| Demon17 | In den frühen 80ern wurden Bands mit teilweise relativ komplizierten Rythmen in den Clubs gespielt. Nach Bauhaus, Joy Division oder Cure konnte nicht jeder tanzen. Die heutigen EBM-Elektro Sachen sind total stumpf mit monotoner, simpler Rhytmik zu der sich auch der unmusikalischste Mensch bewegen kann. Das führt dazu, dass die Tanzflächen in den Clubs total überfüllt sind. [COLOR=crimson]Ich fordere: Zurück zu den Anfängen[/COLOR] weniger eintönige Rhytmusmaschinen mehr [COLOR=crimson]Drummer&Bassisten! [/COLOR] Wer es wagt zu widersprechen oder zuzustimmen, der möge posten:) [COLOR=orangered]back to the roots[/COLOR] [FONT=century gothic]demon17[/FONT] |
| scorched | In den frühen Siebzigern wurden auch schon stumpfe elektronische Rhythmen in den Clubs gespielt - hör Dir mal "Ruckzuck" von Kraftwerk an. In den frühen Achtzigern gab es auch monotone elektrische Beats - Beispiel "Warm Leatherette" von The Normal (eigentlich 1978 erschienen). Über die technische Brillianz von Gary Marx und Doctor Avalanche kann man auch diskutieren. Ich spare mir jetzt mal, dich auf die ganzen Toleranz-Threads hinzuweisen - wenn Dein Posting auch nur ansatzweise ernst gemeint ist, hat es ohnehin keinen Zweck, wenn es ironisch war oder eine versuchte Provokation, dann viel Spaß damit. Ich hab es schonmal in einem der Kommerz-Threads geschrieben: Wenn es Dir nicht passt, dann hör es Dir nicht an, tanz nicht dazu. Geh in einen Club, in dem "Deine" Musik gespielt wird und tanz. Wenn Du komplizierte Rhythmen magst, würde ich Dir eher black music empfehlen,oder Jazz, oder vielleicht irgendwelche Techno-Abkömmlinge (ich kenne mich mit den Schubladen nicht so aus, aber da gibt es einiges an sehr vertrackter Rhythmik). Oder tu Dir mal die Band an, die ich in meiner Signatur erwähnt habe... [Werbung!] Es mag hart klingen, aber jede Musik hat ihre Daseinsberechtigung. Auch Britney Spears. Und EBM. [sarkasmus] Wenn Du Drummer und Bassisten willst, bleib halt bei Rock oder Blues, am besten so echt ehrlich handgemachter, für die Mittvierziger mit Bierbauch, Vollbart, Halbglatze und Lederwestchen mit Pseudoindianerschmuckapplikationen, die überteuerte Midlife-Crisis-ichbinjasorebellisch 1000er BMW vorm Haus, und wenn ich noch einmal "Ride Sally Ride" höre, nehme ich eine Platte von Feindflug oder Kiew und stopfe sie dem Sänger quer in den Hals. [/sarkasmus] Nee, nee, Junge, Deine "Forderung" ist bestenfalls im Rahmen der freien Meinungsäußerung zulässig. Das Trollen über wir noch ein bißchen, gelle? scorched (der zu Elektrozeugs gerne tanzt und sich das "andere" trotzdem gerne anhört) |
| Demon17 | EBM/Elektro verteidigen aber van der Graaf Generator im Untertitel? Scorched? Due wirkst ein bischen unglaubwürdig auf mich. Ich kann dieses ewige Gerede von wegen jede Musik hat ihre Berechtigung langsam nicht mehr hören. Erst gestern abend hatte ich wieder die prickelnde Erfahrung in einer halbleeren Disko eine überfüllte Tanzfläche vorzufinden. In der 18 Jährige Teens mit finsterem Gesicht auf der Tanzfläche standen (Gruß an Claudi666) und das Gewicht von einem Bein auf das andere verlagerten und dabei versuchten möglichst dynamisch auszusehen. Der Takt ein eintöniges BUM BUM BUM ohne Breaks a La wake up call /Diva Destruction (noch etwas simpler). Ich vermisse die Zeiten, als wenigstens in den Underground-Läden/Veranstaltungen solches einfach nicht vorkam. Und selbst gut gefüllte Diskos genug Platz auf der Tanzfläche hatten, weil halt nicht jeder nach Scratch-Acid, gouvernment issue oder bad Religion tanzen kann/konnte. Im Black Music Sektor ist eigentlich die gleiche Tendenz. Ich war Anfang des Jahres bei einer Disco von Roddigan und es war wirklich geil, in jeder Beziehung. Leider werden auch auf diesem Sektor die Mainstream-Sachen zu sehr gepuscht. Meines erachtens liegt der Trend zu simplen Rhytmen einfach in der Automatisierung. Kein Musiker würde sich hergeben so etwas eintöniges zu spielen. Natürlich gibt es auch anspruchsvollere gut tanzbare Sachen im ebm/industrial/noise Sektor aber auch hier bahnen sich bedenkliche Entwicklungen an. Ich weiß nicht wie das Zeug heißt, das ich nicht mag, doch die Kommerzialisierung im Zusammenhang mit der Automatisierung führt immer wieder zur Simplifizierung gerade der Rhythmik. Vor 20 Jahren konnte ich 2-3 mal die Woche tanzen gehen ohne mir über so etwas Gedanken machen zu müssen oder mit Mainstream in irgendeiner Weise konfrontiert zu werden. Heute jedoch ist man für jede Stunde genießbaren Sounds dankbar. Es hat sicher auch mit dem Stadium zu tun in dem sich eine Muskrichtung befindet. ich habe selbst im Independent-Bereich gearbeitet. wenn Sie erst bei der Industrie unter Vertrag stehen kann man die Bands bald vergessen. Neue Musiktrends werden regelmäßig zu Tode geritten. Deswegen halte ich den Einsatz von Musikern bei der Produktion von Musik nach wie vor für zwingend geboten. Was die Toleranz betrifft: ich bin ein toleranter Mensch, doch wo ist Intoleranz ja Fanatismus besser angebracht als in der Kunst? Wer auch auf diesem Sektor zu Kompromissen neigt dem liegt nichts an der Musik. Gerade das was man liebt sieht man besonders kritisch. Meines Erachtens führt gerade der Versuch der Diskos breitere Kundenkreise anzusprechen einfach zu einem Austausch des Publikums. Ich erlebe immer öfter das Läden mit Mainstream einfach leer gespielt werden. Es scheinen einfach immer mehr Leute auf diesem Sektor zu arbeiten, für die das einfach Gastronomie ist. Ich fordere deswegen noch einmal [COLOR=crimson]back to the roots[/COLOR] never surrender [COLOR=crimson]demon17[/COLOR] |
| scorched | Zuerst einmal Entschuldigung für die letzten Sätze meines Postings - Du wirktest (nicht zuletzt aufgrund Deines nicknames) wie ein zorniger Jugendlicher, dem etwas arg gegen den Strich geht, der aber noch ein bißchen Erfahrung und Toleranz sammeln sollte. Wenn Du allerdings schon 20 Jahre, wie Du sagst, "dabei bist", dann muß ich schon in gewisser Weise den Hut ziehen vor einer so entschiedenen Meinung. Soviel dazu. Ich mag halt verschiedene Arten von Musik, und aus verschiedenen Gründen. Sagen wir es mal so: Je eintöniger, umso besser für mich zum "dazu bewegen" - alles was über 1-2-3-4 hinausgeht überfordert mich koordinativ. Was mich nicht daran hindert mich durch seltsames Herumstolpern zum Narren zu machen; dance like nobody's watching. Und ich differenziere recht stark zwischen solcher Musik, die ich in der Disco zum "tanzen" hören will und solcher, die ich gerne beim Autofahren höre und solcher, die ich höre, wenn ich abends die Beine hochlege. Daher verteidige ich EBM - Front 242 macht einfach Spaß beim Autofaaahn - und daß ich VDGG im Untertitel habe, liegt vor allem daran, daß eine gewisse persönliche Beziehung zu den Texten der Gruppe besteht. Unglaubwürdig fühle ich mich nicht dabei. Deine Frustration kann ich zu großen Teilen verstehen. Ich will mich jetzt auch gar nicht in die einschlägigen Toleranz- und "teenie-goth" Diskussionen verirren; da ich mich nicht wirklich als "gossick" sehe und selten in Clubs unterwegs bin, fällt mir das vielleicht kaum auf. Läuft halt Musik, Leute tanzen. (Lustig ist nur immer, wie sich die Mannschaft auf der Tanzfläche akkurat nach jedem Lied neu zusammensetzt.:) ) Sieh es mal so: für viele Plattenaufleger ist es vielleicht eine Art positiver Rückkopplung, wenn möglichst viele Leute tanzen. (Außerdem werden die dann durstig und kaufen sich was zu trinken...) Je eingängiger die Musik, desto mehr Leute fühlen sich angesprochen. Da bist Du relativ schnell bei der von Dir kritisierten "einfachen" Musik. Die "Automatisierung", wie Du es nennst, scheint mir ein gewissermaßen naturgegebenes Phänomen zu sein, das in jedem Stil irgendwann auftaucht. Etwas Neues entwickelt sich, zuerst radikal, harsch, anders, revolutionär, dann findet sich dafür ein Publikum, dann noch mehr Publikum, und schließlich wird - in einer geschliffenen Form - eine Art Massenprodukt daraus. Wenn Du dagegen angehen willst, wirst Du zu Don Quixote, zwangsläufig. Du kannst Den Leuten ja nicht vorschreiben, welche Musik sie bevorzugen sollen, und den "Musikindustriellen" nicht verbieten, Geld erwirtschaften zu wollen. Trends werden zu Tode geritten, das ist wahr. Aber - was tun? Da kannst Du fordern und anklagen, soviel Du willst - solange Du nicht selbst eine Art Gegenbewegung erzeugst (sei es nun als DJ Deiner eigenen Party, als Inhaber eines Indie-Labels, als Musiker) geht das ganze weiter. Oder meintest Du mit "Automatisierung" die Verwendung von Quantisierungssystemen, die einen nicht korrekt gespielten Rhythmus in ein Schema presst? Für den off beat ist das der Tod, sicher, genauso für die Lebendigkeit, die durch die kleinen Fehler eines menschlichen Musikers erzeugt wird. Auch wenn ich jetzt dafür gesteinigt werde: Solche Programme wie "Magix Music Maker" Marke "klick Dir Deinen Hit in 20 Minuten zusammen" finde ich alleine deswegen gut, weil sie zu einer unglaublichen Demokratisierung der Musik führen. Auf einmal kann jeder Musik machen, der Lust dazu hat. So gesehen war doch diese "Hier sind drei Akkorde, nun mach eine Band"-Parole der frühen Punks auch nichts anderes. Gut - arbeitslose verelendete Jugendliche gegen gelangweilte Mittelschichtkids. Der Einsatz von"echten" Musikern ist prinzipiell eine gute Idee, aber mir fallen 2 Punkte dagegen ein. Zum Einen kannst Du auch als one man band mit einem Keyboard und einem PC nette Musik machen, die ihren Namen verdient; mir fallen mal so spontan Klaus Schulze oder CM von Hausswolff ein, auch wenn die nicht aus dieser Szene stammen. Zum Anderen kann auch eine Gruppe Musiker mit manuell zu bedienenden Instrumenten simplifizierte Langeweile verbreiten. Kunst ist ein wunderbarer Platz für Intoleranz und Fanatismus, da sie mit menschlichen Emotionen operiert. Solange man sich nicht an die Kehle geht, immer, gerne. Ich liebe auch Musik, und ich bin in der Hinsicht extrem intolerant, aber ich bin halt weder der einzige Mensch auf der Welt noch derjenige der sagt wo es lang geht, und das ist gut so. Wir haben eine pluralistische Gesellschaft, auch wenn sie oft gleichgeschaltet wirkt. Auch ich bedauere den Verlust von solchen "etwas anderen" Läden; dazu ein Beispiel. Wie hatten in SB einen Club namens "Heaven", jahrelang. Freitags abends lief dort die Musik, mit der man die meisten in diesem Forum hätte bedienen können, samstags eher Alternative und Indie (ich war nur einmal am Sanstag dort, und nicht wegen der Musik ;) ). Dann wurde es gesachlossen - rate mal weshalb -, und ein Jahr später gab es eine "Heaven Revival Party", in einer anderen Disco der Stadt. Als ich reinging, lief, sagen wir mal, Wave - drei Lieder lang. Danach habe ich zwei Stunden lang irgendwelche dämliche Ziegenbartmucke (= crossover, hard core) und Alternative Rock der schlechten Art ertragen müssen, inclusive Björk. Ich bin gegangen, als sie Fatboy Slim spielten. Das einzige, was mir von dem Abend angenehm in Erinnerung geblieben ist, war die Tatsache, daß ich dort meine Freundin kennengelernt habe... to cut a long story short: Du willst zurück zu den Wurzeln - ich komme mit und schaue mir an, was mir davon gefällt. Wo geht's lang? scorched |
| Fuck up Evil | Jedem das Seine ! |
| Shiva | ...Mir nur das reine, ich scheiss auf meine Fangemeinde. Doch nur heinlich,ha, ein tolles Team sind wir,ich verarsch euch und ihr bezahlt mich noch dafür und deshalb brauch ich einen Manager mein Image zu trimmen, denn meine Musik ist nur gut, wenn auch die Verkaufszahlen stimmen, und so lang die Leute kaufen kling die Stücke immer gleich, man bin ich scheisse aber dafür bin ich reich:D -Fischmob Sorry musste sein und passt auch irgendwie hier rein, und zu Evils Posting |
| YelworC | Mir hat der Sprung von Bauhaus zum Bummbumm gut gefallen. Wenn Du schon vergleichst, dann bitte innerhalb der Stilrichtungen und da haben Bauhaus nunmal nichts zu suchen. Allerdings gebe ich Dir Recht, wenn Du sagst, daß heutzutägiger Elektro für den Arsch ist. |
| Shady | Ja das stimmt leider. Seit ca. Mitte der 90er Jahre haben sich die Musikrichtungen EBM und Elektro immer mehr zu einer Art düsterem Techno gewandelt. Leider wird in den einschlägigen Szenediscos heutzutage kaum noch etwas anderes gespielt. Das schlimmste ist aber meiner Meinung nach, daß im Zuge dieser "Technoisierung" auch viele gute alte Wave-Originale nur noch im "Techno-Remix" gespielt werden, wie z. B. "Dunkellicht", "Where you are" und neuerdings ja auch "A Forest". |
| absinthnase | Also ich würde nicht grundsätzlich sagen dass heutiger Electro für den Arsch ist, das Problem ist eben nur - und das konnte man in einem Interview mit Wumpscut und Suicide Commando gut herauslesen (aktueller Orkus) - das eben heutzutage jeder depp elektronische Beats innerhalb von 2 Tagen Produzieren kann. Der Markt ist regelrecht geflutet damit. Ich persönlich höre sowohl Wumpscut als auch VNV Nation recht gerne, weil es Stilbildende Vorreiter sind - aber die ewigen Plagiate gehen mir auf den Keks. Hin und wieder ist in der Masse von billig Produzierten EBM und Industrial Scheiben auch mal was lohnendes aber das zu finden wird einem heute nicht einfach gemacht. Ich erinnere nur mal an den Newcomer Dismantled. Ok, das reicht erstmal... Fakt ist dass sich in der heutigen Zeit viel musikalischer Müll anstaut und für Novitäten kaum Platz ist. Zu Zeiten von Bauhaus oder Kraftwerk war das eben noch anders, da war das alles noch echte Handarbeit. Auch Anfang der Neunziger war das noch so aber inzwischen reicht es wenn man sich nen für den PC nen Synthesizer, Cubase und ein paar Drumloops organisiert und schon kann man eine ganze CD produzieren. |
| YelworC | Das Tolle ist, Wumpscut und Suicide Commando sind selber Deppen, die wie jeder Musik machen. |
| scorched | [QUOTE]Zu Zeiten von Bauhaus oder Kraftwerk war das eben noch anders, da war das alles noch echte Handarbeit. ... inzwischen reicht es wenn man sich nen für den PC nen Synthesizer, Cubase und ein paar Drumloops organisiert[/QUOTE] An dieser Stelle möchte ich was fragen: Mach das einen Unterschied? Ist der gleiche Beat, das gleiche Musikstück von unterschiedlichem Wert, wenn der Künstler alles in aufwändigster Handarbeit gemacht hat (weil es technisch nicht anders möglich war) oder wenn er sich auf einige Vorlagen berufen konnte? Ich bin mit vielen Gegebenheiten der Musikszene sicher weniger vertraut als ihr, daher meine Frage. |
| styyxx | Hallo, so gefragt macht es natürlich keinen Unterschied. Wenn das Ergebniss das gleiche ist, ist es egal wie es zustandekam. Allerdings sollte man anehmen, das jemand der Musik mit wenig mitteln erzeugen kann, natürlich flexibler ist und wohl ein besseres Verständnis für die Musikkomposition ansich hat. Die Grenzen sind fließend. Wenn jemand einem 64'er Töne mittels Assembler oder Maschinensprache entlocken kann heißt das ja noch lange nicht das er besser komponieren kann als jemand der ein Musikprogramm benutzt. Er kann mal grundsätzlich eben nur besser Assembler, zum Beispiel. Wenn das Musikverständniss und die Fähigkeit zu komponieren jedoch gleich sind kann der Programmierer sein Gerät natürlich besser ausreizen als der Anwendungsnutzer. Der Nutzer des Programms ist am Ende wenn sein Programm am Ende ist, selbst wenn er noch kreatives potential übrig hat. Die Grenze des Programmierers setzt die verwendete Programmiersprache, wobei man eben eine Low Level Sprache hernehmen müßte, womit die Grenze der implementierte Befehlssatz des zu programmierenden Chips darstellt. Ob man allerdings mittels einer Low Level Programmiersprache diese Grenze ebnso weit spannen kann wie ein professionelles Musikprogramm ist fraglich, da der Aufwand immens wäre. Auf jedenfall ist der Programmierer theoretisch flexibler, da seine Grenze weiter liegt. Grüße styyxx |
| Lunar Light | @shady: korrigiere mich, wenn ich falsch liege. aber du sprichst von einem song namens 'dunkellicht'. ich kenne einen selbigen nur von einer band, deren namen auszusprechen mir die schamesröte ins gesicht treiben würde. ich nehme an wir meinen den gleichen. und du bezeichnest DAS als 'gutes, altes wave-original'? da kann ich nicht mehr lachen, da möcht ich heulen... ich schließe mich decay voll und ganz an. auch wenn ich die guten alten 80er (nicht zuletzt aus anatomischen gründen *g*) nicht so miterleben konnte wie ich es mir jetzt gewünscht hätte, sage ich zurück zum deathrock und batcave! und das geht nur, indem wir die bands die heute gut sind und in diese musikalische kerbe schlagen unterstützen. okay, cinema strange und diva destruction, klar, aber da gibt es auch noch andere, die weniger 'in' sind. libitina, passion play, children on stun, tragic black, star industry, bella morte, vendemmian, fallen apart, murder at the registry, bloody dead and sexy, dream disciples, on the floor,... etc bitte unterstützen :D kaufen und auf jeder party wünschen. und natürlich the cure (*herz*), bauhaus, joy division etc. weiterhin unterstützen... obwohl es damals ja noch ganz andere bands gab (und zum teil noch gibt), die zwar auch bekannt sind (oder wenn ich mir die szene heute angucke: mal bei anderen bekannt waren), aber leider nicht so den idol status wie andere erreicht haben. im speziellen denke ich da gerade an the sound und auch evtl. calling dead red roses. the sound sind toll. und nin trotzdem mögen! LG~ Lunar |
| absinthnase | Dunkellicht kenne ich auch nur von einer Band die ich ins Genre Electro-Sülz-Schlager stecken würde (was nicht heißt dass ich das nicht dann und wann auch mal ganz gerne höre) ... Ich denke aber auch das jede Art von Musik ihre Daseinsberechtigung hat, denn sie bedient ja die Wünsche vieler. Das heißt also auch dass sogar, oh graus, volkstümliches Getüdel irgendwo sein muß damit die alten Omis auch ihren Spaß haben. Naja zurück zum Thema, was ich mit dem Anstieg der EBM Produktion durch den technischen Fortschritt andeuten wollte ist, dass derzeitig VIEL ZU VIEL erscheint dass alles viel zu ähnlich klingt. Das gleiche Syndrom was wir ja auch der Popmusik nachsagen und auch stimmt (sein wir doch mal ehrlich, da gibt es doch schon lange keine Novitäten mehr). Dagegen kann man aber auch nix machen, denn es muß ja einigen gefallen, sonst gäbs das ja nicht. Ich persönlich höre nur sehr selten Batcave Mucke da der Stil nicht unbedingt meinen musikalischen Nerv trifft - und unmusikalisch bin ich deshalb nicht, wäre auch ein Unding nach 10 Jahren musikalischer Ausbildung :D - lassen wir Batcave, Batcave sein und EBM eben auch das was es ist. Es gibt zwar derzeitig mehr Electro Zeugs in den Clubs aber pro Woche sehe ich in den meisten Schuppen auch 1 oder 2 80er Parties. |
| Shady | @Lunar Light Deiner Antwort kann ich entnehmen, daß Du Illuminate wohl überhaupt nicht magst (zumal Du ja nicht einmal gewillt bist, auch nur den Namen auszusprechen :)). Naja, über Geschmack kann man sich ja streiten. Angesichts Deiner großen Abneigung gegenüber dieser Gruppe frage ich mich allerdings, wie gut Du deren Alben überhaupt kennst. Das Wave-Original, das ich meinte, habe ich nämlich bis jetzt nur – und zwar wirklich ausschließlich - auf dem zugehörigen Illuminate-Album gehört. Es ist weniger elektronisch und dafür sehr klavierlastig instrumentiert und ich zumindest finde, daß es sich mit dieser Instrumentierung und dem eher langsameren Tempo sehr gut anhört. In den Discos lief dagegen immer nur die von mir angesprochene „Elektro-Techno“-Version und die ist wirklich schrecklich (hektischer Itze-Itze-Technobeat und kalte schrille digitale Synthesizer....). PS.: Bitte verzeih‘ mir, daß ich es gewagt habe, den Gruppennamen zu nennen ;). |
| Valraven | Zu volle Tanzflächen finde ich auch ärgerlich, dennoch würde ich ungern Leute durch kompliziertere Musik vertreiben wollen. Discotheken wie das PC69 das @demon17 dir ja auch bekannt ist haben einfach falsch geplant, so eine Minifläche und so viel Drum-Herum-Stehraum.... ...hoffentlich planen die das bei ihrem "ringlokschuppen" etwas intelligenter. |
| scorched | @LunarLight: Illuminate - Illuminate - Jehova - Jehova:D |
| Demon17 | @Valraven, früher waren die Tanzflächen in vielen Diskotheken sehr klein. Einfach weil viel weniger Leute tanzten. Das hing auch mit der Rhythmik zusammen. Aber die Entwicklung das teilweise mehr Leute tanzen als herumstehen oder sitzen ist ja eigentlich positiv. Nur mich moven simple Rhytmen eigentlich kaum noch insbesondere wenn sich dann auch noch die Melodien und Texte emotional im mittleren Bereich bewegen. wenn Du verstehst was ich meine? never surrender demon17 |
| Sirius | Jaja, früher war alles besser. "Back to the roots" usw. die selben Sprüche kennt man aus der Rap-Szene oder sonstwoher. Aber es ist nunmal so, wenn die Leute diesen elektrischen Einheitsbrei nu mal hören und danach tanzen wollen, dann wird elektrischer Einheitsbrei geboten. Was würde passieren, wenn in dem Club plötzlich nur noch irgendwelche abstrakten Breakbeats oder andere Sound-Experimente gespielt werden würden, nach denen kein Mensch tanzen kann und will? Die Besucher würden sich das vielleicht eine Weile ansehen, aber irgendwann heißt es dann "so ne scheiß Mucke" und der Club sieht sein Bargeld zur Tür hinauswandern und kann sich dann tierisch darüber freuen, das er ob seiner leergefegten Tanzfläche wohl ganz besonders exklusiv und individuell sei. :rolleyes: Mal ganz abgesehen davon wird doch in den meisten Discos eigentlich ein recht guter Mix aus allem möglichen präsentiert. Entweder es gibt bestimmte Themen-Tage (z.B. Samstag hauptsächlich EBM, Freitag 80er und Wave usw.) oder es wird halt alles durcheinander gespielt, das für jeden was dabei ist. Klar gibt es auch sehr einseitige Läden, die wirklich nur die ganze Nacht durch das Standard-Gegumpfe durch die Boxen drücken, aber man kann ja schließlich auch mal zum DJ marschieren und sich was wünschen - schließlich hat man zumeist auch Eintritt bezahlt, man ist Kunde in dieser Disco! Und wenn DJ Gumpf dann meint, er hat Deine spezielle Musik nicht oder er legt solche nicht auf, dann sollte man doch dem Laden den Rücken kehren. |
| scorched | Stammgast sicher nicht, aber das eine oder andere Mal würde ich schon hingehen, alleine um neue Musik zu hören. Sirius bringt die Sache eigentlich ziemlich gut auf den Punkt - man kann es auch als das klassische Spannungsfeld zwischen Idealismus und Realismus sehen. Ideal: Der DJ spielt, wonach ihm gerade ist, mit künstlerisch wertvollem Anspruch (mir gehen hier gerade die Worte aus); dann hat er zwar vielleicht "treue Anhänger", die immer wieder kommen, ein paar davon tanzen auch, aber der Laden ist nie voll, macht keinen Umsatz und bald wieder zu. Sowas könnte sich noch in einer [I]wirklich[/I] großen Stadt rechnen, Berlin vielleicht. Wirklichkeit: Der DJ sieht zu, daß er die Tanzfläche voll bekommt; die Leute - viele Leute - haben Spaß, konsumieren Getränke und kommen wieder. Wenn es gut läuft, kann er ja immer wieder mal die "abgefahreneren" Sachen einstreuen. Zum Einen könnte ich mir vorstellen, daß es für einen Plattendreher eher befriedigend ist, wenn viele Leute zu seinen Platten tanzen (positive Rückkopplung), zum Anderen muß ein Laden einfach einen gewissen Umsatz machen, um überlebensfähig zu sein. In der Stadt, in der ich lebe, fiel der einzige "schwarze" Club bereits in die Kategorie des Idealismus - er mußte schließen, weil kein Umsatz rauskam. Es waren abends zwar mal 200 Leute da, aber die saßen meistens "nur so rum", und getrunken wurde auch nicht so viel. Die Veranstaltung(en) an anderen Tagen - eher Indie, Hard'n'Heavy - konnten das wohl auch nicht aufwiegen. Schade drum. |
| absinthnase | Hm, das scheint die bittere Wahrheit zu sein... naja ich selbst bin eigentlich kein großer Discozappler, für mich steht eben die Musik an sich im Vordergrund und deshalb meide ich die großen Szenediscos - eben weil viel Massenware gespielt wird. ABER, anders geht es leider wirklich nicht - in Weimar war der Kasseturm einst das Epizentrum der Weimarer Gothclub Kultur dessen Klientel auch äußerst angenehm war weil vordergründig der musikalische Anspruch geboten wurde, teilweise auch dinge nach denen man tanzen konnte aber eben hauptsächlich Gehörgangschmeichler - das Programm war auch gut gemischt, d.h. es wurden nicht nur die Elektriker bedient. Aber irgendwann kippte das - die einzige Rettung war der Umstieg auf das was heute alltäglich in den Tanzschuppen ist. Schade eigentlich. |
| Valraven | @Demon 17: Ja, die Texte sind teilweise sogar so dümmlich, dass ich mir ein Grinsen kaum verkneifen kann. Aber egal ob einfache Rhythmen oder nicht, solange es mir gefällt und es mich reizt, mich dazu zu bewegen, tue ich dies auch. Sonst säße ich nur wie viele Bekannte ständig in der Ecke herum... ;) |
| Demon17 | Ich hab halt das Problem, spätestens ab 23:30 nicht mehr tanzen zu können einfach weil ich ein paar qm brauche und viele Sachen, die eh schon gesampelt sind jahrelang gespielt werden. ich brauch einen kick und den krieg ich nicht von diva destruction oder vnv-nation aber von dupont und marylin manson z.b. auch rammstein hat oft einfache rhythmen aber es gibt mir meist einen kick und bei subway, tanzwut oder in extremo geh ich halt ab. es ist halt eine frage des feelings. am liebsten sind mir komplizierte rhythmen weil ich dann platz hab.;) never surrender demon17 |
| alphaquadrant | also ich finde es gibt ´ne menge ebm-electro band mit komplizierten rythmen...ob die allerdings in den clubs laufen ist eine andere frage. die kiddies mögen halt lieber techno ala vnv nation o. berzerk ( was aber kein ebm - mehr - ist ). obwohl ich generell nix gg. techno habe, aber wenn dann so weichspülmässiger gesang dabei ist, dann net mehr so :D |
| Fuck up Evil | EBM ist leider so gut wir tot :-( :( Future-Pop ist wohl der Nachfolger, da mir das nich so zusagt wie die alten Sachen, habe ich meinen Musikgeschmach dementsprechend erweitern müssen. Das empfehle ich euch auch. ;) |
| alphaquadrant | [QUOTE][i]Original geschrieben von Fuck up Evil [/i] [B]EBM ist leider so gut wir tot :-( :/B][/QUOTE] nöö. totgesagte leben länger :) |
| Fuck up Evil | Na dann nenne mir mal bitte ne aktuelle EBM Produktion ! :rolleyes: |
| sol.invictus | Stimmt: Der EBM ist tot ... leider. Das nächste Problem ist, dass von den "alten" Sachen eh immer das selbe kommt: hey, Prager Handgriff hat nicht nur ein Lied rausgebracht. Und das gilt auch für andere: Wann hab ich das letzte mal K.N.K.A. oder Subjection oder Homobuldozer gehört? zu Hause! Und dann die Lichtanlagen!!! Entweder "Discokugel" oder übelst Scanner und was weiss ich noch . Bei diesem Mist kann man doch nicht tanzen! Früher reichte ein Strobo(oder besser zwei) und ne Nebelmaschine. Und nach ner kleinen Gewöhnungsphase (sonst zog es einem die Beine weg) konnte man so richtig abtanzen. jaja, lang lang ists her... genug gemotzt sol |
| Valraven | Hm. Sehr früh in Discotheken gehen bzw. eine verführerische Dame vorschicken, um dem DJ Musikwünsche aufzuzwingen kann dann doch noch dazu führen, dass ein paar gewünschte Sachen gespielt werden. Wir haben es sogar schon mal geschafft, dass von Moi dix Mois, einer japanischen Gruppe, ein Lied einer mitgebrachten CD gespielt wurde...und das ist eigentlich ziemlich "untanzbar". War dann auch interessant, wie einige "Permanent-Tänzer" auf solcherlei Musik reagieren..... :) Diese bösen unbekannten Lieder, wo dann auf einmal Pausen sind, in die man dann hineinzappelt *g* und völlig wirre Ryhthmen haben... |
| Demon17 | also mit westlicher musik bin ich kaum zu überfordern auch mit den traditionellen klängen anderer kulturräume nicht und die inder habens ja auch in sich aber bei den japanern weiß man nie gerade wenn es sich um moderne musik handelt. ich tanze dann meist den alten rhythmus weiter - er setzt in der regel sowieso nach einer weile wieder ein - oder man bleibt einfach stehen... alles eine frage der trance never surrender demon17;) |
| alphaquadrant | [QUOTE][i]Original geschrieben von Fuck up Evil [/i] [B]Na dann nenne mir mal bitte ne aktuelle EBM Produktion ! :rolleyes: [/B][/QUOTE] also ich beziehe jetzt auch mal "dark elctro" welches ich als etwas komplexer und nicht immer hau drauf mäßig wie ebm bezeichnen würde, ein: run level zero, sleepwalk, electro synthetic rebellion, velvet acid christ, ionic vision ( zwar nicht grade innovativ, aber...), hocico, s.v.d., mentallo wollen wohl auch was neues rausbringen, ebenso plastic assault. dismantled wohl auch noch. abgesehen v. ionic + plastic ( obwohl die neue wohl besser wird als das debut ) die ich ein wenig zu "redunant" finde alles gute bands ! |
| Demon17 | Das langweilige an den elektronische Rhythmen sind die Loops, sich ewig wiederholende Schleifen, die absolut monoton sind weil ihnen auch noch die geringste Abweichung fehlt, wie sie jede Drummer produziert, Inzwischen gibt es ja Programme, die das immitieren. Es gibt ja auch abwechslungsreiche ebm-Rhytmen bei Feindflug "Stuka" z.B.. Ich würde auch niemals Suicide Commando oder Cancer Barracks als langweilig bezeichnen. Aber es gibt zuviel seichtes Zeug, das immer wieder gesampelt wird, so dass es mir schon beim ersten hören bekannt vorkommt. Ich glaube es ist einfach zu einfach Musik zu sampeln, so dass zuviel Monotonie entsteht, obwohl das Phänomen des abkupferns langweiliger Rhytmen auch bei instrumentellen Stücken vorkommt. Allerdings nicht dieses extreme Ausmaß erreicht und normalerweise (kommt auf den DJ an) selektiert wird. never surrender demon17 |
| Hecke | Man sieht, dass du die ganzen Sachen, wie sie früher abgelaufen sind, schön mitbekommen hast. Das Problem ist , dass sich die Sachen weiterentwickeln. Genauso könnte man sagen, früher hatte man Disketten, dann CD-ROM, jetzt DVD. ICH FORDERE: zurück zu den Anfängen! Willst du sicherlich auch nicht, oder ? Und wenn es dich stört, dass sich die Musikindustrie weiter entwickelt, dann geb ich dir einen gutgemeinten Tipp: Kauf dir 80er Jahre Musik... Ich bin mit dem ganzen EBM, Electro und Instrialzeug zufrieden. VOr allem VNV, SITD und den ganzen anderen Bands... |
| DuNkelHeRz | hmm zum punkt "zu volle tanztflächen" hatte ich gerade am samstag ein gespräch mit einem bekannten dahingehend, da ich (sowie er auch schon desöfteren mit den gleichen ergebinissen) auf einer party mit [i]"Electro, Dark Wave, Industrial"[/i] auch mal industrial mitgebracht hab ;) dj hörte dann wohl mal in die cd rein und kam zu dem ergebnis, "es wäre ja schon recht nett und es gefiehl ihm sogar, aber das kann man nicht machen! das kann man nicht spielen! da laufen ja die leute weg!" "es ist zu extrem!" wenn man dann auf einer party mit "Electro, EBM, Industrial" nach Nitzer Ebb fragt kommt als antwort "Nee, sowas hab ich ned! Kenn ich mich nicht aus damit!" ...im nächsten moment kommt dann destilat im glorreichen vnv-nation mix und die tanzfläche platzt an allen ecken und enden.. argh! |
| Hecke | [QUOTE][i]Original geschrieben von DuNkelHeRz [/i] [B] wenn man dann auf einer party mit "Electro, EBM, Industrial" nach Nitzer Ebb fragt kommt als antwort "Nee, sowas hab ich ned! Kenn ich mich nicht aus damit!" ...im nächsten moment kommt dann destilat im glorreichen vnv-nation mix und die tanzfläche platzt an allen ecken und enden.. argh! [/B][/QUOTE] Das kenne ich viel zu gut. Das Ich hat mit dem VNV Mix schon ein riesigen Erfolg bei den Leuten erlangt. Es ist aber nicht nur bei Das Ich so, sondern auch bei anderen Sachen, wie Kiev oder sowas. Selbst bei uns sind manchmal die Tanzflächen leer, es sei denn, man wünscht sich von VNV Nation - Beloved , bis die Tanzfläche wieder gerammelt voll ist, so dass man sein Schattenboxen nicht ohne irgendwelche Kicke und Schläge durchführen kann :) Trotzdem finde ich die neue Industrial Area eigendlich nicht schlecht. EIn wenig schrill, so wie sich die Leute halt daran gewöhnen. Und wer auf so ein Bekanntest Oldschool-Industrial abfährt, es gibt noch genug CDs bei Saturn und diversen anderen Sachen, die noch einigermassen "ok" klingen. |
| alphaquadrant | [QUOTE][i] wenn man dann auf einer party mit "Electro, EBM, Industrial" nach Nitzer Ebb fragt kommt als antwort "Nee, sowas hab ich ned! Kenn ich mich nicht aus damit!" ...im nächsten moment kommt dann destilat im glorreichen vnv-nation mix und die tanzfläche platzt an allen ecken und enden.. argh! [/B][/QUOTE] hehe, das selbe ist mir mal mit VAC + sogar pitchforck "entities" cd passiert. ich meine die "entities" ist immerhin die beste PP cd und er kannte die noch net mal. ebenso VAC auch noch eine der besten bands. übrigens eine rezi zum letzten VAC album gibt´s hier: [url]www.wrath.de[/url] (sind echt ein paar coole stücke drauf !) |
| Sirius | Also ich finde Beloved von VNV Nation schön :) Ich traktiere ja den DJ dann z.B. mit Wünschen nach alten Liedern von den Blind Passengers oder sowas... Permanent am Stück möchte ich das Gegumpfe auch nicht hören, kommt immer drauf an |
| Carndael | @hecke: [QUOTE]Und wenn es dich stört, dass sich die Musikindustrie weiter entwickelt, dann geb ich dir einen gutgemeinten Tipp:...[/QUOTE] Ich glaube, da verwechselst Du gerade etwas: Nur weil die Zeit voran schreitet, ist das, was dort geboten wird keine "Weiterentwicklung" im Sinne von "Innovation". EBM ist dafür das beste Beispiel. Klar war es etwas Neues, vielleicht auch Interessantes, was die Techno-Ära dem dunklen Electro-Genre gebracht hat, aber war es deswegen auch innovativ? Aus meiner Sicht hat - im nachhinein betrachtet - Techno der Electro-Musik eher geschadet. P.S.: Bin kein Ewig-gestriger Ur-Gothic/Batcave-Verfechter, tanze auch sehr gern zu elektronischem Zeug. Und mal ehrlich, die Bands in den 80ern, die gute tanzbare und harte elektronische Musik gemacht haben, kann man an einer Hand abzählen und nur die Tatsache, dass sie Pioniere waren, macht sie nicht besser. |
| Valraven | @Sirius: Also VNV Nations` Beloved und das Destilat sind für mich typische Beispiele für "totgespielte Lieder". Wenn man sie über Ewigkeiten hinweg jedes WE hört....*arg* Bei manchen Sachen haben es DJs hier zumindest ja gemerkt, z.B. wurde v. Helium Vola - omnis mundi creatura - auch ca. 50 Abende IMMER gespielt, teilweise sogar 2x. Und dann war erstmal komplett Schluss. Andererseits, was soll der DJ tun, wenn sich das dutzende wünschen....für die Stammgäste ists wohl nervig, diejenigen, die nur ab und an mal dort sind, scheinen sich hingegen zu freuen. Wobei ich auch zugebe, ein paar persönliche Evergreens zu haben...im Endeffekt führt eine solche Diskussion immer nur zum subjektiven Empfinden zurück :( |
| Hecke | Man muss es auch mal so sehen, dass die Musikindustrie nicht jeden Tag 50 neue Lieder produziert, von daher kann es durchaus sein, dass sich die DJs dazu überwinden , auch mal das ganze Oldschoolzeug zu spielen. Aber wenn was neues herauskommt, dann spielen sie es auch gerne, wie halt die Bruderschaft. Als die CD herausgekommen ist, war es gleich das erste Lied in unserer Stammdisko, weil es keine Sau kannte, und trotzdem alle gedacht haben, es sei VNV Nation weil Ronan Harris mal gesungen hatte. Man soll sich halt nicht täuschen lassen :) @Carndeal: Es sollte auch nicht böse gemeint sein. Ich finde es genauso komisch, dass die meisten Electro-Sachen jetzt mehr auf dem Techno basieren. Wir haben damals schon gesagt, dass man manche Lieder auf der Loveparade spielen könnte und sehr wenige würden mitbekommen, dass es unterschiedlich ist. Dennoch gibt es wirklich schrille Industrial und Electro-Sachen, die ich mir immernoch gerne anhöre und wo man den Vergleich zum Techno vorerst nicht wiederfindet. |
| Demon17 | @Hecke, es geht nicht nur um die 80er. Das was heute als 80er verkauft wird hat fast nichts mehr mit dem Underground/Independent Sound von damals zu tun. Weißt Du ich bin Ender der siebzieger eingestiegen, wir haben erst mal Woodstock entdeckt, kaum wurde das langweilig kam Wave und Punk, dann Reggae, dann Batcave, hardcore elektronic usw.usw. Es gab alle paar jahre neue Klänge, die noch kein Mensch vorher gehört hatte. Das ist jetzt gerade im EBM-Sektor anders. Natürlich sind Nitzer ebb, Suicide Commando, oder Cancer Barracks nach wie vor Interressant, selbst Feindflug könnte man ja noch hören, wenn nicht immer wieder dasselbe Lied gespielt werden würde. Aber ich habe vor 15 jahren das erste mal industrial/noise gehört. Ich kann verstehen dass man darauf total abfährt wenn man am Anfang steht aber glaube mir es nutzt sich ab. Und viele dieser gesampelten sachen sind schon abgenutzt bevor sie gebrannt werden. Das Standard Disko-EBM Programm ist doch zum gähnen. Es geht einfach um Einfallslosigkeit in Verbindung mit temperiertem Mittelmass.:rolleyes: Deswegen bleibe ich dabei, wir stecken musikalisch in einer Sackgasse. Bis auf die Mittelaterszene und ein paar innovative Bands tut sich nichts... Wenn den Elektronikern bald nichts Neues enfällt bleibt es bei... [COLOR=crimson]back to the roots[/COLOR] demon17 |
| sol.invictus | Da kann ich Demon17 nur zustimmen, aber mit einer Einschränkung: Was ist bitte an der Mittelaltermusik heute innovativ? Es ist doch nur ein "rumgemixe". Entweder mit E-Gitarren oder mit den billigen Tekki-Loops. Das ist nichts wirklich neues. Das gleiche ist im EBM-Sektor geschehen und war nur eine Frage der Zeit, bis das in alle anderen Musikrichtungen passiert. Da lob ich mir doch die alten Estampie-Scheiben. Die hab ich mal in Frankfurt/M. live gesehen .... OHNE TECHNIK... Kein Mikro, kein Synthie, nix... sol |
| MissDeath666 | Oh ja da bin ich derselben meinung. seit wann bitte hatte Gothic was mit elektrischen klängen zu tun??? *grübel* unsere "helden" wie sisters, cure oder christian death usw. haben das net benutzt. BITTE wieder zurück zu den alten Zeiten *gggg* |
| Nihil | [QUOTE][i]Original geschrieben von MissDeath666 [/i] [B] unsere "helden" wie sisters, cure oder christian death usw. haben das net benutzt. BITTE wieder zurück zu den alten Zeiten *gggg* [/B][/QUOTE] Genau! Weg mit Doktor Avalanche! *lol* |
| alphaquadrant | [QUOTE][i]Original geschrieben von MissDeath666 [/i] [B]Oh ja da bin ich derselben meinung. seit wann bitte hatte Gothic was mit elektrischen klängen zu tun??? *grübel* unsere "helden" wie sisters, cure oder christian death usw. haben das net benutzt. BITTE wieder zurück zu den alten Zeiten *gggg* [/B][/QUOTE] ? so, du meinst diese bands haben keine synthies, drum machines ( sisters ) oder die beste und damals moderneste aufnahmetechnik benutzt ? |
| scorched | Ich denke mal, die Sisters haben (bis zu First and Last and Always) wirklich nicht die neueste Studiotechnik verwendet - bei Home of the Hitman hört man doch mehr Nebengeräusch als "Musik". Auf der "Floodland" dagegen höre ich ziemlich viele Klänge, die elektronisch erzeugt worden sein müssen. Doktor Avalanches Identität änderte sich von... Boss DR55 Roland TR606 Roland TR808 - ein Kultgerät bei Techno-Leuten... Roland TR909 - [I]idem[/I] "The Doktor was an Oberheim DMX by the time we made the first album." (Quelle: [URL=http://www.the-sisters-of-mercy.com/tech/doktors.htm]Sisters Tech - Doktor[/URL]) [QUOTE]Genau! Weg mit Doktor Avalanche![/QUOTE] oooch, wüsooo?:( Der rockt von der ganzen Truppe doch noch am meisten - Köln 2001 war ziemlich enttäuschend. Und zu demon17s wiederkehrender Forderung nach einer Rückkehr zu den Wurzeln, die ich weiter oben unterstützte, noch ein Wort: Es mag abgedroschen und gemein klingen, aber dann sucht euch doch was neues, oder hört die "alten Platten", oder macht selbst Musik. Da geb's doch mal eine Band, die hatte die Griffe für D-, A- und E-Dur auf ihr Cover gedruckt und forderte: "Now form a band!" Weiter zurück zu den Wurzeln der Musik, um die es in diesem Forum allgemein geht, kann man doch kaum, oder? (Lasse mich gerne eines besseren belehren.) Die Mittelalter-Schiene ist vielleicht wirklich ausgereizt, aber das ändert doch nichts daran, daß es dort trotzdem viele gute Werke gibt. Und wer was neues sucht, kann sich doch auch mal nach Originalquellen umsehen - es gibt eine Menge Ensembles, die sich auf Alte Musik spezialisiert haben, aber aus der Richtung der Kammermusik kommen. |
| alphaquadrant | [QUOTE][i]Original geschrieben von scorched [/i] [B]Ich denke mal, die Sisters haben (bis zu First and Last and Always) wirklich nicht die neueste Studiotechnik verwendet - bei Home of the Hitman hört man doch mehr Nebengeräusch als "Musik". Auf der "Floodland" dagegen höre ich ziemlich viele Klänge, die elektronisch erzeugt worden sein müssen. Doktor Avalanches Identität änderte sich von... Boss DR55 Roland TR606 Roland TR808 - ein Kultgerät bei Techno-Leuten... Roland TR909 - [I]idem[/I] "The Doktor was an Oberheim DMX by the time we made the first album." (Quelle: [URL=http://www.the-sisters-of-mercy.com/tech/doktors.htm]Sisters Tech - Doktor[/URL]) oooch, wüsooo?:( Der rockt von der ganzen Truppe doch noch am meisten - Köln 2001 war ziemlich enttäuschend. [/B][/QUOTE] das stimmt wohl, welche band in den anfängen hat schon diese technik zur verfügung ? aber "first.." u. "floodland" klingen tlw. schon recht gut produziert, ebenso die späteren fields werke ( wobei ich die letzte mal ausnehme die gefällt mir net so ). jedenfalls haben sisters, ´ne menge elektronik am start gehabt ( siehe auch v. dir schon genannte homepage ). ich fand sisters ganz nett auf´m meraluna ( vorletztes jahr ? ). besser als ich dachte eigentlich....nur das der andrew am ende seinen micro ständer ins publikum geschmissen hat, fand ich etwas doff, kann sich ja jemand bei verletzten. mir ist das wursch egal ob musik elektronisch o. gitarrenmässig gemacht ist - nur gut musses sein. mittelalter kram finde ich allerdings auch rel. langweilig - geschmacks sache. zwar habe ich keine techno kult geräte hier, aber eine korg wavestation , die auch recht oft bei darkwave u. gothic produktionen eingesetzt wurde. naja, 808 mässige sachen werden ja heute hauptsächlich aus samples mit dem computer gemacht..... |
| scorched | Da muß ich Dir recht geben - ab ihrer ersten "richtigen" Platte waren die Sisters ziemlich hochwertig produziert. Der "Elizium" von den Fields hört man eigentlich auch die Monate im Studio an; das ist alles sehr aufwändig. Und absolut genial - eine meiner Lieblingsplatten. Diese "Fallen" scheint ja ein ziemlich mit heißer Nadel gestricktes Werk von Jungle Records zu sein, jedenfalls ist Carl McCoy recht unglücklich darüber und distanziert sich. Angesichts seiner geringen Produktivität bin ich aber über jeden Takt froh... und "Hollow Doll" ist klasse. Daß die 808 und 909 heute oft emuliert werden, liegt wohl auch an den Preisen für echte gebrauchte Geräte, die nichts mehr mit dem echten Wert zu tun haben. Die Dinger sind Kult, jeder will eins haben, also steigen die Preise ins Uferlose. Versuch mal, einen Moog Modular oder einen ARP2500/2600 zu bekommen:eek: Lohnt sich die Wavestation? Ich wollt immer mal einen Synthie haben, aber ich bin da ziemlich ahnungslos... |
| alphaquadrant | >>>Diese "Fallen" scheint ja ein ziemlich mit heißer Nadel gestricktes Werk von Jungle Records zu sein, jedenfalls ist Carl McCoy recht unglücklich darüber und distanziert sich. Angesichts seiner geringen Produktivität bin ich aber über jeden Takt froh... und "Hollow Doll" ist klasse. hatte da mal eine rezi für [url]www.wrath.de[/url] geschrieben: ja, eigentlich schon zu alt für eine Rezi, oder?? Naja, nicht unbedingt immerhin war die erste Rezi ja schon lange online und ich gebe mal meinen Senf dazu, da ich die limitierte Box letzte Woche im 2nd Hand Shop erstanden habe. Leider kann ich der Meinung der Kollegin WS nicht ganz zustimmen. Klar erfreute es einen mal wieder was von den Fields zu hören, aber die CD kann IMHO nicht überzeugen. Den Grund kann ich gar nicht so genau benennen, sagen wir doch einfach mal es fehlt ein wenig die Atmosphäre + Stimmung der alten Fields Sachen. "From The Fire" ist zwar ein ganz netter Titel, für (alte) Fields Verhältnisse aber allenfalls Durchschnitt. Ich finde Fields und Metal passt einfach nicht zusammen, was sich schon bei dem mehr Metal - mäßigem Projekt "The Nefilim" von Carl bemerkbar machte. Na gut, hier aber noch die 3 Songs die mir noch am besten gefallen auf der "Fallen" CD: "Darkcell AD" (was aber wohl eine Neuaufnahme eines älteren Stückes ist, wenn ich nicht irre), "Hollow Doll" und "Deeper". Alte Fans sollten vor Kauf besser genau reinhören ! Ach so: Als Bouns gibt´s in der Box eine MCD mit 3 live Tracks die alle ganz nett sind, aber die Studio Fassungen sind mir lieber..! FW >>>Daß die 808 und 909 heute oft emuliert werden, liegt wohl auch an den Preisen für echte gebrauchte Geräte, die nichts mehr mit dem echten Wert zu tun haben. Die Dinger sind Kult, jeder will eins haben, also steigen die Preise ins Uferlose. Versuch mal, einen Moog Modular oder einen ARP2500/2600 zu bekommen:eek: stimmt. wahnsinn - auch 303 und korg ms 20 ( ein ex-kumpel hatte mal einen wahnsinnsding ) sind so fälle. >>>>Lohnt sich die Wavestation? Ich wollt immer mal einen Synthie haben, aber ich bin da ziemlich ahnungslos... ich dachte fast schon du hast einen, deine postings klangen ein wenig so. die WS ( ich habe die keyboard version ohne AD - erweiterung, das ur-gerät sozusagen ) ist klangmäßig immer noch top. für flächen, dunkle klänge, strings etc und die sog. "wavesequencen" sehr gut. weiter ist die tastatur recht gut + stabil. nachteile: - für mich zu umständl.- bedienung - hohes gewicht ! - programmierung nicht ganz so leicht ( man kriegt aber fertige klänge die man verändern kann im netz ) - klänge tlw. abgenutzt, wenn man mal alte sachen aus dem dark bereich o. auch 80er pop hört, fallen einem öfter die WS presets auf - mir fällt da grade elesde ( nebenpr. v. s.bischoff ) ein wo ein preset fast 1:1 übernommen wurde. auch bei FLA habe ich die schon gehört... |
| scorched | Deiner Rezension ist eigentlich nichts hinzuzufügen - ich habe die Box(en) auch eher aus Sammlergründen. Wenn Du irgendeinen Tipp hast, was so ähnlich klingt wie die "Elizium", wäre ich Dir sehr dankbar. Tiamat fiele mir so ein, kenn ich aber schon. Ende off topic. [QUOTE]ich dachte fast schon du hast einen, deine postings klangen ein wenig so.[/QUOTE] Oh :o *rotwerd* :o , da fühle ich mich aber geschmeichelt! Ich kenne mich nur ein bißchen aus mit der Materie, aber eigentlich "komme" ich eher aus der Richtung Tangerine Dream und Konsorten. Näher als eine Messedemonstation bin ich nie an einen Synthie rangekommen, und um wirklich mal selbst Musik zu machen, fehlen mir Zeit und Kreativität. Aber die WS klingt mal nach "einen Versuch wert". Wirklich Ende off topic. |
| Demon17 | Ich finde es ja nett von euch, die elektronischen Wurzeln des bat cave so detailliert zu erörtern, aber wollten wir uns nicht über emotionslosen Gesang, abgegriffene Melodien und zum x-ten mal gesampelte Endlosloops unterhalten? ;) Ich bin einfach frustriert, weil sich seit HIP HOP und Techno nur noch Negatives entwickelt. Das geht jetzt mindestens schon 10 Jahre so. Wo sind die kreativen Bands? Ich gebe zu im Intsrumentalbereich gibt es wunderschönen Britpop (The Muse, Phillip Boa etc.) und der Einsatz klassisch geschulter Sängerinnen gibt manchem alten Rocksong doch eine ganz andere Note. (Waren wir nicht schon mal vor 20-25 Jahren so weit?) Aber was ist mit wirklich Innovativen Sachen, wie es Wave und Ebm mal waren und warum ist das jetzt so unwahrscheinlich, dass sich Neues entwickelt? Da bleibt doch nur Mittelalter und das, was sich draus entwickeln wird. (Ich weiß in den 70ern gab es Ougenweide und die haben die Rockmusik auch nicht wirklich weiter gebracht.) Obwohl es in dieser Hinsicht ja auch schon wieder bedenkliche Entwicklungen gibt. In Extremo wird schon ziemlich poppig...Es scheint sich jetzt sowieso ein pseudo Popgothschlager zu entwickeln. Steht uns ein Gothic-NDW bevor? Bevor ich jetzt Alpträume auslöse halte ich hier erst mal ein...:rolleyes: never surrender demon17 |
| Merciles | Ja es stimmt, die Zeiten haben sich geändert was auch gut so ist, denn schließlich hält die Menschheit auch nicht an veralteten Methoden fest Genauso wie das Zeitalter verändert sich mit ihm auch die Musik und die Möglichkeiten Musik zu produzieren. Ich bin einer der neuen Generation, eurer sogenannten "Techno-EBM-Generation" und wenn ich die Hauptaussage dieses Threads lese, denke ich an frustrierte Schulkinder die gerne wieder zu Hause wären als was neues zu erleben. Entschuldigung für diesen vergleich aber die Zeiten ändern sich eben und was hält euch davon ab nicht selbst auch Musik zu produzieren oder eure Lieblinsmusik weiter zu hören? Es gibt schließlich immer noch genügend Clubs und Abende an denen auch alte Klassiker laufen, den ganzen Abend oder auch nur teilweise. Selbst ich höre ältere Sachen wie Kraftwerk. Dennoch finde ich den Angriff, und so empfinde ich den Thread wirklich, und die Frustration gegenüber der neuen Generation für übertrieben und hysterisch. Seit ihr wirklich so unanpassungsfähig und voreingenommen. Wenn ihr neue Leute kennen lernt vergleicht ihr diese dann auch oder bildet euch eine falsche Meinung über sie ohne das ihr sie richtig zu kennen vermögt oder ordnet ihnen Klischees zu? Und da auch immer noch das Vorurteil besteht wir alle seien Satanisten gehe ich mal davon aus das auch ihr wisst wie es ist voriengenommen behandelt zu werden und in eine Schublade gesteckt zu werden. Und so seit auch ihr nicht viel besser wenn ihr voreingenommen der neuen Generation gegenübersteht. Ich weiß das in etwa 5 bis 10 Jahren eine neue Generation entstehen wird in der wieder andere Genres ihren Einfluss nehmen werden, doch ich kann dann trotzdem meine alte Musik weiter hören und mich doch für die neue Musik versuchen zu begeistern. einen Versuch ist es schließlich immer wert. Aber den traut ihr euch wohl nicht in die Tat umzusetzen. Verbissenheit? Wer weiß. Und auch die Masse an Musik bringt doch auch den Vorteil, das man reich beschenkt wird. und wer nicht den Überblick behalten kann, dem sei damit geholfen sich Samplerreihen anzuhören. Normalerweise hat man zudem wohl auch genug Freunde und Bekannte die einem dabei vielleicht auch aushelfen können durch beratung was wie ist. Zudem gibt es so viele Djs die Massen an Musik haben und somit wird wohl jeder mindestens einen von ihnen kennen. Vielleicht nicht persönlich aber über Bekannte und Freunde. Zum anderen kann man auch nur froh sein heutzutage so viele Künstler und Artisten zu haben, die versuchen sich aus der Masse hervorzuheben, denn so entstehen Neuheiten. Und mit dem Vorurteil man sei nur 20 Klicks entfernt von einem kompletten Song (?) schließe ich auch ab, denn wer was eigenes produzieren will hat seine eigenen Melodien nd es ist nicht nur das Aufnehmen, sondern auch das arrangieren und anpassen der Sounds was wochenlange Arbeite an einem Song ausmachen kann.und ich spreche aus erfahrung da ich selber leute kenne die Musik produzieren und sich versuchen aus der Masse hervorzuheben.. Was mich viel eher stört an der heutigen Zeit ist das die neue Musik auch neue und neugierige Menschen anlockt. so entstehen dummsinnige Gruppierungen ohne eine davon nennen zu wollen, oder es lockt Möchtegerne und "Spanner" in die Clubs. Ich habe schon oft miterleben müssen wie sich manche dieser besagten Personen über andere lustig gemacht haben auch wegen dem Tanzstil und der Kleidung. Solche Leute gehören meiner Meinun nach aus den Clubs ausgeschlossen, daher finde ich auch den Dresscode sehr gut und eine passende Lösung. Jeder sollte doch seine eigene Richtung finden die er für gut befindet und sich nicht über ander den Kopf zerbrechen, tue ich schließlich auch nicht dafür habe ich selber genug Probleme als das ich mir noch welche mache. Ich rede hiermit nicht nur für mich sondern für alle Anhänger der Bands wie XOtox, Feindflug, Sam, Sonar, Stahlfrequenz, usw.... Mein Wort zum Schluss steht fest. Die Zeiten ändern sich einfach und dass Iron Maiden schon sehr alt sind und es trotzdem Leute und Clubs gibt die diese hören und auflegen. Back to the roots? Na dann willkomen im Steinzeitalter Schönen Tag noch. |
| Demon17 | Dies ist ein alter Thread, ich selbst höre EBM, aber von der härteren Sorte. Es war mal eine Art von Avantgarde, ist dann aber zunehmend verwässert worden. Sicher kann auch mit elektronischen Dingen Kunst gemacht werden, doch der x-te Clubmix mit verinfachter Rythmik und garantiert ohne Ecken und Kanten hat einfach mit schwarz nichts mehr zu tun. Hinzu kommen die permanenten Technoeinflüsse. Das heißt hier soll aus einem Teil der schwarzen Szene und einem Teil aller möglicher Elektrofans etwas neues gestaltet werden, das von Anfang an der kommerziellen Logik unterliegt. Das heißt möglichst billig produziert und möglichst teuer verkauft. Ich nehme Feindflug, Winterkälte, Leather Strip, Frontline Assembly etc. explizit von dieser Kritik aus. Mir geht es darum, das es möglich ist auf einer Veranstaltung, die sich schwarz nennt 20 Minuten exakt denselben beat zu hören und dasauch sonst keine schwarzen Elemente, etwa vom Gesang oder von den Soundcollagen mehr enthalten sind. Ich werfe den Leuten Etikettenschwindel vor, die das noch als schwarz, ebm oder industrial verkaufen, denn streng genommen ist es ja nicht einmal ebm, sondern einfach kommerzieller Club-elektro. |
| Goat93 | Es geht langsam wieder zurück, gibt doch wieder nen paar Gute Gruppen, die sowas spielen :) Der Techno Trend wird sich allerdings noch lange halten :( |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Mir geht es darum, das es möglich ist auf einer Veranstaltung, die sich schwarz nennt 20 Minuten exakt denselben beat zu hören und dasauch sonst keine schwarzen Elemente, etwa vom Gesang oder von den Soundcollagen mehr enthalten sind. Ich werfe den Leuten Etikettenschwindel vor, die das noch als schwarz, ebm oder industrial verkaufen, denn streng genommen ist es ja nicht einmal ebm, sondern einfach kommerzieller Club-elektro. [/B][/QUOTE] Das erklärt auch, wieso ich manchmal das Gefühl habe, seit Stunden das gleiche Lied zu hören, sollte ich mal in solch einer Einrichtung verweilen und dort so etwas gespielt werden. Etikettenschwindel ist es definitiv, auf den Fylern steht EBM, Dark Wave und Industrial, aber NICHTS davon wird gespielt. Und, ich schreibe es immer wieder gerne, wenn dann EBM kommt, kucken viele wie ein Auto, können nichts damit anfangen. Ich höre gerne mal EBM, wobei ich aber sagen muss, nervt mich ein ganze Nitzer Ebb Album sehr schnell, aber ab und zu mal ein Lied ist immer willkommen und gerade im Club kommt Let your Body learn oder Murderous ziemlich gut. Dass sich die zeit verändert hat, muss auch nicht schlimm sein, aber dann soll man bitteschön die Partys mit dem richtigen Etikett bewerben. Trotzdem ist es schade, dass es mittlerweile kaum Nischen für die "alte" Musik gibt, ich kenne genügend Leute, die den krachtechno nicht mögen und guten, alten EBM aber mögen. Diese Entwicklung führte auch dazu, dass ich Clubs mittlerweile fernbleibe. Die DJs haben keine Scheu, "uralte" Futurepopplatten zu spielen, während der Rest in der Kiste bleibt, aber die Ausnahmen bestätigen die Regel. In der Tat klingt vieles, das EBM betitelt wird, eher nach Trance, eben weil es recht flächig ist. Wieso nicht gleich Trance nennen, wäre das zu ungruftig? Positiv hingegen aber, dass Gruppen wie Spetsnaz aber Old School EBM machen und dieser ja auch recht gut ankommt; ich schätze mal, Goat zielte auf so etwas ab? |
| Schwarzer Prinz | Techno kann gut sein, je nachdem was für Techno :D Aber im Grunde mag ich lieber Psychedelic - und Progressive Trance, da anspruchsvoller. Das meiste schwarz-Techno ist nicht so mein Ding, aber Geschmäcker sind verschieden :) Deshalb gehe ich auch net mehr in "schwarze" Clubs. Dann lieber ordentlichen Techno o Trance in einer entsprechenden anderen Lokalität. :rolleyes: |
| Trauerwesen | Schwarzer Prinz: Das streite ich ja auch nicht ab, der Stempel Techno soll ja auch nicht degradieren. Nur habe ich bemerkt, dass viele dann pikiert sind, wenn man es Techno nennt. Weil Techno ja nicht ultramässig gruftig ist :eek: :rolleyes: . Ich habe selber auch mal in meiner Teenagerzeit Techno gehört, aber es gibt halt Gründe, wieso ich das nicht mehr tue, aber wenn mich das nun verfolgt, auch wenn ich mich von Techno distanziert habe...:rolleyes: |
| Schwarzer Prinz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i] [B] Ich habe selber auch mal in meiner Teenagerzeit Techno gehört, aber es gibt halt Gründe, wieso ich das nicht mehr tue, aber wenn mich das nun verfolgt, auch wenn ich mich von Techno distanziert habe...:rolleyes: [/B][/QUOTE] DU RAVER, hinweg Unwürdige :D Sie beging die unglaubliche Blasphemie als Teenie Techno gehört zu haben...Steinigen ! |
| Demon17 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Schwarzer Prinz [/i] [B]Techno kann gut sein, je nachdem was für Techno :D Aber im Grunde mag ich lieber Psychedelic - und Progressive Trance, da anspruchsvoller. Das meiste schwarz-Techno ist nicht so mein Ding, aber Geschmäcker sind verschieden :) Deshalb gehe ich auch net mehr in "schwarze" Clubs. Dann lieber ordentlichen Techno o Trance in einer entsprechenden anderen Lokalität. :rolleyes: [/B][/QUOTE] Nee, Techno ist inhuman (das ginge ja noch), unromantisch, geistlos, oberflächlich und läßt nicht ein klitzekleines schwarzes Gefühl zu. Nein im Gegenteil, Techno ist bunt, bunter geht es nicht... selbst der Hip Hop Szene ist er nicht zuzumutern (... nobody 's listening Techno! eminem) und das will ja schon was heißen, in Sachen Monotonie sind die Jungs ja echt abgehärtet. Techno wird vom Gehirn eigentlich als akustischer Stress eingestuft, deshalb läßt er sich nur auf Drogen hören, die Löcher in die Großhirnrinde brennen, damit der Sound direkt vom chemisch degenerierten Kleinhirn verarbeitet wird. :q |
| Christina Death | Ich schliesse mich Demon 17 und Befüwortern an, war erst gestern noch in nem "schwarzen" Club und es ist langsam echt nicht mehr feierlich. Was mich riesig stört ist, das die 80iger Mucke und ihre Anhänger zumeist in die hinterletzten, mikrigsten und düstersten Räume der Lokalität verpfrachtet werden, während nebenher zwei grosse Räume für Elektro, Industrial und Noise??? existieren :rolleyes: |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Schwarzer Prinz [/i] [B]DU RAVER, hinweg Unwürdige :D Sie beging die unglaubliche Blasphemie als Teenie Techno gehört zu haben...Steinigen ! [/B][/QUOTE] Vor allem war es sogar noch Rave, den es ja mittlerweile auch nicht mehr gibt :D. Nunja es war ne ziemlich kurze Zeit (Maximal 2 Jahre), ich würde es sogar eher als Phase zwischendurch sehen (zuvor auch mehr Gitarrenmusik und sowas). Kurioserweise lief ich aber schon vorher und zwischendurch immer mal wieder schwarz rum und hörte die Musik, sehr durcheinander auch. Letztenendes wandte ich mich dem ganzen ab, weil ich dieses ganze "ich bin ja so fröhlich, ich will Spass, make love, peace and raves; take drugs, drugs, drugs" ziemlich auf den Sack ging. Aber genau dieser Hedonismus holt mich nun seit Jahren erneut ein *grmpf*. Christina Death: Die kleinen Räume sind mir auch schon aufgefallen. Da gibt es dann meistens noch eine Akustik, die man gar nicht Akustik nennen will, und wenig Platz. |
| Schwarzer Prinz | @ Christina Death: Nunja, es scheint so, dass man an der jüngeren "fun-Grufti" Generation mehr verdienen kann.... @ Trauerwesen: Also mir ist das eigt. völlig schnuppe, ob Du Techno oder sonstwas hörst. Ich höre ja auch genug "nicht-schwarzes". Jedem das seine.....und wenn wir einfach die Clubs die immer die gleiche aufgewärmte Sch..... sowie Noise und "schwarz Techno" spielen boykottieren und das lange genug machen, kommen sie evtl. irgendwann mal auf die Idee wieder was besseres zu bieten. Damit meine ich auch die Athmosphäre in den Clubs die im Gegensatz zu früher deutlich nachgelassen hat. |
| Trauerwesen | Schwarzer prinz: So habe ich es auch nicht aufgefasst, keine Sorge. Das tragische ist ja nun wirklich, dass man verfolgt wird. ich beende eine kurze Phase, weil ich entdecke, es ist nicht mein Ding (war Ende der 90er), und schwupps geht der ganze Scheiss wieder los. Neon, Drogen, utz-utz, "yeah, ich tanze die ganze Nacht durch, egal was für ein kack gerade gespielt wird". Manch Futurepop mag ich sogar, aber dieses angebliche Industrial (aka Baustelle) empfinde ich als extrem abstrengend und nervig. Eintönig ohne Ende. Mich wundert es ja, dass es überhaupt noch Platz für anderes gibt in der kleinen Halle, aber dann kommen eben 20 Leute mehr. Man kann den Diskotheken ja nicht mal einen Vorwurf machen. Beispielsweise konnte ich bis vor etwa einem jahr mal einen Weg nach Oberhausen ins Eisenlager auf mich nehmen, da ich wusste, ich komme zum Tanzen. Bauhaus, Cure, Skinny Puppy, Invincible Spirit, Silke Bischoff, Sisters usw waren dort dominierend. Es lohnte immer, aber es war auch nie rappelvoll (was mir sogar recht lieb ist). Und dann änderten sich die Zeiten. Das letzte Mal, als ich dort war, wollte ich die ersten 30 Minuten nur durchreihern, weil mich Straftanz beschallte und noch mehr Blödsinn mit utz-utz-utz und "tiefsinnigen" texten ("Fick mich", "Blas mir einen", "geh sterben", "ich esse deine eingeweide", "moep moep" - also sehr anspruchsvolles Niveau mit tollen Aussagen) folgte. Das ist seit etwa einem Jahr so, in der Ferienzeit noch extremer. Gut, manchmal ist eine zweite Halle (da haben wir sie wieder) geöffnet mit MUSIK. Der Laden ist nun auch immer voller. Mir scheint, zuvor war es eher ein geheimtipp und nun kam die Invasion der Fraktion "fröhlicher Partygoff". Verübeln kann man es den Läden wenig. Das Zwischenfall startete 2006 auch eine Partyreihe, die Oldschool-orientiert war. Ich selber konnte aufgrund meiner Arbeitszeiten auch nur selten hin (2 Mal vielleicht), am gleichen Tag war die Technoparty Nummer 1 in der Umgebung und schon war die Party weg vom fenster. Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Sicherlich könnte man die Leute anders konditionieren und die Flyer bauchen auch nicht so betrügerisch sein. Gegen einen Technoblock habe ich ja nichts, aber es wird immer stärker und die anderen Sachen werden dann vielleicht mal zwischendurch gespielt. Die Frage ist halt, ob es richtig ist, dass sich die DJs dem musikalischen Trend beugen müssen oder ob die trotzdem noch genug Macht hätten, dass sich die Partygänger irgendwie anpassen könnten. |
| Schwarzer Prinz | @ Trauerwesen: Oh, gegen manches aus dem Futurepop Bereich habe ich auch nichts (Icon Of Coil, mittelalte Apop oder vieles von VNV Nation zB. - Covenant würde ich pers. nicht unbedingt zum FP zählen).. Ansonsten Zustimmung zu Deinem Posting Damit ist sicher auch alles gesagt. ;) |
| Christina Death | [QUOTE] Nunja, es scheint so, dass man an der jüngeren "fun-Grufti" Generation mehr verdienen kann....[/QUOTE] So siehts wohl aus, bestehen zwar überwiegend aus Minderjährigen und Schüler, die nicht viel auf der Tasche haben, aber die Masse machts... [QUOTE]Die Frage ist halt, ob es richtig ist, dass sich die DJs dem musikalischen Trend beugen müssen oder ob die trotzdem noch genug Macht hätten, dass sich die Partygänger irgendwie anpassen könnten.[/QUOTE] Ich denke schon das dass möglich ist, an sich haben Djs viel Macht, nur die wenigsten beugen sich..der Dj aus unserer Dorf Disco z.b hat einen einwandfreiem Musikgeschmack, spielt aber auch zu 90% den dunklen primitiv Techno..halt das was gewünscht wird |
| Demon17 | Ich frage mich wirklich, ob das alles Wünsche sind. Der Trend ist eindeutig gemacht, und zwar von der Wirtschaft. Die Dizzen erziehen sich ihr eigenes Publikum und Parties, die nicht tot zu kriegen sind müssen dauernd umziehen. So wie ich das sehe ist das alles eine fehlhgeleitete Marketingstrategie, die ein´fach einen Großteil des Publikums wegekelt um eine totlangweilige Konformität zu erzeugen, die der Anfang vom Ende ist. Diese iufz ufz ufz Mucke läuft doch zu 90% in Mehrarea-Läden, die eine Alternative für alle zum Mainstreamrock suchen. Das aber kann niemals eine schwarze Szene, die diesen Namen verdient zufriedenstellen. |
| Trauerwesen | Nunja, das wäre dahingehend plausibel, weil das fünfundsechzigste Spielen eines Liedes aus den 80ern nicht so rentabel ist wie das Spielen eines "Liedes", das so eben auf CD erscheint. Trotzdem ist Schlagermusik à la Blutengel und LAI, ebenso Krachmusik und Pop einfach ansprechender bei einer Masse. Man holt sich die Technos und die Schlagerfreunde, die ihre Lebenskrise nun mit einem neu angenommenen Gruftitum beendet haben und gaukelt ihnen vor, sie seien total hip und in (was ich seitdem auch nicht mehr sein möchte). Es ist halt auch diese Farce, die in den Augen schon dutzende Male angesprochen wird: Gewöhnlich sein aber sich den Stempel aufdrücken, man sei was besonderes, was aber absolut nicht stimmt. Und gerade deswegen wird das alles wohl auch als EBM, Industrial und Dark Wave etikettiert, denn sonst wäre es ja wieder gewöhnlich und Schlagerfreund fühlt sich nicht besonders. Erzähl den leuten, die von ihrem Leben so frustriert sind, weil sie selber so langweilig sind, dass sie nun Goff sind, und das ganz leicht sein können, wenn sie SITD und Combichrist hören, bei Xtrax einkaufen, sich nen Undercut schneiden und das Christentum verabscheuen. Juhu, wir sind so besonders, wir sind so toll, wobei diese Masche keine andere ist als bei den Tussis auf der Strasse, die sich zu jeder neuen Modesaison sagen lassen, was sie anzuziehen haben. Das ganze nur in angeblich-schwarz. Bei der Musik nicht anders. ich wurde zwar nun ein wenig allgemein, aber nur so kann ich mir erklären, wieso die Flyer nach wie vor vorgaukeln, man würde dies und jenes spielen. Sonst würde sich Obergoff ja nicht besonders fühlen. |
| Demon17 | Stimmt schon, aber irgendwie gab es diese Tendenz schon beim Elektropop. Project Pitchfork ist ja auch zum gähnen. Wenn Du aber harten, experimentellen ebm/industrial spielst, ist die Tanzfläche fast leergefegt. Es ist selten, das mal anspruchsvolle Musik den Massengeschmack trifft. Vor ein paar Jahren war es noch so, das die ersten 20 mal, bei einem neuen Lied echt Platz zum tanzen war, bis auchder letzte den Rythmus kapiert hatte. Das hat ebm-elektro der aktuellen Prägung nicht mehr nötig, jeder kapiert den Einheitsstampf sofort. Es fällt nicht einmal auf wenn das Stück wechselt. |
| Trauerwesen | Och, Pitchfork mag ich. Aber stimmt schon, es ist ein 08/15-Muster, bei denen die Wechsel nicht auffallen und man denkt, da würde permanent das gleiche Lied laufen. Nur ist es recht heuchlerisch, wenn es als anspruchsvoll verkauft wird. Denn das wird es ja, denn es gehört ja zur "schwarzen Szene", dann muss es ja anspruchsvoll sein. Hingegen, wenn man es Schlager oder Techno nennt, fällt das schon mal weg. Selbstbetrug auf hoher Ebene. Und wenn die leute zu tanzen, dann wird es eventuell auch gekauft. Ja wunderbar, also demnach wirklich nur eine Vereinfachung, damit es ankommt. |
| Demon17 | Ich mag es sowohl sehr romantisch als auch sehr böse, oder sehr traurig. Außerdem alle möglichen starken Gefühle. Für mich ist Skin´s Alone schwärzer als als viele Kultbands. Aber egal, ich denke wir sind uns ziemlich einig. |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Aber egal, ich denke wir sind uns ziemlich einig. [/B][/QUOTE] Das sind wir wohl :cool: . Was sehr schade ist, weil wir beide ja hier dann nicht mehr miteinander diskutieren brauchen ;). |
| Demon17 | Ja stimmt, das nervt mich auch immer, das man hier fast nur mit den Leuten redet, die anderer Meinung sind. Darüber läuft aber grad ein Thread in Traum und Spiegelglas. Ich gebe zu der Titel ist ein wenig irreführend, aber es soll um die Anonymität in der Masse, den unterschwelligen Generationenkonflikt und eben um die Tatsache gehen, das man fast nur mit den Leuten redet die anderer Meinung sind. LG demon17 |
| pulSar | gut... also ich fiid Hocico klasse... kiew und auch Combichrist... sowie Noise der Marke Converter etc.. Das heist noch lange nicht, dass ich jeden 4/4-Takt-Konserven-Kram mag. Da ich einige Jahre (leider lange zurück liegen) selbst elektronische Musik (so nebenbei aus Laune) fabrizierte, erlaub ich mir bei nicht wenigen Stücken, die Patterns einfach vor dem geistigen Auge "abzuspuhlen", aus denen sie bestehen. Eine Base auf die 1 und eine Hihat auf die 3... tanzbar (auch für mich, wenn ich mal tanzen sollte) aber sicher nicht kreativ und individuell. Ich mag Kreativität und Stimmiung -- und mag nicht abgeflachte Einförmigkeit. Es ist sehr schwer aus Krach Tanzbares zu machen, wenn es eben nicht im einheitlichen House/Techno-Schema von sich geht. Und wer es wagt, brachlial-elektonischem zuzuhören, der nimmt den Unterschied war. Es gibt sehr wohl auch in dem hier nicht selten pauschel verurteilen Sektor sowas wie Kreativität und auch konplexe Rhytmik. Selbst dann, wenn diese nur aus wenigen Geräuschen besteht. Auch dann, wenn die Sampels selbst die "technoiden" sind -- die Anordnung / Komposition macht's! Spontan-Beipsiel: Das ich. Die setzen die Noten im Thymus so gut wie nie gerade. Letztedlich bleibt es persönlicher Geschmack -- und darüber sollte man nicht streiten, da es nichts bringt. Was ich jedoch auch suboptimal finde, ist, dass es bei vielen Dissen nicht klar wird, welche Musik gespielt wird. Da macht es schwer Sinn, Sparten-Abende zu bringen und dies klar auf den Flyern (der Website) zu zeigen. Batcave ist was anderes als EBM und der was anderes als Industrie und allesamt was anderes als Techno. Einfach UNKLUG ist es, das alles einfach als "schwarz" zu bezeichnen. Das erzeugt nur frust. PS: Drum 'n Bass fand ich schon seit mehr als einer Dekade schmackhaft und tanzbar und in vielen Fällen undergroundiger und noisiger und schräger als so manches einheitliche im Dark-Stampf-Stil.. Das gilt ebenso für Electro -- [b]ich mag Electro und bin schon lange nicht so blöd, das auf den zu beschränken, der das Label "schwarz" trägt. Überhaupt ist die kleinliche Unterteilung im rein elektronischen Bereich albern.... Getanzt und gehört wird von mir, was Spaß macht... ob bunt oder schwarz ist oft Frage des Etikettes.[/b] [url=http://youtube.com/watch?v=z5LW07FTJbI]Kernkraft 400[/url] Wozu mir Vorschriften machen lassen und mein True-Sein auf Druckfarben beschränken? *Kopfkratz* Dann lieber konsequent dazu stehen, dass ich nur partiell-true bin... ;-) Auch ich nehme allgemeiin im schwarz-elektronischen eine gewisse stilitsiche Stagnation wahr. Mir wird schlicht zu wenig experimentiert und an Genre-Grenzen gegangen. Nochwas: Ich kann Euch also verstehen, ihr Nasen! Bringe aber meine Rede sozusagen aus "der anderen Seite der Medaille". Grüße |
| Demon17 | Genau das ist für mich das Problem pulSar, der Ausverkauf schwarzer Veranstaltungen über die Elektroschiene und deren allmähliche Technoisierung. Ich habe mir vor mehr als 10 Jahren als das zeug neu war einige Nächte damit um die Ihren geschlagen und kann da nicht den geringsten Genuss empfinden. Für mich ist der Ausdruck schwarzer Gefühle wichtig, egal in welchem Genre. Ich fordere deshalb mehr Drummer und Bassisten, weil sich Musiker, die sich primär mit dem Rythmus beschäftigen halt nicht auf ein permanentes Uffz, Uffz, Uffz reduzieren lassen. Es gab mal sehr anspruchsvolle elektronische Rythmen aber langsam wird es Zeit für no-play Listen. Wenn ich Straftanz höre wird mir nur noch schlecht und ich weiß nicht was dieses Neongehampel noch mit dem Anspruch der schwarzen Szene oder mit dem der musikalischen Avantgarde zu tun hat. Ebm/Industrial war mal eine Schnittmenge von beidem. |
| Goat93 | "Die andere Seite"..oder ein Text aus der Sicht eines Pessimisten :D techno ist einfach, techno kann jeder und bei techno kann man nichts falsch machen. Gothic ist "intellektuell" ´"individuell" "düster" "melancholisch" , also einfach "trve" So, wie verbindet man das einfach sein mit solchen hohen Ansprüchen? Man wirft die Umsetzung der Ansprüche über bord und tut einfach so, als wäre man das alles. :D Also kein lästiges denken oder alleine sein, kein traurigsein oder dämliches wissen wovon man redet, keine häßlichen freunde und man kann sich und sein arsch auch richtig geils sey präsentieren für den Fickspaß zwischendurch, also man ist MITTENDRIN is dad nich geil? Wenn ich mir so die ganzen Leute anschaue, erst sind sie alle evil trve fukkking Goth als hell, sehen aber alle aus wie ausm H&M Markt Abteilung Einfallslos, aber da jeder mit dem scheiß rumrennt, fällt es eh nicht auf. Die leute untereinander überbieten sich mit Goth Trueness und indivudeller Kenntnis "ihrer" Szene, sind also "echte" Goth oder ebm'ler (jaja Funker doof is echter EBM hahaha) und sobald man die lieben leute irgendwie mit der Realtität bekannt macht, kommt immer das gleiche... *schubladendenken *true untrue blah blah *ich bin individuell (wie die 1000 anderen hier auch.sehen auch alle gleich aus un tanzen gleich zum gleichen techno lied) *man hört schlagartig die musik "die einen gefällt" sorry, ich muß echt meistens lachen. Ok hier rennen sowieso einige wandelnde Lexikas rum, solche leute haben eh ne andere Messlatte (zähl mich ja da scho zu hihi), aber was einen an echten Schwachsinn immer wieder verkauft wird ist irre, das hält man nicht aus. ich bekomm schon ausschlag, wenn ich zum 1.000 mal von jemanden höre, das Feindflug extrem überl INDUSTRIAL sein soll. Wenn man dann dezent vermittelt, das weder Terminal Choice Dj Bobo noch Funker Doof "Industrial" sind, wird gewettert wie plöd und man ist schlagartig nen besserwisser, spaßverderber oder sonstwas. Ebenso mit "ernsten" themen. Es reicht meistens nicht, wenn man Nietzsche oder Kant im Zimmer der Eltern mal gesehen hat und im internet nen paar evil wörter aufgeschnappt. Die grundlage für den techno ist in der verdummung und unselbstständigkeit der leute zu suchen, weniger wirklich im Hörvermögen :D Das hat nicht wirklich was mit der Musik als Musik zu tun, sondern mit der Musik als stilmittel der verbreitung. Das bedeutet, mir is egal wer was wie hört und ob und ob nicht, aber wenn man irgendetwas macht, sollte man acuh wissen WAS man gerade da überhaupt macht und DAS fehlt völlig |
| pulSar | Tja Demon... nur nochmal zur Bestätigung: verstehe ich -- und selbst ich sage, dass es leider kaum noch "gefühlvolles der Alten Art" gibt... Ich bin ja elektronik-Derchseucht und KANN Gefallen daran finden. Straftanz find ich cool -- aber auch primär deswegen, weil sich so ein Stück selbst nicht erst nimmt und was von Gaggaismus der NDW-Zeit hat.. Aber gerade deswegen isses ja in meinen Augen nur noch albern, die aktuellen Sounds "schwarz" zu nennen und "der Spaßgesellschaft" angeblich den Rücken zu kehren... In vielen Fällen einfach: [b]Etikettenschwindel![/b] Da wird nicht selten lieblos einfältig Musik produziert, es wird das Label "schwarz" drauf geklebt und die Kasse klingelt... und nochmal, weil es so schön in ein "gossig-board" passt: genau das ist der Grund, warum ich mittlerweile drauf scheisse, truene Mucke zu hören.. und ich lieber zu "buntem" Electro oder richtig fiesem Drum 'n Bass abgehe als zu sowas wie Chris-Pohl.. Sis is se way to show, how you take some standard-Patterns and grunz some english in very german tee-age (th) pronaunsiation drauf und kleb the etikett "ultra-schwarz" drauf, so sat all se fans und se girl-fans buy sis krempel and take it for so truu.... Was ich nach wie vor bemängele ist nicht die Elektronik an sich sondern der meist sehr unkreative Umgang damit! Für meinen Geschmack gibt es da nur sehr wenige, die wirklich konsequent einen eigenen Style entwickelt haben... (siehe oben) |
| Demon17 | OK was den Elektropop angeht sehe ich ja auch vieles wie Du, aber es gibt ja auch Mittelalter und andere Sachen. Erstaunlich ist jedenfalls, das sich bei diesem elektronischen Einheitsbrei, sich die Tanzfläche bis auf wenige hartgesottene leert, während bei "Blutrausch zum Feierabend" sofort die Luzi abgeht. Ich galube es wird inzwischen immer schwieriger die Szene musikalisch unter einen Hut zu bringen. Das macht mir Sorgen, denn es werden immer mehr Veranstaltungen auslaufen, weil niemand mehr sicher sein kann nicht stundenlang Musik zu hören, die ihn langweilt. Ich sehe eine Entwicklung, bei der es weder die grißen Multi-Area Läden schaffen die Hallen voll zu kriegen noch die kleinen Spezialparties laufen. Ich will ja keine Endzeitstimmung predigen, doch es wird bis auf ein paar kleine Parties nicht mehr viel übrig bleiben. Vor drei Jahren konnte ich noch dreimal die Woche im Umkreis von 20 km tanzen gehen und habe es nicht geschafft überall hinzugehen. Heute findet in mancher Woche gar nichts mehr statt und die Wege werden immer weiter. Es geht zuende, die schwarze Szene spaltet sich und verteilt sich auf einzelne Musikrichtungen. Es war ja mal kennzeichnend, das sie in der Lage war verschiedene Musikstile miteinander zu integrieren. Ich glaube die Inhalte gehen uns aus, ebenso wie das gemeinsame Feeling, wenn es denn noch eines gibt. |
| Goat93 | Ich sehe das allerdings als Vorteil an :D Lieber alle Jubelzeiten ein wirklich tolles Konzert oder nen tollen Abend mit der Musik und den leuten die ich wirklich mag, als jedes Wochenende 20 Veranstaltungen die ich alle für Scheiße deklariere :confused: Also so gesagt macht mir ein Death In June Konzert mit Schnitzeljagd, verfahren und Verfassungsschutz trotzdem mehr Spaß wie ein Chris Pohl/Combichrist Konzertabend :D |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i] [B] Lieber alle Jubelzeiten ein wirklich tolles Konzert oder nen tollen Abend mit der Musik und den leuten die ich wirklich mag, als jedes Wochenende 20 Veranstaltungen die ich alle für Scheiße deklariere :confused: [/B][/QUOTE] das tragische daran ist, das ist ja wirklich so :D. Sicherlich geniesst man seltenes irgendwie, aber wenn man mal Lust hat, wegzugehen und dann erst ewig lang suchen muss, weil alle anderen 100 Veranstaltungen im Monat schon mal wegfallen (da erinnere ich mich an den Slogan, mit dem der Projekt Nachtplan wirbt: Monatlich über 120 Veranstaltungen! Jawohl, und fast alle 120 braucht kein Mensch... - oh, ich korrigiere, mittlerweile sind es sogar über 140... jubel...), ist das doch irgendwie frustrierend. Es ist ja auch Reflektion von anderen Dingen, von der ganzen Goffgemeinschaft. edit: Ich korrigiere nochmal, der aktuelle Nachtplan wirbt mit 200 Ausflugszielen... ich erinnere mich an Zeiten, so vor einigen Jahren, da waren es 80. |
| Demon17 | Ja wenn man das Boardsterben der letzten Jahre mitberücksichtigt, kann es sein, das die schwarze Szene sich auflöst und mit anderen vermischt. Ein harter Kern wir übrig bleiben und in ein paar Jahren geht es wieder los. Mir fehlen zurzeit jedoch die musikalischen Innovationen, es kann etwas dauern. Weiß jemand ob es auf den Festivals auch weniger wird? |
| Goat93 | Kleinere Konzerte haben es definitiv schwer. Angesagte Sachen quellen völlig über, aber alles andere sieht recht leer aus. Ist z.B im Japan Bereich auch so, was man ned kennt, geht man ned hin |
| Demon17 | Ja aber wenn es keine kleineren Konzerte mit Kultstatus gäbe, wäre es ja auch total langweilig. Es gibt glücklicherweise immer wieder Musiker, die auf Mainstream-Elemente verzichten obwohl sie damit viel Geld verdienen könnten. |
| Goat93 | Ich war in letzter Zeit auf mehreren Kleinen konzerten. Mit klein mein ich damit den Bekanntheitsgrad der Bands. Das wiederum lief dann auch auf die Anwesendheit des Publikums hinaus. Überrascht war ich über den Eintrittspreis. Von extrem wenig bis Extrem viel war alles dabei. Also von 3~5€ für 4 Bands bis zu 13-15€ für auch 4 Bands. Viel los war überall nicht, nie mehr wie max. 150 Leute. Da die Konzerte recht einfach zu erreichen waren und auch Örtliche Werbung bzw. bei Touren auch in diversen Mags das beworben wurde, frag ich mich, warum nicht mehr Leutz es schaffen sich mal unbekanntere Bands für kaum 10€ ein Abend anzuschauen, stattdessen lieber 20-40€ für ne Verhältnismäßig größere Band hinblättern und dort dann in Scharen kommen. Was mich dabei auch gewundert hat, das diejenigen die zu den größeren gehen, auch gern von Underground faseln o-0 |
| Demon17 | Ich weiß es nicht Goat. Ich hatte früher das Forum vor der Haustür und war von den 70ern bis zu den 90ern mit allen möglichen Geheimtipps verwöhnt. Hinzu kamen Freunde die im Musikgeschäft arbeiteten und viele Sachen kannten von denen ich zuvor nie gehört hatte. Auch Zufälle, wie das Nirwana Konzert in Hamburg Ende der 80er wo ich der einzige Zuhörer in der Markthalle war. (Ich wollte TAR sehen) Für mich sind zwei Faktoren ausschlaggebend, warum ich kaum noch auf Konzerte gehe. A) Habe ich von Amon Dül II bis Zappa alles mögliche schon gehört und es ist schwer noch so abzufahren wie früher. Ich langweile mich schnell auf Konzerten. B) Bin ich gern selber aktiv und gehe lieber tanzen. Alles was mich noch interessiert, ist deutschsprachige Musik mit intelligenten, poetischen Texten. Das gab es früher nämlich nicht. |
| Goat93 | Die übersättigung durch zuviel gesehen kenne ich recht gut, ich schau mir dann immer ab und an was total Artfremdes an, das macht denn Spaß und man hat erstmal etwas Pause von den Konzerten, die immer irgendwie gleicher werden. Allerdings wollt ich eher die Leute damit beschreiben, die selbst oft auf Konzerten gehen oder auf Festivals, dort mehr Geld lassen und damit die kleinere Basis verkümmern lassen. |
| Demon17 | Tja da kann ich nichts zu sagen, ich war schon lange nicht mehr auf einem Festival. Mir gefällt auch Vieles nicht, was in der letzten Zeit so läuft. |
| Cagliostro | Ach, das handwerkliche an der Musik...naja. Ist das denn so wichtig? Wenn jeder seine drei Akkorde durch den Computer jagen kann. Bräuchten wir Mozart heute noch? Kaum, da zuviel Ego. Was mir an manchen Sachen wie Depeche Mode z.B. gefiel, war dass es nicht darum ging, dass irgendein Ego-fuzzi zeigt, dass er mit der Fender umgehen kann, sondern die Gruppendynamik. Die Disziplin der Gruppenmitglieder, auch die Harmonie. Das Kollektiv quasi. Die Gruppe ist der Star und nicht irgendein verkiffter Exzentriker, der vor lauter "Leben" nicht mehr laufen kann. Bei Kraftwerk wird es klar, dass der Sound immer eine Art Kollektivprodukt ist. Kennt jemand ausser Curt Cobain wirklich den Drummer von Nirwana oder den Bassisten? Kaum jemand. Wenn das Ego stärker ist als die Musik, muss man sich halt die Kugel geben. Hab mir trotz Unkenrufen von Bekannten Client (heartland) gekauft. Was mich reizt sind die bisweilen recht eigenwillig verstörenden Texte und die unterschwellige Stewardessenerotik, die damit wieder auf die Schippe genommen wird. Vor hunderten von Jahren hörte ich 10cc. Es war eigentlich keine Band, sondern ein Experiment. Die Texte waren klasse (wenn man halbwegs Englisch kann) und die Darstellung/Perfomance war wichtig. Und eine gewisse Kongruenz zwischen den Bandmitgliedern. Es geht immer um die Musik, nicht um gestörte Egos, das habe ich selbst. Es gibt nur gute Musik und schlechte. Die Auswahl kann subjektiv sein...na und? |
| Meltman | Meine unqualifizierte Meinung: Die Diskussion erinnert mich etwas an die Black Metal-Szene. Die nerven ja solange damit, dass man kein BM macht, bis man ein eigenes Subgenre schafft (Pagan und Wiking). Bands sind plätzlich untrve, weil auf der CD ein Riff drauf ist, dass nach Death Metal klingt. Das Black Metal auch nicht vom Himmel gefallen ist, sondern sich aus anderen Musikrichtungen entwickelt hat wird ignoriert. Meiner Meinung nach, schädigt sich die Szene damit selbst, da Weiterentwicklung wichtig ist. Ähnlich sehe ich das mit Nu-Metal, ich mag das bisherige zwar nicht, aber ich sehe es als Bereicherung an, wenn experimentiert wird und festgefahrenen Rahmen gesprengt werden. Heisst ja nicht, das mir das Ergebnis gefallen muss und man nicht kritisieren darf. Ich spiele selbst ein paar Instrumente und wenn wir im Freundeskreis jammen, krieg ich immer n Hals wenn die Diskussion anfängt, welche Richtung gespielt wird (Ich antworte prinzipiel "DoomGrind"). Anstatt einfach loszulegen um vielleicht was eigenes auf die Beine zustellen, legen wir uns selbst in Ketten. Die selben Leute stehen dann aber auf Bands mit eigenen Sound, wie Bolt Thrower, etc. Wir (Die Schwarzkittel vom Raum Steinfurt) haben das Glück das z.B. Emsdetten sich sehr für uns einsetzt, bzw. es gerne gesehen wird das man sich einbringt. So haben wir vor ein paar Monaten nen kostenloses (!!!) Festival organisiert auf dem sogar Raging Speedhorn gezockt haben und vor 2 Wochen haben wir nen Deathmetalkonzert organisiert. Man muss sich nur einbringen. Was ich damit sagen will, ist dass wenn euch die Mucke nicht gefällt die gespielt wird, man mal überlegen könnte selbst als DJ aufzulegen. Unter Umständen kommen nur 30 Mann, aber sowas kann auch ganz schnell n Selbstläufer werden. Der Schlagzeuger von Nirvana heisst Dave Grohl (so ähnlich, will ja nicht mit wiki schummeln*g*) und hat jetzt seine Foo Fighters. Wie der Schlagzeuger/ Bassist von den Foo Fighters heisst weiss ich allerdings nicht ;) , hast also recht *gg* Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es eine Band einfacher hat, wenn einer den Diktator spielt. Das spart einfach Nerven und wirkt sich nicht auf die Harmonie beim spielen aus. (Bsp. Type O Negative, Pete macht ja fast alles alleine) Gruss Meltman |
| Goat93 | [QUOTE]Die nerven ja solange damit, dass man kein BM macht, bis man ein eigenes Subgenre schafft (Pagan und Wiking). Bands sind plätzlich untrve, weil auf der CD ein Riff drauf ist, dass nach Death Metal klingt[/QUOTE] Ein freundliches HÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ? Also, Fickingmetal ist nicht ausm Black Metal gesplittet und es heult auch keiner rum, wenn jemand Death Metal Riffs drinhat, besser gefragt, wer hat keine drin? Experimentieren ist doch toll, aber es sollte dann auch im Rahmen der Subkultur bleiben. Wenn aus namen- experimenten Rammstein auf einmal Black Metal macht, dann ist das Experiment fehlgeschlagen |
| Desengano | [QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i] [B] Experimentieren ist doch toll, aber es sollte dann auch im Rahmen der Subkultur bleiben. Wenn aus namen- experimenten Rammstein auf einmal Black Metal macht, dann ist das Experiment fehlgeschlagen [/B][/QUOTE] ah, wieso das? irgendwie hab ich das nicht so recht verstanden grad. warum sollte etwas in einer subkultur bleiben? oO? |
| Meltman | @ Goat93: [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Black_Metal]Wiki über Black Metal [/URL] . Unter "Gedankengut" und "Restriktion in der Szene" . Wobei ja auch viele Blacki´s nicht ganz so krampfhaft trve sind, hab sie wohl etwas übern Kamm geschert, aber die Kernaussage stimmt eigendtlich. Auch mit den Pagan und Viking, obwohl sich Fickingmetal im Schlafzimmer sicher auch geil anhört. Gruss Tobi |
| Cagliostro | @Goat Eine Subkultur wächst von Unten nach oben und man weiss nie, was man kriegt. Wenn jetzt irgendein ficktives Bundesamt für Subkultur (BfS)festlegt, was denn so etwas zu sein hat, dann kann man alles vergessen. Dann ziehe ich mir bunte Pollunder an und binde Krawatten. Muss man den Einsatz von neuen Riffs drei Monate vorher beim BfS anmelden? Haben wir schon die zulässigen Haarlängen diskutiert (Euronorm)? Aber vielleicht sollte ich mal bei einem XY-Metallerkonzert mit einem Modern Talking-Tshirt auftauchen. Da fällt mir ein, ich habe meine Unfallvesicherung gekündigt. Blöd aber auch. EBM/Elektro/Industrial ist genauso voll mit guter und schlechter Musik, wie andere Bereiche des Spektrums. Es ist schon sehr pauschal eine bestimmte Richtung als schlecht darzustellen. Mit etwas Geduld und Toleranz könnte ich über längere Zeit vielleicht sogar R&B und rappenden Hip-Hoppern was abgewinnen, man soll niemals nie sagen. Na gut der letzte Satz war jetzt gelogen , aber insgesamt meine ich es doch so, wies dasteht. Nun, es wird heute in der schwarzen Szene auch verdrängt, was Alice Cooper und Kiss für das gothische Imperium getan haben, damals gaaanz gaanz böse, heute eher harmlos. Dennoch ein Schritt in die Richtung (für die Menschheit oder so). |
| Goat93 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Desengano [/i] [B]ah, wieso das? irgendwie hab ich das nicht so recht verstanden grad. warum sollte etwas in einer subkultur bleiben? oO? [/B][/QUOTE] Weil es dadurch eine Subkultur ist ;) Meltman: Was einige Leute oder Wiki sagt nützt nicht viel, man hat sich nicht von den Riffs des Death Metal, sondern von der Veränder- ten Intention des Death Metals distanziert, darin sind dann doch einige Unterschiede Cali: Sach ded nich mir, ich hab nur gesagt, das eine Subkultur Grenzen hat, wie alles andere auch. Sobald man diese zu sehr aufweicht, schlägt sich die Veränderung nach innen und der Kern verändert sich, die Subkultur transportiert dann eine andere Intention und ist dadurch keine Subkultur mehr. Um es mal rein Plakativ auszudrücken, White Power Musik, die gegen Rassismus kämpft, ergibt ergo keinen Sinn mehr. Es gibt keine Musikalische Definition vom Black Metal, ebenso- wenig wie eine Ideologische oder Themenbezogen Inhaltliche Begrenzung, allerdings werden dennoch Grenzen gezogen ;) |
| Meltman | "Aus der Black-Metal-Szene kapselten sich dementsprechend unter anderem die Substile Pagan Metal und Viking Metal ab. Bands mit heidnischen Texten werden aber vielfach vom Kern der Black-Metal-Szene verachtet, da dieser die Musik als „rein satanische“ Kunstform für sich beansprucht." Zitat von Wiki Darum gehts mir bei dem Vergleich. Ein paar verwirrte Old School Norweger findens nicht trve genug und weil diese Haltung der alten denn neuen(Pagan/Viking) auf den Sack geht, kochen die ihr eigenes Süppchen. Das die einen Blacki´s Death Metal Parts aufgeschlossener gegenüberstehen als andere, glaub ich sofort. |
| Cagliostro | Düster bleibt Düster. Und das zählt! [url]http://www.client-art.com[/url] |
| Goat93 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Meltman [/i] [B]"Aus der Black-Metal-Szene kapselten sich dementsprechend unter anderem die Substile Pagan Metal und Viking Metal ab. Bands mit heidnischen Texten werden aber vielfach vom Kern der Black-Metal-Szene verachtet, da dieser die Musik als „rein satanische“ Kunstform für sich beansprucht." Zitat von Wiki Darum gehts mir bei dem Vergleich. Ein paar verwirrte Old School Norweger findens nicht trve genug und weil diese Haltung der alten denn neuen(Pagan/Viking) auf den Sack geht, kochen die ihr eigenes Süppchen. Das die einen Blacki´s Death Metal Parts aufgeschlossener gegenüberstehen als andere, glaub ich sofort. [/B][/QUOTE] Ja, nur was da steht ist leider Plödsinn. Der sogenannte Kern des Bm existiert überhaupt nicht. Es gibt stattdessen ganz viele verschiedene Gruppierungen ^^ Dazu ist es völlig absurd, den Heidnischen Teil rausnehmen zu wollen, ebenso wie z.B Keyboards oder Frauengesang, da dieses ganze von den ersten Bands alles schon vorgegeben wurde. Bathory hatte ja schon die Wandlung zum Heidnischen, allerdings hatte Burzum auch Heidnische Inhalte udn Darkthrone ebenso einige solche Texte. Burzum hatte auch schon Keyboard, Opthalamia Frauengesang und Keyboard, Abruptum hatte nix und alles, also ist das recht viel Plödsinn. Ebenso wie die ganze Streiterei um den NSBM, ob nun Teil oder nicht oder doch oder doch nicht... |
| Demon17 | Ich bin mal wieder total erschüttert welcher Techno sich heute New Industrial nennt. Welch musikalische Einöde, welch intellektueller Niedergang. Es lebe die rythmische Endlosschleife und das postpubertäre Geseire hirnamputierter Deppen. Wie tief wird diese Technoszene denn noch sinken? Wann erstickt sie an ihrer Einfallsosigkeit? Es kann doch auf Dauer nicht funktionieren nur langweilige Musik für langweilige Menschen zu produzieren. Es gibt ein Leben vor dem Tod, sagt ihnen das! |
| Goat93 | Oh, die Techno Szene ist nicht das Einfallslose sondern die ausgeschlachtete Kommerzebene, also unsere Zukunft :D |
| Demon17 | ich sage nur "Du bist eine geile, talentlose Kauffrau". Oooh diese Lyrik. :( :rolleyes: |