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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Wer hat Angst vor dem großen Krieg?
JensemannSeit einiger Zeit werden auf diplomatischen Ebenen Dinge erörtert die es so schon seit 17 Jahren nicht mehr gegeben hat. Egal ob England russische Diplomaten ausweist, Amerika ein Raketenschild in Polen errichten möchte oder, um dem allen die Krone auf zu setzen, russische Militärs diese These aufstellen:

[URL=http://news.de.msn.com/politik/Article.aspx?cp-documentid=5556999]>>O<<[/URL]

Mir macht das Angst. Manche werden diese vllt. nur als Säbelrasseln abtuen, doch ich glaube das man evtl. kein zweites Mal soviel Glück hat eine Masse an Provokationen "nur" in einem kalten Krieg enden zu lassen. Vielleicht verblassen auch einfach die Erinnerungen an den letzten großen Krieg und mit ihnen die Angst vor den Folgen.
Letztendlich stimmt diese russische These aber mit einem überein, in der Zukunft werden Kriege scheinbar wirklich aufgrund von Resourcen geführt: Wasser, Rohstoffe, Lebensraum.
Wer hat Angst vorm' großen Krieg? Scheinbar niemand, sonst würde niemand mit ihm spielen....
ange gardienIch denke nicht, dass es einen großen Krieg USA vs. Russland geben wird, weil die Russen genau so gut wie die Amerikaner wissen, dass selbst ein Sieger in diesem Krieg nichts gewonnen hätte.

Es wird vielmehr wieder Stellvertreterkriege, wie in Vietnam oder Afghanistan in den 80ern geben.
Russland und USA werden sich keinen offenen Krieg liefern, sondern sich gegenseitig ans Bein pinkeln, indem man die jeweiligen offenen Feinde des anderen unterstützt.
Die Amerikaner z.B. Separatisten in den Randgebieten Russlands und die Russen Länder wie den Iran. Das hatten, bzw. haben wir alles schon, es wird aber verstärkt wieder kommen.

Die Aufregung um das Abwehrsystem in Polen ist polemischer Blödsinn und das wissen die Russen auch ganz genau. Die Frühwarnzeit für Angriffe aus Russland ist viel zu kurz und selbst wenn es eine funktionierende Abwehrkomponente geben würde, könnte damit niemals die Masse der russischen Raketen abgefangen werden, die im Kriegsfall unterwegs wäre.
Aus dem Grund wurde ja auch das SDI Projekt eingestampft, weil es einfach keinen Sinn macht ein paar Dutzend Raketen abzufangen, wenn hunderte davon gestartet wurden.

Ich frage mich immer, warum alle Welt Angst vor den USA und Russland hat und dabei Staaten wie Pakisten ( Atommacht, die kurz vor einem Bürgerkrieg mit Islamisten steht - stand schon mehrfach am Rand eines Krieges mit seinem Erzfeind, der Atommacht Indien ), Nordkorea ( "Irrwitziges" Regime, das mit dem Rücken zur Wand steht und nicht mehr viel zu verlieren hat ) oder der Iran ( siehe Nordkorea ) mit keinem Wort erwähnt werden?

Meiner Meinung nach wollen sich die russischen Generäle mit dieser Panikmache nur wichtig machen, um sich und ihre völlig marode Armee aufzuwerten
WaldemarMir macht das keine Angst, dass die normale Handhabe. Die Ami s und ihre Varsallenstaaten brauchen die neuen alten Feindbilder, sonst funktioniert der Laden nicht und vorallem rollt der Rubel nicht. Schließlich müßen sie vorrausdenken, sich jetzt schon Positionen sichern, was nach dem Irak und nach der wichtigste Resource Öl ist das "Wissen" entscheidend.

Aber die Russen haben schon lange so richtige Angst vor den Chinesen, denn wenn die expandieren dann habe sie ja nicht viel Auswahl. Das macht mir mehr Sorgen.
NigthmareBesorgniserregend ist für mich nur die Zwangsfusion Europas, die nötig ist um von derartigen politischen Spielchen nicht einfach vom Spielbrett gefegt zu werden.

MfG
Nigthmare
Methos[QUOTE]Ich frage mich immer, warum alle Welt Angst vor den USA und Russland hat und dabei Staaten wie Pakisten ( Atommacht, die kurz vor einem Bürgerkrieg mit Islamisten steht - stand schon mehrfach am Rand eines Krieges mit seinem Erzfeind, der Atommacht Indien ), Nordkorea ( "Irrwitziges" Regime, das mit dem Rücken zur Wand steht und nicht mehr viel zu verlieren hat ) oder der Iran ( siehe Nordkorea ) mit keinem Wort erwähnt werden?[/QUOTE]
Weil Nordkorea nicht die Ressourcen hat, von den Chinesen abhängig ist und der olle Kim viel zu sehr an seinem Stuhl festklebt, als dass er nur auf den Gedanken käme, sich offen mit dem Westen anzulegen. Weil der Iran ungefährlich ist, solange der Wächterrat und der Expertenrat nicht von den extrem radikalen Kräften um Ayatollah Yazdi kontrolliert wird.
Bei Pakistan muss ich dir allerdings recht geben. Die momentane Zusteuerung in Richtung Bürgerkrieg ist beunruhigend.

Was die Russen anbelangt. Sie rasseln jetzt halt ein bisschen mit Säbeln, weil sie sich beleidigt fühlen, dass der Westen die EU- und Nato- Osterweiterung immer weiter voran treibt, obwohl einst zugesichert wurde, dass dies nicht geschehe, sich der Westen in innerrussische Angelegenheiten einmischt und Russland zB durch das Raketenschild provoziert. Dass die Russen das nicht unkommentiert geschehen lassen können, sollte klar sein. Ein Krieg zwischen USA und Russland wird es aber nicht geben. Dann wirklich schon eher Stellvertreter-Kriege, wie es ange gardien ja schon gesagt hat.
Daneben haben die Russen und die Amerikaner sowieso größere Sorgen und das sind Fundamentalisten und die Chinesen auf der einen Seite und auf der anderen Seite innenpolitische Probleme, die zusehend auftreten werden.
OdessaDas sehe ich wie ange gardien... ich halte trotz des Säbelrassens weder die Russen noch die Amerikaner für so gefährlich wie Pakistan oder Korea-Nord.

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wird vielmehr wieder Stellvertreterkriege, wie in Vietnam oder Afghanistan in den 80ern geben
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Und das macht mir richtig Angst, oder besser: es kotzt mich schon jetzt an. Afghanistan ist das immer noch leidendste Land dahingehend. Noch Jahrzehntelang sind Bevölkerung als auch die Überlebenden der Angreifer-Armee traumatisiert, von den wirtschaftlichen Schäden ganz zu schweigen.

Mir fällt immer wieder ein, was meine Oma früher oft sagte: "Kind, die Welt braucht alle paar Jahrzehnte einen Krieg - weil es manchen Menschen einfach zu gut geht im Frieden." Bitter nur, daß für das "Vergnügen" dieser machtgeilen und über-befriedigten gelangweilten Menschen immer Andere, die damit gar nichts zu tun haben wollen, die Zeche zahlen müssen.

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Besorgniserregend ist für mich nur die Zwangsfusion Europas, die nötig ist um von derartigen politischen Spielchen nicht einfach vom Spielbrett gefegt zu werden.
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Wir sind ja ohnehin schon immer nur der "Truppenstationierungsplatz", "Abflugs- oder Überflugsschneise" (Türkei) oder "Versorgungsbasis" für die Kriegsführung der USA, von daher haben wir ja eh nix zu melden...
Demon17Ein neuer kalter Krieg scheint sich langsam anzubahnen. Es gibt längst Atomuboote, die die halbe Welt vernichten können. Insofern geneügt beiden Seiten auch ein Zweitschlag um die Welt zu vernichten. Was zu befürchten ist, ist das auf beiden Seiten die Scharfmacher die Lage zuspitzen und polarisieren. Genau dies zu verhindern ist die Aufgabe Europas. Denn wieder über Jahrzehnte tausende von Milliarden in die Rüstung zu stecken, hemmt die Entwicklung des Wohlstandes ungemein. Die Staaten der EU geben zusammen mehr Geld für Rüstung aus als die USA oder Russland. Es versickert in vielen kleinen Armeen, so das die miltärische Schlagkraft der EU-Staaten gering ist. Sicher wäre eine gemeinsame Aussen- und Verteidigungspolitik eine sinnvolle Alternative zu einer bedingungslosen Unterstützung der USA, oder all zu großer Nachgiebigkeit gegenüber, dem von Geheimdienstlern kontrollierten politischen Systems in Russland. Auch sollten wir China nicht vergessen, dessen 3-4 Millionen Armee irgendwann (bald) moderne Waffen bekommen wird. Insofern ist die Lage wesentlich komplizierter als im kalten Krieg und es gibt verschiedene Möglichkeiten, einer Hegemonie einer oder zwei Staaten über die Welt entgegenzuwirken.

never surrender

demon17
Methos@Demon17
Europa? Welches Europa? Das Alte? Das britische? Das Neue? Das Östliche?
Machen wir uns doch nichts vor. Ein gemeinsames Europa, das mit einer Stimme spricht und geschlossen handelt, ist eine Utopie.
Europa ist tot! Lang lebe die EWG!

Und was die ersten Sätze von dir anbelangt. Das ist nichts Neues. Das war schon in den 60er so, dass beide die Welt vernichten konnten. Und zwar nicht einmal, sondern gleich mehrere male.
Demon17Es ist já genau dieser Druck, den Europa braucht um Fortschritte bei der Integration zu erzielen. Es gibt ja auch die Möglichkeit eines Europas der zwei Geschwindigkeiten. Fraglich ist nur, ob eine Desintegration der NATO die Stabilität wirklich erhöht., Allerdings wäre noch ein K%riegwie in Afghanistan oder im Irak fatal für das Bündnis. Wer will schon Alliierte, die ständig K%rieg führen. Eine Präsidentschaft der Demokratischen-Partei in den USA würde die Situation sicher entspannen.

never surrender

demon17
ApexIch denke auch nicht, dass Russland sich im Moment ernsthaft auf einen Krieg mit den USA und West-Europa (denn wir hängen als NATO-Staaten ja alle mit drin) vorbereitet. Denn es wäre ja vor allem eins für Russland, ein Verlustgeschäft. Immerhin zahlen wir Europäer ja gute Euros für Gas und Öl aus Sibirien und die Oligarchen in Moskau werden den Teufel tun und die Geschäfte den Bach runtergehn lassen.

Problematisch könnte eher China werden, ich sehe eher hier die möglichen Stellvertreter-Kriege der Zukunft. China ist sehr Rohstoffarm, zu Rohstoffarm für den großen Fortschritt den es macht, also holt es sich die Ressourcen woanders und gerät dabei mit den USA aneinander. Das kann man schon jetzt am Beispiel Sudan deutlich sehen.

Pakistan ist sicher in Problem, ich persönlich hoffe, dass China, Indien oder die USA oder alle drei da eingreifen, wenn Muscharaff aus dem Sattel fällt.
OdessaObama wäre mein Hoffnungsträger. Ich weiß nicht warum, aber ich halte diesen Mann für sehr glaubwürdig und ehrlich - soweit man das im Rahmen dieser Position halt sein kann.
Waldemar[QUOTE]Odessa: Mir fällt immer wieder ein, was meine Oma früher oft sagte: "Kind, die Welt braucht alle paar Jahrzehnte einen Krieg - weil es manchen Menschen einfach zu gut geht im Frieden." Bitter nur, daß für das "Vergnügen" dieser machtgeilen und über-befriedigten gelangweilten Menschen immer Andere, die damit gar nichts zu tun haben wollen, die Zeche zahlen müssen.[/QUOTE]

Deine Oma ist sehr schlau, meine sagte das immer ähnlich. Und hängte noch den Satz an: Wenn s dem Esel zu wohl geht dann geht er aufs Eis tanzen..
belladonnaIch bin aufgewachsen mit der Angst, daß jeden Augenblick die Atombombe auf uns fallen und alles mit einem Schlag vernichten könnte. Bin in der DDR großgeworden und was mir da an Feindbildern eingeimpft wurde war bald nicht mehr feierlich. Vom Grundschulalter an mußte ich an Manövern teilnehmen in denen wir für den "Ernstfall" geschult wurden. Ich hatte wirklich richtig Angst, Alpträume ohne Ende. Ich bin es leid mir Angst machen zu lassen. Angst lähmt nur. Darum geht es doch im Krieg, den Menschen Angst machen, sie unter Druck setzen, einschüchtern. Selbstmordattentäter haben keine Angst, sie haben wohl nichts mehr zu verlieren.
Mein Gott, ich kann auch von einem Auto überfahren werden, wenn ich über die Straße gehe um Brötchen zu holen.
:rolleyes:
NigthmareUnd dieser zweite Kalte Krieg bahnt sich nun allen Ernstes auf demokratischen Fundamenten an?
Ha, ich hatte doch Recht...

MfG
Nigthmare
Ericthehalfabee[URL=http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,495061,00.html]Säbelrasseln auf russisch[/URL]

Wird langsam interessant die Sache. Ich nehm's mit schwarzem Humor: Krieg ist scheiße, aber der Sound ist geil....:rolleyes:

Nee, ernsthaft, ich hoffe, sollte irgendein politisch oder religiös verwirrter einen Krieg anzetteln, der auch Europa mit reinzieht, daß ich dann die Mittel und Wege habe ganz schnell ganz weit weg zu gehen. Mit Hurragebrüll für irgendeine Fahne mir im Schützengraben das Gesicht wegschießen zu lassen habe ich wirklich keine Lust.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Ericthehalfabee [/i]
[B]
Mit Hurragebrüll für irgendeine Fahne mir im Schützengraben das Gesicht wegschießen zu lassen habe ich wirklich keine Lust. [/B][/QUOTE]

Keine Sorge...die Bundesrepublik Deutschland hat faktisch keine funktionierende Armee mehr. Die könnte keinen Wiederstand gegen einen konventionellen Angriff leisten.
Dieser Umstand wurde mit der letzen Wehrreform unter Rot-Grün vollbracht, als Deutschland hundertfach schweres und fliegendes Gerät an Polen verschenkt hat.
Im Gegenzug schaffte man massenweise leichtes luftverlegungsähiges Gerät an dass aber nur bei den Einsätzen im Rahmen der "Friedenssicherung" im Ausland von Nutzen ist.

Weite Teile der Bundeswehr hinken heute selbst hinter den Türken oder Russen technologisch, logistisch und ausbildungstechnisch hinterher.
EricthehalfabeeJa, aber verheizen lassen sich BW bzw. dann Zwangs-Rekruten schon. Dazu brauchs kein schweres oder fliegendes Gerät.
Außerdem ist ein Volk, welches schon immer zu 98% aus Herdentieren besteht dafür geradezu prädestiniert. Deshalb, im Falle eines Falles, werde ich die Koffer packen.
SenecaKriege laufen heute nicht mehr so ab wie 1914-18. Schon 1944-45 gabs keine Fronten und Grabenkriege mehr...die mobile Kriegsführung ist zu schnell für die Infanterie...das war die Geburtsstunde der modernen mobilen Infanterie...die z.B. 70% der NVA ausmachte und immer im Verband mit schweren Einheiten und Artillerie oder Luftnahunterstützung operiert.
Und ohne gute Logistik geht einem Zug Lepoard 2 A6 Panzer schon nach einem Tag die Munition und der Treibstoff aus.

Aber es wird garantiert weder einen Atom- noch eine konventionellen Krieg in Europa geben...Das wäre genauso sinnlos wie im kalten Krieg...als man die Sowjets zu Agressoren stilisiert hat...und selbige eine Heidenangst vor amerikanischen B-52 Bombern hatten.
Apex[QUOTE]Dieser Umstand wurde mit der letzen Wehrreform unter Rot-Grün vollbracht als Deutschland hundertfach schweres und fliegendes Gerät an Polen verschenkt hat.[/QUOTE]

Was ja auch sinnvoll ist, da man Polen ja zur neuen Pufferzone gemacht hat. Warum einen Krieg im eigenen Land riskieren, wenn man ihn auf polnischem Boden austragen kann?
SenecaWeil die Polen ständig zeigen, dass sie nicht unsere Verbündeten sind...und das nicht erst seit den Kaczyńskis.
Waldemar[QUOTE]Mein Gott, ich kann auch von einem Auto überfahren werden, wenn ich über die Straße gehe um Brötchen zu holen.[/QUOTE]

Staub und Schatten, belladonna..
ApexNaja, solche (verständliche) historische Ressentiments sind, glaube ich, schnell vergessen wenn Hannibal, also die Russen, ante Portas ist. Und die Polen zeigen den Russen eine noch kältere Schulter als Europa. Und es sind ja nicht nur wir, sondern auch die Amerikaner und die anderen EU-Länder die in Polen ihre Interessen haben. So gesehen halte ich die derzeitige Strategie Polen zum Kampfgebiet zu machen und die europäisch-amerikanischen Truppen über deutsche Autobahnen und Schienen nach Osten zu bringen durchaus für strategisch in Ordnung.

Aber da ja kein Plan die Begegnung mit dem Feind überlebt und ich eh zum Kollaborateur geboren bin, fang ich mal an russisch zu lernen und Akten über politische und wirtschaftliche Spitzen der Region anzulegen.
SenecaIch denke das ganze Säbelrasseln wird so lange gehen, bis man Russland wieder zur Supermacht erklärt...Die Parität zu den USA war den Russen (bzw. russisch-dominierten Sowjets) immer sehr wichtig.
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]Mir macht das keine Angst, dass die normale Handhabe. Die Ami s und ihre Varsallenstaaten brauchen die neuen alten Feindbilder, sonst funktioniert der Laden nicht und vorallem rollt der Rubel nicht. Schließlich müßen sie vorrausdenken, sich jetzt schon Positionen sichern, was nach dem Irak und nach der wichtigste Resource Öl ist das "Wissen" entscheidend.

Aber die Russen haben schon lange so richtige Angst vor den Chinesen, denn wenn die expandieren dann habe sie ja nicht viel Auswahl. Das macht mir mehr Sorgen. [/B][/QUOTE]

Ja, "der Russe" oder ein ähnlicher großer Popanz (möglicherweise China) muss wohl auf Dauer wieder dazu herhalten, dem westlichen Imperialismus als Zielscheibe des projizierten und ideologisch gelenkten Hasses zu dienen, mit dem die eigene Bevölkerung dumm gehalten und vor den Karren der Imperialisten gespannt werden kann...bereits vom Kapitalismus geplünderte, versklavte und ausgeblutete Drittweltländer wie der Irak und Afghanistan, mit ihren halbkolonialen Sklavenbevölkerungen und ein paar vermeintlichen "Terroristen" sind da auf Dauer halt doch ein zu magerer und armseliger Ersatz, der den Appetit der westlichen Kriegstreiber nicht für alle Zeiten zu befriedigen vermag, und selbst zu " üblen Schurkenstaaten" aufgebauschte drittklassige Länder, wie etwa der Iran oder Nordkorea, die sich den Kapitalisten und ihrem totalitären Machtanspruch auf die Ressourcen dieser Welt bislang erfolgreich verweigert haben, können da allenfals als Lücken büsser dienen, bis endlich ein großer neuer "Feind" in Sichtweite ist...
WaldemarJa, Xenomorph, so schauts aus...

Den Generälen an der Wall Street gefällt das halt so :)
SenecaEtwas komplizierter ist so eine Angelegenheit schon, wie man spätestens seit den 70er Jahren weiß.
heute muss man so eine Krieg, egal ob heiß oder kalt, erst mal marketinggerecht aufbereiten um ihn verkaufen zu können...das spielen viele Faktoren eine Rolle, nicht nur was Krauss-Maffey-Wegmann oder Rheinmetall-Landsysteme will.
Ericthehalfabee[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Kriege laufen heute nicht mehr so ab wie 1914-18. Schon 1944-45 gabs keine Fronten und Grabenkriege mehr...die mobile Kriegsführung ist zu schnell für die Infanterie...das war die Geburtsstunde der modernen mobilen Infanterie...die z.B. 70% der NVA ausmachte und immer im Verband mit schweren Einheiten und Artillerie oder Luftnahunterstützung operiert.
Und ohne gute Logistik geht einem Zug Lepoard 2 A6 Panzer schon nach einem Tag die Munition und der Treibstoff aus.

Aber es wird garantiert weder einen Atom- noch eine konventionellen Krieg in Europa geben...Das wäre genauso sinnlos wie im kalten Krieg...als man die Sowjets zu Agressoren stilisiert hat...und selbige eine Heidenangst vor amerikanischen B-52 Bombern hatten.

[/B][/QUOTE]

Ich meinte das auch im übertragenen Sinne, mir ist klar, daß Wladimir und George nicht mehr mit aufgepflanzten Bajonetten aufeinander zu rennen werden. Wobei ich aber denke, daß es GI Joe ziemlich egal ist, ob er, wenn er in Bagdad oder Faludschah oder sonst wo von einer Autobombe/Sprengfalle/Heckenschütze zerfetzt wird, eine gut Logistik oder Unterstützung aus der Luft hat.

Zu Deinem zweiten Abschnitt, Zeiten können sich ändern. Der zweite Weltkrieg ist gerade mal knappe 60 Jahre her. Die BW verteidigt die Mohnfelder ... äh unsere Freiheit am Hindukusch...was sie sonst noch alles macht, weiß kaum jemand. Ich halte einen Krieg mitten in Europa innerhalb der nächsten Jahre durchaus für möglich, eben weil Herdenmenschen gern ein Feindbild haben und auch gern mit Hurra gegen den Feind in den Kampf ziehen.
SenecaEin Krieg mitten in Europa würde eine weltweite Wirtschaftkrise bedeuten...die kann sich keiner leisten...besondern nicht die Russen und die Chinesen.
Ericthehalfabeeich glaube Europa wird für das Weltwirtschaftswachstum zunehmend unwichtig, auch wenn viel Knowhow noch von hier kommt. Dadurch daß Wirtschaften wie China oder Indien exponentiell wachsen, können die das auch bald. Die haben einfach mehr Menschenmaterial. Wenns ein Ingenieur nicht bringt, wird der ersetzt oder erschossen, oder man nimmt zehn.
Warst Du schon mal in China?
SenecaDarum geht es nicht...China hat nicht genug BSP um sich selbst zu fianzieren.
Die Chinesen kaufen das Zeug aus China nicht zu amerikanischen Preisen.
Genausoweinig kann es sich Russland leisten eine Krieg mit seinen größen Devisenlieferanten und Rohstoffkunden anzufangen.
Kriege müssen nämlich fianziert werden...daher auch das riesige Defizit im US-Haushalt.
Die Abenteuer im Wüstensand werden sehr bald schlicht aus Geldmangel eingestellt werden.
Montrose[QUOTE]Besorgniserregend ist für mich nur die Zwangsfusion Europas, die nötig ist um von derartigen politischen Spielchen nicht einfach vom Spielbrett gefegt zu werden.[/QUOTE]

Ich hab diese "Zwangsfusion" anders verstanden.

Kohl dachte, er müsse die anderen Staaten beschwichtigen, um die Wiedervereinigung zu ermöglichen. Indem Deutschland in Europa eingebunden wird, müssen die anderen Staaten keine angst vor einer deutschen Hegemonie haben.

In gewisser Weise kam die deutsche Hegemonie oder zumindest das Streben danach über die Hintertüre wieder rein. Natürlich nimmt Deutschland in der EU einen hohen Rang ein.


Persönlich glaube ich, dass die EU kein gemeinsames Gebilde ist, sondern immer noch von nationalstaatlichen Interessen geleitet wird. Und vielleicht ist das auch gut so. Wäre es anders, dann hätte der Beschluß zur Teilnahme am Irak-Krieg einstimmig erfolgen müssen, und wir wären mit dringehangen. Die Geschichte zeigt, dass Bündnissysteme die Kriegsgefahr eher noch erhöhen bzw. zumindest die regionale Begrenzung von Kampfhandlungen erschweren.


Was mir angst macht, ist die Planlosigkeit. Die ist natürlich subjektiv ... ich hoffe doch schwer, die Nationen wissen, was sie tun. Aber für mich sehen Aktionen wie Abwehrschild in Europa (die Reaktion Rußlands war vorhersehbar) oder Deutschland am Hindukusch ziellos aus. Man könnte da auch von einem "Zündeln" sprechen.

Wenn eine klare Vorstellung besteht, wer was will, dann kann man Risiken abschätzen, weiß, woher Gefahr droht.

Das ist wohl sehr wichtig: die Interessen offenzulegen.



Noch ein Gedanke: durch die Überalterung der deutschen Gesellschaft wird die Kriegsfähigkeit dieses Landes natürlich zunehmend eingeschränkt. Motorisierung vs Infantrie hin oder her ... in jeder militarischen Aktion, auch wenn sie von einem Panzer aus erfolgt, braucht man körperliche fitte Leute.
Ericthehalfabee@ Seneca, glaube ich nicht, bzw. der Beweis steht noch aus.
Das US-Außenhandelsdefizit hat noch andere Ursachen, aber ich denke das führt jetzt zu weit

@Montrose
Glaubst Du wirklich dieses abstruse Demografiegedöns?
Außerdem, bei Addi gab es auch den Volkssturm...
Montrose[QUOTE]Glaubst Du wirklich dieses abstruse Demografiegedöns?
[/QUOTE]

Ich weiß es nicht. Ich hab irgendwo gelesen, dass das "Demografiegedöns" nur Propaganda neo-liberalistischer Kräfte wäre (stand glaub im SPIEGEL oder FOCUS). So nach dem Motto: wenn wir Panik anfachen von wegen Überlastung der Sozialsysteme, dann können wir die Abgabenlasten der Arbeitgeber auf die Arbeitnehmer abwälzen.

Dein Einwand ist wirklich gut.

[QUOTE]aber die Kontrolle über Allem haben immer noch die mächtigen Warlords und deren Clans, denen auch die Felder gehören...[/QUOTE]

Wenn man mich fragt: es war ein Fehler, die Talibans zu vertreiben. Sie hatten den Drogenanbau unter Kontrolle. Und wenn Warlords dort eh Tradition haben, ist eh wurscht, ob die ein bißchen ultra-islamisch sind.

Die Strategie von Bush, den Anschlag auf WTC (böse Stimmen behaupten, er habe den Anschlag absichtlich zugelassen für seine Zwecke) dazu zu nutzen, Afghanistan und Irak anzugreifen, ist keine strategische Meisterleistung.

Kleine Nebenbemerkung: dass die Deutschen durch ihre Falschmeldung von Chemischen Waffen den Irak-Krieg legitimierten, ist in meinen Augen ein Deal zwischen amerikanischem und deutschem Geheimdienst. Als Wiedergutmachung, so glaube ich, dafür, dass die WTC-Trerroristen fast ausnahmslos aus Deutschland stammten, lieferten die Deutschen einen gefakten Vorwand für den Irak-Krieg .... und zwar mit voller Absicht. Das ist zumindest meine Überzeugung.

So, zurück zur Strategie. In Afghanistan gibt es nichts zu holen, außer dass man darin das Tor zu Asien sehen könnte. Solche strategischen Erwägungen haben eine lange Tradition, und jedesmal fielen die Angreifer auf die Schnauze (siehe Briten, Russen). Statt das Land zu besetzen, hätte ein Scheinangriff genügt (zumal die U.S.-Regierung niemals die Absicht hegte, Osama bin Laden zu fangen. Natürlich nicht, denn Osama bin Laden spielt den Interessen Bushs in die Hände).

Der Einmarsch in den Irak war intelligenter, weil er den Nahen Osten einschüchterte....

.... den einen großen Fehler, den Bush beging, hätte ich allerdings als Präsident nicht gemacht...

.... nämlich im Irak stehenzubleiben. :) Richtig wäre gewesen, Richtung Saudi Arabien weiterzumarschieren. Wozu sich mit der Hälfte zufriedengeben, wenn man alles haben kann?

Insofern ist Bush für mich ein Feigling und eben alles andere als ein genialer Kriegsherr. Seine Schlauheit bleibt auf dem Niveau eines besoffenen Hausmeisters stehen und entbehrt der großen Vision, wie es jener ehemalige Kanzler Deutschlands hatte. :D
Ericthehalfabeemhm, von mir aus.

Es gab in der Geschichte der Bundesrepublik schon öfters Einbrüche der Geburtenzahlen. Mitte der Sechziger bis Anfang/Mitte der Siebziger. Ich denke, rechnen konnten die damals auch. Panikmache von wegen Aufstand der Alten, Gerontokratie etc. gabs nicht.
Was das Geschwurbel über Neoliberale Propaganda soll, wer weiß?? Fakt ist, daß die Sachverhalte diesbezüglich völlig überzogen dargestellt werden.
WaldemarDas paßt gut... obwohl nicht aktuell, aber ist es doch immer die gleiche Scheisse.

[url]http://www.youtube.com/watch?v=Nkn0CmrNPIs[/url]
Jensemann[QUOTE]Wenns ein Ingenieur nicht bringt, wird der ersetzt oder erschossen, oder man nimmt zehn. Warst du schon mal in China?[/QUOTE]

Wenn sie nicht so schlimmes verbrochen haben bricht man ihnen nur die Beine oder lässt die Hoden von einer zahnlosen Ziege abkauen, kommt drauf an. Ich bin in China und habe selten ein schlechteres Vorurteil gehört, aber darum gehts ja hier nicht.

Im Prinzip ging es mir mit den Thread im Kernpunkt nur um Russland/US aber wie es aussieht tendiert das Thema eher zur gesamt globalen Friedensfrage.
Aus meinem Durchschnittswissen heraus, würde ich sagen das China eher (noch) nicht zu einer realen Bedrohung für Russland werden kann. Wisst ihr warum es hier keine Wehrpflicht gibt? Es wären zu viele und sie könnten nicht alle ernähren, das ist der einzige Grund?! Wenn ich hier Militärkolonnen sehe, dann sind diese ausgerüstet auf dem Stand von 1990, von der Moral ganz zu schweigen. Über allem allerdings steht die Korruption die sich wie ein Drachen durch das ganze Land frisst. Generäle, Polizeifunktionäre, Parteikader, Industrielle wollen befriedigt werden, eben jene die darüber entscheiden etwas zu tun was langfristig ihrem eigenen Wohl schaden wird. Traurig aber wahr, solange die KP in China herrscht, herrscht Frieden aus niederen Beweggründen.
Apex[QUOTE]So, zurück zur Strategie. In Afghanistan gibt es nichts zu holen, außer dass man darin das Tor zu Asien sehen könnte.[/QUOTE]

Gabs da nicht eine ominöse Öl-Pipeline vom Kaspischen Meer runter zum Indik die dort durch das Land verläuft? Zumindest war das doch auch die Erklärung dafür, dass Karzai Bürgermeister von Kabul ups. Präsident wurde.

Ich persönlich frage mich ja eh, warum man nicht wieder den König eingesetzt hat, immerhin war Afghanistan vor dem Einmarsch der Sowjets ein relativ modernes Land mit Zukunft.

[QUOTE]Noch ein Gedanke: durch die Überalterung der deutschen Gesellschaft wird die Kriegsfähigkeit dieses Landes natürlich zunehmend eingeschränkt.[/QUOTE]

Och, wenn hier noch einer Krieg führen kann, dann doch die Flakhelfer von damals. Die deutsche Gesellschaft ist zu entmilitarisiert um einen Krieg führen zu können. Warum auch?
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Genausoweinig kann es sich Russland leisten eine Krieg mit seinen größen Devisenlieferanten und Rohstoffkunden anzufangen.
Kriege müssen nämlich fianziert werden...daher auch das riesige Defizit im US-Haushalt.
Die Abenteuer im Wüstensand werden sehr bald schlicht aus Geldmangel eingestellt werden. [/B][/QUOTE]

Mit dem irakischen Öl, das der eigentliche Grund für den Irakkrieg war, lässt sich schon eine ganze Menge finanzieren...zumindest in der Theorie, denn in der Praxis geriet der Irakkrieg für den Ami bislang zu einem einzigen Fiasko...denn das Pech des Amis besteht darin, dass es ihm derzeit unmöglich ist, das irakische Öl auch im großen Stil auszubeuten und ausser Landes zu schaffen, der (aus der Sicht des Amis) unerwartet heftige Widerstand der einheimischen Bevölkerung gegen die Besatzer hat bislang erfolgreich verhindert - oder es zumindest doch deutlich verzögert - dass die imperialistischen Ölkonzerne sich dort in Scharen niederlassen, Pipelines errichten, und mit dem Öl verschwinden...so haben sich die Impis mit dem Irak zwar relativ mühelos eine ziemlich fette Beute einverleibt...aber diese auch zu verdauen erweist sich nun als ungleich schwieriger...

Ich habe auch bezüglich der "offiziellen" Lesart der WTC-Anschläge so meine Vorbehalte, ob dort wirklich nur sogenannte "Terroristen" die alleinigen Urheber gewesen sind...denn die kamen für Bush wie gerufen, wurden ihm wie auf Bestellung frei Haus geliefert, um seine Machtpolitik zu legitimieren und sich jeglicher Kritik zu entziehen...sie waren der "große Knall", auf den jemand wie Bush nur gewartet hatte, der genau zur rechten Zeit eintrat, um sich vor diesem Hintergrund als grosser Souverän einen Namen zu machen, nachdem der ansonsten eher blasse George W. zuvor nur einen selbst nach "demokratischen" Kriterien äusserst zweifelhaften Wahlerfolg vorzuweisen hatte...
MareNostrumIst es jemals sinnvoll Krieg zu führen?
Dark Religion[QUOTE][i]Original geschrieben von MareNostrum [/i]
[B]Ist es jemals sinnvoll Krieg zu führen? [/B][/QUOTE]


Sinnvoll nicht aber Alternativ los.

z.B.:

Kriege um Öl sind Sinnlos und es gibt Alternativen.

Kriege um einen Agressor Abzuwehren sind nicht Sinnvoll aber Alternativ los wenn man seine Freiheit behalten will.
;)
Montrose[QUOTE]Ist es jemals sinnvoll Krieg zu führen?[/QUOTE]

Sicher. Was hast Du denn gedacht?
Apex[QUOTE]Kriege um einen Agressor Abzuwehren sind nicht Sinnvoll aber Alternativ los wenn man seine Freiheit behalten will. [/QUOTE]

Was ist, wenn der Aggressor die Freiheit bringt? Bzw. man sich von einem Leben unter dem Aggressor mehr verspricht als vom Status Quo?
Dark ReligionHallo,


siehe Irak und Afghanistan ?;)

Da haben die Leute am Anfang auch gejubelt und jetzt ?
ApexHm, ich dachte da eher an z.B. Deutschland.
MontroseWar halt handwerklich schlampig gemacht. ;)

Man hört neuerdings, der Krieg in Afghansitan oder Irak "sei nicht mehr zu gewinnen".

Das kapier ich nicht. Wenn man die Regierung plattgehauen hat, hat man doch gewonnen. Anscheinend haben die Leute falsche Kriterien und meinen, sie müßten jeden Nachttopf im Land kontrollieren.

Rechtzeitig raus aus den Ländern und eine schöne Militärparade abhalten mit Marschmusik und Ordensverleihungen. Das ist dann ein schöner Sieg. :cool:

[QUOTE]Was ist, wenn der Aggressor die Freiheit bringt?[/QUOTE]

Hört sich nicht so an, als ob Du Deinen Clausewitz richtig intus hättest. Clausewitz sagt nämlich, dass der Verteidiger der Aggressor ist. Denn er wehrt sich anstatt dem Angreifer einfach das zu geben, was er will.

Hm, das hat Clausewitz wirklich so geschrieben. Irgendwie ist das lustig. :)
Dark ReligionHallo,

bei Deutschland da denke ich an die Russen. Die kamen auch als Befreier.......und dann;)
SenecaJa wie und dann?..die haben genau das gleiche gemacht wie die Westallierten... ihr eigenes System in ihrer Zone installiert.
Demon17[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
[B]War halt handwerklich schlampig gemacht. ;)

Man hört neuerdings, der Krieg in Afghansitan oder Irak "sei nicht mehr zu gewinnen".

Das kapier ich nicht. Wenn man die Regierung plattgehauen hat, hat man doch gewonnen. Anscheinend haben die Leute falsche Kriterien und meinen, sie müßten jeden Nachttopf im Land kontrollieren.

Rechtzeitig raus aus den Ländern und eine schöne Militärparade abhalten mit Marschmusik und Ordensverleihungen. Das ist dann ein schöner Sieg. :cool:


[/QUOTE] Das hie0e dann in Afghanistan zum Beispiel ein paar Tausen Freischärler u töten und das Land dann wieder dem Bürgerkrieg zu überlassen. Oder im Irak eine kleine Machtclique abzuservieren und dann Al Quaida die Macht zu überlassen, oder den Mullahs im Irak. Tja irgendwie ist das Ganze ja kontraproduktiv, so oder so.
SenecaDie geschürte Angst vor dem großen Krieg war bisher immer lukrativer als ein tatsächlich geführter militärischer Konflikt auf Augenhöhe.
Demon17Ja, außerdem kann man in diesen Ländern seine Waffen ausprobieren, ohne ernsthaften Schaden für die eigene Wirtschaft befürchten zu müssen. Schließlich müssen die alten Bomben weg.
Waldemar[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Das hie0e dann in Afghanistan zum Beispiel ein paar Tausen Freischärler u töten und das Land dann wieder dem Bürgerkrieg zu überlassen. Oder im Irak eine kleine Machtclique abzuservieren und dann Al Quaida die Macht zu überlassen, oder den Mullahs im Irak. Tja irgendwie ist das Ganze ja kontraproduktiv, so oder so. [/B][/QUOTE]

Ja nu, deshalb ist dieser Krieg auch nicht zu gewinnen. Schall-Latour, der Afghanistan kennt wie kein anderer, sagte das ja nicht aus einer Laune herraus.

Dort ist nichts zu gewinnen, denn der "Westen" geht anscheinend immer noch davon aus, dass man den Afghanen die westliche Mentalität beibringen könne...

Natürlich macht die BW einen guten Job dort, wahrschneinlich von allen den Besten. Nur ist das Verschwendung, denn derzeitig macht es die Warlords und Drogenbosse reicher, die Armen ärmer.. und die Amis lachen uns sowieso aus.

Aber irgendwas ist ja immer :)
Demon17Ja vor allem weil die Afghanischen Stammeskrieger auch schnell mal die Seite wechseln, je nachdem wo grade ein Vorteil liegt, Momentan läßt ja pakistan die Pschtunen Jagd auf die Taliban machen, aber niemand weiß, ob die nicht einfach nur so tun als ob. Der beste Weg ist die Entwicklung des Landes, aber die ist halt auch lebensgefährlich, wie die Entführung zweier deutscher Ingenieure gerade zeigt. Ich denke, im Grunde leben wir in relativer Sicherheit, die amerikanische Bevölkerung hat die Schnauze voll vom Krieg,die halbe Armee steht imIrak und in Afghanistan, die Russen sind immer noch mit Tschetschenien beschäftigt. Das schlimmste was uns blühen kann, ist ein neues Wettrüsten mit Atomraketen, so von wegen der Dritt- und Viertschlagskapazität. Russland sieht sich halt durch die amerikanische Politik der Einschnürung bedroht, nicht wegen des Raketenzaunes, sondern wegen der vielen amerikanischen Verbündeten, auf dem ehemaligen Staatsgebiet der UDSSR. Aber das Schlachtfeld eines konventionellen Krieges, läge wohl eher in Polen, oder der Ukraine, Georgien, Kasachstan etc. Ich denke da muss man die Russen auch irgendwie verstehen...
MasomärAlso wo ich nach dem "dritten Weltkrieg" gegoogelt habe, kamen mehrere esotherisch angehauchte Seiten, wo die Seher und Wahrsager der letzten Jahrhunderte ihre Visionen kundtaten. Sie sprachen allesamt über den russischen Angriff auf Europa.
Und vor ein paar Jahren erzählte mir ein Typ, sein Freund kenne sich prima mit den Schriften von Nostradamus aus, und wisse diese zu intepretieren. 2007 soll es eigentlich losgehen - Westen gegen Moslems...
Wobei ich schätze, in beiden Fällen wurden die Visionen und Interpretationen stark von den aktuellen Begebenheiten und dem Medienbild beflügelt.

[QUOTE]Es gab in der Geschichte der Bundesrepublik schon öfters Einbrüche der Geburtenzahlen. Mitte der Sechziger bis Anfang/Mitte der Siebziger. Ich denke, rechnen konnten die damals auch. Panikmache von wegen Aufstand der Alten, Gerontokratie etc. gabs nicht.[/QUOTE]

Soweit ich weiß, lag es in dem Zeitraum an der Emanzipation der Frauen, und der Erfindung der Pille.
Ericthehalfabee[QUOTE][i]Original geschrieben von Masomär [/i]
[B]Soweit ich weiß, lag es in dem Zeitraum an der Emanzipation der Frauen, und der Erfindung der Pille. [/B][/QUOTE]

Und Dein Punkt ist??
MasomärNa dass die Leute diesen Zusammenhang vielleicht wahrgenommen und nachvollzogen haben, ohne gleich in Gerontophobie auszuarten. Obwohl, es hätte ja auch sein können, dass eben die Gerontokraten für die Pille und Frauenrechte maßgeblich verantwortlich waren - weniger Nachwuchs, weniger Konkurrenz.
Diese Argumente für den Geburtenratenknick habe ich übrigens aus dem Buch von einem Spiegel-Reporter Christian Rickens aus seinem Buch "Die neuen Spießer".
Es gab ja, soweit ich mich erinnern kann, schon mal so einen Geburtenratenverfall Ende vorletztes Jahrhundert. Da hat der Reporter so argumentiert, dass die ganzen Versicherungsfirmen, die damals auftauchten, für etwas mehr Wohlstand gesorgt hätten. Das Kinderreichtum, das oft als Altersversicherung fungierte, wurde überflüssig.

Was der Autor, glaube ich, nicht erwähnt hat (was aber in aller Munde ist), ist die extrem nachteilhafte risikoreiche Position der Väter, die diese Väter oft maßgeblich daran hindert, überhaupt erst welche zu werden.

Und manche meinen, dass jemand hinter den Kulissen mit solchen demographischen Mittelchen/Pillen/Emanzen/Ausländern etc. das Deutschtum verwässern will. Vielleicht um (beim [B]großen Krieg[/B] oder auch einfach nur allgemein) einen ernstzunehmenden Konkurrenten weniger zu haben.
Ich glaube ich sollte meinen Naziseiten-Konsum etwas mäßigen...
Apex[QUOTE]Problem ist nur, denen bleibt ja keine andere Wahl - gehen sie nicht, sterben sie an der Wand.[/QUOTE]

Dem deutschen Soldaten bleibt immer eine Wahl, an die Wand darf auch im V-Fall keiner gestellt werden, wenn er lieber verweigern möchte.
ApexGelle? Vor allem wenn man bedenkt wers gesagt haben soll...

Soweit ich weiß, bedeutet sowas auch das Ende der militärischen Karriere. Wie es genau verwaltungstechnisch läuft weiß ich nicht, aber es haben schon Soldaten den Dienst in Afghanistan erfolgreich verweigert und das Gericht hat auch klar gestellt, dass ein Soldat überall und jederzeit aus Gewissensgründen seine Waffe abgeben darf. Ob die betreffenden Soldaten weiter beschäftigt werden müssen, freigestellt werden etc. das weiß ich wie gesagt net so genau.

Aber alles in allem immer noch besser als zu schießen oder noch erschossen zu werden.
X InferisInteressante Diskussion.

Ich sehe die Gefahren wie einige andere auch woanders. Rußland ist schon lange keine militärische Supermacht mehr. Das einzige, was mir dort Sorgen macht, ist die Tatsache, daß die kein Geld mehr für die Wartung ihrer Ausrüstung haben und ihnen die ganzen Kampfstoffe irgendwann mal mangels Wartung oder sachgerechter Lagerung selbst um die Ohren fliegen.

Nein, die Gefahren liegen meines Erachtens im Terroismus. Mittlerweile scheint es im Trend zu liegen Geiseln zu nehmen, irrsinnige Forderungen zu stellen und dann alle hinzurichten oder gleich ein paar Dutzend Zivilisten, Touristen oder Mitglieder von Hilfsorganisationen in die Luft zu sprengen. Von den etablierten Staaten, selbst wenn sie seit Jahrezehnten verfeindet sind (Pakistan & Indien ; Nord- & Südkorea)) würde keiner auf die Idee kommen Atomwaffen einzusetzen, weil jeder den Gegenschlag fürchten würde. Gib einem Terrorist, einem Fanatiker eine Atombombe und er macht eine Großtadt platt.
ShakamaWas das Ganze wohl sehr begünstigt ist, dass wahrscheinlich teilweise immernoch die selben Leute, auf beiden Seiten, in den entsprechenden Positionen hocken, wie zu Zeiten vor dem Mauerfall.
In deren Köpfen ist wohl das Ende der Sowjetunion und das des Kalten Krieges noch nicht ganz so angekommen und sie fallen zurück in alte Verhaltensmuster.
Und deswegen muss man gleich mit den Säbeln rasseln, bzw. ja nicht nachgeben.

edit: Und wenn es nicht direkt die selben Leute sind, dann zumindest Teile des Gedankenguts von damals, in den Köpfen der heutigen Positionsträger.
menwhoisoutside...wenn der rote knopf gedrückt wird... dann ist eh zuspät... aber mein vorgänger hat recht...

...Putin ist ja wohl das bekannteste Beispiel...
...und wie die anderen alle heißen weis ich jetzt gerade nicht...

...wenn ihr die Politschen bewegungen die letzten Monate verfolgt habt... dann werdet ihr merken das die Russis zur Zeit kalte Füsschen bekommen, weil große Teile des alten Ostblockes sich der EU anschließen und sich somit aus dem Machtvakuum der alten Sowjets gekickt haben... ja jetzt hält die EU die Hand über die alten Ostblockstaaten... auf jeden fall über die die uns letztens Beigetretten sind...

...Also sucht sich Mütterchen Russland neue Verbündete... China, Liberien und die ganzen anderen netten Staaten die doch gerne nen Stück vom großen Kuchen abhaben wollen... das End vom Lied man hat Nordkorea, die uns allen weis machen wollen das sie nix haben...

...und dann noch... China, Indien, Pakistan... aja der Irak ist jetzt wech.... nennt mich Zynisch,.... aber die haben alle was...
Dark Religion[QUOTE][i]Original geschrieben von menwhoisoutside [/i]
[B]

...und dann noch... China, Indien, Pakistan... aja der Irak ist jetzt wech.... nennt mich Zynisch,.... aber die haben alle was... [/B][/QUOTE]

Ja einiges sogar. Bestände an Öl, Gas, Erzen und so weiter. Die haben alle etwas was Europa gänzlich fehlt. Sich mit diesen Staaten anzufreunden, wie es die Russen zur Zeit machen, bringt enorme Vorteile in der Zukunft. Sie (die Russen) wollen etwas kaufen und bekommen es zu fairen Bedingungen. Wir wollen etwa kaufen und zahlen als Verbündete Amerikas entweder völlig überteuerte Preise, oder müssen es mit Gewalt an uns bringen.

Gar nicht blöd.......................die Russen.
menwhoisoutside...grins...

...ja da haste recht gar net so blöde die Russen...

...nur was heißt das für uns... okay teure Rohstoffe... und die Angst eines neuen Wettrüstens, weil da sie dann sicher Rückendeckung für ihre Atomprojekte bekommen...

...ich weis net... ich hab Angst vor nem Staat der sich net in die Karten schauen läßt... wie viele andere auch und dadruch wähst das Misstrauen, was weitere Konflikte hervorruft... ein Teufelskreis... seufz...
Schwarzer Prinz[QUOTE][i]Gar nicht blöd.......................die Russen. [/B][/QUOTE]

Die Russen waren noch nie *wirklich* blöd - im Gegensatz zu den USA zumindest ;)
pulSarDa es ja -- zumindest bezogen auf den "großen Krieg" -- OnTopic und vor allem [b]massiv köstlich bis inhaltlich schmerzhaft[/b] ist... nicht nur für Masomär:

[url=http://fischinger.alien.de/weltuntergang.html]Eine tolle Liste der angekündigten Weltuntergänge[/url]

okay... in Teilen ist das wenige lustig, da es mitunter auch zeremonielle Tote gab..

Aber lesenswert ist die Liste allemal.


Vielleicht sollten wir hier mal Ghost-Writer werden für einen der nächsten Weltuntergänge?
Was meint Ihr?

Großer Rohstoff-Krieg?
Verrückter Terri mit der Bombe?
well.. wir werden es sehen!
Apex[QUOTE]Großer Rohstoff-Krieg?
Verrückter Terri mit der Bombe?[/QUOTE]

Wie profan, etwas mehr Phantasie bitte!

Im Jahr 2021 (also 50 Jahre nach dem Tod Jim Morrisons) wird der Leviathan, schlafend in den tiefsten Tiefen des Ozeans einen kosmischen Asthma-Anfall erleiden. Als Auswirkung dieses Anfalles werden die sieben Weltmeere erbeben und alles Land und jedes Getier, dass darauf kreucht und fleucht verschlingen. Alles was das Meer zurück lässt werden Atolle sein, auf denen nichts anderes wächst als Tabak, Koka-Pflanzen, Bananen, Kokosnüsse etc. und die Menschen die überleben müssen die Höllenqualen eines Daseins in einer Welt erdulden, in der Jamaika die Hegemonialmacht stellt...

So steht es geschrieben im Buche Api.

...

Siehste Pulsi, so macht man das.
Odessa(ja mir ist grad fad und drum wühl ich auch mal in alten threads...)

Fast ein Jahr her. Hat sich was getan in den Köpfen hier oder in denen irgendwelcher Führer, unserer/Eurer Meinung nach?

Ich greife Jensemanns letzten Beitrag auf:

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Im Prinzip ging es mir mit den Thread im Kernpunkt nur um Russland/US aber wie es aussieht tendiert das Thema eher zur gesamt globalen Friedensfrage.
Aus meinem Durchschnittswissen heraus, würde ich sagen das China eher (noch) nicht zu einer realen Bedrohung für Russland werden kann. Wisst ihr warum es hier keine Wehrpflicht gibt? Es wären zu viele und sie könnten nicht alle ernähren, das ist der einzige Grund?! Wenn ich hier Militärkolonnen sehe, dann sind diese ausgerüstet auf dem Stand von 1990, von der Moral ganz zu schweigen. Über allem allerdings steht die Korruption die sich wie ein Drachen durch das ganze Land frisst. Generäle, Polizeifunktionäre, Parteikader, Industrielle wollen befriedigt werden, eben jene die darüber entscheiden etwas zu tun was langfristig ihrem eigenen Wohl schaden wird. Traurig aber wahr, solange die KP in China herrscht, herrscht Frieden aus niederen Beweggründen.
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China also so lange nicht als "Bedrohung", solange alles in alten Händen bleibt?

Einen "großen Krieg" halte ich derzeit - wobei sich meine Meinung da alle paar Monate mal ändert, je nach "aktuellem Politwahnsinn" um mich herum - auch nicht für wahrscheinlich; eher vermute ich in den ost- und westeuropäischen Ländern (also auch in Deutschland) eine Zunahme mini-bürgerkriegsähnlicher Zustände, Aufstände v. a. einzelner Bevölkerungsschichten und sich in Miliz-ähnlichen Grüppchen zusammenschließende "Bürgerwehren" und ähnliche Gruppierungen, die ihren Unwillen über jeweilige soziale oder politische Zustände im Land auf wie ich befürchte höchst undemokratische und gewalttätige Art und Weise äußern werden.
Demon17Die einzig ernsthafte Bedrohung, mit der ich in den nächsten 12 Monaten rechne ist ein Militärschlag Israels gegen den Iran um dessen Atomprogramm zu zertsören. Ehrlich gesagt würden mich Atombomen in den Händen eines Nachbarn, der ständig von der Ausrottung meines Volkes faselt auch irritieren. Laut Spiegel hoffen sie noch, das Bush das macht. Hoffen wir, das die Friedenspolitik erfolgreich ist und die Gemüter sich beruhigen.

Ernsthaft rechne ich nicht mir einem OSt-West-Konflikt. Frankreich rüstet weiter ab und die haben garantiert eine realistischere Einschätzung der Lage als wir hier am Board.
OdessaSeh ich wie Du, demon, was diese Region betrifft.

Das mit dem Osten und Westen meinte ich anders, eher auf Regionales bezogen. In Russland die unglaubliche Schere zwischen Millionären auf dekadentestem Stand und einer riesigen Zahl ärmer und ärmer werdender anderer Bürger. In Deutschland sehe ich persönlich bereits seit Jahren keinen Mittelstand mehr bzw. diesen nur noch mühsamst überlebend, da er ausgeblutet wird durch sinnlose Bürokratie, extreme Abgabenbelastung und unflexible Arbeitsgesetzgebung in vielen Bereichen. Von so Brennpunkten wie "Rente", die schon ich nach jetzt 30 Jahren Berufstätigkeit gar nicht mehr höher als 600, 700 Euro ausfallend (mit Rentenbeginn in 20 Jahren) erwarten darf, ganz abgesehen. Die junge Generation wird noch mehr als wir jetzt 40+jährigen blechen, demon, nur noch blechen für zigzig Steuern und Sozialabgaben, und die Unzufriedenheit hierüber führt ja jetzt schon zu hässlichsten "Alt-Jung" bzw. "Rentner-Erwerbstätiger"-Polarisierungen. In England ists nicht viel anders, und Freunde aus Griechenland berichten mir seit 3 Monaten nahezu täglich über brennende Autos und Mülltonnen in einigen Vierteln Athens sowie über zunehmende Gewalttätigkeiten von Jugendgangs und Schlägertrupps. Von Griechenland kannte ich zumindest sowas bisher nicht als "alltäglich".
Demon17Warten wir es ab. Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Osteuropa hat ein stabiles Wachstum, insgesamt geht es in der Welt voran und die ungleiche Einkommensverteilung in Russland ist typisch für diese Anfangsphase. Sicher die Globalisierung macht Arbeit sehr viel billiger, doch es entstehen auch neue Märkte. Die Schwarzmaler von den Wirtschatfsforschungsinstituten sind in Deutschland immer wieder gezwungen ihre Prognosen nach oben zu korrigieren. Der Abbau der Arbeitslosigkeit verläuft momentan zufriedenstellend.

Jedenfalls wäre es total bescheuert, jetzt riesen Summen für die Rüstung oder gar Kriege auszugeben. Die Sicherheitslage in Deutschland hat sich doch stark verbessert. Wir waren Jahrzehnte lang Frontstaat und haben jetzt einige Länder zwischen Russland und uns. Egal wo es knallt, wir liegen erst einmal im Hinterland. Auch glaube ich nicht, das ein Konflikt auf dieser Ebene ablaufen wird. Russland kauft sich gerade verstärkt in die deutsche Wirtschaft ein, wird vielleicht Großinvestor bei der deutschen Bahn. Da werden ungeahnte Möglichkeiten für Riesenprojekte entstehen, die einen Krieg für beide Seiten sinnlos machen. Gehen wir doch einmal davon aus, dass die USA alleine gar nicht in der Lage ist Russland konventionell anzugreifen und Europa hat einfach besseres zu tun als seinen östlichsten Teil zu verwüsten.
ApexEine Ost-West-Konflikt sehe ich momentan auch nicht, gerade die Russen dürften kein Interesse an sowas haben. Warum sollte man auch seine Kundschaft bedrohen? Die Amerikaner haben eh kein Interesse daran noch ein Fass aufzumachen und wir Europäer kaufen gerne in Moskau ein. Problematisch könnte es vielleicht dereinst werden wenn den Russen Gas und Öl ausgehen...aber bis dahin haben wir erstmal Ruhe.

Trotzdem beschleunigt sich die globale Wettrüstung weiter, problematisch sehe ich die momentanen Bestrebungen Russlands, wie der USA (als auch GBs glaub ich) ihre strategischen Nuklearwaffen zu modernisieren.

Ansonsten werden sich die Kriege in einer Form ausbreiten wie wir sie aus Somalia, dem Irak, Suden etc. kennen. Kleine bewaffnete Konflikte die immer wieder einschlafen um dann mit großer Gewalt wieder auszubrechen. Ausgetragen mit Handfeuerwaffen und mit Pick-Ups als logistisches Rückrat. Kriege bei denen keiner der beteiligten Akteure ein Interesse mehr daran hat ihn zu beenden, da diese Kriege sich verselbständigt haben und eine Schattenwirtschaft entwickelt haben, die ein Ende der Konflikte nur schwer möglich macht.
OdessaYepp Api, sowas in der Art... gerade in Afrika ist das schon Dauerzustand in einzelnen Ländern und Regionen. Irgendwelche Clans und Lobbyisten, die ihre Milizen und Söldner ganze Landstriche terrorisieren lassen, wo Warlords regieren und wo Menschenleben täglich geopfert werden ohne daß die große Weltpolitik sich dafür überhaupt noch interessieren würde, zu verstrickt und unübersichtlich (und sich oftmals binnen Wochen ändernd in den Konstellationen wer gerade wieder mit wem gegen wen und warum) sind die Konflikte.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i]
[B]Trotzdem beschleunigt sich die globale Wettrüstung weiter, problematisch sehe ich die momentanen Bestrebungen Russlands, wie der USA (als auch GBs glaub ich) ihre strategischen Nuklearwaffen zu modernisieren.
[/B][/QUOTE]Na hoffentlich, bevor das alte Zeug im Depot ein echtes Problem wird. Im übrigen hat die Bundeswehr erst kürzlich 410 neue SPZ mit Hunter-Killer-Fähigkeit bestellt.
ApexIch kann es der großen Weltpolitik inzwischen auch gar nicht mehr vorwerfen, wie gesagt, es ist erstens schwierig überhaupt durchzublicken wer mit wem wogegen ist, wenn sich das innerhalb von Stunden eh komplett und zweitens ist eh kein Interesse von Seiten der Parteien vorhanden Frieden zu schaffen. Das man diese immer noch trotz Embargos mit Waffen und Munition versorgt ist zwar eine Sauerei, aber angesichts der sich entwickelnden Schattenwirtschaft wird man es eh kaum verhindern können.

Die einzige Möglichkeit die ich sehe um so einer Situation kurzfristig halbwegs beizukommen (mittel- und langfristig sehe ich da ein paar mehr) ist ein groß angelegter Militäreinsatz. Und wer will das nach den Erfahrungen in Mogadischu und Afghanistan noch? Es gibt aber dafür durchaus positive Beispiele (zumindest im Ergebnis), leider ist mir zu meinem Beispiel der Name des betreffenden Landes entfallen, es muss wohl eine ehemalige französische Kolonie gewesen sein. In dieser herrschte ebenfalls einer dieser asymmetrischen Bürgerkriege. Ein UN-Einsatz führte zu keinem Ergebnis und es wurden Fremdenlegionäre ohne UN-Auftrag entsandt, diese erzielten mit einer Strategie der Härte viel bessere Ergebnisse. Die einfache Regel war, wer erwischt wird, wie er eine Waffe abfeuert, der muss damit rechnen auf der Stelle erschossen zu werden, egal ob 60, 30 oder 10 Jahre alt.
So ein Vorgehen ist mit unserer und speziell meiner Vorstellung von Ethik nicht zu vereinbaren, das Ergebnis spricht aber für sich, das Land war innerhalb von Tagen befriedet.

Und wenn mir jetzt noch der Name des Landes einfallen würde, könnte man damit tatsächlich was anfangen...ich muss mal gucken, ich hab da irgendwo den Zeitungsartikel aufgehoben (oder wahrscheinlich schon lange entsorgt).

[QUOTE]Na hoffentlich, bevor das alte Zeug im Depot ein echtes Problem wird.[/QUOTE]

Ja ich weiß, der Gedanke es einfach sein zu lassen und abzurüsten ist naiv und unrealistisch...aber ich bewahre mir gerne ein Mindestmaß an Idealismus ;)
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i]
[B]Und wenn mir jetzt noch der Name des Landes einfallen würde, könnte man damit tatsächlich was anfangen...ich muss mal gucken, ich hab da irgendwo den Zeitungsartikel aufgehoben (oder wahrscheinlich schon lange entsorgt).
[/B][/QUOTE]Kein Land, eine Region im grenzgebiet zwischen Tschad, Sudan und der Republik Zentralafrika. Das ganze ist als die Dafur Krise bekannt...und hat wenig bewirkt...die Ruhe war nur kurzfristig.
ApexWar das Darfur? Ich meine es war ein bestimmtes Land. Ich glaube irgendwas an der Westküste...aber is auch net so wichtig.
Demon17Dafur, ist der Südsudan, dort werden schwarzafrikanische, christlich-animistische Stämme in die Wüste getrieben Ein altes Mittel in Afrika um Völker zu vernichten. Die UNO hat da nur Beobachter und Flüchtlingscamps. Aber ob Obama dort Truppen hinschickt im diesen genozid zu verhindern, wie er es nennt ist fraglich. Er will ja ersteinmal die amerikanischen truppen aus dem Irak zurückholen. In den nächsten 12 Monaten liegt eigentlich nur ein gezielter Luftangriff gegen das iranische Atomprogramm an. Israel hofft ja noch das Bush das macht, die israelische Luftwaffe übt aber schon mal.
ApexNaja, das mit Darfur geht ja jetzt auch schon 5 Jahre. Im übrigen ist Darfur mehr im Westen als im Süden, beinahe schon Nordwesten. Der Konflikt in Südsudan ist schon wieder ein anderer (auch wenn das in einander übergeht), da geht es konkret um Sezessionsbestrebungen.

Ich bin inzwischen sicher, dass mein Beispiel nicht im Sudan oder allgemein in der Sahara-Region war, es ist auch schon etwas länger her...ich schätze mal es war die Elfenbeinküste oder das ehemalige Zaire...ist auch relativ unwichtig. Das Beispiel ist relativ eindeutig, wenn man solche Konflikte schnell unterbinden will, geht das meistens nur durch brutale Gewalt, auf welche auch mit Kampfauftrag ausgestattete UNO-Truppen nicht zurückgreifen dürfen. Man muss also versuchen schon in frühen Phasen, wenn Konflikte entstehen, einzugreifen und sie gar nicht erst ausarten zu lassen.
Demon17Wie man schon in Jugoslawien gesehen hat, als die Serben viele Bosnier liquidierten, die unter UN - Schutz standen, sind solche Aufträge nur sinnvoll, wenn beide Seiten eigentlich Frieden wollen. [URL=http://www.stern.de/politik/ausland/?id=523841]Dafur[/URL] scheint wirklich ein neuer Konflikt zu sein, der aber im wesentlichen nach dem selben Muster verläuft. Jedenfals ebensowenig ein Grund, einen neuen großen Krieg zu befürchten, wie die Modernisierungen der Nuklearwaffen, die zumindest in Westeuropa eine weitere Abrüstung zur Folge hat. Die USA ssind eigentlich auch zu knapp bei Kasse um rüstungsmäßig große Sprünge zu machen. Die russische Armee war sowieso in einem desolaten Zustand, insofern sind da Investitionen durchaus verständlich, zumal ein Teil des Nuklearpotentials ja auch an Weissrussland und wahrscheimlich auch an die Ukraine ging. Vor diesem Himtergrund sehe ich auch die Bedrohungszenarien russischer Generäle, sie müssen Gelder loseisen, allein schon weil viele Soldaten unter unwürdigen Bedingungen leben.
OdessaWie steht Ihr eigentlich zu diesem unsäglich entsetzlichem Erstarken der Nazis in Russland? Ich sah da neulich eine Reportage und mich kann ja nach 30 Jahren in der Politik wenig schockieren aber da war ich danach am Kotzen. - Da laufen echt Typen rum durch die Straßen der Großstädte, die am hellichten Tag völlig ungehindert Menschen anderer Abstammung und Hautfarbe gefangennehmen, sie treten, schlagen, prügeln und 70 dieser Menschen in diesem Jahr (oder im letzten?) kaltblütig ermordeten. Vor laufenden Kameras, wo sie dann stolz mit Hitlergruß und ihren scheisswiderwärtigen Faschoparolen wie "Russland den Russen" posieren, während sie ihren Opfern die Kehle durchschneiden oder sie zu Tode prügeln.

Putin sagte dazu nur: "Er werde die Russen vor Nichtrussen schützen", sinngemäß. Und NICHTS, wirklich nichts, passiert gegen diese Nazibanden.

Sorry mag jetzt off topic klingen, aber sowas macht mir echt Angst - das sich so offen geduldete Ausbreiten von bereits wieder mal mordenden Faschos, die ganze Großstädte in Rußland bereits in ihrer Hand haben und Teile der lokalen Polizei und Politiker dort auch.
Demon17Schirinowski oder wie der sich schreibt hat nichts zu melden. Die einziege nennenswerte Opposition sind die Altkommunisten. Über die innere Sicherheit in Russland habe ich keine genauen Informationen. Aber soweit ich weiß hat man mit Überfällen aus allen möglichen Gründen zu rechnen.
OdessaDemon, ein älterer Bericht (November 2007). Ist zwar vom mir nicht wirklich sympathischen "Spiegel", aber er scheint mir sachlich und informativ. Die kursiven Sätze bitte ich besonders zu beachten:

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Russische Skinheads, Hooligans, Nationalisten, Faschisten und Rassisten sind am "Tag der nationalen Einheit" zum Kutosowskij Prospekt gekommen. Fahnen schwenkend marschieren sie in Reih und Glied zum Hotel "Ukraina" gegenüber dem Sitz der Regierung. "Russland den Russen", brüllen die Demonstranten, dann folgen die Losungen: "Für eine slawische russische Nation" oder "slawisch, russisch, mächtig!" Zwischendurch strecken sie den rechten Arm zum Hitlergruß aus. "Slawisches Russland" brüllen sie dabei, gefolgt von Trommelwirbel. "WIR SIND GEGEN ALLES, WIR SIND PATRIOTEN". Wir sind gegen die Einwanderung der Kaukasier und Asiaten in Russland. Unser Volk muss rein bleiben. Russland gehört uns", erklärt der 32jhr. Andrej Bukow. Der studierte Medientechniker "dient", wie er sagt, schon seit vier Jahren in der "Bewegung gegen die illegale Einwanderung", er schwenkt deren weiß-gelb-schwarze Fahne mit dem hakenkreuzähnlichen Zeichen. Auch der 19jhr. Sergej trägt die rote Fahne seiner Gruppe "Slawische Vereinigung" um die Schultern gebunden. [i]"Wir Russen gehören zur weißen Rasse. Die Schwarzen - Kaukasier, Tschetschenen, Dagestani - sollen weg bleiben",[/i] sagt der Moskauer Student der Akademie für Finanzwesen.

Die rund 2000 Demonstranten der ultranationalistischen Szene, die zum dritten Mal den sog. "Russischen Marsch" abhalten, sind ein uneinheitlicher Haufen. Ein Sammelbecken der Unzufriedenen, die aus allen Schichten kommen. Zu Hakenkreuz tragenden Glatzköpfen in schwarzen Ledermänteln, Springerstiefeln, SS-Uniformen oder Bomber-Jacken gesellen sich alte Frauen, die Flugzettel ausgeben, junge geschminkte Studentinnen in hochhackigen Stiefeln und Eltern mit kleinen Kindern in bunten Schneeanzügen. Selbst sie strecken schon den Arm zum Hitlergruß aus.

Die Rentnerin Monika Nikolajewa verteilt Flugblätter, auf denen Oligarchen wie Boris Beresowskij, Wladimir Gusinskij und Michail Chodorkowski als Volksfeinde abgebildet sind. "Diese Milliardäre schicken ihre Kinder im Ausland auf die Schule", regt sich die Großmutter einer 15-jährigen Enkelin auf. "Für unsere Kinder reicht das Geld nicht mal, um sie in Russland auf die Universität gehen zu lassen." Deswegen, so erklärt sie, sei es gut, dass die Jugend auf die Straße geht und protestiert. "Vor allem die jungen Mädchen bekommen doch nur wenig Bildung!" Mit den jungen Mädchen meint sie Studentinnen wie Olga und Darja, die im Fahnenzug mitmarschieren. [i]"Wir sind gegen alles, wir sind Patrioten", geifert die 18-jährige Olga. Bei der Frage, gegen was sie demonstrieren, muss sie kurz überlegen und stottert: "Gegen die anti-russische Politik auf der Welt - genauer kann ich es nicht sagen."[/i]

Andreas Umland, Russland-Experte für vergleichende Faschismusforschung, hält diese organisierten Neonazis politisch für relativ ungefährlich. "Das ist pure Provokation einer Subkultur". Der militärische Faschismus sei aus dem Dritten Reich importiert und mit russischen und orthodoxen Symbolen angereichert. "In der breiten Gesellschaft Russlands sind diese Faschisten stigmatisiert, dieser Russische Marsch ist eher eine Protestbewegung." Dennoch lässt der Kreml die Ultrarechten am Staatsfeiertag der "nationalen Einheit" marschieren und stellt Tausende Sicherheitsbeamte ab, um den aggressiven Mob unter Kontrolle zu behalten. "Um die Macht des autoritären Staates zu demonstrieren, sind die Nazis als Schreckgespenst durchaus gewollt", sagt Umland. Damit legitimiere Präsident Putin den autoritären Staat um davor zu warnen, dass sonst diese Ultrarechten an die Macht kommen könnten. Auf der anderen Seite hat die Zentrale Wahlkommission die Partei "Heimat" unter der Führung von Rogosin nicht zur Duma-Wahl zugelassen.

Am Abend, vier Stunden nach dem Marsch der Neonazis, findet in Moskau ein zweiter "Russischer Marsch" statt. Wieder pilgern Tausende vom Kutusowksij Prospekt zum Hotel "Ukraina". Dieses Mal sind es Gruppen und Parteien wie die "Völkische Vereinigung", Anhänger des revolutionären Faschismus, der nicht rassistisch, sondern imperialistisch ausgerichtet ist. "Die sind sich mit den rassistischen Nationalisten spinnefeind", erklärt Umland. Mit "die" meint der Nationalismusforscher, der seit 15 Jahren die rechten Bewegungen in Russland untersucht, diejenigen Politiker und Intellektuelle, die mit anti-amerikanischen und anti-europäischen Parolen das Volk hinter sich bringen wollen. Darunter ist der Vize-Sprecher der Duma, Baburin, und weitere Parlaments-Abgeordnete. "Dieser anti-westlichen Losungen haben sich alle derzeitig mächtigen Parteien, die an der Duma-Wahl teilnehmen, mehr oder weniger bedient: von der Kommunistischen Partei bis hin zur Putin-Partei Einheitliches Russland", sagt Umland. An einer bedeutsamen linken Partei oder Bewegung fehle es im russischen Wahlkampf komplett.

"Sowa", Russlands führendes Menschenrechtszentrum, schlägt in seinem aktuellen Bericht in Anbetracht des Neonazi-Marsches dennoch Alarm: Allein in diesem Jahr verzeichnet das "Sowa"-Informationszentrum 270 rassistisch motivierte, gewalttätige Übergriffe gegen insgesamt 472 Menschen. 53 Todesopfer sind zu beklagen. Galina Koschhewnikowa von "Sowa" erwartet sogar noch einen Anstieg der Fremdenfeindlichkeit in den nächsten Wochen bis zu Parlamentswahl im Dezember. Um 20 bis 25 Prozent steige die Zahl jährlich an. "In diesem Jahr sehen wir einen Trend gegen neue Feindgruppen, zum Beispiel gegen Homosexuelle." In den meisten Fällen sind es laut Bericht betrunkene Gruppen junger Männer, die nach Fußball- oder Eishockeyspielen losziehen und Aserbaidschaner, Usbeken oder Tadschiken verprügeln oder mit Waffen angreifen. Das sind dann meistens die jungen Männer, die auf dem russischen Marsch den Arm zum Hitlergruß ausstrecken.

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Wie gesagt ein älterer Bericht (da waren es noch "nur" 53 statt ein halbes Jahr später 70 Tote), und mir macht so etwas Angst. Menschen, die so dumm sind, daß sie ein "zwar nicht wissen für oder was sie eigentlich sind, aber sie sind GEGEN ALLES" für als ausreichendes politisches Statement erachten, um Menschen anderer Abstammung zu töten, sind mir in geographisch doch recht "naher" Nachbarschaft zu Deutschland, wo wir selbst schon genug dieser selbsternannten "Heimatbewahrer" haben, mehr als unangenehm. Und es sind - zum Thema "Großer Krieg" - solche Gruppierungen und in meinen Augen auch immer stärker werdenden Minderheiten, die durch gezielte Aktionen, Unruhen und massive gewalttätige Übergriffe einzelne Regionen und Länder auch in (bürger-)kriegsähnliche Zustände stürzen (können, wollen, werden?).
Lamydiasehe ich genauso..mir ist es eigentlich recht egal...Kriege wirdsnoch haufenweise geben..bestimmt auchmal bei uns. Verhindern kann man das sowieso nicht also hauptsache aus der Schusslinie sein
CagliostroGegen einen kalten Krieg war ja nichts einzuwenden.
Wir hatten ein klares Feindbild und unsere Puppenstubenidylle war geschützt.
Die "atomare Bedrohung" war ja auch eine Art kultureller Identität.
Mir hat die Zeit vor `89 eigentlich fast besser gefallen, als diese staatlich verordnete Harmoniescheisse, die wir jetzt haben.
Unabhängig davon, dass man das Rad der Zeit nicht zurückdrehen kann...

Ein richtiger Krieg kommt unbemerkt und ist einfach da.
Auch egal.

Worin liegt jetzt eigentlich das Problem?

Kriege wird es immer geben, es geht nicht ohne.
Demon17Hallo Odessa,
autoritäre Regime, ohne besondere ideologische Ausrichtung werden immer ein Nährboden für nationalistische und rassistische Gewalt darstellen. Das ist die Kleinbürgerspießermentalität die alles Fremde als Bedrohung ansieht und Sicherheit in Gewalt und Gruppenzwang sucht. Im Grunde eine Reaktion auf die Umwälzung der russischen Gesellschaft der letzten Jahre. Dieses Denken dürfte auch in den Sicherheitsapparaten stark verbreitet sein. Insofern wundert es mich nicht, das der Staat sie gewähren läßt. Schließlich sind Migranten auch ein willkommener Sündenbock für die Wut der Bevölkerung. Für viele hat sich die Lage im Vergleich zu früher ja auch verschlechtert.

Es gibt ja keine unabhängige Justiz, die ausländerfeindliche Übergriffe bestrafen würde. Alles eine Sache der Beziehungen. Sind die überhaupt gemeldet? Also Illegal, so so.

Das erinnert mich ein bisschen an die Weimarer Zeit. Rechtsradikale Schläger und Mörder wurden auch wesentlich milder bestraft als Linke. Der Staat hatte eine Engelsgeduld mit ihnen, weil viele Staatsdiener ihnen im Grunde recht gaben, es war halt nur zu radikal. Gefährlich wird das erst, wenn die Wirtschaft in Russland, die bisher fast nur auf Rohstoffexporten basiert irgendwann in die Krise gerät. Dann wird sich Putin wundern, oder sein Fähnchen nach dem Wind richten.

Ich habe auch neulich einen Bericht über die Ausbeutung von Gastarbeitern in Russland gesehen. Es ist wirklich schlimm und die Fremdenfeindlichkeit äußert sich nicht nur durch Gewalt. Die Arbeitsprostitution schafft im Zusammenhang mit staatlicher Korruption den perfekten Kreislauf der Ausbeutung. Die Leute sind der totalen Willkür der Einheimischen ausgeliefert. Eine Verbesserung der Situation ohne Rechtsstaatlichkeit halte ich für Aussichtslos. Insofern wird Russland bei allen Rohstoffen, ohne funktionierende staatliche Institutionen mit der notwendigen Autonomie noch ernsthaft Probleme bekommen.

Eine Verbesserung der Lage der Menschen aus den ehemaligen südlichen Sowjetrepubliken, läßt sich eigentlich nur durch die Entwicklung der Wirtschaft dort erreichen. Doch dort bestehen dieselben Probleme, was fehlende Rechtsstaatlichkeit betrifft. Wer soll also dort investieren?
Demon17Was mir ehrlich gesagt mehr Sorgen macht, ist die Erwartung der OPEC, das die Ölpreise in den nächsten Jahren auf 150-400 Dollar pro Barrel steigen werden. Ich könnte mir vorstellen, das das irgendwann zu Kriegen um die letzten Ölreserven führt. Was dann abgeht könnte wirklich einem großen Krieg nahekommen.
SenecaKriege in arktischen Regionen sind extrem schwierig zu führen.
Genau genommen ist das noch nie gelungen. GUter Punkt übrigens, da die größten und leicht zu erschließenden Reserven genau dort lagern...und die Besitzanprüche völlig ungeklärt sind.
Demon17Gesicherte Erdölvorkommen weltweit.

[IMG]http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/cd/Oil_reserves_2005.jpg/500px-[/IMG]

Na hoffentlich, momentan stellt sich die Lage doch noch etwas anders da. Das würde dann auch erklären warum die Natostaaten immer mehr Truppen in die rote Region verlegen.
SenecaDie Statistik ist veraltet. Seitdem wurden, wie ich bereits im Oil Peak Thread schrieb neue Lager gefunden die dem großen roten Balken rechts beträchtlich kleiner werden lassen.

Dein Bild ist von 2005 die daten noch älter...die neuen Funde stammen von 2007 und 2008 und stellen 25% der bisher unbekannten Erdölreserven dar.

Die neuesn "Ölscheichs" werden die USA, Dänemark, Norwegen und Russland....daher die Aktion mit dem Tiefseeboot und der russischen Flagge am Nordpol.

[url]http://news.nationalgeographic.com/news/2007/08/070823-arctic-oil.html[/url]
Demon17Na warten wir es ab, 25% neuer Reserven sind nicht viel, verglichen mit dem zu erwartenden Verbrauchssteigerungen. Es würde genügen wenn die Chinesen halbwegs europäisches Niveau erreichen und die 25% wären für den hohlen Zahn.

[URL=http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Wirtschaft-Energieverbrauch-China;art115,1876238]Erdölverbrauch China[/URL] Vergessen wir doch nicht, das dieses Land pro Kopf ca. 10% des Erdölverbrauches eines Europäers hat. China mal 10 und der Weltbedarf steigt allein deshalb um weit mehr als 25%.

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