German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 
  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Studiengebühren
ZeratulNa? Zahlt ihr alle fleißig? Für eine bessere Ausbildung und für bessere Studienbedingungen? Oder wird sich hier jemand dem Boykott anschließen?
thoughtHallo *verneigs*
Wie? Willst Du etwa nicht zur Elite gehören?!;)
HeikoDwir hatten vor ca. 2 Wochen extra eine Vorlesung zum Thema Studiengebühr, Studienkredite und auch wohin die Gelder fliessen sollen. Sowohl unser Rektor als auch unser Dekan haben betont dass sie derzeit noch nicht konkret wissen wofür die Gelder an der Hochschule verwendet werden, sie haben die Studenten direkt gebeten alle Vorschläge bei den Studentenvertretern abzugeben damit keine Idee verloren geht.
Wir haben bisher 93€ Semesterbeitrag bezahlt, das wird jetzt auf 595€ pro Semester steigen, gültig ab SS 07. Ohne Studiengebühr ist keine Rückmeldung möglich. Von daher ist ein Boykott bei uns nicht so einfach. Allerdings haben neben der Landesbank zahlreiche weitere Anbieter, angebote für Bildungskredite gemacht. Ich persönlich bin in der glücklichen Lage dass ich derzeit noch neben dem Studium etwas Geld verdiene und die Studiengebühr wahrscheinlich ohne Kredit finanzieren kann.
ApexNun, dass Konzept ist einfach, zahlt keiner stehen die Kultusminister blöd da, da man ja schlecht alle Studenten exmatrikulieren kann. Leider ist dies nur die blanke Theorie, es wird leider zu viele "Streikbrecher" geben, die ein solches Vorhaben entweder aufgrund von Angst oder aufgrund von genügend verfügbaren Finanzmitteln sabotieren werden. Die Solidarität der Studierendenschaft untereinander ist ja nun leider, gelinde gesagt, fürn Arsch.
TrauerwesenHier finde ich es nur witzig, dass sich die damalige SPD-Landesregierung schliesslich dagegen ausgesprochen hat und den Kompromiss der Langzeitstudiengebüren einführte. Tja, dann kam die CDU und nun darf man jedes Semester zahlen. Mal schauen, ob sich dann auch das Kursangebot verbessert, weil mehr Leute da sind. Glaube ich aber nicht. Aber hauptsache, unsere Mensa wurde saniert, mit welchem Geld auch immer (gehe da eh nicht essen irgendwie), und heute habe ich sogar ein Einschreiben von der Uni bekommen, das mir etwas mitteilte, was ich seit 2 Monaten schon wusste. Dafür haben wir ja dann das Geld.
Der Semesterbeitrag stieg in den letzten Jahren auch schon rapide an, ich fing mal irgendwie mit 120 Mark oder sowas an (glaube ich). Aber gut, das ist Akafö und Bahnticket, aber trotzdem ist es teils wirklich schon heftig.

Ich finde die Gebüren jedenfalls fürn Arsch, weil sich sicherlich nichts oder wenig ändern wird, ausser, dass nicht jeder mehr so einfach die Möglichkeit hat zu studieren (Kredite hin oder her, muss ja eigentlich nicht so sein).
XenomorphWenn ich heute noch einmal vor der Wahl stehen, zu studieren oder nicht, würde ich mich ohnehin dagegen entscheiden, selbst dann, wenn es die Studiengebühren nicht gäbe.

Studium, wie überhaupt das ganze "Bildungssystem" ist Betrug und Volxverarschung, dient wie alles in diesem System lediglich den Zielen der wirtschaftlichen Eliten und der politischen Klasse. Und jetzt soll ich für die eigene Verarschung auch noch zahlen...?
Nein danke.
Arimahn[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]Wenn ich heute noch einmal vor der Wahl stehen, zu studieren oder nicht, würde ich mich ohnehin dagegen entscheiden, selbst dann, wenn es die Studiengebühren nicht gäbe.

Studium, wie überhaupt das ganze "Bildungssystem" ist Betrug und Volxverarschung, dient wie alles in diesem System lediglich den Zielen der wirtschaftlichen Eliten und der politischen Klasse. Und jetzt soll ich für die eigene Verarschung auch noch zahlen...?
Nein danke. [/B][/QUOTE]

Das ist so ziemlich das Traurigste was ich je gelesen habe... Weil es so wahr ist.
ApexAlso ich weiß net, mir macht das Studium prinzipiell Spaß...und inwiefern mein Studium den wirtschaftlichen Eliten und der Politik nutzt weiß ich net...
TrauerwesenNunja, man sollte schon studieren, weil man es will, wobei ich sagen muss, dass ich generell schon Spass dran habe, dieses Leben aber nichts für mich ist. Aber da muss ich nun wohl durch ;).

Was die Gebüren und das Volk, den Staat angeht, so finde ich es durchaus ein wenig eigenartig mit den Gebüren. Zum einen braucht man geld, aber ich denke auch, dass die Zahl der Studierenden zurückgehen wird; das war bei uns schon so, als die langzeitstudiengebüren kamen. Merkte man bei den Semesterbeiträgen, die dadurch stiegen (Fixkosten Akafö usw, geteilt durch weniger Studis usw). Tja, und dann heisst es wieder, Deutschland hätte zu wenig Experten und man holt sich wieder Leute aus dem Ausland.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Zeratul [/i]
[B]Na? Zahlt ihr alle fleißig? Für eine bessere Ausbildung und für bessere Studienbedingungen? Oder wird sich hier jemand dem Boykott anschließen? [/B][/QUOTE]

Na aufgewacht...?
Aber Jahre zu spät..!

Wir haben dagegens schon 2003 erfolglos protestiert als es um die Studiengebühren für Längerstudierende ging...was 90% der damaligen "noch Regelzeitstudenten" nicht interesierte, da es sie ja nicht betraf...obwohl aufgrund der miserablen Bedingungen schon damals kaum einer in der Regelstudienzeit z.B. Maschinenbau oder Bau-Ing. schaffen konnte.
Wir haben schon damals daraug hingewiesen daß die Landesregierung damit den Fuß in die Tür bringen will, und das Gebühren für alle sehr bald folgen.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i]
[B]Was die Gebüren und das Volk, den Staat angeht, so finde ich es durchaus ein wenig eigenartig mit den Gebüren. Zum einen braucht man geld, aber ich denke auch, dass die Zahl der Studierenden zurückgehen wird; das war bei uns schon so, als die langzeitstudiengebüren kamen. Merkte man bei den Semesterbeiträgen, die dadurch stiegen (Fixkosten Akafö usw, geteilt durch weniger Studis usw). Tja, und dann heisst es wieder, Deutschland hätte zu wenig Experten und man holt sich wieder Leute aus dem Ausland. [/B][/QUOTE]

...Ich denke, dass es von den Herrschenden sehr wohl beabsichtigt ist, und bestens in ihr Konzept von "Bildungs"-Politik passt, mittels Studiengebühren eine "soziale Selektion" an den Unis zu betreiben, also bestimmte Leute, die nicht in eben jenes Konzept passen, von vornherein von dort zu vergraulen...aber gleichzeitig flennen sie ständig rum, dass es angeblich viel zu wenig Studenten gibt...wo liegt da noch die Logik, fragt man sich deshalb zunächst....?

Ob es den Herrschenden auf diesem Wege allerdings wirklich gelingt, nur die "richtigen", also unerwünschten, zu vergraulen, nämlich all jene potenziellen "Verlierer", die ohnehin vom System gewogen und für zu leicht, und daher auch nicht für würdig befunden wurden, in den "Genuss" unseres ach so herrlichen "Bildungssystems" zu kommen, ist wieder eine andere Frage...

Ich sehe den "Sinn" des Ganzen jedenfalls darin, dass die Herrschenden vorhaben, an den Unis eine Elite von "Besserverdienenden" heranzuzüchten...denn schliesslich weiss doch inzwischen jedes Kind in der "westlichen Zivilisation", dass ein "Besserverdienender" ganz automatisch auch ein "Besserwissender" (=Besserwisser...? :rolleyes: ) ist...

Wie dem auch sei: Mich hätten sie auch ohne Studiengebühren vergrault...
Winnowill[QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i]
[B]Aber hauptsache, unsere Mensa wurde saniert, mit welchem Geld auch immer (gehe da eh nicht essen irgendwie)[/B][/QUOTE]

Ach, eure auch? :D

Also ich bin fertig studierte Dipl.Biologin mit nem sehr guten Abschluss und Auslandserfahrung... dummerweise bekomme ich hier bei Väterchen Staat keine Anstellung, wodurch ich mir ein Zweitstudium selbst (!) finanzieren muss. Was sovie heißt, dass ich dieses Semester noch die Langzeitstudiengebühr (610€) zahlen durfte und ab nächstem Semester 100€ weniger zahlen muss. Für mich isses von demher ne kleine Erleichterung...

Prinzipiell find ich's echt ne Unverschämtheit, dass in letzter Zeit in den Nachrichten von fehlenden Akademikern gesprochen wurde... kann ja in manchen Sparten so sein, aber in meinem Umfeld sind soooo viele Studierte mit nem guten Abschluss arbeitslos! Komisch, oder?
Die Härte war noch in einer Nachrichtensendung, dass Biologen im Schnitt nur 3 Bewerbungen schreiben müssten, um ne Anstellung zu bekommen. Dann frag ich mich doch, warum ich ein halbes Jahr arbeitslos war... und ich hab net nur flegmatisch rumgesessen... und warum so viele Diplom-Biologen grad diese Zusatzausbildung zum Lehrer machen (was echt ins Geld geht!), wenn sie doch auch so sehr gesucht sind???

Soweit ich mitbekommen hab (von meinem früheren Prof) sind die Studentenzahlen zurückgegangen, obwohl sie hätten steigen müssen. Das sagt doch schon alles...
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]...aber gleichzeitig flennen sie ständig rum, dass es angeblich viel zu wenig Studenten gibt...wo liegt da noch die Logik, fragt man sich deshalb zunächst....?[/B][/QUOTE]

Es gibt keineswegs zu wenig Studenten. Genau genommen gibt es viel zu viele als das die Fachbereiche mit der dünnen Finanz- und Peronaldecke den Lehrauftrag noch zu 100% bewältigen könnten. Dazu kommen erhebliche Defizite bei den Studiereden die noch aus der Oberstufe herrühren.
So bieten die meisten Unis seit Jahren Kurse in mathematische Grundlagen, Physik, Chemie und Sprachen mit Stoff aus der Oberstufe an, wobei das Angebot an Plätzen weit unterhalb der Nachfrage liegt.

Ferner werden zu viele Fächer studiert für die es gar keine Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt gibt während in den technischen Fächer nur ca. 15 Prozent der Erstsemester auch in dem Fach ihren Abschluss machen.
Genau das sind die Leute die fehlen... nicht die Magister in Germanistik, Anglistik und Psychologie.

PS: Ich hab mein Studium übrigens zugunste einer festen Anstellung aufgegeben als das Geld wegen der Langzeitstudiengebühren im 14. Semester Maschbau aus ging... Da ich auch nach 2 Monaten nach Stichtag noch zahlungsunfähig war, habe ich mich drei Tage vor meiner Zwangsexmatrikulation selbst exmatrikuliert.
Davor wurde mir der KV Satz angehoben, da es die Günstigen Studierdenden Tarife nur bis zum 30. Lebensjahr gibt.

Im Nachhinein war es also eine dämliche Idee mit über 25 noch ein Studium zum Maschinenbau-Ing. anzufangen...Dazu brauchte man auch früher schon wesentlich mehr Geld.
Cthugha[QUOTE][i]Original geschrieben von Zeratul [/i]
[B]Na? Zahlt ihr alle fleißig? Für eine bessere Ausbildung und für bessere Studienbedingungen? Oder wird sich hier jemand dem Boykott anschließen? [/B][/QUOTE]

Ich werd emich nach reiflicher Überlegung nicht dem Boykott anschließen, weil der Boykott jetzt eine letzte Hauruckaktion der spät aufgewachten ist.
Zumindest hier (NRW) hat die CDU vor der letzten Landtagswahl groß angekündigt, dass Studiengebühren eingeführt würden, wenn sie die Wahl gewinnen. Man kann ja hier noch nicht mal mehr von Wahlbetrug reden.
Als die Gebühren dann in der Mache waren, also im Landtag diskutiert wurden, gingen dann auch die Gegenaktionen los. Ich war damals selbst im AStA meiner Hochschule und auf so ziemlich jeder sinnvollen Demo dabei. Die Resonanz war mäßig.
Dann kam raus, dass die Einführung den Hochschulen selbst überlassen bleiben sollte (nachdem man ihnen durch den Globalhaushalt erst mal Mittel in etwa der Höhe gekürzt hat, die die Studiengebühren später mal einbringen werden...welch ein Zufall) und sehr viele Aktive in der Hochschulpolitik sind in die deutliche Falle gegangen und haben sich vorrangig mit den Senäten und Rektoren an ihrer Uni gestritten und sie reihenweise zum Rücktritt aufgefordert anstatt an der zentralen Stelle mit der Unterstützung der Rektoren und Professoren Druck zu machen. Ich bin da ein wenig enttäuscht, dass da blinder Aktionismus praktiziert worden ist.

Was soll ich sagen. Diese späten Aktionen der spät Aufgewachten werden definitiv wenig Erfolg zeigen. Aufgrund von Studienkrediten, bei denen man das Geld nie zu Gesicht bekommt, wird auch der Boykott nix werden, wage ich mal zu prophezeien.

Natürlich sind Studiengebühren falsch. Natürlich sehe ich auch ein, dass das Geld knapp ist und irgendwo gespart werden muß, aber da ohnehin schon Akademiker fehlen, wird da einfach am falschen Ende gespart.
Aber dass Akademiker fehlen, liegt meiner Meinung nach eher weniger daran, dass es zu wenig Studierende gäbe, sondern daran, dass - sorry, wenn ich jemandem auf den Schlips trete - es zu viele Studis gibt, die einfach mal gedankenlos irgendwas studieren. Abi vorbei...noch kein Bock aufs Arbeiten. Studier ich halt mal. Was? Am bestren mal irgendwas, bei dem man erst gegen Mittag aufstehen muß. Leider sind das dann meist auch die Studis, die nachher kaum eine Chance auf einen Job haben, weil es einfach Fächer gibt, bei denen es kaum Jobs gibt...und hier hakt das System. Der Staat kann es sich halt nicht leisten, ein Bildungssystem zu finanzieren, das zu viel für die sichere Arbeitslosigkeit ausbildet. Hier sollte durchaus regulierend eingegriffen werden, aber nicht durch Studiengebühren, sondern durch Anreize (mehr Stipendien für bestimmte Studiengänge oder was auch immer) dazu, etwas zu studieren, was später mal auf dem Arbeitsmarkt gefragt sein wird, denn in der Regel gelten die nachgefragten Studiengänge auch als die schwierigen und daher aus Studisicht unbeliebten. Und das wird langsam zum Problem.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Genau das sind die Leute die fehlen... nicht die Magister in Germanistik, Anglistik und Psychologie. [/B][/QUOTE]

Ja, und damit bin ich dann wohl einer von den "Überflüssigen"...

Genau das ist für die herrschende Klasse der springende Punkt: Es gibt eigentlich insgesamt nicht zuwenig Studenten, eher zuviele, aber zuwenig "richtige", aus denen das Kapital brauchbare Lohnsklaven formen kann...

Was solls...technische Fächer und der ganze Wirtschaftskram liegen mir halt nicht...und da setzt der Selektionsdruck, der vom System ausgeübt wird, an...denn die politische Klasse ist nur Erfüllungsgehilfe und Helotenstand der Wirtschaft, der die Bedürfnisse des kapitalistischen "Arbeitsmarktes" nach immer neuen Lohnsklaven durchzusetzen hat...
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
[B]Ja, und damit bin ich dann wohl einer von den "Überflüssigen"...

Genau das ist für die herrschende Klasse der springende Punkt: Es gibt eigentlich insgesamt nicht zuwenig Studenten, eher zuviele, aber zuwenig "richtige", aus denen das Kapital brauchbare Lohnsklaven formen kann...

Was solls...technische Fächer und der ganze Wirtschaftskram liegen mir halt nicht...und da setzt der Selektionsdruck, der vom System ausgeübt wird, an...denn die politische Klasse ist nur Erfüllungsgehilfe und Helotenstand der Wirtschaft, der die Bedürfnisse des kapitalistischen "Arbeitsmarktes" nach immer neuen Lohnsklaven durchzusetzen hat... [/B][/QUOTE]

Ohne dieses böse System hättest Du das gerade nicht auf einem Internetforum schreiben können...!
Natürlich will "das System" das du dich ihm anpasst. Das wollen alle Systeme, egal ob physikalischer, wirtschaflicher, technischer oder biologischer Natur.

Wärst du in der alten Sowjetunion opder in Nordkorea glücklicher geworden...?

Hätte ich mich nicht angepasst hätte ich nicht genug Geld um das hier von zu Hause aus zu schreiben.
Ich weiß allerdings daß meine Ausbildungsgeschichte alleine meiner Verantwortung unterlag, die ich nicht ernst genug genommen habe.

Daran ist kein "böses System" schuld.

PS: Es gibt schlimmere Schicksale als ein verheirateter und festangestellter "Lohnsklave" und zukünftig "fieser Ausbeuter" selbiger zu sein.
Hellscream[QUOTE] Die Solidarität der Studierendenschaft untereinander ist ja nun leider, gelinde gesagt, fürn Arsch.[/QUOTE] Genau wie Solidarität in der Gesellschaft!
Aber was erwarten wir überhaubt ? Warum sollten die Studierenden sich vom rest der Vevölkerung abheben ?

Weil ich eigentlich erwarte das sich Menschen die sich ersthaft mit höherer Intelektueller Materie ausseinander setzen und zur Zukünftigen Elite eines Landes gehören wollen. Über die Fähigkeit verfügen sollten zwischen "Fair" uns "Unfair" zu unterscheiden und die Fähigkeit mitbringen sollten ein wenig über ihren eigenen Tellerrand zu schauen. Das würde ich im überigen auch von der Politik erwarten aber nun ja, diese Menschen haben anscheindent ein paar ganz wichtige Dinge vergessen. Wahrscheinlich werden ihnen diese Dinge auch erst wieder ernsthaftig klar wenn Deutschland in Flammen der sozialen Unruhen aufgeht. Ich hoffe auf diesen Tag an dem sich wieder mehr Menschen trauen offen auch für andere einzutetten ungeachtet ihrer eigenen Vor- und Nachteile. Es ist schon belustigend das erst jetzt einigen Studenten Bewusst wird, was eigentlich schon lange falsch läuft.

[QUOTE]Wärst du in der alten Sowjetunion opder in Nordkorea glücklicher geworden...?[/QUOTE]
Begründen wir die existenz dieses jetzigen Gesellschaftlichen Systems in Deutschland nur noch dammit das es noch schlechtere gibt ? Sollen wir es einfach so hin nehmmen nur zwischen dem größeren oder kleineren Übel zu entscheiden ? Zugegeben es gibt manchmal keine andere Wahl, aber es einfach so hinnehmmen ist für mich unannehmmbar.

[QUOTE]Es gibt schlimmere Schicksale als ein verheirateter und festangestellter "Lohnsklave" und zukünftig "fieser Ausbeuter" selbiger zu sein.[/QUOTE]
Wohl kaum, aber das mag jeder anders sehen. Ich fände es nur schade wenn man kapituliert und es einfach so hinnimmt obwohl man etwas "anderes" ereichen könnte, als ein Leben zwischen ausbeuten oder ausgebeutet werden.

Ab imo pectore Hellscream Midgard Der Moloch
Seneca@ Hellscream

Mein Letzer Satz war definitiv Satire. Ich fühle mich kein bißchen vom meinem Arbeitgeber ausgebeutet und habe auch nicht vor das mit anderen Mitmenschen so zu handhaben. Ich verwendete diese Form nur die meiner Meinung nach unsachliche Formulierung "Lohnsklave" zu persiflieren.

Ich habe eher den Eindruck das manche Leute schlicht den Wert ihrer Arbeit maßlos überschätzen.
TrauerwesenMal ganz ehrnsthaft, würde ich auf der Stelle oder einen Job bekommen, der mir liegt, würde ich mein Studium auch beenden. Das hat aber weniger mit den Gebühren zu tun. Ich habe mich zunächst entschlossen, zu studieren, also ziehe ich das nun auch durch. Soll ich mich dann exmatrikulieren lassen, und alles war fürn arsch?

Damals die Demos 2003, als die SPD in NRW die Gebühren einführen wollte, wurde gestreikt. Streiks waren aber unsinnig. Klar, kein Geld für Bildung, ich will Bildung, gehe aber wochenlang nicht zur Uni? Wo da die Logik ist, ist mir schleierhaft. Die Demos waren natürlich wieder eine andere Sache. Und den Konsens fand ich gut. Aber das liegt ja nun an der wechselnden Regierung...
gut, dass dort bereits ein zweitstudium was kostete, war natürlich ein wenig ungeschickt. Langzeitstudiengebühren auch, ich verstehe ja, dass man Scheinstudenten unterbinden wollte, aber die meisten Studenten gehen zusätzlich noch arbeiten, und bevor ich alles mit 4 abschliesse, lasse ich mir eben ein wenig mehr Zeit und schliesse dann vernünftig ab.
Oder Zweitstudium, da wird dann mal nicht berücksichtigt, dass es Leute gibt, die sich möglichst gut qualifizieren wollen, ne, man macht solch ein Studium ja nur, weil man sonst nichts zu tun hat. Sicherlich gibt es diese Leute, aber es sind eben nicht alle.

Nunja, wie auch immer. Ich denke jedoch auch, dass es zwar viele Studis gibt, aber nicht alle machen einen Abschluss; wenn nun jeder blechen darf, frage ich mich, ob sich das dann überhaupt positiv entwickeln kann.

Nunja, Zweiklassengesellschaft, entweder man kann es zahlen, egal wie doof man ist, oder aber man kann nicht, egal wie talentiert man ist.
Apex[QUOTE]nicht die Magister in Germanistik, Anglistik und Psychologie.[/QUOTE]

Was eine, wie ich finde, falsche Einstellung ist. In Deutschland wird der Wert von Bildung, speziell von geisteswissenschaftlicher, von der Wirtschaft schlicht und einfach nicht geschätzt. Wenn ich schon höre, dass man an der Hamburger Uni nur überlegt hat die Geisteswissenschaften abzuschaffen schlage ich schon die Hände überm Kopf zusammen, Goodbye Land der Dichter und Denker. Dabei ist es doch gar nicht so, als ob Germanisten, Philosophen und Amerikanisten keinen wirtschaftlichen Wert hätten, in den Staaten hat man das schon lange erkannt. Wenn ich mit meiner Verwandschaft drüben rede sind die immer erstaunt wie wenig die Geisteswissenschaften hier geschätzt werden.

Ich persönlich hätte gerne Maschinenbau, Wirtschaftsinformatik o.ä. studiert. Jobgarantie, gutes Einkommen...wo hat man das heutzutage schon noch? Nur leider sind meine Fähigkeiten in Mathematik und Physik nicht gerade ausgeprägt, vom fehlenden Interesse mal ganz abgesehen. Sicher ich hätte auch auf Lehramt studieren können, ich kann zwar nicht mit Kindern, aber es gibt ja genug die es trotzdem studieren...was aus den Kindern später wird kann mir ja dann auch egal sein...leider bin ich auch nicht so verantwortungslos...also mache ich mein gutes, altmodisches Magisterstudium in Politikwissenschaften mit Soziologie und Jura in den Nebenfächern.

Sicher, angesichts der Arbeitsmarktsituation keine gute Idee, aber ich schau doch nicht auf den Arbeitsmarkt wenn ich mir mein Studium aussuche sondern nach meinen Interessen. Das ist auch so ne Sache die mich stört, dass das Ausbildungsstudium an den Unis so in den Vordergrund drängt und das Bildungsstudium, dass primär nur Wissen vermittelt und erst sekundär für den Arbeitsmarkt qualifiziert so sehr in den Hintergrund gedrängt wird.

Naja, nach der neuesten Spiegel-Statistik werde ich als Politikwissenschaftler mit einen Brutto-Gehalt von 2000 Euro anfangen...in meinem Ausbildungsberuf als Fachangestellter für Medien und Informationsdienste könnte ich das jetzt schon verdienen...so what?
ThemistoJuhu! Studiengebühren.
Nachdem vergangenes Semester regelmäßig Studenten mit dicken Trommeln die Vorlesungen störten kann ich mich ja auch mal dazu auslassen.
Ich als drittes Gör einer Kassiererin und einem Aushilfsjobber, darf eh schon Bafög beantragen damit ich studieren kann und dann also noch zweimal im Jahr 500€ abknapsen damit es gelingt.
Ganz davon abgesehen, dass ich möglichst viele Praktikas machen sollte und möglichst zügig mein Studium beenden soll damit ich nicht noch merh zahlen muss als lästiger Langzeitstudent, der ja sonst nur herum gammelt.

Ich bin ja gerne bereit zu zahlen (okay, kostenlos oder zumindest weniger würde mir auch immer noch am besten gefallen, aber...), aber dann will ich auch was für mein Geld.
Und zwar Garantie für Seminarplätze, Garantie für kompetente Professoren (nicht solche, die dauernd in ihre Mikros nuscheln) und Garantie dafür, dass es mir nicht auf den Kopf regnet wenn ich im Vorlesungssaal sitze.
Ist allerdings ja fragwürdig ob wirklich die Uni davon profitiert, oder ob das nicht erst noch andere Löcher stopfen soll.

T
Cthugha[QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i]
[B]
Sicher, angesichts der Arbeitsmarktsituation keine gute Idee, aber ich schau doch nicht auf den Arbeitsmarkt wenn ich mir mein Studium aussuche sondern nach meinen Interessen. Das ist auch so ne Sache die mich stört, dass das Ausbildungsstudium an den Unis so in den Vordergrund drängt und das Bildungsstudium, dass primär nur Wissen vermittelt und erst sekundär für den Arbeitsmarkt qualifiziert so sehr in den Hintergrund gedrängt wird.

Naja, nach der neuesten Spiegel-Statistik werde ich als Politikwissenschaftler mit einen Brutto-Gehalt von 2000 Euro anfangen...in meinem Ausbildungsberuf als Fachangestellter für Medien und Informationsdienste könnte ich das jetzt schon verdienen...so what? [/B][/QUOTE]

Diese Einstellung ist doch in Ordnung, aber man muß sich halt vorher bewusst sein, dass man in den Geisteswissenschaften überdurchschnittlich gut sein muß, um einen Job in diesem Bereich zu finden und dass das Gehalt eher niedrig sein wird. Mich verwundern nur die Leute, die sich dann nach dem Studium darüber beklagen, dass sie wenig verdienen oder gar keinen Job finden, obwohl das schon vor dem Studium vorhersehbar war.

Was das Studium zwischen "Produktionsmaschine" für den Arbeitsmarkt und Wissensvermittlungsanstalt des reinen Wissens wegen angeht, ist das ein schwieriger Spagat. Natürlich darf die Nachfrage am Arbeitsmarkt nicht allein das Programm bestimmen, aber der Staat buttert nun mal auch nach den Studiengebühren ziemlich viel Geld in die Unis. Da sollte zumindest in einem brauchbaren Maße auch irgendwas rumkommen, was dem Staat später wieder etwas nützt. Daher sollten aber wie gesagt eher gezielte Anreize gegeben werden, auch die nicht ganz einfachen Fächer in den Ingenieurs- und Naturwissenschaften zu studieren, denn deren wirtschaftlicher Nutzen ist in meinen Augen in der derzeitigen Situation tatsächlich größer als der wirtschaftliche Nutzen vieler Geisteswissenschaftler.

Studiengebühren sind hingegen in ihrer jetzigen Form als Steuerungsinstrument eher ungeeignet, es sei denn sie wären echt nachgelagert (Zusatzsteuer von 0,2% für alle, die studiert haben oder sowas). Aber das wäre auch wieder ungerecht im Vergleich zu den Leuten, die nach dem Studium ins Ausland gehen und nichts zahlen müssen.

Ganz abgesehen davon gehören auch Kleinigkeiten wie das Patentrecht für Wissenschaftler an der Uni grundlegend überarbeitet. Das motiviert auch nicht gerade zu kreativer Arbeit.
thought[QUOTE][i]Original geschrieben von Cthugha [/i]
[B]Diese Einstellung ist doch in Ordnung, aber man muß sich halt vorher bewusst sein, dass man in den Geisteswissenschaften überdurchschnittlich gut sein muß, um einen Job in diesem Bereich zu finden und dass das Gehalt eher niedrig sein wird. Mich verwundern nur die Leute, die sich dann nach dem Studium darüber beklagen, dass sie wenig verdienen oder gar keinen Job finden, obwohl das schon vor dem Studium vorhersehbar war. ...
[/B][/QUOTE]

Aha! Also doch lieber von vornherein was wählen, was einem keinen Spaß macht, dafür aber Job-Chancen oder ein gutes Gehalt verspricht?! Sorry, aber nein danke! Ich weiß, hier geht es ums Studium und um die Studiengebühren, aber ich sehe hier gerade Ähnlichkeiten mit ganz normalen Ausbildungen... mit meiner zum Beispiel. Als zukünftige Erzieherin habe ich wohl generell wenig Chancen einen Job zu bekommen, der Markt ist überfüllt, und viel Geld werde ich damit auch nie verdienen. Dazu kommt noch, dass ich eine ziemlich gute Schülerin bin (im Einser/Zweier-Bereich), sowohl in der Theorie als auch in der Praxis. Das mindert meine Chancen nochmal. Aber was soll´s? Dieser Beruf liegt mir am Herzen, es ist eine BerufUNG für mich... Und natürlich beschwere ich mich auch darüber, wenn ich keinen Job finde oder das Gehalt so niedrig ist, dass es eigentlich eher dem einer Arbeitskraftstufe unter mir entsprechen würde. Heutzutage ist man ja froh, überhaupt einen Arbeitsplatz zu finden, aber soll ich das dennoch über mich ergehen lassen?
thought[QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i]
[B]Was eine, wie ich finde, falsche Einstellung ist. In Deutschland wird der Wert von Bildung, speziell von geisteswissenschaftlicher, von der Wirtschaft schlicht und einfach nicht geschätzt. Wenn ich schon höre, dass man an der Hamburger Uni nur überlegt hat die Geisteswissenschaften abzuschaffen schlage ich schon die Hände überm Kopf zusammen, Goodbye Land der Dichter und Denker. ... [/B][/QUOTE]

Ja, dem kann ich nur zustimmen...
KampfsauAlso mich schrecken die Studiengebühren als angehender Student schon stark vor einem Studium ab.

Immerhin sind das 500 Euro pro Halbjahr oder ca 100 Euro pro Monat extra,als ob man nicht ohnehin schon genug damit zu tun hätte,Miete,Unterhalt und Lernmateriale zu bezahlen und auch einen Nebenjob zu machen.

Andererseits,auch wenn ein Studium schon seit jeher irgendwie finanziert werden wollte,so hat man heute in gewisser Weise einen höheren Druck erfolgreich zu studieren und nachher auch ordentlich etwas dabei zu verdienen.Besonders wenn ich die Mehrbelastung meiner Eltern dabei betrachte.

Geisteswissenschaftlich Studierende sind dabei auch eher vor einem Studium abgeschreckt.Wenn man kein absoluter Überflieger ist,wird man nachher eher wenig verdienen oder sogar arbeitslos.

Da würden sicher viele angehende Studenten es sich gut überlegen,ob sich das überhaupt lohnt.

Ich richte mein Studium nicht primär an meinen Interessen aus,sondern an Arbeitsmarktchancen.Sicher,die Arbeit muss auch meinen natürlichen Fähigkeiten entsprechen,doch man arbeitet um Geld zu verdienen und kann nicht immer das machen,was einen interessiert.Ich würde auch lieber Philisophie oder Geschichte studieren oder sonst einen Studiengang,der mit auch wirklich Spaß macht.Doch die wenigsten sind derart gut situiert,dass Sie ungeachtet späterer oder jetziger finanzieller Interessen,allein aus Interesse heraus studieren.

Und irgendwer muss dann auch für meine Bildung zahlen,auch wenn er keinen Nutzen daraus ziehen wird.Meine Eltern,der Staat etc.

Ich will jetzt nicht den Wert von Geisteswissenschaftlern für die Gesellschaft herunterspielen,doch endlos viele davon kann man auch nicht gebrauchen.

Was ich jetzt aber auch nicht glaube ist,dass jetzt mehr eher wirtschaftlich-naturwissenschaftlich orientierte Studiengänge wie Ingenieurswissenschaften,Informatik,Mathematik oder Physik von den angehenden Studierenden gewählt werden,nur weil sie schon fast quasi Beschäftigungsgarantie bei guter Bezahlung liefern.

Wenn man schon hört,dass oft 2 von 3 Leuten oder mehr durchfallen in Maschinenbau oder Elektrotechnik,dass schreckt die Studierenden ab,wer hat von sich schon das Gefühl,er ist ein absoluter Crack in Mathe und Naturwissenschaften oder Technik interessiert ihn wirklich?

Warum sollten Leute ein 5-6 Jähriges Studium anfangen,bei dem Sie glauben,sowieso durchzufallen? Mir erschließt sich die Logik nicht?

Man kann da dann auch nicht mit guten Jobchancen und Geld locken.Es bringt ja auch nichts,wenn man denkt,man schafft es sowieso nicht durch das Studium und bekommt nie etwas von dem Geld zu sehen.

Und jene Leute die es probieren wollen und glauben es mit viel Willen und harter Arbeit trotzdem zu schaffen,es sogar schaffen könnten,die werden durch die Studiengebühren abgeschreckt.Und wenn man trotz mangelnder Interesse diese Fächer studiert,wird man auch höchstens ein mittelmäßiger Ingenieur.

Also wenn das Ziel war,dass Studenten durch die Studiengebühren genauer überlegen,was sie studieren und später damit auf dem Arbeitsmarkt anfangen wollen,so wurde das Ziel erreicht.

Wenn das Ziel war,Geisteswissenschaftler aus dem Studium zu drängen oder vor einem derartigem Studium abzuschrecken,so war man auch hier erfolgreich.Auch wenn sich viele Menschen immer noch denken,ich studier lieber das was mir liegt und bin dort auch wirklich gut.

Wenn man aber mehr Absolventen in Ingenieur- und Naturwissenschaften will,so ist dies ein absolut kontraproduktiver Schritt.Wenn man trotz der guten Aussichten schon zu der Zeit ohne Studiengebühren
keinen dieser Studiengänge belegt hat,so wird man es jetzt auch nicht oder erst recht nicht tun.
TrauerwesenIch weiss gar nicht, wieso das hier wieder zu einer Geisteswissenschaftlerdebatte geworden ist. Fakt ist: Geistis haben mehr Nischen, wo sie untergebracht werden können, was nützen die vielen Juristen und BWLer, die zwar gebraucht werden, aber in den Massen, wie es die Absolventen gibt, auch nicht wirklich.

Und ganz ehrlich: Jura und Wirtschaft hätte ich nie studiert, da hätte ich gleich 20 Jahre gebraucht, weil es mich ankotzt, auch nicht gerade sinnvoll *g*.
SenecaPS: In Handwerk, Handel und Industrie werden händeringend junge Leute gesucht, die auch mathematisch und praktisch was drauf haben...
Wir waren in meinem Berufschuljahrgang nur zwei unter 100 mit Abitur.
Ferner ist mir kein einziger ausgelernter Koch bekannt, der jemals länger als ein paar wochen keinen Job gehabt hätte.

Erwähnte ich schon das ich einen Industrieschweißer kenne, der mehr verdient als ein Ingenieur in Büro meines Vater...?
Kampfsau[QUOTE]Ich weiss gar nicht, wieso das hier wieder zu einer Geisteswissenschaftlerdebatte geworden ist. Fakt ist: Geistis haben mehr Nischen, wo sie untergebracht werden können, was nützen die vielen Juristen und BWLer, die zwar gebraucht werden, aber in den Massen, wie es die Absolventen gibt, auch nicht wirklich.[/QUOTE]

Fakt ist doch,dass man irgendwann Geld verdienen will.
Ein Studium dient im Grunde als Berufsausbildung.Und das Geld und die größere Anzahl an Arbeitsplätzen ist nunmal in der Wirtschaft.

Von Geisteswissenschaftlern gibt es genug Absolventen und soviele werden von denen auch nicht gebraucht,deswegen haben nunmal mehr von denen keine oder nur schlecht bezahlte Arbeitsstellen.

[QUOTE]Und ganz ehrlich: Jura und Wirtschaft hätte ich nie studiert, da hätte ich gleich 20 Jahre gebraucht, weil es mich ankotzt, auch nicht gerade sinnvoll *g*.[/QUOTE]

Man studiert nicht alleine deswegen,weil es Spaß macht und einen interessiert.Ich würde auch lieber Geschichte oder Philosophie studieren,ich tue dies aber nicht.

Die Konkurrenz ist groß und man muss schon wirklich begabt sein,um Erfolg zu haben.Ich studiere,weil ich irgendwann einmal anständig Geld verdienen will und einen qualifizierten,gefragten Arbeitsplatz.Immerhin wird diese teure Ausbildung durch Ausgaben des Staates getragen.

Wer studiert,weil er das Wissen liebt und sich einem Fachgebiet gerne hingebt und z.B. Deutsch oder Philosophie studiert und sich berufen fühlt,der soll das machen, ich akzeptiere das.

Der soll aber auch die Konsequenzen dafür tragen und sich nicht darüber aufregen,sich nach dem Studium von Praktikum zu Praktikum zu hangeln oder schlechtbezahlte bis gar keine Arbeitsstellen zu finden.

Ich glaube es läuft oft wirklich so ab,

"ohh,ich weiß nicht was ich nach der Schule machen soll,ich geh mal zur Uni und studier Germanistik oder Philosophie,die Fächer konnte ich immer gut und die haben mir Spaß gemacht."

Ich sage nicht,dass diese Studiengänge leicht sind,doch immer noch leichter als das Maschinenbaustudium,doch ein mittelmäßiger Germanist findet doch immer schlechter eine Tätigkeit,als ein mittelmäßiger Ingenieur,der mangels Interesse und natürlicher Begabung nicht herausstechend gut in diesem Fach werden könnte, sich durch sehr harte Arbeit aber eine solide Grundlage von Fachkenntnissen angeeignet hat,
die in für einen Beruf im technischen Bereich aber immer noch gute Beschäftigungsmöglichkeiten bieten.


[QUOTE]PS: In Handwerk, Handel und Industrie werden händeringend junge Leute gesucht, die auch mathematisch und praktisch was drauf haben... Wir waren in meinem Berufschuljahrgang nur zwei unter 100 mit Abitur. Ferner ist mir kein einziger ausgelernter Koch bekannt, der jemals länger als ein paar wochen keinen Job gehabt hätte.[/QUOTE]

Na toll,wenn man nicht gerade ein 3 Sternekoch in einem Luxusrestaurant oder mit einem eigenem Luxusrestaurant ist,dann verdient man auch eher bescheiden.Die Arbeitsbedingungen und Zeiten sind hart und der Stress auch nicht zu verachten.

Generell würde ich die Möglichkeiten die eine Berufsausbildung bietet aber auch für Abiturienten nicht
unterschätzen.

Außerdem hat eigentlich so ziemlich jeder Abgänger nach 13 Jahren Schule das Gefühl,wenn er nicht zumindest eine Abiturientenausbildung oder eine Beamtenausbildung im gehobenem Dienst oder ähnlichere,gehobenere Berufsausbildungen wie die zum Betriebswirt anfängt, die 3 Jahre weniger Ausbildungszeit und das Abitur fast um sonst gemacht zu haben.

Es kommt aber darauf an,auch Berufsausbildungen bieten Karrieremöglichkeiten und sind keine Sackgassen oder man kann nachher noch studieren.Vielleicht hat man auch trotz Abitur nicht derart hohe Ambitionen und will gar nicht ganz nach oben und sich den Stress einer Führungsposition antun oder lieber direkt praktisch tätig werden und Geld verdienen und finanziell unabhängig werden.

[QUOTE]Erwähnte ich schon das ich einen Industrieschweißer kenne, der mehr verdient als ein Ingenieur in Büro meines Vater...?[/QUOTE]

Hier ist die Studienwahl wichtig,es gibt auch unterbezahlte Ingenieursstudiengänge.Wenn ich z.B. von Filialleitern in einer Supermarktshandelskette höre,die nach der Ausbildung direkt schonmal 2800 Brutto verdienen,meine Schwester verdient nach ihrer Ausbildung auch über 2000 Euro,davon bleiben aber nur noch so 1300 Netto.

Es gibt studierte Vermessungs- oder Bauingenieure, die verdienen unter 3000 Euro brutto.Für einen derartigen Beruf würde ich nicht 5-6 Jahre studieren.

Sicher,man kommt schon ganz gut durchs Leben damit aber dafür solange studieren und Schulden auf sich nehmen,wenn man mit einer Berufsausbildung das gleiche Ziel schneller und mit vergleichsweise weniger theoretischem und finanziellem Aufwand erreichen kann.

Und wenn ein Industrieschweißer über 3000 Euro verdient,muss dieser wohl auch wirklich gut sein,eine natürliche praktische Begabung,die nicht gelehrt werden kann und auch nicht so einfach mit theoretischem Wissen ausgeglichen werden kann.

Doch bei anderen Studiengängen sieht es ganz anders aus.Es kommt darauf an,ist man ein Mensch mit hohen Ambitionen und auch bereit viel zum erreichen der eigenen Ziele aufzuwenden,so muss man zwanghaft studieren.

Irgendwo bleibt man ohne Hochschulstudium beruflich immer hängen,egal wie gut man ist.

Nehmen wir das Beispiel Elektrotechnik,wenn du dort den Mastertitel erreicht hast,dann liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt bei 36-40 Tausend euro im Jahr,was schon über 3000 Euro im Monat sind.

Wenn du ein paar Jahre Berufserfahrung hast und dich wirklich bewehrst und in die Firmenprojekte einarbeitest,dann verdienst du schonmal zwischen 4000-6000 Euro im Monat,das ist nichts außergewöhnliches.

Es hängt natürlich auch von deinen Fähigkeiten ab,wenn du deine eigene erfolgreiche Firma aufbaust oder Projektleiter und für deine Firma von unschätzbaren Wert bist,dann kann es auch sein dass du über 10000 im Monat verdienst.Wenn du es richtig anstellst,geht es auch weiter.

Aber Ingenieursberufe,auch wenn Sie wirklich gebraucht werden,oft sind die auch nicht mehr als wirklich gut ausgebildete und besser bezahlte Facharbeiter, die auch nicht alle innovativ sind oder Angst vor Arbeitslosigkeit haben.Sie sind ein Teil der Entwicklungskosten bei der Produktion.

Das wirkliche Geld kann man woanders machen, in der Wirtschaft, im Handel und Verkauf, in der Firmenleitung usw.Die ganzen Manager und Firmenvorstände.

Wobei mir Ingenieure da noch symphatischer sind,da
ihr guter Verdienst auch in Relation zu ihren erbrachten Leistungen stehen.

Wobei es doch eine nicht zu unterschätzende Anzahl von Managern und Firmenvorständen gibt,die ihren Reichtum und dessen Steigerung aus den hart erbrachten Wertschöpfungen vieler Arbeitnehmer ziehen.

Man muss es selber wissen,will man ehrlich arbeiten und weniger verdienen oder hat man Gewissenskonflikte,wenn man aufgrund der Ausnutzung anderer große profite chlägt.
licellehi
also was den "spaß" eines studiums angeht kann ich dazu auch nur sagen, dass spaß im studium ja eher egoistischer natur ist. ich studiere geschichte, germanistik und jura. und ja ich habe das auch aus spaß gewählt. jedoch möchte ich damit sehr gerne etwas berufliches tun und es war keine verlegenheitsentscheidung. man wird gefördert - ich von meinen eltern (und ich habe nen nebenjob). deswegen habe ich jeden tag ein schlechtes gewissen und stünde ich nochmal vor der studiumsentscheidung würde ich nicht noch einmal studieren. studieren ist toll, keine frage, aber mit dem druck und dem geld was man nimmt usw muss man erstmal zurecht kommen.
ob man der gesellschaft später was zurück gibt ist sone sache. man lernt viel zu viel was keiner braucht. ja und damit meine ich auch die naturwissenschaften. ich habe als doppelstudium BWL und bio ausprobiert. bwl war das grauen schlechthin. sowas ist nix für ne uni, eher für die fh. mir fehlt generell der praxisbezug. aber das ist ja nicht thema hier. man sollte aber nicht einzelne studienfächer und deren studenten als überflüssig abtun! wenns nur wirtschafts- und naturwissenschaftler bzw techniker gäbe... schrecklich! wie einseitig!

ehrlichgesagt fürchte ich mich eher vor dem tag, dass die motzenden stimmen des einzelnen zu kollektiven aufschreien und taten werden. deutschland ist nicht mehr deutschland wie es in den 70ern war. die bevölkerung hat sich verändert... deutschland ist nichtmehr nur deutschland, sondern europa. ich weiß nicht wie ich das jetzt noch begreiflicher ausdrücken kann ohne missverstanden zu werden. aber ein sozialgerichtetes deutschland ist schon längst illusion, das kommt nicht mehr.
StonehengeStudiengebühren sind etwas sehr unschönes, aber ohne die Globalisierung hätte der Staat auch keinen Grund welche zu verlangen. Nur derzeit kommen eben ein bißchen die Probleme auf die die DDR auch schon hatte: Fachkräfte werden auf Staates Kosten ausgebildet und wandern nach dem Studium ins Ausland ab, anstatt durch Einbringung ihrer erlernten Fähigkeiten hier dem Staat das investierte zurückzugeben. Liegt nichtmal nur an mangelnder Vaterlandsliebe sondern auch daran, daß die Wirtschaft oder wichtiger Forschung hier einfach nicht genug entsprechende Arbeitsplätze bietet. Als Bsp. sei auf das Hochschulrahmengesetz verwiesen, jeder der eine akademische Laufbahn einschlägt ist sich bewußt daß ihm nach 12 Jahren Berufsverbot droht, sollte er es bis dahin nicht zum Professor geschafft haben.

Aber zurück zur Abwanderung: Die "Ulbrichtsche Lösung" Mauerbau zieht heute natürlich nicht mehr, drum versucht mans mit Geld, sowas wie Ablösesumme beim Fußball. Könnte ja z.B. clevererweise die Rückzahlung der Studiengebühren von den später in Dtl. gezahlten Steuern abgelten, um den Studenten nicht eine übermäßige Bürde aufzubinden.

Stone
Move over Kate[QUOTE]also mache ich mein gutes, altmodisches Magisterstudium in Politikwissenschaften mit Soziologie und Jura in den Nebenfächern.[/QUOTE]

Machst Du den Master oder echt noch den Magister? Ich hab den Magister in Politik, Jura und Geschichte gemacht. Eigentlich wollt ich noch promovieren, aber das kann ich zur Zeit haken, weil ich es zeitlich nicht auf die Reihe bringe. Mir hat der M.A. sehr viel gebracht, obwohl ich ihn nicht brauche, weil ich schon ein berufsqualifizierendes FH-Studium hatte.

Was die Studienfächer angeht: Deutschland ist, im Gegensatz zur Zeit nach der Aufklärung, nun mal nicht auf den Export von großen Ideen und genialer Kunst spezialisiert. Damit lässt sich auch nix verdienen. Ein hochtechnisiertes Land, das dazu vom Technikexport lebt, braucht nunmal mehr Ingenieure als Geisteswissenschaftler. Technisches Wissen lässt sich wesentlich einfacher kapitalisieren als zum Beispiel philosophische Kenntnisse... ;)

Ich bin dem Land NRW jedenfalls dankbar, dass ich mein Studium noch auf Kosten der Allgemeinheit "für lau" absolvieren durfte und davon auch sehr profitiere. Zwar nicht finanziell (noch nicht), aber persönlich.
Nachtelfchenstudiengebühren gibts hier seit jahr und tag, je nach uni zwischen 600 und 1000 cfr pro semester... ich kenne es also nicht anders.

aber: wenn studiengebühren, dann bitte so, dass das stipendienwesen so gut ausgebaut ist, dass jeder, der die fähigkeiten hat zu studieren und dies will, es finanziell auch kann. und das ist hier noch nicht so der fall :rolleyes: :mad:
Apex[QUOTE]Machst Du den Master oder echt noch den Magister?[/QUOTE]

Ich mach noch den original Magister in Mainz...zumindest sieht das momentan so aus. Manchmal lassen die Profs so komische, orakelnde Andeutungen fallen, nach denen wir in den Magisterstudiengängen nach dem Grundstudium auf den Master umsteigen können, müssen, werden oder auch sollen. Im Grunde genommen weiß also noch keiner so genau, wie es weitergeht, ich persönlich gehe zumindest davon aus, dass ich meinen Magister fertig machen kann...insofern ich das Studium wirklich fortführe und mich nicht doch anderweitig umorientiere.
Nachtelfchenapex: ich hab das schweizer pendant zum deutschen magister gemacht, nennt sich hier lizentiat... und das wird als master anerkannt. d.h. ich bin gleichzeitig magister und master, hehe.
TrauerwesenIch hatte nun übrigens ein Flugblatt vom Asta (der derzeit ja auch immens abgeht *g*) in der Hand, das besagt, dass die Unis auf den Studiengebühren sitzenbleiben. Merke ich, denn Verbesserungen sind bei mir noch nicht angekommen.
Man wolle nun die Zahlen prüfen und das Restgeld einfordern, wir zahlen immerhin den Höchstsatz von 500 Euro, aber die Uni weiss nichts damit anzufangen. Fakultäten geben das Geld unterschiedlich aus und das auch nicht wirklich; neue Bestuhlungen seien bezahlt worden, wobei die Grundausstattung aber mal schön das Land zahlen müsste.
Da kann man sich nur noch verarscht fühlen. Bin mal gespannt, wie das weitergeht, der Asta möchte das ganze nun mal thematisieren und eine Stellungnahme einholen.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i]
[B]Ich hatte nun übrigens ein Flugblatt vom Asta (der derzeit ja auch immens abgeht *g*) in der Hand, das besagt, dass die Unis auf den Studiengebühren sitzenbleiben. Merke ich, denn Verbesserungen sind bei mir noch nicht angekommen.
Man wolle nun die Zahlen prüfen und das Restgeld einfordern, wir zahlen immerhin den Höchstsatz von 500 Euro, aber die Uni weiss nichts damit anzufangen. [/B][/QUOTE]

Na so ein Pech aber auch...jetzt haben die Unis endlich ihre Melkkühe gefunden, und wissen nichts damit anzufangen...aber ich denke mir einfach mal, denen fällt schon etwas ein, wofür die das viele "Schutzgeld", das sie von ihren Sudenten eintreiben auch verplempern können... derjenige, der noch ernsthaft geglaubt hat, das Geld käme der Uni selber zugute und würde dort verwendet - wie etwa zur Anschaffung von neuem Lehrmaterial, etwa Büchern, bzw. zur Einstellung von mehr Dozenten und dergleichen...der glaubt sicher auch noch an den Weihnachsmann oder gar den lieben Gott dort oben in Wolkenkuckuksheim...im Zweifelsfall fliessen die so "erwirtschafteten" Finanzen einfach in das Militär oder den Überwachungsstaat - Problem "Finanzüberschuss" gelöst...also sind diejenigen, die für für diesen ganzen Unimumpitz allen Ernstes diese fünfhundert Eier pro Semester hinzublechen bereit sind zugleich auch diejenigen, die am wenigsten Nutzen - sondern im Zweifelsfalle den Schaden - davon haben...die Politiker jedoch wissen schon, wozu sie das ganze Geld brauchen können, keine Bange...die Uni ist nach diesen ganzen Umstrukturierungen ja nicht mehr dasselbe wie zuvor...jetzt hat der MIK dort endgültig seinen Fuß in der Tür und er ist es, welcher die künftigen Zielsetzungen von "Forschung" und LEERE vorgibt, als da wären: Profit, Profit und nochmals Profit...

...man könnte daher sagen: Studium ist wie Weihnachten...:rolleyes:
TrauerwesenXeno:

Ich bin da sowieso von ausgegangen. Es war ja bereits bei den Langzeitstudiengebühren so, dass diese lediglich nur deswegen eingeführt wurden, um Haushaltslöcher des Landes zu stopfen. Das war ja auch noch soweit als Kompromiss ok (obwohl, eigentlich nicht, aber es betraf eben nicht jeden), nur heisst es jetzt ja, dass eine Verbesserung der Lehre stattfinden muss.

Aber wahrscheinlich hat man erstmal die Mensasanierungskosten gedeckt :rolleyes:.

Es wurden übrigens angeblich neue Bücher angeschafft. Ebenso wird in meinem Institut berichtet, dass zusätzliche Kurse angeboten wurden. Ich will nicht wissen, wie das Kursangebot ausgesehen hätte ohne diese Zusatzkurse. Aber ich befürchte eh, dass diese mehr das Grundstudium betrafen, wovon ich mir nun mal so rein gar nichts kaufen kann.

Egal, ich merke immer noch nichts, habe immer noch tolle Plätze vor der Tür oder auf der Treppe, kaufe immer noch teure Wissenschaftsliteratur ein und meide Sprechstunden, weil man da nach wie vor stundenlang warten kann.
Hauptsache, ich kann nun sagen, dass ich Wissen kaufe. Toll.
Xenomorph@Trauerwesen:

...ich konnte an "meiner" ehemaligen Uni auch keinerlei nennenswerte Verbesserungen feststellen, seit es diese Gebühren gibt...die Bibliotheken sind meines Erachtens noch immer so armselig bestückt wie zuvor...nur in die Sanierung der Aussenanlagen, da haben sie offensichtlich doch einiges hineingepumpt: Dort wird jetzt alles auf Hochglanz gebracht....innen aber ist es noch genauso armselig wie sonst auch: hässlich, überfüllt und verdreckt...was mich zwar nicht weiter stört, zumal ich dort seit geraumer Zeit nicht mehr viel zu tun habe...nur der anscheinend ungebrochene Andrang, der dort nach wie vor herrscht, wundert mich vor diesem Hintergrund doch ein wenig... denn eins der Ziele, die mit Studiengebühren erreicht werden sollten, bestand ja schliesslich darin, den ungebremsten Zustrom der Studierenden zu regulieren...zuerst sollten - wie du schon sagtest - nur die "Langzeit(schläfer)studenten "dran glauben müssen, jene Grupppe, zu der ich - zum Teil durch chronische Krankheit und die Folgen bedingt - ebenfalls gehörte...

...nun, mich haben die dort als "Kunden" ohnehin längst verloren...was ja durchaus voll und ganz der dahinterstehenden Logik entspricht...
TrauerwesenBei uns im Institut haben sie auch erst mit Kursbeschränkungen alles klein halten wollen, dann kamen obligatorische Auslandsaufenthalte hinzu, die man sich ja auch erstmal leisten muss. Nun ein lokaler NC und halt die Gebühren... wobei ich gerade letzteres für fatal halte, da hier keine intellektuelle Auslese stattfindet, sondern eine finanzielle. Willkommen in der Kastengesellschaft.

Ich habe übrigens auch Langzeitstudiengebühren zahlen müssen. Das eine für ein Semester, in dem ich scheinfrei war, und somit gar nicht an der Uni war, das zweite Mal für ein Semester, in dem ich bereits Hauptstudiumskurse machte, die mir auch angerechnet werden. Allerdings war ich da offiziell noch keine Bachelorette, so dass ich blechen durfte, auch geil. Dass ich nun somit quasi ein Semester früher fertig bin, juckt niemanden.


Aber die Studierendenzahlen steigen ja wieder. Da freuen die sich sicherlich, nur steigt der Akafö-Beitrag weiterhin, was ich auch nicht verstehen kann, bei sinkenden Studierendenzahlen jedoch durchaus.

German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 

German Gothic Board

Startseite Chat Grüße SchwarzKultur