| freja | Als ich jetzt aus dem Urlaub wiederkam und mir die aktuelle The Rasmus CD gekauft habe, musste ich mich doch sehr wundern. Original ausgeschrieben mit 18,49 € bei dem Händler meines Vertrauens musste ich knapp zwei Wochen nach VÖ nur noch 12,99 € bezahlen. Ein scharfer Blick auf die Preise bei Amazon zeigten mir dann 14,99 €. Da mir das jetzt nicht das erste Mal passiert ist, muss ich mich doch echt wundern. CDs kommen nicht am VÖ-Tag heraus, sondern früher oder später und die Preise ändern sich täglich wie der Preis ums Barrel Öl... Mittlerweile bin ich der Meinung man sollte nach VÖ erst noch ein paar Tage mit dem CD-Kauf warten, um ein paar Euro zu sparen!? Kann mir bitte jemand erklären, wie diese Preisänderungen innerhalb so kurzer Zeit zu Stande kommen und was die Musikindustrie damit bezweckt? Viele Grüße von einem von der Musikindustrie zur Zeit genervten Musikliebhaber.... |
| Gr. Gaulichter | gewinnmaximierung. und daran ist nicht unbedingt die musikindustrie schuld, sondern Media Markt & Co., denn sie wissen, dass, wenn ein musikstück neu ist, sich genug verrückte sofort auf die cd stürzen und jeden preis bezahlen. gg.grüße |
| Beowulf | Wieso ist dann Media Markt und Co schuld, und nicht die Verrückten die die CD kaufen? P.S.: Auch wenn nicht gefragt und total überflüssig. The Rasmus sind wirklich bäh |
| Gr. Gaulichter | weil die verrückten die cd haben wollen und nicht geld ausgeben wollen. denen ist es egal, was die cd kostet, sie wollen sie haben. media markt hingegen ist es nicht egal, denn sie wollen möglichst viel kohle haben. gg.grüße |
| freja | Gewinnmaximierung für alle daran Beteiligten ist mir auch schon klar... Nur kommen die Künstler dabei zu kurz, finanziell sowieso und verzögertes Kaufverhalten versaut den Musikern die Platzierungen bei den Charts/Media Control etc.! @Musikindustrie: Ich möchte bitte wieder die alten überschaubaren CD-Preise! Denn bei diesem Häckmeck kaufe ich demnächst gar keine CDs mehr, weil ich keine Lust habe jeden Tag die Preise an der CD-Börse zu verfolgen und mir entweder teure CDs zu kaufen oder solange zu warten bis die betreffende CD wieder "out" und andere "in" sind.... @Beowulf: Ja, Dein Kommentar war überflüssig. Geschmäcker sind halt verschieden! |
| Sonnenfürst | Meines Wissens ist die CD-Preisbindung im Zuge von EU gefallen, so daß sich Angebot und Nachfrage auch in unterschiedlichen Preisen niederschlagen. Diese können sich ebenso schnell den Gegebenheiten anpassen. Die Preisbindung gibt's glaube ich nur noch bei Büchern. |
| hagzissa13 | Also ich finde daas klasse: So warte ich einfach, bis ne CD die ich haben will, billiger wird. Wenn sie dann schon "out" ist, ist's mir doch egal. Ich will sie ja schließlich wegen der Musik haben und nicht, weil ich "in" sein möchte. |
| OrcaDesign | Das ist nunmal Marktwirtschaft: der Wert eines Gutes bestimmt sich aus zwei Grössen: - danach, was es dem Verkäufer 'wert' ist, meist als Minimum der Selbstkostenpreis - und danach, was der Käufer willig ist, dafür zu zahlen. So, wie schon erwähnt, bei neuen CDs gibt es genug "Fans", denen ein neues Album mehr 'wert' ist als fünf Tage später. Der Hype des "ich bin der erste". Lässt sich halt entsprechend jeder Händler denn so auch vergüten. Wie ein Harry Potter-Buch, was zur Geisterstunde ausgeliefert werden soll (laut Fernsehwerbung). Hypes. Nichts weiter. Anscheinend wissen die Leute immer noch nicht recht, wohin noch mit ihrem Geld... außer in "das neueste". |
| rainraven | Ich kaufe kaum CDS, eigentlich nur von meinen Lieblingsbands (aber wohl auch bald nicht mehr, nachdem die letzte Nick Cave schon Scheiße war und die neuen Apoptygma Berzerk auch nicht von Bon Jovi zu unterscheiden ist...:( ), aber ich muß auch nicht der Erste sein, sie zu haben. Ich vergleiche vorher auch verschiedene Preise und Geschäfte (von Amazon über Ebay, Müler, Media Markt...)und entscheide mich dann entweder für die billigste Variante oder warte tatsächlich einige Zeit auf das Sonderangebot, wenn mir die Band doch nicht so wichtig ist. Aber daß man zu Media Markt oder in den großen Kaufhäusern gar nicht erst gucken braucht, weil die so unverschämte Preise haben, das ist mir schon klar. Bei uns gibt es die günstigsten CDs immer noch beim Drogeriemarkt Müller, die auch eine gut sortierte Indie-und Gothicabteilung haben. Und mehr als 15 Euro (eh schon zuviel)lege ich auch nicht für eine CD hin, es sei denn, es ist irgendsoein Sammler-Special, das ich unbedingt haben muß. |
| rainraven | :D Über Geschmack läßt sich streiten... aber ich finde immer noch die "Let Love In" und "Boatman's Call" das Beste, was unter "Cave, Nick" in meinem CD-Regal steht... und ich weiß nicht, was ich dafür gezahlt habe, aber teuer war sie nicht wirklich für zwei Cds. |
| Locomon | meine taktik; zum saturn gehen (wir ham ja den hauptsaturn hier, also den grössen in ganz deutschland mit ner ordentlichen dunklen abteilung *hrhr*) cds anhören die interressant aussehen, entscheiden: muss ich haben oder kann warten? zum gegenüberliegenden second hand cd laden gehen und gucken ob die cds die mir beim anören im saturn gefallen haben da auch zu haben sind: wenn ja, und billiger, mitnehmen. wenn nein, mal bei ebay schauen. wenn immer noch nein: preise vergleichen (bandseite, amazon, infrarot, indietektiv ect. pp.) den preis vom saturn hab ich ja noch im kopf. ists ne tolle limited edtion mit bonustracks, oder ich muss die cd unbedingt haben, bzw. glaube sie haben zu müssen: beim billigsten laden neu kaufen. das ganze dauert eh 2-5 tage. aber um auf die eingangsfrage zurück zu kommen: ich weiss auch nicht was des ist. hab die neue APB (wegen bonustracks, cambodia und der neuen single) für 13,99 neu gekauft (welch ein fehlkauf *argh* da sieht man mal wieder soundsamples sind nicht alles ^^;; ) und jetzt kostet die (ca. 2 wochen später) 17,99 beim selben laden. :rolleyes: |
| Goat93 | Wenn man günstig einkaufen möchte, so kann man dieses übers Netz bei einem der vielen Mailorder oder Ebay tun. Hab über Ebay schon aktuelle Sachen für unter 8€ bekommen, weil sie jemanden nicht gefallen haben... Oder einfach etwas warten, Heutzutage werden soviele Sonderangebote rausgehauen, irgendwann findet man die Sachen dort auch wieder... ärgerlicherweise... Allerdings würd ich empfehlen bei einem Händler des vertrauens ruhig etwas mehr auszugeben und so den Händler, gerade Szenespezifische Läden, zu unterstützen und erhalten... |
| Rebel Yell | schräg, in Deutschland sind die CDs also zuerst teurer und dann sinken die Preise?! Bei uns in der Schweiz ist es grad umgekehrt: Der Kram, der in den Hitparaden ist, kriegst du echt billig, aber wenn es dann schon ne Weile draussen ist und nicht mehr so erfolgreich, wird es teurer. Aber für die meiste 'gute Musik' (ja ist Ansichtssache, aber ich beziehe hier jetzt mal alles mit rein, was nicht gerade Mainstream ist) muss man ja eh nen besseren, aber teureren Händler aufsuchen. Und findet die gesuchte CD unter Umständen nicht mal dann (hab ich heute grade erlebt, war in allen fünf Läden, die in unserer Stadt Platten verkaufen und nirgends hatten sie die neue von Children of Bodom, obwohl die ja recht bekannt sind, nur an einem Ort konnte ich sie bestellen). Und zur Grundfrage wegn den Preisen: Ich find die echt übertrieben!! Für eine CD und ein Booklet soviel Geld, wenn die Preise niedriger wären, würden viel mehr Leute mehr CDs kaufen und es würde weniger illegal gedownloadet werden, behaupte ich mal! |
| Goat93 | [QUOTE]schräg, in Deutschland sind die CDs also zuerst teurer und dann sinken die Preise?! [/QUOTE] Naja, im Gesamten eher nicht, aber es werden immer mehr Lock- und Sonderangebote rausgeworfen. [QUOTE]ber für die meiste 'gute Musik' (ja ist Ansichtssache, aber ich beziehe hier jetzt mal alles mit rein, was nicht gerade Mainstream ist) muss man ja eh nen besseren, aber teureren Händler aufsuchen[/QUOTE] Nicht unbedingt teurer :D Kommt aber immer darauf an, was man kauft und wo man es kauft... [QUOTE]Und findet die gesuchte CD unter Umständen nicht mal dann (hab ich heute grade erlebt, war in allen fünf Läden, die in unserer Stadt Platten verkaufen und nirgends hatten sie die neue von Children of Bodom, obwohl die ja recht bekannt sind, nur an einem Ort konnte ich sie bestellen).[/QUOTE] Oh, Children of Bodom bekommt man bei uns eigentlich überall... Hab das sogar in Real Märkten schon gefunden :eek: [QUOTE] Für eine CD und ein Booklet soviel Geld, wenn die Preise niedriger wären, würden viel mehr Leute mehr CDs kaufen und es würde weniger illegal gedownloadet werden, behaupte ich mal![/QUOTE] behaupte ich mal spontan das Gegenteil, denn die meisten wachsen mit dem downloaden mittlerweile auf, es wird normal. Die Preise der Originale haben damit kaum noch was zu tun. Man kann sich z.B mit Goth/Metal Sachen bei Ebay für 1-5€ totkaufen und die selben Sachen werden komischerweise runtergeladen, für andere Sachen bezahlen die Leute Unsummen, wie z.B Current 93 All the little horsies CD ca. 30€.... |
| Rebel Yell | [QUOTE]Nicht unbedingt teurer :D Kommt aber immer darauf an, was man kauft und wo man es kauft...[/QUOTE] ja kann sein, kommt halt immer drauf an was man für ne auswahl hat, kannst di ja vorstellen, wie die auswahl hier is, wenn man nicht mal die neue cd von CoB kriegt... :rolleyes: :D muss mich wohl mal bei ebay registrieren, da scheint es ja echt immer schnäppchen zu geben... [QUOTE]behaupte ich mal spontan das Gegenteil, denn die meisten wachsen mit dem downloaden mittlerweile auf, es wird normal. Die Preise der Originale haben damit kaum noch was zu tun.[/QUOTE] ich hab ja von dem illegalen downloaden gesprochen, das legale nimmt schon zu. aber ich denke doch, dass es noch viele leute gibt, die auch gerne mal ein schönes booklet in der hand halten und eine original-cd in ihren player schieben wollen, ist doch was schöneres als einfach so ne datei aufm computer... *find* aber klar, dass das immer mehr verschwindet, aber noch nicht so bald, weil meine generation wird ja wohl noch ne weile leben, und für diese zeit dürften sie sonst noch günstige cds produzieren!:D |
| Goat93 | [QUOTE]ja kann sein, kommt halt immer drauf an was man für ne auswahl hat, kannst di ja vorstellen, wie die auswahl hier is, wenn man nicht mal die neue cd von CoB kriegt... [/QUOTE] Die wird schrecklich sein *-* [QUOTE]muss mich wohl mal bei ebay registrieren, da scheint es ja echt immer schnäppchen zu geben...[/QUOTE] Die ganzen Mailorder tun es sonst auch, bei Ebay kommt es immer auf die Sachen an,. die man sucht....Club Moral ist z.B sehr teuer ;_; [QUOTE] und für diese zeit dürften sie sonst noch günstige cds produzieren![/QUOTE] Die Herstellung der CD's ist übrigends Spottbillig, genauso wie bei den DVD'S. Bei den DVD'S haben sie auch schon angefangen,d ie Preise nicht ganz so hoch zu schreiben...die CD Preise sind Künstlich so hoch gehalten. |
| Satu | also, ich hab mich auch gewundert... denn ich fand die cd-preise erschreckend nierdig bei neuveröffentlichungen! oder bzw. eigentlich für mich zum jubeln. beispiele, die mir ins auge fielen waren zb die neue him-cd oder das neue bon jovi album. 13,99. gesehen bei amazon. also, früher haben die cds meist 32dm gekostet. hoffentlich bleibt das so. naja, je mehr runtergeladen wird, desto weiter werden die preise sinken, denke ich... bevor keiner mehr cds kauft... |
| OrcaDesign | Der Nutzen eines niedrigen Einführungspreises dürfte sich vermutlich in der gewonnenen Chartsplatzierung wiederfinden... ... wer dann erst später kauft, "darf" sich halt mit einem höheren Preis zufrieden geben. >Die Herstellung der CD's ist übrigends Spottbillig, ... Vertrieb und Handel kosten dabei natürlich nichts. |
| Goat93 | [QUOTE]>Die Herstellung der CD's ist übrigends Spottbillig, ... Vertrieb und Handel kosten dabei natürlich nichts.,[/QUOTE] Selbstverständlich kostet dieses was. Sogar eine ganze Menge. Allein die Werbung kostet Unsummen, aber frag dich doch einmal wieso eine CD im normalen Handel 8Alos normale Geschäfte) allein in Niedersachen einen Preisunterschied von ca. 12DM hatte? Kommt doch auch irgendwo her, oder? Anderes Beispiel: VHS, CD, DVD... Heute kostet eine Doppel-DVD mit einem Film + Unmengen an Bonusmatieral nach kürzester Zeit ca. 10€, also 20DM, Kaufkraft aber von 10DM. Eine VHS hat immer 30DM oder mehr gekostet. Woher kommt das? Wenn man z.B sieht, das DVD's als Bonus vielen CD's Umsonst beigelegt werden...wie könnte man dieses denn überhaupt Finanzieren? |
| Odessa | Also aktuell peil ich es auch überhaupt nicht (mehr), wie teuer CDs eigentlich sind/sein müssen. Mir ist völlig klar, daß jeder was verdienen muß: Media Markt und Co. müssen ihre Ladenmieten und das Personal zahlen, und für einen Händedruck und nen Appel arbeitet auch von uns keiner; von daher ist klar: Jeder muß sein Überleben sichern und Rechnungen begleichen. Aber wie kann es sein, daß ich in England umgerechnet 3-5 Euro weniger zahl(t)e für gängige CDs als hier, obwohl dort eigentlich höhere Preise herrschen als in Deutschland (von Oberbayern abgesehen) und wieso sind die Preise wirklich so unterschiedlich: - eine uralte Best of von Deep Purple, 3er CD-Set, bekomm ich für 9,99 Euro - eine gleich alte Nazareth-CD, mit grad mal 12 Liedern drauf, kostete mich immer noch 14,99 Euro - eine Type o negative krieg ich (alt oder neu) seltenst unter 13- 18 Euro - irgendwelche "die will keiner haben"-Cds mit Liedern drauf die keiner kennt und von Leuten, die auch keiner kennt, gibts am Wühltisch für teilweise 1 Euro oder 2,99. Interessant dazu ist Nine inch nails FrontmannTrent Reznor, der schon länger reichlich angepißt war/noch ist von der Preispolitik bei CDs und der während eines Konzerts von NIN dann öffentlich dazu aufrief, [url="http://www.youtube.com/watch?v=-mm6rc7hcFE"] seine Musik zu stehlen[/url] und das in mehr als deutlichem Vokabular. Nun, ich zahle selbstverständlich für die Dinge, die ich erwerbe/konsumiere; niemand von uns käme wohl auf die Idee, vom Bäcker zu verlangen daß er seine Semmeln umsonst abgibt, nur "weil er schon 10 Semmeln verkauft hat und daran genug verdiente". Und ich kaufte mir bisher immer jede CD die mich begeisterte, denn ich mag dann das ganze "package" haben mit Booklet, Originalhülle usw. Und vor allem mag ich, daß der Künstler seinen Lohn bekommt für seine "Arbeit" und auch die anderen Leute, die daran beteiligt waren an der ganzen Studio- und Vertriebsarbeit. Und trotzdem - irgendwas scheint mit der Preispolitik nicht wirklich korrekt zu sein, wenn sich sogar die Künstler selber schon verheizt fühlen.... ? |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] - eine uralte Best of von Deep Purple, 3er CD-Set, bekomm ich für 9,99 Euro - eine gleich alte Nazareth-CD, mit grad mal 12 Liedern drauf, kostete mich immer noch 14,99 Euro ... - irgendwelche "die will keiner haben"-Cds mit Liedern drauf die keiner kennt und von Leuten, die auch keiner kennt, gibts am Wühltisch für teilweise 1 Euro oder 2,99.[/QUOTE]Geheimtip: Steck dir Stöpsel in die Ohren und geh zum CD-Stand auf dem Wochen- oder Weihnachtsmarkt. Von deren Kundschaft weiß oft keiner etwas mit so unbekannten Typen wie "Nazareth" anzufangen, da könntest du diese für 1 Euro oder 2,99 im Wühlkorb finden ... [QUOTE]Und trotzdem - irgendwas scheint mit der Preispolitik nicht wirklich korrekt zu sein, wenn sich sogar die Künstler selber schon verheizt fühlen.... ? [/QUOTE]Ich bin mittlerweile zu müde geworden, immer wieder auf die Entkopplung von Geld und Werten hinzuweisen (wofür ich eh immer nur Häme und dumme Sprüche geerntet habe). [b]Alles[/b] ist zum Spekulationsobjekt geworden. Da werden nicht nur Künstler verzockt, sondern ganze Betriebe mit Tausenden von Mitarbeitern, ganze Städte und Gemeinden ... Dem lässt sich nur entgegenwirken, wenn Hersteller und Nutzer von [b]Werten[/b] enger zusammenrücken und den Spekulanten die kalte Schulter zeigen. Aber noch werden die Gesetze über CD-Preise nicht vom "Volkssouverän" gemacht, sondern von Bertelsmann & Co. |
| Odessa | TTP, danke für den Tipp - ich wühl eh schon meist auf Flohmärkten oder bei ebay nach solchen Sachen, werde dort auch manchmal fündig. Bei neuen CDs ist es mittlerweile eh so, daß ich die mir einfach nicht leisten kann und deswegen immer warte, bis sie dann, älter geworden, auf ebay gebraucht zu haben sind. |
| TheTurningPoint | Auf Flohmärkten habe ich schon oft feststellen müssen, dass die Händler sofort die Preise hochschrauben, wenn sie merken, dass du dich für irgendwas interessierst. Also dort am besten immer versuchen, einen möglichst gelangweilten und desinteressierten Eindruck zu machen. In letzter Zeit schaue ich auf Flohmärkten nur noch dort genauer, wo die Höchstpreise von vornherein feststehen, z.B. 1 Euro je Schallplatte, 2 Euro je CD ... |
| Goat93 | Odessa, das ist zwar schon im Tread drinne *gg aber egaaaaaaaaaaal Es liegt an der billigen Herstellung, eine CD kostet dem Großunternemen wie Sony eventuell 0,20€ wenn das man hinkommt, also KOMPLETT. Wenn ein Produkt neu ist, müßen Verträge, Studiokosten, Werbung, Band und so weiter alles noch draufgeschlagen werden, bei einer V.Ö die Alt ist oder sowieso ausrangiert ist das nicht notwendig, eine CD die 0,20€ Herstellung kostet und 2€ kostet erzeugt ersteinmal 1,80€ Gewinn, da dann alle Zwischenhändler abgezogen bleiben immer noch 1,00€ Gewinn je verkaufte CD, also deckt eine verkaufte CD 5 un- verkaufte ab. Jetzt stellt aber nicht nur einer was her, sondern jeder für sich und, das ist ganz wichtig, die Firmen brauchen Produkte, die sie ins Minus rechnen können, damit die Gewinn- spanne nicht zu hoch ist und sie nicht soviele Steuern zahlen brauchen *gg Also, eignet sich doch ne CD bestens für ;) |
| Ardath Bey | Also zum Verständnis der Musikindustrie muß man wissen das diese den Hörer für dumm und ihr eigenes Produkt für das größte hält. Und nein, es liegt nicht an den Discountern das die Preise Teilweise wahnwitzig sind. Ich kann euch gerne den Einkaufspreis für die eine oder andere Cd mal besorgen - ich kenn da so jemanden der sitzt an der Quelle. Zu den Grabbeltischen sei gesagt das viele "große" Läden einfach absolut keinen Plan mehr haben was in ihren Regalen los ist und die das auch nicht kümmert. Zusätzlich dazu haben viele Läden beklopte Verträge die sie [B]zwingen[/B] ein kontingent an CD's u. DVD's abzunehmen und da wird hald irgendwann der Platz knapp also wird unter Preis verkauft. Viel interessanter wäre die Frage, warum kostet eine normale Musik CD im Schnitt um die 14€ und eine normale Film DVD 12€? Die Produktion eines Filmes sowie die Rohmaterialien einer DVD sind um ein vielfaches teuere als eine Musik CD. Besonders interessant ist dabei das es ja zum Teil die gleichen Label sind Universal, Sony, Waner Bros ect. Ich kann mich erinnern das Matrix DVD im Einkauf bei 18 oder 19€ lag - nur mal so eingeworfen. Das die Musik/Filmbranche nicht mehr alle Tassen im Schrank hat ist nichts neues aber die Revulotion hat begonnen. Madonna kündigt ihren Vertrag. Radiohead bieten das neue Album für umsonst auf der Homepage an, Prince hat seinen Vertrag gekündigt als auch George Michael sich frei gekämpft hat mittels teurem Prozess. Aber solange es noch naive Jungmusiker gibt die glauben die GEMA würde ihre Rechte schützen und die dumme Masse noch Kaufkraft besitzt oder zumindest ihre Käufe nicht filtert und Bullshit wie Doppelveröffentlichungen - siehe Placebo - nicht boykottiert wird es noch ein bischen so weiter gehen. :) Was mich betrifft - ich muß mir nicht mehr alles kaufen. Die 2 neuen Jim Thirwell Alben haben mich inklusive Porto+Verpackung aus den USA ca. 25€ gekostet. Die neue The Protomen CD lag bei 13€. Also Leute kauft CD's einfach in den USA, das ist ein Paradis bei den $ Kursen. Wartet man hald ein bischen - na und. Geduld wird belohnt. :D |
| Goat93 | [QUOTE]Ich halte für ein neues Album übrigens einen Preis von 12-17 Euro für absolut gerechtfertigt[/QUOTE] Warum? Erläutere mal bitte :) |
| Move over Kate | [QUOTE]Viel interessanter wäre die Frage, warum kostet eine normale Musik CD im Schnitt um die 14€ und eine normale Film DVD 12€? Die Produktion eines Filmes sowie die Rohmaterialien einer DVD sind um ein vielfaches teuere als eine Musik CD. [/QUOTE] Die Produktionskosten eines Films werden schon zum Teil durch die weltweiten Kinovorführungen gedeckt. Aufwendig gestaltete Wiederveröffentlichungen alter Filme (ich denke da an meine Fritz Lang-Filme) gibt es auch nicht für 10 Euro am Wühltisch. |
| Goat93 | [QUOTE][i]Original geschrieben von instroemen3 [/i] [B]Die Produktionskosten liegen rein "materiell" natürlich bei ca. 20 Cent. Wenn ich aber die Kosten für Studio, Instrumente, Covergestaltung, Promotion etc. pp. zusammen rechne... weit höher. 12-17€ sind ein Wert, der nachvollziehbar ist. Je nach Verpackung, je nach Aufwand. [/B][/QUOTE] Das impliziert, das der Künstler das auch bekommen würde. Dem ist aber selbst in kleinen Kreisen mitnichten so. Normal ist ca. 10% der Hergestellten Summe. Also bei 1.000 CDs bekommt der Künstler 100 CD's zum selbst- verkaufen, der Rest hat das Label halt zum absetzen. Unter 8€ wirds natürlich schon schwer zu kalkulieren, da man auf ner ganzen Menge Cd's in der Regel sitzenbleibt bzw. auf den Tauschsachen dann sitzenbleibt. [QUOTE]Aufwendig gestaltete Wiederveröffentlichungen alter Filme (ich denke da an meine Fritz Lang-Filme) gibt es auch nicht für 10 Euro am Wühltisch.[/QUOTE] Doch, sogar zu Hauf. Ob das nun Animes wie Gundam - Endless Walz sind für 5€ in schicker Digiaufmache oder irgendwelche Lanzen und Degen Filme mit Strukturcover ;) |
| Move over Kate | Aber nicht "Metropolis" in der restaurierten Fassung... ;) |
| Goat93 | Die Blade Runner Box aus Blech mit 5 DVd's och ned, und? Sind genügend andere Filme aufm Ramschmarkt |
| Move over Kate | Ja, eben - aber nur die, die ihre Kosten schon eingespielt haben. ;) |
| Move over Kate | Jein. Wenn man den Aufwand sieht, den man neben der Musik betreiben müsste - dann rechnet sich das Label für unbekannte Bands wahrscheinlich nicht. Außerdem haben gerade Newcomer nicht die Beziehungen, Kontakte und Fans, die zum Beispiel Neubauten oder New Model Army haben. Solche arrivierten Acts können aus dem Stand ihr Label gründen, weil sie genug Anhänger haben, die ihre Musik abnehmen. Als Vorort-Band aus Wanne-Eickel schaffst du das nicht mal so - egal wie gut deine Musik ist. Selbst mittelprächtige Indie-Label schaffen es dagegen, mit genug Kohle und Werbeanzeigen, "ihre" neuen "Superbands" auf die Cover der Magazine zu bringen - und aus Scheiße Gold zu machen. Du weißt wohl, was ich meine... :D Eine gute Alternative ist da schon Myspace, weil sich da die "Underground"-Fans sammeln und man ruck-zuck die richtigen Kontakte bekommt. |
| Goat93 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] [B]Jein. Wenn man den Aufwand sieht, den man neben der Musik betreiben müsste - dann rechnet sich das Label für unbekannte Bands wahrscheinlich nicht. Außerdem haben gerade Newcomer nicht die Beziehungen, Kontakte und Fans, die zum Beispiel Neubauten oder New Model Army haben. Solche arrivierten Acts können aus dem Stand ihr Label gründen, weil sie genug Anhänger haben, die ihre Musik abnehmen. Als Vorort-Band aus Wanne-Eickel schaffst du das nicht mal so - egal wie gut deine Musik ist. Selbst mittelprächtige Indie-Label schaffen es dagegen, mit genug Kohle und Werbeanzeigen, "ihre" neuen "Superbands" auf die Cover der Magazine zu bringen - und aus Scheiße Gold zu machen. Du weißt wohl, was ich meine... :D Eine gute Alternative ist da schon Myspace, weil sich da die "Underground"-Fans sammeln und man ruck-zuck die richtigen Kontakte bekommt. [/B][/QUOTE] Kommt drauf an, wie du das siehst. Wenn man mal die Instrumentekosten usw. als Hobby abrechnet und rein Studiokosten einrechnet und werbung, dann lohnt sich das für ne band schon, selbst ne CD zu machen. Studio ersetzt man heute meist eh mit einem mehr oder minder guten Proggie oder nimt gleich die über Rechner eingespielten Aufnahmen. Erspart dann schonmal nen paar Tausender. Je nach Band oder Projekt kann es auch zu 100% am Rechner gebastelt sein, dann entfallen die Studio und Instrumentekosten sowieso. Werbung kostet nicht mehr viel im kleineren Maßstab und die Herstellung wie gesagt auch nicht. Alles in allem investiert man eben ~800€ und hat eine komplett Fertige CD dann, die man verteilen kann. Geht das inne Grütze, will keiner haben sind ~800€ aber auch nicht so irre Mega viel in Sand gesetzt. Wenn man in einem sowieso schon Etablierten genre wie Goth oder Metal was rausbringt kann man sich schonmal durchrechnen das man ca. 30% definitiv loswird über Tausch oder Ebay oder sowas. Myspace hilft da ja noch ungemein, einmal als Werbung und dann als Vermittler... |
| Move over Kate | Ich bestreite ja nicht, dass man "null auf null" rauskommen kann - und natürlich sind ein paar CDs im Bekanntenkreis schnell verkauft. Aber nicht alle Musikhörer sind Insider und Enthusiasten, die sich in Foren oder bei Myspace darüber informieren, was es in "ihrer" Szene so an Neuigkeiten von "unsigned" Bands gibt. Im Gegenteil. Die Mehrheit wird das kaufen, was Zillorkuseducer als Album des Monats anpreist. Und da wird nunmal der angepriesen, der die fettesten Werbungen schaltet... Wenn Du als Goat 93 das "Hammeralbum Januar 2008" abliefern würdest, bekämst Du dennoch nur eine viertel Spalte auf der dritten Seite von "Neues aus dem Untergrund". Um in die Soundchecks zu kommen, musst Du erst mal so an die zehn Bemusterungsexemplare abliefern. Bands ohne Vertrieb kommen da gar nicht erst rein - und der ist im Zweifel das Problem, nicht das Label. Machen wir uns nix vor: Die schwarze Szene ist, mit Ausnahme ihrer Randbereiche, genauso kommerzialisiert wie der Rest des Musikgeschäftes. Und da braucht man zunächst mal fett Kohle, um einen Act anzuschieben. Die Zeiten, wo Lacrimosa oder Lakaien oder Pitchfork mit einem Beitrag auf dem Zillo-Mystik-Sound-Sampler zu Szenestars wurden, sind lange vorbei... |
| Move over Kate | Na ja - aber hältst Du dich für repräsentativ für dieses Board - oder sogar für die "schwarze Szene"? ;) |
| Goat93 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] [B]Ich bestreite ja nicht, dass man "null auf null" rauskommen kann - und natürlich sind ein paar CDs im Bekanntenkreis schnell verkauft. Aber nicht alle Musikhörer sind Insider und Enthusiasten, die sich in Foren oder bei Myspace darüber informieren, was es in "ihrer" Szene so an Neuigkeiten von "unsigned" Bands gibt. Im Gegenteil. Die Mehrheit wird das kaufen, was Zillorkuseducer als Album des Monats anpreist. Und da wird nunmal der angepriesen, der die fettesten Werbungen schaltet... Wenn Du als Goat 93 das "Hammeralbum Januar 2008" abliefern würdest, bekämst Du dennoch nur eine viertel Spalte auf der dritten Seite von "Neues aus dem Untergrund". Um in die Soundchecks zu kommen, musst Du erst mal so an die zehn Bemusterungsexemplare abliefern. Bands ohne Vertrieb kommen da gar nicht erst rein - und der ist im Zweifel das Problem, nicht das Label. Machen wir uns nix vor: Die schwarze Szene ist, mit Ausnahme ihrer Randbereiche, genauso kommerzialisiert wie der Rest des Musikgeschäftes. Und da braucht man zunächst mal fett Kohle, um einen Act anzuschieben. Die Zeiten, wo Lacrimosa oder Lakaien oder Pitchfork mit einem Beitrag auf dem Zillo-Mystik-Sound-Sampler zu Szenestars wurden, sind lange vorbei... [/B][/QUOTE] Ich rede davon sp 500 Cds abzusetzen. Das ist alles andere wie Unmöglich, besser gesagt es ist sogar recht "einfach" im Verhältnis zur Großmarktindustrie. Größere Bands haben mittlerweile die 10.000 Grenze als Maßstab, das mein ich aber nicht. Man hat als Selbsthersteller keinerlei Druck, man kann sich Zeit damit lassen, die Cd's zu verkaufen oder zu tauschen. Nehmen wir jetzt einmal Therorethisch den Fall folgender- maßen vor: Ich mache an meinen PC nun diese tolle Military Pop Dingens Musik und stelle eine CD her. Also eine Auflage von 500 Stück=~750€ inkl. Gema Abwicklung. Nun rechne ich fix, was eine CD kostet: 1,50€ Realpreis Nun habbich nen karton mit 500 CDs, die keine Sau interessieren, ich kenn keinen. Wad machich nu? Als erstes richte ich ne Myspace Seite ein mit nen paar Beispielliedern und denn such ich mir noch nen Linkbaren Audioabspieler kostenlos. Nun verlink ich überall wo ich kann meine Myspace Seite oder die Audioplayerseite zum anhören. In jedem Forum welches ich so gewahr werde. Das ist der erste Schritt der Werbung. Nun schreibe ich per Mail, inkl. Verlinkung auf meiner Myspace Seite und per Myspace selbst etliche Mailorder und Labels an. Nicht um nen Vertrag zu bekommen, sondern um zu tauschen. Steinklang Rex oder sowas eignet sich für Krachigem zeuchs eigentlich immer ganz gut zum tauschen, sonst such ich halt andere Labels, gibt ja genug. Da so einige tauschen und ich mir die Arbeit damit halt mach, habe ich sagen wir mal 150 CD's vertauscht (15 Tauschpartner a 10 CDs ist doch recht realistisch für Deutschland). Die Waren von denen kannich denn verteilen für Geld oder mir ne Liste machen wo ich die halt verkoof (Oder selbst behalten, aber macht weniger Sinn). Nun habbich noch 350 CDs, wohin denn damit nu? Eine Möglichkeit isses, die jemanden zum Verkauf auf konzerten mitzugeben, weiß aber nicht ob das jemand auch macht ^^ Denn die labels im Ausland anschreiben und da weiter tauschen oder direkt verkaufen, glaub aber das machen die wenigsten, die wollen ihren Krams ja och loswerden. Über die Zeit wird man denn sein krams los, man kann daran NICHT verdienen, aber man hat seine Cds los und hat seine Ausgaben gedeckt, das ist ded wichtigste dabei für eine kleinere Gruppen oder einem Projekt. Wenn man dann durch myspace oder so einige CDs mehr losgeworden ist, kann man die überbleibende Kohle eigentlich für die Zwote CD sparen. Heute kann man auch rein praktisch völlig an den Labels vorbeiarbeiten. Ich hab den fall ausgeführt ohne 1 einzelne Promo zu versenden oder nur eine Kostenpflichtige Werbung zu schalten ;) Das funktioniert natürlich nicht bei jedem xyz BumbUm Projekt, aber wenn jemand ein passendes Konzept vor- legt (WWII udn fetish sind gerad Trendy, glaub ich), dann wird man seinen krams schon los und wenn nicht, isses och ned so wild, die Cds werden nicht schlecht. |
| Move over Kate | Prinzipiell hast Du ja recht - und wir machen es ja genau so - wobei wir noch das Glück haben, dass unser Label das Vinyl bezahlt. Bei uns sind bisher sämtliche Kontakte, egal ob Label oder Veranstalter, über Myspace abgelaufen. Im Minimal-Bereich ist das super, weil wahrscheinlich die Minimal-Leute in Myspace einen sehr hohen Organisationsgrad haben. Versuch das aber mal mit Musik, die eher den "schwarzen Mainstream" bedient und wie der dritte Aufguss von (hier bitte einsetzen, was gerade angesagt ist, ich bin da nicht auf dem laufenden) klingt. Da freust Du dich wahrscheinlich ueber 50 Klicks im Monat... Fuer die DIY Fraktion ist das eine super Plattform. Nicht aber fuer Traeumer, die an das grosse Geld glauben. Und wieso unterstuetzt meine Tastatur eigentlich nicht mehr die deutsche Tastatur (hier sollte ein Fragezeichen stehen). |
| Goat93 | Mußt mal im Windoof schaun ob sich da was wieder umgestellt hat :D Ich wars nicht :D Ja, größere Verkaufsebenen werden fast komplett von den Labels besetzt, außer eventuell Sachen wie Death in June oder Von Thronstahl, die durch ihr Image noch ne Menge loswerden. Aber dieser Bereich ist ja sowieso nicht mehr "Underground" zu nennen und den habbich halt von vorn- herein ausgeklammert. Es kann dir allerdings trotzdem passieren das du 10.000 CD's loswirst, wenn es gerade den Nerv der Zeit trifft, wie eine Englische oder Irische PoprockBand zeigte, die über Myspace richtig Chartgröße erreichte :) Normalerweise kann man aber Heute die Labels abschaffen und Sinnlos werden lassen, bedeutet aber immense Arbeit für die Leute selbst. Ich denk aber, das es in die Richtung schon gehen wird, denn es kommen in den letzten Jahren schon zig Labels raus und noch mehr Eigenveröffentlichungen. |
| alfirin | [QUOTE][i] Zitat:Ich halte für ein neues Album übrigens einen Preis von 12-17 Euro für absolut gerechtfertigt Original geschrieben von Goat93 [/i] [B]Warum? Erläutere mal bitte :) [/B][/QUOTE] Rohling + Case + Booklet --> 1 Euro GEMA: 1 Euro Künstler: 1,50 Euro Label: 3,50 Vertrieb: 3 Euro Laden: 3 Euro _______________ macht 13 Euro + 19 % für Vater Staat : 2,47 Euro Und schon sind wir bei rund 15,50 Euro. |
| Goat93 | [QUOTE][i]Original geschrieben von alfirin [/i] [B]Rohling + Case + Booklet --> 1 Euro GEMA: 1 Euro Künstler: 1,50 Euro Label: 3,50 Vertrieb: 3 Euro Laden: 3 Euro _______________ macht 13 Euro + 19 % für Vater Staat : 2,47 Euro Und schon sind wir bei rund 15,50 Euro. [/B][/QUOTE] Also, die Labels/Vertirebe rechnen so eine CD zwischen 5-8€ Händlerpreis ;) |
| Ronin76 | CD-Preise verhalten sich wie alle anderen Preise auf dem Massenmarkt. Es werden durch unterschiedliche Preisstufen verschiedene Zielgruppen angelockt, und der Pöbel kauft das Zeug auch noch und jammert dann anschließend über die Preise. Hier mal ein kräftiges *lol* von mir. Dummheit wird immer bestraft ! [QUOTE]Rohling + Case + Booklet --> 1 Euro[/QUOTE] CD-Rohlinge kosten eine Plattenfirma bei den Großmengen weniger als 10 Ct. Die Hülle kostet ungefähr gleich viel. Das Booklet dürfte noch das Teuerste sein, also insgesamt maximal 0,4 € für eine CD. |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von instroemen3 [/i] Jedenfalls steht eins fest: Langfristig hat die CD als Datenträger für Musik ausgedient. Da überlebt die LP bei den Audiophilen noch eher. [/B][/QUOTE] ...ich könnte mir auch vorstellen, dass die Vinyl-LP die CD überleben wird...wenn ich bei einem Album die Auswahl zwischen CD und LP habe - dann ist es keine Frage, dann nehme ich die Schallplatte...erstens klingt es auf Vinyl besser, und zweitens ist es auch ökonomisch gesehen sinnvoller: Ein CD Player hat meist nur eine begrenzte Lebensdauer von einigen Jahren, dann ist er hinüber, Laser oder Laufwerk kaputt und eine Reparatur meist nicht lohnend da zu teuer - oder gar nicht mehr möglich, weil der Hersteller die benötigten Ersatzteile nicht mehr liefert...ein CD Player ist nach einigen Jahren schrottreif, ein Plattenspieler benötigt dann allenfalls einen neuen Riemen oder eine neue Nadel... ...etwas seltsam finde ich allerdings, dass Platten oft nicht weniger kosten als CDs...denn zumindest in den ersten Jahren der CD-Ära, als die CD noch ein völlig neues und "exotisches" Trägermedium war - da verhielt es sich gerade umgekehrt, Vinyl-LPs wurden immer billiger...jetzt ist es ja so, dass LPs die "Exoten" sind und oft nur noch in kleiner Anzahl gepresst werden, während CDs zur Massenware geworden sind ...das hat vermutlich den Preis in die Höhe getrieben... |
| Move over Kate | [QUOTE]Es werden durch unterschiedliche Preisstufen verschiedene Zielgruppen angelockt, und der Pöbel kauft das Zeug auch noch und jammert dann anschließend über die Preise. Hier mal ein kräftiges *lol* von mir. Dummheit wird immer bestraft ![/QUOTE] Da ist es doch immer wieder gut, wenn man einen Aufklärer zur Hand hat, der einem die Welt in vier Sätzen erklärt! :) [QUOTE]CD-Rohlinge kosten eine Plattenfirma bei den Großmengen weniger als 10 Ct. Die Hülle kostet ungefähr gleich viel. Das Booklet dürfte noch das Teuerste sein, also insgesamt maximal 0,4 € für eine CD.[/QUOTE] Klar, wo auch jedes kleine Indie-Label im Presswerk die Konditionen von EMI bekommt und prinzipiell nur wenigstens 10.000 Einheiten von jeder Veröffentlichung pressen lässt. |
| Ronin76 | @Move over Kate Ich bin mir sicher du kannst meine Kentnisse widerlegen, da du ja so gut informiert zu sein scheinst. Mit pathetischem Sarkasmus gelingt dir das aber kaum. |
| Move over Kate | Ich habe mal eine realistische Kalkulation durch einen der unzähligen online Angebotsrechner gejagt (Hofa). Der kam bei einer 1000er Auflage (normale Erstauflage für eine mittelprächtige Band) zu folgendem Ergebnis: 1000 CDs inkl. 2-farbigem Druck: 254,80 Euro 1000 Booklets 4-seitig 4/1 Druck: 85,50 Euro 1000 Jewelcases (nicht konfektioniert: 152,00 Euro) Damit wären wir bei ca. 49 Cent pro CD. Allerdings sind weitere relevante Kostenfaktoren, die für die CD-Pressung noch dazu kommen (Glasmaster, GEMA-Lizenzierung, Lithos für Drucke etc.) noch nicht eingerechnet. Damit wärst Du bei einer 1000er-Auflage schnell bei wenigstens 75 Cent pro Einheit. Das ist zwar auch noch nicht die Welt - aber damit sind weder Studiokosten (Aufnahme und Mastering) sowie die verlagsrechtlichen Fragen einkalkuliert. Damit kommt man dann schon weit über die 1 Euro-Grenze. Natürlich sind die Preise "an sich" niedrig - aber das ist ungefähr so, als würde ich den Kaufpreis eines Autos danach beurteilen, was der linke Vorderreifen kostet - mit dem alleine ich herzlich wenig anfangen kann. |
| Goat93 | Move: Deine Rechnung geht nur für eine Band ohne Label oder bei Kleinstbands auf. "Etwas" größere Bands oder Labels haben schon lange die 10.000er Grenze überschritten. Trisol und Out of Line sind schon größere Labels, sobald man einem Hersteller bekannt ist, also eine Art "Stammkunde", wirds oftmals ohnehin billiger. Aufnahme und Mastering fällt bei der Herstellung und dem Verkauf ohnehin unter dem Tisch, ebenso wie Werbung, da es dort keinerlei Einheitliches Verfahren gibt. Aber um das mal darzustellen, eine Werbeseite in einer größeren Zeitschrift, nehmen wir mal Sonic Seducer, Orkus oder von mir aus auch RockHard oder Legacy kostet so im Schnitt zwischen 1.000 bis 5.000€, das kostet also schon viel mehr wie das Her- stellen der CD selbst. Mastern kann man als kleine Band ohnehin selbst mit den richtigen Proggies, auch das fällt an sich weg, bei einer größeren Band kostet es zwar ne Unmenge, aber die Werbung kostet da auch ne Unmenge und dementsprechend mehr muß abgesetzt werden. Hat aber auch nix mit dem Herstellerpreis zu tun ;) |
| Move over Kate | Klar - nur ist das Argument "ne CD kostet 40 Cent" eben auch nicht korrekt - bei Trisol etc. veröffentlichen auch nur "große" Acts. Und deren Konditionen bekommt eben nicht jeder, der mal eben eine CD auf den überfüllten Markt schmeißen will. Die Gewinnspanne ist für die großen Firmen also noch weiter als für wirklich kleine Indie-Label - die es aber auch noch gibt. Das Glasmaster musst Du immer rechnen, das kann keiner zuhause selbst machen - wohl aber das pre-Mastering, aber da bezweifle ich, dass man gleichwertige Ergebnisse wie große Masteringstudios erreichen kann. Nicht wegen der Programme, sondern wegen des Know-Hows... ;) Auf jeden Fall muss man die Kosten dafür und für das Studio einrechnen - weil die Kosten entweder mit dem Künstler oder dem Label "heimgehen" und der es auch nicht gerne für "nix" macht... |
| Xenomorph | Ginge es nur nach den Material- und Herstellungskosten - dann dürfte eine CD wirklich kaum mehr als ein paar Cent kosten...ein industrielles Massenprodukt, genau wie ein Stück Seife oder eine Tube Duschgel, und von der Herstellung allein her sicher kaum aufwendiger als diese...also müssen die teils horrenden Preise anderswo ihren Ursprung haben...und da steht eben eine komplette Industrie zwischen Band/Künstler und dem Käufer/Endverbraucher...das Produkt muss erst diesen ganzen kapitalistischen Produktions- und Vermarktungsapparat durchlaufen, bevor es bei letzterem angelangt ist...und davor will noch jeder der Beteiligten richtig fett absahnen...man bezahlt hier - wie bei fast allem anderen auch - im Endeffekt mal wieder nicht das Produkt an sich - sondern das politisch-ökonomische System, das dieses erzeugt und vermarktet... ...letztendlich steckt natürlich der Staat hinter diesem ganzen Apparat, wie z.B. auch hinter den Benzin- und den Ölpreisen...wie gut, dass ich wenigstens nicht Auto fahre, da können sie wenigstens nix holen bei mir...und bei CD-Neuerscheinungen, die mich wirklich interessieren - da lasse ich mir einfach Zeit, und warte so lange, bis sie erst in eine deutlich niedrigere Preiskategorie gefallen sind...was oft schon gut ein Jahr nach Erscheinen der Fall sein kann, dass man das Teil dann für unter zehn Euro bekommt - wenn man die Preisentwicklung nur genau genug verfolgt... |
| Move over Kate | Na ja - der Staat hat ja nur ganz indirekt damit zu tun. ;) Oder fändest Du eine "Preisbindung" wie bei Büchern für CD's erstrebenswert? |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] [B]Na ja - der Staat hat ja nur ganz indirekt damit zu tun. ;) Oder fändest Du eine "Preisbindung" wie bei Büchern für CD's erstrebenswert? [/B][/QUOTE] Die Idee fände ich gar nicht mal so schlecht...warum eigentlich nicht...? Dann wäre zumindest sichergestellt, dass die verschiedenen Anbieter nicht übers Ziel hinausschießen, was die Preise betrifft, sowohl Wucher- wie Dumpingpreise ausgeschlossen bleiben...denn die Preise für CDs schwanken ja oft zwischen diesen beiden Extremen...außerdem gehört dieses lächerliche "Verwertungsmonopol" auf Musik, dass sich die Plattenindustrie mit staatlicher Unterstützung angeeignet hat, ersatzlos abgeschafft...d.h. jeder darf CDs bzw. deren Inhalt so oft kopieren und nach seinem Gutdünken damit verfahren...denn hierbei geht es nicht mehr um die Musik als solche, sondern allein um den warenförmigen Charakter ihrer Verwertung und Vermarktung...wenn dieses groteske kapitalistische Profitdenken schon zu Zeiten der klassischen Musik dagewesen wäre...dann dürfte heute kein Symphonieorchester mehr ein Stück wie Beethovens 9. Symphonie spielen, ohne zu fürchten, hinterher im Knast weitermusizieren zu dürfen...das wäre vielleicht mal eine nette Idee für eine groteske Komödie gegen den Kapitalismus: Nach einem Symphoniekonzert stürmt ein Trupp Bullen den Saal und verhaftet das Orchester und den Dirigenten...inzwischen ist es nach den Vorstellungen des Staates ja nicht einmal mehr erlaubt, Songtexte auch nur öffentlich zu [I]zitieren[/I], nicht einmal dann, wenn ich das Zitat als solches einwandfrei - durch Angabe von Band/Interpret und Song/Albumtitel erkenntlich mache...hallo...? Bin ich vielleicht im falschen Film...? Muss ich demnächst auch noch fürchten, in den Knast verschleppt zu werden, wenn ich aus Büchern zitiere...? Meines Erachtens sind Zitate von Texten - ob nun aus Büchern oder von Liedertexten - absolut legitim, solange die Quelle und der Autor/Urheber/Herausgeber, der Titel des Buches oder Albums exakt angegeben werden...um ein Plagiat, einen Diebstshl von fremdem, geistigen Eigentum kann es sich doch erst dann handeln, wenn ich einen fremden Text verwende oder übernehme, ohne ihn als Zitat kenntlich zu machen und ihn als mein Werk ausgebe... |
| Move over Kate | Na ja - aber Du kannst Musik bzw. CDs nicht mit jeder anderen Ware vergleichen. Beispiel: Du kaufst dir ein Auto und fährst es ein paar Jahre. Was Du dann damit machst, ob Du es verschrottest oder weiterverkäufst, ist als Eigentümer deine Sache... Was der Käufer der Karre macht, ist ebenso seine Sache - und so weiter. Bei CDs und deren Kopien läuft das ja anders - du kaufst ein Original, und erstellst davon Kopien. Während das Original bei dir bleibt, werden die Kopien verteilt und immer weiter kopiert. Auf das Auto übertragen wäre das so, als würdest Du das Auto ohne jeden technischen Aufwand zu 100% gleich nachbauen und weitergeben - und der Empfänger würde wiederum genau das gleiche machen. Der Autohersteller würde sich bedanken, weil er die ganzen Entwicklungskosten etc. trägt - und seine Karre einfach nachgebaut wird. Also von daher ist "Musik" genau wie Software eben nicht ein Produkt wie jedes andere, weil sie technisch einfach reproduzierbar ist. Und ich denke schon, das Musiker - wenn sie denn davon leben müssen - ein berechtigtes Interesse daran haben, dass ihre Leistung honoriert wird. Bei all den DIY Musikern, die es im besten Sinne amateurhaft (als Liebhaberei) betreiben, ist das was völlig anderes. Die wenigsten von denen haben den Anspruch, entlohnt zu werden. |
| Xenomorph | Sicher hängt es auch in vielem davon ab, um was für Musiker es sich dabei jeweils handelt: Amateure, für die Musik wirklich in erster Linie "Liebhaberei" ist, und bei denen kein kommerzielles Interesse dahintersteht - oder aber Profis, die zuerst an die Vermarktung ihrer Erzeugnisse denken... ...ist soweit logisch, aber das Beispiel mit dem Auto passt so gesehen nicht ganz, denn wenn es so leicht wäre, ein Auto nachzubauen wie eine CD zu kopieren...warum dann überhaupt erst noch ein "original"- Auto kaufen, anstatt sich gleich selber eins zu bauen...? Die Baupläne aus dem Internet downloaden, das würde doch schon genügen...in beiden Fällen jedoch wäre es vom Ergebnis her dasselbe: Der Tod des Kapitalismus - denn wenn das "Monopol" auf die Herstellung, bzw. Reproduktion eines wie auch immer beschaffenen Produktes - erst von jedermann gebrochen werden kann, dann wären die Grundlagen der kapitalistischen Ökonomie - hinfällig geworden...und deshalb wird es derart verbissen zu erhalten versucht...um das System zu schützen, und eine Weiterentwicklung zu neuen, nicht kapitalistischen Methoden der Herstellung und Verbreitung von Konsumgütern zu unterbinden...denn die Macht der kapitalistischen Wirtschaft - und damit auch des kapitalistischen Staates - stützt sich doch letztlich auf solche Monopole der Warenproduktion und -verteilung, und sonst eigentlich überhaupt nichts... |
| Move over Kate | [QUOTE]warum dann überhaupt erst noch ein "original"- Auto kaufen, anstatt sich gleich selber eins zu bauen...? [/QUOTE] Übertragen auf die Musik wiederum hieße das aber: Selbst musizieren statt fremde Musik zu hören. ;) [QUOTE]und deshalb wird es derart verbissen zu erhalten versucht...[/QUOTE] Das sehe ich vollkommen anders. Das System wird nicht "künstlich" aufrecht erhalten (auch nicht vom Staat) sondern erhält sich selbst aufrecht, weil es den bisher ausprobierten Wirtschaftssystemen überlegen ist. Kaum jemand hält sich heute noch selbst Vieh oder baut sein Gemüse selbst an - wobei es für fast jeden möglich wäre (wenn er auf dem Land lebt). Selbstversorgung ist bei Lebensmitteln relativ einfach - trotzdem macht es keiner, weil es bequemer ist, im Supermarkt einzukaufen. Und bei hochkomplexen (industriell gefertigten) Produkten ist Arbeitsteilung einfach Voraussetzung für deren Erzeugung... Aber das ist off-topic, glaube ich... ;) |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] [B]Übertragen auf die Musik wiederum hieße das aber: Selbst musizieren statt fremde Musik zu hören. ;) [/quote] ...selber musizieren ist zwar schön - ebenso wie selber zu schreiben, was ich durchaus noch vorhabe - doch schliesst das ja keineswegs aus, dass man auch andere Musik hören möchte... [quote]Das sehe ich vollkommen anders. Das System wird nicht "künstlich" aufrecht erhalten (auch nicht vom Staat) sondern erhält sich selbst aufrecht, weil es den bisher ausprobierten Wirtschaftssystemen überlegen ist. Kaum jemand hält sich heute noch selbst Vieh oder baut sein Gemüse selbst an - wobei es für fast jeden möglich wäre (wenn er auf dem Land lebt). Selbstversorgung ist bei Lebensmitteln relativ einfach - trotzdem macht es keiner, weil es bequemer ist, im Supermarkt einzukaufen. Und bei hochkomplexen (industriell gefertigten) Produkten ist Arbeitsteilung einfach Voraussetzung für deren Erzeugung... Aber das ist off-topic, glaube ich... ;)[/QUOTE] ....allein die Existenz des Staates und dessen Versuche, Alternativen zum Kapitalismus gewaltsam einen Riegel vorzuschieben, beweisen das Gegenteil...die relative Langlebigkeit des Kapitalismus beweist noch längst nicht dessen Überlegenheit...der mittelalterliche Feudalismus existierte über Jahrhunderte, die antike Sklavenwirtschaft noch viel länger...ob sie deshalb den jeweils anderen überlegen waren, wage ich zu bezweifeln... ...nun, gegen Arbeitsteilung ist im Prinzip ja nichts einzuwenden, solange damit auch eine entsprechende Verteilung der Produkte einhergeht...und das ist im Kapitalismus eben nicht der Fall...sicher ist es dem Einzelnen auch möglich, sich ein weitaus größeres Mass an wirtschaftlicher Autonomie zu verschaffen, doch ist es in einer städtischen Umgebung halt sehr schwierig, sich eine Kuhherde zu halten und Gemüse anzubauen...die Konzentration der kapitalistischen Produktionsweise in den Städten mit ihren sehr beengten räumlichen Lebensverhältnissen, denen der einzelne Mensch dort ausgesetzt ist, wirkt jedoch auch hier einer solchen Möglichkeit sehr wirksam entgegen: Je weniger ich selbst produziern kann, desto mehr muss ich kaufen...je mehr ich kaufen muss, desto mehr Geld benötige ich...je mehr Geld ich benötige, desto anghängiger bin ich von der Arbeit für fremde "Herren", der Lohnsklaverei und somit desto vollständiger dem System und seinen Mechanismen ausgeliefert... ...was den Kapitalismus betrifft: Dessen Dysfunktionalität und seine Verfallserscheinugen sind heute längst überall sichtbar, es bewegt sich trotz eines immensen Warenüberschusses immer mehr auf eine Krisenökonomie zu, die künstlich Mangel an "weniger wichtigen" Stellen - nämlich den ärmeren Bevolkerungsschichten - erzeugt, um sie anderswo zu kaschieren...ich denke daher nicht, dass dieses System noch das Ende des 21. Jahrhunderts erleben wird...ich übrigens auch nicht, was mich keineswegs stört...aber eine weitergehende Analyse würde jetzt in der Tat zu weit vom Thema wegführen... |
| Ronin76 | [QUOTE]...ist soweit logisch, aber das Beispiel mit dem Auto passt so gesehen nicht ganz, denn wenn es so leicht wäre, ein Auto nachzubauen wie eine CD zu kopieren...warum dann überhaupt erst noch ein "original"- Auto kaufen, anstatt sich gleich selber eins zu bauen...? Die Baupläne aus dem Internet downloaden, das würde doch schon genügen...in beiden Fällen jedoch wäre es vom Ergebnis her dasselbe: Der Tod des Kapitalismus - denn wenn das "Monopol" auf die Herstellung, bzw. Reproduktion eines wie auch immer beschaffenen Produktes - erst von jedermann gebrochen werden kann, dann wären die Grundlagen der kapitalistischen Ökonomie - hinfällig geworden...und deshalb wird es derart verbissen zu erhalten versucht...um das System zu schützen, und eine Weiterentwicklung zu neuen, nicht kapitalistischen Methoden der Herstellung und Verbreitung von Konsumgütern zu unterbinden...denn die Macht der kapitalistischen Wirtschaft - und damit auch des kapitalistischen Staates - stützt sich doch letztlich auf solche Monopole der Warenproduktion und -verteilung, und sonst eigentlich überhaupt nichts...[/QUOTE] Ja das begreifen wohl nur Wenige. Dazu gehören auch der ganze Patentdreck, Subventionierungen und Kartelle. Darum wird auch so verzweifelt am Copyright von Musik und Filmen festgehalten, weil jene ein ganzes Wirtschaftssystem und Syndikate repräsentieren. Die Masse soll durch die üblichen Methoden der Unterdrückung wie Angst, Repressionen und Isolierung abgeschreckt werden. Es vergeht kaum ein Tag wo nicht wieder in irgendeinem Medium zu lesen oder hören ist, daß wieder ein paar Wohnungen durchsucht wurden, kopierte Daten gefunden wurden, die Musikindustrie wieder ein paar tausend Leute verklagt hat. Das nennt sich auch Kriminalisierung. Nur besitzen inzwischen die meisten Leute sogenannte "Raubkopien" und P2Peering hat sich in diesem Jahr anscheinend verdoppelt. Wer ist denn da wohl der böse Spielverderber, welcher auf asoziale Weise gegen das Interesse der Mehrheit der Bevölkerung handelt nur um eigene Machtinteressen zu schützen !? Ich habe jedenfalls noch nie ein Gesetz unterschrieben und würde schon gar nicht ein Gesetz zum Kopierschutz unterschreiben. Ich bin absolut für eine gleichmäsige Teilung von "notwendiger" Arbeit und Gütern. Das System wird doch erheblich künstlich aufrechterhalten weil es da Dinge wie Gesetze gibt und Viele machen sich da überhaupt keine großen Gedanken dazu sondern kopieren einfach nur antrainierte Verhaltensweisen. Hier noch was für dich Xeno.. [URL=http://de.indymedia.org/2004/12/102038.shtml]http://de.indymedia.org/2004/12/102038.shtml[/URL] |
| Goat93 | Ronin: Das mit der Gema ist so eine Sache. Wenn man mal ehrlich ist, dann geben die meisten lieber KEIN Geld dem Künstler, nehmen aber die Musik. Daher ist an sich die Idee der Gema schon richtig, nur das diese jetzt Wege einschlagen muß um sich selbst zu finanzieren. Tatsache ist auch, wenn die Musik erstmal rumgereicht wird, kommt keiner von selbst auf die Idee und sendet dem Künstler mal Geld zu, dafür das man seine Musik konsumiert. Da ist es auch völlig egal ob die Mehrheit der Bevölkerung das toll findet oder nicht, wenn die Mehrheit der Bevölkerung Lynchen wieder toll findet, so ist es trotzdem nicht gestattet andere einfach aufzuhängen |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i] [B]Ronin: Das mit der Gema ist so eine Sache. Wenn man mal ehrlich ist, dann geben die meisten lieber KEIN Geld dem Künstler, nehmen aber die Musik. Daher ist an sich die Idee der Gema schon richtig, nur das diese jetzt Wege einschlagen muß um sich selbst zu finanzieren. Tatsache ist auch, wenn die Musik erstmal rumgereicht wird, kommt keiner von selbst auf die Idee und sendet dem Künstler mal Geld zu, dafür das man seine Musik konsumiert. [/B][/QUOTE] Lächerlich. Muss ich demnächst jetzt auch Beethoven - oder seinen Nachfahren, falls er noch welche hat - Geld bezahlen, wenn ich seine Musik hören will...? Oder Vincent Van Gogh, wenn ich "Strohgedeckte Hütten bei Cordeville" betrachte, bzw. eine Kopie davon in meinem Zimmer aufhängen möchte...? Alles Bullshit, Kunst, Musik und Literatur sind für alle da, und das muss auch so bleiben...allein deren Kommerzialisierung ist das Übel, welches ausgemerzt gehört... ...aber der allergrösste Hammer auf dem Gebiet kommt erst noch: Die ägyptische Regierung plant derzeit ein "Copyright" auf die Pyramiden...demzufolge soll es dann nicht mehr erlaubt sein, diese fortan noch ohne deren Zustimmung (und saftiges Geld) zu fotografieren, zu filmen oder nachzubauen - allerdings zu kommerziellen Zwecken, wie behauptet wird - demnach dürften "private" Fotos oder Filmaufnahmen weiterhin nicht unter diese Regelung fallen...dennoch ein dicker Hund, wie ich finde, denn da die ägyptische Regierung von heute nicht mit den Erbauern der Pyramiden identisch ist, kann sie auch keinerlei "Urheberrechte" an diesen Artefakten geltend machen, denn "Ägypten" endete bereits mit dem Tod seiner letzten Herrscherin Cleopatra zu Cäsars Zeit... |
| Move over Kate | [QUOTE]Alles Bullshit, Kunst, Musik und Literatur sind für alle da, und das muss auch so bleiben...allein deren Kommerzialisierung ist das Übel, welches ausgemerzt gehört...[/QUOTE] Und wo willst Du da die Grenze zur "Nicht-Kunst" ziehen - und wie sollen zeitgenössische Künstler für ihre Arbeit entlohnt werden? Ich finde es schade, dass der schwarze Peter immer den Musikern / Künstler zugeschoben wird. Ein paar Bekannte von mir hatten mal bei "Myspace" einen "Spendenaccount" über Paypal eingerichtet - weil ihre Songs dort frei zum Download verfügbar waren. Sie haben ihn wieder gelöscht, weil keine Spenden eingegangen sind. Wenn also "Musik Allgemeingut" ist - wie unterhält die Allgemeinheit ihre Musiker? Ich bin wirklich froh, dass ich einen Job habe, von dem ich vernünftig leben kann - und der es mir erlaubt, trotzdem Musik zu machen. Viele Musiker halten sich neben ihrem "Bandleben" mit Unterricht und Cover-Bands etc. über Wasser. Und wenn das zum Lebensinhalt wird, dann bleibt für Kreativität (also "Kunst schaffen") kein Platz mehr. Von daher also nochmals die Frage: Wenn Kunst Allgemeingut wird - wie werden Künstler unterhalten? |
| Xenomorph | ...Das weitverbeitete geflügelte Wort von der "brotlosen Kunst" hat offenbar doch seine Berechtigung...aber mal ehrlich: Ich sehe das Übel weniger bei den Künstlern selber...als vielmehr bei der parasitär von ihnen lebenden Vermarktungsindustrie...Kunst ist eben mit dem heute üblichen Profitdenken einfach noch weniger messbar als alles übrige...welchen "Wert" (in Geld ausgedrückt) hat denn ein Lied, ein Gedicht, ein Gemälde, ein Roman...? Welcher Preis erscheint dafür angemessen...? Es sind doch nur höchst selten die Künstler selbst, die diesen bestimmen...früher war die ganze Sache noch wesentlich einfacher: Ein Künstler suchte sich einfach einen zahlungskräftigen Förderer, trat als Hofkapellmeister, Hofmaler oder -komponist in die Dienste eines Königs oder Fürsten...so wie z.B. Georg Friedrich Händel am Hof des englischen Königs - und das Problem war gelöst... |
| Move over Kate | Tja - nur hat das "normale Volk" Händel seinerzeit nicht einmal gekannt geschweige denn seine Musik gehört - damals war "Kunstbesitz" etwas weitaus elitäreres als es heute ist - weil sich eben nur die Fürsten "große Musiker" leisten konnten. Das Volk musizierte für sich und genoss Volksmusik - im eigentlichen Sinn des Wortes. Von daher finde ich die Forderung nach "freiem Kunstbesitz" bzw. Tausch und Weitergabe immer noch unbefriedigend - solange es kein adäquates Entlohnungssystem für Kulturschaffende gibt, die davon leben [i]müssen[/i]. Die Überzeugungstäter, die sich auf anderem Weg über Wasser halten und "aus Spaß an der Freude arbeiten" (und davon gibt es ja etliche, die Parties veranstalten, Non-Profit-Kleinstlabel betreiben und musizieren), sind davon nicht betroffen. Nur ist deren Reichweite halt klein - und solange die Leute das nächste [XYZ-hier irgend einen großen Act einsetzen]-Album halt unbedingt haben wollen - und die wiederum dafür Geld sehen möchten - sollen die Leute auch dafür bezahlen. Deren Forderung nach "angemessener" Entlohnung zur Finanzierung ihres Lebens und ihrer Arbeit ist für mich auch legitim - auch wenn ich persönlich es anders machen würde. |
| Goat93 | [QUOTE]Muss ich demnächst jetzt auch Beethoven - oder seinen Nachfahren, falls er noch welche hat - Geld bezahlen, wenn ich seine Musik hören will...? [/QUOTE] Ja, definitiv :) [QUOTE]Alles Bullshit, Kunst, Musik und Literatur sind für alle da, und das muss auch so bleiben...allein deren Kommerzialisierung ist das Übel, welches ausgemerzt gehört...[/QUOTE] Es war nie so und wird nie so sein :D Künstler ist ein Vollzeitberuf wie Maurer oder Sekretärin, aber die müßen ja auch nicht bezahlt werden, können ja auch von Luft und Liebe leben :rolleyes: |
| Xenomorph | ...Nur darf ein solches Entlohnungssystem - sollte es auch nur halbwegs fair sein - nicht auf dem Rücken der Kunstliebhaber, bzw. "-konsumenten" ausgetragen werden - ebenso wenig wie auf dem Rücken der Künstler...der Wegfall des "Copyright" wäre da zumindest ein Anfang...denn wenn ich eine CD kaufe, so bezahle ich ja bereits auch deren "Inhalt", und damit auch den Künstler, bzw. Musiker und sein Werk...was soll daran dann noch verwerflich sein, diesen Inhalt dann auch nach freiem Ermessen zu kopieren und weiterzugeben...? Doch nur, dass es eventuell die Profite der "Vervielfältigungssindustrie" - doch nicht die Einkünfte des Künstlers - schmälert...es geht, wie weiter oben angesprochen, hierbei nur um deren "Monopol" zur Vervielfältigung und Verbreitung eines Werkes - und nicht um das Werk und dessen Urheber an sich...ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich die Einnahmen dadurch insgesamt wesentlich verringern würden...echte Musikliebhaber würden weiterhin CDs kaufen, ob mit oder ohne "Copyright"... Hier straft sich das kapitalistische Märchen von der "freien Wirtschaft" einmal mehr selber Lügen...denn ein Wirtschaftssystem, das es nötig hat, solche Monopole durch seinen Staat schützen zu lassen - ist alles andere als "frei"... |
| Goat93 | [QUOTE]denn wenn ich eine CD kaufe, so bezahle ich ja bereits auch deren "Inhalt", und damit auch den Künstler, bzw. Musiker und sein Werk...was soll daran dann noch verwerflich sein, diesen Inhalt dann auch nach freiem Ermessen zu kopieren und weiterzugeben...? [/QUOTE] Irgendwie hast du das nicht so mit Logik, oder? Wenn du bezahlst, dann konntest du es für dich auch kopieren, aber NICHT weiterreichen, da die anderen dafür NICHT bezahlt haben. Jeder der die Musik haben will muß auch für bezahlen. Wenn du in Supermakrt einkaufen gehst, kannst du auch nicht sagen, das irgendwer vor dir schon ne Dose Mörchen mal gekauft hat und du die Umsonst haben willst :D ähh und les dir nochmal durch, was Freie Marktwirtschaft heißt, wäre besser :rolleyes: |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i] [B]Irgendwie hast du das nicht so mit Logik, oder? Wenn du bezahlst, dann konntest du es für dich auch kopieren, aber NICHT weiterreichen, da die anderen dafür NICHT bezahlt haben. Jeder der die Musik haben will muß auch für bezahlen. Wenn du in Supermakrt einkaufen gehst, kannst du auch nicht sagen, das irgendwer vor dir schon ne Dose Mörchen mal gekauft hat und du die Umsonst haben willst :D ähh und les dir nochmal durch, was Freie Marktwirtschaft heißt, wäre besser :rolleyes: [/B][/QUOTE] Nein, wenn ich selbst im Supermarkt Möhren kaufe, dann darf ich soviel davon weitergeben wie ich will, und an wen ich will...oder sie an meine Kaninchen verfüttern...und ich kann sie nicht nur verschenken, sondern auch weiterverkaufen, an wen ich will, und dafür soviel Geld verlangen, wie ich will - sofern der andere bereit ist, soviel dafür zu bezahlen...unabhängig davon, was dieselben Möhren in dem Supermarkt, wo ich sie ursprünglich selbst gekauft habe, kosten - oder welchen Verlust er durch meinen Weiterverkauf "seiner Ware" (die ja jetzt meine ist) möglicherweise einstecken muss...[I]das[/I] ist "freie Marktwirtschaft"... ...der Supermarkt vertreibt die Möhren nur, ebenso wie ich als Käufer sie nur "konsumiere" - oder eben eventuell auch weitervertreibe...die eigentliche Frage müsste daher lauten: Wieviel des "Gesamtprofites" aus dem Endprodukt (Möhren) bekommt der Bauer, der die Möhren gezüchtet hat, dafür...? |
| Move over Kate | Mit dem kleinen Unterschied, dass die Dose Möhrchen irgendwann mal leer ist - und die CD bzw. deren Kopien bleiben in der Welt und werden auch durch tausend Mal hören nicht schlechter. Der Dosenmöhrchenhersteller denkt sich "scheiß egal, sollen die Hasen sie fressen oder mag er sie in den Gully kippen - wenn sie leer sind sind sie leer und wenn er mal wieder Lust auf Dosenmöhrchen hat, dann muss er wieder kommen". Und das kann sich der Musiker eben nicht denken - aus der einen legal verkauften Kopie seines Albums können über Filesharing ruck zuck 100.000 illegale werden. Und dass dabei die Künstler nicht geschädigt werden, kann man so einfach nicht sagen - das kommt ganz darauf an, wie der Plattenvertrag ausgestaltet ist. Wenn der Künstler sein Werk komplett gegen Einmalzahlung an den Verlag verhökert, dann stimmt das - wenn er aber an den Verkaufserlösen beteiligt wird, ist er sehr wohl angeschmiert, wenn seine Werke illegal kopiert werden. |
| StilleSeele | Ich denke es ist einfach so, dass in dem Zusammenhang File Sharing viel zu überbewertet wird. Früher war es doch so, dass man Titel aus dem Radio aufgenommen hat, dafür wurde auch niemand verklagt. Wenn man nun einen Titel aus dem Internet lädt, ist das nichts anderes wie kopieren aus dem Radio. Die penible technische Seite interessiert hierbei nicht wirklich. Nimmt man nun noch digitale Radiosender, ist die Qualität ideal und da wir ja alle brav GEZ bezahlen auch abgesichert. Wenn jemand eine CD im Schrank haben möchte, wird er sich die kaufen. Allerdings bei den nach wie vor hohen CD Preisen überlegt man sich das zwei mal öfter. Bei den Produktionspreisen von vielleicht mal einem Euro pro CD, ist der Gewinn schon erheblich und das für Musik die man nur einen begrenzten Zeitraum hört. Ein Bäcker kann auch nicht einen Monat lang Brote besonders bewerben, verkaufen und erwarten, ein Jahr von den Einnahmen leben zu können. |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] Mit dem kleinen Unterschied, dass die Dose Möhrchen irgendwann mal leer ist - und die CD bzw. deren Kopien bleiben in der Welt und werden auch durch tausend Mal hören nicht schlechter. Der Dosenmöhrchenhersteller denkt sich "scheiß egal, sollen die Hasen sie fressen oder mag er sie in den Gully kippen - wenn sie leer sind sind sie leer und wenn er mal wieder Lust auf Dosenmöhrchen hat, dann muss er wieder kommen". Und das kann sich der Musiker eben nicht denken - aus der einen legal verkauften Kopie seines Albums können über Filesharing ruck zuck 100.000 illegale werden.[/quote] Hierbei eilt eben - wieder einmal - der technologische Fortschritt dem ökonomischen Prinzip der Verteilung voraus...wie auch immer...letztendlich kann sich das System diesen veränderten Gegebenheiten nur anpassen - oder daran scheitern und zugrundegehen...den Fortschritt mit rigiden Gesetzen von seiten des Staates aufzuhalten zu versuchen wird jedenfalls nichts bringen...wenn ich die Möhren in die Erde pflanze, und eine eigene Zucht eröffne...dann hätten wir eine vergleichbare Situation - ähnlich wie beim Auto - was aber eben weitgehend hypothetisch bleibt, da es wohl kaum jemand macht...da wäre wieder das grundsätzliche Problem, das die Möglichkeit, etwas eigenständig zu reproduzieren - den industriellen Verwertungsablauf behindern oder sogar bedrohen könnte, wenn es jedermannn möglich wäre - was bei Möhren eben in der Regel auch nicht der Fall ist, weil sich hier kaum jemand die weitaus größere Mühe machen kann oder will... [quote]Und dass dabei die Künstler nicht geschädigt werden, kann man so einfach nicht sagen - das kommt ganz darauf an, wie der Plattenvertrag ausgestaltet ist. Wenn der Künstler sein Werk komplett gegen Einmalzahlung an den Verlag verhökert, dann stimmt das - wenn er aber an den Verkaufserlösen beteiligt wird, ist er sehr wohl angeschmiert, wenn seine Werke illegal kopiert werden. [/B][/QUOTE] Dann wäre zumindest die Umstellung auf ein System die naheliegendste Lösung, bei der Künstler und Vermarktungsindustrie "entkoppelt" werden... Und ein Musiker schreibt, bzw, komponiert ein Stück auf einer CD doch auch nur "einmal", wenn man so will...die "Arbeit", die investierte Mühe für ein bestimmtes Werk ist es, was zählt...und daher genügt auch eine "einmalige" Bezahlung - wenn sie dem Produkt angemessen und fair ist - egal, wie oft das fertige Musikstück dann später auch genutzt und verwendet wird - die "Herstellung", der Akt des "Schaffens" durch den Künstler selbst ist es, was hier allein wichtig ist, und was entsprechend honoriert werden muss - nicht Art und Umfang des anschliessenden "Konsums" - und dieser "Akt des Schaffens" ist und bleibt jedes Mal eine einmalige Angelegenheit... |
| Move over Kate | Na - und wer zahlt dann dem Künstler "Gehalt" für seine Kreativität, wenn das Ganze von der Vermarktung abgekoppelt wird? Ein Mäzen? Eine staatliche Künstlerbetreuungseinrichtung? Nach welchen Kriterien? Nach der Zahl der geschriebenen Stücke? Dann wird aus "Kunst" (kann man bei der Masse der Pop-Musik davon sprechen?) letztlich reine Akkordarbeit... Das ist auch nicht überzeugender. ;) |
| Ronin76 | [QUOTE]Nimmt man nun noch digitale Radiosender, ist die Qualität ideal und da wir ja alle brav GEZ bezahlen auch abgesichert.[/QUOTE] Das Problem bei der GEZ ist, daß es eine Zwangsgebühr ist und damit nur die Öffentlich-Rechtlichen Sendeanstalten finanziert werden und zwar deutlich ÜBERfinanziert. Die Künstler bekommen davon gar nichts. Es ist bei der GEZ auch üblich Gebühren über Zwangsanmeldungen zu erzwingen, obwohl keinerlei Beweiße für den Besitz eines empfangstauglichen Geräts bestehen. So könnte ich zB meinen Nachbarn anmelden, und der könnte sich kaum dagegen wehren. Er würde mindestens für die Dauer von ein paar Monaten "Gebühren" bzw Schutzgelder zahlen müssen auch wenn er einen Rechtsanwalt einschalten würde. Der Abmeldevorgang ist absichtlich äußerst heimtückisch und langwierig gestaltet, und die angemeldete Person trägt auch noch die Beweißlast und alle entstehenden Kosten wie zB Kündigungsschreiben welche unbedingt mit Einschreiben-Rückschein versendet werden müssen (€4,40), weil die sonst bei der GEZ direkt im Altpapier landen (Beweißmittelvernichtung). Die GEZ ist also nichts anderes als eine mafiaartige Organisation und der Staat und seine Bediensteten/Lakaien (Beamte, Richter, Rechtsanwälte, Gerichtsvollzieher) verdienen dabei ganz fett mit, darum ist es auch so schwer dagegen vorzugehen. Zum Thema "Finanzierung von Künstlern" habe ich eine Vision: Wenn es im Staat generell eine finanzielle Grundversorgung geben würde, die relativ gesehen auf jeden Fall etwas höher als zB Hartz-IV sein müsste, und an keine Pflichten gebunden wäre, könnten uneigennütze und wahrhaftige Künstler frei und ohne finanzielle Sorgen ihre Kunst ausüben und zu einem geringen Gegenwert der nur die Material- u. tatsächlich entstandenen Arbeitskosten abdecken würde, ihre produzierte Kunst weitergeben, so daß sich andere Menschen daran erfreuen könnten. Aber dazu muß sich noch viel in den Köpfen ändern, denn auch viele Künstler sind viel zu materialistisch eingestellt und üben ihre sogenannte Kunst oft nur aus um damit den fetten Reibach zu machen, bzw sie sind aufgrund ihrer finanziellen Abhängigkeit welche durch den Kapitalismus verursacht wird, geradezu dazu gezwungen. |
| StilleSeele | Ich bin mit der GEZ auch alles andere als zufrieden. Der Vergleich mit Mafia ist zwar etwas überzogen, aber entspricht leider den Tatsachen. Interessiert man sich für das öffentlich rechtliche Rentnerprogramm nicht, muss man die Gebühren trotzdem bezahlen. Ziemlich ungeheuerlich und vor allem wurden in der Vergangenheit jegliche Mechanismen zum Ausschluss der Öf-Re-Sender vom restlichen Programm unterdrückt. Man ist geradezu gezwungen GEZ Gebühren zu bezahlen obwohl es keinen Nachweis darüber gibt, ob man entsprechende (Radio-)Sender überhaupt benutzt. Das die Künstler davon leider nichts haben ist beschämend. Könnte man ja fast Schwarzmarkt nennen... |
| Goat93 | GEz ist im übrigen nicht Gema und hat mit den Nutzungs- gebühren der Künstler nichts zu tun. Die GEZ soll eine unabhängige Mediale Plattform für die Bevölkerung sichern also sowas wie ARD, ZDF und N3 oder so, viele Radiosender werden damit auch noch finanziert. Das ist dafür, das die Sender nicht von Fremdkapital- einwirkungen abhängen. Die Gema, was bei Künstlern eher wichtig ist, soll die Rechte der Künstler an ihren Werken vor Diebstahl und Missbrauch schützen. Hier wird dem Künstler bei verwenden eines Liedes z.B eines Coversonges oder dem Abspielen in Großraumdiscos ein Teil für das Nutzen gezahlt. Kann man mit Mietwagen vergleichen. Xeno: Ich hab das Gefühl, das du ne Aversion gegen Geldverdienen hast. Du bräuchtest ein Kommunistisches Staatsystem wo alles gleichermaßen verteilt wird. Haben wir aber nicht. Ohne die Kosten für die Waren würde keiner was dafür bezahlen. Das ganze Finanzsystem ist sehr kaputt mittlerweile und sehr Paradox, allerdings muß man gerade dann zusehen, das die Leute auch was von dem bekommen, was ihnen gehört. Einer hatte mal die Musik als Leihgabe auf Dauer beschrieben. Ein Leihwagen kann man weder verschenken noch einfach verbreiten und der kostet auch Geld. An sich ist die Idee ja Wirtschaftlich gesehen gut, das ein Künstler nur einma ein Lohn für seine Arbeit bekommt und man dann diese Arbeit verbreiten kann wie man will, allerdings ist das nicht umzusetzen. Daher kann man hier die Idee auch ver- werfen. Was man machen könnte, wäre das der Künstler direkt sich um die Vermarktung kümmert und dement- sprechend direkt seinen Lohn bekommt, dann selbst entscheidet wie er was handhabt, denn die meisten Musiksachen sind heute GEMA Frei, sie dürfen also kopiert werden und sie dürfen verbreitet werden, hier wollen die Künstler überhaupt keine feste Bindung an einem Medium haben. Diejenigen die das über die Gema allerdings möchten, können das freilich auch machen und erhoffen sich sicherlich auch daraus etwas, zumindest das ihre Musik nicht irgendwo auftaucht wo sie nicht hin- gehört ^^ Was du machen kannst, wäre von Kommerzieller GEMA Musik auf Unkommerzieller Musik umzusteigen und eben die Gema geschützte Musik nicht mehr hören. Allerdings eine Geschützte Musik zu hören und zu verbreiten ist Diebstahl, dementsprechend wird es auch geahndet. Warum ist es Diebstahl? Einfach weil es geschützt wird. Allein schon aus dem Grund, denn man schützt nicht seine Werke aus Jux und Dollerei. |
| StilleSeele | [QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i] [B]GEz ist im übrigen nicht Gema und hat mit den Nutzungs- gebühren der Künstler nichts zu tun. Die GEZ soll eine unabhängige Mediale Plattform für die Bevölkerung sichern also sowas wie ARD, ZDF und N3 oder so, viele Radiosender werden damit auch noch finanziert. Das ist dafür, das die Sender nicht von Fremdkapital- einwirkungen abhängen.[/B][/QUOTE] Sozusagen Staatsfernsehen ;) [QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i] [B]Allerdings eine Geschützte Musik zu hören und zu verbreiten ist Diebstahl, dementsprechend wird es auch geahndet. Warum ist es Diebstahl? Einfach weil es geschützt wird. Allein schon aus dem Grund, denn man schützt nicht seine Werke aus Jux und Dollerei. [/B][/QUOTE] Da wären wir wieder bei Radiosendern. Egal ob per Stream oder herkömmlich. Wenn das nicht gerade ein GEZ bezahlter Sender ist, finanziert sich der Spass mit Werbung. Kopieren erlaubt und das straffrei. Sogar wenn Du Lieder z.B. bei MusicLoad kaufst und runterlädst hast Du mehr Rechte (mehrfaches Brennen möglich, zugleich abspielen am PC) als wenn Du eine CD kaufst. Alles ziemlich fragwürdig und unüberschaubar. |
| Move over Kate | Eine steuerfinanzierte Grundversorgung für alle wäre absolut sinnvoll - ist hier auch schon des öfteren diskutiert worden. Sie wäre mit ziemlicher Sicherheit auch finanzierbar, weil im Gegenzug der ganze Behördenapparat der Arbeitsverwaltung, Sozialverwaltung und Rentenversicherung weg fallen würde - da die Auszahlung prinzipiell ohne Bedarfsprüfung durch die Finanzämter erfolgen könnte. Nur hat das System einen Haken - es vernachlässigt, dass die Menschen (und dafür kann der Staat überhaupt nichts) "hohes Einkommen" mit "hohem sozialen Status" koppeln - und deshalb nach Luxus streben, den sie zum Leben eigentlich nicht benötigen. Und ich bezweifle, dass man den zu grunde liegenden Hang zum Individualismus "ausmerzen" kann... Und es wäre eigentlich auch nicht erstrebenswert. Zum Staatsfernsehen: Mir sind ARD und ZDF, und sogar die Dritten mit ihren Sendungen lieber als RTL, RTL II und all die anderen privaten zusammen. "Nischensendungen" mit kulturellem Bezug gibt es bei den privaten nur, weil gesetzliche Forderungen sie verlangen. Wer sich hier gegen gebührenfinanziertes "Staatsfernsehen" ausspricht, andererseits aber gegen das kapitalistische System wettert, sollte sich doch darüber im klaren sein, dass Privatfernsehen ohne staatliche Kontrolle und staatliche Gegenkonzepte (sprich öffentlich-rechtliches Fernsehen) ein weiterer Schritt in Richtung "Amerikanisierung der Medienlandschaft" wäre. Und darauf habe ich überhaupt keine Lust. ;) |
| Goat93 | [QUOTE]Da wären wir wieder bei Radiosendern. Egal ob per Stream oder herkömmlich. Wenn das nicht gerade ein GEZ bezahlter Sender ist, finanziert sich der Spass mit Werbung. Kopieren erlaubt und das straffrei. Sogar wenn Du Lieder z.B. bei MusicLoad kaufst und runterlädst hast Du mehr Rechte (mehrfaches Brennen möglich, zugleich abspielen am PC) als wenn Du eine CD kaufst. Alles ziemlich fragwürdig und unüberschaubar..[/QUOTE] Es gibt nur wenig CDs die einen Kopierschutz haben, an sich ist das Aufnehmen aus dem Radio erlaubt, allerdings werden da nie alle Lieder gespielt und der Sender hat dafür schon bezahlt. Wie das mit Streams ist weiß ich nicht, da diese noch nicht an die GEZ gekoppelt sind, aber das soll sich ja ändern. Normalerweise darf man nicht im Internet aufnehmen, soweit ich weiß. Bei Downloads ist es doch genauso wie mit CDs, du darfst rein rechtlich die CDs am PC abspielen und auch mehrfach als Sicherheitskopien brennen, nur du mußt eben dann die Originale vorweisen können und du darfst es nicht verbreiten ;) |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] [B]Na - und wer zahlt dann dem Künstler "Gehalt" für seine Kreativität, wenn das Ganze von der Vermarktung abgekoppelt wird? Ein Mäzen? Eine staatliche Künstlerbetreuungseinrichtung? Nach welchen Kriterien? Nach der Zahl der geschriebenen Stücke? Dann wird aus "Kunst" (kann man bei der Masse der Pop-Musik davon sprechen?) letztlich reine Akkordarbeit... Das ist auch nicht überzeugender. ;) [/B][/QUOTE] ...Ein Mänezatentum für Künstler, wie es in früherer Zeit - vor dem Kapitalismus - zumeist üblich war, an Fürstenhöfen und dergleichen, wäre sicher nicht verkehrt...hier könnte sich der Staat wirklich einmal nützlich machen, eine wirkliche Existenzberechtigung geltend machen - die er ansonsten kaum noch hat: Kunst zu fördern, anstatt ihre Liebhaber zu kechten und zu überwachen...daneben freie Kost und Logis für alle,(Grundeinkommen in ausreichender Höhe, wie bereits angesprochen wurde) unabhängig von irgendwelchen "Leistungen" in Sachen Lohnarbeit...der Künstler unterscheidet sich vom Lohnsklaven ja immerhin dadurch, dass er das, was er tut, gerne tut - weil er selbst es tun will - nicht weil jemand von ihm eine "Leistung" gegen Bezahlung fordert...während für den Lohnsklaven die Arbeit ja immer Zwangscharakter hat...ein wahrer Künstler jedoch, "muss" überhaupt keinen Roman oder eine CD veröffentlichen wenn er nicht will, und kann, auch wenn er es tut - unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen - nicht unbedingt darauf hoffen, von einer einzigen Veröfentlichung ein ganzes Leben lang "zehren" zu können...und wenn er sich entscheidet, mit seinem Werk an die Öffentlichkeit zu treten, dann bedeutet das auch stets, die "Kontrolle" über dessen weitere "Verwertung" zumindet teilweise - wenn nicht vollständig - aufgeben zu müssen...ich muss als Autor eines Romans z.B. ebenso damit rechnen, dass dieser verrissen, lächerlich gemacht, kritisiert wird...mir im schlimmsten Falle gar mehr Schaden als Nutzen einbringt...das alles muss man als wahrer Künstler häufig in Kauf nehmen... |
| Goat93 | Xeno: Der Staat fördert Kunst und Künstler en Mass, aber du wirfst schon die Ganze Zeit Wirtschaft und Staat zusammen, gerade da, wo es nicht passt. Der Staat bietet Kunst in allen Varianten an und hilft auch den Künstler durch Geldzugaben. Also ist es meines Erachtens Blödsinnig auf den Staat rumzuhacken, wenn das Problem im Verhalten der Bevölkerung liegt. Durch das Massive Missachten der Regeln kommen doch erst die ganzen Maßnahmen wie Kopierschutz und und und. Vorher gab es diese doch auch nur marginal, es liegt also an dem Menschen selbst.- Wenn jemand kein Geld für ausgeben will, muß er sich Gema freie Musik anhören, aber ständig die Top 100 haben und nix für Blechen geht nicht... |
| Move over Kate | [QUOTE]Muss man auch nicht - es würde reichen, den Menschen klar zu machen, dass sich Individualität nicht durch Konsum und Besitz auszeichnet, sondern durch innere Werte und Überzeugungen sowie durch die eigene Partizipation am gesellschaftlichen Geschehen (etwa durch künstlerische Aktivität etc.) [/QUOTE] Hm - auch wenn ich dir dem Grunde nach zustimme, ist das letztlich eine rein normative und damit subjektive Entscheidung. Für andere mag es das höchste der Gefühle sein, zweimal im Jahr nach Mallorca und einmal im Jahr in den Skiurlaub zu fahren und an sonsten auf den Rest der Gesellschaft zu - äh, das verkneif ich mir... ;) @ Xeno Ich glaube, dein Bild vom feudalen Hofstaat geht an bißchen an den historischen Gegebenheiten vorbei. Mir ist ein Sozialstaat wie der unsere mit all seinen Fehlern lieber wie der Hofstaat eines Sonnenkönigs, an dem sich parasitäre Adlige sammeln um sich selbst zu feiern, während das Volk nix zu fressen hat. ;) |
| Move over Kate | [QUOTE] eine Droge zum Überspielen seelischer und ideeller Mangelerscheinungen, Opium für ein Volk willenloser Marionetten darstellen. [/QUOTE] Auch das scheint mir noch nicht hinreichend empirisch belegt zu sein... :p |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] Ich glaube, dein Bild vom feudalen Hofstaat geht an bißchen an den historischen Gegebenheiten vorbei. Mir ist ein Sozialstaat wie der unsere mit all seinen Fehlern lieber wie der Hofstaat eines Sonnenkönigs, an dem sich parasitäre Adlige sammeln um sich selbst zu feiern, während das Volk nix zu fressen hat.[/QUOTE]Soo viel anders sieht das Bild heute auch nicht aus, heute sammeln sich statt der Adligen halt die Konzernchefs ... [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] hier könnte sich der Staat wirklich einmal nützlich machen, ... Kunst zu fördern, anstatt ihre Liebhaber zu kechten und zu überwachen...daneben freie Kost und Logis für alle ... unabhängig von irgendwelchen "Leistungen" in Sachen Lohnarbeit...der Künstler unterscheidet sich vom Lohnsklaven ja immerhin dadurch, dass er das, was er tut, gerne tut - weil er selbst es tun will - nicht weil jemand von ihm eine "Leistung" gegen Bezahlung fordert...während für den Lohnsklaven die Arbeit ja immer Zwangscharakter hat...ein wahrer Künstler jedoch, "muss" überhaupt keinen Roman oder eine CD veröffentlichen wenn er nicht will ... [/QUOTE]Das sehe ich auch so. [QUOTE][i]Original geschrieben von dasding [/i] Ideal wäre eine Erweiterung der staatlichen Unterstützung und Förderung von Künstlern, das Heranführen von Laien an künstlerische Ausdrucksformen als Mittel gesellschaftlicher Kommunikation wie auch individuell-emotionaler Mitteilung und Darstellung; Geld wäre - wie für viele andere Sachen auch - da, wenn man die Zwänge der internationalen Geldwirtschaft sowie die augenblicklich vorherrschenden Vorstellungen von der Verteilung gesellschaftlichen Reichtums erst einmal abgeschüttelt hätte, Zeit (bei den potentiellen Kulturschaffenden) auch.[/QUOTE]Zuerst müsste man sich darüber klar werden, was man überhaupt unter "gesellschaftlichem Reichtum" versteht. Meiner Ansicht nach kommen dabei all die Dinge zu kurz, die sich nicht in Geld ausdrücken lassen. :( [QUOTE]Die den Staat Führenden müssten die Bedeutung und Wichtigkeit von (bildenden) Künstlern für eine lebendige, prosperierende Gesellschaft anerkennen und dieser etwa durch das Schaffen des Berufsbildes "Künstler" (in all seinen Ausprägungen) sowie dem Anbieten einer gesicherten Perspektive für die Zeit nach Studium etc. Rechnung tragen.[/QUOTE]Dazu bedürfte es wieder irgendwelcher Mäzenen, die darüber entscheiden, was Kunst ist und was nicht, also hätten wir gar nichts gekonnt. Da erscheint mir das von dir genannte "Heranführen von Laien an künstlerische Ausdrucksformen" sinnvoller. Beim heutigen Stand der Technik(en) ist eigentlich Jeder dazu in der Lage, sich künstlerisch auszudrücken, wenn man ihm nur genügend Zeit und Raum dafür lässt. Mein Vorschlag wäre die von Xenomorph und Ronin76 angesprochene Grundsicherung für Alle, verbunden mit einer Verkürzung der geforderten Zeiten für Lohnarbeit. Man könnte künstlerische Arbeit als ehrenamtliche Tätigkeit ansehen. Damit würden Künstler ihren Status als Lohnarbeiter verlieren, und ich bin mir ziemlich sicher, dass sich dann die wirklich besseren Werke durchsetzen werden, und nicht die, an denen irgendwelche Konzernchefs am meisten verdienen. |
| Move over Kate | [QUOTE]die rein objektiven Fakten[/QUOTE] Über die können wir gerne auch schon streiten - ich bin zu sehr konstruktivistisch geprägt - um zu glauben, dass es objektive Fakten überhaupt gibt... ;) |
| Move over Kate | [QUOTE]Soo viel anders sieht das Bild heute auch nicht aus, heute sammeln sich statt der Adligen halt die Konzernchefs ...[/QUOTE] Nur müssen die noch erkennen, was das Volk bzw. der Kunde will - und marktgerecht das liefern, wofür ein Bedarf besteht. Insoweit haben sie noch eine gewisse Scharnierfunktion, die der vom Volk abgeschirrmte Hofstaat nicht hatte. Schlimm wird es erst dann, wenn diese Leute diktieren, wofür "angeblich" Bedarf besteht - aber dafür sollten einigermaßen "gebildete", "erzogene" oder "sozialisierte" Kunden nicht empfänglich sein. Um es mal so auszudrücken: Mein Handy ist 6 Jahre alt und kann hervorragend telefonieren - auch ohne polyphonen Klingelton (nein, MP3 spielt es auch nicht), Kamera etc.. Und eine Spielkonsole hab ich auch nicht... ;) |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von dasding [/i] Wenn man gewöhnt ist, die augenblickliche Gesellschaft als schlecht, verwerflich und inhuman wahrzunehmen, ... tendiert man zu der von mir vertretenen Perspektive. Sieht man unsere Gesellschafts- und Herrschaftsform hingegen als zumindest in ihren Grundlagen vertretbar, so kann man durchaus dagegen argumentieren und sagen, dass eben jeder Mensch in anderen Dingen Erfüllung findet.[/QUOTE]Das widerspricht sich meines Erachtens nicht. Worin Menschen Erfüllung finden, hat wenig mit der Gesellschafts- und Herrschaftsform zu tun. In meinen Augen ist eine Gesellschaft dann schlecht und inhuman, wenn sie die Menschen keine Erfüllung finden lässt. [QUOTE]Hier wäre zu untersuchen, wodurch diese Entscheidung eines Menschen geprägt wird und inwiefern die Gemeinschaft darauf Einfluss nehmen, und sie in eine sowohl für den Einzelnen wie für die Allgemeinheit profitablen und keine Widersprüche heraufbeschwörende Richtung lenken könnte.[/QUOTE]Da muss man meiner Meinung nach gar nicht viel untersuchen und lenken, sondern einfach erst mal den Fakt anerkennen, dass jeder Mensch in anderen Dingen Erfüllung findet. Solange die Bedürfnisse von Menschen missachtet werden, besteht die Gefahr, dass sie sich zur Sucht entwickeln, mit allen Risiken und Nebenwirkungen, die Süchte eben so haben. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i] Schlimm wird es erst dann, wenn diese Leute diktieren, wofür "angeblich" Bedarf besteht - aber dafür sollten einigermaßen "gebildete", "erzogene" oder "sozialisierte" Kunden nicht empfänglich sein.[/QUOTE]Keine Angst, die Kunden werden durch geschultes Marketing-Personal so gebildet, erzogen und sozialisiert, dass sie das fressen, was sie kriegen. Leute wie du und ich, die uralte Handies haben und noch viel ältere Musik hören, statt die neusten Chart-Hits zu kaufen, sind nichts weiter als "weltfremde Grufties, die unsere Wirtschaft ruinieren" ... |
| Move over Kate | Ein Argument mehr gegen Privatfernsehen und für die öffentlich-rechtlichen. Jamba-Klingelton-Werbung hab ich da noch keine gesehen. Und wenn man nach 20:00 Uhr einschaltet, bleibt man von Werbung verschont. Dafür zahl ich gern meine GEZ-Gebühr. ;) Übrigens hab ich seit meinem Umzug (Anfang November) keine Fernseher angeschlossen - keiner von uns vermisst ihn. Nur unsere Umwelt faselt "aber ihr müsst doch endlich mal den Fernseher anschließen". :D |
| Goat93 | [QUOTE]sind nichts weiter als "weltfremde Grufties, die unsere Wirtschaft ruinieren" ...[/QUOTE] Nein, sondern einfach ein anderes Marketingfeld :cool: |
| TheTurningPoint | @ Goat93 An die Leute, die freiwillig GEZ bezahlen und trotzdem nicht fernsehen (und womöglich selbst Marketing-Schulungen besucht haben), kommt man als Marketing-Fuzzi ziemlich schwer ran. Da ist es am Ende billiger, JustizministerInnen mit Marketing zu bearbeiten ... |
| Goat93 | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B]@ Goat93 An die Leute, die freiwillig GEZ bezahlen und trotzdem nicht fernsehen (und womöglich selbst Marketing-Schulungen besucht haben), kommt man als Marketing-Fuzzi ziemlich schwer ran. Da ist es am Ende billiger, JustizministerInnen mit Marketing zu bearbeiten ... [/B][/QUOTE] Das ist aber sehr kurzsichtig, denn alles ist Marketing. Ob du nun eine Underground Zeitschrift aufschlägst oder die Neue Post liest, beides hat spezielle gleiche merkmale, Werbung z.B. Und genau da ist der Ansatz. Auf Werbung reagieren nunmal die Leute unterschiedliche, einige fühlen sich angesprochen, andere nicht. Also macht man verschie- denste Werbung. Gerade das ganze Feld was sich selbst "Underground" oder "Anti Mainstream" nennt ist ein Super Feld zum austoben, denn da kann man erst richtig aufdrehen und rumspielen. Und der Gewinn ist doch allgemein schon ersichtlich, die Auflagen werden mehr und mehr, die Möglichkeiten des Absatzes breiten sich immer mehr aus, die Vertriebs und Verkaufsmöglichkeiten sind bestens und das wichtigste, das Image ist Human geworden, so das man alles verkaufen kann, ohne die üblen Probleme der Absatz- angst. |
| Ronin76 | @Goat93 [QUOTE]Xeno: Ich hab das Gefühl, das du ne Aversion gegen Geldverdienen hast. Du bräuchtest ein Kommunistisches Staatsystem wo alles gleichermaßen verteilt wird. Haben wir aber nicht. Ohne die Kosten für die Waren würde keiner was dafür bezahlen. Das ganze Finanzsystem ist sehr kaputt mittlerweile und sehr Paradox, allerdings muß man gerade dann zusehen, das die Leute auch was von dem bekommen, was ihnen gehört.[/QUOTE] Es ist irrelevant und rein spekulativ ob Xeno eine Aversion gegen Geldverdienen hat, seinen Standpunkt hatte er mehrmals klar gemacht. Wenn Waren nichts kosten, ist es nur logisch daß dann keiner etwas dafür bezahlen würde, darin sehe ich keinen Widerspruch. :rolleyes: Die Auswirkungen des kollektiven kapitalistischen Bewußtseins sind aber bei dieser Aussage unübersehbar. Kannst du dir vielleicht auch vorstellen, daß man nicht immer für alles bezahlen muß und trotzdem niemand zu Schaden kommt ? Erst durch die Inanspruchnahme von Besitz werden Menschen und auch Tiere/die Umwelt geschädigt. Ich werde dies an einem Bsp verdeutlichen: Wenn Person A, Person B Ressorcen entwendet, hat Person B keine Ressorcen mehr und ist somit geschädigt worden. Dies unterliegt der Annahme, daß alle Bewohner auf zB der Erde den gleichen Anspruch auf Ressorcen haben. Es gibt jedoch leider zu viele A-Personen. Diese versuchen nun sich weitere Vorteile zu verschaffen, indem sie Waren so teuer wie möglich verkaufen, die eigentlich allen Bewohnern des Planeten gehören. Das ist Kapitalismus. @Move over Kate [QUOTE]Und ich bezweifle, dass man den zu grunde liegenden Hang zum Individualismus "ausmerzen" kann... Und es wäre eigentlich auch nicht erstrebenswert.[/QUOTE] Es hatte doch niemand behauptet daß dies erforderlich wäre. Dies ist eine rein subjektive Befürchtung deinerseits. Individualismus kann auch ausgelebt und praktiziert werden ohne Mitmenschen auszunutzen, ich sehe in der Grundversorgung sogar noch ein weitaus größeres Potential zu Individualität, da die finanziellen Ketten fehlen würden. Es würde auch sogenannte "Kriminialität" meiner Meinung nach verrringern, vor allem die Beschaffungskriminalität. Heute haben viele Menschen finanzielle Existenzängste und es ist bekannt daß Angst fast immer zu Agression und Gewalt führt, diese Agression kann sich auch gegen eine Person selbst richten und wird so leicht übersehen. Diese Menschen können dadurch schwer krank werden und müssen von anderen Personen unterstützt werden. Auch dies ist eine Folge vom Kapitalismus und gesamtökonomisch betrachtet ist dann der Gewinn des Kapitalismus auf einmal gar nicht mehr so groß, da er den Großteil der Menschen krank macht, nur damit eine kleine Oberschicht gut leben kann. Unterm Strich also ein Minusgeschäft für die gesamte Menschheit. [QUOTE]Wer sich hier gegen gebührenfinanziertes "Staatsfernsehen" ausspricht, andererseits aber gegen das kapitalistische System wettert, sollte sich doch darüber im klaren sein, dass Privatfernsehen ohne staatliche Kontrolle und staatliche Gegenkonzepte (sprich öffentlich-rechtliches Fernsehen) ein weiterer Schritt in Richtung "Amerikanisierung der Medienlandschaft" wäre. Und darauf habe ich überhaupt keine Lust. [/QUOTE] Das verstehe ich jetzt überhaupt nicht ! Seit wann ist denn Fernsehen überlebensnotwendig ? Ich habe jedenfalls keine Lust darauf monatlich viel Geld an die GEZ/Staat abdrücken ZU MÜSSEN, nur damit die ihre Propagandasendungen ausstrahlen können, die ich ÜBERHAUPT NICHT sehen will und auch NICHT freiwillig ansehe oder höre ! Nicht alles aus den USA ist schlecht und darum würde ich in diesem Einzelfall amerikanische Verhältnisse deutlich gegenüber Deutschen bevorzugen. |
| Kinch | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] Wenn Person A, Person B Ressorcen entwendet, hat Person B keine Ressorcen mehr und ist somit geschädigt worden. Dies unterliegt der Annahme, daß alle Bewohner auf zB der Erde den gleichen Anspruch auf Ressorcen haben.[/QUOTE] Das nennt man auch im Kapitalismus Diebstahl. Und da gibts Gesetze gegen. [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] Es gibt jedoch leider zu viele A-Personen. Diese versuchen nun sich weitere Vorteile zu verschaffen, indem sie Waren so teuer wie möglich verkaufen, die eigentlich allen Bewohnern des Planeten gehören. Das ist Kapitalismus.[/QUOTE] Welche Waren gehören denn allen Menschen? Autos? Computer? Welches Allgemeingut wird denn Verkauf? Die Luft? Die Sonne? |
| Ronin76 | [QUOTE]Das nennt man auch im Kapitalismus Diebstahl. Und da gibts Gesetze gegen.[/QUOTE] Ja es gibt Gesetze aber nicht immer dagegen. Gesetze sind nichts anderes als zur Schrift gebrachte Interessen. Wer genug Macht hat kann Gesetze verfassen, die eigene Interessen "schützen". Diese Mächtigen sind zB Politiker, Lobbyisten und Milliardäre. Wer verfasst diese Gesetze ? Du, Ich, der kleine Mann von nebenan ? Ganz bestimmt nicht. [QUOTE]Welche Waren gehören denn allen Menschen? Autos? Computer? Welches Allgemeingut wird denn Verkauf? Die Luft? Die Sonne?[/QUOTE] Ich hatte noch überlegt anstatt "Waren" das Wort "Ressourcen" zu verwenden, weil das exakter wäre, aber lies es dann doch so stehen. :o Aus Ressourcen/Rohstoffen werden früher oder später Waren produziert, dh das Auto, der Computer, oder was auch immer bleibt im Prinzip immer noch Allgemeingut. Und es werden Rohstoffe eingesetzt, welche für die Produktion an sich (Energie, Hilfsmittel, etc) benötigt werden, dazu kommt noch die Arbeitskraft, welche in Relation zu den Rohstoffen gesehen massenweise (potentiell) vorhanden und regenerierbar ist. Und bitte nochmal genau lesen, ich schrieb nicht, daß diese Ressourcen nur den Menschen gehören, sondern allen Bewohnern der Erde, dazu gehören auch Tiere und wenn man so will die Pflanzen. An den letzten beiden Gruppen wird aber gerne Raubbau bzw Massenmord betrieben, weil die sich nicht so schnell und einfach wehren können, aber nach und nach schadet sich die Menschheit dadurch nur selbst. Die nordamerikanischen Indianer und andere "primitive" Naturvölker waren und sind da der modernen, verblödeten, westlichen Zivilisation um Welten voraus. |
| Apex | [QUOTE]Diese Mächtigen sind zB Politiker, Lobbyisten und Milliardäre. Wer verfasst diese Gesetze ? Du, Ich, der kleine Mann von nebenan ? Ganz bestimmt nicht.[/QUOTE] Du, ich und der kleine Mann von nebenan können aber problemlos Politiker oder Lobbyisten werden...zugegeben, beim Milliardär wirds schwieriger. Und die Sache mit dem Politiker und Lobbyisten geht teilweise schneller als man denkt, kaum war ich in der Gewerkschaft, war ich in der JAV und schon stand ich vor 400 Bauhöflern und redete über Privatisierung. Kaum war ich in der Partei, stand ich auch schon aufm Wahlzettel zur Kommunalwahl. Es ist echt gar net soooo schwer. [QUOTE]Die nordamerikanischen Indianer und andere "primitive" Naturvölker waren und sind da der modernen, verblödeten, westlichen Zivilisation um Welten voraus.[/QUOTE] Joa...Kasinos sind eine relativ saubere Einnahmequelle und das Salatbüffet Allgemeingut. ;) :p |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i] Xeno: Ich hab das Gefühl, das du ne Aversion gegen Geldverdienen hast. Du bräuchtest ein Kommunistisches Staatsystem wo alles gleichermaßen verteilt wird. Haben wir aber nicht. Ohne die Kosten für die Waren würde keiner was dafür bezahlen. Das ganze Finanzsystem ist sehr kaputt mittlerweile und sehr Paradox, allerdings muß man gerade dann zusehen, das die Leute auch was von dem bekommen, was ihnen gehört.[/quote] Und wenn dem so wäre, so aus gutem Grund, nämlich weil es weitaus besseres auf der Welt gibt, als die sehr begrenzte Lebenszeit, die uns auf dieser Welt verbleibt, an Lohnsklaverei für "fremde Herren" und ihr Geld zu vergeuden...die mir das erarbeitete Produkt dann im Endeffekt auch noch wegnehmen, bzw. - stehlen - um es mir später weit unter seinem Gegenwert - nämlich meiner vergeudeten Lebensenergie - in Warenform "zurückzuverkaufen"...da kann ich mir besseres vorstellen, wenn überhaupt, dann wäre das Wort "Diebstahl" hier weitaus angebrachter - aber nicht, wenn ich meine CDs tausendfach kopiere und an meine Freunde weiterverschenke... [quote]Allerdings eine Geschützte Musik zu hören und zu verbreiten ist Diebstahl, dementsprechend wird es auch geahndet. [quote]Warum ist es Diebstahl? Einfach weil es geschützt wird. Allein schon aus dem Grund, denn man schützt nicht seine Werke aus Jux und Dollerei. [/B][/QUOTE] Nein, eben darum nicht, sondern weil es sich bereits zuvor jemand angeeignet hat - und seinen eigenen Diebstahl - denn Eigentum [I]ist[/I] Diebstahl - durch den staatlichen Repressionsapparat als "legal" absegnen lässt...weil er die dazu nötige Lobby, das erforderliche Geld und damit die Macht hat, seinen "Anspruch" auf Eigentum gegen mich durchzusetzen... |
| Demon17 | [QUOTE]Und wenn dem so wäre, so aus gutem Grund, nämlich weil es weitaus besseres auf der Welt gibt, als die sehr begrenzte Lebenszeit, die uns auf dieser Welt verbleibt, an Lohnsklaverei für "fremde Herren" und ihr Geld zu vergeuden...die mir das erarbeitete Produkt dann im Endeffekt auch noch wegnehmen, bzw. - stehlen - um es mir später weit unter seinem Gegenwert - nämlich meiner vergeudeten Lebensenergie - in Warenform "zurückzuverkaufen".[/QUOTE] Was schlägst Du vor, Subsistenzwirtschaft auf kleinen Parzellen, oder Genossenschaften mit Anteilsscheinen, die im Grunde ebenso funktionieren? Kauf Dir Aktien, dann bist Du selbst ein "Herr". |
| Goat93 | [QUOTE]denn Eigentum ist Diebstahl [/QUOTE] [img]http://www.mysmilie.de/smilies/frech/3/img/014.gif[/img] Sorry, ich glaub damit hat sich die Kommunikation erledigt |
| totesfleisch | ich frag mich nur immer wie man die ganze musik überhaupt noch hören kann. ich hab mich mittlerweile nur auf ca. 6 interpreten festgelegt. mehr ist finanziel sowieso nicht drin. wenn ich zeitungen (sei es orkus oder zillo oder was auch sonst, emp zb) aufschlage werde ich mit einer flut an material zugeschüttet .... es geht nur noch um vermarktung, da braucht man sich nichtmal mehr die mühe zu machen "das beste" und wirklich einzigartige rauszusuchen. zumal man heutzutage gar nicht mehr unterscheiden kann was einzigartig und großartig ist. es war doch alles schon da. es wird auch alles wieder verschwinden. the rasmus wirst du in 4 jahren oder so nichtmal mehr kennen. das behaupte ich einfach mal frech |
| Ronin76 | "the rasmus" ist auch nicht gerade ein Paradebeispiel an guter Musik, genau genommen ist die Band eine Beleidigung der Musik. Diese Band kenne ich nicht mal jetzt genau und will sie auch gar nicht näher kennen lernen. Wenn man Zeitschriften wie Zillo und Co konsultiert um sich musikalisch orientieren zu können, braucht man sich auch nicht wundern daß die konsumierte Musik dann Schrott ist. Da höre ich dann lieber um ein paar Dekaden ältere Musik und habe dafür deutlich mehr Qualität und Authentizität zur Auswahl. Da gibts Bands die höre ich selbst nach über 5-10 Jahren immer noch gerne und regelmäßig. |
| yulivee | Äääähm Leute... eure Preiskalkulation bei den Cds/Lps kann man durch die Herstellungskosten gerade eben noch so nachvollziehen, das is ja doch schon Aufwand. Aber wie kann sich dann ein Online-Musikportal dazu erdreisten denselben oder nur wenig geringeren Preis für ein Album zum downloaden zu verlangen? Hier hab ich ja nur das mp3 (und das manchmal in mieser 128kbp/s Quali :q ), kein Booklet, kein Rohling, kein Case, nix sondern zusätzlich Ärger mit lizenzen, die man Laden muss. Und ganz ehrlich 0.99 Cent (musicload) bis 1,50 (magix) ist mir wirklich zu viel Geld fürn Lied. Das da immer mehr illegal ziehn statt zu kaufen wundert ich nicht. In den achso-tollen-30-Sekunden-Hörproben is immer irgendein Auschnitt mitten aus dem Lied, der dir rein gar nix sagt. Ich schneide am liebsten Webradio mit, Cd kaufe ich nur von den wirklich engsten Lieblingsbands und da auch erst n paar Wochen nach VÖ. Yulivee |
| Ronin76 | Das Dumme bei solchen gekauften MP3 Dateien ist nur daß man kaum nachweisen kann, daß sie legal erworben wurden, da kann man gleich Torrent und Emule benutzen ;). Für 128 kbps Qualität auch noch Geld zu bezahlen ist eh ein schlechter Witz ! Die Rechtslage in der Schweiz finde ich um einiges besser. Dort wurde gesetzlich entschieden, daß es dem Bürger nicht zumutbar sei, zu unterscheiden welche Musikstücke und Downloadportale nun legal oder illegal seien. Der Download ist dort also generell legal, nur der Upload nicht. |
| yulivee | Ich glaub ich wander in die Schweiz aus... Es ist so, das man, falls man beim plattencrash seine lizenzen verliert, seine ganze musik nicht mehr abspielen kann. Ist meiner Mutter mal passiert -.- Und wie du schon richtig erwähnt hast, kann man nicht unterscheiden, was legal und was nicht is, deswegen hat sie auch damals keinen ersatz dafür bekommen Seit dem brennt sie sich ihre geladenen Lieder als normale Audio-CD um sie anschließend wieder in mp3's umzuwandeln :D Aber woher jetzt der horrende Preis von 1 Euro pro lied kommt weis ich immer noch nicht. Klar, ein Webshop kostet auch Geld, aber längst nicht so viel wie ein real existierendes Geschäft, er hat ja nur gaaaaanz wenig Mitarbeiter im Vergleich zu Media und co (gut... da muss man auch suchen, bis man einen findet, das geb ich zu^^) und auch so Sachen wie Kosten für Strom Wasser und Heizungskosten hat er auch nicht. Schon merkwürdig, was? |
| Ronin76 | Die Preisrelation von Downloadshop-MP3s zur Original-CD ist ungefähr so wie die von einer Original-CD zu den tatsächlich entstandene Kosten. Da liegen Welten dazwischen und das nennt sich dann Gewinn. Ist aber bei fast allen Produkten der Fall, sei es ein neues Auto oder ein Staubsauger. Demzufolge ist das ganze Wirtschaftssystem auf der Welt merkwürdig. Ich verstehe aber nicht wieso deine Mutter zuerst eine Audio-CD brennt und dann wieder MP3s daraus rippt. Da keine Original-CDs vorhanden sind ist das Unfug und ändert auch die Rechtslage nicht, so daß man sagen könnte daß es private Sicherheitskopien sind. Der Effekt beruht also nur auf unnötigen Kosten, Zeit und einer schlechteren Tonqualität bei den neu gerippten MP3s. |
| yulivee | nein,nein das hast du falsch verstanden. Meine Mutter brennt die Titel MIT den Lizenzen als normale Audio-CD, die sie dann wieder rippt um mp3s OHNE Lizenzen zu bekommen. Dadurch kann man sie leichter (bei ihr überhaupt erst) auf den mp3-player schieben und problemlos kopieren.;) |
| Ronin76 | Ok aber Sinn macht das trotzdem nicht viel. Sie bezahlt viel Geld (deutlich mehr als für eine Original-CD) um sich strafbar zu machen, da man den Kauf nicht mehr nachweisen kann. Dabei ist nicht mal sichergestellt, daß die Künstler davon einen winzig kleinen Bruchteil in Form von GEMA-Gebühren abbekommen. Gib doch mal "emule" in deiner Suchmaschine ein ! ;) Die Aufteilung der GEMA-Gebühren ist auch sehr interessant: 60% vom Geld teilen sich 9% der Mitglieder (u.A. Künstler) = durchschnittlich 6,66% je 1% Mitglieder 26% vom Geld teilen sich 91% der Mitglieder (u.A. Künstler) = durchschnittlich 0,29% je 1% Mitglieder 14% vom Geld verbraucht die GEMA selbst !!! [URL=http://www.keimform.de/2007/11/22/auslaufmodell-gema/]Quelle[/URL] |
| Apex | [QUOTE]14% vom Geld verbraucht die GEMA selbst !!![/QUOTE] Ich hätte gedacht, es ist mehr. Immerhin wollen die ganzen Angestellten, die Ausstattung, Mieten etc. bezahlt sein... |
| Goat93 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] [B]Ok aber Sinn macht das trotzdem nicht viel. Sie bezahlt viel Geld (deutlich mehr als für eine Original-CD) um sich strafbar zu machen, da man den Kauf nicht mehr nachweisen kann. Dabei ist nicht mal sichergestellt, daß die Künstler davon einen winzig kleinen Bruchteil in Form von GEMA-Gebühren abbekommen. Gib doch mal "emule" in deiner Suchmaschine ein ! ;) Die Aufteilung der GEMA-Gebühren ist auch sehr interessant: 60% vom Geld teilen sich 9% der Mitglieder (u.A. Künstler) = durchschnittlich 6,66% je 1% Mitglieder 26% vom Geld teilen sich 91% der Mitglieder (u.A. Künstler) = durchschnittlich 0,29% je 1% Mitglieder 14% vom Geld verbraucht die GEMA selbst !!! [URL=http://www.keimform.de/2007/11/22/auslaufmodell-gema/]Quelle[/URL] [/B][/QUOTE] Du mußt aber nicht Gema nutzen, das weißt du sicherlich? Die meisten Bands haben keine Gema, daher ist die sowieso außen vor bei kleineren Bands und deren trotzdem hohen CD Preisen :D |
| Ronin76 | Woher soll ich aber wissen, welche Band Mitglied bei der GEMA ist und welche nicht ? Auf manchen CDs ist das Label aufgedruckt, aber nicht auf der Hülle. |
| Goat93 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] [B]Woher soll ich aber wissen, welche Band Mitglied bei der GEMA ist und welche nicht ? Auf manchen CDs ist das Label aufgedruckt, aber nicht auf der Hülle. [/B][/QUOTE] Da schauste auf der Gema HP und suchst ob Gema druff is oda nicht, oder anrufen oda anmailen ^^ [url]http://mgonline.gema.de/soundcarrier/searchArea.do[/url] sin aba nich alle Sachen drinne |