, bewundere ich Dich dafür, dass Du mit diesem Geld so gut auskommst. VORSICHT: auch dies ist keine Ironie. [/B][/QUOTE] Ich denke es kommt ganz darauf an, wieviel Wert man dem Geld beimisst. Siehe geyer, falls es stimmt was er schreibt. Wenn ich ein Haus, zwei Autos und weiß nicht was alles besessen hätte, würde ich mit den paar Mäusen auch nicht auskommen, weil mein Anspruch ein anderer wäre. Für mich gibt es nichts materielles, was ich vermisse oder was ich nicht schon hätte. |