| SoulReaper696 | Es wird immer 'besser'. Mehr fällt mir dazu au net ein. Was haltet ihr davon? |
| Tapio Bearking | Quelle? |
| ange gardien | Haben die Eheleute zu Spenden für einen ganz bestimmten Zweck aufgerufen, oder hat irgendjemand einfach ein Spendenkonto eröffnet und denen die Kohle rüber geschoben? Sollte letzteres der Fall sein, wass sollen die mit dem Geld denn sonst machen? |
| Odessa | [url]http://www.n-tv.de/872678.html[/url] Der Madeleine-Fall. |
| Tapio Bearking | Danke. |
| ange gardien | Wenn die sich freistellen lassen ( was imho nicht viel bringt aber bei Eltern in dieser Situation verständlich ist ), müssen sie ja ihre laufenden Kosten irgendwie decken. Und das 1,5 Mio. zusammen kommen, dafür können sie ja nichts. Ich sehe daran jetzt nichts verwerfliches. Man sieht nur wieder, dass ( wie bei sehr vielen Spendenaktionen ) Wunsch der Spender und Wirklichkeit etwas auseinander driften. |
| Apex | Ooookay...mal abgesehen davon dass das Eröffnungsposting mehr als dürftig ist, wo ist das Problem? Die Eltern haben sich für die Suche unbezahlten Urlaub genommen und ein Spendenkonto eingerichtet um eben den Verdienstausfall, der durch die Suche entsteht, kompensieren zu können. Ist doch vollkommen legitim. |
| belladonna | Schließe ich mich ange gardien und Apex an. |
| more | Der Fall wird immer merkwürdiger. Das liegt aber sicher nicht an der Familie sondern an der Presse. Spender wollen natürlich wissen, wohin das Geld fließt. Aber sollen die Mc Canns verarmen? Schließlich arbeiten beide seit dem Verschwinden ihres Kindes nicht mehr. |
| Odessa | Das Spendenkonto ist, wie man dem Artikel auch entnehmen kann, ja jetzt für diese "wir bezahlen davon unser Haus ab-Aktionen" gesperrt eben WEIL das Ehepaar selbst der Tat verdächtig ist. Von daher erübrigt sich eigentlich jedes Aufregen. |
| belladonna | Und am allerwenigsten sollten sich Leute aufregen, die sowieso nichts gespendet haben :D Denen geht ja schließlich nichts verloren :rolleyes: Im Gegenteil sie haben mal wieder eine Gelegenheit ihren Blutdruck in Schwung zu bringen :D Ich glaube nicht daß dieser Thread hier viel bringt, davon wird Maddie auch nicht schneller gefunden ... |
| more | [QUOTE]... und an diejenigen, die Anteil nehmen an diesem ganzen Theater: Ihr wollt doch nur Eure Projektionsfläche nicht verlieren, Ihr Egoisten![/QUOTE] Pathetischer Schmarrn. [QUOTE]Das ist eigentlich ein Luxus. Wer kann es sich schon leisten nach einem Todesfall/Entführung oä in der Familie so lange nicht zu arbeiten![/QUOTE] Luxus ja, aber andererseits gibt sich die Familie nicht einfach mit dem Schicksal ab und tut mehr, als andere Familien, die nur hoffen, dass die Polizei ihr vermisstes Kind findet. Insofern hat mich die ganze Aktion schon beeindruckt. Anfangs zumindest. Denn selten habe ich erlebt, dass Eltern so die Medien einschalten und somit auch den Täter unter Druck setzen. Nun, mittlerweile hat aber das Ganze einen komischen Geschmack bekommen. Es dauert zu lange und die Mc Canns präsentieren immer wieder "Freunde" die "plötzlich" den Entführer gesehen haben wollen... Warum jetzt erst? Für mich machen die Verdächtigungen gegen die Eltern durchaus Sinn. Aber jeder ist so lange unschuldig, bis das Gegenteil erwiesen ist. Im Übrigen, es gibt durchaus Menschen, die sich für andere Interessieren und gerne auch was geben. Daher ist spenden durchaus nobel. Für welchen Zweck ist dem Spender überlassen. Und nur weil er sich für diesen Zweck entschieden hat, ist er kein schlechterer Mensch. Derartige Verurteilungen finde ich geschmacklos. |
| Onissa | Hm, sollen sie doch damit machen was sie wollen. Ich weiß nur nicht, für was die Leute ihnen Geld in den Allerwertesten schieben. Jeden Tag verschwinden 100e von Kinder, und deren Eltern bekommen nicht 1 1/2 Mio. zugesteckt, nur weil sie nicht laut schreien. Aber solange die Leute noch für sowas (manche würden es wohl Nächstenliebe nennen) Geld übrig haben.... aber man muss den Eltern lassen, dass sie die Tragödie ihres Kindes gut vermarkten können. |
| more | Onissa, du denkst viel zu kurz. Spender haben oft ein ähnliches Schicksal. Familien deren Kinder auch verschwunden sind, die Bekannte, Verwandte mit so einem Schicksalsschlag haben, usw. Ich spende auch für die Betroffenen einer Krankheit, die nur 0,00001 % der Menschheit hat. Eben weil mein Patenkind davon betroffen ist. Bin ich desswegen blöd, doof, kurzsichtig oder schmeiße ich mein Geld zum Fenster raus? Ich könnte ja auch für die Krebshilfe spenden. Ich tu es aber nicht. Weil meine Priorität eine andere ist. Lass mich mal deinen Satz vollenden: [QUOTE]Aber solange die Leute noch für sowas (manche würden es wohl Nächstenliebe nennen) Geld übrig haben....[/QUOTE] ... ist die Welt noch ein Ort an dem man leben möchte, da sich nicht nur jeder selbst der Nächste ist. Ob es Sinn macht für die Mc Canns zu spenden ist jedem selbst überlassen. Aber der ein oder andere wird Sinn darin sehen, sonst würde er es nicht tun. Und wenn es nur ist, um sich ein kleines bisschen besser zu fühlen, da man dem eigenen Schicksal hilflos ausgeliefert ist. |
| SoulReaper696 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tapio Bearking [/i] [B]Quelle? [/B][/QUOTE] Quelle: ICQ-News. Hab keine zeit mir jetze alles durchzulesen und darauf dann zu reagieren kommt aber noch. |
| Onissa | [QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i] [B]Onissa, du denkst viel zu kurz. Spender haben oft ein ähnliches Schicksal. Familien deren Kinder auch verschwunden sind, die Bekannte, Verwandte mit so einem Schicksalsschlag haben, usw.[/B][/QUOTE] Das ist mir durchaus bewusst, dass manche Menschen tiefgehende Beweggründe für soetwas haben. Allerdings kann ich es für mich nicht nachvollziehen, da es meiner Meinung nach immer genügend Elend um einen herum gibt, bei dem man genau weiß, dass das Geld oder die Hilfe ankommt wo sie soll. [B]Bin ich desswegen blöd, doof, kurzsichtig oder schmeiße ich mein Geld zum Fenster raus?[/B] Liebe more, ich hätte von dir gedacht, dass du anderen keine Worte in den Mund legst *gg* Oder habe ich irgendetwas dergleichen behauptet? (also wirklich geschrieben, nicht was du daraus eventuell interpretiert hast) [B]Ich könnte ja auch für die Krebshilfe spenden. Ich tu es aber nicht. Weil meine Priorität eine andere ist.[/B] Und das ist dein gutes Recht. Und meine Priorität wäre meinen Eltern bei den Krediten zu unterstützen, oder dafür zu sorgen, dass es meiner Familie gut geht. Jedem das Seine... [B]... ist die Welt noch ein Ort an dem man leben möchte, da sich nicht nur jeder selbst der Nächste ist.[/B] Bin ich denn egoistisch, wenn ich möchte, dass es mir gut geht? Und meiner Familie? Und meinen Freunden? Ich empfinde keine Befriedigung darin, hungernden Kinder irgendwo am anderen Ende der Welt das bisschen was ich habe zu geben, oder in irgendwelche Organisationen Geld zu stecken das ich nicht wirklich übrig habe. Mein Lebensstandart mag höher sein als in armen Ländern, aber trotzdem ist er in diesem Land nicht besonders hoch. Und ich schäme mich nicht dafür, irgendwo auch daran zu denken wie es mir geht, anstatt an wildfremde Menschen zu denen ich keinerlei Bezug habe. [B]Aber der ein oder andere wird Sinn darin sehen, sonst würde er es nicht tun. Und wenn es nur ist, um sich ein kleines bisschen besser zu fühlen, da man dem eigenen Schicksal hilflos ausgeliefert ist. [/B] Gut das es diese Menschen gibt. Meine Meinung bleibt trotzdem die Gleiche. Ich versuche lieber nicht hilflos zu sein, oder wenigstens den Menschen zu helfen die mir etwas bedeuten und wo ich etwas greifbares bewirken könnte. |
| more | Ich sage ja auch nicht, wer nicht spendet ist schlecht. Ich habe nur etwas gegen Menschen, die selbst nichts tun (nur für sich, Familie oder engen Umkreis), aber die Selbstlosigkeit anderer verurteilen. Wer den Menschen in seiner Umgebung hilft, ist genauso wertvoll. Auf die Hilfe kommt es an, aber wenn bei mir alles ok ist (was es leider überhaupt nicht ist), kann ich ja im weiteren Umkreis helfen, wenn ich das will. Sollten meine Worte zu herbe gewesen sein, bitte ich das zu entschuldigen, sie waren längst nicht so hart gemeint. |
| Kinch | Ja ja, furchtbar, wie kann man nur ein paar Euro Eltern geben die ihr Kinder verloren haben? Was sind das nur für kranke Gestalten die sowas machen? Und die Polizei erst: Stellen tatsächlich Personal ab um ein Gewaltverbrechen aufzuklären. Das können die doch in ihrer Freizeit machen, wofür bezahlen wir die eigentlich? Die wahren Helden dass sind die die im Internet sich über Spendenaktionen aufregen. Denn nachweißlich fördert das den Weltfrieden, macht 1 Million Kinder am Tag satt und hilft Täter zu identifizieren. [quote] Bin ich denn egoistisch, wenn ich möchte, dass es mir gut geht? Und meiner Familie? Und meinen Freunden?[/quote] Wie schlechts genau würde es denn dir, deiner Familie und deinen Freunden gehen, wenn du sagen wir 10 Euro spenden würdest? |
| Onissa | [QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i] [B]Sollten meine Worte zu herbe gewesen sein, bitte ich das zu entschuldigen, sie waren längst nicht so hart gemeint. [/B][/QUOTE] Nein nein, waren sie nicht. [QUOTE][i]Original geschrieben von Kinch [/i] [B]Die wahren Helden dass sind die die im Internet sich über Spendenaktionen aufregen. Denn nachweißlich fördert das den Weltfrieden, macht 1 Million Kinder am Tag satt und hilft Täter zu identifizieren.[/B][/QUOTE] Nein! Die wahren Helden sind diejenigen, die mit ihren Kommentaren nicht zu einer Diskussion beitragen, sondern rein provokativ agieren. Denn nachweißlich fördert das den Weltfrieden, macht 1 Million Kinder am Tag satt und hilft Täter zu identifizieren. [QUOTE][i]Original geschrieben von Kinch [/i] [B]Wie schlechts genau würde es denn dir, deiner Familie und deinen Freunden gehen, wenn du sagen wir 10 Euro spenden würdest? [/B][/QUOTE] Nunja, mein derzeitiger genauer Kontobetrag beläuft sich auf 3,08 €. Mal davon ab das ich die 10€ nicht habe, gehts mir sehr schlecht dabei, da ich nichts zu essen im Kühlschrank habe. |
| Darket | Im Gegensatz zu Deinem letzten Beitrag hat Kinch tatsächlich etwas zum Thema beigetragen, auch wenn das eventuell nicht für jeden zu erfassen ist. Von daher bitte ich doch von unreflektierten Anschuldigungen Abstand zu nehmen oder aber, so ernsthafte Probleme bzgl. des Diskussionsstils Einzelner bestehen, diesen privat zu kontaktieren und diese nicht in einen Diskussionsthread zu schleifen. Danke Darket |
| autumnnight | vorsicht mit der hexenjagd (sprich: "eltern = verursacher").. ..wer lesen möchte, was daraus passieren kann, dem sei "hexenwiege" von gillian white empfohlen |
| belladonna | Ich kann ja durchaus die Seite verstehen die sagt, daß täglich unzählige Menschen und Kinder verschwinden nach denen kein Hahn kräht und das man das auch mal bedenken sollte. Aber deshalb ist es noch lange nicht richtig einem Elternpaar das Recht abzusprechen alles dafür zu tun ihr Kind wieder zu finden. Wenn sie die Möglichkeit haben einen derartigen Medienrummel zu veranstalten warum denn nicht? Eurer Meinung nach sollen sie aus Rücksicht gegenüber den Eltern die nicht das Glück haben finanziell und gesellschaftlich so gestellt zu sein, diese Möglichkeit zu nutzen, es bleiben lassen und hoffen daß die Kleine von allein wieder auftaucht, oder wie soll ich das verstehen. Und "wer lesen kann ist klar im Vorteil!": Seit der Verdacht auch auf die Eltern gefallen ist, wurde die Spendenaktion von ihrer Seite aus beendet ;) |
| belladonna | [QUOTE]Dann können sie ruhig auch die negativen Seiten davon in Kauf nehmen....[/QUOTE] Die negativen Seiten sind vor allen Dingen Menschen die undifferenziert auf jeden Mist anspringen der ihnen von der Presse vorgeworfen wird :rolleyes: Es ist egal in welchem Verhältnis hier was zu irgendwas steht. Diese Eltern wollten einfach nichts unversucht lassen, uns steht einfach kein Urteil darüber zu was sie hätten tun und lassen sollen, denn wir befinden uns (gottseidank) nicht in ihrer Situation! Na dann noch viel Spaß beim Zähneblecken und Mäulerzereissen...:rolleyes: Ich verabschiede mich dann, weil ich hier nichts tun kann was den Eltern von Maddie in irgendeiner Weise weiterhelfen würde. |
| Kinch | [QUOTE][i]Original geschrieben von serene_fall [/i] Nein, ich möchte den McCanns nicht das Recht absprechen, ihr Kind zu suchen, aber der Aufwand steht in keinem Verhältnis zu den Resultaten![/QUOTE] Das meine ich aber auch. Mal angenommen die Eltern hätten bereits circa 50 000 Euro in die Tochter investiert. Bedenkt man den Verdienstausfall, ist es ökonomisch unsinnig weiter nach dem Kind zu suchen. Billiger für die Allgemeinheit wäre die Zeugung eines weiteren Kindes und die Wiederaufnahme der Arbeit. [QUOTE][i]Original geschrieben von serene_fall [/i] Ausserdem wäre Maddie ein Fall für den Psychiater, wenn sie je wieder auftauchen sollte, ganz egal, was ihr ein Entführer angetan oder nicht angetan hat. Die würde keinen Schritt mehr ohne Presse gehen können, die Story wär genau so ausgeschlachtet worden wie das Verschwinden. Tolles Leben.... [/QUOTE] Stimmt: Bei einer Menschenentführung ist bekanntlich der Medienrummel der belastenste Faktor für das Opfer. Sinnvoller wäre vermutlich das Kind, sollte es wieder auftauchen, gleich zu entsorgen. Für jeden anständigen Homo Oeconomicus ist es sofort einsichtig, dass die durch eine Therapie entstehenden Kosten zu vermeiden sind, da sie in jedem Fall die bereits in den Menschennachwuchs geleistete Investitionen überschreiten. Fazit ist aber, dass der Medienrummel kontraproduktiv ist. Ich bin überzeugt: Würde nicht soviel darüber berichtet, würde serene_fall sich mit viel wichtigeren Formen der Kindesentführung befassen - oder zumindest argumentativ darlegen, warum ihm auch diese Entführungen am Hintern vorbei gehen. |
| belladonna | "Unterdessen kritisierten die Eltern eine Satire über Madeleine in dem deutschen Magazin «Titanic». Der Artikel sei «extrem verletzend» und «vollkommen respektlos», sagte Sprecher Clarence Mitchell. Das Magazin habe keine Erlaubnis, das Bild der Vierjährigen zu benutzen, Anwälte würden die Veröffentlichung nun prüfen. Die «Titanic» zeigt Produkte aus einem Supermarkt mit dem Bild und dem Namen des britischen Mädchens («Maddie» statt «Maggi»). Darunter ist auch ein Reiniger, der verspricht, alle Spuren zu beseitigen und gegen den selbst DNA-Tests nichts ausrichten könnten. Redakteur Oliver Nagel sagte, der Artikel sei keine Kritik an den McCanns und nur für das deutsche Publikum bestimmt. Die Redaktion werde sich nicht entschuldigen. Madeleine verschwand am 3. Mai aus einem Ferienappartement in Südportugal." freenet ist mit Sicherheit nicht gerade die seriöseste Quelle, aber wenn das stimmt, finde ich das wirklich geschmacklos und viel mehr Grund zur Aufregung. |
| Jester | So hart das auch klingen mag, wer an die Medien geht muss mit dem kompletten Echo rechnen, es sind Konsequenzen welche in gewisser Weise vorprogrammiert sind. Natürlich steht es jetzt jedem frei sich auch darüber wieder aufzuregen oder es aber als satirische bzw. Pressefreiheit zu bezeichnen. Aber ohne persönlich wertend auf den Artikel der "Titanic" einzugehen oder auf die Tatasache was ich persönlich von dem Fall Madeleine halte ist es nunmal ein Teil des Echos, genau wie es die Mitleidsbekundungen vieler anderer Menschen sind oder wie es die hohen Spendensummen sind welche zusammengekommen sind. Es besteht immer noch Tatverdacht gegen die Elteren, was hiermit die Titanic aufgreift, es ist eine Seite der Medaille. Wobei ich immer wieder zu bedenken gebe das weder die eine noch die andere Seite bisher eindeutige Beweise liefern konnte. Weder für noch gegen die Vermutung das die Eltern vielleicht selbst mit dem Verschwinden zu tun haben, in welcher Art auch immer. Medien zerfleischen in jeder Form, das weiss man mitlerweile ja zur genüge, daher ist es absehbar das sich einige das Maul darüber zerreissen und nun ist nunmal ein Satiremagazin mit eingeschwenkt. Was ändert es wirklich am Sachverhalt!? Natürlich verletzt es die Eltern, aber es verletzt auch manche Menschenrechtler das 1,5 Millionen für eine einzelne Vermisste zusammenkomemn da sie süss, blond und aus der wohlhabenen Welt kommt während sie wissen was diese Summen in der dritten Welt bewegen könnten. Doch wer schwingt sich dazu auf zu sagen was nun gerechtfertigt ist und was nicht!? Menschen die Spenden wollen können das machen wofür sie wollen, ungeachtet der Meinung anderer. Es ist ihr freier Wille anderen Menschen aus welchen Gründen auch immer Geld zukommen zu lassen, in diesem Falle eben aus Mitgefühl oder Betroffenheit. Ob es am Ende in seiner eigentlichen Form, auch nach dem Gedanken des Spenders gerechtfertigt ist, bleibt am Ende doch irrelevant, ausser vielleicht für die direkt betroffenen. Am Ende ist es einfach wieder ein Medienrummel der in meinen Augen zu groß ist, aber es ist nur eine Meinung welche ich auch nicht weiter ausführen will, da ich denke das gerade in einem solchen Fall, auch gerade an diesem Ort hier, eine objektive Diskussion nicht zu stande kommen wird. Was allerdings bei einem solch emotional behaftetem Thema nicht verwunderlich ist. |
| Kinch | [QUOTE][i]Original geschrieben von Jester [/i] So hart das auch klingen mag, wer an die Medien geht muss mit dem kompletten Echo rechnen, es sind Konsequenzen welche in gewisser Weise vorprogrammiert sind. Natürlich steht es jetzt jedem frei sich auch darüber wieder aufzuregen oder es aber als satirische bzw. Pressefreiheit zu bezeichnen.[/QUOTE] Sicher. Aber von Medienleien die sich zudem noch (vermutlich) in einer emotionalen Ausnahmesituationen befinden, kann man nicht unbedingt verlangen, dass sie das Spiel mit den Medien perfekt beherrschen. Für einen außenstehenden Beobachter mag es ja alles ganz einfach klingen: „Hätten sie das und das nicht getan, würden die Medien dieses und jenes nicht über sie verbreiten“. Aber wer selbst keine Medienerfahrung besitzt und mein es wäre wirklich so einfach abzuschätzen wie die eigene Präsenz in den Medien wirkt, den halte ich für naiv. Es gibt hier drei Parteien: Die Medien, die Konsumenten und die Eltern. Mag sein das die Eltern Fehler machen, aber das macht sie noch lange nicht zu den „Alleinchuldigen“, wie es hier im Thread versucht wird darzustellen. [QUOTE][i]Original geschrieben von Jester [/i] Medien zerfleischen in jeder Form, das weiss man mitlerweile ja zur genüge, daher ist es absehbar das sich einige das Maul darüber zerreissen und nun ist nunmal ein Satiremagazin mit eingeschwenkt. Was ändert es wirklich am Sachverhalt!? Natürlich verletzt es die Eltern, aber es verletzt auch manche Menschenrechtler das 1,5 Millionen für eine einzelne Vermisste zusammenkomemn da sie süss, blond und aus der wohlhabenen Welt kommt während sie wissen was diese Summen in der dritten Welt bewegen könnten.[/QUOTE] Entschuldige aber ich kann mir bei besten Willen nicht vorstellen, dass es einen Menschenrechtler verletzt. Mal ganz abgesehen davon, dass ein sachkundiger Mensch kaum annehmen würde die 1,5 Millionen wären wenn nicht für Madleine für die dritte Welt gespendet worden. (Und total davon abgesehen das Spenden gerade in die dritte Welt sehr oft nur negative Konsequenzen haben*) Es geht hier weder um Fairness noch um Gerechetigkeit. Es ist die gleiche alte Neiddiskussionen die entsteht wenn ein Opfer zu medienpräsent wird. Das gleiche Spiel hatten wir als diese Mädchen nach acht Jahren aus dem Keller kam, und spekuliert wurde ob sie nicht doch mit dem Täter unter eine Decke stecke. Das gleiche hatten wir als diese entführte Deutsche freigelassen wurde, und man sich fragte ob sie nicht doch mit den Entführer zusammenarbeitete. Das gleiche gabs auch wegen diesem Missbrauchsopfer, dessen Peiniger sich aufs Dach stellte, und man Äußerungen hörte wie: „Nur weil sie im Fernsehen ist bekommt sie jetzt ne Delphine-Therapie, obwohl es Kinder gibt die schlimmeres durchgemacht haben.“ etc etc Die Ungleichverteilung von Aufmerksamkeit der Medien zieht sich durch alle Themen und allen Medien. Das liegt meiner Meinung daran, dass die Mechanismen der Aufmerksamkeitsökonomie der weltweiten Medienlandschaft und des öffentlichen Bewusstsein völlig irrational, nichtlinear und zu komplex sind. Man kann weder steuern noch abschätzen welche Themen es auf welche Art in die Medien schaffen. Wer hier meint die ungerechtfertige Aufmerksamkeit in diesem Falle sei etwas anderes als ganz normaler Medienalltag, der hat in den letzten 50 Jahren wohl weder eine Nachrichtensendung gesehen noch eine Zeitung gelesen. Dabei halte ich die Gründe von angeblicher Gerechtigkeit für völlig absurd und vorgeschoben. Nehmen wir mal ViCs-Äußerung: „Mir geht es eher um so etwas wie Fairness: Tagtäglich verschwoninden zig Kinder spurlos, und nur weil ein englisches Ehepaar im TV ein paar Tränchen verdrückt und durch die Boulevardpresse gepusht wird, erhalten sie einen Sonderstatus.“ Es geht ihr (ich nehm' an ViC ist weiblich) und anderen angeblich um Fairness. Da drängt sich doch die Frage auf: Täglich passieren sehr viel unfairere Dinge, warum beschäftigen sie sich gerade mit der Unfairness hier? Wenn es hier um Fairness gehen würde: Warum diese (primäre) Aggressivität gegenüber den Eltern und nicht gegen die anderen Urheber der Ungleichbehandlung: Medien und Konsumenten? ViC selbst scheint, wie die anderen Kritiker auch, selbst fleißige Konsumenten dieser Berichtserstattung zu sein (Ich persönlich habe bis zu diesem Thread noch nie was von McCanns gehört); schenken diesem Fall also Aufmerksamkeit, sind also auch selbst ein Teil dieser Unfairness. Das ist zwar ein klassisches Dilemma, dass auch negative Aufmerksamkeit für die Medien positive Aufmerksamkeit ist, aber trotzdem: Ich kann hier keinen aufrichtigen Wunsch nach Fairness und Gerechtigkeit entdecken, stattdessen aber: „Man sollte auch erwähnen, dass die beiden Herrschaften ihre Aufsichtspflicht wohl ein wenig vernachlässigt haben, indem sie ihr Kind unbeaufsichtigt in einem nicht verschlossenen Ferien-Bungalow ließen.“ Spätestens die perjorative Konnotation von „die beiden Herrschaften“ und der ungeheurliche indirekte Vorwurf, sie seien selbst schuld und die Entführung ihrer Tochter irgendwie verdient (oder warum sonst sollte diese Tatsache erwähnt werden, wenn nicht um das Leid der Eltern durch angebliche Schuld zu relativieren?) stellt klar worum es hier geht: Darüber sich über andere das Maul zu zerreißen, weil man sie – aus welchen Gründen auch immer – nicht mag, und darüber dass man ihnen jedes Unglück gönnt und jedes Glück missgönnt. Eine reine Neiddebatt. Daneben gibt’s noch eine Reihe völlig lächerliche Argumentationsversuche, die meiner Meinung nach die eigene Aversion gegen die Eltern rationalisieren sollen. serene_fall macht sich da ganz besonders verdient: „Ausserdem bringt der Fall Maddie eine ganz andere Form von Ungerechtigkeit mit sich; die Polizei hat ja deswegen nicht aufgestockt, also bleibt weniger Personal für andere Fälle. Ich bezweifle, dass man Gutes tut, wenn man den Mc Canns spendet,“ Zuerst mal finde ich den Zusammenhang zwischen polizeiliche Personalverteilung und Spenden an McCanns in seiner Unnachvollziehbarkeit total interessant. Was soll hier suggeriert werden? Wer spendet ist daran Schuld, dass mehr Polizeikräfte auf den Fall angesetzt werden und deshalb Mitschuld wenn andere Verbrechen nicht aufgeklärt wird? Ist zumindest etwas kreativer als die alte Leier, die man hier in der ein oder anderen Form bewundern kann „Wer spendet nimmt seine Spendengelder direkt Menschen weg die sie dringender brauchen“ - aber genauso falsch. Um das mal klar zustellen: Wenn dieses Geld nicht gespendet worden wäre, muss es deshalb noch lange nicht an andere Projekte gegeben worden sein. Spendengelder für die eine Sache nehmen nicht Spendengelder für eine andere Sache weg. Das Gegenteil ist eher der Fall: Ich bin mir sicher, dass ein Großteil der Menschen die dort Geld spendeten allgemein auch spenden. Was ich von den meisten die ihr Spendenverhalten kritisieren nicht glauben kann. Dann ist das Argument der Polizei meiner Meinung nach typisch für solche Diskussionen. Vielleicht irre ich mich, aber ich würde im Moment darauf wetten, das serene_fall keine Ahnung hat, wieviele Polizisten genau auf den Fall angesetzt werden, wie gut ausgelastet der einzelne Polizist in der Region ist, wieviele Fälle es zu bearbeiten gibt, ob sie nicht vielleicht tatsächlich mehr Personal eingestellt haben etc etc, kurz: All das was man wissen müsste um seine eine Behauptung ernsthaft aufstellen zu wollen. Und selbst wenn es stimmte: Was können die McCanns dafür? Warum greift man nicht den verantwortlichen dafür Beamten an oder die Politik, nicht genug Personalressourcen zu verteilen? In solchen Diskussionen werden immer wieder von der gleiche Sorte Menschen eigene Vorstellungen von Zusammenhängen – die ich größtenteils für Quatsch halte – als Fakten präsentiert, dazu passt auch bloße Gerüchte der Presse als Fakten bereits aufzunehmen, dazu passt sich Urteile zu bilden ohne wirklich involviert zu sein, allein weil die Boulevard-Presse einem das Gefühl des Kundigseins vermittelt und dazu passen die unzähligen beleidigenden, vorveurteilenden und menschenverachtenden Äußerungen hier. Das sich hier auch nur ein Menschenrechtler aufregte, kann ich wirklich nicht glauben. *Wer sich tatsächlich für die Spendendynamik interessiert findet diesen (vorsicht!) Spiegelartikel vielleicht interessant, obwohl es um Entwicklungshilfe geht. Aber das Prinzip ist in etwa das gleiche. Spenden halten sehr oft nur Ungerechtigkeiten am Laufen: [url]http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,510917,00.html[/url] |
| Jester | Sie als Alleinschuldig hinstellen zu wollen liegt mir in weiter ferne, wohl will ich ihnen aber eine Teilschuld mit angedeiehn lassen. In welcher Form diese von ihnen wissentlich wahrgenommen werden konnte ist natürlich auf einem anderen Blatt geschrieben. Da muss man von Individuum zu Individuum einzeln beleuchten wenn man wirklich zu einem Schluss kommen will, welcher am Ende doch die Tatsache an sich nicht im geringsten beeinflusst. Die Schuldigkeit, wenn man es denn wirklich so nennen will, ist die Schnittmenger der drei von dir genannten Parteien. Alles andere als die Wechselwirkung der Einzelfaktoren als zu betrachten wäre kurzsichtig da sie einander bedingen. Und natürlich gehe ich nicht davon aus das die Gelder, wären sie nicht für diesen Zweck gespendet worden woanders hingeflossen. Sie wären schlichtweg gar nicht geflossen. Und wenn du annimmst das ich das anders sähe, was ich jetzt agr nicht mal unterstellen will, dann war es eine fehlinterpretation meiner Aussage. Ich wollte um Ausdruck bringen das es auch andere Menschen anstössig finden was dort passiert, aus den verschiedensten Gründen. Danach zu bewerten was manchen Menschen passt und was nicht ist nunmal nicht möglich, da somit fast alles durchs Raster fallen würde da irgendwer immer dageghen ist. Und das angesprochene "Gerechtigkeitsdenken" ist eh einer gewissen Art von Lächerlichkeit preisgegeben da es nunmal mit subjektiver Färbung durchtränkt ist. Was bleibt ist die Tatsache das wir in einem System leben, welches sich den gerade gebenden Umständen anpasst. Was gesehen werden will, das wird gezeigt und da ist auch gerade die Medienlandschaft bereit sich sehr schnell mit dem Winde zu drehen, da es ja auch mit ganz anderen Augen betrachtet wird, als mit jenen die Einzelpersonen haben. Es geht um Zahlen und Zumutbarkeiten und deren Beziehung und Kosten-Nutzenfaktor. Der Idealismus bleibt da oft auf der Strecke, wo sich eine Einzelperson gerne muckiert, wo es aus der wirtshcaftlichen Sicht durchaus noch zu verkraften ist. Da sind einfach Mechanismen am laufen, welche weitreichender sind als die Alltage so manch eines anderen Menschen. Und genau dieses Medium wird am Ende doch wieder auch durch die gestärkt die sich brüskieren, da sie es meist sind die noch am lautesten schreien und es somit an Orte bringen, wo es bisher noch nicht hingelangen konnte. Sie werden selbst Teil einer Maschine welche sie zu demontieren versuchen, doch da sie nicht wissen wie, werden sie nurmehr der Treibstoff . Aber das alles gilt allgemein, ist nicht auf die "Madleine-Gesichte" an sich gemünzt, findet sich aber hier numal gerade wieder vor. |
| Jester | Die Antwort heisst "Politik" Sobald es viel Aufsehen erregt sind alle Entscheidungen betreffend des Falles politischer Natur, da sie anders beäugt werden. Jede Entscheidung wird gewichtiger eingestuft als es nur für den Fall betreffend ist. Es ist eine Eigendynamik welche Dimensionen immer mehr verzerrt. Es wird emotional aufgebauscht und Druck entsteht gegenüber der Behörden und auch der Regierungen die irgendwie an der Sache beteiligt sind. Es entsteht ein gewaltiger Apparat in einem solchen Moment welcher ab einer bestimmten Geschwindigkeit nicht mehr gesteuert werden kann. Man kann nur vesuchen am Steuer zu reissen und eine kleine Kursänderung herbeizuführen ohne das man irgendwo zu großen Schaden anrichtet. Wenn viele Menschen irgendwo hinsehen, dann wird dort jeder Schritt schwerer, wird auch jede Kleinigkeit größer. Wo hingegen niemand hinschaut, da kann man sich mehr erlauben. So war es immer und so wird es auch weiterhin sein, auch das ist einfach eine Wahrheit die man akzeptieren muss. Um etwas wichtig erscheinen zu lassen muss man genug Augen dort hinlegen, ansonsten wird es einen "vielleicht angemessenen" Status nicht erreichen. |
| Darket | [QUOTE]Es ist spannend wie eh und je auf diesem Board. Alle Meinungen werden akzeptiert, die der eigenen entsprechen oder ähneln. Alle anderen Meinungen sind selbstredend unwahr, ihre Verfasser selbstredend ganz furchtbar schlechte Menschen und man selbst der einzige, der die Situation allumfassend beurteilen kann. [/QUOTE] Wenn Du dieser Meinung bist und diese auch ganz unbedingt auf diesem Board kundtun musst, dann sei so gut und nutze Traum&Spiegelglas dafür oder meißele sie meinetwegen in Deinen Bildschirm, aber sei so gut und nutze nicht jeden Diskussionsthread, unabhängig von dessen Thmatik, in dem Dir etwas nicht passt. Danke Darket |
| psychochicken | [QUOTE][i]Original geschrieben von belladonna [/i] [B]Und "wer lesen kann ist klar im Vorteil!": Seit der Verdacht auch auf die Eltern gefallen ist, wurde die Spendenaktion von ihrer Seite aus beendet ;) [/B][/QUOTE] Ja wieso denn? Ich dachte die McCanns handeln mit dem Grundsatz "Was andere denken ist egal, wir tun alles erdenkliche um unsere Tochter wiederzufinden." Wieso geben sie dann nun auf, weil sie verdächtigt werden? Da ich dem Medienrummel nur teilweise gefolgt bin, stellen sich mir ein paar Fragen: Was bringen eigentlich die vielen Spendengelder? Eine gewissen Summe mag nötig sein, um die Suchaktion zu finanzieren, okay. Irgendwann wusste so ziemlich die ganze Welt bescheid. Und sonst? Werden Polizisten eingekauft? Warum muss diese Haus mit Spendengeldern bezahlt werden? Bei der Spendensache ging es um Maddie und nicht um andere Prioritäten der Familie McCann. Warum gehen die McCanns nicht arbeiten? Sitzen sie 24 Stunden am Tag in der Maddie-Such-Zentrale? Welchen Sinn hat es die Titanic verklagen zu wollen? Was interessiert sowas die McCanns, wollen sie nicht einfach nur ihre Tochter wiederhaben? |
| Ursus | [QUOTE]Ich hege keine Aversion gegen die Eltern (deren Name ich übrigens vor dem Lesen dieses Threads nicht kannte), ich habe nur gesagt, dass sie sich Fragen und Kritik gefallen lassen müssen. Man muss die Eltern auch nicht zu Unschuldslämmern stilisieren, das wird ja hier auch ganz gerne getan.[/QUOTE] [QUOTE]Es war kurzsichtig, auf den Zug aufzuspringen (aus welchen Gründen auch immer), ohne die Faktenlage zu kennen.[/QUOTE] Schön das du deine Fehler wenigstens einsiehst. Spendengelder oder deren Höhe oder einfach nur Mitleid als Indiz für eine Unschuldsvertung zu sehen ist Blödsinn. Die Unschuldsvermutung gilt immer bis die Schuld bewiesen ist. Der Fall hat durch seinen enormen Medienrummel polarisiert. Das ist ein zwangsläufiger Nebeneffekt der an den Fakten nichts ändert. Mitleid soll in erster Linie erregt werden um damit auch den Täter zu erreichen. Die Spendengelder sind zweitrangig. Wer in so einem VernunftVakuum Spekulationen über Schuld und Unschuld anstellt hat auch diesen Aspekt nicht berücksichtig. |
| Ursus | Die Unschuldsvermutung ist eine moralische Pflicht an die sich jeder, der sich mit den Prinzipien des jeweiligen Rechtsstaates identifiziert, halten muss. Wer darüber hinaus persönliches Engagement zeigt, tut dies eigenverantwortlich. Ich glaube eher die strafrechtlichen Konsequenzen sind ausschlaggebend für das Untertauechen des oder der Täter(s). Publicity nützt immer beiden Seiten. |
| more | Was heißt hier "erwägen"? So wie es bislang aussieht ist keine Entscheidung gefallen, noch ist klar, ob überhaupt mit dieser Produktionsfirma über eine Verfilmung gesprochen wurde. Bisher wurde nur angefragt und ein erstes Gespräch geführt, was noch nichts heißt. Sollte es wirklich zu einer Verfilmung kommen - des konkreten Falles - wäre es aus meiner Sicht ziemlich geschmacklos. Filme über Entführungen gibt es zu Hauf, also was sollte so eine Verfilmung den McCanns bringen außer Geld, Geld, Geld? Dass dadurch klein Maddy wieder auftaucht, können sie wohl kaum glauben. |
| Odessa | Serene: unglaublich. Also wenn mein Kind entführt worden wäre/werden würde, wäre so ziemlich das Letzte, was mir einfallen würde, daß ich das dann verfilmt haben möchte. Wie weit dieses mediengeile armselige "Elternpaar" noch geht in seiner geschmacklosen Geldgier, mag ich gar nicht abschätzen aber sollte das arme Kind jemals doch noch wieder auftauchen - es sollte schnellstmöglich diesen Eltern dann genommen werden. Bevor sie es dann "verscherbeln" an alle möglichen TV-Shows und das Kind rumreichen wie einen dressierten Zirkusaffen. Mal schauen, ob sich irgendwann die Eltern entführter und verschleppter Kinder im Sudan oder im Tschad auch bei Filmfirmen melden bzw. die sich bei ihnen, um auf "das Schicksal des armen Kindes" hinzuweisen.... aber hey, schwarzhaarige dunkeläugige halbverhungerte Kinder sind ja nicht so medienwirksam wie ein blondgelocktes blauäugiges niedliches europäisches Kind, schon klar *zyn*. |
| Apex | @Odessa Ich finde du übertreibst. Wie schon geschrieben, die Eltern wurden ja angesprochen und haben nicht von sich aus die Initiative ergriffen und haben auch gar nicht erst persönlich mit der Firma geredet. |
| herbstliebe | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]Serene: unglaublich. Also wenn mein Kind entführt worden wäre/werden würde, wäre so ziemlich das Letzte, was mir einfallen würde, daß ich das dann verfilmt haben möchte. Wie weit dieses mediengeile armselige "Elternpaar" noch geht in seiner geschmacklosen Geldgier, mag ich gar nicht abschätzen aber sollte das arme Kind jemals doch noch wieder auftauchen - es sollte schnellstmöglich diesen Eltern dann genommen werden. Bevor sie es dann "verscherbeln" an alle möglichen TV-Shows und das Kind rumreichen wie einen dressierten Zirkusaffen. Mal schauen, ob sich irgendwann die Eltern entführter und verschleppter Kinder im Sudan oder im Tschad auch bei Filmfirmen melden bzw. die sich bei ihnen, um auf "das Schicksal des armen Kindes" hinzuweisen.... aber hey, schwarzhaarige dunkeläugige halbverhungerte Kinder sind ja nicht so medienwirksam wie ein blondgelocktes blauäugiges niedliches europäisches Kind, schon klar *zyn*. [/B][/QUOTE] Ich empfehle dir den Post von deinem Kinch vom 01-11-2007 um 13:20 zu lesen. Hierzulande verschwinden auch hellhäutige, hellhaarige und helläugige Kinder, um die kein Wind gemacht wird. |
| more | [QUOTE] aber hey, schwarzhaarige dunkeläugige halbverhungerte Kinder sind ja nicht so medienwirksam wie ein blondgelocktes blauäugiges niedliches europäisches Kind, schon klar *zyn*. [/QUOTE] In meinen Augen eine sehr herablassende und unangebrachte Äußerung. Egal welches Kind verschwindet, ob braun, gelb, weiß oder rot - es ist immer ein Drama, es ist immer unbegreiflich schrecklich. Das Kind kann nichts für seine Herkunft. Dass gerade das Ehepaar McCann die Medien so nutzt ist ein Faktor den diese selbst verursacht und so entschieden haben, sagt aber nichts allgemeingültiges aus. Ich kenne zumindest keinen ähnlichen Fall. |
| Odessa | More, ich wüßte nicht was herablassend und unangebracht daran ist, daß es mir um ALLE Kinder und ALLE Eltern geht, die so ein Schicksal erleiden. Ist Dir die bittere Ironie - auch noch kenntlich gemacht mit *zyn* - entgangen in dem Beitrag? Nein ich kann nicht glaubhaft vor Mitleid zerfliessen über "Maddie", wenn ich vergesse über die täglich anderswo verschleppten Kinder, um die sich leider niemand so beständig kümmert medial weil die Eltern nicht die Zeit und Mittel haben, die Medienwelt auf ihren Fall anzusetzen. Nur das besagte meine Bemerkung, die so und ähnlich auch von einigen Anderen hier getätigt wurde und was anscheinend also mehreren Leuten durch den Kopf geht bei diesem Fall. In einer deutschen Satire im Fernsehen wurde übrigens von einem Politkabarettisten dieser Fall mit genau diesen Worten auch persifliert, von wegen "Mitleid mit dem niedlichen blonden Mädchen", während man sich um den "schwarzhäutigen Ali aus dem Sudan" nicht publikumswirksam kümmert von diesen Betroffenheitsheuchlern. Wenn eine politische Mediensatire dahingehend verstanden wird und Tausenden von Leuten aus dem Herzen zu sprechen scheint, denke ich, daß ich meine Meinung, die die gleiche ist in diesem Fall, auch äußern darf in selbiger Form. Es wertet in keinster Weise das Leid von Maddie ab, ganz im Gegenteil geht es mir eigentlich nur um sie. Sehr ungut hingegen empfinde ich, wenn user sich herausnehmen, die Meinungen anderer user als "unangebracht" zu bezeichnen, nur weil sie von der eigenen Meinung abweichen. Ich denke nicht, daß hier irgendein user das Recht hat, anderer user Meinungen als unangebracht - somit als "unnötig, hat hier nichts verloren" - zu maßregeln. Du kannst meine Meinung gerne kritisieren, aber trotzdem werde ich sie weiterhin vertreten so wie Du Deine auch vertreten darfst und es ja auch tust ;-). Ich habe übrigens selbst 3 Kinder verloren und mir sagt niemand, wie man sich fühlt dabei, ganz egal auf welche Weise man sein Kind verliert. Ich weiß es. Und gerade deswegen empfinde ich Abscheu und Widerwillen gegen Menschen, die so ein unsägliches schmerzhaftes Erlebnis dann öffentlich so ausschlachten. Herbsti: was Kinch schrieb, habe ich gelesen. Es mag erstaunen (mich am meisten *g*), aber wir sind trotz unserer Zwillingsseelen immer noch fähig, wenngleich in sehr wenigen Dingen, verschiedene Ansichten zu haben :D Apex: was ist übertreiben? Ich habe geschrieben, daß mir das Kind leid tut und daß es bei den Eltern, die es mit Sicherheit vermarkten würden wie geschildert, wenn es wieder auftaucht, nicht gut untergebracht wäre. Eine Meinung, die Kinderpsychologen und Pädagogen in ähnlichen Fällen teilen, von wegen "traumatisierte Kinder fernhalten von Medienrummel". Übertreiben diese Fachleute dann auch Alle, wenn ihnen das Kindswohl wichtiger ist als der Medienruhm der Eltern? Und ja, ich habe gelesen daß die Eltern selbst nicht dahingingen zu diesem Gespräch. Aber sie haben Vertreter der Familie hingeschickt. Ob nun ich oder Verwandte oder Angestellte hingehen in meinem Auftrag, ist für mich ziemlich irrelevant, denn hätte ich kein Interesse daran, das Schicksal meines Kindes zu vermarkten, würde ich weder jemand hinschicken noch "stünde eine Entscheidung aus", sondern es wäre sofort ein klares Nein. Oder habe ich diesen Beitrag von serene: --- An einem ersten Treffen mit der Firma IMG Mitte Dezember hätten die beiden aber nicht persönlich teilgenommen, sondern [b]andere Vertreter der Familie. Bislang sei noch keine Entscheidung gefallen.[/b] --- falsch verstanden? Wie gesagt: es ist ihre Sache, sie haben alles Recht der Welt zu tun was immer sie wollen. Ich habe dann aber als "Zuseher" dieser Sache, hier durch diesen thread auch, sicher auch das "Recht", mir dazu meine Meinung zu bilden. Und die ist nun mal so, daß ich es geschmacklos und armselig finde, was dieses Elternpaar abzieht. Diese Meinung darf man auch, denke ich, guten Gewissens haben über ein Elternpaar, das selbst unter Tatverdacht stand/noch steht?, was sicherlich nicht der Fall wäre, gäbe es nicht ausreichend Anhaltspunkte dafür. So viel Vertrauen in die Justiz habe ja sogar ich immer noch. |
| more | Tut mir leid, offenbar hab ich deine Wort missinterpretiert. In meinen Augen klangen sie wie eine Bewertung. schwarze Kinder werden von den Medien als wertloser dargestellt als weiße Kinder. Ich weiß nicht, ob man sowas den Medien unterstellen kann. Daher fand ich deine Worte etwas... nunja.... drücken wir es anders aus: vorschnell geurteilt. Aber wenn dem nicht so ist, dann entschuldige ich mich hiermit. |
| Odessa | More, ist schon okay, wie gesagt - Du hast alles Recht der Welt, meine Meinung blöd oder scheisse zu finden, das ist überhaupt kein Thema und ich BITTE darum daß Du mir die Meinung geigst wenn Du meine Meinung scheisse findest. Nur würde ich sie halt trotzdem gerne hier in diesem Streitthema auch weiterhin äußern dürfen :D |
| Mrs. Spookiness | Einerseits schon wichtig gewesen, um zu zeigen, dass solche Vorfälle von Kindesentführung ein aktuelles Thema sind, das hohe Priorität hat. Allerdings ging die ganze Angelegenheit spätestens bei den Mengen an täglichen, vollkommen überzogenen Überschriften àlà BILD-Niveau und dem Bild von dem Kind in jeder verdammten Werbesendung sehr auf die Nerven (soll heißen, so ziemlich vom ersten Tag an). Die ständig trauernden Eltern drückten bei mir auch nur die ersten Tage auf die Tränendrüse, dann kam mir das ganze eher wie eine Theateraufführung vor. Unverschämt und unglaubwürdig wurde es dann wirklich bei der Segnung des Papstes - warum so viel Wind und warum so viel Mediengerangel? Auf was anderes hat diese Aktion meiner Meinung nach auch nicht hinaus gewollt - die McCanns als große Stars in der Weltpresse mit ungeteilter Anteilnahme. Maddy hin oder her - natürlich ist es das Schlimmste für Eltern, wenn ihnen das Kind genommen wird, keine Frage! Doch ärgert einen die Aufspielung der ganzen Geschichte und ein wichtiges Argument für mich ist auch einfach nur, dass SO verdammt VIELE Personen tagtäglich verschwinden, und die McCanns meinen nun ausgerechnet, sich als etwas Besonderes geben und sich so aufspielen zu können!? Auch das mit den Spenden... Wenn die Leute meinen, spenden zu müssen, sollen sie es tun - aber den Eltern Geld hinterherzuschieben, sozusagen als "Trost" dass ihre kleine Maddy weg ist, und die verwenden das Geld dann für private Zwecke (sie hätten es ja dann im Sinne großer Anteilnahme an Flüchtlingskinder, etc spenden können) finde ich ein starkes Stück, wenn nicht sogar unverschämt. Als könnte dieser Verlust mit Geld kompensiert werden! Wie viele Menschen verlieren Angehörige in Kriegen, bei Unglücken, verlieren ihre Kinder - nach den Leuten kräht kein Hahn, und das sind meistens Menschen die das Geld um WELTEN nötiger hätten, als die Arztfamilie aus der englischen Mittelschicht! Zumal.... Als ich dann von den neuen Begebenheiten hörte, die Eltern selbst seien Tatverdächtige geworden... Vielleicht auch nur (oder eigentlich sehr sicher) eine Laune der Presse, bei denen Helden von heute auf morgen gerne zu Opfern werden, bei dem ein Fetzen aufgeschnappt und sofort zu der Wahnsinns-Story und dem unglaublichsten aller Skandale ausgeweitet wurde - aber unwahrscheinlich scheint es doch auch nicht. Warum sonst sollten die McCanns mit diesem Vorfall so berrauschend in die Medienwelt rücken? Auch wenn es eine unverschämte Behauptung meinerseits sei, ich kann mir das ganze wenn ich ehrlich sein soll in dieser Art und Weise auch vorstellen. Wahrscheinlich saß Maddy die ganze Zeit über im, nun von den Spenden abbezahlten, Familienhaus, die Eltern besuchten für kurze Zeit die Theaterschule um möglichst fertig mit der Welt auszusehen, und Superstars sind sie über Nacht auch geworden. (Entschuldigt....) Für mich eine wahre Genugtuung, dass dieser Trubel endlich aufgehört hat. |
| Ascaron | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mrs. Spookiness [/i] [B]Auch das mit den Spenden... Wenn die Leute meinen, spenden zu müssen, sollen sie es tun - aber den Eltern Geld hinterherzuschieben, sozusagen als "Trost" dass ihre kleine Maddy weg ist, und die verwenden das Geld dann für private Zwecke (sie hätten es ja dann im Sinne großer Anteilnahme an Flüchtlingskinder, etc spenden können) finde ich ein starkes Stück, wenn nicht sogar unverschämt.[/B][/QUOTE]Dir ist aber schon klar, daß die Spendengelder nicht als Trost gedacht sind (wie kommt man bloß auf die Idee?), sondern der Finanzierung der Suche dienen sollten?! |
| rainraven | ...und hat der ganze Rummel was gebracht? Man hört und liest inzwischen nichts mehr davon...Maddie ist wohl nicht wieder aufgetaucht, weder tot noch lebendig? |
| Fuck up Evil | [QUOTE][i]Original geschrieben von rainraven [/i] [B]...und hat der ganze Rummel was gebracht? Man hört und liest inzwischen nichts mehr davon...Maddie ist wohl nicht wieder aufgetaucht, weder tot noch lebendig? [/B][/QUOTE] Maddie liegt irgendwo am Meeresgrund und wurde sicher schon grösstenteils von Fischen verdaut. Wer dies mit Gewissheit weiss, wird wohl nie heraus zu bekommen sein. |
| Mrs. Spookiness | Denk ich auch, das Mädchen ist tot - wissen wird man`s wohl nie. |