| Cagliostro | Konsequenterweise ja. Moskau 1980 ist ja auch wg. der Besetzung Afghanistans durch die UdSSR boykottiert worden. Peking 2008 und Berlin 1936:der gleiche Propagandapopanz. China muss aus Tibet raus und Taiwan in Ruhe lassen. Erst dann kann man von einem friedliebenden Staat sprechen. |
| Tsafried | Besser wär's. Aber wahrscheinlich ist China eine zu mächtige Wirtschaftsmacht, als dass sich irgendjemand tatsächlich trauen würde, Olympia in Peking zu boykottieren. Ich werde sie schlichtweg ignorieren (nicht, dass das anders gewesen wäre, würde sie in einem anderen Land stattfinden...). |
| Montrose | Ich hab Boykotte der Olympischen Spiele noch nie gut gefunden. Wo wollte man da anfangen? Da könntest Du jedes Land boykottieren, weil es irgendwo die Finger drin hat. [QUOTE]Moskau 1980 ist ja auch wg. der Besetzung Afghanistans durch die UdSSR boykottiert worden.[/QUOTE] Moskau wurde nicht wegen Afghanistan boykottiert (da dürften wir uns mittlerweile selbst boykottieren), sondern um im Kontext des Kalten Krieges dem Westen nochmals einzubleuen, dass der Russe der böse Onkel ist. Abgesehen davon haben unsere Wirtschaftsleute und die Deutsche Bank, die Papis Fonds verwalten, mächtig in China investiert. Wolt Ihr Papa einen Herzkaspar machen, wenn seine Aktien den Bach runtergehen? Die einzigen, die von einem Boykott einen Nutzen haben .... sind jene, die nicht boykottieren werden, sondern stattdessen die wirtschaftliche Konkurrenz ausbooten. [QUOTE]China muss aus Tibet raus und Taiwan [/QUOTE] Tibet und Taiwan sind mir sowas von wurscht. Tibet ist doch das Land, wo diese immer lächelnde Glatze herstammt. Dieser Exotik-Kardinal "light", denn man sich mal so locker zwischen Becks und O.B. zwischenrein schieben kann. Tibet war schon vor den Chinesen nicht das Gelbe vom Ei. Gotteskönigtum. Wären die Chinesen nicht nach Tibet gegangen, wäre der Daila Lama wahrscheinlich in einem Bergkloster vermodert, anstatt den Deutschen ein bißchen bei ihrem Mental-Yoga beizustehen. Und Taiwan kann so schwach gar nicht sein, sonst wäre es längst schon weggepustet. Leute, laßt uns einander mit den Chinesen gut stellen. Denn sie sind in der Mehrheit. :D Was will denn so ein kleines Hundehäufchen wie Deutschland da mitreden. 60 Mio. Bleichgesichter ..... hahaha, das ist schon fast eine vom Aussterben bedrohte Tierart. |
| Alex | @Montrose: Du hast heute deinen ironischen Tag, was? Für den Fall, daß nicht: [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B] Tibet und Taiwan sind mir sowas von wurscht. Tibet ist doch das Land, wo diese immer lächelnde Glatze herstammt. Dieser Exotik-Kardinal "light", denn man sich mal so locker zwischen Becks und O.B. zwischenrein schieben kann. [/B][/QUOTE] Jep. Die olle Schleimschwuchtel is mir auch viel unangenehmer, als die coolen Koranmachos, die die Unterdrückung der Frauen und die Vernichtung der Ungläubigen predigen. Was ein bekiffter Peace-Bruder! [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B] Tibet war schon vor den Chinesen nicht das Gelbe vom Ei. Gotteskönigtum. Wären die Chinesen nicht nach Tibet gegangen, wäre der Daila Lama wahrscheinlich in einem Bergkloster vermodert, anstatt den Deutschen ein bißchen bei ihrem Mental-Yoga beizustehen. [/B] [/QUOTE] Jo! Und die knapp 90.000 ermordeten Tiberter müßten diese ätzenden Friedenslabereien vom modernden Fettwanst tagtäglich über sich ergehen lassen! [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B] Und Taiwan kann so schwach gar nicht sein, sonst wäre es längst schon weggepustet. [/B][/QUOTE] Da Nationalchina seit geraumer Zeit unversnkbarer Flugzeugträger einer an dieser Stelle nicht erwähnten Supermacht ist, dürfte die Gefahr des Weggepustetwerdens ausschließlich von Taifunen herrühren. Davon abgesehen ist der Kriegszustand noch immer nicht aufgehoben sondern besteht, ähnlich wie in Korea, weiterhin fort. [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B] Leute, laßt uns einander mit den Chinesen gut stellen. Denn sie sind in der Mehrheit. :D Was will denn so ein kleines Hundehäufchen wie Deutschland da mitreden. 60 Mio. Bleichgesichter ..... hahaha, das ist schon fast eine vom Aussterben bedrohte Tierart. [/B][/QUOTE] Da muß ich dir zustimmen: Deutschland respektive die EU ist zwar weltwirtschaftlich auf dem absteigendn Ast (tatsächlich?), aber immer noch Handels"nation" Nr. 1 weltweit. Und auch, wenn unsere Zeit angesichts von Rohstoffarmut und viel zu teuren Arbeitsplätzen abzulaufen scheint, haben "wir" immer noch eine Menge zu sagen. Allein die Reaktionen der VR auf die abgewiesenen Spielzeug- und Babyprodukte aufgrund erhöhter Bleiwerte hat die Sklaventreiber ganz schön in Aufregung versetzt [URL=http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1194778&sid=d6a279c26ecd7d49f2a95825ed48847d]Klick[/URL] ;) IdS, nix für ungut, Alex |
| Cagliostro | Naja, Dauerlächler gibt es auch in Rot-china. Die chinesische Wirtschaft boomt auf Kosten der Weltgesundheit. Arbeiter, die an veralterten Maschinen Gliedmassen verlieren, werden rücksichtslos ausgetauscht. 2000! Kumpel sind in Schrott-bergwerken gestorben dieses Jahr. Die sicherlich umstrittene Falun-Gong-Sekte stellt die meisten Zwangs-organspender. Die Todesstrafe wird aus den gleichen Gründen für Lappalien verhängt. Weil Slowaken und Ukrainer auch gutes Geld verdienen wollen, geht man C., um Löhne zu sparen,die Regierung und die Fabriken machen mit. Die Masse machts. Gnadenlos wird alles kopiert, was nicht Niet-und-Nagelfest ist. Ja sogar bei dem Künstler Lang-Lang kann man erkennen, dass er perfekt gedrillt die Stücke spielt, wie kein Europäer das kann, es fehlt aber die Inspiration. So ist es mit vielen Dingen. Chinesen haben nicht unbedingt das grosse Verständnis dafür, dass das eigene Fehlverhalten Wirkungen zeigt. Staudammprojekte führen zu verheerenden Umweltschäden. Selbst der neue Bahnhof in Lhase, der nur unzählige Han-chinesen nach Tibet spült, ist auf ca.4000m Seehöhe eine grausame Umweltsünde. Peking und andere Städte versinken im Smog und Dreck. Das muss schon wirklich eine alt-buddhistische Philosophie sein, die Menschen dazu bringt bei solchen Problemen noch zu Lächeln. Hut ab! Nun, ich habe nichts gegen Chinesen im allgemeinen und sicher nichts gg. deren Kultur. Aber Rot-China ist kein Ansprechpartner. |
| Demon17 | Komisch, das erinnert mich irgendwie an Deutschland zur Zeit der Industialisierung so ab 1850. Damals mußten deutsche Produkte mit Made in Germany gekennzeichnet werden, damit die Engländer den kopierten, deutschen Billigschrott von guter englischer Qualitätsware unterscheiden konnten. Die Kinder schufteten in den Bergwerken, den Bauern ging die Ernte ein weil die Fabrikschlote die Umgebung verpesteten und dem Proletariat ging es so dreckig, dass die Armee keine gesunden Rekruten mehr fand, obwohl sich die Bevölkerung explosionsartig vermehrte. Ja die Industrialisierung ist eine soziale Katastrophe... und was Tibet angeht, so besteht die Bevölkerung inzwischen zu zwei Dritteln aus Chinesen. Jede Annektion ist eine zuviel, allerdings ist China unter den Großmächten die bescheidenste von allen, alle anderen haben mehr Kriege geführt und Länder annektiert. |
| Seneca | Seit man 75% der China Spielwaren Importe auf den Müll kippen musste, weil sie Schlichzt giftig sind, ist zumindest die Politik aufgewacht...und die Industrie auch...wegen das Imageschadens. Ich bin mal gespannt ob China IMporte nun in einiger tzeit besser unter die Lupe genommen werden...was nützen uns strenge Europäische Grenzwerte wenn im brasilianischen Orangensaftkonzentrat aus dem der Onkel Dittmayer den O-Saft macht verbotenes DDT ist, und wenn Sabberlätzchen aus China auch gut als Bleiwesten herhalten können...dummerweise aber kleine amerikanische Jungs zum Sabbern bringen. Die Klagewelle und der Imageverlust die da auf Mattel und Toy's-r-us zurollt kann mit keinem Billigimport mehr wettgemacht werden. Ich bekam neulich übrigens auch das Kotzen als ich auf einem 149€ teurem Akkuschrauber von METABO "Made in PRC" lesen musste. Und da wundern die sich das der baugleiche von "Haiphong Industries Ldt." für 69.99€ daneben steht. Ich nahm dann den von BOSCH, der war zumindest "Made in Hungary"...die haben sich zumindest im oberen Preissegment aus China zurückgezogen...eben weil BOSCH mit der Chinafertigung eine Image und Absatzverlust hinnehmen musste. Aber das ausgerechnet die Profimarke METABO in die Bresche sprang wundert mich...die waren doch immer so Stolz auf ihr "made in Nürtingen". Mein AEG Bohrhammer von 1986 läuft übrigens immer noch...aber so was wird heute nicht mehr gebaut. Nein, Olympia muss nicht boykotiert werden...aber man sollte mal ider drauf achten bei wem man kauft...! Allerdings wird es imer schwieriger...kürzlich entdeckte ich in einem teuren Schlafsack eines norwegischen Herstellers auch ein verstecktes Label auf dem "Made in China" stand. Das grenzt langsam an Betrug...da versucht man europäische Waren zu kaufen um sein möglichstes zu tun um hier Arbeitsplätze zu erhalten, und dann findet man so was! |
| Demon17 | Ehrlich gesagt habe ich wesentlich größere Erschütterungen der Weltwirtschaft erwartet, nachdem in ein zwei Jahrzehnten ca. 2.5 Milliarden Menschen aus entwickelten Ländern hinzugekommen sind. Die Jobs, die China zur Zeit kostet, sind hier vor 20 Jahren verlagert worden, von den Jobs, die China sichert und die chinesische Nachfrage neu schafft, profitieren wir jetzt. Sicher werden Waren aus China stärker kontrolliert werden müssen... |
| Seneca | Ich hab noch mal nachgelegt! Der Spiegel hat zu der Industrieproblematik gerade einen interessanten Artikel in der laufenden Ausgabe. Nichts was man nicht schon geahnt hättem aber dafür schwarz auf weiss...! Allerdings ahnte ich die Misere schon als anno 2001 ein ganzer Schwung Chinesen den Fachbereich Maschinenbau an der Uni-Kassel überschwemmte. |
| Demon17 | Sicher, es kommt eine Zeit in der sie auch Werkzeugmaschinen bauen, die Autos sind bisher keine Konkurrenz und wenn dann für Dacia, aber ehrlich gesagt befürchte ich eher, das die chinesische Konjunktur überhitzt, die Umweltschäden unerträglich werden und es eine Wirtschaftskrise in China gibt, d a s würde hierzulande Arbeitsplätze kosten. |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Sicher, es kommt eine Zeit in der sie auch Werkzeugmaschinen bauen[/B][/QUOTE] Schon lange...ich habe bis 1997 in einem mittelständischen Stahl & Metallbaubetrieb gearbeitet der alte und defekte Werkzeugmaschinen wie große Metallkreissägen für Profilstähle und Fräsen durch chinesische Fabrikate ersetzte...die Dinger gingen zwar ständig kaputt udn es gab Problem mit den Ersatzteilen, waren aber saubillig... den Betrieb gibt es allerdings trotzdem nicht mehr. Den Dacia habe ich erst kürzlich zur Ansicht gehabt. Das ist solide und nur um fünf Jahre "veraltete" Renault- Technik aus Slovenien...dagegen sind die China Autos keine Konkurrenz...die halten ja keine einzige aktuelle EU oder NCAP Fahrzeugnorm ein. |
| LaChatte | Auch das wird sich irgendwann mal ändern, und aus China wird gute, solide Qualität kommen. Die Chinesen werden auch früher oder später merken, welcher Standard im Westen erwartet wird (und warum wurde sowas nicht scho längst kontrolliert?), und es werden in China auch nur jene Firmen längere Zeit überleben, die auch angemessene Qualität liefern. Und sie werden vielleicht auch mal den Wert von Bio-Siegeln und Fairtrade-Siegeln erkennen. Früher oder später wird es darauf hinauslaufen, dass jene besser verkaufen, die die besseren Produkte und Dienstleistungen anbieten, ganz egal, wo sie herstellen. Über alte goldene Zeiten zu nostalgieren, ist sinnlos. Sie sind vorbei, und definitiv vorbei... |
| Desengano | ihc finde nicht dass man die olympiade absagen sollte. sport ist meiner meinung nach die falsche plattform um politischen oder wirtschaftlichen druck ausüben zu wollen. denn schließlihc können auch sportler aus aller herren länder teilnehmen. wichtig ist halt nur, dass die sicherheit aller teilnehmenden gewährleistet ist. ich finde auch, wie seneca, dass man eher mal darauf achten sollte, wo die sachen herstammen, die man kauft als sich über sportevents gedanken zu machen. :) |
| Demon17 | Ehrlich gesagt freue ich mich schon auf die vielen Dopingrekorde der Chinesen...:D |
| Montrose | Da wirst Du wahrscheinlich kräftig enttäuscht werden. Die Chinesen brauchen kein Doping für Höchstleistungen. Denn weil Sportler dort kaum Menschenrechte haben, kann man sie auch mit "anderen Methoden" ;) anspornen. Und deren Spuren findest Du in keiner Urinprobe. |
| Manley | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Die Chinesen brauchen kein Doping für Höchstleistungen. [/B][/QUOTE] glaubst du das wirklich? es spricht einiges dagegen... [url]http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID7263792,00.html[/url] [url]http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID7201362,00.html[/url] |
| Demon17 | Es wird eine Menge Weltrekorde völlig unbekannter Sportler geben, die vorher noch nie auf internationalen Wettbewerben mit all ihren Kontrollen aufgetaucht sind, was im internationalen Leistungssport absolut nicht üblich ist. Mehr muß man eigentlich nicht wissen... |
| Montrose | [QUOTE]glaubst du das wirklich? [/QUOTE] Es würde mich doch schwer wundern, wenn die Chinesen so blöd dopen, dass sie ständig bei Kontrollen auffallen. So dumm sind die Chinesen doch auch nicht, denn das wäre für sie eine katastrophale publicity. Deshalb vermute ich, dass die sich was einfallen lassen, dass man tatsächlich nichts findet. Was weiß ich: das Zeug rechtzeitig ausschleichen, nicht nachweisbare Stoffe, oder sie müßten die Kontrollen manipulieren. Allerdings, und das darf man nicht vergessen, wäre es umgekehrt etwas merkwürdig, wenn das zahlenreichste Volk der Erde nicht mehr Medaillen holen würde als kleinere Nationen. Außerdem wollte ich darauf hinweisen, dass es noch andere menschenverachtende Methoden außer Doping gibt, um Sportler zu Höchstleistungen zu bringen. |
| Demon17 | Es fällt halt auf wenn die Sportler eines Landes in der Heimat um ein Vielfaches erfolgreicher sind als in anderen Ländern... |
| Manley | @montrose: ach so war das gemeint. :) es gibt halt tage, da steht man einfach auf dem schlauch. mir geht's schon seit anfang der woche so... back to topic: ich denke auch, dass in china eine menge dopingstoffe "rumliegen", die noch nicht von den kontrollen erfasst werden können. dass die chinesischen obersportler ihre landsleute allerdings mit menschenrechten "dopen"/zu höchstleistungen anspornen wollen, kann ich mir nicht so recht vorstellen. ich denke, da wird auch eine menge geld die hände wechseln... und sicherlich nicht in chinesischer, sondern in harter währung. |
| Seneca | Der Yuan ist doch schon recht hart als Währung! Der wird lediglich künstlich weich gehalten weil sich die chinesisch Regierung gegen eine Aufwertung sträubt. |
| Porcelain | ja für den boykott. hat doch kaum noch was mit sport zu tun. einerseits gehts darum, zu zeigen wie toll china doch ist, nachdem sie ihre rasenflächen per airbrush grün gesprüht haben. und dann darum wer am besten dopt, ohne erwischt zu werden. im eigenen land haben die chinesen wohl dabei einen heimvorteil. ich werds mir nicht angucken. |
| Cagliostro | Free Tibet! kann man da nur noch sagen. |
| Jensemann | [QUOTE]Denn weil Sportler dort kaum Menschenrechte haben, kann man sie auch mit "anderen Methoden" anspornen. Und deren Spuren findest Du in keiner Urinprobe.[/QUOTE] Aha, und die wären? Was viel wichtiger ist, ist das diese Spiele den Menschen in China viel mehr bedeuten als in einem anderen Land. Die Begeisterung ist glatt mit der bei der WM in Deutschland zu vergleichen. Es gehört quasi zum guten Ton bei mindestens einer Veranstaltung dabei zu sein. Des Weiteren sind ganze Kontingente von Eintrittskarten seitens der Regierung gekauft worden um der Unterschicht zu ermöglichen eine der Sportstätten zu besuchen. Eine Boykottierung der Spiele wäre eine große Enttäuschung Jener die die Politik nicht zu verantworten haben, den in China kann sich niemand dazzu entscheiden welche Partei regieren soll. Der allgemeine Nutzen der dem kleinen Manne/der kleinen Frau hier durch die Spiele zukommt ist von umessbaren Wert. Man sollte nicht vergessen das außerhalb der Schauplätze es sich immernoch um ein dritte Welt Land handelt das in bitterster Armut lebt, ein Boykott würde deren Lage nicht verschlimmern aber auch garantiert nicht verbessern. Tibet, in Ordnung; aber Taiwan? Dann boykottiere ich jetzt Wodka wegen der Ukraine, spanischen Wein wegen dem Baskenland und von Stout will ich gar nicht erst anfangen. Offiziell ist das Verhältnis vllt. vergiftet, aber die Beziehungen außerhalb der Politik sind durchaus moderat bis freunschaftlich. Klar, keine Direktflüge und Gründungsauflagen sind nicht gerade vertrauensbildend, aber letztendlich stört es keinen mehr und die meisten halten es für "noch" nicht abgeschaffte Relikte aus anderen Tagen. Die Abhängigkeiten (und privaten Vorteile der Funktionäre) sind einfach zu groß als das jemand so dumm wäre zu sehr mit dem Säbel zu rasseln. Korruption kann auch für Frieden sorgen, selbst wenn er so unehrenhaft ist. Mal ganz abgesehen davon, bei einem Boykott würde der Chinese so wie ich ihn kenne Jenes von sich geben: [IMG]http://i143.photobucket.com/albums/r153/Fleischfresse/roundeye_viewdesign.jpg[/IMG] |
| Porcelain | [QUOTE][i]Original geschrieben von Jensemann [/i] [B]Die Begeisterung ist glatt mit der bei der WM in Deutschland zu vergleichen. den in China kann sich niemand dazzu entscheiden welche Partei regieren soll. [/B][/QUOTE] Wer ist denn so naiv? Ja klar, wie soll man sich denn auch so vielen Parteien entscheiden? Mann, es gibt EINE volkspartei in china. Die meisten Chinesen werden nichts mit den Spielen anfangen können, weil sie keine Mittel haben, nach Peking zu reisen, oder einen Fernseher, um sie sich anzusehen. Aber klar sind sie dort gehypt, dass alles toll ist, weil es ja keine unabhängigen Medien gibt. Ist auch schwierig, was Kritisches zu schreiben, wenn man danach auf mysteriöse Weise veschwindet. |
| Apex | Mich würde interessieren, was die Fremdenführer für Anweisungen haben, wenn auf dem Tian'anmen Touristen nach dem Massaker fragen. Ich persönlich halte nichts von einem Boykott, ganz einfach, weil es dem Grundgedanken der Spiele von friedlichem Wettstreit und Völkerverständigung widerspricht. Trotzdem sollte man die Spiele aus westlicher Sicht versuchen zu politisieren, zum Beispiel, indem man darauf besteht, dass die Republik China mit eigener Fahne antreten darf. wie es wiederum die einzelnen Sportler mit sich vereinbaren, in diesem Land anzutreten, ist ihre Sache. |
| Alterkelte | [QUOTE][i]Original geschrieben von Cagliostro [/i] [B]Olympiade in China absagen? [/B][/QUOTE] Welche Olympiade? Achso, die Sonderveranstaltung der Pharmaindustrie? Ach, es gibt einen Ausknopf am Fernsehen und Pupsi-und Cokka-Cola muss man nicht kaufen. Dumpfbacken der Sportszene sollen auch alle 4Jahre ihren Spass haben. Egal. Völlig banal und bedeutungslos. Wie war eigentlich die Frage, was ist China? |
| Jensemann | [QUOTE]ganz einfach, weil es dem Grundgedanken der Spiele von friedlichem Wettstreit und Völkerverständigung widerspricht[/QUOTE] Eben, unter Umständen kann es sich ja sogar positiv auswirken und sei es nur der Dialog zwischen Sportlern, Organisatoren oder Besuchern. [QUOTE]Wer ist denn so naiv?[/QUOTE] Hast du eine Ahnung wo ich wohne? [QUOTE]Ist auch schwierig, was Kritisches zu schreiben, wenn man danach auf mysteriöse Weise veschwindet.[/QUOTE] Das ist ein verzerrtes Bild das man in Europa und anderswo immernoch gern pflegt. China ist kein Vorbild in der Frage der Menschenrechte, dennoch wird mit anderen Ländern in denen die Zustände weitaus dramatischer sind sanfter umgegangen. In meinen Augen sind Veranstaltungen wie die Frauen WM, Specialympics, Expo oder nun auch Olympiade ein großer Schritt nach vorne dem chinsesischen Volk ein wenig mehr von der Welt näher zu bringen und sie somit mehr aufzuklären unter welchem System sie leben. Kurz Meinungsfreiheit: seit dem Internet und der großflächigen Einführung in China (unter Unterstützung des Staates) gibt es praktisch trotz "Great Wall" keine Meinungsfreiheit-Einschränkung mehr. Jeder Reisbauer ist in der Lage einen Proxy zu aktivieren (ich brauche z.B. einen um Blog.de zu öffnen) was ihn somit uneingeschränkten Zugriff auf alle Webinhalte gibt. Außerdem kann man hier ohne Probleme die Times, den Focus oder sogar den Herold kaufen (nur die Sun ist zensiert bei Nackideibildchen :D ). |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Jensemann [/i] [B]Hast du eine Ahnung wo ich wohne? [/B][/QUOTE]Shanghai, wenn ich mich nicht irre! |
| Jensemann | Rrrrrrichtich... Übrigens noch ein paar pro-Olympia-Punkte aus Sicht des kleinen chinesishcen Mannes (mir ist klar das manches etwas kontrovers ist): - in Beijing werden nahezu alle alten Taxen (ohne Kat) aus den Verkehr gezogen und durch VW Passat oder Buicks ersetzt; aus Gründen der Umweltverschmutzung sprich Smog - in Beijing werden 3 (!) neue U-Bahn Linien gebaut (Gleiches in Shanghai, doch hier für die Expo) - Taxi-, Busfahrer, Polizisten und Sanitätspersonal bekommen vom Staat subventionierten Englisch-Unterricht. - das Hotelgewerbe errichtet 20000 zusätzliche Betten mit adäquaten neuen Jobs in Beijing (was danach damit passiert ist wohl klar) - der Einzelhandel erwartet zumindest in Beijing über dreistellige Zuwachsraten, in SH nur bis 10% usw. usw. Vielleicht ist es nicht möglich oder gar unethisch negative Dinge durch solche Positive aufzuwiegen, aber sie helfen evtl. nicht alles ganz so einseitig zu sehen denn über eine Milliarde Chinesen sind keine Kommunisten weil sie gar keine Zeit dazu hätten, denn diese müssen sie damit verbringen um das Überleben zu kämpfen. |
| Cagliostro | Die Teilnahme des TeamTibet an den Spielen wurde übrigens durch das internationale olympische Komittee ausdrücklich untersagt, war aber eigentlich klar. Korruption ist im Sport nichts seltenes.... |
| Jensemann | Von den richtig wichtigen Dingen kriegt ihr gar nix mit. Vor 3 Wochen gab es die Eröffnungsveranstaltung live im Regierungs TV. Dabei moderierte der Kommiteevorsitzende höchstpersönlich. Allerdings nur so lange bis seine Noch-Ehefrau auf die Bühne kam und 10 Minuten über die zwischenmenschliche Untreue ihres Göttergatten referierte, wobei sie sich auch nicht von Securities einschüchtern lies. [SIZE=4]SKANDAL![/SIZE] Widerrum 10 Minuten später war das Video offiziell verboten, nochmals 10 Minuten dauerte es bis der feine Herr gefeuert war und nach insgesamt einer Stunde war das Video das am meisten aufgerufene Video bei YouTube in China. Hier der [URL=http://www.youtube.com/watch?v=7TpAOmAFAmg]Eklat![/URL] Ich liebe diese Land! Übrigens: ab 1. Februar ist YouTube und 6 weitere Video und Photo Sharing Sites in China gesperrt, weil sie: [QUOTE]Nicht dem Volk und dem Ziel des Sozialismus dienen![/QUOTE] |
| Cagliostro | Hab mich eh immer gefragt, wie etwas gleichzeitig dem Volk und dem Sozialismus dienen kann. |
| fiese_moep | Ich würde das nicht Boykotieren. Aus dem einfachen Grund: Millionen Touristen aus Demokratien kommen zu dennen ins Land. Nichts ist schlimmer für eine Dikatur ;D Menschen die eine etwas andere Einstellung haben vielleicht färbt da was ab. |
| Cagliostro | 1936 hat der Appeasement-Westen auch geglaubt, dass Hitler wieder "normal" wird. |
| Jensemann | China mit dem nationalsozialistischen Deutschland zu vergleichen, halte ich für - gelinde ausgedrückt - absurd. |
| Cagliostro | [QUOTE][i]Original geschrieben von Jensemann [/i] [B]China mit dem nationalsozialistischen Deutschland zu vergleichen, halte ich für - gelinde ausgedrückt - absurd. [/B][/QUOTE] Wenn die Eigenschaft Tibeter zu sein, eventuell noch Mönch, ausreicht von der kinesischen Polizei erschossen zu werden, dann ist dies eine Form von Genozid. |
| Hellscream | Es ist ja nicht nur Tibet auch in der Provinz Xinjiang, wüten die Chinesen seit Jahren gegen die Uyghuren mit Diskriminierung, Verschleppung, Zwangsarbeit, Folter und einem kulturellem Genozid. Die Liste an Menschenrechts Verstößen ist lang. Das China ein Tyrannen Staat ist war aber schon vor der Entscheidung der Olympischen Spiele dort bekannt. Man nimmt es aber einfach in kauf, weil die Sklaven Arbeiter in China so billig für unseren grenzenlosen Konsum produzieren. Aber Olympia hat in meinen Augen auch nichts mehr mit seiner Ursprünglichen Idee der Griechen zu tun, es ist ein Kommerzielles Massenspektakel nicht mehr nicht weniger. Von daher ist es eigentlich egal, aber die geheuchelte anerkennung des Westens China gegenüber wiedert mich an. |
| Cagliostro | Heimlich still und leise ist aus dem Anspruch des Kommunismus`die Menschen befreien zu wollen (was eh nie geklappt hat), eine turbokapitalistische Maschinerie geworden, für die die Gefühlswelten und Unterschiede der Menschen nur eine Art Störfaktor ist. Waren 20 Millionen toter Russen unter Stalin schon ein Tabu, so waren die schätzungsweise 30-50 Millionen Toten Maos, die im Zuge der "Kultur"-revolution ihr Leben lassen mussten im Westen nie eine Erwähnung wert. Seltsam? |
| Demon17 | Wieso seltsam? Was ein Diktator mit den eigenen Leuten macht interessiert doch niemanden... Was den Olympiaboykott angeht, vielleicht sollte man mal an die Sportler denken, die sich Jahrelang auf diesen Wettbewerb vorbereiten. Wie wäre es denn mit "Keine VWs für China!" und schon purzeln die Aktienkurse, weil dies mit Abstand der größte Wachstumsmarkt für VW ist und nicht nur für die. Dann trifft es wenigstens alle. Laßt uns die Chinesen lieber mit großangelegten Initiativen gegen Produkpiraterie, Industriespionage und verseuchte Produkte ärgern, das trifft sie viel härter als eine verbockte Olympiade. |
| hagzissa13 | Was in China los ist, wußte man auch vor den Planungen. Die olympischen Spiele dort ab zu sagen, das fällt ein wenig spät ein, finde ich. Da hätte man von Anfang an konsequent sein müssen. Im Übrigen stimme ich Demon zu. |
| tragic_hero | [QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i] [B]Was in China los ist, wußte man auch vor den Planungen. Die olympischen Spiele dort ab zu sagen, das fällt ein wenig spät ein, finde ich. Da hätte man von Anfang an konsequent sein müssen.[/B][/QUOTE] Dem kann ich nur zustimmen. Das Vorbild der antiken Olympischen Spiele mit dem dazugehörigen Olympischen Frieden ist sowieso schon lange nicht mehr aktuell. Kann man ganz einfach daran feststellen, wenn man sich fragt wie viele Länder unter den Bedingungen eines Olypmischen Friedens noch teilnehmen dürften. Halb Europa und Nordamerika wären jedenfalls draussen, genauso wie weite Teile Afrikas und Asiens. Das wären einsame Spiele... Die heutigen Olympischen Spiele sind anderer Natur. Sportlicher Wettkampf, Völkerverständigung, internationales Ansehen und Geld stehen bei Ihnen im Vordergrund. Wie es im Land der Gastgeber oder der Teilnehmer aussieht, ist da eher uninteressant. |
| Cagliostro | Nun, irgendwo müssen wir Projekte wie den vertrottelten Transrapid ja loswerden, sonst wären die Steuergeschenke ja umsonst gewesen... Im Sommer sind dann alle Länder bei den Spielen und tanzen mit lächelnden Kinesen den Tango Korrupti, wie die letzten 20Jahre auch. Liechtenstein musste sich von Frau Merkel die Leviten lesen lassen, weil es Steuersündern Asyl gewährt. Frau Merkel hätte bald schon Lettow-Vorbeck und seine Schutztruppe in die Alpen geschickt... Aber Kina kriegt nix zu hören, obwohl zwischen Steuersündern und "richtigen" Kriminellen für mich schon ein gewisser Unterschied ist. Fabrikarbeiter, die Gliedmassen verlieren (wg.Akkord), am Tag drauf gefeuert sind,weil man sie nicht mehr brauchen kann, ohne Hände. Ja liebe Leute das ist Kina. Und es ist kriminell. |
| Jensemann | [QUOTE]Fabrikarbeiter, die Gliedmassen verlieren (wg.Akkord), am Tag drauf gefeuert sind,weil man sie nicht mehr brauchen kann, ohne Hände.[/QUOTE] Dazu fällt mir nun gar nichts mehr ein, was echt selten vorkommt. |
| Cagliostro | [url]http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,436350,00.html[/url] [url]http://www.labournet.de/internationales/cn/arbeit.html[/url] [url]http://www.china-community.de/content/view/94/2/[/url] Zitat:"2000 Fälle - gleichzeitig in BearbeitungEin junger Mann, Opfer eines furchtbaren Arbeitsunfalls, wird von seiner Mutter vorgeführt. Platz für Intimität gibt es dabei nicht, die anderen Arbeiter schauen zu. Zhou Jian wurden beide Arme vom ungesicherten Förderband einer kleinen Ziegelfabrik abgerissen. Vor dem Unfall bekam er 18 Euro im Monat. Nun kämpft er seit Jahren vergeblich um eine angemessene Entschädigung." [url]http://www.kossawa.de/index.php?option=com_content&task=view&id=76&Itemid=175[/url] Reicht, reicht nicht? Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 62.600 für Arbeitsunfälle, china. |
| Demon17 | Die Ausbeutung der werktätigen Massen in den Volksrepubliken hat wirklich erschütternde Ausmaße. |
| WhiteRabbit | Paris. Die Flamme war aus, die Flamme war aus...hu Sie ist dann mit dem Bus weitergefahren. |
| LaChatte | Es nimmt hier hoffentlich niemand an, die Zustände seien in Europa zur Zeit der Industrialisierung auch nur einen Deut besser gewesen... sind sie nicht. [QUOTE]Hinzu kommt, dass Anwalt Zhou Litai Erfolg hat: "Ich hab schon einiges erreicht in den letzten Jahren", berichtet er. "Früher gab es für einen ausgerissenen Arm vielleicht 30.000 Yuan - das sind 3000 Euro. Heute kann man mit mindestens dem Zehnfachen rechnen."[/QUOTE] Es wurden übliche Monatslöhne von 18-30 Euro genannt. So entspricht schon der Betrag von 3000 Euro Schadenersatz dem, was einer in 8 Jahren verdient hätte - während der zehnfache Betrag mehr ist, als einer zu diesem Lohn im ganzen Leben hätte verdienen können. Hier ist die Arbeitssicherheit glücklicherweise besser, doch auch wenn hier ein Arm oder Bein abgerissen wird, kann der Betroffene ohne weiteres während mehreren Jahren darauf warten, bis die Sache endlich erledigt ist, und überhaupt nie mit einer Entschädigung rechnen, die höher ist als das, was er während seines ganzen Lebens hätte verdienen können. grüsse, barbara |
| Jensemann | Ein gutes Beispiel La Chatte. Warum allerdings immer wieder Verstuemmellungen herangezogen werden um auf den desolaten Arbeitssicherheitszustand hinzuweisen, das bleibt mir ein Raetsel. Man bekommt den Eindruck hier fliegen die Gliedmassen im Sekundentakt umher. Die einzige arbeitssicherheitsrelevante Gefahr die ich hier sehe, ist das eine von den Office Tussis mit ihren Megaohrringen in den Einzug des Laserdruckers geraet und mir abgerissene Ohrlaeppchen um die Ohren fliegen. Naja, morgen hoeren wir alle auf Nike Schuhe und Dulux Farbe zu kaufen, dann kann der Fabrikarbeiter in Xi'an endlich wieder sicher und arbeitslos leben. Mal ehrlich, es gibt hier keine sonderlich vorzeigbare, langfristige Unfallversorgung aber auch keine gesteigert Unfallrate, dafuer sorgen schon die auslaendischen Firmen die naemlich ihre Unfallverhuetungsvorschriften mitbringen muessen. Zudem setzt sich sogar in diesem Schurkenstaat die ISO 9001 langsam durch. Wenn auch nur langsam von Osten nach Westen. |
| LaChatte | Hallo Jensemann [QUOTE] Die einzige arbeitssicherheitsrelevante Gefahr die ich hier sehe, ist das eine von den Office Tussis mit ihren Megaohrringen in den Einzug des Laserdruckers geraet und mir abgerissene Ohrlaeppchen um die Ohren fliegen.[/QUOTE] Es gibt auch hier noch Menschen, die zum Beispiel auf dem Bau arbeiten, oder Landschaftgärtner (jene Berufsgruppe mit der teuersten Unfallversicherung in der Schweiz), die mit Motorsägen auf Bäumen rumklettern und solche gefährlichen Spässe, oder Metallbauschlosser, von denen kaum einer fünfzig wird, ohne mindestens ein Fingerglied zu verlieren. [QUOTE]Naja, morgen hoeren wir alle auf Nike Schuhe und Dulux Farbe zu kaufen, dann kann der Fabrikarbeiter in Xi'an endlich wieder sicher und arbeitslos leben. [/QUOTE] Sowas halte ich tatsächlich für effektiver als den Boykott der Olympiade. Es gibt unterdessen ja auch ziemlich viele Labels, die garantieren, dass ein Produkt unter menschenwürdigen und ökologisch vertretbaren Umständen hergestellt wurde. Leider noch nicht genug davon, zB bei Elektronik kenne ich sowas nicht. Ich würde aber eindeutig eine Max-Havelaar-Maus einer konventionellen vorziehen, auch zu einem leicht höheren Preis. Hier ist liegt es an den KonsumentInnen, entsprechend Druck zu machen - dann werden sich die Bedingungen in fremden Fabriken auch schnell verbessern, sobald strengere Auflagen auch für ein besseres Geschäft sorgen. Geiz ist eben nicht so geil... bzw wer dieses Prinzip vertritt, hat keinen Anlass, sich wegen schlimmer Zustände zu beklagen, die er/sie selbst durch das eigene Konsumverhalten unterstützt. grüsse, barbara |
| Cagliostro | [QUOTE][i]Original geschrieben von Jensemann [/i] [B]...Naja, morgen hoeren wir alle auf Nike Schuhe und Dulux Farbe zu kaufen, dann kann der Fabrikarbeiter in Xi'an endlich wieder sicher und arbeitslos leben. .... [/B][/QUOTE] Der Arbeiter in Wanne-Eickel ist mir genauso egal, wie der der Arbeiter in Xi'an. Ob die ma(s)oistische Form der Arbeit oder per definitionem Hundt, das was wir Arbeit nennen, war um 1840 in Manchester schon ein alter Hut. Im Grunde dürfte es nur noch regionale Märkte geben und die imperialistische Geldwirtschaft müsste schon lange abgeschafft sein. Zum Thema: Wie souverän ist ein Land, dass die lächerliche Olympiafackel durch eine Prügelsondertruppe schützen lässt, die notfalls auch Flics und Bobbys verprügelt. Was steckt hinter der Angst des Gesichtsverlustes? Ein Minderwertigkeitskomplex. Hier ist es der MiKo einer Regierung, nicht des chinesischen Volkes. Auch so ein Thema, Regierungen aller Art/inklusive Nationalstaat sind überholt..........aber sowas von.... |
| Demon17 | China blamiert sich gerade vor den Augen der Welt. Es wird deutlich, das die machthabenden Chinesen auch nur menschenverachtende, kleinkarierte, korrupte Spießer sind, die kein Problem damit haben, Sklavenhaltersysteme mit Genozidtendenz (Sudan) mit Waffen und Geld zu versorgen, falls diese Rohstoffe besitzen. So What? Entscheide jeder selbst, ob er Made in Cina kauft. |
| Jensemann | [QUOTE]China blamiert sich gerade vor den Augen der Welt[/QUOTE] Richtig. Man gaukelt vor alles fuer die ach so tolle sozialistische Idee zu tun, dabei basiert jede Handlung nur auf schnoeder privater Bereicherung. Korruption halet hier nicht nur in den Kommunen seit Jahrhunderten Einzug (gerade wurde Shanghais alter Buergermeister zu 18 Jahren Haft wegen Korruption verurteilt) sondern auch in Gremien die hoeher angesiedelt sind. Denen wuerde es natuerlich ueberhaupt nicht in den Kram passen wenn irgendetwas daneben geht. Ein weiterer eklatanter Fehler sind m.E. die Jet Li Verschnitte die in fremden Laendern auf Protestler losgehen (blauer Trainingsanzug). Man darf gespannt sein wie es in Australien weitergeht, die jenen Personen die Einreise verweigern werden. [QUOTE] So What? Entscheide jeder selbst, ob er Made in Cina kauft.[/QUOTE] Sehe ich aehnlich wie bei Neonazis die nur noch dt. Produkte kaufen wollen; es ist schon unmoeglich geworden aufgrund der Allgegenwaertigkeit. Globalism Mission Accomplished! |
| Demon17 | [QUOTE] Globalism Mission Accomplished![/QUOTE] Human Rights? Missing in action. |
| Goat93 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]China blamiert sich gerade vor den Augen der Welt. [/B][/QUOTE] Eine gute Aussage. Allerdings ist die Gegenaussage dann, stört es den Chinesen überhaupt? Ich möcht hier dann einen Schwung zu Amerika und deren Außenpolitik bis zur Politik zu Deutschland im WWII heranziehen, weil wird sowieso gemacht hier :D |
| Demon17 | [QUOTE]stört es den Chinesen überhaupt?[/QUOTE] Klar, sie geben MNilliarden aus, für die Olympiade, starten eine riesen Propaganda um den tibetischen Aufstand zu diffamieren und schicken ihren Geheimdienst rund um die Welt um das olympische Feuer vor den Feuerlöschern der Gegnern der Unterdrückung zu schützen. |
| Goat93 | Hmm, Also ich will es einmal etwas Komplizierter machen. Ich seh da jetzt mehrere Interpretationsmöglichkeiten. *Die Chinesischen Verantwortlichen verkennen das Bild, welches sie im Ausland gerade erzeugen. Daher ihre weitere Aktivität in scheinbar völlig falscher Richtung. *Sie verarbeiten diese aufgekommene Auseinandersetzung, indem sie ihre Politische Macht im Ausland jetzt durch die aktuelle Politische Weiterführung Zwangsläufig darstellen. Dafür ist es auch unablässlich, die eigene Bevölkerung so mit Infos zu versorgen, das die Regierung als Gut dasteht. *Die Regierung ist völlig überfordert und weiß eigentlich gar nicht, wie sie diese Situation bewerten soll. Die Sachlage in Tibet und in anderen Bereichen, Tibet ist weder das einzigste noch das betroffenste der Regierung, ist uralt. Handlungsbedarf besteht da schon sehr lange und Feindlichkeiten sind z.B vor einiger Zeit (glaub sogar letztes Jahr) aufgekommen, wo z.B Merkel den Dalei lahma empfing. Diese Sachlage ist bekannt und eigentlich war es abzusehen, das bei einer Veranstaltung wie die Olympiade es knallen würde. Zudem hätte eigentlich auch klar sein müßen, das Tibet jetzt Weltweit ein wirkliches Gesprächthema dadurch wird und es weitere Ausschreitungen ergibt... |
| Demon17 | Im Grunde ist die Olympiade zu einer PR-Veranstaltung des unterdückten tibetischen Volkes geworden, insofern sehe ich keinen Anlaß sie abzusagen. Vielmehr sollten sich die Goldmedaillengewinner z.B. eine tibetische Flagge auf die Backe malen, da muß das chinesische Staatsfernsehen dann retouschieren. Pikant würde es ja auch, wenn sie mit Gewalt versuchen würden das Make Up zu entfernen, oder die Siegerehrung ausfiele. |
| Apex | [QUOTE]Pikant würde es ja auch, wenn sie mit Gewalt versuchen würden das Make Up zu entfernen, oder die Siegerehrung ausfiele.[/QUOTE] Rein theoretisch macht man sich damit sogar in China strafbar, wenn ich richtig informiert bin. Ich persönlich glaube, dass viele chinesische Verantwortliche nicht wirklich verstehen, was die westlichen Regierungen überhaupt wollen und daraus auch eine gewisse Unklarheit über die eigene Handlungsweise entsteht. Durchaus verständlich wenn man sich die Widersprüchlichkeit im westlichen Verhalten ansieht, einerseits deckt man die Protestler, auch die rabiateren und zeigt in Maßen Solidarität mit Tibet (Beflaggung von Seiten der Kommunen, Treffen mit und Unterstützung von Exiltibetern), andererseits würde keine Regierung jemals von der Ein-China-Doktrin abweichen wollen und Tibet nicht mehr als Bestandteil Chinas betrachten. Es fehlt einfach die klare Linie... |
| Demon17 | Also wenn sie einen Olympiasieger einlochen wäre das ja ganz schlechte PR. Ich glaube nicht das Nike und Adidas es sich noch leisten können ihre Sportsachen in China herstellen zu lassen. (Ich suche übrigens gerade das Herstellungsland für meinen neuen Staubsauger) Aber ich weiß nicht was am Kurs des Westens mißzuverstehen ist. Wenn es nichts kostet zeigen wir mit dem Finger auf China und wenn es uns zu teuer wird vergessen wir Tibet. Spieltheoretisch einleuchtend, der Westen sanktioniert Menschenrechtsverletzungen nur, wenn es ihm Vorteile verschafft, oder die Sanktionskosten gering sind. |
| Cagliostro | [QUOTE][i]Original geschrieben von Jensemann [/i] [B]Richtig. ...Sehe ich aehnlich wie bei Neonazis die nur noch dt. Produkte kaufen wollen; es ist schon unmoeglich geworden aufgrund der Allgegenwaertigkeit. Globalism Mission Accomplished! [/B][/QUOTE] Wer mich kenn, könnte mich mit persönlichen Verbalinjurien belegen, vielleicht stimmt ein Teil davon. Ein gewisser Langmut wäre zumindest zu eigen. Wer mich jedoch als Neonazi bezeichnen würde, der könnte durchaus mit negativen Folgen rechnen. Dennoch kaufe ich im Supermarkt Äpfel nur, wenn sie aus bestimmten Ländern stammen (Deutschland, Österreich+Italien). Nach einigen Testläufen interessiert mich südafrikanischer und australischer Wein nicht mehr. Waren, die länger als 2,3 Stunden im Flugzeug unterwegs sind, haben keine Bedeutung für mich. Sie sind, wenn man so will nichtexistent, einfach nicht autentisch. Somit werde ich niemals Dinge kaufen, die sehr, sehr weit her kommen. So boykottiere ich z.B. den Pangasius-fisch. Er interessiert mich nicht. Die Weltwirtschaft läuft an mir vorbei. Diktaturen sollte man einfach nicht unterstützen. So einfach ist das. Die Arschkriecher vom IOC werden schon sehen, was sie davon haben. |
| FallenAngel81 | also mal ganz im ernst meine meinung zur olympia..... ich hoffe das soviele sportler wie möglich diesen event boykottieren..... einen staat der menschenverachtend ist dem sollte man solch ein ambiente verbieten fallen |
| Cagliostro | [QUOTE][i]Original geschrieben von FallenAngel81 [/i] [B]also mal ganz im ernst meine meinung zur olympia..... ich hoffe das soviele sportler wie möglich diesen event boykottieren..... einen staat der menschenverachtend ist dem sollte man solch ein ambiente verbieten fallen [/B][/QUOTE] Ach ist doch irgendwie wieder lustig. Die Proteste haben die Veranstaltung so richtig gruselig werden lassen. Absurd. Der PR-Gedanke der chin.Regierung ist voll daneben gegangen. Jetzt sollte man die Spiele schon abhalten, auch wenn es weh tut. Eine chinesische Regierung zu sehen, die permanent Gefahr läuft, mit offenem Hosenstall erwischt zu werden, das hat auch was. Hätte man mit Hitler&Co. auch machen sollen. |
| Tiberon | [quote][i]Original geschrieben von FallenAngel81[/i] [b]einen staat der menschenverachtend ist dem sollte man solch ein ambiente verbieten[/b][/quote]Na zum Glück kommt dieser Vorschlag nachdem wir unsere Fußball-WM hatten. Vom [url=http://youtube.com/watch?v=bGx9Ml4Ib_4&feature=related]hohen Roß[/url] der angeblichen Spitze des moralischen Handlungsspektrums herunter läßts sichs natürlich prima mit dem [url=http://youtube.com/watch?v=LSKypoDqWl8]Zeigefinger[/url] rumwedeln. Das es dabei schon reicht, Nichtkonsument zu sein, um die volle [url=http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27696/1.html]Menschlichkeit[/url] der sozialen Marktwirtschaft hautnah erleben zu dürfen, ist schon eine feine Sache. Noch dazu werden wir ja auch [url=http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27598/1.html]erstklassig[/url] informiert - nicht so eine [url=http://www.heise.de/tp/r4/inhalt/stasi.html]Zensurscheiße[/url], unter der der Chinese sooo leidet ... [url=http://youtube.com/watch?v=iNGKiGxdAhQ]einfach Toll![/url] Das momentane China-Bashing ist so ekelerregend opportun, wie die Vorschläge zum Boykott idiotisch. |
| WhiteRabbit | Auch Chinesen mögen weisse Hasen. |
| Menedemos | An sich hat die Vergabe der Spiele an China ja schon etwas Gutes: Der Image-Schaden für das Regime ist jetzt schon größer, als er ohne Spiele je hätte werden können. Die Niederschlagung des Aufstands in Tibet, die Unterstützung für den Sudan, das peinlich dahindümpelnde Geisterschiff voller Waffen für Mugabe - all das wäre ohne Spiele allenfalls eine Randnotiz geblieben. Die Chinesen scheinen sich dagegen an den Verhältnissen in ihrem Land weniger zu stören, man hört allenthalben von Trotzreaktionen und Nationalstolz und Empörung über westliche Medien. Naja, man soll niemandem zu seinem Glück zwingen. Jeder hat die Regierung, die er verdient. Richtig ekelerregend finde ich dagegen die Haltung des IOC und seiner Funktionäre (insbesondere Thomas Bach, teilweise auch Jacque Rogge). Das IOC ist doch nur noch eine korrupte Funktionärsclique und die Spiele sind ihrer Ideale vollkommen beraubt. Warum muss man das noch abfeiern? Die Olympischen Spiele sind (schon seit langem) zu einem abstoßenden Kommerzspektakel verkommen. Ich werde dafür garantiert nicht den Fernseher einschalten. Sollen sich doch die Sportler, die im "Zenit ihrer Laufbahn" (oder ihres Dopings?) stehen, sich selber bejubeln. Der größte Held der Spiele ist für mich der, der aus Gewissensgründen protestiert und vom Wettkampf ausgeschlossen wird, obwohl er gute Chancen auf eine Medaille gehabt hätte. Der jahrelang trainiert hat - für einen Rücktritt. Doch (solche) Helden wird es kaum geben bei den Olympischen Spielen. (In der Antike übrigens, das muss ich entgegen allen idealistischen Vorstellungen als Althistoriker sagen, ging es sehr bald auch nur noch um Ruhm und um Geld.) |
| Cagliostro | Naja, die Sportpolitik......... Es ist ja schon etwas länger bekannt, dass Samaranch, Blatter und wie sie alle heissen, so korrupt sind, dass man einen eigenen Begriff dafür erfinden müsste (geistige Simensianer). Das geht einher mit Doping. Jeder tut es, jeder weiss es, dennoch wird es aus legalistischen, nicht aus moralischen Gründen geleugnet. Nirgends, ausser bei Grosskonzernen, wurde/wird so gelogen, wie im Sport. |
| Lamydia | in manchen Sportarten macht es eigentlich keinen Bock mehr wenn man zuschaut. DA Doping dort gibt jemand zu Gedopt zu hbaen heinz was weis ich hat ein Wewechen das nervt. Und ich geb dir recht die lügen wie gedruckt das is keine ehrliche Sache mehr, wie sovieles in der welt und der Politik |
| Fuck up Evil | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lamydia [/i] [B]in manchen Sportarten macht es eigentlich keinen Bock mehr wenn man zuschaut. DA Doping dort gibt jemand zu Gedopt zu hbaen heinz was weis ich hat ein Wewechen das nervt. Und ich geb dir recht die lügen wie gedruckt das is keine ehrliche Sache mehr, wie sovieles in der welt und der Politik [/B][/QUOTE] drunk ? |
| Lamydia | gehts vielleicht auch mal etwas ausformulierter? |
| Cagliostro | [QUOTE][i]Original geschrieben von Fuck up Evil [/i] [B]drunk ? [/B][/QUOTE] Solltest du das jetzt nicht unfreundlich gemeint haben, so entzieht sich uns der Sinn der Aussage. @Lamydia Naja, so wie oben, auch unten, so wie drinnen auch draussen. Die Verbände und Parteien sind halt Teil des Lebens, somit in der Alltagskultur verhaftet. Es ist unwahrscheinlich, dass sie besser sind als andere. |
| Fuck up Evil | @Cagliostro & Lamydia Ich konnte aus dem von mir zitierten Text ganz einfach so gut wie keinen Sinn herauslesen, da vermutete ich, dass er unter Einfluss von Alkohol geschrieben wurde. |
| Cagliostro | [QUOTE][i]Original geschrieben von Fuck up Evil [/i] [B]@Cagliostro & Lamydia Ich konnte aus dem von mir zitierten Text ganz einfach so gut wie keinen Sinn herauslesen, da vermutete ich, dass er unter Einfluss von Alkohol geschrieben wurde. [/B][/QUOTE] Für Lamydia kann ich nicht sprechen, aber es sei darauf hingewiesen, dass Goethe und Schiller meist nicht ganz "trocken" an ihre Werke herangegangen sind. Somit ist ein Werturteil über eine Aussage nicht anhand von Alkohol zu treffen, ich kann auch besoffen sagen, dass die Erde eine Scheibe ist. Es bleibt dennoch eine Aussage für sich, die falsch/richtig ist. Je nach Auftraggeber, der die Studie bezahlt hat......hicks. Wie dem auch sei, China ist nicht wirklich dabei etwas zu ändern, es geht nach wir vor nur um eine "grosse Show". |
| Israfel | Ich halte sehr wenig von einem Boykott. [ist ja sowieso eher theoretisch gemeint die Frage nehme ich an] Denn a) würden nur wenige [Länder] mitmachen b) ist Tibet verloren, nicht erst seit diesem Jahr, sondern seit Jahrzehnten c) gab es auch vorher "Probleme" Ist ja nicht so als hätten zur Zeit der "Dalai Lamas" alle in Liebe und Frieden gelebt in Tibet. Ansonsten ist es der Gang der Welt, Länder kommen und vergehen, genauso Kulturen und Völker. Das war doch immer so, wieso sollte sich daran je etwas ändern? Tibet ist sehr reich an Bodenschätzen und die wollen die Chinesen haben, zudem ist es ein grosses Land, und die Chinesen brauchen Platz... Und bald wird es zusätzlich sowas wie ein Kurort für verreichte Chinesen sein. Nicht mehr lange und es gibt [neben der schon möglichen Zugreise nach Lhasa] auch an sämtlichen heiligen Seen Hotels und Badegäste... Die Chinesische KP hat schon Milliarden (!) in Tibet investiert, ich glaube die Zugstrecke allein hat um die 3 gekostet. Daran wird weder irgendein Boykott was ändern, noch irgendein verlogener deutscher Politiker. [der sich die Tibet Sache/Menschenrechte auf die Fahnen schreibt und trotz allem in China "verkaufen" geht etc.] |
| Cagliostro | [QUOTE][i]Original geschrieben von Israfel [/i] [B]Ich halte sehr wenig von einem Boykott. [ist ja sowieso eher theoretisch gemeint die Frage nehme ich an] ... Ansonsten ist es der Gang der Welt, Länder kommen und vergehen, genauso Kulturen und Völker. Das war doch immer so, wieso sollte sich daran je etwas ändern? ...] [/B][/QUOTE] Im Sinne einer Art Evolution wäre dies ja auch wünschenswert. Nur geschieht das nicht. Jedes Nachfolgeland eines Nachfolgelandes hat das Potential noch schlimmer als das Vorgängermodell zu sein. Der pathologisch kranke und psychotische Massenmörder Dschingis Khan erscheint uns heute als jovialer und freundlicher Steppendorfältester gegenüber dem, was wir die letzten 100 Jahre im In- und Ausland an kranken Machtstrukturen erleben "durften". |
| Jensemann | Nachdem vergangene Woche 3 Busse in Kunming attackiert worden und 3 Todesopfer zu melden waren, hat man heute an der Suedgrenze eine Polizeistation angegriffen und 16 Polizisten getoetet. Die chinesische Regierung ist mir ihrer Indizierung so schnell, das bereits 30 Minuten nach dem Anschlag alle Suchergebnisse bei Yahoo und Google im Newsbereich mit dem Namen China geblockt sind. Selbst die besten Proxys laufen nicht mehr (TU-Dresden). An Zensur habe ich mich ja schon gewoehnt, aber das stellt alles in den Schatten... |
| Cathy-CAJL | Also ein Boykott der Spiele finde ich allgemein nicht gut da diese eigentlich ein Wettkampf aller Weltstaaten sind. Sie garantierten seit dem 8 Jahundert vor Christi eine sogenannte Heilige Waffenruhe. Und vorrübergehend gab es nur die spiele als schlachtfeld um zu sehen wer der bessere ist. Das ein Team ausgeschlossen wird finde ich allerdings eine sauerrei und das ist der grund warum ich selber keinen cent für diese oder sonst irgendeine Olympiade die sowas zuläst zu tun haben werde. ;) |
| Cagliostro | Waffenruhe? Mag sein, dass man in Georgien dies anders sieht. Das aufgesetzte Abschlussfest in Peking war nicht geeignet Symphatien gegenüber dem Regime zu wecken. Ein geknickter Rogge sprach Bände. Gottseidank ist diese Veranstaltung zu ende. |
| +fa+ | Ein geknickter Rogge? Da ich davon ausgehe, daß er, obwohl er erst drei Tage nach Chinas Nominierung zum IOC-Präsidenten gewählt wurde, seine Finger mit im Spiel hatte, klingt das nach großer Schauspielerei. Die Spiele an ein totalitäres Regime zu geben und sich dann zu wundern, daß weiterhin Menschen- und Völkerrecht verletzt wird, ist entweder saudämlich oder so gewollt. Die eventuelle Hoffnung, in China würde sich durch die olympischen Spiele irgendetwas zum Besseren wenden, ist aufgrund des aus Regierungssicht wunderbar funktionierenden Systems mehr als blauäugig. Es wundert mich auch nicht wirklich, daß es keinen Boykott seitens der teilnehmenden Nationen gab. Schließlich will ein Sportler auch irgendetwas essen und Sponsoren nehmen es einem bekanntermaßen sehr übel, wenn man den guten Firmennamen mit Politik beschmutzt. Zumindest mit Politik, der man ablehnend gegenübersteht. Egal, der Firlefanz ist vorbei, China in ein paar Tagen wieder vergessen, chinesische Demonstranten entweder lebenslang in Haft oder bereits hingerichtet, um deren Organe an Meistbietende zu verhökern. Die Presse wird sich unter Umständen trauen, über die Vorgänge zu berichten, aber eigentlich auch nicht, da ja bald irgendwo olympische Winterspiele sind. Prost! |