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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Die Bahn
Fuck up EvilWas sagt ihr zum aktuellen Streik der Bahn ?
Was haltet ihr von den Forderungen ?
EricthehalfabeeWie ich soeben lese, haben die Lokführer aufgehört zu streiken, noch vor Zustellung der einstweiligen Verfügung vom Arbeitsgericht.

Ansonsten sind die Streiks der Bahnmitarbeiter durchaus nachvollziehbar. Für die Kunden natürlich weniger schön.
Da die Forderungen von Gewerkschaften sowieso nie erfüllt werden, halte ich sie für angemessen.
matheaOb die Lokomotivführer streiken oder nicht macht hier am Steiß der Welt überhaupt keinen Unterscheid. Die Züge kommen eh nur höchstens einmal in der Stunde und fallen insbesondere im Winter regelmäßig ersatzlos aus.

Also kein Unterschied zwischen Streik und Nichtstreik.
darkmavWäre mal nett, wenn ausschließlich die Schaffner streiken würden... Die Bahn wäre geschädigt, und die Kunden würde es freuen. Aber vielleicht wäre das sogar ein Imagegewinn für die Bahn?
ApexAlso ich bin ja leidenschaftlicher Bahnfahrer (Leidenschaft muss man dafür ja heutzutage schon erstmal entwickeln) und Pendler und ich unterstützde die Forderungen der Lokführer und Zugbegleiter voll und ganz. Gut, letzte Woche war ich halt 3 Stunden später auf der Arbeit, aber da ich eh nur freier Mitarbeiter bin, ist das ganze net so tragisch. Ich hab mich jedenfalls gefreut ausschlafen zu können :D
pulSar[url]http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID7086006_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html[/url]

Interessant ist, dass es DREI Gewerksschaften gibt, von denen die der Lokführer gegen auch die anderen beiden arbeitet.


Ich hab gerenrell zwar Verständnis für solche Maßnahmen wie Striek -- aber NICHT im hier vorliegenden Fall, weil das schlicht egoistisch ist und den anderen Angestellten, die bie Transnet sind, keinen Vorteil bringt.

Also keine Solidarität sondern reiner Interessen-Machtkampf auf Kosten der Reisenden, welche dafür nichts können...

PS: ich bin auch Bahn-Freund was das Verkehrsmittel aber nicht den Kontern angeht...
Wicked_KDie Streiks an sich finde ich nicht schlecht, denn warum sollen die Lokführer und Zugbegleiter nicht sehen, dass sie auch auf ihre Kosten kommen? Die in den Nachrichten genannten Gehälter von 1500 bzw. 1300 Euros sind wirklich nicht viel, da ist der Unmut verständlich. Und die Fahrpreise steigen offensichtlich deutlich stärker als die Gehälter...
Wenn jetzt einstweilige Verfügungen erwirkt werden, ändert das auch nicht viel. Die Gewerkschaften müssen sich eben an die Form des Rituals halten und abwechselnd verhandeln und streiken, was solls :D

Aber auch ich sehe es als kritisch an, dass drei Gewerkschaften im Spiel sind und eine davon Extrawürste braten will. Vielleicht müsste man einfach mal einen Insider fragen, was dahinter steckt. Ich habe zwar einen Bekannten bei dem Laden, der genaueres wissen müsste, aber den sehe ich zu selten.
EricthehalfabeeTransnet und GDBA haben eine 4,5-prozentige Lohnerhöhung herausgehandelt, die Gewerkschaft der Lokomotivführer GDL fordert weiterhin bis zu 31 Prozent mehr Lohn.

Drei Gewerkschaften halte ich auch für Schwachsinn...aber so ist das in Deutschland... treffen sich drei Mann (oder Frau) gründen sie einen Verein....

Was in der Presse nicht oder nur selten steht, ist, daß die Bahnangestellten in den letzten Jahren 5 Prozent und mehr Lohneinbußen hinnehmen mußten, da sind 4,5 Prozent plus bei steigenden Lebenshaltungskosten irgendwie ein Witz. Ich weiß allerdings nicht ob das jetzt alle Bahnangestellten betrifft oder nur bestimmte Gruppen.
pulSarIch hab eben das kleingedrucke gelesen...

Ericthehalfabee - ich mein Deine Sig und spanne mal den Bogen zur Bahn... einige wenige Gespräche mit Bahnern mal eingeschlossen...

[b]Viel zu viel Verwaltungsapparat![/b]

Klar ist die Forderung des Personals nach angemessenem Lohn berechtigt... aber wie gesagt kann ich über diese Dreifaltigkeit der Gewerkschaten nur den Kopf schüteln.

Das eigentliche Problem der Bahn ist jedoch das, was man allgemein "Verwaltungswasserkopf" nennt.

Einen Coach will ich ja gar nicht empfehlen -- wahrscheinlich haben sich Coaches und Werbeagenturfuzzies schon ne goldenen Nase am Image-Reloaden verdient...


[b]Die Bahn ist ein Monopol-Elefant mit riesigem Verwaltungsapparat und ist sicher auch deswegen deswegen sehr weit weg von Effizienz![/b]
Ericthehalfabee[QUOTE]Die Bahn ist ein Monopol-Elefant mit riesigem Verwaltungsapparat und ist sicher auch deswegen sehr weit weg von Effizienz![/QUOTE]

Das kann man grundsätzlich ändern, dennoch bin ich der Meinung, daß eine Privatisierung oder Teilprivatisierung im Endeffekt die Kosten für den Kunden in die Höhe treiben wird und das ganze noch unflexibler macht, als es eh schon ist. Von den Qualitätseinbußen ganz zu schweigen...
Aber hier geht es ja nicht um die Privatisierung oder den geplanten Börsengang der Bahn.
darkmav[QUOTE][i]Original geschrieben von Ericthehalfabee [/i]
[B]Das kann man grundsätzlich ändern, dennoch bin ich der Meinung, daß eine Privatisierung oder Teilprivatisierung im Endeffekt die Kosten für den Kunden in die Höhe treiben wird und das ganze noch unflexibler macht, als es eh schon ist. Von den Qualitätseinbußen ganz zu schweigen...
Aber hier geht es ja nicht um die Privatisierung oder den geplanten Börsengang der Bahn. [/B][/QUOTE]
Das Problem einer Privatisierung würde sein, daß Nebenstrecken nicht mehr oder nur noch sehr selten befahren werden, da sie nicht mehr profitabel sind. Wir hätten dafür fünf verschiedene Gesellschaften, die Fahrten von Berlin nach Hamburg anbieten würden. Privatisierung ist nicht immer gut.
EricthehalfabeeDas meine ich ja. Ich meine auch, daß man Staatsunternehmen und öffentliche Einrichtungen hinsichtlich ihrer Verwaltung und Flexibilität durchaus ändern kann ohne sie zu privatisieren.
SaturnDrei Gewerkschaften, da viele Lokführer sich von Transnet regelmäßig "über den Tisch gezogen" fühlten und so eine Ver.di-Ferne-Organisation gegründet haben, die dann mehr Druck macht (weil nach 5 % Lohnverlust 4.5 % mehr.. irgendwie ein Witz..)

Ich meine auch in einer Zeitug gelesen zu haben, dass der Vorstand der Bahn sich selbst da Gehalt deutlich erhöht hat - aber ich bin da gade nicht sicher und kann auch grde nicht nachgucken, bzw werd ne ganze Zeit lang nicht zuhause sein, wo die Zeitung liegt)

Privatisierung ist im allgemeinen mit dem Streen der Profitmaximierung verbnden - das ist bekannt.
I allgemienen ist es dann so, dass die Servicequalität sinkt, da am Service lässt sich am einfachsten sparen.

udem kan ich den Streik nachvollziehen, auch wenn mich der auf meinem (innerstädtischen) Schulweg schon ordentlich eingeschränkt hat.
^schwarzseel^hallo!

würde zwar lieber mit der bahn fahren, aufgrund der umweltfreundlichkeit, jedoch bin ich besser bedient mit dem auto zu fahren. die kosten, selbst mit bahncard währen errechnetermaßen 4,287 mal höher als mit meiner karre.
zugegebenermaßen fahre ich auch nicht mit benzin oder dsiesel, sondern propan/butan gas. *g* literpreis 60 cent
Ericthehalfabeezwar etwas am eigentlichen Thema vorbei, aber dennoch wichtig

[url]http://www.taz.de/index.php?id=archiv&dig=2007/07/12/a0212&type=98[/url]

Auszug:
[QUOTE]Es sind die Briten, die den Deutschen die Übung schon mal unelegant vorturnen. Ihr Trennungsmodell, bei dem die Infrastruktur - also Schienennetz und Bahnhöfe - in staatlichem Eigentum ist, während der Bahnbetrieb von knapp zwei Dutzend privaten "train operating units" realisiert wird, funktioniert nicht. Das britische Modell bietet schlechten Service bei hohen Fahrpreisen; Tarife, Fahrplan und Sicherheitsstandards sind ein unübersichtlicher Flickenteppich. Das Schlimmste aber ist eine Reihe schwerer Bahnunfälle, an der die Trennung von Netz und Bahnverkehr schuld ist. So haben nicht wenige Fahrgäste die Teilprivatisierung der britischen Bahn schon mit ihrem Leben bezahlt.[/QUOTE]

Gibt es hier evtl. Leute die in Großbritanien leben, arbeite etc und ihre Erfahrungen mit der britischen Eisenbahn mal schildern könnten, vor allem was den Service und die Pünktlichkeit angeht?!?
Nightingale@Fuck

Was interessiert Dich denn der Streik?? Du faehrst doch sowieso immer mit Deinem Auto ;) Scheiss Umweltschaender. Regenwaldzerstoerer! :D
Manley[QUOTE][i]Original geschrieben von Ericthehalfabee [/i]
[B]Gibt es hier evtl. Leute die in Großbritanien leben, arbeite etc und ihre Erfahrungen mit der britischen Eisenbahn mal schildern könnten, vor allem was den Service und die Pünktlichkeit angeht?!? [/B][/QUOTE]
ich wohne zwar nicht mehr da, kann aber trotzdem ein paar worte verlieren. service: top, ich habe nur guten erlebt. sie sind alle immer super nett gewesen. pünktlichkeit: im akzeptablen rahmen. technische sicherheit: darüber würde ich nicht wirklich reden wollen. aber die britische bahn ist innerhalb des landes nicht wirklich als sicher verschrien. ein grund, warum viele dort einfach lieber das überland-busnetz nutzen (hab ich auch lieber gemacht). sowohl schienen als auch züge sind meist enorm veraltet...
Tapio BearkingHeute ist es soweit, die Lokführer haben ihre Arbeit für einige Stunden niedergelegt.
Die Bahn klagt gegen den Streik und bekam auf Grund "unabsehbarer unverhältnismäßig großer wirtschaftlicher Schäden" Recht.
Die Stimmen in der Bevölkerung reichen von Zustimmung zum Streik bis zur völligen Ablehnung.
Mir für meinen Teil geht der Streik eigentlich am Allerwertesten vorbei, da ich generell Bus und Bahn meide.

Wie steht ihr zu dem Streik?
menwhoisoutside...ich finde ihn gerecht... die Bahn hat dieses Jahr ein Recordplus an Umsätzen gefahren... da können se die Zugführern doch ein wenig mehr zahlen als ob die dann jede Woche auflaufen...

...das der Streik verboten wurde... ja Bahn ist nun mal Deutschland weit zuständig... und wenn die Logführer dann net fahren... dann gibt es Deutschland weite Finanzelle störungen...

...was mich aber dazu bringt das die Bahn gar keine Lust hat den armen Leuten mehr zuzahlen... immerhin nehmen se mal in Kauf das alles zum erleigen kommt und dann lassen ma eben alles das Gericht klären...

...klaro Scheise für das die Streiken und sozusagen ihre wichtige Position ausnutzen... aber was bleibt ihnen übrig... sie wollen was und werden es nie bekommen weil die dicken Bonzen ihre 30% Gehalterhöhung ja wichtiger finden als 5% bei dne Zugführern... ich finde 5% ist echt und verschämt... ich meine diese wichtigen Leute im Vorstand mit ihren dicken Mercedes udn BMWS müssen doch ihre 24 jährige geliebte und ihre Frau doch teuer unterhalten... und die Sekretärin erst...

...das leben im Vorstand ist so schwer... du das ich nur Pizzas ausliefere das währe mit echt zu stressig in so nem Vorstand...
Apex[COLOR=crimson]Themen zusammengeführt.[/COLOR]

Btw. halte ich den Streik der Bahn selbstverständlich für berechtigt und die einstweiligen Verfügungen für eine unrechtmäßige Behinderung des garantierten Streikrechts.
moreMein Vater war Eisenbahner. Damals noch verbeamtet. Er hat in den Streik einen weitaus besseren Einblick.
Lt. meinem Vater sind die 30 % mehr Gehaltsvorderung der Lockführer nur eine Auflistung der Gehaltserhöhungen die andere DB-Mitarbeiter in den letzten 10 Jahren bekommen haben. Das heißt eigentlich nicht mehr Lohn, sondern Gehaltsangleichung. Und im europäischen Vergleich verdienen die armen Schweine am Wenigsten. Ganz zu schweigen von dem enormen psychischen Stress und der Verantwortung die ein Lockfahrer tragen muss.

Ich muss auch ab und an pendeln, aber diesen Streik kann ich unterstützen.
menwhoisoutside...ja von den Unfällen die ab und an passieren... die menschen die sich vor den Zug werfen... das sie mehr Geld verdiehnen steht ausser frage... nur ob sie es auch bekommen werden... ich hoffe es für sie viele meiner Freunde sind von den Jungs abhänig...
DarketIch persönlich unterstütze diesen Streik. Es kann zwar sein, dass ich in drei wochen, nach meinem Urlaub, wesentlich darunter zu leiden habe, weil die Berliner S-Bahn ja bestreikt werden darf und heute auch wurde, nichtsdestotrotz haben die Lokführer schlicht und egreifend recht und die DB tut alles dafür sie in der Öffentlichkeit schlecht darzustellen, indem sie ankündigt ihre Preise weiter zu erhöhen (nur zu, für mich ist Bahnfahren im Fernverkehr ohnehin Luxus, dann verzichte ich eben gänzlich drauf) oder ihnen die Schuld zuschiebt, dass Millionen Pendler Schwierigkeiten mit ihren Arbeitgebern bekommen. Streiks haben es grundsätzlich an sich, dass bestimmte Leute darunter leiden, die auch nichts dafür können, bei einem Unternehmen wie der Bahn natürlich umso mehr. Das würde ich als Arbeitgebervertreter eventuell im Auge haben, wenn ich Tarifverhandlungen führe.
Übrigens ist das gesamte (!) Personal der wenigen privaten Bahnanbieter im Schnitt besser bezahlt als bei der Deutschen Bahn. Das finde ich bei einem Noch immer Fast-Staatskonzern schon ziemlich heftig.
SaturnZu Bedenken ist: Die Bessere Bezahlung bei den Privtkonzernen ist uf eben die Gewerkschaft zurückzführen, die jetz bei der DB streiken will - eine Gewerkschaft, die eben nciht den wirtschafs- und Börsengngfreindlcihen Weg geht wie TransNet....

Natürlich - ich finde den streik berchteingt - auch wenn ich dann im Nachverkehr zu leiden ahabe - aber es ist eben notwending..
BrainreaverWas mich am meisten an der Sache stoert ist das die bahn her geht und beschliest das nicht zu regeln wie alle anderen sondern das vom gericht einfach verbieten lassen,.... ueberlegt mal was das lostreten kann,.. damit hat die bahn im schlimmsten fall erreicht das jetzt jeder arbeitgeberverband klagt und die streiks verbietet,.... das haette auf das verhaelltnis arbeitgeber / gewerkschaft eine gravierende auswirkung.......
Black Reaper[QUOTE][i]Original geschrieben von Saturn [/i]
[B]Drei Gewerkschaften, da viele Lokführer sich von Transnet regelmäßig "über den Tisch gezogen" fühlten und so eine Ver.di-Ferne-Organisation gegründet haben, die dann mehr Druck macht (weil nach 5 % Lohnverlust 4.5 % mehr.. irgendwie ein Witz..)

Ich meine auch in einer Zeitug gelesen zu haben, dass der Vorstand der Bahn sich selbst da Gehalt deutlich erhöht hat - aber ich bin da gade nicht sicher und kann auch grde nicht nachgucken, bzw werd ne ganze Zeit lang nicht zuhause sein, wo die Zeitung liegt)
[/B][/QUOTE]

Da hast du richtig gehört... Ich habe gelesen, der Vorstand hätte sich seine Bezüge in den letzten ca. 8 Jahren (ich meine, es wäre das Jahr 99 genannt worden) die Bezüge um satte 450% erhöht... Dass dann die Lokführer 30 % mehr fordern, erscheint da ja eigentlich fast bescheiden, zumal man ja auch, wie noch jemand anderes berichtete, schon heftige nominale Einbußen hinnehmen musste... Wenn man 5% minus und dann gestiegene Lebenshaltungskosten zusammenrechnet, finde ich die Lohnforderung insgesamt akzeptabel, vor allem, weil man ja den Kompromiss, vielleicht um 15 bis 20% mal erwarten darf... und wenn das herauskäme, könnt ich das durchaus unterstützen...


Noch dazu hat die deutsche Bahn ein so unflexibles Schichtsystem, dass mal 6-Stunden-, aber dann auch wieder 14-Stunden-Schichten dran sind... Noch dazu kommt, dass Wochenend- und Feiertagsregelungen kaum Planung bezüglich Familie etc. zulassen... Vom Lokführer als Traumberuf ist nicht viel geblieben... Schaue man sich nur das maximale Gehalt eines Lokführers an: etwa 2300 brutto, plus einige Zulagen, die aber die 500€-Marke nie überschreiten...

Auch die Forderung nach einem eigenen Tarifvertrag halte ich für gerechtfertigt; warum auch nicht? Flugzeugkapitäne und Stewardessen haben meines Wissens auch getrennte Verträge...

Im Übrigen halte ich das gerichtliche Streikverbot für absolut indiskutabel und falsch... Wenn die Lokführer im Güterverkehr streiken, dann leidet darunter jegliche Industrie, die von Zulieferbetrieben abhängig ist... Warum man den Streik im Güterverkehr jetzt verbietet, wo die GDL selbst zugestanden hat, den anderen Verkehr, beispielsweise durch Blockierung wichtiger Knotenpunkte, eingleisiger Strecken etc. möglich, nicht zu gefährden, ist mir unverständlich... Dass das gesetzliche Streikrecht aus so einem, meiner Ansicht absolut nichtigen Grund ausgehebelt wird, kann ich mir, und das ist der netteste Versuch, nur damit erklären, dass die Richter auch in den Urlaub wollten... :rolleyes:
Fuck up Evilund pünktlich zum Streik werden die Benzin und Dieselpreise mal wieder schnell angehoben.
HrefnadisMeine Mutter ist Zugbegleiterin.

Sie rief einmal völlig verstört von unterwegs aus an. Ein junger Mann Anfang 20 hatte sich direkt vor ihren Augen in einen anfahrenden Zug geworfen. Sie hatte kurz vorher noch mit ihm gesprochen, Er machte einen völlig normalen Eindruck.

Sie hatte das Blut und die Gehirnmasse noch im Gesicht. Das durfte sie sich auch waschen - und eine halbe Stunde später wieder zum Dienst antreten.

Ich habe sie einige Wochen später - nachdem sie immer noch Alpträume hatte - gefragt, warum sie den psychologischen Beratungsdienst der Bahn nicht in Anspruch nimmt. Sie erklärte lapidar, dass alle, die dort auftauchten, überprüft würden, ob man sie nicht gleich ganz vom Dienst suspendieren solle.

By the way: Sie hat um die 800 Überstunden auf ihrem Konto stehen, die bisher nicht ausbezahlt wurden. Und wenn dann doch mal Geld kommt, zuletzt waren es 1,20 für jede Überstunde, die netto übrig blieben.

Ich hoffe, die GDL erreicht was, wenngleich ich schon habe läuten hören, dass die Bahn an einem Konzept arbeite, ungefähr 1000 Lokführer relativ kurzfristig austauschen zu können. Ein Schelm, wer glaubt, dies könnten alles GDL-Mitglieder sein. Ich fürchte, die GDL könnte angesichts dieser Drohungen einknicken. Schade um die Streikfreiheit dieses Landes, wenn sowas möglich ist.
Apex[QUOTE]Ich hoffe, die GDL erreicht was, wenngleich ich schon habe läuten hören, dass die Bahn an einem Konzept arbeite, ungefähr 1000 Lokführer relativ kurzfristig austauschen zu können.[/QUOTE]

Wie sie das machen wollen würde mich dann aber mal interessieren. Letztens hab ich noch im Radio in einem Bericht über die Bahn, den Streik und die Privatisierung verlauten hören, die Bahn habe enorme Nachwuchsprobleme bei den Lokführern. Angeblich müssten mindestens 1000 Leute neu ausgebildet werden, die Stellen seien aber nicht zu besetzen, weil sich keine Azubis für den Job finden würden, aufgrund der miesen Bezahlung. Angesichts dessen, dass ein Lokführer in Frankreich mal eben 1000 Euro mehr verdient und ein Schweizer gleich das Doppelte von dem was ein Deutscher Lokführer bekommt, durchaus verständlich, finde ich.
HrefnadisSie wollen es mit Schnellausbildungen sprich: Umschulung von Arbeitslosen regeln. Quelle: Mitglied der Transnet.

Nachtrag: Ob es stimmt, kann ich natürlich nicht beschwören, aber es würde stark in das "Verhandlungskonzept" der Bahn passen.
Apex[QUOTE]Sie wollen es mit Schnellausbildungen sprich: Umschulung von Arbeitslosen regeln. Quelle: Mitglied der Transnet.[/QUOTE]

Die spinnen doch...naja...vielleicht sollte die GDL dann gleich in den Schulungsräumen Mitgliedschafts-Formulare für die neuen Kollegen auslegen :D
Ronin76Laut meinen Informationen, kann man die Aktion nicht als Streik bezeichnen, höchstens als kleinen Protest. Wie immer ist keiner der Möchtegernstreiker entschlossen genug, um Forderungen durchzusetzen, und sie lassen sich von korrupten Gewerkschaftsführern an der Nase herum führen.

Aber die ganze Streikerei bewirkt allgemein nichts, was den Lohn betrifft, da andere Branchen nachziehen und durch die entstehende Inflation mittel- bis langfristig in der Relation alles beim Alten bleibt. Letztendlich bedeutet das nichts anderes, daß die Endverbraucher und die Angestellten selbst die Streiks finanzieren müssen, so gesehen sind traditionelle Streiks wie sie seit Jahren praktiziert werden totaler ökonomischer Unsinn.

Würde man die Machtverhältniße ändern, bzw überhaupt einmal ein Bewußtsein dafür entwickeln, würde wenigstens etwas bewirkt werden, doch dies ist bei Streiks nicht der Fall. Die Zugführer sind sich nicht im geringsten Bewußt, was für eine Macht sie über den ganzen Staat haben.
CagliostroMehdorn muss weg.

Und Wisheu,
seine Qualifikation seinerzeit um bayerischer Verkehrsminister zu werden war, dass er im Vollrausch auf der Autobahn jmd. totgefahren hat.

Tolle Führungsriege bei der Bahn, inkl. Frau Suck-ale hix.

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