| pulSar | Na dann eröffne ich mal den Thread, der ohnehin kommen wird. Hamburg ist heute wohl Schauplatz der Chaostage. Ein NPD-Aufmarsch (oder NPD-naher Gruppiereungen, da wiedersprechen sich die Meldungen) und die zahlenmäßig deutlich überlegenen Gegen-Gruppierungen haben heute eine Orgie der Gewalt über Hamburg gebracht. Da ich hier friedlich hunderte Kilometer entfernt vorm Rechner sitze, kann ich nur im Netz fischen. [b][color=#ff9999]Gibt es Augenzeugen unter den Nachtweltlern?[/b] Eure Beiträge sind sehr willkommen! [/color] Man merkt beim Recherchieren, wie sich die Mledungen oft bis aufs Wort gleichen. Daher mal ein Artikel, der etwas mehr hergibt: [url]http://www.welt.de/hamburg/article1956321/Eine_Orgie_der_Gewalt_erschuettert_Hamburg.html[/url] --- Das Ausmaß der Gewalt -- auch zu erwähnen die "autonomen Nationalisten", die Reporter angriffen -- neben den fast schon (so bitter das für die Betroffenen nämlich die Anwohner ist) erwartungsgemäß handelnden Links-Autonomen hat, so mein Eindruck, eine neue Qualität. [b]Quo vadis Straßengewalt?[/b] Aus obigem Artikel möchte ich ein Zitat hervorherben: [quote] „Es ist uns durchgehend gelungen linke und rechte Demonstranten auseinander zu halten“, sagt Polizeipräsident Werner Jantosch. „Wenn sie in größerer Zahl aufeinander geprallt wären, hätte es Tote gegeben.“ [/quote] Das vermute ich auch -- jedoch glaube ich der Aussage, dass es durchgehen gelungen sei, nicht! Indymedia spricht da eine andere Sprache. Auch wenn mir diese Plattform zu fundamentalistisch / radikal ist, so ist es sicher eine Quelle aus erster Hand. [b]Der Ticker zur Orgie:[/b] [url]http://de.indymedia.org/2008/05/215112.shtml[/url] Dort ist u.A von Entglasungen der Nazi-busse zu lesen... Ich weiss nicht, wie es Euch geht, aber mich erinnert das ziemlich deutlich an die letzte Zeit der Weihmarer Republik. Und ich frage mich ersnthaft, wann es die ersten Toten gibt... Das ist ein Stück weit wie im Krieg. Und als erstes bleibt wohl die neutrale und umfassende Information auf der Strecke... Die Nachtwelten sind jedoch hoffentlich groß und kritisch genug, um hier mehr aus erster Hand zu erfahren. [color=#99ff99]* Wer hat was gesehen? * Wer traut sich, hier nen kleinen Bericht abzugeben? * Wie seht ihr diese Entwicklung und die "Chaostage in HH" im spzeziellen? und... * Wird ein NPD-Verbot angesichts dieser Eskalationsstufe nicht immer dringlicher? [/color] PS: der Tag ist noch lange nicht um... allein Google-News zählt unter "1. Mai Hamburg" minütlich die Artikel hoch... und auch bei Indymedia gibt es neue Einträge... Selbst bei YouTube sind schon die erstes Clips zu sehen. sehr sehr dynamisch. |
| hagzissa13 | Ganz ehrlich - auch, wenn es ne sehr unpopuläre Meinung ist: Die linke, wie die rechte Seite, also die gewaltbereiten Subjekte der entsprechenden Seite, sollten meiner Meinung nach überhaupt nicht mit polizeilicher Gewalt getrennt werden. Die WOLLEN sich doch kloppen. Das ist deren Plan! Klar, die friedlichen Demonstranten müssen vor den Schlägern geschützt werden, aber wer sich kloppen will, den sollte man meiner Meinung nach lassen und hinterher Darwin-Awards verleihen, echt... Großer Zaun drum und warten, bis sie fertig sind. Das schont (polizeiliche) Kräfte und somit nicht zuletzt viel, viel Geld! So ein Kindergarten, echt... :rolleyes: |
| Apex | Naja, an den 1. Mai und ab und zu stattfindende Chaostage hat man sich ja mittlerweile gewöhnt. Mit der Weimarer Republik hat das noch relativ wenig zu tun, da man zumindest bei dem, was landläufig als "links" oder "schwarzer Block" bezeichnet wird, keinen wirklichen politischen Hintergrund erkennen kann. Der wäre aber notwendig, wenn man sie mit der "Rotfront" der WR vergleichen wollte. Tote gibt es auch immer mal wieder, gerade durch rechte Gewalt kamen immer mal wieder Menschen, in den vergangenen Jahren, um. Ein NPD-Verbot würde hier aber auch nix bringen, da die NPD eigentlich nicht für die gewalttätigen Zusammenstöße auf den Demos verantwortlich ist, im Gegenteil bemüht sich die NPD ja um ein gutbürgerliches Image, was auch immer wieder zu Streitereien mit den Kameradschaften und freien Nationalisten führt. |
| Razielim | [QUOTE][i]Original von pulsar[/i][b] * Wie seht ihr diese Entwicklung und die "Chaostage in HH" im speziellen?[/QUOTE] [/b] Überflüssige Hysterie im Nachhinein, typische Suche nach einem Sündenbock. Entwicklung? Gar keine. Ich hab noch keinen von beiden Parteien Dt. den Krieg erklären gehört. [QUOTE][b]* Wird ein NPD-Verbot angesichts dieser Eskalationsstufe nicht immer dringlicher?[/QUOTE] [/b] Sicher... Cheers Razielim |
| Trauerwesen | [QUOTE]Wie seht ihr diese Entwicklung und die "Chaostage in HH" im spzeziellen?[/QUOTE] Letztes Jahr war es Dortmund, diesmal ist es Hamburg. Wobei die wirklichen Chaostage nicht unbedingt eine Reaktion auf Naziaufmärsche sein müssen, ebenso wenig sind sie an den 1. Mai gebunden. Zwar gab es die letzten Jahre noch die traditionelle Walpurgisnacht in Wuppertal (wo die eigentlichen Chaostage in den 80ern entstanden sind), aber sie sind irgendwie nochmal was anderes. [QUOTE]Wird ein NPD-Verbot angesichts dieser Eskalationsstufe nicht immer dringlicher?[/QUOTE] Wie schon teils erwähnt wurde: Selbst wenn die NPD verboten wird; Nazis gibt es dann nach wie vor. Ich durfte mal eine Demo von Juden miterleben, die eine Gegendemo der Rechten hervorbrachte, die wiederum die Antifa mobilisierte. War ein lustiges Durcheinander. |
| Ursus | [IMG]http://i66.photobucket.com/albums/h259/robathome/IMG00440.jpg[/IMG] [IMG]http://i66.photobucket.com/albums/h259/robathome/feuer.jpg[/IMG] Ein paar Fotos die ich vor etwa 2 Stunden in Berlin-Kreuzberg am "Kotti" gemacht habe. Ein ausführlicher Bericht zu den Ereignissen folgt morgen im Laufe des Tages. Nur soviel, es war zwar einiges los, aber ein bedeutender Teil der Krawallmacher hat den ersten Mai wohl in Hamburg verbracht. In Kreuzberg flogen zwar auch Steine und Flaschen und es wurden Holzpaletten angezündet sowie ein paar Böller geworfen aber eine organisierte Straßenschlacht war es meiner Ansicht nach nicht. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] Mit der Weimarer Republik hat das noch relativ wenig zu tun, da man zumindest bei dem, was landläufig als "links" oder "schwarzer Block" bezeichnet wird, keinen wirklichen politischen Hintergrund erkennen kann. [/QUOTE]Das ist dabei vollkommen nebensächlich. Hauptsache die Chaoten taugen dazu, um Otto Normalverbraucher dazu zu bringen, diverse Notstandsgesetze, Aufrüstung, lückenlose Überwachung, Abschottung und Zensur und weiteren Demokratie-Abbau abzunicken, dann läuft alles nach Plan - in die selbe Richtung wie vor 75 Jahren ... :mad: Bei [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Marinus_van_der_Lubbe]Marinus van der Lubbe[/URL] war auch "kein wirklicher politischer Hintergrund zu erkennen" ... |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B]Das ist dabei vollkommen nebensächlich. Hauptsache die Chaoten taugen dazu, um Otto Normalverbraucher dazu zu bringen, diverse Notstandsgesetze, Aufrüstung, lückenlose Überwachung, Abschottung und Zensur und weiteren Demokratie-Abbau abzunicken, dann läuft alles nach Plan - in die selbe Richtung wie vor 75 Jahren ... :mad: [/B][/QUOTE] Was meinst Du mit "Hauptsache, die Chaoten taugen dazu"? Meinst Du, deren Aktivität wird vorgeschoben, um die von Dir angesprochenen Verschärfungen der Überwachung etc. durch zu setzen, oder meinst Du damit, daß die Chaoten schuld sind, daß der "Ottonormalverbraucher" nach solchen Maßnahmen verlangt? |
| Seneca | Ich hab mir mal Die Reportagen zu den Krawallen angeschaut, sowie den Polizeibericht aus den Onlineangeboten der Zeitungen. Das "schwere" an den Krawallen war lediglich das Feuerwerk. In Wackerdorf und an der Starbahn West sowie Heiligendamm ging es definitiv härter zur Sache. Selbst in Bremen in 1995 habe ich solche Ausschreitungen schon hautnah erlebt. Ich sehe da keine neue Qualität, nur buntere Bilder. |
| TheTurningPoint | @ hagzissa13 Ich denke, das ist eine Mischung aus beidem. Neuerdings bemühen sich die Rechten, nach außen hin möglichst gewaltfrei zu agieren, um den Normalbürgern als "das kleinere Übel" zu erscheinen. Und wenn die Linken sich provozieren lassen und gewalttätig werden, dann bestätigen sie dieses Bild. Ich weiß, dass verdammt viel Selbstbeherrschung und Ideenreichtum dazu gehört, gewaltfrei zu bleiben und dennoch nicht die Straße den Rechten zu überlassen (zum Beispiel dadurch, dass man kulturelle Veranstaltungen organisiert, die nicht vorrangig politisch sind und deren Durchführung darum nur schwer abgelehnt werden kann). Ansonsten ertappe ich mich auch oft dabei, die von dir vorgeschlagene Lösung mit dem großer Zaun drumherum zu präferieren ... |
| pulSar | @Selbst... ich hätte den historischen Vergleich (mit Fragezeichen) rausnehmen und die anderen Städte reinnehmen sollen... naja -- nächstes Jahr dann. *bitterlach* --- [b] Interessant an den Berichten, ist, dass man sich auch seitens "seriöser Redaktionen" nicht zu fein ist, die Bilder aus dem Indymedia Thread zu holen. [/b] [color=#ffffff] Überhaupt sollte man die Rolle des Internets als Propaganda- und Organisationsmedium (und Überwachungsmedium) nicht unterschätzen. [/color] [color=#666666] [[schönen Gruß auch an die Damen und Herren vom Verfassungsschutz, die eingehende Links auf überwachte Sites analysieren... wir sind's nur... die EMOs, die sich davon distanzieren und im Kaiser nunmal Tagesgeschehen belabern... Kommt man sich eigentlich nicht auf Dauer erheblich automatisierbar vor in so einem Apparat? Heute noch BAT soundso und morgen sitzt da ein Robot... na klasse *chrr*]] [/color] Interessant ist auch, dass jetzt auch die Tageschau (exemplarisch) von einem direkten Zusammenstoß berichtet, während ja zuerst die Aussage des Polizeipräsis da stand, dass ein solcher Zusammenstoß verhindert werden konnte... tss.... Scheinbar lässt jeder den Teil der Wahrheit selektiv unter den Tisch fallen, der ihm am unangenehmsten ist. [color=#ffffff] Übergriffe von rechts außen auf Reporter des WDR wurden bestätigt. Hat wohl nicht so ganz geklappt mit dem "Saubermann Image". Und war alles ander als klug - denn Reporter arbeiten bekanntlich in Redaktionen und da wird nunmal die Reichweite generiert...[/color] --- Apex, einerseits mag die NPD sicher an diesem Image interessiert sein. Andererseits ist in der Kette an Ursache und Wirkung ein Aufmarsch dieser Partei oft Ausgangspunkt für schiere Verschwendung von Steuergeld. DAS ärgert mich (als gebürtigen Schwaben) am meisten! Eine "demokratisch legitime" (nicht verbotene) Partei bekommt leider diesen Geleitschutz und auch die Demo. Ein Haufen Anhänger einer sehr zweifelhaten Ideologie sicher nicht. (damit will ich die Ausschreitungen von der Gegenseite nicht in Schutz nehmen - aber es ist ja auch klar, dass vieles eben direkt an Aufmärsche gekoppelt ist.) |
| Apex | @Pulsi Die meisten offiziellen Gegendemos, werden eh in der Regel von den demokratischen Parteien, den Kirchen und Gewerkschaften angemeldet und bekommen in der Regel den gleichen Schutz, wie die Gegenseite. Und die Gegendemonstranten, die auf Konfrontation aus sind, bekommen eigentlich auch mehr Polizei"schutz", als ihnen lieb ist. ;) Die NPD bemühte sich zwar in den letzten Erfolgsjahren um ein sauberes Image, abseits der Chaoten in der eigenen Truppe, aber das lässt, wie auch der Erfolg der Partei weiter nach. Interessant ist hierbei zu beobachten, dass die Rechten inzwischen ihren eigenen "schwarzen Block" haben. Ansonsten stimme ich Seneca zu, da war nichts neues, nichts, woran man sich am 1. Mai nicht schon gewöhnt hätte. Sicher nicht schön, aber bestimmt auch nichts was einen zu übergroßer Sorge verleiten sollte. Neue Notstandsgesetze wird man deswegen bestimmt nicht durchbringen können...dazu taugen andere Schreckgespenster viel mehr. |
| Darket | Entgegen allen Behauptungen war es gestern auch in Berlin nicht so ruhig wie in den letzten Jahren. Ursus hat es angedeutet, allerdings waren die paar harmlosen und ziemlich armseligen Feuerchen (das Geheimnis des Mülltonnen und Autos Anzündens scheint mit der organisierten und denkenden Linken in diesem Lande ausgestorben zu sein) weniger Beweis dafür, sondern eher die Jagd auf den berliner Polizeipräsidenten, welche wir aus nächster Nähe sehen konnten, wenn ich auch erst heute in den Nachrichten erfahren habe wieso genau die Polizeiwanne das DB-Mietfahrrad auf der Straße plattgewalzt hat und die nächtlichen Ereignisse, die heute als "harmlose Rangeleien" ziemlich heruntergespielt wurden, waren nichts weniger als durch eine große Menge fliegende Pflastersteine und Glasflaschen. Ich habe (unter den Zivilpersonen!) auf dem Rückweg mehrere blutende Leute gesehen, die ziemlich sicher nichts von der Polizei abgekriegt hatten (die hatten in den seltensten Fällen Schlagstöcke dabei). Eventuell liegt es daran, dass wir diesmal tatsächlich immer dort waren, wo was los war, allerdings war das rein subjektiv der definitiv heißeste 1. Mai seit vier oder fünf Jahren in Kreuzberg. Wer seinen linken Radikalismus schon immer mal loswerden wollte, der komme nächstes Jahr mal zu Besuch und schaue sich an was für Vollidioten da durch die Gegend randalieren. Ein beeindruckendes Schauspiel für alldiejenigen, die schon immer mal live und in Farbe sehen wollten, wie leicht sich eine große Masse von ein Paar Sprachgenies auf einem Lautsprecherwagen lenken lässt. Seit gestern weiß ich, dass das Wort "migrant" ein adjektiv ist. :D |
| pulSar | ohhh mann.... danke Darket. [size=4][b]Quo vadis objektive Berichterstattung?[/b][/size] [b] manche sind so links, dass sie rechts wieder raus kommen. andere so rechts, dass sie links wieder raus kommen. [/b] Zu Hamburg: [b]Ich sag doch, Journis verkloppen kommt nicht gut:[/b] [url]http://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/panoramaneonazis2.html[/url] bzw: [url]http://www1.ndr.de/nachrichten/hamburg/maifeiertag2.html[/url] [quote]"Die Aggression und nackte Gewalt ging von rechter Seite aus", sagte Einsatzleiter Peter Born am Freitag vor Journalisten. [/quote] [quote]Die geschädigten Journalisten sprachen von einer Hetzjagd der Neonazis, so etwas habe es noch nicht gegeben. Die Geschädigten stellten Anzeigen, einige Neonazis wurden von den Journalisten offenbar bereits identifiziert. Durch die Angriffe wurden Kameras und Zubehör im Wert von mehreren tausend Euro zerstört.[/quote] In offiziell: Ich nehme meine historisch verlgeichende rhetorische Frage zurück! [quote] Von den 59 Festgenommenen stammen nach Polizeiangaben lediglich 15 aus Hamburg, der Rest aus anderen Bundesländer. Nur elf Erwachsene seien unter den Festgenommen gewesen. [/quote] da kommen wir der Sache schon näher... |
| pulSar | [img]http://www1.ndr.de/nachrichten/hamburg/reifenlagerbrand2_v-gallery.jpg[/img] [size=4]Bescheuert -- Autoreifen mit Nazi-Skins verwechselt[/size] [img]http://daserste.ndr.de/panorama/autonomenationalisten2_v-dasErstegross.jpg[/img] [size=4]Bescheuert -- autonome Nationalisten[/size] vgl. hierzu bitte: [img]http://www1.ndr.de/nachrichten/hamburg/maidemo18_v-gallery.jpg[/img] [size=4]Bescheuert -- Autonome[/size] [img]http://daserste.ndr.de/panorama/panoramaneonazis6_v-dasErstegross.jpg[/img] [size=4]Bescheuert -- Neonazis bei der Pressearbeit[/size] |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B]Ansonsten ertappe ich mich auch oft dabei, die von dir vorgeschlagene Lösung mit dem großer Zaun drumherum zu präferieren ... [/B][/QUOTE] Ja, ne? ;) Auch wenn man weiß, daß das faktisch nicht durchführbar ist, da niemand die Verantwortung für viele Schwerstverletze und Tote haben möchte, nach dem Motto:" Warum ist niemand eingeschritten?", so wäre es doch eine Lösung, die dem Bauch sehr gut gefallen würde, weil er weiß, daß er tief im inneren Recht hat... Aber das ist eben das Problem: Wir leben halt in einem Rechtsstaat, wo alles ein wenig anders läuft, wie in unseren guten alten Bäuchen... :D |
| Cagliostro | Rechte und linke Idioten wollen ihre jeweilige Version des Sozialismus (wieder)einführen. Wer braucht das wirklich? Es rächt sich, wenn man gute Innensenatoren dem Parteiproporz opfert. |
| |Dunkelschön| | Hier war zum Glück nichts los - aber bin selbiger Meinung wie hier schon gesagt wurde - wenn die sich kloppen wollen lasst se doch - schickt sie alle in die größten Stadien da können sie sich in Ruhe prügeln, zusperren - fertig. Und die ganze Publicity mit Presse und Co das wollen die doch nur: Stellt euch mal vor es ist Demo und keiner geht hin / guckt zu ... |
| Terranigma | Ein Punkt den ich nur aufgreifen wollte - [b]Wird ein NPD-Verbot nun immer dringlicher?[/b] Auch als NPD-Gegner muss ich sagen, dass ich ein Verbot dieser Partei für absolut falsch halte. Die Demokratie sollte in dieser Situation mal zeigen können, dass sie in Deutschland stark genug verwurzelt ist, um mit solchen Radikalen auch anders fertig zu werden als über bloße Zensur und Verbot. Ich teile deren Meinung nicht genauso wenig wie ich ihre Ansichten teile aber ich halte es für wichtig und richtig, dass sie ihren radikalen Mist dennoch äußern dürfen. Zumal das Hauptproblem ja nichtmal die Ideologie ist, welche die NPD vertritt - Eine Ideologie sollte man denke ich genausowenig mit Verboten bekämpfen wie man'se auf der Straße mit'n Fäusten bekämpfen soll. Das Problem sind ja die gewaltätigen Rechtsextremen und ich halt's für fraglich, ob ein Verbot der NPD diese Leute wirklich davon abhält, weiterhin zu randalieren oder sich sogar in noch radikaleren Gruppen zusammen zufinden. Halt'n Partei-Verbot für keine Patentlösung. |
| Demon17 | Man soll es ja nicht übertreiben mit den Parallelen, jedoch gewnnen die Nazis in den 20ern und dreissigern auch erst die Macht auf den Straßen und dann erst in den Parlamenten. Es ist wichtig, das sie ordentlich was abkriegen. Wozu gibt es denn sogenannte Autonome. Hier in Bielefeld haben die Punks ein Haus in der Bleichstraße (Zentrum) so lange belagert, bis die Nazis endlich weg sind. Also mir sind die Linken da schon lieber, solange sie nicht über Einzelne, Schwächere herfallen. |
| Montrose | Der 1. Mai ist der Krawalltag für sämtliche politische Extremisten. [QUOTE]jedoch gewnnen die Nazis in den 20ern und dreissigern auch erst die Macht auf den Straßen und dann erst in den Parlamenten. [/QUOTE]Das ist historisch falsch. Die Nazis gewannen die Macht, weil die Vertreter des gemäßigten Bürgertums keinen Kandidaten mehr aufbrachten und somit nur noch Hitler als Reichskanzler zur Verfügung stand. Das III. Reich war keine Folge von der Verirrung des kleinen Mannes, sondern es war eine Folge des politischen Versagens von oben. Umso mehr ekelt es mich an, dass die heutige politische Klasse den Deutschen jedes Jahr auf Gedenktagen rumhoppsen und sich Asche auf's Haupt streuen läßt .... anstatt dass die politische Klasse sich einfach mal an der eigenen Nase packen würde. Übrigens, der 1. Mai wurde von Adi höchtspersönlich zum Feiertag gemacht. Wenn die Linken zu diesem Termin Krawall machen wollen, müßten sie fairerweise Lizenzgebühren an die NPD bezahlen. :D [URL=http://www.dgb.de/dgb/geschichte/erstermai/geschichte1mai/index_html]http://www.dgb.de/dgb/geschichte/erstermai/geschichte1mai/index_html[/URL] Daselbe gilt für den Muttertag. :D :D |
| Demon17 | [QUOTE]Die Nazis gewannen die Macht, weil die Vertreter des gemäßigten Bürgertums keinen Kandidaten mehr aufbrachten und somit nur noch Hitler als Reichskanzler zur Verfügung stand. [/QUOTE] Die Schlägertruppen der SA hatten zumindest bis Ende der 20er, Anfang der 30er einen signifikanten Anteil am Aufstieg der NSDAP. Es ist halt schwierig demokratische Willensbildungsprozesse (von unten) zu gestalten, wenn die Veranstaltungen durch Rollkomandos gestört werden. |
| ange gardien | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] Der 1. Mai ist der Krawalltag für sämtliche politische Extremisten. [/QUOTE] Ja und zwar seit Jahrzehnten. Man hat sich ( wie hier schon geschrieben ) "daran gewöhnt". Neu ist nur, dass jetzt zum ersten Mal sehr deutlich ( geben tut es die schon seit Ende der 90er Jahre ) auch ein rechter schwarzer Block, oder ( wie sie sich selbst nennen ) "autonome Nationalisten" aktiv waren. Das jetzt plötzlich alle rumheulen, während es vorher jahrelang keinen gejuckt hat, wenn Existenzen gefährdet oder vernichtet ( angezündete Autos und Ladengeschäfte ) und Polizeibeamte angegriffen wurden, sagt einiges über die Scheinheiligkeit eines nicht kleinen Teils der Gesellschaft und vor allem der Medien aus. Ich kann auch keine "neue Qualität" der Gewalt erkennen, wie es zum ersten Mai vielerorts berichtet wurde. Angriffe auf die Polizei mit Tötungsabsicht ( Gehwegplatten von den Dächern besetzter Häuser, Brandsätze, Zwillen mit Stahlkugeln ) gibt es auch nicht erst seit heute. Interessant hierzu die Meinung eines Polizisten aus einem privaten Polizeiforum. Zum Verständniss: Er wurde gefragt, ob an einem gewissen "freundschaftlichem Verhältnis" zwischen Rechtsextremisten und der Polizei was dran sei. Man beachte auch den letzten Satz. [QUOTE]Das ist kein freundschaftliches Verhältnis (wenn man sich die Gestalten da mal in Ruhe anschaut muß man sich öfters mal ein Lachen verkneifen), sondern einfach die Tatsache, das sie (in der Demo-Situation) mehr Sinn für Ordnung haben als die linken Revolutionäre, die Rechten mögen uns sicher nicht, aber sie akzeptieren einfach die Spielregeln, weil sie ja marschieren wollen, also halten sie die Füße still und lassen uns machen. Von daher sind rechte Veranstaltungen als solche eigentlich völlig Problemlos, die Probleme fangen dann an, wenn die Intoleranz von Links zuschlägt (ok, zuschlagen ist da ja nicht, die halben Portionen müssen ja auf Fernwaffen setzen) Und das Probelm mit den linken Chaoten wäre auch lösbar, wenn sie sich nicht immer im Demos von DGB und den "demokratischen" Partein verstecken dürften und dann im Anschluß Narrenfreiheit hätten, gut zu beobachten immer im Spätsommer in Leipzig. [/QUOTE] Wer jetzt wegen dieser Krawalle ein NPD Verbot fordert ( für das es sicher andere Gründe geben könnte ), müsste mit der gleichen Konsequenz auch die Grünen und einige Gewerkschaften verbieten, das wäre ebenso idiotisch, da die genauso viel oder wenig Einfluss auf ihre autonomen Anhängsel haben ( bei denen, rechts wie links, die Gewalt und nicht Politik im Vordergrund steht ). Im Übrigen muss ich Montrose zu seinem letzten Beitrag völlig recht geben. Wie ich schon mehrere Male hier auf dem Forum geschrieben habe, scheinen mir die Verbotsbestrebungen der etablierten Parteien hauptsächlich aufgrund einer völligen Konzeptlosigkeit zu geschehen ( was die natürlich niemals zugeben würden ). |
| Montrose | [QUOTE]Die Schlägertruppen der SA hatten zumindest bis Ende der 20er, Anfang der 30er einen signifikanten Anteil am Aufstieg der NSDAP.[/QUOTE]Die Kommunisten hatten ebenfalls Schlägertruppen. Dieselbe Wertung gilt also auch für die linken Kräfte. [QUOTE]Es ist halt schwierig demokratische Willensbildungsprozesse (von unten) zu gestalten, wenn die Veranstaltungen durch Rollkomandos gestört werden[/QUOTE] Rollkommandos zu unterbinden wäre Aufgabe der bürgerlichen Parteien gewesen. Es war ja nicht gerade so, dass Polizei und Militär nur mit Spatzenschleudern rumliefen. [QUOTE]Wie ich schon mehrere Male hier auf dem Forum geschrieben habe, scheinen mir die Verbotsbestrebungen der etablierten Parteien hauptsächlich aufgrund einer völligen Konzeptlosigkeit zu geschehen[/QUOTE] Die Gegend, wo ich gerade bin, wird zunehmend braun. Ich finde das besorgniserregend. Und die Polizei kann aufgrund der Versammlungsfreiheit in der Tat nichts machen. Dennoch frage ich mich: warum gerade diese Gegend. Nun, im Kölner Raum gibt es schon längere Zeit vom Verfassungsschutz beobachte Gruppierungen am rechten Ende (mit anderen Namen als NPD). Die sind aber nie zu potte gekommen. Und da frage ich mich: wenn die plötzlich eine Ausscherbewegung machen und können plötzlich in der Provinz landen, dann war da doch wahrscheinlich schon vorab eine strukturelle Anfälligkeit, eine Schwäche. Vielleicht sind's ja wirklich die fehlenden Jugendhäuser, der geringe Personalschlüssel an Sozialarbeitern, dass man einige Hot spots der Kriminalität (Drogenumschlagplätze z.B.) florieren ließ und damit die Akzeptanz beim Bürger für die Braunen steigt. Es ist doch komisch, dass Bayern, das konservativste Land Deutschlands, nicht zugleich Hochburg der Nazis ist. Irgendwo, so meine, ich, gibt es Ordnungen, an denen Nazis abflutschen wie auf Teflon, wo die gar nicht erst Fuß fassen können. |
| Darket | [QUOTE] Das ist kein freundschaftliches Verhältnis (wenn man sich die Gestalten da mal in Ruhe anschaut muß man sich öfters mal ein Lachen verkneifen), sondern einfach die Tatsache, das sie (in der Demo-Situation) mehr Sinn für Ordnung haben als die linken Revolutionäre, die Rechten mögen uns sicher nicht, aber sie akzeptieren einfach die Spielregeln, weil sie ja marschieren wollen, also halten sie die Füße still und lassen uns machen. Von daher sind rechte Veranstaltungen als solche eigentlich völlig Problemlos, die Probleme fangen dann an, wenn die Intoleranz von Links zuschlägt (ok, zuschlagen ist da ja nicht, die halben Portionen müssen ja auf Fernwaffen setzen) Und das Probelm mit den linken Chaoten wäre auch lösbar, wenn sie sich nicht immer im Demos von DGB und den "demokratischen" Partein verstecken dürften und dann im Anschluß Narrenfreiheit hätten, gut zu beobachten immer im Spätsommer in Leipzig. [/QUOTE] Mal gänzlich unabhängig von der eigentlichen Diskussion finde ich diese Antwort auf eine derartige Frage doch bezeichnend... |
| Goat93 | Wieso Bezeichnend? Also, was meinst du damit? |
| Lady Ligeia | Gestern Nacht kam noch ein Bericht über den Chaostag und endlich erwähnte mal jemand das man anhand der Kleidung einen linken nicht von einem rechten unterscheiden kann. Peinliche Aktion!!! Lustig war hingegen, wir stürmen das Grüngelande einer Klinik - aha, da habe ich mich beworben *grins*!!! |
| SoulReaper696 | Im nachhinein ärgere ich mich immer die Krätze.....ich bin einfach nicht auf die Idee gekommen, dahinzufetzen und fotos zu machen. Verdammt schade. Im übrigen fand ichs witzig dass auch gesagt wurde dass auch viele der schläger usw. nicht rechts oder links waren sondern einfach nur bock auf nen bisschen alarm und radau und strassenschlacht hatten. Hab ich auch. :D zu spät. :mad: :mad: :mad: |
| Goat93 | Also, erstmal liegst du mit deiner Einschätzung falsch, die Polizei wird als "Feindbild" herumgereicht. Im Rechten wie auch im Linken Spektrum. ACAB ist überall da vertreten und das sehr Leidenschaftlich. Andererseits ist die Polizei weder zu den Rechten noch zu den Linken besonders Fürsorglich und Lieb. Auf Demos ebensowenig wie im Normalen Leben. Demos sind Demokratisch erlaubt und für die rechten ein Mittel, sich in der Bevölkerung in Szene zu setzen. Andersherum, wenn man es Demokratisch aufgeteilt betrachtet, haben die Rechten nicht mehr so viel Darstellungsspielraum. Ich nehm generell da die Extreme heraus, die verstößt sowieso gegen geltende Gesetze, ich beziehe mich jetzt auf die "normale" Rechte. Daher ist es auch nicht gerad nen Wunder, das man bis zum Obersten Gericht geht, wenns sein muß. Mal im Vergleich, wieviel sieht man Tagtäglich von der NPD und wieviel von der SPD.... |
| Demon17 | Die Polizei schützt im Idealfall das Demonstrationsrecht jeden Bürgers, der an einer genehmigten Demo teilnimmt. Insofern habe ich kein Problem mit rechten Demos und linken Gegendemos. Das Problem liegt schlicht und ergreifend im personellen Aufwand den der Staat treiben muß. |
| Goat93 | Wie Demon schreibt, so ist es nicht Aufgabe der Polizei Rechte oder Linke nur zu schützen auf jeweiliger an- gemeldeter Demo, sondern alle bei jeder Demo zu schützen. Spielregeln gibt es da überhaupt keine. Wenn es zu Ausschreitungen kommt, dann von allen und wohl Problematisch dabei aber halt ein Grundfaktor bei massenverhalten, viele reagieren in reiner Panik. Das wird gezielt von den Agressiven Potential eingerechnet. Die Polizei dazwischen bekommt allerdings von allen Schaden was ab, ob von Links oder Rechts. |
| Montrose | [QUOTE]Ich finde es unnötig und in keinster Weise angebracht, die Polizei zu einem wertneutralen apolitischen Instrument des Staates hochzustilisieren. [/QUOTE] Ist sie auch nicht. Der Polizist ist ein schlechtbezahlter kleiner Angestellter, ein Bodyguard des Systems. Umso mehr hatte ich immer ein bißchen Probleme, wenn Demonstranten auf diesen kleinen Angestellten einprügelten, der nichts weiter tut als sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Eine politische Meisterleistung ist dies nun wirklich nicht. Leider hat sich eine der rechtsextremen Gruppen in Köln genau aus diesem Zweck gegründet, um einem Polizisten an den Karren zu fahren. Und das zeigt dann ja auch ein bißchen das geistige Niveau solcher Gruppierungen: statt Staatsräson kleingeistige Hinterhuberei: die Partei dient privaten Rachefeldzügen, die mit einem öffentlichen Anliegen überhaupt nichts zu tun haben. Diese politische Hinterhuberei war bislag auch der beste Schutz vor Rechtsextremismus und NPD ..... denn über den Horizont von Hausmeister Bolle sind die nie hinweggekommen. Die Rechtsextremen können Deutschland nicht übernehmen, weil sie überhaupt keine Vorstellung haben, wie groß Deutschland wirklich ist. |
| Goat93 | @serene_falls da dir eine weitere Ausführung ja eh egal ist, tjo können wir es auch lassen :rolleyes: |
| xxxzinixxx | @serene_fall: ich verstehe dich, ich fühle ähnlich. du bringst es für mich auf den punkt. es ist ja schließlich kein geheimnis, daß polizisten eher rechtsgerichtet sind. und eine vorliebe ständig unterdrücken zu können, wäre ja beinahe unmenschlich perfekt... |
| Black Moni | Ich halte es für ein Gerücht, dass Polisten eher rechts ausgerichtet sind. Die machen halt ihren Job. Und wenn die Nazis eine Demo anmelden und diese genehmigt wird, dann muss die Polizei das ermöglichen ( Versammlungsrecht). Ich habe auf vielen Demos Polizisten erlebt, die sich eindeutig gegen die Nazis ausgesprochen haben. Zitate: "Das ist der Weg, den die Idioten nehmen", "Nehmen sie lieber die andere Richtung, die anderen gehen in die falsche Richtung". Und einmal kam ein Polizist auf uns zugelaufen, der einen Flyer (von der Apfelfront) haben wollte, mit der Bemerkung: "Ich kenn euch aus dem Fernsehen,find ich gut die Aktion". Und das sind keine Einzelfälle! |
| xxxzinixxx | ein sehr netter polizist, mit dem ich mal eine zeitlang kontakt hatte, erzählte mir von der eher rechten neigung seiner kollegen. die fühlen sich da einfach bestätigter. mehr macht und mittel, mehr spaß am job... |
| Demon17 | Sicher sind Polizisten nicht apolitisch, andererseits dürften sich die meisten im demokratischen Spektrum bewegen. Es liegt natürlich nahe. diejenigen eher abzulehnen, die einen mit Steinen und anderen Sachen bewerfen. Das sind in erster Linie sogenannte linke. Doch wenn ich mich recht erinnere haben in Frankreich deutsche Nazis auch schon einen Polizisten zum geistigen Krüppel geschlagen. Objektiv gesehen, gab es in einigen Sks rechte Tendenzen und sind jetzt in einigen oder einem südöstlichen Bundesland Ermittlungen wegen Bagatellisierung und Untätigkeit von, bzw. gegenüber rechter Gewalt durch Polizeiführung bzw. Innenministerium im Gange. Meines Erachtens spielt der schwarze Block politisch oft denen in die Hände, die er zu bekämpfen vorgibt. Andererseits bin ich auch nicht bereit die Straße den Rechten zu überlassen und mich auf die Polizei zu verlassen, selbst in der Nähe einer Polizeistation nicht. Ich kenne Leute (Männer Ende 30), die sich nachts nicht trauen durch Bielefeld-Zentrum zu gehen. Bei dem faktischen Machtvakuum, das die anomischen Tendenzen der letzten Jahrzehnte schufen, kann man sich nicht allein auf die Polizei verlassen. Die soziale Kontrolle durch Mitbürger kann man leider total vergessen, wenn es gefährlich wird. |
| Montrose | Kleiner Nachtrag: wie demon17 sieht auch Churchill den Straßenkampf der SA als einen wichtigen Beitrag zum Aufstieg der NSDAP. Und zwar in dem Sinne, dass die Militärkreise um Schleichert in der SA Konkurrenz sahen und damit zu Zugeständnissen bereit waren. Die Frage bleibt aber dennoch, ob die Gwalt der Straße oder die Gewaltverherrlichung von Oben ausschlaggebend waren. Hitler konnte seine Feldzüge nicht durch die SA, sondern durch die Mitarbeit der Reichswehr starten. [QUOTE]Andererseits bin ich auch nicht bereit die Straße den Rechten zu überlassen [/QUOTE] Folgendes ging mir durch den Kopf: wenn die Schere zwischen Arm und reich zukünftig wie es derzeit geschieht immer weiter auseinanderdriftet, dann dürfte irgendwann auch wieder eine Radikalisierung der politischen Meinung stattfinden. Eine bürgerliche Gesellschaft funktioniert ja nur auf dem Prinzip, dass ein starker Mittelstand still hält, weil er etwas zu verlieren hat. Wenn es diesen Mittelstand aber nicht mehr gibt und somit auch nichts mehr zu verlieren ist, dann muß die Bevölkerung das Spiel auch nicht mehr mitspielen. 2010 wird es eine starke Nettoerleichterung geben, weil man Krankenkasse steuerlich absetzen kann. Das dürfte die Sache nochmals stabilisieren. Ebenso dürfte mit dem geringeren Nachwuchs die Arbeitslosigkeit sinken. Auch dies dürfte die Sache stabilisieren. Jedoch, ohne diese Stabilisierung wäre langfristig mit einer Radikalisierung der Bevölkerung zu rechnen. Ich würde darauf tippen, dass davon eher die Linken profitieren. Einer Radikalisierung in Richtung rechts jedoch leisten ja die etablierten Parteien ständig Vorschub. Indem sie die Globalisierung zum Südenbock machen für eigene Versäumnisse, ist die logische Schlußfolgerung für den Bürger, dass das genaue Gegenteil das Heilmittel wäre: und das wäre dann eben der Nationalismus. Dass das irrational ist, ist mir klar. Richtig ist aber auch, dass eine Gesellschaft nur funktionieren kann, wenn die Leute das Gefühl haben, noch "mitzuspielen". Klinkt man die Leute an der Teilhabe am gemeinsamen Wohlstand aus, dann werden die sich eben anderswoher ihre Anerkennung holen. Staatstheoretisch wäre die Abschaffung von LINKE und NPD identisch mit einer Zwei-Parteien-Diktatur aus SPD und CDU. Ich persönlich bin über die jüngste Entwicklung, insbesonders der gründung der LINKEN sehr froh, weil sie die Zwei-Parteien-Diktatur sprengt und wieder echte Demokratie zuläßt. Dass die Weimarer Republik wegen zu vieler Parteien unterging, ist übrigens eine richtig dreiste Propagandalüge, die erstmals von Adolf Hitler verbreitet und später von angeblich demokratischen Historikern in völligem Unvertsand der Sachlage nachgebetet wurde. Historisch korrekt ist, dass zur Weimarer Republik trotz einer Vielzahl von Parteien drei eindeutige Machtblöcke (Bürgertum, SPD, Militärs) sich herauskristallisierten, ähnlich wie heute CDU und SPD. Und weil diese Machtblöcke versagten ....und nicht wegen einer angeblichen Zersplitterung der Parteienlandschaft .... ging die Weimarer Republik unter. |
| Demon17 | Also ich verkneife es mir jetzt, aber im Dossier der Zeit ist eine lange Liste mit Namen abgedruckt, alles Todesopfer rechter Gewalt sein 1990. Wenn ich mich nicht verzählt habe sind [SIZE=4]seit 1990 in Deutschland 130 Menschen durch Nazis ermordet[/SIZE] worden. Noch ein weiterer Aspekt, Montrose sagt, die Nazis wissen nicht wie groß Deutschland ist. Das sie zu dumm sind um dem System wirklich gefährlich zu werden. Ich kann dazu nur sagen, nur ein Bruchteil einer illegalen Szene ist dümmer als die Polizei erlaubt, nur wenige Prozent werden aktenkundig. Der Großteil arbeitet verdeckt... Im übrigen gibt es bei Zeit.de einige Artikel zu dem Thema, unter anderem auch wie bürgerliche Vereine durch Nazis unterwandert werden. Im Übrigen wünschen sich nach Umfragen zur Zeit ca. 25% aller Bundesbürger eine einzige große Partei, die die gesamte Volksgemeinschaft verkörpert. :eek: |
| Montrose | [QUOTE]Der Großteil arbeitet verdeckt...[/QUOTE] Hört sich an wie eine Verschwörungstheorie. ;) Wenn diese "Arbeit" effektiv wäre, müßte man das ja irgendwo sehen können. Aber ich wüßte nicht, wo. Stattdessen büxt immer wieder mal ein "Funktionär" mit der Betriebskasse aus und läßt die Gefolgsleute im Regen stehen. [QUOTE]nur wenige Prozent werden aktenkundig. [/QUOTE] Vielleicht gibt es bei den anderen eben nichts, was sie aktenkundig machen könnte, denn sonst wären sie's ja. ;) [QUOTE]Ich kann dazu nur sagen, nur ein Bruchteil einer illegalen Szene ist dümmer als die Polizei erlaubt[/QUOTE]Das ist aber eine vage Angabe. Wieviel Neo-Nazis gibt es denn nun insgesamt, offen und verdeckt: 5000, 500.000, 5 Millionen, 50 Millionen? |
| Demon17 | 70% gibt es zu viele Ausländer im Land. 35% würden bei Arbeitsplatzmangel Ausländer wieder zurückschicken ... das geht natürlich in einer Demokratie nicht. deshalb wünschen sich auch 25% der Bundesbürger eine einzige große Partei, die die gesamte Volksgemeinschaft verkörpert. (Quelle Dossier der Zeit von dieser Woche) Normalerweise fallen Bekenntnisse zu extremen politischen Ansichten in Umfragen geringer aus, als tatsächlich vorhanden. |
| Montrose | [QUOTE]70% gibt es zu viele Ausländer im Land. 35% würden bei Arbeitsplatzmangel Ausländer wieder zurückschicken ... das geht natürlich in einer Demokratie nicht.[/QUOTE]Diese Ansichten zu äußern, geht natürlich in einer Demokratie. Denn sonst wär's ja keine Demokratie. Abgesehen davon war es ja nicht die NPD, sondern CDU und SPD, welche die Einwanderungsgesetze verschärften, Arbeitsplätze für Asylanten verboten und Sprachkurse einstampften. Was den Arbeitsplatzmangel betrifft: wäre es Dir lieber, ein Ausländer würde Deinen Job übernehmen? Diese Frage stellt sich doch ganz unabhängig von jeder Parteizugehörigkeit. In Afrika verhungern die Kinder, und Du sackst die Kohle ein, hast DVD-Player und Kuschelsofa. Müßtest Du da nicht fairerweise Deinen Arbeitsplatz den Eltern der verhungernden afrikanischen Kinder zur Verfügung stellen? [QUOTE]deshalb wünschen sich auch 25% der Bundesbürger eine einzige große Partei, die die gesamte Volksgemeinschaft verkörpert.[/QUOTE]Was soll denn eine Partei stattdessen verkörpern, demon17? Soll sie nur die Reichen verkörpern, nur die Umweltschützer, nur den Arbeiter, nur den Hartz-IV-Empfänger? Es versteht sich doch von selbst, dass eine Regierung alle Gruppierungen eines Volkes irgendwie berücksichtigen sollte. |
| Goat93 | [QUOTE]Also ich verkneife es mir jetzt, aber im Dossier der Zeit ist eine lange Liste mit Namen abgedruckt, alles Todesopfer rechter Gewalt sein 1990. Wenn ich mich nicht verzählt habe sind seit 1990 in Deutschland 130 Menschen durch Nazis ermordet worden. [/QUOTE] Ah, die Kreisdreh Polemik beginnt wieder :) |
| Manley | jungs und mädels, achtet ihr ein bisschen darauf, dass das hier nicht auch wieder eine reine links-gegen-rechts-diskussion wird? danke. |
| Demon17 | [QUOTE].Was den Arbeitsplatzmangel betrifft: wäre es Dir lieber, ein Ausländer würde Deinen Job übernehmen?[/QUOTE] Ist doch egal wer. Wichtig ist, das etwas gegen Lohndumping getan wird... Würde es Dich stärker nerven, wenn ein Migrant Deinen Job bekäme als jemand, dessen Familie wahrscheinlich schon mehrere Jahrhunderte ansässig ist? |
| Goat93 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B] Zitat: -------------------------------------------------------------------------------- .Was den Arbeitsplatzmangel betrifft: wäre es Dir lieber, ein Ausländer würde Deinen Job übernehmen? -------------------------------------------------------------------------------- Ist doch egal wer. Wichtig ist, das etwas gegen Lohndumping getan wird... Würde es Dich stärker nerven, wenn ein Migrant Deinen Job bekäme als jemand, dessen Familie wahrscheinlich schon mehrere Jahrhunderte ansässig ist? [/B][/QUOTE] Andersherum gesagt wäre es den meisten Deutschen auch Scheißegal ob ein "Ausländer" den Job bekommt, wenn sie weiterhin in guten Verhältnissen leben könnten. Find die Argumentation daher auch recht dämlich, Demon hat vollkommen recht, die Lohngruppen und Lebenserhaltungs- möglichkeiten müßen wieder besser geregelt werden. Alles andere ist nur ein verweisen vom eigentlichen Problem |
| Ronin76 | [QUOTE]* Wird ein NPD-Verbot angesichts dieser Eskalationsstufe nicht immer dringlicher?[/QUOTE] Da bin ich absolut dagegen, da Verbote, Probleme nicht lösen sondern verstärken ! Die Ursache liegt im faschistischen Staat selbst. Das ganze ist mal wieder ein typisches Beispiel von Medienmanipulation. Daß alle Zeitungen fast das Selbe drucken, ist ja auch kar, da es nur wenige Presseagenturen gibt, welche vom Staat kontrolliert werden (Zensur). Sollen sie sich doch kloppen da gehen eh nur Hooligans hin. Wer zu solchen Ereignissen geht, weiß genau daß es dort zu Gewalttaten kommen wird. Meistens sind noch getarnte Polizisten in linken sowie in rechten "Demo"lagern vertreten, um absichtlich für Unruhe zu sorgen, damit es auch richtig eskaliert. Die Gewalt ist von Seiten der Machthabenden absolut gewollt, da sie dies zu ihrem politischen Vorteil vermarkten können. "Teile und herrsche !", dieser uralte Trick klappt schon seit Jahrtausenden, und viele Trockennasenaffen fallen immer wieder darauf herein. Errare humanum est |
| Goat93 | [QUOTE]Daß alle Zeitungen fast das Selbe drucken, ist ja auch kar, da es nur wenige Presseagenturen gibt, welche vom Staat kontrolliert werden [/QUOTE] Und plums da hat er sich zu sehr ausm Fenster gelehnt... Hast du ein "nicht" vergessen oder wolltest du, das der Satz sich in sich widerspricht? |
| Ronin76 | Grammatikalisch mag der Satz, je nach Interpretation des Kommas, nicht korrekt sein, ich hatte damit folgendes gemeint: a) es gibt wenig Presseagenturen b) diese werden vom Staat kontrolliert Das Paradoxon war also nicht beabsichtig, vielleicht sollte ich in Zukunft meine Sätze kürzer gestalten. Aber eigentlich hätte ich nun eher mit der Verschwörungstheoretikerkeule gerechnet. Aufgrund des vorherigen Satzes, steigt die Wahrscheinlichkeit für dieses Ereigniß nun mit großer Wahrscheinlichkeit stark an. ;) |
| Goat93 | Danke :) Ich halt es trotzdem für sehr schwierig, das der Staat die Presse kontrolliert. Wenn du da auf Verschwörungen aus bist, müßtest du das eigentlich andersherum angehen. Der Staat würde von den Konzernen und damit auch/gerade von den Medienkonzernen Kontrolliert und auch finanziert. Aber ich denke, das es müßig ist, dem Thema wirklich weiter zu folgen... Allerdings hast du mit deiner vorigen Aussage recht. Die Problematiken liegen in dem Sozialsystem, welches von der Regierung immer weiter demontiert wird. Ein Verbot der NPD ist völlig Sinnlos, außer man würde eine Alternative anbieten. |
| Demon17 | [QUOTE]Sollen sie sich doch kloppen da gehen eh nur Hooligans hin. Wer zu solchen Ereignissen geht, weiß genau daß es dort zu Gewalttaten kommen wird. Meistens sind noch getarnte Polizisten in linken sowie in rechten "Demo"lagern vertreten, um absichtlich für Unruhe zu sorgen, damit es auch richtig eskaliert. Die Gewalt ist von Seiten der Machthabenden absolut gewollt, da sie dies zu ihrem politischen Vorteil vermarkten können. "Teile und herrsche !", dieser uralte Trick klappt schon seit Jahrtausenden, und viele Trockennasenaffen fallen immer wieder darauf herein. [/QUOTE] Da gibt es einen ganz einfachen Trick, einfach nicht demonstrieren sondern kontinuierlich politische Arbeit leisten, aber wahrscheinlich unterstellst Du dann Wahlfälschung. |
| Ronin76 | Ja vielleicht, aber vielleicht auch nicht. ;) "Politische Arbeit" ist doch ein sehr schwammiger Begriff, da praktische Politik meistens ein sehr dreckiges Geschäft ist. Es wäre mehr erreicht, wenn sich die Bevölkerung überhaupt für Politik interessieren würde, und mehr kritisch hinterfragen würde, anstatt alles zu schlucken, was ihnen die Medien und Politiker zum Fraß vorwerfen. Denn viele Leute haben völlig falsche Vorstellungen von Politik oder anderst ausgedrückt, keinen blassen Schimmer davon. Die lassen sich dann natürlich leicht manipulieren, zB mit einem schmierigen Grinsen auf einem Wahlplakat, und falschen Versprechungen. [QUOTE]Allerdings hast du mit deiner vorigen Aussage recht. Die Problematiken liegen in dem Sozialsystem, welches von der Regierung immer weiter demontiert wird.[/QUOTE] Das war zwar nicht meine Aussage, aber dem stimme ich zu. |
| Goat93 | Das ist ein Wechselspiel, sehr gut in den USA zu sehen. Die Leute müßen mehr Arbeiten, haben weniger Zeit, durch Überanstrengung des Hirnes und der Sinnesorgane läßt die Konzentrationsmöglichkeit nach, man hat also immer weniegr Möglichkeit sich wirklich mit etwas auseinanderzusetzen. Leider haben dadurch diese ganzen Verschwörungsgeschichten ebenso guten Nährboden, da man auch da keinerlei Zeit und Konzentration aufbringt um das alles nachzugehen :( Meist reicht nen Text mit ein paar Quellenangaben drunter um Seriös zu erscheinen, in der Politik wie auch überall anders halt ebenso. :( |
| Montrose | [QUOTE]Ist doch egal wer. Wichtig ist, das etwas gegen Lohndumping getan wird...[/QUOTE]Und was ist, wenn Lohndumping damit begründet wird, dass ein Nichtdeutscher denselben Job billiger macht. Solche Argumente kommen ja aus der Wirtschaft, die dem Arbeiter das Bild vermitteln: der Ausländer ist Dein Feind. Ob das wahr ist, sei dahingestellt. Entscheidend ist, dass die CDU und FDP genauso mit solchen Feindbildern zündelt wie die NPD. [QUOTE]Andersherum gesagt wäre es den meisten Deutschen auch Scheißegal ob ein "Ausländer" den Job bekommt, wenn sie weiterhin in guten Verhältnissen leben könnten.[/QUOTE]Wenn das Wörtchen wenn nicht wär, wär mein Vater Millionär. :) Deutsche können eben nicht in guten Verhältnissen leben, wenn Ausländer einen Job bekommen. Genau das ist doch mit "Globalisierung" gemeint. Deshalb zerstören die EU und Deutschland seit Jahrzehnten mit Subventionen die Agrargproduktion in der Dritten Welt. Wenn es denen schlechter geht, geht es uns besser. ;) |
| Cagliostro | Interessiert vermutlich niemand, aber die Entlassung Dr.Ziffzers beim TSV1860 hat mit kurzsichtigen Denkweisen und der Tatsache zu tun, dass er (Ziffzer) Volkswirtschaftler ist. Die Demokratur der Betriebswirte hat die Wirtschaft ruiniert. Sie denken nur noch in Halbjahresbilanzen und wie sie am besten statistisch alles verschwinden lassen können. Somit ist auch das Thema Lohn/Lohndumping/Mindestlohn ein Bereich, der nur kurzfristigen Denkweisen Luft lässt. Nationalökonomie wird leider nicht mehr so enrst genommen, wie es ihr zustünde. BWL ist nur eine Hilfswissenschaft. |
| Ronin76 | [QUOTE] Deutsche können eben nicht in guten Verhältnissen leben, wenn Ausländer einen Job bekommen. Genau das ist doch mit "Globalisierung" gemeint. [/QUOTE] Der erste Satz müsste lauten: "Deutsche können eben nicht in guten Verhältnissen leben, wenn Kapitalisten regieren." Vor ein paar Jahrzehnten kamen Italiener und Türken als Gastarbeiter zu uns, welche viele unbeliebte Arbeitsplätze übernahmen, und Deutschland ging es so gut wie schon lange nicht mehr. Es waren also gute Verhältnisse vorhanden. Zum Fiasko wurde das erst, nachdem durch fortschreitende Automatisierung und steigendes Gewinnbewußtsein der Unternehmer, immer mehr Arbeitnehmer in die Arbeitslosigkeit gedrängt wurden. Die Gastarbeiter als sozial, schwache und plötzlich entbehrliche Randgruppe flogen als erstes raus. Sie wurden jedoch nie voll integriert und schon gar nicht akzeptiert, und waren somit zB auch der deutschen Sprache nur teilweise mächtig. Da es ihnen in Deutschland trotzdem oft noch besser gefiel, als in ihrem Heimatland, blieben Viele und bekamen zuerst die Doppelte und eine Generation später dann die volle deutsche Staatsbürgerschaft zugesprochen. Der Mauerfall und die zunehmende Globalisierung beschleunigten das Ganze, da auch der Ossi sich für weniger Geld versklaven lies als der Wessi. Eine riesige Völkerwanderung von Ost- nach Westdeutschland begann. Deutsche bekamen Konkurenz von Deutschen und die Löhne rutschten noch eine Stufe tiefer. Doch der Sündenbock blieb der Ausländer, da vor den mächtigen Politikern, den Gerichten, und der Polizei jeder Angst hat. Globalisierung bedeutet eher daß sich Konzerne ungestraft aussuchen können wo sie am billigsten produzieren, und unterm Strich zB keine Steuern mehr zahlen müssen. Zusätzlich erhalten sie noch staatliche Subventionen, damit sie nicht komplett ins Ausland abwandern. Regierungen sind also erpressbar geworden. [QUOTE] Deshalb zerstören die EU und Deutschland seit Jahrzehnten mit Subventionen die Agrargproduktion in der Dritten Welt. Wenn es denen schlechter geht, geht es uns besser.[/QUOTE] Solange Kapitalisten das Sagen haben, wird das auch so bleiben. Dabei wäre genügend Potential vorhanden, damit es Allen gut gehen könnte. Dazu ist es jedoch unbeding notwendig die Mächtigen, weniger mächtig zu machen, und die Armen zu stärken. |
| xxxzinixxx | mich dünkt, südafrika hat grad ähnliche probleme... witzig finde ich auch, wenn die aus afrika gold und diamanten karren, aber die afrikaner die ärmsten der armen sind... da haben die scheichs mit ihrem öl doch irgendwas viel besser gemacht. da gibts womöglich auch keine aktionäre... |
| herbstleid | Der Begriff "Weimarer Republik" wurde von der Stadt WEIMAR abgeleitet, und die schreibt sich ohne H. :D |
| pulSar | Mist... stimmt eindeutig. *lach* Aber Athen schreibt sich mit h.... |
| Cagliostro | [QUOTE][i]Original geschrieben von xxxzinixxx [/i] [B]mich dünkt, südafrika hat grad ähnliche probleme... witzig finde ich auch, wenn die aus afrika gold und diamanten karren, aber die afrikaner die ärmsten der armen sind... da haben die scheichs mit ihrem öl doch irgendwas viel besser gemacht. da gibts womöglich auch keine aktionäre... [/B][/QUOTE] Wieso? Die meisten Mitglieder der Familie de Beer sind gebürtige Afrikaaner. Und das schreibt man tatsächlich mit zwei a. |
| xxxzinixxx | wie gut, daß ich nicht so feine unterschiede zwischen MENSCHEN mache... und der name de beer bedeutet mir gleich gar nichts. |
| pulSar | und mir sagt er nichts... gleichwohl hätte ich ihn bestimmt mit "h" geschrieben. Dehnlaute waren noch nie meine Stärke.... aber wie man merkt, sind nicht nur Laute dehnbar sondern auch Weltbilder. |
| Goat93 | [QUOTE][i]Original geschrieben von pulSar [/i] [B]und mir sagt er nichts... gleichwohl hätte ich ihn bestimmt mit "h" geschrieben. Dehnlaute waren noch nie meine Stärke.... aber wie man merkt, sind nicht nur Laute dehnbar sondern auch Weltbilder. [/B][/QUOTE] [url]http://de.wikipedia.org/wiki/De_Beers[/url] |
| gunslinger | Also. Meine Meinung dazu:Da wir in einer Demokratie leben, müssen auch alle Richtungen die gleichen Rechte haben. Da kann es nicht angehen, dass Aktionen einer bestimmten Richtung regelmäßig gestört und vereitelt werden, wobei sich eigentlich zeigt, dass die Störer viel adikaler sind als die Bekämpften. Das kanns doch wohl irgendwie nicht sein...? Gruß, gunslinger |
| Apex | [QUOTE]Meine Meinung dazua wir in einer Demokratie leben, müssen auch alle Richtungen die gleichen Rechte haben. Da kann es nicht angehen, dass Aktionen einer bestimmten Richtung regelmäßig gestört und vereitelt werden, wobei sich eigentlich zeigt, dass die Störer viel adikaler sind als die Bekämpften. [/QUOTE] Unsere Demokratie ist halt was Besonderes, da wir die aus der Zeit zwischen 1918 und 1945 gelernt haben. Gib den Rechten demokratische Mittel und sie werden sie missbrauchen um die Demokratie abzuschaffen, daher haben wir eine wehrhafte Demokratie, die, aus der Erfahrung heraus, eben nicht allen die gleichen Rechte gewährt. Wenn man die Feinde der Demokratie unterdrücken muss, um die Demokratie zu erhalten, ist das ein Kompromiss mit dem ich gut leben kann. |
| Xenomorph | @Apex Wenn man die "Feinde" der Demokratie unterjocht und unterdrückt, dann hat man die Demokratie als solche bereits abgeschafft - deine Aussage macht daher keinen Sinn, da sie auf ein Paradoxon hinauslauft, das in diesem "demokratischen" Herrschaftssystem aber leider der Realität entspricht: eine "Demokratie", die die Rechte einzelner Andersdenkender oder Gruppierungen beschneidet, und die vorherrschende Meinung als allem anderen überlegen und einzig wahr und seligmachend propagiert, ist ebenso bigott, hinterfotzig und verlogen wie es diese potenziellen Gegner nur sein könnten - und hat diesen Begriff "Demokratie" bereits ad absurdum geführt - woraus wiederum fogt, dass die "Feinde" der "Demokratie" diese gar nicht mehr kaputtmachen können, sollten sie jemals an die Macht gelangen - weil die "Demokratie" nie existiert hat, und auch nicht mehr als ein Alibi der herrschenden Klasse ist, unter dem sie andere unterdrückt, die Massen kontrolliert und hinters Licht führt um sie ungestört ausbeuten zu können... |
| Goat93 | Apex: Wollen wir das eventuell noch mehr vereinfachen? Wehrhafte Demokratie ist supie, wenn sie die Bürger immer mehr einengt und beschneidet. Wogegen ist diese Demokratie denn besonders wehrhaft? Und was erzeugt diese Wehrhaftigkeit? Wir erhalten eine Systematik, die uns nciht weiterbringt sondern schadet. Diese wird dann immer wieder geschützt, damit mein ich z.B den Wirtschaftsteil oder den Sozialabbau. Der reine Machterhalt mit der Überwachung dazugerechnet fängt es an, wirklich demokratisch zu werden.... Eine Demokratie MUß ALLE Seiten gleichauf behandeln und ebenso mit einbeziehen, ansonsten ist es KEINE Demokratie. Was wir heute haben, sind Parteien die die Demokratischen Mittel GEGEN die Demokratie verwenden, da brauchen wir keine Nazis zu und wer hatte nochmal Hitler die Macht dazu gegeben, eine Diktatur auszurufen..warte..eine Demo- kratische Partei....SPD? Was haben wir heute? Überall Nazis, vor allm im kapital, nazis überall NAZIIIIIIIIIIIIIIIIIIS und die kommunisten erst mit ihren Mördern, die wollen doch nur die weltherrrrrrrrrrschaft, hilfääää werner die russen kommen und die moslems erst, überall bombenattentäter, ich glaub in meinen klo ist eine bombääääääääääääää wir steuern auf eine Paranoide Angstgesellschaft zu, wie als Paradbeispiel die USA, die vor allem und jedem sich fürchten muß, was nicht so ist wie sie selbst. Wenn das nicht mal eine totalitäre ist.... |
| Cabal | Es gibt überhaupt nur eine akzeptable Definition einer Demokratie: Das Volk macht die Regeln. Das macht sie in unserem Falle aber eben nicht. (Oder, wenn ich noch pessimistischer sein woll, es macht sie vermutlich doch.) MfG Cabal |
| Tsafried | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] [B]Unsere Demokratie ist halt was Besonderes, da wir die aus der Zeit zwischen 1918 und 1945 gelernt haben. Gib den Rechten demokratische Mittel und sie werden sie missbrauchen um die Demokratie abzuschaffen, daher haben wir eine wehrhafte Demokratie, die, aus der Erfahrung heraus, eben nicht allen die gleichen Rechte gewährt. Wenn man die Feinde der Demokratie unterdrücken muss, um die Demokratie zu erhalten, ist das ein Kompromiss mit dem ich gut leben kann. [/B][/QUOTE] 1918 wollte die Mehrheit wohl keine Demokratie. Sie wurde Deutschland quasi auferzwungen (wenn das Wort auch nicht passt, weil von innen heraus angestoßen, nicht von außen), aus Mangel an Alternativen, und beinhaltete die Mittel zu ihrer legalen Abschaffung schon in der Verfassung. Das Kaiserreich war gescheitert, Karl Liebknecht wollte die Räterepublik ausrufen (was er dann auch tat, ohne Erfolg). Philipp Scheidemann dazu: [QUOTE][i]Liebknecht will die Sowjetrepublik ausrufen. Was, nun sah ich die Situation klar vor Augen. Deutschland eine russische Provinz? Eine Sowjetfiliale? Nein! Tausendmal nein! Kein Zweifel, wer jetzt die Massen vom Schloß her bolschewistisch oder vom Reichstag zum Schloß hin sozialdemokratisch in Bewegung bringt, der hat gesiegt.[/i][/QUOTE] So sah die Grundlage zur WR aus. Das ist nun nicht gerade stabil zu nennen... in der Art und Weise von '33 (übrigens stimmte die SPD als einzige Partei gegen das Ermächtigungsgesetz, das letztlich zur Zwangsauflösung bzw Verbot sämtlicher Parteien neben der NSDAP führte) ist antidemokratischer Kampf mit Mitteln der Demokratie heute nicht mehr möglich. Übrigens gibt es "die Rechten" nicht. So wenig wie "die Linken", "die Guten", "die Bösen", "die Menschen". |
| SoulReaper696 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tsafried [/i] [B] Übrigens gibt es "die Rechten" nicht. So wenig wie "die Linken", "die Guten", "die Bösen", "die Menschen". [/B][/QUOTE] Die Aussage hätte ich gern erklärt. Kurz und knackig, nicht zu kompliziert, wenns geht. |
| Cabal | Was gibt es daran zu erklären? Es gibt keine Rechten, so wie du sie dir vorstellst. Das ist, was Tsafried damit sagen wollte. Obwohl ich den Wahrheitsgehalt dieser Aussage stark anzweifle. MfG Cabal |
| Tsafried | Es gibt keine homogenen Gruppen. Ganz einfach. "Rechts" ist nicht gleich rechtsextrem, rechtsradikal, rechtskonservativ. Vielleicht hätte ich es anders deutlich machen sollen. Es gibt "die" Rechten nicht, so wenig wie "die" Linken. Schon die SPD hat "linke" und "rechte" Flügel. Also gibt es auch "die" SPD nicht. That's all. |
| Goat93 | Tsafried: Das Ermächtigungsgesetz wurde ja 3 mal angewendet, also 2 mal vor der NSDAP Hast du einmal genauere Infos aus der Zeit vom Ermächtigungs- gesetz? Also nicht wiki, sondern irgendwas besseres? Es sollen 94 von 538 Mitgliedern dagegengestimmt haben, irgendwoher muß diese info ja kommen ^^ @Soulreaper: rechts und links sind nur schwammige Schlagwörter um etwas tierisch komplexes für Kinderverständnisse einfacher zu machen. Hat aber mit der Realität wiederum nichts zu tun ^^ So hatte die NSDAP z.B einen "linken" flügel ebenso wie die SPD einen "rechten" hat(te) |
| Tsafried | [QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i] [B]Das Ermächtigungsgesetz wurde ja 3 mal angewendet, also 2 mal vor der NSDAP Hast du einmal genauere Infos aus der Zeit vom Ermächtigungs- gesetz? Also nicht wiki, sondern irgendwas besseres? Es sollen 94 von 538 Mitgliedern dagegengestimmt haben, irgendwoher muß diese info ja kommen[/B][/QUOTE] Ich hab noch einiges Material aus dem Geschichts-Leistungskurs, inklusive zwei ganz informativer Hefte "Informationen zur politischen Bildung", die auch sehr viel Originalquellen beinhalten, ich such da mal rum. Ohnehin war die letzte Phase der WR seit Mitte 32, wenn ich das jetzt recht erinnere, nur noch eine Abfolge von (drei?) Präsidialkabinetten, bis Anfang 1933 dann Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde. Offiziell wurde die Weimarer Republik sogar während der NS-Herrschaft überhaupt nie aufgelöst. Witzig oder traurig, je nachdem, ist ja auch, dass für die KPD die NSDAP der geringere Feind war als die SPD... im Reichstag haben sich beide Parteien nicht selten unterstützt, wenn's darum ging, die Handlungsfähigkeit des Kabinetts zu behindern... dass die KPD dann als erste von der Bildfläche verschwand, ist bezeichnend für diese fatale Fehleinschätzung... |
| Goat93 | naja, man darf dabei nicht vergessen das die NSDAP früher nicht besonders auffiel mit ihren gebären im übertragenen sinne. Soll heißen, Terror und Straßen- kampf, ermordung von Politikern und einschüchterung war ja nichts neues oder besonders aufregendes, die Angst der Leute saß einfach woanders und die Wirren Ideen kamen ja aus allen Richtungen gleichzeitig was ich nur nicht so ganz verstehe, wieso waren es nur ein paar leute aus der spd, die gegen den Antrag gestimmt haben, wieso keine aus der KPD oder sonstigen anderen Parteien? |
| Apex | Dankeschön, für den kleinen Geschichtsexkurs. Er bestätigt ja, was ich mehr oder weniger ausgeführt habe. Die Mehrheitssozialdemokraten sowie die anderen beteiligten Weimarer Parteien waren bei ihrer Verfassungsgebung durchaus etwas naiv. Die verfassungsgebenden Versammlungen der Nachkriegsjahre (erst der Länderverfassungen, dann des Grundgesetzes), hatten diese Naivität natürlich verloren und eben deswegen ganz starke normative Schranken eingebaut, die eine Wiederholung der Geschichte ausschließen sollten, darunter etwa die Aufwertung der Grundrechte, das konstruktive Misstrauensvotum, starker Föderalismus und die fünf Staatstrukturprinzipien. So soll eben vor allem eine legale Errichtung einer Diktatur verhindert werden. Daneben gibt es aber sicher noch Methoden die weniger subtil sind, sondern heute eher martialisch erscheinen, so etwa das Parteienverbot, das Verwirken diverser Grundrechte bei Missbruach gegen die FDGO (nie eingesetzt) oder auch der Einsatz der Bundeswehr im Inneren zum Schutz der FDGO (ebenfalls nie eingesetzt). Dennoch bin ich durchaus der Meinung, dass diese Möglichkeiten des Demokratie-Schutzes wichtig sind, auch wenn sie heute vielleicht nicht mehr so notwendig erscheinen, wie zur Zeit ihrer Implementierung. Die BRD hat sich bisher durchaus als Verantwortungsvoll genug erwiesen, mit diesen Instrumenten umzugehen. Deswegen sehe ich keinen Grund, eines dieser Instrumente abzuschaffen oder auch auf ihren Einsatz zu verzichten, wenn er erforderlich sein sollte. [QUOTE]Es gibt keine homogenen Gruppen.[/QUOTE] Natürlich nicht, es wäre sinnlos etwas anderes zu behaupten. Nichtsdestotrotz haben die meisten Menschen, die sich zu einer Gruppe zusammenschließen, nicht selten einen kleinsten gemeinsamen Nenner, der sie überhaupt dazu bringt...etwa ein gemeinsames Ziel. Ansonsten wäre es ja sinnlos sich zu organisieren ;) |
| Goat93 | Apex...man kann keine Diktatur verhindern, wenn diese im Aufschwung ist, denn entweder ist das Volk oder das Militär hinter dem Diktator... Solange man allerdings die Diktatur einfach Demokratie nennt und gewisse Images der Diktatur zuschreibt, die man selbst nicht hat, passt es doch mit den Friedens- panzern. |
| Tsafried | [QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i] naja, man darf dabei nicht vergessen das die NSDAP früher nicht besonders auffiel mit ihren gebären im übertragenen sinne. Soll heißen, Terror und Straßen- kampf, ermordung von Politikern und einschüchterung war ja nichts neues oder besonders aufregendes, die Angst der Leute saß einfach woanders und die Wirren Ideen kamen ja aus allen Richtungen gleichzeitig[/QUOTe] das stimmt leider... womit man wieder beim Punkt "Demokratie von oben" wäre... [QUOTE]was ich nur nicht so ganz verstehe, wieso waren es nur ein paar leute aus der spd, die gegen den Antrag gestimmt haben, wieso keine aus der KPD oder sonstigen anderen Parteien?[/QUOTE] Die KPD gab es zu dem Zeitpunkt dieser Gesetzgebung faktisch nicht mehr, wenn sie am 05.03.33 auch noch wählbar war und knapp 12% der Stimmen erhielt. Die 81 Abgeordneten der KPD wurden, wie bereits verhaftete SPD-Abgeordnete, zu der Wahl gar nicht geladen (oder waren ebenfalls bereits verhaftet auf Grundlage der "Notverordnung zum Schutz des Reiches") und als "unentschuldigt fehlend" betrachtet. Für verfassungsändernde Beschlüsse brauchte es nur eine Zweidrittelmehrheit, sowohl was Abstimmungen als auch Anwesenheit anbetraf. Alle 94 anwesenden SPD-Abgeordnete stimmten (als einzige) dagegen. Bei 444 "Ja"-Stimmen fiel das dann aber nicht ins Gewicht. (vernünftige Quellen reiche ich nach, die Bundesanstalt für politische Bildung, die diese "Informationen zur politischen Bildung"-Hefte kostenlos herausgibt, scheint deren Inhalte im Netz nicht zu veröffentlichen, ich hab's jedenfalls noch nicht finden können - aber [URL=http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/innenpolitik/ermaechtigungsgesetz/index.html]Dies hier zum Beispiel[/URL]) Die anderen Parteien erhofften sich wohl eine bessere Stellung in der neuen Regierung, wenn sie sie unterstützten. Das Versprechen, die Kirchen nicht anzutasten, sicherte dazu die Stimmen der Zentrumspartei, repräsentativ für das katholische Deutschland, ebenso wie die der Bayerischen Volkspartei, wenn ich mich recht erinnere. Die DNVP, mit der die NSDAP nach den Reichstagswahlen eine Koalition bildete (ihre erhoffte absolute Mehrheit hatte sie ja nicht errungen, im Gegenteil, sie bekam weniger Stimmen als bei der vorigen Wahl, was Hitler und Co. unter Zugzwang setzte: Jetzt oder nie, die Enttäuschung der Bürger verringerte sich mit der besseren wirtschaftlichen Situation, und damit auch die Chancen einer Machtübernahme), stimmte sowieso dafür, und damit hatte es sich dann. Warum die Kleinstparteien dafür stimmten, kann ich Dir nicht genau beantworten, wird aber aus ähnlichen Gründen geschehen sein. Wenn man den Wiki-Angaben glauben darf, waren das nur 14 Sitze. 120 SPD (wie schon gesagt nur 94 anwesend), 81 für die KPD (komplett handlungsunfähig), 288 NSDAP, Zentrum 73, "Kampffront Schwarz-weiß-rot" (DNVP-Zusammenschluss) 52 und BVP 19. Apex: Diese Möglichkeiten [i]sind[/i] wichtig, absolut. Ich sehe aber die Notwendigkeit dazu noch nicht. Und selbst wenn man die NPD verbieten würde - die Gesinnung dahinter lässt sich nicht verbieten. Da sind mir NPD-Aufmärsche, die sich an gewisse Regeln halten müssen, um stattfinden zu können, lieber als "Geheimtreffen" (die es zwar ohnehin schon gibt, aber eben mit dem mehr oder weniger legalen "Gegenpol" des öffentlichen Auftritts der NPD), die zwangsläufig jeder Kontrolle entzogen sind. Wie Du sagst, all diese Sicherungen verhindern ein (schein-)legales Errichten einer Diktatur, wie in der WR leider geschehen. Zu einer illegalen Errichtung aber fehlt es mE aber an Rückhalt in größeren Bevölkerungsgruppen und an mangelnden, funktionierenden Alternativen. Eigentlich wollten in der Weimarer Republik viele ihren Kaiser Wilhelm zurück, die meiste Bevölkerung war ja im Kaiserreich sozialisiert worden. Da das nicht möglich war, erschienen die anderen "starken Männer" attraktiv... und diese oder ähnliche Vorraussetzungen kann ich heute nicht sehen, und da hebe ich das Recht der Meinungsfreiheit, auch wenn es idiotische sind, über den Versuch einer Ausschaltung von Demokratiefeinden. In einer funktionierenden solchen werden die nämlich nie genug Stimmen erhalten. Nicht, wenn man genug Kraft in politische Bildung investiert. Die Herren und Damen, die unter massiven Minderwertigkeitskomplexen leiden und darum sich obskuren Gruppierungen und Ideologien anschließen, wird man leider nie erreichen können... edit: Ich hab mich jetzt noch nicht eingehender damit beschäftigt, aber [URL=http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/index.html]diese Seite[/URL] scheint auf den ersten Blick ziemlich umfangreich und detailliert zu sein. edit II: Ich glaube, die Seite ist wirklich gut und informativ, auch mit einer Menge an Bild- und, scheint's, auch Tonmaterial. [URL=http://www.dhm.de/lemo/home.html]Hier die Übersicht zu den Themenbereichen[/URL]. |