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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Museen,Zoos und Theater noch zeitgemäss?
CagliostroDie Institutionen staatlich subventionierter Kultur sind verstaubt und eben nicht zeitgemäss.
Man feiert sich selbst und die angebliche Bedeutung für die Gesellschaft, aber die Besucherzahlen sprechen eine andere Sprache.
Die Lieblingsprojekte der Bildungsbürger sind nicht mehr en vogue.

Museen:
Die wohlwollende Überheblichkeit der Kaiserzeit gegenüber den Dingen in der Welt steckt in den meisten deutschen Museen.
Langweilig aufbereitete Artefakte zeigen oft langweilige Dinge, die nichts für mein eigenes Leben bedeuten.
Die geballte akademische Arroganz steckt in vielen teuer renovierten Bildungsbürgerbunkern. Lehrreich ist es nicht.
Wichtig auch nicht.
Die einzigen Museen, die ganz nett sind, sind nicht staatlich.
Gemeindemuseen zum Beispiel, in denen liebevoll die Geschichte
eines Ortes erzählt wird.

Zoos
Ohne Knut und Flocke tote Hose.
Wildtiere und Esel finde ich noch am interessantesten.
Die Elefanten kann man nicht sehen, weil sie aus Tierschutzgründen, nicht immer Draussen sein dürfen, ausserdem muss ein Sicherheitsabstand zum Publikum bestehen, die Folge ist, ohne Opernglas sieht man kaum was.
Ein Lichtblick: im Winter dürfen die Pinguine raus.

Theater
Viel zu manieriertes Gehabe.
Die Ursprungsstücke sind den ach so kunstsinnigen Regisseuren
viel zu langweilig, also peppt man sie auf mit Halbnackten oder Tierkadavern und und und.
Langweilig.
Es geht keine Revolution mehr von den staatlich subventionierten Bühnen mehr aus.
Man verwaltet sich selbst und träumt von vergangenen Tagen.


Fazit: immer wenn der Staat oder sonstige öffentliche Kulturveranstalter die Finger drin haben wird alles grau, langweilig und bequem.
Ein verbeamteter Zirkusdirektor ist halt auch nur ein zahnloser Tiger.
Creobotrazu zoos: ich weiss ja nicht, was du über zoologische gärten weisst...
viele haben zuchtprogramme, stehen mit zuchtlisten mit anderen in verbindung und kümmern sich um gefährdete species. im hintergrund werden auch viele weitere projektte am laufen gehalten. das "präsentieren" von tieren ist dabei nur ein aspekt der arbeit, die in einem zoo stecken. wenn dich wildesel am meisten interessieren, nja, dann ist ein zoo wirklich nicht das richtige für dich. da tuts dann auch ein bauernhof auch.

[QUOTE]ausserdem muss ein Sicherheitsabstand zum Publikum bestehen, die Folge ist, ohne Opernglas sieht man kaum was.[/QUOTE]
das ist eher zum schutz der tiere. es gibt reichlich vollidioten, die glauben, dass die tiere, nur weil sie in einem zoo sind, auch komplett zutraulich.

zu museen: sicherlich gibst es einige museen, die dringend einen museeumspädagogen nötig hätten. mir hingegen ist manchmal in museen informationen zu sehr "populär" ausgerichtet, zu wenig in die tiefe gehend und eben nur das notwendigste.

[QUOTE]Langweilig aufbereitete Artefakte zeigen oft langweilige Dinge, die nichts für mein eigenes Leben bedeuten.[/QUOTE]
[I]dein[/I] leben. wenns dir nichst bedeutet, tja. andere sehens halt anders. ich geh gern in naturkunde- und kunstmuseen, obwohl ich die sachen auswendig kenne. aber ich kanns mir immer wieder anschauen. macht dann lust auf mehr, das man sich im nachhinein daheim weiterbilden kann.

zu theater kann ich nichst sagen, das interessiert mich jetzt nicht.
Desenganocih denke, das ist immer geschmacksache. ich persönlich kann mit museen herzlcih wenig anfangen, geh aber gerne mal ins theater. wobei dann doch lieber tanztheater udn ballett als dsa normale theater. einfach weil ich das unterhaltsamer finde.
beim theater hängts auch immer davon ab, wo man wohnt. die stücke in berlin und hier in erlangen unterscheiden sich dann doch extrem. *g*

was die besucherzahlen angeht: nunja das ist traurig. aber abschaffen würde ich keins von den beschriebenen. die subventionen von theater z.b. gehen sowieso stetig zurück. aber vielleicht wirds ja mal wieder populär. *g*
TzychoDie Institutionen zeitgemäßer Kultur sind geisttötend und eben nicht anspruchsvoll.
Die Besucherzahlen sprechen eine alarmierende Sprache der Rückverdummung und der absoluten Verrohung unserer Gesellschaft!
Die Lieblingsprojekte des Dutzendmenschen stecken an.

Kino:
Viel zu ungeniert präsentieren sich hier Gewaltakte und Sexpraktiken an einem viel zu jungen Publikum.
Viele Actionfilme bestehen bereits nur noch aus Actionszenen, wenn man einmal die Augen bei solch einem 90minütigen Stück „Filmkunst“ schließt hört man vielleicht 20 Minuten Text, wovon 15 aus wüsten Schimpftiraden und überheblichem Gehabe bestehen, 4 Minuten aus Gestöhne während der Sexszene und eine Minute wird doch wahrlich für die „Story“ verschwendet!

Internet:
Soziale Kontakte und anderes sind unwichtig, das Internet hat alles, weiß alles und ist gleichzeitig der beste Partner für manche Menschen. Kein wunder, seine Befriedigung findet man hier sicherlich, denn über den Daumen geschätzt besteht das Internet so über 70% Pornografie, da findet jeder etwas für sich, ob heimliche Homosexualität oder Fäkalfetischist!
Es geht ja sogar soweit, das man vor der Kiste durch so genannte MMORPGs dahinvegetiert bis zum sich einstellenden Tod, da man gänzlich vergessen hat das der Körper auch Flüssigkeit benötigt.
Aber es sind ja nicht alle in solch Extreme Spaten einzuordnen, es gibt ja auch noch diese, die einfach nur ihre große Liebe hier suchen. Unromantisch? Sich in Wörter verlieben, die jeder schreiben könnte unnatürlich? NEIN! „Im Internet“ wird die gewöhnliche Antwort in 10, 15 Jahren sein wenn das Kind nachfragt wo sich die Eltern den kennen gelernt haben.

Leben:
Absolut überbewertet! Denn heutzutage für die meisten eh Inhaltslos.
Die meisten Groschenromane haben mehr erlebt als man selbst! Also wofür dieses Leben? Um rück zu verdummen, abzuhärten und sich dann und wann zu befriedigen?
Ich sage stoppt diesen Wahnsinn und beendet es endlich!

Fazit: Rückbesinnung, nicht Rückverdummung!
Ein frustrierter Kritiker bekommt auch irgendwann einmal die dritten Zähne!
CagliostroTzycho

Mag sein, aber die von dir beschriebenen Dinge können sich selbst erhalten, werden nicht vom Staat künstlich am Leben erhalten.
Die von mir angesprochenen "Events" leider schon.

In England sind die grossen Museen kostenlos.
Dahinter steckt die Erkenntsnis, dass diese Form der Unterhaltung (in England ist es Unterhaltung, bei uns Bildung...),
niemals kostendeckend arbeiten kann. Konsequent!
psychochickenScheint als wäre es Zeit für einen 3. Weltkrieg und anschließende Rückbesinnung.
Cagliostro@Psycho

...zu Zeiten der No-future-bewegung und der atomaren Bedrohung ging es mir persönlich besser mit der Welt.
Alles war düster, aber auch geordnet und ruhig.
Es gibt Zeiten, da wünsche ich mir das Jahr 1985 wieder herbei, weiss auch nicht warum.
demelzaWerter Herr,

woher beziehen Sie Ihre Vorurteile, die Sie hier so schön pflegen?


[QUOTE][i]Original geschrieben von Cagliostro [/i]
[B]Museen: Langweilig aufbereitete Artefakte zeigen oft langweilige Dinge, die nichts für mein eigenes Leben bedeuten.
Die geballte akademische Arroganz steckt in vielen teuer renovierten Bildungsbürgerbunkern. Lehrreich ist es nicht.
Wichtig auch nicht.
Die einzigen Museen, die ganz nett sind, sind nicht staatlich.
Gemeindemuseen zum Beispiel, in denen liebevoll die Geschichte
eines Ortes erzählt wird. [/B][/QUOTE]


Waren Sie schon im Deutschen Museum in München?
~~~ (offizieller Name: Deutsches Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik) in München ist mit ca. 28.000 ausgestellten Objekten aus rund 50 Bereichen der Naturwissenschaften und der Technik das größte naturwissenschaftlich-technische Museum der Welt. Der umfangreiche Bestand an wertvollen technischen und naturwissenschaftlichen Originalexponaten wird jährlich von ca. 1,5 Millionen Menschen besucht. Das Museum ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. ~~~

oder in Frankfurt das Postmuseum, das Telekommunikationsmuseum etc. - alles Dinge, die "staatlich" sind und in gewisser Weise mit unserem Leben zu tun haben.

Zu Theater und Zoos sage ich mal besser nichts....
Cagliostro[QUOTE][i]Original geschrieben von instroemen3 [/i]
[B]Erschreckendes Verständnis des Föderalismusprinzips zudem: Die kleinste Einheit, also die Gemeinde, versteht man also nicht mehr als Element des Staates? [/B][/QUOTE]

Nein!
Die Gemeinde ist eben die Kommune, die einzig wahre Entität des Willens der Gesellschaft sich zu konstitutieren.
Sie ist keineswegs Teil der Staatsverwaltung.
Alles was in diese Richtung ginge ist ein offener Verfassungsbruch.

"Der Staat" ist zusammen mit "dem Nationalstaat" eine bürgerliche Fiktion des 19.Jahrhunderts, damit voll von Webfehlern.
Wir alle könnten ohne Staat leben, nicht aber ohne Gemeinde/Kommune.

@demelza


Ja, war ich, aber der Name des Museums (klingt wie das Museum einer Besatzungsmacht) und die Bismarckstatue am Eingang ist sehr abschreckend und kündet von einer Zeit, die die Technik über den Menschen gestellt hat, ja sogar eine gewisse unverständliche Technikgeilheit herrschte,eine Einstellung, die irgendwann in Auschwitz mündete.
---------------------------------------------------------
@All
Laut Sheldrake gibt es ein kollektives Gewissen.
Staaten versuchen dies mit Fahnen, Hymnen, Uniformen etc.
anzupeilen.
Ist laut Sheldrake nicht möglich, da ein Staat keine ursprüngliche, emotionale und unterbewusste Grösse darstellt.

Natürlich versuchen Staaten auch in ihren scheinbar harmlosen Institutionen diesen Gedanken fortzuführen.
Es ist aber nur makulatur.
CagliostroAuschwitz ist für mich keine Drohkeule, sondern war Folge der Technikgeilheit des 19.Jahrhunderts und der ungehinderten Industrialisierung. Nicht mehr und nicht weniger.
Diese Technikgeilheit in einem Museum zu verherrlichen ist obszön.
|Dunkelschön|[QUOTE][i]Original geschrieben von Tzycho [/i]
[B]
Kino:
Viel zu ungeniert präsentieren sich hier Gewaltakte und Sexpraktiken an einem viel zu jungen Publikum.
Viele Actionfilme bestehen bereits nur noch aus Actionszenen, wenn man einmal die Augen bei solch einem 90minütigen Stück „Filmkunst“ schließt hört man vielleicht 20 Minuten Text, wovon 15 aus wüsten Schimpftiraden und überheblichem Gehabe bestehen, 4 Minuten aus Gestöhne während der Sexszene und eine Minute wird doch wahrlich für die „Story“ verschwendet!
[/B][/QUOTE]

Warst du schonmal abseits von Cinemax und Consorten im Kino?
CagliostroTechnik ist für mich da, nicht umgekehrt.

Ihr macht irgendwo den Fehler, dass ihr denkt, ihr müsstet das System lieben, um in ihm zurechtzukommen.
Tja, 2000 Jahre falsch verstandenes Christentum sind halt schwer zu beseitigen.
CagliostroDas Ende der Lüge ist der Beginn einer Revolution.
|Dunkelschön|Irgendwie hab ich mich heute hier in der URL geirrt...
Apex[QUOTE]Sag mal, dir geht es doch gar nicht um Museen, Zoos und Theater, oder?[/QUOTE]

Ich wäre aber sehr glücklich, wenns darum wieder ginge...so rein moderativ... :(
Cagliostro...Und durch meine Ersetzen? 1984/2...Nein.

Es geht darum, dass wir lange geschlafen haben, viel zu lange...
Schön, wenn der eine oder andere aufwacht und sieht, dass alles, was uns angeboten wird, nur Fassade ist.
Wer weiterschlafen will im Nest der bildungsbürgerlichen Scheinrealtitäten, der kann auch dies tun.

Jedes Beispiel führt zum Kern, ich hätte auch mit der und der Zeitung beginnen können.
Museen, Zoos und Theater sind ihrer Form nach so liebevoll einfach gestrickt, dennoch wollte uns der kaiserliche Staat einst damit indoktrinieren.

Das (selbst)kritische Potential eines Schulausflugspflichtmuseums, wie dem Deutschen M. ist geradezu nichtvorhanden.
Nein, ich werde dort nicht mehr hingehen. Der Oskar von Miller war mir zu kaisertreu und zu Technikverherrlichend.
Dies gilt für viele Museen aller Art.
Die Kernaussage ist nach wie vor: "am deutschen Wesen sollt die Welt genesen".
Ursus[QUOTE]Die Institutionen staatlich subventionierter Kultur sind verstaubt und eben nicht zeitgemäss.[/QUOTE]

Na, da sind doch die 3 Beispiele nicht ausreichend um "Instituionen staatlich subventionierter Kultur" zu umfassen, oder sind Museum Zoo und Theater für dich repräsentativ?

Ich besuche Museen sehr gerne, Zoos und Theater weniger denn gerade weil in Mussen vieles der Vergangenheit veranschaulicht wird, halte ich sie durchaus für eine erhaltenswerte Institution.
Was bei mir eher Abwehrreaktionen hervoruft, ist "zeitgenössische Kunst".
Seit ich mal in sowas reingetreten bin halte ich mich davon lieber fern.
CagliostroDYSPHENTES


gleicher Ansatz, unterschiedliche Form. Natürlich ist das Leben Grau und nicht immer Weiss oder Schwarz.
Natürlich läuft alles auf sowohl-als-auch raus...Nicht auf entweder-oder.
Es ist nur so, dass ich in deinem Einwurf das ganze so verstanden habe, dass ich jetzt unter einer Glühbirne sitzend, am PC einhackend, dankbar sein sollte, dass ich dies machen kann.
Ach, die Dankbarkeit hält sich in Grenzen.
Dann würde ich halt Trommeln oder auf Pergament kritzeln.

Museen sind rückbezüglich, Theater sind eine eigenständige Kunstform, aber keine Popkultur mehr.
Die Zeit schreitet voran, jedes Zeitalter hat seine Dinge.
Du kannst in einem freien Land hingehen, wohin du möchtest.
Nur solltest du einfach versuchen nicht die Fassade für den Inhalt zu betrachten.
Alles war einmal ein gigantisches Instrument zur Leutebeeinflussung, auch die Kirche.

Irgendwie ist Kunst mittlerweile ein Zweig der Politik geworden, auch Seltsam.
CagliostroNun, ich habe keine Ziele, die mit Waffengewalt Menschen an irgendetwas hindern sollen.

Die Idee der Museen z.B. ist schon eine bildungsbürgerliche Einrichtung.
Wie im Titel zu vermuten, einfach nicht mehr in dieser Form zeitgemäss.
Was nützt die Museumsinsel zu Berlin, wenn man das alles nicht hinterfrägt.
Das falsche Museumskonzept.

Wozu die Beutekunst von Schliemann ausstellen unter dem Aspekt, was deutschkaiserliche Grossmannssucht nicht alles geschaffen hat.
Völlig bedeutungslos, aber teuer.
Protzerei, nicht mehr.
Ein Versuch Dinge nachzuholen, die in Paris oder Madrid über Jahrzehnte gewachsen sind. Wirkt eigentlich so, als würde man
viel Geld für Dampfloks ausgeben,während die Nachbarn mit Hochgeschwindigkeitszügen rumfahren.

@Dysp

was du Freizeit nennst, ist der Versuch einen Freiraum zu schaffen, der nötig geworden ist, die sinnentleertheit moderner Beschäftigung eine Linderung zu verschaffen und Menschen zu Motivieren, wieder an ihrem bedeutunslosen Arbeitsplatz zu erscheinen.
Bei Mozart waren Theater auch Bordelle.
CagliostroMan kann an etwas sinnvollem Arbeiten oder der Klerus erzählt einem wenigstens es sei sinnvoll, dann machen einem 14 Stunden nix aus und man braucht keine Freizeit.

Die Unwissenheit des Mittelalters war auch eine Gnade.
Der Fluch der reinen Vernunft hat schlussendlich auch nicht viel bewirkt.
Die französische Revolution, die Aufklärung und all das ist eben im 19.Jahrhundert stehen geblieben, siehe Museen.....
demelzaich frage mich gerade, welche richtung diese diskussion genommen hätte, wenn ich als beispiel für museen nicht das Deutsche Museum in München, sondern das Jüdische Museum in Frankfurt am Main genannt hätte.

Hier las ich: Museen sind immer rückbezüglich - zukunftsorientiert werden sie wohl schwerlich sein können, denn in die zukunft hat noch niemand blicken können. mit was, also, als der vergangenheit könnte sich ein museum sonst beschäftigen.
moreWas sollte die Diskussion überhaupt werden? Ich frage mich gerade, was aus allen Diskussionen wird, in denen Cagliostro sich mit seinen Weisheiten beteiligt? Er scheint von jeglicher Materie die er besprechen will keine Ahnung zu haben. Angefangen von den Zoos. Creobotra hat es ja schon schön dargelegt, was ein Zoo leistet. Davon sind vielleicht 20 % Ausstellung von Tieren.
Dass ein Museum nicht zukunftsorientiert ist, ist das lächerlichste überhaupt. Ich empfehle mal den Besuch des Karlsruher ZKM (Zentrum für Kunst- und Medientechnologie Karlsruhe).
Zum Theater kann ich nur sagen, das ist ein wahrer Hochgenuss - wer einmal ein Stück von Sartre live auf der Bühne gesehen hat, die Spannung, das Schauspiel wird einfach davon gefangen sein.

Aber wer sich lieber hinter dem PC versteckt und irgendwelche Pseudostammtischweisheiten in die Tasten hämmert anstatt vor die Türe zu gehen um endlich mal zu leben, wird das wohl nie verstehen.
CagliostroNiemand hängt den intellektuellen Revolutionär heraus, das ist vielleicht deine Erwartung.

Die Gegenargumente sind sowohl-als-auch, sie sind nicht so, dass sie mich vom Platz fegen würden, haben aber auch einen wahren Kern.
Das ist aber unserer nichtvorhandenen Streitkultur geschuldet, die immer nach N..äh Konsenslösungen sucht.
Nicht immer kann man Kompromisse schliessen, vor allem wenn es faule sind.
Diese Diskussion ist problematisch, weil wir in unserer Alltagskultur Polemik und Polarisierung nicht gewöhnt sind, es ist aber so, dass man ohne Pfeffer halt auch ewig dazu verdammt ist, langweiligen Haferbrei zu essen. Mir kommt der Argwohn, dass wir im Grunde nichts anderes wollen als langweiligen Haferbrei.
Somit kann man millionen Gigabytes mit sinnlosen Beiträgen füllen, nicht meins, ich werde wenigstens angegriffen.

Kann es sein, dass man es nötig hat, andere der Nichtahnung zu bezichtigen, wenn man selbst nicht diskussionsbereit ist, und alles, was man glaubt für die in Stein gemeisselte Wahrheit hält?

Ein Satz wonach ich glaube, dass du keine Ahnung hast, ist schnell geschrieben, aber was beweist es im Sinne des Themas, wenn ich mich selbst erhöhe, nur um einer Diskussion zu entgehen.



Zu den Theatern,
die englischen Komödianten, die ja die Szenerie sehr stark geprägt haben, sind über die Dörfer gefahren, waren Filous,
haben Mundraub betrieben und vielen Menschen das Licht gebracht.
Die heutigen Theater sind verkrustet, es gibt bei den staatlichen Bühnen wirklich Leute, die sind verbeamtet!
Nun, ich glaube, dass Kunst immer auch ein bisschen spontan sein muss.
Die gute Absicht des Staates bestimmte Formen des Kunstbetriebes vor dem Markt zu schützen hat oft die Wirkung, dass die Dinge erstarren.
Entweder ist eine Kunstform für jeden irgendwie (auch unterbewusst) Gültig und durchlässig oder es ist eben elitär oder was auch immer.
Wieviel Nichtzahler (inkl.Ministerpräsident) sind bei einer grossen Premiere anwesend?

Und die ganzen Filmpreise.Filmförderung.
Warum fördert der Staat Degeto(ARD)Produktionen?
Das Gebührenfinanzierte Fernsehen und seine Tochterfirmen erhalten Steuermittel für einen Film. Eigenartig?

Oder Tom Cruise und seine Menschenverderber, erhalten Filmförderung.
Sehr Unappetitlich.

P.S.
die Auschwitzkeule trifft auch nur den, der damit ein Problem hat.
Da ich an Ursache und Wirkung glaube und nicht an Schuld, habe ich auch keinen Schuldkomplex. Umso befreiter kann ich diskutieren, wennauch ich kein wandelndes Lexikon bin.
Es ist einfach nicht lesbar, wenn ich hier Zitate und Quellen reinhaue.
Solche Beiträge lese ich nicht, sie verraten auch sehr viel persönliche Unsicherheit.
Davon bin ich eher nicht befallen.
Mir würde es keine Probleme bereiten, darzustellen, was ich von Michel Friedmann als Figur der Zeitgeschichte halte, aber das ist nicht das Thema.
more[QUOTE]Zu den Theatern,
die englischen Komödianten, die ja die Szenerie sehr stark geprägt haben, sind über die Dörfer gefahren, waren Filous,
haben Mundraub betrieben und vielen Menschen das Licht gebracht.
Die heutigen Theater sind verkrustet, es gibt bei den staatlichen Bühnen wirklich Leute, die sind verbeamtet!
Nun, ich glaube, dass Kunst immer auch ein bisschen spontan sein muss.
Die gute Absicht des Staates bestimmte Formen des Kunstbetriebes vor dem Markt zu schützen hat oft die Wirkung, dass die Dinge erstarren.
Entweder ist eine Kunstform für jeden irgendwie (auch unterbewusst) Gültig und durchlässig oder es ist eben elitär oder was auch immer.
Wieviel Nichtzahler (inkl.Ministerpräsident) sind bei einer grossen Premiere anwesend?[/QUOTE] Wann warst du das letzte Mal im Theater? Erstarrte Formen? Wo? Wann? Welche Stücke hast du gesehen? Ich kann dir sagen, dass selbst die Kleinbühnen in der Region regelmäßig ausverkauft sind. Dass das Pforzheimer Theater mit dem Stück "Sekretärinnen" zwei Wochen verlängern müsste, da jeden Abend das Haus ausverkauft war. Es gibt X-Laientheater mit neuen, provokanten Stücken. Und wer sich trotzdem "alte Stücke" wie die von Sartre ansieht wird mit einer außergewöhnlichen Bühnenshow voller Akrobatik überrascht, in der die Darteller außergewöhnliches leisten.
Geh doch bitte mal ins Theater bevor du sowas von dir gibst. Offenslichtlich hast du noch nie eines von Innen gesehen.
CagliostroDa scheint ein Beissreflex vorzuliegen.
Immer wenn man eine andere Meinung hat, kommt erstmal eine Palette an Ausschlussgründen, warum man nicht in der Lage sein kann, diese Meinung zu äussern...

War noch nie im Theater,
trinke beim Posten immer zuviel Alkohol, Kaffee
habe kein (eigenes) Leben
habe keine Ahnung
bin kein Akademiker
usw.

Nun, ich stelle fest, ich bin gar nicht berechtigt eine Meinung zu äussern.
Nun gut, man muss auch keinen Mord begehen um das Töten von Menschen blöd zu finden.


Du bist befreit davon auf das Thema eingehen zu müssen.
Zurück ins Glied.
Apex[QUOTE]Somit kann man millionen Gigabytes mit sinnlosen Beiträgen füllen, nicht meins, ich werde wenigstens angegriffen.[/QUOTE]

Dafür, dass du Millionen Gigabytes mit sinnlosen Beiträgen füllst?

[QUOTE]Du bist befreit davon auf das Thema eingehen zu müssen.[/QUOTE]

Nun mal halblang, wenn hier einer jemand davon befreit auf Themen eingehen zu müssen, dann bin das ich.
Außerdem hat more primär nichts getan außer dich nach Beispielen und Belegen zu fragen, zu recht wie ich finde.
moreDas mit dem "Mord blöd finden" ist ein ungeeignetes Argument um mich eines Besseren zu belehren.

Weil, ein Restaurantkritiker muss kein Koch sein - das ist wohl wahr, jedoch sollte er zumindest schon mal in einem Restaurant gegessen haben um die dargebrachten Speisen beurteilen zu können.

Auch ein Richter wird sich über den Tathergang informieren, ehe er den Mörder verurteilt.

Ich kann dir mit meinen Erfahrungen nur darlegen, dass Theater und Museen durchaus ihre Berechtigung haben und zeitgemäß sind. Überall gibt es dahingehend genügend Beispiele. Viele Museen unterstützen junge Künstler. Wenn das nicht zeitgemäß ist. Theater kreieren im Jahr mehrere neue Bühnenstücke und präsentieren alte innovativ. Manchmal sogar zu modern für meinen Geschmack.

Mal ein anderes Thema: Oper. Ich persönlich kann mich mit der Oper nicht anfreunden. Selbst mit der leichteren Variante, der Operette hab ich wenig am Hut. Die Stücke sind meiner Meinung nach wesentlich veralteter als das Theater. Jedoch hat die Oper nach wie vor seine Daseinsberechtigung. Ich finde sie ist sogar ein Muss um die Kulturlandschaft zu erhalten und zu pflegen. Leisten doch alle Einrichtungen viel in Sachen Bildung. Ein Besuch von Museum, Theater und Ähnlichem öffnet den Geist. Mehr als das ein Kino je könnte - da der Interpretation und der Empfaltung eigener Ideen mehr Raum gegeben wird - ja dies sogar ein großes Ziel des Museums ist. Während Kino nur berieselt fordert das Museum.

Ein Gang mit einem Museumspädagogen durch die Karlsruher Staatsgalerie ist ein besonderes Erlebniss, welche meine obige Aussage noch viel mehr Wirkung gibt. Museen sind im Ürbigen längst nicht alle staatlich finanziert. Was aber leider den Missbrauch fördert. Ich will Kunst sehen und keine Parteipropaganda und keine Werbung. Ich will die Kunst rein, so wie sich war und ist.

Dass die Zoos nicht mehr besucht sind ist auch nur eine These die zeigt, dass Cagliostro sich selten in welchen aufhält. Ich kann nur von meiner Region sprechen. Aber bei schönem Wetter in der Wilhelma in Stuttgart noch einen Parkplatz in drei Kilometer Umkreis zu finden ist fast unmöglich. Und selbst bei schlechtem Wetter kann sich dieser, wirklich wunderschöne, Zoo nicht über Besuchermangel beschweren. Was auch daran liegt, dass die Vielfalt auch an tropischen Pflanzen und exotischen Insekten sehr groß ist - sowas kann man auch bei Regen genießen, da überdacht.

Daher auch meine Annahme, dass Cagliostro wenig weiß von dem was er spricht. Denn beschäftige ich mich mit dem Thema, stelle ich fest, dass sich viel tut in deutschen Museen, Theatern und Zoos. Und dass dies alles meist der "normalen Unterhaltung" sogar im Zeitgeist einen großen Schritt vorraus ist. Ich ginge sogar soweit zu behaupten, dass diese Art von Kultur den Zeitgeist vorrantreibt.

Im Übrigen Cagliostro, wenn du den PC nicht verlassen willst. Das ZKM ist auch virtuell besuchbar, im "Secondlife" - Das erste deutsche Museum im Übrigen, welches virtuell völlig nachgebildet ist. Es ging eben mit der Zeit...
demelzaOh, oh, oh - was muß ich lesen? Es gäbe heutzutage keine Polemik und Polarisierung mehr? Ja, vielleicht in einem Paralleluniversum - gerade an Polemik sind wir doch geradezu tagtäglich umzingelt; wenn ich an Stammtischparolen oder populistische Stimmenfangsprüche mancher Politiker denke - nee, nee, ihr Leutz, das muß ich nicht auch noch hier haben.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Cagliostro [/i]
bin kein Akademiker usw.[/QUOTE] Ach - nicht? Und wißt ihr was? Ich auch nicht - und ich denke, welchen Sinngehalt Beiträge generell im Internet haben, das hängt nicht unbedingt davon ab, ob der Verfasser oder die Verfasserin ein Hochschulstudium absolviert hat.


[QUOTE]Nun, ich stelle fest, ich bin gar nicht berechtigt eine Meinung zu äussern. Nun gut, man muss auch keinen Mord begehen um das Töten von Menschen blöd zu finden.
[/QUOTE]

Was für ein Vergleich, aber so was von hinkend.
Desengano[QUOTE][i]Original geschrieben von Dyspenthes [/i]
[B]
Theater waren NIE Popkultur, sondern IMMER Hochkultur. Oder glaubst du im Ernst, dass Goethe und Schiller Popstars sein wollten? Sie wollten eine Aussage rüberbringen, nicht super-populär sein! [/B][/QUOTE]

DAS würde ich so nicht behaupten. goethe udn schilller sind wegen mri hochkultur, aber repräsentieren nicht die geschichte des theaters. wenn du dir nur mal das elisabethanische theater, in dem shakespeare wirkte, die commedia del'arte, das wiener volkstheater etc pp anschaust, dann wirst du merken, dass das das war, was heute für uns das kino ist. (wobei beim wiener volkstheater noch die politischen hintergründe interressant sind... aber auch das macht es nicht zur hochkultur)
theater war broterwerb. die "popstars" unter den regisseuren udn schauspielern füllten die säle udn wurden auch dementsprechend promotet. stücke wurden am fließband produziert.
das lässt sich auf die oper ähnlcih gut übertragen, aber damit kenn ich mich net so aus..
übrig geblieben sind sicherlich nur die perlen, die daraus hervorgegangen sind. das ist beim film genau das selbe.
WhiteRabbitCalis krawallige Posts können Nerven, ich würde ihn aber auch nicht permanent als Nichtswisser darstellen, denn dazu müsste ich keine Gegenposts verfassen...so ein Thread würde dann im Sande verlaufen, nach 2,3 Beiträgen, was dieser hier eher nicht tut.
Den einen oder andern juckt es komischerweise aber schon, ein Gegenstetement zu schreiben....hm

Wie dem auch sei, es gilt schon der Grundsatz, dass wer anzahlt auch anschafft, nur haben wir es vor allem bei den Bundesländern nicht unbedingt um Rupert Murdoch zu tun, sondern um eigenwillige Gebilde(als Arbeitgeber und Veranstalter), die mühsam zu Entscheidungen kommen und die man quasi auf verschiedenen Ebenen durchaus beeinflussen kann.
Deshalb ist der (demokratische) Staat kritischen Stimmen gegenüber gnädiger, als vll. eine Diktatur.
Mehr Kritik kommt von den Parteien. Diese haben auch Einfluss auf öffentlich-rechtliche oder staatliche Kulturproduzenten.
Das Verhältnis der CSU zum bayerischen Rundfunk und umgekehrt ist zwar nicht mehr so augenscheinlich erkennbar, der Scheibenwischer wird auch nicht mehr abgesetzt (was auch am eher moderaten Programm liegen könnte...), aber so ganz zurückgezogen hat sich die Partei-politik aus der Kulturbranche nicht....
Ein Einfluss oder der Versuch dazu ist örtlich/regional sicher da.
Cagliostro"Ironisch, dies Wort ist nicht teutonisch.......!"
(Eichendorff).
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Cagliostro [/i]
[B]Theater
Viel zu manieriertes Gehabe.
Die Ursprungsstücke sind den ach so kunstsinnigen Regisseuren
viel zu langweilig, also peppt man sie auf mit Halbnackten oder Tierkadavern und und und.
Langweilig.
Es geht keine Revolution mehr von den staatlich subventionierten Bühnen mehr aus.
Man verwaltet sich selbst und träumt von vergangenen Tagen.
[/B][/QUOTE]



Sorry, ich weiß nicht, wo Du ins Theater gehst, aber ich habe schon wirklich sehr schöne Aufführungen gesehen - Neuauflagen alter Sachen und auch neue Stücke. Und das Theater ist ständig ausverkauft. Es ist eben ein ganz besonderes Flair, in alten Gemaüern zu sitzen, vielleicht sogar mit Logen und Stuck. Das ist eben etwas ganz besonderes, für das ich mich sogar gerne(!) mal ins kleine schwarze packe!

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