| Cagliostro | Naja, manchmal passiert sie halt. Wer in die USA einwandert wird ohne Englischkenntnisse kaum eine Chance haben. Er wird über kurz oder lang im Burger-laden essen, wenn es weit und breit nur sehr teure europäische Restaurants mit Tischbestellung gibt und er wird einen der vielen Kabelsender kucken. Ist das schon Assimilierung? "Was für die Integration getan werden soll, das muss getan werden." Er sage aber Nein zu Assimilation. Menschen müssten in ihrer Unterschiedlichkeit akzeptiert werden. (Erdogan, türkischer Regierungschef) Tja, es wäre auch interessant, was muslimisierte Armenier aus der Türkei zum Thema Assimilation sagen könnten. Sogar ihre Namen wurden turkisiert. |
| DarkHeart | Widerstand ist zwecklos :D Ich glaube nicht, das Deine Beispiele etwas mit Assimilation zu tun haben, wer die Sprache in einem Land nicht kann, der wird einfach ausgeschlossen, so ist es jedenfalls in Norwegen. Da kann man sich noch so sehr bemuehen mit Interesse an der jeweiligen Kultur, eine Akzeptanz bekommt derjenige jedoch nicht. Die einzige Anpassung ist hierzulande die Sprache Aber assimiliert fuehle ich mich dadurch nicht |
| athara | Assimilierung.... hmm..., ist immer eine Frage dessen, mit welcher Definitionsweise man draufblickt. Als Naturwissenschaflerin versteh ich unter Assimilierung ja eh was ganz anderes. In erster Linie nämlich Stoffumwandlung. Unter der Prämisse könnte man sich dann z.B. überlegen, welcherlei Bemühungen es bedarf, ein denkbar seltsames Eingangsposting in einen interessanten Thread zu assimilieren. |
| Desengano | wenn man sich zusätzlich etwas aneignet, ist das keine assimilation. wenn man allerdings dafür etwas aufgibt, schon. ich bin für anpassung und gegen assimilation. man sollte schon die sprache des landes sprechen, in dem man lebt. heißt aber noch lange nicht, dass man seine muttersprache nicht pflegen sollte. das selbe mit der kultur. gnaz krass wird assimilation dann bei der religion und den damit zusammenhängenden bräuchen. |
| Cagliostro | Mich erstaunt immer wieder, dass hier im Forum das Westernprinzip zu gelten scheint, erst "Niederschiessen", dann Fragen, wenn überhaupt. Das zeigt mir, dass zumindest (selbsternannte) Wissenschaftler kaum um die Ecke denken können. Wie dem auch sei, es sollte das Missverhältnis herauszulesen gewesen sein, zwischen Erdogans Worten und dem Schicksal der Armenier, die kaum die Wahl hatten. Keine Religionsfreiheit, ja nichtmal Namensfreiheit. |
| athara | [QUOTE]Wie dem auch sei, es sollte das Missverhältnis herauszulesen gewesen sein...[/QUOTE] Nein. War es nicht. Als Wissenschaflerin ( ;) ) bin ich es mit Blick auf eine potenziell vernüftige Diskussion gewohnt, eine einigermaßen gedanklich strukturierte Hintergrundinfo zu einem bestimmten Thema und dann eine hierzu auch ordentlich formulierte Hypothese zu erwarten und vorzufinden. Oder wolltest Du etwa keine ernsthafte Diskussion, hm? [QUOTE]Das zeigt mir, dass zumindest (selbsternannte) Wissenschaftler kaum um die Ecke denken können.[/QUOTE] ...aber gut, dass wir mal darüber gesprochen haben. ;) |
| Cagliostro | Um ehrlich zu sein, sollte man Berufe etc., draussen lassen, weil jeder da steht, wo er steht und es gibt keine spezifischen Vorgehensweisen wie sie für Bäcker, Jäger oder Telephondesinfizierer typisch wären. Universitäre Vorgehensweisen mögen vll. für die Frage taugen, ob Lippenblütler Verwandte haben, aber weniger für scharfkantige, mitunter polemische Diskussionen. Wer das nicht will, sollte vielleicht die "Bäckerblume" oder die "Apothekenzeitung" abonnieren. Wie anderswo schon erwähnt, geht es auf Kosten der Lesbarkeit, wenn zum Teil unsichere Menschen sich wissenschaftlicher Mittel des Postens bedienen (Zitate, Quellen). Das Thema des armenischen Volkes kann sich jeder googeln, der sich für die Geschichte dieses geknechteten Volkes interessiert. Assimilation bedeutete hier Mord, Totschlag. Zwangsübertritt zum Islam und eine turkisierung der Nachnamen(!) Offizielle türkische Politik ist es nach wie vor, die Existenz verschiedener Völker in der Türkei zu leugnen und zu behaupten, es gäbe eben nur ein einziges Türkisches Volk. Jede Abweichung ist ein Verstoss gegen das Prinzip des Türkentums und wird strafrechtlich verfolgt. Vor diesem Hintergund ist Erdogans Einlassung zum Thema Assimilierung natürlich sehr eigentümlich. |
| athara | [QUOTE]Wie anderswo schon erwähnt, geht es auf Kosten der Lesbarkeit, wenn zum Teil unsichere Menschen sich wissenschaftlicher Mittel des Postens bedienen (Zitate, Quellen).[/QUOTE] Nein. Lesbarkeit wird eingeschrängt durch Mangel an Struktur. [QUOTE]Das Thema des armenischen Volkes kann sich jeder googeln...[/QUOTE] Wozu dann der Thread, wenn ich auch gleich googlen kann? Dann hätte wohl auch lediglich ein Link genügt, versehen mit dem Imperativ "DU willst wissen, was MICH interssiert? HIER LESEN!". [QUOTE]Universitäre Vorgehensweisen mögen vll. für die Frage taugen, ob Lippenblütler Verwandte haben, aber weniger für scharfkantige, mitunter polemische Diskussionen[/QUOTE] Meine nächsten Kommentare werde ich dann des besseren Verständnisses halber mit [I]Ironie on[/I]- und [I]Ironie off[/I]-Kommentaren dick umrahmen. |
| Apex | [QUOTE]Assimilation bedeutete hier Mord, Totschlag. Zwangsübertritt zum Islam und eine turkisierung der Nachnamen(!)[/QUOTE] Zur Zeit der Türkenkriege verfuhr man hier in Deutschland mit den "Beutetürken" ähnlich. Heute sind die Nachkommen dieser gefangenen Soldaten manchmal noch am Nachnamen zu erkennen "Osman" ist hier ein häufig genutzter Nachname gewesen. [QUOTE]Offizielle türkische Politik ist es nach wie vor, die Existenz verschiedener Völker in der Türkei zu leugnen und zu behaupten, es gäbe eben nur ein einziges Türkisches Volk.[/QUOTE] Die offizielle türkische Politik hat in den letzten Jahren, vor allem im Zuge des EU-Beitritts, eine Reihe von Änderungen vorgenommen, die den Minderheiten in der Türkei mehr Rechte zugesteht. Auch betreffend den Völkermord an den Armeniern findet ein langsamer Prozess der Aufarbeitung statt...dass das nicht von heute auf morgen geht ist klar. Auch, dass Herr Erdogan daran nicht so viel ändern kann, selbst wenn er es wollte, dürfte klar sein. |
| Cagliostro | Naja, es gibt in der Türkei schon dunkle Kräfte (graue Wölfe und andere), denen man den Mord an Hrant Dink (armenischstämmig) zutrauen könnte. Aufgeklärt wurde er nie. Tagelang war irgendein Phantombild eines Täters mit weisser Mütze in den Zeitungen. Ganz wohl ist mir nicht immer, in der Ubahn (erkennbaren)Türken zu begegnen, die weisse Mützen tragen. Eine Zeit war dies das Erkennungssymbol der Nationalen Türken. Das ist so, als würde ein NPD-trupp mit der Reichsubahn reisen. Ob es nur Verblendete sind, die halt einen faschistoiden Vater haben oder aber in der türkischen Wölfeszene mit drinhängen, lässt sich nicht immer sagen. Milli Görus ist so eine Wolfsorganisation. Also der türkische Untergrund ist sicher nicht assimiliert: [url]http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2004/05/07/a0161[/url] |
| Tapio Bearking | [QUOTE]Ganz wohl ist mir nicht immer, in der Ubahn (erkennbaren)Türken zu begegnen, die weisse Mützen tragen. Eine Zeit war dies das Erkennungssymbol der Nationalen Türken.[/QUOTE] Und wie reagierst du auf Menschen mit wenig / keinem Haupthaar? Ist doch ein Erkennungssymbol der Nationalen Deutschen. Und mit viel Barthaar? Ist doch ein Erkennungssymbol der Islamisten. Mich wundert es, das du überhaupt vor die Tür gehst... :eek: :D |
| Cagliostro | Füge Tapio Bearking zu Deiner Ignorier-Liste hinzu. ...ist hiermit geschehen. |
| Mengkong | wenn man als einwanderer in eine fremde kultur kommt kann man von ihn auch erwarten das er sich dieser kultur in bezug auf sprache und ethnischen grundvorstellungen auch anpasst. zumindest soweit das einwanderer an unserer gessellschaft auch teilnehmen können. ich kann ja auch nicht nach russland auswandern und verlangen das die dort jetzt alle deutsch lernen |